Müllmenschen

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Donald Trump und der Feldzug deutscher Medien gegen den „White Trash“

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Freitag, 11.11.2016. Eifel. Wow – was für eine Zeit. Eine Zeit, in der unglaubliches einfach so passiert: die Wähler in den USA wagen einen Präsidenten zu wählen, der dem deutschen Establishment nicht gefällt. Sogar der Bundespräsident hat vor ihm gewarnt – aber die doofen Amis hören nicht auf ihn. „White Trash“ – so hat die Elite der deutschen Tastenhyänen die Wähler betitelt, die sich zum Richter über die US-Wahl berufen fühlen. Wissen Sie eigentlich, was das Wort „trash“ bedeutet? Übersetzt? Ganz einfach: Müll. Man kann das  in Deutschland inzwischen wieder einfach so schreiben (siehe Welt), ohne dass es einen Sturm der Entrüstung gibt. Wollen wir mit dem Wort ein wenig spielen? Auf deutsch, damit Ihnen klar wird, wo wir da inzwischen geistig gelandet sind? Wie wäre es mit … weiblichen Müllmenschen? Muslimischem Menschenmüll? Jüdischen Müllmenschen? Suchen Sie sich etwas aus, was Ihnen am Besten gefällt. Wenn Sie akademisch tun wollen, können Sie auch über Humanmüll reden.

Und was macht man mit Müll? Nun – wir Deutschen wissen das: man trennt ihn. In Mülltrennung waren wir schon immer Weltmeister. Wir haben Menschen für den gelben Mülleimer, die noch verwertbar sind, Menschen für den grünen Mülleimer, die man noch kompostieren kann und Menschen für den grauen Müll, die einfach nur noch weg gehören: Hauptschüler, Arbeitslose, Kinder von Arbeitlosen, Behinderte und Alte (es sein denn, sie sind reich): die Liste jener, die auf den Müll müssen, um einer immer kleineren Zahl von Menschen einen immer größeren Luxus zu garantieren, ist lang. Das ist Deutschland 2016 – und diesem Land geht es gut, sagt die Kanzlerin. Viele Millionen jubeln ihr zu, wenn sie das sagt – andere müssen zu der Zeit für 1045 Netto im Monat 50 Stunden die Woche körperlich hart arbeiten – was man nicht ewig durchhält.

Ein fleißiger Informant hat mir nun ein Dokument zugesandt, dass ich das erste Mal gesehen habe: angeblich würde die Bildzeitung 642 Blogger auf 450-Euro-Basis bezahlen, um in Deutschland Meinung zu bilden. Das „Enthüllungsportal“ Mimikama hat dazu Stellung bezogen: nur haben sie dabei leider gar nichts enthüllt (siehe Mimikama.at). Es gibt Unregelmäßigkeiten in dem Brief, die seltsam erscheinen – Hamburger Telefonnummer auf Papier aus Berlin zum Beispiel – doch auf meinem Briefpapier findet man ähnliches. Post geht in Stadt A, Telefon führt nach Stadt B. Nennt man „Arbeitsteilung“. Natürlich gibt es viele Stimmen, die lauthals „Fake“ rufen – die gibt es immer und überall, weil das wunderbar dramatisch ist und man nichts beweisen muss, man stellt einfach eine Behauptung auf, wird Ankläger – kann nur keine Beweise liefern – man kann sich unglaublich gut dabei fühlen. Genau so gut kann dieses Dokument echt sein – geschrieben von einem unterbezahlten, überarbeiteten Praktikanten, der einfach nicht genau hingeschaut hat. Rechtschreibfehler? Krumme Formulierungen? Unklare Adressen? Finde ich in vielen offenen Artikeln deutscher Medien. Passiert auch einem Professor, wenn man ihn ordentlich unter Zeit- und Gelddruck setzt. Große Geister gehen über solche Kleinigkeiten hinweg und fragen sich erstmal: ist das denkbar? Gibt es Analogien in der beobachtbaren Welt dazu?

Nun – die gibt es, nur kräht kein Hahn danach. Wir wissen es seit fast zwei Jahren. Ich weise gelegentlich darauf hin, weil jetzt Aufmerksamkeit und Wachsamkeit verlangt werden, um die Täter zu indentifizieren, Täter, von denen man nur weiß, dass sie da sind und arbeiten (siehe Spiegel):

„Das britische Militär hat ein neues Schlachtfeld identifiziert: das Internet. Eine neue Brigade mit 1500 Soldaten soll auf Facebook und Twitter die „Herzen und Köpfe der Menschen gewinnen““

1500 „Blogger“. Ganz offiziell. Seit fast zwei Jahren Tag für Tag aktiv. Aber wo? Wofür gewinnen sie Herzen und Köpfe? Welche Ziele verfolgen sie? Kein Aufstand, weil das Militär geheim Meinungsmache zu unbestimmten Zwecken macht? Sind sie es vielleicht, die die neu aufkeimende Friedensbewegung in Deutschland als „rechts“ diffamiert haben? Die alles als „rechts“ diffamieren was gegen die rechte deutsche Bundeskanzlerin ist? Ja – nach althergebrachter Sitte müssen wir Angela Merkel als „rechts“ bezeichnen. Leider ist die große Opposition SPD nicht linker als sie, weshalb das leicht untergeht – aber wir haben eine rechte Bundeskanzlerin. Und eine rechte Regierung. Einfach mal die Armen, Alten, Kranken und Schwachen im Land fragen, die Exekutionsopfer sozialdemokratischer Selektionspolitik (siehe SWR):

„Eine aktuelle Studie von Forschern des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), das zur Bundesarbeitsagentur gehört, kommt jetzt zu einem brisanten Befund: Gerade wenig Gebildete werden besonders häufig sanktioniert. Ihnen fehle das Wissen, um sich gegen Sanktionen zu wehren. Durch die Fallmanager gebe es zudem „Negativzuschreibungen in den Akten“. Für den Arbeitsmarktforscher Prof. Stefan Sell von der FH Koblenz-Remagen sind die Befunde „niederschmetternd aus sozialpolitischer Sicht“. Die schwächsten Glieder in der Kette seien am meisten betroffen.“

Die Jagd auf den „White Trash“ läuft in Deutschland auf Hochtouren. Man drangsaliert sie, demütigt sie, bringt sie in Todesgefahr – nichts andere bedeutet der Begriff „Sanktion“. Wer dieser Todesgefahr nicht entkommt – durch Zufall, verbotene Hilfe von Verwandten und Freunden, Mundraub oder Plünderung von Schrebergärten – kann schnell zum Kollateralschaden sozialdemokratisch-christlicher Sozialpolitik werden.

„Sanktionen“ kennen wir, seit dem wir Kriege führen. Wir kennen sie seit Anbeginn der Zeiten, sie sind das effektivste, billigste und risikoärmste Vernichtungsmittel; jede noch so hochgerüstete Stadt, jede noch so befestigte Burg konnte ganz einfach zu Fall gebracht werden: einfach die Versorgungslinien abschneiden, dafür sorgen, dass die zu exekutierenden Personen unter das Existenzminimum fallen – der Hunger und die Kälte besorgen den Rest. So wurde auch die 6. Armee vor Stalingrad vernichtet. „Hunger“ als Waffe ist uns satten Deutschen kaum bekannt, aber machen Sie doch einfach mal ein Experiment, um ihn kennen zu lernen: hören Sie auf zu Essen. Ganz. Lernen Sie eine der grausigsten und schmerzvollsten Waffen kennen – neben dem Feuer und der Säure – die ein Maximum an Schmerzen erzeugt und aktuell in steigendem Ausmaß gegen deutsche Arbeitslose eingesetzt wird, die als „White Trash“ einfach keinen Platz mehr haben in der modernen Welt, wie sie sich die „aufgeklärten intellektuellen“ Weltneuordner vorstellen … und wie sie sie sich schon in den dreißiger Jahren in Deutschland vorgestellt haben. Scheinbar können wir Deutschen nichts anderes als in Mülltrennungen zu denken, sind Meister der Selektion – und nennen dies dann „Arbeit“.

Doch wir wollten ja über Donald Trump reden. „Den, der nicht genannt werden darf“.

Ich wurde gestern gefragt, was ich denn zu Trump sagen würde. Ich konnte nur sagen: nichts. Nicht das mir die Worte fehlen – mir fehlen schlichtweg ausgewogene, seriöse Informationen zu dem neuen Führer der Müllmenschen und des Menschenmülls. Ich kenne ihn ja schon länger – und mochte ihn früher nicht. Macht einen Konkurs nach dem anderen – aber steht wieder auf. Macht neue Milliarden – auf Kosten anderer Menschen. Aber ja: das geht in den USA. Wer in Deutschland Konkurs macht, wird von seinem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld ausselektiert und zur Müllverwertung freigegeben – da haben wir uns vom Sozialdarwinismus, der Deutschland in seinen finsteren Jahren beutelte,  noch nicht distanziert, so eine Jagd auf wehrlose Menschen macht dem Biedermeierspießer immer wieder Spaß – darum ja jetzt die Jagd auf „Rechte“, die gar nicht politisch rechts sind: die sind am hilflosesten, weil sie erstmal völlig irritiert in der Gegend herumstehen und sich nicht zu sortieren wissen: mit der Tatsache, dass jener, der für Frieden ist, als Nazi angesehen werden muss, muss man intellektuell ja auch erstmal klar kommen – da geht einiges durcheinander in lediglich humanistisch geprägten Köpfen.

Die USA sind da anders, es sind eher Macher als Hetzer: wer dort einen Konkurs macht, zählt noch voll als Mensch – und als wichtiger Berater: man hat was riskiert – und verloren. Aber nur eine Schlacht, nicht den Krieg (also: sein Leben) – und man hat auch was gewonnen: ganz viel wertvolle Erfahrungen, die den geschäftlichen Erfolg der nächsten Unternehmung sicherer macht. Das mag ich so an den Menschen dort: die sind pragmatische Realisten anstatt Biedermeierspießer, die sich am wohlsten als Fallmanager im Jobcenter fühlen, wo sie ohne Bildung, Verstand und Erfahrung gedeckt durch Staatsmacht Herrschaft ausüben können. Anstatt „Fallmanager“ geht aber auch „Edelfeder“ – womit jene „Journalisten“ gemeint sind, die vom großen Geld in Positionen geschoben werden, wo sie laut die Meinungen ihrer Finanzierer von sich geben dürfen.

Ein paar Beispiele?

Die Welt zum Beispiel, ein feineres Werk des Hetzblattverlages, macht uns mit den Wählern bekannt: weiß, männlich, bildungsschwach (siehe Welt). Als ob man sich erstmal untereinander über Sprachcodes verständigt hat, bläst die FAZ ins gleiche Horn: „weiße Amerikaner ohne Hochschulabschluss verschafften Trump einen Riesenvorsprung“ (siehe FAZ). Bleiben Sie mal ruhig sitzen und sinnen ein wenig nach: wer macht die harte Arbeit im Land? Im Stahlwerk, bei der Müllabfuhr, im Straßenbau – bei Wind und Wetter? Wer büßt schnell seine Gesundheit und sein Leben ein, stirbt viel früher? Ja – der Mann. Weltweit. „Vernichtung durch Arbeit“ ist ein Begriff aus einer anderen Kultur, doch funktioniert er hier auch – wird nur in dem Zusammenhang weniger erwähnt. Wie viele Kampagnen sind Ihnen eigentlich bekannt, die sich gegen den frühen Tod des hart arbeitenden Mannes aussprechen? Mir keine. Dabei – ist das nicht weniger ungerecht als andere Erscheinungen in unserer modernen Gesellschaft, deren Führer ebenfalls weiße Männer sind – aber welche mit Hochschulabschluss. Die blieben in ihrer Jugend weitgehen von Arbeit verschont, konnten endlose Studentenpartys feiern, während ihre Mitmenschen schon fest schliefen, weil der Tag im Straßenbau halt früh anfängt.

Der moderne Herrenmensch ist Akademiker … und er hat nichts dagegen, wenn seine biologische Konkurrenz ums „Weib“ sich zu Tode arbeitet: da bleibt mehr für ihn übrig, ihn, der mit dem Geld, dass andere erwirtschaften, auch gut Eindruck schinden kann. Ihn, der das Privileg hat, für fürstliches Honorar seine eigene Meinung von seinen Geldgebern millionenfach ins Volk ergießen zu dürfen, während die Straßenbauer, die gerade vor meinem Fenster enorm wichtige Arbeit für unser ganzes Dorf leisten, dort die Blüte ihres Lebens verheizen.

Muss ich fragen, woher dieser Hass auf Männer kommt? Auf Weiße? Auf „Bildungssschwache“ … die man auch die Unformatierten nennen könnte, die freien Menschen, die sich fürs freie Leben anstatt für die geistige Knechtschaft entschieden haben und ihren Lebensunterhalt lieber mit ehrlicher Arbeit verdienen, die allen nutzt, anstatt mit verlogenen Phrasen, die alle verwirren? Nun – wir wissen es .. wir brauchen nur ein Geschichtsbuch aufzuschlagen. Gelbe Männer sind da aber nicht besser – ich denke nur an Mongolenhorden oder die ausgefeilten, brutalen Folterkünste der alten Chinesen. Schwarze und rote Menschen neigen ebenfalls in Stammeskriegen zu ausufernder Bestialität – bequemerweise schickt man aber die Männer in den Krieg, was das Angebot an Frauen pro Mann im Dorf deutlich erhöht.

Sie sehen: das Geschäft läuft schon seit tausenden von Jahren so – jedenfalls unter den Finsterdenkern dieser Welt.

Was ist das eigentlich: ungebildet?

Als studierter Philosoph und Religionswissenschaftler schaue ich da sehr skeptisch in die Welt. Ich kann – weil es sich hier um einen geistigen Begriff handelt – nur schwerlich einen Menschen als „gebildeter“ gegenüber unseren Straßenbauern halten, nur weil er Englisch und Sport studiert hat, erst Recht wird es haarig, wenn er lediglich Abschlüsse in „Naturwissenschaften“ (inklusive Medizin) hat: ich sehe keinen Unterschied in der geistlosen Disziplin des Straßenbaus oder der geistlosen Kunstwelt der Mathematik, die nichts anderes macht als Welt in Zahlen zu verwandeln. Sicher: das ist ein lustiges Spiel für Menschen, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen – doch wieso ist das „gebildet“? Ich kenne Ärzte, Ingenieure, Physiker, mit denen man hervorragende Gespräche führen kann – aber nicht, weil sie etwas aus dem Studium mitgebracht haben, sondern weil ein philosophischer Geist in ihnen wohnt. Den erkenne ich aber auch in Metzgern, Schneidern, Maurern und Hausfrauen, sogar bei Obdachlosen ist er anzutreffen – und bei Arbeitslosen sowieso: ihr Zeitreichtum ist ein Segen für ihren Geist, der sich endlich jenseits aller „Bildung“ (sprich: Formung bzw. Formatierung) frei entfalten darf – mit überraschenden Ergebnissen, die realer sind als alle Prognosen aller „Wirtschaftsweisen“ der letzten fünfzig Jahre zusammen. Und die Philosophie wird ja nicht umsonst als „Königin der Wissenschaften“ bezeichnet, aus der alle anderen als Kinder entsprungen sind, die jedoch als einzige in der Lage ist, die Kinder beisammen zu halten – damit nicht der Biologe meint, er sei unendlich viel besser als der Historiker.

Nun – die Leistungsfähigkeit der „Experten“ (so nennen wir ja diejenigen, die sich anmaßen, so unendlich viel besser zu wissen als der Mann von der Straße) hat sich jetzt wieder einmal gezeigt: niemand hatte Trump ernst genommen  noch seinen Sieg vorausgesehen (siehe Welt) – was unter normalen Umständen Grund genug wäre, diesen „Experten“ nützlicheren Arbeitsgebieten zuzuweisen – Gartenbau, Wasserwirtschaft, Straßenbau, Entwicklungshilfe vor Ort könnten da pädagogisch sehr nützlich sein, nur haben wir ja keine normalen Umstände. Wir haben ein klar definiertes „oben“ und ein klar definiertes „unten“ – obwohl in unserem Land „die Würde des Menschen unantastbar“ sein soll – und wir einem Gleichheitsgrundsatz verpflichtet sind, der den Herschaftsansprüchen der Edelfedern deutlich im Wege steht.

Darf ich da mal ein paar vorstellen? Sebastian Gierke, geb. 1978, studierte Theaterwissenschaften, Politik und Journalistik, ließ sich formatieren durch die deutsche Journalistenschule – und hat starke Worte (siehe Süddeutsche):

„Das war kein Wahlkampf. Das war eine nationale Krise. Und an ihrem nur vorläufigen Ende steht die größte anzunehmende Katastrophe: Donald Trump ist US-Präsident.“

Für mich wären die größten anzunehmenden Katastrophen Tsunamis, kaputte AKW´s, Kriege, Meteoreinschläge oder Vulkanausbrüche, Seuchen gehen auch – aber Trump? Nun – wenn man die Welt nur als Theater versteht, als große Aufführung, der man selbst nur als Zuschauer beiwohnt, fernab allen Leidens dieser Welt … ja, dann können sich die Kategorien schon mal merkwürdig verschieben.

Oder nehmen wir Christoph Freiherr Marschall von Bieberstein (ja, der heißt wirklich so), der als Christoph Marschall für den Tagesspiegel schreibt … und zwar über die „Rache der weißen Männer“ (siehe Tagesspiegel):

 „Nationen können sich ihre Zukunft verbauen, wenn sie Fehler machen. Dabei denkt man zuerst an Regierungen, die politische oder ökonomische Irrwege einschlagen oder gar Kriege provozieren. Abschreckende Beispiele sind Baschar al Assad, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, aber auch David Cameron. Mitunter verbauen sich Gesellschaften jedoch die Zukunft selbst, weil sie falsche Weichenstellungen in demokratischen Abstimmungen legitimieren.“

Ein Gott urteilt über Nationen! Hält Gericht über jene, die nicht formatiert sind. Fürchtet Trumps Giftgasangriffe auf Boston – um mal seine Bilder ernst zu nehmen. Wofür hält der sich eigentlich? Ach ja … der Name …

Lauschen wir Klaus-Dieter Frankenberger von der FAZ (siehe FAZ):

Es ist so gekommen, weil der „Aufstand des Populismus“ mächtiger war als alle Warnungen vor Trumps Unberechenbarkeit; weil die weißen Arbeiter von der globalisierungskritischen, den internationalen Handel geißelnden Botschaft des Demagogen in republikanischen Kleidern angezogen wurden.

Ja – die Arbeiter. Was erlauben die sich eigentlich? Warum dürfen die überhaupt noch wählen? Nun – diese Frage drängt sich natürlich bei all jenen auf, die gerade versuchen, den weißen Menschenmüll nieder zu schreiben, weil der so ungehorsam ist. Wie kann man auch die Globalisierung kritisieren – die Unmengen an Werbegelder in die Kassen der etablierten Medien spült und diese so … gekonnt formatiert und ernährt. Wie kann man nur den internationalen Handel geißeln … der Afrika in ewiger Armut verharren und in Asien Kinder für unsere Renditen schuften läßt … was gute Gewinne verspricht aber in der Nation Deutschland aufgrund fortschrittlicher Gesetze unmöglich wäre: darum brauchen wir ja Globalisierung, um demokratischen Gesetzen und demokratischen Gewerkschaften zu entkommen.

Wir brauchen zur Kompletierung des Meinungsbildes auch noch den Spiegel-Autor Wolfgang Nelles (formatiert in der Axel-Springer-Journalistenschule), der den „Sieg des Zerstörers“ für eine „Katastrophe für die Welt“ hält (siehe Spiegel). Ich sage ja: die schreiben voneinander ab. Was keiner erwähnen möchte: Trump spendete jahrelang für Hillary Clinton (siehe politico.com) – und nach dem „exzellenten“ Empfang durch Obama (siehe Spiegel) werden sich wohl auch die wieder annähern … und die deutschen Edelfedern stehen ganz im Regen da, weil niemand ihren Führungsansprüchen, ihrem Herrenmenschendenken, ihrer eingebildeten Dominanz über den „White Trash“ folgen will.

Meine Meinung zu Trump? Bilde ich mir, wenn der als Präsident wieder geht. Zu Obama sollte die ja gut sein, diese Meinung: diese Lichtgestalt brachte uns Drohnenmorde, einen neuen kalten Krieg und geheime Handelsabkommen mit den Mächtigen der EU … und die Fortführung von Guantanamo.

Und Trumps böse Sprüche? Lassen mich kalt. Ich weiß halt, was „Wahlkampf“ ist.

Was mich nicht kalt läßt: der klar erkennbare Feldzug deutscher Herrenmenschen gegen jene, denen nicht der goldene Löffel im Hintern steckt, ein Feldzug, der sich auf breiter Front offenbart hat. Und was mich freut: die Offenlegung ihres Totalversagens, hier wie in den USA. Die Süddeutsche findet dazu klare Worte (siehe Süddeutsche):

„Der Wahlsieg Donald Trumps ist der Triumph eines vermeintlichen Außenseiters über das politische Establishment. Er ist aber auch der Triumph einer journalistisch fragwürdigen Informationsquelle vom rechten Rand über den medialen Mainstream eines Landes.“

Gemeint sind die „Breitbart News„, die den Wahlsieg Trumps – allen Widerständen zum Trotz – korrekt vorhergesagt hatten … und deshalb natürlich nur eine „journalistisch fragwürdige Informationsquelle“ sein können, die natürlich – wie könnte es anders sein – vom rechten Rand kommt.

Aber die, die mit ihren Einschätzungen voll daneben lagen, den politischen Gegner dämonisierten, ungehemmt „Hatespeech“ gegen weniger etablierte Mitbürger vom Stapel ließen … die sind natürlich nicht fragwürdig.

Dafür sind sie … überflüssig bis gemeingefährlich. Ich hätte halt lieber Journalisten, die Informationen liefern – anstatt total versagende Demagogen, die die die Welt formen möchten. Letzteres … überlasse ich wirklich lieber den Arbeitern.

 

 

 

 

 

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