moderater Terrorismus

This tag is associated with 2 posts

Die moderaten Terroristen haben übernommen – Ein 86jähriger Kriegsberichterstatter über den aktuell laufenden Soziozid

202 Grimaldi

Nicht nur der italienische Publizist Giorgio Agambe stellt fest, dass sein Heimatland unter den Covid19-Maßnahmen gerade politisch und kulturell zusammenzubrechen droht:

„Ein Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es zu kümmern. … Wie konnte es geschehen, dass ein ganzes Land im Angesicht einer Krankheit ethisch und politisch zusammenbrach, ohne dass man dies bemerkte?“ (Quelle: nzz )

Auch der vor 86 Jahren in Florenz geborene BBC-Journalist, Dokumentarfilmer und Kriegsberichterstatter Fulvio Grimaldi fasst das Augenscheinliche in Worte, vor dem wir dennoch gerne die Augen verschließen möchten. In einer Zeit der marktkonformen Demokratie und des moderaten Terrorismus, in der totale Manipulation möglich geworden ist, drohen wir nun in eine Richtung geleitet zu werden, aus der es womöglich für sehr lange Zeit kein Zurück geben wird, wenn wir jetzt nicht aufwachen.

Dazu Fulvio Grimaldi:

Seit einem Monat sind wir eingesperrt, drei Monate leben wir mit dem Virus — was ist geschehen?

In dem Sturm, der durch medialen Terror, Einsperrung und Bestrafung über die Bürgerinnen und Bürger gekommen ist, wurden sie zuerst der Fähigkeit zu verstehen, zu unterscheiden, zu handeln beraubt. Dann hat man ihnen auch noch ein Gefühl der Schuld am Verlust der verfassungsmäßigen Grundrechte aufgebürdet. Sie müssen nun zunächst den verzerrenden Spiegel durchschreiten, in dem alle einander sehen können, der aber diejenigen verdeckt, die, durch diese Maskerade verschleiert, hinter unserem Rücken operieren.

Von „Gott, Heimat und Familie“ zu „Leben, Gesundheit und Isolation“

Zur Erpressung um der Gesundheit und des Lebens willen, des eigenen Lebens und desjenigen seiner Lieben, in der Nachfolge jener, die wir um der durch AIDS, Terrorismus und das Klima bedrohten Sicherheit willen erlebt haben, gesellt sich die zähere Täuschung einer Rhetorik des Widerstandes, eines päpstlichen „Wir sitzen alle im selben Boot“, des „Alles wird gut“, des Gebrülls einfältiger VIPs aus Unterhaltung und Sport nur ja zu Hause zu bleiben, des Patriotismus gefestigter Verkäufer von Heimat und Souveränität hinzu.

Diesen Ruf zu den Waffen, begleitet von all den sprachlichen Vorwänden eines heiligen Krieges gegen das Böse, der uns rekrutiert für diejenigen, die darauf aus sind, uns ihrem Interesse zu opfern (nicht anders als in anderen Kriegen, 1915 und 1940), durch einen Partisanenwiderstand, der von Entmystifizierung und korrekter Information ausgeht, zu ersetzen, sollte höchstes Ziel des bewussten Bürgers sein.

Den Beweis für eine Verschwörung mit unklaren Zielen, die man aber aus historischer Erfahrung leicht identifizieren kann, stellt die Geschlossenheit der politisch-medialen Front dar, die Risse nicht erlaubt und mit dem Zement der Repression verschließt, wo immer sie sich zeigen. Während der gesamten Operation gab man den Bürgern keine Gelegenheit, eine einzige wissenschaftliche oder mediale Stimme zu vernehmen, die das offizielle Narrativ fürs Volk in Frage stellte.

Wir erleben eine Kriminalisierung des Dissens, sogar der sokratischen Bürde des Zweifels, der unabweisbaren antidogmatischen hippokratischen wie auch galiläischen Logik. Seiten und Stimmen im Internet, die alternative Meinungen vertreten, werden denunziert und man fordert, sie zu sperren.

Roberto Burioni, die treibende Kraft hinter sämtlichen großen Impfkampagnen, beschäftigt an Don Verzes bekannter Privatklinik San Raffaele in Mailand, einem Herzensprojekt des ehemaligen Gouverneurs Formigoni (sechs Jahre Gefängnis wegen Korruption) vom CL (Communione e Liberazione, eine katholische Bewegung in Italien), geht so weit, Maria Rita Gismondo vom öffentlichen Krankenhaus „Sacco“ in Mailand, die eine unserer wichtigsten Autoritäten auf dem Feld der Virologie ist, rechtlich zu verwarnen. Sie hatte sich entdramatisierende Bewertungen eines Virus‘ erlaubt, das sich hinsichtlich der Ansteckung und der letalen Effekte nicht von den Grippeerkrankungen anderer Jahre unterscheidet.

Fehler, Falschdarstellungen, Verschleierungen

Zu den gegen Bewusstsein und Wissen gerichteten Unterwerfungstechniken gehören Falschdarstellung und Verschleierung. Völlig verzerrt werden Ansteckungen und Todesfälle dargestellt. Zunächst drangen, wenn auch ungewollt, Zahlen durch, in denen zwischen Todesfällen mit COVID-19 und Todesfällen durch COVID-19 unterschieden wurde, wobei man angab, dass letztere sehr klein waren und bei ersteren nicht das Virus die direkte Ursache war, sondern bis zu drei schon vorher vorhandene schwere, ja sogar tödliche Krankheiten, neben einem Durchschnittsalter von über achtzig Jahren. Sie (die davon Betroffenen, Anm. d. Übers.) starben an Lungenentzündung, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Kollaps, zu denen dann die Grippe noch hinzukam.

Von einem bestimmten Zeitpunkt an verzichtet dann plötzlich jeder auf diese Unterscheidung, und alle Toten werden ohne Unterschied dem Coronavirus zugerechnet. Wer unter einer Straßenbahn endet, dabei aber erkältet ist, läuft Gefahr, als Opfer des Virus‘ gerechnet zu werden. Wenn sich unter den Eingesperrten Unduldsamkeit angesichts des Belagerungszustands abzuzeichnen beginnt, steigt die Lautstärke.

Die Sterbefälle in den Krankenhäusern, auf den Intensivstationen, sind nicht genug. Es gibt noch andere. In den Häusern. Sie sind hypothetisch, aber dennoch mitzurechnen. Mit einem Abstrich, der in 80 Prozent aller Fälle falsch positive Ergebnisse liefert, lassen sich auch auf dem Gipfel des Mont Blanc Infizierte finden.

Wie bedauerlich, dass ältere Menschen, gesundheitlich angeschlagen und durch den Lockdown depressiv, denen man die Sonne und das davon abhängige und für die Immunabwehr notwendige Vitamin D, jegliche Bewegung, medizinische Geräte und die Geselligkeit, die das ist, was ihnen vom Leben geblieben ist, entzieht, dann tatsächlich vorzeitig gestorben sind. Eugenik?

Wem die Macht? Der Wissenschaft? Wem dient die Wissenschaft? Uns!

Unter der Decke landen, als Unsichtbare, Dutzende, Hunderte von internationalen Experten, auch die von bedeutendem akademischen Rang. Menschen in Leitungspositionen der öffentlichen Gesundheit der jeweiligen Ländern und auch der EU wie etwa der deutsche Virologe Wolfgang Wodarg, Akademiker an der Universität Flensburg, Präsident der Versammlung des Europarates und ein Verantwortlicher für die öffentliche Gesundheit in seinem Bundesland. Wissenschaftler, europäische, amerikanische und asiatische Experten, die die Deutungen (der Daten) und die Angemessenheit der verwendeten Mittel und Methoden anzweifeln, die völlig zu Recht erinnern an das Geschehen bei früheren Pandemien, die gar keine waren.

Erinnern wir uns an die „Schweinegrippe“, H1N1, aus dem Jahr 2009, die von denselben Hauptakteuren bei der WHO und Big Pharma in den Rang einer Pandemie erhoben wurde. Im Ergebnis gab es einen kurzen Verlauf mit kaum 10.000 Toten, weniger schon als eine übliche Grippewelle und viel weniger als die bedeutend tödlichere Epidemie von 2018 (die die lombardischen Strukturen in demselben chaotischen und unzulänglichen Zustand antraf, Folge einer dreißigjährigen Plünderung des öffentlichen Gesundheitswesens).

Und zu den Pharmaunternehmen: An sie vergaben die Regierungen Aufträge für Millionen von Impfdosen, die schließlich ungenutzt auf Deponien endeten, ein Verlust von Milliarden an Steuergeldern. Der Versuch, jede Abweichung vom Dogma, das ein „technisch-wissenschaftliches Komitee“ verkündet hat, plattzumachen, jenem Dogma, das in seinen Aussagen mehr oder minder mit denen des von Dr. Burioni gegründeten „Transversalen Pakts für die Wissenschaft“ übereinstimmt, der die Doktrin unterstützt, hat durch Stimmen aus dem Netz einen gewissen Gegenwind erfahren. Dem muss nun die durch die Regierung sowie RAI zur Unterdrückung von „Fake News“ eingesetzte „Task Force“ abhelfen. Das Urteil darüber, was fake ist und was nicht, überlässt man keiner unabhängigen Behörde. Darauf hat „fake facts“ das Monopol. Das sollte genügen.

Vermeiden wir es, trotz zahlreicher historischer Präzedenzfälle, eine „verschwörungstheoretische“ Version vorzuschlagen, derzufolge das Virus um der exorbitanten Gewinne aus einem Impfstoff und der Machtkonzentration willen absichtlich verbreitet worden sei. Aber es bleibt doch die Gewissheit des angekündigten und geplanten Gebrauchs, den man davon gemacht hat.

Im vergangenen März hat die seit jeher mit der Bekämpfung der Überbevölkerung und der Verbreitung allgemeiner Impfprogramme befasste Bill & Melinda Gates-Foundation in New York zusammen mit der Johns Hopkins Universität und den größten multinationalen Pharmakonzernen eine Coronavirus-Pandemie, wie sie dann in Wuhan auftrat, simuliert und 60 Millionen Tote prognostiziert. Wenige Wochen später — welch Zufall! — bricht genau in der Gegend Chinas, die die höchste Umweltverschmutzung und die höchste elektromagnetische 5G-Dichte aufweist — die Epidemie aus, wird dann meisterhaft eingedämmt und besiegt.

Dasselbe Phänomen wiederholt sich in Padanien, der Gegend mit der höchsten Umweltverschmutzung Europas und der höchsten 5G-Dichte Italiens. Gibt es irgendeine Grundlage für die Denunziation tausender Wissenschaftler, denen zufolge Smog und ein elektromagnetisches 5G-Bombardement eine Schwächung des Immunsystems verursacht?
Modell Italien

Die italienische Reaktion ähnelt weder der chinesischen noch der südkoreanischen. Sie besteht aus einem unsäglichen Chaos von Anordnungen, widersprechenden Anordnungen, unklaren Zuständigkeiten, das hauptsächlich auf die totale Liquidierung der Bürgerrechte abzielt, unter der elenden lombardisch-venezianischen Führung, die all ihre Inkompetenz und sezessionistische Arroganz unter Beweis stellt und hinter einem Premierminister herzieht, der allein aus seiner allabendlichen kommunikativen Launenhaftigkeit, abgelöst von parlamentarischer Zustimmung, von Ukas zu Ukas, das Volk zusehends auf Domizil und einen Belagerungszustand einengt. Die operativ und finanziell eng mit Big Pharma verflochtene WHO empfiehlt der Welt das „Modell Italien“.

Klassenkampf: Von den Äckern über die Fabriken zur Matrix

Der durch den Zusammenbruch der alten Wirtschaft verursachte globale Soziozid, im Westen ohne die kollektiven Schutzvorkehrungen, über die die Länder außerhalb des imperialistischen Gürtels verfügen, wird die Depression von 1929 wie einen harmlosen Wolkenbruch aussehen lassen. Wer weiß, ob man auch dieses Mal die Millionen von Arbeitslosen und Elenden für die kriegerische Erweiterung des Imperiums wird gebrauchen können.

Die neue Klassenordnung wird durch eine beispiellose Konzentration der Macht auf die staatenlosen und kosmopolitischen Führungsspitzen einer wissenschaftlich-digitalen Technokratie bestimmt werden, die über totale Instrumente biologischer Kontrolle gebieten.

Die Wirtschaft der Nachbarschaft, das soziale und kulturelle Bindegewebe der kollektiven Sicherung und des Zusammenlebens, wird verschwinden, verschlungen von Monopolen und Oligopolen. Die Mafia, in ewigem heimlichem Einvernehmen mit den herrschenden Klassen, wird in den Überresten des Verwüstungsprozesses anschwellen. Ganze Nationen, denen der Zutritt zur „neuen Welt“ verwehrt wird, werden zu einem Haufen Elend und Bettelei zusammenschrumpfen. Laut Goldman Sachs werden die Kredite an Italien auf über 165 Milliarden Euro steigen müssen. Wem erzählt der Premierminister, der von einem „kommenden Frühling“ schwärmt, an wen diese Staatsschulden mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen? — An die üblichen Kredithaie!

Neue Weltordnung

Die geopolitische Ausnutzung der Operation geschieht bereits. In dieser ersten Phase wohnen wir dem versuchten Völkermord an ungehorsamen Ländern bei, deren bei dieser Gelegenheit verschärfte Sanktionen durch USA, EU und UNO sie daran hindern, sich Medikamente und Behandlungen zu verschaffen: Iran, Venezuela, Syrien, Irak, Nordkorea, andere. Die durch die Rede vom „China-Virus“ genährte Dämonisierung Chinas verschärft sich und zielt darauf ab, der wirtschaftlichen, technologischen und produktiven Überrundung der USA durch Peking entgegenzuwirken.

Aber auch, um die Anziehungskraft der Aussichten auf Fortschritt und Frieden durch die Seidenstraße für ein von der EU erdrosseltes Europa zu neutralisieren. Ein Infrastrukturprojekt und eines des Austauschs, das Eurasien mit Lateinamerika und Afrika verbindet und sich bereits verschiedenen Formen der Zusammenarbeit widmet und durch die fortschrittlichste Militärtechnologie Russlands und die immensen Rohstoffe dieses Landes unterstützt wird.

Andererseits hätten die Hilfen, die „feindliche“ Länder wie China, Russland und Kuba den betroffenen Ländern, konfrontiert mit der Trägheit und dem zynischen Egoismus „befreundeter“ politischer Einheiten wie der EU und der USA, geleistet haben, einige Zweifel an der Angemessenheit unseres Standpunkts wecken müssen. Es ist eine dystopische Welt, mit der man versucht aus dieser Krise herauszukommen. Bill Gates‘ Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI), die von Verfechtern einer Bevölkerungsreduzierung wie Kissinger und Soros unterstützt wird, eine Unternehmung in öffentlich-privater Partnerschaft, an der die wichtigsten Arzneimittelhersteller beteiligt sind und die auch die WHO finanziert, initiierte im vergangenen Herbst, erneut von New York aus, die so genannte ID2020-Agenda.

Es handelt sich hierbei um ein obligatorisches allgemeines Impfprogramm, das Neugeborenen eine digitale Identität verleiht, geeignet ihre Daten lebenslang zu speichern und wieder preiszugeben. Im vergangenen Januar wurde es in Davos verabschiedet. In diesem Jahr wird man es in Bangladesch testen. Danach sollen alle drankommen.

Eine Welt der Überwachten, Kontrollierten, Manipulierten, in den Händen eines technisch-wissenschaftlich-digitalen Überbaus. Nur durch Angst um Gesundheit und Leben war es möglich, dorthin zu gelangen.


 

Der Text von Fulvio Grimaldi wurde auf MONDOCANE unter dem Titel „Un mese dalla reclusione, tre mesi dal virus: facciamo il punto – CORONAVIRUS: CHI, COME, PERCHE‘“ publiziert und in der Übersetzung von Rubikon unter Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) übernommen.
Bild: Pixabay/CC0

Coronavirus – Die Influenza 4.0 im Zeitalter der Influencer

199 corona nordlicht pixabay


Nordlicht-Corona (pixabay/CC0)

Influencer

So, jetzt ist sie also da. In einer Zeit der Influencer, die nicht nur unseren Konsum und Lifestyle bestimmen, sondern uns mit ihrer kurz vor großen Wahlen verbreiteten Influenza millionenfach, also in epidemischem Maßstab veranlassen können, an wen wir aufgeklärte Spiegelbildbürger unsere Stimme abgeben sollen, musste sie ja irgendwann kommen: Die pandemische Influenza 4.0.

Bevor ich zum eigentlichen Anliegen in dieser Sache komme: „Fürchtet Euch nicht!“, möchte ich trotzdem eine Information vorausschicken, die ich von kompetenter Seite erhalten habe. Wer sie belächeln will: Bitte, nur zu. Mir ist bewusst, dass die kollektive Angst, die derzeit medial verbreitet wird, zweifellos alles andere als hilfreich ist und sich womöglich sehr viel toxischer und lähmender auswirken wird als das Virus selbst, aber: Ganz so ungefährlich, wie ihn manche Entwarner derzeit darstellen wollen, ist der Corona-Virus doch nicht.

Designer

Nicht nur, weil in den Schubladen unserer konzernwirtschaftlich orientierten Politiker bereits Pläne zu rigorosen Maßregelvollzügen, Absperrzonen, Bargeldabschaffung und (Zwangs-)Impfungen bewegt werden. Soweit mir ein Experte in Sachen biologischer Kampfstoffe mitgeteilt hat, handelt es sich bei Covid-19 mit größter Wahrscheinlichkeit  tatsächlich um einen in Laborumgebung gezüchteten Virus, von dem man also nicht davon ausgehen sollte, dass er sich wie gewöhnliche Grippeviren mit dem Wiederkehren der Frühlingswärme schnell wieder verliert. Ob der Virus durch einen unglücklichen Zufall einem Labor entkommen ist, z.B. aus dem nur 300 m neben dem als mutmaßlichem Coronavirus-Ausbruchsort identifizierten Fischgroßmarkt in Wuhan gelegenen Hochsicherheitslabor oder ob Covid-19 etwa gezielt freigesetzt wurde, sei dahingestellt. Wer letztere Möglichkeit ausschließen will, darf das ruhig tun. Wer das Buch „Das Schachbrett des Teufels“ über CIA-Direktor Alan Dulles gelesen hat, der weiß, dass Geheimdienste bei der Ausführung globalstrategischer Operationen eher wenig Skrupel kennen – keine Sorge, die Jungs dort halten sich nicht mit Verschwörungstheorien auf, die haben mehr ein Faible fürs Praktische.

Da der Virus nach Einschätzung des Experten vermutlich nicht natürlichen Ursprungs, sondern „designt“ sei, müsse man davon ausgehen, dass er virulenter und persistenter als gewöhnliche Grippeviren sei und sich tatsächlich großflächig ausbreiten werde, wobei er durch alle derzeit praktizierten Maßnahmen wie Absperrungen, Quarantäne und Atemschutzmasken auch nicht aufzuhalten sein werde. Obwohl man ihn bei durchschnittlicher Gesundheit durchaus gut bewältigen könne, so sei die Affektion der Lunge durch Covid-19 aber als nicht unproblematisch anzusehen, auch in Hinblick auf Spätwirkungen.

[Ergänzung 13.03.2020: siehe auch Fundstück in der renommierten Wissenschaftszeitschrift „Nature“ aus 2015: „An experiment that created a hybrid version of a bat coronavirus — one related to the virus that causes SARS (severe acute respiratory syndrome) — has triggered renewed debate over whether engineering lab variants of viruses with possible pandemic potential is worth the risks. (…) Simon Wain-Hobson, a virologist at the Pasteur Institute in Paris, points out that the researchers have created a novel virus that “grows remarkably well” in human cells. “If the virus escaped, nobody could predict the trajectory,” he says.“ Quelle: (Nature) ]

Käseglocke

Lassen wir das aber wieder beiseite, das Leben ist ja bekanntlich sowieso lebensgefährlich, auch wenn viele diese Eigenheit des Lebens heute lieber wegkehren bzw. wegimpfen und ihr Kind unter einer sterilen Glocke abseits aller Gefahren und allen Unbills des Lebens aufziehen möchten. Dass geradewegs Bauernhof-Kinder, die bei jeder Gelegenheit mit allem möglichen Schmutz und Keimen von Rindern, Schweinen und Geflügel in Kontakt kommen, bekannterweise das gesündeste und robusteste Immunsystem ausbilden, während steril aufgezogene und 26fach durchgeimpfte Kinder von Helikoptereltern aufgrund von chronischer Kränklichkeit und Multisystemallergien oft kaum noch wissen, was sie essen oder anziehen sollen … – auch das wäre ein eigenes Thema, zu dem wir hier jetzt nicht abschweifen wollen.

Eigentlich schreibe ich diese Zeilen in meiner nicht vorhandenen Zigarettenpause, um auf einen viel tieferliegenden Aspekt der ganzen Angelegenheit hinzuweisen. Denn die große Tragik der Coronavirus-Epidemie ist, dass diese zum Gegenteil von dem zu führen droht, was der Mensch in der jetzigen, erdrückend verlogenen und manipulativen Zeit der marktkonformen Demokratie und des „moderaten“ Terrorismus tun sollte: Sich aufrichten, den destruierenden Machenschaften des Zeitgeschehens entgegenblicken und sie damit zu überwinden. Dieses Überwinden funktioniert jedoch nicht, indem man sich zurückzieht und das Üble zu vermeiden sucht (so wie uns das die Wellnesscoaches heute gerne raten), sondern indem man über sich selbst hinauswächst und mutig neue Sichtweisen und Fähigkeiten entwickelt.

Der Coronavirus motiviert bzw. deprimiert uns nun fatalerweise geradewegs zum Gegenteil: Wir sind verleitet, uns zu ducken, Kontakt mit Menschen und der Öffentlichkeit zu vermeiden, Dinge zögerlich anzugreifen, denn sie könnten ja infiziert sein etc. Dabei bemerken wir kaum, wie wir durch eine solche Attitüde nur noch mehr geschwächt und damit manipulierbar und steuerbar werden. Das Auftreten des Coronavirus liegt also auch durchaus im Interesse derjenigen systemerhaltenden Spindoctoren, die alternativlos „weitermerkeln“ und den Menschen „evidenzbasiert“ kontrollieren wollen.

Antikörper

Die besten Chancen, gesund durch die kommenden Zeiten zu gehen, wird derjenige haben, der es schafft, sich aus dem Sumpf der herrschenden Meinung mutig aufrichten. Das Immunsystem stabilisiert sich in Wirklichkeit durch nichts so sehr wie durch freie, mutige, eigenständige und wohlabgewogene Beziehungsaufnahme nach außen – sowohl zu den erfreulichen Erscheinungen des Lebens als auch durch Auseinandersetzung mit dem Destruktiven, von dem viele ja lieber wegsehen möchten. Wer es vermag, eigene, kritische Gedanken gegenüber dem Zeitgeschehen aufzubauen und die zum Guten und Gernen erklärte Lüge und Heuchelei auf allen Ebenen mit ruhigem Auge zu durchschauen (und sich dabei nicht zur Verzweiflung bringen zu lassen, sondern geradewegs daran sogar persönliche Ideale fassen, wie man selbst das regelrechte Gegenteil entwickeln und in seinem Umkreis zum Ausdruck bringen kann), der wird in sich die entsprechenden psychischen „Antikörper“ entwickeln, die ihn gegenüber der ungesunden Atmosphäre unserer Zeit immunisieren. Er wird auch in physischer Hinsicht nicht viel zu befürchten haben und tendenziell gesund bleiben.

Wer hingegen mit der politisch korrekten Heuchelei, wie sie einem ja mit fast jeder Zeitungsseite, jedem Hashtag und mit jedem Statement der medial kolportierten Meinungsmacher und Influencer entgegentrieft, mitschwimmen möchte – da er ein „guter und gerner“ Bürger sein möchte -, für den stehen die Karten natürlich schlecht. Er wird über Kurz oder Lang von einer schleichenden Intoxikation und innerer Vermorschung dahingerafft werden, ganz unabhängig davon, ob ihn das Coronavirus erwischt oder nicht.

Insofern kann das Auftreten des Coronavirus auch als große Aufforderung angesehen werden, sich aus dem untragbar gewordenen System und seiner fast unatembar gewordenen Atmosphäre des marktradikal-neoliberalen Nihilismus zu emanzipieren und mit eigenständigem Gedankengut und Lebenskonzept in die Zukunft zu arbeiten. Nur wer heute eine ausgesprochen rege Aktivität und Kreativität entwickeln kann, wird psychisch und auch physisch gesund bleiben können – wobei mit Aktivität natürlich nicht Sport oder Workaholismus gemeint ist, sondern diejenige Aktivität, die in unserer äußerlich hyperaktiven Zeit noch absolute Mangelware ist: innere, gedankliche, beobachtende und unterscheidende Aktivität, mit der man Bullshit und Manipulation vom Wesentlichen und Wahren trennen kann.

Murenabgang und innere Vermorschung

Diejenigen, die glauben, dass sie ohnehin schon unabhängig denken und machen was sie wollen, unterliegen leider oft einem gewaltigen Trugschluss. In Wirklichkeit gibt es nur sehr wenige Menschen, sie es schaffen, im derzeitigen, machtvoll orchestrierten und zugegebenermaßen wirklich raffinierten Strom des „Guten und Gernen“ Manufacturing Consent Oberwasser zu behalten und sich nicht von den angeblich alternativlosen Fluten mitreißen zu lassen. Wie man mit Erstaunen beobachten kann, reißen diese Fluten nun ja auch unsere mitunter klügsten und scheinbar kritischsten Intellektuellen mit. Auch sie wollen jetzt aller Welt zeigen, wie Gut und Gerne und Alternativlos sie sind, ohne zu merken, dass es längst der Coronavirus 4.0 ist, der sich in ihrer DNA eingenistet und die Steuerung übernommen hat. Ja, sie werden für ihren treuen Dienst am guten und gernen Leben gewiss ein bisschen Sitcom-Applaus aus der Büchse des Systems bekommen, auch die Masse der anderen Treibhölzer im großen neoliberalen Murenabgang wird ihnen eifrig zuklatschen, aber das war’s dann auch bald für sie. Danach kommt die gnadenlos fortschreitende innere Vermorschung, die ihnen den Garaus machen und sie von der Bildfläche fegen wird, noch bevor sie annähernd in den Genuss einer Altersrente kommen. Und selbst diejenigen gutgernmenschlichen Mitschwimmer, die es bis zur Renten-Ziellinie und ins Altersheim schaffen, werden dort meist nur als bedauernswerte, mit Medikamenten und medialem Müll eingestellte Patienten ein Dauerfernseh-Delirium fristen.

Aufgeklärte Nichtwissenwollenschaftler

Die Fähigkeit des wirklich eigenständigen und unbefangenen Denkens auszubilden, ist hingegen harte Arbeit. Denn in Schule und Uni hat man sie uns nicht gelehrt, sondern uns eher eine Kondition anerzogen, die uns nun zu idealen Wirtsorganismen macht, in die sich Corona- und auch noch viel schlimmere Viren einnisten können, ohne dass wir es merken. Viele glauben, ohnehin kritisch zu denken und zu sagen, was sie wollen. Das mag auch zunächst so erscheinen. Wer jedoch ehrlich mit sich selbst ist, wird bemerken, dass es zumeist nur eingesickerte und verfestigte Assoziationen und Meinungen sind, die – und das mit zunehmender Aggression – hochzüngeln, sobald uns von Außen irgendetwas Neues, nicht unserer gewohnten Denkweise Entsprechendes begegnet. – womit der perfekte gesellschaftliche Stillstand (siehe „Generation Chillstand“ / Milosz Matuschek) quasi vorprogrammiert ist, solange wir aus diesem nichtwissenwollenschaftlichen Denken nicht herausfinden. Dass Personen mit nichtwissenwollenschaftlichem inneren Räderwerk sich selbst gerne für besonders „wissenschaftlich“ und aufgeklärt halten, kann amüsieren, tut dabei aber nichts zur Sache. Es bleibt trotz aller hybrider intellektueller Akrobatik Nichtwissenwollenschaft.

Unsere Zukunft: Strahlemänner und Strahlefrauen

Dass uns der Corona-Virus bzw. die Krankheit der massenmedial-murkspolitischen Vermüllung nun den Garaus macht, muss aber nicht sein. Gerade an Herausforderungen wächst der Mensch. Und die Dynamik, die nun eingesetzt hat, lässt uns nun eben gar keine andere Wahl mehr. Wir müssen uns entscheiden: Ob wir degenerierte, 5G-gechippte Systemsklaven sein wollen oder freie und eigenständige Menschen, die bei jeder Begegnung noch viel ansteckender sind als der Coronavirus, allerdings im positiv-inspirierenden Sinne. Wobei mir eine Szene aus einem Asterix-Comic einfällt. Im schon vor einigen Jahren erschienenen Band „Asterix in Italien“ bejubeln die Zuseher in einer römischen Arena einen Wagenlenker namens „Coronavirus“ und skandieren mit dreifacher Großsprechblase: „CORONAVIRUS! … CORONAVIRUS!  … CORONAVIRUS!“  –  Das ist bei näherer Betrachtung ein durchaus nettes Wortspiel. Denn das Wort Coronavirus setzt sich bei lateinischer Lesart zusammen aus den Stammwurzeln „vir“ (= lat. „der Mann“, mit der typischen lateinischen Endung „–us“ für Maskulinum) und „corona“ (=Strahlenkranz, Strahlenkrone). Frei übersetzt könnte man sagen: Die Menge jubelt hier also „dem Strahlenmann“ zu und hofft auf seinen Sieg.

In Wirklichkeit ist es heute genau so: Wir alle wollen es eigentlich nicht mehr länger ertragen, geduckte, gegängelte und verschluckende Konsumentenexistenzen bzw. WC-Enten zu sein, sondern wir wollen selbst zu aufrechten, eigenständigen und kreativ schaffenden „Strahlemännern“ und „Strahlefrauen“ werden. Auch wenn wir bis dahin noch einiges durchaus Tragisches durchzustehen haben werden, aber man male es sich trotzdem aus, um das erbarmungslose Wagenrennen, das uns nun bevorsteht und bei dem wir zeitweise ohne Zweifel außer Atem und ordentlich ins Schwitzen kommen werden, durchzuhalten: Was wird das für ein Fest sein, wenn wir das alles durchgestanden und uns zu Strahlemännern/-frauen – oder meinetwegen zu geschlechtsneutralen Strahle-Hermaphroditen – entwickelt haben, denen auf der Straße zu begegnen, für jedermann eine einzige Freude und Erbaulichkeit sein wird!

Wir werden dann wie im obligatorischen Endbild jeder Asterix-Geschichte unter freiem Himmel ein großes Lagerfeuer anzünden, ein opulentes Bankett anrichten, zu wunderschöner Musik feiern und tanzen, ein paar – meinetwegen vegetarische – Wildschweine braten … während wir die transatlantischen Musik(t)anten, die bisher nur abscheuliche Kakophonie produziert haben, an einen Baum festgebunden haben und vor sich hinschmollen lassen.

Die letzten 100 Artikel