marktkonforme Demokratie

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Spiegel, Spieglein an der Wand … (3) – Wer ist die Unentrinnbarste im ganzen Land?

Spiegel, Spieglein an der Wand … (3) – Wer ist die Unentrinnbarste im ganzen Land?


„Die Konsensmoloch-Krähe“ (Bild: parkwaechter/nachrichtenspiegel.de/CC BY 4.0)

(Text: Markus Mynarek)

Merkels Dilemma

Wenn in ihrem Kopf mal Gedanken entstünden,
könnte sich das für sie zu sehr rächen.
Sie dächte: „Ich kann sie ja doch nicht verkünden,
wenn der Staatsräson sie widersprechen.“

***

Der Hochverrat

Wir merken heute in der Tat,
man nicht kennt von andern Staaten:
Es gilt heute als Hochverrat,
das eigne Volk nicht zu verraten.

***

Der Genügsame

Als Frau Merkel Kritik zu verkraften hatte,
drohte sie den Kritikern gleich ganz fatal:
„Wenn man mich beleidigt, wird sauer mein Gatte.“
Doch man wusste: Der Sauer bleibt meistens neutral.

Und vorm Himmelstor wurde dem armen Mann
der Zutritt zum Himmel zunächst mal verwehrt,
indem man zu fragen sogleich ihn begann,
warum er sich nie über Merkel beschwert.

„Sie hat ihr Vaterland verraten
und die Wahrheit verfälscht unentwegt!“
„Und mag sie begehen die furchtbarsten Taten:
Mich hat stets nur die eigene Forschung bewegt.“

***

Frau Merkel und die Schlange

Eine Schlange sprach zur Freundin mit Erröten:
„Ich wollte Angela Merke! töten.“
Da sprach die and’re: „Das wäre ein Fang.
Nun sag‘ mir gleich, ob es gelang!“

„Die Sache stellte sich schwerer dar,
als man sich so etwas vorstellen kann.
Ich entkam gerade noch unter Lebensgefahr
einem Leibwächter, der mich zu jagen begann.“

„Du hattest schon immer zu wenig Vernunft,
dass niemand es konnte ertragen,
und blamiertest die ganze Schlangenzunft
durch dein ewiges Versagen.“

„Ich sehe, dass es dir zu spotten gefällt,
doch nimm zur Kenntnis, dass ich sicher bin:
Es gibt kein Wesen auf der ganzen Welt,
das besser kriecht als diese Kanzlerin.“

***

Merkels Machterhalt

„Der Ideale hohes Gut,
falls ich mich jemals ihm verschrieben,
legte ich ab wie einen Hut,
auf dass ich an der Macht geblieben.

Für Machterhalt soll man mich loben,
weil mich nichts anderes bewegt,
denn an den politischen Garderoben
wird das Gewissen abgelegt.

Ich unterdrückte auch das Land,
wie es der Zeitgeist vorgeschrieben.
Wenn mich der Denkende verstand,
so kann mich noch der Dummkopf lieben.“

***

Die Wahlbeteiligung

Ein Politiker erwacht, stark zitternd, wie Im Kriege,
indem er gleich vor seiner Frau bekennt:
„Ich träumte, die Wahlbeteiligung liege
bei nicht mehr als null Prozent.“

Da sagt die Frau: „Du musst nicht flennen.
Man wird was Neues dann erproben.
Man wird Politiker ernennen.
Und dann bist du wieder oben!“

„Dein Frauenkopf ist wirklich leer.
Du redest wie ein blödes Kind:
Dann glaubt man uns doch bald nicht mehr,
dass wir noch Demokraten sind.“

„Der Hoffnung muss ich dich berauben“,
hat seine Frau sogleich gelacht:
„Das kann euch längst schon keiner glauben,
der über Deutschland nachgedacht.“

(Quelle: Markus Mynarek, Wider Mainstream und Gutmenschen – Ironisch-Humoristisch-Satirisch -,
Staats-, Medien- und Gesellschaftskritik, Alitheia Verlag 2019)


 

Zu dieser Kolumne:
(edit: parkwaechter)

Wer nicht genügend Galgenhumor besitzt, der könnte sich ja in der Tat die Haare raufen über die Produkte derjenigen deutschen Presse, die laut Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow „die bösartigste überhaupt“ ist (Quelle: DiePresse). Auch nach Einschätzung von Peter Sloterdijk ist heute „der Lügenäther so dicht wie seit den Tagen des Kalten Kriegs nicht mehr“, dem Journalismus attestiert er „Verwahrlosung“ und „zügellose Parteinahme“. Sloterdijk: „Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“

Einer, der sich mit der Verwahrlosung derjenigen Zunft, die man noch vor wenigen Jahrzehnten als „Vierte Macht im Staate“ bezeichnet hat, nicht widerspruchslos abfinden möchte, ist der Literaturwissenschaftler Markus Mynarek. In seinem neuen Gedichtband „Wider Mainstream und Gutmenschen“ nimmt er den poetischen Kampf mit manch widerspenstigem Sofamonster und Schreibtischtäter auf. Mit besonderer Vorliebe blickt der Autor dabei in den Relotius-Narrenspiegel als repräsentatives Beispiel dafür, wohin es der deutsche Qualitätsjournalismus heute gebracht hat.

Aus diesem Köcher werden wir mit freundlicher Genehmigung des Autors in loser Folge einige Streiflichter veröffentlichen bzw. einige Pfeile in Sloterdijks „Lügenäther“ hinausschießen.

***
Tip: Das Buch ist amazonvermeidend bestellbar bei alitheia-verlag.de.

Auf in die Zukunft … – äh, ins Mittelalter!

Auf in die Zukunft ... - äh, ins Mittelalter!

Ihr Sonntagmorgen-Frühstück mundet Ihnen heute nicht so richtig? Das Croissant schmeckt irgendwie fade, obwohl man es schon in Kaffee taucht und Nutella drüberschmiert?

Nun, dann kann vielleicht ein kleines Essay von Norbert Häring die notwendige Würze geben. Dabei wird uns wieder einmal vor Augen geführt, wie gut und gerne wir tagesschauguckenden Leitmedienbürger in einer marktkonformen, streng „evidenzbasierten“ Demokratie heute ja leben dürfen. Auch dämmert einem dann vielleicht, warum unser Altmaier-Kabinett für unsere Kinder entgegen allen dramatischen pädagogischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen (siehe auch aktuellen Vortrag von Dr. Manfred Spitzer – Wie wir Generation Doof 4.0 züchten) gerade einen milliardenschweren „Digitalpakt“ auf Schiene bringt, der auch laut Prof. Liessmann nichts anderes ist als eine „staatlich verordnete Droge“, die zu nichts anderem führen werde als dass „junge Menschen jede Form des Denkens, Fühlens und Handelns, die nicht von den Algorithmen der Internetkonzerne bestimmt ist, nicht nur verlernt, sondern erst gar nicht gelernt haben und dadurch in jeder Hinsicht von ihren Geräten abhängig werden. (…) Immerhin: Für das unmündige Leben in einer postdemokratischen Gesellschaft, deren digitalisierte Kommunikation zunehmend totalitäre Züge annimmt, werden diese jungen Menschen bestens vorbereitet sein. Und nach der Katastrophe wird es wieder einmal niemand gewesen sein.“ (Quelle: nzz)

Hier aber der erwähnte Text von Norbert Häring. In diesem jüngsten Streiflicht dürfen wir in die Welt der Clickworker eintauchen, also in die hippe, ease und dauerbespaßte Welt derjenigen Generation Y/DSDS/Rezo, die ihre Onanierbewegungen am Smartphone zu ihrer Einkommensquelle zu machen versucht (ja ey lol, mann!):

„Millionen verrichten weltweit über das Internet kleinste Jobs gegen Centbeträge. Das hilft den Unternehmen, Kosten zu sparen. … Vermittelt von Internetplattformen und Apps ist in den vergangenen Jahren ein neuer Arbeitsmarkt entstanden: Arbeiter und Auftraggeber finden dort für kleinste Jobs zusammen. Manchmal geht es nur um Minuten, die gearbeitet wird, einige Jobs lassen sich sogar in Sekunden erledigen. Gezahlt werden dann Centbeträge.

Das hat System und macht den Reiz der Klickarbeit für die Auftraggeber aus. Aus komplexeren Aufgabenbündeln, die bisher von eigenen, über Mindestlohn bezahlten und sozialversicherungspflichtig angestellten Mitarbeitern erledigt wurden, werden die einfachsten, gut beschreibbaren Handgriffe herausgelöst und gegen kleine Vergütung breit ausgeschrieben. Das kann große Ersparnisse bringen, wie die Autorinnen anhand von Beispielen berichten. So könnten Versicherungsformulare für ein Sechstel der bisherigen Kosten digitalisiert werden, oder ein kleines, spezialisiertes Programm für fünf Dollar von einem Klickarbeiter eingekauft werden, statt für 2000 Dollar von einem mittelständigen Zulieferer. Die Plattformen ermöglichen es Unternehmen, weltweit Leute zu finden, die dringend genug Geld brauchen, dass sie Arbeiten zu fast jedem Lohn erledigen.

Dabei sind die meisten Klickarbeiter hochqualifiziert. Die Hälfte derjenigen, die länger dabei sind, hat einen Universitätsabschluss. Das Anforderungsprofil der Aufgaben liegt typischerweise weit unter dem Qualifikationsniveau der Klickarbeiter. Das bessert sich auch mit zunehmender Erfahrung nur wenig, geben die Klickarbeiter an.

Es schlägt sich auch bei den Verdienstperspektiven nieder. Im ersten Jahr, in dem sich Neuankömmlinge auf den Plattformen noch eine Reputation erwerben und Erfahrung sammeln müssen, steigt der Verdienst merklich an, von unter vier Dollar auf knapp fünf Dollar im Durchschnitt über alle Plattformen und Regionen. Aber schon nach zwei Jahren gibt es für die Klickarbeiter im Durchschnitt keine Verdienststeigerung mehr.

Möglichkeiten zur bezahlten Qualifizierung gibt es praktisch nicht, „learning on the job“ findet ebenfalls kaum statt. Im Gegenteil machen die Klickarbeiter die Erfahrung, dass ihre Tätigkeit sowohl im sozialen Umfeld als auch bei traditionellen Arbeitgebern einen schlechten Ruf hat. Sie machen sich deshalb Sorgen, ob sie nach einer Zeit als Klickarbeiter noch Chancen auf einen normalen Job haben.

Dabei ist die Klickarbeit für viele durchaus nicht nur eine unbedeutende Nebenbeschäftigung … In Entwicklungsländern ist sie für 41 Prozent der Umfrageteilnehmer die Haupteinkommensquelle, in Industrieländern immerhin für 27 Prozent.

Auch in Sachen grundlegende Arbeitnehmerrechte sind die Klickarbeits-Plattformen ein Rückfall in längst überwundene Zustände. Der Anteil nicht bezahlter Arbeit ist hoch, war ein weiteres Ergebnis der Befragung. Der Patron entscheidet völlig frei. Ist er nicht zufrieden, bezahlt er nicht. Eine Begründung sei nicht erforderlich. Oft könne er sogar das Arbeitsergebnis behalten.“

(Ganzer Text: Norbert Häring / KenFM/Tagesdosis)
Bild: pixabay/CC0

„Solange noch ausgeschenkt wird, saufen wir weiter!“

„Solange noch ausgeschenkt wird, saufen wir weiter!“


„Die Konsensmoloch-Krähe“ (parkwaechter/nachrichtenspiegel.de)

Galoppierender Wahnsinn vor galoppierender Inflation

Bereits wenn man sich die Gesichter der neuen Junta ansieht, die jetzt „evidenzbasiert“ über die für unsere E-Mobilität so begehrten Lithiumvorräte Boliviens verfügen wird, könnte einem das morgendliche Croissant samt Kaffee wieder nach oben kommen. Diese hochkriminelle Panzerknacker-Bande wurde von der deutschen Regierung  natürlich umgehend abgenickt und als legitime Machthaber bestätigt. Mit den Säuberungen der politischen Gegner, insbesondere unter der indigenen Bevölkerung, wurde bereits begonnen. Man sieht Videos von tränenüberströmten indigenen Ärzten, die sich den Massakern an ihren Mitmenschen weitgehend hilflos gegenübersehen. Doch die bereits vorbestellten E-Autos, die sich der tagesschauguckende und klimaschonende Leitmedienbürger demnächst als Zweit- oder Drittwagen neben seinen SUV in die Garage stellen darf, die werden umso sauberer und freudestrahlender sein.

Man könnte gerade wieder vieles kommentieren und verlinken, nicht nur über die Hintergründe des maßgeblich von der dort ansässigen US-Botschaft mitgeplanten Putsches gegen den demokratisch gewählten Staatspräsidenten Evo Morales. Aber das ist ja auch eine Tendenz unserer gegenwärtigen Zeit, dass man all den niederträchtigen Machenschaften, die sich auf der Weltbühne abspielen, quasi nur noch hinterherhetzt und sich fortwährend verausgaben müsste, wollte man alles angemessen kommentieren. Der Bürger wird heute ständig wie aus der Reserve gelockt, auch durch immer mehr und bislang nicht für möglich gehaltenen Zugriffe auf seine Person, seine Grundrechte, seine Kinder, die Verstaatlichung seiner Organe,  Impfzwang und nun auch sein Erspartes (siehe „Jetzt geht’s ans Eingemachte“). Immer mehr alternative Medienschaffende, die gegen dieses Überborden des Wahnsinns ein Gegengewicht bieten wollen, verzweifeln. Die Geschwindigkeit des Wurmfraßes ist einfach zu rasant als dass man die sich überschlagenden Ereignisse noch geordnet verarbeiten könnte.

Wir haben zwar noch keine galoppierende Hyperinflation, wie das Frau Alice Weidel, immerhin ehemalige Goldman Sachs-Bankerin im Verein mit zahlreichen anderen, auch renommierten Ökonomen, uns als unausweichlich und als bereits vor der Haustür stehend erklärt (siehe youtube), aber wir haben es mit etwas viel Schlimmerem zu tun: einer galoppierenden Ausbreitung des Wahnsinns – eines schwer greifbaren Wahnsinns, für den es kaum noch rationale Begriffe gibt. Eines Wahnsinns, angesichts dessen manchen einfach der Mund offenbleibt, andere sich in ihrem Wohnklo hintern  Flachbildschirm zu verkriechen suchen, und wieder andere sich in der offensiven Variante versuchen: fröhlich pupsend und fähnchenschwingend als Trittbrettfahrer auf den Zug des reinen Wahnsinns aufspringen, dabei laufend Selfies posten, wieviel Spaß man auf diesem Astroturf-Express doch eigentlich hat und wie Gut und Gerne es sich im Speisewagen dieses Richtung Grand Canyon fahrenden Expresszuges schlemmt (siehe Der Joker kommt: Ich reiß‘ euch jetzt gut und gerne den Arsch auf!).

Todesurteil durch Grinsekatzen

Lassen wir uns also nicht allzusehr aus dem Lot bringen, werfen wir aber trotzdem einen kurzen Blick auf die Innen-/Außen-/Nirgendwo-Politik Deutschlands. Dass die im Nahen Osten geführten Kriege und Sanktionen derjenigen Globalstrategen und Denkpanzergeneräle, die unsere Drei Damen vom Grill immer kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ bezeichnen, mittlerweile zu über einer Million Toten, mehreren Millionen Invaliden, Flüchtlingen und Hungernden geführt hat, ist ja mittlerweile leidlich bekannt. Wem es nicht bewusst ist: kurz mal den Fernseher ausschalten, Fensterjalousie hochkurbeln und nach draußen gucken: das Elend ist bereits direkt vor der eigenen Haustür angekommen.

Alleine die jüngsten transatlantischen Sanktionen gegen Venezuela, von unserer wacker für Klima und CO2-Neutralität kämpfenden EU-Chefin von der Leyen gut und gerne und grinsend abgesegnet, hatten als direkte Konsequenz mehr als 40.000 Todesopfer zur Folge – und das sind nur die offiziellen, von US-Seite gelieferten Zahlen (Quelle: Center for Economic and Policy Research / Washington). Zusätzlich befinden sich mehr als 300.000 Menschen, darunter vor allem die ärmsten Einwohner Venezuelas, aufgrund sanktionsbedingten Medikamentenmangels in einer akut lebensbedrohlichen Situation.  Nach offiziellen Angaben sind 22 Prozent aller venezolanischen Kinder wegen Mangelernährung im Wachstum zurückgeblieben. In Summe sind in Venezuela durch die von USA und der EU verhängten Sanktionen bereits mehr Zivilisten ums Leben gekommen als im Jahr 2018 im Krieg in Afghanistan. Und es gibt kaum einen Coup, bei dem die von uns gewählte Regierung nicht mit dabei ist. Zur Rolle Deutschlands im Syrienkrieg siehe z.B. S.56 einer Broschüre der internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/IPPNW (damalige Schlagzeilen aus Zeit und Welt online: „Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf“, „Wie in Berlin die Zeit nach Assad geplant wird“ und  „Was sich die Muslim-Brüder für Syrien wünschen“).

Schande und Leichentuch über dieses Land!  

Inzwischen ist die deutsche Regierung, die Russland ja „Destabilisierung“ vorwirft, selbst einer der größten Destabilisierungsfaktoren für Europa und sogar für die ganze Welt. Jeder Rechtsstaatlichkeit und jeden Völkerrechts spottend, unterstützt und legitimiert die Merkelregierung jeden noch so niederträchtigen Putsch bzw. Putschversuche, bei denen korrupte neoliberale Ausbeuter im Hintergrund die Fäden ziehen – Spindoctoren und „Dienste“, über die die Bundeskanzlerin uns gegenüber immer kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ spricht. Jüngst eben in Bolivien, aber genauso in Venezuela, Syrien, Jemen, Afghanistan etc. – überall ist Merkels Flachmannschaft als treibende oder willfährig abnickende Kraft mit von der Partie, im Dienste des guten und gernen Lebens.

Deutschland könnte aufgrund seiner strategischen und wirtschaftlichen Position heute ein wirksames Gegengewicht gegen eine derart menschenverachtenden Politik der Eskalation, Kriegstreiberei und Ausbeutung darstellen, aber es versagt unter der Ägide Merkel/Maas: VOLLSTÄNDIG!

Ich erspare mir diesmal ironisierende Worte, mit denen man ja alles garnieren muss, was man heute in politischer Hinsicht publiziert und sage es geradeheraus: Es ist eine Schande ohnegleichen, was wir gerade erleben! Wenn unsere Kinder und Enkelkinder – und aufgrund des rasanten Tempos, mit dem dieses Land lt. Willy Wimmer gerade „abgewickelt“ wird, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch wir selbst – einmal die Konsequenzen des Desasters, das derzeit auf allen Ebenen angerichtet wird, ausbaden müssen, dann werden diese Kinder und Enkelkinder womöglich wenig Verständnis dafür haben, warum wir das alles zugelassen und stattdessen „dieses Ding mit Garten, Bier und Grillen“ (©Eifelphilosoph) betrieben haben.

Deutschland befindet sich aufgrund dieser rückgratlosen (Nicht-)Politik einer Kanzlerin, die nach Erkenntnis des scharfsinnigen Beobachters Roger Willemsen – der für diese Erkenntnis ein Jahr lang im Bundestag gesessen ist – mit jedem Wort nichts anderes tut, als „Betäubungszonen ausbreiten“ (Quelle: Tagesspiegel) international inzwischen vollkommen im Niemandsland. Einstmals für seine Politik des Friedens und der Verständigung weltweit geschätzt, wird Deutschland heute im besten Falle bemitleidet, zunehmend verachtet und von vielen Ländern sogar gehasst.

Ich habe mich lange gefragt, wie es möglich sein kann, dass die Bürger dieses Landes eine solche Politik geschehen lassen und sogar bei jeder Wahl aufs Neue legitimieren, obwohl der nackte Wahnsinn bereits an der eigenen Haustür anklopft und die eigenen Kinder abholen möchte. Mit einem volkstümlichen Ausspruch, der mir bislang unbekannt war, ist mir dieses Rätsel nun unerwartet gelöst worden. Hätte ich ihn schon früher zu lesen bekommen, dann hätte ich mir einige unnötige Mühsal ersparen können. Und ich muss zugeben: Ich bin trotz der makabren Situation, in der wir uns gerade befinden, in schallendes Gelächter ausgebrochen, als ich ihn nun zum ersten Mal vernommen habe. Dieser Ausspruch lautet: „Solange noch ausgeschenkt wird, saufen wir weiter!“

 

 

Merkapolypse reloaded – Jetzt geht’s ans Eingemachte: Unser Geld, unsere Organe, unsere Kinder.

180 kralle pixabay

Nicht diagnostizierte Pandemie

In einer Zeit, in der wir dermaßen impffreudig sind und Wert auf „Herdenschutz“ legen, hat unsere gute und gerne Regierung leider darauf vergessen, uns gegen den Wahnsinn zu immunisieren, der sich nun zu einer Pandemie auszuweiten droht. Von der WHO aufgrund nicht vorhandener Kategorie im ICD10-Kodex noch nicht offiziell diagnostiziert, wird diese Pandemie  womöglich breite Teile der Bevölkerung dahinraffen. Über die Krankheit zu sprechen, ist kaum möglich und würde im Selbstverständnis des  durch Tagesschau und Bento geeichten Leitmedienbürgers womöglich einen Kurzschluss verursachen.

Bleiben wir also wie gewohnt bei einem der vielen Symptome dieses Wahnsinns, das gerade virulent geworden und in aller Munde ist. Eine Volksbank Raiffeisenbank in München hat also bereits damit begonnen, Negativzinsen auf Spareinlagen einzuheben. Die Commerzbank und die Deutsche-Bank haben angekündigt, nachzuziehen. Bereits jetzt werden für 25 Prozent der Sichteinlagen privater Haushalte in Deutschland Negativzinsen erhoben, allerdings betraf das bisher in den meisten Fällen nur Großsparer mit über 100.000 Euro Einlage (Quelle: Bundesbank / manager-magazin). Das soll jetzt auch für Lieschen Müller bereits ab dem ersten Euro gelten. Der bayerische Rundfunk spricht von „kalter Enteignung“ und zeigt ratlose Sparer, denen ihre Hausbank bestehende Verträge gekündigt hat.

Der umstrittene …   – als politisch korrekter Mensch muss man dieses Attribut ja immer hinzufügen, wenn man eine Stimme zitiert, die nicht der Regierung bzw. der herrschenden Meinung entspricht – … also: der umstrittene Henryk Broder hat vor einiger Zeit geäußert, dass er vor Jahren noch der Überzeugung war, dass es reihenweise an die Laternen gehängte Politiker geben würde, falls die Regierung es in Deutschland wagen sollte, den Bürgern ihre Sparzinsen zu rauben. Broder hat sich doppelt geirrt. Nicht nur, dass die kalte Enteignung – so wie praktisch alles im Namen des Guten und Gernen Lebens Alternativlose –, zwar mürrisch, aber doch achselzuckend hingenommen wird. Eine Millionenschaft an Bürgern findet die alternativlose Politik, mit der ihnen gerade das Fell über die Ohren gezogen und ihren Kindern die Zukunft geraubt wird, sogar affengeil. Nachdem die Banken nach der Krise 2008 kurz ins Taumeln geraten sind und jedes Vertrauen verspielt zu haben schienen, haben sie jetzt erkannt, mit welchen Lifestyle-Bildern und Tönen sie das Vertrauen von Jung und Alt wieder zurückgewinnen und Begeisterung für die von PR-Profis an die Wand gemalte Zukunft wecken können (siehe Der Joker kommt: Ich reiß‘ euch jetzt gut und gerne den Arsch auf!).

Was den auf der Gender Madstreamwelle astroturfenden Fit-for-Fun-Bürger in Zukunft wirklich erwartet, hat ein weiterer umstrittener (!! – diesmal mit zwei Rufzeichen!!)  ehemaliger Eliten-Banker schon vor einiger Zeit ausgeplaudert  (siehe „The Devil’s Advocat“). Er spricht dabei auch ganz offen über die Rolle supranationaler und eigentlich jeder Rechtsstaatlichkeit enthobener Finanzinstitutionen wie der BIS und wie das gesamte Finanzsystem quasi als Schröpfegel dient, um von den Bürgern erwirtschaftetes Geld abzusaugen und nach oben zu einer Gilde superreicher Profiteure zu befördern, damit diese ein leistungsfreies Auslangen haben und sich voll und ganz ihren „Hobbies“ widmen können, für welche der Kleinbürger nicht einmal Begriffe hat.

Ebenfalls nicht ganz uninteressant ist auch, in welch bemerkenswerter und non-chalanter Weise uns Frau Alice Weidel, ihres Zeichens immerhin ehemalige Goldman Sachs-Bankerin, auf einem jüngsten Kongress das schildert, was in gewissen Kreisen offensichtlich bereits als unvermeidlich angesehen wird (siehe youtube).

In einem jüngsten Kommentar liegt der Eifelphilosoph also wohl nicht daneben, wenn er meint, dass wir, während im Fernsehen – unumstrittene – Bambipreise verliehen würden, so langsam ins Endspiel kämen und das Spiel Weltfinanzregierung gegen Menschheit  bisher bei 8:0 stehe. – Man könnte hinzufügen, dass die Halbzeit des Spiels bereits weit überschritten und noch dazu der Schiedsrichter bestochen ist. (Ich will mich nicht in allzu negativen Schilderungen ergehen, aber bei gebotenem Realismus könnte man auch die These vertreten, dass die reguläre Spielzeit bereits vorbei ist und wir uns nun in der Nachspielzeit befinden, die der – bestochene –  Schiri jederzeit abblasen könnte.)

Apathie im Endstadium

Was soll man also noch sagen? Noch rollt er, der Ball und der Rasen ist grün. Und die Fans sind bester Laune und machen die Welle. Wer noch nicht SUV fährt, der ist damit beschäftigt von einem zu träumen. Aufbegehren? Gegen was? Gegen das Gute und Gerne Leben, dessen Zuckerwatte man jeden Tag schleckt?

Nachdem das Staatsvermögen verramscht („privatisiert“), die Sozialkassen durch Cum Ex-Gangster geplündert und unsere Zukunft und der Friede Europas zugunsten des Profits von Kriegstreibern verkauft wurden, sind ja nun auch die letzten Dämme am Brechen: Sogar die Organe wurden zum Staatseigentum erklärt und dürfen dem Bürger nun bei lebendigem Leib herausgerissen und profitabel ausgeschlachtet werden und sogar unseren Kindern darf die Pharmaindustrie nun zwangsweise jeden Dreck in die Blutbahnen spritzen. Wer das Wort „Dreck“ für unangemessen hält: Es stammt nicht von mir. Ich habe es von Medizinern, die selbst an Impfstoffen forschen und von praktizierenden Ärzten, die ihre Patienten selbst fleißig impfen, aber mir unter vier Augen versichert haben, dass sie ihren eigenen Kindern diesen „Dreck“ niemals injizieren würden und diese selbstverständlich ungeimpft lassen. Dazu hätten sie in ihrer eigenen Praxis bei vormals kerngesunden Kindern schon viel zu viele Fälle von fatalen Impfschäden erlebt (nein, die am Beipackzettel aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen sind leider keine Verschwörungstheorie) – Ärzte, die sich gleichwohl hüten, das öffentlich zu äußern. Denn die „evidenzbasierte“ Gwup-Medizin hat ein flächendeckendes Inquisitionssystem installiert und ist bereit, jeden platt zu machen, der den Profit der Pharmaindustrie und den Triumph des Fortschritts stört. Aber zumindest ihre eigenen Kinder können die Ärzte schützen.

Auch bei ansonsten äußerst klugen Zeitgenossen, die an sich wenig vom Pharmalobbyisten Jens Spahn halten, kann man erleben wie sie die Zwangsimpfung gutheißen und in Foren – im Gegensatz zu Jens Spahn und Merkels sonstiger Flachmannschaft, die dafür opulente Honorare und lebenslange Versorgungsposten erhalten – vollkommen gratis mit aller ihnen zu Gebote stehender Vehemenz anderen Bürgern ihre Unvernünftigkeit und Unwissenschaftlichkeit austreiben wollen und mit Jens Spahn an einem Strang zur Rettung der Volksgesundheit ziehen: Zur totalen Durchimpfung. Es ist keineswegs böser Wille, der diese Menschen antreibt, im Gegenteil, es ist das überwältigend Gute, Vernünftige und Fortschrittliche, für das sie gerne eine Lanze brechen möchten. Aber selbst diejenigen gar nicht so wenigen, die man über den Intellekt nicht so leicht einfangen kann (das meine ich ganz ohne Ironie: gesegnet sind die, die heute keinen an der Uni hybrid zugespitzten Intellekt besitzen, denn mit solchem „evidenzbasiertem“ Intellekt ist man von der vorbezeichneten Pandemie am leichtesten einzukassieren) und die instinktiv ahnen, dass da irgendetwas gewaltig faul ist, schweigen oft lieber. Man tut sich ja auch wirklich schwer, gegen dieses überwältigend Gute und Gerne anzukämpfen, mit dem uns unsere alternativlose Netzwerkdurchsetzungs-, Organfledderer-, Herdenschutz- und Zwangsimpfungsregierung am laufenden Band beglückt. Obwohl man immer gedacht hätte, dass beim Griff nach den eigenen Kindern der Spaß vorbei sein und die Bürger mit dieser heuchlerischen Regierung endlich Schluss machen werden.

Wenn wir also sogar unsere Kinder so leichtfertig am Altar des neoliberalen Molochs opfern, nur damit der tagesschauguckende Leitmedienbürger sich von den benachbarten Mäusefriedhofsbürgern nicht nachsagen lassen muss, dass er womöglich „den Herdenschutz gefährdet“ … nun ja, warum sollte man diesen Grad der Apathie nicht ausnutzen und jetzt ganz direkt die Ersparnisse dieser Herde abgreifen?

Foto: Falcon Predator – Pixabay/CC0

 

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P.S.: Da derzeit ja vielgesehene Videos von (nicht umstrittenen, sondern „renommierten“) Ökonomen kursieren, in denen mit dem erwarteten Banken-/Systemcrash ein „reinigendes Gewitter“ und danach ein „Goldenes Zeitalter“ vorausgesagt wird: Bitte vergessen Sie das. Ein derartiger Crash wird nur dazu genutzt werden, um die Drahtschlinge um den Hals der Bürger noch enger zuzuziehen. Die meisten sozialen und zivilisatorischen Errungenschaften, die wir bisher gemeinhin als selbstverständlich angesehen haben, werden dann weg sein und uns auch nicht mehr zurückgegeben werden. Vergeuden Sie also nicht Ihre Zeit mit derartigen Hirngespinsten. Es wird für Deutschland kein neues Wirtschaftswunder geben, das Land ist nach 14 Jahren „evidenzbasierter“ Merkelregierung nun de facto abgewickelt und erledigt. Das momentan auf der Politbühne beobachtbare Possenspiel ist dazu nur der letzte Akt.

Damit wir nicht mit diesem düsteren Gedanken enden, die gute Nachricht: Die planmäßige Zerstörung und Abwicklung dieses Landes war im Kern dennoch erfolglos. Ja, es wird dramatische Kollateralschäden geben (gemeinhin als „Verwerfungen“ verharmlost) und der an Mensch und Kultur angerichtete Schaden wird gigantisch sein. Jeder, der diesen Schaden als – aktiv treibende oder passiv zustimmende – Kraft mitzuverantworten hat, wird von der Last seiner Verantwortung erdrückt werden. Aber ich wollte zur guten Nachricht kommen. Und diese ist: Das vielgeschmähte Deutschland im Sinne von dem, was unsere Politiker verraten, viergeteilt und verkauft haben (siehe auch „DOOSER – Warum wir so depressiv sind“), aber was es eigentlich sein hätte sollen, nämlich der philosophisch-humanistische Geist im Sinne der Dichter und Denker wie Goethe, Schiller, Hegel & Co. hat sich längst internationalisiert, ist nun über alle Welt verstreut und wird in der Diaspora weiterleben, so wie es schon das Schicksal von Armeniern und anderen war. Dazu aber, falls Zeit ist, ein andernmal mehr.

Migrantengewalt und Bullshitfaktor (Randnotiz eines Markt-Verbrauchers)

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Foto: Screenshot Facebook/afd Nordhausen, 21.11.2019 (FB)

Der AfD Regionalverband Landkreis Nordhausen hat heute ein Foto gepostet, das nun im Netz die Runde macht. Es zeigt eine von einem Asylwerber zerstörte Regalreihe in einem „Verbrauchermarkt“. Dazu gibt der Regionalverband ein Statement, dem sich auch praktisch alle Kommentatoren anschließen: Menschen, die so etwas machen, „haben in diesem Land nichts verloren und gehören unverzüglich abgeschoben!“

Da ich dieses Potpourri aus Scherben und besudeltem rotem Teppich als seltsam bezeichnend für unsere gerade anlaufende Weihnachts- bzw. „Winter“-marktatmosphäre empfand, noch bevor ich gelesen hatte, worum es dabei überhaupt geht, musste ich auf diesem Foto verweilen. Dazu gesellten sich Gedanken, die vermutlich nicht mehrheitsfähig sind, aber die trotzdem nicht schweigen wollten.

Ja, einen ganz ordentlichen Scherbenhaufen haben wir Verbraucher da. Aber der Migrant, der uns Markt-Verbrauchern das angetan hat, hat als Neuankömmling womöglich eben noch eine Wahrnehmungsfähigkeit für dasjenige, an was wir tagesschauguckenden Leitmedienbürger uns schon vielzusehr gewöhnt haben … so wie man penetranten Gestank in einem Schweinestall nicht mehr riecht, wenn man längere Zeit darin verweilt: Den unsäglichen, dauermusikuntermalten Bullshitfaktor, der in unseren Shoppingmalls und vor Ramsch und Alkohol überquellenden Supermarktegalen in der Luft hängt und uns den gesunden Atem raubt. Regale einer hedonistischen Überflussgesellschaft, die nach Ansicht des Designers Ken Garland heute „einen Punkt der Sättigung erreicht hat, an dem der schrille Schrei der Konsumpropaganda nichts weiter ist als bloßer Lärm.“

Jetzt kommt der gute Mann unter Einsatz seines Lebens als Asylwerber hierher ins gelobte Land, von dem er bisher immer als hochentwickelter Kultur, als Land der Dichter und Denker gehört hat, und was muss er wahrnehmen? – Dass er grosso modo verarscht wurde! Denn es ist hier im Land, in dem der täusche Verbraucher angeblich Gut und Gerne lebt, zwar an der Oberfläche alles prima glänzend, aber innerlich genauso und noch mehr verrottet und neoliberal vergletschert wie in seinem Heimatland. Kann man es von Neuankömmlingen allen Ernstes  verlangen, dabei Contenance zu bewahren und einfach mitzuspielen? Im obigen AfD-Post ist von „Gastfreundschaft“ die Rede, die uns von den Migranten nicht gedankt wird. Ist uns überhaupt bewusst, in was für ein heruntergekommenes Gästezimmer wir gerade Gäste einladen? – Ein Zimmer bzw. Lebensraum, den Tierschützer womöglich nicht einmal für artgerechte Tierhaltung durchgehen lassen würden, geschweige denn als Lebensraum, in dem der Mensch seine Würde bewahren kann. Ein Lebensraum, den ein großer Teil der Bürger ohne Alkohol kaum noch ertragen kann. Alkohohl, den wir in rauen Mengen kaufen und konsumieren. Nicht umsonst ist das Angebot an Alkohol in Supermarktregalen oft größer als das von Milchprodukten und Teigwaren (siehe Foto). Und natürlich packt uns ein besonderer Schrecken, wenn wir ein solches Bild sehen, wo uns jemand unsere Volksdroge kurz und klein schlägt, während uns die großskalige Zerstörung unserer Um- und Innenwelt, die täglich stattfindet, weitgehend unbekümmert lässt.

Ich weiß, das werden viele jetzt als frivol ansehen, aber könnten wir diesen Scherbenhaufen nicht als aktionistisches Kunstwerk ansehen, wo uns ein Fremder kurz einmal dasjenige sichtbar gemacht hat, was ansonsten zwar unsichtbar ist, aber eigentlich ununterbrochen die Atmosphäre unserer marktkonformen Demokratie prägt … etwas, das dauermusikbeflügelt durch den Raum schwadroniert und auch in jeden eindringt, der zu tief Luft holt: achselzuckende Zerstörung und Ödnis.

Nicht dass ich Gewalt rechtfertigen will, aber ganz unverständlich sind solche Taten, so wahnsinnig und sinnlos sie auch erscheinen mögen, vielleicht doch nicht.

Und wenn wir den Migranten abschieben, der diesen Saustall angerichtet hat, haben wir besagten Bullshitfaktor immer noch in der Luft herumhängen.

 


zum Weiterlesen:

Brief eines dürren Süd-Ost-Menschen an das adipöse Altmaier-Kabinett im Schlamerkelland:
„… dann kann ich Euch versprechen: Wir werden komplett durchdrehen“

Endzeit-Poesie 4.0: Juri Galanskows Hölle 4.0  

175 Juri Galanskow


Juri Galanskow (pw/nachrichtenspiegel.de)

„In eurer Hölle kann ich nicht atmen“

Heute jährt sich der Todestag von Juri Galanskow. Nicht länger als 33 Jahre durfte er sich seines Lebens erfreuen, bevor er in einem Umerziehungslager starb. „Phönix“ hieß die Zeitschrift, in der er seine Gedichte veröffentlichte, die ihm schließlich Haft und Tod einbrachten. Phönix, so wie der gleichnamige  Vogel, der sich aus der Asche erhebt. Juri Galanskows Poesie ist heute so aktuell wie noch nie. In ihr zeigt sich in prototypischer Weise der individuelle Mensch, der sich einem zunehmend zerstörerischen, nicht nur menschenunwürdigen, sondern regelrecht menschenvernichtenden System gegenüber sieht – der aber nicht dem Instinkt der Masse folgt und billigerweise mitmacht, sondern der ein Ideal hat und lieber den physischen Tod wählt als sich mit dem geistigen Tod und der Erstickung des Individuums abzufinden.

Ich habe sein „Manifest des Menschen“ bereits einmal gepostet, doch in den Sanddünen des weltweiten Netzes gerät eben vieles schnell wieder in Vergessenheit. Obwohl dieses Gedicht alle heranwehenden Sandmassen nicht fürchten muss. Denn der individuelle Geist, der in diesem Gedicht lebt, besitzt eine derartige Vertikalität, dass er inmitten aller Sandmassen gleich einem Obelisken immer nach oben ragen und die Sonne reflektieren wird (was wir an den ägyptischen Obelisken heute nicht sehen: Ihre Spitzen waren früher vergoldet und haben unter Sonnenlicht weithin ins Land gestraht).

(Foto: pw/nachrichtenspiegel.de)

Juri Galanskow hat das erlebt, was sich heute unter anderen Vorzeichen wiederholt, sogar mit weitaus zerstörerischer Potenz. Eine mittlerweile perfektionierte PR- und Entertainment-Maschinerie arbeitet zwar mit voller Kraft daran, um uns über diese Zerstörung hinwegzutäuschen und uns das schmackhaft zu machen, was Vaclav Havel als „Lebenslüge“ bezeichnet hat und was in marktkonformen Landstrichen gemeinhin als „Gutes und Gernes Leben“ figuriert. Doch würde man das Ausmaß der täglich stattfindenden Zerstörung menschlicher und zivilisatorischer Substanz prozentuell beziffern – uns packte umgehend der Schwindel. Wer sich vom bunten und glitzernden smart dust-Anstrich nicht täuschen lässt, der sieht heute auch auf allen anderen Ebenen frappante Ähnlichkeiten zu den dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte, die schließlich in einer großskaligen Verelendung und Vernichtung geendet haben. Wieder soll es also eine Masse an Human- und Umweltressourcen geben, die von einem obersten Sowjet, einem zentralistischen Organ, das alles überwacht, „zum Wohle aller“ orchestriert, umerzogen und ausgeschlachtet werden soll. Den obersten Sowjet, der wieder einmal die grandiose Kulturrevolution und den streng wissenschaftlichen Fortschritt bringen soll, nennt man diesmal „Global Governance“, sie soll sitzen auf dem 5G-gestützten Thron der „Künstlichen Intelligenz“ (siehe „Auf die Knie vor Gott KI“). Dass wir mit dieser Art von Intelligenz „gerade schlüsselfertige Tyranneien errichten“, so wie führende Konstrukteure des CIA/NSA-Überwachungssystems in einem offenen Brief warnen, realisieren immer noch die wenigsten – obwohl die große Faschiermaschine inmitten allen schrillfeuchten Oktoberfestgetümmels schon angelaufen ist und man bereits seine eigenen Nachbarn beim Verschlungenwerden beobachten kann. Dass die Doomsday Clock der Atomic Scientists auf zwei Minuten vor Mitternacht steht und Noam Chomsky in einem jüngsten Interview erwartet, dass die Apokalypse-Uhr angesichts der geopolitischen Lage Anfang nächsten Jahres noch weiter vorgestellt wird, quittiert der tagessschauguckende Spiegelbildbürger mit einem Schulterzucken und macht einen auf Farin Urlaub.

Wenn Juri Galanskow diese gespenstische Szenerie heute aus dem Jenseits beobachtet, dann packt ihn womöglich noch viel mehr das Grauen als zu seiner Zeit, die zwar ebenfalls grausam, aber noch vergleichsweise sozialromantisch war. Verzweifelt schreit er uns die Worte aus seinem Phönix wiederum entgegen: „Glaubt nicht den Zeitungen … Sieh nur, wie man die schwarze Lüge auf das weiße Linnen speit … Steht auf! Seht ihr nicht die große Bombe und den Blick des Todes aus den offenen Gräbern … ?“

Er, der sein Leben gegeben hat, um eine Lanze für das Menschsein zu brechen und uns den Weg in eine menschenwürdige Zukunft zu bahnen, muss nun den Kopf schütteln, wenn er sich als Geist über die öffentlichen Plätze bewegt, die erneut zur „marktkonformen“ Zone erklärt wurden und von denen sich neoliberaler Verwesungsgeruch erhebt. Plätze, auf denen unter „Mentalvergiftung“ (Mausfeld) leidende Menschen vor sich hintaumeln, die ihm bei lebendigem Leib wesentlich toter erscheinen als er selbst als Verstorbener es ist. Die Menschen können seine verzweifelten Worte nicht vernehmen, denn ihre Ohren sind mit Apples AirPods bestöpselt. Würden wir abends in einer ruhigen Minute innehalten und lauschen, dann könnten wir seine Worte hören:

„Ich gehe hinaus auf den Platz – und presse ins Ohr der Stadt – den Schrei der Verzweiflung. – Menschen! Tröstet mich nicht! – In eurer Hölle kann ich nicht atmen!“

Gleichzeitig appelliert Galanskow mit seinem Gedicht an die grandiose Fähigkeit des menschlichen Geistes, sich auch inmitten abgründiger gesellschaftlicher Umstände seine Würde zu bewahren, einem individuell gewählten Ideal treu zu bleiben und zu seiner Menschlichkeit zu finden – nicht auch, sondern GERADE im Angesichts des Destruktiven. Insofern wäre es ein kapitaler Fehler, vor dem Negativen lieber die Augen zu verschließen, so wie das von Wellness-Coaches heute vielfach empfohlen wird. Man braucht sogar das Negativbild, das heute ja in jeder Weise kulminiert und anschaulich wird. Denn gerade am Negativen kann man ein Ideal entzünden für ein regelrechtes Gegenbild. Und der Sinn des heutigen Wahnsinns ist nicht, dass wir daran verzweifeln, sondern dass wir gerade daran das wirklich Menschliche entwickeln. Man kann den zur Vermassung tendierenden Wahnsinn also geradewegs als Schwungrad nützen, um uns entgegen allen Erscheinungen von Dekadenz, Ausbeutung, Verrohung, Opportunismus, Unverantwortlichkeit und Nihilismus zum Ideal des individuell gegründeten, selbständig denkenden, empathisch fühlenden und verantwortlich handelnden Menschen zu entwickeln.

In Wirklichkeit braucht es sogar die Konfrontation mit Pogo dem Clown bzw. dem nackten Wahnsinn, der einen mit blutverschmiertem Mund hämisch angrinst, um zu diesem entscheidenden Momentum des Menschseins aufzuwachen. Denn nur wenn wir den drohenden Abgrund in seinem ganzen Schrecken vor uns sehen, sind wir genötigt, dem, was Vaclav Havel das „Leben in der Lebenslüge“ genannt hat bzw. was Angela Merkel das „Gute und Gerne Leben“ nennt, eine Absage zu erteilen und aus dem Marsch der Lemminge in den Grand Canyon eine Kehrtwende zu vollziehen. Man darf sich nichts vormachen, die Bergtour, die wir vor uns haben, wird kein Zuckerschlecken sein. Doch diejenigen, die sich die Mühe machen, den Berg zu erklimmen, haben die Aussicht, wieder klare und sonnendurchflutete Luft zu atmen und kristallklares Gebirgswasser zu trinken … während sich die Zuckerwatte, die in der marktkonformen Schaumparty der Niederungen gesponnen und an die Massen verfüttert wird, als Rattenfutter herausstellen wird, das selbst den robustesten und derzeit noch bestgelaunten Naturen zum Verhängnis werden wird.

Welchen Weg der Einzelne wählt – den mühsamen Weg aufwärts oder den zweifellos bequemeren und anfangs auch durchaus unterhaltsamen Weg der Rutsche ins Bento-Planschbecken, ist natürlich jedem freigestellt. Wieder einmal gilt: In der Wahl ist der Mensch vollkommen frei. Im Tragen der Konsequenzen dieser Wahl dann aber ganz und gar nicht mehr.

Juri Galanskow hat seine Entscheidung getroffen. Er hat dabei sein Leben eingebüßt. Aber das Wertvollste bewahrt, was ein Mensch besitzt: Seine Würde.

 

MANIFEST DES MENSCHEN

(von J. Galanskow)

1
Wieder und wieder
packt mich in nächtlicher Stille ein Weinen.
Denn nicht einmal den Saum der Seele
kann man verschenken.
Niemand braucht
einen Tag lang
nach einem Irren zu suchen.
Aber die Leute gehn nach der Arbeit
dorthin, wo Geld rollt und Huren sind.
Sollen sie´s tun.
Ich aber werde durch die Lawine der Leute
hindurchgehn,
anders als sie, und allein –
wie der Splitter eines Rubins,
der im Eise glüht.
Himmel!
Lasse mich leuchten.
Lasse mich nachts
auf das schwarze Samtkleid
ausschütten die Diamanten der Seele.

2
Glaubt nicht den Führern und Ministern,
Glaubt nicht den Zeitungen!
Erhebt euch, die ihr mit eurem Antlitz die Erde deckt!
Seht ihr die große Bombe
und den Blick des Todes aus den offenen Gräbern?
Steht auf!
Steht auf!
Steht auf!
O Purpurblut des Aufstands!
Steht auf und reißt die morschen Zuchthausmauern
dieses Staates ein!

3
Wo sind sie –
die den Kanonen an die Gurgel fahren,
die mit dem heiligen Messer der Rebellion
die Geschwüre des Krieges herausreißen ?
Wo sind sie?
Wo sind sie?
Wo sind sie?
Oder gibt es sie nicht mehr? –
Dort an den Werkbänken stehen ihre Schatten
angekettet mit einer Handvoll klingender Münzen.

4
Der Mensch ist verlorengegangen.
Unwichtig wie eine Fliege
rührt er sich kaum in den Zeilen der Bücher.
Ich gehe hinaus auf den Platz
und presse ins Ohr der Stadt
den Schrei der Verzweiflung.
Menschen! Tröstet mich nicht!
In eurer Hölle kann ich nicht atmen!

5
O Himmel!
Ein strafendes Messer will ich besitzen!
Sieh nur, wie man die schwarze Lüge
auf das weiße Linnen speit.
Sieh nur,
wie abends die Dunkelheit
am blutbesprengten Banner nagt …
Furchtbares Leben –
wie ein Gefängnis, auf Knochen getürmt.
Ich falle!
Ich falle! …
und fühle wie in meinem Innern tief
der Mensch erblüht.

6
Wir haben uns daran gewöhnt,
in freien Stunden
auf den Straßen Gesichter zu sehen,
die vom Leben besudelt sind –
Gesichter wie eure.
Aber plötzlich –
wie das Grollen eines Gewitters
und wie das Antlitz Christi am Tag der Wiederkunft
aufersteht
die getretene und gekreuzigte
Schönheit des Menschen.
Ich bin es – ich,
der zur Wahrheit ruft und zum Aufstand,
der nicht mehr Diener sein will,
und eure schwarzen
aus Lügen geflochtenen Fesseln zerbricht.
Ich bin es – ich,
der vom Gesetz in Fesseln Geschlagene,
der das Manifest des Menschen verkündet!
Mag mir der Rabe
in den Marmor des Leibes eingraben
das Kreuz.


 

Allgemeines zur Kolumne „Endzeitpoesie 4.0 – Brennholz gegen Robotisierung und drohenden Erfrierungstod“:

Da in unserer aus den Fugen geratenden Welt vieles nicht mehr rational verstehbar und auch kaum noch ertragbar ist, brauchen wir dringend ein Gegengewicht aus dem Reich der Poesie … mit diesem geistigen Gegengift in den Adern wird vieles Unverständliche plötzlich wieder verständlich und Unerträgliches wieder ertragbar – oder noch besser: gestaltbar!

Denn die größte Lüge, die uns heute beigebracht wird, ist: dass der Einzelne ohnehin nichts tun kann. – Das genaue Gegenteil davon ist wahr: Es kommt auf jeden einzelnen an und das mehr als jemals zuvor. Und wie uns schon Dostojewskij erklärt hat, ist im Leben auch niemals etwas umsonst, selbst wenn eine Bemühung keinen sichtbaren Erfolg zeigt: „Alles ist wie ein Ozean, alles fließt und berührt sich; rührst du an ein Ende der Welt, so zuckt es am anderen.“

Gerade unsere geistlose Zeit braucht philosophische Gedanken wie eine Wüste das Wasser. Dieses Wasser – die Gedanken der großen Geister der Menschheit – gibt es schon lange. Aber die scheinbar alten – in Wirklichkeit ewig jungen – Gedanken bleiben nicht dieselben: Jeder, der sie aufgreift und verinnerlicht, färbt sie mit seiner individuellen Persönlichkeitsnote ein und bringt dadurch wieder ganz neue Farben in die Welt, die bisher noch nicht existiert haben. Und solche Farben braucht unsere grau gewordene Welt (siehe 1000 Gestalten.de) heute dringend – sie saugt sie auf wie ein trockener Schwamm das Wasser … damit wieder Neues, Kreatives, Menschliches entstehen kann.

In diesem Sinne wollen wir der pseudopragmatischen Alternativlosigkeit (siehe „Der Führer 4.0 – Er ist schon längst da“) die Gefolgschaft in den Grand Canyon verweigern und es lieber mit Ilija Trojanow halten: „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“. – Dann kann die scheinbare Endzeit zu einem neuen Anfang werden.

Zumindest als Denunziations-Propagandamaschinerie taugen unsere ehemaligen „Qualitätsmedien“ ja noch … (über den aktuellen Fall eines unbequemen Rechtsanwalts)

Aktuell (seit dem 20.9.2019) wird ja ein Rechtsanwalt aus Westdeutschland öffentlich diskreditiert (siehe Stellungnahme „Souveränität oder: des Kaisers neue Kleider…“), weil er es wagte, nicht nur öffentlich, sondern sogar vor dem Verwaltungsgericht Aachen (AZ. 4 K 1885/18) die Behauptung aufzustellen, Deutschland sei nicht souverän und das Deutsche Reich und damit auch das Königreich Preußen wäre – sogar im Lichte der Rechtsprechung des BVerfGs zum Grundlagenvertrag (siehe BVerfGE 36, 1)  im juristischen Sinne noch existent, siehe: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv036001.html

Genau genommen lachten die Richter des VG Aachen damit über die eigene Rechtsprechung des BVerfGs.

Vor dem Einsteig in diese für den juristischen Laien womöglich trockene (aber leider nichts desto trotz seine vitalsten Interessen betreffende) Materie, siehe eventuell ein paar „alternative Fakten“, wie sie uns sogar im Abendprogramm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens präsentiert werden:

Mit den intellektuellen Anforderungen, die sich aus diesen Fragen ergeben, warum  offensichtlich also nicht nur die bei dieser Verhandlung anwesende Mainstream-Vertreter hoffnungslos überfordert, da sie allem Anschein nach nicht einmal die Erklärungen des Anwalts richtig wiedergeben konnten, sondern vor allem auch die beteiligten Richter des VG Aachen.

Zu dieser Thematik finden sich in dem Buch „Die BRD-GmbH“ von Dr. Klaus Maurer folgende Ausführungen (siehe dort S. 31 ff. und S. 245 f.), und wer kann, der möge sie schlüssig widerlegen (Soweit im nachfolgenden Zitat Formulierungen geändert wurden, so lediglich aus Gründen der Textstraffung):

(S. 31 ff, Zitat Anfang)„Von „BRD“-Vertretern, „Politikern“ und in Schulden des BRD-Systems wird immer wieder behauptet, das Deutsche Reich sei durch diverse Ereignisse „verschwunden“ bzw. „untergegangen“, wie beispielsweise:

1.mit der militärischen Niederlage der Wehrmacht im Jahre 1945,

2. mit der Gründung der BRD und der DDR im Jahre 1949,

3.mit dem Grundlagenvertrag zwischen der BRD und der DDR im Jahre 1972,

4.mit dem Beitritt der BRD und der DDR zur UNO im Jahre 1973,

5.mit dem Einigungsvertrag zwischen der BRD und der DDR im Jahre 1990,

6.mit dem sogenannten 2+4 Vertrag aus dem Jahre 1990

Zum besseren Verständnis ist folgendes voranzustellen:

Das Völkerrecht, insbesondere das Kriegsvölkerrecht in Gestalt der Hager Landkriegsordnung und der Genfer Konvention, sieht im Falle einer militärischen Niederlage das Verschwinden des untergegangenen Staates nicht vor.

Es gibt (gem. der 3-Elementen-Lehre, wonach ein Staat aus den Elementen Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt im Sinne höchster Regierungsgewalt ohne übergeordnete Herrschaft besteht) völkerrechtlich gesehen also nur drei Möglichkeiten, einen Staat zum Verschwinden zu bringen:

1.der oberste Souverän des Staates (also das Staatsvolk oder der Monarch) entscheidet in freier Selbstbestimmung, dass der Staat aufhört zu existieren,

2.nach einer militärischen Niederlage wird das gesamte Staatsvolk bis auf den letzten einzelnen Staatsangehörigen verschleppt oder umgebracht,

3.nach einer militärischen Niederlage wird das gesamte Staatsgebiet vollständig annektiert (von den Siegermächten einverleibt)

Soweit kann doch sicherlich jeder folgen.

„Eine Annexion würde bewirken, dass die Staatsangehörigkeiten des annektierten Staates eine neue Rechtsstellung zuerkannt bekommen müssen. Sie müssten dann Staatsangehörige des annektierenden Staates werden, selbstverständlich mit allen Rechten und Pflichten.

Eine Annexion ist jedoch von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges ausdrücklich nicht praktiziert worden.

Bereits im Londoner Protokoll vom 12.9.1944 wurde von ihnen festgelegt, dass das Gebiet des Deutschen Reiches nicht annektiert und das Deutsche Reich nicht ausgelöscht wird, sondern lediglich innerhalb seiner Grenzen vom 31.12.1937 in Besatzungszonen eingeteilt, und ein besonderes Berliner Gebiet geschaffen wird

(vgl. Londoner Protokoll über die Besatzungsfragen in Deutschland und die Verwaltung von Groß-Berlin vom 12.9.1944, letzte Fassung vom 13.8.1945)

Auch in der „Berliner Erklärung vom 5.6.1945“ wurde klargestellt, dass die Besatzungsmächte die oberste Regierungsgewalt in Deutschland übernehmen, es jedoch nicht annektieren werden, und das eventuelle Grenzänderungen in einer späteren Friedensregelung festzulegen seien.

„Die Regierungen übernehmen hiermit die oberste Regierungsgewalt in Deutschland … Die Übernahme ….bewirkt nicht die Annektierung Deutschlands. Die Regierungen werden später die Grenzen Deutschlands….festlegen.“

(„Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten Regierungsgewalt hinsichtlich Duetschlands… vom 5.6.1945, in: Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland, Ergänzungsblatt Nr. 1, S. 7 – 9:

Somit wird selbst von den Allierten Siegermächten klar gesagt, dass das Deutsche Reich allein auf Grund der militärischen Niederlage nicht „untergangen“ ist.

Wenn behauptet wird, mit der Gründung der „DDR“ und der „BRD“ sei das Deutsche Reich „untergegangen“, so könnte man dem entgegenhalten, dass die BRD und die DDR nicht als „Staaten“, sondern lediglich als „Kolonialverwaltungen“ der Besatzungsmächte gegründet wurden. Folgerichtet waren sie zu keiner Zeit „Rechtsnachfolger“ Des Deutschen Reiches. Demzufolge lautet ein entsprechendes Urteil des BVerfGs 1981:

„Das Inkrafttreten des Grundgesetzes … und der Verfassung der DDR änderte am Fortbestand des Deutschen Staates nichts; beide Vorgänge erfüllten nicht einen völkerrechtlichen Tatbestand des Staatsunterganges….“ (BVerfG 2 BvR 373/83)

Soweit behauptet werden würde, mit dem „Grundlagenvertrag“ zwischen der BRD und der DDR im Jahre 1972 oder mit dem Beitritt der BRD oder der DDR zur UNO im Jahre 1973 sei das Deutsche Reich untergegangen, dann wäre das schlicht fernliegend.

Die Tatsache, dass von zwei Kolonialverwaltungen, die keine Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches waren, die Außenbeziehungen neu gestaltet werden, kann natürlich nicht zu einem Untergang des Deutschen Reiches geführt haben.  Folgerichtig wurden bereits in einem Grundsatzurteil des BVerfG aus dem Jahre 1973 folgende Ausführungen gemacht:

„Das Grundgesetz – nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! – geht davon aus, dass das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, Art. 116 und Art. 146 GG. Das entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, an der der Senat festhält. Das Deutsche Reich existiert fort (BVerfGE 2, 266 [277]; 3, 288 [319 f.]; 5, 85 [126]; 6, 309 [336, 363]), besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig. Im Grundgesetz ist auch die Auffassung vom gesamtdeutschen Staatsvolk und von der gesamtdeutschen Staatsgewalt „verankert“ (BVerfGE 2, 266 [277]). Verantwortung für „Deutschland als Ganzes“ tragen – auch – die vier Mächte (BVerfGE 1, 351 [362 f., 367]).“

Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (vgl. Carlo Schmid in der 6. Sitzung des Parlamentarischen Rates – StenBer. S. 70). Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches,…“

Folglich war das Deutsche Reich im Jahre 1973 noch existent.

Ist das Deutsche Reich vielleicht mit dem 2+4 -Vertrag im Jahre 1990 untergegangen?

In Art. 7 des 2+4 Vertrages heißt es dazu:

„Die Französische Republik, das Vereinigte Königreich…die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und die Vereinigten Staaten … beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes….“.

„Deutschland als Ganzes“ wurde von den Alliierten Siegermächten immer als Synonym für das Deutsche Reich verwendet, und zwar nicht nur für das Territorium des Deutschen Reichs, sondern für alle drei Elemente aus der Drei-Elemente-Lehre, also für das Territorium, das Staatsvolk und die Staatsgewalt.

Der oben zitierte Satz bedeutet deshalb vereinfacht:

„Die Alliierten beenden ihre Verantwortlichkeiten für das Deutsche Reich.“

Dies beinhaltet etwas völlig anderes als einen Untergang. Die Alliierten haben nicht festgelegt, dass das Deutsche Reich untergeht, sondern nur, dass sie ihre diesbezüglichen Verantwortlichkeiten beenden.

Damit kann das Deutsche Reich hierdurch (gerade) nicht untergangen sein.

Wie sollte man denn auch etwa Verantwortlichkeiten erst reklamieren, und dann wieder beenden, für etwas, das es gar nicht gibt?

In diesem Satz ist somit implizit enthalten, dass das Deutsche Reich weiterhin besteht. Schließlich haben die beiden Gebilde „DDR“ und „BRD“ nichts mit dem Deutschen Reich zu tun.

Weder die „DDR“ noch die „BRD“ waren identisch mit dem Deutschen Reich oder (was ich etwas anders sehe) dessen Rechtsnachfolger.

Dass eine Zusammenlegung dieser Gebilde nicht zu einem Untergang des Deutschen Reichs führen konnte, leuchtet auch jedem juristischen Laien sofort ein.

Zusammenfassend ist festzustellen:

Es gibt keinen völkerrechtlichen Akt, durch den das deutsche Reich oder eines seiner Einzelstaaten untergangen wäre.

Eine Ergänzung zu der o.g. Entscheidung des BVerfG zum Grundlagenvertrag:

Die BRD soll danach also „teilidentisch“ mit dem Deutschen Reich sein.

Auch hierbei handelt es sich um Desinformation und Lüge.

Die „BRD“ basiert auf dem Grundgesetz von 1949, wohingegen das Deutsche Reich (von 1871 – 1918) auf dem Verfassungsvertrag von 1871 basiert.

Die „BRD“ bestand (bis 1990) aus „Ländern“ bzw. „Bundesländern“, das Deutsche Reich aus jahrhundertealten Staaten, die mit Reichsgründung 1871 zu Bundesstaaten wurden. Zudem sind die Territorien dieser Bundesstaaten und der Bundesländer völlig verschieden.

Wenn die „BRD“ und das „Deutsche Reich“ „identisch“ wären, dann müsste es ein Reichsgesetz geben, aus dem zu entnehmen wäre, dass das Deutsche Reich in „Bundesrepublik Deutschland“ umbenannt werde oder nicht mehr der Verfassungsvertrag von 1871, sondern das Grundgesetz von 1949 als Grundlage gelte.

Jedem Laien leuchtet sofort ein, dass es sich bei der „BRD“ und dem „Deutschen Reich“ um zwei völlig verschiedene Körperschaften bzw. zwei völlig verschiedene Rechtssubjekte handelt.“ (Zitat Ende)

Weiter führt Dr. Maurer ebenda aus (Seite 245, Text redaktionell gekürzt und teilweise umformuliert – Zitat Anfang):

„Von den BRD-abhängigen Staatsrechtlern wird immer wieder behauptet, einen Staat Preußen gebe es heute nicht mehr.

Folgende Argumente werden angeführt, weshalb Preußen als legitimer Staat „untergegangen sei“ soll:

Preußen soll völkerrechtlich rechtmäßig „verschwunden“ sein

1.infolge der nationalsozialistischen Rechtssetzung unter dem Begriff „Reichsstatthaltergesetz vom 7.4.1933“

2. nationalsozialistischen Rechtssetzung unter dem Begriff „Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vom 30.1.1934“

3. nationalsozialistischen Rechtssetzung, unter der seit 1934 nahezu alle Ministerin des Freistaates Preußen (mit Ausnahme des preußischen Finanzministeriums, der Archivverwaltung und weniger anderer Landesbehörden) mit den entsprechenden Reichsministerien zusammengelegt wurden.

4.infolge des Kontrollratsgesetzes Nr. 46 vom 25.2.1947. In ihm stellte der Alliierte Kontrollrat fest:

Artikel 1

„Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst.“(Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25.2.1947)

5.Zum Zeitpunkt dieser „Auflösung“ sollen in den westdeutschen  Besatzungszonen flächendeckend „Länder“ gebildet worden sein, wodurch eine völkerrechtlich korrekte Dismembration des Staates Preußen stattgefunden habe.

Zu den Punkten 1 – 3:

Diese Argumentation ist im Grunde ein einziger Skandal, denn diese Aussagen implizieren, dass die nationalsozialistische Rechtssetzung zur Gleichschaltung für legitim erklärt wird.

Mit Vertreter dieser „Argumentation“ widersprechen sich damit auch selbst, denn nach dem nach wie vor gültigen (siehe Art. 139 GG) SHAEF-Gesetz Nr. 1 Artikel II – Nichtanwendung von Rechtssätzengilt (Zitat):

„Die Auslegung oder Anwendung des deutschen Rechtes nach nationalsozialistischen Grundsätzen, gleichgültig wann und wo dieselben kundgemacht wurden, ist verboten.“

Oder möchte jemand Nazi-Recht für legitim erklären?

Zu Punkt 4:

Wer dieses Kontrollratsgesetz für eine heute noch gültige Rechtsnorm erklärt (so wie Art. 139 GG), der erklärt damit gleichzeitig, dass das Besatzungsrecht weiterhin in Kraft sei.

Besatzungsrecht ist aber kein gebietskörperschaftliches Recht, sondern nur Recht einer Personenvereinigung für Personal der Kolonialverwaltung BRD.

Die Alliierten haben bisher immer deutlich gemacht (s.o.), dass sie ihre Verantwortlichkeiten für „Deutschland als Ganzes“ als beendet betrachten. Damit ist automatisch der Rechtsstand vor Beginn des Besatzungsrechts wieder der Gültige.

Zudem ist die Frage, ob eine Besatzungsmacht einen Staat überhaupt auflösendarf.

Das ist nach gültigem Völkerrecht bzw. Kriegsvölkerrecht natürlich nicht möglich. Eine Siegermacht kann einen Staat nach gültigem Völkerrecht aber beispielsweise annektieren.

Durch eine Annexion würden die Staatsangehörigen des annektierten Staates die Staatsangehörigkeit des annektierenden Staates automatisch erhalten – selbstverständlich mit allen Rechten und Pflichten.

Einen Staat aufzulösen oder einfach zu „verbieten“, ohne völkerrechtskonform zu regeln, welche Rechtsstellung das Staatsvolk des auf diese Weise „verbotenen“ Staates künftig haben soll, ist schlichtweg gar nicht möglich, siehe auch Art. 15 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

Abs. 1: Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit

Abs. 2: Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit entzogen….werden

Nebenbei:

Da man auch international zugeben musste, dass es völkerrechtlich nicht möglich ist, einen existierenden Staat aufzulösen oder „zu verbieten“, wurde bereits 1951/952 in den westlichen Besatzungszonen das Kontrollratsgesetz Nr. 46 aufgehoben. Adenauer verhinderte jedoch die Reorganisation des Freistaates Preußen.

Auf dem SMAD Territorium wurde das Kontrollratsgesetz Nr. 46 am 20.9.195 auf Beschluss des Ministerrats der UdSSR aufgehoben.

Zu Punkt 5:

Eine Dismembration ist definitionsgemäß das Zerfallen eines Staatesin mehrere Einzelstaaten, die ihrerseits souverän und Rechtsnachfolger des Ursprungsstaates sind.

Da es sich bei den sog. Bundesländern nicht um souveräne Staaten mit eigenem Staatsangehörigkeitsrecht handelt, kann eine Dismembration des preußischen Staats durch die Einrichtung von Ländern durch die Besatzer niemals stattgefunden haben.

Fazit:

Wenn man der Auffassung, dass das Königreich Preußen durch Nationalversammlungsentscheid, der den Gesetzen im Königreich Preußen gegenüber höherrangig anzusehen ist, in den „Freistaat Preußen“ umgewandelt und umbenannt worden ist, dann wäre der „Freistaat Preußen“ legitim zustande gekommen und rechtssubjektidentsich mit dem Königreich Preußen.

Der Freistaat Preußen ist rechtswirksam konstituiert und er besteht weiterhin legitim. Wir befinden uns im Freistaat Preußen im Rechtsstand vom 18.7.1932 (mit der Verfassung vom 30.11.1920 mit der Rechtsfortentwicklung bis zum 18.7.1932)

(Zitat Ende)

 

Meine persönliche – nicht juristische, sondern rein pragmatisch begründete – Auffassung geht dahin, dass das Konstrukt eines Fortbestand des Deutschen Reichs oder Preußens (von 1871 – 1918) schon von vornherein gar nicht erforderlich ist.

Wenn ein Staat keine Staatsgewalt mehr hat, sein Gebiet zerstückelt und seine Bevölkerung geteilt wird, dann ist der ursprüngliche Staat nicht mehr existent.

Das bedeutet aber nicht, dass dieser Staat nicht mehr neu hergestellt werden könnte.

Wie die Autoren Macgregor/Docherty (Verborgene Geschichte- Wie eine geheime Elite die Menschheit in den 1. Weltkrieg stürzte) und Monika Donner (Krieg, Terror, Weltherrschaft) in Ihren Büchern nicht nur schlüssig, sondern unwiderlegbar nachgewiesen haben, war das Deutsche Reich von 1871-1918 das Opfer einer großer Verschwörung und für den Ausbruch des 1. Weltkriegs in keiner Weise verantwortlich.

Die durch den Versailler Vertrag auferlegten Reparationszahlungen dienten im Grunde nur dem Zweck, die von den Siegermächten für den 1. Weltkrieg aufgenommenen Kredite vom eigentlichen Opfer des 1. Weltkriegs bzw. zunächst von der Weimarer Republik und später von der BRD finanzieren zu lassen.

Wie auch immer das Völkerrecht die Situation bewertet:

Die Kriegsschuldfrage zum 1. Weltkrieg muss hochoffiziell neu beantwortet werden, zumal sie schon längst wissenschaftlich eindeutig neu beantwortet worden ist.

Das Deutsche Reich von 1871 – 1918 war nach den gesicherten historischen Fakten für den Ausbruch des 1. Weltkrieges in keiner Weise verantwortlich.

Also ist es ganz einfach, dafür braucht mein kein Völkerrecht:

„Die Deutschen“ bzw. „Deutschen Völker“ müssten im Hinblick auf die Verantwortlichkeit für die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, den 1. Weltkrieg, umfassend rehabilitiert werden.

Was die Räuber gestohlen haben, das müssen sie den Opfern zurück geben, und das heißt:

Der Zustand des Deutschen Reichs von 1918 müsste also wiederhergestellt werden.

Den Deutschen müssten wieder ihre volle Souveränität zugegeben werden, damit sie sich in freier Selbstbestimmung endlich eine eigene Verfassung geben können.

Alle noch offenen Fragen müssen in Friedensverträgen geregelt werden, sobald Deutschland seine Souveränität und Unabhängigkeit wieder erlangt hat.

Da alle Reparationsleistungen der Weimarer Republik und der BRD zu Unrecht gefordert und geleistet wurden, müssten sie erstattet werden:

 

Ach ja, noch ein Nachtrag:

Und wer nun die Deutschen für das (unbestreitbare) NS-Unrecht zur Verantwortung ziehen will, der sollte vorher Antony C. Suttons Bücher lesen, insbesondere:

„Das Amerikansiche Establishment“, siehe:

https://www.bod.de/buchshop/amerikas-geheimes-establishment-antony-c-sutton-9783749428953

und

„Die Wallstreet und Hitlers Aufstieg“, siehe:

https://www.kopp-verlag.de/Wall-Street-und-der-Aufstieg-Hitlers.htm?websale8=kopp-verlag.01-aa&pi=A1117686

Dann kann er sich selbst die Frage beantworten, wer eigentlich Hitlers Aufstieg finanziert hat, und zu welchem Zweck dies geschah.

Und dann stelle er sich die Frage: Wer ist denn der „größere“ oder – besser: der wahre – Verbrecher?

Der, der den Menschen oder gar ein ganzes Volk durch himmelschreiendes Unrecht erst zum Monster gemacht hat,  oder „der Mensch“/das Volk, dass durch himmelschreiendes Unrecht zum Monster gemacht wurde?

Diese Zusammenhänge kann jeder Mensch erkennen.

Voraussetzung könnte aber sein, dass er nie Geschichte oder Jura studiert hat….

Entziehe der Faschismus-Maschine den wichtigsten Treibstoff: Deine Angst!

Während der Mäusefriedhofsbürger in Zeiten marktkonformer Demokratie alles tut – und auch alles in Kauf nimmt – nur, um nicht „rechts“ zu sein, hat er womöglich übersehen, dass er mittlerweile selbst dem allergrößten und menschenverachtendsten Faschismus huldigt.

Dazu ein bemerkenswerter Text von Anna Zollner (veröffentlicht in: Tagesdosis / Ken FM am 11.09.2019)
„Die Faschismus-Maschine“

Auszug (edit pw):

„… Wer diese Wahrheit erst einmal akzeptiert hat, hat ein ähnliches Problem wie jene Deutschen, die als „Personal“ in den Vernichtungslagern im Ausland nur ihre Befehle ausführten, Zyklon B durch die Decke der Duschen kippten,  und dann den Urlaub in der Heimat antraten. Wie antworten, wenn die Verwandten fragten, wo man denn so eingesetzt sei?

Schweigen bedeutete Mittäter zu sein, Nicht-Schweigen bedeutete Opfer werden zu können.
Wie entscheiden? Die meisten Menschen damals haben geschwiegen. Aus Angst. Was sie mit den meisten Menschen heute verbindet.

(…)

Die Wahrheit erreicht uns nicht mehr. Wir haben uns gegen den Schmerz, der automatisch eintritt, wenn man die eigene Freiheit und die seiner Kinder verrät, abgesichert. Konsum als Kondom. Folgenloser Sex, mit dem vollkommen verlogenen Zeitgeist.

Es spielt offenbar keine Rolle, dass heute wirklich jede vom Mainstream abweichende Meinungsäusserung zu jedem Thema zum Risiko der eigenen Existenz werden kann. Wir haben uns damit abgefunden. Widerstand? Wozu? Es gibt doch Netflix. Wir sitzen vor der Glotze und halten so auch in den eigenen vier Wänden die Fresse. Besser ist es. Alexa könnte uns verpetzen.

Es zählt weder was wir sehen, hören, geschweige denn empfinden, es zählt nur, was die Regierung sagt oder was der Algorithmus rät. Menschen, die zu Völkerrechtsbruch X geschwiegen haben, haben auch bei Drohnenmord Y weggesehen.

Klug im Sinne des Systems. Wer gehorcht, fällt nicht dumm auf, weiss von nichts, ist zu jedem Verbrechen bereit oder aber duldet es, wenn er Zeuge dessen wird. Öffentliches Ausblenden, damit es privat blendend geht.

Der Bürger 2.0  ist auch dann Mittäter, wenn ihm gar keine echte Gefahr droht, wenn er sich verweigern würde. Dem Bürger 2.0 ist es gelungen Party und Apathie zu einem braunen Klumpen Restleben zu verschmelzen. Leben im Dreck. Leben in der von aussen verordneten Bedeutungslosigkeit.“

(…)

Schweigen bedeutete Mittäter zu sein, nicht-schweigen bedeutete Opfer werden zu können.

Wie entscheiden?

Die meisten Menschen damals haben geschwiegen. Aus Angst. Was sie mit den meisten Menschen heute verbindet.

(…)

Wer jetzt immer noch schweigt, ist nicht nur Opfer der neuen Faschismus-Maschine er ist ein Teil von ihr und rechnet damit, dass er von den Resten der Beute weiter so gut leben kann, dass es auch morgen noch für eine Dauer-Betäubung reicht.

(…)

Unabhängig davon gilt für jeden von uns: Sprich die Wahrheit aus. Nenne die Fakten. Entziehe der Faschismus-Maschine den wichtigsten Treibstoff überhaupt, deine Angst.

Sei Mutig. Kein Mitläufer. Mach nicht dieselben Fehler wie deine Großeltern. Geschichte wiederholt sich nur, wenn wir, wenn Du es zulässt.

(…)
Wer wider besseren Wissens mit-schweigt aus Furcht die Nachbarn, die Kollegen, die Presse oder der Staat könnten einen sonst ins Visier nehmen, täuscht sich, wenn er davon ausgeht, dass sich am Ende der Dauer-Lüge irgendwann die Wahrheit schon noch zeigen würde. Wahrheit hat einen Preis und muss mit Mut und Rückgrat jeden Tag neue verteidigt werden. Wer nur Feigheit einzahlt, kann nicht mit Mut als Dividende rechnen.“

(zum ganzen Text: https://kenfm.de/tagesdosis-11-9-2019-die-faschismus-maschine/ )

 

Letzte Worte eines blutenden Hasen im Rinnsal: „Will auch gut und gerne lebähn …!“

Hasen-Katzenjammer nach der Party

Sie hat nun also eingesetzt: Die Ernüchterung nach der großen Party. Einer Party, die auf allen Kanälen einer fast schon bewundernswerten Hochleistungs-Medienmaschinerie promotet wurde und zu der auch fast jeder Promi, der etwas auf sich hielt, sein Scherflein beisteuerte. Eine Party, die aber in Wirklichkeit eine neoliberale Treibjagd war, bei der denjenigen, die eigentlich nur Spaß und „gut und gerne leben“ wollten, nun eiskalt das Fell über die Ohren gezogen wird.

Im einstmals wohlhabendsten Land Europas hat ein erbarmungsloser Existenzkampf begonnen. Immer mehr Menschen brauchen ihre letzten Ersparnisse auf und müssen sich im Niedriglohnsektor verdingen. Jedes vierte (im Osten jedes dritte) Kind gilt laut offizieller Statistik als arm, jedes fünfte Kind geht abends hungrig ins Bett. Über 1,5 Millionen Bürger der Bundesrepublik nehmen die Demütigung auf sich, sich bei einer „Tafel“ um abgelaufene Lebensmittel anzustellen, die von Supermärkten entsorgt wurden, Bedarf stark steigend. Die Schulen verschimmeln. Aber es muss ein milliardenschwerer Digitalpakt her, um die Kleinen so früh wie möglich an Flachbildschirm und WLAN anzustöpseln. Der europäische Frieden wird gerade ohne Not vor die Wand gefahren, deutsche Panzer stehen erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder auf ehemals sowjetischem Gebiet an der russischen Grenze, die deutsche Presse (laut Michail Gorbatschow die bösartigste Presse überhaupt“) trommelt zur kompromisslosen Konfrontation mit Russland. Auch die nukleare Karte wird achselzuckend auf den Tisch gelegt und ernsthaft atomare Präventivschläge vorgeschlagen, um „Putin zu stoppen“. Ja wenn da jemand das größte und an Bodenschätzen reichste Land der Welt der neoliberalen Ausschlachtung verweigert, jetzt sogar Gentechnik-Landwirtschaft nach System Monsanto verbietet und stattdessen die weltgrößte Bio-Landwirtschaft hochziehen will – ja, da helfen wohl wirklich nur Atombomben.

Obwohl wir im Falle einer – absichtlichen oder auch nur durch technisches Versagen ausgelösten – Eskalation in Sekundenbruchteilen verdampft wären (der Kreml hat uns bereits klipp und klar gewarnt, dass wir gerade eine rote Linie übertreten und ins offene Messer laufen – siehe Spiegel), machen unsere drei Damen vom Grill in Berlin (eine grillt jetzt sogar in Brüssel weiter) jedoch unbedarft weiter und sind wild entschlossen, dem atomar bestückten russischen Bären mit ihrem Würstchenwender den Hintern zu versohlen (Von der Leyen: „Man muss Putin weh tun!“). Falls die drei Damen vom Grill den russischen Bären mit dem Würstchenwender nicht zur Räson bringen können, dann haben sie noch andere Instrumente der Maßregelung: Womöglich werden sie die Gorch Fock vorbeischicken, sofern die diensthabenden Offizieren dort nicht gerade damit beschäftigt sind, mit weiblichen Rekrutinnen Doktorspiele zu veranstalten, also Besseres zu tun haben, als den Befehlen von drei abgetakelten Damen vom Grill Folge zu leisten.

Fack ju Goethe

Man wird gar nicht fertig damit, wollte man aufzählen, auf wievielen Baustellen es gerade lichterloh brennt bzw. wie dieses Land vor die Hunde geht. Ich erspare mir diesmal auch weitere Links, da einem die alternativlosen Fakten ohnehin überall entgegenpoppen, wo man hinklickt. Der Chef des Deutschen Richterbunds stellt „Das Ende der Gerechtigkeit“ fest, der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft „einen Rückzug des Staates auf breiter Front“. Der Oberstaatsanwalt meint: „Das sieht hier alles zwar hübsch aus. Aber in Wirklichkeit machen wir hier nur noch fröhlich Musik wie die Kapelle auf der Titanic.“ Der in den Kulturspalten  unserer Qualitätsmedien jahrelang gehypte Gangstarap ist nun endlich auch auf unseren Straßen angekommen und sorgt mit Gang Bang Beats dafür, dass im Land, das einen auch „Fack ju Göhte“ macht, keine Langeweile aufkommt. Ein Land, in dem „Du Goethe“ auf Schulhöfen angeblich als eine der schlimmsten  Beleidigungen aufgefasst wird, die nach Blutrache schreit. Schwere Gewalt- und Sexualdelikte nehmen landesweit massiv zu. Richter, Staatsanwälte und Kriminalbeamte berichten, dass Delikte die nicht gerade mit Mord und Totschlag zu tun haben, mangels Kapazität kaum noch ernsthaft verfolgt werden. Von 5,18 Millionen Verfahren hat die Staatsanwaltschaft mehr als die Hälfte – 2,9 Millionen – durch Einstellung mangels Tatverdachts, wegen Geringfügigkeit oder unter Auflagen erledigt. In gerade einmal 434.600 Fällen (=8,4 %) kam es zu einer Anklage. Auch die Verwaltungsgerichte drohen zu kollabieren, aktuell durch 230.000 Klagen gegen negative Asylbescheide.

Schimmelfreier Wohnraum mit ausreichend Platz für Kinder und auch Kinder überhaupt sind für Normalverdiener im städtischen Raum kaum noch leistbar. Während man in der arabischen und afrikanischen Welt in Deutschland immer noch das gelobte Land sieht und junge Menschen sogar ihr Leben aufs Spiel setzen, nur um hierher übersetzen zu können, so verlassen im Gegenzug jedes Jahr hunderttausende, überwiegend hochqualifizierte und junge Deutsche ihr Heimatland (laut Statistischem Bundesamt alleine 2017 ca. 250 000, von denen 70 Prozent hochqualifiziert und zwischen 25 und 30 Jahre alt seien), meist Richtung Schweiz, Österreich, Großbritannien oder USA. „Eine Republik wird abgewickelt“, meint der ehemalige CDU-Abgeordnete Willy Wimmer. Dank einer perfektionierten Medien-/Meinungsmaschinerie konnte die marktkonforme Abwicklung bzw. die kontrollierte Sprengung sogar als große Party verkauft werden, bei der man grenzenlos Spaß haben kann. Deutschland steht inzwischen auch außenpolitisch in der Wüste. Einst für seine interkulturellen Leistungen und seine Diplomatie hochgeschätzt, steht es heute quasi wie isoliert im Nirgendwo, hat den eigenen Standpunkt fast vollständig verloren. Das einstige Land der Dichter und Denker wird in anderen Ländern im besten Falle bemitleidet, für seine Austeritäts- und aggressive Interventionspolitik, die es kritiklos mitträgt, vielfach sogar gehasst. Es steht zu befürchten: Wenn unser Zug demnächst entgleist, wird uns keiner helfen.

Nobelpreis für kollektive Chlorofomierung

Viele Essays erscheinen derzeit, wo die Frage aufgeworfen wird, wie das alles, und noch dazu in so kurzer Zeit, soweit hat kommen können. Wieso ist das hinsichtlich seiner demokratischen, sozialwohlfahrtstaatlichen und kulturellen Errungenschaften bislang auf der ganzen Welt beneidete Deutschland nun eine Art Narrenschiff geworden, das Reinhard Mey ja bereits trefflich besungen hat? Was viele in Diskussionen, die man derzeit in Foren ebenso wie am Marktplatz beobachten kann, schier zum Wahnsinn treibt: Die Frage, wieso die Bürger die Kanzlerin, die diesen salto mortale – eigentlich ist diese Metapher unpassend, es ist eher ein unspektakulärer, ganz leiser Erstickungstod, mit dem wir es zu tun haben –  federführend zu verantworten hat, viermal in Serie wiedergewählt haben? – Selbst dann, als es bereits für jedermann ersichtlich war und von der Kanzlerin auch unumwunden ausgesprochen wurde, dass sie gewillt ist, dieses Land voll vor die Wand zu fahren?

Viele fragen sich ja, ob das Land der Dichter und Denker wirklich keine andere Person an der Spitze hervorbringen kann als ein solches Senkblei, das uns mit unbeirrter Miene auf den transatlantischen Meeresgrund ziehen will. Zumindest die makropolitische Antwort auf diese Frage ist sonnenklar: Wenn man nach der Agenda von Finanzeliten und transatlantischer Geostrategen ein Land „abwickeln“ (Wimmer) und dem neoliberalen Kahlfraß preisgeben will, dann ist diese Kanzlerin (lt. Sloterdijk nur eine „Hohlraumfigur“) wirklich die Frau der Stunde, für die man keine bessere Personalie finden hätte können. Und genau deshalb wird sie auch von den transatlantisch-neoliberalen Seilschaften und ihrer medialen Hochleistungsmaschinerie im Sattel gehalten. Denn die wissen: Die Chance auf eine solch gigantische Abrissbirne kommt nie wieder. Keiner anderen Person – und schon gar keinem Mann! – würden die deutschen Bürger sowas durchgehen lassen. Damit die Väter und Mütter dieses Landes es über sich ergehen lassen, dass ihnen das Fell über die Ohren gezogen wird und auch ihre Kinder auf der neoliberalen Schlachtbank geopfert werden, dazu braucht es Chloroformierung der besonderen Art. Diese Chloroformierung muss dermaßen schleichend, unbedarft und unentrinnbar ausgebreitet werden, dass kein tagesschauguckender Mensch, der einfach nur gut und gerne leben möchte und auch allen anderen Menschen dieser Welt ein Stück vom Wohlstandskuchen vergönnt, etwas davon ahnt, wie ihm eigentlich damit selbst das Fell über die Ohren gezogen wird …. wie er jetzt auf ein Förderband gesetzt wird, das sich auf eine unbarmherzig mahlende Knochenmühle zubewegt, die bereits in Sichtweite ist und aus der man auch schon grauenvolle Schreie derjenigen vernehmen kann, die im Reise-Nach-Jerusalem-Spiel bereits ihre Sessel verloren haben.

Damit die Passagiere, die auf diesem Förderband der marktkonformen Demokratie sitzen, trotz des für Augen und Ohren bereits unleugbaren Grauens weiterhin ruhig halten, braucht es ein Narkosemittel, das sich genauso unbedarft löffelt wie Vanillepudding aus Muttchens Küche. Niemand würde diesen Pudding löffeln, wenn er von Freddy Krueger oder Pogo dem Clown serviert würde. Wenn diesen Pudding aber ein unbedarftes Muttchen serviert, das dazu noch irgendwas von „gut und gerne leben“ memmelt, ja, welcher gut-bürgerlich erzogene Tagesschaugucker könnte da wohl diesen Pudding ausschlagen? Noch dazu, wo er dank medialer Glutamate und Geschmacksverstärker so lecker schmeckt?

Man hat die Puddingkanzlerin 2015 ja bereits für den Nobelpreis vorgeschlagen. Sie hätte es womöglich wirklich verdient, in diejenige Riege aufgenommen zu werden, in der auch Drohnenkönig Obama residiert. Denn dieses Husarenstück, eine ganzen Nation dazu zu bringen, den Mund aufzumachen und „Aaaah“ zu sagen, um den Bürgern dann mit einem langen Kochlöffel ebendiesen Pudding in den Rachen zu schieben, das muss man in einer Zeit, in der sich schon jeder Grundschulabsolvent für superschlau und superkritisch hält und einem die Welt erklären will, erst einmal fertigbringen. Dass die Majorität einer Bevölkerung, welche die Kulturtechniken des Lesens, Schreibens und Denkens beherrscht, einen solchen hochtoxischen Brei, anstatt ihn auszuspucken, dann auch wirklich noch runterschluckt, dazu braucht es Qualitäten, für die uns derzeit noch die richtigen Worte fehlen und über welche sich zukünftige Marketingexperten ebenso wie Historiker noch viel mehr den Kopf zerbrechen werden wie über die Frage, wie es seinerzeit zum Anschluss an einen größenwahnsinnigen Schnauzbart hat kommen können, der ebenfalls Fortschritt versprochen, aber das Land schließlich in Schutt und Asche gelegt hat.

Das Große Nichts

Wenn hochgebildete Intellektuelle wie Peter Sloterdijk ebenso wie der kleine Mann bzw. die kleine Frau auf der Straße meinen, dass Merkel eben eine „Hohlraumfigur“ bzw. eigentlich ein Nichts sei, dann greift das leider etwas zu kurz. Gerade indem ein Mensch fähig ist, das Nichts zu verkörpern, ist es nämlich nicht so, dass damit eben halt nichts da ist. Ganz im Gegenteil: Das Nichts hat einen eminenten Vakuum-Effekt: Es wirkt wie ein Sog für alle möglichen irrsinnigen und dunklen Intentionen, zieht fremde, unlautere, sogar regelrecht feindliche Absichten heran, die die Gunst der Stunde nutzen, um uns über diese bleierne Dirigentin nun allen zum Tanz aufzuspielen.

Gerade durch ihre Absenz, also indem sie nichts tut, obwohl es heute jeden Tag eminent wichtige Dinge zu regeln gäbe, die über unsere Zukunft entscheiden werden, führt diese unbedarft wirkende Kanzlerin Verhältnisse herbei, die katastrophaler sein werden, als sie jedweder Autokrat für sein Land bewirken könnte. Eine solche Absenz jedweden gesunden Vorausdenkens, Gefühls und Willens ist schwer zu finden, selbst bei Menschen, bei denen man vermeint, dass sie im Getriebe von Alltag und Alkohol weitgehend desinteressiert am Weltgeschehen geworden sind und scheinbar „abgeschaltet“ haben. Man würde sich wundern, wieviel gesunde menschliche Substanz und Qualitäten, wieviel Hausverstand und Empathie man bei solchen „abgehängten“ Menschen findet, wenn man sich nur etwas näher mit ihnen befasst. Es würde solchen scheinbar abgesoffenen Mitbürgern niemals einfallen, solche Beschlüsse zu fassen, wie derzeit von der Bundeskanzlerin, ihrem Gesundheitsminister Jens Spahn oder dem sonstigen Gruselkabinett der Regierung Merkel in die Wege geleitet werden. Die Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet diese Merkel zur Dauerkanzlerin erkoren wurde, ist also: Weil sie wirklich diese außerordentliche Qualität der Absenz aufweist: Nichts zu verkörpern und damit eine marktradikale Agenda einzuschleichen, die bei Aufklärung über ihre Motive und Konsequenzen in einem offenen demokratischen Diskurs niemals eine Chance hätten, akzeptiert zu werden.

Was die Qualität dieser Kanzlerin ausmacht, habe ich bisher am besten beobachtet gefunden bei Roger Willemsen, der dazu ein ganzes Jahr lang den Bundestagssitzungen beigewohnt hat (und in dieser Zeit auch tödlich erkrankt ist): Die Fähigkeit, mit jedem Wort, das sie spricht „Betäubungszonen auszubreiten“. Willemsen:

„Die Kanzlerin ergreift häufiger ihr Handy als das Wort. Wenn sie spricht, breitet sie Betäubungszonen aus. Sie chloroformiert das Land, indem sie unablässig jene Felder benennt, für die es keine Erregung gibt. Sie sagt auf bürokratische Weise, dass sie sagt, was sie gesagt hat. Diese elliptische Rhetorik erlaubt wenig Reibungsflächen. Wo Reibung entstehen könnte, wird sich die Kanzlerin zuerst fragen, ob sie nicht besser dazu schweigt. Dieses Merkel-Prinzip setzt sich gesellschaftlich durch.“
(Quelle: Tagesspiegel)

Ausgesuvt

Zurück aber zu den Hasen, denen gerade das Fell über die Ohren gezogen wird, während eine feudale Jagdgesellschaft sich an ihren Trophäen weidet und im Zuge von grenzenloser Globalisierung und Lohndumping Rekordeinnahmen feiert. Der grenzenlose Spaß, der den Hasen von den Jägern versprochen wurde, ist nun vorbei. Gepackt an ihren Hinterläufen oder an ihren Löffeln, setzt die gute und gerne Waidmannsfrau nun zum finalen Kehlenschnitt an. Die Hasen schauen mit vor Schreck geweiteten Augen zu Muttchen auf, Blut läuft ihnen bereits ins Gesicht. „Isch gut, Häschen, datt iss nur rote Marmelade aus Muttchens Küche“, memmelt sie dem Hasen zu, während ihm ihre linke Hand die Gurgel zudrückt und ihre rechte Hand mit sägenden Bewegungen beginnt. Die gute und gerne Waidmannsfrau ist bereits in die Jahre gekommen. Erklingt die Bundeshyme desjenigen Landes, das gerade abzuwickeln ihr Auftrag ist, kann es sein, dass sie heftig ins Zittern gerät und sie zu kollabieren droht. Doch wohlmeinende Mitarbeiter haben bereits vorgesorgt und ihr einen gut gepolsterten Stuhl bereitgestellt, auf dem sie ihr Waidmannshandwerk bis zum bitteren Ende verrichten wird können. Ihre Hand ist zwar bereits schwächlich, aber auch die Hasen, die sie erbarmungslos gepackt hält, sind bereits weitgehend erschlafft und kaum noch zur Gegenwehr fähig. Wie es aussieht, wird die verbliebene Kraft in der zittrigen Hand ausreichen, um auch noch den finalen Kehlenschnitt zu vollbringen.

Wie die Geschichte für die Hasen ausgehen wird, steht noch nicht fest. Es scheiden sich diesbezüglich gerade die Hasengeister. Einige Hasen sind entschlossen, nochmals alle Kraft zusammenzunehmen und sich aus dem Würgegriff der Waidmannsfrau und ihrer medialen Manipulationsmaschinerie zu befreien. Andere Hasen sind trotz blutüberströmtem Fell weiterhin fest davon überzeugt, dass nun endlich, notfalls mittels digitaler Transformation und Virtual Reality-Brille, der versprochene SUV kommen müsse, mit dem sie ihren Nachbarn – und sich selbst – beweisen können, dass sie auch zu denen gehören, die in neoliberal vergletscherten Zeiten gut und gerne leben. Dieser SUV, der dem tagesschauguckenden Bürger jeden Abend auf seinen Flatscreen gezaubert wird, der aber nicht nur wie eine digitale Karotte vor der Nase baumelt, sondern der einem im Stau des Berufsverkehrs tagsüber auch ganz real vor Augen geführt wird – also keineswegs Fake sein kann! –, dieser SUV samt seiner Accessoires inklusive Mieze bzw. Geldverdiener-Alphamännchen am Beisitz ist es, aus dem die Träume dieser Sorte Hasen gewoben sind, die sich entschließen, im Klammergriff der Kanzlerin zu verharren.

Die Kompensationsmechanismen verlieren zwar mittlerweile ihre Wirkung, selbst der exzessive Konsum von Alkohol, Medikamenten und Pornos schafft es nicht mehr, den Schmerz unspürbar zu machen, der immer übermächtiger zu werden droht und der daraus resultiert, dass dem Hasen, der im virtuellen Wohlstandstraum schlummert, von der unsichtbaren, aber umso fachkundigeren Hand des Marktes bereits bei lebendigem Leib das Fell vom Rücken gezogen wird.

„Räbääh … aber wir wollten ja nur Gut und Gerne lebbähn“, fangen einige dieser kopfüber baumelnden Hasen an zu plärren. Als Antwort bekommen sie von der harten Rechten der Kanzlerin, während sie mit ihrer Linken die Hinterläufe hält, einen betäubenden Schlag ins Genick. „Kusch, meine Häschen“, memmelt die gute und gerne Waidfrau, „ihr wolltet doch suvfahren“. „Jaaah …!“, bäumen sich die Hasen nochmals auf, „wir wollten großen Suv … nicht große Scheiße!!“. „Na ja“, lautet kühl lächelnd die Antwort der Waidfrau, „jetzt weißte halt, dass SUVs Scheiße sind. Nicht nur für die Umwelt.“ – Und fügt hinzu: „Ihr habt doch lange Ohren und scharfe Augen. Wenn ihr sie nicht zum Sehen benutzt habt, dann müsst ihr sie nun eben zum Weinen benutzen!“


Foto oben: Treibjagd / Wikimedia Commons / Peli / CC BY-SA 3.0
Foto unten: Pixabay / CC0

Wer bei Epstein hinschaut, sollte vor seiner eigenen Haustür nicht wegschauen …

(A.d.R./pw: Da durch den Fall Epstein gerade wieder dasjenige ungeheuerliche Thema am Tablett steht, vor dem viele gerne lieber die Augen verschließen würden, hat sich unser Gastautor entschlossen, einen seiner Beiträge über Kindesmissbrauch und -handel komplett zu überarbeiten und zu ergänzen. Wer nur einige wenige der nachfolgend angeführten Fakten zur Kenntnis nimmt, wird schnell merken, dass der nackte Wahnsinn nicht nur jenseits des Atlantik bzw. auf Little St. James Island stattfindet, sondern auch direkt vor unserer eigenen Haustür im Land, in dem wir angeblich gut und gerne leben. Vor diesen ans Apokalyptische grenzenden Zuständen die Augen zu verschließen, ist eigentlich nicht mehr möglich. Denn Pogo der Clown klopft bereits an die Zimmertür unserer eigenen Kinder … höchste Zeit also, um diesem Horrorclown die Maske vom Gesicht zu reißen und ihn in eine gut gesicherte Verwahrungsanstalt einzuweisen.

Würden wir nur einen Bruchteil der Energie aufwenden, die wir derzeit in Chimären wie z.B. den „Kampf gegen Rechts“ fließen lassen – laut. Prof. Mausfeld ein „Fake-Kampf“ zur Ablenkung von den wirklich anstehenden Problemen – dann könnten wir Pogo den Clown im Handumdrehen dingfest machen. Auch die moralisch verwahrlosten Kumpanen dieses pädophilen Horrorclowns aus der Polit-, Wirtschafts- und Finanzelite könnten wir von der Chefetage auf einen ihnen angemessenen Ort zurechtrücken: in die Gummizelle einer JVA. Wir würden uns wundern, wie schnell sich dann in angeblich alternativloser Zeit die allseits drückenden Wolken wieder lichten und es gesellschaftlich, ökologisch und allgemeinmenschlich wieder aufwärts gehen könnte.

Aufgrund der engen Vernetzung der ehrenwerten Horrorclown-Gesellschaft bräuchte es eigentlich nur des Umfallens eines ersten Dominosteins, dann würde auch der Rest der schwarzen Steine in Serie kippen. Der Fingerschnipper, mit dem man den initialen Dominostein zum Umkippen bringt, ist zunächst nichts anderes als das Licht unseres mutigen Hinguckens. Dann wird sich alles andere notwendigerweise ergeben. In diesem Sinne: Vielen Dank an unseren Gastautor für den von ihm beigesteuerten Fingerschnipper.)

Die durch die Privatisierung geschaffenen Strukturen und die Folgen im Bereich der Jugendfürsorge

Gibt es eine „Kinderklaumafia in Deutschland“? Wird mit der Unterbringung von Kindern in Heimen ein Riesengeschäft gemacht? Besteht sogar die Gefahr, dass pädophile Netzwerke mit Bezügen zu ritueller Gewalt über Jugendämter und Kinderheime leichteren Zugriff auf ihre „unschuldigen“ Opfer haben?

Es gibt – wie schon mehrfach betont worden ist – sehr starke Indizien, die die Annahme rechtfertigen, dass wir es hierzulande bei vielen Jugendämtern und Kinderheimen mit einer regelrechten Kinderklaumafia zu tun haben.

Ist es denn Zufall, dass sich hierzu massenhaft entsprechende Berichte im Web finden, aber keine öffentliche Aufarbeitung oder auch nur Thematisierung in den Mainstream-Medien dazu findet?

Das Milliardengeschäft mit Kindern bzw. das „mit Kindern Kasse machen“ ist im Web Gegenstand unzähliger Beiträge, siehe u.a.

https://www.lausitzer-allgemeine-zeitung.org/kinderhandel-das-finanziellen-geschaefte-der-jugendeinrichtungen/

https://www.welt.de/politik/deutschland/article150385271/Das-Milliardengeschaeft-mit-den-Heimkindern.html

https://www.anwalt.de/rechtstipps/kinderklau-jugendaemter-greifen-zu-das-milliardengeschaeft_077469.html

https://www.t-online.de/leben/familie/id_73019698/tv-reportage-mit-kindern-kasse-machen-.html

https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Wenn-Kinder-zur-Ware-werden-Das-Milliarden-Geschaeft-mit-der-Jugendhilfe

Wer kann angesichts solcher Zusammenhänge noch blind darauf vertrauen, dass alle möglichen Institutionen, die sich im weitesten Sinne mit „Jugend- und Familienhilfe“ befassen, also „helfen“ wollen, wirklich nur ausnahmslos bloß  „helfen“ wollen, zumal es in diesem Bereich – wie von Verantwortlichen in den o.g. Beiträgen offen eingeräumt wird – immer noch keine wirksame öffentliche Kontrolle gibt?

Dass die, die der Gesellschaft – vorgeblich uneigennützig – ihre Hilfe anbieten, in Wahrheit regelmäßig bloß den eigenen wirtschaftlichen Vorteil im Sinn haben, hat bei vielen Menschen längst eine tiefe Skepsis erzeugt, wie unzählige Veröffentlichungen zum Begriff der „HelferInnen-Industrie“ zeigen, siehe u.a.:

http://de.dfuiz.net/familienzerstoerer/helferindustrie/

Ist das Fehlen öffentlicher Kontrolle im Bereich der in der Jugendhilfe tätigen „Helferindustrie“ systemisches Versagen oder politisch gewollt?

Angesichts der obigen Quellen darf nicht daran gezweifelt werden, dass es in dieser Milliardenindustrie der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen auch viele Scheinheilige und ggf. auch Sadisten geben muss, die sich bloß die eigenen Taschen füllen wollen und – wenn es ganz schlimm kommt – bloß die günstige Gelegenheit zum Übergriff auf Kinder suchen.

Dermaßen mächtige Strukturen, die zudem noch von der offenkundigen Gier nach immer mehr Umsatz gefördert werden, zwangsläufig verbunden mit der über Jahre fortbestehenden Gelegenheit, fortdauernd intensiv und bestimmend in das Leben von Kindern und Jugendlichen einzugreifen und diese letztlich selbstgemachten Verhaltensregeln (der Heimverwaltung und ihrer Mitarbeiter) zu unterwerfen, dürfte jedenfalls ein perfekter Resonanzboden und starker Magnet auch für Psychopathen, Sadisten und Pädophile darstellen.

Betroffene Familien, Kinder und Jugendliche können jedenfalls die Konfrontation mit derart allmächtig wirkenden Strukturen, wie sie durch Jugendämter verkörpert werden und gegen die es kaum und schon gar nicht schnell wirkende Rechtsbehelfe gibt, oft nur noch als Kampf mit geradezu psychopathischen Verhaltensmustern erleben.

Kafkas Erzählung „Vor dem Gesetz“, siehe:

https://gutenberg.spiegel.de/buch/erzahlungen-i-9763/16

kann angesichts der Erfahrungen, die Eltern und Kinder, aber auch integre Gutachter in der „Matrix“ von Jugendamt, Heimen, Sachverständigen, wie eine literarische Verharmlosung über die Zustände in Dantes „innersten Höllenkreis“ erscheinen.

Dies mag der folgende Beitrag mit konkreten Einzelfalldarstellungen belegen:

 http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/

Mit wenig Rechercheaufwand lassen sich viele weitere, ja unzählbar erscheinende Beispiele zu vergleichbaren Einzelschicksalen, aber auch zu befremdlichen Entwicklungen und skandalösen Vorfällen im Zusammenhang mit der „Erziehung“ von Kindern auffinden, siehe u.a.:

https://frauenpanorama.de/mutter-klagt-an-jugendamt-nahm-grundlos-mein-kind-und-gab-es-zu-gewalttaetigem-vater/?fbclid=IwAR1wfXyXkGfQe6NQG0Iym4TP1aYJdbF27zQYhVYelb9eQ0r80FqAGManhLU

https://www.pravda-tv.com/2019/05/stadtraetin-praesentiert-sich-oeffentlich-halbnackt-vor-kindern-fruehsexualisierung-mit-einhoernern-und-regenboegen-videos/?fbclid=IwAR0AFiZIZpFSMx_JCmr1-5x79nqXQkuH3OxUIu5LmWaEPo1QnnYHNfJldZU

Zudem wäre ein Beitrag zu dieser Thematik unvollständig, wenn verschwiegen würde, dass immer wieder über Straftaten von Pädophilen gerade auch im Zusammenhang mit Pflegekindern berichtet wird, siehe u.a.:

https://www.sueddeutsche.de/panorama/luegde-campingplatz-missbrauch-1.4318817

https://www.spiegel.de/spiegel/berliner-jugendamt-vermittelte-kinder-an-paedophile-a-1185461.html

https://www.legitim.ch/single-post/2017/08/23/Pädo-Skandal-um-Thomas-de-Maizière-CDU-Richter-und-Anwälte-beim-Sex-mit-Kindern-gefilmt

Eine Gesellschaft ist also offensichtlich gut beraten, gerade den Bereich der „Daseinsfürsorge“ strengstens zu überwachen, der die Pflege und Erziehung der Kinder betrifft.

Wenn wir aber der Frage nachgehen, wie in diesem hochsensiblen Bereich die Kontrollinstanzen aussehen, die eine effektive Kontrolle gewährleisten sollen, dann kommen wir zu ernüchternden Feststellungen.

1.

Wie schon in den einleitend erwähnten Quellen näher ausgeführt, fließen in einigen Bundesländern sehr hohe Zahlungen an die nicht-staatlichen Träger von Heimen, die – insbesondere wenn man die Bedarfssätze der Sozial-/Arbeitslosenhilfe für ein Kind heranzieht, weit über das hinausgehen, was selbst für eine optimale Unterbringung, materielle Versorgung sowie pädagogisch-pflegerische Betreuung des Kindes hinausgehen dürfte.

Wenn in einem Bundesland ca. 160.000 Euro pro Jahr für ein Heimkind ausgegeben werden, der sozialrechtliche Bedarfssatz des Kindes (Miete und Heizkosten hinzugerechnet) aber (großzügig gerechnet) kaum mehr als 12.000 Euro im Jahr betragen kann, dann fragt sich doch, wofür eigentlich die restlichen 148.000 Euro verwendet werden.

Wie werden diese Gelder verteilt? Wer verdient innerhalb der Heimverwaltung und bei den Trägern wieviel?

Es gibt m.E. nur einen Weg, die Geschäftemacherei mit der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen sofort zu beenden: Es darf nur noch staatliche / kommunale Träger von solchen Heimen geben, die kein wirtschaftliches Interesse daran haben dass möglichst viele Kinder aus ihren Familien gerissen werden.

Wer der „Gier“ freien Zutritt verschafft, der darf sich nicht wundern, wenn am Ende nur noch die Gier darüber bestimmt, wie viele Kinder in die Heime verbracht werden.

2.

Gem. § 71 SGB VIII wird die Politik der Jugendhilfe maßgebend durch den sog. Jugendhilfeausschuss mitbestimmt (vgl. § 71 SGB Abs. 3 SGB VIII), in dem „mit zwei Fünfteln“ Personen vertreten sind, die „auf Vorschlag“ der „Träger der freien Jugendhilfe“ bestimmt werden (vgl. § 71 Abs. 2 SGB VIII), also der freien Träger, die wirtschaftlich unmittelbar von der Fremdunterbringung der Kinder und Jugendlichen profitieren.

Auch hier also das Demokratiedefizit, das wir aus allen Bereichen der Staatsverwaltung kennen. Die, die kontrolliert werden sollten, sind besonders stark in den Gremien vertreten, die eigentlich die Kontrolle ausüben sollten (siehe auch die Zusammensetzung der Rundfunkräte bie den Landesrundfunkanstalten, vgl. u.a. § 15 WDR-Gesetz).

Dass der Wille der „Eliten“, „das Volk“ von jeder wahren Mitbestimmung fernzuhalten, wurden schon seit Jahrhunderten die maßgebende Kraft bei der Formulierung und Gestaltung aller westlichen Verfassungen und „Demokratie“-Entwürfe war, ist schon unzählige Male thematisiert worden, u.a. von Noam Chomsky (siehe u.a. „Requiem für den amerikanischen Traum“, sowohl als Sachbuch erhältlich als auch als Doku bei YouTube kostenlos abrufbar) und Rainer Mausfeld in seinen Vorträgen zu seinem Buch „Das Schweigen der Lämmer“.

Wenn es aber um die Erziehung der Kinder geht, sollten die Lämmer nicht länger schweigen und auch die Rolle der gefügsamen Lämmer endgültig gegen die Rolle eines Adlers eintauschen, der aus angemessener Höhe sehr genau beobachtet, was sich auf der Basis der Jugendamtspolitik so alles abspielt.

Sollte sich ein Jugendhilfeausschuss nicht ausschließlich aus Personen zusammensetzen, die auf Grund der Pflege und Erziehung eigener Kinder pädagogisch erfahren sind und in dem Gebiet leben, für das ein Kreis / eine kreisfreie Stadt zuständig ist?

Kein Elternteil würde willkürliche Zustände in einem für seinen Wohnsitz zuständigen Jugendamt dulden wollen, die auch seine eigene Familie treffen könnten.

Wäre das nicht die einzig wahre Form effektiver demokratischer Kontrolle öffentlicher Machtausübung im Bereich der Jugendhilfe?

Meines Erachtens müsste § 71 SGB VIII sofort dahingehend abgeändert werden, dass die freien Träger, die von der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen profitieren (und entsprechende Verträge mit den öffentlichen Geldgebern aushandeln), zu den Sitzungen solcher Jugendhilfeausschüsse nur noch Vertreter entsenden dürfen, die den Fragen dieser Ausschüsse auf Verlangen Rede und Antwort stehen.

3.

Verhandlungen, Erörterungen und Anhörungen in Familiensahen sind gem. § 170 GVG nicht öffentlich.

Eine „öffentliche Kontrolle“ ist deshalb in allen Verfahren, die den Entzug des Sorgerechts und die Unterbringung eines Kindes in Heimen betreffen, nicht möglich, gerade auch dann nicht, wenn der (wahre) Wille des Kindes im Rahmen seiner persönlichen Anhörung (gem. § 159 FamFG) richterlich hinterfragt werden soll.

Welcher Elternteil möchte einfach darauf vertrauen wollen, dass der Richter in einer solchen Anhörung alle Fragen stellt, die zur angemessenen Erforschung des wahren Kindeswillens wirklich geboten sind und dass im richterlichen Protokoll auch tatsächlich alles steht, was das Kind in dieser Anhörung bekundet hat?

Das Öffentlichkeitsprinzip ist ein fundamentaler Grundsatz der effektiven Kontrolle der Justiz.

Um die Dringlichkeit von Reformen noch einmal deutlich vor Augen zu führen, möchte ich abschließend noch das Schicksal der Kindesmutter X. vorstellen.

Das Schicksal der Kindesmutter X. hat meines Erachtens in jeder Hinsicht das Potential, schon sehr bald so viel öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen wie der „Fall Görgülü“ oder der „Fall Gustl Mollath“.

Diese Rechtsfälle werden Ihnen bekannt sein, so dass hierzu keine weiteren Ausführungen geboten sind.  Beide Fälle haben die Menschen in diesem Lande schockiert, da sie solche Zustände in der Justiz hierzulande nicht für möglich gehalten hätten. Das Unverständnis in der Sache Görgülü hat den Journalisten Rolf Lamprecht seinerzeit zu folgender Aussage veranlasst (Zitat):

„Justizverbrechen werden von der eigenen Zunft nur widerwillig wahrgenommen. Nichts sehen! Nichts hören! Nichts sagen! Letztmals geschehen in Naumburg. Dort beging das Oberlandesgericht (OLG) – objektiv – Rechtsbeugung im Wiederholungsfall. Keiner regte sich auf. (…) Diese Apathie ist ein schlimmes Zeichen. Sie schürt Wiederholungsängste. Schon einmal, 1933, als sich Recht in Unrecht verkehrte, nahm der „Stand“ den Verfall achselzuckend hin. (…) So dreist haben Überzeugungstäter erst ein Mal die Autorität des Rechts herausgefordert: Baader und Meinhof. Der Unterschied: Damals rebellierten Desperados, heute sind es drei Herren in roter Robe. Rolf Lamprecht: Querulanten in Richterrobe. In: Berliner Zeitung. 31. März 2007, abgerufen am 14. Juni 2015.

Besonders pervers war die Behandlung des Herrn Gustl Mollath, bei dem es aktuell wohl nur noch um die Höhe der Entschädigung geht. In beiden vorgenannten Fällen stand aber nicht einmal der Vorwurf oder auch nur der Verdacht der systematischen Benachteiligung auf Grund einer antisemitischen Motivation beteiligter Behörden- und Justizmitarbeiter im Raum. Und genau dieser Aspekt wird dazu beitragen, dass dieser „Fall der jüdischen Mutter X.“ schon sehr bald national und international wie eine Bombe mit atomarer Sprengkraft detonieren kann.

Die öffentliche Diskussion wird dann nicht nur um die Frage kreisen, ob wir hier in Deutschland wirklich ein derart pervertiertes System und Geschäftsmodell im Zusammenhang mit der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen haben wollen. Vielmehr wird es die Menschen entsetzen, dass die realen Zustände in diesem Kontext längst eine Dimension erreicht haben, die die BRD mittlerweile wie ein Modell „DDR 2.0“ oder „Stasi 2.0“ erscheinen lässt.

Diese Wahrheit, dass hier bei einer liebevollen und unbestreitbar pädagogisch höchst qualifizierten Kindesmutter bis ins Tausendste hinein alles pathologisiert wird, während das gleiche Jugendamt – und mit ihm einige Gerichte – beim Kindesvater auch über die brutalsten und grausamsten Misshandlungen und deren langfristigen Folgen für Mutter und Kinder immer wieder generös hinweggehen,  ist hier dermaßen evident, dass man sich als Mensch mit gesundem Menschenverstand nur noch die Frage stellen kann, was denn das hier eigentlich in Wahrheit für Strukturen sind, die den gewalttätigen und impulsiven Kindesvater in all den Jahren – auch schon vor einer angemessenen Strafsanktion – dermaßen in Schutz genommen und gleichzeitig die Kindesmutter so negativ dargestellt und behandelt haben, damit sogar ihr stark beschränkter Umgang mit ihrem Kind in einem Umfange boykottiert werden kann, dass sie faktisch Einschränkungen wie eine Schwerkriminelle in Kauf nehmen muss.

Was ist das also für eine Struktur, ein „Geist“ der Willkür, der über so viele Jahre hinweg einen solchen Einfluss über etliche Richter und Jugendamtsmitarbeiter ausüben kann?

Hierzu zunächst ein kleiner Exkurs:

Dass es in der westlichen Welt in vielen Bereichen regelrecht psychopathische Machtstrukturen gibt, das ist nicht nur bereits in Büchern wie denen der österreichischen Juristin Monika Donner im großen historischen Kontext wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Gerade in dem Kontext der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen ist in unzähligen Web-Beiträgen von einem Geschäftsmodell die Rede, das sich ohne jede öffentliche Kontrolle zu einem kinderraubenden Monster entwickelt hat.

Nach den Erkenntnissen der französischen Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin Marie-France Hirigoyen, wie sie auch Eingang in ihr Buch „Die Masken der Niedertracht“ gefunden haben, spaltet der Psychopath seine Opfer äußerst geschickt, denn er beherrscht „die Kunst, die einen gegen die anderen aufzuhetzen, Rivalitäten und Eifersüchteleien zu stiften. Zum perversen Teile-und-herrsche-Repertoire zählen Klatsch, tendenziöse Gerüchte und Lügen. Wesentlich beim Prozess der Beherrschung ist, dass Psychopathen sogleich die Täter-Opfer-Rolle ins Gegenteil verkehren, indem sie ihre rebellierenden Opfer – so wie die sich wehrenden Familien und ihre nach Rückführung zu ihren Familien verlangenden Kinder – wegen Aggressivität und Bosheit anprangern. In einem auf Angst beruhenden totalitären Ablauf soll das Opfer zum passiven Gehorsam gezwungen werden. „Der andere muss sich benehmen, wie der Psychopath es erwartet; er muss denken nach dessen Regeln. Keinerlei kritisches Denken ist mehr möglich“ (siehe ebenda, Seite 140). Hierzu gehört auch, dass der Psychopath stets den Eindruck vermittelt, die alleingültige Wahrheit für sich gepachtet zu haben.

Viele Opferfamilien werden den Eindruck bestätigen, dass sie es in ihrem Kampf gegen die Allianz von Familiengericht, Jugendämtern, Gutachtern und privaten Trägern der Familien- und Jugendhilfe immer wieder mit „zuständigen Sachbearbeitern“ zu tun haben, die nur ihre Wahrnehmung und Beurteilung für die „alleingültige Wahrheit“ halten und jede Kritik abblocken, gerade auch wenn es um die nachteiligen psychischen Auswirkungen für Familie und Kind in solchen Einrichtungen geht.

Bei einem Psychopathen sind Einsicht und Umkehr – so Hirigoyen – jedenfalls nicht erzielbar, ganz gleich, wie sehr sich die betroffene Familie auch um den Nachweis bemüht, das ihr Kind in ihrer Familie sehr viel besser aufgehoben wäre, denn dem Psychopathen fehlt jedes Interesse für den anderen und jede Empathie, aber er will, dass die anderen sich für ihn und seine Entscheidungen interessieren. Die Person des Opfers, der andere Mensch, interessiert den Psychopathen nicht.

Weshalb wurde das Opfer – hier: das seinem Kindeswohl zuwider in einem Heim oder einer Pflegefamlie untergebrachte Kind – dann ausgewählt?

Marie-France Hirigoyen liefert die Erklärung: „Weil es da war und weil es irgendwie unbequem wurde. Das Opfer ist beliebig austauschbar: Es ist für den Psychopathen nur von Interesse, wenn es brauchbar ist ….. Es wird zum Hassobjekt, sobald es sich entzieht oder nichts mehr zu geben hat.“

Man könnte Hirigoyens Erklärung im Lichte der obigen Feststellungen auch wie folgt abfassen: „Weil es (das Kind) da war und weil es irgendwie viel Geld bringen würde, wenn wir es der sozial schwachen Familie entreißen würden. Das Kind ist für Heimträger nur insofern von Interesse, als das Heim voll ausgelastet ist und vollen Ertrag garantiert.“

In einer intakten, wenn auch nicht materiell wohlhabenden Familie, die in einem menschlich gestalteten Sozialstaat angemessene wirtschaftliche Bedingungen zur Befriedigung ihrer materiellen und kulturellen Bedürfnisse vorfindet, drohen solche Gefahren, die stets mit der Unterbringung in Heimen verbunden sein mögen, sicherlich nicht, jedenfalls nicht in diesem Maße. Ein Blick in die Geschichte der Jugendfürsorge der letzten Jahrhunderte belegt das.

Es besteht folglich aller Grund zu der Annahme, dass sozial schwache Familien, die sich keinen „Staranwalt“ leisten können und die erst einmal in den Fokus solcher „Helferkreise“ geraten sind, mit der übereilten oder auch offensichtlich willkürlichen Wegnahme ihrer Kinder und der Zerstörung ihrer Familie im Grunde nur auf die Funktion reduziert werden, diesen Institutionen dabei helfen, auf Kosten solcher Familien viel Geld zu verdienen. Und diese Abzocke auf Kosten des Familienglücks wäre noch das kleinste Übel, wenn Kindern von weder menschlich noch fachlich qualifizierten Vertretern dieser Institutionen auch noch großes körperliches und seelisches Leid zugefügt wird.

Eines muss klar sein: Wenn ein staatliches „Wächteramt“, dass letztlich nur dem Schutz der Familie und ihrem vorrangigen Erziehungsauftrag dienen darf, ohne wirksame öffentliche Kontrolle ist, dann „kann“ es sehr schnell zu einem pervertierten Geschäftsmodell degenerieren, das von dem Unglück und Leid von Familien und Kindern lebt, die letztlich – wenn überhaupt – nur staatliche Unterstützung benötigen, nicht aber den Keulenschlag von Sorgerechtsentzug und Kinderwegnahme.

Wenn den betroffenen Familien und Kindern dann auch noch eingebleut wird, dass doch alles nur zu ihrem Wohl geschieht, dann kann staatliche Gewalt zu einer regelrechten Abart ritueller Gewalt geworden. Der Entzug der Kinder und deren Unterbringung wird unter den Bedingungen derart privatisierter Strukturen schnell zu einem gewohnheits- bzw. geschäftsmäßigen Vorgang, zu einem regelrechten „Deal“ zwischen Jugendamt, privaten Träger und Familiengericht, das bei den Opfern schwere traumatische Störungen hinterlässt und kein Entkommen mehr erlaubt.

Wer immer noch glaubt, dass „Privatisierung“ – also die Überführung von öffentlichen Versorgungsbetrieben in die Hände weniger privater Geschäftsleute zur Maximierung privater Gewinne – für die Menschen und Völker dieser Erde irgendeinen Segen hatten, der kann sich durch die Lektüre von so ausgezeichneten (schon vor ca. 20 Jahren verfassten !) Büchern wie „Global brutal: Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg“, Broschiert – 1. Januar 2002“ von Prof. Michael Chossudovsky schnell vom Gegenteil überzeugen. Die brutale weltweite Durchsetzung privater Geschäftsinteressen einer empathielosen psychopathischen Clique Superreicher, die schon dutzende Volkswirtschaften zerstört und hunderte Millionen Menschen ins wirtschaftliche Elend gestürzt, Millionen Hungertote (insbesondere in Afrika) und letztlich wohl alle Kriege der Neuzeit (etliche Massenmorde inklusive) verursacht hat, ist ebenso wenig menschlich wie der Satanismus mit seinen rituellen Praktiken.

Die Frage ist also:

Ist das wirklich der „Rechtsstaat“, in dem die Menschen in diesem Land – und auch die Organe der Rechtspflege, die den Rechtsfrieden aufrechterhalten wollen, wirklich leben wollen?

Entspricht es wirklich dem Ideal eines freiheitlichen Rechtsstaats, der primär die Aufgabe hat, die Freiheit und Selbstentfaltung des Menschen zu schützen, wenn die Kontakte einer liebevollen Mutter und eines Kindes, das unbedingt zu seiner Mutter zurück will, wie bei einer Schwerkriminellen, die ihrem Kind jederzeit den Hals durchschneiden könnte, aufs Gründlichste überwacht und dokumentiert werden?

Ist denn nicht erkennbar, dass ein solcher Umgang mit einer Mutter, die nie jemandem ein Leid zugefügt hat, von jeder mitfühlenden Kindesmutter nur noch als „rechtsstaatlich“ verordneter und praktizierter Sadismus empfunden werden kann, der letztlich nur noch mit dem oberflächlichen pseudowissenschaftlichen Geschwafel weltfremder Gutachter gerechtfertigt wird, die als hochgradig voreingenommen und befangen gewertet werden können?

Entspricht es wirklich dem Ideal eines „fairen“ Verfahrens und dem Ziel, seine Interessen in angemessener Frist vor einem staatlichen Gericht durchsetzen zu können, wenn einer Mutter über so viele Jahre hinweg zugemutet wird, sich immer wieder an die Gerichte zu wenden, damit sie ihr Kind endlich wieder in ihren Haushalt zurückholen kann?

Wollen wir es wirklich dulden, dass eine Kindesmutter wie eine Schwerstkriminelle behandelt und auf der Basis unbestreitbarer Manipulationen und Einseitigkeiten von ihrem Kind getrennt wird?

Ist es hierzulande also wirklich so leicht geworden, Kinder aus Familien und einer Mutter förmlich das Herz aus dem Leib herauszureißen und Kinder zu traumatisieren, nur weil jeder seine Augen davor verschließen wollte, dass der Kindesvater ein brutaler Schläger war?

Welcher Richter kann denn, nachdem er solche Fehlentwicklungen bestätigt hat, nach der Arbeit nach Hause gehen, seine eigenen Kinder liebevoll in den Arm nehmen und sich dann dem Wahn hingeben, dass er gute Arbeit am Rechtsstaat geleistet hat?

Dient er damit wirklich den Grundsätzen gem. Art. 6 GG und dem Staatsbild, an das er eigentlich glaubt? Erkennt er denn nicht, dass er sich mit der unreflektierten Aufrechterhaltung solcher Entwicklungen letztlich zum Werkzeug totalitärer Systeme nach dem Vorbild bolschewistischer Überwachungsstaaten macht, die zudem noch mit der Gier empathieloser Geschäftemacherei einhergeht?

Im Bereich der Jugendfürsorge ist es m.E. schon 5 nach 12, zumal der reißende Wolf der „HelferInnen-Industrie“ erfahrungsgemäß immer gefräßiger wird, je mehr er sich schon einverleibt hat.

Die Menschen in diesem Land sollten so schnell wie möglich Reformen einfordern, damit der reißende Wolf der Gier, der sich schon viel zu lange hinter dem die wahre Motivation verdeckenden Begriff der „Privatisierung“ versteckt hat, endlich eingesperrt wird, gerade im Bereich der Jugendfürsorge, wo kein Platz für skrupellese Geschäftemacherei sein darf.

 

Fotos: Pixabay / CC0
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Into Darkness: Der Apokalypse-Engel breitet seine Schwingen aus (Über von der Leyne gelassene Wadenbeißer, rosa Duracell-Plüschhasen und transatlantische Piranhas)


Ursula von der Leyen (wikimedia commons /CC BY 3.0/Michael von Aichbergerderivative work:9002redrum)

Hase aus dem Zylinder bzw. Knüppel aus dem Sack

Nachdem ich einige Tage an der frischen Luft und am Wasser verbringen konnte, dachte ich, ich könnte meinem gestärkten Immunsystem nun auch wieder eine Dosis reinen Giftes zumuten. Auf alles gefasst, aber dennoch heiterer Stimmung drehte ich während der Autofahrt also den öffentlich-krächtzlichen Rundfunk auf.

Schon nach der ersten Meldung musste ich mir die Ohren reiben: Hatte ich etwa noch Salzwasser im Ohr? Oder ist der Postillon nun via Radio online gegangen (siehe Postillon: „Frau baut im Job nur noch Mist, weil sie hofft, dass sie dann auch einen EU-Posten bekommt“)? Nein, was ich da zu vernehmen bekam, war scheinbar kein Scherz. Mit einem schnellen Blick auf die Armbanduhr vergewisserte ich mich, dass auch der 1. April schon vorbei war. Ja, in der Tat: Wir hatten schon den 3. Juli. Au backe, das was mir da über den Äther entgegenschlug, scheint also ernst gemeint.

Nicht nur über den Tod der Ballermann-Legende Costa Cordalis wurde ich in Kenntnis gesetzt, sondern auch über eine wundersame Auferstehung. Über Nacht sei ein EU-„Personalpaket“ geschnürt worden. Nachdem der EVP-Spitzenkandidat Weber am Widerstand Macrons und der Sozialist Timmermanns am Widerstand der östlichen Mitgliedsländer gescheitert seien, haben die ehrenwerten Eurokraten also tief in ihren schwarzen Zylinder gegriffen und nun einen rosa Hasen an seinen Löffeln gepackt und nach oben gezaubert.

Der rosa Hase war nackt. Es galt also, ihn noch in derselben Nacht, da er aus der Taufe gehoben wurde, standesgemäß einzukleiden. Die digitalen Gewänder samt virtuellem Reichsapfel und transatlantischen Jagdstiefeln wurden der designierten Drohnenkönigin von „Experten“ auch umgehend maßgeschneidert. Was technisch an sich unmöglich ist, wird mit einem einzigen Fingerschnippen möglich, wenn man die richtigen Experten um sich hat: Nur wenige Stunden nach dem Schlupf aus dem schwarzen Zylinder wurde der Twitter-Account von Ursula von der Leyen erstellt. Noch ohne dass von der Leyen einen einzigen Tweet gepostet hat oder ihr Konto irgendwo verlinkt war, wies der Account bereits mehrere tausend Follower auf. Heute, einen Tag nach Inbetriebnahme, ging der Duracellhasen-Account mit 41.900 Followern vollends durch die Decke. Der laut Studie der Uni Düsseldorf „pseudo-kritische“ Systemkomiker und dekorative Pimmelgartenzwerg der Merkel-Regierung, Jan Böhmermann, war übrigens einer der ersten, der dem Jungferntweet der strammen NATO-Ursel ein Like gegeben hat.

    
(Screenshot https://twitter.com/vonderleyen, 04.07.2019)        (Screenshot Twitter, Account J. Böhmermann)

Gegen eine solche Social Media-Pershing erscheint sogar Böhmermanns Jeanne d’Arc Claudia Rackete nur wie eine mickrige Silvesterrakete. Experten (siehe „Über Evidence Based Bullshit“) machen’s möglich und Beziehungen schaden bekanntlich nur demjenigen, der sie nicht hat. Und da besagte Experten für ihre Beratungsdienstleistungen der bisherigen Bundeswehr-Chefin recht erkleckliche Honorare in Rechnung stellen konnten (innerhalb zweier Amtsjahre immerhin über 200 Millionen Euro / Quelle: Welt, laut anderen Medienberichten insgesamt mehr als 600 Millionen Euro, hierbei ist die Rede von Beraterhonoraren von bis zu 1.700.- Euro pro Tag und Kopf), dürfen sie mit ihrem Know-How nun wirklich nicht hinterm Berg halten, sondern wollen unter Beweis stellen, dass ihr gerade unter massiver Kritik stehendes Honorar nicht in den Sand gesetzt war. Zumindest Sarah Wagenknecht beweist wieder pragmatischen Sinn: „Auf Juncker soll von der Leyen folgen? Warum lässt man die EU-Kommission nicht gleich von McKinsey oder PWC führen?“

„Gruu, gruu … Blut ist im Schuh!“

Nun soll die adelige Prinzessin also zur Königin gekrönt werden. Die am Dach des Brüsseler Pavillons sitzenden Tauben gurrten zwar: „Gruu, gruu … Blut ist im Schuh!“, aber die DIN-ISO-zertifizierte deutsche Qualitätspresse ignorierte dieses Gurren in gewohnter Manier standhaft und ergoss sich in euphemistischen Beifallsbekundungen. „Doppelspitze: Ursula von der Leyen und Christine Lagarde stehen für Aufbruch – Europa kann weiblicher und globaler werden“ titelte etwa die Zeit. Die Klügelei um die EU-Chefsessel („die Beratungen des Europäischen Rates“) seien „selten so transparent gewesen“ wie in jener Nacht, in der nebst einigen anderen hohen Tierchen auch derjenige rosa Hase aus dem schwarzen Zylinder gezogen wurde, der künftig als  Kommissionspräsidentin an der Spitze der EU-Machtpyramide sitzen soll – einer EU, deren Gründung schon laut Plänen von Winston Churchill unabdingbar war, wenn man Europa von Seiten der westlichen Allianz beherrschen wolle, denn mit souveränen Nationalstaaten sei das nach Ansicht Churchills undenkbar (Die Schaffung einer autoritativen, allmächtigen Weltregierung ist das Endziel, das wir anzustreben haben … Ohne ein Vereinigtes Europa keine sichere Aussicht auf eine Weltregierung. Die Vereinigung Europas ist der unverzichtbare erste Schritt zur Verwirklichung dieses Zieles.“ – nein, das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Ausschnitt einer Rede Churchills in London vom 14.5.1947, also 10 Jahre vor Gründung der EWG).

Ursula von der Leyen, soeben erst von der Bilderberg-Konferenz zurückgekehrt (siehe Teilnehmerliste), soll also den Chefposten dieses vereinigten Europas  erhalten. Um zu mutmaßen, welche Agenda unsere Eliten auf der ehrenwerten Bilderberger-Konferenz – wie gewohnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit – festgesetzt haben, müssten wir nun Verschwörungstheorien anstellen. Da uns dies als gemeinen Wlanbürgern streng untersagt ist, begnügen wir uns also mit der kryptisch anmutenden, kommentarlos veröffentlichten Tagesordnung der Bilderberger. Darunter Pkt.2: „Was kommt als nächstes für Europa?“, Pkt.5: „Russland“, Pkt.8: „Künstliche Intelligenz“, Pkt.9: „Die Waffenbesitznahme von Social Media“ und Pkt.10: „Die Bedeutung des Raumes“. Was diesbezüglich im Luxus-Pavillon im Schweizer Montreux für das Schicksal Europas, Russlands und „den Raum“ beschlossen wurde, wissen nur die Götter. Von den ansonsten so schwätzsüchtigen Talkmastern und den Qualitätsjournalisten unserer Leitmedien erfahren wir dazu kein Sterbenswörtchen. Fällt das Wort Bilderberger doch einmal, dann besteht für besagte Talkmaster und Qualitätsjournalisten zumindest kein Zweifel, dass es sich hierbei um ehrenwerte Zusammenkünfte von Experten handelt, die dem Fortschritt dienen. Der ehemalige UN-Kommissar Jean Ziegler sieht das durchaus anders: >>Zusammenkünfte wie „Bilderberg“ sind gefährliche, ja für die Demokratie tödliche und für die ärmsten Menschen der Welt mörderische Einrichtungen.<< (Quelle: Interview in Nachdenkseiten)

Wenn eine zumindest lt. Ziegler „gefährliche, tödliche und mörderische“ Expertenrunde über das Schicksal Europas, Russlands und „des Raumes“ berät, darf man dann ein mulmiges Gefühl in der Magengrube haben oder soll man der nahen Zukunft euphorisch entgegensehen so wie die ebenfalls neu aus dem schwarzen Zylinder gezauberte transhumanistische Gentechnik-Partei „Die Humanisten“, dem politischen Flügel der Gwup-/Psiram-/Skeptiker-Bewegung („Wir wollen den Weg zum Körper 2.0 ebnen“), die bei der jüngsten EU Wahl immerhin 62.600 Stimmen einfahren konnte und damit fast den Sprung ins EU-Parlament geschafft hätte (siehe: „Last Blood Part – Zwischen Dschihadisten und Scihadisten“)?

Um Russland und „den Raum“ kreisen also die Gedanken der elitären Strategen. Während man Schulen, Krankenhäuser und sonstige Infrastruktur verfallen lässt, werden die Straßen Europas in Richtung Russland jedenfalls bereits panzertauglich gemacht – auf Anordnung der EU-Kommission, der demnächst Von der Leyen vorstehen soll. Kostenpunkt: Schlappe 6,5 Milliarden Euro (Quelle: Welt). Auch die NATO-verordnete Aufrüstung der Bundesrepublik hat seit Amtsantritt Von der Leyens deutlich an Fahrt aufgenommen, die Aktienkurse der transatlantischen Rüstungskonzerne entwickeln sich exponentiell wie der Twitter-Account und die von VdL verteilten Beraterverträge. Nicht nur Halliburton, Lockheed Martin und Raytheon sehen der Zukunft freudig entgegen, auch Rheinmetall und Krauss-Maffei dürfen mit am Tisch bzw. auf der Schlachtbank sitzen und sich an Steuergeldern weiden. Wir haben es hier also nicht nur mit einer klassischen Win-Win Situation zu tun, in der eine Hand die andere wäscht, sondern mit einer Win-Hoch-4 Situation, ganz wie es sich in der Ära von Industrie 4.0 geziemt.

Hassrede und Sabotage der europäischen Friedensordnung

Was treibt eine gelernte Ärztin aus adeligem Hause an, sich an die Spitze Europas zu begeben? Einen der Stachel, der sie antreibt, hat sie in einem Interview mit BILDpolitik ja bereits öffentlich kundgetan: Sie wolle „Putin weh tun“. Den atomar bestückten russischen Bären will sie bei seiner Folterung nicht nur mit einer Stecknadel piesaken, sondern „mit allen Mitteln, die angemessen sind“. Putin weh tun bzw. Russland mit Vorsatz schädigen wollen, d.h. einem für die europäische Friedensordnung essentiellen Nachbar- und Partnerland Europas – CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl sprach sogar vom „gemeinsamen Haus Europa“, in dem sich Russland befindet –, die Feindschaft zu erklären … indem VdL als eine der höchsten Verantwortungsträgerinnen der Bundesrepublik eine solche demokratisch nicht legitimierte Privatmeinung in die Welt verkündet, zerstört sie nicht nur die europäische Friedensordnung, sondern handelt auch entgegen dem Willen der Bevölkerung (die weitaus überwiegende Mehrzahl der Deutschen wünscht laut statistischer Umfrage freundschaftliche Beziehungen und eine Annäherung zu Russland). Da trotz der – u.a. von unserem Kollegen RA Schmitz zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebrachten Tatbestände von Hassrede und Volksverhetzung – weder der Generalstaatsanwalt noch der Verfassungsschutz eingeschritten sind und die offensichtlich von einem tollwütigen transatlantischen Fuchs gebissene Dame nicht umgehend unter Quarantäne gestellt haben, kann ihre Karriere nun ungebremst weitergehen.

Die für uns geplante Zukunft: Krieg und Terror

Für diejenigen Kräfte aus dem transatlantischen Lager, die Europa in den Abgrund reiten wollen – und dass es solche Kräfte gibt, hat sogar der nunmehrige Vorsitzende der Atlantikbrücke Sigmar Gabriel kurz vor seinem Ausscheiden als Außenminister warnend festgestellt – ist eine solche EU-Führungsspitze wie VdL jedoch wohl ganz nach ihrem Geschmack (Anm.: Sigmar Gabriels Andeutung ist keineswegs kryptisch; dass sich besagte Kräfte für die Zukunft nicht mehr ein friedliches und prosperierendes, sondern ein mit Russland zerstrittenes, durch kriegerische Konflikte und Terror gezeichnetes Europa vorstellen, geben diese mittlerweile ganz offen selbst zu – siehe z.B. Chicago Council on Global Affairs / Kurzfassung via Youtube).

Wie in Reden von der Leyens vor US Thinktanks wie dem Atlantic Council zu hören (siehe z.B. youtube), erklärt sich die designierte EU-Kommissionspräsidentin mit dieser Agenda der transatlantischen Eliten bedingungslos einverstanden.


Foto links: Falkenempfang von US Verteidigungsminister Chuck Hagel (US Secretary of Defense/public domain)
Foto rechts: Falken-Shakehands mit US Verteidigungsminister Jim Mattis (wikimedia  commons / Jim Mattis / CC BY 2.0)

Die Kür der schwarzen Eisprinzessin    

In ihren Reden – oder sollte man eher sagen: Karriere-Castings? – vor den US Geostrategen legte von der Leyen vor allem Wert auf eine dezidiert hostile Haltung zu Russland. Sie wirkt in dieser Hinsicht noch viel überzeugender bzw. radikaler als der soeben aus dem Rennen geworfene EVP-Spitzenkandidat Weber. Der karrierebewusste Weberknecht, welcher sich im Zuge seiner Kandidatur zum EU-Kommissionspräsidenten zwar ebenfalls in der Disziplin des Russland-Bashings zu beweisen versuchte, um das Wohlwollen derjenigen grauen Eminenzen zu erlangen, die Angela Merkel immer kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ bezeichnet, war bei seiner Kür jedoch bei weitem nicht so überzeugend wie die schwarze Eisprinzessin. Während in Webers Brust trotz aller zur Schau gestellter Härte doch noch eine gewisse Kapazität zu Ausgleichs- und Dialogfähigkeit  zu bemerken war, so war die Performance von der Leyens vollkommen bar jeder menschlichen Wärme. Mit willfähriger Gestik, eiskaltem Blick, eiskaltem Lächeln, ihre Stirn und Mundwinkel immer wieder zynisch delektiert verzerrt ob der „Schwäche Russlands“ und der „Überlegenheit des transatlantischen Modells“ bekundete sie die vollendete Unterwerfung unter die Full Spectrum Dominance-Doktrin der US Falken und die Bereitschaft zur kompromisslosen Konfrontation mit der Nuklearmacht Russland.

Auch die Pre-Castings hat die schwarze Eisprinzessin souverän absolviert. Wie in nachfolgendem Video zu sehen, schafft es von der Leyen, in 5 Minuten 21 eiskalte Lügen aufs Parcour zu legen (die bei jeder Lüge 1-21 eingeblendeten roten Pings sind im Klappentext des Videos exemplifiziert). Jede einzelne dieser Lügen hatte geopolitisch gewaltige Sprengkraft und stützt diejenige Agenda der westlichen Wertegemeinschaft, die in Syrien bis heute zu ca. 1 Million Toten und ca. 1 Million Geflüchteten geführt hat. Auch in der Disziplin des Berufslügens musste Weber also eindeutig den Kürzeren ziehen. Und für den höchsten Posten der EU ist das ein eindeutiges Manko. Denn wie schon der amtierende EU-Chef Jean-Claude Juncker bekundet hat: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“

Die deutschen Leitmedien (laut Michail Gorbatschow die „bösartigste Presse“ der Welt) mögen die Nominierung von der Leyens begrüßen. In zukünftigen Geschichtsbüchern wird eine solche Personalentscheidung wie für von der Leyen, falls sie kommende Woche nicht doch noch am Votum des EU-Parlamentes scheitert, einmal als reiner Wahnsinn angesehen werden.

Duracell-Plüschhase oder Medusenhaupt mit giftigen Schlangen?

Wenn man sich von der Leyens Hassrede gegen Russland – und noch viel mehr die verbissene Verve, mit der die gute Dame diese ausspricht – vergegenwärtigt, dann frägt man sich, ob es wirklich nur ein rosa Plüschhase ist, den die Eliten da aus ihrem schwarzen Zylinder gezaubert haben. In Zeiten von Genmanipulation und Gender Madstream-Astroturfing kann man sich ja nicht mehr sicher sein, was für eine Spezies man gerade vor sich hat. Vielleicht ist der rosa Hase von seinem inneren Wesen her eher ein Piranha?  – Die bei ihrem kalten Lächeln gebleckten, wie zugespitzt wirkenden Zähne könnten das durchaus nahelegen. Oder ein Rottweiler, der darauf dressiert wurde, sich in russische Waden zu verbeißen? – Der mit seinem scharfen Kläffen nicht nur Briefträger auf Distanz hält, sondern vor allem russische Botschafter?

Jens Berger spricht bei seiner Betrachtung des Lebenslaufes von der Leyens von einem „eiskalten Engel“ und „germanischen Falken“, der stramm die Interessen der US Falken vertreten wird (siehe Nachdenkseiten).  Egal, wem diese Synonyme zu gruselig sind, der darf ruhig beim Rosa-Hasen-Synonym bleiben, das ist niedlicher als sich ein zähnefletschendes Raubtier oder einen rabenschwarzen Apokalypse-Engel vorzustellen. Wer über eine gute Vorstellungskraft verfügt, der kann sich ja eventuell beide Realitätsebenen vergegenwärtigen – er kommt damit der Realität vermutlich am nähesten: Ein hohes Tierchen, dessen rosa Fell mit Weichspüler gewaschen, dufte geföhnt und streichelzahm ist … und im Inneren dieses Duracellhasen das Gegenbild: ein rabenschwarzer, in dem Abgrund rufender Engel, eine Harpye, die begierig darauf ist, die Augen ihrer medial geschaffenen Gegner auszuhacken. Keine gewöhnliche Harpye, wie wir sie aus der griechischen Mythologie kennen, sondern eine gentechnisch und digital transformierte Harpye 4.0, deren Kopf eher einem Medusenhaupt ähnelt, von welchem ein Beraterheer aus hunderten Schlangen herunterbaumelt. – Schlangen, die listig in alle Richtungen spähen, blitzschnell zustoßen können und die natürlich allesamt giftig sind.


Foto: Ursula von der Leyen / wikimedia commons / CC BY 3.0 de / Mueller /MSC

Diesen eiskalten Medusen-Engel will man nun also in die höchste Machtposition Europas heben. Das mutet an, wie wenn ein angehender Pilotenlehrling öffentlich verkündete, dass er für den Fall, dass man ihm einmal in das Cockpit eines Jumbos hineinließe, er diesen Jumbo samt allen seinen Insassen frontal in die Alpen steuern werde so wie der Germanwings-Pilot Andreas L. Würde unsere ansonsten so auf Sicherheit bedachte Gesellschaft es zulassen, dass ein erklärter Kamikaze-Pilot ein Passagierflugzeug in die Hände bekommt? Ich denke, man würde wohl eher dafür sorgen, dass dieser Pilot schleunigst unter Quarantäne gestellt wird und in einer sicheren Anstalt angemessene Therapie und Betreuung erhält.

Die Lüge, die wir leben

Wieso wird in diesem Fall also eine offenkundig suizidale und unter massiver Realitätseintrübung leidende Möchtegernpolitikerin zur Kapitänin der EU nominiert? Sind wir nicht mehr ganz bei Trost? Hegen wir, obwohl wir doch äußerlich so viel Wert aufs gute und gerne Leben geben, in unserem innersten Unbewussten etwa auch einen suizidalen Wunsch? Ja, vielleicht ertragen wir es ja wirklich nicht mehr, die mittlerweile erdrückend gewordene Lebenslüge, der wir auf fast allen Gebieten des Lebens huldigen müssen, weiterhin auf unseren Schultern zu tragen. Wer die täglich en masse produzierten Lügen und Manipulationen nicht auch zu einem gewissen Grad selbst weiterträgt, den lässt unser System ja gar nicht mehr an der Gesellschaft teilhaben und spurt ihn aus. Selten spricht es jemand direkt aus wie der Handballprofi Stefan Kretzschmar: Wer etwas anderes sagt als von der herrschenden Meinung vorgegeben, der „bekommt auf die Fresse“. Seien wir uns ehrlich: Die Lüge und Heuchelei gehört zu unserem Lebensstil heute fast genauso dazu wie der SUV vorm Gartenzaun oder wie das Dosenbier zur Tagesschau.

Gibt es einen für den Menschen unwürdigeren Zustand als den derzeitigen? Viele Menschen fühlen sich trotz ihres überbordenden Wohlstands psychisch krank, leiden unter Depressionen und Angststörungen, können angesichts dieser inneren Zustände kaum einschlafen und würden, wenn sie sich dann morgens im Bad in den Spiegel sehen, sich am liebsten übergeben über den Bullshitjob, den sie immerzu aufs Neue antreten müssen , genauso wie über die Lüge, die sie leben bzw. ihr eigentlich wartendes Lebenspotential und ihren Lebenssinn, den sie täglich ein Stück weit mehr verheizen und stattdessen ein Rattenleben wählen. Sie können das digital transformierte Katzenklobüro, in dem sie einen auf Sales Management Assistant machen müssen oder sich als Verpestungsprofi („Werbefachmann“) verdingen müssen, kaum noch riechen. Ihnen dämmert mittlerweile, dass sie es keineswegs „geschafft“ haben, nur weil sie eine Blechkarre fahren, die am Kühlergrill vier verchromte Ringe kleben hat, sondern dass sie ihr Leben womöglich sogar voll verkackt haben, indem sie sich an die Infusionsnadel dieser ekelig-heuchlerischen Altmaierreifenmerkeltagesschau-Leyer gehängt haben.

Ausgesuvt

Vielleicht ist das der einfache Grund, warum wir jetzt einen schwarzen Nato-Engel als Führungsspitze bekommen, der uns eiskalt lächelnd ins offene Messer laufen lassen möchte. Vielleicht sind gar nicht die Eliten-Klüngeleien und Bilderberger schuld. Und vielleicht ist unser innerer Pakt mit der Lüge auch der Grund für all diese unfassbaren Wahlergebnisse der letzten Jahre, die ja in Wirklichkeit nichts anderes sind als ein sehenden Auges abgegebenes Votum für die Vernichtung unserer eigenen Grundlage und für die totale Zerstörung. Rational ist das Ganze ja nicht mehr zu fassen, man kann es wohl nur noch auf einer psychologischen Meta-Ebene zu erklären versuchen.

Frieden? Braucht heute bei Generation Instagram doch keine Sau (siehe Deutschlandfunk Kultur). Klima ist alles, wofür wir heute noch unsere Sitzfleischpolster hochbekommen. Denn das ahnen wir: ohne Luft könnt‘s bald vorbei sein mit suven, pupsen und komasaufen. Dass es sich noch sehr viel schneller ausgesuvt hat, wenn wir eine erklärte Kamikaze-Pilotin ans Steuer des Jumbos ranlassen, in dem wir alle sitzen, realisieren wir nicht. Ebensowenig, dass das Ende unserer Kultur, das wir gerade so herbeisehnen, keinesfalls kurz und schmerzlos, sondern ein Siechtum sein wird.

Game Over

Wenn Sarah Wagenknecht meint, man könnte statt von der Leyen ja gleich McKinsey ranlassen, dann muss ich ihr widersprechen. Nein, könnte man nicht. Denn während die McKinsey-Experten immerhin Realisten genug sind, um zu wissen, dass Europa eine militärische Konfrontation mit einer Nuklearmacht nicht überleben wird, so hätte eine in einer Barbiepuppen- und Videospiel-Realität großgewordene Adeligentochter keine Probleme damit, ihre Tornados mit Nuklearsprengköpfen loszuschicken, wenn die Generäle aus dem NATO-Hauptquartier ihr das nahelegen. Entspricht es doch ihrer vielfach bestätigten Lebenserfahrung, dass das Spiel nach einem „GAME OVER“ eben wieder von vorne anfängt. Und an der Brust Ihrer politischen Amme Angela hat sie ebenfalls mit der Muttermilch aufgesogen, dass die Dinge eben so kommen wie sie kommen und der Lauf der Geschichte einfach alternativlos ist.

Sollte der Zusammenprall mit der Nuklearmacht Russland eintreten – und nach Ansicht des Bulletin of the Atomic Scientists stehen wir gerade so knapp davor wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr bzw. „zwei Minuten vor Mitternacht“ (Quelle: Spiegel) – dann wird der rosa Hase vermutlich dasselbe Statement abgeben wie schon seine Ziehmutter Angela zur Migrationskrise („Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da.“ /Quelle: Wikipedia ): „Mir egal, ob auf der Erde jetzt nuklearer Winter ist, jetzt ist er nun mal da.“

Dem rosa Häschen steht ein unerschöpfliches Depot an speziell getunten Duracell-Batterien zu Verfügung, damit es am Schlachtfeld auf der transatlantischen Trommel munter weitertrommeln kann, auch wenn alle anderen Hasen bereits den Geist aufgegeben haben. Das rosa Häschen hat im geostrategischen Schachspiel leicht lachen. Denn sein Beraterstab hat das Häschen bereits darüber in Kenntnis gesetzt, wer der zweifellose Gewinner dieses Schachspiels sein wird. Laut computersimulierter Feldstudien der NATO-Generäle und ihrer hochbezahlten, streng wissenschaftlichen Experten steht dieser Gewinner bereits fest: der Krieg gegen Russland würde zwar etwas länger dauern und ein bisschen mehr kosten als erwartet, aber gegen die technologisch überlegenen Streitkräfte der westlichen Wertegemeinschaft hätte der russische Bär letztlich keine Chance (Quelle: New Eastern Outlook: „The Day of the Generals winning Armageddon“). Europa wird dann zwar eine Wüste sein, aber die geostrategischen Milliardeninvestitionen der PNAC („Project for a New American Century“)- und  CFR-Brüder werden sich bezahlt machen. Das ersehnte „American Century“, das wie versprochen im wahrsten Sinne des Wortes strahlendste Jahrhundert aller Zeiten, kann dann beginnen.

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Dazu ein Buchtip:   Werner Rügemer – „Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet“ (seine bei buch7.de amazonfrei bestellbare Betrachtung  „transatlantischer Sittenbilder“ versteht Rügemer als „Kontrapunkt gegen professionelle Vergessensproduktion und machtgestützte Desinformation“). Da dem Autor seine Beleuchtung der „transatlantischen Sittenbilder“  bisher drei Dutzend Gerichtsverfahren einbrachte, darf der Leser davon ausgehen, dass er hier Dinge erfährt, über die sich unsere DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien ebenso eisern ausschweigen wie über Uranmunition.

 


Nachwort (Wie man Manipulation ausspurt):

Was aber tun, wenn man nun über diese Dinge Bescheid weiß, über die eine hochprofessionelle Medien- und Entertainmentmaschinerie ihren Mantel des Schweigens breitet? Wäre es da nicht besser, unwissend zu bleiben, so wie das derzeit eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Mitbürgern vorzieht? Noam Chomsky beantwortet diese Frage ganz trocken: „Für eine kurze Zeit, ja. – Bis es einem um die Ohren fliegt.“

Wer der Realität ins Auge sieht (dass sich unsere Polit-/Wirtschaftskapitäne entschlossen haben, das Passagierfahrzeug, in dem wir sitzen, nun nochmals mit durchgetretenem Gaspedal zu beschleunigen, obwohl die Betonwand, auf die es zufährt, bereits für jedermann in Sichtweite ist), der weiß also zumindest, dass es gut wäre, nun den Sicherheitgurt anzulegen und sich in der Werkstatt zu vergewissern, ob der Airbag ohnehin noch funktioniert. Dann hat er zumindest die Chance, den Aufprall zu überstehen. Denn diejenigen, die nicht angeschnallt sind, an Bord gerade korkenknallend und itunesbestöpselt ihre Astroturf-/Aluhut- Parties feiern und der digitalen Transformation entgegenjubeln, die wird es durch die Windschutzscheiben schmettern und in alle Winde verstreuen.

Eine noch bessere Idee wäre es eventuell, die Notbremse zu ziehen oder das Richtung Grand Canyon programmierte Gefährt bei der nächsten Haltestelle zu verlassen und in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Denn diesen Zug gibt es auch. Man darf sich hierbei nur nicht von der Anzahl der Passagiere beeindrucken lassen und dem Herdentrieb folgen. Ja, in dem in Gegenrichtung fahrenden Zug haben sich vergleichsweise wenige Menschen eingefunden. Und diese müssen fortwährend damit rechnen, dass sie von der herrschenden Meinung und der Rat Media Solutions GmbH (Südtäusche, Relotius-Narrenspiegel & Konsorten) frei nach Kretzschmar „auf die Fresse bekommen“. Jeder mag das halten wie er will, aber ich meine: Lieber Rückgrat behalten und ein paar auf die Fresse, als ein durch die Lebenslüge vergifteter und innerlich sklerotisierter Zombie sein, der eigentlich schon zu Lebzeiten ein wandelnder Toter ist und auf den ein grausames Schicksal wartet, auch wenn ihm derzeit noch allerlei Kompensationsmittel zur Verfügung stehen, mit denen er sich über diese Zukunft hinwegzutäuschen versucht.

Wie auch immer, noch ist nicht aller Tage Abend. Von der Leyen muss bis zum 16. Juli die Mehrheit der  EU-Parlamentarier auf ihre Seite ziehen, um bestätigt zu werden. Panzer-Uschi geht daher jetzt auf Tour und sucht in Brüssel das Einzelgespräch. Mit im Gepäck: Pöstchen.


(Bild: Jürgen Plechinger / FB)  

Ein Stab an Mitarbeitern und Assistenten begleitet den eiskalten Engel bei seiner transatlantischen Missionierungsarbeit.  In Berlin ruhen derweil alle Termine, denn es geht jetzt um  alles und der schwarze Engel hat nur wenig Zeit: ganze zehn Tage. Die bewährtesten PR-Mitarbeiter in Berlin wurden daher für die Zeit der EU-Kandidatur beurlaubt und für Nachtschichten am Brüsseler Lobbyparkett freigestellt. Mit von der Partie: Der Berliner Leiter des Leitungsstabs sowie der langjährige Sprecher von der Leyens. Eine mit Seibert-Pomade gut geölte Maschinerie wird nun angeworfen und läuft bereits auf Hochtouren. Um die Motivation der Maschinisten dürfte es nicht schlecht bestellt sein. Wenn die Medusa sogar externe Berater mit Tagessätzen von 1.700.- Euro besoldet, welche Boni warten dann erst auf diejenigen Edel-Spindoctoren, die der Prinzessin im Game of Thrones zur Krone verhelfen? Die Maschinisten werden daher alles geben und alle Register ziehen.

Wenn es der schwarzen Prinzessin gelingt, den Brüsseler Abgeordneten den transatlantischen Endsieg bzw. den Armageddon schmackhaft zu machen (und laut unseren Leitmedien ist ja ein Krieg gegen Russland und China angeblich unvermeidlich) und sie zur EU-Kommissionspräsidentin zu machen, was soll man dann den Menschen noch raten? – Dass sie ihre Lebensversicherung auflösen und noch einmal richtig Urlaub machen sollen, bevor im Land, in dem sie jetzt noch Gut und Gerne leben (und in dem sich die Tafeln vor abgelaufenem Essen biegen), womöglich endgültig Sendeschluss ist?

Apropos Sendeschluss: Sind ja dann doch wieder mal viel zu viele Buchstaben geworden. Eigentlich wollte ich diese unsägliche Chose mit von der Leyen ja nur zum Anlass nehmen, um eine kurze Anleitung zu geben, wie man medial vermittelte Projektionen ausspuren und das real wirksame Motiv hinter einer Sache oder einer Person erkennen kann. Das würde jetzt aber den Rahmen sprengen und werde ich wohl ein andernmal darauf zurückkommen.

Hier vorab nur soviel: Es geht darum, für einige wenige Minuten die aus dem eigenen Inneren hochsteigenden Projektionen – diese können sowohl sympathisch als auch antipathisch geprägt sein – konsequent zurückzuweisen, während man sich auf ein ausgewähltes Zitat oder einen sonstigen Eindruck, z.B. eine Geste des betrachten Objekts konzentriert . Am besten greift man einen charakteristischen Wortlaut der betrachteten Person aus einer möglichst originalen, d.h. noch nicht von Journalisten aufbereiteten Quelle heraus. Den gewählten Eindruck stellt man dann in das Licht eines übergeordneten Gedankens oder einer Frage, z.B. „Was ist das Motiv dieser Person?“ – jedoch ganz nüchtern bleiben, ohne auf das Resultat zugreifen zu wollen. Dann spricht es sich irgendwann ganz von selbst aus. Denn das Gute ist: Nur auf der Ebene unseres oberflächlichen Intellekts lassen wir uns täuschen – und die Werbe-/Polit-/PR-Industrie nützt das auch weidlich aus -, aber auf unterbewusster Ebene nehmen wir von allem unmittelbar die Wahrheit wahr (Sigmund Freud: „Das Unterbewusste ist schlauer“). Schon Goethe hat festgestellt, dass unser Denken nicht dazu da ist, um sofort zu einem Urteil zu kommen, sondern um um eine Sache unter Einnahme verschiedener Perspektiven zu kreisen, sodass das richtige Urteil in der Folge, wenn auch ganz langsam, wie von selbst entsteht.

Es ist nicht leicht, diese Konzentration aufrechtzuerhalten, denn schon von der ersten Sekunde an möchte sich dann alles mögliche als vorschnelles Urteil kundtun, was man im eigenen Inneren bereits über die jeweilige Person bzw. Sache abgespeichert hat – und dies stammt vor allem aus den Medien, aber auch der Erziehung, Schule, Uni etc. Es ist ein gewaltiger Wust an abgespeichertem Wissen, der da in unserem Inneren vorhanden ist und der sich bei jeder Sinneswahrnehmung kundtun möchte. Dieses abgespeicherte Wissen wird jedoch der uns jetzt gerade ins Auge gefassten Realität nicht gerecht, denn es ist nicht aus der Unmittelbarkeit bzw. dem aktuellen Status Quo geschöpft sondern belegt diese Realität lediglich mit einer subjektiven, meist unangemessenen und nur mehr halbwahren oder komplett unwahren Projektion.  Erschreckend ist diesbezüglich auch, wie sich sogar unsere an sich klügsten und kritischsten Köpfe aus der alternativen Medienlandschaft vorschnell von massenmedial geprägten Klischees mitnehmen lassen und herrschenden Narrativen folgen. Man kann es ihnen nicht einmal verübeln, denn die Spindoctoren, medialen Meinungsmacher und „wissenschaftlichen Experten“ (lt. Noam Chomsky „die säkularen Hohepriester der Machtelite, die den Bürgern verkünden, was sie glauben sollen“), haben ihre Techniken zur massenmedialen Meinungsformung bereits mit ungeheurer Raffinesse perfektioniert.

Als ich bei besagter Urlaubsheimfahrt in einem Hotel Zwischenstopp machte und mich während des Wartens aufs Mittagessen anhand des Radioberichts in solch objektivierter Anschauung zu den aktuellen EU-Geschehnissen bzw. zur Person von der Leyens üben wollte, da kam mir ironischerweise das Leben zur Hilfe und bestätigte mir den Eindruck, der sich bereits vor meinem inneren Auge abzeichnete und durchaus für Gänsehaut sorgte: Mein Blick schweifte auf eine gegenüberliegende Dekorwand, an der eine Perchtenmaske aufgehängt war (siehe Foto unten). Ich musste trotz Gänsehaut schmunzeln: Ja, das nennt man dann wohl Koinzidenz.

So, genug, es ist jetzt 02:20 und der Hahn kräht bald. Die Tippslerei hat mir heute ohnehin schon genügend Ärger eingebracht, da ich einen wunderschönen Sommertag in den Sand gesetzt habe, den ich mit meiner Partnerin am Badeteich verbringen wollte. Eigentlich ein schlechter Deal, mich stattdessen vorm Flachbildschirm mit derlei Widerwärtigkeiten zu beschäftigen. Aber andererseits: Wenn wir jetzt nicht verdammt aufpassen, dann war’s das womöglich bald ganz mit Badeteich.

Für eine Person wie vdL wollte ich eigentlich gar nicht so viele Buchstaben in den Topf werfen. Denn es ist ja fast müßig, die derzeitige Chose noch zu kommentieren – wo Reinhard Mey doch schon alles gesagt hat:

„Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
All die hohen Ideale sind havariert,
Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff… „

(Reinhard Mey – „Das Narrenschiff“)

Welcome to the final Show: „Hör endlich auf mit deinem Weinen … die Salami ist jetzt zuende!“

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Ab in die schlüsselfertige Tyrannei

Nein, die nachfolgende Meldung stammt nicht vom 1. April, sondern vom 14. Juni. Die Schlinge soll also nun enger gezogen werden. Diejenigen grauen Eminenzen, welche die Bundeskanzlerin immer kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ bezeichnet, planen jetzt Schluss mit Lustig zu machen. Man kann es den transatlantischen Spindoctoren nicht verübeln, denn der Zeitpunkt war wohl noch nie so günstig wie jetzt – wo die Bürger, die einfach nur Gut und Gerne leben wollen und dafür nicht nur ihre Schäfer nach mehr Sicherheit anbetteln, sondern auch bereit sind, jeden hasserfüllt zu zerreißen, der „den Herdenschutz gefährdet“ und seine Kinder dem Zugriff einer profitorientierten Pharmaindustrie verweigert … nun, welcher Zeitpunkt könnte günstiger sein, um den entgegen ihrem Willen aufgeklärten und in die Katastrophe des individuellen Bewusstseins gestürzten Bürgern, die so gerne wieder Herde sein würden, nun endgültig das Fell über die Ohren zu ziehen? Eine riesige Verwertungsindustrie giert bereits nach dem Fleisch, der Wolle und den Organen dieser Herde. Und die alles übertönende Losung lautet: Der „Wirtschaftsstandort“ muss gesichert werden.

Schon wieder also so ein Kassandraschrei von uns Verschwörungstheoretikern? Müssen wir denn immer solchen Krach machen und den wohlverdienten Spaß verderben? Was steht denn diesmal vor der Tür, dass wir uns erdreisten, den Astroturf-Surfer von seiner DSDS-Couch aufzurütteln? Nun, meine lieben Freunde des Astroturfs und des Goldenen Aluhuts, diesmal nichts weniger als eben das Ende der Meinungsfreiheit und des freien Denkens. Übertrieben, meint der an die Big Bang Theory und die unsichtbare Hand des Marktes glaubende Skeptiker? Schon vor einiger Zeit haben führende Konstrukteure der CIA-/NSA-Bürgerüberwachungsmaschinerie selbst in einem offenen Brief davor gewarnt, dass wir gerade schlüsselfertige Tyranneien („turnkey tyrannies“) errichten / Quelle: The Guardian.

Ende der Wurststange und der Salamitaktik

Bei der in klassischer Salamitaktik schon die ganzen letzten Jahre über durch maaslose Grundrechtsdemontage, Netzwerkdurchsetzungs-Gesetze und dgl. abgehobelten Wurststange ist nun das Ende der Füllung erreicht. Die nächsten Schnitte gehen daher nicht mehr in die Salami, sondern werden die Finger absäbeln, die die Stange bislang hielten. Die Schmerzensschreie, die mit dieser Verrichtung einhergehen, werden bei den ausführenden Organen nicht einmal Achselzucken, geschweige denn Mitgefühl hervorrufen. Denn nach Vorstellung der EU-Technokraten werden es in Zukunft nicht einmal mehr echte Menschen mit Kopf und Herz sein, die diese Zensurarbeit ausführen, sondern ein sehr viel effizienteres Organ: die von Axel “Artikel 13” Voss bereits mit leuchtenden Augen angekündigte “Künstliche Intelligenz” wird das erledigen.

Die Verteilung der Maulkörbe, Kontosperren und Reiseverbote (sic), welche der jüngst von der EU-Kommission vorgelegte “Aktionsplan gegen Desinformation” vorsieht, wird also  algorithmisch automatisiert mit KI erfolgen. It’s market-conform democracy, stupid!

Sanktioniert werden sollen laut EU-Aktionsplan nun Personen, die „Desinformation“ verbreiten. Hierbei ist “Desinformation” als ein Vorgang definiert, der darauf abzielt, “abzulenken und zu spalten, durch die Verdrehung und Verfälschung von Tatsachen Zweifel zu sähen und so die Menschen zu verwirren und ihr Vertrauen in die Institutionen und die etablierten politischen Prozesse auszuhöhlen.” (dazu unten gleich mehr)

Eigentlich ist das Ansinnen auch gar nichts Neues, in China läuft das KI-gesteuerte Sanktionieren der Zivilgesellschaft mittels “Social Scoring” bereits auf Hochtouren (siehe Youtube). Neben anderen “evidenzbasierten” Parametern erfasst das System, wie der Bürger politisch denkt und hat für Abweichungen vom politisch Korrekten bereits jetzt einen breiten Strafenkatalog zur Hand. Man benötigt relativ wenig Phantasie, um sich auszumalen, welche Sanktionstechniken sich das System in Zukunft noch einfallen lassen wird.

Die unentbehrliche Infrastruktur, um das alles in Echtzeit durchführen zu können: 5G – die neue, fantastische Mobilfunkgeneration, mit der sich der junge&naive Nerd bekanntlich in 2 Sekunden das neue Batman-Movie in 4K-Qualität runterladen kann. Wie geil ist das denn? Ich frage mich zwar, wann sich der Gwupster all die tausenden Videos, die er sich in Sekundeschnelle aus dem Netz gezogen hat, dann auch ansehen wird. Da wird er sich ranhalten müssen, wenn er den ganzen Stoff abarbeiten und so nebenbei im System auch noch die erwartete Leistung bringen will. Aber die Zukunft gehört ja laut unseren Experten (siehe “Über Evidence Based Bullshit”) denjenigen Menschen, die über “Multitasking”-Fähigkeiten verfügen.

Angesichts solch paradiesischer Zukunftsvisionen kann man es verstehen, dass unsere Freunde Sheldon Coopers in ihren Internetforen jeden sofort angeifern und mit Zähnen und Klauen übel zurichten, der es wagt, ihren neuen Gott KI und seinen Thron: 5G, zu kritisieren. Denn diesem Gott können sie jetzt schon hier im Iridischen begegnen, sie müssen nicht erst aufs Jenseits warten wie all ihre Vorfahren. Er soll gleich dem Gott ihrer Vorfahren allwissend und allmächtig sein. Leider nicht allgütig so wie der Gott aller bisherigen Hochkulturen, aber so what. Alles geht halt nicht. Und für Sozialromantik ist in Zeiten marktkonformer Demokratie bekanntlich sowieso kein Platz mehr.

Die Besten und Smartesten werden im survival of the fittest schon das Rennen machen. Sie werden eine Weile im Hamsterrad sprinten und Social Credit Punkte sammeln dürfen, bis sie mit Mitte 40, womöglich schon in ihren 30ern, der Burnout oder der Herzinfarkt ereilt. Um sich auszumalen, was mit den weniger Smarten passiert, benötigt man inzwischen ebenfalls relativ wenig Phantasie. Meine Mutmaßung: Sie kommen ins Katzenfutter. Schon jetzt werden von großen Silicon Valley Konzernen Datensätze angelegt, mit welchen die Schienen zur Aussiebung und Verwertung der Humanressourcen gelegt werden. Die US Firma Acxiom verfügt z.B. bereits über eine Datenbank, in der mehrere Milliarden User, darunter mit allergrößer Wahrscheinlichkeit auch Sie westlicher Wohlstandsbürger, der Sie das hier gerade lesen, enthalten sind – fein säuberlich eingeteilt nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und montären Potenz bzw. Impotenz. Die unterste Kategorie dieser Datenbank nennt der Big Data Konzern übrigens selbst „waste“, also Abfall oder Müll (siehe Süddeutsche). Nicht nur Darwin, auch Goebbels wäre begeistert.

Gesundheit und Vorsorgeprinzip? – War gestern

Dass es über hundert Studien gibt, die zelltoxische Effekte von Mobilfunkstrahlung nachweisen: Egal.  Dass nun auch von der US Gesundheitsbehörde in der bisher umfangreichsten Mobilfunkstudie erschreckende gesundheitlichen Nebenwirkungen von gepulster Hochfrequenzstrahlung attestiert werden  – lt. Abstract nun sogar erstmals “Clear evidence of tumors” (siehe U.S. Department of Health and Human Services): Egal.  Dass das Institut der US Regierung aufgrund der Brisanz dieser Ergebnisse weitere 15 externe Mediziner und Ingenieure mit der Überprüfung beauftragt hat und diese die Studie bestätigt haben: Egal. Dass die EU-finanzierte, von der Industrie und den Leitmedien angezweifelte REFLEX-Studie unter Prof. Adlkofer (die zu ähnlichen Ergebnissen kam wie die aktuelle Studie des US Amtes) mittlerweile durch zwei unabhängige Institute bestätigt und sogar gerichtlich rehabilitiert wurde: In postfaktischen Zeiten ebenfalls egal. 5G macht einfach zuviel Spaß, um es abzublasen.

Auch mit einer Unzahl an Studien untermauerte Appelle und Resolutionen, z.B. derjenigen von hunderten renommierten Wissenschaftlern und Ärzten aus 36 Ländern zum Stopp von 5G sind dann, wenn es drauf ankommt eben nicht mehr Wissenschaft, sondern Esoterik. Aus Sicht der „evidenzbasierten“ Gwup-Wissenschaft sind es ja bekanntlich gar keine elektromagnetischen Wellen, auf denen Mobilfunk basiert, sondern  haben wir es eher mit so einer Art Telepathie bzw. einer homöopathischen Größe zu tun. Und so gefährlich Homöopathie aufgrund ihrer angeblichen Unwirksamkeit ist, so ungefährlich ist im Gegenzug die homöopathische, also vernachlässigenswerte Dosis, mit der wir durch die Mobilfunkstationen bestrahlt werden. Kann also alles nur Einbildung und Spinnerei sein, wenn jemand physikalische Wirkungen solcher unsichtbarer, unriechbarer und unspürbarer Wellen behauptet – wo überdies doch jeder mit eigenen Augen sehen kann, wie alle Welt an ihren Endgeräten unglaublich Spaß mit diesen Mobilfunkwellen hat.

Und dieser Spaß soll mit der neuen Mobilfunkgeneration 5G nun ins Grenzenlose steigen. Was als unabdingbar für diesen Spaß angesehen wird: neben 20.000 5G-Satelliten auch ein bislang beispielloses Netz an bodengestützten Sendeeinrichtungen in einem Raster von ca. 100 m zur möglichst lückenlosen Durchdringung unserer Lebensumwelt mit elektromagnetischer Strahlung. Soweit ich es in einem Manuskript des Herstellers Ericsson entnehmen kann, werden diese Basisstationen je nach Abstand mit Strahlungsintensitäten von 95.000 bis 38.000.000 µW/ m2 strahlen (vergleiche dazu: die bei Studien wie der o.g. US Gesundheitsbehörde gefundenen Zelldegenerationen treten bereits bei Leistungsflussdichten von knapp oberhalb 1.000 µW/m2 auf, Umweltmediziner empfehlen für den Außenbereich nicht mehr als 10 µW/m²). Übrigens: Auch der BMW-Konzern erlaubt auf seinen Arbeitsplätzen nach eingehender Konsultation mit Strahlenschutzexperten und Fachleuten von Siemens weltweit nicht mehr als 100 µW/m2 und schirmt seine WLAN-Router zu diesem Zweck mit metallbedampften Platten oder Folien ab – jaja, diese Aluhüte von BMW eben …

Die Kunden wollen 5G gar nicht? – Egal, sie bekommen es trotzdem!

Soweit man hören kann, kommt das 5G System in den USA bisher gar nicht gut an. Ein doch unerwartet großes Maß an Widerstand und Bürgerprotesten macht sich breit (schuld sind lt. US Medienberichterstattung wie der New York Times natürlich wieder Putin und RT, die über 5G aufklären; auch das Schweizer Massenmedium 20 Minuten titelt: „Darum will Russland, dass wir Angst vor 5G haben.“) Im Übrigen finden sich bisher auch kaum Kunden, die bereit sind, für das tolle 5G Netz zusätzliche Servicegebühren zu zahlen. Dem ansonsten streng gewinnorientierten US Telekomgiganten Verizon ist das egal: Er bietet 5G dann nun eben gratis an (siehe businessinsider). 5G muss kommen, um jeden Preis.

Sogar die Grünen haben da wenig Sinn für Querulanten und Forschrittsverweigerer. Der 5G Ausbau hat oberste Priorität. Eine “Taskforce Mobilfunk” gegen besorgte Bürger wurde bereits gegründet. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann richtete hierbei an die Bürgermeister des Landes folgende Worte:

„Ihr dürft wegen jedes einzelnen Sendemasten zu mir kommen und ich sorge dafür, dass er aufgestellt wird.“

Der Grüne Riese weiter:

 „Ein zentraler Baustein der Taskforce Mobilfunk muss deshalb eine breit angelegte Informationskampagne zur Überwindung der Vorbehalte gegen neue Mobilfunkmasten sein (…) Und was die flächendeckende Versorgung mit 5G betrifft, will ich nicht verschweigen, dass dabei auch auf die Bevölkerung noch einiges zukommen wird. Denn klar ist: Wir werden dafür wesentlich mehr Sendemasten benötigen als heute. Da wir Grünen aus der kritischen Bevölkerung kommen, haben wir aber eine große Erfahrung damit, die Menschen mitzunehmen. Insofern bin ich sicher, dass wir bei der digitalen Infrastruktur den Anschluss schaffen werden.“ (Quelle: diagnose-funk.org)

Da die Grünen ja laut Meinungsumfragen und Wahlergebnissen im Allzeithoch sind und Habeck in den Leitmedien schon als der neue Kanzler gehandelt wird, steht einer strahlenden Zukunft somit wohl nichts mehr im Wege. Wenn nun auch unsere mitunter klügsten Köpfe im freien, alternativen Medienspektrum – und ich meine das gar nicht einmal ironisch – in ihren Essays endlich genug haben von all der deutschlandtypischen Lamentiererei bzw. Verhaltenheit gegenüber der Künstlichen Intelligenz und endlich den „Quantensprung“ ins Wurmloch der digitalen Transformation fordern (aktuell siehe Rubikon), nun ja … dann steht ja dem Fortschritt kaum noch etwas im Wege.

Welcome to the final show

In diesem Sinne: Machen Sie es sich bequem auf Ihrer Netflix-Couch: “Welcome to the final show … Just stop your crying, it’s a sign of the times … They told me that the end is near … We gotta get away from here!” – so wörtlich der Songtextext zur Untermalung des offiziellen Werbespots zur Ankündigung des 5G Ausbaus der österreichischen Telekom (Übersetzung: “Willkommen zur finalen Show … Hör einfach mit deinem Weinen auf, es ist ein Zeichen der Zeit … Sie sagten mir, dass das Ende nah ist … Wir müssen hier weg!”
– ganzer Text nachzulesen hier: songtexte.de).

Aber nicht nur die Worte, auch die Bildersprache des Videos spricht Bände bzw. sagt alles. Der Psychoanalytiker Sigmund Freud hat wohl recht gehabt: Unser Unterbewusstes ist schlauer (und bringt oft eine Wahrheit zum Ausdruck, die man im Oberstübchen niemals auszusprechen wagte bzw. selbst  gar nicht bewusst realisiert). Ich bin mir trotzdem sicher, dass viele das nachfolgende Video absolut cool finden und mit emotionaler Gänsehaut am Rücken womöglich nur noch zwei Worte hervorbringen werden: “Will haben …!”

Für diejenigen, die auf das Video aufgrund der Youtube-Ländersperre nicht zugreifen können, hier die Bypass-Lösung über Webproxy:

http://webproxy.at/surf/index.php?q=nqmmpqZtk5PZqKdirailp6aYnGGUn9BkrZapxp9v16GBo3ydm5epuq2ofVqbpW10hQ

[falls auch das nicht funktioniert, dann auf http://webproxy.at folgende URL eingeben + Enter drücken:]
https://www.youtube.com/watch?v=KnJghdEVKwM


P.S.: Ganz ohne Widerstand ist die Taskforce der Grünen gegen 5G-besorgte Bürger, die ihre Gesundheit behalten und nicht am Altar des Technikglaubens opfern wollen, zum Glück nicht. Bundesweit formieren sich gerade zahlreiche Bürgerinitiativen, die sich der Grünen Alternativlosigkeit entgegenstellen und gegen 5G mobilisieren. (Anm.: Mir gefallen all diese „Gegen“-Formulierungen eigentlich auch nicht, daher also eher: FÜR die Zukunft, Selbstbestimmung und Gesundheit ihrer Kinder). Wir bräuchten ja eigentlich eine ganz neue Demonstrationskultur: Nicht immer nur protestieren und notdürftig das Schlimmste verhindern wollen, damit hinken wir ja meist doch nur hinter den – undemokratisch von oben gesetzten – Dreistigkeiten hinterher. Viel wirksamer wäre es, wenn wir ein positives Bild von Mensch und Umwelt ausformen, das so überzeugend und – im besten Sinne dieses von neoliberalen Zuhältern erbärmlich geschundenen Wortes: für jeden Menschen mit Kopf und Herz wirklich alternativlos ist, sodass niemand mehr an diesem Idealbild  vorbeikommt: Wie das Selbstverständnis des Wesens Mensch im empathischen Zusammenleben mit seinen Mitmenschen, insbesondere auch mit solchen in fernen Ländern, ebenso wie in seinem verantwortlichen Zusammenleben mit Fauna, Flora und den Ökosystemen der Erde – die lebendige sind und keine toten so wie uns das die derzeit herrschende Lehre und ihre technokratisch-nihilistischen Apologeten beibringen möchten ! – und damit einhergehende unveräußerliche Werte  idealerweise aussehen sollten bzw. könnten. Wir müssten dann nicht immer mit schreckgeweiteten Augen irgendwelchen desaströsen Machenschaften hinterherschustern, sondern wir könnten aktiv den Takt vorgeben. Und wieder mit Würde und erhobenem Haupt zuversichtlich der Zukunft entgegengehen.

Nein, das wird nicht gehen, indem wir auf unserem Smartphone auf den METOO-Button drücken, sondern nur, indem sich jeder individuell aufrichtet und verantwortlich fühlt.  Und nein, das wird auch leider nicht gehen, indem man Grün wählt (an die Youngsters unter uns: Glaubt mir, ich habe das schon probiert mit dem Grün-Wählen. Rausgekommnen ist das genaue Gegenteil von dem Erhofften: Verwicklung des Souveräns in NATO-Angriffskriege, Zerstörung der Europäischen Friedensordnung durch von Grünen gezeichneten Ukraine-„Assoziierungsvertrag“, mittlerweile ans Suizidale grenzende Kriegstrommelei gegen Russland, Panzer auf ehemals russischem Gebiet, sogar direkter Ausverkauf der Umwelt durch Glyphosat- und Pestizidlobbying, Fracking etc. – siehe z.B. aktuellen Artikel von Jens Bernert: „Die Umwelt-Verräter“).

Zurück aber zu 5G. In diesem Falle eilt allerdings in der Tat bereits die Zeit. Die Wirtschafts- und Politmächtigen wollen uns in Juncker’scher Manier wieder einmal unter Ausschluss der Bürger, also des Souveräns, von dem laut Verfassung alle Macht ausgeht, vor vollendete Tatsachen stellen. Dass es durchaus erfolgreich sein kann, wenn sich Menschen entgegen der Juncker-Demokratur aufrichten, kann man bereits mancherorts beobachten: So musste sogar die belgische Regierung den 5G-Ausbau in Brüssel vor Kurzem verbieten, nachem die Umweltministerin Fremault nach Sichtung des aktuellen Forschungsstandes zum Schluss kam: „Ich kann eine solche Technik nicht zulassen, wenn die Strahlungsstandards, die die Bürger schützen sollen, nicht beachtet werden – 5G hin oder her. Die Brüsseler sind keine Meerschweinchen, deren Gesundheit ich aus Profitgründen verkaufen kann.“ Neben italienischen Metropolen hat auch das Schweizer Kantonsparlament Genf den 5G-Netzausbau mit deutlicher Stimmenmehrheit untersagt. Man sieht also: Vieles ist möglich und die menschliche Vernunft kann sich durchaus durchsetzen – zumindest solange nicht Grüne am Ruder sind. Wer sich einer der Stop 5G-Initiativen in Deutschland anschließen oder in seiner Gemeinde selbst eine begründen möchte, der kann sich z.B. hier bei Facebook melden.

Nachsatz:

Jetzt sollte das Ganze eigentlich nur ein paar Einleitungszeilen mit dem Hinweis auf den jüngsten Artikel von Hannes Hofbauer betreffend EU-Zensurpläne werden und ich bin thematisch wieder einmal vollkommen abgedriftet. Hier also die hard facts, um die es mir eigentlich ging:

Hannes Hofbauer, laut dem britischen Historiker Tariq Ali  „einer der führenden progressiven Intellektuellen Österreichs“, der den „anscheinend einzigen linken Verlag“ des Landes führt, hat sich zu den Plänen, was unsere Schäfer mit der Schafherde zu tun gedenken, in den Nachdenkseiten geäußert. Daraus ein kleiner Ausschnitt:

<< Wer den am 14. Juni 2019 von der EU-Kommission vorgelegten “Bericht über die Umsetzung des Aktionsplanes gegen Desinformation” liest, wird erschreckt feststellen, dass der Aufbau einer EU-weit tätigen Zensurbehörde bereits weitgehend abgeschlossen ist. Demnächst soll die Verbreitung von Informationen, die Brüssel als falsch und gefährlich einschätzt, mit Sanktionen bis hin zu Kontosperren und Reiseverboten geahndet werden.

Im Papier der EU-Kommission, für das nebstbei auch die außenpolitische Speerspitze Federica Mogherini verantwortlich zeichnet, wird der Terminus “Desinformation” als ein Vorgang definiert, der darauf abzielt, “abzulenken und zu spalten, durch die Verdrehung und Verfälschung von Tatsachen Zweifel zu sähen und so die Menschen zu verwirren und ihr Vertrauen in die Institutionen und die etablierten politischen Prozesse auszuhöhlen.” Im Visier stehen dabei nicht die großen meinungsbildenden Medienkonzerne, die tagein, tagaus von Tatsachen ablenken und Wahrheiten verdrehen, dies aber gerade in Hinblick auf die Stabilisierung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse tun. Als zu bekämpfender Desinformant gilt, wer solche in Zweifel zieht und ihre Institutionen aushöhlt.

Die Themenkreise, über die ihrer Meinung nach Desinformation verbreitet wird, sind insbesondere die “Infragestellung der demokratischen Legitimität der Union sowie Debatten über Migration und Souveränität”, mithin: die großen Brüsseler Schwachstellen. 

Ein EU-eigenes Frühwarnsystem zum Erkennen falscher Informationen verstärkt zudem seine Zusammenarbeit mit den Organisationen der globalen westlichen Wirtschafts- und Militärstruktur, den “internationalen Partnern wie G7 und NATO”. >>

 

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zum Weiterlesen:

Tagesspiegel: „Wie gesundheitsschädlich ist 5G wirklich?“ (erstaunlich gut recherchierte und qualitativ hochwertige Reportage in einem Mainstreamblatt; geschrieben von einem der wohl letzten echten investigativen Journalisten: Harald Schumann)

Diagnose Funk (Interview mit dem Vorsitzenden Dipl-Ing. Jörn Gutbier zur aktuellen Forschungslage betr. Mobilfunkstrahlung mit vielen weiterführenden Links)

Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake  (Nachrichtenspiegel)

Die Hard 4.0: Arma5Geddon  (Nachrichtenspiegel)

 

 

Bild: Pixabay CC0

Bleifuß auf der Mietpreisbremse – oder warum selbst Herkules am Wohnungswahnsinn nichts ändern kann

153 Rauchschwalbe JP


„Rauchschwalbe“ (©Jürgen Plechinger)

Ich kann ja verstehen, dass es harter Tobak ist, wenn die eigene 70 m2 Wohnung statt 450 Euro nun 1400 Euro – kalt – kostet (siehe z.B. hier in Berlin). Vieles ist jetzt in Aufruhr, Menschen gehen in Demozügen empört auf die Straßen und fordern günstiges Wohnen. Um im Land, in dem wir Gut und Gerne leben, weiterhin existieren zu können, wird nun sogar der Ruf nach Enteignungen von Immobilien laut (siehe z.B. jungewelt). Man darf gespannt sein, wie die unsichtbare Hand des Marktes bzw. der marktkonformen Demokratie wohl auf diesen Ruf reagieren wird.

Die Idee der Enteignung ist eigentlich durchaus pragmatisch und entspringt der immanenten Logik einer marktkonformen Demokratie. Warum sollte man es mit Immobilien nicht anders machen als mit Geld, das bekanntlich dann, wenn es die einen verlieren, nicht weg ist – es hat dann eben nur jemand anders.

Doch wem soll man die Wohnungen wegnehmen und wem soll man sie geben? Der Jurist Wolfgang Bittner hat dazu bereits ein paar praktikable Vorschläge gemacht. In seinem Essay „Friedhofsgemüse – Rentner zugunsten der zukunftswürdigen Jungen entsorgen!“ hält er ein flammendes Plädoyer zur Rettung urbaner Hipster und Astroturfer aus ihrer prekären Lebenslage:

„Rentner gebt das Wahlrecht ab!“, fordert die Leiterin des Ressorts „Unmensch + Indoktrination“ bei der taz. Und den Führerschein sollen diese Kretins mit den eingetrockneten Gehirnen gleich mit abgeben. „Denn für beides gilt: Die Alten gefährden die Jungen. Was wir brauchen, ist eine Epistokratie der Jugend.“ Hatte der griechische Philosoph Platon noch die Ansicht vertreten, ein Staat könne nur unter der Herrschaft von Philosophen gedeihen, herrscht heute bei den Wissenden zwischen vierzehn und dreißig Jahren die Meinung vor, sie seien dazu auserlesen, zu regieren und die Welt zu retten. Richtig! Ergreift endlich die Macht!

Dem kann doch jeder Mensch, der diesen Namen verdient und noch im Vollbewusstsein seiner geistigen Kräfte ist, nur anstandslos zustimmen. „Anderer Leben gefährden ist das eine. Das andere: anderer Zukunft gefährden“ – dieser Meinung sind bekanntlich viele junge Menschen. Die Zustimmung für die Olivgrünen, auch bei künftigen Wahlen, könnte auf demokratischem Wege vieles regeln.

Wir alle kennen die Unfallmeldungen: „Seniorin kracht in Schaufenster“, „Rentner fährt in Menschenmenge“. Brettern diese Greisinnen und Greise mit ihren Automatiklimousinen nicht täglich mit 222 Stundenkilometern über die Autobahnen und gefährden damit die künftige Elite der Nation? Bedrohen nicht wenige von ihnen durch ihr unmäßiges Konsumverhalten die Existenz von Millionen? Und was dann, wenn in der Fußgängerzone plötzlich das Gaspedal dort sitzt, wo gerade noch die Handbremse war?

Hätte es nicht einen aus früheren Zeiten herrührenden leichten Beigeschmack, müsste die Forderung eigentlich lauten: Entsorgt die über Sechzigjährigen! Schläfert sie ein, selbstverständlich in humaner Weise, oder konzentriert sie in Lagern mit mäßiger Versorgung, so dass sich die Probleme mit ihnen auf ganz natürliche Weise von allein lösen.

Wie könnte die junge Generation, geführt von Hoffnungsträgern wie Greta Thunberg, Philipp Amthor oder der jungen, altruistischen taz-Redakteurin, dann dastehen? Sie hätte das, was die geistesstarke Redakteurin einfordert: „Auch gerne was von diesem Wohlstand“, mühsam erarbeitet von wem auch immer, den sie sich verständlicherweise erhalten möchte.

Mit einem Schlag gäbe es Millionen Wohnungen für junge Menschen und Geflüchtete; Pflegenotstand sowie die Vergreisung mit den dazugehörenden Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson wäre kein Thema mehr; Milliarden, die sonst in die Rentenkassen fließen, stünden für die von der US-Regierung geforderte Aufrüstung und gegebenenfalls für einen Krieg gegen Russland zur Verfügung.

Ich frage alle noch nicht hirngeschrumpften Menschen: Ist denn das keine Perspektive, für die es sich zu kämpfen lohnt?“
(Quelle: nachdenkseiten)

In postfaktischen Zeiten sind die Übergänge zwischen Satire und Realpolitik bekanntlich fließend. Es ist daher auch nicht ganz ungefährlich, solche Gedanken in den Raum zu stellen wie die von Wolfgang Bittner. Manche könnten darin womöglich ein Patentrezept erblicken und es zügig umsetzen – was in der Geschichte auch nicht das erste Mal wäre.

Aber kommen wir vorerst wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Das elementare Gesetz von Angebot und Nachfrage bekommt ja jeder von uns schon in der Grundschule gefüttert und lässt sich leider genauso wenig umgehen wie die Gravitation. Und jenem zufolge bewirkt eine exponentiell steigende Nachfrage nach Wohnungen eben auch exponentiell steigende Preise. Da kann selbst Herkules versuchen, auf die Mietpreisbremse zu steigen und wird nicht das Geringste ausrichten.

„It’s market-conform democracy, stupid.“ – Und wie unsere Wahlergebnisse in Serie zeigen, ist diese marktkonforme Demokratie für Bürger, die einfach nur Gut und Gerne leben wollen: einfach alternativlos.

„Wer nicht hüpft, der ist …“ – keine Hampelmannfrau.

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Text übernommen unter Creative Commons Lizenz / Namensnennung / Keine Änderungen von: Kathrin Elfman

Euer Uniformismus macht euch kaputt!

Die DDR ist abgewickelt, die Sowjetunion nur noch ein verblassender Alptraum. Sollte man meinen. Offenbar leiden relativ viele Mitmenschen aktuell an staatlich verordnetem Nostalgiefieber. Firmen, Medien, Künstler und Privatmenschen, selbst Kinder überbieten sich darin, vorauseilend unterwürfige politische Bekenntnisse abzugeben. Laut, ungefragt, immer unter Zuhilfenahme des massenmedial deklarierten Feindbildes du jour. (Ja, das hier wird ein persönlicher Rant. Kein sachlicher, sauber strukturierter Blog.)

Kann man eine Jacke rassistisch beleidigen?

Neulich habe ich bei Facebook ein Experiment durchgeführt. Ja, ich weiß – macht man nicht. Aber das Ergebnis war so aufschlussreich, dass ich es teilen will. Anonymisiert, versteht sich.

Ich scrolle durch meinen Feed und bekomme gleich mehrmals hintereinander die sponsored Ad eines internationalen Sportartikelherstellers eingeblendet. Das Motiv: ein männlicher dunkelhäutiger Profi-Basketballpieler präsentiert eine oversized Jacke aus Kunstfaser. Im Text fragt der Anbieter die User, wie sie diese Jacke denn fänden, und bei welchem Sport sie diese tragen würden. Ich bevorzuge beim Sport Naturfasern und finde die abgebildete Jacke hässlich.

Ja, ich hätte weiterscrollen können. Aber das Inspirationsteufelchen flüstert mir ins Ohr, die Gelegenheit zu nutzen. Und mal zu testen, wie die mitlesenden User so drauf sind. Nennen wir es berufsbedingte Neugier. Also kommentiere ich wahrheitsgemäß mit »Hässlich, brauch ich nicht.« Und warte. 3…2…1……

»Dumme Rassistensau!« »Selber hässlich!« »Typisch AfD-Wähler, sobald die einen Schwarzen sehen, rasten sie aus.« »Hab den Kommentar schon gemeldet, für Rassisten ist hier kein Platz.« »Geh sterben du Nazi.«

Und so weiter. Innerhalb von 30 Minuten sammelt sich unter meinem Kommentar ein digitaler Mob. Insgesamt 51 User fühlen sich bemüßigt, auf meine vier Worte zu antworten und schaukeln sich mit schäumender Buchstabensuppe vor dem Mund gegenseitig hoch, was für ein rassistisches Stück Scheiße ich doch sei. (Wohlgemerkt, alles Wildfremde.) Nach einer Stunde habe ich genug Material, lösche meinen Kommentar samt Hater-Konferenz drunter und gehe in die Analyse.

Ergebnis: Kein einziger der Kommentatoren kommt auf die Idee, dass ich mit »hässlich, brauch ich nicht« die Jacke meine. Alle (!) reagierenden User sind so konditioniert, dass sie meine Ablehnung der Jacke reflexartig auf das Model umleiten. Weil die Hautfarbe des Basketballers in der Wahrnehmung der Rezipienten das wichtigste Kriterium ist. Nicht die Jacke. Oder deren Material. Oder der Kaufpreis. Oder das Design. Nein, es zählt ausschließlich die Hautfarbe des Models. Ob das auch der Fall wäre, wenn die Jacke von einer hübschen blonden Holländerin präsentiert würde? Wer ist hier der Rassist?

Mittagessen als politisches Statement

Szenenwechsel. Lunchtime in einer fremden Stadt. Mal schnell irgendwo hingehen und entspannt was essen? Schön wär’s. Die gechillte Nahrungsaufnahme ist zum hochgefährlichen Tretminenfeld geworden.

Gehe ich nun ins Bistro-für-Alle mit dem »kein Bier für Nazis« Schild im Fenster? Oder die Feministen-Cafeteria, in der mich am Eingang ein Frauengesicht in Postergröße mit aufgerissenem Mund darüber informiert, dass »Männer sind scheiße« das Motto des Ladens ist? Vielleicht doch lieber ins Couscous-Lädchen, in dem gefühlt 23 Aufkleber darauf hinweisen, dass von jedem Verkauf soundsoviel Prozent in humanitäre Projekte fließen. Oder gleich in die PrideKantine, wo das Mobiliar mit lustigen Regenbögen bedruckt ist und mein »Nein« zum gleichgeschlechtlichen Annäherungsversuch beim Essen als Homophobie interpretiert, fotografiert und bei Instagram kommentiert wird?

Nein, ich bin keineswegs homophob. Ich bin hungrig und will in Ruhe was essen. Ohne politische, sexuelle oder religiöse Statements abgeben zu müssen. Oder aufgedrängt zu bekommen.

Knurrenden Magens begebe ich mich politisch unkorrekt in einen traditionellen Biergarten, wo man gänzlich un-ideologische hausgemachte Delikatessen wie Maultaschen, Gulaschsuppe, Grillwürschtl und Brezeln serviert. Dort treffe ich auf Kreativkollegen, und es entspinnt sich ein Gespräch. Ja, es sei zum Kotzen, dass jedes Alltagsdetail ideologisch aufgeladen und politisch missbraucht würde. Nein, man wisse sich nicht anders zu helfen als den Mund zu halten und sich aus bestimmten Kreisen stillschweigend zurückzuziehen.

Muss das wirklich so? Mute-Taste drücken, auf Zehenspitzen durch den öffentlichen sozialen Raum schleichen, um nur ja nicht den Unmut irgendwelcher Social Justice Warriors auf sich zu ziehen?

»Wer nicht hüpft«, der ist …

wahlweise ein Nazi, für Kohle, gegen Veganer, homophob, Rassist, whatever. Hauptsache hüpfen. Öffentliches Hüpfen und Skandieren bedeutet, du stehst auf der richtigen Seite. Hmmmm. War da nicht mal was im letzten Jahrhundert, wo man bei jeder Gelegenheit den rechten Arm heben musste, um gesellschaftlich akzeptiert zu sein?

Auf dem Heimweg in der S-Bahn stelle ich die Lauscher auf und sammle Wortfetzen. Hässliche Wortfetzen. Vielleicht Verwandte von der hässlichen Sportjacke.

Der Begriff »braun« beschreibt nicht etwa Erde, Walnussholz oder überreife Bananen, sondern negativ klassifizierte politische Gruppen, auch bezeichnet als Sumpf oder Sauce. Komischerweise steht je nach Region die Farbe Blau für exakt dieselbe Gruppe. Das Gegenstück dazu definiert sich gern als »bunt«, womit wiederum nicht die Beschreibung von Multicolor-Design gemeint ist, sondern ein indifferentes, diffus skizziertes Lifestyle-Feeling, in dem aber »braun« oder »blau« keineswegs vorkommen dürfen. Kompliziert. »Grün« ist erlaubt, denn auch diese Farbe hat nichts mehr mit Golfrasen, Spinat oder dem Ampelmännchen zu tun (oh, pardon, ich meine AmpelmännInnen*Xchen), sondern und so weiter etc. pp. wtf.

Auch der Regenbogen wurde gehijackt. Er steht mitnichen für ein Naturschauspiel, oder wenigstens das unsterbliche Pink Floyd Albumcover. Sondern für eine sexualisierte politische Bewegung. Gelbe Westen drücken keine Unfallwarnung auf dem Seitenstreifen aus, sondern sind die neue Uniform für marschierende Demonstranten.

Ach ja, ich lerne auch, dass man anhand von roten Schuhen Satanisten identifizieren kann. Potzblitz. Hoffentlich sehen diese Schlaumeier meine roten Stiefeletten nicht. Wer hingegen Schnürstiefel zu Cargohosen trägt, ist nicht etwa Bauarbeiter oder bei der Feuerwehr, sondern ein Nazi. Weiß man einfach. Wer einen Regenschirm mit Griff benutzt und gleichzeitig einen Schmetterling auf dem T-Shirt spazierenträgt, sympathisiert mit Freimaurern. Häkeln ist völkisch, Chucks sind Blogger und nerdy, aber nur die flachen. Kirchenglocken sind fremdenfeindlich, Dirndl sexistisch, Flugreisen ein No-Go, und der Verzehr von Käse und Fleisch darf nur noch im Dunkeln und heimlich erfolgen, denn auch Essensvorlieben werden gnadenlos öffentlich bewertet. Oh, und wer auf einem Selfie ein Auge mit Haaren oder einer Hand verdeckt, das V-Zeichen mit Zeige- und Mittelfinger macht oder Daumen und Zeigefinger zu einem Kringel formt, outet sich als Okkultist. Die Farbe Pink wurde ebenfalls gekidnappt und von weiblichen Wesen mit seltsamen Mützen und nicht jugendfreien Schlachtrufen als Erkennungszeichen gebrandet.

Ich fühle mich beklommen und denke zum Ausgleich an Paulchen Pink Panther. Läuft den ganzen Tag nackig auf Plattfüßen durch die Gegend, überlebt die wahnwitzigsten Stunts und kommt in der deutschen Synchronfassung zu hochphilosophischen Erkenntnissen wie »Notausgang zum Hinterhof, das ist aber jetzt sehr doof.« Ob es nur eine Frage der Zeit ist, bis irgendeine extreme Gruppe das knuffige rosa Katzentier als Avatar für sich beansprucht?

Die Lederjacke des Todes

Beim Aussteigen schallt mir vom Bahnhofsvorplatz das Geschrei einer Gruppe Freitags-Schulschwänzer entgegen. Auch das noch. Wenn wenigstens einer dieser Flummis seine Hausaufgaben gemacht und recherchiert hätte, was es mit ihrer bezopften Heiligenfigur wirklich auf sich hat. Aber das wollen sie nicht wissen. Auch von Geoengineering haben sie noch nie gehört. Dafür können sie prima auswendig gelernte TV-Phrasen nachplärren und suhlen sich in der Anerkennung von Medien, Politikern und Masse. Weia. Eloi, anyone? Eine imaginäre Autorität sagt, Schule schwänzen ist geil, weil Klima und so, und die marschieren brav los und machen das? Heilige Zeitmaschine.

Im Vorbeigehen bellt mich ein bis zur Unkenntlichkeit geschminktes Mädchen in zerrissenen Billigjeans an. Rechte Hand Handy, linke Hand Einweg-Kaffeebecher. »Sachma Alte, wie kannst du Tier tragen? Dumachsmisch krank!«

Schön wär’s. Dann lägst du wenigstens im Bett und würdest deine dumme Fresse halten.

Natürlich sage ich das nicht. Wäre Energieverschwendung. Auch sehe ich keinen Sinn darin, mal eben mein persönliches Engagement der letzten Jahrzehnte im Umwelt- und Tierschutz dazulegen und das arme fehlgeleitete Mädchen blöd dastehen zu lassen. Das Gör nervt, aber es hat noch Welpenschutz.

Nein, wir waren in dem Alter selber keine Einsteins. Aber wir sind niemals dem System in den Arsch gekrochen. Wir waren Opposition. Als wir gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung der Pershings demonstrieren gingen, gab’s kein Kopftätscheln von TV-Sendern, Politikern und Lobbyisten, sondern Wasserwerfer-Beschuss, Tränengas und Verhaftungen. Aber davon ahnen die überfütterten Kinder nichts, die hier ihren Schulabschluss auf dem Altar einer Agenda opfern, die sie nicht mal ansatzweise verstehen (wollen).

Ob die Lost Generation X in der Lage ist zu erkennen, dass man sie auf einen Holzweg geschickt hat? Von Planetenrettung faseln, hüpfen und Sprüche kreischen, die »Alten« der Zukunftszerstörung bezichtigen, und hinterher lecker shoppen gehen. In den angesagten Ramschläden Klamotten kaufen, die von Kindern in Indien und China unter übelsten Umweltbedingungen produziert, gefärbt, mit Fungiziden und Insektiziden eingesprüht, imprägniert, in Container gepackt und von Schweröl-betriebenen Schiffen um die halbe Welt transportiert werden, damit sie hier für 29,90 im Regal liegen, vor sich hinstinken, Rendite erwirtschaften und bei Teenagern Allergien auslösen können. Auf diesen Bandwurmsatz erstmal einen veganen €8,50 Sojalatte to go. Ohne Strohhalm, weil Umwelt.

Aber meine Jahrzehnte alte Lederjacke vom Flohmarkt ist das Problem? Seriously? Ich bin der Planetenzerstörer? Nicht vielleicht doch die konsumgeile, dauer-online-daddelnde, Müllberge-produzierende, schulschwänzende ferngesteuerte gehirngewaschene Yuppielarve, die sich gleich von Mutti im SUV abholen lässt? Ihr wollt den Planeten retten und schafft es nicht mal, mit dem Bus von A nach B zu fahren? Genau mein Humor. Ich hör den Planeten bis hierher lachen.

DDR reloaded

Weil ich sie eingangs erwähnte, noch ein kurzer Schlenker in die Vergangenheit. Als Pendelkind wuchs ich zwar im freien Westen auf, lernte aber bei vielen Aufenthalten auch das Deutschland östlich des Todesstreifens kennen, vor allem Dresden und Umgebung. Dort gab es etwas, das mich nachhaltig verstörte: die Schaugespräche in den eigenen vier Wänden. Im privatesten Kreis. Wenn sich Familie und Verwandte abends vor dem Fernseher versammelten, Ost-TV laufen ließ und sich dabei in Bühnenlautstärke »unterhielten«. Nicht etwa, um zu kommunizieren. Sondern um dem allzeit präsenten IM-Lauscher an der Wand zu demonstrieren: Ja, hier leben linientreue DDR-Bürger, die durch Wohlverhalten und richtige Gesinnung glänzen. Ja, wir gucken Pittiplatsch und Aktuelle Kamera. Ja, wir sind mit dem System total einverstanden. Geöffnete Briefe mit ausgestanzten Wörtern, zensierte Bücher, ausgeplünderte Geschenkpakete, abgehörtes Telefon, Läden mit leeren Regalen, 8 Jahre Wartezeit aufs Auto? Macht nix, alles prima. Kapitalismus ist doof. Der Westen ist doof. Kaffee und Turnschuhe sind doof. Rockpalast und Raumschiff Enterprise sind extra doof. Zwei-Minuten-Hass am Teleschirm, und alle machen mit.

Und plötzlich, nach Jahrzehnten der relativen Freiheit, sind nun auch im Westen diese Muster en vogue? Echt jetzt? Vorauseilende Bekenntnisse abgeben? Unterwürfig sein? Die Partei hat immer Recht? Um Führung und Lob bei fiktiven Autoritäten betteln, von Facebook bis Politiker. Das Gegängeltwerden als Lifestyle akzeptieren. Die richtige Uniform tragen. Wer anderer Meinung ist, ist der Feind und muss gemeldet, gedisst, ge-milkshaked und gehated werden.

Apropos unterordnen, anpassen. Auch das haben kreative Kollegen schon mal erforscht und anschaulich dokumentiert:

https://youtu.be/MEhSk71gUCQ

In your face. Na, wer erkennt sich wieder? Das Individuum opfert sich dem Kollektiv und fühlt sich gut dabei. Aber über chinesische Schulen meckern, die ihren Kindern Uniformen und starre, durchgeplante Strukturen aufzwingen. Ihr seid schlimmer mit eurem Political Correctness Wahn! Denn hinter euch steht keine Militärdikatatur, die euch mit Waffen in die Fügsamkeit zwingt. Ihr macht das freiwillig und verbiegt euch wie Tiefkühlbrezeln! Warum? Weil ihr hofft, dass ihr durch unauffälliges systemkompatibles Wohlverhalten Fleißbildchen sammelt? Jemanden melden, anzeigen, verleumden, diffamieren und hoffen, dass euch das Bonuspunkte bringt? Tu es anderen an, bevor sie es dir antun?

Schon etliche Kulturen sind mit derlei Mechanismen von innen zerstört worden. Weshalb sich immer wieder schlaue Menschen die Finger wund schreiben, um nachfolgende Generationen zu warnen. Einige Schriftsteller sind für ihre Wahrheitsliebe sogar ins Gefängnis gegangen oder wurden ermordet. Heute verstauben die prophetischen Werke in Büchereien und auf Wühltischen. Eine Schande ist das. Aber immer schön hüpfen.

Newsflash: Es sind nicht irgendwelche abgefuckten Politiker, Banker oder Weltherrschers hinter dem Vorhang, die euch kaputtmachen. Ihr seid es! Ihr mit eurem Kleinklein-Unterwerfungswahn, die ihr um Führung bettelt. Statt euren Geist zu füttern und beweglich zu machen, Bücher zu lesen, Wissen zu erschließen und neue Gedanken zu denken, befasst ihr euch allen Ernstes mit Hate Speech Meldungen, gendergerechten Pissbecken, CO2 und Frauenquoten?

Schon mal drüber nachgedacht, warum diese uniformierte Gleichmacherei zwangsläufig eine steile Abwärtskurve bewirkt, an deren Ende bittere Armut, Abhängigkeit, Zerstörung und Krieg stehen? Und dass bei diesen Modellen immer, in allen Fällen, die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt?

Seelentiefe, echte authentische Beziehungen, Liebe, vertrauen und Freundschaft können auf diesem vergifteten Boden nicht wachsen. Die kalte Gleichgültigkeit, mit der die Eloi sich gegenseitig beim Sterben zuschauen, ähnelt der abgefuckten »selber schuld« Reaktion, die ich noch aus der DDR kenne, wenn am Todeszaun mal wieder ein verzweifelter Mensch beim Versuch, aus dem Horrorkäfig DDR auszubrechen, von Kugeln durchsiebt wurde und im Stacheldraht hängen blieb. »Selber schuld, der dachte, er wär was Besseres und wollt rübermachen. Hat er nicht anders verdient.« O-Ton Bessermenschen ca. 1982. Oder wenn jemand für politisch unkorrekte Kunst, Lieder, Geschichten und Essays als Spion klassifiziert, verhaftet, eingebuchtet und gefoltert wurde. »Selber schuld, hätte er mal nüsch son gömisches Zeug geschriem, nüschwoar?«

Egal, ob das nun Sozialismus, Kommunismus, Stalinismus oder religiöser Wahn heißt – das Modell funktioniert immer nach der gleichen Blaupause. Kann man alles in schlauen Büchern quer durch diverse Epochen der Menschheitsgeschichte nachlesen. Aber wen interessieren Bücher, wenn man von den Morlocks mit BGE gefüttert wird und beim Sirenenton brav aufsteht und in die Höhle marschiert, um sich fressen zu lassen. Zusammenhang klar? Nein? Schade eigentlich.

Was treibt euch wirklich um? Was liegt hinter dem auswendig gelernten Gephrase, den Politparolen und dem Spaltungsgeschrei? Wo ist die wilde, individuelle, freiheitsliebende Seele, mit der jeder Mensch auf die Welt kommt? Eingemauert zwischen Fake Smile Selfies, eingetrichterter Existenzangst und Medienmüll?

Warum Individualität rockt – und Ideologie nicht.

Kein Rant ohne Happy End. Sonst könnte man sich gleich in Zynismus ertränken. Aber glücklicherweise gibt es noch (oder schon wieder?) einige Ecken in dieser seltsam verbauten Wirklichkeit, in denen die giftigen ideologischen Spaltpilze nicht wachsen können. Menschen und Unternehmen, die verstanden haben, dass Individualität, Kreativität, Empathie, freies Denken, authentische Kommunikation, das Streben nach Höherem die wertvollsten menschlichen Eigenschaften sind. Wer sie fördert, kann langfristig nur gewinnen. Der Erfolg gibt diesen Unternehmen Recht. Warum?

Weil die laute, aggressive und im dualen Entweder-Oder gefangene Masse an Systemkomparsen zwar penetrant übermächtig wirkt, aber nicht zukunftsfähig ist. Sie repräsentiert eine statische, künstliche Momentaufnahme ohne jede Dynamik und Wachstumsfähigkeit. Damit lässt sich bestenfalls Krieg spielen, aber keine Wirtschaft und Kultur entwickeln. Die Profiteure und NWO-Wichser wissen das, sie pfeifen auf dem letzten Loch, daher der groteske Krach im Moment. Glauben Sie nicht? Ging mir auch so. Wenn man sich aber der Medienpeitsche mal längere Zeit konsequent entzieht und offen im Hier und Jetzt unterwegs ist, begegnet einem eine ganz andere Wirklichkeit. Voll mit originärer Musik, Kunst, Innovationen. Und Menschen voller Schaffensdrang und Neugier. (Hier sind übrigens auch die Unternehmen positioniert, für die ich arbeite.)

Während man woanders Schule »fürs Klima« schwänzt und Endzeitporno spielt, entwickeln junge Wissenschaftler unbeachtet von der Öffentlichkeit ein Filtersystem für Verbrennungsmotoren, das 100% emissionsfreie Abgase erzeugt. Keine Utopie, sondern serienreife Realität. Da sind Textilproduzenten, die aus recycelten Klamotten und Leder neue Kleidung herstellen, die nichts mit albernen Trends zu tun hat. Oder unverwüstliche, genial geschnittene Jeans aus Bio-Baumwolle made ein Europe, ganz ohne Kinderarbeit und Schadstoffe. Lebensmittel- und Kosmetikhersteller, die ihre Produkte in Verpackungen aus Pflanzenblättern verkaufen. Ingenieure, Schriftsteller, Musiker, Künstler und Handwerker, die an allen Ecken und Enden in ihren jeweiligen Disziplinen eine schöne, kreative, zukunftsfähige Wirklichkeit ganz ohne ideologischen oder politischen Blödsinn bauen. Und hier wird’s interessant.

Außerhalb der Astroturf’d Kulisse

Hier sind Klicks nicht mehr die alles entscheidende Währung. Hier zählen nachhaltige Werte. Hier tummeln sich phantastische Gesprächpartner – und echte Traumkunden für Unternehmen. Nämlich Kunden, die gerne Geld ausgeben, gerne in ihre Zukunft investieren, qualitätsbewusst sind, spontan und genussorientiert leben, gleichzeitig langfristig denken und offen für Neues sind. Die erreicht man nicht mit inszenierter Panik, krampfhafter Political Correctness oder Rechts-Links-Geschrei.

Wer HIER bestehen will, muss etwas mit Substanz anbieten. Etwas, das Individualität, Kreativität, Wahrheitsliebe, Wissensdurst, Lebensliebe und Schaffensdrang befriedigt. Ob Bildung, Musikinstrumente, Autos, Dienstleistungen, Kunst oder Dinge des täglichen Bedarfs. Es sind Traditionsunternehmen mit 150 Jahren und mehr auf dem Buckel, aber auch junge Startups, die sich in diesem Umfeld erfolgreich positionieren. Man findet sie selten bis nie im Newsfeed von »Influencern« und sonstigen Wichtigtuern. Aber im echten Leben.

Ich bin gespannt, wann diese schöne, unaufgeregte Realität anfängt, Löcher in die momentan leider noch dominante künstliche Panikmatritze zu stanzen. Lange kann’s nicht mehr dauern. Es knirscht schon, und durch die Risse sickert Licht. Hoffentlich sampelt jemand den Sound der einstürzenden Illusion. Daraus lassen sich bestimmt gute Beats bauen…

(PS: H.G. Wells hat angerufen. Er ist angefressen. Seine Darstellung der verblödeten, ent-individualisierten Eloi in der »Zeitmaschine« sei eine Warnung gewesen, keine Lifestyle-Beratung! Ich musste ihm leider mitteilen, dass er nicht der einzige Visionär ist, dessen Werk sich auf verstörend detailgetreue Weise manifestiert. Auch Kollege Orwell klagt darüber, dass 1984 nicht als Warnung verstanden wird, sondern als Bauanleitung der Wirklichkeit. Danach haben wir uns getroffen, uns zusammen »The Shape of Things to Come« angeschaut und uns sehr betrunken.)

(edit: parkwaechter)

Das Superbowl Bullshit Bingo Jackpot Quiz (Einsendeschluss: 26. Mai 2019) … der Gewinner erhält eine neoliberale Gehirnwaschmaschine

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AGB: Pro Kopf darf nur eine Quizkarte eingesendet werden. Allfällige Ausnahmen bzw. multiple Stimmabgaben sind lediglich für Köpfe mit drittem Geschlecht zulässig. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs. Zwischenergebnisse werden ab 15:30 Uhr des 26. Mai veröffentlicht, das amtliche Ergebnis wird in den frühen Morgenstunden des 27. Mai bekanntgegeben. Die Aushändigung des Jackpots an den Gewinner erfolgt nur unter Vorlage eines notariell beglaubigten Nachweises seiner GEZ-Gebührenzahlungen der letzten 10 Jahre. Unter allen Verlierern wird ein Trostpreis verlost: eine 100% glyphosatgesättigte Synthesekautschuk-WC-Glocke Marke „Angela“®, mit der Sie selbst die dickste und klebrigste Kacke durchs Polokalrohr bzw. durch die Tagesschau drücken als wenn’s leckerer Schweizer Käsefondue wäre.

Die Privatisierung und die Folgen: Warum für Kinder- und Jugendheime und die Verbringung von Kindern und Jugendlichen in solche Einrichtungen sofort eine unabhängige und effektive öffentliche Kontrolle (außerhalb des Einflussbereichs von Jugendämtern und nichtstaatlichen Trägern solcher Einrichtungen) geschaffen werden muss

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Gibt es eine „Kinderklaumafia in Deutschland“? Wird mit der Unterbringung von Kindern in Heimen ein Riesengeschäft gemacht? Besteht die Gefahr, dass pädophile Netzwerke mit Bezügen zum Satanismus und ritueller Gewalt über Kinderheime leichteren Zugriff auf ihre „unschuldigen“ Opfer haben?

Es gibt – wie schon mehrfach betont worden ist – sehr starke Indizien, die die Annahme rechtfertigen, dass wir es hierzulande bei vielen Jugendämtern und Kinderheimen mit einer regelrechten Kinderklaumafia zu tun haben, ggf. mit starken Verbindungen zu satanischen Kreisen, die in ein Netzwerk aus hochrangigen Mitgliedern aus Politik, Verwaltung, Geheimdiensten geschützt werden.

Ist es denn Zufall, dass sich hierzu massenhaft entsprechende Berichte im Web finden, aber keine öffentliche Aufarbeitung oder auch nur Thematisierung in den Mainstream-Medien dazu findet?

Hier ein paar schockierende Videos zum Einstieg in diese Problematik:

Youtube

https://www.lausitzer-allgemeine-zeitung.org/kinderhandel-das-finanziellen-geschaefte-der-jugendeinrichtungen/

https://www.welt.de/politik/deutschland/article150385271/Das-Milliardengeschaeft-mit-den-Heimkindern.html

Es darf jedenfalls nicht einfach als „Propaganda“ abgetan werden, dass die „höhere Politik“ der westlichen Ländern maßgebend von satanischen Pädophilen (mit-)kontrolliert werden soll, siehe:

http://derwaechter.net/putin-der-westen-wird-von-satanischen-paedophilen-kontrolliert

Dass Putin seinerzeit keinesfalls übertrieben hat, wird u.a. durch folgende Quellen eindrucksvoll bestätigt:

Beispiel Großbritannien:

https://www.swp.de/politik/inland/schock-in-grossbritannien_-hunderte-prominente-stehen-unter-paedophilie-verdacht-20876591.html

Beispiel Portugal:

https://www.welt.de/welt_print/article3028080/Portugal-ist-ein-Paradies-fuer-Paedophile.html

          https://www.epochtimes.de/politik/welt/der-mann-hinter-dem-un-pakt-war-guterres-in-die-schlimmste-kindsmissbrauchsserie-in-portugals-geschichte-verwickelt-a2721816.html

Belgien:

http://derwaechter.net/belgien-in-einem-jahr-sind-1720-kinder-verschwunden

Bericht eines Opfers elitärer Satanistenringe in Brüssel (Youtube)

US-Spitzenpolitik:

https://www.naturalnews.com/2019-05-12-whistleblower-claims-prominent-democrats-involved-in-human-trafficking-slavery-and-satanism.html

USA/Hollywood:

https://www.contra-magazin.com/2018/05/mel-gibson-hollywood-ist-institutionalisierte-paedophilie/

Das Milliardengeschäft mit Kindern bzw. das „mit Kindern Kasse machen“ ist im Web Gegenstand unzähliger Beiträge, siehe u.a.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/kinderklau-jugendaemter-greifen-zu-das-milliardengeschaeft_077469.html

https://www.t-online.de/leben/familie/id_73019698/tv-reportage-mit-kindern-kasse-machen-.html

https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Wenn-Kinder-zur-Ware-werden-Das-Milliarden-Geschaeft-mit-der-Jugendhilfe

Dass Kinderopfer im Satanismus eine Rolle spielen, ist ebenfalls etwas, was im Web ausführlich diskutiert wird:

https://www.cover-up-newsmagazine-archiv.de/cia-satanismus

https://www.sektenausstieg.net/sekten/12111-rituelle-gewalt

Dass sich auch hinter einer vermeintlich kindergerechten Traumwelt-Glitzerfassade wie der von Walt Disney übelste, ja sogar satanische Machenschaften verbergen können, beweist das folgende Video, subtil versteckte Pornographie  und satanische rituelle Erkennungszeichen in Walt Disney-Filmen offenbart: siehe Youtube

Derart psychopathische Strukturen sollten bekannt sein, damit man alle Bemühungen, den Satanismus und damit auch seine Anhänger und Praktiken „gesellschaftsfähig“ zu machen, siehe u.a.

https://www.fnp.de/frankfurt/wir-wollen-satanismus-gesellschaftsfaehig-machen-10464611.html

wirklich angemessen würdigen kann.

Wer kann angesichts solcher Zusammenhänge noch blind darauf vertrauen, dass alle möglichen Institutionen, die sich im weitesten Sinne mit „Jugend- und Familienhilfe“ befassen, wirklich ausnahmslos bloß  „helfen“ wollen, zumal es in diesem Bereich – wie von Verantwortlichen in den o.g. Beiträgen offen eingeräumt wird – immer noch keine wirksame öffentliche Kontrolle gibt?

Ist das Fehlen öffentlicher Kontrolle systemisches Versagen oder politisch gewollt?

Angesichts der obigen Quellen darf nicht daran gezweifelt werden, dass es in dieser Milliardenindustrie der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen auch viele Scheinheilige und ggf. auch Sadisten geben muss, die sich bloß die eigenen Taschen füllen wollen und – wenn es ganz schlimm kommt – bloß die günstige Gelegenheit zum Übergriff auf Kinder suchen.

Dermaßen mächtige Strukturen, die zudem noch von der offenkundigen Gier nach immer mehr Umsatz gefördert werden, zwangsläufig verbunden mit der über Jahre fortbestehenden Gelegenheit, fortdauernd intensiv und bestimmend in das Leben von Kindern und Jugendlichen einzugreifen und diese letztlich selbstgemachten Verhaltensregeln (der Heimverwaltung und ihrer Mitarbeiter) zu unterwerfen, dürfte jedenfalls ein perfekter Resonanzboden und starker Magnet auch für Sadisten und Pädophile darstellen.

Wenn z.B. der Leiter eines Dezernats einer Kreisverwaltung in Minden-Lübbecke, zu dem auch das Jugendamt gehört, privat die Homepage eines „freimaurerischen Kunstvereins“ betreibt, auf der u.a. auch viel „Kunst“ mit „eigenartig“ entfremdeten Aktfotografien zu sehen ist, die man Kindern und Jugendlichen wohl besser nicht zeigen sollte, siehe:

https://www.newartvisionen.com/impressum.html

Dann dürfen sich Familien zu Recht fragen, was es denn eigentlich zu bedeuten hat, dass ausgerechnet so jemand, der auch noch in freimaurerische Netzwerke eingebunden ist, die Aufsicht über ein Jugendamt ausüben darf.

Betroffene Familien, Kinder und Jugendliche können die Konfrontation mit derart allmächtig wirkenden Strukturen, gegen die es kaum und schon gar nicht schnell wirkende Rechtsbehelfe gibt, somit als Konfrontation mit geradezu psychopathischen Verhaltensmustern erleben.

Kafkas Erzählung „Vor dem Gesetz“, siehe:

https://gutenberg.spiegel.de/buch/erzahlungen-i-9763/16

kann angesichts der Erfahrungen, die Eltern und Kinder, aber auch integre Gutachter in der „Matrix“ von Jugendamt, Heimen, Sachverständigen, wie eine literarische Verharmlosung über die Zustände in Dantes „innersten Höllenkreis“ erscheinen.

Dies mag der folgende Beitrag mit konkreten Einzelfalldarstellungen belegen:

 http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/

siehe auch:

https://frauenpanorama.de/mutter-klagt-an-jugendamt-nahm-grundlos-mein-kind-und-gab-es-zu-gewalttaetigem-vater/?fbclid=IwAR1wfXyXkGfQe6NQG0Iym4TP1aYJdbF27zQYhVYelb9eQ0r80FqAGManhLU

https://www.pravda-tv.com/2019/05/stadtraetin-praesentiert-sich-oeffentlich-halbnackt-vor-kindern-fruehsexualisierung-mit-einhoernern-und-regenboegen-videos/?fbclid=IwAR0AFiZIZpFSMx_JCmr1-5x79nqXQkuH3OxUIu5LmWaEPo1QnnYHNfJldZU

https://www.legitim.ch/single-post/2017/08/23/Pädo-Skandal-um-Thomas-de-Maizière-CDU-Richter-und-Anwälte-beim-Sex-mit-Kindern-gefilmt

Nach den Erkenntnissen der französischen Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin Marie-France Hirigoyen, wie sie auch Eingang in ihr Buch „Die Masken der Niedertracht“ gefunden haben, spaltet der Psychopath seine Opfer äußerst geschickt, denn er beherrscht „die Kunst, die einen gegen die anderen aufzuhetzen, Rivalitäten und Eifersüchteleien zu stiften. Zum perversen Teile-und-herrsche-Repertoire zählen Klatsch, tendenziöse Gerüchte und Lügen. Wesentlich beim Prozess der Beherrschung ist, dass Psychopathen sogleich die Täter-Opfer-Rolle ins Gegenteil verkehren, indem sie ihre rebellierenden Opfer – so wie die sich wehrenden Familien und ihre nach Rückführung zu ihren Familien verlangenden Kinder – wegen Aggressivität und Bosheit anprangern. In einem auf Angst beruhenden totalitären Ablauf soll das Opfer zum passiven Gehorsam gezwungen werden. „Der andere muss sich benehmen, wie der Psychopath es erwartet; er muss denken nach dessen Regeln. Keinerlei kritisches Denken ist mehr möglich“ (siehe ebenda, Seite 140). Hierzu gehört auch, dass der Psychopath stets den Eindruck vermittelt, die alleingültige Wahrheit für sich gepachtet zu haben.

Viele Opferfamilien werden den Eindruck bestätigen, dass sie es in ihrem Kampf gegen die Allianz von Familiengericht, Jugendämtern, Gutachtern und privaten Trägern der Familien- und Jugendhilfe immer wieder mit „zuständigen Sachbearbeitern“ zu tun haben, die nur ihre Wahrnehmung und Beurteilung für die „alleingültige Wahrheit“ halten und jede Kritik abblocken, gerade auch wenn es um die nachteiligen psychischen Auswirkungen für Familie und Kind in solchen Einrichtungen geht.

Bei einem Psychopathen sind Einsicht und Umkehr – so Hirigoyen – jedenfalls nicht erzielbar, ganz gleich, wie sehr sich die betroffene Familie auch um den Nachweis bemüht, das ihr Kind in ihrer Familie sehr viel besser aufgehoben wäre, denn dem Psychopathen fehlt jedes Interesse für den anderen und jede Empathie, aber er will, dass die anderen sich für ihn und seine Entscheidungen interessieren. Die Person des Opfers, der andere Mensch, interessiert den Psychopathen nicht.

Weshalb wurde das Opfer – hier: das seinem Kindeswohl zuwider in einem Heim oder einer Pflegefamlie untergebrachte Kind – dann ausgewählt?

Marie-France Hirigoyen liefert die Erklärung: „Weil es da war und weil es irgendwie unbequem wurde. Das Opfer ist beliebig austauschbar: Es ist für den Psychopathen nur von Interesse, wenn es brauchbar ist ….. Es wird zum Hassobjekt, sobald es sich entzieht oder nichts mehr zu geben hat.“

In einer intakten, wenn auch nicht materiell wohlhabenden Familie, die in einem menschlich gestalteten Sozialstaat angemessene wirtschaftliche Bedingungen zur Befriedigung ihrer materiellen und kulturellen Bedürfnisse vorfindet, drohen solche Gefahren, die stets mit der Unterbringung in Heimen verbunden sein mögen, sicherlich nicht, jedenfalls nicht in diesem Maße.

Es besteht folglich aller Grund zu der Annahme, dass sozial schwache Familien, die sich keinen „Staranwalt“ leisten können und die erst einmal in den Fokus solcher „Helferkreise“ geraten sind, mit der übereilten oder auch offensichtlich willkürlichen Wegnahme ihrer Kinder und der Zerstörung ihrer Familie im Grunde nur auf die Funktion reduziert werden, diesen Institutionen dabei helfen, auf Kosten solcher Familien viel Geld zu verdienen. Und diese Abzocke auf Kosten des Familienglücks wäre noch das kleinste Übel, wenn Kindern von weder menschlich noch fachlich qualifizierten Vertretern dieser Institutionen auch noch großes körperliches und seelisches Leid zugefügt wird.

Eines muss klar sein: Wenn ein staatliches „Wächteramt“, dass letztlich nur dem Schutz der Familie und ihrem vorrangigen Erziehungsauftrag dienen darf, ohne wirksame öffentliche Kontrolle ist, dann „kann“ es sehr schnell zu einem pervertierten Geschäftsmodell degenerieren, das von dem Unglück und Leid von Familien und Kindern lebt, die letztlich – wenn überhaupt – nur staatliche Unterstützung benötigen, nicht aber den Keulenschlag von Sorgerechtsentzug und Kinderwegnahme.

Wenn den betroffenen Familien und Kindern dann auch noch eingebleut wird, dass doch alles nur zu ihrem Wohl geschieht, dann kann staatliche Gewalt zu einer regelrechten Abart ritueller Gewalt geworden. Der Entzug der Kinder und deren Unterbringung wird unter den Bedingungen derart privatisierter Strukturen schnell zu einem gewohnheits- bzw. geschäftsmäßigen Vorgang, zu einem regelrechten „Deal“ zwischen Jugendamt, privaten Träger und Familiengericht, das bei den Opfern schwere traumatische Störungen hinterlässt und kein Entkommen mehr erlaubt.

Wer immer noch glaubt, dass „Privatisierung“ – also die Überführung von öffentlichen Versorgungsbetrieben in die Hände weniger privater Geschäftsleute zur Maximierung privater Gewinne – für die Menschen und Völker dieser Erde irgendeinen Segen hatten, der kann sich durch die Lektüre von so ausgezeichneten (schon vor ca. 20 Jahren verfassten !) Büchern wie „Global brutal: Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg“, Broschiert – 1. Januar 2002“ von Prof. Michael Chossudovsky schnell vom Gegenteil überzeugen. Die brutale weltweite Durchsetzung privater Geschäftsinteressen einer empathielosen psychopathischen Clique Superreicher, die schon dutzende Volkswirtschaften zerstört und hunderte Millionen Menschen ins wirtschaftliche Elend gestürzt, Millionen Hungertote (insbesondere in Afrika) und letztlich wohl alle Kriege der Neuzeit (etliche Massenmorde inklusive) verursacht hat, ist ebenso wenig menschlich wie der Satanismus mit seinen rituellen Praktiken.

Es gibt längst alternative Modelle für eine „Humanen Marktwirtschaft“, so wie sie u.a. von Peter Haisenko und Hubert von Brunn in ihrem Buch „Die Humane Marktwirtschaft – Das Wirtschafts- und Finanzsystem zum Wohle aller Menschen“ skizziert worden ist.

Für Kinder- und Jugendheime unter privater Trägerschaft müssen jedenfalls möglichst schnell staatliche Alternativen geschaffen werden, die alle legalen Spielarten eines „Geschäfts mit dem Kind“ unmöglich machen, eben weil es nur noch staatliche Kinder- und Jugendheime gibt, die dann nur noch bei wirklicher Gefährdung des Kindeswohls eingreifen. Solange Kinder- und Jugendheime nur eine Spielart des legalen Plünderns öffentlicher Kassen gem. der Idee aller Public-private-Partnership „PPP“-Modelle sind, die dem Steuerzahler unter dem Strich immer wesentlich teurer zu stehen kommen, kann und wird sich nichts ändern.

Gesunder Menschenverstand reicht also schon vollkommen aus um zu erkennen, wohin es – gerade auch Bereich der Fürsorge für die Kinder unseres Landes – zwangsläufig führt, wenn Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge – so wie die Unterbringung und der Schutz in ihrem Wohl gefährdeter Kinder – privatisiert werden.

Nur ein von Gier zerfressener Psychopath, dem alle menschlichen Folgen schlicht vollkommen gleichgültig sind, kann diese Strukturen wollen.

 


Zur Vertiefung der Dimension des „rituellen Missbrauchs“gibt es u.a. folgende Sachbücher:

Handbuch Rituelle Gewalt: Erkennen – Hilfe für Betroffene – Interdisziplinäre Kooperation Taschenbuch– 1. August 2010

von Claudia Fliß (Herausgeber), Claudia Igney (Herausgeber)

 

Jenseits des Vorstellbaren: Therapie bei Ritueller Gewalt und Mind Control Gebundenes Buch – 18. Dezember 2013

von Alison Miller (Autor)

 

siehe auch Nachrichtenspiegel: Die Kinderfresser unter uns

 

Fotos: Pixabay / CC0
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Strafanzeige gegen Dr. Angela Dorothea Merkel und ihre „verlässlichen Freunde“ bzw. globalpolitischen Pyromanen

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(versendet am 10.05.2019)

An den
Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Herrn Dr. Peter Frank
Brauerstr. 30, 76135 Karlsruhe                                                                                                                                                                                                                                            

                                                                                      Selfkant, den 10.5.2019

Strafanzeige gegen Bundeskanzlerin Dr. Angela Dorothea Merkel wegen Beteiligung am Völkermord zum Nachteil der deutschen Völker gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3 Völkerstrafgesetzbuch (VStGB)

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstatte ich wegen der rechtswidrigen Öffnung der deutschen Grenzen seit 2015 und wegen aller sonstigen Tatbeiträge, die in der Folgezeit der Aufrechterhaltung der dadurch gedient haben,

                       Strafanzeige

gegen Bundeskanzlerin Dr. Angela Dorothea Merkel

sowie gegen

alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der aller sonstigen deutschen Behörden / Dienststellen des Bundes, die sich an der Umsetzung / Ausführung dieser Anordnungen der Bundeskanzlerin Dr. A. D. Merkel mitgewirkt haben

wegen aller in Betracht kommenden Straftatbestände,

insbesondere wegen des Tatverdachts

des Völkermordes gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3 VStGB

Begründung zum Strafantrag:

Es ist von besonderem historischen Interesse, dass endlich aufgearbeitet wird, was eigentlich die wahren Hintergründe für die „Einreisegestattungen“ ab Ende August/Anfang September 2015 waren, durch die eine regelrechte Völkerwanderung nach Deutschland und in andere EU-Länder ausgelöst worden ist.

Waren die massenhaften „Einreisegestattung“ ab Ende August/Anfang September 2018 wirklich ein Akt der „Humanität“, oder wurden mit der vorübergehenden Suspendierung jedes wirksamen Grenzschutzes in Wahrheit Ziele verfolgt, die auf eine Verwirklichung des § 6 Abs. 1 Nr. 3 VStGB schließen lassen?

Ich stelle klar, dass ich keiner Partei angehöre und eine Zuordnung zu irgendwelchen Parteifarben auch nachdrücklich ablehne.

Mein Mitgefühl gehört allen Menschen, die durch Kriegswirren und die dadurch ausgelöste Not zum Verlassen ihrer Heimat bestimmt worden sind, wobei dieses Mitgefühl sich natürlich nicht auf die Terroristen und Kriminellen erstreckt, die ihren Flüchtlingsstatus bloß für kriminelle Machenschaften und/oder zur Flucht vor Strafverfolgung in einem Drittstaat benutzen wollen.

Ich möchte schlicht einen Beitrag dazu leisten, die Menschen in diesem Land dafür zu sensibilisieren, in welchem Kontext die großen Flüchtlingswellen, die seit Jahren über Europa und insbesondere auch über Deutschland hereinbrechen, offensichtlich zu würdigen sind.

Dieses Recht ergibt sich aus dem Umstand, dass ich in diesem Land geboren bin und Deutscher bin, sowie aus meiner Überzeugung, dass die Auslösung dieser Flüchtlingsströme letztlich nur eine bestimmte Form der modernen Kriegsführung darstellt, die bloß der Verwirklichung geopolitischer Ziele dient und den Frieden in Europa, dem Nahen Osten und letztlich auch in der ganzen Welt nachhaltig gefährdet.

Wenn es Interessengruppen gibt, die aus politischem Kalkül heraus die Ursachen für diese Flüchtlingswellen geschaffen haben, dann ist es höchste Zeit, diese Gruppen zu demaskieren und vor Gericht zu stellen.

Ich möchte einleitend in Erinnerung rufen, dass § 6 VStGB folgenden Wortlaut hat (Zitat):

(1) Wer in der Absicht, eine nationale, rassische, religiöse oder ethnische Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören,

1.

ein Mitglied der Gruppe tötet,

2.

einem Mitglied der Gruppe schwere körperliche oder seelische Schäden, insbesondere der in § 226 des Strafgesetzbuches bezeichneten Art, zufügt,

3.

die Gruppe unter Lebensbedingungen stellt, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen,

4.

Maßregeln verhängt, die Geburten innerhalb der Gruppe verhindern sollen,

5.

ein Kind der Gruppe gewaltsam in eine andere Gruppe überführt,

wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

 

In dem Gutachten

„Migrationskrise als föderales Verfassungsproblem“

von Professor Dr. iur. Dr. sc. pol. Udo Di Fabio

Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D. vom 8.1.2016,

für jedermann kostenlos abrufbar unter dem Link

http://www.bayern.de/wp-content/uploads/2016/01/Gutachten_Bay_DiFabio_formatiert.pdf

wurde die bereits u.a. festgestellt (Zitat):

  1. „Das Grundgesetz garantiert jedem Menschen, der sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befindet und ihrer Herrschaftsgewalt unterworfen ist, eine menschenwürdige Behandlung (Art. 1 Abs. 1 GG). Das Grundgesetz garantiert jedoch nicht den Schutz aller Menschen weltweit durch faktische oder rechtliche Einreiseerlaubnis. Eine solche unbegrenzte Rechtspflicht besteht auch weder europarechtlich noch völkerrechtlich. Entsprechende unbegrenzte Verpflichtungen dürfte der Bund auch nicht eingehen. Eine universell verbürgte und unbegrenzte Schutzpflicht würde die Institution demokratischer Selbstbestimmung und letztlich auch das völkerrechtliche System sprengen, dessen Fähigkeit, den Frieden zu sichern, von territorial abgrenzbaren und handlungsfähigen Staaten abhängt.“ (ebenda, Seite 118)

sowie (Zitat):

XII.    Sollte die Migrationskrise nicht mit wirksamen europäischen Maßnahmen                   rechtsgestaltender oder gerichtlicher Art (Vertragsverletzungsverfahren)          bewältigt werden, muss der Bund zur Wahrung der verfassungsstaatlichen     Ordnung und zum Schutz des föderalen Gefüges zumindest einstweilen die gesetzmäßige Sicherung der Bundesgrenze gewährleisten, weil die      Kontrolle über Elemente der Staat- lichkeit im Sinne des    Identitätsvorbehalts der Rechtspre-chung des BVerfG integrationsfest ist.“          (ebenda, Seite 120 f.)

Die „Ausarbeitung“

„Einreiseverweigerung und Einreisegestattung nach § 18 Asylgesetz“

des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags,

für jedermann kostenlos unter dem Link:

https://www.bundestag.de/resource/blob/514854/0bdb98e0e61680672e965faad3498e93/wd-3-109-17-pdf-data.pdf

abrufbar,

macht ebenfalls deutlich, dass „unklar“ ist, auf welche Rechtsgrundlage die Bundesregierung die „Einreisegestattungen“ ab Ende August/Anfang September 2015 überhaupt gestützt hat.

Diese Gutachten gehen aber, wenn man diese Massenmigration in angemessener Weise in einen historischen Kontext stellt, m.E. aber vollkommen über die eigentliche Dimension und Problematik dieser Entwicklung vorbei und sind deshalb für die Begründung dieser Strafanzeige und die Würdigung der nachfolgend dargelegten Zusammenhänge also letztlich gar nicht relevant.

Auf welche Sachverhalte stützen sich also die hier erhobenen Vorwürfe?

An dieser Stelle kann ich mich dankbarerweise auf die wertvollen Vorarbeiten der Autorin Monika Donner in ihrem Buch „Krieg, Terror, Weltherrschaft – Warum Deutschland sterben soll“, Band 1, ab Seite 42 beziehen.

In diesem Buch ist die wahre Vorgeschichte des 1. Weltkriegs, ohne deren Kenntnis die aktuelle – gerade auch völkerrechtliche – Situation Deutschlands nicht zu verstehen ist, bereits so hervorragend aufgearbeitet worden, dass dem im Grunde nichts mehr hinzuzufügen ist.

Dort heißt es (Zitat):

„US-Globalisierung und Völkermord

Nüchternes Machtdenken steckt hinter dem seit 9/11 im Nahen/Mittleren Osten vor allem an Irakern verbrochene Genozid (Völkermord). Nüchternes Machtdenken prägt auch die Analysen des US-Strategen, Rumsfeld- und Pentagon-Beraters Thomas Barnett. Als 2004 sein Buch mit dem bezeichnenden Titel The Pentagons New Map (Die neue Landkarte des Pentagon) in den USA erschien, wurde man in Europa noch für verrückt erklärt, wenn man das Wort »Globalisierung« in Verbindung mit den USA in den Mund nahm. Dabei schrieb Barnett damals schon ganz pragmatisch, dass es sich bei der Globalisierung selbstverständlich um eine US-Amerikanisierung handelt. Die Interessen der USA sind global, weil die Globalisierung nun einmal global sein muss: »Our interests are global because globalization must be global.«37 Die leicht zu merkende Formel lautet:

Globalisierung = US-Amerikanisierung

Mit seiner Wahlkampfrede vom 13. Oktober 2016 im South Florida Fair Expo Center ließ der 45. US-Präsident Donald Trump die Welt aufhorchen, als er erklärte, dass das »total korrupte« Establishment in Washington weder im Interesse der USA noch im Interesse der Welt, sondern nur aus reinem Selbstzweck existiert: »Das Washingtoner Establishment sowie die Finanz- und Medienkonzerne, die sie finanzieren, existieren nur aus einem Grund: sich zu schützen und zu bereichern.« Diese korrupte scheindemokratische Schattenregierung habe die USA ausbluten lassen. Wikileaks- Dokumenten zufolge »trifft sich Hillary Clinton im Geheimen mit internationalen Banken, um die Zerstörung der US-Souveränität zu planen – mit dem Ziel, diese globalen Finanzmächte, ihre besonderen Interessenfreunde und ihre Geldgeber, zu bereichern.« Schließlich appellierte Trump an sein Publikum: Das ist eine Verschwörung gegen euch, das amerikanische Volk, und wir dürfen das nicht geschehen oder weitergehen lassen.« Trumps Zusammenfassung der globalen US-Amerikanisierung könnte kaum klarer sein:

Die zentrale Basis der politischen Weltmacht ist hier in Amerika, und es ist unser korruptes politisches Establishment, das die größte Macht hinter den Bemühungen der radikalen Globalisierung und der Entrechtungsarbeit wider die arbeitende Bevölkerung ist. Ihre finanziellen Ressourcen sind praktisch unbegrenzt, ihre politischen Ressourcen sind unbegrenzt, ihre Medienressourcen sind unerreicht und vor allem die Tiefe ihrer Unmoral ist absolut unbegrenzt.38

Was vielleicht manch einer Donald Trump als Wahlkampfgefasel auslegt, beruht in Wahrheit auf wissenschaftlich ermittelten Fakten. Zwei US-amerikanische Professoren der Princeton Universität, Martin Gilens und Benjamin L. Page, stellen gleich am Anfang ihrer politikwissenschaftlichen Studie über die USA aus dem Jahr 2014 ernüchternd fest: »Wirtschaftliche Eliten und organisierte Gruppen, die geschäftliche Interessen vertreten, haben erheblichen unabhängigen Einfluss auf die Regierungspolitik der Vereinigten Staaten, während durchschnittliche Bürger und massenbasierte Interessengruppen wenig oder keinen unabhängigen Einfluss haben.« Die eher vorsichtig formulierten Schlussworte der Professoren lauten: »Aber wir glauben, dass, wenn die Politikgestaltung von mächtigen Wirtschaftsorganisationen und einer kleinen Anzahl von wohlhabenden Amerikanern dominiert wird, Amerikas Ansprüche auf eine demokratische Gesellschaft ernsthaft bedroht sind.«39 BBC-News spricht die Wahrheit noch klarer aus: »Die USA sind eine Oligarchie, keine Demokratie. Die USA werden von einer reichen und mächtigen Elite dominiert.«40 Und das Resümee des investigativen US-Historikers Eric Zuesse über die Princeton-Studie lautet: »Der klare Befund ist, dass die USA ein oligarchisches und völlig undemokratisches Land sind. Amerikanische Demokratie ist pure Heuchelei, egal wie sehr von den Oligarchen, die das Land führen (und die die Nachrichtenmedien der Nation kontrollieren), das Gegenteil behauptet wird.«41 Um einiges konkreter als »Oligarchie« ist der Begriff »Danistakratie«, der sich vom lateinischen Wort für Wucher (Danista) ableitet. Das globale Finanz-, Wirtschafts- und Machtsystem wuchert gleich mehrfach: wuchern- des Streben nach immer mehr Macht, Geld und materiellen Gütern, Zinswucher, innerlicher Wucher der machtlosen Bevölkerung und so weiter.42

Weil das Volk so gut wie gar nichts mitzureden hat, haben wenige Superreiche Handlungsfreiheit für globalistische Umtriebe wie Destabilisierungen und Kriege. Zur von Donald Trump angesprochenen radikalen, zutiefst unmoralischen US- amerikanischen Globalisierung zählt gemäß den Plänen des US-Geostrategen und Pentagon-Beraters Thomas Barnett unter anderem der Einsatz der sogenannten Populationsbombe: Zwecks Züchtung einer hellbraunen Mischrasse43 soll Europa Jahr für Jahr mit 1,5 Millionen Migranten aus Nahost und Afrika geflutet werden. Die kalkulierten Folgen für Europa: »2050 wäre ein Viertel seiner Bevölkerung ausländisch-geboren.«44 Seit Beginn der durch US-amerikanische Kriege und Destabilisierungen ausgelösten Massenmigration strömten von Juli 2015 bis Juli 2016 rund 1,5 Millionen Migranten aus Nahost und Afrika zu uns nach Europa.45 Das erste Jahressoll wurde also erfüllt. Weitere 20 Millionen sind laut EU-Kommissar Johannes Hahn in der Warteschleife.46 In seinem Buch mit dem ebenfalls bemerkenswerten Titel Blueprint for Action (Blaupause für den Krieg) stellt Thomas Barnett unmissverständlich klar, wie mit jenen »irrationalen Leuten« zu verfahren ist, die sich gegen die von der US-Seite aufgezwungene »Mischung der Rassen, ›Bastardisierung der Kulturen‹ und die Kapitulation ethnischer Identitäten« zur Wehr setzen. Thomas Barnetts Empfehlung lautet kurz und bündig: Kill them.47

Ermordet soll also werden, wer von seinem natürlichen Recht Gebrauch macht, sich aktiv gegen eugenisch-rassistische Bestrebungen und die Auslöschung seiner Rasse, Kultur und Nation aufzulehnen. Anders formuliert: Wer sich zu sehr für den Erhalt all dessen einsetzt, was sein bisheriges soziales Umfeld, ja seine von vielen Generationen erarbeiteten und verteidigten Lebensgrundlagen ausmacht, soll aus Sicht der Globalisierungsclique getötet werden. Da Deutschland das Hauptziel der Populationsbombe respektive der inszenierten Massenmigration ist, sind wir Zeitzeugen, dass an den Deutschen der wahrscheinlich abscheulichste Rassismus des 21. Jahrhunderts verbrochen wird: ein schleichender Genozid. Die Grundlage dieses Völkermords ist offenbar der in den 1940er Jahren veröffentlichte eugenisch-rassistische Plan des US-amerikanischen Harvard-Anthropologen Doktor Earnest Hooton. Er schlägt unter anderem ausdrücklich vor,

den deutschen Bestand zu verdünnen, den Nazi-Stamm zu verderben und den nationalen Rahmen mit einem Prozess des Herauszüchtens zu zerstören.

Exakt so wurde es in einem Artikel der New York Times vom 11. Oktober 1944 abgedruckt (siehe Abb. 3). Hootons Schlussworte lauten: »Die einzigen guten Deutschen sind die schnellen und die toten. Die schnellen haben Deutschland verlassen.« Nach Ansicht des US-amerikanischen Rassisten Hooton befinden sich also gute Deutsche entweder außerhalb von Deutschland oder sie sind bereits tot. Jedenfalls

Abb. 3: Hooton-Artikel in The New York Times vom 11. 10. 1944

sollen die in Deutschland verbliebenen Deutschen aus ihrem eigenen Land herausgezüchtet werden. Wer ein Volk wegzüchten möchte, plant einen (schleichenden) Völkermord.

Das internationale Übereinkommen vom 9. Dezember 1948 über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords definiert das Verbrechen des Völkermords als eine »Handlung, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.« Diese Handlung muss lediglich einer von fünf Kriterien entsprechen. An dieser Stelle sei nur eines genannt: »vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedin- gungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen.«48 Völkermord ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt. Das bedeutet, dass die Vernichtung nicht tatsächlich eintreten muss. Es kommt lediglich auf die Völkermordabsicht an.49 Die abstrakte Eignung kann direkt oder indirekt sein. Das Delikt unterliegt keiner Verjährung.

Folgende Fakten liegen vor: Doktor Hooton schlug vor, die Deutschen aus ihrem eigenen Land herauszuzüchten. Thomas Barnett empfiehlt die Massenmigration dunkelhäutiger Menschen nach Europa zwecks Züchtung einer hellbraunen Mischrasse. Das Vorherrschen einer hellbraunen Mischrasse würde zweifelsfrei mit der sukzessiven Auslöschung der hellen Rasse einhergehen. Besagte Massenmigration zur Schaffung einer hellbraunen Mischrasse wurde bekanntlich von den USA durch Destabilisierungen und Kriege ausgelöst. Sie war vorhersehbar und findet aufgrund der Einladung seitens der deutschen Kanzlerin Angela Merkel vorwiegend nach Deutschland statt. Dadurch werden der Gruppe der Deutschen Lebensbedingungen auferlegt, die geeignet sind, mittels rapide zunehmender Überfremdung die körperliche Zerstörung des deutschen Volks in der gegenwärtigen Form zumindest teilweise herbeizuführen. Anscheinend wird also Hootons Outbreeding-Plan mindestens partiell in die Realität umgesetzt und an den Deutschen ein schleichender Genozid verbrochen. War sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel dessen bewusst, als sie Mitte 2015 Millionen Fremde nach Deutschland einlud und auf geöffneten Grenzen beharrte? Diese Frage hätte ein Strafgericht zu beantworten. Schließlich ist neben Versuch, Anordnung, Aufforderung, Anstiftung und Beihilfe auch jeder sonstige Beitrag strafbar.50 Mehr dazu im Kapitel über die inszenierte Massenmigration.

Zusammenfassung

Jener militärisch-industrielle Komplex der USA, vor dem US-Präsident Eisenhower ausdrücklich und öffentlich warnte, ist ein wesentlicher Faktor der Schattenregierung, treibt die US-Globalisierung voran und führt weltweit jene Kriege, die sein Nachfolger JFK mit allen Mitteln unterbinden wollte. Und jene monolithische und rücksichtslose Verschwörung, vor der JFK die Weltöffentlichkeit warnte, ist für seinen Tod verantwortlich. Folglich ist John F. Kennedy der ultimative, weil unwiderlegbare und personifizierte Beweis für sowohl die Existenz besagter Verschwörung als auch die undemokratischen und völkerrechtswidrigen Aktivitäten der Globalisierungsclique.

Erstens deckte JFK die Verschwörung auf, indem er sie ausdrücklich als solche öffentlich ansprach. Zweitens versuchte er erfolgreich, sie zu entmachten und Frieden zu stiften. Drittens wurde JFK genau deshalb ermordet. Viertens tarnten die staatlichen Verschwörer ihren Putsch durch Propagierung der skurrilen Einzeltäterthese. Fünftens wurden auf Empfehlung der CIA Kritiker der erwiesenermaßen falschen Theorie als Verschwörungstheoretiker denunziert. Sechstens setzte und setzt die verschworene Globalisierungsclique weltweit Krieg und Terror fort, hat den Iraker Holocaust zu verantworten und begünstigt plangemäß den schleichenden Völkermord an den Deutschen. Siebtens werden auf Betreiben der Globalisierungsclique bis heute Kritiker der US-Globalisierung als verrückte Verschwörungstheoretiker stigmatisiert, obwohl die US-Globalisierung offensichtlich ist und US-Strategen wie Thomas Barnett ganz offen zugeben, dass es sich um eine solche handelt. Und achtens droht den Rebellen wider die Zerstörung ihrer Kultur die Ermordung.

Alldem zufolge liegt zweifellos eine Verschwörungspraxis vor, die von der Globalisierungsclique betrieben wird. Kriege, Terror, Ausbeutung, politische Morde, Meinungsdiktatur, Völkermord und Morddrohungen gegen aktive Gegner der US-Globalisierung sprechen deutlich dafür, dass es sich bei den Mitgliedern der Globalisierungsclique und ihren bewussten Handlangern um waschechte Psychopathen handelt, das heißt um Geisteskranke im klinisch-psychologischen Sinne.“ (Zitat Ende)

Im Übrigen kann ich nur noch wiederholen, was ich bereits in anderem Zusammenhang geäußert habe:

Eine kleine mächtige Clique kann – wie die aktuellen Entwicklungen wieder einmal zeigen (siehe u.a. Beteiligung der Bundeswehr am Syrienkrieg) – durchaus am Willen des Volkes vorbei in einen Krieg ziehen, wenn sie nur alle wichtigen Schlüsselpositionen in Politik, Verwaltung und Militär besetzen kann. Wenn diese Personen dann auch noch – wie die Beschuldigte Dr. Merkel – in transatlantischen Netzwerken eingebunden sind, die die nationale Politik der EU-Länger bloß auf angloamerikanische Interessen ausrichten sollen, dann besteht (zumindest) die „Gefahr“, dass ein Volk komplett von der Mitgestaltung seines Schicksals abgeschnitten und in militärische Abenteuer verstrickt wird, an denen kein Mensch in Deutschland beteiligt sein will.

Die Deutschen sind nach meiner Erfahrung und felsenfesten Überzeugung zutiefst hilfsbereit, aber keine Regierung hat das Recht, über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden, ob der Grenzschutz vorübergehend vollständig aufgehoben wird.

Mehrere terroristische Anschläge und andere schwere Verbrechen hätten ggf. verhindert werden können, wenn es die Bundesregierung nicht über Monate hinweg zugelassen hätte, dass Menschen ohne jeden Identitätsnachweis – und ohne jede Einreisekontrolle – ins Landesinnere gelangen können.

Gibt es auf der ganzen Welt auch nur eine Nation, die eine solche „Grenzöffnung für alle und ohne Kontrolle“ auch nur in Erwägung ziehen würde? Vor allem dann, wenn diese Flüchtlingsströme auch aus Ländern wie Syrien kommen, in denen terroristische Banden wüten, die aus ca. 80 Staaten zusammenkauft worden sind, über Jahre hinweg an schwersten Verbrechen beteiligt waren?

Welche Familie würde denn bei sich im Haus jeden Menschen aufnehmen, über dessen Vergangenheit sie nichts weiß?

Und welches Motiv hätte z.B. ein redlicher Syrer, seinen Pass wegzuschmeißen? Ich betone auch hier:

Das Völkerrecht und der Frieden in der Welt können wohl nur dadurch gerettet werden, dass auf der gesamten eurasischen Festplatte eine Friedensallianz entsteht und die europäischen Staaten dann nicht mehr gegeneinander und gegen ihren russischen Nachbarn ausgespielt werden können. Solche Allianzen sind in den letzten 120 Jahren immer wieder vereitelt worden, mit fatalen Konsequenzen für den Weltfrieden.

Es gibt mittlerweile mehrere Bücher zu der Frage, ob der 1. Weltkrieg nur dazu diente, das Deutsche Reich zu zerschlagen und auf der eurasischen Festplatte eine Friedensallianz zu verhindern, siehe – neben dem o.g. Werk von Monika Donner – u.a. die Bücher von Docherty/Macgregor: „Verborgene Geschichte – wie eine geheime Elite die Menschheit in den 1. Weltkrieg stürzte“ sowie „Der Krieg der nicht enden durfte“.

Die Lektüre dieser Bücher wird nachdrücklich empfohlen. Die Schlussfolgerungen zu den Ursachen des 1. Weltkrieges decken sich voll und ganz mit den Erkenntnissen von Monika Donner.

Und ist bezeichnend, dass wichtige Fragen zu den Ursachen und zum Verlauf beider Weltkriege – bis heute – nie von der etablierten Geschichtswissenschaft angemessen aufgearbeitet worden sind, obschon das amerikanische Think-Tank-Mitglied George Friedman längst öffentlich bekannt hat, dass es – bis heute – seit mehr als 100 Jahren zu den Hauptinteressen der angloamerikanischen Außenpolitik gehört, auf der eurasischen Festplatte keine Friedensallianz zuzulassen, siehe:

https://www.youtube.com/watch?v=lBYcuJb6Qb0

Ist diese grausame Agenda also die Agenda, der sich die hier Beschuldigten bedingungslos und ungeachtet aller Konsequenzen für den Weltfrieden angeschlossen haben? Es darf jedenfalls bezweifelt werden, dass die Auslösung von regelrechten Völkerwanderungen durch eindeutig völkerrechtswidrig inszenierte Kriege und Krisen in Ländern wie Afghanistan, Irak, Syrien und Libyen den inneren und äußeren Frieden in Asien, Europa und Afrika wirklich fördern kann.

Politiker, die einer Agenda folgen, die solche Entwicklungen gezielt fördert,  haben jedes Recht verwirkt, die Menschen in diesem Land zu vertreten, und solcher Lug und Trug an den Menschen, der ihre Sicherheit und auch ihre Lebensgrundlage massiv gefährdet, muss auch strafrechtliche – und nicht nur politische – Konsequenzen haben.

Die europäischen Brüdervölker dürfen sich nie mehr von Drittstaaten gegeneinander aufhetzen lassen, schon gar nicht von Nationen, deren Regierungen in den letzten Jahrzehnten wiederholt massiv das Völkerrecht verletzt haben.

Der beste Schutz für den Frieden aller Völker in Europa und in der Welt sind sicherlich nicht immer bessere Mittel der Zerstörung wie neue Raketen, unverantwortliche Manöver direkt an der russischen Grenze oder mutwillig ausgelöste Völkerwanderungen wie die hier beschriebenen.

Für alle künftigen Generationen kann nur eine ewige Friedensallianz auf der eurasischen Festplatte, die jegliche Aggression von geistigen Brandstiftern von innerhalb und außerhalb der eurasischen Festplatte von vornherein unmöglich macht, der beste Garant für einen stabilen Frieden sein.

Und solche Bemühungen werden von den hier Beschuldigten aus Gründen, die untersucht werden müssten, regelrecht torpediert, auch wenn sich durch solche haltlosen Beschuldigungen dadurch mittel- und langfristig die schwersten Gefahren realisieren können.

Gute Beziehungen zu allen Ländern auf der eurasischen Festplatte, insbesondere zur Russischen Föderation, sind  eine unverzichtbare Voraussetzung, um den Frieden in Europa und der Welt dauerhaft zu sichern, und wer das nicht erfassen kann, der hat in der deutschen Politik nichts verloren.

Kein Mensch, dem das Recht – in der Erkenntnis seiner wahren Bedeutung und Funktion für das friedliche Zusammenleben der Völker – heilig ist, kann Politiker als „Volksvertreter“ dulden, die offensichtlich nicht das Recht und damit nicht mehr die natürlichen Interessen der Menschen in diesem Land, sondern offensichtlich bloß eine andere Agenda vertreten, die nicht zu ihrem Wahlauftrag gehört und nicht schon gar nicht durch ihrem Amtseid gedeckt ist.

Abermals zur Erinnerung:

In Art. 79 Abs. 3 GG heißt es (Zitat):

Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche …. die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.

Der Inhalt der Artikel 1 und 20 GG soll also „unabänderlich“ sein. Damit ist unschwer festzustellen, dass diese Artikel gleichsam „Verfassungsgrundsätze“ bzw. die Grundpfeiler der gesamten verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland sein sollen.

Art. 1 Abs. 2 GG bestimmt (Zitat):

„Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“

Wenn sich selbst die hier Beschuldigten nicht mehr für diese Artikel des Grundgesetzes interessieren, dann darf sich niemand wundern, dass sich im Volk der Eindruck verfestigt, das Grundgesetz für solche Politiker offenbar nur noch den Rang unverbindlicher „AGBs“ haben und die Regierung der Bundesrepublik Deutschland nur noch der Erfüllungsgehilfe fremdbestimmter Interessen ist, insbesondere der NATO und des US-Government ist.

Der in § 152 Abs. 2 StPO verankerte sog. Legalitätsgrundsatz besagt (Zitat):

„ Sie (die Staatsanwaltschaft) ist, soweit nicht gesetzlich ein anderes bestimmt ist, verpflichtet, wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen.“

Ihre Behörde ist somit verpflichtet, wegen der hier angezeigten Straftaten einzuschreiten.

Es ist beabsichtigt diese Strafanzeige öffentlich zu machen.  Von daher bitte ich um Aufnahme der Ermittlungen.  Über den Fortgang Ihrer Ermittlungen möchte ich unterrichtet werden.

Zudem bitte ich um umgehende Bestätigung des Zugangs dieser Strafanzeige.

Hochachtungsvoll

 

Wilfried Schmitz

Rechtsanwalt


Bild: Pixabay / Checkmate / CC0

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Antwort des Generalbundesanwalts (24.05.2019)

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Stellungnahme zum Schreiben des Generalbundesanwalts von RA Schmitz (28.05.2019)

Brief eines dürren Süd-Ost-Menschen an das adipöse Altmaier-Kabinett im Schlamerkelland (Aufruf zum Antifaschierpakt)

143 Doozers


Foto: pixabay CC0/edit parkwaechter

Kultur und Vielfalt statt McDonaldisierung – Aufruf zum Antifaschierpakt

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Abgeordnete!

Um den Ton meiner Wortmeldung richtig einordnen zu können, gleich vorneweg: Ich bin es an sich gewohnt, mich zu beugen und Respekt zu bezeugen. Nicht nur aufgrund jahrhundertelanger Domestizierung in Kolonialtradition, die mir mittlerweile in den Knochen sitzt, sondern auch aus ganz ehrlicher Wertschätzung gegenüber eurer mitteleuropäischen Kultur, zu der ich und meinesgleichen bislang immer bewundernd aufgeschaut haben.

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen …“ – nein, ich habe über diesen Satz nie gelacht, sondern ihn ehrlichen Herzens für bare Münze genommen. Wenn ich mir ansehe, im Besitz welcher kulturellen Schätze das Land der Dichter und Denker ist und welche feinsinnigen Geister des Humanismus und der Philosophie sich dort  ein Stelldichein gegeben haben, dann war dieses Herz Europas für uns immer so etwas wie eine große Hoffnung, dass sich die Maßstäbe von Humanität, sozialpartnerschaftlicher Solidarität und freier Persönlichkeitsentfaltung auch in den Rest der Welt hineintragen und einen Ausgleich zwischen der Kluft von Ost und West bilden werden.

Dass Ihr diese Brückenfunktion zwischen Ost und West nun vollkommen aufgegeben habt und Euch stattdessen mit einigen moralisch verwahrlosten Wegelagerern unter der Atlantikbrücke zusammengetan habt, um dort hundsgemeinen Hurendienst zu verrichten, während die nadelgestreiften Zuhälter, die Ihr „eure verlässlichen Freunde“ nennt, sich einen ablachen, wie ihr willfährig Euren Hintern hinhaltet und sehenden Auges ins offene Messer hineinlauft … das hat meinen Faden der Bewunderung nun jäh abreißen lassen.

Und bevor die Artikel 13-Uploadfilter es mir demnächst unmöglich machen, unflätige Worte ins Netz zu stellen, so ergreife ich jetzt eben die letzte Möglichkeit, um euch Backpfeifen-Pack mal meine Meinung zu sagen. An meiner vulgären Sprache möge sich niemand stoßen. Ich bin eben Ackerbauer, den der harte Überlebenskampf zeitlebens gezwungen hat, zu klotzen und nicht zu kleckern. Feine Manieren, wie sie eure „linken“ Spitzenpolitiker*Innen am Parkett des Bundespresseballs in den Armen der Wirtschaftsmagnaten und vor den Insignien der Macht unter Beweis stellen (siehe FAZ), konnte ich mir leider nie aneignen. Ich musste zeitlebens eigenhändig mit Schwielen an den Händen den Stall ausmisten und hatte nie die Möglichkeit, an der Uni einen Master of Bullshit Administration oder Gender Studies zu machen.

Verflucht seid Ihr!

Die Tradition meiner Ahnen hat mich gelehrt, dass Hass und Flüche Unglück bringen. Der nachfolgende Fluch (eigentlich ist es gar kein Fluch, sondern ich halte Euch nur einen Spiegel entgegen, an dem der Fluch, den IHR über Deutschland und ganz Europa ausgesprochen habt, auf Euch selbst zurückprallt) gilt nicht den Bürgern des von Euch regierten Landes – diese sind meist gutmütige Micheln und Frauken, die keine Ahnung haben, wozu sie und ihre Kinder gerade umgebaut werden sollen und denen ich mein tiefstes Mitleid zolle. Nein, mein Fluch, den ich Euch angesichts des generalstabsmäßigen Totalschadens, auf den Ihr Euer Land zusteuert, nicht ersparen kann, gilt allein Euch Regierenden. Obwohl man auch die Menschen, die Euch viermal in Serie gewählt haben, selbst zu dem Zeitpunkt, als bereits für jedermann offenkundig war, dass Ihr Europa an die Wand fahren wollt, nicht ganz aus ihrer Verantwortung herausnehmen kann. Ich will darauf aber nicht weiter eingehen, ihre letzte Wahlentscheidung wird den Bürgern gleichzeitig ein Schicksal bereiten, aufgrund dessen man sie für die Zukunft einfach nur bedauern und ihnen keinesfalls auch noch grollen sollte.

Warum ich heute so zornig bin, obwohl ich es gewohnt bin, mein schmutziges Haupt zu beugen? Nun, weil das Maß nun voll ist und ihr uns alle gerade um Kopf und Kragen bringt. Eure politisch-mediale Lügen-/Manipulationsmaschinerie stinkt mittlerweile zum Himmel, die beißenden schwarzen Rauchschwaden abgefackelter Altmaierreifen, die diese Maschinerie tagtäglich in die Atmosphäre bläst, rauben uns allen den Atem.

Dooser – Warum Ihr so unglücklich seid

Eure Aufgabe wäre es gewesen, Geisteswissenschaft und Philosophie zu pflegen und damit die Welt zu bereichern. Ihr habt dieses Kulturerbe absterben lassen und stattdessen einem ökonomischen Rinderwahnsinn US-amerikanischer Prägung gehuldigt, der Euch nun die Luft abschnürt. Man hat Euch zu Doosern gemacht, das sind jene kleinen Männchen mit Helm aus Jim Hensons Fraggles-Serie, die in unterirdischen Gefilden mit Pressluftbohrern in der Hand sinn- und ziellos immerzu am Fels herumackern. Ihr Deutschen seid aber von Eurem Naturell her gar keine Dooser! Ihr seid Dichter und Denker, Philo-Sophen (wörtlich: Freunde der Weisheit). Dooser, das sind die Amerikaner und Briten. Aber wenn Ihr Euch zu Doosern machen lasst, dann vergewaltigt Ihr Euer Naturell. Lasst Euch das von einem alten Ackerbauern sagen: Genau das ist der Grund, warum Ihr so unglücklich und depressiv geworden seid.

“Doozers“ (Grafik pw nach Vorlage aus: The Fraggles)

Auch wenn es Euch in Eurem Selbstverständnis von den Socken haut, aber: Der übersteigerte Wirtschaftswahn, Finanzkrimskrams und Maschinenbau sind gar nicht Euer Ding, obwohl Euer Philosophengeist geschmeidig genug ist, um auch auf diesen Gebieten Höchstleistungen zu erzielen. Ihr braucht auf Höchstleistungen auf diesen Gebieten allerdings nicht besonders stolz zu sein, denn Ihr arbeitet damit diametral gegen Euer Naturell und verpasst die Entwicklung von dem, was eigentlich Eure Anlage und damit Eure Aufgabe wäre. Jetzt seid Ihr also „Export-Weltmeister“ und stolz auf Euren „Maschinenbau“. Ihr könnt Euch das immer noch nicht vorstellen, aber: Es wird einmal nichts davon übrigbleiben als Schall und Rauch. Die Chinesen und andere können Maschinenbau inzwischen genausogut wie Ihr und besser. Sogar Euer ganzer Maschinenbau-Stolz Kuka ist jetzt schon in chinesischer Hand. Ihr hättet ein bescheidenes, aber trotzdem gut prosperierendes Land werden können, dessen inspirierende Kultur die ganze Welt bewundern würde. Ihr habt Euch aber geradewegs für den Weg entschieden, vor dem Euch alle Eure großen Geister von Goethe, Schiller, Hegel bis Erich Fromm eindringlich gewarnt haben.

Nun seid ihr so verödet und in Euch unerträglich gewordenen Krusten so gefangen, dass Ihr sogar von uns Entwicklungsländlern, die wir kulturell und hinsichtlich unseres Frauenbildes vielfach noch im dunklen Mittelalter leben, eine „Kulturbereicherung“ erwartet. – Ich könnte mich wirklich krumm lachen, wenn mein Rücken von der Feldarbeit nicht ohnehin schon krumm wäre!

(Disclaimer: Nein, „Naturell“ und „Anlage“ sind keine rechtsesoterischen Wörter, sondern das, was jeder überall rund um sich herum sehen kann: Bunte, unbestreitbare und wunderbare Individualität. Dass wir alle „gleich“ sind, ist ja in Wirklichkeit reiner Stuss, und das wisst Ihr auch. Wenn wirklich alle Menschen gleich wären, dann wäre die Welt ja ein Zombiefriedhof – was gäbe es Schrecklicheres? Ich liebe die Menschen, eben weil sie nicht gleich sind und ich würde nie jemanden, der die Anlage zum Musiker hat, zu einem Mechatroniker machen wollen. Das käme einer Vergewaltigung gleich. Auch Länder, Kulturen und Traditionen der Menschen sind natürlich nicht gleich, sondern kreuzverschieden. Das ist ja geradewegs der Reichtum unserer Erde. Und diese Vielfalt sollten wir schützen. Denn die neoliberalen Globalisten wollen uns alle mcdonaldisieren – man will uns alle in eine große Faschiermaschine werfen und zu Einheitskonsumenten machen, die dann jeden Dreck fressen, den man ihnen am Flachbildschirm vorhält. So werden wir nichts gewinnen, sondern alles verlieren werden, was uns als Individualitäten wertvoll macht.)

Schaut Euch nur Eure Nachbarn, die Franzosen an: Wie Ihr seht, sind die auch nicht gleich wie Ihr Deutschen. Die bleiben nicht daheim sitzen und gucken Tagesschau, während sie von den Politikern nach Strich und Faden verraten und verkauft werden, sondern die gehen auf die Straße. Warum? Weil sie schlichtweg ein anderes Naturell haben als Ihr. Die reagieren auf Ungerechtigkeiten eben traditionell revolutionär und gehen ins Handeln. Dass Ihr Deutschen daheim bleibt – obwohl Ihr angesichts Eurer Regierung, die Euch gerade kalt lächelnd das Fell über die Ohren zieht und ins offene Messer laufen lässt, sogar noch sehr viel mehr Grund zur Empörung hättet -, nein, das ist nicht bloß Feigheit oder Trägheit. Es liegt eben in Eurem Naturell, die Situation mehr denkerisch zu verarbeiten und daran zu glauben, dass es doch möglich sein sollte, die aus dem Ruder laufende Politik durch Vernunft zur Räson zu bringen anstatt mit Molotowcocktails. In Wirklichkeit ergänzen sich die unterschiedlichen Naturelle und Völker in wunderbarer Weise – dass die einen konstruktive Gedanken bilden, unterstützt die anderen, auf richtige Weise ins Handeln zu kommen und umgekehrt kann deren Aktivismus wieder die gesamteuropäische Situation verbessern und kommt denjenigen zugute, die mehr die philosophisch-gedankliche Grundlagenarbeit leisten. Wenn man uns aber alle „gleich“ macht, entwurzelt und verschippert, nimmt man uns unseren gesamten Saft und unsere Kraft. Wenn wir auf diese Gleichmacherei reinfallen, dann ist es um uns geschehen. Dann sind wir alle bald nur noch Matsch, formbare Knetmasse in der unbarmherzigen – pardon: unsichtbaren natürlich – Hand des Marktes. Ohne souveräne Staaten mit funktionierender Sozialpartnerschaft werden wir der Verwertungslogik des Neoliberalismus nichts entgegenzusetzen haben und allesamt im Katzenfutter landen.

Eure Zukunft ist grau, nicht bunt

Die Zukunft, die man Euch seitens von Thinktanks und Massenmedien als bunt und spaßig ausmalt, wird in keiner Weise bunt sein, sondern grau, bitte rafft das endlich … lest euch nur die Überschriften im „Business Case for Migration“  Dokument des World Economic Forums durch – dann werdet Ihr erkennen, dass es bei der Migrationsagenda aus Sicht der Wirtschafts- und Finanzmächte nicht die Bohne um Humanität geht, sondern schlicht um die gewinnbringende Nutzung von  Humanressourcen. Den ausgebeuteten Ländern, die Eurer Ansicht nach eh schon im Eimer sind, sollen jetzt also noch die verwertbaren Facharbeitskräfte und medizinisches Personal abgeschöpft werden, während in ihrer Heimat alte und kranke Menschen bei kaputten Wasserleitungen dahinsiechen müssen und alles zusammenbricht. Dass man Fluchtursachen durch einfache Maßnahmen und mitunter sogar ganz schnell beheben könnte, wird in Euren Businesspapieren mit keinem Wort angesprochen.

Glaubt ihr adipösen Säcke und Säck*Innen  wirklich, dass wir Füllmasse sind? So wie ihr es gewohnt seid, im Osten und Süden schwarzes Öl aus dem Boden zu saugen, wollt ihr nun verwertbare Menschenmasse absaugen?

Ihr wollt Eurer Bevölkerung allen Ernstes verkaufen, dass Ihr uns aus Gutmenschlichkeit aufnehmt? Wo bei Euch einzig und allein die Profitmaxime gilt und Ihr aus diesem Grund sogar Eure Brüder in Griechenland eiskalt vor die Hand gefahren habt, sodass die Menschen dort nun verrecken können? Rentner und Arbeitslose müssen bei Euch im Müll wühlen und nach Pfandflaschen suchen, 860.000 deutsche Staatsbürger wandeln obdachlos durch die Straßen. 4,4 Millionen Kinder leben im Land, in dem es sich angeblich Gut und Gerne lebt, in Armut. Aber für uns Neuankömmlinge macht ihr freigiebig Eure ansonsten geizig und austeritär gehüteten Haushaltsmilliarden locker?

Eure verzogenen Gören, die nach sechs Semestern Gender Studies in eurer vielgepriesenen freien Wirtschaft eigentlich zu nichts nütze sind und eigentlich selbst Therapie und Betreuung bräuchten – ja, die freuen sich natürlich darüber, dass hier nun Menschen ankommen, die noch weniger können als sie, die nicht mal das ABC können und die man beim Einkaufen begleiten muss. Na dann kostet es ruhig noch eine Weile aus, Euch toll dabei vorzukommen, wenn Ihr zum ersten Mal in Eurem Leben etwas Nützliches machen dürft, was Euch im Job ansonsten streng untersagt ist: Menschen zu helfen, anstatt sie durch legalisierte ökonomische Betrugsmodelle auszubeuten.

Trash Junkies und Trailer Park Boys

Wundert Euch aber bitte nicht, wenn Ihr selbst und Eure Kinder demnächst ebenso ausrangiert werdet wie der jüngst im Fernsehen gezeigte, fast blinde alte Mann, den man ohne Toilette, Wasser und Heizung in einem Campingwagen dahinvegetieren lässt (siehe ZDF: „Abgeschoben mit Hartz4“).

Aber Ihr bereitet Eure Kleinen ja bereits auf diese Zukunft vor. Von klein auf sitzen sie vor Trash-TV Serien wie „Trailer Park Boys“. Dabei können sie sehen, dass man auch in einem Wohnwagen in einem Trailer Park mit ein paar heruntergekommenen Kumpels voll Spaß haben und Dosenbier und Pornokacke schlürfen kann.

„Diese EU ist krank und stirbt!“, hat eine Eurer letzten aufrechten Bundestagsabgeordneten, die ihr nun ja auch erfolgreich weggemobbt habt, zuletzt im Plenum verkündet. Und Ihr Aasgeier wollt uns Migranten nun aus unserer Heimat weg- und in einen Kadaver hineinlocken, in dem auch wir dann demnächst mitverrotten sollen? Glaubt Ihr wirklich, wir sind dummes Vieh, das man über die Weltmeere und Wüsten verfrachten kann, um dann dort in einem neoliberalen Schlachthaus zu landen und uns zu Katzenfutter zu faschieren? Ich verspreche Euch: Da habt Ihr die Rechnung ohne uns gemacht. Wir werden den Spieß schneller umdrehen, als Ihr Euch das träumen lasst. Das Zerschnetzeln von Rinderhälften zu Katzenfutter beherrschen wir noch weitaus besser als Ihr.

„Wir brauchen jedes Jahr 400.000 Zuwanderer netto, um den Bedarf der Unternehmen zu decken“, fordert Detlef Scheele, Chef der deutschen Bundesagentur für Arbeit (Quelle: Welt). Verdammt noch mal, Ihr könnt euch selber was in den Arsch stecken – meinetwegen eines eurer 60 Geschlechter -, aber nicht uns. Wenn Ihr wirklich etwas für uns Süd- und Ostländer machen wollt, dann schützt uns um Gottes Willen vor dieser neoliberalen Migrationsagenda. Wir wollen Zukunft in unserer Heimat, die wir lieben. Wir wollen uns nicht bei Euch in einem neoliberal vergletscherten Assi-Land den Arsch abfrieren und als Humanressource in der Knochenmühle landen. Und Ihr könntet uns diese Zukunft in unser Heimat auch augenblicklich ermöglichen, wenn Ihr endlich Schluss macht mit dieser hintertriebenen transatlantischen Ausbeutungs- und Regime Change Politik. Wenn Ihr uns unter Vorspiegelung falscher Hoffnungen in diese Knochenmühle hineinlockt, dann kann ich Euch versprechen: Wir werden komplett durchdrehen.

Gebt uns bitte einen Grund, Respekt haben zu können – sonst ist Sendeschluss!

Neben Ärzten und Facharbeitern kommen leider auch jede Menge Kerle, die bei uns straffällig geworden sind, über deren Verschwinden wir hier eigentlich froh sind und die unsere Regierung auch gar nicht mehr zurückhaben will, da sie nichts als Probleme machen und unsere Gefängnisse ohnehin schon überfüllt sind. Macht meinetwegen was Ihr wollt, aber nur so nebenbei: Schon mal überlegt, was diese Jungs machen werden, wenn der Euro crasht und ihre Sozialhilfe nicht mehr ausbezahlt wird? Die haben nicht Die Wicherts von Nebenan geguckt so wie Ihr in Eurer Jugend, die sind mit harten Gangstarap-Beats und Gangbang-Sessions aufgewachsen, haben sich von klein auf in Slums auf der Straße durchbeißen müssen und wissen, wie man überlebt.

Nicht, dass es nicht möglich wäre, straffällig gewordene und verwahrloste Personen zu resozialisieren. Das ist theoretisch möglich. Aber dazu müssten diese Personen in eine menschlich intakte Umgebung gestellt werden, in der authentisch gelebte Werte und Ideale vorherrschen. Nachdem in einem Land, das sich der marktradikalen Ausbeutung und dem Geschäftsmodell „legalisierter Betrug“ verschrieben hat, davon kaum noch die Rede sein kann, ist eine Radikalisierung dieser Personen fast schon vorprogrammiert. Die Zustände, die dann bei Euch herrschen werden, wenn die nahkampferprobten Clanmitglieder Schluss mit Lustig machen, will ich Euch gar nicht ausmalen. Glaubt nicht, dass unsere Jungs nicht clever genug sind, zu durchschauen, was bei Euch läuft. Die haben das schon zwei Tage nach ihrer Ankunft heraußen. Sogar Menschen, die guten Willens waren, werden anfangen, Euch zu hassen, wenn Sie sehen, wie das, was sie bisher über Eure Kultur und Europa gelesen und gehört haben, nur noch eine Farce ist und Ihr meist nur noch ein Haufen dekadenter Hedonisten seid, die sich mit billigster Unterhaltung abfüttern lassen und sich bedusselt von einer Spaßpulle zur nächsten hanteln, während der Rest der Welt, der dringend Eurer Hilfe und Aufmerksamkeit bedürfte, vor die Hunde geht. Was spricht also dagegen, Euch einfach den Hals umzudrehen?

(Ich weiß natürlich, dass Ihr nicht alle dekadente Hedonisten seid, sondern dass sich viele Deutsche selbst im Existenzkampf um ihr Überleben befinden und trotzdem sehr feinsinnige, hilfsbereite und soziale Menschen sind. – Aber die schaffen es leider nicht in die Medien. Und meine Brüder informieren sich nun mal hauptsächlich über die Medien. In diesen Medien bekommen sie nur arrogante Wichtigtuer, selbstverliebte Hipster, dekadente Lemuren, metrosexuelle Swinger und Schrillkreischfurien im Gender Madstream zu sehen. Und jede Menge Gangstarap, den Eure Medien ja nun schon seit Jahren hypen. Nicht dass wir vor niemandem Respekt hätten. Wir sehnen uns sogar danach, vor Euch Respekt haben zu können. Aber gebt uns bitte einen Grund, das auch tun zu können!)

Dynamit

Aber vielleicht wisst Ihr Marionettenspieler das ja alles ohnehin ganz genau und wollt ganz gezielt die Scheiße hochkochen lassen, da Euch bei geordneten Verhältnissen niemand von den europäischen Bürgern – die Euch mittlerweile großteils durchschaut haben und hassen – mehr wählen würde und auch kaum noch ein Mensch, der ganz bei Trost ist, ein neoliberal-ausbeuterisches, auf den Ökozid und eine hirnlose (nukleare) Ost-West-Konfrontation zusteuerndes System stützen möchte, wie Ihr es im Auftrag der Finanzkonzerne und transatlantischen Thinktanks trotzdem krampfhaft aufrechtzuerhalten sucht. Jetzt wollt Ihr also mit uns Migranten kurz vorm Finanzkollaps nochmal Kasse machen und ein Strohfeuer anzünden, das den Zusammenbruch Eurer Wirtschaft noch ein paar Jährchen hinausschieben soll? Na dann macht nur weiter so und erntet, was Ihr gesät habt. Ihr werdet Euch noch wünschen, in Ogadougou oder am Nordpol geboren worden zu sein und nicht in dem Land, in dem Ihr jetzt noch glaubt, gut und gerne zu leben.

Für diese Leistung wollte man Ihnen, Frau Bundeskanzler, kurzzeitig mal den Nobelpreis verleihen? Verdammt noch mal, einen Eimer Gülle sollte man Ihnen überschütten und Sie dann auf den Mond schießen, wo Sie keinen Schaden mehr anrichten können. Mit dem „Business Case on Migration“ wollen Sie also noch ein letztes Mal politisches Kleingeld schlagen und Ihre Bürger, denen vor Empörung über Ihre Politik fast schon der Kragen platzt, ins Bockshorn jagen? Ja, ich muss zugeben: Mit welch perfider Raffinesse Sie und Ihre hochbezahlten Berater einen nicht unbeträchtlichen Teil der Bürger gängeln haben können, verdient schon höchsten Respekt. Wie Sie die letzten in Ihrem Land vorhanden Reste an Mitmenschlichkeit, sozialem und christlichem Selbstverständnis noch dazu missbrauchen, um vollkommener Ausbeutung und Verelendung den Weg zu bereiten, das ist schon ein meisterhaftes Husarenstück, für das Ihnen in einer marktkonformen Demokratie dann ja nun eigentlich doch der Nobelpreis zusteht – stellt die neoliberale Sprengladung, die Sie für Europa geschaffen haben, doch das von Alfred Nobel 1866 erfundene Dynamit weit in den Schatten.

VerHochachtungsvoll,

Mehmed Ogadougu

 

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Nachwort (an den gemeinen Bürger):

Es kann einem ja einmal passieren, dass man hereingelegt wird und einem ein Shitsandwich verkauft wird. Wenn man diesen Shitsandwich dann trotzdem zuende isst, obwohl bei jedem Zubeißen der Dünnpfiff links und rechts herausquillt und Auge, Nase, Gaumen und das ganze Innere gegen das Herunterschlucken rebellieren … nun ja, dann kann man dieses Verhalten eventuell noch einer altbackenen Erziehung zuschreiben, die einem geboten hat, alles brav aufzuessen, was einem vorgesetzt wird.

Wenn man dann aber nach heruntergewürgtem Shitsandwich wieder erneut zum Tresen geht und genau den gleichen Shitsandwich wieder bestellt … nun, das grenzt dann schon eher an Schizophrenie oder eine Borderline-Störung. Ihr habt nun viermal in Serie einen Shitsandwich bestellt, obwohl Ihr Euch schon mit Krämpfen am Boden gewunden habt und Euch beim Anblick des groß am Plakat prangenden Shitsandwich jedesmal das nackte Grauen aufgestiegen ist. Wer soll Euch jetzt noch retten? – Wir Facharbeitskräfte? Im Ernst?  

 

Herberts neuer Mercedes

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Mercedes AMG / pixabay / CC0

Vorgestern war ein Freund zu Besuch, er ist Unternehmer. Mit seinem neuen Wagen – natürlich wieder ein Mercedes. Sein alter, ein Diesel, wurde von der Vertragswerkstatt der Schrottpresse zugeführt: „Reparaturaufwand nicht mehr wirtschaftlich vertretbar“ (es lag kein Unfall vor, sondern nur diverse materialermüdete Teile, verrostete Bremsschläuche etc.). Der Wagen war 10 Jahre alt und ein E-Klasse Modell. Soviel zu „Nur ein Mercedes ist ein Mercedes“. Der neue Mercedes, ein 6-Zylinder Benziner, hat nun 340 PS, ein AMG Sportfahrwerk und eine Innenausstattung wie ein futuristisches Raumschiff. An den Fahrassistenten, der bei Betätigung des Blinkers selbständig überholt und an die interaktive Bluetooth-Quasselstrippe, die ihm während des Fahrens jeden Wunsch von den Lippen ablesen möchte, müsse sich unser Freund zwar noch gewöhnen, aber ansonsten komme er schon zurecht.

Seine Vertragswerkstatt hätte bei allen Händlern bis oben nach Stuttgart nachgefragt, aber es wäre derzeit leider kein Benziner mit kleinerem Motor verfügbar. Man müsse nehmen, was man kriegen könne. Der Umstand, dass unser Freund nun im städtischen Stauverkehr einen Rennboliden mit stark erhöhtem Spritverbrauch und Schadstoffausstoß steuern muss, dessen Ledersitzfarbe er sich nicht aussuchen konnte, wurde ihm von der Vertragswerkstatt durch einen kleinen Stammkundenrabatt versüßt: 25% Abschlag auf den Listenpreis gab es. Welche Summe er im Endeffekt trotzdem hinblättern musste, wollte Herbert sogar unter Freunden nicht sagen. Mit nach oben verdrehten Augen und einer abwinkenden Geste deutete er an, wie verrückt das Ganze eigentlich sei. Er hoffe jedenfalls, dass der neue Mercedes etwas länger halte als der letzte.

Herberts Hoffnung besteht durchaus zurecht. AMG-Motoren sind die leistungsstärksten, von Mercedes-Benz in Handarbeit zusammengebauten Triebwerke für den „high performance“-Motorsport. Jeder AMG-Motor wird von einem einzelnen, roboterassistierten Mechaniker nach dem Prinzip „ein Mann – ein Motor“ zusammengesetzt. Im letzten Arbeitsschritt wird am Motor eine Plakette mit der Unterschrift des Mechanikers angebracht. Deutsche Wertarbeit at its best.

Wie es jedenfalls scheint, sind Benziner im gehobenen Mittelklassesegment derzeit rar – während Diesel-Limousinen im Top-Zustand, die locker noch 10-15 Jahre fahren würden, gerade ohne Not en masse abgewrackt werden. Eine Schrotthändlerin aus München berichtet (Quelle: focus): Die durch Fahrverbote verunsicherten Diesel-Besitzer hätten Angst, dass sie einen noch größeren Wertverlust erleiden, wenn sie jetzt noch zuwarten. 150.000 Diesel wären aufgrund der Abwrackprämie bereits von der Straße geholt worden. Da die wenigsten der 150.000 Fahrer auf Fahrrad umsteigen werden, kann davon ausgegangen werden, dass nun 150.000 neue Wägen angeschafft werden. Da soll noch jemand sagen, dass die Wirtschaftspolitik unserer Regierung doof wäre.

 

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zum Weiterlesen:

Über Mercedes neue „Grow up“-Kampagne und Chomskys Dressur zu Habsucht, Passivität und Unterwerfung

Teil 1: Jetzt weiß ich endlich, was ein Hipster ist

Teil 2: MamaPapaBaby Hipster

Teil 3: Dem Hipster hängt der Zwickel tief

 

 

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