Krankenhäuser

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Schließung von Krankenhäusern: „Das ist politisch gewollt“

Laura Valentukeviciute Interview

„Es dürfen keine weiteren Krankenhäuser schließen. Insolvente und akut von Insolvenz bedrohte Kliniken müssen vom jeweiligen Bundesland aufgefangen werden.“ Das sagt Laura Valentukeviciute, Sprecherin der Initiative Gemeingut in BürgerInnenhand. Im NachDenkSeiten-Interview mit Valentukeviciute wird deutlich, dass die negative Entwicklung im Krankenhausbereich auf Weichenstellungen zurückgeht, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Valentukeviciute ordnet für die NachDenkSeiten die Situation einer stark gebeutelten Kliniklandschaft ein und erklärt, warum die Initiative sich in einem Offenen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn wendet.

 

Ausnahmeregelungen für Krankenhauskonzerne, einen Tritt in den Hintern für das Pflegepersonal

Für wenige Wochen waren sie die „Corona-Helden“. Doch außer Applaus und wohlfeilen warmen Worten ist für das Pflegepersonal in Deutschlands Krankenhäusern wenig herumgekommen. Keines der massiven Probleme, die bereits vor Corona bekannt waren, wurde von der Politik seitdem angegangen und es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich daran etwas ändern wird. Im Gegenteil: Um einen Zusammenbruch der stationären Pflege in der damals prognostizierten exponentiellen Zahl von Covid-19-Schwersterkrankten zu verhindern, wurden zahlreiche patienten- und mitarbeiterfreundliche Richtlinien außer Kraft gesetzt – temporär, wie es damals hieß. Heute spielt Covid-19 im Krankenhausalltag keine nennenswerte Rolle mehr. Die Ausnahmeregeln sind jedoch immer noch in Kraft und die Ausnahmen mit kürzeren Fristen werden trotz massiv sinkender Fälle munter immer wieder erneuert. Die Profiteure dieser Schock-Strategie sind die Krankenhausbetreiber. Die Leidtragenden sind die Patienten und vor allem das Pflegepersonal.

Home Office #36

Künstler, Veranstalter und Kulterschaffende werden in den meisten Ländern von der Regierung entschädigt. In Deutschland möchte man das lieber nicht tun. Die europäischen Südstaaten könnten ja monieren, dass man zunächst Eurobonds über die Kunst stellen sollte.

Außerdem sprechen wir mit David Vandeven über seine geplante und dann doch aus Sicherheitsgründen abgesagte Kundgebung in Bautzen, auf welcher neben Vera Lengsfeld auch Uwe Steimle eingeladen war.

Krankenpfleger Phil berichtet uns außerdem von den Zu- und Leerständen in deutschen Kranenhäusern während der „Pandemie“.

Moderne Hexenjagd: Hebammenverfolgung aktuell – und der Kampf gegen die Frau an sich

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Samtag, 15.11.2014. Eifel. In Zeiten, in denen gesund gewachsene Gemeinschaftssysteme aufgrund unbeändiger egozentrischer Auswüchse sterben, bleiben manche Sterbeprozesse unbemerkt. Sicher, wir sind das gewöhnt – wir hier auf dem Land, wo die Welt zwar nicht in Ordnung ist, aber überschaubar. Seit Jahren kämpfen wir um das Krankenhaus, das vielen Menschen das Leben gerettet – und geschenkt hat. Schließt es … so können wir damit rechne, 40 Kilometer bis Aachen fahren zu können. Der Grund? Man verdient nicht mehr genug mit Krankenhäusern.

Pervers, oder? Krankenhäuser können nicht betriebswirtschaftlich geführt werden – jedenfalls nicht unter dem Siegel der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte, die in den Bereichen der Herrschaft betriebswirtschaftlichen Denkens Schritt für Schritt ausgehöhlt, untergraben und eliminiert wird. 40 Kilometer überlebt kein Infarktpatient … aber die Medizin konzentriert sich lieber auf die gewinnträchtigen Bereiche der künstlichen körperlichen Verschönerungen von Reichen, die sich den Luxus auf Kosten der Allgemeinheit leisten können. Auf Kosten der Allgemeinheit? Ja – was glauben Sie denn, wo letztlich das Geld herkommt, das wir alle geschaffen haben? Ja – wir, die Solidargemeinschaft der Bürger hat das Geld geschaffen und bürgt auch für seinen mit allem, was sie hat.

Natürlich erleben wir auch Schulsterben. Mit viel Argumenten bewaffnet bin ich so zu einem Elterninformationsabend gefahren – immerhin wusste ich, wofür die Gemeinde so alles Geld ausgibt – und was sie allein von unserem kleine Dorf bekommen hat: hier wurde das Bürgerhaus verkauft (wird gerade in Eigenintitiative neu aufgebaut) und der Ausbau eines Feldweges zur Straße (zwecks Verbesserung der Verkaufbarkeit der Gemeindegrundstücke) hat jedem der Anwohner Kosten von 30 000 Euro beschert. Leider war ich falsch vorbereitet: es waren Leute von der Schulverwaltung da, die neue Gesetze präsentierten: seit 2005 legt § 82 des Schulgesetzes des Landes NRW die Klassengrüße auf 28 Schüler fest (entgegen aller pädagogischer Empfehlungen … allerdings gibt es neuerdings überraschend flankierende Studien, die feststellen, dass große Klassen entgegen der Ergebnisse der PISA-Studie dem Lernen absolut förderlich sind – man rate mal, wer diese Studien finanziert hat? Der Steuerzahler natürlich.), § 93 reduziert für kleine Schulen die zugewiesene Anzahl von Lehrern .. so dass das Schulsterben in der Eifel (wie auch die Armut der Arbeitslosen) staatlich befohlen wird: die Gemeinden dürfen noch abnicken.

Krankenhaussterben, Schulsterben – Deutschland schafft sich auf ganz andere Art und Weise ab, als rechtsextreme Schreibtischtäter befürchteten.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit trifft es nun einen weiteren Bereich – und zwar mit aller Härte des Gesetzes: die Hebammen.

In unserer kinderfeindlichen Umwelt sollte man vielleicht kurz beschreiben, was die so machen, diese Hebammen: die begleiten Frauen während der Geburt. Sechs meiner sieben Kinder sind nur von Hebammen zur Welt gebracht worden – nur das erste Kind wurde vom Chefarzt „geholt“ – und zwar mit Gewalt und einigen Folgeschäden, die sein Leben in ein Trümmerfeld verwandelten: Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff während des Geburtsvorganges ist nicht optimal für so einen kleinen Wurm – aber dafür war es der Chefarzt, der dafür abrechnen durfte: man war privat versichert und durfte sich in das Feld der iatrogenen (durch den Arzt verursachten) Todesfälle begeben, deren Anzahl in Deutschland schlichtweg nicht ermittelt wird … weil Ärzte hier auch Halbgötter in Weiß sind, unfehlbar wie der Papst. Fast 19000 Menschen haben das letztes Jahr mit ihrem Leben bezahlt (siehe Süddeutsche) – und darin sind die Toten durch unsachgemäße Medikation (oder unerträgliche Nebenwirkungen) noch gar nicht mitgezählt.

Sechs weitere Geburten habe ich komplikationslos miterlebt – nur begleitet von einer Hebamme. Wieso auch nicht … Geburt ist seit tausenden von Jahren eine natürliche Angelegenheit – lange bevor wir den Beruf des „Arztes“ überhaupt erfunden hatten.

Nur leider … betreten wir hier ein Schlachtfeld, das sehr alt ist. Hebammen wurden als potentielle Hexen sein den Zeiten von Thomas von Aquin verfolgt (siehe Hexenbad. ev). Das diese Verfolgung aktuell erneuert wird, ist kaum jemanden bewusst – und ich ärgere mich, dass ich hierzu keine Notizen angefertigt habe. Angesichts einer Apothekertagung in Frankfurt bin ich  Zeuge von etwas ganz Besonderem geworden: vor aller Augen und Ohren berichtete dort ein Ausbilder für Krankenpfleger, dass alle Frauen (ja ALLE FRAUEN) an sich als krank zu gelten haben, sobald sie das Krankenhaus betreten haben. Nun – ich hatte andere Interessen an der Tagung, andere Arbeiten zu erledigen – stand aber selbst fassungslos vor dieser Aussage und schaute mir die Frauen im Saal genau an: keine einzige widersprach dieser mittelalterlichen Vorstellung, noch schien sich jemand bewusst zu sein, was sich dort gerade ereignete: ein neuer Mythos, eine neue Legende wurde getestet … und setzte sich durch.

Nun – diese Tagung war zehn Jahre her – doch diesen Moment der Fassungslosigkeit habe ich nicht vergessen.

Die Frau war wieder … schlecht geworden, verflucht, unzureichend, von Natur aus schon fehlerreich und mangelhaft – der Schritt dazu, sie als Einfallstor des Teufels zu bezeichnen, war nicht mehr fern (was, wie mir mündlich berichtet wurde, auch irgendein Kirchenmann kürzlich wieder erwähnte).

Hexenverfolgung, Hebammenjagd, Kirche – da braut sich gleich wieder ein antireligiöser Mob zusammen, der die falschen hängt, denn: der Vernichtungsfeldzug gegen das Weibliche, gegen die selbstbestimmte Frau und gegen das naürliche Leben an sich wird nicht von der Kirche getragen, sondern von anderen Interessengruppen.

Ja – in Neudeutschland wird ein seltsamer, für Frauen lebensgefährlicher Kult praktiziert, der nur nebenbei wahrgenommen wird – und der Kampf gegen die Hebammen hat hier ganz einfache, finanzielle Gründe.

Was kann eine Hebamme? Sie begleitet eine ganz natürliche Geburt, die auch jenseits des Krankenhauses zu Hause stattfinden kann: eine Horrorvorstellung für viele Ärzte, denen hier Einnahmen entgehen. Gäbe es keine Hebammen – die Frauen würden von Ärzten schon im Krankenhaus gebührend empfangen werden, mit allem, was der Abrechnungskatalog so hergibt. Schon im Mittelalter waren die heilkundigen Frauen den männlichen Ärzten ein Dorn im Auge – und sie fanden in ihren adeligen, sexuell frustrierten Kollegen in der Kirche verständnisvolle Leidensgefährten, die schnell bereit waren, den Ausführungen und Schlussfolgerungen der männlichen Juristen zu folgen, die in den Hexenprozessen ebenfalls ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell fanden – ja, vielleicht war das sogar die Geburtsstunde des deutschen Juristen: er keinen Anwalt hat, wird verbrannt … oder verhext.

Welcher Kult ist es nun, der hier – abrechnungsfreundlich – praktiziert wird?

Der Kult um die angeblich schmerzfreie Geburt per Kaiserschnitt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Kaiserschnittrate von 10-15 % (siehe Hinweis aus Studie bei Greenbirth.de) – das wäre ein Maßstab für das medizinische Notwendige. In Deutschland lag die Rate jener Formen von Geburt, die durch das brutale, gefährliche und nur selten medizinisch gerechtfertigte Aufschneiden der weiblichen Bauchdecke zur Welt gekommen Kinder im Jahre 2013 bei 32,7 Prozent (siehe Eltern).

Wir liegen hier 100 – 200 Prozent über dem medizinisch sinnvollen Eingriffen – und keiner fragt, warum? Nun – einen Grund gibt es schon, der hochrangig besetzte Arbeitskreis für Frauengesundheit hatte schon 2010 ein Positionspapier dazu veröffentlicht:

Schwangerenvorsorge und Geburtshilfe in Deutschland sind heute von einer weitgehenden Technisierung und Pathologisierung geprägt. Vorherrschend ist die Überzeugung, dass Schwangerschaft und Geburt hochriskante Vorgänge sind, die medizinische Eingriffe geradezu erzwingen, um Schäden von Mutter und Kind abzuwenden. Anders als in anderen westeuropäischen Ländern werden in Deutschland rund 70 Prozent der werdenden Mütter als „risikoschwanger“ eingestuft. Dies wird im Mutterpass dokumentiert und damit im Bewusstsein der Schwangeren und aller anderen Beteiligten fixiert. Zunehmend beeinflussen Rentabilitäts- und Haftungsfragen die Definition des Risikos.

70 % der werdenden Mütter sind … problematisch?

Nur, wenn die Frau an sich krank ist und die natürliche Geburt ein Akt des Teufels.

Gründe für den Eingriff gibt es genug – auch betriebswirtschaftlicher Art: Kaiserschnitte erfreuen den Arbeitgeber, siehe News.de

Das Spektrum der Gründe, warum sich eine Frau für den Kaiserschnitt entscheidet, ist vielfältig, meint Dr. Sven Seeger, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Halle an der Saale. Wer sein Kind per Wunschkaiserschnitt zur Welt bringt, kann den Termin passgenau ins eigene Berufsleben und das des Partners eintakten und dafür sorgen, dass bereits vorhandene Kinder versorgt sind, wenn die Krankenhaustasche im Auto landet.

Wir erfahren auch etwas über die Folgen – und den gerne von Ärzten verkauften Irrglauben, ein Kaiserschnitt sei schmerzfrei:

Denn der Kaiserschnitt unter Narkose sei zwar schmerzfrei, dafür zahlen frischgebackene Mütter anschließend unter Umständen einen hohen Preis. Postoperative Schmerzen können sich über Tage, in einzelnen Fällen auch Wochen und Monate hinziehen und durchaus intensiv sein.

Natürlich ist der Kaiserschnitt auch für die Geldbeutel der Ärzteschaft äußert rentabel, während die natürliche Hausgeburt nur die Kassen vor unnützen Ausgaben bewahrt. Die Folgen für die Frau? Wer interessiert sich schon dafür, wenn Gewinn droht?

Und diese Risiken seien nicht gering. So können Verwachsungen zu chronischen Beschwerden führen und den Traum vom Nachwuchs ohne Schmerzen platzen lassen. Zwar sei die Sterblichkeitsrate genauso hoch wie bei Normalgeburten, aber das Thromboserisiko sei um ein Fünffaches höher. Zudem kann es zu Wundheilungsstörungen und Infektionen kommen, angrenzende Organe, etwa die Harnblase, könnten verletzt werden. Das Risiko für nachfolgende Schwangerschaften steigt ebenfalls. So kann die innere Narbe an der Gebärmutter während der Geburt oder schon während der Schwangerschaft reißen, die Plazenta oder auch der Fötus können sich in der Narbe einnisten, sodass die Schwangerschaft im schlimmsten Fall abgebrochen werden muss.

An Thrombose sterben jedes Jahr 100 000 Menschen (siehe Netdoktor) – das ist also keine Kleinigkeit.

Eigentlich Gründe genug, zu sagen: fördern wir lieber die Hausgeburt und die Kultur der Hebammen anstatt die Rendite einer Ärzteschaft, die gerne Frauenleiber aufschlitzt (das hier vielleicht auch man eine Frustration aus dem eigenen Eheleben oder mit dem weiblichen Geschlecht generell  verarbeitet wird, dürfte wohl auszuschließen sein).

Doch was geschieht?

Im Jahre 2014 – als zehn Jahre, nachdem ich erstaunt feststellen durfte, dass aus männlich-medizinischer Sicht die Frau an sich völlig krank ist – gibt es eine geballte Offensive gegen die Kultur der Hebammen, die ärztliche Rendite in Gefahr bringen.

Wiwo berichtete Anfang diesen Jahres über das drohende wirtschaftliche Aus der Hebammen:

Schon jetzt sind die Policen für Hebammen kaum noch bezahlbar. Während die Haftpflichtversicherung für Geburtshilfe 2000 noch 404 Euro im Jahr kostete, sind es mittlerweile 4242 Euro.

Zwar gab es Mitte des Jahres einen Kompromis in Form von Ausgleichszahlungen – was aber nur kurzfristig zu helfen scheint (siehe ebenfalls Wiwo), eine nachhaltige Lösung ist auch am Jahresende nicht zu erkennen (siehe Hebammenverband).

In Wirklichkeit droht des Aus eines freien Berufsstandes, der den Fleischern unter der Ärzteschaft im Wege steht (siehe Sein.de):

Trotz rückläufiger Schadensfälle (die im Krankenhaus ebenso hoch sind) ist die die Prämie seit 1981 von 30 Euro auf heute über 5000 € angestiegen – das können sich nur noch sehr gut ausgelastete Hebammen leisten. Zwar gibt es inzwischen eine Ausgleichsregelung, die ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Hausgeburten machen Hebammen besonders im ländlichen Bereich nur noch aus Idealismus, lohnen tut sich das nicht, berichtet uns eine Hebamme. Und es sei zu befürchten, dass es in wenigen Jahren keine Hausgeburten mehr in Deutschland gäbe.

Überraschend, oder? „Rückläufige Schadensfälle“ (ein Grauen für jeden renditebewussten Arzt) – trotzdem steigende Prämie.

Nun – mit all´ dem hätte man ja noch leben können, haben wir uns doch daran gewöhnt, dass es in Deutschland immer weniger Kinder gibt, dass wir in einem sterbenden Land leben und es deshalb auch für Hebammen weniger zu tun gibt … bzw. der Konkurrenzkampf mit der Ärzteschaft immer brutaler wird. Man sollte dabei nicht vergessen, dass jeder Versicherungsmitarbeiter einen Arzt hat – aber nicht jeder eine Hebamme braucht … da weiß man dann schon, wo die Loyalitäten liegen.

Jetzt aber wurde die Sache brisanter: eine Hebamme wurde die komplette Existenz vernichtet (siehe z..B. Geburtshaus Mayenrain)

am 01.Oktober 2014 ist passiert was seit mehr als 2 Jahren zu befürchten war:

Eine Hebamme u. Ärztin, Anna Rockel-Loehnhoff, ist wegen TOTSCHLAG zu einer Haftstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten sowie der Zahlung von weit über 50.000 € verurteilt worden.
Zusätzlich ist ein lebenslanges Berufsverbot gegen sie als Ärztin und Hebamme verhängt worden weil (so der Richter) „zu vermuten ist dass die Angeklagte auch später bei ihrer Sichtweise zur natürlichen Geburtshilfe bleiben wird.“

Es ist weltweit der einzige Prozess gegen eine Hebamme dieser Art – zu befürchten ist jedoch dass es nicht der letzte sein wird.

Ja – weltweit ist das erste Mal eine Hebamme dafür verurteilt worden, dass am Ende einer Problemgeburt kein lebendes Kind in den Händen der Mutter lag. Ja – es war eine Problemgeburt, die Eltern flohen vor dem Skalpell der Ärzteschaft in die Hände einer Hebamme, die – welch´ ein Zufall – selber auch Ärztin war. Der medizinische Hintergrund des Falles wird auf einer Internetseite ausführlich geschildert (siehe: selbstgeboren.de), gleichzeitig erfährt man dort einiges über Merkwürdigkeiten im Gerichtssaal, die auch von Prozessbeobachtern geschildert wurden.

Im Gerichtssaal in dem das Urteil fiel, fühlten sich im Laufe des Prozesses Mütter im Zeugenstand durch die drängenden und detaillierten Fragen des Richters zu ihren außerklinischen Geburtsverläufen bedrängt und an den Pranger gestellt. Befangenheitsanträge gegen den Richter wurden zweifach gestellt und abgelehnt. Prozessbeobachter und die vielen regelmäßig anwesenden Hebammenkolleginnen können kaum fassen was hier vor sich geht. Das alles findet parallel zum Wegfall der Möglichkteit zur Berufshaftpflichtversucherung statt. Der Richter wird später bei seiner Urteilsverkündung erwähnen, dass er alle Schmährufe in Hebammen-Onlineforen ausfindig machen konnte und dass man damit der Angeklagten keinen Gefallen getan habe. Am letzten Prozesstag sind drei Beamte im Gerichtssaal eingesetzt, um das Publikum unter Kontrolle zu haben. Ob man fürchtete die anwesende “Hebammencrowd” könnte zum Angriff blasen?

Erinnert an einen Hexenprozess, oder? An die Fragen der Inquisition?

Kann sich jemand vorstellen, was dieses existenzvernichtende Urteil (bei der eine zentrale Gestalt der deutschen Hebammenbewegung ausgeschaltet wurde (Anna Rockel-Loenhoff studierte Pädagogik, Psychologie und Medizin. Hebammenexamen 1978, seit 1981 Hausgeburtshilfe, 1985 Ärztin und Gutachterin. Lehrhebamme für den freiberuflichen Teil in der Duisburger Hebammenschule. Mitautorin des Lehrbuchs „Hebammenkunde“, Veröffentlichung von Fachartikeln, bundesweit bekannt durch Seminar- und Ausbildungstätigkeit) für die ganze Kultur der freien Hebammen (und erst recht für ihre Versicherungsprämien) bedeutet?

Das war es dann mit der natürlichen Hausgeburt … und mit der Beendigung eines Weges, der aus der natürlichen Geburt eine gewinnbringenden Krankheit gemacht hat, die nur mit dem Skalpell erfolgreich bekämpft werden kann – ohne Rücksicht auf die Gesundheit des minderwertigen Menschenmaterials „Frau“.

Die Verurteilung der Fau (samt Berufsverbot in allen Berufen) gleicht einer exemplarischen Exekution, die auf die Vernichtung des gesamten freien Hebammenwesens zielt, wie bei den Hexenprozessen arbeiten Ärzte, Staatsmacht und Juristen Hand in Hand – auf Kosten unserer Beitrags- und Steuergelder.

Hebammen … sorgen für weniger Frühgeburten und Kaiserschnitte (siehe Spiegel), deshalb werden sie jetzt verboten – mit den Mitteln der „Sanktion“, die heute das zentrale Moment staatlichen Handelns darstellt: gegen unliebsame Länder, unliebsame Mitbürger – oder auch gegen unliebsame Berufsgruppen.

Die Sanktionen töten – und auch die gegen die Hebammen werden viele Frauen in den Tod durch ärztliches Handeln entstandener Thrombosen treiben.

Doch darüber, dass „die Elite“ hier noch einmal mehr Menschen mordet, regt sich kaum noch einer auf, zu sehr haben wir uns damit angefreundet, dass die „Elite“ ein Klima geschaffen hat, an dem das ganze Land erstickt – und stirbt … nicht nur Schulen, Krankenhäuser und Hebammen, sondern letztlich alle.

Insofern … ist die Geschichte des Endes der Hebammenkultur in Deutschland nur ein weiteres Dokument einer inzwischen völlig lebensuntüchtigen Kultur, an der sich aber Einzelne als Leichenflederer hervorragend bereichern können.

Wie und wo diese lebensfeindliche Kultur letztlich endet, kann man sich unschwer vorstellen: wir hinterlassen eine menschenleere Wüste. Und ich denke, angesichts der zunehmenden moralischen Verrohung in diesem Land können wir bald auch wieder mit Scheiterhaufen rechnen: „Brennmaterial“ wird gerade genug gejagt.

Eifelphilosoph -Cover Band 2 - Neobooks

 

 

 

 

 

 

 

 

SPD will wieder Bürger umbringen! Über Fußballgötter und die Folgen des neuen Feudalstaates.

SPD will wieder Bürger umbringen! Über Fußballgötter und die Folgen des neuen Feudalstaates.

Mittwoch, 6.11.2013. Eifel. Letztens hatte ich ein eindrucksvolles Erlebnis: ich konnte den Klang der Erde hören. Hört sich an wie „Ommmm…“ – was ja in gewissen Kreisen schon mal gesungen wird, um Gott zu preisen. Es erinnerte mich an die Nahtodeserfahrung des Dr. med. Eben Alexander, der im Jenseits ebenfalls diesen Ton, diesen Klang als Erscheinungsform Gottes pries. „Alles ist Klang“ – das habe ich früher mal gelernt. Gott – der große Klang, in den wir alle zurückkehren, wenn unsere Privataufführung endet? Welch´ erbaulicher Gedanke … der schnell wieder vergeht, wenn wir uns unsere Götter anschauen. Einer ist mir jetzt mehrfach über den Weg gelaufen: Uli Hoeneß. Beruf? Gott. Fußballgott, wohlgemerkt. Wie er klingt, weiß ich nicht – aber seit gestern weiß ich, dass seine Anhänger das mit dem „Gott“ ernst meinen – und kein Atheist hat bis heute dagegen geklagt: dabei meinen die das todernst. Ja – wirklich. Gestern habe ich im Vorübergehen die Schlagzeile irgendeines Schmierblattes gelesen, in dem der Staatsanwalt abgelichtet wurde, der Hoeneß („unseren Fußballgott“) jetzt hinter Gittern bringen will – da wird schwadroniert, als ob jemand wahrhaftig in den Kölner Dom gekotet hat – im übertragenen Sinne. Alle regen sich über die Kirche auf, über ihre seltsamen Rituale, komischen Klamotten, verstaubten Ansichten und ihre Unfähigkeit, ihre Überzeugungen in einfachen, klar verständlichen Worten an den Mann/die Frau zu bringen – aber wenn ein leibhaftiger Wurstfabrikant zum Gott erklärt wird … dann ist das ok, da jubelt man selber mit, weil es um Fußball geht.

Dabei geht es gar nicht um Fußball. Es geht um Politik und den öffentlichen Übergang einer Demokratie in einen Feudalstaat mit Gottkönig. Wie das funktioniert? Nun – mit Geld. Dazu ein Beispiel.

1991 verkaufte Thyssen 37 Panzer an Saudi-Arabien. Da sie nicht genug Panzer hatten, half die Bundeswehr mit Altfahrzeugen aus. Alles zusammen zahlten die Saudis 446 Millionen Mark, davon entfielen 47 Prozent – als 220 Millionen Mark – auf „Provisionen“ … sprich: Schmiergeldzahlungen, kurz auch Bestechungsgelder. Thyssen machte die als Betriebsausgaben geltend und sparte so 150 Millionen Mark an Steuern.

Wo ging das Geld hin?

Das weiß keiner. Nur ein paar Bröckchen sind aufgetaucht. 26 Millionen Mark hatte der Herr Schreiber erhalten, der wiederum eine Million Mark via Leisler-Kiep und den Wirtschaftsprüfer Weihrauch an die CDU übergab, 3,8 Millionen gingen an den beamteten Staatssekretär des Verteidigungsministeriums Holger Pfahls. (aus: Das System, von Armin, Droemersche Verlagsanstalt 2001, Seite 175). Alles – wie man sehen kann – Steuergelder, durch den Konzern Thyssen abgeräumt.

Was das nun mit dem Hoeneß zu tun hat – mit dem Fußballgott? Einfach mal die Welt lesen, die sich über „Oberschichtenkriminalität“ ausläßt:

Die rechtsstaatliche und moralisch-ethische Ignoranz dieser Spitzenmanager schlägt dem Fass den Boden aus“, sagte Poß dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit Blick auf die Aufsichtsratsmitglieder. „Ich habe jedenfalls andere rechtsstaatliche und moralische Vorstellungen als diese hochmögenden Herren. Das verschlägt einem schon gelegentlich die Sprache.“ Hoeneß sei zur „Symbolfigur der Oberschichtenkriminalität geworden – der Oberschichtenkriminalität mit Namen Steuerbetrug“, fügte Poß hinzu.

Im Aufsichtsrat des Klubs sitzen unter anderem Audi-Chef Rupert Stadler, VW-Chef Martin Winterkorn, Adidas-Boss Herbert Hainer und der künftige Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges. Das Gremium hatte am Montag ein ausführlich schriftliche Stellungnahme abgegeben, in dem es Hoeneß seine Solidarität bekundete.

Ohne diesen Steuerbetrug gäbe es keine Vereine, keine Bundesliga, keine Fußballgötter. Was leistet schon so ein Balljongleur, dass 30 Millionen Euro im Jahr wert ist?

Gar nichts.

Aber die politische Dimension der Bundesliga ist gewaltig: die gesamte Leidenschaft und Energie, die Menschen 1789 noch für Werte wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit aufgebracht haben, wird kanalisiert und für Schalke 04, Borussia Dortmund und Bayern München aufgezehrt. Wann immer der deutsche Mann Ungemach empfindet über Kultur, Gesellschaft und Politik geht er ins Stadion und reagiert sich ab. Siegt „seine“ Mannschaft durch den unermüdlichen Einsatz „seiner“ Fussballgötter, sinkt er Abends zufrieden ins Bett – und deshalb werden irrsinnige Summen unterschlagener Steuergelder in den Fußball gesteckt, damit man auch weiter ungestört unterschlagen kann und dafür angehimmelt wird.

Natürlich müssen die Spieler finanziell entsprechend ausgestattet werden, damit sie in punkto Haus, Auto, Kleidung ein Niveau erreichen, dass sie weit über die niederen Klassen ihrer „Fans“ erhebt: hinauf in den Olymp der Reichen, wo Atheisten sich selbst als Götter feiern. Der Klang dieser Götter ist jedoch nicht das sanfte Om, sondern eher das nervzermürbende Gekreische der Fan-Trompete.

Eine feste Allianz von Unterweltoberschichtgrößen steht hinter ihrem Fußballgott und pfeift auf die rechtsstaatlichen und moralischen Vorstellungen ihrer Untergebenen, sie selbst dünken sich über alle Zweifel erhaben – sie können es sich auch leisten. Minimal 2 Billionen (also: unsere Staatsverschuldung) steckt in den Taschen dieser Lumpenelite – und damit kann man sich in unserer „Demokratie“ alles kaufen … vor allem Wohlfühl-Propaganda auf allen Kanälen. Selbst politische seriöse Magazine beteiligen sich inzwischen an den kultischen Verehrungen der Fußballgötter – wie Bayern München gespielt hat, verdrängt als Meldung schnell die nüchterne Mitteilung über die Praktiken, mit denen das Geld für die Fußballgötter ergaunert wird, siehe Handelsblatt:

Weltweit arbeiten Finanzaufseher an der Aufdeckung eines Devisenskandals. Dabei durchforsten sie Mails und Chats von Bankmitarbeitern und verhängen womöglich Milliardenstrafen. Im Visier sind auch HSBC und Deutsche Bank.

Wer zahlt die Zeche für die Manipulationen?

Wir.

Und zwar NUR wir!

Weil die Manipulationen zwar viele junge coole Broker sehr reich gemacht haben, in Wirklichkeit aber nur ein räuberischer Akt waren, wurden keine echte Werte geschaffen … was letztlich dazu führt, dass die Banken gerettet werden müssen. Das das geschieht – dafür sorgen die Parteien, die über von der Steuer absetzbare Parteispenden (siehe Thyssen-Deal) an den Manipulationen gut verdienen. Immerhin muss man Banken pflegen – sie sind die größten Parteienfinanzierer (siehe Zeit) und ließen sich sogar in Zeiten der großen Bankenkrise nicht lumpen (siehe FAZ).

Wo das ganze Geld für die großzügige Spenderei herkommt?

Na – vom Steuerzahler. Damit man das nicht merkt, wird ja auf Arbeitslosen herumgedroschen, bis der Arzt kommt (obwohl die sich selber weder entlassen noch aus der Arbeitslosenversicherung geschmissen haben)  – aber der Hoeneß wird zum Gott erklärt, der einfach per se unantastbar ist … wie all´ die neuen kleinen Götter auf unseren Altaren.

Nun kann man ja sagen: „Schlimm, aber: was geht mich das alles an? Ich habe einen Job, mache meine Arbeit, zahle meine Steuern und liege niemandem auf der Tasche!“.

Ja – stimmt. Das alles machen Sie ganz fein. Aber: Sie können gar nicht so viel zahlen, um den Bedarf der Fußballgötter und ihrer Förderer auch nur halbwegs zu decken. Sie sind einfach zu arm dafür – egal wie viel sie jetzt verdienen.

Die Wahrheit ist sogar: Sie kosten mehr, als sie einbringen.

Und das werden Sie jetzt merken. Dafür sorgen in dem System immer die Sozialdemokraten, sie zehren seit hundert Jahren von dem Ruf und der Hoffnung, jetzt endlich mal links zu sein, während sie rein pragmatisch stramm rechte Politik verkaufen. Das ist ihr Job in dem Theater, dafür erhalten sie die Spenden von „der Wirtschaft“, dafür werden ihre Spitzenleute regelmäßig mit Honoraren versorgt – damit der Rubel auch weiterhin wie geschmiert rollt.

Das schlimme an Göttern, die nicht nur Ton sind, ist, dass sie regelmäßig Leichen sehen wollen. 40 000 Herzen, herausgerissen aus lebendigen Leibern: da werden sie richtig froh und glücklich. Unser letzter Messias (Adolf Schicklgruber aus Braunau am Inn) brachte es sogar auf 6 Millionen, die ihm zu Ehren vergast wurden.

Auch die Fußballgötter wollen Opfer sehen – allerdings eher im Kleinen. Heutzutage ist – wenigstens eine Weile noch – das indirekte Opfer angesagt. Man entläßt einfach mal eine Million Leute, streicht ihnen das Arbeitslosengeld, stempelt sie gesellschaftlich zu Parias, Schmarotzern und Versagern ab und schaut genüßlich zu, was dann passiert.

Einige werden schon dabei draufgehen – zur Not sorgt der Mitmensch dafür, dass man die Freude am Leben verliert.

Die bleiben aber nicht bei den Arbeitslosen stehen, denn die wollen auch ganz konkret SIE angehen – einfach, weil Ihre Armut die neuen Götter ganz gewaltig ankotzt. Sie wohnen billig, sie essen billig, sie reisen billig sie leben billig – Sie sind billig – und deshalb ein Produkt minderer Qualität, dass nun aussortiert wird.

Die große Koalition schickt sich schon an zum nächsten Vernichtungsschlag. Während Hartz IV sich noch als Vernichtungsmaschine austobt, (alleine jeder dritte leidet ob der freundlichen Behandlung durch Staat, Medien und Wirtschaft an psychischen Problemen – siehe Focus), wird die Vernichtung der nächsten unnützen Elemente vorbereitet, ebenfalls Focus:

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach macht sich im Koalitionsgespräch dafür stark, Kliniken zu schließen. Die Versorgung würde dadurch nicht verschlechtert, sagt er. Denn: Viele Patienten würden wegen Geldmacherei operiert, lautet seine These.

Was bedeutet das real?

Die Aussortierung und Hinrichtung (ich gebrauche dieses Wort mal, weil es sich um einen bewußten Akt handelt) der Kranken. Wir hier auf dem Land haben das mit unserem Krankenhaus schon mal durchdacht – es stand kurz vor der Schließung, weil die Gemeinschaft der Versicherten bei einer Steigerung der Arzthonorare von 17% in vier Jahren im niedergelassenen Bereich kein Geld mehr für jene Anstalten hat, in denen Krankheiten nicht nur erkannt sondern auch effektiv behandelt werden.

Natürlich hat Karl Lauterbach recht: unser Gesundheitssystem ist zur reinen Geldschneiderei verkommen. Aber was macht denn der reiche, niedergelassene Hausarzt, wenn er mal einen echten Kranken in der Praxis entdeckt?

Er schickt ihn in die Klinik – sofern eine da ist.

Koronarpatieten müssen jedoch schnell versorgt werden, ein frischer Herzinfarkt toleriert keine Weltreise mehr. Ist die rettende Klinik fort … dann ist der Patient schlicht und ergreifend tot. Schließt man Krankenhäuser flächendeckend, begeht man Massenmord.

Das ist aber alternativlos. Wie der Artikel erwähnt, schreiben ein Drittel der Krankenhäuser rote Zahlen, d.h.: sie werfen keinen Gewinn ab. Dazu sind Krankenhäuser aber auch gar nicht geschaffen: sie sollen LEBEN retten, keine Rendite. Da die Superultraluxusversorgung der Fußballgötter durch Staatsmittel aber auf keinen Fall in Gefahr geraten darf, werden wir die Krankenhäuser schließen müssen, was den tausendfachen Tod der Infarktpatienten nach sich ziehen wird. JEDER, der wirklich ernsthaft krank wird, gerät automatisch in Lebensgefahr, da der Haus- und Facharzt bei echten Erkrankungen schnell mit seinen Mitteln am Ende ist (- aber natürlich nicht am Ende seiner Abrechnung … da geht immer noch ein wenig mehr).

Wir werden aber Weltmeister im „behandeln“ von Bagatellerkrankungen zu Luxuspreisen – weshalb ich der Meinung bin, dass die Kosten für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zu 100 % vom Arbeitgeber zu tragen sind – und nicht von der Gemeinschaft der Versicherten. Den Hausarzt samt seines Anhanges (bis zu 10 Helferinnen pro Praxis) brauchen wir nur wegen dieser Bescheinigungen.

Das wird aber nicht geschehen – „Arbeitgeber“ sind die neuen Büttel der Finanzbarone, sie treiben die Gelder ein (siehe Thyssen), mit denen man das System finanziert und die Demokratie zu einem neuen Feudalstaat umbaut.

Schritt für Schritt macht uns dieser neue Feudalstaat klar, dass er viele Menschen nicht mehr braucht und es mehr und mehr ablehnt, für „unwertes Leben“ Geld auszugeben.

Der erste Schritt (die Arbeitslosen) wurde erfolgreich vollzogen, wichtigste Menschenrechte wurden erfolgreich zerschlagen.

Der zweite Schritt lief parallel dazu: die Derugulierung der Finanzmärkte, die so die Realwirtschaft übernehmen und ausschlachten konnten.

Der dritte Schritt wird nun gegen die Kranken laufen – und er wird deutlich mehr Menschenleben kosten als die ersten beiden Schritte. Die Ärzteschaft wird ruhig bleiben – dafür erhält sie ja ihre Traumhonorare aus unseren Beitragsgeldern, die zur Not mit Bundesmitteln (wieder unsere Beitragsgelder) aufgestockt werden.

Was wir dagegen tun können, fragen Sie?

Tja – auch wenn Ihnen jetzt sehr mulmig geworden ist, so ist die Antwort wenig tröstlich: diese Zukunft ist alternativlos. Solange an den Wochenenden 100 000 Leute ins Fußballstadion gehen anstatt vor Hoeneß´ Wurstfabrik über die asoziale Abzocke der neuen Barone des Mammon zu protestieren, wird sich nichts ändern.

Da hilft nur noch beten – dass man nicht krank wird, arbeitslos oder … alt.

Die Vernichtung der Rentner wird Schritt vier sein, die neuen Götter wollen kein Gammelfleisch auf der pay roll haben. Sie brauchen alles Geld dafür, sich selbst zu verwirklichen – in immer neuen Formen und Posen.

Aber – wenn Ihnen gar nichts mehr einfällt, während Sie mit Ihrer frischen Blinddarmentzündung in der überfüllten Notaufnahme der überlebenden Krankenhäuser elendig und sehr schmerzvoll verrecken: vielleicht hilft ja ein wenig OM summen? In Schützengräben findet man ja immer schnell zu Gott zurück, habe ich mir sagen lassen.

Und Schützengräben – in moderner Form – werden unsere Zukunft sein … die Zukunft, in die unsere neuen Götter uns führen wollen. 7 Billionen Euro indirekte Staatsverschuldung lassen gar keine andere Zukunft zu.

 

 

 

 

Killer-Keime

 

Bis neulich…

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