Karl Lauterbach

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Roger Willemsen im Gespräch mit Karl Lagerfeld – lit.COLOGNE 2012

Mit Dank an Herrn Langemann für den Tip

Roger Willemsen sprang 2012 auf der lit.COLOGNE als Interviewer spontan ein, weil Lagerfeld Elke Heidenreich als Gesprächspartnerin ablehnte. In der Presse kam das Gespräch damals sehr gut an, beide sehr belesen haben sich die Buchtitel nur so um die Ohren gehauen. Ein kurzweiliges Vergnügen.

Sicherlich kein gewöhnliches Gespräch, da man das aber auch weder von Lagerfeld noch Willemsen sagen kann, überrascht dies jedoch nicht wirklich. Es zeigte sich, dass dieser Audiomitschnitt viel gesucht aber nirgends gefunden werden konnte. Selbst Willemsen meinte, später noch bei Harald Schmidt in der Sendung befragt, dass er es bedauere, keinerlei Aufzeichnung davon zu haben. Nun hier ist sie. Willemsen starb im Februar 2016 mit 60 Jahren, Lagerfeld im Februar 2019 mit 85 Jahren, beide an Krebs.

Beide waren viel zu intelligent, um sich ihrer Wirkung auf die Zuhörer in jenem Rahmen nicht bewusst zu sein, man spürt aber ihre Freude und ihren Enthusiasmus im weiteren Verlauf deutlich, hier haben sich zwei Seelen gefunden, die sich gegenseitig erfreuten und pushten und ich bin sicher, sie haben sich im Jenseits für eine Fortsetzung jenseits aller Kritiker getroffen.

Lauterbachs Schlappe-Nudel-Tweets | „Russenpeitsche“ = Beleidigung? | Bonus garantiert? | 451 Grad

Ho, ho, ho! Väterchen Frost ist hier und schwingt kurz vor dem Jolkafest die Russen-Peitsche. Je artiger ihr wart, desto schöner werden die Geschenke. Ob unartige Lausbuben wie Christian Ehrlich, Karl Lauterbach und der ganze Thyssenkrupp-Vorstand etwas bekommen, muss sich zeigen.

Doch sie bekommen etwas! Allerdings sind unsere Geschenke eher zweckmäßig. Würde man es mit einer Metapher ausdrücken wollen, dann ist es eher was zum Anziehen als ein neues Spielzeug. Christian Ehrlich beispielsweise bekommt von uns eine Nachhilfestunde in #Ökonomie geschenkt. Warum er die nötig hat? Na ja. Er hat in der Sendung Volle Kanne schmackhafte klimafreundliche Plätzchen gebacken. Das klingt erst mal nachhaltig und besinnlich. Es war wie in der berühmten Weihnachtsbäckerei. Doch jetzt kommt es. Der Frechdachs benutzte dafür Zutaten wie Kokosmehl und Erdnussbutter. Auch wenn wir aus dem Märchenwald kommen, hinterm Mond leben wir noch nicht und wissen, dass diese Nahrungsmittel weder menschen- noch klimafreundlich hergestellt werden.

Ein leuchtend rotes Feuerwehrauto samt Sirenenton und ausfahrbarer Leiter stand beim kleinen Karl ganz oben auf dem Wunschzettel. Aber wir fürchten, auch er sollte sich lieber noch mal mit der Potenzproblematik auseinandersetzen, anstatt nur mit seinen Autos herumzuspielen. Er behauptet schließlich, dass das Coronavirus zu #Potenzproblemen führen könne. Dabei sagen andere Quellen genau das Gegenteil. Corona-Infizierte könnten eine länger anhaltende Erektion haben. Wir wissen nicht mehr, was wir noch glauben sollen, und lassen unsere Unsicherheit direkt an Karl Lauterbach aus. Hier! Viel Spaß mit einem kaputten Wäscheständer.

So. Wen haben wir denn da? Der gesamte Vorstand von #Thyssenkrupp sitzt auf unserem Schoß und grapscht mit seinen kleinen klebrigen Fingern schon gierig nach dem Geschenkesack. Aber wir müssen euch enttäuschen. Der Beutel ist leider schon komplett leer. Und selbst wenn er randvoll mit den schönsten, tollsten und teuersten Geschenken wäre, würden wir euch nichts geben! Schließlich habt ihr dieses Jahr mehr genommen als gegeben, und so jemanden nennt man bei uns im russischen Märchenwald einen Zhadnaya zadnitsa. Jetzt geht euch schämen und genießt eure selbst-ausgezahlten 700.000 Euro Festgehalt, während eure Mitarbeiter in Kurzarbeit sind und das Unternehmen mittlerweile 5,6 Milliarden Euro Miese gemacht hat.

Wir für unseren Teil sind fertig mit der Bescherung und ziehen weiter. Da draußen gibt es viele Menschen, die es wirklich verdient haben, reich beschenkt zu werden. Ach, guckt mal. Da kommen auf den letzten Drücker ja noch Olaf Scholz und Friedrich Merz angelaufen. Und wie aufgeregt sie aussehen. Funkelnde Augen und ganz rote Bäckchen haben sie. Herzallerliebst. Ist uns aber egal. Wir haben Besseres zu tun, als uns von den beiden Jungs aufhalten zu lassen. Also, seid gute Menschen, sonst gibt es für euch auch solche Geschenke wie für unsere heutigen Kandidaten aus der Sendung. Wollt ihr das?

Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen

So seltsam es klingt – wenn die Corona-Krise einen Gewinner hat, dann ist es Karl Lauterbach. Vor Beginn der Pandemie schien Lauterbachs politische Karriere am Ende zu sein. Heute ist der SPD-Politiker, der von seinen Genossen passenderweise früher schon „Karlchen Überall“ genannt wurde, in den Talkshows und als Zitatgeber omnipräsent. Dabei hat Lauterbach die Rolle des obersten Hardliners in Sachen Lockdown eingenommen. In seinem näselnden rheinländischen Singsang kritisiert er jede noch so kleine Lockerung, mahnt, warnt und sät dabei vor allem Angst. Kollateralschäden nimmt er dabei gern in Kauf. Es ist jedoch anzunehmen, dass es Lauterbach dabei weniger um die Volksgesundheit, dafür aber mehr um seine eigene politische Karriere geht.

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