Japan

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Mordanschlag auf Merkel, Bomben auf Lybien, Atomgau in Japan – die Neuordnung der politischen Welt des 21. Jahrhunderts?

Wahnsinn. Wir hatten ja wieder Wahl in Deutschland. Da blieben die Münder offen, so spannend war das Rennen, wer denn jetzt nun der nächste Kandidat für die Aufsichtsratspostenwarteschleife wird. Immerhin: eine gestiegene Wahlbeteiligung hat geholfen, die NPD draußen zu lassen und die FDP zu altem Ruhm zu verhelfen: Fast Drei Prozent ist Wahrheit geworden. Währenddessen gerät die Welt ausserhalb des niedlichen Pöstchenbewerberkarussels aus den Fugen, die alten demokratischen Nationen Frankreich, Großbritannien und USA treten offener als je zuvor als terroristische Vereinigung auf und zieht sich massive internationale Kritik zu, siehe FAZ:

Während das arabische Emirat Qatar ankündigte, sich an dem Militäreinsatz zu beteiligen, äußerte die Arabische Liga Kritik. Ihr Generalsekretär Amr Musa sagte, die Luftangriffe führten zu Todesopfern unter der Zivilbevölkerung, sie gingen weiter als jene Schritte, welche die Arabische Liga gebilligt habe. „Wir wollen Schutz der Zivilbevölkerung, nicht ihren Beschuss“, sagte Musa, der eine Dringlichkeitssitzung der Liga ankündigte. Ihre Zustimmung war als Bedingung für einen Militäreinsatz in Libyen angesehen worden.

Dem libyschen Staatsfernsehen zufolge wurden bei den Angriffen 64 Menschen getötet und rund 150 verletzt, darunter viele Zivilisten. Es gab keine Möglichkeit, die Angaben unabhängig zu bestätigen.

In der Tat … da hat jemand den Teufel gerufen und wird ihn nicht mehr los. Nicht nur die arabische Liga erschrickt sich über die Dimensionen der „Flugverbotszone“, auch die afrikanischen Staaten zeigen sich entsetzt darüber, das erstmal möglich ist, wenn die Kolonialmächte das Schild „Diktatur“ über einem Land anbringen, sie Rianovosti:

Das Komitee zu Libyen der Afrikanischen Union hat aufgerufen, „Militäraktionen in diesem Land unverzüglich einzustellen“, teilt AFP am Sonntag mit.

Laut einem Kommuniqué der Afrikanischen Union zu Ergebnissen einer Sitzung des Komitees in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott fordern die Vertreter  der Afrikanischen Union auf, die „Sicherheit der Ausländer, einschließlich der Arbeitsmigranten aus afrikanischen Ländern, die in Libyen ansässig sind, zu gewährleisten“ sowie „politische Reformen zwecks Beseitigung der Ursachen der entstandenen Situation zu ergreifen und in die Tat umzusetzen“.

Die Allianz der Antikolonialisten ist damit aber noch nicht erschöpft wie die Tagesschau berichtet:

Russland hat den internationalen Militäreinsatz gegen Libyen kritisiert. „Wir bedauern diesen bewaffneten Einsatz im Rahmen der UN-Resolution, die in Eile beschlossen wurde“, erklärte das Außenministerium in Moskau. Russland rief zu einer baldigen Waffenruhe auf: „Das Blutvergießen muss schnell gestoppt werden.“

Auch China bedauert die Luftangriffe. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, man sei gegen den Einsatz von Gewalt in internationalen Beziehungen. Peking hoffe, dass sich die Lage schnell wieder stabilisiere, damit weitere Opfer vermieden würden. Auch China hatte nicht für die Resolution gestimmt und sich enthalten.

Wenn die gewußt hätten wie die Operation wirklich ausfällt, dann hätten sie vielleicht auch einfach NEIN zur Resolution gesagt. Das es der Nato nicht um eine Flugverbotszone geht, wird tagtäglich offensichtlicher, siehe Welt:

Bei einem Angriff wurde am Sonntagabend ein Gebäude auf dem Stützpunkt Bab al-Asisija, auf dem sich auch die Residenz Gaddafis befindet, schwer beschädigt. Wo sich Gaddafi zu dem Zeitpunkt aufgehalten habe, sei unbekannt. Der Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf die Koalitionstruppen, dass das Gebäude als militärisches Kommandozentrum diente.

Man merkt, es war weise von der deutschen Regierung, sich an diesem Desaster nicht zu beteiligen – obwohl wir wahrscheinlich wieder dafür bezahlen dürfen. Was hier versucht wird, ist nichts weiter, als die – erneute – gewaltsame Vernichtung einer Regierung aus bloßer Willkür heraus. Sowas kann in Deutschland natürlich nicht passieren, und wer hier Zusammenhänge sieht zwischen den aktuellen Drohungen französischer Diplomaten und dem darauf folgenden Ereignis, der irrt sicherlich, siehe Spiegel:

Die Ursache für den Beinahe-Absturz ist dem Bericht zufolge noch unklar. Polizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen Ermittlungen auf. Dem Blatt zufolge ist die Maschine fast neu und wurde erst im Dezember 2010 bei der Bundespolizei in Dienst genommen. Von einem Sabotageakt gehen die Experten nach Informationen der Zeitung nicht aus.

Sowas macht die Weltelite der Finanzmacht mit Diktatoren und Zweite- bis Dritte-Welt-Präsidenten, aber nicht mit einer deutschen Bundeskanzlerin. Das ist so sicher wie ein Atomkraftwerk. Nagelneue Hubschrauber stürzen bei uns alle fünf Minuten lang ab, die scheinen ebenso sicher zu sein wie Atomkraftwerke.

Was aber, wenn die Weltöffentlichkeit Zeit bekäme sich über eine Meldung Gedanken zu machen, die der Fokus heute bringt:

Sondereinheiten des britischen Militärs sind nach FOCUS-Informationen offenbar bereits vor Wochen nach Libyen eingesickert. Sie erkunden dort strategische Ziele. Wie FOCUS aus Berliner Sicherheitskreisen erfuhr, sollen getarnte Teams des Special Air Service (SAS) und des Special Boat Service (SBS), die im Zweiten Weltkrieg gegründet wurden, strategische Ziele wie Militärflughäfen, Luftabwehrstellungen und Kommunikationszentralen vermessen und für Bombenangriffe markiert haben. Die britischen Kommandos SAS und SBS, die auch für verdeckte Aktionen in Afghanistan und im Irak eingesetzt werden, sind für Operationen hinter feindlichen Linien ausgebildet.

Ich würde gerne glauben, das hochmoderne Technik versagen kann. Das darf ich aber nicht, denn dann müsste ich die Abschaltung aller AKW´s weltweit fordern. Ich würde auch gerne glauben, das in Lybien friedliche Demonstranten gegen einen brutalen Diktator aufstehen … aber ich kriege am 21.2.2011 die Meldung nicht verpackt, das britische Spezialeinheiten schon „seit Wochen“ einen Militärschlag vorbereiten, der erst seit ein paar Tagen überhaupt denkbar ist.  Da stinkt langsam etwas gewaltig zum Himmel – doch das wird keinen stören. Störte ja auch beim Irakkrieg schon nicht. Der Deutsche ist mitlerweile froh, das man ihm nicht die Regelsätze streicht – direkt oder indirekt. Nach zwanzig Jahren neoliberaler Offensiver wissen wir, das hinter dem schönen Schein eine hässliche Wahrheit lauert – und wir geben uns viel Mühe, diese nicht sehen zu müssen.

So informieren führende Medien in Deutschland nur zögerlich über den Supergau in Japan, recht konkret wird noch das „Manager-Magazin„:

Ob die Ereignisse auch Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden, hängt nach Ansicht von Experten von der weiteren Entwicklung im Atomkraftwerk Fukushima ab. Sollte es dort zum Super-Gau kommen, so könne sich dies auch auf das weltweite Wachstum auswirken.

Falls die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins außer Kontrolle gerate, drohten massive Folgen für die globale Konjunktur, sagte etwa der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz in der „Rheinischen Post“: „Die Folgen könnten im Extremfall für Japan desaströs sein und erhebliche weltwirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen.“

Deutsche-Bank-Chefökonom Thomas Mayer warnte: „Eine Atomkatastrophe könnte zu einem Vertrauensschock auf der ganzen Welt führen, der sich über die Finanzmärkte in die reale Wirtschaft übertragen könnte.“

Das wäre natürlich schlimm, denn das greift an den Regelsatz bzw. an die Regelsatzkürzungsschutzzonen, die früher „Arbeitsplätze“ hießen. Während wir aber noch in banger Erwartung sind, ob es einen Gau gibt oder nicht, sind die Schweizer da schon weiter, siehe NZZ:

Die austretende Radioaktivität belastet zunehmend die Landwirtschaft in der Umgebung des beschädigten Atomkraftwerks. Die japanischen Behörden riefen Bauern und Molkereien der Region dazu auf, freiwillig darauf zu verzichten, verstrahlte Lebensmittel und Milch in den Handel zu bringen.

Bei Spinat aus der Stadt Hitachi, mehr als 100 Kilometer südlich des Atomkraftwerks, wurde in einem Fall ein Jod-131-Wert von 54’000 Becquerel pro Kilogramm festgestellt. Bei Cäsium wurden 1931 Becquerel gemessen.

Der Grenzwert liegt in Japan bei 2000 Becquerel pro Kilogramm Spinat für radioaktives Jod und bei 500 Becquerel für Cäsium. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt allerdings einen generellen Grenzwert von nur 100 Becquerel pro Kilogramm.

Jenseits der beschönigenden Meldungen über mutige Feuerwehren, die mit normalem Löschwasser Kernspaltungen bekämpfen, ist der GAU schon längst eingetreten: AKW explodiert, Kern zerstört, Radioaktivität tritt aus. Welchen GAU erwartet man denn dann noch zusätzlich? Die Wiedergeburt Godzillas?

Was nun den Mordanschlag auf Merkel angeht, so wollte ich nur den sicher bald erscheinenden Enthüllungsbüchern vorausgreifen – es passt zeitlich einfach zu schön in die aktuelle Bedrohungslage. Atomkraftwerke abschalten, im Sicherheitsrat vorsichtig heraus- und den europäischen Geldbeutel geschlossen halten … und dann so ein kleiner Unfall – das hat schon Thrillerqualität, der man sich schlecht entziehen kann, auf einmal kommt einem spontan der Name Uwe Barschel wieder in Erinnerung.

Was man aber daraus lernen kann, ist: modernste Technik kann versagen – sogar, wenn sie Kanzlerinnen transportiert.  Andererseits aber … wenn wir damit leben müssen, das eine „Koalition von Willigen“ hemmungslos Bombenterror verbreiten kann, diesen sogar von langer Hand vorbereitet – können wir wirklich sicher sein, das wir als Bundesrepublik Deutschland nicht mit ähnlichen (situativ angepassten) Maßnahmen überzogen werden? Und … wäre es nicht weise, sich langsam mal politisch eher an Russland, China, Indien, Brasilien, Afrika und der arabischen Liga zu orientieren, bevor man mit den neoliberalen Kolonisatoren in ein Boot steigt?

Ich möchte ja nur vorsichtig warnen: die falschen Freunde könnten unseren Aufschwung gefährden wie ein Supergau in Japan.

Das ist – hoffentlich – eine Sprache, die man in Deutschland versteht.

Ohne Kunden – kein Aufschwung. Ohne Aufschwung – kein Job. Ohne Job – kein Regelsatz.

 



Supergau in Fukushima, Bomben auf Lybien, verstrahlte „Wegwerfarbeiter“: das Vierte Reich marschiert weltweit

Wer hätte das gedacht? Das Jahr 2011 scheint alles auf den Kopf zu stellen. International geschieht so viel – und so schnell – das man gar nicht mehr hinterherkommt, die Entwicklung zu beobachten … geschweige denn, zu verstehen. Die gleichen Truppen, die in Bahrain Demonstranten töten, kämpfen bald in Lybien für die Demonstranten. Es gibt halt gute Diktatoren und böse Diktatoren, und welcher Diktator jetzt gerade gut oder böse ist … das können wir Normalbürger doch gar nicht entscheiden, das geht doch weit über unseren Horizont hinaus. Zwar gibt es mahnende Stimmen, die zeigen, das gerade eine neue weltweite Diktatur ihr fürchterliches Haupt erhebt, aber diese Stimmen gehen in dem Nachrichtengetöse unter, so wie diese hier bei N-TV:

Was die UN-Resolution an Gewaltanwendung erlaubt, überschreitet deutlich die Grenzen des Legalen und des Legitimen. Man kann nicht in einen Bürgerkrieg, der immerhin gewaltsam begonnen wurde, von außen mit Gewalt eingreifen und sich auf die Seite einer Partei schlagen. Die UN hat das Recht zu intervenieren, um Massenmord zu verhindern, aber nicht das Recht, beim Sturz einer Regierung mit kriegerischen Mitteln zu helfen.

Dieser neue Natokrieg ist ILLEGAL! Wir führen bald als westliche Wertegemeinschaft einen illegalen Krieg gegen ein anderes Land. Nach außen hin sind wir bald kaum noch von einem kriegslüsternen Diktator zu unterscheiden – auch wenn unsere Methoden oft diskreter sind und wir nicht wie Napoleon oder Hitler einfach alles erobern, was unter die Militärstiefel passt. Wir begnügen uns mit jenen Ländern, die Profite versprechen – ohne plünderbare Rohstoffe verlieren wir schnell das Interesse. Seltsam auch die Ausrüstung der „Aufständischen“ in Lybien, die sich sehr von der anderer Aufständischer unterscheidet: Kalaschnikows statt Spruchbänder, Panzerfäuste statt Transparente … das wirkt nicht sehr friedlich. Wie jungewelt erwähnt, können die auch noch mit mehr rechnen:

Neben Luftangriffen auf Stellungen der libyschen Regierungstruppen stehen Ghaddafi-Gegnern laut Spiegel online auch Waffenlieferungen via Ägypten in Aussicht – was, nur nebenbei bemerkt – gegen UN-Resolution 1973 verstößt.

Dafür braucht man die illegalen Waffenhändler, die man sonst so gerne anprangert. Es bleibt jedoch die Frage: wer organisiert den Transport, wer die Bezahlung, über welche Kanäle wird das alles abgewickelt? Über Amazon geht so etwas noch nicht.

Was derart „befreite Länder“ zu erwarten haben, erfährt man bei einem Blick in den Irak, hier ebenfalls jungewelt:

Acht Jahre nach Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion im Irak werden grundlegende Menschenrechte im Zweistromland systematisch verletzt, doch internationale Organisationen wie der UN-Sicherheitsrat, die Europäische Union oder die Arabische Liga schweigen. Die irakische Regierung reagiert mit Denunziation ihrer Kritiker, mit Parteiverboten und der Festnahme von Oppositionellen.

Gäbe es dort einen Aufstand, würde niemand die US-Bomber aufhalten, die zu seiner Niederschlagung herbeieilen. Es gibt halt gute Diktatoren und böse Diktatoren. Das sollte man schon wissen.

Wir denken nun: das alles spielt sich nur da draussen ab. In unserem Schlümpfeland passiert so etwas nicht. Unsere wohlmeinende Regierung sorgt dafür, das der Horror nicht aus den Fernsehbildschirmen in die Wirklichkeit herüberschwappt und wir unseren goldenen Käfig auch wirklich hemmungslos genießen können, während die Wirtschaft sich vorbildlich um unsere Versorgung kümmert und fürsorglich unsere Zukunft organisiert. Wir denken … all´ die Übel werden spurlos an uns vorbeigehen, weil wir das gottgewollte Privileg haben, Wirklichkeit nur noch via Bildschirm oder in der Fußballarena erleben zu müssen.

Schöne Träume … die leider nicht wahr werden. Die Prinzipien, die jetzt mit europäischen Steuergeldern in Lybien morden werden, wirken auch hier direkt vor Ort. Hierzu nochmal ein Griff in die Geschichte, gefunden bei nrhz:

Adolf Hitler hat davon gelernt und denselben Trick verwendet, um das Land geschlossen hinter sich zu bringen. Er nahm unter anderem die Idee des Antisemitismus auf, eine alte europäische Idee, die bis in die Zeit der Kreuzzüge zurückreicht, und brachte sie auf die Spitze. Außerdem gab er der Mehrheit die Kommunisten, Sinti und Roma, er gab ihnen die Homosexuellen, die allzu freien Künstler und die Kranken zum Hass frei. Und auch Hitler hatte damit Erfolg.

Dieser „Trick“ funktioniert gerade schon wieder. Heute sind es allerdings eher Moslems, „Sozialromantiker“, Arbeitslose (samt Kindern, da gibt es schon wieder Sippenhaft), Humanisten und … Alte, die zum Abschuss freigegeben werden. Merkt nur kaum jemand, weil man nicht genau hinschaut. In der RP steht es aber schon heute drin:

Aus Sicht der Arbeitgeber gibt es der OECD zufolge neben „subjektiven Vorurteilen“ gegen ältere Arbeitnehmer auch das Problem ihrer vergleichsweise höheren Bezahlung. „Es ist also zu fragen, ob Lohnsteigerungen, die ausschließlich auf dem Alter der Angestellten basieren, sinnvoll sind“, folgern die Wissenschaftler. Im Klartext: Die Gehälter älterer Arbeitnehmer sollten tendenziell sinken.

Ihr werdet länger arbeiten und dafür viel weniger Geld bekommen während sich die hochsubventionierten Bergbauarbeiter auch im Innendienst schon mit 48 auf die Couch legen dürfen. Dank der im Alter stattfindenden Gehaltskürzungen wird auch die folgende Rente niedriger sein: das kürzt dann auch die Restlebenszeit infolge von Mangelernährung. Gestützt wird dieses Programm durch ein flächendeckendes Programm „Vernichtung durch Arbeit“, über dessen Folgen das Handelsblatt aufklärt:

„Die Politik mit dem Grundsatz „Hauptsache Arbeit‘ basiert auf der Auffassung, dass jeder Job besser ist als keiner, weil er das wirtschaftliche wie auch das persönliche Wohl steigert“, schreiben die Forscher in der Zeitschrift „Occupational and Environmental Health“. „Aber die psychosoziale Qualität der Arbeit ist ein grundlegender Faktor, der bei der Planung und Ausführung der Beschäftigungs- und Sozialpolitik berücksichtigt werden muss.

Dank der weisen Kooperation von Politik und Wirtschaft dürfen viele unserer Brüder und Schwestern ihre krankmachenden Jobs bald bis 70 weitermachen – selbstverständlich bei ständig sinkender Bezahlung … und dafür soll man in diesem Land Mehrheiten bekommen?

Die Mehrheiten bekommt man … aber nur in der Sphäre der „Entscheider“, jener substanzlosen Funktionselite, die in den letzten Jahrzehnten im Schatten von Finanz- Wirtschafts- und Politikmacht herangewachsen ist und ein gemeinsames quasi parteipolitisches Ziel verfolgt: an das Geld der Steuerzahler, Bürger und Reichen heranzukommen. Über ihre Seilschaften informieren inzwischen viele Bücher, auf die bohmann.at hinweist:

Sie sitzen an den Hebeln der Macht und betreiben Machtmissbrauch. Ihre Gier nach Geld ist grenzenlos. Nepotismus gehört zu ihrem Alltagsgeschäft. Netzwerke sind ihr Rettungsring, wenn sie eines Tages ihre politischen Ämter aufgeben. Dann greifen sie auf ihr perfekt gestricktes Netzwerk zurück, kommen bei „väterlichen“ Freunden oder Konzernen unter, die sie vorher mit Millionensubventionen gefüttert haben. Die Rede ist von Politikern und Wirtschaftsbossen, die schamlos abkassieren und Steuergelder verzocken, die Wirtschaft des Staates an den Abgrund der Verschuldung bringen und so die demokratischen Strukturen gefährden.

Und das geschieht alles vor den Augen der Öffentlichkeit. So kommt es, das ein Sozialdemokrat Arbeitslose in nationalsozialistischer Manier als „Parasiten“ bezeichnen kann ohne sofort verhaftet zu werden, im Anschluß an seine politische Karriere aber sofort einen Aufsichtsratsposten nach dem anderen einfahren darf: solche Wunder geschehen, wenn man gut funktioniert und politische Gewalt missbraucht, um Geldgeber günstig zu stimmen.

Und da kommen wir von illegalen Kriegen gegen andere Völker über illegale Vernichtung älterer Menschen direkt zu den illegalen Atombomben, die wir zum Wohle der Finanzwelt überall herumstehen haben, siehe N-tv:

Modernisierung geschah nur auf dem Papier „Deutsche AKW sind Geldmaschinen“

Eigentlich hätten die deutschen Atomkraftwerke schon längst gegen Terroranschläge gesichert sein sollen. Aus einer viel gerühmten Vernebelungstechnik wurde eine Vernebelungstaktik.

Das Geld der Geldmaschinen wird aber dringend gebraucht, um das „Personal“ für den Demokratieabbau bezahlen zu können. Landesverrat, Verfassungsverrat, Verrat an der Menschheit … das alles hat seinen Preis.

Wenn man aber nun denkt: das war es nun an Grausamkeiten, die hinter der feinen aber zebröckelnden Fassade westlicher Demokratien ihr Eigenleben führen, der irrt. Das macht den Supergau in Fukushima auch so politisch: hier ist es ein hochindustrialisiertes demokratisches Land und nicht der „böse dumme Russe“, dem das Ungemach wiederfährt – und hier kann man im Detail erkennen, welche Zukunft die „Lumpenelite“ für uns alle plant … neben den vielen neuen Kriegen und der Vernichtung der Altersruhe, siehe Tagesanzeiger:

1999 wurde bekannt, dass Arbeiter in der Uranverarbeitungsanlage Tokaimura nordöstlich von Tokio Wiederaufarbeitung per Hand betrieben und Uran in Stahleimern mischten. Zwei Menschen starben später. Bei einer unkontrollierten Kettenreaktion wurden Hunderte verstrahlt und Tausende Anwohner evakuiert.

Im Jahr 1997 wurden bei einem Brand und einer Explosion ebenfalls in Tokaimura mindestens 37 Arbeiter leicht verstrahlt. Der Betreiber räumte später ein, Informationen über den Vorfall zunächst unterdrückt zu haben.

Tarnen, täuschen und vertuschen … hier wie in Japan. Dort hat es jedoch gerade mal nicht ganz so gut funktioniert und zeigt, welchen Wert Menschen in der Postdemokratie haben: sie werden „Wegwerfarbeiter“, siehe Telepolis:

Der ARD-Korrespondent in Japan, Robert Hetkämper, ist hingegen der Überzeugung, dass hier Menschen verheizt werden. Für gefährliche Arbeiten würden von Tepco gerne Obdachlose, Gastarbeiter, Arbeitslose und sogar Minderjährige ausgebeutet werden. Sie würden als „Wegwerfarbeiter“ bezeichnet, weil sie, wenn sie zu stark radioaktiv belastet sind, entlassen würden. Hetkämper habe mit einem Arzt gesprochen, der dies bestätigt habe. Diese „grausame Geschichte“ passiere nicht nur jetzt, sondern schon seit Jahrzehnten. Und sie erinnert, wie die WDR-Kommentatorin sagt, an die Hunderttausende von Liquidatoren, die in der Sowjetunion für den Bau des Sarkophags um den Tschernobyl-Reaktor eingesetzt und geopfert wurden. Seltsam ist dies in Japan, wenn man dort Menschen verheizt, obgleich man sonst gerne auf Roboter setzt, die in Fukushima aber nicht vorhanden zu sein scheinen.

Das alles geschieht vor aller Augen. Wir fallen – als angebliche Demokratie – immer weiter hinter den Sozialstandards des Deutschen Kaiserreiches zurück, verraten die Prinzipien, für die die Bonner Republik stand, fast täglich und leben nur noch für das Gebet: die letzte Waffe, der wir vertrauen können, das sie die Kraft hat, uns vor atomaren, sozialen oder wirtschaftlichen Katastrophen in Deutschland zu beschützen.

Was es wirklich bedeutet, wenn Menschen zu „Kosten auf zwei Beinen“ werden und dies als Prinzip das Handeln von Wirtschaft und Politik bestimmt, kann man in der Geschichte des Dritten Reiches studieren. Die neuen Hitlers, Himmlers und Heydrichs tragen zwar keine Uniformen mehr, aber sie sind nicht weniger grausam und unmenschlich … und wissen, das sie ihre Misswirtschaft nicht mehr lange verbergen können – siehe ftd:

Nach der Finanzkrise steckt die Welt nun in einer sich dramatisch verschlimmernden Atomkrise. Es sieht so aus, als würde unser gesamtes kapitalistisches System unter den von ihm generierten Krisen zusammenbrechen. Momentan stehen wir unter dem Schock dieser neuen Krise. Aber beide Ereignisse hängen zusammen. Die gesamte Finanzkrisenpolitik verläuft ähnlich wie der verzweifelte Versuch des japanischen Energiekonzerns Tepco, mit Meerwasser die Brennstäbe unter Kontrolle zu halten. Man fummelt an den Symptomen, kann aber das eigentliche Problem nicht lösen. Solche Strategien fliegen am Ende auf. Wir stehen in unserer Finanzkrise vor einer ähnlichen Situation wie in Fukushima: vor einer Kernschmelze – mit dem Unterschied, dass sie im Finanzsystem deutlich langsamer abläuft.

Sowas motiviert die Lumpenelite zur Eile. Nicht mehr lange und die Fernseher gehen aus, die Kaufhäuser schließen und die Bankautomaten geben kein Geld mehr aus … dann merken auch die letzten Schlümpfe, das die friedliche deutsche demokratische Zivilgesellschaft leise hinterrücks ermordet worden ist, weshalb man im Alter bald das Hartz-Modell fährt: für einen Euro einen Vollzeitsarbeitsplatz ausfüllen – vielleicht sogar als Wegwerfarbeiter im AKW.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Kriegszustand! Lumpenelite gegen Volk! Supergau und Kernschmelze der westlichen Kultur …

Krieg ist so ziemlich die hässlichste Sache der Welt. Da ist ein Supergau nichts gegen. Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche  – damit kann man klar kommen. Sicher, man kann daran sterben, es kann sehr schmerzhaft und unansehnlich sein, was da geschieht, offensichtlich ungerecht und gemein … aber es ist nicht zu verhindern und führt die Menschen wieder zusammen. Krieg ist da was anderes. Er wäre verhinderbar, er führt zwar auch Menschen zusammen … aber nur, um sich gegenseitig abzuschlachten. Das verleiht Kriegen eine besondere Note der Grausamkeit gegenüber anderen Katastrophen. Der Krieg hält keine helfende Hand des Mitmenschen bereit, sondern eine würgende Hand, auch hier in Deutschland … hören wir dazu Ines Eck bei Gegen-Hartz.de:

Das Hartz IV-System ist wie ein Offener Strafvollzug ohne Gerichtsurteil und Strafmaßende organisiert. Bürger verlieren Bürgerrechte wie Recht auf Privatsphäre, Datenschutz, Freizügigkeit. Sie werden in Ghetto ähnliche Wohnbedingungen gedrängt. Sie müssen in beständiger Angst vor Schikanen leben, ohne Situationen durch Arbeitsleistungen verändern zu können. Hartz4 wirkt wie tagtägliches Mobbing. Mobbing wirkt wie eine Körperverletzung. Sie macht krank, arbeitsunfähig.

Armut an und für sich ist nicht schlimm. Milliarden Menschen leiden darunter, Mönche suchen sie sogar. Im Vergleich zur vielen Menschen in der Geschichte sind Hartz-IV-Abhängige nicht absolut arm. Was das Leid erzeugt, ist der Kriegszustand, jene brutale, unmenschliche Skrupellosigkeit, die auch vor Kindern nicht halt macht, siehe die Welt:

Armen Kindern in Deutschland fehlt es laut einer Umfrage vor allen an der Möglichkeit, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Die Grundversorgung sei beim Großteil der 1,72 Millionen Kinder in Hartz-IV-Haushalten allerdings gesichert, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit.

Das lernen jene Kinder: sie sind überflüssig, unerwünscht, wachsen in einer feindlichen Umgebung auf. Was lernen die Erwachsenen? Wenn das Verfassungsgericht das Leid der Kinder anmahnt, hat es … keinerlei Konsequenzen. Man darf dankbar sein, das die Politik darauf nicht mit erneuten Regelsatzkürzungen reagiert hat, so wie Gaddafi mit Luftangriffen auf Aufständische.

Wir Menschen sind soziale Wesen – es sei denn, man befindet sich unter Lumpen. Lumpen haben kein Gerechtigkeitsempfinden, kennen kein Mitleid und auch keine Gnade. Lumpen ist das Schicksal anderer egal, sie sind durch und durch asoziale Wesen, ihre Elite hat mitlerweile die Schalthebel der Macht vollkommen unter Kontrolle.  Wie man sich als Lumpenelite dort so aufführt, kann man jederzeit der Presse entnehmen, siehe freie Presse:

Der frühere Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer muss sich demnächst in einem Strafprozess vor dem Münchner Landgericht verantworten. Wie die Münchner Justizpressestelle mitteilte, ließ das Gericht die bereits im November 2009 erhobene Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Breuer wegen versuchten Betruges nun unverändert zur Hauptverhandlung zu.

Die Machenschaften der Lumpenelite erreichen teils Supergaudimensionen, siehe SZ:

Die Ermittler wähnen sich auf den Spuren einer gewaltigen Verschwörung. Mehrere Großbanken, so glauben sie, könnten einen Referenzwert des globalen Finanzsystems manipuliert haben – den sogenannten Libor-Zins. Zum Kreis der Verdächtigen gehört auch die WestLB.

Das Betrugssystem macht auch bei Nahrungsmitteln nicht halt … damit die verharzten Kinder auch ja möglichst wenig haben, siehe rp-online:

Die Lebensmittelkonzerne Dr. Oetker, Kraft und Unilever müssen Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 38 Millionen Euro zahlen. Der Grund: Sie sollen sich über ihre Preise für Süßwaren, Speiseeis, Tiefkühlpizza, Tiernahrung und Waschmittel ausgetauscht haben.

Insofern betrifft der Supergau in Japan auch uns: es ist die gleiche Lumpenelite, die dort für den Schaden sorgt und hier für die Armut. Die gleiche Arroganz, die gleiche Ignoranz, die gleiche Verantwortungslosigkeit und der gleiche Tonfall, siehe Tagesanzeiger:

Zum ersten Mal zeigt das japanische Fernsehen seinem Publikum die ganze Arroganz der technokratischen Macht, die sich bis jetzt gegen jede Kritik der wenigen Kernkraftgegner im Land verwahrte, diese sogar als subversiv abtat.

Als gestern Mittwoch im Morgengrauen im Reaktor Nummer 4 dort gelagerte Brennstäbe entflammten, weil sie nicht gekühlt wurden, gab Tepco geradezu zynisch bekannt, die Firma habe die örtliche Feuerwehr benachrichtigt.

Warum schickt man eigentlich nicht die Tepco-Manager in das Kernkraftwerk? Eimer in die Hand gedrückt, Meerwasser ist in der Nähe: da könnten sich die Täter doch auch mal nützlich machen? Aber … das geht ja nicht. Lumpenelite kann deshalb so arrogant und zynisch auftreten, weil sie inzwischen alle systemrelevanten Posten mit asozialen Geistern besetzt hat. Nur deshalb kann sich eine Raubkultur durchsetzen, die Krieg gegen das eigene Volk führt, es verarmen und notfalls auch verstrahlen lässt – in Japan und in Deutschland.

Welche Folgen die Renditegier der Lumpenelite praktisch hat, beschreibt Life-Gen anschaulich:

Welche Ausmaße die Folgen der zu erwartenden Kernschmelze haben, lässt sich anhand der Strahlungskarten nach dem AKW-Unglück in Tschernobyl ablesen. Dort hatte der Fallout – je nach Windrichtung – bis zu 300 Kilometer weit die umliegenden Gebiete verstrahlt. Noch heute lassen sich über 1,5 Millionen Hektar Wald und Land nicht nutzen. Für Japan gilt: Damit wäre im ungünstigsten Fall auf Tokio direkt betroffen. Was die Politik allerdings noch verschweigt: die Verseuchung hielte auch in der Hauptstadt Jahre oder Jahrzehnte an, eine Dekontamination ganzer Millionen-Metropolen gilt als unmöglich.

Das würde bedeuten, das Tokio zur Geisterstadt wird … und Japan im Prinzip weiträumig unbewohnbar, mal abgesehen von den Toten, die jetzt schon zu erwarten sind. Alles im Dienste der Rendite. Verluste werden von den Asozialen billigend in Kauf genommen. Sie wissen ja, das ihnen selbst kein Ungemacht droht: werden sie erwischt, geben sie einen kleinen Bruchteil ihres ergaunerten Vermögens ab … jeder Hartz IV-Abhängige wird schlimmer bestraft, ohne irgendeine Straftat begangen zu haben. Es findet der Supergau moralischer, ethischer, zivilisationstiftender Werte statt, die Kernschmelze der westlichen Kultur – mit Folgen für Andersdenkende, siehe Nrhz:

Warum also hassen wir sie? Weil wir ohne einen Feind kaum eine Identität haben. Wir benötigen nur deshalb Begriffe wie „Leitkultur“, weil wir im kulturellen Niedergang sind und das ahnen. Die Antrittsbemerkung des neuen Innenministers Friedrich, in der er den Islam von Deutschland distanziert, ist in diesem größeren Zusammenhang zu sehen, nicht nur in dem kleinen, in dem er durch gezielte gesellschaftliche Spaltung auf dubiosen Stimmenfang geht. Sie ist Ausdruck des geistigen Niedergangs einer Gesellschaft, die partout nicht aus der Geschichte lernen will. Der Gipfel der Perversion wird erreicht durch das Herbeiphantasieren einer „christlich-jüdischen Tradition“, womit man sich an den früheren Feind, die Juden, anbiedern will, um den nächsten Feind vor die Flinte zu bekommen.

Die neuen Opfer der Lumpenelite: der Islam. Und sein Öl natürlich. So versucht die Minderheit der Lumpenelite sich ständig hinter neuen Fronten zu verstecken, damit sie weiterhin ihren krummen Geschäfte nachgehen und die christliche Tradition in eine antichristliche umbauen kann. Es ist ein Krieg, der hier geführt wird – in erster Linie ein Krieg um Werte und Prioritäten, ein Krieg der Worte. Und hat man den Krieg der Worte gewonnen, können Bomben folgen wie in Lybien laut rian:

Frankreich sowie Großbritannien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate werden möglicherweise in wenigen Stunden Bombenangriffe auf Gaddafis Stellungen in Libyen fliegen.

Das meldete die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf französische diplomatische Quellen.

Wieder einmal befinden sich Natotruppen in einem „gerechten Krieg“.  Eigentlich weiß momentan niemand, was in den arabischen Ländern gerade los ist, aber wir werfen schon mal ein paar Bomben und stören uns nicht daran, das die Truppen von Katar und den Vereinten Arabischen Emiraten jetzt mit „uns“ gegen Gaddafi und für die Aufständischen marschieren, während sie in Bahrain gegen die „Aufständischen“ eingesetzt werden, siehe Berliner Umschau.

Gewöhnen wir uns doch jetzt schon mal an die Folgen jener Lumpenpolitik, über die uns diesmal RTL unterrichtet:

In Afghanistan hat es im vergangenen Jahr so viele zivile Kriegsopfer gegeben wie seit Jahren nicht mehr. „Im Jahr 2010 haben wir 2.777 Tote registriert, das ist ein trauriger Rekord der vergangenen Jahre“, sagte der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Staffan de Mistura, im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Zahl der Strahlentoten wird in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen, ebenso die Zahl der künstlich verarmten Kinder in „Wohlstandsnationen“ und die Zahl der getöteten Zivilisten bei „Friedensmissionen“ der Nato. Die ehedem als strahlender Leuchtturm für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit auftretende westliche Kultur, die einst der Hort von Demokratie und Menschenrechten war, erlebt ihre ideelle Kernschmelze, der die realen Kernschmelzen der kostenminimierend betriebenen Reaktoren der Atomwirtschaft folgen werden.

Und was machen wir Bürger? Wir gewöhnen uns daran. Stecken den Kopf in den Sand und hoffen, das wir dort sicher sind. Aber es geht hier um Krieg. Krieg einer asozialen Lumpenelite gegen das Volk. Ein weltweiter, totaler Krieg, der dort heiß wird, wo der Widerstand der Bürger zu groß ist.

Ich denke, das wissen auch die Bürger hierzulande – deshalb bleiben sie lieber ruhig, obwohl ihre Kultur gerade den Bach ´runtergeht.

 

 

 

 

 

 


sensationelle fotobeweise: kanzlerin merkel schon immer gegen atomkraft!

fotobeweis_1_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

das nso recherche team hat keine kosten und vor allem mühen gescheut, um dem geneigten leser, welcher  vielleicht in den drastischen tönen, welche den etwaigen ausstieg aus dem ausstieg aus dem ausstieg begleiten, eine propagandaattacke der roten auf unsere hochverehrte kanzlerin und ihre fähigen wegbegleiter sieht, darzulegen, das unsere weise und vorausschauende, führungsstarke kanzlerin

schon immer gegen atomkraft war.

wie diese aufnahmen beweisen:
fotobeweis_1_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

brokdorf, 1980

fotobeweis_2_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

berlin, 2010

Supergau in Japan, Supergau in Deutschland – Ultragau weltweit 2012?

Jetzt ist es ja passiert: das Undenkbare, das Unmögliche, das, womit niemand hätte rechnen können: der Supergau. Wie wurden wir dereinst belächelt, als wir in den siebziger und achtziger Jahren gegen diesen Unfug demonstriert haben. „Träumer“, „Spinner“, „Romantiker“ hatte man uns genannt … aber wenigstens waren WIR keine IDIOTEN. Allen voran war da die publizisitische Waffen-SS der Konzernwirtschaft, die sich auch heute noch mit Supersprüchen hervortut, siehe Spiegel:

Drei-Punkte-Plan soll Unglücks-AKW retten

Was soll es da bitte schön noch zu retten geben? Eine Formulierung, die darauf hindeutet, das es sich hier um ein kleines Missgeschick handelt, so als sei ein Kind in einen Teich gefallen und man holt es schnell wieder heraus – und dann ist alles wieder gut.

Nicht ist gut.

Ich warte jetzt nur noch auf die Sprüche: „so ein bischen Radioaktivität hat noch keinem geschadet“, an Spottereien über „Gesundheitsromantiker“ oder den Hinweis darauf, das wir alle sowieso sterben müssen: „Aber wenn, dann bitte mit 100000 Kilowatt auf der Rechnung!“

Es geht doch hier auch gar nicht mehr um EIN Akw. Darf ich mal die Neue Züricher Zeitung zitieren? Die hat mitgezählt:
Die japanischen Behörden haben für drei Kernkraftwerke mit Siedewasserreaktoren nordöstlich von Tokio den atomaren Notstand ausgerufen. Beschädigt oder möglicherweise gefährdet sind zwölf Reaktorblöcke: sechs im AKW Fukushima Eins (Daiichi), drei in Fukushima Zwei (Daini) und drei in Onagawa.

Vielleicht gibt es einen Drei-Punkte-Plan, aber ich denke, er enthält vor allem drei altbekannte Argumente zur Rettung der Börse: TARNEN, TÄUSCHEN UND VERTUSCHEN.

Die Wahrheit ist: 2000 Grad heiße Brennstäbe lassen sich mit Wasser nicht kühlen. Die Lage ist völlig außer Kontrolle, die Reaktoren sind quasi sich selbst überlassen – was aber die Börse nicht toleriert hat. Darum ist jetzt Aktionismus angesagt, während eine gigantische humanitäre Katastrophe am Rande abläuft, die aber für die Herren der Wirtschaft nicht interessant ist – nur am Rande erfährt man von der Hoffnung auf ein Riesenkonjunkturprogramm, an dem man sich wieder eine neue goldene Nase verdienen kann.

Die ersten Unkereien der Atomwirtschaft kommen ja auch jetzt schon … womit wir zu dem nächsten GAU kommen – dem in Deutschland, hier mal in der SZ:

Während in Deutschland, 8900 Kilometer entfernt, eine in Anbetracht der vielen Tausend Opfer merkwürdig selbstbezogene Aufgeregtheit um die Atompolitik herrscht, erduldet die drittmächtigste Wirtschaftsnation der Erde ihr Schicksal – und versucht es zu wenden. Japan hat viele Naturkatastrophen erlitten und ist mit seinem Technik-Glauben auch immer wieder an ihnen gewachsen.

Der Technikglauben – der gute, alte Technikglauben – der rettet Japan und die ganze Welt. Wieder stehen auf der einen Seite die schlauen, cleveren Bastler, Tüftler und Schrauber, während auf der anderen Seite ihre verstrahlten Opfer als „Konjunkturprogramm“ herhalten dürfen.  Ohne die Technikgläubigkeit und die Skrupellosigkeit eines unmenschlichen Wirtschaftssystems hätten wir keinen Gau. Jede Dumpfnuss weiss, dass man einen heissen Topf nicht auf eine kaputte Herdplatte stellt, ebensowenig stellt man ein heisses AKW auf eine kaputte Erdplatte – woraus wir lernen, das Techniker und Wirtschaftsbosse noch dümmer als unsere dörflichen Dumpfnüsse sind … oder einfach boshafter.

Manche nicht, und deshalb bekommen wir NACH jeder Katastrophe auch immer solche Berichte zu lesen, Berichte, die zuvor niemand hören wollte, hier in der ftd:

Masashi Goto kennt den Unglücksreaktor, er kennt ihn von innen, kennt all seine Schwachstellen. Viele Jahre hat der Ingenieur, der im weißen Hemd und grauen Anzug dort oben auf dem Podium sitzt, für den Kraftwerksbauer Toshiba gearbeitet. Sein Spezialgebiet waren jene Sicherheitsbehälter, die auch das Herz des Reaktors in Fukushima umschließen, er war damals an ihrem Design beteiligt. Nun kann er nicht mehr an sich halten.
„Ich war damals davon ausgegangen, dass ich an der ultimativen Verteidigungslinie arbeite, am entscheidenden Werkstück, dass die Bevölkerung vor der Strahlung schützt“, sagt Goto. „Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht so ist, dass diese Behälter einer Katastrophe wie einem Erdbeben nicht standhalten.“

Und was machen wir jetzt hier in Deutschland aus der Katastrophe, von der man uns in den letzten Jahrzehnten so oft gepredigt hat, das sie unmöglich sei?  Wir schalten hier Reaktoren ab, die gestern noch als völlig unbedenklich galten. Nicht das ich denen nachtrauere, aber … Atomkatastrophen sind doch wohl nicht ansteckend, oder? Welchen rationalen Grund gibt es denn, ohne neuerliche Risikobewertung für Deutschland die Dinger von heute auf morgen abzustellen? Welchen ausser … blanker Panik? Und wenn „da oben“ auf einmal blanke Panik herrscht, weil man plötzlich und unerwartet über ein paar Atomkraftwerke im eigenen Land gestolpert ist … VON WELCHER QUALITÄT SIND DENN DANN EIGENTLICH UNSERE REGIERUNGSFUNKTIONÄRE?
Das ist der Supergau für Deutschland. In Japan platzte ein Reaktorkern, darin war Radioaktivität. In Deutschland platzte der Regierungskern, darin war geballte Inkompetenz … oder gähnende Leere, was den gleichen Effekt hat. Natürlich ist auch Wahljahr und man muß auf den Anti-Atom-Zug aufspringen, weil sonst die Grünen gewinnen und dann in Folge dieses Sieges Deutsche Soldaten in Lybien einmarschieren – wer will das schon.
Nun ist Kernenergie in Deutschland aber auch ein hochsubventioniertes Geschäftsfeld – und ein hochprofitables, wie man bei Eurosolar nachlesen kann:
Je älter ein Atomkraftwerk, desto störungsanfälliger, aber auch umso profitabler ist sein Weiterbetrieb. Die Bau- und Kapitalkosten sind gewöhnlich abgeschrieben, während die laufenden Betriebskosten verhältnismäßig gering bleiben. Voraussetzung ist, dass Nachrüstungen unterbleiben und ein Bestandsschutz gewährt wird, wie in Deutschland seit 2001 mit der Vereinbarung von Bundesregierung und Stromkonzernen über die Laufzeiten von
Atomkraftwerken, dem so genannten „Atomkonsens“. Die Erzeugungskosten einer Kilowattstunde Atomstrom können unter diesen Bedingungen auf bis zu 1 ct gesenkt werden und durch Verkauf zum Strombörsenpreis Gewinnmargen von bis zu 500% erzielt werden.

Für 500 % Gewinn gehen wir in Deutschland aber aufs Ganze. Wer alles bereit war, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bevölkerung ganz tief in dessen Tasche zu greifen ist auch öffentlich, siehe Hintergrund:

Während noch diskutiert wurde, erhöhte RWE-Chef Jürgen Großmann den Druck mit einer bundesweiten Anzeigenkampagne – dem „Energiepolitischen Appell“. Vierzig Manager, unter ihnen die Chefs der vier großen Energiekonzerne, protestieren darin gegen die Brennelementesteuer, sprechen sich für Laufzeitverlängerungen und den Ausbau von Kohle aus. Andernfalls stellen die Unterzeichner eine preisgünstige Energieversorgung infrage. Unterschrieben haben neben dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann einige Vertreter stromintensiver Industrien wie Ekkehard Schulz (Thyssen- Krupp), Werner Wenning (Bayer) oder Jürgen Hambrecht (BASF), der Manager der Fußballnationalmannschaft und Sohn eines früheren RWE-Vorstandes, Oliver Bierhoff, sowie Wolfgang Clement, Aufsichtsratsmitglied bei der RWE Power AG.

Da haben wir unter anderem auch führende Köpfe der Agenda 2010, die schon mit diesem Machwerk bewiesen haben, wie man aus Mitbürgern ganz schnell „Parasiten“ machen kann. Kein Wunder, das man auch keine Hemmungen hat, diese Parasiten im Dienste des Wachstums einer erhöhten Strahlendosis auszusetzen … Radioaktivität soll ja auch wachstumsfördernd sein.

Das große finanzielle Engagement der Deutschen Bank als Atomfinanzierer passt gut zu ihrem sonstigen Auftreten: Ihre Vertreter sprechen sich offen für eine „Renaissance der Atomkraft“ aus und passend dazu bietet die Deutsche Bank ihren Privatkunden gezielt radioaktive Investitionen an: Das „S-Box Nuclear Power Index Zertifikat“ bündelt die Erträge von 20 führenden Atomfirmen. An welchen verheerenden Umweltbelastungen und Gesundheitsgefährdungen von Menschen sich der Anleger hierbei beteiligt, verschweigt der Anlageprospekt.

Damit sich das Investment auch lohnt, muß man im Atombereich selbstverständlich die gleichen Maßnahmen ergreifen wie auf allen anderen Geschäftsfeldern auch:

Je länger ein Atommeiler am Netz ist, umso größer wird das Risiko von Unfällen durch Materialermüdung. Um Kosten zu sparen und Gewinne zu steigern, reduzieren die Energieversorger Reparatur- und Wartungsarbeiten. Mängel werden verspätet oder gar nicht erkannt. Wachsende Arbeitsbelastung führt zu verminderter Wachsamkeit während des Betriebes. All dies erhöht das Risiko für schwere Störfälle. „Somit ist klar, dass das Risiko eines nuklearen Unfalls mit jedem Jahr, das ein Atomkraftwerk über zwei Jahrzehnte hinaus in Betrieb ist, signifikant steigt.“

Womit man sagen kann: die Konzernwirtschaft in Deutschland arbeitet Hand in Hand mit den Banken am deutschen nuklearen Supergau, den wir dann nicht mehr so gemütlich auf der Talkshowcouch aussitzen könnten.

Und wenn in Deutschland was passiert … wer bezahlt dann eigentlich die Schäden?

Nun, die Gemeinschaft der Banken- Euroretter wird wieder mal einspringen, jene schwerreichen Menschen, die den Ackermann Tag für Tag neidisch werden lassen: der Ottonormalbürger. Atomgewinne werden privatisiert, die Risiken jedoch – wie im Bankwesen – sozialisiert. So macht man Riesenprofite von 500 % und kann den Privatflieger auf die Bahamas jederzeit abheben lassen, wenn mal was schiefgeht. Wir jedoch … dürfen dann zahlen, siehe Tagesspiegel

Atomkraftwerke sind bisweilen kaum versicherbar. Im Falle eines bewaffneten Konflikts oder einer schweren Naturkatastrophe kommen die Versicherer nicht für Schäden auf, bei Terroranschlägen hingegen schon.

Trotz der Atomunfälle in Japan wollen die Versicherer ihre Sicherheitsanforderungen an die deutschen Kernkraftwerke nicht verschärfen. „Die deutschen Auflagen sind sehr streng“, sagte Dirk Harbrocker, Geschäftsführer der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG), dem Tagesspiegel. Zudem gebe es in Deutschland keine schweren Erdbeben. „Ein Störfall wie in Japan kann sich in Deutschland nicht ereignen“, betonte Harbrocker.

Asozialer geht´s kaum noch, die Japaner merken das laut Hintergrund gerade selbst:

Den größten Teil des Schadens dürfte dem Bericht zufolge auf die Betroffenen und die japanische Regierung entfallen. Die Folgen von Atomunfällen gelten in der Branche als nicht versicherbar. Die Schäden sind kaum zu kalkulieren, die Prämien für eine solche Versicherung würden unermessliche Höhen erreichen.

Der nukleare Supergau in Deutschland ist also vorprogrammiert, nur der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. Die Kraftwerke in Deutschland sind so „unzerstörbar und sicher“ wie die in Japan … einfach mal die Sprüche der Betreiberfirma VOR der Katastrophe abrufen. Da gibt es wahrscheinlich auch Broschüren mit Argumentationshilfen vom Weltverband der Atomeierleger.

Neben dem aktuellen nuklearen Supergau in Japan, dem baldigen nuklearen Supergau in Deutschland droht uns aber möglicherweise nächstes Jahr der Ultragau, der selbstverständlich genauso unmöglich ist wie der jetzige Supergau in Japan (warum man aber dann UNMÖGLICHE Riskien nicht trotzdem einfach mal versichert, verstehe ich dann nicht ganz. UNMÖGLICHE Risiken sollten doch in den Prämien sehr günstig liegen, sie treten doch einfach NIE ein. Offensichtlich ist der Supergau nicht mehr UNMÖGLICH, wenn es ums Geld geht).

Zum ULTRAGAU 2012 muß ich weiter ausholen. Das Datum 2012 ist natürlich „gefährlich“, weil … es esoterisch verseucht ist. Weltuntergänge werden erwartet. Ganz unesoterisch kommt die NASA daher, siehe shortnews vom Oktober letzten Jahres:

Die NASA warnte kürzlich in einer Studie vor einem gefährlichen Sonnensturm auf der Sonnenoberfläche, der die Erde treffen könnte. Nach neuesten Erkenntnissen wird er aber vermutlich so gewaltig sein, dass er eine Zerstörung der Stromnetze auf der gesamten Erde auslösen kann.

Die NASA erklärte, dass bereits in den Jahren 1859 und 1921 geomagnetische Stürme Telegrafenleitungen völlig außer Kraft setzten. Ein Sonnensturm mit größerem Kraftfeld könnte heute noch weitaus schlimmere Folgen haben. Menschen wären ohne Transportmöglichkeiten, Kommunikation und Strom.

Das wiederum hätte schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, denn dieser Zustand würde uns als Geiseln in einem elektrischen Kollaps festhalten. Der gegenwärtige Sonnenzyklus wird als einer der intensivsten bezeichnet, der je in den letzten 400 Jahren registriert wurde.

Wenn denn dann … alle Menschen keinen Strom mehr haben, ja sogar gar kein Strom mehr fließen kann, weil einfach die Leitungen kaputt sind … verwandeln sich dann nicht weltweit alle Nuklearrektoren in großer Verbrüderung in kleine Dreckschleudern, weil ALLE SICHERHEITSSYSTEME AUSFALLEN – wie jetzt in Japan?

Ich weiß, das kann nicht passieren. Der Drei-Punkte-Plan zur Rettung des Reaktors (tarnen, täuschen und vertuschen) wird verhindern, das wir überhaupt etwas darüber erfahren.

Und angesichts des moralischen und ethischen Supergaus, den wir momentan neben dem nuklearen Supergau hinsichtlich von Verantwortung und Kompetenz in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erleben, können wir zumindest sicher sein, das wir erst drei Jahre später über das Ende der Welt informiert werden – wenn überhaupt. Und möglicherweise spielen die Verantwortlichen gerade deshalb so enorm auf Zeit, legen ihre atombombensicheren Saatguttresore an und … kriegen dann doch Panik, wenn es jetzt schon losgeht.

Wahrscheinlich sind sie aber einfach nur dumm und gierig, denn laut Manager-Magazin planen sie ja in den USA schon ganz viele neue Reaktoren:

Der Bau neuer Kernkraftwerke ist eines der wenigen großen Vorhaben, auf die sich Demokraten und Republikaner derzeit in Washington ohne viel Gefeilsche verständigen können. Barack Obama hat in die Budgetvorlage für den Haushalt 2012 rund 36 Milliarden Dollar Kreditgarantien für den Bau neuer Atomkraftwerke eingeplant, mit Unterstützung der Republikanischen Opposition. Nach dem Unfall im Kraftwerk von Three Mile Island in Pennsylvania 1979 wurden 30 Jahre lang keine neuen Genehmigungen für den Bau solcher Kraftwerke erteilt.

Doch bis 2020 sollen vier neue Reaktoren in Georgia, Tennessee und South Carolina ans Netz gehen.

Wir kriegen schon noch unseren Weltuntergang (oder unser „Parasitenausrottungsprogramm“). Die „Heilige Allianz der Unfehlbaren“ aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wird schon dafür sorgen – aber kurz bevor sie merken was läuft, kriegen sie dann doch wieder Panik.

Und schon weiß man, warum in Deutschland gestern noch „hochsichere“ Kernkraftwerke in Massen abgeschaltet werden.

Die waren nie sicher, die sind nicht sicher und die werden niemals sicher sein.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Aus der Redaktion HOTSPOT

Liebe Zuschauer,

am 12.03.2011um 09.00MEZ hat die Redaktion von HOTSPOT unten stehende Protestmail an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel verschickt.

Wir fordern Euch auf, es uns gleich zu tun und den Text – mit eigener Signatur versehen – an das Bundeskanzleramt zu versenden (http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Service/Kontakt/kontakt.html). Eine Katastrophe wie in den Japanischen AKW`s ist auch in Deutschland jederzeit möglich! Insbesondere die kerntechnischen Anlagen im Bereich des Rheingrabens sind hoch gefährdet! So ist zum Beispiel das AKW Biblis nicht erdbebensicher, obwohl es in einem Gebiet errichtet wurde, in dem es schon häufiger zu Erdbeben der Stärke 6+ gekommen ist. Gleichzeitig ist der Zivilschutz in Deutschland schlechter ausgestattet und organisiert als in Japan, ist unterfinanziert und verfügt nicht über ausreichendes Personal, so das eine ähnliche Katastrophe wie in Japan hier absolut nicht gehandhabt werden könnte. Bereits ein schweres Unwetter führte in Biblis vor einiger Zeit zum Ausfall der Kühlsysteme, so dass die Gefahr einer Kernschmelze bestand! Würde sich eine solche in Biblis ereignen, würde der gesamte Rhein-Main-Raum massiv verstrahlt und unbewohnbar, während die Zivilschutzbehörden mangels entsprechender Vorsorge nicht in der Lage wären, die Bevölkerung zu evakuieren! Wir meinen, die Profite der vier großen Konzerne, welche in Deutschland mit ihren AKW gigantische Gewinne einfahren, rechtfertigen nach den Erfahrungen mit der Jpanischen Katastrophe nicht länger den Weiterbetrieb dieser hochgefährlichen Anlagen mitten in einem dicht besiedelten Gebiet.

Handelt jetzt! Bevor Deutschland unbewohnbar gemacht wird.

Verbreitet die Mail bitte auch über Eure eigenen Verteiler.

Mit freundlichenen Grüßen

Karsten F.G. Müller
für die Redaktion

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel,

in Anbetracht der Tatsache, dass sich sämtliche Sicherheitsvorkehrungen japanischer Kernkraftwerke in Hinsicht auf die vorhersehbare Gefahr eines Erdbebens als unwirksam erwiesen haben;
in Anbetracht der Tatsache, das diese Kernkraftwerke bisher als mit die sichersten und modernsten der Welt galten;
in Anbetracht der Tatsache, dass deren Sicherheitsstandards – insbesondere hinsichtlich der Erdbebensicherheit – die der älteren deutschen kerntechnischen Anlagen teilweise bei weitem übertreffen;
in Anbetracht der Tatsache, dass sich deutsche kerntechnische Anlagen zum Teil ebenfalls in Erdbebengefährdeten Gebieten befinden;
in Anbetracht der Tatsache, dass diese Kerntechnischen Anlagen nur bis zu einer Erdbebenstärke ausgelegt sind, welche in der Vergangenheit dort schon deutlich übertroffen wurden;
in Anbetracht der Tatsache, dass Ihnen als Physikerin diese Sachverhalte bekannt sind und – vor allen Dingen –
in Anbetracht der Tatsache, das sie als Bundeskanzlern in ihrem Amtseid geschworen haben, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden,
fordern sie die Unterzeichnenden auf:

1. als Sofortmaßnahme unverzüglich alle AKW vor Bj.1980 abschalten zu lassen;
2. die Laufzeitverlängerungen für alle AKW in Deutschland unverzüglich zurückzunehmen;
3. alle kerntechnischen Anlagen, welche nicht der medizinischen Versorgung der Bevölkerung dienen, binnen Jahresfrist stillzulegen, da eine hinreichende Sicherheit im Katastrophenfalle – wie sich jetzt in Japan zeigt – nicht zu gewährleisten ist.

Die Unterzeichnenden weisen Sie darauf hin, das im Falle des Weiterbetriebes dieser kerntechnischen Anlagen, Sie persönlich haftbar gemacht werden, sollte sich eine Katastrophe wie in Japan auch in Deutschland ereignen!

Hochachtungsvoll
für die Redaktion
i.A.
Karsten F.G. Müller
Redaktionsleiter HOTSPOT
www.Lokalfilmer.de

http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Service/Kontakt/kontakt.html

pervers

Quiche Lorraine

Genau das, was Japan am meisten braucht: eine strahlende Wolke, die in Richtung Tokio fliegt. 35.000.000 Menschen dort haben wahrscheinlich keine Ahnung, was zu tun ist, vor allem keine Ahnung haben, wohin sie gehen sollen. Geradezu „niedlich“ mutet es an, am Fernseher zu beobachten, wie Wertpapierhändler an der Tokioter Börse sich mit einem Mundschutz vor dem Einatmen radioaktiver Partikel zu schützen versuchen. Und immer noch gibt es Menschen, die glauben, Atomkraftwerke seien sicher, vertrauen Wissenschaftlern und Politikern, lehnen sich zurück in den Sessel und schauen Seifenopern und Game-Shows; eine perverse Art von Komfort. Wie wäre es jetzt mit einem Stück Quiche Lorraine?

Horst Chomyn
louemol

Kernschmelze in Japan: Desinformation und Gewaltausübung zur Kostenminimierung des GAU

Normale Menschen kennen ja den Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Nehme ich einen Hammer und haue mir damit auf die Hand, so empfinde ich Schmerzen. Deshalb lasse ich das. Ausser – ich bin Politiker. Dann mache ich das einfach mal und hoffe, das das schon irgendwie gut geht. Vorsichtshalber … nehme ich aber dann auch lieber die Hand von irgendjemand anderem  – zum Beispiel die von Arbeitslosen. Das wäre ja auch so ein Beispiel. Nachdem die Regierung nach jahrzehntelangem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit fast nichts versucht hat, was Erfolg versprochen  hätte, kam man auf die glorreiche Idee: „Wir überlassen die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit einfach den Arbeitslosen selbst! Sollen die doch sehen, wie die damit fertig werden, dann haben wir mehr Zeit für schöne Dienstreisen und Gespräche mit unserem Anlageberater! Und wenn den Arbeitslosen nichts einfällt – kürzen wir denen einfach mal den Regelsatz„. „Führen mit Druck“ nannte man das früher – oder auch „Schwarze Pädagogik“. Würde man im Management oder in der Schule nicht mehr anwenden, aber dort gelten ja auch langsam wieder Menschenrechte.

Auch wenn es um elementar wichtige Fragen geht, um Leben und Tod von Millionen Menschen wirkt das nassforsche Prinzip des neudeutschen Jungpolitikers: „Wird schon gut gehen„.  Deshalb baut man in einem Land, das auf drei- bis vier tektonischen Platten steht auch einfach mal ein paar Atomkraftwerke, obwohl man laut dreisat ziemlich genau weiss, das das enorme Risiken bedeuten kann:

In den nächsten 50 Jahren wird Tokio mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit durch ein Erdbeben der Stärke 7 zerstört. Zu dieser Prognose kommt ein Team japanischer Wissenschaftler. Es hat im Auftrag der Regierung die Erdbeben der letzten 120 Jahre in Japan untersucht und die Wahrscheinlichkeit für das nächste große Beben mit einem neuen statistischen Modell errechnet. Beben der Stärke 7 sind heftig genug, um Gebäude niederzureißen und große Verwüstungen anzurichten.

Wozu also noch die Aufregung, wenn es dann mal wirklich passiert? War doch klar, das es irgendwann auch mal zu berstenden Atomkraftwerken kommen kann, erst recht, wenn eine Hochrisikotechnologie mit den ökonomischen Zwängen der Kostenminimierung kollidiert.  Sicherheit ist teuer – aber „teuer“ ist schlecht für die Rendite. Und für die leben wir ja. Wenn man also einen Konzern Atomanlagen betreiben lässt, dann darf man sich nicht wundern, wenn der aus Kostengründen mal „Fünfe gerade“ sein lässt, wie in der FR zu lesen:

Auch Asiens größter Stromversorger Tokyo Electric Power (Tepco), der drei große Nuklearkomplexe mit 17 Reaktorblöcken betreibt, stand immer wieder wegen der Informationspolitik am Pranger. In mindestens zwei Fällen wurden einige für Genehmigungen notwendige Reaktordaten sowie Schadensberichte aus ihren Atomkraftwerken gefälscht oder unterschlagen. 2003 musste Tepco deswegen alle 17 Reaktoren für eine Sonderprüfung abschalten. Tepco-Anlagen wurden mehrfach bei Erdbeben beschädigt.

Fälschungen, Unterschlagungen, Schlamperei – typische Erscheinungsformen der weitflächtig auftretenden Kostenminimierungen. Hauptsache: billig. Damit genug für die eigene Tasche übrig bleibt … und für Beteiligungen an Aufsichtsorganen, womit wir auf einmal mitten in Deutschland sind, wo Bundeskanzlerin Merkel – Gerüchten zu Folge – schon ganz deutliche Akzente für die Zukunft setzt. Laut Nachrichten heute startet hier gerade eine brandneue Kampagne:

Angela Merkel an die Atom-Lobby: Sofort Aufklärungskampagne starten „Deutschland, Du kannst ruhig schlafen“

Diese Kampagne brauchen wir auch ganz dringend, denn unsere AKW´s sind nicht weniger unsicher gebaut als die der Japaner, so lese ich bei Oekonews.at:

Greenpeace warnt außerdem anlässlich des Reaktorunfalls in Fukushima vor einer ähnlichen Katastrophe an Österreichs Grenzen. Der Umweltschutzorganisation liegen Information vor, dass die Standorte des slowenischen Atomkraftwerks Krsko 1 sowie des Alt-AKW Neckarwestheim 1 in erdbebengefährdeten Gebieten liegen.
Zudem weisen beide Atomkraftwerke besorgniserregende Sicherheitsmängel auf.

„Ein Erdbeben in Slowenien oder Deutschland könnte zu einem GAU mit verheerenden Folgen auch in Österreich führen. Es ist höchste Zeit, dass Umweltminister Berlakovich aktiv wird und die Schließung von Krsko 1 erwirkt sowie die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke verhindert“, mahnt Greenpeace Anti-Atom-Sprecher Niklas Schinerl.

Der Standort von Krsko gehört zu den seismisch ungünstigsten Standorten, die es für ein Atomkraftwerk in Slowenien gibt. Greenpeace warnt, dass Krsko einem stärkeren Erdbeben nicht standhalten würde. Erst 1976 kam es in der Region zu einem Erdstoß der Stärke 6 (nach Richter). Der Schweizer Erdbebendienst stuft Slowenien als ein Gebiet ein, in dem es jederzeit zu einem Beben mit erheblichen Gebäudeschäden und dem Verlust von Menschenleben kommen kann.

Ähnliches gilt für den deutschen Reaktor Neckarwestheim 1, der auf einem Erdbebengebiet steht. Beim Bau des zweiten Reaktors am Gelände von Neckarwestheim 1 wurden vermehrt Stimmen laut, die den Standort als geologisch ungeeignet eingestuft haben, da durch Gesteinsaufbau und Grundwasserverhältnisse die Gefahr einer Hohlraumbildung unter dem Reaktor befürchtet wurde.

Kaum zu glauben, oder? Wir haben hier die gleichen Atombomben herumstehen wie die Japaner. Wir bauen die mit der gleichen „wird-ja-schon-gutgehen“ Einstellung wie die. Und wir sorgen dafür, das das auch erstmal nicht auffällt, wie Lobbycontrol berichtet:

Das Politmagazin Kontraste hat in seiner letzten Sendung am 15.07. über die Verbindung von TÜV Süd und der Atomindustrie berichtet. Demnach sind unter anderem die Energiekonzerne E.ON,Vattenfall und EnBW Mitglieder im TÜV Süd e.V., der über zwei Drittel der Aktien der TÜV-Süd AG besitzt.
Die Verbindung ist brisant, weil der TÜV Süd für die “Prüfung” der Atomkraftwerke zuständig ist und dessen Unabhängigkeit hier in Frage gestellt werde kann.

Niemand käme auf die Idee, eine Arbeitslosenselbstverwaltung ins Leben zu rufen, die ihr eigenen Regelsätze bestimmen dürfte, aber die „freiwilligen Selbstverpflichtungen der Industrie“ sind bei uns gängiges Mittel der Politik, und das die Energiekonzerne ihre eigene Sicherheit selbst überprüfen ist im Rahmen der Kostenminimierung doch nur zu selbstverständlich.

Wir haben jetzt Montag, den 14. März 2011. Ein weiteres Atomkraftwerk in Japan ist augenscheinlich explodiert. Was wir aber momentan immer noch nicht wissen ist: was ist da eigentlich los? Was wir aber wissen ist, das wir momentan nach Strich und Faden belogen werden – wie üblich, hierzu in der Welt:

Der Unternehmer und frühere Journalist Yasumitsu Yamada ist bis auf wenige Kilometer an das schwer beschädigte Kernkraftwerk Fukushima Eins herangekommen. „Die Polizei hat mich nicht zurückgehalten. Es gab keine Straßensperren, wie es im Fernsehen verkündet wurde“, erzählte er der Deutschen Presse-Agentur am internationalen Flughafen Tokio-Narita. „Was in den Nachrichten gesagt wird, ist völlig falsch.“

Darum … wissen wir auch immer noch nichts Konkretes, trotz Internet, Handy, Fernsehen, Radio und tausender rasender Reporter. Alle Nachrichtenkanäle werden – augenscheinlich der bisherigen Informationspolitik des Betreiberkonzerns bewußt und gezielt – mit Lügen oder Halbwahrheiten verstopft. Auch die Regierung befleissigt sich, alle im Unklaren zu lassen:

Die Regierung verhindere, dass Aufnahmen und Bilder aus den Katastrophengebieten, die Chaos und Panik zeigten, in den Medien verbreitet würden. Auch ihn habe die Polizei davon abhalten wollen zu fotografieren, sagte der aus der Stadt Nagoya stammende Augenzeuge.

Das Regierung und Polizei so reagieren, sollte man unbedingt gesondert für die Nachwelt festhalten – nur für den Fall, das es noch Zweifler gibt, die nicht glauben, das sich die Wahrheit schon längst der Rendite unterordnen muss. Ein anderer Welt-Artikel klärt darüber auf:

Mit bangen Blicken schaut die Welt auf Japan. Neben den menschlichen Schicksalen sorgen sich Ökonomen rund um den Globus auch um die wirtschaftlichen Folgen der Erdbebenkatastrophe. Sollte eine Atomkatastrophe ausbleiben, wären die langfristigen Folgen des Bebens für die Weltwirtschaft kaum spürbar. Kommt es aber zu einem Super-GAU, droht der japanischen Wirtschaft ein Abschwung, der auch die Nachbarländer der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt in eine Rezession stürzen könnte.

Ich würde sagen, das sich die Ökonomen einen feuchten Kericht um die menschlichen Schicksale kümmern – einfach mal unsere Arbeitslosen fragen, wie sehr von ökonomischer Seite berücksichtigt wird, das hinter jeder Arbeitslosigkeit ein bedauernswertes menschliches Schicksal steht. Was aber für uns ein menschliches Schicksal ist, ist für den Ökonom ein Konjunkturprogramm:

So apokalyptisch die Bilder aus Japan wirken, die Folgen solcher Katastrophen sind – rein wirtschaftlich – mittel- und langfristig meist gering oder wirken gar wie ein ungeplantes Konjunkturprogramm.

Katastrophen bringen Wachstum. Das ist die nüchterne Sicht von Ökonomen. Nur halt so ein Atom-Gau … der könnte die Leute verunsichern.

„Eine große Krise in Japan könnte wichtige Länder in Fernost bremsen. Und vor allem könnten die psychologischen Folgen eines Super-GAUs beträchtlich sein“, sagt Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. Die Katastrophe trifft die Weltwirtschaft in einem ungünstigen Moment. Zwar ist das globale Wachstum intakt. Doch die Weltwirtschaft muss derzeit die Folgen des zuletzt stark gestiegenen Ölpreises verdauen. Zusammen mit dem Ölpreisschock könnte die Erdbebenkatastrophe ein Gemisch erzeugen, das die gute Stimmung in vielen Industrie- und Schwellenländern merklich abkühlen könnte.

Und damit die „gute Stimmung“ nicht leidet, muß man der Wahrheit eben etwas Gewalt antun. Aber dafür ist Regierung ja da – zur Gewaltausübung. Und darum wissen wir eigentlich nicht wirklich, was in Japan los ist. Wir wissen auch nicht, wie sicher unsere Atomkraftwerke sind. Ja – wir wissen ja noch nichtmal, wie viele Arbeitslose wir momentan wirklich haben … obwohl die alle irgendwo elektronisch erfasst sind.

Was aber wirklich los ist in Fukushima kann man vielleicht aus dem Verhaltens der US-Navy schließen, wie der Spiegel berichtet:

Die US-Navy hat ihre Schiffe und Flugzeuge den Kurs ändern lassen. Man habe sie zurückgezogen, nachdem der Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ rund 160 Kilometer vor der Küste Radioaktivität gemessen habe, teilte die siebte Flotte mit. Die Menge der Strahlung habe ungefähr der Menge entsprochen, der man in einer normalen Umgebung in einem Monat ausgesetzt sei. Die Schiffe und Flugzeuge waren in Richtung des Unglückskraftwerks Fukushima unterwegs.

Die Schiffe der US-Navy sind ausgestattet, die Folgen eines Atomkrieges zu überstehen. Wenn die abdrehen … ist das ein sehr schlechtes Zeichen.

Wem das aber noch nicht ausreicht, der sollte sich diese Nachricht aus der Welt nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen:

Die Botschaften mehrerer europäischer Staaten in Japan legen ihren Bürgern wegen drohender Nachbeben und eines möglichen GAU im beschädigten Kernkraftwerk Fukushima die Ausreise nahe. Die Deutschen im Krisengebiet und im Großraum Tokio/Yokohama werden aufgefordert zu prüfen, „ob ihre Anwesenheit in Japan derzeit erforderlich ist, und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, ihre Ausreise aus dem Land in Erwägung zu ziehen“.

Tokio ist 289 Km Luftlinie von Fukushima entfernt. Was raten die Botschaften … diskret?

„Bloß´ raus da!!!“

Tsunami und Kernschmelze in Japan: Lügen, Verschwörungen – und der schwarze Montag an der Börse

Es sind schon schlimme und erbärmliche Tage. In der Zeit umfassendster Information versuche ich seit gestern vergeblich  zu erfahren, was denn da in diesem Atomkraftwerk los ist, ob es da eine Kernschmelze gegeben hat. Was ich erhalte, sind Regierungserklärungen: „Kernschmelze? Welche Kernschmelze? Wir haben da unten noch nicht mal mehr ein Atomkraftwerk!“.

Die Welt formuliert das dann so:

Fukushima erhält Stufe 4 von 7 auf Störfallskala Nach der Explosion in dem AKW Fukushima in Japan droht ein GAU. Es wurde bereits mehr Radioaktivität gemessen als erlaubt. Trotzdem soll alles unter Kontrolle sein.

Ich hatte Bilder gesehen – japanisches Fernsehen – die zeigten, mit welch´ unglaublicher Wucht das Kraftwerk zerfetzt wurde. Da beruhigt es mich sehr, das ich jetzt die Nachricht erhalte, das „alles unter Kontrolle ist“, nur ein „Störfall Stufe 4“, man beginne ja auch schon wieder mit den Aufräumarbeiten.

Ich mußte ein längeres Telefonat führen, als die Meldungen von dem Tsunami hereinkamen. Eine zehn Meter hohe Welle in einem der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde? Ich habe sofort mit hunderttausend Toten gerechnet … vielleicht sogar mit Millionen Toten. Wie viele es wirklich waren, werden wir nie erfahren – nicht nur, weil die rücklaufende Welle die Leichen einfach mit sich gerissen hat, sondern auch, weil unsere Kultur erstmal ihren Gottesdienst leisten muß: oberstes Gebot von allem ist: „Schützt die Börse“. Deshalb tritt auch gleich Untergebot Nr. 1 in Kraft: Unangenehme Nachrichten dürfen niemals unkontrolliert an die Öffentlichkeit gelangen.

Hören wir das Marktorakel dazu:

Japan hat offenbar auf „Bitten“ der USA, die Weltöffentlichkeit über die wahren Ausmasse des Erdbebens nicht ausreichend informiert.

Erst jetzt erfahren wir, wie beim letzten Tsunami, dass es nicht hunderte Menschen, sondern bereits  zehntausende und mehr Menschen vermisst werden.
Ganze Städte sind verschollen.
Alles ist viel, viel schlimmer als man uns weismachen wollte.
Aber eines hat man doch geschafft: Einen schwarzen Freitag zu vermeiden.

Das die Nachrichten lange Zeit von überraschend wenig Toten sprachen, kann ich bestätigen. Ich war überrascht (und bin es heute noch) das niemand mal mutig die Millionengrenze anvisiert – damit sollte man angesichts der Umstände rechnen. Ebenso sollte man wohl mit einem schwarzen Montag rechnen, wie das Marktorakel weiter ausführt:
Nach der Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist es am Samstag im außerbörslichen Handel zu panikartigen Aktienverkäufen gekommen.
Bei der Wertpapierhandelsbank „Lang und Schwarz“ in Düsseldorf wurden Papiere des Versicherungskonzerns Allianz und des Energieversorgers EON mit den größten Abschlägen gehandelt. Beide Werte gingen gegenüber dem Freitagsschluss bis 10:30 Uhr rund vier Prozent nach unten. Auch alle anderen im DAX notierten Aktien ließen nach.
Quelle: dts Nachrichtenagentur

Da brennen dann wohl die Schreibtische an der Börse. Schon irgendwie pervers, wie diese Geldwelt so denkt. Ich fand es unangemessen angesichts der Katastrophe sofort nach dem Geldbeutel zu schielen. Immerhin waren zu dem Zeitpunkt ja schon vier oder fünf Menschen dem Tsunami zum Opfer gefallen, da berichtet der Spiegel:
Tokio – Es kam eine Viertelstunde vor Börsenschluss: Das schwere Erdbeben in Japan hat am Freitag die Kurse an der Tokioter Aktienbörse kräftig ins Minus gedrückt. Der Betrieb an den Märkten lief zwar weiter, aber die Anleger wollten wegen der schweren Erdstöße offenbar ihr Risiko reduzieren – als sicher geltende Staatsanleihen verbuchten einen Kurssprung.

Der Yen geriet dagegen stark unter Druck. Die japanische Währung fiel gegenüber dem Dollar auf ein Tagestief von 83,29 Yen, nachdem sie zuvor bei 82,80 Yen gelegen hatte. Der Nikkei-Index schloss 1,7 Prozent schwächer auf einem Fünf-Monats-Tief von 10254,43 Punkten.

Das erinnerte mich dann auch gleich an die erste Verschwörungstheorie, die mich fast zeitgleich erreichte, aber wohl noch nicht im Netz publik ist. Ich hatte bislang kein Interesse die Details zu kontrollieren, aber angeblich wollte Japan den Yen weltweit als Alternativwährung zum Dollar ausbauen. Das war den „Entscheidern“ dann zuviel: wieder gab es einen Schlag mit der Erdbebenwaffe. Nach dem Ausstieg von Pimco konnte wollte man eine weitere „Ohrfeige“ (siehe N-tv) nicht mehr hinnehmen – die war eigentlich schon zuviel.
Der Fonds Total Return des weltgrößten Anleihen-Investors Pimco hat sich von sämtlichen US-Staatsanleihen getrennt. Der Schritt ist das bislang stärkste Signal dafür, wie negativ einige Investoren Schuldenpapiere des Staates USA inzwischen bewerten.

Zudem hat so ein lauter Knall enorme Vorteile: er lenkt ab von der strategischen Neuorganisation des arabischen Raumes, denn während wir immer noch versuchen herauszufinden, was denn da mit diesem Atomkraftwerk los ist und uns vor den realen Opferzahlen des Tsunamis fürchten, erobert sich die Nato – mal wieder ohne angegriffen worden zu sein – die Lufthoheit über die Ölreserven Lybiens, so berichtet rian.ru am 1. März:
Im Fernsehsender Fox News teilten Pentagon-Sprecher am Montag mit, die USA verlegen ihre Flugzeugträger näher an die libysche Küste heran. So hat jetzt die Enterprise, die zur Bekämpfung von Piraten vor der Küste Somalias kreuzt, Kurs auf den Suezkanal genommen und soll sich weiter in Richtung Libyen bewegen.

Dafür braucht man Flugzeugträger … zum Kampf gegen Piraten und Diktatoren. Offenbar vermutet man eine Bedrohung aus dieser Richtung auch in Japan, denn Folgendes findet man in der Märkischen Allgemeinen:
Die USA schicken unter anderem einen Flugzeugträger nach Japan. Er solle die Hilfsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami unterstützen, sagte Präsident Barack Obama auf einer Pressekonferenz. Obama hatte am Morgen auch mit dem japanischen Regierungschef Naoto Kan telefoniert. Der US-Präsident nannte Japan einen der „stärksten und engsten“ Verbündeten der USA.

Was man da jetzt mit ein- und zweisitzigen Kampfflugzeugen soll, verstehe ich noch nicht. Vielleicht nur nachschauen, ob die Stilllegung des Reaktors gelungen ist, geplant war sie laut N-Tv ja wirklich für diesen Monat:
Inzwischen wurde bekannt, dass der Betrieb des Reaktors 1 des Meilers Fukushima 1 nach etwa 40 Jahren in diesem Monat den Betrieb eingestellt werden sollte. Eine Datenbank des Forschungszentrums Nuclear Training Centre (ICJT) in Slowenien nennt als „erwartetes Datum der Stilllegung“ den März 2011.

Das nennt man nun das „Informationszeitalter“. Man wird hinfortgespült von Daten und Fakten und muß vor allem damit rechnen, das im Dienste der Börse die Hälfte davon noch „frisiert“ wurde, schick gemacht für den Auftritt vor der Weltöffentlichkeit. Da lobe ich mir doch die klaren Worte des ehemalitgen Chefs der deutschen Atomaufsicht, ebenfalls in dem Bericht bei n-tv:
Der ehemalige Chef der Atomaufsicht in Deutschland, Wolfgang Renneberg, sieht keine Chance mehr für eine Kontrolle des Meilers Fukushima 1. „Das ist das klassische Szenario, das den sogenannten Super-GAU umschreibt“, sagte Renneberg. Eine Kühlung des Reaktors sei offenkundig nicht mehr möglich, die Batterien zur Versorgung des Systems müssten am Samstagmorgen erschöpft gewesen sein. „Das ist das, was in manchen Kinofilmen inszeniert wurde.“ Japan bliebe offenkundig nur noch der Katastrophenschutz wie Evakuierungen oder das Verteilen von Jod-Tabletten. „Das sind aber keine Maßnahmen mehr, um den Reaktor zu kontrollieren.“ Aufgrund der großen Entfernung werde Deutschland aber von Radioaktivität praktisch nicht getroffen werden. China und Russland seien dagegen gefährdet.

Das ist dann aber schon ein schön praktischer Zufall: die in den letzten Monaten sehr lästig gewordenen Chinesen und die immer noch irgendwie argwöhnisch beäugten Russen werden in Zukunft dann ganz schön zu tun haben.

Ich weiß nicht, ob es so etwas wie Erdbebenwaffen gibt – das sollen mal Physiker oder Okkultisten unter sich ausdiskutieren. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist: es fängt gerade an eng zu werden für die Räuberelite in den USA.

Lauschen wir etwas Michael Moore in jungewelt:

Im Gegensatz zu dem, was die Machthaber euch glauben machen wollen, damit ihr auf eure Rente verzichtet, selbst eure Löhne kürzt und euch mit einem Lebensstandard aus der Zeit eurer Großeltern zufrieden gebt, ist Amerika nicht pleite. Bei weitem nicht. Das Land quillt über vor Reichtum und Geld. Das Problem ist nur, daß es nicht in eure Hände gelangt. In einem der größten Raubzüge in der Geschichte ist der Reichtum von den Arbeitern und Konsumenten zu den Banken und Portfolios der Superreichen transferiert worden.

Das gilt nicht nur für die USA – wie wir Deutschen aus eigener Erfahrung beitragen können.

Heute verfügen nur 400 Amerikaner über den gleichen Reichtum wie die Hälfte aller US-Bürger zusammen.

Laßt mich das wiederholen: 400 absolut reiche Leute, von denen die meisten auf die eine oder andere Weise von der Multibillionendollar-Rettungsaktion des Jahres 2008 aus Steuermitteln profitierten, verfügen jetzt über genausoviel Zaster, Aktien und Eigentum wie das Vermögen von 155 Millionen US-Amerikanern zusammengenommen. Wenn ihr es nicht über euch bringt, das einen finanziellen Putsch zu nennen, dann seid ihr einfach nicht ehrlich bezüglich dem, was ihr im tiefsten Innern als Wahrheit empfindet.

Diesen Putsch haben wir auch kennengelernt.

Ihr in Wisconsin habt den schlafenden Riesen geweckt, die Werktätigen der USA. Schon bebt die Erde unter den Füßen derer, die das Sagen haben. In allen 50 US-Bundesstaaten sind viele Menschen von eurer Botschaft begeistert, die da lautet: Wir haben die Schnauze voll! Soll uns niemand mehr weismachen, Amerika sei pleite oder bankrott. Das Gegenteil ist der Fall! Wir sind reich an Talenten und Ideen, haben den Willen, etwas anzupacken, und wir empfinden Liebe und Mitgefühl für all jene, die unverschuldet in Not geraten sind. Auch sie sehnen sich nach dem, wonach wir alle uns sehnen: Wir wollen unser Land zurück! Wir wollen unsere Demokratie zurück!

Man sollte sich diese Worte mal in Ruhe zu Gemüte führen und sich überlegen, wie sich die Räuberallianz der Superreichen dabei fühlt. Ist es wirklich so undenkbar, das die … ein wenig Endzeit unter das aufmüpfige Volk bringen wollen? Hätten sie so eine Erdbebenkeule … wären sie nicht gerade jetzt versucht, das Volk mal wieder unter Kontrolle zu bringen?

Es wäre eine haltlose Spekulation, die als solche schon zu vermeiden ist – sie würde allerdings erklären, weshalb alle wie verrückt dem Geld hinterherrennen, so als wäre das Ende der Welt nah – nur nicht für jene, die genug Kapital haben, sich frei zu kaufen. Diese blinde Gier scheint mir nicht weniger verrückt zu sein als die verrücktesten Verschwörungstheorien … deren pauschale banale Ächtung durch den Milliardärsfunk eher darauf hindeutet, das sie mehr als ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Warten wir also ab, ob man uns im Laufe des Tages noch für würdig erachtet, zu erfahren, ob es nun in einem oder zwei Reaktoren zu einem oder zwei kleineren oder größeren Kernschmelzen gekommen ist, oder ob man der Meinung ist, das wir noch nicht reif genug sind für solch wichtige Nachrichten. Sollen wir weiterhin glauben, das die am Besten gesicherten und kontrollierten Einrichtungen der westlichen Welt so unüberwacht sind, das wir uns nur mit Hilfe von Kristallkugeln und Tarotkarten der Wahrheit nähern können?

Wahrscheinlich wird man aber versuchen, die Meldungen über die Kernschmelze (eine, zwei oder … drei?) solange zurückzuhalten, bis sich gezeigt hat, das der Schwarze Montag vermieden werden konnte.

Mir würde das als „Verschwörungstheorie“ vollkommen reichen. Und das da jetzt ein Flugzeugträger herumschwimmt, der … nebenbei … dezent auf die Wünsche der Wall Street bezüglich der Informationspolitik der japanischen Regierung hinweist, wird auf einmal plausibel.

 


Neues aus Japan – eine kleine Presseschau

Radioaktivitätsmessnetz des Bundesamtes für Strahlenschutz

Ein paar Livestreams aus Japan sehen wir hier.

Tagesschau:
Explosion und Kernschmelze in AKW

Fefe hat eine ganze Menge an Informationen zusammengetragen – zu viele um sie einzeln zu verlinken:
blog.fefe.de

Alles Schall und Rauch (im wahrsten Sinne des Wortes):
Atomanlage in Fukushima explodiert

Analyse + Aktion:
Radioaktivität tausendfach gestiegen, Fukushima
Bei zweitem Atomkraftwerk in Japan ist die Kühlung ausgefallen, Name: Fukushima II

Basler Zeitung:
Japan ruft weiteren atomaren Notstand aus

ausgestrahlt.de
Das Bundesumweltministerium betreibt eine unerträgliche Desinformationspolitik. Auch die japanische Regierung hatte behauptet, ihre AKW seien erdbebensicher…

Telepolis:
In Fukushima I tritt radioaktives Cäsium aus
Reaktorhülle abgesprengt?

Und aus der Milliardärspresse:

Stern:
+++ Live-Ticker – Nach dem Erdbeben in Japan +++

T-Online:
Nukleare Katastrophe bahnt sich an

Spiegel online:
+++ Liveticker +++

Welt Online:
Erdbeben in Japan heizt neue Atomdebatte an

FAZ:
Dach und Mauern des Reaktors in Fukushima zerstört

Ein netter Kommentar, auch wenn der Autor die SPD vergessen hat, die selbstverständlich ebenfalls ohne zu zögern die AKW´s weiterlaufenlassen würde, wenn sie was zu sagen hätte:

Fukushima und das Ende konservativer Politik

 

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