Kriegshetze

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Aufgelesen und kommentiert 2017-06-11

Mit freundlicher Genehmigung von Andreas und Rume.de

Aufgelesen und kommentiert 2017-06-11

/ Die neuen Betriebsrenten sind ein großer Betrug
/ Cum/Ex-Mafia tanzte Bundesfinanzministerium auf der Nase herum
/ Billig davongekommen
/ Was unterscheidet den DGB von der AfD?
/ Bundesamt sieht starke Vermüllung der deutschen Küsten
/ Bundesprogramm fördert Projekt „#DoppelEinhorn“
/ „Uns geht es gut!“
/ UN-Sonderberichterstatter: Netzwerkdurchsetzungsgesetz verstößt gegen Menschenrechte
/ Pkw-Maut? Es geht auch einfacher
/ BaWü-Innenminister Strobl (CDU) fordert Nutzung von Mautdaten zur Verbrechensaufklärung
/ Bundesinnenminister Maiziere (CDU): Video-Gesichtserkennung zur Fahndung nutzen
/ ARD und ZDF wollen von ihrer Kriegshetze gegen Libyen nichts mehr wissen
/ ZDF-Fernsehratschefin Thieme: Mit dem Zweiten sieht sie schlechter
/ Gaby Weber: Meine Kritik an Rubikon (PDF)
/ Zur Rot-Rot-Grün Debatte

Hiermit verabschiede ich mich für (wahrscheinlich ) ein paar Urlaubstage…

 

Die neuen Betriebsrenten sind ein großer Betrug
„Die Lebensversicherer reiben sich die Hände. Die neuen Betriebsrenten sind so lukrativ wie die Ölquelle, auf der sich Carsten Maschmeyer vor 15 Jahren mit Einführung der Riester-Rente wähnte. So überrascht es nur wenig, dass nahezu zeitgleich mit der Verabschiedung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes fünf Lebensversicherer bereits den Startschuss für „Das Rentenwerk“ gegeben haben. Barmenia, Debeka, Gothaer, HUK-Coburg und Stuttgarter wollen „maßgeschneiderte Angebote“ für die neuen Betriebsrenten machen.

Der Hintergrund: Für die neuen Betriebsrenten soll ein Garantieverbot gelten. Während bislang die Arbeitgeber für ihre Betriebsrentenzusagen gerade stehen mussten, soll es diese Garantie in Zukunft nicht mehr geben. Kein Arbeitnehmer weiß, was bei einer solchen Rente rauskommt. Es könnte auch weniger werden, als eingezahlt wurde.

Gewinner sind die Lebensversicherer. Ihre normalen Verträge werden sie aktuell kaum noch los. Da kommt der Rückenwind durch die Politik gerade recht.“Weiterlesen…

Nicht zu vergessen: Wer von seinem Lohn vorab Geld für die neue Finanzcasino-Betriebsrente abzweigt, zahlt auch weniger Rentenbeiträge – und bekommt demzufolge auch weniger gesetzliche Rente. Und was nach dem Finanzcasino noch von der Betriebsrente übrig bleibt, unterliegt voll der Steuer- und Abgabepflicht.

Dazu passt:

Cum/Ex-Mafia tanzte Bundesfinanzministerium auf der Nase herum
„Kriminelle Banker und Investoren haben den Staat jahrelang ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Dafür tragen letztlich die zuständigen Bundesfinanzminister die politische Verantwortung. Dass CDU/CSU und SPD in ihrem Abschlussbericht zum Untersuchungsausschuss behaupten, die Finanzverwaltung hätte im Großen und Ganzen korrekt gehandelt, lässt einem die Haare zu Berge stehen.“

Hat jemand zustimmend genickt?

 

Billig davongekommen
„Vor zehn Jahren endete die Entschädigung für Zwangsarbeiter. Weit über acht Millionen Menschen mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für die Nazis leisten. Gegen Ende des Krieges bestand ein Viertel aller Arbeitskräfte in der deutschen Wirtschaft aus verschleppten Sklavenarbeitern. Ihre Entschädigung, die vor nunmehr zehn Jahren beendet worden ist, war ein Eingeständnis der politischen Verantwortung der Bundesrepublik. Sie war aber auch ein taktisches Mittel, um der deutschen Wirtschaft zu ermöglichen, möglichst billig davonzukommen.

Die Initiative zur Entschädigung ging weder von jenen Wirtschaftsunternehmen aus, die von der Zwangsarbeit profitiert hatten, noch von der Bundesregierung. Diese ordnete das Thema den »Reparationsschulden« zu, die schon längst erledigt seien. Es blieb den Opfern überlassen, um ihr Recht zu kämpfen. 1996 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Klage einer Polin, die 55 Wochen lang in Auschwitz für eine deutsche Firma schuften musste, für prinzipiell zulässig. Die Frau bekam eine Summe von 15.000 D-Mark zugesprochen. Der Klageweg in Deutschland war aber für die meisten hochbetagten Opfer kaum zumutbar und zudem wegen juristischer Fallstricke wie der Verjährungsfrist höchst unsicher.“

Almosen für die Opfer, billige Zwangsarbeiter für deutsche Konzernbonzen – ist der Kapitalismus nicht toll?

 

Was unterscheidet den DGB von der AfD?
„Das ist keine Scherzfrage, und es sollen auch nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Ein Unterschied besteht unter anderem darin, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund sechs Millionen Mitglieder hat und die Alternative für Deutschland 26.000. Trotzdem macht die AfD fast jeden Tag von sich reden, während der DGB beziehungsweise die Gewerkschaften in den Medien keine Rolle spielen.“ Weiterlesen…

 

Bundesamt sieht starke Vermüllung der deutschen Küsten
An den deutschen Stränden wurden im Durchschnitt 389 Müllteile auf 100 Metern gefunden. Der ganz überwiegende Teil sei Plastik, aber auch Glas, Gummi oder verarbeitetes Holz. Meeresschutzexpertin Stefanie Werner: „Meeresmüll ist eine Folge unserer heutigen Wegwerfgesellschaft und den vorherrschenden Produktions- und Konsummustern geschuldet.“

 

Bundesprogramm fördert Projekt „#DoppelEinhorn“
„Das Projekt „#DoppelEinhorn“ richtet sich vor allem gegen Hassreden im Internet“, meldet der Saarländische Rundfunk. Und wer sich fragt, wie das denn konkret aussieht, für den nur folgendes Zitat: „Dies geschieht etwa mit Sprüchen wie „Es heißt Grundrecht auf Meinungsfreiheit und nicht Grundrecht auf Scheißelabern!“

Äh, wie bitte??

Grundrecht auf Meinungsfreiheit bedeutet explizit, dass man auch eine absolute Scheissmeinung haben darf. Beispiele: Sogar die allerdümmsten Vollidioten dürfen „Kriege gegen Terror“ fordern, wohlwissend, dass sie damit nur NOCH MEHR Terrorismus produzieren. Man darf auch „Ausländer raus“ Gesetze fordern, wohlwissend, dass sich damit das Flüchtlingsproblem keinesfalls erledigt. Und man darf auch menschenverachtende Sanktionen gegen Arbeitslose fordern, wohlwissend, dass es nicht genug bezahlte Arbeit für alle gibt.

Kurzum: Selbst die dümmste Scheisse darf geäussert werden, so lange sie nicht beleidigt oder verhetzt.

Was die Umsetzung dieser Scheisse in Gesetze anbelangt, ist dann nochmal eine andere Debatte. Aber diese (falsche) Scheissmeinung darf man zu jeder Zeit haben – und auch äussern.

Dazu passt:

„Uns geht es gut!“
„Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut. (…) Gleichzeitig warnte sie vor Meinungsverfälschung im Internet.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel im Tagesspiegel, 23. November 2016

 

UN-Sonderberichterstatter: Netzwerkdurchsetzungsgesetz verstößt gegen Menschenrechte
Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (übrigens echter Neusprech) ist das sogenannte Anti-Fakenews-Gesetz von SPD-Minister Maas. Und der UN-Vertreter sagt dazu, was ich auch schon zigmal geschrieben hatte (Zitat): „Das Gesetz gefährde die Menschenrechte auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Im Zweifel würden Internetfirmen auch legale Inhalte löschen.“

Dass die Bundesregierung genau das, nämlich das schnelle voreilige Löschen von „zu unbequemer“ Kritik, exakt so haben will, erkennt man schon daran, dass der CDU-Fraktionschef Kauder angesichts der immer grösseren Kritik dieses Gesetz nun endlich schnell durchsetzen will. Und auch die EU-Kommission ist begeistert über die neuen Zensurmöglichkeiten. Zitat: „Die Kommission hat nicht die Absicht, den deutschen Gesetzentwurf zu blockieren“, versicherte der Kommissionssprecher.

 

Pkw-Maut? Es geht auch einfacher
Heise-Online kommentiert: „Würde die Maut hingegen auf den Spritpreis umgelegt, hätte dies die gleiche Lenkungswirkung wie eine kilometerabhängige Maut:

– wäre das einfach und anonym,
– würden sparsame Fahrzeuge bevorzugt,
– gäbe es keinen Anreiz, zur Mautvermeidung auf kleine Straßen auszuweichen.

Und eine europaweite Abgabe pro Liter Sprit liefert auch keinen Anreiz mehr zum Tanktourismus – ein sonst gerne angeführtes Gegenargument.“

Das ist natürlich richtig, aber mit der Mineralölsteuer kann man eben niemanden überwachen

Dazu passt:

BaWü-Innenminister Strobl (CDU) fordert Nutzung von Mautdaten zur VerbrechensaufklärungUnd dazu passt auch:

Bundesinnenminister Maiziere (CDU): Video-Gesichtserkennung zur Fahndung nutzenDrum merke: Wenn erstmal ein Überwachungsgesetz durchgedrückt wurde, werden die gesammelten Daten anschliessend IMMER flächendeckend missbraucht.

 

ARD und ZDF wollen von ihrer Kriegshetze gegen Libyen nichts mehr wissen
ABSOLUTER LESEBEFEHL inklusive anschauen des Videos über die Libyen-Kriegshetze des ZDF. Ist das alles mit Lügenpresse überhaupt noch ausreichend betitelt – oder doch eher eine Verharmlosung?

 

ZDF-Fernsehratschefin Thieme: Mit dem Zweiten sieht sie schlechter
Oder auch: Wie CDU und SPD dem ZDF befehlen, was sie gefälligst zu senden haben.

 

Gaby Weber: Meine Kritik an Rubikon (PDF)
Geht es so schnell schon wieder steil bergab?

 

Und zu guter Letzt:

Zur Rot-Rot-Grün Debatte
Und man sieht sehr schön, von welcher Seite aus die Brücke zerstört wird

 

Haben denn nun – fast alle – den Verstand verloren?

Die fortgesetzte Erpressung und Demütigung einer ganzen Nation wie Griechenland, die offenbar bedenkenlos Kriegshetze unserer Massenmedien und unserer Regierung gegen Russland im vorauseilenden Gehorsam gegenüber den USA, die TTIP-Verhandlungen, die auch parlamentarischen Volksvertretern gegenüber noch immer im Geheimen stattfinden, ebenso wie die CETA-Verhandlungen, die ständig aufs Neue geforderten Absenkungen von Sozialstandards, die weltweit noch immer erfolgreichen Steuervermeidungsstrategien der internationalen Konzerne, all das ist offenbar noch immer nicht genug, um endlich einmal flächendeckend entschiedenen Widerspruch und unbeugsamen Widerstand gegen diese somit vielfach stattfindenden bevölkerungsfeindlichen Maßnahmen hervorzurufen, die nun fast „in aller Herren Länder“ (!!!) stattfinden? – Wird nun nicht auch für die vielen in unserem Land bzw. in Europa politisch kaum Interessierten somit längst immer deutlicher, worauf dieses monströse Gesamtpaket letztlich hinausläuft?

Eine massive Reduzierung der Weltbevölkerung, seit Jahrzehnten längst geplant wird nun immer entschiedener und auch mit immer rücksichtloseren Methoden durchgesetzt, denn die Technologisierung ist nun weltweit so vorangeschritten, daß man einen großen Teil der seither Werktätigen nicht mehr braucht und obendrein mit Sicherheit auch – deren vielfach zunehmenden Ressourcenverbrauch nicht länger hinnehmen will. Die bis jetzt noch werktätigen „glücklichen“ Inhaber von Arbeitsplätzen ducken sich jedoch immer noch weg und vergraben sich verbissen in ihre Arbeit; als ob dies ihnen auch weiterhin noch stets eine sichere Existenz bieten kann, während schon an der nächsten „Rationalisierungs“-Welle getüftelt wird, die im Namen von Effizienz, Profitwachstum wieder eine Vielzahl von dann überflüssig werdenden Arbeitskräften „frei“-setzen soll.

Ganz untätig aber ist man innerhalb der Bevölkerung vielerorts nicht; so wettert man z. B. mehr und mehr gegen die Flüchtlingsströme die nun in Europa Einzug halten, was aufgrund der bereits vielfach mangelnden Hilfsbereitschaft und den vielfach schon lange „gepflegten“ Ressentiments gegen Fremde im Allgemeinen nun auch tatsächlich zu einem ebenfalls zunehmend größer werdenden Problem zu werden droht, und wie sich in jüngster Zeit zeigt, „fackelt man auch nicht mehr lange herum“, es kommt vielmehr immer häufiger zum tatsächlichen Abfackeln von Flüchtlingsunterkünften! – Aber auch die Arbeitslosen, insbesondere die Langzeitarbeitslosen bekommen regelmäßig immer wieder den immer wieder hochkochenden Unwillen derer zu spüren, die für die insgesamt wachsenden Alimentierungskosten aufzukommen haben. Ein Gesellschaftsklima aus zunehmend mehr Angst, Ressentiments, Hass, Wut und (scheinbarer) Hilflosigkeit braut sich so immer mehr zusammen und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sich all dies in sehr massiven, aber von vorwiegender Irrationalität getragenen Zusammenstößen entlädt.

Meines Erachtens ist in diesem allgemein längst immer weiter zunehmenden Wahnsinn durchaus auch Methode zu entdecken, nämlich eine von oben herab immer wieder diktierte Mischung aus Anfütterung derer, die man (zumindest vorläufig) zum Erhalt bzw. zum Ausbau des gegenwärtig auf möglichst rücksichtslose Ausbeutung hinarbeitenden Systems benötigt und der zunehmend rücksichtslosen Verdrängung derer, die man zum Erhalt des Systems nicht mehr benötigt und außerdem nur noch die Eigenschaft aufweisen, unnötige Kosten und (siehe oben) unnötigen Ressourcenverbrauch zu verursachen, und so ist es eigentlich längst offensichtlich, daß die gegenwärtig so hartnäckig verfolgte neoliberale Austeritätspolitik in genau diese Richtung zielt und dabei die Bevölkerung in unzählige Interessengruppen aufspaltet, die jedoch in zwei Hauptströmungen zusammenzufassen sind: Diejenigen, die sich (berechtigterweise oder auch nicht) darauf Hoffnung machen, am Ende des Auslesprozesses noch immer zu den Gewinnern zu gehören und diejenigen, die diese Hoffnung schon so gut wie begraben haben. Da es sich dabei jedoch um einen dynamischen Prozeß handelt, gibt es auch fließende Übergange zwischen beiden Lagern, denn auch eine innerliche Zerrissenheit bei den einzelnen Angehörigen der beiden Lager, die sich in einem Schwanken zwischen beiden Optionen, also zwischen Befürwortung und Ablehnung des gegenwärtigen Systems äußert, ist bei genauerem Hinschauen immer wieder zu beobachten.

Keine klare Linie, keine klare Front also, sondern wie gesagt ein noch immer fortwährendes Hinundherschwanken vieler Menschen zwischen oft irrationaler Hoffnung und klarer Erkenntnis, was sich wiederum (zumindest vorerst) noch immer auch zugunsten des gegenwärtig so rücksichtslos auswirkenden Systems auswirkt. – Noch immer ist der Ausgang des gesellschaftlichen Ringens also offen; – er kann in das münden, was im Grunde genommen – unterschwellig – schon die gesamte Zeit im Gange ist, nämlich den (dann allerdings zunehmend offen ausgetragenen) Krieg fast Aller gegen Alle, oder in eine erstmals völlige Neubesinnung der Menschheit auf ein freundliches und friedliches Miteinander, bei dem gegenseitige Ausbeutung für die überwiegende Mehrzahl der Menschen aufgrund bewußter und klarer Entscheidungen – endlich nicht mehr in Frage kommt und in ihren Reihen dann demzufolge – auch nicht mehr geduldet wird.

Auch wenn ich hier auf meinen Seiten schon mehrfach betont habe, daß ich weder rechts noch links stehe (sondern es vielmehr schätze mich als freier Mensch mit reichlich Herz und Hirn ausgestattet in alle Richtungen bewegen zu können), komme ich nicht umhin, die gegenwärtig weltweit hochkochende Gesellschaftskrise als eine außerordentlich ernste und somit auch sehr sehr folgenschwere Krise des kapitalitischen Systems zu verstehen. Die Gewinnmöglichkeiten auf einigermaßen friedlichem Wege sind nun nahezu erschöpft, die wichtigsten ertragreichen Märkte zumeist erschlossen, die Gesamtheit der inzwischen gewährten Kredite auch längst schon nicht mehr bedienbar und so entspricht es der Logik dieses im Grunde genommen stets vor allem vom Zynismus seiner Anhänger angetriebenen Systems, erstens zum Erhalt der Herrschaftansprüche und zweitens der in Zukunft wieder möglichen weitaus höheren Gewinne wegen – nun zuerst immer mehr – zu den heute so vielfältigen Mitteln zunehmender Zerstörung zu greifen, und dann – nach dem Ende der gesamten Zerstörungsorgien durch – „großartige Aufbauleistungen“ wieder abermals als „einfach beste, weil leistungsfähigste aller Wirtschaftsformen“ dargestellt zu werden.

Der längst länderübergreifende Wirtschaftskrieg zwischen Machtblöcken, Ländern und Kontinenten stellen dabei eine Möglichkeit dar, der mit Waffen geführte Krieg die zweite schärfere Variante und der Krieg der zwischen den verfeindeten Lagern von Bürgern innerhalb ganzer Länder die dritte Möglichkeit. Meiner Einschätzung nach sind alle diese Optionen längst im Spiel und werden derzeit auch von den dazu vorgesehenen Leitfiguren bzw. Leitmedien auch immer wieder entsprechend angeheizt. – Die Tatsache, daß für die somit vielfältigen Kriegspläne bzw. Kriegsereignisse noch immer so massiv geworben wird kann man bedauern, aber auch als Anlaß zu noch immer zurecht bestehender Hoffnung nehmen, denn – trotz aller vorhandenen Machtmittel scheinen die offenbar zu allem entschlossenen derzeitigen Machthaber weltweit noch immer nicht über genügend Zustimmung zu verfügen, um zu noch drastischeren Maßnahmen greifen zu können. Es finden jedoch immer wieder Testläufe statt, die von manchen Teilen der Mainstreammedien ziemlich scheinheilig als „besorgniserregende Tendenzen“ verkauft werden, vermutlich um das „Spiel“ mit dem Feuer immer mehr mit der Bevölkerung einzuüben, ihr immer mehr Angst und Panik einzujagen, sie damit immer willfähriger zu machen und auch – um sie von anderen Kriegsschauplätzen (darunter nicht selten auch den Schauplätzes des nach wie vor gegen die eigene Bevölkerung erbittert geführten Wirtschaftskrieges im eigenen Lande) abzulenken. – Wer von den vielen Bürgern aber ist sich derzeit schon dieser sehr komplexen Geschehnisse insgesamt auch tatsächlich bewußt?!?

Eine Überbevölkerung der gesamten Erde wie auch eine Überbevölkerung einzelner Länder, in den sogenannten Entwicklungsländern beispielsweise hervorgerufen durch zunehmende Naturkatastrophen oder durch Bürgerkriege, sich dann womöglich durch Flüchtlingsströme wiederum in andere (daran scheinbar „gänzlich unbeteiligte“) Länder verlagernd, kann uns womöglich tatsächlich schon bald noch größere Probleme bescheren; diese Probleme jedoch wie heute schon mit Gewalt oder Hinterlist (oder einer Mischung aus beidem) lösen zu wollen, wird mit Sicherheit zu noch weiteren und immer schwieriger zu lösenden Problemen führen. Ich meine, wir sollten unseren Verstand gebrauchen und auch unsere Herzen sprechen lassen, um all diese Probleme auf friedlichen Wege gemeinsam zu lösen!

Ergänzend zum oben Gesagten möchte ich hier nun noch den Link zu einem Artikel hinzufügen, den ich heute am 28. Juli 2015 „zufällig“ auf dem online-Magazin „heise.de“ gefunden habe. Der Aufsatz trägt den Titel „Europa und die Spieltheorie“ und bestätigt auf seine Weise, was ich zuvor oben schon zum Ausdruck gebracht habe, nämlich daß wir die gesamten derzeit so überaus komplexen Probleme in der Welt nur gemeinsam durch ein friedliches und erst damit auch wirklich demokratisches Miteinander lösen können.

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45539/1.html

(Aufsatz von W. Oesters vom 28. Juli 2015; – zeitkrit. Website: achtgegeben.de)

Rebellen und Giftgas

Mit Dank an Herrn Gellermann von der Rationalgalerie. Lesenswert (die ganze Webseite – nicht nur dieser Artikel).

SYRIEN: REBELLEN UND GIFTGAS

Amerikanische Web-Site enthüllt: Saudis und Rebellen tragen Verantwortung für Giftgas-Attacke

Autor: U. Gellermann
Datum: 01. September 2013

Der amerikanische Außenminister, John Kerry, konnte den Kameras kaum in die Objektive sehen, so dürftig waren seine Beweise für die Regierungs-Urheberschaft des Giftgas-Anschlages im syrischen Ghouta. Dass hinderte Bundesaußenminister Westerwelle keineswegs sich der US-Meinung ungeprüft und schnell anzuschließen. Auch die 3-Sat-Kulturzeit-Moderatorin Tina Mendelssohn (stellvertretend für die deutschen Mehrheitsmedien) verkündete, im Brustton der Überzeugung, dass „Assad“ für den Giftgasanschlag verantwortlich war. Eine zweite Meinung einzuholen, Fakten zu prüfen, das alles ist in deutscher Politik und den ihr angeschlossenen Medien außer Mode gekommen. Deshalb veröffentlicht die RATIONALGALERIE eine zweite, völlig anderslautende Quelle. Die amerikanische Web-Site MINT PRESS, deren Artikel wir übersetzt haben, ist ein eingetragenes Medienunternehmen mit Sitz in Minnesota. Die „Minnesota Post“ hat im vergangenen Jahr ausführlich über das Unternehmen berichtet.
In Zusammenarbeit mit Dale Gavlek stellt der Reporter Yahya Ababneh die Fragen an die Rebellen.

Übersetzung: RATIONALGALERIE / Gesine Strempel

EXCLUSIVE: Syrians In Ghouta Claim Saudi-Supplied Rebels Behind Chemical Attack, By Dale Gavlak and Yahva Ababneh

Syrische Kämpfer im Vorort Ghouta von Damaskus haben zugegeben, dass sie verantwortlich für den Chemiewaffenvorfall sind, den die Westmächte den syrischen Regierungstruppen anlasten. Sie enthüllten, dass die Toten Opfer eines Unfalls waren, hervorgerufen durch die falsche Handhabung der Chemiewaffen, mit denen Saudi Arabien sie beliefert habe.

„Aus zahlreichen Interviews mit Ärzten, Einwohnern von Ghouta sowie mit Aufständischen und deren Familien geht hervor, dass Kämpfer Chemiewaffen über den saudischen Geheimdienstchef Prinz Bandar bin Sultan erhielten. Sie sind verantwortlich für die Durchführung des tödlichen Gasangriffs“, schreibt die AP-Autorin Gavlak.

Die Kämpfer berichteten, dass sie nicht ausreichend im Umgang mit Chemiewaffen ausgebildet wurden, es wurde ihnen noch nicht mal gesagt, dass es welche waren. Es hat den Anschein, als wären die Waffen zunächst für den Al-Kaida-Ableger al-Nusra Front bestimmt gewesen.

„Die Waffen machten uns neugierig. Und unglücklicherweise handhabten einige Kämpfer die Waffen falsch und verursachten die Explosionen“, berichtete ein Kämpfer namens `J´.

Seine Behauptungen wurden von einer Kämpferin namens `K´ wiederholt, die dann erzählte: „Sie haben uns weder gesagt, was das für Waffen waren, noch wie man sie einsetzt. Wir wussten nicht, dass es sich um Chemiewaffen handelt. Wir wären nie darauf gekommen, dass es Chemiewaffen sein könnten.“

Abu Abdel-Moneim, Vater eines Aufständischen, sagte auch: „Mein Sohn kam vor zwei Wochen zu mir und fragte mich, ob ich wüsste, was das für Waffen wären, die er tragen sollte“, er beschrieb, sie hätten eine „röhrenförmige Form“, andere sähen aus wie eine „große Gasflasche“. Der Vater sagte, der Name des saudischen Kämpfers, der die Waffen lieferte, sei Abu Ayesha. Laut Abdel-Moneim explodierten die Waffen in einem Tunnel und töteten 12 Kämpfer.

„Über ein Dutzend befragte Kämpfer berichteten, dass sie von der saudischen Regierung bezahlt werden“, schreibt Gavlak. Sollte das zutreffen, könnte diese Aussage den Eifer dämpfen, mit dem die USA gegen Syrien vorgehen wollen, den sie damit rechtfertigen, dass die syrische Regierung „unbestreitbar“ hinter dem Angriff mit Chemiewaffen stecke. Dale Gavlaks Glaubwürdigkeit ist beeindruckend. Sie war zwei Jahrzehnte Nahost-Korrespondent für AP, hat für das National Public Radio (NPR) gearbeitet sowie Berichte für die Nachrichtenabteilung der BBC geschrieben.

Saudi Arabiens mutmaßliche Rolle als Belieferer der Kämpfer – denen sie in jeder Hinsicht vehement den Rücken stärken – mit chemischen Waffen ist keine Überraschung angesichts der Enthüllung Anfang der Woche, dass die Saudis Russland mit Terrorangriffen auf die kommenden Olympischen Spiele in Sochi gedroht haben, falls diese nicht aufhörten, die syrische Regierung zu unterstützen.

„Ich kann Ihnen garantieren, dass die Winterolympiade im nächsten Jahr geschützt wird. Die tschetschenischen Gruppen, die die Sicherheit der Spiele bedrohen, werden von uns kontrolliert“, soll Prinz Bandar angeblich Vladimir Putin versichert haben, berichtet der „Telegraph“.

Die Obama Regierung ist bereit, die Erkenntnisse ihres Geheimdienstes zu präsentieren, mit denen sie zu beweisen bemüht ist, dass die Regierungstruppen hinter den Angriffen der letzten Woche steckten, obwohl amerikanische Beamte in der „New York Times“ zugaben, dass sie keinen schlagenden Beweis gefunden haben, der direkt auf die Beteiligung der Regierungstruppen an den Angriffen verweist.

Amerikanische Geheimdienstsprecher haben Associated Press auch berichtet, dass die Beweise des Geheimdienstes für die Schuld der syrischen Regierung “kein Volltreffer (Slam Dunk)“ sind.

Wie wir letzte Woche berichteten, lassen abgefangene Geheimdienstinformationen erkennen, dass der syrische Verteidigungsminister „panische“ Telefongespräche mit der syrischen Chemiewaffenabteilung führte und in den Stunden nach dem Angriff Antworten verlangte, was darauf hindeutet, dass der Angriff nicht von den Regierungstruppen angeordnet wurde.

Dale Gavlak ist Nahost-Korrespondentin für „Mint Press News“ und „Associated Press“. Gavlak war über zwei Jahrzehnte in Amman, Jordanien, für Associated Press akkreditiert. Die anerkannte Nahost-Expertin Gavlak berichtet derzeit aus der Levante für AP, das National Public Radio und Mint Press News, ihre Themen sind Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Dale hat einen Magister in Middle East Studies der University of Chicago. Kontakt über dgavlak@mintpress.com

Der Original-Artikel ist unter folgendem Link zu erreichen:

http://www.mintpressnews.com/witnesses-of-gas-attack-say-saudis-supplied-rebels-with-chemical-weapons/168135/

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