Krieg

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Hast du schon mal von Demozide gehört? – Alex Jones (Deutsch)

THE OUTER LIMITS – The Architects Of Fear

The world has entered a Cold War-like setting in which nuclear holocaust appears imminent. In the hope of staving off an apocalyptic military confrontation between nations, an idealistic group of scientists working at United Labs plans to stage a fake alien invasion of Earth in an effort to unite all humanity against a perceived, common enemy.

Gewissenlose Eliten hetzen Europa und Russland in einen Krieg

Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.

Eine gewissenlose „Elite“ aus NATO-Strategen und global agierenden Finanz- und Wirtschaftsoligarchen ist dabei, Europa und Russland in einen Krieg zu hetzen. Seit dem Zerfall der Sowjetunion hat sich die NATO entgegen den Absprachen immer weiter in Richtung Russland ausgedehnt. Höhepunkt dieser Ausdehnung war 2014 der Putsch in der Ukraine, der nachweislich von den USA mit fünf Milliarden Dollar eingefädelt wurde. Die überwiegend russisch sprechenden Bewohner der Krim wehrten sich in einem Referendum gegen das Vorhaben der neuen prowestlichen ukrainischen Regierung, ukrainisch als Amtssprache einzuführen, und stimmten mehrheitlich für den Beitritt zur russischen Föderation. Dadurch wurde eine NATO-Marinebasis auf der Krim verhindert.

Anfang Januar 2017 landete in Bremerhaven eine ganze US-Panzerbrigade an, die an die NATO-Ostflanke nach Polen und Litauen verlegt wurde. Von diesem größten Aufmarsch seit Ende des kalten Krieges nahmen damals weder die Medien noch die Friedensbewegung Notiz. Seither haben Manöverumfang und -dichte der NATO in der Region ständig zugenommen. Seit 2020 wird nun eine ganze Panzerdivision in Bremerhaven ausgeladen und auf dem Landweg nach Polen oder dem Baltikum verlegt.

Allumfassende Kriegsvorbereitungen

Im März 2021 begann das Großmanöver „Defender Europe 21“; es wird mit vielen Einzelmanövern bis Juni andauern. Hauptübungsziel ist die schnelle Verlegung von Soldaten und Material aus den USA per Schiff nach Europa und dann über den Landmarsch Richtung Russland. Damit der Landmarsch auch für schwere Kettenfahrzeuge problemlos erfolgen kann, hat die EU 2017 die Organisation „Ständige Strukturierte Zusammenarbeit“ (englisch „Permanent Structured Cooperation“, kurz PESCO) geschaffen. Sie soll sicherstellen, dass die Infrastruktur für die Verbesserung der militärischen Mobilität in Europa optimiert wird. Medienberichten zufolge will sich das NATO-Land Türkei in der EU-Sicherheits- und Verteidigungspolitik einbringen.

Mitte Mai soll Ankara beim niederländischen Verteidigungsministerium um die Teilnahme an einem milliardenschweren Projekt zur Verbesserung der militärischen Mobilität im Rahmen der „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ gebeten haben. Die Niederlande koordinieren das Projekt, dessen Ziel die Verbesserung von Truppen- und Materialtransporten in Europa ist (1).

Zur gleichen Zeit schlossen sich in Kiew drei ehemalige Sowjetrepubliken mit dem Ziel einer gemeinsamen Aufnahme in die EU zusammen. Am 17. Mai 2021 twitterte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba zufrieden: „Die Ukraine, Georgien und Moldawien sind nun offiziell das Assoziierte Trio. Heute schließen wir uns auf unserem Weg zur europäischen Integration in diesem in Kiew geschaffenen neuen Format zusammen“ (2).

Alle drei Staaten haben Zugang zum Schwarzen Meer, und zufällig ist das Schwarze Meer Schwerpunkt des diesjährigen NATO-Manövers. US-Generalleutnant Ben Hodges, Ex-Kommandeur der U.S. Army Europe (2014 bis 2017), schrieb 2020 in einem Strategiepapier, dass Russland im Schwarzen Meer zwar zu stark sei, als dass die NATO die „Kontrolle gewinnen“ könne (3). Aber die transatlantische Koalition könne die russische Schwarzmeerflotte „verwundbar machen“. Im vergangenen Jahr hatte der Schwerpunkt der Kriegsübung auf der Ostseeregion gelegen, der wegen der immer weiter steigenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland zunehmend eine geostrategische Bedeutung zukommt…

Fridays for no Future | Merkel ist grün vor Wut | Strippenzieher

Für Angela Merkel, Jens Spahn, Horst Seehofer und alle anderen Politiker, die nicht den Grünen angehören, sieht es schlecht aus. Bündnis 90/Die Grünen scheinen ziemlich gute Chancen auf den Wahlsieg im September zu haben. Da hilft nur noch eines: Krieg!

Persönliche Kriege in der Politik zu führen ist das eine. Kriege auf die Menschheit auszuweiten das andere. Aber wir wollen Angela Merkel jetzt keine böse Absicht unterstellen. Kann sie doch nichts für, dass die Grünen auf einmal so beliebt sind und #AnnalenaBaerbock schon mit einem Auge auf das Kanzleramt schielt. Da ist so ein Krieg halt unausweichlich und spült zusätzlich auch noch jede Menge Asche in die leeren Kassen.

Doch gegen wen oder was Krieg führen? Und vor allem womit? Deutschlands Streitmacht ist kleiner als der Imbiss von Kurt. Damit kann man nicht mal auf dem Rummelschießstand einen Blumentopf gewinnen, geschweige denn Saudi-Arabien das #Erdöl abluchsen. Die Ziele müssen also klein gesteckt werden. Ein gemeinsamer Feind muss her. Jemand, den auch Joe Biden und Wladimir Putin auf den Tod nicht leiden können. Die Schweiz. Da ist man sich einig. Das ist doch #Demokratie und jeder weiß, dass Demokratie und Diktatur immer noch eines gemeinsam haben, sie fangen beide mit einem D an.

Der Ausverkauf des Slogans: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“

Friedensbewegte Grüne, die eben noch skandierten: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“, sind zu Kriegstreibern geworden. Der Einsatz gegen Jugoslawien wird fälschlicherweise mit der Verhinderung eines Auschwitz verklärt. Auch der Afghanistaneinsatz wird von Rot-Grün mitgetragen.

Diktatur & Krieg: Die Welt am Rande des Abgrunds

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Welt befindet sich zurzeit in einem vorsätzlich herbeigeführten Ausnahmezustand. Zum ersten Mal in der Geschichte der Wirtschaft hat man es 2020 unterlassen, eine einsetzende Rezession abzufedern und ihre Folgen zu mildern. Stattdessen hat man weltweit über Wochen und Monate hinweg große Teile der Warenproduktion zum Stillstand gebracht, Lieferketten unterbrochen, die Arbeitslosigkeit auf Rekordstände getrieben und dem Mittelstand den Boden unter den Füßen entzogen.

Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind in den Industrieländern bis heute nur zu einem Teil sichtbar. Anders sieht es in den Schwellen- und Entwicklungsländern aus. Nach Schätzungen der International Labour Organisation ILO ist der Lebensstandard von fast der Hälfte der weltweit 3,3 Milliarden Arbeitnehmer 2020 gesenkt worden und nach Angaben der WHO sind zu den rund 690 Millionen unterernährten Menschen im Jahr 2020 etwa 132 Millionen Menschen dazugekommen.

Die teuerste, aber gleichzeitig wichtigste Lektion der gesamten Zivilisationsgeschichte (Am Vorabend eines Großen Krieges?)

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Es war leider zu erwarten, dass die Regierungen nun einen Ausweg aus dem verfahrenen Lügen-Labyrinth mit Pandemie, Impfskandal & Co. suchen, indem sie einen militärischen Konflikt provozieren (siehe unten*). Niemand soll glauben: „So einen Wahnsinn werden die doch nie und nimmer machen.“ Ja, das haben wir vor Corona auch gedacht.

All die Beamten, Ärzte, Lehrer, Polizisten und Spiegelbildbürger, die immer noch glauben, den bereits offenkundigen Wahnsinn mit ‚Augen zu und durch‘ aussitzen zu können und die sogar bereit sind, sich in ihren Körper kurz vor Zusammenbruch des Systems noch einen gentechnischen Systemfehler einbauen zu lassen, mit dessen Folgeschäden man sie demnächst alleine im Regen stehen lassen wird – sie alle werden nun die teuerste, aber gleichzeitig wichtigste Lektion der gesamten Zivilisationsgeschichte lernen: Dass die Lüge wie eine Würgeschlange immer fester zuzieht, solange wir sie nicht als das erkennen, was sie ist und wieder Mut zur Wahrheit finden. Wer glaubt, dass bereits das Ende der Fahnenstange erreicht ist, ist sehr naiv. Internierungslager für Uneinsichtige sind schon errichtet, die Pharma-/Impfindustrie und die Dr. Mengeles greifen bereits nach unseren Kindern, von Impfungen alle 6 Monate ist die Rede, MG-Radpanzer und Roboterhunde werden in Stellung gebracht, und jeder Polizist darf sich ausrechnen, wann die von allen Seiten erschallende Forderung nach einer „härteren Gangart“ in den Schießbefehl mündet.

 


(*) Aus dem „Economist“ vom 03.04.2021:

>> Die französischen Streitkräfte planen einen Krieg mit hoher Intensität („high-intensity war“).
… Im Januar richtete der Generalstab in aller Stille zehn Arbeitsgruppen ein, um die Bereitschaft des Landes für einen Krieg mit hoher Intensität zu untersuchen. Französische Generäle rechnen damit, dass sie etwa ein Jahrzehnt Zeit haben, um sich darauf vorzubereiten. Die Gruppen befassen sich mit allem, von der Munitionsknappheit bis zur Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft, einschließlich der Frage, ob die Bürger „bereit sind, das Ausmaß an Opfern zu akzeptieren, das wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben“, so ein Teilnehmer. Das Szenario des High-End-Krieges ist im französischen Militärdenken inzwischen so weit verbreitet, dass das Szenario ein eigenes Akronym hat: Hem, oder hypothèse d’engagement majeur (Hypothese des großen Einsatzes). Die mutmaßlichen Gegner sind ungenannt, aber Analysten verweisen nicht nur auf Russland, sondern auch auf die Türkei oder ein nordafrikanisches Land.<<  (Übersetzung mit Deepl.com)

Und während wir immer noch im Coronamodus sind, bahnt sich auch zwischen Russland und der NATO-unterstützen Ukraine eine gefährliche Eskalation an. Der ukrainische Präsident Selenskij kündigt an, sich nun die „besetzten Gebiete zurückholen“ zu wollen (gemeint ist nicht nur der Donbass, sondern auch die Krim). Auf beiden Seiten wird gerade massiv Militärgerät an die Grenzen verfrachtet, erste Artillerie-Scharmützel haben begonnen. US Präsident Biden gießt Öl ins Feuer, indem er der Ukraine „unerschütterliche Unterstützung“ zusichert. Der ehemalige Komödiant und dank der Unterstützung eines russophoben Oligarchen ins Präsidentenamt gehievte Selenskij erklärt in einer Fernsehansprache: „Auf diesem Weg haben wir die volle und unerschütterliche Unterstützung von allen: die Unterstützung der internationalen Partner einschließlich Europas und der Vereinigten Staaten“.

Dazu nur c&p mein Mail an die ukrainische Botschaft, ohne Hochwürden und Hochachtungsvoll und ganz distanzlos per Du, so wie es sich zur Anrede eines gewissenlosen Strauchdiebes geziemt – der achselzuckend bereit ist, seine Bevölkerung auf Brzezinskis Schachbrett zu opfern und die gesamte Welt in Brand zu setzen:

Nein, Selenskij, unsere Unterstützung hast Du nicht. Du hast nur die Unterstützung einer Handvoll korrupter Regierender dieser Länder, das ist alles. Die meisten Bürger von Europa und den USA würden Dir eine in den Hintern treten, wenn Du ihnen vorschlägst, dass sie wegen einem durchgeknallten, von Oligarchen finanzierten C-Promi Komödianten den 3. Weltkrieg riskieren sollen.

Foto: Pixaby/CC0

Seit 30 Jahren bombardieren die USA den Irak

Jakob Reimann

NachDenkSeiten-Podcast

Mit der Operation Desert Storm setzte Bush Senior 1991 eine Pathologie US-amerikanischer Außenpolitik in Gang, unter der seit nunmehr 30 Jahren Krieg gegen die irakische Bevölkerung geführt wird. Die Kriegsformen wechseln sich ab und greifen verstärkend ineinander: Bombenteppich, Invasion, Flugverbotszonen, Wirtschaftskrieg, Drohnenkrieg. Das Ziel ist es, den Aufstieg des ölreichen Irak zum Regionalhegemonen dauerhaft zu unterbinden. Für dieses machtpolitische Kalkül zerstörten die USA die Grundfeste eines ganzen Landes, der Wiege der Zivilisation, und töteten im Irak mindestens 2,7 Millionen Menschen – im Schnitt 250 jeden Tag, seit 30 Jahren.

Zu Corona bereits alles gesagt? – Mitnichten. (Über den Parasol der Nekrophilie oder die Neutronenbombe des Nichts)

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Parasol (Pixabay)

Viele sind ja der Sache bereits müde und meinen, dass über Corona alles gesagt sei. – Was für ein Trugschluss. Hätten wir „Corona“ wirklich durchschaut, dann wäre der gegenwärtige Wahnsinn innerhalb von 3 Tagen vorbei. Die Tatsache, dass der zur Normalität erklärte Wahnsinn immerzu noch mehr Schwung aufnimmt und sich nun zu einem utopischen Tsunami aufzubäumen droht, der unsere Zivilisation hinwegfegen könnte, zeigt jedoch, dass wir nach wie vor auf der Leitung stehen.

Damit wir uns wehren, oder zumindest individuell der Zersetzung entgehen können, braucht es zunächst einmal Begriffe für das, was momentan abgeht. Und auch wenn unsere Intellektuellen das anders sehen: Wir sind noch weit davon weg, das zu verstehen, womit wir es zu tun haben. Es ist schlichtweg eine völlig neue Kategorie, für die wir noch keine Maßstäbe und keine Worte haben. So wie am Horizont der Menschheit seinerzeit die Atombombe, die Elektrizität, der Faschismus, der Kommunismus etc. auftauchten, so ist nun dieses mit bisherigen Begriffen nicht zu fassende, zersetzende Nichts aufgetaucht, das mit einem einzigen Schnapp beinahe unsere gesamte Logik und Hausverstand verschlungen hat und die Menschheit kollektiv in den Wahnsinn zu treiben droht.

Wobei der Wahnsinn ganz unabhängig von Alter oder Bildungsstand zuschlägt. Vieles deutet sogar darauf hin, dass er sich in den Köpfen „hoch“ ausgebildeter Menschen umso schneller Bahn frisst.

Das einzige, was ihn aufhält und auch das nur im individuellen Maßstab: Die Medien und bisherigen wissenschaftlichen Autoritäten – die auch in einem selbst wurzeln – in den kompletten Lockdown schicken und anfangen, selbst zu denken und zu hinterfragen. Und eine individuelle Kultur ganz abseits des Wahnsinns zu pflegen (was nicht örtlich zu verstehen ist).

P.S.:  Ganz so ungreifbar ist das Prinzip des zersetzenden Nichts dann doch nicht mehr. Auch wenn das viele gute & gerne Bürger in ihrem Selbstverständnis und Stolz verletzen mag, aber immerhin haben wir in der Person der Bundeskanzlerin ein perfektes Anschauungsbeispiel für dieses Prinzip bzw. für die Krankheit unserer Zeit vor uns. Man braucht sich dabei aber auch nicht auf diese Person fixieren. Unzählige Bürger haben das Prinzip des Guten & Gernen bereits internalisiert und wandeln nun als nicht-diagnostizierte Superspreader durch die Straßen. Doch sie sind vergleichsweise alle noch kleine Champignons oder Knollenblätterpilze, die aus den verstreuten Sporen erst vor wenigen Jahren aus der güllegetränkten Oktoberfestwiese geschossen sind. Bleiben wir beim XL-Parasol, der derzeit die gesamte medial-politische Bühne in seinen Schatten stellt und dessen Sporen jeden Tag über alle Kanäle weit ins Land und in die Welt verstreut werden.

Die zerstörerische Potenz liegt hierbei weniger in dem, was dieser bereits wurmstichige Parasol aktiv tut, sondern vielmehr in dem, was er nicht tut bzw. was ihm mangelt. Wer nun glaubt, dass in einem Nichts eben nur Nichts ist, irrt leider fatal. Das durch dieses Nichts bzw. den feigen Rückzug vor dem „Alternativlosen“, die Verantwortungsabgabe und persönliche Entwicklungsverweigerung erzeugte Vakuum saugt in der Folge alle möglichen Spasmen des Wahnsinns an, die uns dann zum Tanz aufspielen bzw. uns in Richtung Erstickung führen – solange wir sie nicht durchschauen.

In diesem Milieu des nekrophilen Nichts bzw. einer unterbewussten Hoffnungslosigkeit und Untergangssehnsucht, in die man möglichst viele Menschen mitreißen möchte, können die Niedergangskräfte blühen. So ist es paradoxerweise gerade dasjenige Land, das gelobt hat, von seinem Boden nie wieder Gewalt ausgehen zu lassen, das nun mit einem Produkt “Made in Germany” die ganze Welt in den Wahnsinn und in eine biblische Katastrophe treibt. Der Erfinder dieses Exportschlagers wurde umgehend mit dem Bundesverdienstkreuz bekränzt. Jeder Journalist und jeder kleine Influencer, der sich in den Windschatten dieses nekrophilen Soges steht, erfährt maximalen Rückenwind. Die Währung, in der hierbei bezahlt wird, ist nicht nur pekuniär, sondern vor allem emotional. Jeder, der beim Turmbau zu Babel mitmacht, erfährt umgehend ein emotionales High, so wie nach der Inhalation einer Crackpfeife. Und viele wollen das Inhalieren dieser Pfeife nicht mehr missen. Obwohl sie mittlerweile erkannt haben, dass das, was sie propagieren, natürlich Unsinn ist – denn ganz so dumm sind sie nicht –, machen sie munter weiter, sich als Multiplikatoren der herrschenden Lehre zu verdingen.

Und da es sogar die meisten unserer Intellektuellen in Wirklichkeit gar nicht so sehr mit dem Denken haben, sondern viel mehr auf Gefühle geben, hat der frei flottierende Wahnsinn derzeit relativ leichtes Spiel. Allzuviele Köpfe hängen inzwischen an seiner Nadel. Sie verhalten sich zum Teil sogar wie Beschaffungskriminelle, die andere ausrauben und sich selbst prostituieren, nur um an den Stoff zu kommen, ohne den sie ihr Dasein nicht mehr ertragen. Köpfe, von denen wir gedacht haben, dass sie im Fall der Fälle einen Damm gegen die Ausschlachtung von Demokratie und Mensch bilden würden, erweisen sich dabei mitunter als die willigsten Hazardeure und Helfershelfer des Wahnsinns (warum die Zeit für kosmetische Kritik nun vorbei ist, siehe auch eine aktuelle Betrachtung von Milosz Matuschek: „Eine Zensur findet statt.“). Aber so ist es eben, wenn Krieg herrscht. Ein Krieg, der umso gefährlicher ist, wenn er nicht offiziell erklärt wurde und der nicht einem bestimmten Land gilt, sondern, wie Jacques Lusseyran schreibt, auf die Zerstörung des menschlichen „Ich“ abzielt:

„Gewiss, das Ich des Menschen ist nie sehr stark gewesen, außer bei einigen vereinzelten Individualitäten, und unser Zeitalter leidet daran zweifellos nicht mehr Mangel als alle vorausgegangenen. In unseren Tagen jedoch tritt eine ganz neue Tatsache auf: Man möchte das Ich verjagen. Man möchte es endgültig verjagen, um sich endlich dieses absonderlichen Nachbarn, dieses konfusen Einwohners zu entledigen. Man führt Krieg gegen das Ich, und zwar den gefährlichsten aller Kriege, weil niemand daran denkt, den Krieg als solchen zu erklären.“

Inmitten des derzeitigen Infernos sollte man dennoch das Großartige nicht übersehen, das sich in jedem Drama abspielt: Dass Menschen über sich hinauswachsen und unerwartete Qualitäten beweisen. Auch wenn die Tagesschau nicht über sie berichtet: Es gibt sie. Und dies zu sehen, macht auch durchaus Hoffnung.

US-Analysten: Russland-NATO-Krieg könnte durch Invasion Polens in Kaliningrad gewonnen werden

Ein umfassender Krieg zwischen Russland und dem Westen würde durch blutige Kämpfe in der Ostsee-Exklave Kaliningrad entschieden werden, meinen US-Analysten. In einer Analyse geben sie einen seltenen Einblick, wie ein neuer Weltkrieg ablaufen könnte.

Bedeutet Biden – back to war?

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die US-Kriegstreiber und der militärisch industrielle Sicherheitskomplex können aufatmen. Trump ist so gut wie weg, und mit Joe Biden und seiner Mannschaft werden neue US-Kriege schon bald wieder möglich. Die Verschwörer, die Trumps Befehle zum Rückzug aus Syrien und Afghanistan unterlaufen haben, brüsten sich mit ihren Taten zur Rettung der Kriege, die das Herzstück des globalen US-Geschäftsmodells sind. Zugleich spitzen die US-Falken die Konfrontation zwischen USA und Iran im Golf weiter zu.

Es ist normal, dass gegen Ende ihrer Amtszeit US-Präsidenten zu politisch lahmen Enten werden und in der Übergangszeit zur neuen Administration wichtige politische Entscheidungen – vor allem in der Außenpolitik – mit der Mannschaft des neuen Präsidenten abgestimmt werden.

Donald Trump ist in seinen letzten Tagen im Amt jedoch nicht nur eine lahme Ente, sondern seine Zeit und Aufmerksamkeit wird voll und ganz von dem neuen Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) beansprucht. Das hat die scheinheilige Führungsriege der Demokraten mit ihrer Mehrheit im Unterhaus des US-Kongresses (House of Representatives) durchgesetzt, um eine Wiederwahl Trumps auf Lebenszeit zu verhindern.

Unterdessen ist Trump von den mächtigen Social-Media-Giganten wie Twitter, Facebook und Konsorten, die sich auf die Seite der siegreichen Demokratischen Partei geschlagen haben, von seinen favorisierten Kommunikationskanälen abgeschnitten und mundtot gemacht worden. Zugleich ist er wegen der Erstürmung des Kongresses durch seine Anhänger Zielscheibe einer gigantischen Medienkampagne geworden, die kein gutes Haar an ihm lässt.

Damaskus, USA. Der GAU

Zeithistorischer Thriller über einen Unfall in einem Atomwaffensilo der USA, der um ein Haar mehrere amerikanische Großstädte vernichtet hätte: Anhand der Erinnerungen von Luftwaffen-Soldaten, Rüstungsingenieuren und Ersthelfern wird die Kette der Ereignisse im US-amerikanischen Städtchen Damascus nachgezeichnet, die beinahe zur nuklearen Katastrophe geführt hätten.

Arkansas, 18. September 1980, abends: Bei Routinearbeiten an einer gefechtsbereiten „Titan II“-Rakete rutscht einem Arbeiter ein Schraubenschlüssel aus der Hand. Er fällt in das Silo und reißt ein Loch. Dieses Missgeschick führt zu einer Kettenreaktion, es droht der GAU, der größte anzunehmende Nuklearunfall in Friedenszeiten. Der größte je gebaute Atomsprengkopf droht zu explodieren. Die USA stehen am Rande einer nuklearen Katastrophe. Gouverneur des US-Staates Arkansas, in seiner ersten Amtszeit, ist zu der Zeit übrigens Bill Clinton, der spätere 42. Präsident der USA. Wie alle Beteiligten ist auch Bill Clinton auf eine Krise solchen Ausmaßes nicht vorbereitet.
Der Vorfall in Damascus steht exemplarisch für das große Dilemma, vor dem die USA seit Beginn des nuklearen Zeitalters stehen: die Produktion und der Unterhalt eines Arsenals von Massenvernichtungswaffen, das die Erde potenziell in die hundertfache Selbstzerstörung versetzen könnte, auf der einen Seite, und auf der anderen Seite die tägliche Gefahr, sich selbst, die USA, die Menschheit zu zerstören?
Eine spektakuläre Geschichte des Kalten Krieges, erzählt aus der Sicht der Soldaten in den Silos, die mit einem falschen Handgriff die Apokalypse hätten auslösen können.
Im Februar 2017 erhielt „Command and Control“ den Preis für das beste Dokumentarfilm-Drehbuch bei den 69. Writers Guild of America Awards.

Warum die USA eine Bedrohung für die menschliche Existenz sind

Peter Kuznick ist Professor für Geschichte und Leiter des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, D.C. Er ist Ko-Autor des Buches “The Untold History of the United States” (“Amerikas ungeschriebene Geschichte”), das er zusammen mit dem Hollywood-Filmregisseur und Produzenten Oliver Stone schrieb. Er war in der Bürgerrechtsbewegung und der Antikriegsbewegung aktiv und setzt sich für die Bekämpfung von Krieg und den Atomausstieg ein.

Dr. Daniele Ganser: Was macht Angst mit uns?

Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 20. Oktober 2019 in Bern beim ersten Angstfrei-Kongress der Schweiz.

Ganser erklärte, dass Angst in der Kriegspropaganda seit langer Zeit benutzt wird, um die Menschen aufzuhetzen und zu verwirren.

Jeder Mensch hat immer wieder Angst. Aber Ganser betont, dass es wichtig ist, die Angst nicht ans Steuer zu lassen, sondern mit Mut und Zuversicht auch in bewegten Zeiten seinen eigenen Weg zu gehen.

Erdogan, Humanitätsheuchler, neue Flüchtlingskrise

Wagenknechts Wochenschau #05

Es sind schlimme Bilder, die uns gerade von den EU-Grenzen in Griechenland und Bulgarien erreichen. Kinder hinter Tränengas-Schwaden, Menschen in wackligen Schlauchbooten, Verzweifelte und Verletzte. Der türkische Präsident Erdogan hat Zehntausende Flüchtlinge mit Falschmeldungen an die Grenze gelockt, um genau solche Bilder zu provozieren und damit die EU und die Bundesregierung zu erpressen. Wie zynisch dieses Vorgehen ist, wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass Erdogan unmittelbaren Anteil daran hat, dass Millionen Syrer aus ihrer Heimat fliehen mussten und müssen. Und die Bundesregierung? Hat Erdogans völkerrechtswidrige Invasion in Syrien auch noch unterstützt – Darum geht es diese Woche im Video.

Die Macht der einfachen Worte – wie Phrasen in Kriege führen

Der Iran solle ein „normales Land“ werden, erklären US-Regierungsvertreter dieser Tage immer wieder. Derlei Verlautbarungen beschreiben kein politisches Ziel, vielmehr geht es um die Vermarktung der eigenen Kriegspolitik. Die Methode ist nicht neu – aber erfolgreich.
Politiker und Medien machen sich häufig nicht mehr die Mühe, politische Spannungen und dahinterliegende Sachverhalte zu erklären. In wenigen Worten werden der Bevölkerung die vermeintlichen Gegner ganz einfach „präsentiert“. Im Grunde genommen handelt es sich um Vermarktung, wie sie auch bei Käse, Softdrinks oder Hamburgern Anwendung findet. Noch erschreckender als diese Methode ist einzig ihr durchschlagender Erfolg. Viele scheinen sich dieser Ignoranz widerstandslos zu ergeben.

Aufwachen mit Daniele Ganser in 14 Minuten

Am 8. September 2017 sprach der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser in der Erlöserkirche in Kaiserslautern im Rahmen der Demonstration „Stopp Air Base Ramstein“. In diesem Zusammenschnitt der Rede von 14 Minuten erklärt der Historiker die Grundzüge des US-Imperialismus.

GWUP … Honeckers Erben auf ihrem Kreuzzug gegen das Böse

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Donnerstag, 13.12.2018. Eifel. Ich bin ja ein Skeptiker. Grundsätzlich bei allem und jedem. Das heißt: ich erlaube mir, Informationen nachzuprüfen. Auch „wissenschaftliche“ Informationen. Die Liste der wissenschaftlichen Irrtümer ist sehr lang – und voller Toter. Erst jetzt kommt zum Beispiel heraus, dass der Blutdrucksenker Ramipril Lungenkrebs hervorruft – ein altbewährtes Medikament, ein Schlangengiftderivat, seinerzeit ein großer Triumph der Medizin, jetzt eben einfach nur tödlich. Als Skeptiker traue ich natürlich auch meinem eigenen Urteil nicht, bin ja auch „Wissenschaftler“. Ebenso wenig traue ich meinen eigenen Sinnen – zu groß ist die Gefahr der Täuschung. Genau genommen kann ich als Skeptiker absolut keine Aussage zu irgendetwas machen – ich kann höchstens Wahrscheinlichkeiten errechnen. Jetzt wurde an mich in meiner Eigenschaft als Skeptiker eine Bitte herangetragen:

Diese Story mit der Darstellung DDR-/Stalinismus-Wurmfortsatz würde ich in Sachen Gwup-Aufklärung sogar als bedeutender ansehen als alles, was bisher dazu geschrieben wurde. Da Du ja mit Deinen Artikeln eine wesentlich größere Reichweite hast als ich, würde ich vorschlagen, dass Du diese Geschichte schreibst. Außerdem bis Du als Geisteswissenschaftler mit theologischem Hintergrund geradezu prädestiniert, da die Zusammenhänge herauszustellen. Was hältst Du davon? (Weiß schon, es gibt wohl  viele Dinge, über die Du schreiben könntest/möchtest, und die Tagespolitik zündet ja laufend neue Baustellen an, aber ich sag Dir was: In Wirklichkeit entscheidet sich der Kampf genau auf dieser Ebene und ist alles, was wir politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich erleben, nur eine Konsequenz davon: Ob es gelingt, dem Menschen den Geist abzusprechen  und uns in einen vollkommenen Nihilismus zu stürzen oder ob sich genügend Menschen dagegen aufrichten können und ganz bewusst ein geistvolles Leben kultivieren.

Im Prinzip mag ich mich zu diesen Gwup-Leuten selten äußern. Ich finde sie albern, dumm, ungebildet, geistig sehr eingeschränkt, dialogunfähig, unhöflich, diffamierend – so wie ich jetzt. Ja – das ist der Ton, den man da findet. Es tummeln sich da eine Reihe viert- und fünftklassige Wissenschaftler, die mit viel Getöse (und völlig unklarer Finanzierung) auf sich aufmerksam machen. Weil sie in ihren Fachgebieten immer nur in der Ramschabteilung landeten, mussten sie sich etwas Neues suchen, um auf sich aufmerksam zu machen: den großen Kreuzzug gegen Andersdenkende. Wie im Mittelalter sehen sie in den Hexen der Gegenwart die größte Gefahr für das Volk, während Mikroplastik, Verseuchung durch nukleare Abfälle, Verödung der Böden und Luftverschmutzung für sie eher weniger große Probleme darstellen. Das verwundert nicht: seit dreihundert Jahren wächst auf diesem Planeten etwas  heran, dass sich „Wissenschaft“ nennt und vor allem durch eins brilliert: völlige Verantwortungslosigkeit für ihre Schöpfungen. Sie fummeln überall herum, präsentieren uns ihre Spielereien als größte Schöpfung der Weltgeschichte … während die ganze natürliche Umwelt und die Lebensqualität der Menschen den Bach heruntergeht. Schuld sind dann immer die Verbraucher – da sind sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft schnell einig. Man hätte sich ja auch mit Waffengewalt dagegen wehren können, Ramipril einzunehmen – der Gang zum Anwalt war ja ebenfalls nicht verboten.

Es gibt ja auch schon genug Menschen, die gegen Gwup agieren – dabei ist diese kleine Weltanschauungssekte im Prinzip völlig bedeutungslos. Nun ja – nicht ganz. Sie führen einen Kampf fort, der früher schon geführt wurde: in der DDR. Gwup ist so eine Art Wurmfortsatz der Weltanschauungsstasi aus Honeckers Reich mit ganz neuem, diesmal auch westlichem Personal.

Das sind jetzt harte Worte, oder? Aber so agiert ja diese kleine Sekte, das mögen sie – so quälen und gequält werden – vielleicht sitzt gerade deshalb in ihrem Beirat eine Spezialistin für BDSM – was weiß ich schon. Im Umfeld zu Gwup finden wir auch Psiram (früher: Esowatch) oder die Giordano-Bruno-Stiftung: Menschen, die sich selbst für das Größte auf Erden halten – ohne je irgendetwas geleistet zu haben, weshalb man auf sie hätte aufmerksam werden können. Giordano-Bruno-Stiftung? Das ist so eine privater Verein eines Möbelfabrikanten, der sich auf die Fahne geschrieben hat „eine tragfähige humanistische, rationale und evidenzbasierte Alternative zu den traditionellen Religionen zu entwickeln und ihr gesellschaftlich zum Durchbruch zu verhelfen“ (siehe: GBS): der will ganz offen eine neue Religion installieren – im Deckmäntelchen von „Wissenschaft“. Ist Fachmann für Schlafzimmermöbel – und Sektengründer. 10000 laufen bisher mit – aber das ist ja kein Wunder. „Scientology“ – auch so eine Sekte, gegründet von einem Autor von Trivialromanen – hat viel mehr Mitglieder – und viel mehr Einfluss.  War vielleicht das Vorbild für diese Stiftung jenes Mannes, der einst selbst in der Kirche aktiv wahr, bevor er seine eigene Sekte gründen wollte.

Natürlich: Worte wie „rational“, „humanistisch“, „evidenzbasiert“ hören sich immer gut an. Wenn ich rationale, humanistische und evidenzbasierte Konzentrationslager erwähne, bekommen alle Leute gleich Vertrauen, dass das was Gutes ist – und innerhalb des Weltbildes von Hitlers Gefolgsleuten waren Konzentrationslager auch rational, humanistisch und evidenzbasiert. Derlei inhaltlose Füllworte können Sie bei diesen Sekten zuhauf lesen, darauf ist das akademische Prekariat ja gedrillt, ja: der korrekte und sichere Gebrauch von bestimmten angesagten Füllworten ist heutzutage die Grundvoraussetzung für eine wissenschaftliche Karriere überhaupt – weshalb aus der Wissenschaft ja außer immer neuen Thesen nichts mehr herauskommt … worüber wir aber froh sein dürfen: das erspart  uns eine ganze Reihe neuer Frankensteinmonster, die uns den Alltag vermiesen und den Planeten vernichten. Momentan wissen wir ja noch nicht mal, ob wir die bisherigen Monster der „Wissenschaft“ überhaupt in den Griff kriegen können.

Es kommt halt immer auf das Weltbild an, innerhalb derer solche schönen Worte gesprochen werden – und das Weltbild von Gwup, Psiram und dieser Möbelstiftung ist halt das gleiche wie das der DDR: der sozialistische Materialismus, jene völlig verquere, willkürlich gesetzte Denkweise, die sich – wie in der DDR ja gut zu beobachten war – nur mit Gewalt durchzusetzen läßt. Aber davor scheuen diese Leute ja auch nicht zurück – jedenfalls nicht vor der verbalen Gewalt. Die andere ist ja hierzulande per Gesetz verboten – aber ich bin mir sicher: wenn Hexenverbrennungen wieder neu aufgelegt werden, sind diese „Wissenschaftler“ die ersten, die wieder mit den Scheiterhaufen anfangen.

Wie komme ich nun zu dieser Meinung? Nun – es gibt ein neues Buch über das Paranormale in der DDR (siehe Grenzwissenschaften). Es lohnt sich, damit zu beschäftigen, denn: der Kampf gegen „das Paranormale“ ist ja auch Sinn von Gwup und Psiram (wobei sie kürzlich auch „Verschwörungstheorien“ in ihr Angebot aufgenommen haben – ist zwar nicht paranormal, aber dafür gibt es Spendengelder). Das Buch wurde auch auf dem „Skeptiker-Kongress“ vorgestellt. Ich möchte aus dem Artikel darüber kurz zitieren (siehe Gwup):

„Der Soziologe skizzierte zunächst die amtliche „Wirklichkeitsordnung“ der DDR, die nicht nur von der offiziellen Staatsphilosophie des Marxismus-Leninismus geprägt war, sondern darüber hinaus materialistische und szientistische Züge trug.

Der Szientismus sei als explizite Konkurrenz zur christlichen Religion installiert worden und hatte die Verdrängung von „Finsternis“ und „Unwissenheit“ zum Ziel. Die Vermittlung der wissenschaftlich-szientistischen Weltanschauung sollte letztlich zu einem gänzlichen Verschwinden „religiöser Ideologien“ führen.

Zu den Erscheinungen, die „im sozialistischen System nichts mehr zu suchen hatten“, zählte aber nicht nur die Religion – vielmehr subsumierte die Staatsführung darunter sämtliche esoterische, paranormale, okkulte und alternativ-religiöse Themen, sagte Anton.“

Also kurz alles, was der eigenen Religion widersprach. Ja – die Konkurrenz zu einer Religion ist eine Religion. Wissenschaft – gerade Naturwissenschaft – und Religion haben nämlich keine Berührungsfelder. Objekt der Naturwissenschaft ist die Natur – und nur die. Objekt der Geisteswissenschaft ist der Mensch. Objekt von Religionen … ist alles was nicht Natur und nicht Mensch ist. Jetzt kann man sich natürlich als Mensch frei entscheiden zu sagen: Götter gibt es nicht. Man kann sich auch entscheiden, der Meinung zu sein: die Farbe Rot gibt es nicht. Es sind beides Entscheidungen von gleicher Qualität, Entscheidungen „aus dem Glauben heraus“. Jedenfalls für eine Skeptiker, der nicht nur den Titel tragen möchte, sondern auch gerne gründlich skeptisch ist. Die Religion des „Szientismus“ ist – aus theologischer Sicht – die dunkelste Religion, die Menschen bislang ersonnen haben (ja: Religionen kann man auch künstlich schaffen. Nehme an – alle Religionen sind so entstanden). Während andere Götter durchweg gut und liebevoll sind (Christentum, Buddhismus) – eine Art, die eine gewalttätige Welt gut gebrauchen kann – andere eher menschlich/metamenschlich sind (Griechenland, Keltentum, Germanen), ist der Gott der Szientisten – also ihr „Urgrund des Seins“ – ein blinder, dummer, gefühlloser Klumpen Matsch, der in seinen beschreibbaren Qualitäten dem Dämonengott Azatoth ähnelt, den der Horrorautor Howard Phillips Lovecraft in den dreißiger Jahren entwickelte. Wer, der bei klarem Verstand ist, würde sich schon einem solchen Gott verschreiben … nur um einen Gegenpol zur Kirche zu schaffen – und einen Gegenpol zu Gott?

Nun – wer, der bei klarem Verstand ist, würde sich schon fesseln und schlagen lassen? Es gibt halt unterschiedliche Arten des Menschseins – das ist auch ok. Nicht alles ist mit klarem Verstand nachvollziehbar – aber wenn jemand gerne in eine Glaskugel schaut, mit Telepathie experimentiert, sich mit Horoskopen beschäftigt so sollte das in einer demokratischen Zivilgesellschaft niemanden stören … es sei denn, man teilt noch Honeckers Vision von Maos Welt: alle die gleiche Kleidung, alle das gleiche Auto, alle die gleiche Wohnung, alle den gleichen Geschmack, die gleiche Meinung, das gleiche Weltbild, die gleichen Wahrheiten, Liebe wird abgeschafft, Algorithmen rechnen den richtigen Partner aus, Kinder werden den Eltern entzogen und zur Erziehung der Wissenschaft übergeben, Abweichler werden verhaftet und eingesperrt – solange man sich ihre Ernährung noch leisten kann.

Ja – das darf man sich wirklich mal konkret vorstellen: wohin die Gwupperei führen wird. Wozu man so was macht? Nun – es gab immer Menschen in der Geschichte, die sich zum Großinquisitor über alle Menschen berufen fühlten, im Sinne von Ethik und Humanismus nicht gerade die wertvollsten Gestalten. Menschen, die gerne Menschen jagten, die anders waren als sie. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist hier das Stichwort. Die die anderen gerne am Pranger sahen. Und jetzt merken Sie wohl langsam selbst, wieso der Gwupismus politisch gesehen extrem gefährlich ist. Natürlich umgeben sie sich mit schönen Worten, feiern die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte (wer würde das nicht tun) geben sich sozial und stellen sich als große Retter da – und doch sind sie nur Heuchler. Zu krass? Ich zitiere nochmal was, aus dem Manifest des Evolutionären Humanismus – einem Versuch, den zehn Geboten des Christentum etwas entgegen zu setzen. Das Manifest ist nicht sonderlich rational noch sonderlich gut durchdacht, wendet sich sogar gegen christliche Gebote, ersinnt an den Haaren herbeigezogene Umstände, in denen Lügen, Töten und Diebstahl erlaubt ist (der Großinquisitor könnte ja auch sonst gar nicht seine Arbeit machen oder Gewinn daraus ziehen) und ist vielfältig widersprüchlich in sich selbst – aber ich habe ja auch nicht behauptet, dass es von Geistesgrößen ersonnen wurde. Ich zitiere nur einen Absatz daraus (siehe leitkultur-humanismus):

Befreie dich von der Unart des Moralisierens! Es gibt in der Welt nicht „das Gute“ und „das Böse“, sondern bloß Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Lernerfahrungen. Trage dazu bei, dass die katastrophalen Bedingungen aufgehoben werden, unter denen Menschen heute verkümmern, und du wirst erstaunt sein, von welch freundlicher, kreativer und liebenswerter Seite sich die vermeintliche „Bestie“ Homo sapiens zeigen kann.

Hört sich gut an, ich weiß. Nur: das gilt nur für Nichtmitglieder, denn: das Böse kennen die Gwuppler selbst ja ganz gut. Alles, was gegen den blinden Idiotengott Azatoth und seine Welt a´la DDR wirken könnte, was Alternativen dazu liebenswert erscheinen lassen könnte, ist …. böse. Wäre schön, wenn man selbst ernst nehmen würde, was man predigt … aber das konnte schon ja weder der real existierende Sozialismus oder die katholische Kirche. Ja – es gibt in der Welt nur Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Lebenserfahrungen. Gerade letztere sind da zu betrachten, denn: manche haben Geister gesehen – oder unerklärliche Objekte am Himmel. Manche hatten Nahtodeserfahrungen – andere haben erlebt, wie Staaten lügen, um Kriege führen zu können. Manche waren im Amazonas oder Sibirien und begeistert von dem Weltbild der Schamanen, weil es erlaubt, Jahrtausende in Harmonie mit der Natur zu leben, manche spüren das Flüstern des großen Geistes der Sioux in den westlichen Winden … ist alles ok. Das darf man. Niemand von denen braucht einen Oberwissenschaftler, der seine Erfahrungen beurteilt. Urteilen – ist auch nicht Aufgabe von Wissenschaft. Wissenschaft forscht – und kennt dabei keine Dogmen.

Ich zum Beispiel stehe unter der Erfahrung, dass „spirituelle“ Menschen jeden Glaubens freundlicher, kreativer und liebenswerter sind als die langweiligen, humorlosen, ständig andere schmähenden selbstverliebten Gwupper, die geisteswissenschaftlich gesehen nur eins wollen: im Gewande schöner Worte die DDR wieder aufleben zu lassen. Zu unglaublich? Schauen Sie sich mal an, wie die mit Kritikern in den eigenen Reihen umgehen, die nach langjähriger Mitarbeit erkennen, dass sie in einer dogmatischen Sekte gelandet sind: die wurden alle ´rausgeworfen (siehe Zeit). Soviel zu den schönen Worten, die die so machen.

PS: ein Nachwort muss natürlich sein. Sie werden sich fragen: warum so viele Worte für eine so unbedeutende Sekte? Nun – diese Sekte hat medial eine steigende Verbreitung – ohne dass jemand weiß, dass sie – ähnlich Scientology – nichts Gutes im Schilde führen … bei all´ den guten Werbeworten, mit denen sie ihre Texter in gutes Licht rücken wollen.  Ich denke: es ist politisch wichtig zu erkennen, dass sich hier in der offenen Gesellschaft eine privat finanzierte Gesinnungsstasi etabliert, der schnellstens die Gemeinnützigkeit aberkannt werden sollte, denn: die nützen nur sich selbst. All diese idiotischen Kreuzzüge gegen „Aberglauben“ (wie jüngst der pharmafreundliche Feldzug gegen die preiswerte und inzwischen auch von vielen Ärzten anerkannte Homöopathie) bringen der demokratischen Zivilgesellschaft keinen Nutzen. Und – sich über Andersgläubige lustig zu machen (d.h. ihnen die Menschlichkeit abzusprechen – der erste Schritt zur Massenvernichtung) ist zwar vielleicht für niedere Geister spaßig, aber eben kein guter Stil. Und wenn diese Gestalten dann noch den Menschen erklären, dass Kriege einfach nur so passieren, wie Krankheiten, ohne das Menschen was dazu können (siehe wired) … dann sind sie nicht nur geistig recht herausgefordert durch die Realität sondern auch brandgefährlich – weil sie Kriege wieder möglich machen. Und wer dann nach Verantwortlichen für Kriege sucht ist: …. Verschwörungstheoretiker.

Soweit sind wir schon.

PS: dass die esoterische Szene voller Scharlatane ist, wird hier nicht in Zweifel gestellt. Aber die verursachen kein Lungenkrebs wie führende, „bewährte“ Blutdrucksenker, die verseuchen keine Meere, Luft oder Böden – die leben einfach nur ihren eigenen Traum. Und wer dafür bezahlen möchte, den mitleben zu dürfen: ok. Wir schauen ja auch „Raumschiff Enterprise“ – wohl wissend, dass es dieses Raumschiff in Wirklichkeit gar nicht gibt.

 

 

 

Deutschlands Weg in den Krieg: eine Zwischenbilanz

Deutschlands Weg in den Krieg: eine Zwischenbilanz

Donnerstag, 22.11.2018. Eifel. Die Kriegsvorbereitungen laufen. Der Krieg selbst auch. Wie immer, wenn der Kapitalismus an sein Ende gekommen ist, braucht er im Land Faschismus und außen Krieg, nach dessen Ende alles neu anfangen kann. Jedenfalls für die, die überlebt haben – was den Reichen recht leicht gelingt. In China wird offen darüber geredet: das südliche Kommando soll sich auf Krieg einstellen (siehe Heise). Hört sich harmlos an weil: ist ja weit weg. Was interessieren uns Kriege im Pazifik. Allerdings: mit Sicherheit wird es wieder so dargestellt werden dass wir die angegriffenen Opfer sind (waren wir immer) und deshalb der Bündnisfall eintritt: Deutsche Soldaten können dann im Pazifik Paderborn verteidigen. Nun schauen Sie nicht so, wir sind genau deshalb in Afghanistan – und darüber berichten die Medien ja nur sehr verhalten. Man würde sie auch bei kriegsähnlichen Zuständen im Pazifik vor der Brutalität des Krieges verschonen, so wie man Sie generell vor der Realität verschont.

Nehmen wir Syrien. Da ist schon Krieg – wir nennen es nur nicht so. Da geht es irgendwie gegen Assad und der ist böse, was man ganz genau weiß. Was man auch wissen kann: erst kürzlich haben amerikanische Flugzeuge 43 Zivilisten getötet, darunter 17 Kinder (siehe Spiegel). Da sind wir auch dabei. Deutschland führt Krieg gegen Syrien (Codename: Counter Daesh – falls Sie noch nicht davon gehört haben) – wir nennen es nur nicht so. Wir können es ja auch so nicht nennen, weil in einem Krieg normalerweise Staaten gegeneinander kämpfen, also auch mal syrische Bomber amerikanische Schiffe im Mittelmeer angreifen müssten – was die nicht tun. Die Hochrüstung der Nato – vor allem der USA – erlaubt mitlerweile wieder Zustände wie zu Zeiten des Kolonialismus: wir schlagen zu – aber die anderen können sich nicht wehren. Und das ist ja dann auch kein richtiger Krieg, das ist … was anderes, worüber man am besten auch gar nicht spricht. Es ist halt normal, dass US-Bomber immer und überall zuschlagen können wo sie wollen, immerhin waren das ja Megaopfer. Doch  – denken Sie an „nine-eleven“. Aber bitte nur kurz, die über diesen Anschlag kursierenden amtlichen Verschwörungstheorien halten einer längeren Betrachtung nicht stand: da versagt einem dann doch der Verstand und man betritt schnell das Reich der nicht von der Regierung abgesegneten Wahrheitstheorien, der zum „verbotenen Denken“ gehört.

Der Krieg im Außen kann sich jederzeit schnell und umfassend ausweiten lassen: noch ein „nine-eleven“ – „eindeutig“ von Russland oder China oder beiden zusammen veranlasst: schon sind wir dabei, als Hilfstruppen für ein US-Imperium, das sich gegen jeden Gedanken des Völkerrechts ständig weiter ausbreitet – eine Tatsache, die wir schon als Naturgesetz hingenommen haben und gar nicht weiter hinterfragen. Wo früher das CIA noch hinter den Kulissen finstere Taten stricken musste, wird heute ganz offiziell gebombt, Tausende sind schon gestorben, weitere Tausende werden noch sterben – und wir schweigen.

Die Anzeichen für ein Ende des Casino-Kapitalismus mehren sich – mal wieder (siehe z.B. Handelsblatt). Die „Märkte“ sind am Ende ihrer Existenz angekommen, übrig ist ein System, dass zehn Prozent der Bevölkerung ohne großartige Arbeit immer reicher macht und neunzig Prozent immer ärmer – wobei viele Wissenschaftler sich bemühen, allen vorzurechnen, das wir gar nicht ärmer werden sondern eigentlich superreich sind – verglichen mit den Ärmsten der Welt, von denen gerade schon eine Million auf dem Weg zu uns in der Sahara verreckt sind (siehe Handelsblatt). Also: seien Sie froh, dass die Mächte und Gewalten dieser Welt Sie noch nicht in die Sahara gejagt haben! Wir haben auch gerade einen schönen Einblick darin, wie die Mächte und Gewalten sich selbst sehen: Millionär Friedrich Merz zum Beispiel, der Mann der mächtigsten Vermögensverwaltung der Welt auf dem Weg ins Kanzleramt, sieht sich selbst nur als Mitglied einer gehobenen Mittelschicht (siehe Manager-Magazin). Diese Menschen haben jeglichen Kontakt zur Realität schon lange verloren. Sie fühlen sich nicht reich, sind es aber. Wir sind arm, sollen uns aber nicht so fühlen. Verrückte Welt, oder?

Natürlich brauchen wir die harte Hand nicht nur im Außen, sondern auch im Inneren. Hier gewöhnen wir uns langsam daran, dass die Nachrichten von erfrorenen Obdachlosen den Winter ankündigen – so wie die von Biggi, 64, Tote Nr. 3 seit Oktober (siehe Hinz und Kunzt). Hinz und Kunzt ist ein Obdachlosenmagazin, dass es schon seit Jahrzehnten in Hamburg gibt – Obdachlose mit eigener Schreibkultur … aber ohne Wohnraum. Berlin möchte nun die Sterberate von Obdachlosen drastisch erhöhen – sie schließen die Bahnhöfe im Winter, die vielen verlorenen Menschen noch Obdach und Schutz boten (siehe Taz): Menschen mit maximaler innerer Kälte jagen Menschen in die äußere Kälte, damit die es auch nicht warm haben. Dortmund beteiligt sich an der Hetzjagd auf die ärmsten der Armen, von denen manche nur gemacht haben, was Volker Pispers in seinen Programmen in Bezug auf zukünftige Rentner mal scherzhaft angekündigt hatte: sich bei der Wahl zwischen Essen und Wohnen halt eher fürs Essen entschieden und aufs Wohnen völlig verzichtet … weil man es sich finanziell nicht leisten kann. Dortmund verteilt jetzt an hunderte Obdachlose Knöllchen, wer nicht zahlen kann (oder will) kommt in den Knast (siehe Welt). „Der Markt“ hat natürlich noch eine andere Verwendung für Obdachlose: sie können für einen bekannten Paketdienst arbeiten. Das Geld reicht zwar nicht für eine Wohnung, aber die können ja im Auto zwischen den Paketen schlafen (siehe WDR). Ekelhaft, ja: aber bringt Traumrenditen. Und: schafft Arbeitsplätze.

Spannend eben auch, dass sich viele brave, ordentliche Bürger an den Anzeigen gegen Obdachlose beteiligen – anstatt mit Suppen, Decken und einem Wurstbrot bewaffnet gegen das Elend zu kämpfen, kämpft man gegen die Armen – und freut sich wohl klammheimlich über die Minusgrade, die uns – ganz ohne Lager und Öfen – von den Ballastexistenzen befreit?

Wieder mal zu böse formuliert? Übernachten Sie mal bei Minusgraden im Freien – nur eine Nacht. Dann reden wir mal darüber, wie böse sich das anfühlt. Und wissen Sie, wie ich das gerne nennen möchte? Einfach, um mal klare Worte in die Welt zu setzen? Ganz einfach: Bürgerkrieg. Den brauchen die Speichellecker des Kapitals dringend, um die Beute in Sicherheit zu bringen. Und ich spreche deshalb auch von Krieg, weil die Sache System hat. Aktuell gibt es in Berlin gerade ein Gerichtsurteil, dass erlaubt, dass tausende von Kranken sofort gekündigt werden können (siehe Deutschlandfunk): die landen dann auf der Straße, weil die Mieten in Berlin sowieso schon kein normal Sterblicher bezahlen kann. Immer mehr Haushalte in Deutschland sind überschuldet (siehe Spiegel), niemand erwartet da eine Trendwende, wenn jetzt Strom – und Heizkosten wieder steigen, werden noch mehr auf der Straße landen. Zudem beteiligen sich ja auch „die Märkte“ begeistert am Krieg gegen die Armen: Vonovia, Dax-Konzern und größter Vermieter Deutschlands plündert laut Presseberichten seine Mieter nach Strich und Faden aus (siehe Spiegel). Was bekommt man eigentlich so als „Gehalt“ als Chef von Vonovia? 5,67 Millionen Euro – 2017 (siehe haufe.de). Ein Jahr arbeiten – schon ist man durch, kann von den Zinsen leben und ewig am Strand in der Sonne liegen, während die Mieter in feuchten, kalten Wohnungen hausen und sich täglich vor neuen Rechnungen fürchten. Muss schön sein, von der Elite erwählter Leistungträger zu ein.

Organisiertes Verbrechen – fällt mir dazu ein. Und das ist ja das, was Gewalttaten in Krieg und Frieden unterscheidet: im Krieg ist die Gewalt perfekt organisiert. Vonovia hält sich Mietsklaven, die noch dankbar sein müssen, dass sie keine Obdachlosen sind: so läuft das System. Jeder, der nicht zum Merz´schen „Mittelstand“ gehört, muss fürchten, bald unter die Räder zu kommen – Möglichkeiten dazu gibt es reichlich: Krankheit zum umpassenden Zeitpunkt reicht schon aus. Schon mal daran gedacht, dass „Sozialstaat“ eigentlich hieß, dass es gar keine Räder mehr gibt, unter die man kommen kann, dass die Gemeinschaft aller alle vor solchen Rädern schützen sollte? Und wie soll man das nennen, wenn manche die Gemeinschaft zu eigenem Vorteil beenden, den Zusammenhalt aufkündigen und gegen die anderen, zeitweise schwächeren vorgehen? Ich würde sagen: wir nennen das Bürgerkrieg. Ende der Beschönigungen.

Auch betroffen vom Krieg gegen die Armen: die Jugend. 3,4 Millionen der unter 25-jährigen leidet inzwischen unter Armut – und werden dafür vom Staat drangsaliert (siehe junge Welt). Wir führen Krieg gegen die Armen. „Low Level“-Krieg, könnte man sagen, um die moderne Sprachverwirrung mal günstig einzusetzen. Natürlich könnte man was gegen die Armut tun – man könnte allein schon was gegen die Obdachlosigkeit tun. Berlin, die gleiche Stadt, die Obdachlose in den Kältetod jagt, hat Massen an leer stehenden Flüchtlingsunterkünften … doch da dürfen die Armen, die das Pech hatten, hier geboren worden zu sein, nicht ´rein (siehe Morgenpost). Die sind vorbehalten für Arme, die aus dem Ausland kommen. Edelarme, sozusagen. Eingeladen von der Elite, die Fahrer für ihre Paketdienste braucht. Wer so handelt, will Radikalität und Ausländerfeindlichkeit schüren – und das klappt ja ganz hervorragend – das klappt so gut, dass Mittelstand-Merz nun sogar das Asylrecht in Frage stellen kann (siehe Spiegel): die strikt logische Folge einer völlig undurchdachten, willkürlichen und teilweise realitätsfremden Willkommenkultur ist, dass jene, die wirklich verfolgt werden, bald einen ihrer letzten Häfen in der Welt verlieren – so wie wir im Taumel des Gefühls der absoluten Überlegenheit unseres „gut seins“ den letzten Rest an Anstand verlieren.

Und wie funktioniert das alles? Wieso kann das alles so weiterlaufen wie es läuft? Haben wir nicht gesellschaftliche Regelmechanismen entwickelt, die uns vor solchen Entwicklungen schützen sollten?

Ja – haben wir. Über diese Mechanismen wachen … die Beamten. Treue Wähler der Groko. Viele von ihnen sind auch Abgeordnete des Bundestages. Und für ihre staatlich angeordnete Treue bekommen die auch Geld. Viel Geld. „Für fünf Jahre Arbeit 1573 Euro Pension“ – so titeln gerade die Medien (siehe Zeit). Treue – ist käuflich – und wer jetzt als erster „Korruption“ brüllt, ist links- oder rechsradikal (entscheidend ist – heutzutage – hier die Frisur: lange Haare: linksradikal, Glatz: rechtsradikal). Die Summe der bisher anstehenden Beamtenpensionen beläuft sich auf 690 Milliarden Euro (siehe Handelsblatt). Schon seit meinen Studienzeiten ist bekannt, dass das niemand mehr wird bezahlen können – und das war in den achtziger Jahren. 35 Jahre lang ist nichts weiter passiert, außer dass man die Kaste der Beamten weiter mit Geld überschüttet hat- und hier natürlich eine gewissen politische Einstellung einkauft. 690 Milliarden Euro … ist ihnen klar, was geschehen wird, wenn wir das auszahlen müssen? Hartz IV kostet den Bund 22 Milliarden Euro. Lesen Sie ruhig mal im Detail, was da an Kosten anfällt – und wie schnell die von Jahr zu Jahr steigen: Ihnen wird übel werden. Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen für unmöglich hält, sollte sich einfach mal diese Zahlen zu Gemüte führen … und dabei handelt es sich nur um 600 000 Menschen, die versorgt werden.

Aber man braucht diese Beamten: sie tragen die Politik der „Mittelstandsmerzer“ – und sollen ihren Anteil am Kuchen bekommen. Sie sollen immerhin weiter Sanktionen gegen Arbeitslose aussprechen – oder dafür sorgen, dass die Mitarbeiter mit Zeitverträgen beim Jobcenter Sanktionen aussprechen … und diese bei Weigerung notfalls auf die Straße setzen. In Kriegszeiten brauchen wir Menschen, die hart zupacken können, die bar jeder Sozialromantik wissen, was zu tun ist. Die Pöstchenkultur wird gerade auch aufgeblasen – nicht nur in den Ministerien. Da wird mobilisiert – für eine Zukunft, die nicht mehr zu bezahlen ist. Jedenfalls – von den meisten nicht. Die Unterschicht – seit der Selbsteinschätzung von Friedrich Merz können wir erahnen, wie groß die in Wirklichkeit nach „deren“ Maßstäben ist: für „Mittelstand“ braucht man schon eine Million, darunter herrscht nackte Armut – und über eine Million Deutsche haben es ja geschafft, über zehn Millionen leben ganz gut von den Aufträgen der Millionäre … nur die anderen 69 Millionen faulen, trägen, ständig besoffenen Minderleister machen noch Probleme.

Deutschland ist auf dem Weg in den Krieg. Im Inland und im Ausland. Noch: Low Level. Aber trotzdem – langsam aber unaufhaltsam – für immer mehr Bürger tödlich.

Reden wir doch mal darüber.

Ohne schöne Worte.

 

 

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