Jimmy Savile

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Das Schweigen hinter Marc Dutroux und Jimmy Savile

27 tote Zeugen, dubiose Selbstmorde, Widersprüche bei den Ermittlungen. Die Kinderschänder Marc Dutroux (Belgien) und Jimmy Savile (BBC-Popikone, Großbritannien) waren Monster – und konnten jahrelang ungehindert agieren. Es gab Mitwisser und Hintermänner. Beide Fälle wurden nicht ausreichend aufgearbeitet. Zudem lassen Dutroux und Savile auf Strukturen im Kinderhandel und sexuellen Missbrauch schließen, die noch immer existieren und bis in elitäre Kreise hineinreichen.

Quelle 1: BBC Newsnight
Quelle 2: YouTube// euronews (deutsch)
Quelle 3: YouTube // faz
Quelle 4: ZDF
Quelle 5: BBC1
Quelle 6: YouTube // nickatic
Quelle 7: ITV News
Quelle 8: BBC Two
Quelle 9: BBC
Quelle 10: ITV
Quelle 11: Einsfestival
Quelle 12: BBC Newsnight
Quelle 13: BBC One
Quelle 14: BBC One
Quelle 15: CNBC

Rotherham, Kindesmissbauch, Muslime und … Weltpolitik

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Donnerstag, 28.8.2014. Eifel. Es gibt Themen, zu denen habe ich keinen Zugang. Kindesmissbrauch, zum Beispiel. Der Begriff „Kind“ und der Begriff „Sexualität“ sind in meinem Hirn soweit getrennt wie die Begriffe „heiße Herdplatte“ und „Hand drauflegen“. Ähnlich gelagert war bei mir das Thema Vergewaltigung – es funktionierte nicht unter der Rubrik „Sexualität“, verstanden habe ich diese Handlungen erst, als ich sie unter der Rubrik „Macht“ abgespeichert habe, „Macht“ mit Querverbindung zu vernichtender Gewalt.

Ebenso habe ich Probleme mit dem Begriff „Islam“ oder „Moslem“. Für mich durchaus positiv besetzte Begriffe. Eingeführt in den Islam wurde ich durch eine überzeugte muslimische Psychiaterin einer deutschen Universitätsklinik, ihren Alltag erlebte ich bei Sufitänzen in moslemischen Zentren und ihre Zivilisationskritik teilen westliche Intelektuelle seit Jahrzehnten – ist ja auch nicht schwer, angesichts der Trümmer und Leichen, die diese Kultur weltweit hinterläßt … da hilft auch nicht das Mantra der Kanzlerin („Deutschland geht es gut“), um diese Tatsachen zu verdrängen, auch wenn Deutsche Mantren mögen („Wir marschieren zum ENDSIEG“ – war auch mal eins).

Obwohl ich dem Islam als einer hochethischen Religionsform sehr positiv gegenüberstehe, kann ich nicht umhin, gewissen Forderungen deutscher Politiker mit deutlicher Skepsis zu begegnen – wie zum Beispiel der Forderung des Sigmar Gabriel, mehr Muslime in öffentliche Ämter zu holen. Die Forderungen muten seltsam an, die Formulierungen sind haarsträubend (siehe: der Westen):

In Deutschland müssten nach Meinung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wesentlich mehr Muslime öffentliche Funktionen bekleiden. Es fehlten muslimische Richter, Staatsanwälte, Polizisten, Schulleiter. „Ich glaube, dass wir daran arbeiten müssen, Menschen Mut zu machen, sich sozusagen auch diesen Teil der deutschen Gesellschaft zu erobern“, sagte Gabriel am Mittwochabend beim Fastenbrechen in einer Kölner Moschee. 

Eine Religion aufzufordern, sich Teile des Staates zu erobern, klingt äußerst fremd in meinen Ohren. Wann werden praktizierende Esoteriker eingeladen, in die Verwaltung einzuziehen, wann Heiden und Schamanen? Auch hiervon gibt es in Deutschland eine Menge. Wann werden Christen und Atheisten aufgefordert, sich ihren Brocken Staat zu erobern? Seit wann qualifiziert eine Form der Religionsausübung zu einer öffentlichen Funktion?

Nun ja – wir haben es hier mit Politikern auf der Jagd nach Wählerstimmen zu tun … und sie reden hier mit den falschen „Kunden“. Die Moslems, die wir in der Eifel haben, sind sehr religiöse Menschen: kein Fernsehen, kein Fleisch, kein Konsumterror – es sind Menschen, von denen man sich wünscht, es würde mehr von ihnen geben, da sie den Ressourcen dieses Planeten gut tun.

Nun – von diesen Aspekten erfährt man in den Medien wenig, hier ist Religion seit 13 Jahren Feindbild – besonders die muslimische Form der Religion. Gut, es wird mokiert, dass sie kein gutes Bild von unserer Kultur haben – doch das kenne ich von Iranern seit der frühen Studienzeit: „Deutsche Frauen sind Huren“ – hieß es Anfang der achtziger Jahre …. und die Herren benutzten sie auch so. Waren allerdings keine sonderlich gläubigen Muslime, sondern Jungs mit dem Hauptberuf „Sohn“.

Was die Medien uns predigen, ist die Mär von einer rückständigen, barbarischen Sekte, die nicht zu kontrollieren ist und ausgerottet gehört. Ausgerottet? Ja – für die „Terrormilizen“ gibt es keinen Platz im 21. Jahrhundert – das meint wenigsten Präsident Obama, der mächtigste Mann der Welt (siehe Spiegel). Mir wird bei solchen Formulierungen sehr mulmig – lese ich doch mehr als nur die amtlich abgesegneten Medien. In den USA selbst zum Beispiel finden wir die „Current News„, die ein wunderschönes Foto von John McCain im engen Schulterschluss mit den „Terrormilizen“ zeigen – zu einer Zeit, als man die noch gegen Syrien einsetzen konnte. Damals hießen sie noch „Rebellen“ – und nicht „Terrormilizen“ … man muss hier fein differenzieren.

John McCain? Ja, genau der McCain, der davon ausging, dass der arabische Frühling bald auch China erreicht (siehe Standard) und der ebenfalls in Kiew auf dem Maidan auftrat (siehe Tagesschau) – bevor der Krieg ausbrach, der immer mehr Weltkrieg wird.

Darf man in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass augenscheinlich auch Osama bin Laden in den Diensten der Geheimdienste stand – bis zum 11.9.2001 (siehe Hintergrund)?

Man muss sich diese Verwicklungen vor Augen halten, wenn man sich nun einem Thema widmet, dass gerade Großbritannien aufwühlt: die unglaubliche Geschichte von sexuellem Missbrauch von 1400 Kindern in der Stadt nordenglischen Stadt.Rotherham (siehe Spiegel). Eine reißerische Geschichte – die allerdings uralt ist. Wir finden sie schon im Tagesspiegel aus dem Jahre 2011:

Zwar sind 80 Prozent der Sexualstraftäter in den Gefängnissen weiße Briten, aber nun sind die Zeitungen voll von Berichten über organisierte Banden von pakistanischstämmigen Muslimen, die weiße Mädchen systematisch als „Sexsklaven“ heranziehen. Nach Berichten der „Times“ wissen Polizei und Behörden schon lange von diesen „systematischen Misshandlungen“, unternahmen aber nichts – aus Furcht, Rechtsextremisten in die Hände zu spielen.

Diese Furcht vor den Rechtsextremisten scheint wohl auch die Zeit dazu animiert zu haben, den Hinweis auf Abstammung und Religionszugehörigkeit zu vermeiden und den Blick auf einen anderen Aspekt zu lenken (siehe Zeit):

In etwa einem Drittel der Fälle seien die Opfer bereits bei Kinderschutzeinrichtungen bekannt gewesen. Die Polizei der nordenglischen Region South Yorkshire habe den Ermittlungen keine Priorität eingeräumt und „viele der Kinder, die Opfer waren, mit Verachtung betrachtet“, sagte Jay.

Der Stern verdeutlicht dieses Versagen noch weiter:

Zwischen 2002 und 2006 habe es bereits drei Untersuchungen gegeben, die „in der Beschreibung der Lage in Rotherham nicht klarer hätten sein können“. Sie seien aktiv zurückgehalten oder ignoriert worden. „Das Versagen der örtlichen Behörden, das der Bericht bloßgestellt hat, ist erschreckend“, sagte der Regierungssprecher in London.

Nahezu wortgleiche Artikel findet man im Handelsblatt oder in der FAZ

Das Versagen der Behörden wird zum Hauptthema, vergessen wird, dass es sich hier um systematischen, ritualisierten Missbrauch handelt, der mehr als nur eine Stadt betraf (siehe BBC):

Rotherham was not the only community in the North and the Midlands to have uncovered such abuse. There have also been arrests or prosecutions of groups of men in 11 towns and cities, including Oldham, Rochdale and Derby.

Wo laufen wir jetzt hin mit unserer Mistgabel? Muslime jagen? Oder lieber die englische Verwaltung?

Halten Sie bitte noch einmal ein wenig inne – und legen Sie die Fackel erstmal wieder weg. Wir sind noch nicht fertig mit der Erarbeitung aller Facetten, die zur Urteilsfindung nötig sind. Lassen Sie uns erstmal zwei weitere Begriffe betrachten: „Kindesmissbrauch“ und „Großbritannien“. Hierzu gibt es auch Informationen, die überhaupt nichts mit dem Thema „Islam“ zu tun haben (siehe Tagesanzeiger):

Kein Tag scheint diesen Sommer zu vergehen, an dem nicht neue, schockierende Nachrichten über Kinderpornografie und den Missbrauch von Minderjährigen an die Öffentlichkeit kommen in Grossbritannien. Kürzlich erst hat die Polizei nach einem landesweiten Grosseinsatz die Verhaftung von 660 Personen gemeldet. Lehrer, Ärzte, Sozialarbeiter und ehemalige Polizeibeamte sind darunter, von denen einige bereits in Untersuchungshaft sitzen. 10’000 Namen insgesamt will die Polizei – einem Bericht der Londoner «Times» zufolge – auf ihrer Pädophilen-Liste haben.

Wir erfahren in dem Artikel noch mehr – Geschichten über eine 80-jährige Richterin, die den Opfern nicht wohlgesonnen ist, verschwundene Beweise gegen hochrangige Politiker … der Fall scheint einen anderen Geschmack zu bekommen. Erinnern Sie sich an den Fall Marc Dutroux? Ja, genau, der „Einzeltäter“, der immer behauptete, nur Zulieferer für einen Pädophilenring in höchsten Kreisen zu sein. Eine völlig unglaubwürdige Geschichte, gegen die viele Fachleute Sturm gelaufen sind. Man würde ihr auch nicht weiter nachgehen brauchen, wenn nicht … ja, wenn nicht das ZDF auf eine kleine Seltsamkeit hingewiesen hätte: in der Dokumentation „Marc Dutroux und die Kinderschänder“ vom 30. Januar 2001 werden 27 Todesfälle von Zeugen beschrieben, die in dem Prozess gegen Dutroux aussagen sollten – die Aufklärungsgruppe Krodokil hat den Fall Dutroux samt der Merkwürdigkeiten in einer umfangreichen Arbeit dokumentiert, in der man auch einiges über diese Todesfälle nachlesen kann.

Im Zusammenhang mit dem Artikel vom Tagesanzeiger erkennt man beunruhigende Paralellen im Umgang der Behörden mit systematischem und ritualisierten Kindesmissbrauch. Doch damit nicht genug: neben Großbritannien und Belgien hatte auch Portugal seinen Missbrauchsskandal (siehe Süddeutsche Zeitung):

Nach einem Marathon-Prozess spricht ein Gericht in Lissabon die Urteile gegen einen Pädophilenring: Bis zu 18 Jahre müssen dessen Mitglieder hinter Gitter – Politiker und Fernsehstars sollen jahrelang in einem Kinderheim missbraucht haben.

Fernsehstars? Da war doch was?

Natürlich – wieder zurück nach Großbritannien, wo neben Gary Glitter (siehe Spiegel) und Rolf Harris (siehe Spiegel) vor allem Jimmy Savile im Kinderschändergedächtnis geblieben ist (siehe FAZ):

Seine Opfer waren zwischen fünf und fünfundsiebzig Jahre alt. Die Vorwürfe reichen von anstößigen Bemerkungen bis hin zu drei Vergewaltigungen. Savile, der 2011 im Alter von 84 Jahren starb, soll sogar Tote geschändet und die Glasaugen von Toten als Ringe getragen haben.

Tote schänden, Leichenteile tragen? Wo kommen wir denn da hin? Richtig – weg vom Islam, hin zum rituellen Kindesmissbrauch im Satanismus, den es – folgen wir den Einträgen bei Wikipedia zur „rituellen Gewalt“ eigentlich gar nicht gibt. Außer natürlich in Rotherham – oder ist der systematische Missbrauch nicht-muslimischer Mädchen durch eine große, weit verzweigte „pakistanische“ Bande etwa nicht rituell? Nun – das hängt immer von der Definition ab – aber mir fallen ein paar dazu ein, die funktionieren würden – gerade im Bezug auf die „Heiligkeit“ der muslimischen Mädchen und die „Abartigkeit“ der westlichen Kinder, die abgestraft werden mußten (siehe Wikipedia):

Rituelle Gewalt ist eine Form der organisierten Gewalt. Sie wird in Gruppierungen ausgeübt, die ihre Handlungen in ein Glaubenssystem einbetten oder ein Glaubenssystem vortäuschen.

Richtig – wir sind jetzt voll im antiislamischen Fahrwasser. Doch bevor wir mit Feuer und Mistgabel die nächste Dönerbude niederbrennen, sollten wir vielleicht kurz innehalten. Sicher – wir kommen hier in Bereiche der verbotenen politischen Wahrheitstheorien (von der Täterseite her gerne als „Verschwörungstheorien“ verharmlost), plötzlich fällt uns auch der Bohemian Grove auf, ein weiterer Tummelplatz der politischen, wirtschaftlichen und medialen Elite, die dort lustig kostümiert vor einer Eulenstatue (unter anderem das Symbol der kinderfressenden Göttin Lillith) Brandopfer von Kindern simuliert – Themen, die der sensationshungrige Main-Stream in den Medien nicht weiter untersuchen möchte … seltsamerweise.

Und ja: es gibt Gerüchte, das George Bush, sein potentieller Nachfolger McCain und Obama dort im Jahre 2008 zusammentrafen – aber es sind wirklich nur Gerüchte.

Sie merken vielleicht: ich möchte die Dönerbude vor dem impulsiven Niederbrennen schützen – und lieber erstmal zum Nachdenken anregen.

In das abartige Denken von Kinderschändern kann ich mich – wie anfangs geschildert – noch nicht mal bruchstückhaft hineindenken. Aber das Thema Macht – das ist leichter zu begreifen.

Tja – Pakistan. Der große Verbündete der USA im Kampf gegen den Terror, einzige „islamische“ Atommacht, deren Geheimdienst scheinbar in die Finanzierung eines der Attentäter von nine-eleven verstrickt war (siehe Dawn – eine weit verbreitete englischsprachige Zeitung in Pakistan). Kann es sein, dass man da als Verschwörer schnell Freunde findet – aus alter Gewohnheit heraus?

Oh weih – jetzt bewegen wir uns schon wieder in den Bereichen „verbotenen“ Denkens, jenes Denkens, das vermutet dass Plan und Absicht hinter politischen Taten stecken – anstatt Würfel und Roulette.

Ein John McCain in Rotherham, der eine pakistanische Bande zu unglaublichen sexuellen Exzessen anstachelt? Nun – sicher nicht er selbst … aber „interessierte Kreise“, die Zwietracht und Hass säen wollen – wie in Syrien, im Irak, Libyen, in Ägypten, in China, Russland und der Ukraine?

Braucht man nicht eine gewisse „Stimmung“, um dafür zu sorgen, das für Muslime im 21. Jahrhundert kein Platz mehr ist? Braucht man dafür nicht die Mitarbeit breiter Bevölkerungskreise? Ließe sich das duldsame Verhalten der britischen Behörden in dieser äußerst ekelerregenden Angelegenheit nicht auch ganz anders erklären … und sei es nur mit dem geflüsterten Hinweis, dass alle Berichte über „sexuellen Missbrauch im Köngreich ihrer Majestät“ einem großen Tabu unterliegen? Einem Tabu, dessen Bruch tödliche Folgen wie in Belgien haben kann?

Von kriegstreibenden Kreisen instrumentalisierte Moslems – mit politischem Druck in die deutsche Verwaltung gebracht – können gesellschaftliche Gefüge schon ziemlich auseinandertreiben.

Ein Horrogemälde?

Sicher.

Es geht aber bei der Wahrheitsfindung nicht darum, dass nur das wahr zu sein hat, was der Bundeskanzlerin bei der Steuerung der Bevölkerung nützt. Als demokratische Zivilgesellschaft sollten wir – erst recht nach den real vorhandenen folgenreichen Manipulationen der letzten Jahre – gelegentlich mal die Pfade des „erlaubten Denkens“ verlassen.

Dazu gehört auch, dass sich die Berichte in Deutschland auf die schottische Professorin Alexis Jay zurückgehen … kurz vor einer Abstimmung über Schottlands Selbständigkeit – was ganz andere mögliche Hintergründe der Geschichte aufzeigen kann.

Wohin also nun mit Fackel und Mistgabel, aufgeputscht, wie wir gerade sind?

In den Keller, wo sie keinen Unfug anrichten können. Jedenfalls solange, bis uns klar wird, wer warum welche Information wo und wann zu welchem Zwecke veröffentlicht – und wie wahr diese Informationen eigentlich sind.

Und wer jetzt die Verschwörungstheorie formuliert, dass der Gabriel Al Kaida (oder andere, vom CIA missbrauchte Idealisten – Entschuldigung: Terroristen) in die Stadtverwaltung von Bielefeld einschleusen will … der tut das auf eigene Gefahr.

Wer sich aber jetzt aufmachen möchte, mal gründlich zu recherchieren, was bezüglich Kindesmissbrauch in Europa hinter den Kulissen der wohlfeilen Elite vor sich geht, wird in mir einen eifrigen Leser finden – mir selbst ist, wie geschildert, das Thema zu fremd ….allerdings fällt es mir schwer, es auf Muslime in Rotherham zu reduzieren.

 

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