Leben

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Helena Fürst, Glaubwürdigkeit, Arbeitssuche und Hartz IV.

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helenasuchtarbeitWir alle kennen diese flexible junge dynamische Helena Fürst, einst jagte sie im Kreis Offenbach angebliche Sozialbetrüger und medial unterstützt wurde sie  von dem Privatsender der unter der Schirmherrschaft der Bertelsmannstiftung  steht.
Dann hat sie sich entschlossen die Seiten zu wechseln und will von ihrem ehemaligen Arbeitgeber Kreis Offenbach nichts mehr wissen, und wird auch nie wieder als Sozialermittlerin arbeiten. Ich habe die Seiten komplett gewechselt es ist ein viel besseres Gefühl den Menschen zu helfen so Helena Fürst.

Warnung vor der RTL-Serie „Helena Fürst – Anwältin der Armen

Wie es aussieht hat Helena Fürst ihren Dienst getan im Sinne der Bertelsmann Stiftung, sie hat viel Porzellan zerschlagen, ob dies jetzt aus Naivität heraus geschehen ist oder aus reiner Dummheit, wer weiß!

Nun ist Helena Fürst auf Auftragssuche, anscheinend mag sie keiner mehr, so zumindest kann man es aus ihrer "Suche Aufträge" entnehmen.

Helena Fürst
Sozialleistungs Expertin, TV Coach, Coaching-Reportage

Ich suche: Medienkontakte

Ich biete: Expertin für" Hartz IV" und" ALGI" bzw. in allen Sozialgesetzbüchern, TV-Coach, langjährige Kameraerfahrung, Expertin im Bereich soziale Fahndung, Autoren für Dokuformate

Hier bitte weiterlesen ……

Und ganz besonders möchte ich auf den Satz hinweisen in dem Helena Fürst reumütig sagt; ich werde nie wieder als Sozialfahnder arbeiten, denn es ist ein viel besseres Gefühl Menschen zu helfen.

Und nun lesen Sie sich bitte einmal durch, was Frau Helena Fürst in ihrer Auftragssuche anbietet!

Jörg Asmussen, Hartz IV und andere Grausamkeiten.

Wir als Volk müssen uns ja jetzt mal wieder auf Grausamkeiten einstellen.  Hört man jedenfalls. Dieses Wort … „Grausamkeiten“ … ist eines der stärksten Wörter der menschlichen Sprache. Es ist stark … und wichtig. Es teilt uns mit, wenn etwas vollkommen absichtlich schief läuft und Körper und Seele verletzt.  Im Kongo geschehen Grausamkeiten:

Die Gewalt richtet sich vor allem gegen Mädchen und Frauen im Alter zwischen vier und 70 Jahren. Sie werden vergewaltigt, als Sexsklavinnen verschleppt und verstümmelt. Massenvergewaltigungen gehören zum Alltag!

Christof Ruhmich von Malteser International sagte der Zeitung „Welt kompakt“: „Die Ziele sind Demütigung und Terror.“ UN-Sonderberichterstatter Yakin Ertürk: „Die Graumsamkeiten zielen auf die komplette psychische und physische Zerstörung der Frauen.“

Grausamkeiten werden absichtlich zugefügt und dienen der psychischen und physischen Zerstörung … das gehört zu ihrer Definition. Schauen wir uns dann mal … Grausamkeiten in Deutschland an, von denen zum Beispiel der Fokus berichtet.

Erste Grausamkeiten werden bekannt

Das Elterngeld soll als Teil der Sparmaßnahmen zur Sanierung des Haushalts gedeckelt werden.

Welchen Eindruck macht so eine Meldung wohl auf Menschen, die Grausamkeiten erlebt haben? Die halten uns Deutschen doch für ein Volk von weltfremden Weicheiern, deren physische und psychische Zerstörung durch Deckelung des Elterngeldes betrieben werden kann. Wie demütigend und peinlich … und insofern schon eine Form von Grausamkeit, aber nicht begangen durch die Regierung ans Volk, sondern durch FOKUS an den Deutschen und – vor allem – an der Sprache.  Ist die Deckelung des Elterngeldes schon grausam, was ist dann erst Hartz IV? Da fehlen einem doch die Worte, da kommen wir doch schon in den Bereich der „unbeschreiblichen“ Grausamkeiten – allerdings zurecht, wie wir sehen werden.

Dabei geht es Hartz-IV-Abhängigen in dem Sinne ganz gut…verglichen mit Opfern echter Grausamkeiten – und auch nur materiell gesehen.  Vom Hungertod sind sie weit entfernt und auch ihre physische Zerstörung wird nur sachte betrieben. Psychisch gesehen … sieht das schon anders aus.

Schaut man an, wie sie leben müssen, welche Demütigungen sie aushalten müssen und welchem psychischem Terror sie durch gewisse skrupellose Medien und grausame Mitmenschen ausgesetzt sind, so würde ich hier das Wort Grausamkeit als angemessen ansehen, obwohl ihre körperliche Versorgung mit der Versorgung in Hungergebieten nicht vergleichbar ist.  „Harte Kerle“ pfeifen ja auf die Psyche,  sie arbeiten sicher auch gerne mit einem Computer ohne Betriebssystem. Strom an- und ausschalten kann man da auch.

Die Psyche braucht – wie auch die Physis – eine gewisse Mischung an äußeren Versorgungsgütern, eins davon ist Gerechtigkeit, ein weiteres ist Anerkennung von Leistung und auch Akzeptanz der Person selbst. Fehlen Faktoren, so kommt es zu Verkrüppelungen der Seele. Das war vor 100 Jahren mal bekannt, aber ich merke: man kann diese Plattheiten heute wieder als was ganz Neues predigen.  Gang Bang ist geil aber es ist geeignet, eine junge Seele zu zerreisen, weil der Mensch auf Fleisch reduziert wird … in etwa wie ein Computer, den man als Amboß benutzt. Von der Form her ginge das …

Eine der Grausamkeiten, der wirklichen Grausamkeiten die uns allen zugemutet werden ist, das wir in diesem Staat leben:

Die Würde des Menschen stellt den obersten Verfassungsgrundsatz dar, an dem folglich alle staatliche Gewalt ihr Handeln auszurichten hat. Sie ist daher Maßstab für Legislative, Exekutive und Judikative. Der Staat hat alles zu unterlassen, was die Menschenwürde beeinträchtigen könnte.

(Quelle: Wikipedia)

aber sowas ohne zur Waffe greifen zu dürfen widerstandslos ertragen müssen:

In der schwarz-gelben Koalition formiert sich Widerstand gegen eine Anhebung der Regelsätze. „Hartz IV darf nicht attraktiver werden als Arbeit“, sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) der „Bild“-Zeitung.

(Quelle: Welt)

Ich übersetze mal auf Deutsch, was der Herr Fuchs uns sagen möchte:

Auf keinen Fall dürfen Millionen von Arbeitnehmern merken, das sie inzwischen fast für umsonst arbeiten – denn das ist genau das, was passiert ist. Nicht die Sozialhilfe für Alte, Kranke, Behinderte und Kinder hat unermeßliche Höhen erreicht, nein, die Arbeit ist so billig geworden (obwohl man noch sehr gut an ihr verdienen kann, ihr Wert ist immer noch derselbe, nur bleibt das Geld woanders hängen), das ihr Ertrag in einem der reichsten Länder der Welt kaum zu überleben reicht. Und damit die Arbeiter wenigstens subjektiv den Eindruck haben, es ginge ihnen noch gut, müssen die Erwerbsgeminderten leiden. Man könnte genauso gut auch zur Motivation Bilder hingerichteter Juden an die Firmenwände hängen mit dem Motto: Seid bloß froh, das es noch nicht so weit ist! Oder man stellt Sklaventreiber mit Peitsche in die Großraumbüros….im Prinzip ist es das Gleiche: Motivation durch Angst.

Und das ist Grausam.

Wenn das nun alles wäre, wenn es uns wirklich schlecht gehen würde, wenn wir 1946 hätten und es wäre wirklich nichts mehr da, könnte man mit diesen Grausamkeiten leben. Das geht. Haben wir damals ja auch gemacht. Gab einfach keine Alternative. Aber der jetzige Zustand ist vollkommen künstlich erzeugt … und bringt Menschen hervor, die zu ertragen eine weitere Grausamkeit ist. Folter pur – nur für den Geist, aber schlimm genug.  Während einerseits die Lebensleistung von Müttern (mal wieder, das scheint in Deutschland irgendwie typisch zu sein: Kinder erziehen gilt nichts – aber darüber aufregen, wenn die unerzogen in die Schule kommen: den Anspruch möchte man beibehalten) in den Dreck gezogen wird und man sie noch zusätzlich zu Bürgerarbeit zwingen oder alternativ ihre Kinder verhungern lassen will, muß man andererseits mit Gestalten wir Jörg Asmussen leben.

Im Jahre 1996 begann er seine Karriere im Bundesministerium der Finanzen unter dem damaligen Finanzminister Theo Waigel als Referent für internationale Finanz- und Währungspolitik. Als nach dem Regierungswechsel 1998 Oskar Lafontaine das Finanzministerium übernahm, wurde er Persönlicher Referent des neuen Staatssekretärs Heiner Flassbeck. Die Kompetenz Asmussens wurde von Flassbeck als „mittelmäßig“ eingeschätzt und Asmussen nicht für hohe Aufgaben empfohlen.

Quelle: Wikipedia

Dies Mittelmäßigkeit qualifizierte ihn wohl in den Augen der neuen Finanzminister ganz besonders, denn Herr Asmussen machte eine beispiellose Karriere:

Nach dem Rücktritt Oskar Lafontaines machte ihn der neue Minister Hans Eichel hingegen zum Leiter seines Ministerbüros. Nach einer kurzen Zeit als Unterabteilungsleiter in der Europaabteilung übernahm Asmussen zum 1. März 2003 die Leitung der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik und wurde damit mit 37 Jahren der jüngste Ministerialdirektor in der Bundesregierung.

Doch damit nicht genug.  Wer will, kann selbst nachsehen, wieviel so ein Direktor verdient – ich habe Angst vor der Zahl. Sie wird grausam sein. Noch grausamer ist das, was Wikipedia ganz offen schreibt:

Für den Koalitionsvertrag 2005 (CDU-SPD) setzte sich Asmussen unter anderem dafür ein, die Punkte des Abbaus „überflüssige[r] Regulierungen“ und den „Ausbau des Verbriefungsmarktes“ für den Finanzmarkt aufzunehmen.[3]

Während seiner Zeit als Abteilungsleiter saß Asmussen als Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der Mittelstandsbank IKB, die im Sommer 2007 infolge der Krise am US-amerikanischen Subprime-Markt in eine Schieflage geraten war und zu deren Rettung die staatseigene Förderbank KfW Milliarden zur Verfügung stellen musste. Asmussen setzte sich dabei massiv dafür ein, die Papiere zu kaufen, die später die Krise der IKB auslösten.[4]

Außerdem saß er als Vertreter des BMF auch im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Asmussen war des Weiteren Mitglied im Gesellschafterbeirat der LobbyorganisationTrue Sale International GmbH (TSI), die sich für die Entwicklung des deutschen ABS-Marktes einsetzt.[5] Probleme mit ABS (Asset Backed Securities) sind eine der Hauptursachen der Finanzkrise 2008.

Mit seiner Ernennung zum Beamteten Staatssekretär zum 1. Juli 2008 wurde er der jüngste Staatssekretär der Bundesregierung und löste Thomas Mirow ab. Der Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hielt Asmussen im Amt und überließ ihm unter andere die Verantwortung zur Politik gegenüber Griechenland während dessen Finanzkrise.[6]

Jörg Asmussen sitzt derzeit im Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SoFFin, im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbehörde Bafin und im „Wirtschaftsfonds Deutschland“, der ohne parlamentarische Kontrolle über Staatsbürgschaften für Unternehmen entscheidet.[2] Er ist außerdem eines von sechs Mitgliedern der Expertengruppe „Neue Finanzmarktarchitektur“.[7] Dieses Gremium soll Vorschläge für neue Finanzmarktregeln entwerfen, die unter anderem eine Erhöhung der Marktransparenz zum Ziel haben.

Somit durfte der Verwaltungsrat Jörg Asmussen den Aufsichtsrat Jörg Asmussen kontrollieren, der nebenbei Gesellschafterbeirat genau jener Lobbyorganisation war, die der IKB die krummen Geschäfte ermöglicht hat. Jetzt soll dieser Jörg Asmussen die Banken retten, die dank seiner Arbeit in den Bankrott gerutscht sind und neue Regeln erarbeiten, das das nie wieder geschieht. Ich weiß jetzt schon, wie die aussehen. Ihr auch?

Der Stern schrieb mal vor einiger Zeit über ihn:

Peer Steinbrücks Staatssekretär und Angela Merkels Abteilungsleiter Wirtschaft sprechen nicht gern über ihre Rolle in der Wirtschafts- und Finanzkrise – und wenn, dann reden sie sie klein. Dabei gibt es in der Geschichte der Bundesrepublik kein einflussreicheres Beamten-Duo als sie. Die beiden denken vor, was Kanzlerin und Finanzminister exekutieren. Sie können praktisch im Alleingang über das Überleben von Firmen und Finanzinstituten entscheiden und unvorstellbare Summen Steuergeld verteilen: 480 Milliarden Euro zur Bankenrettung im „Lenkungsausschuss“ des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin); 115 Milliarden Euro, um mithilfe eines staatlichen Bürgschaftsprogramms Unternehmen vor der Pleite zu bewahren.

Opel, Hypo Real Estate (HRE), Arcandor, Commerzbank, Bad Banks – überall haben die beiden im Hintergrund die Fäden gezogen.

„Asmussen und Weidmann haben mehr Macht als Minister“, sagt die Grünen-Finanzpolitikerin Christine Scheel.

Gegen Asmussen gab es mal eine denkwürdige Koalition zur Rettung des Bürgers vor dem Wahn der politischen Wirklichkeit, davon berichtete die Süddeutsche Zeitung:

FDP, Grüne und Linkspartei verlangten, Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) solle Staatssekretär Jörg Asmussen entlassen. Dieser habe bei der Rettung der HRE seine Pflichten verletzt und sei „dem Steuerzahler nicht mehr zuzumuten“, hieß es zur Begründung. Die SPD wies die Vorwürfe scharf zurück und sprach von „grobem Unfug“. Steinbrück äußerte sich zunächst nicht.

FDP, Grüne und Linkspartei ziehen an einem Strang. Sowas geht also … auch wenn es nichts nützt.

Nun, einen Jörg Asmussen kann man auch nicht so leicht aus dem Amt entfernen. Theoretisch geht das schon, aber praktisch … hat er vorgesorgt, erzählt er jedenfalls der Zeit:

Aus seiner Nähe zu Politikern hat Asmussen auch eine Einsicht jenseits der Ökonomie gewonnen: „Als Politiker braucht man ein Netzwerk: zehn Freunde, die einen decken und nicht wegtauchen, wenn die Luft bleihaltig ist.“ Eine Erkenntnis, die auch für Topleute in Beamtenapparaten und Unternehmen gilt. Es wäre erstaunlich, wenn er daraus nicht Konsequenzen für die eigene Arbeit zöge.

Andere würden sagen: sollte man nicht erstmal schauen, warum überhaupt geschossen wird? Wäre es nicht verständlich, das Bürger schießen, wenn man die Bank ausraubt … nur um mal ein Beispiel zu nennen? So eine „Einsicht“ könnte man auch Räuberethik nennen, wer keine Verbrechen begeht, muß auch nicht mit bleihaltiger Luft rechnen….würde ich so als Normalmensch denken.

Für seine treuen Dienste bei der Vervielfältigung der Bankgewinne (ja, letztlich haben die Banken dadurch gewonnen, das sie ihre Schrottpapiere gut vermarkten und den Verlust dem Steuerzahler aufdrücken konnten, Schrottpapiere, die es erst dank der Arbeit von Asmussen und der TSI gab) hat er auch schon mal einen kleinen Wunsch geäußert:

Und was hat sich Asmussen für die Zukunft vorgenommen – für die „dreißig Jahre Arbeit“, die er noch vor sich habe? Er habe sich ursprünglich vorgestellt, dass die Grenze zwischen Staatsdienst und privatem Sektor durchlässiger sei. So deutet er vage den Wunsch an, später vielleicht – zumindest auf Zeit – in der Privatwirtschaft zu arbeiten.

Was sagte einst ein anonymer Politiker über die Form der Korruption in Deutschland? Kassiert wird später.

Hören wir noch etwas den Kritikern des Herrn Asmussen zu (wieder Süddeutsche):

Die Ausschussobmänner von FDP, Grünen und Linken, Volker Wissing, Gerhard Schick und Axel Troost, erklärten, die Beweislast sei so erdrückend, dass der Staatssekretär gehen müsse. Asmussen habe die Krisensignale bei der HRE monatelang missachtet, seine Mitarbeiter nicht im Griff gehabt und sei zu spät und unvorbereitet zu den Rettungsverhandlungen gereist. Auch habe er weder die von der HRE vorgelegten Zahlen, noch alternative Hilfsmöglichkeiten geprüft. Er habe seine Pflichten verletzt und eine „Sorgfaltswidrigkeit“ begangen. „Damit ist er als Person in dieser Funktion nicht mehr tragbar“, sagte Wissing. Er warf Asmussen zudem vor, aus den Verhandlungen nicht genügend Sicherheiten für den Staat herausgeholt zu haben. Als Gegenleistung für die Hilfe bei der Rettung der Hypo Real Estate hätte der Bund sich am Kapital der betroffenen Privatinstitute, also etwa der Deutschen Bank, beteiligen sollen.

Kostenpunkt für den Steuerzahler: EINHUNDERT MILLIARDEN EURO. Mindestens.

Dem Herrn Asmussen kann man aber sicher nichts vorwerfen. Es gibt wichtige Kronzeugen, die ihn entlasteten, als die Luft bleihaltig wurde, wie der Spiegel berichtete:

Doch Martin Blessing wird zu einer Art Kronzeuge für die SPD. Der Vorstandschef der Commerzbank kann den Vorhaltungen der Opposition nicht folgen. Als Asmussen am Sonntag, den 28. September 2008 – dem letzten Tag des ersten Rettungswochenendes in Frankfurt am Main – um 17 Uhr vor Ort eintraf, da hatte der Banker den Eindruck: „Der weiß genau, was Sache ist“.

In dem Zusammenhang bekommen wir aber eine noch größere Grausamkeit serviert, die bislang ungehört in der Medienwelt verhallt ist.

An einem Team der Deutschen Bank, das im Auftrag der Bundesbank die Liquidität der angeschlagenen Bank untersuchte, beteiligten sich auch Mitarbeiter der Commerzbank. Dass am Ende nicht die staatliche Bankenaufsicht die Liquidität prüfte, sondern eine Privatbank, ist nicht nur ein Thema der Opposition. Das beunruhigt auch den Obmann der Unionsfraktion, Leo Dautzenberg.

Auch in seiner Bank gebe es nur eine Handvoll Personen, die sich in der Tiefe des komplexen Marktes auskennen, so Blessing. Ob man in den staatlichen Aufsichtsbehörden solche Experten vorhalten solle, das wisse er auch nicht. Schon Ackermann hatte den Einsatz seines Teams am Vortag verteidigt – es gebe wenige Banken weltweit, die zu solchen Prüfungen in der Lage seien.

Da brauchen Banken und Regierung  inzwischen Teams von „Experten“ aus der Privatwirtschaft, die errechnen, wie viele Schulden Privatbanken wirklich haben. Die meisten Banker haben also von ihren Finanzen keine Ahnung. Herr Asmussen wohl auch nicht … aber das wir dringend mal 100 Milliarden ausgeben müssen, das war eindeutig, alternativlos und systemrelevant.

Und auf Deutsch heißt das: ein mittelmäßiger Beamter der von nichts eine Ahnung hatte, war für die Banken zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Deshalb wird sein Wunsch nach einem Job in der Privatwirtschaft wohl auch ungehört verhallen – was auch gut so ist, denn sonst könnte man sich üble Gedanken machen, ob da nicht doch gemauschelt wurde.

So etwas bei vollkommene geistiger Gesundheit miterleben zu müssen, ist grausam. Kein Wunder das sich immer mehr Deutsche in seelische Krankheiten flüchten….denn das alles passiert und wird finanziert, während die Kinder arbeitssuchender Mütter durch Gutscheine stigmatisiert werden, weil ihre Mütter ja die asozialen Sozialschmarotzer sind, die unser Land ausplündern.

BAföG-Leistungen dürfen auf Hartz-IV-Bezüge angerechnet werden

Hartz-IV“Empfänger müssen Nachhilfestunden selber zahlen

Geldgeschenke für Hartz-IV-Bezieher sind Einkommen

Volle Anrechnung von Kindergeld auf Hartz IV ist verfassungsgemäß

Hartz-IV-Empfänger können zum Umzug gezwungen werden

Abwrackprämie wird auf Hartz IV angerechnet

Ältere Arbeitslose müssen Lebensversicherungen aufzehren

30 Stunden pro Woche für Ein-Euro-Jobber rechtens

Ein-Euro-Jobber muss Monatskarte selbst bezahlen

Sozialgerichtsurteile, Quelle: Welt

Wir sind ein grausames Land voller Idioten geworden. Aber das muß uns nicht gefallen, noch muß es so bleiben. Asmussen bekommt gerade jeden Monat 11303 Euro, ist unkündbar und kann jederzeit in Pension geschickt werden, wo er dann gut leben kann. So sieht leistungsloser Wohlstand aus und man muß noch dankbar sein, denn wenn diese Leute sich wirklich was leisten, wird es noch teurer … wie man bei der IKB gesehen hat.

Im Vorruhestand erhalten die politischen Beamten für drei Monate zunächst das volle Gehalt weiter, danach erhalten sie ein erhöhtes Ruhegehalt von 71,75 Prozent der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge.

(Quelle: Wikipedia)

Der sich aus dem IKB-Engagement ergebende bilanzwirksame Verlust der KfW beträgt nach bisher veröffentlichten Zahlen über 8 Mrd. Euro.[23] Außerdem hat die Bundesregierung direkt während der Stützungsaktionen rund 1,2 Mrd. Euro übernommen und hat eine Garantie in Höhe von 0,6 Mrd. Euro für die oben genannten von der KfW übernommenen Wertpapiere zugesagt.[24] In Summe ergeben sich Aufwendungen für den Steuerzahler in Höhe von rund 10 Mrd. €; weitere 1,4 Mrd. € haben die Bankenverbände zugeschossen.

(Quelle: Wikipedia)

Und nochmal … Jörg Asmussen (siehe oben):

Asmussen setzte sich dabei massiv dafür ein, die Papiere zu kaufen, die später die Krise der IKB auslösten

Leistung muß sich wieder lohnen. Ja ja.  Und die Würde des Menschen ist unantastbar. Außerdem sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich und die Erde ist eine Scheibe.

Ich finde so etwas lesen zu müssen und nichts dagegen tun zu können, ist Folter – und grausam.


Monsieur Nestlé – We Feed the World

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Wasser ein Allgemiengut? Nestlé Manager sieht das anders, er sagt Wasser ist ein Produkt wie jedes andere auch, und warum sollte man Ihm kein Wert geben, dann würde man auch mit mehr Sorgfalt mit dieser Ressource umgehen, klar doch lieber Nestlé Manager, als weltweit größter Wasserabfüller hat man natürlich vorrangig Interessen, sich dieses nasse Gold zu sichern.

Christian Wulff, die Maschmeyer-Schröder-Gang, das Grundeinkommen und der AWD: Deutschland im Juli 2010

Heute überrascht „Spiegel-online“ die Republik mit einer wahrhaft erschütternden Nachricht:

So schön kann Mallorca-Urlaub sein: Bundespräsident Wulff und Familie haben sich im Luxusanwesen ihres Freundes Carsten Maschmeyer entspannt. Natürlich, so betont das Präsidialamt, hat Wulff sich nicht einladen lassen. Doch ein Geschmäckle bleibt.

Vergeblich suche ich in dem Artikel nach dem „Geschmäckle“, finde es aber nicht. Also suche ich weiter. Carsten Maschmeyer ist ja bekannt durch den Aufbau des „Finanzdienstleister AWD“.

Nach dem Ausstieg bei OVB gründete Maschmeyer 1988 den Konkurrenten AWD. Das Geschäft lief prima, doch das Image war schlecht. Für Kritik sorgte nicht nur das System der Provisionspyramide. Verbraucherschützer warfen dem Unternehmen vor, den Kunden nicht bedarfsgerechte, sondern provisionsträchtige Verträge zu verkaufen. Auch Maschmeyers Erscheinungsbild sorgte für Irritation – die Frisur im Afro-Look, protziger Goldschmuck und grelle Krawatten. Doch das waren keineswegs die typischen Insignien des Neureichen.

(Quelle: FTD)

Ich habe dann auch gleich mal geschaut, was denn mit der Firma so los ist, mit der der Herr Maschmeyer soviel Geld machen konnte, das er sich eine Präsidentenkompatible Villa kaufen konnte. Stiftung Warentest war da mit ihrem Finanztest bzw. ihrer „Warnliste“ sehr hilfreich, denn da leuchtet schon mal die Warnlampe bei AWD:

wie der AWD Vergleiche vor Gerichtschließt, um ein letztinstanzliches Urteil über seineBeratungsqualität beim Vertrieb des Dreiländerfonds 94/17zu vermeiden und ab wann sich Vergleiche für Anlegerlohnen; AWD droht Internetprovider mit rechtlichenSchritten, der die Internetseite www.awd-aussteiger.deveröffentlicht, obwohl das Oberlandesgericht Hamburg ineinem Eilverfahren entschieden hat, dass die Seite rechtlichnicht zu beanstanden ist; Landgericht Hannover verurteiltden AWD in drei Fällen wegen Falschberatung imZusammenhang mit dem Immobilienfonds DLF 94/17 zuSchadenersatz (Az. 13 O 263/02; 13 O 270/02; 13 O271/02; noch nicht rechtskräftig). Oberlandesgerichtverurteilt AWD zu Schadenersatz wegen Beratungsfehlern(nicht rechtskräftig); neuer Ärger mit Immobilien (ZinshausDüren); Gericht verurteilt AWD wegen Beratungsfehlern inzwei Fällen zu Schadenersatz; Anleger werfen demAllfinanzbetrieb Falschberatung im Zusammenhang mit demVertrieb von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds(Dreiländerfonds) vor (s. a. Kapital Consult); Urteil desLandgerichts Hannover zur Stornoreserve; irreführendeWerbung; zweifelhafte Finanzberatung/ Immobilienvermittlung,unzureichende Ausbildung.

Da blickt der Laie doch schon bei den Anklagepunkten nicht durch. Aber Herr Maschmeyer selbst läßt im Manager-Magazin erkennen, worum es geht:

Maschmeyers Vortrag hat etwas von dem eindringlichen Singsang, der Jahrmarktverkäufern eigen ist, die Allzweck-Gemüseschneidemesser anbieten. Er biedert sich an, macht Witze auf schlichtem Niveau. Macht sie hungrig auf den großen Kuchen. 128 Milliarden Euro würden allein in Deutschland pro Jahr gespart. Die vielen Erben. Immer mehr Alte. „Freuen Sie sich auf diese Zielgruppe.“

Man sieht einigermaßen, wo es langgeht.  Für den Laien sei gesagt: es geht hier um Strukturvertrieb. Strukturvertrieb ist eine feine Erfindung aus den USA, wobei die Art der Ware keine Rolle spielt. Staubsauger, Waschmittel, Plastikpötte,  Nahrungsergänzungmittel, Immobilien – egal.  Der Hintergedanke ist: die Beziehungen eines Menschen zu Geld zu machen. Je nachdem, welche Beziehungen jemand hat und wie weit er geht, den Vertrauensvorschuß aus den Beziehungen in Verkaufsabschlüssen umzuwandeln, kann das außergewöhnlich erfolgreich sein – vor allem für den, der dieses „Schneeballsystem“ anstößt.  Wie man das macht,  ist oft beschrieben worden,  z.B. hier. Der Erfolg ist garantiert … für denjenigen, der skrupellos genug ist, das System zu etablieren.  Strukturvertrieb ist immer und überall Betrug und ich wage es zu bezweifeln, das es gelingt, einen seriösen Strukturvertrieb aufzubauen. Millionen von Deutschen hängen irgendwo in den Maschen von Strukturvertrieben, als „selbständige Unternehmer“, als „Bezirksleiter“, als „Unternehmensberater“ oder als … Opfer, so wie diese Frau hier:

IEs kam am Ende wie so oft beim Kauf von Schrottimmobilien: Die versprochene Miete ließ sich nicht erzielen, Anja Schüller konnte nicht mehr zahlen, musste den Offenbarungseid ablegen. Sie schämte sich schrecklich. Bald danach forderte die Badenia per Pfändung 70 000 Euro von ihr. Ihr Vater sagt: „Die Badenia hat unsere Tochter in der Tod getrieben.“

Der Fall Anja Schüller ging seinerzeit durch die Presse. Es gibt noch heute einen Verein, der sich um den Fall kümmert….und dabei beständig den Badenia-Chef zitiert:

… das wenden die Leute heut‘ ein: Der Vermittler damals hat gesagt, brauchst‘ dich darum nicht zu kümmern, brauchst‘ auch kein Geld zu haben. Das regelt sich alles von selber. Und lass‘ 20 Jahre ‚rumgehen, dann gehört dir die Hütte und du hast ’ne prima Altersversorgung. Und dann frag‘ ich mich immer: Wer ist denn so blauäugig? Denn – wenn das zuträfe – dann kann er sich die ganze Bundesrepublik kaufen.“ (O-Ton BADENIA-Chef Dietrich Schröder in der ZDF-Sendung Mona-Lisa am 30.10.2004

Dabei ist genau das doch das Geschäft der unabhängigen Finanzoptimierer.: Leuten Mist verkaufen. Wäre es sensationell günstig, dann … würden sie es selber kaufen und Millionäre werden. Aber Millionär wird man halt besser, wenn man die blauäugigen Erben und Rentner anvisiert.  Aber nicht nur die Kunden sind Opfer des Systems … den „Fachberatern“ geht es oft nicht besser:

Während der Einarbeitung erhalten die Handelsvertreter – sofern sie sich freiwillig dafür entscheiden – nach Angaben des AWD durchschnittlich 1.500 Euro sogenannte „Monatsvergütung“, die de jure ein Provisionsvorschuss sind. Erwirtschaftet der Berater diesen Provisionsvorschuss nicht, muss er diesen zurückerstatten. Um zu hohe Rückforderungssummen seitens AWD zu vermeiden, führte das Unternehmen die interne Richtlinie ein, nach der ein Provisionsvorschuss linear gemäß Umsatzplanung gezahlt werden soll. Halten die Agenten die Mindestkriterien nicht ein, werden sie rein nach Erfolgsbasis bezahlt. Dabei variiert die Vergütung je nach Qualitäts- und Erfahrungsstufe des Agenten.

Die durch die Direktvertriebsstruktur entwickelten Geschäftspraktiken des AWD waren und sind umstritten und werden von Verbraucherschutzorganisationen bis heute kritisiert.

Ehemalige AWD-Mitarbeiter schilderten von Dezember 2002 bis Mai 2003 im Internet unter verschiedenen Domänen ihre persönlichen und schmerzlichen Erfahrungen mit dem Konzern. Der AWD versuchte daraufhin, auf juristischem Wege die Domänen awd-aussteiger.de und aussteigerforum.de schließen zu lassen.

Nach übereinstimmenden Berichten einer Vielzahl von ehemaligen Mitarbeitern ist die Vermögenssituation der meisten AWD-Berater sehr schlecht. Der Grund dafür sei, dass der Konzern Gebühren und Nebenkosten für die Nutzung der AWD-Infrastruktur in Rechnung stelle. Diese Gebühren seien auch dann zu zahlen, wenn der Berater keinen oder nur geringen Erfolg hat. Zudem wird oft von ungünstigen Provisionsberechnungen zu Lasten der selbstständigen Handelsvertreter berichtet. Der Kritik zufolge sei die Fluktuation in den einzelnen Geschäftsstellen häufig enorm hoch, und die in eine wirtschaftliche Abhängigkeit geratenen Vertreter seien zum Teil überschuldet und stünden unter enormem Verkaufsdruck. Im Jahr 2003 sah sich zum Beispiel eine vierstellige Anzahl ehemaliger AWD-Mitarbeiter zum Teil fünfstelligen Provisionsrückforderungen gegenüber.

(Quelle: Wikipedia)

Man sieht: die persönliche Situation der „unabhängigen Finanzdienstleister“ ist alles andere als unabhängig. Man verdient … wie üblich im Strukturvertrieb … nicht nur an den Beziehungen, sondern auch an der Gratisarbeitskraft der Mitarbeiter, die einem großen Traum hinterherrennen … meistens umsonst.  Man muß verkaufen was das Zeug hält, um seine Schulden abzubezahlen … und schon weiß man, warum so viele Schrottpapiere im Umlauf sind. Wer Schrott verkaufen kann, macht den meisten Gewinn.  Natürlich vernichtet man damit enorme Werte, aber heutzutage bleiben ebenso gigantische Summen beim Strukturvertriebsgründer übrig.  90% Werte der Bürger vernichtet, aber 10% in die Konzernzentrale gerettet: ein Riesenerfolg!

Das so ein System auch Kritiker produziert, ist klar. Das diese Kritiker aber spurlos verschwinden …. ist seltsam.

Die Zeitschrift Stiftung Finanztest schrieb in Ihrer Ausgabe 02/1999:

“Auf geheimnisvolle Weise löste sich 1997 ein Verein für Geschädigte von Strukturvertrieben auf, den Ex-AWD-Führungskraft Robert Maher zusammen mit anderen AWD-Aussteigern im Juli 1995 gründete. … Von Rufmord über Erpressung, Bespitzelung durch Detekteien bis hin zur Bedrohung von Lebens und Gesundheit sei den AWD-Exführungskräften Christian Dieck, Robert Maher und Martin Krüger nahezu alles geboten worden.”

Leider konnten wir bis heute die genannten AWD-Aussteiger nicht ausfindig machen und näheres von ihnen erfahren. Über Hinweise auf diese oder gar die persönliche Kontaktaufnahme würden wir uns freuen.

Die neue, aktuelle AWD-Aussteiger-Bewegung begann im Sommer 2002, als Herr Weise die Web-Site unter der Domaine www.awd-aussteiger.de (Forum seid April 2006 geschlossen) sowie ein Austausch-Forum ins Internet setzte. Innerhalb von wenigen Monaten waren mehrere tausend Beiträge von AWD-Aussteigern geschrieben worden, die ihre Probleme als aktive AWD-Handelsvertreter und nach der Kündigung beschrieben. Die beschriebenen finanziellen, sozialen und menschlichen Nöte sind unglaublich hoch – nicht selten wurde von mehreren zehntausend Euro Provisions-Rückforderungen durch den AWD berichtet.

Vielleicht hätte sich der Herr Wulff einfach mal mit diesem Verein in Verbindung setzen sollen, bevor er das Angebot seines Freundes Maschmeyer annahm.  Aber vielleicht ist es unserem Bundespräsidenten auch egal, wie das Geld verdient worden ist, das ihm einen Urlaub in so schöner und abgeschiedener Athmosphäre erlaubt.  So langsam merke ich, wo das „Geschmäckle“ liegt. Es hat mir zwei Stunden meines Lebens gekostet, ihm nachzuspüren.  Ich hätte es vielleicht sein lassen sollen,  denn das hätte mir einen häßlichen Einblick in die wirtschaftliche Realität derjenigen Menschen erspart, die in diesem Lande als Leistungsträger gelten und Freunde hochrangiger Persönlichkeiten sind:

Meine ersten Mandanten waren dann –wie bei jedem anderen AWD-Anfänger wohl auch – Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen und das m.E. auch mit erkennbarem bis gutem Erfolg. Meine Eltern standen zu dem Zeitpunkt kurz vor Pensionierung und Rente und der Wunsch meines Vaters war es in der Tat, seine auf x Sparbücher verteilten kleinen Ersparnisse endlich mal sinnvoll anzulegen. Waren jeweils kleine Summen, die aber frei nach Motto „Viel Kleinvieh…“ dann schon ganz gut was zusammen kommen lassen.

Die exakt erste Datenerhebung habe ich dann zu Hause bei meinen Eltern nicht gemacht sondern durch den Teammanager XXXX (Name gestrichen) machen lassen, ich habe dabei assistiert und zugesehen, dem Lerneffekt zuliebe. Mein Vater, Beamter durch und durch und seit Jahrzehnten, machte es dann dem TM auch entsprechend leicht, in dem er nicht nur alle Policen haargenau sortiert in Ordnern vor ihm aufbaute, sondern auch zusätzlich noch per Excel eine Aufstellung fertigte, aus der man eigentlich einfach nur alle Daten übernehmen musste.

Nun gehe ich einfach mal davon aus, das ein Mann, der nicht nur „AWD-Teammanager des Jahres“ mehrfach war sondern auch schon Jahre zuvor in einer Bank gearbeitet hat, den Unterschied zwischen SOLL und HABEN (er)kennen sollte. Die Abzahlung einer Hypothek auf das Ferienhaus meiner Eltern bei BHW sah er trotz dem Minus davor und erkennbarer Abzahl-Raten tatsächlich doch als Guthaben auf einem Bausparvertrag an. Und genau um diese Summe dreht sich nun alles. Er legte bei der Augsburger Aktienbank entgegen der Hinweise und Wünsche meines Vaters den doppelten Betrag an und sorgte somit für massive Probleme bei dieser Geldanlage meines Vaters. Die Augsburger Aktienbank war nur über die AWD-Hotline erreichbar und trotz zahlloser Anrufe meines Vaters, sackte diese „Anlage“ bald stündlich immer mehr ins Minus anstatt durch gute Zinsen (die dort in der Tat möglich sind) zu wachsen.

Solche Erfahrungen haben wohl viele Deutsche gemacht.  Aber nicht nur sie, wie bei Wikipedia zu finden ist:

Insgesamt 6.500 AWD-Geschädigte haben sich bis März 2009 beim österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) für die geplante Sammelklage wegen der Vermittlung der im Kurs abgestürztenImmofinanz– und Immoeast-Aktien gemeldet. Grund der Klage ist der Vorwurf, dass AWD-Berater seit Ende der 1990er Jahre Immofinanz-Aktien als mündelsicheres Investment angepriesen hätten. In vielen Fällen soll das gesamte verfügbare Vermögen eines Kunden in Immofinanzaktien oder anderen Immobilienaktien veranlagt worden sein. In vielen Fällen sind die Aktien offenbar als „Immobilienfonds“ tituliert und das Wort „Aktien“ bewusst vermieden worden. Zudem sei von „Kapitalgarantien“ die Rede gewesen und die Möglichkeit eines Totalverlustes nicht erwähnt worden. Laut VKI weise die Häufung der Beschwerdepunkte auf systematische Mängel in der Beratungsorganisation des AWD hin.

Und passiert mit dem ganzen Geld?  Hans-Jürgen Jakob von der Süddeutschen gibt uns einen Einblick:

Bereits Ende Mai 2008 hatte noch einer aus der niedersächsischen Maschmeyer-Schröder-Gang gefeiert: Klaus Meine, Sänger der Rockband Scorpions („Wind of Change“). Es gab ein großes Fest, und Ferres, das blonde „Superweib“ des deutschen Fernsehens, flog von der Formel 1 aus Monaco ein und sang auf der Bühne mit. Ferres‘ Mann Martin Krug und Maschmeyer trugen passend zum Termin Sonnenbrillen.

Der AWD-Vorstandschef, der selbst am neuen AWD-Eigentümer Swiss Life beteiligt ist, arbeitet mit einem Heer freier Handelsvertreter, die Finanzprodukte unters Volk bringen. Bekannt wurde auch ein „Verein der ehemaligen AWD-Mitglieder“, der gegen den Gründer poltert.

Noch ein wenig mehr aus der Welt der Reichen und Schönen? Doch, das muß sein, so ein detallierter Blick ist in diesem Zusammenhang wichtig:

Maschmeyer selbst genießt bei Bild höchste Wertschätzung. Immerhin hat der Magnat aus Hannover einen Firmensprecher, der die Belange des Populär-Journalismus und des gehobenen Networkings aus dem Effeff kennt: Bela Anda. Er war früher in leitender Funktion bei Bild, ehe er dann zu Schröders Regierungssprecher avancierte.

Anda hilft erfolgreich, die große Welt unter die AWD-Zirkuskuppel zu bringen. Als die bei Verbraucherschützern höchst umstrittene Finanzfirma im Juli 2008 zum 20-jährigen Bestehen einen Geburtstag der Superlative feierte, kamen neben dem guten Hausfreund Schröder auch andere Prominente wie Bill Clinton, Kofi Annan oder Thomas Gottschalk.

Selten hat man die Gelegenheit, die Strukturen, die dieses Land bestimmen, auf so kleinem Raum zusammenzusehen.  Nur eine kleine Recherche über einen kleinen Urlaub unseres Bundespräsidenten … und schon steckt man mittendrin in einem Sumpf, in dem ein ominöser „Maschmeyer-Schröder-Clan“ das Sagen hat.

Es bleibt das unangenehme Gefühl, es gibt mittlerweile in diesem Land ein „wir“ und ein „die“. Zwei Deutschlands. Das eine wird ausgesaugt bis zum geht nicht mehr, da werden Renten gekürzt, Lebensräume auf 25m2 beschnitten, Zwangsarbeit verordnet, während das andere enorm erfolgreich ist und  ganz coole Partys feiert.  Mit Sonnenbrille.

Für die einen gibt es „Paradies-Castle“ … zum Beispiel für erfolgreiche Mitarbeiter des Herrn Maschmeyer.

Für die anderen gibt es …. andere Realitäten:

Mobbing, Stress und Doppelschichten

Die Verantwortung ist groß, die Bezahlung mies: In vielen Altersheimen sind die Arbeitsbedingungen desaströs. Manch ein Leiter holt sich sogar Tipps beim Anwalt, wie weit er die Ausbeutung legal treiben darf. Frustrierte Angestellte fürchten um ihre Gesundheit.

(Quelle: Spiegel)

Was wir brauchen … dringend … ist ein Grundeinkommen.  Bedinungslos … als Notwehr der freien bürgerlichen Gesellschaft. Wer wissen will warum … lese diese Artikel bitte noch einmal.

Und dem Bundespräsidenten wünsche ich hiermit einen schönen Urlaub. Sieht ja auch fein aus, das Haus. Und nebenbei erfährt man in dem Artikel noch etwas mehr über die Maschmeyer-Schröder-Gang:

Maschmeyer und Wulff sind enge Freunde und machen daraus kein Geheimnis. Beide gehören zu der sogenannten Hannover-Connection, einem Netzwerk niedersächsischer Politiker, Unternehmer und Künstler. Dazu gehören auch Altbundeskanzler Gerhard Schröder, Tui-Chef Michael Frenzel und die Mitglieder der Rockband Scorpions um Sänger Klaus Meine. Wulff war es, der damals noch als niedersächsischer Ministerpräsident Maschmeyer mit der Schauspielerin Veronica Ferres am Rande der Berlinale bekannt machte. Heute sind die beiden ein Paar.

Maschmeyer ist langjähriger Sponsor diverser Veranstaltungen der Niedersächsischen Landesregierung, unter anderem des Sommerfestes. Bei den Partys im Hause Maschmeyer in Hannovers Stadtwald gehören die Wulffs zu den Stammgästen. Beispielsweise bei der traditionellen Saisonabschlussparty von Hannover 96, zu der Maschmeyer die Prominenz der niedersächsischen Landeshauptstadt alljährlich einlädt. Auch beim 51. Geburtstag des Unternehmers waren Wulff und seine Frau am 8. Mai mit dabei. Wulff lud seinerseits Maschmeyer 2008 zu seiner Hochzeit ein und hielt im vergangenen Jahr eine Laudatio, als der gebürtige Bremer von der Universität Hildesheim eine Ehrendoktorwürde verliehen bekam. Wulff charakterisierte seinen Freund als einen Mann, der für Optimismus, Motivationsvermögen und Mut stehe.

Ich persönlich habe jetzt keine weiteren Fragen, gehe doch mit meiner Flinte in den Wald und werde Widerstandskämpfer….auch wenn ich nicht so richtig weiß, auf wen ich jetzt schießen soll … und auch wenn Kollege Dreckscheuder meint, das ginge so nicht mehr.  Aber anders ist dieses Filztheater doch gar nicht mehr auszuhalten.

Das hat kein Geschmäckle, das stinkt zum Himmel … aber wir haben uns an den Gestand schon so gewöhnt, das nur noch ein Geschmäckle merkbar bleibt – und selbst das bleibt seltsam vage.



Eva Herman auf N-TV Sodom und Gomorra

Eigentlich unglaublich was angebliche Qualitätsmedien wie N-TV von sich geben, was hier abläuft ist ein sowjetischer Hinrichtungsjournalismus perfider, gemeiner, vulgärer, perverser geht es eigentlich schon gar nicht mehr, man kann zu Eva Herman stehen wie man will, aber das ist kein Journalismus mehr das ist ganz übler Dreck.

Hier der Link zu dem Nachrichtensender, der mit Blondinenwitzen Qualitätstourismus betreibt:

www.n-tv.de/mediathek

Achtung: Siehe Nachtrag, unten! Der Link (www.n-tv.de/mediathek) wurde gelöscht von N-TV!!!

Und für alle diejenigen die noch nicht mitbekommen haben warum Eva Herman ins Visier sämtlicher Blogger und Journalisten geraten ist, hier der besagte Beitrag von Eva Hermann:

Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg

Ich schließe mich einem Kommentar den ich im DasGelbeForum gefunden habe an:

Zitat:

…wer es nur so sehen WILL. Nirgends hat Herman die Opfer konkret bezichtigt „selbst Schuld“ zu sein und das war überhaupt nicht der Grundtenor des Artikels. Ihre Bemerkung, daß eventuell „andere Kräfte“ am Werk gewesen seien, „um dem schamlosen Treiben ein Ende zu setzen“ ist dumm, aber den Überlebenden gewidmet und nicht an die Verstorbenen gerichtet, deren Tod sie bedauert und ebenfalls tragisch – weil aus ihrer Sicht vermeidbar – findet.
Man muß es schon anders sehen WOLLEN, um derart auf die Frau loszugehen. Jede noch so mediokre Medienmarionette meint sich jetzt an ihr ihr Mütchen kühlen zu können. Sogar misanthrope Deterministen würden sich gezwungen sehen, ihr physisch auf den Leib zu rücken, für etwas, was sie weder gesagt noch gemeint hat. Aber nur wenn sie sich gezwungen sähen, von der Alm herabzusteigen natürlich.

By the way: danke für die „Antwort“ auf meine Frage. „QED“ würde ich sagen.

Nachtrag:

Nach heftigen Protestansturm hat der Nachrichtensender N-TV die Bilderserie mit den Blondinenwitzen von ihrer Seite genommen, ein  Mitglieds des Gelbeforums hat vorsichtshalber Screenshots von der Seite angefertigt und gesichert:

http://rapidshare.com/files/409756503/N-TV_Online_2010-07-28_Das_Eva-Prinzip2.zip.html

Arbeitslosigkeit geht zurück !

Arbeitslosigkeit bei 0,1%

Arbeitslosigkeit bei 0,1%

Die Arbeitslosigkeit ist im Juni im Zuge der Frühjahrsbelebung und aufgrund der wirtschaftlichen Erholung weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit sank im Juni um 88.000 auf 3,153 Millionen. „Die gute Arbeitsmarktentwicklung der letzten Monate hat sich auch im Juni fortgesetzt. Die wesentlichen Indikatoren haben sich erneut verbessert.“, sagte Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA), heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Quelle

Diktatur der Angst

Noch eine Diktatur. Die schlimmste vielleicht.

Ich möchte mich ihr nicht philosophisch nähern … Jasper, Heidegger, Kierkegaard – da wird es schnell unübersichtlich. Das Psychologische möchte ich ebenfalls meiden, ich verkaufe hier keine Tabletten.

Thematisieren muß man es aber schon, denn kaum etwas kann das Leben zu betrüben wie die Angst.

Ältere Völker hatten es da einfacher. Zog die Angst ins Dorf, rief man den Schamanen, der gern auch mal vor dem Dorf isoliert wohnte … „bei den Geistern“. Der kam, personalisierte die Angst („Dämon“, „böser Geist“), trommelte ein wenig, räucherte herum, führte einen wilden Tanz auf – und vertrieb den Horror.
Und die Angst.

Weiter entwickelte Völker hatten es auf einmal mit Göttern zu tun. Schreckliche, zornige Gestalten.
Doch: kein Problem: wieder kam der Zaubermann (diesmal eher als Priesterin), opferte hier, räucherte dort, besänftigte die Götter – und schon konnten alle wieder ruhig schlafen.

Dann kam die Aufklärung, schmiß Götter und Dämonen samt ihren Priestern über Bord (ganz zurecht auch, denn schon lange lebten Priester nicht mehr für das Volk, sondern nur noch von ihm) und richteten sich ganz neu ein.

Aber die Angst blieb.

Vielleicht noch schlimmer als zuvor, denn die Welt verlor jegliche … Transzendenz. War nur noch ein Haufen Dreck. (Und jetzt kommen die Physiker und sagen: noch nicht mal der ist real).

Auch die gottgleichen Mächte sind geblieben.

Der „weltweite nukleare Krieg“, die Vergiftung der Erde durch gigantische Konzerne, Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Folter … und Tod. Mehr denn je sind die Menschen hilflos in ihrer Umwelt, Mächten ausgeliefert, die ungleich größer sind als sie.

Diese Mächte sind jedoch, anders als die älteren ihrer Art – unmenschlich. Ihre Vernichtungspotentiale ungleich größer. Ihre Gnaden- und Vernunftlosigkeit auch.

Und auch die Angst vor ihnen.

Fort sind … die Zaubermänner, Zauberfrauen, die einst Angst so beruhigend personalisieren und wegzaubern konnten.

Dafür kam eine Flut von angstgezüchteten Neurosen. Und Krebs. War vorher auch kaum bekannt.

Gut – gegen Ängste gibt es Tabletten. Oder Alkohol. Wirkt auch gut.

Ist aber beides keine Lösung, denn: Angst frißt Seele auf. Angst macht krank. Darum nehmen die psychischen Erkrankungen in zivilisierten Ländern so rasant zu.

Ein Lösung?

Viel Spaß bei der Suche. Der Philosoph muß nicht den Weg gehen, den er zeigt. Er ist wie ein Wegweiser. Und der geht auch nicht selber.

Sagt Arthur Schopenhauer.

……

Also gut. Ich habe Menschen kennengelernt, die ihre Angst besiegt haben. Menschen, die Techniken erlernt haben, die ihnen das Leben nahezu unabhängig von der Maslowschen Bedürfnispyramide wesentlich erleichterten, weil es ihnen die Angst nahm.

Manche waren Hexen und Schamanen. Hier in Deutschland. Andere keltische Priester. In der Eifel. Dritte waren Zen-Buddhisten, die Buddha getroffen und getötet hatten, wie man es von ihnen erwartet. Christen, die die Worte ihres Herren nur in Aramäisch lesen (weil das seine Alltagssprache war, er konnte kein Griechisch und kein Latein), manche waren „einfach nur“ Poeten, die ihre Heimat im Wort fanden. Oder auch Naturmystiker, denen eine Wanderung durch unberührte Landschaft mehr Gefühle brachte als auch die beste Prise Koks. Die Liste ließe sich schier endlos verlängern.

Es waren grundsätzlich religiöse Menschen, die eins gemeinsam hatten. Sie konsumierten Religion nicht, wie es die Kirche erwartet, sondern erforschten … und erlebten sie. Ohne Guru, ohne Meister, ohne Autoritäten.

Und darum … nutzlos. Weil es nicht beliebig übertragbar ist. Weil niemand ihrem Weg nachfolgen kann.

Aber was man sagen kann … es scheint Wege zu geben.

Und vor allem: sie stehen auch Armen offen. Sind nämlich enorm kostengünstig. Sogar: umsonst.

Loveparade und Gangster – ihr seid unsterblich aber niemals satt … und der Sinn von Nachrichten

Es sind ja nun einige Menschen bei der Loveparade umgekommen. Da gibt es wieder großes Geschrei und viele viele Worte der Betroffenheit. Nüchterne Menschen fragen sich: warum? Die Zahl der an diesem Wochenende getöteten entspricht dem, was JEDES WOCHENENDE getötet wird.

Jedes Wochenende sterben ein- bis zwei Dutzend Menschen auf deutschen Straßen – nur ist das nie eine Zeile Wert…außer einmal im Jahr eine Statistik. VIERTAUSENDUNDFÜNF TOTE … das wäre mal eine Schlagzeile, die es aber nie geben wird. Früher waren das mal dreizehntausend im Jahr,  die im Dienste der Infrastruktur völlig überflüssigerweise ihr Leben liessen.  Heute freut man sich wie Bolle, das es so wenig sind und man auch dieses Thema bald zu den Akten legen darf.

Das Entsetzen über die Toten funktioniert im Prinzip auch nur, wenn die Menschen nie gelernt haben, das sie sterblich sind, wenn sie den in den Medien indirekt verbreitetem Mythos der eigenen Unsterblichkeit folgen.  Dieser Mythos wird selten direkt erwähnt (aber auch, z.B. bei denen, die es geschafft haben, denen, die sich mit ihrer Lebensleistung ein Denkmal gesetzt haben) aber unterliegt dem beständig überall verbreitetem Unsinn, das die Welt völlig in Ordnung ist, wir schon längst im Paradies leben, das wir beständig weiter verfeinern – mit I-Pods, Blue Ray und Push-up-BH´s.  Die Diagnose Krebs, morgen früh vom Hausarzt überreicht, macht diesem Traum ein schnelles Ende. und entlarvt mit einem Schlag die Lügen, die uns umgeben.

Im Alten Testament finden wir einen Begriff, den die Menschheit landauf landab kennt, einen Begriff, der nur in jenen Ländern verschwunden ist, in denen die Konsumkonzerne die absolute Lufthoheit in den Hirnen erreicht haben.  Dieser Begriff heißt: „Lebenssatt“.  Er bedeutet: soviel vom Leben gehabt zu haben, das man ruhig und friedlich sterben kann, weil es an der Zeit ist.  Manche konnten das schon mit vierzig, da gilt man heutzutage noch als junger Spund.  Heutzutage … ist es aber auch üblich, das man nicht genug vom Leben bekommen kann, weil die Qualität der Nahrung, die wir zu uns nehmen, so erbärmlich ist wie die Qualität der Leben, die wir leben: jedes Detail vorgeplant, jede Lebensäußerung normiert und standardisiert,  jedes Leben ein Fließbandprodukt, designt in den Zentralen der Großkonzerne, die bald auch noch bestimmen wollen, wie wir aussehen oder ob wir überhaupt wert sind geboren zu werden.

Der Tod wurde als störender Faktor aus unserem Leben verbannt. Ist man krank, kommt man ins Krankenhaus, damit das Leiden nicht öffentlich sichtbar wird, ist man alt, kommt man ins Altenheim, damit der Tod nicht öffentlich sichtbar wird,  ist man letztendlich tod, kommt man auf den Friedhof … weit draußen, außerhalb der Stadt, damit einen niemand sehen kann.  Tod und Sterben sind aus dem öffentlichen Raum verdrängt, umso unverschämter und aufdringlich von Gevatter Tod, wenn er sich auf einer Liebesparade blicken läßt.  Und das … genau das! … regt uns so auf.  Das der Tod so einfach den Mythos unserer Unsterblichkeit in einer ganz normalen alltäglichen Partysituation entlarvt, wo wir doch gerade auf Partys das absolute Recht haben uns um die Scheißrealität mal überhaupt nicht kümmern zu müssen.  Eigentlich sind wir bestrebt, das ganze Leben zur Party zu machen … und in den virtuellen Realitäten der Medien ist es ja auch schon so.

Wirtschaftskrise?

Nicht bei uns.

Verarmung?

Alle selbst schuld.

Kriegsgefahr?

So was gibt es nur im Fernsehen. Sowas war nie Realität noch wird es jemals Realität werden.

Klimakatastrophe?

Na ja, die scheint von Anfang an gelogen gewesen zu sein.

Kriminelle Verschwörungen?

Gibt es überhaupt ganz und gar nicht und es ist krank, böse und gemein überhaupt an so etwas zu denken, das ist therapiepflichtig und eigentlich sollte es auch strafbar sein.

Der Kuschelkokon des Wohlstandsbürgers darf nicht angetastet werden, sonst erschrecken die sich.

Für die Loveparade jedenfalls wird dieser Vorfall Konsequenzen haben. Ich schätze mal, folge ich dem Handelsblatt, dann war das die letzte Parade dieser Art:

„So stelle ich mir Krieg vor“

…und…

Petra Vennebusch, die als Videoreporterin vor Ort war, sagte im WDR, die Leute seien aggressiv geworden und hätten versucht, sich Zugang zum Loveparade-Gelände zu verschaffen. „Da war Ärger im Spiel“, sagte Vennebusch. „Viel Alkohol, viel Drogen.“ Die Polizisten seien teilweise überfordert gewesen.

Soll ich jetzt mal richtig fies werden und sagen: Das war von Anfang an geplant?

Es wäre ein Leichtes, daraus eine Verschwörungstheorie zu machen. Anders als bei 9/11, das ohne Verschwörung gar nicht denkbar ist, kann man sich hier sogar noch die Richtung aussuchen. Eine Massenpanik ist leicht erzeugt. Ein Schuss in der Menge, ein Messerstich … selbst ein einfacher Schrei kann genügen.  Und natürlich war das Gelände dann auch zuvor mit Absicht ausgesucht worden, weil der Tunnel eben die meisten Toten versprach.

Die WELT stellt ein solches Denken jetzt als Beispielhaft dar. In einem neuen Artikel berichtet sie darüber, was Manager von Gangstern lernen können.

Gangsterbosse haben ein deutlich größeres Verständnis dafür, dass alle Krisen von den Menschen gemacht sind, die an dem System beteiligt sind. Umso sorgfältiger sorgen sie personaltechnisch vor und umso sorgfältiger beobachten sie die Wettbewerber. Da sie ständig auf überraschend entstehende Krisen eingestellt sind, verstehen sie es einfach besser, im konkreten Fall Teams zu bilden und dagegen vorzugehen. Und wie wichtig ein gutes Risiko- und Krisenmanagement ist, haben wir ja gerade in der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise gesehen.

Vielleicht sollten wir Gangsterbosse an die Spitze unseres Landes stellen. Menschen, die der Denkmöglichkeit Raum geben, das es Menschen gibt, die Böses planen und ausführen können.  Ich denke ja sowieso, die Zukunft eher den Gangs als der Revolution gehört.  Revolution braucht Intelligenz, Wissen, Träume und Führer – und das alles zur gleichen Zeit. Gangs brauchen viel weniger davon. Und für uns bieten sie zudem noch Vorteile:

Tatsächlich haben die meisten Gangs – wie die meisten Unternehmen – eine Organisationsstruktur mit Arbeitern, die auf Basis von Mindestlöhnen bezahlt werden, einem mittleren Management und einem Vorstand, der das große Geld macht. Und um seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu animieren, setzt der Gangsterboss ebenso wie gute Firmenchefs unter anderem auf Boni und andere Leistungsanreize.

Denen geht es doch besser als bei der ARGE, oder? Mindestlöhne kontra Ein-Euro-Job. Boni bei guter Leistung….das ist was Anderes als …Bürgerarbeit.

Außerdem fördert der Untergrund eine ganz besonders wichtige menschiche Ressource,  die das Leben selbst erst lebenswert macht: die Aufmerksamkeit:

WELT ONLINE: Würden Sie so weit gehen, dass die psychologischen Fähigkeiten von Gangsterbossen wie J.T., der rund 250 Crackdealern vorstand, bisweilen deutlich höher sind als die der meisten Vorstandschefs?

Venkatesh: Zum Teil trifft das sicher zu, ja. Allein weil im Untergrund ständig Gefahren lauern, auch scheinbare Freunde oder loyale Mitarbeiter sich plötzlich als falsch entpuppen können, muss ein Gangsterboss qua Bestimmung seine Leute kontinuierlich beobachten und jede, auch emotionale Veränderung seismografisch mitschneiden. Davon kann man lernen. Um sich gegen die durchaus beinharte Konkurrenz in der Szene auseinanderzusetzen, ist ein Gangleader zudem ständig dabei, das Potenzial seiner Gangmitglieder abzuchecken – die Besten zu fördern, allerdings auch die Schlechten auszusortieren. Das tun zwar auch Unternehmen, aber oft nicht so kompromisslos wie Manager im Untergrund.

Die wissen nicht nur, das sie sterblich sind, die kriegen das auch mit und glauben daran. Deshalb ist ihr Leben intensiver.

Muß man heutzutage nun wirklich Gangster werden, um Mindestlöhne und fähige Chefs erhalten zu können?

Wir werden es sehen. Mit der Geschwindigkeit, mit der sich das kriminelle Kapital in die Wirtschaft einbringt, werden wir bald alle neue Chefs haben….jetzt schon im Hintergrund, aber bald auch deutlich erkennbar im Vordergrund. Das ist dann eine Entwicklung wie in der SPD: auf einmal gab es Hartz IV und die Meisten waren völlig von der Rolle, während andere die Entwicklung schon vorher gesehen haben.

Das ist ja der Grund, weshalb es Nachrichten gibt, damit auch wir Bürger schon im Vorfeld Veränderungen seismografisch mitschneiden können.

Nur deshalb brauchen uns Nachrichten zu interessieren. Deshalb wäre es eine unglaubliche Entlastung, wenn es einen Ort gäbe, wo Nachrichten auf ihren Gehalt hin destilliert werden und nur noch jene zu uns kommen, die Bedeutung haben. Dann würden wir allerdings niemals von Toten bei der Loveparade in Duisburg erfahren – es sei denn, wie wohnen da und müssen aufräumen.

Von den Nebenwirkungen des Geldparadigma

Von den Nebenwirkungen des Geldparadigma

Der Ökonom und Philosoph Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger gehört zu den Kritikern einer absoluten Grundvoraussetzung des derzeitigen Finanzsystems: dem Zins. In einem ausführlichen Interview für chaostheorien.de stellt er gegenwärtige Zustände, Risiken und Alternativen dar. Eine seiner Kernaussagen: „Der Zins ist Systembestandteil, und er hat Nebenwirkungen, die deshalb auch Systembestandteil sind – schreckliche Nebenwirkungen.“

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, geboren 1941 in Kassel, ist Philosoph und Volkswirtschaftler. Er hat in Grenoble/Frankreich und Durham/USA Ökonomie und Philosophie studiert. Im Anschluss daran hat er mit einem Forschungsauftrag der Max-Planck-Gesellschaft an der Freien Universität Berlin und an der Technischen Universität Berlin zum Dr. phil. in Philosophie und zum Dr. rer. pol. in Volkswirtschaftslehre promoviert. Danach war er für 20 Jahre als leitender Manager in Europa und Übersee tätig.

Wenn Sie ein Produkt kaufen – z. B. den Computer, mit dem Sie dieses Interview lesen – hat dieses Produkt und jedes seiner Teile eine lange Reihe von Wertschöpfungsstufen durchlaufen, bevor Sie es benutzen können. Das gilt für jedes Produkt und für jede Dienstleistung, sei es ein Getränk, ein Fahrzeug, eine Reise, eine ärztliche Behandlung, ein Medikament, eine Fernsehsendung oder die Geschwindigkeitskontrolle der Polizei. In jeder dieser Stufen sind für Zwischenschritte Investitionen erforderlich, die finanziert werden müssen und immer gehen diese Investitionen mit ihren Zinsen in die Kalkulation ein und damit in den Preis.

Würden die Zinsen in den Endpreis nicht hineinkalkuliert, könnte das Unternehmen, in dem die betreffende Wertschöpfungsstufe erstellt wird, nicht überleben. Wir müssen die Zinsanteile in der Kalkulation aus allen Wertschöpfungsstufen zusammenzählen und erhalten dann den Zinsanteil im Endprodukt. Im Durchschnitt aller Endpreise kommen wir dabei auf ungefähr 40 Prozent. Bei Getränken ist es weniger (ca. 30 Prozent), bei Mieten und Immobilienkäufen mehr (75 bis 80 Prozent).

Weiterhin ist bekannt, dass z. B. in Deutschland der Schuldendienst der zweithöchste Posten im Bundeshaushalt ist und wir unsere Steuern (auch die Mehrwertsteuer, die jeden unserer Einkäufe verteuert) an zweiter Stelle für Zinsen zahlen. Wir können also ganz grob gerechnet davon ausgehen, dass wir mit jedem Euro, den wir ausgeben, die Hälfte für Zinsen zahlen und nur die andere Hälfte für das Produkt oder die Dienstleistung. Wenn Sie also im Monat netto 3.000 Euro verdienen und sie vollständig ausgeben, zahlen Sie davon ungefähr 1.500 Euro Zinsen.

Wenn Sie auf frühere Ersparnisse monatlich 1.500 Euro Zinsen kassieren, haben Sie also noch immer nichts gewonnen. Nur am Rande: Um monatlich 1.500 Euro (im Jahr 18.000 Euro) Zinsen zu bekommen, müssen Sie zum gegenwärtigen Ausgabesatz von Bundesanleihen (ca. drei Prozent) 600.000 Euro angelegt haben – deutlich mehr als eine halbe Million. Und ich bin sicher, dass die wenigen Leute, die soviel Geld „auf der hohen Kante“ haben, sich nicht darüber im Klaren sind, dass sie noch immer nicht zu den Gewinnern des Systems gehören. Die Verlierer machen weit mehr als 90 Prozent der Bevölkerung aus und von ihnen (also von „unten“) gibt es eine ständige Umverteilung nach „oben“ – zu den wenigen Gewinnern, deren Zinseinkünfte die Zinsausgaben deutlich übersteigen.


weiterlesen.…..

siehe dazu auch:

Prof. Wolfgang Berger zur Wirtschaftskrise Teil 1 von 9

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Deutschland, die verkommene Gesellschaft

Geschrieben von 24. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Vor kurzem hat sich die „Welt“ mal etwas ganz besonderes erlaubt: ein Anwalt von Hartz-IV-Abhängigen zieht über die Betroffenen her.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article6693991/Hartz-IV-als-Abbild-einer-verkommenen-Gesellschaft.html

Überforderte Langzeitarbeitslose, bornierte Sachbearbeiter und ganze Familien mit Sozialhilfekarriere: Ein Berliner Sozialrechtsanwalt gewährt einen Einblick in die absurde Hartz-IV-Industrie. Er spricht über das Anspruchsdenken seiner Mandanten, rechtswidrige Quoten-Vorgaben in Jobcentern und eine verkommene Gesellschaft.

Die Vergütungen sind tendenziell eigentlich zu gering. Mit einem Verfahren verdient man zwischen 300 und 1000 Euro netto. Aber wenn Sie ein paar Verfahren im Monat haben, haben Sie schon ein paar Tausend Euro im Monat Umsatz gemacht. Wenn man seine Kosten im Griff hat, kann man davon ganz gut leben.

Soviel zu der sozialen Integrität des … „Kronzeugen“ der Welt. Und auch sonst ist seine Weltsicht … ziemlich verkommen:

Es kann doch nicht sein, dass wir Millionen Menschen haben, die keiner Arbeit nachgehen, und gleichzeitig gibt es unendlich viele soziale Aufgaben, die nicht angepackt werden, weil sich niemand findet, der dafür Lohn zahlen würde!

Es gibt nicht nur unendlich viele soziale Aufgaben, die angepackt werden müssen. Aber es gibt unendlich viele, die nichts bezahlen wollen und lieber auf ihrem Geld sitzenbleiben. Zwangsarbeit für Hartz IV-Abhängige ist aber nicht unbedingt die richtige Antwort. Aber eine verkommene Gesellschaft kennt nichts anderes. Korrekt wäre, soviele Steuern einzunehmen, das wir würdige Altenpflege ausreichend bezahlen können. „Würdige“ Altenpflege, wohlgemerkt. Ich möchte als alter hilfloser Mensch auch nicht allein mit Zwangsverpflichteten in den Park müssen. Die kippen mich doch vor lauter Frust einfach nur um uns sagen dann: ich bin herausgefallen. So wird da einfach kein Schuh draus. Aber zahlt man echten Lohn, dann verdient der Anwalt natürlich nicht genug.

Wo wir gerade in Berlin sind: da habe ich noch einen.

Kinder statt Inder … kennt das noch einer? Kommt von Rüttgers, dem neuen Arbeiterführer aus dem Ruhrgebiet. Klappte nicht ganz, der Deutsche wollte lieber Inder aber die wollten nicht kommen.

Kinder bedeuten Leben, Spontanität, Kreativität, Humor, Liebe, gute Laune, Neugierde, Aufmerksamkeit, Spiel und Spaß. Das alles … ist nichts für Deutschland. Seit Jahrzehnten diskutieren wir ja schon, warum wir das kinderfeindlichste Land Europas geworden sind. Geworden? Ja, denn hier auf dem Land bei alten Leuten entdecke ich eine Kinderfreundlichkeit, die mich verblüfft, überrascht und sehr erfreut.

„Wir waren doch mal alle so“ sagt dann die Bäuerin mit Kopftuch.

Geht´s dann in die Stadt … wird´s heikel. Und das soll auch so bleiben:

http://eltern.t-online.de/kinderfreie-zone-im-caf-darf-es-das-geben-/id_41007380/index

Kinder sind unsere Zukunft, mehr Rechte für Kinder – solche Thesen und Forderungen hört man immer wieder von Politikern und Eltern und zu Recht. Doch mancher fragt sich auch: Was ist mit dem Recht der Kinderlosen auf kinderfreie Zonen? Jedenfalls ist es ein Thema, das die Gemüter erhitzt, die der Kinderlosen genau so wie der Eltern. Und tatsächlich: Auch Eltern haben hin und wieder Lust auf kinderfreie Räume. Ein Trend nur für Berlin?

Schon alleine die Fragestellung ist … erbärmlich. „Dürfen wir endlich auch gegen Kinder vorgehen oder geht das noch nicht?“

Wer allerdings nun meint, der Trend sei spezifisch deutsch, der irrt – dankenswerterweise sind wir da jetzt mal nicht die Vorreiter, denn die Schweizer gehen da schon viel offensiver zur Sache:

http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/8398/kinder-mussen-draussen-bleiben/

Das Kinderwagen-Verbotschild hängt gleich unter dem Hundeverbot neben dem Eingang der Bar Infinito, nähe der Bahnhofstrasse. Die Botschaft ist klar: Hunde und Kinder sind unerwünscht in der Bar, in der tagsüber gepflegte Shopperinnen ihre Neuzugänge für den Kleiderschrank mit einem Glas Champagner feiern und nach Büroschluss Banker die Erholung der Börse begiessen. Und man muss auch verstehen warum: Kinder sind wie Hunde schlecht erzogen. Manchmal noch schlechter. Sie gucken die Gäste neugierig an, sie schlagen im Sitzen auch nicht elegant die Beine übereinander, wie eine 35-jährige Dame im Deux-Pièce. Und, man stelle sich vor, zuweilen lachen und weinen Kleinkinder, wie Hunde hecheln und bellen. Eine Zumutung!

Gefühle haben und sie zu zeigen ist natürlich für den erfolgreichen Banker in der Schweiz undenkbar, die muß er zuerst abtöten, bevor die Gelder aus Kinderarbeit, Menschen- und Drogenhandel verbucht werden.
Völlig klar, das man dann nicht noch echte gesunde Menschen vor seiner Nase herumzappeln haben möchte.

Ich frage mich, was sich diese Leute eigentlich denken, vor allem: die Kleinen sind doch noch viel unterhaltsamer und dankbarer für Aufmerksamkeit als die Großen … und ich fände die Gesellschaft neugieriger dreijähriger Unterhaltsamer als die Gesellschaft von Shopperinnen und Bankern.

Gibt es auch mal … bankerfreie Zonen? Auch eine Zone ohne Shoppingplastikzombies fände ich ganz angenehm.

Man denke sich nur … wir hätten hier eine entsprechende Inderfeindlichkeit. Was wären die Gutmenschen entsetzt. Kinderfeindlichkeit … jo … da wird mal drüber gesprochen und das war es dann aber auch.
Kein Wunder, das Menschen dieses Land verlassen wir Ratten das sinkende Schiff. Ohne Kinder keine Zukunft – und die Kinder, die diese Kinderfeindlichkeit überstehen und sich nicht das Leben nehmen schießen zusehends zurück.

Anders als Hunde werden sei größer … und neigen zur Rache. Aber Struktur und System in Amokläufen oder gesellschaftlichen Prozessen zu erkennen ist ja unmodern geworden.

Natürlich haben wir eine verkommen Gesellschaft. Und die wird gewollt so gezüchtet.

Deutschland wählt den Superstar, das Topmodel und unseren Star in Oslo.

Und der Klempner, der Müllmann, die Friseure des Jahres? Wäre mir viel wichtiger, singen und gut aussehen kann ich selber. Wann wählen wir mal den kinderfreundlichsten Mann des Jahres, den besten Lehrer, die engagierteste Kindergärtnerin? Die Wirtschaft hat ihren Mitarbeiter des Monats, aber bei uns … sind doch alle normalen Berufe schon längst zu unerwünschten Begleiterscheinungen der Gesellschaft geworden.

Genauso wie Kinder, Alte, Kranke, Behinderte, Arbeitslose (und erst recht alte kranke Arbeitslose), Ausländer, Deutsche mit Migrationshintergrund, emanzipierte oder dicke oder dem Ideal nicht entsprechende Frauen … wer bleibt da eigentlich noch übrig?

Erfolgreiche Jugendliche unter dreißig (über dreißig ist man „Gammelfleisch“, lernte ich letztens). Natürlich männlich. Also: Topmodels, Superstars und … Broker. Ach ja: und Erben. Das geht auch noch. Oder reiche alte Säcke heiraten. Diese Kunstgewächse sollen die Krone unsere Kultur darstellen, das ganze Land hat sich gefälligst darauf einzustellen, das sich ihr künstlich angehäuftes Geld von selbst vermehrt, damit sie in Ruhe ihre 250000 Euro teuren Sportwagen ausfahren können.

Natürlich ist diese Gesellschaft verkommen. Und gerade das treibt dem Islam die Menschen zu (zu den Katholiken kann man ja mit Kindern nicht wirklich gehen). Will man das verhindern, braucht man selber eine Kultur, zu der der Moslem mit Migrationshintergrund sagen kann: ich bin stolz ein Deutscher zu sein und möchte alles tun um einer zu bleiben. Schon … haben wir kein Integrationsproblem mehr.

Aber wer möchte schon gerne Mitglied einer verkommenen Gesellschafts sein, wer kann stolz darauf sein, das der Außenminister mit einer angeheirateten Begum und einem Pornostar ein Nobelhotel eröffnet? DAS ist spätrömische Dekadenz … und wenn ich irgendeinen glaubwürdigen Migrationshintergrund hätte, würde ich mich erstmal auch lieber auf den berufen, um meine Kinder davor zu schützen. Da ich den nicht habe, muß ich die Bewegung „Freie Eifel für freie Bürger“ ins Leben rufen … gerne auch im Bündnis mit den angrenzenden Wallonen der zauberhaften Ardennen. Wir haben Wasser, Holz, Vieh und Geld genug, den Bauern ein Überleben zu sichern, das ihnen in der „verkommenen Gesellschaft“ nicht mehr möglich ist.

Die schätzt nämlich Pornofilme und Volksbelustigungen wie DSDS mehr als Milch, Fleisch, Butter, Brot, Eier. Dann sollen die die auch Essen.

Und unsere freien Bürger würden auch Gemeindeland bekommen. Jeder 5000 m2, sofern er es selber bewirtschaften kann. Die Alten können die Jungen unterrichten, dann haben wir endlich wieder mal Lehrer mit Lebenserfahrung, die Partner anstatt Prüfer sind. Steuern brauchen wir dann nur 10 % … die sparen wir für Notfälle, denn in einem gesunden Dorf braucht man keine Verwaltung und keinen hauptamtlichen Bürgermeister, das machen unsere Behinderten und chronisch Kranken gerne nebenbei. Als Polizei ernennen wir einen Sheriff (und zwar jedes Jahr einen anderen) und alle anderen werden Hilfssheriffs. Und Richter wird die älteste Frau im Dorf. So sollte man erstmal einen guten Start hinbekommen.

Auf jeden Fall wäre es eine Alternative zu dem Murks, in den wir hier hineingeboren worden sind. Wer macht mit?

Dank Gehirnscan zum perfekten Job?

Geschrieben von 23. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

LONDON – Neurowissenschaftler sind überzeugt, künftig die beruflichen Fähigkeiten und Talente eines Menschen bestimmen zu können, indem sie einen Gehirnscan durchführen.

Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben dazu geführt, dass auf einer „Karte“ des Gehirns bestimmten Bereichen bestimmte Arbeitsweisen und Funktionen zugeordnet werden können. Es kann jedoch nach Ansicht von Wissenschaftlern anhand eines Gehirnscans auch festgestellt werden, wie mechanisch begabt ein Mensch ist, oder ob er verborgene „Supertalente“ besitzt, so die britische Zeitung The Telegraph

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Na das sind ja mal erfreuliche Nachrichten, dann werden uns in Zukunft die Mekles, Westerwelle, Schäuble, Koch und wie sie alle heißen mögen erspart bleiben. Doch das wird ein Traum bleiben, denn diese Erkenntnisse wird dazu missbraucht um die Kaste  der Unterschicht wissenschaftlich zu untermauern, und somit werden  Thilo Sarrazin, Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn und weitere neoliberale Kapital faschistische Volksverhetzer wissenschaftlich unterstützt und können mit ihrer Volksverhetzung getrost weitermachen, denn sie können sich auf die Neurowissenschaftler und ihre Ergebnisse stützen.

Soziologieprofessor Gunnar Heinsohn will die Unterschicht finanziell austrocknen, weil die zu viele gesellschaftlich wertlose Kinder in die Welt setzt

Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zu wenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.

Dies ist, komprimiert zusammengefasst und im Klartext, die Aussage von Gunnar Heinsohn. Dies ist 65 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus der Inhalt eines Gastkommentars. Dieser stammt nicht von irgendeinem bösartigen Verwirrten, sondern von einem deutschen Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Dieser Zeitungsartikel erschien nicht in einem rechtsextremen Schmutzblatt, sondern in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Dieser Artikel kann als Volksverhetzung gelten. …hier ganzer Beitrag zum weiterlesen Klick

Das bedingungslose Grundeinkommen!

Geschrieben von 21. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Stellen wir uns einmal vor wir haben 10 Personen in Deutschland und davon haben noch vier Personen einen Arbeitsplatz, davon sind zwei die wirklich nur arbeiten im Sinne einer Bedürfnisbefriedigung, die anderen zwei haben nur noch einen Einkommensplatz und behindern eher die Wirtschaft als dass sie was sinnvolles machen, denken wir hier an die vielen Behördenbedienstete, wie zum Beispiel Bundesagentur für Arbeit, die Mitarbeiter der Argen, der Jobcenter, die Optionskommunen und und und…..

Sie haben in der Tat nur  einen Einkommensplatz  und behindern die Realwirtschaft, doch sie sind nicht die Gegner, vielmehr sind sie auch in diesem System gefangen.

Das heißt von 10 Leuten arbeiten eigentlich nur zwei, zwei haben nur noch einen Einkommensplatz, dann haben wir noch drei die Transfereinkommen beziehen, und dann haben wir noch die Rentner, und dazu kommt noch ein Sozialhilfeempfänger.
Das heißt von 10 Menschen arbeiten eigentlich real so oder so nur zwei, das ist der Ist Zustand, mit anderen Worten ein Einkommen ohne Arbeit ist uns eigentlich gar nicht fremd, was uns fremd ist ist die Bedingungslosigkeits, so der Unternehmer, Wirtschaftsexperte und Erfolgsautor Andreas Popp im Gespräch mit Michael Vogt.

“Um dem Kern der Wahrheit näher zu kommen, müssen auch noch so selbstverständliche “Tatsachen” auf den Prüfstand.”

Dominik Brunner, Peter Hahne und die Bestialität von Gutmenschen

Geschrieben von 21. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Nein, was waren wir froh in jenen Tagen. Deutschland hatte wieder einen Held und eine Heldengeschichte. Ein klassisches Drama … Stoff, wie es einem Homer oder einem Shakespeare kaum besser hätte einfallen können, doch diesmal: alles ganz real.

Da haben wir erstmal die Opfer: vier unschuldige Kinder (vielleicht sogar blauäugig und mit blonden Locken, wer kann das schon wissen). Unschuldig sind sie auf der Reise n der S-Bahn, ich nehme mal an, auf dem Weg zu ihrer Großmutter.  Doch da naht schon der Wolf: drei Jugendliche (zum Bedauern des neofaschistischen Arbeitskreises „Wer ersetzt uns nun die Juden in Deutschland?“ OHNE Migrationshintergrund) mit finsteren Absichten. Wir hatten ja in den Medien gelernt: Jugendliche haben heutzutage meistens finstere Absichten. Sie sind oft fürchterlich böse, es sei denn, sie laufen Amok, dann ist es ein unverständliches Versehen über das nicht weiter nachgedacht wird.

Die Bösen brauchen wir, sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Dramas.  Kein richtiger Krimi, kein Western, kein Kriegsfilm, ja noch nicht einmal ein Familiendrama a´ la Lindenstraße würde ohne den Bösen auskommen, denn nur im Kampf gegen die richtig Bösen können die Guten so richtig gut werden, man darf sich sogar die Freiheit herausnehmen und sagen: um so böser der Böse, umso besser ist der Gute. Hätte Harry Potter nur Ärger mit dem Hausmeister seiner Schule, dann wäre alles halb so wild, müßte Frodo Beutlin nur die Kartoffeln des Nachbarn stehlen … niemand würde ihn kennen, wären die Siedler im Wilden Westen nur einfach so ohne Indianer unterwegs und ihr Problem würde darin bestehen, das sich zwei Frauen um Kochrezepte streiten, so hätte das Eintreffen der US-Kavallerie keine so große Wirkung.

Jetzt: Auftritt des Helden: Dominik Brunner. Ein Leistungsträger, wie ihn die Medien nicht besser hätten stricken können:

Dominik Brunner entstammte einer Unternehmerfamilie. Er wuchs als Einzelkind in Ergoldsbach auf. Sein Vater Oscar Brunner stand ab Anfang der 1960er Jahre in leitender Position beim Dachziegelhersteller Erlus AG. Nach dem Abitur in Landshut studierte Brunner Rechtswissenschaften an der Universität München und arbeitete nach dem Examen bei Kanzleien in San Francisco und Paris.[2] Anschließend folgte er beruflich seinem Vater bei der Erlus AG. 1994 stieg er in die Unternehmensleitung auf und war dort für die Bereiche Finanzen, Organisation, Personal, Recht und Beschaffung zuständig.

(Quelle: Wikipedia)

Und natürlich verdient er sein Geld ordentlich wie andere Leistungsträger auch:

http://www.erlus.de/adhoc/

Im Kartellverfahren gegen führende Dachziegelhersteller hat die Erlus AG am 22. Dezember 2008 einen Bußgeldbescheid des Bundeskartellamtes über 10,2 Mio. EUR erhalten.

Der Erlus AG wird zur Last gelegt, sich vorsätzlich an zwei selbständigen Vereinbarungen zwischen Unternehmen beteiligt zu haben, welche den Handel zwischen Mitgliedsstaaten zu beeinträchtigen geeignet gewesen sein sollen und eine Beschränkung des Wettbewerbs innerhalb des gemeinsamen Marktes bezweckt oder bewirkt haben sollen.

Darüber hinaus hatte der Herr Brunner noch mehr Sorgen. Hören wir ihm selbst zu:

http://erlus-server.de/userfiles/allgemein/pdf/Jahresabschluss_2008.pdf

Als Frühindikator für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung bekam die Bauindustrie das

nachlassende Wachstum frühzeitig zu spüren. Die Baugenehmigungs- und

Fertigstellungszahlen von Ein- und Zweifamilienhäusern haben sich im Vergleich zum

Vorjahr nochmals reduziert und sanken damit auf den niedrigsten Stand seit der

Wiedervereinigung. So wurden zum Beispiel im Jahr 1993 etwa viermal so viele Wohnungen

genehmigt als 2008.

Und weiter:

Die anhaltend hohe Verunsicherung über den Verlauf des Geschäftsjahres 2009 lässt heuteeine seriöse Prognose für die Geschäftsentwicklung nicht zu. Diese Unsicherheit zeigen

auch die fast täglich revidierten Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute.

Aufgrund der prognostizierten Kaufkraftverluste rechnen wir derzeit nicht mit einer Erholung

der für uns relevanten Märkte.

Es ging ihm also nicht ganz so gut, dem Herrn Brunner. Erstmal durch Preisabsprachen so richtig erfolgreich geworden, dann kamen Kartellamt und Wirtschaftskrise und brachten all das ergaunerte Vermögen in Gefahr. Ergaunert? Klar:

http://www.ddh.de/ddh_newsarchiv.html

Preisabsprachen. Sechs marktbeherrschende Produzenten von Tondachziegeln haben im Juli 2006 eine Preiserhöhung wegen angeblicher „Energiekosten“ vereinbart.

Das ist die Aushebelung der Marktwirtschaft, Verschwörung zum Schaden des Verbrauchers und der Allgemeinheit. Vor solchen Bösen schützt uns nur noch das Kartellamt – gelegentlich. Man kann das sogar „verfassungsfeindlich“ nennen – denn unsere Verfassung sieht Marktwirtschaft vor, Monopolwirtschaft wollen wir nicht …sie läßt sich mit Demokratie nicht vereinbaren: das interessiert aber einen echten Leistungsträger nicht.

Dieser Leistungsträger ist nun unser Held.

Am 12. September 2009 wurden vier 13- bis 15-jährige Kinder von zwei 17- und einem 18-Jährigen[3] am S-Bahnhof Donnersbergerbrücke und in einem S-Bahn-Zug der Linie S7 bedroht. Sie verlangten 15 Euro, ansonsten würden sie Gewalt anwenden. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, schlug einer der Jugendlichen einem Kind ins Gesicht. Brunner schritt ein und alarmierte die Polizei, worauf einer der 17-Jährigen den Zug verließ. Brunner stieg zusammen mit den Kindern am S-Bahnhof Solln aus.

(Quelle: Wikipedia)

Soweit, so gut. Das Drama war abgeschlossen … doch nahm nun einen noch viel häßlicheren Verlauf, nach dessen Ende der Held tot war.

Das Magazin „Focus“ schildert die Tat eindrücklich nach den Erzählungen eines dreizehnjährigen Mädchens.

http://www.focus.de/panorama/vermischtes/s-bahn-mord-13-jaehrige-zeugin-spricht-ueber-die-tat_aid_437322.html

Nebenbei erfährt man hier, das es noch eine weitere Heldin gab:

Daraufhin habe Brunner die beiden Jugendlichen aufgefordert, die Kinder in Ruhe zu lassen, auch eine Frau habe Zivilcourage gezeigt.

Diese Frau wurde jedoch vom Nebel der Geschichte verschlungen. Vielleicht paßte sie nicht so richtig ins Drama, war arbeitslos, hatte Migrationshintergrund: wer kann das schon wissen.

Der Held jedoch … ist am Ende tot. Das Drama wurdeTragödie. Er bekam Orden, er bekam sogar eine Stiftung. Den Heldentod gestorben im Kampf gegen das Böse.

Doch nun … wird es richtig häßlich. Deutschland hatte den Fall eigentlich schon zu den Akten gelegt, man brauchte jetzt nur noch auf die Hinrichtung der Täter zu warten, alles andere war abgearbeitet. Doch dann … der erste Haken. Der Held war an den Folgen eines Herzanfalles gestorben, nicht untypisch für Menschen seines Alters und seines Standes. Der klassische A-Streß-Typ. Die fallen mit fünfzig einfach schon mal so um….auch ohne Schlägerei.

Und dann wird es noch haariger: aus dem Retter wird … ein Angreifer.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,707593,00.html

Als Dominik Brunner tot war, pries man ihn öffentlich und allseits. Er habe sich vorbildlich verhalten, alles richtig gemacht. Die Wahrheit sieht vermutlich anders aus: Der Manager beschützte zwar vier Kinder vor S-Bahn-Rowdys – doch er begann offenbar auch die Schlägerei, die ihn das Leben kostete.

Endlich hat der Gutmensch mal jemanden, auf den er richtig eindreschen kann, immerhin ist der ja bewiesenermaßen Böse – anders kann ich mir diese Aktion nicht mehr erklären. Hören wir den Zeugen selbst:

„Für mich war er der Angreifer“, beschreibt der Zeuge die Situation. Dann habe Brunner gerufen: „Das klären wir jetzt mit der Polizei.“

Nach dem Faustschlag – „getroffen hat er sehr gut“ – sei laut diskutiert worden zwischen Brunner und den Angeklagten. „Klang Herr Brunner ängstlich?“, will eine der beisitzenden Richterinnen wissen.

„Nee, ängstlich klang das nicht. Eher nach einer lauten Mitteilung.“

„Und wie war die Situation nach dem Schlag?“, fragt die Staatsanwaltschaft.

„Die Angeklagten waren völlig überrascht – wie ich auch. Für mich war Herr Brunner der Angreifer. Und wenn der Aggressor sagt, er holt die Polizei, dann war das für mich okay“, antwortet der Zeuge.

Noch einmal die Staatsanwaltschaft: „Haben die beiden Jugendlichen etwas gemacht?“

Wieder verneint der Lokführer.

Dominik Brunner, Held der Republik, erteilt dem Prekariat eine Lektion. Das wollten doch viele der edlen Gutmenschen schon immer mal tun. Tagaus tagein hört man von den Asozialen, die auf anderer Leute Kosten leben, den Sozialschmarotzern, die das Geld einfach so vom Staat bekommen, anstatt es dem Bürger durch Preisabsprachen aus der Tasche zu ziehen. Da war es doch einfach mal an der Zeit, dem Prekariat mal anständig aufs Maul zu hauen.

Und was tut die Staatsanwaltschaft in einem solchen Fall? Erstmal den Zeugen einschüchtern:

„Hat man überprüft, ob arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Ihnen zu ziehen seien?“, fragt eine der Staatsanwältinnen etwas spitz.

Das Drama ist in Gefahr, die Tragödie droht entzaubert zu werden: das darf nicht sein. Wie hatte damals noch die FAZ gejubelt ob dieser Geschichte:

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E163DC2265DF544FAAEE53BD01C42116C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Dominik F. Brunner hat sein Leben hingegeben, um vier Kinder in der Münchner S-Bahn vor jungen Gewalttätern zu schützen. Er steht dafür, wozu der Mensch mit seinen hellsten Eigenschaften in der Lage ist – zu selbstloser Fürsorge und zu großem Mut. Sein Tod ist ein Fanal für Deutschland.

Das ist heute, am 21.7.2010, schon mal alles großer Mumpitz und ich will gar nicht wissen, wie viele Gutmenschen damals losgezogen sind um die S-Bahnhöfe jetzt endgültig vom Prekariat zu befreien….wenn der GUTE ein OPFER und einen BÖSEN hat, dann ist er ja nicht mehr zu bremsen. Wir gut, das wir in Deutschland Gesetz und Ordnung haben, um diese Form der Selbstjustiz (die für uns BÖSE ist) zu bremsen.

Die Täter? Es ist nur einer. Und aus seiner Sicht sieht alles fürchterlich anders aus:

http://www.br-online.de/aktuell/toedlicher-ueberfall-am-s-bahnhof-DID1253088646036/dominik-brunner-solln-prozess-ID1279093944530.xml

Am S-Bahnhof Solln sei er von Brunner plötzlich angegriffen und ins Gesicht geschlagen worden. „Der ältere Mann tänzelte mit erhobenen Fäusten vor uns“, sagte S. Er selbst habe einen Fausthieb ins Gesicht bekommen. „Der Schlag war echt heftig und tat voll weh. Ich weiß nur noch, wie ich richtig wütend wurde. Ich bin dann wohl auf den Mann zugegangen und habe auf ihn eingeschlagen.“ An den genauen Tathergang könne er sich nicht mehr erinnern: „Ich muss voll einen Blackout gehabt haben.“ Den Tod von Brunner habe er jedoch auf keinen Fall gewollt.

Schwer zu sagen, was da wirklich los war. Hat der Täter Recht … und danach sieht es momentan aus … dann gehört Dominik Brunner auf die Anklagebank. Körperverletzung. Und er Täter ist kein Mörder noch ein Totschläger, sondern hat aus Notwehr heraus gehandelt.

Interessiert es jemanden, was wirklich war? Nein, dafür ist die Geschichte zu schön….und wir lieben doch solche Geschichten.

Es wäre ja auch  zu peinlich, wenn der Prekariatsdisziplinator im schlechten Licht dasteht. Er hat ein Bundesverdientskreuz, einen bayrischen Verdientsorden und kriegt – laut Wikipedia – sogar ein Denkmal.

Ergoldsbach, die niederbayrische Heimatgemeinde von Brunner, will ihm ein Denkmal setzen. Das 2,20 Meter große Denkmal soll einen Mann darstellen, der sich schützend vor einen Jungen stellt. Laut den Plänen wird der Bronzeguss vor einem Neubau mit dem Namen Dominik-Brunner-Haus aufgestellt. Darin werde ein Schülerhort und ein Kindergarten untergebracht. Aufgestellt wird das Denkmal am 18. September 2010.[21]   

http://www.dominik-brunner-stiftung.de/userfiles/hahne.pdf 

Ich will selbstverständlich dem Gericht nicht vorgreifen. Doch mich empört, dass dies alles

plötzlich wesentlich sein soll und Brunners Bild in der Öffentlichkeit verändern kann.

Mir persönlich ist es schlichtweg egal, ob es Mord oder Totschlag war.

Mit dieser Frage sollen sich Juristen auseinandersetzen, das ist deren Aufgabe.

Wer am 12. September 2009 auf dem S-Bahnsteig in München-Solln zuerst geschlagen hat, und

ob Brunner vorsätzlich ermordet, nach einem Handgemenge zusammengeschlagen worden ist,

oder ein im medizinischen Sinne schwaches Herz hatte, ändert für mich nichts an der Tatsache,

dass dieser Dominik Brunner das einzige Opfer ist.

Er wollte helfen und hat dafür sein Leben eingesetzt, das ist die Tat eines Helden, die kein

Gericht der Welt wegurteilen kann.

Die Schläger haben seinen Tod in Kauf genommen, er wurde erschlagen, als er am Boden lag.

Alle anderen schauten zu oder gingen weiter – das ist der Skandal.

Wenn jetzt auch noch vor Gericht um Mord oder Totschlag gefeilscht wird und Argumente

gesammelt werden, wie die Täter möglichst milde wegkommen, widerspricht das meinem

Rechtsempfinden.

Es darf nicht sein, dass es bald überhaupt keine Zivilcourage mehr gibt, weil im

Nachhinein Täter zu Opfern gemacht werden.

Wenn es denn ein Denkmal gibt und Orden gab, dann ist natürlich völlig egal, was das Gericht letztendlich sagt. Dem Gutmenschen ist immer egal, was die Gerichte sagen, er WEIß einfach genau, was wahr und alles andere stört nur, bringt seinen einfachen Geist durcheinander.  Mord, Totschlag … oder Notwehr … egal. Täter dürfen nicht zu Opfern gemacht werden, aber wenn – wie im vorliegenden Fall – Opfer zu Tätern gemacht werden (denn das passierte dann durch die Medien mit den „Opfern“ Brunners) dann ist das in Ordnung.

Unsere Gesellschaft gibt ein weiteres Stück ihrer Identität preis, wenn Helden posthum zu

Deppen gemacht werden.

Gleiches gilt, wenn wirtschaftskriminelle Deppen zu Helden gemacht werden. Und ich kriege ein ganz mulmiges Gefühl, wenn ich dem Peter Hahne weiter lausche, wenn er von einem „unwürdigen Gerichtsschauspiel“ spricht. Gerichte sind niemals unwürdig und wer dies behauptet, will eine andere Republik. Eine ganz andere Republik, in der wieder einmal die Bestialität der Gutmenschen fürchterlich wütet – wie bei den Hexenverbrennungen, der Judenhatz oder allen anderen Formen der Lynchjustiz.

Was man mit den Orden machen soll, weiß ich nicht. Aber für das Denkmal hätte ich schon eine Verwendung.

Nennt das Kind „Bürger“ und den Mann „Kartellamt“, dann paßt das wieder.

Wie gut, das wir noch in einer Demokratie leben, wo Kartellamt und Gerichte über Fairnis und Gerechtigkeit wachen … und wie schlimm, wie viele Menschen mitlerweile eine ganz andere Republik haben wollen.

 

 

 

 

 

 

Hätte Brunner wie alle anderen weggeschaut, würde er noch leben, und es gäbe dieses

 

 

 

 

Der Bürgerkrieg hat begonnen?

Geschrieben von 19. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Der Bürgerkrieg hat begonnen? Welche Mittel werden gewählt legale, halblegale oder illegale – oder gar scheissegale? In dem Beitrag merkt man, das die Handlungsfähigkeit der “Normalbürger” in unseren Systemen von “Recht” und “Wirtschaft” schnell eingeschränkt werden kann.

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Was man über Experten wissen sollte

Geschrieben von 19. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Vor ein paar Monaten lief im RTL  ein Beitrag zum Thema “SMS-Abzocke”. Nach dem Beitrag wurde auf die RTL-Website verwiesen. Ich zitiere mal:

Flirt-SMS-Abzocke: Jetzt mit Experten chatten
Wir verraten Ihnen, wie Sie unseriöse Angebote erkennen

Dies ist nur ein Beispiel um aufzuzeigen das wir ein Land voller Experten sind, man muss nur einmal mit dem Finger auf der Landkarte im Orient gewesen sein, und schon gilt man als  Experte für Islamismu.

Und wenn sie als Experte Geld verdienen wollen, ist es natürlich von Vorteil wenn man zum Beispiel von der Versicherungsbranche bezahlt wird und gleichzeitig als Experte von unseren Volksvertretern zurate gezogen werden, denn da lassen sich die Weichen besser stellen, denn wem vertraut man mehr? Experten! Richtig!

Hierzu ein Beitrag von  Albrecht Müller über unsere so genannten Experten.

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Ole von Beust geht, Deutschland rebelliert: der Triumph der Idioten. Über Amokeltern, Autobahnen und Mittelschichtslügen

Geschrieben von 19. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Einst ist ja jetzt mal klar: Deutschland rebelliert … und zwar auf breiter Front. Fünfundsiebzig Prozent der Bundesbürger – so las ich letztens – erwarten eine düstere Zukunft. Die Rahmendaten in der Wirtschaft sehen ja nun auch wirklich nicht gerade so aus, als könnte man sich ruhig zurücklehnen weil das Paradies nahe ist.

Das war übrigens mal anders. Am Wochenende war ich in meiner alten Heimat (Ruhrpott Ost ) und anders als andere Autoren des Nachrichtenspiegels bekam ich von der Vollsperrung der A 40 nichts mit, jener ersten Rebellion des Wochenendes, wo mit Kartoffelsalat, Bratwurst und Dosenbier bewaffnete Rebellen im Nahkampf Lebensraum vom Staatsfeind Automobil zurückeroberten – fast so wie früher. Früher waren wir der Meinung: die BRD ist völlig in Ordnung. Noch ein wenig Altnazis aus der CDU entsorgen, Atommüll verhindern, Weltkrieg bremsen und das Paradies ist nahe – sogar für Frösche.

Den Fröschen geht es heutzutage auch besser – aber wie sehr unterscheidet sich die Weltsicht meiner Jugend von der Weltsicht der Jugend von Heute. Kein Wunder … sie sind keine Frösche, kein Grüner stellt Schutzzäune für sie auf oder sammelt sie ein, damit sie nicht unter die Räder kommen.

Hamburgs Eltern haben ja jetzt auch rebelliert und sind stolz wie Oskar. Auch sie haben erkannt, das etwas falsch im Lande läuft – Schwarze und Grüne wollten die sechsjährige Grundschulzeit einführen. Das wäre sehr vernünftig gewesen. Die Pisa-Studien hatten gezeigt, das die größte Schwäche unseres Bildungssystems die vierjährige Grundschulzeit ist. Das ist zu kurz – für alle.  Jedenfalls für alle, die „Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung“ als Bildungsziel haben….natürlich nicht für die, die meinen: Selbstbereicherung durch gymnasiale Elitenbildung sei viel schöner und auch schneller zu erreichen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,707179,00.html

Gegner der Reform von der Elterninitiative „Wir wollen lernen“ wollen die Grundschulzeit bei vier Jahren belassen. Sie fürchten, die Kinder würden auf dem Gymnasium nicht mehr genug lernen und später an der Universität gegenüber Kindern aus anderen Ländern im Nachteil sein. Aus ihrer Sicht würden dadurch leistungsstarke Schüler behindert und schwächere Schüler benachteiligt.

Darum fürchten auch weise Menschen in Deutschland die Volksabstimmung: das Volk ist dumm und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Der Deutsche an sich ist schlichtweg zu dämlich, vernünftige Entscheidungen selbstbestimmt und alleine zu fällen.  Klimakatastrophe, Ölpest, Wirtschaftskrise? Kein Problem, da weiß ich, was zu tun ist: mein Kind muß auf´s Gymnasium.  Dann wird alles gut. Das scheint ein Sport geworden zu sein: mein Kind muß aufs Gymnasium.  Warum eigentlich? Damit es die Asozialität seiner Mitmenschen möglichst früh erfährt?

Ich persönlich bin nicht begeistert von dem Lumpengesochse, das meine Kinder auf dem Gymnasium kennenlernen bzw kennengelernt haben. Eingebildete, dumme, überhebliche Kröten trampeln da durch die Landschaft – ich neige inzwischen schon dazu zu sagen: je höher die Schulform, umso niedriger die emotionale Intelligenz. Zuchtanstalten für Amokläufer … und in der Tat kommt ja diese neue Erscheinung unserer Gesellschaft – diese neue Form der Rebellion – ebenfalls aus den gutbetuchten Elternhäusern.  Weiter unten denkt man noch anders über seine Mitmenschen. Wenn meine Kinder mich fragen würden, was sie werden sollen, würde ich sagen: Automechaniker, Ökobauer, Elektriker. Alles Berufe mit Zukunft…..die einem ein gutes Leben ermöglichen, jedoch nicht den sozialen Triumph über seine Mitmenschen.

„Mein Sohn wird Arzt“ … das ist doch der Satz auf den viele Hamburger Mütter ihr Leben lang hinarbeiten. Das die Gesellschaft die Ärzteschwemme nicht mehr bezahlen kann (mithin der Berufswunsch „Arzt“ sogar asozial genannt werden kann – da will noch einer auf Kosten der Versicherten gut durchs Leben kommen) ist ihnen vollkommen egal: Hauptsache, man kann im Tennisclub, an der Kasse bei Aldi oder beim Friseur damit angeben.  Viele glückliche Geiger wurden durch solche Mütter verhindert. Auch der eine oder andere Kunstmaler oder Weltreisende verschliß sein Leben für das Glück der Mutter, sitzt heute in seiner Praxis und wundert sich, warum eigentlich keiner der Patienten irgendetwas hat, das man heilen könnte. Na ja, behandeln kann man ja trotzdem.

Natürlich stecken solche Kinder auch viel Geld in die Ausbildung ihrer Kinder.  Abitur kann man zur Not auch kaufen.  Und wo kommt das Geld her? Durch Pfusch. Pfusch hat immer noch die beste Rendite. Klebt sogar Blut dran.

http://www.welt.de/vermischtes/article8516139/Ostdeutsche-Autobahnen-leiden-unter-Betonkrebs.html

Ostdeutsche Autobahnen leiden unter Betonkrebs

Milliarden sind seit 1990 in den Bau der Autobahnen im Osten geflossen. Doch freie Fahrt gibt es trotzdem nicht überall, dafür aber viele Baustellen.

Ich bin seit 1990 im Osten unterwegs gewesen – beruflich. Ich hätte zur Renovierung der Straßen nicht einen Euro ausgegeben – angesichts der Staatsverschuldung die wir haben. Erstmal waren die Straßen ein wichtiges historisches Erbe, zweitens funktionierten sie und drittens gab es da keine Raser. Warum haben wir denn diese Straßen renoviert? Damit einige wenige rasen können. Das ist der einzige Grund, der nachvollziehbar ist, denn: wenn man kein Geld hat, dann kann man es auch nicht ausgeben.  Selten zeigt sich die Asozialtität so deutlich wie hier: ein Akt vollkommen gegen die wirtschaftliche Vernunft für den Spaß einiger weniger.  Hätten wir die Autobahnen nicht ausgebaut … hätten wir weniger Schulden und weniger Verkehrstote dank eingebautem Tempolimit.

Na ja – und jetzt rebellieren sogar die Autobahnen…..wobei „Betonkrebs“ ja wohl ein schlechter Witz ist. Wir haben so etwas früher einfach „Pfusch“ genannt … aber viele Baufirmen verdienen sich jetzt mal wieder eine goldene Nase daran.

Wen stört es schon, das der Bruch dem einen oder anderen Autofahrer in der Nacht des Leben kosten wird. Hauptsache: dem Mittelstand geht es prächtig. Und das tut es:

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EDBFBA61F4FF14CE7ABC202167DE8F4C9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Unserer Mittelschicht geht es prächtig

Das Bürgertum fühlt sich vom Staat ausgequetscht wie eine Zitrone. Zu Unrecht. Neue Zahlen belegen: Die Mitte bekommt viel mehr Geld zurück, als sie zahlt. Und nutzt das Angebot des Staates ausgiebig.

 

Die ganzen Mittelschichtsverarmungsarien … alles gelogen?

Scheinbar ja:

Und da kommt eine ganze Menge Geld zusammen. Haushalte mit einem Nettoeinkommen zwischen 1700 und 3600 Euro erhalten im Schnitt mehr als 900 Euro im Monat vom Staat, hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Auf diese Weise kriegen die Bürger in der Mittelschicht mehr als so manche Reicheren. Und vor allem: Sie bekommen deutlich mehr als die Armen. Die ärmsten Deutschen mit dem geringsten Nettoeinkommen kriegen durchschnittlich keine 700 Euro im Monat.

Die Familien profitieren von Kinder- und Elterngeld

Zwar gibt es für die Armen vom Staat Hartz IV. Doch wenn Angehörige der Mittelschicht arbeitslos werden, zahlt ihnen der Staat für ein Jahr das höhere Arbeitslosengeld I – und das ersetzt immerhin zwei Drittel des Einkommens.

Der letzte Satz gefällt mir am Besten: wenn Angehörige der Mittelschicht arbeitslos werden. Er demaskiert das ganze neue Herrenmenschendenken nebenbei.  Der neue Herrenmensch hat ARBEIT, durch ARBEIT wird er frei, ARBEIT erlaubt ihm, hemmungslos auf Schwächere einzuschlagen und deren Kinder von den Herrenschulen zu verbannen. Ist die ARBEIT aber mal fort … dann ist der Herrenmensch sofort Untermensch. Da hatten ja die Nazis noch mehr positive Qualitäten für ihre Herrenmenschen.

Somit muß man sagen: es gibt einen breiten Triumph der Idiotie in Deutschland. Ob nun Schule, Autobahn oder Steuerverteilung – wo man so was richtig Blödes machen kann, da wird es auch gemacht. Noch ein Beispiel?

Das beginnt mit den Opern und Theatern: Laut Statistik wird jedes Opern- und Theaterticket vom Staat mit dem Vierfachen seines Preises bezuschusst. In der Frankfurter Oper zahlt der Staat für jeden Besucher 200 Euro drauf. Spötter schlugen schon vor, die Oper zu schließen und das Geld den Besuchern direkt auszuzahlen. Die könnten damit nach Wien fliegen, dort die Oper besuchen und anschließend noch Essen gehen. Nicht jede öffentliche Einrichtung ist so teuer wie die Oper, aber es beginnt schon im Kleinen: Für die Rheinische Musikschule bezahlt die Stadt Köln jährlich mehr als sechs Millionen Euro – von den Schülern bekommt sie nur die Hälfte zurück.

Natürlich weiß ich, was der Artikel will.  Man schielt auf die Mittelschicht, weil man sie abbauen will. Sie steht der Rendite im Weg, ihr Geld könnte anderswo besser gebraucht werden. Darum werden sie jetzt die nächsten Schmarotzer, diejenigen, die noch zuvor auf die faulen Arbeitslosen geschimpft haben. Sie wollen doch in der Tat umsonst Autobahnen benutzen. Wo gibt es denn sowas. Wie gut, das wir diese Mautgeräte schon zufälligerweise bundesweit verteilt haben. Und so wird die asoziale Mittelschicht Opfer ihrer eigenen Asozialität. Letztendlich zählt nämlich im Geschäft nur eins: Beziehungen. Und die … hat die Mittelschicht nicht. Die gucken lieber Fußball.

Alles Idioten, oder?  Kein Wunder, das so viele die Welt der Politik verlassen. Gegen Dummheit, so heißt es, ist halt kein Kraut gewachsen.

Und darum verschleudern wir an allen Orten Milliarden Euro für Eitelkeiten.

172 worte über kulturschwachsinn und die vollsperrung der a 40

Foto 0532
Geschrieben von 18. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Foto 0532still-leben. vollsperrung der a40

zwischen dortmund und duisburg auf 60 kilometer länge. lt. der minderheitsregierenden spd-nrw-ministerpräsidentin kraft

„ eine schöne Erfahrung (…)  sich die A 40 mitten durchs Ruhrgebiet von den Autos zurückerobern.“

klar. war total klasse. leute, die an dem schwachsinn nicht teilnehmen und womöglich sogar woanders hinwollten, waren gezwungen, sich über irgendwelche landstrassen zu quälen. und dort, wo man sonst täglich mit anderen arschlöchern im stau steht, stand man nun auch mit irgendwelchen anderen arschlöchern im stau, nur eben zu fuss oder mit fahrrad.

eine suuper-sache das ganze.

in wuppertal… hat mal ein „künstler“ die fenster der schwebebahn mit farbig-transparenter folie verklebt, was bei etlichen fahrgästen kopfschmerzen und schwindelanfälle auslöste. aber – das wurde gnadenlos durchgezogen. weil: es war kunst.

man sperre eine gesamte autobahn – dann ist es sogar kultur. in dem moment wo dem menschen kunst oder kultur aufgezwungen wird und seine gesundheit oder bewegungsfreiheit eingeschränkt wird, hat  sie den anspruch  kunst oder kultur zu sein verwirkt. kunst wird bestenfalls zu kunsthandwerk und kultur… tja. zu was wird kultur? kulturhandwerk?

in diesem sinne!

Besinnlichkeit und Raserei

Geschrieben von 17. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Manche Wörter sollte man nochmal erwähnen, bevor sie aussterben – zum Beispiel das Wort „Besinnlichkeit“. Wir wissen wenig über frühere Zeiten, wenig über das, was wirklich „Alltag“ war im Mittelalter. Wir merken uns Könige und Kriege – und nebenbeivernachlässigen wir vollkommen die kulturstiftende und friedensbringende Kraft des Handels. Da fallen uns gerade noch die Fugger ein – oder Marco Polo – das war es dann schon. Eine sehr militaristische Geschichtsbetrachtung, ein sehr eingeschränkter Blickwinkel – aber wir haben ja noch Zeit etwas daran zu ändern.

Wovon man aber ausgehen kann ist die Tatsache, das das Leben früher viel besinnlicher war … wenn´s nicht gerade Kriege gab. Aber auch die konnte man unbeschädigt an Leib und Leben überstehen, weil die Zivilbevölkerung erst in der Neuzeit ins Visier der Menschenvernichter geraten ist.  Manche Leute pflegten – wie Ernst Jünger – Besinnlichkeit sogar mitten auf dem Schlachtfeld. Warum auch nicht – es ist immerhin eine erquickende Kunst.

Besinnlichkeit bringt einen dazu, Fragen zu stellen, die man ansonsten nicht stellen würde, weil wir nicht dazu kommen, scheinbare Selbstveständlichkeiten zu hinterfragen.  Zum Beispiel die Frage: Wozu haben wir eigentlich Staat? Die historische Antwort ist einfach: zum Zwecke der Ausbeutung.  Jedenfalls würde ich diese Perspektive als eine der Ersten in Betracht ziehen, denke da an den „Warlord“ mit seiner kleinen Burg, von der aus der die Umgebung tyrannisiert.

Erst später kamen kirchliche Gelehrte in Europa auf die Idee, das Herrschaft eigentlich ja auch irgendwie legitimiert werden sollte – und schon war die Idee der „Schutzfunktion“ des Staates geboren worden, der adelige Landräuber wurde zum wohlmeinenden Landesvater, die Diktatur der Räuberelite machte auf einmal Sinn, weil sie (widersinnigerweise) den Menschen vor dem Menschen schützte.  Gleichzeitig gab es aber auch eine andere Entwicklung: die Armbrust. Auf einmal war der gepanzerte Ritter nicht mehr unbesiegbar – ein kleiner Junge konnte ihn mit wenig Geschick vom Pferd holen.

Als dann jeder Bürger eine Pistole in der Hand hatte, war es ganz vorbei mit der Machtherrschaft des Adels. Jetzt konnten sogar die zerbrechlichsten Frauen den stärksten Mann ohne große Mühe entsorgen … da bedurfte es neuer Qualitäten für den Adel – und so wurde der Adel Edel oder bemühte sich zumindest, so auszusehen.

Ich gebe zu: das ist eine sehr kurze und einseitige Darstellung von Geschichte, die die Rechtsbildung von Stammesgesellschaften völlig außer Acht läßt – für Stammesgesellschaften ist aber die Schutzfunktion der Gemeinschaft so selbstverständlich, das sie gar nicht darüber reflektieren.

Das ist erst dann notwendig, wenn man merkt, das sie nicht mehr da ist – oder das die Gemeinschaft selbst zu einer Gefahr geworden ist.

Auf Deutsch gesagt, ist der Staat also da, um uns vor den Menschen zu schützen, mit denen Merkel essen geht oder die die Parteien als Berater hinzuziehen.  Kein Wunder, das es uns schlechter und schlechter geht.

Und kein Wunder, das die Kultur der Besinnlichkeit zunehmend durch eine „Spaßgesellschaft“ ausgetauscht wird – eine Gesellschaft, die ihre Kapitalquellen aus Kinderarbeit und anderen kriminellen Machenschaften schöpft. Es ist jedoch weniger die „Spaßgesellschaft“ die als Oberbegriff interessieren sollte, sondern eher … der Begriff der “Kultur der Raserei”.

“Raserei” ist zum Selbstzweck geworden … einfach mal umschauen im Land. Wir rasen durch die Lüfte, durch die Straßen, durch die Geschäfte, ja, durch das ganze Leben. Egal wohin, Hauptsache schnell. Diese Raserei ist der Tod jeglicher Besinnlichkeit und dort, wo Besinnlichkeit keinen Raum mehr hat, breitet sich Dämlichkeit ungehemmt aus – und Dämlichkeit kann sehr teuer werden. Ich rede hier nicht von Moral oder gar Ethik, sondern von Euro, eine Sprache, die auch Unternehmensberater verstehen dürften.

“Staat” ist teuer. Schon an sich. Seine Diener wollen alimentiert werden – und das nicht zu knapp. Am Besten für ewig und mit einer kleinen Beförderung kurz vor der Pensionierung, Dienstvilla und Dienstwagen inklusive. Je größer der Staat umso mehr Lumpengesindel sammelt sich um seinen Reichtum wie die Motten ums Licht, alles erbärmliche Kreaturen mit dem Anspruch auf leistungslosen Wohlstand, der selbstverständlich nur ihnen zusteht und nicht den Witwen und Waisen im Land, für deren Versorgung wir Staat überhaupt geschaffen haben.

“Staat” leistet sich sogar besinnliche Menschen als Berater. Auch die sind sehr teuer, wobei man sich auch hier die Frage stellt: wozu müssen wir einen Historiker eigentlich bezahlen? Es gibt genug Heimatforscher, die in ihrerer Freizeit Geschichte schreiben und nebenbei ganz normal für ihren Lebensunterhalt arbeiten gehen. Wozu zahle ich als Staat Menschen, die solche Urteile fällen wir Egon Flaig?

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31712/1.html

Kinderarbeit ist an sich keine Form von Unfreiheit.

Das würden Kinder vielleicht anders sehen, aber die leben auch nicht ein Luxusleben auf Kosten des Steuerzahlers. Und das wäre ja der Untergang der westlichen Zivilisation:

Wenn ein Nicht-Arbeitender sich weigert, eine Arbeit anzunehmen, weil sie ihm “nicht passt”, aber gleichzeitig fordert, dass die Arbeitenden für ihn aufkommen, dann tut er ein Doppeltes: Erstens wird er zum Ausbeuter – er lebt auf Kosten anderer – ähnlich wie ein Sklavenhalter; zweitens gibt er die Verantwortung für seine soziale Existenz ab und bürdet sie der Gesellschaft auf. Gerechtigkeit verlangt, dass jeder für sein Brot und seine Wohnung auch eine Gegenleistung zu erbringen hat; diese besteht in einer Gesellschaft vor allem aus seiner Arbeit – sofern er nicht physisch oder geistig behindert ist. Rechte implizieren Pflichten, andernfalls werden sie zu Privilegien. Wer das nicht akzeptiert, beansprucht für sich das Recht, von anderen versorgt zu werden – im Klartext: dass andere für ihn arbeiten. Ein solcher Anspruch entspringt entweder der Mentalität eines Kleinkindes oder derjenigen eines Kriminellen – oder soll ich hinzufügen: Derjenigen eines Sklavenhalters? Der Sozialstaat ist eine enorme historische Errungenschaft, und wir sind gehalten, ihn zu verteidigen. Darum müssen wir ihn auch vor Missbrauch schützen. Vor allem müssen wir verhindern, dass er sich in eine Versorgungsanstalt verwandelt, welche die Verantwortungslosigkeit fördert – mit fatalen Konsequenzen für die individuellen Fähigkeiten und die sozialen Kompetenzen der Fürsorge-Empfänger. Das Ende wäre eine sozioenergetische Entropie: Ein signifikanter Teil der Staatsbürger würde in alimentierter Unmündigkeit gehalten.

Und da gebe ich dem Professor doch mal vollkommen Recht. Alimentierte Unmündigkeit ist keine angenehme Sache. Muß er selbst am Besten wissen, denn er gehört zu denen, die der Staat alimentiert – wie auch Ärzte, Krankenpfleger, Pfarrer, Lehrer, Arbeitslose, Minister, Kanzler, Witwen, Blinde und Waisen. Und seine Gedankengänge sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen: der Faulenzer mit Versorgungsanspruch ist ein Sklavenhalter … aber darum gehen ja Faulenzer mit Versorgungsanspruch lieber in die Politik oder zur Bank anstatt eine Karriere als ARGE-Kunde anzustreben. Viele Menschen arbeiten dafür, das der Professor seine Ergüsse von sich geben kann, ohne von der Mühsal des alltäglichen Broterwerbs belästigt zu werden. Jetzt stellt sich doch die Frage: was tut der Professor nun für die Gemeinschaft? Er klärt uns über seine Sicht der Sklaverei auf:

Egon Flaig: Es gibt keinen “historischen Werdegang”. Denn Sklaverei hat es in allen Hochkulturen gegeben, und in einer stattlichen Anzahl sogenannter “primitiver Kulturen”. Sie speist sich aus zwei Quellen: a) aus dem Import von gewaltsam versklavten Menschen, in der Regel Gefangene von Kriegen und Überfällen; Orlando Patterson nennt das “intrusive Sklaverei” (der Sklave ist ein Fremder), b) aus der eigenen Bevölkerung, nämlich durch soziales “Herausfallen” – Kinderverkauf, Kindesaussetzung, Verkauf von verschuldeten Menschen, gerichtliche Verurteilung; Patterson nennt dies “extrusive Sklaverei” (der Versklavte wird in diesem Falle zum “Fremden” gemacht). Extrusive Sklaverei herrschte in Ostasien, v. a. China, Korea, und in Russland; intrusive herrschte vor allem in Afrika, in den präkolumbianischen Hochkulturen, bei Griechen und Römern bis zur Kaiserzeit, in der gesamten islamischen Welt und in der amerikanischen (Brasilien, Karibik, Süden der USA) Sklaverei.

Extrusive Sklaverei findet gerade vor unseren Augen statt, auch wenn der Professor das nicht sehen möchte, weil er die Formen der Sklaverei der Antike mit den Formen der Sklaverei der Neuzeit vergleicht und treffsicher feststellt: früher war das anders. Mit dem gleichen Argument könnte man sagen: es gibt heute keine Kriege mehr, weil niemand mehr Burgen oder Belagerungstürme baut – oder es gibt keine Ärzte mehr, weil niemand mehr zum Zwecke der Heilung zu Apollo betet.

Darum ist seine “Beweisführung”, das Hartz IV keine Sklaverei ist, auch so mittelmäßig – was nicht schlimm wäre, müßten wir das nicht bezahlen.

Der Vergleich des arbeitsunwilligen Hartz-IV-Empfängers mit dem Sklaven ist legitim und heilsam. Durch Vergleiche lernen wir unterscheiden, durch Unterscheiden kommen wir zu Erkenntnissen. Damit der Vergleich methodisch korrekt sei, frage ich nun Sie:

Wurde je Hartz-IV Empfängern – als solchen – der Pass entzogen, die Staatsbürgerschaft aberkannt und wurden sie in den Zustand der völligen Rechtlosigkeit versetzt?

Nein, aber er hat de fakto Hausarrest während der Dienstzeiten der Behörde. Vogelfrei ist er nicht – noch nicht – aber wir fangen ja gerade auch erst wieder an die Sklaverei wieder einzuführen.

Wo wurde ihr Vermögen eingezogen?

Gar nicht. Das müssen sie verbrauchen, bevor sie zu ARGE kommen. Das ist ganz schnell weg, wenn es nicht so groß ist, das man durch Zinserträge leben kann.

Wo wurden ihre Ehen aufgelöst und sämtliche Verwandschaftsverhältnisse annulliert?

Es lösen sich Bedarfsgemeinschaften aus, weil Eheleute gemäß Gesetz bestraft werden und einen noch geringeren Regelsatz erhalten. Und aus der Verwandschaft fallen sie durch Hartz IV heraus, weil sie die moderne Geschenke- und Partykultur nicht mehr mittragen können. “Soziale Isolation” ist da ein bekanntes Problem…..wie auch bei Professor Flaig, der wohl noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen ist.

Wo wurden ihnen die Kinder weggenommen und verkauft?

In Münster, weiteres ist in Vorbereitung

Und angenommen, man inhaftierte sämtliche arbeitsunwilligen Hartz-IV-Empfänger, wären sie dann Sklaven? Sogar Gefängnis-Insassen haben Rechte, auf die sie sich berufen können; sie sind Rechtspersonen, obwohl sie für eine bestimmte Zeit bestimmte Rechte nicht ausüben können.

Sie sind schon inhaftiert, die haben Hausarrest. Gefängnisinsassen haben Rechte, in der Tat. Die machen auch mal Rehabilitationssegeln um Mallorca herum. Hartz-Sklaven nicht.

Können Sie mir die Hartz-IV-Empfänger zeigen, die man in Kolonnen die Straßen entlang treibt, unterm Peitschenknallen von Aufsehern?

Das nennen wir heutzutage “Maßnahmen”, allerdings verwenden wir keine Peitsche mehr. Ach ja … unsere Soldaten reiten auch nicht mehr ins Gefecht. Und auch sonst hat sich einiges geändert. Wir können sogar fliegen und haben fließend Wasser und elektrisches Licht – aber das ist hier nicht das Thema.

Können Sie mir sagen, wo man sie öffentlich auf den Plätzen aufstellt, um sie – vor aller Augen – zu peitschen, ihnen ein Brandmal auf die Stirn zu drücken, ihnen Gliedmaßen abzuschneiden, oder sie zu Tode zu foltern?

In Frankfurt wollte man sie zur Schau stellen. Und diese Geschichte mit den Gliedmaßen und den Brandmalen machen wir heutzutage im ganz normalen Straßenverkehr, da brauchen wir keine gesonderten Veranstaltungen für. Zu tode Foltern wir immer noch … aber lieber psychisch. Das schont den Täter und macht weniger Dreck.

Bezahlt wurde der Professor für Besinnlichkeit, geliefert hat er: Raserei.

Jedes Imperium wurde auf den Rücken von Sklaven aufgebaut. Wenn ich einen Haufen Gold irgendwo hinlege und tausend Jahre später nachschaue, so habe ich immer noch einen Haufen Gold und keinen Krümel mehr. Nehme ich aber einen Haufen Menschen und lasse sie und ihre Kinder tausend Jahre für mich arbeiten, habe ich auf einmal das “Haus Hohenzollern” mit all seinen Liegenschaften. Oder ein römisches Imperium.

Flaig hat sicher recht: die Abolation war ein Riesenschritt nach vorne. Aber wie jeder nobel alimentierter Elfenbeinturmbewohner steckt er mit seinem Kopf in den Wolken. Sicher … die Sklaverei nimmt heutztage andere Formen an – wie andere Dinge auch. Trieben wir früher noch Schweine zum Markt um sie gegen Hühner zu tauschen, benutzen wir heute Geld um Waschmittel zu kaufen. Wo früher der Schuldturm stand und das Gefängnis, ist heute der Hausarrest im sozialen Wohnungsbau angesagt … denn Hartz-Abhängige müssen in den billigsten Schimmellöchern Unterschlupf suchen. Ist aber insgesamt billiger als eigens für die noch neue Gefängnisse zu bauen. Für die wird die Wohnung zum Gefängnis … und Fernsehen zur Strafe.

Sicher, meine Vergleiche sind nicht besser als die des Professors, aber ich werde für solchen Unsinn auch nicht bezahlt. Ich denke auch nicht, das Hartz-IV-Abhängige schon Sklaven sind – aber der Schritt geht in die Richtung. Viele Schritte gehen in diese Richtung – aber dafür muß man mal mit den Menschen reden … und nicht nur über sie. Wir haben zwar die Sklaverei abgeschafft, aber nicht die Gier der Sklavenhalter nach leistungslosem Wohlstand. Die suchen sich jetzt neue Wege, wie sie links und rechts um die Menschenrechte herum wieder neue Formen der Sklaverei einführen können….und die Agenda 2010 war für sie ein wichtiger Meilenstein.

Im Zeitalter der Raserei wird man aber nicht die Muße haben, innezuhalten und das zu merken. Und die Positionen, die wir extra für Besinnlichkeit bezahlen, werden von rasenden Menschen wie Professor Flaig besetzt. Fehlbesetzt, muß man sagen, denn den Nutzen seiner Arbeit für die Gesellschaft vermag ich jetzt nicht gerade zu erkennen, die Höhe seiner Alimente allerdings schon.

Ich schätze mal … für einen Egon fütter ich locker 20 Arbeitslose samt Familien durch. Aber die stiften dann weniger Unfug. So gesehen, ist eine bei Heise gefundene Forderung nach Kürzung der professoralen Alimente um 50% für mich sehr plausibel. Die Preise für Papiermüll sind zwar gerade im Anstieg begriffen, aber diesen Müll durch Professoren produzieren zu lassen scheint mir nicht mehr marktgerecht.

Der Sozialbetrug „Bürgerarbeit“!

Geschrieben von 15. Juli 2010 Schreibe einen Kommentar

Ein paar Fakten über die Bürgerarbeit sollte an dieser Stelle schon einmal zur Diskussion gestellt werden dürfen, Frau von der Layen will  36.000 Menschen zur Bürgerarbeit verpflichten, ein Ablehnen dieser Bürgerarbeit soll es laut Ursula von der Layen nicht geben, wer die Bürgerarbeit verweigert, dem soll der Hartz IV Regelsatz auf Null gekürzt werden

Mit der Bürgerarbeit sollen also 36.000 sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen werden. Die Vergütung beträgt in der Regel zwischen 657 und 900 Euro brutto. Das bedeutet, von dem Betrag werden noch einmal Steuern, Renten- und Krankenkassenbeiträge abgezogen. Von dem Rest muss dann Miete, Heizung, Strom und der Lebensunterhalt beglichen werden, also es kann gar weniger werden, als zuvor. Und nun muss man auch wissen, dass der Heizkostenzuschuss nicht mehr gewährt wird, da man ja in einem sozialversicherungspflichtigen Job integriert ist, und nur Hartz IV Empfänger die kompletten Heizkosten erstattet werden.
Das bedeutet in letzter Konsequenz das mit diesen Bruttobetrag auch die kompletten Heizkosten finanziert werden müssen.

Den Job kann man auch nicht so einfach kündigen, was im übrigen die heutigen Arbeitnehmer  selbst  mit ordentlichen Tarifverträgen auch nicht mehr ohne weiteres können, denn sie bekommen eine Sperre von drei Monaten verhängt, in denen sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.

Aber nun kommen wir zum wesentlichen, zum Kostenfaktor Bürgerarbeit.

Das dreijährige Projekt “ Bürgerarbeit“ wird mit insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro gut zur Hälfte vom deutschen Staat (690 Millionen Euro) und zum anderen Teil vom Europäischen Sozialfonds finanziert.

Nun wollen wir doch mal rechnen: 36.000 Menschen werden von diesen 1,3 Milliarden Euro drei Jahre lang finanziert. 12.735 Euro pro “Bürgerarbeiter”. Macht im Monat 1061 Euro. Wovon der “Bürgerarbeiter” laut von der Leyen aber nur 900 Euro (Brutto) erhält,
die Differenz von immerhin 161 Euro pro Mann und Monat versickern  in unsaubere  Kanäle, dies sind immerhin 197 Millionen Euro.

Doch nun kommt der eigentliche Clou, denn diese 36.000 Arbeitslose werden die ganze Zeit so oder so aus dem üblichen dafür vorgesehenen Sozialbudget finanziert, und daran ändert sich nichts, die Gelder fließen weiterhin an die entsprechenden Stellen.

Denn der Bundeshaushalt hat den Zuschuss für die Bürgerarbeit als Mehrbelastung deklariert, wie kann es denn eine Mehrbelastung sein, doch nur wenn doppelt gezahlt wird?!

Na dämmert es einigen langsam?

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