Manipulation

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Schiffmann und Eckert zu Aluhut 2020: „Demokratisches Ergebnis manipuliert“ und Antwort von Querdenken 711

„Tod der Demokratie“, Hassmails und Morddrohungen. „Goldener #Aluhut“ eskaliert.

Der satirische Negativpreis hat noch nie so viel Aufmerksamkeit erregt wie in diesem Jahr. Nach mutmaßlichen Spam-Votings und einer Serverattacke wurden alle Nominierten aus der „#Querdenken“-Bewegung disqualifiziert. Die „Querdenker“ wollen das jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Sie seien demokratisch gewählt und ihnen stünden die Preise zu. Sogar das Einklagen der Preise ist angekündigt.

Die Gründerin des Preises, Giulia Silberberger, schüttelt darüber konsterniert den Kopf. Ihrerseits jedoch reitet sie scharfe persönliche Attacken gegen „Querdenker“, spricht von „Blödheit“ und „fehlender Selbstachtung“.

Sputnik-Moderator Benjamin Gollme bringt beide Sichtweisen zusammen. In, leider getrennten, Interviews kommentieren und argumentieren Dr. Bodo #Schiffmann und Samuel #Eckert auf der einen und Giulia #Silberberger auf der anderen Seite.

Und die Antwort von Querdenken 711 auf die Fragen vom RBB

Beantwortung der Anfrage vom RBB zum „Goldenen Aluhut“

Kleiner Versprecher im Video – Preisverleihung ist am 30.10.2020
30.10.2020 18 – 21 Uhr, Karl-Marx-Straße 135 bis U-Bahn Haltestelle „Karl-Marx Straße“. Titel: „Wir bestehen auf demokratische Abstimmungen beim Goldenen Aluhut“.

Wir beantworten die Fragen vom RBB zum „Goldenen Aluhut“. Leider konnte das Interview lt. RBB „aus aktuellen Gründen können wir das Interview heute nicht aufzeichnen.“

Fragen:
– Warum stört es Sie, dass Sie von der Wahl ausgenommen wurden?
– Sie haben angekündigt, am Tag der Verleihung vor dem Heimathafen in Berlin zu protestieren und ihren Preis zu fordern. Haben Sie diese Versammlung schon angemeldet?
– Warum ist es Ihnen wichtig, den „Goldenen Aluhut“ zu bekommen – ich habe den Eindruck, dass der negativ konnotiert ist?
– Sie schreiben auf Facebook, dass Sie „den Goldenen Aluhut gewonnen“ hätten. Und: „Die Demokratie ist abgeschafft.“ Was genau meinen Sie mit dieser Aussage?
– Frau Silberberger hat Sie nach ihren Angaben aus dem Voting genommen, weil „Querdenken-Anhänger Spamvotes abgegeben haben, um sie auf die ersten Plätze zu pushen“ und „DDoS-Angriffe zeitnah dazu stattfanden“. Und auch: „Parallel erreichten mich unzählige Hassmails von Personen, die sich zur Querdenken-Bewegung bekannten (…) Sie wünschten mir u.a. den Tod.“ (Quelle: Facebook: „Der Goldene Aluhut) Dazu nun meine Fragen:
1. Wie beurteilen Sie den Vorwurf von Frau Silberberger, das Voting wäre von Ihren Anhängern manipuliert?
2. Fänden Sie es angemessen, so eine Wahl mit Hilfe von Manipulationen und Spam-Mails seitens Ihrer Anhänger zu gewinnen?
3. Wie stehen Sie dazu, dass vermutlich Anhänger Ihrer Bewegung der Initiatorin des Preises, Frau Silberberger, derartige Mails zukommen lassen, in der sie ihr den Tod wünschen? Haben Sie ihre Anhänger noch im Griff? Haben Sie vor, sich öffentlich sich klar von solchen Aussagen zu distanzieren?

DAVID ICKE TALKS TO FREE SPEECH MEDIA

Die Narzissmus-Wende

Die restriktiven Corona-Maßnahmen sind das sichtbare Zeichen eines kranken politischen Systems.

Ein Standpunkt von Céline von Knobelsdorff.

2017 erschien das Sachbuch „Intuition für Rationalisten. Mehr Wissen für Mutige“, mit dem die Autorin und Psychologische Beraterin Céline von Knobelsdorff erstmalig auf die Wichtigkeit unserer Authentizität hinwies. Das gilt für diese Zeiten unabsehbarer Veränderungen natürlich erst recht. Nicht nur unser persönliches Leben und unsere Gesundheit, sondern auch das Überleben unserer Kinder und der Fortbestand unserer Erde hängen davon ab, wie weit wir Ganzheitlichkeit und innere Stimmigkeit in uns selbst realisieren konnten. Integrität, ein starkes inneres Lot und ein klar ausgerichteter Lebenskompass sind unsere mächtigen Handwerkszeuge im Umgang mit dem kollektiven Narzissmus, der sich heute in ungeahntem Ausmaß zeigt. Die Autorin deckt auf, dass Verhaltensweisen wie das Verlangen nach unbegrenzter Kontrolle dem Symptombild des Narzissmus entsprechen.

Manchmal schließen sich Gedankenkreise, von denen man vorher nicht wusste, dass sie überhaupt Glieder einer Kette sein könnten. Warum mich die Geschichte vom „Herrn der Ringe“ gerade seit Ende vorigen Jahres immer wieder in ihren Bann zog, das enthüllt sich mir jetzt, mit Blick auf die aktuellen Verwerfungen in unserem Land — und auch darüber hinaus.

Marktkonforme Demokratie und marktkonforme Influenzer: Wikihausen #41 (über Impfwahn, Rezo, Walulis & andere wackere Aluhutjäger)

„Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“ —  Joseph Goebbels

Obwohl sich die regierungstreuen Faktenchecker von Correctiv & Co. doch den guten & gernen Kampf gegen Faschismus und Nazis auf die Fahnen geschrieben haben, wird es z.B. auf Facebook umgehend gelöscht, wenn man vorgenanntes Goebbels-Zitat anmahnt. Mein diesbezüglicher Einspruch wurde mit der Antwort „Wir prüfen den Fall“ quittiert. Die Prüfung der anonymen Gilde ergab dann das – von meiner Seite nicht weiter kommentierbare – lapidare Verdikt, dass die Löschung weiterhin als rechtens angesehen werde. Gleichzeitig wurde mein Konto verwarnt, im Wiederholensfalle müsse ich mit längerer Sperre rechnen.

Soll man sich der Lüge, die sich gerade wie ein brennender Hindenburg-Helium-Zeppelin am Firmammant aufbäumt und alle Wahrheit unter sich begraben möchte, nun beugen? Kommt nicht in die Tüte, meint Markus Fiedler, der auf der Brücke seiner Wikihausen-Enterprise auch nach dem Ausscheiden von Dirk Pohlmann weiterhin standhaft die Stellung hält. Da er nicht zu den Drostenvögeln, Tilos, Mailabs und Rezos zählt, die für ihre unbestreitbar pfiffige Leistung mit Grimme- und Medienpreisen überhäuft werden, ist seine Reichweite leider noch begrenzt. Sein Format Wikihausen wird zu späteren Zeiten aber womöglich zu den klassischen zivilbürgerlichen Zeitzeugnissen zählen, in denen dokumentiert ist, wie der Wahnsinn zur Normalität und die Lüge zur Wahrheit erklärt werden konnte, so wie es Orwell vorhergesagt hat – allerdings mit einer smarten, guten&gernen, alternativlosen, wissenschaftlichen und  gleichzeitig kunterbunt spaßigen und evidenzbasiert aufgeklärten Attitüde samt pathetischem Obamasmile-Stirnrunzeln und LED-strahlenden Flipperaugen, wo jeder, der diese Performance nicht restlos cool und abgedreht findet, sich unweigerlich den Arschlochvorwurf einhandelt.

In diesem Sinne wäre es wünschenswert, wenn der Kanal „Wikihausen“ schon jetzt mehr Verbreitung finden würde. Vielleicht kann der Veritas-Shutdown dann ja doch noch abgewendet werden. Denn was den wenigsten bewusst ist, die jetzt in Zeiten der überbordenden Manipulation meinen, dass Widerstand ohnehin nichts mehr bringe: Jede Lüge, die keine Entgegnung findet, breitet sich ungehemmt weiter aus und entwicklet sich zu einer weiteren erstickenden Schicht, die über uns allen lastet. Insofern ist jeder einzelne Nadelstich, der einem Lügen-/Manipulations-Gummikrokodil die Luft auslässt, mehr wert als 100 Grimmepreise.

Danke, Markus Fiedler, für das unermüdliche Waten durch das lauwarm-versiffte Bentoplanschbecken, in dem sich die bunt bemalten Gummikrokodile stapeln und von einer hochprofessionellen Helium-Lachgas-Industrie mit Hochleistungkompressoren aufgeblasen werden, um sie dann als Superspreader-Drachen in den Zenit der Flachbildschirme hochsteigen zu lassen.

Manipulation oder Fehler: Top fünf größte Peinlichkeiten der Qualitätsmedien

Erfundene Protagonisten, manipulierte Bilder, konstruierte Zusammenhänge und durch nichts belegte Behauptungen. Dem gängigen Narrativ zufolge ist das typisch für die Boulevardpresse, aber unvorstellbar in den Qualitätsmedien. Doch die Realität der Medienwelt sieht oft anders aus.

 

 

NARRATIVE

Talk mit Dr. Ren Schlott“

RE-UPLOAD

Ken Jebsen im Selbstversuch: Eine Woche Massenmedien und du bist ein anderer Mensch!

Der Konsum von Medien die nicht den offiziellen Faktencheck bestanden haben führt unweigerlich in gesellschaftliche Abseits. Ist das gesund? Natürlich nicht. Gibt es einen Weg zurück?
Ja aber sich. Ken Jebsen hat den Selbstversuch gewagt und ist begeistert. Eine Woche Dauerkonsum
von klassischen Qualitätsmedien haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Seine Welt ist wieder in Ordnung!
Aber auch Du kannst es schaffen! Wähle die KenFM geprüfte Exit-Strategie und werde wieder Teil der
Masse. Propaganda macht Happy. Die Welt wird einfacher. Und es fühlt sich verdammt gut an!

Wer bildet Deine Meinung? Grundlagen der Manipulation

In einer Demokratie bestimmt das Volk… das sagt zumindest die Theorie. Doch woher weiß das Volk überhaupt was es will? Wie bildet es seine Meinung, die es ab und zu durch Wahlen zum Ausdruck bringt?

Kaum eine Regierung handelt heute noch gegen den Willen des Volkes. Viel effektiver ist es, den Willen des Volkes zu formen. Und dafür nutzen einflussreiche Mächte ihr Wissen über die Psychologie der Massen, die Medien und die wohl erforschten Methoden der Manipulation. Die Wissenschaft der Meinungsformung ist schon über 100 Jahre alt und kein Geheimnis.

Im Interview mit Francine Weidlich von Vivoterra TV erläutert Rico Albrecht in aller Kürze die wichtigsten Grundlagen der Manipulation.

Gesund bleiben im „Lock Down“-Modus – Über Verlust und Wiedergewinnung des Atemraums in der Coronakrise

(Artikel übernommen CC BY 4.0 von politeia.press / Text: Mario E. Nette, Fotos: Creative Commons – no attribution)

In fast stündlichem Abstand werden neue, rigorose Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verordnet. Wie gebannt harren wir den Pressekonferenzen und Entscheidungen von Politikern. Sind wir in dieser Situation nun zum bloßen Zuschauerdasein verurteilt und ist die Lösung der Krise Sache von „Experten“? Dürfen wir uns jetzt in die Hand politischer Maßregelung begeben, der die Bürger ansonsten laut statistischer Erhebungen so wenig Vertrauen entgegenbringen wie noch nie? Oder fordert uns die gegenwärtige Krise nicht geradewegs auf, selbst Regie zu ergreifen und uns zu eigenständigem Denken durchzuringen?

Denn trotz aller staatlich verordneter Schutzmaßnahmen wird von Regierungssprechern offen ausgesprochen, dass die Ausbreitung des Virus damit nur verlangsamt werden könne, ein weiterer exponentieller Anstieg an Neuinfektionen jedoch nicht vermeidbar sei. Nach Einschätzung anerkannter Experten u.a. der Harvard-Universität werde der neue Virus im Laufe der Zeit ca. 60-80% der Gesamtbevölkerung erfassen. Die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus CoV-2  im Vergleich zu bisherigen, saisonal auftretenden Influenza- und Coronaviren wird von Experten kontrovers beurteilt und kann nach derzeitiger Datenlage noch nicht valide abgeschätzt werden (auch den gewöhnlichen Grippeviren werden alleine in Deutschland jährlich zwischen 20.000 und 30.000 Todesfälle zugerechnet; siehe auch eine aktuelle Riskobeurteilung auf swprs.org und euromomo.eu). Was Anlass zur Sorge gibt, sind neben einer erhöhten Übertragbarkeit des Virus u.a. Studien aus China, wonach bei als geheilt entlassenen Patienten mitunter bleibende Lungenfunktionsschäden festgestellt wurden. Zum Nachdenken gibt auch die Schilderung eines Kölner Internisten (siehe Youtube-Interview ab 14:45), wonach eine im führenden medizinischen Journal „The Lancet“ publizierte Coronavirus-Behandlung mit einer fragwürdigen Kombination an immunsuppressiven und zum Teil hochtoxischen Substanzen tödlich verlaufen könne und aus ärztlicher Sicht ein eindeutiger Kunstfehler sei. Auf diese Weise kämen auch vergleichsweise jungen Patienten zu Tode, die gar nicht einer Risikogruppe zugehören und die den Virus ansonsten mit größter Wahrscheinlichkeit überlebt hätten.

Auch gibt es Indizien, dass SARS CoV-2 nicht bloß natürlichen Ursprungs ist, sondern in einem mikrobiologischen Labor hergestellt worden sein könnte (dass derartige Experimente durchgeführt werden, ist aus seriösen Quellen belegt – siehe z.B. eine Publikation im wissenschaftlichen Fachjournal „Nature“ aus 2015: „An experiment that created a hybrid version of a bat coronavirus that causes SARS …“)

Antikörper und Information

Unabhängig von seinem noch ungeklärten Ursprung ist jedenfalls absehbar, dass über kurz oder lang auch unser eigenes Immunsystem vor die Herausforderung gestellt sein wird, den neuen Coronavirus zu bewältigen. Ob das individuelle Immunsystem eines Menschen in der Lage ist, einen Krankheitskeim zu bewältigen oder ob es ihm unterliegt, hängt insbesondere auch von den Informationen ab, über welche die in unserem Blut und Gewebe zirkulierenden T- und B-Lymphozyten verfügen, um maßgeschneiderte Antikörper zu bilden. Sind unserem Immunsystem bestimmte Merkmale körperfremder Stoffe bekannt, dann kann bei Kontakt mit einem Antigen eine effektive Abwehrreaktion und Ausscheidung erfolgen.

Ist es möglich, uns analog zur Funktionsweise des Immunsystems durch richtige Information bzw. innere Haltung auf eine Bewältigung des Coronavirus vorzubereiten?

Während wir zum Thema Coronavirus gerade in einer Informationsflut an Zahlen und Statistiken untergehen, von der in einem Artikel auf Rubikon treffend festgestellt wird: „Die wesentlichen Fragen zu Corona werden gar nicht erst gestellt — sie stünden Profitmaximierung und Grundrechteabbau nur im Weg“, so fehlt es an Informationen, die dem Menschen ein tieferes Verständnis der gesamten Situation ermöglichen und ihm seine individuelle Handlungsfähigkeit wiedergeben.

Im Gegensatz zu den „Lösungen“, die uns derzeit von Politik und Pharmaindustrie in Aussicht gestellt werden, ist eine Bewusstwerdung des übergeordneten Kontextes der aktuellen Krise mühsam. Wer diese Mühe nicht scheut, der kann in einer aktuellen Betrachtung des Heilpraktikers und Buchautors Heinz Grill fündig werden: „Der Coronavirus: Die Auseinandersetzung mit den Ängsten und Suggestionen stärkt die Abwehrkraft“

Krank durch Überfremdung

Nach Ansicht des Autors sei es das manipulative und suggestive Potential unserer Zeit, das den Menschen regelrecht überfremde und in Konsequenz auch krankmache.  – Wobei es aus einer philosophisch-metaphysischen Sicht bereits die grundlegende Lüge unserer Zeit sei, den Menschen auf eine rein materialistische Existenz zu reduzieren und ihm seinen Geist abzusprechen. Auf diese Weise werde der Mensch nicht nur seiner Würde und seines Selbstvertrauens beraubt, sondern auch seiner Fähigkeit zu einer wirklichen Neugestaltung der Lebensumstände. Der Mensch müsse sich dann ausschließlich von den materiellen Umständen, also auch Viren und sonstigen Krankheitserregern determiniert fühlen und vergesse dabei, dass er selbst maßgeblich zu einer Immunstärkung und Bewältigung von pathogenen Einflüssen beitragen könne. Indem der Einzelne nun von Angst dirigiert wird und seine Fähigkeit zu überschauender Bewusstheit und Handlungsinitiative verliert, erschöpfe sich hingegen sein Immunsystem in nicht ungefährlicher Weise. Durch die gegenwärtigen Maßregelungen werde der Mensch in seiner Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Beziehungsmöglichkeit drastisch reduziert. Er sei dann umso mehr auf staatliche und konzernwirtschaftliche Systeme angewiesen, in deren Abhängigkeit er sich begeben muss, um vermeintlich existieren zu können. Obwohl er sich in dieser Hoffnung am fortwährenden Bande getäuscht sieht und die rein profitorientierten und zerstörerischen Motive des neoliberal-konzernwirtschaftlich organisierten Systems inzwischen mehr als offensichtlich sind, wird dem Bürger ein vermeintlich bequemes Bild suggeriert: „Experten“ würden die heute anstehenden Probleme für ihn lösen.

Die Verantwortungsabgabe des Bürgers wird hierbei durch ein psychologisch raffiniertes Ansprechen seines Angst- und Sicherheitsdenkens  erkauft. Doch während es zu den Mechanismen der Manipulations- und Herrschaftstechniken heute bereits umfangreiche und sehr scharfsinnige Abhandlungen gibt (siehe z.B. Prof. Mausfeld: „Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert“), so bleibt die Frage offen, warum so viele Menschen den bereits offenkundig zerstörerischen Machenschaften weiterhin Folge leisten.

In seiner Schrift „Die Gefallsüchtigen“ spricht der ZDF-Reporter Wolfgang Herles von einem unsichtbaren „Deal“ zwischen Herrschenden und Beherrschten: Politiker werden dafür honoriert, dass sie Tabu-Themen, die das bequeme Weltbild der herrschenden Lehre schlichtweg zerstören würden, erkennen und umschiffen (>> Interview Herles bei KenFM). Herles bezeichnet diese trügerische Form der Stabilität als „chronische Ignoranz“, innerhalb welcher die meisten Menschen systematisch belogen werden wollen. Der konsumorientierte Bürger wolle eigentlich mit Politik „in Ruhe gelassen werden“ und Verantwortung abgeben. Aufklärer haben in einem solchen gesellschaftlichen Milieu naturgemäß keinen leichten Stand. Herles:

„Politische Journalisten stören den Seelenfrieden. Vor allem den all jener Personen, deren Zurechtkommen mit der Wirklichkeit ausschließlich auf Selbstbetrug und Selbsttäuschung beruht.“

Dass auch von Einrichtungen führender demokratischer Staaten aktiv in Richtung Betrug und Täuschung der Bevölkerung hingearbeitet wird, wurde von CIA-Direktor William Casey offen zugegeben:

„Wir werden wissen, dass unser Desinformationsprogramm wirksam ist, wenn alles, was die Öffentlichkeit glaubt, falsch ist.“ (William Casey, 1981)

Wer die Analysen von Prof. Mausfeld verfolgt, kommt nicht umhin festzustellen, dass wir diesen von Casey postulierten Zustand nun womöglich erreicht haben. Eine mittlerweile perfektionierte Medien- und Meinungsmaschinerie hilft dabei, diesen Zustand abzusichern und kritische Stimmen auszugrenzen. Gab es im Falle der Zensur von system- und globalisierungskritischen Stimmen bisher doch auch deutliche Kritik, so drohen derartige Stimmen nun mundtot gemacht zu werden. Inmitten eines  zunehmend in den Panikmodus übergehenden Pandemie-

Szenarios kann ein Hinterfragen der herrschenden Meinung schnell als unverantwortliche Gefährdung ausgelegt werden. Geht es jetzt doch um Leben und Tod (als ob das im Gang der Welt nicht auch schon bisher der Fall gewesen wäre) und um die Bekämpfung eines „unsichtbaren Feindes“, wie es der französische Präsident Macron bezeichnete.  Laut Ansage von Macron „befinden wir uns nun im Krieg“. Wer solche Aussagen unwidersprochen entgegennimmt, sollte bedenken, dass in einem Krieg bisher gültige Maßstäbe zivilgesellschaftli

chen Lebens suspendiert sind. Auch wie im Krieg mit „Deserteuren“ und „Wehrkraftzersetzern“ verfahren wird, die sich den Einsatzplänen der Herrschenden entgegenstellen, sollte aus der Geschichte bekannt sein. Im Falle von Frankreich darf sich Präsident Macron bereits freuen: Die sozialen Proteste der „Gelbwesten“, die seine Macht beinahe ins Wanken gebracht haben, werden nun durch rigorose Notstandsverordnungen von den Straßen verbannt. Der Einzelne muss sich in seine Wohnung zurückziehen und dort den Anweisungen der Regierung harren.

In einer lesenswerten Betrachtung stellt der Gefängnispsychologe Götz Eisenberg fest, dass ein von der Regierung verordneter Mundschutz auch ein Maulkorb sei und dass „Chinesische Verhältnisse“ nun auch in Europa nicht mehr fern scheinen (>>Mundschutz und Maulkorb – Vom Doppelcharakter der Prävention“). Eisenberg:

„Man übt Praktiken der präventiven Konterrevolution. Der Virus, um den es letztlich und eigentlich geht, ist der Virus des Aufstands, den die Macht fürchtet wie die Pest.“

Immunsystem und Lüge

In seiner vorgenannten Betrachtung, welche sich insbesondere den geisteswissenschaftlichen Hintergründen der Viruserkrankung widmet, zieht Heinz Grill eine Analogie zwischen der Überfremdung des menschlichen Organismus durch einen Virus und der Überfremdung durch Lügen und Manipulation. Auch letztere setzen sich bis ins Innere des Menschen fort und entwickeln ein pathologisches Eigenleben. Wenn sich der Mensch diesem zwar verdrängten, aber mittlerweile unerträglich gewordenen Zeitgeschehen mutig und erkenntnisfreudig gegenüberstelle, dann könne er die in ihn eingedrungenen schädlichen Wirkungen wieder aussondern. So wie auch das Immunsystem krankmachende Keime unschädlich machen kann, sobald es in der Lage ist, diese anhand geeigneter Codierungen zu identifizieren. Die Immunkapazität reife sogar an einer solchen Auseinandersetzung mit dem Destruktiven und werde dadurch stärker, ein ängstliches Zurückziehen und Nichtbeachtenwollen bewirke das Gegenteil: Der Mensch würde auf diese Weise immer schwächer und apathischer, auch seine Gesundheit werde dabei untergraben.

„Lügen besitzen ihren Charakter in ihrer besonderen heimtückischen Determination, wenn sie auf unbewusste Weise von dem Menschen übernommen werden. Die reife Selbstbestimmung, die mit einer guten und objektiven Vorstellungsbildung ausgerichtet ist, stärkt die Regsamkeit des Immunsystems. Nicht nur den Erregern behagt diese Tätigkeit nicht, es beginnen auch die Lügen, die durch Erkenntnis nach Außen in die Ansicht gerückt werden, zu zappeln. Es ist wie wenn Eis in die Sonne gestellt würde. So wie ein Virus im Inneren schleichend und parasitär arbeitet und in geschwächtem Moment des Menschen überhand nehmende Fremdeiweiße mit nachfolgenden Toxinwirkungen produziert, im gleichen Maße werden heute Menschen von Suggestionen überschwemmt und in verhängnisvolle Zustände geführt. Eine Lüge verträgt keinen objektiven Blick, denn wenn dieser mit seiner Souveränität ihr gegenübertritt, wird die heimtückische Reaktion unterbunden.
(…)
Die Auseinandersetzung mit dem sogenannten Bösen, mit dem Antimoralischen, bildet einerseits eine größte Herausforderung für den Menschen, aber sie beinhaltet andererseits die Möglichkeit, die Immunkraft des phagozytären Systems auf intensive Weise zu fördern. Wenn es dem Menschen gelingt, Vorstellungen aus objektiver Anschauung zu bilden, überschreitet er eine Grenze seines eigenen Körpers und entwickelt daraus langsam und sicher jene Kräfte, die er zu einem selbstbestimmten und freien Leben benötigt. Überreaktionen des Immunsystems, die an den Organstrukturen destruierend arbeiten, treten dann ebenso wenig auf, wie passive Erschöpfungen der zellulären Abwehr. Nicht die Viren sollten die Zellsteuerung im Menschen übernehmen, sondern das reife geschulte und freie Bewusstsein des Menschen. Diese Art von Heilspotential müsste für die Zukunft in breitem Maße gefördert werden.“

Resilienz vs. Vulnerabilität

In der Medizin ist es bekannt, dass die Immunfunktion bzw. die Disposition zu Erkrankung oder zu relativ souveräner Bewältigung eines Krankheitserregers auch eine wesentliche psychosomatische Komponente hat. Bei Menschen, die aufgrund ihrer inneren Einstellung auch inmitten widriger Umstände zu einer Aufrechterhaltung oder raschen Wiederherstellung ihrer Gesundheit fähig sind, spricht man von Resilienz. Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit (Vulnerabilität).

In der Resilienzforschung werden als wesentliche Faktoren „personale, kognitive Faktoren“ genannt, wobei insbesondere „Deutungs- und Sinngebungs-Modelle der Realität“ (Wikipedia) ausschlaggebend seien, ob ein Mensch einer Belastungssituation gewachsen ist oder an ihr zerbricht.

Weitere resilienzfördernde Faktoren wie intakter sozialer Austausch, Angstfreiheit, Selbstbestimmungsfähigkeit („Selbstwirksamkeitserwartung“) sowie Frischluft, Bewegung und Sonnenlicht sind durch aktuell verordnete Maßnahmen stark eingeschränkt. Durch fortwährend verschärfte Bestimmungen zu Quarantäne, Ausgangssperren und Vermeidung des Kontakts zwischen Alt und Jung (auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern sollen bettlägerige Großeltern nicht mehr von ihren Enkeln besucht werden) verbleibt uns womöglich bald nur noch der vorgenannte „personale, kognitive Faktor“, um Resilienz aufzubauen.

Doch was ist unter „personaler, kognitiver Faktor“ konkret zu verstehen? Und wie trainiert man die „personale Deutung und Sinngebung“, zu der dieser personale Faktor, den jeder von uns in sich trägt, fähig ist?

Verlust des Atemraums

In einer weitgehend von ökonomisch-technokratischem Nutzendenken geprägten Zeit, in welcher dieser Faktor gerne wegrationalisiert wird, fällt es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Tiefgründige Denker wie Erich Fromm konstatieren nicht nur ein Verschüttet-Sein dieses personalen Faktors des Menschen, sondern stellen sogar fest, dass gegen ihn heute regelrecht „Krieg geführt“ werde. Denn in einer zu Normierung und Utilitarismus tendierenden Gesellschaft empfinde man ihn als Störfaktor. Gleichzeitig sei er das Wertvollste, was der Mensch als Individuum besitzt.

Es steht zu befürchten, dass dieser personale Faktor durch die rigorosen Einschränkungen der Persönlichkeits- und Freiheitsrechte nun noch weiter unter Druck geraten und in seinem Atemraum beschränkt wird. Wie können wir diesen Atemraum, der uns aktuell nicht nur im metaphorischen Sinne, sondern auch ganz real eingeschränkt wird, wieder erweitern?

Wer in der derzeitigen, von Angst und existenzieller Verunsicherung beherrschten Situation über die Wiedergewinnung des personalen Atemraums spricht, läuft Gefahr, angefeindet zu werden. Denn dieser personale Faktor des Menschseins ist elementar mit den Fragen von Freiheit, Selbstbestimmung und Wahrheit verbunden. Genauer gesagt: Er kann eigentlich nur in einem Klima von Freiheit, Selbstbestimmung und Wahrheit gedeihen. So darf es in einem Zeitalter der massenmedialen Meinungsmanufaktur nicht verwundern, dass man von Seiten der meinungsbildenden Polit-, Wirtschafts- und Medienorgane einer Emanzipation des individuellen Menschen sehr abhold ist und lieber auf „handfeste“ Maßnahmen setzt – Maßnahmen, mit denen der Mensch von obrigkeitlichen Systemen abhängig bleibt und die bei Ausrufung einer Pandemie und des nationalen Notstands wohl kaum jemand zu hinterfragen wagt, ohne sich sogleich dem Vorwurf auszusetzen, ein „Gefährder“ der Volksgesundheit zu sein.

Es sei hierbei nicht in Abrede gestellt, dass Maßnahmen zu Hygiene und einer Verlangsamung der Infektionsausbreitung tatsächlich sinnvoll und angemessen sind. Allerdings besteht nun die ebenfalls reale Gefahr, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird und der von immer mehr Regierungen beschlossene „Lockdown“ nicht nur zu einer Abwärtsspirale und einem Kollaps der Wirtschaft führen wird (deren Stabilität von Ökonomen bisher bereits bei rückläufigen Wachstumsprognosen von nur wenigen Prozent- bzw. Zehntelprozent-Punkten als bedroht angesehen wurde – aktuell sprechen Ökonomen von einem zu erwartenden Einbruch des BIP im 2. Quartal dieses Jahres von 28%), sondern womöglich auch zu einer in Europa bislang nicht für möglich gehaltenen Außerkraftsetzung von Grund- und Freiheitsrechten und autoritären Verhältnissen. Wie der Journalist R. Rottenfußer in einem jüngsten Artikel auf Rubikon ausführt, sind die Bestrebungen zu lückenloser Überwachung und Abbau der Grundrechte mittlerweile unübersehbar:

„Hat die Panik ein gewisses Ausmaß erreicht, wird die Freiheit obsolet, Selbstbestimmung zum unverantwortlichen Risiko für die Volksgesundheit. Dann hat die Macht erreicht, was ihr ohnehin am liebsten ist: ein Volk, das von Angst getrieben seiner eigenen Entrechtung zustimmt.“

Ein Blick in eine in Dänemark vor wenigen Tagen beschlossene Gesetzesnovelle lässt erahnen, in welche Richtung die Reise nun geht, wenn wir nicht wachsam sind. Demnach hat sich die Regierung unter anderem folgende Befugnisse eingeräumt:  Enteignung von Privateigentum, Zwangstestungen, Zwangsbehandlungen und Zwangsimpfungen, die nötigenfalls durch exekutive Gewalt durchgeführt werden. Ein Gesetzesentwurf, wonach die Polizei die Möglichkeit hat, Räumlichkeiten ohne gerichtliche Anordnung zu betreten, wurde vorerst abgelehnt (Quelle: Stern).

Auch die Pharmaindustrie wittert wie bereits zu Zeiten der Schweinegrippe-Pandemie ihre Chance zu astronomischen Umsätzen mit Impfungen, die das Problem lösen sollen – wenngleich das für vormals kerngesunde Menschen mitunter nicht ohne Nebenwirkungen vonstatten geht. So wie etwa bei hunderten jungen Skandinaviern, die im Zuge der Schweinegrippe-Pandemie von 2010 aufgrund einer Impfung, die sie vor der Krankheit schützen sollte, stattdessen unheilbar krank wurden und nun unter Narkolepsie bzw. Schlafkrankheit leiden (Quelle: DiePresse;  vgl. Studie von Keil et al, 2011: „The invention of the swine-flu pandemic”). Zur Erinnerung an die Verknüpfung von Pharmaindustrie und Politik hier ein schon etwas älteres Statement des damaligen deutschen Gesundheitsministers Horst Seehofer (>>Youtube).

Auch die Gelegenheit zur Zentralisierung und Bündelung von Macht erscheint günstig wie noch nie. In einem jüngsten Artikel des Spiegel wird sogar eine bis vor Kurzem noch als Verschwörungstheorie bezeichnete Forderung offen ausgesprochen: „Krisen wie diese bräuchten eine Art Weltregierung.“

Wiedergewinnung des Atemraums

Doch kommen wir zurück auf das produktive Feld der Betrachtung, zur Resilienz und zum „personalen Faktor“ des Menschseins. Ob sich der Mensch dem Coronavirus resilient oder vulnerabel (verletzbar) gegenüberüberstellt, hängt nach Aussage von Heinz Grill im eingangs erwähnten Artikel wesentlich von seiner inneren Aktivität ab.

Zur Erkraftung des Immunsystems bedürfe es geradewegs jener Auseinandersetzung, die heute aus vermeintlicher Bequemlichkeit zumeist vermieden werde: Die Konfrontation mit den Lügen und Manipulationen unserer Zeit. Um diese Fremdeinflüsse aus dem eigenen Inneren zu eliminieren, muss man deren Wirkungsmechanismus verstehen. Dieser ist allerdings einigermaßen raffiniert:

„Die Einflüsterungen der Zeit mit ihren suggestiven Elementen und die Bindungen, die man in sich trägt, gehören in der Regel wie zwei Geschwister zusammen … die Vernunft ist durch die Angstsituation des Verlustes von Bindung vielfach bestimmt. Das Bindungspotential tritt in eine Art unausgesprochene, ungesehene Symbiose mit den Einflüsterungen der Interessenslage der Zeit.“

Diese unterbewusste Kondition – welche auch der Grund dafür ist, dass so viele Bürger Politikern folgen, deren unlautere Motive bereits für jedermann längst offenkundig sind (vgl. dazu oben W. Herles) – sorgt somit dafür, dass wir uns mit krankmachenden Einflüssen, die wir von unserem Innersten eigentlich nicht tolerieren und abwehren müssten, verbinden. Es besteht heute allerdings die große Aufforderung, alte Anlagen zurückzulassen, sich neue Gedanken und Sichtweisen zu erarbeiten und das Leben mit eigenständig formulierten Idealen neu zu formen. Indem man es nun vermeidet, im kollektiv-medialen Suggestivgeschehen mitzuschwimmen, Reservehaltungen und ängstliche Zwänge überwindet und die Auszeit, die uns nun durch Ausgangssperren auferlegt ist, dazu nützt um mit umso größerer Entschiedenheit neue Gedanken und persönliche Ziele zur Erkraftung zu führen (wem dazu die Ideen fehlen: z.B. einfach ein gutes, altes Buch aus dem Regal ziehen) und dabei gegenüber seinem Umfeld bewusst empathisch, wahrnehmend, beziehungsfreudig und interessiert bleibt, der kann seinen Immunstatus gegenüber herandrängenden Viren wesentlich stärken – und nicht nur seinen, auch den seiner Mitmenschen. Wer dies bewerkstellige, habe damit die besten Voraussetzungen für eine stabile Gesundheit und Psyche, auch in Zeiten einer kollektiven Krise:

„Das Immunsystem arbeitet in praktischer Hinsicht immer zur maximalen Wahrung der Integrität des Menschen. Diese Integrität des Menschen bedeutet, dass der Mensch keinesfalls von Fremdem bestimmt wird, sondern dass er sich von dem, was seiner Entwicklung angemessen ist, in das Leben hineinbringen lernt.
(…)
Die Angst in diesem Ausmaße, wie sie unbewusste, ergreifende Reaktionen freisetzt, umhüllt den Menschen wie eine vergiftete Atemluft. Die aufkommenden Reaktionen heißen ja nichts anderes, als dass der Bürger den Mut nicht aufbringt, zu seinem eigenen Potential und zu seiner Fähigkeit, dass er eine Sache objektiv denken, vorstellen und beurteilen kann, zu stehen. (…) Da heute die Wege bestehen, die Menschheit vor der Wirklichkeit abzulenken und sie sogar zu steuern, kann man eine individuelle Erkraftung des Einzelnen verhindern und neue Abhängigkeiten fördern. Der Virus aber ist tatsächlich wie symptomatisch, er übernimmt eine Art Steuerung bis hinein in die Erbstrukturen und der Mensch selbst ist diesem ausgeliefert.
(…)
Nun darf man nicht dem Fehler verfallen und sagen, dass Integrität eine Art Konservierung sei, bei der der Mensch zu alten und scheinbar sicheren Strukturen zurückkehrt. Zur Entwicklung bedarf es immer einer gesunden Anschauungsbildung und einem lebendigen Ablösen von subjektiven Eigenheiten. Er lernt, Urteile und Erkenntnisse zu entwickeln, die er nicht aus seinem Genetischen schöpfen kann, sondern die er in Kraft seiner Auseinandersetzung mit den verschiedenen Phänomenen der Wirklichkeit entwickelt. Er kann dann einen Erreger besser abwehren oder gegenüber diesem souverän bestehen. Wie bildet sich der Mensch seine Vorstellungen? Bildet er sie sich aus wirklicher Anschauung oder übernimmt er die Suggestionen, die ihm eingeflüstert werden und denkt, dass es seine eigenen Überlegungen seien? Zur Heilung einer Virusinfektion muss die Fähigkeit, die mit dem 30. Lebensjahr in die Entwicklung kommt, genützt werden. Der Einzelne lernt, die verschiedenen Verhältnisse eigenständig zu ordnen (…)  dann kommt das, was nicht nach innen gehört, nach außen und das, was gesunderweise von außen herein organisiert werden soll, nach innen und somit entwickelt man eine gesunde Integrität. Solange der Virus über den Körper reaktiv ist, fällt es dem Menschen schwer, eine freie Zukunftsvision zu entwickeln. Er braucht eine weit ausgedehnte Denk- und Vorstellungstätigkeit, die sich nicht aus den Ängsten und Emotionen des Leibes bildet, sondern aus einer freien Tätigkeit des Bewusstseins selbst.“

(Quelle: Heinz Grill – „Der Coronavirus: Die Auseinandersetzung mit den Ängsten und Suggestionen stärkt die Abwehrkraft“)

 

Wikipedia oder Wikihausen? – Dirk Pohlmann über das globale Manipulationsnetzwerk einer atheistischen Sekte (Zensierte Fassung)

Während unsere Qualitätsmedien immer noch weggucken, arbeiten Dirk Pohlmann und Markus Fiedler gerade fast wie im Alleingang einen ungeheuren Skandal auf: Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist gar nicht so frei wie sie erscheint, sondern wird dominiert von einer Gruppe, die Pohlmann als „aggressive, atheistische Sekte“ bezeichnet, die auch vor systematischem Rufmord und existenzieller Vernichtung Andersdenkender nicht zurückschreckt. Diese Sekte kleidet sich in scheinbar wissenschaftliche und fortschrittliche Gewänder, verfolgt jedoch eine radikale Agenda der Gegenaufklärung. Ihr Ziel: Die Austreibung allen Geistes aus der Menschheitskultur bzw. die Heranzüchtung des vollkommen geistlosen Menschen, der in einer „rein säkularen“ Welt unter transatlantischer Ägide nur noch dem technischen Fortschritt und der sozialdarwinistischen Effizienz verpflichtet ist – und natürlich der Meinungshoheit von neoliberalen, demokratiebefreiten „Experten“, die so wie bei Wikipedia alles aus dem Hintergrund steuern, Unerwünschtes von der Bildfläche verschwinden lassen und Erwünschtes als common sense etablieren. Trotz aller Geistlosigkeit will diese Sekte also auch in Zukunft nicht auf das Amt des Hohepriesters verzichten. Im Unterschied zu ihren antiken Vorgängern werden die neuen Hohepriester – ebenso wie ihre die Welt ins transhumanistische Paradies steuernden Algorithmen – zwar allwissend und allmächtig sein, aber eben leider nicht allgütig.

Man könnte den derzeit beobachtbaren Kampf um die mediale Meinungshoheit auch mit den Worten von Prof. Rainer Mausfeld beschreiben: „Wir leben in einer Phase der Gegenaufklärung, die es perfiderweise geschafft hat, sich als Aufklärung zu tarnen.“

Dirk Pohlmann und Markus Fiedler (Autor der mittlerweile vielgesehenen Dokus „Zensur“ und „Die dunkle Seite der Wikipedia“) stellen mit ihrer Arbeit wichtige Meilensteine bereit, um den Marsch in den Grand Canyon, in den uns die „Skeptiker“-Bewegung leiten möchte, doch noch rechtzeitig umzukehren und das Spinnwebgeflecht des manufacturing consent wieder abzustreifen.

Ein fast zweistündiger Vortrag wie nachfolgend mag uns zeitlosen Zeitgenossen etwas lange vorkommen. Aber was sind sind schon zwei Stunden gegenüber einer halben Ewigkeit, die Dantes Eishölle für jeden andauern wird, der in sie abrutscht? Insofern kann man Dirk Pohlmanns Recherchen (die nur die Essenz einer ganztägigen Tagung darstellen) als elementares Rüstzeug ansehen, das sich im massenmedial vernetzten Informationszeitalter wohl jeder Bürger zulegen sollte, der seine Mündigkeit bewahren und inmitten des transatlantisch-neoliberal-nihilistischen Netzwerks seinen Geist nicht aufgeben möchte. Denn wer dieses Netzwerk nicht kennt, wird darin unweigerlich kleben bleiben wie ein argloser Falter in einem Spinnennetz. Im Übrigen: Pohlmanns Präsentation ist ausgesprochen kurzweilig und trotz aller Dramatik sehr motivierend, ebenfalls Stellung zu beziehen und sich aus dem Zugriff eines immer dreister werdenden Ansinnens zu „betreutem Denken“ mutig mit eigenen Gedanken zu emanzipieren. Wer wenig Zeit hat, mag sich evtl. nur die Visualisierung des Skeptizisten-Netzwerks bei Minute 1:00:10 ansehen:


zum Weiterlesen:

Der Psiram Lehrmeister – Massentaugliches Infotainment und marktkonformer Brainfuck

Endzeit-Poesie 4.0: Unser „Ich“ – Staatsfeind Nr.1

„Last Christmas“ – Jahresende und Ausblick auf 2019

 

Update:
Verifiziert – und manipuliert
Ein Artikel von Golem.de

++
Neuer Youtube-Kanal von Markus Fiedler & Dirk Pohlmann zur Aufarbeitung des Wikipedia-Sumpfes:
Wikihausen

Rundfunkgebühr reloaded: Kein Bürgercent für Desinformation und Kriegstreiberei (Erweiterter Klageschriftsatz)

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An das
Verwaltungsgericht Musterstadt
Musterstr. …
12345 Musterstadt

                                        Klage

des Herrn ….

Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt Wilfried Schmitz, Kontaktdaten wie im Briefkopf angegeben

gegen

den (z.B.) Südwestrundfunk / … , vertreten durch den Intendanten …., ….

Prozessbevollmächtigter: nicht bekannt

wegen Anfechtung Bescheid Rundfunkgebühr

Streitwert: um gerichtliche Festsetzung wird gebeten

Namens und mit Vollmacht des Klägers erhebe ich Klage und beantrage zu erkennen:

1.Die Rundfunkgebühren-„Festsetzungsbescheide“ des Beklagten vom … zu Beitragsnummer ….  in Gestalt des Widerspruchs-„Bescheids“ des Beklagten vom …. werden aufgehoben.

2.Die Kosten des Verfahrens trägt der Beklagte.

Eine Kopie des vorgenannten Widerspruchbescheids wird hier als Anlage K 1 übermittelt.

Die nachfolgenden Ausführungen bieten – was vorab klargestellt wird – nur eine kleine Auswahl der Kritikpunkte an, die hier zur Begründung vorgetragen werden könnten. Denn wenn man alle Programmbeiträge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks allein der letzten 5 Jahre, die (auch) der Kläger zwangsweise mitfinanzieren soll und die ihn in seiner Gewissensfreiheit verletzen, hier auch nur benennen würde, könnte man problemlos einen Schriftsatz von mehreren hundert Seiten Umfang einreichen.

Der Schwerpunkt der Klagebegründung findet sich nachfolgend unter Ziff. III.

  1. Der Rundfunkbeitrag verletzt das Recht des Klägers auf informelle Selbstbestimmung und das Recht negative Informationsfreiheit.

Die hierauf gestützte Argumentation wird nicht aufgegeben, auch wenn das BVerfG in seiner Entscheidung vom 18.7.2018 auch insofern eine Grundrechtsverletzung verneint hat.

Das BVerfG hat nunmehr zwar klargestellt, welche Aufgaben der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu erfüllen hat, insbesondere indem er ausgeführt hat (Zitat):

Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden….“

Es hat sich in diesem Verfahren aber nicht ansatzweise damit befasst, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk dieser Aufgabe gerecht wird bzw. ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk diesen Programmauftrag durch tendenziöse Manipulationen in seiner Berichterstattung verletzt.

Dieser Aspekt scheint von den Beschwerdeführern – jedenfalls soweit die Urteilsgründe des BVerfG erkennen lassen – gar nicht vorgetragen und geltend gemacht worden zu sein. Es verwundert aber doch sehr, dass das BVerfG von der massiven öffentlichen Kritik an der Art und Weise, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Programmauftrag verwirklicht, nicht selbst – aus eigener Wahrnehmung – Kenntnis erlangt haben will.

Damit wird in diesem Urteil faktisch die gesamte Kritik, die in unzähligen, im Netz auf diversen Portalen kostenlos für jedermann zugänglichen Beiträgen – insbesondere auch Programmbeschwerden – veröffentlicht worden ist, komplett ignoriert.

Gesellschaftliche Realitäten können aber nicht dadurch beseitigt werden, indem man sie einfach komplett übergeht.

Deshalb wird an der hierzu – auch an dem Beklagten – vorgerichtlich geübten Kritik nicht nur festgehalten. Diese Kritik wird nachfolgend noch ergänzt, um das ganze Ausmaß der regelmäßig geradezu propagandistisch ausgerichteten Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks noch deutlicher zu vergegenwärtigen.

  1. Der Rundfunkbeitrag wird für zweckentfremdete Leistungen verwendet

Das Sende-Angebot des Fernseh- und Hörfunks bietet um ein Vielfaches mehr an, als dies seinem Auftrag, einen Beitrag zur Meinungs- und Willensbildung zu leisten, entsprechen würde. Die Programmstrukturen, vor allem die des Hör-Rundfunks unterscheiden sich nicht von denen der Privatsender.

Außerdem kommt der Beklagte seiner Verpflichtung zum Binnenpluralismus nicht nach. Die Berichterstattung erfolgt einheitlich und inhaltlich parallel zu Privatsendern und bietet dadurch keine ausreichende Vielfältigkeit, um verzerrende Berichterstattung insbesondere zu politischen Themen auszugleichen.

Der Rundfunkbeitrag wird also für Unterhaltungssendungen, Spielfilme und sehr teure Sportübertragungen genutzt, die nicht zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehören Nur wer diese Leistungen beziehen möchte, sollte sie auch bezahlen. Da der Kläger die Inhalte und Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vollständig nachdrücklich ablehnt, was nachfolgend noch weiter ausgeführt wird, erhält der Kläger trotzdem keine adäquate Gegenleistung für den Zwangsbeitrag und wird dadurch in seiner Möglichkeit, andere Bildungs- und Informationsquellen zu nutzen beschränkt, da die ihr dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel reduziert werden.

Auch geht das BVerfG mit keinem Wort darauf ein, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch seine öffentliche Finanzierung nicht – wie es von ihm formuliert wird – „dazu befähigt ist, wirtschaftlich unter anderen Entscheidungsbedingungen zu handeln (als der privatwirtschaftliche Rundfunk), sondern ob er überhaupt er dieses Privileg und seine Einnahmen auch wirklich dazu nutzt, seine eigenen Sendungen zu produzieren und seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.

Die Verschwendung von Rundfunkgebühren ist schon seit Jahren ein Thema,

Fundstellen wie der Focus-Artikel

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/bericht-zum-finanzbedarf-experten-ard-und-zdf-koennten-bei-produktion-millionen-einsparen_id_5484164.html

gibt es zur Genüge.

Dass Millionen aus dem Aufkommen von Gebührenzahlern nach dem Motto „ARD darf zahlen, Sky darf zuerst senden“ im Zusammenhang mit der Produktion des Serienformats „Babylon Berlin“ jetzt auch noch für den Markterfolg von Pay-TV-Anbietern wie Sky eingesetzt werden, ist aus der Sicht des Klägers ein regelrechter Betrug am Beitragszahler und ein einziger Skandal.

Hierzu sei nur auf den Artikel „Babylon Berlin” – Gebührenmillionen der ARD für Markterfolg von Pay-TV? von Sputnik Deutschland verwiesen, der kostenlos unter:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20181003322515238-serie-ard-pay-tv/

abrufbar ist.

So ist es z.B. auch sehr verwunderlich, dass selbst eine Sendung wie „Bares für Rares“ vom ZDF offenbar nur noch gemeinsam in Produktion mit dem Produktionsunternehmen: Warner Bros. International Television Production, realisiert werden kann, siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bares_f%C3%BCr_Rares

Beitragsgelder werden aber nicht nur bei der Produktion einer solcher Sendung an US-amerikanische Firmen weitergereicht, sondern auch gleich für Verträge, mit denen US-amerikanische – und nicht deutsche oder europäische – Filme und Serien für das deutsche Fernsehen „im Paket“ gesichert werden, siehe:

https://www.wuv.de/medien/zdf_und_sony_pictures_television_schliessen_umfassenden_vertrag

Das Geld, das für amerikanische Produktionsfirmen ausgegeben werden, fehlt jedenfalls bei der Produktion der heimischen Filmindustrie. So ist sicherlich garantiert, dass der deutsche Film gegenüber der US-amerikanischen Konkurrenz dauerhaft so schwach bleibt, da er nie eine ernstzunehmende Konkurrenz zu deren Produktionen werden kann.

Es entspricht nicht dem „Zweck“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, selbst bei eigenen Produktionen, die er eigentlich alleine realisieren kann, noch ausländische Filmproduzenten zu beteiligen und auch sonst im großen Maßstab Gebührengelder für den Ankauf von US-amerikanischen Produktionsfirmen zu verwenden, damit diese einen weiteren lukrativen Absatzmarkt im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk finden.

Solche Filme und Serien werden schon diverse Streaming-Dienste und über die großen Kinoketten angeboten.

Der Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bekommt durch den Ankauf solcher somit faktisch nur Filme und Serien, die sie – soweit das Interesse daran bestand – schon viele Monate vorher entweder im Kino, auf DVD oder Bluray oder eben auf einem Streaming-Portal gesehen haben.

 

III. Der Rundfunkbeitrag verletzt aber – immer noch und vor allem Anderen – die Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit des Klägers, zudem untergräbt er das Recht des Klägers zum Widerstand gem. Art. 20 Abs. 4 GG, da die dort genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Damit kommen wir zum eigentlichen Schwerpunkt der Begründung zu dieser Anfechtungsklage. Diese Aspekte wurden vom BVerfG im o.g. Verfahren nicht behandelt, da sie von den Beschwerdeführern dort nicht vorgetragen wurden.

Grundrechtsverletzungen in diesen Bereichen werden im vorgenannten Urteil des BVerfG nicht thematisiert und waren somit offensichtlich auch nicht Gegenstand des Vortrags der dort erwähnten Beschwerdeführer.

Der Kläger weigert sich Sender zu finanzieren, die durch ihre syrienfeindliche und russophobe Berichterstattung, insbesondere durch ihre Verharmlosung von Terroristen als „Rebellen“ etc., schon seit Jahren regelrecht zu Hass und Feindschaft unter den Völkern aufstacheln. Dies verletzt seine Religionsfreiheit und den Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche, nachdem der öffentliche Rundfunk ja „unabhängig“ sein soll.

Alleine die Durchsicht von Webseiten wie „Die Propagandaschau“ oder der – in ihrer Wortwahl durchweg sehr sachlichen, aber in inhaltlicher Hinsicht stets sehr bestimmten zahlreichen Programmbeschwerden der „Ständigen Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien“ (insbesondere von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam verfasst) liefert zahlreiche konkrete Beispiele für die „Verharmlosung“ syrischer Terroristen.

Schon das googeln der Begriffe „Terrorist verharmlost“ führt zu dutzenden Fundstellen. Nachfolgend eine kleine Auswahl solcher Fundstellen, die durchaus eine Strafbarkeit nach den §§ 140 und 130 StGB begründen dürften und in denen regelmäßig auch Verantwortliche für diese Terroristen-Werbung benannt werden:

1.

ARD tagesschau: Rolf-Dieter Krause verschweigt und verharmlost syrische Terroristen

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/10/14/rolf-dieter-krause-verschweigt-und-verharmlost-syrische-terroristen/

2.

Von ARD und ZDF als „Rebellen“ verharmlost: FSA-Folterer aus Aleppo steht in Münster vor Gericht

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/08/15/von-ard-und-zdf-als-rebellen-verharmlost-fsa-folterer-aus-aleppo-steht-in-muenster-vor-gericht/

3.

Die ARD-Kriegspropaganda und die Nusra-Front: In Syrien „Rebellen“, in Deutschland Terroristen

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/03/02/die-ard-kriegspropaganda-und-die-nusra-front/

4.

ARD und ZDF unterdrücken den islamistisch-terroristischen Hinter­grund des Bus-Mahnmals in Dresden

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/02/08/ard-und-zdf-unterdruecken-den-islamistisch-terroristischen-hintergrund-des-bus-mahnmals-in-dresden/

5.

ARD und ZDF verharmlosen islamistische Terroristen als „Rebellen“

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/12/27/ard-und-zdf-verharmlosen-islamistische-terroristen-als-rebellen/

6.

IS-Terroristen bekommen freies Geleit aus Vorort von Damaskus – wo sie laut ARD gar nicht sind

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/12/26/is-terroristen-bekommen-freies-geleit-aus-vorort-von-damaskus/

7.

ARD: Terrorunterstützer Gniffke verharmlost al-Nusra in der tagesschau erneut als „Rebellen“

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/12/09/ard-terrorunterstuetzer-gniffke-verharmlost-al-nusra-in-der-tagesschau-erneut-als-rebellen/

8.

Unglaublich: ARD tagesschau verharmlost Bombenanschläge auf Stromversorgung als politischen „Aktivismus“

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/22/unglaublich-ard-tagesschau-verharmlost-bombenanschlaege-auf-stromversorgung-als-politischen-aktivismus/

9.

Die ARD-Kriegshetzer und Unterstützer militanter Putsche, Faschisten und Terroristen echauffieren sich über einen gebastelten Galgen

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/10/15/die-ard-kriegshetzer-und-unterstuetzer-militanter-putsche-faschisten-und-terroristen-echauffieren-sich-ueber-einen-gebastelten-galgen/#more-16018

10.

ARD-Programmbeschwerde: Sympathiewerbung für die Terrormilizen in Syrien

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/12/29/ard-programmbeschwerde-sympathiewerbung-fuer-die-terrormilizen-in-syrien/

11.

Carsten Kühntopp verbreitet in der ARD weiter Terrorpropaganda für Islamisten und Salafisten in Syrien

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/12/27/carsten-kuehntopp-verbreitet-in-der-ard-weiter-terrorpropaganda-fuer-islamisten-und-salafisten-in-syrien/

12.

Kein Thema für ARD und ZDF: „Moderater Rebell“ der al-Nusra bei Großeinsatz in Leipzig festgenommen

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/05/06/kein-thema-fuer-ard-und-zdf-moderater-rebell-der-al-nusra-bei-grosseinsatz-in-leipzig-festgenommen/

13.

Nach der Befreiung von Ost-Aleppo bleiben von der Terror-Propaganda in ARD und ZDF nur Trümmer

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/27/nach-der-befreiung-von-ost-aleppo/

14.

ARD, DLF und ZDF verharmlosen vorsätzlich und systematisch islamistischen Terrorismus in Syrien

Fundstelle:

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/21/ard-dlf-zdf-verharmlosen-terrorismus-in-syrien/

15.

(Damit nicht der Eindruck entsteht, nur deutsche Journalisten, Wissenschaftler etc. würden sich mit den wahren Hintergründen des Krieges in Syrien befassen, sei – stellvertretend für viele vergleichbare Beiträge – auf folgende Fundstelle verwiesen:)

Syrienkrieg: Wissenschaftler und andere Experten klären auf

Fundstelle:

http://blauerbote.com/2017/10/06/syrienkrieg-wissenschaftler-und-andere-experten-klaeren-auf/

16.

Aktivisten im syrischen Kafranbel-Der Kampf für ein Syrien ohne Waffen

Fundstelle:

https://publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=44&t=1176

16.

(Und dass die deutschen Leitmedien oft „Wie im dritten Reich, aber subtiler“ agieren, wird ebenfalls in zahlreichen Veröffentlichungen wie dem Buch „Lügen die Medien“ von Jens Wernicke thematisiert, siehe hierzu folgende Fundstelle (aus einer Quelle, die westliche Leitmedien sicherlich nicht wertschätzen):

Fundstelle:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170915317444039-deutsche-medien-kritik-buch/

17.

Wenn von Mitgliedern der „White Helmets“ für „Propagandazwecke“ allem Anschein nach sogar ein Kind vor laufender Kamera umgebracht wird, dann ist das freilich für unsere „Leitmedien“ auch keine Nachricht wert, damit bloß nicht der Eindruck entsteht, dass Mitglieder dieser Gruppierung – durch den „Alternativen Friedensnobelpreis“ auch noch geadelt – möglicherweise bloß die kriminellen Hampelmänner einer politischen Agenda sind, siehe Fundstellen:

http://blauerbote.com/2017/03/24/kind-fuer-propagandavideo-ermordet/

https://deutsch.rt.com/international/41614-white-helmets–unabhangige-humanitare/

18.

Dass es doch höchst bemerkenswert ist, „Wenn Terroristen zu Regimegegnern werden“, hat sogar Spiegel-Online im Hinblick auf Terrorakte im Irak bereits am 6.1.2006 thematisiert, und niemand wird dem Spiegel vorwerfen können, dass er sich im Hinblick auf „unliebsame Regime“ um Mäßigung in seiner Berichterstattung bemüht, siehe:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/tagesschau-eklat-wenn-terroristen-zu-regimegegnern-werden-a-393855.html

Die Verzerrung der Realität hat also auch in der „Tagesschau“ schon eine lange Tradition, die bereits vor dem Konflikt in Syrien gepflegt worden ist.

19.

ARD-Terror-Reklame – Die Tagesschau liebt islamistische „Rebellen“

Fundstelle:

http://www.rationalgalerie.de/schmock/ard-terror-reklame.html

20.

Benötigen Sie noch weitere Fundstellen? Es gibt noch unzählige weitere Fundstellen zur „einseitigen Kriegspropaganda“ und „Instrumentalisierung von islamistischen Terroristen“, siehe u.a.:

https://deutsch.rt.com/inland/40057-programmbeschwerde-gegen-ard-tagesschau-desinformation/

https://publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=44&t=1370

http://www.medienanalyse-international.de/braeutigam.html

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20470/die-20-uhr-wirklichkeit/

Und für diese Propaganda soll der Kläger auch noch zur Zahlung von Rundfunk-Gebühren verpflichtet werden, damit er durch diese Zahlung faktisch Beihilfe zur öffentlich-rechtlichen Dauerwerbesendung für Terroristen leistet, die bloß im Interesse ihm nicht einmal bekannter mächtiger „Eliten“ liegen dürfte, die in Syrien unredliche Ziele mit völkerrechtswidrigen Mitteln durchsetzen wollen?

Dass es einen „Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten“ gibt, wurde schon vor Jahren in der Dissertation von Uwe Krüger nachgewiesen, die unter dem Titel „Meinungsmacht – Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse“ veröffentlicht worden ist und einen solchen Einfluss mit wissenschaftlicher Akribie offenbart hat.

Wirklich überraschend ist diese Entwicklung freilich nicht, wenn man berücksichtigt, welche Interessengruppen für den Inhalt der Berichterstattung – nicht nur in der westlichen Welt – verantwortlich sind.

Die Frage, ob die Berichterstattung in der gesamten westlichen Welt in Wahrheit nicht von sehr wenigen einflussreichen Gruppen „kontrolliert“ bzw.  regelrecht „gesteuert wird“, war auch Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung, deren Ergebnisse dann unter dem Titel

„Die Propaganda-Matrix des Council on Foreign Relations“,

veröffentlicht worden sind und die für jedermann unter dem folgenden Link kostenlos abrufbar sind:

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/09/09/die-propaganda-matrix/

Wer also – wie der Kläger – aus religiöser Überzeugung und aus ihrer grundsätzliche Ablehnung völkerrechtswidriger Kriege den öffentlichen Rundfunk (bzw. speziell das Fernsehen) ablehnt, wird durch den Rundfunkbeitrag gezwungen, gerade auch solche Sendungen wie die oben Genannten zu finanzieren.

Das verletzt die Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit des Klägers gem. Art. 4 GG.

Nach § 4 Abs. 7 S. 1 RbStV ist ein Antrag auf Befreiung oder Ermäßigung vom Beitragsschuldner schriftlich bei der zuständigen Landesrundfunkanstalt zu stellen. Für den (Wohn-)Sitz des Klägers ist die Beklagte die zuständige Landesrundfunkanstalt. Nach § 4 Abs. 6 S. 1 RbStV hat die Landesrundfunkanstalt in besonderen Härtefällen auf gesonderten Antrag von der Beitragspflicht zu befreien. Diese Formulierung stellt klar, dass eine Befreiung zwingend zu erteilen ist, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Verwendung des Begriffs „insbesondere“ in § 4 Abs. 6 S. 2 RbStB stellt weiter klar, dass die dort genannten Fallgruppen nur beispielhaften Charakter haben.

Für den Kläger wird hiermit (ggf. abermals) ein solcher Befreiungsantrag bei dem Beklagten gestellt.

Dieser Antrag entspricht der Notwendigkeit, vor der Anrufung des Bundesverfassungsgerichts gem. dem „Grundsatz der Subsidiarität“ den Rechtsweg ausschöpfen zu müssen (vgl. zu diesem Kontext die Entscheidung des BVerfGs vom 12.12.2012 – 1 BvR 2550/12).

Ein menschliches Miteinander ist ohne ein Leben in Wahrheit, Einfachheit und einem Mindestmaß an Respekt nicht möglich. Eine Gesellschaft, die sich von solchen Geboten entfernt, zerstört sich letztlich selbst.

Vor diesem Hintergrund ist die gesamte Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Fragen der nationalen und internationalen Politik seit Jahren, insbesondere seit dem rechtslastigen Putsch auf dem Maidan-Platz, der Rückkehr der Krim in die Russische Föderation und dem Syrien-Krieg in jeder Hinsicht unerträglich geworden. Der Kläger kann es deshalb – angesichts seiner religiösen Überzeugungen – vor ihrem Gewissen nicht mehr verantworten, die regelrechte Propaganda des SWR – zu der oben nur ein paar besonders abstoßende Beispiele genannt wurden –  durch eine GEZ-Gebühr zu unterstützen.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind – wie die jüngste Vergangenheit in tausenden Beispielen gezeigt hat – also ganz offensichtlich nicht in der Lage, sich dem Einfluss mächtiger elitärer Einflussgruppen zu entziehen.

Es geht ganz grundsätzlich darum, dass die Anstalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ihren Auftrag zu objektiver bzw. wahrhaftiger Berichterstattung unter dem Einfluss transatlantischer Netzwerke seit vielen Jahren mit Füßen treten und insbesondere gegen Länder wie die Russische Föderation und Syrien auf der Basis grob verzerrter Darstellungen bzw. zielgerichteter Desinformation regelrecht zum Hass aufstacheln. Die öffentlich verbreitete „Wahrheit“ der Beklagten entspricht offenbar nur noch dem, was sich irgendwelche „Think Tanks“ ausgedacht haben, um die Öffentlichkeit möglichst geschickt täuschen zu können.

Der erstaunte Bürger kann sich über zahlreiche Portale wie „Die Propagandaschau“ seit Jahren regelmäßig bzw. täglich darüber informieren, wie namhafte Journalisten gerade auch öffentlich-rechtlicher Sender – wieder einmal – durch das ganze Arsenal rhetorischer Tricks die Realität auf den Kopf gestellt haben, und das in einem Ausmaß, das im 21. Jahrhundert wirklich unfassbar ist, gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Geschichte Deutschlands.

Nach der Auffassung des Klägers sollte sich jeder Bürger mit Quellen wie „Verborgene Geschichte: Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte“, Gebundene Ausgabe von Gerry Docherty und Jim Macgregor befassen, damit jeder nachvollziehen kann, welche Kräfte entfesselt worden sind, damit (auch) die sog. Leitmedien, die (noch) maßgeblich für öffentliche Meinungsbildung in diesem Land verantwortlich sind, allem Anschein nach unter die absolute Kontrolle von privaten Interessengruppen anglo-amerikanischer Weltherrschaftsinteressen geraten konnten.

Wenn es den – angeblich vorhandenen – „westlichen Werten“ – womit offenbar nur noch Geld- und Aktienwerte gemeint sind – dient, dann werden – wie oben gezeigt – beispielsweise Terroristen, die den syrischen Präsidenten Assad stürzen sollen, in „moderate Rebellen“ uminterpretiert.  Die Anzahl solcher Beispiele ist längst Legion, und sie würde – literarisch aufgearbeitet – mittlerweile ganze Bibliotheken füllen.

Wenn man diese Entwicklungen reflektiert, dann weiß man, was die hehren Grundsätze und edlen Programmrichtlinien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten noch wert sind, vor allem dann, wenn man bedenkt, dass es in dem schmutzigen Krieg in Syrien offenbar insbesondere um die Durchsetzung des Katar-Türkei-Gaspipeline-Projekts und sonstiger geopolitischer Sonderinteressen geht.  Insofern kann auf die diesbezüglichen Ausführungen von Dr. Daniele Ganser in dessen Buch über die illegalen Kriege der NATO verwiesen werden (Dr. Daniele Ganser: Illegale Kriege – Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren).

Wenn hier in Europa irgendjemand mit Waffengewalt und vom Ausland massiv unterstützt einen solchen Terror gegen eine gewählte Regierung starten würde, dann würden die deutschen Leitmedien wohl kaum von „moderaten Rebellen“ oder „Friedensaktivisten“ sprechen; dann würden die Dinge beim Namen benannt werden, und diese Terroristen und ihre Helfer würden als das bezeichnet werden was sie sind.

Jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand kann sich vorstellen, was für Mittel in Bewegung gesetzt worden sein müssen, damit ein paar „nette“ „Rebellen“ den bewaffneten Kampf mit der syrischen Armee aufnehmen konnten. Angemessene und kritische Hintergrundberichte dazu im öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Fehlanzeige !

Der Diktator der Türkei darf Deutschland als Terrorhelfer darstellen, und die Medien hierzulande verschweigen dennoch sogar dazu, wer dem IS über lange Zeit hinweg das gestohlene Öl abgenommen und es über die Türkei auf den Weltmarkt geschmissen hat. Die Wahrheit wird also nicht einmal mehr ausgesprochen, wenn diese dazu dienen kann, die Verhältnisse – gerade auch für die Öffentlichkeit – einmal grundsätzlich zurechtzurücken.

Es gibt mittlerweile hunderte Beispiele für solche Desinformationskampagnen, die nicht selten aus Tätern Opfer und aus Opfern Täter machen. Und wer da widerspricht und kritisch nachhakt, der wird ganz einfach abgekanzelt und als „links“ oder rechts“ oder gar als „Nazi“ verunglimpft.

Wenn diese Propaganda dann auch noch mit Rundfunk-Zwangsgebühren finanziert wird, dann muss sich der Kläger die Frage stellen, ob es nicht nur aus moralischen, sondern auch aus rechtlichen Gründen überhaupt noch zu rechtfertigen ist, diese Propaganda – die aus wirtschaftlichem und politischem Interesse Desinformation und Hass verbreitet – mit seinem eigenen Beitrag zu unterstützen. Der Kläger ist jedenfalls zu der Überzeugung gekommen, dass diese Rechtfertigung nicht (mehr) möglich ist, schon gar nicht auf der Basis einer Zwangsgebühr, die sozial unausgewogen und faktisch der Finanzierung eines regierungshörigen Mediensyndikats dient, das Informationsbetrug am Volk als Dienst am Volk darstellt. Niemand möchte auch noch dafür zahlen, dass er belogen wird.

Der Rundfunk-Gebührenzahler leistet – wenn ihm diese Zusammenhänge bewusst sind – mit seinem Rundfunkbeitrag Beitrag im juristischen Sinne faktisch Beihilfe zu Kriegstreiberei und Desinformation, die unendliches Leid über die Menschen im In- und Ausland bringt. Dies gilt umso mehr, wenn beispielsweise – für westliche Nachrichtensendungen offenbar „maßgeschneiderte“ – Propaganda-Berichte von „Rebellen“ gesendet werden, die diese „Rebellen“ als Opfer des grausamen Assad-Regimes inszenieren. Es ist irrelevant, ob diese „Rebellen“ für diese selbstproduzierten Beiträge auch noch bezahlt werden. Es sind Rundfunkgebühren-finanzierte Sender, die die Berichte senden, um damit Stimmung zu machen. Wegen der näheren Details hierzu sei nur auf die einschlägigen Publikationen von Russia Today, Sputnik und „Die Propagandaschau“ verwiesen. Diese Medien leisten – jedes für sich – im Kampf um die Wahrheit unendlich viel mehr als alle deutschen Leitmedien zusammen.

Zudem sollen die Menschen in Europa, insbesondere in Deutschland, dann auch noch für Folgen dieser Kriegstreiberei – die Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge – finanziell einstehen, ohne dass hierbei zumindest die Verantwortung der Staaten benannt wird, die mit ihrer Unterstützung diesen Krieg nicht nur  möglich gemacht, sondern gezielt herbeigeführt haben. Dazu wird den Menschen jede Hintergrundanalyse verweigert. Hier in Europa dürfen – so die Überzeugung des Klägers – die Menschen nur noch für die Folgen der Kriege aufkommen, die andere Staaten im Auftrage von wirtschaftlichen Interessengruppen inszenieren. Aussprechen darf das hierzulande offenbar niemand mehr öffentlich. Aber der Brexit zeigt, dass Europa an dieser Vasallenpolitik zerbrechen wird, wenn die Menschen endlich die Zusammenhänge erkennen.

Diese Mitschuld, die sich durch die Zahlung der GEZ-Gebühr begründet, kann und will der Kläger nicht mehr auf sich nehmen.

Ein Mensch darf gem. Art. 4 Abs. 3 GG nicht zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.

Einen „Kriegsdienst mit der Rundfunkgebühr“ lehnt der Kläger ebenfalls ab. Er will schlicht nicht dafür bezahlen, dass er alltäglich in den Nachrichten durch das ganze Arsenal von propagandistischen Tricks – zu denen insbesondere Weglassungen, Über- und Untertreibungen, Emotionalisierungen gehören – angelogen wird und für sie wesensfremde (völker-)rechtswidrige Interessen eingespannt werden soll.

Ein Mensch darf nicht gegen seinen Willen – und sei es durch die Zahlung der Rundfunkgebühr – eingebunden werden in „die Vorbereitung, Planung, und Einleitung oder Ausführung“ eines Angriffskrieges (vgl. § 13 Abs. 2 VStGB). Ein aktuelles Beispiel? Der Einsatz der Bundeswehr und aller anderen Truppen in Syrien ist in jeder Hinsicht völkerrechtswidrig und illegal, wenn er ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates stattfindet und auch nicht von der Regierung Syriens ausdrücklich gebilligt worden ist. Diese Wahrheit wird in den „Nachrichtensendungen“ der Beklagten nicht zum Ausdruck gebracht.

Die permanente mediale Provokation der Russischen Föderation ist ein einziger Wahnsinn, der den Lebensinteressen der Menschen in diesem Land widerspricht. Das vertieft auszuführen, würde aber den Rahmen dieser Klage sprengen.

Aber das Völkerrecht und der Schutz der natürlichen Interessen der Menschen in diesem Land scheinen ja – wie der Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender – nur noch ein unverbindlicher Witz zu sein, wenn es um die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen geht.

Schon der 1. Weltkrieg wäre ohne die Kriegstreiberei in den Medien wohl nicht möglich gewesen. Und die völkerrechtswidrige Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Syrien wäre ohne die Unterstützung der Propaganda in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ebenfalls nicht möglich gewesen.

Wenn die breite Öffentlichkeit wirklich erfahren würde, was in Syrien gespielt wird und welche Staaten den IS-Terror überhaupt erst ermöglicht haben, dann wäre dieser Krieg nicht mehr fortsetzbar, und die Flüchtlinge könnten in Ihre Heimat zurückkehren.

Die „Macher“ der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werden darum wissen, dass ihre Berichterstattung – dank des Internets – nicht mehr „exklusiv“ ist und sie den Menschen nicht mehr erzählen können was sie wollen. Die Menschen können sich aus alternativen Medien informieren und können sich auf dieser Basis ein weitaus besseres Bild von der Realität machen. Glauben Sender wie der SWR denn wirklich, dass die Menschen es auf Dauer hinnehmen werden, dass sie täglich mit abstoßender Propaganda abgefüllt und regelrecht für dumm verkauft werden?
 

Von daher besteht der Kläger aus religiösen und Gewissensgründen auf einer Befreiung von den Rundfunkgebühren. Dieser Antrag rechtfertigt sich auch aus dem Rechtsgedanken des Art. 20 Abs. 4 GG. Wäre der Beklagte eine Behörde, dann würde er sich zumindest an die Verfassungsgrundsätze des Art. 79 Abs. 3 GG i.V.m. Art. 20 GG und Art. 25 GG halten.

Verfassungsrecht steht immer noch höher als eine einfachgesetzlich normierte GEZ-Gebührenpflicht, ganz zu schweigen davon, dass ein freier Bürger nicht zu etwas gezwungen werden darf, was den Grundlagen seiner persönlichen Freiheit und seiner religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen fundamental widerspricht.

Oder entspricht es mittlerweile der „verfassungsmäßen Ordnung“ bzw. der „fremdbestimmten Unordnung“ in diesem Land, dass deutsche Medien die Menschen in diesem Land in eine Spirale aus Hass und Gewalt hineintreiben, die – absehbar – letztlich auch nur zum Terror gegen unschuldige Bürger in diesem Land führen kann und auch schon geführt hat? Darüber hinaus hat diese Propaganda mittlerweile sogar die Gefahr eines Weltkrieges und damit in den endgültigen Untergang dieses Landes heraufbeschworen.

Zudem fühlt sich der Kläger der Idee des „Rechtsstaats“ und somit auch dazu verpflichtet, sich an die Gesetze zu halten, die den inneren und äußeren Frieden der Menschen in diesem Land schützen.

 Der Kläger möchte sich insbesondere nicht der Beihilfe zu dieser – von politischem Opportunismus und persönlichem Versagen getragenen – russophoben und antisyrischen Kriegshetze schuldig machen.

 Schließlich ist die Entscheidung des Klägers, die Zahlung der Rundfunkgebühr zu verweigern, ganz besonders dadurch bestimmt worden, wie sich der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk in den letzten Jahren zu dem Thema 9/11 positioniert hat.

Für den Kläger ist die Vermeidung der ganz offensichtlich sehr wichtigen Kontroverse über dieses Thema einer seiner zentralen Vorwürfe.

Vorweg zur Klarstellung:

Gerade auch US-amerikanische Juristen halten die militärischen Interventionen in Afghanistan nach den Ereignissen von 9/11 für eindeutig illegal.

Beweis: Stellungnahme des US-amerikanischen Völkerrechtsexperten Francis

Boyle, abrufbar unter folgendem Link:

www.spiegel.de/politik/ausland/us-voelkerrechtler-dieser-krieg-ist-illegal-a-164785.html

Auch der deutsche Völkerrechtler Prof. Dr. Norman Paech, Hamburg, hat die völkerrechtliche Legitimation von Bundeswehreinsätzen in Afghanistan eindeutig verneint.

Beweis: Gutachten von Norman Paech, abrufbar unter:

www.ag-friedensforschung.de/themen/Voelkerrecht/gutachten.html

Des Weiteren kann sich der Kläger zum Beweis der Behauptung, dass die offizielle Darstellung zu den mutmaßlichen Hintergründen und wahrscheinlichen Ereignissen von 9/11 in wesentlichen Punkten längst wissenschaftlich fundiert widerlegt ist, auf die Erkenntnisse und Hypothesen berufen, die u.a. in folgenden Büchern dargelegt sind:

„Die CIA und der 11. September“ von Andreas von Bülow,

„Der Mysteriöse Einsturz von World Trade Center 7 – Warum der offizielle Abschlussbericht zum 11. September unwissenschaftlich und falsch ist“ von  David Ray Griffin

und

„Illegale Kriege – wie die NATO-Länder die UNO sabotieren – Eine Chronik von Kuba bis Syrien“ von Dr. Daniele Ganser.

Eine gute Übersicht zu der wissenschaftlich-fundierten und wohl kaum widerlegbaren Kritik zum Abschlussbericht von NIST-WTC-7-BEricht kann online kostenlos unter dem nachfolgenden Link abgerufen werden:

www.ae911truth.ch/jenseitsdertaeuschung.pdf)

Es gibt auch weitere kritische Analysen zu den Zusammensturz der Türme am 11. September 200 in englischer Sprache, die hier nur erwähnt werden sollen, siehe u.a.:

https://www.europhysicsnews.org/articles/epn/pdf/2016/04/epn2016474p21.pdf

http://www.journalof911studies.com/volume/200609/WhyIndeedDidtheWorldTradeCenterBuildingsCompletelyCollapse.pdf

Im Hinblick auf die „offizielle“ bzw. US-amerikanische Version zu 9/11 sind unter Berücksichtigung dieser umfangreichen Erkenntnisse und Analysen somit so viele Unstimmigkeiten und Widersprüche, aber auch regelrechte Vertuschungsversuche bei der Aufarbeitung der damit im Zusammenhang stehenden Ereignisse festzustellen, dass sich der Kläger nur folgender Aussage von Andreas von Bülow anschließen kann (Zitat):

„Es wäre vermessen, die Vorgeschichte und Tat des 11.9. in allen Einzelheiten ohne Hilfe aus den Riesenapparaten des FBI, der CIA, der NSA oder des Mossad aufklären zu wollen. Doch die Zweifel an der offiziellen Version reichen aus, um der amerikanischen Regierung bei ihrer Darstellung des Geschehens und der daraus abgeleiteten politischen und militärischen Strategie eines „Weltkriegs“ schlicht die Gefolgschaft zu verweigern. Diese Strategie gefährdet das Überleben von Demokratie, Rechtsstaat und globalem Frieden.“(Andreas von Bülow, ebenda, S.10).

Es gibt natürlich auch noch zahlreiche weitere sehenswerte Fundstellen, insbesondere Youtube-Videos, die auf der Basis zahlreicher Fakten der „offiziellen“ Darstellung des Geschehens widersprechen. Auch unter den US-amerikanischen Juristen gibt es Bemühungen, die Hintergründe zu 9/11 angemessen aufzuarbeiten,  u.a. organisiert in dem „Lawyers’s Committee for 9/11 Inquiry“. Beispielhaft seien hier folgende Videos erwähnt:

https://www.youtube.com/watch?v=r8KeckB4Dsk

www.youtube.com/watch?v=abibQYrh5ME&list=FLCzhxhg0PXUCFr1GBiqSJig

https://lawyerscommitteefor9-11inquiry.org/justice-in-focus/

Es würde aber den Rahmen dieser Klage sprengen, alle sehens- und lesenswerten Quellen hier anzugeben. Ein solcher Aufwand ist aber auch nicht erforderlich, da die bereits die bloße Lektüre der o.g. Quellen weit mehr als nur ausreichend sein dürfte.

Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist nun vorzuwerfen, dass er jede angemessene kritische Auseinandersetzung mit diesen Fragen, mit denen sich alleine in den USA tausende Architekten und Ingenieure sachkundig auseinandergesetzt haben, strickt vermeidet, gerade so, als wäre das kritische Hinterfragen des „offiziellen Narrativs“ zu 9/11 ein „Tabu“.

Das aktuelle Fazit der wissenschaftlichen Erkenntnisse der vorgenannten Ingenieure und Architekten lautet: Auf der Basis der bisher ermittelten und gesicherten Daten ist die kontrollierte Sprengung aller drei WTC Türme 1,2 und 7  die mit Abstand wahrscheinlichste – und faktisch auch einzig belastbare – Hypothese zum totalen Zusammensturz dieser Stahlskelettkonstruktionen.

Damit ist die quasi „regierungsamtliche“ Erklärung, die im ÖRR verbreitet bzw. nicht zumindest in angemessener Breite und Tiefe hinterfragt wurde, längst eindeutig widerlegt.

Dieses systematische Totschweigen kritischer Stimmen und gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (nachfolgend: ÖRR) hat fatale Konsequenzen, weil der sog. „war on terror“ – einschließlich aller darin enthaltenen militärischen Aggressionen (einschließlich der Bundeswehreinsätze in Afghanistan) und Einschränkungen der Freiheits- und Bürgerrechte – (immer noch) mit 9/11 gerechtfertigt wird.

Wenn den kritischen Stimmen zu 9/11 öffentlich Gehör geschenkt worden wäre, dann wären die Bundeswehreinsätze in Afghanistan, die sich aus dieser schon kritiklosen Gefolgschaft von deutscher Bundesregierung und deutschem Bundestag gegenüber der US-Regierung nach dem 11.9.2001 ergeben haben, politisch sicherlich nicht durchsetzbar gewesen. Solche Einsätze der Bundeswehr sind auch nicht zu rechtfertigen, solange nicht einmal geklärt ist, ob die USA am 11.9.2001 wirklich angegriffen worden sind und selbst nach den Regeln der NATO überhaupt ein sog. „Bündnisfall“ vorlag.

Niemand, der auf Grund konkreter Anhaltspunkte und begründeter Zweifel öffentlich für die Suche nach der Wahrheit eintritt, darf öffentlich an den Pranger gestellt werden, schon gar nicht dann, wenn diese Wahrheit den Frieden in der Welt fördern kann und die Meinungsfreiheit immer noch grundrechtlich verbürgt ist.

In der öffentlichen Berichterstattung ist aber eher das Gegenteil der Fall, wie die öffentlichen Erklärungen von Friedensforschern wie Dr. Daniele Ganser (siehe obiges Video) beweisen. Wer die offizielle Version über 9/11 in Frage stellt, wird – immer noch – pauschal als „Verschwörungstheoretiker“ oder gar als „Verschwörungsfanatiker“ (was immer das sein mag) diffamiert.

Verlautbarungen wie die der Bundeszentrale für politische Bildung (!), die stellvertretend für alle vergleichbaren Erklärungen stehen, sprechen folglich auch nur von „Verschwörungstheorien zu 9/11“, siehe:

http://www.bpb.de/lernen/projekte/270411/verschwoerungstheorien-zu-9-11

Derart pauschale und unsachliche Abwertungen und Angriffe gegen alle, die die offizielle Version zu 9/11 in Frage stellen, wären nicht möglich, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich in der Zeit nach dem 11.9.2001 professionell und investigativ mit allen Aspekten von 9/11, insbesondere auch mit dem höchst mysteriösen Einsturz von WTC-7 auseinandergesetzt hätte.

Es mag ja sein, dass zu 9/11 auch Vieles geäußert worden ist, was fernliegend oder abwegig erscheinen muss. Aber wenn auch Wissenschaftler wie die, die sich in der Gruppe „Architects & Engineers for 9/11 Truth“ organisiert haben, auf der Basis konkreter Anknüpfungspunkte und mit hohem, wissenschaftlich fundierten Sachverstand zu eindeutigen Schlussfolgerungen kommen, dann kann das nicht einfach ignoriert werden. Diese Wissenschaftler haben nichts mit irgendwelchen „Verschwörungstheoretikern“ bzw. Personen gemein, die zu 9/11 ggf. nichts Substantielles beizutragen haben.

Wie kann der sog. öffentlich-rechtliche Rundfunk also zu einem so wichtigen Thema, das die gesamte Geopolitik der letzten 17 Jahre bestimmt hat und auch aktuell und in nächster Zukunft noch eine zentrale Rolle spielen wird, einfach schweigen bzw. nicht kritisch nachhaken?

Auf eine Doku, etwa mit dem auch hier passenden Titel „Es begann mit einer Lüge“, wartet die Welt bis heute. Eine Doku mit diesem Titel wurde 2001 über die Kriegslügen zur Rechtfertigung des Einsatzes der Bundeswehr in Jugoslawien produziert, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=MYcRjHX50og ).

Die Argumentation des Klägers ist somit – kurz gefasst – die, dass die offizielle Geschichte leicht erkennbar ein längst widerlegtes Propagandamärchen ist und es dafür unwiderlegbare harte Beweise gibt, erdrückend in Menge und Qualität zugleich.

Die wahrscheinlichste – und im Grunde einzig wissenschaftlich vertretbare – Hypothese ist die, dass WTC 1, 2 und 7 schließlich auf Grund einer vor kontrollierten Sprengung vollständig zerstört worden sind.

Die Beweise dafür hat – so die Überzeugung des Klägers, die sich auf diese wissenschaftlichen Analysen stützen kann –  die US Regierung, die kooperationswillige US Administration und ihr folgend auch die deutsche Presse und der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk systematisch unterschlagen.

Wie ist sonst erklärbar, dass Zweifel an der offiziellen Version zum Einsturz von WTC 7 immer noch als „Verschwörungstheorie“ diskreditiert werden?

Die einzige „Verschwörung“, die in diesem Kontext beobachtet werden kann, scheint darin zu bestehen, den öffentlichen Diskurs an den wahrscheinlichsten Ursachen für den vollständigen Einsturz der 3 Stahlskelettkonstruktionen (an einem einzigen Tag !) zu vermeiden.

Aus den o.g. Quellen ergibt sich eindeutig, dass eine vollständige Zerstörung eines (mit einem solchen Stahlskelett errichteten) Hochhauses auf Grund des Einwirkens von Feuer und partieller Zerstörung durch Flugzeuge (so wie bei WTC 1 und 2) in den ca. 100 Jahren, in denen es diese Stahlkonstruktionsbauweise gibt, zuvor noch nie (!) beobachtet worden ist. Das wäre doch „eine Schlagzeile“ wert, oder nicht?!

Der tatsächliche Tathergang mag in vielen Details noch geklärt und in einem ordentlichen Verfahren untersucht werden müssen, wie es bei großen Verbrechen angemessen und geboten ist, eben von dafür zuständigen Gerichten in den USA in öffentlichen und transparenten Verfahren, in denen die Spielregeln eines kodifizierten Rechtssystems gelten. Genau das ist aber bis auf den heutigen Tage nie geschehen.

Es ist mit der Rechtskultur der westlichen Welt unvereinbar, wenn Länder wie Afghanistan mit Krieg überzogen werden, obschon es für die Verantwortung der Regierungen dieser Länder für die Ereignisse am 11. September 2011 bis heute keinen einzigen, im Rahmen eines rechtsstaatlichen Verfahrens gesicherten Beweis gibt. Und es ist ein handfester Skandal, wenn Länder wie die Bundesrepublik Deutschland für ihre Gefolgschaft zu der „war on terror“-Politik der USA auf solche gerichtsfesten Beweise einfach verzichtet haben.

Für den Vorsatz des ÖRR, wissenschaftliche Erkenntnisse wie die oben Genannten zu übergehen, spricht insbesondere auch, dass ganz zu Beginn – am Tag des Terrorereignisses – noch viele Korrespondenten, befragte Piloten, Herr Schmidbauer als früherer Geheimdienst- Koordinator in Deutschland u.a.m.  schwerwiegende und begründete Zweifel über den von den Nachrichtenagenturen gemeldeten Tathergang und damit am regierungsoffiziellen Narrativ äußerten.

Zum Beweis dieser Behauptung beruft sich der Kläger u.a. auf den Inhalt der folgenden Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=7pSfuVriK1M

https://www.youtube.com/watch?v=tAZR4Ukgg1k&t=127s

Diese in den ersten Stunden nach 9/11 geäußerten Zweifel wurden später vom ÖRR einfach totgeschwiegen.

Die Zweifler an dem „Propagandamärchen“ wurden deshalb schon kurze Zeit nach 9/11 systematisch von den ÖRR-Sendern ausgespart bzw. abgestraft oder in manipulativer Propagandapraxis so in Sendungen eingebunden, dass sie lächerlich mit ihrem Vorbringen wirken mussten.

Zum Beweis dieser Behauptung beruft sich der Kläger zunächst auf das folgende Video:

https://www.youtube.com/watch?v=fY_BacDT3lA

Für diesen Film waren federführend Gerhard Wisnewski und Willi Brunner verantwortlich.

Welche Folgen die Ausstrahlung dieses Films für diese beiden Filmemacher dann hatte, liest sich in dem Wikipedia-Eintrag zu „Gerhard Wisnewski“ wie folgt (Zitat):

„Er war Autor des Films „Aktenzeichen 11. 9. ungelöst“, der am 20. Juni 2003 im WDR ausgestrahlt wurde. Den Film, der eine „alternative Deutungsmöglichkeit“ zu den dort präsentierten „populärsten verschwörungstheoretischen Behauptungen“ zum 11. September 2001 „nicht einmal ansatzweise“ zulasse, hat Tobias Jaecker dem antiamerikanischen Diskurs zugeordnet.[2] Der Spiegel wies Wisnewski im September 2003 nach, dass er in diesem Film und dem zugrundeliegenden Buch eine Aussage des Interviewpartners Ernie Stull manipuliert hatte.[3] Der WDR kündigte Wisnewski und seinem Koautor Willy Brunner daraufhin die Zusammenarbeit auf.

Eine weitere Quelle zu der – völlig substanzlosen – Kritik des WDR an den vorgenannten Filmemachern:

https://www.heise.de/tp/features/Ein-Film-ueber-den-11-9-und-seine-Folgen-3431735.html

Es ist auch bezeichnend, dass der Auftrag der Beklagten an diese Filmemacher – ausweislich seiner eigenen Erklärung – ja bloß darauf beschränkt war, einen Film über die „Szene der Verschwörungstheoretiker“ zu 9/11 zu machen. In dem vorgenannten Telepolis-Text heißt es (Zitat):

„Die Autoren W. und B. waren vom WDR mit einem Film über die Szene der Verschwörungstheoretiker in den USA zum 9. September [sic] beauftragt worden.“

Der Beklagte wollte also offenbar bloß die „Verschwörungstheoretiker“ in den USA thematisieren lassen und nicht vertieft die Frage behandelt sehen, was am 11. September 2001 – möglicherweise – wirklich passiert ist.

Mit einem solchen Programmpolitik wird der öffentliche Diskurs über 9/11 regelrecht sabotiert, da jeder Filmemacher auf Grund des abschreckenden Beispiels der vorgenannten Filmemacher nunmehr wissen muss, worüber er besser nicht kritisch berichten sollte.

Dem Kläger kann nicht zugemutet werden, dass er eine solche Desinformation der Öffentlichkeit auch noch mit seinem Zwangs-Rundfunkgebühren-Beitrag mitfinanzieren soll.

Abschließend soll noch ein besonders abstoßendes Beispiel dafür geliefert werden, dass der Beklagte offenbar nur noch ein Erfüllungsgehilfe politischer Sonderinteressen ist.

In dem Artikel „Der verheerende Einsatz von Uranmunition durch USA und Nato – Die verheimlichten Kriegsverbrechen“, kostenlos abrufbar unter:

Der verheerende Einsatz von Uranmunition durch USA und Nato – Die verheimlichten Kriegsverbrechen

 heißt es (Zitat):

„Nach Kriterien der Haager -und Genfer Konvention ist der Einsatz von Uranwaffen verboten. Der Wissenschaftler Prof. Dr. Albrecht Schott aus Berlin nannte Uranmunition deshalb eine Ausrottungswaffe und ein Kriegsverbrechen. Wird darum diese unbequeme Wahrheit über die Folgen des Einsatzes der Uranmunition von unseren Regierungen heute systematisch unterdrückt und verschwiegen? ….

Frieder Wagner ist ein deutscher Filmproduzent und Träger des Grimme-Preises in Gold und Silber. Ab 2003 drehte Wagner über die Auswirkungen von Uranmunition die Dokumentation „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“, die in der WDR-Reihe „Die Story“ ausgestrahlt wurde. Wagner hat seit dieser Dokumentation keinen Auftrag mehr bekommen. Für seinen Film „Todesstaub“ (Deadly Dust) 4 findet sich bis heute kein Filmverleih….“.(Zitat Ende).

Dieser Film, der auf Youtube abgerufen werden kann (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=oposUwvfdJA), ist für die öffentliche Meinungsbildung besonderer Bedeutung.

Denn er macht deutlich, welche ungeheuren Kriegsverbrechen von einzelnen Mitgliedsländern der NATO – u.a. in den Kriegen gegen den Irak und gegen Serbien – nicht nur durch die Verwendung dieser Munition verwirklicht worden sind.

Denn das anschließende Verschweigen und dementieren der Gefahren, die für die Menschen in diesen Ländern durch den hochradioaktiven Müll dieser Urangeschosse begründet worden sind, stellt meines Erachtens ein zusätzliches schweres Verbrechen dar.

Jeder, der sich an diesem „Kartell des Schweigens“ beteiligt, trägt m.E. eine Mitverantwortung für das ganze Elend, das über zehntausende Strahlungsopfer und ihre Familien gekommen ist.

Für den Beklagten sind solche Erwägungen aber erkennbar kein Grund, einen solchen Dokumentarfilmer weiterhin zu beschäftigen.

In dem Youtube-Video mit dem Titel „KenFM-Spotlight: Frieder Wagner über die Wirkung von Uranmunition“ äußert Frieder Wagner, dass er seit dem Jahre 2004 keinen Auftrag mehr vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten hat, obschon er zuvor jahrzehntelang alle möglichen Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – auch für den Beklagten – gearbeitet hat.

Dieser Dokumentarfilmer hat sich höchstes Verdienst erworben, aber von der Beklagten wird er wegen seiner aufklärerischen Filme offenbar wie ein Aussätziger behandelt, mit dem man nicht mehr in Kontakt kommen darf.

Die oben Ausführungen beweisen eindrucksvoll: Entgegen den Ausführungen der Beklagten haben wir es hier nicht mit „Verstößen gegen die Programmgrundsätze im Einzelfall“ zu tun. Diese Verstöße gab und gibt in einer solchen Regelmäßigkeit und Masse, dass solche Verstöße schon selbst Programm zu sein scheinen.

Die „Rundfunkgremien“ haben trotz massenhafter Programmbeschwerden gerade nichts an diesem Zustand geändert, wie alleine schon hunderte Programmbeschwerden von F. Klinghammer und V. Bräutigam beweisen, die faktisch ohne jede Wirkung geblieben sind.

Abschließend möchte ich – da ich mich im Hinblick auf die Verweigerung der Rundfunkgebühr auf die Verteidigung meiner Gewissensfreiheit berufe – meine religiösen Überzeugungen, aus denen sich die Stimme meines Gewissens erhebt, noch einmal besonders bekräftigen.

Der Mensch braucht nach meiner Überzeugung kein Jurastudium, nicht einmal eine Schulbildung, um in seinem Herzen die Wahrheit empfinden zu können, dass es weder „Recht“ noch Ausdruck einer funktionierenden Demokratie sein kann, wenn man mit seinem Geld eine Form der „Berichterstattung“ finanzieren soll, die ganz offensichtlich nur noch die Aufgabe hat, das Volk einerseits durch alle möglichen Spielarten von „Brot-und-Spiele“ vom Wesentlichen abzulenken und andererseits durch die systematische und Unterschlagung und Verzerrung von Informationen zu desinfomieren und im Sinne der „Meinungsmacher“ zu manipulieren.

Wer die Entwicklung dieser Gesellschaft und auch der Medien verfolgt hat, dem muss es so vorkommen, als hätte sich ein dunkler Schatten über das gesamte Gemeinwesen gelegt, der es nicht mehr gestattet, sich öffentlich für Recht und Wahrheit zu engagieren. Wie die gezeigten Beispiele verdeutlicht haben dürften: Wer „unbequeme“ Wahrheiten dokumentieren oder auch nur aussprechen möchte, der fliegt beim öffentlichen rechtlichen Rundfunk raus. Das sind m.E. Zustände wie in einer Diktatur.

Auch wenn ich nie Rechtswissenschaften studiert hätte, so würde mein Gewissen mir immer noch diktieren, dass es niemals „Recht“ sein kann, ein System von Lügen und Betrügereien zu finanzieren. Denn was Recht ist, das ist jedem Menschen – so meine felsenfeste religiöse „Überzeugung“ – ins Herz geschrieben, auch den Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Niemand kann also behaupten, er hätte es nicht besser gewusst.

So heißt es auch im „Friedensevangelium der Essener“ (Zitat):

„Und Jesus antwortete: »Sucht das Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot. Wahrlich, ich sage euch, Moses empfing seine Gesetze von Gott nicht schriftlich, sondern durch das lebende Wort. Das Gesetz ist lebendiges Wort des lebendigen Gottes an lebendige Propheten für lebendige Menschen. In allem, was da lebt, steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im Baum, im Fluß, in den Bergen, in den Vögeln des Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht es in euch selber. Denn wahrlich, ich sage euch, alles, was lebt, ist näher bei Gott als die Schrift, die ohne Leben ist.

Gott schuf das Leben und alles, was da lebt, damit sie durch das ewig lebendige Wort dem Menschen die Gesetze der wahrhaften Gottheit lehren. Gott schrieb die Gesetze nicht in die Seiten der Bücher, sondern in Euer Herz und in euren Geist. Sie sind in eurem Atem, eurem Blut, euren Knochen, in eurem Fleisch, euren Eingeweiden, euren Augen, euren Ohren, und in jedem winzigen Teilchen eures Leibes. Sie sind allgegenwärtig in der Luft, im Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den Sonnenstrahlen, in den Tiefen und in den Höhen. Sie alle reden zu euch, damit ihr das Wort und den Willen der lebendigen Gottheit verstehet. Doch ihr schließt eure Augen, damit ihr nicht sehet, und ihr schließt eure Ohren, damit ihr nicht höret. Wahrlich, ich sage euch, die heilige Schrift ist Menschenwerk; doch das Leben und alle seine Heerscharen sind das Werk unseres Gottes. Warum hört ihr nicht auf die Worte Gottes, die in seinen Werken geschrieben stehen? Und warum studiert ihr die toten Schriften, die das Werk von Menschenhänden sind?« (Schriften der Essener / Das Friedens-Evangelium der Essener: Schriften der Essener, von Edmond Bordeaux Székely).

Der Zwang, diese abstoßende Propagandamaschinerie auch noch mit einer Zwangsgebühr zu finanzieren, muss jeden Menschen, der noch einen Funken von Menschlichkeit und Anstand in sich hat, in seiner Gewissensfreiheit und in seinen fundamentalen religiösen Überzeugungen verletzen. Keine Religion gestattet, Lügen und Lügner bewusst zu unterstützen.

Genau darum verweigere ich die Rundfunkgebühr.

IV.

Schließlich beantragt der Kläger bei dieser Gelegenheit (ggf. abermals) bei dem Beklagten, die Vollziehung des hier angegriffenen und evident nichtigen Verwaltungsaktes gem. § 80 Abs. 4 S. 3 VwGO (analog) auszusetzen, da mehr als nur „ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des angegriffenen Verwaltungsakts bestehen“ und die Vollziehung dieses nichtigen Verwaltungsaktes aus den o.g. Gründen für den Kläger „eine unbillige, nicht durch überwiegende öffentliche Interessen gebotene Härte zur Folge hätte.“

Auch wenn der Beklagte keine „Behörde“ i.S. des § 80 VwGO ist, so tritt er in diesem Kontext doch als „Behörde“ auf.

Für den Fall, dass der Beklagte diesen Antrag nach § 80 Abs. 4 VwGO ablehnt, bleibt Klageerweiterung zur Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs ausdrücklich vorbehalten.

Von daher ist wie von dem Kläger beantragt zu erkennen.

 

Schmitz

Rechtsanwalt


Bild: pixabay / CC0

Anm.: Der o.a. Text ist für jeden, der ihn ganz oder teilweise verwenden will, kostenlos nutzbar. Weitere Vorlagen zur Verweigerung der Rundfunkgebühr bzw. Widerspruchsformulierung: http://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de/aktuelles/

Die Kopftransplantation

Eggink01

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eggink

Florian Prosch i.A. der Piccolo Puppenspiele für die WP – Archiv der Piccolo PuppenspieleHandpuppe „Kasper“ von Theo Eggink; Fundus der Piccolo Puppenspiele

Wenn der Beschauarzt kommt zu einem möglichen Toten
dessen Herz schlägt noch und der Körper ist noch warm
der Arzt stellt den Totenschein aus und kassiert damit Banknoten
kommt man drauf, dass der Tote noch lebte, dann ist der Beschauarzt arm

Doch um dieses Gesetz zu umgehen
muss man nach dem Hirntode sehen
denn willst Du ein Organ entnehmen
muss das lebend noch geschehen

dieses neue Gesetz besagt
dass Du wirst nicht geklagt
wenn Du einem herzschlagenden Patient
entnimmst die Organe ganz behend

Wenn die Menschen völlern und saufen
bekommen sie Diabetes und Zirrhose
und wenn sie wie die Schlöte rauchen
dann brauchen neue Ersatzteile in Narkose

Wenn andere auf der Straße rasen ohne Ende
werden sie bald zur nötigen Organspende
die Organspende ist ein gutes Geschäft
das ist den Händlern und Verwertern nur recht

für ein gutes Organspende-Business
brauchts keine Tempolimits und ganz viel Stress
wer in Ruhe zur Arbeit will, fährt mit der Bahn
da kommt er in D oft zu spät, aber sicher an

da es nun gibt bald ein neues Gesetz über den Tod
kommt die Moral jetzt immer mehr in Not
vor allem wenn der Hirntod ist bald das Recht
dann ist das für hirnlose Banditen schlecht

denn wenn ein hirnloser Gauner ja offiziell nicht lebt
er in großer Todesgefahr schwebt
es könnte ja sein, dass ein von ihm Betrogener meint
dieser Bandit ist hirnlos, wie es scheint

da sieht der Betrogene sich im Recht
und dem Banditen geht es schlecht
flugs ist sein Leben ausradiert
der Betrogene denkt, dass ihm selbst deshalb nichts passiert

doch um diese Gefahr zu vermindern
möchte man in Bayern das gerne hindern
es kann da jeder ganz ohne Grund
angehalten werden, auch nicht vermummt

und eins zwei drei
hat jeden die Polizei
viele oben dürfen ihr Hirn gar nicht zeigen
sich nicht in Wärme den Bürgern hinneigen

Sie müssen die Unwahrheit sagen
auch wenn sie darüber klagen
und schon können die Bürger meinen
da oben sind hirnlose Vereine

und weil man ja nicht geduldig stillhalten will
für manche Bonzen gibts rasch einen neuen Kopf
eine Kopftransplantantation ist ja ohnehin nicht viel
und denkt der dann noch immer nicht, so pack ihn halt am Schopf

doch wenn der Kopf dann herunterfällt
und die Weisheit am Boden zerschellt
da war die Operation verfehlt
das kostet den Operateur viel Geld

Doch die Kopftransplantation
Kannte man schon im alten Rom!
Da kamen wahnsinnigen Cäsaren rasch zum Sturz
Ihre Regierungszeit die war oft kurz

Deshalb wurde auf den Statuen oft nur der Kopf getauscht
die Cäsaren waren trotzdem auch von ihrer Macht berauscht
die Köpfe musste man nur schrauben
dass das heute nicht mehr nötig ist könnt Ihr mir glauben:

Ein Entscheidungsträger kommt zu Verantwortung und hohen Ehren
da kann er sich seiner Berater gar nicht mehr erwehren
sein eigenes Gehirn das schickt er dann in den Ruhestand
geht er selbst in Rente, dann wird ihm das Denken wieder zuerkannt

Bei Tante Merkel hat gut keklappt die Geschicht
deshalb hat sie so ein merkwürdiges Gesicht
sie beherrscht die Kunst zu manipulieren
und viele tun das nicht kapieren

Eliten, Staat und Religion
das ist die Kunst der Manipulation
nicht nur im alten Rom
kannte man das schon

Die Moral von der Geschicht
verlier die Hoffnung nicht
lass das Land nur mehr von Rentnern regieren
da können wir nichts mehr verlieren

Lass doch Dein Denken nicht der Obrigkeit
da kommen wir alle nicht weit
da werden wir alle nicht gescheit
sei zu Änderungen gern bereit

doch an Stelle auf die da oben zu zielen
könnte man seinen Wissensdurst stillen
selber bauen gute Gedanken
die auch vor der Lüge nicht wanken

 

Erosion des Rechtsstaats und achselzuckende Preisgabe des Weltfriedens (ein Armutszeugnis)

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In einer jüngsten Mitteilung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags will der Ausschussdienst die Veröffentlichung der Petition zum sofortigen Ende aller – völkerrechtlich illegalen – Bundeswehreinsätze in Afghanistan nicht zulassen. Hierzu eine aktuelle Replik:

Ihre Pet-Nr. 3-19-05-056-010386, Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Einsatz der Bundeswehr im Ausland); Ihr Schreiben vom 30.8.2018, hier eingegangen am 8.9.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

da der Gegenstand der Petition gegen die Bundeswehreinsätze in Afghanistan so ernst ist, wäre ich nie auf die Idee gekommen, in diesem Kontext einmal – wenn auch nur flüchtig – erheitert werden zu können.

Weil alle wissenschaftlichen Beweise dafür sprechen, dass die Ereignisse zu 9/11 von bis heute unbekannten Mitgliedern der US-amerikanischen Militär- und Geheimdienstkreise inszeniert wurden, um damit alle schon längst vorher geplanten militärischen Aggressionen gegen bestimmte Zielstaaten endlich in die Tat umsetzen zu können, muss es jeden redlichen Zeitgenossen beschämen, wenn sich die bundesdeutsche Politik in Afghanistan auch noch an diesen Völkerrechtsbrüchen beteiligt.

Was dort in Afghanistan so alles „in Namen des Völkerrechts“ geschehen kann, hat die Welt durch die Zahl der Opfer der sog. „Kunduz-Affäre“ des Oberst Klein erfahren.

Dass die Bundesrepublik dem aggressiven Treiben der „Supermacht“ USA aus eigener Kraft nichts entgegen setzen kann, ist das Eine. Dass sich Mitglieder des Bundestags aber auch noch aktiv an solchen Völkerrechtsbrüchen beteiligen, ist etwas ganz Anderes. Solche Völkerrechtsbrüche sind weder vom GG noch vom Völkerrecht gedeckt, schon gar nicht dann, wenn sie schlicht auf einer großen Lüge basieren.

Aber siehe da: Auch wenn Menschlichkeit und Anstand, Völker- und Verfassungsrecht allem Anschein nach bei vielen Abgeordneten zuweilen keine mehr Hemmungen mehr auslösen, so möchte man sich dort aber doch auf keinen Fall über die hochheiligen „Richtlinien für die Behandlung von öffentlichen Petitionen“ hinwegsetzen.

Ihre Bezugnahme auf Nr. 3 lit. h) Ihrer vorgenannten Richtlinien ist schlicht absurd und geradezu lächerlich. Das Interview mit dem US-amerikanischen Völkerrechtler Boyle ist auf  Spiegel-Online veröffentlicht und für jedermann zugänglich. Und Sie wollen ernsthaft behaupten, dass es in die Persönlichkeitsrechte von Boyle eingreifen soll, wenn sein Name nicht geschwärzt wird?

Ich kann Herrn Dr. Daniele Ganser ja mal gerne fragen, ob er es als „Eingriff“ in sein „Persönlichkeitsrecht“ empfindet, wenn ich ihn namentlich nenne, weil ich sein – wichtiges – Buch über die illegalen Kriege der NATO nicht unerwähnt lassen möchte. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann hätte ich besser – anonymisiert – von einem „Schweizer Friedensforscher“ gesprochen, der da irgend so ein Buch über die Kriege der NATO geschrieben hat.

Die in der Petition vorhandenen Links zu Webseiten könnten Sie – was gegenüber der Nichtveröffentlichung der Petition ein milderes Mittel wäre – auch getrost streichen, da alleine schon das Buch „Der mysteriöse Einsturz von World Trade Center 7“ von David Ray Griffin genügend wissenschaftlich fundierte Beweise hält, um das offizielle Narrativ zu den Hintergründen und Abläufen am 11.9.2001 nachdrücklich zu widerlegen.

Der Inhalt der Petition wird durch Sie so schockierendes in Bezug nehmen von Youtube-Videos in keiner Hinsicht geschwächt.

Diese konkrete Richtlinie ist aber auch gerade deshalb schlicht ein Witz, weil ich im Umgang mit Behörden und insbesondere auch mit Gerichten noch nie erlebt habe, dass die Bezugnahme auf einen Weblink auch nur gerügt worden ist. Wir leben in modernen Zeiten, und es gibt keinen einzigen nachvollziehbaren Grund, eine Petition schon deshalb zu sperren, weil es beweiskräftige Darstellungen z.B. in einem Youtube-Video gibt, die mehr aussagen als deren Beschreibung. Auch wenn man Bilder manipulieren kann, so sagen offensichtlich nicht manipulierte Bilder oft mehr aus als ganze Bücher.

Und dann monieren Sie – offensichtlich von dem Ziel geleitet, den Text dieser Petition auf keinen Umständen veröffentlichen und zur öffentlichen Diskussion stellen zu müssen – auch noch, dass die an Sie übermittelte Liste mit den Namen der Unterstützer keine „eigenhändige“ Unterschrift enthält?

Werden so alle Petitionen von Ihnen geblockt, bei denen über OpenPetition um Unterstützung geworben wurde?

In Ihren vorgenannten Richtlinien heißt es unter Ziff. 1 eindeutig (Zitat):

„1. Öffentliche Petitionen können von jedermann einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen unter Verwendung des hierfür vorgesehenen elektronischen Formulars an den Petitionsausschuss eingereicht werden….“.

Von einer eigenhändigen Unterschrift ist dort nirgendwo die Rede.

Und selbst wenn für jeden einzelnen Unterstützer eine eigenhändige Unterschrift gefordert würde, so hätte ich dieses Erfordernis schon durch meine eigene Unterschrift auf der Petitionsschrift erfüllt, die Ihnen auf dem Postwege übermittelt worden ist.

Ich habe alle Unterstützer meiner Petition bereits per Mail darum gebeten, Ihnen zu schreiben und zu bestätigen, dass sie meine Petition unterstützen. Bei dieser Gelegenheit kann dann ja auch jeder seine Stellungnahme dazu abgeben, was er davon hält, wie Sie mit einer Petition zu einer so wichtigen gesellschaftspolitischen Frage umgehen.

Bei den Betreibern des Portals von OpenPetition habe ich heute angefragt, ob sie jemals mit einem solchem Vorhalt konfrontiert worden sind.

Aber die in Ihrer Antwort vom 30.8.2018 implizit zum Ausdruck kommende absurde Paradoxie ist von solcher Qualität, dass ich – obwohl die Bundeswehreinsätze in Afghanistan nun wirklich kein Spaß sind – kurz herzhaft lachen musste.

Verfassungsrecht- und Völkerrecht, Menschlichkeit und Respekt vor dem Leben und Friedenswunsch der Menschen anderer Völker interessieren die Politiker, die für die Bundeswehreinsätze in Afghanistan gestimmt haben, allem Anschein nach nicht mehr.

Aber ein Weblink in einer Petition, und dann auch noch die namentliche Nennung eines Völkerrechtlers wie Boyle oder von Buchautoren wie Dr. Daniele Ganser oder von David Ray Griffin, solche (angeblichen) Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte von Buchautoren und Juristen, das geht dem Bundestag dann doch zu weit.

Wenn Sie die Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen und alle damit verbundenen „möglichen“ Eingriffe in Leben und Gesundheit von Menschen rechtfertigen, aber zugleich den angeblichen Eingriff in „Persönlichkeitsrechte“ eines Petenten kritisieren, dann kann ich über solche Doppelstandards nur noch staunen.

Für mich entsprechen solche Doppelstandards dem sarkastischen Humor von Rechtsnihilisten, die sich selbst offenbar alles generös verzeihen können, aber die Kritik an ihrem Verhalten selbst mit den lächerlichsten Formalien und Vorhaltungen abblocken möchten.

Ein guter Freund sagte mir, dass ich mir den Aufwand für solche Petitionen doch sparen könne. Angesichts der längst vorhandenen politischen Realitäten könne doch kein Mensch mehr noch irgendein Unrecht aufhalten oder verhindern. Das Einzige, was der Mensch in diesen Zeiten noch tun könne, wäre, dass er als Mensch auf dem Pfad der Rechtschaffenheit bleibt. Wie Recht mein Freund doch hat.

Ein Dialog macht überhaupt nur Sinn, wenn der Andere überhaupt ein Interesse an einem Dialog hat. Wenn das Interesse des Anderen offensichtlich nur noch darin besteht, ein in keiner Hinsicht vom Volk demokratisch legitimiertes „Programm“ durchzuziehen, (auch) in diesem Kontext alle unbequemen Wahrheiten auszublenden und jede berechtigte Kritik mit pauschalen Verweisen auf längst widerlegte (Teil-)Unwahrheiten und unhaltbare juristische Interpretationen des Völkerrechts abzublocken, dann ist jedes Bemühen um Dialog pure Zeitverschwendung.

Dann kann der Mensch offenbar nur noch darauf hoffen, dass es eine höhere Gerechtigkeit gibt, der sich letztlich kein Mensch entziehen kann. Das ist keine Resignation an der Welt, sondern ein absolutes Vertrauen in eine Gerechtigkeit, die die Zukunft für alle Menschen bereit hält.

Ich fasse noch einmal ganz grundsätzlich zusammen:

Wenn der Bundestag solche Bundeswehreinsätze wie die damals in Serbien oder nachfolgend in Afghanistan und Syrien beschlossen hat, dann hat er zu seiner Rechtfertigung stets in wesentlicher Hinsicht auch Sachverhalte bemüht, die sich schließlich als falsch, oder zutreffender: eindeutige Lüge, herausgestellt haben.

Der Angriff auf Serbien in 1999 „begann mit einer Lüge“, was im Jahre 2001 sogar noch über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vermittelt werden konnte, Die Doku über den NATO-Einsatz in Jugoslawien mit dem Titel „Es begann mit einer Lüge“, die jedermann auf Youtube abrufen kann, wird sicherlich auch jedem Bundestagsabgeordneten bekannt sein.

Eine solche Aufklärungsarbeit durch ein Format des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erscheint unter den aktuellen Verhältnissen schon undenkbar.

Der Einsatz der Bundeswehr in Syrien basiert auf der Lüge, dass man militärisch in einem fremden Land intervenieren kann, das in keiner Weise für die Entstehung und Ausbreitung des IS verantwortlich war und ist und in jeder Hinsicht von Anfang an fest entschlossen und – spätestens seit der Unterstützung durch die russische Föderation – auch in der Lage war, den IS zu bekämpfen und zu besiegen.

Im Web finden sich unzählige Quellen dazu, welche Mächte bzw. Staaten ganz offensichtlich ein Interesse an der Unterstützung des IS gehaben haben und auch – zumindest teilweise nachweislich – eine solche Unterstützung in allen denkbaren Formen (durch Geld, Waffenlieferungen, Rückzugsräume, Ausbilder etc.) geleistet haben. Wenn das schon jeder Bürger problemlos recherchieren kann, dann erst Recht eine so gigantische Behörde wie der BND, der über ein weitaus besseres Netzwerk verfügten dürfte als jede Nachrichtenagentur (bloß unterstellt, es gäbe eine Nachrichtenagenturen, die unabhängig von Nachrichtendiensten agieren können).

Und wie verhält es sich nun mit dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan?

Der Angriff auf Afghanistan basiert auf der offensichtlich gewordenen Lüge, dass die für die Anschläge von 9/11 verantwortlichen Terroristen von Afghanistan aus operiert haben sollen und die Regierung dieses Landes diesen Terroristen in ihrem Land einen „sicheren Hafen“ bereit gestellt haben soll.

Schon der Inhalt des Buchs von David Ray Griffin „Der mysteriöse Einsturz von World Trade Center 7: Warum der offizielle Abschlussbericht zum 11. September unwissenschaftlich und falsch ist“ reicht – wie gesagt – vollkommen aus, um den definitiven, wissenschaftlich fundierten Beweis dafür zu erbringen, dass die drei Türme, die am 11.9.2001 zerstört wurden, nur auf Grund einer kontrollierten Sprengung auf diese Art und Weise, insbesondere in dieser Geschwindigkeit (des zumindest phasenweise „freien Falls“), vollständig in sich zusammengestürzt sein können. Vor 9/11 ist noch nie ein Hochhaus, das in Stahlskelettbauweise errichtet worden ist, auf Grund eines bloß lokalen Feuers bzw. einer bloß partiellen Zerstörung vollständig in sich zusammengestürzt. Am 11.9.2001 war das aber gleich bei drei Hochhäusern der Fall, wobei WTC 7 nicht einmal von einem Flugzeug getroffen worden ist.

Wer die mit zwingender wissenschaftlicher Logik dargelegten Erkenntnisse, die von tausenden Architekten und Ingenieuren mitgetragen werden, bestreitet, ist m.E. entweder ein Dummkopf, weil er sich nicht informiert hat, oder ein Lügner, eben weil er sich informiert hat und es in Wahrheit besser weiß.

Der Bundesregierung müsste somit auf Grund seines Auslandsnachrichtendienstes noch sehr viel besser informiert sein als jeder Bürger dieses Landes, der auf Grund seiner täglichen Pflichten zudem nur begrenzte Zeit aufbringen kann, um sich der Verschaffung von Hintergrundinformationen über Ereignisse in aller Welt zu widmen.

Und wollen Sie den Menschen in diesem Land erzählen, dass Mitglieder des Bundestages keinen Zugang zu den Analysen des BND und auch keinen Zugang zum Internet haben und somit weit weniger wissen als jeder Bürger, der sich im Internet ab und zu mal auf die Suche nach Hintergrundinformationen begibt?

Ihre Reaktion lässt jedenfalls nicht erkennen, dass sie sich wirklich ernsthaft – und das heißt im Detail – mit meiner Kritik an den Beschlüssen des Deutschen Bundestags zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan auseinandersetzen möchten.

Ich bin jedenfalls gespannt, was Ihre „inhaltliche Prüfung“ meiner Petition ergeben wird.

Juristisch und „politisch“ wird – so mein Eindruck – offenbar nichts mehr aufgearbeitet, wenn sich politische Eliten – auf Grund welcher Interessen auch immer – über das Recht und sogar das Verfassungs- und Völkerrecht mit Sachverhaltsverzerrungen und Wortklaubereien hinwegsetzen und sich hinter willkürlichen „Auslegungen“ des Völker- und Verfassungsrechtsrechts verstecken, die allem Anschein nach nur noch der juristischen Scheinrechtfertigung längst beschlossener Pläne dienen.

Von daher bestehe ich weiterhin darauf, dass Sie sich angemessen mit der Petition befassen und diese Petition – und diesen Nachtrag – auch auf den dafür vorgesehenen Foren des Bundestags veröffentlichen.

Aber wie auch immer sie sich entscheiden werden:

Sie stehen in der Verantwortung, Ihre Entscheidungen sind für Ihre eigen Zukunft mindestens so bedeutsam wie sie es für die Menschen sind, die unter den Folgen Ihrer Entscheidungen – und Ihrer Unterlassungen – in aller Welt zu leiden haben.

Ich selbst möchte mich fortan an die Empfehlung des bereits oben erwähnten guten Freundes halten, der mir geraten hat, mein Leben künftig nur noch Dingen zu widmen, die ich beeinflussen kann. Was ich nicht beeinflussen kann, das möchte ich fortan höheren – und damit meine ich göttlichen: – Mächten überlassen.

Aber ich hoffe, dass kein Mensch mehr irgendeine „Auszeichnung“ oder sonstige „Ehrung“ von einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages annehmen wird, der für die hier kritisierten Entscheidungen mitverantwortlich ist.

Solange solche Zustände herrschen, werde ich mich an keiner Bundestagswahl mehr beteiligen.

 

Hochachtungsvoll

Wilfried Schmitz

Rechtsanwalt


Bild: Pixabay/CC0

 

Die Linke und die „Flüchtlingsfrage“: über religiöse und faschistische Idiotie

Die Linke und die "Flüchtlingsfrage": über religiöse und faschistische Idiotie

Dienstag, 14.8.2018. Eifel. Letztens hörte ich jemanden, der meinte, dass er sich den Luxus einer politischen Meinung nicht mehr leiste. So ein Satz bleibt lange hängen. Erinnert halt an ein großes philosophisches Problem, ein Problem, dass zum Ende der Philosophie geführt haben soll. Das Ende der Philosophie? Nun – bei den einschlägigen Wissenschaftlern herrscht halt die Meinung, dass Arthur Schopenhauer der letzte Philosoph gewesen sein soll, der noch eine einheitliche Welttheorie formuliert hatte. Schopenhauer starb 1860 – und seitdem soll die Welt zu kompliziert geworden sein, um sie noch beschreiben zu können. Irre, oder? Wir geben vor, seitdem viel mehr zu „wissen“ als alle vorherigen Generationen – aber eine Beschreibung der Gesamtheit will uns nicht mehr gelingen?

Nun – dass uns so gut wir gar nichts mehr gelingt, sehen wir ja jeden Tag. Wir haben ganze Armeen von Geisteswissenschaftlern, scheitern aber an einfachsten Erklärungsversuchen, ja, komplexere Beschreibungen möglicher Realitäten im politischen Bereich werden sogar gezielt mit der Bannformel „Verschwörungstheorie“ tabuisiert, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass es unter diesen Theorien einige gibt, die einem höheren Anspruch an Wissenschaftlichkeit genügen als hochamtliche Wahrheitsmythen. Doch wir wollen uns heute nicht mit diesen politischen Aspekten beschäftigen. Geschichte – so erzählte ein Professor für Japanologie seinen Studenten Anfang der achtziger Jahre – wird immer nur von Siegern gemacht … und wir erleben gerade leibhaftig, wie das im Alltag aussieht, wenn man einen „Putin“ mit aller Macht der etablierten Medien zu einem Teufel in Menschengestalt umdeuten will.

Mein eigener Bereich der Philosophie ist eher der Bereich der philosophischen Praxis, d.h. jener Strömung, die die Philosophie – und damit Aufklärung – wieder zu den Menschen bringen möchte. Wie es der Begründer der Bewegung der philosophischen Praxis einmal formulierte, entstehen hier ganz neue Herausforderungen für die Philosophie: während der staatlich alimentierte Philosoph von oben herab seine Wahrheiten dem Volk predigt, wird der philosophische Praktiker mit Wahrheiten konfrontiert, die das Volk – oder der „Kunde“ – zu ihm bringt. Man kann sich nicht darauf vorbereiten, welches Thema als nächstes durch die Tür kommt, noch reicht es, ein paar Zitate anderer Kollegen zu bringen: hier merkt man, dass der „Arzt der Seele“ gefordert wird – und wer kann sich dieser Herausforderung schon noch stellen.

Zu den Dingen, die an einen herangetragen werden, gehört folgendes Zitat einer Leserin aus der Schweiz – für das ich wohl jetzt schon eine Vorverurteilung als rechtsradikaler Mörder und Folterer bekomme, nur, weil ich es veröffentliche:

Lieber Reiner

Ich dachte noch einmal über deinen Artikel nach und bin zum Schluss gekommen, dass du wohl die Aussagen machst, weil du von Armut betroffen bist, nicht aber vom Islamismus. Nun, da wo ich wohne, sind abends keine Frauen mehr auf den Strassen – da hat es Herren-Frisöre, Shisha-Bars, Döner-Läden, 1 Bordell gefüllt mit ungläubigen Nutztieren, Restaurants und Bars voller Männer, aber ohne Frauen. Im angrenzenden Schaffhausen wird inzwischen die 2. Grossmoschee gebaut. Vor ein paar Jahren noch war das nicht so schlimm. Aber die einheimischen Frauen haben sich zunehmend unwohl gefühlt und gehen woanders aus. Dieser Wandel wird selbstverständlich nirgends diskutiert, denn dies ist ja im Wesentlichen das harmonische Zusammenleben mit Muslimen: Man schweigt über die Veränderungen – und zieht, wenn man kann, weg. Ich als böser Rassist nenne das aber nicht „harmonisch“ sondern „Landnahme“. Dein Problem lässt sich mit Geld lösen – aber meins? Die Diskriminierung von Frauen ist ein wesentlich schwerer zu beseitigendes Problem, die damit einher gehende körperliche Gewalt ein sehr grosses Hindernis für Frauen, ihre Persönlichkeit frei zu entfalten. Es ist mir aber nicht an einer Spaltung gelegen – was gibt es Dümmeres für Benachteiligte ( nicht in der westlichen Gesellschaft , sondern in Bezug auf Islam) sich zu spalten? Aber mich ärgert, das muss ich gestehen, diese völlige Blindheit , Dummheit und Verantwortungslosigkeit gegenüber unseren zukünftigen Generationen (Imame, muslimische Funktionäre etc. sind ja sehr offen in Bezug auf ihre Ziele!). Die sich im übrigen auch dadurch bemerkbar macht, dass einheimischen Alleinerziehenden (weder Antifa noch Politiker kümmern sich, also muss es eine Deutsche sein) das Wasser abgestellt wird – „man muss das nach der dritten Mahnung verstehen“ – während dies für „Geflüchtete“ nicht zur Debatte steht; da schaut man auch dann noch weg, wenn die „Ärmsten“ aus den Erlösen ihrer kriminellen Geschäfte ganze Strassenzüge aufkaufen und die Polizei unterlaufen. Reiner, woher kommt diese ungerechte Doppelmoral im linken Lager? Mich bringt das zur Verzweiflung.
Es war Teil einer harschen Kritik an meinem letzten Artikel, die ich dem Leser nicht vorenthalten möchte:

Zwar stellst du in deinem Artikel die pauschale Bewertung des islamischen Einflusses für Europa als gut in Frage. Im letzten Satz darüber stellst du das jedoch gleichzeitig als irrationale Angst dar – gleichbedeutend mit der Angst vor dem Feindbild Russland oder China. Da muss ich entschieden widersprechen. Sargon of Akkad hat hierzu ein höchst sehenswertes Video über den Einfluss der Scharia in England gemacht. … Darin wird u.a. beschrieben, wie sich die Genitalverstümmelung bei Mädchen ausbreitet und Aktivistinnen von Islamisten mit ihrem beruflichen Ende bedroht werden sofern sie sich weiter dagegen einsetzen. Die Genitalverstümmelung müsse als Religionsfreiheit respektiert werden. Muslimische englische Mädchen werden also zunehmend genitalverstümmelt – aufgrund der „Weisheit“ des Propheten Mohammed, der diese Praxis für Frauen empfohlen hat (ich schreibe dies um der LÜGE zu begegnen, diese unmenschliche Praktik hätte nichts mit der Religion zu tun). Umbeschnittene, weisse englische Mädchen werden von Muslimen als wertloses „easy meat“ in die Zwangsprostitution gedrängt. Das Ausmass dieser Menschenrechtsverletzungen an Frauen – die in verschiedenen Formen und Ausprägungen in allen unter muslimischer Massenmigration leidenden europäischen Ländern zu beobachten ist – ist ungeheuerlich. Und unentschuldbar. Ausserdem kritisiere ich, dass du Islam mit den Muslimen gleichsetzt. Es ist notwendig, den – für mein Empfinden- satanischen Mörderkult „Islam“ zu kritisieren, die davon betroffenen Menschen jedoch zu unterscheiden. Die Deutschen im 3. Reich waren von der Nazi-Ideologie fanatisierte Menschen. Die Ideologie war für den Massenmord an Millionen Menschen verantwortlich, unter den Deutschen gab es aber auch Menschen wie Hans und Sophie Scholl. Ähnlich verhält es sich mit den Muslimen, deren Ideologie weltweit so viele Menschen getötet, versklavt und ihrer Kultur beraubt hat wie keine andere Ideologie. Das Leid, das den Frauen und Mädchen angetan wird durch die Islamisierung ist eine Tatsache. Wasser im Sommer abzustellen- das ist eine eklatante Menschenrechtsverletzung. Wäre ich mit Kleinkindern davon betroffen- ich würde Freunde bitten, mich nach Berlin zu bringen, damit meine Kinder und ich eine Führung im Kanzleramt machen könnten. Dort würde ich meine Kinder, die ich zuvor viel Leitungswasser in den Toiletten der Restaurants hätte trinken lassen, ihre Notdurft auf den Teppichen des Kanzleramts verrichten lassen und der Presse dann erklären, dass ich ihnen zu Hause den Besuch der Toilette abgewöhnen musste, weil uns das Wasser abgestellt worden ist. Vielleicht hältst du mich jetzt für asozial – aber wie soll man mit Leuten, die rationalen Argumenten nicht zugänglich sind und eine Kritik an dieser Politik zensieren sonst umgehen? Wasser abstellen für Arme – das ist unmenschlich. ABER: Diese Massnahmen lassen sich politisch korrigieren. Genitalverstümmelungen lassen sich nie mehr korrigieren, nie, nie mehr, Reiner. Vergewaltigungen von wertlosem europäischen Frischfleisch seelisch nie mehr ungeschehen machen, nie mehr. Im Koran heisst es, der Muslim soll sich Ungläubige nicht zu Freunden machen und Allah selbst führt das Schwert eines Muslims bei der Ermordung Ungläubiger (sinngemäss). Der Koran gilt den Muslimen als direktes, unveränderteres Wort Gottes – darum soll das Werk auch nicht übersetzt werden. Die Täuschung und der Betrug an Ungläubigen ist ausdrücklich zu Eroberungszwecken erlaubt und erwünscht. Solidarität gibt es nur zwischen Muslimen. Die Islamisierung und Weltherrschaft ist erklärtes Ziel, Menschen, die nicht konvertieren sollen versklavt werden. Die Welt wird eingeteilt in „halal“ und „Haram“. Wie kann irgendetwas davon gut sein? Frieden bringen, Toleranz, Gerechtigkeit oder kluge Lösungen? Kritisches Denken wird bei Strafe untersagt…Daher sind Ängste gegenüber diese Glaubens nicht irrational sondern vernünftig für Andersgläubige. Da du findest, dass Muslime bei uns diskriminiert werden ( es muss wahrer Heldenmut sein und grosse Selbstlosigkeit, dass sie in so grosser Zahl zu den rassistischen Kolonialisten kommen….), widert dich meine Kritik vermutlich an. Nun, mich widert an, wie europäische Errungenschaften wie Demonstrationsrecht, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Meinungsfreiheit, Rechtsstaat, Sozialstaat, Demokratie…. den Bach herunter gehen. Ich stehe dagegen auf und wenn man mich dafür 1000 mal zum Rassisten stempelt.

Nun – das ist eine Meinung. Und zwischen den Zeilen ist das Unbehagen zu spüren, sie zu äußern. Und das in einer Demokratie. Demonstrationsfreiheit, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Rechtsstaat, Sozialstaat, Demokratie werden verteidigt – und man fühlt sich unwohl. Sicher, viele weiße Männer und auch einige der in Panzerlimousinen reisenden Politfrauen werden sich jetzt echauffieren, wohl verstehend, dass sie niemals in jene Situation kommen werden, vor der sich die Kommentatorin fürchtet, fürchten muss, weil sie eine Frau ist. „Wir“ – die Dominanzkultur der reichen Deutschen – regen uns darüber auf, dass es in diesem Lande Menschen gibt, die nicht gleich zu allem „Hurra“ und „Sieg Heil“ brüllen, was die Dominanzkultur an beliebigen politischen Realitäten serviert – auch wenn es noch so irre klingt. Ja – irre ist da schon einiges. Da gibt es jetzt diese Phantasie von „Ankerzentren“ von der rechten Seite. Ein Kritikpunkt der linken Seite an diesen Zentren ist: da wird es zu eng, wenn man zu viele Menschen auf engem Raum zusammenpfercht, gibt es Krawall. Ja – ich kenne die Studien, das ist auch in vielen Regionen beobachtbar. Aber welchen Sinn macht es dann, eines der dichtbevölkersten Länder der Erde (Bundesrepublik Deutschland – Platz 20 von 80 Ländern, siehe Laenderdaten) von oben herab zu einem Einwanderungsland  zu erklären und so für zusätzlichen Trubel im Land zu sorgen? Nun – parteipolitisch macht dieses Experiment viel Sinn: Deutschland marschiert auf eine stabile Rechtsaußenmehrheit zu, die sich viele „da oben“ erträumt haben.

Was wenige wissen, weil der Fokus in Deutschland anders ausgerichtet wird: der radikale Islamismus wird sogar innerhalb Saudi-Arabiens – dem Kernland der muslimischen Religion – als „rechts“ angesehen (siehe Zeit). Und deshalb darf in Deutschland mit Fug und Recht eine Debatte folgen, in wie fern wir uns gegen importierten Nationalsozialismus im Gewande eines – womöglich pervertierten – Islam schützen dürfen. Doch diese Debatte wird es nicht geben, ebensowenig wie es noch ein „linkes Lager“ gibt – mal abgesehen von der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“, die aktuell kaum beurteilbar ist, aber ohne weiteres ein Sammelpunkt für jene werden kann, die bei den rechten Parteien SPD, Grünen und auch der dogmatischen Linken keine Heimat mehr finden.

Kein linkes Lager? Wo doch alle „gegen Rechts“ sind?

Nun – wir argumentieren hier wie Idioten, in dem wir Schlagwörter nachplappern und uns hinter ihnen versammeln. Was ist denn das eigentlich: „links“? Meine Antwort wird immer die Gleiche sein: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Wir können auch sagen: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, wenn man es gerne mit etwas Unterstützung aus metaphysischen Gefilden haben möchte. Und von diesen Werten her gilt es, politisches Handeln auszurichten.

Was heißt das nun für die Flüchtlingsfrage?

Ein klares Ja zur Aufnahme von Verfolgten. Denke da zuerst an Frauen aus Saudi-Arabien. Und noch mehr an die Hungernden der Welt … auch hier hauptsächlich Frauen und Kinder (siehe Bpb). „Frauen und Kinder zuerst“ heißt es auch in der christlichen Seefahrt. Unsere Realität sieht da anders aus, der Großteil der uns zugeteilten Migranten ist männlich und jung – und wir verlangen von ihnen eine ganz besondere Aufnahmeprüfung: sie müssen es schaffen, lebendig durchs Mittelmeer zu schippern – für ein paar tausend Dollar. Eine perfide sozialdarwinistische Strategie: das Meer befreit uns von den viel zu schwachen … und die meisten, die echte Not leiden, kommen gar nicht zu uns, ja, die schaffen es noch nicht mal an die Nähe der Küste, Millionen verdursten in diesem Spiel in den Wüsten (siehe Handelsblatt). Gut: dagegen wird geklagt: vermeintlich „Linke“ präsentieren die Toten im Mittelmeer ja täglich (während das Massensterben in der Wüste wohl zu weit weg ist, um Aufmerksamkeit zu finden) und versuchen so, politische Macht durch moralische Überlegenheit zu erlangen – ein altes Spiel, das seit Jahrtausenden gespielt wird. Vergleicht man übrigens die Zahlen jener Länder, die am stärksten von Hunger betroffen sind (siehe Statista) mit den Zahlen jener Länder, deren Bewohner am häufigsten nach Deutschland strömen (siehe Statista), so fällt auf: es sind nicht die Hungerländer, die an der Spitze stehen.

Gleichzeitig … dürfen wir auch die Eingeborenen berücksichtigen. Das fällt uns leicht, wenn es um unseren Kreuzfahrtschiffterror geht (siehe Süddeutsche) oder um den gesammten Bereich des Tourismusterror (zu den Auswirkungen von 36 Millionen Touristen in Spanien siehe einen Aufsatz von Bettina Hoffmann bei Web.de), aber zu diskutieren, dass auch die deutschen Menschen (wie die Bewohner Mallorcas) unter Besuchern leiden, wenn es zu viele sind, zu dominante und zu agressive: da wird kein Wort drüber verlautet. Nun – ist ja wohl auch hauptsächlich ein Problem von Frauen … und was von Frauen zu halten ist, wissen Männer ja nur zu gut, linke wie rechte.

Wie eine linke Antwort auf die Weltprobleme aussähe? Nun – Bekämpfung der Fluchtursachen im eigenen Land – d.h. in Deutschland. Verbot des Exportes von Kleidern aus Altkleidersammlungen, des Exportes von Milchpulver oder Fleischresten sowie absolutes Fischereiverbot vor afrikanischen Küsten – das wäre ein Anfang. Kann hier im Land gemacht werden, denn hier sitzen auch die Täter, „clevere“ Geschäftsleute, die afrikanische Märkte und Lebensumfelder zerstören. Wäre auch schön, wenn wir unseren Müll behalten würden – von den Experimenten mit verschiedenen Kriegsformen (Syrien, Afghanistan, Irak, Mali usw) mal ganz abgesehen. Sinnvoll wäre auch ein Abbau des jahrhundertealten Herrenmenschendenkens gegenüber den Afrikanern – sowie der absolute Respekt vor ihren Lebensformen, die … da liegen mir überzeugende Berichte vor … glücklicher machen sollen als unsere „moderne“ Form des Lebens als Maschinenmenschen.

Da wäre viel zu tun. Was uns daran hindert, dies aufzugreifen?

Nun – vielleicht hilft ein Blick auf Gustav le Bon, der vor über hundertzwanzig Jahren etwas über die „Psychologie der Massen“ schrieb.

„Wir haben gesehen, dass die Massen nicht überlegen, dass die Ideen in Bausch und Bogen annehmen oder verwerfen, weder Auseinandersetzung noch Widerspruch dulden…“, “ Wir haben schließlich festgestellt, dass sie nur heftige und extreme Gefühle kennen. Die Zuneigung wird bei ihnen schnell zur Anbetung, und kaum geborene Abneigung verwandelt sich in Hass“. (Gustav le Bon, Psychologie der Massen, Historia Media, Sofia, 2018, Seite 21).

Le Bon beschreibt im Weiteren auch die Essenz jener Gefühlslage der Menschen: es ist ein religiöses, irrationales Gefühl, dass die Massen beherrscht. Nun – die Philosophie le Bons ist für mich generell nicht akzeptabel (seine rassistischen und frauenfeindlichen Ausbrücke sind in der Tat nur schwer zu ertragen), jedoch seine Beobachtungen – zuerst veröffentlich 1895 – sind in der Gegenwart nahezu überall beobachtbar: auch bei Atheisten oder Veganern findet man diese irrationalen, hasserfüllten „religiösen“ Verhaltensformen, ebenso bei „modernen“ Rechten und Linken feiert diese Form der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ große Triumphe (siehe hierzu: Wikipedia zur „Mündigkeit“): man gehorcht lieber den knappen „Befehlen“ anderer, als sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

Fragt man nun nach der „Ursache der Doppelmoral“ im „linken Lager“, so findet man bei jenen Denkern, die gedanklich Vorreiter des Nationalsozialismus (jener „Religion“, die le Bons Techniken der Massenmanipulation gezielt einsetzten) waren, eine Antwort: es gibt da gar keine Moral, sondern nur Gehorsam gegenüber Schlagworten. Gleiches gilt für das „rechte Lager“ – oder auch für viele islamistische Strömungen.

Jahr für Jahr entfernen wir uns weiter von den Idealen der Aufklärung – und verwandeln uns in einen hasserfüllten Mob mit nahezu beliebigen Kampfbegriffen, wobei die Themen an und für sich beliebig austauschbar sind: Hauptsache, man folgt dem Führer und kann seine eigene schlechte Laune an dem jeweils „anderen“ ausleben.

Der linke Weg? Nun – er ist nicht der Weg der Großgrundbesitzer (und ihrer vielen modernen Formen), die aktuell die politische Debatte ganz im Sinne le Bons manipulieren. Die politische Diskussion wird auf den Austausch von Schlagworten reduziert, denen man – ob nun „rechts“ oder „links“ – gehorsamst zu folgen hat, es ist unter diesen Umständen auch egal, welche der Idiotien die Oberhand gewinnt: Verlierer wird auf jeden Fall die aufgeklärte Gesellschaft sein, die den Terror von Kapital, Religion und Macht abschütteln wollte (und auch – um es ganz klar zu sagen – nicht noch eine neue Religion braucht, die politische Macht will).

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie  zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr; wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer“ (Le Bon, a.a.O., Klappentext Rückseite).

Und nie waren die Möglichkeiten der Manipulation vielfältiger als heute, jene Bilder, die die Triebkräfte der Masse manipulieren, erreichen uns tagtäglich im Übermaß – und verwandeln die demokratische Zivilgesellschaft Schritt für Schritt in einen irren Mob. So stirbt die größte zivilisatorische Errungenschaft der Menschheit – der demokratische Sozialstaat – einen leisen Tod, während am Horizont neue irrationale Massenkulte auftauchen, die sich hemmungslos jeder beliebigen Ideologie bedienen (auch der des Islam, der des Atheismus, des Marxismus, des Christentum, des Veganismus, des Umweltschutzes – ja, die Inhalte sind als völlig beliebig anzusehen, Hauptsache, sie geben manipulationsfähige Bilder und Objekte für den eigenen Hass her) um ihr Ziel zu erreichen.

Und Ursache für die Armut weltweit sind … nun, nur die Großgrundbesitzer, wie seit Tausenden von Jahren schon.

Zu den Großgrundbesitzern gehören … unter anderem die saudischen Prinzen (die ihre Hausangestellten wie Sklaven behandeln – siehe Taz) wie auch die kommunistische Partei Chinas, die keine Scheu hatte, die Organe Hingerichteter zu verkaufen (siehe FAZ) und in großem Umfang die Produktion von Billigwaren durch Zwangsarbeit in Arbeitslagern bewerkstelligen läßt (siehe Arte) … um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die große politische Front der Zukunft verläuft ergo nicht mehr zwischen „rechts“ und „links“, sondern zwischen Idiotie und Aufklärung.

Und da erweist sich die Idee einer Sammlungsbewegung (siehe aufstehen) als durchaus interessant, wenn sie es schafft, eine Front der Aufklärung gegen jede Form von Idiotie der Massen zu schaffen. Und dann wird man auch sehen, dass es zahlreiche vernünftige Wege gibt, das „Flüchtlingsproblem“ (an und für sich schon ein schreckliches Wort) zu lösen – jenseits der aktuellen Fronten „alle aufnehmen“ (und dadurch den ärmsten Staaten nebenbei ihrer fähigsten Menschen zu berauben) und „alle in Ankerzentren lagern“ … Zentren, die es in dieser Form schon mal in Deutschland gab und die immer und überall die betriebswirtschaftlich sinnvollste Lösung im Umgang mit unerwünschten Menschenmassen waren … aber nie die menschlichsten.

Der Pfad, der hier zu beschreiten ist, ist ein schmaler – zwischen tiefen Abgründen, die die Geschichte schon erlebt hat.

Aber es kann ja auch mal gelingen, ihn zu bewältigen. Und dann kann man vielleicht sehen, dass es gar keine Doppelmoral im linken Lager gibt, weil die modernen Fronten zwischen Idiotie und Aufklärung verlaufen – und nicht zwischen Rechts und Links. Atheisten und Theisten, Moslems und Christen, Reichen und Armen, Veganern und Fleischessern oder anderen willkürlichen Setzungen der modernen Politik.

 

 

 

 

 

Das Auge! – Ein neues Sehen dieser Welt!


Bild: Petr Novák, Wikipedia CC BY 2.5  

Im Allgemeinen ist es gut, wenn man den Sinnesorganen vertrauen kann. Wenn man eine Demonstration sieht, aber die Medien beschreiben das nicht, so kann man davon ausgehen, dass diese Demonstration stattgefunden hat. Aber es gibt auch andere Zusammenhänge: Da ist schon Galileo darüber gestolpert. Er wusste, durch seine Berechnungen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Musste aber trotzdem abschwören. Die unkritische Beobachtung würde eine Umkreisung der Sonne um die Erde ergeben. Eine ehrliche Wissenschaft kann die Fähigkeiten unserer Sinnesorgane erweitern. Unser Eifelphilosoph berichtet aber: Wir müssen im Jahre 2018 davon ausgehen, dass „Forschung“ nahezu vollständig industriedominiert ist, es gibt ein schönes Buch dazu, das ich gerade lese: Gekaufte Forschung (Europaverlag Berlin, 2015 von Professor Christian Kreis), wo man nebenbei erfahren kann, dass „über 75 Prozent der Forschung in Deutschland industriegelenkt“ sind (a.a.O., Seite 172) – Quelle: nachrichtenspiegel). Das heißt, 2×2 ist z.B. 5. Denn wenn man die Rabatte der Industrie dazu nimmt, so gibt es eine ganz andere Mathematik.

Ja, das Auge kann ja allerhand Sinnestäuschungen erleben. Zum Beispiel eine Fata Morgana. Man meint, BK Merkel wäre schon weg und sie ist doch wieder da. Man könnte den jetzigen antieuropäischen Wahlausgang in Italien durchaus als Folge der Politik der EU Trias sehen, über die Merkel ihre schützende Hand gehalten hatte. Sie wurde während der Krise der südeuropäischen Staaten als die Chefin Europas bezeichnet. Oder eine Halluzination, Deutschland geht es gut, zum Beispiel.

Man kann auch eine Phobie vor einem Land haben: Da wurden doch kürzlich wieder Menschen in Großbritannien vergiftet und die Spuren führen wieder nach Russland? Sogar Spektrum der Wissenschaft beschäftigt sich mit diesen Fragen: http://www.spektrum.de/wissen/6-antworten-zu-nowitschok_
Bitte wie kann man Substanzen so genau testen und analysieren, die man nicht zur Verfügung hat? Einerseits wird Russland vorgeworfen, dass die Atomwaffentechnologie Nordkoreas aus Russland stammt (Quelle: ORF).  Andererseits sollen die biologischen Kampfgifte trotz dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht in westliche Hände gelangt sein? Bei einem völligen Zusammenbruch der Sowjetunion in den 90er Jahren, wo sogar das Militär nicht mehr bezahlt wurde? Wo darüber hinaus belegt ist, dass die USA Zugang zu Giften der „Nowitschok-Reihe“ hatten, z.B. als US-Chemiexperten 1999 ein entsprechendes UdSSR-Labor in Usbekistan außer Betrieb setzten und dort fachmännisch „für Sicherheit sorgten“ (Quelle: BBC news).

Woher wollen die westlichen Verantwortlichen wissen, dass die Substanzen nicht von westlichen Geheimdiensten eingesetzt wurden? – Dazu vielleicht ein im Goldmann Verlag erschienenes Buch „Ein Fall für den Mossad“ hatte da tiefe Einblicke ermöglicht.

Man könnte die Journalisten auch als die Augen einer Gesellschaft bezeichnen. Umso tragischer, wenn ein investigativer Journalist aus der Slowakei und seine Verlobte jüngst kaltblütig ermordet wurden.

(Quelle z.B.: schweizer-illustrierte). Der ermordete Jan Kuciak hatte über die Verflechtung von Politik, Wirtschaft und der italienischen Mafia recherchiert. Es geht um abgezweigte EU-Mittel, die für die Förderung der Landwirtschaft in der Slowakei vorgesehen waren (Quelle: euronews). Die Öffentlichkeit der Welt machte Druck, so dass jetzt Fico, der Ministerpräsident der Slowakei, seinen Rücktritt eingereicht hat. Einen wichtigen Experten für solche Fragen, könnte man zum Leiter einer Expertenkommission zur Klärung dieses Mordes machen. Er kommt aus dem Nachbarland Ukraine und heißt Leonid Kutschma. Eine Ernennung Kutschmas für eine solche Funktion würde einer bewährten europäischen Tradition entsprechen. Man hatte genau den Finanzminister von Luxemburgleaks (Quelle: sueddeutsche), der ja als Finanzminister von Luxemburg nicht wissen konnte, dass sein Land zur größten Steueroase Europas wurde, zum Kommissionspräsidenten Europas ernannt. Kaum jemand kennt die heikle Materie der Verflechtung der Medien in die Politik so wie Kutschma. Er war Präsident und „Goldgräber“ in der Ukraine.

Ein vorlauter Journalist wollte ihn, den Regierungschef, immer dabei beobachten und im Internet darüber schreiben. Irgendwann wurde es Kutschma zu bunt und er wurde zornig. Sein Leibwächter Nikolai Melnitschenko, ein nicht loyaler Leibwächter, schnitt seine Worte mit und brachte die Aufnahmen nach Europa. Deshalb ging in Kiew 2013  ein wichtiger Prozess zu Ende. Der Prozess gegen die Mörder von Gongadse, einem investigativen Journalisten, der vor allem über Kutschma berichtete. Damals waren Tonbänder von Gesprächen Kutschmas aufgetaucht. Nikolai Melnitschenko, ehemaliger Leibwächter des Staatschefs, hatte im Geheimen Äußerungen des Ex-Präsidenten mitgeschnitten…  Alexej Pukatsch war General der ukrainischen Miliz, als er vor über zwölf Jahren zum Journalisten-Mörder wurde. Pukatsch war es, der im Jahr 2000 Georgij Gongadse erdrosselte und die Leiche des regierungskritischen Reporters enthauptete. Das sehen die Richter als erwiesen an. Lebenslänglich lautet deshalb ihr Urteil für Pukatsch.

Er werde sich mit dem Urteilsspruch einverstanden erklären, antwortet nun der Verurteilte, aber nur, wenn neben ihm auf der Anklagebank die Hintermänner der Tat Platz nähmen. Dann nennt Pukatsch zwei Namen, die in der Ukraine einen Klang haben wie Donnerhall: Leonid Kutschma, von 1994 bis 2005 Staatschef des Landes, und Wladimir Litwin, Kutschmas Präsidialamtschef und lange Jahre Parlamentspräsident (Quelle: spiegel). Gongadse war für verschiedene Oligarchen und Parteien tätig gewesen, bevor er im April letzten Jahres die Ukrainska Prawda (Ukrainische Wahrheit) gründete. Die Zeitung konzentrierte sich auf die Enthüllung von Korruptionsfällen in den höchsten Kreisen der herrschenden Elite. Sie veröffentlichte unter anderem kompromittierende Dokumente über Präsident Leonid Kutschma. Um der Zensur auszuweichen, erschien sie im Internet (Quelle: wsws.org).

Kiew 2011- Das gegen den Ex-Präsidenten Leonid Kutschma eingeleitete Verfahren wegen Mordes an dem Journalisten Georgi Gongadse ist eingestellt worden. Die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft sei auf Grundlage unzulässiger Indizien und damit zu Unrecht eingeleitet worden, urteilte Richterin Galina Suprun. Sie gab damit Kutschmas Klage statt. Er hatte eine Schuld stets von sich gewiesen (Quelle: spiegel). Bei dieser Gerichtsbarkeit der Ukraine Landes ist Kutschma natürlich der ideale Verhandler des Friedensvertrages von Minsk. Sogar 2015 : MINSK, 26. August (BelTA) – Außenminister Wladimir Makej, ukrainischer Ex-Präsident Leonid Kutschma und Berater des ukrainischen Staatschefs, Ruslan Demtschenko, haben sich heute zu einem Gespräch getroffen und über die schnellstmögliche Regelung der Ukraine-Krise auf der Grundlage der Minsker Vereinbarungen ausgetauscht. Das teilte ein Sprecher des Außenministeriums der Telegraphenagentur BelTA mit (Quelle: Telegraphenagentur Belarus).

Die Hinweise, dass Kutschma in die Angelegenheit Gongadse  involviert ist, sind aber sehr stark: In einem Gutachten, das der SPIEGEL beim Berliner Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Auftrag gab, wird eine technische Fälschung der Bänder ausgeschlossen; die Stimmen der Beteiligten seien mit denen von Vergleichsaufnahmen „unter ohren- und signalphonetischen Gesichtspunkten sehr ähnlich“.

Zu einem gleichartigen Schluss kam das Internationale Presseinstitut in Wien, das vom ukrainischen Parlament mit einer Expertise beauftragt worden war. Auch dessen Experten konnten die Echtheit der Bänder nicht hundertprozentig beweisen, halten sie aber kaum für gefälscht (Quelle: spiegel).

Auf welchem Boden steht also der Frieden in Minsk, der von Menschen ausgehandelt wird, deren Hauptziel es ist, die Wirtschaft voranzutreiben? Merkel, die erfolgreich die Rüstungsindustrie fördert und Kutschma, der es vom sowjetischen Direktor der Atomraketenproduktion in Dnepro Petrowsk, zum Aufbau eines der wichtigsten Wirtschaftsklans in der Ukraine gebracht hat, werden doch nicht unwirtschaftliche Abkommen schließen? Ein echter Frieden wäre doch ein Schaden für die Waffenindustrie?  Minsk ist aber der Angelpunkt des Friedens in Europa. Die einhellige Meinung, der westlichen Medien ist so klar und weitgehend ohne Kritik an den Verhältnissen der Ukraine, dass wir uns fragen können, ob die Journalisten, die jetzt dem brutal hingerichteten Investigativ-Journalisten der Slowakei die letzte Ehre erweisen, auf dem Auge der Beurteilung der Ukraine erblindet sind?

Manche Journalisten der Ukraine fragen sich, ob in der Ukraine die Mafia jetzt zu großen Ehren gekommen ist. Doch es wäre der Auftrag der westlichen Journalisten, zu recherchieren, was auch in der politisch opportunen Ukraine jetzt geschieht und nicht alles tot zu schweigen. Ist es bei der derzeitigen Mediensituation so, wie bei der Wissenschaft, dass der mögliche wirtschaftliche Gewinn die Berichterstattung beeinflusst? Wobei die Zeitungen weitgehend von Annoncen leben und eben nicht mehr von den Abonnenten. Wenn also die großen Lobbies, die die größten Inserate finanzieren, neben der Abhängigkeit der Medien von Uncle Sam und den Bankern ihre Wahrheit erzeugen, dann erklärt es sich, dass es zunehmend einseitige Kriegspropaganda gibt? Ist nicht der Krieg das beste Geschäft? Und letztlich behindert ein Frieden zwischen Russland und und Ukraine den wichtigen Frieden in Europa! Dürfen die Journalisten nur das schreiben, was dem Kaiser recht ist? (Quelle:  swprs.der-propaganda-multiplikator).

Oder ist der Kaiser gleichzusetzen mit den Bankern? (Quelle: epochtimes). Den Kaiser dürfen die Medien offensichtlich nicht kritisieren? Denn wenn im Mai 2017 diese kritische Information über den Kaiser veröffentlicht wird, so wird eben dann sehr rasch auch der Bundestrojaner zur Sicherheit der Journalisten und Bevölkerung in D über die Hintertür eingeführt. Um die Menschheit vor dem Grauen, den so eine Information verbreitet, zu bewahren. So dass jedem unerfreulichen Journalisten der Bundestrojaner auf den Rechner gespielt werden kann. Die tun wirklich alles zu unserem Schutz. Und deshalb möchte der Kaiser nun alles über uns wissen? Ab 01.04.2018 gibt es eine verpflichtende PKW Ortung (Quelle: derstandard ).

Der persische König Darius hatte auch Augen und Ohren des Königs. Die heutigen Könige haben wir schon besprochen.  Die Augen und Ohren siehe Snowden – Eine allgegenwärtige Überwachung (Quelle:  learnliberty.org ).

Was ist aber mit uns? Sokrates war so ehrlich zu sagen: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Descartes, viele Jahrhunderte später meinte: Cogito ergo sum. Das heißt: Ich denke, also bin ich.

Was heißt das für uns? Kluge Geister wie Prof. Gerald Hüther und Prof. Michael Vogt kamen aus der DDR. Sie waren gewohnt, dass die Medien Parteipropaganda sind. Auch in der DDR konnte man ja schließlich das Denken nicht verbieten.

Wenn wir die Welt so sehen, dann entsteht ein düsteres Bild unserer Welt. Man kann eine tatsächlich  kranke Welt erkennen. Und Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, der durch seine Erfahrungen im KZ weiß, was Dunkelheit ist, der lehrt uns dass Krankheit eine Möglichkeit zur Veränderung ist, ja dass es die große Chance für eine Veränderung ist. Dass es der Sinn der Krankheit ist, sich zu verändern! Wir haben viele Möglichkeiten uns in einer Welt, wo die Ressourcen für die Armen und für die Normalbevölkerung knapp werden, zu beschränken. Eine Welt, wo das Fahrrad im Zentrum der Fortbewegung steht, würde nicht nur die Menschen wesentlich gesünder machen, da Bewegung und gute Luft und Sonne für die Gesundheit außerordentlich  wichtig sind. Wenn weniger Fläche für Verkehrs- und Parkflächen verbaut wären, dann wäre mehr Platz für Wald da. So einfach ist das. Man kann auch relativ einfach den Einkauf mit dem E-Bike oder dem normalen Fahrrad bewerkstelligen. Auch gibt es faltbare E-bikes, die man mit dem öffentlichen Verkehr mitnehmen kann. So wäre man am Arbeitsplatz auch nicht verschwitzt. Was man sich dabei am Auto erspart, das könnte man in gesunde Ernährung investieren, um eben gesünder zu sein?

Aber wir können noch weiter gehen. Luysseran, ein blinder Insasse eines KZ, der im KZ Liebe durch Mithäftlinge erfahren durfte, der zeigt in seiner Biographie (Quelle: ein-neues-sehen-der-welt), dass gerade eine schwierige Situation, in Menschen Fähigkeiten entstehen lässt, die ohne diese Schwierigkeiten nicht entstehen würden. Einer seiner tatsächlich kriminellen Mithäftlinge spendete an seiner Statt Blut, um ihn zu schonen. Er selbst wurde in dieser Situation hellsichtig.
Durch die Dunkelheit kann also Licht entstehen!

Antifa-Terror … oder was? Faschismus auf dem Vormarsch

Dienstag, 20.2.2018. Eifel. Ja, ich bin ja froh, dass es die Antifa gibt. Ja – ich kann mich halt noch an die alten Zeiten im Ruhrgebiet erinnern, Ende der siebziger Jahre, wo braune Schlägerkommandos durch die Gassen schlichen und jeden zusammenschlugen, der nicht so aussah, als hätte er in der Hitlerjugend eine Chance auf ein Ehrenabzeichen. Damals kam dann – unterstützt von den damals noch lebenden Kommunisten – tatkräftige Menschen auf die Straße, die dem braunen Terror ein Ende setzen wollten … und letztlich gesetzt haben. Es war auf einmal nicht mehr so risikolos, Behinderte zusammenzuschlagen – das mag der stolze deutsche Nazi nicht. Er mit hundert Mann hinter sich, schwer bewaffnet, ihm gegenüber ein Rollstuhlfahrer jüdischen Glaubens: ja, das ist seine wahre Welt. Aber echter Widerstand? Nein, das hat der Führer nicht gerne – ein Grund, weshalb man ja damals ganz schnell alle umgebracht hat, die Widerstand im Sinn hatten.

Ja – damals. Damals – so lernte ich noch im Geschichtsunterricht – hatten die Kommunisten und Sozialdemokraten 300 000 Mann unter Waffen – mehr als die Reichswehr. Man hätte dem braunen Spuk einiges entgegenzusetzen gehabt … doch man fürchtete den Bürgerkrieg. Der kam dann auch, aber leise – gegen unbewaffnete Zivilisten, Frauen, Kinder, Behinderte. Ich mag auch gar nicht mehr Juden sagen, weil … die Reduktion auf die Mordopfer jüdischen Glaubens minimiert den Schrecken eines Systems, das wesentlich mehr Slawen ermordete als jüdische Mitbürger … und wir sollten uns nicht in Sicherheit wiegen, weil der Antisemitismus aus Deutschland gebannt worden sein soll. Sicher: immer noch kann man als CDU-Mann deutliche Worte sprechen (siehe Zeit):

„Im Januar sagte der Bürgermeister von Korschenbroich, Graf von Spee, während der Etatberatungen in seiner Gemeinde, daß „für den Ausgleich des Haushaltes einige reiche Juden erschlagen werden“ müßten.“

Das Tabu zerbricht – so lautete der Titel jenes Artikels aus dem Jahre 1986 – und in der Tat sah es so aus, als würde sich der braune Geist wieder über Deutschland erheben, hätte nun genug geruht, würde wieder nach Macht und Geltung streben, wieder Lager bauen wollen, in denen „die anderen“ leise beseitigt wurden.

Damals war ich froh darüber, dass es die Antifa gab. Man erinnert sich nicht gerne an die Zeiten, als Helmut Kohl die „geistig-moralische Wende“ beschwor, von der niemand jemals etwas bemerkt hatte – anders als von der Dominanz des „Share-Holder-Value“, die mit einem Schlag alle Firmen im Lande zu tributpflichtigen Vasallen erklärte, die keine sicheren, sauberen, sinnvollen Produkte mehr herstellen wollten, sondern nur noch eins im Sinn hatten: auf Kosten von Arbeitnehmern, Verbrauchern, der Umwelt und der Zukunft unserer Kinder Gewinne machen, koste es, was es wolle. Ja – schauen Sie ruhig skeptisch, aber: dass wir nun Keime in allen Gewässern haben, die gegen alle bekannten Antibiotika resistent sind (siehe Tagesschau), haben wir einer besonderen Art zu denken zu verdanken: einem Denken, dass im Prinzip (aber noch nicht im Detail) faschistoid ist – alles für mich, nichts für die anderen. Diese Keime könnten die Bevölkerung Europas Schaden zufügen wie die schwarze Pest – aber dafür wurde enorm viel Geld eingespart, das die Herren des großen Geldes einkassierten. Ist so ähnlich wie: reiche Juden für den Haushalt erschlagen.

Ebenso ist es mit dem Mikroplastik: früher nur in Flüssen, ist es nun überall auf der Welt (siehe Spektrum):

„Mikroplastik an Land stellt offenbar ein erheblich unterschätztes Problem dar: Die kleinen Kügelchen und Fasern aus Kunststoff sind in Böden und Binnengewässern inzwischen allgegenwärtig. Je nach Umgebung finde sich an Land das 4- bis 23-Fache der in Ozeanen üblichen Menge, schreiben Forscher um Anderson Abel de Souza Machado vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).“

Ja – ich weiß: Umweltthemen sind langweilig wie die Debatte über Frauenrechte, aber sie trifft den Kern der Aussagen, die früher Antifaschisten vereinte – und höchst wachsam werden ließ: dort herrschte in der Tat die Überzeugung, dass Faschismus der politische Zustand einer kapitalistischen Gesellschaft ist, die in ihren Endzügen liegt … somit wäre es hochaktuell, gerade jetzt besonders wachsam zu sein. Inzwischen bedrohen die Spätfolgen des sterbenden Kapitalismus nicht nur Arme, Schwache und Hilflose, sondern zerstören die Lebensgrundlage der ganzen Menschheit – für Profit, der in Steueroasen nutzlos herumliegt. Was für ein Wahn! Und sozial: sieht es auch nicht besser aus. Die Armut nimmt beständig weiter zu – auf der anderen Seite wachsen irrsinnige Geldhaufen, die sich mit den Tricks der Banken noch ins Unendliche vermehren: wo soll das alles enden? Man wagt nicht drüber nachzudenken, denn: das hat schon der Historiker Götz Aly mit seinen Werken getan und nachgezeichnet, dass die Organisation der Massenvernichtung unter anderem auch ganz einfache, betriebswirtschaftliche Gründe hatte und die Idee der Massenaussiedlung jüdischer Bürger nach Madagaskar verdrängte. Es war einfach nicht mehr genug zu essen für „die da unten“ da (nein: die da oben litten nie), also … zerschredderte man ein paar Millionen von den Armen für die Wohllebe der Reichen (und natürlich für die Rationen der Soldatenfrauen, die man unbedingt bei Laune halten wollte).

Und auch im politischen Bereich macht sich die braune Sprache des Untermenschen langsam breit – eine Vorbereitung für die Entsorgung jener, die viel zu viel sind, mein Freund und Kollege Marigny de Grilleau hat dazu mal einige Aussagen gesammelt – über Ratten jagen, Sterilisierung und Hungertod ist ja schon alles im Gespräch (siehe Marigny de Grilleau).

Man sollte froh sein, dass es die Antifa gibt – bei solchen Zuständen. Tobt der Kapitalismus weiter durch die Gassen, bleibt bald nur noch der Faschismus als politisches System (und da haben schon einige Chief Execution Officers neidisch nach China geschaut, weil man da so schön durchregieren kann. Ist nur leider kommunistisch – aber die Methoden fänd´ der Führer auch toll – jeder Führer).

Die haben ja auch Gutes geleistet – es hatte schon seinen Grund, warum Boris Becker Fan dieser Gruppierungen war (siehe Focus). Sie haben herausgefunden, dass der Attentäter von Henriette Riek Ende der 90´er auf Rudolf Hess Gedenkmärschen war (siehe Spiegel) und wurden wegen ihrer Aufdeckungsarbeit sogar 2016 sogar vom Verfassungsschutz gelobt – die Bewegung, die ihre Ursprünge im Jahre 1923 hat, hat ihren Platz in der Gesellschaft gefunden.

Doch was höre ich heute?

Ich bekam einen Anruf von einem Freund von mir, der mich auf Vorfälle in Hamburg aufmerksam machte. Es gab eine Demonstration: „Merkel muss weg“. Unpolitische Menschen – sich mit einem seltsamen politischem Anliegen, denn: über den „Merkel-muss-weg-Blödsinn“ habe ich mich ja schon mal ausführlich geäußert. Wirkt wie: „Wenn der Jude erstmal draußen ist, ist alles heileheile“, das übliche Sündenbockprinzip, das schon seit Jahrtausenden Menschen das Leben kostet. Aber: das darf man in diesem Land noch sagen – und erst wenn man das nicht mehr darf, wird es kritisch. 50 Leute kamen auf diese Demo (manche meinen, es waren sogar hundert) und forderten: Merkel muss weg.

Was geschah dann?

Die Antifa marschierte auf. Und ich dachte: die gäbe es so gar nicht mehr. Sicher: wenn G 20 Gipfel sind, dann sind sie alle wieder da. Ist ja auch nach alter antifaschistischer Sitte die passende Gelegenheit: die Globalisierung – die als solche in unseren Landen gar nicht mehr hinterfragt werden darf, so als könnte man sie nicht per Gesetz einfach in allen Formen unterbinden – ist der Motor der aktuell laufenden Neofeudalisierungswelle, die Weltheit für Armut, Hunger und Ausbeutung sorgt. Doch auch da – sind sie seltsam, diese Gestalten: durchtrainiert, geübt darin, Autoscheiben einzuschmeißen – was nicht einfach ist, wie mir eine Freundin jüngst mitteilte, die ihre eigenen Autoscheibe mit einem Hammer zerschlagen wollte … dauerte ewig. Anders als bei diesen dunklen Gestalten, die ohne Rucksäcke in militärisch anmutenden Formationen durch die Straßen laufen. Doch wollen wir nicht weiter darüber spekulieren, wer da wirklich durch die Straßen tobte: in Hamburg bei der Demo gegen Merkel stellte sich die Antifa auf die Seite der Globalisierungsfürstin Angela Merkel.

Ich war verdutzt. Es war keine AfD-Demo – es waren eine Hand voll Bürger, die mit der Politik und Person der deutschen Bundeskanzlerin nicht einverstanden waren. Zu einer AfD-Demo wären sicher auch deutlich mehr Menschen gekommen: immerhin liegt die Partei aktuell in den Umfragen bei 16 Prozent, Tendenz – steigend. Ich habe die Menschen gesehen: gibt ja Internet und Videos – nicht gerade der übliche rechtsradikale Mob. Ohne hunderte Polizisten und noch mehr „Antifa“ hätte sich wahrscheinlich niemand drum gekümmert – die wären kaum wahrnehmbar gewesen. Darf man daran erinnern, dass unter Merkel „linksunten-indymedia“ verboten worden war – ein letzter Rest linker Plattformen in Deutschland?

Wer ist denn eigentlich diese Antifa? War die nicht schon lange tot? Jedenfalls … war es das, was ich im Laufe der Zeit so aus den Autonomen Zentren vernahm, in denen ich gelegentlich zu Gast war: die Musik gefällt mir (deutlich besser als die Karnevalsmärsche der Gegenwart), die Leute sind locker und freundlich, kleiden sich öfter mal in schwarz, aber wirken friedlich – und überhaupt nicht sportlich genug, um solche Bilder wie beim G 20 Gipfel zu erzeugen. 2016 habe ich mal eine Frau von der Antifa in Aachen reden hören dürfen, sie meinte aber, sie wäre gar nicht von der Antifa und irgendwie gäbe es so was ja auch gar nicht: womit sie Recht hat: antifaschistische Arbeit speist sich aus unterschiedlichen Quellen: SPD, KPD, MLPD, Gewerkschaften und freie Geister, Kirchenleute und CDU-Aktivisten findet man dort seltener. Was stört also so bei der Merkel-muss-weg-Demo (bei der es nach anderen Aussagen 230 Teilnehmer gab – im Laufe des Marsches schlossen sich noch andere an)?

Und vor allem: was stört so sehr daran, dass man die Initiatorin der Minidemo persönlich angreifen muss, ja, sogar ihr Haus und ihre Kinder angreift? Doch: Reifen wurden zerstochen, Wände beschmiert, das Kinderzimmerfenster eingeschlagen (siehe Mopo). Kennt man, solche Szenen aus dem dritten Reich, wenn es um Juden ging. War es die Antifa? Heißt nicht in gewissen Kreisen heute nicht alles schon Antifa, was nicht irgendwann mal an einer „Rettet-Hess-Demo“ teilgenommen hat? In den USA gilt die „Antifa“ (die – wenn sie überhaupt existiert – gar keine geschlossene Partei ist sondern ein lockeres Bündnis von Menschen, die den Führer nun mal eben nicht lieb haben … was man in diesem Land noch darf) inzwischen schon als eher terroristische Vereinigung (siehe njhomelandsecurity), wobei die unter Antifa eher Anarchisten verstehen – über die nochmal gesondert zu schreiben ist, weil sie ein ganz feines, hochgeistiges und friedliches Völkchen sind, die der urdemokratischen Meinung sind, dass Menschen niemals über Menschen herrschen dürfen … nicht in der Politik, nicht in der Religion, nicht in der Firma – aber das können Sie dann mit ihrem Chef selbst besprechen.

Genau genommen … weiß man gar nichts. Irgendwer erkärt irgendwen zu „Rechten“ … und deren Gegner dann zu „Antifa“. Cooles Spiel. Natürlich: wer eine CDU-Kanzlerin nicht mag, der kann nur „rechts“ sein. Wer Merkel verteidigt, kann nur ausgesprochener Antifaschist sein – womit die G-20-Antifa wohl so eine Anti-Antifa ist, weil sie die von der Antifa geschützte Merkel nicht mögen.

Wird langsam irre, oder?

Ist aber leicht zu erklären – brauche ich nur selbst nicht machen, dass hat schon Markus Günter getan (siehe FAZ: Kampf gegen Rechts: ein Volk von Antifaschisten)

„Wenn es stimmt, was Franz Werfel einst schrieb, dass nämlich neben dem Geschlechtstrieb kein Bedürfnis das Handeln des Menschen so sehr bestimmt wie die Sehnsucht nach moralischer Überlegenheit, dann ist leicht zu verstehen, warum der Kampf gegen Rechts solche Energien freisetzt: Er belohnt den Kämpfer mit einem maßlosen, ja mit dem denkbar größten moralischen Sieg überhaupt. Man stellt sich schließlich – irgendwie, im weitesten Sinne oder so – gegen Hitler und den Holocaust.“

Und das obwohl … es ja Hitler auch nur darum ging: sich (und bis zu einem gewissen Grad die Deutschen) über andere zu stellen. Und die anderen waren irgendwann nur noch Kosten auf zwei Beinen und mussten weg, damit die Bilanz stimmte. Gibt es diesen Trieb der moralischen Überlegenheit, dann ist er der größte Feind der Menschheit, denn: es braucht immer den anderen, der Unterlegen sein muss – da können sie ganz beliebige Namen einsetzen.

„Hinzu kommt, dass Antifaschismus noch nie so billig zu haben war wie heute. Früher konnte er das Leben kosten, heute kostet er nicht mehr als ein Lippenbekenntnis unter Gleichgesinnten – und schon gehört man dazu, zum erlesenen Kreis der Aufrichtigen, Anständigen, Tapferen. Die Kämpfer gegen Rechts bilden den Adelsstand der aufgeklärten Gesellschaft. Oder noch einen Schuss polemischer: Hier findet ein Ablasshandel statt; die moralische Überlegenheit kann man einfach erwerben, indem man dem Kampf gegen Rechts beitritt.“

In meiner Jugend bedeutete Antifaschismus noch handfeste Streitigkeiten mit Menschen, die offen NS-Symbole trugen – doch davon gibt es nicht genug.

„Der Kampf gegen Rechts braucht immer neue Nahrung. Er muss immer neue Objekte finden, die sich für Ableitung und Übertragung eignen – oder eben passend gemacht werden. Da es aber echte Nazis, Rechtsextremisten, Antisemiten und Rassisten nicht in ausreichender Zahl gibt, geraten auch Akteure und Strömungen ins antifaschistische Visier, die sich nur schwer unter den Begriff Rechts bringen lassen. Da verwischen dann schnell mal die Unterschiede zwischen NPD und AfD, da steht der konservative Flügel der CSU unter Faschismusverdacht, und Thilo Sarrazin liegt auf der Linie von Jean-Marie Le Pen. Auf Details kommt es nicht an. Wo antifaschistisch gehobelt wird, fallen sehr grobe Späne.“

Die schwarzen Listen derer, von denen das Land dringend gesäubert werden muss, müssen gefüllt werden. Sie kommen leicht drauf: Merkel zu kritisieren – selbst mit vernünftigen Gründen – reicht aus: sie sind rechtsradikal. So wahnhaft ist diese Zeit schon, in der selbstverliebte Herrenmenschen gerne Untermenschen jagen, der Arier braucht wieder seinen Slawen. Und es wird wirklich wieder völlig absurd in diesem Land, lauschen wir weiter Markus Günter:

„Mitunter nimmt der Wunsch, sich in die Pose des Kämpfers gegen Rechts zu werfen, geradezu pathologische Züge an wie im Fall des im Januar ermordeten Asylbewerbers Khaled Idris Bahray. Der zwanzig Jahre alte Mann aus Eritrea war in Dresden erstochen worden, und weil Dresden die Hauptstadt von Pegida ist, gingen 3000 Menschen ohne jede Kenntnis über Tat und Täter auf die Straße, um „Pegidas erstes Todesopfer“ zu beklagen. Volker Beck von den Grünen erstattete sogar unverzüglich Strafanzeige gegen die Kripo, die er mit den rassistischen Mördern irgendwie im geheimen Bunde wähnte. Auch hielt Beck es für denkbar, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass die Polizisten die Spuren der rassistischen Tat verwischt hätten. Als dann ein Landsmann des Mannes den Mord gestand, ließen sich die Demonstranten davon kaum aus dem Tritt bringen und behaupteten trotzig: „Rassismus tötet!““

Und die echte Antifa? Kümmert sich eigentlich um echte Nazis – wie schon immer. Einfach mal bei denen ´reinschauen – hier haben sie gegen die Weiße Wölfe Terrorcrew ermittelt (siehe afnpnds), da kann man sich einfach mal eine Ahnung davon abholen, was wirklich rechts ist – und was wirklich antifa wäre.

Und ich jetzt? Immer noch verwirrt, denn: die Antifa-Frau aus Aachen, die keine Antifa sein wollte aber mit denen mitdemonstrierte, war auch noch bei den Montagsdemos als Redner (die ja auch von „Antifa“ angegriffen wurden), war bei den Linken, den Veganern, der Piratenpartei und wo weiß ich noch alles. Privat ist sie Mitglied eines satanischen Ordens, der immer mehr Anhänger hat – und wohnt in einem feudalen Schloss nahe Berlin, das ihr Freund (auch arm aber superaktiv) gekauft hat. Mit welchem Geld? Will gar nicht weiter nachfragen.

Und weiter – bin ich jetzt „rechts“ oder „antifa“? Also: ganz ehrlich: ich bin überzeugter Antifaschist. Es entsetzt mich zutiefst, dass die deutsche Gesellschaft mit ihren Dichtern und Denkern so schwach war, dass sie gegen die Invasion der Wahnhaften nichts entgegen zu setzen hatte, und mehr denn je bin ich überzeugt, dass sich das wiederholen kann -und wiederholen wird. Ohne NS-Symbolik – auf die sich die echte Antifa so gerne stürzt. Und mehr als alles andere entsetzt es mich, dass wir Menschen verlernen, miteinander zu reden – und überall nur noch „Rechte“ oder „Antifa“ sehen. Und dass die Rechten nach 12 Jahren CDU-Regierung unter Merkel die größte Gefahr in den „links-grün-versifften Gutmenschen“ sehen, läßt die Idiotie nur noch größer erscheinen.

Währenddessen werden Microplastik und Monsterkeime weiter produziert – und türkisch-kurdische Fussballspieler auf der A4 bei Düren beschossen (siehe dw). Da fahre ich auch gerne mal lang.

Und wenn ich jetzt frage: wem nützt eigentlich die epische Aufteilung der Bürger in „Rechte“ und „Antifa“, bin ich mit Sicherheit wieder selbst der Nazi. Oder der links-grün-versiffte Gutmensch. Auf jeden Fall jemand, mit dem man nicht reden braucht.

Und genau das ist das Ende unserer Gesellschaft.

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Das Ende Europas und des Westens: wie Politische Korrektheit den Widerstand zerstört

Dienstag, 14.11.2017. Eifel. Machen Sie sich eigentlich mal Gedanken über die Zukunft? Was so in 22 Jahren ist? Nun – das ist nicht mehr lang – 22 Jahre sind schnell vorbei. Die meisten, die diese Zeilen lesen, werden dann noch leben – bedauerlicherweise. Ja – irgendwann wird die Parole von dem „Land, in dem wir gut und gerne leben“ von einer grausamen Wirklichkeit eingeholt werden – der Wirklichkeit, dass dieses „wir“ nur für ganz bestimmte Netzwerke gilt, nicht jedoch für die Mehrheit der Bevölkerung. Nur gut, dass wir die Bundeswehr haben. Die ist zwar zur militärischen Landesverteidigung nicht mehr in der Lage, kann aber weltweit dem Imperium Hilfstruppen zur Verfügung stellen, damit die mit der Schmutzarbeit nicht mehr so alleine sind. Und – sie kann sich Gedanken über die Zukunft machen.

Schlimme Szenen sollen es sein, die uns bevorstehen – der Zusammenbruch des Westens inklusive …. also: der Zusammenbruch Europas. Natürlich ist die Studie, die 6 Worst-Case-Szenarien darstellt, geheim. Wieder einmal wird deutlich, dass Sie als Bürger nur noch Zahl- und Wahlvieh sind, zahlen dürfen Sie das ganze Jahr über, wählen ein paar mal in vier Jahren, aber erfahren, wenn Ihr Land massiv in Gefahr ist: nein, dafür sind Sie noch zu klein. Oder: zu unbedeutend. Natürlich bezahlen Sie die Studie und Sie bezahlen auch die Leute, die sie erstellt haben ebenso wie jene Leute, die sie jetzt unter Verschluss halten – nur: Sie kriegen nichts mehr für Ihr Geld. Zwar können Sie für 39 Cent ein paar Vermutungen von Spiegelredakteuren lesen – aber das hilft Ihnen ja auch nicht weiter.

Ich kann Ihnen mal ein paar Fakten nennen, die in einem neuen Webmagazin (siehe Rubikon) aufgelistet werden. Schauen Sie sich mal unsere Schulden an:

„Staaten und Wirtschaft sind heute noch stärker verschuldet als vor und nach dem Fast-Kollaps von 2007/2008. Die weltweiten globalen Schulden, private und öffentliche zusammen, erreichen etwa 220 Billionen Dollar. Diese Summe ist das Zweieinhalbfache des weltweiten Bruttoinlandprodukts von 88 Billionen Dollar.“

Oder die Wetteinsätze der Superbanken:

„Der weltweite Nennwert außerbörslicher Finanzderivate wie Optionen oder CDS („Kreditausfallversicherungen“, in den meisten Fällen ohne einen zu versichernden Kredit) hat gigantisch zugenommen, so Finanzprofessor Marc Chesney von der Universität Zürich. Der Nennwert aller Derivate, inklusive der an den Börsen gehandelten, übersteigt heute das Welt-Bruttoinlandprodukt um rund das Zehnfache.“

Wirschaftlich gesehen tanzt die gesamte Welt schon längst auf einem Vulkan – kein Wunder, dass man Ihnen das nicht deutlich vor Augen halten will: Sie sollen ja zahlen bis zum großen Schluss. Sie können in dem oben zitierten Artikel noch weitere Katastrophen studieren, die die Grundfesten der Welt erschüttern und sich so selbst ein Bild machen, das dem der Bundeswehr recht nahe kommen dürfte – mal abgesehen von der täglich wachsenden Kriegsgefahr.

Allein diese Informationen – neben den Daten für Deutschland, wo die private Verschuldung auch täglich steigt (siehe Berliner Zeitung) und die Regierung mit kostensteigernden Maßnahmen wie Energiewende, Dieselverbot und Autobahnmaut ständig weiter an der Kostenspirale (und somit der Verschuldung) dreht – sollten täglich in der Tagesschau kommen um Sie für Politik zu sensibilisieren, doch man nutzt die Zeit lieber, um Sie darüber zu informieren, welche Ergebnisse Millionäre bei Leibesübungen mit Bällen erzielen (gemeint ist: Fußball) und Sie begeistern sich so sehr für diese Daten und Ereignisse, als würde das Überleben Ihrer Familie davon abhängen.

Haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, warum das so ist?

Nun – es ist einfach das Ergebnis von Manipulation: Ihnen wird auf breiter Front suggeriert, dass Fussball wichtig ist, dem Fussball wird in der Berichterstattung auch ehedem seriöser Nachrichtenmagazine viel Raum zur Verfügung gestellt, auch die Zeitungen sind voll davon – wie sollten Sie auf die Idee kommen, dass Fussball nicht wichtig ist? Immerhin ist das Nachrichtenvolumen über Fussball um ein tausend- bis zehntausendfaches größer als das Nachrichtenvolumen über die Folgen der Flüchtlingswerbeaktionen der Bundesregierung in Afrika, wo – für uns nur in Randnotizen erfahrbar – eine Million Flüchtlinge einfach in der Wüste verreckt sind. Ja – eine Million. Angefeuert auch durch eine Flüchtlingsindustrie (siehe Handelsblatt), die inzwischen Milliardenumsätze erwirtschaftet. Neger sagen in Deutschland: ein grausames, nicht zu verzeihendes Verbrechen. Neger verrecken lassen – egal. Ja – so brutal möchte ich das formulieren … weil es einfach so ist.

Trauen Sie sich nochmal Neger zu sagen? Was war das mal für ein harmloses Wort, wer hielt schon je den kleinen Negerjungen in Kindergeschichten für die Speerspitze des Rassismus? Hat sich schon einmal ein stärker pigmentierter Mensch in Deutschland über dieses Wort beschwert? Wie müssen jetzt schon Erich Kästner aus den Bibliotheken entfernen, aus Astrid Lindgren und Oswald Preussler, weil sie … verbotene Wörter benutzen. Erich Kästner wurde schon von den Nationalsozialisten verbrannt – aber diese Paralellen sehen wir nicht mehr … bzw. sie machen uns nichts mehr aus. Säuberungen sind cool geworden. Mal wieder.

Sie fragen sich jetzt sicher, wo ich hin will? Wie kommen wir vom Untergang des Westens zu den zehn kleinen Negerlein?

Nun – Sie werden sich wundern, dass ein Großteil der entsetzlichen, ekelerregenden, abstoßenden Entwicklungen der Gegenwart ihren Ursprung wirklich da haben – bei dem Kampf um das Wort Neger (und um einige andere Wörter). Es geht um das politisch korrekte Sprechen – eine Fomulierung, die kaum noch in Frage gestellt wird. Jeder politische Philosoph müsste angesichts solcher Formulierungen gleich auf die Barrikaden gehen: dort, wo Sprache diktiert wird, herrscht Diktatur im innersten Kreise der Menschheit, dort wird der Wille zum Widerstand, die Freiheit des Denkens selbst angegriffen. Wir … akzeptieren das aber, wundern uns selbst dann nicht, wenn wieder Bücher vernichtet werden, weil sie falsche Inhalte haben.

Sicher – die Argumente für politisch korrektes Sprechen sind immer „gut“. Natürlich. Noch kein Diktator in der ganzen Geschichte der Menschheit hat böse Werte auf seine Fahnen geschrieben, alle waren für das „Gute“ … nur wurde dieses Gute jeweils anders definiert – aber soweit denkt die Generation Doof – die Helfershelfer der Bösen der Gegenwart – ja gar nicht mehr.

Ich möchte Ihnen nun ein paar Abschnitte vorstellen, Teile eines Werkes, das uns die nächsten Monate noch begleiten wird: Die Ideologie der Tyrannei  von Guido Giacomo Preparata (Dunker und Humblot 2015).  Ich halte dieses Werk für die wichtigste Arbeit der Gegenwart – auch wenn man für ihr Verständnis ein profundes Wissen über Religionsgeschichte braucht und ebenso umfassende Informationen über politische Entwicklungen der Gegenwart, deren Verwerfungen man auf einmal ganz gut erklären kann – nicht nur hinreichend, sondern erschöpfend.

Welche Tyrannei ist gemeint? Nun – jene Tyrannei, die Sie in Ihrem Alltag erleben, Syrer, Afghanen, Jemeniten und Iraker auf ihren Schlachtfeldern und unsere Kinder in einer Welt ohne Insekten, ohne Vögel, ohne Wasser und ohne Ernten in einem Ozean voller Plastikmüll (siehe hierzu die neuen Plastikseen in der Karibik bei Utopia), einer Welt, in der jeder Tropfen sauberes Wasser, jeder Apfel, jeder Brotkrümel in Privatbesitz ist; einer Welt, in der jeder gegen jeden kämpfen wird – im gnadenlosen Wettbewerb um Essen, das früher einfach mal umsonst überall herumwuchs. Ja – wir reden über die Vernichtung der ganzen westlichen Welt (die arabische wird gerade vernichtet, die afrikanische ist schon lange dran) – und ich vermute mal frech: genau das ist es, was die Bundeswehr vor uns geheim halten möchte.

Und diese Tyrannei fängt bei der Sprache an … bei der Hetzjagd auf das Wort „Neger“, das in Deutschland wohl kaum ein Bleichgesicht in diskriminierender Absicht ausgesprochen hat – völlig entgangen ist der Wörter-SS, dass man im Ruhrgebiet – eng am Sinn bleibend – von den „Schwatten“ spricht, auch ohne das in irgendeiner Weise übel zu meinen. Dort weiß man aber auch noch, dass Neger ausbeuten übel ist, das es übel ist, ihre Ernten als Viehfutter zu verkaufen, ihr Wasser zu privatisieren, ihren Gangstern modernste Waffen zu verkaufen und sie millionenfach in den Tod zu führen einfach ein neuer Holocaust ist, selbst wenn die wenigen Sieger dieser realen „Hungerspiele“ einen Niedriglohnjob in Berlin erhalten, wo sie dann Schaumküsse produzieren dürfen.

Lauschen wir mal Preparata:

„Zunächst hielt man „Politische Korrektheit“ nur für eine absurde und hoffentlich bald vorübergehende Travestie: eine Ansammlung kitschiger Beschönigungen, die wie Feigenblätter die Obszönitäten des heutigen Amerikas, seine Barbarei und seinen Rassismus bedecken sollten.“

Ja – es war unsere Leitkultur, die mit dem Umbau der Sprache anfing, aus „black“ den „afro-amerikaner“ machte, aus „dürr“ „schlank“ und aus „fett“ „übergewichtig“. Schlanke Afroamerikaner hören sich einfach viel netter bei Kaffee und Kuchen an als hungernde Neger. Man hat ihnen sprachlichen Respekt erwiesen – warum noch was gegen den Hunger tun?

Zu Beginn – in den frühen achtziger Jahren – klang das alles lächerlich„, konnte man zuvor noch vermuten, dass man in der Tat durch Veränderung der Sprache damit beginnen wollte, Verhältnisse zu verändern (und einfach erstmal den leichtesten Weg über die Entbrutalisierung der Sprache nahm), wurde bald klar: mehr war gar nicht geplant, mehr wurde gar nicht beabsichtig.

„PC erwies sich als bloßer Jargon, durch den die Mittelschicht ihr Versagen verschleiert hat: Nämlich die Unfähigkeit, das Land zu demokratisieren“ … „kurz gesagt: die Unfähigkeit der Mittelschicht, „den sozialen Sonnenschein“ zu verbreiten. aus Verzweiflung über dieses Versagen hielten es die Intelligenz und das Volk für besser, sich selbst zu belügen und weiter durchzumogeln. Wie Hacker drangen Sie in das Netzwerk des täglichen Sprachgebrauches ein, veränderten die Daten und frisierten die Wörter, und zwar solche Wörter, deren ausgesprochene Brutalität bereits nahelegte, wo die eigentlichen Probleme anzugehen wären.

Doch zeigten sich zunächst noch keine Hintergedanken. Die Dinge entwickelten sich mit der Zeit. Die Alltagssprache wurde dabei nicht nur verfälscht. Also Folge davon wurden die intellektuellen Möglichkeiten zum Widerspruch geschwächt“. (Preparata, a.a.O., Seite 21).

Sicher – Preparata beschreibt die Zustände in den USA der achtziger Jahre … aber wer erkennt nicht die Paralellen zum Zeitgeist der Gegenwart in Deutschland? Allein die Geschichte der Partei „Die Grünen“ zeigt, wie wirkmächtig jene geistigen Gewalten sind, die aus den USA herüberschwappen: wir sagen nicht mehr Neger – aber werfen Bomben auf Kinder in Jugoslawien und verstoßen Millionen deutscher Kinder ins Hartz IV-Gettho, ohne mit der Wimper zu zucken.

Und sicher – wir fangen nur bei kleinen Worten an … aber nehmen wir mal für unser Land aktuellere Debatten, z.B. um „Flüchtlinge“. Darf man die noch so nennen? Denken Sie an den Aufstand, als die Polizei das Wort „Nafri“ einführte: man konnte meinen, die hätten scharf geschossen – auf Menschen, bei denen ich aktuell gar nicht mehr weiß, wie man die korrekt nennen darf – weshalb eine Diskussion über das „Einwanderungsland Deutschland“ schon im Ansatz scheitert, weil wir nicht wissen, wie wir die Einwanderer nennen dürfen – und ich glaube: „Einwanderer“ dürfen wir sie auch nicht nennen.

Dass es gute Gründe dafür gibt, warum die Menschen (aktuell 60 Millionen) ihre Heimat verlassen, dass dazu vor allem das Wirken des Westens als räuberischem Imperium und Macht der absoluten Unterdrückung gehört, die aus purer Gier die Lebensgrundlage der Afrikaner vernichten (auch durch Kleidersammlungen, die den afrikanischen Textilmarkt zerstören – oder durch den Export von Fleischabfällen unserer Fleischindustrie … oder den Export unserers Giftmülls) – wen stört das schon. Hauptsache, wir sagen nicht Neger – und weil wir nicht Neger sagen gehören wir zu den Guten, haben genug getan zur Rettung der Afrikaner und der ganzen Welt. Was interessieren uns die Plastikmeere, wo wir doch fein Müll trennen – und sogar vorher die Joghurtbecher spülen?

Doch dieses Imperium – wird nicht mehr kritisiert. Dafür Sorgen die „Linken“ – von denen es … auch Preparata zufolge … gar keine mehr gibt. „Linke“ erweisen sich als willfährige Wachhunde des Räuberimperiums, das gerade in Deutschland dabei ist, zehn Millionen Lebensversicherungen zu verschachern – mit noch unklaren Folgen für die Eigentümer dieser Versicherungen (siehe Manager-Magazin). „Linke“ achten darauf, dass die Sprache nicht mehr zu brutal ist, sie sind die Wörter-SS des Räuberimperiums – und ihre Feinde sind natürlich: Rechte. Nicht, dass diese „Rechten“ wirklich politisch korrekt als Rechts von der Mitte stehnende Bürger bezeichnet werden (wie es bei CDU, CSU, Grünen, FDP und SPD anzutreffen ist), sie werden nur so bezeichnet und mit einer Vehemenz verfolgt, als hätten sie alle persönlich in Auschwitz gearbeitet.

„In den Reihen der Gebildeten sehen wir kaum noch eine „Linke“, es gibt keine kohärente Bewegung des Widerstandes. Eine solche ist buchstäblich am Ende. Stattdessen führen wohlhabende bürgerliche Intellektuelle – fast alle sind weiß, männlich und europäischer Abstammung – ein Schauspiel mit im Grunde  zwei Fraktionen auf.“ (Preparata, Seite 22).

Niemand fragt sich, wieso die Stiftung des größten Korrumpteurs der bundesdeutschen Politik, der die ganze Republik „kaufte“ (siehe Spiegel), großes Engagement beim Kampf gegen „Rechts“  zeigt … jedenfalls in der Ostzone des neuen Deutschland (siehe Stiftung Toleranz) – woher stammt die überraschende Wendung zum Besseren?

Preparata klärt uns auf:

„Somit ist unser Gegenstand eigentlich die Geschichte eines Systems der Machtausübung, das sich immer fester im Griff kriegstreibender Finanzoligarchen befindet, welche die berauschende Propaganda in immer neue Höhen an Virtuosität gesteigert haben“ (Preparata, a.a.O., Seite 30).

Ziel ist eine Aufspaltung der Gesellschaft in Mikrogruppen, „Danach sollen sich die Farbigen angeblich von den Weißen abheben, die Frauen von den Männern, bis jede Partei sich auf ihre eigene Insel des genuin eigenen Wissens zurückzieht und sich verpflichtet, an ihren „Rändern“ Widerstand zu leisten und die gegenseitige Feindschaft ohne Chance auf Versöhnung gären zu lassen“ (Preparata, a.a.O., Seite 30).

Von diesen Mikrogruppen kann es gar nicht genug geben – kein Wunder, dass beständig neue „Geschlechter“ zum Zwecke der Abgrenzung eingeführt werden (Facebook bietet gerade 60 verschiedene Geschlechter an, siehe FAZ), eine ähnliche Entwicklung gibt es auch unter den linken Gruppen der Republik, in beständigem Kampf darum, wer denn nun wirklich richtig links ist. Hierzu werden „alle Einstellungen, die traditionell als „heilig“ gelten, wie Frieden, Mitgefühl, Harmonie, Geschenke zu machen und anzunehmen, untergraben“ (Preparata, a.a.O., Seite 29).

Der Sinn der Zersplitterung der Gesellschaft? Die Verhinderung einer Schaffung einer neuen Einheitsfront gegen die wirklichen Machthaber, die Verhinderung einer weltweiten Bewegung für Gerechtigkeit. Darum haben wir jetzt ein drittes Geschlecht in der Geburtsurkunde … und kaum noch Widerstand gegen steigende Obdachlosigkeit und grassierende Armut in einem der reichsten Länder der Welt, dass sich ehedem mal demokratischen Grundprinzipien verpflichtet fühlte, noch das Wissen darüber, dass die Armut Afrikas Europa viel eher erreichte, als es die Bewohner Afrikas taten.

Es wird das Fehlen dieser heiligen Wesenszüge des Menschen sein, das den Untergang des Westens bewirkt – auf welche Art und Weise sich das im Alltag auf das Leben von uns Menschen ausleben wird, kann man unter Umständen auch in der geheimen Bundeswehrstudie nachlesen. Es wird sogar ein neuer Menschentypus erschaffen, ein „Amerikanischer Bürger neuen Typs“, ein fanatisiertes Hybrid, das als Geschöpf des Liberalismus das Leben in Kosten und Nutzen zerlegt, Mitgefühl für eine (teure und unnötige) Option hält und das von seiner geistigen und kulturellen Überlegenheit gegenüber all jenen Leuten überzeugt ist, die mit neuen Technologien oder den raffinierten Möglichkeiten des Handels nicht so recht vertraut sind“ (Preparata, a.a.O., Seite 24).

Dieser Hybrid wird nicht mehr in der Lage sein, weltweit führende Bewegungen für Gerechtigkeit ins Leben zu rufen, während der Einzelne in „apathische Entscheidungslosigkeit“ (Preparata, a.a.O., Seite 24),  versinkt … Folge einer Philosophie der „rationalisierten Verzweiflung, deren Bestreben es ist, sich jedem Mitgefühl zu widersetzen, und keine Mühe darauf zu verwenden, die weltweite Ungerechtigkeit um des Friedens willen zu reformieren“ (Preparata, a.a.O, Seite 27).

Der neue mitleidlose Menschentypus bekommt gerade auch auf dem Gelände der ehemaligen Flick-Villa neue Unterkünfte (siehe tz)

„Ab Juli 2014 wird mit dem Neubau auf dem Grundstück der ehemaligen Flick-Villa begonnen. „Hier entstehen zehn neue Luxuseigentumswohnungen mit modernster Technik und Ausstattung“, sagt Mayr. Sie sollen jeweils zwischen 160 und 400 Quadratmetern groß werden – je nach Wunsch der neuen Eigentümer. Ende 2015 wird der Neubau voraussichtlich bezugsfertig sein.

Eins ist jetzt schon sicher: Die Luxuswohnungen liegen in einer 3400 Quadratmeter großen grünen Oase mit unverbaubarem Blick und direktem Zugang zum Isarufer.“

Jeder Quadratmeter dieser Wohnungen kostet mehr, als ein Hartz IV-Abhängiger im Jahr zum Überleben erhält. Ob der Erlös aus dem Verkauf wohl auch zum „Kampf gegen Rechts“ verwendet wurde? Ziehen wir eine neue Broschüre der spendenfinanzierten Amadeu-Antonio-Stiftung zu Rate, so reicht allein die Beschreibung einer manipuliernden Finanzoligarchie (die übrigens mit absoluter Mehrheit nichtjüdisch ist, auch wenn diese Stiftung immer das Gegenteil behauptet, um aus Kapitalismuskritik und Kritik am Finanzfeudalismus Antisemitismus zu stricken) dazu aus, Staatsfeind zu werden (also Neusprech: rechts … als wäre dieses Land ein linkes Paradies, das pauschal vom rechten Untermenschen bedroht wird).

Nun gut, dann reden wir eben nicht mehr über Manipulation, halten Fussball für das wichtigste Ereignis der Menschheitsgeschichte, sagen nicht mehr Neger … und denken nicht an die Zukunft.

Und ignorieren voller stolzem und mitleidlosem „Gut-Sein“ den afrikanischen Holocaust … der nur der Vorbote des Untergangs des Westens ist.

PS: wenn Sie mal einen Blick auf das kulturelle Niveau des „neuen Menschen“ werfen wollen, empfehle ich gerne nochmal das „Gastmahl der Geistlosen“ (siehe NZZ).

 

 

 

Vom Wissen der Menschen und dem satanischen Glauben der Übermenschen

Montag, 9.10.2017. Eifel. Es ist Zeit zu reden. Über Sie. Ganz persönlich. Keine Sorge, wir sind ganz unter uns, hier hört niemand zu. Es ist aber sehr wichtig, dass wir mal über Sie reden anstatt immer nur über die anderen, denn: wir brauchen eine Revolution. Dazu muss ich mich mal selbst zitieren:

„Ich denke nicht, dass wir ohne Radikalität die Gesellschaft noch ändern können. Damit meine ich keine Gewaltakte, sondern eine radikale Kritik an den bestehenden Verhältnissen, die für die Menschheit keine Zukunft mehr bieten. Radikale Kritik an einer hochkomplexen Struktur ist kaum möglich – und erst recht nicht bei der Generation Doof, für die alles über 144 Zeichen „Geschwurbel“ ist, weil es ihren Verständnishorizont weit – unendlich weit – übersteigt.“

Muss ich noch beweisen, dass für die Menschheit keine Zukunft besteht? Denke, ich habe es oft genug aufgezeigt und Experten zitiert. Sehen Sie hin, wo sie wollen: Wirtschaft, Staat, internationale Politik, Familie, Freundschaften, innere Werte – alles im freien Fall. Nun – vielleicht gehören Sie zu denen, die glauben: Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude. Das dürfen Sie auch glauben, dem Glauben sind keine Grenzen gesetzt. Sie dürfen sich aber auch fragen, warum Sie gerade das glauben. Ja: glauben dürfen Sie noch recht willkürlich, je nach Geschmack, was immer sie gerade wollen. Nun – jedenfalls im Prinzip. Im politischen Bereich wird Ihnen das, was sie glauben dürfen, gerade vorgesetzt. Putin ist böse. Trump ist doof. Nine-eleven wurde von Osama bin Laden organisiert. Saddam Hussein hatte Massenvernichtungswaffen. Der Markt regelt alles zum Besten. Impfen schützt vor Krankheiten. Merkel ist alternativlos für Deutschland. Verschwörungstheorien sind alles böse Lügen. Die irakischen Truppen sind so bestialisch, dass sie sogar Babys aus Brutkästen schmeißen. Marc Detroux war ein Einzeltäter, die 27 toten Zeugen (von einem fand man nur einen Fuß) in diesem Fall haben so wenig zu bedeuten wie die sechs toten Zeugen im NSU-Prozess.

Merke gerade: wir werden zu politisch. Wir wollen uns ja heute nicht aufregen. Wenden wir uns erstmal den vier kardinalen Fragen der alten griechischen Philosophie zu, die auch für Sie von existentieller Bedeutung sind. Fragen Sie sich mal, warum Sie von denen eigentlich noch nie gehört haben. Ich zitiere sie aus einem Artikel über Lebenssinn und Humanismus (siehe Humanistische Aktion):

Was können wir wissen?
Was dürfen wir glauben?
Was können wir hoffen?
Wie sollen wir leben?    

Die Frage, was wir wissen können, ist für den politischen Bereich von zentraler Bedeutung – Wissen lenkt unsere Taten, Wissen … ist Macht!

Was können wir nun wirklich wissen?

Sie werden erstaunt sein: gar nichts. Wieso?

Nun – schauen Sie sich doch mal an, wie „Wissen“ zustande kommen soll – wie Ihr „Wissen“ zustande kommt … welchen Zugang zur Ihrer Lebensumwelt Sie überhaupt haben: Sie besitzen fünf Sinne. Manche sogar einen sechsten (den wir Intuition nennen wollen), einige wenige noch einen siebten – doch wenn Sie diese Sinne nicht selbst erfahren und im Einsatz erlebt haben, können Sie darüber nicht urteilen … und wenn Sie sie kennen würden, würden wir dieses Gespräch gar nicht führen. Sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – das sind die fünf Kanäle, die Sie mit Eindrücken von der Umwelt versehen – und sie sind alle trügerisch. Allein das Auge: Sie sollten froh sein, dass sie nicht so sehen, wie ihr Auge sieht: das Auge ist eine camera obskura – und zwar eine schlechte (siehe das Erste):

Ein Bild, so wie es unsere Netzhaut wahrnimmt, stünde nicht nur auf dem Kopf, es sähe auch viel schlechter aus als jedes Foto: schwarz-weiß und unscharf am Rand, zur Mitte hin zwar immer schärfer und farbintensiver, aber dafür mit einem blinden Fleck nahe dem Zentrum.

Wäre scheußlich, wenn wir wirklich nur unseren Sehsinn hätten. Es bedarf eines fiesen Tricks, der die von außen kommenden Lichtwellen erstmal manipuliert, bevor sie in das Gehirn weitergeleitet werden:

„Unsere Augen sehen also gar nicht so gut, wie wir denken. Die Bilder die wir sehen, entstehen vielmehr in unserem Gehirn als auf unserer Netzhaut. Das Gehirn interpretiert die „Daten“ die der Sehnerv liefert auf Grund von Erfahrungen. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir für optische Täuschungen so anfällig sind. Gleichzeitig steuert es die Bewegung der Augen ganz im Wortsinne „augenblicklich“ so, dass wir immer genau das scharf sehen, was gerade wichtig ist.“

All´ unsere Wahrnehmung: nur blasse Theorie. Schrecklich, oder? All´ das, was wir zu wissen glaubten – ein Zaubertrick des Gehirns, das Ihnen vorgaukelt, sie könnten wirklich Licht pur begegnen. Gleiches gilt übrigens auch für die anderen Sinne, der Theorie, dass unser Geruchssinn noch der Ehrlichste ist, muss ich später nochmal weiter nachgehen.

Nein- ich will Sie nicht hinters Licht führen, keine Sorge. Nehme ja auch kein Geld dafür. Mir ist an Radikalität gelegen, weshalb wir eine Quelle von „Wahrheitsfindung“ – das Auge – mal kurz unter die Lupe genommen haben und feststellen konnten: da gibt es ein miserables Ergebnis. Gott sei Dank haben wir ja noch ein anderes Erkenntnisinstrument: den Verstand. Er sammelt die ganzen schlechten Daten und fügt sie zu einem Bild zusammen, wohl wissend, dass Objekte, die außerhalb der eingeschränkten Wahrnehmung unserer Sensoren existieren, neben uns stehen könnten, ohne das wir je eine Chance hätten, sie wahr zu nehmen. Soviel zu Geistergeschichten. Doch der Verstand … funktioniert selbst nur sehr eingeschränkt. Er hat eine Reihe von Kategorien, außerhalb derer er überhaupt nicht funktioniert – selektiert also neben dem Auge nochmal die Wirklichkeit. Vier Kategorien mit jeweils drei Unterkategorien beschreiben seine Grenzen (siehe: Schlüsseltexte Geist und Gehirn)

Quantität (Einheit, Vielheit, Allheit)

Qualität (Realität, Negation, Limitation)

Relation (Inhärenz und Subsistenz, Kausalität und Dependenz, Gemeinschaft als Wechselwirkung zwischen Handelndem und Leidendem)

Modalität (Möglichkeit – Unmöglichkeit, Dasein – Nichtsein, Notwendigkeit – Zufälligkeit).

Wird jetzt kompliziert, oder? Niemand hat gesagt, dass Philosophie einfach ist. Es reicht aber, zu verstehen, dass Sie wie Sie da so jetzt sitzen eher dem Kapitän eines U-Bootes ohne Sonar gleichen, der tief unter Wasser von allen Sinnen abgeschnitten ist und die Welt um sich herum nicht direkt wahrnehmen kann, sondern auf Schlussfolgerungen eines begrenzten Verstandes angewiesen ist … eines Verstandes, der sich das Funktionieren der Welt ohne Gott nicht vorstellen kann. Ja – das ist die Grundlage der rationalen Gottesbeweise … und stellt Sie jetzt natürlich vor großen Herausforderungen. Auf einmal ist Gott in ihrem Leben – wo doch die ganze „Moderne“ ihn doch so sehr für tot erklärt hat. Unheimlich, oder? Schauen Sie sich die Gottesbeweise ruhig mal in Ruhe an (siehe Wikipedia) – die haben schon was für sich. Und gleichzeitig gilt für sie: Theorien schaffen keine Wahrheiten, sondern nur Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Selbst wenn sie von der amerikanischen Regierung kommen.

Damit kommen wir vom Wissen zum Glauben. Ein harter Schnitt, aber ein notwendiger, denn wie jedes Tier müssen wir uns mit unseren mangelhaften Möglichkeiten in dieser Welt das Überleben sichern und können uns nicht jederzeit leisten, den Tag mit philosophischer Reflexion zu verbringen.

Was können wir nun wirklich glauben?

Im Prinzip alles, wenn es Ihrem Überleben nützt. Wir wir gesehen haben, lassen uns unsere Sinne bei der Wahrheitsfindung ziemlich im Stich, wir haben nur einen äußerst begrenzten Zugang zu unserer Umwelt und deuten die Daten mit einem beschränkten Verstand – der zwar gigantische Hypothesenkomplexe schaffen kann (wie die katholische Lehre oder das naturwissenschaftliche Weltbild – zwei Seiten derselben Medaille), die aber an sich keine Wahrheit begründen. Glauben jedoch – ist nicht nur die Fähigkeit, sich aufgrund von Annahmen und Wahrscheinlichkeiten Wirklichkeiten auszudenken, sondern … die Kraft des Geistes, Wahrheiten zu setzen – mit so einer Wucht, dass der Verstand sie nicht mehr hinterfragen darf. Nehmen wir mal ein Beispiel – um zu sehen, wie Wissenschaft und Religion funktionieren. Sie entschließen sich ab morgen, die Farbe Rot als Nichtexistent zu definieren. Sie glauben einfach nicht mehr an die Farbe Rot. Konsequenz? Alle Menschen, die die Existenz der Farbe Rot beschreiben und ihre Erfahrungen davon berichten, unterliegen (für Sie) entweder Täuschungen ihrer Sinne – oder einem kulturell unangemessenem Wahn.

Albern?

Ersetzen Sie „Farbe Rot“ durch „Gott“ – und es wird sehr politisch. Sogar blutig. Ebenso gilt das Gegenteil: der Atheismus oder Antitheismus arbeitet ebenfalls mit so einer willkürlichen Setzung. Wer über einen sechsten oder siebten Sinn verfügt, hat es hier leichter: er hat die Möglichkeit, außerhalb der begrenzten Sinne ebenso begrenzte Indizien zu sammeln, die seine Anfangsthese (die umgangssprachlich fälschlicherweise schon als „glauben“ bezeichnet wird) stützen können.

Unwichtiges philosophisches Geschwurbel?

Ok – anderes Beispiel, das Ihnen sehr an die Nieren gehen wird: wenn Sie glauben, den Partner fürs Leben gefunden zu haben, setzen Sie so eine Wahrheit – und besiegeln die Entscheidung mit der Hochzeit. Sie vertrauen bei diesem Akt kaum verstandesmäßiger oder sinnlicher Erkenntnis, sondern … einem Gefühl, Liebe genannt. Wäre schön … wenn diese Liebe ewig erhalten bliebe, oder? Könnte sie auch – wenn beide wüßten, was der Glaube an den jeweils anderen wirklich bedeutet. Die Scheidungsraten belegen, dass … da vieles ins Wanken gerät, was unsere innersten Lebenskreise ausmacht, für große Qual sorgt und für die Zerstörung von Kindern. Der Grund ist immer derselbe: man beginnt an seinem Glauben zu zweifeln, die Entscheidung hatte zu wenig Wucht. Übel, weil … die ganze Zukunft der Menschheit entspringt aus den Kindern dieser zerstörten Beziehungen … ebenso wie viele Leichen davon zeugen, wie tödlich Glaube werden kann.

Was können wir hoffen?

Alles, was Sie wollen – oder gar nichts, wenn Sie es wollen. Es darf Ihnen aber bewusst sein, dass es von Ihren Entscheidungen abhängt. Lesen Sie mal den Reisebericht von Ariane Kovac zu den Schmanen Perus – und wie sie lernte, an Geister zu glauben (siehe Reisedepeschen) – schon irre, oder? Wie eine Großstadtbevölkerung Geister in ihr Leben integriert, die dem von den Experten unserer Obrigkeit angeordneten Weltbild völlig widersprechen. Ja – wir haben ein angeordnetes Weltbild, das sich kaum von dem Prinzipien des römisch-katholischen Lehrgebäudes unterscheidet. Der dogmatische Materialismus erweist sich in vielen Bereichen als komplexes Spiegelbild des Katholizismus, bis hin zu der Einführung von Inquisitoren, die über die „wahre Lehre“ wachen (darunter sind auch solche selbsternannten Glaubenswächter wie Gwup oder Psiram zu verstehen, wobei letztere auch gerne mal von Panama aus außerhalb der Legalität arbeiten, allerdings noch von körperlichen Folterungen Abstand nehmen müssen – obwohl es ihnen wohl augenscheinlich sehr danach gelüstet … wenn sie nur könnten).

Es gibt für Kant drei Dinge, auf die wir hoffen dürfen: eine unsterbliche Seele (wobei die Nahtodesforschung im 21. Jahrhundert inzwischen so weit ist, dass wir in diesem Punkt bald von Wissen ausgehen werden können), die Existenz Gottes (wobei wir berücksichtigen dürfen, dass 99 Prozent der jemals lebenden Menschen wie selbstverständlich Elemente wie diese in ihr eigenes Weltbild integriert haben … wir also schon ein paar Indizien haben, dass jenseits unserer beschränkten Erkenntnismöglichkeiten noch Realitäten lauern; überraschenderweise werden Menschen, die mit Gott selbst sprechen, vom dogmatischen Materialismus wie von der katholischen Kirche gleichermaßen verfolgt) und … das wir einen freien Willen haben (den uns Werbung und Politik gerade abschwatzen wollen). Und – mal ehrlich: haben Sie wirklich was zu verlieren, wenn Sie die Existenz einer unsterblichen Seele als normal und gegeben voraussetzen? Sie werden nicht eine Millisekunde Zeit haben, sich zu ärgern, wenn Sie sich geirrt haben – aber wesentlich entspannter leben können.

Wie sollen wir leben?

Nun – das können Sie sich jetzt doch wohl selber denken? Wie lebt man mit anderen Menschen in einer Welt, in der sich jeder frei für Wahrheiten entscheiden muss – ohne je absolute Sicherheit über ihre Richtigkeit zu haben? Die Antwort scheint mit einfach: äußerst respektvoll vor der anderen Meinung – auch wenn sie einem noch so gegen den Strich geht, demütig und bescheiden, was den Umgang mit einer Welt angeht, in die man uns einfach hineingesetzt hat, liebevoll und verständnisvoll gegenüber jenen, die sich anders eingerichtet haben in der Welt … und ganz entschieden gegen jene stemmend, die diese Freiheit vernichten wollen, jene Un- und Übermenschen, die voll tönend die Wahrheit für sich beanspruchen, aber schon an einfachen Wirtschaftsprognosen scheitern, weil sie noch nicht einmal im Ansatz die Dynamik von Leben verstanden haben – aber so Millionenvölker dirigieren wollen. Jene … die vor 250 Jahren anfingen, im Kampf gegen die Kirche die Welt umzubauen und einen Moloch erschufen, der Artenvielfalt in nie dagewesener Größe vernichtete, den nuklearen Holocaust jederzeit möglich sein läßt, der das planetare Klima bis ins Mark erschütterte, die Welt mit neuen Giften, Seuchenwaffen und Unmengen an Müll überschüttete und aus menschlichen Wesen Maschinen machte, deren Leben von Uhren und Vorschriften diktiert wird und uns Arbeitszeiten verordneten, die weit über das natürlich notwendige hinausgehen und uns in die Nähe babylonischer Arbeitssklaven verorten – ausgestattet mir viel technischem Schnickschnack, für dessen Produktion die lebendige Vielfalt des Planeten ruiniert wird.

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – wäre schon mal ein guter Anfang – weil die Würde des Menschen unantastbar ist.

Wozu nun dieser Exkurs?

Wir wollten radikal werden – und nur wenn wir im Denken radikal werden, können wir uns dem Trommelfeuer der Manipulation entziehen. Verlassen wir diesen radikalen Kurs, werden wir zum Spielball der Willkür von Experten, die uns hierhin und dorthin schubsen wollen. Wie Schopenhauer schon sagte: Philosophie bringt nichts – aber erspart einem vieles.

Auf dem Spiel steht … die Existenz der Menschheit selbst – und vielleicht des ganzen Planeten. Weshalb wir entschieden das Leben der Menschen gegen den Glauben der Übermenschen verteidigen müssen: einen Glauben, den wir – im westlichen Sprachkodex – mit gutem Recht satanisch nennen können, wenn er gegen das vorgeht, was wir wissen können, glauben und hoffen dürfen oder gegen jene Art, wie wir vernünftigerweise Leben sollten (siehe Zeit):

Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

Was dieser kategorische Imperativ nun praktisch bedeutet, können Sie sich selbst leicht ausrechnen: wenn 7,5 Milliarden Menschen eine eigene Yacht, einen Buggati, einen Privatflieger und eine Riesenvilla wollen … wird es eng.

Und äußerst unmoralisch.

 

 

Die unerträgliche Trägheit der Deutschen: G 20 in Hamburg

Freitag, 7.7.2017. Eifel. Es ist mal wieder Zeit, kurz etwas in eigener Sache zu schreiben. Rufen Sie mal den „Nachrichtenspiegel“ auf, das nichtkommerzielle Nachdenkmagazin, das am 4.7.2010 startete. Ja – wir sind jetzt sieben Jahre alt geworden, haben die Kleinkindphase hinter uns. Vor 2015 waren es zehn Millionen Leser, heute sind es: 18.536.882 Zuschauer seit dem 09.12.2011 12:00. Gut – die kommen nicht alle täglich vorbei, es verteilt sich auf eine lange Zeit: aber es scheint mir schon erstaunlich zu sein, wie viele Menschen man als Privatmann erreichen kann, auch mit langen, komplizierten Texten, die ihre Quellen hauptsächlich aus dem Mainstream beziehen. Ja – ist ja oft kritisiert worden: ich lese Mainstream. Ich bin ja auch kein Verfechter des Wortes „Lügenpresse“, ja manchmal scheint mir halt „Lückenpresse“ zu hart, ich würde eher von „Willkürpresse“ reden, die reale Informationen mit massiver sprachlicher Gewalt in irreale Schemata presst – mein Job ist es da nur, sie in anderen Schemata abzubilden, kleine Geschichten darüber zu schreiben, aus welcher Sicht man das noch sehen könnte, um sich umfassend eine Meinung bilden zu können. „Even the worst case“ war die Devise, als ich damals anfing zu schreiben – für jemanden aus dem Management ganz normal, für die Politik in Berlin: eine fremdartige Perspektive, dort herrschte eher Pippi Langstrumpf – man machte sich die Welt, wie es einem gefällt.

Kurz nach unserem fünften Geburtstag erhielt ich einen offenen Brief von dem Herrn Parkwächter – ich hatte wohl den Eindruck erweckt, als wäre ich hoffnungslos und würde bald das Schreiben einstellen; er wollte mir ins Gewissen reden, warum das gar nicht geht. Ich gestehe, er hatte Recht – und immer wenn mich der Gedanke beschleicht, dass ich vielleicht doch lieber Fernsehen schauen oder Bier trinkend am Strand liegen sollte, dann weiß ich, dass ich dort in seinen Worten die Gründe finde, nochmal ein paar Worte zu machen – und zwar heute auf Wunsch eines Menschen, der die Welt nicht mehr versteht.

Gehen wir dazu erstmal in die jüngere Vergangenheit. Können Sie sich noch an das Jahr 1987 erinnern? Ich zitiere da mal was aus dieser Zeit (siehe Spiegel):

„Die Belagerung begann mitten in der Nacht. Lange vor Beginn der Frühschicht rückten Trupps mit Hunderten von Stahlarbeitern in die Stadt aus. Sie riegelten Bundesstraßen ab und sperrten eine Autobahnauffahrt. Knapp 16 Stunden lang blockierten die Männer eine dreispurige Rheinbrücke.“

Faszinierend, oder? Obwohl ich auch zu den Menschen gehörte, denen die Staus an jenem Tage zu schaffen machten, war meine Laune gut: solange sowas noch auf deutschen Straßen geschah, war die Demokratie sicher. Wenn wirklich was schief lief in der Bürokratie, konnte man sicher sein: die Jungs vom Stahlwerk machen die Autobahnen dicht:

„Der Duisburger Stadtteil Rheinhausen war vorigen Mittwoch fast abgeriegelt. Hinter Straßensperren und heißen Kokskörben hatten sich Tausende von Stahlarbeitern in Stellung gebracht. Arbeiter drohten, dicke Stahlbrammen auf die Autobahn zu werfen oder die A 2 zu besetzen. Selbst NRW-Ministerpräsident Johannes Rau konnte nur auf Schleichwegen in die Stahlfestung gelangen.“

Ja. Es kam keine Polizei, sondern der Ministerpräsident. Persönlich – um mit den Jungs zu reden. Die Jungs zeigten auch deutlich, dass der Spaß vorbei war, sie wurden sehr persönlich und zeigten Konsequenzen auf:

„In Rheinhausen verbrannten Arbeiter eine Stoffpuppe. Sie trug den Namen des für den geplanten Abbau verantwortlichen Chefmanagers Gerhard Cromme. Ein Demonstrant trug ein Pappschild vor dem Bauch: „Wenn Krupp-Rheinhausen stirbt, dann stirbt auch Cromme“.“

Und das Volk? War auf ihrer Seite:

„Der ganze Stadtteil, geprägt von Krupp und verschweißt mit Stahl, macht mobil. Rund 12000 Duisburger Schüler bauten sich vorigen Donnerstag neben einem Galgen auf und forderten „Zukunft für die Kinder von Rheinhausen“.“

Sie hatten verstanden, welche taktischen Schritte sie zu unternehmen hatten, um ihre strategischen Ziele zu erreichen: ist die Autobahn dicht, geht nichts mehr in den Städten. 18 Jahre später verriet die SPD zusammen mit den Grünen mal wieder ihre ganze Wählerschaft, zersägte den Sozialstaat, brach der Arbeitnehmerschaft das Rückgrat, führte stolz den besten Niedriglohnsektor Europas ein – also: Sklavenarbeit für Millionen – und nichts rührte sich. Man konnte sich wundern: wenn schon ein paar hundert Stahlarbeiter erfolgreich Straßen blockieren konnten, wenn ein paar tausend Stahlarbeiter einen ganzen Stadteil erobern konnte – was konnten da Millionen ausrichten? Nun: eine ganz neue Republik schaffen, eine Republik, die aktiv auf die Herausforderungen der Gegenwart zum Schutze der Eigentümer des Landes (der Bürger – also: uns alle) reagiert und nicht nur Arbeitslose als Sündenböcke an die Wand stellt, die auf einmal ganz allein für die Folgen der irren und willkürlichen Globalisierungsorgien verantwortlich gemacht wurden – als Faulpelze, Parasiten und Schmarotzer, nicht in der Lage, sich durch positiv Denken einen echten Arbeitsplatz herbeizuphantasieren.

Was war geschehen in den Jahren?

Nun – manche sagen, es seien die Arbeiter, denen  durch Hartz IV der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Ich habe dazu mal in privatem Kreise eine Umfrage gestartet, bekam dazu unter anderem diese Antwort:

„Lieber Reiner, wie du weißt, habe ich 6,5 Jahre als Gründer und Vorsitzender einer Unternehmerbewegung viele Vorträge gehalten. Darüber was sich in diesem unserem Lande ändern muss. Ganz ohne linke Gesinnung. Während und danach sagten die meisten, genau so isses. Kaum war eine Nacht vergangen, stiegen sie in ihr Hamsterrad und machten weiter wie zuvor. Dabei könnten wir sovieles tun. Wir müssten nicht nach den Parteien und Verbänden rufen. Wir müssten nur lernen ungehorsam zu sein. Ungehorsam gegen den Konsum, gegen die Behörden, gegen die Parteien, gegen Zwangsgebühren, gegen Banken und, und , und…..“

Das – sagt ein Unternehmer. Sogar der Chef einer Unternehmerbewegung. Der Chef von Unternehmern, die wissen, das wir wirtschaftlich mit Vollgas an die Wand fahren – um hier Panik zu kriegen, braucht man auch gar keine „linke Gesinnung“, volkswirtschaftlich geschulter Sachverstand reicht völlig aus – oder die Erkenntnis, dass Deutschland wieder von einer kleinen Elite regiert wird (siehe Welt), die uns erlaubt, alle vier Jahre einen von zwei Kanditaten ihrer Wahl zu wählen. Hören wir nochmal eine andere Stimme dazu – eine weitere Perspektive aus dem Freundeskreis:

„Für die Passivität gibt es zahlreiche Gründe:
die allgemeine Verblödung und Angst, aufzufallen und bestraft zu werden, sind wohl die wichtigsten. Sie sind ein Ergebnis der autoritären bis totalitären Prägungen unserer Geschichte, in der mindestens seit dem Mittelalter die schamlose Ausbeutung und Versklavung der Bevölkerungsmehrheit mit äusserster Brutalität durchgesetzt wurde. Wer sich dagegen auflehnte, hing schnell am nächsten Galgen, wurde bei den Bauernaufständen niedergemetzelt oder im KZ vergast. Die braven Vollstrecker hingegen wurden befördert und grosszügig beschenkt. Ihre Nachfahren leben oft heute noch von diesen geerbten Reichtümern.
Nur wenige Jahrzehnte lang, nach dem letzten verloren Krieg, musste der deutsche Michel auf Druck der Siegermächte und wohl auch infolge der Kriegsmüdigkeit nach den Elensdsjahren mal kleinere und demokratische Brötchen backen: die allgemeinen Menschenrechte sollten plötzlich in Deutschland Staats- und Erziehungsziel sein. Sie wurden in den 60er und 70er Jahren propagiert, aber nach dem Zusammenbruch des Kommunismus schnell wieder in die Mottenkiste verstaut, weil sie „die da oben“ beim „Durchregieren“ zu sehr stören. Daher breiten sich wieder die Urinstinkte des Obrigkeitsstaates aus, spätesten seit dem mit H4 wieder ein wirksames Folterinstrument bereitgestellt wurde. Unterwürfigkeit und Anpassung sind also in Deutschland fast kontinuierlich durchgesetzte Erziehungsziele und wurden, besonders von den weniger gebildeten Schichten, internalisiert. Sie müssten in einem aufwendigen Lernprozess erstmal wieder abgebaut werden, bevor eine wirksame Emanzipation einsetzen könnte.“

Ja – vielleicht ist das was spezifisch deutsches? Duckmäusertum, Biedermeierphantasien, Anpassungsfanatismus? Ich habe kürzlich Unterlagen sichten dürfen, die Schüler beschrieben, die vor echten Unternehmern Bewerbungsgespräche simulierten, hier konnte man ankreuzen: „Kleidung: angepasst – nicht angepasst“. Zu meinen Schulzeiten hätte das einen Aufstand gegeben – heute wird dieser Übergriff in die intimsten Bereiche des Menschen klaglos hingenommen, ja, noch nicht mal verstanden, was das für ein Übergriff ist.

Gut – wir haben ja noch Demonstrationen wie beim G-20-Gipfel in Hamburg, wo jetzt schon hunderte Menschen verletzt sind (siehe Spiegel) und die Staatsgewalt auch bewusst auf Journalisten einprügelt (siehe Neues Deutschland) – aber es sind ja auch sehr wenig Demonstranten, die dort aufmarschiert sind – und eine bemerkenswerte Unterstützung durch die Bevölkerung erhalten. Ist es wieder da, das neue, vierte Reich, das ganz Europa unter seine Macht zwingt? Ist es vielleicht genau das, was Arbeitnehmer und Unternehmer in ihrer Apathie eint: die gnadenlose Furcht vor dem unbarmherzigen Staat, der jederzeit hemmungslos zuschlagen kann?

Es waren nur 6000 Arbeitsplätze, die damals in Duisburg auf dem Spiel standen und eine Revolte auslöste, die schnell hätte blutig werden können. Sind nämlich harte Jungs, diese Stahlarbeiter. Hart wie Kruppstahl, sozusagen. Sie wollten auch nicht „demonstrieren“ (was nur Sinn macht, wenn die Obrigkeit dieses Ritual als Zeichen akzeptiert), sondern … richtig dicken Stunk machen. Gnadenlos, umbarmherzig, hemmungslos – die symbolische Verbrennung eines Menschen ist keine Kleinigkeit … und wenn man ihren Worten traut, war das nicht nur ein Zeichen, sondern ein Versprechen. Es war keine Demonstration – es war eine Barrikade, die eine deutliche Linie in den Sand zieht und sagt: bis hierher und nicht weiter. Es ging auch um viel: das Überleben einer Stadt … die heute enorme soziale Probleme hat. Und es gab erstaunlich viel Solidarität (siehe sozialismus.info).

Heute geht es um viel mehr: aber die Meldung, dass US-Investoren den Abbau von 20000 Arbeitsplätzen bei der Deutschen Post fordern (ein erstaunlicher Eingriff in die „inneren Angelegenheiten eines Landes“) findet man nur noch am Rande (siehe junge Welt), niemand käme auf die Idee, den Frankfurter Flughafen dafür zu blockieren. Ja – stellen Sie sich doch einfach mal vor, es wären eine Million Demonstranten (so viele wie früher mal auf den Ostermärschen), die in Hamburg gegen den irrsinnigen G-20 Gipfel (im Grunde eine reine Privatveranstaltung auf Kosten der Steuerzahler, die nur die Interessen der „Investoren“ vertritt) angehen – und sie hätten den Flughafen blockiert, damit die ganze Invasion der Funktionselite überhaupt nicht ins Land gelangen kann? Mit 19000 Polizisten kann man sehr gut auf ein paar hundert Demonstranten einprügeln (siehe Zeit), da ist noch kein großes persönliches Risiko zu erwarten – muss man jedoch Barrikaden stürmen, die von einer Übermacht gehalten werden … fällt einem vielleicht ein, das hinter den Barrikaden die Steuerzahler stehen, denen man sein eigenes Gehalt zu verdanken hat … und dass man in erster Linie zum Schutze dieser Steuerzahler im Dienst ist und nicht zum Schutze ausländischer Potentaten. Selbst im Flaggschiff der deutschen Nachrichtenfront wird offen diskutiert, dass die Polizei nur Prügelknabe für die Politik ist (siehe Tagesschau) … einer Politik, die sich ganz offen das Verhandeln mit dem Bürger abgewöhnt hat und lieber offen den Knüppel regieren läßt.

Aber: wo bleiben die Millionen … deren Arbeitsplätze durch die „Industrie 4.0“ in unglaublicher Menge (man spricht für Deutschland von 18 Millionen) abgebaut werden? Die Millionen, die erwarten dürfen, dass das aktuelle Pilotprojekt – Gratisarbeit durch Arbeitslose für Behörden und Unternehmen (siehe taz) … also: konsequente Rückkehr zur Sklavenhaltergesellschaft … bald für sie alle Standard werden wird?

Was ist der Grund dafür, dass ein ganzes Land in ohnmächtige Apathie verfällt?

Ich habe da an ungewöhnlichem Orte eine Erklärung gefunden, mitten im ehemaligen „Sturmgeschütz der Demokratie“ (heute eher: die Haubitze des Konformismus) – von einem ehemaligen Manager und Karrierecoach (siehe Spiegel):

„Wir lesen dieselben Bestseller, pfeifen dieselben Hits, nutzen dieselbe Suchmaschine, tummeln uns im selben sozialen Netzwerk und schmieden die gleichen Karrierepläne. Und natürlich sehen wir im Fernsehen dieselbe Werbung, die Millionen Menschen individuelles Glück verspricht, sofern diese – aufgepasst! – alle das gleiche Duschgel, die gleiche Versicherung oder die gleiche Schlaftablette kaufen. Da weiß man, was man hat: ein Reihenleben im Reihenhaus.

Und doch weigert sich das Glück, bei uns einzuziehen. Denn tief innen fragen sich viele: „Was hat dieses Leben eigentlich mit mir zu tun?“ Immer mehr Menschen fühlen sich im falschen Film. Vier von zehn Deutschen geben an, die Qualität ihres Lebens nehme ab. Hinter hektischer Aktivität, hinter lächelnden Gesichtern, hinter makellosen Fassaden gähnt ein Abgrund aus Sinnlosigkeit. Die Depression ist zur Volkskrankheit geworden, Menschen verlieren ihr Leben durch Anpassung.“

Ja – deshalb hatte ich 2015 den Begriff „Zombiefizierung der Gesellschaft“ gewählt, auf den mein Kollege Parkwächter dann geantwortet hatte. „Menschen verlieren ihr Leben durch Anpassung“ … und wandeln nur noch als lebende Tote durch ihr sinnloses Leben. Ja – schauen Sie mal in den Spiegel: dann sehen Sie einen. Und Sie können heute schon sicher sein, dass Sie das, was Sie ihr „Leben“ nennen, zum Zeitpunkt ihres Todes (der Sie mit absoluter Sicherheit ereilen wird … selbst, wenn Sie derzeit ganz feste nicht daran glauben) am meisten bereuen werden (siehe Tagesanzeiger).

Und die Quelle dieser Pest?

Nun – was der Karrierecoach erkannt hat, findet man –  mit anderen Worten – auch bei Jean Ziegler (siehe Junge Welt):

„Die neoliberale Wahnidee will uns eintrichtern, dass sich der Markt selbst reguliert, dass er Naturkräften folgt und der Mensch nichts anders tun kann, als sich diesen Marktkräften zu unterwerfen. Dadurch wird der Mensch seiner historischen Subjektivität und Singularität beraubt. Er verhält sich nur noch so, wie ihm die Warengesellschaft das diktiert.“

Schwieriger formuliert, gleiche Botschaft: die absolute Vernichtung des „Ich“ durch … Werbung, jenem Motor der Informationsindustrie, ohne den sie keinen Tag überleben könnte, einem Motor, der von den „raffiniertesten Manipulatoren“ (siehe Zeit) betrieben wird, einer Manipulation, die den Reichen so wichtig ist, dass sie per EU-Richtlinie in Zukunft noch viel mehr Raum einnehmen darf  (siehe Handelsblatt).

Vier Stunden am Tag schauen sie fern – davon sind 1,3 Stunden raffinierteste Werbung, der Sie sich auch in Printmedien wie Stern, Spiegel, Focus nicht entziehen können – die sind ja inzwischen reine Werbeblätter mit kleinem Raum für das – meiner Meinung nach sinn- und zweckfreie – „aneinanderfügen scheinbar relevanter Fakten“ (so ein ARD-Mann über die Tagesschau, dem Leitmedium der Deutschen – siehe Spiegel). Die Kernbotschaft? „Deutschland geht es gut – und das ist ein Grund zur Freude“ … und Sie können daran teilnehmen, wenn Sie sich für ein Reihenleben im Reihenhaus entscheiden und alles so ausführen, wie es Ihnen die Warenwirtschaft und ihre Unterhaltungsclowns diktieren. Die sind sogar so gut, dass sie den Deutschen einreden, dass man – trotz perfektestem Straßensystem der Welt – einen geländetauglichen radikal umweltschädlichen Protzwagen (SUV) braucht, um sich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können … wer das schafft, kann auch Eskimos Kühlschränke verkaufen.

Was manipuliert wird? Alles. Gezielt ausgerichtet auf Ihr Unterbewusstsein. Ich persönlich schaue schon allein deshalb keine Werbung mehr, weil die in wenigen Sekunden so massive Angriffe auf meine Lebensziele, mein Selbstwertgefühl und die Sinnhaftigkeit meiner Existenz ausführen (mit Bildern geht das deutlich schneller, hierzu später mal mehr) und ich – wirklich – Stunden brauche, um die so implementierten „Werte“ aufzufinden und zu eliminieren, dass ich schlichtweg kapitulieren musste: die sind mir einfach über – und ich denke, das gilt für jedermann.

Und so … fehlt einfach die Kraft, das Selbstbewusstsein, das Solidaritätsgefühl (das ja immens abgenommen hat in den letzten Jahren – siehe Heitmeyerstudie bei Boell.de) weil die Werbewirtschaft elementarste Bereiche unseres Selbstseins zertrümmert – Tag für Tag. Und weil wir es auch – weitgehend umbewusst – zertrümmern lassen.

Daneben … fiel mir aber letztens noch ein ganz andere Aspekt auf, den ich so kaum in der Literatur fand: die, die vor dem Fernseher sitzen, werden behandelt, als seien sie die Könige der Welt. Boten bringen ihnen Nachrichten aus aller Welt, bekannte Stars singen nur für Sie und erniedrigen sich zur Unterhaltung des Königs im Dschungelcamp, wichtige Menschen diskutieren im TV nur für sie, Kanzlerin und Präsident berichten direkt an sie – so wurden früher nur Könige behandelt. Vielleicht – wenn man es nicht hinterfragt – fühlt man sich dann sogar auch so, wenn man auf dem Sofa sitzt: wie der kleine Herr der Welt. Eine tödliche Illusion, die zerbricht, sobald der Ausbeutungsplatz abgeschafft wurde (ja – von Arbeitsplatz rede ich da gar nicht mehr, ich habe verstanden und erlebt, welchen Zweck „Führen mit Zielen“ im Arbeitsleben hat).

Warum sollte der Herr der virtuellen Welt – der jederzeit zwischen hunderten Programmen wählen kann – überhaupt Autobahnen blockieren?

„Deutschland geht es gut – und das ist ein Grund zur Freude“: wir haben direkt die Kanzlerin, die dieses Gefühl wohl am besten aufgegriffen hat.

Sie zweifeln?

Gut, ich mache Ihnen einen Vorschlag. Vielleicht nur … ein Gedankenexperiment. Setzen Sie sich in Zug und Auto und fahren Sie nach Hamburg, bevor die Potentaten ankommen. Ein paar Millionen von Ihnen reichen völlig – die Stadt wird aus allen Nähten platzen, es ist noch nicht mal eine Demonstration … aber an G 20 wäre nicht mehr zu denken. Ist das plausibel für Sie? Machen Sie es jetzt … oder schauen Sie genau in sich hinein, welche Widerstände in Ihnen auftauchen, beobachten Sie genau, was die Stimmen der Werbewirtschaft in Ihnen sagt. Wäre der erste Schritt, sie zu identifizieren – und abzuschalten, damit Sie ihr eigenes Leben wiederbekommen.

Warum Sie nach Hamburg fahren sollten?

Schauen Sie mal an, was dort ausgeheckt wird (siehe Spiegel):

„In Wahrheit verfolgten die G20 jedoch eine „neoliberale“ Agenda, die aus Deregulierung, Privatisierung, rigider Haushaltsführung und Öffnung für ausländische Investoren bestehe. Es fehle der Bezug zur massiven Arbeitslosigkeit, schlechter Infrastruktur und Strategien, wie man gezielt afrikanische Unternehmen stützen kann. Das wichtige Thema Bildung blende der Plan ganz aus.“

Da geht es um Afrika – aber diese „neoliberale Agenda“ ist halt der kleinste gemeinsame Nenner der G 7 … die damit die G 20 infizieren und dominieren wollen. Für die Ärmsten der Armen haben die gar keinen Platz mehr – weder hier noch in Afrika.

Kommen Sie ins Handeln, bevor … auch Sie zu den Ärmsten der Armen gehören.

Und glauben Sie mir: Sie werden mir am Ende Ihres Lebens dankbar sein, weil Sie … dann letzen Endes doch noch mal ein eigenes Leben hatten.

Oder irre ich da?

 

 

 

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