Leben

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erstmal ein bisserl drüber schlafen – realitäten in der virtual reality

das internet ist so facettenreich wie der mensch selbst. ehrlich, aufrichtig, edel, hilfreich, gut, verschlagen, verlogen, böse, bekloppt. auffassungen werden kundgetan, dieses propagiert, jenes vermeldet. der surfende liest, ist erstaunt, leidet, meint, redet mit. und läuft dabei gefahr, sich eine eigene realität zu schaffen, indem er fakes aufsitzt – solange sie nur gut (halbwegs gut) gemacht sind und bestehende klischees bedienen. erfolgreich platziert in der vergangenen woche:

eine melange aus sex, vergewaltigung, stalking und dümmlich / hinterlistigen polizeibeamten die nicht wissen was ein blog ist oder wie twitter funktioniert – trifft auf eine unschuldig verfolgte bdsm bloggerin… und über 190 kommentatoren und ungezählte twitterer stimmen ein klageheul an, das seinesgleichen sucht. selbst „netzgrößen“ wie sasha lobo oder johnny (wer?) haeusler oder von mir hochgeschätzte fefe stimmen fallen in diesen gesangmit ein, wenngleich sasha lobo inzwischen eine 404 unter dem eingereichten link liefert und johnny h. seinen eintrag dergestalt updatetete, als das er seinen lesern rät, die kommentare unter dem verlinkten posting zu lesen.

warum ich das schreibe ist schnell erklärt – auch ich wäre fast auf den zug aufgesprungen und hätte mich vom gängig passenden feindbild „einlullen“ lassen. das gewisse quantum an mißtrauen, welches ich pauschal gegenüber dem homo sapiens hege, hielt mich jedoch von einem schnellschuß im brustton der überzeugung ab… und ließ mich erstmal ein bisserl drüber schlafen.

ob zu recht oder unrecht mag dahingestellt sein – wer sich überzeugen will kann hier gerne nachlesen. dieser kommentator ist übrigens der einzige(!) der mal die frage in den raum stellte, ob das überhaupt alles so ist, wie es dort geschrieben steht…

in diesem sinne: vor dem betreten des internets hirn eingeschaltet lassen!

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foto: 1 Gerd Altmann  / pixelio.de

Der Nachrichtenspiegel auf Facebook

 

Ja, nun ist es soweit. Es gibt eine Nachrichtenspiegel-Facebook-Seite. Ein riesengroßer Sprung über meinen datenschutzaffinen Schatten und noch viel mehr Palaver mit dem Interface, den Einstellungen und der sogenannten Usability. Die dadurch neu ergrauten Haare kann ich im Spiegel deutlich sehen. Die Bißspuren in der Tastatur auch.

Egal, die Menge der Verweise, die seid einiger Zeit über Facebook kommen (kann ich an den Referrern sehen) legten den Entschluß nahe, auch hier mal „Hallo“ zu sagen.

Aber, aus zeitlichen Gründen können wir leider kein Extra-Programm für Facebook leisten.

Wir haben dummerweise alle noch Dinge neben der Informationssammlung, Sortierung und Aufbereitung für die Leser zu erledigen. Dinge, die mit Nahrungsmittelbeschaffung, Kindererziehung und -bespaßung,  sauberen Wohnungen, Ämtern, Rechtsanwälten, Hobbys, Geldbeschaffung, Waschmaschinenbestückung, Brautschau (na ja, nicht alle von uns), Trinkgelagen, Tarotkarten, E-Mails, Erdstrahlen, über 300 RSS-Feeds im Reader – die gelesen werden wollen um auf dem Laufenden zu bleiben, das Lesen auf toten Bäumen, Unterhaltungsfilmen, Musik, Musik machen, Computerspiele und anderen, meist furchtbar profanen Dingen zu tun haben – ok, ich schweife ab. Entschuldigung.
Denn wenn man sich nur mit Polititk, Wirtschaft, realen und eingebildeten Verschwörungen und dem, was sonst noch um einen herum passiert beschäftigt, verliert man irgendwann die Bodenhaftung, wird Depressiv und fängt an, abzudrehen. Wir sind auch nur ganz normale Menschen.

Im Großen und Ganzen gibts daher auf Facebook, wie auch auf Twitter, nur Hinweise, daß hier im Nachrichtenspiegel wieder was Neues erschienen ist. Etwas, daß vielleicht jemanden zum Nachdenken anregt – der sich bisher nur gewundert hat was eigentlich so komisch ist oder irgendwie nicht Richtig zu sein scheint. Für denjenigen, der mit anderen Sachen beschäftigt war und gerade aufwacht, ein Artikel der einfach nur die Meinung von jemandem bestärkt oder auch der nur weitere Argumente für die bereits Überzeugten bringt.

So leid es mit tut, dies ist ein „Friss oder Stirb“. Wir wollen euch kein Geld abnehmen für das, was wir hier tun, aber wir haben auch nur begrenzte Ressourcen. Und die meisten von uns stecken mehr Energie, Zeit und Geld hier rein als Gut für sie ist.

Aber wir wollen es genau so und werden genau so weitermachen!

Und dafür maße ich mir jetzt mal an, denjenigen zu Danken, die hier mitspielen und genau das leisten. Ausdrücklich auch unserem Tagesbildbeauftragten, Jotha. Der es geschafft hat, seid Bestehen des Nachrichtenspiegels jeden Tag(!) ein neues Bild des Tages hervorzuzaubern. (Ok, bis auf eine Ausnahme von 2 Tagen, und daran war ich Schuld. Mea Culpa)

Vielen Dank, daß ihr, die Leser, uns über die Zugriffszahlen zeigt, daß wir es nicht umsonst machen.

Und wenn es nur dafür ist daß ihr nicht anfangt zu stottern, wenn Euch mal eure Kinder fragen, was ihr denn dagegen getan habt, daß es so schlimm geworden ist. Viel besser wäre es, wenn sie fragen, was ihr DAFÜR dafür getan habt, daß es NICHT so schlimm geworden ist.

Nicht vergessen, Ignoranz bedingt keine Unverwundbarkeit. Wenn der Kopf erst mal im Sand steckt wird das Atmen schwer. Und es kratzt im Hals.

Ergo – tut bitte etwas dafür, damit sich die schlimmen Dinge ändern.
Ich meine nicht diejenigen, die bereits in Initiativen mitarbeiten und sich „für die gute Sache“ aufreiben. Nein, ihr, die ihr vor dem Monitor sitzt und passiv zwar Einverstanden mit den (meisten) der hier dargelegten Kritiken, den Denkanstößen und den Ideen seid. Die eine Veränderung der Umstände wollen aber sich nicht trauen und deshalb immer noch das kleine Rädchen im Getriebe spielen. Ihr seid diejenigen, weshalb das „System“ immer noch funktioniert und andere auf eurem Rücken mit eurem Geld Feste feiern. Seid der Sand, nicht das Öl. Öl ist schmierig. Ich glaube, Dreckscheuder und der E-Philosoph hecken da was aus.

Aber vergesst nicht, der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Immer Cool bleiben und jeden sein Leben leben lassen.
Nur eben nicht das Leben der wirklichen Sozialschmarotzer unterstützen. Ich meine diejenigen, die andere für sich arbeiten lassen und sich dann auch noch als Leistungsträger feiern lassen obwohl sie nur als Parasiten von genau der besagten Leistung der im allgemeinen fleißigen „normalen“ Menschen schmarotzen. Es ist genug für Alle da. Aber ist ist insgesamt nicht genug da, daß eine einzige Familie zum Beispiel 700 Millionen mit einer Firma, die mal ein eigenen KZ hatte, verdient. Oder daß jemand stirbt (was immer traurig ist, jeder hat jemanden, der ihn vermisst – hoffentlich), der ein Vermögen von ca. 8 Milliarden Euro hat. Das ist Pervers.

Es muß ja nicht viel sein. Ich persönlich mach ja eigentlich auch nur die Technik, gebe launige Kommentare ab, stelle ab und an ein Video ein und kümmer mich um die E-Mails, einen Teil der Kommentare und um das Finanzielle. Warum? – Weil ich gerne Artikel lese die nicht in der Milliardärspresse erscheinen würden. Und weil ich Kinder, habe die mich irgendwann mal fragen werden… – aber das hatten wir ja schon.

Typisch Deutsch?

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Es gibt Momente im Leben, da schäme ich mich dafür, Deutscher zu sein. Da möchte ich mit diesem „Volk“ am liebsten nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun haben. Weil der typische Deutsche ein hirn- und vernunftloses Herdentier ist, das jedem Spinner nachrennt, wenn der ihm nur laut genug das Blaue vom Himmel runter verspricht. In derartigen Momenten setzt der Verstand aus, regieren nur noch Triebe und Gruppendruck. Da wird eine möglichst wehrlose Minderheit zum Abreagieren gebraucht. Das war vor gut siebzig Jahren im Dritten Reich so (die Juden); das setzte sich bei den Studentenunruhen fort (die ungewaschenen Langhaarigen); das ist heute immer noch so (die Sozialschmarotzer). Glaubt ihr nicht? Hier mal eine aktuelle Gegenüberstellung.

Die graue Theorie:
gg1

Das Aussprechen der traurigen Wahrheit:
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Die Gehirnwäsche gleichgeschalteter Hetzmedien:
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Ich finde das, was hier z. Zt. bzg. Arbeitslosen-Bashing abgeht, nur noch zum Kotzen! Verdammt nochmal, das ist doch UNSER Land und nicht das von ein paar hoffnungslos überbezahlten Wohlstandszecken und Empfängern leistungsloser Grundeinkommen in Regierungsämtern und Vorstandsetagen! Und auch nicht das von deren schleimenden Schmierfinken! Macht sich das eigentlich keiner klar? Oder glauben mittlerweile alle schon den Gehirnwäschern? Im letztgenannten Fall muss ich allerdings sagen, dass wir diese Regierung wirklich verdient haben … Traurig, traurig!

 

realasmodis.blog.de

menschen leben

184 worte zum sonntag (weihnachtsedit)

frohe_weihnachten_ihr_weihlöcher

sieht momentan so aus, als bekämen wir doch noch weiße weihnachten. ich fürchte fast, das wäre dann zuviel der klischees für mich. auf rtl gewinnt der panflötenspieler aus ecuador die 100 mille und baut nun für seine mama ein häuschen. gottschalk (ich dachte der wollte aufhören) sammelt 20 millionen für ein herz für kinder ein und der lauf durch die städtische fussgängerzone hat irgendwas von sammelbüchsen-pogo.

 

frohe_weihnachten_ihr_weihlöcher

ich glaube, ich habe endlich was gefunden, was mir an weihnachten so richtig auf die nerven geht! das ganze jahr über dürfen wir arschloch sein, aber mit dem einwerfen der pressschokolade die hinter dem ersten kalendertürchen lauert, da werden wir alle zu richtig guten menschen – und spenden, was der geldbeutel hergibt. das ganze wird natürlich medial kräftigst unterstützt und untergemauert – und die protagonisten mit den 250 tausend euro schecks entsprechend inszeniert.

tja, so ist das halt… geben ist seeliger denn nehmen. aber wenn man fürs geben auch noch was bekommt – nämlich medienpräsenz zur besten sendezeit; wie unsere liebe deutschen post ag – dann wird der keks doch gerne gelutscht. auch wenn´s spekulatius ist.

in diesem sinne
ihr weihlöcher
ruft das proll mitglied

321 wörter zum sonntag

wir alle müssen klar erkennen, das "wehret den anfängen" schon längst passé ist, das wir (wieder) mittendrin sind und das wir es schlicht und einfach verpennt haben.

 

der heutige sonntag zum wort fällt, trotz des ernsten themas, recht kurz aus.  nicht, weil es nicht viel zu sagen gebe, sondern einfach, weil zu dem thema, um das es – natürlich – gehen wird, bereits so viel gesagt wird, schlüssiges und unschlüssiges, das es fast reichen könnte. aber auch nur fast.

betrachten wir die zurückliegenden jahre, so wurde uns allerorten suggeriert, das die braunen, die faschos auf dem weg in die vergessenheit seien (mitgliederschwund hier, pleite dort etc. pp.), das die anzahl der rechten straftaten rückgängig und die anzahl linker straftaten gestiegen sei!( was mich bereits im juni 2010 zu einem eintrag auf meiner anderen spielwiese inspirierte.)

nun kann sich ein jeder hinstellen und sagen: ich hab es ja immer schon gesagt, die braune gefahr darf man nicht unterschätzen (usw.usf.) und sicherlich dürfen dies auch einige von uns für sich in anspruch nehmen. ob dies auch auf meine person zutrifft, ist einer der punkte, über die ich aktuell nachgrübele. denn sicherlich fand auch ich die vorstellung, das „die“ nazis inzwischen einer aussterbenden spezies in dieser bunten replik angehörten… angenehm – um nicht zu sagen erhebend.

und genau das ist der punkt: wir haben uns einlullen lassen und geduldet, das eine faschistische mörderbande hinter unser aller rücken mordend und bombend durch dieses land eine kopfschusstournee veranstalten konnte. und dies jahrelang.

und vielleicht sollten wir alle einmal überlegen, ob es ausreicht, jedem neuen feindbild hinterherzuschreiben – egal ob castor, occupy, rechtschreibreform oder sonstwas – und dabei die alten, die wahren und immer noch existenten feinde komplett außen vor bzw. außer acht zu lassen.

das ganze betroffenheitsgesabbelle und „der verfassungsschutz ist schuld“ geschreie… bringt uns nicht wirklich weiter.  und macht keines der opfer wieder lebendig.

wir alle müssen klar erkennen, das „wehret den anfängen“ schon längst passé ist, das wir (wieder) mittendrin sind und das wir es schlicht und einfach verpennt haben. eingelullt in einen sumpf aus medienberichten und verfehlter sicherheitspolitik.

 

in diesem sinne
grübelnder gruß vom
proll mitglied

EMPÖRT EUCH … aber dann geht´s ab nach Hause. (Achtung, enthält Fäkalsprache)

EMPÖRT EUCH ... aber dann geht´s ab nach Hause. (Achtung, enthält Fäkalsprache)

Es ist ja inzwischen modern geworden, „Empört Euch“ zu rufen. Das ist ganz schick. Es machen ja auch viele. Man stellt sich auf die Straße und ruft ganz laut: „Ich will das alles nicht!„. Dann kehrt man zurück zu seinem VW Golf mit Biodiesel, fährt in seine Eigentumswohnung in Innenstadtlage (inklusive Tiefgaragenplatz), macht sich erstmal ein Getränk von der Firma Tchibo, welches man im weichen Polster eines Sessels aus einem schwedischen Möbelhaus einnimmt und sich dabei von einem Bildschirm der Firma Sony bunte Illusionen vom wirklichen Leben vorgaukeln lässt untermauert von Doby Suround Sound aus dem Haus Bang und Olufson. Die Füsse ruhen ruhig und sicher auf einem handgeknüpften Orientteppich, der Körper wird umschmeichelt von einem Bademantel aus edelster Seide, Zimmerpflanzen aus tropischen Wäldern verschönern den Panoramablick der dreifach verglasten Fenster, Zimmerbrunnen und Salzkristalllampen sorgen für ein behagliches Ambiente auf hohem Niveau, bringen die gerahmten Fotos vom letzten Korsikatripp voll zur Geltung – und das ist auch richtig so.

Wir brauchen als Demokratie den Protest. Gäbe es nicht den Protest, dann wären wir ja keine Demokratie mehr. Dann wären wir ja wie Gaddafi, Saddam Hussein, Kim il Yong oder Adolf Hitler (um mal daheim zu bleiben).  Wären wir aber keine Demokratie, dann könnten wir nicht ruhigen Gewissens Bomben schmeissen … und so nebenbei unsere Finger auf Rohstoffe legen, die wir ansonsten teuer bezahlen müssten. Unsere Bomben sind gute Bomben, Kinder, die von unseren Bomben zerfetzt werden (ja, also … so viele sind das doch wirklich nicht, oder?) können glücklich sein, das es demokratische Bomben sind, die ihrem Leben ein Ende setzen.

Nicht auszudenken, was wäre, wenn es Bomben aus undemokratischen Ländern wären.

Proteste im Inland sind das, was den Bomben erstmal so richtige legitimierte Wucht verleiht – genau genommen macht Bomben werfen erst aus der Demokratie heraus so richtig Spaß … das erinnert etwas an die Behaglichkeit, die man empfindet, während man selber vor dem warmen Ofen sitzt und draußen vor dem Fenster Katzen und Hunde vom Himmel regnen. Ist ja auch ähnlich – man selber sitzt vor dem Rundfunkfenster und anstelle von Katzen und Hunden regnet es Sprengstoff und Napalm.

Was tut man nicht alles zur Förderung der Behaglichkeit des Bürgers.

Doch dann wird es aber auch Zeit, mal die Kirche im Dorf zu lassen. Dann wird es mal Zeit, zu verstehen, wer man wirklich ist – und wo man in der Welt seinen Platz findet.  Immerhin wollen wir doch den geordneten Ablauf der Geschäfte nicht stören. Das Gerede von Demokratie und Freiheit ist ja gut und schön – als Ideal im Rundfunkfenster – aber hinter diesem Fenster gibt es noch eine Realität, die kein Ponyhof ist.  Manchmal scheint die durch, so wie heute – ich zitiere Berlusconi aus der Welt:

 „In ein paar Monaten haue ich ab, um mich nur noch um meinen Kram zu kümmern. Ich haue ab aus diesem Scheißland (paese di merda), in dem mich bald das Kotzen packt“.

Da spricht doch endlich mal ein Politiker aus, was alle denken. Die glauben doch alle, das Bürger nur noch lästige Wurmfortsätze der nationalen Wirtschaft sind, der Blinddarm der Volkswirtschaft, sozusagen.  Gut, man wickelt die noch in die Demokratiedecke ein (100 % Cashmere, versteht sich) … aber was heißt das schon.

Dieser Satz könnte doch auch von einem KT von und zu Guttenberg kommen – der ja jetzt auch das Land verließ, das so rücksichtslos seine Ehre zerstörte, in dem es aufdeckte, das er keine hatte. Oder von Gerhard Schröder. Von Wolfgang Clement. Joschka Fischer. Von all jenen, die noch nicht „ganz oben“ angekommen sind, um uns zu zeigen, wie nichtswürdig, dämlich und erbärmlich wir eigentlich sind.

Man zeigt uns das ja auch gerne – bereitet uns sanft darauf vor, das unser Leben nicht mehr lange so bequem sein wird, das für uns die Komfortzone Demokratie langsam ein luxuriöser Urlaubsort ist, den wir nur noch selten aufsuchen dürfen. Drei Meldungen von unseren Berlusconis? Bitte schön, alle aus der Welt des heutigen Tages. Erstmal – die Rente:

Die staatliche Rente, die einst den Lebensstandard im Alter sicherte, schrumpft in den nächsten beiden Jahrzehnten auf eine bessere Grundsicherung. Das ist politisch gewollt und eine Folge der tief greifenden Rentenreformen der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder.

Babyboomer sind fit für die Altersarbeit“ … einfach mal positiv denken. Wer bis zum Hals in der  Scheiße steckt, der hat doch noch genug Luft zum Atmen – durch Mund UND Nase. Anderen geht es da wesentlich schlechter, manche sind sogar schon tot.

Oder das Essen:

Steigende Energiekosten und die Verknappung der Rohstoffe belasten das Bäckereigewerbe. Die höheren Produktionskosten ließen sich nur schwer intern auffangen und würden vermutlich an die Verbraucher weitergegeben

Wie gut das die Jugend heutzutage dank Berlusconifunk immer weniger von dem Zusammenhang zwischen Bäckerei und Essen weiß, dafür aber zehn SMS in der Minute schreiben kann – so verhindert man, das sie sehr zornig werden.

Nochmal Thema Essen (man munkelt, „essen“ soll für Menschen früher mal sehr wichtig gewesen sein, bevor es MP4-Player, Handy oder Playstation gab), diesmal aus der Sicht von Spekulanten:

Experten rechnen weltweit mit weiter stark schwankenden Lebensmittelpreisen. Auch die Politik könne Spekulanten nicht aufhalten.

Die sind nicht aufzuhalten, diese Spekulanten. Das sind die, die alles richtig machen, die wirklich guten Menschen. Die haben nämlich viel Geld, das sie Parteien spenden können, sie können Pöstchen für Politiker einrichten (viele viele unnütze Pöstchen – Unmengen an unnützer Pöstchen … man könnte es fast schon eine „Pöstchensintflut“ nennen, die für die Wirtschaft den gleichen Weltuntergangseffekt haben wird wie es biblische Sintfluten hatten) und ihnen so helfen, ihr Scheißland endlich hinter sich zu lassen.

Spekulanten sind unaufhaltsam – aktuell nehmen sie sogar die Banken ins Visier, ohne die sie gar nicht leben könnten. So generieren sie unglaubliche Gewinne, das sie sich Strategien der Machtausübung erlauben können, wie sie Mario Adorf als Generaldirektor Heinrich Haffenloher in Kir Royal einfach mal

ausspricht: sie „scheissen uns zu“ mit ihrem Geld. Parteien, Verbände, Medien, Vereine, Eliten und Experten – alles finanziell zugeschissen. Geld holt man sich zur Not – wie aktuell – bei den Lybiern oder anderen „befreiten“ Völkern. Immerhin sind wir so reich geworden. Glasperlen gegen Jagdgründe – das ist unser Geschäftsprinzip. Einfach mal die Indianer fragen. So wird man Leistungsträger, Elite, Vorbild, so schafft man es ganz nach oben.

Von dort aus kann man dann noch mehr Geld generieren, mit dem man dann noch mehr Menschen zuscheißen kann.

„In freiheitlichen Demokratien müssen die Entscheidungen in den Parlamenten getroffen werden. Denn dort liegt die Legitimation.“ 

Das meint jedenfalls unser Bundespräsident laut Welt, die gerade die Demokratie durch Berliner Diktate  in Gefahr sieht.  So nennt man unser System: „freiheitliche Demokratie“. Zur Erinnerung: der Nationalsozialismus war als germanische Globalisierungsbewegung nicht national, noch würde man ihn zurecht „sozial“ nennen können. Erlebt wurde etwas anderes – und offensichtlich merken immer mehr Menschen, das auch wir etwas anderes erleben, als zu Werbezwecken aufgedruckt wurde.

Darum muss die Botschaft „Empört Euch“ ergänzt werden.

Empört Euch … und dann ab nach Hause.

Und ehrlich: die meisten halten sich dran. Die Legitimation liegt in den Parlamenten, dort sorgen 5000 gut bezahlte Lobbyisten dafür, das der reibungslose Ablauf der Spekulationen nicht gestört wird.

Wir bekommen auch was Schönes dafür.

„Bespoke“ hat Genevieve Bennett ihre Kollektion genannt, die vier verschiedene Wandpaneele mit aufwändigen Floralmustern umfasst. Jedes Stück ist handgefertigt und wird von der Designerin aus feinstem Leder hergestellt. Dabei ist es den Wandpaneelen völlig egal, wo sie eingesetzt werden. Sie machen sich als Wanddekoration gut, sehen aber auch als Verkleidung von Schränken, Türen oder anderen Möbeln schön aus.

Das ist ein Zitat aus „Schöner Wohnen„. Damit beschäftigt sich der Protestbürger, nachdem er seinen Protest abgeleistet hat, um im Sinne der Regierung die Lebendigkeit deutscher Demokratie zu beweisen.  Der Quadratmeter kostet 3700 Euro, macht bei einer 100 Quadratmeter großen Eigentumswohnung mit 3 Meter Deckenhöhe … na, einfach mal selber rechnen. Schränke, Türen und Möbel sind auch auch zu berücksichtigen.

Sowas … sind unsere Glasperlen.

Wie toll und wichtig muss das sein, was wir dafür hergegeben haben.

Was das nur war?

PS: für die Fäkalsprache in diesem Artikel möchte ich mich entschuldigen. Es ist auch privat nicht meine Art, dermaßen derbe Reden zu führen, doch aktuell merke ich, das wohl der Umgang mit europäischen Spitzenpolitikern oder geschauspielerter wirtschaftlicher Elite auf das sprachliche Niveau abfärbt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Leben im Spiegel

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Leben im Spiegel

© Jotha

Das Leben nach dem Tod

Schon mal über den Tod nachgedacht? So als moderner, aufgeklärter Mensch? Nein? Aber Sie wissen doch, das sie Sterben können oder? Das Sie mit absoluter Sicherheit sterben werden - wahrscheinlich qualvoll im kostenminimierten Altenheim. Der Tod ist die einzige sichere Gewissheit im Leben. Den Rest kann man in Frage stellen. Schaut man mal bei Wikipedia nach, so merkt man, wie wenig Gedanken sich das christliche Abendland über den Tod macht, ja noch nicht mal seine Definition ist klar - angesichts der zukünftigen Praxis der Organspenden ein nicht unwichtiger Aspekt. Schnell ist man der Definitionshoheit eines naturwissenschaftlich ausgebildeten Mediziniers überantwortet, der dringend ein Herz braucht und hier vielleicht ... etwas zu weit deutet.

Schon mal über den Tod nachgedacht? So als moderner, aufgeklärter Mensch? Nein? Aber Sie wissen doch, das sie Sterben können oder? Das Sie mit absoluter Sicherheit sterben werden – wahrscheinlich qualvoll im kostenminimierten Altenheim. Der Tod ist die einzige sichere Gewissheit im Leben. Den Rest kann man in Frage stellen. Schaut man mal bei Wikipedia nach, so merkt man, wie wenig Gedanken sich das moderne christliche Abendland über den Tod macht, ja noch nicht mal seine Definition ist klar – angesichts der zukünftigen Praxis der Organspenden ein nicht unwichtiger Aspekt. Schnell ist man der Definitionshoheit eines naturwissenschaftlich ausgebildeten Mediziniers überantwortet, der dringend ein Herz braucht und hier vielleicht … etwas zu weit deutet.

Die Art des Sterbens beschäftigt uns schon mehr – wie alle Menschen vor uns. Ruhig und zufrieden im Kreis unserer Lieben zu verscheiden, wird allerdings viel weniger Menschen vergönnt sein als früher. Wir sterben allein im Krankenbett, weil die Kinder nicht mehr soviel Urlaub haben und viel zu weit weg wohnen, wenn es plötzlich soweit ist … falls da überhaupt Kinder vorhanden sind. Gepflegt werden wir möglichst kostengünstig, wahrscheinlich durch Menschen, deren Sprache wir kaum verstehen.

Der früher gefürchtete einsame Tod in der Fremde – das wird unserer sein. Aller Wahrscheinlichkeit nach. Mit steigender Wahrscheinlichkeit sind „Psychische und Verhaltensstörungen“ darunter, denn die stiegen innerhalb von 2 Jahren um knapp 50 % an. Iatrogene (also durch den Arzt verursachte) Todesfälle werden nicht erfasst, würden sie es, so hätten sie mit 85000 Fällen im Jahr eine gute Chance auf Platz 3 aller Todesursachen (nach Herz und Krebs).  Auch hier spielt die Definition eine wichtige Rolle.

Soweit wir wissen können, gehören wir modernen, aufgeklärten Menschen zu den Kulturen, die den Tod am Weitesten aus ihrem Denken und Leben herausdefiniert haben. „Es gibt ein Leben vor dem Tod“ – so unser trotziger Spruch. Dieses verläuft zwar selten so, wie von uns gewünscht und bringt soviel Ungemach, das Hochkulturen jene von den Göttern geliebt wähnten, die jung starben, aber es war alles, was uns geblieben ist.

In festem Schulterschluss haben Marxismus und Kapital gezielt und bewusst den Tod aus dem Leben herausgefiltert. Die einen brauchten Menschen, die bereit waren zu morden, die anderen brauchten Menschen, die neben dem Morden noch maximal konsumieren konnten. Das war aus politischen und ökonomischen Gründen kein Platz für „Du sollst nicht töten. Überall sah man „Opium fürs Volk“ lauern, das es auszumerzen und durch Alkohol zu ersetzen galt.

Das Atheismus die „Geissel der Machtmenschen“ ist, kommt da nur wenigen in den Sinn. Es ist auch ein heikles Thema, selbst für Kirchen. Wer nur predigt, was gut sein soll, aber anderes lebt, der muss solche Themen meiden.

Früher gingen Menschen anders mit dem Tod um – sie lebten auf den Tod hin. Das hatte Konsequenzen … für das alltägliche Verhalten gegenüber seiner Mitmenschen. Eines der ältesten Werke zu diesem Thema ist das Tibetanische Totenbuch, welches uns detalliert aufzeigt, wie wir uns nach dem Sterben zu verhalten haben, um nicht großes Ungemach zu erleiden. Ähnliches gibt es im Ägyptischen Totenbuch, dessen Quellen auf die alten Pharaonen zurückgeht … und nur jenen zugänglich war. Wie die Seele sich auf den Übergang vorbereiten sollte, wie sie leben sollte, um nicht in Ungnade zu fallen, sollte Wissen bleiben, das den Herrschenden vorbehalten war – man wollte sich doch das Jenseits nicht mit dem Prekariat teilen.

Ich könnte hier noch mehrere Kulturen zitieren – eigentlich fast alle außer unserer „modernen“  Arbeitsroboterkultur – die ziemlich übereinstimmend über das Jenseits berichten. Im Prinzip sehen es unsere Sterbeforscher ähnlich, hier Bernhard Jakoby in einem Interview:

Wenn wir sterben, gehen wir in eine feinstoffliche Form des Seins über. Die Entwicklung eines Menschen nach seinem Tod erfolgt in mehreren Stufen. Der Mensch ist ein geistiges Wesen und kehrt in seine ursprüngliche Heimat zurück. Wir gelangen zunächst auf eine Art Orientierungsebene, die anscheinend den irdischen Verhältnissen ähnelt. In Wirklichkeit geht es darum, erdwärts gerichtetes Denken abzubauen. Deswegen tritt das Erdenich früher oder später in die Phase der Erinnerung ein, wo es sich intensiv mit seinem Leben auseinandersetzen muss. Wir schauen uns sozusagen ungeschminkt ins Gesicht, wie es auch in den Nahtoderfahrungen millionenfach beschrieben worden ist. Wer seine unerledigten Dinge bearbeitet hat, geht in die höheren Lichtwelten ein, bis sich die Seele mit Gott wiedervereinigt.

Das hört sich niedlich an, oder? „Ewige Jagdgründe“ nannten das die Indianer. Wäre doch toll, wenn man so etwas in der Schule beigebracht bekäme – das Leben vor dem Tod wäre gleich ein ganz anderes. Es gäbe ja sogar naturwissenschaftliche Hinweise auf die Richtigkeit der Hypothese, die durch die Quantentheorie bestärkt wird – doch sollten wir uns nicht auf diese Ebene der Diskussion einlassen. „Naturwissenschaft“ und „Jenseits“ haben schon per Definition nichts miteinander zu tun, es wäre so, als würde man mit einer Taschenlampe „Dunkelheit“ erforschen wollen – ist  einfach das falsche Werkzeug. Das Jenseits ist … ganz sicher nicht Bestandteil der „Natur“.

Sicher können wir die Ergebnisse der Nahtodesforschung  in Frage stellen – das ist gar keine Frage. Philosophen wissen seit Jahrtausenden, das sie sogar die Existenz des Stuhles erfolgreich in Frage stellen können, auf dem sie  sitzen und das sogar, während sie gelassen auf ihm sitzenbleiben, ohne sicher beweisen zu können, das es ihn überhaupt gibt. Alles lässt sich in Frage stellen … die Frage ist nur: warum sollte ich das tun?

Als kleiner Normalbürger (der in meinem Falle dem Tod schon gelegentlich begegnet ist) habe ich erstmal kein Interesse daran, mich für die materialistische Hoffnungslosigkeit zu entscheiden. Der „Materialismus“ als Gedanke mag ewig leben, für ihn mag das in Ordnung sein, die Dinge so zu sehen. Ich werde in dieser Form nicht ewig sein – soviel weiß ich schon. Brächte mir also keinen Nutzen, an die Nichtexistenz des Jenseits zu glauben, nur weil eine dogmatische Lehre es so will, die selbst immer mehr Probleme bekommt, überhaupt Materie im Universum zu finden – andererseits ihre Masse allerdings ziemlich genau zu berechnen weiß, wenn auch nur unter Rückgriff auf die Hilfskonstruktion der noch nie irgendwo gefundenen „Dunklen Materie“. Das solche Konstruktionen im Prinzip den Wahrheitsgehalt von Kindermärchen haben, wird bei der Präsentation der Theorien leider oft unterschlagen.

Man stelle sich aber einfach mal vor, was geschehen würde, wenn wir ab morgen den absolut sicheren Beweis liefern können (obwohl unsere Vernunft zu solchen Beweisen gar nicht fähig ist), das Menschen nach dem strapaziösen Leben in der „Materie“ einfach wieder nach Hause kommen? Hinweise, das dies nicht ganz von der Hand zu weisen ist, gibt es genug – inklusive Untersuchungen über eine Zunahme der Ethik und Moral im Leben, die mit solchen Erfahrungen einhergeht.

Nun hat das ganze Thema mit Theismus noch gar nichts zu tun, zumal weite Teile der christlichen Bewegung Nahtodeserfahrungen aufgrund ihrer eigenen Dogmen ablehen müssen: die Ganztodtheorie ist hauptsächlich christlich motiviert.

Warum also diese breite Front der Ablehnung und Verdrängung dieses Themas?

Hier wird es auf einmal sehr politisch.

Für die Ärzteschaft geht es ums „abrechnen“. Der Kampf gegen den Tod ist aussichtslos, aber teuer. An ihm lässt sich gut verdienen. Zudem gebietet die ärztliche Ethik, Leben unter allen Umständen zu erhalten: der Tod ist der Feind, den es zu besiegen gilt, koste es, was es wolle.

Für die Mächtigen dieser Erde ist das eine sehr bequeme und nützliche Sicht der Dinge. Wer würde sein Leben schon wirklich in Gefahr bringen wollen, wenn danach … einfach NICHTS kommt – ein NICHTS übrigens, das für Arthur Schopenhauer etwas sehr Positives hatte:

Es ist für das Verständnis der Philosophie Arthur Schopenhauers von größter Bedeutung, dass Schopenhauer das “Nichts”, mit dem alles Leid endet, nur im relativen Sinn verstanden wissen wollte!

Dieses Ziel ist nicht mit Begriffen dieser Welt zu beschreiben. Man kann nur sagen, was es nicht ist, also negativ ausdrücken. Andererseits ist es höchst positiv, nämlich Erlösung vom Leid.

Wer würde sich schon wirklich trauen, einen gewaltsamen Aufstand gegen die Ungerechtigkeit, die Demütigung und die Ausbeutung zu starten, wenn er befürchten müsste, dabei das Wertvollste zu verlieren das er hat: das Leben.

Und so stirbt mit dem religiösen Bewusstsein auch der Widerstandsgeist. Nicht Zorn, Wut oder Verzweiflung … aber der Impuls zur riskanten Tat. Der Mensch wird zum dirigierbaren Schaf, das erschossen wird, wenn es nicht bereit ist, andere zu erschießen. So funktionieren Mörderbanden halt, so ist die Motivationskultur moderner Massenarmeen, so kann man ganze Völker dazu bringen, sich gegenseitig umzubringen.

Und so stellt Atheismus sicher, das ängstliche Duckmäuser grösste Scheußlichkeiten begehen, um ihr eigenes Leben zu verlängern – Scheußlichkeiten gegen Mitmenschen, die im Jenseits Konsequenzen hätten.

Darum lassen Regierende morden, vermeiden aber, es selbst zu tun. Nach wie vor … scheint es ein religiöses Wissen für die Herrschenden und eins für die Normalbürger zu geben.

Nach wie vor gilt: „Folge meinen Befehlen oder ich stoße Dich in ein finsteres tiefes Loch“ … oder ich bringe Dich durch Regelsatzkürzung immer näher an dieses Loch heran. Wie im alten Ägypten – und wie dort betreiben die Herrschenden ganz eigene, eigenartige Kulte, die vermuten lassen, das Atheismus/Materialismus nichts mehr ist als eine Geißel für Normalbürger: mit der Angst vor dem schwarzen Mann hält man ihn am Laufen, während man sich selber den schwarzen Mann durch geeignete Rituale gewogen und nebenbei ganz praktisch Weltpolitik macht.

Aber auch dieses Thema ist Tabu – wie der Tod selbst.

 

 

Pilotprojekt „Abgeordnetenwatch zum Selbermachen“

Grafik AW selbermachen

oder:  Starten Sie abgeordnetenwatch.de für Ihre Stadt oder für Ihren Landkreis

Grafik AW selbermachenWir sind überzeugt: Die Transparenz und Bürgernähe, die abgeordnetenwatch.de auf Europa-, Bundes- und Landesebene schafft, würde auch vielen Städten und Landkreisen gut tun. Daher wollen wir abgeordnetenwatch.de künftig auch für die kommunale Ebene anbieten.

Insgesamt 413 kreisfreie Städte und Landkreise gibt es in Deutschland. Wir wollen zunächst mit drei Pilotprojekten starten. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wenn Sie Lust und Zeit haben, sich ehrenamtlich in die Recherche für Ihre Stadt bzw. Ihren Landkreis einzubringen, dann melden Sie sich bitte bei uns per Mail. Schreiben Sie in Ihrer Mail:

  • für welche Stadt/Landkreis Sie recherchieren würden,
  • wie viele Abgeordnete der Stadtrat/Kreistag hat,
  • wie Sie das Abstimmungsverhalten recherchieren würden und
  • wann die nächsten Kommunalwahlen anstehen.

Schicken Sie Ihre Mail an: recherche@abgeordnetenwatch.de / Betreff: abgeordnetenwatch.de für meine Stadt/Landkreis

Unter allen Interessierten werden wir drei Projekte auswählen. Die Recherche erfolgt dann gemeinschaftlich mit anderen über das Internet. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2011.

Alle anderen, die die Kommunalisierung von abgeordnetenwatch.de nicht aktiv durch eigene Mitarbeit unterstützen können, bitten wir um Unterstützung durch eine Spende oder Fördermitgliedschaft. Denn neben der Recherche fallen Kosten für die Moderation, Programmierung, Koordinierung und Öffentlichkeitsarbeit an.

 

Quelle: www.AbgeordnetenWatch.de

Watercircles 1

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Watercircles 1

© Jotha

Der kommende Auftstand: Die große Weltverschwörung triumphiert! Und nun?

Man mag mir verzeihen, das ich nicht immer ausführlich auf Kommentare antworten kann. Ich bin zeitlich mehr als ausgelastet und habe eine negative Zeitbilanz – Zeitschulden häufen sich auf, sozusagen. Da muß ich knapp haushalten. Ich kenne einige Einstellungen zur Weltpolitik schon seit Jahren – auch die extremen Verschwörungsanalysen, die ich absichtlich nicht Theorien nenne, da ich davon ausgehe, das es hinreichend Indizien gibt, über bloße haltlose Theorien hinaus- und zur nüchternen Analyse der Verschwörungspraxis überzugehen.

„Even the worst case“ ist ein für mich wichtiger Managementgrundsatz,  der in der Wirtschaft wunderbar funktioniert, aber in der Politik kaum angewendet wird, was zu einer enormen Staatsverschuldung führt, weil alle staatlichen Angestellten davon auszugehen scheinen, das wir Onkel Dagoberts Geldspeicher in Bonn/Berlin frei zugänglich zur Verfügung hätten. Hatten wir leider nicht.

Selbstverständlich gehe ich persönlich nicht davon aus, das die extremsten Verschwörungsphantasien real sind. Ich würde sonst nicht mehr schreiben. Aber – ich mache es mir hier bequem und muß mir selbst vorwerfen, hier zu mangelnder Gründlichkeit zu neigen. Darum hier mal Skizzen für den ganz ganz schlimmen Fall – wobei ich nicht weiß, welcher der schlimmen Fälle es denn jetzt sein soll.

Ist es die Verschwörung altägyptischer Zauberpriester zur Übernahme (oder Weiterführung) der Weltherrschaft?

Ist es die schleichende Übernahme der Welt durch reptiloide Aliens?

Oder sind es nur weitere Ausformungen der normalen Verschwörungen, die sich quer durch die US-amerikanische Geschichte wühlen?

Ist die Welt ein Gefängnis gefallener Seelen oder eine Schule für Götter?

Ist die Welt wie wir sie wahrnehmen, überhaupt real?

Fragen über Fragen … die erkennen lassen, das wir in erster Linie ein philosophisches Problem haben: wir wissen nicht, wo wir eigentlich stehen.

Um die Frage „Was ist nun zu tun“ zu beantworten, muß man sich zuerst entscheiden, wo man stehen möchte. Entscheiden? Ja. Philosophie setzt an das Denken bzw. an Erkenntnis und Wissenschaft strengere Maßstäbe an als es die Naturwissenschaften tun. ABSOLUTE SICHERHEIT gibt es nicht. Dafür ist der menschliche Verstand nicht geeignet. Darum muß man sich irgendwann für eine Wahrheit entscheiden, sonst kommt man nicht ins Handeln. Ohne diese Entscheidung gibt es keine Strategie, die Handeln präzise definieren kann.

Dann haben wir noch eine nächste Wahrheit – eine einzige, die todsicher ist, auch wenn wir nicht wissen, was sie bedeutet: WIR WERDEN ALLE STERBEN! – das steht schon mal fest. Auch wenn wir nicht wissen, was läuft, was gespielt wird, so wissen wir doch eins: wir sind nicht ewig hier. Das kann uns schon mal zu der Entscheidung führen: „Siehe zu, das Du ein möglichst glückliches Leben hast, denn es ist nur von kurzer Dauer“. Glück und Sinn stehen nun in einem engen (leider häufig in der Glücksforschung nicht sonderlich berücksichtigten)  Zusammenhang. Sinnvolles Leben kann einem die Schrecken der Konzentrationslager überstehen helfen – siehe Viktor Frankl.

Somit wäre ein sinnvolles Leben mit Glück gesegnet – unabhängig von der Dauer. Ein kurzes glückliches Leben scheint auch mehr Sinn zu machen als ein langes voller Qual. Das ist der Rahmen, in dem wir uns bewegen. Kommen wir von dem Rahmen nun zum Bild.

Was wäre also zu tun, wenn ich mich für die Alienvariante entscheide?

Hierzu müßte man erstmal die Alienvariante konkret kennen. Im ungünstigsten Falle droht uns das Schicksal der Indianer. Für diesen Fall (riesige Raumschiffflotten von der Venus erobern die Welt) gibt es erstmal keine Anzeichen. Wir würden sterben (wie gehabt) und müssten aufgeben. Das war es dann. Gut das wir sterblich sind, da müssen wir das nicht ewig erdulden. Wer will, könnte noch Widerstandszellen bilden, auf Hilfe von Außen hoffen („gute“ Aliens), aber die Chancen auf Erfolg stehen so schlecht, das sie mathematisch nicht mehr auszudrücken sind.

Und die Unterwanderung durch Reptiloiden? Wäre im Prinzip nichts anderes als die bisherige „Superreichentheorie“, nur sind die dann nicht nur superreich, sondern auch noch schuppig. Strategie? Sich abwenden und an einer neuen, eigenen Zivilisation bauen, bei steigendem militärischen Widerstand die Infrastruktur soweit zerstören, das renditefreundliches Wirtschaften unmöglich ist – wie gehabt: der Generalstreik.

Altägyptische freimaurer-illuminaten-Zauberpriester? Wie Reptiloiden … mit einer Ausnahme. Hier muß man sich ganz sicher sein, das der metaphysische Bereich keine unangenehmen Überraschungen bereithält. Wir haben uns als Gesellschaft für den Atheismus als Weltanschauung entschieden (Freimaurer mal ausgenommen) – was nützlich und in Ordnung ist. Allerdings sollten wir uns nicht darauf verlassen, das unsere Gedanken die Welt formen – auch Bärbel Mohr, die Botschafterin der Bestellungen beim Universum, ist tot – siehe Bunte:

Trauer in der Esoterik-Szene: Bestsellerautorin und Wünsche-Expertin Bärbel Mohr ist tot. Sie starb am 29. Oktober im Alter von 46 Jahren. Am vergangenen Dienstag wurde sie beigesetzt. Sie hinterlässt ihren Mann Manfred und neunjährige Zwillinge.
Vor einem Jahr war bei Bärbel Mohr ein Burn-out festgestellt gestellt worden, fast zeitgleich brach ihre Krebserkrankung aus.

Möglicherweise funktioniert Magie, möglicherweise kann man Wahnsinn künstlich hervorrufen. Unwahrscheinlich … aber nicht undenkbar. Möglicherweise gibt es einen echten Satan, Hexen die Darmkrebs anhexen können und böse Geister, die das Büroklima versauen sowie eine Kaste von Zauberleuten, die das ausnutzen.

Hier wäre die Strategie eine andere: Gott suchen. Gilt der Zauberkram, dann auch … die Gegenseite. Wie man munkelt, ist „Gott“ in allen Kulturen der Stärkere. Wir haben nur seine Nummer verlegt. Die bräuchten wir dann. Im Prinzip aber: die gleiche Strategie wie zuvor, nur mit einer Phalanx von Betern (oder geisterjagenden Schamanen, dann geht auch der Krebs weg) dabei, die für günstige Winde sorgen.

Die Frage, was zu tun ist, ist die konkrete Frage nach dem, wo man eigentlich steht.

Das Risiko ist immer gleich: wir könnten sterben.

Das wäre schlimm … ist aber sowieso unvermeidlich. Wenn wir das akzeptieren (und ich denke, hier hapert es gewaltig in der Kultur: wir wissen alle, das wir sterben werden, aber wir glauben nicht daran), dann werden wir unbesiegbar. Und je aufrichtiger, ehrlicher, liebevoller, wahrhaftiger wir gelebt haben, umso größer kann die Hoffnung sein, das das, was nach dem Tode kommt, eine feine Angelegenheit ist. Damit brauchen wir uns aber erstmal nicht zu beschäftigen, denn zuerst kommt das Leben vor dem Tod – und in dem ist vor allem eins zu tun: eine Mehrheit bilden. So läuft das in Demokratien. Oder kriminell werden – geht auch, ist aber nicht fein.

Um Mehrheiten zu bilden, muß man viele Worte machen, Informationen verbreiten, Gegenpropaganda entlarven – ist halt viel Schreibkram, so eine Revolution, eine komplette Umkehr einer in satanische Werte abdriftenden Gesellschaftsordnung macht halt viel Arbeit …. die einem niemand ersparen kann. Bequem auf der Straße herumstehen, schöne Pappschilder tragen und laut brüllen ist auch ok, verschafft Luft, motiviert, zeigt Präsenz und … ändert nur dann was, wenn sich die Mächtigen auf das Ritual einlassen. Tun sie es nicht … wovon wir gerade ausgehen … dann braucht man absolute Mehrheiten.

Kriegt man die aber nicht … auch gut. Dann kann man immer noch den Ernst Jünger machen und mit einem Glas Rotwein in der Hand die light-show des thermonuklearen Krieges genießen oder mit der Kuchengabel in der Hand noch einen guten Kampf gegen die Gestapo führen … zwar wird man verlieren, aber landet vielleicht bei den mutigsten Kriegern in Walhalla.

Was heißt das nun konkret für morgen?

Entscheidet euch für ein Weltbild – oder verreckt. So kurz und knapp könnte man es in der Tat fassen. Nur wenn man in den (von den Medien gezielt forcierten) wischi-waschi-Bereichen der Erkenntnistheorien bleibt, bleibt man handlungsunfähig. Hat man ein Weltbild, sollte man dabei bleiben. Welches richtig war, wird sich zeigen, wenn man anfängt, seine eigene Welt aufzubauen. Könnte sein, das dann irgendwann die Aliens, die Reptiloiden, die Illuminaten oder der Teufel selbst vor der Tür steht … oder das einfach nichts passiert, weil sie draußen bleiben oder nie existent waren.

Bis dahin aber kann uns niemand daran hindern miteinander zu reden, unsere Kräfte zusammenzulegen und unsere Zukunft wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Fernseher, Alkohol und Nikotin aus seinem Leben zu verbannen, kann da schon mal sehr helfen.

Und dann? Straßen blockieren, wenn das Gespräch nicht funktioniert. Den „Besatzungstruppen“ das Leben so unangenehm wie möglich machen, sich empören, ihre Schande aufzudecken (und ihnen die schlimmsten Höllenstrafen vor Augen zu führen, die es für dieses asoziale Pack seit Anbeginn der Menschheit gibt, weshalb sie ja auch ihren Traum vom Atheismus so pflegen, um ihre Geschäfte ruhigen Gewissens weiter führen zu können).

Ghandi hat gezeigt, das man sogar Weltmächte friedlich in die Knie zwingen kann.

Ewiges Leben und Unverwundbarkeit gab es aber auch für ihn nicht.

Ein Beispiel für Strategien – aus der hohlen Hand geschossen?

Zweihunderttausend Menschen, die nichts weiter tun, als ihren Müll auf Autobahnen abzuladen – das Land stünde still. So schnell kommt keine Müllabfuhr hinterher. Das geschieht eigentlich heute schon … nur schmeißen sie den Müll nicht auf die Fahrbahn – aber es sind viel mehr, die ihren Müll so irgendwo entsorgen. Raus mit dem Müll auf die Autobahn, monatelang … und das Land wird sich ändern, weil keiner mehr Spaß am Porsche hat. Da geht nichts kaputt, das bringt keinen um, aber es wird für die Mächtigen unangenehm.

Aber bevor man das macht, braucht man die Legitimation der Mehrheit zur Veränderung  – und dafür muß man viele Worte machen.

Wie gut, das das immer mehr geschieht.

Dank Internet reden die Leute wieder miteinander und bilden sich ihre eigene Meinung – und meiner Meinung nach hat die schon längst einen kleinen gemeinsamen Nenner: „SCHNAUZE VOLL!“ – von Armut, Überstunden, Lügen, Plagiaten, Kriegen, Steuern, Fernsehprogrammen, Gebühren, Benzinpreisen, Gammelfleisch, Lobbyismus … und … und … und … und.

Gefragt ist nun der ganz große Wurf, der nicht aus den Kreisen der abgehobenen weltfremden politischen Lehrer- und Juristenkaste kommen wird, die meinen, man könnte die Arbeitslosigkeit wirklich erfolgreich nach den Prinzipien der „schwarzen Pädagogik“ des frühen Kaiserreiches in den Griff bekommen, eine Einstellung, die aber bei Lehrern nicht verwundert und die Juristen mangels jeglicher Orientierung gerne ungefiltert übernehmen.

Kommt der Wurf nicht … droht auch den Besserverdienenden das Verrotten im renditefreundlichen  Pflegeheim. Wem das gefällt, wer meint, das Risiko für sich persönlich eingehen zu können, der braucht nichts zu tun. Anders als die Konzentrationslager für Langzeitarbeitslose ist allerdings das Pflegeheim etwas, das ganz sicher droht: je reicher man ist, umso unwahrscheinlich ist leider auch der schnelle, früher Tod, der einem das Heim sicher erspart. Im Gegenteil: man hat gute Hoffnung auf zehn Jahre live-Verrottung mit allen Extras.

Also … mich würde das hinreichend motivieren, mich auch als Reicher den Nörglern anzuschließen.

Manchmal denke ich: die Natur hat die Raubtiere erschaffen, um den alten Menschen genau jenes grausame Schicksal zu ersparen, das wir ihnen in Heimen angedeihen lassen. Bei dem, was ich da sehen durfte … das ist der Grizzly schon gnädiger. Aber das denke ich nur manchmal – auch weil ich die Menschen mit satanisch angehauchter Wertebildung nicht auf noch blödere Gedanken bringen möchte.

 

 

Die Erfindung von Benzin aus Wasser, CO2 und Sonnenlicht

Erfindung Benzin

Ein Forschungsteam der ETH Zürich, des PSI und des Caltech hat soeben gezeigt, dass es möglich ist, aus Wasser und Kohlendioxid solare Treibstoffe zu erzeugen. Dazu haben die Forscher einen neuartigen Reaktor entwickelt, in dem konzentrierte Sonnenstrahlung ein stabiles und schnelles thermochemisches Verfahren antreibt, welches auf effiziente Weise solaren Treibstoff hervorbringt. Damit schliesst sich die Lücke eines technisch machbaren CO2-Kreislaufs.

Weltweit stellen sich Wissenschaftler die Frage: Wie kann man die saubere und unerschöpfliche, aber ungleichmässig verteilte Sonnenenergie speichern, um diese von den sonnigsten Flecken der Erde in die industrialisierten Zentren zu transportieren, wo die meiste Energie benötigt wird? Diese Frage motiviert Forscher nach Rezepten zu suchen, wie Sonnenlicht in chemische Energieträger umgewandelt werden kann, und zwar in Form von flüssigen Treibstoffen, die über lange Zeit gespeichert und über weite Distanzen transportiert werden können − Treibstoffe notabene, die nicht nur Autos, Schiffe und Flugzeuge antreiben, sondern die gesamte nach Öl lechzende Weltwirtschaft nachhaltig versorgen

Erfindung Benzin

Einem Forschungsteam um Aldo Steinfeld, Professor für Erneuerbare Energieträger an der ETH Zürich und Leiter des Labors für Solartechnik am Paul Scherrer Institut (PSI), ist es nun gelungen, ein solches Rezept inklusive «Kochtopf» − sprich Solar-Reaktor − zu entwickeln. Mit einem radikal neuen Prozess wird Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2) umgewandelt in ein Gemisch von Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO), das als «Syngas» bezeichnet wird und eine Vorstufe von Benzin, Kerosin und anderen flüssigen Treibstoffen darstellt. Zusammen mit Kollegen des California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena, USA, haben die ETH- und PSI-Forscher den Solar-Reaktor entwickelt und die experimentellen Resultate in der aktuellen Ausgabe von «Science» veröffentlicht.

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GEHT ES EUCH GENAU SO? (Fragen über Fragen)

Ich kann mich noch sehr gut an den Satz meiner Freundin erinnern, als Sie kurz vor der Jahreswende zu mir sagte … „Herzchen, weißt Du was im Horoskop für 2011 steht?“ … ich, der mich nun wirklich nicht für Horoskope interessiert, geschweige denn ihnen auch nur einen Hauch von Glauben schenken würde, antwortete (gehäuchelt), interessiert … „Nein, was denn?“ … „2012 steht für Wandlungen, Änderungen, Aufbruch, REVOLUTION … auch in Deutschland!“.

So stand es nun im Raum und ich musste nun doch einwenig inne halten … denn letztendlich weiß ich das sich etwas ändern muss … so kann es hier nicht weiter gehen!
Ich höre schon wieder das unken der ständig Vergleichenden … „Uns gehts doch noch gut!“ … Schei … drauf ob es uns gut geht … ich bin gegen die ständig wachsende Ungerechtigkeiten in unserm Land und die IMMER zu Lasten der Schwächeren, der Schwächsten.

Wir sind doch schon lange keine „Team-Player“ mehr, denn ein echtes TEAM würde sich immer nach dem schwächsten Glied richten .. seine Geschwindigkeit anpassen und es nicht aus dem Auge verlieren!
Aber was macht unsere Politik … Ja was macht sie eigentlich … Ein Gedanke schwirrt mir durch den Kopf. Eine Saat die meine Eltern pflanzten – „Wenn du etwas willst dann kannst Du es auch!“
WOLLEN und KÖNNEN … Nun, es erscheint unmöglich die verschiedenen Probleme unseres Landes (Bildungswesen, Rente, Krankensystem, Harz-4, etc.) so einfach zu lösen. Zu arg verstrickt.
Wie sieht es mit dem WOLLEN aus … Will die Politik denn wirklich … Denn wo ein Wille, da wäre ja auch ein Weg …

… Will sie das Bildungswesen denn wirklich verändern oder haben sie nicht eher Angst vor „gebildeten, mündigen“ Bürgern? … die mit mehr Interesse und Verstand, die Machenschaften der Politik verfolgen/erkennen würde.

… WIll sie wirklich die Armut in unserem Lande bekämpfen? … Wer Arm ist (ob Harz4, oder unteres Rentenniveau) isst ungesund, ist in einem ewigen Dauerstress um das Überleben. … Na, besonders Gesundheitsförderlich klingt das nicht, wenn man als Durchschnittsverdiener beim Essen nicht so aufs Geld schauen muss und auch das Fittness-Center, Tennisverein, etc. dazu gehören, um sich einwenig das Leben zu versüssen. Denke diese Süsse bleibt dem Armen eher verwehrt. Nun ein „bösartige“ Gedanke (Ich entschuldige mich schon im Vorfeld!!!) erschleicht sich meinen Platz bei mir. Schlechte Ernährung, Übergewicht und Stress sind Garanten für einen schnellen Tod … Herzinfakt, Schlaganfall! … Also nichts was die Krankenkasse lange belasten würde … Ich weiß, klingt nach einer der verkappten Verschwörungs-Theorien … aber gänzlich an den Haaren herbei gezaubert kann es ja auch nicht sein, wenn man sich mal die Macht der Krankenkassen näher ansieht.

… Will sie wirklich gegen die Arbeitslosigkeit  kämpfen? … Wer in der Pflicht ist, ist eher lenkbar. Sagt mal, glaubt Ihr da draussen wirklich an diese ominösen ~2.8Mio Arbeitslose … glaubt Ihr das wirklich?
OK … es ist, wie Einstein es schon sagte, abhängig von der Sichtweise des Betrachters und jeder Betrachter hat andere Sichweisen, aber solange jemand der NUR an einer Bildungsmaßnahme teilnimmt (ein 55 jähriger Maurer bekommt einen Computerkurs) und damit aus der Statistik rausfällt … nun, dann kommen mir die Zweifel über die Echtheit dieser Zahl. Sagt mal, Ihr da draussen, glaubt Ihr wirklich, das der Sprit an der Tankstelle teuer ist? OK … wenn bei jedem Cent, den die Ölkonzerne das Benzin verteuern, knapp 0,6 Cent der Staat einstreicht, kann man nun wirklich nicht sagen, das der Sprit teuer ist! Gäbe es hier nicht Spielraum? Würde man die Benzin-Steuer senken … Ich höre wieder viele unken …“Ja dann würden die Bonzen wieder größere Autos kaufen … bla, bla, bla“ … na dann gibts halt wie in anderen Ländern „Luxussteuer auf die großen Luxus-Schlitten“. Auf jeden Fall hätten die weniger Verdienenden auch mal eine Chance auf Arbeit, einwenig weiter weg von ihrem Wohnort. Wo sie schließlich eine funktionierende Infrastruktur (Freunde, Schulen, Kindergärten, etc.) haben. …

… Will sie uns wirklich beschützen? … vor dem „all zu Bösen“ … oder finden sie eher den Nutzen darin, durch die strategische Verunsicherung, den gläsernen Bürger endlich schaffen zu können. Rechtzeitige Kontrolle derer, die nicht so sind, wie man sie gerne hätte. Ausschreitungen (wie Stuttgart) besser zu verhindern … was red ich überhaupt noch … gerade wir sollten unsere Geschichte kennen und wissen wozu es geführt hat!

… Will sie wirklich Regieren? … Also mir kommt es so vor, als Oposition muss man nur noch ein Wort können „NEIN … NEIN … Das will ich nicht, das mag ich nicht, das geht so nicht … “
Das ist ein KINDERRGARTEN … keine erwachsene Regierung!

… Wie wird man Politiker? Jeder Arbeitende braucht eine Nachweis seiner Befähigung, einen Gesellen-, Meisterbrief. Welchen Nachweis fordern wir Bürger von unseren Politikern??? … Hallo da draussen, würdest Du auf Gott Vertrauen, jedem Hinz & Kunz, Dein Auto zur Reperatur  geben??? … Also wenn ein Politiker ein Luftdruckgewehr hat wird er also Verteidigungminister. Hat er mal einen Schrebergarten gehabt (oder Gemüse am Balkon gezüchtet) wird er Landwirtschaftsminister … und wenn man sich nicht um Verhütung schert, wird ein hochdotierter Familienminister oder -in.
… Nein … Nein … ich bin ja nicht doof … ganz so leicht ist es nun auch wieder nicht …
Man muss sich ja über Jahre; in irgendwelchen Parteien („Schablonen-Druckereien“) herum gelungert haben. Mit Gleitgel im Haar und rückradlos sich durch alle möglichen Parteifilter und -schablonen drückt lassen … bis man eh nur ein Abbild seiner Vorgänger geworden ist (OK, ein Rest „Einzigartigkeit“ bleibt ja doch … siehe Stoiber z.B.)  … und dann … dann hat man es geschaft … man ist unter den wenigen … die beruhigt sagen können … NUR NOCH 4 JAHRE ARBEITEN!
Ach ja, die die es nicht geschafft haben … nun, die besetzen nur Manager-, Berater- oder andere „schlecht“ bezahlte Leitende-Positionen!

Und …. und was ist mit dem Volk? Nun dazu hab ich mal eine Frage an die Ärzte …
Gibt es eine Synapse, irgendwo im Hirn … so zwischen Zwerchfell und Geist … dass, wenn man Lachen muss, das Denk-Organ abgestellt wird? Wenn ihr meint „Nein“, dann macht euch mal auf die Suche … die muss es geben!
Denn, wenn die, die die Wahrheit sagen … recherchieren … sich die Mühe machen es in einfachen, verständlichen Worten wiederzugeben … und uns trotz der Tränen die uns kommen sollten , uns zum Lachen zu bewegen … also wenn die hohe Kunst des Polit-Kabarett es nicht schafft bei uns, dem Volk, ein Raunen … ein Aufbegehren … das Hinterfragen … das nicht Hinnehmen endlich anzustoßen  … dann hätten wir am Ende (wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist) nur diese Ausrede!

Ich bin kein Träumer und ich bin auch der Meinung wir haben das beste demokratische System der Welt … doch ich muss mich hier auch einwenig korrigieren … wir haben die besten Grundlagen dafür …
doch zu glauben, weil es so ist, wird es immer so sein … weil es uns besser geht als anderen, wird es immer so bleiben … das halte ich für „Träumerei“!
Warum sollte man (WIR ALLE) sich darum bemühen es besser zu machen, daran zu arbeiten … (*)

Es muss sich den schnell ändernden Zeiten genau so anpassen wie alles andere auch. Deshalb hoffe ich auf Änderungen und Einsichten aller. Wir sind kein Land für „Revolutionen und Ausschreitungen“ wie wir es von Frankreich, Tunesien oder Agypten gesehen haben bzw. es momentan sehen. Schnelle Änderungen sind meist nur überstürmt und nicht von langer Dauer. Wir sollten uns Zeit nehmen … wir sollten aber auch endlich damit anfangen. Ich möchte nicht mehr von unseren“Volksvertretern“ für dumm und blöd gehalten werden. Stuttgart hat es gezeigt es gährt und brodelt. Es geht durch alle Bevölkerungsschichten und die Antwort darauf … seit stolz darauf, ihr VOLKSVERTRETER, wem die Argumente ausgehen, der fängt das „Prügeln“ an … und geht ungestraft davon.

Aber ich schwenke mal wieder ab … ich wollte eigentlich nur meinen Gedanken beenden … wie es vielleicht funktionieren könnte und mich damit Euren Kommentaren, Anmerkungen und Kritiken stellen.
(*) Ich bin die vielen Farben einfach satt. Komme mir vor wie ein Kleinkind das nur noch versuchen darf einen Würfel in ein Quadrat, Dreieck, Kreis oder Rechteck zu plazieren.
Wissenschaftlich wurde es doch schon bewiesen. Man gab 10 Abteilungen eine Aufgabe in einer bestimmten Zeit eine bestimmtes Ziel zu erreichen. Ergebnis – es gab 10 verschiedene Lösungswege und alle führten zum Ziel! Also was soll die ständige Besserwisserei der Oposition. Ich will einen Lösungsweg wählen! In welcher Konstellation, ob Rot-Grün-Gelb-Schwarz, völlig egal …

DOCH TUT ES ENDLICH!
ARBEITET ZUSAMMEN!
VERTRETET EUER VOLK UND HANDELT IN DESSEM SINNE ZU DEREN VORTEIL!

Also was bleibt … wir sollten in Zukunft keine Farben mehr wählen, sondern die Lösungswege. Sie dürfen sich Hilfe holen (Koalitionen gründen) und die Oposition tut mal was gutes und Kontrolliert den Ablauf … das der Weg nicht verloren geht und das der Terminplan nicht vergessen wird.

Ich weiß, dazu braucht man „mündige“ Bürger … aber alle wären ja so doof … QUATSCH … denn alle Wege führen ja, wie bewiesen nach Rom!
Und mein letzter Punkt … auch Politiker sollten für ihr Handeln zu Rechenschaft gezogen werden können … und hier gilt es ein unhabhängiges Gremium und die rechtlichen Mittel zu schaffen um die abzustrafen, die das alles anscheinend für ein großes Monopoli-Spiel halten. Die sich nur selbst bereichern möchten! DIE POLITIK IST DEM VOLK VERPFLICHTET!

So, jetzt gehts mir endlich einwenig besser. Viel zu lange quälen mich tausende Gedanken auf die man leider nie eine Antwort erhalten wird. Eigentlich erwarte ich auch keine, aber es wäre schön mal zu erfahren ob man wirklich so alleine ist, wie man sich manchmal fühlt. Ich bin gespannt und ich hoffe ich bin nur denen auf die Füsse gestiegen, die sich auch angesprochen fühlen dürfen 😉 und vielleicht wird meine „lautlose“ Stimme nochmal zu hören/lesen sein.

buck

Testament eines liebenden Vaters, Deutschland 2011

Liebe Kinder. Irgendwann im Leben eines Menschen kommt der Zeitpunkt, an dem man zurückblickt, Bilanz zieht und sein Testament macht. Als eure Eltern noch jung waren, war das Leben noch schön. Es gab ein wirtschaftlich starkes Land, das sich auf dem Weg zu einer perfekt funktionierenden Demokratie war. Es war eine Zeit, zu der man – trotz aller industriell bedingten Umweltzerstörungen – verantworten konnte, Kinder in die Welt zu setzen.

Heute … muß man sehen, das das ein Fehler war.  Ein großer Fehler. Womit niemand gerechnet hatte, war, das es Kreise in der Republik gab, eine verschworene Elite von Haderlumpen, die nichts anderes im Sinn hatten, als ihre Macht und ihren Einfluss dahingehend auszunutzen, das Land in Grund und Boden zu regieren und sich dabei die eigenen Taschen bis zum Abwinken vollzustopfen.

Nun, der Fehler ist geschehen – und es ist die Frage, ob „Leben“ an und für sich überhaupt „Fehler“ sein kann – doch das ist nicht Sinn meines Schreibens. Mir geht es darum, mich zu entschuldigen. Nicht dafür, das wir Euch ins Leben gezerrt haben, sondern … dafür, das wir gespart haben für eine Zukunft, die schon lange verloren war.  Dafür, das wir Euch Druck gemacht haben, dafür, das wir euch durch die Schule geschliffen haben und dafür, das wir in unserem Leben nichts anderes kannten als Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Heute wissen wir, das es falsch war. Es war falsch, Geld für eine eigene Wohnung zu sparen, es war falsch, Sparverträge für eure Ausbildung abzuschließen und Rücklagen für das Rentenalter zu bilden. Es war falsch, Euch nicht den ganzen Tag in der Wohnung einzusperren, es war erst recht falsch, euch Zugang zu Medien zu gewähren.

Hochprofessionelle Experten aus Psychologie, Werbung und Verkauf hatten euch schneller als Zielgruppe im Visier, als wir es durch die „Tagesschau“ mitbekommen hatten. Noch bevor ihr überhaupt eine Chance hattet, euch eine eigene Meinung zu bilden, hattet ich schon ein dutzend Überzeugungen von der Werbeindustrie implantiert bekommen – wie man sich kleidet, wie man redet, womit man kommuniziert, wie man sich einrichtet, womit man spielt oder wohin man unbedingt reisen mußte.

Wir hätten mit euch auf eine Almhütte ziehen müssen, um euch dem zu entziehen. Stattdessen – haben wir Euch der Schule überantwortet. Dort nahm man keine Rücksicht auf eure Belastung durch den Bewußtseinsmüll der Industrie, dort wollte man Menschen, die in der Lage waren, dem Bildungsideal des 19. Jahrhunderts zu entsprechen. Wir als Eltern hatten nur zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren: entweder Almhütte und Arbeitslosigkeit … oder Kapitulation.

Während wir zur Leistungselite strebten, stolz waren auf Einkommen und 80-Stunden-Woche, übersahen wir vor lauter Geschäftigkeit, das ihr vor die Hunde gehen musstet, was uns Yahoo jetzt eröffnet:

Die Schulexpertin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marianne Demmer, hat vor zu hohem Leistungsdruck auf Deutschlands Schüler gewarnt. „Der Wettbewerb um gute Noten nimmt mancherorts hysterische Züge an, belastet die Elternhäuser und macht viele Kinder krank“, sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende in einem Interview mit der Zeitschrift „Super Illu“. Aus den USA schwappe zudem „das hohe Lied des Drills zu Höchstleistungen mittels menschenverachtender Erziehungsmethoden zu uns herüber“.

Wir haben übersehen, das wir noch andere – staatsbürgerliche – Pflichten gehabt hätten … und diesen Mangel müßt ihr jetzt ausgleichen. Wir hätten ein Superleben haben können, dreimal im Jahr in den Urlaub fliegen, jedes Wochenende Alkohol bis zum Überdruß und pennen bis in die Puppen. Stattdessen haben wir euch vorgegaukelt, ihr müßtet lernen, Disziplin üben, fleißig sein um Erfolg im Leben zu haben. Dabei haben wir nichts anderes getan als Euch zarte Pflänzchen in eine feindliche Wüste auszusetzen und euch noch einzureden, das sie die Beste aller möglichen Welten.

Das ging auch nur solange gut, bis die Arbeitslosigkeit kam, die heutzutage jeden irgendwann mal erwischt und – siehe Yahoo – systematisch Existenzen und Familien ruiniert:

Arbeitslosigkeit ist der häufigste Grund für Überschuldung. 28 Prozent derjenigen in Deutschland, die 2009 eine Schuldnerberatung aufgesucht hätten, seien aufgrund ihrer Erwerbslosigkeit in Finanznöte geraten, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Und obwohl diese ruinöse Arbeitslosigkeit unter vielen jüngeren Menschen so weit verbreitet ist, will man nun auch verstärkt die Rentner zum Arbeitseinsatz rufen, wieder Yahoo:

Eine Verkäuferin mit einem letzten Bruttogehalt von 2200 Euro im Monat und einer Altersrente von 730 Euro könne dann mit einer Tätigkeit fast 1500 Euro monatlich zusätzlich verdienen, ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente hinnehmen zu müssen, berichtet „Bild“.

Das ist die Zukunft, die Euch erwartet. Doch selbst wenn die Bundesregierung nicht im Rahmen der Agenda 2010 eure Ausbildungssparverträge zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit eurer Eltern aufgefressen hätte, selbst wenn massive Hetzkampagnen der Medien nicht dafür gesorgt hätten, das ihr nicht nur arm wart, sondern auch noch als „asozial“ angesehen wurdet, selbst wenn alle so gelaufen wäre, wie man das in der Bonner Republik noch planen konnte, müssen wir nun einsehen, das das Leben auch an der Spitze seinen Reiz verloren hat, da auch dort, wo Wohlstand, Ruhe und Sicherheit ein aktuelles Höchstmaß erreichen der Lebensüberdruß am Größten geworden ist, siehe Yahoo:

Bayern hat unter allen Bundesländern die höchste Selbstmordrate. Auf 100.000 Einwohner kamen im Jahr 2009 im Durchschnitt 12,9 Suizide, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete. Der deutsche Durchschnitt lag mit 10,6 Selbsttötungen je 100.000 Einwohner deutlich niedriger. Insgesamt nahmen sich im Jahr 2009 in Bayern 1749 Menschen das Leben, in ganz Deutschland waren es 9616.

Und darum schreibe ich euch heute. Wir hinterlassen Euch eine Welt, in der die natürliche Umgebung weitgehend zersiedelt wurde, in der eine Umweltkatastrophe die nächste jagt, in der Lüge, Hinterlist und Betrug wichtige Eckpfeiler jeder Karriere sind. Wir schubsen euch in eine Umwelt, die einerseits voller Verlockungen einer stetig perfektionierenden Unterhaltungsindustrie ist, deren professionellen Methoden  ihr schon von klein auf hilflos ausgeliefert seid und hinterlassen euch andererseits eine Wirtschaft, die es den allermeisten von Euch niemals erlauben wird, sich diesen Verlockungen hinzugeben. Wir erwarten von Euch Höchstleistungen, Disziplin, Engagement und geben euch als Lohn für Fleiß, Aufopferung und Überarbeitung am Ende eures Lebens…. Hartz IV. Doch selbst wenn ihr dieser Mühle entkommen solltet, mit Mitte dreissig nach zehn Jahren Praktikum den ersten echten (wenn auch befristeten) Arbeitsvertrag in den Händen haltet und so wenig Leistung bringen müßt, das ihr es kerngesund ins Rentenalter schafft, so wartet auf euch dort nur …  Lebensüberdruß.

Der glückliche Rentner aus der Werbewelt ist so real wie Mickey Mouse.

Eure Mitbürger hingegen bereiten sich inzwischen auf eine andere Zukunft vor, wie die Welt berichtet:

Der 43-Jährige aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach hatte neben Gewehren, Revolvern und Pistolen auch zwei Maschinenpistolen, zwei Armbrüste, 1,6 Kilogramm Schwarzpulver und tausende Schuss Munition im Haus. Weiter wurden fünf Schalldämpfer, ein Nachtsichtgerät und ein Schießstock beschlagnahmt.

Wir hätten auch eher in diese Werkzeuge investieren sollen als in Ausbildungsverträge, Eigentumswohnungen und Fortbildungen, dann bräuchten wir uns weniger Sorgen um Eure Zukunft zu machen, doch … da haben wir versagt.

Ich hoffe sehr, das ihr uns verzeihen könnt – euer euch liebender Vater.

640 worte über fingerspitzengefühl, schwangerschaft in deutschland, ägypten und tunesien

sanktionen_gegen_schwangere_deutschland_2011

fingerspitzengefühl… heute wollen wir mal was über fingerspitzengefühl schreiben. fingerspitzengefühl ist etwas, das der autor dieser zeilen nicht hat. ich… gehe lieber mal direkt durch die hecke anstatt die tür zu nehmen. was für ein glück, das ich mit diesem fehlenden fingerspitzengefühl nicht alleine dastehe, denn es fehlt offenbar auch manchen ARGE-mitarbeiterInnen und unserer hochgeschätzten bundesregierung.

wenn ich lesen muss, das einer schwangeren als „sanktion“ wegen ungehorsams gegenüber der allmächtigen ARGE, im konkreten falle das nicht abgeben einer krankmeldung – (klick) – für drei monate die miete, die krankenversicherung und das geld zum lebensunterhalt gestrichen wird, dann frage ich mich, in was für einem land ich lebe.

dann kann ich zu dem schluss kommen, das wir wieder angekommen sind bei dem themenkomplex „vernichtung durch arbeit“ das… hatten wir schon mal und deshalb heißt es irgendwann wahrscheinlich „vernichtung durch umschulung“. so in der zeit von 1933 bis 1945 wurde in deutschland ja auch geschult und gearbeitet. es wurde sogar damit experimentiert, wie man leichen mit dem eigenem körperfett verbrennen kann. wäre vielleicht mal eine aufgreifenswerte anregung für unsere grünen. nachzulesen hier (klick)

sanktionen_gegen_schwangere_deutschland_2011

das mag manchem überspitzt erscheinen, wenn ich aber in einem brief des erwerbslosen forums deutschland an frau von der leyen lesen muss, das in 5600 fällen – (klick) – erst nach intervention von beratungsstellen schwangeren, hartz 4 berechtigten, frauen die gesetzlich geregelte unterstützung zuteil wurde, dann muss ich mich ernsthaft fragen… quo vadis germania!? wohin soll die reise gehen? wollen wir hiervon:

Urteil des Ersten Senats vom 25. Februar 1975

BVerfGE 39, 1 – Schwangerschaftsabbruch I

(…) I. 1. Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG schützt auch das sich im Mutterleib entwickelnde Leben als selbständiges Rechtsgut.

a) Die ausdrückliche Aufnahme des an sich selbstverständlichen Rechts auf Leben in das Grundgesetz – anders als etwa in der Weimarer Verfassung – erklärt sich hauptsächlich als Reaktion auf die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, auf „Endlösung“ und „Liquidierung“, die vom nationalsozialistischen Regime als staatliche Maßnahmen durchgeführt wurden. (…) ein Bekenntnis zum grundsätzlichen Wert des Menschenlebens und zu einer Staatsauffassung, die sich in betonten Gegensatz zu den Anschauungen eines politischen Regimes stellt, dem das einzelne Leben wenig bedeutete und das deshalb mit dem angemaßten Recht über Leben und Tod des Bürgers schrankenlosen Mißbrauch trieb“ (BVerfGE 18, 112 (117)).

nichts mehr wissen? von dem sich im mutterleib entwickelnden leben als selbständigem rechtsgut? gilt das für eine bundesregierung im jahre 6 nach merkel nicht mehr? wird schwangerschaftsabbruch bei hartzIV berechtigten frauen jetzt einfach durch „sanktionierung“ mit lebensmittelgutscheinen im wert von 135.- euro und einem platz im bahnhofsasyl oder unter der nächsten eisenbahnbrücke vorangetrieben?

eine ministerin wie frau von der leyen, die sich ja bereits einige male zu reproduzieren meinen musste und früher wahrscheinlich bereits das mutterkreuz am bande mit eichenlaub verliehen bekommen hätte, sollte sich schlicht und einfach in grund und boden schämen, das so etwas unter ihrer „führung“ geschieht.

aber – vielleicht ist ja genau das gewollt. asis dieses landes, vermehrt euch nicht mehr. damit eure prekariatsblagen unseren eliteschößlingen in zukunft nicht mehr die rohstoffe streitig machen. denn die werden ja immer knapper. und soviele 1.- euro sklaven… braucht diese bunte replik ja nicht mehr, wenn erst mal der geburtenrückgangs-holocaust wirkung zeigt und die spitze der einkommenspyramide sich auf einige wenige tausend beschränkt. da tut es dann doch auch eine million (oder weniger) nachkömmlinge des ehemaligen mittelstandes, um die reichen aus der oberstadt zu bedienen.

schöne neue welt, die wir da alle fünf jahre wählen dürfen. es läuft halt einfach immer auf das gleiche hinaus. so wie in ägypten. oder in tunesien. nur das dort die demokratur 30 jahre lang wesentlich ehrlicher gelebt wurde.bei uns wird das ganze immer noch durch das deckmäntelchen sich ändernder regierungsmehrheiten zu kaschieren versucht. auch wenn immer die gleiche scheiße herauskommt – die gesichter wechseln.

vielleicht erlebe ich noch, was so in 24 jahren in deutschland passiert. vielleicht nicht. auf jeden fall könnte ich mir vorstellen, das wir dann hier auch ägyptische verhältnisse haben. oder tunesische. und was das bedeutet… erlebe ich gerade live.

in diesem sinne –

wütender gruß vom

proll-mitglied

iPhone-Hersteller plant Fabrik ohne Arbeiter

Wegen einer Selbstmordserie in seinen Werken war Apple-Zulieferer Foxconn in die Schlagzeilen gekommen. Jetzt verteidigt sich der Konzern-Gründer – und stellt eine Vision vor.

Foxconn produziert schicke Handys wie das iPhone von Apple, doch in den chinesischen Werkshallen des weltgrößten Elektronik-Herstellers herrscht ein straffes Regiment. Die Löhne sind spärlich. Jetzt denkt der Konzern über vollautomatische Fabriken in den USA nach. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werde der Auftragsfertiger wahrscheinlich Bauteile und komplette Geräte in Amerika produzieren, sagte Foxconn-Gründer Terry Gou der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. „Mit Automatisierung in den USA kann man auch nach China liefern, die Kosten wären immer noch konkurrenzfähig“, sagte Gou.

Quelle

Der Tag wird kommen, da werden Produkte ihre Käufer kaufen müssen.

Grundeinkommen-Arbeitsscheu

Als “arbeitsscheu” werden im Tagesgespräch oft Menschen diffamiert, die als Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger ohne eigenes Verschulden nicht am Erwerbsleben teilnehmen können. Der Vorwurf der Arbeitsscheu diente in der NS-Zeit als Bestandteil der Sammelbezeichnung “Asoziale” zur Charakterisierung von bestimmten Angehörigen der sozialen Unterschichten (wie beispielsweise Bettler, Prostituierte, Obdachlose, Trinker, Nichtangepasste, Aussteiger), die meist keiner geregelten Beschäftigung nachgingen. Er wurde schon lange vor der nationalsozialistischen Zeit als Begründung sozialfürsorgerischer Zwangsmaßnahmen (”Arbeitshaus”) benutzt. Das NS-Regime begann bereits 1933 mit der Verfolgung von “Arbeitsscheuen” und anderen “Asozialen, die ab 1937 in Konzentrationslager eingewiesen und anderen Zwangsmaßnahmen (beispielsweise Sterilisation) unterworfen wurden, weil nach Verlautbarung der “Rassenhygienischen und bevölkerungspolitischen Forschungsstelle” im NS-Reichsgesundheitsamt asoziale Charaktereigenschaften angeblich vererbbar sein sollten. 1938 gab es eine Verhaftungswelle mit Einweisung in Konzentrationslager (Aktion “Arbeitsscheu Reich“), die weit über 10000 Personen traf. Die Einstufung einer Person als “arbeitsscheu” war willkürlich, sie erfolgte oft durch Denunziation. Die Rechtlosigkeit des Einzelnen, die Preisgabe des Individuums gegenüber der Willkür der Behörden, die dem Wunsch der diesen Begriff Benutzenden entspricht, kommt in der Diskriminierung “arbeitsscheu” zum Ausdruck.Literatur: Ayaß, Wolfgang: “Asoziale” im Nationalsozialismus, Stuttgart 1995.

[ Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung ]

Vier herausragende Vertreter unserer parlamentarischen Demokratie bedienten sich dieser, von den Nazis so erfolgreich angewandten, Diskriminierungsmethode.

  1. Gerhard Schröder (SPD) “Es gibt kein Recht auf Faulheit
  2. Wolfgang Clement (ex-SPD) “Schmarotzer und Parasiten
  3. Guido Westerwelle (FDP) “Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit
  4. Henner Schmidt (FDP) „Hartz IV Empfänger sollen Ratten jagen“

Das diese Kerle ungestraft an Kampagnen der Nazi-Zeit anknüpfen können, zeigt in welch erbärmlichem Zustand sich unsere Demokratie bereits befindet.

Um Kürzungen von Sozialleistungen politisch durchsetzen zu können ist ihnen jedes Mittel recht. Die von diesen Kürzungen automatisch betroffenen Kinder sind ihnen scheissegal. Sie würden für die Erreichung ihres Ziels auch über Leichen gehen.

Bundesregierung: Hartz IV Sanktionen gegen Schwangere rechtmäßig. Jobcenter können mit Rückendeckung der Bundesregierung schon Ungeborene sanktionieren.KLICK

Die Empörung die hochrangige Vertreter der Sozialdemokratie anlässlich der jüngsten Westerwelle-Äußerung an den Tag legen, kann nur als das bezeichnet werden was sie ist – erbärmliche Heuchelei!

Wo ist der Zentralrat der Juden bei solchen Äußerungen?

Wenn ich mir überlege, dass der Zentralrat der Juden sich wegen jeder Kleinigkeit gleich aufregt siehe aktuell hier:
http://www.welt.de/fernsehen/article4570513/Harald-Schmidt-soll-sich-entschuldigen.html

und auf der anderen Seite er zuschaut, das mittels dem Sanktionsparagraphen 31 SGB II  jeder Fallmanager einen Knüppel in die Hand bekommen hat, und ausnahmslos jeden in Zwangsarbeit zu Knüppeln.

Kommt ein Hartz IV-abhängiger auf den Gedanken sich seinem Fallmanager zu widersetzen, wird sanktioniert, 30 %/60 %/100 % vom Eckregelsatz. Hilft das alles nichts,  wird der Krankenversicherungsschutz gestrichen, sollte der ALG II -abhängige immer noch hartnäckig sein, wird ihm die Miete nicht mehr überwiesen.

Ich frage mich auch schon die ganze Zeit, wo sind die Menschen, die das große „C“ vor sich her tragen, genannt im Fachjargon auch Christen, über jeden Scheiß wird sich gleich aufgeregt siehe aktuell hier:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2199502_0_1930_-streit-um-filmbeitrag-christen-zeigen-das-zdf-an.html

Ich könnte jetzt noch Dutzende von diesen Beispielen bringen, alles ist ruhig und schaut zu, hatten wir doch alles schon mal . Wo waren diese ach so religiösen als die Öfen anfingen zu qualmen? Braunes Hartz ist Menschenverachtend,  Punkt!

Keiner will den Vergleich zu lassen mit dem Nazi Reich, es wird argumentiert, bei Hartz IV kommt keiner ums Leben, das stimmt ja auch, aber nur vordergründig. Es wird keiner in einen Ofen geschoben, doch die wenigsten davon werden ihr Rentenalter erreichen. Steter Tropfen höhlt den Stein aus, Hartz IV ist gepflegter Sozialdarwinismus, oder auch Mord auf Raten. Sauber clean, man riecht Nix, man hört Nix, man sieht Nix, man merkt Nix, einfach sauber und effizient.
Einer Statistik zufolge haben sich etwa schon 1100 Menschen das Leben genommen, sie halten die Repressalien und  den Druck nicht mehr aus.

Wo ist der Zentralrat der Juden ,wo sind die Katholiken, wo ist die Gewerkschaft, alle schauen zu und machen mit.

Ich sehe gesellschaftliche Tendenzen zum Faschismus in Deutschland, zum Beispiel in Form des autoritären Zwangsregimes ,Hartz IV’. Davor habe ich Angst.“ Eine Bevölkerungsgruppe wird öffentlich und verdeckt diffamiert.

Wehret den Anfängen!”

Umso wichtiger wird ein Grundeinkommen für jedermann, nur aus der Position der finanziellen Unabhängigkeit kann eine Demokratie sich entwickeln. Dazu möchte ich die Leser auf folgenden Videobeitrag von Andreas Popp aufmerksam machen. In kurzen und prägnanten Sätzen erläutert er die Situation des hiesigen Erwerbseinkommen, und zeigt auf, das ein Grundeinkommen schon faktisch da ist, nur die Bedingungslosigkeit ist uns fremd…

348 worte über kommunistenhatzende kolumnisten

in reihe biotonne blutig

tja, eigentlich… wollt ich nach so langer zeit etwas unendlich kluges und weises, etwas ausgefeiltes und geschliffenes schreiben. aber… was soll man an einem tag auch schreiben, der so vor sich hinplätschert, an dem herr bundesamigopräsident wulff seinen neujahrsempfang gibt und shake-hands mit den diplomaten der welt macht, den frieden der religionsgemeinschaften anmahnt und westerwilli freudig grinsend im matrosenanzug neben sich stehend hat.

ich wollte was über die parallelen von attentaten auf politiker und den attentaten auf die meinungsfreiheit durch politiker bzw. deren journalistischen erfüllungsgehilfen schreiben. schließlich macht der spiegel ja schnell den schuldigen für das attentat von arizona aus: das internet!

stattdessen… sitze ich hier und denke darüber nach, ob ich über die kolumne des jan fleischhauer im s.p.o.n. nun sauer oder wütend sein soll, oder ob ich mir einfach denken soll: leck mich an meinem aufgeplatzten arsch!

ich weiß, das hätte keine diskussionskultur. sowas zu so einem auf kaiserreich gestylten intellektuellen zu sagen. aber: ich bin die dreckscheuder. ich muss da keine rücksicht drauf nehmen. und deshalb bin ich wütend darüber, das ein  pomadierter fönlockentünnes einen derartigen seich verbreiten darf. das er kommunismus und faschismus in einen topf und als wurzel allen übels des 20. und 21. jahrhunderts ausmachen zu wollen scheint.

in reihe biotonne blutig

ich will jetzt nicht anfangen, alles einzeln auseinanderzudröseln, das ist mir der (nach meinem persönlichen empfinden reine ) schwachsinn nicht wert, den der herr fleischhauer da ausdiffundiert – er hat auch sicherlich recht, wenn er sagt, das es neben adolf hitler auch massenmörder wie stalin & die roten kmher gegeben hat. aber ein machwerk wie „mein kampf“ auf eine stufe mit dem „kommunistischen manifest“ zu stellen… das schlägt dem fass den boden ins gesicht.

umerziehen… kann man die menschheit sicherlich nicht, man wird jedoch nach wie vor hoffen dürfen, das sich irgendwann ein verständnis für den mitmenschen beim menschen entwickelt. und das dann die zeit kommt, in der kommunismus gelebt wird. freiwillig.

bis dahin werden wir leute wie den herrn fleischhauer ertragen müssen. und die zeitungen und zeitschriften in denen sie ihre sicht der welt kundtun.

in diesem sinne!

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