Mafia

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Das Gift der Mafia

Ndrangheta lautet der Name der im süditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist die illegale Entsorgung von Giftmüll. Mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausmüll beginnt im Jahr 1989 eine Reihe kalabrischer Giftmüllskandale. Doch der amtierende Staatsanwalt der Region, Federico Cafiero De Raho, bringt Bewegung in die Giftmüllszenerie.

Hermann Ploppa – Die Macher hinter den Kulissen

Man kann KenFM jede Menge Dinge unterstellen (und manchmal tue ich das auch). Aber sicherlich nicht, daß er sich langweilige oder uninteressante Gesprächspartner aussucht:

Hermann Ploppa erläutert in seinem Buch „Die Macher hinter den Kulissen“ die einzelnen Think-Tanks und Kaderschmieden en detail und legt offen, was die Elite am liebsten weiterhin verschleiern würde. Dass Ploppas Buch nicht in systemkonformen Medien besprochen wird, liegt auf der Hand. Bei KenFM kommt der Autor ausführlich zu Wort.

Deutschland ist keine Demokratie – Holger Strohm

Ein schon fast antiquarischer Vortrag vom 23.November 2013

 

Armageddon am Sonntag: der Weltkrieg der Seelenlosen

Armageddon am Sonntag: der Weltkrieg der Seelenlosen

Sonntag. 16.3.2014. Eifel. Schöner Sonntag, oder? Man kann ausschlafen, in Ruhe frühstücken, bevor eine Zeitspanne unsäglicher Langeweile beginnt – jedenfalls für vielen, wenn wir Sybille Berg folgen wollen, die sich im Spiegel ausführlich über die Nöte der Wohlstandsbarbaren am Sonntag ausgelassen hat. Wäre früher undenkbar gewesen: man war heilfroh, dass die Kirche Adel und Wirtschaft den Sonntag als Feiertag abgetrotzt hatte: endlich ein Tag ohne Arbeit!

Warum wir ihn heute nicht mehr so genießen können? Nun – das ist einfach zu beantworten: wir arbeiten gar nicht mehr. Jedenfalls erledigen wir keine Arbeiten mehr, wie wir seit Anbeginn der Menschheit erledigt hatten: wir kultivierten Umweld, sorgten uns um das Gemeinwesen, schufen im Sinne eines ewigen Friedens Gerechtigkeit – so gut es uns möglich war und planten weise und langfristig unsere Zukunft.

Heute leben wir anders: die Quartalszahlen der Konzerne bestimmen unser Wohlbefinden, täglich mahnt die Börse und ruft zur Pflege des Kapitalismus auf, stündlich berichten Nachrichten über den großen Erfolgszug des Kapitalismus gegen eine böse, dumme, hinterhältige und gemeine Umwelt, die überall … von Ägypten über Syrien bis zur Ukraine … Scharfschützen auf dem Dach hat.

Wissen Sie, was der große General Douglas Mac Arthur am 2.9.1945 gesagt hat?

„Wir hatten unsere letzte Chance. Wenn wir kein besseres oder gerechteres System schaffen können, wie das Armageddon vor unserer Tür stehen“.

Nun – die Chance haben wir verpasst. Gründlich. Geht nur ein wenig fehl, stehen wir – trotz „Demokratie“ und aller angeblichen Bemühungen um „Frieden“ – wieder vor einem Weltenbrand … dem mutmaßlich letzten der Menschheitsgeschichte. Sicher, es wäre sehr unvernünftig, einen Krieg mit Russland vom Zaun zu brechen, wenn China sich Russland anschließt … aber wo regiert im Reich der Politik und Wirtschaft, im Reich von Macht und Gier, schon Vernunft?

Während sich andere blasiert über ihre unglaublichen Leiden am Sonntag echauffieren, geht das Armageddon Tag für Tag weiter. Wir werden nur nicht beständig darüber informiert – das könnte die Geschäfte stören.

In den letzten vierundzwanzig Stunden sind auf unserem Planeten 80000 Hektar Regenwald zerstört worden. Volle 13000 Tonnen giftiger Chemikalien wurden in unsere Umwelt entlassen. Mehr als 45 000 Menschen sind verhungert, davon 38000 Kinder. Und mehr als 130 Pflanzen- oder Tierarten sind durch menschliches Handeln ausgelöscht worden. (Ein Artensterben von diesen Ausmaßen fand zuletzt beim Untergang der Dinosaurier statt).

(Aus: Thom Hartmann, Unser ausgebrannter Planet, Riemann Verlag, 2000, Seite 23 – dort findet sich auch des Zitat des erfolgreichen Pazifikkriegers).

Ein ganz normaler Sonntag.

Nun, das Buch ist ja alt. Sicher haben Politik und Wirtschaft seitdem viel getan, denkt man sich: dafür werden die ja auch fürstlich bezahlt. Außerdem ist das ja auch alles weit weg – wir haben in Deutschland keinen Regenwald.

Nun – schauen wir einfach mal nach. Direkt vor Ort: Umweltbericht der Landesregierung NRW von 2013 … direkt vor meiner Tür:

Das Artensterben schreitet auch in NRW voran. Nach dem jüngsten Umweltbericht der Landesregierung ist die Zahl der ausgestorbenen oder verschollenen Arten in Nordrhein-Westfalen so hoch wie nie und liegt inzwischen bei über neun Prozent. 1979 waren es bereits fünf Prozent. Insgesamt sind nach der jüngsten Roten Liste etwa 45 Prozent der beobachteten Arten gefährdet, vom Aussterben bedroht oder ausgestorben.

Wer Zahlen mag: das ist ein Anstieg der Vernichtungsquote von 900 % in nur 35 Jahren.

Geht aber nicht nur um Tiere. Es geht auch um Wasser:

In NRW verschwinden täglich rund zehn Hektar Natur durch Bebauung. Der Trend zum Flächenverbrauch ist zwar rückläufig, trotzdem ist der Verlust von Freiflächen zu Gunsten von Siedlungs- und Verkehrsflächen weiterhin zu hoch.

Klar, das wissen wir schon lange. Sofortiger weltweiter Baustopp wäre angesagt – erst recht dort, wo noch wertvolle Ackerfläche liegt … oder wertvolles Grundwasser.

Die Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen sind zum Großteil weiterhin nicht in einem ökologisch guten Zustand. Demnach verfügen lediglich acht Prozent der untersuchten 13.750 Gewässerkilometer in NRW über ein intaktes Ökosystem. 92 Prozent sind in einem mäßigen bis schlechten ökologischen Zustand.

Beim Grundwasser gibt es auch keine Entwarnung.

Nach der aktuellen Bestandsanalyse sind rund 40 Prozent der Grundwasserkörper in NRW wegen hoher Nitratbelastungen derzeit nicht in einem guten chemischen Zustand. Seit 1990 gibt es keine nennenswerten Verbesserungen.

Klar, es gibt auch Erfolgsmeldungen – aber die stehen in keinem Vergleich zum laufenden Armageddon. Nur 8 Prozent der Fließgewässer sind noch intakt.

Eigentlich müßte das Volk Amok laufen: es ist dem Untergang geweiht.

Was gab es gestern in der Tagesschau? Sandstürme in Deutschland:

Sandstürme haben am Sonnabend in Mecklenburg-Vorpommern örtlich den Verkehr behindert. Nach der langen Trockenheit trugen starke Windböen infolge eines Wetterumschwungs an mehreren Stellen im Land Boden und Sand von den ausgedörrten Äckern und Feldern auf die Fahrbahnen.

So fängt es an. Stürme fegen die hauchdünne fruchtbare Oberfläche fort – dann folgt die Wüste. Mitten in Deutschland.

Die Frage ist: warum ist das so? Darüber wird viel diskutiert.

Eigentlich ist jede Diskusstion überflüssig – auch wenn das jetzt den normalen Akademikern zuwider ist: es wäre Zeit, Taten folgen zu lassen. Dafür bezahlen wir ja Regierungen – eigentlich.

In Wirklichkeit bezahlen wir die für nichts. Man sollte eine Institution schaffen, die „Eingliederungsvereinbarungen“ für Regierungen schafft: bekommt ihr Hungertote, Kriegsgefahr und Umweltapokalypse nicht in einem Jahr in den Griff, werden die Diäten und Alimente gekürzt. Pro Jahr um 30%. Oder pro Quartal? Bei Arbeitslosen soll diese Methode wahre Wunder wirken, sagt die Regierung.

Die Ursache der Misere?

Ghandi hat da mal einen Tip gegeben: Die Natur hat genug, um uns alle zu ernähren, aber nicht genug, um die Gier weniger zu stillen. (Jugendrotkreuz.at).

Ja – Gier. Gier nach MEHR, IMMER MEHR UND NOCHMAL: MEHR.

Die Philosophie des weißen Mannes … nicht, wie oft von weißen Umweltschützern so gern erwähnt, die Gier des Menschen an sich. Überhaupt: wir reden nicht gerne über diese Täter. Wer ist schon gegen Sklaverei, wenn er zu den Haltern gehört. Die Tatsache, dass unsere Armen nicht nackt und hungernd auf der Straße liegen, hat nur damit zu tun, dass wir unsere Preise auf dem Rücken farbiger Untermenschen (momentan: hauptsächlich gelbe) niedrig halten. T-Shirt, Jeans, Turnschuhe – sogar unnötiger Nippes wird mit viel Arbeitsaufwand zu ganz ganz wenig Geld weit weg von hier gefertigt. Toller Trick: so machen wir unsere Armen auch zu Tätern, auf die wir immer wieder fein mit dem Finger zeigen können: „Huch, seht mal: die kaufen bei Kik. Nein, was für Unterdrücker!“.

Die Kritiker selbst sieht man häufiger auf der Kö in Düsseldorf.

Schön blöd, oder?

Das ist Absicht, meint jedenfalls Peter Scholl-Latour, ein Mensch, der in den Folterkellern der Gestapo die Abgründe menschlichen Seins erleben durfte, siehe Heise:

Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung.

Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.

Nur – gerade diese Massenverblödung schützt uns vor dem kollektiven Amoklauf, der folgen würde, wenn wir merken würden, dass unser Schiff mit rasender Geschwindigkeit sinkt.

Die Kultur des weißen Mannes ist eine Kultur der Gier – vom Milliardär bis zu Hartz IV: überall hört man das gleiche Geschrei nach MEHR, IMMER MEHR UND NOCHMAL MEHR.

Wir verhalten uns wie kranke Psychpathen, die im Rausche der Völlerei im Oktober den Kornspeicher leerfressen, der sie über den Winter bringen sollte – und währenddessen lassen wir uns dazu verführen, ein absurdes Spiel „Gut“ gegen „Böse“ zu spielen, so als ob gerade wir die weiße Weste hätten. Dafür reicht ein Blick in den Spiegel von heute: Krim – alles Mafiosi (Spiegel), Venezuela – alles Mörder (Spiegel), Paris, London, Peking – tödlich verseucht (Spiegel) … nur der Deutsche, der ist weise und gut und hat den vollen Durchblick (ebenfalls: Spiegel):

Das umstrittene Referendum auf der Krim findet offenbar regen Zulauf, viele der 1,5 Millionen Wahlberechtigten sollen bereits abgestimmt haben. Außenminister Steinmeier spricht in einem Zeitungsinterview von einer „brandgefährlichen Lage“.

In der Tat: eine gefährliche Lage. Die Hälfte der Wahlberechtigten hatte ihre Stimme schon im ersten Drittel des Tages abgegeben: sowiel Demokratie ist für Sozialdemokraten wirklich brandgefährlich. Hier ist dringend ein Anschluß an die Massenverblödung der EU erforderlich, damit auch deren Sonntage unerträglich öde werden.

Lauschen wir nochmal Sybille Berg, die uns ausführlich über ihren Sonntag berichtet hatte:

Wo bist du am Sonntag, wenn die Welt um dich mit sich beschäftigt ist, die Geräte schlafen, keiner dich treibt, dich braucht und du allein bist. Mit dir. Etwas Unbekanntem.

 

So läufst du herum, sprichst mit dem Gestühl, alle schweigen, keiner mag dich. Und du denkst an damals, als du zum ersten Mal erkanntest, dass du keine Seele hast.

Ja – das ist es doch! Das erkärt alles!

Der weiße Mann hat keine Seele mehr.

Darum wirkt Verblödungsfunk so gut – und darum ändert sich auch nichts am laufenden Armageddon. Im Gegenteil: die Seelenlosen, die schon Pflanzen, Wasser, Tier und Luft vernichten, wollen genau das! Wenn kein Leben in ihnen ist – dann soll es auch nirgendwo anders sein.

Und wenn ihr eigenes Land voller Morde, Mafia und Seuchen ist, dann darf es den anderen auch nicht besser gehen.

Wir hatten unsere letzte Chance.

Jetzt haben wir Armageddon – übrigens auch symbolisch, wie der Papst selbst kürzlich erfahren musste, siehe Süddeutsche vom 27.1.2014:

Als Papst Franziskus zwei weiße Tauben aus dem Fenster des Apostolischen Palastes fliegen ließ, war das als Zeichen des Friedens gedacht. Doch die Tiere kamen nur wenige Meter weit, bevor sie von zwei anderen Vögeln heftig attackiert wurden.

Der Frieden komme dieses Jahr nur ein paar Meter weit.

Einen Monat später … wäre fast Weltkrieg gewesen.

Aber den brauchen wir eigentlich nicht mehr, der läuft auch schon so – seit vielen Jahren: der Weltkrieg der Seelelosen gegen alles Lebendige.

Wird der jetzt auch noch zum heißen Krieg um die Krim oder die Ukraine, dann bekommt der seelenlose weiße Mann nur mal wieder eine Portion seiner eigenen Medizin zu spüren, die jetzt gerade die Welt verzehrt.

 

 

Wählen? Wozu? Gedanken zur Bundestagswahl.

Samstag, 24.8.2013. Eifel. Es ist ja jetzt Wahl. Hatte ich fast vergessen. Ist ja auch völlig unbedeutend. Ich habe seit einigen Jahren gelernt, mich eher um die wirklichen Mächte in der Welt zu kümmern: also jene Kräfte, die ihren Willen gegen jeden Widerstand durchsetzen können. Das ist Macht, das ist Souveränität. Aktuell lese ich zu diesem Thema den "Deutschland-Clan" von Jürgen Roth. Das Buch ist etwas älter - aber mich interessieren als Philosoph eher Prinzipien als Namen. Es ist ja nicht das einzige journalistische Werk in dieser Hinsicht, aber eins, das eine deutliche Sprache spricht. Deutschland nach der Wende - so schließe ich mal daraus - ist in den Klauen extrem gut vernetzter Banden von Managern, Politikern und Mafiosi, die - zum Vorteil aller Beteiligten - ganz dicke Gewinne aus dem Land ziehen. Die Netzwerke beinhalten auch direkten Zugriff auf Richter und Staatsanwälte, entzieht man sich dem Zugriff - ja, dann hat man einen Unfall. Töte einen, diszipliniere hundert.

Samstag, 24.8.2013. Eifel. Es ist ja jetzt Wahl. Hatte ich fast vergessen. Ist ja auch völlig unbedeutend. Ich habe seit einigen Jahren gelernt, mich eher um die wirklichen Mächte in der Welt zu kümmern: also jene Kräfte, die ihren Willen gegen jeden Widerstand durchsetzen können. Das ist Macht, das ist Souveränität. Aktuell lese ich zu diesem Thema den „Deutschland-Clan“ von Jürgen Roth. Das Buch ist etwas älter – aber mich interessieren als Philosoph eher Prinzipien als Namen. Es ist ja nicht das einzige journalistische Werk in dieser Hinsicht, aber eins, das eine deutliche Sprache spricht. Deutschland nach der Wende – so schließe ich mal daraus – ist in den Klauen extrem gut vernetzter Banden von Managern, Politikern und Mafiosi, die – zum Vorteil aller Beteiligten – ganz dicke Gewinne aus dem Land ziehen. Die Netzwerke beinhalten auch direkten Zugriff auf Richter und Staatsanwälte, entzieht man sich dem Zugriff – ja, dann hat man einen Unfall. Töte einen, diszipliniere hundert.

So kommen trotz Sparpolitik, Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, Verarmung von Millionen von Männern, Frauen und Kindern 2 Billionen Euro Staatsschulden zusammen.

Den Bundestag als kritisches Kontrollorgan stellt man mit ständig steigenden Rekorddiäten still.

Was soll ich denn noch wählen, wenn ich weiß, dass die stärkste Kraft im Land die albanische Mafia ist? Hört man selten in den Nachrichten, oder? Das traut sich auch keiner: anders als die Polizei werden die Killer der Mafia durch nichts kontrolliert außer dem Willen ihrer Herren. Die sind in Deutschland dick im Immobiliengeschäft drin, jede Gemeinde freut sich, wenn die Albaner mit ihren Geldsäcken ankommen und Hotels aufkaufen: das sichert Arbeitsplätze. Greift unsere Polizei durch, merkt man schnell eine gewissen Bremswirkung aus der Politik.

Wieso eigentlich Albanien?

Dank emsigen Eingreifens deutscher Soldaten im Kosovo stehen die Chancen gut für den ersten Mafiastaat der Welt, eine Art Vatikan für Kriminelle.  Woher der seine Macht hat? Nun – durch den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. Die schützen die Mohnfelder mit ihren ständig wachsenden Ernten, während Albanien die Hauptdrehscheibe für die Verteilung der Ernten in Europa geworden ist – als Heroin.

Die sizilianische Mafia arbeitet da inzwischen vollumfänglich mit.

In Deutschland erfährt man das aber nur indirekt. Dank ausgeprägter Sprachverschleierung heißen diese Leute bei uns jetzt nicht mehr Gangster, sondern Investoren.

Die haben Geld, da werden selbst Lobbyisten blass. 33 Millionen Euro für einen Deal – das sind Gewinne, die deutsche Politiker da schon mal erzielen können – als Anwalt oder Berater.

Wie billig ist dagegen ein Ministerposten.

Das ist wahre Macht – und demgegenüber sind unsere Politiker völlig machtlos. Immerhin – die töten auch Kinder, haben dutzende von durch Bürgerkrieg abgebrühte Killer zur Verfügung, denen als schlimmstes Schicksal droht, nach Albanien ausgewiesen zu werden.

Doch verlassen wir mal die dunkle Welt des Herrn Roth und bleiben bei der heilen Welt, die uns zwecks Steigerung unserer Konsumlaune und Arbeitslust von den Leitmedien der Kanzlerin vorgespielt werden – gemäß ihres Wunsches, den sie auf in der Öffentlichkeit nicht ganz so bekannten Treffen aller bedeutender Chefredakteure durchgedrückt hat … das harmlose, liebe Muttchen, einfach mal die Gewaltenteilung in Deutschland lahmgelegt, die Presse mit einem Schlag zu einem persönlichen Marketinginstrument gemacht, ohne das einer meckert: das war schon genial.

Tun wir mal so, als wäre alles so heil, wie uns dargestellt wird.

Wie soll ich aber verstehen, dass die CDU immer noch einen Mann hoch in Ehren hält, der sein Land beschissen hat? Der sein Ehrenwort höher stellt als die Gesetze des Landes? Wie soll ich damit leben, dass dieser Mann immer noch nicht nach Timbuktu ausgewiesen wurde – oder in ein anderes Land, in dem Ehrenworte mehr gelten als der Wille der Bürger, des Souveräns und Gesetzgebers. Kann ich jetzt in Zukunft losmarschieren, irgendwen, der mir nicht passt, erschießen und sagen: „Ehrenwort“! – und alles ist ok? Der Zauberspruch, der alles möglich macht – und keinen stört´s?

Gab auch ganz wenig Gemecker darüber, dass dieser Kohl Geheimverhandlungen mit Frau Thatcher über die Abschiebung Millionen deutscher Türken führte – Verhandlungen, von denen wir gar keine Ahnung hatten. Aber: bei der deutschen Einheit hat man uns ja auch nicht gefragt. Hat 500 Milliarden Euro gekostet, eine unglaubliche Enteignungswelle in der DDR ausgelöst, eine kriminelle Energie der deutschen Elite offenbart, die man in Albanien erwarten dürfte – was soll man uns als Souverän da fragen? Ein wenig die Diäten erhöht, ein paar hundert neue Pöstchen in neuen Firmen geschaffen – schon war Ruhe im Stall.

Wie kann ich eigentlich SPD wählen, deren Kanzler nach Schilderung des Herrn Roth Vorteilsnahme im Amt anzuhängen ist? Gasprom-Gerd, dessen Freund Putin nach BND-Erkenntnissen eine False-Flag-Operation zu verantworten hat (Sprengung eines Hotels) die direkt zu dem Tschetschenienkrieg führte? Wie weit reicht eigentlich der Einfluss des neuen russischen Geheimdienstes in die heutige SPD? Höre ich, das die Nominierung des Kanzlerkandiaten Steinbrück (der Mann, der noch nie richtig gearbeitet hat) innerhalb dieser Partei ziemlich undemokratisch verlief, dann denke ich: die haben schon längst innerparteilich russische Verhältnisse.

Wie kann ich SPD wählen, die der Kohl´schen Dauerherrschaft nach seiner Abdankung direkt zugearbeitet haben, in dem sie durch die Einführung von Hartz IV als Disziplinierungselement des Souveräns (ja – dazu ist es da. Der Chef im Land soll weiter kriechen!) eine Entwicklung in Gang gesetzt haben, die man ohne weiteres als „Putsch“ bezeichnen konnte? Einen Putsch,  über den man heute allerdings nicht mehr schreiben darf. Nein – man muss nicht die Polizei fürchten … die albanische Mafia arbeitet da als Exekutive der großdeutschen Netzwerkmafia viel effektiver.

Von der FDP ist nach dem Putsch auch nicht mehr viel übrig geblieben. So wie die Sozialdemokraten sich aller sozialer Elemente entledigt haben, hat die FDP ganz vergessen, dass es hier mal Bürgerrechte auch für jene gab, die noch keine 20 Millionen Barvermögen besaßen und diese Macht mittels Parteispenden auch deutlich zum Ausdruck bringen.  Gesetze gegen Parteispenden: Bundestag wird Basar.

Grüne wählen? Die bringen manchmal noch echt gute Sachen, siehe Wolfgang Münchau im Spiegel:

Laut dem Programm der Grünen ist die Krise keineswegs das Resultat unverantwortlicher Haushaltspolitik im Süden, sondern eine Konsequenz von Kapitalströmen, die sich aus gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichten ergeben. Die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse sind somit genauso ein Teil der Ungleichgewichte wie die Defizite in den Südländern. Die Grünen haben ebenfalls recht mit der Feststellung, dass die Hilfsprogramme nicht aus Nächstenliebe erfolgt sind, sondern zur Stabilisierung von Banken und Versicherung, auch und insbesondere in Deutschland. Die Politik des Sparens hat die Krise verstärkt und den sozialen Zusammenhalt geschwächt.

Fast umgehauen hat mich folgende Passage: „Die ökonomischen Ungleichgewichte in der Europäischen Union haben ihre Ursache sowohl in den Defizit- als auch in den Überschussländern wie Deutschland. Eine europäische Wirtschaftspolitik muss mehr dafür tun, dass sich die Wirtschaftskraft der Mitgliedstaaten gleichmäßiger entwickelt. Dazu muss die Binnenkonjunktur in den Überschussländern gestärkt werden. In den letzten Jahren stagnierten aber die Reallöhne oder sanken sogar.“

Das haut ihn um. Mich auch: soviel Ehrlichkeit in einem Programm einer potentiellen Regierungspartei. Endlich mal eine sachliche Analyse jenseits der merkel´schen Wohlfühlpropaganda. Und dann die große Enttäuschung: als Lösung aller Probleme, was bleibt? Der Veggieday. Einfach mal in den Kohl beißen, dann wird alles wieder gut auf dem grünen Ponyhof. Wenn´s nicht klappt, schmeißen wir wieder Bomben auf das Ausland und kürzen Löhne und Sozialhilfe so weit ´runter, dass keiner sich mehr Fleisch leisten kann.

Tja – damit habe ich die deutschen Netzwerk-Einheitsparteien wohl durch. Die Parteien selbst sind nur noch hohl und leer, was zählt ist die per Atlantikbrücke fest mit anderen Parteien vernetzte Spitze, die sich mit ihren Managerkollegen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Politik ständig in Kongressen, Gremien, Tagungen und Gesprächskreisen zum Zwecke des eigenen Machterhaltes austauschen können, Veranstaltungen, zu denen der Souverän schon lange keinen Zutritt mehr hat.

Wir gleiten aber ab. Es geht ja nicht darum, wen man wählen soll – sondern wozu überhaupt. Die realen Machtverhältnisse in Deutschland wird man dadurch kaum ändern können: die pro-atlantischen Netzwerke (die momentan den NSA-Skandal so perfekt für beendet erklären) haben dieses Land fest im Griff. Würde man nun Linke (die in Berlin bewiesen haben, wie sozial und bürgerfreundlich sie sind, wenn sie erstmal Macht haben), die Piratenpartei oder die offen um NDP-Wähler buhlende AfD wählen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis auch ihre Führungskader ins gr0ßdeutsche Netzwerk aufgenommen werden. Personen, die glaubhaft eine andere Politik auch als Person befördern wie Johannes Ponader werden schon weit im Vorfeld medial hingerichtet und von der Partei schnell aussortiert: die Netzwerke wissen, welche Gefahr von einer einzelnen Person ausgehen kann, die glaubhaft gegen die Netzwerkmafia vorgeht.

Aber dafür gibt es ja auch noch die Albaner, die notfalls mit anderen Mitteln verhindern können, dass das großdeutsche kriminelle Netzwerk bei seinen Plünderungen nachhaltig gestört wird.

Ein politischer Filz, wie er erbärmlicher nicht sein könnte, überwacht von 5000 Lobbyisten in Berlin (Gehalt: 100 000 Euro/Jahr), die dafür Sorge tragen, dass niemand aus der Reihe tanzt: hier ein kleines Essen, dort eine kleine Reise, eine Lehrstelle für den Junior, ein Beraterposten für die Ehefrau, Karten für die Oper, Zigarren aus Kuba für das Büro, leichte Mädchen für die Geschäftsreise oder einfach ein paar freundliche Schmeicheleien für das übergroße Ego – da gibt es viele Tasten, auf die man drücken kann – und bei neun Lobbyisten pro Abgeordneten ist für jeden etwas dabei.

„Wir scheißen euch zu mit unserem Geld“ – so könnte man die politische Situation in Berlin benennen, wobei ich ein kleines Zitat aus einer deutschen Komödie etwas abgewandelt habe.

Was also tun am Wahltag?

Wie man vermuten kann, ist man in unserem Land als Mafiabande anerkannter denn als Normalbürger. Man sollte die Lehre daraus ziehen, selber lieber eine Bande zu gründen um sich im Anschluss gewünschte Gesetze einfach kaufen zu können.

Ich denke, immer mehr Bürger folgen gerade diesen Gedanken, wobei sich die meisten einfach in ihre eigenen vier Wände zurückziehen – gemäß der Strömung des Biedermeier.

Ich selber aber werde wählen gehen: anders wird man die FDP nicht los (ja, Kleinparteien profitieren von niedriger Wahlbeteiligung). Ich werde auch eine Partei wählen – und dabei fangen die Probleme an.

Gefallen würde mir die DDB – aber die kann man nicht wählen. Die wollen neben dem Bundestag eine Bürgerkammer einrichten, ständig wechselnde Normalbürger, die die Gesetze mit durchwinken müssen. Das wird den Netzwerken nicht passen. Interessant auch die ddp: ihr Bandbreitenmodell verspräche eine Explosion des Binnenkonsums. Beide sind aber aktuell nicht im Angebot, zeigen aber, dass im Volk selbst noch viel Kreativität lebt, die das Land zur Lösung seiner Probleme dringend braucht.

34 Parteien sind zur Wahl zugelassen – da wird es doch wohl mal etwas geben, wo man seine Stimme parken kann, bis es etwas Wahlwürdiges gibt?

Leider sind nur 9 Parteien in allen 16 Ländern zugelassen. Das schränkt die Auswahl etwas ein. Muss man halt vor Ort gucken, ob für einen selbst etwas dabei ist. Bibeltreue Christen zum Beispiel. Die wirken unbestechlich. Oder Renterpartei – für die meisten von uns ein Thema. Familienpartei bedient eher eine schrumpfende Minderheit – ein paar Stimmen für eine aussterbende Lebensart wären schon ein Signal. Die MLPD ist auch wieder da – auf der Suche nach den letzten echten Arbeitern in Deutschland. Nostalgie pur. Auf der ultrarechten Seite hat man jetzt gleich mehrere Auswahlmöglichkeiten – die ich jetzt einfach nicht weiter erläutern möchte. Wer meint, die NSDAP wäre wieder mal der richtige Weg, hat heute viele abgestufte Versionen davon im Angebot, zwei davon gleich bundesweit.

Selbst eine Stimme für diesen Schrott wäre aber immer noch besser als … gar nicht wählen.

Fatal, oder?

Nun – die ersten Stimmen tauchen auf (AfD) die nicht mehr wollen, dass alle wählen gehen (siehe Freitag). Den Netzwerken (und einige ihrer Profis sind schon jetzt in der AfD aktiv) wäre es lieb, wenn es ein steigendes Votum GEGEN die Demokratie gibt – und das ist das Votum des Nichtwählens, für das neue Rekorde erwartet werden (siehe Fokus).

Zur Wahl stehen nur Krankheiten – aber trotzdem ist der Gang zur Urne einer der letzten Willensäußerungen, die der völlig lahmgelegte, im Sterben begriffene Souverän noch tätigen kann. Er wird selbst nichts ändern (wenn ich dem Herrn Roth in seinen Ausführungen folge), aber dieser Gang zur Urne wird neuen, aufstrebenden Parteien zeigen können, dass es noch WILLE im Volk gibt und dass es sich lohnt, an Alternativen für die nächste Wahl zu arbeiten.

Und diese Alternativen brauchen wir, wenn wir die Hoffnung haben wollen, jemals irgend etwas gegen den omnipräsenten Deutschlandclan unternehmen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hartz IV abschaffen! Sofort!

Mittwoch, 14.8.2013. Eifel. Ich bin ja noch immer sehr beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der sich Gülle bei Facebook verbreitet. Überraschen sollte das aber eigentlich nicht: immerhin lesen auch viele die Bildzeitung. Gülle steht hoch im Kurs der deutschen Geschmäcker. Interessant auch, wie groß der Hass der Mitmenschen auf alte, arme, kranke, ausgestoßene Mitmenschen ist. Ziemlich blöd, das Ganze. Immerhin - wenn man vom Staat bzw. der Gemeinschaft nicht auf andere Weise als durch Hartz IV finanziert wird (zum Beispiel als Beamter, Abgeordneter, Arzt, Gewerkschafter, Politiker oder Kirchenmann) kann Arbeitslosigkeit jeden treffen - jederzeit. Für die nächsten Jahre ist eine grassierende Arbeitslosigkeit bei IT-Berufen vorausgesagt: Technik macht es möglich. Auch Journalisten sterben den "Bürgerlichen Tod" wie die Fliegen.

Mittwoch, 14.8.2013. Eifel. Ich bin ja noch immer sehr beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der sich Gülle bei Facebook verbreitet. Überraschen sollte das aber eigentlich nicht: immerhin lesen auch viele die Bildzeitung. Gülle steht hoch im Kurs der deutschen Geschmäcker. Interessant auch, wie groß der Hass der Mitmenschen auf alte, arme, kranke, ausgestoßene Mitmenschen ist. Ziemlich blöd, das Ganze. Immerhin – wenn man vom Staat bzw. der Gemeinschaft nicht auf andere Weise als durch Hartz IV finanziert wird (zum Beispiel als Beamter, Abgeordneter, Arzt, Gewerkschafter, Politiker oder Kirchenmann) kann Arbeitslosigkeit jeden treffen – jederzeit. Für die nächsten Jahre ist eine grassierende Arbeitslosigkeit bei IT-Berufen vorausgesagt: Technik macht es möglich. Auch Journalisten sterben den „Bürgerlichen Tod“ wie die Fliegen.

Bürgerlicher Tod?

Sicher kaum noch bekannt, obwohl ihn unsere Arbeitslosen wieder erleiden müssen. Dank Wikipedia wissen wir mehr:

Der bürgerliche Tod ist ein Rechtsinstitut, das in ganz Europa bis in das 19. Jahrhundert hinein als zusätzliche Strafverschärfung gegenüber verurteilten Kapitalverbrechern angewandt wurde. Es hatte nicht nur die vollständige Ehr- und Rechtlosigkeit, sondern auch den vollständigen Verlust der Rechtsfähigkeit des Verurteilten zur Folge, der zwar noch körperlich lebte, aber aus rechtlicher Sicht die Stellung eines bereits Toten erhielt. Der bürgerliche Tod radierte somit den Menschen als natürliche Person aus und kam einer Aberkennung der Menschenwürde gleich (die als rechtlich bindender Begriff zur damaligen Zeit noch nicht entwickelt war).

  • Verlust jeglichen Eigentums
  • Annullierung einer bestehenden Ehe und sonstiger Verwandtschaftsverhältnisse
  • Verlust der Vormundschaftsfähigkeit
  • Verlust der Fähigkeit, als Zeuge gehört zu werden
  • Verlust der Fähigkeit, Rechtsgeschäfte abzuschließen

Ich möchte gar nicht groß darauf verweisen, in wie vielfältiger Weise Arbeitslose im 21. Jahrhundert jenen gleichen, die den Bürgerlichen Tod durchleiden mussten – mir geht es heute eher darum, einmal auf die Folgen zu verweisen. Bemerken sollte man, dass auch unser Arbeitsloser als Strafe jeglichen Eigentums beraubt wird, dass er Schwierigkeiten bekommt, seine Ehe weiter zu führen (für getrennt lebende Erwachsene zahlt das Amt sinnigerweise mehr) und das er im Übrigen einer vogelfreien Person ähnelt.

Vogelfrei? Noch so ein Wort aus der deutschen Geschichte, dass kaum noch einer kennt – außer Wikipedia:

„sein leib soll frei und erlaubt sein allen leuten und thieren, den vögeln in den lüften, den vischen im waßer, so daß niemand gegen ihn einen frevel begehen kann, dessen er büßen dürfe“

– Wigand, Das femgericht Westphalens. Hamm 1825. S. 436 zitiert bei Grimm S. 59.

Mit dieser Ächtung war auch verbunden, dass dazu verurteilten Personen keine Behausung gewährt wurde. Im Todesfall wurde die Leiche nicht bestattet, sondern den Vögeln und Wölfen zum Fraß überlassen.

Von uns geächtete und verurteilte Arbeitslose können im Falle einer Sanktion (im Falle von Ungehorsam oder Widerstand gegen die Staatsgewalt) ihr Haus und Hof verlieren, ihre Leichen werden in billigsten Armengräbern verscharrt, so als ob man sich ihrer schämen würde – und viele Bildzeitungsleser hätten es sehr gerne, wenn man sie mal so richtig foltern könnten, ohne gleich vom Staat dafür verfolgt zu werden.

So weit sind wir aber noch nicht.

Aber denken wir mal ein wenig weiter, denken wir einmal darüber nach, dass die Abschaffung von Hartz IV – in jenen Kreisen oft gefordert – gelänge: was würde folgen?

Nun – erstmal müssten wir anerkennen, dass wir diese Menschen absolut und vollkommen aus unsere Gemeinschaft ausgeschlossen hätten. Alle Rechte für sie wären erloschen. Alle Pflichten und Einschränkungen aber auch. Doch bevor wir zu diesem Thema kommen, müssen wir uns erstmal darüber Gedanken, machen, wie wir diese Leute ausbezahlen. Arbeiten sie den ganzen Tag unermüdlich (und zumeist sinnlos, wenn nicht sogar natur- und gesellschaftsschädigend)  wie der Hamster im Rade, sind eingebunden in das System der deutschen Gemeinschaft, dann stellt sich diese Frage nicht. Sie sind Teil der Gemeinschaft, können alle Rechte der Gemeinschaft nutzen, alle Güter der Gemeinschaft genießen und all die vielfältigen Pflichten (allen voran die Pflicht, 50 Stunden die Woche bei 2 Wochen Urlaub im Jahr bis ins achtzigste Lebensjahr hinein zu arbeiten – jedenfalls, wenn die SPD wieder an die Regierung kommt, die viel Arbeit für andere immer toll findet) freudig lächelnd erfüllen.

Stoßen wir jedoch einen Menschen aus der Gemeinschaft aus, so müssen wir ihm einen Anteil zahlen – wenn wir nicht selbst zu vogelfreien Räubern werden wollen.

Welchen Anteil? Nun – er ist als Bürger Deutschlands auch Miteigentümer der Gemeinschaftsgüter, eigentlich des ganzen Landes. Umgerechnet auf jeden Bürger gehören ihm theoretisch 4220 m2 Land. Wir tun auch gut daran, diesen Anspruch zu akzeptieren – sonst könnten ganz schnell die wenigen Reichen auf die Idee kommen, das Land ganz zu kaufen und das Restvolk der 99 % ´umzusiedeln. So zu denken gilt als nur unserem eigenen Schutz, nicht der verpönten Sozialromantik.

Wir wollen dabei auch nicht vergessen, dass Arbeitslose in der Regel vor ganz normale, arbeitende Menschen waren, von deren Abgaben viele andere ganz gut gelebt haben: wir tun zwar so als ob, aber in Wirklichkeit vertreiben wir hier keine Mörder, Frauenschänder und andere Ungeheuer – in Wirklichkeit lynchen wir nur den zuvor so netten Nachbarn von nebenan.

Natürlich gibt es auch noch den Anteil am Land, den seine Ahnen halten: unser ganzer Wohlstand beruht auf der Arbeit vieler Generationen. Das herauszurechnen ist mühsam, ich werde es deshalb bei der Berechnung des Quadratmeterpreises berücksichtigen.

Wir könnten auch darüber nachdenken, jedem Arbeitslosen 4220 m2 Land zur Verfügung zu stellen, damit er sich davon ernähren kann. Da wir aber vielen Privateigentümern private Nutzungsrechte am deutschen Land eingeräumt haben, hätten wir gar nicht mehr so viel Fläche. Wir könnten auch die Flächen verlosen – hat der Arbeitslose Glück, kriegt er ein Stück Autobahn, kann Maut erheben oder es renaturieren, ganz wie es ihm beliebt – doch wir merken schnell: das wollen wir erst recht nicht. Auch wollen wir unser Land nicht wieder in kleinparzelliges Ackerland umwandeln, viele Landreformen der Geschichte haben ja gerade jetzt diese effektivste aller Formen hervorgebracht: das wertvolle Erbe sollten wir nicht wegen asozialer Kniepigkeit im gemeinschaftlichen Bereich aufs Spiel setzen.

Also bleibt nur: Geld. Die vernünftigste, sinnvollste und bequemste Lösung.

Was aber nehmen wir als Berechnungsgrundlage des Grundstückwertes? Wiesenland in der Eifel? Macht vier Euro pro Quadratmeter. Oder Bauland in Berlin Mitte? Nun, da liegen wir bei 1712 Euro. Ich denke, wir nehmen einen Mittelwert: Bauland in der Eifel. Das berücksichtigt dann auch die Arbeitsleistung der vielen Generationen, die hinter unserem Arbeitslosen stehen.

Wir streichen also Hartz IV, stoßen den Betreffenden damit völlig aus der Geld- und Solidargemeinschaft der Deutschen aus, geben ihm aber seinen Anteil:

548600 Euro.

Damit kann er machen, was er will – nur nicht mehr in Deutschland. Helmut Kohl wollte so mal die Türken loswerden (siehe Spiegel). Hat nicht ganz geklappt, weil: Türken sind Menschen, Arbeitslose nicht.

Viele Arbeitslose werden ein Land finden, wo man von den Zinsen dieses Kapitals angenehm leben kann.  Widmen wir uns aber lieber denen, die ziemlich entsetzt sind von der Behandlung durch die Gesellschaft. Viele Rechte, die ein Bürger hat, haben sie nicht mehr. Ein paar Menschenrechte werden noch bleiben, aber sie sind – rechtlich betrachtet – wandelnde Fremdkörper im Land, sozusagen ein kleiner Mikrostaat für sich.

Sind sie eigentlich völlig rechtlos?

Nein, natürlich nicht. Was ihnen bleibt, ist das Naturrecht, welches vor dem bürgerlichen Recht herrschte. Davon gibt es viele Ausformungen, wir müssen – aus guten Gründen – bei dem einfachsten bleiben: dem Recht des Stärkeren.

Natürlich hat der nun neu geschaffene staatenlose Freibürger das Recht Waffen zu tragen. Jede Art von Waffen, auch Kriegswaffen – wenn er mag. Die Achtung des Gewaltmonopols des Staates obliegt ihm nicht mehr, Wahrung des Landfriedens ist nicht mehr sein Ding – ebenso wenig die Achtung vor Privateigentum. Natürlich darf die Polizei solche Freibürger erschießen … allerdings wird es bei den schlecht bezahlten Polizeibeamten mit der Zeit wohl wenig Freude bereiten, wenn sie den besser bewaffneten und hoch motivierten Freibürgern gegenüberstehen, die sich für den Überlebenskampf dank Abfindung besser bewaffnen können, als es die sparsamen Pfeffersäcke je mit ihren Bütteln tun würden.

Natürlich darf man Freibürger – bzw. freie Menschen nicht einfach so jagen und töten. Es gilt das Gesetz des Wilden Westens: der Freimensch muss zuerst ziehen, damit der Notwehrfall eintritt. Zieht der Polizist zuerst, kann man den Freibürger noch nicht mal des Mordes bezichtigen – es war dann Notwehr.

Selbstverständlich darf sich auch jeder Villenbesitzer im Rahmen der Verträge der BRD gegen die Besetzung seiner Villa wehren: er darf die Polizei rufen. Die kann dann die Freibürgerbanden aus der Villa werfen – wenn sie stärker sind. Ja – für diese neue Gruppe gilt nur das Naturrecht.

Der Freibürger braucht seinen Müll nicht zu entsorgen, braucht keine Steuern zahlen, kann Geschäfte abschließen, wie er will (er kann nebenbei – vielleicht sogar gegen Bezahlung – das Problem mit der Mafia in Deutschland erledigen). Sicher – er ist staatenlos, aber wir wollen uns hier nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten abgeben. Immerhin könnte er nach Erhalt der Abfindung sofort politisches Asyl beantragen. Das Wort „Raub“ existiert in seinem Universum nicht: das Naturrecht erlaubt Zugriff auf alle Güter – sofern man stärker ist als der Vorbesitzer. Dafür kann moderne Waffentechnik schnell sorgen: immerhin produziert Deutschland selbst schon genug davon.

Da Arbeitslose aller Wahrscheinlichkeit völlig normale Menschen sind, werden sie wohl nicht alle sofort zu Räuberbanden mutieren. Vielleicht tun sie sich zusammen, kaufen sich ein Schloss (z.B. das direkt neben dem Herrn Zumwinkel) und leben von den Zinsen ein glückliches, von aller Staatslast befreites Leben.  Auf das Recht, Schußwaffen zu tragen, sollten sie allerdings nicht verzichten: zu leicht könnte ein arbeitender Asozialer aus Deutschland auf die Idee kommen, sie foltern zu wollen. Geäußert worden sind solche Gelüste schon – in aller Öffentlichkeit.

Nun – gemäß dem Recht des Stärkeren könnte man sagen: dann tretet mal gegeneinander an. Der Angestellte mit seinen Folterwerkzeugen – und der Freibürger mit seiner Schrotflinte. Ich denke, die Folterphantasien in Deutschland werden nach Abschaffung von Hartz IV deutlich nachlassen.

Das Leben an und für sich wird spannender. Gut – wir werden dann merken, wie wertvoll „Sicherheit“, „Gerechtigkeit“ und „Frieden“ waren. Auch „Wohlstand“ wird enorm gefährdet sein. Es wird auch die Frage sein, wer dann die gesellschaftliche Rolle der Arbeitslosen übernehmen wird: die Rolle jener, auf die straflos herabgeblickt werden darf. Juden und Hexen sind allerdings alle. Türken sind ähnlich wehrhaft.

Na – man wird schon was finden.

Ganz schlimme Phantasien?

Nein – die führende Nation der westlichen Wertegemeinschaft erlaubt ihren Bürgern das Waffentragen als Grundrecht. Auch Arbeitslosen. Die sind nicht solche naiven Sozialromantiker wie die Deutschen, die lieber ein wehrloses Volk regieren – oder wehrlose Bürger foltern.

Da wir uns in Kleidung, Ernährung, Unterhaltung, militärischer Expansion und politischer Korruption den USA immer weiter annähern, werden wir diese kleine Änderung im deutschen Alltag sicher auch leicht verkraften können.

So in tausend Jahren können dann die ersten Romantiker der Aufklärung wieder auftauchen, um ihre Träume einer friedlichen Gesellschaft zu verkaufen, wo keiner Not leidet, alle füreinander da sind, wo die Wirtschaft dem Menschen dient, alle Menschen das gleiche Recht auf Existenz haben und alle Formen von Gewalt geächtet werden – auch die passive Gewalt durch Worte oder Streichung des Lebensminimums.

Frieden, Freiheit, Wohlstand, Gerechtigkeit und Sicherheit werden dann sicher wieder als elementare Werte einer erfolgreichen Gesellschaft verstanden werden – anstatt als sinn- und inhaltslose Hüllen politische Sprechblasen auszufüllen.

Natürlich können die Freibürger auch Städte bilden – wie im Mittelalter. Sie könnten alle zusammen Bonn besetzen, es zur „Freien Stadt“ erklären – zur ersten neuen freien Stadt. So sind früher die Städte entstanden, die auch eine Heimat für Vogelfreie, entflohene Sklaven, Leibeigene, Leiharbeiter oder politisch Verfolgte boten. Schwer befestigt profitierten sie enorm von der arbeitsteiligen Gesellschaft und hatten einen enormen Wohlstand – weil sie keine superreichen Milliardäre mitfinanzieren mussten.

Dort, in den freien Städten wuchs die bürgerliche Zivilisation heran, dort behauptete sich die demokratische Zivilgesellschaft gegen den Feudalstaat, deren Angehörige selbst bald lieber in die Städte zogen, weil das Leben dort einfach angenehmer war.

Von Bonn und anderen freien Städten aus könnte dann eine neue Reform der Bundesrepublik ausgehen: eine Reform, die  in der Tradition der Aufklärung, der Freiheit, der Menschlichkeit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit steht und der Refeudalisierung der Gesellschaft mutig entgegentritt.

Ich habe fast den Eindruck, dass die neue Gesellschaft der freien Bürger sehr viel Freunde auch unter den Hamsterradmenschen finden würde, die sich nach Jürgen Roth momentan in einer nicht sehr beneidenswerten Situation befinden, siehe Planet-Interview:

Wir haben eine deutsche mafiose Kultur, im wahrsten Sinne des Wortes, und das ist der Nährboden für alles was mit Geldgier, mit Beuteverhalten, Klientelismus und mit fehlenden ethischen Kategorien zu tun hat. Es geht nur noch um das Bedienen des eigenen Klientels, nicht mehr und nicht weniger. Und Klientelwirtschaft, die Durchsetzung von Partikularinteressen ist die Urform der italienischen Mafia wie des kapitalistischen Systems.

Und damit dieses System funktioniert, sollten wir Hartz IV als „Stillhalteprämie“ weiterzahlen – und deutlich erhöhen.

Oder wir schaffen es ab – leben aber dann mit den Konsequenzen. Allerdings kann sich die Gesellschaft dann nicht mehr leisten, nur ein paar Polizeibeamte schlecht zu finanzieren: bei sieben Millionen Freibürgern braucht man schon mehr Personal – und besser bezahlt werden sollten die auch.

Die freien Städte kämen mit einem frei gewählten Sheriff aus. Immerhin: die Bildzeitungsleser wären draußen vor den Toren der Stadt – und die Vogelfreien hätten ganz schnell gelernt, wie wichtig es ist, gemeinschaftsfähig (also: sozial) zu leben.

Vielleicht – aber daran kann ich nach den neuesten Erfahrungen nur schwer glauben – schaffen wir es auch, dank eines Blickes in die Geschichtsbücher zu lernen, warum wir eigentlich aus purem Eigeninteresse ganz üppige Leibrenten für jene zahlen sollten, die die Wirtschaft nicht mehr beschäftigen will.

Ich fürchte jedoch, dass wir die ganze Geschichte nochmal wiederholen dürfen.

Aber in tausend Jahren dann … bauen wir unsere demokratische Zivilgesellschaft wieder auf.

 

Brechmittel des Tages: Beate Merk

Zitat Beate Merk, CSU, zur Wideraufnahme des Verfahrens gegen Gustl Mollath:

Die Justiz hat nun Gelegenheit, in einem weiteren öffentlichen Verfahren zu klären, ob Herr Mollath zu recht untergebracht ist oder nicht – und damit auch die Zweifel [auszuräumen], die viele Menschen an dieser Entscheidung haben

Zur Erinnerung an den Einwohner Alzheims… so klang die gleiche… ähm… Frau Justizministerin Beate Merk noch im November letzten Jahres:

Übrigens: Diese Staatsanwaltschaft, von der Frau Merk da faselt, ist politisch weisungsgebunden.

Mit Dank an Wut!, die dieses Machwerk unter eine Piratenlizenz gestellt haben. Natürlich nicht das Video, für das gilt die allgemeine youtube-Lizenz.

Deutschland im Jahre 2012 – die Titanic-Gesellschaft: über Verschwörungen, Kreuzfahrten und Kriegsvorbereitungen

Mittwoch, 18.4.2012, Eifel.  Es gibt eigentlich kaum ein schöneres und treffenderes Symbol für unsere Gesellschaft als die "Titanic".  Auch wir reisen durch die Zeit in erster, zweiter und dritter Klasse, auch wir stellen den höchsten technischen Standard unserer Zeit dar, auch wir halten uns für unsinkbar und blicken deshalb positiv in die Zukunft.  Natürlich gibt es bei uns Unterschiede. Erster Klasse reisen bei uns nur ganz wenige - ein Prozent. Umgerechnet auf die Titanic wären das 2,4 Menschen - also Papa mit Mama im dritten Monat.  Die werden auch immer reicher: hatten sie 1998 noch 41,9 % des Volksvermögens, so waren es 2007 schon 61,1 % - wächst das so weiter, gehört ihnen 2025 ALLES ... und den anderen 99% gar nichts mehr.  "Wohlstand für alle" ist, wie alle merken, ein Geschäftsmodell das ausgedient hat, unsere Titanic hat nur noch zwei Passagiere und denen gehört bald das ganze Schiff. Kein Wunder, das kaum jemand auf die einsamen Rufer hört, die meinen, da seien Eisberge im Wasser - dabei haben manche der aktuellen Eisberge direkt mit Kreuzfahrtschiffen zu tun:

Mittwoch, 18.4.2012, Eifel.  Es gibt eigentlich kaum ein schöneres und treffenderes Symbol für unsere Gesellschaft als die „Titanic“.  Auch wir reisen durch die Zeit in erster, zweiter und dritter Klasse, auch wir stellen den höchsten technischen Standard unserer Zeit dar, auch wir halten uns für unsinkbar und blicken deshalb positiv in die Zukunft.  Natürlich gibt es bei uns Unterschiede. Erster Klasse reisen bei uns nur ganz wenige – ein Prozent. Umgerechnet auf die Titanic wären das 2,4 Menschen – also Papa mit Mama im dritten Monat.  Die werden auch immer reicher: hatten sie 1998 noch 41,9 % des Volksvermögens, so waren es 2007 schon 61,1 % – wächst das so weiter, gehört ihnen 2025 ALLES … und den anderen 99% gar nichts mehr.  „Wohlstand für alle“ ist, wie alle merken, ein Geschäftsmodell das ausgedient hat, unsere Titanic hat nur noch zwei Passagiere und denen gehört bald das ganze Schiff. Kein Wunder, das kaum jemand auf die einsamen Rufer hört, die meinen, da seien Eisberge im Wasser – dabei haben manche der aktuellen Eisberge direkt mit Kreuzfahrtschiffen zu tun:

Die Kreuzfahrtindustrie ist in voller Blüte und wächst stetig. Die Einführung neuer Kreuzfahrtschiffe erfolgt mit geradezu schwindelerregendem Tempo. Die modernen Kreuzfahrtschiffe sind mit den allerneuesten elektronischen Geräten ausgestattet und weisen das Beste auf, was es in Sachen fortschrittliches Schiffsdesign und Schiffsbau gibt. Sie bieten Passagieren eine beispiellose Zahl an Möglichkeiten und Einrichtungen, an kulinarischen Erlebnissen und anspruchsvoller Unterhaltung.

Welches Wachstum möglich ist, zeigt Statista.de: von 2010 auf 2011 wuchs der Umsatz der Kreuzfahrtbranche von 26,85 Milliarden Dollar um 9,5 % auf 29,4 Milliarden Dollar – Tendenz: steigend. Da wird der DAX blass vor Neid. Laut dem Westen sind momentan 500 große Kreuzfahrtschiffe unterwegs, cirka 800 Flussdampfer kommen noch dazu.

Sie verbreiten die westliche Kultur wie es die Goethe-Gesellschaft niemals könnte, siehe Wikipedia:

Der Kreuzfahrttourismus kann auch zum Erhalt der Kultur und Traditionen in den Zielgebieten beitragen. Häufig ist dort aber ein kultureller Werteverfall, Akkulturation, ein Aufbau von Vorurteilen und ein Anstieg der Kleinkriminalität zu beobachten sowie die Ausbeutung von Arbeitskräften auf den Kreuzfahrtschiffen.

Auch für die Umwelt leisten Kreuzfahrtschiffe erstaunliches:

Wie die meisten Formen des Tourismus verursacht auch der Kreuzfahrttourismus Umweltbelastungen. So stammen rund 70 Prozent des Mülls, der in der Tiefe des Mittelmeers lagert, von Kreuzfahrtschiffen, die laut Daten der internationalen Meeresschutzorganisation Oceana täglich bis zu 4000 Kilogramm Abfall produzieren.

Noch besser wird es aber, wenn wir die Welt lesen:

Ein Kreuzfahrtschiff stößt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Autos.

Da will man uns wirklich weiß machen, das der Politik der durch Menschen verursachte Klimawandel sehr am Herzen liegt – und läßt locker mal 500 Spaßdampfer zu, die soviel Schadstoffe ausstoßen wie 2,5 Milliarden Autos. Das ist die Titanic-Gesellschaft, die mit Volldampf auf den Eisberg zufährt, weil der Kapitän den Klang von Eis auf Stahl so liebt – oder von der Konkurrenz gut bezahlt wurde.

Es ist eine der Fragen, die wir nie stellen dürfen – ähnlich der Frage, was Roosevelt über den Angriff auf Pearl Harbour wusste, wer hinter der Ermordung John F. Kennedys steckte oder wirklich für „nine-eleven“ verantwortlich war: die Frage, warum eine Regierung, die Umweltzonen in deutschen Innenstädten einrichtet gleichzeitig SUV´s zuläßt, die schon mal ihre 16,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen – bei günstigster Fahrweise.

Kreuzfahrtschiffe und SUV´s fallen nicht vom Himmel, noch sind sie unverzichtbar für die moderne Gesellschaft – sie vernichten aber die natürliche Umwelt in supergroßen Schritten, während wir alle zuschauen. Uns versucht man noch beizubringen, sparsamer mit dem Auto zu fahren (während man gleichzeitig den öffentlichen Nahverkehr immer weiter zusammenstreicht, damit wir auch ja unseren Beitrag zur Rettung der deutschen Automobilindustrie leisten), während man gleichzeitig voller Stolz Luxusschiffe im Hamburger Hafen tauft, die jegliche Sparleistung in der Gesamtbilanz sofort zunichte machen.

Ob man sich in Zukunft auch mal fragen wird, was Merkel im Jahre 2012 über den Angriff auf die Zivilgesellschaft wusste? Immerhin morden sich die Kreuzfahrtschiffe lustig durch die Bevölkerung – auch an Land, nochmal Welt:

50.000 Menschen sterben nach Nabu-Angaben in Europa jedes Jahr durch winzig kleine Partikel aus Schiffsabgasen, die durch die Lungen in den Körper gelangen.

Wenn wir wegen dreitausend toten New Yorkern in Afghanistan einmarschiert sind und unsere Soldaten deshalb zu seelischen Krüppeln wurden … wann versenkt denn dann die Bundesmarine diese nutzlosen, törichten Dreckschleudern?

Wieder eine Frage, die wir nicht stellen dürfen, manche Eisberge sind eben alternativlos – und das ist ja auch die Botschaft, die die aufgeblasenen SUV´s im Straßenverkehr Tag für Tag verbreiten: „Eure Umwelt, euer Leben, eure Sicherheit ist uns Scheißegal!“ Auch das … fällt nicht vom Himmel.

Scheißegal ist uns auch die Botschaft, die die Anwesenheit deutscher Soldaten in Afghanistan aussendet. Gerne ignorieren wir den nächsten Eisberg, der neben der Klimakatastrophe auf uns lauert: der nächste Weltkrieg, auf den wir uns inzwischen ganz gezielt offen Auges zubewegen. Noch lauschen wir den Klängen der Kapelle der Titanic, deren Programm noch gute Laune verbreitet, während im Unterdeck schon die ersten Menschen ersaufen.

So meldet die Welt aktuell wachsende Rüstungsanstrengungen von Moskau und Peking – in der Tat erreichen die beiden zusammen noch nicht mal ein Drittel der Verteidigungsausgaben der USA.  Deutschland, Großbritannien und Frankreich – die „friedlichen Demokratien“ – geben allein schon mehr für Rüstung aus als „die rote Gefahr“ China. Kaum einer fragt sich wohl, wie solche Rüstungsanstrengungen im Ausland ankommen – dabei muss man nur etwas weiter forschen und sieht, welche Folgen sie haben: China und Russland – lange Jahre erbitterte Feinde – veranstalten aktuell gemeinsame Manöver.  Seemanöver.  Und das sind nicht die ersten Manöver, die sie zusammen abhalten. Man muss schon ein wenig tiefer graben, um zu verstehen, was sich dort gegen „den Westen“ zusammenbraut:

China, Russland,  Indien, die Türkei, Pakistan und der böse böse Iran haben sich – mit bislang unterschiedlichem Status – zu einer „Anti-Nato“ zusammengeschlossen: seit 2008 wird die „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ von russischen Zeitungen als Neuauflage des Warschauer Paktes begriffen, die direkt eine Konfrontation mit dem übermächtigen Westen ins Auge fasst.

Werden wir uns in Zukunft fragen, was Merkel davon wusste? Wird man sich in Zukunft fragen, was der deutsche Bürger davon wusste?

War er hinreichend informiert über die Macht der Mafia, vor der man selbst im Vatikan nicht sicher war und die sich langsam aber sicher immer mehr legale Geschäftsfelder mithilfe krimineller Gelder eroberte?

Wusste er um die Risiken des ESM, der aktuell neben Griechenland, Italien und Portugal nun auch Spanien und die bankrotte Bankenwelt retten soll – auch wenn keiner genau weiß, wer eigentlich noch soviel Geld hat?

Auf jeden Fall wusste er, das der FC Bayern Fussball spielen kann, wie man sich mit Büro-Kung-Fu gegen den Chef verteidigt und das die Amerikaner die Deutschen fürchterlich lieb haben. 

Besonders erleichtert ist man über die Nachricht, das Margot Kässmann keine Affäre mit Gerhard Schröder hatte – nicht auszudenken, welche Folgen so etwas für Deutschland, Europa und die Welt gehabt hätte.

Deutschland im Jahre 2012 ist mehr denn je eine Titanic-Gesellschaft.

Vor uns viele Eisberge, aber wir halten uns für unsinkbar, weil die Kapelle so schön spielt.

Und weil das ein so schönes Erlebnis ist, wollen noch viel mehr Deutsche jedes Jahr auf Kreuzfahrt gehen – nur auf einer Titanic fühlen sie sich richtig zu Hause … was sehr verständlich ist.

 

 

 

 

 

 

Deutschland 2012: reale Arbeitslosigkeit 28,5%, inhumaner als die Mafia aber voller Hoffnung auf Renditen für Psychopathen

Sonntag, 5.2.2012. Eifel. Ich respektiere ja die alte Mafia. Ich mag sie nicht - natürlich nicht - weil sie eine kriminelle Vereinigung ist, ihre Vermögen durch mehrfache regelmässige Gesetzesbrüche aufhäuft, vor Gewalt, Erpressung, Mord und Raub nicht zurückschrecken, was mit den Werten einer friedlichen Zivilgesellschaft nicht in Einklang zu bringen ist, aber ich respektiere die "alten Familien", weil sie Werte haben. Werte, die die Mafia den westlichen Finanzspekulationsnationen (ich schätze mal, so wird man uns nennen, wenn alle gemerkt haben, das der Begriff "Industrienationen" nicht mehr angemessen ist) bzw. "Zockernationen" voraus hat: Gewalt gegen Frauen und Kinder steht bei der Mafia nicht auf dem Programm, das ist absolut Tabu und kann ganz schnell zu hässlichen Szenen von weiterer Gewalt führen. Die rot-grüne Bundesregierung war da schon anders drauf: rücksichtslos hat sie versucht, ihren Haushalt auf Kosten von Frauen und Kindern zu sanieren - Hartz IV trifft doch in erster Linie Alte, Kranke,  Behinderte und ihre Kinder - sowie hunderttausende von alleinerziehenden Müttern. Da zeigt der moderne rot-grüne Politiker, das er vor Gewalt gegen Frauen und Kindern nicht zurückschreckt - oft genug mussten wir uns anhören, das die Arbeitslosen genügend "Druck" brauchen. Den gleichen "Druck" hat man ebenfalls auf ihre Kinder ausgeübt - ohne die geringsten Skrupel setzt man dies bis heute fort - und das ist noch nicht alles.

Sonntag, 5.2.2012. Eifel. Ich respektiere ja die alte Mafia. Ich mag sie nicht – natürlich nicht – weil sie eine kriminelle Vereinigung ist, ihre Vermögen durch mehrfache regelmässige Gesetzesbrüche aufhäuft, vor Gewalt, Erpressung, Mord und Raub nicht zurückschrecken, was mit den Werten einer friedlichen Zivilgesellschaft nicht in Einklang zu bringen ist, aber ich respektiere die „alten Familien“, weil sie Werte haben. Werte, die die Mafia den westlichen Finanzspekulationsnationen (ich schätze mal, so wird man uns nennen, wenn alle gemerkt haben, das der Begriff „Industrienationen“ nicht mehr angemessen ist) bzw. „Zockernationen“ voraus hat: Gewalt gegen Frauen und Kinder steht bei der Mafia nicht auf dem Programm, das ist absolut Tabu und kann ganz schnell zu hässlichen Szenen von weiterer Gewalt führen. Die rot-grüne Bundesregierung war da schon anders drauf: rücksichtslos hat sie versucht, ihren Haushalt auf Kosten von Frauen und Kindern zu sanieren – Hartz IV trifft doch in erster Linie Alte, Kranke,  Behinderte und ihre Kinder – sowie hunderttausende von alleinerziehenden Müttern. Da zeigt der moderne rot-grüne Politiker, das er vor Gewalt gegen Frauen und Kindern nicht zurückschreckt – oft genug mussten wir uns anhören, das die Arbeitslosen genügend „Druck“ brauchen. Den gleichen „Druck“ hat man ebenfalls auf ihre Kinder ausgeübt – ohne die geringsten Skrupel setzt man dies bis heute fort – und das ist noch nicht alles.

Schauen wir uns in Europa einmal um: was ist die grassierende Rekordarbeitslosigkeit in Europa eigentlich anderes als Gewalt gegen eine junge Generation, die zugunsten der hemmungslosen Raffgier von Bankern und Politikern auf ihre Zukunft verzichten müssen? Konkret nimmt das ja immer perversere Formen an: der erste Konzern fängt jetzt an, den Mietsklaven ganz offiziell als Hauptbeschäftigungsmodell der Zukunft einzuführen, siehe Spiegel:

Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben – die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

Während in Deutschland zunehmend mehr von Arbeitslosigkeit gefährdete Arbeitsvermittler der Jobcenter versuchen, Arbeitslosen die keiner mehr will Arbeit zu vermitteln, die keiner hat, zerstören die Konzerne zunehmen jenes Beschäftigungsmodell, auf dem unser ganzer Staat beruht: den sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplatz, den Krankenkassen, Rentenkassen und der Staat selbst zum reibungslosen Funktionieren alternativlos brauchen.

Das als brutalen, terroristischen Angriffskrieg gegen die deutsche Volkswirtschaft zu werten, traut sich noch keiner – dabei sind die Folgen katastrophal:

IBM ist mit seinem Arbeitsmodell konsequenter Vorreiter einer Entwicklung, die sich in Deutschland bereits seit längerem abzeichnet. Nach bisher unveröffentlichten Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sank die Zahl der unbefristeten Vollzeitjobs von 1999 bis 2009 um 18,5 Prozent. Mittlerweile sind nur noch etwas über die Hälfte alle Arbeitnehmer so beschäftigt. Zugleich stieg die Zahl der atypischen Erwerbsformen – etwaLeiharbeit oder Solo-Selbständigkeit – um fast 79 Prozent an.

Von 1999 bis 2009 hatten wir also einen realen Anstieg der Arbeitslosigkeit von 18,5 % – wenn wir den sozialversicherungspflichtigen Vollertragsarbeitsplatz als Grundlage nehmen. Ja – Vollertragsarbeitslplatz anstatt Vollzeitarbeitsplatz. In einer Welt, wo wir unser eigenen Äcker für Autobahnen und Supermarktparkplätze abgeben mussten, brauchen wir Geld, um überhaupt etwas zu essen zu haben: es ist also sehr wichtig das ARBEIT auch GELD bringt und nicht nur BESCHÄFTIGUNG ist.

Beschäftigen … können wir uns nämlich gut selber. Zum Beispiel mit der Frage: wenn der Anstieg der Arbeitslosigkeit 18,5 % betrug und die Arbeitslosenquote 1999 bei zehn Prozent lag: wieso haben wir jetzt keine Arbeitslosenquote von 28,5 %?

Wieviele wären das denn überhaupt?

Im Dezember 2011 hatten wir – offiziell – 2,34 Millionen Arbeitslose und 40,13 Millionen Erwerbstätige. Macht: 42,47 arbeitsfähige Menschen. Hiervon die 28,5 Prozent genommen haben wir … 12 Millionen Arbeitslose. Seltsam – hierauf bin ich schon mal durch andere Perspektiven gekommen. Scheint also zu stimmen. Nimmt man also die grassierende Massenarbeitslosigkeit von 12 Millionen Menschen (oder 28,5 %) als reale Grundlage, dann versteht man auch, wieso die Staatsverschuldung nicht gebremst worden ist.

Schauen wir uns doch mal den Haushalt 2005 an. Die Agenda 2010 kam, wirtschaftliche und staatliche Gewalt gegen Frauen und Kinder wurde gesellschaftsfähig, weil wir einfach kein Geld mehr hatten. Das war nämlich auf den Konten der Großbanken, gehörte nur jemand anders, der besser zocken konnte als jene Menschen, die den ganzen Tag damit beschäftigt waren, den Laden am Laufen zu halten. Wir waren gezwungen, zu sparen. Es gab Hartz IV, alte, kranke und behinderte Menschen, die früher beim Sozialamt waren, weil sie nicht mehr arbeiten konnten, mussten auf einmal per Definition wieder arbeiten gehen – obwohl sie durch Hartz IV weder jung noch gesund wurden.

Sah ja auch düster aus: 1,52 Billionen Euro Schulden hatten wir, der Steinbrück war ausser sich vor Entsetzen.

Staatsverschuldung 2011? 2,07 Billionen – ein Anstieg von 33%. Solche Daten passen zu einem Volk, das sich eine grassierende Arbeits- bzw. Ertragslosigkeit leistet und Zocker tausendfach höher entlohnt als Arbeiter. Dort, wo das Hauptstandbein der Finanzierung zunehmend vernichtet wird (der sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplatz), muss man sich nicht wundern, das Kürzungen im Sozialbereich kein Wachstum bringen, sondern nur zusätzlich auch noch den Einzelhandel vernichten. Alan Posener nimmt in der Welt eine interessante Position zu dem drastischen Sparwillen deutscher Politiker ein (der – wie schon erwähnt – auch Gewalt gegen Frauen und Kinder bedeutet):

Nachdem Angela Merkel mit der Abschaltung aller Atomkraftwerke die inzwischen im bequemen Hier und Jetzt angekommenen Grünen links überholt hat, führt sie nun mit ihrem europäischen Spardiktat die grüne Ideologie vom „Ende des Wachstums“ in die Haushaltspolitik ein. Aus einer Krise, die vor allem eine Krise der Produktivität ist, soll Europa nicht herauswachsen, sondern unter deutscher Aufsicht herausgespart werden.

Das ist etwa so sinnvoll wie die Rettung der Erde durch Fortschrittsverzicht. Im Gefolge der Kanzlerin krächzt ein Chor endzeitseliger Kommentatoren die alte Kantate vom Konsumverzicht, früher zur Beschwichtigung der Erdgöttin Gaia, jetzt zur Beschwichtigung des Finanzmarktgottes Gaga.

Schön zu sehen, das immer mehr Menschen den religiösen Charakter unserer Wirtschaftsordnung erkennen – immerhin haben wir diesem religiösen Element, diesem „Finanzmarktgott Gaga“, ja auch die Alternativlosigkeit in der Politik zu verdanken: zu Gott gibt es halt nur das Böse als Alternative … und wer will das schon.

Schön auch, das wir mal zwischendurch etwas über unsere reale Wirtschaftssituation erfahren:

Dass Europa, immer noch die größte Volkswirtschaft dieser Erde, „über seinen Verhältnissen lebt“, wenn es seinen Bürgern eine Grundsicherung verspricht, die übrigens auch überall eine Sicherung gegen den politischen Radikalismus ist, für den Europa im vergangenen Jahrhundert so anfällig war und immer noch ist, das darf man getrost als Mythos der neuen Endzeitpropheten abtun.

Wer ist eigentlich Alan Posener? Wikipedia klärt auf:

Väterlicherseits aus einer liberalen deutsch-jüdischen, mütterlicherseits aus einer englisch-schottischen Familie stammend, wuchs er in England, Malaysia und Deutschland auf. Posener studierte Germanistik undAnglistik an der FU Berlin und der Ruhr-Universität Bochum. Dabei war er als Kader des Kommunistischen Studentenverbands und der maoistischen KPD-AO aktiv. Nach dem Staatsexamen arbeitete Posener alsStudienrat am Kant-Gymnasium (Berlin) und an der Martin-Buber-Gesamtschule in Berlin-Spandau. Er verließ den Schuldienst, wie er sagt, aus „Langeweile“.

Ein Ex-Kommunist warnt 2012 in einem konservativen Blatt vor der christdemokratischen Kanzlerin: die Lage muss wirklich sehr ernst seien. Kein Wunder: wo die Mafia humaner ist als die Bundesregierung, haben wir ein moralisches Niveau erreicht, das kaum noch unterboten werden kann.

Konzerne … freuen sich über eine solche Entwicklung. Ist die Moral am Boden, darf man sogar Frauen und Kinder ausplündern (oder sogar vergasen), dann lassen sich Superrenditen einfahren,  Quandt, Oekter und die IG-Farben-Sprösslinge Bayer oder BASF haben es vorgemacht: wenn wieder einmal die Losung ausgegeben wird: „Psychopathen aller Länder vereinigt euch„, dann werden sich die internationalen Konzerne wieder sofort umorientieren … immerhin sind sie selbst auch Kinder psychopathischen Geistes und nicht abgeneigt, auch an Arbeitssklaven, medizinischen Horrorexperimenten oder Lampenschirmen aus Menschenhaut gut zu verdienen.

Darum ist es auch kein Wunder, das Konzerne (wie jetzt IBM) gezielt daran arbeiten, die wirtschaftliche Grundlage des Staates zu vernichten – und so nebenbei den Psychopathen im Land enormen Auftrieb geben – Psychopathen, die kein Problem damit haben, im Namen der Finanzmärkte Schulkinder in Griechenland hungern oder in Spanien frieren zu lassen … und beständig noch mehr Leid einfordern, um ihre perversen Gelüste zu befriedigen. So zerschlagen sie die Sicherung gegen den politischen Radikalismus … der ihnen letztlich nochmal zusätrliche Renditen bescheren wird.

Toll oder? Das hat schon System. Kein Wunder, das Kommunisten und Konservative gleichermassen erschrocken sind. Jeder geistig im Normbereich funktionstüchtige Mensch wird über die Entwicklung erschrocken sein, denn man weiß, was renditeorientierte Psychopathen machen, wenn sie merken, das hungernde und frierende Kinder immer noch mehr kosten als tote Kinder.

Wer mit Lebensmitteln spekuliert und so tödliche Aufstände in Nordafrika und Hungertote im Süden provoziert, der vergast auch kleine Kinder.

Und wer das Schonvermögen verstorbener Arbeitsloser einkassiert, ist nicht besser als der, der sich jüdisches Vermögen durch die Zwangsarisierung angeeignet hat:

Erben des Hartz IV Beziehers müssen das vom Jobcenter gezahlte ALG 2 zurückzahlen, soweit es innerhalb der letzten 10 Jahre gezahlt wurde und 1.700 Euro überstiegen hat. Nicht zurückzuzahlen sind Einstiegsgeld und befristeter Zuschlag. Die Haftung des Erben ist auf den Wert des Nachlasses beschränkt. Von dem ererbten Vermögen kann der Erbe zuvor die Schulden und die Kosten einer angemessenen Beerdigung abziehen.

Wir sollten in Zukunft wieder die gute alte Gewissensprüfung einlegen: wer keins hat, bekommt Hartz IV und wird ausgesondert. Das wird Völkerwanderungen in den Vorstandsetagen von Politik und Wirtschaft geben … und der Menschheit Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Wohlstand, die der Handel automatisch wieder bringen wird, wenn die Psychopathen inhaftiert sind. Anders wird man sie angesichts ihres Leistungsprofils nicht bremsen können:

Sie begehren nicht nur Besitz und Macht, sondern haben eine besondere Freude daran, den Besitz von Anderen in Beschlag zu nehmen. Was sie stehlen, erschwindeln und erzwingen können, sind Früchte, die viel süßer sind als diejenigen, die sie durch ehrliche Arbeit erlangen.

Und nachdem sie einmal eine Quelle bestmöglich ausgepresst haben, wenden sie sich jemand anderem zu, den sie ausnutzen, ausbluten und danach wegwerfen können; ihr Vergnügen am Unglück Anderer ist unstillbar. Leute werden als Mittel zum Zweck verwendet; diese haben sich unterzuordnen und müssen erniedrigt werden, damit der Antisoziale sich bestätigen kann…

Hier haben wir dann wohl den wahren Antrieb zur Agenda 2010, zu Hartz IV und … zur Freude an faschistischen Systemen.

Und jetzt können wir auch einschätzen, wie ernst die Lage wirklich ist.

Die Losung „Psychpathen aller Länder vereinigt euch“ ist schon längst wieder ausgegeben – und der Zeitpunkt ihrer Machtergreifung liegt viele Jahre hinter uns.

Jeden Tag verhungern weltweit 18000 Kinder unter fünf Jahren im Namen der Rendite – und diese Entwicklung hat jetzt in Europa Fuß gefasst.

Hoffentlich kann die Ethik der Mafia sie hier ausbremsen.

 

 

Warum die Kritik an Wulff lebensgefährlich ist und die Hells Angels Hartz IV erfunden haben: Netzwerke in Deutschland

Warum die Kritik an Wulff lebensgefährlich ist und die Hells Angels Hartz IV erfunden haben: Netzwerke in Deutschland

Dienstag, 20.12.2012, Eifel. Mit großer Sorge beobachte ich die augenblickliche Berichterstattung über unseren Bundespräsidenten. Alle Blätter sind voller Kritik, empören sich über die seltsame Nähe von Politik, Prominenz und Wirtschaft, echauffieren sich über die Selbstverständlichkeit, mit denen sich der Bundespräsident Deutschlands die Annehmlichkeiten des Millionärslebens genießt, ohne auch nur einmal in Gelsenkirchen im Schrebergarten zu übernachten. Der Mann positioniert sich halt, er ist der Präsident der Gewinner – was soll´s? Selbst Schuld, wenn man durch Anstand, Ethik und Sorgfalt, Mitleid und Gemeinschaftsgefühl nicht genug Geld auf die Seite gebracht hat, um den Landesherren mal auf seine Villa in den Tropen einladen zu können. Das alles besorgt mich nicht. Was mich besorgt ist … die Journalisten begeben sich in Lebensgefahr. In akute Lebensgefahr … es ist ihnen nur noch nicht bewußt. Und obwohl ich nur ein kleiner Hobbyjournalist bin, der erst gestern wieder feststellen durfte, das in Deutschland 35 Kinder pro Oberschulklasse vom Staat her als „normal“ angesehen werden, weil man kein Geld für Lehrer hat (aber immer Geld für Diätenerhöhungen), mache ich mir doch Sorgen darüber, was den hauptberuflichen Kollegen wiederfahren kann.

Auf der sicheren Seite steht natürlich Jan Fleischhauer vom „Schwarzen Kanal“. Er präsentiert sich als Vorbild für Kleinkriminelle, Steuerhinterzieher und Großbetrüger, in dem er sagt, wo es lang geht:

Das Urteil über Bundespräsident Wulff scheint festzustehen, bevor überhaupt geklärt ist, gegen welches Gesetz er verstoßen haben soll. Doch sein Vergehen ist moralischer Natur – und damit gelten die Regeln der Tugendjustiz.

Es stimmt, der Mann hat gegen kein Gesetz verstoßen. „Vorteilsname im Amt“ kann man ihm erst dann vorwerfen, wenn bewiesen werden könnte, das er den Privatkredit  als … sagen wir mal … Postbote, Krankenpfleger oder Ortspolizist NICHT bekommen hätte. „Freunde“ schenken sich gegenseitig schon mal ein paar Tausender, weil das in Deutschland bekannt ist, werden solche Schenkungen z.B. an verarmte Kinder von Langzeitarbeitslosen vom Staat ja auch beschlagnahmt: wo kämen wir da hin, wenn private Spender die staatlich verordnete Zwangsarmut einfach aufheben würden?

„Nicht gegen ein Gesetz verstoßen“ ist die Ziellinie der meisten Betrüger in Deutschland, die in großem Stil arbeiten und gut leben wollen. Dafür halten sie sich eine Armee von Steuerberatern, Anwälten und Unternehmensberatern, die beständig gegen den Willen des Gesetzgebers arbeiten und den ganzen Tag „Schlupflöcher“ suchen …. und finden.

Das ist ja auch der Kern der „schwarzen Seele“: durch Unmoral reich werden, andere übervorteilen und aufs Kreuz legen. „Schwarze“ machen in Deutschland seit sechzig Jahren vor, wie das geht: bei uns in der Eifel ist das der einzige Grund, in die Politik zu gehen … Politik nennt man bei uns aber noch „CDU“.

Wenn nun der Eindruck entsteht, ich halte diese Partei insgesamt für eine kriminelle Vereinigung von Pöstchenhubern und Auftragsschacherern, dann möchte ich mich einerseits davon distanzieren – und andererseits mal anregen, sich zu fragen, wo denn dieser Eindruck herkommen könnte. Einfach mal CDU-Spendenaffäre googeln.

Tugend, Moral, Ethik und Anstand haben bei „Schwarzen“ nun mal wirklich nichts verloren, Gold, Silber und Edelsteine sind ihre einzigen Werte – das weiß doch jeder.

Der Bundespräsident jedoch … sollte ja der Präsident für ALLE sein – auch für die ohne Villa im Ausland – weshalb er sich etwas „roten“ Anstand doch erlauben darf.

Warum er darauf verzichtet – nun, das ist ja dann wohl seine Privatsache.

Nun aber … zur Lebensgefahr. Dazu muss ich etwas weit ausholen. In Mexiko, wo der Staat mit Militärgewalt gegen die Kriminalität vorgeht, könnte man offen darüber reden und jeder würde verstehen, worum es geht. In Deutschland, wo die privaten Netzwerke die Macht im Staat, die Regierungsgewalt und die Setzung moralischer Normen übernommen haben, weiß im ersten Moment keiner, das er sich in Gefahr begibt, wenn er Herrn Wulff kritisiert.

Nur die, die die Netzwerke kennen, merken: es herrscht Lebensgefahr!

Robert Lucius hatte dereinst das Hannoveraner Netzwerk in der FAZ beschrieben:

Es sind vor allem zwei Namen, die in Hannover immer wieder genannt werden, wenn es um
die Erbfreundschaften geht: der Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Maschmeyer, und
der Rechtsanwalt Götz von Fromberg. Beide gelten als große Plauderer und begnadete
Netzwerker. Sie umgeben sich mit Prominentenärzten, den Rockmusikern der „Scorpions“,
aber auch Politikern.
Gerhard Schröder (SPD) ist als Rechtsanwalt in einer Bürogemeinschaft mit Götz von
Fromberg. In gutem Kontakt zu von Fromberg steht auch „Erbfreund“ Christian Wulff, in
minderem Maße galt das auch für den heutigen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel – doch
dessen Amtszeit in der Staatskanzlei in Hannover war zu kurz.

Man merkt: in Hannover haben Netzwerke eine Macht, die an die Macht des einstigen „Royal House of Hanover“ erinnert. SPD, CDU, links, rechts – vollkommen egal, Hauptsache ist: abkassieren. Man hilft sich in diesen Kreisen … und merkt es angeblich nicht einmal, siehe Spiegel:

Der Bundespräsident ist schon wegen eines fragwürdigen Privatkredits in Bedrängnis – jetzt kommt heraus, dass Versicherungsunternehmer Carsten Maschmeyer Anzeigenkosten für ein Wulff-Buch bezahlt hat. Beide versichern, der damalige niedersächsische Ministerpräsident habe davon nichts gewusst.

Maschmeyer wußte nicht, das er eine Anzeige bezahlt, Wulff nicht, das es eine gab, der Verlag nicht, wer die Rechnungen bezahlte und wo die Anzeigen gedruckt wurden? Die Erklärungen will man doch – ehrlich – gar nicht wissen, oder?

Schröder hilft Maschmeyer beim abkassieren, Maschmeyer  hilft Schröder beim zerschrödern des Sozialstaates (irgendwo muss in einem geschlossenen System das Geld halt generiert werden) … und der Freund Fromberg hilft, wenn es mal brenzlig wird. Alle verdienen gut, werden von den Netzwerkern in den Medien hoch gelobt und haben jetzt sogar einen Bundespräsidenten aus ihren Reihen.

Fromberg – Deutschlandweit nicht so bekannt wie Schröder, Maschmeyer oder Wulff – hat doch eine zentrale Rolle in Hannover inne, nochmal Robert Lucius:

Der Anwalt Götz von Fromberg erhält prominente Mandanten dank seines Netzwerkes und
des Rufs als „graue Eminenz von Hannover“. Die bösen Zungen berichten von früheren
angeblichen Mandantenaufträgen aus Berlin, „obwohl“ Schröder zur Kanzlei gehört. Wenn
Schröder prüfen lässt, ob seine Persönlichkeitsrechte durch Zeitungsberichte verletzt werden,
hält er sich natürlich an seinen Kanzleipartner.

Und dieser Kanzleipartner wiederum hat … persönliche Kontakte zu den Hells Angels in Hannover.

Zu dessen Mandanten zählt Frank Hanebuth, den Fromberg als Freund bezeichnet und mit
dem er gerne feiert. Hanebuth, Präsident der hannoverschen „Hells Angels“, gilt als
einflussreichster Vertreter der Motorradrockerbande in Deutschland. Diese kontrolliert das
Rotlichtmilieu von Hannover um das Steintor herum. Fromberg besitzt dort Immobilien.
Wenn er zu seinem sechzigsten Geburtstag lädt, kommen Schröder, Gabriel, Maschmeyer,
Klaus Meine, Udo Lindenberg, die Brüder Gottschalk. Zu den in Hannover legendären
Herrenabenden in Frombergs Partykeller, abgebildet in der „Bild“-Zeitung, die zum
Erbfreundeskreis bevorzugten Zugang hat, kommt zum Tischfußball (“Krökeln“) auch, aber
erst spät, Hanebuth.

Solche Freundschaften zahlen sich auch für die Hells Angels aus – wenn zum Beispiel die Polizei mal zu frech wird, siehe Spiegel:

So flatterte dem Rocker-Sonderermittler des niedersächsischen Landeskriminalamts (LKA), Volker Kluwe, Anfang Juli ein Schreiben des Hannoverschen Staranwalts Götz-Werner von Fromberg ins Haus. Darin übermittelte der Jurist, der sich ein Büro mit Altkanzler Gerhard Schröder teilt, die Verärgerung des örtlichen Hells-Angels-Präsidenten Frank H. Der fast zwei Meter große, kahlköpfige Ex-Boxer sei unzufrieden mit einigen öffentlichen Äußerungen seines verbeamteten Gegenspielers.

Kluwe hatte im Juni in Interviews mit dem „Hamburger Abendblatt“ und der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vor den Entwicklungen in der Hannoverschen Rockerszene gewarnt. Den Hells Angels sei es in einem „Drei-Phasen-Modell“ gelungen, tief in die Wirtschaftsstruktur der niedersächsischen Landeshauptstadt einzudringen. Dort verdienten sie nun unter anderem als Immobilienkaufleute, Sicherheitsunternehmer und Getränkevertreiber viel Geld.

Auch die Presse – so erfährt man – wird von dem Staranwalt angegangen, einem Anwalt, der laut Weser-Kurier selbst schon mal im Visier der Ermittler stand:

Die Polizei handelte sich mit diesen Ermittlungen ordentlich Ärger ein. DerHannoveraner Rechtsanwalt und Notar Götz von Fromberg, der Hanebuth seit Jahrzehnten vertritt, beschimpfte die Kriminalisten in einem Schreiben vom 31. Mai 2000 als unfähig und drohte juristische Schritte an. Die Empörung kam nicht überraschend, war die Polizei doch bei ihrer Arbeit auf von Fromberg selbst gestoßen – und glaubte am Ende genügend Belastungsmaterial für ein Ermittlungsverfahren gegen den Anwalt gesammelt zu haben. Der Vorwurf: Geldwäsche. Doch die Staatsanwaltschaft Hannover beurteilte das anders, sie ließ von Fromberg unbehelligt.

Auch über die Ermittlungen des Volker Kluwe berichtet der Weser-Kurier:

Nach Meinung des OK-Abteilungsleiters im Landeskriminalamt (LKA), Volker Kluwe, gehen Hannovers „Höllenengel“ strategisch ähnlich wie kriminelle Organisationen vor. Diese Strategie zielt zunächst auf Einschüchterung: Die Mitglieder provozieren und prügeln, sie demonstrieren ihre extreme Gewaltbereitschaft, wann immer sie können. Vor dieser Drohkulisse beginnen sie sich dann zu etablieren, schleichen sich in die Legalität, investieren im Milieu verdientes Geld in scheinbar seriös arbeitende Firmen und funktionieren ganze Straßenzüge vom schmuddeligen Rotlichtbezirk in eine attraktive Vergnügungsmeile um, die neben Bars und Bordellen auch Kneipen und Diskotheken bietet.

Über die Auswüchse dieser Gewaltbereitschaft berichtete der Spiegel schon 2008:

Sie fesselten, knebelten, folterten: In Hannover steht ein gutes Dutzend Hells Angels vor Gericht. Sie sollen Rockerrivalen schwer misshandelt haben. Die „extreme Brutalität“ der Täter wirft ein Schlaglicht auf eine gefährliche Szene, die enorm an Zulauf und Einfluss gewinnt.

Und – wie der Weser-Kurier weiter berichtet – macht man auch vor Journalisten nicht halt:

Einer kritischen Journalistin sagte Hanebuth einmal, er werde es sich nicht gefallen lassen, mitsamt seinem „Club“ in die „kriminelle Ecke“ gestellt zu werden. Ob das eine Drohung sei, wollte die Frau wissen. Das sei keine Drohung, das sei ein Versprechen, antwortete der Rockerchef. 

Merkt man, in welchen Zuständen wir in Deutschland im Jahre 2011 schon leben? Nochmal zu Robert Lucius. Phillip Edelsheim von der FAZ ist den hannoveranern Netzwerken mal nachgegangen … und berichtet von äußerst denkwürdigen Erscheinungen im Zusammenhang mit Lucius Artikel:

Der Artikel erregte Aufsehen noch an höchster Stelle. Einwendungen wurden erhoben. Gerhard Schröder bestand auf einer Richtigstellung.

Außerdem kam zwei Tage nach Veröffentlichung des Artikels ein anonymer Brief: an Robert von Lucius, adressiert allerdings an die Frankfurter Redaktion. Das Kuvert, normale Größe, fand sich im Postkoffer, mit dem Material zwischen der Frankfurter und der Berliner Redaktion ausgetauscht wird. Es war nicht frankiert und vollkommen durchsichtig, transparenter noch als Butterbrotpapier, so dass man schon von außen den gedruckten Text auf dem gleichfalls durchsichtigen Zettel lesen konnte, der in dem Kuvert lag: „Danke, dass wir Frankfurter das gegen die Hannoveraner geschafft haben. Auf weitere gute Zusammenarbeit“.

Vielleicht noch interessanter als der Zettel war das Geld in dem Umschlag, ebenfalls von außen gut zu sehen: pinkfarbene 500-Euro-Scheine, gleich zwanzig Stück. Also 10.000 Euro in bar. Über den Hintergrund kann man nur spekulieren. Über eines nicht: Dem anonymen Absender fällt es nicht schwer, 10.000 Euro für obskure Zwecke auszugeben.

Und hier erfahren wir auch, warum die die Kritik an Wulff tödlich sein kann:

Der Aufenthalt im Steintorviertel war wirklich aufschlussreich. Auch weil mir ein Gesprächspartner aus der Szene – sein Name bleibt hier unerwähnt – einen väterlichen Rat mitgab: Ich soll vorsichtig sein mit dem, was ich schreibe. Man habe so schnell ein Messer im Rücken. Ich sei doch jung. Ich wolle doch noch ein schönes, langes Leben. Manche Leute seien unberechenbar. Die könnten schon für 5000 Euro jemanden umbringen lassen.

Wer gegen Wulff ist, ist auch gegen das Netzwerk. Ist gegen Schröder, Maschmeyer, Gabriel, Fromberg und die Hells-Angels in Deutschland. Man muss in diesem Land wieder aufpassen, was man schreibt. Das hat auch aktuell die Polizei begriffen:

Die Polizei Hannover sagt: „Wir haben keine Erkenntnisse, dass die Hells Angels in Hannover aktuell als verbrecherische Organisation einzustufen sind.“

Aber vielleicht lieferten sie das Vorbild für die Agenda 2010 des Ex-Kanzlers Gerhard Schröder, siehe FAZ:

„Sozialschmarotzer dulden wir nicht“, sagt Hanebuth. „Wenn einer keinen Job hat, dann wird ihm einer besorgt. Wer nicht arbeiten will, der fliegt.“

Das sah die SPD dann genauso: wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen. Ein schönes Foto der meist beleibten Leistungsträger dazu gibt es bei der Frankfurter Gemeine Zeitung:

SPD-Herrenrunde mit Erfolgsmenschen 2004 (v. l.): Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, AWD-Chef Carsten Maschmeyer, Rechtsanwalt Götz-Werner von Fromberg, TUI-Chef Michael Frenzel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und Ex-VW-Personalvorstand Peter Hartz 

Womit sich der Kreis schließt und bewiesen wäre: Kritik an Wulff kann lebensgefährlich sein – und die Hells Angels waren die Ideengeber für Schröders Sozialpolitik. Den Arbeitslosen in Deutschland jedoch empfehle ich, Mitglieder der Hells Angels zu werden. Dort bekommt man wenigstens einen Job … und ein Motorrad, siehe Zeit:

Ein V-Mann berichtete der Polizei im Oktober 2001: Gernot S.*, ein Hells Angel aus Hanebuths „Charter“, habe ihm erklärt, wie der „Motorradclub“, Hanebuths Sicherheitsfirma und seine Bordelle „kooperieren“. Der Club leihe den laut Gernot S. meist „hirnlosen“ Rockern 30.000 bis 40.000 D-Mark für ihr Harley-Davidson-Motorrad. Diesen Kredit würden die Männer dann abarbeiten. 

So schafft man sich Freunde. So kriegt man Jobs.

Wäre … auch mein Lieblingsmotorrad.

PS: mir ist jetzt etwas mulmig, weil ich gar nicht die Genehmigung der Hells Angels für diesen Artikel eingeholt habe.  Ich zitiere ja aber auch nur andere, das ist dann doch ok, oder? Bitte Bescheid sagen – ich lösche sofort. Ich habe kleine Kinder – ich kann da kein Risiko eingehen … und ich weiß, wer in diesem Staate die Macht innehat, siehe Zeit:

Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) richtete sich 2010 in Deutschland fast jedes zehnte polizeiliche Ermittlungsverfahren im Bereich der organisierten Kriminalität gegen Rockerclubs oder mit diesen zumindest lose verbundenen Gruppen.

Und wenn die Polizei mal einen V-Mann schickt, wird der schnell kalt gestellt, siehe TAZ:

Er wusste vom VW-Skandal, Jahre bevor er aufflog, er war den Hells Angels in Hannover auf der Spur – dann wurde Bernd Kirchner als V-Mann kaltgestellt. Seitdem kämpft er um sein Geld. Und um seine Ehre.

Bernd Kirchner war der erste V-Mann in Niedersachsen, der auf organisierte Kriminalität angesetzt wurde. Er berichtete aus der Hannoverschen Rotlichtszene, dank seiner Kontakte wusste er von der Sexparty-Affäre bei VW, lange bevor der Skandal aufflog.

Er machte Schießübungen mit den Hells Angels, er sah die Geldkassette, aus der sie ihre Scheine nahmen. „Niemand war näher an den Hells Angels dran als er“, sagt einer aus dem Polizeiapparat, der lieber ungenannt bleiben möchte.

Und nachdem wir nun den Kreis zwischen Hells Angels und Peter Hartz durch die VW-Sexpartys und ihre gemeinsame Arbeitsmoral geschlossen haben, erfahren wir auch, warum die Polizei Hannover aktuell keine Verdachtsmomente hat:

Andererseits beobachtete Kirchner, wie Staatsanwälte bei Prostituierten verkehrten, wie sie Bordell-Besitzerinnen, die im Gefängnis saßen, übers Wochenende eine Ausgangserlaubnis beschafften. Es habe geheißen, „wenn du dem einen umsonst bläst, gibts später keinen Ärger“, sagt Kirchner. Die Staatsanwälte gaben an, selbst verdeckte Ermittlungen zu führen, doch zu einer Anklage führten diese Ermittlungen nie.

Auf die Idee, seine Party im Sansibar als Ermittlung zu tarnen, kam der Polizeichef Hannovers leider nicht. Aber jetzt weiß man, warum „einer aus dem Polizeiapparat lieber ungenannt bleiben möchte“.

 

Deutschland 2011: verraten, verkauft, vergiftet, verramscht … HURRA!

Sonntag, 8.11.2011. Eifel. Deutschland ist heute um eine Erkenntnis reicher. Ein weiteres Puzzelstück beweist, das sich hinter der demokratischen Fassade eine Räuberelite gebildet hat, das es ein kriminelles Netzwerk gibt, das alle Ebenen des Regierungs- und Wirtschaftsapparates durchzieht und nur noch eins im Sinn hat: Geld machen, mehr Geld machen, noch mehr Geld machen ... wobei "Geld machen" in erster Linie ein Synonym dafür ist, anderen Geld aus der Tasche zu ziehen. Gemacht wird da gar nichts.

Sonntag, 8.11.2011. Eifel. Deutschland ist heute um eine Erkenntnis reicher. Ein weiteres Puzzelstück beweist, das sich hinter der demokratischen Fassade eine Räuberelite gebildet hat, das es ein kriminelles Netzwerk gibt, das alle Ebenen des Regierungs- und Wirtschaftsapparates durchzieht und nur noch eins im Sinn hat: Geld machen, mehr Geld machen, noch mehr Geld machen … wobei „Geld machen“ in erster Linie ein Synonym dafür ist, anderen Geld aus der Tasche zu ziehen. Gemacht wird da gar nichts.

Worum es geht? Nun – um den Oettinger. Um Stuttgart, um die Mafia, um Griechenland – und letztlich um Deutschland, das vor die Hunde geht, an der Leine geführt von angeblich aufrechten Patrioten, die bei genauerem Hinsehen aber nur Politiker mit der Mentalität und der Ethik von Kleinganoven sind. Jedoch zuerst – zum Spiegel:

Nach Informationen des SPIEGEL hatten Landesbeamte aus Baden-Württemberg auf Grundlage von Bahn-Unterlagen Gesamtkosten von mindestens 4,9 Milliarden Euro kalkuliert. Für wahrscheinlicher hielten sie sogar einen Endbetrag von bis zu 6,5 Milliarden.

Der damalige Ministerpräsident und heutige EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) verbat sich daraufhin weitere Berechnungen: „Auf Wunsch des Herrn MP“, so heißt es in dem Vermerk, solle derzeit von einer „neuen Kostenberechnung abgesehen werden“. Entsprechende Zahlen seien „in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar“, schrieben Oettingers Beamte.

„In der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar“ ist eine technische Floskel, die häufiger auftaucht. Afghanistan, Libyen, Atomstrom, Eurodesaster, Bankenrettung und noch viele Unappetitlichkeiten mehr sind in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar.

Warum eigentlich?

Wir sind doch – dank Schulpflicht – gut ausgebildete Bürger, die sich im Prinzip eine eigene Meinung bilden können. Müssen wir auch – wir leben in einer Demokratie. Das einzige, was man uns nicht mitteilen dürfte, wäre, wenn man sich selbst auf unsere Kosten seine Taschen füllt: das mögen wir nicht, egal ob wir arm oder reich, Arzt oder Arbeitsloser sind. Jedenfalls sind wir noch gebildet – man arbeitet daran, das sich der Fehler nicht mehr wiederholt: 1000000 Unterrichtsstunden fallen laut Welt momentan jede Woche an deutschen Schulen aus – gerade an Gymnasien, wo wir ja angeblich unsere Elite züchten.

Wenn andere sich die Taschen füllen, leeren sich nämlich unsere Taschen – und das betrifft laut Welt gerade den normalen deutschen Sparer, der nicht die Möglichkeit hat, mit politischen, familiären oder wirtschaftlichen Seilschaften Geld in großen Maßstab neu „zu machen“, sondern einfach nur Arbeit gegen Geld tauscht, selbiges spart, damit seine Kinder Zukunft haben: für Sparer geht es um alles.

Auch das ist in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar: die sparsamen, fleissigen, arbeitssamen Bürger sind die geprellten – das merken die ja schon wenn sie arbeitslos werden und das Amt ihnen ihr Vermögen wegnimmt, damit Politiker und ihre Seilschaften sich damit ihre Taschen füllen können. Wir lesen im Spiegel, das die Griechen jetzt bluten müssen und merken dabei nicht, das „der Grieche“ nur unsere eigenen Zukunft vorwegnimmt:

Die Zahl der Arbeitslosen ist inzwischen auf … 20 Prozent gestiegen. Die meisten Erwerbstätigen müssen mit drastischen Lohnkürzungen zurechtkommen, und für die Rentner wird das Leben besonders schwer.

Das ist eine Nachricht aus Griechenland, die irgendwann zwischen 2015 und 2020 auf Deutschland zutreffen wird – während die Situation an unseren Schulen und Sparkonten zeigt, das wir auch schon bluten. Wir reden nur nicht drüber, siehe Freitag:

Nach den neuesten Enthüllungen der Stuttgarter Zeitung verdichten sich die Hinweise, dass S21 ein Projekt sein könnte, hinter dem eine Art organisierter Kriminalität steckt. Dass die Mainstream- Medien nach meiner Kenntnis dazu bislang aktiv schweigen kommt nicht überraschend. Diese Art von wohlwollendem Beschweigen anstelle investigativer Recherche gab es ja bereits früher, zum Beispiel als die Frankfurter Rundschau im Jahre 1999 über den massenhaften Missbrauch an der Odenwaldschule berichtete und alle anderen schwiegen. Im Zweifel schützt der deutsche Journalismus offenbar vor allem seine Pfründe und sein Weltbild – weniger Demokratie und Rechtsstaat.

Diese Art von „wohlwollendem Beschweigen“ passt doch gut zu den „in der Öffentlichkeit nicht kommunizierbaren“ Fakten – da weiß gleich jeder, was Sache ist: wenn das raus kommt, rollen Köpfe, das fein über die ganze Republik gesponnene Netz von Beziehungen, Günstlingen, Seilschaften und Förderern wäre in Gefahr.

Da sind wir wieder bei Günter Oettinger – hier bei Wikipedia:

Im Oktober 2010 stellte sich heraus, dass Oettingers Lebensgefährtin Friederike Beyer Mitglied im geschäftsführenden Vorstand einer Stiftung von ECE ist. ECE, ein Shoppingcenter-Betreiber aus Hamburg, möchte auf dem Gelände von Stuttgart 21 ein Einkaufszentrum errichten. Oettinger gilt seit Jahren als Befürworter des Großprojekts. Die Stiftung ECE war im Zusammenhang mit Stuttgart 21 auch deshalb in Kritik geraten, weil ihr auch die ehemalige baden-württembergische Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner angehört.

So verdienen alle am Geld des Steuerzahlers, der ständig neue Schuldenrekorde schlucken muss. Kein Wunder, das das in der Öffentlichkeit nur schwer kommunizierbar ist. Deshalb schreiben ja auch Journalisten nur ungern darüber. Könnte auch sehr gefährlich werden, weil wir uns gerade in Stuttgart nicht mehr nur auf der Ebene der Kleinkriminellen in Politik und Wirtschaft bewegen, siehe FAZ:

Die Mafia weitet in Deutschland ihren Einfluss auf Wirtschaft und Politik aus. Das geht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aus einem geheimen Bericht des Bundeskriminalamtes hervor. Vor allem in Stuttgart sind die Clans bestens verdrahtet.

Dank der immensen Gelder aus Prostitution, Raub, Mord, Erpressung und Drogenhandel geht es uns gut in Deutschland – denn wir verdienen prächtig daran:

Geldwäsche ist ein abstrakter Begriff, konkret bedeutet er, dass die Mafia Aktien oder Fondanteile kauft. Auch investiert sie ins Baugewerbe, in Transportunternehmen, Handelsgesellschaften und Hotels. Roth erzählt, wie ihm ein Ermittler der DIA (Direzione Investigativa Antimafia) im kalabrischen Cosenza von einer Telefon-Abhöraktion berichtete. Ein Mafioso aus Süddeutschland habe eine Immobilie in Deutschland kaufen wollen. Sein Mafia-Clan in der Heimat habe nur müde abgewunken: „Lass‘ es, uns gehört doch schon die ganze Häuserzeile.“ Auch Roberto Saviano sieht das Bauwesen – vor allem in Ostdeutschland – durch die ’Ndrangheta und die Camorra infiziert: „Hunderte Firmen, die als Subunternehmen arbeiten, sind mit den Clans verbunden.“

Neben Firmen, Subunternehmern und – natürlich – Bankern scheinen auch Politiker wie der Herr Oettinger mit der Mafia verbunden:

„Wir können alles“, rühmen sich die Baden-Württemberger. Tatsächlich verstehen sie sich auch auf „Filz, Korruption & Kumpanei“. stern.de veröffentlicht einen Auszug aus dem gleichnamigen Buch – über die denkwürdige Freundschaft von Ministerpräsident Günther Oettinger zu Pizzeriawirt Mario L.

Das dabei gelegentlich Polizisten erschossen werden, wird nicht weiter thematisiert. „Wohlwollendes Beschweigen“ senkt sich über das Land, Ermittlungen werden gar nicht erst begonnen, Zeugen zum Schweigen gebracht: mit der Wirtschaftsmacht der Mafia möchte man es sich nicht verscherzen. Allein ihre Bedeutung für den Immobilienmarkt ist nicht zu unterschätzen:

Als Zentren der Geldwäsche, behauptet der BND, gelte für die itallienische Mafia, im besonderen die ‚Ndrangheta, u.a. Belgien. Originalzitat: „In Brüssel wurden Hunderte von Immobilien ( ein halbes Stadtviertel) über ein kleines Heer von Strohmännern gekauft.“

Ausserdem ist die Mafia auch wichtig für die Versorgung unserer Leistungsträger mit wichtigen „Rohstoffen“, ohne die die ihre Leistung nicht erbringen könnten:

Und warum hat der Kollege Nübel in seinem Artikel nicht erwähnt, dass ein guter Freund von Günther Oettinger, der sich gerade in dem Feriendomizil des kalabrischen Tausendsassa der Ndrangheta aufhält, ja von ihm sogar am Flughafen abgeholt wurde, Rainer Nübel beschreibt das sehr schön, hier bekannt ist. Und zwar zum einen, weil er an einem Unternehmen des bekannten Puffbesitzers R. beteiligt ist und andererseits, Kokain für die gehobene anwaltliche Kundschaft besorgen soll.Wahrscheinlich deshalb erwähnte Rainer Nübel weder Namen noch konkretere Informationen, weil der Anwalt und Freund des Günther Oettinger das Glück hatte, das entsprechende Ermittlungsverfahren abgeblockt wurden bzw. aus welchen Gründen auch immer eingestellt wurden. 

Nun – die Abhängigkeit gehobener juristischer Schichten vom Drogenhandel ist wohl in der Öffentlichkeit auch nicht kommunizierbar.

Das die Polizei lieber gegen Bauwagen vorgeht als gegen Mafiosi ist verständlich: Bauwagenleute erschießen keine Polizisten aus Rache, sie leben nur die letzte Möglichkeit für ehrliche deutsche Bürger, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Bauwagen: ein Modell mit Zukunft.

Der Zugriff der Mafiosi auf politische Entscheidungsträger in Deutschland wird zudem auch für die Zukunft langfristig gesichert, wie die TAZ bemerkt:

Oettinger betont stets mit Nachdruck, dass er seit langem keinerlei Kontakt mehr zu dem kalabresischen Wirt habe. Fatal nur, dass einige gute Freunde des CDU-Politikers nach wie vor diese Beziehung lustig weiterpflegen, darunter ein EU-Abgeordneter seiner Partei. Auch bei Festen der Tübinger „Ulmia“ greift man mitunter gerne auf die kulinarischen Dienste des Kalabresen zurück – ausgerechnet in Oettingers eigener Studentenverbindung, wo er seit Langem seine Geselligkeit so gerne ausgelassen pflegt, schon mal die erste Strophe des Deutschlandliedes mitschmetterte und wo man Jubilaren zuweilen eine Panzerfahrt schenkt.

So amüsiert sich der deutsche Leistungsträger. Nebenbei offenbart der Artikel auch noch weitere Details über die Netzwerke unserer „Eliten“:

Pikant, dass Oettinger noch vor wenigen Jahren zur opulenten US-Farm von Klaus Birkel reiste – jenem schwäbischen Nudelkönig, dem das Land in den 90er-Jahren zwölf Millionen Mark Schadenersatz gezahlt hatte, obwohl seine Teigwaren nachweislich mit ekliger Eierpansche versaut waren. Die Ermittlerbeweise dafür hält die Landesregierung bis heute unter Verschluss.

Kein Wunder – das die Elite das Volk mit Abfällen füttert, wäre auch nicht kommunizierbar gewesen.  Das gehört zu den Wahrheiten, die wir  nicht gerne hören, die uns unsere deutsche Idylle trüben könnte, jenen Traum von heiler, gerechter, sauber geordneter Welt, in der wir alle in Wohlstand und Luxus auf den natürlichen Tod warten und uns für Griechenland eine von Oettinger geforderte Notstandsverwaltung aus EU-Mafiosi wünschen, damit die Täter endlich direkt regieren können und nicht immer umständlich über Filz, Korruption und Kumpanei Einfluss nehmen müssen.

Die Fahnen der so eroberten Länder können dann ja auf Halbmast gesenkt werden.

Wenn dieser Vorschlag von Oettinger durchkommt, sollten wir aber auch die deutsche Fahne senken – trotz Hitlerlied und Panzerfahrten verkauft die drogengeile nationale Kungeleielite das Land in großem Stil an Kriminelle aller Herren Länder und übernimmt im Gegenzug ihre Ethik.

Wer sich gegen diese von allen Medien gefeierte Elite stemmt, jenen Oettingern, Schrödern, Clements, Münteferings, Fischers (um parteilich nicht einseitig zu kritisieren) riskiert, von ihren „Freunden“ einer Sonderbehandlung unterzogen zu werden:

Drei Menschen wurden im August und September offenbar von Kartellmitgliedern ermordet, weil sie die Drogenmafia öffentlich kritisiert hatten. „Das wird allen widerfahren, die merkwürdige Dinge im Netz veröffentlichen“, stand auf einem Pappschild, das auf einer Brücke in der Grenzstadt Nuevo Laredo am Rio Bravo gefunden wurde. Von der Brücke baumelten zwei Leichen. Ben West von Stratfor berichtet von einem weiteren Fall, ebenfalls in Nuevo Laredo. Dort sei eine geköpfte Frau gefunden worden, die in Blogs gegen Kartelle angeschrieben hatte.

Wenn man also bald einen geköpften Eifelphilosophen findet, weiß man, was die Uhr geschlagen hat:

Deutschland im Jahre 2011 wird verraten, verkauft, vergiftet und verramscht – und wer nicht jubelt, wird erschossen … oder gekündigt.

Das das noch schlimmer werden wird, erkennen wir vielleicht am ehesten, wenn wir uns das Urteil deutscher „Mindestlöhner“ anschauen:

Unter den Kollegen setzt sich der Eindruck fest, dass „die da oben“ es einfach mal probieren und darauf hoffen, dass längst nicht alle sich wehren.

„Die da oben“ …. werden noch viel mehr probieren. Aktuell fordert der Hartz-Kanzler Schröder gleich die direkte Auflösung Deutschlands , während sein Steinmeier die direkte Machtausübung der CDU gegenüber griechischen Schwesterparteien fordert und so zeigt, das er allen Respekt vor der nationalen Souveränität anderer Länder verloren hat.

Aber – um nicht kopflos zu erscheinen – begrüsse ich die aktuelle Entwicklung natürlich im Einklang und Gleichschritt mit führenden deutschen Medien mit einem großen: HURRA, HURRA, HURRA.

Vielleicht darf ich dann jetzt auch mal zugekokst Panzer fahren und meine zunehmenden Computer- und Verbindungsprobleme sind dann von gestern, ja?

 

Deutschlands Elite als moralischer Wegbereiter der Mafia: wundersame Welten.

Das Demokratie ein aussterbendes Modell ist, merkt jeder. Wir wollen keine Atomkraft - und kriegen sie. Wir wollen keine Luxusbauten auf Staatskosten - und zahlen sie trotzdem. Wir wollen keine deutschen Soldaten im Ausland - trotzdem sterben sie da. Wir wollen unseren Sozialstaat, trotzdem wird er abgebaut. Und eigentlich wollten wir wie die Griechen mit 58 in Rente gehen, damit das Leben nicht nur aus Schinderei besteht, stattdessen gehen wir mit 67 in Rente, die dann allerdings wegen der Eurorettung nicht mehr zur Verfügung steht.

Das Demokratie ein aussterbendes Modell ist, merkt jeder. Wir wollen keine Atomkraft – und kriegen sie. Wir wollen keine Luxusbauten auf Staatskosten – und zahlen sie trotzdem. Wir wollen keine deutschen Soldaten im Ausland – trotzdem sterben die da. Wir wollen unseren Sozialstaat, trotzdem wird er abgebaut. Und eigentlich wollten wir wie die Griechen mit 58 in Rente gehen, damit das Leben nicht nur aus Schinderei besteht, stattdessen gehen wir mit 67 in Rente, die dann allerdings wegen der Eurorettung nicht mehr zur Verfügung steht.

Was von unserer Demokratie übrig ist? Alle vier Jahre dürfen wir den Kellner wählen, der uns dann die kandierten Hundeköttel serviert. Sehen immer lecker aus, ist aber immer … igittigitt drin. Das alles – hat schlimme Folgen, wie die grüne Böllstiftung bemerkt:

Eine weitere Entsolidarisierung der Gesellschaft werde allerdings kaum aufzuhalten sein, wenn die strukturellen Ursachen der Krise nicht verstanden werden, fürchtet Heitmeyer. Die internationale Ökonomisierung gehe seit Jahren mit einem politischen Kontrollverlust einher, der die soziale Integrationsleistung der Politik immer schwieriger werden lässt. Die Fiskalkrise des Staates habe sich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise des letzten Jahres noch einmal erheblich verschärft. Der soziale Frieden in Deutschland werde sich nicht mehr lange durch ein Staatsdefizit erkaufen lassen. Die „leere Regulationsrhetorik“ der Politik ließ Heitmeyer allerdings befürchten, dass das Platzen einer neuen Finanzblase nur eine Frage der Zeit sei.

Nun … die neue Blase sehen schon viele. Ebenso viele nutzen sie, um sich die Taschen mit dem Geld anderer Menschen zu füllen. Die strukturellen Ursachen dieser Entwicklung sind allerdings nicht nur in der internationalen Ökonomisierung zu suchen. In Deutschland haben die Ursachen konkrete Namen, auch wenn die nicht mehr direkt genannt werden. Vor neuen Jahren war das noch möglich, siehe Manager-Magazin:

Ein kleiner Zirkel einflussreicher Männer steuert die deutsche Wirtschaft. Wer gehört diesem exklusiven Kreis an? Und wo treffen sich die mächtigen Herren der Deutschland AG?

Es war schon nach 19 Uhr, dem Beginn der Party. Im Betriebskasino von Porsche hatten am Abend des 28. August wichtige Herren der Wirtschaft ihre Schampusgläser noch fest im Griff: Jürgen Schrempp, Hermann SchollJürgen Weber, Dieter Hundt, Ferdinand Piëch – und natürlich das Geburtstagskind, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (50).Da kam er plötzlich und überraschend, frisch vom Wahlkampf aus München nach Zuffenhausen: Bundeskanzler Gerhard Schröder. Mit ihm und Frau Doris feierten 250 Gäste – ohne Gewerkschafter und Journalisten. Es wurde eine lange Nacht. Am nächsten Tag ging es weiter, bei Wiedekings privat in Bietigheim. Mit dabei: erneut Schrempp und Finanzminister Hans Eichel. Wieder einmal waren die Mächtigen aus Wirtschaft (und Politik) unter sich.

So einfach ist es, die Ursachen für den schleichenden Demokratierückbau zu finden. Dort, in dieser illlustren Runde, wurde die Enteignung der Arbeitslosen ausgebrütet, der Umbau der sozialen Marktwirtschaft in ein Arbeitslager für Arme geplant. Es ist in der Tat eine einzige Person, die ganz entscheidend die mafiöse Allianz zwischen Politik und Wirtschaft geknüpft hat und eine lange Tradition der Gewaltenteilung in Deutschland beendete, ebenfalls Manager Magazin:

Lange Zeit blieben die Manager in ihren Zirkeln unter sich. Politiker waren – sieht man von den regionalen Netzwerken ab – allenfalls Zaungäste.

Das änderte sich unter Kanzler Schröder. Während Vorgänger Helmut Kohl aus seiner Abneigung gegenüber den Wirtschaftsführern kein Hehl machte, sucht Schröder geradezu ihre Nähe. Sie mögen den Kanzler der Bosse, weil er ihnen zuhört. Scherzhaft tituliert er sich als „Vorstandsvorsitzender der Deutschland AG“.

Seine Frau Doris sitzt jetzt im Aufsichtsrat von Karstadt. Qualifikation? Gattin von Schröder.

In einem weiteren Artikel erwähnt das Manager-Magazin die Methoden der modernen Seilschaften, die nach und nach das politische Fundament der Demokratie zerfressen haben:

Rückgrat seines privaten Netzwerkes sind und bleiben aber die Kontakte zu seinen ehemaligen Kollegen der Unternehmensberatung McKinsey. Zusammen mit Herbert Henzler (61), ehemals Deutschland-Chef der Edelberater, pflegt er die beruflichen Seilschaften, fördert Karrieren ihm bekannter „Mackies“ und platziert sie zum Teil auf einflussreichen Posten. Seine Aufsichtsratsmandate bei Lufthansa und der Tchibo-Holding sind dabei hilfreich.

Mit Henzler – selbst einer der 50 Mächtigsten – vereint Zumwinkel aber nicht nur die lebenslange Verbundenheit mit McKinsey, sondern auch die Leidenschaft zum Bergwandern. Unter Henzlers geistiger und oftmals Reinhold Messners fachlicher Führung kraxeln die so genannten „Similauner“ jeden Sommer durch die Alpen. Neben den beiden McKinsey-Größen gehören unter anderem auch Jürgen Schrempp (DaimlerChrysler), Wolfgang Reitzle (Linde), Jürgen Weber (Lufthansa) und Verleger Hubert Burda der exklusiven Herrenrunde an.

So gestaltet man seine Netzwerke, knüpft Kontakte, gibt Ideen weiter und … füllt mehr und mehr einflussreiche Posten mit Menschen, die „gleichen Geistes“ sind.

Welchen Geistes? Nun, schauen wir mal bei Zumwinkel genauer hin, siehe Stern:

Hunderte von deutschen Millionären hatten bei der LGT ihr Vermögen vor der deutschen Steuer versteckt. „Wenn der wüsste, was hier vor sich geht“, denkt sich Kieber, als er über die Unterschrift von Zumwinkel stolpert.

Als Dank für den Diebstahl gab es dann noch die Superrente:

Dem Schloss am Gardasee, für das Zumwinkel damals Cash in Liechtenstein besorgte, hat der Post-Chef a.D. einstweilen den Rücken gekehrt. Im April 2009 war zu hören, Zumwinkel wolle sich als „Unternehmer und Investor“ in London niederlassen. Zu den Details Zumwinkels aktueller Tätigkeit wollte sich sein Anwalt gegenüber stern.de nicht äußern. An Startkapital dürfte es ihm jedenfalls nicht mangeln: Kurz vor dem Abflug nach London hatte sich Zumwinkel seine 20 Millionen Euro schweren Pensionsansprüche von der Deutschen Post auszahlen lassen.

Und so etwas bezahlen wir einfach. Hier gelassen zu bleiben, geht nur mit dem Gerechtigkeitsempfinden eines gewöhnlichen Blumenkohls. Das auf jeden Fall ist der Geist der Industrie, wenn man genauer hinschaut. So verwundert es auch nicht, das der Namensgeber der Arbeitslosenenteignungsgesetze, Peter Hartz, kein Problem damit hatte, sich einen Betriebsrat zu kaufen, siehe Wikipedia:

Am 9. Oktober 2006 soll Peter Hartz gegenüber der Braunschweiger Oberstaatsanwältin Hildegard Wolff zugegeben haben, dass er ein Jahrzehnt lang den einstigen Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert„begünstigt“ hat. Angeblich ohne Wissen des damaligen Vorstandschefs Ferdinand Piëch und anderer Top-Manager des VW-Konzerns zahlte Hartz an Volkert zwischen 1995 und 2005 Jahr für Jahr einen „Sonderbonus“ von 200.000 Euro – insgesamt somit zwei Millionen Euro. Zu dem System der Vergünstigungen soll auch gehört haben, dass Hartz der brasilianischen Geliebten von Volkert, Adriana Barros, ein Zusatzeinkommen verschaffte. Lange Zeit soll sie 7.600 Euro pro Monat erhalten haben – insgesamt 399.000 Euro.

Mit solchen amoralischen Verhaltensweisen hat man im Prinzip kein Problem. Man schaut nur schockiert, wenn man erwischt wird. Die Folgen? Für Reiche außergewöhnlich milde – aus Prinzip, siehe Zeit:

Der Richter beteuerte zwar zum Prozessauftakt, es habe keine „irgendwie geartete Absprache“ einer konkreten Strafhöhe gegeben. Doch dies schließt nicht aus, dass die Ankläger zumindest Milde zusicherten oder einen Strafrahmen andeuteten, wenn sich Zumwinkel kooperativ verhalte. „Es ist nicht zu verhindern, dass sich beide Seiten unterhalten“, sagt der Münsteraner Kriminologe Klaus Boers.

Solche Absprachen sind im Grundsatz nichts Ungewöhnliches und seit Jahrzehnten üblich. Die sogenannten Deals beschleunigen etwa 60 Prozent aller Wirtschaftsstrafsachen. Dazu zählte auch das schnelle Verfahren gegen den früheren VW-Personalvorstand Peter Hartz, welches einen der vorderen Plätze in der bundesdeutschen Rechtsgeschichte belegt. Nur waren solche Absprachen nirgendwo gesetzlich fixiert. Das holt die Bundesregierung derzeit nach. Bis zum Herbst will sie die Strafprozessordnung entsprechend ändern.

So kann man ruhigen Geistes weiter seinen Verbrechen nachgehen, das prall gefüllte Portemonnaie erspart einem die Haftanstalt oder das Schicksal der Schwarzfahrer in Berlin, siehe Tagesspiegel:

Notorisches Schwarzfahren endet jedes Jahr für Hunderte Berliner in einer Gefängniszelle. So sitzt derzeit fast jeder dritte Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee nur deshalb ein, weil er immer wieder öffentliche Verkehrsmittel ohne Fahrschein benutzte und auch die daraufhin von Gerichten verhängten Geldstrafen nicht bezahlen konnte oder wollte.

Um einen Tagessatz von 10 Euro abzusitzen, verursacht der Inhaftierte pro Tag 80 Euro Kosten.  Ein Riesenverlustgeschäft für den Staat, der allerdings durch seine Leistungsträger an ganz andere Verluste gewöhnt ist. Hier gibt es auch sicher keine „Deals“, indem zum Beispiel bei voller Geständigkeit der Tat das Strafmaß zur Bewährung ausgesetzt wird.

Wer aber nun meint, das ganze sei mit Schröder gestorben, der irrt. Über die Netzwerke der Wirtschaftsmafia wird nicht mehr so offen berichtet – nur manchmal kommen ihre Aktivitäten noch ans Tageslicht, siehe FTD:

Der Abend soll mit Steuergeld bezahlt worden sein. Das berichtete das ARD-Magazin „Report Mainz“ 2009 – mitten im Wahlkampf. Seitdem hat das Kanzleramt mit dem Vorwurf zu kämpfen, als Eventagentur den Steuerzahler zu schröpfen. Die Gesamtkosten haben die Merkel-Getreuen zwar bislang verschwiegen. Aber allein die zusätzlichen Servicekräfte kosteten 2100 Euro. Zu den Gästen gehörten unter anderem Bildungsministerin Annette Schavan (CDU), die Manager Roland Berger, Gerhard Cromme (Siemens) und Jürgen Hambrecht (BASF) sowie Mediengrößen wie Friede Springer und Frank Schirrmacher (FAZ).

Politik, Wirtschaft, Medien in trauter Zweisamkeit. Die für alle Beteiligten unter Kanzler Schröder geschmiedete Allianz der Absahner wird unter Merkel erfolgreich weitergeführt. Der „Putsch von oben“ ist profitabel für alle Beteiligten, die irgendwie „oben“ sind. Wundert es da, das wir nebenbei auch ganz andere Erscheinungen haben, siehe FAZ:

Die Mafia weitet in Deutschland ihren Einfluss auf Wirtschaft und Politik aus. Das geht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aus einem geheimen Bericht des Bundeskriminalamtes hervor. Vor allem in Stuttgart sind die Clans bestens verdrahtet.

Und auf einmal zeigt sich, das der Sumpf, in dem Politik und Wirtschaft so langsam versinken, noch viel tiefer ist, als einem lieb sein kann:

Gleich hinter ihm ist in der BKA-Verschlusssache ein mutmaßlicher Vertrauter aufgeführt, der ebenfalls als Gastronom in Stuttgart angesiedelt ist. Es handelt sich dabei um einen bisher kriminalpolizeilich unbescholtenen Mann, der in jüngster Zeit zweimal in Erscheinung trat. Am 30. Dezember 2009 zeigte ihn die „Bild“-Zeitung groß auf einem Foto neben dem damaligen Ministerpräsidenten Oettinger, der vor seinem Wechsel als EU-Kommissar nach Brüssel stand.

So hat man auf einmal Kontakte zwischen den niedersten Kriminellen und höchsten politischen Kreisen.

In der vergangenen Woche hat den „Freund“ des damaligen Ministerpräsidenten ein weiteres Mal das Licht der Öffentlichkeit gestreift, und zwar in einer heiklen Angelegenheit. Sein Name tauchte bei einer Verhandlung im Stuttgarter Landgericht auf. Dort befasst sich die Justiz zurzeit mit dem versuchten Mord an dem Stuttgarter Herrenausstatter Felix W. Der Modemacher mit exquisiten Geschäften in Stuttgart, Zürich und München, der auch als Projektentwickler von Immobilien auftritt, war im November 2009 von Maskierten überfallen und mit zwei Schüssen niedergestreckt worden. Der Mann überlebte diesen Anschlag nur mit Glück. Vier Italiener müssen sich dafür jetzt vor dem Landgericht verantworten.

Wie sich bei den umfangreichen Ermittlungen der Stuttgarter Kriminalpolizei herausstellte, waren zwei der Tatverdächtigen ausgerechnet bei jenem italienischen Gastronomen beschäftigt, der sich öffentlichkeitswirksam als „Freund“ des Ministerpräsidenten bezeichnet hat.

Politische Konsequenzen? Keine. Und die Polizei? Ist mit anderen, wichtigen Themen beschäftigt:

Für Manfred Klumpp, Landesvorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, ist das kaum verwunderlich. „Statt Mafia heißt das große polizeiliche Thema derzeit in Baden-Württemberg Stuttgart 21“, sagt er gallig und ergänzt: „In Sachen Mafia verfügt die baden-württembergische Polizei bisher nur über stumpfe Schwerter!“

Organisiertes Verbrechen ist ein Tabuthema in diesem Land. Man weiß, das sie da sind, man weiß, wo sie sind, man weiß, wer sie sind – aber man kümmert sich nicht weiter darum, siehe Zeit:

In dem Lagebericht des BKA geht es um Waffenhandel, Mord, Geldwäsche, Drogenhandel, Giftmüllentsorgung und Schutzgelderpressung. Es werden Hunderte Restaurants in Deutschlands aufgelistet, die der Mafia gehören sollen. Allein von den Familienclans aus der süditalienischen Mafia-Hochburg San Luca hätten 200 Mitglieder ihren Wohnsitz in Deutschland.

Besonders viele von ihnen seien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu Hause. In Ostdeutschland hätten die Mafiabosse Teile des Immobilienmarktes unter sich aufgeteilt – meist unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Dabei verwundert die deutsche Lähmung bei der Bekämpfung der Mafia nicht weiter, wenn man schaut, welche Wirtschaftsleistung dahinter steckt, siehe Welt:

Einen Eindruck, von welcher Dimension er spricht, gibt eine aktuelle Studie des Linzer Ökonomen Friedrich Schneider. Die Umsätze organisierter Krimineller in Deutschland haben danach einen Umfang erreicht, der einem Fünftel der Wirtschaftsleistung des Landes in Höhe von 2303 Milliarden Euro entspricht. Langfristig erlangten kriminelle Gruppen damit „einen nicht zu unterschätzenden und gefährlichen Zuwachs an wirtschaftlicher und letztlich auch politischer Macht“, schreibt Schneider. Als weltweite Orientierungsgröße lässt sich eine Schätzung des United Nations Office on Drugs and Crime in Wien heranziehen. Danach basieren zwei bis drei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung auf kriminellen Geschäften – das sind rund 1300 Milliarden Dollar.

Zwei – drei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung … in Deutschland jedoch 20 %? An jedem fünften Euro in Deutschland klebt echtes Menschenblut? Man sieht, das Klima, das die Herren Schröder, Zumwinkel und Hartz geschaffen haben, lockt auch andere düstere  Elemente an. Deutschland ist geradezu ein Schlaraffenland für die Mafia geworden, siehe Welt:

Welt Online: Was macht Deutschland denn so besonders knusprig für die Mafia?

Reski: Eine Reihe von Gesetzeslücken. Geldwäsche ist das größte Geschäftsfeld der Mafia. Da ist Deutschland ein Paradies, wo nicht der Investor nachweisen muss, woher sein Geld kommt. Das muss hier die Polizei machen – was sich in der Regel darauf reduziert, dass sie durch eine gefälschte Urkunde erfährt, dass das Geld die Erbschaft eines Onkels aus Kalabrien ist. Zweitens fühlen sich Mafiosi in Deutschland sehr wohl, weil sie hier nicht abgehört werden. Das deutsche Abhörgesetz entspricht darum auch Berlusconis Traum. Außerdem ist in Deutschland die Mafia-Zugehörigkeit kein Straftatbestand wie in Italien. Deshalb kann man hier ihre Güter nicht beschlagnahmen.

Unter Geldwäsche kann sich keiner was vorstellen. Geldwäsche ist aber für die ganze Gesellschaft bedrohlich, mit Auswirkungen auf jeden. Darüber wird die Wirtschaftsdemokratie ausgehebelt. Denn keiner kann ja wirklich konkurrieren mit den Phantasiesummen von schmutzigem Geld, die ein Mafioso investiert in Einkaufszentren in Dresden, in Leipzig, in München. In Hotels. Im Gaststättengewerbe. Im Baugewerbe. So lange Politiker in Deutschland aber den Eindruck haben, dass das keinen wirklich beunruhigt, sagt er sich, warum soll ich mich für ein Thema engagieren, das mir keine Wählerstimmen bringt, bei steigender Gefahr für die ganze Gesellschaft.

Na, da wissen wir ja, woher das Geld für den deutschen Aufschwung herkommt. 460 Milliarden Mafiaeuro sorgen für florierende Bauwirtschaft und Aktienboom.

Was das nun mit Merkel, Schröder, Ackermann, Zumwinkel und den fünfzig mächtigsten Deutschen zu tun hat?

Der Fisch, so sagt man bei uns in der Eifel, stinkt immer vom Kopfe her. Und so verwandelt sich der deutsche Sozialstaat langsam aber sich in ein Nest für asoziale Kriminelle, ohne deren Geld hier schon längst die Lichter ausgehen würden. Die Entsolidarisierung der Gesellschaft sollte also nicht weiter verwundern – es ist die natürliche Reaktion von verunsicherten Menschen, die eines Morgens aufwachen und auf einmal in Sizilien leben, ohne umgezogen zu sein.  Da wünscht man sich dann schnell den Mussolini zurück, dem man nachsagt, er hätte die Mafia erfolgreich zurückgedrängt.

Oder ihnen eine Uniform gegeben.

 

 

 

 

 

Dschungelcamp, Mafia und bedingungsloses Grundeinkommen

Selten finde ich mal was authentisch Menschliches in den Nachrichten. Heute war es so weit, bei Spon:

Weniger trinken. Aber wer soll denn zehn Grad Minus und einen bleigrauen Himmel ohne einen gepflegten Rausch ertragen? Vorsätze. Die Hoffnung der Müden, der Zahnräder des Kapitalismus, der Basis des Staates, dass sich das Schicksal mit einem Mantra der Besserung zum Guten wenden würde. Vorsätze, der Pakt mit dem Universum. Ich werde abnehmen, mich disziplinieren, ich werde den Iron Man mitmachen, und dann musst du, Schicksal, mich belohnen. Mit einem Leben das sich nicht anfühlt wie Beutelsuppe schmeckt. Ein kleiner Deal, komm schon!

Landauf  landab begegnet mir seit Jahrzehnten diese Typus Mensch, der in Deutschland die Mehrheit bildet … die schweigende Mehrheit, wenn man so will. Ihnen geht es gut, sie haben viel Geld, sie haben alles richtig gemacht. Zweierbeziehung mit doppeltem Einkommen, keine Kinder, leistungsorientiert, das ganze Leben bis in den letzten Winkel so durchorganisiert, das man allen Ansprüchen der Werbebranche und der Medien an ein vorzeigbares Leben genügt: Sport, Urlaub, Geräteausstattung – alles vom Feinsten (oder drei Klassen drunter, wenn die Jobs zu wenig abwerfen – da zählt dann „dabei sein ist alles!“).

Aber wenn man dann fertig ist mit allem,  merkt man schnell: man ist betrogen worden. Es ist kein Leben in der modernen Arbeitsameisenkultur. Der einzige Ort, wo noch Leben ist, ist in jenem Elektrofenster, durch das wir tagtäglich neue Botschaften bekommen: was wir dieses Jahr essen sollen, welche Autos wir kaufen müssen, wie wir uns kleiden müssen und welche Trendfarbe in unsere Wohnung muß.

Um uns herum … wird die Welt immer dunkler. Verbrecher kommen an die Macht. Meistens Verbrecher in Maßanzügen, der Typus mit Augenklappe und Hakenhand ist gerade nicht modern.

Damit wir aber beim Verzehr unserer dioxinverseuchten Fertignahrung nicht auf die Idee kommen, den Tunesier zu machen, sorgt der Staat dafür, das wir nur noch die „guten“ Informationen bekommen, die wirklich bedrohlichen … muß man selber suchen. Leider findet man sie auch,  zum Beispiel im Handelsblatt:

Die Mafia sitzt in Köln, Hamburg, Mannheim und Nürnberg. Die neapolitanische Camorra in Berlin, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt und München. Die Hochburg der kalabresischen ’Ndrangheta ist in Duisburg, dort, wo im August 2007 vor dem Restaurant „Da Bruno“ sechs Italiener bei einer Fehde zweier Clans aus San Luca erschossen wurden.

Der Jahresumsatz der drei Mafia-Organisationen liegt zwischen 120 und 180 Milliarden Euro, und der Gewinn wird auf 70 bis 80 Milliarden Euro geschätzt.

„Die Mafia hat genug Kapital und investiert in angeschlagene Finanzsektoren. Auf diese Weise wird die Wirtschaft immer mehr verschmutzt.“

Hört sich sehr bedrohlich an, oder? Wir wissen es auch schon länger und die Gefahr für die Zivilgesellschaft (also für uns alle, ob reich oder arm, gesund oder krank, dick oder dünn, alt oder jung) ist immens.  Was geschieht mit dem Buch, das detalliert den Einfluß  in Deutschland beschreibt? Wir vom Markt genommen.

„Ich habe ein Buch geschrieben gegen die Scheinheiligkeit derer, die die Mafia nicht sehen, bis die eigenen Straßen voller Blut sind, wie es in Duisburg geschehen ist“, sagt Forgione. „Dass mein Buch eingezogen worden ist, bestätigt, dass in Deutschland die Scheinheiligkeit siegt“, ergänzt er verbittert.

Der Autor ist Soziologe und Hochschullehrer, Vorsitzender der Antimafia-Kommission des italienischen Abgeordnetenhauses während der Regierung Prodi, sein Buch es eine reine seriöse Faktensammlung … aber bei den Renditen und den Kapitalmengen, die die Mafia als Großkonzern mitlerweile bewegt, ist ihre Macht so groß, das sie bestimmen kann was Fakten sind oder auch nicht. Es gibt sicher genug Leute, die für einen Umschlag voller Bargeld ein Auge zudrücken – immerhin sind wir eine Leistungsgesellschaft geworden, die sich für guten Lohn so ziemlich alles leistet.

Vor dem Hintergrund erklärt sich der unglaubliche Erfolg der wahrhaft spätrömischen Dekadenz, der Triumphzug der medialen Unmenschlichkeit und die Etablierung der neuen Gladiatorenarena. Wo früher Christen von Löwen gefressen wurden, werden heute „B-Promis“ (an und für sich schon ein in mehrdeutiger Hinsicht faschistoider Terminus) der Öffentlichkeit  vorgeführt: das „Dschungelcamp“ feiert unaufhaltsam seinen Triumph. Die „Welt“ klärt uns über die Motivation der Teilnehmer detalliert auf:

Ruhm ist vergänglich, und das ist für viele Prominente, deren Zeit im Dauerrampenlicht vorbei ist, eine bittere Erfahrung. Die Stille nach dem Applaus schmerzt, und die Ebbe auf dem Bankkonto tut ein Übriges, so dass manche Ex-Stars bereit sind, sich buchstäblich zum Affen zu machen, um endlich wieder zurück vor die Kameras zu dürfen.

Alles eitle Versager auf der Flucht vor der ARGE – das habe ich hoffentlich so richtig übersetzt? Thomas Gottschalk hat uns ja schon gezeigt, das der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon bereit ist, für die Quote über Leichen zu gehen, RTL peilt vorher noch die gezielte Erniedrigung und Demütigung an, die umso schlimmer wirkt, weil die Menschen es freiwillig tun:

Kotzfruchtsaft mit Mehlwürmern, lebendige Flusskrebse, Wasserspinnen, Stabheuschrecken und Rhinozeros-Kakerlaken …. das ganze erinnert an das „Ekeltraining“ satanischer Sekten.

Wie lange wird es wohl noch dauern, bis RTL Arbeitslose durch Kampfhunde zerfleischen läßt oder Migranten den Krokodilen zum Fraß vorwirft? Zehn Jahre? Oder nur zwei?

Wie schön wäre es, wenn wir eine Gemeinschaft hätten, die dafür sorgt, das niemand es nötig  hat, sich derart zu verkaufen, das niemand es nötig hat, das Leben als dröge Tütensuppe zu empfinden, das niemand es nötig hat, sich der Mafia anzudienen. Das ist ein ganz einfaches kulturelles Argument für ein bedingungsloses Grundeinkommen: es rettet die Zivilisation vor den Entartungen der spätrömischen Dekadenz, die ganz sicher nicht ihren Ursprung in Haushalten von Langzeitarbeitslosen hat.

Dabei … haben wir die Gemeinschaft eigentlich schon. Wir leben mitten drin … und lassen sie gerade sterben, lassen zu, das sie von einer degenerierten Raubwirtschaft ausgeblutet wird. Darum wird es Zeit, den Spieß umzudrehen: Deutschland ist unser Land, nicht das Land von Porsche, Siemens, Roland Berger oder den Parteien.

Wenn die also weiterhin hier ihre Geschäfte machen wollen, dann … brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen.  Das ist die Minimalforderung, die man stellen muß – und unsere Wirtschaft sollte doch wohl in der Lage sein, so etwas hinzukriegen, oder? Immerhin kann man ja ganz gut Millionär in diesem Land werden, wo sogar die Linken Porsche fahren.  So eine stabile zuverlässige Planungsgrundlage für Jedermann ist Grundlage eines jeden Geschäftes, der „Cash Flow“ muß gesichert sein … weshalb ich davon ausgehe, das die Wirtschaft an sich Verständnis dafür hat. Immerhin brauchen die ja auch Geld zum Leben.

Allerdings wird man mit Gegenwind von Seiten der Arenabetreiber rechnen müssen … und mit Gegenwind all jener asozialen Elemente, die von der momentanen Mangel- und Notsituation enorm profitieren, weil sie Menschen total billig einkaufen können. Aber besser Gegenwind … als Madenfrass. Und den haben die für uns alle vorgesehen … denn wenn die „B-Promis“ das schon können, dann kann man unseren Arbeitslosen auch zumuten, der UN-Empfehlung von gesteigertem Insektenverzehr zu folgen, hier aus news.orf:

Geht es nach dem für die UNO-Welternährungsorganisation (FAO) tätigen Experten Arnold van Huis, sollen künftig auch in den westlichen Industrienationen Insekten verstärkt auf den Speiseplänen zu finden sein. Angesichts der sprunghaft steigenden Weltbevölkerung stehe laut einer aktuellen Studie demnach außer Frage, dass es künftig ressourcenfreundlichere Alternativen zu Fleisch geben müsse.

Ob das Dschungelcamp auch Fördergelder der FAO bekommt?


Hartz IV, das deutsche Mafialand, Stuttgart 21 und der Verfall der zivilisierten Kultur

Laut Hans-Werner Hamacher hat Deutschland ein Problem. In seinem Buch „Deutschland im Visier“ aus dem Jahre 2000 (erschienen im Militzke Verlag)  schreibt er über die Gefahr, die für Deutschland vom organisierten Verbrechen ausgeht.  Gleichzeitig beschreibt er die Hilflosigkeit der deutschen Kultur mit dem Problem fertig werden zu können. Das Volk der Dichter und Denker hat das Denken verlernt – sofern sich nicht alle Mafiosi öffentlich auf dem Rathausplatz versammeln und sich einhellig zu ihren Straftaten bekennen, glaubt man nicht an sie….und es wäre eine der verpönten Verschwörungstheorien, sich darüber Gedanken zu machen.

Sobald ein Mafiosi die deutsche Staatsgrenze übertritt, wird er Einzeltäter. Alle europäischen Länder ringsum haben ein massives Problem mit organisierter Kriminalität .. nur Deutschland nicht.

Nun – laut Bundeskriminalamt sind die Ermittlungen seit einem Hoch im Jahre 2000 rückläufig, die Zahl der Tatverdächtigen sank von 16000 auf 9000. Man könnte meinen: Entwarnung auf allen Ebenen ist angesagt.  Mafia war mal ein Problem, aber Derrick hat ihr das Handwerk gelegt.

Neun Jahre später erscheint ein ein weiteres Buch, diesmal von Eugen Roth: Mafialand Deutschland (Eichbornverlag). Hierzu die Zeit:

Roth erzürnt, dass viele Politiker, Polizisten und Publizisten verdrängen, wie stark die Mafia Deutschland unterwandert hat, dass Kriminelle aus dem Ausland hier ihr schmutziges Geld mit Immobilienkäufen und Börsengeschäften in ein sauberes Vermögen veredeln. Und dass die unbequeme Wahrheit, die Nähe mancher Entscheider aus Regierungen, Parlamenten und Konzernvorständen von nur wenigen ausgesprochen wird.

Die neuen Mafiosi sind Manager mit Wirtschaftsstudium und Wohltäterhabitus. Ihre Waffen haben keinen Abzug mehr, sie heißen Aktie, Anteil und Anlage. Roth zitiert einen Oberstaatsanwalt aus Palermo: „Vielmehr liegt die tatsächliche Gefahr in den Milliarden Euro mafioser Herkunft, die in den nationalen Volkswirtschaften investiert wurden, weil immer mehr Bereiche des Staates schleichend und unauffällig unterwandert werden.“

Die schießen nicht mehr – das ist schon mal eine gute Nachricht. Dafür treiben sie unsere Immobilienpreise in die Höhe – wem sollte das schon gefallen.

Die Daten des BKA können natürlich verschiedene Ursachen haben, das läßt sich von hier aus nicht beurteilen. Bemerkenswert an der Art und Weise der Auswertung des BKA ist schon, das hier gezielt ethnische Hintergründe aufgearbeitet werden – wieviele Türken, Italiener, Russen im Einzelnen womit auffällig geworden sind – weniger erfährt man über den Einfluß der Organisationen selbst.

Hierzu kann man selbst aktiv werden … begibt sich aber damit in den Bereich, den die deutschen Verschwörungsphobiker (Verschwörungsängstler) lieber meiden, weil es dort sehr schmutzig und unübersichtlich wird. Aber vielleicht … ist es ja die Liebe zum Fußball, die die Deutschen wach werden läßt, hier bei Yahoo gefunden:

Eine brennende Albanien-Flagge, nationalistische Kosovo-Spruchbänder, Brandgeschosse und brutale Randale: Serbische Hooligans haben mit gezielten Krawallen beim abgebrochenen EM- Qualifikationsspiel in Italien die Fußballwelt geschockt. Die Gewalteskalation hat eine neue Dimension erreicht.

Fußball … des Deutschen liebstes Kind.  Und das einzige Kind, das nicht von Hartz IV bedroht wird. Und noch im Schock erfährt der Deutsche: das war alles kein Zufall, das war eine Auftragsarbeit im Dienste der Mafia:

Zwei Drogenbosse sollen die serbischen Randalierer beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel in Genua zwischen Italien und Serbien finanziert haben. Zwei Drogenbosse hätten an mehr als 60 Hooligans über 200 000 Euro gezahlt, damit sie nach Italien fahren konnten, berichtete die Zeitung „Politika“.

Ziel der Mafiosi sei die Schwächung des serbischen Staates, um weiter ihren kriminellen Geschäften nachgehen zu können.

Sowas machen die also schon? Gezielt für Krawalle bezahlen um den Staat zu schwächen? Nun – die machen noch viel mehr – und deutsche Banken hängen mittendrin, hier bei Nachrichten Heute

Am 23. Oktober 2008 explodiert eine auf einem Motorrad angebrachte Bombe in der Stara Vlaska Strasse der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Sie reißt zwei Menschen in den Tod, weitere werden verletzt.

Die Opfer sind der investigative kroatische Journalist und Herausgeber der Wochenzeitung Nacional Ivo Pukanic, und der Marketing – Direktor des Blattes, Niko Franjic.

Nun stehen die angeblichen Mörder in Belgrad vor Gericht. Es sind der serbische Mafiaboss Sreten Jocic alias „Joca Amsterdam“ und zweiweitere Angeklagte. Ihnen wird Auftragsmord und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Für 1,5 Millionen Euro sollen sie Pukanic verfolgt und schließlich mit einer Bombe getötet haben, nachdem ein erster Mordanschlag im April 2008 fehlgeschlagen war.

Nach den Aussagen von Jocic soll die Ermordung des weit über die Landesgrenzen Kroatiens bekannten Journalisten aber im Zusammenhang mit dem Hypo-Alpe-Adria Bank-Skandal, also Geldwäsche stehen, die angeblich über diese Skandalpe-Bank in den Jahren 1991 bis 2007 gelaufen war.

Zum Zeitpunkt des Mordanschlags befand sich die Hypo-Alpe bereits im Besitz der BayernLB.

Wer will, findet dort noch mehr zum mafiösen Sumpf der österreichischen Bankenwelt – aber das ist ja kein eigenständig österreichisches Problem. Die Schweiz ist bekannt dafür, ein sicherer Hafen für Verbrechensmilliarden aus aller Welt zu sein … und man lebt ganz gut davon. Geld stinkt nicht, ist die neue Devise, nach der das Land lebt – eine Devise, die ich in Deutschland Fuß gefaßt hat.

„Einen typischen Hinweis auf die zunächst unsichtbare Unterwanderung einer Gesellschaft durch verbrecherische Strukturen stellt die Zunahme der Korruption dar. Sie beginnt mit dem Absinken der öffentlichen Moral (etwas Steuerbetrug als Alltagssport oder Verfall der sogenannten Kaufmannsehre, bei der ein Handschlag nichts mehr gilt), erreichen dann Wirtschaft und Industrie (etwas durch Finanzflucht in Steueroasen, Preisabsprachen, geheime Absprache-Kartelle) und mündet in schlichte Bestechung ein, bis in die Vorstandsetagen und politischen Machtzentralen (Hamacher, Seite 17).

Hierzu eine Meldung vom 17.11.2009 von der Deutschen Welle:

Immer mehr Unternehmen und Behörden in Deutschland setzen auf Anti-Korruptionsexperten und strenge Verhaltensregeln. Dennoch nimmt die persönliche Vorteilsnahme zu – und auch die Dreistigkeit, mit der vorgegangen wird.

Private Ferienhäuser werden auf Firmenkosten saniert, Honorare für nie erbrachte Leistungen abgerechnet oder Abteilungsleiter übervorteilt – Korruption in Deutschland findet immer noch überwiegend in der Wirtschaft statt. Spektakuläre Fälle gab es beim Autohersteller Volkswagen, bei dem Betriebsräte Fernreisen und sogar Liebesdienste geschenkt bekamen, um ihre Zustimmung zu neuen Arbeitsverträgen im Konzern zu erhalten. Bei Siemens flossen Millionen aus schwarzen Kassen an Auftraggeber in aller Welt, um Aufträge zu bekommen. Auftragserschleichung ist der „Klassiker“ in der Korruption, die jährlich einen Schaden von über acht Milliarden Euro verursacht, obwohl sie nur 1,7 Prozent aller Delikte umfasst.

Es gibt nichts, was es nicht gibt, berichtet einer der hartnäckigsten Ermittler, der Frankfurter Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner, der die aufgedeckten Korruptionsfälle in Deutschland auf fast 10.000 im Jahr beziffert. Dazu komme noch die Dunkelziffer von 95 Prozent aller vermuteten Straftaten.

Man kennt diese Fälle … nach einem dieser Verbrecher benennt der Volksmund die „Sozialreform“ Hartz IV. Man kennt auch – ohne das es je Konsequenzen gehabt hätte – die anderen Erscheinungsformen der Degeneration der politischen Kultur:

In der Nähe zur Industrie sehen Ermittlungsbehörden auch bei Politikern ein Problem. Alleine in den letzten zwei Regierungsperioden gingen neun Staatssekretäre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt direkt in die Wirtschaft. Spitzenbeamte, die früher für Kreditgesetze zuständig waren, finden sich heute in höchsten Ämtern bei Banken. Abgeordnete, die früher Wirtschaftsgesetze erließen, bekleiden jetzt top-dotierte Jobs in Vorstandsetagen mächtiger Energiekonzerne.

Der Rechtsexperte Peter Alexis Albrecht erklärt dazu, dass die Staatsanwaltschaft meist keine Möglichkeit hat, vorherige Absprachen zwischen Trägern öffentlicher Ämter und der Industrie zu beweisen. Die Justiz bezeichnet Albrecht als „entmachtet“.

Dort wo die Justiz entmachtet ist, wo Mafiamilliarden via Konzernetagen Politiker kaufen können, sollte man sich nicht wundern, das Verfahren gegen organisierte Kriminalität ständig zurückgehen.

Man braucht sich in einer solchen Kultur auch nicht wundern, das ein Peter Hartz die Vernichtung des demokratischen Rechtsstaat durch Aushebelung der wirtschaftlichen Sicherheit des Souveräns (des Bürgers) maßgeblich mitbestimmen darf und dann als Krimineller weiterhin frei herumläuft, während die Arbeitslosen für ihre Arbeitslosigkeit durch Hausarrest bestraft werden. Das hat dann schon eine gewisse Logik.

Schäden für die deutsche Wirtschaft? 150 Milliarden Euro, das sind 150 000 Millionen. Auf Hartz IV umgelegt, würde das bedeuten, das alle Arbeitslosen einen Regelsatz von 1400 Euro im Monat bekommen könnten, wenn nicht die Mafiakultur herrschen würde.

Diese Kultur wird aber auch von jedem kleinen Versicherungsbetrüger oder Steuerhinterzieher mitgetragen – das darf man dabei nicht vergessen.

Viele Staatsanwälte werden deutlich: Wer nicht selbst ehrlich sei, dürfe sich auch nicht über Fußballschiedsrichter aufregen, die Spiele „falsch pfeifen“, weil sie bestochen sind. Auch das gab es schon in Deutschland.

Die zivilisierte Kultur zerfällt in breiter Front. Der „Mangel an Geld“ besagt lediglich, das die mafiösen Strukturen inzwischen soviel aufsaugen, das für den Bürger kein Geld mehr vorhanden ist – und genau das ist es doch, was wir auf den Straßen sehen: immer mehr Nobelvillen, immer mehr Luxusautos in einem hochverschuldeten Land, das kein Geld mehr für seine Kinder hat – Szenen, die man aus hochkorrupten Entwicklungsländern kennt.

Fragt man aber nach dem Grund und den Ursachen … so läuft man vor eine Mauer des Schweigens. Theorien über Verschwörungen wären notwendig, um das Lügengespinst, das das Land erstickt, zu zerreißen. Doch leider gelten die gerade als schrecklich unschicklich, ja, bedrohen geradezu die Grundwerte des christlichen Abendlandes.  Das sie das wirklich tun … glaube ich gern. Ich sehe halt nur andere Werte.

Aus dieser Perspektive verwundert die Erscheinungen rund um Stuttgart 21 ebenfalls nicht. Die Bürger dort merken nun langsam, das sie nicht mehr in der Bonner Republik leben. Darum wurde dort noch demonstriert während zur großen Demo gegen Sozialabbau in Berlin gerade mal 1800 – 7000 Leutchen aufliefen. In der Berliner Republik haben Demonstrationen (und auch Wahlen) ihren Sinn verloren, Meinungskundgebungen ebenfalls. Das hatte Kohl schon angekündigt:

„Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter“.

Inzwischen darf man die Hunde auch treten … und kündigen, wenn sie Ossis sind, hier im Spiegel:

Statt eines Jobs bekommt sie nun Geld: Eine Frau aus Ostdeutschland hat sich mit einer Firma außergerichtlich geeinigt, bei der sie sich erfolglos beworben hatte. Weil auf ihren Bewerbungsunterlagen der Hinweis „Ossi“ vermerkt wurde, hatte sie geklagt – und in erster Instanz verloren.

Wer sich wundert, das „die Leute den Hintern nicht hochkriegen“ hat einfach nur nicht verstanden, in welcher Welt die Leute leben.  Die wollen keine Revolution mehr (gegen wen auch, ist doch alles in Ordnung …), die wollen nur noch – einen Arbeitsplatz um der Verfolgung zu entgehen. Die Leute … sind halt nicht so blöde, wie man sie gerne hätte.  Für die … ist wieder 1936. Angesichts der Übermacht und Undurchsichtigkeit des Grauens … kümmert man sich lieber um die gekauften Sportergebnisse und hofft, das es einen selber nicht erwischt.

Stuttgarts Bahnhof, Münchens Wies´n, der Bankrott der USA und der laufende Weltkrieg

Die Welt ist ja gerade vielerort fassungslos. Die Deutschen sind zum Beispiel fassunglos, weil sie von heute auf Morgen erfahren konnten, wie ein Polizeistaat mit Bürgern umgeht, die öffentlich ihre Meinung kundtun. Einige Insider sind fassungslos, weil China Griechenland aufkauft (was Gott sei Dank oder bedauerlicherweise – nach Gesichtspunkt – kaum einer registriert) und (gemäß unbestätigten Gerüchten) gemeinsame Militärmanöver mit der Türkei abhält. Die Iren sind fassungslos, weil ihr Land generell keine Zukunft mehr hat meint jedenfalls die Tagesschau:

Irland steckt so tief in der Krise wie kaum ein anderes europäisches Land. Dass die Regierung in Dublin weitere 34 Milliarden Euro in marode Großbanken pumpt und das Land damit an den Rand der Staatspleite treibt, macht viele fassungslos.

Dabei sollten die Iren froh und glücklich sein, das sie nicht in England wohnen, so Der Standard:

Großbritannien hat alle Rekorde gebrochen. Das Land stellte zur Rettung seiner Banken 1,4 Billionen Euro oder 85 Prozent seiner gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung zur Verfügung. „Das ist mehr als jede andere Volkswirtschaft“, sagt der Ökonom Tony Greenham. Die schlechte Nachricht: Greenham und seine Kollegen von der Londoner Denkfabrik New Economics Foundation (Nef) befürchten in einer am Montag veröffentlichten Studie, dass die englischen Banken schon bald wieder Staatshilfe brauchen werden.

Als deutscher Normalbürger traut man sich doch bald gar nicht mehr, Zeitung zu lesen. Man kommt ja auch völlig durcheinander, weil inzwischen alles so verwickelt ist, das man gar nicht mehr durchblickt aber immer mehr durchdreht, siehe „Süddeutsche“:

Maßkrugschlägereien und gesperrte Bahnhöfe: Selbst Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl ist über die Besuchermassen am letzten Oktoberfest-Wochenende und die extreme Gewalt besorgt.

Na ja, Bumsen und Besoffensein: des kleinen Mannes Sonnenschein – das habe ich mal von Burschenschaftlern gelernt. Ich schätze mal … mehr Sonnenschein ist auch vorläufig nicht mehr drin. Die Welt kriegt Herbst, der Winter naht … so in Kalifornien, der beölkerungsreichsten Bundesland der USA:

Kaputt,« sagt er. »Unser politisches System ist kaputt. Wir sind das Griechenland der USA. Ein gescheiterter Staat.«

»Unsere Schulen waren früher einmal die besten Amerikas – heute sind sie kriminell unterfinanziert. Unsere Wasserversorgung steht vor dem Kollaps. Die Gefängnisse sind überfüllt. Sechs der zehn Städte mit der schlimmsten Luftverschmutzung der USA liegen in Kalifornien. Die öffentlichen Finanzen sind ein Albtraum. Und unser Wahlsystem produziert Ideologen, die keine Reformen zustande bringen. Wir haben uns selbst unregierbar gemacht.«

So John Grub, Vizepräsident des Bay Area Council in der Zeit.

Dort erfährt man auch, das Arnold Schwarzenegger inzwischen seine Angestellten mit Schuldscheinen bezahlt, derselbe Schwarzenegger, der noch vor kurzem so Stolz war, das die Schulden Kaliforniens nur einen winzigen Bruchteil der Schulden der Deutschlands ausmachen – das läßt einen schon grausen.

Gegen die grassierende Arbeitslosigkeit haben die USA ein Allheilmittel eingeführt: man sperrt das Volk einfach weg, so Telepolis:

Ein Bericht des Economic Mobility Project, das dem Pew Research Center angehört, weist nicht nur auf die weltweit höchste Gefängnispopulation hin, sondern macht auch auf die vielen Kollateralschäden. So würden die Bundesstaaten mittlerweile jährlich mehr als 50 Milliarden Dollar für die Gefängnisse ausgeben, was 1/15 der Gesamtausgaben entspricht. Damit werden u.a. Ausgaben für soziale Belange, etwa auch für die Resozialisierung beschnitten, wobei ein hoher Teil der Gefängnisstrafen wegen Drogen- und Alkoholdelikten verhängt wird. Problematisch aber sei vor allem, dass von jedem 28sten Kind (2,7 Millionen bzw. 3,6%) ein Elternteil im Gefängnis ist, vor 25 Jahren war dies nur bei jedem 125sten Kind der Fall. 54 Prozent der Gefangenen sind Eltern von minderjährigen Kindern.

Dafür ist also noch Geld da. Auch bei der Rüstung mischen die USA ganz vorne mit bzw. stehen laut Antikrieg.com allein mit riesemgroßem Abstand an der Spitze:

Die Zahlen sind bemerkenswert: Die Vereinigten Staaten von Amerika zählen fünf Prozent der Weltbevölkerung, etwa 23 Prozent der Wirtschaftsleistung und 46,5 Prozent der Militärausgaben des Planeten. China kommt weit danach mit 6,6 Prozent, gefolgt von Frankreich (4,2 %), dem Vereinigten Königreich (3,8 %) und Russland (3,5 %).

Fast die Hälfte der Weltrüstung wird von den USA bestritten. Diese Militärausgaben haben auch einen besonderen Grund:

„Amerikas Interessen und Rolle in der Welt erfordern eine Streitmacht mit unübertroffenen Möglichkeiten,“ laut der 2010 Quadrennial Defense Review (QDR), einem für den Kongress erstellten Bericht über die Zukunft der nationalen Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika.

Was heist das auf Deutsch? Die Konzerne haben das eigene Land restlos ausgeplündert und expandieren weltweit – da braucht man möglicherweise mal die US-Armee als Türöffner, so wie im Irak, wo man jetzt laut Welt auf wunderbare Art und Weise Bodenschätze gefunden hat:

Die irakischen Ölreserven sind offenbar deutlich größer als bislang angenommen. Je nach Berechnung liegt das Land nun weltweit auf Platz zwei.

Die Ölvorkommen können die USA gut gebrauchen. Was für ein Zufall, das man das Land gerade in die Hand bekommen hat. Der gleiche Zufall auch bei Afghanistan, wo man ja ebenfalls Riesenbodenschätze ausgemacht hatte. Immerhin geht es laut „Wirtschaftsfacts“ sogar schon den US-Millionären schlecht:

Nachdem die Wirtschaft in den USA im Jahr 2008 in die Rezession abgetaucht war, erhielten Millionen von Amerikanern staatliche Unterstützungsleistungen durch den Bezug von Arbeitslosenhilfe, um finanziell über die Runden zu kommen – darunter fast 3.000 Millionäre. Laut Daten der amerikanischen Steuerbehörde IRS hätten rund 2.840 Haushalte, die in ihrer Steuererklärung des Vorjahrs mindestens $1 Million an Einkommen angegeben hatten, kumuliert etwa $18,6 Millionen an Arbeitslosenhilfe in Anspruch genommen. Darunter befanden sich 806 Steuerzahler mit einem Einkommen von über $2 Millionen und 17 mit einem Einkommen von weit über $10 Millionen.

Vielleicht bereiten sich die Millionäre  auch nur auf die drohende Zwangsversteigerungswelle bei den Gewerbeimmobilien vor (ebenfalls „Wirtschaftsfacts„):

Die Kreditgeber an den CRE-Märkten in den USA versuchten bislang trotz eines drastischen Preisabsturzes von 43% zu Vereinbarungen mit den unter Druck stehenden Kreditnehmern zu gelangen, um deren ehemals aufgenommene Hypotheken zu modifizieren. Auf diese Weise sollte eine ähnliche Welle an Zwangsversteigerungen wie an den privaten Immomärkten verhindert werden. Damit sei es nun jedoch vorbei, denn die Banken erhöhten seit einiger Zeit die Geschwindigkeit, in der sie gewerbliche Immobilienobjekte in Las Vegas zwangsversteigern ließen. Dieser Schritt dürfte die Preise abermals unter Druck setzen und auch die Mieten weiter in den Keller treiben, wie Analysten mitteilten.

Angesichts dieser Entwicklung ist es sicherlich verständlich, das man gegen die Opposition im Volk hier wir dort drastische Maßnahmen ergreift. So berichtet Wsws:

Die Razzien des FBI gegen Antikriegsaktivisten in der vergangenen Woche sind eine düstere Warnung für die ganze Arbeiterklasse. Die Polizeistaatsmethoden zeigen, wie weit der Verfall demokratischer Rechte schon fortgeschritten ist und was die Meinungsfreiheit und das Recht auf politische Betätigung in den USA noch wert sind.

Wie man sieht, gibt es für Fassungslosigkeit keinen Grund. Alles bleibt logisch und rational, wenn man nur die passende Perspektive wählt. Da organisiert die treibende Kraft hinter der Weltmacht Nr. 1 gerade die Welt neu, wozu sie sich seit den Anschlägen des 11.9.2001 alles Recht der Welt gibt.  Das darf man natürlich nicht allzu öffentlich kundtun, denn das würde die Aktienmärkte verschrecken. Immerhin gibt es noch die Möglichkeit, das die Menschen merken, was da läuft und dagegensteuern. In Afghanistan läuft je ebenfalls gerade alles aus dem Ruder … diesmal aber ohne das übliche große Geschrei.

So wurden in Afghanistan nach einer Meldung von 20 Minuten online äusländische Sicherheitsdienste enteignet:

In Afghanistan sind acht ausländische Sicherheitsdienste verboten worden, darunter der Nachfolger der umstrittenen US-Firma Blackwater. Die Unternehmen seien aufgelöst und ihre Waffen eingesammelt worden, sagte Präsidentensprecher Waheed Omer am Sonntag.

Das ist keine Kleinigkeit … wenn man bedenkt, wie die USA normalerweise auf Enteignungen reagieren. Es zeigt aber deutlich, wie wenig Einfluß sie noch bei der Regierung Afghanistans haben.

Präsident Hamid Karsai hatte das Verbot aller privaten Sicherheitsdienste bis Ende des Jahres angeordnet. Insgesamt sind 52 ausländische und afghanische Sicherheitsfirmen in Afghanistan registriert. Offiziell sind dort 26 000 Menschen beschäftigt, die wahre Zahl könnte aber bei bis zu 40 000liegen.

Für die Korporatokratie waren diese Truppen lebenswichtig, weil sie direkt mit ihnen zusammenarbeiten:

Die Firmen arbeiten mit den internationalen ISAF-Truppen, dem Pentagon, der UNO-Vertretung, Botschaften, Nichtregierungsorganisationen und westlichen Medien zusammen. Sie sind unter anderem für deren Sicherheit und die Sicherheit von Konvois und Baustellen zuständig.

Karsai hatte den Firmen vorgeworfen, dass sie zur «Wirtschaftsmafia» gehörten und die Korruption beförderten. Zudem seien sie für Plünderungen und Diebstahl verantwortlich und behandelten die Bevölkerung oftmals schlecht.

Mich wunderts, das man in Deutschland so wenig darüber hört (es sei denn, man glaubt, das die Wirtschaftsmafia auch hier ihre schmierigen Finger im Mediengeschäft hat) … denn immerhin sind dadurch auch unsere Soldaten in Gefahr, erst recht, seitdem man damit rechnen muß, das die Taliban siegen werden. So berichtet die Zeit:

Der ehemalige hochrangige UN-Mitarbeiter Antonio Maria Costa warnt: Die radikalislamischen Taliban sollen bereits sogenannte Schläferzellen in den afghanischen Sicherheitskräften gebildet haben. Das berichtet die BBC. Demnach sollen die Taliban-Schläfer bereits einige Angriffe ausgeführt haben und weitere planen. Costa war bis August Geschäftsführer des UN-Büros für Drogen und Verbrechen (UNODC).

Das die Lage dort unten immer bedrohlicher für unsere Jungs wird liegt jedoch nicht an den afghanischen Eigenarten, sondern eher an dem Auftreten unseres primären Verbündeten, dem wir ja offiziell dort im Rahmen unserer angeblichen Bündnisverpflichtungen beigestanden haben. Nicht nur seine privaten Söldnertruppen haben dort für Unruhe und ein Klima der Verachtung gesorgt, die CIA mischt laut Znet mal wieder in ganz altbekannter Manier mit:

Enthüllungen, dass die Central Intelligence Agency (CIA) der Vereinigten Staaten von Amerika eine geheime 3.000 Mann starke afghanische Söldnerarmee betreibt, deren Aufgabe die Ermordung von Taliban und al-Qaida-Kämpfern ist, haben einige Beunruhigung in den Vereinigten Staaten von Amerika hervorgerufen.

Die von den Vereinigten Staaten von Amerika bewaffnete, bezahlte und kommandierte Killertruppe wurde geschaffen, um in Pakistan operieren, wohin amerikanische Truppen offiziell nicht gehen dürfen. Bei den Söldnern handelt es sich hauptsächlich um afghanische Tadschiken, Uzbeken und Hazara – alles traditionelle Feinde der paschtunischen Mehrheit – sowie Verräter, Kriminelle und Söldner.

Ihre Züge in das afghanische Stammesgebiet sind manchmal koordiniert mit den zunehmenden Drohnenangriffen der CIA gegen pakistanische Stammesleute, die schwere Opfer unter der Zivilbevölkerung verursachen.

Die CIA betreibt auch eigene Milizen im südlichen Afghanistan und, laut Berichten, auch in Tadschikistan und Uzbekistan.

Damit muß man heutzutage rechnen. Ebenso damit, das man mit der Veröffentlichung dieser Geschichten zu einem Terroristen wird, dessen Bürgerrechte wie bei Arbeitslosen in Deutschland massiv eingeschränkt werden.

Das alles sind Informationen, die der Bundesregierung mit Sicherheit vorliegen. Sie dürften mit Sicherheit wissen, das die USA am Rande des Zusammenbruchs stehen – wenn die Korporatokratie das Land aufgibt. Sie werden wissen, das China als neuer starker Partner der Konzernherrschaft in Europa Fuß fasst, während die amerikanische Zivilgesellschaft vor aller Augen zerbricht … worüber ich in den großen, wichtigen Medien viel zu wenig sehe.

Die Bundesregierung müßte wissen, das die CIA wieder zu altbekannten Methoden greift, obwohl sie unter Clinton versprochen hatte,  jetzt ganz friedlich zu werden. Historisch gesehen stand sie immer eher im Dienste der Konzerninteressen als im Dienste des Volkes, bei waren Partner auf der Jagd nach Öl, Gold und Diamanten.

Selbstverständlich müssen wir damit rechnen, das der CIA in Deutschland ebenso agiert…ein Faktum das schon oft für Ärger gesorgt hat aber nur selten Thema für die Öffentlichkeit war.

Bislang unveröffentlichte Dokumente enthüllen einen „Psychologischen Strategieplan für Deutschland“. Der Plan war „top secret“; sein Deckname lautete „Pocketbook“. Die Drahtzieher waren keine Politiker, sondern US-Agenten. Gesteuert und finanziert wurde die Kampagne von der CIA. Der US-Geheimdienst beeinflusste die deutsche Kulturszene, unterstützte Medien, baute die Gewerkschaften auf und bezahlte Politiker.

Das war (hier „Phoenix“ bei Youtube) nach dem Zweiten Weltkrieg. Die sind immer noch aktiv … aber in Deutschland ist das Staatsgeheimnis: laut Welt:

Ein Berichterstatter des Europarats hat Deutschland vorgeworfen, die Ermittlungen über US-Geheimflüge zum Transport von Terrorverdächtigen behindert zu haben. Wie „Spiegel Online“ in der Nacht unter Berufung auf den Bericht des Schweizers Dick Marty meldete, sollen „im Besonderen Italien und Deutschland“ die Aufklärung der illegalen Flüge nicht nur nicht unterstützt, sondern aktiv behindert haben, im dem sie den Untersuchungsgegenstand als Staatsgeheimnis klassifiziert hätten. Diese „Behinderung auf der Suche nach der Wahrheit“ sei „schlicht schockierend“, erklärte Marty der Website zufolge.

Ich frage mich … wie man fassungslos sein kann angesichts dieser Faktenlage. Vielleicht wäre man wesentlich fassungsloser, wenn man die Welt unter dem Blickwinkel „Weltkrieg“ betrachtet. Es tobt ein Weltkrieg – Korporatokratie gegen Zivilgesellschaft. Dieser Krieg ist aus Sicht mancher gläubiger Moslems ein Krieg gegen den Teufel selbst, der in den USA sein vorläufiges Hauptquartier hatte, aber mitlerweile sehr mobil geworden ist. Was Deutschland für die NSDAP war sind die USA für die Konzernmacht: jener Ort, von dem man aus gestartet ist und wo man zuerst die Staatsmacht unterwandert hat, aber kein Ort, den man für immer und ewig braucht.

Und brutale Polizeigewalt gegen friedliche Bahnhofsgegner ist da nur wie die Gewalt auf den Münchener Wies´n  … ein Ausläufer eines weltweiten Bebens, dessen Zentrum diesmal nicht in Europa liegt. Noch nicht. Und solange wir weiterhin Schutzgeld zahlen … also Pleitebanken finanziell aufpumpen … wird es wohl auch noch so bleiben.

Wenn nicht … schickt die CIA vielleicht mal ihre afghanischen Mordschwadrone nach Deutschland. Da sind Wasserwerfer und Pfefferspray nichts gegen. Das würde dann verbucht unter „Anschläge moslemischer Extremisten“ … und paßt zu den aktuellen Terrorwarnungen.

Also … ist doch alles rund – wo ist denn da der Grund für Fassungslosigkeit?


Geheimloge P 3, Geheimloge P 2, Belusconi, die Medien, die Windparks und der deutsche Depp!

Die Älteren unter uns werden sich erinnen können: es gab mal Zeiten, da konnte man offen über „Hinterzimmerpolitik“ reden. Das war die Zeit, wo man Meinungen noch recht frei und offen äußern durfte. Das darf man heute auch noch … wenn man Steinbrück heißt:

Wer sich mit den selbst ernannten Sittenwächtern anlege, gegen den würden aus Hinterzimmern heraus „kleine Revolutionstribunale“ angezettelt. „Manchmal hatte ich den Verdacht, dass es in meiner eigenen Partei in den Statuten nicht aufgeführte geheime Glaubenskongregationen geben müsse, die über die Einhaltung der Lehrmeinung wacht.“

Quelle: Welt

Redet man heute über Hinterzimmerpolitik, ist man sofort „Verschwörungstheoretiker“. Das ist für Verschwörer ein äußerst angenehmes Klima, haben sie doch kaum noch ernsthafte Nachforschungen zu fürchten. Sie können sich selbst schwerste Pannen leisten – niemand traut sich mehr, der öffentlich genehmigten Wahrheit zu widersprechen, denn wer das tut, ist Terrorist. Jedenfalls in Deutschland. In Österreich ist das anders … Gott sei Dank. Dort haben Teile der Presse noch ein waches Auge auf Hinterzimmerpolitik, die der EU und dem deutschen Steuerzahler letztlich viel kostet, die Demokratie von innen unmerklich aushöhlt und ein Regime errichtet, das von Jean Ziegler als das grausamste beschrieben wird, was in der Welt je existiert hat.

Doch fangen wir von vorne an.

Die geheimnisumwitterte italienische Freimaurerloge Propaganda Due (P2) unter Führung des Großmeisters Licio Gelli hatte in den 70er Jahren nicht nur erheblichen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Militär, sondern war auch eng mit der Mafia in Verbindung, etwa mit dem sizilianischen Mafiaclan von Salvatore „Toto“ Riina.

Gelli, einst für Benito Mussolinis Schwarzhemden aktiv, belebte in den späten 1960er Jahren die praktisch inaktive Freimaurerloge P2 und war dort Meister vom Stuhl, bis er und die Propaganda Due 1976 aus der Freimaurerei ausgeschlossen wurden. Gelli war außerdem Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Im März 1981 hatten Ermittler in Gellis Landhaus in Arezzo eine Liste von 962 Mitgliedern gefunden. Viele von ihnen kamen aus der Hochfinanz. Auf der Liste geführt waren aber auch die drei damals amtierenden Leiter der italienischen Geheimdienste, der damalige amtierende Premierminister Arnaldo Forlani sowie sein Kabinettschef, der Unternehmer und spätere Premierminister Silvio Berlusconi

Quelle: ORF

Eine astreine Verschwörung. Gehört eigentlich in den Geschichtsunterricht jeder deutschen Hauptschule, denn Strukturen dieser Art vernichten die demokratische Gesellschaft von innen, ohne das man nach außen sonderlich viel merkt. Man merkt höchstens soviel wie Steinbrück in der SPD … da ist irgendwas, was die Sache nicht rundlaufen läßt.  Da kriegen die Manager der deutschen Pleitebank HRE  Millionenboni, dafür, das sie Riesenverluste eingefahren haben, zur Finanzierung streicht man älteren Arbeitslosen das Arbeitslosengeld und keiner denkt sich was dabei – um nur mal ein tagesaktuelles Beispiel solcher Verzerrungen zu zitieren.

Ziel der P2 war nun auch nicht der offene Putsch. So etwas macht man heute nicht mehr. So ein Putsch ist teuer und fordert Gegenkräfte heraus. Das was man will – Macht, Geld, absolute Kontrolle – geht heutzutage dank der Massenmedien auch wenn man nicht im Rampenlicht steht:

Eine parlamentarische Untersuchungskommission unter Vorsitz der Abgeordneten Tina Anselmi (DC) konnte P2 allerdings keine unmittelbaren juristischen Vergehen nachweisen. In ihrem Abschlussbericht stellt die Untersuchungskommission fest, Ziel des Geheimbundes sei eine Unterwanderung der Regierung und somit eine Umgestaltung der Politik aus dem Hintergrund gewesen, nicht aber eine direkte Machtübernahme oder gar ein offener Putsch.

Das Schwurgericht von Bologna stellte in einem Strafverfahren fest, dass die Loge P2 Kriminelle angestiftet, bewaffnet und finanziert habe, um mit Mitteln der Subversion und des Terrorismus im Rahmen einer „Strategie der Spannung“ die Vorbedingungen für einen Staatsstreich zu schaffen.

Eine wichtige, bis heute nur teilweise aufgeklärte Rolle spielte dabei die von der CIA und der NATO aufgebaute Untergrundorganisation Gladio, eine sogenannte Stay-Behind-Organisation. Durch die Fälschung von Beweisen wurde dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden. Beispielsweise war die linksextreme Terrorgruppe Rote Brigaden, das italienische Pendant zur deutschen Rote Armee Fraktion, teilweise von Gladio-Mitgliedern unterwandert, die sich unter anderem aus militärischen Spezialeinheiten, Geheimdienstkreisen und Rechtsextremisten rekrutierten. Mehrere Terroranschläge, etwa auf den Hauptbahnhof von Bologna am 2. August 1980 mit 85 Toten, wurden ursprünglich den Roten Brigaden zugeschrieben. Aber in Gerichtsverfahren wurde die Urheberschaft von Rechtsextremisten erwiesen, die mit Gladio in Verbindung standen. Zudem ist erwiesen, wie Gelli und der Geheimdienstchef Pietro Musumeci, auch er ein Mitglied der P2, die anschließenden polizeilichen Ermittlungen behinderten.[5]

Quelle: Wikipedia

Interessant, das bei dem Anschlag auf Bologna exakt die gleichen Methoden und Strukturen angewandt wurden, die man bei nine-eleven unterstellt. Und weil da Geheimdienste geheime Sachen machen, muß man sich damit anfreunden, das es nur selten dreizeilige Enthüllungsgeschichten in der Bildzeitung gibt, die einem schnell alles akurat erklären, damit man wieder beruhigt weiter an seinem Schrebergarten arbeiten kann.

Umgestaltung der Politik aus dem Hintergrund, das ist das Motto der Korporatokratie. Offener Putsch würde offene Revolte herausfordern, geheimer Putsch fördert nur Verschwörungstheorien, und wenn man die verbietet dann … ist man völlig auf der sicheren Seite. Nur manchmal … kommt noch was ´raus und aus P 2 wird in schöner Tradition P 3:

Der Skandal um das geheime Politkartell, das angeblich illegal Einfluss auf Politik, Justiz und die Vergabe großer Wirtschaftsprojekte ausüben wollte, zieht in Italien weitere Kreise und setzt Regierungschef Silvio Berlusconi immer stärker unter Druck.

Die römischen Staatsanwälte, die in der Sache ermitteln, wollen Berlusconis Vertrauten Marcello Dell’Utri nicht nur wegen Bildung eines Geheimbundes, sondern auch wegen Korruption belasten. Damit gerät der Senator, der vor drei Wochen wegen Mafia-Zugehörigkeit zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war, noch mehr unter Beschuss.

Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen waren mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau eines Windparks auf Sardinien. Dell’Utri wie auch der Koordinator der Berlusconi-Partei Partito della liberta (PdL, Volk der Freiheit), Denis Verdini, sollen laut den Richtern eine kriminelle Organisation aufgebaut haben, die die öffentlichen Institutionen unterwandern wollte, um politische Beschlüsse, Prozesse und die Wahl prominenter politischer Persönlichkeiten zu beeinflussen.

Quelle: ORF

Und das Ganze zieht immer weitere Kreise:

Der Skandal um Italiens zurückgetreten Unterstaatssekretär im Wirtschaftsministerium, Nicola Cosentino, bringt die Regierung Berlusconi in starke Bedrängnis. Nun wird auch gegen einige Richter und Funktionäre des Justizministeriums ermittelt, die in regelmäßigem Kontakt zu dem skandalumwitterten Cosentino und dem Koordinator der Berlusconi-Partei „Volk der Freiheit“ (PdL), Denis Verdini, standen.

Die Politiker sollen unter anderem ihren Einfluss genutzt haben, um den Richter Alfonso Marra an die Spitze des Berufungsgerichts in Mailand zu befördern. In Mailand laufen zwei Prozesse gegen Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Der Oberste Richterrat will Marra kommende Woche befragen. „Ich stehe gern zur Verfügung, so kann ich endlich alles klären“, kommentierte Marra. Auch gegen hochrangige Funktionäre im Justizministerium wird ermittelt.

Quelle: Die Presse

Und schnell wird klar: es handelt sich um gute alte Bekannte aus der P 2 – Geschichte:

Der neuen Geheimloge gehören Unternehmer, Politiker, Richter und hohe Staatsbeamte an, die die Vergabe von Großaufträgen und richterliche Entscheidungen beeinflusst haben sollen. Zu den Verhafteten gehört der sardische Unternehmer Flavio Carboni, der bereits in den Prozess um den Tod des Skandalbankiers Roberto Calvi verwickelt war. Der Oberste Richterrat kündigte am Donnerstag die Versetzung des Vorsitzenden des Mailänder Berufungsgericht an, der ebenfalls in die Affäre verwickelt sein soll. Selbst Premier Berlusconi taucht laut Ermittlern in den Mitschnitten unter dem Decknamen „Cäsar“ auf.

Quelle: Der Standard

Eigentlich doch eine Riesengeschichte, oder? Über die möchte ich doch jeden Tag in den Medien was lesen, immerhin geht es um einen hochrangigen EU-Politiker. Ich möchte auch wissen, welche Verbindungen es nach Deutschland gibt, und in Deutschland möchte ich wissen, welche Seilschaften sich hierzulande die Millionen zuschustern, bevor das große Rentnersterben beginnt, weil die Sozialkassen einfach völlig leer sind und ihr Inhalt auf den Caiman-Inseln ist.

Es ist ja keine Kleinigkeit, die dort geschieht:

Die römischen Staatsanwälte, die in der Sache ermitteln, wollen Berlusconis Vertrauten Marcello Dell’Utri nicht nur wegen Bildung eines Geheimbundes, sondern auch wegen Korruption belasten. Damit gerät der Senator, der vor drei Wochen wegen Mafia-Zugehörigkeit zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war, noch mehr unter Beschuss.

Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen waren mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau eines Windparks auf Sardinien. Dell’Utri wie auch der Koordinator der Berlusconi-Partei Partito della liberta (PdL, Volk der Freiheit), Denis Verdini, sollen laut den Richtern eine kriminelle Organisation aufgebaut haben, die die öffentlichen Institutionen unterwandern wollte, um politische Beschlüsse, Prozesse und die Wahl prominenter politischer Persönlichkeiten zu beeinflussen.

Quelle: ORF

Die Tageszeitung La Stampa entsetzte sich über den „schier grenzenlosen“ Korruptionssumpf: „Ob Polizist oder Richter, Unternehmer oder General, Präfekt oder Banker, Klinikdirektor oder Professor – jeder steckt ein, wo immer er kann.“ Als Ausweg aus der Krise forderte Ex-Außenminister Massimo D’Alema am Donnerstag eine Übergangsregierung unter einem neuen Premier. Die verbreitete öffentliche Unmoral habe jede Glaubwürdigkeit des Staates ausgehöhlt.

Unterdessen hat der Senat in einer Vertrauensabstimmung erwartungsgemäß das umstrittene 25-Milliarden-Sparpaket genehmigt. Die Hauptlast entfällt auf die Regionen. Vor allem im Gesundheitswesen und im öffentlichen Nahverkehr ist mit erheblichen Kürzungen zu rechnen. Die Polizeigewerkschaft sieht im geplanten Stellenabbau eine „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“. An den Universitäten wird bei Pensionierungen nur noch einer von fünf Professoren ersetzt. Das Sparpaket soll in den nächsten Tagen von der Kammer verabschiedet werden.

Quelle: Der Standard

Jetzt kommt (Stand 13.9.2010) Berlusconi selbst in Verdacht:

Italienischen Medien berichteten am Sonntag über Pläne der römischen Staatsanwaltschaft, Berlusconi als Zeugen im Rahmen der „P3“-Ermittlugen zu vernehmen. Das Politkartell „P3“ soll versucht haben, illegal Einfluss auf Politik, Justiz und die Vergabe großer Wirtschaftsprojekte zu nehmen.

In den von Staatsanwälten abgehörten Telefonaten erwähnen die Mitglieder des „P3“-Zirkels laut Medienberichten immer wieder einen „Cesare“. Ein im Soge des Skandals verhafteter Unternehmer, Arcangelo Martino, bestätigte, dass „Cesare“ tatsächlich Berlusconi sei, der angeblich mit dem Kartell enge Kontakte hatte.

Quelle: Die Presse

Wieder einmal haben mafiöse Strukturen die Politik eines westlichen Staates unterwandert. Wieder einmal zeigt sich ein häßliches Gemenge von Altfaschisten, Mafiabossen, Geheimdiensten, Geldadel und Hochfinanz.

Was macht nun die deutsche Presse daraus?

Abhörprotokolle bringen Unglaubliches ans Licht: Ein Geheimbund korrupter Politiker, Richter und Unternehmer wollte Italien bis in die höchsten Ebenen unterwandern.

Das braucht uns aber nicht zu beunruhigen, denn:

Geheimlogen haben Tradition

Quelle: Süddeutsche

Na, dann ist ja alles in Ordnung. Wenn es sich dabei um eine gute alte Tradition handelt, dann brauchen wir uns ja keine Sorgen zu machen. Die Italiener … die sind halt so. Die machen das immer so.

Andererseits … gibt es für die europäischen Grünen einen guten Grund, mit großer Sympathie nach Süditalien zu schauen:

But David Moss, a British building contractor based in the Sicilian hilltop town of Salemi, which is surrounded by whirring turbines, suggested that was not the only reason for the absence of wind-farm „Nimbyism“.

„In the UK, if a company proposed putting up 100 turbines across the countryside, there would be an uproar,“ he said. „In Italy, everyone keeps quiet because they are afraid to stand up to the Mafia.“

Und die Bevölkerung sagt dazu deutlich ihre Meinung:

Dino Leggio, 33, a barman in Corleone, claimed that many of the turbines that now dotted the island made money only for politicians and the Mafia.

Und die Mafia auch:

Police wiretaps showed the extent of the Mafia’s infiltration of the wind energy sector when they intercepted an alleged Mafioso telling his wife: „Not one turbine blade will be built in Mazara unless I agree to it.“

Quelle: telegraph.uk

Die Mafia sorgt dafür, das das Volk die Füße stillhält und der grüne Citoyen in Deutschland weiterhin sein rundumversorgtes Wohlstandsleben führen kann. Als Landbewohner kann ich sagen: mag sein, das diese Turbinen saubere Energie produzieren … aber sie versauen Landschaft in großem Stil. Das stört den grünen Citoyen nicht, denn er hat alles auf DVD und BlueRay für seinen Plasmabildschirm – aber wenn man sich das den ganzen Tag vor Ort anschauen muß, nervt das schon.  Ich kann verstehen, das die Italiener da auch gerne ein Wörtchen mitreden wollen würden.

Und wo ist dabei der Deutsche Depp? Nun … er kommt, wenn die Mafia, die P 3 und andere Strippenzieher alles eingerichtet haben, wie hier bei diesem Angebot einer deutschen Wirtschaftsberatung:

Ein deutscher Projektentwickler suchte für ein 152 MW-Windenergieprojekt auf Sardinien einen Investor, der dieses Projekt nach Abschluss der Projektentwicklung übernehmen sollte.

Ausschlaggebend für unseren Mandanten waren dabei der integrierte und interdisziplinäre Beratungsansatz von PricewaterhouseCoopers (PwC) im Bereich der erneuerbaren Energien sowie unser effizient arbeitendes internationales Netzwerk.

Aber auch sonst sind wir ganz vorne dabei:

Deutsche Unternehmen spielen im italienischen erneuerbaren Energieszenario eine wichtige Rolle. Nachdem der deutsche E.ON-Konzern einen Großteil der Anlagen der Endesa Italia übernahm, avanciert das Unternehmen gemeinsam mit Enel, Edison und Eni zu den wichtigsten Herstellern von erneuerbaren Energien am italienischen Markt.

Quelle: German Trade & Invest

Auch die RWE mischt mit:

Bereits seit Mitte Juni dieses Jahres ist der Onshore Windpark San Basilio auf Sardinien in Betrieb genommen worden. Dieser liegt etwa 35 Kilometer südlich von Cagliari. Das deutscheEnergieunternehmen RWE Innogy hat sich dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa verschreiben und baute den Windpark. Die Wartung und Betriebsführung wird der dänische Anlagenbauer Vestas übernehmen.

Quelle: Stromvergleich.de

Da sage nochmal einer, unser Anteil an der Koroporatokratie sei nicht meßbar. Mal eine Originalmeldung aus Sardinien?

Hallo Leute,
wir sind entsetzt. Sieben grosse Windparks mit bis zu 80 Windkraftwerken sollen in Sardischen Naturschutzgebieten , wie z.B, Costa Verde, Is Arenas etc. in unmittelbarer Strandnaehe (800-!000 m) aufgebaut werden.
Unser Italienisch ist nicht so gut, um die Problematik genau zu erklaeren. Unsere sardische Freundin Pina Floris wird jetzt hier auf italienisch die Problematik erklaeren. Bitte uebersetzt diesen Beitrag ins deutsche, damit es jeder verstehen kann und seinen Protest in dem folgenden Blog anmelden kann. http://noalcampoeolicoaisarenas.blogspot.com
Conny

Quelle: Sardinien-Forum

Ich verstehe das Entsetzen sehr gut. Wir haben diese Dinger auch in der Eifel. Potthäßlich. Dann lieber Strom sparen – aber uns fragt ja auch keiner.

Es mutet schon extrem unheimlich an, wie man als deutscher Medienutzer über diese Zusammenhänge nur nach mehrstündiger Recherche informiert wird. Die Zeit kann sich nicht jeder nehmen – und auch ich nicht immer.

Da investiert man in saubere Energie, fühlt sich wie der König und Retter der Welt – finanziert aber in Wirklichkeit die Mafia, korrupte Politiker und die Aushöhlung der Demokratie. Und wählt die Grünen, damit die Welt wieder heil wird. Damit man daran noch glauben kann, muß man nur … ganz fest die Augen schließen.

Nun versteht man wohl ein System besser, in dem Banker Millionenboni einsacken, welche dem Steuerzahler dann vom Arbeitslosengeld gestrichen werden, oder?

Nicht vergessen: Verschwörungen gibt es nicht. Und immer schön lächeln.


Nachrichtenflaute, Gangsterwirtschaft, die Schweiz, Europa und das Reich des Bösen

Wir leben ja in hochbrisanten Zeiten. Griechenland zum Beispiel: immer wieder Generalstreik, Bomben, harte Töne … aber momentan herrscht Ruhe – jedenfalls in unseren Medien.  Spanien – die haben eine Immobilienkrise, die sich gewaschen hat. Italien – Portugal – die haben doch auch Horrorschulden. Und erstmal Grobritannien – oder die USA.  Die USA haben auch Massenarbeitslosigkeit wie nie zuvor – reden jedoch nicht gerne darüber. Außerdem gilt man dort nur als Arbeitslos, wenn man nicht länger als sechs Monate arbeitslos gemeldet ist  … danach gilt man als illegaler Einwanderer – oder so.

Sicher, übers Öl wird viel geredet. Sehr viel. Was könnte man hier machen, wie wirkt sich das dann dort aus – als ob das irgendetwas ändern würde. Aber – so ist das eben: Journalisten müssen auch jeden Tag eine Zeitung vollschreiben.  Und wenn nichts los ist, dann wird eben wieder über das Liebesleben der Franzosen berichtet.

Aber … ist wirklich nichts los? Oder hat die Gangsterwirtschaft das Land inzwischen endgültig so weit unter Kontrolle, das wir alle nur noch Feuilleton lesen dürfen? Gangsterwirtschaft – na ja, Jürgen Roth hat die wieder was verbrochen:

http://www.juergen-roth.com/gangsterwirtschaft.html

Jürgen Roth zeigt, Wie Kontrollinstanzen wie die BAFIN bewusst schwach gehalten werden, Abgeordnete, die keine Ahnung haben, auf Druck von Lobbyisten Gesetze durchpeitschen, die der organisierten Wirtschaftskriminalität zugute kommen, und wie die Geldelite mit den Gangstern kooperiert, deren wirtschaftlicher und politischer Einfluss dadurch massiv steigt. Auf der Strecke bleiben Rechtsstaat, Demokratie und Milliarden an hinterzogenen Steuergeldern, die der Öffentlichen Hand und damit den Bürgern fehlen.

Wenn ich von Lumpenelite rede – dann meine ich das auch so.  Das ist dann nicht nur ein Leistung schmähendes Schimpfwort, sondern die korrekte Beschreibung der ethischen Normierung der so titulierten.

Gangsterwirtschaft heißt nach Jürgen Roth, das Teile Wirtschaft, Teile der politischen Elite der Logik der Mafia folgen. Ein deutliches Beispiel ist … die Agenda 2010: „Tust Du nicht was ich Dir sage, bring´ ich Dich um … durch Leistungskürzung.“ Früher hätten wir sofort gemerkt, das das unmoralisch und unethisch ist, aber Dank Dregsag (einach mal rückwärts lesen, vielen Dank noch Klingelhella für diesen Tipp) Schröder ist das inzwischen alltägliche Politik – und die Leute schlucken das.

http://www.ndrinfo.de/kultur/buch-tipp/juergenroth100.html

Für die gängige Gangsterwirtschaft bringt Jürgen Roth detaillierte Beweise aus der Realität, sei es nun der Nürburgring, der Fall Opel oder speziell das Drama der Werften in Wismar. „Das ist so ein Beispiel dafür, wo Sie die Verbindung haben zwischen legalen Strukturen und rein kriminellen Strukturen, wo es aber darum geht, sich in der deutschen Wirtschaft niederzulassen, die deutsche Wirtschaft zu infiltrieren. Und wenn dann irgendwie ein Retter kommt, da mag Blut dran kleben, mit Raub, Bestechung erwirtschaftet worden, das interessiert hier niemanden. Das ist aber nur der eine Teil der Gangsterwirtschaft. Gleichzeitig kooperieren deutsche Unternehmen natürlich sehr eng mit kriminellen Strukturen insbesondere aus der ehemaligen UdSSR, aus den sogenannten Ostblockländern. Da gibt es engste Verfilzungen. Und das ist die Kooperation der Gangster“, sagt Roth.

Das Phänomen ist schon seit längerem bekannt, jedoch stößt man schnell an seine Grenzen, will man es verfolgen – oder man wird gebarschelt. Roth hat glänzende Quellen, so sagt man, aber ich wette, dieses Buch wird kaum gelesen werden – und noch weniger werden irgendwelche Maßnahmen ergriffen. Schon längst ist der Drogenbaron gesellschaftsfähig,  ja sogar als Ballgast sehr erwünscht, hebt er sich doch mit seiner Lebenserfahrung postiv von den blutleeren deutschen Blaßbacken ab, die in Politik und Wirtschaft das Sagen haben wollen.  Anlageberater, Immobilienmakler, Wirtschaftsprüfer … alles kleine eifrig wuselnde dienstbare Geister, die ihre Herren glücklich machen wollen.  Die Politiprominenz wuselt weniger … aber dafür dient sie umso mehr.

Gerhard Schröder und Joschka Fischer waren die Totengräber der deutschen Demokratie, für die Helmut Kohl schon ein Loch gegraben hatte.

‚Gasgerd hat sie dann nur noch zuschaufeln müssen, um fortan auf Kosten Putins und Rothschilds ein Superleben führen zu können – möglicherweise sogar mit einer rasenden angetrunkenen Bischöfin – ob das Gerücht schon als solches entlarvt wurde, kann ich momentan nicht sagen.

Ausführlich widmet sich der Autor auch den Beziehungen zwischen den Akteuren der Geldwäsche und der Finanzkrise, für die es immer mehr Beweise gibt. Roths Epilog über eine Institution der Macht und die Ohnmacht der Bürger ist zum Verzweifeln. Es gehört viel Kraft dazu, dieses wichtige Buch zu lesen, noch mehr allerdings musste den Autor antreiben, um es zu schreiben: „Wut und Zorn. Ich war immer ein politischer Mensch. Meine ersten Bücher waren über Armut in Deutschland, das hat ja alles damit zu tun, mit der sozialen Verelendung hier in Deutschland. Das ist sicher der Grund, dass ich wirklich diesen Zorn noch habe und diese Wut. Und im Prinzip ist jetzt alles geschrieben zu diesem Komplex.“

Ein Komplex, über den ich als Bürger gerne jeden Tag etwas lesen würde: auf der ersten Seite einer jeden Tageszeitung mit ganz dicken Buchstaben. Stattdessen kriege ich Artikel über die Befindlichkeiten von Politikern serviert, knutschende Polizisten und Fußballer.  Eine Flut von nichtssagenden Bedeutungslosigkeiten, während man doch weiß, das wirtschaftlich die Hölle tobt….und andere uns schon längst abgeschrieben haben – weltweit abgeschrieben haben:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Europas-schmutziges-Geheimnis/story/30757258

Ein eingeknickter Eiffelturm vor trostlosem Hintergrund. Man muss nicht Sigmund Freud heissen, um die Botschaft sofort zu entschlüsseln: Europa ist impotent geworden. Das teilt uns der «Economist» in seiner neusten Ausgabe auf der Titelseite unmissverständlich mit. Das renommierte Wirtschaftsmagazin ist dabei in bester Gesellschaft: Alle bedeutenden Publikationen haben in den letzten Tagen Analysen und Leitartikel dem Thema Europa gewidmet, und alle sind mehr oder weniger zum gleichen Schluss gekommen wie das britische Intelligenzblatt: «Die Zeit von Europa ist abgelaufen», heisst es. «Seine älter werdenden, mit sich selbst beschäftigten Bürger haben nicht mehr länger die Kraft, gegen äusseren Widerstand anzukämpfen.»

Da kann eine schweizer Zeitung gut zynisch sein, die sind im Umgang mit Blutgeld viel professioneller und sitzen viel dicker im Sattel. Sogar altes von Juden gestohlenes Nazigold solls da noch geben. Die ekeln sich halt vor nichts, diese Schweizer.  Von dort kommt dann auch eine entscheidende Information über die aktuellen Zustände in den USA:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/In-der-Not-haelt-der-Amerikaner-Huehner/story/20895542

In den Hinterhöfen der USA boomt die private Hühnerzucht. Viele Bürger wollen angesichts der Konjunkturkrise als Selbstversorger leben. Sparen ist angesagt bei den US-Bürgern. Die Wirtschaftslage ist noch immer desolat, viele Menschen verlieren ihren Job. So besuchen sie immer weniger Restaurants, verbringen ihre Ferien zu Hause, verschieben den Kauf des neuen Autos auf später. Und manche halten sogar eigene Hühner im Garten.

Da können die Schweizer gut frohlocken. Von diesen Zuständen sind sie noch weit entfernt….dank vieler Steuermilliarden, die  den schweizer Banken auch aus Deutschland zugeflossen sind und der Gemeinschaft der Steuerzahler an allen Ecken und Enden fehlen.

Das neue Weltreich des Bösen muß man sich anders vorstellen als frühere Reiche. Früher, da war alles klar. Irgendwo war eine Grenze und auf der anderen Seite waren die Bösen. Römer, Deutsche, Russen – egal. Heutzutage ist das Reich des Bösen außerordentlich flexibel – und das übersteigt die Vorstellungskraft des tumben Germanen so, wie die Größe des römischen Imperiums ihn vor 2000 Jahren überfordert hat.  Heutzutage hält man sich auch keine Armeen mehr, sondern nur noch das Destilat: Geld. Mit Billionen Dollar, die jede Sekunde um den Globus fliegen, kann man jederzeit überall Armeen aus dem Boden stampfen – gleichzeitig werden sie aber überflüssig. Man kann doch einfach die Regierung kaufen, das ist viel rentabler als diese mittelalterlichen Formen der Kriegsführung.

Immerhin: heutzutage ziehen ja auch keine Horden von Räubern mehr vor die Stadt und wollen sie plündern. Heutzutage trägt der Räuber Anzug und Krawatte, ist Unternehmensberater, Immobilienmakler, Anlageberater oder Wirtschaftsberater. Sitzt überall mittendrin und hält die Fäden in der Hand. Kommt man ihm auf die Schliche … löst er sich in Luft auf und wir sofort woanders von dem Nächsten ersetzt.

Jedoch für die Bürger der Stadt bedeutet es das Gleiche: sie müssen wieder Hühner züchten, weil die Räuber die Vorratslager geplündert haben.

Mafia, Steuerhinterziehung, Hartz IV, Schulterschluß von Politik und Wirtschaft … alles Facetten des gleichen Reiches des Bösen. Das ist die neue Herausforderung der bürgerlichen Gesellschaft.  Viele haben wir gemeistert … aber diese scheint zu groß für uns zu werden. Die „Märkte“ haben auf jeden Fall schon mal reagiert:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Europas-schmutziges-Geheimnis/story/30757258

In den Augen des «Wall Street Journal» ist die Situation sehr kritisch geworden. «In Dollar notierte Anleihen mit einer Laufzeit von länger als drei Monaten sind den europäischen Banken seit dem April nicht mehr zugänglich», schreibt das Blatt. «Das widerspiegelt die Weigerung der amerikanischen Investoren, Europa Geld zu leihen. US-Banken weigern sich ebenfalls, den europäischen Geldhäusern Kredit auf dem Interbanken-Markt zur Verfügung zu stellen.»

Warum eigentlich muß ich so lange suchen, um solch existentiell wichtige Nachrichten zu finden?

 

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