Kosmokraten

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Die Zukunft der Menschheit – eine Schauergeschichte.

Die Zukunft der Menschheit - eine Schauergeschichte.

Mittwoch, 20.11.2013. Eifel. Macht man sich Gedanken über die Zukunft der Welt, so ist man mitlerweile ziemlich alleine. Früher wurden bedrohliche Entwicklungen medial erfasst und als Spielfilm vorgeführt: so hatte man die Wahl, ob man diese Zukunft wollte oder nicht. Heututage geht das schon nicht mehr ganz so gut: der „Zeitgeist“ hat sie geändert.  Ein  Beispiel ist der Film „Matrix“. Was geschieht dort? In einer zukünftigen Welt liegt die Menschheit als Energiequelle in Milliarden von Tanks, eingelullt in Träume, die unsere jetzige Realität darstellen. Der Film hat viele beeindruckt – und darum griffen die Kosmokraten (so nennen wir jetzt mal die Gestalter globaler Wirklichkeiten – entsprechend der Definition von Jean Ziegler) ein: der Film sollte ursprünglich kein Science Fiction sein, hätte aber als neues Jesusdrama kein Geld bekommen – die gesellschaftliche Sprengkraft der Botschaft war so schon schlimm genug … bzw. kam der Realität sehr nahe. „2022 – die überleben wollen“ ist einer von jenen Filmen, die die 68´er Generation aufrüttelten: „Soylent Green ist Menschenfleisch“ – so die zentrale Botschaft einer übervölkerten Welt, die ihre Alten zu Nahrungsmitteln verarbeitet. 2022 ist in neun Jahren – und wir nähern uns der Realität an.

Nun – Menschenfleisch essen … das wollen bislang nur wenige. Schon heute ist aber vielen gerade in Deutschland klar: wir werden mit Millionen und abermillionen überschüssiger Luxusrentner ein großes Problem bekommen. Es geht nicht  nur um die Rente (drollig, wie heute alles immer auf das Geld reduziert wird), es geht schlichtweg um die Tatsache, das ganz wenige Kinder (die dann natürlich groß sind) Millionen von Leichen entsorgen müssen; von „Pflege“ wollen wir gar nicht reden: das wird ein Genozid der Alten werden, die einfach in ihren eigenen Wohnungen verhungern, verdursten und verrotten werden. Die Kinder der Zuwanderer werden sich um ihre eigenen Alten zu kümmern haben, da wird für jenes Deppenvolk, dass seine eigenen  Zukunft mit dem SUV auf Autobahnen verheizt hat, keine Gnade mehr übrig sein. Vielleicht haben wir aber auch Glück und die sind sozialer als wir es waren – das spielt im Detail keine Rolle, weil es nur ein deutsches Problem ist. Schwache, dekadente Völker mussten in der Geschichte schon immer den mutigen Abenteurern weichen – da wird der Deutsche keine Ausnahme sein: Herr Hitler hat hier ganze Arbeit geleistet.

Denken wir aber mal noch etwas weiter in die Zukunft. So richtig weit – wie wird die Welt dann aussehen?

Die Antwort ergibt sich aus der Perspektive: wir nehmen nur die eine, die wichtig ist … die Perspektive, die sich auf Geldflüsse konzentriert.

Der aktuell laufende Krieg Reich gegen Arm wird irgendwann gewonnen werden. Von den Reichen – die Armen wissen momentan noch überhaupt nichts von einem Krieg, können also nicht mal im Traum daran denken, Widerstand zu leisten. Die Reichen kaufen sich Grundstücke, schützen Nationalparks, sichern sich Bodenschätze, dirigieren Staaten und Parteien so weit, dass diese den Ball so platzieren, dass man ihn selber bequem ins Tor schießen kann. Die Reichen haben schon längst eine internationale Allianz, sind untereinander bestens vernetzt (auf den Jachten griechischer Milliardäre kann man schon seit Jahren mehr Politik machen als im Brüsseler Parlament – so hochrangig und verschieden sind die Gäste dort, von Baroso bis hin zum britischen Königshaus), betreiben als „Bilderberger“ ganz öffentlich politische Meingungsbildung der Führungskräfte zugunsten der Kosmokraten und haben in Clubs wie „Bohemian Grove“ die beste Möglichkeit, Absprachen aller Art unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu fällen.

Währenddessen werden die Armen auf neue Werte getrimmt: Sparsamkeit, Demut, Enthaltsamkeit, Einsamkeit. Geschieht ganz offen – mit guten Worten (und oft auch guten Absichten). Prostitution wird unter dem Siegel der „Freiheit der Frau“ gefördert, was nebenbei die Preise auf 30 Euro im Straßenstrich senkt (uns so diese begehrte Dienstleistung für jedermann erschwinglich macht – notfalls mehrmals am Tag), die Familien werden durch eine immense Berufsbelastung entfremdet und auseinandergerissen, man betreibt aktive Einwanderungspolitik, um die Entstehung breiten Massenwiderstandes zu verhindern (da hat man von den USA viel gelernt). Arbeit jedoch wird – wie in Konzentrationslagern – zum Fetisch und Selbstzweck, das Versprechen, dass die Maschinen uns die Last der Arbeit abnehmen, war eine Lüge, weil der Staat uns exakt diese „Arbeit“ als Bürgerpflicht wieder aufdrückt – mit teils völlig absurden Ergebnissen in der „Arbeitsförderung“.  Natürlich bekommt in einer solchen zerrissenen Gesellschaft keiner mehr Kinder – Kinder brauchen Zukunft … und die haben wir nicht mehr im Angebot.

Der Mensch, das Individuum, wird reduziert auf seine Funktion als Kostenfaktor: er trägt mit seiner Geburt sofort eine große Schuld mit sich herum: er beansprucht die Nahrungsmittel und den Wohnraum anderer Leute für sich …. was nun mal gar nicht geht, denn hiermit tritt er in direkte Konkurrenz zu den Kosmokraten, die alles für sich beanspruchen. Das einzige, womit er diese Schuld abarbeiten kann, das einzige Kapital was er hat, ist: sein Körper.

Für Frauen heist das: Prostitution. Schon heute ein Sakrileg, wenn man sich dazu bekennt, sich nicht gerne zu verkaufen, weil  man daran ja einen so riesengroßen Spaß hat – ebenso hat man ja voller strahlendem Jubel seinen Job im Büro anzutreten: auch eine Form von Prostitution, nicht weniger entwürdigend als die zuvor genannte. Männer können – sofern körperlich gut geraten – ihre Existenzschuld als Söldner abarbeiten – oder auch als Lustsklaven. Wir können damit rechnen, dass unsere Kosmokraten zu einer außerordentlichen Dekadenz entarten, wie es der Adel früherer Zeiten vorgemacht hat: die waren sich für keine Abartigkeit zu schade.

Wer aber als Frau nicht mehr von Freiern angenommen wird oder als Mann nicht dem Bild des nordischen Hühnen entspricht, kann auf dem Organmarkt seine Chancen auf Profit wahr nehmen: ein Leben voller Kokain, Alkohol und fetten Speisen setzt den feinen Herren halt zu, die gehen da bis an ihre Grenzen: da muss schon mal das eine oder andere Organ ersetzt werden. Hier sprechen wir jedoch noch von einer Übergangszeit, in der noch rudimentäre Reste einer demokratischen Verfassung geachet werden.

Wir wollen aber heute mal einen kurzen Blick auf das Ende werfen.

Das Ende wird so werden wie der Anfang. Die Wälder und alles verwertbare Wild und Holz darin gehören dem Adel. Der Pöbel (das sind wir) bekommt die unattraktiven Plätze zugewiesen – das Ruhrgebiet (wie vielleicht alle Großstädte) wird eingezäunt und zum Auffanglager für Minderleister, für deren Entsorgung man wirklich keine weiteren Kosten aufwenden möchte. Diese „Problemzonen“ werden von Maschinen bewacht, die schon heute mit Hochdruck entworfen werden (dafür ist immer Geld da). Es ist das Prinzip der Ghettohaltung oder des Reservates, das hier greift: der Reiche beweist so seine Menschlichkeit und Großzügigkeit, über die er bei einem raffinierten Cocktail gerne ausführlich plaudert.

Draußen, in den vom WWF schon jetzt fein geschützten erhaltenen Natur, werden die Paläste der Kosmokraten stehen, die um sich herum viele Kilometer unberührter Natur haben. Zur Unterhaltung fängt man sich gelegentlich ein paar Primaten aus dem Reservat, die um Leben und Tod kämpfen dürfen (gerne auch Kinder), von wilden Tieren zerfleischt werden (die dem eigenen Zoo angehören – man spart auch enorm an Futterkosten) oder einfach bei lebendigem Leibe zur Unterhaltung der Oberschicht verbrannt werden: all das hatten wir schon mal, das ist nicht neu. Auch die Folter dürfte – rein zu Unterhaltungszwecken – wieder Einzug in den Alltag des Adels finden … erste Anzeichen der Degeneration in diesem Bereich finden wir schon in der US-Armee oder bei RTL.

Nationalstaaten wird es nicht mehr geben, der letzte ist 2048 von Ratingagenturen in den Bankrott gejagt worden. Der Reiche braucht auch keinen Staat, er kann sich mit seinem Geld jederzeit einen eigenen bauen. Natürlich reduziert sich die Weltbevölkerung in den Ballungsgebieten automatisch – durch Krankheit, Hunger, Kriminalität. Den Rest besorgen Kriege – die aber wieder wie früher ausgetragen werden. Die Armeen des Metabarons Ackermann treffen sich mit den Armeen des Metabarons Putin am 8.Januar 2052 in Afrika (einem Kontinent, den man völlig für derartige Aktionen freigegeben hat – bis auf einige Zonen im Süden) zur Austragung eines großen Spektakels, dass weltweit übertragen wird. Da in den Söldnerlagern ein großer Bedarf an Prostituierten besteht, werden die aus den Reservaten eingeflogen: eine Riesenchance für jedermann. Ferngesteuerte oder vollautomatisierte, atomar bestückte Drohnen sorgen dafür, dass die gegnerischen Mannschaften nicht auf dumme Gedanken kommen: immerhin ersetzen diese Schlachten die alten, an Jagden erinnernden Fussballspiele. Was wird das für ein Gaudi.

Natürlich fühlen sich die Kosmokraten gut bei ihrer Sache: der Rückbau entvölkerter Ghettos wird enthusiastisch gefeiert: man sieht halt, das sich der Pöbel auf der Welt nicht halten kann: er ist dumm, unzivilisiert, barbarisch (allein die Aufnahmen des letzten Krieges – erbärmlich, wie die sich da gegenseitig abgeschlachtet haben) und nicht in der Lage, sein eigenes Leben produktiv zu gestalten: ohne die unermessliche Gnade der Kosmokraten hätte er schon längst sich selbst und die ganze Welt vernichtet.

Es wird ein paar Verwaltungszentren geben, Menschenfarmen: der Bedarf an Organen bleibt gleich. Dort werden Menschen zwecks Organentnahme gezüchtet, Menschen, deren genetisches Material nicht völlig von Nanoplastik verseucht ist – wie wir es in Zukunft leider häufiger erleben werden.

Die Erde insgesamt wird sauberer werden, viel Bauland wird der Natur zurückgegeben – und so erheben sich die Kosmokraten als Hüter der Erde in höchste, gottähnliche Höhen.

Religion in jeder Form wird verboten werden.Die neuen Götter dulden keine Konkurrenz – auch nicht in der Theorie, noch dulden sie, dass ihre eigene Heiligkeit von alternativen Weltdeutungskonzepten in Frage gestellt wird.

Menschenrechte werden weiter gültig sein – allerdings gibt es eine Einkommensgrenze, ab der man die Rechte in Anspruch nehmen kann. Ohne Millarden gehört man schnell zum Pöbel und findet sich im eingezäunten Detroit wieder.

In den Reservaten können die Menschen mehr oder weniger tun was sie wollen – ohne Energie, ohne Nahrung, ohne Rohstoffe, natürlich, Tag und Nacht bewacht von Kameras, auf die die Kosmokraten jederzeit Zugriff haben: jeder wird Hauptdarsteller in seinem eigenen Film und kann – sofern er was ausserordentlich Tolles bringt – mit einer Spende rechnen: Liveunterhaltung pur.

Für die Träume der Menschheit wird es kein Geld mehr geben: wozu Raumfahrt, wenn die Kosmokraten sich die Welt zum schönsten Raumschiff der Geschichte umbauen können. Außerdem ist dort draußen entweder gar nichts …. oder Konkurrenz.

In dieser Zukunft werden wir automatisch landen – alle gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre gehen stringend in diese Richtung, alle politischen Sparkonzepte treiben das Volk automatisch dahin, alle Konzepte von Unterhaltung und „Spaß“ nehem diesen Kurs.  Ich stehe auch dazu: so wird es kommen. Bin mir sicher, dass dieser Text in Zukunft in Datenbanken der Wissenschaftler landen wird – Wissenschaftler, die selber Kosmokraten sind und ihre Forschungen nur noch aus Spaß betreiben, um der unendlichen Langeweile einer überversorgten, allmächtigen Existenz zu entkommen: „Schaut mal, ich habe einen Pöbler gefunden, der unsere Pläne schon früh erkannt hat: wahrscheinlich hat er die Wörter nur zufällig aneinandergereiht, ohne ihre Bedeutung wirklich zu begreifen“ – so wird es dann beim Tee weitergetragen werden.

Diese Pläne erkennen viele. Ich würde sogar sagen: die kann jeder erkennen, der über einen gewissen Grad an rein mengenmäßiger Information verfügt – man braucht hier keine geheimen Informationen eingeweihter Verschwörer, alle Pläne liegen heute schon offen auf dem Tisch und werden gnadenlos Schritt für Schritt umgesetzt: Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ziehen da an einem Strang – und die Masse der Lemminge zieht begeistert mit, weil der Zeitgeist es fordert: „fit for job“ ist das devote Motto, mit dem der kleine Mann den Herausforderungen der Zukunft begegnet.

Und aus diesem Grund bin ich – inzwischen – absoluter Gegner der gewerbsmäßig ausgeübten Prostitution, des Menschenhandels, des Kindesmissbrauches, der Organspende, der Abtreibungen – und des materialistischen Weltbildes, das diese Entwicklung erst möglich macht.

Abschließend ein aktuelles Zitat einer Leserin:

Ja, da wird definitiv eine Hemmschwelle überschritten: der Menschenkörper wird als solcher zur Handelsware, und er wird isoliert von Seele und Geist verkauft und wahrgenommen.
Dabei ist es doch gerade das was “die Würde des Menschen ist unantastbar” eigentlich ausmacht: dass ein Mensch in seiner Ganzheit respektiert wird und dass eben diese Trennung NICHT stattfinden darf.

Es findet aber nicht nur die Trannung von Körper und Seele statt: aktuell klären „Wissenschaftler“ die Kosmokraten darüber auf, dass es gar keine Seele gibt (weshalb alle Religionen vernichtet werden müssen – die sind die letzten Träger des einst nicht hinterfragbaren Seelenbegriffes) … infolge dessen auch keine Würde. Der ganze Rest ist eine einfache logische Ableitung dieses Obersatzes – und endet in der oben beschriebenen Dystopie.

Aber wetten, die arbeiten jetzt schon wieder an dem Satz: „Das haben wir alles nicht gewußt, das haben wir alles nicht gewollt!“. Wie schon immer, redet man sich mit seiner eigenen Dummheit heraus – dabei ist es gerade diese Dummheit, die diese Entwicklung möglich macht.

Wenn wir nichts ändern, werden wir genau in dieser schrecklichsten aller Welten landen – und zwar für immer und ewig. Die Kosmokraten arbeiten mit Hochdruck (und in aller Öffentlichkeit – da gibt es keinerlei Verschwörungen, da gibt es nur eine Mischung von Dekadenz, Dummheit, Gier, Macht und Drogen) an der Gestaltung dieser Zukunft, fast täglich schaffen sie es, weitere Hemmschwellen zu senken – und kaum noch jemand wagt es, die Zukunft zu beschreiben, in die war zwangsläufig alternativlos hineinmarschieren.

Was uns retten kann?

Es gibt eine ganz einfache, erste Lösung. Nach den bekannt gewordenen Gräueln des Dritten Reiches hat man – aus gutem Grund – eine allgemeine Erklärung der Menschenrechte entworfen – Rechte, die vor allem zum Schutz des Pöbels gedacht waren, selbst dann, wenn dieser Pöbel die Rechte gar nicht wollte. Die Erklärung der allgemeinden Menschenrechte erlaubt sich – ohne es direkt zu formulieren – einen Rückgriff auf einen anderen Obersatz.

DER MENSCH IST HEILIG.

Laßt uns einfach nicht mehr über Religion streiten – sie ist ganz nützlich, um Werte und Dinge unantastbar zu machen … und genau deshalb haben wir sie (samt unserem großen Häuptling im Jenseits) dereinst im Kampf gegen die Kosmokraten entworfen. Und weil der Mensch heilig ist, steht ihm mit seiner Geburt ein bedingungsloses Grundeinkommen zu (sofern vorhanden) – Aufgabe der Wirtschaft soll es dann nicht sein, darüber zu klagen, dass zu wenig Geld für private Bereicherung zur Vergügung steht, sondern die Erwirtschaftung jenes Wohlstandes, der ein bedingungslose Grundeinkommen möglich macht. Ja, ich weiß: das ist mehr Arbeit als die Manipulation des Libor-Zinssatzes – aber es geschieht halt für einen guten Zweck.

Das ist unsere eigentliche Entscheidung: wollen wir den Menschen heilig sprechen – oder soll er weiterhin ein zweibeiniger, ausrottbarer Kostenfaktor bleiben? Haben wir diese Entscheidung gefällt – als Gemeinschaft, ganz offen und entschlossen – dann ist die Ausformulierung, der Ausguss dieses Satzes in Gesetzen, die Setzung von Sitten und Normen in seinem Sinne ein Kinderspiel.

Wir stehen als Menschheit zum ersten Mal in der Geschichte vor einer zentralen Entscheidung, die über unseren ganzen Wert und unsere ganze Zukunft ein Urteil fällen wird: sind wir frei, mutig und entschlossen genug, auf der Erde ein Paradies zu errichten … oder geben wir uns lieber mit der Hölle zufrieden?

Momentan – die Aussicht kann ich niemanden ersparen – steht der Kurs voll auf Hölle. Ist der Mensch nicht mehr Kraft seiner Seele ein heiliges Wesen … ist er nur noch Fleisch, das beliebig benutz- und verwertbar ist.

Das muss uns aber nicht gefallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bahnchef Grube, die Konzerne und die Demokratie

Allzu selten verlieren die Kosmokraten, jene Herren der Globalisierung und des „Big Business“ mal ihre Fassung und sagen uns, wo es wirklich langgeht. Das Mitarbeiter (also Menschen) nur Kosten auf zwei Beinen sind und eine große Last ist nun schon eine altbekannte Klage. Und innerhalb des Betriebes merken wir auch sehr schnell, das wir demokratischen Boden verlassen haben.

Nun kommt der Chef der Bahn daher und will uns beibringen, das seine Gesetze auch außerhalb der beschränkten Konzernwirklichkeiten Bedeutung haben, siehe „Tagesschau“:

Bahnchef Rüdiger Grube hält den Widerstand der Gegner des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ für nicht gerechtfertigt. „Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Entscheidungen träfen in Deutschland die Parlamente und „niemand sonst“. Das Projekt sei demokratisch ausreichend legitimiert.

„Es gehört zum Kern einer Demokratie, dass solche Beschlüsse akzeptiert und dann auch umgesetzt werden“, so Grube weiter: „Sonst werden bei uns keine Brücke, keine Autobahn und kein Windkraftpark mehr gebaut.“

Da fragt man sich doch gleich: wer ist denn dieser Grube? Dazu müssen wir etwas ausholen.

Kommen wir zurück zu den Kosmokraten und ihrer Lebensform: der Korporatokratie, der Herrschaftsstruktur der Konzerne, einer ganz neuen politischen und gesellschaftlichen Lebensform. Der Konzern ersetzt in unseren Tagen zunehmend den Nationalstaat als Handlungseinheit, ist gegenüber staatlichen Strukturen zunehmend immun und autark … er hat nur noch ein kleines Problem: ein paar Menschen braucht er noch. Es sind bei weitem nicht mehr so viele wie zu seiner Geburt, dort mußte er zigtausende von ihren Feldern und Höfen weglocken, deren Arbeit er jetzt von Maschinen erledigen läßt – was zu großen Verwerfungen innerhalb der Gesellschaft führte.

Menschen, die einst gut aufgehoben waren, standen nun heimat- mittel- und landlos als Arbeitslose in der Gegend herum.  Noch nie hatte eine Sklavenhaltergesellschaft ihre Sklaven einfach so auf die Straße gesetzt um sie verhungern zu lassen, das war neu und ungewöhnt, noch nie waren so viele Menschen nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen – was unter anderem auch daran liegt, das an dem Apfel, den die Natur umsonst schenkt, ganz viele Hände verdienen wollen, bis er an seinem natürlichen Zielort gelandet ist.  Da werden Grundvoraussetzungen der menschlichen Existenz auf einmal unbezahlbar.

Um so ein System zu etablieren und lebendig und kreativ zu gestalten, braucht man einen ganz gewissen Menschenschlag. Das kann nicht jeder. Normale Menschen würden erkennen, das dieses System ein außerordentlich schädliches System für Volkswirtschaften ist, obwohl es betriebswirtschaftlich gut funktioniert – aber das tut Krebs auch … gut funktionieren, meine ich.

Konzerne verhalten sich ja auch zu gesunden Volkswirtschaften wie Krebs: sie setzen sich hinein in die Volkswirtschaft, leiten möglichst viel zu ihren eigenen „Zellen“ um während im umliegenden Gewebe eine massive Unterversorgung eintritt. Den Krebszellen selbst geht es deshalb immer ganz Klasse, aber nicht jeder ist geeignet, eine führende Zelle darzustellen. Solche Leute sind handverlesen … und sie werden gezielt gesucht. Da wirkt die Mär von Erfolg durch Leistung und Arbeit nicht mehr.

Bahnchef Grube zum Beispiel wäre nichts ohne … seine Chef, so der „Tagesspiegel“:

Grube ist ein Spätstarter. Nach einer Lehre als Metallflugzeugbauer wurde er Diplomingenieur für Fahrzeugbau und Flugzeugtechnik, anschließend studierte er Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Erst mit Ende 30 begann er seine Karriere. Seit 1996 arbeitete er bei Daimler, zuletzt war er Strategie-Vorstand und Chef des Verwaltungsrats beim Luftfahrtkonzern EADS.

1996 hieß Deutschlands Vorzeige-Autobauer noch Daimler- Benz, und Jürgen Schrempp, gerade Chef geworden, holte seinen Vertrauten Rüdiger Grube nach Stuttgart, in die „Bullshit Castle“ genannte Zentrale. Seitdem war Grube einer der treuesten Mitstreiter Schrempps. „Er hat den angehimmelt“, heißt es über ihr Verhältnis. Nur einmal, 1999, kehrte Grube ihm den Rücken, um Chef eines Mittelständlers zu werden – was misslang. Schrempp holte Grube zurück, er sollte Chrysler integrieren. Bis zuletzt stützte Grube die Vision von der „Welt-AG“. Doch es half nichts: 2005 musste Schrempp gehen.

Der so angehimmelte Chef hatte nutzlos in den Sand gesetzt – das war schon mal eine gute Voraussetzung für den Posten bei der Bahn. Auch dort setzt man gerne Milliarden in den Sand.

Es ist ein Kennzeichen von „Kosmokraten“, das sie von nichts eine Ahnung haben, weshalb sie problemlos heute ein „Auto- und Flugzeugmann“  und morgen Bahnchef sein können, ihr Job ist der Ausbau der Korporatokratie in allen Fronten, die ungehemmte Ausbreitung des Konzerns in der Gesellschaft inklusive der Vernichtung aller natürlich gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen, die den Konzerninteressen entgegenstehen.

Auch eine interessante Perspektive: 1999 – also nach nur drei Jahren bei dem „angehimmelten Meister“ – versucht Grube mal außerhalb eines Konzerns auf eigenen Beinen zu stehen … und versagt. Kosmokraten sind keine Unternehmer oder Arbeiter – sie sind Verwalter und Höflinge, die modernen Kardinäle, die hinter jedem Thron stehen. Man braucht einen bestimmten Menschentypus für diese Aufgabe, das kann längst nicht jeder. Kalt und skrupellos sollte man schon sein, Bildung ist extrem schädlich, Religiösität ebenfalls, schlichtweg alles, was der Ideologie und der Religion der grenzenlosen Gewinn- und Machtmaximierung des Konzerns im Wege stehen könnte. So erklären sich die zum Teil merkwürdigen Karrieren mancher „Konzernherren“ recht einfach … gleich und gleich gesellt sich gern.

Und aus dieser Perspektive heraus wird es auch verständlich, warum so ein Mensch wie Rüdiger Grube mit Demokratie nichts anfangen kann. Innerhalb der Konzerne gibt es keine, das sorgen Menschen wie Peter Hartz mit viel Geld und Edelnutten für die „richtige“ Stimmung im Betriebsrat, außerhalb des Konzernes sorgen tausende von Lobbyisten dafür, das nirgendwo im Netzwerk der Interessen jemand aus der Reihe tanzt. Aus seiner Perspektive heraus ist der Mann zurecht empört darüber, das das Volk seinen Bahnhof nicht will, denn immerhin hat er viel Geld dafür ausgegeben, das das Projekt ins Leben und durch die behördlichen Instanzen kommt  – er und viele seiner Vorgänger. Millionen und Abermillionen an Steuergeldern haben die Lobbyisten ausgegeben um wirklich mit jedem politischen Entscheidungsträger ins Bett bzw. zum Essen zu gehen – und wer weiß was da noch alles geflossen ist.

Und dann, wo endlich alles in trockenen Tüchern ist und das große Abkassieren endlich beginnen kann, kommt das Volk uns sagt: „Ihr habt sie doch nicht mehr alle!“

Das Volk denkt halt anders. Das Volk denkt wirtschaftlich. Es sieht einen Berg von Schulden, 1 700.000 Millionen Euro, und sagt dann einfach: das geht nicht. Wir müssen uns jetzt mal bremsen. Das Volk ist halt vernünftig und folgt einfachen Regeln der Vernunft. Grube und Konsorten sehen, wie viel Geld Konzerne durch diese Projekte machen, das Volk sieht, wer es bezahlen muß. Ist wie in einer Familie: die großen Kinder hätten gerne einen Porsche mit eingebautem Plasmabildschirm und Dolby-Sorroundanlage, aber Pappa will sich nicht weiter verschulden und kriegt sowieso schon Hartz IV. Natürlich hat Grube recht: würde man das Volk entscheiden lassen, so wäre das das Ende unwirtschaftlicher nutzloser Großprojekte – einfach, weil kein Geld mehr da ist. Es ist nicht nur für Arbeitslose kein Geld da … es ist für alle kein Geld da – auch nicht für die perversen Träume der Großkonzerne. Aber im Gegensatz zu Arbeitslosen haben Konzerne Lobbyisten, die den ganzen Tag nichts weiter tun als die Meinungen von Politikern mit allen Mitteln zu beeinflussen – und daran selbst sehr gut verdienen. 100000 Euro Minimum im Jahr – für die kleinen. Darum lassen wir mitlerweile locker Millionen Kinder hungern und verblöden (und das, obwohl Facharbeiter Mangelware werden), während auf der anderen Seite hirnlose Riesenprojekte Milliarden verschlingen.

So macht man in Deutschland Reichtümer, so wird man Millionär.

Der zuständige Justizminister Goll bringt es in der Financiel Times auf den Punkt:

Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) warf den Gegnern des Projekts Bequemlichkeit vor. „Die Menschen sind in zunehmender Zahl sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt“, sagte Goll der Financial Times Deutschland. Das Land habe sich zu weit von den Werten des Wirtschaftswunders entfernt. „Man denkt nicht an die kommende Generation, sondern nur daran, dass einem nichts passiert, was einem selbst lästig ist.“

Nur meint er mit „den Menschen“ wohl nicht die, die in den Führungsetagen sitzen, wo „man“ sich ja gut kennt (siehe Tagesspiegel):

Die führenden Koalitionäre in Berlin sind so begeistert von Grube, dass jeder für sich reklamiert, ihn als Chef vorgeschlagen zu haben. Einer mahnt gleichwohl: „Grube muss kommunikativer sein als sein Vorgänger.“ Das dürfte ihm nicht schwer fallen. Er ist Diplomat, das hat er als Verwaltungsratschef des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS bewiesen. Aus der Zeit kennt Grube wichtige Politiker, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy ebenso wie Angela Merkel. Mit Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee war er rasch per Du, die Gewerkschaften sind angetan. Trotzdem wird er in puncto Strategie keine neuen Pflöcke einschlagen können – kurz vor der Wahl ist Ruhe seine erste Pflicht. Was der Bund mit der Bahn vorhat, ob der Börsengang weiterhin ein Fernziel ist, wird Grube
erst vom neuen Bundeskanzler erfahren.

Dabei ist er eigentlich laut FAZ kein unbeschriebenes Blatt:

Der 54 Jahre alte Grube rückte vor kurzem ins Rampenlicht, weil die Staatsanwaltschaft nach dem Verdacht auf Insiderhandel mit Aktien im Zuge der Rücktrittserklärung von Konzernchef Jürgen Schrempp sein Büro und sein Haus durchsuchte.

Man findet im Blog „Politeia“ dann auch gleich noch mehr Merkwürdigkeiten zu der Person Grube, der selbst seltsam unbefleckt bleibt in einer Ecke, in der es von Datenschutzskandalen, Parteispenden und Bestechungen nur so wimmelt. Wenn er davon allerdings wirklich nichts gewußt hat – wäre es auch ein Grund, ein zu feuern. Wer so blind durchs Leben läuft, sollte keine Verantwortung tragen.

Auch die Bahn selbst tritt durch Methoden in Erscheinung, die man sonst nur aus Mafiafilmen kennt, hier zitiert aus Stuttgart 12 kartell.org

Manipuliert die DB AG wieder? Das die Bahn AG hinter solchen Aufträgen steckt, wäre nicht das erste Mal: 2007 wurde nach Angaben der Bahn ein Betrag von knapp 1,3 Mio. Euro für sogenannte “No badge”-Aktivitäten ausgegeben. Dazu zählen unter anderem Beiträge in Internet-Blogs, Leserbriefe, Meinungsäußerungen in Foren, Meinungsumfragen oder vorproduzierte Medienbeiträge, bei denen der Urheber beziehungsweise Auftraggeber nicht zu erkennen ist. (Quelle: Handelsblatt)

Auch das ist ein typischer Umgang von Konzernen mit Demokratie: sie wird verstanden als Tünche über der harten Wirklichkeit der Geschäftswelt, als Opium fürs Volk, als Beruhigungspille für den Kleinbürger – die ja auch sehr gut funktioniert.

Unduldsam und wohlstandsverwöhnt … das sind wohl wirklich zentrale Kritikpunkte. Aber bei den aktuellen Regelsätze für Globalisierungs- und Rationalisierungsopfer kann man wohl kaum noch von Wohlstand sprechen. Wer hier nicht an die Zukunft denkt, ist für 90 % der Bevölkerung klar ersichtlich – zum Beispiel der Duzfreund Grubes Wolfgang Tiefensee, hier laut Wikipedia:

Im Rahmen des geplanten Börsengangs der Deutschen Bahn wurden u.a. auch umstrittene Sondertantiemen vereinbart, die im Falle der Bahnprivatisierung an die Bahn-Vorstände geflossen wären. Tiefensee stritt Ende Oktober 2008 zunächst ab, von diesen Tantiemen gewusst zu haben und entließ seinen Staatssekretär Matthias von Randow mit der Begründung, dass dieser ihn nicht über die Zahlungen informiert hätte. Diese Begründung stellte sich später als falsch heraus, da schon Anfang September 2008 Information über die Sonderzahlungen an die Öffentlichkeit gekommen waren.[5]Am 2. November 2008 berichtete die Financial Times Deutschland, dass Tiefensee vom Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Müller sogar bereits Mitte August in einem persönlichen Telefonat informiert worden sei und in diesem Telefonat keinerlei Bedenken geäußert habe.[6]

Wer aber so denkt und solche Geschäfte einfädelt, der … sollte auch besonders geehrt werden – was einem wiederum zu Denken geben sollte.

Wolfgang Tiefensee ist seit 1999 als erster Deutscher Ehrenprofessor der Nanjing University of Technology (NUT). Im Jahre 2003 verlieh ihm die Französische Republik den Titel „Ritter der Ehrenlegion“.[8] Im selben Jahr erhielt er den Medienpreis „Goldene Henne“ in der Kategorie Wirtschaft.[9] Das in London erscheinende Foreign Direct Investment Magazine (fDi) wählte Wolfgang Tiefensee 2005 zu Europas „Personality of the Year“. 2004 erhielt er den Goldenen Rathausmann der Stadt Wien. Das politische Magazin Cicero wählte Wolfgang Tiefensee 2009 nach Bundeskanzlerin Angela Merkel zum wichtigsten Politiker der Neuen Bundesländer.

Das die beiden schnell per Du sind, ist verständlich. Bei der angedachten Bahnprivatisierung werden wieder einige wenige ganz dicke abräumen … so wie auch bei dem Bauvorhaben Stuttgart 21.

Ein Land mit aktuell 1,7 Billionen Euro Schulden sollte sich allerdings aus Gründen wirtschaftlicher Vernunft solche Experimente und Allüren nicht mehr leisten – noch solche „Manager“, die nur noch nach Turbodüsen suchen, mit deren Hilfe sie Staatsgelder in die private Tasche schaufeln können. Aber auch die unduldsamen und wohlstandsverwöhnten Manager (und Politiker) werden verstehen müssen, das man in Zeiten von Hartz IV keinen Porsche kaufen noch überbordende architektonische Phantasien verwirklichen kann.

Wirtschaftlich eigenverantwortliche Subjekte verstehen das, Menschen, die sich dran gewöhnt haben mit vollen Händen das Geld anderer Menschen auszugeben, , müssen das wohl noch lernen.


Tödlicher Welthandel, vergiftete Kinder und der Milleniumsgipfel

Man ist ja wieder entsetzt. Man? Ja, die Welt. Also – die wichtige Welt. Nicht die unwichtigen Nichtsnutze in den Ländern der Steuerzahler oder Hungerkinder, sondern die wirklich wichtigen Menschen dieser Welt. Die haben sich ja jetzt in New York getroffen und sich wieder einmal gewundert, warum alle gegen den Hunger sind aber trotzdem nichts passiert. Ist ja auch komisch, oder? Zudem 50% der Hungernden selbst Nahrungsmittel anbauen, sie aber nicht essen dürfen – aber nicht das führte zum Entsetzen, sondern die Rede eines ungeliebten Politikers.

Er warf dem Westen „unglaubliche Verbrechen“ vor. Über Jahrhunderte seien andere Länder besetzt, ihre Völker unterdrückt und ermordet und Millionen Menschen versklavt worden.

„Weite Teile der Welt haben unter der westlichen Dominanz gelitten“, so Ahmadinedschad. Zugleich pries er seine Toleranz. Er hielt einen Koran und eine Bibel hoch und sagte: „Ich habe vor beiden dieser heiligen Bücher Respekt.“

Quelle: Spiegel-online

Ich schätze mal … das sehen viele so wie er. Auch die Zweifel an den Verschwörungstheorien zum 11.9.2001, wonach ein Ausweis aus der Feuerhölle der Türme direkt vor die Füsse der Bundesagenten flatterte und ihnen so den Täter präsentierte, der vom pakistanischen Geheimdienst Geld für Prostituierte und Alkohol bekommen hatte, während der Chef des Geheimdienstes in New  York weilte, um die Show auch ja nicht zu verpassen, teilen ja viele andere. Und wenn er die Toten des 11.9.2001 mit denen des Irakkrieges vergleicht, so kann man ihm kaum Vorwürfe machen: beides waren verbrecherische Akte – und zumindest beim letzten hat die Bush-Regierung drastische Lügen in der Weltöffentlichkeit verbreitet – was sollte uns also Glauben machen, das ihre Verschwörungstheorie zu „nine-eleven“ richtig sein sollte.

Weniger Entsetzen hat folgende Meldung aus der Zeit verursacht:

Hunderte Kinder sterben an Bleivergiftung

In Nigeria sind zahlreiche Kinder in Kontakt mit Bleierz-Staub gekommen und an Vergiftungen gestorben. Sie hatten als Kinderarbeiter in Goldminen gearbeitet.

In Nigeria wird vielfach Gold in geringen Mengen aus Bleierz gewonnen. Dafür wird das Bleierz zerstoßen und getrocknet. Der auf diese Weise entstehende Staub enthält große Mengen an Blei.

Hören wir dazu nochmal die kleine Zeitung aus Österreich:

In Nigeria wird vielfach Gold in geringen Mengen aus Bleierz gewonnen. Dafür wird das Bleierz zerstoßen und getrocknet. Der entstehende Staub enthält große Mengen an Blei.

Vielleicht fallen jemand die verdächtigen Ähnlichkeiten in den Formulierungen auf – mir würde es hinreichend erklären, warum man den Medien zunehmend mißtraut. Es erklärt auch, warum sich niemand über die Kinderarbeit entsetzt hat: die gab es gar nicht:

Die Region Zamfara im Norden von Nigeria trauert um 160 Kinder. Zunächst wurden sie krank, konnten nicht mehr alleine stehen, nicht mehr hören, nicht mehr sehen. Dann starben sie. Die Ärzte vermuteten Malaria. Aber erst nach 160 Todesopfern und Hunderten Erkrankten enthüllten Bluttests den wahren Auslöser: Blei, das die Dorfbewohner auf der Suche nach Gold mit in ihre Häuser gebracht hatten.

Die meisten Opfer sind Kinder. Sie haben in kontaminierten Hütten oder auf verseuchten Dorfplätzen gespielt. Die Konzentration in ihrem Blut war teilweise so hoch, dass die Messgeräte ihre Werte nicht mehr anzeigen konnten. Ihr Schicksal war der stark gestiegene Goldpreis, der die Suche nach Gold in der Region nahe der Grenze zum Niger erst attraktiv machte.

Quelle: TT.Com

Wie wir sehen, waren nur die Eltern mit Blei verseucht – und in den Mienen tätig. Und da soll man den Nachrichten der „seriösen Presse“ noch trauen?

Was es aber gibt, ist die Wirtschaftskrise – obwohl wir hier in der Eifel gerade zwölf nagelneue Niederlassungen von Konzernen haben. Aber die haben ja Geld, die verdienen gut an der Wertschöpfung, die das Gold von seinem Weg aus Nigeria bis zur Deutschen Börse erfährt.

Aber nicht nur Gold geht diesen Weg der wunderbaren Wertvermehrung. Das geht auch mir Nahrungsmitteln:

Es ist absolut klar, dass dieses industrialisierte, globalisierte System die Wurzel für den Welthunger ist. Eine Milliarde Menschen ist hungrig auf unserem Planten, wovon die Hälfte selbst Lebensmittel herstellt. Wie kommt es nun, dass sie nicht ihre eigenen Lebensmittel essen? Sie produzieren sie mit kostspieligen Methoden und externen Mitteln, sodass sie alles verkaufen müssen, um die dafür erforderlichen Kredite zurückzahlen zu können. Sie bauen Reis an, den sie selbst nicht essen. Der zweite Punkt sind die Monokulturen und das genetisch veränderte Saatgut.

Die großen Monokulturen führen in Wirklichkeit zu einer Verarmung der Ernährung. Statt der 8500 Kulturpflanzen, die wir als Menschen gewohnt waren zu essen, leben wir jetzt mit acht Standardsorten. Je stärker man aber die Biodiversität in der Region verringert, um so geringer ist der Nährwert der Nahrung. Ohne die einst üblichen Grünpflanzen auf den Äckern der Bauern leiden Frauen am Land an Anämie und Kinder an Vitamin-C-Mangel. Ohne Hülsenfrüchte mangelt es an Proteinen. Und ohne Ölfrüchte in der Ernährung ist man nicht fähig, die Nahrung richtig aufzunehmen. Wenn der globale Nahrungsmittelhandel von nur fünf großen Agrokonzernen kontrolliert wird, welche die Regeln der World Trade Organization bestimmen und noch dazu 400 Milliarden Dollar Fördermittel von den reichen Staaten kassieren, können sie auch alles, was teuer produziert wurde, billig am Weltmarkt verkaufen. Mit diesen Dumpingpreisen rauben sie in Entwicklungsländern den lokalen Kommunen ihre Lebensgrundlage. Dieses komplexe System produziert Hunger und verstärkt gleichzeitig den Klimawandel.

So Vandana Shiva bei Profil.at

400 Milliarden Dollar Fördermittel – wie geht das denn?

Ganz einfach. Man kauft sich Politiker als Lobbyisten. Die verdienen sehr gut daran:

Wenn viele ehemalige EU-Kommissare noch Jahre nach ihrem Ausscheiden in den wärmsten Tönen von ihrer Zeit in Brüssel schwärmen, dann dürfte das weniger mit den dortigen Wetterverhältnissen zu tun haben als vielmehr mit dem Blick auf ihr Konto. Denn die EU-Kommission lässt ihre Altkommissare nicht darben. 17 im Frühjahr ausgeschiedene Mitglieder des Brüsseler Kollegiums streichen bis zu 11.000 Euro monatlich ein, und das, obwohl sie längst neue höchst profitable Jobs als Lobbyisten haben oder als Abgeordnete ins Europäische Parlament gewechselt sind.

Quelle: kleineZeitung.at

Wer so priviligiert ausgestattet wird, der bekommt einen ganz sanften Blick für die Probleme dieser Welt – es sind ja nicht mehr seine. Nochmal Vandana Shiva dazu:

Wir benötigen einen Paradigmenwechsel im Denken, einen Wandel im Wirtschaftssystem, besonders in der Art, wie wir produzieren und konsumieren, sowie einen politischen Wandel bei der Entscheidungsfindung. Die vom System Privilegierten haben aber kein Interesse an Änderungen. Deshalb müssen sich jene, die die Kosten und Risiken tragen, erheben, um neue Paradigmen zu schaffen.

Bleibt also mal wieder alles an den Arbeitslosen hängen? Tragen die nicht schon genug an den Kosten der Globalisierung? An der Stigmatisierung als Untermenschen? Riskieren die nicht schon täglich ihr Leben alleine dadurch, das ein Fehler im Antrag ihnen die Lebensgrundlage entziehen könnte – jederzeit, jeden Tag?

Nun – es scheint so. Wir haben unsere eigene Armenkaste in Deutschland. Aber … sie sind eigentlich noch sehr reich. Zwar täglich von Vernichtung bedroht – aber gleich morgen könnte der Konzern kommen und das Himmelreich der materiellen Überversorgung öffnet sich. Darum bleibt man lieber ruhig. Aus dem gleichen Grund bleiben andere in der Kirche.

Und mit Konzernen möchte man sich sowieso nicht anlegen:

Getroffen haben sollen sich der Chef von Blackwater und der Sicherheitschef von Monsanto vor zwei Jahren in Zürich. Seit diesem Treffen übernimmt das Profikiller-Unternehmen die Drecksarbeit für das Gift-Unternehmen. Dafür traten Blackwater Leute Aktivistengruppen bei und berichteten Monsanto über Blogs und Webseiten.

Quelle: Seite3.ch.

Die Jungs von Blackwater sind geübt im Erschiessen von Zivilisten. Das durften sie im Irak ausprobieren – unter Aufsicht der US-Armee.

Weite Teile der Welt haben unter der westlichen Dominanz gelitten? Weite Teile leiden unter der westlichen Dominanz – und die wird täglich schlimmer. Und es wundert mich nicht, das man „denen“ alles zutraut – sogar die Ermordung der eigenen Bevölkerung. Da gäbe es nichts, was einen noch ernsthaft entsetzen könnte, denke ich.

Doch – eins gäbe es da noch. Eine kleine Meldung am Rande.

Während vor allem soziale Leistungen im Rahmen des Sparpaketes gekürzt oder gestrichen werden, will die Regierung mehr für Eigenwerbung ausgeben. Allein das Bundesarbeitsministerium plant zusätzliche Marketing- Ausgaben von rund 13,2 Millionen Euro Millionen Euro. Das sind 3,8 Millionen Euro mehr, als noch im Vorjahr.

Quelle: Gegen-Hartz

Entsetzen weil … ein durch und durch rational aufgebautes Gesellschaftssystem es schafft, völligen Wahnsinn zu produzieren. Immer mal wieder.

Aber vielleicht ist es auch kein Wahnsinn und der wahnsinnige Iraner hat einfach recht: unter konspirativen Gesichtspunkten bleibt in der Tat vieles im rationalen Bereich.


Gott, der Papst, der Steinbrück und die Zukunft Deutschlands

Sich Gedanken über die Zukunft zu machen ist immer ein heikles Geschäft und ähnelt der Wetterprognose. Zudem spielt ein Faktor eine Rolle, der beim Wetter nie …. oder fast nie …. eine Rolle spielt: Geschichte wird nur von Menschen gemacht und Menschen sind launig, wankelmütig, wechselhaft und unzuverlässig.  Vielleicht treten ja morgen alle in die Kirche ein und die Welt wird ein Paradies?

„Die Katholiken in Großbritannien und auf der ganzen Welt werden sich weiter dafür einsetzen, Brücken der Freundschaft zu anderen Religionen zu bauen sowie Fehler und Wunden der Vergangenheit zu heilen“, sagte Benedikt am Freitag in London vor führenden Vertretern anderer Religionen.

„Sobald ein solcher Respekt und eine solche Offenheit bestehen, werden die Menschen aller Religionen gemeinsam wirksam für den Frieden und das gegenseitige Verständnis arbeiten und so vor der Welt ein erstrebenswertes Zeugnis geben“, fügte das Kirchenoberhaupt an.

Glaubt man dem Papst, so ist es nur ein kleiner Schritt, der zum Frieden nötig ist:

In seinen langen Ausführungen vor etwa 2000 Zuhörern hob Benedikt den Glauben als Partner einer an Vernunft orientierten Gesellschaft hervor und bekräftige seine Forderung nach einem ethischen Handeln in Politik und Wirtschaft auch im Kampf gegen Hunger und Armut. „Die Religion ist für die Gesetzgeber nicht ein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein äußerst wichtiger Gesprächspartner im nationalen Diskurs.“

Besorgt sei er darüber, „dass die Religion und besonders das Christentum in einigen Bereichen zunehmend an den Rand gedrängt werden, auch in Ländern, die großen Wert auf Toleranz legen.“ Manche sprächen sich dafür aus, die Stimme der Religion zum Schweigen zu bringen oder wenigstens ganz auf die Privatsphäre zu beschränken, sagte er mit Blick auf atheistische Strömungen im Land.

Quelle: Spiegel-online

Die Methode, mit der man Öffentlichkeit manipuliert, ist ziemlich einfach und wird weitläufig gelehrt. These aufstellen, Gegenthese zulassen, Synthese genießen.

Seit zweitausend Jahren arbeitet die Kirche nun für den Frieden. Die Ergebnisse sind … vorsichtig ausgedrückt – beunruhigend.

Vielleicht liegt das darin begründet, das „Kirche“ und „Religion“ zwei völlig verschiedene Dinge sind? Nehmen wir … die Bibel.  Neben Tolkiens „Herr der Ringe“ das meistverkaufte Buch der Welt. Was ist die Bibel? Eine Sammlung von Erzählungen (überarbeitet und den Erfordernissen der Kirche und der Zeit angepaßt) der Begegnungen von Menschen mit etwas, das sie „Gott“ nennen.

2 Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
3 Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.
4 Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.
5 Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation;
6 bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.

Quelle: Wikipedia

Vor dreitausend Jahren war das … die Aufforderung zum Atheismus. Aus dem Grund glauben heute ja noch viele, das die Juden mit dem Teufel im Bunde sind. Aber … die haben ja auch Christus umgebracht. Weiß man ja.

Geht man nun in eine katholische Kirche, so findet man: ein Gottesbild. Hängt tot von Kreuzen herab. Weil die Protestanten Gebote nicht nur predigen sondern auch einhalten wollten, haben sie die Leichen von den Kreuzen entfertn.

Aus philosophischer Sicht ist es eine Weise Erkenntnis. „Mach´ Dir kein Bild von Dingen, von denen Du keine Ahnung hast“ – hört sich auch heute  nicht verkehrt an.

In Zeiten, wo der „Fortschritt“, der „Wohlstand“, die „Arbeit“ und der „Arbeitsplatz“ quasi religiöse Elemente sind und sich alle einer „unsichtbaren Hand des Marktes“ unterwerfen, sogar noch weiser.

Nun ist die Bibel ja von Priestern gesammelt worden und voll von Menschen, die selbst persönlich mit Gott gesprochen haben. So etwas geht. Machen auch heute noch viele – nur nicht bei den Katholiken, denn dort … ist der Papst zwischengeschaltet worden. Als Stellvertreter Christi auf Erden quasi Gottes Stiefsohn. Und der Sohn hat ja gesagt, was Sache ist:

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

DAS zentrale Gebet. Milliardenfach aufgesagt. Ganz einfache Botschaft: was ICH will, ist nicht zu wichtig. Was Gott will, ist wichtig. Und er wird selbst am Besten Wissen, was er will.

Kurz: irgendwo da draußen (oder tief drinnen) exisitiert der lebendige Urgrund allen Seins und will seine Ruhe haben. Er will sein eigenes Ding durchziehen und verbietet den Menschen ausdrücklich, sich detalliert mit ihm zu beschäftigen. Man darf zu ihm beten … muß sich aber immer gegenwärtig sein, das es SEIN Wille sein soll, der geschieht – und nicht der Eigene.

Religion und Atheismus sind somit kein Gegensatzpaar – und da wird auch der Erkenntnistheoretiker glücklich, der weiß, das Urteile in jeder Art in diesen Gefilden eine Lüge sind.

Er ist ja auch mit wenig zufrieden. Es sind ja keine Horrorgebote, die er uns auferlegt: nicht stehlen, nicht morden, nicht lügen und was ihm da noch so einfällt: sind doch alles Sachen, die auch außerchristlich weltweit verboten sind. Hätte er uns eigentlich nicht noch extra sagen müssen. Ganz wichtig jedoch ist ihm … die Freiheit des Menschen. Ganz sauer wird er, wenn man „anderen Göttern“ hinterherrennt. Klar – folgt man seinen Gedanken, dann gibt es die anderen ja gar nicht. Und außerdem hat er den Menschen wohl absichtlich so geschaffen, das er Göttern nicht hinterherrennen braucht. Er kann frei und ungebunden sein eigenes Dingen durchziehen.

War eigentlich alles mal ganz funktionabel eingerichtet, will mir scheinen. Da ist ich auch kein Platz für eine Kirche. In dem Heldenepos „Der Herr der Ringe“ finden sich deshalb auch kaum Götter. Eigentlich kommt er ganz ohne aus, obwohl Tolkien (der selbst ein gläubiger und überzeugter Katholik aus England war) Zauberer, Elben, Zwerge, Drachen und eine Vielzahl übler Ungeheuer auferstehen läßt … beziehungsweise eine Unmenge europäischer Mythen in seinem Epos zu einer einzigen Bilderwelt vereint. Letzteres ist vielleicht auch der Grund für seinen Erfolg … irgendwo dürfte uns das alles irgendwie bekannt vorkommen. Nur einmal wird eine Kirche erwähnt: im „Silmarillion“, so einer Art Genesis für Mittelerde, findet sich ein Tempel für einen bösen Gott (der aber eigentlich nur ein gefallener Engel ist – aber Tempel bleibt Tempel).

Sogar das Wochenende hat Gott erfunden.

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.

Noch nicht mal Sklaven, Tiere oder Gastarbeiter sollen da malochen. Sollte man mal dem Bundesverband der Deutschen Industrie über die Eingangstüren ihrer Konferenzsäle hängen. Aber auch die Kirchen selbst huldigen gerne anderen Göttern:

Nur: Zum Angebot der katholischen Bank zählt der Investmentsparplan Uniprofirente, dessen Gelder bei Uniglobal investiert werden. Zu dessen Werten gehörten in diesem Jahr neben Tabakkonzernen die Rüstungsfirma BAE Systems, die von Atom-U-Booten bis zu Jagdbombern weltweit ein komplettes Waffenarsenal anbietet, und bis vor kurzem der langjährige Streumunitionshersteller Lockheed Martin. Peinlich auch das Bild des aktuellen BKC Treuhand Portfolio: Dessen jüngster Halbjahresbericht weist Alkoholwerte wie Carlsberg und Unternehmen wie Walmart aus, die wegen ihrer Arbeitsbedingungen massiver Kritik ausgesetzt sind.

Quelle: Spiegel-online

Was bleibt uns Menschen da übrig, wo These (Religion – Kirche) und Antithese (Atheismus – Materialismus) beide das gleiche Ergebnis haben: die Welt wird Hölle. Zumindest für die geistig Armen, die dem Sohn Gottes mal so wichtig waren. Na, vielleicht hat er damals schon gewußt, das die mal über sein werden:

Was die Menschen in 20 Jahren bedroht

Die unter der Leitung des Zukunftsforschers Georges T. Roos erstellte Studie zeigt nicht ganz überraschend vor allem eines: Das Leben wird komplizierter. Wir müssen uns in einer komplexen Welt zurechtfinden, in der Informations- und Kommunikationstechnologie den Alltag noch stärker prägen werden. Das Leben wird weiter beschleunigt. Kopfarbeit wird körperliche Arbeit noch mehr ablösen; die Anforderungen an die Arbeitnehmer steigen, der Leistungsdruck wird zunehmen. Klar ist, dass diese Veränderungen und Anforderungen krank machen können.

Quelle: NZZ Online.

Für die, deren mentale Kompetenz nur zum Bauer reicht, wird kein Platz mehr da sein. Die Zukunft wird ein kleiner Hamsterkäfig, in dem immer weniger immer schneller rennen müssen. Das das auf die Dauer nicht gutgeht, weiß auch der Herr Steinbrück:

Der Ex-Finanzminister wirft den Blick in den Abgrund bei der Finanzkrise. Er empört sich über Verkommenheit von Teilen der Wirtschaftselite und mangelnde Standfestigkeit der politischen Klasse. Der Sozialstaat bisheriger Prägung wird zum Auslaufmodell erklärt.

Quelle: Welt-online

„Auslaufmodell Sozialstaat“ … denkt man reflexhaft gleich an Arbeitslose. Doch um diese verschwinden kleine Minderheit geht es nicht. Es geht um die Kranken und Alten, die zu teuer werden, wenn sich an dem System nichts ändert. In einer Welt, die von Menschen mit christlichen Werten regiert wird, bräuchte man sich keine Sorgen machen. Aber offensichtlich hat Peer Steinbrück als Politiker andere Erfahrungen gemacht.

„Wir sind nicht ausreichend auf die Zukunft vorbereitet. Unser Fundament hat Risse. Die schlechteren Tage der letzten Jahre könnten auf lange Sicht die besseren gewesen sein.“

Für diese eher düsteren Vorahnungen bleibt Steinbrück den Beweis aus seiner Sicht nicht schuldig. Mit größter Sorge betrachtet er die eklatanten Entscheidungsdefizite der Europäischen Union. Anhand von Beispielen zeigt er auf, wie Europa gegenüber Amerika und vor allem gegenüber China immer weiter an Kompetenzen, Fähigkeiten und Einfluss verliert. Er nimmt tektonische Verschiebungen der politischen und ökonomischen Zentren auf dieser Welt wahr und geht vor allem mit den Europäern und Amerikanern hart ins Gericht.

Diese Art von Sozialdemokratie jedenfalls fordert heraus und verdient Respekt.

Quelle: Welt-online

Das letzte Lob kommt von: Friedrich Merz. Kein Unbekannter in der politischen Welt. Eng verbandelt mit der Atlantikbrücke, die im Auftrag der Kosmokraten (siehe Jean Ziegler)  und der Korporatokratie (siehe John Perkins) die Ausplünderung Europas, Asiens, Afrikas, Australiens und … nicht  zuletzt … ganz Amerikas vornehmen, dabei im Laufe der Jahrzehnte wirtschaftliche Systeme aus dem Gleichgewicht bringen und sinnlos zerstören, was den Tod von hunderten von Millionen von Menschen zur Folge hat. Und dabei haben sie gerade erstmal angefangen, sich auszudehnen, befinden sich noch in einem recht frühen Stadium der Ausbreitung.

Stehlen, Morden, Lügen … alles kein Problem. Man will ja kein Weichei sein.

In der Gestalt des modernen Konzerns ist uns ein neuer Gott erwachsen, an den wir glauben müssen, weil er sich die Welt angeeignet hat. So wie uns die Vorsehung Hitler geschickt hat, hat uns die unsichtbare Hand des Marktes den Konzern geschickt … will man uns jedenfalls glauben machen.

Konzerne … sind als gesellschaftliche Akteure Psychopathen. Der kanadische Film „Corporation“ untersucht dieses Ungeheuer, das Monarchie, Kirche und Kommunistische Partei gleichermaßen ersetzt hat (und deshalb auch in China problemlos Fuß fassen kann).  Das Ergebnis: Konzerne sind als gesellschaftliche Akteure geistig kranke Psychopathen – aufgrund ihrer Konstruktionsparameter können sie auch nie etwas andere sein.

Aus der Sicht der Religion haben sie sogar noch mehr ersetzt: sie sind an die Stelle Gottes getreten indem sie sich die ganze Schöpfung zu eigen machen. Was wir essen, was wir trinken, der Boden auf dem wir gehen, die Struktur unseres Alltages, unser Leben von der Geburt bis zu Tod: alles minutiös durchgeplant und auf maximale Rendite getrimmt.  Noch nie gab es in der Geschichte der Menschheit eine Macht, die so sehr den Alltag der Menschen bestimmt hat und der man so wenig entkommen konnte.

Na ja, das Alte Testament hatte uns ja schon mal gewarnt: das wird nicht gut gehen.

Am Ende der Geschichte wartet auf uns eine Welt, in der nur noch diejenigen Überleben können, die sich für die Profite der Konzerne maximal abstrampeln können. Wer schwächelt … fliegt aus der Kurve.

Das sollte man mal mit dem Papst diskutieren. Der Islam hat deshalb soviel Zulauf, weil seine Bürger die teuflische Macht der Korporatokratie deutliche spüren – dort wirkt sie noch mit größerer Gewalt als hier, wo sie sich flächendeckend durchgesetzt hat.  Die Kirche hat da weniger Zulauf, weil sie selbst Konzern geworden ist … der älteste Konzern der Welt. Ware? Dieselbe wie Disney. Gottesbilder.

Was ich mir von der Kirche in Zukunft wünschen würde? Das sie ihren Job macht und den Menschen lehrt, mit Gott zu sprechen. Mit ihm – nicht über ihn. Soll ja möglich sein – die Bibel ist voll von solchen Geschichten.  Oder das sie wenigstens über die Gefahren des Götzendienstes aufklärt … aber dazu müßte sie ihn erstmal selber sein lassen. Ich kann allerdings nicht ausschließen, das es der Rendite schaden würde … und das die Guttenbergs dieser Welt bei der Auswahl ihrer Dorfpfarrer strengere Maßstäbe anlegen würden, wenn diese Anfangen, ihren Gott ernst zu nehmen.

Und wer den Bogen so spannen will … aus dieser Perspektive sind „Kosmokraten“ Satanisten – auch ganz ohne Kutte, persönliche Menschenopfer und erotische Rituale.  Allerdings kennt die christliche Religion eigentlich keinen Teufel. Jedenfalls nicht den, den Hollywood uns jedes Jahr in neuen Variationen zeigt.

Karl Theodor etc. zu Guttenberg, die Korporatokratie und die Privatisierung der Bundesrepublik Deutschland

„Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ ist ein altbekannter deutscher Weisheitsspruch, der viel zu selten zitiert wird, denn sonst würden wir uns nicht wundern, das in Afghanistan dauernd deutsche Soldaten sterben. Wer Afghanistan sagt, der muß sofort an unseren schneidigen Verteidigungsminister und seine bezaubernde Frau denken, jenen Mann, der „im Alleingang die Bundeswehr umbaut“.

Der Umbau von einer Wehrpflichtarmee zu einer Freiwilligenarmee ist schon lange gefordert. Es gibt auch gute Gründe dafür.  Seltsamerweise kommen seit vierzig Jahren die Gegner der Freiwilligenarmee aus demokratischen Kreisen, die sich darum sorgen, wie politisch eine Freiwilligenarmee eigentlich werden könnte. Schon jetzt sind Aufnäher wie „I fight for Merkel“ an Uniformen in Afghanistan zu sehen, während eigentlich „I fight for German Bundestag“ die halbwegs  korrekte Form sein sollte.

Neben Guttenberg ist da auch Guido Westerwelle sehr aktiv … ebenfalls Mitglied der Atlantik-Brücke.

Bei Zeitgeist-online findet sich das Guttenbergdossier in zwei Teilen, ein dritter soll bald folgen. Die Autorin befaßt sich schwerpunktmäßig mit us-amerikanischen Förder- Sympathie- und Lobbyvereinen, in deren Dunstkreis auch Karl Theodor etc. zu Guttenberg zu finden ist. Aus der Sicht der US-Amerikaner wäre eine deutsche Freiwilligenarmee sicher zu begrüßen, sie wäre als Hilfs- und Söldnertruppe bei internationalen Einsätzen wesentlich unkomplizierter zu dirigieren als eine Wehrpflichtarmee.  Angesichts des modernen Konzeptes der zivil-militärischen Zusammenarbeit wird die Freiwilligenarmee allerdings zu einem Politikum ganz anderer Art:

„Zivil-militärische Zusammenarbeit” ist – ganz im Sinne ihrer Erfinder – ein „ganzheitliches” – sprich totalitäres – Konzept. Es sieht die Verzahnung aller gesellschaftlichen Bereiche mit dem Militär vor, was mit weiteren Euphemismen bemäntelt wird, etwa mit der Rede vom „erweiterten Sicherheitsbegriff” oder von der „vernetzten Sicherheit”. Ziel ist stets die Steigerung der Fähigkeit zur Kriegführung:

Im Inland wird die Bevölkerung mittels Bürgerkriegsmanövern wie LÜKEX für den Kampf gegen den „inneren Feind” mobilisiert; neben den Reservisten der Bundeswehr stehen mittlerweile auch zahlreiche zivile Experten und Organisationen im Dienst des „Heimatschutzes”, der sich ebenso gegen „Terroristen” wie gegen Protestierende oder Streikende wendet.

Quelle: Bochumer Friedensplenum, Rede von Peer Heinelt

Bislang konnte man die Hoffnung haben, das die Durchsetzung der Bundeswehr mit Demokraten so hoch ist, das keine Gefahr von diesen neuen Konzepten des Einsatzes der Bundeswehr auszugehen brauchte. Das mag bald anders aussehen. Schauen wir uns deshalb mal einen der Förderer des Konzeptes genauer an: Karl Theodor zu Guttenberg, den schwarzen Baron … und den Mann mit seinen merkwürdigen Lebenslauflücken.

Guttenberg entstammt dem gleichnamigen fränkischen Adelsgeschlecht. Seine Eltern sind der Dirigent Enoch zu Guttenberg[2] und dessen 1977 von ihm geschiedene Frau Christiane Henkell-von Ribbentrop, eine Tochter Jakobs Graf von und zu Eltz. Christiane Henkell-von Ribbentrop ist seit 1985 Ehefrau Adolf Henkell-von Ribbentrops, eines Sohns des Reichsministers des Auswärtigen a.D. Joachim von Ribbentrop undAnneliese Henkell. Nach der Scheidung seiner Eltern lebten zu Guttenberg und sein Bruder, der Forstwirt und Ökologe Philipp Freiherr von und zu Guttenberg (*1973), der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände ist, bei ihrem Vater Enoch zu Guttenberg und wurden von ihm erzogen.[3] Guttenbergs Großvater Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg war von 1967 bis 1969 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt. Sein Urgroßonkel Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg war ein deutscher Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg.[4] Mit einem geschätzten Familienvermögen von 600 Millionen Euro gehören die zu Guttenbergs zu den 300 reichsten Familien Deutschlands.[5]

Quelle: Wikipedia

Geheiratet haben seine Eltern im Jahre seine Geburt 1971 … nicht ausgeschlossen, das es da auch ein gesellschaftliche bedingtes „Muss“ gab. Die „Erziehung“ durch seinen Vater Enoch (der als weltbekannter Dirigent wohl öfter mal auswärts essen mußte) war wohl sehr kompakt, denn sein Abitur macht unser Baron in Rosenheim … weit weit weg von Zuhaus, wo man von viel Personal umsorgt wurde – so jedenfalls der evangelische Pfarrer, dessen Einsetzung noch von dem Wohlwollen seiner Herrschaft abhängig ist:

Das Pfarrhaus von Günter Weigel liegt im Schatten des Schlosses. Sein Bewerbungsgespräch vor 19 Jahren hatte der evangelische Pfarrer bei Enoch zu Guttenberg. Der Grund: Der Reichsfreiherr ist Patronatsherr der evangelischen Pfarrei  seit Jahrhunderten. Der Adlige unterstützt die Kirche finanziell und darf im Gegenzug den Pfarrer bestimmen. Das Patronat wird eines Tages auf Karl-Theodor übergehen, sagt Pfarrer Weigel. Obwohl die Guttenbergs katholisch sind.

Auch Weigel ist ein wenig stolz, wenn er von den Herrschaften redet. Einmal im Jahr darf er zum Kaffee vorbeikommen. Und er hat Guttenberg und seine Frau Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen getraut ökumenisch. Ansonsten bleibt Schloss Guttenberg aber höheren Kreisen vorbehalten. Weigel erzählt von adligen Gästen, von Gesellschaften, von Jagden. Er zählt die Schloss-Bediensteten auf: ein Diener, ein Stallmeister, eine Hausdame, zwei Köchinnen, zwei Haushälterinnen. Es ist des Pfarrers Welt. Die gewaltige Familiengeschichte merkt man ihnen schon an, sagt Weigel. Über Guttenberg sagt er: Das Kumpelhafte ist nicht seine Art. Gegenüber Fremden ist er eher der vornehme, höfliche Typ. Es gebe schon einige im Dorf, die kritisch gegenüber dem ganzen Adels-Gehabe gestimmt seien. Aber laut sagt das keiner.

Quelle: Abendzeitung

Ein recht seltsames Privileg in einer demokratischen Gesellschaft. Und ein ausführlich gepflegtes Herrenmenschentum – unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Kommt man der Familie näher, gehen die Türen zu. Man merkt: „Gehobene Gesellschaft“ bleibt gerne unter sich.

Nach dem Abitur im fernen Rosenheim riefen die Gebirgsjäger … und dann wird es auf einmal sehr schwammig.

Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald, Stabsunteroffizier der Reserve
Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, Prädikatsexamen, Promotion im Jahr 2007 zum Dr. jur. (summa cum laude)
Leitung des Familienbetriebes in München und Berlin, berufliche Stationen in Frankfurt und New York
Geschäftsführender Gesellschafter der Guttenberg GmbH, München (bis 2002)
Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG (bis 2002)
Freier Journalist bei der Tageszeitung DIE WELT (bis 2002)

Quelle: Homepage Guttenberg

Von 1992 bis 2007 macht er irgendetwas. Er studiert zum Beispiel. Der „Familienbetrieb“ wirft kaum viel ab:

Guttenberg war ab 1994 in die Leitung der familieneigenen Beteiligungsgesellschaft Guttenberg GmbH in München eingebunden, die bis 2004 Anlageberatung für den Besitz seiner Familie betrieb.[9] Später war er deren geschäftsführender Gesellschafter.[10][2] Nach Angaben der Creditreform hatte die Guttenberg GmbH ca. drei Beschäftigte und machte im Jahr 2000 einen Umsatz von 25.000 Euro geschätzt.[11]

Quelle: Wapedia

Das hat ihn also nicht so reich gemacht. Da gab es für den 23-jährigen Studenten ja auch nicht so viel Arbeit. Und zu dem gleichnahmigen Baustoffkonzern hat er keine Verbindung, obwohl es die Medien berichteten:

MÜNCHEN/BERLIN Die Fachkompetenz des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg ist immer noch ein großes Thema. Jetzt stellte sich heraus: Der 37-Jährige führte nie ein mittelständisches Unternehmen, sondern war lediglich in einem Drei-Mann-Unternehmen tätig. Aufgabe der „Guttenberg GmbH München“: Verwaltung des eigenen Familienvermögens.

Wie kam es zu der Verwirrung? Guttenberg selbst hatte in Interviews stets von seinen „Erfahrungen im Familienunternehmen“ gesprochen. Die Deutsche Presse-Agentur verbreitete daraufhin eine Meldung, dass Guttenberg „geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH“ sei, einem „Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe“. Viele andere Medien, darunter Spiegel-Online, Bild und Tagesspiegel griffen diese Meldung auf  auch die Abendzeitung.

Quelle: Abendzeitung

Und obwohl dieses Familienunternehmen noch nicht mal Geld genug für ein Ticket nach New York abwarf, reichten die gemachten Erfahrungen für das Wirtschaftsministerium.

Guttenberg selbst beteuerte, er sei kein Neuling in Wirtschaftsthemen. „Mitverantwortung in einer Beteiligungsgesellschaft, die im Besitz der Familie ist“, habe ihn früh mit wirtschaftlichen Zusammenhängen vertraut gemacht. Von 1994 an war er in die Leitung des Familienbetriebes Guttenberg GmbH in München und Berlin eingebunden, einem Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe. „Ich saß außerdem viele Jahre im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken“, führte er an. Zudem habe ihm seine Tätigkeit in der Außenpolitik viele Einblicke in globale Wirtschaftszusammenhänge gewährt, was sich insbesondere in der aktuellen Situation als nützlich erweisen werde.

Quelle FAZ-Net

In den Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken kam er mit 25. Ob er da schon sein Studium abgeschlossen hatte, werden wir wohl erstmal nicht erfahren. Auf jeden Fall war er höchstens einfacher Jurist. Die Rhön-Kliniken selbst haben eine Vorreiterrolle bei der Privatisierung des Gesundheitswesens:

Vorläufer des Unternehmens war die 1970 gegründete Kurbetriebs- und Verwaltungsgesellschaft m.b.H, aus der 1973 die Rhön-Klinikum GmbH hervorging. Das Unternehmen bestand aus dem in Bad Neustadt an der Saale neu errichteten Kur- und Therapiezentrum, dessen vier 14-stöckige Häuser ausschließlich mit Einzelapartments ausgestattet waren. Auf Grund mangelnder Nachfrage war das Haus aber stark überdimensioniert, so dass dem Unternehmen nach Investitionen in Höhe von 130 Millionen DM der Konkurs drohte. Der als Sanierer geholte Betriebswirtschaftler Eugen Münch übernahm 1974 die alleinige Geschäftsführung und erwarb eine Beteiligung von 25 % an der GmbH.

Zur Auslastung der Apartments eröffnete er 1975 eine psychosomatische Klinik und initiierte zwei Jahre später ein gemeinnütziges Schulungsprojekt zur Fortbildung von Aussiedlern. 1984 reagierte Münch auf Engpässe im Bereich der Herzchirurgie und etablierte eine Herz- und Gefäßklinik. Danach folgten eine neurologische Klinik (1991) und eine Klinik für Handchirurgie (1992). Bei der Planung der Kliniken wurde das Kerngeschäft – Operationssäle und Intensivstationen – in Neubauten etabliert und die Betontürme als Bettenhäuser genutzt. Die Einzelapartments wurden dabei in Zweibettzimmer umgewandelt.

Die GmbH wurde 1988 in eine Aktiengesellschaft mit einem damaligen Stammkapital von 10 Millionen DM umgewandelt und als erstes Unternehmen der Branche an der Frankfurter Börse notiert. Der Börsengang erfolgte am 27. November 1989, die Aktien des Unternehmens werden seit 1996 im MDAX gehandelt. Damit war die Rhön-Klinikum AG der erste börsennotierte Klinikkonzern in Deutschland. Die Familie des Firmengründers hält heute weiterhin eine bedeutenden Minderheitsanteil (ca. 16%)[3]

Quelle: Wikipedia

Wer sich mit ärztlicher Kritik am Rhön-Konzern beschäftigt, wird sehen, das es im Prinzip um die Amerikanisierung des Gesundheitssystems geht. Es gibt Schützenhilfe vom Bertelsmannkonzern, Vermischungen von Politik und Geschäft. So ist es nicht verwunderlich, das die Pleitefirma Rhön auf einmal über genügend Kapital verfügt, eine Offensive zur Privatisierung des deutschen Gesundheitssystems zu starten. Damals konnte man mit wenig Geld einsteigen – ein sicherer Weg zum Reichtum, weil es um Verteilung des Sozialbudget ging. Zehn Millionen Stammkapital, da kam mit mit 2,65 Millionen D-Mark gut aus. Wer wußte, wohin die Reise gehen sollte, der hatte eine gute Anlage getätigt:

Finanziell unabhängig ist der Baron ohnehin. Nach seinem Jurastudium stieg er mit gerade mal 22 Jahren in die Leitung der Guttenberg GmbH ein, deren Geschäftsführender Gesellschafter er später wurde. Die familieneigene Beteiligungsgesellschaft hielt auch ein beträchtliches Aktienpaket an der Rhön-Klinikum AG. Mehrere Jahre saß zu Guttenberg dort im Aufsichtsrat, bis die Familie 2002 ihre Anteile an die HypoVereinsbank verkaufte. Der Börsenwert für das Paket lag bei stolzen 260 Millionen Euro. Damit hält Karl-Theodor zu Guttenberg gleich zwei Rekorde: Er ist der jüngste Bundeswirtschaftsminister ? und wohl der reichste Mann, der je am Kabinettstisch saß.

Quelle: Focus

So kann man reich und Leistungsträger werden. Man muß nur wissen, wer dahintersteht und wohin die Reise geht. Und die Reise ging – dank Schröder, Fischer, Clement und anderen Freunden der Atlantikbrücke – Richtung Neoliberalisierung der Bundesrepublik, was Privatisierungen staatlicher Einrichtungen Vorschub leistete.

Es ist wenig darüber bekannt, wie reich die Familie wirklich ist.  Was sicher ist: Vater Enoch hatte kein Interesse an Geldvermehrung:

In den sechziger Jahren hat Enoch zu Guttenberg den Bund Naturschutz gegründet, und noch heute neigt er dazu, bei Konzerten mit flammenden Reden wider die Umweltzerstörung das Publikum zu verblüffen. Und nicht genug der Anomalien: Nach der Trennung von seiner ersten Frau hat er die Söhne als alleinerziehender Vater auf Tourneen rund um die Welt geschleppt.

Quelle: Zeit

Es blieb ein teures Schloß und Wald. Das Schloß gehört jetzt allerdings schon irgendwie nach Österreich, die Familie wollte es nicht mehr:

Das Schloss der Familie von Wirtschaftsminister Guttenberg gehört einer Familienstiftung mit Sitz in Österreich. Das ist steuerlich höchst attraktiv.

Im Übrigen sei eine solche Schlossburg angesichts des aufwendigen Bauunterhalts nichts, mit dem sich Geld verdienen lasse.

Quelle: Süddeutsche

Da blieb dann noch der Wald … und um den war es nicht gut bestellt:

Der Tag, als im März 1990 der Orkan „Wiebke“ über Süddeutschland fegte und den Guttenberg’schen Hauswald mit sich nahm, hat sich tief eingeprägt.

„Es war ein apokalyptisches Erlebnis für unsere Familie. Wir haben alle geweint, als wir sahen, was da angerichtet wurde. Es ging nicht nur um unseren früheren Spielplatz, sondern um existenzielle Grundlagen.“

So jedenfalls Ka te´s Bruder in der Bildzeitung.

Während sich der eigene Vater, ein berühmter Dirigent, dem Rohstoff Holz hauptsächlich in Form eines Taktstockes widmet, der Bruder aufs politische Parkett strebte, hat Philipp zu Guttenberg den Familienwald übernommen und in der Steiermark und am Chiemsee Land dazugekauft.

Pappa Musiker, Erbe in Gefahr, Bruder ein Waldläufer … Karl Theodors Zukunft sah 1991 nicht gerade rosig aus. Der Orkan hatte die Großgrundbesitzer schwer getroffen….“existentielle Grundlagen“ waren bedroht.

2010 gehört man dank der Beteiligung an den Rhönkliniken wieder zu jenen Familien, die den Lebensstil auch finanzieren können, den sie sich leisten. Während der jüngere Bruder (im Adel unüblicherweise) das Vermögen betreut (den Wald) verschwindet er Ältere nach New York, kommt wieder und ein Wunder geschieht:

Selten hat die Berufung eines Bundeswirtschaftsministers für so viel Aufsehen gesorgt wie die des Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg. Er ist der Shooting-Star der CSU. Das hätten viele diesem Mann nicht zugetraut: innerhalb weniger Monate vom einfachen Bundestagsabgeordneten zum Generalsekretär und dann zum Berliner Kabinettsmitglied – und das mit 37!

Kritiker fragen nach seiner wirtschaftspolitischen Kompetenz. Er war Anwalt in New York, hat sich ein bisschen um die Vermögensverwaltung der Familie gekümmert und sich außenpolitisch profiliert.

Quelle: Süddeutsche

Was er in New York gemacht hat, weiß kein Mensch. Bei welcher Kanzlei er war, auch nicht. Aber wir finden einen der ganz großen Spieler im Konzernbereich, der die Rhön-Kliniken groß gemacht hat und auch sonst gerne aktiv am Umbau der Bundesrepublik mitwirkt:

Ein Aufsichtsratsmitglied der RKA, Brigitte Mohn, ist Mitglied der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung, die einen ziemlich großen Einfluss nicht nur auf die Entwicklung des Gesundheitssystems zu haben scheint.

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht regelmäßig Umfragen, die nicht immer unumstritten sind. So erhielten Projekte der Stiftung schon einmal von nachdenkseiten.de den Preis der „Manipulation des Monats“.

Die Bertelsmann Stiftung hat u.a. mit dem Europäischen Praxisassessment (EPA) ein wissen schaftlich belastbares Instrument zur anonymen Selbstbewertung von Arztpraxen für ein zielgerichtetes Qualitätsmanagement zur Verfügung gestellt und ist außerdem dabei, ein Portal zu entwickeln, in dem sich Bürger über Angebot und Qualität von Krankenhausleistungen informieren können.

In einer neuen Pressemeldung vom 02.07.2006 fordert die Bertelsmann-Stiftung die Schaffung eines „Generalunternehmers Gesundheit“, der sowohl die medizinische als auch die finanzielle Gesamtverantwortung für den Genesungsprozeß des Patienten übernehmen soll. [1].

Quelle: Arztwiki

Auf einmal wurde ein von Verarmung bedrohter Landadeliger zu einem der reichsten Menschen Deutschlands … weil er zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd gesetzt hatte. Woher das Geld für die Beteiligung kam, weiß ich natürlich nicht …. aber es hat sich wunderbar vermehrt und die Grundlage für ein großes Imperium gelegt, das bislang nur aus Bäumen bestand.

Bei der Privatisierung der Bundesrepublik hat er nicht nur gut verdient und fördert weitere Schritte in diese Richtung durch die „Privatisierung“ der Bundeswehr, er hat auch bei der Gesetzgebung schon mal ganz neue Privatisierungsmethoden ausprobiert:

Gereizt hat die Union auf den Vorhalt der SPD reagiert, Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) verschwende Steuergelder, indem er Anwälte mit dem Abfassen von Gesetzen beauftrage. Die Opposition spricht von einem „Bankrottbekenntnis“ und einem „Fall für den Rechnungshof“.

Quelle: FAZ

Ob nun beim Einsatz in Afghanistan, bei der Opel-Farce oder der Verquickung von Privatwirtschaft und Politik … überall folgt Guttenberg den Richtlinien der US-Politik.

Es beschleicht einen das Gefühl … das da jemand sehr dankbar ein ist.

2002, gleichzeitig mit seiner Wahl in den deutschen Bundestag für die CSU, wurde Guttenberg in den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages berufen – äußerst ungewöhnlich für einen 31jährigen. Denn: Der Auswärtige Ausschuss ist ein hochsensibles und wichtiges Gremium: Er tagt ausschließlich hinter verschlossenen Türen und entscheidet über sicherheitspolitische (= den Einsatz des Militärs betreffende) Fragen. Die Zustimmung des Bundestages ist faktisch nur noch eine Formalität, da er bisher, wie offen zugegeben wird, in keinem einzigen (!) Fall von den Vorgaben dieses Ausschusses abgewichen ist.

Geholfen hat Guttenberg wohl seine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), ein Ableger des US-amerikanischen Einflussgremiums Council on Foreign Relations (CFR). Die von finanziell hochpotenten Kreisen gesponserte „Denkfabrik“ vertritt eine neoliberale, neokonservative Politik, die darauf abzielt US-amerikanische geostrategische Interessen durchzusetzen. Wichtige Themen sind der sog. „Kampf gegen den Internationalen Terrorismus“ oder die „Liberalisierung der Weltmärkte“. Nicht von ungefähr war George Bushs ehemaliger Vizepräsident Dick Cheney einige Jahre Präsident des CFR.

Quelle: bleib passiv

Die Kanzlei, die für ihn deutsches Recht gestalten sollte, ist kein unbeschriebenes Blatt … sondern ein ausführendes Organ der Korporatokratie:

Linklaters LLP ist die weltweit zweitgrößte[1] Wirtschaftskanzlei mit 30 Büros in 23 Ländern. Mit rund 540 Partnern und 2400 Anwälten berät die Kanzlei Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen bei Fragen im Wirtschafts- und Steuerrecht (Berufsträger 2800 (weltweit) 330 (Deutschland)). Sie wird in Londonzum Kreis der Magic Circle-Kanzleien gerechnet.

In Deutschland ist Linklaters an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München vertreten.

Quelle: Wikipedia

Es sind – so der Economic Hitman John Perkins – die einsamen, heimatlosen jungen Männer, die gerne von den Kosmokraten angeworben werden. Jene, die von ihren Eltern in abgelegenen Schulen „entsorgt“ werden und einen geheimen Groll in sich tragen, gleichzeitig aber wenig Kontakt zum Normalbürger wünschen.

Wenn ich mir das alles so anschaue … dann … hätte ich einen Anfangsverdacht. Schade das Theorien darüber verboten worden sind und nun  sogar beim Nachrichtenspiegel-online von angeblich linken „demokratischen“ Kommentatoren abgestraft werden – sonst könnte ich mir vorstellen, das wir eine jener Geschichten, von denen Perkins aus Asien, Afrika und Südamerika berichtet gerade vor Ort erleben: die gezielte Implementierung eines Politiker zwecks Wahrung und Förderung der Interessen der Kosmokraten und der Korporatokratie.

Aber da solche Theorien ja verboten sind, gegen die guten Sitten verstoßen und man alles Übrige bei Marx und Darwin nachlesen kann, wollen wir uns mal nicht weiter mit dem schwarzen Baron beschäftigen. Vielleicht beten wir stattdessen ein paar Verse aus der Mao-Bibel?

Wie die Kontaktanbahnung zur Korporatokratie aussieht (und wie man zu Geld kommt) hat Jutta Ditfurth nebenbei mal erwähnt:

Etwa 1986 überbrachte man mir das Ansinnen des US-Außenministeriums, mich „näher kennenlernen“ zu
wollen. Meine klare Abfuhr gefiel nicht, so nutzte man meinen Aufenthalt in Washington, wo ich auf
Einladung einer Universität einen Vortrag über die deutsche Innen- und Außenpolitik hielt, für ungebetene
Annäherungen. Es kam – unter Beobachtung der deutschen Abteilung der CIA – zu heftigen
Auseinandersetzungen mit Vertretern des US-Militärs, des Außenministeriums und des Reaganschen
Think-tanks: Ich griff z.B. die US-Außenpolitik in Nicaragua an und die Nato. Dennoch wurde ich
aufgefordert, eine Studie über meine Partei zu erstellen. Ich lehnte ab, und mir wurde vorgehalten, daß
zwei Grüne, einer davon Lukas Beckmann, ihre Arbeit bereits angeboten hatten.

Quelle: ulrich-wegener
Schade das nicht alle so standhaft sind wie Frau Ditfurth. Na ja, haben ja auch nicht alle ein altes Schloß an den Hacken, das unterhalten werden will.


Bekenntnisse eines Economic Hitman, die Korporatokratie, der Widerstand und die Liebe der Menschen

Ich sage es besser gleich vorne weg: John Perkins Buch „Bekenntnisse eines Economic Hit Man“ hat Schwächen.  Es gibt einige logische Brüche in seinen Erlebnissen, seinem Lebenslauf und seiner Arbeitsbeschreibung, die man vielleicht gerne überliest, weil das Thema so brisant ist. Ich kann nicht beurteilen, was in diesem Buch wahre, erlebte Geschichte ist, weil der Autor auch jahrzehntelang sein Geld durch tarnen, tricksen und täuschen verdient hat.  Manches wirkt seltsam naiv in seinem Buch (zum Beispiel die Geschichte über seine verschiedenen, von seinem Auftraggeber angefertigten Lebensläufe), andererseits fehlt die klare Verbindung – SEINE klare Verbindung zur politischen Welt in den USA.

Was er aber geschaffen hat, ist: einen Begriff. So sind wir Menschen halt: wir brauchen Begriffe, um uns über Phänomene austauschen zu können. Haben wir die Begriffe nicht, erkennen wir das Phänomen nicht. Korporatokratie, die Herrschaft der Konzerne, ist etwas, das wir täglich bemerken, kaum ein Tag vergeht, wo ihre Anschläge nicht sichtbar werden:

So langsam denke ich merkt es jeder: es wird eng auch in diesem Land. Gestern erstmal wieder den gesamten Sozialhilfeetat einer einzigen Bank zusätzlich in den Rachen geschoben und heute schon kommt der Hinweis: es könnte noch viel mehr werden:

Hypo Real Estate hat 80 Milliarden in PIIGS-Staaten stecken

Die Hypo Real Estate ist weiter stark in den schuldengeplagten EU-Ländern tätig. Damit ist sie wie keine andre Bank von einer Staatspleite oder einzelnen Ausfällen bedroht.

Quelle: Wirtschaftsblatt.at

Das Spiel der Ausplünderung ganzer Volkswirtschaften läuft also weiter. Was eben so weiter läuft: die Bildung und Ausbildung einer Kosmokratenkaste in Deutschland, etwas das früher aus gutem Anstand und Sitte heraus noch nichtmal gedacht worden wäre, läuft heute als Selbstverständlichkeit: Parteispitzen gehen in Konzerne, Konzerne schicken Mitarbeiter zur Gesetzesentwicklung in die Ministerien und über allen folgenden Transaktionen wacht der Bankenclan.

Perkins nennt diese Herrschaftsform Korporatokratie, Jean Ziegler ihre Akteure Kosmokraten. In Deutschland können wir einige Namen dieser Clique nennen, die schon Günter Ogger in seinem Werk „Nieten in Nadelstreifen“ kritisiert hat, wir kennen (zum Teil) ihre Netzwerke, ihre Medienmacht und ihre gesellschaftlichen Ziele, die in nichts anderem bestehen als in der völligen Ausplünderung unserer Sozialkassen.

Es wird nicht anders mit uns verfahren als mit einem Entwicklungsland: man greift sich gezielt einige wenige heraus, die man mit Geld überschüttet, damit die einem helfen, den Rest des Landes auszunehmen. Ist man damit fertig – schmeißt man das Land weg.  Es wird dauern, bis sie mit Deutschland fertig sind, weil wir so viel haben, aber jeder merkt täglich an der Zapfsäule oder den TEuro-Preisen im Geschäft wie das Geld in großen Mengen abfließt.

Es ist das erste wirkliche weltumspannende Imperium, das für seine Feinde einen Riesennachteil hat: es hat keinen festen Ort an dem es zu Hause ist.  Einfach nach Rom marschieren nützt heute nichts  mehr. Gleichzeitig ist es aber überall, nach sechzig Jahren gezielter Ausbreitung bestimmt es, was wir essen, was wir an Bildung zu uns nehmen, was wir für Musik hören und welche Kleidung wir tragen – es definiert unseren unpolitischen Platz in der Gesellschaft bis ins Detail und sorgt dafür, das wir nach altrömischer Manier beschäftigt bleiben: an der Stelle von Brot und Spielen treten Burger und Game Shows.

Wir dürfen auch Politik machen, das stört das Imperium nicht. Einfach hinein in die Parteien – wer sich bis obenhin durchboxt wird gekauft … oder kaltgestellt. Politische Richtung spielt keine Rolle.  Widerstand gegen diese Praxis gibt es auch in den Parteien, denn die Bruchlinie der Korporatokratie und der Kosmokraten läuft direkt quer durch alle gesellschaftlichen Institutionen – Kirche inklusive.  Nach sechzig Jahren ist alles subversiv durchsetzt und mehrfach abgesichert, damit das große Abkassieren ungestört weitergehen kann.

Die Prinzipien sind die gleichen wie im römischen Imperium – ein gut ausgebautes Transport- und Kommunikationsnetz, eine dichtes Netz von Stützpunkten in unterschiedlicher Größe, von denen aus Herrschaft möglich ist und schon ist das Imperium da. Was in den Dörfern der besetzten Gebiete geschieht, interessiert nicht, wen die als Häuptling wählen, ebensowenig – Hauptsache, die liefern pünktlich ihren Tribut ab.

Was sich geändert hat, sind die Waffen. In einer perfekt bis ins Detail durchorganisierten Welt braucht man das Leben eines Menschen nicht mehr mit der Lanze zu bedrohen: Arbeitslosigkeit reicht vollkommen.  Hunger war als preiswerte aber perfekte Waffe schon den Römern gut bekannt.

Widerstand gegen dieses Imperium scheint von vornherein undenkbar … und hier wundert mich die Naivität des Economic Hitman John Perkins, der meint es wäre möglich, die Konzerne zu Werkzeugen der Menschlichkeit umzubauen, die weltweit für Frieden und Wohlstand sorgen.  Sicher, theoretisch wäre das denkbar. Mit der Gestaltungsmacht der Großkonzerne könnte man die Welt in kürzester Zeit in ein Paradies verwandeln, wo jeder Mensch nur noch soviel zu arbeiten braucht, wie er gerade mag, jeder in materiellen Wohlstand lebt und alle glücklich und zufrieden den Tag genießen.

Schade nur, das die Personalauswahl gerade die herzlosen Egozentriker bevorzugt, weil sie eben nicht will, das da auf einmal „Sozialromantiker“ Politik machen – das könnte ja das Imperium gefährden.

Wir könnten uns auch mit dem bislang historisch gesicherten Satz zufriedengeben, das jedes Imperium bisher zusammengebrochen ist – einfach ein paar Jahrhunderte warten, dann löst es sich schon irgendwie auf.  Oder wir haben Pech, befinden uns am Ende der Geschichte und es kommt danach nichts mehr außer der Diktatur der Kosmokraten, die solange dauert, bis auch das letzte verwertbare Element des Planeten in materiellen Müll einerseits und immateriellen Kontostand andererseits umgewandelt worden ist. Die Erde sieht dann aus wie der Mars (und wir sind ja schon auf dem besten Wege dahin) aber Hauptsache die Eigenkapitalrendite stimmt.

Oder wir entscheiden uns angesichts unseres unvermeidlichen Todes und persönlichen Untergangs unser eigenes Leben lieber aktiv zu gestalten und schon alleine das ist Widerstand.

Jeder Widerstand gegen frühere Diktatoren fing damit an, das man sich eine sichere Basis suchte. Berge, Wälder, Sümpfe, ein Schiff … Hauptsache erstmal weit weg.

Die sichere Basis kann man teilweise heute sehr bequem haben: einfach den Fernseher auslassen und keine Zeitungen mehr lesen. Die Medien gehören heutzutage einer Handvoll Menschen, die bestimmen, wie unsere Wirklichkeit aussieht. Es macht keinen Sinn, sich dem auszuliefern, denn Kultur und Religion das Materialimus – jener notwendige Grundpfeiler der Ideologie der Korporatokratie – werden in jedem Beitrag gefördert.

Förderlich wäre, alles in Frage zu stellen. Wirklich alles. Gibt es wirklich keinen Gott, keine Götter? Wo ist der Beweis dafür? Gibt es wirklich kein Leben nach dem Tode? Wo sind die Beweise? War vor der Geburt wirklich gar nichts?

Wenn wir erstmal anfangen, die Welt wieder als wundervollen Ort voller wundervoller Möglichkeiten zu begreifen, werden wir merken, das unser Leben an Qualität zunimmt, weil unsere Neugier, unsere Phantasie und unsere Kreativität wiedererweckt werden – auch wenn wir zu diesen und anderen Fragen keine Antworten finden werden weil sie nicht beantwortbar sind. Die menschlichen Sinne sind zu schwach um außer gelegentlichen Schatten und Gespenstern mehr von der Welt hinter der Wirklichkeit zu erfassen, wir müssen uns damit anfreunden, das unsere Ohren und Augen nicht alles mitbekommen, was die Welt an Qualitäten zu bieten hat.  Wir brauchen auch nicht alles mitbekommen, denn diese Sinne sind nicht dazu gedacht, die Welt zu beherrschen, sie sind dazu gedacht sie zu genießen … und das können wir immer weniger, auch deshalb, weil die sinnliche Qualität unserer Wahrnehmung nachläßt – auch weil die stinkende, lärmende grelle Wirklichkeit unserer Innenstädte die Abstumpfung der Sinne zu einem Segen werden läßt.

Wir brauchen keine Antworten auf dieses letzten Fragen: wo komme ich her, wo gehe ich hin, was ist mein Platz in der Welt? – aber wir sollten uns niemals von niemanden die Freiheit streitig machen lassen, diese Fragen stellen zu dürfen …. wo diese Freiheit schon in Gefahr ist, steht die Diktatur nicht mehr in der Tür, sie ist schon eingetreten.

All jene dialektischen Kniffe, die Welt in Gegensatzpaare aufzuteilen, von denen eins richtig und eins falsch zu sein hat (so wie letztens hier aufgetaucht: Pragmatismus kontra Mystizismus) führen in letzter Konsequenz zum Konzentrationslager und Völkermord, weil sie eine ausschließliche Wahrheit gegen eine absolute Falschheit mit allen Mitteln verteidigen müssen. Rechts gegen links, oben gegen unten, Religion gegen Wissenschaft, Migration gegen Deutschland … die Gegensatzpaare sind beliebig austauschbar und werden auch beliebig ausgetauscht: Hauptsache, das Volk dreht sich weiter um sich selbst.

Dabei haben wir Menschen etwas, das vollendet mystisch ist und Sinn unseres ganzen Treibens sein sollte: früher nannte man es Liebe. Das gibt es heute nur noch selten. Ein Phänomen, das enorm stört und deshalb ausgemerzt wird – mit äußerst häßlichen Folgen.  Das Wort ist schon so erfolgreich zerredet, verwässert und entfremdet worden, das es schon als peinlich gilt, es auszusprechen … es ist die allerletztes Bastion einer Wirklichkeit jenseits der materiellen Wahrnehmung, die uns über den tristen langweiligen und wertlosen Alltag erheben kann und doch immer seltener wird.

Es wird aber wohl nicht lange dauern, da wird man auch die Liebe der Menschen als gegenstandslos erklären, als wüste Verirrungen der Hirnchemie – und dann hat man, was man will: eine völlig lieblose und leblose Welt, die Krönung jeder materialistischen Philosophie. Und in dieser Welt wird Auschwitz Alltag und Völkermord zum Zeitvertreib.  Nun, das mag schön sein, denn aus alten Zeiten ist die Kunde überliefert, das die Jagd auf Menschen die spannendste Jagd sein soll – nur leider ist sie gerade verpönt – aber das kann man ja ändern.

Es wundert nicht, das der rebellische ehemalige  Economic Hitmen sich eine Heimat sucht, die religiös anmutet aber es nicht ist.

http://www.dreamchange.org/

Warum es keine Religion ist? Nun, Religion redet über Gott, siehe Wikipedia:

Als Religion (lat: religio, zurückgeführt auf religere = immer wieder lesen; oder religare = zurückbinden) bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kulturellerPhänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Religion.

Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme stehen in langen Traditionen und beziehen sich zumeist auf übernatürliche Vorstellungen. So gehen viele, aber nicht alle Religionen von der Existenz eines oder mehrerer persönlicher oder unpersönlicher über-weltlicher Wesen (z. B. einer Gottheit oder von Geistern) oder Prinzipien (z. B. Dao, Dhamma) aus und machen Aussagen über die Herkunft und Zukunft des Menschen, etwa über das Nirvana oder Jenseits. Sehr viele Religionen weisen gemeinsame Elemente auf, wie die Kommunikation mit transzendenten Wesen im Rahmen von Heilslehren, Symbolsystemen, Kulten und Ritualen.

Perkins orientiert sich an schamanische Welten … und die reden mit Gott (wobei dieser Begriff hier äußerst unpassend ist), nicht über ihn.  Eine ganz andere Baustelle, eine Wirklichkeit jenseits des Imperiums … und eine tödliche Wirklichkeit. Jener Ursprung aller religiösen Gefühle und priesterlichen Deutungsmuster über die Welt wird verfolgt und vernichtet – weltweit … vielleicht, weil es ein sicherer Hafen gegen die Gewalten des Imperiums ist. Ein Imperium, das weltumspannend ist, zwingt einen gerade dazu, sich eine Basis außerhalb zu suchen, von der aus man agieren kann … uns es funktioniert, selbst wenn diese Basis nur der Einbildung entspringen sollte.  Es entspricht auch der Freiheit des Menschen, seine Welt zu deuten zu dürfen, wie er es möchte.

Wenn man aber nun gern in Gegensatzpaaren hegelianischer Geschichtsphilosophie denkt, so wäre ein Gegensatz zu Materialismus Liebe. Liebe zu Kindern, zur Heimat, zum Garten, zu alten, kranken und behinderten Menschen,  zur Welt, zur Menschheit an sich und ihrer Zukunft.  Liebe, nicht Sex. Das Grundsatz „Alles ist liebenswert“ scheint mir auch zu sinnvolleren Lebensalternativen zu führen als der materialistische Grundsatz:  „Alles ist toter  Matsch„.  Aus letzterem wird … letztendlich nur Wüste, aber es ist die gelebte Philosophie der Kosmokraten (und das letztliche materielle Ergebnis ihres wirtschaftlichen Treibens: die Welt wird Müll).

Und auf einmal merkt man auch, welcher tieferer Sinn in Ritualen der Kosmokraten liegen könnte, die auffällig oft mit (kostenintensiven) Kindesmißbrauch in Verbindung gebracht werden: solche Rituale töten tiefste Empfindungen ab, die einen wiederum zu einem besseren rationalen Wesen machen, das seinen Job im Sinne der Korporatokratie (und im Sinne von Aufschwung, Vernunft und Fortschritt) noch besser machen kann.

Die US-Armee desensibilisiert ihre Soldaten ähnlich – was mitlerweile zu häßlichen Ausfallserscheinungen führt:

US-Soldaten sollen Zivilisten Körperteile abgeschnitten haben

Entsetzen in den USA: Amerikanische Soldaten sollen afghanische Zivilisten getötet und dann Körperteile als Trophäen mitgenommen haben. Ihnen drohen harte Strafen.

Quelle: Die Zeit

Lieblosigkeit hat halt ihren Preis – wie alles im Leben.

Insofern ist schon allein der Traum von der Schaffung einer liebevolleren Welt Widerstand gegen die Welt der Korporatokratie .  Und die konkreten Schritte dazu? Gedanklich selbständig werden. Kinder können das gut. Die Frage „Warum ist das so„…. ist der erste Schritt zur Auflösung des Imperiums.

Darum kann es gar nicht genug Menschen geben, die Fragen stellen.

Und darum sind mir esoterische Träumer insgesamt lieber als nüchterne Parteifunktionäre – wenn ich denn unbedingt wählen muß.

Nine Eleven – 11.9.2001 war eine Verschwörung … 80 Millionen Tote weltweit auch.

Heute ist ja neunter Jahrestag.  Ich habe den 11.9.2001 - wie die meisten älteren Menschen unter uns - noch in guter Erinnerung.  Auf dem Weg zu einer Messe saß ich pausierend bei meiner Mutter, die direkt im Wege war. Eine Freundin von ihr rief an, war ganz aufgeregt, weil sich überall in Amerika Flugzeuge vom Himmel auf Häuser stürzten, ganz New York stehe schon in Flammen. 

Auf der Messe selbst gab es zwar wie üblich einen Großbildschirm, aber niemand interessierte sich sonderlich für das Ereignis, das unsere Geschäftsfelder nicht betraf. Es gab keine Gespräche darüber, die Stimmung war gut und ungetrübt - nur meine nicht. 

Gleich danach kamen unheimliche Gerüchte auf: die US-Regierung sollte es gewesen sein.

Heute ist ja neunter Jahrestag.  Ich habe den 11.9.2001 – wie die meisten älteren Menschen unter uns – noch in guter Erinnerung.  Auf dem Weg zu einer Messe saß ich pausierend bei meiner Mutter, die direkt im Wege war. Eine Freundin von ihr rief an, war ganz aufgeregt, weil sich überall in Amerika Flugzeuge vom Himmel auf Häuser stürzten, ganz New York stehe schon in Flammen.

Auf der Messe selbst gab es zwar wie üblich einen Großbildschirm, aber niemand interessierte sich sonderlich für das Ereignis, das unsere Geschäftsfelder nicht betraf. Es gab keine Gespräche darüber, die Stimmung war gut und ungetrübt – nur meine nicht.

Gleich danach kamen unheimliche Gerüchte auf: die US-Regierung sollte es gewesen sein.  Eine Vermutung, die nicht aus der Luft gegriffen ist. Der „militärisch-industrielle Komplex“, vor dem der US-Präsident Eisenhower warnte, hatte schon einige Häßlichkeiten in die  Welt gesetzt – Morde, Umstürze, Folter, Drogenhandel: bei dem Ruf muß man sich nicht wundern, wenn man zuerst nach den „üblichen Verdächtigen“ Ausschau hält. Immerhin: an jenem Tag waren 37000 Menschen gestorben. 3000 infolge der Anschläge, 34000 infolge der Weltwirtschaftsordnung an Hunger.  Die 3000 zusätzlichen Tote – das war klar – ließen sich hervorragend instrumentalisieren, es war genau jenes Ereignis, auf das die Bewegung für ein neues amerikanisches Jahrhundert gewahrtet hatte und es kam zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt.  Die 34000 anderen, die jeden Tag sterben, damit wir Schnitzel auf dem Teller haben, waren jedermann egal … wie auch die dreitausend in den Türmen. Gegen so etwas ist man heutzutage abgehärtet.

Neben diesen Theorien gab es auch andere, die letztlich zu Kriegen geführt haben,  weil die Theorienbilder viel mehr Macht hatten und auf faire ausgewogene Urteilsbildung schon mal verzichteten. Man wollte einfach mal irgendjemanden für das Geschehnis erschießen und die Regierung Bush hatte da schon jemanden im Auge. Einige sogar. Erst mußten die Afghanen dran glauben, die neuen Machthaber waren zwar durch US-Hilfe an die Macht gekommen, aber der Opiumanbau war unter ihnen fast völlig zum Erliegen gekommen, außerdem hatten sie die Straßen sicherer gemacht – das störte wohl irgendwie.  Dann gab es da noch diesen Saddam Hussein, der immer unbequemer wurde: den konnte man leicht nebenbei mitentsorgen. Er hatte zwar überhaupt nichts mit den Taliban zu tun und erst recht nichts mit dem Anschlag in New York – aber in dem allgemeinen Trubel fiel das gar nicht auf. Eventuell – so die damals gängige Verschwörungstheorie – hatte er Massenvernichtungswaffen mit denen er zur Weltherrschaft streben wollte. Stimmte nicht – aber egal.

Nun – wenn diese Verschwörungstheorie nicht stimmt, dann stimmte ja die andere vielleicht auch nicht: Osama und die neunzehn Räuber.  Es gilt ja: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – zurecht, wenn er daraus einen klar erkennbaren Vorteil zieht.  Und es gab ja schon mal einen ganz spektakulären Fall, in dem Jahrzehntelang eine offizielle Verschwörungstheorie Unmut erzeugte und jetzt so langsam still und heimlich in sich zusammensackt: der Kennedymord und die Einzeltätertheorie:

Washington – Ballistische Untersuchungen unter Rückgriff auf moderne Methoden der Statistik und der chemischen Analyse zeigten, dass Lee Harvey Oswald damals nicht der einzige Schütze gewesen sei, heißt es in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts „Annals of Applied Statistics“. Die seinerzeit von den Experten angeführten Belege, wonach die Möglichkeit eines zweiten Mörders ausscheide, hielten den Tatsachen nicht stand, schreibt der Ex-FBI-Agent William Tobin, der die Arbeit gemeinsam mit dem Statistik-Professor Cliff Spiegelman und dem Chemiker William James von der Texas A&M University vorgelegt hat.

Quelle: Spiegel-online

Ich persönlich erwarte Aufgrund der Lügentradition der US-Regierung nichts anderes bei der Nine-Eleven-Verschwörungstheorie.  Als politischer Mensch halte ich es sowieso mit Managergrundsätzen: „Even the worsest case“ – bei Problemfällen nicht positiv denken sondern immer das Schlimmste annehmen, um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Seltsamerweise ist dieser Grundsatz, der in allen angelsächsischen Konzernen tagtäglich gelebt wird, in der Theorienbildung der politischen Kaste kaum zu finden … und das kommt uns gerade mal wieder sehr teuer zu stehen:

Die marode Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) benötigt weitere Staatshilfen in Millardenhöhe. Im Gespräch sollen offenbar Garantien von bis zu 40 Milliarden Euro sein. Das Institut leide unter massiven Liquiditätsproblemen, so Regierungskreise. Im schlimmsten Fall könne die Bank noch in diesem Monat zahlungsunfähig sein.

Quelle: Handelsblatt

Das ist per Einmalzahlung mehr, als alle Hartz-IV-Abhängigen und ihre Kinder in einem Jahr verbrauchen. Wofür genau geben wir das nochmal aus? Ach ja, richtig: dafür, das die Reichen noch reicher werden und durch die Krise keine Verluste einfahren. Sehr sozial gedacht. Leider … haben wir das Geld dafür nicht.

Seit dem 11.9.2001 sind zwischen hundertausend und einer Million Iraker gefallen – die Quellen variieren da stark. Zustätzlich starben viertausend US-Soldaten. Außerdem starben noch tausende in Afghanistan … da zählt aber kaum noch jemand mit.

Die Zahl der Hungertoten für den Zeitraum liegt bei mindestens ACHTZIG MILLIONEN! Die sind auch nicht „selbst schuld“ oder „faul“, die sind einfach in die Monokulturen der Kolonialherren hineingeboren worden, mit denen man ihre Eltern sitzen gelassen hat. Interessiert aber keinen.

Die Zahl der hungernden Menschen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, steigt jedoch langsamer als die Bevölkerung an: 1990 waren es etwa 822 Millionen, im Jahr 2008 etwa 963 Millionen Menschen.[1] Am 19. Juni 2009 berichtete die BBC, dass nun offiziell eine Milliarde Menschen hungern.[2] Das ist etwa jeder siebente Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem Todesfall alle 3 Sekunden entspricht (Stand 2007).[3]

Quelle: Wikipedia

Nach anderen Quellen sind es sogar ZWEIHUNDERTVIERZIG MILLIONEN TOTE.

Quelle: ORF

Wieder haben wir eine klar erkennbare Verschwörung, deren Hintermänner leicht zu finden sind …. oder glaubt jemand, das es Zufall ist, das dreitausend Tote die Welt verändern während achtzig Millionen Tote (mit wachsender Tendenz)  niemanden interessieren?

Wenn ich mir über unnatürliche Tode aufrege und sie verhindern möchte, dann … fange ich doch da an, wo die Vielen sterben und arbeite mich zu den geringeren Übeln Schritt für Schritt durch. Tue ich das nicht … dann habe ich andere Pläne und Absichten. Die Planer dieser Absichten sind dann … Verschwörer.

Hätten wir die dreitausend Toten einfach ignoriert, so getan, als wären es Verkehrstote und hätten das Geld der Kriege in die Bekämpfung des Hungers gesteckt … wir hätten dem Terror weltweit den Boden unter den Füßen weggezogen und achtzig Millionen Menschen das Leben gerettet. Achtzig Millionen tote Menschen: das ist ein kompletter dritter Weltkrieg.  Und eine Milliarde wartet noch auf den Tod.

Aber wir – d.h. – unsere Medien – haben sich abgesprochen, diese Toten zu ignorieren. Stattdessen haben wir die Armut, die zu diesen Toten führt als Hartz IV nach Deutschland importiert – auch so eine Verschwörung.  Das sind keine Naturkatastrophen, dahinter stecken Menschen, die zielorientiert denken, planen und handeln. Dabei gehen sie auch über Leichen. Über die der anderen, selbstverständlich.

Vielleicht war auch nine-eleven von ihnen geplant. Vielleicht waren es Netzwerke von Bush und dem Hause Saud in Saudi-Arabien, das in letzter Zeit steigende Probleme bekam. Vielleicht war es wirklich der Millionärssohn Bin Laden. Letztlich ist es völlig egal, wer von diesen Verrückten es war. Letztlich werden wir die Wahrheit (wie beim Kennedymord) nie mit absoluter Sicherheit erfahren, weil die Vertuschungskompetenz einer der möglichen Täter so groß ist, das immer Restzweifel bleiben (und angesichts der belegten Historie dieses möglichen Täters auch zurecht bleiben).

Letztlich können wir auch sagen: ohne die Gelder der Saudis und Bush´s  wäre auch der Nahostkonflikt nicht vorhanden. Aber um ihn am Leben zu erhalten, geben beide Seiten immer gerne Geld – Saudi Arabien hat Israel bis heute nicht anerkannt, beide Länder befinden sich heute noch im aktiven Kriegszustand:

An den militärischen Handlungen der Arabisch-Israelischen Kriege nahm das Königreich nicht teil; es unterstützte aber die gemeinsame Sache der Araber durch massive finanzielle Hilfe an die Palästinenser-Organisationen sowie durch zeitweilige Reduzierung der Erdöllieferungen in die westliche Welt unter König Faisal. Siehe: Ölkrise.

Saudi-Arabien befindet sich seit 1948 (Palästinakrieg) mit Israel offiziell im Kriegszustand, der Staat Israel wird weiterhin nicht anerkannt, politische Kontakte beider Länder gibt es nicht.[24]

Aber Atombomben finanzieren … da ist man schnell dabei:

Hilfsgelder fließen auch in die pakistanische Rüstungsindustrie (en:Pakistani Arms Industry), weitgehend gesichert ist eine Beteiligung von Saudi-Arabien, das das pakistanische Atom-Programm „zu einem nicht unerheblichen Teil finanziert hat“, inoffiziell wird von 50 % gesprochen.[31]

Quelle: Wikipedia

Was die achtzig Millionen Toten angeht sind wir übrigens alle Komplizen. Alle die hier mitlesen, mitschreiben oder überhaupt lesen und schreiben können. Unfreiwillige Komplizen – aber wir machen alle mit … je gebildeter wir sind umso bewußter und entschiedener sind wir an diesem täglichen  Massenmord beteiligt.

Und da soll man die Betroffenheit wirklich ernst nehmen, wenn da mal neun Türken von Israelis erschossen werden, vier Israelis von der Hamas erschossen oder fünfzig Palästinenser von Bomben ausradiert werden? Da wundert man sich wirklich, das mich die Betroffenheitsarien die regelmäßig von allen Seiten kommen nur noch anwiedern?

Um achtzig Millionen Tote (oder die dreifache Menge) zu verdrängen muß man sich sehr anstrengen.

Wer wirklich ernsthaft Betroffenheit bekunden will, sollte da anfangen. Alles andere ist verlogenes Theater … und wiederum Teil einer Verschwörung, seine Partikularinteressen vor die Rettung von Menschenleben zu stellen.

Hungertod ist langsam.

Hungertod ist qualvolle Folter.

Hungertod ist völlig unnötig.

Allein die Kosten für den Irakkrieg hätten ausgereicht, den Hunger für immer und ewig zu verbannen.

Nine-eleven hat dem Kampf gegen diesen Hunger sehr geschadet. Es verstopft alle Nachrichtenkanäle (wie andere dieser medial aufgeblasenen Ereignisse auch), hält die Leute auf Trab (Verschwörer und Gegenverschwörer) und tut das Seine dazu, das auch heute wieder zwischen 25000 und 100000 Menschen qualvoll sterben werden … darunter mindestens 13000 Kinder.

Das heisst: Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Punkt. Schluss.

Quelle: Jean Ziegler im Tagesanzeiger

Dreizehntausend Kindermorde nur heute, wohlgemerkt. Und morgen geht das wieder von Vorne los.

Massenmord vor aller Augen. Alle schauen zu, alle machen mit – oder haben Wichtigeres zu tun.  Zum Beispiel heute an dreitausend Tote denken, die alle zu den Nutznießern des täglichen Massenmordes gehörten … unabhängig davon, wer ihre eigene  Ermordung nun beschlossen und/oder geduldet und/oder finanziert hatte.

Ob es nun von Pakistan finanzierte saudi-arabische Muslime waren, die zehn Jahre lang diesen Anschlag geplant haben oder die Kosmokraten der Korporatokratie … ist eigentlich egal. Beide Seiten hätten ihr Geld besser (und überzeugender) zur Verhinderung der alltäglichen Massenmorde an unschuldigen Kindern eingesetzt – oder sollten es jetzt tun anstatt Selbstmordattentäter auszubilden und Rachebombardements durchzuführen.  Das sie es nicht tun, macht aus ihnen nur … Feinde der Menschheit.

Und was sich die Feinde der Menschheit untereinander antun, muß einen eigentlich nicht interessieren, noch muß man sich da einmischen. Eher braucht die Welt Engagement gegen den Massenmord und für mehr Menschlichkeit – danach kann man sich den unbedeutenden Kleinigkeiten zuwenden um die wir jetzt so ein großartiges Geschrei machen.

Aber wahrscheinlich ist es ja gerade dieses Geschrei, das absichtlich so laut gestellt wird, damit der Massenmord ungestört weiterlaufen kann … oder?

Die USA – um die es ja bei dem heutigen Gedenktag geht -haben ihre Hungertoten übrigends ganz elegant entsorgt:

In den USA hungerten im Jahr 2005 10,8 Millionen US-Bürger. Insgesamt waren es gar 35 Millionen, also jeder achte US-Amerikaner, die „Schwierigkeiten hatten, sich zu ernähren“. Offiziell gibt es jedoch keine „Hungernden“, da die US-Regierung seit dem November 2006 stattdessen von Menschen mit „sehr geringer Nahrungssicherheit“ spricht.[5]

Und da es speziell heute um New York geht:

Die Hilfsorganisation New York Food Bank gab im Juni 2008 bekannt, dass drei Millionen New Yorker, also mehr als jeder dritte, nicht genug Geld für Lebensmittel haben.

Quelle: Wikipedia

Alle pleite, weiter so? Verschwörungstheorien, Häuslebauer und Investmentbanker

Wir haben ja jetzt wieder Aufschwung. Immer noch. Seit ungefähr zwei Jahren haben WIR Aufschwund (äh … Aufschwung) und DIE haben die Krise. So jedenfall kommt der Mediensalat bei mir an. Offenbar reicht seine Wirkung nicht bis nach Neuseeland, denn dort ist man der Meinung, das wir alle bankrott sind:

Die britische Regierung sei bankrott. Sie stelle sich die Frage, woher das durch die Regierung benötigte Kapital kommen solle. Alle Regierungen der westlichen Hemisphäre befänden sich im Status der Insolvenz, wie sie anfügte. Richardson negierte die Sichtweise, dass die Kürzungen von Regierungsausgaben das Wachstum der Wirtschaft belasten würden. Sie sei nicht der Meinung, dass dies nur ein zyklisches Problem sei. Vielmehr handele es sich um ein strukturelles Problem, das sich zukünftig noch verschärfen werde, wenn nicht endlich gegengesteuert würde.

Quelle: Wirtschaftsfacts.de

Die Schuldigen sind auch schon ausgemacht: die Armen:

Es ist die Beschäftigung der Führungsschichten im Westen mit „Politicial Correctness“ und der räuberische Umverteilungsstaat. Die Hälfte der Bevölkerung lebt vom Staat, besser gesagt von den immer kleiner werdenden produktiven Schichten. Dazu eine enorme Bürokratie. Frösche sind wichtiger als Arbeitsplätze. Massive Deindustrialisierung, dafür eine hypertroph große Kredit- und Finanzwirtschaft. Drastischer Rückgang des realen Bildungsstands, trotz Explosion bei den Akademikerzahlen.

Das sind die wahren Probleme und sie werden den Westen kippen lassen, sobald die Geldgeber in Asien den Daumen nach unten senken.

Quelle: MMNews

MMNews steht mit seiner „Hilfe-wer-rettet-mein-Gold?“-Leserschaft nicht allein da.

Eine Blaupause der Vereinten Nationen um die Organisation wieder an die vorderste Front der Weltregierung zu bringen, enthüllt auf erschreckende Weise den Versuch die Erderwärmungsagenda nun in “Überbevölkerung” umzutaufen. Dadurch soll die Mittelklasse zerstört werden, während man zur selben Zeit versucht die “weltweite Umverteilung des Reichtums” voranzutreiben und den Anstieg bei der Zuwanderung auszunutzen um die Eine-Welt-Regierung wiederzubeleben.

Am Montag trafen sich der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, und 60 seiner obersten Befehlshaber in einem zurückgezogenen österreichischen Zufluchtsort in den Alpen um zu versuchen die Erderwärmungsagenda wieder auf Kurs zu bringen, nachdem sie in Kopenhagen jämmerlich scheiterte.

Die an die Delegierten der Konferenz herausgegebenen Planungspapiere wurden jetzt von Fox News an die Öffentlichkeit gebracht. In den Dokumenten wird eine Strategie beschrieben, mit der die „weltweite Umverteilung von Reichtum“ als Grundlage der Erderwärmungsagenda verherrlicht werden soll.

Wie bereits während des Klimagipfels in Kopenhagen enthüllt wurde, dreht sich das Programm der „weltweiten Umverteilung des Reichtums“ größtenteils um die Plünderung des Vermögens der Mittelklasse reicherer Länder unter Zuhilfenahme der CO2-Steuer.


Lesen Sie mehr über
Strategiepapier der Vereinten Nationen: Zerstörung der Mittelklasse und Aufbau der Weltregierung von www.propagandafront.de

Nun ist die Finanzministerin Richardson keine Unbekannte, sie ist eine der klar identifizierten Mitglieder der MPS-Soiety, einem weiteren Netzwerk zur Durchdringung und Zerrüttung der Gesellschaft durch rechte Propaganda im Dienste der Korporatokratie:

Die Mont Pèlerin Society kann als das zentrale Netz der rechts- oder neoliberalen Diskursnetzwerke aus Intellektuellen, Think Tanks, Stiftungen und Verbänden bezeichnet werden. Hier sind die ‚großen Intellektuellen‛ und eine große Zahl ‚kleiner Intellektueller‛ zusammengeschlossen, welche die historische Kontinuität der neoliberalen “Wahrheitspolitik” als “spezifischer Wille zur Macht” (Foucault 1974, 13 f.) sichern und die strategische Orientierung der intellektuellen Energien der neoliberalen Diskursapparate steuern. Die 1947 u.a. von Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises, Karl Popper, Albert Hunold und Milton Friedman gegründete Vereinigung zählte bis heute weltweit mehr als 1.000 Mitglieder, von denen wir bislang mehr als 500 identifizieren konnten. Anhand von weiteren verfügbaren Unterlagen aus dem MPS-Archiv der Hoover-Institution in Stanford (Kalifornien) kann die bisherige Recherche ergänzt und zu einer Datenbank aufbereitet werden, die als wichtige Voraussetzung für weitere Forschungszwecke zu erachten wäre.

Quelle: theopenunderground

Kein Wunder also, das sie den Sozialstaat als Quelle allen Übels ausmacht. Nun ist der Bürger sicherlich geneigt solchen Medienberichten Glauben zu schenken…befindet sich aber gleich in einer fürchterlichen Falle. Prinzipiell … braucht er einen starken Nationalstaat um sich gegen die „NWO“ wehren zu können, sollte also gleich seine Deutschlandfahne heraushängen. Viele machen das ja und landen bei den Jungs mit den Führerglanzbildern in der Brieftasche.

Wo das endet, wissen wir ja:  es drohen Weltkriege, Konzentrationslager und Wiederaufbau.  Um das zu umgehen haben wir ja die UNO überhaupt geschaffen. Um jene Kriege zu verhindern (und zu verhindern, das die gleichen verschwörerischen Mächte neue Kriege anzetteln) bräuchten wir eine Weltpolizei, die den Kosmokraten das Handwerk legt. Kosmokraten?

Das Böse, mit dem wir es bei den Protagonisten des globalisierten Kapitalismus im 21. Jahrhundert zu tun haben, ist alles andere als banal und doch nicht minder verbrecherisch. Dafür brauchen wir einen anderen Begriff – denn dieses Böse ist hochintelligent, kennt durchaus die Folgen seines Handelns, ist nicht gedankenlos, sondern fähig zum selbstständigen Urteil.

Die Rede ist von den Herren der „transkontinentalen Privatgesellschaften“, wie sie Jean Ziegler in seinem letzten Buch Das Imperium der Schande nennt.

Vor nicht allzu langer Zeit waren einige von ihnen zu besichtigen im Düseldorfer Mannesmann-Prozess: Selbstsicher, wortgewandt, arrogant und umgeben von den besten Anwälten begründeten sie schamlos, warum sie ihre nach Millionen zählenden Gehälter tatsächlich verdienen, die ihre Unternehmen (aber davon war in Düsseldorf leider nicht die Rede) erwirtschaftet haben im globalen Geschäft der Ausbeutung, dessen Resultate in der Form von Massenarmut und Hungersnöten, zerstörter Natur und vernichteten Menschenleben in der „Dritten Welt“ kaum noch Nachrichtenwert haben.

„Kosmokraten“ nennt Ziegler diese Klasse international operierender Manager und Banker, und wenn er milde über sie urteilt, dann konzediert er ihnen (oder wenigstens einigen von ihnen) ein Dilemma: „Wenn sie in den Positionen, die sie einnehmen, überleben wollen, müssen sie manchmal unerbittlich, zynisch und gnadenlos sein. Sich im Namen eines persönlichen Humanismus vom allerheiligsten Prinzip der Gewinnmaximierung zu entfernen, käme beruflichem Selbstmord gleich.“ Ziegler weiß, wovon er spricht: Viele dieser Manager kennt er persönlich, sei es den „Fürsten“ von Nestlé, Peter Brabeck, sei es sein Schweizer Landsmann Josef Ackermann.

Quelle: der Freitag

Das sind die Eichmanns, Himmlers, Goebbels unserer Zeit – und sie morden ebenso gnadenlos wie brutal, haben aber den schickern Anzug. Das halten die sich selbst zugute.  Im Prinzip sollte man Aufkleber an jedes Nobelauto und jede Luxusvilla anbringen, auf denen steht: „Zur Finanzierung dieses Objektes wurden 10000 Menschen massakriert“.  Oder man orientiert sich an den Sprüchen auf der Zigarettenpackung. „Kapitalismus fügt ihnen und den Menschen in ihrer Umgebung nachhaltigen Schaden zu“.  So was sollte man mal produzieren – wäre ein erster Schritt im zum gelungenen Widerstand, denn unsere Riesengewinne haben irgendwo Menschen, die sie bezahlen müssen – durch Hunger, der dann nur noch durch Gewalt abgewendet werden kann.

Als Folge der Nachwirkungen der schweren Krawalle, denen in der letzten Woche 13 Tote und 400 Verletzte zum Opfer gefallen sind, hat die Regierung des afrikanischen Staates Mozambique gestern angekündigt, dass sie ein Subventionsprogramm für Lebensmittel ins Leben rufen werde, um die Preisanstiege in allen wichtigen Bereichen des täglichen Bedarfs, zu denen vor allem Brot, Wasser und Energie gehören, auszugleichen. Es kam zu den schlimmsten Krawallen seit der Unabhängigkeit des Landes, nachdem die Regierung die von ihr kontrollierten Brotpreise zuletzt um 30% anhob.

Quelle: Wirtschaftsfacts

Wir jedenfalls können uns noch einen Überblick verschaffen – mit etwas Mühe.

Die Vernichtung der Mittelklasse in Deutschland schreitet deshalb auch mit guten Gründen voran – sie stört und sitzt auf Geld, das andere gerne hätten.

Unsere Gründe sind jetzt Öko … und das wird noch mehr Menschen verarmen:

Schon jetzt hört man das Heulen und Zähneklappern der Wohnungsverbände. Am Dienstag warnte der Branchenverband Haus & Grund vor einer Kostenexplosion für Hausbesitzer. Seine Fachleute beziffern die Kosten für die energetische Sanierung eines in den siebziger Jahren gebauten Einfamilienhauses mit 120 Quadratmetern Wohnfläche auf mindestens 70.000 Euro.

Da rollte eine gewaltige Welle auf uns zu, die nun – mit guten grünen Gründen – nach der Agenda 201o Deutschland weiter in die Armut stürzen wird, begleitet von einer neuen Behörde:

In einem früheren Entwurf des Umweltministeriums für das Energiekonzept findet sich zum Thema Zwangsmaßnahmen jedenfalls noch eine lange Giftliste. Demnach sollen die energetischen Anforderungen für Gebäude ab 2012 um 30 Prozent steigen, die generellen Pflichten, gewisse Gebäudeteile zu modernisieren, auf alle Ein- und Zweifamilienhäuser ausgeweitet werden. Kontrollen und Bußgelder für den Vollzug von Sanierungspflichten sollen verschärft werden. In einer „Erläuterung für die interne Diskussion“ schreibt das Umweltministerium, man müsse beachten, dass Standards der Gebäudesanierung auf „massiven Widerstand der Betroffenen“ treffen werden.

Quelle: Spiegel-online

Die dann steigenden Mieten werden sich wohl nur noch reiche Einwanderer leisten können, was mit den armen Deutschen wird, die ihre Miete nicht mehr zahlen können … na, da findet sich schon ein Weg. Da können sich auch die Rentner schon mal freuen: ein Leben lang krumm gelegt für´s  Häusle und dann wirds im Alter zwangsversteigert oder abgerissen, weil es dem Energiekonzept im Wege steht. Hätten die nur ein Atomkraftwerk gebaut anstatt ein Eingeheim, dann hätte sie weniger Sorgen.

Mittendrin: die Grünen – wie Joschka Fischer:

Fischers Weggefährte Daniel Cohn-Bendit sagte dem „Zeit-Magazin“, der Ex-Außenminister gehöre nun zur gesellschaftlichen Elite und zu jenen, die aus ihrem Einfluss geschäftlichen Nutzen schlagen. „Jetzt ist er wirklich eine Ich-AG. Er lässt sich vergolden, was er geschafft hat.“

Na, wer hätte da gedacht, das der Führer der steineschmeißenden „Putztruppe“ mal … ein stinkreicher Stiesel wird. Vom Tellerwäscher zum Millionär ist heute einfach, wenn man die richtige Politik macht. Und was macht der so, der Fischer? Bleibt geheim.

Was er genau für die Unternehmen macht, will Fischer nicht gerne erzählen. „Was ist so mirakulös daran? Ich mache das, was ich als Außenminister gemacht habe“, sagte er dem „Zeit-Magazin“.

Aha. Aber warum und für wen er es macht, ist kein Geheimnis:

Dem Handelsblatt sagte Fischer vor Kurzem zur Erklärung für seine Engagements: „Ich treffe bei den Unternehmen auf ein viel größeres Bewusstsein über die Globalisierung und die Notwendigkeit für rasche Veränderungen.“

Quelle: Handelsblatt (mit sehr schönen Fischerbildern)

Wie die Veränderungen aussehen, kann man schon in Griechenland sehen:

Die griechische Wirtschaft ist im Frühjahr deutlich geschrumpft. Wie die Statistikbehörde mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 3,7 Prozent und damit deutlicher als angenommen.

Ausschlaggebend war die Schuldenkrise, die die Regierung zu einem drastischen Sparkurs zwang. Dies belastete wiederum die Ausgaben der Haushalte: Während der private Konsum im ersten Quartal noch 1,5 Prozent zulegte, fiel er im zweiten Vierteljahr um 4,2 Prozent.

Quelle: Griechenland

Motto: Wer kein Geld hat, verbraucht auch keine Ressourcen.  Ist klar – das kann ein sehr schönes grünes Prinzip werden. Darum auch die Agenda 2010 samt Hartz IV: frieren und hungern für die Ökobilanz. Dem echten Grünen Oberstudienrat macht dies nichts aus. Er hat ja auch warm.

Und wer bis jetzt noch Zweifel hatte, das die historische Entwicklung im Zeitalter der Globalisierung nicht von Göttern bestimmt wird oder vom Zufall abhängt, den sollte diese Nachricht überzeugen, das brillante Köpfe hinter der Lenkung der Geldströme stehen:

Während der Finanzkrise galten Investmentbanker als rücksichtslose Zocker, doch nun scheinen sie bereits rehabilitiert. Wenn es um die Führung mächtiger europäischer Großbanken geht, sind Investmentbanker wie Bob Diamond wieder erste Wahl – sehr zum Unmut einiger Politiker.

Quelle: Handelsblatt

Und was machen wir nun dagegen? Rufen wir auf zur Gründung der Weltpolizei, um den Finanzlumpen das Handwerk zu legen?

Nein, geht nicht: es droht NWO.

Also rufen wir auf zur nationalen Isolationsbewegung?

Wäre wirtschaftlicher Selbstmord und politisch völlig out – erst recht für Deutschland.

Und was machen wir dann?

Bezahlen, was sonst. Oder wieder als Nazis sterben.

Ziegler hat schon recht, Kosmokraten sind brillante Schachspieler. Und Studiengebühren, Bildungspolitik und Privatfernsehen sorgen dafür, das keine brillanten Widersacher mehr nachwachsen.  Schade nur, das diese Kosmokraten aus der Sicht der Menschenrechte zutiefst böse sind und sein müssen, um ihren Job der Finanzoptimierung effektiv machen zu können.

Vielleicht ein Trost für die armen und weiter verarmenden Schichten: den Bürgern mit Hotel geht es jetzt auch an den Kragen:

Hunderten Top-Hotels in Deutschland droht das Aus

Die Hotelbranche steht vor einem Scherbenhaufen: Die Pachtverträge für 400 Häuser laufen aus. Für Modernisierungen fehlt das Geld.

Quelle: Welt


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