Macht

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Wie ziviler Ungehorsam in Moskau dazu geführt hat, dass Impfnachweise wieder abgeschafft wurden!

Die Idee den Ungeimpften das Leben zunehmend schwerer zu machen, um die Menschen direkt oder indirekt mit stetig steigender Intensität zum Impfen zu zwingen, hat gerade weltweit Konjunktur.

In vielen Ländern und Regionen erhöht man kontinuierlich den Druck auf Ungeimpfte und diskriminiert sie systematisch bei immer größeren Teilen des gesellschaftlichen Lebens.
Und in dem Zusammenhang möchte ich in diesem Video über das Beispiel Moskau reden, denn dort haben es die Menschen geschafft, die übergriffige Regierung zurückzuweisen.

Denn die Menschen haben mehr Macht, als sie realisieren!

Stiftung Corona Untersuchungsausschuss – Sitzung 53: Selbst bestimmen

Der Covidianische Kult

Die Gemeinschaft der Corona-Gläubigen gleicht einer Sekte — mit der Mitgliederzahl einer Weltreligion.

Eine wirre Ideologie, die einen Plan verfolgt, ihre Anhänger Schritt für Schritt zu transformieren. Totale Kontrolle des Bewusstseins und der Versuch, Menschen radikal aus ihrem bisherigen Lebensumfeld herauszureißen. Systematische Erzeugung eines Ohnmachtsgefühls. Ein rigides System von Belohnung und Verhaltenskontrolle. Autoritäre Strukturen und die Neigung, Abweichler zu brandmarken und zu verstoßen (…) Denkt man da nicht automatisch an einen gefährlichen religiösen Kult? Nur weil die Anzahl der betroffenen Menschen so groß ist, fällt den meisten Beobachtern des Corona-Geschehens der Begriff „Sekte“ nicht ein. Aber auch ein Wahn mit sehr vielen Anhängern bleibt ein Wahn. Bereits im Oktober 2020 schrieb der Autor einen Aufsatz mit dem Titel „Der Covidianische Kult“ (1), in dem er die sogenannte Neue Normalität als eine globale totalitäre ideologische Bewegung beschrieb. Die Entwicklungen der letzten sechs Monate haben die Richtigkeit dieser Analogie bewiesen.

Ein Kommentar von C. J. Hopkins.

Ein volles Jahr nach der anfänglichen Verbreitung der äußerst schockierenden und völlig fiktiven Fotos von auf der Straße tot umfallenden Menschen, der prognostizierten 3.4 Prozent Todesrate und dem ganzen Rest der offiziellen Propaganda, trotz des Mangels an jeglichen tatsächlichen wissenschaftlichen Beweisen für eine apokalyptische Seuche — und der Fülle der gegenteiligen Indizien —, verhalten sich Millionen Menschen weiterhin wie Mitglieder eines riesigen Todeskultes, laufen in der Öffentlichkeit mit medizinisch aussehenden Masken herum, wiederholen roboterhaft nichtssagende Plattitüden, quälen Kinder, ältere Menschen, Behinderte, verlangen, dass jeder sich gefährliche experimentelle „Impfstoffe“ injizieren lässt, und verhalten sich einfach generell wahnhaft und psychotisch.

Corona, Macht und Tyrannei

Das Mephisto-Prinzip in der Politik. Machiavelli reloaded.

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
Mephisto, Faust Teil 1

Wer hat das schon mal erlebt: ein Chef, seltener eine Chefin, oder ein Vorgesetzter, der einen „rundmacht“, herunterputzt, anschreit, lauthals schimpft, seine Wut oder Dampf ablässt? Ich selbst habe das oft erlebt. Es gibt unzählige Schilderungen von Betroffenen dazu. Vor allem in Konzernen und Unternehmen, aber auch im Militär und anderen straff organisierten Großorganisationen habe ich den Eindruck, ist das durchaus verbreitet.

Aber nicht nur im Berufsleben gibt es das. Machtpositionen scheinen häufig das Tor zu aggressiven Gefühlen zu öffnen. Die Geschichte ist voll von Tyrannen, Diktatoren, Usurpatoren oder Machtmenschen, die oft grausame Herrschermethoden anwenden, von Einsperren, Enthaupten, Erschießen über Misshandlungen aller Art von Untergebenen, sowohl eigene Untertanen wie erst recht von Gefangenen, Feinden oder Andersdenkenden. Manchmal wurde auch einfach der Überbringer von schlechten Nachrichten kurzerhand einen Kopf kürzer gemacht. Das gilt nicht nur für weit zurückliegende Zeiten, sondern durchaus auch für die jüngere und jüngste Geschichte. Von Nero über Napoleon, Mussolini, Hitler, Stalin, Mao bis Pinochet oder Pol Pot wissen viele Milliarden Menschen ein trauriges Lied davon zu singen.

Auch in anderen Lebensbereichen, im tagtäglichen Leben existiert es. Ich hatte zwei Lateinlehrer. Der eine schrie immer wieder in der Klasse herum, ließ Liegestützen und Kniebeugen machen und hatte ganz offensichtlich seine Freude an seinen tyrannischen Auslassungen. Ein paar sensible Mädchen hielten das nicht aus und fielen wegen Latein durch. Der andere Lateinlehrer hatte einen stark sadistischen Hang, verteilte mit süffisantem Grinsen und großer Freude die schlechten Noten und kündigte im Voraus an, wer am Schuljahresende durchfallen werde. Das kam auch tatsächlich so. Also auch manche Lehrer, die ja in Machtpositionen gegenüber Schülern sind, haben und leben manchmal eine sadistische Ader.

Was ich damit sagen will: Mit der Macht, mit Machtpositionen scheint häufig die Lust am schlechten Behandeln anderer Menschen, an Unterdrücken, an Sadismus, am Schaden-Wollen anderer, Hand in Hand zu gehen. Ich gehe aber davon aus, dass es vermutlich vor allem andersherum gilt: Machtmenschen haben häufig einen starken Instinkt oder Trieb zu Unterdrückung, Sadismus, zum Schaden-Wollen, zum Böses-Tun und sie versuchen daher, in Machtpositionen zu kommen, um diesen Trieb auszuleben.

Amazing Polly – Eine kleine Anzahl von Psychopathen kontrolliert die Gesellschaft

Polly reagiert auf Kommentare zu ihrem vorherigen Video und bespricht dann einen Abschnitt aus „Politische Ponerologie“: den übergroßen Einfluss von Psychopathen.

 

Deutsche Übersetzung & Voice-over: Brittsche —> https://t.me/brittsche
Pollys Originalvideo vom 20.04.2021: https://www.bitchute.com/video/A5MKB149PZER/

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Das Einmaleins der Macht

Die Techniken der Herrschaftsausübung sind über viele Epochen hinweg gleich geblieben und wurden perfektioniert.

Ein Standpunkt von Dharmendra Laur.

Die Besetzung wechselt, aber das Theaterstück bleibt im Prinzip das gleiche. Mit dem derzeitigen politischen Geschehen ist deutlich geworden: Auch heute noch, in unseren westlichen Gesellschaften, existieren Kräfte, die über so viel Macht und Einfluss verfügen, dass sie weitreichende Veränderungen gegen das Interesse der Allgemeinheit durchsetzen können. Im Gegensatz zu den Monarchen der Vergangenheit herrschen diejenigen, die heute schalten und walten, jedoch nicht direkt. Sie halten sich im Hintergrund, und oft ist nicht einmal klar, bei wem die Fäden eigentlich wirklich zusammenlaufen. Durch einen sorgfältigen Vergleich heutiger Machtstrukturen mit denen vergangener Epochen können wir jedoch durch den Nebel der Verschleierung hindurchblicken und jene Gruppe identifizieren, welche die Geschicke der Welt weitgehend dirigiert.

Herrschaft im Mittelalter

In der Vergangenheit wurde Macht vor allem auf zwei Arten ausgeübt: zum einen durch rohe, physische Überlegenheit und die damit einhergehende Fähigkeit, Zwang auszuüben; dem gegenüber steht die Machtausübung durch eher subtile, intellektuelle Überlegenheit, mit deren Hilfe man andere, vorwiegend durch Täuschung, manipulieren und kontrollieren kann.

Während des Mittelalters waren in Deutschland und Europa beide Formen präsent. Die grobe, weltliche Macht lag formal in den Händen der Fürsten und Könige, die über Armeen verfügten und ihren Willen gewaltsam durchsetzen konnten. Der Klerus, also die Vertreter der sogenannten Geistlichkeit, bestimmte maßgeblich, woran die Menschen damals glaubten. Die Geistlichen waren die Herren der Meinungen und Ansichten und genossen hohes Ansehen und Vertrauen. Das brachte sie in eine Position, in der sie ihre Zuhörer, von ihrer Kanzel herab, beinahe nach Belieben mit Gedanken und Ideen füttern konnten. Viele der gepredigten Inhalte zielten vor allem darauf ab, Vorteile für die klerikale Klasse zu schaffen .…

Biden’s “Politik” – Valeriy Pyakin

Wer die Macht hat, bestimmt die Qual

Über die politisch motivierte Pulverisierung gesellschaftlicher Ebenen

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der Volksmund spricht, wer die Wahl hat, hat die Qual.

Bezogen auf die gesellschaftliche Situation der zurückliegenden und kommenden Monate kann der Ausspruch dahingehend genutzt werden, wie kann ich, wie möchte ich mein individuelles Dasein gestalten?

Was passiert jedoch, wenn das Individuum die persönliche Wahl nicht eigenständig vollziehen kann? Der Entschluss verhindert wird. Wenn politische Macht dahingehend missbraucht wird, dem Wähler in Bezug auf seine im Grundgesetz niedergeschriebenen Rechte, die Umsetzung einer Fremdentscheidung, eines Beschlusses aufzuzwingen. Dies erfolge vermeintlich nur zugunsten seines individuellen Wohlbefindens. Dieser Eingriff in das Leben, sei zudem politisch legitimiert schlicht zu erdulden.

Die zurückliegenden Entscheidungen der machthabenden Politik entstanden aus einer Machtposition heraus, die ihnen entsprechende Wähler ermöglicht haben. Mitgehangen, mitgefangen, denken sich da Millionen Nichtwähler und Unterstützer sogenannter Oppositionsparteien.

Wer keine Wahl hat, hat also automatisch die verordnete Qual? Muss der, der keine Wahl hat, jedoch diese Qual auch ertragen? Seit Wochen wird diskutiert, auch gerätselt, warum ein sehr hoher Anteil der Bürger die Corona-Maßnahmen inbrünstig mittragen, zumindest erdulden.

Neben dem Gehorsam, ausgehend der selbstverständlichen Identifikation mit der Regierungspolitik, überwiegt die diffuse Angst. Die Angst zu widersprechen, zu versagen, nicht dazu zugehören. Die Angst vor der Wahrheit? Vor dem Unbekannten. Die Angst vor der Täuschung? Sich selbst belogen zu haben?

Die lodernde Angst wird aktuell sehr eng gekoppelt an das Fünkchen Hoffnung. Der Hoffnung auf eine Normalität, die so wie gekannt und rückblickend wenig geschätzt, nun über die letzten Monate für viele immer noch mit einem Gefühl großer Verwunderung vollkommen abhanden gekommen ist. Die einzige Gewissheit der Gegenwart? Dieser Status quo wird sich zeitnah nur bedingt verändern.

Genozid unter dem Deckmantel der Krankheitsbekämpfung

Ein Kommentar von Christian Kreiß.

Einleitung

In einem seiner letzten Werke, „Der Antichrist – Fluch auf das Christentum“, schreibt Friedrich Nietzsche 1888 auf den ersten Seiten:

„Was ist gut? – Alles, was das Gefühl der Macht, den Willen zur Macht, die Macht selbst im Menschen erhöht. […] Was ist Glück? – Das Gefühl davon, dass die Macht wächst. […] Die Schwachen und Missratenen sollen zugrunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen. Was ist schädlicher als irgendein Laster? – Das Mitleiden der Tat mit allen Missratenen und Schwachen, das Christentum…“

Ich habe den Eindruck, dass diese Zeilen von Nietzsche seit 2020 eine ungeahnte Aktualität gewonnen haben.

Lockdownpolitik in Entwicklungsländern

In einer Ende Januar erschienenen Studie mit dem Titel „The Inequality Virus“ (1) geht oxfam auf die gravierenden negativen Auswirkungen der staatlichen Zwangs-Lockdownmaßnahmen in den Entwicklungsländern ein. Weltweit seien etwa 1,7 Milliarden Kinder von den Schulen ausgesperrt worden, in den Entwicklungsländern beinahe vier Monate, in den Industrieländern etwa sechs Wochen. In den Entwicklungsländern traf es also die Kinder sehr viel schlimmer als in den Industrieländern. Da die Internet- und Technik-Ausstattung in den armen Ländern und insbesondere in den Unterschichten oft sehr schlecht ist, hieß das für ein Millionenheer von unterprivilegierten Kindern das Ende der Bildung, das Ende der Hoffnung auf ein besseres Leben. Oxfam weist ausdrücklich vielfach darauf hin, dass die Lockdown-Politk im Wesentlichen die Unterprivilegierten dieser Erde trifft.

Wir befinden uns im Krieg

Ein Standpunkt von Peter König.

Wir sind im Krieg. Ja. Und ich meine nicht West gegen Ost, gegen Russland und China, noch die ganze Welt gegen ein unsichtbares Coronavirus. Nein. Wir, das gemeine Volk, befinden uns im Krieg gegen ein immer autoritäreres und tyrannischeres, elitär globalistisches System, das von einer kleinen Gruppe von Multimilliardären regiert wird, die schon vor Jahrzehnten geplant haben, die Macht über die Menschen zu übernehmen, sie zu kontrollieren, sie auf das zu reduzieren, was eine winzige Elite für eine „angemessene Anzahl“ hält, um Mutter Erde zu bewohnen – und den Rest der Überlebenden zu digitalisieren und zu robotisieren, als eine Art Leibeigene. Es ist eine Kombination aus George Orwells „1984“ und Aldous Huxleys „Brave New World“.

Willkommen im Zeitalter der Transhumanen. Wenn wir es zulassen. Deshalb braucht es Impfungen in Warp-Geschwindigkeit, um uns transgene Substanzen zu injizieren, die unsere DNA verändern könnten, außer wir wachen auf, oder zumindest eine kritische Masse wird sich bewusst – und verändert die Dynamik. Denn Dynamiken sind nicht vorhersehbar, schon gar nicht langfristig.

Der Krieg ist real, und je eher wir alle das erkennen, je eher die Maskierten und die sozial Distanzierten die weltweit dystopischen Zustände zur Kenntnis nehmen, die wir unseren Regierungen erlaubt haben, desto besser ist unsere Chance, unser souveränes Selbst zurückzuerobern. Heute sind wir mit völlig illegalen und unterdrückerischen Regeln konfrontiert, die alle unter dem Vorwand des „Gesundheitsschutzes“ auferlegt werden. Ungehorsam wird mit hohen Geldstrafen geahndet; Regeln, die von Militär und Polizei durchgesetzt werden: Maskentragen, soziale Distanzierung, Aufenthalt im erlaubten Radius unserer „Häuser“, Quarantäne, Fernbleiben von unseren Freunden und Familien.

In der Tat, je eher wir, das Volk, eine alte vergessene Eigenschaft der Menschheit aufgreifen – die „Solidarität“

https://www.wiki-tube.de/videos/watch/e697354f-b096-4605-8259-8424260f2d60

Demokratie, die es nie gab… schon gar nicht mit Covid

Ein Kommentar von Peter König.

Brüssel (EU- und europäisches NATO-Hauptquartier) – Am 21. Oktober 2020 berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa), dass Deutschland NATO-Soldaten für mögliche Covid-19-Operationen zusagt: „Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere NATO- und Partnerländer entsandt werden. Wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte, hat die Bundesregierung der NATO Unterstützung für ihren Notfallplan „Allied Hand“ zugesagt. Danach sollen bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten der Truppe für Auslandseinsätze zur Abwehr atomarer, biologischer oder chemischer Gefahren zur Verfügung gestellt werden. Der Notfallplan soll z.B. dann aktiviert werden, wenn in alliierten oder NATO-Partnerländern aufgrund sehr hoher Infektionsraten ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems droht und der betroffene Staat um Unterstützung bittet“.

Im Klartext bedeutet dies, dass deutsche Soldaten in covidbezogenen „Kriseneinsätzen“ bei anderen NATO-Partnern eingesetzt werden können. Covid-Einschränkungen und damit verbundene staatliche Unterdrückung und Tyrannei können zu massiven zivilen Unruhen führen, und deutsche Soldaten, alias deutsche NATO-Soldaten, könnten zusammen mit Soldaten aus anderen NATO-Ländern den örtlichen Regierungen helfen, solche potentiellen Umwälzungen der Bevölkerung mit militärischer Gewalt zu ersticken. Scharfe Kugeln und Töten, wenn „notwendig“.

In einigen europäischen Ländern, d.h. in Slowenien, der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn, Spanien – und natürlich auch in Deutschland selbst – sind die Unruhen bereits deutlich sichtbar. Auch in Frankreich, derzeit eines der repressivsten Regime in der westlichen Welt, kochen die zivilen und gesellschaftlichen Unruhen hoch.

Pharaonen im Learjet und Freiherren im Forstgut -Teil 1: Jenseits der Schwerkraft und doch eisern angekettet

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Christoph Gröner (Bild aus Doku „Ungleichland“ / ARD / Youtube)

Über den Wolken in seinem Learjet sitzend, erzählt der Selfmademan Christoph Gröner über eine verblüffende Erfahrung, die er macht, seitdem er in die Riege der Superreichen aufgestiegen ist: Sein Geld sei einfach nicht kaputtzukriegen.

„Wenn Sie 215 Millionen haben und schmeißen das Geld zum Fenster raus, dann kommt’s zur Tür wieder herein. Sie kriegen es nicht kaputt. Sie kaufen Autos? Das Auto kriegt mehr Wert. Sie kaufen Häuser? Die Immobilien kriegen mehr Wert. Sie gehen in Gold? Das Gold wird mehr wert. Sie können’s nicht durch Konsum zerstören, das Geld.“

Die jüngst ausgestrahlte ARD-Reportage „Ungleichland – Wie aus Reichtum Macht wird“, in der solche Lebensweisheiten zum Besten gegeben werden, berührt zwar nicht einmal ansatzweise die wirklich zugrundeliegenden Probleme unserer heutigen Zeit und kratzt lieber an oberflächlichen Klischees, aber dennoch gibt sie einige interessante Streiflichter und macht uns bekannt mit Prachtexemplaren unserer Leistungsgesellschaft, denen man beim Einkaufen im Aldi in der Regel nicht begegnet.

So etwa Christian Lothar Ludwig Hugo Wilhelm Maria Reichsfreiherr von Mauchenheim, genannt Baron von Bechtolsheim. Der selbstbewusste Mann gehört zu jener Erblinie aus der Handelsdynastie der Fugger, die sich bis ins 21. Jahrhundert durchgefuggt haben und beim großen Festessen auch heute noch ganz vorne mit an der Tafel sitzen. Sein Brot verdient der Freiherr selbstverständlich nicht als Kühlregalschlichter bei Lidl, sondern ganz standesgemäß mit Private Banking für betuchtes Klientel: „Wir helfen dabei, das Vermögen von Familien über Generationen zu erhalten, das ist unser Anspruch.“ Die Frage des Reporterteams, ob er denn diese Art von Arbeit nicht als Teil des Problems [der zunehmenden Ungleichheit unserer Gesellschaft] sehe, bezeichnet der Freiherr als „frech“ – worauf er das feiste Lachen der mit ihm zu Tische sitzenden Finanzexperten erntet.


Schallendes Lachen nach der „frechen“ Frage des Reporterteams; ganz re.: Baron Bechtolsheim
(Bild aus Doku „Ungleichland“ / ARD / Youtube)

Emotionsfreie Freiherren

Dass es für das Geschäft nicht förderlich ist, wenn man zu viele Fragen stellt, erfährt man auch während einer Konversation des Freiherren mit einem Team an Finanztradern, denen er das Geld seines Fonds zur Weitervermehrung anvertraut hat. Die Private Equity Fondsmanager agieren  vollkommen emotionsfrei: Ein Computeralgorithmus, der die Weltwirtschaftslage scannt, entscheidet nach einem Rot-Gelb-Grün-Ampelschema, wann ein Wertpapier gekauft und verkauft wird: „Wir sind emotionslos gesteuert, wir haben keine Emotionen. Unser gesamtes Setup, unser Algorithmus ist rein quantitativ.“

Der Freiherr nimmt dieses emotionsfreie Geschäftsmodell seinerseits emotionsfrei zur Kenntnis, solange die Rendite stimmt. Da ihm die City Boys über 9% Rendite liefern, frägt der Fugger nicht näher nach, ob diese Rendite ohne Kinderarbeit und mit ökologisch nachhaltigen Produkten erwirtschaftet wurde oder mit krisensicheren Produkten, die etwa der „US Barrier / Vice Fund“ in seinem Portfolio hat: Waffen, Glückspiel, Alkohol und Pornografie. Dieses Portfolio ist krisensicher: „Selbst in schlechten Zeiten wollen die Leute noch trinken, rauchen oder wetten“, erklärte Fondsmanager Dan Ahrens bei der Gründung des Vice Fund (Quelle: FAZ).

Wenn man die Naturgesetze außer Kraft setzen will, dann darf man bei der Renditejagd nicht zimperlich sein. Immerhin weiß Baron Bechtolsheim aufgrund einer Studie, dass es weltweit nur vier Prozent der Unternehmerfamilien gelingt, das Vermögen länger als drei Generationen zu erhalten. Spätestens der Enkel setzt dann das erworbene Vermögen wieder in den Sand – wie gewonnen, so zerronnen. Die Focam AG des Fuggers will nun helfen, dieses eherne Gesetz zu durchbrechen, sodass auch noch so wohlstandsverwahrloste Kinder in Zukunft unbeschwert im selbstfahrenden  Auto auf ihrem Smartphone herumwischen und Spaß haben können.

Philosophie vs. Basic Instinct

Nachdem der mit Karl-Theodor zu Guttenberg verwandte Freiherr in seinem exklusiven Frankfurter Büro die fein säuberlich durch Trennblätter vorbereitete Aktenmappe durchgeblättert und alle Kontrakte signiert hat – freilich ohne sie durchzulesen, er kann seinen Fachanwälten offensichtlich blind vertrauen – geht’s mit dem Reporterteam ab in sein Waldgut, in dem sich der Freiherr nach getaner Arbeit dann so richtig frei fühlen kann. Bedingung an das Journalistenteam für das Mitkommen: Diskretion. Das Fernsehpublikum dürfe nicht erfahren, wo sich das Paradies befindet, in dem der Freiherr nach Feierabend seine fröhlichen Urstände feiert. In seinem Forstgut stellt der Freiherr dann vor laufenden Kameras unter Beweis, dass er nicht nur Chef spielen, sondern nötigenfalls auch anpacken kann:  Ganz ohne Nadelstreif und diesmal ohne Hilfe seiner Assistenz erlegt er einen morschen Baumstamm, der nach einem in Lederhose erbrachten Kraftakt des Freiherrn krachend zu Boden fällt. Sich kurz die Hände schüttelnd, erzählt der Freiherr alsdann frei von der Leber weg, wie er es in seinem Leben mit dem Thema „Besitz“ halte: Er könne die Frage, ob man denn immer alles auch besitzen müsse, was man liebt, gut verstehen. Wenn man diese Frage jedoch nicht in philosophischer Hinsicht [A.d.V.: wörtl. griech.: aus-Liebe-zur-Weisheit], sondern aus seinen natürlichen Instinkten heraus beantworte, dann könne er nicht umhin, als sie einfach mit „Ja“ zu beantworten.

Die im adeligen Blut liegenden Instinkte des Barons haben sich also noch nicht verwässert, obwohl der Baron laut eigenem Bekunden der erste Familienspross seit 900 Jahren ist, der aus nicht beiderseitig adeliger Linie, sondern aus der Ehe mit einer Bürgerlichen hervorgegangen ist (Quelle: sueddeutsche). Der halbbürgerliche Baron selbst setzt jedoch den traditionell blaublütigen Blutstrom seiner Familie wieder fort: Laut Wikipedia ist als seine Gattin eine ‚Annabel geborene Freiin Huber von Gleichenstein‘ verzeichnet, also eine Adelige. Wie auch immer, wir dürfen im Sinne der Chancengleichheit jedenfalls beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass es in unseren neoliberalisierten Forsten nicht nur Freiherren, sondern auch Freiinnen gibt. In Zeiten von Gender Mainstream wäre es ja auch unerträglich rückschrittlich, wenn es keine Freiinnen gäbe, gab es doch sogar im alten Ägypten Pharaoninnen.

Eine Frage der Ehre

Der bei der Bayerischen Vereinsbank, HypoVereinsbank und Dresdner Bank in die Lehre gegangene Freiherr ist auch keinesfalls realitätsfremd. Im vorgenannten Interview mit der Süddeutschen zeigt er, dass er die heutige Realität, in der er selbst mit am Rad dreht, messerscharf erfasst: „Die soziale Marktwirtschaft wurde durch das angelsächsische Modell abgelöst, das einen brutalen Kapitalismus praktiziert.“ Über Bankmanager, die sich in dieses angelsächsische Fahrwasser hineinziehen haben lassen und damit ihre Banken wie Hypo Real Estate oder Dresdner Bank in den Ruin geführt haben, kann Baron Bechtolsheim nur den Kopf schütteln: „Die Zeiten haben sich geändert. Vor 100 Jahren hätte sich jeder von den Managern erschossen, der seine Firma zugrundegerichtet hat. Das war eine Frage der Ehre.“

Abstocker

Als Kontrastprogramm schwenkt die ARD-Doku auch immer wieder mal von den Freiherren weg hin zu gemeinen Unfreibürgern, die in prämerkelschen Zeiten, in denen die Demokratie noch nicht marktkonform war, einmal zu dem zählten, was man Mittelschicht nannte: Eine junge Familie aus Leipzig, die sich nach dem zweiten Kind nach einer größeren Wohnung sehnt, diesen Traum nach Sichtung des Immobilienmarktes jedoch schnell aufgeben muss. Obwohl der Vater einen an sich gut bezahlten Job bei Siemens hat und die Familie abends alle möglichen Finanzierungsvarianten durchspielt, erweist sich der Erwerb eines Eigenheims als unerreichbare Utopie. Am Ende der Dreharbeiten erfährt man, dass die Familie anstatt aufzustocken nun sogar abstocken muss: Das Siemens-Werk, in dem der Vater arbeitet, wird geschlossen und aus Rentabilitätsgründen nach Osten verlegt, die Miete in der derzeitigen Wohnung damit nicht mehr leistbar. Die Familie wird sich jetzt um eine noch kleinere Wohnung umsehen müssen, der ehemalige Siemens-Betriebsrat nach einem neuen Job.

„Wie blöd seid ihr denn?“

Doch genug der Alltagstristesse, sonst zappen die auf die Welt der Reichen und Schönen geeichten Fernseher während der Doku womöglich weg. Zurück zum Story-Aufhänger Christoph Gröner, dem strahlenden Vorstandsvorsitzenden und 100%-Eigentümer der CG Gruppe AG, Deutschlands führendem Bauprojektentwickler mit einem Projektvolumen von 2,5 Milliarden Euro. Mit unermüdlichem Ehrgeiz – der heute 50jährige war während seiner gesamten Berufszeit nur dreimal krankgemeldet und schleppt sich auch mit 40° Fieber und mit Bandscheibenvorfällen in die Arbeit –  hat sich Gröner in der Immobilienbranche innerhalb von 20 Jahren zu einer Art Minitrump emporgearbeitet, der heute in Berlin jede dritte Wohnung baut.

Gröners Spezialität: Die Sanierung von Altbauten. Dass nach erfolgter Sanierung und Steigerung der Energieeffizienzklasse zwar die Heizkosten etwas geringer ausfallen, dafür aber die Kaltmiete deutlich angehoben wird (siehe auch NDR-Doku „Wahnsinn Wärmedämmung“), sorgt bei den Mietern nicht immer für Begeisterung. Inzwischen ist die Wut auf Gröner mitunter so groß, dass er seine Baustellen nur noch mit Polizeischutz betreten kann. Der Baulöwe weiß, dass man bildungsferne Schichten manchmal eben zu ihrem Glück zwingen muss. So etwa in der Berliner Rigaer Straße, wo die Anrainer einfach nicht verstehen wollen, dass sein neues Bauprojekt keine Abzocke, sondern ein „äußerst soziales Projekt“ ist. Nachdem alles gute Zureden nichts genützt hat und sich die versammelten Bürger uneinsichtig zeigen, reicht es dem Baulöwen – in die Knie gehend und mit in die Horizontale vorgerecktem Oberkörper brüllt er in die Menge: „Wie blöd seid ihr denn? Wie dumm seid ihr denn?!“ (siehe Minute 13:25 der Doku).

Mit vier Stunden Schlaf 10 Tage lang die Tube drücken

Bei einer abendlichen Charity-Veranstaltung der „Laughing Hearts Stiftung” in Berlin ist der Baulöwe dann allerdings wieder in bester Partylaune zu sehen. Obwohl der gute Mann einen harten Arbeitstag hat und neben seiner Geschäftsführertätigkeit täglich durchschnittlich vier Termine mit hohen kommunalen Amtswürdenträgern hat, um „auf die Tube zu drücken“ und die Projekte der CG-Group durchzuboxen, so läuft er im abendlichen Smoking nochmals zu seiner Hochform auf. „Ich habe heute vier Stunden geschlafen, habe daher Energie für 10 Tage“, erklärt Gröner selbstbewusst in die laufende Kamera. Dass es Energiebündel gibt, die mit 24 Minuten Schlaf pro Tag auskommen, mag einen in Zeiten kollektiver Erschöpfung neidisch machen, aber so ist es nun mal: In den oberen Etagen gelten eben andere Gravitationsverhältnisse (siehe auch „Freshfields – ganz oben in der wunderbaren Welt der Schwerkraft“).

Digital first. Bedenken second.

Durch die Kameraschwenks bekommt man Einblick in das Ambiente der Reichen und Schönen, in dem sich auch FDP-Chef Christian Lindner abends herumtreibt und in dem er alleine im Monat Januar für ganze zwei Reden zwischen 14.000 und 30.000 Euro an Zusatzhonoraren eingestreift hat –zusammen mit sieben weiteren Redeauftritten seit den Jamaika-Verhandlungen kam Lindner damit bereits im Februar dieses Jahres auf bis zu 111.000 Euro Zusatzeinkommen (Quelle: Tagesspiegel). Veranschlagte man eine Stunde Redezeit, dann ergäbe dies einen Stundensatz von bis zu 12.000.- Euro. Der „Bild“-Zeitung erklärt Lindners Sprecher auch, wie Redehonorare in solch stattlicher Höhe zustandekommen: „Wenn ein Unternehmen gewinnorientiert ist, ist ein Honorar üblich und angemessen.“

Wer also meint, dass der aus dem neoliberalen Thinktank der Hayek-Gesellschaft hervorgegangene Lindner nur deswegen die Werbetrommel für die totale Wirtschaftseffizienz, die digitale Transformation, eine „neue Generation“, die zuerst einmal Industriewünsche umsetzt und dann erst nachdenkt („Digital first. Bedenken second.“) und für bundesweiten Impfzwang unserer Kinder rührt (siehe Focus), weil er damit seinen gewinnorientierten Freunden aus der IT- und Pharmaindustrie einen Gefallen tun möchte, der ist ein unverbesserlicher Verschwörungstheoretiker.

Dass Impfungen mitunter fatale unerwünschte Nebenwirkungen haben können, so wie bei hunderten jungen Skandinaviern, die seit ihrer Impfung an der unheilbaren Nervenkrankheit der Narkolepsie / Schlafkrankheit leiden und nun „nicht einmal mehr Kraft haben, die Weihnachtsgeschenke zu öffnen“ (Quelle: Die Presse), stört aber nicht weiter, mag sogar regelrecht erwünscht sein – lassen sich doch bei schlaftrunkenen oder zumindest geistig herabgedämpften Bürgern selbst mit einem vollkommenen Nonsens-Programm bestimmt noch mehr als 10% der Wählerstimmen einfahren, wenn man bloß eine hippe Werbekampagne fährt.

Lassen wir aber solche schmuddeligen Verschwörungstheorierealitäten wieder beiseite. Wollen doch die Reichen und Schönen, die sich bei den erwähnten Gala-Diners ihr Stelldichein geben, nur das Beste für uns: „Wir, die wir Zeit und Geld haben, müssen Chancengleichheit auch für arme Kinder ermöglichen!“, verkündet Baulöwe Gröner im Smoking am Rednerpult der millionenschweren Charity-Veranstaltung – die er, so erfährt man auf Nachfrage, als Werbeausgabe steuerlich absetzen kann.

An dem Gala-Abend werden neben Rolex-Uhren und anderen Luxus-Accessoires auch der goldene Schuh des Fußballstars Messi versteigert, um „chancenlosen Kindern“ zu helfen. Die Berliner Senatorin für Gesundheit und Gleichstellung bedankt sich mit „vielem, vielem herzlichen Dank“ für „das Gute“, das die anwesenden Leistungsträger gleichzeitig tun, während sie „Spaß haben“. Die Senatorin ist zwar als Schirmherrin der Charity-Veranstaltung eingesetzt, mitentscheiden, was mit dem erlösten Geld passiert, darf sie jedoch nicht.

Gesichter sagen mehr als Worte

Es lohnt sich im Übrigen, in der ARD-Doku während der Kameraschwenks durch das Charity-Publikum immer wieder einmal kurz auf die Stop-Taste zu drücken und zu betrachten, welch restlos glückliche und zufriedene Gesichter die vor Geld strotzenden Dinnergäste ausgeprägt haben. Man achte ebenso auf die Gesichter von Gröners Mitarbeitern während der Besprechung des neuen, 350 Millionen Euro schweren Mammutbauprojekts „Cologneo“: Die restlose Begeisterung, die aus diesen Gesichtern spricht, kann jeden, der nicht auch so einen tollen Job hat, nur neidisch machen.

Der einzige, der beim Meeting nicht ganz begeistert ist, ist der Chef: Dem Umstand, dass sich die Stadtverwaltung mit der Baugenehmigungsprüfung des neuen Kölner Stadtviertels mehr als ein halbes Jahr Zeit lassen will, will er sich nicht fügen. „Nee, das geht nicht“, meint er kopfschüttelnd, und gibt Order, „auf die Tube zu drücken“. Wie man so auf die Tube drückt, demonstriert der Baulöwe dann ganz unbedarft vor laufender Kamera: Seine Mitarbeiter sollen der Kölner Stadtverwaltung androhen, dass die Niederlassung seiner Firma in Nordrhein-Westfalen eben nach Düsseldorf umziehen werde, falls es keine beschleunigte Baugenehmigung gebe. Die skeptischen Stimmen seines Teams wischt Gröner entspannt beiseite: „Wenn die Gewerbesteuerzahlungen der CG Gruppe wegfallen … das wird die schon beeindrucken, da bin ich fest davon überzeugt.“

Unsichtbare Akteure hinter der Bühne

Zu abendlicher Stunde, als das Filmteam den hemdsärmeligen Baulöwen in seine mondäne Wohnung begleitet, wird dieser dann besonders redselig. Entspannt am Sofa sitzend, gibt Gröner einige überraschende Einblicke in sein Selbstverständnis und seine zukünftigen Ambitionen. Die Frage, ob er sich denn mächtig fühle, beantwortet er schlichtweg mit: „Ja!“

Auch die weitere Frage, wer denn heute mächtiger sei: Er bzw. die Wirtschaftseliten oder die Politiker? kann Gröner nonchalant beantworten: „Wir sind schon mächtiger, wir sind deutlich mächtiger“ – und macht zum Schluss noch eine kryptische Andeutung: Er wolle gerne in die Politik gehen und verrät schmunzelnd, dass er gerade eine Partei gründe. „Denn ich glaube, es kommt bald eine Zeit, in der es wichtig ist, dass Akteure auf den Plan treten, die heute noch nicht sichtbar sind.“

Nun denn, wir dürfen uns dann also bereits darauf freuen, dass die dilettantischen PolitikerInnen, die derzeit auf der Bühne stehen und deren Heuchelei man ja kaum noch ertragen kann, endlich ins Wachsfigurenkabinett kommen und der Platz frei gemacht wird für „eine neue Generation“ im Geiste Christian Lindners, die Klartext spricht und die zuerst mal macht und dann eventuell über die Folgen dieses Machens nachdenkt, frei nach dem FDP-Wahlslogan „Digital first. Bedenken second.“ – Eine neue, smarte Generation, die endlich Schluss macht mit allen Querfronten und Fortschrittsverweigerern und die uns in die strahlende Zukunft der digitalen Transformation führen wird (siehe „Pig Business Monkey Events, Global Playboys und bezaubernde Jeannies – Auf dem Weg zur digitalen Transformation und zum Final Handshake“). Wlanfähige Plug-and-Play-Typen, die die bildungsferne Masse trotz deren unfassbarer „Blödheit“ und „Dummheit“, angesichts derer man als leistungsorientierter Unternehmer nur noch brüllen könnte, schon zur Räson führen werden.

Fazit

In der ARD-Doku erklären uns schließlich Experten namhafter Universitäten, was sie nach ihren langjährigen Forschungen herausgefunden haben: „Eine wesentliche Erkenntnis unserer Forschung ist: Ungleichheit sorgt dafür, dass sich die Menschen voneinander entfernen, sie zerrt am sozialen Gefüge, zerfranst es. Ungleichheit treibt uns auseinander.“

– Na wer hätte das gedacht?

Nachsatz:

Nun soll niemand glauben, dass der Geist des Absahnens nur in den Wölfen der Wallstreet und in renditehungrigen Baronen lauert und nicht auch in jedem einzelnen von uns. Wenn der gemeine Kleinbürger bei seiner Schnäppchenjagd durch den Hornbach zum Billigbohrer aus China um 15 Euro greift, dann macht er in Wirklichkeit genau das Gleiche wie die neoliberalen Fondsmanager des Freiherrn im obigen Video, die mit ihren Investitionen „vollkommen emotionsfrei“ einfach nur die maximale Rendite für sich selbst einfahren möchten. Wer auf der anderen Seite des Globus für den Billigbohrer bluten muss, interessiert dabei nicht – könnte aber gleichermaßen zum Bumerang werden (siehe „Wenn aber das Schicksal gerecht ist ?“).

 


zum Weiterlesen:

Pharaonen im Learjet und Freiherren im Forstgut – Teil 2:
Die späte Reue eines merkantilen A-Lochs (Über pornografische Architektur, den Willen zur Macht, den Willen zur Lust und den Willen zum Sinn)

Postfaktisch

Montag, 12.12.2016. Eifel. Ja, die Sprache. Und ihre Wörter. Wissen Sie eigentlich, was Wörter sind? Schallwellen, rein naturwissenschaftlich betrachtet. Mehr nicht. Also: Krach. Vielleicht nur aus ursprünglich lautem Bellen entstanden. Zwei Neandertaler treffen sich mit Keule im Wald, vor ihnen liegt ein totes Mammut: und bevor sie sich die Köpfe einschlagen, bellen sie sich ein wenig an, beide in der Hoffnung aus der Situation mit Gewinn ohne Beule herauszukommen. Im Laufe der Jahrtausende wurde das Gebelle rhytmischer, differenzierter und zeugte irgendwann einen Goethe. Es ist eine alte philosophische Frage, was zuerst da war: die Sprache oder der Gedanke. Nein – mir stellt sich die Frage nicht, hat sich nie gestellt: um das Bellen (zu dem wir schnell wieder zurückkehre, wenn wir aufgeregt und sauer sind) als Kommunikationsmittel zu benutzen, brauche ich einen Entschluss – also einen Gedanken; und viele weitere Gedanken müssen den Prozess aufbauend begleiten, wobei auch andere Körperteile in den Tanz der Harmonie eingeflochten werden; erst dann wächst langsam eine Sprache, die dann jedoch das Denken wieder beeinflussen kann – so jedenfalls meine Meinung dazu.

Diese Geschichte mit der Keule begleitet uns bis heute. Der einzige Sinn von Sprache und Geisteswissenschaften generell, ist: Krieg vermeiden. Sonst bräuchten wir sie kaum. Krieg vermeiden – durch Verhandlungen, damit beide Seiten aus der Situation als Gewinner herausgehen können – wir können sagen: hier zeigen sich Grundprinzipien jedweder Zivilisation, die begriffen hat, dass man zusammen mehr erreichen kann – erst recht beim Kampf gegen das Mammut. Wohlstand, Wachstum, Zivilisation entstammen der Sprache, ebenso die Demokratie. Ohne sie würden wir immer noch als Horden durch den Wald ziehen … und ohne jene Träumer und Phantasten unter den Menschen, die mit ihren Gedanken weit über die beobachtbare Realität hinausgreifen, würden wir immer noch auf den Bäumen hocken, weil unsere Naturwissenschaftler zweifelsfrei bewiesen hätten, dass ein Leben auf dem Boden für uns undenkbar wäre, wir biologisch dafür gar nicht geeignet sind und dort unten sowieso nur lebloser Matsch auf uns wartet.

Schon verrückt, oder? Hätten „Skeptikerbewegungen“ in der Menschheit je dominante Positionen inne gehabt: wir würden wirklich noch auf den Bäumen leben. Nun ja: als die Kirchen noch mächtig waren, da waren die Skeptiker ja in einer dominanten Position, die Wahrheit wurde per Beschluss gesetzt (was korrekt ist – wenn es jeder einzelne Mensch für sich allein tut) und die Inquisitoren zogen aus, um sie mit Feuer und Folter zu verbreiten. Und um Wahrheit … geht es mir heute.

Wir haben ja ein neues Wort: postfaktisch. Schon mal gehört? In Deutschland hat es zuerst Angela Merkel gebraucht: die Großmeisterin der Sprachneuschöpfung. Quatsch, war ein Scherz: das Wort kam ursprünglich aus den USA, sie hat es nur einfach mal gedankenlos nachgeplappert.

Was machen Sie eigentlich, wenn Ihnen so ein Fremdwort das erste Mal begegnet? Wenn es neu ist, dann hilft es nicht, im Duden nachzuschlagen – da steht dann noch nichts. Und Sprache ist lebendig, frei, sich selbst ständig anpassend und neu erfindend, gerade in einer immer komplexer werdenden Welt – oft finden wir in anderen Sprachen Wörter, die Zustände viel besser beschreiben als unsere eigenen. Manchmal … sind diese Wörter tiefgreifend verstörend, wie das amerikanische „fuck“, dass so oft Verwendung findet und etwas bezeichnet, das absolut Scheiße ist. Völliges Unsinnwort, oder? Stellen Sie sich mal vor, sie liefen durchs Büro oder den Betrieb und würden bei jedem Missgeschick „Geschlechtsverkehr“ rufen. Und bleiben Sie ruhig bei dem Wort: was meinen Sie wohl, halten die Menschen, die es gebrauchen, von dem intimsten, vertraulichsten Akt zwischen zwei geschlechtlichen Wesen? Also: mir wird sehr unheimlich dabei, je länger ich darüber nachdenke – doch jener oft gebrauchte Alltagsbegriff hat es leider nie soweit gebracht, dass er „Wort des Jahres“ wurde wie dieser Begriff „postfaktisch“.

Wenn mir so ein Kunstprodukt um die Ohren gehauen wird, werde ich immer stutzig: manchmal werden Begriffe ja benutzt, um politisch Wahrheiten zu verschleiern, die Geschichte des Dritten Reiches ist voll davon. Ich schaue mir das Produkt also an – und zerlege es in seine Teile. „Post“ – kennt jeder, heißt soviel wie hinter, danach, zuletzt, hinten, später … meint der Lateiner. Faktisch: kennt auch jeder, ein Wort, dass für die Definition von Wahrheit steht, in den Theoriekomplexen der Naturwissenschaft steht es für aktuell anerkannte Vereinbarungswahrheiten im Sprachgebrauch bezüglich natürlicher Phänomene (komplizierter Satz, ich weiß: aber „Naturwissenschaft“ ist halt genau das – ein Glaubenssystem), in den Geisteswissenschaften für die Anschauungen einer gewissen Subgruppe, die mit der Lebendigkeit frei fließender Wahrheiten nicht zurecht kommt. Gelegentlich können wir uns noch an das „Fakten schaffen“ erinnern: wenn mit Gewalt meist unangenehme Ereignisse in Gang gesetzt werden, ohne auf die jeweiligen Gegenseiten Rücksicht zu nehmen.

Sagt mir das Wort erstmal nichts – weil es durch „falsch“ oder „unwahr“ jederzeit ersetzt werden könnte, ohne dass man sich die Zunge dabei verbiegen muss – spiele ich mit ihm herum, suche zum Beispiel das Gegenteil: „präfaktisch“ kommt mir da in den Sinn. Wäre auch logisch: „postfaktisch“ wäre jener Zustand, nachdem etwas wahr war (gilt für viele naturwissenschatliche und historische Theorien), „faktisch“ beschriebe jenen Moment, wo es mal kurz „wahr“ ist – und „präfaktisch“ sozusagen jenen Zustand, bevor die Theorie formuliert wurde.

Das wäre jedenfalls logisch.

Ein Beispiel. Der Satz „Deutschland geht es gut“ wäre 1944 präfaktisch gewesen, 1968 faktisch, 2016 postfaktisch. Oder Sie selbst: ein Jahr vor Ihrer Geburt wären Sie präfaktisch, jetzt sind Sie Fakt, bald sind sie postfaktisch. Einfach zu verstehen, oder? Nur: das Wort präfaktisch kennt der Duden nicht, postfaktisch schon. Warum eigentlich?

Es geht nicht um Logik, es geht hier um Macht. Es geht um eine Verschmutzung der Sprache, um ihre Vergewaltigung: sie wird nicht mehr als Mittel der Kommunikation gebraucht, sondern durch Begriffsverwirrung zu einem Instrument des Betruges. Niemand kam auf die Idee, die Anleihephantasien deutscher Börsenmakler seit 2008 postfaktisch zu nennen – was im Sinne des Wortes korrekt gewesen wäre – aber für andere Zustände wurde es auf einmal eingeführt, von Dr. Angela Merkel -und zwar erst im Herbst diesen Jahres, im Bundestag (1).

Wissen Sie, wann Sie vorsichtig werden sollten? Wenn Gruppen von Menschen innerhalb ihrer Gesellschaft eine eigene Sprache entwickeln. Es hat immer nur einen Sinn, wenn so etwas geschieht: Abgrenzung gegenüber „die da draußen“. Mediziner sind da sehr gut drin, ihre primitiv lateinsisierten Diagnosen sichern ihnen Herrschaft und Macht und kosten uns 300 Milliarden Euro im Jahr. Das gleiche gilt für die moderne Kaste der Naturwissenschaftler, die mit der Mathematik eine neue Sprache eingeführt haben, wohl wissend, dass diese Sprache nur Quantitäten ausdrücken kann – nie Qualitäten. Dieser sprachlichen Perversion haben wir die Atombombe zu verdanken, Ausschwitz und Hartz IV, Giftgas und alle Umweltzerstörung: alles mathematisch klar erfassbar – nur in seiner Qualität für die Menschheit nicht begreifbar. Das gilt auch für die Philosophie – in der Universität meistens nur noch als Philosophiegeschichte anzutreffen, weil „Liebe“ zur „Weisheit“ eben die Beschäftigung mit Qualitäten voraussetzt, man aber viel sicherer ist, wenn man nur beschreibt, wer wann was gedacht hat: auch hier wird sich gern hinter immer komplexeren Satzungetümen verschanzt, die nur noch für Eingeweihte der „esoterischen“ Kunst verständlich sind – obwohl ein Sokrates alles noch mit einfachen Worten beschrieb und wir seitdem im Gebiet der Erkenntnis (von Kant mal abgesehen) nicht wirklich weiter gekommen sind.

Der IT-Bereich mit seiner Flut von Anglizismen ist ein weiteres Beispiel für künstlich konstruiertes „Herrschaftswissen“ – der deshalb auch sehr teuer wird, weil nur noch die Hohepriester der Macht die Sprache verstehen, die dort zur Anwendung kommt. Würde man Deutsch sprechen: alles wäre billiger und schneller selbst zu lösen.

Bleiben wir bei „postfaktisch“, jenem Wort, dass sich durch seine bloße Übersetzung nicht als sinnhaft erschließt – wie vieles, was unsere Bundeskanzlerin so von sich gibt. Fragen wir doch mal jene Gesellschaft, die dieses Wort jetzt – ohne die wahren Herren der Sprache … die Sprachgemeinschaft der deutsch sprechenden Menschen, die diese Sprache durch die Jahrtausende formten und weiter reichten … nach Rat und Erlaubnis zu fragen. Nach ihrer Definition (2) bezeichnet der Begriff unter Bezugnahme auf die Sprachdirektive der Bundeskanzlerin einen historischen Zeitpunkt, in dem „gefühlte Wahrheiten“ über die Wahrheit triumphieren: als jenen Moment, wo das Volk gegen den Satz „Deutschland geht es gut“ rebelliert … um mal ein Beispiel zu formulieren.

Man nimmt Bezug auf den Brexit, die Trumpwahl und unterstellt den Wählern, sie würden nur noch nach gefühlten Wahrheiten agieren, bzw. sogar absurde Lügen der Wahrheit vorziehen. Die „Wahrheit“ – in der Philosophie als nie zu ergründendes Mysterium verstanden, weil unser Erkenntnisinstrumente zu ihrer vollständigen Erfassung einfach nicht ausreichen – bekommt einen neuen Zusatzbegriff: Fakt. Und wer bestimmt, was „Fakt“ ist? Nun – über das Wort des Jahres wurde ja zurecht nicht mit den Schöpfern der deutschen Sprache gesprochen … den Bundesbürgern … sondern nur hinter verschlossenen Türen von einer selbsternannten Kaste von Hohepriestern verhandelt. Man hätte ja auch per Internet abstimmen können – das geht heute ja preiswert und schnell – doch das Demokratieverständnis der Sprachfürsten war noch nie sehr ausgeprägt, wie selbstverständlich betrachten sie Sprache als ihren eigenen Besitz, über den sie nach Belieben verfügen können. Der Bürger hätte  ja schnell – ausgestattet mit wenigstens rudimentären Lateinkenntnissen – erkennen können, dass es sich hierbei um ein Unsinnswort handelt – ein Unwort im eigentlichen Sinne. Das hätte die Macht der Höflinge des Kapitals über die Sprache aber schnell ins Wanken gebracht – und jene Macht ist und bleibt halt unerzichtbar für die hohe Kunst der Manipulation.

Gut – bleiben wir bei der Definition, die sie verwendet haben. War es denn der Brexit oder Donald Trump, der das „Postfaktische“ in unser Leben gebracht hat? Waren sie die ersten – ich übersetze das jetzt mal – die mit Lügen Politik gemacht haben?

Ich kann jetzt schon fühlen, wie es in Ihnen rebelliert. „Lüge“ ist in der Politik schon quasi Alltag geworden – weshalb die Menschen ja inzwischen lieber hilflos ihrem Gefühl (oder: realistischer gesagt: ihrem Instinkt) vertrauen als der Manipulationswut der Chefstrategen in Medien und Politik. Erkannte ja auch Merkel selbst (3):

„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, nach den Wahlen auch gilt“

Damit bezog sie sich zwar auf die SPD, aber ihr eigener politischer Kurs (Themen: Hauptschule, Bundeswehr, Atomkraft – den Eiertanz bitte selber recherchieren) zeigt, dass dies auch für andere Parteien gilt (zum Beispiel: FDP, Grüne, Linke, AfD – um nur einige zu nennen) zeigt doch deutlich, dass sie selbst nicht außerhalb dieser Aussage steht.

Lügen in der Politik? „Massenvernichtungswaffen im Irak“ – kostete vor Trump und Brexit eine Million Menschen das Leben. Schlagen Sie einfach heute die Tageszeitungen auf: sie finden genug Fakten, die morgen postfaktisch – also: gelogen – sind. Ein Beispiel? Gut – schlage auf, finde Putins Einmischung in die US-Wahl, forsche nach, finde nur … Spekulationen ohne Quellenangaben bei großen seriösen Zeitungen. Postfaktizismus im Sinne der Kanzlerin in höchstem Grade … aber in der deutschen Presse als Fakt gehandelt. Dabei … ist es nur eine Verschwörungstheorie, zudem nicht belegt, ergo: keine Wahrheit. Aber brandgefährlich, sowas kann schnell zu Bürgerkriegen führen – wenn man Trump mit Lügen aufhalten will, könnten seine Wähler Gefühle bekommen, die nicht angenehm sind.

Und was ist eigentlich so schlecht daran, „Gefühl“ bei der Bewertung politischer „Fakten“ einfließen zu lassen? Mitleid, Empathie, Gerechtigkeitsempfinden, Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit – all´ das sind in erster Linie Gefühle, die sich jedweder mathematischen Beschreibung entziehen … und deshalb von vielen „Wissenschaftlern“ schon gar nicht mehr als „wahr“ oder überhaupt nur als irgendwie bedeutsam anerkannt werden können. Gefühle … unterscheiden uns von Robotern (sprachlich schon interessant: das Wort robaten beschreibt ursprünglich Frondienstleistungen in Form gröbster körperlicher Arbeit – davon wollen wir uns doch gerne durch Gefühl abgrenzen, oder?) … und auch von nicht belebter Materie. „Fühlen“ … ist eine Qualität von Lebewesen, die mathematisch nicht erfassbar ist – und deshalb an sich in unserem Zeitalter „postfaktisch“.

Da wird der Gedanke an Ausschwitz wieder wach: das galt mal als alternativlos und strikt vernünftig, „Gefühl“ war damals nicht gerne gesehen.

Wenn wir den Bereich der Naturwissenschaft verlassen – wo enge aber umfassende Theorienbildung die Illusion von „Fakt“ erlaubt … wenn man nicht zuviel nachdenkt – und in den Bereich des Politischen gehen: wo finden wir denn dort „gesicherte Fakten“? Nirgends. Ist der Kapitalismus wirklich alternativlos? Ist der Krieg mit Putin wirklich unausweichlich? Können wir den Islam wirklich nur durch seine Auslöschung bewältigen? Sind Arbeitslose wirklich sofort alle faule Schmarotzer, sobald VW sie entlassen hat und sie beim Jobcenter aufschlagen? Ist die Vernichtung der Menschheit durch atomare Kriege, chemische Verseuchung, therapieresistente Bakterien, biologische Vergiftung, Massensterben bei Pflanzen und Tieren oder völligem Verbrauch einzelner Ressourcen wirklich nicht mehr aufzuhalten?

Sie merken –  „postfaktisch“ hat einen Partner: „alternativlos“.

Wie nennt man eigentlich politische Systeme, die ihren Bürgern diktieren, was Fakt ist – und was nicht? Systeme, in denen ein König bestimmt, was „Fakt“ ist, ein Papst über die Wahrheit gebietet oder ein Führer das Weltbild befiehlt? Ein Tip: die Lösung des Rätsels steckt im Verb „diktieren“. In der Zeit fand ich dazu einen interessanten Satz (4):

Nun geht es in der Politik nicht erst seit gestern um die Kunst der Überzeugung, das gab es schon bei Ciceros Reden gegen Catilina. Dass es keine absolute gesellschaftliche Wahrheit gibt, sondern dass sie erstritten und ausgehandelt werden muss, ist gerade das Kennzeichen freier Gesellschaften, in denen weder die Kirche noch der Herrscher die Richtung vorgibt, sondern mündige Bürger darüber entscheiden, wie sie gern zusammenleben möchten. 

Gut – der Autor dieses Zitates marschiert danach in eine ganz andere Richtung, baut dann an einer neuen absoluten gesellschaftlichen Wahrheit (der Vernunft – wobei übersehen wird, dass Hitler entlang seines Weltbildes sehr vernünftig gehandelt hat), aber dieses Zitat trifft sehr schön den Kern von Demokratie und freien Gesellschaften: uns diktiert keiner irgendetwas (jetzt schauen Sie bitte nicht so genau in Ihren von Vorschriften zerdrückten Alltag – es geht hier ums Prinzip einer Demokratie, die selbst postfaktisch geworden ist – doch so wird dieses Wort leider nicht gebraucht, obwohl die Menschen es in der absoluten Mehrheit verstehen würden).

„Postfaktisch“ – so ein kleines Wort. Kaum da, schon Wort das Jahres geworden – wie „Lichtgrenze“ kaum bekannt. Aber es kommt ja bei der Wahl des Wortes nicht darauf an, dass es gebraucht wird, noch, dass es viele kennen.

Warum wurde es eigentlich genommen? Schauen wir uns mal die Erklärung an(1):

Nach einer Erklärung der GfdS ist für die Auswahl des Wortes, die in diesem Jahr zum 41. Mal vorgenommen wurde, nicht die Häufigkeit entscheidend, sondern seine Signifikanz, Popularität und sprachliche Qualität.

Merken Sie, was ich gerade mit der Subgruppensprache meinte? Man setzt einem deutschen Wort drei Fremdwörter entgegen und tut so, als sei damit alles erklärt. Postfaktisches Verhalten also – dabei kann ein Wort nur populär sein, wenn es häufig gebraucht wird, die sprachliche Qualität des Wortes liegt völlig daneben (ist sogar eindeutig falsch, also: bewusst irreführend gewählt) und signifikant (also: bedeutsam) kann es  mangels Gebrauch doch wohl auch nicht sein.

Aber in totalitär verstandenen Systemen reicht es, wenn der Herr oder die Herrin ein Wort in die Welt setzt: dann ist es sofort signifikant.

Drücken wir es doch mal anders aus, dieses „postfaktisch“, so, dass es jeder versteht – genauso, wie es gemeint (also, nicht sprachlich korrekt, sondern der Bedeutung angemessen) ist:

„Alles Lügner außer ICH!“.

Und das wird Wort des Jahres? Nun: „Bundeskanzlerin“ war es 2005.

Man merke: der Merkelkult trägt immer unheimlichere Früchte.

Und ja: unheimlich ist ein Gefühl; es warnt einen vor Bedrohungen. Meist zurecht. Deshalb …. sind Gefühle ja auch Fakten. Springen Sie mal in einen Käfig voller hungriger Löwen: Sie werden schnell verstehen, was ich meine.

 

 

1: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/postfaktisch-ist-das-wort-des-jahres-2016-14566525.html

2. http://gfds.de/wort-des-jahres-2016/

3. http://www.focus.de/politik/deutschland/linksrutsch_aid_262773.html

4. http://www.zeit.de/kultur/2016-12/postfaktisch-wort-des-jahres-post-truth-demokratie-jill-lepore

 

Der Verbraucher – Feind der Welt, Staatsfeind Nr. 1

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Donnerstag, 8.9.2016. Eifel. Letztens ist etwas unheimliches geschehen. Da verschwand doch ein Freund aus dieser „Facebook-Freundesliste“ – also so einer Liste all´ jener Menschen, die man gerne auch mal persönlich kennenlernen würde. Da das im Laufe der Zeit hunderte werden, wenn man nicht strenge Disziplin wahrt, bemerkte ich es nicht sofort. Es dauerte eine Weile – weil ich nichts gehört hatte, wollte ich mal sehen, wie es ihm geht und stellte fest: wir sind keine Freunde mehr. Gut, dass kann mal passieren. Ich bin schon mehrfach darauf angesprochen worden, dass ich mich in großer Gefahr befinde, falsch verstanden zu werden, alldieweil ich so provokativ schreibe. Wenn jemand nicht ganz so helle ist – oder nur Auszüge liest – könnte das schnell zu Missverständnissen kommen. Ich konnte nur sagen: ich schreibe halt nicht für Blöde, sind immer kleine Philosophievorlesungen, die zum Nachdenken anhalten sollen – und ich bin immer nur einen Schritt davon entfernt, morgen zu beweisen, dass die Erde doch eine Scheibe ist.

Nun – was wirklich erschreckend war: dieser Freund hatte sich eine Software installieren lassen die ihn vor Schadkontakten schützt – immerhin ist er Geschäftsmann und muss auf seinen guten Ruf achten. Und diese Software hat mich automatisch entfreundet, weil der Nachrichtenspiegel irgendwie „rechts“ ist und ich „irgendwas“ damit zu tun habe. Soweit sind wir also schon. War ich meinem Freund – mit dem ich schon unzählige Telefonate geführt habe – böse? Nein – was kann er denn dafür, dass irgendein IT-Schrauber keinen Begriff von differenzierten politischen Positionen erarbeiten kann?

Die Methode der Provokation finde ich jedoch trotzdem sehr nützlich – jedenfalls bereitet sie mir große Freude. Ich habe das selbst jetzt am eigenen Leibe erlebt, als ich mich mit der „Holocaust-Lüge“ auseinandergesetzt habe: das wäre natürlich ein Ding, wenn das größte Verbrechen der Menschheit – wie man so sagt, ich selbst kenne gar nicht alle und weiß nicht, nach welchen Maßstäben da gemessen wird – nur ein Mediengag gewesen wäre. Hier laufen ja oft genug irgendwelche Hanseln auf, die – sofern ich von Holocaust rede – immer berichtigend eingreifen und genau das behaupten: er sei nur erfunden, um das deutsche Volk zu knechten. Mich hat diese Provokation dazu gebracht, mich noch einmal mit dem Datenmaterial auseinander zu setzen und nicht mit den vielen Büchern, die „wissenschaftlich akribisch“ behaupten, daran wäre nichts dran. Ich weiß ja selbst am Besten, wie man Daten und Fakten umsortieren kann, um andere Bilder zu erzeugen … aber mehr ist das auch erstmal nichts.

Gut – ich bin den braunen Volksaufklärern dankbar, denn meine Recherchen haben noch viel mehr erbracht: nicht das Bild eines Volkes voller Judenhass (der war sogar erstaunlich gering), sondern das Bild eines gemütlichen Biedermeiertums kleiner Leute, die gerne Schnäppchen machen … und genau so drauf waren wie wir heute. Es war ein sehr beängstigendes Bild, viel beängstigender als das alte Bild aus dem Geschichtsunterricht von den wahnsinnigen Deutschen. Gleichzeitig erhielt ich einen Ausblick auf die unfassbar gigantische Datenmenge, die den Holocaust belegt. Es sind die kleinen Dokumente, die in Massen beeindrucken – einfache Transportdokumente der Reichsbahn zum Beispiel, die akribisch die Deportation des jüdischen Volkes (und der anderen „Asozialen“ … das genau ist der kleinste gemeinsame Nenner aller zu Vernichtenden) beschrieben. Meine Schlussfolgerung: wer die Existenz des Holocaust anzweifelt, würde wohl auch die These vertreten, dass der Mond aus grünem Käse ist (wie nach meinem Professor Rudi Koschnitzke der erste Vorläufer der Psychoanalyse behauptet hatte) oder das die Erde doch eine Scheibe ist (was angeblich heute wieder Menschen behaupten – allerdings sind mir die noch nicht über den Weg gelaufen).

Gut – ich habe es leicht, den braunen Verführern zu widerstehen: ich habe Zeitzeugen in der Familie, einen Großvater, der Juden vor der Vernichtung gerettet hat – er war Schachtmeister in einem Bauunternehmen in Polen und hat immer wieder KZ-Häftlinge angefordert, „weil die am Besten bauen konnten“. Das stimmte zwar nicht – aber so konnte er sie gut versorgen („damit die gut bauen können“), hat sich den Ärger der SS eingehandelt und wäre … wären da nicht plötzlich überall russische Panzer gewesen … selbst eingewiesen worden. Ja – ihm haben die Russen das Leben gerettet … und er wusste genau, was in den KZ´s los war, ebenso wie die Wehrmachtsangehörigen in meiner Familie, die die Erschießungen durch Sonderkommandos zum Teil selbst beobachten mussten. Menschen jüngeren Datums und einfacherem Gemütes kann man damit einfangen – die Frage ist nur: wozu?

Jetzt haben wir uns eine ganze Zeit lang mit Geschichten beschäftigt, die mit dem Thema augenscheinlich nichts zu tun haben – aber Sie werden sehen, dass dies nicht zutrifft. Mein Freund, der Geschäftsmann: habe ich ihm die Schuld gegeben? Nein. Er hat auf die „Elite“ vertraut, die Höllenmaschinen zur Pauschaldenunzition entwickelten, von denen er nichts wissen konnten. Seine Schuld: er hat vertraut. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für menschliches Zusammenleben. Vertraut haben auch die Biedermeierdeutschen – so geworden durch die französische Besatzungszeit, in der diese Form der „inneren Emigration“ das Überleben in turbulenten Zeiten sicherte, vertraut darauf, dass „die Wissenschaft“ – allen voran Mediziner und Naturwissenschaftler, die den Nazis das Material zur Selektion „unwerten Lebens“ an die Hand gaben – schon wahr, echt und richtig urteilen würden. Aber wer wird heute verfolgt, als schuldig angesehen?

Richtig: Sie!

Und so ein wenig haben Sie sicher davon mitbekommen, oder? Sie sind nämlich immer schuld, an allem. Sie sind der Feind der Welt – und gleichzeitig Staatsfeind Nr. 1!

Das scheint Sie zu verwundern – aber gefühlt haben Sie das doch schon immer, da bin ich mir sicher.

Ich schaue mir zum Beispiel ihr Frühstück an – das sehe ich schon, was Sie für einer sind: eine unmenschliche Bestie voller irrsinnigem Hass und ungebremster Vernichtungslust. Nun schauen Sie nicht so verdutzt, gehen wir das mal im Einzelnen durch, was wir da vor uns haben: Kaffee mit Milch, ein Ei, ein halbes Brot mit Honig und ein halbes Brot mit Salami, alles gekauft bei einem Discounter. Nein – es geht jetzt nicht um Arbeitsbedingungen beim Discounter … aber wo wir gerade dabei sind: wie können Sie es nur wagen, da einzukaufen – wo Sie doch wissen, für wie wenig Geld die Leute da wie viel schuften müssen! Was sind sie nur für ein Mensch, dass Sie solche Arbeitsbedingungen mit Ihren Geldern unterstützen!

Mir geht es jedoch eher um die Wurst – und um das Ei, den Honig und die Milch. Wie können Sie nur dieses unendliche Tierleid unterstützen? Nehmen den Bienen die Nahrung für ihre Kinder weg! Töten arme Tiere für ihre Rindersalami – und stehlen ihren Müttern die Milch, die diese für ihre Kinder bereit hielten! Und dann diese unsägliche Qual der Massenhühnerhaltung, in der Ihre Eier produziert werden – mich wundert ehrlich, dass sie nach so einem Frühstück keine Suizidgedanken haben! Und: denken Sie denn überhaupt nicht an des Klima? Die Blähungen Ihrer Nutztiere zerstören das ganze Weltklima! Und zudem … blähen Sie auch noch selber mit! Das sind sieben Milliarden Bläher, die die Welt vernichten! Haben Sie jetzt endlich Suizidgedanken, weil Sie die Erbärmlichkeit ihrer Existenz erkannt haben und ihrer Täterschaft ein Ende bereiten wollen? Halten Sie noch einen Moment still, ich bin noch nicht fertig Ihnen. Dieses T-Shirt da: ist das nicht von KIK? Oder sonstwem, ist eigentlich völlig egal: alle werden unter erbärmlichsten Umständen im Ausland produziert – von Kinderhänden. Nein, nicht weglaufen – sehe ich da Lederschuhe, die Fußgeruch vermeiden sollen? Tiermörder. Abscheulicher Tiermörder. Und jetzt geht der auch noch in sein Auto: wissen Sie, dass Autos Sondermüll auf vier Rädern sind? Mit jedem Autokauf unterstützen Sie die Vernichtung des ganzen Planeten! Gegen Sie ist jeder Hitler ein Amateur! Die ganze wunderbare, fein ausgewogene natürliche Landschaft Deutschlands ist wegen ihren Autowahn vernichtet worden – nur, weil die nicht gut auf Feldwegen fahren, wurden wertvolle Ackerland- und Waldflächen zubetoniert: in Ländergröße! Und sehe ich da etwas ein Eigenheim? Die größte Heizenergieverschleuderung, die man sich denken kann?

Jetzt nehmen Sie mal das Messer von den Pulsadern fort und legen es beiseite. Wir sind erstmal fertig mit der Anklageschrift, die sie täglich auf verschiedene Art und Weise in den Medien hören. Wir denken jetzt auch nicht daran, welches einzig denkbare logische Ergebnis diese Anklagen haben: die Forderung nach Vernichtung Ihrer Existenz – und der einiger anderer Milliarden Lebewesen, Pupskühe eingeschlossen.

Kommen wir mal jetzt zurück zur Wahrheit – einer anderen Wahrheit, als Sie die bisher kannten. Kehren wir zurück … zu Ihrer Kindheit. Wie sie auf die Welt gekommen sind – sie wissen noch? Sie konnten nicht laufen, nicht sprechen, wenig hören, kaum gucken und hatten keine Kontrolle über Blase und Darminhalt. Blöde Sache – aber sie hatten Menschen, die Ihnen halfen, zu überleben. Ihr Überleben hing direkt von den Dingen ab, die Sie von ihnen lernten – dazu gehörte unter anderem das Essen von biologischer Materie, denn wie Sie selbst bald gemerkt haben, waren Sie in einem recht seltsamen Körper gefangen, der ohne regelmäßige Zuführung biologischer Materie steigende Schmerzen verursachte, die bis zum Tode führen konnten – und nur die, die schon mal richtig gehungert haben, können diese Schmerzen nachvollziehen.

Welche biologische Materie vertilgbar ist, haben ihre Vorfahren von ihrem Lehrmeister gelernt: der Natur. Sie findet es ganz in Ordnung, Tiere zu haben, die gegessen werden können und so als zusätzliche biologische Materie dienen, die das Leben ermöglicht. Es ist auch ganz in Ordnung, wenn Sie sich persönlich aus ethischen, ästhetischen oder geschmacklichen Gründen vom Fleischkonsum abwenden – nur „besser“ ist das erstmal im Prinzip nicht – und spätestens seit dem Holocaust wissen wir, dass wir auf der Hut sein müssen vor jenen, die glauben, „besser“ zu sein. Sie sind kein schlechter Mensch, wenn Sie alles tun, was andere Tiere (denn mehr sind Sie selbst erstmal auch nicht) auch tun. Sicher: die Zustände in den Schlachthöfen sind erbärmlich. Sie sind eine Folge der naturwissenschaftlich-materialistischen Geisteshaltung, die in lebenden Wesen nur tote Dinge sieht und somit religionswissenschaftlich in der Tat als „Antichrist“ angesehen werden kann, dessen Herrschaft fürchterlich sein soll – ja: Grundüberzeugung jüdischen Glaubens ist nicht, dass ein alter Mann mit langem Bart im Himmel wohnt, sondern dass das Leben – jede Form von Leben, also auch Sie – selbst Gott ist, bzw. „Hauch Gottes“.  Doch für den Materialismus haben Sie keine Verantwortung, noch für das Leid der Tiere in den Schlachthöfen. Sie ehren diese Tiere, wenn Sie sie – als Aasfresser – wenigstens noch einem Nutzen zuführen, damit sie nicht völlig umsonst gestorben sind. Der Ansatz, das Leiden in den Schlachthöfen zu beenden, muss über die Täter kommen – und das sind diejenigen, die den Prozess des Schlachtens organisieren und diese bestialisch grausame Art der Vernichtung durch herzloses betriebswirtschaftliches Denken überhaupt erst möglich machen – einem Denken, dass auch Leid über Mensch und Natur bringt.

Merken Sie, wie elegant die sich aus der Verantwortung stehlen – während Sie nur Mustern folgen, die Ihnen als Kind das Überleben gesichert haben? Und wer nicht gerade mit dem goldenen Löffel im Mund geboren worden ist, der weiß, dass die Jahre nach der Geburt auch nicht gerade darauf ausgelegt sind, Muße und Gesinnung ins Leben zu bringen: Ihre Hauptaufgabe ist „funktionieren“ – als Rädchen im Getriebe. Visionssuche für das eigene Leben nach alter Tradition – ein paar Tage als junger Mann allein auf einsamen Berge – wird nicht mehr angeboten, im Gegenteil: die Forderung danach führt direkt in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie, weil ihr Rädchencharakter, ihre Funktionstüchtigkeit in Gefahr ist.

Können Sie sich noch daran erinnern, wie sie selbst sich an den Kaiser gewandt haben mit der dringenden Bitte, man möge die menschliche Bauerngesellschaft doch bitte in eine Effizienzmaschine umwandeln, in der jeder ein Rädchen ist, das an der Vernichtung der Welt teil hat?

Nein – natürlich nicht. Sie sind – wie Sartre sagt – in die Welt geworfen worden, und diese Welt ist seit dem Triumph des Materialismus (der auch aus Ihnen ein totes Stück Matsch ohne jeglichen Wert macht) sehr klein geworden – und sehr eng. Und … erschreckend tot und leer. Eine Welt der Zombieapokalypse, wo man nur von toten, unheimlichen Dingen umgeben ist und sich beständig auf der Flucht befindet, von äußeren Zwängen durch die Welt getrieben. Ihre Verantwortung daran? Nun – das sind Ihre eigenen Entscheidungen in Bezug auf ihre direkte Umgebung. Mag sein, dass Sie ein Auto benutzen müssen auf der täglichen Flucht vor den Mächten und Gewalten der Welt, mag sein, dass Sie sich in einem Eigenheim verstecken wollen vor dem untoten Chaos des Materialismus, mag sein, dass Sie Nutztiere essen wie ein Raubtier, um ihr Überleben zu sichern – das alles sind Nebensächlichkeiten.

Wenn Sie es aber sind, der Schlachthöfe baut, Autofabriken, Autobahnen, Waffenfabriken, wenn Sie derjenige sind, der an der Regierung ist – die demokratisch sein soll und den Nutzen und das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen im Blick haben soll: dann haben Sie eine gewaltige Verantwortung … für die Sie aber auch sehr gut bezahlt werden. Bringen Sie Gift in die Nahrung, Leid über Leben, Armut (auch geistiger Art – dass moderner Atheismus eine Art von geistiger Käfighaltung ist, sei nur mal nebenbei bemerkt), Schmerz, Krankeit (auch durch Arbeitsbedingungen), Demütigung oder Lüge in die Welt – dann sind Sie ein Verbrecher.

Wenn ich der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross trauen darf, werden Sie für diese Verbrechen am Leben selbst einen hohen Preis zahlen. Aber: das ist Ihre Sache.

Sind Sie jedoch nur Verbraucher, dann tragen Sie nicht mehr Verantwortung als Tiere, die im Urwald für ihr Überleben kämpfen müssen. Sie haben weder die Industrialisierung beschlossen, noch den Materialismus, nicht die Konzernbildung oder die asoziale Globalisierung. Sie bauen nicht die Bühne, noch schreiben Sie das Stück, das aufgeführt wird. Sehen Sie nur zu, dass Sie Schurkenrollen vermeiden, nicht alles extra noch schlimmer machen, denn: Verantwortung haben Sie nur in so fern, als dass sie auch Macht haben. Aber jene, die Macht haben, schieben Ihnen die Verantwortung gerne zu. Fragen Sie sich mal, warum! So … lebt es sich halt viel leichter.

Ich selbst kann übrigens hoch und heilig versprechen, dass ich keine Tiere im Wald jagen werde, wenn in meinen Jagdgebieten (Aldi, Norma, Lidl, Rewe und Netto – mehr haben wir vor Ort auf dem Lande nicht) kein Fleisch mehr in der Kühltheke zu finden ist. Ich werde auch kein Auto mehr fahren, wenn die Anforderungen der Umwelt an meine Mobilität verschwinden werden und der Tante Emma Laden im Dorf wieder aufmacht. Häuser bauen wollte ich noch nie – trotz des gewaltigen Druckes, der hier auf junge Menschen ausgeübt wird (siehe hier: Zendepot: Warum alle wollen, dass du ein Haus kaufst).

Überlegen Sie doch erstmal, dass die ganze riesige Maslowsche Bedürfnispyramide nur deshalb entwickelt wurde, um Ihnen einzureden, dass Sie ein Mangelwesen sind, dass noch ganz viel kaufen muss, bis es eine Chance auf Glück hat – und viele fallen erstmal darauf herein, die meisten sogar bis kurz vor ihrem Tode. Entgegen dieser Pyramide steht die griechische, römische, deutsche Philosophie, die überzeugend darlegt, dass man Glück in der kleinsten Tonne finden kann, wenn man nur sein Hirn sinnvoll gebraucht: das heißt, dazu, sein eigenes Leben frei und souverän zu leben … was heute nahezu unmöglich geworden ist, weil jeder Fußbreit Boden in Privatbesitz ist – von einigen wenigen. Auch Diogenes müsste heute für seine Tonne Strandgebühr bezahlen, Wassergebühr für sein Trink- und Abwasser, eine Kurpauschale …. und auch die Früchte der Natur sind alle in Privatbesitz. Welt … ist Geld geworden. Und es gibt viel mehr Geld als Welt.

Und kommen Sie mir nun nicht damit, dass seien alles nur Ausreden! Wenn jemand mein Grundstück unerlaubt betritt, wen mache ich dann für die Tat verantwortlich? Schreie ich etwa die Füße an, die den Befehlen des regierenden Gehirns folgen? Und in einer arbeitsteiligen Gesellschaft haben wir viele solcher „Gehirnfunktionen“ – und da gehört die Verantwortung auch wieder hin.

In diese Sinne: kämpfen Sie sich weiter durch – und bleiben Sie sauber! Und schauen Sie genau hin, wer Ihnen warum was vorwirft – meist geht es nur darum, Macht über Sie zu gewinnen. Es sind die menschlichen Raubtiere, die dort unterwegs sind – und für die sind Sie das unwerte Nutztier, das ihrem Willen unterworfen gehört, weil es irgendwie … böse, minderwertig und schlecht ist, nur, weil es sich einer toten, materialistischen Welt anpasst, um zu überleben.

Aber Anpassung – ist die größte Stärke des Menschen. Ihr werden wir es zu verdanken haben, dass der Geist der allgemeinen Menschenrechte den drohenden Kollaps überleben wird – durch ein paar wenige, die sich auch der nachapokalyptischen Welt anpassen können, Stämme und Gemeinschaften bilden, die – wie schon immer –  stärker sind als die Gefahren der Umwelt. Und vielleicht … wird der Kollaps ja auch noch verhindert. Was Global 2000 damals prophezeite, wurde durch die Natur selbst verhindert … durch ein explosionsartiges Wachstum der übrig gebliebenen Bäume, das die Wissenschaft sehr überrascht hatte.

Wir sind stärker als wir glauben – und sollten uns deshalb nicht durch das Einreden falscher Schuld schwächen lassen.

 

 

Jugendamt: gegen Eltern, gegen Kinder – und jetzt auch gegen Meinungsfreiheit – eine akute Warnung für Eltern

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Freitag, 27.9.2015. Eifel. Wer in einer Demokratie lebt, der hat gelernt: gebe dem Staat nicht zuviel Macht, sonst wird sich diese Macht irgendwann gegen dich wenden. Darum haben wir Gewaltenteilung, bundesweit. Auch einzelnen Menschen gibt man nicht zuviel Macht: kaum einer hat eine so gefestigte Persönlichkeit und einen so starken Charakter, dass er nicht völlig von Macht ursupiert werden kann – zu einer krankhaften, psychopathischen Seele, mit entsprechenden Folgen für seine soziale Umwelt. Im Arbeitsleben – einer Bastion zunehmend feudalder Strukturen in Deutschland – kennen wir solche Gestalten nur zu oft: manchmal reicht die Beförderung zum Abteilungsleiter, um aus einem fleißigen Kollegen eine wandelnde Katastrophe zu machen. Schlimmer sind diese seelischen Deformationen allerdings dort, wo man sich um andere kümmern muss – und wo Allmachtsfantasien grenzenlos auslebbar sind.

Wir haben in Deutschland eine ganze Behörde, die – vollkommen ohne jede engere Kontrolle – Allmachtsphantasien ausleben kann, weil sie Allmacht hat: Das deutsche Jugendamt. Die Macht des Jugendamtes über das Kind sind noch größer als die Macht des Jobcenters über den Arbeitslosen (die an sich schon vollkommen unvereinbar ist mit dem Urbild der Demokratie – und der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte): nahezu grundlos kann ein Kind aus dem Elternhaus gerissen werden, brutale Staatsgewalt kennt dort kein Erbarmen. Natürlich geschieht dies im Namen des reinen, edlen „Guten“ – wie alle Verbrechen in der Geschichte der Menschheit halten sich die Täter für absolut gute Menschen, die wirklich nur das Beste wollen. Vielen Menschen reicht dies, um sich grenzenlos gut zu fühlen … und sie haben die abwertende Bezeichnung „Gutmenschen“ deshalb auch zurecht verdient (auch wenn nicht jeder automatisch gut wird, wenn er diese „Gutmenschen“ selbst als äußerst gefährliche weil dümmliche Gestalten erkennt). Wirklich, sie können jeden DDR-Grenzer fragen, jeden SS-Hauptsturmführer, jeden Drohnenmörder: sie alle sind gute Menschen, die das Richtige tun. Weniger gute Menschen würden sich gelegentlich mal wagen, ihre eigenen Taten selbstkritisch zu hinterfragen – doch die, die mit der Macht über Leben und Tod ausgestattet sind, verzichten gerne auf den Kitzel der Lust, ihre Macht offen auszuleben.

Natürlich ist auch das Jugendamt bedingungslos „gut“, schützt – ganz gefangen im aus der Transaktionsanalyse bekannten „Drama-Dreieck“ – als edle Retter die armen Kinder vor den bösen Eltern. Es ist schon eine Ungeheuerlichkeit an sich, dass diese Behörde überhaupt existiert: a priori sieht der Staat in Eltern eine so große Gefahr, dass er eigens dazu eine Behörde ins Leben rufen muss, deren „Allmacht“ keiner speziellen Kotrolle unterliegt: sie können noch ungezügelter arbeiten als deutsche Geheimdienste. Seltsamerweise fehlen jene Ämter, die Alte, Arme und Kranke vor Gefährdungen ihres Wohls schützen vollkommen.

Ein paar Zahlen dazu: 36000 Mitarbeiter arbeiten in 600 Behörden – das sind drei Infanteriedivisionen im Kampf ums Kind … mit entsprechenden Kosten. Diesen Mitarbeitern stehen 17000 Fälle von Kindeswohlgefährdung gegenüber (sieht t-online aus dem Jahre 2014), Fälle, in denen … angeblich … das wohl der Kinder enorm gefährdet ist, weshalb das Amt eingreifen muss. Sicher: es gibt Eltern, die überfordert sind. Es gibt auch Eltern, die gemeingefährlich sind. Aber vergleichen Sie jetzt einfach mal die reine Anzahl der Kindeswohlgefährdungen mit der Zahl der amtlichen Zugriffe, die beständig neue Rekorde erreichen (siehe t-online):

2013 haben die Jugendämter 42.123 Kinder aus ihrer Familie geholt. Das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr und sogar 64 Prozent mehr als 2005 zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Der Grund für den Anstieg? Der Vater der Gesetze äußert sich da präzise:

„Es wird heute eben einfach genauer hingesehen, auch von der Bevölkerung“, sagt Reinhard Wiesner, Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Erziehungswissenschaft. Er war bis vor einigen Jahren Leiter des Referats für Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe im Bundesfamilienministerium und gilt als Vater der entsprechenden Regelungen im Sozialgesetzbuch.

Die Zahl von Inobhutnahmen stieg von im Jahre 2014 nochmal drastisch an: über 48000 Kinder wurden aus ihren Familien gerissen – nochmal 6000 mehr als im Jahr zuvor: ein Anstieg von fast 14 Prozent. Wenn die so weitermachen, gibt es in Deutschland bald keine Kinder mehr, die nicht vom Staat privaten Trägern zugeteilt werden.

Wird wirklich genauer hingesehen?

Erklären Sie mir dass: warum werden 48000 Kindern aus ihren Familien gerissen … wenn doch nur 17000 Fälle von Kindeswohlgefährdung vorliegen. 31000 Kinder werden also … ohne Kindswohlgefährdung „geklaut“ – und ja: da möchte ich dann doch von „klauen“ sprechen.

Tief blicken läßt das Selbstverständnis der Behörde, das vor einigen Jahren erschien:

„Für manche Kinder kommen wir vom Jugendamt direkt vor dem lieben Gott“ (siehe Spiegel). Anhand der oben skizzierten Zahlen kann man unterstellen, dass sie allerdings für die meisten Kinder aus dem tiefsten Kreis der Hölle kommen.

Nun – nicht immer nur klauen diese Behörden Kinder: viel öfter zerschlagen sie einfach Familien. Einer dieser Fälle ist bekannter geworden, er hat sich nicht unterkriegen lassen – trotz Beschimpfungen und Hausverbot innerhalb der Behörde. Er hat es bis in Deutschlands führende Nachrichtensendung geschafft (siehe Tagesschau):

„Sein Vorwurf: Statt zu vermitteln, drängt ihn das Amt aus dem Leben der Tochter. Nicht nur der Vater sieht das so. REPORT MAINZ liegt die Stellungnahme einer unabhängigen psychologischen Gutachterin vor. Sie hat den Fall eingehend analysiert und kritisiert: „Leider ist die ‚Aufteilung des Kindes‘ einseitig bearbeitet worden.“

Nun – man sollte annehmen: damit hat sich der Fall erledigt. Öffentlicher kann dieser Skandal nicht werden, die Fachleute sind eingeschaltet – doch auch die Tagesschau muss feststellen, dass sie es hier mit einer Macht zu tun hat. der keine Grenzen gesetzt sind (und die deshalb ja auch von der „Allmacht der Jugendämter“ erzählt):

„Wir konfrontieren das Jugendamt mit diesen Vorwürfen. Doch trotz mehrfacher Nachfrage bekommen wir kein Interview. Man beruft sich auf den Datenschutz.“

Hier läuft man vor eine Wand – ähnlich wie bei Geheimdiensten. Das mag seinen Grund haben. Im undurchschaubaren Dickicht der Kindesentführungen durch das Jugendamt macht man merkwürdige Erfahrungen (siehe: das Erste):

Der Markt der stationären Einrichtungen wächst und ist lukrativ. Ein einziger Platz in einem Heim kostet die Kommunen im Jahr rund 50.000 Euro. Doch ob dieses Geld wirklich zum Wohl der Kinder und Jugendlichen verwendet wird, wird kaum überprüft: Den Jugendämtern fehlt die Zeit und ihre Eltern sind dazu nicht in der Lage.

 Wenn junge Menschen über Missstände in ihren Einrichtungen klagen, dann wird ihnen wenig Gehör geschenkt. So gerät das Heer der freien Jugendhilfeträger – darunter Privatunternehmer, Verbände, gemeinnützige Vereine – selten ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Doch nicht allen geht es allein um das Wohl der ihnen anvertrauten 140.000 Kinder und Jugendlichen. Längst ist die Jugendhilfe auch ein großes Geschäft geworden.

50000 Euro pro Kind (10 Mal soviel wie man für das Kind eines Arbeitslosen ausgibt)- mit einem entsprechenden Heim hat man da schnell Millionen beisammen. Doch viele Kinder bleiben nicht in Deutschland: manche finden sie in Polen wieder, manche in Kirgisien – mutmaßlich betreut von „Briefkastenfirmen“ (siehe WDR).  Kein Wunder, dass man mit dem Jugendamt nicht über seine Methoden reden darf, weil da „Datenschutz“ greift. Leider gibt es diese Anzeige eines Heimes nicht mehr, wo direkt Jugendamtsmitarbeiter mit Geld gelockt wurden, siehe Elternforum bei carookee:

„Ganz offen sucht hier in einer Anzeige im Hamburger Abendblatt von Samstag ein ‚familäres‘ Kinderheim ‚auf Honorarbasis‘ eine Vertrauensperson mit Kontakten zu ‚Entsendestellen des Sozial- und Jugenddienstes'“

Kinderklau – mit Prämienzahlungen.

Nun – der Vater, der sich hoffnungsvoll an die Tagesschau gewendet hatte, lies nicht locker: auch die FAZ berichtet über diesen Fall und seine unheimlichen Dimensionen (siehe FAZ):

„Ein Vater kämpft um seine Tochter. Gegen seine frühere Frau, die das Kind gegen ihn aufhetzt, gegen das Jugendamt, das falsche Behauptungen verbreitet. Eine Geschichte über die Allmacht der Ämter.“

Ein Vater, der seinen Pflichten nachkommt und sich um das Wohl seines Kindes kümmert – und der den größten Fehler seines Lebens macht:

Die Eltern entfremden sich immer mehr, und die Tochter verändert sich. Sie wird dick, blass, ihre Versetzung ist gefährdet, ihre Klassenlehrerin beschreibt sie darüber hinaus als ungepflegt und verwahrlost. Mitte 2012 vereinbart Schmitt, der wie auch die Mutter das Sorgerecht für die Tochter hat, daher für das Kind einen Termin bei einem Psychiater; außerdem wendet er sich mit der Bitte um Hilfe ans Jugendamt der Stadt Bonn – was er heute als „größten Fehler meines Lebens“ bezeichnet.

Die FAZ schont den Leser noch mit Details, der Bonner Presseblog nicht:

„Es geht in dieser skandalösen und traurigen Geschichte um zwei Mädchen (Aileen und Sarah) von unterschiedlichen Müttern, die zusammen mit dem Stiefvater von Aileen in einem Haus wohnen. Die Verhältnisse werden laut schriftlicher Stellungnahme eines Nachbarn als äußerst besorgniserregend geschildert. Um das Haus herum sei alles vermüllt und verwahrlost. Es seien sogar Ratten gesehen worden. Die Mutter von Sarah hatte einen schweren Schlaganfall, war in Bereichen unter gerichtlicher Betreuung, hat laut Attest von 2011 eine dauerhafte hirnorganische Persönlichkeitsstörung und weitere Erkrankungen. Sie hatte sich bereits 2011 selber als erziehungsunfähig geschildert. Die Mutter von Aileen sei laut Jugendamtakte ebenfalls psychisch krank. Die Schule hatte mehrfach Zweifel an der Erziehungsfähigkeit von Aileens Mutter geäußert. Weder die Mädchen, noch Sarahs Mutter seien in den letzten drei Jahren von Nachbarn gesehen worden. Die Mütter und Kinder seien in der ansonsten lebendigen Nachbarschaft vollständig isoliert.

Da braucht ein Kind wohl Hilfe – doch der Vater wendet sich dafür an die völlig falsche, „von Gott gesandte“ Behörde.

„Aileen habe laut Polizeibericht schon mehrfach versucht sich in brutaler Weise selbst zu töten. Sie leide an undifferenzierten Ängsten und schlimmen Schuldgefühlen. Aileen wurde von der Schule als verwahrlost bezeichnet. Aileen erschien in der Schule mit Brandverletzungen die es sich nach Auffassung der Lehrer nicht selbst beigefügt haben konnte. Ein Pädagoge wunderte sich, dass das von der Schule informierte Jugendamt, nie näher nachfragte. Eine der Familie nahestehende Diplom -Psychologin vermutete einen Missbrauch durch den Stiefvater.“

Ungeheuerlich, oder? Und das Jugendamt schritt auch sofort ein: der Vater wurde entmündigt, ihm wurden Teile des Sorgerechtes entzogen, er sollte seine Tochter nie wieder sehen. So kann man das Problem auch aus der Welt schaffen.

Doch damit nicht genug. Die „von Gott gesandte“ Behörde ging aggressiv gegen ihn vor (siehe Media-Kanzlei Frankfurt):

Die Stadt Bonn versuchte zu verhindern, dass unser Mandant der Presse Informationen und kritische Kommentare über das Jugendamt Bonn zukommen lässt. Das Landgericht Bonn folgte der Auffassung der Bundesstadt Bonn zunächst und erließ den begehrten Unterlassungsantrag, der unserem Mandanten unter Androhung von einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000,00 EUR untersagte, die Informationen und Kritik Dritten zukommen zu lassen.

250000 Euro … wenn er weiter versucht, die Skandale des Jugendamtes Bonns an die Öffentlichkeit zu bringen: wer von Gott gesandt wurde, braucht auch vor der Verletzung elementarer demokratischer Rechte nicht zurück zu schrecken. Mir liegt dieser Fall (samt Stellungnahmen von Ärzten, Psychologen, Lehrern, Klageschriften, Urteilen und Aussagen von Zeugen, die den Zustand der Tochter alarmierend finden) detalliert vor: deshalb weiß ich auch, wie das Landgericht Bonn urteilte. Die Klage selbst war zwar unbegründet und wies viele Fehler auf – aber 10000 Euro sollte der Vater schon zahlen. Das hätte ihn – als Krankenpfleger – wirtschaftlich völlig ruiniert. Das da ein Kind in Not war … interessierte augenscheinlich niemanden.

Die Kanzlei, die ihn vertritt, ließ sich nicht so schnell einschüchtern – und spricht deutliche Worte:

Namens und in Vollmacht unseres Mandanten legten wir gegen die Verfügung, die wohl darauf abzielt, unseren kritischen Mandanten „mundtot“ zu machen, Widerspruch ein. In der heutigen Verhandlung gab es eine schallende Ohrfeige für die Bundesstadt Bonn, die ohne vorherige Abmahnung unseren Mandanten unmittelbar vor Gericht zerrte.

Doch nicht nur das: auch das Landesgericht, dass den „Sanktionsbescheid“ im Namen des Jugendamtes erlies, wurde in seine Schranken gewiesen (siehe media-kanzlei-Frankfurt)

Das Oberlandesgericht Köln folgte bei der Kostenentscheidung nun der Auffassung der Media Kanzlei Frankfurt und hob die Entscheidung des LG Bonn auf und verurteilte die Stadt Bonn dazu, die gesamten Kosten des Verfügungsverfahrens und des Beschwerdeverfahrens zu tragen. In seiner Entscheidung brachte das OLG Köln zum Ausdruck, dass es aus unterschiedlichen Gründen erhebliche Zweifel an der Kostenentscheidung des LG Bonn hatte.

Einige Funktionen des Demokratischen Rechtsstaates sind wohl noch in Ordnung – doch die Anmaßungen des Jugendamtes werden immer schlimmer.

Der Vater jedoch … kann jetzt drauf warten, dass seine Tochter sich das Leben nimmt und er sie nie wieder sehen wird. Dafür feiert sich das Jugendamt jetzt selbst, schließt flächendeckende Bündnisse mit anderen Jugendämtern (was als Kartellbildung schon wieder bedenklich ist, aber zu einem deutlichen Machtzuwachs führen kann): „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt“.  „Groß werden mit dem Jugendamt“ – so einer der Sprüche, die einem immer wieder begegnet … und die von einem unglaublichen Größenwahn zeugen, der sich im Amt breit macht … „Damit Entwicklung gelingt„. Als wäre es schon eine Sünde, ohne das Jugendamt groß werden zu wollen.

Für diesen Wunsch – Eltern anstelle der Eltern zu werden – gibt das Jugendamt auch viel Geld aus: eine große angelegte Pressekampagne erreicht sogar den Unterricht in den Schulen (siehe Lwl/Newsletter)

„Die sind echt nett vom Jugendamt“, so urteilte Sebastian aus der Klasse 7b des Heinrich-Böll-Gymnasiums Ludwigshafen nach einer „Tour durch die Jugendhilfe“. Die Materialien für die Sekundarstufe I, die die BAG Landesjugendämter allen Jugendämtern in Deutschland zur Verfügung gestellt hat, wurden von der 7. Klassenstufedes Heinrich-Böll-Gymnasiums in Ludwigshafen am Rhein einem ersten Praxistest unterzogen.“

Nach diesem Praxistest wird wohl bundesweit mit Selbstloboffensiven der Behörde in Schulen zu rechnen sein – und noch mehr Inobhutnahmen von Kindern, die … gut zu vermitteln sind.

Erinnert an Zeiten, als schon mal der Staat die Erziehung der Kinder an sich riss – und seine Kritiker mundtot machte.

Ach ja: Kontaktverlust zu den Eltern … macht Kinder krank, damals wie heute – auch wenn man mit noch so tollen Freizeitangeboten lockt (siehe Archeviva):

Prof. Dr. Ursula Gresser: „Kontaktverlust zu leiblichen Eltern führt unabhängig vom Lebensalter des Kindes bei Beginn und der Dauer des Kontaktverlustes zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von schweren Depressionen, Angststörungen, Panikstörungen, Alkoholabhängigkeit, Drogenmissbrauch, Drogenabhängigkeit und Phobien.

Man kann aber auch gut daran verdienen – und sich als Gott fühlen, als Gott … in einem Staat mitten im Staate, in dem Sozialpädagogen ihre Allmacht über Eltern feiern.

Zeit, diese Behörde ein für allemal zu schließen – und lieber das Geld den Familien selbst zu geben.

Wer sich dafür interessiert, wie die Jugendämter derzeit ihr schlechtes Bild in der Öffentlichkeit gezielt geradebiegen wollen, sei auf den Abschlussbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jugendämter hingewiesen – eine äußerst bedenkliche Machtballung äußerst gefährlicher Behörden (siehe bag-landesjugendämter): 86000 Ballons, 15000 Glückskekse, 11400 Jojos, 1900 Kartenspiele (und noch vieles mehr) waren im Einsatz, um die Herzen der Kinder für das Jugendamt zu gewinnen. Dort merkt man auch, dass der „Jugendamtsgegner“ fest im Visier ist:

„Mit Aktionen von Jugendamtsgegnern war von Anfang an zu rechnen. Es gab sie auch – aber viel spärlicher als befürchtet. Es wurde deutlich, dass die hohe Internetpräsenz dieser Gruppen nicht mit einer entsprechend großen Zahl an Anhängerinnen und Anhängern korreliert.“

Oder einfach nicht mit genug Steuergeldern ausgestattet ist, die man aus dem Fenster werfen kann. Möglicherweise haben die auch noch Arbeit – oder müssen Kinder betreuen – anstatt in der Arbeitszeit auf Kosten des Steuerzahlers in breiter Front Eigenwerbung für die eigenen Nützlichkeit zu machen, die so – vor Ort – selbst dem geschulten Auge kaum erkennbar ist.

Darf ich nochmal in die kleine Anna erinnern? Mit zehn Jahren von Pflegeeltern nach langen Folterungen in der Badewanne ersäuft? Das Landgericht Bonn hat das Verfahren gegen die zuständige Jugendamtsmitarbeiterin eingestellt: gegen die Zahlung von 2000 Euro (siehe Generalanzeiger).

Noch Fragen … wie unser Land in Zukunft aussehen wird?

Die schlechte Meinung über Jugendämter hat eine ganz deutliche Quelle: ihre miserable Arbeit. Darüber können auch noch so viele Glückskekse nicht hinwegtäuschen. Und die nun erfolgende Professionalisierung der Miserabilität und die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung (und der Kinder) läßt für die Zukunft noch einiges fürchten.

Darum eine ernst gemeinte Warnung von jemanden, der zehn Jahre lang Jugendamtsallüren vor Ort beobachten durfte und ertragen musste (bis hin zum Versuch des Kinderklaus, der illegalen Hausdurchsuchung und der Amtsanmaßung, mit einer halben Seite inhaltslosem Text von einem Sozialarbeiter ein psychologisches Gutachten eines Kölner Professors auszuhebeln): wenn Sie Kinder haben – meiden Sie dieses Amt. Empfiehlt auch mein – erfolgreicher – Anwalt. Die schlimmste Gefahr für ihre Kinder … sind die überforderten und unterqualizierten Exekutivorgane der Kinderpolizei. Merken Sie, dass Kindswohl in Gefahr ist: gehen Sie zur Polizei. Haben Sie selbst Probleme: gehen Sie zu den Erziehungsberatungen der Kirchen und sozialen Träger, aber entbinden Sie niemanden von der Schweigepflicht gegenüber dieser Verfolgungsbehörde, die beständig nach noch mehr Macht über Sie giert. Trauen Sie dem Jugendamt nicht – vorsichtshalber keinem – … auch nicht, wenn die mit Buttons und Gratis-Leinentaschen kommen. Glauben Sie mir: Sie ersparen sich – und vor allem ihren Kindern – vieles.

PS: der Ausgewogenheit halber … eine kleine Ergänzung aus dem oben zitierten Abschlussbericht:
So waren viele Jugendämter und Landesjugendämter am Anfang sehr skeptisch. „Das steht uns doch nicht zu – Werbung für die eigene Arbeit zu machen. Damit laden wir doch geradezu dazu ein, unsere Leistungen in Anspruch zu nehmen.”

In der Tat: ein Rest von Anstand scheint in manchen Ämtern noch gegeben. Ebenso wie der Wunsch, dass Geld, das der Steuerzahler für die Kinder gibt, zu anderne Zwecken zu verwenden … damit der Bürger ja nicht in die Versuchung kommt, Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das … spricht auch für eine gewisse Arbeitsauffassung.

 

Das Schicksal eines Bombenbauers als Vorbild für den Lebenslauf des Normalen Kleinbürgers

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Als Jugendlicher bin ich in der Nähe einer renommierten Waffenfabrik aufgewachsen. In deren Werkhallen wurden DIN-ISO-zertifizierte Jenseitstickets allererster Güte hergestellt: Bomben, Granaten, Raketen und Kanonengeschütze, je nach Kundenwunsch in glänzend lackierten Hülsen oder auch in klassischer, sandgestrahlter Edelstahloptik.

Dass die Produkte, die bei uns vom Förderband liefen, um heimische Abbeizbläzze zu sichern, anderen Menschen Tod und Verderben brachten, interessierte uns damals nicht, ganz einfach deshalb, weil diese anderen Menschen, die die Zielkunden unserer glänzenden Industrieprodukte waren, sich eben auch auf der anderen Seite unseres Globus befanden.

„Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“, war ein geflügelter Werbeslogan der regionalen Wirtschaftslobby und der Parteien, die sich christlich und demokratisch nannten. Und in der Tat, die Granaten waren ein Bombengeschäft. Die Bombenfabrik sorgte im weitesten Landkreis für Wohlschand. – Wobei da jetzt nicht nur diejenigen Angestellten in moralisch schlechtem Licht dastehen sollen, die reale Bomben mit Sprengstoff und tödlichem Zünder bauten. Viele andere Menschen arbeiteten derweil in scheinbar ganz biederen Berufen, in Banken und Wirtschaftskratzleien, in denen sie mit ihren Spekulationen und technischen Innovationen aber oft noch sehr viel umfassenderen menschlichen und ökologischen Kollateralschaden anrichteten als ein gemeiner Arbeiter am Bombenförderband – wenn auch nur mit einem Mausklick im weißen Hemd und nicht im Blaumann und mit ölverschmierten Händen wie der Arbeiter am Bombenförderband. Der Großindustrielle Warren Buffet zum Beispiel ist sich dessen voll bewusst, er nennt die in seinen eigenen Wirtschaftskratzleien mitgeschaffenen Finanzprodukte „Massenvernichtungswaffen“.

Aber während der Arbeiter am Bombenförderband im Blaumann sich zumindest ab und zu schief anschauen lassen musste, wenn dem ein oder anderen Mitbürger während einer alkohol- und fernsehfreien Phase kurz dämmerte, dass die wohlschandsfördernden Bomben wohl nicht nur im Museum landen werden, so genossen die nadelgestreiften Saubermänner aus den Banken und Wirtschaftskratzleien doch immer höchstes Prestige.

Und der Wohlschand wuchs wirklich rasant an. Die Zeiten, wo man sich abends vor dem Hauptfamilienaltar im Wohnzimmer darüber streiten musste, ob „Derrick“ oder „Wetten Dass“ geschaut wurde, waren schnell vorbei. Bald schon waren der Zweitfernseher in der Küche, der Drittfernseher im Kinderzimmer und der Viertfernseher im Gästezimmer etwas ganz Normales. In Wohlschandszeiten muss schließlich jeder sein individuelles Programm haben.

Auch die Motorisierung ließ nicht zu wünschen übrig. Ganz normale Werkhallenmänner konnten sich plötzlich einen dicken Audi oder einen BMW leisten. Der Zweitwagen in der Familie – vormals noch obszöner Luxus – wurde schnell etwas Normales. Zwar fuhren die Hausfrauen damals noch nicht mit Panzern (SUVs) durch die Gegend wie es heute etwas Normales ist, sondern in der Regel mit einem Opel Corsa oder einem Nissan Micra Mouse, aber egal, wer zwei Wägen vorm Gartenzaun stehen hatte und am Wochenende Spanferkelgrill veranstalten konnte, von dem wusste man, dass er „es geschafft“ hatte.

Auch der Urlaubsradius wurde immer weiter ausgedehnt. War früher der Hausmeisterstrand im italienischen Bibione und Caorle Grund genug, um bei der Heimkehr einen Foto- oder Lichtbild-Diaabend zu veranstalten, bei dem man seine Nachbarn und Verwandten damit beglückte, ihnen zu zeigen, was man in seinem Urlaub alles gesehen und gegessen hatte, so waren bald Fernstreisen angesagt. Ägypten im Winter, Safari in Senegal, zwischendurch mal schnell nach Griechenland, Thailand oder in die Karibik, war alles bald Normal – selbst jemand, der gar nichts Anständiges gelernt hatte und in der benachbarten Waffenfabrik nur Bomben lackierte, konnte es sich leisten und Wohlschandstourismus betreiben. Wohlschandstourismus, der zwar in den von den Wohlschandsbürgern bereisten Ländern innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer unglaublichen Zerstörung von Ökologie und traditioneller Kultur geführt hat, aber wen störte das schon, wenn man selbst mit gebräunter Haut und mit Meeresfrüchten gut gemästetem Bauch wieder vom Urlaub heimkommen und sich wieder an seinem Arbeitsplatz ins Neonlicht der Werkhalle stellen konnte, auf dem Bomben, Granaten und Elektronikzubehör vom Förderband liefen.

Da diese in die Safari-Länder exportierten Waren ja wieder die dortige Konjunktur belebten, profitierten auch die Entwicklungsländer von unserer Wirtschaftskraft. Eine Hand wäscht die andere, und alle zusammen wuschen wir die „invisible hand of the market“, die mit ihrer sklerotischen Krallenhand den Segen in Form von Technik, Kommerz und Wohlschand über uns ausgoss.

Bei so viel Segen, der über uns hereinprasselte, haben wir es uns in den 80ern auch innerhalb kürzester Zeit abgewöhnt, in die Kirche zu gehen. War die Kirchhalle zu meiner Zeit als Ministrant an Sonntagen noch immer pumpvoll, so drückten bald nur noch ein paar alte Mütterchen die Kirchenbank. Wozu auch einen Gott anbeten, wo man doch mit dem in der Bombenfabrik erwirtschafteten Sold nach Thailand fahren konnte und dort selbst wie ein Gott angebetet wurde, sobald man den Geldbeutel zückte? Warum vor einen Altar pilgern, wo man doch allabendlich vorm Fernseher mit dem Dosenbier in der Hand die persönliche Erleuchtung erhielt?

Zurück aber zur Waffenfabrik. Als Student war es einer meiner ersten Ferialjobs, dort Bomben zu schlichten. Obwohl ich mich heute abgrundtief dafür schäme, diese Arbeit nicht verweigert zu haben, kann ich es leider nicht mehr rückgängig machen. Kennedys Büchlein „Zivilcourage“ bekam ich erst zwei Jahre später erstmals in die Hände. Es folgten weitere Bücher, nach denen es mir wie Schuppen von den Augen fiel und der Reihe nach Lichter um Lichter aufgingen. Komisch, dachte ich – es gibt Literatur von unglaublicher Geistesgröße und da kommt man erst als Zwanzigjähriger drauf? Während man, obwohl man eine angeblich erstklassige Gymnasialausbildung besucht und bereits die ersten Studiensemester auf einer Universität von Weltrang besucht hat, bisher nur mit technokratischem Schmonsens und eitlem „wissenschaftlichen“ Nihilismus abgefüllt wurde? Dass man in seiner gesamten Adoleszenz kein einziges Wort von Platons Höhlengleichnis und auch nicht von Senecas „de brevitate vitae“ gehört hatte, sondern man im Literatur- und Lateinunterricht nur sämtliche Kapitel von Cäsars „de bello Gallico“ durchkaute? Sollte das ein Einzelschicksal sein, eine unglückliche Verkettung an Begegnungen mit besonders unfähigen Professoren und verkorksten Lehrplänen? Es konnte doch nicht etwa eine ganze Generation sein, die dermaßen grausam betrogen wird, indem man ihr in raffiniertester Weise die gesamten Schätze europäischer Geisteskultur vorenthält wie den Bienen ihren eigenen Honig und ihnen stattdessen eine schale Industriezuckerlösung füttert, von der sie dann sukzessive degenerieren und schließlich anfällig werden für Varoa-Milbe & Co. Oder steckte da System dahinter und erfolgte etwa eine gezielte Züchtung von Axolotl-Bürgern? Nein, das konnte einfach nicht sein, wir hatten doch die Aufklärung hinter uns und befanden uns am Zenit wissenschaftlicher Intelligenz. Fragen über Fragen quälten mich also nächtens. Und Gewissensbisse.

Auch wenn es mich immer noch schaudert, dass die Bombenhülsen, die ich damals angegriffen habe, auf der anderen Seite unseres Globus womöglich Häuser, Familien und Menschenleiber entzweigerissen haben. Aber das Wort ziviler Ungehorsam hat damals in meinem Kopf leider noch nicht existiert, wir waren in der Geistesart Cäsars „de bello Gallico“ dressiert. Jeder von uns grünschnäbeligen Schulabsolventen, die wir intellektuell scharf gemacht waren wie überspitzte Graphitbleistifte, hatte also sein persönliches kleines Gallien im Visier, das er erobern, unterwerfen und sich seine Bodenschätze und Humanressourcen nutzbar machen wollte. Es galt, so wie das auch heute in unserer postmodernen Zeit wieder die Doktrin des Neoliberalismus ist, der Wirtschaft und dem technischen „Fortschritt“ zu dienen und um jeden Preis etwas zu leisten, auch wenn diese Leistung pure Destruktion und ein Verrat an allen menschlichen Grundwerten, sogar an den offiziell festgeschriebenen Verfassungsgrundsätzen war. Es war also eine Ehre, in der renommierten Waffenfabrik Bomben schlichten zu dürfen. Die Tätigkeit bzw. der Name der Firma machte sich auch gut in meinem Lebenslauf und öffnete bei meinen späteren Bewerbungen so manche Tür zur „Karriere“. Wenn die Personaler meinen Lebenslauf studierten und auf meine Bombenqualifikation zu sprechen kamen, erntete ich stets wohlwollendes, anerkennendes Nicken, dass ich als ausgebildeter Maschinenbauingenieur auch über handfeste Praxiserfahrung verfügte.

Jedenfalls durfte ich in besagter Waffenfabrik auch über ein bemerkenswertes Schicksal erfahren, das damals einige Dominosteine meines Cäsarisch-kleinbürgerlichen Weltbildes ins Umfallen gebracht hat.

In der Waffenfabrik gab es nämlich einen altgedienten Arbeiter, der kurz vorm Ziel seiner Sehnsüchte stand: der Rente. – Endlich das Leben leben, das man wirklich leben will, ohne Chef und ohne Hundeleine. Urlaub machen ohne Grauen vor dem erneuten Arbeitsantritt am Montag. Mit einem Wort: Jetzt war die Karotte, die einem ständig vor die Nase gehalten wurde, damit man als Esel in der neoliberalen Tretmühle weitertrottet, endlich in Bissweite, jetzt sollte dann wirklich der verdiente Feierabend beginnen.

Der Betriebsrat hatte den altgedienten Arbeiter sogar für den Rest der allerletzten Arbeitswoche freigestellt, aber Herr Meier (Name aus Datenschutzgründen verändert) nahm das Angebot nicht an – er wollte wie gewohnt, gehorsam seinen Dienst ableisten, damit er nicht womöglich von seinem Chef eine schlechte Nachrede hat. Wer weiß, womöglich würde er später einmal ein Wort für seinen Sohn einlegen müssen, wenn dieser mit seinem Studium fertig war und eine Festanstellung suchte. Die Fabrikchefs würden dann sagen: „Ah, das ist der Sohn vom Meier, der hat bestimmt tüchtige Gene im Blut, den nehmen wir.“

Meier hat also seinen Dienst am Bombenförderband bis zum bitteren Ende abgeleistet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ahnen wohl bereits, was dann passiert ist.

Ja, die Ironie des Schicksals wollte es tatsächlich so, dass Meier am allerletzten Tag seiner Arbeit, ca. 2 Stunden vor Antritt seiner Freiheit, eine seiner Bomben hochging und ihn in die ewigen Jagdgründe beförderte.

Meier hat einen ehrenvollen Nachruf in Schwarz-Weiß in der Lokalzeitung bekommen. Nicht nur die Kollegen haben ihn gewürdigt, der Stadtbürgermeister hätte ihn gerne posthum zum Ehrenbürger ernannt.

Hat er doch eiserne Disziplin und ideales Timing bewiesen: In den besten Jahren seines Lebens hat er nicht nur regelmäßig beim Roten Kreuz Blut gespendet, sondern auch all seine Kraft der Waffenfabrik und somit der Schaffung von gesellschaftlichem Wohlschand.

Unmittelbar nach dem Ende seiner ökonomischen Verwertbarkeit hat er absalutiert, er ist dem Staat somit nicht mehr finanziell zur Last gefallen. Das Budget für nicht konsumierte Rentenzahlungen, Krankheits- und Pflegekosten konnte der Staat daher gewinnbringend in die Ausbildung junger Fachkräfte und Ingenieure stecken, die uns heute am laufenden Band mit neuen technischen Innovationen beglücken und Wohlschand sichern wie Meier senior.

Von der Arbeit direkt in die Sargkiste. Frei nach Friedrich Nietzsche:

Arbeite!

Iss!

Stirb.

Den Zustand des menschlichen Geistes, in den wir momentan getrieben wurden, nennt Friedrich Nietzsche das „Kamelstadium“. Nietzsche stellte allerdings auch ein Löwenstadium in Aussicht – das Bild des mündigen, selbstbestimmten und dennoch empathischen Menschen, der nicht mehr lebt um zu arbeiten, sondern arbeitet um zu leben und dessen primäres Bestreben es ist, im Leben Sinn zu finden bzw. selbst Sinn zu schaffen (die Welt durch das eigene Zutun und Leben ein kleines Stückchen besser, wahrer und schöner zu machen). Findet er auf diesen Weg des „Löwen“, dann wären auch all die derzeit ausufernden Epidemien an Burnout und Depressionen in Schach gehalten – die lt. WHO Prognose innerhalb der nächsten 15 Jahre in den westlichen Industrienationen zur Volkskrankheit Nr. 1 avancieren werden (siehe Ärztezeitung). Dass es in der Nomenklatur Nietzsches nach dem „Löwenstadium“ auch noch ein metamorphosiertes „Kindstadium“ gibt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, würde aber hier in unserer Meier-Elegie den Rahmen sprengen.

Wie dem auch sei. Dank dem Existenzkampf, der nun durch die Millionenschaft an herandrängenden neuen Migranten auf uns zukommt, ist dieses Kamelstadium jedenfalls für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Die Migranten – in deren Heimat nicht zuletzt aufgrund unserer Bomben mittlerweile fast alles kaputt ist – werden Tag und Nacht alles geben, um ebenfalls Wohlschand zu schaffen wie wir in der Nachkriegszeit. Sie werden sich meist bedenkenlos ausquetschen lassen, ihre Gesundheit schinden, auf Gewerkschaften, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz willig verzichten. Schließlich wollen sie sich um jeden Preis möglichst schnell ebenfalls die ersehnte Wohnung mit Waschmaschine und Flachbildschirm erringen und wenn das errungen ist, eben die Zweitwägen, den SUV etc.

Nicht umsonst jubeln die Industrieverbände über den neuen Zustrom an Humanressourcen. Schließlich waren wir mitteleuropäischen Eingeborenen nach einer Zeitspanne von über 50 Jahren nach dem Wiederaufbau nun endlich soweit, dass wir es nicht mehr notwendig hätten, zu leben um zu arbeiten, sondern bloß zu arbeiten um zu leben und uns aber primär um ein sinnvolles und glückliches Dasein, also um das wirklich „gute Leben“ zu bemühen. In einer jüngsten sozialempirischen Umfrage äußerte bereits ein unerwartet großer Anteil der Arbeitnehmer den Wunsch, lieber weniger zu arbeiten und dafür sogar auf Lohn verzichten zu wollen – was für eine Häresie wider unsere Staatsreligion, den Mammonismus! Für einen großen Teil der gebildeten jungen Leute stellt es lt. Umfrage weiters ein sehr wichtiges Kriterium dar, ob ihre Arbeit sinnvoll und nachhaltig sei und sie recherchierten vor einer Bewerbung, ob ihr potentieller zukünftiger Arbeitgeber auch eine humane Unternehmenskultur und ökologische Verantwortung auf seine Fahnen schreibt oder ob er nur ein Profitbordell betreibt. Immer mehr Absolventen lehnen daher das (praktische oder virtuelle) Bombenbauen ab.

Auch bekam man im Vieraugengespräch mit Personalchefs schaurige Geschichten zu hören, bei denen einem gestandenen Industriellen Angst und Bang über die Zukunft werden konnte. Z.B. dass bei Bewerbungsgesprächen nach einer Stellenausschreibung nicht mehr wie üblich mindestens 70 Personen in gebückter Haltung vorsprechen kommen, um einen miesen unterbezahlten Job zu ergattern, sondern oft nur noch eine Handvoll, und die wären meist schlecht motiviert. – Was für eine Beleidigung für das Selbstverständnis von renommierten Bombenfabriken und Wirtschaftskratzleien, die es gewohnt waren, dass man bei ihnen um Arbeit bettelt!

Noch dazu der radikale Prestigeverlust. Galten Banker und Aktenschlepper im Nadelstreif noch vor kurzen als pharaoähnliche Respektspersonen höherer Ordnung, so schimpft man sie nun „Finanzgesindel“ und reckt die Faust gegen sie. Sogar in London und New York, denjenigen Finanzmetropolen, die sich als erste bedingungslos dem Mammon verschrieben hatten und alles, was dessen globalem Siegeszug im Weg war, gnadenlos deregulierten – sogar in diesen Herzen des Mammonismus wurde jüngst zu „Bankster hunting days“ aufgerufen. An solchen in den sozialen Medien ausgeschriebenen Tagen gaben die Wirtschaftskratzleien an ihre Mitarbeiter die schriftliche Warnung heraus, sich nicht im grauen Anzug ins Büro zu begeben, sondern möglichst im „casual look“ in Jeans und T-Shirt, andernfalls sie womöglich auf ihrem Weg zur Arbeit gelyncht werden könnten.

„We are the 99%“, dröhnte es vom Volk. Und obwohl sich die oberen 1% sicher sein konnten, dass die aufbegehrende Masse mangels wirklicher Ideale bald wieder im Sumpf von Konsum und Unterhaltungsanreizen versinken wird – ein Hauch von Gänsehaut blieb bei den Herren der Welt doch am Rücken zurück. Was, wenn ihr Kumpel vom Milliardärsklub rechtbehalten sollte, und schon demnächst am Horizont Mistgabeln auftauchen? (siehe deutsche Übersetzung) Im Schlusssatz seines Plädoyers für mehr Gerechtigkeit meint er: „Und dann werden wir keine Zeit mehr haben zum Flughafen zu fahren, in unsere Gulfstream V zu steigen und nach Neuseeland zu fliegen.“

Nein, so weit wollen die Habichte es natürlich gar nicht erst kommen lassen. Dazu schmecken ihnen der Kaviar, der Champagner und die Sportcoupè-Spritztouren zu gut. Das System, in dem andere Leistung bringen und dabei das eigene Konto ohne Zutun exponentiell wächst, sodass man zurückgelehnt mit über den Tisch geschlagenen Füßen genüsslich die neuesten Hochglanzbroschüren durchblättern und nach dem SUV seiner Wahl gustieren konnte – dieses System will der Pöbel nun etwa in Frage stellen? Na, dann Gnade diesem Pöbel Gott!

Höchste Zeit also, ein paar Hebel in Bewegung zu setzen und diesen Pöbel aufzumischen. Und wenn er nicht spuren will, dann tauschen wir ihn eben aus, den Pöbel – gegen neue Untertanen, die sich noch aufs willfährige Spuren verstehen.

In Zeiten, in denen man als Global Player mit einem Mausklick vierstellige Milliardenbeträge zwischen Chiemsee, China und den Cayman Inseln hin- und herschieben und durch virtuelle Spekulationen Staatsressourcen sprengen, gewählte Regierungen abservieren und ganze Völkerschaften in den Abgrund führen kann, ist da auch das Austauschen seines Volkes keineswegs utopisch, sondern in Wirklichkeit nur ein Klacks.

Wozu hat man denn Jahrzehntelang daran gearbeitet, ausnahmslos alle Fäden der Macht in die Hand zu bekommen, alle Polit- und Wirtschaftsressorts, alle Medien, meinungsbildenden Institute, Think Tanks, ein weltumspannendes Netz an Lobbyisten, aus im Dunklen operierenden Nachrichtendiensten und im Scheinwerferlicht operierenden akademischen Experten, die alle im eigenen Sold stehen und die dem gleichen Götzen huldigen? Etwa, um jetzt einfach klein beizugeben und vom Gipfel der Macht abzusalutieren? Außerdem, selbst wenn einzelne Machtfürsten einen solchen Gesinnungswandel dem Fortbestand der Welt, dem Überleben der Umwelt und dem Schicksal ihrer Kindern zuliebe heute durchaus erstmals erwägen – spätestens dann aber packt sie das große Zittern. Denn was soll jemand, der es bisher gewohnt war, ein leistungsfreies oder zumindest ein leistungsträges, von anderen erwirtschaftetes Einkommen zu beziehen und der eigentlich gar nichts Anständiges gelernt hat, denn dann tun, wenn er nicht mehr am Schmalztopf des Reichtums und der Macht hängt und wenn im neoliberalen Rattenrennen niemand mehr mitmachen will? Nein, da werden nun wirklich dem bulligsten Leistungsträgen die Knie weich und er huldigt lieber nostalgischen Zeiten…

Aber sei’s drum, die Herren der Welt werden ja jetzt wieder beruhigt schlafen und sich ihres Reichtums erfreuen können. Werden die derzeit neu in unserem System angekommenen Migranten befragt, was sie hier nun als Ziel haben, so erhält man immer die gleichen Antworten: „Arbeiten und ein Normales Leben leben wie ihr hier“ oder „Studieren und dann arbeiten.“

Wie’s scheint, wird nun also alles weitergehen wie zu besten Wohlschandszeiten. Das Rattenrennen bzw. Nietzsches Kameltreiben kann in die nächste Runde gehen. Und bald schon werden sich auf einen ausgeschriebenen Abbeizblatz in der Wirtschaftskratzlei bzw. Waffenfabrik wieder 500 scharf wettbewerbende Menschen bewerben, die zu einem aufschauen und für die man Herr über Sein oder Nichtsein ist.

– Außer wir machen einen Strich durch die neoliberale Rechnung und schwingen uns zu Nietzsches „Löwenstadium“ auf. Dann würden wir erkennen, dass es eigentlich unwürdig für einen Löwen ist, in einem Hamsterrad zu laufen.

 

 

Foto: PD

Kindesmissbrauch, Kindesfolter, Kindermord – das Hobby der Elite in … Deutschland

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Donnerstag. 24.9.2015. Eifel. Ich habe ja kürzlich was geschrieben, eine kleine Sammlung von Links diskutiert und erläutert – über die Hobbys der Elite in Europa: Kindesmissbrauch, Kindesfolter und Kindermord. Nach diesem Aufsatz bekam ich Post. Viel Post. Eindringliche Mahnungen, Warnungen – und aktuell Beobachtungen wie die aus Norddeutschland (siehe Focus)

„Mit Katzenbabys, Lollis und Lügengeschichten sollen in den vergangenen Wochen verschiedene Männer in Norddeutschland versucht haben, Kinder in ihre Autos zu locken. Auch, wenn bisher nichts passierte. Die Eltern vor Ort sind in Angst.“

Ganz aktuell – und ein Beweis dafür, dass dieses Thema in Deutschland brandaktuell ist … und eines der größten Tabus, die wir uns auferlegen … oder die uns auferlegt werden. Gelegentlich bekommen wir ja Nachrichten, die uns in dieser Hinsicht beruhigen sollen: groß aufgemacht wird über kleine Kinder berichtet, die verschwunden sind. Das vermittelt das Gefühl, wir hätten alles unter Kontrolle, das Gefühl, dass unserem Staat Kinder immer noch das wertvollste und wichtigste sind – angesichts der erbärmlichen Regelsätze für Kinder von Arbeitslosen und Frührentnern ein Gefühl, dass sich von allein nicht einstellen würde. So denkt man: es sind vielleicht ein- und zwei Kinder im Alter bis zu 14 Jahren, die spurlos verschwinden …. aber sofort gesucht und gefunden werden.

Eine Annahme, die weit gefehlt ist. Wissen Sie, wie viele Kinder wirklich JEDES JAHR in Deutschland spurlos verschwinden? EINTAUSEND. Also: insgesamt verschwinden 100000 jedes Jahr, 99000 tauchen wieder auf – auch wenn man nicht weiß, in welchem Zustand. Es gibt einen Verein, der sich um dieses Problem kümmert – mit mäßigem Erfolg (siehe Initiative Vermisste Kinder). Dort findet man auch einen weiteren Fall, der Beachtung verdient:

„Im Fall des seit dem 08.07.2015 vermissten 6-jährigen Elias aus Potsdam (Brandenburg) gibt es womöglich eine erste Spur. Gesucht würden der Fahrer und mögliche Mitfahrer eines dunklen Kombis, der von Zeugen in dem Wohngebiet gesehen worden sei, teilte die Polizei heute mit. Es handle sich um ein schwarzes oder dunkelblaues Fahrzeug mit abgedunkelten Seiten- und Heckscheiben.“

Laut Bildzeitung waren es allein im April 600 Kinder und 2600 Jugendliche, die verschwunden sind (siehe Bild) – wobei wir eher das Augenmerk auf die Kleinsten richten müssen.

Wir könnten die Schlagzeilen TÄGLICH mit vermissten Kindern in Deutschland füllen – von denen selten eins wieder auftaucht.

Wir verbuchen solche Nachrichten – wenn überhaupt – unter dem Thema „Pädophilie“ – und erfahren von „der Wissenschaft“ auch gleich, womit wir es da zu tun haben (siehe Tagesspiegel):

„Bildung und Intelligenz der Pädophilen sei leicht verringert, aber noch im normalen Bereich, sagte Krüger. Das deckt sich weitgehend mit früheren Befunden, in denen Pädophile einen um durchschnittlich zehn Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten hatten.“

Wem fällt da nicht der trunkene Hartz-IV-Empfänger in Hemd und Unterhose ein, der sich an seiner Tochter vergreift? Wie üblich sind die „bildungsfernen Schichten“ die Sündenböcke der Nation. Schon allein des Wort „Pädophil“ verniedlicht die Tat auf ungeheuerliche Art und Weise … als handele es sich um „nur“ um Menschen, die versehentlich jemand Falsches lieben, ein Irrtum der Funktionen des Gehirns.

Das dies ein Irrtum ist, zeigt folgende Aussage, die – aus Gründen des Zeugenschutzes – anonym bleiben soll:

„Ich habe 13 Jahre in einer forensischen Psychiatrie gearbeitet.Somit konnte ich mir einen Einblick in die dunkelsten und widerwärtigsten Ecken und Winkel der menschlichen Seele verschaffen.Ich habe etliche Gerichtsverfahren mitbekommen und viele Akten der persönlichkeits gestörten Narzissten gelesen,habe Gruppentherapien mit diesen Patienten mitgemacht und viele Gespräche mit selbigen geführt. Es lief immer auf dasselbe hinaus:Eine perverse Gier nach Macht! Mit Sexualität hat das kaum noch etwas zu tun….die Macht,ein menschliches Wesen zu quälen,zu foltern…das Leiden in den Augen des Opfers zu erkennen….die Macht zu haben,dieses gequälte Opfer erst dann zu „erlösen“,wann es dem Perversen genehm ist…das veranlasst diese,man mag mir das Wort nachsehen,diese „Monster“ zu diesen sadistischen Taten! Jedoch sind diese Monster absolut empathielos,andernfalls könnten sie solch abscheulichen Verbrechen ja auch nicht ausüben. Zu einer Einsicht,Reue kommt es nie!!!! Ich befasse mich seit langem mit dem Thema Narzissmus und muss ehrlich sagen: Es gibt einfach Menschen,denen das Böse schlicht innewohnt. Therapien sind fast nie möglich, denn das würde eine Einsicht voraussetzen.Seltsamerweise sind fast alle dieser Täter aus den sogenannten höheren Kreisen,und nicht,wie häufig vermutet in den unteren Schichten zu finden.Schauergeschichten wie diese findet man sonst nur in Psychothrillern und man sollte meinen, dass der Autor eine blühende und schon fast perverse Phantasie haben muss…aber leider weit gefehlt……“

Diese Aussage bezog sich auf meinen letzten Artikel, auf das Hobby der Elite.

Sie wirkt vielleicht etwas fremd – und darf natürlich nicht allein stehen bleiben. Das deutsche Fernsehen hatte sich dem Thema auch schon mal gewidmet – und bestätigt die Aussagen unseres Zeugen (siehe TAZ):

„Das Thema ist hochaktuell wie nie, und der Film ist so gut wie wenige im Fernsehen. Es geht um organisierte Kriminalität, um die sogenannten Spitzen der Gesellschaft, um Politiker und Richter, die sich in luxuriösen Etablissements einfinden, um dort Orgien mit verschleppten Kindern zu feiern. „Operation Zucker“ basiere auf einer wahren Geschichte, heißt es im Presseheft.“

Das war im Jahr 2013. Folgen? Keine – immerhin handelt es sich um die therapieresistenten Schichten dieser Gesellschaft, die unter der Parole der Kanzlerin „Deutschland geht es gut“ steht – und alles, was der Parole widerspricht, wird ignoriert … nicht nur zu diesem Thema.

Auch die Wissenschaft befasst sich mit diesem Thema – nicht nur die Oberschichtswissenschaft, die die Parole der Kanzlerin befolgend die Täter nur im Millieu der extra dafür erfundenen und oft zitierten „bildungsfernen Schichten“ sieht. Michaela Huber, 1. Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für Traume und Dissoziation hat sich in einem Vortrag 2013 zu diesem Thema ausführlich geäußert, einem Vortrag, dem ich ein paar Fakten entnehmen möchte:

Gemäß einer Umfrage unter niedergelassenen Kassenpsychotherapeuten haben 10-13 % mit dem Thema rituelle Gewalt zu tun.

Weltweit sind 2 Millionen Kinder von sexualisierte Gewalt („Kinderpornografie“) betroffen, eine Industrie, die bis zu 35 Milliarden Euro umsetzt, die Quälereien dauern bis zu zwei Stunden, die Opfer werden immer jünger – die Taten immer grausamer. Die Umsätze mit diesem Geschäft übertreffen diejenigen des internationalen Waffenhandels

80 Prozent der Kinder, die im Internet chatten, werden von Pädokriminellen angegangen

Über 15 % aller Straftaten in Deutschland haben mit dem Vertrieb und Gebrauch der Foltervideos zu tun, bis zu 50000 Konsumenten werden so pro Tag erreicht, die Gesellschaft wird zunehmen pornographisiert.

Kinder werden nicht mehr nur in speziellen Kinderbordellen angeboten, sondern zunehmend „frei Haus“ geliefert.

Zahlen, die zeigen: die „bildungsfernen Schichten“ müssen über viel Geld und Personal verfügen, um die Industrie am Leben zu halten. In den USA waren 1995 31 % aller Psychotherapeuten und Sozialarbeiter mit dem Thema „ritualisierte Gewalt“ konfrontiert – Folgen der Studie: keine. Nun wollen wir nicht unbedingt in den USA bleiben – aber wie auch in anderen Fällen müssen wir ins Ausland schauen, um Rückschlüsse auf Deutschland ziehen zu können, die Parole „Deutschland geht es gut“ erlaubt hier keine Untersuchungen, die ihr widersprechen – so verfahren wir ja auch bezüglich der iatrogenen (vom Arzt verursachten) Todesfälle im deutschen Gesundheitswesen … wir kommen auf bis zu 80000 Opfer im Jahr, über die hier niemand spricht – oder sprechen darf.

Wir haben ähnliche „Tabuzonen“ auch in Rotherham beobachten können, wo 1400 Kinder systematisch missbraucht wurden (siehe FAZ):

„Örtliche Sozialarbeiter, die die Lage der Opfer an die Polizei und das Jugendamt gemeldet hatten, seien von Vorgesetzten zurechtgewiesen und beruflich herabgestuft worden.“

Wie sollten wir auch politisch korrekt mit der Meldung umgehen, dass sich die Zweigstelle einer britischen Gesellschaft zur Förderung der Akzeptanz Homosexueller sich regelmäßig mit Kindern aus Heimen beliefern ließ, um sie für Orgien zu gebrauchen (siehe Welt).

Und in Deutschland, dem Land, wo alles gut ist? Erwischt man mal die kriminellen Geister, die sich an der Folter von Kindern ergötzen („Babyboylover“ – ein Begriff aus der „Szene“ in Deutschland – interessiert sich vornehmlich für Kinder von 0-2 Jahren … da spricht man doch lieber angemessen von „sexualisierter Gewalt“ als von „Liebe“), dann finden sich – neben Bundestagsabgeordneten – Lehrer, IT-Spezialisten, Pfarrer, Polizisten, Heilpraktiker, Jugendbetreuer und ähnlich gut situiertes Personal (siehe Merkur).

Es sieht nicht so aus, als würden wir uns großartig von Großbritannien unterscheiden, deren Abgeordneten ebenfalls lustige Spielchen spielten (siehe Weltspiegel im Ersten):

„Regelrechte Missbrauchsorgien sollen in den 80ern hier und andernorts stattgefunden haben. 200 Kinder sind in dieser Zeit verschwunden. Einige sollen bei Sexspielen umgebracht worden sein. „Einer der Tatorte stand eine Zeit lang im polizeilichen Visier. Und gerade als die ermittelnden Polizisten dabei waren, diesen Ring aufzudecken, wurden die Ermittlung von oben gestoppt“, erzählt Marc Watts.

Wieder sind wir in Großbritannien gelandet, um Vergnügungen der Funktionselite der Superreichen zu illustrieren, Vergnügungen, deren Abscheulichkeit kaum eine Grenze kennt (siehe Tagesspiegel):

Kindesmissbrauch scheint in Großbritannien ein allgegenwärtiges Verbrechen zu sein. Der Skandal um den verstorbenen Entertainer Jimmy Saville, beim britischen Staatssender BBC ein nationaler Star, hat einen Einblick in das Problem gegeben. Leichenschändung in staatlichen Krankenhäusern des Gesundheitssystems NHS, Affären mit Jugendlichen unter Parlamentariern in Westminster, systematischer Missbrauch in Kinderheimen in Wales, Hunderte geschändete Heimkinder in Nordirland, der Vatikan ermittelt in Schottland gegen einen Kardinal.

Was geschieht dort, wenn Eltern ihre Kinder aufspüren?

„Ein Opfer sagte dem britischen Sender BBC am Mittwoch bitter: „Die Täter waren unantastbar.“ Diese Erfahrung mussten auch zwei Väter machen, die ihre entführten Töchter aufgespürt hatten und dann dort von der Polizei verhaftet wurden.“

Nun – nicht mehr lange, da werden diese Fälle vergessen sein, wir haben nur gute Verbündete, alle Versuche ihren Ruf zu schädigen, gelten als Angriff auf die Merkel-Parole „Deutschland geht es gut“.

Wir gut, berichtete vor einiger Zeit der Stern (siehe Stern):

„Schätzungsweise 8,5 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland sind einer Studie zufolge als Kinder missbraucht worden. Das ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „MiKADO“ der Universität Regensburg, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Bei ihrer ersten Missbrauchserfahrung waren die Betroffenen im Durchschnitt demnach 9,5 Jahre alt.“

Und hier erfahren wir auch endlich einmal was über die Opfer – die sonst bei der Beschäftigung mit der „Pädophilie“ immer gern ausgeblendet werden.

„Betroffene Kinder und Jugendliche, die vom Hilfesystem erfasst wurden, zeigten demnach deutliche Belastungssymptome. 60 Prozent erfüllten die Kriterien einer psychischen Störung, vor allem Störungen des Sozialverhaltens, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen und Depressionen.“

Was selten zur Sprache kommt: hier werden Menschenleben … vernichtet. In Massen. Millionenfach. Das liebe Hobby der „Pädophilen“ hat Folgen, die man seinem schlimmsten Feind nicht gönnen würde – Folgen, auf die man nicht groß schaut, stattdessen kümmert man sich lieber fürsorglich um das Seelenleben der „Pädophilen“.

Wir werden uns damit abfinden müssen, dass wir die Ergebnisse aus England und den USA problemlos auf Deutschland übertragen können – nur reden wir  noch weniger darüber.

Doch halt: auch wir gebrauchen den Begriff der „Pädophilen“ – und damit liegen wir falsch. Es geht nicht um Sexualität – es geht um Macht. Sexualität wird missbraucht zum Zwecke der Machtdemontration, zum Ausleben der Machtgefühle, zur Demonstration der Überlegenheit. Schauen wir noch mal nach England und behalten diese Gedanken im Kopf (siehe jungleworld):

„In der Untersuchung heißt es zusammenfassend: »Die Kultur des Rates ist ungesund: Mobbing, Sexismus, Vertuschung und unangebrachte ›political correctness‹ haben sein Versagen zementiert.« Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Stadtrat und Behörden den Missbrauch nicht nur ignorierten, sondern sich sogar über die Anschuldigungen gegen sie empörten und der »Murdoch-Presse« vorwarfen, eine »politisch motivierte« Lügenkampagne gegen sie zu betreiben. Zudem wird aus Aussagen von weiblichen Ratsmitgliedern klar, dass der Stadtrat von einer Macho-Kultur geprägt war. Ein Bürgermeister beispielsweise sprach nach Angaben einer Rätin davon, dass in seiner Amtszeit alle hübschen Frauen im Büro geküsst werden könnten.“

Es geht um Macht – und diese Beobachtung machte auch unser anonymer Zeuge, der auch von einer Gruppe in Norddeutschland Kenntnis hatte, die systematisch Kinder missbraucht, Macht, die sich – seiner Kenntnis nach – zuerst in Vergewaltigung von Frauen äußert, die anschließend an Kindern fortgesetzt wird. „Macht“ ist das Schlüsselelement, dass die Täter vereint – nicht der zufällig dominante sexuelle Schlüsselreiz „Kind“, wie man uns wahrmachen will.

„Ein Beispiel zeigt, wie lapidar die Polizei mit den Hilfegesuchen der Opfer umging. So beruhigte ein Kommissar ein Mädchen mit dem Satz: »Keine Sorge, du bist nicht die erste, die von X vergewaltigt wurde, und du wirst auch nicht die letzte sein.«“

Und wie äußert sich Macht in der Gegenwart?

Durch den Besitz von Geld. Wie unser Zeuge in einem privaten Gespräch äußerte: „die“ … haben immer die teuersten Anwälte – wie üblich in den „bildungsfernen Schichten“.

Nochmal ein Bick nach England? Gern (siehe Heise):

„Watson erklärt in seiner Stellungnahme, eine Reihe von Personen hätten sich an ihn gewandt und Schreckliches erzählt: „Sie haben von Psychopathen erzählt, die Kinder mit Stanleymessern markiert haben, um ‚Besitz‘ anzuzeigen. Sie redeten von Partys, auf denen Kinder zwischen Männern herumgereicht wurden. Es gibt Erzählungen von Golfplatzparkplätzen, auf denen Kinder nach einer Runde Golf missbraucht wurden.““

„Sexualität“ – scheint mir hier die völlig falsche Kategorie zu sein, um das Phänomen erfolgreich begreifen zu können – „Macht“ funktioniert eher. „Kindesmissbrauch“ ist nun nicht schwerpunktmäßig das Thema von Pädophilen … von denen nur die wenigsten ihre Neigung überhaupt aktiv ausleben – was nicht verwundern sollte: Männer, die Frauen lieben, nähern sich ihnen auch nicht hauptsächlich als Vergewaltiger (siehe Wikipedia):

„Studien zeigen auch, dass der Anteil pädophiler Täter mit 12 bis 20 % nicht den Hauptteil am sexuellen Kindesmissbrauch darstellt.“

Das heißt: 80-88% der Täter missbrauchen Kinder NICHT aufgrund ihrer sexuellen Neigung … sondern aus anderen Gründen. Das heißt: Kindesmissbrauch – ist nicht das Thema der Pädophilen … wer hätte das gedacht?

Aber ist es das Vergnügen einer gesellschaftlichen Elite.

Der Grund? Macht. Vielleicht gibt es aber auch noch einen anderen: der Glaube, dass rituelle Kindsofperung dem Wohlstand förderlich ist, ist sehr alt in den Aristokratien Europas. Hierzu habe ich den vertraulichen Brief eines Arztes erhalten … und möchte dem Thema vielleicht weitergehen.

Vielleicht?

Nun – der im Heise-Artikel zitierte Herr Watson hat Angst um sein Leben. Er arbeitet trotzdem weiter an diesem Thema, dass leicht das düsterste Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik werden kann … wenn man es schafft, sich Gehör zu verschaffen. Angesichts der Zahl der Opfer … scheint dies jedoch alternativlos zu sein – auch wenn es Merkels Deutschlandbild erschüttert.

PS: noch ein Nachwort – Sicherheitshalber. Der Mythos entsprechender kabbalistischer Rituale hat mich ebenfalls erreicht. Ein Wort dazu: die Kabbala dient der Erlangung der Erkenntnis vom Wesen Gottes – außerhalb der NS-Propaganda hat die keinerlei rituellen Inhalt. Sie ist auch nur begrenzt „jüdisch“ zu nennen, betrifft nur eine kleine Gruppe von Denkern jüdischen Glaubens, wird auch seit dem Mittelalter von Christen und Heiden weiterentwickelt – und beschränkt sich auf Techniken des Denkens und Visualisierens. Jungfrauenopferung zur Erlangung spezieller Medizin ist mir während meiner ausführlichen Studien des Kabbalismus nicht begegnet. Wie üblich wurde hier den Juden unterstellt, was die Aristokratie betrieb. Im europäischen Satanismus jedoch – sieht das anders aus. Der europäische Satanismus jedoch – setzt sich aus Richtern, Ärzten, Staatsanwälten zusammen … und nur ein paar Elitegruppen zu nennen, die unter dem Siegel einer Antireligion ebenfalls übelste Kinderfolter betreiben. Hierzu vielleicht mal später mehr.

 

 

 

 

 

 

Ein paar Stunden vertonte und bewegte Bilder zum Thema Geld

Die Macht der Finanzkonzerne – Wie Blackrock mittels Geld die Welt regiert:

Die BlackRock, Inc. ist der weltgrößte Vermögensverwalter. Das international tätige amerikanische Finanzunternehmen hat seinen Hauptsitz in New York City und ist vor allem in Vermögens- und Risiko-Verwaltung tätig. Die Aktien sind an der New York Stock Exchange gelistet. Größte Anteilseigner sind PNC Financial Services mit 21,0 % und Barclays mit 19,7 %.[1] (Stand 12/2011).

Goldmann / Sachs – Eine Bank lenkt die Welt

Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Die amerikanische Investmentbank ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt.

GELD REGIERT – Regieren wir mit?

Die „Superreichen“ werden immer zahlreicher.
Quarks & Co begibt sich auf die Spur des großen Geldes. Was macht Geld mit uns – und welche Macht verleiht es?

Wer die FED bedroht oder gefährdet wird sterben

„Wenn das amerikanische Volk jemals privaten Banken die Kontrolle
über das Ausstellen des Geldes gibt, werden die Banken und Unternehmen,
die um sie herumwachsen, erst durch Inflation und dann durch Deflation,
die Leute all ihres Besitzes berauben, bis ihre Kinder obdachlos erwachen
auf dem Kontinent, den ihre Väter eroberten.“
(Thomas Jefferson (1743-1826), US Gründungsvater)


Volker Pispers kritisiert Geldschöpfung

Geldschöpfung im Kabarett: Es ist sehr erfreulich, dass nun auch Kabarettisten wie Volker Pispers die Geldschöpfung der Banken und das Geldsystem kritisieren. Zuvor war nur Dieter Hildebrandt dazu Willens. Unter Geldschöpfung versteht man das erzeugen von Geld. Die meisten Menschen gehen immer noch davon aus, dass der Staat sein eigenes Geld über die Zentralbank, in Deutschland die Bundesbank, schöpft (Geldschöpfung). Jedoch erzeugt die Bundesbank über die EZB nur etwa 10% der umlaufenden Geldmenge als gesetzliche Zahlungsmittel. Die restlichen 90% der Geldmenge (Bankengeld – kein gesetzliches Zahlungsmittel) wird von den Geschäftsbanken erzeugt (geschöpft), indem sie Kredite vergeben (Geldschöpfung aus Kredit = Schuldgeld).

Fabian der Goldschmied

Warum überall Geld fehlt

Der grosse Reibach und Der Tanz der Geier – alle zwei Teile

Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente – die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt.

„Staat-Recht=Mafia-Über das korrupte politische Unrecht-System Deutschland“

Als Beamte sind Staatsanwälte – anders als Richter – weisungsgebunden (§ 146 Gerichtsverfassungsgesetz)
und unterliegen uneingeschränkt der Dienstaufsicht durch Vorgesetzte (§ 144 GVG) (§ 147 GVG). Damit ist die Einflussmöglichkeit auf die Staatsanwaltschaften und Staatsanwälte gegeben, zumal die Weisungsgebenden nicht an die Schriftform gebunden sind.
Ein Weisungsbeispiel berichtete die Süddeutsche Zeitung im Zusammenhang mit dem Fall Mollath.
Über den Einfluss der Politik auf Staatsanwaltschaft und Rechtsprechung. Über ein korruptes politisches Unrechts-System, das jegliche rechtsstaatlichen Grundsätze über Bord geworfen und dem Profit und Vorteil einiger weniger untergeordnet hat…

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