Klimawandel

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Die laufende Apokalypse – und die Methoden Elite: Gewalt, Betrug und Drogen

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Samstag, 13.9.2013. Eifel. Wissen Sie, dass es vorbei ist? Was? Das Wohlstandsleben. Das, was wir Alltag nennen. Diese Erkenntnis ist nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen. Ich habe Dirk C. Fleck gelesen – der Verantwortung des Journalisten in Krisenzeiten (Hoffmann und Kampe, 2012). Eigentlich wollte ich bei der Lektüre etwas über die Medien erfahren – erfahren habe ich aber etwas über den Zustand der Welt. Der einzige glaubhafte Optimist (also einer, der sich nicht auf die bequeme – oder ignorante –  Position zurückzog, dass der Zusammenbruch bis heute noch nicht statt gefunden hat) ist einer, der esoterischen Traditionen der Tiefenökologie nahesteht – so weit sind wir schon. Die anderen beschreiben, dass es vorbei ist.

Das Ende kommt von allen Seiten. Die Finanzmärkte – Sachwalter unseres gesparten Reservevermögens, das wir für schlechte Zeiten brauchen – ist immer noch außer Rand und Band, der neue Zusammenbruch ist vorprogrammiert – nicht umsonst will die EZB die unglaubiche Summe von 800 Milliarden Euro investieren, um Banken zu retten, die wahnwitzigen Zockereien zum Opfer fallen. Die Umwelt – hier läuft direkt vor unseren Augen ein Riesengau, dem wir mit Ignoranz und Inkompenz begegnen. Wir Bürger erscheinen da wie Galeerensklaven, die „das Schiff, das sich Gemeinde nennt“ mit größter Anstrengung auf einen Abrund zusteuern – Hauptsache, es laufen weiter spaßige Dinge im Fernsehen: da wird gerudert, was das Zeug hält.

Klimaveränderungen sind allein hier in der Eifel spürbar: die meterhohen Schneedecken der Vergangenheit hat es in den letzten 25 Jahren nicht mehr gegeben. Kann ich selbst bezeugen, wohne mittendrin – und kenne die Aufnahmen von früher.

Natürlich kann man hier „klimaskeptisch“ sein, das ist der bequemste Weg, verantwortliches unbequemes Handeln zu vermeiden – aber können wir uns das wirklich leisten? Ich gebe Ihnen mal eine Information zu Nachdenken auf dem Weg: eine Dokumentation von ARTE deckte unlängst die nächste Katastrophe auf: der Sand wird knapp (siehe Tagesspiegel).

Können Sie sich ausmalen, wie selbstvernichtend unser Verbrauch ist, wenn sogar Sand knapp wird? Sie werden den Sandkasten ihrer Kinder jetzt mit anderen Augen sehen, denke ich mir. Kann sein, dass ihre Altersversorgung darin liegt.

Es ist aber nicht nur der Verbrauch, der uns täglich ein wenig mehr die Luft zum Atmen nimmt, auch die miserable Qualität dreht uns einen Strick: nur in einer Randnotiz erfahren wir, dass dem AKW-Betreiber Tepco die Kontrolle über das haravierte Atomkraftwerk von Fukushima vollständig entgleitet (siehe FAZ): radiaktiv verseuchtes Wasser versickert ungehindert ins Meer. Interessiert Sie nicht?

Dann führen Sie sich mal diese Arbeit von Joe Vials aus dem Jahre 2003 zu Gemüte – wenn Sie den Mut dazu haben. Er führt nachvollziehbar vor, wie groß der Zusammenhang zwischen Radioaktivität und Krebs ist – Radioaktivität, die durch den Menschen künstlich frei gesetzt wird. Und ja: so gesehen kann Rauchen vor Lungenkrebs schützen, weil Raucher eine zusätzliche Schleimschicht bilden, die vor dem Eindringen der strahlenden Mikorpartikel in die Lunge schützt (siehe desott.net).

ALLE Fälle von Lungenkrebs stehen in direkten Zusammenhang mit den Atomtests der Regierung – so Joe Vials.  Ebenso der Hautkrebs. Es ist nicht die Sonne – es ist die Luft, die tödlich ist. Bald – dank Fukushima – auch das Wasser. Die Teilchen, die nun ungehindert ins Meer fließen, halten ewig … und marschieren durch den Wasserkreislauf.

Cool, oder?

Die Finanzwirtschaft hat ihre Vernichtungskraft schon bewiesen. Wie sieht es jedoch mit der Realwirtschaft aus?

Schauen wir doch mal zu Telekom – die Privatisierung des staatlichen Tafelsilbers war ja ein Hauptanliegen der revoltierenden gesellschaftlichen Elite. Was lesen wir derzeit von Ron Sommer, dem einsamen Helden dieser Aktion? Tja – er hätte halt „Pech gehabt“ mit der Telekomaktie, deren Einbruch Ersparnisse in einem riesigen Ausmaß vernichtet hatte. „Pech“ … ist ein Wort, dass im Rahmen seriösen Wirtschaftens gar nicht vorkommen darf, „Pech“ hat man beim Glücksspiel. Was macht Ron Sommer jetzt? Fluglizenzen, eine nach der anderen, als Hobby: so weich fällt unsere Elite, wenn sie mal Pech hat. Nebenbei erfährt man überraschendes (siehe Handelsblatt):

Wir sind zum Beispiel mit einer Low-Cost-Airline nach London geflogen. Ich kannte das ja gar nicht, bei der Sicherheitskontrolle das Sakko ausziehen zu müssen und abgetatscht zu werden. Das war gewöhnungsbedürftig.

Interessant oder? Es gibt wohl schon auch bei den Airlines ein Zwei-Klassen-System – für Leute mit Anzug und Leute ohne Anzug.

Noch so ein Elitenzauberer der Vergangenheit? Thomas Middelhof, jüngst in die Schlagzeilen geraten (siehe Spiegel):

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Arcandor-Konzerns, Thomas Middelhoff, hat mehr Schulden als bislang bekannt: Middelhoff und seine Ehefrau bedienen seit geraumer Zeit Kredite bei der Sparkasse Köln/Bonn nicht mehr. Die Forderungen des Kreditinstituts belaufen sich derzeit auf gut drei Millionen Euro.

Er leistete sich auch einen besonderen Abgang (siehe Spiegel):

Der „Focus“ meldet unterdessen, dass Middelhoff nach dem Gerichtstermin laut Zeugen auf spektakuläre Weise vor einem Reporter geflohen sein soll. Demnach kletterte der Ex-Manager aus einem Fenster an der Rückseite des Justizgebäudes an einem Regenrohr entlang auf ein Garagendach, sprang aus 2,50 Meter Höhe in ein Parkrondell und entkam.

Das nennt man „Verantwortung übernehmen“ und „sich seinen Fehlern stellen“. Geld scheint er immer noch zu haben – einen achtstelligen Betrag, der Aufgrund von Reibereien mit seiner Bank gerade gesperrt ist (siehe NT-V). Die Bank selbst hat dafür gerade keine Zeit, denn die haben gerade eigene Probleme (siehe Handelsblatt):

Die Kölner Privatbankiers von Sal. Oppenheim haben ihre Unschuld verloren und müssen nun den Staatsanwalt fürchten. Nicht durchgeknallte Fondsmanager oder Investmentbanker haben die Bank hingerichtet, sondern die kleine, aber feine Clique der persönlich haftenden Gesellschafter. Wie Graf Krockow und seine Kollegen die Privatbank verzockten.

Das sind die Leute, die Hartz IV als Allheilmittel für die deutsche Wirtschaft gepriesen haben, die durch die Deregulierung der Finanzmärkte allerschwerste Schäden in Deutschland überhaupt erst möglich gemacht haben, Leute, deren Lobbyisten EU-Rettungsschirme durchdrücken und in immer engere Bande mit der Politik verknüpft sind.

Ja – es rümpft keiner mehr die Nase darüber, wenn ein Entwicklungshilfeminister der Bundesregierung Lobbyist für Waffenkonzerne wird (siehe Spiegel) oder Personal einer Unternehmensberatung (gerade auch noch McKinsey) einfach mal so Staatssekretärin im Verteidigungsministerium wird (ebenfalls: Spiegel). Die Elite unter sich – da erkennt man sich am Jacket und wird selbstverständlich nicht am Flughafen untersucht.

Die Maßnahmen gegen Misswirtschaft, mangelnde Planung, fehlende Zukunftsprojekte haben immer die gleiche Zielrichtung: „Harte Sparmaßnahmen“. Zu deutsch: Massenentlassungen und Qualitätsminderung, zwei Maßnahmen, die kurzfristig Geld bringen, aber langfristig das Unternehmen mangels Wettbewerbsfähigkeit zerstören. Aktuell ist die Speerspitze der deutschen Wirtschaft dran – allen Jubelrufen der deutschen Journallie zum Trotz (siehe Manager Magazin):

Der deutschen Wirtschaft droht eine Abkühlung. Bei Volkswagen kommen ohnehin schwelende Renditeprobleme hinzu. Mit hartem Sparkurs will Konzernchef Winterkorn beide Probleme lösen.

Die Industrie und Wirtschaft, deren Kraft dringend benötigt würde, um den überlebensnotwendigen Umbau zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu bewerkstelligen, erschöpfen ihre Kraft darin, Luxusautos aus edelsten Stoffen zu erschaffen (siehe Spiegel) anstatt Alternativen zum Autowahn voranzutreiben. Dafür ist Geld da. Für Mitarbeiter jedoch – oder für Steuerzahlungen – fehlt es an allen Ecken und Ende. Nur für Selbstbereicherung durch Boni (oder Diäten) ist immer eine Milliarde übrig.

Das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für ganz Europa – wenn man dem Nobelpreisträger Edmund Phelbs trauen darf (siehe Welt):

Europa hat seinen ökonomischen Schneid verloren. Der Kontinent scheint nicht länger in der Lage oder willens zu sein, neue Sachen zu entdecken, unbekannte Territorien zu erobern, innovative Dinge zu kreieren und nach dem eigenen Glück zu streben. Was ich hier sehe, ist alarmierend und macht mich traurig.

Ja – neben Ökozid (dem Völkerselbstmord der industriellen Revolution), dem Finanzcrash (dem ökonomischen Suizid der Zahlenzauberer) müssen wir uns auch der Tatsache stellen, dass unsere Elite nur aus Deppen besteht, die keinerlei zukunftsfähigen Projekte mehr anstoßen können.

Europa lebt von seiner Substanz. Sie dürfen nicht in die Vergangenheit schauen, sondern in die Zukunft. Und da ist der Kontinent intellektuell und gemessen an seinem Ideenreichtum bankrott.

Was für VW gilt, gilt inzwischen für den ganzen Kontinent. Und unsere Elite weiß das ganz genau. Sie reagiert ja auch dementsprechend (siehe Zeit):

Je weiter oben eine Führungskraft ist, desto einsamer wird es in der Regel. Ehrliches Feedback bleibt aus, Stress sowie Druck nehmen zu. Immer wieder hört man von Führungskräften, die das mit Drogen kompensieren.

Das gilt nicht nur für Führungskräfte aus der Wirtschaft. Auch im deutschen Bundestag wird kräftig gekokst (siehe Tagesspiegel):

Das Thema Kokain hat am Mittwoch den Bundestag erreicht. Einem Fernsehbericht zufolge wurden Spuren der Droge auf Toiletten des Reichstages und des Abgeordnetenhauses gefunden. In 22 von 28 Toiletten des Reichstages seien Reste des weißen Pulvers nachgewiesen worden, berichtete Sat 1 in „Akte 2000“. Es handele sich teilweise um Mengen, „bei denen ein Drogenhund anschlagen würde“, sagte Moderator Ulrich Meyer dem Tagesspiegel.

22 von 28 Toiletten – darf man das prozentual auf Abgeordnete übertragen?

Gut – die Nachricht ist etwas älter, ein Cem Özdemir, der ungeniert neben einer Rauschgiftplanze posiert, ist ganz aktuell in den Schlagzeilen. Die Immunität des Bundestages wird hier wohl auch weitergehende Ermittlungen verhindern. Wer sich über den Kokaingebrauch in Deutschland und Europa näher informieren will, der sollte die Neckarchronik lesen:

Vor ein paar Jahren fanden Nürnberger Forscher Spuren von Kokain auch in Wasserproben des Rheins. Ihre Ekenntnis: Knapp elf Tonnen reines Kokain verbrauchen allein die rund 38,5 Millionen Menschen pro Jahr, deren Abwässer der Rhein bei Düsseldorf enthält.

Und das sind mit Sicherheit keine armen Leute.

Kokain verändert den Menschen. Wie sehr, das hat der Autor Helge Timmerberg in seinem Buch „Tiger fressen keine Yogis“ beschrieben – Gundlage des Erkenntnisse war ein Selbstversuch, auf Grund dessen er die Typologie der Tätercharaktere (Opfercharaktere verhalten sich unter Koks anders) beschreibt (siehe Helge Timmerberg, Tiger fressen keine Yogis“, Solibroverlag 2011, Seite 214).

Der Täter ist ein anderes Kaliber: Er zerbricht nicht an der Verzweiflung, er hält sie aus und bezieht sein Selbstbewußtsein mehr und mehr daraus, dass er durch die Hölle gehen kann, keine Liebe braucht, keine Freundschaft, keine zwischenmenschliche Wärme. Und auch die Angst vor dem Tod wird ihm fremd. Er macht Sachen, die man für mutig halten könnte, in seinem Fall aber drücken sie Verachtung gegenüber dem Leben aus und gegenüber den anderen, die er für naiv hält. Hat er Humor, wird er ein Zyniker, ist er intelligent, beginnt er zu manipulieren. Versteht er was von Magie, wird er zum bösen Zauberer. Ein solcher Mensch in Führungspositionen quetscht seine Leute aus. Steckbrief: kalte Augen, harter Mund, leichte Einbeulungen an der Stirnaußenseite.

Merken Sie, wie das verschrobene Weltbild deutscher Sozialgesetzgebungen direkt aus den Nebenwirkungen von Drogenmissbrauch abzuleiten ist?

Unsere Elite: ein Trauerspiel. Kein Wunder, dass Europa intellektuell bankrott ist. Zudem kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: der Boss-Effekt (siehe Wiwo):

Macht verändert den Charakter, verführt zum Lügen und zu Sadismus. Diese dunklen Seiten kommen zutage, wenn wir plötzlich der Chef sind.

Lügen und Sadismus – begleiten uns jeden Tag.

Wissen Sie, was EU-Berater gerade – luxuriös versorgt mit Steuergeldern, die die Staatsschulden allein in Deutschland aktuell auf über 2,3 Billionen Euro getrieben haben – den Regierungen nahelegen? Lesen Sie sich das mal gut durch – und denken Sie dabei immer, dass Sie es mit gewissenlosen Koksern zu tun haben (siehe WSWS):

Experten eines EU-Think-Tanks fordern, dass sich die Europäische Union darauf vorbereiten müsse, Aufstände und Streiks militärisch niederzuschlagen. Diese würden infolge der immer stärkeren sozialen Ungleichheit in der globalisierten Wirtschaft und wachsenden kriegerischen Konflikten auch innerhalb der EU-Grenzen unweigerlich zunehmen.

Wovon träumt die koksende Lumpenelite noch? In breiter Front von massiven Außeneinsätzen der Bundeswehr (siehe Junge Welt):

Neue Abschreckungspolitik gegenüber Rußland: Mit dem Projekt »Review 2014« bewirbt das Berliner Außenministerium ein aggressiveres Auftreten Deutschlands in der Welt

Damit hätten wir neben dem Klima, der Ressourcenknappheit, der Realwirtschaft, der Finanzwirtschaft das fünfte apokalyptische Bedrohungsszenario, das unsere Elite bewältigen muss – vor dem sie uns schützen sollte: eine plötzlich und überraschend neu aufgetauchte Kriegsgefahr (ganz aktuell in der Ukraine … oder in Fergusson, USA). Doch die „zugekoksten, verlogenen, sadistischen Dummbeutel“ (um mal die Aussagen über unsere Elite zu einem Schlagbegriff zu bündeln) haben andere Probleme. Sie gehen das Übel an der Wurzel an: bei der Information (siehe Spiegel):

Der britische Geheimdienst GCHQ kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation etwa die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren. Das berichtet der US-Journalist Glenn Greenwald auf seiner Plattform „The Intercept“ unter Berufung auf Unterlagen des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden.

So wird Meinungsbildung beeinflusst … und viele unabhängige Blogger werden blöd aus der Wäsche schauen und entmutigt die Segel streichen, wenn der Geheimdienst ihre Leserzahlen auf Null setzt oder sie unversehens von einem Batallion bezahlter Elitenblogger mit Minilöhnen (siehe homment.com) mit einem Jauchetornado überzogen werden.

Die Elite löst keine Probleme mehr – sie verschleiert sie.

Sie ist das Kernproblem der laufenden Apokalypse geworden: wir verrecken an ihrer Unfähigkeit, Probleme zu lösen … und sie flüchten vor dieser Unfähigkeit in den Drogenrausch.

Wäre also im Prinzip genau der richtige Augenblick, um uns von den  Galeerenbänken zu erheben und nach dem Rechten zu schauen, bevor die zugekokste Führungscrew unserer Zukunft in apokalyptische Szenarien verwandelt. Ich denke aber … wir entscheiden uns kollektiv für Bier und Hanf, jene Drogen, mit denen man die Taten zugekokster Leistungsträger am Besten ertragen kann – jedenfalls, solange gleichzeitig der Fernseher läuft.

 

Die Heiligkeit der Frau … und des Weiblichen.

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Sonntag, 7.9.2014. Eifel. Sonntag – ein Tag der Muße, der Ruhe und der Besinnlichkeit. Jedenfalls war er das früher mal. Seit diesem „früher“ hat sich jedoch einiges geändert – jedenfalls für Arbeitnehmer. Der Staat hatte in Deutschland durch die Agenda 2010 in bislang unvorstellbarer Art und Weise  ins Marktgeschehen eingegriffen, was die Arbeitswelt in ein Tollhaus verwandelte und normale „Vorgesetzte“ in Herren über Leben und Tod verwandelt – eine Funktion, die umso realer wurde, je älter man selber war. Seitdem ist Sonntag der Tag, an dem wir uns hauptsächlich vor dem Montag fürchten und hoffen, dass der Fluch der Arbeitslosigkeit uns  nächste Woche nicht erwischen wird. Doch wollen wir heute nicht jammern noch klagen und uns dieses mal den Sonntag nicht nehmen lassen: ist er doch für ganz besondere Themen vorgesehen.

Nun – das Thema „Frau“ ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein heikles Thema, es in Verbindung mit dem Begriff „heilig“ zu bringen erst Recht ein großes Wagnis: schon längst gibt es Männer, die Sturm laufen gegen die Bevorzugung des Weiblichen in der Berufswelt … es sind die armen Männer, die trotz Qualifikation keine Chance gegen gut aussehende Quotenfrauen haben, Männer, die als entrechtete Zahlväter die Lastesel der Emanzipation geworden sind – vielleicht mit ein Grund dafür, dass sie jenseits der magischen Altersgrenze von 45 die überwiegende Mehrheit der Selbstmordfälle stellen, mit 75 % liegen sie weit an der Spitze (siehe Welt).

Zu sagen, dass der Mann an sich ein armes Wesen ist, wäre sicher zuviel verlangt – aber der große Boss umgibt sich nunmal lieber mit schönen, schlanken Frauen anstatt mit alten Säcken – jedenfalls solange sie billig und willig sind und die zu leistende Funktionstätigkeiten reibungslos abwickeln können, da bleibt den alten Säcken im Laufe der Zeit nur noch der Gang zum Jobcenter … oder gleich zum Friedhof, um sich jahrelange Quälerei zu sparen.

Zu sagen, Frauen hätten es nun viel leichter, wäre nun ebenfalls falsch. Eine Rechtsanwältin berichtet davon (siehe Xing):

In jedem Vorstellungsgespräch kam die Frage auf „Und wie machen Sie es mit Ihrer Tochter?“. Auf meine Antwort „Stellen Sie die Frage auch Vätern? Da gehen Sie doch auch davon aus, dass die Kinderbetreuung geregelt ist!“ bekam ich von einer Frau (!) zurück: „Warum gehen Sie so an die Decke? Als Mutter bleibt man ja zu Hause, wenn das Kind krank ist. Und Sie sind als Frau nun mal ein Risiko für uns.“.

Ja – so etwas bekommen Männer nicht mit – jedenfalls habe ich noch nie gehört, dass ein Mann als Mann an sich ein Risiko darstellte … obwohl er – historisch betrachtet – sehr anfällig ist für Massenmord, Kriegstreiberei, Betrug und Folter. Fast könnte man meinen: wenn er sich nicht selbst umbringt, dann zieht er aus, um andere für sein Leben leiden zu lassen – doch wir wollten ja nicht über den Mann reden.

Sicherlich erwartet jetzt jeder, dass zu diesem Thema die große Matriarchatsdebatte neu aufgerührt wird. Im Zuge der in der Hippiekultur aufkommenden emanzipatorischen Züge (die vom CIA letztlich genial aufgenommen und umgesetzt wurden, um die in den Arbeitsmarkt strömenden Frauen gegen die Macht der Gewerkschaften auszuspielen) wurden Mythen und Legenden geschaffen – oder neu gefunden und neu interpretiert – von einer friedlichen Kultur des Miteinanders, ohne Gewalt, Krieg, Betrugsabsichten und Folter. In der Tat gibt es in der Mythologieforschung eine Legende eines „Goldenen Zeitalters“ (siehe z.B. Wikipedia), die Griechen kannten es, die Inder kannten es und auch das Christentum erinnert sich in Form des „Paradieses“ an Zeiten, wo die Erde und das Leben noch heil waren … vielleicht erinnern Sie sich selbst auch daran, wenn Sie mal ganz tief in sich gehen?

Nun – wie immer in der Wissenschaft gibt es großen Streit um dieses Thema, je nachdem, wie lange man hinschaut, aus welcher Perspektive man es betrachtet, welche Hypothesen und welches Weltbild man annimmt lassen sich die Funde beliebig beurteilen, auch hier gilt: die Perspektive des Beobachters bestimmt das Ergebnis – wir kennen das aus der Politik oder der Klimaforschung jeden Tag: lassen sie mal einen Autohersteller oder einen Kraftwerksbetreiber eine Studie zum Klimawandel erstellen: er findet flugs hundert Wissenschaftler, die seine Perspektive teilen … gegen Bargeld, versteht sich.

Sicher, wir lernten aus der Forschung, dass Stämme, die Gleichberechtigung kannten, keine Frauen vergewaltigten (siehe Wikipedia über die Irokesen), andererseits zeigt das Massaker von Talheim (siehe Wikipedia), das die Theorie des friedlichen Neolithikums nicht weit zu greifen scheint … oder haben wir es hier doch nur mit dem Zeugnis der Übernahme der abgeschlachteten Altkulturen durch neue, „männliche“ Kulturen zu tun?

Nun – die Spekulationen bringen uns erstmal nicht weiter. Wir brauchen sie aber auch nicht. Hören wir mal Heidi Göttner-Abendroth dazu, eine deutsche Ikone der Matriarchatsforschung (siehe Göttner-Abendroth):

Trotz aller Anfeindungen ist es nicht möglich, hinter die Erkenntnisse der Matriarchatsforschung zurückzugehen, die uns eine wohlausgewogene, gender-egalitäre, grundsätzlich friedfertige Gesellschaft erschlossen hat.

Matriarchale Gesellschaften kommen ohne die menschen- und lebensverachtenden Vorgänge von Eroberungskrieg und Herrschaft aus.

Darum bin ich der Überzeugung, dass ihr Wissen im Ringen um eine humane Welt dringend gebraucht wird.“

Tja – das Ringen um eine humane Welt … ist das überhaupt nötig? Nun – was meinen Sie, warum Sie heute so ein mulmiges Gefühl haben, wenn Sie an Montag denken – und an die rauhen Sitten und Gebräuche einer äußerst dekadenten und lebensfeindlichen Männergesellschaft, die die Menschenwelt in nur wenigen Jahren politisch, ökonomisch, sozial und ökologisch an den Rand des Abgrundes getrieben hat?

Wissen Sie, wer dieser Frau Recht gibt? Sie werden es nicht glauben – aber es sind ihre männlichen Erzfeinde aus der Kirche, der Opus Dei, jener katholischen Kirche, die als frauenfeindlichste Organisation des Westens gilt. Hören wir mal, was die zur Rolle der Frau in der Zukunft zu sagen haben (siehe opusdei):

Der Mann muss sich bemühen, mehr zuzuhören, verständnisvoller und geduldiger zu sein, den anderen Menschen wirklich in den Blick zu nehmen. Auch die Frau muss wirklich verständnisvoll und geduldig sein, sich im konstruktiven Gespräch tatsächlich einbringen und ihre reiche Intuition nutzen.

Beide müssen die üblichen Rollenvorgaben zurückweisen, nach denen der Mann sich mit aller Härte durchzusetzen hat, während die Frau möglichst frivol oder gar exhibitionistisch auftreten soll. Wir benötigen eine neue Denkweise, eine neue Art, auf die anderen zu schauen, ohne sie beherrschen oder verführen zu wollen. So kann eine neue Gesellschaft entstehen, und zwar ohne Sieger oder Verlierer.

Da treffen sich politische Feinde … und haben die gleiche Utopie. Sogar der Papst selbst wendet sich hilfesuchend an die Frauen (siehe zenit):

Er empfahl die hl. Hildegard als ein Beispiel der reichen Spiritualität, den die Kirche gerade am Anfang des zweiten Jahrtausends wieder neu entdecken müsse. Die hl. Hildegard sei ein Beispiel für die Heiligkeit der Frau, wie sie Papst Johannes Paul II. in seinem apostolischen Schreiben „Mulieris dignitatem“ aus dem Jahr 1988 beschrieb. Sie sei eine der leuchtenden weiblichen Gestalten, die mit ihrem „weiblichen Genius“, „mit ihrer mutigen Fähigkeit, die Zeichen der Zeit einzuschätzen, mit ihrer Liebe für die Schöpfung (…), ihrer Liebe zu Christus und zur Kirche, besonders zur leidenden Kirche ihrer Zeit, geschlagen von Sünden der Priester und Laien“, eine Stütze für die Kirche seien.

Merken Sie, dass das ein Hilferuf ist? Die Männerorden sind am Ende ihrer Weisheit angekommen … und rufen nach der Heiligkeit der Frau, nach ihrem Genius, ihrer „Intuition“ – man könnte auch sagen: ihrem Zauber, ihrer Magie.

Zauber und Magie – damit kennt sich die Kirche gut aus. Zwar ist ihre Rolle bei der Hexenverfolgung nie so zentral gewesen, wie es ihre Feinde gerne hätten – aber sie hatten schon ihren Teil dazu beigetragen. Die Anthropologin Felicitas C. Gooldman hat ihr einen zentralen Aspekt herausgearbeitet, der auch unserer aktuellen Bundeskanzlerin und ihren Beratern sehr wichtig ist – es ging um die Beherrschbarkeit der Massen: (siehe F.Goodman in: Der gläserne Zaun, Syndikat 1983, Seite 208).

Warum man die Hexen verfolgt hat, die Frage, die wir am Anfang gestellt haben, kann am Besten aus dieser Sicht beantwortet werden. Bei der Domistizierung der Hexen als religiöse Spezialisten geht es darum, daß die Erwerbung derlei Wissens zu einem Monopol gemacht wurde. In einer egalitären Kleingesellschaft bereichert die individuell gewonnene Offenbarung den Erlebnisschatz der Gemeinschaft. In der hierarchisch organisierten, nach dem Modell des Großstaates organisierten Kirche, die auf Zentralisierung drängt, wird das individuelle Erlebnis gefürchtet.

Merken Sie, dass wir hier sehr politisch werden – und hochaktuell sind? Lesen wir noch etwas weiter:

In einer Religion aus zweiter Hand … fühlt man sich gesichert. Man kann immer auf ein Buch pochen und diejenigen, die vom Buchstaben abweichen, als Feinde beseitigen.

Seit dem 11.9.2001 ist es nicht nur ein Buch, auf das gepocht wird – es ist die Meinung der zentralisierten Regierung, die als unangreifbar dargestellt wird, individuelle Meinungen JEDER ART – unabhängig von ihrer argumentativen Gewalt durch strenge Logik und umsichtiges analysieren der Fakten, unabhängig von der akademischen oder moralischen Qualität des Vortragenden werden Anti-Regierungsmeinungen pauschal als Verschwörungstheorien verdammt.

Doch worum geht es eigentlich in dem Artikel von Frau Goodman? Um die weltweite Verdammung und Verfolgung der religiösen Trance, die durch biologisch klar definierbare Abläufe jederzeit nachvollziehbar Unglaubliches ermöglicht:

Um die gewöhnliche Wirklichkeit zu sehen, brauchen wir nur die Augen aufzumachen. Um die andere sehen zu können, muss sich der gesamte Körper durch verwicklete psychobiologische Vorgänge gewissermaßen in ein Auge verwandeln. Das kann hier und da einmal spontan geschehen, meistens aber muss es gelernt werden. Es ist schwer einzusehen, warum man heutzutage ohne weiteres Verständnis dafür hat, daß ein Atomphysiker viele Jahre an Ausbildung braucht, man aber gleichzeitig die schwierigen, raffinierten Methoden, mit denen ein religiöser Spezialist, ein Schamane, ein Medium ein „Medizinmann“ oder eine Hexe das Nervensystem auf die Wahrnehmung der anderen Wirklichkeit umstellt, als abergläubischen Hokuspokus abtut. (siehe Goodman, a.a.O., Seite 207-208).

Da haben wir die Quelle der weiblichen Intuition, ihres „Genius“. Im Rahmen einer Gesellschaft der Zentralisierung von Macht, geleitet vom Ideal des Einzelkämpfer, der sich mit aller Härte durchsetzen muss (Werte, die auch für seine zentralisierten Produkte gelten: Kirchen, Konzerne, Staaten –  mit unglaublich häßlichen und blutigen Folgen für die Menschheit und ihren natürlichen Lebensraum), hat die Hexe – die heilige Frau, das Heilige in der Frau – keine Lebensberechtigung mehr.

Wohin führt der Weg des „harten Mannes“?

Wenn es gut geht, in den individuellen Suizid, wenn es schlecht läuft, in den globalen Suizid. Der harte, humorlose Mann braucht sein Auto, eine frivole Beistellfrau auf dem Beifahrersitz und einen möglichst umweltfeindlichen kräftigen Motor unter der Haube … und damit das alles funktioniert, ein gigantisches Netz von Straßen, Tankstellen, Pipelines, Industrien – kurzum: eine ganze Gesellschaft, die sich nur noch darum dreht, dass er nach Belieben mit möglichst großem Benzinverbrauch völlig sinnfrei hin- und herfahren kann und dabei – ganz nebenbei – die Heimat seiner Kinder vernichtet. In den USA wird hieraus gerade ein Kult: „Coal Rollers“ sind stolz darauf, knappe Ressourcen in Massen zu verbrennen und den Ökos gezielt die Luft zu verpesten (siehe Süddeutsche).

Kein Wunder, dass jetzt sogar die Kirche die Notbremse zieht: sie ging diesen Weg als einer der Ersten – und kennen sein Ende wohl am Besten.

Aber sind sie wirklich so anders, diese Frauen?

Kennen wir sie nicht im Ehealltag als dauernd frustrierte, hysterische Nörgelzicken? So jedenfalls beschreiben Frauen sich selbst – zum Beispiel Sybille Berg (siehe Spiegel):

Während die Frau, die erkannt hat, dass sie auch nicht immer perfekt ist, dem Partner oder der Partnerin den Mund abwischt, wenn da Speisen hängen, sagen viele mit kaltem Vorwurf: Du hast da was am Mund, wie sieht das denn aus? Kannst du nicht mal vernünftig Nahrung zu dir nehmen? Nichts kannst du ordentlich, und wann hast du eigentlich das letzte Mal gekocht? Immer koche ich, und dann gelingt es dir nicht einmal, das Essen in deinen Mund zu stopfen. Du klebst es in dein Gesicht.

„Nörgelst Du noch oder bebst Du schon“ – so der Titel des Artikels über den „Geschlechterkrieg“ … der vielleicht nur eine Momentaufnahme einer sterbenden, fehl geleiteten Kultur darstellt und Frauen beschreibt, die völlig den Zugang zu ihrer eigenen Heiligkeit verloren haben und dies – hilflos – an ihrer Umwelt auslassen … und zwar gerade an den Männern, die ihnen am wohlmeinendsten gegenüber stehen und sich deshalb besonders schlecht dagegen wehren können.

Doch man macht auch andere Erfahrungen – wie etwa Anne Will, die sich zu dem für sie beklagenswerten Zustand äußert, dass Frauen so selten in ihre Talkshow strömen (siehe: Dirk C. Fleck, Die vierte Macht, Hoffmann und Campe, 1. Auflage 2012, Seite 223):

Frauen machen aus ihrer Zurückhaltung, auch aus ihrem fehlenden Selbst- und Sendungsbewusstsein kein Geheimnis. Sie sagen: ich bin mir in der Position nicht so sicher, ich würde mich da nicht so wohl fühlen.

Das stört in einer Talkshow – aber bestätigt auf überraschende Weise, dass Frauen sich heutzutage auch in Machtpositionen Weisheit bewahrt haben, wie man sie bei Männern leider nicht so häufig vorfindet. Harte Männer mit Sendungsbewusstsein sorgen halt mehr für Unterhaltung – wie Gladiatoren im römischen Zirkus. Ein Gruppe Männer, die sich gegenseitig die Eingeweide herausreißen, ist halt unterhaltsamer als eine Gruppe Frauen, die still im Kreis sitzen und alle Perspektiven eines Problems durchdenken und besprechen.

Wir sehen: es würde schon Sinn machen, die Überlegenheit des Weiblichen über die degenerierte männliche Kultur anzuerkennen – und einfach mal so tun, als sei die Frau – oder das Weibliche – heilig … und nicht nur ein verwertbarer Gebrauchsgegenstand für Werbeindustrie und bösartige „Alphamännchen“.

Auch die Wissenschaft bestätigt aktuell, dass der Mann als solcher wohl eher ein Entwicklungshemmnis ist – jedenfalls, wenn er sein Testosteronverhalten hemmungslos auslebt (siehe Spiegel):

Auslöser für den kulturellen Sprint könnte eine Veränderung im Hormonhaushalt gewesen sein. Bei der Untersuchung von 1400 alten und modernen Schädeln konnte er nachweisen, dass etwa zu jener Zeit, als wir uns zu kulturellen Höhenflügen aufschwangen, der Testosteronspiegel fiel. Ein hoher Testosterongehalt macht aggressiv. Niedrige Testosteronwerte machen dagegen friedlich und kooperativ – und schaffen so beste Voraussetzungen für Teamwork und einen regen Austausch von Ideen.

Ist der Mann so ein richtiger Mann, wird er unfriedlich und asozial – es gibt noch mehr Studien dazu (siehe Wikipedia):

Eine systematische Übersichtsarbeit zur Beziehung zwischen Testosteron und antisozialem Verhalten ergab, dass ein hoher Testosteronspiegel zu einer beeinträchtigten Regulation emotionaler und motivationaler Prozesse, geringerer sozialer Sensibilität und starker Belohnungsmotivation führt. Ob sich das in antisozialem Verhalten äußert, hängt jedoch von einer Reihe sozialer und genetischer Faktoren ab. Einzelne Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Testosteron dissoziales Verhalten wie egozentrische Entscheidungen fördert und kognitive Empathie verringert.

Das Ergebnis der kulturellen Entwicklung: anstatt uns an der Heiligkeit tanzender Frauen zu erfreuen, die unser Leben mit ihren Geschichten aus der Anderwelt bereichern, fürchten wir uns Sonntags schon vor Montag – jenem Tag, an dem wir wieder in die ungemütliche, an allen Fronten sterbende Männerwelt zurückkehren, eine Welt, die mit künstlich durch viele Bilder frivoler Frauen (allein schon in der Werbung) aufgepeitschtem Testosteronspiegel zum Spielplatz von kleinen, triebgesteuerten Jungs geworden ist.

Das die nur ein Ende hat, ein Ende haben kann, wissen wir alle.

Grund genug, einmal Alternativen durchzusprechen … die nicht auf die Steinzeit zurück gehen müssen, um interessant zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bezahlen, benutzen, wegwerfen: wie uns das Stockhom-Syndrom dazu bringt, unseren Untergang zu lieben.

Bezahlen, benutzen, wegwerfen: wie uns das Stockhom-Syndrom dazu bringt, unseren Untergang zu lieben.

Donnerstag, 21.11.2013. Eifel. Der Tag wird überschattet von einem ernsten Trauerfall: der Kabbarettist Dieter Hildebrandt ist tot. Mehr als alle anderen stand er für energischen Widerstand gegen die zunehmende Dekadenz im Land, die Verblödung, die um sich greifende Sitten- und Gewissenlosigkeit. Was mir an ihm gefiel? Sein Ernst und seine Betroffenheit. Ich könnte es mir nun einfach machen und sagen: denken wir heute mal nichts, trauern wir einfach mal. Da aber täglich viele gute Menschen sterben, käme man bei strickter Befolgung dieser Maxime überhaupt nicht mehr dazu, jene Themen wahr zu nehmen, die auch Dieter Hildebrandt betroffen gemacht haben.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in der Flut der Nachrichten kleine Kostbarkeiten verborgen sind, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Nehmen wir als Beispiel heute mal die OECD-Studie über die Menschen aus reichen Ländern, über die der Spiegel berichtet: allein in Deutschland gab es von 2000 – 2011 einen Anstieg der Einnahmen von „Glückspillen“ von 150 %. Eine kleine Nebeninformation ist besonders drollig: bei leichten Depressionen kann die Einnahme des Medikamentes zur Suizidneigung führen. Denkt man zuerst daran: „Na, typisch Pharmaindustrie: kostet viel, bringt aber nichts außer einen um“, so ist mit ein wenig Nachdenken über die aktivitätssteigernde Wirkung des Medikamentes die wahre Ursache gefunden: die Schnauze voll vom Leben hatten die Leute schon vorher – nur gibt ihnen das Medikament die Kraft, ihren Frust in die Tat umzusetzen.

Der Spiegel reduziert die Alltagsproblematik der Depression auf die Finanzkrise – wie üblich wird mit aller Gewalt versucht, die Norm als gut und schön darzustellen: ohne Krise ginge es allen blendend. Die Wahrheit ist: die Finanzkrise macht den wenigsten Deutschen Sorgen, sie erleben andere Veränderung drastischer. Nehmen wir zum Beispiel das Wetter, heute lieber „Klima“ genannt. Jeder merkt es: da tut sich was. Ebenso merkt jeder, der sein Leben nicht im Büro verbringt, dass jene seltsamen Kondensstreifen am Himmel sich im Laufe des Tages zu einer geschlossenen Schleierwolkenschicht entwickeln, die den Menschen den letzten Rest Sonnenlicht nimmt: die Winterdepression wird Dauerzustand. Gut – ich weiß nicht, was in diesen Kondensstreifen drin ist: es bleibt nur zu hoffen, dass es sich um „Chemtrails“ handelt, denn die kann man abstellen. Ist das eine natürliche Entwicklung eines ständig wachsenden Flugverkehrs, mit dessen Hilfe die Deutschen wenigstens einmal im Jahr aus ihrem selbst verschuldeten Elend fliehen wollen, dann ist Hilfe weniger schnell in Sicht.

Ich muss jedoch vorsichtig sein: ich bewege mich hier schon wieder am Rande eines Tabus. Über „Klima“ kann man nicht mehr so einfach reden, „Klima“ ist ein außerordentlich politisches Thema geworden. Kann nämlich sein, dass da jemand dran gedreht hat. Jedenfalls behaupten das laut Spiegel jene Länder, die von der stetig wachsenden Anzahl von Naturkatastophen deutlich betroffen sind – und damit meine ich nicht die USA, die erst kürzlich mit 80 nahezu gleichzeitig auftretenden Tornados einen neuen Redkord aufgestellt haben, sondern die heute im Spiegel zitierten Entwicklungsländer, die jetzt auf der Weltklimakonferenz Entschädigungen für die Folgen der Naturkatastrophen fordern. Gerade deshalb gilt es ja als schick und mutig, diese erkennbaren Klimaveränderungen bzw. die Theorie des menschengemachten Klimawandels anzugreifen: wo kein Täter, da keine Entschädigung. Hier missbrauchen Täter ganz offen die Sitten und Gepflogenheiten der offenen Gesellschaft, in dem sie sich selbst als Opfer präsentieren … und damit auch durchkommen. Habe ich jetzt die Theorie des menschengemachten Klimawandels nicht hinten herum anerkannt – ohne wissenschaftliche Ausbildung und umfassender Sichtung aller Argumente und Gegenargumente?

Ja, diesen Fauxpas habe ich begangen. Was soll ich auch anderes tun, wenn die Tagesschau meldet, dass man sich nun an rekordverdächtigen Dauerregen gewöhnen muß:

Nicht nur Sardinien, ein ganzes Land versinkt in diesen Tagen im Dauerregen. Im Herbst ist das in Italien nicht ungewöhnlich. Und auch dass innerhalb weniger Stunden 400 bis 450 Liter pro Quadratmeter fallen, sei keine Ausnahme mehr, sagt Giorgio Zampetti von der Umweltorganisation „Legambiente“.

„Früher gab es solche Niederschläge alle 20 bis 40 Jahre“, sagt der Umweltaktivist. „Wir haben die italienischen Regionen untersucht, vor allem Ligurien und die Toskana, die zuletzt am meisten betroffen waren. Und wir haben festgestellt, dass so etwas nun drei- bis viermal pro Jahr vorkommt. Hier ist also aus der Ausnahme eine Regel geworden.“

Früher: einmal alle zwanzig Jahre. Heute: viermal im Jahr. Macht eine Steigerung von 8000 Prozent. Soll ich da wirklich noch mit Klimaskeptikern diskutieren, wie es unsere Talkshowkultur gerne sieht, die meint, man könne Wirklichkeit mit Parolen bewältigen?

Es ist aber nicht nur das Wetter, das dem Deutschen aufs Gemüt schlägt. Wo er sich umsieht, bemerkt er eine kriminelle Lumpenelite, die mit großer Macht danach trachtet, den Krieg REICH gegen ARM auch in Deutschland erfolgreich durchzuführen – und er bemerkt – wie im Falle des Herrn Hoeneß – das diese Verbrecher eine große Gefolgschaft haben, die voll hinter ihnen steht. Das das eine typische Erscheinung des völlig entarteten Feudalismus ist, wird kaum noch diskutiert, die Zeiten, wo Bürger über das Stockholm-Syndrom aufgeklärt wurden, sind lange vorbei.

Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert.

Das ist doch die plausibelste Erklärung für den Merkel-Hype der Gegenwart! Oder für die Sympathiewelle, auf denen unsere Leistungsträger schwimmen, deren größte erkennbare Leistung Steuerhinterziehung ist. Frage mich, wann die Kriminellen von Oppenheim-Esch das Bundesverdienstkreuz bekommen. Immerhin haben wir hier jetzt einen Einblick in ihre Machenschaften, die mal wieder deutlich zeigen, wie man zu dem Reichtum kommt, mit dessen Hilfe man dann erfolgreich Krieg gegen die Armen führt, siehe Manager Magazin:

Wie das manager magazin in seiner am Freitag (23. August) erscheinenden Ausgabe berichtet, vereinbarten die Akteure die Gründung einer Gesellschaft, die eine große Mehrheit der Aktien erwerben und anschließend den verbleibenden Streubesitzaktionären ein Übernahmeangebot machen sollte.

Mit einem Squeeze-out sollte verhindert werden, dass die freien Aktionäre am Gewinn teilhaben würden.

Ein geheimer Plan einer zuvor höchst angesehenen Bank. Mit wie viel geheimen Plänen müssen wir eigentlich noch rechnen? Ach – ich vergaß: über Verschwörungen darf man sich in der westlichen Kultur keine Gedanken mehr machen, weshalb solche Aufdeckungen von existierenden Verschwörungen nur noch zufällig geschehen: so weit ist der Krieg REICH gegen ARM schon erfolgreich gewesen – die Denkverbote werden auf weiter Fläche akzeptiert.

Was dieser Plan noch offenbart? Erstmal merkt man schon an der Sprache, dass die Bevölkerung ausgeschlossen werden soll: nicht umsonst kommt hier ein Denglisch zur Verwendung, das jeden Engländer gruseln läßt, aber seinen Zweck erfüllt: der normale Deutsche ohne Anglistikstudium ist erstmal verblüfft, weil schon die Wortwahl zeigt, dass er gefälligst draußen bleiben soll, weil er sowieso keine Ahnung hat. Das die Regierungen des letzten Jahrzehntes dieses „Ausquetschen“ erstmal durch entsprechende Gesetze möglich gemacht haben, soll möglichst nicht öffentlich diskutiert werden: man würde riskieren, dass es auf einmal weniger Reiche gibt – und auf die kann man in dem momentanen Krieg nicht verzichten.

Ist ist auch eher dieser Krieg, der den Deutschen neben dem Wetter und der Finanzkrise Sorgen bereitet. Mit Krisen jeder Art kommen wir klar – aber einen Krieg führen zu müssen gegen einen Feind, der mehr als nur einen Fuß in der Tür des )Bundeskanzleramtes und aller Abgeordnetenbüros hat, einen Krieg, über den man über öffentlich noch nicht mal reden darf  (es sei denn, man heißt Warren Buffett): dass ist etwas viel verlangt – es erinnert an den Kampf gegen unsichtbare allmächtige Götter.

Dieser Krieg nimmt zum Teil absurde Züge an, wie das Handelsblatt aktuell berichtet: ein kleiner Kaffeestand in Bangkok hat gegen den Megakonzern Starbucks verloren. Der Umsatz belief sich auch unter 700 Dollar im Jahr, Starbucks investierte aber ein Vielfaches dieser Summe, um einen Rechtsstreit gegen diesen Kaffeestand durchzusetzen: „töte einen, diszipliniere hundert“, so die Devise, die im Geschäftsleben immer weiter um sich greift. Die Sünde des Verkäufers: ein grünes Schild mit dem Namen „Starbungs“. Ich hätte es für einen Witz gehalten – Konzerne verstehen aber keinen Humor. Bald wird man nicht mehr über sie reden dürfen, weil sie den Gebrauch ihres Namens gesetzlich geschützt haben.

Nun – momentan dürfen wir das noch. Vieles verbietet aber die bundesweite Kultur des Stockholm-Syndroms schon heute, dass zeigt die aktuell aufgeregte Diskussion um die Forderung eines Prostitutionsverbotes durch Alice Schwarzer. Keiner wundert sich darüber, dass es momentan eher linke Kreise sind, die für die Prostitution sprechen, während die alten Puffgänger von der CDU sich gewandelt zu haben scheinen: immer mehr unterzeichnen den Aufruf von Frau Schwarzer. Hier hat sich im Denken der Linken wohl etwas verändert, was ich verpaßt habe – ich habe allerdings schon die Agenda 2010 nicht verstanden. Prostitution war früher ein Ausdruck des Krieges Reich gegen Arm: die Armut soll die Frauen dazu gezwungen haben, sich an reiche Männer zu verkaufen, um ihre Kinder durchzubringen, darum waren die Linken dagegen und die Rechten dafür. Linke hatten auch gar kein Geld dafür – bis rot/grün durch entsprechende Gesetze die Preise dieser angeblich so wertvollen und hochgeschätzten Dientsleistung auf 30 Euro senkten.

So kam auch der arme Linke in einen besonderen Genuss: sie konnten den Berlusconi machen und endlich auch mal mit minderjährigen Mädchen so verfahren, wie es der Meister vorgemacht hat, siehe Welt:

Viele Kritiker machen dafür auch die Jahre unter der Regierung von Silvio Berlusconi verantwortlich, in denen das Frauenbild in Italien von Medien und Werbung vor allem von jungen aufreizenden Mädchen beherrscht wurde, nicht von selbstbewussten Frauen. Jugendrichterin Martello sagt, viele junge Frauen seien längst überzeugt, „dass ihr Körper wichtiger und wertvoller ist als ihre Person. Und die Männer sind der Meinung, dass sie einen Körper bezahlen, benutzen und wegwerfen können“.

Dieses Prinzip – „bezahlen, benutzen, wegwerfen“ – ist das Prinzip, dass unsere Leitungselite mit allem macht, was ihnen in die Finger kommt – der ganze Planet gerät so aus den Fugen. Hier ist dieses Prinzip mal übel aufgefallen, weil es minderjährige reiche Mädchen waren, die dort benutzt wurden: für die Armen ist es ja schon allgemein akzeptiert, dass sie sich gefälligst verkaufen sollen.

Was einem besonders auffallen sollte: die reichen Eltern dachten sich nichts dabei – für sie ist das Prinzip Alltag, warum also nicht auch für ihre Kinder? Hier bewies einer der führenden Bordellbetreiber Deutschlands mehr Ethik – die hat er sich wahrscheinlich aus seinen armen Zeiten hinübergerettet.

Wo das alles enden soll?

Wollen wir doch gar nicht wissen: brächte uns in Konflikt mit unserem Stockholm-Syndrom.

Lieber nehmen wir unsere Glückspillen und freuen uns über Dieter Hildebrandt, dem die Natur den Suizid ersparte. Viele Deutsche werden ihn wohl beneiden.

 

 

 

 

 

 

 

Chemtrails versus Geo-Engineering

Das neue Video der PHO: Chemtrails vs. Geo-Engineering. Gezielt das Klima beeinflussen incl. der Bundeswehr als „Erklärbär“.  Wie man dem „Kind“ einen anderen Namen gibt. (Watch Fullscreen and HD)

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Hier auch eine Datei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Der Klima Schwindel

CO2, Erderwärmung, abschmelzende Pole, dramatisch ansteigender Meeresspiegel, Treibhauseffekt, globaler Klimawandel – wir alle kennen diese Weltuntergangsszenarien. Doch jetzt sorgen sensationelle Enthüllungen über Fälschungen, manipulierte Daten und systematischen Betrug in höchsten Kreisen der UN weltweit für Aufsehen. Ist die These vom menschengemachten Klimawandel der Bluff des Jahrhunderts? Sind wir alle Opfer einer Öko-Mafia, die uns Bürger und Steuerzahler ausnehmen will?

Die Filmemacher reisten an die Brennpunkte des Geschehens: zur Internationalen Klimakonferenz nach Berlin und zum UN-Klimagipfel nach Kopenhagen. Sie trafen sich mit kritischen Wissenschaftlern und Journalisten, um der allgemeinen Hysterie mit Fakten zu begegnen. Günter Ederer, der mit seinen Enthüllungsreportagen im deutschen Fernsehen schon häufig für Aufsehen sorgte, weist dem selbsternannten Klimapapst Al Gore offensichtliche Propagandalügen nach. Doch wer sind die Hintermänner dieser Kampagne und die Profiteure dieses Milliardengeschäftes? Dr. Wolfgang Thüne, ehemaliger ZDF-Wetterexperte, rehabilitiert den vermeintlichen Klimakiller CO2 und widerlegt die These von der globalen Klimakatastrophe. Dr. Bruno Bandulet, Herausgeber des Informationsdienstes „GOLD & MONEY INTELLIGENCE“, deckt die wahren Absichten der „Klimaretter“ auf. Professor S. Fred Singer, renommierter Physiker aus den USA, fordert eine lückenlose Aufklärung des „Climategate“-Skandals. Lord Christopher Monckton, langjähriger Berater der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, analysiert die Thesen des UN-Klimarates IPCC bis ins kleinste Detail – und kommt dabei zu verblüffenden Ergebnissen.

via

 

Deutschland im Jahre 2012 – die Titanic-Gesellschaft: über Verschwörungen, Kreuzfahrten und Kriegsvorbereitungen

Mittwoch, 18.4.2012, Eifel.  Es gibt eigentlich kaum ein schöneres und treffenderes Symbol für unsere Gesellschaft als die "Titanic".  Auch wir reisen durch die Zeit in erster, zweiter und dritter Klasse, auch wir stellen den höchsten technischen Standard unserer Zeit dar, auch wir halten uns für unsinkbar und blicken deshalb positiv in die Zukunft.  Natürlich gibt es bei uns Unterschiede. Erster Klasse reisen bei uns nur ganz wenige - ein Prozent. Umgerechnet auf die Titanic wären das 2,4 Menschen - also Papa mit Mama im dritten Monat.  Die werden auch immer reicher: hatten sie 1998 noch 41,9 % des Volksvermögens, so waren es 2007 schon 61,1 % - wächst das so weiter, gehört ihnen 2025 ALLES ... und den anderen 99% gar nichts mehr.  "Wohlstand für alle" ist, wie alle merken, ein Geschäftsmodell das ausgedient hat, unsere Titanic hat nur noch zwei Passagiere und denen gehört bald das ganze Schiff. Kein Wunder, das kaum jemand auf die einsamen Rufer hört, die meinen, da seien Eisberge im Wasser - dabei haben manche der aktuellen Eisberge direkt mit Kreuzfahrtschiffen zu tun:

Mittwoch, 18.4.2012, Eifel.  Es gibt eigentlich kaum ein schöneres und treffenderes Symbol für unsere Gesellschaft als die „Titanic“.  Auch wir reisen durch die Zeit in erster, zweiter und dritter Klasse, auch wir stellen den höchsten technischen Standard unserer Zeit dar, auch wir halten uns für unsinkbar und blicken deshalb positiv in die Zukunft.  Natürlich gibt es bei uns Unterschiede. Erster Klasse reisen bei uns nur ganz wenige – ein Prozent. Umgerechnet auf die Titanic wären das 2,4 Menschen – also Papa mit Mama im dritten Monat.  Die werden auch immer reicher: hatten sie 1998 noch 41,9 % des Volksvermögens, so waren es 2007 schon 61,1 % – wächst das so weiter, gehört ihnen 2025 ALLES … und den anderen 99% gar nichts mehr.  „Wohlstand für alle“ ist, wie alle merken, ein Geschäftsmodell das ausgedient hat, unsere Titanic hat nur noch zwei Passagiere und denen gehört bald das ganze Schiff. Kein Wunder, das kaum jemand auf die einsamen Rufer hört, die meinen, da seien Eisberge im Wasser – dabei haben manche der aktuellen Eisberge direkt mit Kreuzfahrtschiffen zu tun:

Die Kreuzfahrtindustrie ist in voller Blüte und wächst stetig. Die Einführung neuer Kreuzfahrtschiffe erfolgt mit geradezu schwindelerregendem Tempo. Die modernen Kreuzfahrtschiffe sind mit den allerneuesten elektronischen Geräten ausgestattet und weisen das Beste auf, was es in Sachen fortschrittliches Schiffsdesign und Schiffsbau gibt. Sie bieten Passagieren eine beispiellose Zahl an Möglichkeiten und Einrichtungen, an kulinarischen Erlebnissen und anspruchsvoller Unterhaltung.

Welches Wachstum möglich ist, zeigt Statista.de: von 2010 auf 2011 wuchs der Umsatz der Kreuzfahrtbranche von 26,85 Milliarden Dollar um 9,5 % auf 29,4 Milliarden Dollar – Tendenz: steigend. Da wird der DAX blass vor Neid. Laut dem Westen sind momentan 500 große Kreuzfahrtschiffe unterwegs, cirka 800 Flussdampfer kommen noch dazu.

Sie verbreiten die westliche Kultur wie es die Goethe-Gesellschaft niemals könnte, siehe Wikipedia:

Der Kreuzfahrttourismus kann auch zum Erhalt der Kultur und Traditionen in den Zielgebieten beitragen. Häufig ist dort aber ein kultureller Werteverfall, Akkulturation, ein Aufbau von Vorurteilen und ein Anstieg der Kleinkriminalität zu beobachten sowie die Ausbeutung von Arbeitskräften auf den Kreuzfahrtschiffen.

Auch für die Umwelt leisten Kreuzfahrtschiffe erstaunliches:

Wie die meisten Formen des Tourismus verursacht auch der Kreuzfahrttourismus Umweltbelastungen. So stammen rund 70 Prozent des Mülls, der in der Tiefe des Mittelmeers lagert, von Kreuzfahrtschiffen, die laut Daten der internationalen Meeresschutzorganisation Oceana täglich bis zu 4000 Kilogramm Abfall produzieren.

Noch besser wird es aber, wenn wir die Welt lesen:

Ein Kreuzfahrtschiff stößt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Autos.

Da will man uns wirklich weiß machen, das der Politik der durch Menschen verursachte Klimawandel sehr am Herzen liegt – und läßt locker mal 500 Spaßdampfer zu, die soviel Schadstoffe ausstoßen wie 2,5 Milliarden Autos. Das ist die Titanic-Gesellschaft, die mit Volldampf auf den Eisberg zufährt, weil der Kapitän den Klang von Eis auf Stahl so liebt – oder von der Konkurrenz gut bezahlt wurde.

Es ist eine der Fragen, die wir nie stellen dürfen – ähnlich der Frage, was Roosevelt über den Angriff auf Pearl Harbour wusste, wer hinter der Ermordung John F. Kennedys steckte oder wirklich für „nine-eleven“ verantwortlich war: die Frage, warum eine Regierung, die Umweltzonen in deutschen Innenstädten einrichtet gleichzeitig SUV´s zuläßt, die schon mal ihre 16,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen – bei günstigster Fahrweise.

Kreuzfahrtschiffe und SUV´s fallen nicht vom Himmel, noch sind sie unverzichtbar für die moderne Gesellschaft – sie vernichten aber die natürliche Umwelt in supergroßen Schritten, während wir alle zuschauen. Uns versucht man noch beizubringen, sparsamer mit dem Auto zu fahren (während man gleichzeitig den öffentlichen Nahverkehr immer weiter zusammenstreicht, damit wir auch ja unseren Beitrag zur Rettung der deutschen Automobilindustrie leisten), während man gleichzeitig voller Stolz Luxusschiffe im Hamburger Hafen tauft, die jegliche Sparleistung in der Gesamtbilanz sofort zunichte machen.

Ob man sich in Zukunft auch mal fragen wird, was Merkel im Jahre 2012 über den Angriff auf die Zivilgesellschaft wusste? Immerhin morden sich die Kreuzfahrtschiffe lustig durch die Bevölkerung – auch an Land, nochmal Welt:

50.000 Menschen sterben nach Nabu-Angaben in Europa jedes Jahr durch winzig kleine Partikel aus Schiffsabgasen, die durch die Lungen in den Körper gelangen.

Wenn wir wegen dreitausend toten New Yorkern in Afghanistan einmarschiert sind und unsere Soldaten deshalb zu seelischen Krüppeln wurden … wann versenkt denn dann die Bundesmarine diese nutzlosen, törichten Dreckschleudern?

Wieder eine Frage, die wir nicht stellen dürfen, manche Eisberge sind eben alternativlos – und das ist ja auch die Botschaft, die die aufgeblasenen SUV´s im Straßenverkehr Tag für Tag verbreiten: „Eure Umwelt, euer Leben, eure Sicherheit ist uns Scheißegal!“ Auch das … fällt nicht vom Himmel.

Scheißegal ist uns auch die Botschaft, die die Anwesenheit deutscher Soldaten in Afghanistan aussendet. Gerne ignorieren wir den nächsten Eisberg, der neben der Klimakatastrophe auf uns lauert: der nächste Weltkrieg, auf den wir uns inzwischen ganz gezielt offen Auges zubewegen. Noch lauschen wir den Klängen der Kapelle der Titanic, deren Programm noch gute Laune verbreitet, während im Unterdeck schon die ersten Menschen ersaufen.

So meldet die Welt aktuell wachsende Rüstungsanstrengungen von Moskau und Peking – in der Tat erreichen die beiden zusammen noch nicht mal ein Drittel der Verteidigungsausgaben der USA.  Deutschland, Großbritannien und Frankreich – die „friedlichen Demokratien“ – geben allein schon mehr für Rüstung aus als „die rote Gefahr“ China. Kaum einer fragt sich wohl, wie solche Rüstungsanstrengungen im Ausland ankommen – dabei muss man nur etwas weiter forschen und sieht, welche Folgen sie haben: China und Russland – lange Jahre erbitterte Feinde – veranstalten aktuell gemeinsame Manöver.  Seemanöver.  Und das sind nicht die ersten Manöver, die sie zusammen abhalten. Man muss schon ein wenig tiefer graben, um zu verstehen, was sich dort gegen „den Westen“ zusammenbraut:

China, Russland,  Indien, die Türkei, Pakistan und der böse böse Iran haben sich – mit bislang unterschiedlichem Status – zu einer „Anti-Nato“ zusammengeschlossen: seit 2008 wird die „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ von russischen Zeitungen als Neuauflage des Warschauer Paktes begriffen, die direkt eine Konfrontation mit dem übermächtigen Westen ins Auge fasst.

Werden wir uns in Zukunft fragen, was Merkel davon wusste? Wird man sich in Zukunft fragen, was der deutsche Bürger davon wusste?

War er hinreichend informiert über die Macht der Mafia, vor der man selbst im Vatikan nicht sicher war und die sich langsam aber sicher immer mehr legale Geschäftsfelder mithilfe krimineller Gelder eroberte?

Wusste er um die Risiken des ESM, der aktuell neben Griechenland, Italien und Portugal nun auch Spanien und die bankrotte Bankenwelt retten soll – auch wenn keiner genau weiß, wer eigentlich noch soviel Geld hat?

Auf jeden Fall wusste er, das der FC Bayern Fussball spielen kann, wie man sich mit Büro-Kung-Fu gegen den Chef verteidigt und das die Amerikaner die Deutschen fürchterlich lieb haben. 

Besonders erleichtert ist man über die Nachricht, das Margot Kässmann keine Affäre mit Gerhard Schröder hatte – nicht auszudenken, welche Folgen so etwas für Deutschland, Europa und die Welt gehabt hätte.

Deutschland im Jahre 2012 ist mehr denn je eine Titanic-Gesellschaft.

Vor uns viele Eisberge, aber wir halten uns für unsinkbar, weil die Kapelle so schön spielt.

Und weil das ein so schönes Erlebnis ist, wollen noch viel mehr Deutsche jedes Jahr auf Kreuzfahrt gehen – nur auf einer Titanic fühlen sie sich richtig zu Hause … was sehr verständlich ist.

 

 

 

 

 

 

Benzinpreiswucher, das Auto, die Ohnmacht der Politik und die Heuchelei der grünen Radfahrer

Benzinpreiswucher, das Auto, die Ohnmacht der Politik und die Heuchelei der grünen Radfahrer

3.April 2012. Eifel. Mögen Sie eigentlich Autos? Ja, wirklich? Haben Sie sich das auch wirklich genau überlegt? Denken Sie nochmal genau nach – ich möchte Ihnen etwas Hilfe dazu geben:

Das mausgrauen Jetzt=Zeit benimmt benimmt viel entschiedener mittelalterlich sich als jedes andere Mittelalter zuvor. In fünfhundert Jahren gesamteuropäischen Mittelalters wurden 200 000 Hexen ermordet. Hingegen fordert der Gott der europäischen Autobahnen dieselben Opferzahlen nicht innerhalb eines Jahrzehntes sondern – in bloß fünf Monaten! So blutdürstig war zu keiner Zeit jemals ein Mittelalter, auch nicht in seinen schwärzesten Nischen! (Aus: Dagegen, Eibornverlag 2003, Seite 134)

Dieses Zitat von Ulrich Holbein mutet uns fast biblisch an: an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen! J.R.R. Tolkien, der Autor des Herrn der Ringe, war ein leidenschaftlicher Autofahrer, der sonntägliche Ausflug ins Grüne mit der Familie war ein geliebtes Ritual – bis er erkannte, wie das Auto die Landschaft fraß. Mehr und mehr seiner geliebten englischen Landschaft wurde zerstört, immer weiter musste man fahren, bis man noch heile Gegenden fand, die alsbald auch wieder „angebunden“ wurden. Bald brauchten wir Flugzeuge, um im Urlaub noch unzerstörte Landschaften erleben zu können. Als Tolkien das erkannte, schaffte er sein Auto ab – für immer und ewig. Der Erhalt seiner natürlichen biologischen Umwelt war ihm lieber, in einem seiner Briefe aus den fünfziger Jahren verband er das Automobil mit seinem Mythos vom Ring der Macht: Automobilfabriken seien Produkte von Orks, die den Ring gefunden haben.

Ich fand diesen Lebensstil sehr konsequent und hätte ihn auch gerne kopiert, da mir die Horrorzahlen über Verkehrstote ebenfalls sehr imponiert hatten. Das Automobil hat uns die zerfetzen Leichen der Kriege in den Alltag hineingelegt, seine tödlichen Folgen rauben uns die Seelenruhe bei jeder Fahrt – aber wir haben uns daran gewöhnt. So sehr, das wir uns vollkommen abhängig von ihm gemacht und die ganze Gesellschaft nach seinen Bedürfnissen anstatt nach unseren Bedürfnissen konstruiert haben.

12 Kilometer Hügellandschaft müsste ich zu Fuß zum nächsten Geschäft überwinden, öffentlichen Nahverkehr gibt es bei uns nur noch dreimal am Tag – im Sommer fährt auch eine Postkutsche – aber nur ins Nachbardorf … dort gibt es auch schon seit Jahren keine Nahversorger mehr. Wäre ich nicht gesundheitlich angeschlagen, so würde ich allerdings in der Tat überlegen, auf das Auto zu verzichten – es wäre mir sehr lieb, nicht mehr Teil einer bürgermordenden Maschinerie zu sein. Wie blöd würden wir aus der Wäsche schauen, wenn wir sehen würden, das zukünftige Historiker unser Mordmobilkultur in einem Zug mit Hexenverbrennungen und Ausschwitz nennen.  Wieder einmal würden wir sagen: wir haben von nichts gewusst.

Das Automobil wirkt wie eine Erfindung des Teufels: es verlockt mit dem Versprechen einer immensen Reisefreiheit, die sogar ferne Städte wie Köln, Aachen, Koblenz oder das schon fast schon legendär entfernte  Brüssel in Tagesfrist erreichen lassen kann, während es hintenherum – sozusagen im Kleingedruckten – menschlichen Lebensraum in nie dagewesenen Umfang zerstört, menschliche Lebenssicherheit im Alltag schlimmer gefährdet als es einst Wölfe und Bären getan haben (die wenigstens ausserhalb der Stadtmauern blieben und das Feuer mieden) und uns aktuell finanziell schlimmer ausbluten lässt, als es einst die Kultur der Wegelagerei getan hat.

Man fragt sich, wo bleibt da der Fortschritt?

Man darf darüber gar nicht nachdenken – und es ist auch zu spät dafür. Wir sind – als Gesellschaft – zu 100 % abhängig vom Automobil geworden. Sicher, es gibt in den Städten ein paar fahrradfahrende Gutmenschen, die es auch gut meinen aber übersehen, das die Städte ohne die Versorgungskette von schweren Lastkraftwagen in wenigen Tagen zugrunde gehen würden – und auf dem Land findet man das Fahrrad als Alltagsvehikel nur selten: soviel Zeit hat hier keiner, das Transportvolumen eines Fahrrades entspricht nicht gerade den Versorgungsansprüchen einer Familie, sei sie auch noch so klein.

Wie teuer uns das Automobil kommt, merken wir gerade jetzt: Diesel wurde innerhalb von 20 Jahren um 175% teurer, die 2 Euro-Grenze für den Liter Sprit wird aktuell fest ins Auge gefasst. Das seltsame ist: gerade zu Ostern steigen die Spritpreise wieder auf neue Rekorde, obwohl die Rohölpreise sinken. Die Politik zeigt sich dagegen völlig machtlos – und das schon seit Jahrzehnten. Das müsste eigentlich den obersten Revolutionsrat auf den Plan rufen, ebenso jeden aufrichtigen Verfassungsschützer: wo die Politik machtlos geworden ist, ist der Staat als solcher in Gefahr und die Demokratie keinen Pfifferling mehr wert. Hier spielen schon längst andere zum Tanz auf – und ausser wertlosem Geschrei der zappelnden politischen Kaste erlebt man keine reale Gegenwehr.

Wie auch – fast jeder ist auf das trojanische Pferd „Auto“ hereingefallen, das nun, wo alles Überleben davon abhängt, das wir mit Wonne tagtäglich die letzten Ressourcen der Erde verbrauchen und gerne tausenden von Menschen jährlich von den Maschinen zerfetzen lassen, um morgen noch Brot, Obst und Käse im Supermarkt kaufen zu können.

Dabei wissen wir Bescheid, in welch´ prekärer Situation wir uns befinden: es sind nur fünf Konzerne, die nach fünfzig Jahren Marktwirtschaft das fressen und gefressen werden überlebt haben – wie stünde Deutschland da, wenn die aus Gründen zu niedriger Rendite nicht mehr liefern würden?

Darum zahlen wir. Mit Blut, Geld, unserer Gesundheit, unserem Land und unserem Leben. Finsterstes Mittelalter … nur spricht niemand gerne darüber. Man kann ja auch am Wochenende irgendwo hinfahren, auf der ständigen Flucht vor dem eigenen Alltag, der immer unerträglicher wird. Unerträglich allein die Vorstellung, man müsste dort wirklich leben, wo man wohnt – für immer und ewig.  Da werden auch die Fahrradfahrer nachdenklich, die ihrem Hobby nur frönen können, weil sie von vielen Autos versorgt werden.  Pferdefuhrwerke wären da sinnvoller – aber wer denkt schon so weit, wenn er nur bis zum nächsten Supermarkt radeln muss, um sich umfangreich versorgen zu können.

Man denkt auch nicht mehr an die größeren Zusammenhänge, verdrängt auch gerne, was den Sprit so teuer werden lässt – und dabei rede ich noch nicht mal darüber, das die Konzerne jetzt gerade jenes Öl aus den Tanks verkaufen, das sie erst letztlich sehr billig eingekauft haben: Gewinne aus den großen Geschäften werden niemals weitergegeben, das gehört zum Geschäft. Natürlich greift der Staat auch erstmal ordentlich ab: bei einem Spritpreis von 1,70 Euro greift er sich 78 Cent ab. Die braucht er, um die Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst bezahlen zu können, die aktuell zu neuen Kreditaufnahmen und weiterem Stellenabbau im öffentlichen Dienst führen werden. Das die Politik jetzt wieder mit Erhöhung der Pendlerpauschale kommt, ist schlichtweg nur noch  peinlich: letztlich fördert diese „Landschaftszersiedelungsprämie“ nur den Autoverkehr.

Der Hintergrund der Politik ist ein anderer: man erkennt die prekäre Situation der ganzen Gesellschaft und will die paar um sich scharen, die noch einen ordentlichen bezahlten sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob haben.  Die kriegen dann auch 6,3% Lohnerhöhung – falls sie es schaffen, ihren Job zu behalten. Auf die gleiche Klientel stützen sich auch die Gewerkschaften, die immer mehr Geld für immer weniger Menschen fordern.  Für die Sieger dieses Geschäftes gibt es dann gleich auch eine ganz besondere Belohung: sie dürfen in Zukunft für 210 000 Euro in einem fliegenden Auto über das prekäre Volk hinwegfliegen. Bei den Kosten ist der Name vorprogrammiert: das „Boni-Mobil“ wird das Automobil für finanziell gierigere Schichten.

Natürlich wird der Sprit bald zwei Euro kosten – und die drei Euro sind dann auch nicht mehr weit. Je schwächer der Euro wird, umso teurer wird der Sprit … aber den Zusammenhang erwähnt die Politik nur noch selten und auch die Medien tun sich schwer damit – man schaue sich nur das Kasperletheater um Günter Jauch an, der reich und berühmt damit geworden ist,  ernste Themen zu veralbern.

Zudem treibt auch die Wallstreet ein übles Spiel mit uns, siehe Welt, die eine weitere Folge der staatlichen Finanzspritzen für die Geldmärkte erläutert:

Es sind also Unsummen, die hier gedruckt werden. Und dieses Geld fließt nach und nach an die Finanzmärkte. Banken und Hedgefonds spekulieren damit, sie setzen auf Aktien und Anleihen, deren Kurse in den vergangenen Monaten rasant gestiegen sind.

Aber sie wetten eben auch auf steigende Rohstoffpreise. Und daher steigen auch diese – obwohl der weltweite Rohölverbrauch im vierten Quartal 2011 sogar um 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag zurückgegangen ist. Von wegen steigender Verbrauch der Schwellenländer!

Analysten der Investmentbank Bank of America / Merrill Lynch haben ausgerechnet, dass alleine die Maßnahmen der US-Notenbank den Ölpreis um fast ein Viertel nach oben getrieben haben. Das hat dazu geführt, dass in Euro gerechnet der Rohölpreis heute nahe seinem Allzeithoch liegt – selbst in der Zeit der Rohstoffblase Mitte 2008 lag er nur knapp darüber.

Das wirkt nun ebenso teuflisch wie das Automobil selbst: wir alle zahlen an den Tankstellen tagtäglich für die Überversorgung der Märkte mit Geld – jenem Geld, das gleichzeitig die Spritpreise hochtreibt, weil es unsere Währung schwach macht.

Je höher des ESM, je großzügiger die EZB – umso teurer wird das Benzin durch immer schwächeren Euro und umso mehr Geld haben die Wegelagerer in den Investmentbanken, um den Preis noch mehr in die Höhe zu treiben.

Diese Bereicherungsmaschine aufzuhalten, wäre sehr töricht – jedenfalls für jene, die bald die Chance haben, mit ihrem Luxusauto über unsere Köpfe hinwegfliegen zu können.

Das scheint mir auch der wichtigste Grund gegen die aktuelle Theorie des CO2-verursachten Klimawandels zu sein: wäre das wirklich ernst zu nehmen, würde man doch gerade jetzt die Gelegenheit ergreifen, Deutschland in ein ultramodernes Land mit dem besten öffentlichen Nah- und Fernverkehr der Welt auszubauen, anstatt die Kultur der Mordmobile weiter zu fördern.

Was würde da für eine kulturelle Revolution auf uns warten …

Stattdessen drucken wir immer mehr Geld, von dem immer mehr Menschen immer weniger haben und fördern ein Vehikel, das neben seiner Eigenschaft als Mordmobil und Umweltzerstörer vor allem eins ist:

ein großer Haufen nicht mehr wiederverwertbarer Müll, der uns nur nicht ins Auge fällt, weil wir ihn in Afrika abladen.

 

 

Klimalegenden, Verschwörungstheorien und der neue Holocaust: „Wahrheiten“ und ihre Gefahren

Klimalegenden, Verschwörungstheorien und der neue Holocaust: "Wahrheiten" und ihre Gefahren

Donnerstag, 9.2.2012, Eifel.  Wie schon oft beschrieben, gehöre ich zu den Menschen, die die Klimalegende für wahr halten – selbst wenn mir momentan in der Eifel augenscheinlich die realen Beobachtungen zu dieser Hypothese fehlen und ich eher an eine neue Eiszeit glauben sollte. Erst recht mag ich keine SUV´s – und Ferienflieger noch weniger. Unsere Kultur verschwendet unglaublich viele Ressourcen und verwandelt sie Tag für Tag in Müll. Wenn ich sehe, was alleine unser kleiner Haushalt für Müllberge produziert – das ist ungeheuerlich. Gut, das wir nie sehen, was aus dem ganzen Schrott und Plastik eigentlich wird. Es gibt also keine Grund, sich über die Dysfunktionalität unserer ganzen Kultur zu streiten: sie gleicht der Besatzung eines Segelschiffes, die sich einen Dampfantrieb hat aufschwatzen lassen, der zwar schön zum Wasserskifahren einlädt aber für den man nach und nach das ganze Schiff verheizen muss: Masten, Planken, Möbel, Kleidung … und was es sonst noch so an Brennbarem an Bord gibt.

Wofür ich aber immer gerne streite, ist die Souveränität des Bürgers. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, was die Bilderberger eigentlich sind, ich weise aber gerne mal auf die Legenden hin, die es in diesem Zusammenhang gibt, weil die Existenz der Bilderberger selbst hinreichend die Gefahr einer politischen Kartellbildung beinhaltet.  Ich sehe es einfach ungern, wenn Menschen, die politisch und gesellschaftlich gegensätzliche Positionen vertreten, sich mit Menschen treffen, deren Treiben sie in anderen Zusammenhängen kritisch beobachten, hinterfragen und kontrollieren müssten: an Stelle der Bundeskanzlerin, der Vertreter verschiedener Parteien und großer Konzerne möchte ich nur drei Arten von Deutschen dort vorfinden: Geheimdienstler, Verfassungsschützer und Journalisten – alle getarnt und den Werten der Aufklärung und ihres Berufsstandes zu Diensten.

Ob es dort Verschwörungen gibt, könnte man dann erfahren. Ich halte es nicht für ganz so wahrscheinlich, zumal es andere Treffen gibt, die undurchdringlicher sind.

Persönlich finde ich beispielsweise die Treffen im Bohemian Grove viel bedrohlicher, weil sie augenscheinlich einen religiösen Charakter haben – und Spinnern, die symbolische Menschenopfer darbringen, traue ich auch reale Massenmorde zu: man stelle sich nur vor, so etwas würde in der eigenen Nachbarschaft praktiziert, dann merkt man vielleicht, welche unangenehmen Gefühle in einem aufsteigen: man wäre nicht mehr  so schnell geneigt, DIESEM Nachbarn einen Reserveschlüssel für die eigenen Wohnung zu geben, noch würde man es gerne sehen, das er den Babysitter für die Kinder der Nachbarschaft macht (obwohl die diese Aktion mit den langen Roben und dem Feuerzauber sicher toll fänden).

Ich weiß, das es Verschwörungen im Bereich der Wirtschaft gibt – dort sind sie sogar Alltag. Ich war selbst an einigen beteiligt. Ich hätte also überhaupt keinen Grund, anderen gesellschaftlichen Strukturen a priori zu unterstellen, sie würden verschwörungsfrei seien – und schaue ich in die Vereine der Eifel hinein, so vergeht dort kaum ein Tag, wo sich nicht zwei Leute gegen einen dritten verschwören, um ihm Aufträge abzujagen. Ich halte das für menschlich und normal … und nicht für ausserordentliche Besonderheiten, die jetzt auf einmal aus heiterem Himmel nur eine kleine Gruppe von Superreichen in den USA betrifft.

Wieso jetzt in der Politik auf einmal alle zu Heiligen mutieren sollten, könnte ich also vor meinem Erfahrungshorizont ad hoc nicht nachvollziehen.

Ich vertraue aber auch auf den guten amerikanischen Lehrsatz: wenn zwei Amerikaner ein Geheimnis haben, geht einer von ihnen zur Zeitung und verkauft es. Deshalb kann ich mit diesen Kartellbildungen gut leben.

Die Beschäftigung mit dem Faschismus nun … hat mich zu anderen, zusätzlichen  Perspektiven gebracht, die auch nicht allgemein akzeptiert werden dürften – eine sehr bedenkliche Nähe zwischen Naturwissenschaft und Massenvernichtung war da zu erkennen. „Wissenschaft“ verriet Menschenrechte wo sie nur konnte, um Experimente machen zu können, „die sonst nur mit Kaninchen möglich waren“.

Das hat mich nachhaltig beeindruckt.

Es gibt dazu noch mehr Material, das ich gerne mal veröffentliche, wenn ich mehr Zeit habe – ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, das der Nationalsozialismus DIE politische Ausdrucksform des materialistisch-naturwissenschaftlichen Denkens war und das heute viele sogenannte Wissenschaftler gerne wieder in einem solchen System arbeiten würden … weil sie dem blöden Volk dann einfach ihre Wahrheiten per Befehl aufdrücken können. Schluss mit allen lästigen Diskussionen, Schluss mit der lästigen Beweisarbeit, Schluss mit dem hässlichen Drängen nach neuen Forschungstöpfen (einem Drängen, das uns schon so manchen „Knaller“ beschert hat, der letztlich nur „heiße Luft“ war) – endlich können die guten, wahren, edlen Menschen dem Rest der Menschheit sagen, wo es langgehen soll.  Das sie über besseres genetisches Material verfügen (wie auch übrigens die Reichen) haben sie schon bewiesen (die Studien dazu gibt es auf meinem alten Blog) – das einzige, was der Machtergreifung noch im Wege steht, ist die lästige Demokratie.

Sie sind halt auch nur Menschen und keine Heiligen – obwohl sich manche gerne so gebärden.

Und hier kommt halt der „Klimawandel“ ins Visier der Kritik und offenbart ganz andere Dimensionen.

Es gibt gute Argumente für ihn – sofern die Bilder aus der Arktis echt sind. Hier in der Eifel wird es nicht wärmer, sondern kälter. Der letzte Sommer ist einfach so ausgefallen. Es gibt aber auch Argumente gegen ihn (man denke nur an die Menge von CO2, die der letzte Weltkrieg freigesetzt hat, ohne irgendetwas am Klima zu verändern), manche meinen sogar, es gäbe gar keine Erwärmung sondern eher eine neue Abkühlung.

Was unumstritten ist, das die Klimawandellegende viele Forschungstöpfe geöffnet hat – viele Wissenschaftler verdienen fleissig daran. Das allein ist schon Grund genug, die Legende bis zum letzten Rechenschieber zu verteidigen:  man verdient sehr gut daran.

Für die Kritik des modernen Lebensstils brauchen wir diese Hypothese nicht: die technische Zivilisation vernichtet den Planeten auch so: wir bräuchten mehrere davon, um allein unser deutsches Niveau halten zu können. Es gäbe also gute Gründe, unseren Lebensstil drastisch zu ändern, ohne das wir dafür auch noch auf die Hypothese des CO2-induzierten Klimawandels zurückgreifen müssten.

Im Schatten der Klimawandellegende (man könnte auch Hypothese sagen) lauert aber auch  ein finsteres Ungeheuer: der Menschenfresser, denn …

… die Ursache des Co2-verursachten Klimawandels ist ja der Mensch. Früher war der Jude schuld an allem, heute … der kleine Bauer in Indien und China mit seinem offenen Feuer, seiner Kuh und seinen Ausscheidungen. Ja, wir sind schon so weit: DAS BÖSE ist fest definiert – der UNTERMENSCH, wie eh und je.

Natürlich kann der smarte Klimaforscher mit Laptop, IPhone und Hochleistungsmountainbike mit diesen degenerierten Schlammbewohnern nichts anfangen – außer vielleicht mal im Urlaub, als Motiv für die Kamera.

Für sein Essen sorgen ja auch andere.

Es ist auch verständlich, das er aufgrund der Art seines Denkens zu dem einzigen logischen Schluss kommt, der das Desaster verhindern kann:

Der Mensch muss weg – und zwar in großem Ausmaß. Entweder wir erledigen 6,5 Milliarden – oder wir sterben alle!!!

Darum wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis man sich zusammenfindet um dieses große Werk zu verrichten. Das ist die unausweichliche letzte Konsequenz der Klimalegende: wir brauchen Leichenberge, um den Planeten zu retten. Das wiederum ist eine Wahrheit, die in der Tat in der Lage wäre, Verschwörer zusammenzuschweißen, weil sie – wie bei anderen Kartellbildungen auch – ALLE einen Vorteil davon haben.

Es geht immerhin um viel: Das GUTE, das EDLE, das REINE zu bewahren – die Schöpfung vor dem Untergang zu retten. Selten konnte man sich heroischer fühlen. Und dieser Zweck … heiligt JEDES MITTEL.

Er ist sozusagen „alternativlos“ … es sei denn: man hat sich vertan. Verrechnet. Oder die Komplexität ökologischer Regelsysteme unterschätzt, versäumt, mal gedanklich die Selbstreinigungskräfte der Ökosphäre (die man jedem Teich unterstellt) auf größer Strukturen zu übertragen. Ober man hat bewußt betrogen, weil man für „alles ist prima in Ordnung“-Theorien einfach keine tollen Fernreisen finanziert bekommt.

Als Bürger kann ich solche Hypothesen nicht beurteilen. Ich kann sie wahrnehmen, kann schauen, wie mir pro und kontra verkauft werden, kann eine beschränkte Risiko-Nutzen-Analyse durchführen und schauen, inwiefern ich es mir finanziell leisten kann, mich nötigenfalls an der Rettung der Welt zu beteiligen. Ich bin aber immer gut beraten, wenn ich jede Theorie, die geeignet ist, meine eigene Existenz zu gefährden, doppelt und dreifach kritisch zu hinterfragen – und jede Theorie, die nur hinreichend aber nicht erschöpfend gut belegt ist erstmal mit dem Stempel „Legende“ zu versehen, um die wissenschaftlich (und politisch) nötige kritische Distanz zu bewahren.

Immerhin (hier mal ein Zitat aus nicht ganz so angenehmer Quelle) gibt es auf diesem Planeten einflussreiche Menschen, die ganz ungeheuerlich denken:

So erklärte Phillip seinem Gesprächspartner, Sir Trevor McDonald, was seiner Meinung nach der Grund für den Anstieg der Lebensmittelpreise sei: „Jeder spricht von einer Knappheit der Nahrungsmittel, aber in Wirklichkeit ist die Nachfrage zu hoch – zu viele Menschen. Diese Tatsache ist wohl jedem etwas unangenehm und niemand weiss so richtig, wie man damit umgehen soll. Schließlich will keiner, daß die Regierung in sein Familienleben eingreift.“ Laut Sunday Times schlug Philip keine konkreten Maßnahmen vor.

Der Journalist befragte ihn dann zu seiner Auffassung von Umweltschutz versus Tierschutz. Philip verteidigte seine blutige Vorliebe für die Fasanen- und Fuchsjagd. Vom Standpunkt des Umweltschutzes komme es „auf die Gattung an“ und „nicht auf das Individuum.“ Das begriffen viele Leute nicht. „Man muß dabei ziemlich hartherzig sein. Umweltschutz ist keine romantische Angelegenheit, sondern eine sehr praktische Sache“, bei der man in einigen Fällen bestimmte Arten kontrollieren müsse, um eine größtmögliche Artenvielfalt zu erreichen.

Es kommt auf die Gattung an, nicht auf das Individuum. Individuen hat die Gattung Mensch viel zu viele – welche Schlussfolgerungen ergeben sich wohl jetzt daraus?

Und was würden diese Menschen wohl gerne tun, um ihre Gattung (und vor allem SICH SELBST) zu retten?

Wer jetzt aber meint, sich aufgrund meines Artikels guten Gewissens mit seinem SUV zum nächsten Flughafen begeben zu dürfen, um wieder mal in Afrika „Kaffern“ fotografieren zu können, der irrt.

Was der Verkehr an Ressourcen für sinnlosen Tinnef verschwendet, ist und bleibt unverantwortlich – unabhängig davon, ob nebenbei noch das Klima durcheinander gerät oder nicht. Was unsere Raubkultur generell mit unserem Planeten anstellt, gleicht eher in der Tat einer Krankheit, einer bösartigen Infektion – und insofern wären sogar die Motive jener Retter des Planeten verständlich, die schon jetzt – einfach mal so – vorsorglich Tresore mit sauberem Saatgut anlegen … für die Zukunft.

Was wissen die eigentlich über unsere Zukunft, was wir nicht wissen? Die geben immerhin sehr viel Geld für ihre Operationen aus.

Vor dem Hintergrund des menscheninduzierten Klimawandels sehe ich, das möglicherweise  etwas ganz Ungeheuerliches aufzieht, etwas, das so ungeheuerlich ist, wie die Ausrottung des jüdischen Volkes zur Rettung der Welt – und … im Denken der Täter … ebenso alternativlos.

Ist das aber jetzt WAHR?

Das würde ich nicht unterstellen. Hier muss jeder Bürger für sich selbst entscheiden – wie im Falle des Lagarjflot-Wurmes, der bis vor kurzem ebenfalls nur eine Legende war.  Wer die NS-Gräuel nun für einen Unfall der Geschichte hielt, der mag sich wieder ruhig hinlegen. Wer – wie ich – denkt, das der Nationalsozialismus nur eine logische Folge einer gewissen Art und Weise des Denkens war und jederzeit wieder passieren kann, der darf wacher bleiben.

Was aber nun den Klimawandel angeht … es gibt keine politische Macht, die in der Lage ist, die erforderlichen Massnahmen der CO2-Reduzierung durchzusetzen. Es werden viele sterben, wenn es nicht gelingt, ihn aufzuhalten. Nicht so viele, wie wenn die düstersten Bilderbergerlegenden zutreffen, nach denen nicht mehr als 500 Millionen Menschen auf Erden leben sollten, aber immer noch erschreckend viele.

Es wäre schön, wenn er Legende bliebe und nicht Geschichte würde.

Was wir hier aber brauchen, ist eine exakte, widerspruchsfreie unabhängige Wissenschaft und einen extrem sauberen und unabhängigen Journalismus.

Über beides verfügen wir leider nicht … weshalb der Klimawandel – sicherheitshalber – erstmal ins Reich der Legenden gehört … selbst dann, wenn er wahr sein sollte.

Das ist die logische Reaktion für aufgeklärte Bürger auf solche Nachrichten:

Welche Katastrophen drohen der Menschheit in Zukunft? Der Uno-Klimarat hat seinen Extremwetter-Bericht vorgestellt. Demnach könnten Dürre, Fluten und Hitzewellen zunehmen. Doch die Uno-Präsentation war dubios: Forschungsergebnisse werden ignoriert, der Report bleibt geheim.

 

 

 

 

Typisch November

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Typisch November© Jotha

Starkregen

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Starkregen© Jotha

Pisa, Klima und Fachkräftemangel – alles Schwindel, aber die Wahrheit wird verhaftet

Ich gebe mir ja Mühe, auf dem Laufenden zu bleiben. In unserem kleinen Eifeltal würde man ja sonst auch nichts mitkriegen von der Welt – außer eben das Handwerksmeister keine Arbeit mehr bekommen, wenn sie erstmal vierzig sind, das Ingenieure 60 Stunden die Woche arbeiten müssen – bei sinkendem Einkommen, das die Schulwelt immer brutaler und sinnloser wird und auch sonst das Klima immer kälter.

Erst durch die Nachrichten habe ich erfahren, das das alles falsch ist. Nachrichten und Zeitungen haben mich darüber aufgeklärt, das alte Leute superprima Arbeit kriegen – überall, für ganz viel Geld. Manche erhalten sogar einen ganzen Euro – für nur eine Stunde Arbeit! Gut, Schüler werden immer blöder (das konnte man aber auch vor Ort merken), besonders die Unterschichtsschüler, die man in vornehmen SPD-Deutsch Prekariat nennt, taugen für nichts, erst recht nicht, wenn da irgendwo ein Opa keinen Ariernachweis hat. Na, und dann habe ich auch mühevoll gelernt, das wir Klimakatastrophe haben, die wir den Rindern und den Autos zu verdanken haben (schlimmer sind zwar Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe, aber über diese Kategorien wird selten geredet, weil dem Deutschen Urlaub wichtiger als als das Überleben).

Ich fand, ich war auf der Höhe der Zeit – obwohl hier vor Ort die Winter wieder schlimmer werden und ich mit Nachbarn schlecht über die Klimakatastrophe reden kann. Die Flüche, die früh morgens durchs Tal hallen und ungebremste Freude über neu gefallene Schneemassen zum Ausdruck bringen, sprechen eine eigene Sprache und die Aktzeptanz für amtliche Nachrichtenwahrheiten sinkt in diesen Momenten stark.

Heute morgen habe ich – nach dem üblichen Schneeschaufeln – wieder mal in die Nachrichtenwelt geschaut. Die „Welt“ erregt da immer meine erste Aufmerksamkeit, weil ich bei diesem konservativen Blatt oft interessante Dinge finde – wie auch heute.

Dass Deutschland heute besser dasteht als vor zehn Jahren, verdankt es vor allem den eigentlich schwächeren Schülern und den Kindern von Migranten. Die Abstände im Kompetenzniveau zwischen Angehörigen höherer und niedrigerer sozialer Schichten haben sich reduziert. Und zwar nicht, weil die Kinder aus Akademikerhaushalten schlechter geworden wären, sondern weil die übrigen besser geworden sind. Der Abstand ist zwar nach wie vor eklatant, Chancengerechtigkeit bleibt die vorderdringlichste Aufgabe. Doch stimmt die Tendenz hoffnungsvoll.

Da haben die Aussortierten ja mal richtig zugelegt….und damit die Sarrazinaden des Sommers widerlegt. Das ließe natürlich große Hoffnung aufkeimen – der besser gebildete Nachwuchs könnte uns ja bei einem sehr gravierenden gesellschaftlichen Problem helfen: dem Fachkräftemangel.

Der jedoch löst sich – jedenfalls in der Welt – pünktlich zur Pisa-Studie in Luft auf:

Deutschland fehlen angeblich Tausende Fachkräfte. Dabei suchen viele verzweifelt einen Job – und scheitern am Perfektionismus der Firmen.

Die Firmen suchen die eierlegende Wollmilchsau, die schon immer der Liebling der Personalchefs war. Aber so langsam kommen Nachrichten und Wirklichkeit wieder zusammen – jedenfalls in meinem kleinen Eifeltal. Nach wie vor kann man die Behauptung nicht widerlegen,  das die Grundschule im Nachbarort nach Einkommen aussortiert (was zum Ende des vierten Schuljahres zu steigendem Umsatz in der Luxusklamottenbranche führt, um das Kind gymnasialfähig zu halten), nach wie vor ist es in Ordnung, das fünfzigjähre Ingenieure keine Arbeit finden – liegt am System, nicht an der Person, da braucht man nicht zu verzweifeln.

Nun warte ich nur noch auf die Nachricht, das die Klimakatastrophe auch offiziell im Papierkorb gelandet ist – was Schade wäre. So ein bischen Erderwärmung täte uns hier vor Ort gerade ganz gut. Plus zwei Grad wäre schon ganz Klasse.  Wenn ich mir allerdings die Dynamik in Cancun anschaue (soll ja einen schönen Badestrand haben, das Dorf), dann gehe ich nicht davon aus, das die Regierungsvertreter das Problem „Klimawandel“ sonderlich ernst nehmen. Man traut sich wohl nur noch nicht so ganz, zuzugeben, das das auch ein großer Joke war, weil man mit diesem Mythos gerade wieder viel Geld machen kann. Und ohne diesen Mythos wäre man jetzt im eingeschneiten Deutschland anstatt in Cancun am Strand, wo man mit Temperaturen bis 28 Grad rechnen kann. Kein Wunder, das die nicht in der Eifel tagen … wäre gerade eine ganz schlechte Kulisse für Mythen über die globale Erwärmung.

Nun – wenigstens hat man jetzt diesen Wikileaks-Hauptquerulanten gefaßt. Das ist schon mal ein Fortschritt. Der hat mit seinen Veröffentlichungen ja die ganze fein staatsbürgerliche verantwortlich handelnde Medienwelt durcheinandergebracht, in dem er Notizen aus der politischen Wirklichkeit veröffentlichte. Wenn der erstmal weg ist, dann können sich die honorierten Medien wieder voll und ganz darauf konzentrieren, endlich wieder eine gemeinsame Wahrheit zu formulieren, die allen – und vor allem der Wirtschaft – nützt und Freude bereitet.

Wer nicht an die Klimalüge glaubt, wird getötet !

So sehen es jedenfalls O2 und Sony, offizielle Sponsoren des folgenden Videos:

Und nein, damit soll kein Druck auf Kinder ausgeübt werden. Bleibt nur, Sony Produkte zu meiden -eh nicht schwer, weil deren gute Zeiten längst vorbei sind, und die Verträge mit O2 zu kündigen – sofern überhaupt noch ein denkender Mensch nach deren peinlicher Werbung einen Vertrag mit denen hat.

via Schall und Rauch

Moderne Mythen: über Gymnasium, Aids, Klimawandel und unabhängige Wissenschaft

Nicht alle modernen Mythen habe etwas phantastisches an sich. Manche sind ganz harmlos. Zum Beispiel der Mythos von der Eliteschulform Gymnasium.

Nicht nur die Generation Doof weiß ein Lied davon zu singen, wie dort vollprofessionell freizeitorientierte Gelegenheitslehrer die Durchfallquote stabil halten, um im verordneten Soll zu bleiben, nein, auch die Chefs der Pisastudie scheinen gemerkt zu haben, wie unglaublich sinnlos mitlerweile das Gymnasium geworden ist.

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/deutschlands-schlechteste-schule/

Tja, Deutschlands schlechteste Schule. Das Gymnasium … ein Witz der Geschichte, und trotzdem immer noch aktuell, weil wir ja in Deutschland leben und dort die Bescheinigung wichtiger ist als die Befähigung.

Arbeitgeber und Universität ärgern sich dumm und dämlich, aber Hauptsache, man kann sich während des Unterrichts von der letzten Safari erholen.

Kritischer wird es, wenn man sich den modernen Krankheitsmythen zuwendet, denn dort geht es um Leben und Tod.

Vogelgrippe, Schweinegrippe, kranke Katzen und was es nicht schon alles gegeben hat…. und vor allen Dingen noch geben wird.

Das es da noch einiges geben wird, zeigt ein kleiner Blick in die Seite der wissenschaftlichen AIDS-Kritik, der ich mich selbstverständlich nicht anschließe, um nicht öffentlich verbrannt zu werden.

Mir fehlen zwar die Leichenberge, die prognostiziert waren und als Laie finde ich manche Sentenzen der Kritk ohne weiteres nachvollziehbar … jedoch würde ich den Teufel tun und AIDS als modernen Mythos bezeichnen, obwohl er einer ist, wenn die Kritik recht behält:

http://aids-kritik.de/

Ich möchte die Seite jedoch nur zitieren, um ein Zitat daraus verwenden zu können, das ich für sehr wichtig halte:

Milliarden werden jährlich in eine Forschung gesteckt, deren grundsätzliche Annahmen niemals wissenschaftlich gesichert wurden. Und die Menschen, die von dieser „AIDS-Industrie“ gut leben oder gar abhängig arbeiten, tun sich immer schwerer, sich auch nur vorzustellen, daß ihre Arbeit möglicherweise völlig unsinnig ist. Was würde das auch für ihre eigenen Karrieren bedeuten, was würde der Pharma-Industrie drohen, wenn dieser Skandal bekannt wird, was für ein Licht wirft dieser unglaubliche Vorgang auf unsere moderne Wissenschaft allgemein…?

Was nun für diese „Aids“-Industrie gilt, gilt für alle anderen wissenschaftlichen Bereiche genauso …
wenn erstmal der Zug der Finanzierung rollt, springt keiner mehr ab.

Und dahin ist der Mythos wissenschaftlicher Unabhängigkeit. Da geht es knallhart um die Verteidigung von Fleischtöpfen und nicht um das Wohl der Menschen.

Darum wird es auch in Zukunft noch mehr tolle Medienseuchen geben, denn für jede Seuche gibt es Forschungsgelder, tolle Kongresse im Ausland und gut bezahlte Jobs in der industriellen Pharmaforschung.

Außerdem verkaufen sich die Zeitungen besser als wenn man schreiben würde: diese Woche war nichts los und deshalb bringen wir nun einige lustige Tierportraits.

Klimawandel ist ja auch so ein moderner Mythos. Beziehungsweise so ein Industrie, die sich selbst nie bremsen könnte, weil sie sonst den finanziellen Ast absägen würde, auf dem sie sitzt.

Ich möchte hier im übrigen nicht darüber diskutieren, ob es den Klimawandel gibt oder nicht oder ob es Aids gibt oder nicht, wer das will, ist bei den beteiligten Wissenschaftlern besser aufgehoben.

Das es die Schweinegrippe nicht gibt, das war mir klar.

Zum Klimawandel gibt´s hier was:

http://www.klimanotizen.de/

oder hier:

http://www.konrad-fischer-info.de/7argus.htm

Streitet euch mit denen, mir ist momentan zu kalt dafür. Mittelmeertemperaturen, von wegen … na ja, in Ägypten schneits ja inzwischen auch manchmal.

Klimawandel

Man hört und liest es allerorten; vor einigen Jahren noch nur die verrückte Theorie einiger Spinner aus dem Elfenbeinturm und Umweltaktivisten; dann eine sehr ernstzunehmende Bedrohung der Erde bzw. der Menschheit.

Heute mehren sich erneut die Stimmen der Kritiker, die sagen: „Alles nicht so schlimm, zuviel Panikmache!!“

Wem also glauben..?

Fakt ist: es gibt den Klimawandel, denn er ist sozusagen der natürliche Lauf der Welt.

Fakt ist auch, das der Mensch an sich spätestens seit dem ersten „künstlichen“ Feuer irgendwann in der Steinzeit an den direkten und indirekten Auswirkungen auf das (Welt)Klima beteiligt.

Wir greifen nach wie vor in die Natur ein – Flußläufe werden verändert, Seen trockengelegt oder künstlich geschaffen, Berge abgetragen und aufgeschüttet, Meere miteinander verbunden, Wälder gerodet, etc. pp.

Das alles hat erwiesenermaßen Auswirkungen und nicht erst seit der Chaostheorie beginnt man zu begreifen, das auch kleinste Eingriffe, Veränderungen große Wirkung haben können.

Diese Wirkung mag am Ende positiv sein, denn manche Forscher sind der Meinung, durch die globale Erwärmung würde die nächste Eiszeit verschoben werden.
Gleichzeitig breiten sich aber auch die Wüsten aus, Trockenperioden dauern länger an, Wasser wird hier und da knapp, Ernten verdorren und Waldbrände sind an der Tagesordnung.

Sicherlich wird im Namen des Klimaschutzes auch viel Blödsinn gemacht – Stichwort „Umweltzonen“ – aber ganz generell sollten wir uns wenn nicht für die jetzige Generation dann für zukünftige Generationen – unsere Kiner, Enkel, Urenkel – Gedanken darpber machen, was wir ihnen als tatsächliche Last aufbürden.

Geld ist nur ein Tauschmittel, aber die „Währung“ Erde ist derzeit noch einmalig, soweit wir wissen.

726 worte über co² und das icpp

toter baum

es ist ein heißer sommer. ein verdammt heißer. und das ist auch gut so. denn: es war ein kalter winter. ein verdammt kalter. ein winter, der so kalt war, das die straßenmeistereien aufgrund des ewig langen, kalten winters… irgendwann kein streusalz mehr hatten und allerorts – in politik und wirtschaft – betont wurde, das dieser engpaß aufgrund der langanhaltenden kälteperiode zu stande kam. (was ausnahmsweise auch nachvollziehbar, da am eigenen leibe zu erspüren, war.)

nun… das stimmt aber alles gar nicht. der winter war nur so lang und kalt, weil wir ihn als lang und kalt empfunden haben. in wirklichkeit… war es verdammt warm und das liegt an der erderwärmung! denn dadurch, das die sommer so heiß sind, kommen und die winter nur kalt vor! aha.

bevor ihr jetzt denkt, hier schreibt ein schwachsinniger – ich gebe hier nur wieder, was uns professor leggewie, in einem interview im magazin „fluter“, der bundeszentrale für politische bildung, kundtut.

im regelfalle mag ich die sachen von diesem verein. ungekrönt die artikel über flugscheibenufos und die nwo… aber hier… vergallopieren sie sich zumindest insofern, als das hier – zum thema co² einfach vieles in den raum gestellt und nichts, aber auch gar nichts wirklich erläutert wird.

intressant ist zum einen, das prof. legewie nur noch von klimawandel und nicht mehr von erderwärmung spricht. gleichzeitig wird klargestellt, das die himmalya gletscher erst im jahre 2350 abgeschmolzen seien, und nicht 2035… wie es zuerst hieß. dies sei lediglich ein zahlendreher gewesen. hmmtja, lediglich ein zahlendreher. damit könnte ich leben.

zum anderen fällt mir jedoch auf, das ein mensch, der unzählige bücher und artikel veröffentlicht hat, sich nicht in der lage sieht, mir zu erklären wieso co² eigentlich die erde erwärmt und wieso die damen und herren wissenschaftler darauf kommen, das die erde sich um so und soviel grad erwärmt und das dies dann diese und jede folge hat. denn er sagt ohne zahlendreher und unmißverständlich:

die meisten daten des ipcc sind nicht nur valide, sondern – wo wir vergangene prognosen schon mit aktuellen messungen abgleichen können – untertrieben. das kein klimawandelleugner bestreiten.

doch – ein paar absätze vorher hieß es:

hinter der 2 grad leitplanke stecken immense rechenoperationen (…) die verstehen weder entscheidungseliten noch normale bürger. daher müssen sie darauf vertrauen, was die wissenschaft ihnen rät (…)

und da geht das los mit dem, womit ich nicht leben kann. ich sag das mal so, professor leggewie: in den guten alten tagen hätte ich jemandem, dem ich einfach vertrauen soll und der mir (hintenrum) sagt, ich sei zu dämlich zu kapieren, was er meint… einfach rechts und links einen auf die glocke gegeben und fertig. gut. aus dem alter bin ich raus, deshalb machen wir das mal anders und lesen mal das hier:

Politiker berufen sich bei der Begründung der Klimakatastrophen-Hypothese auf das “Intergovernmental Panel on Climate Change” (IPCC), welches ein Appendix der UNO ist. Das IPCC hat sich selbst zum Welt-Klimarat erhoben und fordert, daß Definitionen und Ergebnisse seiner Untersuchungen zum Global-Klima als endgültig und unveränderlich weltweit akzeptiert werden. Für die zu liefernden Berichte des IPCC ist kein Kontrollorgan zugelassen. quelle

und addieren hierzu noch den vertrauensanspruch, den sie da erheben… das endet dann in dem ergebnis, das ich ich kein vertrauen mehr habe in sie, ihr tolles ipcc und ihre schweinegrippefreunde von der uno. so sieht´s aus.

setze ich dann noch einen drauf, und überlege mir, das dieser planet schon eiszeiten und was weiß ich hinter sich hat, und das die wetteraufzeichnungen auf die sie sich berufen von trapper john im arizona des 19.jahrhunderts mit dem quecksilberthermometer gemacht wurden…. da kommen mir doch so langsam mehr als berechtigte zweifel an ihrem erderwärmungsgelabere mit dazugehörigem katatrophenszenario.

vielleicht lande ich sogar an dem punkt, das ich mich frage, ob dieses ganze co² geschwalle nicht einfach nur ein ersatz ist für die angst vor´m warschauer pakt, vor´ m atomkrieg, vor´m sauren regen, vor aids, terroristen und was weiß ich nicht noch alles.

und das… ist das einzig traurige an der geschichte: mit ihrem universalanspruch, herr professor, torpedieren sie das, was eigentlich gut wäre. den gedanken des umweltschutzes um der umwelt willen, die wir unseren nachfahren hinterlassen sollten, als gäbe es nur diese eine. aber solange leute wie sie und ihre un-spießgesellen mir etwas vordenken wollen, was sie mir nicht erklären können (s. wie vor!) und vorschreiben, wie ich zu leben habe… werde ich meinen partikelfilter nicht reparieren lassen.

in diesem sinne
mit aufrichtig zornigen grüßen
dreckscheuder

fotos: 2, sxc.hu

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