Märchen

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Die Meme-Geisel von CNN – Internet Märchen

Es war einmal, im Juli 2017. Da trug sich etwas faszinierendes zu…
Es hat mit CNN, Trump und Pepe zu tun.
Reddit und 4Chan kämpften zusammen, mit Memes als ihre einzigen Waffen

Star Wars … das Ende der Macht

Digital StillCamera

Montag, 11.1.2016. Eifel. Lang ist´s her, dass ein junger Eifelphilosoph ins Kino ging – nur um Zeit zu überbrücken – und sich einem seltsamen Machwerk gegenüber sah: „Star Wars“ hies der Film. Um Gottes Willen, dachte ich – damals noch strenger Atheist – was ist das für ein Schund. Dabei war ich doch gerade so begeistert von der Entfaltung der demokratischen Zivilgesellschaft, die ich erleben durfte: wohin man schaute bildeten sich Bürgerinitiativen zu allen erdenkbaren Zwecken: die Republik hatte endlich das dunkle Imperium und seine Diener hinter sich gelassen, erprobte neue Arten des Zusammenlebens, neue Arten der Gestaltung der politischen Mitwirkung und neue Perpektiven der Lebensqualität … und dann das. Ein Märchen. Dann auch noch eins mit sehr bekannten, altehrwürdigen Schauspielern – aber sonst? Was hatte das mit Science Fiction zu tun? Sicher – positiv zu bemerken war: endlich sah auch in der Zukunft alles gebraucht aus – in der Zukunft, oder in einer längst vergangenen Zeit weit weit weg, was im Prinzip noch phantastischer war. Aber sonst? Die Raumschiffe machten lauten Krach im luftleeren Universum – man war erinnert an Filme aus den dreißiger Jahren, wo Realitäten noch jenseits der Physik spielten. Und dann die faschistische Symbolik: manche „Sturmtruppen“ trugen schlechte Kopien des Nazi-deutschen Mg 34, Darth Vader trug einen modifizierten deutschen Stahlhelm, seine Offiziere Uniformen, für die die Uniformen der Wehrmacht Pate gestanden hatten – oder die von Hugo Boss entworfenen SS-Trachten. Ansonsten: eine Prinzessin, ein alter Zauberer, ein Strahlemannheld, als böser Drache ein fieser Kunstmond – nach Jahrzehnten der Aufklärung waren Grimms Märchen wiedererstanden.

Ein Film, den man schnell vergessen sollte. War peinlich, in ihm gesehen zu werden.

Nur … er berührte die Herzen der Menschen. Ich verstand nicht, warum. Was ist eigentlich an einem blöden Märchen dran, dass die Menschen so faszinierte, dass man sogar Fortsetzungen drehte? Drehten alle wieder durch?

Nun – ich wurde älter, lernte dazu: vor allem jene Erkenntnis, dass Atheismus Urteile fällt, zu denen der Mensch gar nicht in der Lage ist – was prinzipiell auf ein Dogma hinweist … welches sich mit der Liebe zur Weisheit, der Philosophie, nicht vereinbaren läßt. Ich fing an, das Phänomen „Religion“ zu studieren, weil ich es nicht verstand … und näherte mich ihm von einer Seite mit großer Bodenhaftung: durch Märchen. Jung und Naiv wie ich war, dachte ich: ich fange mit den kleinen Göttern an, mit Elfen, Gnomen und Zwergen – und geriet prompt in eine wissenschaftlich abgesicherte Welt, in der diese Gestalten erlebbare Realität waren …. jedenfalls für ethnologische Feldforscher in Afrika. Es war die Zeit, als sich die Philosophie mit dem „Irrationalen“ auseinandersetzte – etwas, dass vom Imperium heute verboten wird, obwohl seine Führer und Trainer gerne darauf zurückgreifen.

Es war ein Hinweis darauf, dass sich unsere Gesellschaft ebenfalls ihre Mythen und Märchen schafft (bezog sich speziell auf die Beatles), der mich zurück zu George Lukas und seinen Märchen brachte … und zu der Erkenntnis, dass dieses Märchen aus einer gewissen Perspektive brandaktuell war. Während der Beschäftigung mit den „kleinen Geistern“ – auf dem Weg zum „Großen Geist“ – hatte ich mich in die „kleinen Religionen“ verliebt: die Religionen der einfachen Menschen, der Indianer, Schamanen und alten Tibetaner, der Griechen und Germanen, der Ägypter und Sumerer – kurzum in die Welt der Mythologie, jenen Geschichten, die so viel älter waren als die modernen Weltreligionen, die sich hemmungslos ihrer Erfahrungen und Weisheit bedienten. Ich merkte, dass unsere Art die Welt zu sehen – die moderne, angeblich aufgeklärte – eine sehr isolierte und in der Menschheitsgeschichte erstmalig vorgekommene Theorie war, eine, die aus der Sicht des Mythenforschers finsterste Mythen wahr werden ließ – als ob alle die Werke des Horrorautors Howard Phillip Lovecraft gelesen hätten und aus seinen finstersten Gottheiten den großen Urschlamm samt dem wahnsinnigen Zufall schufen, Begriffe, die im System des Atheismus die Position und Wirkung von Göttern eingenommen hatten. Es waren aber häßliche Götter – so häßlich und vernichtend wie das, was sie in der Welt anrichteten.

Auf einmal war ich wieder mitten drin in Star Wars, denn die Welt des Imperiums war unsere Welt, die Welt der Hierarchien und angeordenten Wahrheiten, der Einförmigkeit und Uniformität, die alle Herrschenden anstrebten, um den Überblick bewahren zu können. Es war das Geheimnis hinter allen Mythen und Märchen, dass sie große Geschichten durch die Zeiten transportierten – manchmal auch große Geschichten aus der Politik, die man aus Angst vor Verfolgung anders nicht erzählen konnte. Als Umweltaktivist nahm ich auch schon wahr, dass das Imperium (wir würden heute – im Sinne von Podemos – „die Kaste“ sagen) seine Versprechungen nicht wahr machte – im Gegenteil: die Umwelt wurde großflächig im Dienste der Technik vernichtet, wir sägten massiv an dem Baum, auf dem wir saßen.

Ich nahm wahr, dass die „Jedi-Ritter“ Vorfahren in der Welt der Sagen und Legenden hatten – und in der realen Welt des Schamanismus. Sie – diese keuschen Kriegermönche – erinnerten an die Dorfschamanen, die es weltweit gab – in verschiedenster Ausprägung. Ich denke: die Menschen … besser gesagt: ihr Instinkt … wurde von diesen Bildern angesprochen und man erinnerte sich an Zeiten, in denen die Welt für das Gemüt noch Heil war, in der „böse Geister“ für alles Unheil verantwortlich war …. und nicht der schlechte Mensch oder die böse Welt. Und gegen die bösen Geister, die Krankheit, Streitsucht, Krieg, Drogenmissbrauch und Lügen in die Welt brachten, gab es von der Natur selbst auserwählte Menschen, die als Heiler, Seher, Lehrer oder Geistkrieger mit den bösen Geistern rangen, sie vertrieben und so Heilung brachten – Jesus Christus war auch so einer. Star Wars – die Erinnerung an eine heile Welt, an eine Welt, die noch nicht aus den Fugen geraten war.

Warum heil? Nun – das Böse lag damals außerhalb des Menschen. War der böse Geist fort, der zu Missetaten anstiftete, konnte der Mensch wieder in der Gemeinschaft leben – man führte Krieg gegen böse Geister, nicht gegen böse Menschen. Heute ist das anders – und wir sehen an unseren Kriegen, welchen Preis wir dafür zahlen müssen. Und noch ein alter Traum steckte dahinter: der Traum vom guten König, der Traum von König Artus, der Traum der alten griechischen Philosophie, dass weltliche Macht mit Weisheit ausgeführt werden sollte – und nicht nur mit Effizienz und Gewalt.

Die Star Wars Saga wurde weiter erzählt, der böse Lord überwand die bösen Geister in sich selbst, rettete seinen Sohn und vernichtete den Imperator, die Republik konnte wieder erstarken, alles war gut.

Und dann änderte sich die Geschichte, ging weit in die Vergangenheit … und politisch präziser an die Gegenwart. Drei Spielfilme und gut hundert Zeichentrickfolgen lang wurde die Geschichte erzählt, wie die alte Republik durch böse Kräfte verändert wurde, wie aus einem kleinen, lieben Jungen ein böser, finsterer Lord wurde – durch Leid, Schmerz und Demütigungen. Ein kleines, menschliches Lehrstück, wie Menschen böse werden können – ohne ursächlich böse zu sein. Doch die Hintergrundgeschichte … entsprach der Zeit.

Die Republik – ein Bild der Gesellschaft des ewigen Friedens, der planetaren Zivilgesellschaft, die keine stehenden Heere kennt – wird von Konzernen zerstört. Bankenclan, Technologieunion, Handelsgilde haben sich verschworen, den demokratischen Zirkus zu beenden, der Kunden einfach zu viel Macht gab: große Geschäfte wurden versprochen … von dem, der später Imperator werden sollte. „Machtergreifung“ ist das Thema, ohne große Zaubertricks – aber durch viele Intrigen, Hinterhältigkeiten und ausgeklügelten Winkelzüge erobert sich eine einzelne Gestalt – unbemerkt von allen – die absolute Macht im Staate und rottet durch eine finstere Verschwörung mit einem Schlag alle Jedi-Schamanen aus, die so lange über den Frieden wachten. Doch nicht nur das: das Wissen um „die Macht“ (wir würden modern sagen: die Transzendenz … oder die Heiligkeit der Welt) wird ebenfalls ausgerottet. Die Welt … wird Maschine.

Wir kennen das – es ist unser Alltag. Auch unsere Schamanen wurden ausgerottet – bzw. ihre Kultur, weltweit. Wer von ihnen spricht – wie ich derzeit von den aktiven „Gesundbetern“ in der Eifel – wird massiv angegangen, weil er gegen die Ordnung verstößt. Anstelle einer kunterbunten, lebendigen Tradition des ewigen Lebens ist eine einförmige Kultur des ewigen Todes getreten, ein dunkler Kult. „Ewiger Tod“? Ja: das ist die Quintessenz des modernen Materialismus: auf ein kurzes Leben folgt ein ewiger Tod – die düsterste Vorstellung der Menschheitsgeschichte, durchgeboxt mit großer verbaler Gewalt … unter Ignoranz so mancher Fakten aus dem medizinischen Bereich.

Das war nun eine lange Vorrede, eine (viel zu kurze) Einführung in die mythischen Dimensionen eines modernen Märchens, das gar nicht so künstlich war, wie es erst erschien (siehe Star Wars):

„Genauso wie sich George Lucas bei der Entwicklung seines modernen Märchens bei einer Vielzahl antiker Quellen bedient hat, weist sein Einsatz gleich mehrerer Arten von Parallelismus darauf hin, dass er sich auch für die Struktur (oder Form) seiner Saga bei den Urahnen umgesehen hat.“

Doch jener George Lukas, der uns ein modernes Märchen erzählt hat, das uns half, uns als lebendige Wesen in einer modernen aber recht toten Welt zurecht zu finden, einem Märchen, das unserem Gemüt eine neue Hoffnung geben sollte, hat sein eigenes Imperium verkauft …. und es Disney gegeben, einem jener Konzerne, die … sagen wir mal: in Verdacht stehen, der Republik nicht wohlgesonnen zu sein – wie alle Konzerne. Was macht also der Konzern mit jenem Mythos, der über vier Jahrzehnte viele Menschen auf einen Pfad führte, der sie träumen ließ, dass es in der Wirklichkeit mehr Realitäten gibt als die Schulweisheit sich träumen läßt?

Als Teil des Imperiums verhält er sich auftragsgemäß und zerstört den Mythos.

Es hätte viele Möglichkeiten gegeben – und diese wurden von vielen freien Autoren auch genutzt – die Geschichte weiter zu erzählen: spannend, abenteuerlich, motivierend. Doch Disney wählte einen anderen Weg, der sich eher im Hintergrund abspielt … und jede Hoffnung vernichtet.

Der Film heißt „Das Erwachen der Macht“ – doch erzählt er eher das Ende der Macht. Nachdem man sechs Spielfilme lang mit dem Bösen gerungen und es niedergeworfen hat, ist es auf einmal wieder da: als unmenschliche Horrorgestalt auf einem riesigen Thron. „Widerstand ist zwecklos“ – so die Botschaft. Das Böse kommt immer wieder, es ist sinnlos, es zu bekämpfen – besser man arrangiert sich. Das erfährt auch der alte Held „Han Solo“, dessen Sohn ein Bösewicht geworden ist, der seinen rebellischen Vater ermordet. Das hat er nun davon, der alte Rebell. Es fehlt jede innere Logik – die zuvor so fein bedacht worden war – wo denn das Böse jetzt wieder herkommt. Musste es sich zuvor mühsam entwickeln, ist es jetzt einfach wieder da – ausgestattet mit einem ganzen Todesplaneten (wo vorher ein kleiner Mond reichte), der zwar auch zerstört wird, aber zuvor mit einem einzigen Schuss die ganze lästige Idee von einer Republik des ewigen Friedens zerstört. Ebenso schleichend die Botschaft, dass es gerade die mythischen Spinner sind, die das Böse lebendig halten: der neue böse Schüler der dunklen Seite wurde vom Helden der ersten Filme ausgebildet – einem Helden, der sich enttäuscht von der Welt und sich selbst zurückgezogen hat. Das hat er nun davon, der alte Rebell, dessen Schwester (bzw. „magischer“ Zwilling) immer noch in leitender Position für den Widerstand arbeitet (so, als wäre nichts geschehen) aber Mutter des neuen bösen Stahlhelmträgers, der „Exekutive“ der unbekannten Horrorgestalt ist.

Politische Paralellen zu unsere Welt? Gar keine mehr. Der erfolgreichste Film aller Zeiten vernichtet den Zauber der alten Filme, wird von einem sinngebenden Mythos zu albernem Klamauk und kunterbuntem Spektakel, das … „die Marke pflegt“. Das ist ganz im Sinne der „allgemeinen Kritik“, die beschlossen hatte, dass „Star-Wars-Fans“ geistig krank seien (bzw. einer Gehirnwäsche unterzogen wurden … siehe „Welt“): „gut aussehen und coole Dinge tun“ (so eine US-Moderatorin im zitierten Welt-Artikel) ist angesagt anstatt sich über die Machtergreifung der Konzerne, die Transzendenz der menschlichen Existenz oder „das Gute“, den Frieden und politische Intrigen Gedanken zu machen (dass dieses Subjekt der „Generation Doof“ Morddrohungen für ihre Aussagen bekam, kann ich nicht gut heißen – aber nachvollziehen: da sind Menschen sehr verletzt worden, die nach dem Guten streben – und einer besseren Welt; sowas ist aber nicht gern gesehen heutzutage).

Nun – George Lukas gefiel es auch nicht … war es doch auch einfach ein billiger Abklatsch einer zuvor schon billigen Geschichte (siehe Spiegel), doch nur einen Tag später entschuldigte er sich beim Imperium (siehe Spiegel): vielleicht war ihm klar geworden, mit wem er sich da gerade anlegte.

Auch wenn man die alten Geschichten nochmal erzählt, hat man viel Energie darauf verwendet, „die Macht“ zu Grabe zu tragen – und alle Hoffnung im Keim zu ersticken. Das passt zur Zeit … die ebenfalls alle Hoffnung auf Demokratie und einer Gesellschaft des ewigen Friedens aufgegeben hat, stattdessen „coole Dinge tut“ (was immer das sein mag – riecht nach Leibesübungen) oder „gut aussieht“.

Und währenddessen … wird die reale Welt immer dunkler, verläßt den Pfad der historischen Entwicklung, die die reine und praktische Vernunft vorgab, entfernt sich immer weiter von einer Gesellschaft des ewigen Friedens, die sie schon längst hätte sein sollen – immerhin hatten wir dafür vor 70 Jahren die Vereinten Nationen gegründet, unsere Form der „galaktischen Republik“. Es scheint, als ob eine böse Macht hinter den Kulissen wirkt, die den natürlichen Verlauf der Geschichte manipuliert, sie zurückdreht zu finsteren feudalen Zeiten, wo der Gutsherr noch allmächtig war … doch wir wollen mal nicht zu weit gehen mit unseren Gedanken, das gäbe Ärger mit dem Imperium und brächte uns auch den Verdacht ein, dass man uns einer Gehirnwäsche unterzogen hat.

Es reicht schon der rebellische Akt, diese Streitschrift unter die Rubrik „Politik“ zu stellen … das sei erstmal Widerstand genug.

 

 

 

 

Die Zombieapokalypse – heute schon aktuell!

Die Zombieapokalypse - heute schon aktuell!

Dienstag, 3.6.2014. Eifel. Als Philosoph genießt man derzeit noch ungeahnte Freiheiten – außerhalb des universitären Betriebs, innerhalb deren Philosophie heutzutage stellenweise als Unterpunkt der Betriebswirtschaft fungiert. Man kann sich zum Beispiel im Rahmen der Religionsphilosophie oder der Erkenntnistheorie „Märchen“ zuwenden, die einerseits heidnische Vorstellungen von Wirklichkeit transportieren, andererseits aber tiefenpsychologisch erstaunliche Erkenntnisse verbreiten (siehe hierzu z.B. Eugen Drewermanns tiefenpsychologische Interpretationen der Märchen oder Evangelien). Schnell merkt man, dass hinter „Märchen“ viel mehr steckt, als ihr Gebrauch als „Kindergeschichten“ hergibt.

Zu „Märchen“ bin ich durch „Star Wars“ und den „Herrn der Ringe“ gekommen: als junger Mensch konnte ich nicht verstehen, was denn meine Zeitgenossen an solchen modernen Märchen fanden: immerhin schrieben wir die siebziger Jahre, wir waren hip, frei und aufgeklärt: wie kann es da sein, dass Millionen Menschen von einem billigen Weltraummärchen verzaubert werden? Mehr und mehr merkte ich, dass Märchen nicht tot zu kriegen waren, sich neue Wege suchten, um Wahrheiten auszudrücken, das die Menschheit – gerade „befreit“ von alten Märchen – sich neue erzählt.

Unter den modernen Märchen gab es nun Gestalten, die klar zu identifizieren waren – das Monster von Frankenstein zum Beispiel: die Warnung vor den Folgen wahnsinnig gewordener Wissenschaft, die keinerlei moralische Grenzen mehr akzeptiert. Oder der Vampir, geschaffen von Bram Stoker im 19. Jahrhundert: blutsaugende Adelige waren gerade der Guillotine übergeben worden, aber die Erinnerung an das Bild des wahnsinnigen Grafen, der in seinem Schloß über dem Land thront und es mit seinen Steuern aussaugt war noch sehr lebendig … kein Wunder, das „Vampirmythen“ in Film und Literatur gerade eine beachtenswerte Wiedergeburt erleben. Womöglich saugt da gerade wieder jemand.

Gegen Ende der sechziger Jahre tauchte ein neuer Mythos auf, einer, der so noch nie zuvor in der westlichen Mythen- und Sagenwelt aufgetaucht war: der Zombie. George A. Romero erschuf ihn 1968 mit „Night of the living dead“, einem Werk, das auch im Museum of Modern Art aufgenommen wurde. Wir kannten schon Riesen, Zwerge, Drachen, Elfen, Hexen, Werwölfe, Spukgeister, Teufel und allerlei andere mythische Gestalten, aber so etwas war uns noch nicht untergekommen – umso überraschender war der weltweite Siegeszug dieses Urbildes: 2014 kennt ihn jedes Kind, die Zahl der Filme (und Videospiele) mit diesen Unholden übertrifft alle anderen mythischen Gestalten – der ZOMBIE ist die charakterisierende Märchengestalt unserer Zeit.

Er wird nun auch gerne soziologisch gedeutet – als Aufstand der Unterschicht gegen die Oberschicht. Aber erklärt das wirklich die Faszination dieses Themas? Weltweit gibt es inzwischen „Zombie-Walk“, wo die verfaulten, gefräßigen Untoten real durch unsere Städte wanken, es gibt Zombie-Live-Events, wo der Kampf gegen die Untoten praktisch geübt werden kann – hier ist vielleicht eine psychologische Deutung viel tiefgreifender – siehe Welt:

Die Wissenschaftlerin Sarah Lauro vertritt die Ansicht, dass die Faszination für Zombies ihre Ursache hat in der Unzufriedenheit des Einzelnen mit seiner Rolle in der Gesellschaft. „Das Interesse an den Untoten wächst in den Zeiten, in denen wir uns machtlos fühlen“, hat Lauro festgestellt. „Teilnehmern einer Zombie-Veranstaltung ist oft nicht bewusst, warum sie mitmachen. Für mich persönlich liegt es auf der Hand: Wir haben das Gefühl, tot zu sein.“

Es scheint mehr dran zu sein – auch die amerikanische Seuchenkontrollbehörde und das US-Militär sind von dem Thema sehr angerührt, siehe Spiegel:

Unzählige Untote als menschenfressende Feinde – darauf müssen junge US-Militärs sich einstellen. Das Pentagon hat für die Ausbildung ein Training entwickelt, in dem der Nachwuchs imaginäre Bedrohungen bewältigen soll.

Eine kleine Sensation, denn: für den Kampf gegen Frankenstein, Dracula oder Godzilla hat die US-Armee keine Planspiele entwickelt – selbst die wenigstens entfernt denkbare UFO-Invasion berührt die Militärs nicht – aber Planspiele zur Rettung einzelner „Lebendiger“ vor einem Heer von stumpf daherwankender Untoter, die noch nicht mal eine Türklinke bewältigen können und an Stacheldraht völlig verzweifeln müssten, die sind hoch aktuell.

Ein Schelm, wer nun daran denkt, das hier in Wirklichkeit die Rettung der Plutokratie der Superreichen im Falle des totalen Zusammenbruchs der Versorungsstrukturen der USA geprobt wird – so weit wollen wir hier gar nicht denken. Anderereseits – welche reale Bedrohung ähnelt diesem Szenario sonst:

Dafür gingen sie nach eigenen Angaben vom schlimmsten Fall aus: Dass eine riesige Menge von Untoten über die Erde wandelt und dabei zahlreiche Menschen infiziert und auffrisst, ohne dass es ein Gegenmittel gibt.

Mag es sein, dass es sich hier um eine riesige Menge von Menschen handelt, die … innerlich tot sind? Sich innerlich tot fühlen? Ihr eigenes elendiges Dasein nicht mehr aushalten?

Eine Antwort auf diese Frage erhalten wir vielleicht von Wolfgang Linser, Doktor für Chemie und Biochemie. Er promovierte über die Genregulation der Zellteilung – und war Schüler der mystischen Bruderschaft Sumarah in Solo auf Java (Der gläserne Zaun, Hrsg. v. Gehlen und Wolf, Syndikat 1983, Seite 306).

Er beschrieb unsere Kultur dereinst vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen. Im Internet sind sie leider aktuell nicht enthalten – darum zitiere ich sie hier mal:

Was rasa, ist, haben schon eine gute Zahl von Ethnologen aus dem Westen, aus der cogito-ergo-sum-Kultur zu erklären versucht, für die Leute daheim, für die „Kopf-Denk-Menschen“, für den Stamm der Denk-Barbaren, die durch grausame, entsetzliche Riten jedes Kind des Stammes, die männlichen ganz besonders, von ihrer natürlichen Offenheit für rasa, feeling, Gefühl, Empfindung abschneiden. Die jedes Kind des Stammes durch lange, brutale Abhärtung, durch entsetzlichen Drill, durch Einschüchterung, Konkurrenzangst, Kontrolle zu einem „Denk-Krieger“ machen, der sein ganzes Leben im vorderen Teil des Gehirns, in einer Art Computer-Walstatt zwischen den Augenbrauen lebt, kämpft, siegt und untergeht.

Ein Denk-Krieger, der zu seinem eigenen, tieferen Wesen, zu seinen Gefühlen, die in der Brust, im Bauch, im ganzen Körper, in einem Feld um den Körper herum, in einem gemeinsamen Feld von rasa zusammenschwingen mit anderen Menschen, keinen Kontakt mehr hat. Und schon gar nicht zu dem, was drunter, tiefer liegt. Der nichts mehr von sich selbst weiß, sein Geburtsrecht so tief verdrängt, verloren, vergessen hat, daß er nicht einmal mehr danach fragen kann.

Merkt man, wie vor diesen Worten eines Naturwissenschaftlers das Bild des Zombies vor dem geistigen Auge auftaucht? Eines Wesens, dessen Gefühlswelt sich in dem Gefühl „Hunger“ erschöpft – und dessen äußere Erscheinung seiner seelischen Armut, seiner inneren „Zerfressenheit“ gleich kommt? Noch ein Wort zum Normzustand des „normalen Menschen“ – des „lebendigen Menschen“, zu dessen Rettung die USA-Armee Planungen durchführt:

Es gibt eine „Innere Welt“, dunia batin, und eine „Äußere Welt“, dunia lahir, und der vollkommene Mensch lebt in Harmonie in beiden zugleich, im lahir-batin.

(aus: Der gläserne Zaun, Seite 143).

Wie Wolfgang Linser vermutet: eine Formel, die rund um den ganzen Globus jeder religiöse Mensch – nachempfinden kann.

Der Zombie jedoch, der „unvollkommene“, untote Mensch lebt nur noch in der äußeren Welt und kennt hier nur noch ein einziges Ziel: all jene fressen, die noch lebendig sind, die noch vollkommen sind, alle Konkurrenten fressen, die ihm aufzeigen, wir ärmlich seine Existenz geworden ist.

Wir nähern uns dem Lebensgefühl der postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft im 21. Jahrhundert – und können langsam erahnen, warum „das Netz“ voller „hater“ ist (siehe hierzu Sybille Berg im Spiegel): im virtuellen Leben sind die Untoten schon hochgradig aktiv.

Aus der Sicht der javanischen Kultur erklärt sich unser Hang zu Zombies recht einfach: das sind wir selbst – darum erscheint uns diese irreale Phantasie auch so bedrohlich wirklich. Da wir nur gezwungenermaßen „Denk-Krieger“ sind, mit brutaler Gewalt erzeugte Denk-Maschinen, vestümmelt, aber noch nicht ganz tot, erkennen wir die Realität dieses Bildes mit unserem Gemüt … das, würde es Gestalt annehmen, einem untoten Unhold sehr ähnlich wäre. Darum läßt uns dieses Bild nicht los: es ist unsere Alltagswirklichkeit – und der Zustand unserer Umwelt, unsere Wirtschaftsordnung, unserer Verwaltung, unsere Finanzen und unserer Glückseligkeit entspricht diesem Bild vollkommen, das Thema „seelenloses Leben“ betrifft uns ganz persönlich auf vielen Ebenen des Alltages.

Nicht umsonst hat George A. Romero die Fortsetzung seines Horrorstücks in einem riesigen Kaufhaus gedreht: wer immer hirnlose, seelenlose Untote sehen will, schau mal seinen Mitmenschen beim „Shopping“ zu.

Und woanders? Lauschen wir nochmal Wolfgang Linser, der uns mit wenigen Worten die Grundlagen jeder Religion, jeder Magie, jeder Zauberei erklärt:

Die Javaner leben in rasa. Die verschiedenen feinen Abtönungen von rasa zu spüren, zu „fühl-sehen“, dauernd in einer Athmosphäre sich ändernder Gefühle, in einem eindeutig definierten Raum von rasa zu sein, der sich aus dem Einzel-rasa der beteiligten Menschen zum Gruppen-rasa, zur Gruppen“atmosphäre“ aufbaut, ist für sie so natürlich wie Luft zu atmen.

So natürlich, wie wir in unserer Kultur total im „Kopf“ leben, im „Denken“ zentriert und durch massive Barrieren von unseren Gefühlen, von „unserem“ rasa getrennt sind. In diesem Vorderkopf-Denken, der oberflächlichsten, gröbsten Abstufung des Denkens, leben wir, handeln wir, „befinden“ wir uns existentiell.

(aus: Der gläserne Zaun, Seite 142/143)

Die Produkte dieser untoten Denk-Barbaren? Auschwitz. Hiroshima. Weltwirtschaftskrise. Weltkriege. Hartz IV. Meere aus Plastikabfall. Sexuell missbrauchte Kinder – und Kinder, die Selbstmord verüben, um der Kultur der Untoten zu entkommen.

Und: Maschinenvergötzung. Hören wir dazu den Ethnologen Werner Müller, der sich nach seiner Habilitation „in die geschützte Ecke des Bibliothekswesens“ (der gläserne Zaun, Seite 305) zurückgezogen hatte und dort die Wirren des letzten Jahrhunderts überstand – er schrieb etwas über die Folgen der „Entzauberung“ der Welt:

Nun, die Wirkungen und Folgen dieser „Entzauberung“ bedrücken heute jedermann, auch die Entzauberer selbst. Die seit Galilei und Newton heraufdämmernde Maschinenvergötzung hat alle Hemmnisse vor sich niedergeworfen und mit ihrer Mechanistik fast sämtliche Bereiche des Lebens durchdrungen. Sie ist drauf und dran, sich zu einer Pseudoreligion ohne jede Konkurrenz herauszumausern mit Aufpassern, Inquisitoren, Denunzianten, festen Formeln und Sprachregelungen.

(aus: Der gläserne Zaun, Seite 138).

Die Vergötzung der Maschinenwelt führt direkt in das Horrorbild des Zombies: er ist das, was vom Menschen übrig bleibt, wenn man Maschinen zu Göttern erhebt – während die Vergötzung von Maschinen alles an religiösem Empfinden repräsentiert, wozu der untote Denkbarbar überhaupt noch fähig ist.

Werner Müller starb 1990, zum Verbleib von Wolfgang Linser enthält das Netz keine Informationen. Beide waren fester Bestandteil der damaligen grünen Bewegung, die sich 30 Jahre später in der Verpflichtung zum Gebrauch von hochgiftigen Energiesparlampen einen denkwürdigen Höhepunkt erarbeitet hat – einen Höhepunkt, der die Begrenztheit unseres „Vorderkopf-Denkens“ bei der Lösung der Probleme ebenso aufzeigt wie die Erfahrung unserer absoluten Machtlosigkeit.

Ich denke, die Zombieapokalypse kann selbst in einiger Zukunft Bestandteil einer neuen Märchenkultur sein, einer Kultur, die die Geschichte unseres Untergangs erzählt. Wahrscheinlich erzählt man sich diese Geschichte in den einfachen Hütten auf Java: wie die nicht-mehr-ganz-richtig-lebendigen Menschen die Welt überfluteten und sie mit Hilfe ihrer untoten Götzen in den Abgrund stürzten.

Wieso unsere Zombiegeschichten nichts von den Zombiegöttern erzählen, den Maschinengötzen?

Nun – dafür ist das Reflexionsvermögen der Untoten zu gering: so weit können wir Zombies überhaupt nicht mehr über unseren Horizont hinausdenken.

Was wir aber problemlos können: uns in eine Welt voller untoter Menschen hinein versetzen, die nur von der Lebendigkeit andere zehren können und diese vertilgen wollen: das ist nämlich unsere Alltag in der neoliberalen Wirtschaft. Das Nachzuempfinden gelingt allerdings nur noch den Lebendigen … und die sollten sich sehr vorsehen: ihre „untote“ Umwelt reagiert nicht gut auf Menschen, die noch fühlen können – Mitleid ist für den Untoten „Sozialromantik“.

Merken Sie nun, wie absolut real die Zombie-Apokalypse schon heute ist?

Waren Sie erstmal ab, wenn die Zombiebanken komplett zusammenbrechen – mag sein, dass der Kampf gegen Untote harmlos wirkt gegen das, was dann kommt.

Eigentlich kein Wunder, dass uns dieses Märchenbild absolut nicht losläßt, oder?

Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens

Samstag. 28.9.2013. Eifel. Der Sinn des Lebens – kann man sich heute überhaupt noch ein solch ein Thema wagen? In Zeiten von Promi-Big-Brother, allgemeiner medialer Hatz auf religiöse Menschen und der unterschwelligen Botschaft des „Systems“, dass solche Fragen keinen Sinn mehr machen? Das System hat einen Sinn: arbeiten bis 67 – (bald bis 70 oder 80) und dabei soviel Geld zusammenraffen wie es nur irgendwie geht. Der Sieger ist, wer am Lebensende die meisten Milliarden hat, Verlierer sind die Milliarden, die am Ende des Lebens mangels Geld den meisten Ärger haben. Im Rahmen aller Sinnfindungen der Menschheit ist dies die trübste, armseligste und gemeinschaftsfeindlichste aller Philosophien, die in Verbindung mit Wissenschaft und Technik gerade für das größte Artensterben der bekannten Geschichte verantwortlich ist – ein Massensterben, dass auch unabhängig von jeder Klimaänderung stattfindet.  Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist eine Frage höchster politischer Brisanz – wenn man weiter denkt. Doch bevor wir dahin kommen, müssen wir – wie üblich – einen großen Bogen schlagen.

Ganz schnell kommen hier Menschen auf den Gedanken: jetzt geht es um Gott.

Völliger Blödsinn. Wir wollen uns der Frage nach dem Sinn des Lebens rein rational nähern – alle emotionalen Wahrheiten müssen wir hier ausblenden, auch wenn die Erlebnisse noch so intensiv sind. Ein Blick auf die Religion, die neben der modernen kapitalistisch-naturwissenschaftlich geprägten Gesellschaft existiert – das Christentum – zeigt auch, dass die Frage nach Gott nicht zielführend und sogar streng verboten ist: der menschliche Geist ist zu klein, solche Dimensionen zu erfassen. Manche unternehmen den Versuch aus politischen Gründen, um Macht zu bekommen („sehet her: ich habe das oberste Wesen gefunden. Folgt mir – und ich führe euch direkt in seine Wohnküche … gegen eine kleine Spende, versteht sich!“) – ein weiterer Grund, jedem Reden von Gott aus dem Wege zu gehen.

Folgt daraus aber zwangsläufig, dass wir uns dem Lebenssinn der kapitalistisch-naturwissenschaftlichen Materialistik-Philosophie ergeben müssen, die so wunderbar die Massenverwaltung, Massenausbeutung und Massenvernichtung ermöglicht und für die Gefährdung der Lebensgrundlage der gesamten Menschheit verantwortlich ist?

Nein.

Nichts gegen die Evolutionstheorie. „Evolution“ ist hinreichend beobachtbar. Zwar wäre es denkbar, dass Gott die Erde mit allem was drauf ist vor 6000 Jahren erschaffen hat (der christliche ist so konstruiert, dass er es könnte) und die Dinosaurierknochen samt Höhlenmalereien und versteinerten Bäumen als running Gag hineingelegt  hat – aber eine solche Theorie widerspricht dem Oghamschen Gesetz: zu viele Fragen, zu viele Hypothesen. Er könnte sie auch vor fünf Minuten geschaffen haben – wir würden es nicht merken noch das Gegenteil beweisen können. Das aber führt uns in den Bereich der Beliebigkeit aus der die Krise der Philosophie entstanden ist, als man erkannte, dass man eigentlich überhaupt gar nichts beweisen konnte: der Höhepunkt jeglicher Rationalität.

Wir hätten in dem Moment auch die Philosophie beenden können, wenn nicht schlaue und heute wenig bekannte Menschen eine neue Kategorie eingeführt hätten: die Nützlichkeit. Schopenhauer hatte auch noch eine andere Idee, die uns aus der Sackgasse herausführen sollte („Mitleid“) – doch wir wollen wir ja „wissenschaftlich“ bleiben: dort spielen Emotionen keine Rolle (Liebe, Güte, Mitleid, Empathie, Fürsorglichkeit, der Wunsch nach Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und Sicherheit hat im kapitalistisch-naturwissenschaftlichem Universum keinen Platz – und ist deshalb aktuell stark rückläufig im Rahmen gesellschaftlicher Werte).

Eine Philosophie der rationalen Vernunft ist absolut unnütz, wenn sie nur zur eigenen Nichtigkeit führt. Der Kapitalismus brauchte aber eine nützliche Philosophie: weise Menschen, die staunend und ehrfüchtig die Schöpfung betrachten, fahren keine Rendite ein. Die gehen auch nicht in die Fabrik (oder die Kirche), die bleiben auf der Wiese davor sitzen und genießen die Sonne, nachdem sie für ihren eigenen Bedarf das Feld bestellt haben.

Hier haben wir auch den ersten Sinn, den uns unsere Existenz aufträgt: dem Körper Substanz zuzufügen, aus der er die Energie für den Betrieb ziehen kann. Unterlassen wir das ist schnell Schluss mit der Existenz. Die letzten Bundesregierungen scheinen das nicht ganz verstanden zu haben, als sie die Totalsanktionierung für ungehorsame Arbeitslose eingeführt haben: die sterben dann in der Tat einfach weg. Welch´ Überraschung.

Ohne Lebendigkeit kein Lebenssinn – es gäbe keinen, der die Frage überhaupt erstmal stellen könnte.

Bleiben wir bei dem Körper, weil er uns sehr viel verrät – auch wenn er nicht vom Affen abstammt, sondern vorgestern erst von Gott entworfen wurde.

Vom ersten Moment unserer Existenz haben wir Arbeit – eigentlich schon vorher. Viren und Bakterien trachten danach, unseren Körper zu zerstören, der ein komplexes System entwickelt hat, dagegen an zu gehen.

Fangen wir dann an zu laufen, so galt es Millionen Jahre lang, Zähnen, Klauen, Stacheln und Giften auszuweichen … was im übrigen den von der Kirche vernichteten Katharern den Gedanken eingab, dass ein Gott, wenn es ihn denn gab, nur ein Monster sein kann: fressen oder gefressen werden passt in das Bild der allumfassenden Liebe Gottes nicht ganz hinein.

Eine recht düstere Welt – die Welt des Neuen Testamentes. Hier sind es aber Dämonen, die hinter jeder Ecke lauern, um Krankheit, Unglück und Tod zu bringen.

Nun – im Prinzip sind wir hier in der Welt des kapitalistisch-naturwissenschaftlichen Materialismus (Mächte, die man nicht trennen sollte – sie gehören eng zusammen und erklären, warum die Bewegung der Aufklärung Auschwitz und Hiroshima hervorbrachte – und  immer wieder hervorbringen wird).

Aber hat diese Bewegung die Welt nicht vollständig erklärt?

Ist sie nicht wirklich so, die Welt? Entstanden aus flüssigem Stein, der IRGENDWIE Einzeller hervorgebracht hat, sie sich IRGENDWIE zu höheren Lebensformen entwickelt haben, die dann IRGENDWIE intelligent wurden?

Die Vorstellung, dass Staub Leben hervorbringen kann, läßt sich scheinbar schnell wiederlegen: der Mars hat Staub und Atmosphäre, aber kein Leben. In der Tat läßt sich auch denken, dass sich flüssiges Gestein wie Lava verhält: sie bleibt ewig tot liegen, wenn sie erstmal erkaltet ist. Darüber schwebt nutzloses Gegase in verschiedenster Form, das einfach  zur Ruhe kommt anstatt ruhelos weiter Verbindung einzugehen – viele Planeten scheinen diese Theorie zu bestätigen. Es gibt keinerlei hinreichenden Grund dafür, anzunehmen, dass sich aus lebloser Materie überhaupt irgendwas entwickelt, weshalb die chinesische Philosophie „Leben“ als eigenständiges, fünftes Element entwickelt hat – sowie manche modernen Physiker dieses Element „Bewußtsein“ als Faktor ins Spiel bringen.

Jedenfalls denken wir aufgrund dieser beobachtbaren Tatsachen, dass wir ziemlich allein im Weltall sind.

Der kapitalistisch-naturwissenschaftliche Materialismus behauptet nun, es wäre mal ein Setzkasten in die Luft geworfen worden (der Urknall) und zufällig hätten wir auf der Erde dann eine ganze Zeitung bekommen. Ein schönes, treffendes Bild – und so fremd wie der Gott, der Dinoknochen aus Spaß in eine Welt setzt, um die Menschheit in die Irre (- die Evolutionstheorie) zu führen. Also – beides KANN sein … scheint aber eher unwahrscheinlich.

Zudem ist eine solche Sichtweise extrem unnütz – ja gefährlich sogar. Ausbeutung der Natur und des Menschen – kein Problem. Folter, Mord, Vergewaltigung, Genozid – warum nicht? In einer chaotischen Welt ist doch eh´ alles egal. Zu radikal? Nein – der soziopathische Egomane hat genau dieses gedankliche Umfeld, in dem seine Taten wachsen können: er vernichtet feindliche Matschklumpen, die ihm im Wege stehen: was soll daran falsch sein? Jeder Zombiefilm benutzt dieses Muster – und die Leute sehen es ein.

Wir sehen schon als Menschheit, dass diese Philosophie unsere eigene Auslöschung hervorbringen kann. Den Klauen, Zähnen, Stacheln und Giften der Umwelt konnten wir entkommen, weil wir zusammen gearbeitet haben, Stämme bildeten, effektive Organisationsformen mit Stabs- und Linienfunktion, die mehr waren als nur die Summe der Teile. Die römischen Armeen haben so Weltreiche erobert – und der Mensch an sich sein Leben gesichert.

Der Sinn des Lebens?

Überleben in feindlicher Umwelt.

Ist das Alles?

Nein.

Überleben in feindlicher Umwelt, die …. unserem Geist konstruiert erscheint.

Dafür, dass hier das absolute Chaos der Ursuppe herrscht, haben wir ziemlich viel Harmonie in der Natur – sogar ein „Gleichgewicht“. Siebzehnäugige Tentakelmonster sind so selten wie Landläufer mit drei Beinen.

Wir sehen aber noch mehr – wenn wir wollen.

Wechseln wir das Thema und wenden wir uns der Waffentechnik in Kriegszeiten zu. Dort wird immens entwickelt, jeder Krieg bringt einen enormen Zuwachs an Wissen und Technik, der Krieg ist „der Vater aller Dinge“. Der eine erfindet einen Panzer, der nächste ein Geschütz, mit dem man Panzer beschießen kann, was dazu führt, dass der Panzer zusätzliche Panzerplatten erhält und ein Maschinengewehr, das die Mannschaft des Geschützes bekämpft, woraufhin die Gegenseite größere Kanonen auf Selbstfahrlafetten packt. Am Ende des Krieges haben die Waffen eine gewisse Evolution hinter sich gebracht, um ihre Effektivität im Gegeneinander zu verbessern.

Ähnliches sehen wir in der Natur – und zwar überall. Ein Krieg der Arten, der Entwicklungen potenziert. Und die Arten reagieren mit intelligenten Gegenmaßnahmen, die sich manchmal durchsetzen – und manchmal nicht. Was aber nicht geschieht: nirgends gibt es eine chaotische Panikreaktion. Treten auf der einen Seite fleischfressende Arten auf, wachsen der anderen Seite Hörner – oder sie setzt auf Schnelligkeit und Flucht. Die Entwicklungen im Kampf ums Überleben sind  zwingend folgerichtig – und nicht willkürlich und chaotisch.

Wir sehen auch nirgendwo, dass eine Art auf eine neue Bedrohung erstmal mit neuen Augen, Ohren, Beinen oder Darmausgängen reagiert, um das herauszufinden, was jetzt wirklich nützt: die „Erstentwürfe“ sind schon folgerichtig, nur die „Feinabstimmung“ führt zur Selektion der Modelle.

Wir sehen, dass der große Rahmen sich nicht abzeichnen will. Ein lieber Gott, in einer Welt, in der der Krieg der Vater aller Dinge ist – der Krieg der Arten auf jeden Fall, oder ein chaotisches, sinnloses Universum, dass zufällig immer wieder in intelligenter Art und Weise neue überlebenstüchtige Entwürfe produziert … beides beleidigt die menschliche Intelligenz.

Wie wollen wir so zu einem Sinn des Lebens kommen?

Wir wechseln einfach mal die Perspektive.

Nehmen wir den Menschen aus diesem System des Krieges der Arten völlig heraus und schauen, was er macht. Das können wir inzwischen. Wer die Idee hatte, Affen das Hirn zu vergrößern, hat im Krieg der Arten einen großen Trumpf ausgespielt: der Mensch kann sich eigene Welten bauen.

Er sucht nicht den Krieg, die Vernichtung, den Kampf auf Leben und Tod sondern … baut sich Maschinen, die ihm fremde Welten vorgaukeln.

Spielfilme, Videospiele, Bücher: der Mensch sitzt gerne im Warmen und Trockenen – doch womit unterhält er sich?

Mit Abenteuern. Aus der Geborgenheit seiner Existenz als westeuropäischer Wohlstandsbürger heraus schaut er sich Filme an, die er selber nie würde erleben wollen, spielt Videospiele, in denen er Abenteuer erlebt, die er selbst fliehen würde. Sehe ich, welche „Knaller“ bei den Erwachsenen verkauft werden, so handelt es sich um Realitätssimulationen von Zuständen, die wir im realen Leben meiden würden.

Verrückt, oder?

Was aber … und hier wage ich einen entscheidenden Schritt … wenn wir nur im Kleinen nachahmen, was im Großen der reale Rahmen ist?

Wenn unsere ganze materielle Existenz nur diesen Sinn hat: abenteuerlustigen Bewußtseinen einen kurzen Tripp in die Hölle der Materie zu erlauben?

In seinem Werk „Illusionen“ nimmt Richard Bach diesen Vergleich auf und stellt die Frage, warum wir eigentlich in ein Kino gehen. Tja – warum? Ist doch alles gelogen da – und trotzdem kann man damit (und mit gefärbtem Zuckerwasser) zu einem der größten Konzerne der Welt werden. Damit werden Billionen Dollar bewegt.

Richard Bach kommt auf zwei Gründe für den Kinobesuch: wir wollen was lernen – oder uns unterhalten. Ich füge noch einen dritten hinzu: wir wollen reale Erfahrungen verarbeiten, in denen wir ihnen Bilder geben: darum der Horrorfilm, die moderne Form von Mythos und Märchen.

Wir investieren viel in das Erleben solcher eingebildeten Geschichten – der Konsum dieser Form der Unterhaltung nimmt von Jahr zu Jahr zu, obwohl er rein rational überhaupt keinen Sinn macht: ist doch alles nur Lüge, was dort geschieht – und wir wissen das. Die Naturwissenschaft kann das auch leicht beweisen, dass dort nur Lüge praktiziert wird – aber das wissen wir selber. Gehen wir ins Kino, wollen wir die Geschichte erleben – alles, was uns daran stört, blenden wir aus. Wir könnten uns Gedanken darüber machen, wie der Set hinter dem sichtbaren Bild aussieht – doch wozu sollten wir das machen? Es würde den Zauber des Filmes zerstören.

Der Sinn des Lebens – die Erfahrung von Krieg?

Der Gedanke könnte einem kommen und ist doch schon falsch. Wenn, dann haben wir hier ein Rollenspiel, dass wir nur gemeinsam gewinnen können. Wie können wir hier überleben?

Durch Gemeinsamkeit. Die wunderbare Erfahrung von Hilfsbereitschaft, Solidarität, sozialem Verhalten, die sich geradezu zwangsläufig entwickeln muss, wenn die Umwelt ein gewissen Niveau an Feindseligkeit aufweist. Das macht das Spiel reizvoll und lehrreich zugleich.

Besteht diese Philosophie den „Ausschwitztest“ – oder gehören wir damit zu denjenigen, die freundlich winkend vor dem Lager stehen und den Insassen viel Glück ob ihrer einmaligen Erfahrung wünschen?

Ja, sie besteht ihn. Unser Job wäre es,  in das Lager zu gehen und es aufzulösen, koste es, was es wolle.

Das Spiel wird auf diesem Niveau sehr schwierig, weil es nicht mehr gegen andere Arten sondern gegen die eigene Art geführt wird. Es kann nur verloren werden, Sieger werden die nachfolgenden Insektenrassen sein – oder die Völker der Ratten.

Der Sinn des Lebens: Gemeinschaften bilden, die sich gegenseitig helfen, die Gefahren des Lebens zu überstehen … geht mit und ohne „Gott“.

Den Rahmen des Spiels allerdings können wir uns aufgrund unsere gedanklichen Prägung nicht anders als konstruiert vorstellen, wir als „Linie“ in der Schöpfung finden nur Ordnung im System, wenn wir uns auch einen „Stab“ denken, der das „Backoffice“ unserer Existenz bildet – und dort die notwendigen Anpassungen der jeweiligen Arten plant. Das dies nur einer leistet, ist schwer vorstellbar.

Die Leistungsunfähigkeit unseres Verstandes kann jedoch nicht der Maßstab für Wahrheit sein. Die jedoch können wir – das zeigt die Geschichte der Philosophie insgesamt – überhaupt nicht nähern.

Aber wir können uns für Wahrheiten entscheiden (als Notkonstruktionen, wie sie gelegentlich in der Mathematik auftauchen), die nützlich sind.

Welche Wahrheit bringt uns als Menschheit einen größeren Nutzen:

die Konstruktion, das wir hier auf einem gigantischen Spielfeld sind, um unsere Gemeinschaftstüchtigkeit zu beweisen

oder die Konstruktion, das wir zufällig in einem unerklärlichen, komplexen, chaotischen, völlig sinnlosem Universum sind, das zufällig millionen Jahre lang immer wieder lebenstüchtige Elemente entwirft?

Die Frage entscheidet sich eigentlich im Tode. Auf der einen Seite bedeutet er, dass wir das Spielfeld verlassen – zur ewigen Pause oder um einen neuen Charakter zu erhalten – auf der anderen Seite lockt die absolute, endgültige Vernichtung.

Welcher von diesen Glaubenssätzen eignet sich wohl eher zur Ausbeutung von Menschen durch Menschen? Leider berühren wir hier ein Thema, das zeigt, wie politisch die Frage nach dem Sinn des Lebens eigentlich ist. Was von der fundamentalistisch-materialistischen Naturwissenschaft aktuell gepredigt wird, eignet sich hervorragend zur sozialen und finanziellen Ausbeutung der Menschheit, die vor dem schwarzen Nichts des Todes zittert und alles unternimmt, ihm zu entkommen.

Ist das Leben nur (bitter ernstes) Spiel, fällt es uns leichter, korrekt und solidarisch zu leben – also so, wie es im Rahmen der feindlichen Umwelt geboten ist: es gibt auf einmal Wichtigeres, als nur die ganze Zeit dem eigenen Tod zu entkommen.

Finster wird es jedoch, wenn wir uns nicht zufällig einen liebenden Gott hinzu denken, sondern eine Kraft, die das System Erde zur Selektion geschaffen hat, um Seelen daraufhin zu testen, ob sie in Krisensituationen auch standhalten. Wirkt das in der Natur erkennbare Prinzip der Selektion auch über den Tod hinaus, wird es übel für jene Priester und Konstrukteure des naturwissenschaftlich-kapitalistischen Weltbildes, die die Zelebration des EGO als höchstes Ziel der Menschheit predigen: sie und ihre Gläubigen würden im Leben mit größter Kraft daran arbeiten, nach dem Tode als untaugliches Bewußtseinsmaterial auf dem Müll zu landen: der „zweite Tod“ würde sie erwarten, Bestandteil der Nachtodphilosophien der Mehrheit der bekannten menschlichen Weltanschauungen.

Haben wir ihn nun, den Sinn des Lebens?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein Vorteil der Unmöglichkeit, die „Wahrheit“ zu erkennen, ist, dass wir uns dann auch einfach mal für jene Modelle entscheiden können, die uns selbst den maximalsten Nutzen bringen. Hier wählte der eine das Modell, dass seine Seele für die Unsterblichkeit und Ewigkeit konfiguriert, der andere sammelt lieber Sportwagen auf Kosten von Menschenleben.

Leicht zu sagen, welches Modell für Menschheit und Umwelt am Nützlichsten ist, das Individuum kann jedoch anders entscheiden: immerhin sind wir keine Automaten (wie etwa Ameisen), die nur dem größeren System dienen sollen.

Vielleicht gehen wir auch gar kein Risiko ein, vielleicht gibt es in der Tat einen liebenden Gott, der alles verzeiht und unsere Klimasauereien mit einem Fingerschnippen in die Tiefsee verbannt, damit das Spiel weiterlaufen kann – aber wir wollten wissenschaftlich bleiben: unser System läuft auch ohne Gott.

Es läuft nur nicht ohne Bewusstsein als eigenständiger Kraft im Universum, in der Bedeutung Erde, Wasser, Feuer und Luft völlig gleichgestellt, ein Bewusstsein, das als solches schon erklären kann, wie Evolution funktioniert: es bringt das Element „Willen“ und „Absicht“ mit, das „Gestaltung“ erlaubt. Schon plausibler als „Zufall“, der als Hauptwort keine Aussage hat und den Fehler enthält, das man einem Adjektiv durch Verwandlung in ein Hauptwort eine übergeordnete Realität andichtet: das Wort „Gott“ entwickelte sich vielerorts ebenso.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HEXENGEWISPER

Eine märchenhafte Fälschung?

Autor: U. Gellermann
Datum: 06. März 2012

Kann ich hexen? Es ist die sprachgebräuchliche Hexerei, die in unserem Wortschatz angelagert ist, wie viele andere Märchenfiguren auch: Der Dornröschschlaf existiert immer noch, obwohl unsere Kindheit längst hinter uns liegt, wenn wir ein verschnarchtes Projekt kennzeichnen wollen, auch das Aschenputtel steht zur Verfügung, um einen hässlichen Start zu markieren, der sich dann aber in prinzessliche Höhen aufschwingt und die böse Schwiegermutter lebt sogar dann fort, wenn jemand betont, er habe aber eine wirklich gute Schwiegermutter. Und wenn jemand behauptet, ein anderer habe Kreide gefressen, dann wissen wir: Der sollte besser nicht gewählt werden. In Michael Maars Buch „Hexengewisper“ sind sie fast alle versammelt: Die Märchen, die wir kennen. Er fragt nach ihrer Herkunft und Bedeutung, um uns mit einer Reihe von überraschenden, manchmal fantastischen Antworten zu beehren.

Maar ist ein Illusionszerstörer: Hatten wir doch alle gedacht, die Märchen seien dem deutschen Volksgut entsprungen und so etwas wie ein nationaler Schatz, weist der unerbittliche Autor nach, dass die Brüder Grimm ihre Märchen abgeschrieben haben: Bei Charles Perrault letztlich, einem französischen Schriftsteller und Beamten, finden sich bereits 1697 das Rotkäppchen, der gestiefelte Kater, das Aschenputtel und eine Reihe anderer Motive, die von den Grimms erst 1812 herausgegeben wurde. Maar glaubt, die Brüder hätten sie in ihrer französischen Fassung auf den Nachttischen höherer Töchter gefunden. Eine delikate Variante, die leider ohne nähere Erklärung bleibt. Dass Ludwig Thieck den Perrault bereits 15 Jahre zuvor in einer deutschen Fassung bei Nicolai herausbrachte, ist dem Autor entgangen.

Nicht entgehen lässt sich der Autor die mögliche Herkunft der Märchen aus der Vorzeit: Ist der Frosch – der mal geküsst, mal an die Wand geworfen wird – nicht in vielen Mythen der Welt ein Fruchtbarkeits-Symbol? Findet sich nicht das zentrale Motiv des Brutalo-Märchens vom „Machandelbaum“ schon in der Zerstückelung des ägyptischen Gottes Osiris? Ist die abenteuerliche Reise, von einem, der auszog das Fürchten zu lernen oder von dem, der einen Goldklumpen so lange tauscht bis er ihm als Stein vom Herzen fällt, nicht bereits in den Erzählungen der Höhlenmenschen angelegt, wenn sie denn von der anstrengenden Mammutjagd zurück kommen und die Beute durch ihre Erzählungen vergrößern? In vorzüglichem Deutsch reiht Maar eine Vermutung an die andere, bleibt beweisbare Verbindungen gern schuldig und mag uns nicht sagen, wann und wo er denn die Gespräche der Höhlenmenschen mitgeschnitten hat.

Was wissen wir von Michael Maar? Dass er der sprachmächtige Sohn von Paul Maar ist, der sich Mitte der 60er Jahren eine Reihe von Märchen ausgedacht hat. Darunter auch eine Neufassung von Hänsel und Gretel, in der die Rollen umgeschrieben sind: Die Hexe ist gut und die Kinder sind böse. Und wir wissen auch, dass wenige Jahre zuvor Hans Traxler eine Wissenschaftssatire geschrieben hat, in der Hänsel und Gretel der Hexe das Lebkuchenrezept entwenden wollen und sie später ermorden. Es gab damals nicht wenige, die Traxlers Fassung für die wirkliche Wahrheit hielten. Liegt hier die Spur, die Michael Maar aufgenommen hat, wenn er diverse Sexsymbole in die Märchen hineindeutet und eine homoerotische Verwandtschaft von Andersens Meerjungfrau-Motiven mit Thomas Manns Zauberberg-Themen behauptet? Das wäre dann ein wundervolles, fröhliches Fake. Wenn nicht, bleibt immer noch ein Essay, dessen Unterhaltungswert weit über dem halbwegs wahren Märchen vom bösen Wulff liegt, der keine Geisslein gefressen hat aber doch vom Springer-Konzern versenkt wurde.
Buchtitel: Hexengewisper
Autor: Michael Maar
Verlag: Berenberg

Mit Dank Herrn Gellermann und die Rationalgalerie

Ehe ich es vergesse: Amazon ist Böse, kauft bei den kleinen Buchhändlern.

Aprilscherze 2011

Nein, ich denke, die Hälfte der Meldungen sind Wahr und nur zum Schein als Aprilscherz ausgegeben worden.

Ein großer Teil ist vom Bildschirmarbeiter. Eine Seite, die politisch völlig Irrelevant ist, mich aber ständig zum Lachen bringt und die ich hiermit unbedingt empfehlen möchte!

Los gehts:

Die Linke meldet Erlaubnis zum Betrieb von Coffee-Shops nach holländischen Vorbild in NRW
Da bin ich ja fast ein wenig traurig geworden als ich aufs Datum schaute

Guttenberg wird BILD-Chef
Und?

Apple eröffnet Store im Vatikan
Wird Steve Jobs endlich Heilig gesprochen?

Sarrazin kandidiert für Berliner FDP
Warum FDP?

Deutsche E-Mails ab 2013 ohne “@”

Ungeklärter Mordfall: FBI bittet um Mithilfe beim Code-Knacken

Aus PIRATEN wird CPU
In Bayern…

Arschlecken24.de
Kein Kommentar…

Obama: Dollar ist nur Illusion
Hmm, so falsch ist das doch gar nicht

 

Und wenn da versehentlich ein Nichtaprilscherz dazwischen war, sollten wir um Entschuldigung bitten. Tun wir aber nicht.

Viele weitere Versuche Lustig zu wirken gibt es:

Hier, und hier und wenn ich noch weitere finde auch hier.

Eigentum ist Diebstahl und Aschenputtel ist überall: erste Schritte in die Freiheit

Dieser Satz wurde mal Rudolf Augstein vom „Spiegel“ zugeschrieben. Genau sagte er: Eigentum ist kein Fetisch, sondern legitimierte und verrebbare Räuberei.

(Quelle: Dagegen, Hörner/Jonas,  Eichbornverlag 2003, Seite 103)

Der Satz Eigentum ist Diebstahl stammt von Proudhun. Wenn ist diesen Satz höre, denke ich immer gleich: jetzt wollen die Kommunisten auch noch meine Plattensammlung. Andere, die das jetzt lesen, denken: jetzt will der Eifelphilosoph an mein Eigentum.

Beides stimmt.  Gerne würde ich jedem alles gönnen, aber leider sind bei der Verteilung Lumpen am Werk gewesen, weshalb wir über Eigentum noch einmal ganz von vorne nachdenken müssen.

Früher hatten wir mal ein Dorf.  Jeder hatte ursprünglich mal ein Dorf, denn Menschen sind nicht blöd und allein nicht überlebensfähig. China, Indien, Afrika … alles voller Dörfer, bewohnt von Stämmen.

Gehörte jedem alles?

Nein, natürlich nicht. Es gab Dinge, die wurden Menschen geschenkt um ihre Leistung zu würdigen. Ein besonderes Fell, ein besonderer Pfeil, ein hübsches Pferd … Dinge von echtem Wert, keine Orden a´la Held der Arbeit.

Manche bauten auch Zäune.  Je wilder die Tierwelt, umso wichtiger war der Zaun.  Eigentum wurde also deutlich gekennzeichnet. Eigentum? Nein. Kennzeichnung? Nein. Der Zaun sollte den Löwen von den Kühen fernhalten. Die symbolische Signalwirkung von Zäunen, die ja heutzutage überall herumstehen, war für den Löwen nur mit Mühe zu verstehen – und da er Hunger hatte und keine Lust auf Rätsel, hätte er sich um sie auch nicht groß gekümmert.  Für die, die Ackerbau betrieben, waren Zäune ebenfalls wichtig.  Zäune und Hunde. Gerne ging die Kuh auch mal ins Getreide um sich einen richtig schönen Tag zu machen, das war nicht im Sinne derjenigen, die mit Hilfe ihrer Arbeitskraft ein Feld geschaffen hatten.

Aber der Rest der Welt … war frei.

Tausende von Jahren später ist schon mal umverteilt worden. Wesen mit blauem Blut stiegen aus dem Dunkel der Geschichte hervor und riefen:

„Alles meins!“.  Unter Zuhilfenahme von Lumpengesindel, Waffentechnik und Burgenbau (auch heute noch eine gefährliche Kombination) erfanden sie etwas ganz Neues: „Besitzanspruch auf Land“.  Und dazu: Zins, Steuern, Pacht und was ihnen sonst noch so alles einfiel, um anderen die Früchter ihrer Arbeit zu stehlen.  Normalen gottesfürchtigen Menschen wäre das nicht in den Sinn gekommen.  Die Welt gehört Gott und damit allen, aber die Legionen Satans waren da anderer Meinung.

Aber selbst unter diesen Umständen hielt sich die gute Sitte, das Arme, Kranke, Witwen und Waisen ihr eigenes Vieh auf der Gemeindwiese halten durften, damit sie nicht verhungerten.  Erschwerten die Legionen Satans auch den Alltag, so war es für den Einzelnen doch kein Grund, unmenschlich zu werden.  Auf der Gemeindewiese steht heute ein Supermarkt.

Das wäre nicht weiter schlimm, denn die Gesellschaft hat einen Weg eingeschritten, der alle von dem biblischen Fluch der Arbeit befreien könnte.

Große Maschinen leisten überall Arbeit, mehr, als alle Menschen zusammen je könnten.

Puh„, sagt der Bauer, „Endlich Schluß mit der Plackerei. Ist ja auch für unsere Armen gut, jetzt kann ja endlich jeder genug haben, um nicht zu leiden„.

Ein sehr vernünftiger Mann, der Bauer.  Waren sie schon immer. Sie können sich Irrtümer nicht leisten, sonst überleben sie den Winter nicht.

Leider ist der Adel anders. Als Berufsstand, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat,  für immer und ewig von der Arbeit der anderen zu Leben, kann er natürlich nicht dulden,  das die Befehlspyramide ins Wanken gerät.  Erfunden wird: die  BESCHÄFTIGUNG. Völlig sinnfreie Tätigkeiten, mit denen wir heute zum Aschenputtel werden:

Eugen Drewermann: Die Geschichte vom Rumpelstilzchen spricht von einem Mädchen, das vom Vater einem König versprochen wird mit der Kunst, Stroh in Gold spinnen zu können. Und wenn dieses Kind das nicht schafft, wird es hingerichtet werden. Die Märchen der Brüder Grimm sind voll von Geschichten armer Leute, die auf sozialen Aufstieg hoffen, aber dabei Unglaubliches leisten müssten, viel mehr als sie vermögen. Das Märchen vom Rumpelstilzchen erzählt nun, dass es vielleicht sein kann, den Leistungsförderungen der Umgebung perfekt sich anzupassen, aber nur um den Preis des Opfers, der eigenen Gefühle, der eigenen Kindheit, der eigenen Persönlichkeit. Am Ende muss dieses Mädchen sich selber mit dem Kind, das es zur Welt bringt, versprechen einem Gnom, der ihm dabei behilflich ist, bei dem Kunststück, wie man aus Nichts Goldwertes schaffen könnte, behilflich zu sein, nur wenn man den Namen dieses Gnoms kennt. Zweierlei liegt in meinen Augen darin. Das Wirtschaftssystem, das wir heute haben, anerkennt überhaupt keine Werte mehr. Alles ist in den Händen des Kapitalismus wie Stroh. Brennende Urwälder, Elend in unglaublicher Form, die für nichts gilt, wenn man nur Gewinne damit einheimsen kann, und gleichzeitig aus diesem Nichtigen muss eben Gold gesponnen werden ohne Rücksicht auf die Menschen. Eine Geschichte, die über 190 Jahre alt ist, und doch so modern, wie sie nur irgend sein kann.

Vielleicht erkennt der eine oder andere in dem Gnom seinen Vorgesetzten wieder, doch diesen Gnom trägt man auch in sich selbst:

Heinemann: Wer spielt denn heutzutage die Rolle dieses Gnoms, dieses Rumpelstilzchens?

Drewermann: Ich denke alle Gefühle, die wir opfern müssen, um Karriere zu machen, lassen sich repräsentieren in diesem Zwergenwesen unserer selbst, in dieser Homunkulusgestalt, die immer trickreich ist, immer fleißig, jede Nacht durcharbeitet. Die Müllerstochter, die hoffte auf diese Art Karriere zu machen, muss nach und nach alles von sich opfern. Wie viele Frauen vor allem kenne ich, die an Gicht leiden, an Arthrose unter dem Dauerstress, in den man sie gestellt hat, um Beruf und Familie, um Karriere und Kind miteinander unter einen Hut bekommen zu können. Sie leiden endlos und sie opfern ständig. Sie sind am Ende mit 50 so ausgebrannt und leer, dass sie kaum noch wissen wofür sie existiert haben. Die Kinder sind schon wieder aus dem Hause, aber sie haben sie kaum kennen gelernt. Was das Märchen vom Rumpelstilzchen dabei sagen kann sind dringende Warnungen. Höre auf dein Herz und lass dich nicht ein auf einen Pakt, der in den Märchen sonst beschrieben wird als ein Pakt mit dem Teufel. Man kann dabei sehr reich werden, verliert aber seine Seele.

Und da stehen wir nun: angepaßt, leistungsorientiert, in Kenntnis aller Dinge, die „man“ machen muß. Obwohl Maschinen uns die Arbeit abnehmen, haben wir weniger Zeit als zuvor.  Unsere Großeltern kannten noch die 60-Stunden-Woche … sechs Tage a´ zehn Stunden.

Viele von uns wären doch froh, wenn sie das hätten! Nur noch sechzig Stunden arbeiten. Offiziell arbeiten wir weniger, das stimmt.  Aber dann haben wir zusätzlich soziale Zwänge erschaffen, die uns erwürgen.  Wir feiern uns zu Tode, da unsere Feiern den Ansprüchen des Adels genügen müssen, wir aber kein Personal haben, das die Feiern für uns gestalten sind wir …. sehr beschäftigt. Weihnachten, Ostern, Geburtstage, Karneval, Halloween … und wer Kinder hat, bekommt noch einen dicken Packen oben drauf.  Unser eigenes kleines Rumpelstilzchen hat uns voll im Griff.

Frühere Generationen wußten das … und erzählten sich deshalb Märchen, um sich zu warnen. Frühere Generationen wußten sogar, das Eigentum Diebstahl ist, denn der Eigentumsanspruch auf LAND ist der Eigentumsanspruch auf alle Gewächse, die dort ohne Zutun des Menschen wachsen. Er ist der Anspruch auf das Essen der Menschheit, der so absurd ist wie der Anspruch auf die Luft.  Wir brauchen Tiere, um uns zu erinnern:

Drewermann: Die Geschichte von den Bremer Stadtmusikanten ist in aller Munde des berühmten Satzes wegen „was besseres als den Tod findest du überall“. Aber die wirkliche Weisheit dieser Geschichte, die Revolution, die in ihr liegt, besteht in der Feststellung, die jedem sonnenklar sein könnte und dennoch stets verschwiegen wird, dass ein Wirtschaftssystem nicht Recht haben kann, das Menschen festlegt und überhaupt nur leben lässt durch ihre Leistungsfähigkeit, durch die Effizienz ihrer gesellschaftlichen Aktivitäten. Und das erleben zumindest die alt gewordenen spätestens. Die Geschichte ist deshalb überraschend, weil die Hausbesitzer entlarvt werden als Räuber. Eigentum ist Diebstahl. Und die Räuber, die da im Hause sitzen und sich vollprassen und mästen, anerkennen in ihrem Unbewussten, dass sie Diebe sind. Der Hahn, den sie hören, oben auf dem Dach, nachdem die Tiere das Haus besetzt haben, erscheint ihnen wie der oberste Richter, der schon die Festnahme der Schelme in Auftrag gibt, und sie wagen nicht mehr zurückzukehren. Das ist wirklich märchenhaft, dass mal eine Revolution sei, die nicht sofort wieder von der Gegenrevolution kassiert wird wie etwa Allende durch Pinochet.

Es ist etwas, dessen wir uns erinnern müssen.  Unsere Kinder brauchen Märchen, weil Märchen eine Tiefenstruktur haben, die der Germanist nicht mehr erfassen kann. Märchen sind Philosophie in Bildern….und deshalb sie sind wahr. Und so ist es sinnvoller, nicht auf die Partys der Seelenlosen zu gehen, sondern sich mit den Nachbarn über eine dringend notwendige Bodenreform zu unterhalten. Die Lumpen haben es in der Tat gewagt, die Gemeindewiese zuzubetonieren und jetzt wollen sie der armen Witwe, die sich so aufopferungsvoll um die Waisen und Behinderten im Dorf gekümmert hat, auch noch das Geld wegnehmen, das ihr Ersatz war für ihr Recht, ihr Vieh auf dem Gemeindeland weiden zu lassen.

Diese Geschichte stinkt zum Himmel! Und wir alle machen uns des Mordes schuldig, wenn wir tatenlos zusehen. Suchen wir also mal nicht nach einer neuen Möglichkeit zum Feiern, schmeißen wir eher mal ein paar Feste ´raus oder gestalten sie viel einfacher.  Unsere Hartz IV-Witwen und Waisen können sich keine aufwendigen Geschenke erlauben, wir beschämen sie durch unsere Kultur – und das ist ein Übel, das WIR in die Welt setzen.  Es wäre schon ein gutes Zeichen, die materielle Geschenkekultur abzubauen. Das tut keinem weh und bringt vielen Nutzen. Den Kindern … kann man auch so nebenbei was schenken. Und je mehr wir uns diesem Terror entziehen, umso freier werden wir, umso schwächer wird jener kleine Terrorgnom in uns, der uns durchs Leben jagt – und jener Gnom gilt als erstes entsorgt.  Sein Weg bringt uns in eine unglaubliche Armut: die Armut der Seele.  Wir werden wie Wesen, denen man Augen und Ohren nimmt,  damit sie nur weiter kräftig das Mühlrad treten können. Was bringt mir dann der ganze Reichtum, wenn ich keine Muße habe, ihn zu genießen und der Traum vom Eigenheim zum Alptraum wird?

Heinemann: Aber Stichwort Aktualität. Nicht jeder, der mit Mühe sein Eigenheim abstottert für seine Familie, ist doch gleich ein Dieb.

Drewermann: Das mag sein und man hat sicher nichts zu sagen gegen die kleinen Leute, die versuchen, in diesem System zurecht zu kommen. Aber Adornos Satz gilt natürlich: Man kann im Verkehrten nichts Richtiges machen. Wir alle sitzen in einer Tretmühle, an deren Rändern 50 Millionen Menschen jedes Jahr an Hunger sterben. Wir könnten für 20 Milliarden Euro, die Hälfte des Wehrhaushaltes der Bundesrepublik, allen Menschen Zugang zu Trinkwasser schaffen. Wir könnten ungefähr für die gleiche Summe die Slums um die Großstädte der Welt auflösen. Sao Paulo, Rio, Bombay einmal vorgestellt ohne Slums. Wir könnten wirklich etwas tun für den Frieden, für die Einheit der Menschen, für eine Globalisierung der Humanität und der Verantwortung und genau das Gegenteil tun wir. Die kleinen Häuslebauer müssen alleine für die Kredite, die sie aufnehmen, endlose Zinsen zahlen und wieder mästen sie dabei die schon Reichen mit überflüssigen Abgaben und werden dabei immer ärmer.

(Quelle Drewermanninterview: Deutschlandfunk)

Und wenn wir den inneren fiesen Gnom erschlagen haben und uns aus den Ketten der Zeitdiebe befreien konnten … sollten wir uns mal wieder Gedanken über eine Bodenreform machen. Der Boden … gehört uns allen.  Wie die Luft und das Sonnenlicht.  Wenn ich jedoch … in manche Fabriken hineinschaue, in manche geschlossene psychiatrische Anstalten oder manche Großraumbüros so sehe ich, das man schon jetzt anfängt, Menschen sogar noch Luft und Licht wegzunehmen.

Hätte man das wiederum den Gebrüdern Grimm erzählt … sie hätten es nicht geglaubt.  Die Geschichte unserer Welt könnten wir diesen Herren nur als Märchen vorstellen:

„Und einst kam der Fürst der Finsternis auf die Erde und alles wurde öde, wüst und leer.  Baum, Strauch und Tier wurden getötet, die fruchtbaren Felder mit hartem Stein überzogen auf denen metallene Wölfe Jagd auf Menschen machten.  Überall war ein Lärmen und Tosen, und Gifte in Wasser und Luft, so das die Menschen einsam Zuflucht in ihren kleinen Höhlen suchten – außer jenen, die dem Feind des Lebens dienten, sie bekamen Paläste die umso größer waren,  mehr Land und Leben sie selbst zu vernichten bereit waren“.

(Quelle: Eifelphilosophs Reiseberichte aus der Stadt)

Und jetzt … müssen wir uns nur noch überlegen, wie das Märchen weitergehen soll.  Wie soll unser Held sein … und wie sein erster Schritt?

Wie er aussieht weiß ich schon.

Schaut in den Spiegel, dort seht ihr ihn.

Ob er gewinnt oder versagt, entscheidet nur ihr selber.

Ach ja, und eins noch: der König ist schon tot. Aber seine Höflinge haben sich sprunghaft vermehrt und sind zur Plage geworden.

Demokratie ist schon klasse

„Es war der Tag nach Weihnachten und fast alle lagen noch erschöpft, vollgefressen oder betrunken von Glühwein, Single Malt oder Sekt in den Betten, als Diane nach draußen in den schmutzig-grauen Schnee trat.“

Ein schönes kurzes Märchen für Zwischendurch von Twister auf telepolis.de.

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