Merkel

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Warum ich aus der Merkelkirche ausgetreten und überzeugter Verschwörungstheoretiker geworden bin

Die Skeptiker_weiseAffen


(Foto: „Neujahr“ / parkwaechter, 1. Jan. 2019)

2 + 2 = ?  

Aus der Chronobiologie weiß man, dass Sonnenlicht für unseren Organismus DER Taktgeber schlechthin ist. Nicht nur der Schlaf-/Wachzyklus, auch Hormonzyklen, der Vitamin D-Spiegel, vegetative Funktionen und der Status unseres Immunsystems hängen vom Sonnenlicht ab. An sich ist das Prinzip ganz einfach: Gelangt das Sonnenlicht, an das wir über Millionen Jahre evolutionär gewöhnt sind, mit seinem gesamten Spektrum an unsere Haut und in unsere Augen, dann fühlen wir uns gesund, unser Immunsystem kann Belastungen schnell ausgleichen und auch entartete Zellen zielsicher eliminieren. Ist das Spektrum des Lichts jedoch nur bruchstückhaft oder verzerrt, so wie dies z.B. bei LED-Licht in denkbar schlechtester Weise der Fall ist (ein Thema, über das wir uns ein andernmal unterhalten sollten), dann steht die Gesundheit des Menschen unter keinen besonders guten Vorzeichen.

Als Menschen reagieren wir ausgesprochen sensibel auf Lichtverhältnisse. In der Wohnbauforschung existieren wissenschaftliche Studien, wonach die Depressions- und Suizidrate nachweislich ansteigt, wenn der Gesamtlichtdurchlassgrad Tau von Fensterscheiben (bedingt durch mehr Glasmasse oder leichte Tönung) nur um wenige Prozent vermindert ist. Was es also bewirkt, dass uns durch stehende Kondensstreifen das natürliche Sonnenlicht breitflächig verschleiert wird, mag sich jeder, der 2+2 zusammenzählen kann, selbst ausrechnen.

Die – diskussionsbedürftigen – Turbinen-Schadstoffe, die da am Firmament en masse rausgeblasen werden, sind womöglich noch das kleinere Übel. Der chronisch verschmierte Himmel, an den sich viele offensichtlich bereits gewöhnt haben, macht ein extrem mieses, diffuses Licht, natürliche Sonnenstrahlung kann man nur noch selten genießen.

Boeing back to school

Vielleicht sollten sich Kerosinhersteller von Exxon & Co. und die Flugingenieure von Boeing & Co. mal zusammensetzen und wieder Turbinen konstruieren, bei denen die Kondensstreifen einfach schnell wieder verschwinden – in den 80er Jahren war man ja schon mal so weit. Wäre doch ein echter Fortschritt, der für mehr Lebensqualität sorgen würde.

Damals haben wir als Kinder, in der Wiese liegend (was für ein Idyll: es gab nicht nur azurblauen Sommerhimmel, sondern auch noch jede Menge Schmetterlinge, Vögel und Käfer, bei jedem Schritt durchs Gras sind unzählige Grashüpfer nach links und rechts zur Seite gespritzt) leidenschaftlich gerne Flugzeuge beobachtet: Die Jumbos haben damals auch Kondensstreifen hinter sich hergezogen. Diese Streifen waren aber wie Sternschnuppen, sind nach wenigen Sekunden wieder verschwunden und waren aus unserer Perspektive nie länger als ein Zeigefinger.

Man schreckt ja heute in Zeiten akribischer Abgasmessungen nicht einmal davor zurück, den Diesel und den Verbrennungsmotor überhaupt – also die Zugpferde unserer Wirtschaft –, umgehend zu schlachten, wenn man merkt, dass sie zuviel rußen oder Stickoxide ausstoßen. Warum man dann aber beide Augen zudrückt, wenn es um die Abgase von Flugzeugen geht, obwohl der Flugverkehr ja exponentiell ansteigt und die hässliche Optik der am Himmel schwelenden Abgasmelange selbst für Kurzsichtige mit sechs Dioptrien unübersehbar ist, bleibt dem marktkonformen, streng wissenschaftlich denkenden Bürger ein Rätsel. Nach Aussage einer Professorin für Atmosphärenphysik der renommierten Schweizer ETH ist die chemische Zusammensetzung der Flugzeugabgase ein weitgehend unerforschtes Gebiet und existieren diesbezüglich keine Limits (siehe Youtube).

Arbeitslose Diesel-Ingenieure als Klimaretter

Ein Vorschlag zur Güte: Man könnte doch ein paar Diesel-Ingenieure, die gerade arbeitslos werden, auf das Problem ansetzen. Die haben sich von der Euro-1-Norm bis zur Euro-6-Norm durchgearbeitet und kennen die Schadstoffproblematik von Verbrennungsmotoren nun aus dem ff.  Effektive Möglichkeiten zur Filterung bzw. rückstandsarmer Verbrennung sind für diese Jungs state of the art. Ich bin mir sicher: Die könnten das Problem mit den Schmierwolken am Himmel im Handumdrehen lösen.

Wachsfiguren in Merkels Altmaier-Kabinett

Soweit wir von besagter Professorin erfahren, ist Ruß-Feinstaub der hauptsächliche Bestandteil von Flugzeugabgasen. Dass laut ETH-Analyse auch 16 verschiedene Metalle wie Aluminium und Barium gefunden wurden, die in Triebwerksabgasen eigentlich gar nichts verloren haben, lassen wir jetzt mal außen vor, bleiben wir beim Ruß. Da wurde der fernsehende Spiegelbildbürger gerade von der Regierung genötigt, seinen halbneuen Diesel einzustampfen, da er zuviel rußt, und dann muss er über sich Schmierfinken kreisen lassen, die mit ihren Rußwolken das ganze Firmament nachhaltig verschmieren, ohne dass das im Altmaier-Kabinett der Kanzlerin offensichtlich irgendjemanden juckt.

Wir sind doch sonst so kompromisslos mit Klimasündern. Da sagt Ryan Air-Chef-Michael O’Leary in einem Interview ganz offen heraus, wie er es im Flugbusiness mit Umweltbelastung halte: „Die Umwelt interessiert mich einen Dreck!“ (Quelle: sueddeutsche) und wir lassen ihn und seine Kumpels ganz ungeschoren davonkommen. Sogar als vollkommen verschwörungsresistenter Bockbierbürger drängt sich einem unweigerlich ein Fragezeichen auf: Hält da womöglich irgendjemand die Hand auf die Flugindustrie? Wurde das Flugzeug etwa zur neuen heiligen Kuh erklärt? Und das ehemalige Volkswirtschaftsheiligtum Auto – mit Ausnahme des SUVs – nun zum räudigen Köter?

Absolut vodka, absolut meier.

Doch es kommt noch dicker: Nicht nur der Turbinenkuh wurde der Heiligenstatus verliehen. Die aus dem After dieser heiligen Kuh ausgestoßenen Abgase werden gerade zum neuen Weihrauch der neoliberalen Messfeier erklärt, der uns entgegen allen Gesetzen der Ökologie noch ein paar Jährchen länger in Konsumseligkeit schwelgen lassen wird.

Was vor Kurzem noch als übelste Verschwörungstheorie bezeichnet wurde, wird laut Berichten in den Leitmedien und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nun allen Ernstes als Klimalösung propagiert: Das Versprühen von chemischen Aerosolen mittels Flugzeugen. „Lobbyisten-Verbände in den USA, die erst den Klimawandel bestritten hätten, schwenkten jetzt um und propagierten Climate Engineering als das Allheilmittel (…) Das ist sehr weit, sehr konkret geplant. Dort wird an der Machbarkeit gearbeitet, an der technischen Umsetzung.“  (Quelle: orf). Zufolge jüngster Pressemeldungen werden Wissenschaftler der Harvard-Universität bereits in den nächsten Monaten offiziell mit Versuchen beginnen, die Sonnenstrahlen durch das Ausbringen von chemischen Aerosolen in der Atmosphäre abzuschatten (Quelle: msn). Geoengineering oder Climate Engineering lautet die euphemistische und politisch korrekte Bezeichnung für diese Maßnahme. Auf internationalen Messen wird von potenten US Konzernen bereits um die Finanzierung gefeixt. Solche gewaltigen Technologien haben die  Klimaingenieure selbstverständlich nur im Labor-Reagenzglas zur Marktreife gebracht. Wie auch immer – jetzt wollen sie return of investment und mit ihrer Forschungsarbeit Kasse machen.

Die Mutter aller Verschwörungstheorien

Auch CIA-Chef John O. Brennan – bekanntlich ein berüchtigter Verschwörungstheoretiker –  lässt seinen Mund überquellen, wovon sein Herz voll ist und bricht eine Lanze für „Chemtrails“: „Ein weiteres Beispiel ist die Reihe an Technologien, oft kollektiv als Geoengeneering bezeichnet … Eines was meine persönliche Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist das stratosphärische Aerosolsprühen, oder SAI, eine Methode, die Stratosphäre mit Partikeln zu besamen, die dabei helfen können, die Sonnenwärme zu reflektieren, auf die gleiche Weise wie Vulkanausbrüche es tun…“ (Zitat aus Rede Brennans am 29. Juni 2016 vor dem Council on Foreign Relations in Washington / Quelle: Website der CIA )

Der Spiegel rechnet uns sogar vor, was solches Climate Engineering kosten würde – im Vergleich zu seinem Nutzen nur einen Klacks: „Dies würde mit Ballons oder Geschossen jeweils etwa 30 Milliarden Dollar pro Jahr kosten. Mit Militärflugzeugen würden die Kosten zwischen 40 und 800 Millionen Dollar liegen“ (Quelle: Spiegel).

Wir haben also wieder einmal eine klassische win-win-Situation, in der sich die gewohnte Art des Wirtschaftens gemäß dem US Fracking-Prinzip („Put in poison, get out money“) mit unserem SUV-Lebensstil die Hand geben bzw. sich die Katze in den Schwanz beißt. Ich stelle mir bereits lebhaft die Grünen vor, wie sie dem Aerosolsprühen zur Rettung des Klimas applaudieren – es wird dann wohl „Ökotrails“ heißen. Und Torben und Annegretchen werden Wimpel schwingen und jeden, der da was dagegen hat, als Nazi angeifern.

Wie es aussieht, ist also die Mutter aller Verschwörungstheorien, die es laut herrschendem Narrativ gar nicht geben dürfte, sondern die nur im Reich der Mythen einiger spinnerter Aluhüte existiert, nun drauf und dran, einen Wechselbalg zu gebären, der uns alle – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Schatten stellen will. So wie das, was uns Edward Snowden eröffnet hat (die lückenlose Überwachung all unserer Kommunikation und deren Speicherung in gigantischen unterirdischen Serverhallen der NSA) zuvor als paranoide Vorstellung belächelt wurde, so wird uns womöglich auch das Besprühen unserer Köpfe mit streng wissenschaftlichen Substanzen demnächst als alternativlos verkauft werden.


(Bild: pixabay/parkwaechter/creative commons)

Adieu

Wie auch immer. Wer sich die offiziellen Pressemeldungen einmal nüchtern vors Gemüt führt (wir haben Februar – die letzte Hoffnung ist ja, dass das alles nur Faschingsscherze und es bloß die Gwup-Horrorclowns sind, die uns Aluhüte da ein bisschen auf den Arm nehmen wollen) … – nun, der kann ja eigentlich kaum noch anders als entgegen aller Erziehung, entgegen aller massenmedialer Macht und entgegen allem gutbürgerlichen Gewissen aus der transatlantischen Merkelkirche auszutreten und überzeugter Verschwörungstheoretiker zu werden.


P.S.: Wer Angst hat, dass er im Falle eines solchen Kirchenaustritts mit ewiger Verdammnis und Höllenqualen zu rechnen hat, der sei beruhigt: Es ist geradewegs das Gegenteil der Fall: Man kann als Ketzer endlich wieder seinen Kopf aus dem Sulz heben und frische Luft atmen. Auch unter verdunkeltem Himmel wird sich die individuelle Immunkraft um ein Vielfaches steigern, sobald man sich eigene Gedanken macht. Toxische mediale Meinungsmache und Suggestionen können dann sofort identifiziert und aus dem eigenen Inneren ausgeschieden werden. Da man fortan nicht mehr der heuchlerischen Pestilenz der politisch-medialen Macht- und Meinungsmaschinerie unterliegt, kann man sinnbildlich seine Hütte auf einem Berggipfel aufschlagen, wo klares Gebirgswasser fließt und man den Schrei des Adlers hört.

Mit klarem Adlerauge kann man dann auch in die smogbedeckten Niederungen blicken und Pläne schmieden, wie man da oder dort wieder hinabsteigen und dem von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichneten System ein bisschen Sand ins Getriebe streuen könnte. Wenn das Räderwerk der Altmaierkiste dann zum Erliegen gekommen ist, wird es zwar zunächst viel aufgewirbelten Staub und verbrannte Erde geben. Es wird dann aber auch Menschen brauchen, die es nicht zugelassen haben, dass ihre Köpfe von der neoliberalen Pestilenz vergiftet wurden und die sich einen klaren Geist bewahrt haben. Menschen, die sich dann auf dem Trümmerhaufen an die Arbeit machen – für den Aufbau einer menschenwürdigen, nachhaltigen Zukunft. Eine Zukunft, von deren Warte aus man den Kindern von der heutigen Zeit wie von einem bösen Traum erzählen wird, in dem der reine Wahnsinn fast den Endsieg errungen und die Menschheit um ein Haar ausgelöscht hätte.

Das Erbe von Angela Merkel: ein sterbendes Land.

Das Erbe von Angela Merkel: ein sterbendes Land.

Sonntag, 13.1.2019. Eifel. Ja, was waren das verrückte Zeiten die letzten Wochen. Wirklich: man konnte ja kaum Luft holen, so viel gab es zu lachen! Zum Beispiel diese Geschichte mit den erstunkenen und erlogenen Spiegel-Artikeln – wer hätte das gedacht. Nun – ich. Schon länger. Wenn ich mal mehr Zeit habe, betrachte ich manche Artikel ja schon gerne mal näher – vor allem damals die zu dem Thema Ukraine – und da waren einige bei, die selbst einfachen Lesern ohne Kontrollabteilung offenbarten: das kann so gar nicht gewesen sein. Nun – aber wer bin ich schon, dass ich das „Sturmgeschütz der Demokratie“ in Frage stellen darf, dass nun eher … der Mülllaster von Phantasten geworden ist. Aber es endet ja einiges in dieser Zeit. Zum Beispiel die Ära Merkel .

Ja – da gab es was zu Lachen. Haben Sie das nicht gemerkt, als das ganze Land plötzlich die Luft angehalten hat? All den Leuten, die jahrelang „Merkel muss weg“ skandierten, blieb auf einmal die Sprache weg: Angela Merkel hatte Friedrich Merz – Aufsichtsratsweltmeister und schwarzer Prinz bei Blackrock – als Nachfolger ins Gespräch gebracht … und damit hatte wohl keiner gerechnet: der wollte dann auch. Was für ein genialer Schachzug – und was für eine Rache an ihren Kritikern. Nun – der Kelch Merz ist an uns vorüber gegangen, dann regiert der Deutschland eben weiter über Blackrock. Die wird sich köstlich amüsiert haben.

Nun geht sie, die heilige Angela, die Dauerkanzlerin. Ich habe sie nie sonderlich kritisiert, weil sie auch nie sonderlich großes getan hat. Das mit den offenen Grenzen fand ich eine Zeit lang nicht ganz so verständlich, es war mir nicht angenehm dabei, dass eine Bundeskanzlerin im Alleingang den grundsätzlichen Charakter eines Landes ändert und ohne Rücksprache mit Volk und Parlament das Asylrecht zum Einwanderungsgesetz umbenennt. Ich kannte ja klassische Einwanderungsländer – schon lange: mein Vater wollte nach Kanada auswandern. Was wäre das schön gewesen. Freunde sind in die USA gezogen (und dort auch schnell verstorben), andere nach Neuseeland, Bekannte wohnen in Australien: das sind die großen, klassischen Migrationsländer, die – zusammen mit Großbritannien – die ominösen „Big Five“ bilden: einen Zusammenschluss von Geheimdiensten deren Zweck uns normalen Europäern erstmal verschlossen bleibt: vermute mal, die Allianz hilft den USA, Frankreich, Deutschland und Italien auszuspionieren, ohne dass die was merken.

Alle diese Migrationsländer haben eins gemeinsam: da wohnte vorher schon jemand. Crow, Siuox, Apachen, Aborigines, Maori, Hopi, Navajo … und viele, die schon völlig ausgelöscht sind. Ein großer Genozid an unschuldigen Völkern, der den Triumph unserer Kultur überhaupt erstmal möglich gemacht hat. Nebenbei war der Hunger nach Menschen der „Big Five“ so groß, dass sie auch Millionen von Afrikanern entführten und versklavten: Sie sehen – die ersten Afrikaner kamen nicht aus freiem Antrieb in den freien Westen, dessen Freiheit erst durch die Arbeit Millionen unfreier möglich gemacht wurde. Das jetzt hier im Westen Menschen unangenehm berührt sind, dass ihre sächsische Heimut nun zu den Black Hills der Sioux geworden ist, kann man ohne große Mühe verstehen – und auch ohne gleich alle zu ausländerfeindlichen Nazis zu deklarieren – es sind in erster Linie Menschen, die schon mal Western gesehen haben und nun fürchten, dass die Kavalerie ihre Dörfer niederbrennt und die neuen Siedler ihr Land stehlen, ihre Frauen vergewaltigen und ihre Kinder versklaven. Und jetzt schauen Sie mal nicht so: die Kavalerie haben wir schon: die perfekt mechanisierten Horden der IS, die arabische Länder terrorisieren. Sie werden immer dem Islam zugeschrieben – dabei sind sie eigentlich ein Produkt der USA: dieser ganze „Irre-Mufti-Wahn“ ist durch die von den USA erfundenen Taliban geschaffen worden, die gegen die Sowjets in Afghanistan aufgestellt wurden. Ach – das ist aber erstmal ein anderes Thema, ich wollte mich kurz fassen.

Lange Zeit habe ich herumspekuliert, was denn die gute Angela eigentlich getrieben hat, aus der alten „Ausländer raus“-CDU eine linke Partei zu machen. Ja: Linke sind naturgemäß für Migranten, die können gar nicht anders, das ist auch deren heilige Pflicht, denn: ärmere Menschen als Migranten gibt es nicht, die haben nicht nur kein Geld, keine Wohnung, keine Arbeit – die haben auch keine Sprache und keine Heimat mehr – und Hauptjob von Linken ist es, für die Armen da zu sein.

Wer mich aufgeklärt hat – ohne es zu wissen – ist Colin Crouch, jener Mann, der uns in seinem Werk „Postdemokratie“ über die Zeiten aufklärt, in denen wir leben. Wirklich: lesen Sie das mal: sie werden keine weiteren Fragen haben – und brauchen auch nicht mehr wählen gehen, er führt auf, warum Merz und Blackrock so oder so herrschen, ob gewählt oder nicht. Hören wir ihm mal zu:

„Ein Paar Jahre lang sah es so aus, als ob die niederländische Arbeiterpartei mit der Verknüpfung der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und einer Reihe neuartiger Arbeitnehmerrechte eine erfolgversprechende Formel gefunden hätte, die auch zum niederländischen „Beschäftigungswunder“ der neunziger Jahre beitrug (Visser/Hermerijck 1998)“ (Crouch, Postdemokratie, 11. Auflage 2015, Edition Suhrkamp, Seite 88)

Ja – die Linken in den Niederlanden hatten ein großes Problem gelöst, Wohlstand drang ins Land. Sie hatten Möglichkeiten gefunden, für die Arbeiterklasse zu sprechen – und in der Tat wunderten wir uns hier vor Ort, wie viel reiche Niederländer sich auf einmal hier niederließen … und was für tolle Immobilien sich holländische Sozialarbeiter in der Eifel leisten konnten, während es für uns immer enger wurde. Für einen Moment schien es so, als würde die Arbeiterbewegung europaweit wieder erstarken könnn, als wäre endlich jene Formel gefunden worden, die es schaffen würde, die immer unverschämter auftretende „Wirtschaft“ europaweit im Zaum zu halten … doch dann zerbrach der Traum – durch einen einfachen Trick: die Bewegung „Klarheit“ des Pim Fortuyn:

„Und da niemand versuchte, klassenspezifische Interessen zu artikulieren, konnte es diese „Klarheit“ eigentlich nur in einer einzigen Form geben: indem man nämlich die Angehörigen der eigenen Nation oder „Rasse“ gegen Immigranten und ethnische Minderheiten mobilisierte“ (Crouch, a.a.O., Seite 89″).

Genial, oder? Die zukunftsträchtige Bewegung der Linken wurde gezielt vernichtet. Pim Fortuyn wurde nach getaner Arbeit erschossen – von einem radikalen Tierrechtler, der – so Wikipedia – mutmaßlich unter Beobachtung der Geheimdienste stand.

Was lag näher, als das niederländische Erfolgsrezept auf Deutschland zu übertragen und alle „Linken“ nun völlig zu neutralisieren? Einfach mal Hinz und Kunz ins Land lassen und mal schauen, was passiert. Nun: das selbe wie in den Niederlanden – die normalen Menschen werden unruhig, wählen was Seltsames – aber keine Linken. Auftrag erfüllt. Ich selbst darf vor Ort beobachten, wie gut es Angela Merkel mit den Geflüchteten meint: 20 Leute auf 100 Qudratmeter, Christen, Muslime, Männer, Frauen – alles auf einen Haufen. Vielleicht – krachts ja irgendwann richtig. Und die Linken? Können gar nicht anders, als die rechte Kanzlerin zu unterstützen – siehe oben.

Ist das jedoch alles an Erbe der Angela Merkel?

Nein. Sie hinterläßt ein sterbendes Land. Ein zerrissenes Land – über das sogar in der New York Times geschrieben wird – am 7.Dezember 2018 erschien dort ein Artikel, der beschrieb, warum es egal ist, wer Angela Merkel ersetzt – sie hinterläßt ein zerbrochenes Land (siehe nytimes):

„Dreißig Jahre später ist diese Gesellschaft verschwunden. Die durchschnittlichen Realeinkommen sind seit fast 20 Jahren gesunken, beginnend 1993. Deutschland wurde nicht nur ungleicher, sondern auch der Lebensstandard für die unteren Schichten stagnierte oder fiel sogar. Die niedrigsten 40 Prozent der Haushalte sind seit rund 25 Jahren mit jährlichen Nettoeinnahmeverlusten konfrontiert, während die Art von Arbeitsplätzen, die langfristige Stabilität versprachen, schrumpfte“

Während die Arbeiterklasse – deren Begriff wir viel weiter fassen müssen als es Marx je getan hat – immer ärmer wird, werden Menschen ohne Gewissen und Hemmungen immer reicher – meist ganz ohne Arbeit und Anstrengungen, in dem sie Erben sind – und Zinseszinsbarone.

Das in diesem Lande etwas nicht stimmt, merkt man auch beim Stern (ja: das waren die mit den gefälschten Hitlertagebüchern – womöglich versuchen die es deshalb noch manchmal mit etwas Ehrlichkeit). 14 Millionen Menschen sind in Deutschland arm, 41 Prozent davon sogar Vollzeit erwerbstätig (siehe Stern). Resultat der Armut: wir haben die niedrigste Lebenserwartung der westlichen Länder (siehe Zeit), die Armut in dem Land, in dem „wir gut und gerne leben“ bringt uns ins Grab.

Zeit für einen Aufstand der Anständigen – doch das Land ist dank Flüchtlingsfrage mit ganz anderen Themen beschäftigt: die holländische Lektion geht auch hier voll auf.  Und die „bösartigste Presse der Welt“ (so Michael Gorbatschow, siehe diepresse)? Ist in Deutschland fast vollständig in der Hand von ein paar Millionären (besuchen Sie mal eine Veranstaltung von Volker Pispers, der erklärt Ihnen im Detail, wer das ist) und flankiert ihre Kanzlerin hervorragend. Auf der einen Seite werden alle Taten von Asylbewerbern in großem Umfang breit getreten (ich hoffe, Sie haben den Wechsel der Berichterstattung bemerkt – was vorher kaum oder gar nicht erwähnt wurde, ist jetzt in aller Munde), auf der anderen Seite die Kritiker pauschal (und oft völlig ohne sachliche Gründe oder nachweisbare Fakten) als „Nazis“ beschriftet, so dass das Land beschäftigt ist – ganz nach dem holländischen Modell.

Und während dessen: stirbt das Land weiter.

Hunderte von Krankenhäusern sollen geschlossen werden (siehe Welt), das heißt: die medizinische Versorgung von Millionen von Armen wird gestrichen. Ja – die Armen können sich die Mieten nahe der Tempel der Medizin doch gar nicht mehr leisten, die müssen ´raus aufs Land – und dort „lohnen“ sich Krankenhäuser nicht mehr. Die SPD – die schon vor Schröder wusste, dass sie gegen die neoliberale Offensive nie ankommen würde – jedenfalls nicht ohne Verlust ihrer Bequemlichkeit – konzentriert sich jetzt auf die, die die Mieten noch zahlen können, auf die „tüchtige Mitte“ (siehe Zeit). Wer kein Geld hat, wird in Zukunft noch früher sterben als heute – da ist es nur konsequent, dass die SPD nun die neuen Zahnarztpartei werden möchte. Sobald die unter 10 Prozent gesunken sind, werden die merken, dass der Platz schon besetzt war – aber die Genossen haben halt Panik.

Was Merkel aber wirklich hinterläßt (allerdings wirklich nicht als persönliche Verantwortung, sondern als Namensgeberin einer Ära): eine ganz neue Gesellschaftsform, mit der wir endgültig in das Zeitalter der Postdemokratie eingetreten sind: aus der Leistungsgesellschaft wurde die Ständegesellschaft (siehe Tagesspiegel):

„Die Darmstädter Soziologin Cornelia Koppetsch spricht schon wieder von einer Klassengesellschaft. Die Privilegierten – Sie gehören wahrscheinlich genauso dazu wie ich – beherrschen den öffentlichen Raum, sie prägen die Debatten, geben einer Gesellschaft ihr Gesicht. Nur selten geht es andersherum: zum Beispiel, wenn sich in Frankreich Bürger gelbe Westen überstreifen. Oder, wenn in Ostdeutschland Einheimische und Flüchtlinge aneinandergeraten. Dann wird von oben nach unten verteilt. Meistens wird versucht, die Unzufriedenheit mit Geld zu kompensieren. Die Gestaltungsmacht aber bleibt oben.“

Eine Klassengesellschaft. Oben die Klasse jener, deren Eltern oder Großeltern in den fetten Jahren groß abgegriffen haben, unten jene, deren Eltern sich um Kranke, Alte, Asylbewerber und Minderbemittelte kümmerten. Und in einer solchen Gesellschaft braucht man sich nicht wundern, wenn eher gegen Journalisten ermittelt wird, die die systematischen Trickerseien der oberen Stände ans Tageslich brachten als gegen die Cum-Ex-Betrüger selber (siehe NDR).

In so einer Ständegesellschaft darf man immer darauf h0ffen, allen Irrsinn erleben zu können – das fängt an bei einem Kreuzzug für Elektromobilität, obwohl dies die „klimaschädlichste Antriebsart ist“ (siehe NOZ) – wenn man erstmal nüchtern darauf blickt, wo der Strom herkommt – über V-Männer in rechten und linken Lagern, die Extremismus überhaupt erstmal in die Welt bringen (siehe ntv bzgl G 20) hin zu Schadensersatzzahlungen für Rüstungsfirmen, die menschenverachtenden Diktaturen keine Waffen mehr liefern dürfen (siehe Tagesschau). Bürgerliche Vernunft – wie beim Widerstand gegen Stuttgart 21 – wird mit „sanfter“ Waffengewalt unterdrückt, während die – wie üblich – explodierenden Kosten das Projekt nur kurze Zeit später in völlige Schieflage bringen (siehe Frankfurter Runschau), was aber die selbstverliebte hippe Oberkaste nicht weiter stört: sie haben ihr Geld dank Niedriglohn gegen Staatsmillionen schon längst im Sack.

Und wer macht noch mit bei der Grablegung der deutschen Demokratie?

Ihr geliebter TV-Krimi, den Sie sich selbst so genüsslich ´reinziehen. Die Folgen des Tatortes und seiner hundert Ableger sind nun mal diskutiert worden (siehe Süddeutsche Zeitung):

„Wenn im Fernsehen alle Welt dunkler Absichten verdächtig ist und Gewalt an der Tagesordnung zu sein scheint, werden am Ende die Fremden als besondere Bedrohung wahrgenommen.“

So ist der „Tatort“ die Wurzel der deutschen Fremdenfeindlichkeit – aber das will ja nun wirklich keiner wahr haben. Da jagt doch nur der gute Kommissar die bösen Menschen – das war doch auch zu Führers Zeiten schon so. Nicht im Tatort, aber auf den Straßen

Die lebendige, offene, demokratische Zivilgesellschaft wird ermordet. Langsam, mit Gift. Übrig bleibt: das alte indische Kastensystem, für das besonders Deutschland schon immer ziemlich anfällig war. Man mag das hier so, wenn jeder einen hat, der ihm sagt, wo es langgeht. Wie ein schweizer Artikel zeigt, ist das allerdings ein nicht nur auf Deutschland zu beschränkendes Phänomen (siehe NZZ):

„Vom optimistischen Geist der Befreiung der 1960er Jahre findet man inzwischen kaum noch etwas. Heute herrscht eine Kultur der Angst und des Misstrauens vor, in der gerade ein Zuviel an Freiheit als problematisch gilt. So wurde auch der Genuss unter einen Risikovorbehalt gestellt: Sex, ja, aber bitte nur «safe» und idealerweise nach vorherigen «vertraglichen» Abmachungen, Drogen nur mit ärztlichem Rezept aus der Apotheke, Essen nur mit reduziertem Fett-, Zucker- oder Kohlenhydratgehalt, bloss kein Fleisch, und Alkohol selbstverständlich nur «bewusst geniessen».“

Ja – und kein Wunder, dass die Oberschicht auf breiter Front gerade gegen diese „68 er“ vorgeht. Ich meine: wir bräuchten die dringend wieder – allein, um die Kastengrenzen wieder aufzulösen. Und – um dem sterbenden Land wieder etwas Leben zu geben.

PS: ein Wort noch zum Abschluss, falls wirklich noch jemand glaubt, es gäbe hier in Deutschland eine gewaltige humane Strömung für die Armen in Afrika. Schon mal überlegt, was die Bundeswehr in Mali beschützt? Nun – Kinderarbeit. 20000 Kinder arbeiten dort in den Goldminen (siehe Tagesspiegel). Und die Bundeswehr sorgt dafür, dass ich an diesen Strukturen nichts ändert – anstatt diese Kinder nach Deutschland zu holen.

PS2: noch ein Wort zum Thema Arbeit, weil Sie das persönlich tangiert – oder tangieren wird:

„Insbesondere die Arbeit im rasch anwachsenden Bereich der persönlichen Dienstleistungen führt häufig dazu, daß sich er Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber und Kunden in einer Art und Weise unterordnen muß, die die demütigenden Bedingungen der alten Dienstleistungsgesellschaft wiederaufleben läßt“. (Crouch, a.a.O., Seite 87)

Wie gesagt: die alten Klassengesellschaft ist wieder da. Schlimmer denn je.

 

 

 

Wie die USA Deutschland in den Krieg mit Russland treiben: ein paar Hintergründe zur Weltpolitik

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Donnerstag, 29.11.2018. Können Sie sich noch erinnern? 2014? Genau genommen den 27. Februar, 13.49 Uhr? Hatte eine Eilmeldung geschrieben (so eilige, dass Rechtschreibfehler drin waren – wie peinlich), weil die Ereignisse sich überschlugen … und weil Kanzlerin Angela Merkel der Ukraine Hilfe beim Krieg gegen Russland angeboten hatte. Sie war gerade in England, hielt dort eine Rede … und gab dann einfach mal so ohne ihre Bürger oder Minister  zu fragen ein Sicherheitsversprechen für die Ukraine ab:

„Deutliche Worte von der Bundeskanzlerin: Europa stehe der Ukraine bei, „wenn es darum geht, Recht und Freiheit zu schützen“, sagte Angela Merkel am Donnerstag in einer Rede in London.“

Nun – damals ging alles gerade noch mal gut. Es gab dann doch mal wieder keinen Krieg. Die kurzzeitige Eskalation der Ereignisse beruhigte sich wieder – und man hätte hoffen dürfen, dass dies als Weckruf verstanden wird. Nicht vom kleinen Mann auf der Straße – der kleine Mann auf der Straße braucht keinen Weckruf gegen den Krieg, er war schon immer gegen den Krieg, weiß, was da auf einen zukommt: denn immerhin ist er es, der an der Front verreckt, während sich die edlen Herren in zu Kommandoständen umgebauten Schlössern mit Kaviar und Champagner trösten. Aber von den Demokraten, den demokratischen Politikern: da hätte man doch ein Aufwachen erwarten dürfen. Wie konnte es soweit kommen, dass wir nach 70 Jahre Frieden und dem Ende des Kalten Krieges zwischen den Machtblöcken einfach so wieder an der Schwelle eines Krieges stehen?

Sie müssen jetzt aufhören zu lesen, denn was nun folgt, ist verbotenes Denken. Schon die Frage, wie es so weit kommen konnte, ist gefährlich. Und die Erwähnung, dass es etwas wie verbotenes Denken gibt, ist auch schon sehr riskant. Man kann schnell als jemand gelten, der „außer der Reihe tanzt“, der sich eigene Gedanken macht und das Wahrheitsmonopol der Mächtigen in Frage stellt: genau so ein Wahrheitsmonopol braucht man aber, um einen Krieg führen zu können.

Es hat sich einiges geändert seit dieser Zeit. Es waren nur vier Jahre – aber in diesen vier Jahren wurde weiter fleißig daran gearbeitet, das Volk auf Kriegskurs zu bringen. Nicht in so einer verblendeten Begeisterung wie 1914, als junge Deutsche nach 40 Jahren Frieden – der längsten Friedensperiode in der damaligen Geschichte – voller Begeisterung in den Krieg gegen Frankreich zogen als sei es ein Abenteuerurlaub im Paradies, sondern in einer bitteren, schweigsamen, niedergeschlagenen Akzeptanz der Realität wie 1939 als man merkte, dass der Krieg, der alle Kriege beenden sollte nur 21 Jahre später einen noch größeren, umfassenderen, vernichtenderen Krieg zur Folge hatte, an dessen Ende Waffen auf der Erde erschienen, die das Ende der gesammten Schöpfung bedeuten könnten.

Auch damals dachte man: dies muss nun aber endgültig das Ende aller Kriege der Menschheit bedeuten – und es sah ja auch anfangs gut aus: wir hatten die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte verfasst und die UN gegründet, um die Bestie Krieg für immer und ewig vom Erdboden zu verdammen – und es gab einen mächtigen Garanten dafür, dass der Frieden erhalten bleibt – die USA. Die ehemalige britische Kolonie hatte sich – dank gezielter langfristiger strategischer Planung einer kleinen Gruppe von reichen und einflussreichen Männern (wir berichteten) – zu einer Weltmacht entwickelt. Wie es der Zufall so wollte, entwickelten die Deutschen genau jene Raketen, die zwar für sie selbst keinen Sinn ergaben (sie hatten keine Sprengköpfe, die solchen Raketen Sinn verliehen hätten), aber zusammen mit den in den USA entwickelten Atombomben ein Instrument der endgültigen Weltherrschaft ergaben.

Alle Siegermächte hatten dann auch bald diese Superraketen mit atomarer Bestückung … und der Krieg machte angesichts eines solchen Bedrohungspotentials wirklich keinen Sinn mehr.

Soweit die Vernunft.

In Wirklichkeit – wurde direkt nach dem Zweiten Weltkrieg der Grundstein für den nächsten Krieg gelegt, den man den Kalten Krieg nannte. Was niemand hätte ahnen können, der sich nur aus öffentlichen Medien bedient: die USA waren gar nicht so friedlich und demokratisch wie sie immer dargestellt wurden … aber darüber durfte erstmal nicht nachgedacht werden. Später merkten manche, dass diese Nation, die sich gerne als zuckersüße Freiheitsstatue darstellt und verkauft in Wirklichkeit ein Moloch ist: „korrupt, gewalttätig und unmoralisch“ (siehe Deschner). Das hier ein Ungeheuer auf die Welt losgelassen wurde, schien klar belegbar zu sein. Dieses Ungeheuer ist auch nicht demokratisch – und unsere „Elite“ ist sich dessen wirklich bewusst. Oft schon habe ich den Herrn Oetker zitiert – ein Mann, den man wohl nicht Verschwörungstheoretiker nennen kann – der uns einfach mal darüber aufklärte, wie es denn mit der Demokratie denn da so aussieht (siehe Heise).

„Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben“

Den Satz sollte man jedem Bundestagsabgeordneten auf den Arbeitstisch kleben – aber wahrscheinlich wissen die das schon. Der liebe, gute Herr Oetker hat wahrscheinlich erst zu spät bemerkt, was er da verraten hatte. Als ich ihn das letzte Mal zittierte, waren seine Worte bei Wikipedia schon gelöscht worden, jetzt ist auch der Originalartikel nicht mehr aufzutreiben – wenn mich die Erinnerung nicht trübt (das tut sie selten…) war er in der konservativen Rheinischen Post, die ganz harmlos fragte, warum es denn diese „Atlantik-Brücke“ überhaupt gäbe – und der Herr Oetker antwortete eben wahrheitsgemäß … weil man ja unter sich war.

Versteht man den Satz, versteht man Bilderberger, Atlantikbrücke, Mont Pelerin Society und alle anderen geheimen oder weniger geheimen Treffen, in denen „man“ wirklich „unter sich“ ist, deutlich besser. 200 Familien regieren die USA. Mehr nicht. Die alten Gründungsväter haben ihre Macht gesichert und darum die repräsentative statt die saubere direkte Demokratie erfunden. Die repräsentative Demokratie sieht nach außen auch aus wie eine Demokratie – verschleiert aber nur die wahrhafte Herrschaft der hinter ihr stehenden Oligarchie der Reichen – um es mal auf den Punkt zu bringen. Wir normalen Bürger brauchen keine Repräsentanten, wir brauchen auch keine Armee – und keinen Krieg.

Wenn man diesen Satz aktzeptiert – und nicht etwas davon ausgeht, dass Herr Oetker da gelogen hat (…ich gehe davon aus, das in weiteren vier Jahren Fakt ist, dass er das nie gesagt hat…) – versteht man auch, warum die Hoffnung auf Frieden vergebens ist: diese 200 Familien brauchen den Feind im Außen, um die Menschen im Inneren zu disziplinieren. Da müssen die Indianer her, die Mexikaner, die Hunnen (Deutsche), die Nazis (Deutsche), die Russen, die Chinesen, die Kommunisten, die Aliens: der allmächtige, unaufhaltsame Feind steht immer vor der Tür, hinter ihr der einsame amerikanische Cowboy mit seinem sechsschüssigen Revolver, er ihn aufhalten muss um seine Familie zu beschützen. Glauben Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Sowjetunion sofort ein neuer Feind auftauchte, gegen den der einsame Cowboy wieder streiten musste? Noch nie gehört? Wird doch überall gepredigt, wir Deutschen stehen mit diesen Feinden ebnfalls in einem direkten Krieg: dem Islam!

Ja – Sie müssten nur mal darüber nachdenken, warum wir deutsche Truppen in Afghanistan haben – seit 17 Jahren!!! Seit 17 Jahren kämpfen deutsche Soldaten in Afghanistan gegen den Islam und folgen damit der von den reichen US-Familien herausgegebenen neuen Erzählung des „Clash of Zivilisations“ … dem Kampf der Kulturen, den die Herrscher der westlichen Welt erklärt haben. Da geht es nicht nur gegen den Islam sondern auch gegen China – aber China ist mächtiger als Afghanistan, weshalb wir uns da langsamer heranschleichen müssen. Für Deutsche ist nun diese Situation besonder irre: wer gegen den Islam in Deutschland selbst sein Wort erhebt, der wird als Nazi beschimpft. Wer aber nach Afghanistan zieht und dort überzeugte Muslime erschießt: der ist zweifelsfrei ein Held. Obwohl wir diese Helden nicht mehr so öffentlich feiern, wie sie früher, in anderen Kriegen, öffentlich gefeiert wurden. Wahrscheinlich kennen auch sie nicht den Namen jenes Soldaten, der persönlich die meisten Muslime erschossen hat – oder? Die bleiben geheim.

Die USA haben den Kampf gegen den Islam ausgerufen – und wir folgen. Wir folgten auch schon im Kampf gegen den Kommunismus – und „folgen“ ist unsere größte Tugend geworden. Wir haben ja sogar einen Begriff dafür, wenn jemand nicht den Anweisungen aus Washington oder ihrem Wahrheitsmonopol folgen möchte: „Antiamerikanismus“ ist der moralische Straftatbestand. Das jeder, der dieses Wort benutzt, in direkter Gefolgschaft des US-Senators McCarthy und dessen Komitee für unamerikanische Umtriebe steht, fällt nur noch jener Hand voll Menschen auf, die über die McCarthy-Ära in den USA informiert sind. Diese dunkelste Zeit der US-Nachkriegsgeschichte lebt in Deutschland noch weiter – getragen von jenen, die „Antiamerikaner“ verfolgen.

Hier ist – meiner Meinung nach – auch der Kern der mangelnden Souveränität der Bundesrepublik Deutschland zu suchen: nicht in irgendwelchen seltsamen Verträgen und Beschlüssen, nicht in irgendeinem herbeiphantasiertem „Besatzertum“ (wer sehen will, wie „Besatzungen“ wirklich aussehen, der darf gerne mal die deutschen Lager in Afghanistan anschauen…), sondern in der Gefolgschaft der 200 reichsten Familien in Deutschland gegenüber ihren US-amerikanischen Geschwistern. Und deshalb findet man immer wieder Zeit für kleine Treffen, um sich gegenseitig die Freundschaft und Loyalität zu beweisen. Das ist auch nicht schwer: Lebensstil, Werte und Methoden dieser Menschen sind gleich, weshalb die auch zwanglos mit finstersten, mordenden Diktatoren Umgang haben können (schielt da einer nach Saudi-Arabien? Na?): gleich und gleich gesellt sich gern.

Eine lange Vorrede – mal wieder. Doch Sie ist notwendig um zu begreifen, warum der heiße Krieg mit Russland wieder vor der Tür steht. Strategisch gesehen braucht die Nato das russische Territorium für einen Zangenangriff auf China und die islamischen Kernländer, stehen Natotruppen erstmal an der Grenze zur Mongolei, kann der Krieg wunderbar lange weitergehen. Vielleicht hatte Russland ja sogar mal ein geheimes Angebot, daran teil zu haben … aber die Russen sind nun mal ein friedliebendes Volk mit vielen Philosophen und Schachspielern, sie hören gerne Geschichten, singen Lieder und trinken sich einen, um gut durch den Winter zu kommen, die führen keine Angriffskriege. Ihr Pech. Jetzt sind sie im Weg wie damals Belgien und Holland im Weg waren. Wir Deutschen und unsere Nachbarn kennen solche Geschichten, wissen, das es ein Afrika-Korps gab, das den Weg nach Indien freikämpfen sollte. So ein Denken ist also nicht aus der Luft gegriffen. Außerdem haben die Russen viel Land (kalt, wüst, aber mit Bodenschätzen), dass die Reichen gerne für sich hätten – das wäre schon Grund genug. Fragen Sie mal die Indianer. Das waren auch „Rote“.

Und ja: Sie haben Recht mit Ihrer Vermutung, dass die reichen Familien in Saudi-Arabien den islamischen Terror finanzieren um ihren reichen Freunden in den USA bei der Darstellung jener Bedrohung zu helfen, die uns nun einen jahrzehntelangen Krieg beschert. Darum können die auch sonst machen was sie wollen, ohne groß in die Kritik zu kommen. Die können den ganzen Jemen auslöschen, ohne das ein Hahn danach kräht, denn sie helfen den Herren der Welt dabei, ihren neuen Krieg zu führen.

Ich weiß nun natürlich nicht genau, wann dieser Krieg mit Russland kommen wird: aber aktuell steht er wieder direkt vor der Haustür. Sie haben es wahrscheinlich mitbekommen: Russland hat ukrainische Schiffe beschossen, sie geentert und ihre Bestatzungen eingesperrt. Hört sich nicht gut an – ist auch nicht die ganze Wahrheit. Die Schiffe sind in russisches Hoheitsgewässer eingedrungen – das macht man eigentlich nicht. Nun – es kann nun sein, dass Poroschenko kurz vor seiner drohenden Wahlniederlage (er soll noch so bei 7 Prozent liegen) Maßnahmen ergreift, um seine Macht zu behalten. Was weiß ich schon. Es kann aber auch sein, dass die „Master of the Universe“ (wie man diese US-Familien mal nennen kann) beschlossen haben, dass es jetzt Zeit wird einen Gang höher zu schalten, solange die mächtige Madame Merkel noch das Sagen hat.

Poroschenko fordert nun das Versprechen von Angela Merkel ein – und will Kriegsschiffe … und auch Trump sieht Frau Merkel da ganz vorne (siehe z.B. yahoo).

Werden deutsche Kriegsschiffe ebenfalls von russischen Schiffen beschossen, haben wir den Bündnisfall.

Dann ist Krieg.

Und läuft der erstmal, herrschen andere Gesetze im Land. Dann kommen Briefe in Ihr Haus, die Sie auffordern, in der Armee zu dienen. Folgen Sie den Briefe nicht, kommen bewaffnete, gut trainierte Männer, die Sie einfach mitnehmen.

Und dann – müssen Sie Menschen töten, ob Sie wollen oder nicht. Und werden dabei wahrscheinlich Körperteile verlieren. Ist nicht schön, aber unvermeidbar.

Oder auch das ganze Leben.

Schießen Sie nicht – verlieren Sie auf jeden Fall Ihr Leben.

Ich kann das auch mal anders erklären:

De Fakto – so erklärt uns die Herrschaftspresse – befindet man sich dort schon seit vier Jahren in einem Krieg (siehe Welt). Nur: Putin hat gar nicht die ausreichenden Mittel für so einen offensiven Krieg (siehe Welt). Wenn der also gar keinen Krieg machen kann – wieso gibt es den dann?

Drei Engel für Angie

Im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung bashen berichten wir natürlich auch über die CDU:

In der CDU ist die Hölle los! In der Partei ist die Demokratie ausgebrochen. Es gibt 3 – in Worten: drei! – aussichtsreiche Kandidatinnen und Kandidaten für die Merkel-Nachfolge.

Achtung Falschmeldung

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Eilmeldung!!!! Merkel wird Spitzenkandidatin des Bündnis Grüne

Wie fast überall in der Natur wird das Weibchen vom Männchen zu ihrem Glück gezwungen.

 

Bild: pixabay.com CCO

 

Deshalb sind Verhältnisse wie in Freiburg, der spiegel berichtete, ja an und für sich biologische Verhältnisse, die nicht weiter aufregen sollten? Es kommt nur selten vor, dass das umgekehrt ist. (Quelle:nachrichtenspiegel.de)☺. Auch die Ereignisse in Chemnitz, wo ein Bürger von zwei Afghanen getötet wurde, sind in der Natur vollkommen natürlich und sollten nicht hochgespielt werden? Es geht eben um den Kampf ums Dasein. Daher sind die Verhältnisse, die die geschätzte Frau Bundeskanzler Merkel in Deutschland geschaffen hat, ja durchaus in einem zurück zur Natur zu verstehen.

Wenn Menschen trainiert wurden Widerstand gegen ein hirnloses Regime aufzubauen, was seit Jahren zunächst in Otpor in Serbien geschah (Quelle: sueddeutsche.de), und die dann noch zu Nahkämpfern durch Schulungen des Pentagons ausgebildet wurden (Quelle: taz), dann kann man die doch nicht nach Europa hereinlassen, wo so viele ohne ihr Hirn einzuschalten herumlaufen? (Quelle:nachrichtenspiegel). Doch ist es nicht genau umgekehrt? Ist nicht die in Otpor den Revolutionären gelehrte Strategie: http://Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor schult weltweit Oppositionelle – auch in Ägypten, Tunesien und Iran. gerade in Mitteleuropa, wo gerade so kurzsichtige Politik gemacht wird, genau die richtige Strategie? Brauchen wir nicht Menschen, die erfolgreich Umstürze in Ägypten und Tunesien, und Oppositionspolitik in Syrien gemacht haben, bei einer Elite, die uns mitten in einen fatalen Krieg mit Russland hineinführt? (Quelle:defensenews.com).  Das heißt lächerlich machen, muss man die derzeitigen Entscheidungsträger-innen nicht? Sind sie das nicht schon? Doch zum Umsturz hat es bei einer Erziehung, die folgsame Schafe erzeugt, bis jetzt noch nicht gereicht. Doch vielleicht können das die erfahrenen Nahkämpfer aus Süd und Ost ja viel besser als wir, die wir selbst ja nur im Gewaltfreien Widerstand geschult sind???

Da die Frau Bundeskanzler sowohl bei der Bundestagswahl, als auch bei den folgenden Landtagswahlen Rekordergebnisse erreicht hat, wird sie natürlich auch die weiteren drei Jahre noch im Amt bleiben. Allerdings wechselt sie im fliegenden Wechsel zu den Grünen, die ihre Politik scheinbar doch besser verstehen können, als die CDU.

Die Erfolge ihrer Politik sind allerdings wirklich herausragend:

Besonders erwähnen sollte man ihren unermüdlichen Einsatz für den Frieden. (Quelle:spiegel.de). Vor allem in Europa: (Quelle:spiegel). Die Ursache für die Spannungen liegt sicher bei Russland und nicht bei Soros. (Quelle:cnn.com). SOROS: Well, I set up a foundation in Ukraine before Ukraine became independent of Russia. And the foundation has been functioning ever since and played an important part in events now.☺Meinte er einige Monate nach dem Euromaidan, der nach einem nicht verfassungsmäßigen Umsturz, zu anhaltenden Spannungen des Westens mit Russland führte. Es ist dem Westen erfolgreich gelungen, die sonst aussterbende Minderheit der Ex-Sowjetischen-jetzt wirtschaftlichen Elite des Landes unter bleibenden Naturschutz zu stellen. (Quelle:süddeutsche.de und nachrichtenspiegel.de). Auch konnten die derzeit staatlichen Felder der insolventen Ukraine für Monsanto und Co erfolgreich reserviert werden. (Quellen:Ostinstitut , heise.de, die Zeit). Das wird wieder die Firma Nestle freuen, da das Grundwasser der Ukraine, als Trinkwasserreserve der Menschen dort, durch intensive Landwirtschaft unbrauchbar wird. So kann eben die FA Nestle ein gutes Trinkwassergeschäft machen. So hilft einer dem anderen für eine bessere ökologische Welt. Siehe dazu auch: infosperber.ch

Auch ihr Einsatz für die Ökologie Deutschlands ist beachtlich☺: (Quelle:oekologischer-fussabdruck-und-biokapazitaet). Das heißt es bleibt Angela bei den Grünen noch über viele Jahre sehr konstruktive Tätigkeit, auf diesem Gebiet.

Auch in der Frage der Armutsbekämpfung hat Angela unbeschreiblich viel geleistet☺: (Quelle:spiegel.de/millionen-menschen-in-deutschland-an-der-armutsgrenze).

Auch in Südeuropa ist die Hilfe der Bundesregierung sehr effektiv. Es wurden die ganz großen Firmen ausgespart und die Reformen auf Kosten der Rentner, der normalen Bürger und des Mittelstandes durchgeführt.(Quelle:sueddeutsche.de und http://www.ralf-brauksiepe.de/fileadmin/Fraktion/fd150130.pdf .Unter anderem muss sie-die griechische Regierung (Anmerkung des Verfassers), garantieren, dass die Reichen auch Steuer zahlen„.

Der durch Angela Merkel still und heimlich immer mehr gestärkte Wirtschaftsliberalismus, der den Mittelstand und die Armen noch mehr verarmen lässt, gemeinsam mit einer unkontrollierten Einwanderung führt zu Harmonie, Sicherheit, Toleranz und Menschenfreundlichkeit in Europa? (Quelle: NZZ). Ja eine Spaltung zwischen rechts und links wird gerade durch eine solche  kluge Voraussicht absolut im Keim erstickt? Zuerst Revolutionen aufbauen, Waffen verkaufen, dann fünf Jahre lang die Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern in Nahost verrecken lassen und dann sagen, kommt alle zu uns, auch ohne Papiere?

Zum einen hat sie den Wirtschaftsliberalismus eben gestärkt. Hat sie manches, was sie in der  Vergangenheit, die sie in der DDR, im Sowjetsystem gelernt hat, doch erfolgreich anwenden können? Oder war sie daran so gewöhnt, dass sie alles kritiklos hingenommen hat? 2015 bekamen alle Asyl, auch ohne Papiere und Edward Snowden, der seine Karriere, wegen der Veröffentlichung der Wahrheit seine Karriere aufgegeben hat, der bekommt nicht Asyl? Folgen hat die Information, die Snowden uns weitergegeben hat allerdings überhaupt keine gehabt. Es besteht weiterhin eine Überwachung, die die der Sowjetüberwachung um Potenzen übersteigt. Des weiteren gibt es  Polizeigesetze in Bayern, wo unbescholtene Menschen, ohne Gerichtsurteil inhaftiert werden können, ein geplantes Wahrheitsministerium und vieles mehr. Und noch eines hat sie mit Größen aus dem Sowjetsystem, wie Erich Honecker gemeinsam: Einen Hang den Lebensabend in Südamerika zu beschließen? (Quelle:news for friends).

Das heißt Angela hat nicht nur in Deutschland Großartiges geleistet, sie hat auch Europa, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, in eine Rüstung- wirtschaftlich sehr spannende Konfrontation mit Russland gebracht☺?

Eigentlich gebührt ihr der Friedensnobelpreis☺☺☺. (Quelle:welt.de/politik/Friedensnobelpreis-Da-ist-Merkel-ein-heisser-Tipp. Und orf.at). Doch was hat das jetzt mit dem Titel zu tun? Ökologisch sollte man doch das Übel an der Wurzel packen und beseitigen? Das ist doch klar? Und da der Mensch die Wurzel der weltweiten Umweltverschmutzung ist, so wird doch eine überzeugte Ökologin, Physikerin oder was auch immer, klar sehen, dass diese Wurzel, eben die Menschheit, eben durch einen Atom-Weltkrieg beseitigt werden sollte? Ökologisch ganz einfach konsequent und geradlinig? Wir schaffen das!!!  

P.S: Warum schreibe ich so locker über diese Dinge? Zunächst habe ich eine Versicherung bei der Münchner Rückholversicherung gegen Schäden durch einen Atomkrieg abgeschlossen. Die hat sogar sehr undurchschaubare Schäden am WTC komplett bezahlt. Die zahlt sicher auch den Weltuntergang? Beziehungsweise den Untergang der Menschheit, denn nach einem atomaren Weltkrieg ist es sehr fraglich, ob wir Menschen auf diesem Planeten noch existieren können? Des weiteren habe ich mich an einem Bunker anteilsmäßig beteiligt, damit ich für alle Fälle gerüstet bin. Dort komme ich wahrscheinlich dann nicht mehr heraus, denn die Erde ist sehr lange verstrahlt, doch zumindest habe ich hier alles versucht. Dann habe ich mit seiner Heiligkeit Franziskus ausgemacht, dass ich oben im Himmel ein sehr schönes Zimmer bekommen werde. Das kostet oben zwar ordentlich Miete, aber was tut man nicht für sein Seelenheil? So rasch könnten wir also im Himmel sein? Und da soll noch jemand sagen, die herrschenden Kräfte bringen uns nicht erheblich dem Licht näher?

Denn wenn uns jemand hinter das Licht führen will, so könnte das für uns ja ein großartiges Training unserer Fähigkeiten sein, die Wahrheit zu erkennen? Eine Schulung, die man vielleicht durch nichts ersetzen kann? Wenn uns jemand wiederholt immer wieder die Unwahrheit sagt, dann kann das für den, der die Unwahrheit sagt, so sein, dass er selbst die Unwahrheit glaubt. Doch für den, dem die Unwahrheit gesagt wird, kann das nicht nur eine Willens und Gedankenschulung sein, sondern er kann sogar seinen Humor dadurch schulen!?

Retro-Special des Monats: „Sie leben“ 1988-2018

„Unsere Propaganda funktioniert dann,
wenn alles, was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt,
falsch ist.“

 (CIA-Chef William Casey, 1981)

1988 – in einer Zeit, in der der Fortschritt noch nicht als kalt grinsender Sensenmann vor uns gestanden hat so wie heute, sondern er noch in glitzerndem Bonbonpapier verpackt war und ihn jeder knubbeln wollte, konnten wir über John Carpenters Film „Sie leben“ noch vergnügt schmunzeln. Die Geschichte eines working class heroes, der eine Brille in die Hand bekommt, mit der er plötzlich die wahren Intentionen hinter allen Werbeplakaten und Kommerzprodukten in Klartext sehen kann, hat damals bei vielen von uns Kindern der 80er zwar ein durchaus mulmiges Gefühl im Magen hinterlassen, aber wie sollte es bei einem Film aus dem Genre „Science Fiction“ denn auch anders sein? – Obwohl Regisseur John Carpenter 25 Jahre später in einem Interview ausgesagt hat, dass sein Film keineswegs Science Fiction gewesen wäre, sondern schlichtweg eine Dokumentation – unserer gesellschaftlichen Realität, die sich seiner Ansicht nach heute sogar noch mehr ins Bizarre gewandelt habe als anno dazumal (Quelle: yahoo).

Wie auch immer. Nachdem alle anerkannten sozialwissenschaftlichen Theorien offensichtlich versagt haben, um den von der Leyne gelassenen nackten Wahnsinn, der uns heute von allen Seiten angrinst, rational zu erklären, kommt John Carpenters Doku nun wieder in Kurs und wurde als Blu-Ray neu aufgelegt. Nicht wenige Menschen, die diesen Film sehen, berichten von einem nachhaltigen Aha-Erlebnis.

(ganzer Film aufgrund verschärfter Urheberrechtskontrollen auf Youtube u. Vimeo derzeit nicht verfügbar; weitere Snippets:
Trailer 1988
Kaufhausszene
Tagesschau 2018 – Sie leben (eingeschenkt.tv)

Bombenstimmung – Wenn Angela Merkels „verlässliche Freunde“ das Fleischermesser zur Hand nehmen

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Herrscht ja gerade wieder Bombenstimmung. Union, Grüne und FDP befürworten ein Mitbomben von deutschen Tornado-Kampfjets in Syrien und damit ein mögliches militärisches Aufeinanderprallen der Nuklearmächte von NATO und Russland. Noch kurz vor seinem Amtsantritt hat US Präsident Trump selbst vor dem Szenario gewarnt, das nun vor uns steht: „Der Syrienkonflikt wird in einem Dritten Weltkrieg enden“, wenn man der Geostrategie der – bisher durch Clinton und McCain repräsentierten – transatlantischen Falken folge und die Konfrontation mit Russland weiter vorantreibe (Quelle: Spiegel).

Wie schnell in einer hochautomatisierten militärischen Maschinerie die Dinge eskalieren können und wie oft wir schon am Armageddon knapp vorbeigeschrammt sind, ist aus der Geschichte hinreichend bekannt.

Im „Bulletin of the Atomic Scientists“ hat der Rechtswissenschaftler Roger D. Fisher daher vorgeschlagen, dass die zum Start von Atomraketen nötigen Abschusscodes in eine Kapsel gesteckt und in das Herz eines freiwilligen Menschen implantiert werden sollten. Um Atomwaffen abzufeuern, wäre der US Präsident somit gezwungen, mit einem Fleischermesser persönlich einen Menschen umzubringen – und dabei zu erleben, was das Töten von unschuldigen Menschen bedeute.

Ich halte diesen Vorschlag für wenig effektiv. Nein, man sollte nicht das Herz eines unschuldigen Menschen nehmen. Mit dem Abschlachten von unschuldigen Menschen haben unsere ehrenwerten Eliten ja bisher noch nie ein Problem gehabt. Man sollte die Raketencodes – portionsweise verteilt – in die Herzen von führenden Mitgliedern des Council on Foreign Relations oder des Atlantikbrücke-Vereins implantieren, die unablässig für eine Konfrontation mit Russland werben. Nadelgestreifte Kollegen abzuschlachten, mit denen sie zuvor noch schulterklopfend im Yachtclub gesessen und eine Havana geraucht haben, das würde den Herren Waldorf & Statler aus der Muppetsshow-Loge schon bedeutend schwerer fallen.


Bild: rubikon.news / Creative Commons BA 4.0

Willkommen im Nowitschok Nightclub – Happy Hour naht, Uncle Sam gibt einen aus: Bloody Mary on the rocks!

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Foto: pixabay

Der Teufel schläft bekanntlich nicht. Die von Angela Merkel als ihre „verlässlichen Freunde“, von CIA-Analyst Ray McGovern schlichtweg als „Irre“ bezeichneten Falken in Washington leider auch nicht.

Was ist also schon wieder los? Nun, im Nahen Osten nichts Neues, könnte man sagen: Wieder einmal steht ein von islamistischen Terror-Milizen (laut Qualitätsmediensprech: „Rebellen“) besetztes Gebiet kurz vor der Rückeroberung durch die syrischen Regierungstruppen. Nach Ghouta diesmal Idlib, die letzte vom IS / Al-Nusra / Jaish-al-Islam & Co. gehaltene Bastion. Und wieder einmal werden von unseren „verlässlichen Freunden“ alle Register gezogen: Die mediale Propaganda läuft auf Hochtouren, die Weißhelme gehen in Stellung, um Fassbomben Assads zu filmen (das sind jene Bomben vom ganz brachialen, barbarischen Typ, die an ihren Zielen nicht so smart detonieren wie die Tomahawk- und Drohnen-Raketen der westlichen Wertegemeinschaft). Die Terror-Milizen halten indes Zivilisten als Schutzschilde.

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben bereits gedroht, im Falle eines Zuschadenkommens solcher Zivilisten durch Giftgas noch härter als das letzte Mal zuzuschlagen – ein Giftgasanschlag wäre somit die letzte Rettung der an die Wand gedrängten Terror-Milizen. Von Seiten syrischer Nachrichtenagenturen wird berichtet, dass bereits ein von dschihadistischen Milizen begleiteter LKW-Konvoi mit Gaszylindern nach Idlib gebracht wurde (Quelle: Syrian Arab News Agency). Nicht nur die schwerbewaffneten Dschihadisten sind in Stellung, auch die „Weißhelme“ sind vor Ort, um zeitnah über Massaker zu berichten, denen die westliche Wertegemeinschaft Einhalt gebieten müsse. Ein in perfektem Englisch twitterndes 6jähriges Mädchen aus Idlib namens Hala, unter dessen 350 Abonnenten sich auch die führendsten Medien der westlichen Welt wie BBC, Huffington Post, Radio Liberty & Co. befinden, darf auch diesmal nicht fehlen (siehe heise). Die Nuklearmächte USA und Russland haben vor Syrien bereits ihre Flottenverbände zusammengezogen und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Der UN-Gesandte für Syrien, Staffan de Mistura bringt es also auf den Punkt, wenn er vor einem „perfekten Sturm“ spricht, der sich gerade in Idlib heranbilde (Quelle: UN news).

Zuletzt hat nun auch der US Präsident verkündet, dass man ein Töten von Menschen in Idlib keinesfalls zulassen dürfe.

Die Barkeeper des Nowitschok-Nightclub wissen also, was sie jetzt zu tun haben … Den Chlormilchshake, der gerade aus der Lobby Lounge der „Small American Group on Syria“ bestellt wurde, mischen die Boys mittlerweile mit links (den Link zum Bericht eines im Nahen Osten tätigen britischen Söldner-Offiziers, der mit seiner „Agentur“ solche Bestellungen aufnimmt, habe ich gerade nicht zur Hand, kann mich aber noch an eine veröffentlichte Passage aus seinem Mailverkehr erinnern, als er den Auftrag zum Inszenieren eines Giftgas-Anschlags erhalten hat. Seinem Kollegen teilt er mit, dass der Auftrag zwar „ethisch nicht korrekt“ sei, „… but the proposed payment is immense“).

Was soll man also zur aktuellen Situation noch sagen? Soll man wieder an die Kuba-Krise gemahnen und den möglichen Armageddon an die Wand malen? Oder soll man sich einfach entspannt zurücklehnen und sich sein Dosenbier schmecken lassen? Ist ja auch letztes Mal bei der Konfrontation in Ghouta und dem Tomahawk-Angriff auf Damaskus alles gutgegangen, nur haarscharf zwar, aber doch gutgegangen. Der Präsident der Atommacht USA hat dabei der Atommacht Russland zugetwittert: „Mach dich bereit, Russland, unsere Raketen werden kommen!“, obwohl er zuvor selbst davor gewarnt hat, dass „der Syrienkonflikt in einem Dritten Weltkrieg enden wird“ , wenn man mit Russland weiterhin in dieser Weise verfahre (Quelle: Spiegel).

Trump hat sich bei der letzten Konfrontation in Ghouta für die „minimalste der ihm von seinen Militärberatern vorgelegten Interventionsmöglichkeiten“ entschieden, und nicht für eine der womöglich verhängnisvolleren Optionen, die ihm im Oval Office von Sicherheitsberater John Bolton (einer von Ray McGoverns „Irren“) ebenfalls vorgelegt wurden – wir berichteten („Über den Beinahe-Armageddon in Syrien“). Welche Option wird Trump diesmal wählen? Wird er dem Druck der siegesgewohnten „Irren“ im Weißen Haus standhalten können, die auch in Syrien nun „ihren Sieg einfahren“ wollen? Als Geschäftsmann wird Trump nicht von der Hand weisen können, dass die bisherigen milliardenschweren Investitionen der „Small American Group on Syria“  – lt. einem geleakten Washingtoner Geheimprotokoll: USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien; lt. dem Protokoll solle Deutschland „noch nicht“ in den inneren Zirkel einbezogen werden (A.d.V: sondern beim transatlantischen Vabanque-Spiel vorerst nur als ’nützlicher Idiot‘ dienen)  in den Umsturz Syriens samt ressourcenintensivem Aufbau von „Rebellen“ doch nicht umsonst gewesen sein können? Oder wenn Trump zwar den „Irren“ gegenüber hart bleibt, dann aber doch emotional weich wird, weil das herzzerreißend-twitternde Mädchen Hala von den oscargekrönten Weißhelmen kamerawirksam nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden kann? – Sich Hala zuvor aber noch mit einem direkten Brief an den US Präsidenten wendet so wie zuletzt schon das siebenjährige Twitter-Mädchen Bana in Aleppo?

Auch wenn viele jetzt abschalten und sich lieber fürs Oktoberfest warmlaufen wollen, die Weltlage bleibt leider knifflig bzw. wie es Willy Wimmer zuletzt formuliert hat: „brandgefährlich“. Die globalpolitischen Renditeerwartungen der treibenden Akteure sind nämlich durchaus explosiver als die gerade von der türkischen Grenze herangekarrten Chlorgaskanister der Dschihadisten.

Ein Witz ist bei der ganzen Sache nur, dass wir fernsehende „Geiz ist geil“-Bürger nicht auch ein Stück von der Schaumparty abhaben können. Man kann doch an der Börse mittlerweile bei Allem mitpartizipieren, sogar am Bombengeschäft unserer Rüstungsindustrie. Man darf auf alles wetten, nicht nur auf Abstürze von Unternehmen, Währungen und Ländern, sondern auch auf die Abstürze bzw. Preisanstiege von Weizen und Reis, was ganze Völkerschaften ins Elend stürzen kann. Mit Warren Buffets „Massenvernichtungswaffen“ im Finanzcasino heute kein Problem. Wenn man es clever anstellt, kann man auch als Privatinvestor (von lat. privare = berauben) richtig absahnen. Warum gibt es also nicht die Möglichkeit, auch auf den Angriff auf Syrien zu wetten? Der Rubel – pardon: der Dollar natürlich – könnte so richtig  ins Rollen kommen, wenn man solche Syrien-Wetten zuließe: Wann schlägt die „Small American Group on Syria“ auf Assad los? Morgen? Übermorgen? Oder verkneifen sich die Dunkelmänner des militärisch-industriellen Komplexes womöglich den vernichtenden Schlag, nach dem sie so sehr geifern? Vielleicht sind sie ja zum Schluss gekommen, dass es in ihren patagonischen Atombunkern, in die sie sich nach einem Flächenbrand mit Russland verkriechen müssten, doch nicht so lustig  ist? Also wenn ich so ein Carlyle-Lobster wäre, mir wäre ehrlich gesagt auch mulmig zumute, mir vorzustellen, dass ich meine Atemluft in so einem Atombunkerloch fortan nur noch mit psychopathisch und/oder pädophil veranlagten Kollegen austauschen müsste und keinen Zugang mehr zu gesunden Menschen hätte. Wer weiß, womöglich sind die ehrenwerten grauen Herrschaften, die unsere Kanzlerin immer kryptisch als ihre „verlässlichen Freunde“ bezeichnet, sogar kannibalisch veranlagt?

Aber so what, was juckt das den Privatinvestor und was kümmert mich das Morgen? Ich will jetzt ein schmuckes Smart-Home mit einem SUV und einem Hund davor. Also: Was soll das Ganze? Haben wir nun totale Freiheit der Märkte und eine marktkonforme Demokratie oder nicht? Was ist denn das für ein Saftladen? Schön langsam kommen mir wirklich meine Zweifel am „Wir Affen daff!“ der Kanzlerin.

Gute Aussicht, schönes Wetter – mit dem Smoking wäre es netter

35 frogs pixabay

Bei uns ist ja alles gut. Doch in der Ukraine, da kommen immer wieder recht interessante Verhältnisse zu Tage. Zur Erinnerung: Am 26.01.2014 wurde von den Demonstranten am Maidan das Justizministerium in Kiew besetzt (Quelle: bild.de). Wie viele Gerichtsakten da wohl verloren gegangen sind? Auch George Soros meinte am am 25. Mai 2014: „Ich habe in der Ukraine schon vor deren Unabhängigkeit eine Stiftung gegründet. Sie hat seither funktioniert und spielte eine große Rolle bei den jetzigen Ereignissen“ (Quelle: cnn.com).  Und jetzt schreibt doch die sueddeutsche am 06.08., wie wenig Möglichkeiten die Antikorruptionsbehörde Nabu in der Realität hat:

*Das 2015 gegründete Antikorruptionsbüro Nabu hat Dutzende Staatsdiener vor Gericht    gebracht. Doch in den hochrangigen Fällen wurde Nabu-Chef Sitnik zufolge nicht einer verurteilt.

*Die ukrainischen Gerichte gelten selbst als notorisch korrupt. 

*Die Gründung eines Antikorruptionsgerichts (AKG) wurde erst jahrelang verschleppt, ein vor Kurzem verabschiedetes Gesetz dann durch Zusätze zahnlos gemacht.

 „Faktisch Straffreiheit für alle Prominenten“

Richter, die unbestechlich sind, werden unter Druck gesetzt. Im Frühjahr 2017 nahmen Nabu-Detektive den politisch enorm einflussreichen Ex-Parlamentarier Mykola Martynenko fest, wegen des Verdachts auf Unterschlagung von mehr als 20 Millionen Euro Staatsgeldern. Ukrainer ohne hoch reichende Kontakte kommen – und bleiben – schon bei einem Diebstahl im Wert von mehr als 20 Dollar oft in U-Haft. Doch im Fall Martynenko „kamen 15 Parlamentarier und drei amtierende Minister in den Gerichtssaal und setzten den Richter unter Druck“, erzählt Nabu-Chef Sitnik. Der Ex-Parlamentarier wurde gegen das Wort der Minister und Abgeordneten auf freien Fuß gesetzt.

„Vier Jahre nach dem Maidan gilt in der Ukraine immer noch faktisch Straffreiheit für alle Prominenten. Nicht einer ist hinter Gittern“, sagt Reformpolitiker Jegor Soboljew. „Und solange die Ukraine kein unabhängiges Gericht erhält, das nur massive Korruption hoher und höchster Staatsdiener verhandelt, wird sich nichts ändern.“ 

Wie das Gesetz für ein Antikorruptionsgericht konterkariert wurde

Im Winter 2017/2018 harrten Aktivisten monatelang vor dem Parlament aus und forderten, das Antikorruptionsgericht zu schaffen. Soboljew unterstützte sie draußen per Megafon und als Abgeordneter im Plenarsaal. Als Ausschussvorsitzender blockierte er Versuche, Nabu-Chef Sitniks Entlassung möglich zu machen. Als Quittung wurde Soboljew im Dezember 2017 abgesetzt. „Viele Parlamentskollegen verstehen eines nur zu gut: Wenn sie ein unabhängiges Antikorruptionsgericht schaffen, finden sich etliche von ihnen dort als Angeklagte wieder.“

Präsident Poroschenko, dessen Finanzgebahren seit den von der SZ veröffentlichten Panama Papers wegen seiner Offshore-Firmen Zweifel weckt, kann selbst bei Korruptionshinweisen nicht angeklagt werden. Aber schon, wenn er aus dem Amt scheidet. Das Präsidialamt beantwortete Anfragen für ein Interview nicht.

 Ja was macht man nur, wenn für einen Briefkastenfirmen gegründet werden, und man gar nichts davon weiß? Was soll der arme EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker machen, wenn gerade, als er in Luxemburg Finanzminister war, das Land zur größten Steueroase Europas wurde? (Quelle: sueddeutsche.de Luxemburg-Leaks.) Was macht man nur, wenn man gar nicht weiß, dass man ein Haus in Paraguay hat? (Quelle: n-tv.de ) – oder vielleicht weiß Merkel es doch?

Ja die Steuerfreiheit spielt im Oligarchenschutzverband EU durchaus eine nicht ungewichtige Rolle.    Auch der Brexit macht es den Offshore-Konten auf den Inseln New Jersey, Guernsay und Isle of Man vielleicht doch nicht leichter. Auch wenn mit dem Verfasser des Artikels bekannte Bankeninsider die Frage des Brexit als Folge der Steueroasen mit entsprechender Unterstützung der EU Gegner und der entsprechenden Informationen durchaus als sehr wichtig betrachten.

Steuerfreiheit ist eben im Wirtschaftsliberalismus wichtig: Auch in Italien! (siehe spiegel.de). Und wenig Steuern zu zahlen heißt Wirtschaftsaufschwung? Oder Autobahneinsturz in Genua? (siehe zeit.de).  Auch in den USA hat das in Harvard entwickelte geniale Wirtschaftssystem die Infrastruktur sehr schwer gefährdet (siehe zeit.de). Ja, wenn die Steuereinnahmen auf Offshore Konten liegen, oder eben nicht angetastet werden, dann hat der Staat nun mal kein Geld. Und Angela Merkel hat ihren Staat bis zum Hartz IV wirtschaftsliberal gestaltet (Quelle: dw.com/de/):

„Weniger Steuern für Unternehmen, weniger Vorschriften, weniger Bürokratie – ja grundsätzlich weniger Staat – …….. Doch das ist genau das, was sich Manager wünschen. Weswegen sie den Aufstieg von Angela Merkel zur starken Frau in der CDU ja einst auch bejubelt hatten.

2003 hing der Himmel voller Geigen

Da kam 2005 eine an die Macht, die wie aus dem Lehrbuch des Wirtschaftsliberalismus predigte. Die ihrer CDU schon zwei Jahre zuvor auf dem Parteitag in Leipzig Marktwirtschaft in Reinkultur verordnet hatte. Unter anderem drei Steuersätze von zwölf, 24 und 36 Prozent und den Wechsel von einer solidarischen Krankenversicherung mit vom Gehalt abhängigen Beitragssätzen zu einer Kopfpauschale von 180 Euro – egal ob Pförtner oder Generaldirektor. Ach ja, auch die Rente ab 67 wurde damals schon ins Parteiprogramm geschrieben.

Selbstverständlich ging man in den Führungsetagen der Wirtschaft davon aus, dass Angela Merkel den großen Konzernlenkern der Deutschland AG ähnlich verbunden sein würde wie ihr Vorgänger im Kanzleramt, Gerhard Schröder. Der Sozialdemokrat hatte es immerhin zum Spitznamen „Genosse der Bosse“ gebracht. Merkel, eine Frau zumal, musste doch noch besser in den Griff zu bekommen sein.

War nicht die CDU stets die Partei der Unternehmer gewesen? Waren Kanzler und Konzernlenker nicht spätestens seit der Ära von CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl so etwas wie natürliche Verbündete?“

Und Wirtschaftsliberalismus stärkt die Wirtschaft (Quelle: lvz.de.):  „Einst waren gute Straßen, zuverlässige Eisenbahn und funktionierendes Telefonnetz ein deutscher Standortvorteil. Heutzutage machen eher Mängel der Infrastruktur Schlagzeilen – und die Unzufriedenheit in den Unternehmen nimmt zu.“

Aber, wenn die Armut in D zunimmt (Quelle: focus.de.), dann beginnen die Menschen wieder zu beten? Also wieder eine bessere Zusammenarbeit der Kirchen mit dem Staat, wodurch man die Menschen wieder besser führen kann? Und wenn sie Angst vor einem Krieg haben, dann geht das noch besser? Vor allem, wenn der Oligarchenschutz Europas für das Korruptionssystem der Ukraine zu immer mehr Aufrüstung führt. Was hätten die Oligarchen in Kiew von einem Frieden, wo die EU dann die Korruption dort beginnen würde zu bekämpfen? So darf man die Arbeit der Christlich-Sozialen Parteien doch immer auch im Sinne des Guten sehen!

Dazu passend: Kam einmal ein Pastor, oder war er Pfarrer, in den Himmel. Man wies ihm ein kleines Zimmer an. Dann kam kurz darauf ein Busfahrer oben an und das ganze Himmelsorchester spielte auf. Die Engel bildeten Spaliere und er wurde in höchsten Ehren empfangen. Kurz darauf wollte der Geistliche wissen, warum diesem Busfahrer so viel Ehre erwiesen wurde. Darauf die Antwort: Du hast vor der leeren Kirche gepredigt und kaum jemand hat Dir zugehört. Doch als dieser Busfahrer, der vorher Auto-Rallys gefahren war, die Kurven ansteuerte, da begannen alle Menschen im Bus zu beten.

Können wir nicht vor diesem Hintergrund die derzeitige Politik, sowohl der EU, als auch von D besser verstehen?


Bild:pixabay.com CC0

Vogelschiss-Presse

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So schlimm kann unsere Lage denn wohl doch nicht sein. „heidi klum und tom kaulitz“ – das ist der topgereihte Suchvorschlag in deutschen Landen, den mir Googles Messaging Service  gestern beim Einrichten meines neuen Smartphones präsentierte.

Stimmt also nicht ganz, was gerade auf Telepolis beklagt wird: Dass in Deutschlands „Systemmedien“ nur noch AfD-Themen gebracht würden (siehe heise.de). Obwohl das in letzter Zeit ja nicht nur auf „Systemmedien“ zugetroffen hat, auch unsere Social Media Newsfeeds waren tage-/wochenlang mit Vogelschiss-Meldungen zugemüllt. Ja, wirklich, wie skandalös: Wie hat der Gauland die NS-Zeit nur als Vogelschiss bezeichnen können? Ist doch absolut verniedlichend, nur die Scheiße von putzigen Vögelchen als Methapher heranzuziehen. Er hätte mindestens „Hundescheiße“ sagen müssen. Wobei auch da sofort der Protest der (zahlreichen) Hundebesitzer gekommen wäre. Also: Dinosaurierscheiße wäre wohl der einzig angemessene Begriff gewesen, auf den man sich einigen könnte – allerdings nur, solange die Gender Madstream- und Queer-Community nicht mitredet. Spätestens dann ist auch die Dinosaurierkacke am Dampfen und es hagelt regenbogenfarbene Teddybären und Dildos.

Nach der Rettung der Flüchtlingsschiffe „Aquarius“ und der „Lifeline“ flackert an dunkeldeutschen Stammtischen nun also wieder die Diskussion über Angela Merkels Politik der offenen Grenzen auf. Hinter vorgehaltener Hand – die Blockwarte hören ja heute wieder mit – raunt während des abendlichen Tagesschau-Guckens auch die dunkeldeutsche Hausfrau ihrem White Trash-Mann zu: „Du, ich weiß nicht, wie lange wir das noch schaffen.“ Immerhin wird verlautet, dass laut Umfragen in afrikanischen Ländern bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen (Quelle: Welt).

Man könnte jetzt ein noch härteres Vorgehen gegen die kuchenbackenden Nazis dieses Landes fordern, aber ich fürchte es wird alles nichts helfen. Denn es ist zwar in der Tat schwer einzusehen, aber leider eine unbarmherzige Gesetzmäßigkeit des Lebens, dass es rein gar nichts nützt, wenn man die Augen vor Problemen verschließt oder ihr Ansprechen zu tabuisieren versucht. Wie man sieht, hat es ja auch nichts genützt, dass man das Wort „Lügenpresse“ verboten hat: Die vom rülpsenden Konsensmoloch (© Wolf Reiser) täglich ausgestoßene zähschwarze Lügen-/Manipulationsmasse ist damit um keinen Deut weniger geworden, sondern stinkt zum Himmel wie nie zuvor. Die Schreiber unserer Qualitätsmedien haben nach dem Verstummen der Lügenpresse-Rufe nicht etwa zur Räson gefunden, sondern ergeben sich nun sogar vollends der Tollwut und geifern nach dem großen Knall mit dem russischen Bären.

Ebenso werden auch die „AfD-Themen“ weiterhin unverrückt vor uns stehen bleiben, auch wenn die AfD und ihre Vogelschiss-Rührer schon morgen von der Bühne verschwänden. Ob  die auf deutschem Boden ausgeübte Gewalt der Flüchtlinge denn nun zu Recht bestehe oder sich die Flüchtlinge dieses Recht zu Unrecht nehmen (ich meine: darf man Flüchtlingen die Dinge verwehren, mit denen sie unsere Werbung an jeder Straßenecke anfixt, aber wozu ihr Portemonnaie nicht ausreicht?) und ob diese Gewalt zu denselben Zuständen und NoGo-Zonen und Parallelgesellschaften führen wird wie in den Vororten von Frankreich, Schweden und den USA … oder ob es in Deutschland anders kommen wird, indem wir in Schulen und Amtsstuben das Kreuz abnehmen und stattdessen die alternativlosen Frieden verströmende Mutti der Nation aufhängen – alles das wird an den vielverachteten Stammtischen des deutschen Packs weiterhin diskutiert werden. Zumindest dann, wenn jedermann die auf der Straße liegenden Scherben eigenhändig  aufräumen muss, da der deutsche Wirtschaftsmotor nicht mehr wie gewohnt brummt und die Merkel‘sche Müllabfuhr nicht mehr ausrücken kann.

Wie auch immer. Die Realität geht weiter und wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Während wir uns gerade dabei gefallen, dass die deutschen Besatzungsmitglieder der NGO „Lifeline“ über 200 Flüchtlinge  in den sicheren Hafen von Malta gebracht haben und diese ebenso wie die über 600 Flüchtlinge  der „Aquarius“ nun in der EU Aufnahme finden, so registrieren die wenigsten, dass im Sog solcher Erfolgsstories in der Wüste Afrikas gerade mehr als doppelt so viele Flüchtlinge sterben wie bei der Überquerung des Mittelmeers . Jetzt gerade werden sie z.B. an der Südgrenze Algeriens einfach in der Sahara ausgesetzt (siehe nzz). Wer interessiert sich schon dafür, dass nicht zuletzt aufgrund der deutschen Grenzöffnung in weiten Teilen Nordafrikas mittlerweile eine vollendete No-Future-Stimmung herrscht?  Die meisten jungen Menschen dort haben es aufgegeben, sich in ihrem eigenen Land Ideen für die Zukunft zu machen, ihr einziges Trachten ist nur noch: „Wie schaffe ich es auch ins Schlamerkelland?“ – diese Haltung ist aus vielerlei Gründen auch durchaus verständlich. Aber was ist unsere Haltung dazu, die wir alle logistischen, wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten in Hand halten? Wo bleibt der Masterplan zum wirtschaftlichen und kulturellen Wiederaufbau Afrikas? Oder haben unsere hochdotierten Thinktanks etwa andere Pläne auszubrüten? Nicht einmal über ein Ende der Waffenexporte in Krisenregionen kann sich die westliche Wertegemeinschaft einigen. Während wir hier die großmütige Aufnahme von ein paarhundert gestrandeten Bootsflüchtlingen ins Kameralicht rücken, zerfetzt es in fernen Ländern tausende andere mit den nach DIN-ISO-Norm gefertigten Ballistikprodukten unseres „Maschinenbaus“, auf den wir vor aller Welt so stolz sind und der hierzulande Arbeitsplätze und Wohlschand sichert.

Aber lassen wir die ganzen Ironisiehülsen und anstaltmäßigen Metaphern, mit denen man sich heute durchlavieren muss, um überhaupt irgendetwas ansprechen zu können, ohne an den politisch korrekten Sprachregelungen anzustreifen, einmal beiseite. Ganz im Ernst: Die Heuchelei rund um die Flüchtlings-Thematik ist kaum noch zu ertragen. Eine austeritäre Bundeskanzlerin, die aus rein ökonomischem Kalkül ganze Völkerschaften knallhart an die Wand fahren lässt und die auch das eigene Land bedingungslos einem neoliberalen Diktat und viele Menschen einer existenzbedrohlichen Verarmung unterworfen hat, tut nun so, als ob es bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Afrika u.a. um Humanität gehe.

In Wirklichkeit lautet die unausgesprochene Direktive der unsichtbaren Hand des Marktes, das wirtschaftlich verwertbare, durchsetzungsstarke „Material“ abzuschöpfen, der Rest kann verrecken. „Wir brauchen jedes Jahr 400.000 Zuwanderer netto, um den Bedarf der Unternehmen zu decken“, verkündet Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit in einem jüngsten Interview in der Welt.  Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie in den oberen Planungsetagen der westlichen Wertegemeinschaft über Migration gedacht wird, der mag sich eventuell ein Agenda-Dokument des World Economic Forums zu Gemüte führen: „The Business Case for Migration“ (datiert 2013).

Wenn es wirklich um Humanität ginge und man die größte Not lindern wollte, dann müsste man jeden durchsetzungsstarken jungen Mann, der es hierher geschafft hat, zurück in seine Heimat schicken und ihn stattdessen gegen drei Alte, Kranke oder Arme austauschen, die nicht die Möglichkeit haben, sich im darwinistischen Kampf bis ins wunderbare Schlamerkelland durchzuschlagen, sondern die daheim ohne Hilfe bei kaputten Wasserleitungen dahinsiechen – indes ihre Heimatländer dank des Brain Drains und der Abwanderung der Jungen gerade dabei sind, vollends zusammenzubrechen. Dann würde ich auch liebend gerne bei der Refugees Welcome Bewegung mithelfen, ganz im Ernst! – Denn mit den Alten, Kranken und Armen hätten wir dann Menschen im Land, die sich keine Illusion mehr über den Charakter des Neoliberalismus machen, da sie dessen mörderische Konsequenz am eigenen Leib zu spüren bekommen haben. Menschen, die etwas anderes im Kopf haben als Heidi Klum und Tom Kaulitz. Menschen, mit denen wir den Drachenkampf aufnehmen und die Wende schaffen können!

 


Foto: pixabay/CC0

 

 

Kopfmähroboter oder: Das große Desinfizieren – Ein Bordelltürsteher rechnet ab

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Foto: David Short/flickr/CC BY 2.0

Über ein Jahr ist es nun schon wieder her, dass ich den letzten Teil meiner Trilogie bzw. meines Abgesangs auf den Journalismus („Der Mensch am Schlachtfeld zwischen Lüge und Wahrheit“) angekündigt habe. Da der Stadtpark der marktkonformen Demokratie fortwährend mit Hundewürsten zugepflastert wird und der Parkwaechter alle Hände voll zu tun gehabt hat, um diese transatlantisch-außerirdischen Würste zumindest notdürftig beiseite zu schaufeln, damit die Chose nicht zum Himmel stinkt – ein Unterfangen, das sich zunehmend als hoffnungslose Sisyphos-Arbeit erweist – hat er diesen dritten Teil vorerst auf Eis gelegt. Als Überbrückung und damit das angerissene Thema nicht ganz auskühlt, daher nachfolgend ein paar Zeilen eines waschechten Journalisten mit Bordellerfahrung, wie man sie nicht alle Tage zu lesen bekommt.

Einer der seltenen Männer in diesem Gewerbe, die es nicht zugelassen haben, dass in ihren Köpfen ohne Unterlass ein Mähroboter fährt, der jeden Wahrheitsimpuls und jedes aufkeimende Pflänzchen des Gewissens sofort verhäckselt und in den Fangkorb wirft. Auf den solcherart getrimmten und mit „Roundup Ready“ steril gehaltenen Rasenflächen kann sich keine Biene und kein Schmetterling mehr niederlassen, sogar die Regenwürmer ziehen sich tief nach unten ins Erdreich zurück. Eine solche Rasenfläche ist dermaßen verödet, dass es eigentlich fast schon egal wäre, wenn man sie komplett zuasphaltierte.

Aber was gibt es über unseren Qualitätsjournalismus überhaupt noch zu sagen? Soll man betreten schweigen? Wütend werden? Sich einfach schämen über einen Journalismus, der nicht nur seiner ursprünglichen Aufgabe gegenüber vollkommen versagt und sich wegduckt, sondern der nun sogar aktiv dazu übergeht, bösartig zu werden und sich als willfähriger Handlanger für Kriegshetze und zur Diffamierung derjenigen instrumentalisieren lässt, die sich in unserer verkrümmten Zeit trotz allem Gegenwind noch ein Rückgrat bewahrt haben?

Ein Journalismus, der mit Herz-/Nierenversagen vollkommen flach liegt und in einem komatösen Zustand gerade seinen letzten Atem aushaucht. Soll man sich überhaupt noch die Mühe machen, einem Korpus Beachtung zu schenken, der bereits verwest und in dem sich die Maden winden?

Bellizistischer Durchknall

Der langjährige ARD Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam bezeichnet ehemalige Qualitätszeitungen wie Süddeutsche & Co. mittlerweile „glattweg als Bellizisten-/Kriegszeitungen“ (siehe Youtube). Auch die transatlantischen Minarette des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überziehen unsere Lande mittlerweile mit einem dermaßen erbärmlichen Gewimmere, dass sogar jeder gelernte Muezzin nur  mit Grauen erfüllt das Weite suchen möchte. Angesichts dessen, was von den „kläglichen Sendemast-Trümmern von ARD, ZDF“ (Wolf Reiser) derzeit einem Millionenpublikum an nicht enden wollender Hetze und tendenziöser Berichterstattung gegen Russland zugemutet wird, kräuseln sich mittlerweile sogar einem Stachelschwein die Nackenhaare.

Jeder Mensch, der sich ein einigermaßen natürliches Empfinden bewahrt hat, kann sich mittlerweile nur noch angewidert abwenden von den Print- und Rundfunkanstalten, die willfährig die von Ursula von der Leyen ausgegebene Losung unter das Volk bringen, dass man „Putin richtig weh tun“ müsse – eine demokratisch nicht legitimierte und mittlerweile brandgefährliche Losung, die lediglich einigen durchgeknallten Thinktank-Köpfen entspringt, welche der gemeine fernsehende Bürger in der Regel niemals zu Gesicht bekommt und von denen auch Angela Merkel immer nur kryptisch als ihren „verlässlichen Freunden“ spricht. Thinktank-Köpfe, deren Pläne (siehe z.B. Chicago Council on Global Affairs / Kurzfassung via youtube)  zu hinterfragen dem gemeinen Fernsehbürger a priori strikt untersagt ist („Vorsicht, Verschwörungstheorie!“). Dass es im politisch-militärischen, konzern- und finanzwirtschaftlichen globalen Chaos Bestrebungen nach Einflussnahme und Machterweiterung gibt – was für ein vollkommen abwegiger, paranoider Gedanke! Sieht man doch, wie die politisch-militärischen Machthaber und Wirtschaftskapitäne heute alle unlauteren Motive überwunden haben und nur noch der reinen betriebswirtschaftlichen Effizienz und den Kriterien der strengen Wissenschaft verpflichtet sind. Wer etwas anderes zu sehen vermeint, der ist ein Ketzer und gehört auf den medialen Scheiterhaufen.

Als exekutive Organe der VdL-Losung „Putin weh tun“ erklären uns Kleb-rige ZDF-Hauptabendmoderatoren, warum es notwendig ist, Deutschland auf Krieg zu bürsten, Rüstungsetats anzuheben und 6,5 Milliarden Euro dafür aufzuwenden, um Europas Straßen für einen Armageddon gegen Russland panzertauglich zu machen (siehe Spiegel).

Auch die aktuelle Fußball-WM in Russland, die eine Möglichkeit zur Völkerverständigung sein könnte, wird im Lichte dieser Losung schamlos dafür genützt, um Stimmung gegen Russland und Putin zu machen. Jüngst verstieg sich etwa ZDF-Frontmann Claus Kleber („Selbstverständlich bin ich Mitglied der Atlantikbrücke!“) bei seiner Anmoderation der WM zur Aussage: „Trotzdem gibt es in Deutschland ungebrochen ein Gefühl der Verbundenheit mit Russland, das nicht restlos mit Logik zu erklären ist.“

Dies impliziert, dass derjenige, der sich der VdL-Losung nicht ergibt und stattdessen Freundschaft und Völkerverständigung bevorzugt, wohl ein irrationaler Bürger ist. Da man sich nicht immer über alles aufregen soll, sondern manchmal trotz aller Tragik besser schmunzelt, hier eine passende Revue zum Kleber-Sager auf eingeschenkt.tv.  – Wir können wirklich stolz sein auf Qualitätsjournalisten, die mit solch kleb-riger, sauber gescheitelter Scheinheiligkeit daherkommen, dass man ihnen eigentlich in Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett ein Denkmal setzen müsste.

Postfaktisches Arschloch

Ab und zu reicht es freien Journalisten, sich solche Art von Meinungsmache bieten zu lassen. So wie dem Betreiber der Rationalgalerie, Uli Gellermann, der vor Kurzem von der Süddeutschen Zeitung vor das Münchner Amtsgericht gezerrt wurde, da er angesichts des niederträchtigen Umgangs mit Wahrheit und Objektivität, insb. in Zusammenhang mit dem unisono betriebenen Putin-Bashing, einen süddeutschen Qualitätsjournalisten als „postfaktisches Arschloch“ bezeichnet hat (siehe ralphbernhardkutza).

Ein zugegebenermaßen deftiges Wort. Aber welche angemessenen Worte soll man denn noch finden für Schreibtischtäter, die gerade nach einer Konfrontation mit dem nuklear bestückten Russland, also nach einem Game Over für uns alle geifern? „Griegümpfe“ nennt Dirk C. Fleck seine ehemaligen Journalisten- Kollegen, nachdem er nach eigenen Worten bis in den Gulli hinabgestiegen ist, dort zwischen all den deftigen Angeboten aber nicht ein einziges passendes Wort gefunden habe, das man auf die Hetzer und verblendeten Lohnschreiber von heute anwenden könnte (siehe free21: „Wenn die Fetzen fliegen“). Fleck mahnt an, dass dieser Begriff zwar eben erst von ihm erfunden worden wäre, aber schrecklicher sei als alles, was Menschen je in den Mund zu nehmen wagten:

„Bevor die beleidigende Wucht des Wortes erkannt und akzeptiert wird, vergeht zu viel Zeit. Zeit, die wir vermutlich nicht mehr haben. Denn die Griegrümpfe spielen mit dem Leben. Mit unser aller Leben. Wenn wir Pech haben, gibt es uns nicht mehr, bevor die ganze Tragweite des Begriffs erkannt wird.“

Ein unbezahlbarer Gewinn … – an Lebenszeit

Wer also mit den derzeit etablierten Medien immer noch nicht fertig ist, der nehme sich eventuell zehn Minuten Zeit, um die nachfolgende (versprochen köstliche) Abrechnung des Journalisten Wolf Reiser zu lesen. – Er wird sich im Gegenzug noch dieses Jahr hunderte Stunden an Lebenszeit ersparen, die er bisher mit dem Konsum des „manufacturing consent“ (Reiser: des „Konsensmolochs“) verschwendet hat.

Wer diesem Moloch den Zutritt in sein Innenleben verwehrt, wird darüber hinaus noch eine weitere erstaunliche Erfahrung machen: Er wird sich psychisch und sogar körperlich sehr viel gesünder und aufgeräumter fühlen. Denn die wenigsten ahnen, welch hochtoxische Wirkung Lüge und Manipulation auf unsere Psyche haben. – Es sind eigentlich vollkommen unverdauliche, nicht integrierbare Fremdkörper, die wir durch tendenziöse und manipulative Berichterstattung in uns aufnehmen. Unser Immunsystem hat damit übel zu kämpfen, viele Fieberschübe in Form von Ängsten, Depressionen und sonstigen psychischen Beschwernissen, die den Menschen heute fast schon epidemisch plagen, rühren daher: Uns werden täglich manipulative und widersinnige Inhalte zugeführt, die in unserem Inneren zu Gärungen, autoimmunen Abwehrreaktionen und Kurzschlüssen führen – langfristig sogar zu Organversagen bzw. vollkommener Abstumpfung.

Wer sich also Medien einfach nur „so nebenbei“ reinzieht, der betreibt etwas höchst Gefährliches: Er kann sich dabei pandemische Viren einhandeln, die sein Nerven- und Immunsystem mit der Zeit vollkommen zersetzen. Würde man den volksgesundheitlichen Schaden beziffern, der durch die Einwirkung von Print- und Rundfunkmedien erfolgt – Finanz- und Gesundheitsminister müssten vor Entsetzen  kreidebleich werden und die Druckereien samt den Sendetürmen augenblicklich unter Quarantäne stellen.

Systemcrash mangels Antiviren-Update

Anders ist es natürlich, wenn man eine Manipulation durchschaut. Dann hat sie keine Macht mehr über einen und muss verpuffen. Niemand sollte jedoch meinen, dass er ohnehin intelligent und scharfsinnig genug sei, Lügen bzw. Manipulationen zu erkennen. Dazu bräuchten wir valide Filterkriterien. Die – bereits durch jedes Wahlergebnis bezeugte – traurige Realität ist allerdings: In der Regel haben wir diese Kriterien nicht! Denn die Maßstäbe, die uns in Universitäten und Schulen (nach Aussage des Präsidenten der Europäischen Akademie der Wissenschaften schlichtweg „Vertrottelungsanstalten“ / Quelle: Welt) beigebracht werden,  stammen geradewegs aus diesem Lügen-/Manipulationssystem, das Wahrheit und reale Wirklichkeitssicht hasst und sich lieber in Illusionen wiegt.

Wenn ich jetzt sage, dass dasjenige, was sich anerkannte akademische „Wissenschaft“ und herrschende Lehre nennt, i.d.R. auch nur eine Befangenheit in solchen Illusionen ist, werden viele stramme Funktionäre dieser herrschenden Lehre sofort einen hochroten Kopf bekommen (siehe auch „Alles in Butter: Wie man tapfer feige eine wissenschaftliche Lanze bricht“). Aber dass das, was sich so hochtrabend als „strenge Wissenschaft“ ausgibt, in Wirklichkeit auch nur ein zutiefst kirchliches System mit Absolutheitsanspruch, verknöcherten Dogmen und entsprechender Inquisitionshierarchie ist, die ein grundlegend neues Erfassen unserer Lebens- und Wirtschaftsweise von vornherein verhindert, wäre jetzt ein eigenes Thema, sodass ich es hier vorerst gut sein lasse und außerdem nicht riskieren möchte, dass die fortschrittsgläubigen Fans Sheldon Coopers jetzt gleich als Leser abspringen. Vorab nur so viel: Um täglichen Medienkonsum gesund überstehen zu können, wäre ein mehrjähriges – in Eigenregie und nicht von herrschenden Lehrplänen bestimmtes – Studium der Philosophie erforderlich. Ansonsten ist Medienkonsum mittelfristig ein höchst gesundheitsgefährliches Unterfangen, vor dem genauso abzuraten ist wie vor dem Versuch, sich ins Cockpit eines Flugzeugs zu setzen und dieses bei Gewittersturm durch die Alpen zu steuern, ohne dass man zuvor eine gründliche Flugausbildung absolviert hätte.

In diesem Sinne erübrigt sich auch jeder Kommentar zum politischen und konzernwirtschaftlichen Bestreben, Kinder so früh wie möglich in die digitale Medienwelt hineinzuprügeln, damit sie „fit für den Job“ werden. Daher also wie versprochen lieber etwas Unterhaltsameres von Wolf Reiser (so man Galgenhumor hat):

Ein Bordelltürsteher rechnet ab

Reiser zählt zu den profiliertesten Autoren, der für alle nennenswerten Blätter im deutschsprachigen Raum geschrieben hat. Mit seiner Vor-Berufserfahrung als Barkeeper in Palermo, der Pariser Kultbar Polly Magoo und als Bordelltürsteher in Genuas Altstadt brachte er die besten Voraussetzungen mit, um von den deutschen Qualitätsmedien wie Süddeutscher Zeitung, Welt & Co. vom Fleck weg engagiert zu werden. Im nachfolgenden Essay schreibt also ein wirklicher Könner seines Fachs, der wohl alle erbärmlich zum Himmel stinkenden Nudelsuppen unseres marktkonform-postdemokratischen „Journalismus“ eigenhändig durchgerudert ist.

In seiner Betrachtung des „Großen Desinfizierens“ der Medienlandschaft kondensiert er die Dynamik ganzer Jahrzehnte mit schwungvoller Feder in einige wenige Absätze, die mit originellen Wortschöpfungen aufwarten, welche man eigentlich beim Patent- und Markenamt schutzrechtlich absichern lassen sollte:

Man weiß nicht, ob man sich vor Lachen biegen oder tieftraurig werden soll, wenn Wolf Reiser mit den „Volkserziehungskonserven“  eines „rülpsenden Konsensmolochs“ abrechnet, mit denen ein Volk abgefüttert wird, das von seinen eigenhändig gewählten Regierungsvertretern und ihren medialen Claqueuren als „halb White Trash, halb dunkeldeutsches Pack“ angesehen wird. Wenn er die „hochbezahlten Edeltrolle“ ins Licht rückt, die „sich als Historiker, Wissenschaftler und ‚Experten‘  tarnen und der paralysierten Republik das Rezept des Verschweigens, Marginalisierens und Desinformierens verordnen“. Wenn Reiser über den „trüben Brei aus Neobiedermeier“ surft, der sich „über Stadt, Land, Fluss gelegt hat und der Politik und Medien, Kino und Theater, die Mode und den Sport, die Gemüter, das Straßenbild, alles und jeden lähmt“. Wenn er schildert, wie sich unsere scheinheiligen Meinungsmacher und Talkmaster in den „Wahrheitskathedralen der Lüge“ einfinden, um „in einer Endlosschleife ihre Sprachregelungen, Tabusetzungen und neofeudalen Moralcodes abzuspulen“.

Wenn er resümiert, wie „in diesen gemütlichen Schlaflabors („Da bin ich ganz bei Ihnen“) heute kein Scholl-Latour, kein Frank Schirrmacher, Jean Améry, kein Balzac, Grass oder Goethe mehr Platz hätten“ – Schlaflabors, in denn stattdessen „Duzfreunde des Guten, Hajali und Seppelt Kleber und Mascolo sitzen. Die vielen redlichen wie und wahrhaftigen Kollegen werden in Abwesenheit diffamiert – als Verschwörungstheoretiker, Putin-Trolle, Europagegner und Rechts&Links-Populisten. Zu Füßen der Raute zeigenden Freiheitsstatue in Apricot schwadroniert die Echokammerelite von der westlichen Wertegemeinschaft, der offenen Gesellschaft, des liberalen Pluralismus, der Entfaltung des Gender-Individuums, den freie Märkten und der Verteidigung irgendwelcher transatlantischer Ideale, derweil Europa in sich zusammenbricht, die finstere und ferngesteuerte USA zum inneren wie externen Armageddon entschlossen scheint … und die Elite sich in ihre neuseeländischen oder patagonischen Atombunker verkriecht“, bis Wolf Reiser schließlich zu seinem finalen Fazit gelangt:

„Man kann es nicht mehr hören und nicht mehr sehen und nur hoffen, dass der Russe und seine Hacker endlich den Strom abstellen.“

–> zum ganzen Artikel (Wolf Reiser / Rubikon)

Angela, die Diätberaterin – Oder wie schön und erleichternd wäre für sie die verdiente Rente?

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Bild: pixabay/CCo

Also für 13 Jahre Arbeit als Bundeskanzlerin, ist Angela wirklich nicht korpulent. Da ging es den Freiern einer Sennerin in den Alpen ganz anders. Die Sennerin hieß Heidi und lebte ganz oben in den Bergen, schon deutlich über der Baumgrenze. Aber auch dort kamen immer wieder Männer hin, und so geschah es, dass Franz die Höhe der Berge erklomm und dort der wunderbaren Heidi begegnete. Sie wurden eins. Sie kochte und er aß und er aß bis er platzte. Dann stieg ein Guido auf den Berg, sie wurden eins, sie kochte und sie kochte und er aß und er aß bis er platzte. Dann kam der Sigmar, sie wurden eins und sie kochte und er aß bis er platzte. Aber daneben kam auch der Horst und sie waren eins, sie kochte und sie kochte und er aß nicht so viel und er lebt heute noch und vielleicht platzt sie bald?

Nein, da ist Angela ganz anders. Sie ist nämlich Diätberaterin: Auch zu ihr kamen Franz Münterfering und Frank Walter Steinmeier, sie nahmen so großartig an Wählerstimmen ab, und die Union zu, dass 2009 das Kabinett Merkel 2 mit Guido Westerwelle die nächste Regierung beginnen konnte. Auch die Partei Guido Westerwelles nahm so erfolgreich ab, dass sie sich in der nächsten Legislaturperiode außerhalb des Parlamentes gut erholen konnte. Schlank sein macht frei. Und deshalb begann die SPD mit Sigmar Gabriel die wertvolle Abmagerungskur. Sie schaffte es abzunehmen, doch nicht so erfolgreich wie die FDP. Doch immerhin hatte sie ihr Traum-Gewicht von 1949 fast erreicht. Trotzdem strebte sie dann 2017 in die Opposition. Dann platzten die „Jamaika“-Gespräche , weswegen die SPD doch wieder in die Regierung eintrat. Vielleicht schafft sie es ja dann bis zur nächsten Wahl, sich endlich ihrer parlamentarischen Lasten zu entledigen und wirklich schlank und frei zu sein.

„Schlank werden!“ Das ist das Motto der Kanzlerin. Von Hartz IV bis zu den südeuropäischen Reformen wurden die Menschen durch die sie und die Troika immer schlanker (Quelle:http://www.bpb.de/geschichte/). In Italien zahlen Pensionisten 50% Steuer und Fiat zahlt in Irland nur ganz wenig. Die Schattenwirtschaft boomt. (Quelle: spiegel.) An die Steueroasen der Superreichen will man nicht herankommen (Quelle: z.B. welt.de). Und die EU-Unterstützungskredite dienten zum Tilgen von Gläubigerforderungen, die eben wieder Reiche sind. Dadurch wurden die ohnehin schon zu Dicken, durch diese Reformen noch weiter gemästet. 2,9 Milliarden Euro war z.B. der Netto-Profit, den Deutschland mit der sogenannten Griechenland-Hilfe gemacht hat (Quelle: sueddeutsche).

Aber auch Angela selbst, ging mit gutem Beispiel voran, sie schaffte es 2017, die CDU so schlank zu machen, wie es nur 1949 noch besser gelungen war. Da die Angela und Horst Seehofer nun streiten, überlegen sich die Grünen, ob eine Abmagerungskur, in Form einer Regierungsbeteiligung, so wie es für die FDP zwischen 2009 und 2013 so erfreulich möglich war, nicht auch für sie gesundheitlich empfehlenswert wäre.  Wer schlank ist, hat weniger hohen Blutdruck, die Gelenke sind geschont, man muss sich bei weniger Belastungen auch weniger aufregen und immerhin hat es die Schwesterpartei der Grünen in Österreich ja auch geschafft, sich der Last einer Parlamentsarbeit zu entledigen. Auch in der Natur muss man sich manchmal selbst aufgeben, damit etwas Schönes, Neues und Gutes geschehen kann:


Foto: Von Oliver Koemmerling/CC BY-SA 3.0/ http://www.capturedphotons.com/gallery2/v/Macros/Mantis/

Nach dem, sicher auch vom Gottesanbeter-Männchen sehr genossenen Geschlechtsverkehr, der innigen Vereinigung, liebt das Weibchen den Mann so sehr, dass es dann den Mann voller Genuss auch verschlingt.

Die Grünen hoffen eben, dass sie durch eine Regierungsbeteiligung der Politik eine grüne Färbung verpassen können. Doch kann es eben sein, dass sie dann voller Liebe aufgefressen werden.

In der Zwischenzeit, als Angela ihre Partner beim Abmagern unterstützte, nehmen andere, wie z.B. die AfD zu (Quelle:Tagesschau ). Aus gesundheitlicher Sicht wäre also eine Kur-Partnerschaft zwischen Angela und der AfD eine Variante, die der AfD bei ihrer gesundheitlichen Entwicklung helfen kann, denn abmagern ist eben gesund.

Es gibt neben dem obigen Bild von Angela Merkel jetzt zahlreiche Bilder, die die Wahrheitsliebe der Kanzlerin, ablesbar von ihren Gesichtszügen, sehr deutlich machen (siehe z.B. handelsblatt). Um aktuell zu bleiben, möchte ich diese Eilmeldung nicht vorenthalten: Angela Merkel tritt zurück!! Das heißt sie, die so getreten wurde, tritt jetzt erstmals zurück! (Quelle: nachrichten247.de ) Sie hat sicher große Verdienste: Die EU wurde durch sie erheblich instabiler, der Nationalismus und der Antisemitismus sowie die antieuropäischen Kräfte wurden in ganz Europa erheblich gestärkt, sowohl die Schädigung der Natur nahm erheblich zu, die Rüstungsindustrie erlebte seit der so problematischen Flaute unter Gorbatschow wieder überall großartige Zuwächse. Es wurden so viele Autos nach China exportiert wie noch nie zuvor, es wurde noch nie so viel geflogen, und das Pariser Klimaschutzabkommen wurde so erfolgreich wie noch nie ignoriert!

Deshalb ist die Pension die beste Idee für die nun schon bald 64 jährige Kanzlerin, die am 17.07. Geburtstag hat! Sonst kann sie die Erfolge ihrer Leitung Europas nicht mehr genießen. Sie hat doch die Rente schon so redlich verdient! Wäre das nicht das geeignete Geburtstagsgeschenk für sie? Warum sollte denn das ganze Land nochmals wählen und dabei die Nationalisten stärken, wenn es vollkommen ausreicht, dass nur sie zurücktritt!  (siehe berliner-express.)  Wäre das nicht ein Dienst an Europa und an Deutschland?

Die Merkeldämmerung: Wenn Oktoberfestlöwen ein Schwarzes Loch bezwingen wollen

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Foto: NASA „Supermassive black hole“ PD / Flickr-European People’s Party-CC BY 2.0)

Kommt der längst überfällige Merkelsturz?

„Ich kann mit der Frau nicht mehr arbeiten“ – so Horst Seehofer laut WELT AM SONNTAG in CSU-internem Kreis über Angela Merkel (Quelle: welt.de). Entgegen dem Willen der Kanzlerin will er nun Grenzkontrollen anordnen. – Ein bloßes Ablenkungsmanöver im bayerischen Wahlkampf aufgrund der zunehmenden Bürgerwut über den Bamf-Skandal und Angela Merkels „Politik der offenen Grenzen“ oder steht ein ernst gemeinter Merkelsturz bevor?

„Sie wird untergehen“, titelt die Zeit, das Handelsblatt konstatiert „Das Ende der Alternativlosigkeit“, der Stern „das Ende von Merkels Flüchtlingspolitik“. Sogar bislang unbeirrte Merkel-Fans erklären ihre Beziehung zur Kanzlerin für zerrüttet und „machen Schluss“ (siehe welt.de).

Der fernsehende Spiegelbildbürger kann es kaum glauben: Soll die alternativlose Dauerkanzlerin, die nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Ulrich Mies mit ihren „fassadendemokratischen Schaustellern Demokratie, Anstand, faires Miteinander, Europa und den Frieden vor die Wand gefahren hat und deren marktradikaler Ungeist nun in alle Bereiche der Gesellschaft metastasiert“, nun tatsächlich von der Politbühne entfernt werden? Sollten Demokratie, Anstand, faires Miteinander, Europa und der Friede also tatsächlich wieder die Chance zum Aufblühen bekommen?

Die Patin und das System „M“

Schon 2016 war in den Leitmedien von einem Merkelsturz die Rede (siehe welt.de), dank Industrie 4.0-Pattex sitzt die Kanzlerin jedoch weiterhin fest im Sessel. Auch minutiös recherchierte Dokumentationen über die erosive Auswirkung der von Sloterdijk als „Hohlraumfigur“ bezeichneten Person Merkels auf Demokratie und Rechtsstaat konnten daran bislang nichts ändern. Bereits 2012 hat etwa Prof. Dr. Getrud Höhler, einstmals CDU-Urgestein und Beraterin von Bundeskanzler Kohl sowie des Deutsche-Bank-Chefs Herrhausen in ihrem Buch „Die Patin“ der Öffentlichkeit eine schonungslose Bestandsaufnahme von dem präsentiert, was sie als „System M“ bezeichnet:

Höhler spricht von nichts weniger als einem „Staatsstreich“, von einem Einbruch, wie wir ihn seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt haben (siehe auch Interview in phoenix via youtube). „Das System M etabliert eine leise Variante autoritärer Machtentfaltung, die Deutschland so noch nicht kannte.“ Merkels Amtsführung charakterisiert sie so: Es sei wie in einem Gemischtwarenladen. Produkte, die nicht gehen, würden aus dem Angebot genommen. Produkte der Konkurrenz, die besser laufen, würden kopiert. Die Kanzlerin sehe sich als Anbieterin in einem Meinungsmarkt, wo die Kundengunst über den Marktwert der Ware entscheide.

In einem jüngsten Vortrag aus März 2018 (Youtube-Konto mittlerweile gelöscht) spricht Höhler von einer Eigenschaft der Deutschen, die eine Regentschaft Merkel  überhaupt erst ermöglicht: die „Sehnsucht nach Aufschub und Nichtwissen“. Nach Jahrzehnten permanenter Konfrontation mit ihrer Schuld hätten die deutschen Bürger nun ihre Ohren auf Durchzug gestellt, wollten nichts mehr sehen und hören, sondern nur noch in Ruhe gelassen werden. Indem jeder nur noch irgendwie über die Runden kommen möchte, verfallen allerdings die Werte, die bisher die Basis unserer zivilisierten Gesellschaft gebildet haben, in atemberaubenden Tempo. In diesem Klima des Nihilismus billige man Merkel praktisch eine Allmacht zu, die sie unter anderen Umständen keinesfalls behaupten könnte. Höhler: „Worauf beruht denn eigentlich Merkels Deal mit den Wählern? Das kann doch nicht nur sein: Ja, wir wussten niemand anderen, die bleibt ja schon deshalb, weil kein anderer da ist (…) Ich sage: Darauf, dass sie ihre Ziele nicht nennt. Sie würde – ich weiß nicht, ob sie es im engsten Kreis tut – sagen: Wenn ich das verrate, bin ich nicht mehr dran! Das heißt, Merkel kann ihre Ziele gar nicht nennen, weil die Menschen dann nicht mitgehen würden.“

Die Knute unter der Tarnkappe: Autoritäres Schweigen

„In Wahrheit hat Merkel ein autokratisches System entwickelt, das von den Vorurteilen der Beobachter profitiert: Autoritäres Schweigen ist in diesen Vorurteilen nicht verzeichnet“ (Quelle: handelsblatt).

Prof. Höhler charakterisiert damit etwas an der Person Merkels, was in der Tat schwer greifbar ist und sich eines rationalen Erfassens weitgehend entzieht. Denn nach außen hin könnte man zunächst meinen, Merkel verkörpere eben in jeder Hinsicht den sanften Kompromiss, versucht es allen recht zu machen. Sie kämpft nicht, sondern assistiert mit zur Raute gefalteten Händen und emotionslos-erschlaffter Mine eben dem, was alternativlos oder gerade opportun ist.

Wollte man Angela Merkels Politik bzw. ihren vermeintlichen „Führungsstil“ charakterisieren, dann müsste man ihn paradoxerweise eigentlich durch eine Negativdefinition beschreiben: Durch eine vollendete Absenz von Eigenschaften, wie man sie von einer Politikerin in höchster Führungsposition eigentlich als conditio-sine-qua-non voraussetzen würde: Verantwortungsübernahme, Authentizität und Werte etwa.

Fleisch gewordenes Unglück

Eine spätere Generation wird über dieses Phänomen einmal staunend den Kopf schütteln: Indem Angela Merkel herumlaviert, es scheinbar allen recht zu machen versucht und sich aus jeder Verantwortung herausstiehlt, führt sie für das Land ein größeres Unglück herbei, als es jeder autokratische Despot vermochte. Das Unglück zeichnet sich auch bereits ab. Viele Menschen wollen sich zwar an der Illusion festkrallen, dass sie hier immer noch „gut und gerne leben“, obwohl uns sogar fortschrittsgläubige Pragmatiker wie Sigmar Gabriel bereits „am Abgrund“ sehen (Quelle: nzz). Nach nunmehr vier Merkel-Regierungen befinden sich nicht nur Gesellschaft, Sozialstaat, Grundrechte und die europäische Friedensordnung in akuter Erosion. Unsere Presse liegt mit Herz-/Nierenversagen in einem komatösen Zustand, die von Willy Brand & Co. geleistete Arbeit zur Ost-West-Entspannung und europäischen Friedensordnung wurde umstandslos an die Wand gefahren, vollkommen durchgeknallte Maasmännchen und harpienartige Bundeswehrchefinnen geifern nach einer Konfrontation mit dem atomar bestückten russischen Bären, während gerade die letzten Umwelt- und Humanressourcen ausgeschlachtet werden und die Menschen schon in den besten Jahren ihres Lebens mit Burnout zu kämpfen haben. Man muss sich regelrecht die Augen reiben, um es zu fassen: In einer Gesellschaft, die sich noch vor Kurzem zu den liberalsten und humanistischsten der Welt gezählt hat, herrschen nun Gleichschaltung der Medien, erbitterte Spaltung, Blockwart- und Gesinnungsterror und eine Hexenjagdstimmung wie zu Inquisitionszeiten im dunklen Mittelalter oder in der McCarthy-Ära.

Dabei wäre doch alles in Butter, wenn es in unserem unseligen Land nicht überall von „Rechten“ und „Nazis“ wimmeln würde – Attribute, mit denen heute per Merkel‘scher Definition nicht nur jeder Friedensaktivist und sozialkritische Straßenmusiker belegt wird, sondern auch jede x-beliebige Hausfrau und jeder Rentner, der mit der Regierungspolitik nicht einverstanden ist. Man denke sich nur einmal all die fiesen „Nazis“ weg: Unser Land wäre ein glücksstrahlendes Paradies voller Zukunftshoffnung, wo alle im Reigen des Gender Madstream der digitalen Transformation entgegentanzen. Da die Nazis aber einfach nicht wegzukriegen sind, sondern in der Zahl sogar rasant zunehmen  (dank der Merkel’schen Ächtungsdoktrin wurde das Kunststück zustande gebracht, dass das Wort ‚Nazi‘ mittlerweile jeden Schrecken verloren hat und sich sogar die biedersten Hausfrauen sagen: „Wenn das Nazi ist, gut, dann bin ich eben auch Nazi!“), ist Friede-Freude-Eierkuchen leider abgesagt.

Kollaps im Schlamerkelland

Kein Wunder also, dass angesichts des inflationären Nachwuchses an ‚Nazis‘ nun sogar unser  Rechtsstaat am Kollabieren ist, so man führenden Vertretern unseres Rechtsstaats Glauben schenkt. „Die deutsche Justiz steht kurz vor dem Kollaps“, titelte etwa die Wirtschaftswoche Ende Mai (siehe wiwo). In einem Focus-Report meint Oberstaatsanwalt Ralph Knispel im größten Strafgericht Europas: „Das sieht hier alles zwar hübsch aus. Aber in Wirklichkeit machen wir hier nur noch fröhlich Musik wie die Kapelle auf der Titanic.“ Der Oberstaatsanwalt stößt damit  ins gleiche Horn wie der Chef des Deutschen Richterbunds Jens Gnisa, der in seinem im Vorjahr veröffentlichten Buch „Das Ende der Gerechtigkeit“ feststellt, dass unsere Volksvertreter dabei seien, „eine der wichtigsten Säulen der Demokratie, die unabhängige Rechtsprechung einstürzen zu lassen. „Was wir erleben, ist ein Rückzug des Staates auf breiter Front“, meint auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt.

Obwohl Merkels Ressortchefs unter Beweis stellen, dass ihre jahrelange akademische Ausbildung nicht umsonst war und sie die Kunst des Erstellens von Excel-Tabellen beherrschen, in denen dem tagesschauguckenden Bürger in pastellrosa Farbe hinterlegte Kriminalstatistiken präsentiert werden, wonach alles im grünen Bereich ist, so erfährt man aus der Praxis anderes. Der Oberstaatsanwalt berichtet, dass in Berlin im Vorjahr laut Polizeilicher Kriminalstatistik gefährliche Körperverletzung auf Straßen und Plätzen um 16,7 Prozent, die Zahl der Sexualdelikte um 32,2 Prozent angestiegen ist. Auch in anderen Metropolen wie Frankfurt am Main und Hamburg nahmen Gewalt- und Sexualdelikte ähnlich stark zu (Quelle: focus). Mit Ermittlungsfällen überschwemmte Staatsanwälte verschafften sich Luft, indem sie massenhaft Verfahren einstellen. Polizisten könnten Straftaten an Brennpunkten längst nicht mehr ausreichend verfolgen, etliche Gefängnisse melden Überfüllung. „In einem Mordfall vom Februar 2018 haben wir bis jetzt noch nicht einmal eine ausgewertete DNA-Probe. Es kommt vor, dass eine DNA-Probe erst nach einem Jahr ausgewertet ist. Das ist absurd.“  Von 5,18 Millionen Verfahren hat die Staatsanwaltschaft mehr als die Hälfte – 2,9 Millionen – durch Einstellung mangels Tatverdachts, wegen Geringfügigkeit oder unter Auflagen erledigt. In gerade einmal 434.600 Fällen (=8,4 %) kam es zu einer Anklage. Auch die Verwaltungsgerichte drohen zu kollabieren, aktuell durch 230.000 Klagen gegen negative Asylbescheide.

Wie gestern in den Zeitungen verlautbart, hat der Europäische Gerichtshof nun entschieden, dass jeder vom Asylgericht rechtsgültig abgelehnte Migrant das Recht darauf hat, gegen seine Abschiebung zu klagen und in der Folge nicht abgeschoben werden darf (siehe zeit.de). Wie man sieht, ist die aktuelle mediale Empörung gegen Seehofers und Söders Ansinnen zur Ausweisung illegaler Migranten also vollkommen überflüssig – der EuGH hat dem Ansinnen der bayerischen Populisten bereits einen Riegel vorgeschoben und Merkels Politik der offenen Grenzen kann ungebremst weitergehen.

No-future-win-win Situation

Der Markt bzw. dessen unsichtbare Hand will es offensichtlich. „Wir brauchen jedes Jahr 400.000 Zuwanderer netto, um den Bedarf der Unternehmen zu decken“, sagt Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit in einem jüngsten Interview mit der Welt.

Dass dank der deutschen Grenzöffnung in weiten Teilen Nordafrikas mittlerweile eine vollendete No-Future-Stimmung herrscht: Wen interessiert’s schon? Soweit mir von Menschen vor Ort erzählt wurde, haben es dort die meisten jungen Menschen aufgegeben, sich in ihrem Land Ideen für die Zukunft zu machen, ihr einziges Trachten ist: „Wie schaffe ich es auch ins Schlamerkelland?“ Zurück bleiben in den Dörfern vorwiegend alte und kranke Menschen, die bei kaputten Wasserleitungen und mangelnder ärztlicher Versorgung hilflos dahinsiechen. In der Folge des brain drains der Jungen bricht dort gerade alles zusammen – ebenso wie demnächst womöglich auch bei uns. Nennt man im neoliberalen Neusprech dann wohl ‚win-win-situation‘.

Unser Arbeitsmarkt saugt die neu heranströmenden Billig-Arbeitskräfte jedenfalls begierig auf. Dass die Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten aufgrund ihrer mangelnden Bildung nicht in den europäischen Arbeitsmarkt integrierbar seien, ist offensichtlich nur ein Gerücht. Laut den neuesten Statistiken des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung  IAB hat bereits jeder vierte der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Migranten Arbeit gefunden(Quelle: welt.de). „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, hat nach fünf Jahren die Hälfte der Zuwanderer eine Arbeit“, so Herbert Brücker, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Migration. Am häufigsten schafften es Pakistaner, im deutschen Arbeitsleben Fuß zu fassen. Laut Bundesagentur für Arbeit hätten im Februar 2018 bereits rund 40 Prozent der pakistanischen Zuwanderer eine Arbeit gehabt. Auch bei Migranten aus Nigeria und dem Iran sei die Quote hoch.

Abgesaugt im Wurmloch

Um zu einem Ende zu kommen – was ich sagen wollte: Der aktuelle Putschversuch gegen Angela Merkel wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder scheitern. Denn die bayerischen Oktoberfestlöwen glauben in ihrer Naivität allen Ernstes, dass es hier mit rechten Dingen zugeht und man Probleme regeln könne wie mit einem Handschlag auf der Wies’n bei Bier und Brezen. Sie realisieren nicht, mit was für einer transatlantisch-außerirdischen Dimension sie es mit der Person Merkel zu tun haben: In astronomischen Begriffen müsste man von einem schwarzen Loch sprechen – und ein schwarzes Loch verschlingt bekanntlich schlichtweg alles, was in seine Reichweite kommt. Sogar vorbeiziehende Lichtstrahlen werden von ihrer ursprünglichen Bahn abgebogen und auf Nimmerwiedersehen in einem schwarzen Wurmloch verschluckt. Egal ob Zustimmung oder Kritik, alles, was in die Richtung des schwarzen Lochs geht, wird erbarmungslos abgesaugt und sorgt nur für noch mehr Masseakkumulation.

Bereits ein einmaliger Kontakt mit einem solchen schwarzen Loch kann verheerend sein. Deutschland muss ihm nun schon seit 13 Jahren täglich ins Gesicht sehen, befindet sich daher mittlerweile in einem derartigen Stadium der Zersetzung und Apathie, dass eigentlich nur noch die äußere Fassade steht (die zugegebenermaßen glänzend poliert ist). Im betörenden „Brummen“ des Wirtschaftsmotors hört niemand das gellende Lachen des nackten Wahnsinns, der bereits das Messer zur Mahlzeit wetzt, während wir wie mit einem Senkblei am Bein Richtung Meeresgrund in die digitale Transformation gezogen werden.

Wenn in dieser Situation jetzt nicht alle Basistriebwerke gezündet werden, um doch noch eine Schubumkehr zu schaffen – dann war’s das wohl  … und wir sehen uns wieder im Omega-8-Quadranten, in dem wir ausgespuckt werden, nachdem wir über das schwarze Wurmloch abgesaugt wurden. Was vielen allerdings nicht so gut schmecken wird: Der Spaßfaktor in diesem digital transformierten Quadranten wird nicht einmal halb so groß sein wie sich das manche Nerds auf Bento derzeit noch ausmalen (siehe Bento: „Ich bin Generation Merkel – und das ist auch gut so!“).

+++

Nachsatz: Wie die Bild-Zeitung bereits in dicken Lettern verlautbart hat, scheint das ganze Aufhebens um einen vermeintlichen „Merkelsturz“ in der Tat entbehrlich gewesen zu sein:
Nach einer Sonder-Fraktionssitzung der CDU verkündet Merkel, wozu der Vorstoß Seehofers und Söders geführt hat: „Ich fühle mich gestärkt.“

Pharaonen im Learjet und Freiherren im Forstgut -Teil 1: Jenseits der Schwerkraft und doch eisern angekettet

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Christoph Gröner (Bild aus Doku „Ungleichland“ / ARD / Youtube)

Über den Wolken in seinem Learjet sitzend, erzählt der Selfmademan Christoph Gröner über eine verblüffende Erfahrung, die er macht, seitdem er in die Riege der Superreichen aufgestiegen ist: Sein Geld sei einfach nicht kaputtzukriegen.

„Wenn Sie 215 Millionen haben und schmeißen das Geld zum Fenster raus, dann kommt’s zur Tür wieder herein. Sie kriegen es nicht kaputt. Sie kaufen Autos? Das Auto kriegt mehr Wert. Sie kaufen Häuser? Die Immobilien kriegen mehr Wert. Sie gehen in Gold? Das Gold wird mehr wert. Sie können’s nicht durch Konsum zerstören, das Geld.“

Die jüngst ausgestrahlte ARD-Reportage „Ungleichland – Wie aus Reichtum Macht wird“, in der solche Lebensweisheiten zum Besten gegeben werden, berührt zwar nicht einmal ansatzweise die wirklich zugrundeliegenden Probleme unserer heutigen Zeit und kratzt lieber an oberflächlichen Klischees, aber dennoch gibt sie einige interessante Streiflichter und macht uns bekannt mit Prachtexemplaren unserer Leistungsgesellschaft, denen man beim Einkaufen im Aldi in der Regel nicht begegnet.

So etwa Christian Lothar Ludwig Hugo Wilhelm Maria Reichsfreiherr von Mauchenheim, genannt Baron von Bechtolsheim. Der selbstbewusste Mann gehört zu jener Erblinie aus der Handelsdynastie der Fugger, die sich bis ins 21. Jahrhundert durchgefuggt haben und beim großen Festessen auch heute noch ganz vorne mit an der Tafel sitzen. Sein Brot verdient der Freiherr selbstverständlich nicht als Kühlregalschlichter bei Lidl, sondern ganz standesgemäß mit Private Banking für betuchtes Klientel: „Wir helfen dabei, das Vermögen von Familien über Generationen zu erhalten, das ist unser Anspruch.“ Die Frage des Reporterteams, ob er denn diese Art von Arbeit nicht als Teil des Problems [der zunehmenden Ungleichheit unserer Gesellschaft] sehe, bezeichnet der Freiherr als „frech“ – worauf er das feiste Lachen der mit ihm zu Tische sitzenden Finanzexperten erntet.


Schallendes Lachen nach der „frechen“ Frage des Reporterteams; ganz re.: Baron Bechtolsheim
(Bild aus Doku „Ungleichland“ / ARD / Youtube)

Emotionsfreie Freiherren

Dass es für das Geschäft nicht förderlich ist, wenn man zu viele Fragen stellt, erfährt man auch während einer Konversation des Freiherren mit einem Team an Finanztradern, denen er das Geld seines Fonds zur Weitervermehrung anvertraut hat. Die Private Equity Fondsmanager agieren  vollkommen emotionsfrei: Ein Computeralgorithmus, der die Weltwirtschaftslage scannt, entscheidet nach einem Rot-Gelb-Grün-Ampelschema, wann ein Wertpapier gekauft und verkauft wird: „Wir sind emotionslos gesteuert, wir haben keine Emotionen. Unser gesamtes Setup, unser Algorithmus ist rein quantitativ.“

Der Freiherr nimmt dieses emotionsfreie Geschäftsmodell seinerseits emotionsfrei zur Kenntnis, solange die Rendite stimmt. Da ihm die City Boys über 9% Rendite liefern, frägt der Fugger nicht näher nach, ob diese Rendite ohne Kinderarbeit und mit ökologisch nachhaltigen Produkten erwirtschaftet wurde oder mit krisensicheren Produkten, die etwa der „US Barrier / Vice Fund“ in seinem Portfolio hat: Waffen, Glückspiel, Alkohol und Pornografie. Dieses Portfolio ist krisensicher: „Selbst in schlechten Zeiten wollen die Leute noch trinken, rauchen oder wetten“, erklärte Fondsmanager Dan Ahrens bei der Gründung des Vice Fund (Quelle: FAZ).

Wenn man die Naturgesetze außer Kraft setzen will, dann darf man bei der Renditejagd nicht zimperlich sein. Immerhin weiß Baron Bechtolsheim aufgrund einer Studie, dass es weltweit nur vier Prozent der Unternehmerfamilien gelingt, das Vermögen länger als drei Generationen zu erhalten. Spätestens der Enkel setzt dann das erworbene Vermögen wieder in den Sand – wie gewonnen, so zerronnen. Die Focam AG des Fuggers will nun helfen, dieses eherne Gesetz zu durchbrechen, sodass auch noch so wohlstandsverwahrloste Kinder in Zukunft unbeschwert im selbstfahrenden  Auto auf ihrem Smartphone herumwischen und Spaß haben können.

Philosophie vs. Basic Instinct

Nachdem der mit Karl-Theodor zu Guttenberg verwandte Freiherr in seinem exklusiven Frankfurter Büro die fein säuberlich durch Trennblätter vorbereitete Aktenmappe durchgeblättert und alle Kontrakte signiert hat – freilich ohne sie durchzulesen, er kann seinen Fachanwälten offensichtlich blind vertrauen – geht’s mit dem Reporterteam ab in sein Waldgut, in dem sich der Freiherr nach getaner Arbeit dann so richtig frei fühlen kann. Bedingung an das Journalistenteam für das Mitkommen: Diskretion. Das Fernsehpublikum dürfe nicht erfahren, wo sich das Paradies befindet, in dem der Freiherr nach Feierabend seine fröhlichen Urstände feiert. In seinem Forstgut stellt der Freiherr dann vor laufenden Kameras unter Beweis, dass er nicht nur Chef spielen, sondern nötigenfalls auch anpacken kann:  Ganz ohne Nadelstreif und diesmal ohne Hilfe seiner Assistenz erlegt er einen morschen Baumstamm, der nach einem in Lederhose erbrachten Kraftakt des Freiherrn krachend zu Boden fällt. Sich kurz die Hände schüttelnd, erzählt der Freiherr alsdann frei von der Leber weg, wie er es in seinem Leben mit dem Thema „Besitz“ halte: Er könne die Frage, ob man denn immer alles auch besitzen müsse, was man liebt, gut verstehen. Wenn man diese Frage jedoch nicht in philosophischer Hinsicht [A.d.V.: wörtl. griech.: aus-Liebe-zur-Weisheit], sondern aus seinen natürlichen Instinkten heraus beantworte, dann könne er nicht umhin, als sie einfach mit „Ja“ zu beantworten.

Die im adeligen Blut liegenden Instinkte des Barons haben sich also noch nicht verwässert, obwohl der Baron laut eigenem Bekunden der erste Familienspross seit 900 Jahren ist, der aus nicht beiderseitig adeliger Linie, sondern aus der Ehe mit einer Bürgerlichen hervorgegangen ist (Quelle: sueddeutsche). Der halbbürgerliche Baron selbst setzt jedoch den traditionell blaublütigen Blutstrom seiner Familie wieder fort: Laut Wikipedia ist als seine Gattin eine ‚Annabel geborene Freiin Huber von Gleichenstein‘ verzeichnet, also eine Adelige. Wie auch immer, wir dürfen im Sinne der Chancengleichheit jedenfalls beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass es in unseren neoliberalisierten Forsten nicht nur Freiherren, sondern auch Freiinnen gibt. In Zeiten von Gender Mainstream wäre es ja auch unerträglich rückschrittlich, wenn es keine Freiinnen gäbe, gab es doch sogar im alten Ägypten Pharaoninnen.

Eine Frage der Ehre

Der bei der Bayerischen Vereinsbank, HypoVereinsbank und Dresdner Bank in die Lehre gegangene Freiherr ist auch keinesfalls realitätsfremd. Im vorgenannten Interview mit der Süddeutschen zeigt er, dass er die heutige Realität, in der er selbst mit am Rad dreht, messerscharf erfasst: „Die soziale Marktwirtschaft wurde durch das angelsächsische Modell abgelöst, das einen brutalen Kapitalismus praktiziert.“ Über Bankmanager, die sich in dieses angelsächsische Fahrwasser hineinziehen haben lassen und damit ihre Banken wie Hypo Real Estate oder Dresdner Bank in den Ruin geführt haben, kann Baron Bechtolsheim nur den Kopf schütteln: „Die Zeiten haben sich geändert. Vor 100 Jahren hätte sich jeder von den Managern erschossen, der seine Firma zugrundegerichtet hat. Das war eine Frage der Ehre.“

Abstocker

Als Kontrastprogramm schwenkt die ARD-Doku auch immer wieder mal von den Freiherren weg hin zu gemeinen Unfreibürgern, die in prämerkelschen Zeiten, in denen die Demokratie noch nicht marktkonform war, einmal zu dem zählten, was man Mittelschicht nannte: Eine junge Familie aus Leipzig, die sich nach dem zweiten Kind nach einer größeren Wohnung sehnt, diesen Traum nach Sichtung des Immobilienmarktes jedoch schnell aufgeben muss. Obwohl der Vater einen an sich gut bezahlten Job bei Siemens hat und die Familie abends alle möglichen Finanzierungsvarianten durchspielt, erweist sich der Erwerb eines Eigenheims als unerreichbare Utopie. Am Ende der Dreharbeiten erfährt man, dass die Familie anstatt aufzustocken nun sogar abstocken muss: Das Siemens-Werk, in dem der Vater arbeitet, wird geschlossen und aus Rentabilitätsgründen nach Osten verlegt, die Miete in der derzeitigen Wohnung damit nicht mehr leistbar. Die Familie wird sich jetzt um eine noch kleinere Wohnung umsehen müssen, der ehemalige Siemens-Betriebsrat nach einem neuen Job.

„Wie blöd seid ihr denn?“

Doch genug der Alltagstristesse, sonst zappen die auf die Welt der Reichen und Schönen geeichten Fernseher während der Doku womöglich weg. Zurück zum Story-Aufhänger Christoph Gröner, dem strahlenden Vorstandsvorsitzenden und 100%-Eigentümer der CG Gruppe AG, Deutschlands führendem Bauprojektentwickler mit einem Projektvolumen von 2,5 Milliarden Euro. Mit unermüdlichem Ehrgeiz – der heute 50jährige war während seiner gesamten Berufszeit nur dreimal krankgemeldet und schleppt sich auch mit 40° Fieber und mit Bandscheibenvorfällen in die Arbeit –  hat sich Gröner in der Immobilienbranche innerhalb von 20 Jahren zu einer Art Minitrump emporgearbeitet, der heute in Berlin jede dritte Wohnung baut.

Gröners Spezialität: Die Sanierung von Altbauten. Dass nach erfolgter Sanierung und Steigerung der Energieeffizienzklasse zwar die Heizkosten etwas geringer ausfallen, dafür aber die Kaltmiete deutlich angehoben wird (siehe auch NDR-Doku „Wahnsinn Wärmedämmung“), sorgt bei den Mietern nicht immer für Begeisterung. Inzwischen ist die Wut auf Gröner mitunter so groß, dass er seine Baustellen nur noch mit Polizeischutz betreten kann. Der Baulöwe weiß, dass man bildungsferne Schichten manchmal eben zu ihrem Glück zwingen muss. So etwa in der Berliner Rigaer Straße, wo die Anrainer einfach nicht verstehen wollen, dass sein neues Bauprojekt keine Abzocke, sondern ein „äußerst soziales Projekt“ ist. Nachdem alles gute Zureden nichts genützt hat und sich die versammelten Bürger uneinsichtig zeigen, reicht es dem Baulöwen – in die Knie gehend und mit in die Horizontale vorgerecktem Oberkörper brüllt er in die Menge: „Wie blöd seid ihr denn? Wie dumm seid ihr denn?!“ (siehe Minute 13:25 der Doku).

Mit vier Stunden Schlaf 10 Tage lang die Tube drücken

Bei einer abendlichen Charity-Veranstaltung der „Laughing Hearts Stiftung” in Berlin ist der Baulöwe dann allerdings wieder in bester Partylaune zu sehen. Obwohl der gute Mann einen harten Arbeitstag hat und neben seiner Geschäftsführertätigkeit täglich durchschnittlich vier Termine mit hohen kommunalen Amtswürdenträgern hat, um „auf die Tube zu drücken“ und die Projekte der CG-Group durchzuboxen, so läuft er im abendlichen Smoking nochmals zu seiner Hochform auf. „Ich habe heute vier Stunden geschlafen, habe daher Energie für 10 Tage“, erklärt Gröner selbstbewusst in die laufende Kamera. Dass es Energiebündel gibt, die mit 24 Minuten Schlaf pro Tag auskommen, mag einen in Zeiten kollektiver Erschöpfung neidisch machen, aber so ist es nun mal: In den oberen Etagen gelten eben andere Gravitationsverhältnisse (siehe auch „Freshfields – ganz oben in der wunderbaren Welt der Schwerkraft“).

Digital first. Bedenken second.

Durch die Kameraschwenks bekommt man Einblick in das Ambiente der Reichen und Schönen, in dem sich auch FDP-Chef Christian Lindner abends herumtreibt und in dem er alleine im Monat Januar für ganze zwei Reden zwischen 14.000 und 30.000 Euro an Zusatzhonoraren eingestreift hat –zusammen mit sieben weiteren Redeauftritten seit den Jamaika-Verhandlungen kam Lindner damit bereits im Februar dieses Jahres auf bis zu 111.000 Euro Zusatzeinkommen (Quelle: Tagesspiegel). Veranschlagte man eine Stunde Redezeit, dann ergäbe dies einen Stundensatz von bis zu 12.000.- Euro. Der „Bild“-Zeitung erklärt Lindners Sprecher auch, wie Redehonorare in solch stattlicher Höhe zustandekommen: „Wenn ein Unternehmen gewinnorientiert ist, ist ein Honorar üblich und angemessen.“

Wer also meint, dass der aus dem neoliberalen Thinktank der Hayek-Gesellschaft hervorgegangene Lindner nur deswegen die Werbetrommel für die totale Wirtschaftseffizienz, die digitale Transformation, eine „neue Generation“, die zuerst einmal Industriewünsche umsetzt und dann erst nachdenkt („Digital first. Bedenken second.“) und für bundesweiten Impfzwang unserer Kinder rührt (siehe Focus), weil er damit seinen gewinnorientierten Freunden aus der IT- und Pharmaindustrie einen Gefallen tun möchte, der ist ein unverbesserlicher Verschwörungstheoretiker.

Dass Impfungen mitunter fatale unerwünschte Nebenwirkungen haben können, so wie bei hunderten jungen Skandinaviern, die seit ihrer Impfung an der unheilbaren Nervenkrankheit der Narkolepsie / Schlafkrankheit leiden und nun „nicht einmal mehr Kraft haben, die Weihnachtsgeschenke zu öffnen“ (Quelle: Die Presse), stört aber nicht weiter, mag sogar regelrecht erwünscht sein – lassen sich doch bei schlaftrunkenen oder zumindest geistig herabgedämpften Bürgern selbst mit einem vollkommenen Nonsens-Programm bestimmt noch mehr als 10% der Wählerstimmen einfahren, wenn man bloß eine hippe Werbekampagne fährt.

Lassen wir aber solche schmuddeligen Verschwörungstheorierealitäten wieder beiseite. Wollen doch die Reichen und Schönen, die sich bei den erwähnten Gala-Diners ihr Stelldichein geben, nur das Beste für uns: „Wir, die wir Zeit und Geld haben, müssen Chancengleichheit auch für arme Kinder ermöglichen!“, verkündet Baulöwe Gröner im Smoking am Rednerpult der millionenschweren Charity-Veranstaltung – die er, so erfährt man auf Nachfrage, als Werbeausgabe steuerlich absetzen kann.

An dem Gala-Abend werden neben Rolex-Uhren und anderen Luxus-Accessoires auch der goldene Schuh des Fußballstars Messi versteigert, um „chancenlosen Kindern“ zu helfen. Die Berliner Senatorin für Gesundheit und Gleichstellung bedankt sich mit „vielem, vielem herzlichen Dank“ für „das Gute“, das die anwesenden Leistungsträger gleichzeitig tun, während sie „Spaß haben“. Die Senatorin ist zwar als Schirmherrin der Charity-Veranstaltung eingesetzt, mitentscheiden, was mit dem erlösten Geld passiert, darf sie jedoch nicht.

Gesichter sagen mehr als Worte

Es lohnt sich im Übrigen, in der ARD-Doku während der Kameraschwenks durch das Charity-Publikum immer wieder einmal kurz auf die Stop-Taste zu drücken und zu betrachten, welch restlos glückliche und zufriedene Gesichter die vor Geld strotzenden Dinnergäste ausgeprägt haben. Man achte ebenso auf die Gesichter von Gröners Mitarbeitern während der Besprechung des neuen, 350 Millionen Euro schweren Mammutbauprojekts „Cologneo“: Die restlose Begeisterung, die aus diesen Gesichtern spricht, kann jeden, der nicht auch so einen tollen Job hat, nur neidisch machen.

Der einzige, der beim Meeting nicht ganz begeistert ist, ist der Chef: Dem Umstand, dass sich die Stadtverwaltung mit der Baugenehmigungsprüfung des neuen Kölner Stadtviertels mehr als ein halbes Jahr Zeit lassen will, will er sich nicht fügen. „Nee, das geht nicht“, meint er kopfschüttelnd, und gibt Order, „auf die Tube zu drücken“. Wie man so auf die Tube drückt, demonstriert der Baulöwe dann ganz unbedarft vor laufender Kamera: Seine Mitarbeiter sollen der Kölner Stadtverwaltung androhen, dass die Niederlassung seiner Firma in Nordrhein-Westfalen eben nach Düsseldorf umziehen werde, falls es keine beschleunigte Baugenehmigung gebe. Die skeptischen Stimmen seines Teams wischt Gröner entspannt beiseite: „Wenn die Gewerbesteuerzahlungen der CG Gruppe wegfallen … das wird die schon beeindrucken, da bin ich fest davon überzeugt.“

Unsichtbare Akteure hinter der Bühne

Zu abendlicher Stunde, als das Filmteam den hemdsärmeligen Baulöwen in seine mondäne Wohnung begleitet, wird dieser dann besonders redselig. Entspannt am Sofa sitzend, gibt Gröner einige überraschende Einblicke in sein Selbstverständnis und seine zukünftigen Ambitionen. Die Frage, ob er sich denn mächtig fühle, beantwortet er schlichtweg mit: „Ja!“

Auch die weitere Frage, wer denn heute mächtiger sei: Er bzw. die Wirtschaftseliten oder die Politiker? kann Gröner nonchalant beantworten: „Wir sind schon mächtiger, wir sind deutlich mächtiger“ – und macht zum Schluss noch eine kryptische Andeutung: Er wolle gerne in die Politik gehen und verrät schmunzelnd, dass er gerade eine Partei gründe. „Denn ich glaube, es kommt bald eine Zeit, in der es wichtig ist, dass Akteure auf den Plan treten, die heute noch nicht sichtbar sind.“

Nun denn, wir dürfen uns dann also bereits darauf freuen, dass die dilettantischen PolitikerInnen, die derzeit auf der Bühne stehen und deren Heuchelei man ja kaum noch ertragen kann, endlich ins Wachsfigurenkabinett kommen und der Platz frei gemacht wird für „eine neue Generation“ im Geiste Christian Lindners, die Klartext spricht und die zuerst mal macht und dann eventuell über die Folgen dieses Machens nachdenkt, frei nach dem FDP-Wahlslogan „Digital first. Bedenken second.“ – Eine neue, smarte Generation, die endlich Schluss macht mit allen Querfronten und Fortschrittsverweigerern und die uns in die strahlende Zukunft der digitalen Transformation führen wird (siehe „Pig Business Monkey Events, Global Playboys und bezaubernde Jeannies – Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake“). Wlanfähige Plug-and-Play-Typen, die die bildungsferne Masse trotz deren unfassbarer „Blödheit“ und „Dummheit“, angesichts derer man als leistungsorientierter Unternehmer nur noch brüllen könnte, schon zur Räson führen werden.

Fazit

In der ARD-Doku erklären uns schließlich Experten namhafter Universitäten, was sie nach ihren langjährigen Forschungen herausgefunden haben: „Eine wesentliche Erkenntnis unserer Forschung ist: Ungleichheit sorgt dafür, dass sich die Menschen voneinander entfernen, sie zerrt am sozialen Gefüge, zerfranst es. Ungleichheit treibt uns auseinander.“

– Na wer hätte das gedacht?

Nachsatz:

Nun soll niemand glauben, dass der Geist des Absahnens nur in den Wölfen der Wallstreet und in renditehungrigen Baronen lauert und nicht auch in jedem einzelnen von uns. Wenn der gemeine Kleinbürger bei seiner Schnäppchenjagd durch den Hornbach zum Billigbohrer aus China um 15 Euro greift, dann macht er in Wirklichkeit genau das Gleiche wie die neoliberalen Fondsmanager des Freiherrn im obigen Video, die mit ihren Investitionen „vollkommen emotionsfrei“ einfach nur die maximale Rendite für sich selbst einfahren möchten. Wer auf der anderen Seite des Globus für den Billigbohrer bluten muss, interessiert dabei nicht – könnte aber gleichermaßen zum Bumerang werden (siehe „Wenn aber das Schicksal gerecht ist ?“).

 


zum Weiterlesen:

Pharaonen im Learjet und Freiherren im Forstgut – Teil 2:
Die späte Reue eines merkantilen A-Lochs (Über pornografische Architektur, den Willen zur Macht, den Willen zur Lust und den Willen zum Sinn)

Jeder sitzt so gern am Thron!

Der-die Froschkönigin die sitzt so gern am Ort
Von dort geht sie so schnell nicht fort
Das Gendern, ja das ist so schön
wie sollt es einmal anders gehen

Jeder sitzt so gern am Thron
wer glaubt das schon
das ist der Arbeit schöner Lohn
sagt nicht, das ist ein böser Hohn!

beschissen wird die Klientel
da schauen alle nochmals scheel
die Verantwortlichen sehen das nicht als Delikt
denn, so schön ist ihre Kassa bestückt!

und wenn die Betroffenen genug beschissen sind
dann werden sie immer brauner, mein Kind!
Hingegen eine kleine Melange tut gut
vor allem wenn man leider zu viel ruht

dagegen zu reden erfordert Mut
ungern nehmen manche den Hut
viele bleiben auf dem Thron oben kleben
es ist sehr schwer den Allerwertesten zu heben

Manchmal brächte das die Welt zum Beben
doch wäre das so gut für das Leben
wenn die Verantwortlichen nicht rechtzeitig abtreten
dann lernt wahrscheinlich noch sogar der Pöbel  zu beten?

vielleicht möchte man noch so manches Würstchen verstecken
damit diese bei Gericht nicht anecken
doch zu ärgern die Majestät
ist manchmal schon zu spät

Deutschland ist ein gutes Volk
die bösen Herrscher waren oft nicht gewollt
doch beim Weltkrieg Nr.Eins, der Deutsche Kaiser liebt den Krieg
und hätte so gerne auch gehabt den Sieg

doch jetzt sitzt ein Englein gar am Thron
der schöne Name sagt das schon
Angela die Heilige schwitzt,
weil sie gar schon lange sitzt

sie liebt die Rüstungslobby sehr
dabei ist es wirklich schwer
den Frieden zu suchen
man kann ihn nicht buchen

Habt Ihr Kontakte zum Militär
in manchen Ländern ist das nicht schwer
die Heere stehen in Alarm
manche sind der Angela gram

Warum das so geläuterte deutsche Volk
der betagten Angela nicht grollt?
Sie ist von sehr sehr vielen nicht gewählt
was in einer Demokratie aber nicht zählt

Sie hat fantastische Kontakte zu den Lobbies
und daneben keine Hobbies
Ich bin kein Papagei
doch Angela besitzt ein Haus in Paraguay

Ihr Wagen mit uns rasch zum Abgrund fährt
Sanktionen für den russischen Bären die sind nicht verjährt
die Botschafter schon abgezogen sind
hast Du Ohren, liebes Kind

Im Baltikum stehen deutsche Truppen
das sind keine Stroh-Puppen
Im Baltikum da hatte der alte Stalin
Millionen deportiert, wusste das Falin?

Bei Nacht und Nebel
das war Stalins Hebel
Bevölkerung raus und Russen rein
damit sollte die Sowjetunion ewig sein

So gibt es in den Baltischen Landen
viele Russen die dort Heimat fanden
Doch nach der sanften Revolution
da war alles ganz anders schon

Die Balten die Russen diskriminierten
damit sie den Kontakt zum Baltikum verlierten
sie haben dort keinen Pass
so groß ist dort der Russen-Hass

Und die EU
die schaut zu

Die Nato schickt Soldaten
da sind wir nicht gut beraten
in der Ukraine gibt es Kampf
nicht ganz auf Volldampf

Und das Deutsche Friedenswerk?
Von Bundeskanzler Schröder und  Kohl
das nicht sein soll?
Sind wir ganz toll?

Sind die Eliten
denn nur noch Banditen
oder wirklich solche Nieten
das ist nicht zu überbieten

Sie fährt das deutsche Volk in den Krieg hinein
Frieden, der soll doch geschäftsschädigend sein
Der Küsserkönig und die Angela die Heilige, oh Schreck
wenn es ernst wird, dann sind die ganz schnell weg

Im Märchen der Gebrüder Grimm
da endet alles nicht so schlimm
Da nimmt die schöne Prinzessin den Froschkönig
seine Proteste störten sie wenig

Sie warf den nassen Gesellen gegen die Wand
und siehe was sie dann bald fand?
Den schönsten Prinzen der Geschichte
das sind Brüder Grimms Gedichte

Küsserkönig und Angela, von Sachsen
sie ist dort aufgewachsen,
die sind Marionetten der Lobby
Krieg treiben ist das Hobby der Lobby!

Die beiden meinen es mit uns sehr gut
sie meinen, im Himmel braucht es frisches Blut
hier auf der Erde herrscht die Mammonisten-Brut
daher ist eines Krieges Glut

für uns dann einfach die bessere Wahl
als des beschwerlichen Alltags Qual
im Himmel oben ist die dann beendet
oder sich hier das Schicksal wendet?

Wir sind unseres Glückes Schmied
wenn wir einfach machen nicht mit
die Schweiz hat keine Militärbasen
für Uncle Sams wütendes Rasen

Gäbe es eine Bewegung für den Frieden
würde es deutlich schwerer mit den Kriegen
und wer mutig Frieden schafft
wird von der Angst nicht weggerafft


 

Quellen:

http://news-for-friends.de/angela-merkel-besitzt-ein-haus-in-paraguay-als-zuflucht/

http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/861754

https://www.jungewelt.de/artikel/328575.in-zeiten-des-vorkriegs.html

https://www.focus.de/politik/videos/dritter-weltkrieg-us-militaers-prophezeien-grausame-taktiken_id_6042858.html

https://www.shz.de/lokales/wedel-schulauer-tageblatt/friedensbewegung-35-jahre-ostermarsch-in-wedel-id16567126.html?nojs=true

http://www.taz.de/!5487061/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/estland-und-lettland-das-problem-mit-der-russischen-minderheit-a-1169422.html

Fotos (PD / CC0):
pixabay1
pixabay2

 

 

 

Heimatflug der transatlantisch-außerirdischen Maasmännchen


Fotocollage: Rubikon-Magazin für die kritische Masse / CC 4.0

„Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und Rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.“
(Reinhard Mey, Das Narrenschiff)

Obwohl bereits alle Alarmglocken läuten und uns täglich mehrere Eimer kaltes Wasser über unsere wohlstandsverwöhnten Köpfe geschüttet werden, folgen wir weiterhin unbeirrt dem Blinde-Kuh-Spiel der Kanzlerin, lassen uns Schlaftabletten verpassen und die Augen verbinden … legen dann wie Schlafwandler die Hände auf die Schultern unserer Vordermänner/-frauen und trotten gemeinsam wie in einer Polonaise-Schlange hintereinander her – angeführt von einer offensichtlich suizidalen Rautenkönigin, die uns über die Atlantikbrücke auf einen Marsch ohne Wiederkehr Richtung Grand Canyon schickt. Der Weg in den Grand Canyon wird auf Anordnung der EU-Kommission gerade panzertauglich ausgebaut (siehe Spiegel), die Rutsche in den Abgrund verbal eingeseift (siehe „Zwei Minuten vor Mitternacht … Men in Black, eine durchgeknallte Bundeswehr-Chefin und die Friedenstauben-Verschwörung“).

Obwohl der Weg über die Atlantikbrücke ein breiter ist – er gilt nicht nur als alternativlos, sondern auch als deppensicher, man kann ihn sogar smartphonewischend mit zum Boden gesenkten Blick dahinschlendern – so ist trotzdem bereits eine unerwartet große Anzahl an Menschen nach links oder rechts abgedriftet und von der Brücke gestürzt – später wird sich herausstellen, dass die allwissende Cloud unsere Virtual Reality-Brille einfach mit falschen GPS-Daten versorgt hat. Die Spiegelbildbürger, die dieser Virtual Reality-Brille wie blind vertraut haben, sind von den transatlantischen Fluten für immer verschlungen worden. Während die Spitzen des Polonaise-Trecks – die Rautenkönigin und ihre transatlantischen Offiziere – bereits über die Brücke übergesetzt haben, mit ihren „verlässlichen Freunden“ am virtuellen Lagerfeuer sitzen und über die Herde schäkern, die sie gerade mit verbundenen Augen in ein Industrie 4.0-Katzenfutterwerk zur Endverwertung bzw. in die digitale Transformation lotsen, so passiert mit der über die Brücke marschierenden Herde allerdings etwas Unerwartetes:

Das GPS-Signal des transatlantischen Satellitennetzwerks ist nun vollends ausgefallen, die mitten auf der Atlantikbrücke befindlichen Bürger kämpfen mit ihrem Navigationssystem und wissen nicht mehr, wo links und rechts, vorne und hinten ist. Sie merken, dass sie keinen Boden mehr unter ihren Füßen haben und schon mit dem nächsten unvorsichtigen Schritt auf Nimmerwiedersehen von der Brücke stürzen könnten. Immer mehr Bürger reißen sich daher ihre Virtual Reality-Brille vom Kopf und schmeißen sie ins Meer. Sie sehen nun nicht mehr Tagesschau, sondern die Realität. Empörte Schreie werden laut, da nun für jedermann ersichtlich ist, wohin die Polonaise der Kanzlerin führt: Der gähnende Abgrund des Grand Canyon ist bereits in Sichtweite. „Verdammt noch mal, wir wollten doch gut und gerne leben und nicht als Faschiertes im Katzenfutter landen!“, tönt es von allen Seiten.

Da sich am Horizont gerade ein mächtiger transatlantischer Sturm zusammenbraut, der alle Bürger von der Brücke zu fegen droht, ist guter Rat nun teuer. Ein junger Startup-Unternehmer aus Bochum hat schließlich die rettende Idee: Er holt sein Smartphone aus der Tasche und ordert bei Elon Musk eine Space-X Rakete. Ursprünglich für eine Mission zum Mars gedacht, wird die Rakete kurzerhand für einen Flug zum Mond umprogrammiert. Die weiteren Aufgaben sind schnell verteilt: Ein Wildhüter fängt die außer Rand und Band geratenen Groko-Alphatiere mit einem Netz ein und übergibt sie an einige DHL-Paketboten des Trecks. Die chronisch unterbezahlten, aber in diesem Fall hochmotivierten Jungs machen sich fachkundig ans Werk und schnüren die Rautenkönigin samt ihren von der Leyne gelassenen Maasmännchen zu einem kompakten Paket, frankiert mit einem One-Way-Ticket zum Mond. Mit ohrenbetäubendem Getöse wird die Space-X Rakete schließlich gezündet.

Kaum hat die Rakete mit ihrer verstrahlten Fracht den Orbit verlassen, beginnt auf der Erde die seit Jahren verdunkelte Sonne wieder zu scheinen, auch die kollektive Depression löst sich auf wie die Abgaswolke eines softwaremanipulierten  VW-Motors im frischen Wind. Die Menschen müssen nun nicht mehr in den Abgrund schauen, sondern machen mitten auf der Brücke kehrt und wenden sich wieder einer hoffnungsvollen, durch Menschlichkeit und Gemeinwohl geprägten Zukunft hin.

Kopfschüttelnd rätselt man, wie man es nur so weit kommen lassen konnte und um Haaresbreite freiwillig ins offene Messer gelaufen wäre. Aber wie auch immer – Ende gut, alles gut. Wenn die Menschen abends mit ihren Kindern den Mond betrachten, dann reden sie über das Mondkalb, das sich dort oben befindet, fortan nicht mehr im Singular, sondern im Plural.


Bild: Jacques Prilleau /pixabay CC0

 


Lesetip:

Zur obigen Fotocollage von „Rubikon-Magazin für die kritische Masse“ findet sich ein weiterführender Link zu einer Reportage von Frieder Wagner über das wohl größte Kriegsverbrechen unserer Zeit:  Uranmunition – „Ein Menschheitsverbrechen“ – ein Thema, über das unsere DIN-ISO zertifizierten Leitmedien weiterhin eisern schweigen.

Auf Rubikon siehe auch: „Die geplante Zerschlagung Syriens“ und „Der provozierte Krieg“-„Der völkerrechtswidrige Angriff auf Syrien ist als Kriegserklärung an Russland zu verstehen“

Auf der unabhängigen Plattform „Swiss Propaganda Research“ finden sich weitere lesenswerte Analysen über das mediale und geostrategische Netz von Angela Merkels „verlässlichen Freunden“:

Über transatlantische Geopolitik und die Rolle des US Präsidenten

Über das globale Spinnennetz des CFR

„Der Propaganda-Multiplikator“ – Drei globale Nachrichtenagenturen als Zapfsäulen für die nationalen Massenmedien

Medien-Navigator

siehe auch:
John Perkins – Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers (Kurzfassung via Youtube)

Transatlantische Falken im Geier-Sturzflug … Über den Beinahe-Armageddon in Syrien


Foto: “Hungriger Falke”/ CC BY 3.0 / Gunnsteinn Jonsson

Tomahawk als Skalpell

Die westliche Wertegemeinschaft hat es also tatsächlich getan: Entgegen allen völkerrechtlichen und rechtsstaatlichen Prinzipien, in Ermangelung eines einzigen verwertbaren Beweises und ohne die Untersuchung der unabhängigen UN-Expertenkommission der OPCW über einen angeblich von Assad angeordneten Giftgasanschlag abzuwarten, wurden letztes Wochenende 110 Raketen auf mehrere Ziele in Syriens Hauptstadt Damaskus und Homs abgefeuert.

Die Terrormilizen des IS nutzten die Luftschläge von USA, Großbritannien und Frankreich umgehend dazu, um eine Offensive auf christliche Stadtteile im Süden von Damaskus zu starten und von „Ungläubigen“ zu säubern. Die westlichen Tomahawk-Raketen (Stückpreis: EUR 800.000.-) haben laut Medienberichten keine unmittelbaren Todesopfer gefordert. Wie viele syrische Soldaten und  Zivilisten aufgrund der im Windschatten der Tomahawks durchgeführten IS-Offensive getötet wurden, wurde nicht verlautet. Die Gefechte mit dem angreifenden IS sind angeblich immer noch im Gange (Quelle: almasdarnews).

Da die Einschläge der NATO-Marschflugkörper neben einigen Verletzten keine Todesopfer gefordert haben, könnte man also von dem sprechen, was man im Militärjargon gemeinhin einen „Präzisionsschlag“ oder eine „chirurgische Intervention“ nennt. „Der Luftschlag gegen Syrien löste selbstverständlich nicht einen Krieg zwischen den USA und Russland aus, den viele, gerade in Deutschland, befürchtet hatten“, meinte die Sueddeutsche am Day After des Beinahe-Armageddon. Nun, ich weiß nicht, woher der süddeutsche Qualitätsjournalist Stefan Kornelius seine unverdrossene Selbstverständlichkeit nimmt. Wir können von Glück reden, dass den transatlantischen Chirurgen bei ihrer Operation nicht die Hand ausgerutscht ist und sie mit ihrem Skalpell nicht einen vitalen Nervenstrang mit russischer DNA angeschnitten haben – der Schmerz, den dieser Nervenstrang über das zentrale Rückenmark ins Gehirn gesendet hätte, wäre womöglich der Auslöser für einen fatalen Gegenschlag und für einen Flächenbrand gewesen, der sich nicht nur auf den Nahen Osten beschränkt. Neben den hierbei aufeinanderprallenden nuklearen Großmächten hätten auch ihre europäischen Verbündeten in einen alles verschlingenden Strudel hineingezogen werden können, noch bevor sich der aus dem Bett aufgeschreckte Heiko Maas seine Hornochsenbrille aufsetzen hätte können. Keine Versicherung hätte den Schaden gedeckt – immerhin waren die transatlantischen Chirurgen ganz ohne UN-Mandat, also als nicht autorisierte Kurpfuscher unterwegs.

Schluss mit Lustig – Wenn Irre an den Hebeln der Macht sind

Doch selbst, wenn das offene russische Benzinfass durch die darüberfliegenden transatlantischen Feuerwerkskörper nicht in Brand gesetzt worden wäre: Bei einem massiveren Militärschlag in der Art, wie ihn die Welt bereits vom Angriff auf Bagdad bzw. den Irak kennt (der seinerzeit auch unter dem Vorwand der Existenz chemischer “Massenvernichtungswaffen” durchgeführt wurde), wären die Folgen ebenfalls verheerend gewesen. Am Vorabend des Schlages gegen Damaskus haben Militärexperten mit mehr als 100.000 getöteten Zivilisten und bis zu 5 Millionen neuen Flüchtlingen gerechnet. Womöglich wäre mit einer solchen neuen Flüchtlingswelle dann auch im Land, in dem derzeit noch alle gut und gerne leben, Schluss mit „Wir schaffen das“ gewesen.

Wir können also froh sein, dass sich US Präsident Trump mit dem Abfeuern von 110 Raketen  laut Pressemeldung für die „minimalste der ihm von seinen Militärberatern vorgelegten Interventionsmöglichkeiten“ entschieden hat, und nicht für eine der weiteren Optionen, die im Oval Office ebenfalls am Tisch gelegen haben. Vielleicht ist Trump ja gar nicht so ein Hitzkopf wie er uns erscheint. Vielleicht ist er inmitten der ihn derzeit umgebenden, nunmehr ausschließlich  den Direktiven des CFR gehorchenden Kriegsfalken sogar der noch verhältnismäßig kühlste Kopf. Wenn man bedenkt, dass sein neuer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton schon zu den unseligen Zeiten George W. Bushs neben Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Colin Powell und Paul Wolfowitz als Staatssekretär agierte  – ein Gruselkabinett, bei welchem dem ehemaligen Geheimdienstoffizier und CIA-Analysten Ray McGovern noch heute der kalte Angstschweiß ausbricht. In einer jüngsten Stellungnahme bezeichnet McGovern den als Ultrahardliner und Russlandhasser bekannten Bolton schlichtweg als „Irren“: Bolton war Cheneys Irrer im State Departement.“ McGovern schildert, wie er in seiner Stellung als CIA-Analyst alle Hände voll zu tun hatte, diese kriegstreiberischen Irren zu mäßigen und das Schlimmste abzuwenden:

 „Unsere einzige Möglichkeit darin bestand, die “Irren” – die auf eine kriminelle Art wahnsinnigen Berater, die sein Vater so gut kannte – durch Ausweichmanöver zu stoppen …“ (Quelle: consortiumnews / siehe auch deutsche Übersetzung auf Nachdenkseiten).

Bolton, seines Zeichens auch Mitglied des PNAC (Project for a New American Century“ -siehe auch Spiegel: „Der Krieg, der aus dem Thinktank kam“), hat aus seiner Agenda noch nie ein Hehl gemacht: „Es gibt eigentlich keine ‚Vereinten Nationen‘. Es gibt eine internationale Gemeinschaft, die aber nur von der einzigen verbleibenden Supermacht angeführt werden kann, den Vereinigten Staaten.“ Nach Ansicht des Zeit-Redakteurs Thomas Assheuer wolle Bolton die UNO „zu einer Spezialfirma für postmilitärische Nachsorge entmündigen, zu einer Mutter Teresa im Feldlazarett des Hegemon“ (siehe Zeit). Bolton gilt als Anhänger einer aggressiven, militärische Optionen ausnutzenden Außenpolitik („Falke“ statt „Taube“). Als solcher Falke  fordert er nicht nur eine noch härtere Gangart gegenüber Russland, sondern rief bereits mehrfach dazu auf, gegen den Iran militärisch vorzugehen. Bolton ist bekannt dafür, zu klotzen, nicht zu kleckern. Im Falle des Whistleblowers Edward Snowden plädiert er dafür, ihn „an einer hohen Eiche aufzuhängen“ (Quelle: huffingtonpost).


links: „Falke“ John Bolton (Foto: White House/PD)

Bolton hat nicht mehr viel Zeit, um die PNAC-Agenda einer unipoaren Welt in Realität umzusetzen, er ist bereits 70 Jahre alt und somit kurz vor Ende seiner Karriere angelangt. Die Visionen des PNAC, sogar in der ansonsten streng NATO-konformen Schreibstube des Spiegel einst als „schockierend“ und „bizarr“ bezeichnet, sind nun in Reichweite: die westliche Wertegemeinschaft hat Russland wie mit einer Drahtschlinge um den Hals eingekesselt, ist mit NATO-Atomraketen unmittelbar an die russische Grenze herangerückt und nur wenige Flugminuten von Moskau entfernt, die globalen Medien ebenso wie die europäischen Regierungen befinden sich unter „full spectrum dominance“ (siehe swprs). Mit einem Wort:  Die Endlösung ist nahe, da darf der alte Falke jetzt also nicht zaudern. Wenn er heute zaudert, ereilt ihn womöglich schon morgen der Herzinfarkt und es rückt ein friedliebender Sicherheitsberater nach.

Bauernschläue im Angesicht des Todes?

So fragwürdig man also Donald Trump finden mag: Wäre in seiner Person jetzt nicht jemand im höchsten US Amt vertreten, der in den Krokodilsümpfen und Haifischbecken der New Yorker Immobilienmafia groß geworden ist,  sondern z.B. die aufgrund ihrer bellizistischen Ader nicht ganz zu Unrecht als „Killary“ bezeichnete Hillary Clinton – wer weiß, ob am heutigen Montagmorgen noch die Sonne aufgegangen wäre? Dass uns der nukleare Winter bisher erspart geblieben ist – wer weiß, vielleicht nur deshalb, weil sich der amtierende US-Präsident für die „minimalste der ihm von seinen Militärberatern vorgelegten Interventionsmöglichkeiten“ entschieden hat.

Immerhin wurde von russischer Seite verlautet, jede US-Rakete, die auf Syrien abgefeuert würde, sowie ihre Abschussorte zu zerstören (Quelle: RT Deutsch). Als US Präsident Trump auf diese Aussage dann nicht mit einer bloßen Drohung, sondern mit der regelrechten Ankündigung reagierte: „Russland, mach Dich bereit! Unsere Raketen werden kommen, schön, neu und smart!“, musste man Schlimmstes erwarten – immerhin hatte der US Präsident die im besagten Tweet angekündigten Raketen nicht Assad/Syrien gewidmet, sondern Russland (sic!).

Nach einer kurzfristigen Anfrage aus Moskau hat der mit Russland verbündete Iran in der Folge bereits den Luftraum für die russische Luftwaffe geöffnet und der in höchster Alarmbereitschaft rotierenden russischen Armee den zu Syrien benachbarten Luftwaffenstützpunkt Hamadan zur Verfügung gestellt. Nachdem der US Zerstörer Donald Cook, ohne auf hoher See üblicher Ankündigung, sich auf eine Distanz von nur 100 km an den unter russischer Schirmherrschaft stehenden Hafenstützpunkt Tartus angenähert hatte, wurde der US Zerstörer von russischen Kampfflugzeugen viermal im Tiefflug überflogen und eingekreist (Quelle: theduran). – Was in Actionfilmen wie „Top Gun“ wie ein bloßes Protzen unter Kampfhähnen erscheinen mag, ist  in Wirklichkeit eine extrem gefährliche Situation, wenn man bedenkt, dass die Flugabwehr von Kriegsschiffen heute mitunter automatisch oder halbautomatisch funktioniert.

In dieser Situation hat sich Moskaus Uno-Botschafter Wassili Nebensja an die US-Uno-Botschafterin Nikky Haley gewandt mit den Worten: „Ich fordere Sie erneut auf, FLEHE SIE AN, die Pläne zu unterlassen, die Sie derzeit für Syrien entwickeln“(Quelle: Spiegel)Wenn in der sonst sehr zurückhaltenden Sprache der Diplomaten einmal solche Worte wie „flehen“ verwendet werden, dann darf es einem durchaus kalt über den Rücken laufen und man sollte wissen, was es geschlagen hat.

Auf Messers Schneide

Nicht nur der ehemalige Bundeswehr-General und Vorsitzende des NATO-Militärausschusses Harald Kujat sah uns daher „an der Schwelle zu einem heißen Krieg“:

>> Wir stehen an der Schwelle zu einem heißen Krieg. Alles läuft auf eine Konfrontation zwischen den beiden nuklearstrategischen Supermächten, den Vereinigten Staaten und Russland, zu. Das ist eine Situation, die auch auf unsere eigene Sicherheit erhebliche Auswirkungen haben könnte“, sagte Kujat im phoenix-Interview. In der aktuellen Situation gehe es allein darum, Eskalation zu verhindern. Stattdessen sehe er eine Bundeskanzlerin, „die den Konflikt verbal anheizt und sich nicht darum bemüht, für Zurückhaltung und Mäßigung zu sorgen und nicht dazu beiträgt, das Vertrauen in die Großmächte wieder aufzubauen“, bedauerte Kujat. Das Ganze erinnere an die Lage vor dem Ersten Weltkrieg, „wo die Mächte auch wie Schlafwandler in einen Krieg hineingeschlittert“ seien, deren Folgen und vernichtende Kraft sie nicht einschätzen konnten. „Auch heute sind unsere Politiker offensichtlich nicht in der Lage, die sicherheitspolitischen und strategischen Konsequenzen eines möglichen Konfliktes und die Auswirkungen, die es auf unsere Sicherheit hat, richtig einzuordnen“, so Kujat. <<  (Quelle: presseportal.de)

Die Welt stand also, wie auch Ex-Außenminister Gabriel vor Kurzem auf der Münchner Sicherheitskonferenz meinte, „am Abgrund“. Und in dieser hocherhitzten Situation erfolgt nun ein mehr oder weniger sinnlos erscheinender Schlag auf einige offensichtlich zuvor evakuierte Gebäude, über deren Koordinaten die Russen von Trump noch vor Beginn des Angriffs  informiert wurden. Man darf annehmen, dass die mit Syrien verbündeten Russen diese Informationen umgehend an die syrische Staatsführung weitergeleitet haben – was auch erklärte, warum in den bis in die Grundfesten ausgebombten Gebäuden (siehe ORF) kein einziger Mensch zu Tode kam.

An den Einschlagstellen sind die Wolken inzwischen verraucht, die transatlantischen Leitmedien von Spiegel, Bild, SZ, FAZ & Co. äußern sich in ihren Kolumnen enttäuscht, dass das alles gewesen sein soll (siehe z.B. Sueddeutsche), während die Syrische Armee gerade die letzte noch verbliebene, vom US Verbündeten Saudi-Arabien finanzierte Terror-Miliz Jaish-al-Islam aus Ghouta vertrieben und Trump entgegen dem Drängen von Macron soeben den Rückzug der US Streitkräfte aus Syrien angekündigt hat. Hingegen ist die russisch-syrische Freundschaft gefestigt wie noch nie.  Mit einem Wort: Die von den „Falken“ und ihren Leitmedien angestrebte, in einem geheimen Washingtoner Protokoll  dargelegte Zerschlagung Syriens durch die „Small American Group on Syria“ (USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien) und die Verstrickung Russlands in einen militärischen Konflikt (den die NATO laut einem laut jüngsten Briefing ohne Zweifel für sich entscheiden würde), hat nicht stattgefunden. Die nach einem Bombardement geifernden Leitmedien müssen Trump nun loben, sogar sein Erzfeindsender CNN attestiert ihm nach dem jüngsten Raketenangriff, dass er sich jetzt endlich „zu einem richtigen amerikanischen Präsidenten metamorphosiert“ habe.

Ausgebremst?

Hat Trump womöglich dasselbe gemacht wie seinerzeit Ray McGovern und „die Irren durch ein Ausweichmanöver“ ausgebremst?

Immerhin hat Trump in einem aus Wahlkampfzeiten stammenden Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters gezeigt, dass er womöglich nur halb so dumm ist, für wie man ihn hält und er als Immobilienexperte die abgründige Gefahr im Syrienkonflikt sehr viel realistischer einzuschätzen vermag als die offensichtlich in sauerstoffarme Zonen abgehobenen Falken und ihre medialen Claqueure:

„Der Syrienkonflikt wird in einem Dritten Weltkrieg enden, wenn wir auf Hillary Clinton hören. Wir müssen uns auf die Bekämpfung des „Islamischen Staats“ fokussieren und nicht gegen Assad vorgehen. Sonst kämpfen wir nicht mehr nur gegen Syrien, sondern gegen Iran und Russland. Russland ist eine Nuklearmacht, aber eine, in der die Bomben funktionieren, anders als in anderen Ländern, die nur reden.“ (Quelle: Spiegel)

Was in den letzten Tagen wirklich hinter den Kulissen abgelaufen ist, werden wir vom Fließtext, den uns die Tagesschau-Reporter vorlesen, wohl nicht erfahren. Jedenfalls können wir vorerst einmal durchatmen – und hoffen, dass eine jüngste Petition, in der vor dem Überschreiten des „Point of no Return“ gewarnt und eine Rückkehr zu politischer Vernunft gefordert wird, genügend Resonanz finden wird. Die Petition ist von namhaften Personen unterzeichnet wie dem ehem. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, dem Geschäftsführer der Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaft Bruno Redeker, dem ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat, dem deutschen Historiker Jörg Baberowski, dem russischen Politikwissenschaftler Vladislav Belov, dem russischen Ökonomen Ruslan Grinberg, dem französischen Philosophen Rémi Brague, dem polnischen Philosophen Andrzej Bronk, dem österreichischen Physiker Christian Fabjan, dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, dem Politologen Alexander Rahr und dem ehem. Bundesinnenminister Otto Schily. Die Unterzeichner rufen dazu auf, „in gemeinsam angewandter Vernunft neue Wege in der Gefahr zu suchen, zu finden und zu gehen – neue Wege zu einer ‚Friedens- und Sicherheitsordnung von Vancouver bis Wladiwostok‘, wie sie in der ‚Pariser Charta für ein neues Europa‘ angelegt ist“ (siehe Sputnik)

Jetzt müssen wir nur noch schnell ein paar Hundefänger zu Falkenfängern umschulen und über den Atlantik schicken, um dort ein paar schräge Vögel dingfest zu machen, die Angela Merkel immer als ihre „verlässlichen Freunde“ bezeichnet – dann könnten wir eigentlich wieder hoffnungsvoll in die Zukunft sehen, oder?

 


Lesetip:
Auf der unabhängigen Plattform „Swiss Propaganda Research“ finden sich hochkarätige Analysen über das mediale und geostrategische Netz der „Falken“, in dem wir alle zappeln. Man erfährt darin unter anderem, warum Donald Trump in den Falkenmedien so erbittert bekämpft wird: Er ist schlichtweg der erste US-Präsident seit dem Zweiten Weltkrieg, der nicht Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR) ist und der aus rein betriebswirtschaftlichen Erwägungen (miserables Kosten-/Nutzen-Verhältnis) schon mal öffentlich die Auflösung der NATO thematisiert. Nach der unerwarteten Niederlage der Favoritin Clinton ist mit seiner Person also nun ein Präsident im Amt, der nicht a priori CFR-konform agiert, während Eigentümer, Führungskräfte und Top-Journalisten nahezu aller etablierten US-Medien ebenso wie die Schlüsselpersonen der etablierten europäischen Medien CFR-Mitglieder sind und für eine entsprechend CFR-konforme Berichterstattung und Kommentierung des Weltgeschehens sorgen:

Über transatlantische Geopolitik und die Rolle des US Präsidenten

Über das globale Spinnennetz des CFR (Sept. 2017)

„Der Propaganda-Multiplikator“ – Drei globale Nachrichtenagenturen als Zapfsäulen für die nationalen Massenmedien

Medien-Navigator

siehe auch:
John Perkins – Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers (Kurzfassung via Youtube)

Hans in Luck! A German fairy tale!

(Der Sensenmann führt den europäischen Hundeschlitten)

He is Hans
does he like to dance?
Hans means John
he is not alone
but the heart of CFR (*) is made from stone
In the fairy tale, Hans did lose all
but our Hans, he did not fall
The CFR is leading the European Dog Team

Jingle bells jingle bells
dashing with us and John to the hell
the sledge is pulled by the EU dogs
which have less intelligence than frogs
the CFR is the commander
But what happened, o wonder
after a nuclear war
with the czar:

We came to Santa Claus
directly to his house
there we could stay and sleep
the nightmare in the world was deep


(Bild: Witches/ Kindesopferung /Johann Heinrich Füssli)
epochtimes.de/politik/welt/ex-banker-packt-aus

They really killed children and did eat them
But Santa Claus did show us beautiful things then:

At left an angel, at the right the Parkwächter, or the Eifelphilosoph
I do not completely recognize, who of the both
They are directly the truth writing,
therefore their articles are very effective fighting!

 


(*) über den CFR bzw. das geostrategische Netz, in dem wir alle zappeln: siehe auch „Swiss Propaganda Research“:

CFR – „Die Propaganda-Matrix“ 

und

 Chicago Council on Global Affairs / Youtube  (Kurzfassung)

 


Fotocredits (Creative Commons / von oben nach unten:)

Jean Ziegler /By Rudi Handl [CC BY-SA 3.0]

https://pixabay.com/de/schlittenhund-schlittenhunde-1105335/ CC0

https://pixabay.com/de/sensenmann-horror-gruselig-schaurig-656083/ CC0

https://pixabay.com/de/santa-claus-weihnachten-rentier-31665/ CC0

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lapland_witches.jpg#/media/File:Lapland_witches / Public domain

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=108881 /Public domain

 

 

Zwei Minuten vor Mitternacht … Men in Black, eine durchgeknallte Bundeswehr-Chefin und die Friedenstauben-Verschwörung


Bild: cc by Jacques Prilleau

Als ich vorgestern kurz vorm Schlafengehen ein um 00:02, also zwei Minuten nach Mitternacht veröffentlichtes Interview mit Ursula von der Leyen anklickte (siehe facebook/BILDpolitik), musste ich mir die Augen reiben um sicherzugehen, dass ich nicht schon (alp-)träume, sondern noch in der Alltagsrealität weile. In diesem Interview fordert eine fachmännisch geföhnte und geschminkte, aber offensichtlich vollkommen durchgeknallte CDU-Verteidigungsministerin, „Putin weh zu tun“ und verkündet, dass sie das auch „mit allen Mitteln, die angemessen sind“ durchziehen wolle.

Mein Gott, was bin ich froh, dass Horst Seehofer gerade noch rechtzeitig das neue Gefährder-Gesetz erlassen hat, mit dem Personen, von denen eine Gefahr für Sicherheit und Wohlergehen der Bevölkerung ausgeht, umgehend aus dem Verkehr gezogen und auf unbestimmte Zeit in Isolierungshaft gesteckt werden können. Da der Bundesanwalt bestimmt gerade dabei ist, eine einstweilige Verfügung zur Psychiatrisierung der bellizistischen Dame zu schreiben, kann ich nun also doch beruhigt schlafen gehen.

Welche Diagnose der Amtsarzt bei der Gefährderin stellen wird – im Raum stehen Verdacht auf Psychose mit akuter manischer Phase oder eine im ICD10-Kodex noch nicht erfasste, thinktankbedingte Borderline-Störung –, ist nun nebensächlich. Wichtig ist, dass die von allen guten Geistern verlassene Frau, die offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, zwischen Videospielrealität und echtem Leben zu unterscheiden, unter Quarantäne gestellt und fachmännisch betreut wird. Wer einfach aus frivoler Willfährigkeit gegenüber ein paar moralisch verwahrlosten „verlässlichen Freunden“ (die keiner amtsärztlichen Diagnose mehr bedürfen, sondern die laut einer lesenswerten historischen Analyse von Peter Frey definitiv psychopathisch sind) unbedingt den atomar bestückten russischen Bären piesaken möchte, der sollte nicht frei herumlaufen und an einem bereits geöffneten Pulverfass herumzündeln dürfen. Habe ich Seehofers Gefährdergesetz bisher für paranoid gehalten, so muss ich mich rückwirkend bei ihm entschuldigen – sein Machwerk könnte uns nun in schicksalsschwerer Stunde allen das Leben retten.

Man muss sich das vor Augen halten: Die von der Leine gelassene Dame hat das oben zitierte Statement nicht etwa bei einem Cocktaildinner im Atlantikbrücke-Verein ausgesprochen, wo man für solche halsbrecherischen Töne umgehend das Schulterklopfen verschmitzt lächelnder Strippenzieher erhält (und in deren Konzernwelt man dann nicht nur sich selbst, sondern auch seine siebenköpfige Kinderschar auf Lebzeiten bestens versorgt weiß), sondern live in bewegten Bildern in einem unserer DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien, von denen es nun millionenfach in alle Welt verbreitet wird. Von der Leyens stellvertretend für uns alle abgegebenes Statement – sie spricht von „WIR“, nicht von ihrem Individualstandpunkt – wurde also unzensuriert hinaus in den Äther geschickt … und vermengt sich dort jetzt mit den pechschwarzen, bereits kurz vorm Abregnen stehenden Wolken des „Lügenäthers, der heute so dicht ist wie zu Zeiten des kalten Krieges nicht mehr“ (Peter Sloterdijk).

Wenn aus der Doomsday Clock, die von einem renommierten Komitee an Nobelpreisträgern und Wissenschaftlern gerade auf zwei Minuten vor Mitternacht, d.h. dem symbolischen Weltuntergang vorgestellt wurde (siehe Spiegel), demnächst der Kuckucksvogel herausschnellt, dann könnte es womöglich zu spät sein, um sein letztes Gebet zu sprechen, so schnell könnten sich dann die Ereignisse überschlagen … auch wenn sich das in unserer pausbäckigen Wohlstandsgesellschaft unter dem sonoren „Brummen“ unseres Wirtschaftsmotors derzeit noch kaum jemand gedanklich vorzustellen vermag. In seinem Essay „Wenn die Fetzen fliegen“ hält der Journalist Dirk C. Fleck den transatlantischen Claqueuren von Bild, Spiegel & Co. diese mögliche Realität vor Augen, die sie gerade selbst herbeischreiben:

„Und dann liebe Kollegen, könnte tatsächlich etwas passieren, das Euer Zeitempfinden für den Bruchteil einer Sekunde bis in alle Ewigkeit auf den Kopf stellen wird: der atomare Alptraum. Josef Joffe könnte beim Putten zu einem Birdie fünfzig Meter weit über das gepflegte Grün in  den nächsten Bunker geschleudert werden. An der Ericusspitze 1 würden die beim Mittagstisch sitzenden Spiegel-Redakteure, von den Scheiben ihres Glaspalastes geköpft, zuckend übereinander herfallen. Bild-Chefredakteur Julian Reichelt bestiege  vielleicht gerade seinen Audi A8 in der Tiefgarage des Konzerns und findet sich plötzlich im Freien wieder, weil das Gebäude über ihm mitsamt seinem Büro auf magische Weise verschwunden ist. Andere Kollegen, die sich in den letzten Jahren die Finger wund geschrieben haben, um die Herzen der Menschen abzustumpfen, sehen ihre Kinder mit vor Schreck geweiteten Augen an sich vorbeifliegen, während ihnen selbst die Haut in Fetzen von den Knochen fällt. In der Elbphilharmonie hängt der Himmel voller Geigen und aus einem Flieger, der in zehn Kilometer über Hamburg hinweg Richtung Kopenhagen unterwegs ist, registrieren die Fluggäste erschrocken einen in rasender Geschwindigkeit aufsteigenden Pilz, der ihnen fast bis unter die Flügel reicht, während sich darunter die brennende Elbe ihren Weg durch ein gigantisches Trümmerfeld bahnt…

Hallo, Ihr Griegrümpfe, die Ihr uns zu Bewohnern eines anderen Planeten machen wollt. Eure wie unsere Zeit ist bald um, wenn Ihr so weiter macht wie bisher. Aber natürlich wollt Ihr so weiter machen. Na gut, dann hätte ich hier noch etwas für Euch: Der US-Oberst Leutnant Steven Gventer bestätigte die Dringlichkeit des NATO-Aufmarsches an der russischen Grenze. Wörtlich sagte er: „WIR SIND BEREIT, TÖDLICH ZU WERDEN!“ Wie findet Ihr das? Ist doch okay, oder?“

Wie ernst die Lage gerade ist, mag inmitten der Vorbereitungen zur neuen Staffel von Germany’s Next Topmodel und dem „Bachelor“ womöglich noch nicht zu jedermann durchgedrungen sein. Der Politologe Alexander Rahr gewährt uns auf der Münchner Sicherheitskonferenz MSC einen kleinen Einblick hinter die Kulissen. Es lohnt sich, den „Bachelor“ mal kurz abzuschalten und sich die wenigen Minuten Zeit zu nehmen für das, was der Mann zu berichten hat. Es  kann einen als unbedarften Bürger durchaus fassungslos machen. Rahr meint, dass die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz „wohl die letzte Konferenz in Friedenszeiten“ gewesen sei und wir aufgrund einer halsbrecherischen Konfrontationspolitik gerade auf eine dramatische Konfliktspirale zurasen. Die Dialogbereitschaft auf diplomatischer Ebene sei nunmehr fast erschöpft, da die USA auf ihren Anspruch globaler Dominanz beharre und unter anderem in Syrien „ihren Sieg einfahren wolle“. Was ein solcher „Sieg“ aus US-amerikanischer Sicht bedeutet, veröffentlichte vor wenigen Wochen schon der Rubikon (siehe „Die geplante Zerschlagung Syriens“), wobei der Rubikon in der stolzen Landschaft der deutschen Medien das einzige Nachrichtenmagazin war, das die diplomatischen Protokolle von Al Akhbar zu veröffentlichen wagte – alle anderen „Qualitätsmedien“ guckten betreten zur Seite.

Die Rolle von Deutschland, das als führende Kraft Europas für den Weltfrieden eine entscheidende Bedeutung hätte, sieht der Politologe nach drei Merkel-Regierungsperioden nun in vollendeter Orientierungslosigkeit und Erosion angekommen: „Wir sind führungslos, konzeptlos, inhaltslos, und das macht mir Angst …“

In der Tat ist die Kriegsgefahr immer dann am größten, wenn eine Gesellschaft an einen Punkt der Inhaltslosigkeit und scheinbaren Ausweglosigkeit angekommen ist. – Wenn es bei einem selbst nicht mehr weitergeht bzw. wenn ein Entwicklungsschritt gefordert wäre (denn das Leben ginge immer, sogar gut weiter, wenn man sich der Entwicklungsnotwendigkeit seiner Zeit nicht verwehrt). Wenn man sich allerdings verbockt und auf die gewohnte (im 20. Jhdt.: technokratisch-kommerzialistisch-nihilistische) Tour weitermachen will, dann setzt eine fatale Dynamik ein, mit der man letztlich das eigene Zerbrechen herbeiführt. Es wird dann ein Sündenbock im Außen gesucht, auf den man eifrig alles Böse projiziert, nur damit man sich nicht die eigene Unfähigkeit und Entwicklungsversäumnisse vor Augen halten muss. Wie willkommen ist da also das Feindbild Putin: Unsere überwältigende Staatsverschuldung, die soziale und demografische Krise, die ruinöse Nullzinspolitik der EZB, marode Banken, eine zerbröckelnde EU, working poor, psychische Erschöpfung … und vor allem die abgründige Sinnlosigkeit und der moralische Bankrott, vor denen wir stehen – alles vergessen in Angesicht eines bösen russischen Bären, der „die Welt destabilisiert“ und der sich sogar mit den Friedenstauben verschworen hat (Beweis: siehe nachfolgendes Video):

Wie auch immer. Studiert man derzeit das Tagesgeschehen, dann kommt man leicht ins Grübeln, ob man aus dem Land, in dem angeblich alle gut und gerne leben, nicht etwa schleunigst auswandern sollte. Allerdings machen auch die wenigen noch als sicher geltenden Länder wie Neuseeland gerade ihre Schotten dicht vor westlichen Asylsuchenden (siehe neues-deutschland.de: „Milliardäre kämpfen um ihr Fluchtziel“). – Was mich eigentlich nicht wundert. Wenn ich in Neuseeland Regierungsverantwortung hätte, dann würde ich auch nicht riskieren, dass in ein gut funktionierendes Land womöglich derjenige Virus eingeschleppt wird, der im bisherigen Land der Dichter und Denker im Herzen Europas derzeit für Selbstzerfleischung sorgt.

Vielleicht wäre es aber auch Zeit, mit selbstbezogenen Gedanken über Auswandern und sonstigem Eskapismus einmal Schluss zu machen (wir wandern ja ohnehin bereits aus: jeden Abend, wenn wir die Glotze aufdrehen, sind wir abgetaucht) und stattdessen als demokratische mündige Bürger – also als Souverän – wieder die Regie in die Hand zu nehmen. Es wäre höchste Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und ein bisschen deeskalierend und friedensstiftend zu wirken, denn viel Zeit haben wir nicht mehr (lt. dem mit Nobelpreisträgern und hochkarätigen Wissenschaftlern besetzten Bulletin of the Atomic Scientists nur noch „zwei Minuten“).

Die gute Nachricht: Laut Meinungsumfragen will eine überwältigende Mehrheit der deutschen Bürger keinen Konflikt mit Russland, sondern plädiert für Annäherung und Freundschaft (Lt. FORSA/ntv-Umfrage vom 20.03.2018 sind 91% der Deutschen der Überzeugung, dass von Russland keine Gefahr ausgehe, 98% der 18-29jährigen Deutschen betrachten Russland vollkommen angstfrei und insgesamt 74% der Gesamtbevölkerung halten die derzeitigen Beziehungen zu Russland für zu schlecht / verbesserungsbedürftig). Wie der Einzelne dieses Anliegen artikuliert, mag individuell sein. Ein Beispiel kann uns z.B. die „Druschba“-Initiative sein (Druschba = russ. „Freundschaft“), die regelmäßig Friedensfahrten nach Russland unternimmt. Die Erfahrung zeigt: Lernen sich die Menschen in ungezwungener Atmosphäre bei Essen, Kultur und Folklore kennen, lösen sich die von unseren Leitmedien geschürten Feindbilder und Projektionen schnell in Luft auf – der Lügenäther verpufft dann genauso wie die Abgaswolke eines softwaremanipulierten VW-Motors unter einer frischen Windbrise.

Sind diese Wolken einmal kurz weggeblasen, dann realisieren wir auch sehr schnell, was wir als Menschen in Wirklichkeit sind: Teil einer großen Menschheitsfamilie, die nur gemeinsam eine Zukunft hat … und wir uns daher entgegen aller medialer Hetzkampagnen besser die Hände reichen sollten:

>> Unsere Freundschaft ist jetzt gefragt, wenn Russland in allen Lebensbereichen wie Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur an die Wand gedrängt, ja zermalmt werden soll. Um einen geplanten oder fahrlässig in Kauf genommenen militärischen Konflikt in unseren Köpfen zu legitimieren? Wir machen da nicht mit. Wir stellen gegen nationalistische und rassistische Hetze gegen Russen den praktischen, nur durch viele aktive Menschen erzielbaren Gedanken von „Frieden durch Völkerfreundschaft“. <<
(aus: https://druschba.info)

 

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