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Antwort an den Deutschen Bundestag: Rechtsnihilistischer Business as usual?

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(Stellungnahme zur Ablehnung der Petition gegen die völkerrechtswidrige Entsendung der Bundeswehr nach Syrien)

Ihre Pet-Nr. 1-19-14-580-005239, Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Entsendung der Bundeswehr nach Syrien); Ihr Schreiben vom 16.8.2018, hier eingegangen am 28.6.2018

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

warum soll man zu Ihrer „Bewertung“ in Ihrem o.g. Schreiben vom 16.8.2018 überhaupt noch eine Stellungnahme abgeben?

Ein guter Freund sagte mir, dass ich mir den Aufwand für solche Petitionen doch sparen könne. Angesichts der längst vorhandenen politischen Realitäten könne doch kein Mensch mehr noch irgendein Unrecht aufhalten oder verhindern. Das Einzige, was der Mensch in diesen Zeiten noch tun könne, wäre, dass er als Mensch auf dem Pfad der Rechtschaffenheit bleibt.

Mein Freund hat offenbar Recht.

Ein Dialog macht überhaupt nur Sinn, wenn der Andere überhaupt ein Interesse an einem Dialog hat. Wenn das Interesse des Anderen offensichtlich nur noch darin besteht, ein in keiner Hinsicht vom Volk demokratisch legitimiertes „Programm“ – hier: Sturz des sog. „Assad-Regimes“ – durchzuziehen, (auch) in diesem Kontext alle unbequemen Wahrheiten auszublenden und jede berechtigte Kritik mit pauschalen Verweisen auf längst widerlegte (Teil-)Unwahrheiten und unhaltbare juristische Interpretationen des Völkerrechts abzublocken, dann ist jedes Bemühen um Dialog pure Zeitverschwendung.

Dann kann der Mensch offenbar nur noch darauf hoffen, dass es eine höhere Gerechtigkeit gibt, der sich letztlich kein Mensch entziehen kann.

Wenn der Bundestag solche Bundeswehreinsätze wie die damals in Serbien oder nachfolgend in Afghanistan und Syrien beschlossen hat, dann hat er zu seiner Rechtfertigung stets in wesentlicher Hinsicht auch Sachverhalte bemüht, die sich schließlich als falsch, oder zutreffender: eindeutige Lüge, herausgestellt haben.

Der Angriff auf Serbien in 1999 „begann mit einer Lüge“, was im Jahre 2001 sogar noch über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vermittelt werden konnte, Die Doku über den NATO-Einsatz in Jugoslawien mit dem Titel „Es begann mit einer Lüge“, die jedermann auf Youtube abrufen kann, wird sicherlich auch jedem Bundestagsabgeordneten bekannt sein.

Eine solche Aufklärungsarbeit durch ein Format des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erscheint unter den aktuellen Verhältnissen schon undenkbar.

Der Angriff auf Afghanistan basiert auf der offensichtlich gewordenen Lüge, dass die für die Anschläge von 9/11 verantwortlichen Terroristen von Afghanistan aus operiert haben sollen und die Regierung dieses Landes diesen Terroristen in ihrem Land einen „sicheren Hafen“ bereit gestellt haben soll.

Schon der Inhalt des Buchs von David Ray Griffin „Der mysteriöse Einsturz von World Trade Center 7: Warum der offizielle Abschlußbericht zum 11. September unwissenschaftlich und falsch ist“ reicht vollkommen aus, um den definitiven, wissenschaftlich fundierten Beweis dafür zu erbringen, dass die drei Türme, die am 11.9.2001 zerstört wurden, nur auf Grund einer kontrollierten Sprengung auf diese Art und Weise, insbesondere in dieser Geschwindigkeit, vollständig in sich zusammengestürzt sein können. Vor 9/11 ist noch nie ein Hochhaus, das in Stahlskelettbauweise errichtet worden ist, vollständig in sich zusammengestürzt. Am 11.9.2001 war das aber gleich bei drei Hochhäusern der Fall, wobei WTC 7 nicht einmal von einem Flugzeug getroffen worden war. Wer die mit zwingender wissenschaftlicher Logik dargelegten Erkenntnisse, die von tausenden Architekten und Ingenieuren mitgetragen werden, bestreitet, ist m.E. entweder ein Dummkopf, weil er sich nicht informiert hat, oder ein Lügner, eben weil er sich informiert hat und es in Wahrheit besser weiß.

Und wie verhält es sich nun mit dem Bundeswehreinsatz in Syrien?

Auch dieser Einsatz basiert auf der Lüge, dass man militärisch in einem fremden Land intervenieren kann, das in keiner Weise für die Entstehung und Ausbreitung des IS verantwortlich war und ist und in jeder Hinsicht von Anfang an fest entschlossen und – spätestens seit der Unterstützung durch die russische Föderation – auch in der Lage war, den IS zu bekämpfen und zu besiegen.

Im Web finden sich unzählige Quellen dazu, welche Mächte bzw. Staaten ganz offensichtlich ein Interesse an der Unterstützung des IS gehaben haben und auch – zumindest teilweise nachweislich – eine solche Unterstützung in allen denkbaren Formen (durch Geld, Waffenlieferungen, Rückzugsräume, Ausbilder etc.) geleistet haben. Wenn das schon jeder Bürger problemlos recherchieren kann, dann erst Recht eine so gigantische Behörde wie der BND, der über ein weitaus besseres Netzwerk verfügten dürfte als jede Nachrichtenagentur (bloß unterstellt, es gäbe Nachrichtenagenturen, die unabhängig von Nachrichtendiensten agieren können).

Der Bundesregierung müsste somit auf Grund seines Auslandsnachrichtendienstes noch sehr viel besser informiert sein als jeder Bürger dieses Landes, der auf Grund seiner täglichen Pflichten zudem nur begrenzte Zeit aufbringen kann, um sich der Verschaffung von Hintergrundinformationen über Ereignisse in aller Welt zu widmen.

Und wollen Sie den Menschen in diesem Land erzählen, dass Mitglieder des Bundestages keinen Zugang zu den Analysen des BND und auch keinen Zugang zum Internet haben und somit weit weniger wissen als jeder Bürger, der sich im Internet ab und zu mal auf die Suche nach Hintergrundinformationen begibt?

Ihre „Bewertung“ lässt jedenfalls nicht erkennen, dass Sie sich wirklich ernsthaft – und das heißt im Detail – mit meiner Kritik an den Beschlüssen des Deutschen Bundestags zum Einsatz der Bundeswehr in Syrien auseinandersetzen möchten.

Würde ich auf Ihre „Bewertung“ bloß weitere juristische Gegenargumente bemühen wollen, dann könnte ich mich u.a. auch auf Norman Paechs Analyse zur Rechtfertigung des (ersten) Syrien-Bundeswehreinsatzes beziehen, die online unter:

http://www.norman-paech.de/app/download/5803526858/Syrien+Tornadoeinsatz+LINKE+Dez+2015.pdf

abrufbar ist. Diesen Text übermittle ich aber auch noch einmal anliegend.

Hier kommt Norman Paech ebenfalls zu dem Fazit: „Die von der Bundesregierung in Anspruch genommene rechtliche Begründung für die Entsendung deutscher Streitkräfte nach Syrien ist unhaltbar.“

Aber um einen solchen juristischen Schlagabtausch geht es mir überhaupt nicht.

Der Austausch von juristischen Argumenten macht keinen Sinn, solange der Adressat meiner Eingaben – warum auch immer – erkennbar von unzutreffenden Sachverhaltsbehauptungen ausgehen möchte, die sich vielleicht in eine politische Agenda einpassen lassen, die aber meilenweit von der Realität entfernt sind, jedenfalls von der Realität, die sich sogar über das Web recht mühelos rekonstruieren lässt.

Denn ganz gleich, was der Bundestag erklärt und mit welchen juristischen Winkelzügen er glaubt sich rechtfertigen können: Es gibt bei näherer Würdigung aller Fakten und der Rechtslage – eindeutig – keine völkerrechtliche Legitimation für diese Bundeswehreinsätze, denn eine solche kann nur in der Zustimmung der syrischen Regierung oder in einem UN-Mandat bestehen, das zu solchen militärischen Einsätzen berechtigt. Beides gab und gibt es eindeutig nicht.

Und jeder Versuch einer Rechtfertigung solcher Interventionen wird schon vorab dadurch pervertiert, wenn man bedenkt, dass der gesamte IS das Produkt einer gezielten, von mehreren – auch westlichen – Staaten getragenen Kampagne ist, die insbesondere auch dem „Regime-Change“ in Syrien diente.

Syrisches Staatsgebiet wird militärischen Operationen ausgesetzt, weil dort Terroristen wirken, die andere Staaten aufgebaut haben, um die syrische Regierung zu stürzen. Eine Unterstützung der syrischen Regierung ist ja nicht möglich, weil Präsident Assad – so das Narrativ der westlichen Medien –  einfach nur böse ist.

Und solche Praktiken werden vom Völkerrecht gedeckt, sollen dem Geist des Völkerrechts entsprechen?

Welche Perversion, solche Aggressionen auch noch unter Berufung auf das Völkerrecht zu legitimieren!

Und so haben wir die befremdliche Situation, dass die Menschen in diesem Land die Gesetze des Bundestags achten sollen, der Bundestag sich aber selbst – mit großer Mehrheit – ganz offen über Völkerrecht und Völkerstrafrecht hinwegsetzt.

Da versteht sich von selbst, dass gerade der Bundestag nicht daran interessiert ist, die Frage der eigenen strafrechtlichen Verantwortlichkeit seiner Mitglieder aufarbeiten zu lassen, die zu dieser Mehrheit gehören, die für die Einsätze der Bundeswehr in Syrien gestimmt haben. Besser hätten diese Mitglieder dafür gestimmt, die Unterstützer des IS zu ermitteln und öffentlich bekannt zu machen und die syrische Regierung im Kampf gegen diesen IS zu unterstützen.

Niemand darf sich auf das Argument berufen, dass er sich gegen Terrorismus – durch militärische Intervention im Ausland – ja nur (zu Gunsten anderer Staaten wie Frankreich) verteidigen wolle, wenn er selbst für die Entstehung und Entwicklung dieses Terrors zumindest mitverantwortlich ist.

So ist es ja m.E. auch bezeichnend, dass ausgerechnet die Bundesregierung einigen Mitgliedern der Weißhelme kürzlich auch noch den roten Teppich eines Bleiberechts in Deutschland ausgerollt hat, nachdem sie zuvor bereits einige Millionen aus Bundesgeldern für die „Arbeit“ der Weißhelme gespendet hatte.

Angesichts solcher – nachweislich geflossener – Fördermittel muss die Legende von den edlen Weißhelmen jetzt offensichtlich unter allen Umständen aufrecht erhalten werden. Nicht, dass sonst noch einer auf die Idee kommt, dass Millionen an Steuergeldern für die Arbeit von Terroristen(-Helfern) ausgegeben worden sind.

Jeder, der sich über das wahre Wirken dieser Weißhelme informiert hat, der weiß, wie deren Wirken in Syrien offensichtlich nur gewürdigt werden kann und aus welchen Kreisen sich diese Weißhelme wohl hauptsächlich rekrutiert haben.

Sie müssen nur einmal die Begriffe „Weißhelme“ und „Terrorist“ googeln, da finden Sie umfangreiches Quellenmaterial zu dem wahren Charakter dieser White Helmets. Diese Technik der Recherche wird sicherlich auch Ihnen bekannt sein.

Diese Quellen legen – um es einmal sehr zurückhaltend zu formulieren – die „Vermutung“ nahe, dass die White Helmets nur eine Propaganda-Abteilung des IS waren und sind, die im Wesentlichen nur die Aufgabe hatte, dem Westen solche „Nachrichten“ zu liefern, die der (weiteren) Diffamierung der syrischen Regierung dienlich sein können. Natürlich finden sich bei einer solchen Recherche auch lauter beschämende Quellen dazu, wie bundesdeutsche Politiker und Pressesprecher sich zu dieser Gruppierung positioniert haben.

Ein paar Beispiele? Wie wäre es mit den folgenden Links:

blauerbote.com/2018/07/26/die-evakuierung-der-weisshelme/

https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/61328-facebook-analyse-zahlreiche-syrische-weisshelme-sympathisieren-terrorgruppen/

https://russia-insider.com/en/65-white-helmet-facebook-profiles-show-they-are-pro-isis-pro-al-qaeda/ri21694

https://www.youtube.com/watch?v=3vNwe7yKbwo&t=108s

https://deutsch.rt.com/international/59548-einmal-mehr-weisshelme-und-ihre-naehe-zu-dschihadisten/?utm_source=spotim&utm_medium=spotim_recirculation&spotim_referrer=recirculation&spot_im_comment_id=sp_68A3SUfn_59548_c_wddDxwhttps://deutsch.rt.com/newsticker/69375-usa-stellen-finanzierung-weisshelme-ein/

https://deutsch.rt.com/inland/68493-merkel-sprecher-nach-vermeintlichem-giftgasangriff/

https://deutsch.rt.com/international/50898-weisshelme-aussern-sich-zu-jungsten/

http://blauerbote.com/2017/02/20/white-helmets-oder-ein-oscar-fuer-al-qaida/

Was jeder Bürger kann, das kann sicherlich auch ein Mitglied es Petitionsausschusses des Bundestages leisten.

Oder wollen Sie behaupten, dass Sie sich nur die Programme der öffentlichen-rechtlichen Sender ansehen? Dann wären Sie in der Tat sehr schlecht informiert. Aber ich denke, dass die Gewohnheiten der Volksvertreter wenigstens in dem Punkt mit der Gewohnheit der meisten Bürgerinnen und Bürger in diesem Land übereinstimmen: Informationen sucht man sich gerne im Web.

Als Jurist habe ich immer geglaubt, dass es schwer strafbar ist, wenn man einen Terroristen finanziell unterstützen würde. Jetzt erfahre ich, dass Millionen für „Weißhelme“ ausgegeben worden sind, die – so würde es ein Staatsanwalt wohl formulieren – im dringenden Tatverdacht stehen, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung zu sein.

Von daher würde mich interessieren, warum die White Helmes aus der Sicht des Bundestages trotz aller gegenteiligen Quellen keine Terroristen sein sollen und wer alles dafür verantwortlich ist, dass die White Helmets auch aus Bundesmitteln finanziell unterstützt worden sind.

Der Rechtsnihilismus hat m.E. längst apokalyptische Ausmaße erreicht. Das geschriebene (Völker-)Recht schützt – ganz offensichtlich – in Wahrheit niemanden mehr, wenn der Text von Resolutionen des UN-Sicherheitsrats auf Grund diplomatischer Finessen so schwammig formuliert wird, das damit – zumindest dem Anschein nach – auch militärische Operationen gerechtfertigt werden können sollen, die in Wahrheit ausdrücklich zu keiner Zeit gebilligt worden sind.

Oder wollen Sie der Welt erzählen, dass die Russische Föderation als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat solchen militärischen Operationen in Syrien zugestimmt hätte, damit man sich dort bei militärischen Operationen gegen den IS in die Quere kommt?

Und so ist aktuell wohl der Lauf der Dinge: Opfer (des Terrorismus) werden mit dem Bruch des Völkerrechts zusätzlich rechtlos gestellt und denunziert, Täter (Terroristen) nicht nur finanziert und geschützt, sondern der Öffentlichkeit auch noch als „Helfer“ oder „Rebellen“ „verkauft“.

Na, wenn das die „Neue Weltordnung“ ist, dann hoffe ich, dass das Jüngste Gericht nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Juristisch und „politisch“ wird hierzulande offenbar nichts mehr aufgearbeitet, wenn sich politische Eliten – auf Grund welcher Interessen auch immer – über das Recht und sogar das Verfassungs- und Völkerrecht mit Sachverhaltsverzerrungen und Wortklaubereien hinwegsetzen und sich hinter willkürlichen „Auslegungen“ des Völker- und Verfassungsrechtsrechts verstecken, die allem Anschein nach nur noch der juristischen Scheinrechtfertigung längst beschlossener Pläne dienen.

Von daher bestehe ich weiterhin darauf, dass Sie sich angemessen mit der Petition befassen und diese Petition – und diesen Nachtrag – auch auf den dafür vorgesehenen Foren des Bundestags veröffentlichen.

Aber wie auch immer sie sich entscheiden werden:

Sie stehen in der Verantwortung, Ihre Entscheidungen sind für Ihre eigene Zukunft mindestens so bedeutsam wie sie es für die Menschen sind, die unter den Folgen Ihrer Entscheidungen – und Ihrer Unterlassungen – in aller Welt zu leiden haben.

Ich habe den Unterstützern dieser Petition angeraten, sich selbst an Ihren Ausschuss zu wenden, eben damit jeder seine eigenen Argumente vortragen kann.

Denn ich selbst möchte mich fortan an die Empfehlung des bereits oben erwähnten guten Freundes halten, der mir geraten hat, mein Leben künftig nur noch Dingen zu widmen, die ich beeinflussen kann.

Was ich nicht beeinflussen kann, das möchte ich fortan höheren – und damit meine ich: göttlichen – Mächten überlassen.

Aber ich hoffe, dass kein Mensch mehr irgendeine „Auszeichnung“ oder sonstige „Ehrung“ von einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages annehmen wird, der für die hier kritisierten Entscheidungen mitverantwortlich ist. Mit einem solchen Abgeordneten würde ich nicht einmal mehr ein persönliches Gespräch führen wollen.

Solange solche Zustände herrschen, werde ich mich an keiner Bundestagswahl mehr beteiligen.

 

Hochachtungsvoll

Wilfried Schmitz

Rechtsanwalt

Foto: Pixabay / CC0

 


siehe auch:

Text der Strafanzeige wegen der Entsendung der Budeswehr u.a.:

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Das Auge! – Ein neues Sehen dieser Welt!


Bild: Petr Novák, Wikipedia CC BY 2.5  

Im Allgemeinen ist es gut, wenn man den Sinnesorganen vertrauen kann. Wenn man eine Demonstration sieht, aber die Medien beschreiben das nicht, so kann man davon ausgehen, dass diese Demonstration stattgefunden hat. Aber es gibt auch andere Zusammenhänge: Da ist schon Galileo darüber gestolpert. Er wusste, durch seine Berechnungen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Musste aber trotzdem abschwören. Die unkritische Beobachtung würde eine Umkreisung der Sonne um die Erde ergeben. Eine ehrliche Wissenschaft kann die Fähigkeiten unserer Sinnesorgane erweitern. Unser Eifelphilosoph berichtet aber: Wir müssen im Jahre 2018 davon ausgehen, dass „Forschung“ nahezu vollständig industriedominiert ist, es gibt ein schönes Buch dazu, das ich gerade lese: Gekaufte Forschung (Europaverlag Berlin, 2015 von Professor Christian Kreis), wo man nebenbei erfahren kann, dass „über 75 Prozent der Forschung in Deutschland industriegelenkt“ sind (a.a.O., Seite 172) – Quelle: nachrichtenspiegel). Das heißt, 2×2 ist z.B. 5. Denn wenn man die Rabatte der Industrie dazu nimmt, so gibt es eine ganz andere Mathematik.

Ja, das Auge kann ja allerhand Sinnestäuschungen erleben. Zum Beispiel eine Fata Morgana. Man meint, BK Merkel wäre schon weg und sie ist doch wieder da. Man könnte den jetzigen antieuropäischen Wahlausgang in Italien durchaus als Folge der Politik der EU Trias sehen, über die Merkel ihre schützende Hand gehalten hatte. Sie wurde während der Krise der südeuropäischen Staaten als die Chefin Europas bezeichnet. Oder eine Halluzination, Deutschland geht es gut, zum Beispiel.

Man kann auch eine Phobie vor einem Land haben: Da wurden doch kürzlich wieder Menschen in Großbritannien vergiftet und die Spuren führen wieder nach Russland? Sogar Spektrum der Wissenschaft beschäftigt sich mit diesen Fragen: http://www.spektrum.de/wissen/6-antworten-zu-nowitschok_
Bitte wie kann man Substanzen so genau testen und analysieren, die man nicht zur Verfügung hat? Einerseits wird Russland vorgeworfen, dass die Atomwaffentechnologie Nordkoreas aus Russland stammt (Quelle: ORF).  Andererseits sollen die biologischen Kampfgifte trotz dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht in westliche Hände gelangt sein? Bei einem völligen Zusammenbruch der Sowjetunion in den 90er Jahren, wo sogar das Militär nicht mehr bezahlt wurde? Wo darüber hinaus belegt ist, dass die USA Zugang zu Giften der „Nowitschok-Reihe“ hatten, z.B. als US-Chemiexperten 1999 ein entsprechendes UdSSR-Labor in Usbekistan außer Betrieb setzten und dort fachmännisch „für Sicherheit sorgten“ (Quelle: BBC news).

Woher wollen die westlichen Verantwortlichen wissen, dass die Substanzen nicht von westlichen Geheimdiensten eingesetzt wurden? – Dazu vielleicht ein im Goldmann Verlag erschienenes Buch „Ein Fall für den Mossad“ hatte da tiefe Einblicke ermöglicht.

Man könnte die Journalisten auch als die Augen einer Gesellschaft bezeichnen. Umso tragischer, wenn ein investigativer Journalist aus der Slowakei und seine Verlobte jüngst kaltblütig ermordet wurden.

(Quelle z.B.: schweizer-illustrierte). Der ermordete Jan Kuciak hatte über die Verflechtung von Politik, Wirtschaft und der italienischen Mafia recherchiert. Es geht um abgezweigte EU-Mittel, die für die Förderung der Landwirtschaft in der Slowakei vorgesehen waren (Quelle: euronews). Die Öffentlichkeit der Welt machte Druck, so dass jetzt Fico, der Ministerpräsident der Slowakei, seinen Rücktritt eingereicht hat. Einen wichtigen Experten für solche Fragen, könnte man zum Leiter einer Expertenkommission zur Klärung dieses Mordes machen. Er kommt aus dem Nachbarland Ukraine und heißt Leonid Kutschma. Eine Ernennung Kutschmas für eine solche Funktion würde einer bewährten europäischen Tradition entsprechen. Man hatte genau den Finanzminister von Luxemburgleaks (Quelle: sueddeutsche), der ja als Finanzminister von Luxemburg nicht wissen konnte, dass sein Land zur größten Steueroase Europas wurde, zum Kommissionspräsidenten Europas ernannt. Kaum jemand kennt die heikle Materie der Verflechtung der Medien in die Politik so wie Kutschma. Er war Präsident und „Goldgräber“ in der Ukraine.

Ein vorlauter Journalist wollte ihn, den Regierungschef, immer dabei beobachten und im Internet darüber schreiben. Irgendwann wurde es Kutschma zu bunt und er wurde zornig. Sein Leibwächter Nikolai Melnitschenko, ein nicht loyaler Leibwächter, schnitt seine Worte mit und brachte die Aufnahmen nach Europa. Deshalb ging in Kiew 2013  ein wichtiger Prozess zu Ende. Der Prozess gegen die Mörder von Gongadse, einem investigativen Journalisten, der vor allem über Kutschma berichtete. Damals waren Tonbänder von Gesprächen Kutschmas aufgetaucht. Nikolai Melnitschenko, ehemaliger Leibwächter des Staatschefs, hatte im Geheimen Äußerungen des Ex-Präsidenten mitgeschnitten…  Alexej Pukatsch war General der ukrainischen Miliz, als er vor über zwölf Jahren zum Journalisten-Mörder wurde. Pukatsch war es, der im Jahr 2000 Georgij Gongadse erdrosselte und die Leiche des regierungskritischen Reporters enthauptete. Das sehen die Richter als erwiesen an. Lebenslänglich lautet deshalb ihr Urteil für Pukatsch.

Er werde sich mit dem Urteilsspruch einverstanden erklären, antwortet nun der Verurteilte, aber nur, wenn neben ihm auf der Anklagebank die Hintermänner der Tat Platz nähmen. Dann nennt Pukatsch zwei Namen, die in der Ukraine einen Klang haben wie Donnerhall: Leonid Kutschma, von 1994 bis 2005 Staatschef des Landes, und Wladimir Litwin, Kutschmas Präsidialamtschef und lange Jahre Parlamentspräsident (Quelle: spiegel). Gongadse war für verschiedene Oligarchen und Parteien tätig gewesen, bevor er im April letzten Jahres die Ukrainska Prawda (Ukrainische Wahrheit) gründete. Die Zeitung konzentrierte sich auf die Enthüllung von Korruptionsfällen in den höchsten Kreisen der herrschenden Elite. Sie veröffentlichte unter anderem kompromittierende Dokumente über Präsident Leonid Kutschma. Um der Zensur auszuweichen, erschien sie im Internet (Quelle: wsws.org).

Kiew 2011- Das gegen den Ex-Präsidenten Leonid Kutschma eingeleitete Verfahren wegen Mordes an dem Journalisten Georgi Gongadse ist eingestellt worden. Die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft sei auf Grundlage unzulässiger Indizien und damit zu Unrecht eingeleitet worden, urteilte Richterin Galina Suprun. Sie gab damit Kutschmas Klage statt. Er hatte eine Schuld stets von sich gewiesen (Quelle: spiegel). Bei dieser Gerichtsbarkeit der Ukraine Landes ist Kutschma natürlich der ideale Verhandler des Friedensvertrages von Minsk. Sogar 2015 : MINSK, 26. August (BelTA) – Außenminister Wladimir Makej, ukrainischer Ex-Präsident Leonid Kutschma und Berater des ukrainischen Staatschefs, Ruslan Demtschenko, haben sich heute zu einem Gespräch getroffen und über die schnellstmögliche Regelung der Ukraine-Krise auf der Grundlage der Minsker Vereinbarungen ausgetauscht. Das teilte ein Sprecher des Außenministeriums der Telegraphenagentur BelTA mit (Quelle: Telegraphenagentur Belarus).

Die Hinweise, dass Kutschma in die Angelegenheit Gongadse  involviert ist, sind aber sehr stark: In einem Gutachten, das der SPIEGEL beim Berliner Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Auftrag gab, wird eine technische Fälschung der Bänder ausgeschlossen; die Stimmen der Beteiligten seien mit denen von Vergleichsaufnahmen „unter ohren- und signalphonetischen Gesichtspunkten sehr ähnlich“.

Zu einem gleichartigen Schluss kam das Internationale Presseinstitut in Wien, das vom ukrainischen Parlament mit einer Expertise beauftragt worden war. Auch dessen Experten konnten die Echtheit der Bänder nicht hundertprozentig beweisen, halten sie aber kaum für gefälscht (Quelle: spiegel).

Auf welchem Boden steht also der Frieden in Minsk, der von Menschen ausgehandelt wird, deren Hauptziel es ist, die Wirtschaft voranzutreiben? Merkel, die erfolgreich die Rüstungsindustrie fördert und Kutschma, der es vom sowjetischen Direktor der Atomraketenproduktion in Dnepro Petrowsk, zum Aufbau eines der wichtigsten Wirtschaftsklans in der Ukraine gebracht hat, werden doch nicht unwirtschaftliche Abkommen schließen? Ein echter Frieden wäre doch ein Schaden für die Waffenindustrie?  Minsk ist aber der Angelpunkt des Friedens in Europa. Die einhellige Meinung, der westlichen Medien ist so klar und weitgehend ohne Kritik an den Verhältnissen der Ukraine, dass wir uns fragen können, ob die Journalisten, die jetzt dem brutal hingerichteten Investigativ-Journalisten der Slowakei die letzte Ehre erweisen, auf dem Auge der Beurteilung der Ukraine erblindet sind?

Manche Journalisten der Ukraine fragen sich, ob in der Ukraine die Mafia jetzt zu großen Ehren gekommen ist. Doch es wäre der Auftrag der westlichen Journalisten, zu recherchieren, was auch in der politisch opportunen Ukraine jetzt geschieht und nicht alles tot zu schweigen. Ist es bei der derzeitigen Mediensituation so, wie bei der Wissenschaft, dass der mögliche wirtschaftliche Gewinn die Berichterstattung beeinflusst? Wobei die Zeitungen weitgehend von Annoncen leben und eben nicht mehr von den Abonnenten. Wenn also die großen Lobbies, die die größten Inserate finanzieren, neben der Abhängigkeit der Medien von Uncle Sam und den Bankern ihre Wahrheit erzeugen, dann erklärt es sich, dass es zunehmend einseitige Kriegspropaganda gibt? Ist nicht der Krieg das beste Geschäft? Und letztlich behindert ein Frieden zwischen Russland und und Ukraine den wichtigen Frieden in Europa! Dürfen die Journalisten nur das schreiben, was dem Kaiser recht ist? (Quelle:  swprs.der-propaganda-multiplikator).

Oder ist der Kaiser gleichzusetzen mit den Bankern? (Quelle: epochtimes). Den Kaiser dürfen die Medien offensichtlich nicht kritisieren? Denn wenn im Mai 2017 diese kritische Information über den Kaiser veröffentlicht wird, so wird eben dann sehr rasch auch der Bundestrojaner zur Sicherheit der Journalisten und Bevölkerung in D über die Hintertür eingeführt. Um die Menschheit vor dem Grauen, den so eine Information verbreitet, zu bewahren. So dass jedem unerfreulichen Journalisten der Bundestrojaner auf den Rechner gespielt werden kann. Die tun wirklich alles zu unserem Schutz. Und deshalb möchte der Kaiser nun alles über uns wissen? Ab 01.04.2018 gibt es eine verpflichtende PKW Ortung (Quelle: derstandard ).

Der persische König Darius hatte auch Augen und Ohren des Königs. Die heutigen Könige haben wir schon besprochen.  Die Augen und Ohren siehe Snowden – Eine allgegenwärtige Überwachung (Quelle:  learnliberty.org ).

Was ist aber mit uns? Sokrates war so ehrlich zu sagen: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Descartes, viele Jahrhunderte später meinte: Cogito ergo sum. Das heißt: Ich denke, also bin ich.

Was heißt das für uns? Kluge Geister wie Prof. Gerald Hüther und Prof. Michael Vogt kamen aus der DDR. Sie waren gewohnt, dass die Medien Parteipropaganda sind. Auch in der DDR konnte man ja schließlich das Denken nicht verbieten.

Wenn wir die Welt so sehen, dann entsteht ein düsteres Bild unserer Welt. Man kann eine tatsächlich  kranke Welt erkennen. Und Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, der durch seine Erfahrungen im KZ weiß, was Dunkelheit ist, der lehrt uns dass Krankheit eine Möglichkeit zur Veränderung ist, ja dass es die große Chance für eine Veränderung ist. Dass es der Sinn der Krankheit ist, sich zu verändern! Wir haben viele Möglichkeiten uns in einer Welt, wo die Ressourcen für die Armen und für die Normalbevölkerung knapp werden, zu beschränken. Eine Welt, wo das Fahrrad im Zentrum der Fortbewegung steht, würde nicht nur die Menschen wesentlich gesünder machen, da Bewegung und gute Luft und Sonne für die Gesundheit außerordentlich  wichtig sind. Wenn weniger Fläche für Verkehrs- und Parkflächen verbaut wären, dann wäre mehr Platz für Wald da. So einfach ist das. Man kann auch relativ einfach den Einkauf mit dem E-Bike oder dem normalen Fahrrad bewerkstelligen. Auch gibt es faltbare E-bikes, die man mit dem öffentlichen Verkehr mitnehmen kann. So wäre man am Arbeitsplatz auch nicht verschwitzt. Was man sich dabei am Auto erspart, das könnte man in gesunde Ernährung investieren, um eben gesünder zu sein?

Aber wir können noch weiter gehen. Luysseran, ein blinder Insasse eines KZ, der im KZ Liebe durch Mithäftlinge erfahren durfte, der zeigt in seiner Biographie (Quelle: ein-neues-sehen-der-welt), dass gerade eine schwierige Situation, in Menschen Fähigkeiten entstehen lässt, die ohne diese Schwierigkeiten nicht entstehen würden. Einer seiner tatsächlich kriminellen Mithäftlinge spendete an seiner Statt Blut, um ihn zu schonen. Er selbst wurde in dieser Situation hellsichtig.
Durch die Dunkelheit kann also Licht entstehen!

Wutbürger – Teil 1

 


Mit Unverständnis bis hin zur Fassungslosigkeit reagiert der Journalismus in Europa und den USA auf die Anfeindungen, die er von Bannon in den USA bis Grillo in Italien erlebt.
Diesem Unverständnis wiederum stehe ich einigermaßen fassungslos gegenüber. Es ist an der Zeit, zu verstehen, was hier passiert, denn die Radikalität, so deute ich die Zeichen der Zeit, wird überall zunehmen. Wenn große Teile der Presselandschaft nicht verstehen, warum sie in dieser Art und Weise angegangen werden, dann wird es Zeit, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

 

(mehr …)

Die Münchner Sicherheitskonferenz!

Oder Münchner Unsicherheitskonferenz?

Autor: Dr. Eulenspiegel

Um ein paar dem Karneval entsprechende Vergleiche zur aktuellen Situation aufzuzeigen, erlauben Sie mir bitte den Ausflug  in die Medizin und später auch in die Schiffahrt. Bitte nehmen Sie mir am Ende während,  der Karnevalszeit, einen Ausflug meiner Phantasie über die Frage, was ein tatsächlich freies Deutschland  Positives bewirken könnte, nicht übel. Aber jetzt zurück zur Medizin und zur Münchner  Sicherheitskonferenz:

Ein Patient liegt am OP Tisch. Er ist nur durch Kreuzstich Narkose vorbereitet. Er ist also ziemlich wach und aufgeregt. Der sympathische Arzt kommt nach langem Warten.  Er sagt:  Machen Sie sich keine Sorgen ich mache diese Operation zum hundertsten Mal. Einmal wird sie schon gut gehen!

Wenn seit zumindest 100 Jahren alle Revolutionen schiefgehen, könnte man eine ähnliche Frage auch an die Organisatoren der Revolutionen in der arabischen Welt, der Ukraine, aber auch, (da Lenin in seinem Tagebuch schreibt: Die Wallstreet wird die kommunistische Revolution …. finanzieren, …..) bezüglich der Kommunistischen Revolution z.B stellen??

http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-der-arabischen-welt-die-umsturz-gmbh-1.1061251

Aber es gibt noch andere Vergleiche: Können Sie sich noch an den Unfall mit der Costa Concordia erinnern. So weit ich mich erinnern kann, war der Kapitän nicht angeheitert oder betrunken. Vielleicht war er verliebt. Doch beschuldigt man den Kapitän des viel größeren „EU – Schiffes“ ein Problem mit dem Alkohol zu haben. Also wenn dem Schiff EU etwas passiert, so können wir uns vorher trösten, dass auch bei der Costa Concordia viele überlebt haben.

Wie allseits bekannt, fand die Münchner Sicherheitskonferenz statt.  Die Größen der weltweiten Politik waren da. Und was heißt Politik: Poly heißt Lateinisch viel und dicere heißt reden. Das heißt, die die weltweit viel zu reden haben, aber nichts zu sagen haben(?) treffen sich? Um die Sache noch komplizierter zu machen: Wenn jemand viel redet so muss er diesbezüglich auch gut geschult werden. Also diese Sprachtrainer kann man ja auch einmal fragen: Ja die armen Politiker, die viel zu reden haben, die fürchten sich vor jeder Ansprache. Warum, weil sie so die Wahrheit so verbiegen müssen. Was dazu kommt, die sehr verehrten europäischen Festgäste in München haben Wahrnehmungsstörungen. Zum einen wegen nun keinesfalls freien Medien und auch sehr dicht verflochtenen Geheimdienste. Ein weiterer Grund für die schwierige Sicherheitslage der Welt ist, dass die Verantwortlichen und Unverantwortlichen, der EU, nicht auf die Bedenken der allerersten Gründungsmitglieder, die Benelux Staaten bildeten den allerersten Kern der EU, hören.

Niederlande blockiert den für die jetzige Ost-West Krise letztlich ausschlaggebenden Assoziierungsvertrag mit der Ukraine. Und Belgien, wollte CETA blockieren! Vielleicht kann eine bei der Unterzeichnung von CETA auf Druck Walloniens geforderte Anrufung des EU Höchstgerichtes, doch noch einiges diesbezüglich bewirken.

Also eines ist klar, wenn die Staaten mehr Waffen haben, so wird die Welt sicherer ? Jedenfalls ist das für den Vizepräsidenten Mike Pence so. Denn wenn der Wahlkampf des Chefs von der Waffenlobby bezahlt worden ist, so sollen auch die Europäer etwas davon haben. Immerhin finanzieren lediglich 158 Familien den Großteil des Präsidentschaftswahlkampfs bei unserem großen Bruder.

http://www.lemonde.fr/ameriques/article/2015/10/11/etats-unis-comment-seulement-158-familles-financent-l-election-presidentielle_4787161_3222.html

Ja seit Herbst 2013, als der Maidan in Kiew, nach der WeigerungJanukowitschs, den Assoziierungsvertrag zu unterschreiben, startete, ist es nicht mehr nötig, dass unser großer Bruder im Westen den Budgetrahmen erweitert.

Denn durch die entstandene Spannung zwischen Ost und West hat die Waffenlobby gute Einnahmen. Daran ändert auch nichts, dass Trump im Wahlkampf eine Versöhnung mit Rußland versprochen hat. Denn vor der Wahl ist nicht nach der Wahl. Ich komme später nochmals darauf zurück. https://www.tagesschau.de/ausland/trump-berater-manafort-101.html. Und warum hat Janukowitsch nicht mehr auf seinen Berater Manafort gehört? Auf den ja jetzt sogar wieder Trump hört…aber auch Marcos und eben Janukowitsch ?

Schwerer wiegt der Vorwurf, wen Manafort sonst noch so alles beraten hat, wenn er sich nicht um republikanische Präsidentschaftskandidaten kümmerte. Auf seiner Liste stehen anti-kommunistische Rebellen in Angola, der damalige philippinische Diktator Ferdinand Marcos, eine Interessengruppe aus dem Kaschmir, hinter der der pakistanische Geheimdienst stecken soll.

Denn in der Ukraine gehört das Familiensilber des Staates, die Kornkammer Europas, dem Staat. Da der pleite ist, winken noch sehr gute Geschäfte, wenn die Felder dann den Agrokonzernen gehören

http://www.imi-online.de/2015/06/26/expansion-assoziation-konfrontation/

Informationsstelle Militarisierung z.B. 2.5 S.18 Assoziierungsabkommen, spricht Bände. Also man erzählt der Bevölkerung von den goldenen Tauben  im Westen und bekommt ein Assoziierungsabkommen, das tatsächlich einigen wenigen viel Gold bringt.

 

Aus S19 Informationsstelle Militarisierung:

„Einfuhr einer Ware aus dem Gebiet der anderen Vertragspartei oder bei der Ausfuhr einer Ware oder dem Verkauf einer Ware zwecks Ausfuhr in das Gebiet der anderen Vertragspartei keine Verbote oder Beschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung erlassen oder beibehalten, es sei denn, dieses Abkommen oder Artikel XI GATT 1994 und die Anmerkungen zu seiner Auslegung sehen etwas anderes vor.“ (Titel IV, Artikel 35)

Eine weitere Passage mit erheblicher Tragweite verbirgt sich hinter der unscheinbaren Überschrift „Annäherung von technischen Vorschriften, Normen und Konformitätsbewertungen“. Dort wird die Ukraine auf die Übernahme europäischer Produktions- und Zertifizierungsstandards verpflichtet, um überhaupt Waren in der EU verkaufen zu dürfen. Dazu dürften aber in nahezu sämtlichen ukrainischen Betrieben derart umfassende Investitionen nötig sein, dass dies eine fast unüberwindliche Handelsbarriere darstellt, die nur dort durchlässig werden dürfte, wo dies seitens der EU explizit gewünscht wird. Es liegt auf der Hand, dass sich der „freie und faire Wettbewerb“ mit den produktiveren und technisch deutlich weiter fortgeschrittenen westeuropäischen Unternehmen für die ukrainischen Betriebe unter solchen Bedingungen als hochgradig nachteilig entpuppen dürfte, wie auch der bereits zitierte Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, Joachim Becker, kritisiert: „Die geo-ökonomische und geo-politische Stoßrichtung der Abkommen wird im Fall der Ukraine besonders augenfällig. Weit über die Handelsliberalisierung hinausgehend, soll die Ukraine teilweise in den EU-Binnenmarkt integriert werden. Das würde bedeuten, dass die Ukraine substanzielle Teile der Wirtschaftsgesetzgebung der EU übernimmt. Die Ukraine würde nicht nur Möglichkeiten des Außenschutzes für die nationale Ökonomie verlieren, sondern auch Schlüsseloptionen für die nationalstaatliche Industriepolitik (z.B. über öffentliche Ausschreibungen). […] Eine ‘tiefe und umfassende’ Freihandelszone ist Kernbestandteil des Abkommens. Für die Ukraine dürfte ‘vertiefter’ Freihandel und die Übernahme von Kernbestandteilen der EU-Wirtschaftsgesetzgebung allerdings auf eine Vertiefung der De-Industrialisierung und vertiefte Abhängigkeitsstrukturen hinauslaufen.

Wie kann ein Europa mit Löhnen zumindest über 1000 Euro mit der Arbeitskraft eines Staates mit ca. 80 Euro Monatslohn mithalten. Wollen die Macher in Europa denn überall Industriefriedhöfe erzeugen ? Und bezüglich der Landwirtschaft ist der Boden der Ukraine den Europäischen Böden haushoch überlegen.

Eine konventionelle Landwirtschaft dort, wird unserer Landwirtschaft immense Probleme bereiten, und  in der Ukraine die Trinkwasserreserven durch verpestetes Grundwasser  zerstören. Eine heilsame Idee wäre biologischer Landbau in der Ukraine !

Also in Bezug auf den Assoziierungsvertrag hatte Janukowitsch vielleicht recht. Auch wenn er sonst ein geldgieriger Präsident war, der das Vermögen seine Sohnes vertausenfachte und auf die Staatskasse und auf die Menschen vergaß.

Eine kleine Anektote : Wissen Sie warum Janukowitsch so rasch aufgab ? Er war in Athos gewesen und hatte sich seine Zukunft vorhersagen lassen. Ihm wurde sein  Tod  im Jahr 2014 prophezeit. Deshalb versuchte er alles für seinen  Sohn zusammenzuraffen. Die Prophezeiung hatte sich nicht nur in der Person ,sondern auch im Jahr geirrt:
Sein Sohn ertrank im Baikalsee 2015!

Die Menschen am Maidan hatten sicher nicht den Assoziierungsvertrag gelesen. Sie demonstrierten für Freiheit europäischer Werte und gegen goldene Toilettenmuscheln der dortigen Eliten. Sprich gegen die allgegenwärtige Korruption.

Es gibt gerade wieder einen Maidan, der ähnliche Ziele hat, und sich z.B gegen Poroschenko richtet, doch davon schweigen unsere Medien beharrlich.  Das einzige, was der Maidan 2014 vielleicht gebracht hat ist der Assoziierungsvertrag, wobei wahrscheinlich die Niederländer die einzigen in Europa waren, die den Assoziierungsvertrag gelesen haben. Die blockieren ihn eben auch! Obwohl beim Flugzeugabsturz in der Ostukraine die meisten Opfer Niederländer waren.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-ukraine-referendum-in-den-niederlanden-wie-geht-es-weiter-a-1085990.html

Auch Wallonien versucht CETA zu blockieren weil es weiß wohin der Globalisierungswahnsinn führt:

homepage des österr.Staatsfernsehens

 

Eine Stadt in der Krise

Zum Gesicht dieses Widerstands wurde der Ministerpräsident der Region, Paul Magnette. Seit wenigen Tagen ist der wallonische Regierungschef wohl ganz Europa bekannt. Was schon weniger wissen: Seit 2012 ist der sozialdemokratische Politiker Bürgermeister von Charleroi jener Stadt, die 2008 in einer Umfrage der niederländischen Tageszeitung „De Volkskrant“ zur „hässlichsten Stadt der Welt“ gekürt wurde……

Rostende Zeugen der Abwanderung

Wer Buissart folgt, bekommt zumindest eine Ahnung, warum das so ist: Westlich der Innenstadt, keine zehn Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt, liegen die Überreste dessen, was einmal der ganzen Stolz der Stadt und der Region war. Jahrzehntelang war Charleroi ein Zentrum der wallonischen Stahlindustrie: Heute zeugen davon nur noch Ruinen. Verlassene Industriehallen, kalte Schlote und rostende Kräne zeugen von der Abwanderung in Richtung günstiger Produktionsländer.

Also weil Janukowitsch den Assoziierungsvertrag nicht unterzeichnete, gibt es jetzt die größte Spannung zwischen Ost und West seit dem kalten Krieg. Und die Staats und Regierungschefs der Welt zerkriegen sich für eine Frage, die sie eigentlich nicht beurteilen können?  So wie die armen Politiker eigentlich nicht wissen woher ihre meisten Informationen stammen.

https://swisspropaganda.wordpress.com/der-propaganda-multiplikator/

 

2

Einleitung: »Etwas Eigenartiges«

»Woher weiß die Zeitung, was sie weiß?«

Die Antwort auf diese Frage dürfte manchen Zeitungsleser überraschen: »In der Hauptsache bezieht sie ihr Wissen von Nachrichtenagenturen. Die  nahezu  anonym  arbeitenden  Nachrichtenagenturen  sind  gewissermaßen  der  Schlüssel  zu den Geschehnissen in der Welt.Wer also sind die Nachrichtenagenturen, wie arbeiten sie und wer  finanziert  diese  Unternehmen?  All  dies  sollte  man  wissen,  um  sich  ein  Bild  machen  zu können,  ob  man  auch  wirklich  über  die  Ereignisse  in  Ost  und  West  zutreffend  unterrichtet wird.« (Höhne 1977, S. 11)

Ein Schweizer Medienforscher gibt deshalb zu bedenken: »Die Nachrichtenagenturen sind die «AktualiTäter», sind die  wichtigsten Stofflieferanten der Massenmedien.  Kein tagesaktuelles Medium kommt ohne sie aus. () So beeinflussen die Nachrichtenagenturen unser Bild von der Welt; wir erfahren vor allem das, was sie ausgewählt haben.« (Blum 1995, S. 9)

Angesichts  ihrer  essentiellen  Bedeutung  erstaunt  es  umso  mehr,  dass  diese  Agenturen  in  derÖffentlichkeit  kaum  bekannt  sind:

»Einem  Großteil  der  Gesellschaft  ist nicht  klar,  dass  es Nachrichtenagenturen überhaupt gibt … Dabei nehmen sie tatsächlich eine enorm wichtige Rolle auf dem Medienmarkt ein. Doch trotz dieser großen Bedeutung wurde ihnen in der Vergangenheit nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.« (Schulten-Jaspers 2013, S. 13)Selbst der Vorsitzende einer Nachrichtenagentur wunderte sich: »Es ist etwas Eigenartiges um die Nachrichtenagenturen. Sie sind in der großen Öffentlichkeit wenig bekannt. Im Gegensatz beispielsweise zu einer Zeitung vollzieht sich ihre Tätigkeit nicht so stark im Scheinwerferlicht, obwohl sie doch immer an der Quelle der Nachricht zu finden sind.«

(Segbers 2007 , S. 9)

 

»Das unsichtbare Nervenzentrum des Mediensystems«

Wer also sind diese Agenturen, die »immer an der Quelle der Nachricht« zu finden sind? Globale Agenturen gibt es inzwischen nur noch drei:

1. Die amerikanische
Associated Press(AP) mit weltweit über 4000 Mitarbeitern. Die AP gehört  US-Medienunternehmen  und  hat  ihre  Hauptredaktion  in  New  York.  AP-Nachrichten werden von rund 12 000 Medien genutzt und erreichen dadurch täglich mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.

2. Die  quasi-staatliche  französische
Agence  France-Presse(AFP)  mit  Sitz  in  Paris  und ebenfalls  rund  4000  Mitarbeitern.  Die  AFP  versendet pro  Tag  über  3000  Meldungen und 2500 Fotos an Medien in aller Welt.

3. Die britische
Reuters in London, die privatwirtschaftlich organisiert ist und etwas über 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Reuters wurde 2008 vom kanadischen Medienunternehmer Thomson –einer der 25 reichsten Menschen der Welt –gekauft und zu Thomson-Reuters mit Sitz in New York fusioniert.

 

Kleines Kürzel, große Wirkung

Es  gibt  jedoch  einen  einfachen  Grund,  warum  die  globalen  Agenturen  trotz  ihrer  Bedeutung dem  breiten  Publikum  so  gut  wie  unbekannt  sind,  denn:  »Radio  und  Fernsehen  nennen  ihre Quellen in der Regel nicht, und die Quellenangaben in Zeitschriften entziffern nur Spezialisten.« (Blum 1995, S. 9)

Das Motiv für diese Zurückhaltung dürfte indes klar sein: Unsere Medien sind nicht besonders stolz  darauf,  dass  sie  viele  ihrer  Beiträge  in  Wirklichkeit  gar  nicht  selbst  recherchiert  haben, sondern aus den immer gleichen Quellen beziehen.

Z.B die Menschenrechtsstelle in London, die über Syrien berichtet besteht nur aus einem Mann!

Also die Informationen, die wir erhalten sind weitgehend aus dem angelsächsischen Einflussbereich und damit gut gebündelt. Vielleicht noch eine Anmerkung diesbezüglich: Magret Thatcher hatte während ihrer Regierungszeit immer schlechte Umfragewerte. Doch vor den Wahlen stieg  ihre Beliebtheit immer so weit, dass sie wieder weiterregieren konnte. So unabhängig waren die Medien und sind sie heute noch. Es hat sich sogar noch etwas verschlimmert:

Durch die Abhängigkeit der meisten Medien von Reklame und die immer weniger werdenden Abonnenten, sind die Zeitungen immer von der Industrie abhängig. Nicht nur, dass die Medienbesitzer und die Industrie normalerweise in sehr ähnlichen Clubs und Netzwerken verkehren, die Medien können gar nicht für eine sparsame Politik und für eine von den Lobbies unabhängige Politik schreiben, denn dann wären viele Werbeeinschaltungen weg. Das sogenannt freie Internet finanziert sich eben auch normalerweise über Werbung! Und damit ist der Spielraum für eine unabhängige Presse sehr klein. Weitgehend unbekannt ist, wie die Staatsverschuldungen tatsächlich aussehen.. Auch bei Staaten wie der Schweiz. Die bräuchte laut einer Insiderinfo auch einige Generationen, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Das macht die Staaten eigentlich sehr abhängig von den Gläubigern, die eigentlich wieder  nur ganz wenige Menschen sind. Wahrscheinlich ist die Waffenlobby eine der mächtigsten Lobbies? Womit wir wieder bei der Münchner Sicherheitskonferenz gelandet wären. Auch die Universitäten haben immer mehr Drittmittelbedienstete: Das heißt eine freie Forschung ist eine Illusion, da damit die Forschung von der Industrie abhängig ist.

Und gerade die Staaten, die die EU als Benelux Staaten gegründet haben, sowie Belgien und Niederlande, die sind jetzt die einzigen und ersten, die sich über die Folgen der Globalisierung im Klaren sind. Die Politik ist Spielball des Zentralkommitees über dem großen Teich? Oder Ausführungsorgan des Geldadels? Oder haben wir einen Indischen  Kastenstaat, wo es verschiedene Hierarchien gibt und jeweils die höhere Machthierarchie gibt die Befehle an die darunterliegende weiter.

Da Merkel so überarbeitet war, schlief sie während der Ruhepause bei der Sicherheitskonferenz in München ein. Sie träumte: Sie wäre gestorben. Sie wird von Petrus empfangen. Der sagt ihr: Du kannst wählen zwischen Himmel und Hölle. Sie schaut sich den Himmel an. Sie findet wenige Bekannte, die Verpflegung ist dürftig und immer Chorsingen, das ist langweilig. Dann geht sie in die Hölle. Der Höllenfürst selbst empfängt sie und zeigt ihr alles: Die Unterkunft und Verpflegung sind wie in einem 7 Stern Hotel.  Für Unterhaltung ist gesorgt und sie trifft viele Bekannte. Sie entscheidet sich für die Hölle. Der Höllenfürst bindet sie an glühende Eisen. Sie windet sich vor Schmerzen. Sie fragt den Höllenfürsten, warum er ihr den vorher die ganze Hölle so anders vorgegaukelt hatte? Der Höllenfürst antwortet mit einem breiten Lachen: „Vor der Wahl ist nicht Nach der Wahl! Genauso wie bei Dir !“

Da wacht sie wieder auf: Das erste, was sie macht, sie entlässt Finanzminister Schäuble. Sie schickt ihn auf die Osterinsel. Sie sagt ehrlich, dass sie durch den fehlenden Friedensvertrag nicht wirklich unabhängig entscheiden kann. Doch setzt sie alle Schritte, damit Deutschland endlich einen Friedenvertrag bekommen kann. Bei den fehlenden Reparationskosten für WW 2 wird der Verlust Deutschlands durch die Einführung des Euros berücksichtigt, womit dann eine wesentlich bessere Handlungsfähigkeit gegeben wäre. Dann schlägt sie aus  Selbsterhaltungstrieb aber vielleicht auch aus Reue über die Situation in Russland 1998, die der Westen  im Wesentlichen mitverursacht hat, einen deutlich freundlicheren Ton mit Russland an. Dann drängt sie die EU die Steuergelder aus den Steueroasen zurückzuholen. Sie macht Hartz IV rückgängig und achtet auf einen tief menschlichen Umgang mit Griechenland und Italien und dem restlichen Süden der EU, wo dann eben auch die Oligarchen zur Kasse gebeten werden. Sie schickt den Kommissionspräsidenten auf Entziehungskur. Es wird eine Europäische Ratingagentur gegründet, eine große europäische Nachrichtenagentur wird ebenfalls gegründet. Die bisherige Leitung Europas durch transatlantische Wirtschaftsklubs, wird durch europäische menschliche Klubs ersetzt, wobei die eigentlich großartigen und tiefen Werte dieser Clubs wieder ihre tiefe Bedeutung zurückbekommen. Um sowohl den Wirtschafsstandort Europa zu sichern, als auch um überall in der Welt Menschenrechte und ökologische Wirtschaftsweise zu fördern, werden von der EU Zölle, die proportional dem Umweltschaden der Produktion und des Transportes sind, eingehoben.

Das Menschenrecht auf  freie Meinungsäußerung wird durch tatsächlich von Industrie und Politik unabhängige Medien gewährleistet. Die Wissenschaft und die Bildung werden ebenso unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Einflüssen gemacht.

Dann achtet sie, dass die gewaltigen Umweltschäden durch den Flugverkehr veröffentlicht werden und gleichzeitig die Autoindustrie Fahrzeuge produziert, mit denen man in Fernost  keinen Umweltschaden mehr anrichtet:

Nach dem Motto: “Wer sein Auto lieb der schiebt!“ So dass der fleißige chinesische Arbeiter mit seinem VW zeigen kann, was er alles erreicht hat. Das Auto wird in Zukunft beim Stehen nicht mehr kaputt gehen und er kann sogar bei Geburtstagen und hohen Feiertagen damit fahren. So wird viel Fläche wieder frei, auf der die Chinesen wieder Nahrungsmittel anbauen können.

Und wenn  Merkel nicht gestorben  ist dann lebt sie noch heute!

 

Deutsche Medien fordern Weltkrieg gegen Trump

Montag, 6.2.2017. Eifel. Na, Bürger? Steht´s gut informiert? Ich will es hoffen, Sie zahlen genug Geld dafür. Nicht nur die 50 Prozent, die Sie jedes Jahr für den Staat arbeiten, auch an der Ladenkasse zahlen Sie für Ihre Informationen. Das bekommen Sie auch zurück: nur deshalb können die großen Medien Sie im Internet mit Gratisinformationen versorgen, weil sie von der Großindustrie mit massiven Zahlungen für Werbung belegt werden. Deshalb können sich Chefredakteure Pferdegestüte leisten … was ihre Treue und Loyalität zum herrschenden Wirtschaftssystem maßgeblich beeinflussen dürfte. Früher – zu Zeiten, als Zeitungsmacher noch selber druckten, selber für die Artikel hinausfuhren und persönlich erschossen wurden, wenn sie der Wahrheit zu nahe kamen, hätte man das Korruption genannt. Heute gibt es wohl noch nicht mal einen Praktikanten, der diese Praktiken als „korrupt“ definieren kann: sie werden „business“ genannt und sind somit überall akzeptiert und legitimiert.

Aktuell dürften Sie etwas durcheinander sein, vermute ich. Noch letztes Jahr konnte man gut belegen, dass wir uns täglich einem natoinitiierten Krieg gegen Russland nähern: wieder siegt die Gier der westlichen Industriellen nach den russischen Weiten und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die diese bieten, über jegliche Vernunft; schätze mal, es gibt Geheimpapiere, die einen solchen Krieg als „gewinnbar“ für die Investoren beschreiben – mit langfristig guten Chancen auf endlose Kapitalgewinne. Gesteuert werden solche Kriege immer nach dem gleichen Muster, seit Ewigkeiten schon: man nennt es das Dramadreieck, das jeden Mörder, Zuhälter, Vergewaltiger, jeden Lügner, Betrüger und Räuber zum Helden werden läßt, der sich unendlich „gut“ fühlen kann – im moralischen Sinne. Für die gelungene Konstruktion eines Menschenmorde initiierenden Dramadreiecks braucht man nur zwei Elemente: zum Einen gibt es da das „Opfer“. Es ist hilflos, arm, läßt einen zu Tränen gerührt sein. Und dann gibt es den edlen Retter: hilfreich, kühn, listig im Krieg, stark, mutig und entschlossen tritt er dem Drachen entgegen. Beide – Retter und Opfer – müssen eine aktive Rolle einnehmen, damit das Dreieck funktioniert: das Opfer muss herzzerreißend klagen (z.B. über Babys, die aus Brutkästen gestohlen und getötet werden) und der Täter entschlossen handeln, mit Krieg, natürlich, was sonst: wir wollen ja ein Drama erleben und keine Gerichtsverhandlung.

Der Dritte im Bunde muss gar nichts machen, obwohl wir ihn den Täter nennen. Verblüffend, oder? Wenn der Retter beschlossen hat, das ein Opfer Not hat, dann ergibt sich der Täter von selber. Wir kennen das aus Deutschland, wo alle Menschen, die Arbeitslosenhilfe bezogen, per Gesetz und Mediengeschrei von heute auf morgen zu bösen Tätern wurden, die den Sozialstaat ruinierten. Es waren Menschen, die zuvor mit Sicherheit hart gearbeitet hatten – sonst wären sie gar nicht zur Arbeitslosenhilfe berechtigt gewesen. Eigentlich waren sie das Opfer, doch die Konstrukteure des Dramadreiecks waren raffinierter als sie – und viel mächtiger. Die Widerstand gegen die Massenenteignung von legal zustehenden Leistungen wird deshalb ja aktuell nur noch von einer Hand von Idealisten getragen, der „Mainstream“ legt sich mit der Dramamaschine nicht an. „Deutschland geht es gut wie nie“ – weil wir die bösen Sozialschmarotzer per Bürgerkrieg in die Schranken gewiesen haben.

Auch so ein Täter, der von nichts eine Ahnung hatte, war Saddam Hussein. Das kam jetzt gerade heraus, sogar in den so oft verfluchten Mainstream-Medien (siehe Stern). Ja: lesen Sie gerade mal die Endfassung dieses Dramas: Saddam Hussein war ein alter Mann ohne reale Staatsmacht, er wollte nur noch an seinem Roman schreiben – doch gegen die Dramamaschine, die eine Million Menschen das Leben gekostet hat, war er völlig machtlos: wenn das Dramadreieck erstmal installiert ist, entfesselt es alle düsteren Emotionen auf Seiten des „Retters“, die nur mit der Vernichtung des Täters enden kann, um das arme Opfer zu befreien. Sicher, es gibt auch reale Dramen, die Position des Retters ist uns Menschen durch die Emotion „Mitleid“ sogar auf ewig in den Schoß gelegt – doch das ist gerade unsere Schwachstelle: und gerade jene, die auf Teufel komm ´raus „gut“ sein wollen (was ja immer von den jeweils als „gut“ definierten Werten abhängt und ein rein subjektiver Maßstab ist) können sich beim „retten“ zu wahren Bestien entwickeln – wie jener Österreicher, die die Welt vor Juden retten wollte.

Ebenso lief die Dramamaschine gegen Wladimir Putin – und sie läuft heute noch. Er hatte die Krim besetzt, ja. Und annektiert. Nach einem von außen inszenierten Putsch gegen einen legal gewählten Präsidenten, einem Putsch, an dem auch politische Organisationen aus Deutschland beteiligt waren. Ich habe täglich auf die Babys gewartet, die aus Brutkästen gestohlen werden. Nun – womöglich wird an dem Drama gerade gearbeitet, denn die westlichen Intellektuellen haben einen neuen Täter gefunden – einen Mann, der schon böse war, bevor er überhaupt irgendetwas gemacht hatte: Donald Trump.

Ach ja: die Intellektuellen. Wir müssen uns denen mal kurz zuwenden, denn: dass sind ja die Leute, die Sie mit ihren Steuergelden bezahlen, damit die Zeit haben, den ganzen Tag nachzudenken. Und ja, das muss man gestehen: als Intellektueller brauchen Sie in der Tat den ganzen Tag, um die komplizierte Welt auch nur halbwegs beschreiben zu können, ohne auf die vielen Dramafallen hereinzufallen. Ist halt wie beim Maurer, auch der sollte den ganzen Tag mauern, damit das Haus fertig wird, sowie der Bäcker den ganzen Tag backen muss, damit wir was zu essen haben. Was sind aber nun die Intellektuellen in der heutigen Zeit? Die Antwort kommt aus den USA (siehe Nachdenkseiten):

„Für Noam Chomsky haben die Intellektuellen die Verantwortung, die Wahrheit zu sagen und Lügen aufzudecken. Diese Verantwortung der Intellektuellen leitet sich aus der politischen Freiheit, dem Zugang zu Informationen und der Redefreiheit her. Aber nach Chomsky zeigt die historische Erfahrung, dass Intellektuelle diesen privilegierten Status nicht für das Sagen der Wahrheit nutzen, sondern vielmehr ihre Fähigkeiten in den Dienst für die Interessen und Privilegien der Machtelite stellen. Diese Machtelite entscheidet darüber, was in der Gesellschaft passiert, weil sie über den dafür notwendigen Reichtum besitzt.
Intellektuelle bilden für Chomsky eine „Art säkulare Priesterschaft“ für die Machtelite, weil sie Ideen, Pläne, Strategien, Werte, Theorien, Rechtfertigungen und Doktrinen für die ökonomischen und politischen Entscheidungsträger des Herrschaftssystems entwickeln und dem Rest der Bevölkerung „verkünden, was sie glauben sollen““

Falls Sie selbst gerade noch kein Akademiker sein sollten: lesen Sie den Artikel ruhig ganz, nicht nur dieses Zitat. Sie werden überrascht sein, mit welch´ billigen Methoden Intellektuelle ihre Macht verteidigen – zugunsten ihres Pferdegestüts, wie sie vor allem Sprache manipulieren, um Menschen in die Dramafalle zu locken, oder wie sie religöse Kulte um einzelne Gestalten bilden (z.B. Marx oder Freud), um von denen – die nicht mehr widersprechen können – ihre Machtansprüche abzuleiten. Wirklich: es wird Ihr Leben erleichtern, wenn sie den Experten-Bluff durchschauen. Allerdings wird ihr Leben auch schwieriger, weil sie nicht mehr Medien-Fast-Food-Infos konsumieren können, sondern sich Ihr gesundes Informationsmenü selbst zusammenstellen müssen. Wie beim echten Kochen ist das anstrengender, belohnt einen aber mit einem interessanten und aufreizendem Erkenntniserlebnis.

Zurück zu Trump, dem Hauptfeind des deutschen Intellektuellen … wobei wir ja schon jetzt schließen können, dass es die „Machtelite“ ist, die Trump zum Feind erkoren hat , während die Lohnschreiber nur ihren Job machen und deren Wünsche befriedigen.

Nehmen wir einen der führenden deutschen Intellektuellen: Jakob Augstein, selber ein Stück auch Teil der Machtelite (siehe Spiegel):

„Nach zwei Wochen im Amt ist klar: Donald Trump hat damit begonnen, die amerikanische Demokratie in eine Diktatur zu verwandeln. Wann ist der Punkt ohne Wiederkehr erreicht?“

Welche Dramatik. War Ihnen zuvor klar, dass Trump die USA in eine Diktatur verwandelt … oder das sie vorher eine Demokratie war? Schafft er die Gerichte ab? Besetzt er Nachrichtenstationen, Redaktionen, Rathäuser und Parlamente mit militärischer Gewalt? Nein, die Demokratie funtioniert immer noch normal, Trump hat durch ein Gericht die erste Abfuhr erteilt bekommen. Nachdem die intellektuellen Büttel der Machtelite uns darüber aufgeklärt haben, was „Fakenews“ sind, was „postfaktisch“ in Zukunft bedeuten soll (auch eine übliche Manipulationsmaßnahme von Intellektuellen, die durch neue, negativ definierte Kunstbegriffe Meinungsbildung steuern wollen, wir könnten auch alternativ – aber klar verständlich … in jeder Hinsicht … von „bösen“ oder „unerwünschten“ Wahrheiten sprechen), wenden sie umgehend diese Machtmittel selber an, arbeiten mit der Manipulation von Gefühlen, installieren ein Dramadreieck, wobei die „Demokratie“ das Opfer ist.

Wir werden auch über die moderne Form von Diktatur informiert – ein wichtiger Punkt, wie ich finde:

„Die Wahlen sind frei. Es wird niemand auf offener Straße erschossen. Und wer unzufrieden ist, darf jederzeit das Land verlassen. Aber die Justiz urteilt nicht mehr unabhängig. Die Medien berichten immer seltener aufrichtig. Öffentliche Aufträge werden nach politischer Freundschaft vergeben. Die Steuerbehörden prüfen gehäuft die Kritiker des Systems. Korruption wird zur Normalität. Die Regeln werden gebeugt, die Nachrichten werden manipuliert, und ein Teil der Elite wird in Mittäterschaft verstrickt.“

Hört sich an wie unser politischer Alltag, oder? Dort, wo Wahrheiten beliebig manipuliert werden können, wo man die absolute Herrschaft über die Information hat, können Wahlen natürlich frei sein: niemand käme auch nur auf die leise Idee, mal versuchsweise die MLPD zu wählen, um mal für kurze Zeit eine Alternative zum herrschenden Wirtschaftsmodell auszuprobieren. Und was die Medien angeht, so gibt es Themen, wo die „unaufrichtige Information“ inzwischen kaum noch zu verschleiern ist: Ukraine, Irak oder Hartz IV sind hier in diesem Medium schon hinreichend bearbeitet worden.

Seltsame Allianzen werden von den Bütteln der Machtelite angeboten (siehe Spiegel):

„Die US-Geheimdienste sind in der Ära Trump die letzte Hoffnung für die Freiheit – so paradox das klingt. Nur sie können seine Regierung davon abhalten, ein globales Unterdrückungsregime zu errichten.“

Dass gerade diese Geheimdienste in den letzten Jahren durch massive Eingriffe in die bürgerlichen Freiheiten geglänzt haben: schon vergessen. Belege für ein „globale Unterdrückungsregime“ durch Donald Trump? Fehlanzeige. Mehr Fakten ließen sich dafür sammeln, dass zuvor seit Jahrzehnten mit Hilfe der NSA oder dem US-Militär ein globales Unterdrückungssystem installiert wurde, in dem das Morden per Drohne zum internationalen Alltag gehörte – oder illegale Angriffskriege gegen ganze Nationen. Dafür jetzt Trump verantwortlich zu machen, scheint auf den Grad des Irrsinns schließen zu lassen, der hier in Redaktionsbüros (und somit bei der Machtelite) Norm geworden ist.

Von einem „schleichenden Staatsstreich“ ist die Rede, sogar „Sanktionen gegen die USA“ „stehen im Raum“, wie unsere Intellektuellenrunde bei „Anne Will“ demonstriert (siehe Spiegel): eine jener modernen Propagandasendungen, die uns sagen sollen, wie wir zu denken haben.

Und natürlich gehört zu einem ordentlichen Drama auch die Drohung mit dem Weltuntergang, der völligen atomaren Vernichtung durch einen „bösartigen Narzissten“ (hier verlassen wir mal die deutsche Presse schauen kurz in der Schweiz nach, die uns über ein Manifest von „tausenden“ von „Experten“ in Kenntnis setzt – siehe Tagesanzeiger), eine Situation, die sogar führenden „Nuklarexperten“ „Angst macht“ (siehe Spiegel).

Soviel Panikmache hatten wir zuletzt beim Thema „Kommunismus“.

Und es wird täglich schlimmer. So schlimm, dass unsere Intellektuellen eigentlich aufschreien müssen, denn: das führende deutsche Meinungsmachmagazin, die „Bildzeitung für Abiturienten“ (Volker Pispers) … mit reichen Eltern, wie ich hinzufügen möchte … ruft inzwischen offen zum Krieg gegen die USA auf, träumt deutschnationale Großreichträume, wie wir sie seit 80 Jahre nicht mehr kannten (siehe Spiegel):

„Donald Trump regiert die USA wie ein Autokrat. Auch international will er uneingeschränkt herrschen, Verträge und Abkommen aufkündigen. Der US-Präsident wird zur Gefahr – und Deutschland muss den Widerstand vorbereiten.“

Deutschland: der letzte Hort der Demokratie, der „Retter“ der Welt! Unsere Rolle wird ganz klar definiert:

„Deutschland wird sich gegen den 45. Präsidenten der USA und dessen Regierung stellen müssen. Das ist schon aus zwei Gründen schwierig genug: weil wir unsere liberale Demokratie von den Amerikanern erhalten haben; und weil unklar ist, wie der brachiale Choleriker auf der Gegenseite auf diplomatischen Druck reagiert. Es wird dadurch noch schwieriger, dass der Widerstand gegen Amerikas Regierung wohl nur gemeinsam mit asiatischen und afrikanischen Partnern gelingen kann und gewiss nur zusammen mit Partnern in Europa, mit der EU.“

Es ist ein Leitartikel, der – per Definition – die Meinung der gesamten Redaktion widerspiegelt. Eine große, internationale Koalition wird beschworen: gegen die legal gewählte Regierung der USA, mit Deutschland an der Spitze: welcher Wahn bricht sich da wohl seine Bahn? Ist es nur die egozentrische Arroganz von Werbegeldhuren, die sich in ihren kleinen Wohlstandblasen als „Herren des Universums“ dünken – oder sollen wir doch mal lieber über die Intention der sie steuerenden „Machtelite“ nachdenken, die gerade den großen Krieg zwischen Asien, Afrika und der EU mit dem „vierten deutschen Reich“ an der Spitze herbeifantasieren? Gründe dafür gäbe es genug: man kann – wenn man weit genug von allen Fronten weg wohnt – wunderbar an Kriegen mitverdienen. Außerdem helfen Kriege immer noch gut bei dem Abbau von „Ballastexistenzen“ aller Nationen, von denen man sich ja zurecht auch immer bedroht sieht – als Reicher.

Damit ist das ganz große Dramadreieck in Stellung gebracht: die Welt – unter der Führung Deutschlands – als Retter der „Demokratie“ … die, wie Herr Augstein schön ausführte, auch eine moderne Form alter Diktaturen sein kann … Donald Trump und seine Regierung als böse, kranke, abartige, ja: unmenschliche Täter. Wie solch ein Artikel bei den amerikanischen Wählern wohl ankommt, die in ihrer Demokratie ihren Präsidenten demokratisch gewählt haben … und deutsche Großmachtsphantasien in jedem dritten Hollywoodthriller vorgekaut bekommen? In dem Zusammenhang: eine Kriegserklärung an die Bevölkerung der USA, nicht mehr und nicht weniger.

Muss man Trump deshalb mögen? Nein. Lesen Sie mal die Analyse von Attac-Köln (siehe hier) aufmerksam durch: sie werden sehen, dass es nur neuer Wein in alten Schläuchen ist, den man nüchtern und unaufgeregt beschreiben kann. Die Hoffnung darauf, dass er jene „Demokratie“ rettet – also nicht jene moderne Form von Diktatur, die oben so schön beschrieben wurde – sind denkbar gering, weil er auch ein Teil der Machtelite ist. Wie Obama wird er Berge von zerstörten Träumen hinter sich lassen.

Aber die Chance, dass die „Machtelite“ Bürger in einen neuen Krieg treibt, steigt beständig. Das große Dramadreieck wird in Stellung gebracht – jetzt kommt es nur noch darauf an, ob Sie – wie bei der Brutkastenlüge – darauf hereinfallen.

Mal wieder.

 

Die Apokalypse – Abschiedsbrief eines Vater an seine Kinder

Digital StillCamera

Donnerstag, 1.9.2016. Eifel. Liebe Kinder – nach zwanzig Jahren wird es einmal Zeit, euch einen Brief zu schreiben. Einen Abschiedsbrief. Nicht ich gehe – sondern  ihr. Früher gab es mal eine Generation von jungen Leuten, die „no-future“ als Motto hatten, geschockt von den ersten Umweltdaten, nach denen unser Planet schon jetzt ziemlich verwüstet sein sollte. Ist er auch – nur kommt das nicht ins Fernsehen und an die Festungen der Reichen heran, da …. also da, wo auch ihr wohnt … wird noch alles schön sauber gehalten, eine Illusion von heiler Welt aufrechterhalten, weil hier die Zentralen der Mächtigen stehen. Schon im Mittelalter, als die Pest unglaublich wütete, gab es viele dieser Festungen des Reichtums, in denen rauschende Feste gefeiert wurden, während in den Dörfern ringsum die Pest die Menschen bei lebendigem Leib verfaulen ließ. Jeder Ritter ohne Hirn konnte sich erdreisten aufzustehen, mit einem Riesenkrug Bier in der Hand und „Deutschland geht es gut“ in die Runde rufen, begleitet von Jubelrufen und Beifall, während auf den Tischen das letzte Schwein der Grafschaft als Speise dargeboten wurde.

Ihr habt es wahrscheinlich in den Zeitungen gelesen: am 20 August war der „Earth Overshot Day“ – also jener Tag, an dem wir rein rechnerisch die natürlichen Ressourcen aufgebraucht hatten, die unser Planet zur Verfügung hat. 1993 war es noch der 21. Oktober, 2003 der 22. September (siehe footprintnetwork). Ihr seht also: das Ende rückt mit Riesenschritten näher. Das stand sogar in unserer Werbezeitung am Sonntag, die kostet nichts und ist prall voll mit Werbung für Produkte, die helfen, den Earth Overshot Day noch weiter nach vorne zu legen. Der Autor Dirk C. Fleck hat dazu auf seinem Facebookauftritt ein paar Worte verloren (siehe Facebook):

„Eine von der NASA veröffentlichte Studie nennt das Kind beim Namen: Das Modell Menschheit hat ausgedient, der Untergang unserer Zivilisation ist unvermeidlich, egal welche Wege wir noch beschreiten werden. Die interdisziplinäre Studie, vom NASA Goddard Space Flight Center finanziert, wurde von Mathematikern, Soziologen und Ökologen erstellt. Für den bevorstehenden Kollaps hat das Team fünf Risiko-Faktoren ausgemacht: Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch. Wenn beim Zusammenwirken dieser fünf Faktoren zwei ganz bestimmte Entwicklungen einsetzen, sei der Totalzusammenbruch unausweichlich, so die Wissenschaftler um den Mathematiker Safe Motesharrei. Diese Entwicklungen sind für die Forscher bereits eingetreten: die Überlastung der Ökosysteme bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest. Beide Dynamiken, merkt die Studie an, hätten beim Untergang aller Hochkulturen in den letzten fünftausend Jahren eine zentrale Rolle gespielt.“

Lest es euch gut durch – ich weiß nicht, wie lange es noch gestattet ist, über diese Themen zu reden. Ich weiß auch nicht, wie lange es Dirk C. Fleck noch gestattet ist zu reden, er spricht mit den Falschen. Eine angebliche Allianz gegen „hatespeech“ (es weiß niemand genau, was das ist – hört sich aber amerikanisch an und ist damit „in“ und man muss ihm bedingungslos folgen) hat eine Tochterfirma des Bertelsmannkonzerns in Zusammenarbeit mit einer recht dubiosen Stiftung angeheuert, „rechte Hetze“ bei Facebook zu löschen – und die leisten ganze Arbeit (siehe Süddeutsche):

„Um der Sache auf den Grund zu gehen, stellt man nun also die Frage: „Warum kann Facebook keine exakten Angaben in Zahlen zu Sperrungen und Löschungen machen?“ Darauf antwortet die Sprecherin von Facebook wörtlich: „Wir machen zu der Anzahl von gelöschten oder gesperrten Postings keine Angaben.““ „Sicher ist, dass unter den Gelöschten und Gesperrten Konservative und Linke sind, Kapitalisten und Kommunisten“

Es wird gelöscht, dass sich die Balken biegen, eine reine Willkürherrschaft breitet sich aus, es kann jeden treffen – jederzeit. Noch ist es nur Facebook – aber dahinter stecken ja Menschen, die sich viel Gedanken darüber gemacht haben, warum sie einer Bertelsmannfirma absolute Löschgewalt in einem der wichtigsten sozialen Medien Deutschlands gegeben haben – und eine willkürliche Löschgewalt gegen lebende Menschen wird wieder denkbar. Die haben sich sicher was dabei gedacht – und auf die Frage, wo das letztlich enden soll, habe ich keine Antworten, die glücklich machen. Außerhalb Deutschlands sieht man, dass in diesem Land „Friedhofsruhe“ herrscht (siehe NZZ) und kein gesellschaftlicher Diskurs mehr stattfindet, man spricht offen von „Denkverboten“, die Angst geht um, von einer privaten Gestapo/Stasi/Geheimpolizei ins gesellschaftliche Abseits gedrängt zu werden.

Was man auch nur im Ausland erfährt: die deutschen Straßenverhältnisse sind inzwischen schlechter als die in Spanien – und überhaupt, die so viel gelobte Wirtschaftskraft des Landes bröckelt an allen Ecken und Enden (siehe NZZ). Eine australische Studie hat herausgefunden, dass zuviel Arbeit dem Gehirn schadet, ab 40 sollte man nur 25 – 30 Stunden die Woche arbeiten (siehe „Der Standard“) – doch wer glaubt schon noch den Experten? Ja – es gibt sie noch die Experten … doch sie stören in der Medienwelt und der Politik. Jenseits der Plärrgrenze der Massenmedien weiß man, dass es die absolute Wahrheit nicht gibt, dass die Wahrheit selbst immer im Fluss ist und sich beständig verändert, man sich ihr nur vorsichtig annähern kann und dabei verschiedene Perspektiven in Betracht ziehen muss – aber das ist nicht tauglich für euch, die Bürger der Zukunft (siehe Zeit):

„Das Problem des Experten ist dagegen, dass er auf die einfachen Fragen nach dem Weg aus der gesellschaftlichen Malaise keine einfachen Antworten hat. Max Weber, der sich über Expertentum endlos Gedanken machte, schrieb vor einem Jahrhundert, die Frucht vom Baum der Erkenntnis sei „aller menschlichen Bequemlichkeit unwillkommen“.“

Was dazu führt, dass uns die Medien lieber eine andere Welt präsentieren:

„Den Platz des Experten hat ein anderer eingenommen: der Expertendarsteller. In den beliebtesten Shows von Anne Will bis hart aber fair sitzen vor allem Politiker, Buchautoren und Journalisten – Leute, die etwas zu verkaufen haben.“

Wir sind in der Welt des platonischen Höhlengleichnisses angekommen – die Wahrheit ist irgendwo hinter uns und ein kleiner, alles beherrschender Bildschirm gaukelt uns eine Schattenwelt vor. Oder in der Johannesapokalypse, wo das apokalyptische Endzeittier die Menschheit durch ein „sprechendes Standbild“ regiert.

Das ist eure Welt, in der ihr lebt. Und wozu hält sie euch an? Wie in jener kleinen Sonntagszeitung zum kaufen, kaufen, kaufen – eine Maßnahme, die schon George W. Bush den Amerikanern als ideale Maßnahme gegen den Terrorismus am 11.9.2001 empfahl: geht einkaufen!

Es wäre eure edelste Aufgabe, die Welt zu retten. „Gott ist tot“, heißt es überall, wer mehr von Nitzsche las als diesen Satz, durfte erfahren, dass wir ihn getötet haben. Dort, wo Gott tot ist, haben alle kleinen häßlichen Teufel unbegrenzte Macht über die Menschheit – vielleicht erklärt das besser als alles rationale Denken, wie wir innerhalb von nur 250 Jahren nach dem hoffnungsvollen Aufbruch in eine Zukunft des Friedens, der Gerechtigkeit und der Vernunft vor der kompletten Auslöschung der Menschheit stehen. Wir sind alle – alle – kleine Räder in einer großen Maschine, die schnurstracks auf die Vernichtung der Lebensgrundlage der Menschheit zusteuert. Als Dank dafür bekommen wir idiotischen Nippes geschenkt, der uns erlaubt, mit „what´s app“ beständig mit unserer Familie verbunden zu sein, die wir in Wirklichkeit gar nicht mehr sehen und umarmen können – es sind aber die Umarmungen, die der Mensch braucht, nicht die „Messages“.

Dürft ihr euch dem wahnsinnigen Treiben entziehen? Dürft ihr – gleich dem Wehrdienst – aus Gewissensgründen den Konsumdienst entsagen … und somit der Arbeitspflicht entfliehen? Nein. Weltweit sind es gerade die „aufgeklärten“ Staaten, die – wie immer mit salbungsvollem Wort ausgestattet – die Arbeitspflicht wieder einführen. Was eint Kapitalismus, Kommunismus und Nationalsozialismus? Die feste Entschlossenheit, ein Volk zu bauen, dass bei einem Minimum an Kosten ein Maximum an Profit erwirtschaftet: für den Chef, den Kommissar, den Gauleiter. Maximum an Profit … heißt auch Maximum an Umwelt- und Ressourcenvernichtung – als ob Satan persönlich auf die Erde losgelassen wurde um die ganze Schöpfung auszuradieren, ausgestattet mit teuflischen Maschinen, die die Vernichtungsarbeit in immer kürzerer Zeit ausführen und den Menschen sogar aus seinem festen Platz der Arbeitsgesellschaft verdrängen: um die Konsumpflicht zu erfüllen, muss der Mensch immer schneller rennen, mehr und mehr sein Leben hingeben um das Leben zu führen, das andere für ihn planen.

Was erwartet euch ganz oben – wenn ihr ganz viel kaufen (also: ganz viel zerstören) könnt? Dieser Herr sagt es euch (siehe Spiegel):

„Selbst wenn man für eine mittlere oder obere Managementposition eingestellt wird, muss man erst mal durch die sogenannte Filialphase, das heißt eine Filiale führen. Da geht es nicht darum, das Unternehmen kennenzulernen. Da geht es darum, die Leute zu brechen. „Die müssen erst mal im Schlamm liegen, die müssen fertiggemacht werden – und wenn sie es überleben, dann behalten wir sie“, hat mir einer meiner Vorgesetzten mal gesagt.“

Ihr werdet Menschen zerstören. Als Dank dafür dürft ihr mehr Welt zerstören. Darum geht es: Arbeit zu benutzen (bzw. drohende Arbeitslosigkeit), um euch in den Schlamm zu drücken – dabei wäre eure Intelligenz, euer Mut, eure erfrischende Kreativität und eure Einsatzbereitschaft so nötig, um für uns alle die Welt zu retten. Arbeit ist genug da – nur das Geld dafür wollen andere für Geschmeide ausgeben. Oder für den Einsatz von Robotern. Ja – die ganze Industrie arbeitet an der Abschaffung des Menschen, weil er zu teuer ist. Hierzu ein Kommentar von Fridolin Mannuss bei Facebook:

„Ich komme aus dem Maschinenbau. Unsere internationalen Kunden investierten nur noch in Maschinen oder Anlagen, wenn Arbeitsplätze eingespart wurden. Addidas hat China den Rücken gekehrt und produziert nun in Herzogenaurach! Natürlich nicht mit Fränkischen Fachkräften, sondern vollautomatisch mit Robotern! Denkt man weiter kann man die Personalabteilung um 70% reduzieren! Und das ist seit Jahren der Trend, der sich beschleunigt fortsetzt. Als ehemaliger Unternehmer halte ich darüber Vorträge. Die Leute glaubens nicht, dass ihre Enkel zum großen Teil überflüssig werden. Und trotzdem will man die Rente mit 73!“

18 Millionen Arbeitsplätze fallen demnächst fort – und was ist die Strategie von Wirtschaft und Politik dagegen? Sie lassen Expertendarsteller im Fernsehen auftreten, die die Themen durch Austausch von Glaubenssätzen zerreden.

Ich denke an die Sterbeforscherin Elizabeth Kübler-Ross, während ich diese Zeilen schreibe. Was hat sie euch mit auf den Weg gegeben?  Ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Sterbenden (siehe Erfülltes Leben – würdiges Sterben, Gütersloher Verlagshaus, Sonderausgabe 2004) hat einige wichtige Botschaften für die Lebenden hervorgebracht – unter anderem die Botschaft, dass ihr auf jeden Fall euer eigenes Leben leben sollt. Doch wie sieht es aus mit eurem Leben – einem Leben, das die Welt verändern, verbessern sollte? Es gibt Menschen, die sich darüber Gedanken gemacht haben – und ich muss hier vorsichtig sein, riskiere viel, sie zu zitieren, denn auch sie sind schon längst der Verfolgung ausgesetzt. Ich zitiere sie trotzdem (siehe eigentümlich frei):

„In Michael Endes Roman „Momo”, erschienen 1973, betrügen die „grauen Herren” die Menschen um ihre Lebenszeit, angeblich zu ihrem Vorteil. Diejenigen, die das Buch aus ihrer Kindheit und Jugend kennen, können sich vielleicht noch an das verstörende Gefühl erinnern, welches die Geschichte von Momo bei ihnen hinterlassen hat. Eltern können sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern, welche folglich in sogenannten „Kinder-Depots” untergebracht werden müssen, wo sie vor allem „nützliche Dinge fürs Leben” lernen sollen. Die Kinder werden dort rundum versorgt und beschäftigt, so dass die Eltern ihrem eigenen Leben, und zwar vor allem ihrer Arbeit, nachgehen können. Weder freies, unbeobachtetes Spiel noch eine ruhige gemeinsame Zeit mit den Eltern ist in einer solchen Gesellschaft der Effizienz noch möglich.“

Ja – diese „Gesellschaft der Effizienz“ läßt Alpträume von Autoren Wirklichkeit werden … doch die Welt ist voller Eltern, die mit Hirnschaden herumlaufen, weil sie zuviel arbeiten. Eine Botschaft von Kübler-Ross war, dass Kinder im Alter von 1-6 nichts anderes brauchen als bedingungslose Liebe – wie sollen sie dies erhalten in Kinderhorten voller fremder Kinder und unterbezahlter aber überarbeiteter Erzieherinnen? Anstatt Liebe gibt es … Ellenbogen ins Gesicht. Schon im zarten Alter von  zwei Jahren. Beobachtet einfach mal die Verhältnisse in einem Kindergarten, wo 2-jährige praktisch von 4-jährigen erzogen werden, während die Erzieherinnen auf der Bank sitzen und vom reichen Märchenprinzen träumen. Aber was rede ich: ihr habt das ja selbst erlebt.

Und im Alter? Erwartet euch schon jetzt „chemische Gewalt“ – also die gewaltsame Sedierung durch Medikamente (siehe Welt), um „Pflege“ möglichst billig zu liefern, wo Sterbebegleitung angesagt wäre. Wohin das führen wird? Nun, Stalin und Hitler haben es vorgemacht und „unnütze Esser“ einfach umgebracht, der eine sechs Millionen Juden und „Asoziale“ durch Gas, der andere fünf Millionen Bauern in der Ukraine durch Hunger – eine Methode, die sich heutzutage durchgesetzt hat, weil sie Menschen preisgünstiger entsorgt. Schon vor drei Jahren wurden in Griechenland Schüler vor Hunger ohnmächtig (siehe Welt), eine Folge von Sanktionsmaßnahmen jener, die vom massivem Verbrauch von Steuergeldern gut leben.

Der Wert eures Lebens, für die, die unser Gemeinschaftsschiff steuern? Nur der Wert eines Sklaven, der sich auf das bezieht, was man als Profit aus ihm herauspressen kann, bis er unnützer Esser und Ballast wird. Doch das Gesamtbild ist noch schlimmer: euer Wert bemisst sich daran, wie schnell und effizient ihr an der Beschleunigung des „Earth Overshot Day“ arbeitet, was euch und euren Kindern jegliche Lebensgrundlage entzieht. Unser Leben gleicht dem Leben auf der Titanic, jenem „unsinkbaren“ Wunder der Technik, das durch einen Eisberg versenkt wurde – und das Ergebnis unseres ganzen Treibens besteht darin, nicht den Kurs zu ändern, sondern die Titanic immer schneller fahren zu lassen.

Erinnert euch an die Worte von Dirk C. Fleck: nicht nur unser Verbrauch ist schuld an der drohenden Apokalypse, sondern auch die Aufspaltung der Gesellschaft in eine arbeitsfreie reiche Elite – und einen ewig unter Druck und Angst schuftenden Rest. Die Gesellschaft der Effizienz hat keinen Platz für Arme, für Kranke, für Behinderte, für Künstler, Dichter, Denker, für Freude, Glück und Harmonie – und darin unterscheiden sich die großen Konkurrenzideologien unsere Zeit – Kommunismus, Kapitalismus und Faschismus – überhaupt nicht.

Nun – Dirks Aufruf erschien in einem Portal, dass ebenfalls nicht mehr zitiert werden darf – es nennt sich KenFm. Soweit sind wir mit Dialog und Demokratie gekommen: Gehorsam gegenüber der Obrigkeit ist wieder angesagt. Ich mag KenFm auch nicht sonderlich (das ist eine andere Geschichte – vielleicht auch nur ein Vorurteil), aber würde ich deshalb Leute verfolgen, die mit ihm reden?

Wir leben auf der Titanic. In der ersten Klasse ist Riesenparty angesagt – wie wir wissen, spielte dort die Kapelle (was man damals so „Medien“ nannte) bis zur letzten Sekunde lustige Lieder, jeder konnte jederzeit aufstehen und mit stolz geschwellter Brust ausrufen „Eisberg? Prima – ich brauche Eis für meinen Whisky“. Für die erste Klasse wurden ja auch Rettungsboote reserviert – die dritte Klasse wurde unter Deck eingesperrt, wer mit ihnen redet und von Eisbergen faselt, wird über Bord geworfen.

Nun werdet ihr fragen: was sollen wir denn nun tun? Nun – manche raten euch zu Selbstversorgerhöfen. Die allerdings … werden im Krisenfall beschlagnahmt, um die Versorgung der Reichen sicherzustellen (siehe BR).

Was rät Dirk C. Fleck? Ich zitiere ihn nochmal:

„Mit jeder Kultur, die der unersättlichen Lebensweise der Zivilisation zum Opfer fällt, werden die Träume ihrer Angehörigen ausgelöscht. Also müssen wir Orte der Zuflucht schaffen. Orte, die frei sind von Schrecken und Ausbeutung, Orte, in denen wir heilende und nährende Beziehungen entwickeln können – zu den Tieren und Pflanzen, zu unserem Land, zu den Sternen, zur Kunst, zu unseren Mitmenschen und nicht zuletzt zu uns selbst. Die Orte in uns selbst, die wir geschützt halten vor Schrecken und Angst, können uns daran erinnern, was es heißt, Mensch zu sein.“

„Orte in uns selbst schaffen, die heil sind“. Eine Vision am Leben erhalten, die uns die weiseren unter den Menschen geschenkt haben, jene, die wissen, was es heißt, in jeder Lebenssituatin die hochethischste Entscheidung zu treffen. Eine Vision von einer planetaren Zivilgesellschaft, einem Ort des „Ewigen Friedens“, wie ihn Kant skizziert hat – mit einer wichtigen Bedingung (siehe Zeit):

„Irgendein Vertrauen auf die Denkungsart des Feindes“, erläutert Kant weiter, „muß mitten im Kriege noch übrigbleiben, weil sonst auch kein Friede abgeschlossen werden könnte.“ Und man nur so verhindern kann, dass der ewige Friede nur auf dem Friedhof der Menschengattung stattfinden kann. Wer also nur vom „Putin“ schwatzt, anstatt zu fragen, was den denn eigentlich so umtreibt, will keinen Frieden sondern Krieg. Wußte man schon vor 200 Jahren.

Was wir brauchen, ist Verständnis. Das ist der erste Schritt. Was wir haben, ist Hass (siehe „Facebook„):

„Wer KenFM teilt, ist ein reaktionäres scheiß Nazischwein. Piss off du miese Ratte. Ich werde dich jetzt speren und dein scheiß Buch in die Papiersammlung schmeißen.“

Meine Antwort darauf war:

„Nun – Krysmanski war ein sehr ehrenwerter, engagierter Akademiker, der sich einer zentral wichtigen Frage zugewandt hat: der Reichtumsforschung. Ich habe seine Bücher gelesen: äußerst brisant. Für alle Bürger, nicht nur für Linke. Dass er auch mit KenFM redet, zeigt erstmal, dass er auch Demokrat ist. Wir reden halt mit jedem, außer er ist offen bekennender Faschist (und nicht einer, den irgendwer als Faschist auserwählt hat). Wer aus diesem Kontext heraus Büchervernichtung betreibt und entwürdigende Beschimpfungen von sich gibt, findet den Nazi sehr schnell: im Spiegel des eigenen Badezimmers.“

Wer sich mit den Herren der Welt beschäftigt und mit jenen spricht, über die (oft aus hanebüchenen Gründen) der Bann der Ächtung vollzogen wurde, wird vogelfrei, wird Nazischwein, Kommunistensau, Judenfreund – die Etiketten lassen sich dabei beliebig austauschen, der Hass ist derselbe.

Warum dies nun ein Abschiedsbrief ist?

Nun – ihr geht nun in eine Zukunft hinein, in der ich euch nicht folgen kann – noch kann ich euch groß helfen. Die Titanic wird immer schneller, der Eisberg ist vorn – und ich habe für euch nur Plätze in der dritten Klasse bezahlen können.

Und ich habe im Alter von vierzig Jahren über 80 Stunden in der Woche gearbeitet – mein Hirn kann also kaum noch mit einem Blumenkohl mithalten. Ich vertraue da ganz den oben zitierten Experten.

Ich kann nur noch mitjubeln: „Deutschland geht es gut“.

Und eure Aufgabe wird sein, dass dies wirklich mal Wahrheit wird, dass das Schiff „Staat“ (gleich welcher Nationalität) wieder das tut, was es soll: keine Rennen fahren, sondern auf unserem Wege von der Geburt zum Tode dafür zu sorgen, das wir uns selbst die Reise nicht noch unnötig schwer machen – geschweige denn, „unnütze Esser“ als „Ballast“ von Bord werfen, um noch schneller werden zu können.

(PS. das Zitieren von Facebook ist technisch nicht immer einfach, kann sein, dass man selbst im angegebenen Umfeld ein wenig suchen muss. Kann auch sein, dass es gleich wieder gelöscht wird. Deshalb bitte ich um Entschuldigung, wenn es etwas Arbeit macht, die Quellen zu finden).

 

Video der Woche – Steve Cutts uncut: „The Daily Bullshit“

video based on artwork by Steve Cutts

(@Bullshit: siehe auch Nachrichtenspiegel – „Gleichschaltung der Medien und Manipulation des fernsehenden Kleinbürgers„)

Facebook und der Erziehungsauftrag der Medien

Digital StillCamera

Mittwoch. 30.3.2016. Eifel. Ich habe in meinem Leben schon sonderbare Erfahrungen gemacht, eine davon fand in den letzten Tagen statt – ein Fall, über den ich demnächst mal schreiben werde. Der Hintergrund ist einfach: staatlich finanzierte Berater äußersten sich sehr bedenklich über Facebook, über: „die Öffentlichkeit“. Ja, ich weiß: Facebook, Amazon, E-Bay – alles Konzerne, die ich für die größten, nichtmenschlichen Feinde der Menschheit halte. Nicht nur ich allein, habe ja schon oft darüber geschrieben. Kommen die Konzerne aus den USA – dem Mutterland aller Konzerne – wird es noch kritischer: dort nahm die Pest ihren Anfang, als oberste Gerichte entschieden, dass ein Konzern eine Person sei und ihn mit gleichen Rechten wie natürliche Personen ausstattete. Was die Richter damals nicht wissen konnten: diese „Personen“ sind inzwischen mächtiger als die meisten Staaten, unterhalten sogar eigene Privatarmeen und dirigieren weltweit Politik – auf ganz elegante Weise: Gelder und Pöstchen werden später nachgeliefert, nachdem entsprechende politische Entscheidungen erarbeitet worden sind. „Geliefert wird später“ – so ist mir der Ausspruch eines SPD-Abgeordneten im Gedächtnis, der sich über die Pöstchenpraxis im Bundestag äußerte.

Amazon und E-Bay nutze ich jedoch selber gern – neben diversen anderen Portalen. Das mag überraschen, aber ich habe keine Alternative. Ich gehöre zu den „Armen“,  habe Kinder zu versorgen, bin kaum mobil: da müssen harte Entscheidungen getroffen werden. Im Falle von E-Bay heist das: günstige Autos, günstige Häuser, günstige Bücher und andere nützliche Gegenstände, deren Anschaffung von meinem Cash-Flow momentan nicht gedeckt werden könnten. Ich weiß: es gibt auch genug Kritik an diesen Konzernen, die im Innenwesen der Diktatur entarteter Ökonomie unterliegen: auch sie müssen den größten Nutzen für Reichenrendite bringen, nicht den größten Nutzen für Kunden. Trotzdem bringen sie auch Nutzen für den Armen – Amazon, wo gebrauchte Bücher, Filme und Geräte gehandelt werden – oder E-Bay, wo effektiv der Wegwerfgesellschaft entgegen gearbeitet wird, was uns enorme Mengen an Müll spart. Hier wurde – erstmal – Konzern, was später gemeinnützig werden sollte.

Beides wären so gesehen eigentlich auch Initiativen gewesen, die vom Staat hätten ausgehen können und sollen, denn der Nutzen für die Gemeinschaft ist groß; der Staat jedoch: zieht sich lieber zurück, aus allen Lebens- und Verantwortungsbereichen. Steuern nimmt er natürlich trotzdem jedes Jahr mehr ein, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen, dass dafür auch etwas geleistet werden sollte, was dem Wert des mit Staatsgewalt eingetriebenen Geldes entspricht. Ja: warum sollte es nicht Aufgabe der Verwaltungsorganisation der Lebens- Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft „Deutschland“ sein, den Handel und die Kommunikation der Bürger untereinander zu fördern? Es entspricht der demokratischen Grundhaltung, Kommunikation der Bürger zu fördern, der Handel der Bürger untereinander hilft, Notzeiten zu überstehen und schont die Umwelt, es entstehen sogar neue Arbeitsplätze – warum muss das ein US-Konzern erledigen.

Kommen wir zu Facebook: dem Hassobjekt der Elite. Ja: es gibt eine Hass- und Hetzkultur auf Facebook – ebenso wie in der Lindenstraße. Wo Menschen zusammen kommen, wird man immer auch sozial auffällige Individuen treffen. Leider. Die sind auch im Verein – ohne dass wir jetzt große Aufreger über das Vereinsleben absondern. Die sind auch in Parteien, Kirchen, Gewerkschaften – selbst bei den allerchristlichsten Betschwestern sollen schon Psychopathen gesichtet worden sein – doch es ist nach den Gesetzen der Logik unzulässig, das Verhalten von Einzelelementen als Symptom für den Gesamtkomplex zu deuten.

Trotzdem wird es gemacht.

Was geschieht dort eigentlich, bei Facebook? Warum wollen die Menschen überhaupt so an die Öffentlichkeit – manchmal sogar mit intimsten Details ihres Lebens. Hat denn das Fernsehen nicht schon längst hinreichend bewiesen, dass DER FEIND vor der eigenen Haustür lauert, beständig darauf bedacht, einzudringen und SCHLIMMES, WIRKLICH SCHLIMMES zu tun? Nachrichten und Krimis arbeiten Tag für Tag an dieser Weltsicht und verkünden die Botschaft: „bleibt zu Hause, rührt auch nicht vom Fleck, es gibt da draußen nichts zu sehen“. Das Ergebnis war: Cocooning:

„Als Cocooning (engl. ‚verpuppen‘, ‚sich einspinnen‘) wird besonders von Trendforschern eine Tendenz bezeichnet, sich vermehrt aus der Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen.“

Wir Deutschen kennen das: wir nennen es Biedermeier – oder innere Emigration. Der stille Tod der aktiven Bürgergesellschaft, der absolut freie Bahn für die Lumpenelite bedeutet, die sich ja auch nach Herzenslust austobt. Mehr und mehr Tauschmittel – also: GELD – wird aus dem Wirtschaftskreislauf der Bürger herausgesogen … das Meiste über den Staat – wo es den Handel der Bürger untereinander garantieren sollte und dazu benutzt, die Arbeitskraft der Bürger möglichst effektiv auszunutzen – zu ihrem gesundheitlichen, seelischen und wirtschaftlichem Schaden.

Ein schönes System. Jedenfalls: für die „Winner“. Die Looser … landen bei Hartz IV, in Rente oder auf dem Friedhof.

Dann kam das Internet – und die ersten Warnungen der Elite ließen nicht auf sich warten. Anders als der Normalbürger wussten die natürlich sofort, welche Gefahr da drohte: unkontrollierte Meinungsbildung. Das System, an dem man so fein gefeilt hatte, drohte ein Loch zu bekommen. Und dann: kam Facebook. Vier Studenten hatten es am 4.2.2004 ins Leben gerufen, einer davon war Marc Zuckerberg. Facebook startet als ganz kleine Intiative von Nonames – aber traf auf großen Wiederhall bei der Menschheit. 1,44 Milliarden Menschen stehen dort miteinander in Kontakt – einigen die sich auf einen Weg, den die Welt in Zukunft gehen sollte, sind die Sonderinteressen der Lumpenelite in Gefahr.

„Cocooning“ entspricht halt nicht der Natur des Menschen. Er ist ein soziales Wesen, das Gemeinschaft sucht und braucht, als Eremit in Luxustempeln (auch: moderne Einfamilienhauswohnkultur genannt) fehlt ihm was – auch wenn er so optimal zu kontrollieren ist. Dabei hatte man soviel aufgewendet, ihn auf seiner Couch zu halten (siehe Antimedien):

Der amerikanische Medizinerverband American Medical Association hat geschätzt, dass ein Kind bis zum Abschluss der Grundschule bereits mehr als 8.000 Morde und mehr als 100.000 Gewalttaten im Fernsehen gesehen hat. Jugendliche, die in Haushalten mit Kabelanschluss und Videorekorder aufwachsen, haben bis zu ihrem 18. Lebensjahr 32.000 Morde und 40.000 versuchte Morde gesehen. Für Deutschland hat sich Helmut Lukesch mit seinen Mitarbeitern um das Thema Gewalt im Fernsehen gekümmert. Dabei untersuchte er zwischen dem 18. März und dem 5. April des Jahres 2002 insgesamt 438,2 Stunden Fern-sehprogramm. Sein Ergebnis: In 78,8 % aller Sendungen kommt Gewalt vor. Noch zu Beginn der 90er Jahre lag dieser Wert bei knapp 48 %. In jeder Stunde Fernsehprogramm werden im Durch-schnitt 4,12 schwerste Gewalttaten (z.B. Morde) und 5,11 schwere Gewalttaten (z.B. Schlägereien) gezeigt.

Ja – die Flut von Krimis hat Folgen – auch wenn man nur zuschaut (siehe arbeitsblaetter.stangl-taller)

„Es zeigte sich, dass innerhalb des Zeitraums von zwei Jahren in der Gemeinde mit eingeführtem Fernsehen das Aggressionsniveau zunahm: Die verbale Aggressivität verdoppelte sich, und die körperliche Aggressivität war nahezu verdreifacht – ein hochsignifikantes Ergebnis. Dies betraf sowohl Jungen als auch Mädchen in allen untersuchten Altersklassen. Man fand weiterhin einen Zusammenhang zwischen der Zeit, die die Kinder und Jugendlichen vor dem Fernseher zubrachten, und der Gewaltbereitschaft.“

Der „Erziehungsauftrag“, den Medien sich selbst gerne geben, erreicht hier ganz seltsame Dimensionen – ohne dass sich die Medien groß drüber aufregen. Kein Wunder: bleiben alle zu Hause, läuft das Geschäft ja rund – jedenfalls für die, die einen Platz an den Fleischtöpfen der Konzernwirtschaft zugeteilt bekamen, während die Mehrheit draußen am Grashalm nagt. Nebenbei werden wichtige soziale Fähigkeiten abgebaut: der chronische Gewaltkonsum läßt das Mitleid – einen zentralen, ja: DEN zentralen sozialen Wert – völlig erlöschen (siehe fernuni.hagen): eine wichtige Voraussetzung für die Durchsetzung von Hartz IV.

Man darf ruhig davon ausgehen, dass der Zustand der sozialen Deprivation gewollt war: immerhin fällt Fernsehprogramm nicht vom Himmel, sondern wird „gemacht“ – mit Absicht, Ziel und Plan. Neben der bösen Außenwelt, in der der Mörder droht, gibt es natürlich auch die heile Innenwelt, die präsentiert wird: der gute Jauch verschenkt im Auftrag von RTL Geld an ausgewählte Bürger, die brav Männchen machen – also sinn- und zwecklos angehäuftes Einzelwissen spontan abrufbar parat haben, der gute Bohlen hilft jungen Sängern dazu, Supertalente zu werden, andere züchten bildhübsche Modells, der Gottschalk läßt sich  vom braven Bürger mit tollen Tricks verblüffen – schon mal überlegt, warum solche Moderatoren zu Millionären gemacht werden, während Deutschlands Schauspieler von Hartz IV leben müssen – so wie auch Deutschlands angestellte Lehrer in den Ferien oder Deutschlands Juristen nach Abschluss ihrer Staatsexamen?

Hier wäre übrigens auch mal der Begriff „Lügenpresse“ richtig gewählt (aber in ganz anderem Zusammenhang): in Deutschland ist die Zahl der Morde deutliche rückläufig. 497 waren es noch im Jahre 2000, 2014 nur noch 298 (siehe Statista). Diese Morde hätte die deutsche Krimiszene spätestens nach einer Wocher abgearbeitet, 51 weitere Wochen wären für schöne heile Welt da – wenn es die denn gäbe. Die virtuelle Wirklichkeit, die uns in den Sessel presst, spiegelt die friedliche Wirklichkeit noch nicht mal im Ansatz wieder.

Und dann: kommt Marc Zuckerberg mit einer einfachen Idee – die überwältigende Folgen hat. Ja – was man nicht vergessen darf: der Erfolg von Facebook ist nicht der Erfolg des Marc Zuckerberg, er ist der Erfolg der Nutzer – wie auch bei Amazon und E-Bay. Die Menschen treten heraus aus der Deprivation – und stürzen sich ins dörfliche Leben: auch dort weiß jeder alles über jeden. Aber dort: ist man auch wer. Eine Person, ein echter, lebendiger Mensch mit Ecken und Kanten, Sorgen und Nöten, Gefühlen und Meinungen. Man hat einen Platz, so wie man ist – und nicht, weil man alle Gebote der Werbeindustrie möglichst perfekt erfüllt. Anstatt dass die Menschen den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen und sie Meinungen des „Experten“ studieren, reden sie wieder miteinander – statt übereinander. Nur: da es Konzern wurde und nicht Staat war, was das organisiert hatte (also: die Gemeinschaft der Bürger), wurde hier wieder private Macht geschaffen. Da muss man mal wieder beten, dass das nicht missbraucht wird.

Natürlich sind es gerade auch die „Experten“, die hier Sturm laufen: ihre arbeitslosen Kollegen haben hier die Möglichkeit, ihre geisteswissenschaftlichen Qualitäten zu kostenlosen Beraterzwecken preis zu geben – jeder hat auf einmal in Sekundenbruchteilen die Möglichkeit, hundert Menschen zu fragen, ob ihm die blaue oder die gelbe Krawatte besser steht – oder ob sie sich endgültig von ihrem Mann trennen soll, ohne dass man für seinen Rat Gebühren bekommt. Und alles sonst stille Leid kann schnell eine ungeahnte Öffentlichkeit bekommen, die man – zur Auszüchtung von Mitleid – lieber nicht gehabt hätte.

Natürlich gilt das insgesamt fürs ganze „Internet“ – nur: bei Facebook wird es sehr persönlich, weil hier 1,4 Milliarden Menschen in Kontakt stehen, ständig neue, unkontrollierte Verbindungen eingehen, Lügen entlarven und – gelegentlich – sogar mal der Wissenschaft helfen (siehe Spiegel):

„Sechs Monate lang versuchte die israelische Altertumsbehörde, ein mysteriöses Objekt zu identifizieren. Dann startete sie einen Facebook-Aufruf – und das Rätsel war innerhalb von Stunden gelöst.“

Das Potential, das die Menschen bei Facebook entfalten können, ist gewaltig. Es ist global, international, eine perfekte Basis für die planetare Zivilgesellschaft, von der ein Kant nur träumen konnte – sich aber sicher war, dass sie sich am Ende der Zeiten – nach Überwindung aller Widerstände- etablieren würde.

Was hier jedoch droht, ist etwas, dass man schon lang im Griff geglaubt hatte: die Selbstorganisation der Menschheit hat wieder eine reale, dörfliche Grundlage. Es ist ja der Grund für alle „Regierung“ und „Expertentum“, dass wir uns angeblich nicht selbst organisieren können – so, wie wir es hundertausend Jahre lang zuvor gemacht haben. Wir brauchen Könige, Fürsten, Priester, Chefs – sonst sind wir zu blöde um auf zwei Beinen zu stehen. Entscheiden Sie selbst, mit wem sie nach dem Absturz ihres Urlaubsfliegers auf eine einsame Insel neu starten wollen: mit einer Ladung von Königen, Priestern, Fürsten und Chefs (oder Fernsehmoderatoren) – oder ihren Facebookfreunden, unter denen höchstwahrscheinlich auch Menschen sind, die es noch gewöhnt sind, echte Arbeit zu tun – und nicht nur anderen vorzuschreiben, wann die wie und wo zu machen ist.

Und was ist mit den Warnungen vor „Facebook“? Nun – wir könnten es dabei belassen, zu sagen: die kommen halt von „Experten“, die wissen, dass ihnen gerade das Wasser abgegraben wird – von der selbstorganisierenden sozialen Zivilgesellschaft. Das bringt nun mal Elitegehälter in Gefahr – bzw. könnte sie auf Normalmaß zurückschrauben. Wir müssen aber nur genau hinschauen, dann wissen wir, was es mit den Warnungen auf sich hat, hier vor allen Dingen Jugendliche betreffend (siehe Frankfurter Rundschau):

„Viele versuchen, über die virtuellen Kontakte all das zu bekommen, was man nur in der risikoreichen Welt da draußen bekommen kann.“

Und wieso ist die Welt da draußen risikoreich? Weil die Jugendlichen durch Fernsehen roher und aggressiver werden – dank der Erziehung durch Medien. Darum bleiben die friedlichen lieber zu Hause – und nehmen die sichereren Wege … bis  man dann merkt, dass eigentlich Milliarden normaler, im Prinzip lebensfroher Menschen nur einer kleinen Clique von Psychopathen gegenüber stehen.

Diese Gefahr – und die überwältigenden Möglichkeiten, die sich für die reine, nicht zweckgebundene Wissenschaft daraus ergeben, werden schon heute gesehen (siehe: Zeitgeschichte-online)

„Die Kommunikation in den Sozialen Netzen geschieht – und das macht es für die traditionelle Wissenschaft teilweise schwierig – in einem eher lockeren Ton und auf Augenhöhe, wie es so schön heißt. Eines der Heilsversprechen der sozialen Medien liegt im einfachen Zugang dazu und im Abbau von Hierarchien: Es ist möglich, wissenschaftliche Diskussionen selbst offen anzustoßen oder daran teilzunehmen, was zu einer begrüßenswerten Pluralisierung der Diskurse führt.“

Abbau von Hierarchien … wen könnte das wohl stören?

 

 

 

 

 

Die Superwahl am Sonntag: der alternativlose Tod der Demokratie auf Raten

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Montag, 14.3.2016. Eifel. Tja – da war also gestern Wahl. Überraschung: ein paar sind sogar hingegangen. Triumphal wird verkündet, dass sogar zwischen 60 und 70 Prozent der Wähler hingegangen sind. Früher waren es mal 90 Prozent – aber man freut sich manchmal ja schon über kleinste Reste – wenn sonst alles leer ist. Man denke nur an die Kommunalwahl in Hessen: 61 Prozent Nichtwähler. Dabei sind Kommunalwahlen enorm wichtig: die Gemeinde ist die Grundlage unserer Staatsform, die kommunale Selbstverwaltung heiliges Prinzip. Die kommunale Selbstverwaltung hat Verfassungsrang und wird durch eine eigene europäische Charta geschützt, sie ist ein wichtiger Weg hin zur Basisdemokratie – mindestens ebenso wichtig wie der Wunsch nach „Volksabstimmung“.

Mal wieder sind die Nichtwähler stärkste Partei (außer in Baden-Würtemberg, da liegen die Grünen knapp vorn) – ohne dass groß darüber gesprochen wird, was dies für unser demokratisches Gemeinwesen bedeutet: dabei liegt hier die größte Gefahr für unsere noch junge Demokratie. Noch jung? Ja. Wir stehen – was die Umsetzung demokratischer Prinzipien angeht – noch ganz am Anfang. Das sagt man uns nur nicht, man tut so, als seien wir am Ende – dabei sind wir so souverän wie jene „mittelalterlichen“ Kaiser, die von dem Geld der Fugger abhängig waren. Mit der Einführung von Hartz IV haben unsere Fugger sogar die Keule aus dem Sack geholt, um das Volk zu knechten (die alten Fugger zeigten sich hier wesentlich sozialer), um niedrige Löhne zu erzwingen, Bullshitjobs als Erlösung von allem weltlichen Elend zu preisen und dem Souverän (dem Bürger) zu zeigen, wer wirklich das Sagen in unserer Demokratie hat. Verstanden haben das 60 Prozent der Bevölkerung (siehe Handelsblatt). Eigentlich eine gigantische Katastrophe: die Mehrheit der Deutschen zweifeln an der Rechtschaffenheit ihres Staates – und alle ignorieren dies. Wo sind denn die Aktionen von Parteien, Kirchen und Verbänden zur Rettung der Demokratie angesichts der desaströsen Meinungslage? Früher hätte man Politisierungskampagnen gestartet, um ein neues Weimar zu verhindern.

Ein neues Weimar? Ja – das liest man überraschend oft – nur tut niemand etwas dagegen. Nein, besser: es will niemand etwas dagegen tun. Es ist der Elite völlig egal, jener Elite, die sich finanziell Jahr für Jahr weiter von der Bevölkerung entfernt: auf deren Kosten. Bankenrettung, Industriesubventionen, EU-Fördergelder: der Wohlstand der Reichen kommt aus dem Gemeinschaftstopf, der fällt nicht vom Himmel. Sie genießen alle Privilegien des sozialen Friedens, der ständig perfektionierten Infrastruktur, der stabilen politischen Verhältnisse, genießen den vollen Schutz der Verfassung und die Garantie der Sicherheit vor inneren und äußeren Feinden – aber sind Meister in der Kunst der Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Und es geht nicht nur um Steuern.

328 Milliarden geben wir im Jahr für „Gesundheit“ aus – Kosten, die sich in der Qualität unseres Gesundheitswesens nicht wiederspiegeln, weil hier viele „Leistungsanbieter“ großzügig in die Kassen greifen und luxuriöse – leistungslose –  Traumgewinne realisieren – auf Kosten der Gemeinschaft. Gleiches gilt für die Millionenarmee der Beamten, deren Pensionen – das wissen wir schon heute – niemals bezahlt werden können: trotzdem werden sie immer weiter versprochen. Subenventionen für unsere „erfolgreiche“ Wirtschaft? 165 Milliarden im Jahr. Für Hartz IV zahlt der Bund – um mal einen Vergleich zu ziehen – 22 Milliarden, dabei wäre eine Investition in Arme ein gewaltiger Impuls für die Wirtschaft – was wir an den Ergebnissen sehen, die staatliche Leistungen für Nato-Kriegsopfer in unserm Land nach sich ziehen: ein Wachstum von bis zu 1,1 Prozent wird da erwartet (siehe Zeit) … bei nur einer Million Gäste. Würden die sechs Millionen armen Eingeborenen ebenfalls zusätzliche Leistungen erhalten (dabei sind die Armutsrentner  noch gar nicht berücksichtig), könnten wir zusätzlich ein Wachstum von knapp 7 Prozent erhalten: wir wären wieder Wirtschaftslokomotive.

Stattdessen züchten wir Millionäre und Milliardäre, die ihr Geld irgendwo anlegen – nur nicht hier. Wie lange es gut gehen kann, dass eine kleine Gruppe von immer reicheren Menschen immer mehr Geld „anlegt“ anstatt es in Krankenhäuser, Schulen, berufliche Qualifizierung und dringend notwendige Reparatur von Brücken zu investieren, kann sich jeder an zehn Fingern ausrechnen. Die parasitäre Wirtschaft – die nur kassieren will, aber passt, wenn es ums Leisten geht – saugt der Volkswirtschaft das Mark aus den Knochen … nicht umsonst gibt es ja vielversprechende Gedankenmodelle, die Realwirtschaft auf genossenschaftlicher Basis umzuorganisieren, um ohne Banken und Zinsen viel effektiver am Wohlstand für alle arbeiten zu können.

Wir müssen ein wenig auf die Wurzeln jener Wirtschaft zu sprechen kommen, auf jene Menschen, die das „Wirtschaftswunder“ mit gestaltet haben – ein Wirtschaftswunder, das initial dadurch eingeleitet wurde, dass die Stahlbranche aufgrund des Koreakrieges boomte und deutscher Stahl für die Panzer des Westens dringend gebraucht wurde. Was zeichnet diese Herren aus?

„Aus ihrem Blickwinkel war es offenbar kein großer Unterschied, ob „draußen“ eine Monarchie, eine Republik oder eine Diktatur die Regeln bestimmte. Nur die Kontonummern des Schecks änderten sich. Es wurde immer dorthin gespendet, wo die Macht war, egal, wer sie in Händen hielt. Für die Geschäfte war es nur vernünftig, ein gutes Verhältnis zur Regierung zu haben und zu wissen, was die Politiker im Sinn hatten. Aber das war keine Spezialität der Wundertäter. Auch ihre Nachfolger ließen sich (und lassen sich) die „Pflege der politischen Landschaft“ (wie der Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch die Beziehung seines Konzerns zur Politik feinsinnig umschrieb) angelegen sein.“ (Aus: Nina Grunenberg, Die Wundertäter, Netzwerke der deutschen Wirtschaft 1942 – 1966, Siedlerverlag München, 2006, Seite 266).

Ja – den Neofuggern ist es egal, was „da draußen“ geschieht – Hauptsache die Landschaft wurde gepflegt. Nahtlos gingen „Wehrwirtschaftsführerer“ des Dritten Reiches in Kommandopositionen der „freien Marktwirtschaft“ über, die ihnen vor allem in einem stank: dem Verbot der Kartellbildung, die eine deutsche Spezialität war. Monopole zu bilden, die Preise und Arbeitsbedingungen diktieren konnten: so stellten sie sich „Wirtschaft“ vor – und laut „Zeit“ ist das nun auch eine Qualität, die die AfD wieder beleben will (siehe Zeit):

„Vor allem die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft stören die AfD. Firmen sollen möglichst unreguliert handeln, Monopole nicht verhindert werden können, der Wettbewerb bringe die besten Leistungen. „Denn der Wettbewerb schafft die Freiheit, sich zu entfalten…“ Das widerspricht dem Leitsatz der AfD „freie Bürger, keine Untertanen“, wie sich gut in den USA und anderen Ländern beobachten lässt.“

Ja – „Wettbewerb“ und „Monopole“ schließen sich aus. Monopole – wie etwas das Parteimonopol der KPdSU – lassen sich mit Freiheit überhaupt nicht vereinbaren. Wenn Banken Menschen ohne Eigenkapital mit einer 100-Prozent-Finanzierung unterstützen (wie etwa bei der Privatisierung der Krankenhäuser geschehen), dann sind wir weit entfernt von einem „Wettberwerb“, sondern befinden uns in einer dirigistischen Kommandowirtschaft – nur, dass hier nicht der Staat kommandiert (also: der Souverän), sondern private Kräfte mit zweifelhafter Qualität (die Bank, die so die Privatisierung der Kliniken grßzügig finanzierte, ist heute pleite – obwohl sie zuvor eine der größten US-Banken war). Darum hat Ludwig Ehrhard ja auch das Kartellamt durchgesetzt – gegen den massiven Widerstand der deutschen Elite, deren Führer noch mit dem Aufbau eines „nationalsozialistischen Musterbetriebes“ glänzte.

Wie diese Dirigenten des deutschen Wirtschaftswunders über „Wettbewerb“ dachten, wird in einer Aussage von des ehemaligen Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl deutlich …

„wenn er der Toten gedenkt, „die uns nicht mehr im Weg standen …. Davon haben wir alle profitiert. Es gab ja niemanden, der vor uns war. Ein Faktor, der sich förderlich auf die Karriere auswirkte““ (siehe Grunenberg, a.a.O., Seite 166).

Wenig Konkurrenz ist der Weg zum Erfolg: ein Grund, weshalb es lange Zeit – auf Wunsch von Kaiser und Industrie – keine Universität im Ruhrgebiet gab: undenkbar, wenn die Kinder der Bergarbeiter auf Universitäten gingen und verstehen konnten, wie der Haase läuft – Revolten wären die Folge gewesen. Die erste Universität fürs Ruhrgebiet nahm deshalb erst 1965 ihren Betrieb auf: es war die Ruhruniversität Bochum, verschämt ganz am südlichen Rand im Grünen gelegen.

Es ist somit keine Überraschung, dass diese Tradition – Bildung, vor allem: politische Bildung – vom Volk fern zu halten immer noch viele Freunde im Land hat. Wer groß denken und planen gelernt hat, der weiß, warum zuerst die Intellektuellen verschwinden müssen – nicht umsonst wurden im Zweiten Weltkrieg alle polnischen Intellektuellen in Auschwitz interniert – womit das Grauen seinen Anfang nahm. Die Besetzung eines Landes funktioniert einfach besser, wenn man nicht in jeder Eckkneipe einen Germanisten, Schauspieler oder Philosophen sitzen hat, die den Schreiner, Bergarbeiter oder Autobauer unkontrolliert in der freien politischen Willensbildung schulen.

Wie beschreibt die – nicht gerade „liberal“ oder „links“ zu nennende Zeitschrift „Focus“- den augenblicklichen Bildungsstand der Republik, die den Glauben an die eigene Staatsform verloren hat (siehe Focus):

„Psychologe fällt vernichtendes Urteil: „Deutsche leiden an Bequemlichkeitsverblödung“

Diese Überschrift wird auch anschaulich beschrieben:

Wenn man lieber dreimal im Jahr Urlaub mache oder Dschungelcamp schaue, anstatt sich mit den simpelsten Grundlagen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu beschäftigen, sei es um die Demokratie nicht besonders gut bestellt, meint Kliche. „Die Forschung spricht schon von einer Spät- oder Untergangsphase der Demokratie“, zitiert die „Mitteldeutsche Zeitung“ den Professor für Bildungsmanagement.

Das hätte den Kaiser sehr gefreut – und Adolf Hitler selbst hatte mit Hochdruck an solchen Entwicklungen gearbeitet – und hatte auch schon konkrete Phantasien zur Ausrottung der eigenen Intellektuellen, die auch der SPD und den Kommunisten ein Dorn im Auge waren (siehe Bundeszentrale für politische Bildung). Und auf einmal haben wir den Grund, warum niemand ein Interesse daran hat, gegen diese eklatante Abwanderung der Bürger von der Idee der realen Demokratie in Deutschland vorzugehen: der Intellektuelle – als freier Bürger im Geiste, dessen Reich nicht von der Welt des Mammons geprägt ist – ist kein gern gesehener Gesell im Reich der Wirtschaft und ihrer Politiker, der gebildete Bürger kommt dem Intellektuellen viel zu Nahe – darum subventioniert die Wirtschaft „Privatsender“ – vor denen früher noch massiv gewarnt wurde, hier engagierte sich sogar der hochgelobte Bundeskanzler Helmut Schmidt energisch (siehe Spiegel aus dem Jahre 1980):

Um an seinem Standpunkt ja keinen Zweifel aufkommen zu lassen, zog der Regierungschef einen gewagten Vergleich: „Wir dürfen nicht in Gefahren hineintaumeln, die akuter und gefährlicher sind als die Kernenergie.“ Würden die Bürger mit privaten Kabel- oder Satellitenprogrammen überflutet, dann könnte dies, so Schmidt, „die Strukturen der demokratischen Gesellschaft verändern“.

Bei den sozialdemokratischen Ressortchefs stieß die pessimistische TV-Schau des Kanzlers auf einhellige Zustimmung. Justizminister Hans-Jochen Vogel will „Dämme“ gegen eine „Reizüberflutung“ in den deutschen Wohnstuben errichten: „Ich kann mir nichts Gefährlicheres für die Familie vorstellen.“ Zu viele Krimis, Quiz und Shows machten die Menschen „muffig und sprachlos“.

2016 weiß man: Helmut Schmidt hatte Recht.  Der Bürger ist zu blöd für Demokratie geworden, „muffig“ und „sprachlos“. „Familie“ wurde technokratisch kalt zur „Bedarfsgemeinschaft“, die rebellischen ´68er wurden konsequent durch „Generation Doof“ ersetzt: kein Wunder also, dass eine Partei gigantische Wahlerfolge einfahren konnte, noch bevor sie überhaupt ein konkretes Parteiprogramm hatte. Ja: gemeint ist die AfD, Liebling prominenter mittelständischer Wirtschaftsführer (siehe ManagerMagazin), jene Partei, die jetzt Superergebnisse eingefahren hat: Ergebnisse, die weit über den schlimmsten Befürchtungen lagen: die Beschwörung einer großen Volksgemeinschaft im „Kampf gegen Rechts“ ging völlig in die Hose, erfolgreich waren dagegen all´ jene Medien, die beständig über die AfD geredet haben und ihre eine Plattform boten, die alle anderen Parteien gerne gehabt hätten: ja – auch „schlechte“ Werbung ist Werbung, vor allem, wenn sie vorgaukelt, die Neuen wären gegen „die da oben“.
Sind sie gar nicht – sie gehören sogar direkt dazu – aber innerhalb der „Bequemlichkeitsverblödung“ merkt das kaum noch jemand. Vor allem scheint man nicht wahr nehmen zu wollen, dass die Partei, die mit dem „Flüchtlingsthema“ für sich Punkten will, gar keine andere Meinung zum Thema „Flüchtlinge“ hat als die Bundesregierung (siehe Parteiprogramm der AfD):
  • Wir fordern eine Neuordnung des Einwanderungsrechts. Deutschland braucht qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.
  • Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.
  • Ernsthaft politisch Verfolgte müssen in Deutschland Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten können.

Ja: die Partei, die von allen Medien groß als „Antiflüchtlingspartei“ herausgebracht wird, will auch aus Deutschland ein Einwanderungsland machen. Sie ist auch weitgehend für das aktuell gültige Asylgesetz: will es sogar ausweiten und Asylbewerber als Konkurrenten auf dem deutschen Arbeitsmarkt etablieren – für welchen Stundenlohn bleibt offen. Ist ja auch kein Wunder: die AfD ist personell ein CDU-Klon – und kaum weniger „Rechts“ als die. Darum finden Sie  heute auch in den Medien nicht die großen Aufschreie „gegen“ die AfD, die ja zuvor noch den Untergang des Abendlandes darstellte.

Wieso auch: hinter den Kulissen haben wir die gleichen Mächte und Gewalten wirken wie schon im Kaiserreich, ja, wie schon im Mittelalter. „Kauf Dir einen Kaiser“ – so der Titel eines Buches von Günter Ogger über die Fugger. In der Zukunft wird er wohl schreiben können: „Kauf´ Dir eine Regierung und ein Parlament“.

Doch zurück zur Demokratie – für die war der gestrige Tag nur ein weiterer Schritt zur eigenen Abschaffung. Die neuen Fugger haben mit „politischer Landschaftspflege“ eine weitere Partei hervorgebracht, die etwas „Druck“ auf die Etablierten ausübt, deren Pöstchen nun in Gefahr sind, was sie  noch gefügiger macht. Wir Bürger – und wir Intellektuellen – sehen das gelassener: es gibt neues Personal, das die Wünsche des „Marktes“ (der nur noch aus einer Hand voll Dirigenten besteht) ausführen wird. Wir haben gesehen, wie „die Märkte“ aus den „Grünen“ eine Partei formte, die Bomben auf Zivilisten werfen ließ und die Versicherungsleistungen der Beitragszahler ersatzlos strich: es gibt wenig Hoffnung, dass irgendeine Partei sich gegen diese Mächte wenden kann.

Wir können uns doch mitlerweile noch nicht mal mehr eine Alternative denken – weshalb der Tod der Demokratie momentan gewiss scheint.

Langsam – und auf Raten.

Und das wird schnell bedeuten, dass „Minderleister“ ihren „Existenzberechtigungsschein“ verlieren – allein schon, weil sie eine Gefahr für jedermanns eigene Karriere darstellen, sollten sie jemals wieder auf den Arbeitsmarkt erscheinen – nur darum degradieren die Beamten der Arbeitslosenverwaltungen jede auch noch so qualifizierte Ausbildung nach einem Jahr auf „Null“ … man wird zum ungelernten Arbeiter: die Kehrseite dessen, dass man jeden Job annehmen muss – oder dem Hungertod durch Sanktionen preisgegeben wird – so bekommt man Facharbeitermangel und … Mangel an Konkurrenz um die verbliebenen Vollzeitjobs. Wie nach einem Krieg.

Ach ja: als Intellektueller erlaube ich mir auch gern, immer beide Seiten zu sehen: die Einführung von Volksabstimmungen (Forderung der AfD) gefällt mir sehr, wenn zuvor manipulierende Berichterstattung zurückgefahren und die politische Bildung der Bevölkerung nach vorne gebracht wird. Das wäre ein Gewinn für die Demokratie.

 

Silvester in Köln, Gesellschaft in Angst, Deutschland im Eimer

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Donnerstag, 7.Januar 2016. Eifel. Ja, Silvester: das war ein Drama – das Drama der Hauptbahnhöfe. Darüber habe ich andernorts schon geschrieben (siehe Neopresse) – zu früh, wie es schien. Es war nicht München, wo Geheimdienste demonstrierten, dass sie jederzeit überall das Alltagsleben außer Kraft setzen können wenn sie nur laut genug „Terror“ brüllen, es war Köln, wo es echte Bedrohungen der demokratischen Zivilgesellschaft gab. Der erste Unterschied: in München war es erlaubt, auf – möglicherweise gar nicht existente – Syrer und Iraker als Täter zu verweisen, in Köln nicht. Ich mag sie nicht im Einzelnen zitieren, die Stimmen der Millionärspresse, die uns einbleuten, was jetzt zu geschehen hatte: auf gar keinen Fall dürfen wir die Angriffe in Köln mit dem Thema Araber/Flüchtlinge/Islam in Verbindung bringen. Viele waren so dreist, das ganz deutlich auszudrücken: „zuallererst müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Bösen dieses Thema nicht missbrauchen“.

Geht´s noch? Zuallererst muss man sich um die Opfer kümmern. Dann darum, dass das nie wieder geschieht. Ohne Scheuklappen, weil das lustige Märchen vom Edelaraber in Gefahr gerät, dem kleinen Prinzen, der in Deutschland Schutz vor der bösen Welt sucht. Dann – irgendwann – hundert Jahre später kann man sich mal Gedanken darüber machen, was die Tat politisch für den einen oder anderen bedeuten kann. Ein besonders delikates Beispiel habe ich mir aufgehoben (siehe n-tv):

„Doch die Interpretationen sind einseitig, sie verfälschen eine angemessene Betrachtung. Zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen werden Frauen missbraucht und belästigt, nicht erst seit dem 31. Dezember 2015 und sowohl von Ausländern als auch von Deutschen. Für eine Frau ergibt das keinen Unterschied…“

Schreibt ein Christan Rothenberg. Ja – die sollen sich mal nicht so anstellen, dieses Frauen. Ist doch normal, dass die missbraucht werden, dass da jetzt noch Araber dazukommen, spielt keine Rolle. Sowas fließt denen im 21. Jahrhundert aus der Feder, ohne dass die rot werden. Generation Doof versucht Stimmung zu machen.

Natürlich geschieht alles im Namen „des Guten“ – wie immer. Eine ganze Blase von Wichtigtuern hat nur noch eins zu tun: darüber  nachzudenken, wie sie die Realität dazu missbrauchen können, um selbst gut dazustehen, um sich selbst permanent auf die Schultern klopfen zu können und für sich selbst auf der eigenen Komode einen eigenen Heiligenschrein zu errichten. Hat dieser egomane Mob erstmal an Dynamik gewonnen, ist jeder Vergewaltigung der Wirklichkeit Tür und Tor geöffnet – und der Protest gegen Gewalt gegen Frauen muss einem höheren Ziel weichen. Nur so läßt sich erklären, warum wir Begriffsverzerrungen ohne Ende haben, Verzerrungen an deren Ende nur eine allgemeine Sprachlosigkeit stehen wird.

Ja, man regt sich darüber auf, dass die Frauen nur schleppend und zögernd zur Polizei gegangen sind – aber diese Frauen stehen halt mitten im Leben und bekommen den aktuellen Wahn täglich mit: wer was „gegen Ausländer“ sagt, ist ein Nazi – und wird vom Gutfühlmob verfolgt. Unter diesen Bedingungen wird es schon verständlich, dass man gewisse Hemmungen hat, mit seinen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Ein Beispiel dazu findet man bei „Emma„:

„Klar habe ich Angst davor, dass mich jetzt dann jemand rassistisch findet. Aber ich bin selbst multikuli, meine Ur-Oma kommt aus Kroatien, meine Oma ist aus Österreich und ein angeheirateter Onkel ist Rumäne. Und wenn es deutsche Männer gewesen wären, dann würde sich doch auch niemand über die Empörung wundern!““

Nun – deutsche Täter haben ja auch nicht den Freibrief und das Schutzversprechen des Gutfühlmob in der Tasche – und diese Leute können sich nicht hemmungslos gut fühlen, wenn nicht alle Flüchtlinge kleine heilige Prinzen sind, die unserer Wirtschaft gute Dienste leisten werden. In dem Zusammenhang kommt es ja auch kaum noch einem in den Sinn, dass diese permantenten Arbeitsintegrationsphantasien in erster Linie Ausbeutung von Flüchtlingselend sind – sowas geht halt leicht durch, wenn man weder Linke noch Humanisten in der politischen Landschaft hat.

Man regt sich darüber auf, dass die Polizei nur zögerlich einschritt, ja, der deutsche Innenminister hat sogar die Polizei für die Ausschreitungen verantwortlich gemacht (siehe Spiegel) … anstatt mal einen Blick auf die Täter zu werfen. Doch was soll die Polizei tun? Es bestand die dringliche Gefahr, sich des massiven Verdachts auf Rassismus auszusetzen: immerhin hätten heilige Flüchtlinge in der Masse sein können: kaum auszudenken, wie über die Beamten hergefallen worden wäre, hätte einer von denen sich über Polizeigewalt beschwert. Noch deutlicher wurde die allgemeine Verunsicherung beim ZDF, das seine Zuschauer fragte, wie man denn über die Vorfälle in Köln berichten sollte (siehe Twitternachricht/heuteplus): geht es noch peinlicher – oder deutlicher?

Das ist die erste Lektion, die uns die Silvesternacht 2015/16 bescherte: in Deutschland geht die Angst um. Nicht die Angst vor rechtem Rassismus, sondern die Angst vor der Verfolgung durch die mediale, politische und wirtschaftliche Oberschicht, die sich selbst – wie alle Despoten in der Geschichte der Menschheit – für vollendet „gut“ hält … und im Umkehrschluss alle für böse (auf Hollywooddeutsch: „Nazi“), die nicht beständig Beifall für ihre Adeligkeit klatschen. Da die Generation Doof inzwischen alle Schaltstellen der Macht erobert hat, stört es auch keinen mehr, dass der Rassismusvorwurf überhaupt nicht trifft. Jemand, der eine kritische Meinung zu unkontrollierten Völkerwanderungen hat, ist nicht automatisch Rassist. Rassismus ist in erster Linie der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Rasse bzw. die Unterlegenheit aller anderen Rassen. Er ist die Grundlage des Reichtums des Westens und verantwortlich für 50 Millionen Tote durch Sklavenhandel (siehe Spiegel) und weitere, nicht genau bestimmbare Millionen Tote durch aktive Ausrottung der Ureinwohner des amerikanischen Kontinents, die bis heute anhält. Ich weiß nicht, welche „inneren Botschaften aufgestiegener Meister“ die Schreiber der Millionärspresse empfangen haben, ich kann nur pragmatisch sagen, dass es bislang nicht zu erkennen ist, dass die „rechten“ Bewegungen in Europa diese Form von Rassismus leben wollen.

Was erkennbar ist: sie wollen ihre eigenen Siedlungsgebiete vor Invasionen schützen – das ist nicht unbedingt „böse“, vor allem aber: noch lange nicht rassistisch. Wenn ich wie die US-Army 1926 Studien anfertige, die besagen, dass „Neger“ nicht zum Krieg führen taugen, weil sie rassisch minderwertig sind, dann ist das rassistisch. Wenn ich sage: ich möchte nicht dass mein Lebensraum weiter von Menschen besiedelt wird, die sich selbst als Herrenmenschen verstehen (und dieses Weltbild in Köln demonstriert haben), ist das noch lange nicht rassistisch, sondern erstmal eine Diskussionsgrundlage. Nein, wirklich: schauen Sie sich die Definitionsgrundlagen von Rassismus an: weder der klassische Rassismus noch der verallgemeinerte Rassismus treffen auf Erscheinungen wie „Pegida“ zu (siehe humanrights.ch): die haben Probleme mit der Ausbreitung einer – aus ihrer Sicht – menschenfeindlichen Ideologie. Und diese Sicht haben sie sich noch nicht mal selbst ausgedacht: die deutschen Medien selbst sind es, die den „bösen Islam“ propagiert haben (siehe z.B. die Analyse in der TAZ) und sich dann massiv darüber aufregen, dass ihre Hetzkampagne gegen den Islam erfolgreich war. Blöder gehts kaum noch.

Ja – die Warnungen davor, dass man jetzt nicht „alle in einen Topf werfen“ dürfe und sich vor „Verallgemeinerungen hüten“ müsse waren zuerst in den Medien zu hören – und viel wichtiger als Opferschutz. Der Kampf gegen eingebildete Nazis hat in der Millionärspresse oberste Priorität, die nationale Hetzjagd gegen Andersdenkende wird allerdings nicht dadurch lustig, dass man sie pauschal zu „Nazis“ erklärt. Zur Erinnerung: wer in Deutschland strammer Nazi sein möchte, braucht sich nicht zu verbergen (und bekommt auch als V-Mann viel Geld vom Geheimdienst): er kann einfach in die NPD eintreten und schon ist er mitten drin im deutschnationalen Getümmel. Da braucht sich niemand als „AfD“ zu verkleiden: hier sind parteiliche Alternativen mit eindeutigen Aussagen greifbar vor Ort vorhanden – wäre schön, wenn man sich hier auch mal vor „Verallgemeinerungen hütet“, die jede Diskussion vergiften. Klar gibt es auch Ausländerfeinde bei Pegida (es gibt sogar welche bei der SPD …), klar marschiert da auch die NPD mit – sie wäre blöd, wenn sie die Chance nicht nutzen würde – aber so wenig wie die komplett Nazis sind, so wenig sind alle Araber komplett herrenmenschlich auftretende Vergewaltiger. Ja, es wäre schön, wenn die Welt so einfach wäre, dass der Verstand des durchschnittlichen Bezahlschreibers sie erfassen könnte, doch leider ist sie das eben nicht – leider braucht man den komplexeren Verstand eines „Verschwörungstheoretikers“ (also eines intelligenten Menschen, der in Zusammenhängen denken kann) um sich der Wirklichkeit anzunähern.

Zurück zu Köln. Was war dort geschehen? Lauschen wir der Tagesschau:

Der Kölner Polizeipräsident Albers spricht von „Straftaten einer völlig neuen Dimension“ – eine These, die auch die Kriminologin Rita Steffesenn vom Zentrum für Kriminologie und Polizeiforschung unterstreicht. „Dass wir so große Tätergruppen im öffentlichen Raum haben, das hat es meines Wissens hierzulande bislang nicht gegeben“, sagt sie im Gespräch mit tagesschau.de. Auf der einen Seite bestehe für Täter, die derartige sexuelle Übergriffe im öffentlichen Raum begehen, ein hohes Risiko. „Wenn sich aber so viele Männer zusammenschließen, verringert sich aus deren Sicht die Gefahr, belangt zu werden – und die Hemmschwelle sinkt, Übergriffe auf Frauen zu begehen“, sagt sie.

Neu dürfte auch sein, dass die Täter synchron in mehreren Städten zuschlugen, in Köln, Hamburg, Frankfurt (siehe Spiegel), Bielefeld (siehe LZ), Stuttgart (FAZ) – nach einer ausgeklügelten Methodik, die ihnen Straffreiheit garantierte. Hören wir dazu die Kriminologin (siehe Tagesschau):

„Wenn wir davon ausgehen, dass das Motiv für die Übergriffe materiell ist, dann ist das Vorgehen sehr strategisch und abgesprochen. Es ist zu früh zu sagen, die Kriminalität war auf jeden Fall organisiert. Klar ist, die Gruppen schauen sich vorher an, wo und wann gibt es eine gute Gelegenheit und fahren gezielt dorthin.“

„Für die Opfer ist das hochgradig belastend. Das Eine ist, Gegenstände entwendet zu bekommen mit sehr vielen privaten Informationen. Das Andere ist, ich werde Opfer eines sexuellen Übergriffs. Dann habe ich zwei Sachen, die ich verarbeiten muss. Hinzu kommt die mögliche Angst der Opfer, dass die Täter nun vielleicht ihren Ausweis haben, wissen, wo das Opfer wohnt. Sie fragen sich vielleicht, kommt der Täter auch zu mir nach Hause? Da können Ängste hoch kommen, die zusätzlich therapeutisch bearbeitet werden müssen.“

Gut, dass sich auch mal jemand um die Opfer kümmert – und nicht nur darum, wie die Geschehnisse politisch auszuschlachten sind … und dass man vor allem selbst im besten aller Lichter dasteht.

Ich weiß auch nicht, ob das für die Opfer sonderlich tröstend ist, zu erfahren, dass die Vergewaltigung (oder, von mir aus, verharmlosend: sexuelle Belästigung) nur geschah, um ihre Wertsachen zu klauen. Oder haben die Täter nur vorgetäuscht, die Wertsachen zu klauen, um sich ungestört an Körpern bedienen zu können? Wenn die strategisch planen können, muss man damit rechnen, dass die alle Varianten im Blick haben.

Die „Dimension der Gewalt“ ist übrigens  nicht so ganz neu, sie ist nur nicht im Bewusstsein, weil der – rational nicht ganz verständliche – Drang gewisser Minderheiten in Deutschland, im Ausland Menschenbeute einzufahren, einem gewissen „Tabu“ unterliegt – einfach, weil diese Minderheiten reich und mächtig sind wie die CDU. Ja – schon vergessen? Die hatten dereinst den „Russlanddeutschen“ für sich entdeckt, den sie Heim ins Reich holen wollten – die Folgen für die einheimische Bevölkerung waren recht unangenehm. Emma hatte schon lange zuvor davon berichtet (siehe Emma):

„Gemunkelt wird, dass in Waldbröl drei Viertel der ‚Körperdelikte‘ und der Einbrüche auf das Konto von russlanddeutschen Jungen gehen. Man hört auch, dass es in Waldbröls größter Aussiedler-Siedlung ‚Im Eichen‘ Schutzgelderpressungen geben soll. Was davon Vorurteil und was Wahrheit ist, ist schwer zu sagen.“

Opfer der weit über Waldbröl hinaus gefürchteten Russlanddeutschen (dazu liegen mir persönliche Erfahrungen von Schülern aus der Gegend vor) sind … Türken.

„Die Bürgergemeinschaft ‚Wir in Eichen‘ versucht, mit Stadtteilfesten und Hausaufgabenbetreuung die verhärteten Fronten zwischen Deutschen, Türken und Russlanddeutschen aufzuweichen, damit letztere den Türken nicht länger „Ausländer raus!“ auf ihre Hauswände sprühen.“

Der Soziologe Heitmeyer – bekannt unter anderem wegen seiner Studie zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ – warnt schon seit langem vor einer bedenklichen Entwicklung – die mit Flüchtlingen erstmal gar nichts zu tun hat:

„„Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass sich junge Türken re-islamisieren und sich dabei auch islamistischen Organisationen zuwenden“, warnt der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer. Es liegt auf der Hand, dass die Faszination für „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen“ und die zunehmende Nähe türkischer Jugendlicher zum islamischen Fundamentalismus zusammen hängen. So stimmte jeder vierte der von Heitmeyer befragten Jugendlichen der Ansicht zu, die politische Durchsetzung religiöser Ziele mit Gewalt sei in Ordnung.“

„Gerade jene Jugendliche, denen in der Familie immer noch Maßstäbe einer traditionell patriarchalischen Gesellschaft vermittelt werden, wollen die von der deutschen Umgebung erzeugte Unterlegenheit mit eigenen Überlegenheitsphantasien bekämpfen.“ Die islamistische Überlegenheitsfantasie beginnt in den eigenen vier Wänden. „Die Unterordnung der Frau ist Teil der Botschaft.““

Diese Überlegenheitsphantasien nennt man übrigens korrekt Rassismus; Faschismus wenn sie die Staatsgewalt erobert haben.

Die Integration der Russlanddeutschen ist gescheitert, die Integration türkischstämmiger Mitbürger ist zunehmend in Gefahr – so jedenfalls das Fazit dieses Artikels aus dem Jahre 2006. Gäbe es diese Beispiele nicht (die man noch um einige andere ergänzen kann – nur zu, ich habe da noch Berichte genug), so wäre der Unwillen über weitere Einwanderer wohl nicht ganz so groß – so jedoch wirkt es schnell, als würde man ein ungelöstes Problem noch weiter aufblasen. Die Integration von Griechen übrigens … klappte prima. Schade, dass die jetzt offiziell „pfui“ sind.

Ja – würde man mehr lesen, mehr denken, weniger erziehen wollen: man könnte wissen, dass es Deutschland nicht gut geht. Dazu braucht man sogar nur „normale“ Medien – also Millionärspresse, zum Beispiel den Spiegel:

„Früher hieß der stille Gesellschaftsvertrag „Wer will, kann“, heute lautet die allgegenwärtige Drohung „Wer nicht aufpasst, rutscht“.“ … die eigentliche Grundlage der „Gesellschaft der Angst“.

Die Gesellschaft der Angst – ist das eigentliche Problem. Wir sind dialogunfähig geworden, unfähig zur Differenzierung, zur nüchternen Analyse oder auch nur zur unbeschwerten Meinungsäußerung: stattdessen hauen wir mit Keulen um uns: „Nazikeulen“ werden gerade gerne genommen, „Lügenpresse“ ist die Gegenkeule dazu – Neandertal ist angesagt. Ein prima Klima für Banden, sich die Herrschaft über den öffentlichen Raum zu sichern – wie in Köln geschehen. Dies geschieht jedoch nicht nur in Köln, sondern auch in Libyen, Syrien, dem Irak – aber auch völlig abgehoben von Religion in Mexiko oder Kolumbien: ist die Gesellschaft verängstigt, ist der Staat schwach, dann siegt die Bande – wie in „national befreiten Zonen“ oder anderen, schlichtweg akzeptierten „no-go-Areas“ – zu denen nun wohl auch der Kölner Hauptbahnhof zählt.

Wir erleben dies in der Reaktion der Öffentlichkeit auf die Verhältnisse am Kölner Hauptbahnhof: aus „Angst um Leib und Leben“ sagen Touristen die Reisen nach Köln ab (siehe Spiegel): eine Abstimmung mit Füßen jenseits jeglicher gewünschten Ignoranz der Fakten.

Die „Gesellschaft der Angst“ verliert gerade den Kampf um die eigene Zukunft – und jene, die vor dem Krieg flüchten, finden hier einen neuen vor.

Wer aber traut sich noch, gesellschaftlichen Konsens erzeugen zu wollen – anstelle den Dissenz als Norm vorzugeben und zu leben? Zu diesem Konsens würde auch zählen, die eigenen Schattenseiten wahr zu nehmen – die wahren Werte des Westens (siehe Nachrichtenspiegel) … man würde verstehen, warum Teile der arabischen Welt uns abscheulich finden, was dann wieder Teile Dresdens abscheulich finden, was wiederum dazu führt, das die Millionärspresse Teile Dresdens abscheulich findet – oder den ganzen „Osten“. Es würde aber auch dazu zählen, zu akzeptieren, dass nicht nur eine oder zwei Million Edelprinzen hier auflaufen, die danach gieren, an unseren Werkbänken für 1,05 Euro die Stunde (Beispiel aus der Plattlinger Zeitung) zu arbeiten – manche sind einfach Glücksritter – oder „Arschlöcher“ … von denen wir hier schon genug haben. Ja – unsere „Bums-Bomber“, die jahrzehntelang Thailand beglückten und immer noch beglücken – haben international einen nachhaltigen Eindruck vom Edelmut unserer Gesellschaft hinterlassen, ebenso unsere Tradition, unsere Traumrenditen auf dem Rücken von Kinderarbeit und Umweltvernichtung im Ausland zu erwirtschaften … was wirklich die Definition Rassismus verdient hätte.

Und welchen Eindruck wir mit Tierbordellen im Kreise der zivilisierten Völker hinterlassen – darüber möchte ich momentan gar nicht reden.

 

 

 

 

Moment mal – Ich muss mal Dampf ablassen und was loswerden

Was sind wir doch für eine verlogene Gesellschaft geworden. Da wird von Toleranz geschwafelt von Verständnis und Solidarität für die Schwachen welche unsere Hilfe brauchen. Eigentlich ist das auch nicht zu beanstanden nur darf man nicht nur an DIE denken welche in den Medien eine Lobby haben und andere als Schmarotzer dargestellt werden.

Eigentlich sollte sich doch wohl JEDER, der sich in Not befindet, unsere Unterstützung und Hilfe sicher sein und nicht nur DIE welche sich in Deutschland befinden, aus welchem Grund auch immer. Was wir zur Zeit erleben ist eine entmenschlichte und verrohende Gesellschaft.
Sollte es nicht nachdenklich stimmen wenn eine überschaubare Anzahl von Kriegsflüchtlingen unser Verständnis und Solidarität hat und wir, ein Volk von ZEHN MILLIONEN Menschen, gleiches nicht uneingeschränkt zugestehen?

Zu diesen Ergebnis kann kommen wenn man die nun mehr über Monate verbreitende Hetze gegen Griechenland von Medien in Springerstiefeln zur Kenntnis nehmen würde.
Das Volk jubelt über die von Medien und einzelne Politiker verbreitende Kakophonie (Laute und Geräusche, die besonders unangenehm oder unästhetisch klingen). Politiker benehmen sich wie windige Gebrauchtwagenhändler, deren Ziel es ist, ein in die Jahre gekommenen Ladenhüter schnell loszuwerden. Ja, diese Griechen wollen „nur unser GELD“, so ist es zu lesen, zu hören und in der Klotze zu sehen.

Halbwahrheiten, Desinformationen, Falschmeldungen und Lügen, untermauert mit „Umfragen und Statistiken“ sollen rechtfertigen, dass es an der Zeit ist, die „Griechen“, mal richtig in den Arsch zu treten.
Aber es geht eben nicht um die Menschen in Griechenland, nicht um unser GELD, sondern um das GELD von Banken, der Finanzmafia und Halunken der Wirtschaft.
Der Politik geht es um den Sturz, einer vom Volk Griechenlands, demokratisch gewählten Regierung. Wo kommen wir denn auch hin wenn eine Regierung in Europa sich um sein Volk kümmert und gegen die dekadenten Eliten von Macht und Kapital aufbegehrt.

Der Ekelfaktor ist besonders groß, wenn Politiker mit wehleidiger Stimme in den Medien heucheln, man mache sich große Sorgen um den Wohlstand und Verelendung der Menschen in Griechenland. Die Verelendung der Menschen in Griechenland ist bereits Alltag geworden und nicht erst seit gestern. Wie anders ist es zu erklären, dass die Selbstmordrate drastisch gestiegen ist, Eltern ihre Kinder in Kinderheimen abgeben weil man sie nicht mehr versorgen kann, die Obdachlosigkeit Tag für Tag steigt, die Suppenküchen wie Pilze aus den Boden schießen, eine ganze Generation ohne Hoffnung ist und keine Zukunft hat.

Und bevor ich es vergesse, gleiche Zustände findet man nicht nur in Griechenland.

Wäre ich jetzt zynisch würde ich sagen das es da den Hartz IV-Beziehern in Deutschland, verglichen mit den Griechen, relativ gut geht, auch wenn bei uns drei Kugeln Eis aus der
Eisdiele teurer sind als der Tagessatz für Essen und Trinken von ca. 2,79 EUR mit dem Kinder unter 6 Jahren, die in Hartz IV Bedarfsgemeinschaften leben, versorgt werden müssen.
Die anderen Tatbestände der Verarmung in Deutschland bedürfen keiner weiteren Ausführungen, diese sind bekannt, jedenfalls DENEN welche es betrifft, die ANDEREN ist auch bereits egal geworden, jedenfalls so lange bis es um den eigenen Arsch geht.
Entschuldigung dass ich kurz abgeschweift bin, ich habe noch gute Nachrichten für alle von Armut betroffenen Menschen in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, Frankreich und Deutschland.

Die gute Nachricht ist (Quelle aus der Politik) den Menschen in Slowenien, Bulgarien und Rumänien geht es noch schlechter, da soll der Mindestlohn und die Renten noch knapper ausfallen, auch eine Form von Wohlstand in Europa. Kann man nur hoffen, dass dies nicht zum Geschäftsmodell der Politik wird.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass eure Kinder nicht wie zum Beispiel in Indien und Bangladesh bereits mit zwölf Jahren arbeitslos werden, weil die Finger zu dick geworden sind um die Schnäppchen für Bekleidungsdiscounter herzustellen, welche sich die Armen in Europa sich noch leisten können, nur die Griechen wohl nicht mehr.

Na wenn das mal keine Perspektiven sind!

Offener Brief und eindringlicher Appell an den Eifelphilosophen – Nach 5 Jahren Schaffen: 3 Gründe zum Weitermachen

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Infiltrierter Borg, vormals „Homo sapiens“ / CC BY SA 3.0 by Marcin Wichary/Wikimedia Fotolink

Beim Lesen des letzten Artikels des Eifelphilosophen („Die Zombiefizierung der Gesellschaft“) haben wohl viele Leser kurz den Atem angehalten. Nicht wegen der erschreckenden Bestandsaufnahme der Realität – dieser ins Auge zu blicken sind wir ja schon durchaus gewohnt -, sondern auch angesichts seiner zwischen den Zeilen mitschwingenden Frage nach der Sinnhaftigkeit des Schreibens und der Ankündigung, dass seine Schreiberei womöglich nicht bis in alle Ewigkeit weitergehen wird.

Im Namen vieler treuer Leser und Fans des Nachrichtenspiegels sei an dieser Stelle daher ein offener Brief erlaubt – an denjenigen, der bisher mit über 2600 Artikeln unverdrossen gegen den Wahnsinn, den man uns heute zur Normalität erklären möchte, angekämpft hat.

Ja, dass es einigermaßen frustrierend ist, wenn nach fünf Jahren Nachrichtenspiegel, zig Millionen Klicks und zigtausenden Stunden Schreib- und Administrationsarbeit (übrigens: Hallo und Dank auch an den Regenbogenbieger – ohne ihn würde sich das Rad hier wohl auch nicht drehen) immer noch der Wahnsinn triumphiert und man beim morgendlichen Lesen der Tageszeitung ständig nur verheerende Niederlagen von den Fronten des Endkampfes um die Menschlichkeit entgegennehmen muss, das kann man nachvollziehen.

Und wenn man dann auch noch E-Mails von Trollen bzw. Orcs bekommt, die die Wahrheit gar nicht hören wollen, da sie diese schmerzt wie die Sonnenstrahlen jemanden, der jahrelang nur in einem dunklen Keller dahinvegetiert und in das trübe LED-Licht seines Smartphones geglotzt hat – dass man da manchmal am liebsten den Hut draufhauen möchte, wer könnte es einem verübeln? Auch darf man nicht unterschätzen, welche Anforderung an die geistige Verdauungstätigkeit es stellt, wenn jemand täglich die Moraste der Mainstream-Medien und der „Lügenpresse“ durchwatet und dort nach ein paar Perlen fischt, die zunehmend seltener werden.

Wie Nietzsche schon festgestellt hat, muss der, der in einen dunklen Brunnen blickt, aufpassen, dass er nicht selbst hineinfällt. Und wenn man die fast schon bewundernswerte Raffinesse ansieht, mit der Meinung heute gemacht wird und wie eine ganze Generation grausam verarscht, um alle ihre Zukunft betrogen wird, wie dieser Generation durch Schule, Uni und Medien ein menschenverachtendes, technokratisch-szientistisches Weltbild aufgeprägt wird, dann kann es leicht sein, dass man zwischenzeitlich kurz die Fassung verliert und selbst Gefahr läuft, in den Schacht des (ausgetrockneten) Brunnens hinabgezogen zu werden.

Wie z.B. Noam Chomsky und Fabian Scheidler bereits herausgearbeitet haben, wird Meinung heute höchst professionell „gemacht“ und in Form eines selbstkontrollierenden Automatismus etabliert. Ist Meinung erst einmal gemacht, dann können sich die Meinungsmacher getrost zurücklehnen und sogar demokratisch abstimmen lassen.

Die Presse als ehemalige vierte Säule der Demokratie ist dabei nur noch rückgratloser Handlanger in diesem Spiel des „manufacturing consent“.

„Der Clou dabei ist: Wenn die Presse einfach der Logik des Marktes ausgeliefert wird, dann braucht es kaum noch offizielle Zensur, um das Spektrum der öffentlichen Diskussion auf systemkompatible Positionen einzuengen. Die Eigentümerstruktur, die Abhängigkeit von Anzeigen, die Auswahl der Quellen und der vorauseilende Gehorsam gegenüber mächtigen Interessengruppen filtern unbequeme, nicht systemkonforme Positionen effektiv heraus.“ (aus: F. Scheidler, Das Ende der Mega-Maschine)

(siehe auch These von Noam Chomsky über die Wissenschaft als „säkulare Priesterschaft“ der Neuzeit und als Handlanger der etablierten Macht)

Daher braucht es in Wissenschaft und Politik in Zukunft gar keine Schmiergeldzahlungen und dergleichen mehr. Indem den Nachwuchskräften schon von klein auf ein rein technokratisch-kommerziell-szientistisches Welt- und Menschenbild eingeprägt wird, dann werden sie automatisch willfährige Exekutoren des alternativlosen Wahn-Sinns sein. Und uns immer tiefer in den Abgrund führen, obwohl jeder gesunde Menschenverstand an sich sagt, dass wir da unten definitiv zugrunde gehen werden.

Aber mit der Logik des in den Deckmantel der „Wissenschaftlichkeit“ gekleideten Sachzwang-Nihilismus lässt sich alles, wirklich ausnahmslos alles argumentieren, von der Ausmerzung allen Privatlebens durch Bürgerüberwachung bis hin zur automatisierten Ausmerzung „unwerten“ Lebens mittels Drohnen.

Aus „streng wissenschaftlicher“ Sicht kann unwiderlegbar nachgewiesen werden, dass Schuhpasta den gleichen Lichtabsorptionskoeffizienten besitzt wie schwarzer Kaviar. Genauso weisen die Wissenschaftler evident nach, dass in Bio-Lebensmitteln auch nichts anderes drin ist als in pestizidgespritzten und genmanipulierten Lebensmitteln. Und egal ob Meere mit Erdöl verseucht werden, die Erde gefrackt oder Kernkraftwerke in die Luft fliegen. Was man von den akkreditierten Wissenschaftlern bei solchen Anlässen, die uns an sich zum Aufwachen aus unserer naiven Fortschrittsgläubigkeit bringen sollten, jedesmal zu hören bekommt, ist der bekannte Stehsatz: „Es besteht keine Gefahr für den Menschen.“

Das ist auf den Kern reduziert auch die wesentlichste Aufgabe des akkreditierten Wissenschaftlers: Dafür zu sorgen, dass neue, profitable Technologien und Geschäftsmodelle ungehemmt expandieren können. Vergiftung von Luft, Wasser, Erde, Fracking, Nuklearverseuchung, irreversible Verhunzung des Erbguts („Gentechnik“), irreversible Verhunzung der Materiestruktur zu z.T. asbestartiger, kanzerogener Reizstruktur („Nanotechnologie“), Verschmelzung des Menschen mit Computerprozessoren, täglich fünf Stunden Inhalation astreinen Wahnsinns („Medienkonsum“) schon für Kleinkinder, denen angesichts des Tarantino‘schen medialen Gemetzels nur dank Schnuller nicht der Mund offen bleibt – alles kein Problem!

Was sollte ein „Wissenschaftler“, ein Doktor der Physik oder Chemie, ein MSc der Nuklearforschung, ein Mag. der Pädagogik oder ein Dippl. der Biotechnologie sonst sagen? Etwa die abgründige Gefahr, die unsere Umwelt und Lebenssysteme mit irreversibler Zerstörung bedroht, anprangern? Dann wäre er bereits morgen seinen Job los, sein wirtschaftskooperativ drittmittelfinanziertes Universitätsinstitut erhielte keine Mittel mehr von seinen Geldgebern aus der „freien Wirtschaft“ und außerdem hätte er eine Klage wegen Geschäftsschädigung im Postkasten. Wie soll er dann seinen Studienkredit und die 2.500.- Euro monatliche Kreditrate zurückzahlen, die er für die Errichtung seines borgkubusförmigen Einfamilienhäuschens samt standesgemäßem SUV vorm Gartenzaun von der Bank aufgenommen hat?

Welcher Mensch, der szientistisch erzogen wurde, ist schon so dumm bzw. so intelligent wie Edward Snowden, der einen gutbezahlten Job hat, in dem er ein leistungsfreies oder zumindest leistungsträges Einkommen bezieht und dann seine kleinbürgerliche Existenz opfert, um einen drohenden Überwachungs-SuperGAU zu verhindern?

Selbst wenn der Akademiker unterbewusst weiß, dass er auf dieser Welt eigentlich in eine andere Richtung arbeiten sollte und der Preis für die widersinnige Hamsterradtätigkeit in der Wirtschaftskratzlei, für die er sich verdingt, über kurz oder lang in die Erschöpfungsdepression (Burnout) führt und ihm obendrauf im Jenseits Dantes Eishölle blüht, weil er durch seine Profitgier unzählige Menschen auf der anderen Seite des Globus in Elend und Tod gestürzt hat und hingegen das, was die griechischen Stoiker als das „Notwendige“ bezeichnet haben, nicht getan hat.

Aus „wissenschaftlicher Sicht“ lässt sich eben alles stringent argumentieren und kann der Mensch in eine Richtung getrieben werden, wozu keine, wirklich keine Ideologie und Philosophie in der Lage wäre. Der Szientismus ist also das Mittel der Wahl, mit dem heute auf allen Ebenen, ökologisch, ökonomisch, sozial, technisch und allgemeinmenschlich der reine Wahnsinn auf Schiene gebracht und alles der restlosen Verwertung unterworfen werden kann.

Denn das Geheimnis des heute herrschenden Szientismus ist es ja, dass er geradewegs die vollkommene Abwesenheit jedweder Ideologie, Humanität, Moral und damit jedweden Geistes darstellt, also in philosophisch-existenzieller Hinsicht ein Vakuum bzw. ein schwarzes Loch ist. In dieses schrankenlose Vakuum können nun alle bösen Geister aus der Büchse der Pandora einziehen, ohne dass jemand auf die Idee kommt, sie zu verscheuchen. Denn das wäre ja fortschrittsfeindlich und ketzerisch. Sodass wir also heute das Paradox vor uns haben, dass unsere scheinbare akademische „Aufklärung“ und intellektuelle Brillanz auf allen Ebenen zu den denkbar ignorantesten, unerträglichsten und zerstörerischsten Zuständen führt.

Mit einem Wort: der Szientismus ist die perfekte Religion des Neoliberalismus und das genuine Mittel zur ökonomischen Verwertung von Mensch und Umwelt. An dem jedes Argument der Menschlichkeit und Moral abprallt wie eine Entenfeder an einem Stahlharnisch. Eine bessere Rüstung als den Szientismus kann sich der Neoliberalismus gar nicht zulegen. Wobei wir uns bei Gelegenheit vielleicht einmal ein anderes Wort für „Neoliberalismus“ überlegen sollten. Denn Neoliberalismus, das klingt ja richtig smart und fortschrittlich. Viel eher würde da ein Substantiv aus dem Jargon des Eifelphilosophen passen, z.B. Neokannibalismus, Mammon-Technokratie  oder eben Zombiefikation – mag unpopulär klingen, aber träfe den Nagel auf den Kopf. Um beim Wort „Zombie“ zu bleiben: Was ist eigentlich ein Zombie? – Nun, nichts anderes als das, was eben übrig bleibt, wenn der Geist des Menschen ausgezogen ist: ein verwesender Kadaver ohne Menschlichkeit, nur noch getrieben von einem dunklen Sachzwang.

Über diese Zombiefikation und ihr ungehemmtes Metastasieren in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien – über die man sich bei nüchterner Betrachtung eigentlich nur noch die Haare raufen kann, wie soll man da nicht trübsinnig werden? Der man mit Intellektualität nicht beikommen kann, sondern deren Lanze geradewegs die Intellektualität ist. Also wer darüber 2600 Artikel schreiben kann und dabei bei aller Tragik trotzdem Humor und Frohmut durchblitzen lässt, vor dem darf man angesichts des fünfjährigen Jubiläums schon mal kurz den Hut ziehen.

Zu diesem Anlass 3 Gründe, warum du nicht aufgeben darfst:

1.) Würden wir das, was wir tun, in quantitativen Kategorien messen, dann müssten wir in der Tat verzweifeln. Denn zehn Millionen Klicks in fünf Jahren ist schon nett. Aber was ist das zahlenmäßig gegen die Milliarden geistloser (zombifizierter) Mainstream-Artikel, die täglich in die Köpfe der Menschen gefüllt werden? – Wenn man hingegen nach dem homöopathischen Prinzip arbeitet, dann weiß man, dass auch kleinste Mengen einer Substanz oft ungeahnte Wirkungen auf den Gesamtorganismus haben und ihn von quälenden Leiden befreien können.

Und wer weiß, wieviele Menschen durch Lesen der Artikel hier gegen den zur Normalität erklärten Wahnsinn immunisiert wurden? Genauso, wie es eine womöglich erschreckende Anzahl an Impf-/Pharmaopfern gibt, so gibt es womöglich eine erstaunliche Anzahl an Menschen, die sich hier eine geistige „Schluckimpfung“ geholt haben, mit der sie dem Wahnsinn, der sie im Alltag angrinst, die Stirn bieten können. Der Wahnsinn klopft zwar täglich bei ihnen an, kostet auch durchaus Kraft und frustriert – aber er muss in den Außenschichten des individuellen Dasein bleiben, der Zugang zum humanen Kern des Menschen ist ihm verwehrt. Während der Wahnsinn bei Menschen, die der Vermassung erliegen, täglich die Gurgel runtergluckert wie das abendliche Dosenbier bei einem Fernsehsportler.

Viele Menschen haben heute das Gefühl, nicht normal zu sein, da sie sich mit dem zur Normalität erklärten Wahnsinn nicht mehr einverstanden erklären können. Nach dem Lesen deiner Artikel hier wird dieses verdrehte Bild vielfach wieder zurechtgerückt und man kann als Mensch wieder Selbstvertrauen schöpfen. Der Zweifel wird an den richtigen Ort gerückt: weg von sich selbst, hin zu den herrschenden Denk- und Handlungsweisen unserer Gesellschaft (ich habe jetzt bewusst nicht gesagt: hin zur herrschenden Politik und Wirtschaft, denn die Politiker und die Wirtschaft sind nur ein Produkt der herrschenden, unbewusst akzeptierten Denkweise).

Wären wir in dieser Hinsicht ganz bei Trost, dann würde es uns nicht im Traum einfallen, das höchste Regierungsamt einer Physikerin in die Hände zu geben, die schon in der DDR kein Problem damit hatte, sich schmiegsam in ein Repressionssystem einzufügen, ohne anzuecken und dort „wissenschaftliche“ Karriere zu machen. Oder einem beinharten Industrieoptimierer und VW-Manager die Sozial- und Arbeitsgesetzgebung. Ebenso befinden sich auch alle anderen Ressorts wie Pädagogik, Umwelt, Gesundheit etc. in der Hand stahlhart tickender Szientisten. Und die können natürlich keine andere Realität herbeiführen als sie selbst kennen: eine mechanische.

Es ist also zuallererst die Realität im Kopf des Menschen, die zu ändern ist. Die Medizin, um da wieder zu gesunden, ist manchmal bitter. Ebenso wie die Artikel im Nachrichtenspiegel. Aber sie wirkt.

2.) Dass wir, wie du in deinem letzten Artikel beklagst, nicht ins Handeln kommen, obwohl wir doch bereits so viel verstehen, ist natürlich schlimm, zumal uns momentan die Zeit davonläuft und die Zustände bereits zu eskalieren beginnen.

Trotzdem darf man darauf vertrauen, dass wir auch dann, wenn wir äußerlich nicht handeln, immer eine Wirkung auf andere / auf die Umwelt haben – einfach durch die spezifische Qualität und Atmosphäre, die wir ausstrahlen. Und diese hängt maßgeblich von den Gedanken und Empfindungen ab, die ein Mensch in sich trägt.

Jeder kennt das Erlebnis: Genauso wie einem eine Begegnung mit einem unwirschen Menschen den ganzen Tag vermiesen kann, so kann einem auch eine nur wenige Sekunden dauernde Begegnung oder Beobachtung eines Menschen, der eine besondere Freundlichkeit, Ruhe, Aufrichtigkeit oder sonstige Qualität ausstrahlt, oft bis am Abend in Erinnerung bleiben.

Joseph Beuys hat das „soziale Plastik“ genannt (plastik kommt von „formen“, unsere Gesellschaft ist von jedem einzelnen in nicht zu unterschätzendem Maße formbar, egal ob er Manager oder „arbeitslos“ ist; in humaner Hinsicht ist man nie arbeitslos, man wirkt immer): Egal ob im Alltag, im Büro oder wenn man in einer Schlange an der Supermarktkasse stehe – man könne durch die Art, WIE (mit welcher Gesinnung) man dort stehe, alle umgebenden Menschen nachhaltig beeinflussen und dadurch Gesellschaft ganz real ändern.

Es wird vielfach erzählt, dass Menschen sogar den Gedanken an einen Suizid wieder verworfen haben, nachdem ihnen auf der Straße ein Mensch entgegengekommen ist, der etwas Aufrechtes und Hoffnungsvolles ausgestrahlt hat.

3.) Und als letzten Grund den gewichtigsten: Ganz einfach, weil es momentan ums Ganze geht.

Wenn sich der oben beschrieben Teufelskreis aus Wissenschaft/Szientismus, Meinungsmache, Technikwahn und die erbarmungslose Verwertungslogik von Politik und Wirtschaft einfach linear fortsetzen, dann ist bald Sendeschluss. Nicht nur für den Nachrichtenspiegel, sondern für die gesamte Spezies des homo sapiens überhaupt.

Jeder, der 1+1 zusammenzählen kann, weiß, was dann zur Realität wird: eine vollkommen durchtechnisierte, entseelte und bürgerüberwachte Kommerzgesellschaft, in der alle menschliche Würde und Moral ausgemerzt sind. Im Vergleich zu dem irreversiblen Umbau und der Vernichtung an Mensch und Umwelt, die dann stattfindet, wird uns sogar die NS-Schreckensherrschaft als regelrecht sozialromantische Zeit erscheinen. Mit den Worten von SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer: „Wenn wir es nicht schaffen, wieder die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, dann beginnt ein neues Zeitalter der Barbarei.“

Würde kann man dem Menschen freilich nur zuschreiben, wenn man ihn als individuelle Personalität anerkennt und nicht nur als geistlosen Topfenklumpen. Denn was gibt es an einem Menschen ohne Geist, in einer Welt ohne Geist, schon großartig zu respektieren? Man wird ihn behandeln und ausschlachten wie ein Stück Vieh. Und wenn es nicht mehr nützlich ist, hat es eben ausgedient und endet als Katzenfutter in der Dose. Wozu altes, krankes und minderleistendes Vieh durchfüttern, wo doch der Sinn des menschlichen Daseins nicht mehr die von allen Hochkulturen und Philosophien konstatierte ethische (geistig-seelische) Entwicklung ist, sondern laut herrschender (szientistischer) Staatsdoktrin nur noch die kommerziell verwertbare Leistungsfähigkeit als Daseinsberechtigung anerkannt wird?

Die Voraussetzungen zur restlosen Verwertung der Humanressourcen werden ja bereits geschaffen, indem alle mühevoll über die Jahrhunderte errungenen Grundrechte, die den Menschen in seiner Würde und in seinem Privatleben vor Willkür und Ausschlachtung schützen, nun der Reihe nach niedergerissen werden.

Wenn wir fortfahren, die geistige Würde des Menschen weiterhin mit Füßen zu treten und nur dem technokratischen Szientismus huldigen, dann wird sich – und das schon in relativ naher Zukunft, exakt das verwirklichen, was die Star Trek Autoren in absolut visionärer Weise mit der Spezies der „Borgs“ skizziert haben: Die technische Infiltration und Robotisierung des Menschen. Bio-, Gen- und Nanotechnologie werden es in absehbarer Zeit ermöglichen, Mensch und Prozessor miteinander zu verschmelzen und damit den Menschen zu mechanisieren.

Die Forschungen dazu laufen bereits auf Hochtouren und erhalten Milliardenetats von staatlichen Seiten, um das Ziel der künstlichen Intelligenz und der Robotisierung des Menschen zu erreichen. Auch diverse Milliardäre und Oligarchen sponsern das Unterfangen der Mensch-Maschine Kopplung mit Unsummen, in der Hoffnung, sich als biotechnologisch mechanisierte Zombies das ewige Leben zu sichern. Diese Verschmelzung von Mensch und Maschine nennen die Wissenschaftler „Singularität“ oder „Transhumanismus“, einer ihrer Vordenker ist Ray Kurzweil (zur inzwischen millionenstarken Anhängerschaft und Werberührern, die sich von Ray Kurzweil das ewige mechatronische Leben versprechen, gehört übrigens auch der ehemalige Captain Kirk-Darsteller William Shatner. In einem Interview erklärt er plausibel, warum er Kurzweil folgt: „Yeah, I don’t wanna die, I like to live. That’s the reason why I join the work of Ray.”)

Und der Hohepriester des Szientismus persönlich, seines Zeichens Erfinder, Director of Engineering bei Google und Träger von 19 Ehrendoktortiteln:

„Die Singularität ist eine Zukunft, in der das Tempo des technologischen Wandels so schnell und weitreichend voranschreitet, dass die menschliche Existenz auf diesem Planeten irreversibel verändert wird. Wir werden die Macht unserer Gehirne, all die Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Merkmale, die uns zu Menschen machen, mit unserer Computer-Macht kombinieren, um auf eine Art zu denken, zu kommunizieren und zu erschaffen, wie wir uns heute noch nicht vorstellen können.

Diese Verschmelzung von Mensch und Maschine, mit der plötzlichen Explosion der Maschinen-Intelligenz wird, im Verbund mit rasend schneller Innovation in den Bereichen der Gen-Forschung sowie der Nanotechnologie, zu einer Welt führen, wo es keine Unterscheidung mehr zwischen dem biologischen und dem mechanischen Leben oder zwischen physischer und virtueller Realität gibt.“ (Ray Kurzweil)

Auch der renommierte Soziologe Hartmut Rosa meint, dass es keinen Grund gäbe anzunehmen, dass Menschen von der bald ins Haus stehenden Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit durch die Kopplung ihres Nervensystems mit Computern und Nanobots zu steigern, NICHT Gebrauch machen würden.

Wem das wie Science Fiction vorkommt, der hat leider keine Ahnung vom aktuellen Stand der Technik. Vielleicht gibt’s dazu mal einen eigenen Artikel, hier nur soviel: Da ich selbst an vorderer Front der technischen Entwicklung tätig bin, kann ich sagen: Wenn das, was momentan im Backrohr der Nanotechnolgie und Kybernetik steckt, einmal ausgebacken ist, dann ist die Welt, wie wir sie kennen, Geschichte. Und zwar irreversibel. Und das Zeitfenster, um das zu verhindern, ist bereits ein relativ knappes. Derzeit gibt es allerdings keine ernsthaften Bemühungen, die Robotisierung des Menschen zu verhindern.

Was mich verwundert ist, dass wir über alle möglichen Krisenszenarien diskutieren (CO2/Klimakollaps, Umweltvergiftung, Nuklearunfälle, Pandemien, Terrorstaaten, Arbeitslosigkeit etc.), aber dass die bereits offenkundigen Möglichkeiten zur Robotisierung von Mensch und Umwelt praktisch nicht diskutiert werden, obwohl die exponentiell anschwellende Innovationswelle  kurz davor ist, uns in Form eines technologischen SuperGAUs zu überrollen. Der Mensch schafft sich dabei selbst ab. Siehe auch die ARTE Doku „Welt ohne Menschen“.

Die Endstation des Gleises, auf dem wir momentan rollen, heißt also „Borg“ (siehe Wiki-Eintrag). Den „Borgs“ ist alles, was irgendwie mit Menschlichkeit, Kultur, Empathie, Seele oder Kunst zu tun hat, verhasst. Sie wollen es eliminieren, da diese Dinge nur lästige, irrationale Hindernisse gegenüber ihrem Ideal einer großen, hocheffizienten Technikmaschinerie sind. Der Hass auf die vorgenannten – eigentlich spezifisch menschlichen – Dinge, ist heute bereits unübersehbar. Er wird sich noch weiter steigern.

Denn je mehr wir uns der Technokratie und Robotisierung verschreiben, umso größer wird die Angst vor der eigentlich menschlichen Realität bzw. seinem Geist und dem Sinn des Daseins. Also wird die Losung lauten: Ausmerzen dieses lästigen menschlichen Potenzials, es reicht, wenn man eine neue, mechanistische Evolution sich selbst reproduzierender Nanobots und Cyber-Intelligenzen etabliert.

Die eigentliche Evolution der Menschheit bzw. das, was wir hätten werden können, ist dann gescheitert. Der menschliche Geist ist eliminiert, die reine Mechatronik bestimmt das Dasein und wird eine neue, sich selbst replizierende Maschinenwelt begründen.

Die erste, heute schon bedrohlich vorangeschrittene Vorstufe zur Eliminierung des menschlichen Geistes ist der vom Eifelphilosophen treffend angesprochene Verlust der Unterscheidungs- und selbständigen Denkfähigkeit. Wohin man auch blickt, alles wird auf den Kopf gestellt: Wahnsinn gilt als Sinn, Rückschritt als Fortschritt, Gutes als Böses, Krankes als Gesund und vice versa. Die von George Orwell eigentlich als Satire gemeinten Parolen „Krieg ist Frieden“, „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“ sind tatsächlich führende Dogmen unserer Gesellschaft geworden.

Bisheriges politisches und gesellschaftliches Versagen hat in der Geschichte zu durchaus tragischen Katastrophen geführt, 30jährigen Kriegen, Partherkriegen, Hussitenkriegen, Türkenkriegen etc. Der Fortbestand der Menschheit war dadurch bei aller Tragik trotzdem nicht gefährdet. Während es angesichts der technologischen Möglichkeiten heute erstmals möglich ist, die menschliche Evolution wirklich zu beenden bzw. in besagte „Borg“-Realität einmünden zu lassen.

Aus diesem Grund müssen wir allen philosophischen „Most“, den wir im Keller haben, nach oben holen. Das Ausschenken dieses Apfelmosts wird uns vor dem grassierenden Wahn-Sinn schützen und wieder zur Besinnung bringen. – Und wir haben sehr guten Most im Keller. Die ganze Geschichte des mitteleuropäischen Abendlandes ist voll von großartigen Mostbrauern. Die uns nicht nur eindringlich vor dem Wahn-Sinn gewarnt haben, der momentan auf uns zurollt, sondern die uns auch jede Menge Potenzial und Geistesgut gegeben haben, auf dem wir eine menschengerechte, lebenswerte Gesellschaft aufbauen können.

Schon vergessen ? Wir sind doch das „Volk der Dichter und Denker“ und keine „Borgs“.

Aus diesem Grund: Mach weiter, lieber Eifelphilosoph, gibt nicht auf, Most aus dem Keller zu holen. Der Durst danach ist groß. Denn immer mehr Menschen wachen aus der Unterhaltungsnarkose auf und ahnen, dass es eigentlich scheisse ist, samt Familie zu „Borgs“ umgebaut zu werden.

Volker Pispers: Wem gehören die Medien? (Und wer ist heute die vierte Macht?)

Der Deutschlandfunkt stellt sich gerade eine interessante Frage (siehe Deutschlandfunk):

Wie glaubwürdig sind unsere Medien?

Sehr begrüßenswert, dass sich ein Medium selbst in Frage stellt. Interessant auch, wie sie die Gesamtsituation der Medien einschätzen:

Anders als vor wenigen Jahren hat Medienkritik ein neues Ventil gefunden: das Internet. Soziale Medien haben eine Multiplikatorenfunktion übernommen, die Lesebriefschreibern früher verwehrt blieb. Noch dazu kommt die Kritik zu einem Zeitpunkt, in der vor allem die Printmedien ökonomisch in der Krise stecken.

Während früher die tradierten Medien die Lufthoheit über der deutschen Meinungsbildung hatten, stehen heute Neue Medien parat, die sich ausschließlich aus den Ansichten der Nutzer speisen. Mitten in der Glaubwürdigkeitskrise der klassischen Medien schicken sich also neue Kommunikationsformen im Netz an, die traditionelle Berichterstattung der so genannten vierten Gewalt abzulösen.

Eine Perspektive, die von vielen entmutigten Bloggern zu wenig wahr genommen wird, die nach einiger Zeit das Handtuch schmeißen, „weil es sowieso nichts bringt“.

Vor allem kein Geld, das hilft, den eigenen Hunger zu stillen, den Strom für den PC zu bezahlen (ja: der ist teuer!) oder die Miete für das Zimmerchen unterm Dach (noch teurer). Was man weniger bespricht, aber bei den etablierten Medien deutlich wahr nimmt: mit dem, was wir hier tun (auch die kleine, gerade wieder wachsende Crew vom Nachrichtenspiegel) führen wir einen Eroberungskrieg. Klar – wir sind keine auf Privatschulen ausgebildeten Top-Journalisten, die in mühsamen, jahrelangen Studium gelernt haben, was die Eigentümer der Medien gerne hören wollen … und was sie absolut nie hören mögen (und auch nie hören werden).  Aber: wir können unser Meinungen formulieren … und laut werden, wenn man uns wieder ungeschickt für dumm verkaufen will.

Eroberungskrieg?

Ja: dank des Internet erobern sich durch diverse alternative Medienformate Bürger einen Anteil an der Vierten Macht zurück: noch ein paar Jahre weiter, dann werden sie den Privatmedien den Rang abgelaufen haben. Ja – es sind Privatmedien. Die einen gehören mächtigen Familien, die anderen Parteien … und Parteien sind private (also: von der Öffentlichkeit separierte) Vereine – mehr nicht, auch wenn sie sich selber gerne anders sehen.

Bevor ich nun selbst noch zu viele Worte dazu verliere, hier ein Video eines Menschen, der in meinen Augen einer der letzten glaubwürdigen politischen Rebellen des Landes ist – viel weniger Kabarattist als vielmehr investigativer Dozent. Elegant, mit Witz und Humor und viel verstecktem Ernst ist er ein großer Aufklärer im deutschsprachigen Raum, Wert, höchste politische Ämter im Land effektiv und souverän zu bekleiden. In wenigen Minuten schafft er es, ein vollständiges Bild deutscher Medienwirklichkeit zu schaffen und zu erklären, wie eine Hand voll (feudaler) Familien Stacheldrahtzäune durch die Hirne der Menschen ziehen … und so viele unaussprechbare Tabus in die Welt setzen. Was einzig zu ergänzen bleibt: auch die öffentlich-rechtlichen Medien sind in Privatbesitz … wenn auch nicht im privaten Eigentum. Sie werden durch die von Parteifunktionären dominierten Kontrollgremien beherrscht – was gelegentlich … bei mangelndem Gehorsam … zu überraschenden Entlassungen führt.

Wer das einmal mitbekommen hat … der schreibt fortan enorm konform, könnte man sich denken.

Aber nun: der Meister der gehobenen Aufklärung persönlich: Volker Pispers!

 

Die Verteidigung der westlichen Werte bis zur letzten Patrone

Wir leben nicht mehr demokratisch, sondern vielmehr hat sich diese durch den Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft sowie Hochfinanz zu einem Faschismus entwickelt. Ja – Faschismus …

Öffentlich-rechtliche Medien tun alles, uns eine repräsentative Demokratie vorzugaukeln. Geheime Netzwerke gegründet von der Wirtschaft sowie der Hochfinanz scheuen vor Mord und Folter nicht zurück um ihre Interessen durchzudrücken. Politikgauner, rhetorisch geschult – sitzen an allen strategisch wichtigen Schlüsselpositionen, um dem Wähler Sand in die Augen zu streuen – und was ganz wichtig ist – eben die demokratische Basis auf ihren Kurs zu peitschen.

Dieses ganze Geschwätz von Demokratie ist nur dazu gedacht um dem Bürger sein Gewissen zu beruhigen, denn Uranmunition, Splitterbomben, Tretminen werden etwa nicht eingesetzt um sich zu bereichern – nein … um eben die westliche Wertegemeinschaft zu schützen und den wahhabitischen Halsabschneidern vor allem Demokratie, Frauenrechte, Kinderrechte, Religionsfreiheit usw. in ihre Länder zu bomben. Die kleine Schicht der Oligarchen – stecken die ganze Welt in Brand, um ihre Interessen knallhart vorbei an allen rechtstaatlichen demokratischen Institutionen durchzudrücken, wobei das Europaparlament, NATO, Weltbank, Gladio, Geheimdienste ihr Werkzeug sind.

Wer sich in den Weg stellt, dem zieht man die zwei vorderen Schneidezähne; und löst ihn anschließend in Batteriesäure auf – so geschehen mit Patrice Lumumba, der erste demokratisch gewählte Präsident des unabhängigen Kongo. Terroranschläge werden ganz gezielt inszeniert, um der politischen Gegenmeinung jeden Wind aus den Segeln zu nehmen. Und wenn die Bande der Meinung ist, dass man jetzt einen Anschlag auf eine Moschee oder eine Synagoge braucht – weil der Zeitpunkt es gebietet, um aus der Strategie der Spannung ein Flächenbrand entstehen zu lassen – dann wird dies umgesetzt, ohne Wenn und Aber …

Und wehe dem der Michel erwacht und erkennt diese Strategie, die ihm lange Zeit an eben diesen Ring hat durch die Arena ziehen lassen – schießt das Establishment mit all seinen bezahlten Schreiberlingen sowie erpressbaren Persönlichkeiten aus allen Rohren – und machen aus diesen Menschen gemeingefährliche Verschwörungstheoretiker, die mit allen Mitteln zu bekämpfen sei, denn sie gefährden die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Wenn dann noch eine Bundeskanzlerin in den öffentlich-rechtlichen Anstalten in ihrer Neujahrsansprache vor der „PEGIDA“ warnt – wohl wissentlich, dass dies ein Kind eben dieser gemeingefährlichen Rhetorik, die von der Politik – die bis zur letzten Patrone ihre Werte verteidigen will, in Zusammenwirken, mit der vierten Gewalt gezeugt wurde – dann klingeln bei mir alle Alarmglocken.

Wird es nicht langsam Zeit, auch für die Gesinnungswächter die Augen aufzumachen um diese strukturelle Gewalt, die uns lenkt, beeinflusst, entmündigt, entrechtet usw. den Garaus zu machen? Anstatt Jagd auf angeblich gemeingefährliche Verschwörungstheoretiker oder Pegida-Anhäger hier auf Facebook zu eröffnen, wobei ich auch kein Freund von Letzterem bin. Merkt denn keiner, wie man Euch ganz geschickt von den eigentlichen wahhabitischen Halsabschneidern ablenkt?

Wenn nicht – führt weiter diesen Kleinkrieg und löscht aus Euren Freundeslisten die Mahnwachen-Anhänger und Pegida-Anhäger – vielleicht klappt es ja dann mit der Demokratie. Aber eine Bitte hätte ich noch – setzt diesen Maßstab auch an SPD, FDP, CDU/CSU und Grüne an … Denn durch diese Politik, die mit Sanktionen und Bombenteppiche immer wieder aufs Neue, Eltern kinderlos und Kinder elternlos macht – denen haben wir den ganzen Schlamassel zu verdanken. DANKE!

Chefkommentatorische Psychoanalyse der Verschwörungstheoretiker

Heute Morgen ist mein Halsumfang deutlich grösser als gestern. Nicht weil ich mir eine Erkältung eingefangen habe, sondern aufgrund eines Artikels in der Online-Ausgabe„ Die Welt“. Geschrieben hat ihn ein Torsten Krauel, seines Zeichens Chefkommentator. Was bei mir die erste Frage aufkommen liess. Was ist ein Chefkommentator? Mir sind die Begriffe wie Autor, Verfasser, Journalist und Redakteur bekannt, aber ein Chefkommentator ist mir irgendwie suspekt. Ist das jetzt einer, der seinen Senf zu gewissen Themen abgibt oder sich den Senf servieren lässt und den Schärfegehalt des bräunlichen Inhaltes bewertet? Ich weiss es nicht so recht, aber nach dem Lesen diverser Texte von Herrn Krauel erhärtet sich die Vermutung, er verwechselt Senf mit Weisheit.

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Nachzulesen sind seine kruden Gedankengänge in seinem neuesten Artikel oder Kommentar. Er wagt sich an das Thema „Verschwörung“ und stopft es mit eingetrichterten Sätzen zu, wo jeder sofort erkennen kann, dass mit dem Sachverstand eines Kopierers geschrieben wurde. Ein Autor kann eigenständige Sätze formulieren aber ein Chefkommentator der „Welt“ gibt anscheinend nur die Inhalte wieder, die ihm vorher diktiert wurden. Beispiel gefällig für seine „fachliche“ Beurteilung von Verschwörungstheoretikern?

„In Wirklichkeit aber suchen sie oft nur einen Ausweg aus persönlichen Angstgefühlen, einen Grund für das eigene Scheitern. Die Angst äußert sich zunächst in Verfolgungswahn.“

Die armen Verschwörungstheoretiker sind also Angsthasen, gescheiterte Existenzen die an Verfolgungswahn leiden. Sie können einem Leid tun. Aber das reicht Herrn Krauel noch nicht. Mit seiner psychologischen Fachkenntnis, woher auch immer, setzt er den Verschwörungstheoretikern noch einen oben drauf:

„Er neigt dazu, den Grund für seine innere Einsamkeit darin zu suchen, das mächtige Gegenspieler ihm den Platz im Leben verwehren – sei es ein Chef, seien es gesellschaftliche Umstände, seien es die „Bilderberger“. Je gewaltiger die empfundene Gegenmacht ist, desto mehr sehen solche Menschen sich darin bestätigt, schuldlos im Abseits zu stehen.“

So ist das also. Alle Verschwörungstheoretiker sind innerlich vereinsamt, haben Probleme mit dem Chef, mit den Bilderbergern, eigentlich mit allem, was nicht in ihr Weltbild passt. Wenn ich es mir genau überlege, hat Herr Krauel sich selber beschrieben. Wer keine eigene Meinung hat, lässt sie sich diktieren. Wer mit sich selber unzufrieden ist, nörgelt an anderen herum und wer keinen sozialen Kontakt findet, schleimt sich bei seinen Vorgesetzten ein. Und für solche Schreibereien bekommt er auch noch Geld. Opportunismus scheint ihm wichtiger zu sein wie die journalistische Seriosität.

Langsam bekomme ich Mitleid mit diesem Herrn. Was hat dieser arme Mann erleiden müssen, dass er so „neben seinen Schuhen“ steht? Ein Blick in seinen Lebenslauf bringt Klärung. Er war von 1983 bis 1986 Volontär und Redakteur bei dem Blatt „Die Welt“. Ab 1986-1989 war er Berater im Bundestag und Bundeskanzleramt. Da haben wir’s! Er arbeitete für den Staat. Dass hier nur Einschleimer, Opportunisten und Sozialinkompatible rumschleichen ist mittlerweile jedem bekannt und dass nach drei Jahren Hirnwäsche nur noch vorgekauter Propagandamüll nachgeplappert wird, erklärt sich von selbst. Eigene Meinung, selbständiges Denken und Verantwortungsbewusstsein sind in den politischen Führungsetagen nur hinderlich und werden gewissenhaft aus den Hirnwindungen verbannt. Das erklärt auch seinen weiteren Werdegang. Nach der politischen Gehirnwäsche war er so meinungssediert, dass er sich wieder in „Die Welt“ zurückversetzen liess und dort wie ein Roll-Boy in den verschiedenen Abteilungen herumgeschoben wurde, Anscheinend wollte ihn niemand für längere Zeit in seiner Nähe. Aber Hartnäckigkeit siegt. Nachdem er etliche Male herumgeschubst wurde und dies anscheinend klaglos hinnahm, er blieb seinem Haus treu, bot sich Herrn Krauel die Chance. Er durfte Chef werden von irgendwas, was entfernt mit Journalismus zu tun hat. Jetzt hat er die Macht und kann sich an all den rächen, die nicht seiner Meinung waren/sind.

Leider hat ihm niemand gesagt, dass ein Chefposten nicht mit einer psychologischen Qualifikation gleich zu stellen ist. Andere müssen dafür studieren, er saugt sich seine Diagnosen aus den Fingern. Um seine fachliche Inkompetenz über die Psyche des Menschen einen glaubhaften Anstrich zu verleihen, bezieht er sich auf die Aussage eines Ludwig Erhard. Das war kein Psychologe, er war Politiker der CDU.

„Wirtschaft sei zur Hälfte Psychologie, wird Ludwig Erhard zitiert. Psychologie spielt in der Tat eine Rolle, besonders in unübersichtlichen Zeiten. Es gibt einen Charaktertypus, der im Alltag unsicher ist, aus vielerlei Gründen; ein Typus, der sehr sensibel ist, sehr begabt, rhetorisch versiert, aber der seinen Platz im Alltag nicht findet oder der sich nicht anerkannt fühlt.“

Ein weiterer Hilferuf des Herrn Krauel. Wer so unreflektiert Artikel schreiben kann, erfüllt die oben genannten Unzulänglichkeiten vollends. Er ist sicher sehr begabt, wenn er so lange im gleichen Zeitungs-Haus tätig ist, oder er wurde nur einfach inventarisiert. Dann wären wir wieder beim Kopierer.

Herr Krauel hat sich, meiner Meinung nach, zu weit aus dem Fenster gelehnt. Er ist rausgefallen und seine journalistische Reputation hat eine gehörige Delle bekommen. In seinem Artikel hat er sich selber beschrieben, respektive die Unfähigkeit, andere Meinungen Gewicht zu geben. Es macht den Eindruck, dass, sobald ein Inhalt daherkommt, welcher sein Weltbild ins Wanken bringen könnte, er regelrecht panisch reagiert. Wenn dem nicht so wäre, würde er sicherlich neutraler schreiben. Aber der Artikel hat derart Schlagseite, dass seine journalistische Glaubwürdigkeit schneller untergeht wie die Titanic. Eigentlich schade, denn sonst ist sein Schreibstil ok, was die einzelnen Wörter anbelangt. Aber im satzbildenden Kontext bewegt er sich noch unter dem Bild-Niveau.

Deshalb hier noch eine direkte Anrede an Herrn Krauel, da ich ihm diesen Artikel zukommen lasse.

Sehr geehrter Herr Krauel

Es ist sehr schade, wenn ihre Welt nur aus einem Gebäude besteht. Unser Planet ist um einiges grösser und die Bewohner haben viel mehr verschiedene Meinungen als ihre PC-Festplatte speichern kann. Wenn Sie Mühe mit Fakten haben, die ihr Weltbild zerbröseln könnten, dann empfehle ich Notfall-Tropfen oder einen Besuch in einer Obdachlosen-Unterkunft. Lernen Sie, wie das Geldsystem aufgebaut ist, zu was es führt und was es bereits angerichtet hat. Lesen Sie auch den Lissaboner Vertrag. Ab Seite 43 besorgen Sie sich einen seelischen Beistand und ab Seite 80 sind regelmässige Besuche einer Supervision von Vorteil, wenn man nicht den Verstand verlieren will.
Ich wünsche Ihnen Weitsicht und die Kraft, das wahre Gesicht unserer Gesellschaft zu erblicken. Wenn Sie die Nöte der Bürger erkennen und das sind mittlerweile zig-Millionen allein in Deutschland, dann schreiben Sie Ihre Artikel und ich bin sicher, dass Ihre Wortwahl um einiges sachlicher ist als bisher. Sollte Ihnen die Realität egal, respektive für Sie nicht sichtbar sein, dann verlassen Sie ihre heile Welt und mischen sich unters Volk. Sie möchten Popularität, dann schreiben Sie über die gesetzliche Willkür, die Unfähigkeit der Politiker und die Raffgier der Geld-Konzerne. Werden Sie investigativ anstatt pflegeleicht. Wir haben schon genug journalistische Nachplapperer. Wenn Sie einer von denen bleiben möchten ist das Ihre Entscheidung und Sie müssen damit leben. Wenn Sie aber den Beruf des Journalisten als das ausüben, für was er eigentlich gedacht ist, dann werden Sie zum Volkshelden und geniessen alle Unterstützung, die sie sich vorstellen können. Nebst der öffentlichen Anerkennung Ihrer Texte, wird sich bei Ihnen auch ein Gefühl der Verantwortung einstellen und Sie die Wichtigkeit Ihres Berufes erkennen lassen. Es braucht nicht viel dazu. Etwas Mut und den Willen das Fenster ihrer Welt zu öffnen und mit wachen Augen der Realität ins Gesicht zu schauen. Das Zeug haben Sie dazu. Jetzt müssen Sie nur noch an sich glauben und dass Journalismus mehr ist, als nur eine Kopierfunktion.

Freundliche Grüsse

Zigorio

Das Schweigen der Medien

Auf die Medien ist Verlass. Heute kann man im Vorfeld schon sagen, was am nächsten Tag in den Blättern steht. Dazu braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten. Man muss sich nur vorstellen können, wie die Politiker sich selber und ihr Land sehen. Letzthin war der „Million Mask March“. Dabei ziehen Demonstranten weltweit mit Guy-Fawkes-Masken durch die Straßen. Insgesamt waren in 481 Städten auf der ganzen Welt die Menschen unterwegs und haben protestiert.

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Und was steht in den Zeitungen? Nichts. Einzig ein paar unabhängige Medienportale berichteten darüber. Aber alle anderen grossen Häuser schweigen sich aus. Und das war vorherzusehen. Da läuft auf der Welt eine der grössten Massenveranstaltungen mit Millionen Demonstranten und die heimischen Blätter ignorieren das Ganze. Ein besseres Beispiel, wie die Medien gesteuert sind gibt es selten.

Die Politiker glauben allen Ernstes immer noch, dass sie mit Zensur die Massenmeinung beeinflussen können. Leben die eigentlich noch im Steinzeitalter? Ist ihr Denkapparat immer noch zu wenig entwickelt, dass sie die öffentliche Meinung in keinster Weise  erfassen können? Oder sind sie einfach nur naiv, dass sie glauben, dem Volk alles vorlügen zu können und es merkt das nicht? Da platzt mir doch schon fast der Kragen. Wenn wir schon betrogen werden, dann bitte mit etwas Niveau. Die ganzen Lügengebilde der politisch diktierten Medien sind schon so plump, dass die persönliche Intelligenz jedes Einzelnen zutiefst beleidigt sein müsste. Früher durfte man noch aufpassen und den Verstand gebrauchen, um eine Lüge oder Betrug aufzudecken. Heute werden geisteskranke und teils bizarre „Fakten“ an uns verfüttert, dass man sich schon im Ansatz übergeben möchte.

Und sie glauben immer noch, dass wir alles schlucken, was man uns vorsetzt. Aber viele Bürger haben gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen und erfahren viel mehr über Gesinnung, Pläne und Lügen mit den Texten, die nicht abgedruckt werden. Wie jetzt mit den Demonstrationen. Das Nicht-Berichten von diesen Anlässen sagt genug über die Glaubwürdigkeit/Seriosität der Massenblätter aus. Auch über die Pläne der Verbrecherbande in Brüssel und Berlin. Die Vasallen glauben doch noch immer, dass von den Zeitungen verschwiegene Meldungen automatisch nicht passiert sind und das Volk dieselbe Einstellung hat. Dabei realisieren sie in ihrer abgehobenen Arroganz nicht einmal, dass es heute dank technischer Hilfsmittel Millionen von „Reportern“ gibt, die mit ihren Handys die verbrecherischen Aktivitäten der Obrigkeit dokumentieren. Kanzlerin Merkel ist ja Physikerin. Eigentlich müsste sie auf einem hohen Wissensstand der Technik sein. Aber so wie die DDR steinzeitlich organisiert war, so ist ihr Fachwissen in der gleichen Zeitepoche hängengeblieben. Sonst hätte sie schon lange erkannt, dass man sich heute mit Zensur ans eigene Bein pinkelt und die Glaubwürdigkeit auf einen Minuswert rutscht.

Aber eben, wer mit prähistorischen Methoden zu regieren versucht, wird anarchistische Resultate erhalten. Es würde mich nicht wundern, wenn eines Tages die Merkel mit ihren Handlangern wie Säue durch’s Dorf getrieben werden. Das Volk schleift bereits die Messer. Wenn man es genau bedenkt, müssen die Sonnenkönige in den Prunkpalästen schon ganz schön zittern. Millionen von Menschen, allein in Deutschland, möchten die Verbrecherbande in den tiefsten Kerker stecken. Jeder Auftritt in der Öffentlichkeit wird mit Pfeifkonzerten und Buhrufen begleitet. Das hielt die Polit-Prominenz aber nicht davon ab, ihren Schwachsinn ins Mikrofon zu blasen. Dann sollten wir es gleich wie im Mittelalter machen. Bei jeder öffentlichen Rede ist es die Pflicht eines jeden Bürgers, die Worte der Politiker entsprechend zu würdigen. Entweder gibt’s Applaus oder sonst fliegen unzählige Eier, faule Tomaten und Pferdeäpfel Richtung Bühne. Das wäre konstruktives Feedback. Ich glaube, wenn Frau Merkel heute vor den Rednerpult stehen würde, wäre sie mit Wurfgeschossen zugekleistert, bevor sie überhaupt Luft holen könnte. Dasselbe mit den finsteren Gestalten namens Schäuble, Gabriel, Leyen, Schulz und so weiter.

Das wäre Psychohygiene für’s Volk. Bei guter Arbeit fliegen Torten und bei Schlechter faule Eier. Die Medien könnten sich weiter darüber ausschweigen und das wäre schlicht egal. Jeder der ein Smartphone hat, würde sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, eine von Kopf bis Fuss eingeschleimte Kanzlerin abzulichten und ins Netz zu stellen. Wenn zum morgendlichen Kaffee, so ein Bild in den Medien auftauchen würde, besser könnte der Tag nicht beginnen. Es wird Zeit, dass der ganze politische Immunitätsquatsch aufhört und die Verbrecher für ihre Taten gerade stehen müssen. Sie sollen sich vor dem Volk rechtfertigen und erklären. Das sind sie ihren Bürgern schuldig. Wir schenkten ihnen unser Vertrauen und sie schenken uns dafür Schulden. Sie haben Deutschland auf Jahrzehnte ruiniert. Die nachfolgenden Generationen kommen aus dem Schuldenschlammassel gar nicht mehr heraus. Kein einziger „Experte“ kann sagen , wie man eine Schuld von über 2000 Milliarden zurückzahlen kann. Schon allein die Last der Zinsen ruiniert jeden Zahlungsversuch. Aber unsere lieben Politiker und Zeitungen machen das, was sie am besten können. Nichts, sie schweigen sich aus. Das hat der französische Sonnenkönig Louis XVI auch gemacht. Das Volk ignoriert, verhöhnt, belogen und ausgeraubt. Irgendwann hatte der Mob die Nase voll und knöpfte sich den Sonnenkönig vor. Wollen die Politiker, dass sich die Geschichte wiederholt? Wenn ich die Parallelen von damals und heute anschaue komme ich einzig zum Schluss. Die wollen das wirklich!

Mathias Bröckers im Gespräch

Eigentlich wollte ich Herrn Jebsen nicht mehr verlinken, aber Mathias Bröckers hat einfach zu viele wichtige Dinge zu sagen. Aber diesmal stört Herr Jebsen auch nicht so sehr wie beispielsweise beim Interview mit Holger Strohm oder erzählt so seltsame und bedenkliche Dinge wie die Aufforderung, nicht wählen zu gehen.

Tschernobyl – Eine Erinnerung

Ich finde das Video (bzw. das Hörspiel, den Song) genial.

Die damalige Zeit… das weglaufen vor dem Regen, der Nachbar, der einen Meter Erde in seinem Garten ersetzt hat, kein frisches Gemüse, zu Hause bleiben, Angst? etc

Wurde damals als gar nicht soo schlimme Katastrophe empfunden. Hauptsächlich von den Menschen, die heute Krebs haben – oder schon hatten. Und jetzt kommt Fukushima vorbei. Klopft schon an die Türe.

Das sind die Dinge, die uns die Verantwortlichen zumuten.Wollen wir das wirklich?

(via)

Notizen zum #tvduell mit Merkel und Steinbrück

Gefunden bei WUT. Dankeschön für die freundliche Lizenz.

Hier nur meine rohen Notizen, die ich machte, als ich dieses entpolitisierende Showspektakel von Angela Merkel und Peer Steinbrück mit einem Ohr über mich ergehen ließ:

  • Vortragsmillionär Steinbrück redet von den “Nöten der Menschen”. Das ist wirklich überzeugend. Aber nur in seiner Wirkung als Brechmittel.
  • Viele der Arbeitsplätze, die Merkel rhetorisch in ihre Erfolgsbilanz schreibt, hätte man in meiner Jugend noch als “Ferienjob” bezeichnet.
  • Wenn Steinbrück als Frontfresse der Hartz-IV-SPD von “sozialer Gerechtigkeit” redet, ist das genau so warm wie ein Kuss von Judas Iskariot.
  • “Gut verdienende Menschen… wie Handwerker” — Politiker können sagen, dass Handwerker gut verdienen, ohne dass sie für ihre Realitätsverluste mollathmäßig für ein paar Jahre in Klapsmühle müssen.
  • “Der Arbeitsplatz ist eine Chance, sich selbst zu verwirklichen”. Ganz viele Elendsarbeiter auf dem staatlich subventionierten Elendsarbeitsstrich werden bei solchen Worten ganz froh, dass sie wenigstens etwas für ihren Selbstwert tun.
  • Eine gefühlte Stunde, gefüllt mit fluffigen und aussagelosen Nebensätzchen zu fernliegendsten Themen, hat Angela Merkel dafür gebraucht, um eine Frage nach der Einführung einer Pkw-Maut auf Straßen in der BRD zu beantworten.
  • Wie immer reden sie von “den Griechen”, aber das Geld, über das sie reden, es geht nur zu den Banken.
  • Angela Merkel spricht davon, andere Staaten “zu dem Reformen ermuntern” zu wollen. Die Umgangssprache nennt das Gemeinte “Erpressung”.
  • Diese langen Aufzählungen zum Aufblähen der Sätze, mit denen die Sprechenden die Zeit schinden, in der sie ihre eigentliche Lüge gefällig formulieren können!
  • “Was Ursachen und Wirkungen sind, muss man … blah blah … EU … blah blah … diskutieren”. Kein Wunder, dass Frau Merkel lieber in die Politik ging, statt eine wissenschaftliche Karriere als Physikerin anzustreben.
  • Heute sagt man bei sozialpolitischen Themen: “Jeder muss seiner Eigenverantwortung gerecht werden”. Früher schrieb man einfach “Jedem das Seine” über gewisse Tore.
  • Die Frage, wie man “Arbeit schaffen” kann, ist dümmster, hirnverachtender Bullshit. Arbeit gibt es (leider) genug. Es gibt nur zu wenige mehr, die für Arbeit so bezahlen, dass der Arbeitende davon leben kann.
  • “Durch Leiharbeit sind schon Menschen in dauerhafte Beschäftigung gekommen”. Als dauerhafte Leiharbeiter. Toll!
  • Wie putzig, Steinbrück hat sich nicht auf naheliegende Fragen zu seinen Entgleisungen der Marke “Jeder Sparkassendirektor verdient besser als ein Bundeskanzler” vorbereitet. So fest hat er damit gerechnet, dass Journalisten solche naheliegenden Fragen in der BRD nicht stellen.
  • Merkel so: “Die Altersarmut wird steigen”. Einwurf: “Sie steigt schon seit Jahren.” Merkel so weiter: “Oh. Na, die Altersarmut ist gestiegen, weil…”
  • Die Bundeskanzlerin der BRD weiß nicht, dass Renten in der BRD besteuert werden. Klar, das hat ja auch weder etwas mit ihrem Leben noch mit dem Leben ihres sozialen (besser: asozialen) Umfeldes zu tun, denn dort gibts fette Pensionen.
  • Ja, es ist wahr. Merkel hat “mehr geredet”. Sie hat nicht “mehr gesagt”.
  • Rententhema. “Es gibt so viele Menschen, die im Alter von 70 Jahren unbedingt weiterarbeiten wollen.” — mir fallen da auch sofort jede Menge Dachdecker, Pfleger und Gebäudereiniger ein.
  • Frau Merkel meint, dass für die Atomkraft nach Fukushima eine völlig veränderte Situation bestanden habe. Vor Fukushima waren die Kernkraftwerke in der BRD also sicherer.
  • “Die ganze Welt ist davon überzeugt: Wenn jemand die Energiewirtschaft umbauen kann, dann sind das die Deutschen”, meint Frau Merkel. Und mit die Welt meint sie die vielen Menschen, die auf dem Fluchhafen BER gelandet sind.
  • Klar, die Ausgaben für gesundheitliche Hilfsmittel sind nicht gekürzt worden. Und Frau Merkel weiß offenbar nicht, was das Wort “Teurerung” bedeutet.
  • Peer Steinbrück, ein Kandidat, der seine Erinnerungslücken schon vor der Wahl hat.
  • Frau Merkel hat keinen Anlass, den Geheimdiensten der USA nicht zu vertrauen. Gut, dass diese doppelt verneinende Frau so fest mit beiden Beinen in den Wolken steht.
  • Nein, Merkel will auf gar keinen Fall sagen, dass sie Edward Snowden dankbar wäre. Das passt.
  • Steinbrück stellt fest, dass es in der Linkspartei “Sekten” gibt. Wie gut, dass die SPD von diesem Problem nicht betroffen ist, da gibt es nur den Seeheimer Kreis.
  • Wie, es ist schon Schluss? Es gibt kein Elfmeterschießen?
  • So so, ich “entscheide also ganz allein über die Zukunft Deutschlands”. Das sagt Steinbrück jedem Menschen. Der letzte, der ganz allein über die Zukunft Deutschlands entschieden hat, hieß Adolf Hitler.
  • Steinbrück hat so viel Sorge getragen, die Balken bekamen schon ganz krumme Rücken.
  • Merkel möchte “neue Ideen”. Vielleicht sollte sich mal mit jemanden anders unterhalten als mit den Lobbyisten aus Wirtschaft und Casinokapitalismus.
  • Sandfrauchen Merkel schließt mit: “Und jetzt wünsche ich ihnen eine gute Nacht”.
  • Geil! Es gibt eine dritte Halbzeit. Jetzt wird über verlogenes Gerede geredet. Das ist Qualitätsfernsehen. Geil! Ich bin so glücklich. Zahlen, die wie die Spekulationen eines Sportjournalisten klingen und auch genau so vorgetragen werden. Oh wie herrlich, danach können wir Stoiber beim Wortfinden zuhören. Und Alice Schwarzer sitzt da auch. Und Breitner. Wo ist mein Heroin?
  • Tausende RTL-Zuschauer fragen sich jetzt: Wo muss ich anrufen, damit Peer in die nächste Runde kommt.
  • “Politische” Analyse: Ball aufnehmen. Ball abgeben. Tempo rausnehmen… Labern zwischen Dada und Gaga.
  • HILFE! EIN TRANSRAPID FÄHRT DURCH MEINEN KOPF. ICH STEIGE IN DEN BAHNHOF EIN. NUR ZEHN MINUTEN. NÄHER AN BAYERN.
  • Etwas lang geraten, und leider auch mit einigen Längen, aber der Wahlwerbespot für den Wahlboykott ist alles in allem wirklich gelungen.

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