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Tod auf Impfraten – Der erweiterte Suizid der Impfluencer

Quark


(Bild: E-Gruppe Berlin)

Was wir derzeit erleben (siehe z.B. die Pressekonferenz zu jüngsten Obduktionen an Impfopfern) ist dermaßen surreal, dass viele nun mit ihrem Latein am Ende sind. Meine Arbeitshypothese: Die Medien und bisher etablierten Meinungsmacher / Influencer begehen nun erweiterten Suizid. Sie haben nicht das gemacht, was angestanden wäre: in sich zu gehen, die mittlerweile unerträgliche Heuchelei des von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichneten Systems, von dem man zu einem gewissen Grade selbst Teil ist, einzusehen und sich dann vollkommen neu zu gründen. Das schien zu mühsam. Stattdessen zelebriert diese Art von Journalismus nun eine Art erweiterten Selbstmord (intellektuell und in Konsequenz eventuell auch physisch bzw. auf Impfraten). In diesen fatalen Strudel sollen möglichst viele Menschen mit hineingezogen werden, da es am dunklen Meeresgrund ansonsten recht einsam wäre. Viele an sich nicht unbegabt erscheinende Influencer sind zu willfährigen Impfluenzern mutiert und verspielen damit den Rest ihrer Würde. Sie denken, mit „Augen zu und durch“ wird’s schon wieder werden. Frei nach Christoph Sieber („Na dann wear‘ ich sie halt, die fucking Mask!“), verkünden sie ihren Followern: „Na dann impf‘ ich ihn halt, den Scheiß!“.

Dabei realisieren Sie nicht, dass sich die Schlinge nur immer enger zuzieht. Denn vom milliardenschweren Geschäftsmodell mit neuen „Pandemie“-Impfungen und Booster-mRNA werden die konzernwirtschaftlichen Frankensteinstrukturen, die wir erschaffen haben, nicht aus freien Stücken ablassen. Der Knoten kann sich aber nur dann auflösen, wenn wir diese unsägliche Chose einerseits ganz klar demaskieren und von uns weisen – und andererseits ganz neue, menschengerechte Perspektiven fassen. Erst dann kann es sich auflösen! (bloßes Analysieren und Klagen ist zu wenig).

Wie auch immer, jeder darf nun frei entscheiden. Aber wir werden schon bald sehen: Der scheinbar leichtere Weg war der elende. Und der scheinbar schwierigere Weg des eigenständigen Positionierens gegen eine scheinbare Übermacht der herrschenden Meinung war der einzig Gangbare, auf dem man seine Würde (und seine Gesundheit) behalten konnte. Wobei man sich vor Augen halten darf, dass die Entscheidung, vor der jeder Einzelne nun steht, nicht nur eine weitere all der bisherigen, scheinbar relativ folgenlosen Entscheidungen ist, die in seinem Leben bisher getroffen hat. Es ist DIE Weggabelung schlechthin, vor der wir nun stehen. Man tut daher gut daran, sie nicht schnellfertig zu treffen. Es ist nichts weniger als die Entscheidung zwischen selbstbestimmter Individualität und einem Leben in zentralistischem Overkill, vor dem sogar Orwell gegraut hätte.

In jedem von uns findet jetzt ein gewaltiger Kampf statt. Happy End ist diesmal nicht garantiert. Denn wie bereits Goethe gewusst hat: „Sich von einem eigenen Irrtum loszumachen, ist schwer, oft unmöglich bei großem Geist und großen Talenten; wer aber einen fremden Irrtum aufnimmt und halsstarrig dabei verbleibt, zeigt von gar geringem Vermögen.“

 

 

 

2021: Aktion T4 4.0 (Der Influencer-Merkill)

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(Bilder: E-Gruppe Berlin)

#allesdichtmachen

Dass es in marktkonformer Maulkorbdemokratie „nur eine legitime Meinung“ gibt (Rezo), sollte mittlerweile jeder Bürger mit Internetanschluss wissen. „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“, dieses Gesetz des Schweigens (Omerta) bildet seit Generationen die Grundlage mafioser Strukturen. Wie konnten es nun also knapp über 50 Künstler wagen, die gute & gerne Omerta zu brechen? War ihnen nicht klar, dass sie dann die unbarmherzige Hand  des Paten bzw. der Patin ereilt (siehe gleichnamiges Buch der ehem. CDU-Beraterin Gertrud Höhler), vor der man bekanntlich an keinem Ort der Welt sicher ist?

Nun liegen sie allesamt auf der Streckbank der Inquisition, das glühende Eisen der Exkommunikation vor Augen, hinter sich einen geifernden Mob, der ihre Köpfe fordert. Über 20 der 50 Sektierer (von lat. secta – Abspaltung von der herrschenden Lehrmeinung) haben bereits abgeschworen. Einige halten trotz Brandblasen und klaffender Wunden noch durch, doch die geballte Macht eines rülpsenden Konsensmolochs (©W. Reiser) legt nun die Hände um ihren Hals und drückt erbarmungslos zu.

Die Schergen der heiligen Inquisition haben bei diesem unheiligen Treiben nicht allzuviel zu tun. Sie brauchen lediglich die Fackel an das Holz halten, das von tausenden dienstbaren Helfern herbeigeschafft wird. Wie schon im Mittelalter wird zur Verfolgung der Ketzer auch heute das gemeine Fußvolk eingespannt. Morddrohungen der guten & gernen Bürger, die keinesfalls „rechts“ sein wollen, ergehen nicht nur an die mutigen Schauspieler, sondern auch an deren Kinder.

Unterm Hund

Die südtäuschen Spiegelbildbürger sind außer sich vor Empörung. Was, da will uns jemand den Lockdown und unsere neue Staatsreligion (Corona) wegnehmen, in Namen derer wir gerade einen Kreuzzug gegen jegliche Vernunft und in die digitale Transformation unternehmen? Na dann Gnade ihnen Gott Mammon!

Noch vor einem Jahr haben wir uns unterm Hund gefühlt. Regisseur David Schalko sprach von „Perversion als letztem Ausdruck der inneren Verzweiflung“, die sich beim fernsehenden Kleinbürger breitmacht. Und dann kam Corona. Mit einem Schlag waren alle quälenden Fragen, die man sich als Mensch in dieser Zeit stellen muss, vom Tisch gewischt. Es gab jetzt nur noch ein Thema und eine Frage: Bist Du Corona-positiv oder negativ? Die Lämmer durften laut sein, aber das Gewissen konnte schweigen. Um ein guter Bürger zu sein, brauchte man fortan nur eines tun: Maske aufsetzen und die Maßnahmen einhalten. Alle sonstigen menschheitsbewegenden Fragen, die vor unserer Türe stehen und uns zu überollen drohen: weg. Welch Segen. Wie unendlich dankbar dürfen wir denjenigen sein, die uns diesen Einer-flog-über-das-Kuckucksnest-Schnitt verpasst haben.

Und jetzt bäumen sich da immer mehr Menschen auf, die diese Operation rückgängig machen wollen und wieder zu Vernunft und eigenständigem Denken anregen? Verdammt noch mal, Frieda, hol die Mistgabel aus dem Keller!

Um in einem Zustand blinder Raserei nicht versehentlich die Falschen aufzuspießen, gibt es neben den Leitmedien zum Glück auch viele rechtgläubige Influenzer mit jeweils Hunderttausendschaften an Followern (Mausbärlauch Böhmermann kommt mittlerweile allein auf Facebook auf über eine Million), die dem Lynchmob den Weg weisen. Selbst die gutesten und gernesten unter den Edelinfluencern zeigen Haltung und lassen keinen Zweifel offen, was von der #allesdichtmachen-Aktion zu halten ist. Den Vogel der Katzenschwanzlogik schießt wieder einmal Christoph Sieber ab. Als jemand, der immerzu mit mutiger Verve an seine Mitmenschen plädiert, nett und keinesfalls rechts zu sein, erlaubt er es sich natürlich nicht, sich in Hatespeech zu ergießen. Gesellschaftlichen Diskurs findet er erst mal gar nicht so schlecht. Um im nächsten Atemzug seinen Followern aber gleich einen unbeirrbaren Maßstab an die Hand zu geben, mit dem sie die #allesdichtmachen-Aktion beurteilen können: „Handle immer so, dass Hans-Georg Maaßen  [Anm.: der die Aktion gelobt habt]  es Scheiße findet.“

Ja wer will dieser erschlagenden Argumentation, bei der sich nicht nur die Katzen, sondern auch die Ratten in den Schwanz beißen können, noch etwas entgegensetzen? Innerhalb von Minuten nach diesem Post hagelte es Massen an Herzen und Schmachtsmileys, die digital-emotionale Währung des Social Media-Shitstorm-Zeitalters, in der Sieber fröhlich schwimmen kann wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher und keinen Pfifferling mehr darauf geben muss, was die restlichen 99,9% der Bürger von ihm denken. Auch dass laut Video-Bewertung auf Youtube nach 11,4 Mio. Aufrufen 96% der Deutschen die  #allesdichtmachen-Aktion gut fanden und nur knapp 4% mit Dislike reagierten: Wenn kümmert’s, wenn man in der guten & gernen Blase mit seinen Followern unter sich ist und sich gegenseitig unermüdlich auf die Schultern klopfen kann? Wo die Community den ein oder anderen, bei dem sich angesichts des immer hanbüchener werdenden Pandemie-Tagesschaugeschwurbels ein logischer Kurzschluss einstellt, sofort wieder aufrichtet und auf Linie bringt, wenn er mal kurz umfällt.

Follow the Merkill

Den Erfolg der derzeitigen Meinungsführer und angeblich kritischen Influenzer – all der Jokos, Lobos, Tilos, Rezos und Walulus – hat schon Aldous Huxley erklärt: „Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie jedoch wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.“ Das System dankt es den Tilos und überhäuft sie mit Medien- und Grimmepreisen, sogar mit dem Bundesverdienstkreuz (jüngst verliehen an Mailab) dafür, dass sie ganze Millionenschaften an Followern in seichten Gewässern in Strandnähe halten, während auf hoher See gerade der entscheidende Kampf um unsere Zukunft ausgefochten wird.

Doch wenn wir hier über Influenzer und Edeltrolle sprechen, dann nicht, um Zeit zu verschwenden. Denn keiner soll die Illusion hegen, dass diese von ihrer guten & gernen Haltung, mit der sie gerade vollen Rückenwind des Systems genießen, auch nur einen Millimeter abrücken werden. Wer die Filmaufnahmen zu den Bombenangriffen während des 2. Weltkriegs gesehen hat, weiß, dass es vergebliche Liebesmühe ist, auf den totalen Krieg eingeschworene Mitbürger aufwecken zu wollen. Die Bilder sprechen Bände: Deutsche Städte lagen bereits in Trümmern, aber man hatte irgendwie die Straßenbahn instandgesetzt und die Leute fuhren bis zuletzt weiter „in die Arbeit“ – es gibt Filmaufnahmen, wo die guten & gernen Bürger (denen es streng verboten war, „Feindsender“ zu hören) vor ihren ausgebrannten Ruinen auf die nächste Tram warten, adrett in Anzug und Arbeitsdress gekleidet, mit Aktenköfferchen in der Hand. Heute im Prinzip nichts anderes: Der marktkonforme Merkill findet statt, die Existenz der Bürger fällt absehbar in Trümmer. Und die Trümmerkinder der neuen SA rufen sogar: „Bomber Harris, do it again.“

Aktion T4 – 4.0

Ja, schon gut, ich reiß mich am Riemen. NS-Vergleiche gehen ja gerade sowas von gar nicht. Außer es geht um die Gefahr von Rechts, die bekanntlich an jeder Ecke und unter Großmütterchens Kopftuch lauert – weshalb die Polizei, unser Freund und Helfer mittlerweile auch unbarmherzig gegen greise Pensionistinnen vorgeht, den mit ihrem Hund gassi-gehenden Gefährderinnen die Hände in den Rücken dreht und sie unter Tränen aufgelöst erkennungsdienstlich „behandelt“.

Wer angesichts der Szenerie, die sich einem heute auf der Straße bzw. der Umnachtungsschau („Tagesschau“) bietet, NS-Vergleiche zieht, der ist wirklich von gestern. Der in Deutschland traditionell verwurzelte Drang nach Verfolgung und Säuberung (nicht erst seit der NS-Zeit, auch zur Zeit der Hexenverfolgung wurde es nirgends so exzessiv getrieben wie in Deutschland) hat schon längst das Next Level erreicht und die Ebene gewechselt. Während die Nazis mit Aktion T4 noch zum Ziel hatten, den Volkskörper von Behinderten zu „säubern“, so will sich die herrschende Intelligenzia in Deutschland heute derjenigen Menschen entledigen, die noch selbständig denken können. Mittlerweile werden alle medialen, legislativen und exekutiven Hebel in Bewegung gesetzt, um dieses Ziel voranzutreiben. Nicht wenige derjenigen kritischen Köpfe und alternativen Denker, die wir jetzt dringend bräuchten, um den Dingen eine Wende zu geben, sind bereits ins Ausland emigriert. Jeder darf sich ausrechnen, wohin diese wahnwitzige Agenda hierzulande führen wird. Wer „Idiocracy“ gesehen hat, mag eine vage Vorstellung davon haben – ein Film, der ebenso wie Orwells 1984 gerade mit Riesenschritten von der Realität eingeholt wird.

Wenn wir den Wahnsinn nicht stoppen, dann könnte die aktuelle Säuberung der Generation 4.0 weitaus lückenloser ausfallen als seinerzeit. Denn gegen die Überwachungstechnologie, Big Data-KI und Prozessor-Power, die den Betreibern des Great Reset heute zur Verfügung steht, wirken IBMs Hollerith-Maschinen, mit denen in der NS-Zeit der Holocaust organisiert wurde, vergleichsweise dilettantisch. Unlängst habe ich von der Tochter einer KZ-Überlebenden gehört, dass ihre Mutter mit einem aus einer Kartoffel geschnitzten, gefälschten Stempel eine Entlassungsurkunde angefertigt hat und auf diese Weise aus dem KZ entkommen ist. Das wird in Zeiten von 5G, Tracking-App und digitalem Impfpass vermutlich nicht mehr so leicht möglich sein.

Den inneren Tilo packen

Doch zurück zu den marktkonform-demokratischen Influenzern und ihren guten & gernen Followern: Bitte alle direkten Missionierungsversuche stoppen. Niemanden „aufwecken“ wollen, das stößt nur auf Widerstand. Besser seine Zeit und Ressourcen darin investieren, um selbst Lüge und Heuchelei abzustreifen und authentisch etwas zu entwickeln, was man dann in allen Worten und Handlungen wie von selbst verkörpert, ohne groß darüber reden zu müssen.

Und um diesen – nie endenden – Prozess zu bewältigen, ist eben auch der Blick nach außen auf Andere nützlich. Man soll ihn nicht vermeiden. Nochmals: nicht um an ihnen Kritik zu üben. Die werden zu Lebzeiten einen Teufel tun, ihre Haltung zu ändern. Zu wohlig bläht ihnen der Rückenwind des herrschenden Zeitgeists die Segel ihrer schnittigen Yacht, auf der hippe Parties steigen und ein lasziver Sound für Stimmung sorgt. Da nochmal umzudrehen und gegen den Wind zurück zu segeln, wo man es mit diesem öffentlich-rechtlichen Rückenwind doch schon so weit (bis kurz vor die Klippe der Niagara-Fälle) gebracht hat? So kurz vorm Endsieg des Guten & Gernen? Nie und nimmer!
Für wie dumm halten wir denn die grimmepreisgekrönten Kerlchen, die doch zur schlauesten Brut gehören, die unser Staatsschulsystem hervorgebracht hat und die gerade deswegen in pole position sitzen dürfen? – Und die uns von dort aus beibringen, wie man politisch korrekt kritisch sein darf, wenn man denn schon unbedingt kritisch sein möchte.

Doch was statt Ärger und fruchtloser Kritik immer fruchtbar ist: Das, was man beim Anderen als – zugegeben oft sehr raffinierte – Heuchelei erkannt hat, auch in sich selbst erkennen und eliminieren bzw. zurechtrücken. Denn wenn man ehrlich ist, findet man all diese Attitüden zumindest als Anlage auch in sich selbst. Man kann denen, über die man sich zunächst ärgert, also auch dankbar sein, dass sie so ein plakatives Anschauungsbeispiel geben. Jeder hat z.B. einen inneren Tilo in sich, der am Catwalk glänzen und abgefeiert werden möchte, ohne dass es ihn etwas kostet. Der superfeige superkeck rüberkommen möchte, auf clever macht und überlegen lächelt, während er nicht merkt, wie er sich von dem, was er eigentlich im Leben machen könnte und sollte, immer weiter entfernt und stattdessen einen Bärendienst leistet. Wer diesen inneren Knülch am Schlawittchen packt und trockenlegt, der hat wirklich einen Fortschritt geleistet. Er wird dies bei aller Mühsal auch unmittelbar als Zuwachs an Frische und Aufrichtekraft spüren. Doch man wird gehörig ins Schwitzen kommen. Der Aal wird sich nicht ohne weiteres an Land ziehen lassen, sondern alle verfügbare Kraft aufwenden, um durch die Hände zu gleiten und sich weiter im Schlamm zu suhlen. Noch schwieriger zu fangen sind Welse. Sie grundeln tief unten am Boden und richten im Teich oft gewaltigen Schaden an. Ein ausgewachsener Wels kann pro Tag so viele andere Fische fressen, wie in einen Wäschekorb passen. Doch hat man die Räuber einmal am Haken, dann kann sich die andere Fischpopulation wieder erholen.

 


P.S.: Die derzeitige Kontroverse um den Rückzug von mittlerweile 22 von 54 Künstlern der #allesdichtmachen-Kampagne darf man ruhig mit etwas Milde betrachten. Es gibt wohl nur wenige Menschen, die es aushalten, von der massenmedialen Stalinorgel ins Fadenkreuz genommen zu werden. Noch dazu in jenem Land, in dem laut Michail Gorbatschow die „die bösartigste Presse überhaupt“ waltet. Dass sich Personen aus dem Showbusiness, wo man es gewohnt ist, den Applaus und die Sympathie des Publikums zu genießen, entgegen dem herrschenden Zeitgeist aufrichten, in einer Zeit, deren signifikantestes Charakteristikum laut Byung-Chul Han der Shitstorm ist, ist eigentlich schon ein herkulischer Akt, der großen Respekt verdient. Sogar die Tempelritter, die noch aus anderem Holz geschnitzt waren, sind auf dem Folterbett schließlich eingeknickt und haben den Inquisitoren von König Phillip dem Schönen die schändlichsten Unterstellungen über ihren Orden unterschrieben, als man sie – wie in historischen Protokollen einsehbar –  „ad ossum“ (lat.: bis an die Knochen) bearbeitete.

Der Abend, an dem sie sozialen Netzwerke mit ihren erfrischenden, niveauvollen und Hoffnung auf ein Wiedererstehen der Vernunft machenden Botschaften geflutet haben, wird uns in Erinnerung bleiben und kann ebenso wie die Videos selbst nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Es war ein Aufbäumen des gesunden Menschenverstandes inmitten eines Treibsandes der Unvernunft, ein farbenfrohes Feuerwerk in einer Zeit der kollektiven Umnachtung.

Und wie die Beteiligten von #allesdichtmachen in einer jüngsten Stellungnahme auf ihrer Website schreiben:

„Wenn Videos von dieser Seite verschwinden, dann heißt das nicht zwingend, dass die jeweiligen Leute sich distanzieren. Es kann genausogut bedeuten, dass jemand sich einfach nicht in der Lage sieht, diesen Shitstorm auszuhalten, oder seine Familie schützen will.“

(siehe auch die Stellungnahme des Regisseurs Dietrich Brueggemann zum aktuell waltenden „Lynchmob“)

Selbst wenn einzelne Schauspieler nun schmählich Abbitte leisten und wieder zurück auf diejenige Bühne des Showbiz gehen, auf der Schein mehr Buchstaben hat als Sein und die nächste Staffel zu „Lady Chatterly’s lovers im lockdown“ abdrehen: Aus der Perspektive des Jenseits wird diese einzelne Aktion, zu der sie sich in der Zeit des Lockdown entgegen allem herrschenden Wind, aus Liebe zu Mitmensch, Vernunft und Zukunft aufgerafft haben, mehr wiegen als alle goldenen Romys, Emmys und RTL-Preise zusammen, die sie zu Lebzeiten eingeheimst haben.

Und selbst wenn es ihnen alles andere kosten sollte, war es das wert und rettet womöglich ihr Herz (das in Darstellungen in ägyptischen Tempeln bekanntlich auf eine Waage gelegt und mit einer Feder aufgewogen wird. Ist das Herz aufgrund angesammelter Bindungen aus dem absolvierten Leben so schwer, dass es mehr Gewicht auf die Waage bringt als die Feder, dann kippt die Waagschale nach unten, wo das Krokodil „Sobek“ lauert und es auffrisst. Erweist es sich als leicht wie eine Feder, darf es in die höheren Sphären aufsteigen).

Werde bei Gelegenheit ein Foto dieser Szenerie, der man heute immer noch in fast allen ägyptischen Ruinen begegnet, von meiner letzten Ägyptenreise nachreichen. Bin jetzt um 01:42 Uhr jedoch schon zu müde, um noch meine Festplatten zu durchwühlen. Es hat jedoch in einer Zeit, in der wir alles fertig vorgesetzt bekommen, auch etwas für sich, so ein Bild zunächst einmal selbst in der Phantasie vor sich entstehen zu lassen.

In diesem Sinne: Good night. And good luck!

Glaubt nicht den silbernen Aluhüten, sondern den schwarzen Quadratdeckelhüten!

Rainer Mausfeld hat darüber gesprochen, dass die Eliten bzw. deren Thinktanks zu unserer Steuerung Parameter evaluieren, von denen wir keine Ahnung hätten. Offensichtlich haben die Wissenschaftsbüttel evidenzbasiert festgestellt, dass der Apathiefaktor im fernsehenden Volk mittlerweile derart gewaltig ist, dass Politik praktisch mit jedem Wahnsinn durchkommt. Auch wissen die Oberen wohl Bescheid, dass wir zu keiner Solidarität mehr fähig und daher politisch marginalisiert und handlungsunfähig sind. Ich möchte nicht wissen, bei wieviel % von uns allein beim Anblick dieses Bildes von Ken Jebsen sofort der innere Tilo aufsteigt und es nicht ertragen kann, dass da noch jemand ist, der außer einem selbst Durchblick hat. Und er wird gute & gerne Gründe vorbringen, warum er Ken Jebsen „nicht mag“ und warum das „schon mal gar nicht geht“.

Nee ja, das geht gar nicht, dass da jemand radikal der Wahrheit bzw. der Lüge ins Auge blickt. Die von der südtäuschen Spiegelbildpresse ausgegebene Losung lautet: Wir dürfen jetzt keinesfalls Verschwörungstheorien glauben, sondern müssen die Dinge streng wissenschaftlich vernünftelnd und evidenzbasiert angehen, also die besseren Drostens, Spahns und Merkels sein – ein noch guteres & gerneres „Lager der Vernunft“ (Söder) darstellen. Nicht den silbernen Aluhüten glauben, sondern den schwarzen Quadratdeckelhüten. In besagten Thinktanks lacht man sich über uns prechtige Staatsbürger zwar gerade krumm, aber wer hat gesagt, dass nackter Wahnsinn nicht auch lustig sein darf?
P.S.: Damit mich niemand falsch versteht: Natürlich dürfen wir uns die „Vernunft“ nicht nehmen lassen. Wenn wir das zulassen, sind wir verloren. Es ist dabei nur so wie mit fast allen anderen hehren Begriffen wie Demokratie, Menschenrechte etc., von denen Frank Schirrmacher bereits gesagt hat, dass sie „mit Null multipliziert“ und „der Menschheit geraubt“ wurden. Wir müssen sie uns erst mühsam wieder erringen. Aber wenn wir das tun, dann wird es nachhaltig sein. Denn es gibt nun keine andere Möglichkeit, als sich diese Inhalte wirklich im individuellen Alleingang zu erringen. Alle kollektivistischen Ansätze, an die man sich bisher dranhängen konnte, versagen radikal. Doch nicht nur Parteien, Verbände, Kirchen etc. sind mittlerweile auf Ramschstatus und erweisen sich für eine weitere Entwicklung als vollkommen unbrauchbar. Auch die vielen Ikonen, die wir bewundert haben und die uns bislang immer glänzend unterhalten und uns sogar zu Tränen gerührt haben: all die Promis, Comedians, Altrocker, Rapper, Schauspieler, Intellektuellen, Talkmaster, Philosophen und gut gefönten Influenzer erweisen sich nun als Pappkameraden, die uns achselzuckend lächelnd ins Messer bzw. in die Impfkatastrophe laufen lassen.
Doch auch wenn der Preis für diesen Schlaf der Vernunft gewaltig sein wird: Vielleicht können wir diesen Promis und Influenzern auch dankbar sein. Mit ihrem Versagen nehmen sie uns den letzten Notnagel weg, an den wir uns hängen wollten. Wir sind nun gezwungen, wirklich selbstständig und ganz neu zu denken. Und auch wenn es vergleichsweise Minderheit ist: Nicht wenige Menschen, die sonst auf der Netflixcouch weitergschlummert hätten, tun das nun. Und wollen keinesfalls mehr zurück in die vermeintlich bequeme Narkose des südtäuschen Spiegelbildbürgers. Denn wer einmal die Freiheit wirklichen Denkens – also des Denkens selbst gewählter Gedanken anstelle des Junksciencebreis, der uns täglich über alle Kanäle gefüttert wird – geschmeckt hat, der wird selbst inmitten aller Tragik, die nun auf uns zukommt – und das soll weder sarkastisch noch überheblich gemeint sein – gleichzeitig auch eine seltsame Freude und Zufriedenheit verspüren, die allen, die sich entscheiden, an der ÖR-Infusionsnadel hängen zu bleiben, versagt ist. Einfach aus dem Grunde, der uns in Schule und Uni und sonstiger Erziehung verschwiegen wird: Das Bewegen sinnvoller, substanzieller Gedanken gibt Zufriedenheit, gibt Sammlung. Während es im Gegenteil zu quälender Unzufriedenheit und Zersetzung führt, wenn man sich lediglich unlogischen, heuchlerischen und (wenn auch noch so raffiniert) gelogenen Gedanken hingibt – also derjenigen Kost, die uns derzeit auf allen Kanälen serviert wird. Es wird mit solcher Kost auch nicht möglich sein, gesund zu bleiben. Insofern haben alle, die sich der Lüge untergeordnet haben, um ihren „Job“ oder ihre „Reputation“ zu behalten, und die jetzt noch scheinbar fein raus sind und den vollen Rückenwind eines Systems genießen, das Jean Ziegler als kannibalisch bezeichnet hat, die falsche Entscheidung getroffen.
Und alle, die jetzt noch ein hartes Brot haben und schier zur Verzweiflung getrieben werden, aber das gute & gerne Arsensouffle, das ihnen täglich mundgerecht serviert wurde, dankend abgelehnt und an die marktkonforme Küche zurückgeschickt haben, haben womöglich ihre Gesundheit gerettet – mit Sicherheit aber das Wertvollste, was sie als Menschen besitzen: Ihre Würde.

Wahnsinn, der nackte – Und wie wir ihn sprengen

Wahnsinn, der nackte - Und wie wir ihn sprengen

Schaumparty ade

Ja, ich weiß: an sich wären das ja alles nette und talentierte Jungens und Mädels, die da als Influencer derzeit die Meinung machen. Und wenn sie weiterhin ihre Sitcom- und Promotion-Videos gemacht hätten, wäre das auch alles OK gewesen und hätte zur allgemeinen Erheiterung beigetragen. Mit der politischen Agenda, für die sie sich nun einspannen haben lassen – natürlich mit guten & gernen Gründen –,  haben sich sich allerdings auf ein Feld begeben, in dem sie absolut zerstörerisch wirken. Auch wenn sie inmitten des Geld-, Werbeverträge- und Bundesverdienstkreuz-Regens, mit dem sie überschüttet werden, noch weit davon entfernt sind, das zu realisieren. Dass sie auf höchst effektive Weise mitgeholfen haben, diejenigen unabhängigen und rückgratstarken Wissenschaftler und Epidemiologen von der öffentlichen Bühne wegzumobben, die mit fast allen ihren Aussagen Recht behalten haben, wurde vom System der herrschenden Lehre natürlich großzügig honoriert. Das lustige Treiben hatte nur zur Folge, dass die kollektive Atmosphäre nun von einem erstickenden Gespinst der Lüge und des reinen Wahnsinns dominiert wird, das uns immer mehr in Richtung – auch physischer – Erstickung treibt. Die Worte des Dissidenten Juri Galanskow: „In eurer Hölle kann ich nicht atmen“ sind in dieser zur Normalität erklärten Atmosphäre aktuell wie nie zuvor.

Was die Influencer in ihren virtuellen Sandkisten vor Millionenpublikum tun, tun sie nicht einmal mit böser Absicht. Sie produzieren einfach diejenigen Inhalte, mit denen sie selbst von Kindesbeinen an über alle medialen Kanäle abgefüllt wurden, wieder nach außen, teilweise auf durchaus kreative Weise. Doch während sie selbst fein raus sind, geht fast eine ganze Generation, die sich von ihrem Programm das Hirn verkleistern lässt, einem grausamen Schicksal entgegen. Die Kiddies, die bei McMedia Rezofritten futtern und Mailablimo schlürfen, werden allein im Regen stehen. Denn keine Krankenversicherung wird ihnen helfen können, die virtuelle Leberverfettung, Rachitis, Digitalitis, ADHS, MCS, Allergien, Immunschwächen, die Coronaspikethrombosen und den geistigen Durchfall zu kurieren, die sie plagen werden.

Deutsche Würstchen mit Heinz-Ketchup bzw. Joko & Klaas Sauce?

Viele meinen ja, dass der Irrsinn, der sich derzeit in Deutschland abspielt, relativ unbedeutend sei, da die Welt groß und das Land, in dem viele immer noch gut & gerne leben, klein sei. Warum sollten wir kleine Würstchen also auf die Straße gehen, was sollen wir hier schon ausrichten, hört man allen Ernstes von hochgebildeten Menschen. Besser also chipsfutternd zuhause am Netflix-Sofa sitzen bleiben und „Held sein“, so wie das die Werbeagentur von Joko & Klaas den Nachfolgern der Dichter und Denker im Auftrag der Bundesregierung mit Millionenaufwand nahegelegt hat?

Doch warum sollte der globale Wahnsinn nicht auch im dem Land beendet werden, von dem er ausgegangen ist? Immer noch ist den wenigsten bewusst, dass dieser Wahnsinn, der nun die ganze Zivilisation wie in einem Flächenbrand dahinzuraffen droht, nur auf einem nicht-validierten Test beruht, der nicht zwischen gesund und krank unterscheiden kann und gewissermaßen Mondzahlen produziert und der von einem Wissenschaftler desjenigen Landes designt wurde, das gelobt hat, dass von seinem Boden nie wieder Gewalt ausgehen solle. Laut jüngster Statistik werden aufgrund dieses Tests bzw. der auf ihn bezogenen Lockdown-Maßnahmen 1,5 Milliarden Menschen, das ist die Hälfte der gesamten erwerbstätigen Weltbevölkerung, ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt. Schon jetzt sterben laut Studien von Oxfam & Co. lockdownbedingt pro Tag 12.000 Menschen zusätzlich, ein großer Teil davon Kinder. Mit anderen Worten: Auf uns kommt eine Dimension der Verelendung mit Hunger, Tod, Krankheit, Verslummung und Überlebenskämpfen zu, wie wir sie bisher noch nicht erlebt haben (siehe auch Prof. Kreiß über den derzeit stattfindenden „Lockdown-Genozid“). Aufgrund der Maßnahmen gegen einen respiratorischen Virus, dessen Mortalität laut WHO-Statistik sich nicht wesentlich von der Grippe unterscheidet, welche im Gegenzug nach tausenden Jahren Menschheitsgeschichte nun angeblich „weg“ sein soll. Sind wir komplett wahnsinnig geworden?

Den Lauterbach-Rotlauf downchillen

Natürlich ist das erbärmliche Spiel einer Handvoll Regierungssprecher und Regierungs-Wirrologen, das uns täglich über alle medialen Kanäle bis zum Erbechen in den Lauterbach präsentiert wird, nicht nur ein speziell deutsches Drama. Es wiederholt sich bis in die hinterste Bananenrepublik, die ihre Buschhütten mit Volksempfängern ausgestattet hat. Die politischen und „wissenschaftlichen“ Akteure, die für diese Shitshow täglich vor die Kamera treten müssen, wirken angesichts der täglich zelebrierten Lüge bereits wie giftgrün und mit aufgelöstem Rückgrat, umgeben vom Flair aufgedunsener, nur notdürftig geschminkter Wasserleichen.

Ja, Deutschland ist nur ein vergleichsweise kleines Land. Doch wenn Deutschland absäuft, fällt auch Europa. Und wenn Europa fällt, war’s das vorerst mal mit Zivilisation. Dann kommt eine Barbarei, von der sich derzeit niemand auch nur eine Vorstellung machen kann und die genau das Gegenbild von der Schaumparty à la Rezo & die Superyoutuber ist, mit der derzeit eine ganze Generation abgefüllt und banana gehalten wird.

Und hört bitte endlich auf, von der „Gefährdung von Grundrechten“ zu sprechen. Was jucken jemanden, den der Rotlauf gepackt hat und der unterm Lauterbachtisch zittert, Grundrechte, wenn er glaubt, um sein Leben und das seiner Liebsten bangen zu müssen? Selbst wenn es nur ein einziges Leben wäre, das durch Covid vorzeitig beendet wird, würde das einen nun über ein Jahr lang in viertelstündlichem Takt massenmedial indoktrinierten Zeitgenossen zum Ausrasten bringen, wenn man ihm da mit Angst um Bürgerrechte und dergleichen käme. Er würde ungesehen alle Bürgerrechte dieser Welt verbrennen lassen, wenn er damit nur ein einziges Menschenleben retten könnte.

Nein, wenn wir den gegenwärtigen Wahnsinn sprengen wollen, dann müssen wir Tod mit Tod und Krankheit mit Krankheit aufwiegen, ganz so wie es auch Prof. Kreiß macht. Denn jeder Mensch, der der Grundrechnungsarten mächtig ist und sich diese Bilanz unterm Strich vor Augen hält, muss bleich werden … und dann zu einem nassen Lappen greifen, um diese heuchlerische Entourage rund um Merkel, Spahn, Drosten und Wieler so schnell wie möglich von der Bühne zu fegen.

P.S.: Auch wenn diese Anlage mitunter schamlos missbraucht wird: Aber die Deutschen besitzen eine nicht zu unterschätzende Anlage zum Altruismus, über den man sich im Ausland vielerorts wundert. Sie haben in den letzten Jahren unter Beweis gestellt, dass sie bereit sind, ihren eigenen Wohlstand zu opfern, um Menschen aus dem Rest der Welt zu helfen. Wenn man ihnen nun vor Augen hält, in welche biblische Katastrophe dieser Rest der Welt durch die Corona-Politik gerade getrieben wird, dann kann man darauf zählen, dass das den Einzelnen aus seinem durch massenmediales Dauerspinnweben erzeugten Kokon befreit und wieder zurück in die Realität holt.

Falls das nicht klappt und die massenmediale Suggestion stärker ist, kann man beruhigt sein. Auch diejenigen guten & gernen Spiegelbildbürger, die jetzt noch über die Anti-Lockdown und Anti-Impf-Demos die Nase rümpfen, werden dann bald auf der Straße sein – zwar nicht freiwillig und nicht mehr zu einer Zeit, in der dies sonderlich fruchtbar sein wird, aber eben dort, wo jetzt bereits diejenigen Mitbürger stehen, die sie derzeit noch hassen. Ihnen werden dann, ebenso wie den strom- und daher followerlosen Influencern, die Worte von Malcolm X aufgehen:

„Wenn Du nicht aufpasst, werden die Zeitungen dich dazu bringen, diejenigen zu hassen, die unterdrückt werden und diejenigen zu lieben, die unterdrücken.“

Gleichzeitig gilt es, Perspektiven zu entwickeln, die die Zugkraft haben, die politischen, wirtschaftlichen und medialen Strukturen, die in Wirklichkeit schon in den Jahren vor Corona morsch und für jeden noch einigermaßen empfindsamen Menschen weitgehend unerträglich waren, hinter uns zu lassen. Es ist nicht leicht, die Kraft für solche Gedanken aufzubringen, wenn man zusehen muss, wie rund um einen herum alles zusammenbricht und man acht geben muss, dass einen die zusammenstürzenden Neubautrümmer nicht treffen, aber es ist derzeit wohl nichts notwendiger als das. Sich dabei von der täglich auf uns hereinprasselnden Flut an Nachrichten von der Front des Wahnsinns zu sehr ablenken zu lassen, ist ebenfalls eine Falle, in die wir nicht tappen sollten. Nicht die Augen verschließen, sich aber auch nicht verschlingen lassen, denn die Zermürbungstaktik ist Teil der (zwischenzeitlich offen einsehbaren) Regierungsstrategiepapiere. Der Tag ist mit 24 Stunden lang genug, dass man neben Schlaf und Broterwerb zumindest eine halbe Stunde ganz bewusst mit irgendetwas Erbaulichem verbringt, eine Kunst betreibt, ein gutes Buch liest, die Frühlingsblumen bewundert etc. Einen solchen Gegengewichts-Raum herzustellen ist sogar regelrecht überlebensnotwendig, wenn wir den Irrsinn, für den wir dieses Jahr durchaus noch ein bisschen Puste einkalkulieren müssen, bevor er sich in sich selbst vernichten wird, gesund überstehen wollen.


 

P.P.S. (c&p zu einem Leserkommentar, dass von Altruismus hierzulande doch wenig zu sehen sei):

@“Altruismus“ – ich glaube, ich sollte wieder dazu übergehen, Ironie in meinen Texten eindeutig als solche zu kennzeichnen. Natürlich ist von Altruismus in unserer marktkonformen Xhamster-Fastfooddemokratie nicht mehr allzuviel zu sehen.

Aber unabhängig von meinem eher sarkastisch angesprochenen Altruismus: Als Potential existiert er dennoch, ebenso wie das Werk von Goethe & Co. noch existiert, wenn auch bereits weit in die Stratosphäre gerückt und uns demnächst entgleitend, wenn wir es nicht am letzten Luftballonfaden, der gerade aufsteigt, ergreifen. Und dieser Altruismus bzw. europäische Idealismus wäre eigentlich ein großer Rettungsanker, der unserer Gesellschaft wieder Sinn geben könnte.

Zu Veränderung und Wahrheit bzw. Lüge: Volle Zustimmung – nur das Aufraffen zu Wahrheit wird uns aus dem Würgegriff der Anakonda herausführen. Ebenso wie jedes Akzeptieren der Lüge unsere Zivilisation umso schneller Richtung Abgrund führen wird.

 

Bild: Jacques Prilleau

Jetzt ist es also raus: Ken Jebsen ist Jude – Die Hetzjagd 4.0 in Dunkeldeutschland kann beginnen

Jetzt ist es also raus: Ken Jebsen ist Jude – Die Hetzjagd 4.0 in Dunkeldeutschland kann beginnen

Nach einem mehrstündigen Telefonat mit Ken Jebsen, das ihm die Tränen in die Augen getrieben hat, lässt Rüdiger Lenz nun die Bombe platzen: Ken Jebsen ist – und das nicht nur im metaphorischen Sinne, sondern wirklich aufgrund seines Blutes und seines Erbguts – Jude. Demnach enstammt Jebsen einer jüdischen Gemeinde durch seinen Großvater mütterlicherseits, deren spezieller, weltweit verfolgter jüdischer Stamm heute nur noch in Haifa lebt. Damit ist es also raus. Man braucht sich nicht mehr länger darüber zu wundern, warum dieser Mann in einem vor antisemitischer und rechter Gesinnung angeblich nur so strotzenden, ehemaligen Land der Dichter und Denker dermaßen verachtet und hasserfüllt bekämpft wird.

In Nazi-Deutschland wurde Jagd auf Behinderte als „unwertes Leben“ gemacht. Im heutigen (Merkel-) Deutschland wird Jagd auf alle diejenigen gemacht, die selbständig denken können. So wie auf den gerade von Youtube gelöschten Ken Jebsen. Der gute & gerne Bürger in marktkonformer Demokratie nimmt dies achselzuckend hin. Im besten Falle. Denn nicht wenige tagesschauguckende Spiegelbildbürger nehmen es mit Genugtuung und Schadenfreude zur Kenntnis, dass da diejenigen Störenfriede, die Ihnen das chipsfutternde Heldendasein am Netflixsofa madig machen wollen, endlich mundtot gemacht werden. Vor allem die Stammleser und -seher von Südtäuscher Zeitung, Relotius-Narrenspiegel und Umnachtungsschau („Tagesschau“) sind sattsam zufrieden. Sie können nun endlich wieder Qualitätsjournalismus konsumieren, ohne dass kognitive Dissonanzen aufsteigen.

Doch während beim kleinen Mann / der kleinen Frau am Sofa inmitten aller massenmedialen Umnachtung zumindest ein mulmiges Gefühl in der Magengrube zurückbleibt, leise ahnend, dass die derzeitige Welle der Zensur und Repression womöglich nur der Auftakt war, um auch ihnen selbst und ihren Kindern demnächst das Fell über die Ohren zu ziehen (siehe „Letzte Worte eines blutenden Hasen im Rinnsal: „Will auch gut und gerne lebähn!“), so wird der Triumph der guten & gernen Zensur andernorts offen begrüßt und akademisch unterfüttert. Diejenigen Akademiker und Experten, die Noam Chomsky als “Wachhunde der Machtelite” beschrieben hat, können nun unter Beweis stellen, dass die Drittmittel und üppigen Gehälter, von denen sie gut & gerne leben, sich ein schmuckes Häuschen mit SUV und ihren Töchtern ein Pferd ermöglichen, nicht fehlinvestiert sind. Sollten sie sich nun etwa als undankbar erweisen und das Scheitholzschlichten, das von ihnen erwartet wird, verweigern?

Als “überfälligen Schritt” bezeichnet  etwa der Kommunikationswissenschaftler und Soziologe Patrick Stegemann in Deutschlandfunk Kultur die Sperrung von KenFM. Eine inhaltliche Rechtfertigung für diese Ansicht bleibt er schuldig. Dass Jebsen ein „Verschwörungserzähler“ sei, genügt. Die Meinungsfreiheit sieht Stegemann durch die aktuelle Zensur nicht gefährdet. Denn jeder könne weiterhin seine Meinung äußern, sie werde im Falle von Jebsen eben nur nicht mehr „verstärkt“. Doch Stegemann wittert weiter Gefahr und moniert, dass „all diese Menschen auf anderen Plattformen wie zum Beispiel Telegram weiter vollkommen unbehelligt kommunizieren können“. Ja, da muss man doch schleunigst etwas gegen unternehmen, oder? Die marktkonforme Demokratie ist in Gefahr.

Doch nicht nur die gut bezahlten Statthalter unserer marktkonformen Provinz laufen nun zu ihrer Hochform auf. Auch eine mittlerweile unüberschaubare Menge an Künstlern, Satirikern, selbsternannten Intellektuellen und Influenzern überbietet sich gerade im Einklopfen von Sargnägeln auf die Kiste, in die wir alle gelegt wurden. Mit frenetischem Grinsen und leuchtenden, fast aus ihren Höhlen tretenden Augen blasen all die Extra3-Typen vom Schlage eines Christian Ehring, die mittlerweile fast zu wandelnden Abbildern ihres giftgrün-schleimtriefenden Extra3-Logos mutiert sind, zum Halali der fröhlichen Hetzjagd auf Andersdenkende. Orwells Hasstage sind eröffnet, die “Schwurbler”, “Aluhüte”, “Verschwörungsthoretiker” ebenso wie “Impfgegner und sonstige Spacken” (Rezo) für vogelfrei erklärt. Der gute & gerne Bürger, der ihnen auf offener Straße oder in den virtuellen Saloons begegnet, darf sie wie anno dazumal ungestraft niederzwingen, um sie mit einer Zahnbürste den Asphalt schrubben zu lassen – unter Hohngelächter und den anfeuernden Rufen der aufgeklärten, fortschrittsfreudigen Mitbürger.

Tja, haben wir allen Ernstes gedacht, dass die Masse dann, wenn es drauf ankommt, anders reagieren wird als anno dazumal, nur weil wir heute Smartphones in den Händen halten statt einem klobigen, kabelgebundenen Volksempfänger? Jetzt, in einer Zeit, in der in Deutschland wieder stacheldrahtbewehrte Internierungslager für Regelbrecher errichtet werden? Doch keine Sorge, die Lager werden wie schon dazumal – nach rein evidenzbasierten Kriterien geführt werden, von Ärzten und Experten, die höchste akademische Ausbildung genossen haben und sich nur der strengen Wissenschaft verpflichtet fühlen.

Ich weiß schon, NS-Vergleiche im „besten Deutschland, das wir je hatten“ sind ja sowas von ja lol ey. Nazi-Vergleiche in einem Land anzustellen, in dem es einerseits vor Nazis und Dunkeldeutschen angeblich nur so wimmelt und wo jeder Tierschützer und Friedensaktivist umgehend das Etikett „Nazi“ an die Stirn geklebt bekommt (ja was denn jetzt: alles nazi oder alles gut & gerne im Schlamerkelland?) … also wirklich, der befördert sich ja selbst ins Abseits. Überzeugte Leser der deutschen Qualitätsmedien – laut Michail Gorbatschow immerhin „die bösartigste Presse überhaupt“ – werden daher auch den Vergleich von Rüdiger Lenz im Artikel „Jagt den Juden Ken Jebsen!“ als übertrieben ansehen. Doch der Autor hält seine Schilderung  der gezielten sozialen und wirtschaftlichen Vernichtung von Ken Jebsen noch für untertrieben und meint, vieles ausgelassen zu haben, was sich momentan abspielt. Dass es dabei auch „Verrat aus den eigenen Reihen“ gab, braucht nicht weiter zu interessieren. Dass Weggefährten zu Verrätern werden, war in der Geschichte schon immer so. Viel interessanter ist vielleicht, wie viele Außenstehende, denen Ken Jebsen nichts getan hat und für deren Grundrechte, Kinder und Zukunft er sogar streitet, ihm ohne Not in den Rücken gefallen sind. All die jungen & naiven ebenso wie die alten & leschen Influenzer und Spießbürger, die die mediale Treibjagd auf Ken Jebsen genutzt haben, um ihm auch noch ihr ganz persönliches Messer bzw. ihren intellektuellen Kartoffelschäler in den Rücken zu stoßen – natürlich mit guten & gernen Gründen.

Doch eigentlich braucht all das nicht zu wundern. Denn Ken Jebsen ist in der Tat gefährlich. So wie auch Rudi Dutschke gefährlich war und daher eliminiert werden musste. Auch damals wurde die mediale Maschinerie in Gang gesetzt, um die „verantwortungslosen Störer, bösartigen Krawallmacher, Rowdies, Kriminellen und Schädlinge der Gesellschaft“, die dem Fortschritt von Kommerz und Technik im Wege stünden, beiseitezuräumen. Die Bild-Zeitung rief schließlich ganz unverblümt zur Lynchjustiz auf:  „Man darf auch nicht die ganze Drecksarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ (1968).

Diese von der Springer-Presse ausgegebene Losung wird heute nicht nur von labilen Einzeltätern wie Josef Bachmann in die Tat umgesetzt wird. Mittlerweile haben sich ganze Rudel an selbsternannten Säuberern zusammengerottet, die diese Drecksarbeit erledigen – ganz unblutig und rein virtuell durch konzertierte Mobbing-, Dissing- und Diffamierungskampagnen, die die Existenz anderer Menschen aber mitunter genauso vernichten können wie das Inbrandsetzen ihres Hauses. Lenz bringt es auf den Punkt:

„Und das ist seine Gefährlichkeit: Der Jude Jebsen lässt nichts übrig für andere. Will heißen, Jebsen ist immer schon dort, wo andere sich hinbemühen wollen, immer. Solche Leute sind den mittelmäßigen und den angepassten Konformisten in allen Zeiten ein Dorn im eigenen Fleische, den man ziehen muss. … ja, so machen wir das, das hängen wir ihm jetzt an, damit die Meute der Bekloppten und Bescheuerten, die Resthirnvertreter ihn langsam und sicher richten werden.

… eine an Verlogenheit nicht zu überbietende Rufmordkampagne, die nun auszuarten scheint in eine Kampagne nach einem irren Einzeltäter, der diesen Scheißjuden Jebsen endlich von hinten erledigt. So wie es sich einst bei dem Spinner Rudi Dutschke abgespielt hatte.

Jebsens Geist stört gewaltig, denn dieser Jude ist nicht käuflich. Der Jude Ken Jebsen ist genau so stark, wie der, den sie noch den Nigger Cassius Marcellus Clay nannten. Clay‘s Stärke war der Boxkampf, in dem er sich Muhammed Ali nannte. Jebsens Stärke ist die Aufklärung. Beide aber verbindet der innere Widerstand, sich nicht für ein System zu prostituieren, das an Verlogenheit und Falschheit nicht größer sein kann.

Muhammed Ali, The Greatest, wäre – und dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen – heute Gesprächspartner bei KenFM, und das sicher nicht nur ein Mal. Dass der Jude Ken Jebsen mit seinem Portal KenFM zur Speerspitze der Aufklärungsbewegung in Deutschland wurde, ist dieser inneren Stärke zu verdanken. Und diese starke unbändige innere Kraft muss nun vernichtet werden. Man trifft diese Stärke heute nirgends mehr in der Bundespolitik oder den Bundesversammlungen an. Ich denke, man trifft sie auch in den Medienbüros nicht mehr an. Fast überall beherrscht das sich ständig in bückender Haltung befindliche Mittelmaß alles. Die Akademiker, die nichts aus sich selbst heraus erschufen, um der Gesellschaft dienlich zu sein, haben alles besetzt. Vornehmlich kommen sie aus dem politisch zu verorteten linken und grünen Spektrum, wo verlangt und genommen, aber nicht gegeben und geschöpft wird. Das ist es, warum der Freiheit gerade ganz allgemein der Todesstoß versetzt wird und die große Masse dem nichts entgegensetzt. Denn die Masse hat sich ans Nehmen gewöhnt. Sie bleibt lieber im Opferstatus verfangen und wer über dem Anderen steht, der darf den, der unter ihm steht, aussaugen, benutzen und ihn als Freier seiner Belange missbrauchen. Zu mehr ist gar kein elektrischer Impuls im eigenen Grips möglich.“

 


P.S.: Zur Ermordung Dutschkes und zur gegenwärtigen Instrumentalisierung einer Generation willfähriger „Kopflanger“ siehe auch eine lesenswerte Betrachtung von Götz Eisenberg:

 „… Die Erinnerung daran, dass eine menschliche Welt möglich ist, soll getilgt werden. Ein großes Vergessen soll sich breitmachen und jede Alternative schon im Ansatz erstickt werden. Ein Blick auf den Zustand der jüngeren Generation zeigt, dass dieses Vorhaben bereits weit vorangekommen ist. Das gilt leider auch für das Gros der heutigen Studierenden. Sie unterwerfen sich den Anforderungen einer zur Lernfabrik verkommenen Universität und lassen sich widerspruchs- und widerstandslos zu „Kopflangern“ (Brecht) des digitalisierten Kapitals herrichten. Sie begeben sich auf ein Reise-nach-Jerusalem-Spiel um gutbezahlte Jobs und verfahren nach dem altgriechischen Motto: „Glück ist, wenn der Pfeil (der Arbeitslosigkeit) den Nebenmann trifft“. Konkurrenz und Ellenbogeneinsatz statt Solidarität und gegenseitiger Hilfe. Sie pfeifen sich leistungssteigende Medikamente rein, vergöttern Markt und Effizienz, rennen wie Somnambule hinter ihren Smartphones her und trinken auf dem Weg zur Uni einen Coffee to Go. Statt sich in den Kampf zu stürzen, jagen sie Pokémons und tanzen nach der digitalen Pfeife. Insgeheim ahnen oder wissen sie, dass sie keine Perspektiven haben. Das macht sie latent wütend und gereizt. Deswegen besaufen sie sich regelmäßig und trinken oder kiffen sich weg aus einer frustrierenden Realität. Dass sie diese ändern könnten, ist ein Gedanke, der ihnen fremd ist. Von Revolution ist bloß noch die Rede, wenn es um eine neue Geschäftsidee oder die Gründung eines Start-up-Unternehmens geht. Ihr Traum, den sie leben wollen – wie ein gängiger Werbeslogan heißt – ist ganz von dieser Welt: reich sein, Karriere machen und dabei Spaß haben.

(…)

Warum will Bachmann [Anm.: der Attentäter, der auf Dutschke geschossen hat] unbedingt jemanden erschießen, der sich zeitlebens für die Erniedrigten und Beleidigten, also für Leute wie ihn, eingesetzt hat? Um der Antwort auf diese Frage näher zu kommen, muss man die kritische Sozialpsychologie zu Rate ziehen. Das von seinen Erziehern gezüchtigte und gequälte Kind ist dennoch auf deren Wohlwollen und Zuwendung angewiesen. Es muss seine Peiniger lieben, und diese sadomasochistische Verfilzung von Quälerei und Liebe bleibt oft ein Leben lang wirksam. Die Erziehung zu Gehorsam und Unterwerfung unter Autoritäten mündet in eine „Identifikation mit dem Angreifer“, die einen Menschentyp hervorbringt, der verbissen seine eigene Knechtschaft verteidigt. Die in einem „erbärmlichen geistigen und seelischen Zustand“ gehaltenen Menschen, schrieb der junge Max Horkheimer in seinem Buch „Dämmerung“, „sind die Affen ihrer Gefängniswärter, beten die Symbole ihres Gefängnisses an und sind bereit, nicht etwa diese ihre Wärter zu überfallen, sondern den in Stücke zu reißen, der sie von ihnen befreien will“. Diesem, wenn man so will, perversen Mechanismus fielen immer wieder Revolutionäre zum Opfer – von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Eisner, Gustav Landauer bis Rudi Dutschke.“

(ganzer Artikel: siehe Nachdenkseiten)

 

Bild: Pixabay/CC0

Die letzte Show der guten & gernen Influenzer – über pandemische Heuchelei und das Ende der giftgrün-schleimtriefenden Extra3-Typen

Die letzte Show der guten & gernen Influenzer - über pandemische Heuchelei und das Ende der giftgrün-schleimtriefenden Extra3-Typen


(„Dem Hipster hängt der Zwickel tief“, J. Prilleau)

Abgesoffene Virenscanner

Da ich in einer Branche arbeite, in der es keinen Lockdown gibt und der Jahresausblick diesmal ausfallen musste, hier nur ein kurzer Einwurf zwischen Tür und Angel. Eigentlich ist es ja müßig, sich auf der sinkenden Titanic noch über PR-Kampagnen der Regierung wie zum Thema 5G zu erhitzen. Aber wenn man schon den Fehler gemacht hat, Kleber TV anzuknipsen und sich den Kopf ankleistern zu lassen, dann kann man die medial zentrifugierte Missgeburt auch nicht einfach so unkommentiert stehen lassen. Was übrigens einer der Gründe ist, warum sich viele von uns so unglücklich fühlen: Wenn man einer Unwahrheit begegnet, dann hätte man eigentlich die Pflicht, diese im Rahmen seiner Möglichkeiten richtigzustellen. Bei der derzeitigen Inflation an Newsflashs und Memes, die in unsere Timeline gespült werden, ist das schier unmöglich. An sich also eine perfide Falle, in die man uns mit Social Media gelockt hat. Je mehr man darin schmökert, umso umrunder fühlt man sich. Das geht von Depressionen bis hin zu suizidalen Zuständen, die laut Studien mit zunehmendem Social Media Konsum von Jugendlichen korrelieren.

Um sich also von der SM Kost nicht allzu unrund zu fühlen: Weniger ist mehr! Lieber öfter mal raus in den Wald gehen und Frischluft atmen. Dann nimmt man auch wieder leichter einen Pfeil aus dem Köcher und schießt – gezielt und nicht wahllos – zurück.

Doch mit den mittlerweile sehr durchschaubar gewordenen und mitunter auf primitivstem Niveau operierenden Massenmedien hätten wir noch vergleichsweise leichtes Spiel. Was noch viel perfider ist: All die Influenzer, die einen großen Teil des kritischen Potentials abschöpfen und in seichten Gewässern halten, während auf hoher See gerade der Kampf um unser aller Zukunft tobt. Es ist viel Schlaues und zweifellos gut & gerne Gemeintes dabei, was diese Influenzer von sich geben. Meinetwegen soll 95% vom Gesagten sogar richtig und kritisch sein. Nachdem man also zu diesem 95% „Jaja, stimmt … mh, hat er recht“ sagt und fast feuchte Augen bekommt, wie sozial und quietschauthentisch sein Influenzer ist, kommt dann so nebenher eingestreut das faule Kuckucksei, z.B. dass man auf keinen Fall Verschwörungstheoretikern wie Ken Jebsen glauben oder Rubikon lesen, sondern sich lieber an evidenzbasierte wissenschaftliche Fakten und Qualitätsjournalismus halten solle. Nein, es ist natürlich keine böse Absicht, dass unsere hellsten Köpfe diese Kuckuckseier legen und schon gar nicht, oder nur in den allerseltensten Fällen, kann behauptet werden, dass die, die diesen Bärendienst leisten, gekauft wären. Weit gefehlt, die Sache ist viel schnöder. Auch den Superinfluenzern ist es nicht gelungen, alle faulen Eier, die ihnen eine mittlerweile perfektionionierte Propagandamaschinerie untergejubelt hat, auszusortieren. Sie haben diese Propagandamaschinerie schlichtweg unterschätzt, dachten, dass sie sich mit ihrem zweifellos scharfen Intellekt und ihrem Rezosmile unbeschadet in einen Raketenhagel von Hitech-Tomahawks und Phosphorbomben stellen könnten. Sie können den Stuxnet-Virus, der in ihr Betriebssystem eingedrungen ist, nicht erkennen, veranstalten weiter Kopfstücke und Handstände und ernten dafür wie gewohnt Herzchen und Likes ihrer Follower, ohne zu realisieren, welchen Bärendienst sie im derzeitigen Drama leisten.

Was jetzt geschieht, war absehbar. Schon Zbigniew Brzeziski konnte die bürgerliche Demokratiebewegung im „technotronischen Zeitalter“ gelassen auf sich zukommen lassen. Er war der Meinung, dass man die Intellektuellen und „aufgeklärten“ Bürger ruhig schwätzen lassen könne. Sie würden sich mit der Zeit schon selbst zerschwätzen und gegenseitig schachmatt setzen.

Sie leben

Zurück aber zum Grund, warum ich mal wieder in die Tasten greife: Diese unsägliche Pro-5G Kampagne des BMVI (#Dspricht5G), mit der man einer gegenüber 5G zunehmend widerspenstig gewordenen Bevölkerung nun den Segen maximalinvasiver Dauerbestrahlung mit gepulster Hochfrequenzstrahlung im 150 m-Raster in die Köpfe zimmern möchte. Das „Pack“ will die neue Infrastruktur, die zukünftig unsere Totalüberwachung ermöglichen und, wie bereits in China zu bewundern, selbst für absolute Tölpel wie Söder das Regieren und In-Echtzeit-Bestrafen der Social Scoring Massen künftig zu einem Kinderspiel machen soll, nicht begeistert annehmen? Na das wäre ja noch schöner.

Ich möchte dieses Orchester der Heuchelei gar nicht erst verlinken. Man ist an John Carpenters Film „Sie leben“ erinnert, in dem eine Roboterspezies die Menschheit unterwandert hat und von allen Bildschirmen und Plakaten prangt – eiskalt, aber auch irgendwie ziemlich perfekt. – Was man bei diesen Schauspielern des BMVI wie Verkehrsminister Scheuer und seinen drittmittelfinanzierten Wissenschaftlern aber nicht einmal sagen kann.

Es sträuben sich für jeden, der nur ein wenig Fachwissen über gepulste Hochfrequenzstrahlung besitzt (siehe auch Arma5Geddon), die Nackenhaare, wenn er diesem Trauerspiel an naivem und willfährigem Gewäsch zuhört. Lüge, Heuchelei und Nichtwissenwollenschaft („Wissenschaft“) in Reinkultur, gebrandet natürlich mit dem Label „Wir sind die Guten & Gernen“.

Aber immerhin sieht man an dieser elenden Show auch, dass der kritische Widerstand gegen 5G in der Bevölkerung wächst. Sonst wäre die Regierung der marktkonformen Demokratie nicht gezwungen gewesen, eine solche PR-Kampagne ins Leben zu rufen.

Finaler Mindfuck

Hier tritt im Prinzip die gleiche Verlogenheit auf die Bühne wie mit „Corona“. Es ist eben eine gewaltige Dunsthaube der Heuchelei und des Selbstbetrugs, die momentan die Atmosphäre beherrscht und die Gesellschaft regelrecht zu ersticken droht. Lange werden die Menschen das womöglich nicht mehr aushalten. Denn man wird noch sehen, dass es nicht möglich ist, sich mit der Lüge ungestraft gemein zu machen und halt einfach „mitzumachen“. Wer jetzt nicht aktiv Widerstand leistet bzw. eigenständig zu denken beginnt, auch wenn dies zunächst zweifellos anstrengender erscheint als die Wachkomafütterung vor der allabendlichen Umnachtungsschau („Tagesschau“), der wird gesundheitlich demnächst nicht nur psychische, sondern auch ganz reale körperliche Probleme bekommen. Gegen die Krankheiten, die nun im Anmarsch sind (nicht nur in Folge der Impfungen und einer Maskenpflicht, die bereits fatal wäre, wenn sie nur 5 Wochen andauerte), wird die bislang gefürchtete Coronainfektion wohl weitgehend verblassen.

Umgekehrt haben diejenigen, die jetzt noch scheinbar als die Blöden dastehen, da sie es sich „angetan“ haben, gegen den zur Normalität erklärten Wahnsinn standhaft Widerstand zu leisten und dafür ausgebootet, diffamiert und gekündigt wurden, die besten Chancen, um im kommenden Desaster gesund zu bleiben. Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Lassen wir all den derzeit noch prustenden und schenkelklopfenden Aluhutjägern und Extra3-Typen, die mittlerweile zu wandelnden Abbildern des giftgrün-schleimtriefenden Extra3-Logos mutieren und deren Hetzjagd auf Fortschrittsverweigerer dieses Jahr vermutlich noch ein letztes Mal kulminieren wird, also ruhig ihr Vergnügen. Es ist ein definitiv unlustiges Schicksal, dem sie damit entgegengehen. Denn wie schon gesagt: Die dritte Welle – wird die Welle der Frühdemenz sein!

 

Seid ihr bereit für den totalen (ideologischen) Krieg? [Hommage von C.J. Hopkins an Orwells Hasstage – und Ausblick auf 2021]

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Essay von CJ Hopkins, 11.01.2020
(Übersetzung aus dem Englischen mit DeeplTrans, manuell geglättet;
Veröffentlichung mit freundlicher Genehemigung des Autors)

Volltext im Original: https://consentfactory.org/2021/01/11/are-you-ready-for-total-ideological-war)

Also, willkommen im Jahr 2021! Wenn die letzte Woche ein Vorgeschmack darauf war, wird es ein ziemlich aufregendes Jahr werden. Es wird das Jahr sein, in dem GloboCap jeden daran erinnert, wer eigentlich das Sagen hat und die „Normalität“ auf der ganzen Welt herstellt, oder zumindest versucht, die „Normalität“ wieder herzustellen, oder die „Neue Normalität“, oder den „Great Normal Reset“, oder „Den Neuen Normalen Krieg gegen den Inlandsterror“ … oder wie auch immer sie sich letztendlich entscheiden, es zu nennen.

Wie auch immer sie es nennen, auf jeden Fall hat GloboCap jetzt genug von den Spielchen. Sie haben die Nase voll von diesem ganzen „Populismus“-Quatsch, der die letzten vier Jahre andauerte. Jawohl, die Party ist vorbei, ihr von Russland unterstützten, rechtsextremen Terroristen! Ihr Trump-liebenden, Anti-Masken-Großmütter-Mörder! Ihr Impfgegner, Wahlbetrug-Verschwörungstheoretiker! Ihr Quertreiber, die ihr euch weigert, Befehle zu befolgen, tragt eure verdammten Masken, wählt, wen sie euch sagen, und glaubt, welche auch immer völlig schwachsinnige offizielle Propaganda, die sie in eure Köpfe gießen!

Oh, ja, diesmal habt ihr es wirklich geschafft! Ihr habt das gottverdammte US-Kapitol gestürmt. Ihr und eure rassistische, von Russland unterstützte Armee von Bisonhut tragenden halbnackten Schauspielern habt euch mit den Urgewalten des GloboCap angelegt, und jetzt, bei Gott, werdet ihr das büßen! Nein, versucht nicht, eure Verbrechen kleinzureden. Ihr habt ohne Erlaubnis ein Gebäude betreten! Das Gebäude, in dem Amerika die Demokratie simuliert! Ihr seid da drin rumgelaufen und habt alberne Fahnen geschwenkt! Ihr wart im Parlamentssaal, in den Büros des Volkes! Einer von Ihnen hat sogar seine dreckigen populistischen Füße auf Pelosis Schreibtisch gelegt … AUF IHREN SCHREIBTISCH! Diese Aggression wird nicht geduldet!

O.K., bevor ich mit diesem Aufsatz weitermache, muss ich meinen regelmäßigen Lesern erklären (falls es nicht bereits klar war), dass ich beschlossen habe, jedem Wort, das ich jemals geschrieben habe, abzuschwören. Und allen meinen Grundsätzen und auch meinem gesunden Menschenverstand. Und ich werde nun mit dem Rest meiner alten linken und liberalen Freunde in der Orgie des Online-Hasses und der Empörung mitmachen, der sie sich gerade besinnungslos hingeben.

Ja, mir ist klar, dass das ein Schock ist, aber ich habe die Zeichen von GloboCap an der Wand gesehen, und ich will nicht … ihr wisst schon, ideologisch „gesäubert“ werden oder wegen „Extremismus“ oder „Aufruhr“ oder „Inlandsterrorismus“ oder „Populismus“ oder was auch immer angeklagt werden. Ich habe eh schon genug Ärger, weil ich bei ihrer „apokalyptischen Seuche“ nicht mitspiele. Und was auch immer ich sonst noch bin, ich bin sicherlich kein Märtyrer, und ich muss mich um meine Karriere als Künstler kümmern, also habe ich entschieden, auf meinen inneren Feigling zu hören und mich im Gleichschritt dem gänsemarsch-schreitenden global-kapitalistischen Mob anzuschließen. Deshalb hört sich diese Kolumne etwas anders an als sonst.

Schaut mal, damals, vor meiner Bekehrung, hätte ich mich über meine liberalen Freunde lustig gemacht, weil sie diese „Erstürmung“ des Kapitols einen „Putsch“ oder einen „Aufstand“ nannten und forderten, dass die Demonstranten als „inländische Terroristen“ angeklagt werden sollten. Ich hätte sie wahrscheinlich ein bisschen dafür gescholten, weil sie im Internet wie ein Rudel seelenloser, totalitärer Schakale ihren Hass ausspuckten, auf jene unbewaffnete Frau, die von der Polizei erschossen wurde. Ich hätte vielleicht sogar eine Anspielung auf die berüchtigte Szene in Schindlers Liste gemacht, in der die Menge der „normalen“ deutschen Bürger lacht und johlt, als die Juden von den Nazischergen ins Ghetto abtransportiert wurden.

Aber jetzt, wo ich das Licht gesehen habe, sehe ich, wie schlecht und falsch ich lag. Ganz klar, das unbefugte Eindringen ins US-Kapitol ist ein Verbrechen, das mit dem Tod betraft werden sollte. Und die heutigen amerikanischen Liberalen mit den „guten Deutschen“ während der Nazizeit zu vergleichen, ist so empörend, dass … nun, es sollte am besten zensiert werden. Also, gut, dass ich mich entschieden habe, das nicht zu tun! Außerdem war die Frau eine „eifrige Verschwörungstheoretikerin“, also hat sie bekommen, was sie verdient hat, richtig? („Dumme Spiele spielen, dumme Preise gewinnen“, so lautet der offizielle, liberale, abgedroschene Spruch, glaube ich.)

In der Tat (und ich hoffe, meine liberalen Freunde lesen noch mit), hätte die Polizei die ganze Meute erschießen sollen! All diese von den Russen unterstützten Nazi-Aufständler hätten gleich an Ort und Stelle niedergeschossen werden sollen, bevorzugt von muskelbepackten Firmensöldnern und CIA-Scharfschützen aus Black-Hawk-Hubschraubern mit großen Facebook- und Twitter-Logos darauf! Eigentlich jeder, der im Capitol Building (das schließlich eine heilige Kathedrale ist) unerlaubt eintrat, oder der nur auf die Demonstration kam und ein MAGA-Käppchen trug, sollte von den Bundesbehörden gejagt, als inländischer, rechtsextremer Terrorist angeklagt, im Froschmarsch auf den Black Lives Matter Plaza geschleppt werden und dort einen Kopfschuss bekommen, live, im Fernsehen, so dass es alle an ihren Bildschirmen mitansehen und mitgröhlen können, so wie die Zwei Minuten Hass in 1984. Das würde diesen „Aufrührern“ eine Lektion erteilen!

Oder sie könnten sie auch in einem dieser mit Firmenlogos gepflasterten Stadien erschießen! Wir könnten es zu einem wöchentlich im Fernsehen übertragenen Ereignis machen. Es ist ja nicht so als gäbe es einen Mangel an Trump-unterstützenden „inländischen Terroristen“. Sie könnten jede Woche ein anderes Stadion benutzen, den Ort mit großen „New Normal“-Bannern schmücken, Musik spielen, Reden halten, das ganze Drumherum. Alle müssten natürlich Masken tragen und sich strikt an die soziale Distanzierung halten. Die Leute könnten die Kinder mitbringen und einen Erlebnistag daraus machen.

Nun, wie mache ich mich so weit, ihr linken und liberalen Freunde? Nein? Nicht fanatisch und hasserfüllt genug?

Okay, was braucht es also, um euch davon zu überzeugen, dass ich meine Meinung geändert habe, meine Meinung richtig verstanden habe und voll und ganz mit dem Totalitarismus der Neuen Normalität an Bord bin? Trump? Klar, ich kann Trump fertig machen. Ich hasse ihn! Er ist Hitler! Er ist ein russischer Hitler! Er ist ein russischer, weißer, supremistischer Hitler! Ja, ich weiß, ich habe die letzten vier Jahre damit verbracht, darauf hinzuweisen, dass er nicht wirklich Hitler ist, oder ein russischer Agent, und dass er wirklich nur derselbe lächerliche, narzisstische Arschclown ist, der er schon immer war, aber ich lag falsch. Er ist definitiv Hitler, und ein russischer Agent! Er ist sicherlich nicht nur ein pathetischer alter Hausierer ohne einen einzigen mächtigen Verbündeten in Washington, der nicht einemal einen echten Putsch inszenieren könnte, wenn Putin jeden blauen Staat auf der Landkarte atomisiert.

Nein, ich mache mir vor Angst vor seiner furchteinflößenden Macht in die Hosen. Vergesst, dass er gerade von Facebook, Twitter und zahlreichen anderen Unternehmensplattformen verbannt wurde und von den Unternehmensmedien, dem internationalen politischen Establishment, den Geheimdiensten und dem Rest von GloboCap seit dem Tag, an dem er den Amtseid abgelegt hat, zum Narren gehalten wurde. Vergesst die Tatsache, dass er, obwohl er die nuklearen Abschusscodes in seinen winzig kleinen Händen hält und Oberbefehlshaber des US-Militärs ist, das Äußerste, was er gegen seine Absetzung tun konnte, war, einen Arsch voll hoffnungsloser Klagen einzureichen und im Oval Office herumzusitzen, Cheeseburger zu essen und in die Nacht zu twittern. Nein, nichts davon bedeutet etwas, nicht wenn er immer noch die Macht hat, ein paar Dutzend verärgerte Amerikaner zu „ermutigen“, ins Kapitol zu stürmen (oder ruhig zu gehen) und Selfies zu machen, während sie auf dem Stuhl des Vizepräsidenten sitzen!

Schaut, der Punkt ist, dass ich ihn hasse. Und ich hasse seine Unterstützer. Ich hasse jeden, der ihn und seine Unterstützer nicht hasst. Ich hasse jeden, der keine Maske tragen will. Ich hasse die Republikaner. Ich hasse die Russen. Ich hasse alle, die sich nicht impfen lassen wollen. Mein Gott, wie ich sie hasse! Ich bin so voll von Hass und hirnloser Wut, dass es mich verrückt macht. Ich bin so mit selbstgerechten Hass verbraucht, Propaganda, und hergestellter Hysterie, dass, wenn Rachel Maddow, oder Chris Hayes, oder wer auch immer, mir sagte, dass es Zeit war, sie alle zusammenzutreiben, diese „inländischen Terroristen“, diese „Aufständischen“, diese „Verschwörungstheoretiker“, diese „Anti-Maske Extremisten“ (und alle anderen, die uns nicht gehorchen), um sie in Züge zu setzen und in Lager zu schicken, Ich würde wahrscheinlich zustimmen, dass das O.K. ist.

Und, wie mach ich mich, ihr Liberalen? Bin ich wieder im Club? Weil, ich habe es ja nun verstanden. Ich schwöre es! Ich bin geheilt! Gelobt sei Gott! Ich bin bereit, mit anzupacken und meinen Teil zu tun. Ich glaube an den Endsieg von GloboCap! Ich bin bereit, zehn, zwölf oder vierzehn Stunden am Tag zu arbeiten, wenn unsere Führer es mir befehlen, und alles für den Sieg von GloboCap zu geben! Ich bin bereit für einen totalen ideologischen Krieg … einen ideologischen Krieg, der totaler und radikaler ist als alles, was ich mir überhaupt vorstellen kann!

Sicher, unsere imaginären Feinde sind gewaltig (und dieser Krieg wird wahrscheinlich ewig dauern … oder zumindest bis zum Ende des globalen Kapitalismus), aber, mit den Worten eines unserer größten liberalen Helden, George W. Bush: „Versuch’s doch mal!“

 


(Übersetzung Ende)
+ zum Dessert evtl. ein Gläschen von George Carlin:

Over The Top: Wackere Recken für das Gute, Gerne & Erbärmliche

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(Screenshot: Serdar Somuncu / Facebook, 14.08.2020)

Ich weiß, ist wohl alles müßig und für die Katz‘. Kann es trotzdem nicht lassen, unter die Fritten der auf Hochtouren siedenden Schmalzfritteuse des „rülpsenden Konsensmolchs“ (© W. Reiser) ab und zu einen kleinen Knallfrosch zu werfen. Schon längst sind es ja nicht nur unsere Politdarsteller, ÖR-Talkmaster und gut gescheitelten Leitmedienjournalisten wie Kleber & Co., die sich diesem Konsensmoloch andienen. Praktisch jeder evidenzbasiert-aufgeklärte Fortschrittsbürger, der etwas auf sich hält, möchte jetzt kurz vor Ladenschluss auch noch mit dabei sein. Manche Influenzer und Superspreader wie Klaas Heufer-Umlauf sahnen dabei richtig dick ab und dürfen im Vorbeigehen einen Porsche als Trinkgeld einstecken (siehe Porsche Newsroom). Ein mittlerweile unüberschaubares Heer an Bloggern und Freizeithumanisten hilft aber auch ganz unentgeltlich und ehrenamtlich dabei mit, dass gutes, gernes und alternativloses Leben in der marktkonformen Demokratie weitergehen kann.

>> Ebenso wie Florian Schroeder über sein „Stecken im Enddarm der Kanzlerin / des Systems“ und seine Tätigkeit als Hofnarr und Systemprostituierter schwadroniert, dabei wie Reineke Fuchs neunmalschlau über die Bühne stelzt und über die Doofies, die nicht so abgedreht sind wie er und nicht raffen was abgeht, nur verächtlich lachen kann – so glauben ja viele, dass sie bereits über dasjenige erhaben sind, was sie da pseudosatirisch auf die Schaufel nehmen. Ebenso wie die Faktenfaker („Faktenchecker“) von Correctiv & Co. meinen, dass sie unliebsame Fakten entkräften, einfach indem sie sie offensiv ins Netz stellen. Man kann sich bei solch wackerer „Öffentlichkeitsarbeit“ auch zweifellos sehr schlau und smart vorkommen, die eigene Followerschar ejakuliert für solche Bonmots ja laufend prustende Smileys auf die Bühne. Ändert nur leider nicht viel daran, dass in der Kritik an ihrer Person, auch wenn sie oft vulgär und ungehobelt ist, nicht doch auch ein gewaltiges Stück Wahrheit stecken kann. Vielleicht würde es den smarten Influenzern und Superspreadern nicht schaden, einfach mal ein bisschen in sich zu gehen und nachzusinnen anstatt solche Kritik gleich in den Ventilator zu schreddern und eine Lachnummer draus zu machen (kann da drüber wirklich wer lachen?)

So, over&out. Jeder darf das natürlich halten, wie er will und ich will hier niemandem das Schenkelklopfen und Prusten vergraulen, das er regelmäßig zur Erleichterung braucht, um mit „gutem und gernen“ Leben in marktkonformer Demokratie weitermachen zu können. <<

#Black Lives Matter – Echt jetzt?

#Black Lives Matter – Echt jetzt?

Wer etwas über das Leben lernen wolle, der müsse ins Kino gehen, hat schon Kafka gemeint. In der Tat ist das, was wir derzeit in Movies nonstop präsentiert bekommen, gar nicht mal so weit weg von der Realität: Die Menschheit kämpft ums nackte Überleben gegen Invasionen feindlicher Spezies, Zombies, Roboter etc.

In einem von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichneten „Zeitalter der totalen Blasphemie“ (Henry Quelcun) werden wir systematisch ausgebeutet, belogen, entrechtet, vergiftet, verstrahlt und für dumm verkauft. Mit der „digitalen Transformation“ und der 5G-Infrastruktur errichten wir nun das, wovor uns sogar hochrangige Experten der CIA in einem offenen Brief eindringlich gewarnt haben: „turnkey tyrannies“ (schlüsselfertige Tyranneien) – in China ist dieser Fortschritt, nach dem Generation Mailab lechzt, bereits online. Mach dort ‘ne politisch unerwünschte Bemerkung, und du kriegst in Echtzeit Orwells Hammer auf den Kopf und kannst weder fliegen noch Zug fahren.

Das Problem ist nur: Gegen all den Wahnsinn, der derzeit auf vielen Ebenen auf uns zurollt, ist es streng verboten, zu protestieren, da er uns als etwas Gutes&Gernes in die Köpfe geprügelt wurde. Wer es dennoch wagt, dagegen die Stimme zu erheben, dem pfeift umgehend ein Shitstorm um die Ohren, dass ihm Hören und Sehen vergeht.

Da ist natürlich jedes Ventil recht, durch das sich die diffuse Angst und Wut der Masse ergießen kann. Und eines der wenigen Dinge, gegen die man derzeit demonstrieren darf (um damit gleichzeitig eine in Wirklichkeit skrupellos neoliberale und menschenverachtende Migrationsagenda zur Ausschlachtung von Humanressourcen zu unterstützen), ist: „Rassismus“.

In Wirklichkeit läuft derzeit ein sehr viel schlimmerer Rassismus: Derjenige gegen die menschliche Rasse als Ganzes.

Wenn wir das einmal realisiert haben, würden wir all die künstlichen Spaltungen, die derzeit herrschen, schnell  hinter uns lassen und uns gemeinsam den wirklichen Herausforderungen der Zukunft stellen.

Bild: Pixabay/CC0/colormod.

Über Wikipedia, Mimikama, Thiomersal und sonstige Schadstoffquellen

Business as usual in Pig Data times … unterhaltsam reflektiert von Markus Fiedler

Schwarmflug der Mailabkäfer

MGelau_JensSpahn FB
Die im untigen Meme des Kommunikationsexperten Markus Gelau angesprochene „Masse“ zu entlausen, wird nicht leicht werden. Die Parasiten haben sich bereits en masse an der Kopfhaut festgebissen. Noch schwieriger wird es, die Mailabkäfer aus den Köpfen zu holen, mit der fast eine ganze Generation an Digital Na(t)ives auf Linie gebracht wurde. Eine ohne Unterlass ratternde Influenzer-Maschine setzt uns diese smarten, „streng wissenschaftlichen“ Käfer in den Kopf und kaum jemand kann sich ihnen entziehen. Weder jung&naiv, noch alt&lesch.
Diese Käfer summen jetzt ohne Unterlass in unseren Köpfen:
„UNITE BEHIND THE SCIENCE !“
(„UNITE BEHIND THE ECONOMY !“)
(„UNITE BEHIND THE POWER !“)
.

– – –

Zum Meme – M. Gelau/FB:

wenn man das stockholm-syndrom mit massivem desinteresse paart, einen guten schuss meinungsmanipulation vorsichtig unterhebt, das ganze mit einer kräftigen prise naivität abschmeckt, den teig dann einige wochen gut gehen lässt und bei bedarf immer wieder mit 1-2 kaffeetassen öliger propaganda übergießt (die dafür sorgt, dass unbequeme wahrheiten und fakten geschmacklich effektiv überlagert werden), erhält man eine masse deutscher bürger, für die JENS SPAHN aktuell der drittbeliebteste politiker des landes ist.

Ebenfalls M. Gelau/FB (aus: hawks- traveler (2009):

„was wir hier beschließen werden, wird für die zukunft unserer krisengeschüttelten welt entscheidend sein: das so genannte recht auf freiheit ist nichts als eine gefährliche illusion. nur eine strenge, aber gerechte kontrolle kann die menschheit retten.

wir waren nie einflussreicher sein als heute. fast alle elektronischen transaktions- und kommunikationswege lassen sich mittlerweile verfolgen und einem individuum zuordnen. die informationen lassen sich in zentralen datenbanken sammeln und auf unbegrenzte zeit speichern. wir sind in der lage, einen *schattenriss* eines jeden menschen zu erstellen und seinen tagesablauf zu überwachen.
zugegeben: es gibt sie wirklich, jene spinner, die ihre meinung im internet verbreiten. aber die wichtigsten medien sind in der hand einer kleinen, verlässlichen gruppe von menschen. die meinungsmacher sind unsere freunde, und solange wir sie mit GESCHICHTEN versorgen, mit SCHURKEN und HELDEN, mit BEDROHUNGEN und dem SCHUTZ davor, können wir jeden rufer auf der straße übertönen.
gesetzestreue bürger haben nichts dagegen, von behörden überwacht zu werden. die meisten menschen wünschen sich nichts als einen ANSTÄNDIGEN JOB und ein BISSCHEN SPASS: ein bequemes, geordnetes leben. vergessen sie die radikalen splittergruppen! die öffentlichkeit steht fraglos auf unserer seite.
das panopticon wird für gesellschaftliche stabilität sorgen und es ermöglichen, das verhalten der masse zu manipulieren und jeden widerstand im keim zu ersticken. und was wird die neue ordnung bringen? die geschichte hat uns gelehrt, dass sich unter einer strengen diktatur eine verbitterte, rebellische unterklasse herausbildet.
der BESTE weg besteht darin, KONTROLLE mit WOHLSTAND zu vereinen. stellen sie sich ein riesiges großraumbüro vor, einen großen saal mit milliarden von schreibtischen. in unserem system bekommt jeder einwohner der industriestaaten seinen EIGENEN schreibtisch. und was tut er dort? er arbeitet als produzent oder als dienstleister. der produktive bürger stempelt seine karte ab und beschwert sich nicht! wenn wir verstanden haben, dass unser wahres ziel in der schaffung einer arbeitenden kooperative besteht, beantworten sich viele fragen von selbst. es ist gleichgültig, ob wir von ärzten, buchhaltern, studenten, sachbearbeitern oder aushilfsköchen sprechen. ein JEDER wird in seiner unsichtbaren arbeitsnische sitzen, von unseren kameras beobachtet und von parameterprogrammen überwacht.
interessiert es uns, wie die arbeiter ihren schreibtisch gestalten? ob sie in ihrer freizeit fernsehen oder lieber den garten umgraben? natürlich nicht! uns ist es gleich, welcher kirche sie angehören, solange ihr glaube sich nicht auf ihre lebensführung auswirkt. solange der kandidat ihrer PARTEI nicht vorhat, ERNSTHAFT etwas zu verändern, dürfen sie zur wahl gehen und sich aufkleber auf die stoßstange kleben.
kommt es zu einer wirtschaftskrise, sorgen wir dafür, dass die regierung die geldmenge erhöht und oberflächliche verschönerungsmaßnahmen vornimmt, ohne die grundlegende struktur anzutasten.
das neue panopticon versetzt uns in die lage, das verhalten der arbeiter wie auch der konsumenten zu beeinflussen. der bürger in seiner nische ist praktisch machtlos, dafür steht es ihm frei, seiner INDIVIDUALITÄT im KAUFHAUS ausdruck zu verleihen. aus der freiheit zu WÄHLEN wird die freiheit zu KAUFEN. das neue system gibt uns mächtige instrumente in die hand, um das kaufverhalten zu manipulieren.wenn ein bürger die straße überquert, erkennen werbetafeln auf der anderen straßenseite sein gesicht. zentrale computer wissen, für welche produkte sich ein bürger in der vergangenheit entschieden hat und werden dafür sorgen, dass der einzelne nicht durch unpassende angebote verunsichert wird. es ist, als höre man eine radiostation, die ausschließlich angenehm vertraute musik im programm hat.
wir wollen kein gefängnis für unproduktive massen errichten, sondern eine struktur erschaffen, die gehorsame arbeiter und funktionierende konsumenten hervorbringt. dieses weltumspannende system wird ihnen und ihrer familie ein sorgenfreies, komfortables leben bescheren. wir verleihen dem alten panopticon ein neues, fröhliches gesicht.
anstatt darauf zu warten, dass die bürger sich unserem system anschließen, sollten wir eine weltweite serie von BEDROHUNGEN und KRISEN auslösen, die die menschen dazu veranlasst, ihre freiheit ganz freiwillig aufzugeben. warum sie das tun werden? die antwort ist nicht schwer: weil wir VERÄNGSTIGTE KINDER aus ihnen gemacht haben. sie werden sich verzweifelt nach uns sehnen und das leben außerhalb der nische fürchten, da es voller gefahren ist.“
 

Corona Citizen oder: Die Welle

Corona Citizen oder: Die Welle


(Bilder: Jacques Prilleau)

Die neue Normalität in Absurdistan

Laut Bericht in der Times sterben derzeit alleine in Großbritannien ca. 3.000 Menschen pro Woche an den Folgen des Lockdowns (nicht aufgrund von Covid-19). Man möchte sich gar nicht ausmalen, wie vielen der derzeit 900 Millionen Menschen, die akut an Hunger leiden, der Lockdown ihr Leben kosten wird. Indem die Bundesregierung gezielt die tiefsten Urängste des Menschen angesprochen hat (siehe dazu ein nur für den Dienstgebrauch bestimmtes Strategiepapier des Bundesinnenministeriums auf fragdenstaat.de), waren Einwände schnell weggeräumt. In einem medial akkordierten Strudel an diffuser Angst und hierbei aufgerührter existenzieller Traumen konnte man mit Staunen beobachten, wie sich selbst viele unserer bislang scharfsinnigsten und unerschrockensten Intellektuellen dem Strategiepapier der marktradikalen Regierung, der sie ansonsten keinen Meter über den Weg trauen, bedingungslos ergaben. So man den Umfragen Glauben schenkt, stimmt der größte Teil der Bevölkerung den von einer kleinen Gilde an Experten beschlossenen Maßnahmen immer noch zu.

Die Tragik, die jetzt auf uns zukommt und die denjenigen, die den Shutdown befürworten, womöglich Recht geben wird: Durch Isolation, Sonnen-, Luft-, Bewegungs- und Sozialmangel sind Immunsystem und Lunge vieler Menschen mittlerweile so geschwächt (insb. in Ländern wie Italien u. Spanien, wo rigorose Sperren herrschen), dass viele Menschen nun tatsächlich gefährdet sind, sogar an sich harmlosen Infekten zu erliegen und schwere Krankheitsverläufe zu zeigen.

Dazu auch ein aktueller Kommentar von Hermann Ploppa (Auszug):

„Dass diese neuesten Wahnsinnsattentate aus Absurdistan augenblicklich eher von Reinemachfrauen und Taxifahrern durchschaut werden als von gelehrten Doktores, die mit blauen Handschuhen, tief vermummt und bleich durch Wochenmärkte geistern und den neuesten Weisheitsemanationen unserer Bundesregierung ehrerbietig lauschen, hat möglicherweise seine Ursache in Eigenheiten der akademischen Gelehrsamkeit, die schon Goethe aufzuspießen wusste:

„Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben,
sucht erst den Geist herauszutreiben,
Dann hat er die Teile in der Hand,
Fehlt, leider! Nur das geistige Band.“ 

Sie sehen den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen. So trotten diese Leute andächtig und ehrfurchtsvoll hinter dem nackten Kaiser her.

(…)

Aber es hieße die Situation massiv verniedlichen, wollte man unterstellen, unsere Politiker seien lediglich zu Pharmavertretern umgeschult worden. Längst zeichnen sich tektonische Verschiebungen ab, die geeignet sind, Jahrhunderte mühsamer Zivilisationsprozesse in wenigen Monaten zu verdampfen.

Zunächst ein geostrategischer Kollateralschaden im Krieg der Sterne. Es gibt eine Reihe von privaten Unternehmen und staatlichen Akteuren, die im Weltraum Überwachungs- und Nachrichtensatelliten stationieren, die im Zusammenspiel mit auf der Erdoberfläche engmaschig installierten 5G-Sendern den kompletten Erdball unter Kontrolle bringen wollen. 

(…)

Ein „Architekturkonzept“ namens „Pan European Privacy Preserving Proximity Tracing“ soll durchgesetzt werden. Alle Klarheiten beseitigt?

(…)

Die Welt wird nach Corona eine andere sein als zuvor, so Blackrock-Chef Fink. Und in den Trümmern der Post-Corona-Welt ergeben sich für seine Investoren „gewaltige Gelegenheiten“. Klar. Wenn der jetzige Wahnsinnskurs der Bundesregierung auch nur einige Wochen so weitergeht, werden deutsche Unternehmen für einen Appel und ein Ei in den Schoß des gigantischen Blackrock-Imperiums plumpsen. Mit dem CDU-Politiker und früheren Blackrock-Deutschland-Chef Friedrich Merz steht dann vielleicht auch der geeignete Liquidator deutscher Wirtschaft als Merkel-Nachfolger im Kanzleramt zur Verfügung.

(…)

Es entsteht unwillkürlich der Eindruck, dass sich die öffentlich-privaten pharmakologischen Korruptionspartner weit mehr von der Durchschlagskraft des Covid-19-Virus erwartet hatten als das was jetzt eingetreten ist. Statt Kanonendonnerhall und apokalyptische Reiter jetzt nur ein klägliches „Piff“ aus der Platzpatronenpistole.

Doch das Programm muss weiter durchgezogen werden. Dann muss man eben das Volk solange schikanieren und wütend machen, bis sich die erforderliche Immunschwäche endlich eingestellt hat. Stress schwächt nun einmal die körpereigene Immunität. Also geben Polizisten Warnschüsse ab auf Spaziergänger, um diese von der dringend benötigten Erholung abzuhalten. Das ganze Volk in Geiselhaft. So lange, bis es um Impfungen bettelt.

(…)

Es wird dabei langfristig Gewinner geben. Aus dem Trümmerfeld erhebt sich die gigantische ökonomisch-politische Machtmaschine der Volksrepublik China, und zum anderen herrschen dann allmächtige angloamerikanisch geprägte globale Feudalherren vom Schlage eines Bill Gates, Elon Musk oder Jeff Bezos. Das zerstrittene und politisch kastrierte Europa wird heruntergestuft auf ein Niveau, das heute bereits Griechenland aufoktroyiert wurde.

So lange noch die deutschen Untertanen in kindlich-kritiklosem Vertrauen ihre irre gewordenen Eltern beim Sturz von der Klippe begleiten, wird sich hier nichts zum Guten wenden. Doch die Corona-Inszenierung hat natürlich auch ihr Gutes: denn mit einem Schlag wird einem größeren Personenkreis drastisch bewusst, dass wir auf uns selbst gestellt sind wie Hänsel und Gretel. Wir müssen uns selber organisieren … „

(ganzer Text: https://kenfm.de/tagesdosis-25-4-2020-hoert-auf-ueber-corona-zu-streiten-denn-im-schatten-von-corona-geschieht-ungeheuerliches/ )

 

Über das kollabierende Kartenhaus und bewusst herbeigeführtes Massenelend … (Interview mit Prof. Christian Kreiß zur Coronakrise)

Wer bis jetzt unsicher darüber war, ob das Ergebnis der aktuell angestellten Rechnung 2 + 2 wirklich 4 sein wird (die Zahl 4 ist übrigens nicht nur nach abendländischer, sondern auch nach japanischer Tradition die Zahl des Unglücks – vgl. „40 Tage Regenwetter“, die vier apokalyptischen Reiter etc.), der mag hier die Auflösung  der Rechnung aus dem Munde eines Volkswirten und ehemaligen Investment-Bankers vernehmen:

Spiegel, Spieglein an der Wand … (5) – Wer ist der eifrigste Brunnenvergifter im ganzen Land?

Titelbild Lügenpresse_modif_Zitate_fin_schadfürsgeld

(Text: Markus Mynarek)

 

Der unglückliche Träumer

Es sprach ein „Spiegel“-Mann, erschöpft von seinen Taten:

„Meine Träume können mich niemals beglücken.

Ich träumte, ich hätte mein Land nie verraten.

Da lief es mir eiskalt über den Rücken!“

 

***

Grundmotto des „Spiegel“-Magazins

„Wir sind zum Lügen meist bereit.

Die Scham darf man verlieren.

Wir wissen, Unbestechlichkeit

kann uns nur ruinieren.

 

Den Traum von Unbestechlichkeit,

den sollen andre träumen.

Denn wer zu träumen ihn bereit,

wird den Erfolg versäumen.

 

Wir sind die Affen uns’rer Zeit

und äffen nur den Zeitgeist nach.

Der gerade Weg führt uns nicht weit

und bringt des Misserfolges Schmach.

 

Doch während der Affe auf dem Baume

sich noch erquickt am Himmelraume,

es zu berauschen uns gefällt

nur noch an Medienmacht und Geld.“

 

***

Staat und „Spiegel“

Staat und „Spiegel“, getrennt nur zum Schein,

müssen im Grunde immerfort

ein Herz und eine Seele sein:

Sie sind vereint in Tat und Wort.

Sie halten ewig fest am Ziel,

das eigne Volk zu unterdrücken,

um durch ihr altes Gaukelspiel

die Feinde Deutschlands zu beglücken.

So setzen weiterhin „Spiegel“ und Staat,

indem das eigne Volk sie schwächen,

auf Umerziehung und Verrat,

um dem Zeitgeist zu entsprechen.

„Mut zur Wahrheit“ zuletzt der „Spiegel“ oft schrie,

als wollte er sich zur Wahrheit bekennen.

Das ist im Grunde Blasphemie,

wenn wir die Wahrheit göttlich nennen.

(Quelle: Markus Mynarek, Wider Mainstream und Gutmenschen – Ironisch-Humoristisch-Satirisch -,
Staats-, Medien- und Gesellschaftskritik, Alitheia Verlag 2019)

 


Zu dieser Kolumne:
(edit: parkwaechter)

Wer nicht genügend Galgenhumor besitzt, der könnte sich ja in der Tat die Haare raufen über die Produkte derjenigen deutschen Presse, die laut Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow „die bösartigste überhaupt“ ist (Quelle: DiePresse). Auch nach Einschätzung von Peter Sloterdijk ist heute „der Lügenäther so dicht wie seit den Tagen des Kalten Kriegs nicht mehr“, dem Journalismus attestiert er „Verwahrlosung“ und „zügellose Parteinahme“. Sloterdijk: „Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“

Einer, der sich mit der Verwahrlosung derjenigen Zunft, die man noch vor wenigen Jahrzehnten als „Vierte Macht im Staate“ bezeichnet hat, nicht widerspruchslos abfinden möchte, ist der Literaturwissenschaftler Markus Mynarek. In seinem neuen Gedichtband „Wider Mainstream und Gutmenschen“ nimmt er den poetischen Kampf mit manch widerspenstigem Sofamonster und Schreibtischtäter auf. Mit besonderer Vorliebe blickt der Autor dabei in den Relotius-Narrenspiegel als repräsentatives Beispiel dafür, wohin es der deutsche Qualitätsjournalismus heute gebracht hat.

Aus diesem Köcher werden wir mit freundlicher Genehmigung des Autors in loser Folge einige Streiflichter veröffentlichen bzw. einige Pfeile in Sloterdijks „Lügenäther“ hinausschießen.

***
Tip: Das Buch ist amazonvermeidend bestellbar bei alitheia-verlag.de.

Spiegel, Spieglein an der Wand … (2) – Wer ist die größte Heuchlerin im ganzen Land?              

Spiegel, Spieglein an der Wand … (2) – Wer ist die größte Heuchlerin im ganzen Land?              

 

Das „Spiegel“-Dasein

Der „Spiegel“ ist nur auf der Welt,
um sich dem Zeitgeist anzupassen,
in dessen Sinne er dann bellt,
um zu beeinflussen die Massen.

***

Ein Chef-Redakteur des „Spiegel“

„Ich sage meinen Leuten immerfort:
Glaubt bitte nicht an eure Ehre!
Werft die Wahrheit über Bord,
dann fährt das Schiff viel schneller durch die Meere.“

***

Vorteil der Vergangenheit

„Alles war früher schlechter“, fällt dem „Spiegel“ jetzt ein,
um sich der Pflicht des Denkens zu entheben.
Doch so ganz wahr kann das nicht sein,
denn früher hat’s den „Spiegel“ nicht gegeben.

***

Die besondere Lüge

Dass die Presse meistens die Wahrheit berichtet
ist eine ihrer größten Lügen,
die mit Vorliebe aufrechte Denker vernichtet,
wenn sie sich dem System nicht fügen.

***

Überflüssig

Ein Arzt sprach zum „Spiegel“-Mann voller Gram:
„Sie sind krank, weil ihnen die Seele abhandenkam.“
Da sprach der „Spiegel“-Mann:
„Sie sollen keine Reden schwingen,
mich zu behelligen mit unwichtigen Dingen!“

***

Die „Wahrheitspresse“

Als ein Mann völlig devot
den „Spiegel“ „Wahrheitspresse“ nannte ohne Rüge,
da lachte sich die Wahrheit tot,
und übrig blieb nur noch die Lüge.

Das ist natürlich übertrieben.
Denn gegen die Macht und der Mächtigen Lehren
können Menschen, die die Wahrheit lieben,
auch in den schlimmsten Zeiten aufbegehren.

Ohne sich selbst zu hinterfragen,
pflegt der „Spiegel“ in furchtbarer Wut
gleichsam die Wahrheit totzuschlagen
und nennt die Feigheit auch noch Mut.

Denn diese hohlen Zeitgeistknechte
führen nur von früh bis spät
gegen „die Rechten“ Scheingefechte,
um zu verschleiern die Realität.

***

„Spiegel“-Bekenntnis

Es sind wieder Menschen ermordet worden,
was wir verurteilten in hartem Ton.
Das einzige, was wir ermorden,
sind Wahrheit, Anstand und Nation.

***

Der „SpiegeI“-Mann vorm Himmelstor

Es bekannte vor den Himmelstoren
ein „Spiegel“-Mann ganz ohne List:
„Mein Gewissen hab‘ ich früh verloren,
doch habe ich es nie vermisst.

An Moral und geistiger-Tiefe gemessen,
bin ich kein guter Pressemann gewesen.
Der Lüge diente ich nur wie besessen.
Kein Wahrheitssucher muss den ‚Spiegel‘ lesen.

So dienten wir wie die dümmsten Lakaien
nur den Mächtigen im Staat
Das Volk dem Untergang zu weihen,
beging man Vaterlandsverrat.

Wir waren für die Wahrheit nicht geboren
und haben über Denker nur gelacht.
Und ich bekenne vor den Himmelstoren:
Wir richteten uns ewig nach der Macht.“

So hat ein „Spiegel“-Mann vorm Himmelstor gesprochen,
der in Erfolg und Geld nur sah den Sinn.
Die Engel haben schnell mit ihm gebrochen.
Er vegetiert in dunklen Sphären nun dahin.

 

(Quelle: Markus Mynarek, Wider Mainstream und Gutmenschen – Ironisch-Humoristisch-Satirisch -,
Staats-, Medien- und Gesellschaftskritik, Alitheia Verlag 2019, S.49 ff.)


Zu dieser Kolumne:
(edit: parkwaechter)

Wer nicht genügend Galgenhumor besitzt, der könnte sich ja in der Tat die Haare raufen über die Produkte derjenigen deutschen Presse, die laut Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow „die bösartigste überhaupt“ ist (Quelle: DiePresse). Auch nach Einschätzung von Peter Sloterdijk ist heute „der Lügenäther so dicht wie seit den Tagen des Kalten Kriegs nicht mehr“, dem Journalismus attestiert er „Verwahrlosung“ und „zügellose Parteinahme“. Sloterdijk: „Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“

Einer, der sich mit der Verwahrlosung derjenigen Zunft, die man noch vor wenigen Jahrzehnten als „Vierte Macht im Staate“ bezeichnet hat, nicht widerspruchslos abfinden möchte, ist der Literaturwissenschaftler Markus Mynarek. In seinem neuen Gedichtband „Wider Mainstream und Gutmenschen“ nimmt er den poetischen Kampf mit manch widerspenstigem Sofamonster und Schreibtischtäter auf. Mit besonderer Vorliebe blickt der Autor dabei in den Relotius-Narrenspiegel als repräsentatives Beispiel dafür, wohin es der deutsche Qualitätsjournalismus heute gebracht hat.

Aus diesem Köcher werden wir mit freundlicher Genehmigung des Autors in loser Folge einige Streiflichter veröffentlichen bzw. einige Pfeile in Sloterdijks „Lügenäther“ hinausschießen.

***
Tip: Das Buch ist amazonvermeidend bestellbar bei alitheia-verlag.de.

 

Spiegel, Spieglein an der Wand … (1) – Wer ist der stolzeste Kater im ganzen Land?

Titelbild Lügenpresse mainzfreetv_bodos

Wer nicht genügend Galgenhumor besitzt, der könnte sich ja in der Tat die Haare raufen über die Produkte derjenigen deutschen Presse, die laut Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow „die bösartigste überhaupt“ ist (Quelle: DiePresse). Auch nach Einschätzung von Peter Sloterdijk ist heute „der Lügenäther so dicht wie seit den Tagen des Kalten Kriegs nicht mehr“, dem Journalismus attestiert er „Verwahrlosung“ und „zügellose Parteinahme“. Sloterdijk: „Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“

Einer, der sich mit der Verwahrlosung derjenigen Zunft, die man noch vor wenigen Jahrzehnten als „Vierte Macht im Staate“ bezeichnet hat, nicht widerspruchslos abfinden möchte, ist der Literaturwissenschaftler Markus Mynarek. In seinem neuen Gedichtband „Wider Mainstream und Gutmenschen“ nimmt er den poetischen Kampf mit manch widerspenstigem Sofamonster und Schreibtischtäter auf. Mit besonderer Vorliebe blickt der Autor dabei in den Relotius-Narrenspiegel als repräsentatives Beispiel dafür, wohin es der deutsche Qualitätsjournalismus heute gebracht hat.

Aus diesem Köcher werden wir mit freundlicher Genehmigung des Autors in loser Folge einige Streiflichter veröffentlichen bzw. einige Pfeile in Sloterdijks „Lügenäther“ hinausschießen.

Beginnen wir also mit Numero Uno – dem Kampf mit einem unbezähmbaren Schreibtischtiger, an dem wohl selbst Herkules verzweifelt wäre …

Kater Strolchi – der stolze Kämpfer

Ein kleiner Kater, selbstbewusst,
war kaum zu zähmen in der Wut.
Dann war er voller Kampfeslust
und voller Kampfesmut.

Dann fauchte er den Menschen an,
der ihn zu etwas wollte zwingen.
Und fing er mal zu toben an,
war es zumeist ein schweres Ringen.

Dann wurde gleich zum Tiger er,
der sich auf Menschen stürzt,
fiel ihm kein lautes Knurren schwer,
mit Angriffslust gewürzt.

Dann ging er auf den Menschen los,
der ihn vom Schreibtisch wollt‘ vertreiben
Und dieser Arme wollte bloß
an seinem eignen Tische schreiben.

Dann knurrte er und fauchte er
und steigerte den Zorn,
und um sich schlug er immer mehr,
die Kralle war ein Dorn.

Und wollte jemand sich erlauben,
ein Heft, auf dem er lag, zu nehmen,
war er empört, als wollt‘ man’s rauben,
und wollte sich nicht fortbequemen.

Zwischen die Tatzen hat er dann
meinen Arm genommen,
in den zu beißen er begann,
wenn in Rage er gekommen.

Um sich schlug er voller Wut,
wollte nicht heruntersteigen
und in seines Zornes Glut
niemals ‚falsche Demut‘ zeigen.

So trotzte er des Menschen Macht,
unerschrocken, tigergleich,
auf Unterwerfung nie bedacht,
wie der Leu in seinem Reich.

So kämpften wir oft lange Zeit.
Ich hab‘ mich sehr bemüht,
doch kam ich damit selten weit,
wenn Zornesfunken er versprüht.

Meine Hände habe ich
mit den Ärmeln gern geschützt.
Dann war er richtig ärgerlich,
und es hat mir nichts genützt.

So hat er umso härter dann
und aggressiver zugeschlagen,
so dass ich nichts dadurch gewann,
als neue Wunden zu beklagen.

So hab‘ ich häufig aufgegeben,
war ich doch nicht in der Lage,
ihn von meinem Tisch zu heben.
Er blieb Sieger ohne Frage.

Er war ein liebes, braves Tier,
und hübsch war sein Gesicht:
Befehlen ließ er sich von mir
und meistens auch von andern nicht.

 

(Quelle: Markus Mynarek, Wider Mainstream und Gutmenschen, Alitheia Verlag 2019, S.84f.)

Tip: Das Buch ist amazonvermeidend bestellbar bei alitheia-verlag.de.

Titelbild: mit freundlicher Genehmigung von Bodo Schickentanz/Mainz Free TV

edit: parkwaechter

Human Connection – Über Biodiversität und Vermassung

Obwohl sich dort in Zukunft womöglich nur noch ein paar Sitzengebliebene tummeln werden, die Katzenfotos und Angela Merkel-Devotionalien austauschen, so sind Facebook und Youtube ja derzeit noch Quasi-Monopolisten in der Social Media Landschaft – und nutzen diese Monopolstellung auch schamlos aus: Es wird auf Biegen und Brechen gelöscht und zensiert wie in schwärzesten, vergangen geglaubten Zeiten der Geschichte. Beiträge und Videos, die nicht dem entsprechen, was der Dichter Vaclav Havel als „Lebenslüge“ bezeichnet hat und was uns eine Legion an PR-Professionalisten heute gemeinhin als „das Gute und Gerne Leben“ verkauft, müssen damit rechnen, als „Hate Speech“ gelöscht zu werden. Unerwünschtes, das man mangels Gründen nicht löschen kann, wird durch Shadowbanning-Techniken von der Bildfläche verbannt oder in die Bedeutungslosigkeit downgerankt. Manchmal versagen diese Zensur-Algorithmen jedoch, z.B. wenn bei Videobeiträgen mit über 300 Kommentaren und noch viel mehr Likes als Aufrufzahl Null angezeigt wird – so nach dem Motto: „Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen!“. Viele regierungskritische Autoren, die sich über die Jahre hinweg eine beachtliche Anzahl an Followern aufgebaut haben, sind durch solche Praxis und in Serie verhängte 30-Tage-Sperren inzwischen zermürbt und nahe daran, aufzugeben. Doch auch wortgewandten Autoren, die es bisher verstanden haben, Kritik an der neoliberalen Regierungsagenda in solch eloquente und ironische Worte zu kleiden, dass sie nicht unter den Tatbestand „Hate Speech“ subsumierbar waren, kann es nun an den Kragen gehen. Youtube/Google hat angekündigt, Konten und Kanäle zu entfernen, wenn der Konzern der Ansicht ist, dass diese kommerziell nicht rentabel („wirtschaftlich nicht tragbar“) sind.

Wer sich also nicht ganz aus dem öffentlichen Diskurs verabschieden möchte, den uns das Internet ermöglicht hat und sich ins neoliberale Biedermeier zurückzuziehen möchte, der tut also eventuell gut daran, rechtzeitig über Alternativen nachzudenken. Denn genauso wie regierungskritische Stimmen früher auf Nimmerwiedersehen „abgeholt“ werden konnten, so muss man heute damit rechnen, dass das eigene Profil auf FB und YT  plötzlich weg ist. Denn die Polit- und Medienmächtigen haben bereits zu verstehen gegeben, dass sie ihre Meinungshoheit nicht kampflos abgegeben wollen. Zum Zwecke der Verteidigung dieser Meinungshoheit haben sie auch entsprechende Profis in ihren Sold gestellt, die das ABC der Zersetzung und des Manufacturing Consent schon zu Zeiten des Überwachungsregimes der Stasi virtuos beherrscht haben. Von diesen ist z.B. die ehemalige Stasi-Mitarbeiterin und Chefin der „Amadeu Antonio Stiftung“, Anetta Kahane (Deckname im DDR-Regime: „Victoria) in Wirklichkeit nur eine unbedeutende Randfigur. Es existiert mittlerweile eine ganze Legion an Blockwarten und Zensoren, die moralisch sogar noch viel tiefer gesunken sind als Anetta Kahane und die ganz offen ihre Verachtung für Demokratie und Rechtsstaat ausdrücken – und dafür die volle Rückendeckung der Merkel-/Maas-Regierung erhalten. Es sind inzwischen ganze Tausendschaften an Mitarbeitern, die klassische Stasi-Tätigkeiten ausführen und damit das Fundament unserer rechtsstaatlichen Demokratie aushöhlen, natürlich wie immer mit den schönsten Worten, um die man in einer Zeit, in der alle diese schönen Worte von Demokratie, Liberalismus etc. „mit Null multipliziert und daher der Menschheit geraubt wurden“ (Frank Schirrmacher), nicht verlegen ist. Da der Staat offiziell keine Zensur ausüben darf, lagert man diese Tätigkeiten einfach in privatwirtschaftliche Gefilde aus, z.B. an die Bertelsmann-Tochter Arvato, die alleine in Berlin und Essen mit über 1200 Mitarbeitern (Stand: Sept. 2018) Facebook von ungebührlichen Stimmen sauber hält.

 Eine Alternative zum politisch-medialen Meinungsmonopol ist nun rechtzeitig vor Ladenschluss online gegangen: Das schon seit längerem u.a. in einem Interview bei KenFM angekündigte „Human Connection“. Dabei hat sich der Friedensaktivist Dennis Hack mit einem Team an Programmierern ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: eine gemeinnützige, sich selbst organisierende und sozial agierende Plattform, in der das Prinzip Kooperation statt Konkurrenz gilt. Zensur sowie das Ausspähen und kommerzielle Verwerten unserer Daten, wie dies von Facebook, Google und Co. als Gegenleistung für unsere Teilnahme an ihrem Geschäftsmodell eingefordert wird, sollen tabu sein.

Der Human Connection-Gründer Dennis Hack hätte als Nachfolger eines schwäbischen Familienunternehmens ein bequemes Leben führen können, ist jedoch ein hohes unternehmerisches und finanzielles Risiko eingegangen (die Plattform muss jeden Monat über 20.000 Euro an Spendengeldern lukrieren, um existieren zu können), um dasjenige zu realisieren, was er in einer zunehmend von Kriegsgefahr und Zerrüttung bedrohten Welt als notwendig ansieht: Ein soziales Netzwerk, in dem das Denken weiterhin frei bleibt.

Nach Jahren an Entwicklungsarbeit und Durststrecken, die das Projekt beinahe zum Scheitern gebracht haben, ist es nun also online. Was kann man dazu sagen? Nun, im Vergleich zu Facebook (zu dessen Nutzung der Psychiater Dr. Spitzer ja mit eindeutigem Studienmaterial betreffend Suizidalitätssteigerung aufwarten kann) wirkt die Bedienungsoberfläche von Human Connection hell und sympathisch, der Umgangston weitgehend konstruktiv. Eine erste Sichtung zeigt einen Fundus an durchwegs anregenden Beiträgen zu Kreativprojekten, Meinungen, politisch-gesellschaftlichen Essays, Links zu bekannten alternativen Medien, Gedichten etc. Obwohl man auf möglichst neueste Servertechnik gesetzt hat, kann man mit Milliardenkonzernen in Silicon-Valley in Sachen Technik natürlich nicht ganz mithalten.  Für manche also womöglich ein Ärgernis, nach meinem Erleben jedoch eines der womöglich bedeutendsten  Positiva der Plattform: Die Latenzzeit von einigen Sekunden, die nach Anklicken eines Beitrags oder Kommentars vergeht, bis dieser vollständig am Bildschirm erscheint. Nach meinem Dafürhalten sollte dieses „Feature“ unbedingt beibehalten werden, da es die Social Media Kommunikationskultur in der Tat revolutionieren könnte:

Denn wenn man einen Kommentar gelesen hat, kann man nun nicht mehr sofort aus dem Bauch heraus vom Standpunkt seiner weitgehend vorgefassten Meinung  „zuschlagen“, sondern man muss nun zumindest zwei Atemzüge Luft holen – ein kurzes Momentum, das aber entscheidend sein kann, um gewohnte Kreisläufe zu durchbrechen und etwas unter Einsatz eines neuen Gedankens frisch zu greifen, anders  als es einem die aus dem Bauch aufsteigende, auf der Festplatte des Alten abgespeicherten Emotionen  suggerieren möchten: auf das gerade Gegenwärtige, in Wirklichkeit immer neue und individuelle Gegenüber gerichtet. Dass das schnellfertige Reagieren aus gewohnten Gefühlen und Bauchstrukturen – die immer aus dem Alten stammen und daher nicht fähig sind, etwas wirklich Neues zu schaffen bzw. Umstände zu verändern – zu keinem Fortschritt führt, kann ja inzwischen jeder erleben (dass all diese angelegten Gefühle und Meinungen, auf die wir so sehr beharren,  übrigens zum überwiegenden Teil gar nicht unseren wahren eigenen Anliegen als individuelle Persönlichkeit entsprechen, sondern – und das ist sehr optimistisch geschätzt – zu über 80% von medialen, gesellschaftlichen und während der Erziehungszeit genossenen Autoritäten angelegt wurden, lasse ich jetzt mal beiseite, dazu ein andernmal mehr). Jedenfalls könnte eine Kommunikationsplattform, die es dem Gedanken ermöglicht, einzugreifen, bevor die in der Gewohnheit angelegten Sympathien und Antipathien die vollendete Regie ergreifen, in der aktuellen Social Media  Diskussionskultur in der  Tat einen wertvollen Beitrag geben.

Natürlich darf sich auf Human Connection niemand das Paradies erwarten. So wie überall gibt es natürlich auch dort Trolle und Saboteure, die verhindern wollen, dass das zur Formulierung gelangt, was ihr bisheriges Weltbild ins Wanken bringen könnte. „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ – mit dieser Mission sind natürlich auch die Mitglieder der Gwup/Psiram/Skeptiker-Bewegung in das soeben erst aus der Taufe gehobene Human Connection eingedrungen, um dort in gewohnter Manier zu pöbeln und zu prügeln. Man vergönne ihnen diesen Sport. Solange die Gwupper, die nun auch als politische Partei firmieren (siehe „Die Hexenjagd von Darth Vaders Humanisten“) noch nicht aus der Evolution ausgeschieden und auf ihrem transhumanistischen Todesstern ihr Dasein fristen müssen, wo sie sich dann fernab des Sonnenlichts selbst auffressen müssen, solange wollen sie eben noch von der Möglichkeit Gebrauch machen, ausgiebig in Nachbars Gärten zu wildern und mit ihren Vereins-Schrotflinten durch die Gegend zu ballern. Ja, sind lästig, aber jeder, der diesen Gesellen in den Weiten des WWW begegnet, hat ja mittlerweile auch gelernt, sich von Sheldon Coopers „streng wissenschaftlichen“ Kumpels nicht verwickeln zu lassen und die Trolle nicht zu feeden. Man darf die Gwupperei also durchaus sportlich sehen. Außerdem: Was wäre der Film Herr der Ringe ohne die „Orcs“? So bleibt eben Dynamik im Spiel und das Konstruktive kann angesichts von Niedertracht und Ignoranz umso heller in Erscheinung treten.

Obwohl sich die Gwup-Trolle auf eine „evidenzbasierte“, rein naturalistische Weltsicht berufen, haben sie leider nicht verstanden, dass Ökosysteme einer möglichst großen Diversität und Artenreichtums bedürfen, um stabil zu bleiben. Auch dass Monokulturen nur zum Preis der totalen Erosion und Vergiftung des Bodens aufrechtzuerhalten sind, aber trotz allen noch so gewaltigen Technologie- und Pestizideinsatzes letztlich doch kippen, wird man denjenigen, die der Ideologie von Pinker, Dawkins, Schmidt-Salomon & Co. folgen, vergeblich erklären. Zu süß ist der Mylab-Genlab Science Buster Traum, den sie träumen.

Wie groß die Diversität der Welt und auch der menschlichen Individualitäten in Wirklichkeit ist, kommt jedenfalls in einem netten Gedicht zum Ausdruck, das ich bei meinem Erkundungsstreifzug durch „Human Connection“ als einen der ersten Beiträge angeklickt habe – auch, in welchem Weltgeschehen wir uns gerade befinden. Welche der nachfolgend aufgezählten Herangehensweisen an das Weltgeschehen der Einzelne wählt, steht jedem frei. In der Wahl besitzt der menschliche Wille bekanntlich vollkommen freie Hand. Nur im Tragen der Folgewirkungen seiner Wahl dann eben ganz und gar nicht mehr.

Bild (Papagei): Pixabay/CC0
Bild (Gwupaffen): Pixabay/mod. cc by parkwaechter/CC0


(Text übernommen mit Genehmigung von Raimundo Germandi – wer dem Dichter auf Human Connection folgen möchte, kann das hier tun)

Haltung zum Weltgeschehen

Der Prophet warnt vor dem Untergang.
Der Sensible wittert schon früh die Gefahr.
Der Narr mahnt so früh, dass ihn noch keiner ernst nimmt.
Der Intelligente erkennt den Handlungsbedarf selbst.
Der Denker überlegt sich die Konsequenzen.
Der Weise rät zur Besinnung.
Der Schamane meditiert.
Der Konstruktive plant eine Gegenstrategie.
Der Forscher strebt nach revolutionären Erkenntnissen, die neue Wege ermöglichen.
Der Entwickler perfektioniert akribisch die Technik weiter.
Der Physiker misst gründlich alle relevanten Kenngrößen.
Der Mathematiker berechnet Statistiken.
Der Kreative erfindet Umgehungswege und Ausdrucksmittel.
Der Autor formuliert erhellende Texte.
Der Dichter schreibt und schreibt.
Der Soziale kümmert sich um Schwächere.
Der Künstler malt für den Frieden.
Der Musiker besingt die Liebe.
Der Lehrer leitet dazu an, sich Voraussetzungen anzueignen.
Der Erfürchtige betet.
Der Demütige dient von nun an freiwillig seinen Nächsten.
Der Freund verbringt möglichst viel Zeit mit Gleichgesinnten.
Der Schwache leidet unter dem Druck des Stärkeren.
Der Chirurg operiert selbstbeherrscht nach Prioritäten.
Das Militär interveniert.
Der Kennende weist auf Aufklärungsvideos unter YouTube hin.
Der Einfühlsame ist jedem ein Freund.
Der Informierte reproduziert so gut er kann.
Der Wissende erklärt, wie es dazu kam.
Der Wichtigtuer plappert ihm alles nach.
Der Genießer trinkt weiter sein Bier.
Der Arrogante lacht die anderen aus.
Der Ignorante lässt sich nicht stören.
Der Angeekelte wendet sich wortlos ab.
Der Offene hört sich jede Meinung an.
Der Journalist fährt grundsätzlich zur Quelle.
Der Reisende freut sich des Lebens.
Der Hochgeistige interpretiert auf Entsprechungsebenen.
Der Schaulustige will alles gesehen haben.
Der Einsichtige ist reumütig und kehrt um.
Der Barmherzige verzeiht seinen schlimmsten Feinden.
Der Ehrliche sucht den Fehler bei sich selbst.
Der Geduldige hört zu.
Der Zuversichtliche hofft – begründet oder unbegründet – weiter.
Der Naive ahmt ihm nach.
Der Gläubige vertraut auf Gott.
Der Betroffene schreit aus Not, Angst oder Schmerz.
Der Skeptiker zweifelt an jedem Hinweis.
Der Gefolterte wartet auf seinen Tod.
Der Euphoriker übertreibt schon im Ansatz.
Der Beständige gibt nicht auf.
Der Verantwortliche prüft und sucht Beweise.
Der Soldat kämpft aus Überzeugung.
Der Pflichtbewusste tut nur seine Arbeit.
Der Zyniker stichelt, weil er die Wahrheit nicht aushält.
Der Zuverlässige kontrolliert, ob auch alles seine Richtigkeit hat.
Der Besserwisser weiß es besser.
Der Geschwätzige hört sich am liebsten selbst reden.
Der Labile weiß nicht mehr weiter.
Der Starke sucht neue Wege.
Der Sportler trainiert, damit er am Tag X eine gute Kondition hat.
Der Vater schützt seine Familie.
Die Mutter schützt ihre Kinder.
Das Kind ist völlig abhängig und braucht als erstes Hilfe.
Der Globetrotter überlebt, weil er gut vorbereitet ist.
Der Beauftragte tut alles für seinen Geldgeber.
Der Verzweifelte gibt auf.
Der Späher kennt kein Gewissen.
Der Erpresste handelt aus Angst so, wie es ihm vorgegeben wird.
Der Schüchterne lässt alles zu.
Der Aufgeregte empört sich.
Der Blinde ahnt nichts.
Der Vergessliche kann sich nichts merken.
Der Feuerwehrmann löscht, wenn es brennt.
Der Kriegslüsterne muss kämpfen.
Der Manipulierte meint die Wahrheit gesagt zu bekommen.
Der Aufgehetzte kennt nur Hass.
Der Dumme versteht überhaupt nichts.
Der Aufständige zeigt Präsenz und Courage.
Der Abgestumpfte spürt seinen Schmerz nicht mehr.
Der Zähe setzt sich immer wieder auf sein Pferd.
Der Resolute setzt sich überall durch.
Der Korrupte missbraucht die Situation.
Der Geizige giert nach Mehr.
Der Neider missgönnt den Erfolgreichen ihren Erfolg.
Der Gutmütige findet immer eine beschwichtigende Erklärung.
Der Egozentriker nutzt die Gelegenheit, sich ins rechte Licht zu setzen.
Der Feige flieht.
Der Ängstliche erstarrt vor innerer Panik.
Der Humorvolle findet immer etwas zu lachen.
Der Gelassene trinkt seinen Tee und wartet erst einmal ab.
Der Mächtige triumphiert und reibt sich die Hände.
Der Übermächtige beherrscht selbst die Mächtigen durch polarisierende Spaltung.
Der Kluge bestellt sein Feld.
Der Unselbständige fühlt sich total ohnmächtig.
Der Kranke ist mit sich selbst beschäftigt und hat keine Kraft etwas zu tun.
Der Abgelenkte schaut immer dorthin, wo sich etwas besonders schnell bewegt.
Der Tote steht nicht mehr auf.

Der Leser ordne sich ein.

 

Endlich … das Gute und Gerne Leben für Jeden?

167 zug pixabay

In jüngster Zeit konnte man in der überhitzten Klimadebatte zum Glück auch einige angenehm deeskalierende Stimmen vernehmen, die uns zur Erinnerung brachten, dass man sich auf Seiten neoliberaler Machtstrukturen ja gerade diebisch freuen muss, wenn sich kluge Köpfe innerhalb der alternativen Medien und der Friedensbewegung, die bislang Freunde und Partner waren, nun in verbissenen Grubenkämpfen aufreiben.

In diese gerade abschwelende Kontroverse wurde nun von ganz unerwarteter Seite wieder Öl ins Feuer gegossen. In einem – zweifellos wohlmeinenden – Interview auf Rubikon mit Jens Wernicke verlässt Prof. Mausfeld, der streitende Pole bisher immer angenehm souverän von einer Art Meta-Ebene aus betrachtet hat (und damit in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht  umso mehr Klärung bewirken konnte) nun seine gewohnte objektive Position und zeigt sich durchaus parteiisch. Mausfeld  bringt zum Ausdruck, dass auch er keine Geduld mehr mit der Gegenbewegung zur derzeit herrschenden Klimabewegung habe, er die „Heftigkeit und momentane Breitenwirkung dieser Gegenbewegung“ nicht verstehe. Dass „subjektiv überzeugte Teilzeit-Hobby-Geophysiker ihre Intuitionen gegen wissenschaftliche Einsichten geltend zu machen suchen“ sei auch „kognitionswissenschaftlich nicht ganz einfach zu erklären“. Mausfeld führt dabei ein quantitatives Argument ins Feld, das man von jemandem, der bisher aufgrund kritischer Analyse befundet hat, nicht erwartet hätte: dass es bezüglich der Klimadebatte einen deutlichen „Konsens der relevanten Forschergruppen“ gebe und „die wissenschaftliche Interpretationslage außergewöhnlich einhellig“ sei.

Rubikon-Chefredakteur Jens Wernicke, ein in Sachen Manipulationstechniken und medialem Meinungsmanagement an sich ebenfalls geschulter und erfahrender Kopf (Autor des Buches „Lügen die Medien?“), bestärkt Mausfeld noch in seinem Unbill und bezeichnet die  Kritiker der derzeit herrschenden Klimabewegung als „Astroturf-Bewegung“, für die es „keinerlei wissenschaftlichen Spielraum“ gebe.

Angesichts der drohenden Zerstörung unserer Lebensgrundlagen kann man die Vehemenz, mit der sich Wernicke und Mausfeld nun zu positionieren versuchen, durchaus verstehen, insbesondere, da ja heute jeder im öffentlichen Diskurs stehende Mensch gerade massiv gedrängt wird, sich im aktuellen Klimakampf zu „positionieren“. Wer das nicht tut, dem wird schnell AfD-Nähe, Rechtslastigkeit, Irrationalität oder Schlimmeres unterstellt.

In den sozialen Netzwerken und alternativen Medien flammen nun die soeben erst ein bisschen zur Besinnung gekommenen Grubenkämpfe wieder neu auf. Sogar heftiger denn je, sodass man im Vergleich dazu die Bomben- und Granteneinschläge von Erdogans aktueller Offensive im Norden Syriens fast schon wie belangloses Hintergrundrauschen wahrnimmt. Auch alle anderen Probleme in unserem unmittelbaren Umfeld, die uns bis vor Kurzem noch intensiv beschäftigten, sind wie vom Tisch. Sogar innerhalb der alternativen Medien wird nun der „Kampf gegen Rechts“ und gegen die „Querfront“ ausgerufen. Dass die Doomsday Clock inzwischen auf zwei Minuten vor Mitternacht, i.e. den nuklearen Holocaust gestellt wurde, juckt kaum noch jemanden, alle starren jetzt auf die Klima-Uhr, die gnadenlos tickt. Da uns laut dieser Uhr nicht mehr viel Zeit zum Handeln bleibt, ist man zu allem entschlossen. Unter dem Header „UNITE BEHIND THE SCIENCE“ sollen nun nicht mehr dumme Politiker, die von noch dümmeren Wählern gewählt werden, Entscheidungen treffen, sondern konzernwirtschaftlich (pardon: „wissenschaftlich“ natürlich) akkreditierte „Experten“ sollen jetzt alles regeln (siehe auch Norbert Häring: „Der Griff der Konzerne nach der Weltherrschaft“).

Und während gerade unglaublicher sportlicher Ehrgeiz entfaltet wird, um dem anderen seine „Unwissenschaftlichkeit“ nachzuweisen (notfalls auch mit Links zu „Faktencheck“- und Inquisitionsplattformen, von welchen man selbst diffamiert wird),  kann einen das unheimliche Gefühl beschleichen, dass wir alle nur wie Ameisen auf einem Schienengleis sitzen, auf dem gerade eine gewaltige Megamaschine heranrollt, die alles über den Haufen werfen könnte, was wir bisher an zivilisatorischen Verhältnissen gewohnt waren.

Ich habe bei der ganzen Diskussion jedenfalls das ungute Gefühl, dass sich die Global Governance-Strippenzieher (siehe „United into Great(a) Desaster“) gerade genüsslich amüsieren, wenn nun sogar im alternativen Lager der „Kampf gegen Rechts“ ausgerufen wird (wie uns Prof. Mausfeld früher ja erklärt hat, ein „Fake-Kampf“, der von den wirklichen Problemen, die uns derzeit bedrohen, ablenken soll).

Ich denke auch, dass es den meisten Kritikern der herrschenden Klimatheorie und des Greta/Rezo-Hypes (den „Klimaleugnern“) weniger um die Widerlegung der CO2-Modelle geht, sondern sie ahnen wohl eher das fundamentale Ablenkungsmanöver und die Verkürzung, in der sich jetzt alles auf CO2 fokussiert und alle anderen, wirklich abgründigen Probleme plötzlich von der Bildfläche verschwinden.

Machen wir ein einfaches Gedankenexperiment: Denken wir den CO2-Ausstoß, und auch diese AfD, auf deren Bekämpfung von allen Seiten ja nun schon seit Jahren soviel Energie verwendet wird, einfach weg (und meinetwegen auch dieses EIKE-Institut). Ist unrealistisch, ich weiß, aber nur so als Denkübung: CO2 Emissionen auf Null reduziert und AfD futsch, alle Rechten zum Schweigen gebracht … Sind wir dann wirklich gerettet und ist dann endlich das Gute und Gerne Leben für Jeden da?

Oder sind wir dann womöglich genauso am Arsch bzw. am Abgrund wie derzeit?

Fotos (1 / 2): pixabay/CC0

Self-Debunking 4.0

162 screenshot Facebook MG2


Screenshot von Bundesregierung/Facebook 10.09.2019 (Quellenlink)

Der Professionalität und Raffinesse der politisch-medialen Maschinerie einer Kanzlerin, die es  geschafft hat, eine ganze Nation zu „chloroformieren“ und die mit jedem gesprochenen Wort „Betäubungszonen ausbreitet“ (© Roger Willemsen), werden Historiker und Marketingexperten der Zukunft, die den neoliberalen Holocaust überlebt haben, einmal immer noch ihren Respekt zollen müssen.

Je nachdem, ob man (Galgen-)Humor hat oder nicht, mag man das lustig finden oder auch nicht: Schon seit einiger Zeit beobachte ich mit Verblüffung, wie sich fast in jedem Propaganda-Sujet auch irgendwie die Sache selbst bzw. das Motiv dahinter verrät, wenn man nur genau hinguckt. Auch im jüngsten Shitsheet der Bundesregierung – siehe oben – ist das so: Da steht doch tatsächlich als einer der drei Hauptpunkte zur Frage „Warum zahlen wir Steuern?“: „ZUR LENKUNG VON VERHALTEN“ (sic!)


Nachsatz:

Manipulative Machwerke sollte man niemals einfach so ins Netz stellen, ohne auch die notwendige Portion Gegengift bereitzustellen – gibt sonst innerlich üble Gärungen, Verknorksungen und Kurzschlüsse. Da ich nicht gut und gerne (von Steuergeldern) lebe, sondern selbst und ständig, und daher gerade nicht die notwendige Muße habe, hier eine Ampulle Antidot eines FB-Kommilitonen, der es bereits auf den Punkt bringt:

>> wisst ihr, ich arbeite echt recht hart. und wenn ich mir als kleiner selbständiger jeden monat (bzw. am ende des jahres) anschaue, was mir der staat einfach so wegnimmt… zertrümmere ich regelmäßig vor wut mindestens ein *gestört aber geil*-album. oder zwei.

ich hätte überhaupt kein problem damit, wenn dieses konstrukt namens bundesrepublik meine steuern sinnvollen dinge zuführen würde. eben jene, die die bundesregierung hier so kindgerecht auf facebook aufbereitet: für schulen, für kultur, wasserversorgung, renten, kinder…

so: ist es aber nicht freunde. denn: die größte lüge ist die auslassung.

ich bin echt ein fan dieser alten weisheit. weil eben die wirklich wichtigen dinge die sind, die verschwiegen werden. vor allem: von der propaganda. und so ist der ZWEITHÖCHSTE kostenpunkt in diesem staat: das militär.

und den fakt findet ihr irgendwie nicht im post der bundesregierung. komisch.

schon jetzt gibt die deutsche regierung jährlich 43 MILLIARDEN EURO steuergeld jährlich für den krieg aus. das reicht aber nicht: denn bis 2024 sollen noch viel mehr der hart erarbeiteten steuergelder aller bürger in panzer, flugzeuge und maschinengewehre fließen. und zwar mit einer über 30%-steigerung im vergleich zu heute.

heißt konkret, dass der deutsche militärhaushalt in wenigen jahren bei unfassbaren 85 milliarden euro pro jahr liegen wird. für das komplette ressort *natur, heimat und umweltschutz* gibt deutschland übrigens aktuell jährlich stattliche 2 milliarden euro aus. nur so als sidekick adressiert an die kids, die freitags gerne laut werden.

russland, das größte land der erde, senkte übrigens jüngst erst seine rüstungsausgaben auf 61 milliarden euro. ganz im sinne der strammen altvorderen so mancher regierungsmitglieder werden wir also in dieser hinsicht bald *den russen* überholt haben.

das neue kriegsbudget deutschlands ist mehr als das großbritanniens, mehr als das frankreichs. es wäre der zweitgrößte militärhaushalt innerhalb der nato nach den usa, der anerkannt liebevollsten friedensmacht des planeten und: die höchste ausgabe deutschlands für sein militär seit gründung dieses staates.

AUCH die höchste seit gründung der bundesrepublik ist übrigens: die armutsrate. noch nie waren mehr menschen in diesem land arm. noch nie lebten mehr menschen in diesem land im elend. noch nie hungerten mehr kinder in diesem land. jedes 4. kind in diesem land gilt offiziell als *arm* (im osten ist es jedes 3.). jedes 5. kind geht hungrig ins bett.

aber hey, all das: erzählen euch niedliche social media bildchen der bundesregierung eben eher: nicht. <<

(…)

>> kinderbetreuung, schulen, kultur… oder geht eure kohle doch eher für panzer an der russischen grenze drauf? <<
(Quelle: Markus Gelau / Facebook)

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