Nationalsozialismus

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Spiel im Schatten – oder die geheimen Strippenzieher der Wall-Street als die größten Kriegstreiber der Menschheit

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[Autor: Michel Veritas Quichotte]

Wäre es verfehlt zu behaupten: Im Mittelalter litten die Menschen unter der Pest, seit Anfang des 20. Jahrhunderts unter der Wall-Street?! Reichlich unverschämt, so etwas zu behaupten, da doch jeder weiß, dass die Welt ohne Captain America und seine Kumpels schon längst und gleich mehrfach von irdischen und außerirdischen Terroristen in die Luft gesprengt worden wäre.

Wer dem Autor angesichts dieses zugegeben etwas polemischen Einstiegs in diesen Beitrag jetzt sofort „revisionistische“ oder „schuldabwälzende“ Absichten unterstellen möchte, den frage ich: Wird irgendeine individuelle Schuld relativiert, wenn man nach den Kräften fragt, die Hitler und dem Nationalsozialismus den Weg bereitet haben?

Das Richten überlässt der Autor gerne dem lieben Gott bzw. dem Jüngsten Gericht, da dieses Gericht wohl über mehr Information und Sachkompetenz verfügen wird als jeder Historiker, da er nicht über den Nächsten richten darf und möchte. Aber wenn er in der Wahrheit leben will, dann muss, darf und will er Fragen stellen, gerade dann, wenn sie im Mainstream nicht auftauchen.

Es sei vorweggenommen: Das offizielle Geschichtsbild muss in wesentlicher Hinsicht ergänzt und damit „revidiert“ werden, damit das Gesamtbild der Ursachen der beiden großen Weltkriege des 20. Jahrhunderts endlich weniger lückenhaft wird. Diese Aufgabe ist von allergrößter Wichtigkeit, wenn die Katastrophe weiterer militärischer Konflikte und insbesondere eines weiteren Weltkriegs abgewendet werden soll. Zu lange haben sich regelrechte Schattenwesen im Dunkel der Geschichtsschreibung versteckt, nachdem sie zuvor selbst systematisch alle für sie kontrollierbaren Scheinwerfer umgedreht haben, die diese Schattenreiche ausleuchten könnten.

Wer einen gebildeten Zeitgenossen darauf hinweisen möchte, dass es durchaus lohnenswert ist danach zu fragen, ob die Bewegung des Nationalsozialismus nicht von Anfang an nicht nur „auch“, sondern insbesondere durch mächtige ausländische Geldgeber finanziert worden ist, der wird wohl nicht selten mit dem schon reflexartig erhobenen Einwand (in Verbindung mit einem erhobenen Zeigefinger) konfrontiert werden, dass man bei solchen Überlegungen doch auf keinen Fall die deutsche Schuld für die vielen Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg vergessen dürfe. Bitte doch immer bei der deutschen Schuld anfangen, immer, so haben wir es schon in der Schule gelernt. Nachdem man dann das Mantra „Wir Deutschen sind schuld“ mindestens 10 x aufgesagt hat, dann darf man sich vielleicht auch fragen, ob auch bei Nicht-Deutschen vielleicht ein kleines bisschen Schuld zu finden ist, zumindest ein klitzekleines bisschen.

Schließlich gingen viele deutsche Städte – nicht unbedingt die Werkshallen, an denen US-amerikanische Unternehmen beteiligt waren – mit unzähligen unschuldigen Menschen in Flammen auf, und viele andere Verbrechen an Deutschen – auch nach dem 2. Weltkrieg – würden ebenfalls eine umfassende Würdigung und Verankerung im öffentlichen Bewusstsein verdienen.

Aber es geht in diesem Beitrag nicht um die Folgen des 2. Weltkriegs, in dem die Gesetze der Menschlichkeit immer wieder suspendiert worden sind, sondern um seine wahren Ursachen.

Es bestehet auch keine wirkliche Gefahr, der Deutsche könne vergessen, welche Schuld viele seiner Vorfahren vor Gott und den Menschen auf sich geladen haben, besteht aktuell wohl kaum: Der Deutsche hat von Kind auf gelernt, nicht nur für die Gräuel der Konzentrationslager, sondern im Grunde für alle Übel des 20. Jahrhunderts verantwortlich zu sein. Die „Schuld“ des 1. Weltkrieges wurde ihm schon (ohne offizielle Klärung der Schuldfrage) angelastet, und die alleinige Schuld am Aufstieg Hitlers und am Ausbruch des 2. Weltkrieges (diesmal auch mit den Nürnberger Prozessen) sowieso.

Es wurde bereits gewürdigt, dass das Deutsche Reich der Jahre 1871 bis 1918 für den Ausbruch und die Fortsetzung des 1. Weltkrieges nicht verantwortlich gemacht werden kann:

https://www.nachrichtenspiegel.de/2019/02/16/die-geschichte-des-1-weltkrieges-als-urkatastrophe-des-20-jahrhunderts-hatte-ganz-andere-ursachen-und-verantwortlichkeiten-als-es-die-etablierte-hochschulwissenschaft-jahrzehntelang-behauptet-hat/

In der Tat dürfte es in Kreisen des rituellen Missbrauchs einem alten Ritual entsprechen, den niedergeschlagenen Opfern auch noch einzureden, in Wahrheit doch selbst für die erlebte Vergewaltigung verantwortlich zu sein. Wenn die Widerstandskraft eines Landes erst einmal gebrochen ist, dann werden auch seine eigenen Historiker und Beamten in den Kultusministerien den Schülern und Studenten die Geschichte lehren, die von den Siegern geschrieben worden ist, so lange, bis jeder diese Geschichte glaubt, und wenn auf Seiten der Sieger nahezu die ganze Welt eingespannt worden ist, dann wird es auch außerhalb der besiegten Nation schwierig werden, überhaupt noch einen Historiker zu finden, der dem offiziellen Narrativ von der alleinigen deutschen Schuld widersprechen würde.

Abermals: Jedes Schulkind hatte schon ausgiebig Gelegenheit, die unfassbaren Verbrechen von SS und Wehrmacht vor und während des 2. Weltkrieges zu reflektieren. Wohl niemand wird dementieren, dass es diese Verbrechen gab und die Erinnerung an solche Ereignisse und ihre Ursachen aufrecht erhalten werden muss, damit sie sich nicht mehr wiederholen. Genau aus diesem Grunde wurde dieser Beitrag verfasst. Die Strukturen, die für solche zivilisatorischen Katastrophen verantwortlich sind, bestehen immer noch, und bis in die Gegenwart hinein sind Kriege aus rein wirtschaftlichen Gründen geführt worden, alle möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit inklusive. Der schmutzige Krieg gegen Syrien ist dafür ein hervorragendes und zugleich unendlich trauriges Beispiel.

Für besseres Verständnis der Ereignisse des 20. Jahrhunderts und für die Lösung der Probleme der Zukunft ist es somit dringend geboten, sich der Frage zu stellen, welche Kräfte seinerzeit maßgeblich den rasanten Aufstieg Hitlers vom vormaligen Bewohner einer Obdachlosenunterkunft zum zeitweise mächtigsten Mann Europas ermöglicht haben und mit warum – mit welchem Ziel – dieser Aufstieg gefördert worden ist.

Nur sehr wenige Historiker sind dieser Frage nachgegangen, jedenfalls „offiziell“ durch die Veröffentlichung fachwissenschaftlicher Beiträge, und wenn sie dies taten, so war dies ihrer Karriere und ihrem Ansehen in der Fachwelt nicht gerade förderlich. Ein Historiker, der den Mut hatte, sich dieser Aufgabe zu stellen, war Antony C. Sutton, an dessen Werk mit diesem Beitrag erinnert werden soll, da seine Erkenntnisse nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Von seinen drei Büchern über die „Schattenspiele“ der Wall Street:

„Wall Street and the Rise of Hitler“,

„Wall Street and FDR (= Franklin D.Rosevelt, 32. Präsident der USA von 1933 bis 1945)“ und  „Wall Street and the Bolshevik Revolution“

liegt nur das erstgenannte mit dem Titel „Wallstreet und der Aufstieg Hitlers“ in deutscher Übersetzung vor.

Sutton nennt viele Namen von Privatpersonen und Firmen, zeigt die Verflechtungen von US-Firmen mit deutschen Firmen ab den 20er Jahren bis Kriegsende auf, folgt den Spuren des Geldes und dem Transfer von kriegswichtigem Knowhow an deutsche Firmen und verweist hierzu auf zahlreiche eindeutige Beweismittel, so dass er u.a. zu folgenden Schlussfolgerungen gelangt:

1.

Die Wallstreet hat die deutschen Kartelle, insbesondere die IG Farben, seit Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts finanziert, die wiederum Hitler mit an die Macht brachten. Der deutsche Chemiekomplex IG Farben war am Vorabend des 2. Weltkrieges „das größte Unternehmen der Welt zur Herstellung von Chemikalien, mit einer außergewöhnlichen politischen und wirtschaftlichen Macht und Einflussnahme innerhalb von Hitlers nationalsozialistischem Staat. …. Ohne das von der Wall Street gelieferte Kapital hätte es in erster Linie gar keine IG Farben gegeben und fast sicher nicht einen Adolf Hitler und einen zweiten Weltkrieg.“ (Sutton, ebenda, S. 35)

2.

Die Finanzierung Hitlers und seiner NS- und SS-Schergen entsprang zum Teil den Partner- und Tochterfirmen von US-Firmen, wozu Zahlungen von IG Farben, Generel Electric (AEG), Tochterfirmen der Standard Oil of New Jersey und ITT an den Freundeskreis Heinrich Himmler bis in das Jahr 1944 hinein zählten. Henry Ford unterstützte Hitler bereits im Jahre 1922.

3.

Die unter der Kontrolle der Wall Street stehenden multinationalen US-Firmen zogen gewaltige Gewinne aus Hitlers militärischem Aufbauprogramm der 30er Jahre (bis mindestens 1942).

4.

Die Wallstreet-Banker nutzten ihren politischen Einfluss in den USA, um ihre Kollaboration mit Hitler-Deutschland während des Krieges zu verschleiern und unterwanderten zu diesem Zweck den US-Kontrollrat für Deutschland.

Sutton stimmt mit dem Historiker Caroll Quigley darin überein, dass das von den Vertretern der angloamerikanischen Hochfinanz geschaffene System nicht weniger war (Zitat) „als die Schaffung eines Weltsystems der finanziellen Steuerung in privaten Händen zur Beherrschung des politischen Systems eines jeden Landes und der Wirtschaft der Welt als gesamter“. (Sutton, ebenda, S. 29).

Hierzu führt Sutton weiter aus (Zitat):

„Dieses Feudalsystem funktionierte in den zwanziger Jahren, so wie es heute funktioniert, durch das Medium der privaten Zentralbankiers in jedem Land, die die Geldschöpfung der Wirtschaft des jeweiligen Landes steuern. Während der zwanziger und dreißiger Jahre übten das New Yorker Federal Reserve System, die Bank of England, die deutsche Reichsbank und die Banque de France mehr oder weniger indirekten Einfluss auf den politischen Apparat ihres jeweiligen Landes durch die Steuerung der Geldmenge und der Gestaltung der monetären Gesamtumstände aus. Ein direkterer Einfluss wurde durch die Bereitstellung oder Entzug politischer Fonds  für Politiker und politische Parteien ausgeübt. In den Vereinigten Staaten gab beispielsweise Präsident Herbert Hoover 1932 dem Entzug der Unterstützung seitens der Wall Street und deren Umschalten auf Finanzierung und Beeinflussung Franklin D. Roosevelts die Schuld an seiner Niederlage.

Politiker, die für die Ziele des Finanzkapitalismus zugänglich sind, und Wissenschaftler, die reichlich Ideen zur Beherrschung der Welt produzieren, wie sie den internationalen Bankiers nützlich erscheinen, werden durch ein System der Belohnung und Strafe bei der Stange gehalten. Anfang der dreißiger Jahre war die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel / Schweiz das führende Vehikel dieses internationalen Systems finanzieller und politischer Steuerung, das Quigley als „die Spitze des Systems“ bezeichnete. Die BIZ-Spitze setze ihre Arbeit während des Zweiten Weltkrieges als Medium fort, durch das die Banker – die anscheinend nicht gegeneinander im Krieg standen – einen gegenseitig nutzbringenden Austausch an Ideen, Informationen und Plänen für die Nachkriegswelt fortsetzen konnten.“(Sutton, ebenda, S. 29).

In jedem Land dieser Erde, in dem es ein Strafrecht gibt, werden nicht nur die Täter, sondern auch alle Mittäter, Anstifter und Gehilfen bestraft, stets abhängig von ihrem Tatbeitrag.

Auch wird sich die Strafrechtspflege überall dafür interessieren, ob ein Täter, wenn er nicht bloß aus eigenem Antrieb gehandelt hat, vielleicht sogar kriminelle Strukturen eingebunden ist und wie diese Strukturen beschaffen sind.

Warum wurden diese Fragen nicht bei der Aufarbeitung des 2. Weltkrieges gestellt?

Bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen wurden die deutschen und nicht die amerikanischen Mitglieder des Vorstands der amerikanischen Konzerne verurteilt (Sutton, ebenda, S. 49), so dass Sutton feststellt (Zitat):

„Wenn die Direktoren eines Großunternehmens für die Aktivitäten des Unternehmens gemeinsam verantwortlich sind, dann hätten auch die amerikanischen Direktoren zusammen mit den deutschen Direktoren in Nürnberg verurteilt werden müssen – das heißt, wenn der Zweck der Prozesse darin bestand, die Kriegsschuld zu ermitteln. Wenn allerdings der Zweck der Prozesse darin lag, die Aufmerksamkeit von der amerikanischen Verwicklung in die Machtergreifung Hitlers abzulenken, dann haben sie natürlich ihr Ziel sehr erfolgreich erreicht.“

Der große Nachteil einer derart selektiven Aufarbeitung der Geschichte und Bestrafung der beteiligten Täter besteht freilich auch darin, dass die Frage offen bleibt, warum die angloamerikanische Hochfinanz Hitler überhaupt aufgebaut hat. Die Antwort auf die Frage dürfte sich aber aus der Würdigung dessen ergeben, was Hitlers – gemeinhin bekannten – Pläne waren und wie der Krieg verlaufen ist:

Hitler wollte Lebensraum im Osten schaffen und den Kommunismus zerschlagen.

Es dürfte ebenfalls im Interesse der Wall Street Banker gelegen haben, den Kommunismus der UdSSR zu zerschlagen und eine direktere Kontrolle über dieses riesige Land und seine Reichtümer zu erlangen.

Denn genau aus diesem Grunde hat das US-Imperium in den letzten Jahrzehnten einen „Regime-Change“ nach dem anderen herbeigeführt, so wie dies aktuell wieder einmal vor den Augen der ganzen Welt ganz offen in Venezuela versucht wird.

Und zu diesem Zweck hat sich die angloamerikanische Hochfinanz dann des Werkzeugs „Nationalismus“ mit einem äußerst radikalen Außenseiter wie Hitler bedient. Ein anderer radikaler Fanatiker hätte es sicherlich auch getan, wenn sich seine Interessen nur den Interessen der Hochfinanz eingepasst hätten.

Natürlich ist ein Weltkrieg auch ein phantastisches Geschäft für alle Banken und Firmen, die Produkte herstellen oder Leistungen anbieten können, die ein Land oder gar einen ganzen Kontinent zerstören und dann wieder aufbauen können. Aber wer von der Weltherrschaft träumt, der will Kontrolle über alles und jedes. Und dieses Ziel sollte offensichtlich über den 2. Weltkrieg und die Errichtung totalitärer Systeme errichtet werden, die letztlich nur an den Strippen der unter der Kontrolle der Hochfinanz stehenden Banken und Firmen stehen.

Ist dieser Beitrag nun „antisemitisch“, weil er die Machenschaften der Hochfinanz geißelt? Dieser Gedanke soll schon jetzt wie folgt zurück gewiesen werden:

Dieser Beitrag fragt nicht danach, welcher Religion die Männer angehört haben, die die beiden Weltkriege aus rein finanz- und machtpolitischen Gründen losgetreten haben. Zu den Förderern von Hitler gehörten Personen wie Henry Ford, die für ihren Antisemitismus bekannt sind. J.P. Morgan und John D. Rockefeller waren ebenfalls keine Juden.

Nach der Überzeugung des Autors glauben Menschen, die aus rein machtpolitischem und wirtschaftlichem Kalkül einen Weltkrieg initiieren und damit unendliches Leid über Millionen Menschen bringen können, mit absoluter Gewissheit nicht an denjenigen Gott, der in allen Religionen und Hochkulturen aufgrund von Attributen wie unendlicher Liebe und Gnade verehrt wird. Das heißt aber nicht, dass diese Herrschaften an gar keinen Gott glauben – es gibt ja bekanntlich auch dunkle Götter. Die genannten Plutokraten sind ohne jede Empathie und haben ihre Seele offenbar an den Satan des Geldes verkauft und glauben an gar nichts – sofern sie nicht explizit dunklen Kulten angehören wie zuletzt der Eliten-Bankier Ronald Bernard berichtet hat-, so dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob diese Personen auch noch die Dreistigkeit besitzen, sich als Angehörige einer Glaubensgemeinschaft zu bezeichnen, die den Menschen den spirituellen Weg zum Gott der Nächstenliebe aufzeigen will.

Da wir für die dunkle „Religion“, der die von R. Bernard beschriebenen Finanzplutokraten huldigen, im Duden bzw. Wikipedia noch keine passende Bezeichnung finden, nennen wir sie vorläufig vielleicht einfach „Anti-Essener“. Denn den Grundsatz der Essener: „Darum sage ich euch, verschwendet keinen Gedanken daran, weltliche Güter anzuhäufen, Besitz, Gold und Silber, denn dies bringt nur Verderben und Tod.“ (Quelle: Dr. E. Bordeaux Székely, Schriften der Essener – Buch 2, S 81) haben die „Anti-Essener“ in ihr Gegenteil pervertiert und suchen geradewegs durch das Geschäftsmodell „Verderben und Tod“ weltliche Güter und Reichntum anzuhäufen.

Es ist verdienstvoll, wenn Autoren über die illegalen Kriege der NATO und wichtige Beiträge zur Aufklärung der Ursachen von Kriegen und Weltkriegen beisteuern. Aber diese Bemühungen müssen dazu führen, allen Menschen zu verdeutlichen, dass die Welt neue, menschliche Strukturen in der Welt der Wirtschaft und Finanzen braucht.

Es entspricht keiner Ideologie, sondern schlicht gesundem Menschenverstand und einer Würdigung der wahren Geschichte der Kriege der letzten Jahrhunderte, wenn man fordert:

Keine Gesellschaft darf zulassen, dass zentrale Bereiche der Wirtschaft und der Daseinsvorsorge in private Hände geraten, so dass einzelne Private so viel Vermögen aufbauen können, dass sie – und sei es auch nur auf kommunaler Ebene – die Kontrolle über die Einrichtungen erlangen können, die von den Menschen dazu bestimmt worden sind, ausschließlich dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen.

Die zinsbasierten Zentralbanken waren übrigens bei der Erschaffung der Welt noch nicht vorhanden, sie kamen erst sehr viel später.

So wie die im Mittelalter revoltierenden Bauern unter Bezugnahme auf die Bibel die Frage stellten:

„Als Adam grub und Eva spann,
wer war da der Edelmann?“

So ließe sich im Hinblick auf die Entwicklung der Welt in den letzten Jahrhunderten aktuell die Frage stellen:

„Als Adam grub und Eva spann,
wo war denn da der (Zentral-)Bankkaufmann?“

Es ist also höchste Zeit, dass die Menschen offen diskutieren, wie man nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft gestalten sollte, damit wirksam verhindert werden kann, dass die Entscheidung über Wohl und Wehe ganzer Völker nicht in der Hand einiger weniger Superreicher liegt, über deren wahres Wirken niemand wirklich Bescheid weiß und die von niemandem gewählt und legitimiert worden sind.

 


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Die geheime Agenda der Elite, die geplanten Migrationswellen und der Widerstand

Dienstag, 31.10.2017. Eifel. Ich hatte mal einen Traum: eine Lobbyorganisation bilden, die hilft, Hartz IV um 100 Euro zu erhöhen. Jeden Monat. Die Idee war eigentlich einfach: die Einflussmechanismen, die die Pharmaindustrie für die Ärzteschaft entwickelt hatte, auf Sozialstaat umzuprogrammieren und damit Entscheider so lange zu bearbeiten, bis sie ihre Hand für unsere Idee heben. Macht die Pharmaindustrie jeden Tag äußerst erfolgreich und setzt ihren Willen überall durch. Es gäbe genug Argumente dafür: der Abschied von der asozialen Arbeitslosenpolizei und der staatlich befohlenen Armut (was ja immer absurdere Züge annimmt, in denen den Hartz-Abhängigen jetzt sogar das selbst vom Munde abgesparte Geld als „Einkommen“ angerechnet und vom Regelsatz abgezogen wird) und die Ausstattung der Bürger mit hinreichend Geld  zur Versorgung, zur Steigerung der eigenen Qulifikation und Bewerbbarkeit würde der Binnenkonjunktur einen enormen Schub verpassen, es gäbe viele neue Arbeitsplätze, die auch in die Sozialkassen einzahlen: eine unschlagbare Argumentation. Nun: daraus wurde nichts, wir hätten 75 Millionen Euro gebraucht – theoretisch ein Klacks für damals 7 Millionen Hartz IV-Abhängige. Nur: damals wusste ich noch nicht, wie tiefgreifend demotivierend und zerrüttend die Erfahrung der staatlich flankierten und gesellschaftlich geforderten und gewünschten Verachtung für die Almosenempfänger ist, aus ihren Reihen ist keine Hilfe mehr zu erwarten, sie ist schon längst eine depressive Masse ohne inneren Zusammenhalt.

Was mir jedoch viel wichtiger war, als mir die Arbeit ans Bein zu binden, noch einen Außendienst aufzubauen – diesmal einen sozialen Außendienst, „Botschafter der Gerechtigkeit“, die sich mit vielen Geschenken, Freundlichkeiten und Gefälligkeiten einen Weg durch die Bürokratie hätten graben können – war, aufzuzeigen, dass man was bewegen kann – auch wenn man draußen ist.  Theoretisch ist das sehr einfach, die Methoden erfolgreichen Lobbyismus hätte ich jedem beibringen können – mein bester Pharmareferent war Hauptschüler, man braucht für Lobbyismus nicht viel Bildung, nur Disziplin, eine Strategie – und den entschlossenen Willen, die Kampagne durchzuziehen. Und die Munition für die Kampagne – hätte ich zuerst selbst geliefert, bis wir aus den Kreisen der sozial geächteten andere fähige Leute gefunden hätten. Gibt genug gute Verkäufer unter den Arbeitlosen – ein bischen was am Outfit getan und die gehen als Unternehmensberater durch … nach entsprechender Schulung. Hat man so ein Instrument erstmal geschaffen, geschmiedet, geschliffen – kann man es wieder und wieder einsetzen: gegen Schlachthöfe, gegen Bundeswehreinsätze im Ausland, gegen Altersarmut – suchen Sie sich was aus. Oder 500 Euro Hartz IV mehr, Abschaffung der Sanktionen – was sie wollen. Sie müssen nur auf breiter Front (also: in Gemeinden, Kirchen, Parteien, Verwaltungen, Vereinen …) Werbung für ihre Sache machen, so dass „Entscheider“ dem Thema schon am eigenen Familientisch nicht mehr entkommen können.

Ich weiß, das fällt schwer zu glauben, wenn man nie mit einem solchen Apparat gearbeitet hat – aber was glauben Sie, warum sich die Pharmaindustrie ein Riesenheer von Pharmareferenten hält, die nichts verkaufen, aber Meinung machen? Einfach, weil sie es supercool finden, wenn erfahrene Chefärzte in Unikliniken ihre Therapieempfehlungen einfach mal so von heute auf morgen umschmeißen – und alle Oberärzte sich wundern, was denn in den gefahren ist … wie auch die CDU sich wundert, was in Angela Merkel gefahren ist.

Sicher, Sie werden sich jetzt fragen, ob das ethisch ist. Ich sage Ihnen ganz klar: nein. Es ist schon notwendig, die Grenzen von Manipulation, Korruption und Einflussnahme weit zu überschreiten – wobei man ohne weiteres lange Zeit im Rahmen der Legalität bleiben kann – wenn man sich geschickt anstellt. Ich sage Ihnen aber auch ganz klar: wenn sich die Geächteten nicht formieren, werden sie ausgelöscht werden. Im Rahmen der neoliberalen Logik gibt es am Ende der Verwertungskette menschlichen Lebens unter betriebswirtschaftlichen Kostengesichtspunkten nur eine Reaktion: das möglichst billige und schnelle Ende der „Kosten auf zwei Beinen“. Ich möchte darüber jetzt keine große Diskussion starten, sondern auf die rein betriebswirtschaftliche Logik der Vernichtungslager des Nationalsozialismus verweisen, wie sie Götz Aly in seinen Werken „Hitlers Volksstaat“ und „Vordenker der Vernichtung“ beschrieben hat und damit eine besonders unangenehme, kaum weiter verbreitete Perspektive aufwarf, die die innere Logik des NS-Staates auf einen ganz nüchternen Nenner brachte: die Vernichtung breiter Bevölkerungsschichten zum Zwecke der Bereicherung anderer Schichten – ein Prozess, der heute auch noch läuft.

Und kommen Sie mir jetzt nicht mit dem „Bedingungslosen Grundeinkommen“ – ich habe Grund zur Annahme, dass dieser durchaus positive Grundgedanke schon jetzt so weit pervertiert ist, dass er zur Vernichtung des gesamten Sozialstaates benutzt wird und letztlich Millionen von Menschen mit einem Lebensstandard weit unter Hartz IV zurückläßt, entsprechende Pläne wurden im Silicon Valley schon durchdacht: Abschaffung aller Schulen und Universitäten, komplette Privatisierung von Krankheit und Alter, komplette Privatisierung der gesamten bislang staatlichen Infrastruktur – Sie werden schnell sehen, dass sie 1500 Euro im Monat umsonst bekommen, aber Rechnungen von 3000 – 5000 Euro monatlich zu stemmen haben, um überleben zu können. Ja: die anderen, die Vordenker und Förderer der Plutonomie sind da schon längst viel weiter als die naiven Planer des bedingungslosen Grundeinkommens, die zuerst nur ihre eigene Bedürftigkeit in der momentanen Kostensituation berücksichtigen und kaum in der Lage sind, weit über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Wie Bitte? Zu düster? Zu hart gedacht? Hatte man mir schon 2001 vorgeworfen, als ich in Foren, die längst im Nirwana der gelöschten Inhalte verschwunden sind, die Pläne der Vordenker des Neoliberalismus für Hartz IV (gut, den Namen hatte ich nicht dafür, der kam in der Tat später), vom gnadenlosen Umbau des Sozialstaates sprach, von der Einführung einer Arbeitspflicht unter allen Umständen und der Etablierung einer Arbeitslosenpolizei, die brav darüber wacht, dass alle ordentlich anschaffen gehen – im Niedriglohnsektor, der für den Chef die meisten Gewinne abwirft. 2005 war es Realität geworden, 2017 denkt niemand mehr ernsthaft über Widerstand gegen diese Entwicklung nach.

Es ist ein Krieg gegen die demokratische Zivilgesellschaft im Gange, die allen machtlüsternen Psychopathen ein Dorn im Auge ist – und von denen sollen wir ja nach Angaben der Wissenschaft sehr viele haben, die sind mit der NS-Zeit nicht ausgestorben. Wir sind zwar sehr sensibel geworden, was die Verwendung von NS-Symbolen und NS-Parolen angeht – aber wenn die gleiche Bande im feinen Anzug daherkommt und eine linksorientieres Vokabular gebraucht, dann erkennen wir sie nicht – weil Götz Aly zu wenig an Schulen und Universitäten zitiert wird, nicht ins Fernsehen kommt auch nicht nicht in der Tageszeitung Erwähung findet.

Ein Krieg? Ich merke: das wird Ihnen jetzt zuviel – aber nur, weil Sie diese Geschichte mit den Lehmanpapieren (bitte selber googeln) schon längst wieder verdrängt haben, weil Sie kaum verstanden haben, wie die raffinierter gewordenen faschistischen Banden die demokratische Selbstkontrolle gezielt durch Lobbyismus (sagen wir lieber: Meinungsmache) unterlaufen und nun vor aller Augen ihre „Cum Ex“-Geschäfte machen und nur selten mal auffliegen (siehe den Beitrag unseres geschätzten Parkwächters). Merken Sie, wie schwach diese Gesellschaft schon geworden ist, wie lethargisch, wie … opferhaft?

Nun – ich rede vom Krieg – und ich kann Ihnen das auch beweisen, durch ein einfaches Beispiel aus Ihrer Alltagssprache, der Ihnen klar macht, dass Sie schon längst als Feind definiert wurden, ganz offen, ja, täglich in den Medien erwähnt: raten Sie mal, warum Sie immer öfter als „Verbraucher“ bezeichnet werden denn als „Staatsbürger“ und „Souverän des Landes“. Das kennen Sie doch, diesen Begriff, oder? Was empfinden Sie dabei, wenn innerhalb einer Gemeinschaft von Menschen Gestalten existieren, die nur „verbrauchen“? Und nun denken Sie sich mal diese gierigen, skrupellosen, nichtsnutzigen „Verbraucher“ vor dem Hintergrund einer endlichen Welt mit endlichen Ressourcen (was ja oft genug gepredigt wird) – was folgert dann notwendigerweise aus diesem Sprachgebrauch?

Entscheiden Sie selbst.

Natürlich ist das so vertraut wirkende, bekannte, überall gebräuchliche Wort „Verbraucher“ ein Lügenwort der Extraklasse, denn: jene, die so frech und unverschämt als Verbraucher deklassiert und ins moralische Abseits gedrängt werden (im Gegensatz zu den noblen, edlen, superpositiven Produzenten … die die eigentlichen Rohstoffverbraucher sind), sind auch jene, die durch ihre Arbeitskraft die Verbrauchsgüter überhaupt erst produzieren – ohne sie gäbe es keine Güter, würden die Chefs ohne Strom in leeren Hallen fluchen anstatt dick abzukassieren – dank gespartem Lohn.

Wir befinden uns in einem Krieg, der sich – noch, der Einsatz der Bundeswehr im Inneren wurde ja nicht ohne Hintergedanken möglich gemacht – in den Grenzen der gerade noch gültigen Gesetze bewegt … mal abgesehen von dem, was hinter den Kulissen abläuft – hinter jenen Kulissen, die ja gerade errichtet wurden, um dem Auge des Gesetzes und dem Zorn der Öffentlichkeit entgehen zu können. Es ist erstmal ein Krieg der Worte – der jedoch schon für die ersten Hartz-IV-Abhängigen tödlich endete, hunderttausende Obdachlose produzierte und weitere hunderttausende Menschen (auch Kinder) ohne Strom und Gas zurücklies: Vernichtung light, die halt momentan so stattfinden muss, weil die starke Variante mit den aktuellen Gesetzen nicht vereinbar ist. Die … kann man aber ändern. Läßt man Dachdecker bis 80 oder 90 arbeiten (ja – das war schon im Gespräch, das Renteneintrittsalter so weit auszudehnen, manche denken da schon sehr weit), fallen die – rentenschonend – recht früh allein vom Dach. Auch eine Form von Vernichtung menschlichen Lebens – Vernichtung durch Arbeit (und ja, Sie erinnern richtig: damit hat Auschwitz angefangen).

Ja – das macht Angst, oder? Es ist auch Zeit, Angst zu haben. Sie sollten Riesenangst bekommen – denn die setzt Adrenalin frei, dass brauchen Sie für den Kampf … jenen Kampf, den Sie noch lange nicht verloren haben und momentan nur nicht führen können, weil Sie den Feind noch nicht sehen.

Noch nicht?

Eigentlich Quatsch, oder. Schauen Sie mal weiter oben: Lehman, CumEx, Freshfield – Sie kennen diese Namen doch, wissen, wofür die stehen. Sie wissen sehr genau, dass unser gemeinsamer Staatsschatz von einer skrupellosen, bestens vernetzten Lumpenelite unbegrenzt ausgeplündert wird, sie bekommen beständig mit, dass nach immer mehr Möglichkeiten gesucht wird, die Staatsschulden zu vergrößern um sich persönlich zu bereichern, 60 Prozent der Bundesbürger wissen genau um den zu großen Einfluss von „Wirtschaft“ auf „Politik“ – wobei „Wirtschaft“ wieder ein Lügenwort ist, denn: der kleine Verkäufer bei Norma, der Eifelbauer, der selbständige Schreiner und der gesamte Mittelstand hat da gar keinen Einfluss, weil sie keine Lobbyorganisationen haben, die effektiv und agressiv sowie offensiv arbeiten, ihre Vertretungen (genau wie die Parteien) sind froh über die Pöstchen, die sie haben und lassen jeden Kampfgeist missen. Wir müssen über den Einfluss von Megakonzernen reden – da nur sie die straffe Führung durch Arbeit in Verdrängungsmärkten gewonnen haben und über genug Gewinn verfügen, den sie in gezielten Lobbyismus umsetzen können.

Ein Beispiel?

Gerne. Während unsere Idee, eine Armenlobbytruppe aufzubauen, nicht weiter verfolgt wurde, hat eine kleine Gruppe von Milliardären diese Technik schon Jahre früher umgesetzt und gezielt angewendet: mit entsprechendem Erfolg. Es geschahen auch die entsprechenden Wunder – die mit dem Spruch „Deutschland zeigt Herz“ kaschiert wurden. Jene Partei, die jahrzehntelang jenen Menschen ohne Deutsch als Muttersprache in strenger Gegnerschaft gegenüberstand, wandelte sich innerhalb von wenigen Tagen zu einer großen, liebenden Herzgemeinschaft, lies eine Million „Neubürger“ ohne große Diskussion in eines der am dichtesten bevölkerten Länder der Welt einwandern und erklärte – ebenfalls ohne große Diskussion – dieses schon ziemlich volle Land zum Einwanderungsland … ähnlich Kanada, den USA und Australien, die allerdings selbst – obwohl über viel „Lebensraum“ verfügend – ihre Grenzen sehr dicht machen.

Spätestens seit 2005 arbeitet eine breit gestaffelte Front von Meinungsbildungsorganisationen gezielt und mit äußerster Professionalität daran, aus Europa ein Einwanderungsland zu machen. Ja – hört sich nach Verschwörungstheorie an, ist aber belegbar. „Die geheime Migrationsagenda“ (Kopp-Verlag August 2016) heißt das Buch der jüngst überraschend verstorbenen Friederike Beck, in dem mit großer Akribie der Angriff auf die Selbstbestimmung der europäischen Bürger beschrieben wird, man einiges über den „Markt“ Migration erfährt (inzwischen ein 6-Milliarden-Dollar-Markt), über Ausbildung, Vernetzung und Finanzierung vieler Dutzend Unterorganisationen, die an dem großen Plan mitarbeiten, über die Drahtzieher (erwähnt seien hier Peter Sutherland, dessen einflussreichen Hintergrund man bei Lobbypedia nachlesen kann oder George Soros, der zwar keine Steuern zahlt und sein Vermögen – und das seiner getreuen Gefolgsleute – auf Steueroasen in Sicherheit brachte, aber gerne Weltpolitik steuert, wie seine Netzwerke zeigen, die bei Mukety zu studieren sind) und ihre Methoden.

Ich empfehle die Lektüre dieses Buches nur eingeschränkt, es muss mit großem, kritischen Verstand gelesen werden und hat (zum Beispiel im Bereich „Politisch korrekter Sex in der Migrationsgesellschaft“) selbst manipulative Ansätze, die sich durch aus dem Zusammenhang gerissenen Bildern aufzeigen lassen, gleichsam zeigt es aber deutlich auf, wie superreiche Privatpersonen Politik in ganz großem Maßstab beeinflussen … und für große Wunder sorgen. Der letzte, der einen derart großen Menschenimport (oder Menschenraub, besser gesagt) durchdacht, geplant und durchgeführt hat, war Adolf Hitler – Millionen Menschen aus über einhundert Länder wurden zur Arbeit nach Deutschland gerufen … bzw abgeführt (siehe Süddeutsche). Mit gut durchdachtem Kalkül wird jedoch Aufklärungsarbeit in dieser Hinsicht schon im Ansatz verhindert, in dem man pauschal die Losung ausgegeben hat, dass von nun an jede Kritik an der Migrationsagenda selbst einen nationalsozialistischen Ursprung zu haben hat und alle Kritiker Angela Merkels gefälligst als „Nazis“ zu beschimpfen sind: das kann man erreichen, wenn man weit genug denkt, präzise Personal schult und umfassend Meinung gestaltet.

Bitte folgen Sie nicht unkritisch den Schlussfolgerungen der Frau Beck – die sind nicht unbedingt sauber. In Wirklichkeit kann niemand sagen, warum sich die Lumpenelite der Plutonomie dafür entschieden hat, eine künstliche Völkerwanderung ins Leben zu rufen, in dem sie einerseits die Nothilfen vor Ort drastisch reduzierte (obwohl sie bei Reingewinnen von 180 Milliarden Euro im Jahr allein bei den 10 größten Fonds jede Not der Welt mit Leichtigkeit beseitigen könnten … wenn sie wirklich so humanitär wären, wie sie behaupten) und andererseits eine ganze Industrie ins Leben rief, die dafür sorgen soll, dass der Import von Menschen nach Europa am Laufen bleibt . Es mag sein, dass – wie Frau Beck mutmaßt – sie einfach Deutschland kriegsbereit machen wollen, in dem sie das Elend vor die Haustür bringen, mag sein, dass sie die Konkurrenz Europas im Rahmen ihrer eigenen Spinnereien (siehe PNAC) auf unelegante Art beseitigen wollen – oder eine Amerikanisierung aller Völker der Welt anstreben, um so die weltweite kulturelle Hegemonie zu erlangen … doch das müssen alles Mutmaßungen bleiben. Fakten jedoch sind, dass dort einflussreiche Personen – unter Zuhilfenahme vieler gutgläubiger Mitmenschen – den Zuzug von 45 Millionen Menschen bis 2045 planen – allein in Deutschland (siehe Peter Sutherland beim Council of Foreign Relations am 30. September 2015, zitiert bei F. Beck, a.a.O., Seite 142-143).

Und was der noch will, der Herr Sutherland? Gehälter, Lohnkosten und Pensionen massiv kürzen (Beck, a.a.O., Seite 148). Da jubelt die großdeutsche Lumpenelite gleich auf: noch mehr Geld für Luxus!

Und das ist im Prinzip das erste, was an dem Treiben dieser Herren auffällt: sie wollen mehr Geld für sich – von uns. Wie immer. Wie schon … seit Jahrtausenden, als der Ungeist des Feudalismus sich in der Welt etablierte.

Ich kann nun der Frau Beck überhaupt nicht mehr folgen, wenn es um ihre Schlussfolgerungen geht, um einen Krieg gegen den Nationalstaat als solchen. Ja – wir werden eine Weltregierung brauchen, um Widerstand gegen diese weltweite Bande der anarchistischen Finanzoligarchen organisieren und durchsetzen zu können. Wir haben schon längst eine Weltregierung – es ist allerdings das Regiment der globalisierenden und marodierenden Räuberbanden, die das Sagen haben … und kein Nationalstaat kann sich gegen sie zur Wehr setzen, weil alle einzeln genommen zu klein dafür sind. Zwar ist die Vorstellung eines kleinen, feinen Dorfes innerhalb der zusammenbrechenden Ordnung sehr romantisch (weshalb wohl viele gerade mit Katalonien sympathisieren, dabei aber vergessen, wie zornig sie selbst werden würden, wenn sich das reiche Bayern aus dem Verband der Bundesrepublik zurückziehen würde, um seinen Wohlstand allein für sich zu behalten), aber Georges Soros hat selbst gezeigt, wie man mit einem kurzen, harten Krieg gegen die Landeswährung (damals das britische Pfund) ganze Länder in die Knie zwingen kann – um den Grundstock für ein gewaltiges, eigenes Vermögen zu legen.

Worüber man sich aber völlig im Klaren sein muss: der Widerstand wird nicht leicht werden. Der Gegner ist perfekt geschult, optimal organisiert, straff und effektiv geführt und verfügt über grenzenlose Ressourcen, die in sekundenschnelle weltweit verlagert werden können: optimale Vorraussetzungen für Räuber (Beweglichkeit war das große Plus der räuberischen Wikingerflotten, die damit ihr eigenes, profitables Räuberreich errichteten, das an Ausdehnung das römische Imperium weit übertraf, bis nach Amerika und Russland reichte).

Nur … soviel Geld, um ihm empfindliche Schläge zuzufügen, sein Treiben zu entlarven, ihm Steine ins Räderwerk zu werfen … soviel Geld haben wird noch.

Und – um das abschließend für die jetzt auflaufenden Kritiker zu sagen: ich bin absolut Pro-Asyl. Das Schulden wir der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte. Ich bin auch für eine Weltregierung – wir werden uns sonst nie gegen die Räuberbanden zur Wehr setzen können … darum haben wir ja früher Dörfer gebildet, anstatt auf unseren isolierten Höfen zu bleiben. Ich bin aber völlig entsetzt, wenn ich sehe, wie die Plutonomie, die selbst mächtiger ist als die US-Regierung, die Regierung des mächtigsten atomaren Nationalstaates der Erde (siehe hierzu Süddeutsche) mit Menschenmassen spielt (und eine Million Tote Flüchtlinge, die in der Sahara auf ihrem Weg ins Paradies elendig verreckten – siehe Handelsblatt – billigend in Kauf nahmen und noch mehr Tote in Kauf nehmen werden, was genug über ihre eigentliche Gesinnung aussagt, die alles andere als human ist), als seien es Schachfiguren.

Einen Grund für das Spiel … kann ich mir momentan auch nicht zusammenreimen. Vielleicht ist es ganz einfach: weil man es kann – und Spaß an seiner eigenen Supermacht hat.

So wie der Adel früher gerne Menschen mit Hunden zu Tode hetzte – einfach als Amüsement und Mittel gegen dröge Langeweile …

Der Widerstand dagegen – wird jedoch viel Geld und Arbeit kosten … und manch einem vielleicht sogar das Leben, wie jener Bloggerin auf Malta, die der Wahrheit zu nahe gekommen ist und mittels Autobombe getötet wurden (siehe Süddeutsche). Ja – wir sind schon soweit … ich rede nicht umsonst von Krieg.

Einem Krieg, den wir uns nicht ausgesucht haben, den wir aber immer noch gewinnen können. So schwer – ist das gar nicht.

 

 

Nationalsozialismus – das alternativlose politische System der Zukunft? Über NS 2.0.

Nationalsozialismus - das alternativlose politische System der Zukunft? Über NS 2.0.

Freitag, 6.12.2013. Eifel. Ich rechne nicht groß damit, dass diese Zeilen jetzt jemand lesen wird – in der Überschrift steht ein deutsches Tabuwort. Nein, nicht das Wort an und für sich ist tabu, sondern die Beschäftigung mit dem Thema. Die NS-Zeit wurde in Deutschland als Unfall verbucht und zu den Akten gelegt. Was wissen wir darüber? Es gab einen Führer – Hitler – der von der Vorsehung geschickt wurde, um das deutsche Volk zu erlösen: eine gelungene Kopie des christlichen Erlösermythos, aber endlich mal ein Erlöser mit robustem Mandat, der die bösen Menschen effektiv in die Schranken weist. Viele Tierversuchsgegner haben ihn gewählt, weil er so tierlieb war.

Was wissen wir noch? Er hat durch seinen Überfall auf Polen einen Krieg angezettelt, das größte Menschenschlachten der Weltgeschichte. Na – mal aufzeigen: wer weiß noch, dass Polen zum gleichen Zeitpunkt im Osten von Russland angegriffen wurde? Wird nicht so oft diskutiert, passt nicht ins Erklärungsschema der Siegermächte, die seltsamerweise im Rahmen ihres Bündnisses mit Polen nur Hitler den Krieg erklärten – nicht aber der mächtigen Sowjetunion. Hatte man wohl einfach vergessen – oder hoffte, man würde den Krieg gegen Deutschland schnell gewinnen. Ich fand: für werteorientierte Demokratien waren solche Entscheidungen sehr seltsam. Für die kapitalistischen Kreise waren sie allerdings schon recht nützlich, erst recht, als Hitler – wie in Mein Kampf versprochen – die Sowjetunion angriff, mit der er eigentlich verbündet war. Auch so eine seltsame Entscheidung, die die Generalität verzweifeln lies: der Zwei-Fronten-Krieg war nicht zu gewinnen – auch nicht für eine solch leistungsfähige Industrie, die bis zum Ende des Krieges (trotz Bombenangriffen, die hauptsächlich die Zivilbevölkerung trafen) immer mehr Waffen produziert hat, die immer schneller vernichtet wurden (siehe weltkrieg.2).

Was noch? Nun – er hat die Juden ermordet. Millionenfach. Kürzlich wurden mir neue Zahlen angeboten (deutlich weniger): ich habe dankend abgelehnt. Ich kenne den Alltag im Dritten Reich durch viele Erzählungen aus der Familie – das reicht mir.  Selbst wenn nie ein Jude im Gas gestorben ist: diese Zeit war auch so grauenvoll. Wer nicht mitmarschierte, wurde abgeholt. Manche gingen ins KZ, manche kamen ziemlich ramponiert wieder, andere verschwanden für immer – und man durfte nicht drüber reden, sonst wurde man selber abgeholt.

Was wir nicht wissen? So gut wie gar nichts. Wir wissen alles über diese Zeit, sie ist exzellent dokumentiert. Wir dürfen nur nicht darüber reden. Erinnert an früher. Eine Folge der Weltraumkomödie „Star Trek“ wurde in Deutschland verboten, weil ein Mister Spock sich positiv über die Arbeitsleistung des Volkes unter Hitler ausgesprochen hatte. Heute freuen wir uns wirklich über die Arbeitsleistung, beständig werden neue Rekordzahlen an Beschäftigten verkündet – verschwiegen wird, dass sie immer wenigern verdienen und der Konsum in Folge in Zehn Jahren um 15 % eingebrochen ist, was man mühsam mit massiven Preissteigerungen vertuscht, damit wenigstens die Bruttozahlen beim Binnenkonsum steigen.

Wir wissen, dass Adolf Hitler Förderer hatte: die Thule Gesellschaft, ein illustrer Kreis, der bei der Nominierung des Führerkandidaten einen enormen Einfluss hatte. Sie brachten auch das Hakenkreuz in die Bewegung ein.

Auch hierüber dürfen wir nicht mehr reden. Hitler ist – so unser Schulwissen – vom Himmel gefallen und konnte aufgrund seiner brillanten Reden das ganze dumme Volk verführen.

Andere Beobachtungen dürfen wir nicht diskutieren, andere Perspektiven werden gar nicht erwogen. Folgt man den staatlich legitimierten Auslegungen der Geschichte (die immer und überall von den Siegern der Schlachten geschrieben wird), handelt es sich hier nur um einen dummen Unfall der Geschichte, der nur mit Deutschen funktioniert und über den man am Besten gar nicht spricht.

Das hier eine Religion praktiziert wurde, wird überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Das es Hintermänner gab, die gezielt nach einer Gestalt suchten, die die verbale Kraft hatte, die Rolle des Erlösers glaubhaft zu spielen, auch nicht. Woher der kleine, unbedeutende Gefreite und verhinderter Aktmaler überhaupt seine rhetorische Kraft bekam, wird ebenfalls nicht weiter hinterfragt. Es wird eine Interpretationsschablone genommen und die Geschichte wird mit aller Kraft hineingepresst – und wehe, man zweifelt daran: sofort ist man selbst ein Nazi.

Nun – ich zweifle nicht an der offiziell erzählten Geschichte. Ich habe nur gelegentlich einen anderen Rahmen – hier einen religiösen. Wo uns eine Vorsehung einen Führer zur Erlösung des deutschen Volkes schickt, ist religiöser Glaube am Werk, ein Glaube, der geschickt aufgebaut wurde. Hier waren Profis am Werk, die die Gestalt eines Erlösers – nach alten mythischen Mustern – fabrizierten, der das tat, was er wie alle vor ihm tun mußte: den Heldentod sterben, sich opfern für seine Idee, damit sie glaubhaft wird.

Hat – so gesehen – perfekt funktioniert.

So erklärt sich, wie selbst heute noch gebildetet Menschen der Faszination des „Vorsehungssohnes“ erliegen können – sogar … wie im Dritten Reich oft erfahren … seine politischen Gegner.

Es ist schlimm, dass wir so wenig über die Zeit reden – so können wir auch nichts aus ihr lernen, ihre Bedeutung nicht vollständig erfassen und ihre Warnungen nicht verstehen, ja, wir verbieten sogar amerikanische Filme, die zum Nachdenken anregen könnten.

Das dieses System eine Höchstleistung aus Arbeitern und Angestellten herausgepreßt hatte, war nicht unbemerkt geblieben. Die Methode war denkbar einfach: Arbeitslosigkeit wurde als Straftat, noch besser: als Sünde darstellt, als Sünde am Volk, das gerade dicht davor war, erlöst zu werden. Eine Einheitspartei, die viele moderne gesellschaftliche Strömungen in sich vereinte (auch – neben vielen anderen – Nudisten und Vegetarier, denen man Judenmord auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde), die eine Zukunft versprach neben den versagenden Systemen Kommunismus und Kapitalismus, eine Zukunft, in der jeder ein Auto und ein Radio bekam.

Dazu gab es die absolute Kontrolle: die Partei war überall präsent. Presse, Behörde, Polizei, Schule, Regierung – ein Staat im Staate mit eigenen Sicherheitskräften. Undenkbar sollte werden, dass die Bürger sich ohne Aufsicht des örtlichen Priesters – Entschuldigung – Gauleiters – über ihre eigenen Ansichten austauschten, was zu glauben war, wurde über das Radio mitgeteilt. Wer anderes als das erlaubte Radio hörte, wurde verhaftet und verschwand für immer. Die große Koalition der Bessermenschen duldete keine Kritik: das geht bei Gut- und Bessermenschen ja auch schon vom Prinzip her nicht – kritisiert man „Gute“ kann man ja selbst nur „Böse“ sein, das ist zwingend logisch; und mit Bösen sollte man besser nicht reden, das bringt sowieso nichts.

Merke ich jeden Tag.

Ich rede oft über den Nationalsozialismus, weil ich ihn für die große kopernikanische Wende in der Menschheitsgeschichte halte: für die konsequente Umwertung aller Werte, die das Christentum mit Mühe aufgebaut hat, für die Vernichtung aller Werte, die die Aufklärung sich in mühsamen Diskurs erarbeitet hatte, für einen groß angelegten Versuch, die Wertedebatte der Menschheit ein für alle mal zu vernichten: der Gegenschlag der Aristokratie, die Rache der Entmachteten. Sie haben auch nicht verloren – sie haben gewonnen. Im vom Krieg geschundenen Deutschland gelang es  – wie in einem riesigen Feldversuch – jenen Strukturen Leben zu schenken, die ansonsten in „Schöne neue Welt“ oder – später – in „1984“ als Horrorvisionen in der Literatur erschienen.

Er hat alle Träume einer besseren Welt durch Aufklärung, Bildung und Demokratie zunichte gemacht – mit einem großen Schlag.

Der Mensch – zuvor noch Gottes Ebenbild – wurde zur bösen Masse, die nur durch vom Vorsehungsgott auserwählte Bessermenschen in Zaum gehalten werden konnte. Er wurde – wie schon zuvor zu Zeiten des Adels – in Kategorien der Nützlichkeit gemessen und im Rahmen der vorherrschenden Philosophie der organisierten Vernichtung zugeführt, wenn seine Rendite zu  niedrig war.  Alle schauen immer auf die Juden, die Hitlers Wahn und dem in Europa immer gern gesehenen Antisemitismus zum Opfer gefallen waren – dabei fallen die anderen völlig heraus: die Aktion T4 keine Kleinigkeit, der brutale Kampf gegen kranke Menschen begann schon 1933 mit dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, das 400 000 Zwangssterilisierungen nach sich zog.

Instrument dazu war „die Partei“ – ein Politikkonzern, gegliedert und mit eindeutigen Emblemen versehen wie alle modernen Konzerne. Faschismus sei die opitmale Kooperation von Konzernmacht und politischer Macht,habe ich mal gehört. Vielleicht ist aber „Partei“ nur ein Ableger von Konzernmacht zur Kontrolle der Bevölkerung?

Natürlich wird es keinen neuen Hitler geben: der ist tot und hat seinen Zweck erfüllt. Es wird auch keine neue NSDAP geben – so blöd sind wir nicht. Die haben wir sofort verboten – und viele glauben, damit ist der Faschismus ein für alle mal aus der Welt.

Dabei haben wir schon wieder eine zentral gesteuerte Bewegung, die Arbeitslosigkeit als Sünde begreift. Wir haben Parteien, die durch „Fraktionszwang“ im Bundestag die einst so wichtige Unabhängigkeit der Abgeordneten gezielt aushebeln und so die Macht im Staate nur einer Hand voll Politikdarstellern überläßt, die schalten und walten können wie sie wollen – sogar völlig gegen ihre eigenen Wahlaussagen.

Damit nicht genug. Im europäischen Rahmen erdulden wir, dass ungewählte Kommissare (mit superguten Absichten) bis in unser Wohnzimmer hineinregieren und bestimmen, welche Glühbirne dort hängt, wie krumm die Gurke ist und wie viel Salz im Brot sein darf: diese Macht hätte den Führer glücklich gemacht. Demokratien sind da eigentlich toleranter, vielfältiger, bunter. Manche Dinge erreichen uns allerdings so gut wie gar nicht, siehe Telegraph:

Exclusive: Essex social services have obtained a court order against a woman that allowed her to be forcibly sedated and for her child to be taken from her womb by caesarean section

Dürfen wir eigentlich Arbeitlosen erlauben, sich hemmungslos zu vermehren? Wie viel Sozialromantik kann der Staat eigentlich finanzieren?

Wissen Sie eigentlich, dass der Nationalsozialismus durch den inflationären Gebrauch des Begriffes Sozialromantik schon wieder einen Stiefel in der Tür der Gesellschaft hat – für eine neue Aktion T4?.

Wussten Sie, dass Hitler die Aktion T 4 aufgrund kirchlichen Protestes abbrechen lies – und zwar auf dem Höhepunkt seiner Macht?

Was hat man daraus gelernt?

Für die Errichtung des perfekten feudalkapitalistischen Gesellschaftssystem (das wir jetzt zum Zwecke der Warnung „Nationalsozialistisch“ nennen, weil der Feudalismus durch „Goldene Blätter“ tagtäglich enorm verharmlost wird) müssen die Kirche eliminiert werden, ein gezielter Atheismus ist da unvermeidbar, sonst kann man die Sozialromantik nicht ausrotten. Damit die Aktion T4 weiterlaufen kann, brauchen wir ein besonderes Weltbild – das eine private Stiftung den Mächtigen der Republik bei den Salzburger Festspielen erklärt, siehe Giordano-Bruno-Stiftung:

So wissen wir heute, dass das „Ich“, das uns so ungeheuer wichtig erscheint, bloß ein virtuelles Theaterstück ist, das von einem blumenkohlförmigen Organ in unseren Köpfen inszeniert wird. Diese Inszenierung ist so überzeugend, weil sie sich im Verlauf der Evolution als nützliches Instrument für das Überleben des Individuums in komplexen Gruppen erweisen hat, weshalb es kein Wunder ist, dass das, was wir unser „Ich“ nennen,  wesentlich durch die Zuschreibungen der Gruppe bestimmt ist, in der wir leben.

Gibt es kein Ich, gibt es keine Menschenwürde, die es zu schützen gilt. Gibt es keine Menschenwürde, gibt es keinen Grund, die unnützen Esser weiter durchzufüttern. Ist ja auch nicht weiter schlimm, so der Redner weiter, weil wir unsere Atome ja ewig existieren. Aber die Gruppe, die bestimmt unser Ich. Wie die Partei.

So wird langsam, Baustein für Baustein, das alte System neu errichet – diesmal aber größer, perfekter, tödlicher. Das nächste Mal fangen wir mit ganz Europa an – oder vielleicht sogar der ganzen Welt.

Wir geben dem Volk „Nationales“ – mit „Fussball“ als Ersatz für Politik und Religion. Wir geben ihnen was „Soziales“ – das unbeschreibliche Gefühl, Mitglied der Gemeinschaft zu sein, die den Exportweltmeisters stellt.

Und hinten herum basteln wir an NS 2.0, wo die Partei das Volk im Namen der Lobbyisten völlig im Griff hat. Wer nicht gehorcht, wird nicht mehr abgeholt, sondern einfach entlassen. Die Pathologisierungsmaschine der Jobcenter besorgen den Rest – bis der Mann zerrüttet in der Anstalt sitzt.

Zu weit hergeholt?

Es gibt sogar eine weltweit tätige Verschwörergruppe, die gezielt an den notwenidgen geisten Grundlagen des Systems arbeitet: die „Brights“, die den hellen, blonden Arier ersetzen. Erstmal führen sie einen Kampf gegen die „Religioten“, damit niemand die nächste Aktion T 4 vermasselt. Einfach mal nachlesen: in einhundert Jahren – nach den Aktionen T5, T6 und T7 – wird man diese offenen Worte mit anderen Augen lesen, hier die Ziele dieses Kampfbundes, zu finden auf ihrer eigenen Website:

  1. Das Verständnis und die gesellschaftliche Anerkennung des naturalistischen Weltbilds, das frei von übernatürlichen und mystischen Elementen ist, zu fördern.
  2. Die öffentliche Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass Personen mit einem solchen Weltbild wichtige gesellschaftliche Entscheidungen mit positiven Aktionen beeinflussen können.
  3. Die Gesellschaft dazu zu bewegen, dass sie die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe solcher Individuen eintritt

Ein offenes Programm seelischer Arier zur Machtergreifung – und keinen störts.

Sucht man den Grund dafür, warum eine aufgeklärte grüne Bewegung wie in Deutschland auf einmal Bomben auf Zivilisten wirft, Renten streicht, Märkte dereguliert oder Arbeitslose kriminalisiert, so wird man hier fündig.

Natürlich sind diese Bewegungen immer „gut“. Der Nationalsozialismus war auch „gut“ – nach eigenen Aussagen. Schaut man genauer hin, so sieht man, wie perfekt der Naturalismus in die Ideologie des NS-Staates passt – und von diesem auch befördert wurde.

Der Naturalismus ist die Auffassung, dass die Welt als rein naturhaftes Geschehen zu begreifen ist. Diese Annahme, die oft auch durch den Spruch Alles ist Natur pointiert wird, lässt für sich genommen offen, wie der Begriff der Natur zu umgrenzen ist. Versteht man unter „Natur“ allein die physische Natur, so ergibt sich aus dem Spruch Alles ist Natur eine materialistische oder physikalistische Position. Derartige Theorien vertreten, dass auch der Geist oder das Bewusstsein Teil der physischen Natur sei oder, alternativ, gar nicht oder höchstens als Illusion existiere.

Als Naturalismus kann seit dem frühen 17. Jahrhundert jede Lehre bezeichnet werden, die allein die Natur zum Grund und zur Norm aller Erscheinungen erklärt.

Da hätte der Führer gejubelt: die allmächtige Natur (auch Vorsehung genannt) gibt den Menschen die Gesetze, nach denen er leben soll. Das allgegenwärtige Recht des Stärkeren, des Gesunden, des genetisch optimalen Menschen schlägt christliche Sozialromantik, die jedem Rollstuhlfahrer einen Platz an Gottes Seite verspricht.

Auch die Methodik der „Brights“ erinnert an den „Stürmer“ und gebärdet sich weit jenseits jeglicher Wissenschaftlichkeit – wie alle zielgerichtete Dogmatik, siehe Wikipedia:

Der Philosoph Peter Strasser kritisiert die Brights von einem agnostischen Standpunkt aus: Mit Kant macht er auf die Grenzen unseres metaphysischen Wissens aufmerksam. Naiv findet er die Bibellektüre der Brights; sie würden nämlich die Bibel lesen, wie ein Fundamentalist dies tun würde, nämlich wörtlich.

„Gott ist doof, weil ich die Bibel wörtlich nehme“ – kurz gefasst.

Es geht aber auch nicht um jene schönen Worte, die öffentlich gemacht werden.

Es geht um NS 2.0, welches unaufhaltsam und alternativlos kommen wird, weil wir den Nationalsozialismus verdrängen, statt ihn zu verstehen. Er kommt wieder – mit großen Schritten. Er bringt auf Geschenke für viele Auserwählte mit: Autos, Radios, Fernseher und Urlaubsreisen für jedermann. Und je mächtiger er wird, um so mehr fängt er an zu normieren – und zu selektieren. Alle Jahre wieder ein großer Schlag: Parteienfinanzierung, Extremistenerlass, Hartz IV: geht alles in die gleiche Richtung. Erst Maximierung der Macht der Partei, dann Ausschaltung der politischen Gegner, dann Selektion des unwerten Lebens.

Man wird vieles anders machen als 1933 – doch das Ergebnis wird das gleiche sein.

Ich schätze mal: der Begriff „Vorsehung“ wird durch den Begriff „Natur“ ersetzt werden, die „Bewegung“ wird ihre Heimat in den „Naturwissenschaften“ haben, die Lager werden an Fabrikhallen erinnern – die Leichenzahlen jedoch werden vergleichbar sein.

Ob die „Brights“ wirklich eine der Keimzellen von NS 2.0 werden, kann ich nicht sagen – ich sehe noch weitere, die gesät werden und auf ihr Aufblühen warten.

Das wir aber zwangsläufig ohne Kurskorrektur wieder dort landen werden, halte ich langsam für alternativlos, weil wir die Grundzüge der NS-Diktatur nur noch höchst oberflächlich in Schule und Medien vermitteln: der Führer hat das Volk mit Lügen und vorgehaltener Waffe zum Massenmord gezwungen.

Wenn ich mich recht erinnere, war Adolf Hitler einer der wenigen Deutschen (oder eingedeutschten), die im Krieg überhaupt niemanden getötet hatten … und warum das dann so viele andere getan haben, wollen wir gar nicht wissen, oder?

Ich weiß, das klingt jetzt hart. Aber man erkläre mir einmal, vor welchem Hintergrund eine demokratisch und pluralistische Gesellschaft im Namen von „Wissenschaft“ eine der vier Säulen der Freiheit einer demokratischen Gesellschaft (Religionsfreiheit) verbieten will … und wie ich glauben soll, dass sie die anderen drei Säulen nach Erfolg nicht auch noch anstasten werden (zu den vier Säulen siehe Erklärung zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Menschenrechte, Friedrich-Ebert-Stiftung).

Wieviel Religionsfreiheit übrig bleibt, wenn eine dogmatische Stelle sowohl das Subjekt der Religion (den Menschen) als auch das Objekt (Götter) als Illusionen beschreibt, kann sich jeder selbst ausrechnen, welche politischen Konsequenzen sich daraus ergeben, wenn sich „Eingeweihte“ dogmatisch über die Menschheit erheben, auch.

 

 

 

 

 

 

 

Die natürliche Herrschaft des Stärkeren und die soziale Lage in Deutschland vor dem Krieg 2013: Aufruf zur sozialen Revolution

Dienstag, 16.10.2012. Eifel. Ich bin gehalten, nicht darüber zu sprechen, aber ... deutsche Soldaten bereiten sich auf den Krieg vor.  Während die politische Kaste noch milde tönt, gehen bei Bundeswehrsoldaten vor Ort ganz andere Gespräche um: die Situation an der türkisch/syrischen Grenze stellt für die Nato den ultimativen und alternativlosen Bündnisfall dar. Während die Berufspolitiker noch hilflos mit den Händen rudern, ist dem kleinen Krieger vor Ort schon längst klar, wohin die Reise geht, wenn keiner den Erdogan bremst: die Nato ist im Krieg. Im Prinzip - rein rechtlich - schon jetzt. Nietzsche sprach im 19. Jahrhundert davon, das sich große, unheimliche Dinge zusammenballen, die zu einer riesigen Explosion führen werden, wenn sie keiner bremst. Es bremste keiner - wir bekamen die schlimmsten Kriege der Menschheitsgeschichte. Nietzsche sprach auch gerne von dem natürlichen Recht des Stärkeren und benutzte gerne das Bild vom Adler, der das Lamm riss. Wäre interessant zu wissen, wie er den Aufmarsch der chinesischen Flotte vor japanischen Inseln (siehe Spiegel) interpretiert hätte: darf der chinesische Adler dort die Lämmer reißen ... oder darf der japanische Adler sie behalten? Nun - in Deutschland selbst ist die Sachlage klar: die Stärkeren eleminieren die Schwächeren. Eine ganze Behörde wurde zu diesem Zwecke aufgebaut.

Dienstag, 16.10.2012. Eifel. Ich bin gehalten, nicht darüber zu sprechen, aber … deutsche Soldaten bereiten sich auf den Krieg vor.  Während die politische Kaste noch milde tönt, gehen bei Bundeswehrsoldaten vor Ort ganz andere Gespräche um: die Situation an der türkisch/syrischen Grenze stellt für die Nato den ultimativen und alternativlosen Bündnisfall dar. Während die Berufspolitiker noch hilflos mit den Händen rudern, ist dem kleinen Krieger vor Ort schon längst klar, wohin die Reise geht, wenn keiner den Erdogan bremst: die Nato ist im Krieg. Im Prinzip – rein rechtlich – schon jetzt. Nietzsche sprach im 19. Jahrhundert davon, das sich große, unheimliche Dinge zusammenballen, die zu einer riesigen Explosion führen werden, wenn sie keiner bremst. Es bremste keiner – wir bekamen die schlimmsten Kriege der Menschheitsgeschichte. Nietzsche sprach auch gerne von dem natürlichen Recht des Stärkeren und benutzte gerne das Bild vom Adler, der das Lamm riss. Wäre interessant zu wissen, wie er den Aufmarsch der chinesischen Flotte vor japanischen Inseln (siehe Spiegel) interpretiert hätte: darf der chinesische Adler dort die Lämmer reißen … oder darf der japanische Adler sie behalten? Nun – in Deutschland selbst ist die Sachlage klar: die Stärkeren eleminieren die Schwächeren. Eine ganze Behörde wurde zu diesem Zwecke aufgebaut.

Voller Stolz verkündet diese Behörde den erfolgreichen Einsatz der grausamsten Kriegswaffe gegen unbewaffnete Zivilisten, die zudem meist arm, alt, krank oder ungebildet sind. Diese Waffe ist der Hunger, der selbst stärkste Armeen und als uneinnehmbar geltende Festungen bezwingen kann – um wie viel mehr wirkt er erst recht gegen arbeitslose, aus der Gesellschaft vollkommen ausgegliederte Menschen. Bald, so meldet das Ministerium für Untermenschenreduzierung, wird man jeden Arbeitslosen mit Sanktionen überzogen haben (siehe Welt) – will heißen: Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit preisgegeben haben, aber wir modernen Menschen drücken das vornehmer aus. Da lassen wir nichts auf uns kommen: die Sprache bleibt fein, selbst wenn die Tat grausam und unmenschlich ist.

Die Sanktionen erreichen auch neue Qualitäten, der Endsieg gegen die Arbeitslosigkeit fordert halt ihren Preis: fort ist die alte Garantie des wohlverdienten Eigentums. In Seelow wurde jetzt dem ersten Hausbesitzer Hartz IV gestrichen (siehe Märkische Oderzeitung), weil … na ja, die halt ein Haus haben. Das kann man ja verkaufen – jedenfalls in der Theorie. In der Praxis ist ein sanierungsbedürftiger Altbau im Osten nicht den Bruchteil von dem Wert, was das Jobcenter sich erträumt – aber darum geht es ja gar nicht. Hauptsache, man war mal wieder kreativ und hat zwei weitere Hartzis von der Payroll streichen können.

Na, sollen die beiden doch glücklich sein: Häuserkauf, des deutschen liebstes Kind, ist laut Managermagazin zu einem völlig unkalkulierbarem Risiko geworden. Deutschland ist kein Land mehr, in dem man einfach so wohnen kann – und führende Konzerne arbeiten daran, das es hier bald noch viel teurer wird, weil wohnen in Deutschland einfach noch viel zu billig ist (siehe Handelsblatt).

Natürlich wäre der Terror nicht komplett, wenn nicht auch der Strom abgedreht wird. Immerhin sind wir eine moderne Industrienation, die sich auf die Wunder der Technik dummerweise vollkommen verlassen hat und deshalb auch bald vollkommen verlassen dastehen wird, denn die Rekordstrompreiserhöhungen von gestern sind noch harmlos im Vergleich zu dem, was morgen kommen wird: 300 Milliarden Euro will die Politik nun noch vom Konsumenten abgreifen (siehe Welt), der Rössler droht gar mit der Totalabschaltung als Massensanktion für Kernkraftkritiker (siehe Yahoo).  Ausgenommen hiervon sind nur …. die großen Konzerne. Sie brauchen nicht mehr zahlen – sie kriegen sogar etwas geschenkt, siehe Junge Welt

Gleichwohl soll 2013 die Liste der Begünstigten auf absehbar über 2000 Firmen anwachsen. Ihr Urteil?

Daran zeigt sich einmal mehr, wie stark die Lobby der Großindustrie ist und wie schwach die des Mittelstandes und der privaten Verbraucher. Erst zum Jahresende 2011 hat die Bundesregierung dafür gesorgt, daß Großkonzerne mit hohem Stromverbrauch keine Netzentgelte mehr zu zahlen haben. Auch dafür muß der Normalverbraucher die Zeche zahlen. Auch das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz und dem der Kostengerechtigkeit, und ist wie im Falle der EEG-Befreiung eine gesetzeswidrige und ungenehmigte Beihilfe für die Großindustrie. Und die bewirkt im übrigen, daß von den betroffenen Unternehmen der Druck für höhere Energieeffizienz genommen wird.

Kein Wunder, das die Existenz dieser Zeitung extrem gefährdet ist (siehe Offener Brief an die Mitarbeiter) – so etwas darf man in Deutschland, dem Schweinetrog der Konzernwelt, halt nicht ungestraft veröffentlichen.

Da der deutsche Bürger (inzwischen vom Arbeiter völlig zum bloßen „Verbraucher“ degeneriert und herabgewürdigt) aber keine Milliarden in den Taschen hat, mit denen er die Geldgier der Konzernbüttel permanent befriedigen kann, droht ihm Armut auch ohne Arbeitslosigkeit – vor allem im Alter.  Der Kaufkraftverlust der Rentner beträgt jetzt schon 20% (siehe Rentnernews), die staatliche Einheitsrente auf Hartz IV-Niveau droht allen jetzt Fünfzigjährigen – selbst, wenn die sich jetzt noch sicher wähnen.

Ein Jahr Arbeitslosigkeit – und das Haus ist weg.  Musste womöglich mit Schulden unter Wert verkauft werden, weil das Jobcenter sich verschätzt hat – so etwas soll bei ehemaligen Friedhofsangestellten ja schon mal vorkommen. Gut, darüber sollte man keine Witze machen – immerhin liegen Friedhof und Jobcenter immer weniger auseinander, wer dort aufschlägt, ist sinngemäß schon auf dem sozialen Friedhof angekommen und wird kompetent und stringent weiterbefördert.

Führt man sich diese soziale Lage mal ungeschützt konzentriert vor Augen, so fragt man sich: warum brennen hier noch nicht die Regierungssitze? Die deutschen Bürger werden systematisch ausgenommen – so fühlten sich dereinst Städte, die von plündernden Wikingerhorden belagert wurden. Ein Drittel der Deutschen kann muss aus Geldmangel auf Arztbesuche verzichten (siehe Mittelstandsnachrichten) und die Innenstädte verwandeln sich zunehmend in lebensgefährliche Zonen (siehe Welt), für die man bald noch Eintritt in Form einer Maut bezahlen soll: das ist doch unter normalen Umständen alles untolerierbar?

Die Antwort darauf ist einfach: die Bürger haben Angst. Wie 1937. Die Deutschen haben da sogar besonders Angst, denn in diesem Land fanden sich schon mal ungeheuerliche Allianzen von Konzernen, Politikern, Soziopathen und krankhaften Asozialen zusammen, um industrielle Menschenmassenvernichtung zu perfektionieren – und jeder hat in der Schule gelernt, das „der Schoß noch fruchtbar ist, aus dem das kroch“.

Der Schoß gebiert gerade das neue Ungeheuer – und alle verkriechen sich in ihre vier Wände und hoffen, das das Elend im Bildschirm bleibt, vor dem sie jedes Jahr immer länger hocken, weil die Welt dort draußen – unsere natürliche Alltagswelt – immer gefährlicher geworden ist. Das das bewußt produziert wird, ist kein Geheimnis: Professor Butterwege äußerst sich klar dazu (siehe Kritisches-Netzwerk):

Fest steht: Altersarmut stellt weder ein Zufallsprodukt noch ein bloßes Zukunftsproblem, sondern eine bedrückende Zeiterscheinung dar, die politisch erzeugt ist. Sie trifft hauptsächlich Opfer der neoliberalen Reformen und Menschen, die für den Wirtschaftsstandort „nutzlos“ sind, weil sie wirtschaftlichen Verwertungsinteressen nicht oder nur schwer zu unterwerfen sind. Armut ist für alte Menschen besonders deprimierend, diskriminierend und demoralisierend, weil ihnen die Würde genommen und ein gerechter Lohn für ihre Lebensleistung vorenthalten wird. Darüber hinaus wirkt Altersarmut als Drohkulisse und Disziplinierungsinstrument, das Millionen jüngere Menschen nötigt, härter zu arbeiten und einen wachsenden Teil ihres mühselig verdienten Geldes auf den Finanzmärkten anzulegen, um durch private Vorsorge einen weniger entbehrungsreichen Lebensabend verbringen zu können.

Das ist „politisch erzeugt“.

Der Staat ist Feind geworden.

Na, das geht ja jetzt nicht, wird man sagen, wir sind doch Demokratie!

Leider nein. Wir sind Postdemokratie – und wählen auch so unsere Führer, siehe Ossietzky:

Demokratietheoretisch ist die Erhebung Peer Steinbrücks zum sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten ein aufschlußreicher Vorgang, wobei hier der Begriff Postdemokratie treffender ist. Die Mitglieder und die verschiedenen Organe der Partei, bis hin zum Parteivorstand und Bundesparteitag, waren an dem Auswahlverfahren nicht beteiligt.

So wird der Mann mit den meisten Nebeneinkünften (d.h. mit den besten Bezahlungen durch Konzerne) der Reservekanzler, falls die Deutschen mal die Merkel satt haben. Politisch gesehen wird sich für uns dann nichts ändern – aber man kann uns noch etwas länger hinhalten.

Wer sich dieses kleine Bild betrachtet, kann erkennen, wie wenig Konzerne unsere vielfältige kunterbunte Konsumwelt bestimmen: hinter vielen großen Marken stecken gerade nochmal zehn Konzerne. Die ziehen uns unser Geld aus der Tasche, vermehren es an den Börsen, kaufen davon für sie günstige Politik ein, die wiederum wir bezahlen. Das ist nicht mehr Marktwirtschaft, das ist die Herrschaft einer wirtschaftlichen Oligarchie.

Das weiß auch jeder.

Nicht umsonst kann man inzwischen sogar in der renommierten Zeit nachlesen, das ultralinke Politikerinnen wie Sarah Wagenknecht in Unternehmerkreisen als Referentinnen geschätzt werden:

Wie junge Unternehmer die Linke Sahra Wagenknecht lieben und das System hassen lernten.

Es sind nicht nur junge Unternehmer. Der typische Unternehmer und Selfmademan hat nichts gemein mit den Konzernschranzen, die sich gerne an seinem Lebenswerk mit geliehenem Geld bereichern, in dem sie sein Unternehmen kaufen und so seine Leistung in ihren Bilanzen stehen haben. Noch nie – so scheint es – gab es eine so breit aufgestellte Bewegung gegen die postdemokratische, oligarchische und asoziale Kaste von Funktionsträgern, die in Deutschland eine erfolgreichen Putsch zu ihren Gunsten durchgeführt hat.

Wie kann es da sein, das die Deutschen Angst haben? Zuviel Nietzsche gelesen?

Vergleiche aus dem Tierreich sind immer eine Katastrophe, das weiß man seit Nietzsche, auch wenn sozialdemokratische Minister Arbeitslose gerne als Schädlinge bezeichnen.  Nun – der Bildungsgrad von Sozis wurde schon früher angezweifelt.

Bleiben wir aber spaßeshalber bei dem Adler und dem Lamm … und denken uns eine Herde von Schafen. Von intelligenten Schafen, die sich ein Lammmodell basteln, es mit Sprengstoff füllen und einen Fernzünder anbringen. Der der Adler sich gerne schwache Lämmer mutig vom Rande der Herde greift (sich also ganz neoliberal gebärdet), kann man sein trojanisches Lamm gezielt etwas weiter entfernt abstellen: der Adler wird sich garantiert dieses scheinbar schwächste Glied greifen.

Nach dem lauten Knall in hohen Lüften: wer ist dann der Stärkste im Land?

Der Sieger, ganz einfach. Die lieben Schafe, weil sie solidarisch zum Schutze der Schwächsten unter ihnen zusammengearbeitet haben, was die Lebensqualität aller schnell und dauerhaft erhöht.

Siegen kann aber nur der, der den Kampf annimmt und den Krieg ernst nimmt – bevor noch der heiße Krieg mit Syrien und China ausbricht. Der heiße Krieg mit China?

Nun, schauen wir doch mal, wie der deutsche Bundestag in kritischer Situation reagierte (zitiert nach German Foreign Policy)

Unter dem Beifall des Bundespräsidenten sowie deutscher Regierungsmitglieder ruft der Träger eines prominenten deutschen Kulturpreises zur Zerschlagung Chinas auf. China sei ein „Müllhaufen“, es müsse „auseinanderbrechen“, verlangt der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu, der in der Bundesrepublik lebt und am Sonntag den prestigeträchtigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten hat. Seine Dankrede, in der er zur Zerschlagung seines Herkunftslandes aufrief, wurde von Bundespräsident Gauck sowie weiteren Amtsträgern mit lautem Applaus quittiert.

Wäre ich Chef von China, würde ich mir denken: die wollen mir insgeheim an den Kragen.

Es wird also Zeit, den Dilettanten in der Berliner Quasselbude bei ihrer Arbeit zu helfen: der Erhöhung des Lebensstandards der Mitmenschen in Deutschland, der zunehmenden Sicherung vor Lebensrisiken, der Neueinführung der freien Marktwirtschaft bei gleichzeitiger Eliminierung aller oligarchischen Strukturen in der Wirtschaft, die Rückkehr zu einer friedlichen und friedensstiftenden Aussenpolitik und dem Schutz des Bürgers vor kriminellen Elementen in Wirtschaft und Politik – selbst auf die Gefahr hin, das die dann keine Superprofite mehr durch Leihsklavenarbeit, „giftige“ Geldanlagen oder doppelte Provisionen (siehe FTD) mehr generieren können, um damit die Vorträge der politischen Kaste zu finanzieren.

Schließen wir uns also der von Rolf Hochhuth geforderten sozialen Revolution an, siehe Humanicum:

Eines der intellektuellen Schwergewichte Deutschlands ruft zur Revolution auf, “weil parlamentarische Beschlüsse nichts bringen”.

Immerhin haben jetzt schon elf Leser dieser Revolution zugestimmt.

Was uns blüht, wenn wir den Revolutionstermin verpennen? Armut, Hunger, Krieg und Not … und wir kriegen „auf die Fresse“, wie die Jungs in England, siehe Hintergrund:

Gymbox, ein Fitness-Center für Reiche, bietet einen Kurs für „Proll-Bekämpfung“ an: „Mies gelaunte Chavs brauchen keine Verwarnung, ihnen gehört die Fresse poliert“, meint der Besitzer. „Verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Sandsäcken und Holzbrettern, schlagen Sie lieber einem Proll die Zähne ein.“

Das sollte man ernst nehmen: die britischen Eliteclubs sind bekannt für ihre Aggressivität, einfach mal Premier Cameron fragen, der war in einem: die netten, liebenswerten Globalisierungsgewinner kann man hier studieren.

Dort wird der Menschentypus ausgebrütet, der später mal in Parteien, Firmen und Verwaltung oberste Führungspositionen besetzt und von dort aus seinen ekelhaften Charakter vervielfältigt, sich zum Adler über die Lämmer aufschwingen will. Wenn wir diesen Typus nicht stoppen, werden wir auch das „Rentnerklatschen“ der Zukunft nicht verhindern können. Solange solche Typen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft unterkommen, brauchen wir uns nicht über Meldungen zu wundern, die die Entvölkerung ganzer Inseln im Auftrag der Finanzwelt beschreiben (siehe theintelligence).

Wir können also warten, bis man uns die Fresse poliert, uns als „Kosten auf zwei Beinen“ ins Ausland zur Endlagerung deportiert (genauso wie man ehedem aus Kostengründen die Arbeitsplätze dorthin geschafft hat), unsere Kinder bei sinnlosen Kriegsspielen verheizt – oder wir stellen uns einfach mal quer.

Muss ja nicht sofort die Guillotine sein.

Zuvor sollte man sich die Freundschaft der zur Drogenschutztruppe (siehe Junge Welt) mutierten Bundeswehr sichern – nach einigen Gesprächen kann ich euch versichern: die wollen auch nicht länger krepieren … und erst recht nicht in einem von dummen, dicken, einfältigen und asozialen Konzernbütteln im Parlament angeleierten Krieg verheizt werden.

Ganz zuvor jedoch … wird man dem Bürger die Angst nehmen müssen, in dem man ihm mal wieder deutlich klar macht, wer der Stärkere ist:  nicht der, der sich selbst für einen Adler hält, der straflos Lämmer schlachten darf, sondern diejenigen, die sich zu einer solidarischen Einheit zusammenschließen: so hat die Menschheit Mammut, Säbelzahltiger und Höhlenbär eine empfindliche Lektion erteilt (und hatte nebenbei lecker Essen).

Das geht ganz schnell: Bürgerparlamente gründen, alle Steuerzahlungen auf das neue Parlament umleiten, das Kommando über Militär, Polizei und Rundfunk übernehmen und dann den bankrotten maroden Reststaat einfach abwickeln. Steinbrück und Merkel können dann von mir aus Putzstellen kriegen – mehr traue ich denen nicht zu. Schon 2014 könnten wir wieder in einem Land leben, das sich unter dem Motto „Gemeinschaft macht stark“ von den asozialen Eskapaden seines Vorgängersystems verabschiedet und zu einem neuen, vielbewunderten, re-demokratischem Vorbildstaat wird – mit ganz vielen Freunden auf der Welt, einem Land, in der der Fähige wieder Karriere ohne Beziehungen machen kann, in dem findige Unternehmer zu Reichtum und Ruhm kommen, weil sie Wohlstand für alle schaffen (anstatt sich am Wohlstand aller zu bereichern und alle in die Armut zu treiben) und Politiker aus Leidenschaft und Idealismus auch ohne fetteste Diäten Politik machen – einfach weil es jemand machen muss, wie auch Feuerwehrleute, Krankenpfleger, Altenbegleiter und Polizisten ihren Job machen müssen.  Was wäre das für ein Land – in dem die Regierung dafür sorgt, das Strom, Wohnen, Benzin und Essen bezahlbar bleiben – was ja auch durch ein Preismoratorium geschehen kann.

Möglichkeiten gäbe es genug, in einem Land, wo Linke und Unternehmer Hand in Hand arbeiten können, ist nichts unmöglich, da lassen sich genug Gewinne für beide Seiten herausschlagen, von denen alle was haben, da lässt sich ein ganz neues leistungsfähiges Deutschland entwickeln, das allerdings dann leider nicht mehr als  Geldkuh für Goldman-Sachs, McKinsey oder McDonalds zur Verfügung stehen kann.

Schade auch.

Oder aber – wir lassen alles so wie es ist und lassen uns weiter von den Reichen „die Fresse polieren“ – bald auch im Rahmen der Bündnisverpflichtungen in China.

Noch haben wir die Wahl – noch haben wir keinen vom deutschen Reservistenverband unterstützten Hitler vor der Nase.

Also – wie geht es jetzt weiter?

 

 

 

 

Wie die moderne Transplantationsmedizin Leben vernichtet: über den Einfluss der nationalsozialistischen Kultur auf die Medizinethik

Montag, 5.3.2012. Eifel. Dank eines Lesers hatte ich am Wochenende zu tun - es war Zeit, sich mal wieder mit dem Tod zu beschäftigen. Sie wissen ja: wir alle müssen sterben, glauben aber nicht daran. Die moderne Medizin erst recht nicht. Sie hält den Tod für ein Versehen, einen Unfall, einen großen Fehler in der Welt, den es auszumerzen gilt. Aber seien wir mal ehrlich: der Tod ist ganz normal. Alles stirbt um uns herum. Der Tod ist biologisch, ökologisch und völlig natürlich. Wahrscheinlich ist er auch nicht der Sprung ins absolute, beängstigende  "Gar Nichts" der Religion des dogmatischen Materialismus sondern nur ein weiterer Schritt zu anderen Formen der Existenz. Wäre es nicht so - wir würden den Teufel tun, unser Leben im Straßenverkehr oder auf dem Schlachtfeld in Gefahr zu bringen - und die Nahtodesforschung hat hier einige vielversprechende Erfolge erzielt - genug, das wir uns entspannt zurücklehnen können und uns um unser echtes, eigenes Leben zu kümmern. Leider hat die Religion des dogmatischen Materialismus etwas dagegen - sowohl etwas dagegen, das wir uns entspannt zurücklehnen, als auf, das wir uns um unser eigenes Leben kümmern. Wir könnten auf die Idee kommen, uns von dieser Religion zu verabschieden und uns unsere eigenen Wege suchen - das geht ja nun mal gar nicht.

Montag, 5.3.2012. Eifel. Dank eines Lesers hatte ich am Wochenende zu tun – es war Zeit, sich mal wieder mit dem Tod zu beschäftigen. Sie wissen ja: wir alle müssen sterben, glauben aber nicht daran. Die moderne Medizin erst recht nicht. Sie hält den Tod für ein Versehen, einen Unfall, einen großen Fehler in der Welt, den es auszumerzen gilt. Aber seien wir mal ehrlich: der Tod ist ganz normal. Alles stirbt um uns herum. Der Tod ist biologisch, ökologisch und völlig natürlich. Wahrscheinlich ist er auch nicht der Sprung ins absolute, beängstigende  „Gar Nichts“ der Religion des dogmatischen Materialismus sondern nur ein weiterer Schritt zu anderen Formen der Existenz. Wäre es nicht so – wir würden den Teufel tun, unser Leben im Straßenverkehr oder auf dem Schlachtfeld in Gefahr zu bringen – und die Nahtodesforschung hat hier einige vielversprechende Erfolge erzielt – genug, das wir uns entspannt zurücklehnen können und uns um unser echtes, eigenes Leben zu kümmern. Leider hat die Religion des dogmatischen Materialismus etwas dagegen – sowohl etwas dagegen, das wir uns entspannt zurücklehnen, als auf, das wir uns um unser eigenes Leben kümmern. Wir könnten auf die Idee kommen, uns von dieser Religion zu verabschieden und uns unsere eigenen Wege suchen – das geht ja nun mal gar nicht.

Damit kommen wir zum eigentlichen Problem der ganzen Geschichte: zum deutschen Arzt. Der hat politisch eine ganz besondere Ausprägung – eine große Begeisterung für den Nationalsozialismus. Das erste Mal bin ich vor 25 Jahren drauf gestoßen, als mir ein Dokument in die Hand fiel, in dem führende Funktionäre dem „Führer“ zum Geburtstag gratulierten, jenem „Führer“, der Deutschland von der „Vorsehung“ geschenkt wurde. Der Vertreter der Ärzteschaft hat ausdrücklich darauf hingewiesen, das der Nationalsozialismus jene politische Strömung war, die der Ärzteschaft genau jene Stellung im Volke verschaffte, die sie selbst meint, verdient zu haben. Diese Anschauung fand breite Zustimmung innerhalb der Ärzteschaft – keine andere Berufsgruppe hatte eine so hohe Mitgliedsquote bei der NSDAP:

Leicht entsteht der Eindruck, die medizinischen Verbrechen im Nationalsozialismus seien nur von einigen wenigen gewissenlosen Ärzten begangen worden, die sich von der NS-Ideologie verführen hatten lassen. Dabei wurde Hitlers Machtergreifung von vielen freudig begrüßt: 45% aller Ärzte traten nach 1933 in die NSDAP ein. Im gleichen Jahr gingen die beiden größten ärztlichen Standesorganisationen, der Hartmannbund und der Deutsche Ärztevereinsbund, mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund (NSDÄB) ein Bündnis ein. „Viele deutsche Ärzte haben sich im Ersten Weltkrieg bereits an energisches ,Durchgreifen‘ und Missachtung der Patientenrechte gewöhnt, schon lange vor 1933 den späteren nationalsozialistischen Herrschern bereitwillig, ja begeistert angedient“, schreibt der Arzt und Medizinhistoriker Till Bastian in seinem Buch „Furchtbare Ärzte“.

Der Arzt als leitende Autorität in der Gesellschaft – die Stellung möchte er heute noch haben … und hat er auch. Vor allem finanziell. Schauen wir näher hin, werden die Zahlen noch erschreckender:

Bei Addition sämtlicher Ärzte, die Mitglied in der NSDAP und/oder in einer anderen Parteiorganisation oder -gliederung (zum Beispiel SA, SS, HJ, NSKK) waren, ergibt sich für die knapp 6 000 rheinischen Ärzte der erstaunliche und erschreckende Wert von exakt 74 Prozent. Kater hatte 69,2 Prozent errechnet. Demnach waren drei Viertel aller Mediziner im Rheinland in irgendeiner Weise institutionell mit dem NS-System verflochten. Wohlgemerkt: Einen Zwang hierzu gab es nicht.

Ein Großteil der deutschen Naziärzte hatte die Entnazifizierung unbeschadet überstanden … und prägten fortan die Medizinerausbildung der Bundesrepublik. Im Vergleich nun die anderen „anfälligen“ Berufsgruppen –  Lehrer und Juristen:

Etwa 25 Prozent der deutschen Lehrer traten von 1933 bis 1945 der NSDAP bei; auch die Juristen – gemeinhin als besonders „anfällig“ eingeschätzt – überschritten diesen Prozentsatz nie. 

Der Nationalsozialismus und das nationalsozialistische Denken sind für gewissen Berufsgruppen interessant – Berufsgruppen, die gerade in der Phase der Industrialisierung zu Macht und Einfluss gekommen sind, Berufsgruppen, die in der Bundesrepublik Deutschland den Bundestag dominieren und uns vielleicht gerade deshalb gnadenlos Hartz IV beschert haben – das erste Gesetz der BRD, das alte Naziphantasien vom „Parasiten“, vom „unnützen Esser“  wieder lebendig gemacht hat.

Aber bleiben wir bei den Ärzten. Ihre Stellung – schaut man sich das Bild in den deutschen Medien an – ist seit der NS-Zeit unverändert geblieben:

„Der Arzt ist berufener weltanschaulicher Lehrer und Erzieher, der Arzt ist berufener Politiker sowie politischer Lehrer und Erzieher des Deutschen Volkes“

So Dr. med. Peltret von der Führerschule der deutschen Ärzteschaft in Alt-Rehse.

Der Nationalsozialismus erlaubte den Ärzten Versuche, die sonst nur an Kaninchen möglich waren – das fand die breite Zustimmung der männlichen deutschen Ärzteschaft. Der Arzt wurde Halbgott in Weiß, und weil er ein Halbgott ist, bezahlen ihm die Krankenkassen auch heute noch göttliche Honorare. Die kassenärztlichen Vereinigungen achten darauf, das die beitragsfinanzierten Fürstentümer nicht durch preisgünstigere Modelle (oder gar durch billige Konkurrenz aus dem Ausland) bedroht werden – den Status, den der Führer dem Arzt in der Gesellschaft verliehen hat, verteidigt er sehr erfolgreich auch in der bundesrepublikanischen Gesellschaft sogar gegen jede marktwirtschaftliche Idee von Wettbewerb.

Schauen wir doch einmal, was der materialistische Arzt so tut, wenn die Gesellschaft ihm nicht auf die Finger schaut. Der Spiegel hat dazu etwas zusammengetragen:

Zu Forschungszwecken kastrierte beispielsweise der Obermedizinalrat Dr. med. Horst Schumann mindestens 152 Versuchspersonen durch Röntgenstrahlen, beobachtete im Block 28 der SS-Untersturmführer Prof. Dr. med. Dr. phil. Johann Paul Kremer die „Veränderungen im menschlichen Organismus unter Einwirkung des Hungers“, insbesondere die Schrumpfung der Leber, operierte SS-Sturmbannführer Dr. Eduard Wirths, um in Übung zu bleiben, „Krebsverdächtige“.

Andere SS-Ärzte in Auschwitz injizierten gesunden Häftlingen Eiter, fügten ihnen Brandwunden zu, experimentierten mit Drogen, Röntgenkontrastmitteln und Elektroschocks. Bei vollem Bewußtsein mußten junge Frauen die äußerst schmerzhafte Einspritzung sterilisierender Substanzen in die Gebärmutter erdulden. Alle diese, häufig tödlichen („terminalen“) Menschenversuche galten als wissenschaftliche Forschung. „Sie nahmen uns“, erinnert sich eine überlebende griechische Jüdin, „weil sie keine Kaninchen hatten.“

Wir finden hier auch eine Sprache wieder, die unlängst in Deutschland durch Hartz IV eine Wiedergeburt feierte: die Sprache der Unmenschen:

Die Ermordung hieß offiziell „Desinfektion“ oder „Sonderbehandlung“. Von den Gaskammern sprach man ohne Spott als „Zentralkrankenhaus“. Getötet wurden „Untermenschen“ und „lebensunwertes Leben“.

Tausende von „Ballastexistenzen“, „menschlichen Hülsen ohne Verstand“, „geistig Tote“ ließen die Ärzte Heinrich Bunke aus Celle und Aquilin Ullrich aus Stuttgart (mittlerweile beide 73 Jahre alt) im Rahmen der „Aktion T4“ 1940/41 in die Gaskammern der Tötungsanstalten von Bernburg und Brandenburg schaffen. Sie beaufsichtigten den Massenmord, drehten den Gashahn auf, fälschten die Totenscheine. Man hat sie, im letzten Jahr, nach 20jährigem Hin und Her, zu jeweils vier Jahren Gefängnis wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. Sitzen müssen sie nicht.

Die Täter durften noch jahrelang ungestraft weiter praktizieren. Niemand kann bis heute die Frage beantworten, welche „Ballastexistenzen“ sie während ihrer Lebensarbeitszeit noch entsorgt haben – niemand forscht in ihren Patientenakten nach, ob sie nicht nach Kriegsende weiter im Sinne ihres Parteiprogramms gearbeitet haben. Es war keine kleine Gruppe von Verrückten, die dort an Menschen herumexperimentierten, es war die absolute Mehrheit der männlichen deutschen Ärzteschaft, die diesem Wahn anhing …. und deren Spuren man bis heute nachverfolgen kann. Doch bleiben wir zuerst noch einmal in der Vergangenheit.

Was wenig Aufsehen fand – und noch heute kaum bekannt ist: es waren nicht die Juden, die zuerst mit der „Sonderbehandlung“ überzogen wurden, die Vernichtung begann ganz woanders, siehe Süddeutsche:

Schwach und einsam – im Sommer 1939 konnten solche Eigenschaften für Psychiatriepatienten in Deutschland ein Todesurteil sein. Es ist die Zeit der ersten Massentötungen der Nationalsozialisten. Sie nehmen vieles voraus, was später beim Genozid an den europäischen Juden fortgesetzt wird. Opfer sind Behinderte und Psychiatriepatienten. Getötet werden vor allem Kranke, von denen sich die Nazis keinen ökonomischen Nutzen erwarten. Frauen sind fast doppelt so oft Opfer wie Männer. Pflegebedürftige, sozial isolierte oder unruhige Patienten trifft es am häufigsten.

Es war der Arzt, der sich dem leidenschaftlichen Kampf gegen die „Ballastexistenzen“ gewidmet hatte. Den Volkskörper von Krankheit zu befreien, hieß, kranke Existenzen unverzüglich auszurotten, die vollständige Machtausübung über den Körper der Patienten betrachtet er als sein natürliches Recht – im Namen von „Wissenschaft“ und „Fortschritt“.

Das Buch „Ärzte als Hitlers Helfer“ von Michael H.Kater führt uns nun in die Realität der Berliner Republik des 21. Jahrhunderts:

Dass Kater sich in seinem Buch auch ausführlich mit dem Kostenfaktor von Kranken beschäftigt, der in der NS-Zeit ein wichtiger Aspekt für die Vernichtung `unwerten Lebens` darstellte, gehört für Schumacher zu den Stärken des Buchs. Denn gerade die Kosten und Effizienz von Medizin spiele in der Gegenwart wieder eine wichtige Rolle im Gesundheitssystem, insofern biete das Buch einen „guten Einstieg in die historische Dimension solcher Diskussionen“

Das Buch stammt aus dem Jahre 1989 – ist also nicht mehr ganz aktuell … die Debatte um die Vernichtung unwerten Lebens im Dienste der Wirtschaftlichkeit ist jeodch hochaktuell, wird aber mit anderen Worten geführt. Wieder betrachten Mediziner in Deutschland den Menschen als „menschliche Hülsen ohne Verstand“ – wenn man gut daran verdienen kann.

Eine Konsequenz hatte das sinnlose herumexperimentieren der Nazi-Ärzte: im Rahmen der Nürnberger Prozesse wurde eine Richtlinie erstellt, die bis heute Gültigkeit hat:

„Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können.“.

Und hiermit sind wir endgültig in der Realität des Jahres 2012 angekommen, wo wir – wieder einmal – äußerst denkwürdiges beobachten können, wenn es um … Organspenden geht:

Das Neurolinguistische Programmieren ist eine Methode, die für Kommunikationstrainings aber auch in Verkaufsschulungen eingesetzt wird. Der Verkäufer – in diesem Fall derjenige, der um die Organspende bittet – lernt, die Wünsche seines Gegenübers mit seinem eigenen Ziel zu verbinden und ihn dann zur gewünschten Entscheidung zu führen. Das funktioniert über spezielle Techniken, mit denen Körperhaltung und Sprache des Gegenübers übernommen werden. So entsteht der Eindruck, der Gesprächspartner sei einfühlsam.

In einem zweiten Schritt lässt sich die Führung im Gespräch übernehmen und auf eigene Ziele, in diesem Fall auf die Zustimmung zur Organspende lenken. Die Technik ist sehr subtil und wird vom Gegenüber nicht bemerkt. Das könnte erklären, warum manche Angehörige erst hinterher plötzlich den Eindruck haben, das so eigentlich alles nicht gewollt zu haben.

Die Zustimmung zu Organspenden wird mit psychologischen Tricks erschlichen – ganz im Gegensatz zu den Richtlinien der Nürnberger Prozesse.

Zudem sehen viele Mediziner auch gar kein Dilemma in der Organspende, da die Lehrmeinung den Hirntod mit dem Tod gleichsetzt.

Es ist auch – seit den Zeiten der „Führerschule“ in Drehse – althergebrachte Lehrmeinung, das der Patient dem Arzt bedingungslos zur Verfügung stehen muss – erst recht, wenn sein wirtschaftlicher Nutzen gleich Null ist.  Schade nur, das die moderne Zivilgesellschaft nicht mehr jenes „energische Durchgreifen“ fördert, das das Kaiserreich vorbereitet und Hitler dann zur Regel gemacht hat.

Der Patient – der Mensch – ist wieder einmal völlig uninteressant.

Trotzdem möchte die Deutsche Stiftung Organspende durchsetzen, dass ausschließlich ihre Koordinatoren die Gespräche leiten. Nach eigenen Angaben führt dies zu 26 Prozent mehr Organspenden.

Das Thema Organspenden wird durch eine breite, an Rendite und Gewinn orientierte Klientel medial positiv besetzt. Die Fakten jedoch zeigen, das hier mit der gleichen Ethik, der gleichen Menschenverachtung gearbeitet wird, die wir von der deutschen Ärzteschaft schon kennen- hier mal Auszüge aus einer Information von KAO, einer kritischen Organisation von Opfern der Transplantationsindustrie:

Die Bürger werden einseitig informiert, obwohl die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und andere zuständige Stellen durch das
Transplantationsgesetz zur Aufklärung verpflichtet sind. Denn „wenn wir die Gesellschaft über
die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr“.

Und weil man die Organe unbedingt will, nimmt man die Patientenrechte auch nicht sonderlich ernst:

Persönlichkeitsrechte und Datenschutz der Patienten werden außer Kraft gesetzt:
Denn Krankenhausärzte sind verpflichtet, mögliche Organspender an die nächsten
Transplantationszentren zu melden. Diese Meldung erfolgt ohne Wissen und Zustimmung
der Angehörigen.

Ganz schnell landet man selbst auf dem Seziertisch, weil ein befreundeter Medizinprofessor dringend eine neue Leber braucht:

Vierundneunzig von hundert Patienten, die für eine Organentnahme in Frage kommen, haben
keinen Spenderausweis und haben somit nie selber in eine Organentnahme eingewilligt.

Und damit die Feststellung des – inzwischen äußerst umstrittenen – „Hirntodes“ auch wirklich im Sinne der Kapitalrendite erfolgt, wird nichts dem Zufall überlassen und auch gerne mal gegen das geltende Recht verstoßen:

Der Einsatz mobiler Hirntoddiagnostik-Teams, die von Transplantationszentren in die
„Spenderkliniken“ entsandt werden, verstößt gegen das Transplantationsgesetz. Denn in diesem Gesetz steht, dass zwei erfahrene, unabhängige Intensivmediziner den irreversiblen Hirntod
feststellen müssen. Die Unabhängigkeit ist aber nicht gewährleistet, wenn die Diagnostiker
Transplantationskliniken zugeordnet sind. Das Gesetz schreibt eine strikte Trennung von
Hirntodfeststellung und Organentnahme vor.

Da werden also wahrscheinlich einige „ausgeschlachtet“, die noch viel Leben vor sich gehabt hätten. Wir alle – wir Beitragszahler – bezahlen diese Schlächter fürstlich:

Die Spenderkliniken erhalten unterschiedliche Festbeträge: Bei der Entnahme eines Organs
2.090 Euro, bei der Multiorganentnahme: 3.370 Euro, bei Abbruch des Spendeprozesses
wegen Ablehnung durch Angehörige oder die Staatsanwaltschaft 200 Euro, bei Abbruch während der Intensivphase 1.270 Euro, bei Abbruch während der Entnahme 2.090 Euro.

Die Augenzeugen der Schlachtung sind sich einig, das hier eindeutig gegen das Grundgesetz Artikel 1 verstoßen wird.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegekräfte e. V. (DBfK) stellt fest:„Die Würde des Menschen und die Achtung vor dem Tod treten gegenüber den Interessen der Transplantationsmedizin und wirtschaftlichen Interessen zurück.“

Aber wen interessiert das schon. Da der Ungeist des NS-Mediziners immer noch in den Köpfen einiger Ärzte herumspukt, ist auch heute der Widerstand gegen die NS-Ideologie gering. Wieder haben wir „unwertes Leben“ – den angeblich hirntoten Patienten.

Da der Mensch im Sinne der Religion des dogmatischen Materialismus – jener Religion, die dem Kapitalismus größte Machtentfaltung erlaubt – nur Matsch ist, seelenlose Biomasse, spricht auch nichts dagegen, diese Biomasse nach Belieben auszuschlachten. Das hat Konsequenzen für jeden von uns, wie Dr. Georg Meineke – der „Nestor der deutschen Patientenanwälte“ – hier bei Politaia ausführt:

Seit die Schulmedizin die Organtransplantation in ihr Programm aufgenommen hat, ist also der Todeszeitpunkt juristisch
zeitlich vorverlegt worden und wird seitdem auch immer weiter vorverlegt, um dem „Toten“ – in Wirklichkeit einem
Sterbenden – lebendfrische Organe, wie z. B. das noch bis dahin schlagende Herz oder andere bis dahin voll durchblutete
Organe, wie Niere, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Augen etc. entnehmen zu können. Denn nach dem deutschen
Transplantationsgesetz (TPG) dürfen lebenswichtige Organe nur von Toten entnommen werden. Im Interesse der
Organtransplantation hat sich die Definition des „Hirntodes“ als Todeszeitpunkt des Menschen nahezu weltweit durchgesetzt.

Wer nun glaubt, man sei vor der Ausschlachtung sicher, wenn man ihr nicht zugestimmt hat, der sollte einmal genauer hinschauen – ganz schnell kann man im Ausland zum Rohstofflieferanten werden:

So können auch deutschen Touristen, deren Widerspruch nicht in einem dafür vorgesehenen
Widerspruchsregister des jeweiligen Landes festgehalten ist, nach ihrem Tode Organe jeder Art und in jedem Umfange zu
Transplantationszwecken entnommen werden, wenn sie im Urlaub sterben in Frankreich, Italien, Lettland, Liechtenstein,
Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Denn in
allen diesen Ländern gilt die sog. Widerspruchslösung. Welcher Tourist aber lässt seinen Widerspruch vor einer Reise in dasbetreffende Land in dem dort gültigen Widerspruchsregister eintragen? Nur in Belgien, Finnland und Norwegen haben
jedenfalls die Angehörigen noch ein Einspruchsrecht! In Bulgarien gibt es noch nicht einmal ein Widerspruchsrecht. Es gilt
dort stets die sog. „Notstandsregelung“. Entnommen werden kann, was jeweils dringend benötigt wird! Bulgarien kann man
also wohl nur als eventueller Organspender-Aspirant besuchen.

Entnommen werden kann, was jeweils dringend benötigt wird. Um so etwas überhaupt im Ansatz andenken zu können, braucht man ein gewisses Weltbild, ein Weltbild, das wir heute gerne „naturwissenschaftlich“ nennen, obwohl es mit Wissenschaft ungefähr soviel zu tun hat wie der Nationalsozialismus mit Politik.

In Rahmen dieses Weltbildes wird der Mensch Rohstoff – und kein Anhänger der Religion des dogmatischen Materialismus wird ernsthaft dagegen protestieren – obwohl es gerade die Naturwissenschaften sind, die uns ermahnen, vorsichtig mit der Problematik umzugehen, wie Dr. Meineke weiter ausführt:

Gemäß heutiger Neurowissenschaft sind die Eingeweide von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt. Dieses „2. Gehirn“
ist quasi ein Abbild des Kopfhirns. Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich. Oft entscheidet der Mensch aus
dem Bauch heraus, pp. Solange noch das Bauchhirn lebt, kann es die Todesdefinition „Hirntod“ = Tod nicht geben.

Wir brauchen uns also noch nicht einmal auf des Gebiet der Religion zu begeben – oder das der „spirituellen“ philosophischen Lehren der Menschheit um hier zu sehen, das „Leben“ mehr ist als nur Strom im Gehirn. Das, was wir als Reste der Organentnahme auf dem Leichentisch liegen sehen, spricht für sich:

Die Spuren
dieses Vorganges werden danach auch von den Angehörigen – soweit es überhaupt dazu kommt – in der Leichenhalle
wahrgenommen. Das Antlitz zeigt nicht die heitere, friedliche Entspannung eines in Würde dahingeschiedenen Patienten,
sondern ist entstellt und verzerrt von erlittenen grausamen Schmerzen. Haut und Haare sind ergraut, zuvor blonde Haare eines
jungen Patienten möglicherweise auch weiß geworden. Grau-weiß erscheint die Haut des entbluteten bzw. nahezu entbluteten
Körpers

Das kann man meines Erachtens nach nur ungerührt hinnehmen, wenn man im Geiste, in der Ethik und Moral noch den alten Werten aus der NS-Zeit verpflichtet ist, die jetzt eine Wiederauferstehung feiern.

So weit sind wir wieder gekommen.

Ich kenne – beruflich bedingt – ungefähr 500o Mediziner in Deutschland persönlich. In breiter Front zeigen sich gerade jüngere Ärzte als politisch völlig unbedenklich – das kann ich aus eigener Anschauung sagen. Doch das, was sich im Rahmen der Transplantationsmedizin gerade wieder entfaltet, führt uns direkt in eine Welt, in der „unwertes Leben“ wieder bedingungslos geschlachtet werden kann … und je größer der finanzielle Anreiz ist, umso mehr Grenzen werden fallen.

Zahlen wir 200 Euro für die Organtransplantation und 3000 Euro für den sanften Tod – ganz schnell würden sich die Verhältnisse ändern.

Sie würden sich allein schon ändern, wenn wir den Tod als das aktzeptieren würden, was er ist: die ganz normale, natürliche, biologische und ökologische Folge des Lebens.

Und wer des Brötchen „Leben“ genießen will, muss auch bereit sein, den „Preis“ Tod zu bezahlen. Alles andere wäre … Betrug, mit schlimmen Folgen auch für die Hinterbliebenen:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) ist eine Initiative, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen. Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

Uns führt man man nur die armen, unschuldigen Kinder vor Augen, deren Leben wir durch eine Organspende verlängern können. Das wir aber durch die Transplantationsmedizin wieder einmal eine ganz ungeheuerliche Kultur Tür und Tor öffnen, die mehr Leben vernichtet als sie rettet, sagt man uns nicht.

Mit „Ballastexistenzen“ redet man über dieses Thema nicht – dabei entfaltet sich die neue barbarische Kultur bzw. die alte Nazikultur des „unwerten Lebens“ gerade wieder weltweit mit fürchterlichen Folgen:

Hunderte von afrikanischen Flüchtlingen sollen auf der Sinai-Halbinsel an den Folgen gewaltsamen Organraubes gestorben sein. Einer Dokumentation des amerikanischen Nachrichtensenders „CNN“ zufolge wurden den noch lebenden Opfern Nieren, Leber und andere Organe entnommen. Als Drahtzieher gelten korrupte ägyptische Ärzte und Beduinen, die die Flüchtlinge über die Grenze nach Israel schmuggeln.

Die Politik redet trotz aller Kritik wieder ganz offen, siehe Handelsblatt:

«Wir wollen penetranter dafür werben, dass sich Menschen für Organspende entscheiden», sagte CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn in der ARD.

«Nachdruck darf sein – Zwang darf nicht sein», betonte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier

Wann der Druck in Zwang übergeht? Erste Ansätze in Deutschland – ganz im Sinne der guten alten NS-Ideologie – sind schon vorhanden: jobcenterfreies Leben durch Organspende darf öffentlich diskutiert werden:

“Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.”

Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender ist im übrigen auch Mitglied der Bayerischen Bioethik-Kommission. Er ist – wie im SPIEGEL bereits 2004 nachzulesen – auch schon lange Befürworter eines freien Organhandels. Das passt ja.

Auch wenn es weh tut, auch wenn es schwerfällt, auch wenn man selbst ein großes Opfer bringen und geliebte Menschen gehen lassen muss: Widerstand gegen die Organspende ist Widerstand gegen den Ungeist der NS-Medizin, einer Ethik, der es leicht fällt, über „Ballastexistenzen“ und „unwertes Leben“ zu entscheiden – einer Ethik, die uns mit schönsten Worten und scheinbar edelsten Absichten in das finsterer Zeitalter der kannibalistischen Barbarei zurückführt.

Dieser Widerstand fällt aber um so leichter, je mehr man sich vergegenwärtigt, das der Tod … ganz natürlich ist.

Jeder sollte für sich selbst mal überlegen, wann der „Markt“ für Organe „gesättigt“ ist … und wer noch alles bis dahin zur „Ballastexistenz“ wird.

Meine Vermutung ist: er ist nie gesättigt – und die meisten von uns sind schon heute Ballastexistenz im Sinne der Konzernwirtschaft.

Kann man den wirklich sicher sein, das in einem alten, kranken oder psychisch labilen Menschen noch genug Hirn aktiv ist, um das als „Leben“ definieren zu können? Ist Leben in Armut eigentlich wirklich „Leben“? Ab wann ist ein Mensch eigentlich „geistig tot“? Ist er nicht eigentlich – mal recht frech gedacht –  schon „geistig tot“, wenn er den Organspendewahn ablehnt?

Bei monatlichen Kosten von eintausend Euro kann man sich auch schnell vorstellen, wohin die Reise letztendlich geht.

Reich frisst arm … und ein paar Wochen oder Monate – selten auch Jahre – weiter Segelyacht  fahren zu können.

Hitler ist tot, keine Frage.

Manchmal aber denke ich:  sein Geist ist noch sehr lebendig – und breitet sich wieder aus.

Griechenland, Arbeitslosigkeit, Hartz IV: wie Psychopathen Krisen steuern und Wahrheiten kaufen

Freitag, 24.2.2012. Eifel. Wahrheit ist eine Frage der Perspektive - das lernt man in der Philosophie. Wahrheit ist tödlich - das lernt man in der Politik. Wahrheit ist käuflich und manipulierbar - das lernt man in der Wirtschaft. Unterm Strich könnte man sagen: angesichts dieser Umstände ist es ein Grundrecht eines jeden Menschen, sich die Wahrheit zu erwählen, die ihm am meisten nützt - oder aus anderen Gründen am Besten gefällt. In Spanien ist - um ein Beispiel zu nennen - die Leugnung des Holocaust nicht mehr strafbar. Das schafft Entsetzen - zum Beispiel bei meiner Mutter. Sie war damals noch jung - aber konnte mir noch vermitteln, wie sie den Nazi-Alltag erlebt hatte: als Mitglied des "Bundes deutscher Mädels" durfte sie unter den Augen von vierhundert anderen Mädels ihr eigenes Erbrochenes vom Teller aufessen. Alle mussten auf sie warten, bis der Teller leer war.   Das waren die Erlebnisse von Ariern im Paradies der Psychopathen. Die "heiligen" Arier mussten ihre eigene Kotze fressen, die "bösen" Juden wurden vergast - Psychopathenterror trifft halt jedermann, das vergisst man nur leicht, wenn man diese Vereinigung aller kriminellen und geistig schwer kranken Elemente der Gesellschaft durch Leugnung ihrer Verbrechen wieder gesellschaftsfähig machen will. Was man viel leichter vergisst: die gleichen Kräfte, die früher am Werke waren, bauen heute wieder an ihrem Psychopathenparadies. Während aber das Leugnen der Holocaustwahrheit unter Strafe steht, werden die Triebkräfte des Wahnsinns weitgehend ignoriert oder mit einem Tabu belegt: Nationalsozialismus ist die Religion der Konzernwelt, das Herzstück einer materialistisch-naturwissenschaftlich-lebensfeindlichen Existenz, die sich gerade anschickt, wieder einmal die Gesellschaft umzubauen. Ihre Auswirkungen finden wir mittlerweile überall in unserem Alltag - ihre Kotze wird von den Tafeln an die neuen Juden verteilt. Aber - schauen wir mal genauer hin.

Freitag, 24.2.2012. Eifel. Wahrheit ist eine Frage der Perspektive – das lernt man in der Philosophie. Wahrheit ist tödlich – das lernt man in der Politik. Wahrheit ist käuflich und manipulierbar – das lernt man in der Wirtschaft. Unterm Strich könnte man sagen: angesichts dieser Umstände ist es ein Grundrecht eines jeden Menschen, sich die Wahrheit zu erwählen, die ihm am meisten nützt – oder aus anderen Gründen am Besten gefällt. In Spanien ist – um ein Beispiel zu nennen – die Leugnung des Holocaust nicht mehr strafbar. Das schafft Entsetzen – zum Beispiel bei meiner Mutter. Sie war damals noch jung – aber konnte mir noch vermitteln, wie sie den Nazi-Alltag erlebt hatte: als Mitglied des „Bundes deutscher Mädels“ durfte sie unter den Augen von vierhundert anderen Mädels ihr eigenes Erbrochenes vom Teller aufessen. Alle mussten auf sie warten, bis der Teller leer war.   Das waren die Erlebnisse von Ariern im Paradies der Psychopathen. Die „heiligen“ Arier mussten ihre eigene Kotze fressen, die „bösen“ Juden wurden vergast – Psychopathenterror trifft halt jedermann, das vergisst man nur leicht, wenn man diese Vereinigung aller kriminellen und geistig schwer kranken Elemente der Gesellschaft durch Leugnung ihrer Verbrechen wieder gesellschaftsfähig machen will. Was man viel leichter vergisst: die gleichen Kräfte, die früher am Werke waren, bauen heute wieder an ihrem Psychopathenparadies. Während aber das Leugnen der Holocaustwahrheit unter Strafe steht, werden die Triebkräfte des Wahnsinns weitgehend ignoriert oder mit einem Tabu belegt: Nationalsozialismus ist die Religion der Konzernwelt, das Herzstück einer materialistisch-naturwissenschaftlich-lebensfeindlichen Existenz, die sich gerade anschickt, wieder einmal die Gesellschaft umzubauen. Ihre Auswirkungen finden wir mittlerweile überall in unserem Alltag – ihre Kotze wird von den Tafeln an die neuen Juden verteilt. Aber – schauen wir mal genauer hin.

Nehmen wir zum Beispiel mal … die Arbeitslosen in Deutschland. Ich weiß: die kriegen noch viel mehr als die in Griechenland – aber Arbeitslosigkeit war in Griechenland auch völlig unbekannt. Wo jeder Arbeit hat, da braucht man keine soziale Absicherung. Wieso auch: selber seinen Lebensunterhalt zu verdienen ist doch sowieso schöner, oder? So jedenfalls denken normale Menschen, unsere Leistungsträger jedoch, deren größter Traum es ist, von einer Eigenkapitalrendite von 25% ein Leben wie Gott in Frankreich (aber völlig ohne Arbeit) leben zu können, die denken anders. Sie denken: alle denken so wie sie und wollen nur auf Kosten anderer leben … und das würde ihre eigenen Pläne langfristig in Gefahr bringen. Darum haben sie erstmal Hartz IV erfunden. Oberflächlich gesehen, ein Gesetz, das den Staatshaushalt sanieren sollte. 2002 – in dem Jahr, in dem die Hartz-Kommission ihre Arbeit aufnahm, beliefen sich die Schulden des Staates auf 61% des BSP. Dann kam dieses enorm erfolgreiche Gesetz und neun Jahre später bewegen wir uns bei 83% – ein voller Erfolg mit beständig neuen Rekorden:

Rechnerisch bedeutet eine Verschuldung von 140 Milliarden Euro eine Verschuldungsgeschwindigkeit von rund 4.439 Euro pro Sekunde. Gegenüber dem Jahr 2008 wird sich die Verschuldung pro Sekunde von 474 Euro auf 4.439 Euro in diesem Jahr nahezu verzehnfachen.

Schaut man in die Junge Welt, dann weiß man auch, warum das so gekommen ist:

Da winkten zahllose Folgeaufträge in Millionenhöhe für McKinsey/Roland Berger und IT-Lieferanten.

Die Besetzung von Führungspositionen mit Seiteneinsteigern aus der Wirtschaft ohne jede sozialstaatliche Orientierung erfolgte mit System. Nach einem kurzen Zwischenspiel des SPD-Politikers Florian Gerster übernahm CDU-Mitglied und Betriebswirt (Abschluß an der Fachhochschule des Heeres 2 in Darmstadt) Dr. Frank-Jürgen Weise den Vorstandvorsitz der Bundesagentur, bis dahin nur erfahren als Logistikmanager und als Kompaniechef. McKinsey schleuste Dr. Sven Schütt in den Vorstand, der später als Geschäftsführer an die Hertie School of Governance wechselte, und auch die Regionaldirektionen wurden entsprechend besetzt. Dafür wurden 100 außertarifliche Stellen mit Gehältern bis zu 10000 Euro monatlich und weiteren Zusatzleistungen geschaffen.

Bei uns in der Gemeinde wurden die Langzeitarbeitslosen von einer einzigen Person (halbtags) beim Sozialamt betreut. Jetzt sind es zwei Dutzend mit eigenem Haus. Natürlich hatte diese Bewegung nicht nur finanzielle Folgen – auch gesamtgesellschaftlich wurde das Klima wieder psychopathischer, wie der Kölner Armutsforscher Butterwege bei N-Tv berichtet:

Daher sei das Risiko, in Armut zu fallen, heute deutlich höher als vor Hartz IV. Und das habe weitreichende Folgen. „Denn ich glaube, dass Belegschaften unter Druck nicht kreativer und produktiver werden, ganz im Gegenteil. Vielmehr fördert die ständige Angst vor dem sozialen Absturz eher Konformismus und Karrierismus. Unter dauerndem Druck und Stress verlieren die Menschen ihre Neugier, was auf Kosten der intellektuellen Leistungsfähigkeit geht. Die steigende Zahl psychischer Erkrankungen ist meiner Ansicht nach auch ein Resultat von Hartz IV. Wenn sich der Eigenwert des Menschen ökonomischen Erfordernissen unterordnen muss, wird unsere Gesellschaft inhumaner, unsozialer und brutaler.“

Konformismus und Karrerismus sind nun ein idealer Nährboden für … genau: den Nationalsozialismus, jene Politikform, wo normale  Deutsche auf einmal nur noch WIR sind – und alles dafür geben, in dem Gebäude des WIR nur möglichst weit oben zu sein, weil unten die Gaskammer droht. Hat einmal funktioniert – warum sollte es nicht noch einmal funktionieren. Jetzt kann ich dem geneigten Leser allerdings ein wenig Verschwörungspraxis nicht ersparen – denn die gleichen Täter wie 2002 kassieren heute wieder, bauen immer noch die ganze Welt um – nicht nur den deutschen Sozialstaaat: Heute gehört uns Deutschland, morgen die ganze Welt – ein altbewährter Leitspruch, siehe Albrecht Müller im Deutschlandradio:

Am 13. Oktober letzten Jahres wurde in den Tagesthemen der Unternehmensberater Roland Berger interviewt. Es ging darum, wie man die griechische Wirtschaft wieder ins Laufen bringen könne. Das gehe nur, wenn man das große staatliche Vermögen privatisiere, meinte Berger. Seltsam. Würde der Unternehmensberater Berger einem seiner privaten Kunden empfehlen, Vermögen zu verkaufen, wenn wegen der Krise dafür nur ein schlechter Preis erzielt werden kann? Warum empfiehlt er dann den Verkauf von staatlichem Vermögen? Meine Antwort ist einfach: Roland Berger hat mindestens schon einmal von der Privatisierung öffentlichen Eigentums profitiert. Er hat nach dem Ende der DDR staatliche Kliniken aufgekauft und weiterverkauft. – Krisen sind eben Hoch-Zeiten für Schnäppchenjäger.

Und sie sind Hoch-Zeiten für jene, denen Sozialstaatlichkeit und ein aktiver Staat schon immer ein Dorn im Auge waren. Sie nutzen Krisen wie jetzt in Griechenland, um sogenannte Reformen durchzudrücken. Sie streichen Löhne und Renten zusammen, sie kürzen Sozialleistungen, sie brechen den Kündigungsschutz auf und dehnen den Niedriglohnsektor und die Leiharbeit aus. 

Die sind nicht gierig, gemein oder nur einfach dumm: die sind hochgradig psychopathisch veranlagt. Das muss man sich klar vor Augen halten: die haben Spaß daran, wenn kleine Mädchen ihre Kotze fressen müssen … oder wenn Arbeitslose als wandelnde Mülltonnen die Reste der letzten Konsumschlacht vertilgen müssen und dabei den Konzernen noch die Entsorgungskosten ersparen. Und – bitte nicht vergessen – die handeln im Auftrag:

1973, also vor fast 40 Jahren, haben die wirtschaftswissenschaftlichen Vordenker der neoliberalen Strategie, die Monetaristen der Chicago-Schule, zusammen mit chilenischen Kollegen ein drastisches Konzept für Chile erdacht und es dann unter Diktator Pinochet umgesetzt. Naomi Klein hat das in ihrem Buch „Die Schock-Strategie“ beschrieben. Und was in Chile durchgesetzt worden ist, entspricht in weitem Maße dem, was heute den Griechen zugemutet wird: Abbau von sozialen Leistungen, Privatisierung der Altersvorsorge, Privatisierung öffentlicher Unternehmen, Entlassung Zehntausender von Mitarbeitern des Staates. 

Die Erklärung für derartige Krisenpolitik überall auf der Welt ist so einfach wie erschreckend. Sie lautet: Man hat bewusst einen großen Bodensatz an Arbeitslosen geschaffen, um die Löhne niedrig zu halten und Reformen vom Typ der Agenda 2010 durchzusetzen. Aus Sicht der daran Interessierten eine erfolgreiche Krisenstrategie. 

Wir sehen: unsere „Tafeln“ sind das Ergebnis einer in den siebziger Jahren ersonnenen Strategie. „Die“ denken nämlich strategisch, wenn sie ihr Leben ohne Arbeit auf Halbgottniveau einrichten, während „wir“ – schön blöd – völlig dem „Gott Lotto“ vertrauen. Ihre Methoden sind öffentlich zugänglich – aber nicht für jedermann finanzierbar, siehe Tagesspiegel:

Joost Mulder kennt alle Tricks. Fünf Jahre lang hat der smarte Niederländer für US-Investmentbanken und andere Finanzinstitute die Brüsseler Gesetzgebungsmaschine bearbeitet. Das politische Spiel im Geflecht aus EU-Kommission, Parlament und Ministerräten der 27 Regierungen ist sein Beruf. Viersprachig und mit allen bekannt bewegt sich der 31-Jährige geschmeidig auf dem Brüsseler Politik-Basar – ein Lobbyist aus dem Bilderbuch.

Mal würgten er und seine Kollegen Gesetzesinitiativen ab, indem sie Kommissare verschiedener Nationalität gegeneinander ausspielten.

Mal beschaffte er von Beamten der EU-Zentrale brisante Verordnungen schon im ersten Entwurfsstadium, um rechtzeitig einen Strom von Einsprüchen aus vielen scheinbar unabhängigen Quellen zu organisieren. Und wenn ein unliebsamer Paragraf weder bei der EU-Kommission noch im Parlament zu verhindern war, dann galt es eben eine Blockade-Minderheit im Rat zu organisieren und dafür die persönlichen Assistenten einiger Minister zu gewinnen.

Das berichtet ein Aussteiger … der Skrupel bekam, aber ein wenig von der Macht erlebte, die hinter der gesellschaftlichen Entwicklung der letzen vierzig Jahre steckt:

Als die Finanz-Lobbyisten vergangenes Jahr so weit gingen, „einzelne Regierungen mit dem angedrohten Abzug von Kapital und Jobs zu erpressen, da hatte ich die Schnauze voll“, erzählt er. 

Wie können Lobbyisten wohl Regierungen erpressen … wenn es nicht konkrete Auftraggeber gibt, die auch die Macht haben, das durchzusetzen? Auftraggeber, deren „Unternehmensberater“ in jedes Unternehmen, jede Behörde und sogar in die Schulen eines Landes vordringen können um dort ihre Philosophien durchzusetzen?

Sicher ist der abtrünnige Lobbyist sofort ersetzt worden – und viele seiner Kollegen werden aus Gründen des Konformismus und Karrierismus weiter an der Zerstörung der Volkswirtschaften zugunsten großer Kapitalgesellschaften arbeiten: Geld genug haben die ja. Alleine die vielen Milliarden aus der Vernichtung der deutschen Arbeitslosenversicherung, dann die vielen Milliarden aus der „Griechenland-Rettung“, zusätzlich auch noch die vielen Milliarden aus den de-fakto-Lohnkürzungen der letzten Jahre: ja, das Geld muss ja auch irgendwo hin, das löst sich ja nicht in Luft auf!

Die Auftraggeber und Profiteure sind bekannt – schon lange, siehe Deutsche Welle zum Thema IWF:

Tatsächlich sind die meisten ihrer Kredite an strenge Auflagen gebunden. Besonders kritisiert wurden die sogenannten Strukturanpassungsprogramme. Darin gab man den Schuldnerländern häufig vor, Staatsausgaben wie Sozialleistungen drastisch zu kürzen und staatliche Betriebe schnell zu privatisieren. Außerdem sollten Handelsschranken abgebaut werden.

Das empfanden viele als ungerecht, denn Geberländer wie etwa die Staaten der Europäischen Union subventionierten eigene Agrarprodukte und exportierten sie gerade in Entwicklungsländer, was dort die Entwicklung der Landwirtschaft behinderte. So gingen die Maßnahmen in den ärmeren Staaten häufig zu Lasten der armen Bevölkerungsmehrheit. Profitiert haben meist die nationalen Eliten in den Schuldnerländern und internationale Konzerne.

Die „nationalen Eliten“ heißen in Deutschland Schröder, Clement, Fischer oder Roland Berger, die Ausplünderungsmaschinerie, die vortrefflich an dem Elend der Entwicklungsländern verdient hat, macht halt vor Europa und Deutschland so wenig halt wie der Nationalsozialismus vor den Ariern. Das merken wir gerade.

Schauen wir mal in die Zentrale dieser internationalen Bewegung, in das Flaggschiff des Finanzkapitalismus – den USA, siehe Zeit:

Unsere politischen Systeme sind fest im Griff mächtiger Interessengruppen. Das Problem des Kapitalismus ist, dass dort, wo mächtige Interessengruppen vorhanden sind, das Geld die Politik bestimmt und sie fast bis zur Unkenntlichkeit verdreht. 

Dort liegt auch der Ursprung unserer „Arbeitsmarktreformen“. Erst kamen die Unternehmensberater aus den USA und haben mit der Stoppuhr in der Hand soviele Arbeitsplätze wie nur möglich abgebaut, dann haben sie diese künstlich produzierte Massenarbeitslosigkeit zum Anlass genommen, den nicht mehr zu finanzierenden Sozialstaat abzubauen (und nebenbei den „nationalen Eliten“ lukrative Posten verschafft) um letztlich ein Klima zu schaffen, in dem Konformismus und Karrierismus jeglichen Widerstand gegen den Umbau der Welt erlahmen lassen.

Darum kamen früher hunderttausende zu Demonstrationen – die heute mangels Teilnehmer abgesagt werden müssen. Strategisches Denken kann schon erstaunlich nützlich sein.

Unsere „nationalen Eliten“ sind aber auch ganz direkt an der Griechenlandkatastrophe beteiligt – man ist in diesen Kreisen enorm lernfähig, wenn es um Methoden der Selbstbereicherung geht, siehe Griechenlandblog:

In einem aktuellen Artikel der englischen Zeitung “The Independent” wird unverblümt herausgestrichen, dass Deutschland und Frankreich die Griechenland-Krise wenn nicht schon allein, so doch infolge des kontinuierlich auf Athen ausgeübten Drucks, zu völlig unangemessenen Rüstungskäufen zu schreiten, zumindest maßgeblich provoziert und zu verantworten haben. “Fast während des gesamten letzten Jahrzehnts zählte Griechenland – mit einer Bevölkerung von gerade einmal 11 Millionen Menschen – zu den fünf größten Rüstungsimporteuren der Welt. Die meisten der völlig überteuerten und U-Boote, Panzer und Kampfflugzeuge einschließenden Waffensysteme wurden in Deutschland, Frankreich und den USA hergestellt.

Weniger Beachtung fand dagegen bisher die Tatsache, dass speziell deutsche Unternehmen parallel auch Korruption nach Griechenland “exportierten”, um nicht nur im Rüstungsgeschäft, aber auch auf anderen Bereichen des öffentlichen Sektors die Konkurrenz “auszustechen” und sich lukrative Aufträge zu teilweise geradezu unverschämten Konditionen an Land zu ziehen. 

Die gleiche Methode: man schickt Menschen mit viel Geld ins Land, besticht alle nationalen Eliten, die nicht schnell genug auf dem Baum sind – und schon läuft das Geschäft … jedenfalls so lange, bis die Rechnung kommt. 75% der Griechen betrachten Deutschland mitlerweile als Feindesland – wohl zurecht, wenn man genauer hinschaut und entdeckt, das die griechische Krise durch von der EU gewünschte Manipulationen ins Leben gerufen wurde.

Das ganze Leid, das Elend, der Hunger, die Obdachlosigkeit – das Ergebnis einer gezielten Operation, deren Details überall offen nachzulesen sind, einer Operation, die in Deutschland nicht nur die Sozialversicherung vernichtet hat sondern auch ganz andere Produktionsmöglichkeiten eröffnete:

Bayerns Strafanstalten erwirtschaften laut „impulse“ pro Jahr mit solchen Geschäften rund 45 Millionen Euro Umsatz. Besonders gut im Geschäft sei das Hochsicherheitsgefängnis in Straubing. Dort würden allein rund sieben Millionen Euro umgesetzt. Für den Triebwerkshersteller MTU arbeiteten dort rund 100 Häftlinge. Der MTU-Werksleiter vor Ort, Karl-Heinz Bischoff, sagte: „Es beeindruckt mich immer wieder, mit welcher Begeisterung hier für einen Niedriglohn gearbeitet wird.“ Im Durchschnitt erhielten die Insassen 1,23 Euro Stundenlohn ausbezahlt.

Dieser Konkurrenz ist kein normaler Arbeitnehmer mehr gewachsen.

Man muss aber langsam der Tatsache ins Auge blicken, das der moralische Aussatz der Gesellschaft, die kriminellen, die egomanen, die triebgesteuerten Psychopathen und sadistischen Soziopathen wieder die Macht im Lande erlangt haben.  Kranke Menschen haben die Macht über das Geld erlangt und missbrauchen sie skrupellos, um beständig mehr für sich zu haben auf Kosten aller anderen. Unkontrollierbare internationale Konzerne sind ihre Werkzeuge, die Erzeugung von Leid, Qualen und Elend ihre Ziele – oder sollte es etwa Zufall sein, das wir aktuell so viele Kriege haben wir nie zuvor seit dem zweiten Weltkrieg?

Wir Deutschen wissen sehr gut, wo das wieder enden wird – vielleicht besser als alle anderen Völker dieser Erde: wie haben es live erlebt und noch leben Menschen, die bezeugen können, das es auch für die Arier – die damalige „nationale Elite“ – nicht gut ausgeht.

Die Argumentation mit dem psychopathischen Element wirkt zu überzogen? Dazu verweise ich nur mal kurz auf die Mittelstandsnachrichten:

Der Industriedesigner Dionysius Tsoukalas, der um sein mageres Gehalt aufzubessern, in einem Cafe Überstunden machen muss, sagte der New York Times: „Meiner bescheidenen Meinung nach ist das alles verrückt. Sie haben 100 Milliarden Euro an Schulden weggenommen. Und wir haben einen neuen Kredit von 130 Milliarden bekommen. Warum machen wir das? Das ist verrückt.“

Das wäre dann die heutige Botschaft an alle Konformisten und Karrieristen, eine Wahrheit, die ich als sehr nützlich erachte:

Am Ende werdet auch ihr eure eigene Kotze fressen, bis der Teller leer ist. Letztendlich ist das das Paradies der Psychopathen.

 

 

Das Dschungelcamp: warum der Neoliberalismus das Konzentrationslager erfand – globaler Faschismus im Vormarsch

Sonntag, 15.1.2012.  Ein Tag der Ruhe, Entspannung und Besinnung. Jedenfalls ... wenn man nicht in die Zeitung geguckt hat. Tut man sich das an, ist es vorbei mit der Ruhe, der Entspannung oder der Besinnung. Schlimmer wird es, wenn man ins Fernsehen schaut: vor laufender Kamera werden dort Menschen gequält, erniedrigt und zu unmenschlichen Akten gezwungen - siehe <a href="http://www.welt.de/fernsehen/specials/dschungelcamp/article13814561/Erotischer-Frontalangriff-im-Wald-des-Ekels.html">Welt</a>:

<strong>Zuerst werden die beiden mit Mehlwürmern übergossen, bevor sie fetten, lebendigen Maden den Kopf abbeißen, sie aufessen und gequirltes Emu-Blut trinken müssen.</strong>

Sonntag, 15.1.2012.  Ein Tag der Ruhe, Entspannung und Besinnung. Jedenfalls … wenn man nicht in die Zeitung geguckt hat. Tut man sich das an, ist es vorbei mit der Ruhe, der Entspannung oder der Besinnung. Schlimmer wird es, wenn man ins Fernsehen schaut: vor laufender Kamera werden dort Menschen gequält, erniedrigt und zu unmenschlichen Akten gezwungen – siehe Welt:

Zuerst werden die beiden mit Mehlwürmern übergossen, bevor sie fetten, lebendigen Maden den Kopf abbeißen, sie aufessen und gequirltes Emu-Blut trinken müssen.

Man stelle sich vor, ein Entführer würde so etwas Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter antun. Hätten wir nicht Verständnis dafür, wenn man die Initiatoren der Veranstaltung nach einem gerechten Prozess standrechtlich erschießen würde? Immerhin – wer weiß, welche Degenerationen diese Entwicklung noch hervorruft, wenn man ihr kein Einhalt gebietet? Hier werden gerade die schlimmsten medialen Horrorphantasien der sechziger und siebziger Jahre Realität – doch niemand schon Anstoß daran zu nehmen. Trauen wir uns doch mal, einen Blick auf die Zusammenhänge zu nehmen – zum Beispiel bei anderen Horrorphantasien, die schon lange vorher Realität geworden sind.

Die ersten Konzentrationslager weltweit wurden von den Briten in Südafrika im sogenannten „Burenkrieg“ etabliert:

Da ein so operierender Gegner auf konventionelle Weise kaum zu fassen war, wandte Kitchener eine Strategie der „verbrannten Erde“ an: Die Farmen in den Guerillagebieten wurden zerstört und die Ernten vernichtet, um den Gegner auszuhungern. Rund 120.000 Farmbewohner, vor allem Frauen und Kinder, wurden in Konzentrationslagern interniert. Davon starben über 26.000 aufgrund katastrophaler Lebensbedingungen an Hunger und Krankheiten. Der Begriff „Konzentrationslager“ (englisch: Concentration Camp) wurde zum ersten Mal in diesem Krieg verwendet.

26000 Tote – vor allem Frauen und Kinder – der erste Massenmord in Konzentrationslagern geschah in Südafrika. Die Deutschen lernten schnell:

Als Konzentrationslager wurden, soweit heute bekannt, in Deutschland erstmals im März 1915 Internierungslager der zum Kruppkonzern gehörenden Friedrich-Albrecht-Hütte für polnische Arbeiter in Barmen und Elberfeld bezeichnet. Dem folgten zahlreiche Internierungslager und provisorische Gefängnisse für deportierte Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und politische „Schutzhäftlinge“ im Ersten Weltkrieg und in der frühen Nachkriegszeit.

Daraus wurde dann später ein richtiger Konzern – weil „Konzern“, jene unheimliche, machtvolle US-Konstruktion von Unternehmenszusammenballungen – gerade voll in Mode kam:

Die Konzentrationslager für Zivilpersonen (Abkürzung: KZ oder KL) wurden in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten von Organisationen derNSDAP errichtet. Es waren schließlich mehrere Tausend Konzentrations- und Nebenlager und sieben Vernichtungslager. Sie dienten der Ermordung von Millionen Menschen, der Unterdrückung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit, medizinischen Menschenversuchen und der Internierung von Kriegsgefangenen. Das Lagersystem stellte ein wesentliches Element der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft dar.

Durch die Konzentrationslager wurde ein uraltes verbrecherisches Element der Menschheitsgeschichte gesellschaftsfähig, das wir eigentlich für ausgestorben hielten: die Sklaverei – die skrupellose wirtschaftliche Ausbeutung von Menschen zum Zwecke der Gewinnmaximierung – inklusive ihrer anschließenden kostengünstigen Entsorgung im Falle einer chronischen krankheits- oder altersbedingten Leistungsminderung.  Merkt man langsam, wie kurz davor wir wieder sind, die ersten Lager zu bauen? Nun – wir bauen neue und andere Lager – erstmal. Zum Beispiel im Dschungel. Was Menschen dort angetan wird, kann man weiter oben lesen. Wie weit das früher ging, sieht kann man hier nachlesen:

An Inhaftierten wurden von Ärzten, wie Josef Mengele (Auschwitz), Robert Ritter (KZ Buchenwald) unter anderem medizinische Experimente vorgenommen, in deren Verlauf die Häftlinge meist qualvoll starben. Sie wurden beispielsweise mit Fleckfieber, Malaria- oder TBC-Erregern infiziert, um Impfstoffe zu testen, ihnen wurden Brandbombenverletzungen zugefügt und an ihnen erfolgten Salzwasserversuche. 

Da hätten viele Deutsche sicher gerne an den Bildschirmen gesessen und zugeschaut, oder? Machen sie ja heute auch wieder. Liest man Stéphane Hessels Schrift „Empört Euch“, so findet man gerade diesen Tatbestand ausgeführt – anlässlich einer Kundgebung zum 60. Jahrestag der Verkündigung des Programms des Nationalen Widerstandsrates, auf das ich kürzlich schon hinwies:

„Der Nazismus ist besiegt worden dank dem Opfer unserer Brüder und Schwestern in der Résistance und der im Kampf gegen die faschistische Barbarei verbündeten Nationen.  Doch die Bedrohung ist nicht vollständig gebannt, und unser Zorn über die Ungerechtigkeit nicht gewichen“. 

Nein, die Bedrohung ist nicht ganz gebannt. Und so rufen wir weiterhin auf zu einem „wirklich friedlichen Aufstand gegen die Massenkommunikationsmittel, die unserer Jugend keine andere Perspektive bieten als den Massenkonsum, die Verachtung der Schwächsten, den allgemeinen Gedächtnisschwund und die maßlose Konkurrenz aller gegen alle“. 

(Hessel, Empört Euch, Ullstein 2010, Seite 21)

Hessel weiß, wovon er spricht. Er ist in Buchenwald nur knapp der Vernichtung entkommen. Sicher – unsere Häftlinge sind freiwillig dort drin … noch. Das ist aber auch die neue Dimension des Horrors im 21. Jahrhundert: dank der allgegenwärtigen Massenkommunikationsmittel konnte eine großflächige Umerziehung der Bürger zu masochistischen Leidenssklaven erfolgen, die enormen Spaß am gequält werden haben.

Wir sind ja dazu erzogen worden, zu Glauben, das sei alles Zufall, Schicksal oder der unabwendbare Lauf der Dinge – übersehen aber dabei, das es eine hochintelligente, geschichtlich gebildete Gruppe mit unvorstellbarer Finanzkraft gibt, die über all die Erfahrungen aus historischen Gegebenheiten bewußt verfügt und deren Ergebnisse gezielt anwendet – so wie die US-Raumfahrt die Ergebnisse der KZ-Menschenversuche auch dankbar verwertet hatte. Niemand wäre wirklich auf die Idee gekommen, diese durch äußerste Unmenschlichkeit gewonnenen Daten zusammen mit ihren Opfern zu begraben. „Der Zweck heiligt die Mittel“ – das sagt uns „die Wissenschaft“ oft genug.

Gerade heute kann man die Täter bei der Arbeit beobachten.

„Finanztransaktionssteuer“ ist ja ein lang gehegter Wunsch von Attac, sollte ja jetzt in Frankreich mal eingeführt werden. Was machen die Täter, die sich gerne hinter dem neutralen Begriff „die Märkte“ verbergen – was in etwas sprachlich bzw. inhaltlich so korrekt ist, als würden wir die Bewohnern eines Landes als „die Mägen“ bezeichnen? Sie demontieren den französischen Präsidenten:

Frankreich ohne das dreifache A: Der Verlust der Bestnote durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s ist nicht nur ein weiterer Rückschlag für Europas zweitgrößte Volkswirtschaft: Die Horrornachricht aus London könnte auch für Staatschef Sarkozy wenige Monate vor der Wahl zum Verhängnis werden.

Erinnert in etwas an Deutschland Ende Anfang der dreissiger Jahre: wer den Führer kritisiert, bekommt Besuch von der SA – nur diesmal läuft das globaler. Wer nicht nur auf das Ekelcamp schaut (und sich insgeheim davor fürchtet, was er selbst für eine Figur machen würde, wenn man ihn dort hineinsteckte), hat mitbekommen, das die Schutzstaffel (SS) des Neoliberalismus (eine amerikanische Form des Nationalsozialismus, der Wohlstand, Freiheit und Sicherheit für alle … Millionäre … verspricht im Kampf gegen die böse kommunistische Welt, die es wagen würde, sogar Apple die Kinderarbeit zu verbieten, obwohl der Konzern doch so toll ist und man gerade an Kinderarbeit so fein verdienen kann) –die Ratingagenturen – auch die Merkel im Visier hat – und ganz Deutschland ebenso.

Kaum hat Angela Merkel gedroht, gegen den Ratingterror vorzugehen (ist wohl bald wieder Wahl im Lande), steht schon die SS vor der Tür:

Der Rundumschlag des Ratingriesen Standard & Poor’s setzt Europa unter Druck. Denn auch die Bestnote des bisherigen Schirms EFSF ist bedroht. Die Deutsche Bank stellt sich schon auf das Schlimmste ein.

Klassisches Dramadreieck: Angela Merkel, die böse Täterin, Standard & Poors – das arme Opfer, die Deutsche Bank: die Retterin in der Not. „Ein nicht zu überhörender Warnschuss für Deutschland“ zeigt uns, das wir uns mitten im Krieg befinden – und uns besser nicht einmischen. Diese Passivität, die uns eine gewaltige Mitschuld an der Zerstörung der wirtschaftlichen Existenzgrundlage von Milliarden von Menschen gibt, wird uns nach Kräften versüßt: der Stubenhocker wird das neue Standardmodell. So wird Isolationshaft erträglich.

„Rating“ verpaßt Ländern eine Nummer. Das kennen wir schon.

Bei der Aufnahme in ein KZ wurde den Häftlingen nicht nur das Haar und die Privatkleidung genommen, sondern auch der Name. Sie erhielten eine in jedem „Transport“ fortlaufende Nummer, die in Auschwitz auch eintätowiert wurde. Damit zählten sie zum Bestand des KZ und konnten „verwaltet“ werden. Ab sofort waren sie im Lager nur noch eine Nummer:

„Wenn man es mit einem SS-Mann zu tun hatte, musste man als erstes die Mütze herunterreißen, und seine Nummer laut und deutlich, natürlich auf deutsch, angeben. Ich beginne zu begreifen, welches Glück im Unglück ich habe, fließend Deutsch zu sprechen. Die meisten griechischen und italienischen Juden verstehen keinen Befehl und können nicht einmal ihre Nummer aussprechen. Natürlich können sie auch keine deutschen Lieder singen, die wir, wie zum Hohn, beim Hin- und Rückmarsch von der Arbeit auch noch zum Besten geben müssen. Das ist ausreichend, um brutal geschlagen, manchmal auch totgeschlagen zu werden.“

Man merkt: im KZ war es lustig wie im Dschungelcamp. Die haben dort sogar freiwillig gesungen. Wir Deutschen haben jetzt auch schon alle unsere Nummern bekommen – dafür hat die Schufa gesorgt. Dazu haben wir noch Steuernummern und Telefonnummern – damit man auch immer weiß, was wir wann wo machen.

Merkt man, warum Buchenwaldhäftlinge sich vor Massenkommunikationsmitteln fürchten?

Im Hintergrund sehen wir den Nationalsozialismus der Neuzeit wirken: den Neoliberalismus der achtziger Jahre.

Der Linguist Noam Chomsky veröffentlichte 1998 Profit over People – Neoliberalism and Global Order. Er vertritt darin, der Neoliberalismus habe seit Ronald Reagan und Margaret Thatcher weltweite Hegemonie erlangt. Dies habe zur Privilegierung weniger Reicher auf Kosten der großen Mehrheit geführt. Große Konzerne und Kartelle beherrschten das politische Geschehen in den USA. Der freie Markt bringe somit nicht im geringsten eine Wettbewerbsordnung hervor. Durch den politischen Einfluss großer Unternehmen auf die US-amerikanischen Parteien werde dauerhaft die Demokratie untergraben. Die US-Regierungen hätten dazu durch Subventionen und Importzölle beigetragen. Ein typisches Beispiel der Unterstützung von Großkonzernen durch die Regierung sei die Welthandelsorganisation.

Da bringt uns das 21. Jahrhundert eine Neuauflage der nationalsozialistischen Weltanschauung (nur wird der Arier hier durch den Millionär ersetzt, der selbst dann noch heiliger Herrenmensch ist, wenn er sein Vermögen mit Menschenhandel, Drogen, Waffen, Prostitution und Kinderarbeit gemacht hat), es werden ganze Völker in Häftlinge verwandelt, die den neuen Herren ihre „Reformen“ liefern müssen wie dereinst die besetzten Länder die „Reformen“ der Nationalsozialisten durchsetzen mußten – und wir verkriechen uns ängstlich hinter dem Bildschirm.

Verständlich – bei den Aussichten.

In den USA fängt man übrigens jetzt gerade an, gegen die bezahlten Experten – „Ökonomen“ genannt – vorzugehen. Ihre Gutachten kann man kaufen wie Bier und Zigaretten. Leider weiß man nicht, wer alles gerade von wem gekauft wurde, man merkt nur, das da in der Tat etwas nicht ganz sauber lief – weshalb wir alle Gutachten und Meinungen der sogenannten „Wirtschaftsweisen“ erstmal auf dem Dachboden lagern sollten – sicherheitshalber.

Stattdessen sollten wir uns eher mit dem langsamen Umbau der westlichen Welt in ein gigantisches Arbeits- und Vernichtungslager beschäftigen. Findet ja eigentlich tagtäglich direkt vor unserer Nase statt – und wir nehmen es ganz bewußt wahr … wie die hoch geschätzte weise Frau Sybille:

Bestehen wir auf Heizung und Kleinwagen, müssen wir arbeiten, immer mehr, weil es gilt, sich gegen sieben Milliarden zu behaupten, die auch eine Heizung und einen Kleinwagen wollen. Und das macht krank, egal, wie wir es nennen, denn das Leben ist eine Demütigung, der man nur mit geisteskrankem Optimismus oder einer gepflegten Trauer begegnen kann. 

Und deshalb schauen wir uns gerne an, wie andere Maden fressen müssen: das erleichtert unser eigenes Elend … unser Burn Out, die vornehme Umschreibung von:

SCHNAUZE VOLL!

 


Neujahrsansprache 2011 – auf dem Weg von der „Offenen Gesellschaft“ ins Reichsarbeitslager

Jedes Jahr dasselbe: Bundeskanzler wagt Neujahrsansprache. Dank der noch stark alkoholisierten Mitbürger bekommt kaum einer mit, worum es da geht.  Darum konnte man ja schon mal eine ältere Kohlansprache fürs neue Jahr nochmal senden, ohne das einer was gemerkt hätte:

Besondere Berühmtheit erlangte die TV-Neujahrsansprache von Bundeskanzler Helmut Kohl, die das Erste Deutsche Fernsehen am 31. Dezember 1986 ausstrahlte: Statt der aktuellen Aufzeichnung wurde die Rede vom Vorjahr 1985 gesendet – nach Angaben des Ersten und des Norddeutschen Fernsehens aus Versehen.

Seit 1970 ist das so – und kaum einer macht sich Gedanken darüber, was da eigentlich geschieht.

Nehmen wir einmal an, wir wären reiche Erben und hätten eine Firma. Weil wir uns nicht immer um alles gleichzeitig kümmern können, stellen wir Leute ein, die die Verwaltung für uns übernehmen und den Laden in Schuß halten.  Wie würden wir uns fühlen, wenn der Chef unserer Angestellten auf die Idee kommt, uns jedes Jahr einen Vortrag zu halten – zumal er ja sowieso dauernd im Fernsehen ist. Man könnte mal fragen, ob der Bundeskanzler – in diesem Falle Frau Merkel – die Zeit eigentlich aus eigener Tasche bezahlt … bestellt haben wir den Auftritt ja nicht. Man könnte auch fragen, ob die eigentlich mit ihrer Zeit nichts Besseres zu tun hat, als fünf Minuten Redezeit mit Worten zu füllen, ohne Inhalte zu bringen – eine Übung, die Politiker hierzulande meisterhaft beherrschen.

Wir fragen aber nicht, wir nehmen das hin … weil wir uns dran gewöhnt haben, wie Angestellte behandelt zu werden. Dabei – sind wie die Chefs. Jedenfalls wäre das so, wenn wir eine Demokratie wären, aber das haben wir ja abgeschafft – hat es einer gemerkt? Geschah letztes Jahr im Vorbeigehen, die letzten Reste demokratischen Selbstverständnisses wurden als „Wutbürger“ abgestempelt und ins soziale Abseits gestellt, während die politische Klasse einhellig zustimmte, das wir eine „parlamentarische“ Demokratie sind – also eine Demokratie mit Einschränkung. Unsere Einschränkung ist, das Demokratie bei uns halt nur im Parlament stattfindet, wo FÜNFTAUSEND Lobbyisten dafür sorgen, das der Satz „Wer zahlt befiehlt“ unter dem Reichsadler hängt und von jedermann befolgt wird. Draußen … findet etwas anderes statt. Ob man da schon einen korrekten Begriff aus der politischen Philosophie gefunden hat, der den Zustand beschreibt, wenn ein Parlament Kriege führt, die keiner will, Steuern erhebt, die keiner will, Staatenbünde und Volksverbrüderungen beschließt, ohne Rücksicht auf das Volk und seine Finanzen zu nehmen, weiß ich nicht – lese ich aber die Neujahrsansprache von Frau Merkel, die die WELT für uns Fernsehverweigerer dankenswerterweise wörtlich abgedruck hat, so fällt mir da schon etwas ein: die Verwandlung der Republik in ein Reichsarbeitslager.

Letzteres ist nicht weiter schlimm für die, die sich damit abgefunden haben, für immer mehr Geld immer weniger Leistung zu bekommen. Sie werden immer länger arbeiten und immer weniger dafür bekommen. Im Ruhrgebiet sind jetzt erste Gemeinden an die Bürger herangetreten  und haben ihnen mitgeteilt, das die Gebühren drastisch erhöht werden und das als Dank dafür die Bürger die Schneeräumpflicht in Seitenstraßen in Zukunft in Eigenregie übernehmen dürfen.

Die jubeln vor Glück, die Bürger.

Und über eines vor allem können wir uns freuen: Noch nie hatten im geeinten Deutschland mehr Menschen Arbeit als heute.

Die weiß genau, wovon sie spricht:

Deutschland ist so erfolgreich, weil Sie Tag für Tag Ihre Arbeit machen. Sie sind frühmorgens auf den Beinen. Sie arbeiten im Schichtdienst, an Sonn- und Feiertagen. Sie kümmern sich um Aufträge und um Ihre Mitarbeiter. Sie meistern Ihren Alltag, wie schwer er oft auch sein mag.

Während andere von den Erträgen dieser Arbeit ein sorgenfreies Jet-Set-Leben leben können. Aber die kommen in der Rede ja nicht vor. Es ist eine Nutzviehrede — so spricht der Schäfer zu seiner Herde, wenn er mal einen guten Tag hat:

Die christlich-liberale Bundesregierung setzt deshalb alles daran, im kommenden Jahr wichtige Etappenziele zu erreichen.Das wohl wichtigste: Noch mehr Menschen sollen Arbeit bekommen können.

Hier spricht der Autokrat zu seinem Volk und macht klar, wo es langgeht: Rente mit 70 und die Fünfzigstundenwoche für jedermann ohne ausreichendem Kapital ist fest im Visier der Lobbyisten und man wir mit aller Entschlossenheit deren Ziele weiter verfolgen.

Diese „Adelung der Arbeit“ war dereinst kennzeichnend für die Entwicklung des Arbeitsbegriffes der NSDAP – und der Beginn einer Kultur, die in Vernichtung durch Arbeit endete. Man sollte sich mal daran erinnern – hier bei Teilhabe-Berlin.de:

Die Arbeitsämter grenzten nun nicht mehr allein widerspenstige Personen und Gruppen aus, die nicht der normalen Arbeitsfähigkeit entsprachen, sondern sie beteiligten sich unter dem Titel der „Mobilisierung der Arbeitskraftreserven“ an der direkten arbeitspolizeilichen Verfolgung. Die Praktiken der zwangsweisen Verschickung in Arbeitsdienstlager, in die Landhilfe, in Notstandarbeiten und die Vermittlung in unterwertige Arbeitsverhältnisse, die die 1.Phase der „Arbeitsschlacht“ dominierten, ermöglichten in der Regel lediglich Einkommen knapp über oder unter dem Unterstützungsniveau. Dennoch wurden diejenigen, die sich der Arbeitspflicht nicht unterwarfen, zu „asozialen Elementen“. Spätestens seit 1938 wurden polizeiliche Verfolgung, Inhaftierung und KZ-Haft zu einem Bestandteil der Arbeitsamtpraxis. Der „Wohlfahrtsstaat“ des Nationalsozialismus war nicht Instrument der Integration der Schwachen und Benachteiligten, sondern der Verschärfung rassistischer Ungleichheit. Der „Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ wurde dem „schaffenden Volksgenossen“ entgegengestellt.

Wer sich heutzutage nicht der Arbeitspflicht unterwirft, bekommt Probleme. Dank der ARGEn haben wir inzwischen ein Instrumentarium, das eine Reichsarbeitsschlacht wieder möglich macht. Viele Mitarbeiter der ARGEn machen in dieser Hinsicht einen guten Job, weil sie das Instrumentarium NICHT voll ausschöpfen, das der Gesetzgeber ermöglicht hat. Wie die „Zielvereinbarungen“ der Frau von der Leyen mit der Bundesagentur für Arbeit zeigen, ist man nicht mehr gewillt, dies widerstandslos hinzunehmen.

Man sollte nie vergessen, das manche unheimlichen Geister der NSDAP den Fall des Dritten Reiches überlebt haben … und weiter in Gefilden herumspukten, aus denen letztlich unsere aktuelle Bundeskanzlerin hervorging – hier gefunden bei Artikel32.com:

In der Erziehung der Jugend legte man die gleichen Methoden an den Tag wie die NSDAP von 1939-45. Die Kinder und Jugendlichen wurden zu „Heimatliebe“ und „Stolz auf die Errungenschaften“ erzogen. Genauso war die Mitgliedschaft in der FDJ (siehe Anhang) Pflicht. Jedoch hießen in der DDR die Tugenden nicht Zäh wie Leder, Hart wie Kruppstahl (Westdeutsche Firma!!), Flink wie ein Windhund; sondern Freundschaft zur Sowjetunion, Liebe zur SED und Verehrung der Parteiführung. Doch sonst unterschieden sich die HJ und die FDJ nicht viel von einander. In der DDR gab es, wie im Westen auch Skinheads, die aber im Gegensatz zu den Punkern nicht wirklich verfolgt wurden, da sie mit einigen Tugenden der SED, wie Arbeitsliebe, Ordnung, Sauberkeit und den Willen zur Ableistung des Militärdienstes, übereinstimmten.

Daher passten sie nicht in das Fahndungsbild der Staatssicherheit (Stasi), die eher auf der Jagd nach faulen Objekten, sog. Volksschädlingen waren, wie z.B. Punker. 1978 wurde ein Skinhead-Überfall auf die Zionskirche (siehe Anhang) nicht weiter verfolgt, da er sich gegen Volksschädlinge richtete. Das heißt, die Rechtsextreme Szene war nicht gern gesehen, doch wenn sie der Regierung auch nur indirekt einen Gefallen tat, da wurde sie vom Staat unterstützt.

Arbeitsliebe, Ordnung, Sauberkeit, Militärdienst – Werte, die Autokraten aller Farben lieben. Nochmal Frau Merkel:

Gemeinsam haben wir Enormes geleistet. Wir haben erfahren, was möglich ist. Das ist wichtig, denn wir Deutschen sind uns unserer Stärken selbst nicht immer bewusst. Unsere Fußball-Nationalmannschaft hat in Südafrika ganz wunderbar genau die Tugenden gezeigt, die uns stark machen: Fleiß und Disziplin, Ideenreichtum und Technik auf höchstem Niveau.

Ich wußte nicht, das Frau Merkel mitgespielt hatte, noch wüßte ich, welche Maschinen jetzt Fuball und Spieler ersetzt oder ergänzt haben, auch bekomme ich den Verdacht, das der „Ideenreichtum“ der Regierung dann wohl eher auf einen Migrationshintergrund derselben hinweist, wenn das wirklich eine deutsche Tugend sein sollte.  Fleiß und Disziplin lassen sich jedoch mit Ideenreichtum nicht gut zusammenbringen – Ideen brauchen Muße und Freiheit. Nach sechzig Stunden Großraumbüro in der Woche bleibt da wenig Zeit über, die Anforderungen der Kanzlerin zu erfüllen – und die sind nicht gering:

Der Philosoph Karl Popper hat gesagt: „Die Zukunft ist weit offen. Sie hängt von uns ab, von uns allen.“ Lassen Sie uns in diesem Sinne mit Ideen, mit Neugier, mit Leidenschaft und mit dem Blick für den Nächsten die Lösung neuer Aufgaben anpacken.

Die Zukunft ist weit offen – sagt ein Mann, der Zeit und Muße hatte, sich Gedanken zu machen. Mit Ideen, Neugier, Leidenschaft und dem Blick für den Nächsten lassen sich utopische Realitäten schaffen – oder Reichsarbeitslager. Doch hören wir, wie sich der zitierte Popper eine Gesellschaft vorstellt – hier bei Wikipedia:

Institutionen sind zwar unumgänglich, müssen sich in Offenen Gesellschaften aber einer ständigen Kritik stellen und immer veränderbar bleiben. Der Nationalstaat ist in einer Offenen Gesellschaft lediglich ein momentanes Übel, das langfristig überwunden werden kann. Er soll eine ausreichende Grundversorgung sichern, vor allem aber eine egalitäre Gesellschaftsstruktur ohne die Herrschaft von „Eliten‟ ermöglichen. Popper schlägt als Maxime statt der Maximierung des Glücks die bescheidenere Minimierung des Leidens vor.

Ich sehe in der Rede der Bundeskanzlerin nirgendwo den Wunsch zu einer egalitären Gesellschaftsordnung, noch den entschlossenen Willen zur Minimierung des Leidens.  Eher ist sie eine weitere Wegmarkierung auf dem Weg von einer von Popper geschätzten „Offenen Gesellschaft“ hin zu einem „Reichsarbeitslager“, wo alle ständig immer und überall am Ruhm und der Ehre der Nation und ihrer Elite schaffen.  Und der Nationalstaat in seiner positiven Ausrichtung weicht dem europäischen Superstaat. Nochmal Merkel:

Deutschland braucht Europa und unsere gemeinsame Währung. Für unser eigenes Wohlergehen wie auch, um weltweit große Aufgaben zu bewältigen.

Welche Aufgaben? Wird im nächsten Satz sofort präsentiert:

Wir Deutsche nehmen unsere Verantwortung wahr, auch wenn sie manchmal sehr schwer ist. Unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan mussten in diesem Jahr den Tod von neun Kameraden verkraften.

„Unsere Soldaten in Afghanistan“? Wollen wir in Deutschland mal abstimmen lassen, wer dafür ist, das wir dort herummarschieren? Ach ja … dieses „unser“ war ja nicht gemeint.

Wir vollenden den Wandel der Bundeswehr zu kleineren und flexiblen Streitkräften, indem wir die Wehrpflicht durch einen freiwilligen Wehrdienst ersetzen.

Hier merkt man … das „wir“ wird unheimlich. Hier wird das „wir“ immer mehr das „wir“ der Elite – jener Elite, die zu den Feinden der offenen Gesellschaft gehört und die uns in dieser Ansprache deutlich mitteilt, was sie von uns in Zukunft erwartet: Schnauze halten und mitmarschieren in die nächsten globalen Abenteuer unter Mobilisierung aller Arbeitskraft des deutschen Volkes – der Alten, der Kranken, der Behinderten, der Mütter und Kinder in einer einzigen gewaltigen nationalen Kraftanstrengung:

Das im Nationalsozialismus erzogene, geschulte und disziplinierte deutsche Volk kann die volle Wahrheit vertragen. Es weiß, wie schwierig es um die Lage des Reiches bestellt ist, und seine Führung kann es deshalb auch auffordern, aus der Bedrängtheit der Situation die nötigen harten, ja auch härtesten Folgerungen zu ziehen. Wir Deutschen sind gewappnet gegen Schwäche und Anfälligkeit, und Schläge und Unglücksfälle des Krieges verleihen uns nur zusätzliche Kraft, feste Entschlossenheit und eine seelische und kämpferische Aktivität, die bereit ist, alle Schwierigkeiten und Hindernisse mit revolutionärem Elan zu überwinden.

Wenn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben, dann in dieser Stunde der nationalen Besinnung und der inneren Aufrichtung. Wir sehen ihn greifbar nahe vor uns liegen; wir müssen nur zufassen. Wir müssen nur die Entschlußkraft aufbringen, alles andere seinem Dienst unterzuordnen. Das ist das Gebot der Stunde. Und darum lautet die Parole: Nun, Volk, steh auf und Sturm brich los!

Goebbels, „Sportpalastrede“, Quelle: DHM.

Darum mein persönlicher Wunsch für das neue Jahr: „Wehret den Anfängen„. Erlauben wir uns in diesem Jahr …  ein wenig Arbeitsabscheu, weil es nur menschlich ist, ein wenig Undiszipliniertheit, weil es dem Geist der Freiheit entspricht, ein wenig Hass auf den Militärdienst, weil das Töten von Menschen immer und überall ein Verbrechen ist … und vielleicht einfach ein wenig Staub in der Wohnung, weil es Wichtigeres gibt als täglich zu wischen – zum Beispiel die Rettung der offenen Gesellschaft vor ihren Feinden, jedes Jahr aufs Neue.


Lügenkrieg und viertes Reich

Man könnte meinen, die können machen was sie wollen. Wer „die“ sind, kann ich in letzter Konsequenz noch nicht sagen. Zu schnell wird dort geurteilt, zu wenig kümmert man sich um die Hinterzimmerpolitik der Politikfürsten, zu heftig ist der Wind, den Verschwörungsphobiker und die Regierungsmedien aufwirbeln um das Volk ganz schnell wieder in Sicherheit zu wiegen, obwohl der brutale fortlaufende Umbau der demokratischen Zivilgesellschaft zu einem flächendeckenden Arbeitslager jeden denkenden Bürger schon von sich aus beunruhigen sollte. Angesichts der Vorkommnisse von Stuttgart 21 sollte man den Fall aber nochmal aufrollen, der vor zehn Jahren das Ende der friedlichen Bundesrepublik einläutete, hier zitiert bei der AG Friedensforschung:

Zur Erinnerung: Vor knapp zwei Jahren begann der Kosovokrieg. Die Teilnahme daran war die erste außenpolitische Tat der neuen rot-grünen Bundesregierung. Und es war das erste Mal seit 1939, dass deutsche Soldaten wieder in den Kampf zogen: „Hätte jemand (noch im Jahr 1998) angekündigt“, schrieb damals der „SZ“-Journalist Heribert Prantl, „dass ein sozialdemokratischer Kanzler, ein grüner Außenminister und ein sozialdemokratischer Verteidigungsminister den Kampfeinsatz der Bundeswehr gegen einen souveränen Staat befehlen würden, man hätte ihn ins Narrenhaus gebracht.“ Narrenhaus? Aber dieser Krieg war ja gar kein Krieg. „Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen“, erklärte Bundeskanzler Gerhard Schröder am 24. März in bestem Orwell-Deutsch: „Heute Abend hat die Nato mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen… Wir führen keinen Krieg.“ Vier Wochen später, es fielen längst Bomben auf Belgrad, wiederholte Fischer: „Wir führen keinen Krieg, wir leisten Widerstand, verteidigen Menschenrechte, Freiheit und Demokratie.“

Ja, man war …schlichtweg platt.

Vom deutschen Boden sollte nie wieder Krieg ausgehen“ sagte man einst, Schröder und Fischer sagten einfach „DOCH“ – und das war es. Wer sich heute über die mangelnde Teilnahme an Demonstrationen beschwehrt, über das schrumpfende Interesse an Politik und die mangelnde Bereitschaft, sich politisch zu engagieren, der sollte nicht vergessen, das viele Bundesbürger in der Jahren der Schröder/Fischer-Regierung erlebt haben (als Hartz IV-Abhängige sogar am eigenen Leib), das demokratische Werte, die demokratische Kultur und selbst sozialdemokratische und grüne Ziele und Werte auf einmal nichts mehr galten. Ein großer Teil der Grünen kam aus der Friedensbewegung … und fand sich auf einmal Seite an Seite mit Adolf Hitler wieder, der auch gerne Bomben auf andere Länder schmiß – übrigens auch nur aus guten Gründen der Selbstverteidigung. Sagte er jedenfalls selbst.

Es war jener Moment, der wohl der Urvater aller Verschwörungstheorien der letzten Jahre war, obwohl er selber nicht großartig hinterfragt wurde … oder die Medien fanden die Fragen nicht so interessant. Dort jedoch konnte man erleben, das Politik irrational geworden war, das hinter der politischen Bühne Fäden gezogen wurden, die niemand sehen konnte, deren Wirkung aber für viele serbische Zivilisten tödlicher war als der angebliche Genozid, der dort … möglicherweise niemals stattgefunden hat.

Ja, war das so? War es ein gerechter Kampf der Guten gegen das Böse? Musste man Milosevic – der ohne Zweifel massiv und brutal gegen die Kosovo-Albaner vorgegangen war – mit Bomben kommen? Ja, sicher, sagte die Regierung, und damit das glaubhaft klang, tischten die Minister ihren Bürgern viele Geschichten auf, zeigten viele Bilder. Und kamen mit Moral, vor allem Moral, die jeden Zweifler als bösen Buben abstempelte. Mit Auschwitz verglich Fischer die serbische Brutalität; er sprach „von der Deportation eines ganzen Volkes mit verbrecherischen Mitteln“. Beweise dafür – keine. Scharping sprach von „Völkermord“, der „im Gange“ sei. Er sprach von „schwangeren Frauen mit aufgeschlitztem Unterleib“, von „Konzentrationslagern im Norden von Pristina“. Beweise dafür – keine. Oder doch – es gab ja diese Bilder. Zum Beispiel von zwei besonders blutigen Episoden. Sie vor allem dienten als moralische Rechtfertigung für den militärischen Draufschlag: die Massaker von Racak und von Rugovo. Doch beide Massaker, das enthüllten nun mehrere Untersuchungen, haben so nicht stattgefunden, Anzeichen für Massenhinrichtungen waren nicht festzustellen. Im Klartext: Die meisten Geschichten, die erzählt wurden, waren erfunden, die meisten Bilder manipuliert. Fischer und Scharping haben ihre Bürger beschwindelt, belogen und betrogen.

Und zwar ganz brutal. Ob sie auch dafür bezahlt worden sind, kann ich nicht sagen. Vom Lobbyisten Hunzinger (der laut Spiegel auch dem Grünenchef Cem Özdemir aus der Klemme half, nachdem der über seine Verhältnisse gelebt hatte) hat Scharping mal 140000 DM erhalten, das gab ein wenig Wirbel, wie auch der Wirbel um die Gräfin, die laut Welt der Hunzinger dem Scharping überhaupt erst vorgestellt hatte:

In den ganzen Politklüngel geriet die charmante Gräfin als Rechtsbeistand für die ehemaligen CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister in ihrem Streit gegen Wolfgang Schäuble. Sie legte ihr Mandat nieder, als bekannt wurde, dass sie mit ihrem Mann an jenem legendären Sponsorenessen teilgenommen hatten, dass Baumann für Vertreter der Wirtschaft gab und in dessen Verlauf der Waffenhändler Schreiber die dubiosen 100.000 Mark übergab. Kennengelernt haben sich die beiden Damen über den „rastlosen Beziehungsstifter“ Moritz Hunzinger, der nicht nur die CDU beriet, sondern auch den bierernsten Scharping. Ihm verpasste er beim Kosovo-Einsatz das Image des mitleidenden Moralisten. Und er machte Scharping mit der Gräfin bekannt. Als daraus Liebe wurde, riet Hunzinger auch hier zu subjektiver Offenheit. Allerdings entsteht der Eindruck, dass sich das Paar Scharping/Pilati von den gewiss gut gemeinten Vorgaben des Medienprofi inzwischen entfernt hat.

Woher der Hunzinger jetzt selbst das Geld hat, das sie so großzügig verteilt … keine Ahnung. Er ist halt Berater und bekommt Honorare für Beratungen. Und dafür kriegt er Geld vom Scharping, während der wiederum Geld von ihm bekam. Der Kreislauf des Geldes halt.

Hören wir dazu mal Willi Wimmer, zitiert bei AG Friedensratschlag:

Der frühere Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, Willi Wimmer (CDU), hat der Bundesregierung vorgeworfen, die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg vor zwei Jahren durch Manipulation der Öffentlichkeit ermöglicht zu haben. Wimmer sagte im Deutschlandfunk, Außenminister Joschka Fischer (Grüne) habe damals ein anderes Bild der Lage im Kosovo gezeichnet, als es aus Berichten der deutschen Botschaft in Belgrad hervorgegangen sei. Die Berichte der Botschaft würden vom Auswärtigen Amt aber unter Verschluss gehalten.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, das Ministerium werde auf die Vorwürfe wahrscheinlich nicht reagieren. Sie seien auch nicht neu.
Der Kosovo-Krieg sei wie der Erste und der Zweite Weltkrieg ein «ordinärer Angriffskrieg» gewesen, der sowohl gegen internationales als auch gegen deutsches Recht verstoßen habe, sagte Wimmer weiter. Zwar habe es im Kosovo im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg eine schwierige Menschenrechtssituation gegeben. Für diese habe sich aber durch Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine politische Lösung abgezeichnet.

Was lernt man daraus als Bürger? Man kann sich engagieren. Man kann Bürgerinitiativen bilden. Man kann Parteien gründen, die es bis in die Regierung schaffen … und dann? Machen diese Parteien das Gegenteil von dem für das man sich ursprünglich engagiert hatte.

Man kann es gar nicht deutlich genug und nicht oft genug sagen, damit es nicht in Vergessenheit gerät: Schröder, Fischer und Scharping haben am Ende des Jahrhunderts den DRITTEN Angriffskrieg von Deutschland aus gestartet … und durch die Agenda 2010 dem VIERTEN DEUTSCHEN REICH auch einen entsprechenden Anstrich von innen gegeben. Hören wir dazu nochmal Willi Wimmer:

Willy Wimmer: Das, was wir mit dem Krieg gegen Jugoslawien sehen müssen, ist etwas, was uns vor dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts umtreiben muss. Wenn man sich den puren Krieg ansieht, handelt es sich nicht um mehr als um einen ordinären Angriffskrieg, wie er im vergangenen Jahrhundert – von uns jedenfalls – zweimal auch schon angezettelt worden ist. Und damit es nicht nur ein purer ordinärer Angriffskrieg sein durfte, hat man ja eine Überhöhung gefunden im Sinne des Vorgehens gegen eine erwartete oder tatsächliche humanitäre Katastrophe. Das, was dieser Bericht deutlich macht, ist, dass wir von einer humanitären Katastrophe nicht nur weit entfernt waren und sie nach diesem Bericht gar nicht vorgelegen hat, sondern sie herbeigeredet wurde, ohne tatsächlich vorhanden zu sein. Das heißt: Die moralische Überhöhung, die ja den einzigen Zweck hatte, auch den Rechtsverstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen, das Völkerrecht, das Grundgesetz und alle innerstaatlichen Gesetze zu überdecken, das ist präsent. Nach diesem Bericht ist das alles als etwas entlarvt, was man normalerweise als Manipulation und noch Schlimmeres bezeichnet. Und deswegen ist man auch so ruhig, und deswegen will man auch nicht, dass eine öffentliche Diskussion stattfindet. Und damals haben viele mitgemacht, und deswegen gibt es auch keine öffentliche Diskussion.

Keine Diskussion, weil viele … mitgemacht und dran verdient haben. Fischer verhinderte  sogar, das Osnabrück und Münster Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus dem Kriegsgebiet aufnahm, hier bei Basisgrün erwähnt.

Und die Massaker von Srebenica?

Eine Medienente, hier Alexander Dorin bei der „jungen Welt“:

Alexander Dorin: Die serbische Armee hat damals vor den Augen der Weltöffentlichkeit die gesamte muslimische Zivilbevölkerung von ca. 25.000 Menschen evakuiert und sicher in muslimisch kontrolliertes Gebiet geleitet. Man stellte ihnen Nahrung und Busse zur Verfügung. Niederländische Blauhelmsoldaten bezeugten, daß diese Zivilisten gut behandelt wurden. Bis heute kann man ca. 2.000 Tote vorweisen. Alles deutet darauf hin, daß es sich dabei größtenteils um Gefechtstote handelt. Es soll nun jeder selbst beurteilen, ob man das als Völkermord bezeichnen kann.

Völkermord sieht anders aus. Ganz anders.

10 Jahre nach den Lügen sprechen griechische Zeitungen wieder ganz offen vom „Vierten Reich“, wie die Welt berichtet:

Die als „linksliberal“ geltende Tageszeitung „To Ethnos“ titelte dazu: „Merkel macht die EU zu Dachau“. Das Blatt nannte den Vorschlag „gruselig“ und forderte „die Völker Europas“ dazu auf, den „Deutschen des vierten Reiches“ entgegenzutreten.

Und wir Deutschen selbst?

Sitzen mittendrin, haben mal wieder nichts gewußt … und erfahren nur nebenbei, das wir immer noch belogen werden, so wie heute in der Welt:

Schon früh war Mommsen durch die Analyse der Reaktion Hitlers und seiner Umgebung auf die Brandstiftung zu der Überzeugung gekommen, dass nicht die Nazis die Täter waren, sondern tatsächlich der auf frischer Tat ertappte und geständige holländische Kommunist Marinus van der Lubbe.

Wollen wir hoffen, das sich die Deutschen diesmal nicht wieder mit „einfachen Antworten“ zufrieden geben, obwohl die doch so schön bequem sind. Auch Bequemlichkeit kann manchmal tödliche Folgen haben.

Besonders wichtig ist Mommsen gesellschaftshistorische Deutung des Holocaust. Er wies in zahlreichen Aufsätzen nach, dass es eben keinen langfristig angelegten Plan zum Massenmord an Europas Juden gab, sondern dass dieses Jahrhundertverbrechen sprunghaft und schubweise, oft als Reaktion auf unvorhergesehene Schwierigkeiten von Bürokraten auf unterer und mittlerer Ebene vorangetrieben wurde.

Bürokraten auf unterer und mitlerer Ebene haben heute – dank Agenda 2010 – ebenfalls wieder ein tödliches Instrument in der Hand, das noch keine Anwendung findet.  Man kann jetzt hoffen, beten, glauben und drauf vertrauen, das das so bleibt, weil von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen wird und sich der Holocaust nie wieder wiederholen kann – immerhin ist die NSDAP ja verboten.

Nur ihr Geist leider nicht.

Unrechtsstaat Deutschland

Manchmal schon seltsam, wie so ein Artikel entsteht.  Über „Unrechtsstaat Deutschland“ hatte ich mir bis heute morgen gar keine Gedanken gemacht, ich suchte etwas anderes. Dabei stieß ich auf die Seite der „Gesellschafter“ und ihrer „aktuellen Besucherschlagwörter, ganz dick dort markiert: „Unrechtsstaat“.  Mit Abstand das fetteste Wort.

Man hört in Deutschland wenig darüber, das wir ein „Unrechtsstaat“ sind,  jedenfalls fand ich hierzu kaum Diskussionen in den Medien. In der Schweiz schon:

Überspitzt sagen Sie: Deutschlands Fiskalstaat ist ein Unrechtsstaat . . .

. . . genau, und deshalb ist die Kapitalflucht Notwehr.

Aber Sie können doch Deutschland nicht als Unrechtsstaat bezeichnen.

Bewegt sich denn ein Rechtsstaat noch auf der Grundlage der Legitimität, wenn er beispielsweise eine Staatsverschuldung produziert, die auf Generationen hinaus die Noch-nicht-Geborenen belastet? Für mich gibt es da keinen Zweifel.

Mit diesem Argument werden Sie das schlechte Gewissen vieler Schweizer nicht beseitigen.

Ich frage Sie: Wäre es moralisch vorteilhafter, die Schweiz würde sich zum Helfer dieses europaweiten finanzpolitischen Desasters machen? Die Alternative ist Beihilfe, damit die europäischen Staaten ihre eigenen Bürger noch mehr auspressen im Namen maroder Finanzsysteme. Ich habe das weitaus weniger schlechte Gewissen, wenn wir etwas Geld des produktiven deutschen Mittelstands aufbewahren, als wenn wir den Berliner Politikern die Taschen füllen. Wir sind nicht verpflichtet, das Desaster mitzumachen.

Zusammengefasst: Der deutsche Staat verstösst gegen Treu und Glauben, indem er seinen Bürgern vorgaukelt, durch Abgaben ihre Altersvorsorge zu sichern. Tatsächlich aber ist er dazu gar nicht mehr in der Lage, ergo leisten die Bürger ihre private Vorsorge in Notwehr ausserhalb des eigenen Systems.
Genau.

Quelle: Weltwoche

Ich kann mich sicherlich nicht überzeugend als unkritischen Bürger darstellen …. aber diese Meinung über Deutschland im Nachbarland zu finden … das überrascht. Und … es stimmt. Hunger in Deutschland ist ein Phänomen, das schon jetzt viele Alte betrifft, wie ein Beitrag von Fakt illustriert: Menschen, die im Müll nach Essen suchen sind inzwischen Alltag geworden. Und auch wenn es uns nicht paßt und wir uns lieber noch eine Zeit lang der medialen Kuschelrealität stellen, das hier alles wunderbar in Ordnung ist –  die Fakten sprechen für sich:

Deutschland in 20 Jahren. Ganze Landstriche entvölkert, überaltert, arm. Die Jungen sind der Arbeit hinterher gezogen, die Alten leben von Mini-Renten. Hart gearbeitet haben sie alle ein Leben lang, als Niedriglöhner, Zeitarbeiter, Aufstocker, in Hartz-IV-Maßnahmen. Nun sind sie auf staatliche Hilfe angewiesen, weil die Rente nicht zum Leben reicht. Dieses Drehbuch stammt nicht aus der Feder von Postkommunisten. Es wurde geschrieben von Wissenschaftlern des angesehenen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Quelle: Monitor

Durch die Rente mit 67 droht nach Ansicht von Gewerkschaften und Sozialverbänden in den nächsten Jahren ein Anstieg der Altersarmut. Niedriglöhner seien selbst nach 45 Jahren Arbeit unterm Limit.

Quelle: Tagesspiegel

Verschärft wird diese Entwicklung noch durch die gestrichene Altersvorsorge für Hartz IV-Abhängige, deren Folgen noch gar nicht absehbar sind … außer das man jetzt schon weiß, das noch mehr Menschen im Alter von bitterer Armut betroffen werden.  Viele wissen es aber schon … und bringen deshalb ihr Geld, ihre Firma oder sich selbst aus dem Land heraus, bevor es zu spät ist.

So gesehen wird Steuerflucht verständlich, denn eins merkt sicher jeder Bürger: keine Einsparung, kein Verzicht, keine Bescheidenheit in Bezug auf sich selbst oder Großzügigkeit gegenüber der Gemeinschaft hat in der Vergangenheit irgendeinen Einfluß auf die Staatsverschuldung gehabt. Hier hat sich mitlerweile ein System etabliert, das den Staat mit aller Gewalt ausplündert … und die Schuld dafür mit nahezu gleicher Gewalt den Bürgern gibt, die sich als „Kosten auf zwei Beinen“ dann auch noch schuldig fühlen sollen.

Bei Nachforschungen über den Unrechtsstaat Deutschland stößt man auch auf Absonderlichkeiten, die man als vernünftig denkender Mensch sicherlich gerne in das Reich der Fabeln und Legenden verbannen würde, die aber leider Fakt sind:

Das deutsche Arbeitsrecht verstößt gegen EU-Recht. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Die Regelung, wonach nur die Betriebszugehörigkeit nach dem 25. Geburtstag die Kündigungsfrist verlängert, sei mit dem Diskriminierungsverbot nicht vereinbar.

Quelle: Stern

Wie kann man nur auf die Idee kommen, solche Gesetze überhaupt erst zu beschließen? Und wo bleibt der Aufschrei unserer Medien und Gewerktschaften, das der Kündigungsschutz für junge Menschen de Fakto ausgelöscht wurde?

Das Netzwerk Regenbogen sieht den Unrechtsstaat BRD schon seit sechzig Jahren und gibt uns einen kleinen Ausblick auf die Kräfte, die hinter der Politik wirken:

Und warum sowohl der erste Kriegseinsatz Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg als auch der ungebremste Sozial-Abbau ausgerechnet unter einer „rot-grünen“ Regierung stattfinden mußte, erklärte recht ungeniert der frühere Chef der Aufsichtsräte von DaimlerChrysler und Deutscher Bank, Hilmar Kopper, im ‚Hamburger Abendblatt‘ im November 1999: „Wenn Sie mich vor anderthalb Jahren gefragt hätten, ob ich mir eine aktive Beteiligung der Bundesregierung auf dem Balkan unter rot-grüner Beteiligung vorstellen könnte, dann hätte ich Sie für nicht recht gescheit gehalten. Genauso aber kam es. Und es konnte nur von der rot-grünen Regierung kommen, sonst hätten wir in diesem Land eine Revolution gehabt. Ähnliches gilt wohl auch für die Veränderung des Sozialstaates. Wahrscheinlich müssen die heiligen Kühe von denen geschlachtet werden, die an ihrer Aufzucht am aktivsten beteiligt waren.“

Ich hätte mich der Meinung Hilmar Koppers angeschlossen und die Entwicklung für unmöglich gehalten. In einem Unrechtsstaat ist allerdings alles möglich … und folgt man der Definition Unrechtsstaat des Netzwerkes Regenbogen, so sieht man vielleicht ein wenig, warum ein Schweizer Privatbankier zum gleichen Urteil kommt wie die Betreiber jener Seite:

Entscheidend für diese Wertung ist nicht etwa, daß eine Mauer mit tödlicher „Sicherheitszone“ die DDR von der BRD trennte, sondern entscheidend ist der Mangel an Meinungsfreiheit und die Zentralisierung der Macht, die von einer winzigen Gruppe von Bürokraten ausgeübt wurde, die faktisch über das Eigentum an den Produktionsmitteln verfügte.

Eine winzige Gruppe von Bürokraten? Vielleicht … in der Art wie Jörg Asmussen, der medial etwas auffälliger geworden ist, weil er im Rahmen der Bewältigung der Finanzkrise das Seinige dazu getan hat, das diese Kriese unaufhaltsam wurde?  Und weil auf der Seite der Wirtschaft schon längst ein ähnliches Klientel die Macht erobert hat?

Die Herren der deutschen Wirtschaft verfügen über alles und haften für nichts. Das verführt zu sorglosem Umgang mit den anvertrauten Ressourcen, also Menschen und Kapital. Im Boom der 80er Jahre blieben Fehler der Versager in den Chefetagen unentdeckt. Jetzt, da die Konjunktur nachläßt, kommen sie ans Licht.
Der Wirtschaftsjournalist Günter Ogger weist Wege aus dem Dilemma. Machtanhäufung führt zu Ineffizienz. Dezentralisierung ist erfolgreicher. Fachwissen allein reicht nicht aus für Führungsposten. Manager brauchen eine vielseitigere Ausbildung. Die Herrschaft der Mittlemäßigen verhindert den Einzug von Leuten mit Stil, Intelligenz und Geschmack in die Beletagen der Wirtschaft. Die üblichen Karrieremechanismen fördern Duckmäuser und Opportunisten.
Der Autor weist nach, daß inkompetente Manager zu einer schweren Belastung für die deutsche Wirtschaft im harten Wettbewerb der nächsten Jahre geworden sind.

Quelle: Amazon Buchbeschreibung

Oggers Beschreibung der erbärmlichen Realitäten unter deutschen Eliten wird Jahre später durch Albrecht Müller bestätigt:

Albrecht Müller hat sein ganz persönliches Wort des Jahres 2006 schon im Februar gekürt: Es lautet Mittelmäßigkeit und ist, auch wenn es zunächst recht harmlos klingt, in der Sprache des Autors eines der derbsten verfügbaren Schimpfwörter. Diese Mittelmäßigkeit vor allem der politischen, der Wirtschafts-, aber auch der Medien-„Elite“ wird nach Müllers Darstellung eigentlich nur noch von dem in ihren Reihen grassierenden Machtwahn übertroffen, den der Autor neben der mangelnden Intelligenz vor allem für die wirtschaftliche Misere der Gegenwart verantwortlich macht.

Quelle: Amazon Buchbeschreibung

Nur zwei von vielen Büchern, die detalliert die technokratische Elite beschreiben, die wir für einen funktionierenden Unrechtsstaat brauchen, eine relativ kleine Clique von Versagern (Ogger erwähnt in seinem Buch 400), die sich gegenseitig in die Spitzenpositionen von Staat und Unternehmen hieven und von dort aus eine Diktatur der seichten Hand errichten – wie ich den Zustand nennen würde,  in dem wir uns gerade befinden und der es möglich macht, das eine kleine Gruppe von rot-grünen Versagern das ganze Land in Verruf bringen kann.

Und was sagt die Philosophie dazu? Hören wir Prof. Negt, einen Freund von Gerhard Schröder im Spiegel-Interview:

Die Zeit der Barrikaden ist vorbei, Revolution ist ein Prozess, der nicht abschließbar ist. Was bloße Reform ist und was revolutionäre Veränderung, ist so einfach nicht zu unterscheiden. Ich verbinde den Revolutionsbegriff mit Strukturreformen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ohne kleine Schritte, ohne Veränderung im Alltag, ob in der Schule oder in der Familie, gibt es gar keine nachhaltige Entwicklung. Jeder ist aufgefordert, Risse und Widersprüche wahrzunehmen und sie auf ihre Veränderungsmöglichkeiten hin zu untersuchen, um sich dann für Alternativen stark zu machen

Machen wir also die kleinen Schritte im Alltag, die dank der neudeutschen Hungergesellschaft immer schwieriger werden. Leerer Magen läuft nicht gern, sagt man.  So kann man auch die Welt der großen Politik einfach erstmal dem Kanzler Schröder und seinen Experten überlassen – wenn man selbst für sein eigenes Alter genügend vorgesorgt hat. Und das … machen mitlerweile die meisten Deutschen – wenn sie es denn noch können. Sie ziehen ganz eigene Konsequenzen, auch wenn es dem Philosophen nicht gefällt:

SPIEGEL: Aber passiert nicht genau das in unseren hochentwickelten, komplexen Gesellschaften? Die Menschen wenden sich doch nicht zuletzt von der Politik ab, weil sie das Gefühl haben, die politischen Akteure handeln in einem Feld, das außerhalb ihrer Lebenswelt liegt, und operieren an Krisenherden herum, angesichts derer sie ziemlich ohnmächtig wirken.

Negt: Eben dann ist Gefahr im Verzug . Der Rückzug ins Private – die alten Griechen nannten das übrigens Idiotie, im Doppelsinn von Privatheit und Torheit, der unpolitische Mensch war der Idiot – verstellt den Blick auf Verschiebungen im Herrschafts- und Gesellschaftsgefüge. Die Bürger stumpfen ab, die Kräfte des Widerstands erlahmen, die Politik erodiert und entleert sich ihres Sinns.

Die Bürger ziehen sich ins Private (und … siehe „Generation Doof“ … in die Idiotie) zurück,  gerade WEIL sie den Unrechtsstaat Deutschland als brutale Realität erleben … wie die Bürger der DDR ihren Unrechtsstaat als Realität erlebt haben und sich ins Private zurückgezogen haben.  Die politischen Akteure handeln nicht in einem Feld, das nur außerhalb liegt, sie vernichten Schritt für Schritt (und Euro für Euro) die Lebenswelt der Bürger….und der Bürger merkt das deutlicher im Alltag, als es dem Professor lieb ist.  Altersarmut, Kündigungsschutz, Kinderarmut, Hartz IV,  deutsche Tote in Afghanistan: die deutsche politische und gesellschaftliche Realität hat sich in ein Horrorszenario verwandelt, das sich selbst ein Hilmar Kopper nicht vorstellen konnte.

„Innere Emigration“ … so haben Künstler in Deutschland das dritte Reich überlebt.

Der Begriff wurde von Frank Thiess geprägt, der damit die Entscheidung von Persönlichkeiten (insbesondere von Künstlern) beschrieb,

  • die ihrer Gesinnung nach dem Nationalsozialismus kritisch bis ablehnend gegenüberstanden,
  • deren Werke von offizieller oder parteiamtlicher Seite oft zu „entarteter Kunst“ erklärt wurden oder die beruflich „kaltgestellt“ wurden (z.B. durch Auftrittsverbote),
  • die aber an einer Auswanderung bzw. Flucht gehindert waren (z.B. durch persönliche und familiäre Verpflichtungen) oder sich aus Verantwortung ihren Mitmenschen gegenüber zum Bleiben bewogen fühlten und
  • die sich nicht von den Nazis vereinnahmen lassen wollten.

Quelle: Wikipedia

Noch ein Beispiel aus dem Unrechtsstaat Deutschland?

Das bayerische Fernsehen (Regionalsender) hat sich in einer erschütternden Reportage des Unrechtsstaates Deutschland angenommen, dieses Mal in seiner unglaublichen Unrechtsausprägung im Betreuungsrecht. Anläßlich solcher Aussagen von Betroffenen und einschlägig studierten Akademikern, muss man wohl schon bald darüber nachdenken, inwieweit Bürger aus Deutschenland am besten in menschenwürdigen Ländern Zuflucht vor der deutschen Justiz suchen sollten oder „politisches“ Asyl beantragen sollten – aus einem menschenverachtenden Land kommend.

Und wenn es s schon keine Bundestagsfraktion mehr gibt, welche das GG und die Menschenrechte für wichtig hält, so sollte wenigstens „Die Linke“ für Menschenrechte kämpfen. Aber auch von dort nur Schweigen.

Aber auch die Linke schweigt, immerhin treten linke Politiker nur noch an, um am Unrechtsstaat mitzuverdienen, nicht um ihn zu beseitigen.

Zusammengefaßt führt die Reportage aus, wie die deutsche Justiz – in diesem Falle die Amtsrichter, immer mehr „mißliebige“ oder „kritische“ Bürger in Psychiatrien einweisen lassen und entmündigen. Wenn sie sich gegen ihre totale Entmündigung zur Wehr setzen, so der Tenor der Sendung, richtet sich dieser „Kampf um ihre Menschen-Rechte und ihre Freiheit“ gegen sie selbst, denn die Richter erklären diese dann für uneinsichtig und lassen sie dann teilweise in die Psychiatrie einweisen. Was erstaunlich problemlos geht. Fragt sich nur, ob wir in Deutschland oder anderen totalitären Staaten leben.

Das Betreuungsrecht gäbe dem Betreuer bzw. auch dem Amtrichter (sowieso) jegliche Handlungsfreiheit. Diese könnten machen, was immer sie nur wollten.Dies sage nicht ich oder BR sondern das sagt in der Sendung Prof. Thieler – Anwalt für Betreuuungsrecht.

Deutschland nimmt den Betreffenden alle und jede Menschenrechte.

In dieser rigiden Art ist das früher immer nur von den Medien über die DDR berichtet worden. Genauso wie zB auch der Kindesentzug speziell aus totalitären Staaten berichtet wurde – wie der DDR – und den nun auf die heutige Zeit modifiziert vdL in Deutschland eingeführt hat.

Quelle: Politik.de-Forum

Die Zahlen zum Thema Betreuung sind erschreckend:

Über eine Million Menschen in Deutschland werden betreut und das oft gegen ihren eigenen Willen. Laut Gesetz bekommt derjenige einen rechtlichen Betreuer, der seine Angelegenheiten nicht mehr alleine wahrnehmen kann. Was eigentlich als Hilfe gedacht ist, birgt aber oft große Probleme in sich. Denn mit einem Schlag übernimmt der Betreuer alle lebenswichtigen Entscheidungen. Oft verlieren die Betroffenen alles, was ihnen lieb ist und dürfen – von Amts wegen – ihr Leben nicht mehr leben wie sie wollen.

Quelle: Presseportal

Eine Million Bürger in Deutschland ohne Menschenrechte? Und keinen störts?

Doch. Darum wird auf einmal der „Unrechtsstaat Deutschland“ zu einem Thema bei einer so harmlosen Veranstaltung wie „Die Gesellschafter“ … denn das ist eine Möglichkeit für die Menschen, aus der Inneren Emigration zu fliehen.  Und auf einmal wird so das Internet zur letzten Bastion, zur letzten Barrikade des deutschen Rechtsstaates. Und ich dachte immer: da geht es nur um Kinderpornographie und Ballerspiele.

Wer übrigens Kinder hat, dem kann man noch ganz anders drohen:

Kindesentzug – die Allmacht der Jugendämter

Nur einmal im Monat darf Bettina S. ihre Kinder sehen. Das Jugendamt hat sie ihr weggenommen, weil sie Ehestreitigkeiten und Depressionen hatte. Darunter würden die Kinder leiden, so die Begründung.

Nach den Schlagzeilen über dramatische Fälle von Vernachlässigung, etwa bei Lea-Sophie aus Schwerin und Kevin aus Bremen, nehmen Jugendämter immer schneller Kinder aus ihren Familien. Fast immer gegen den erklärten Willen ihrer Eltern. 2007 gab es fast dreimal so viele sogenannte Herausnahmen wie im Jahr zuvor. Für die Familien ein traumatisierendes Erlebnis. Häufig folgt für die Eltern ein jahrelanger Kampf ums Sorgerecht. Und je länger der Rechtsstreit dauert, desto geringer sind ihre Chancen, die Kinder je zurückzubekommen.

Quelle: Monitor

Sicher, für alles gibt es gute Gründe.

Zitieren wir noch einmal Prof. Thieler:

Prof. Thieler: Ein Richter findet immer einen Grund so zu handeln, wie er will.

Und dabei zeigen uns die Medien so oft eine so heile deutsche Alltagswelt …

Zu der NS-Propaganda ist noch zu sagen, dass die Mehrheit kaum merkte, wie geschickt sie davon geleitet und geführt wurde.

Es erschien uns doch als wirklich unerträglich, dass Deutsche, die ins Ausland emigriert waren, von dort aus eine Hetz- und Hasskampagne übelster Art, eine hemmungslose Gräuel-Hetze gegen ihr ehemaliges Vaterland in die Welt setzten. Dafür gab es in der Mehrheit kein Verständnis, das waren schäbige Menschen, die nur den deutlich sichtbaren Aufstieg stören wollten.

Quelle: dhm

Also,  Deutsche, verbleibe ich mit neudeutschem Gruß: AUFSCHWUNG!

Aufschwung … im Unrechtsstaat.

Die eigentliche Zielsetzung des NS-Staats, alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens mit nationalsozialistischer Ideologie zu durchdringen, erkannten dagegen nur wenige. Konkurrierende gesellschaftliche Einwirkungen sollten durch Gleichschaltung und Anpassung aller staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen an die politisch-ideologischen Ziele der Nationalsozialisten eingedämmt werden.

Die NS-Führung war sich durchaus bewusst, dass die Konsolidierung ihrer Macht entscheidend von der Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der wirtschaftlichen Stabilisierung Deutschlands abhing. Eine kontinuierliche Abnahme der Arbeitslosenzahlen durch – zum Teil schon vor 1933 ausgearbeitete – Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sowie durch Rüstungsprogramme verschafften den neuen Machthabern innerhalb kurzer Zeit weitgehende Zustimmung in der deutschen Bevölkerung.

Quelle: dhm

Und deshalb noch einmal: AUFSCHWUNG!

…auch wenn es weh tut.

PS: ach ja, weil es gerade zur Sache paßt, noch ein Nachtrag aus dem Handelsblatt:

Die „mehreren Millionen“ erwarteter Besucher, von denen er selbst vor der Technoparade gesprochen hatte, seien „nur gepushte Zahlen“ gewesen. Auf Wunsch des Veranstalters habe die Stadt Duisburg bei der Marketinglüge mitgemacht.

Und wie viele Menschen (Politiker, Journalisten, Veranstalter und sonstige Interessierte)  haben diese Lüge mitgetragen? Und welche Lügen werden noch alle durch die Medienlandschaft gejagt?

20.Juli 1944, Stauffenberg und die politische Macht des Adels im 21. Jahrhundert

Vor 66 Jahren wollte ein Graf von Staufenberg einen Führer in die Luft jagen. „Der Adel“ ist heute noch stolz auf ihn … immerhin war es einer aus „ihren“ Kreisen, der dort die Ehre des deutschen Volkes retten wollte. Allerdings war zu dem Zeitpunkt nicht mehr viel von der Ehre zu erkennen, die rote Armee und die Westalliierten rückten unaufhaltsam aus Westen, Osten und Süden auf das Reich zu, das Ende war absehbar, die Tat … hatte somit etwas von „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“.

Es ist eigentlich recht still geworden um den Adel….sollte man jedenfalls meinen. Gut, wir haben einen stellvertretenden Parlamentspräsidenten, Hermann Otto Solms der ein Prinz ist (Solms zu Hohensolms-Lich) , einen Verteidigungsminister, eine Arbeitsministerin und den Eckehard von Klaeden, der 2001 Berühmtheit erlangte, weil er 10 Millionen Franken nachjagen mußte, die die TITANIC ihm vor die Nase hielt:

http://www.titanic-magazin.de/heftarchiv00-06.html?&f=0601%2Fschwarzgeld2&cHash=6aec2b54b467220241aa387212c694db

Wie wird man nun eigentlich adelig? Im Prinzip ganz einfach: erstmal durch Raub, Mord, Plünderung und Vergewaltigung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adel#Deutscher_Adel

Die ältesten Nachrichten über Adel im Gebiet des heutigen Deutschlands finden sich in der 98 n. Chr. in Rom erschienenen Germania des Tacitus. Der fränkische Abt Nithard, ein Enkel Karls des Großen, beschreibt 842 im IV. Buch, cap. 2 seiner Geschichte die drei Stände der Sachsen. In Bayern gab es früher als in Sachsen ein Stammesherzogtum. Karl der Große breitete durch die Eroberung von Sachsen das fränkische Grafensystem auf das spätere gesamte Heilige Römische Reich aus. Der Stand der Edelfreien bekam durch das Lehnswesen eine rechtliche und soziale Gliederung. Aus den Edelfreien entstanden im Spätmittelalter und in der Neuzeit die Landesfürsten und die späteren Standesherren. Das Feudalsystem war durch häufige Machtkämpfe geprägt, in denen selektiv erteilte Adelsprivilegien eine wichtige Rolle spielten.

Später bekam man den Titel auch noch verliehen, wer als Adelsbüttel besonders fleissig büttelte, als Speichellecker besonders fleissig leckte oder als Dingenskriecher die Darmwindung dero Gnaden besonders intensiv erforschte, konnte schon mal morgens aufwachen und das Blut war plötzlich blau.  Ganz beliebt: die hohe Kunst der Juristerei. 

Die Verleihung von Adelstiteln begann in den deutschen Landen (Deutschland, deutscher Sprachraum) in der Zeit Kaiser Karls IV. durch die Erhebung von Beamten (vor allem Rechtskundige) in die Adelsklasse. Die Nobilitierung war im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, also bis 1806, ein Vorrecht des Kaisers; allerdings erlangten im Laufe der Zeit auch einige der Territorialfürsten dieses Recht. Seit 1806 konnten die Fürsten der Rheinbundstaaten und nach 1815 alle deutschen Landesfürsten Standeserhebungen vornehmen. Dies blieb auch nach der Entstehung des Preußisch-Deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871 bis 1918 so. In der folgenden Weimarer Reichsverfassung wurden am 11. August 1919 alle Vorrechte des Adels abgeschafft, ebenso in der Republik Deutschösterreich.

Schon Max Weber  hat in seiner Schrift „Politik als Beruf“ die Drang des Adels zur Juristerei erwähnt.

http://www.textlog.de/2285.html

Wenn Sie die Remonstrationen der französischen Parlamente oder die Cahiers5 der französischen Generalstände seit dem 16. Jahrhundert bis in das Jahr 1789 durchsehen, finden Sie überall: Juristengeist. Und wenn Sie die Berufszugehörigkeit der Mitglieder des französischen Konvents durchmustern, so finden Sie da – obwohl er nach gleichem Wahlrecht gewählt war – einen einzigen Proletarier, sehr wenige bürgerliche Unternehmer, dagegen massenhaft Juristen aller Art, ohne die der spezifische Geist, der diese radikalen Intellektuellen und ihre Entwürfe beseelte, ganz undenkbar wäre. Der moderne Advokat und die moderne Demokratie gehören seitdem schlechthin zusammen,

Also: man geht irgendwo hin wo andere wohnen, erschlägt die, schreit ganz laut: „Das ist jetzt mein guter Berg!“ und hundert Jahre später ist man einer „von Guttenberg“.  Oder aber man dient einem Landräuber durch seine juristischen Kenntnisse , das geht auch – auf jeden Fall hilft die Juristerei sehr, seine Ansprüche auf leistungsloses Einkommen durchzusetzen.

Adel … ist immer verbunden mit Landraub, denn der ursprüngliche Zustand der Stämme kennt kein Privateigentum an Land. Es ist auch wirtschaftlicher Nonsens, da das Privateigentum an Land durch den daraus folgenen Anspruch auf Miet- und Pachteinahmen auf ewig leistungslose Einkommen garantiert … ein Privileg, das der Adel noch heute schätzt und verteidigt, denn – obwohl auf ursprünglichen Landraub beruhend, schätzen sie es nicht, wenn andere ihnen was wegnehmen. Das wollen sie dann unter allen Umständen wiederhaben: da wird der Räuber ganz schnell zum Anwalt:

http://www.focus.de/politik/deutschland/ddr-alteigentum-fuer-adel-ohne-tadel_aid_141554.html

Großgrundbesitzer und Großkonzerne wie Daimler-Benz prozessieren seit Monaten gegen Bonn wegen ihrer Grundstücke im Osten. Daimler-Benz will 14 Millionen Quadratmeter großenteils bester City-Lagen zurückhaben. Beim Prinzen Eduard von Sachsen-Anhalt geht es um 24 000 Hektar Land, dem Fürsten Putbus fehlen ein paar Schlösser und 14 000 Hektar auf der Insel Rügen. Die Holländer fordern ultimativ die Güter und Burgen des Königshauses Oranje zurück. Die Enteignungen seien, so das niederländische Außenministerium in einer Verbalnote, „unannehmbar“.

Viele Milliarden Steuergelder sind durch diese Aktion aus den Händen der Staatskasse in die Hände des Adels geflossen. Gleiches Recht für alle? Nicht mit uns! … sagt der Adel, der sich etwas Besseres dünkt, dem normalen Kretin durch Stand und Anspruch weit überlegen. Allein schon der Titel …. nahezu unbezahlbar. Außer bei E-Bay. Da gibt´s den Lord für ´nen Appel und ´n Ei:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=280527267190&fromMakeTrack=true&ssPageName=VIP:watchlink:top:de

Interessant allerdings dieser Hinweis:

Hinweis: Adelstitel gehören seit Ende des Ersten Weltkriegs 1918 in Deutschland und Österreich der Vergangenheit an. Sie wurden in Deutschland 1919 durch die Weimarer Reichsverfassung (Artikel 109 der Verfassung des Deutschen Reichs in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 401-2, veröffentlichten bereinigten Fassung)[1] abgeschafft und durch Landesrecht in einen Bestandteil des Nachnamens überführt. Eine Verleihung ist nicht mehr möglich.

Interessant deshalb, weil dadurch der Adel eine sehr geschlossene Gesellschaft wird … und geschlossene Gesellschaften für das Agieren hinter den Kulissen des politischen Theaters ein unschätzbarer Vorteil ist.  Und diese geschlossene Gesellschaft hat einen großen Einfluß … und bedenkliche Regeln und Normen:

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2738&count=215&recno=16&sort=datum&order=down&geschichte=174

Der Adel habe sich rechtlichen, moralischen und religiösen Normen durchaus unterworfen und sie für die eigenen Zwecke genutzt, aber auch über diesen Normen zu stehen beansprucht. So blieb sein Verhältnis zu Fürsten und Staat ambivalent. Die Geschichte des Adels sei nicht ausschließlich die Geschichte seines Niedergangs. Adlige Netzwerke bestanden und bestehen weiterhin fort. Ihre Geselligkeit war geprägt von geistreicher Konversation anstatt pedantischer Gelehrsamkeit. Es ging darum, Sprezzatura zu demonstrieren. Der Adlige hatte in Kunst und Wissenschaft Dilettant zu sein. Vom Adel in Auftrag gegebene Kunst habe manchmal nicht seine tatsächliche politische Macht dargestellt, sondern deren Fehlen kompensiert. Die Kunst sei aber gerade das Medium gewesen, in dem der Adel als Idee sein politisches Ende überlebte.

Die Konferenz zeigte deutlich das Potential einer gesamteuropäisch angelegten, Vormoderne und Moderne übergreifenden Adelsforschung. Statt dem traditionellen Klischee einer am eigenen Starrsinn zugrunde gehenden Schicht traten Adelsgruppen zutage, die sich an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten flexibel anpassten und sich dabei immer wieder neu erfanden.

Ich weiß: der Adel von Heute ist nicht mehr so wie der Adel von früher. Und überhaupt: sind alles ganz feine Leute, die sich ständig neu erfinden. Nietzsche hätte dazu gesagt: Menschen mit dem absoluten Willen zur Macht. Durch die Revolution kurzzeitig ein wenig aus der Bahn geworfen, aber im 21. Jahrhundert ohne Weiteres wieder auf dem Weg zur Macht, hin zu einer Wiedererstarkung der politischen Gewalt des Adles die … wie der Erfolg der Initiative „Wir wollen lernen“ deutlich zeigte … inzwischen sehr groß ist.  Es steht ja auch viel auf dem Spiel, denn als Erfolg einer Adelsrevolte winkt immerhin ein lebenslanges leistungsloses Einkommen, das man selbstversändlich  den niederen Schichten der Menschheit nicht zumuten möchte.

http://www.bpb.de/publikationen/437O1E,0,Europa_vor_der_Revolution.html

Feudalismus: Vorrevolutionäre Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der die wirtschaftliche und politische Macht in der Hauptsache vom Grundbesitz abhing. Über den weitaus meisten Grundbesitz verfügten der Adel und die Kirche. Sie überließen ihr Land den Bauern, die dafür Geld und Naturalabgaben sowie Arbeit leisten mussten. Die Bauern waren persönlich nicht frei und konnten ihren Wohnsitz, ihren Familienstand und ihren Arbeitsplatz nur mit Zustimmung ihres Grundherrn verändern. Die Grundherren übten die Polizeigewalt und niedere Gerichtsbarkeit aus, die besorgten die Lokalverwaltung, die Einrichtung von Pfarreien und Schulen und auch die Armenfürsorge. Sie hatten damit einen Teil der staatlichen Gewalt inne.

Adel und Kirche ist noch eine Verquickung, die aus dem Mittelalter stammt. Der erstgeborene Sohn erbt die Burg, der zweitgeborene geht in die Kirche, der Rest wird Ritter und/oder Soldat. Eine feine Aufteilung, die der Familie über Generationen hinweg Macht und Einfluß in allen Herrschaftsbereichen sichert, es sein denn: ein verlorener Krieg bringt alles durcheinander:

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-55573692.html

SPIEGEL: Aber was hatte der Nationalsozialismus Adligen überhaupt zu bieten?

Malinowski: Karrieren und Landbesitz zum Beispiel. Von den rund 10 000 adligen Offizieren im Kaiserreich wurden nach 1918 nur rund 900 in die stark verkleinerte Reichswehr übernommen. Es gab nach dem Ersten Weltkrieg Tausende regelrecht arbeitslose preußische Adlige, die auf nichts anderes vorbereitet worden waren als eine Karriere beim Militär – traditionell Absicherung für nachgeborene Söhne, die keinen Grundbesitz erbten.

SPIEGEL: Und die Aufrüstung der Nazis öffnete dieses Tor dann wieder.

Malinowski: Richtig. Die Anzahl der adligen Offiziere schnellte nach 1933 innerhalb von zwei Jahren von 900 auf rund 2300 hoch. Dazu kamen Karrierechancen als Folge politischer Säuberungen im höheren Verwaltungsdienst und in der Diplomatie. Nicht zu vergessen auch die Posten bei der SS – fast jeder fünfte SS-Obergruppenführer, also die zweithöchste Rangstufe, stammte aus dem Adel. Es begegneten sich in der SS viele klangvolle Namen: Alvensleben, Bülow, Pückler, Steuben, Uslar, Westphalen oder Henckel-Donnersmarck.

Dem Namen Westphalen sind wir in den letzten Tagen schon mal begegnet. Ein Westphalen verteidigte den Bürgermeister von Korschenbroich, der zur Rettung der Stadtfinanzen reiche Juden erschlagen wollte, ein Westphalen gleichen Vornamens  ist Partner jenes Herren, der die Kampagne „Wir wollen lernen“ inszenierte.  Und der Stauffenberg, dem wir heute wieder gedenken werden?

Malinowski: Ohne Adel hätte es keinen 20. Juli 1944 gegeben – aber eben auch keinen 30. Januar 1933. Das Attentat ist der zweite Teil, zu dem ein erster Teil gehört. Und der scheint mir der wichtigere Part zu sein. Geschichte verläuft von hinten nach vorn.

SPIEGEL: Wie weit spielte der Adel den Nazis in die Hände?

Malinowski: Es gibt ab etwa 1930 eine nachweisbare Bewegung im gesamten deutschen Adel in die NSDAP hinein. Das fängt mit August Wilhelm Prinz von Preußen an, dem vierten Sohn des letzten Kaisers, der in Bierzelten für die Nazis auftrat, und gilt für viele andere Geschlechter. Es gibt innerhalb des preußischen Adels praktisch keine der berühmten Familien, die nicht dabei ist.

SPIEGEL: Können Sie Zahlen nennen?

Malinowski: In der winzig kleinen Gruppe des Hochadels werden rund 70 Fürsten, Prinzen und Prinzessinnen noch vor 1933 Parteigenossen. Bis 1941 sind es etwa 270. Beim niederen Adel sieht es nicht anders aus. Man findet in den Mitgliedskarteien der NSDAP 34 Bismarcks, 41 Schulenburgs, 43 Bredows, 40 Bülows, 43 Kleists, 53 Arnims, 78 Wedels – insgesamt allein aus einer Stichprobe von 350 Familien fast 3600 Adlige. Und jeder Vierte trat vor 1933 ein.

Der Nationalssozialismus war keine Produkt des Adels und viele merkten schnell, das sich die Barbaren nicht beherschen ließen – obwohl man die gleichen Feinde hatte:

Was die Adligen in der braunen Partei sahen, war nicht das, was sie dann bekamen. Als Kampfbewegung stand sie radikal gegen alles, wogegen auch der Adel stand: Demokratie, Republik, Parlamentarismus, Parteienstaat, Sozialdemokratie.

Vor diesem Hintergrund wird ein Stauffenberg als Vertreter des deutschen Adels wie die Ratte, die das Schiff verläßt, das sie zuvor mit zum Kentern gebracht hat.

Ob sich der demokratiefeindliche Adel mitlerweile geändert hat? Ich wage es zu bezweifeln … bei diesen Innenansichten:

http://www.amazon.de/Noblesse-oblige-Kunst-adliges-zuf%C3%BChren/dp/3821856955/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1279617933&sr=1-2

Alles, was Sie schon immer über den Adel wissen wollten, aber eigentlich nie erfahren sollten Strenge Sitten, klare Etikette, alte Werte und Traditionen: Christine Gräfin von Brühl erzählt mit Tempo und Selbstironie vom Leben in einer Welt, die sich immer treu geblieben ist – in guten wie in schlechten Zeiten. Er lebt unter uns und ist doch ganz anders – der Adel. Ob reich auf dem Schloss oder verarmt in der Mietwohnung, das Zugehörigkeitsgefühl zu dieser exklusiven Klasse ist bis heute ungebrochen. Mit allen Konsequenzen, egal ob Heirat, Verwandtschaft, Erziehung der Kinder oder Lebensstil. So wird der Heiratspartner für den Nachwuchs im Gotha ausgesucht, denn es gilt: Keiner heirate unter seinem Stand, und Liebe hat nichts mit der Ehe zu tun. Der Jagdschein ist auch heute noch wichtiger als der Führerschein, und Walzer lernt man nicht in der Tanzschule, sondern beim Séjour mit anderen jungen Adligen auf einem Schloss.

Nach wie vor: Herrenmenschen.  Aus eigener Erfahrung weiß ich: man siezt seine Kinder auch bei Tisch. Nach wie vor: gezielte Züchtung wie bei Hunden.  Nach wie vor: Feinde der offenen Gesellschaft. Jetzt schon mit drei ganz bedeutenden Posten im Staat und einer gezielten Machtdemonstration in Hamburg.

Und was die Nazis angeht … die waren nur Kopie. Das Original ist: der Adel. Schon immer gewesen. Gegen das eigene Volk, gegen die eigenen Nation … denn man ist ja eher dem Stand verpflichtet. Gerade in Zeiten der Globalisierung eine sehr gefährliche Konstellation …. denn da gibt es viele Kräfte, die gegen Nation und Volk sind.

Es ist still geworden um den Adel. Ich fürchte, er hält es mit Absicht so.  Das er schweigt heißt nicht, das er tatenlos zusieht, wie die verhassten Demokraten seine Ländereien verteilen wollen, noch das er glücklich über die Einführung von „allgemeinen Menschenrechten“ ist.  Im Kern ist der Adel immer noch eine elitäre widergöttliche Sekte.

Widergöttlich?

Sicher. Gott gab den Menschen das Land, der Adel nahm es ihm weg….und arbeitet seit Generationen an der Züchtung des blaublütigen Herrenmenschen um sich mit den Geschöpfen Gottes nicht gleich machen zu müssen.

Und wer sonst noch Zweifel an der Macht des Adels hat … der mag gerne mal sehen, welche Rolle er bei der Kunstförderung spielt oder wie groß sein Einfluß auf unsere Verhaltensregeln im Restaurant ist.  Der Adel … regiert immer noch in unseren Alltag hinein. Mode, Kunst, Kultur … alles Bastionen adeliger  Schnepfen. Nochmal zur Erinnerung, weiter oben zitiert:

Der Adel habe sich rechtlichen, moralischen und religiösen Normen durchaus unterworfen und sie für die eigenen Zwecke genutzt, aber auch über diesen Normen zu stehen beansprucht.

Adelige im Bundestag?

Fünf Schwarze, zwei Grüne.

Deutschlands Zukunft.


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