Japan

This tag is associated with 38 posts

Goodbye Tokyo

meteomedia_japan_forecast

Klickt mal hier:

Japan Weather

und wählt unter den Worten „select Film“

„japan_zoom_emission_dispersion.flv“

Und dann wisst ihr, wo wir alle am Mittwoch Abend nicht sein wollen…


Wieso sehen wir das eigentlich nicht in der Tagesschau?

J_Kachelmann twittert übrigens süffisant: „Vorübergehend unpraktische Windrichtung“.

© der Abbildung: Meteomedia AG

Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan erhöht

Ja, nicht begrenzt, kein Importstopp – die Grenzwerte werden ERHÖHT. Ist das zu fassen?

Demnächst auf unseren Tischen:


Leuchtendes Gemüse aus Japan

Die Verbraucherorganisation foodwatch und das Umweltinstitut München e.V. haben die Informationspolitik der Bundesregierung über die Lebensmittelsicherheit nach der Reaktorkatastrophe in Japan kritisiert. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner verweist seit Tagen auf „verstärkte Kontrollmaßnahmen“ und „spezielle Schutzstandards“ – sie informiert die Öffentlichkeit jedoch nicht darüber, dass die EU-weit geltenden Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus den betroffenen Regionen Japans am vergangenen Wochenende deutlich erhöht wurden.

 

In ihrer Verordnung vom 25. März 2011 (siehe Seite 2) legte die EU-Kommission nun fest, dass Nahrungsmittel auch aus radioaktiv belasteten Präfekturen Japans eingeführt werden dürfen. Diese Lebens- und Futtermittel müssen dabei nicht die üblichen Grenzwerte einhalten, sondern nur noch die Höchstwerte, die für den nuklearen Notstand festgelegt wurden.

Dieses Vorgehen ist absurd. Denn von einem Ernährungsnotstand kann bei einem Lebensmittelimportanteil von 0,05 Prozent aus Japan wohl kaum die Rede sein. Die EU-Kommission nimmt also völlig unnötig eine gesundheitsgefährdende radioaktive Belastung ihrer Bevölkerung in Kauf. Statt die Verbraucher zu schützen, werden diese bewusst gefährdet.

Muß man da noch erwähnen, daß die Plutonium- und Strontium-Belastung nicht überprüft wird?

Unfassbar, wer hat die gewählt?

Hier die gemeinsame Pressemitteilung von foodwatch und dem Umweltinstitut München e.V.

Und hier ein Artikel über radioaktive Lebensmittel und Grenzwerte im Nuklearunfallfall.

Daß heißt dann wohl, schnell einen Geigerzähler kaufen. Ok, vor Juni wird das wohl nix weil sie überall ausverkauft sind. Aber dann…

 

 

Photo ©: Werner Menne.

 

Japans Zukunft

„The eruption of Mt. Fuji causes a nuclear power plant to explode and release clouds of radioactive particles.“

Gefunden bei Politaia.org

Fukushima, Bombentote, Hartz IV: Wirklichkeiten ab 18

Am Wegesrand der Medienwelt blühen manchmal sonderbare Dinge, Dinge, die man fast tagtäglich wahrnehmen kann  und doch ... werden sie kaum bemerkt. So fand ich erst kürzlich die menschliche Seele und den menschlichen Geist, den es - jedenfalls bei Kindern - zu schützen gilt. 

Anliegen dieser Grundsätze ist die wirksame Durchsetzung der im Grundgesetz verankerten Meinungs- und Informationsfreiheit, insbesondere auch der Presse- und Kunstfreiheit, in Abwägung mit anderen Grundrechten, wie dem Grundrecht von Kindern und Jugendlichen auf körperliche, geistige und seelische Unversehrtheit.

Am Wegesrand der Medienwelt blühen manchmal sonderbare Dinge, Dinge, die man fast tagtäglich wahrnehmen kann  und doch … werden sie kaum bemerkt. So fand ich erst kürzlich die menschliche Seele und den menschlichen Geist, den es – jedenfalls bei Kindern – zu schützen gilt.

Anliegen dieser Grundsätze ist die wirksame Durchsetzung der im Grundgesetz verankerten Meinungs- und Informationsfreiheit, insbesondere auch der Presse- und Kunstfreiheit, in Abwägung mit anderen Grundrechten, wie dem Grundrecht von Kindern und Jugendlichen auf körperliche, geistige und seelische Unversehrtheit.

So die Absicht der FSK-Freigabe für Filme auf Spio.de. Man sah mich etwas verwundert angesichts dieser Zielsetzung, gibt es doch offensichtlich immer weniger Geist und eigentlich gar keine Seele in der materialistischen Weltsicht der Korporatokratie. Beides stört Aufschwung und Konsum. Wo kämen wir denn hin, wenn ganz Deutschland sich gegenseitig selbst geschriebene Gedichte vorlesen würde?  Nicht auszudenken, was das für den Binnenkonsum bedeuten würde. Und die Seele? Pures Gift für einen Leistungsträger. Wäre doch undenkbar, welche Auswirkungen die Existenz einer unsterblichen Seele für die alltägliche Geschäftspraxis hätte – nachher steht man im Jenseits noch all jenen gegenüber, denen man zum Wohle der Eigenkapitalrendite hinterrücks das Fell über die Ohren gezogen hat.

Natürlich gibt es die Unken, die uns laut Welt etwas anderes verkaufen wollen:

Auch seriöse Forscher behaupten: Die Seele gibt es wirklich, und das unsterbliche Bewusstsein ist genauso wie Raum, Zeit, Materie und Energie ein Grundelement der Welt.

Die haben sogar Geist gefunden, diese Physiker:

Auch Christian Hellweg ist von dem Quantenzustand des Geistes überzeugt. Der Wissenschaftler hat sich nach dem Abschluss seines Physik- und Medizinstudiums am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen jahrelang mit der wissenschaftlichen Erforschung der Hirnfunktionen beschäftigt. Seine These bringt er wie folgt auf den Punkt: „Die Eigenschaften des Geistigen entsprechen haargenau denjenigen Charakteristika, die die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen.“

Bewußtsein, Geist und Seele … Themen, die dank der freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft auf einmal doch noch Einlass in unser Denken finden. Gut zu sehen, das man auf das Wohl von Seele und Geist wenigstens an manchen Orten der Welt noch achtet, das nicht überall die materialistische Verrohung triumphiert, die es im Übrigen auch im edelgrünen Naturgewande gibt.

Schön wäre es, wenn es so etwas auch für die Wirklichkeit gäbe und nicht nur für die Unterhaltungsindustrie. Wenn Polizisten einen vierzehnjährigen Jungen erschiessen wollen, wozu es in der Welt ein Video gibt, dann wäre das doch wohl mindestens ab 18, wenn nicht sogar ab 21? Immerhin arbeiten Politik und Wirtschaft gezielt daran, das wir solche Verhältnisse auch in Deutschland bekommen: Hartz IV fiel ja nicht vom Himmel.

Wenn wir erfahren, wie die Binnenwirtschaftskriegstreiber mit ihren Informationen umgehen, dann sollte das auch ab 18 sein – siehe Spiegel:

„Herr Schnappauf hatte seinen Laden nicht im Griff“, schimpft ein BDI-Insider. „Er überschätzt sich maßlos.“ Ganz offenbar habe der Hauptgeschäftsführer die Brisanz des Protokolls nicht erkannt – und es bedenkenlos unterschrieben. „Er hätte die betreffende Passage streichen müssen.“

Wenn was nicht paßt: einfach aus dem Protokoll streichen – schon ist es nie geschehen. Tarnen, täuschen und vertuschen – das ist inzwischen so selbstverständlich wie die üblichen Verharmlosungen des nuklearen Supergaus in Fukushima. Gestern war laut Spiegel noch das Meerwasser verseucht:

Die radioaktive Verstrahlung der Küstengewässer vor Fukushima hat einen neuen Höchstwert erreicht: Die Belastung übertraf die zulässige Grenze um das 1250fache.

Würde ein Mensch einen halben Liter Wasser mit einer solchen Jodkonzentration trinken, dann hätte er auf einen Schlag die Menge an radioaktivem Jod zu sich genommen, die er in einem Jahr aufnehmen könne.

Na, das hört sich doch noch gut an. Wer trinkt auch schon einen halben Liter Meerwasser. Heute jedoch … hört sich das schon ganz anders an, ebenfalls Spiegel:

Die Lage an der japanischen Atomruine Fukushima gerät völlig außer Kontrolle: Die Radioaktivität an Reaktor 2 ist jetzt zehn Millionen Mal höher als normal, meldet Betreiber Tepco. Die Rettungsarbeiten an dem Meiler wurden unterbrochen.

Wieviele Liter sind das jetzt genau? Also, konkret gefragt: wieviele Wassertröpfchen muß ich aufnehmen, um meine Jahresdosis zu erhalten? Kann man das noch in Zahlen ausdrücken – oder reicht ein einziger Atemzug?

Man sollte sich auch mal daran erinnern, worum es hier konkret geht und warum immer mehr Redereien den Hafen von Tokio meiden.

Die Lämmer kamen ohne Augen oder ohne Mäuler zur Welt. Bei einigen waren die Beine grotesk zusammengewachsen, andere hatten gar keine Beine. Viele waren Totgeburten. Allein in einer Nacht starben 31 Jungtiere.

Zur gleichen Zeit fand sich auf einer Weide eine tote, steife Kuh, die Beine in den Wind gestreckt. Ganz in der Nähe zogen die Yakama-Indianer Lachse mit drei Augen aus dem tiefblauen Fluss. Forellen waren übersät mit Krebsgeschwüren.

Und dann wurden die Babys krank.

So berichtet der Spiegel über die Strahlenruine Hanford. Das sollte man sich einfach mal konkret als Bild übers Bett hängen, damit man weiß, worum es hier konkret geht – nicht nur um ein wenig theoretische Strahlung, sondern um nackten brutalsten Horror, der als Film mit Sicherheit ab 18 wäre. Da lauern Bilder, die nicht gesund sind für Seele und Geist. Kein Wunder, das Leistungsträger Brüderles Satz aus dem Protokoll streichen wollten, nachdem das AKW-Moratorium nur ein Wahlkampfgag ist.

Natürlich braucht sich die Atomlobby keine Gedanken darüber machen, das ihre 500-% – Rendite in Gefahr ist. Sie haben mittlerweile Mittel und Wege, ihre Entscheidungen ganz direkt umzusetzen, wie man bei diefreiheitsliebe.de findet:

Der englischen Sunday Times ist es gelungen einen europäischen Abgeordneten der Korruption zu überführen. Die englische Zeitung konnte den östereiichischen Abgeordneten dazu bringen, dass dieser vor der Kamera aussagt, dass er zusammen mit spanischen Abgeordneten für bestimmte Gesetze stimmen würde, wenn dafür nur das nötige Geld fliesen würde.

Der AbgeordneteErnst  Strasser spricht von Netzwerken und davon wie er den spanischen Abgeordneten einweihte um den Lobbyisten den Weg zu planieren. Das er bereits 5 zahlende Kunden hätte, die Ihm jeweils 100.000 Euro im Jahr zahlen würden um von Ihm vertreten zu werden. Von sich selbst sagt er, dass er ein Lobbyist ist. Nach der Veröffentlichtung des Videos musste der Abgeordnete der ÖVP zurücktreten, seine Aussagen zeigen allerdings, dass er nicht der einzige korrupte Abgeordnete im europäischen Parlament ist.

Da kann man dann demonstrieren, Intiativen gründen, Gesetzesvorschläge einbringen – aber abgestimmt wird nach Kassenlage. So macht man heute Politik. Man wählt nur noch den Zahlungsempfänger.  So braucht es auch nicht zu wundern, das wir auf einmal wieder Bomben schmeißen – mit den üblichen Folgen, wie die Berliner Umschau meldet:

Nach den Angriffen westlicher Staaten auf Libyen wächst offenbar die Zahl ziviler Opfer. Das Fernsehen in Tripolis meldete eine hohe Anzahl von Toten durch die Luftschläge. Westliche Reporter, die sich in der libyschen Hauptstadt aufhalten, bestätigten massive Luftangriffe. Zudem seien sie von Behördenvertreter in Krankenhäuser geführt worden, in denen Verletzte liegen. Regierungssprecher Mussa Ibrahim nannte die Zahl von Hunderten toten Zivilisten seit Kriegsbeginn. Eine unabhängige Einschätzung der Lage vor Ort ist nicht möglich.

Man fragt sich, wer dafür bezahlt hat: die Wasserlobby oder die Öllobby?

Als Film? FSK ab 18, überhaupt keine Frage. Das Vertrauen in die politische Wirklichkeit wird durch solche Geschichten massiv erschüttert und Gewalt als einziges Lösungsmittel dargestellt. Die Briten haben das jetzt verstanden, da kann man sehen, wohin das führt, siehe Welt:

Bei Protesten gegen die Sparpläne der britischen Regierung haben sich Randalierer in London am Wochenende heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Hunderte vermummte Demonstranten bewarfen Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Molotowcocktails und Farbgeschossen. Mindestens 214 Menschen wurden festgenommen, 84 wurden verletzt.

Nun – für Bomben auf Zivilisten im Ausland ist ja genug Geld da, da kann man schon verstehen, das der Bürger etwas ungehalten wird.

Was – nach meinem Dafürhalten – auf jeden Fall ab 18 sein sollte, ist Hartz IV samt Folgen, so wird Oskar Negt im ORF zitiert:

Negt analysiert, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft als Ganzer, geschieht, wenn Arbeitslosigkeit droht, wenn Arbeitslosigkeit grassiert. „Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt“, sagt Negt, mit Folgen für die Psyche des Einzelnen, aber auch für das Vertrauen in die demokratischen Systeme.

Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt. Atomare Strahlung auch. Bomben erst recht. Alles Ereignisse, die Geist und Seele nachhaltig schaden können. Nochmal die FSK:

Problematisch bleibt die Vermittlung sozial schädigender Botschaften. Nicht freigegeben werden Filme, die Gewalt tendenziell verherrlichen, einem partnerschaftlichen Rollenverhältnis der Geschlechter entgegenstehen, einzelne Gruppen diskriminieren oder Sexualität auf ein reines Instrumentarium der Triebbefriedigung reduzieren. Auch die Werteorientierung in Bereichen wie Drogenkonsum, politischer Radikalismus oder Ausländerfeindlichkeit wird mit besonderer Sensibilität geprüft.

Wäre schön, wenn man auch Wirklichkeiten sperren könnte, die Gewalt tendenziell verherrlichen, weil es gegen den bösen Diktator geht, die Arbeitslose diskriminieren, Prostitution samt Kokainkonsum, Korruption und Moslemfeindlichkeit leben.

Und auf einmal … sind wir wieder in der Welt der Leistungsträger.

 

 

 

 

 

 

 

Die Woche: Im Zeichen der Krisen

An Reaktor 3 sieht es so aus, als könnte da etwas mehr kaputt sein, heißt es heute in den Nachrichten, die uns aus Fukushima erreichen. Wenn es nicht so fürchterlich schlimm wäre, könnte man über eine derart naive Berichterstattung lachen. So aber bleibt es beim Kopfschütteln. Anzunehmen, dass nach Explosionen, Bränden und unkontrolliertem Bewerfen mit Meerwasser, keine Schäden entstanden seien, grenzt schon an große Dummheit. Jetzt wird aber mit Süßwasser gekühlt. Das beruhigt.

Die Woche stand erneut unter dem Eindruck der Atomkatastrophe in Japan. Nicht zuletzt die bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und mit Abstrichen Rheinland-Pfalz werden dadurch bestimmt. Am Sonntag wird im Ländle gewählt und man hat den Eindruck, als hätte sich alles dieser Regionalwahl unterzuordnen, sogar die deutsche Außenpolitik. Mit einem klaren sowohl als auch positionierte sich die Bundesregierung zu dem Angriff der westlichen Wertegemeinschaft auf Libyen.

“Ziel dieser Mission teilen wir uneingeschränkt. Unsere Enthaltung ist nicht mit Neutralität zu verwechseln.”

Quelle: Focus Online

Das ist wohl die sprichwörtliche deutsche Bündnistreue und politische Zuverlässigkeit, die international so geschätzt wird und derentwegen Deutschland in den UN-Sicherheitsrat gewählt wurde.

Gestern nun verabschiedete der Bundestag mit den Stimmen der Koalition und der SPD eine Ausweitung des Afghanistanmandats. Künftig darf die Bundeswehr noch mehr AWACS-Aufklärungsflüge übernehmen, damit die Amerikaner ihr Personal für den Libyen-Einsatz abziehen können. D.h. auch, dass nicht nur der zivile Luftverkehr überwacht, wie immer behauptet, sondern auch militärisch aufgeklärt werde, um die Kämpfe gegen Aufständische aktiv zu unterstützen. In der Aussprache begründete der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler die Haltung seiner Partei wie folgt:

Herr Außenminister Westerwelle, ich habe den Eindruck, dass Sie ein Problem nicht verstehen. Wir alle haben in der Vergangenheit versucht, miteinander eine auf möglichst breitem Konsens gestützte Afghanistan-Politik zu verabreden. Das ist für sich schon ein schwieriges Thema. Das, was wir Ihnen vorwerfen, ist, dass Sie uns im Grunde genommen dazu zwingen, jetzt bei einer so wichtigen Abstimmung wie dieser über den AWACS-Einsatz zu überlegen, ob unsere Zustimmung nicht auch als eine Zustimmung zu Ihrer völlig verfehlten Libyen-Politik missverstanden werden kann.

Quelle: Bundestag

Die SPD sorgt sich also um ihr Image. Es soll der Eindruck vermieden werden, die Sozialdemokraten seien nur ein Wurmfortsatz der schwarz-gelben Koalition. Dabei entspricht genau das der Wirklichkeit. Wenn morgen in Baden-Württemberg gewählt wird und das Ergebnis so ausfällt, wie derzeit prognostiziert, dann kann man doch nicht ernsthaft glauben, dass die SPD einen Grünen zum Ministerpräsidenten wählt. Sie wird als Juniorpartner in einer große Koalition eintreten und einen möglichen Verzicht von Mappus auf den Posten des Regierungschefs als Erfolg verkaufen. Wer eine andere Regierung will, muss auch anders wählen.

Ein weiterer Beleg für die Selbstliquidierung der SPD war der Auftritt von Peer Steinbrück bei der am Donnerstag stattgefundenen Aussprache um die Ausweitung des Euro-Rettungsmechanismus’. Allein schon die Benennung Steinbrücks als Redner spricht Bände. Der Mann, der einer Fortsetzung der großen Koalition auch gegen die Beschlusslage seiner Partei immer das Wort geredet hatte und auf eine harmonische Zweisamkeit mit Angela Merkel zurückblicken kann, die bekanntlich immer nur an seinen Lippen gehangen haben soll, wird nun von der Opposition in Stellung gebracht, um der Kanzlerin Paroli zu bieten.

Und wieder steht dabei nur der Effekt im Vordergrund und nicht die Sache. Steinbrück ist ein glänzender Unterhalter mehr nicht. Seine ökonomischen Fähigkeiten sind kaum messbar. Als Brandstifter war er zusammen mit seinem immer noch in der Regierung sitzenden Mitarbeiter Jörg Asmussen (jetzt persönlicher Berater von Merkel) erfolgreich und als Feuerwehrmann ein großer Versager. In seiner Rede sagte er dann auch:

Das im Europäischen Rat jetzt anstehende Paket ist richtig…

Ihr Paket für Wettbewerbsfähigkeit, Frau Merkel, ist ebenfalls prinzipiell richtig,…

Quelle: Bundestag

Gregor Gysi verglich die Verschärfung der Sanktionen gegen Staaten mit Defiziten mit der Politik von Versailles. Wenn man nur die Absicht sieht, ist das sicherlich richtig, aber praktisch ist dieser Vergleich natürlich falsch, weil die europäische Union oder besser gesagt die Gläubigerbanken keine militärische Option verfolgen können. Der Ackermann wird eben nicht in Irland, Griechenland oder Portugal mit einem Heer einmarschieren, um sicherzustellen, dass die Zinsen auch bezahlt werden. Realistisch ist eben etwas anderes. Nämlich der sprichwörtliche Zerfall der Eurozone und der gesamten Union. Am Ende bleiben die Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen und die Bundesregierung muss erklären, warum der jahrelange Verzicht deutscher Arbeitnehmer zu Gunsten der Exportstärke umsonst gewesen war.

Was soll auch passieren, wenn betroffene Staaten sagen, sie halten sich nicht an die vorgegebenen Maßnahmen zur Konsolidierung ihrer Haushalte? Strafe zahlen? Wovon? Die neue irische Regierung verhandelt bereits die Bedingungen neu, die Portugiesen haben im Parlament die Sparvorschläge einfach abgelehnt und die Griechen boykottieren im Alltag die steigenden Gebühren für Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr, die Verpflegung in Kindergärten und Horten sowie die Krankenhausgebühr.

Den Rücktritt des portugiesischen Premierministers Sócrates sowie die Ablehnung seines Sparpakets nannte Guido Westerwelle eine besorgniserregende Entwicklung. Für ihn sei klar, dass Solidarität keine Einbahnstraße sei und Portugal seine Hausaufgaben erledigen müsse, wahrscheinlich ungeachtet der demokratischen Mehrheitsmeinung. Es gilt der neue Slogan, Solidarität nur gegen Solidität, auch um den Preis der Demokratie. Schließlich gehe es ja um die Stabilität der Gemeinschaftswährung, beteuerte Westerwelle, aber nicht nur er. Immer wieder wird behauptet, die Maßnahmen dienten der Rettung des Euro, dabei geht es schlicht darum, die Forderungen der Gläubiger zu retten, die sonst Abschreibungen in größerem Umfang vornehmen müssten.

Politiker wie Westerwelle und Merkel halten schlechtere Bankbilanzen für schlimmer als schlechtere Lebensbedingungen der EU-Bürger. Sie akzeptieren den unausweichlichen Ruin ganzer Volkswirtschaften, damit die systemrelevanten Ackermänner ihre Renditeversprechen auf Kosten der Allgemeinheit erfüllen können. Denn nicht sie, die ihren Reichtum trotz Krise immer weiter vergrößern konnten, leben über ihre Verhältnisse, sondern jene Völker, die den deutschen Exporterfolg auf Pump finanzieren durften, ohne das ein Ausgleich stattgefunden hätte. Denn während der Konsum der Südeuropäer den Absatz deutscher Waren und Dienstleistungen befeuerte, verordnete die deutsche Politik und Wirtschaft dem eigenen Volk Verzicht und Rücklagenbildung fürs Alter.

So entstanden entgegen der europäischen Stabilitätsidee enorme Handelsungleichgewichte, die die Bundesregierung und die EU nun dadurch bekämpfen wollen, in dem es die Defizitländer dem deutschen Vorbild gleichtun. Das hieße im Klartext einen Wettbewerb um die Leidensfähigkeit der Völker in Gang zu setzen, um eine Antwort auf die Frage zu finden, wessen Gürtel sich am engsten schnallen lässt?

Aber das kann keine Lösung sein, wie es auch keine ist, die Rettung von Banken zur Daueraufgabe zu erklären. Gerade die Katastrophe von Japan führt vor Augen, um welches Ausmaß es eigentlich geht. Der durch Erdbeben und Tsunami angerichtete Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 235 Mrd. Euro. Jeder hat die Bilder der Zerstörung gesehen. Wenn man nun die Gelder dagegenstellt, die allein für die Rettung von Banken in Europa und speziell Deutschland bereitgestellt werden, bekommt man eine Vorstellung über die Verhältnismäßigkeit. Allein die kleine Münchner Hypo Real Estate musste mit über 100 Mrd. Euro gerettet werden. Der deutsche Rettungsschirm beträgt 500 Mrd. Euro, der europäische nun schon fast eine Billion Euro (950 Mrd. Euro).

Insgesamt setzt sich der dauerhafte ESM also aus folgenden drei Bestandteilen zusammen:

  • 80 Milliarden Euro werden von den Mitgliedstaaten direkt einbezahlt (die Zahlungen fließen ab dem Jahr 2013 in fünf Raten zu jeweils 16 Milliarden Euro) und stehen dem ESM unmittelbar zur Verfügung.
  • 420 Milliarden Euro werden von den Mitgliedstaaten als Kreditgarantien für ESM-Anleihen bereitgehalten. Um für ESM-Anleihen insgesamt ein AAA-Rating zu erzielen, muss jeder Mitgliedstaat allerdings für mehr als nur seinen eigenen Anteil bürgen. Die Garantiesumme ist damit insgesamt höher, nämlich rund 620 Milliarden Euro.
  • 250 Milliarden Euro stellt gegebenenfalls weiterhin der IWF als Kredit zur Verfügung.

Quelle: Wikipedia

Hier werden Gelder für etwaige Schäden vorgehalten, die das Ausmaß von Naturkatastrophen bei weitem übersteigen, ohne dass auch nur eine Bank deswegen neuaufgebaut werden müsste. Hier wird weiter frech umverteilt und die Verursacher der Krise geschont. Diese unglaublich hohen Mittel müssen natürlich an anderer Stelle erspart werden. Was folgt, ist also eine Zerstörung von Wirtschaft, gesellschaftlichen Einrichtungen ganz ohne Erdbeben und Tsunamis. Man muss kein Prophet sein, um den nächsten Crash vorauszusehen. Nur dann müssen die Regierungen erklären, wieso es ihnen nicht gelungen ist, das Finanzkasino zu schließen, als die Gelegenheit dazu bestand, sondern sich damit begnügten, ein paar windelweiche Auflagen zu erteilen.

Die Finanztransaktionssteuer wurde von allen gefordert, auch von Merkel, Steinbrück und Schäuble. Betont haben sie aber immer, dass diese nur international durchgesetzt werden könne. Ein durchschaubares Manöver, welches nun wieder mit Blick auf die vorübergehende Aussetzung der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken angewendet wird. Auch die Abschaltung von AKWs sowie der Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien könne nur gemeinschaftlich geschehen, nationale Alleingänge brächten hingegen nichts.

Nach Brüderles Fauxpas fühlt sich in Baden-Württemberg Stefan Mappus in der Atom-Frage sogar schon wieder so sicher, die Wiederinbetriebnahme derzeit abgeschalteter Meiler unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit zu diskutieren.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gibt dem Atomreaktor Philippsburg 1 Chancen, nach der dreimonatigen Auszeit wieder ans Netz zu gehen. „Ich schätze Philippsburg 1 rentabler ein als Neckarwestheim 1“, sagte der Politiker der Financial Times Deutschland. Beurteilen müsse dies jedoch am Ende der Betreiber EnBW.

Quelle: FTD

Und Chef des Betreibers ist er neuerdings selber. Da hat dann wohl nicht der besorgte Ministerpräsident gesprochen, der sich um die Sicherheit der schwäbischen Hausfrau sorgt, sondern der Unternehmer, dessen Interesse der Rentabilität seines Investments gewidmet ist. Persönlichkeitsspaltungen in der Union. Spätestens seit zu Guttenberg ist das augenscheinlich in Mode gekommen.

Man kann nur hoffen, dass es bei soviel innerer Spaltung nicht zur plötzlichen und unkontrollierten Schnellabschaltung kommt, wie im Atomkraftwerk Isar 1.

Eon hatte Isar1 nach eigenen Angaben am Donnerstag gegen 16 Uhr vom Netz genommen. Fünf Stunden später sank der Kühlwasserstand im Reaktordruckbehälter so rapide ab, dass sich die automatische Schnellabschaltung auslöste. „Beim Herabfahren eines Reaktors kommt es immer zu Schwankungen des Kühlwasserstandes“, erklärte die Eon-Sprecherin zu dem Vorfall. „Aber das Sicherheitssystem hat wie erwartet reagiert.“ Anschließend sei das Kühlwasser wieder auf Normalmaß angehoben worden.

Quelle: Süddeutsche

_____________________________________

http://tautenhahn.blog.de

ARGEn bald auch in Japan?

Unser Reporter, Jochen G. aus S., vom Anti-ARGE-Zentrum (AAZ) Solingen sprach mit dem soeben zurückgekehrten Delegationsmitglied des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales(Mags), Herrn Dietmar X. (Name geändert)

AAZ: Herr X, Sie kommen gerade aus den japanischen Katastrophengebieten zurück; was bringt Sie auf die abstruse Idee, dass die Einrichtung von ARGEn bei der Bewältigung der Probleme vor Ort von Nutzen sein könnte?

Dietmar X.: Nun, zunächst einmal könnten die Kosten des Wiederaufbaus erheblich gesenkt werden.

AAZ: Wie denn das?

Dietmar X.: Offensichtlich haben die Erdbeben- und Tsunamiopfer ja keine Häuser und Wohnungen mehr. Die Kosten für Unterkunft könnten daher komplett gestrichen werden.

AAZ: Aber die Menschen dort stehen doch vor dem Nichts und wohnen in Notunterkünften!

Dietmar X.: Da müsste man natürlich zunächst einmal prüfen, ob diese Unterkünfte nicht zuviele qm haben und ob es nicht billigere oder kleinere Unterkünfte gebe. Jede Notunterkunft wäre natürlich erstmal eine Bedarfsgemeinschaft.

AAZ: Es ist aber Winter, und die Menschen frieren jetzt schon ohne Heizung!

Dietmar X.: Sie sprechen da eine sehr interessante Einsparmöglichkeit an; die Kosten für Heizung könnten ebenfalls gestrichen werden. Die ARGEn könnten ohne weiteres die Auffassung vertreten, dass die aus den defekten AKWn austretende Strahlung als eine Art kostenlose Fernwärme angerechnet werden kann. Im Einzelfall wäre da erstmal eine jahrelange Klärung vor den Sozialgerichten nötig.

AAZ: Es sind ca. 500.000 Menschen auf Hilfslieferungen angewiesen!

Dietmar X.: Nunja, die Hilfslieferungen wären natürlich ein geldwerter Vorteil, welcher auf den
Regelsatz angerechnet werden müsste.

AAZ: Die Menschen um Fukushima haben aber kein Trinkwasser mehr!

Dietmar X.: Also, hier in Deutschland stehen jedem ALG2-Bezieher über 120 Liter Wasser pro Tag zu. Da diese Japaner kleiner sind, könnte man das vielleicht auf 80 Liter am Tag kürzen. Außerdem könnten die Leute ja erstmal Schnee schmelzen.

AAZ: …der kontaminiert ist!

Dietmar X.: Das müssten die Leistungsempfänger erst einmal nachweisen. Im Einzelfall könnte man evtl. Kosten für aufwändige Ernährung geltend machen.

AAZ: Aber alles, was Sie hier vorschlagen, hilft den Menschen doch nicht!

Dietmar X.: Ich denke, Sie verkennen hier die grundsätzlichen Vorgaben; Behörden sind keineswegs dazu da, Menschen zu helfen, sondern sie zu verwalten.

AAZ: Aber die Menschen in Japan haben alles verloren und besitzen nur noch, was sie am Leibe tragen!

Dietmar X.: Dies müsste zunächst geprüft werden, aber man darf natürlich nicht vergessen, dass es einen Anreiz geben muss zwischen den fleißigen Steuerzahlern, zum Beispiel in Tokio, und den auf Kosten der Allgemeinheit lebenden Tsunamiopfern.

AAZ: …ich fasse es nicht!

Dietmar X.: Hier muss als Prämisse „fördern und fordern“ gelten. Man könnte zum Beispiel Bootsbauer als Häuserbauer umschulen. Die Anträge hierfür müssten – um Missbrauch auszuschließen – selbstvertändlich persönlich in Tokio gestellt werden.

AAZ: Aha, und vermutlich würden Sie auch die Existenzgründer fördern.

Dietmar X.: Nun, es liegt ja zurzeit genügend Rohmaterial herum. Wenn also jemand ein Bauunternehmen gründen möchte, könnte man da evtl. mit SWL für Nägel oder so helfen.

AAZ: SWL??

Dietmar X.: Sonstige Wirtschaftliche Leistungen.

AAZ: Und wie würden Sie den vielen Kindern helfen?

Dietmar X.: Nochmals, Verwaltungen sind nicht zum Helfen….

AAZ: Jaja!

Dietmar X.: Also, das hiesige Konzept mit den Bildungsgutscheinen…

AAZ: Oh mein Gott!!

Dietmar X.: Vergessen Sie auch nicht, wie viele 1-Yen-Jobber man rekrutieren könnte (Tepco nennt sie ja Wegwerfarbeiter, aber das dürfte man in Deutschland schon wegen des AGG in der Fassung vom 14.08.2006 so nicht sagen).

AAZ: Sie kommen ja richtig ins Schwärmen! Die Menschen in Japan haben aber noch nichtmal
Strom!

Dietmar X.: Die Kosten für Strom sind im Regelsatz enthalten, das haben wir schon genau ausgerechnet. Da der Versorger – in diesem Fall Tepco – nicht vertragsgemäß liefert, wären Beschwerden dort vorzubringen. Schließlich kann sich die ARGE nicht um jede Kleinigkeit kümmern, die im privaten Bereich des Leistungsempfängers liegt.

AAZ: Aber die Menschen haben doch weder Bleistift noch Papier!

Dietmar X.: Dies könnte ausnahmsweise im Rahmen des Bildungsgutscheins…

AAZ: …nein, nein, hören Sie auf!

Dietmar X.: Im übrigen könnten sich die Leistungsempfänger zunächst auch durch Jagd und Fischfang selbst helfen.

AAZ: Aber das ist doch alles kontaminiert!

Dietmar X.: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung….

AAZ: …schon gut!!

Dietmar X.: Mehrkosten für aufwändige Ernährung…

AAZ: Nein, nein, bitte verschonen Sie mich!

AAZ: Lassen Sie mich eine andere Frage stellen: Würde Ihr Konzept auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel Libyen, funktionieren?

Dietmar X.: Also, ich habe ja nicht viel Ahnung von Politik, aber das Regime dort scheint mir ja schon ziemlich menschenverachtend zu sein. Ich wüsste nicht, wie eine ARGE dort noch helfen könnte.

AAZ: Wann fliegen Sie wieder nach Japan?

Dietmar X.: Eigentlich bin ich schon verstrahlt genug, aber wenn ich gebraucht werde, stehe ich natürlich zur Verfügung.

AAZ: Denken Sie denn überhaupt nicht an die Menschen und das unendliche Leid?

Dietmar X.: Eigenständiges Denken ist in meinem Beruf eher hinderlich. Wir setzen ja nur Beschlüsse der Regierung und von den Sozialgerichtsentscheidungen abweichende Dienstanweisungen um.

AAZ: Denken ist hinderlich? Das erscheint mir irgendwie kafkaesk!

Dietmar X.: Sehen Sie, wir haben da einen Kollegen in der Widerspruchsstelle, der war bereits sechs Monate hirntot, ehe das jemand merkte. Dennoch hat der sehr viele Widersprüche erfolgreich abgewimmelt.

AAZ: Herr X, Sie wirken auf mich, als hätten Sie völlig den Verstand verloren.

Dietmar X.: Und Sie wirken auf mich wie einer dieser investigativen Journalisten. So etwas schätzen wir bei uns im Reichssicherheitsh…, ähm, in unserer Behörde überhaupt nicht!

AAZ: Ich bedanke mich für das aufschlußreiche Interview.

Mike

Medialer Supergau versus Intuition: Deutsche Panzer rollen nach Moskau

Der Katastrophentsunami des Jahres 2011 rollte auch heute wieder weiter. Haushohe Wellen von schlechten Botschaften schwappen via Bildschirm und Zeitung ins Haus. Mannhaft kämpfen die Manager der vierten Macht auf verlorenem Posten, um zu retten was zu retten ist: den Reichtum der Elite. So kann es geschehen, das in Japan ein Atomkraftwerk explodiert und wir - trotz Internet und Informationsgesellschaft - nicht wissen, was dort aktuell gerade los ist.  Mal flüchten verstrahlte Arbeiter in Panik vom Gelände, dann wieder hat man noch 48 Stunden, den Supergau zu verhindern, der nach Expertenmeinung andererseits schon lange da ist - aber auch 96 Stunden später erfährt man nicht, was denn nun eigentlich geschehen ist.

Der Katastrophentsunami des Jahres 2011 rollte auch heute wieder weiter. Haushohe Wellen von schlechten Botschaften schwappen via Bildschirm und Zeitung ins Haus. Mannhaft kämpfen die Manager der vierten Macht auf verlorenem Posten, um zu retten was zu retten ist: den Reichtum der Elite. So kann es geschehen, das in Japan ein Atomkraftwerk explodiert und wir – trotz Internet und Informationsgesellschaft – nicht wissen, was dort aktuell gerade los ist.  Mal flüchten verstrahlte Arbeiter in Panik vom Gelände, dann wieder hat man noch 48 Stunden, den Supergau zu verhindern, der nach Expertenmeinung andererseits schon lange da ist – aber auch 96 Stunden später erfährt man nicht, was denn nun eigentlich geschehen ist.

So muß man sich zu den Zeiten gefühlt haben, als man noch von reitenden Boten abhängig war.

Mehr noch als die Unsicherheit und Gefährlichkeit von nuklearen Kochtöpfen zeigte der Supergau in Fukushima die faktische Zerstörung der Vierten Macht durch die Fünfte: Lobbyismus frisst Information.

Nehmen wir das nächste Thema: die Unruhen im arabischen Raum. Wie lange muß man momentan suchen, um verlässliche Informationen über die Zustände in Tunesien, Jemen, Syrien, Bahrain und Lybien zu finden? So lange, das die gefundenen Nachrichten schon längst veraltet sind, wenn man sie mühevoll ausgegraben hat, denn die Herren der Bombergeschwader nehmen das Ruder jetzt erstmal selbst in die Hand: Demokratien werden Angriffskrieger, gerne auch im großen Stil, wie die Welt nun berichtet:

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ging noch weiter und drohte auch anderen Diktatoren. „Jeder Herrscher muss verstehen, und vor allem jeder arabische Herrscher muss verstehen, dass die Reaktion der internationalen Gemeinschaft und Europas von nun an jedes Mal die Gleiche sein wird“, sagte er. „Wir werden an der Seite der Bevölkerung sein, die ohne Gewalt demonstriert.“

Das ist eine offene Kriegserklärung gegen alle lobbyismusresistenten Regierungsformen. Kombiniert mit einer Nachricht aus kleinezeitung.at wird diese Ankündigung recht brisant … denn sie gilt ja nicht nur für den arabischen Raum:

US-Forscher haben Russland in einer Studie erneut schwere demokratische Defizite bescheinigt und vor einer ähnlich explosiven Lage wie im Nahen Osten gewarnt.

Da sehe ich doch in Zukunft deutsche Panzer schon wieder auf dem Weg nach Moskau. Ich verstehe auf einmal auch, warum Russland die Produktion von Luftabwehrraketen forciert, nachdem die Nato Lybien bombadiert hat – die sind halt nicht blöd, die Russen. Die können auch Zeitung lesen und wissen, das ihnen ein gleiches Schicksal drohen kann: sie haben Rohstoffe – und reagieren laut Welt angemessen:

Unter dem Eindruck der Luftangriffe auf Libyen päppelt Russlands Premier Putin die Rüstungsindustrie mit Milliarden. Vor allem die Luftabwehr soll modernisiert werden.

Da bekommen Sarkozys Worte doch gleich einen ganz anderen Klang, während im arabischen Raum zunehmend Missklänge auffallen:

Die Lage wird dadurch nicht besser, dass die Rebellen zwar die Kraft hatten für Hilferufe, aber nicht für politische und militärische Organisation. Das alles braucht Zeit und muss letzten Endes von innen kommen. Gegenwärtig fehlt es den wilden Gesellen in Bengasi an allem außer dem Mut der Verzweiflung. Damit droht eine Lage, in der entweder die Interventionskräfte die Rebellen ihrem traurigen Schicksal überlassen müssen oder aber der militärische Einsatz zu einer Landungsoperation auszuweiten ist. Normandie in Nordafrika?

So berichtet die Welt und läßt einen mit der Frage allein: was sind denn das eigentlich für „wilde Gesellen“, die man nun retten muß?  Man fragt sich auf einmal: wo ist die jene Kraft geblieben, jene Macht, die die Unruhen angestiftet, koordiniert, organisiert und bewaffnet hat? Wo sind die führenden Köpfe der Rebellen auf einmal hin? Vielleicht nach Brüssel? Die dortigen Unruhen verschwinden fast in den Medien, dabei haben sie scheinbar ganz ordentliche Ausmaße, siehe Manager-Magazin:

Gewaltsame Demonstrationen und das Aus der portugiesischen Regierung haben ihren Schatten auf den EU-Gipfel geworfen. Tausende Arbeiter lieferten sich in Brüssel Straßenschlachten mit der Polizei, um ihre Wut über von Europa verordnete Sparprogramme Luft zu machen.

Haben wir es hier vielleicht mit den gleichen Unruhen zu tun, die auch den arabischen Raum befallen? Ein Blick auf die Reichenuhr könnte dies bestätigen, siehe Frankfurter Rundschau:

Der Staatsverschuldung in Höhe von rund zwei Billionen Euro stehe derzeit ein „explodierendes Vermögen“ gegenüber. Den privaten Reichtum in Deutschland beziffert Körzell momentan auf rund 7,2 Billionen Euro – und er wachse jede Sekunde um 5888 Euro.

Trotz der hohen Staatsschulden − aktuell gut 1,9 Billionen Euro − sei bei den oberen zehn Prozent der Bevölkerung enormer Reichtum vorhanden. Die Staatsverschuldung wächst dagegen pro Sekunde um 2279 Euro – also etwa zweieinhalb mal langsamer.

Die oberen zehn Prozent erleben einen Reichtumstsunami, der – wenn die Medien darüber berichten dürften – in direktem Zusammenhang mit den Katastrophentsunamis steht, denn nach zwanzig Jahren gezielten Lobbyismus hat man Mechanismen geschaffen, die das Geldvolumen des Landes in nie geahnter Höhe umverteilen und Menschen über Nacht leistungslose Vermögen bescheren – durch Verdienste an Schrott-Akw´s, Waffenhandel und Ausplünderung der Staatskassen bei Aufräumarbeiten.

Nur erfahren wir das nicht im Detail, weil man mit soviel Reichtum einfach die Vierte Macht wegspülen kann.  Darum erreichen uns über die Mechanismen der Umverteilung nur unverständliche Botschaften wie diese hier im Manager Magazin:

Banken haben in den vergangenen Jahren darüber hinaus aber eine weitere Spielart der elektronischen Handelsplätze ersonnen, auf denen OTC-Deals zwar systematisch und regelmäßig ablaufen – nur eben ohne jede Transparenzpflicht. In der Branche spricht man von „unregulierten Dark Pools“ oder „Broker-Dealer-Crossing-Networks“ (BDCNs). „Das sind von Banken betriebene, hauseigene Systeme zur automatisierten Ausführung von Kunden- und Eigenhandelsaufträgen“, erklärt Stephan Kraus, Handelsexperte der Deutschen Börse. BDCNs fallen unter keine der Mifid-Kategorien, sind ein Zwischending aus MTF und Systematischem Internalisierer. Jedenfalls lassen sie sich bisher nicht sauber zuordnen.

Heißt auf Deutsch: Banken arbeiten an weiteren Mechanismen, Geld in großem Maße unkontrolliert umzuverteilen. Geht´s schief, haftet ja der Steuerzahler. Wüßten wir das im Detail, würden wir sauer werden. Wüßten wir genau, das Sarkozy gerade Russland gedroht hat, würden wir erst recht sauer werden. Würden wir konkret wahrnehmen, was die Geldvernichtung bzw. die leistungslose Turbovermehrung von virtuellem Kapital alles so anrichtet, würden wir ebenfalls sauer werden, siehe Der Westen:

Das Geld liegt auf der Straße – zumindest für Flaschensammler wie Peter H. aus Essen. Immer mehr Menschen suchen Verwertbares aus dem Wohlstandsmüll, um es zu Geld zu machen. Gerade im Sommer hat die Suche nach Pfandflaschen Konjunktur.

Aber: wir erfahren so etwas nicht. Die Wahrheit über die Verarmung Europas wird uns in dieser Form sowenig erreichen wie konkrete Informationen über Fukushima.

Das führt für uns Bürger zu besonderen Herausforderungen, die wir für Manager schon mal offener einfordern, weil von ihren Entscheidungen das Überleben der Superreichen abhängt. Darum fordert man hier gezielten Umgang mit „Intuition“, wie der Harvardbusinessmanager berichtet:

Die Intuition, nämlich die Fähigkeit, sich auch in komplexen, unscharfen und unterschwelligen Situationen ein Bild zusammenzufügen. Dabei hilft das emotionale Erfahrungsgedächtnis. Es trägt dazu bei, das richtige Repertoire zum richtigen Zeitpunkt abzurufen, sprich: Komplexe Situationen zu erfassen und zu strukturieren, um schnell effektiv entscheiden zu können. Oder wie es die in Zürich lehrende Psychoanalytikerin Maja Storch formuliert: „Klug entscheiden heißt: Inhalte aus dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis und bewusste Verstandestätigkeit miteinander zu koordinieren.“ Niemand muss alle Erfahrungen selbst machen, so wie niemand von Flugbegleitern erwartet, dass sie einmal abgestürzt sein müssen, um im Katastrophenfall gut reagieren zu können. Aber jeder kann die notwendigen Fähigkeiten entwickeln und üben.

Auf deutsch gesagt: wenn sich angesichts der aktuellen Nachrichtenlage ein schlechtes Gefühl entwickelt, das Gefühl, großflächig belogen und betrogen zu werden, dann … liegt man wahrscheinlich richtig. Wenn man das Gefühl hat, das hinter den Kulissen der Weltpolitik gerade die ersten Panzer auf die Rollbahn nach Moskau gesetzt werden, so liegt man wahrscheinlich richtig.  Wenn man das Gefühl hat, das die zufällige Aneinanderreihung von „Revolten“ im arabischen Raum ganz und gar nicht zufällig ist, so hat man wahrscheinlich Recht.

Wenn man das Gefühl hat, das sich die mediale, politische und wirtschaftliche Realität gerade in ein Narrenhaus verwandelt und auf eine gigantische Katastrophe zusteuert, an deren irrealem Zustandekommen die Historiker der Zukunft wieder lange herumrätseln werden, so liegt man wahrscheinlich richtig – auch wenn´s wehtut.

Deutsche Weicheier, grüne Kriegstreiber, die Wasserkriege und die tägliche Pressehurerei

Ich warte ja schon seit Tagen darauf, das der Bundesverband der deutschen Atomprofiteure mit seinen Gegenmaßnahmen startet … mit denen, die richtig weh tun. Es geht immerhin um eine Rendite von FÜNFHUNDERT PROZENT, da muss doch jedem Stoffel klar sein, das die Grenze des erträglichen erreicht ist, wenn man daran rühren möchte. Hunderte von Leistungsträgern hatten die „Goldene Nase“ schon in der Tasche, der Bentley war bestellt – da macht Fukushima einem einen Strich durch die Rechnung: das geht natürlich gar nicht. Natürlich werden sie jetzt auf Verdienstausfall klagen – erfolgreich, wie ich dieses Land kenne. Für Gauner haben wir immer ein paar Millionen übrig, nur nicht für Kinder. Die sind noch zu ehrlich, das wollen wir nicht subventionieren.

Nun – nachdem uns kürzlich im Spiegel eine Französin darüber aufklären durfte, wie dämlich wir Deutschen doch mit unserer Atomangst sind, wird heute in der Welt richtig nachgelegt.

Jammern, meckern, nölen – kaum eine Nation kann das so gut wie die deutsche. Psychologen erklären nun, warum das gut ist und was dabei herausspringt.

Wir haben da einen geistigen Defekt, sind psychisch labil. Die Welt ist völlig in Ordnung, nur der Deutsche will das einfach nicht verstehen. Der Türke versteht das besser, das ist noch ein richtiger Kerl, siehe SZ:

Der einstige türkische Handelsminister Cahit Aral zum Beispiel: Kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 erklärte er, jeder, der behaupte, die radioaktive Wolke habe die türkischen Tee-Anbaugebiete am Schwarzen Meer erreicht, sei ein „Atheist“ und „Verräter“. Später, als die Geigerzähler auch in der Türkei anschlugen, hielt er eine Tasse türkischen Tees in die Kamera und teilte mit, er trinke „sieben oder acht Tassen am Tag“. Turgut Özal, der Premierminister, setzte noch eins drauf: „Radioaktiver Tee“, schwärmte er, „schmeckt noch besser, noch leckerer.“

Na, das sind doch wohl noch echte Kerle, oder? Die stehen noch zu ihrem Atom. Die beißen in den Brennstab, bis es weh tut. So gehört sich das. Die schicken auch Obdachlose oder Kinder in die nukleare Hölle: warum auch nicht? Einem echten Mann macht das nichts aus, ja, der braucht das sogar, wie man in der Welt nachlesen kann:

Gebt mir Spinat und Milch aus Fukushima!

Wie ist die Wirkung der Radioaktivität in und um Fukushima? Eine vom Alarmismus abweichende Einschätzung von Prof. Dr. Ryuta Kawashima.

Radioaktivität ist völlig ungefährlich, und solange man genug Wegwerfmenschen hat, die aufräumen, brauchen wir uns um unsere Rendite keine Sorgen machen. So hart können Leistungsträger sein, auch bei den Grünen gibt es diese echten Kerle. Einer davon ist jetzt im Spiegel zu hören:

Cohn-Bendit: Im letzten Moment haben die gestandenen Realos und einige andere, auch Entwicklungspolitiker, der Partei- und Fraktionsführung gesagt: Jetzt ist Schluss mit Eurem Unsinn – wir müssen uns von der Bundesregierung distanzieren. Grundsätzlich ist doch die Frage: Warum fällt es uns in Deutschland so schwer einzusehen, dass man den Revolutionären in Libyen helfen musste – weil insbesondere in Bengasi ein Blutbad drohte? Jeder kennt doch die Bilder vom Warschauer Ghetto, jeder weiß wie es ist, wenn eine Armee eine Stadt einnimmt. Deshalb sind in Frankreich alle Parteien – einschließlich der Linken – mit dem militärischen Eingreifen in Libyen einverstanden. Ganz anders als in Deutschland

Die Franzosen sind ja auch echte Kerle, wenn es um die Atomkraft geht. Was der rote Danny wohl sagen würde, wenn wir die bei den Bombadierungen angewandten Rechtsprinzipien auf Deutschland übertragen würden? Für jede Regelsatzkürzung einen Brandsatz aufs Jobcenter schmeißen, für jeden Hungertoten einen Agenda 2010-Politiker ins Jenseits befördern (also: GRÜNE)? Wäre das nicht auch Widerstand der Unterdrückten gegen die Bösen? Wie Warschauer Ghetto?

Ich denke … da würden gerade die Grünen ganz schnell ganz anderer Meinung sein. Das nützt ja auch ihren imperialistischen Freunden aus den USA nichts. Letztendlich scheinen jene Grünen recht gehabt zu haben, die seinerzeit vor dem Ökofaschismus gewarnt haben: die verrohte braune Gutbürgerlichkeit ist haute grün.

Hören wir zu dem Ansinnen einfach mal Christof Hörstel, jenen ARD-Mitarbeiter, der die Medienlügereien nach eigenen Angaben satt hatte. Er spricht ein klares Wort zu Lybien:

Die Dämonisierung Gaddhafis in der westlichen Pressehurerei nach dem Motto: “Ein bisschen Wahrheit vermischt mit einer Menge Lügen” lässt nur zu deutlich darauf schließen, wer hinter der “Libyschen Revolution” steckt. Nachdem die Russen die westliche Presse wieder einmal wegen der angeblichen Bombardierung der Bevölkerung durch Gaddhafis Luftwaffe der Lügen strafen konnten, ist es keineswegs mehr von der Hand zu weisen, dass die “Libysche Revolution” in Gänze auf Befehl der einschlägigen Weltbrandstifter in London angezettelt wurde.

Während ich jedoch dachte, es ginge um Öl und Gas, geht es jedoch scheinbar um Wasser.

Im Süden Libyens gibt es vier große Wasserreservoirs (Kufra basin, Sirt basin, Morzuk basin und Hamada basin), in denen 35.000 Kubikkilometer(!) Wasser lagern. Um sich von der Größe der Reservoirs ein Bild zu machen: Nehmen Sie die Fläche der Kolonie Deutschland und stellen sie sich einen ebenso großen See mit 100 Metern Wassertiefe vor! Diese quasi unerschöpflichen Wasserreserven sind für die Globalisten, die das Weltwassergeschäft monopolisieren wollen, viel wichtiger, das das libysche Öl! Ein Kubikmeter unbelastetes, extrem reines Wasser kann mit einem Kostenaufwand von unschlagbaren 35 Cent gefördert werden.

Unterstellt man einen Abgabepreis von nur 2 Euro/Kubikmeter (den Globalisten werden sicherlich lukrativere Geschäftsmodelle einfallen), so beziffert sich der Wert dieser Wasserreservoirs höchster Güte auf 58 Billionen (58.000.000.000.000.-) Euro!

58 Billionen Euro!

Dafür lassen Grüne gerne mal ein paar Beduinen über die Klinge springen. Für die Kohle kann sich jeder Grüne einen eigenen Windpark in den Vorgarten seines Einfamilienegotempels fernab der Hartz-Ghettos installieren lassen – und es bleibt auch genug für einen Pool im Garten.

Der Wasservorrat reicht nach Berechnungen bis zu 4.860 Jahren, wenn die davon profitierenden Staaten Libyen, Sudan, Tschad und Ägypten ihn wie es vorgesehen verwenden.

Warum erfährt man davon bei uns so wenig? Bei der Einweihungsfeier sagte Gaddhafi , dass dieses Projekt “die größte Antwort auf Amerika ist, das uns anklagt, den Terrorismus zu befördern.” Auch Mubarak war ein großer Anhänger des Projekts.

Hatten wir ganz vergessen, nicht war? Das „die nächsten Kriege um Wasser geführt werden“.  Und das tolle ist: wir sind schon mittendrin – und merken es gar nicht, dank der täglichen „Pressehurerei“. Welch unschönes Wort eigentlich … aber ich nehme an, Herr Hörstel weiß, wovon er spricht. Immerhin ist er ein Mann vom Fach.

Wir sind aber nicht nur durch den Kampf um Lybien mitten im Geschehen … auch vor unserer Haustür entbrennt der Kampf ums Wasser, ohne das man uns darüber groß aufklärt. So berichtet heute Tadema:

Wasser ist ein knappes und damit teures Gut, das mittlerweile immer mehr Unternehmen, etwa die französischen Konzerne Suez und Vivendi oder die deutsche RWE entdecken. Für den Verbraucher aber ist es nicht immer von Vorteil, wenn die Wasserversorgung von der Kommune zu privaten Firmen wechselt. Das zeigt das Beispiel Großbritannien, wo man schon lange weiß, daß mit Wasser viel Geld zu verdienen ist.

Die Wasserindustrie wurde 1989 privatisiert, jedenfalls in England und Wales. In Schottland und Nord- irland blieb sie staatlich. Die neuen Unternehmen machten in den ersten sieben Jahren Riesenprofite, sie griffen den Verbrauchern tief in die Taschen – ohne zu investieren. 1990 – ein Jahr nach der Privatisierung – wurden in England und Wales 2.756 Ruhr-Fälle gezählt, im Jahr darauf waren es schon 9.935. Die Zahl der Haushalte, denen das Wasser abgestellt wurde, hatte sich im gleichen Zeitraum verdreifacht: von 7.273 Fällen im Jahr 1990 auf 21.586 Fälle ein Jahr später

Und das droht auch uns in Deutschland. Unsere von EU-Geldern bezahlten Kommissare haben nichts anderes im Sinn, als den Konzernen ebenfalls unbegrenzten Zugang zu unseren Geldbeuteln zu verschaffen:

Der EU Handelskommissar Pascal Lamy stellt in einem Interview klar, daß auch die EU ihren Wasser- sektor liberalisieren will – ganz im Gegensatz zu allen bisherigen Behauptungen! In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung am 10.3.03 äußerte er sich folgendermaßen (Auszug):

SZ: Die Wasser-Versorgung ist für jeden Staat besonders sensibel. Haben Sie Vorschläge gemacht, den Wassermarkt in Europa zu öffnen? Hat es Anfragen aus anderen Ländern gegeben?

Lamy: Wir haben keine Anfragen. Aber ich mache Angebote. Weil ich ein Interesse daran habe, dass die Wasserversorgung geöffnet wird

Man merkt auf einmal … da gibt es wieder mal Zusammenhänge. Und wer sich jetzt fragt, warum eigentlich gerade die Franzosen so intensiv in Lybien engagiert sind, der hat mit Blick auf das Wasser schnell eine Antwort parat:

Giganten, Transnationale Konzerne, versuchen die Kontrolle über die Grundlagen allen Lebens in ihre Hände zu bekommen. Die lebenswichtige Ressource Wasser soll nicht mehr in der Hand von Gemein- wesen sein und jedem Menschen via Menschenrecht zur Verfügung stehen, sondern soll zu einem Handelsgut werden, das von privaten Firmen kontrolliert und verkauft wird. Transnationale Konzerne versuchen in Zusammenarbeit mit der Weltbank und der Welthandels-Organisation (WTO), das Trink- wasser zu privatisieren und auf dem freien Markt als Handelsware anzubieten.

Wasser wird knapp, seine Qualität ist gefährdet – weltweit. Private Wasserversorger teilen sich den Weltmarkt. Zwei französische Konzerne sind zu nennen: Vivendi Environnement, ehemals Générale des Eaux, und Suez Lyonnaise des Eaux kümmern sich schon heute um das Trink- und Abwasser von jeweils mehr als 100 Millionen Menschen rund um den Globus.

Die haben eine blühende aufstebende Wasserindustrie. „Wer zuerst bombt, zapft zuerst“ … so ist wohl das Motto der Rofstoffkreuzritter. Und was nun die anderen Kreuzzuggründe angeht: möglicherweise alles nur die übliche Pressehurerei, siehe „Arbeitertum„.

Hintergrund: Wie sowohl sämtliche Westmedien als auch das arabische Al-Jazeera einhellig berichteten, sollten Gadaffis Truppen Luftschläge auf Zivilisten in Tripolis und Bengasi geflogen haben. Das russische Militär teilt nun mit, daß dies nie geschehen sei und beruft sich dabei auf Satelitenbeobachtungen, die schon seit längerer Zeit über Libyen vorgenommen werden.

Keine Bomben auf Zivilisten durch Gadaffi … aber durch die Söldnertruppen der französischen Wasserkonzerne.

Unsere Hoffnung? Das irgendwann mal die Atomlobby mit der Wasserlobby aneinandergerät. Möglicherweise finden wir dann in einer Konfliktnische einen sicheren Lebensraum. Schade nur das die lybischen Träume von der begrünten Wüste nun ausgeträumt sind. Aber ich kann mir nun vorstellen, wer die Kriegswaffenlieferungen an die lybischen „Aufständischen“ bezahlt und organisiert hat – falls dies nicht auch der SAS erledigt hat, der schon seit Wochen vor Ort für günstige Bedingungen sorgt.

Langsam wird es auch in Europa deutlich, das wir als Bürger unsere Macht an die Konzerne abgegeben haben. Wegen dieser Entwicklung (und einiger pseudogrüner Kriegstreiber und Sozialstaatsplünderer in führenden Positionen) sterben nun weltweit tausende von Menschen. Und vielleicht werden wir bald auch aus Lybien Bilder wie aus Afghanistan bekommen, wie der Spiegel jetzt nochmal erinnert:

Eine Gruppe von US-Soldaten ist angeklagt, als „Kill Team“ in Afghanistan systematisch Unschuldige getötet zu haben. Die Täter prahlten mit grausigen Fotos – der SPIEGEL hat einige davon veröffentlicht. Eine Entschuldigung der US-Armee soll die Gemüter am Hindukusch nun beruhigen.

Im Prinzip könnte man sagen: diese Fotos sind mit eine Folge rot-grüner Aussenpolitik. Aber solche Deutungen wird man in der deutschen Presselandschaft nicht finden – dafür bezahlt kein Konzern, keine Partei und kein Wirtschaftsverband.

Jobcenter verschickt erste Aufforderungen an Umschulungsmaßnahmen in Japan teilzunehmen

Wie soeben von der Bundesanstalt für Arbeit mitgeteilt wurde, werden ab sofort sanktionsbewehrte Einladungen an Langzeitarbeitslose verschickt, an einer Umschulung zum „Gauleiter“ teilzunehmen.

Die Umschulung beinhaltet eine 2 wöchentliche Schulung und ein 12 monatiges Praktikum im neugegründeten GAU-Schulungszentrum Fukushima in Japan. Vorher werden die Umschüler im Kernforschungszentrum Jülich auf ihre Tauglichkeit getestet. „Eine 30 minütige Bestrahlung mit garantiert unschädlicher Gammastrahlung hilft uns, die Spreu vom Weizen zu trennen“ so Herbert Flachner, Leiter der Organisationsabteilung „GAU“ des Jobcenters Wennigerode.

Entgegen ersten Meldungen wird die Umschulung nicht als 1 Euro Job zusätzlich vergütet, da die Arbeiten nicht gemeinnütziger Natur sind und die Teilnehmer hinterher eine Prüfung zum „Gauleiter“ bei der IHK ablegen können. Allerdings werden die zu erwartenden geringeren Lebenshaltungskosten im Dritteweltland Japan mit der Grundsicherung verrechnet. Ob ein Anteil an den Flugkosten entrichtet werden muß wird vom zuständigen Jobcenter entschieden.

Überlebende können nach Rückkehr einen Antrag auf einen Eintrag in die Handwerksrolle stellen und danach, bei nachgewiesener Berufserfahrung von mindestens 2 Jahren, eine Prüfung zum „Supergauleiter“ ablegen.

Die Bundesregierung erhofft sich von dieser Aktion eine sichtbare Verringerung der Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Mordanschlag auf Merkel, Bomben auf Lybien, Atomgau in Japan – die Neuordnung der politischen Welt des 21. Jahrhunderts?

Wahnsinn. Wir hatten ja wieder Wahl in Deutschland. Da blieben die Münder offen, so spannend war das Rennen, wer denn jetzt nun der nächste Kandidat für die Aufsichtsratspostenwarteschleife wird. Immerhin: eine gestiegene Wahlbeteiligung hat geholfen, die NPD draußen zu lassen und die FDP zu altem Ruhm zu verhelfen: Fast Drei Prozent ist Wahrheit geworden. Währenddessen gerät die Welt ausserhalb des niedlichen Pöstchenbewerberkarussels aus den Fugen, die alten demokratischen Nationen Frankreich, Großbritannien und USA treten offener als je zuvor als terroristische Vereinigung auf und zieht sich massive internationale Kritik zu, siehe FAZ:

Während das arabische Emirat Qatar ankündigte, sich an dem Militäreinsatz zu beteiligen, äußerte die Arabische Liga Kritik. Ihr Generalsekretär Amr Musa sagte, die Luftangriffe führten zu Todesopfern unter der Zivilbevölkerung, sie gingen weiter als jene Schritte, welche die Arabische Liga gebilligt habe. „Wir wollen Schutz der Zivilbevölkerung, nicht ihren Beschuss“, sagte Musa, der eine Dringlichkeitssitzung der Liga ankündigte. Ihre Zustimmung war als Bedingung für einen Militäreinsatz in Libyen angesehen worden.

Dem libyschen Staatsfernsehen zufolge wurden bei den Angriffen 64 Menschen getötet und rund 150 verletzt, darunter viele Zivilisten. Es gab keine Möglichkeit, die Angaben unabhängig zu bestätigen.

In der Tat … da hat jemand den Teufel gerufen und wird ihn nicht mehr los. Nicht nur die arabische Liga erschrickt sich über die Dimensionen der „Flugverbotszone“, auch die afrikanischen Staaten zeigen sich entsetzt darüber, das erstmal möglich ist, wenn die Kolonialmächte das Schild „Diktatur“ über einem Land anbringen, sie Rianovosti:

Das Komitee zu Libyen der Afrikanischen Union hat aufgerufen, „Militäraktionen in diesem Land unverzüglich einzustellen“, teilt AFP am Sonntag mit.

Laut einem Kommuniqué der Afrikanischen Union zu Ergebnissen einer Sitzung des Komitees in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott fordern die Vertreter  der Afrikanischen Union auf, die „Sicherheit der Ausländer, einschließlich der Arbeitsmigranten aus afrikanischen Ländern, die in Libyen ansässig sind, zu gewährleisten“ sowie „politische Reformen zwecks Beseitigung der Ursachen der entstandenen Situation zu ergreifen und in die Tat umzusetzen“.

Die Allianz der Antikolonialisten ist damit aber noch nicht erschöpft wie die Tagesschau berichtet:

Russland hat den internationalen Militäreinsatz gegen Libyen kritisiert. „Wir bedauern diesen bewaffneten Einsatz im Rahmen der UN-Resolution, die in Eile beschlossen wurde“, erklärte das Außenministerium in Moskau. Russland rief zu einer baldigen Waffenruhe auf: „Das Blutvergießen muss schnell gestoppt werden.“

Auch China bedauert die Luftangriffe. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, man sei gegen den Einsatz von Gewalt in internationalen Beziehungen. Peking hoffe, dass sich die Lage schnell wieder stabilisiere, damit weitere Opfer vermieden würden. Auch China hatte nicht für die Resolution gestimmt und sich enthalten.

Wenn die gewußt hätten wie die Operation wirklich ausfällt, dann hätten sie vielleicht auch einfach NEIN zur Resolution gesagt. Das es der Nato nicht um eine Flugverbotszone geht, wird tagtäglich offensichtlicher, siehe Welt:

Bei einem Angriff wurde am Sonntagabend ein Gebäude auf dem Stützpunkt Bab al-Asisija, auf dem sich auch die Residenz Gaddafis befindet, schwer beschädigt. Wo sich Gaddafi zu dem Zeitpunkt aufgehalten habe, sei unbekannt. Der Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf die Koalitionstruppen, dass das Gebäude als militärisches Kommandozentrum diente.

Man merkt, es war weise von der deutschen Regierung, sich an diesem Desaster nicht zu beteiligen – obwohl wir wahrscheinlich wieder dafür bezahlen dürfen. Was hier versucht wird, ist nichts weiter, als die – erneute – gewaltsame Vernichtung einer Regierung aus bloßer Willkür heraus. Sowas kann in Deutschland natürlich nicht passieren, und wer hier Zusammenhänge sieht zwischen den aktuellen Drohungen französischer Diplomaten und dem darauf folgenden Ereignis, der irrt sicherlich, siehe Spiegel:

Die Ursache für den Beinahe-Absturz ist dem Bericht zufolge noch unklar. Polizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen Ermittlungen auf. Dem Blatt zufolge ist die Maschine fast neu und wurde erst im Dezember 2010 bei der Bundespolizei in Dienst genommen. Von einem Sabotageakt gehen die Experten nach Informationen der Zeitung nicht aus.

Sowas macht die Weltelite der Finanzmacht mit Diktatoren und Zweite- bis Dritte-Welt-Präsidenten, aber nicht mit einer deutschen Bundeskanzlerin. Das ist so sicher wie ein Atomkraftwerk. Nagelneue Hubschrauber stürzen bei uns alle fünf Minuten lang ab, die scheinen ebenso sicher zu sein wie Atomkraftwerke.

Was aber, wenn die Weltöffentlichkeit Zeit bekäme sich über eine Meldung Gedanken zu machen, die der Fokus heute bringt:

Sondereinheiten des britischen Militärs sind nach FOCUS-Informationen offenbar bereits vor Wochen nach Libyen eingesickert. Sie erkunden dort strategische Ziele. Wie FOCUS aus Berliner Sicherheitskreisen erfuhr, sollen getarnte Teams des Special Air Service (SAS) und des Special Boat Service (SBS), die im Zweiten Weltkrieg gegründet wurden, strategische Ziele wie Militärflughäfen, Luftabwehrstellungen und Kommunikationszentralen vermessen und für Bombenangriffe markiert haben. Die britischen Kommandos SAS und SBS, die auch für verdeckte Aktionen in Afghanistan und im Irak eingesetzt werden, sind für Operationen hinter feindlichen Linien ausgebildet.

Ich würde gerne glauben, das hochmoderne Technik versagen kann. Das darf ich aber nicht, denn dann müsste ich die Abschaltung aller AKW´s weltweit fordern. Ich würde auch gerne glauben, das in Lybien friedliche Demonstranten gegen einen brutalen Diktator aufstehen … aber ich kriege am 21.2.2011 die Meldung nicht verpackt, das britische Spezialeinheiten schon „seit Wochen“ einen Militärschlag vorbereiten, der erst seit ein paar Tagen überhaupt denkbar ist.  Da stinkt langsam etwas gewaltig zum Himmel – doch das wird keinen stören. Störte ja auch beim Irakkrieg schon nicht. Der Deutsche ist mitlerweile froh, das man ihm nicht die Regelsätze streicht – direkt oder indirekt. Nach zwanzig Jahren neoliberaler Offensiver wissen wir, das hinter dem schönen Schein eine hässliche Wahrheit lauert – und wir geben uns viel Mühe, diese nicht sehen zu müssen.

So informieren führende Medien in Deutschland nur zögerlich über den Supergau in Japan, recht konkret wird noch das „Manager-Magazin„:

Ob die Ereignisse auch Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden, hängt nach Ansicht von Experten von der weiteren Entwicklung im Atomkraftwerk Fukushima ab. Sollte es dort zum Super-Gau kommen, so könne sich dies auch auf das weltweite Wachstum auswirken.

Falls die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins außer Kontrolle gerate, drohten massive Folgen für die globale Konjunktur, sagte etwa der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz in der „Rheinischen Post“: „Die Folgen könnten im Extremfall für Japan desaströs sein und erhebliche weltwirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen.“

Deutsche-Bank-Chefökonom Thomas Mayer warnte: „Eine Atomkatastrophe könnte zu einem Vertrauensschock auf der ganzen Welt führen, der sich über die Finanzmärkte in die reale Wirtschaft übertragen könnte.“

Das wäre natürlich schlimm, denn das greift an den Regelsatz bzw. an die Regelsatzkürzungsschutzzonen, die früher „Arbeitsplätze“ hießen. Während wir aber noch in banger Erwartung sind, ob es einen Gau gibt oder nicht, sind die Schweizer da schon weiter, siehe NZZ:

Die austretende Radioaktivität belastet zunehmend die Landwirtschaft in der Umgebung des beschädigten Atomkraftwerks. Die japanischen Behörden riefen Bauern und Molkereien der Region dazu auf, freiwillig darauf zu verzichten, verstrahlte Lebensmittel und Milch in den Handel zu bringen.

Bei Spinat aus der Stadt Hitachi, mehr als 100 Kilometer südlich des Atomkraftwerks, wurde in einem Fall ein Jod-131-Wert von 54’000 Becquerel pro Kilogramm festgestellt. Bei Cäsium wurden 1931 Becquerel gemessen.

Der Grenzwert liegt in Japan bei 2000 Becquerel pro Kilogramm Spinat für radioaktives Jod und bei 500 Becquerel für Cäsium. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt allerdings einen generellen Grenzwert von nur 100 Becquerel pro Kilogramm.

Jenseits der beschönigenden Meldungen über mutige Feuerwehren, die mit normalem Löschwasser Kernspaltungen bekämpfen, ist der GAU schon längst eingetreten: AKW explodiert, Kern zerstört, Radioaktivität tritt aus. Welchen GAU erwartet man denn dann noch zusätzlich? Die Wiedergeburt Godzillas?

Was nun den Mordanschlag auf Merkel angeht, so wollte ich nur den sicher bald erscheinenden Enthüllungsbüchern vorausgreifen – es passt zeitlich einfach zu schön in die aktuelle Bedrohungslage. Atomkraftwerke abschalten, im Sicherheitsrat vorsichtig heraus- und den europäischen Geldbeutel geschlossen halten … und dann so ein kleiner Unfall – das hat schon Thrillerqualität, der man sich schlecht entziehen kann, auf einmal kommt einem spontan der Name Uwe Barschel wieder in Erinnerung.

Was man aber daraus lernen kann, ist: modernste Technik kann versagen – sogar, wenn sie Kanzlerinnen transportiert.  Andererseits aber … wenn wir damit leben müssen, das eine „Koalition von Willigen“ hemmungslos Bombenterror verbreiten kann, diesen sogar von langer Hand vorbereitet – können wir wirklich sicher sein, das wir als Bundesrepublik Deutschland nicht mit ähnlichen (situativ angepassten) Maßnahmen überzogen werden? Und … wäre es nicht weise, sich langsam mal politisch eher an Russland, China, Indien, Brasilien, Afrika und der arabischen Liga zu orientieren, bevor man mit den neoliberalen Kolonisatoren in ein Boot steigt?

Ich möchte ja nur vorsichtig warnen: die falschen Freunde könnten unseren Aufschwung gefährden wie ein Supergau in Japan.

Das ist – hoffentlich – eine Sprache, die man in Deutschland versteht.

Ohne Kunden – kein Aufschwung. Ohne Aufschwung – kein Job. Ohne Job – kein Regelsatz.

 



Supergau in Fukushima, Bomben auf Lybien, verstrahlte „Wegwerfarbeiter“: das Vierte Reich marschiert weltweit

Wer hätte das gedacht? Das Jahr 2011 scheint alles auf den Kopf zu stellen. International geschieht so viel – und so schnell – das man gar nicht mehr hinterherkommt, die Entwicklung zu beobachten … geschweige denn, zu verstehen. Die gleichen Truppen, die in Bahrain Demonstranten töten, kämpfen bald in Lybien für die Demonstranten. Es gibt halt gute Diktatoren und böse Diktatoren, und welcher Diktator jetzt gerade gut oder böse ist … das können wir Normalbürger doch gar nicht entscheiden, das geht doch weit über unseren Horizont hinaus. Zwar gibt es mahnende Stimmen, die zeigen, das gerade eine neue weltweite Diktatur ihr fürchterliches Haupt erhebt, aber diese Stimmen gehen in dem Nachrichtengetöse unter, so wie diese hier bei N-TV:

Was die UN-Resolution an Gewaltanwendung erlaubt, überschreitet deutlich die Grenzen des Legalen und des Legitimen. Man kann nicht in einen Bürgerkrieg, der immerhin gewaltsam begonnen wurde, von außen mit Gewalt eingreifen und sich auf die Seite einer Partei schlagen. Die UN hat das Recht zu intervenieren, um Massenmord zu verhindern, aber nicht das Recht, beim Sturz einer Regierung mit kriegerischen Mitteln zu helfen.

Dieser neue Natokrieg ist ILLEGAL! Wir führen bald als westliche Wertegemeinschaft einen illegalen Krieg gegen ein anderes Land. Nach außen hin sind wir bald kaum noch von einem kriegslüsternen Diktator zu unterscheiden – auch wenn unsere Methoden oft diskreter sind und wir nicht wie Napoleon oder Hitler einfach alles erobern, was unter die Militärstiefel passt. Wir begnügen uns mit jenen Ländern, die Profite versprechen – ohne plünderbare Rohstoffe verlieren wir schnell das Interesse. Seltsam auch die Ausrüstung der „Aufständischen“ in Lybien, die sich sehr von der anderer Aufständischer unterscheidet: Kalaschnikows statt Spruchbänder, Panzerfäuste statt Transparente … das wirkt nicht sehr friedlich. Wie jungewelt erwähnt, können die auch noch mit mehr rechnen:

Neben Luftangriffen auf Stellungen der libyschen Regierungstruppen stehen Ghaddafi-Gegnern laut Spiegel online auch Waffenlieferungen via Ägypten in Aussicht – was, nur nebenbei bemerkt – gegen UN-Resolution 1973 verstößt.

Dafür braucht man die illegalen Waffenhändler, die man sonst so gerne anprangert. Es bleibt jedoch die Frage: wer organisiert den Transport, wer die Bezahlung, über welche Kanäle wird das alles abgewickelt? Über Amazon geht so etwas noch nicht.

Was derart „befreite Länder“ zu erwarten haben, erfährt man bei einem Blick in den Irak, hier ebenfalls jungewelt:

Acht Jahre nach Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion im Irak werden grundlegende Menschenrechte im Zweistromland systematisch verletzt, doch internationale Organisationen wie der UN-Sicherheitsrat, die Europäische Union oder die Arabische Liga schweigen. Die irakische Regierung reagiert mit Denunziation ihrer Kritiker, mit Parteiverboten und der Festnahme von Oppositionellen.

Gäbe es dort einen Aufstand, würde niemand die US-Bomber aufhalten, die zu seiner Niederschlagung herbeieilen. Es gibt halt gute Diktatoren und böse Diktatoren. Das sollte man schon wissen.

Wir denken nun: das alles spielt sich nur da draussen ab. In unserem Schlümpfeland passiert so etwas nicht. Unsere wohlmeinende Regierung sorgt dafür, das der Horror nicht aus den Fernsehbildschirmen in die Wirklichkeit herüberschwappt und wir unseren goldenen Käfig auch wirklich hemmungslos genießen können, während die Wirtschaft sich vorbildlich um unsere Versorgung kümmert und fürsorglich unsere Zukunft organisiert. Wir denken … all´ die Übel werden spurlos an uns vorbeigehen, weil wir das gottgewollte Privileg haben, Wirklichkeit nur noch via Bildschirm oder in der Fußballarena erleben zu müssen.

Schöne Träume … die leider nicht wahr werden. Die Prinzipien, die jetzt mit europäischen Steuergeldern in Lybien morden werden, wirken auch hier direkt vor Ort. Hierzu nochmal ein Griff in die Geschichte, gefunden bei nrhz:

Adolf Hitler hat davon gelernt und denselben Trick verwendet, um das Land geschlossen hinter sich zu bringen. Er nahm unter anderem die Idee des Antisemitismus auf, eine alte europäische Idee, die bis in die Zeit der Kreuzzüge zurückreicht, und brachte sie auf die Spitze. Außerdem gab er der Mehrheit die Kommunisten, Sinti und Roma, er gab ihnen die Homosexuellen, die allzu freien Künstler und die Kranken zum Hass frei. Und auch Hitler hatte damit Erfolg.

Dieser „Trick“ funktioniert gerade schon wieder. Heute sind es allerdings eher Moslems, „Sozialromantiker“, Arbeitslose (samt Kindern, da gibt es schon wieder Sippenhaft), Humanisten und … Alte, die zum Abschuss freigegeben werden. Merkt nur kaum jemand, weil man nicht genau hinschaut. In der RP steht es aber schon heute drin:

Aus Sicht der Arbeitgeber gibt es der OECD zufolge neben „subjektiven Vorurteilen“ gegen ältere Arbeitnehmer auch das Problem ihrer vergleichsweise höheren Bezahlung. „Es ist also zu fragen, ob Lohnsteigerungen, die ausschließlich auf dem Alter der Angestellten basieren, sinnvoll sind“, folgern die Wissenschaftler. Im Klartext: Die Gehälter älterer Arbeitnehmer sollten tendenziell sinken.

Ihr werdet länger arbeiten und dafür viel weniger Geld bekommen während sich die hochsubventionierten Bergbauarbeiter auch im Innendienst schon mit 48 auf die Couch legen dürfen. Dank der im Alter stattfindenden Gehaltskürzungen wird auch die folgende Rente niedriger sein: das kürzt dann auch die Restlebenszeit infolge von Mangelernährung. Gestützt wird dieses Programm durch ein flächendeckendes Programm „Vernichtung durch Arbeit“, über dessen Folgen das Handelsblatt aufklärt:

„Die Politik mit dem Grundsatz „Hauptsache Arbeit‘ basiert auf der Auffassung, dass jeder Job besser ist als keiner, weil er das wirtschaftliche wie auch das persönliche Wohl steigert“, schreiben die Forscher in der Zeitschrift „Occupational and Environmental Health“. „Aber die psychosoziale Qualität der Arbeit ist ein grundlegender Faktor, der bei der Planung und Ausführung der Beschäftigungs- und Sozialpolitik berücksichtigt werden muss.

Dank der weisen Kooperation von Politik und Wirtschaft dürfen viele unserer Brüder und Schwestern ihre krankmachenden Jobs bald bis 70 weitermachen – selbstverständlich bei ständig sinkender Bezahlung … und dafür soll man in diesem Land Mehrheiten bekommen?

Die Mehrheiten bekommt man … aber nur in der Sphäre der „Entscheider“, jener substanzlosen Funktionselite, die in den letzten Jahrzehnten im Schatten von Finanz- Wirtschafts- und Politikmacht herangewachsen ist und ein gemeinsames quasi parteipolitisches Ziel verfolgt: an das Geld der Steuerzahler, Bürger und Reichen heranzukommen. Über ihre Seilschaften informieren inzwischen viele Bücher, auf die bohmann.at hinweist:

Sie sitzen an den Hebeln der Macht und betreiben Machtmissbrauch. Ihre Gier nach Geld ist grenzenlos. Nepotismus gehört zu ihrem Alltagsgeschäft. Netzwerke sind ihr Rettungsring, wenn sie eines Tages ihre politischen Ämter aufgeben. Dann greifen sie auf ihr perfekt gestricktes Netzwerk zurück, kommen bei „väterlichen“ Freunden oder Konzernen unter, die sie vorher mit Millionensubventionen gefüttert haben. Die Rede ist von Politikern und Wirtschaftsbossen, die schamlos abkassieren und Steuergelder verzocken, die Wirtschaft des Staates an den Abgrund der Verschuldung bringen und so die demokratischen Strukturen gefährden.

Und das geschieht alles vor den Augen der Öffentlichkeit. So kommt es, das ein Sozialdemokrat Arbeitslose in nationalsozialistischer Manier als „Parasiten“ bezeichnen kann ohne sofort verhaftet zu werden, im Anschluß an seine politische Karriere aber sofort einen Aufsichtsratsposten nach dem anderen einfahren darf: solche Wunder geschehen, wenn man gut funktioniert und politische Gewalt missbraucht, um Geldgeber günstig zu stimmen.

Und da kommen wir von illegalen Kriegen gegen andere Völker über illegale Vernichtung älterer Menschen direkt zu den illegalen Atombomben, die wir zum Wohle der Finanzwelt überall herumstehen haben, siehe N-tv:

Modernisierung geschah nur auf dem Papier „Deutsche AKW sind Geldmaschinen“

Eigentlich hätten die deutschen Atomkraftwerke schon längst gegen Terroranschläge gesichert sein sollen. Aus einer viel gerühmten Vernebelungstechnik wurde eine Vernebelungstaktik.

Das Geld der Geldmaschinen wird aber dringend gebraucht, um das „Personal“ für den Demokratieabbau bezahlen zu können. Landesverrat, Verfassungsverrat, Verrat an der Menschheit … das alles hat seinen Preis.

Wenn man aber nun denkt: das war es nun an Grausamkeiten, die hinter der feinen aber zebröckelnden Fassade westlicher Demokratien ihr Eigenleben führen, der irrt. Das macht den Supergau in Fukushima auch so politisch: hier ist es ein hochindustrialisiertes demokratisches Land und nicht der „böse dumme Russe“, dem das Ungemach wiederfährt – und hier kann man im Detail erkennen, welche Zukunft die „Lumpenelite“ für uns alle plant … neben den vielen neuen Kriegen und der Vernichtung der Altersruhe, siehe Tagesanzeiger:

1999 wurde bekannt, dass Arbeiter in der Uranverarbeitungsanlage Tokaimura nordöstlich von Tokio Wiederaufarbeitung per Hand betrieben und Uran in Stahleimern mischten. Zwei Menschen starben später. Bei einer unkontrollierten Kettenreaktion wurden Hunderte verstrahlt und Tausende Anwohner evakuiert.

Im Jahr 1997 wurden bei einem Brand und einer Explosion ebenfalls in Tokaimura mindestens 37 Arbeiter leicht verstrahlt. Der Betreiber räumte später ein, Informationen über den Vorfall zunächst unterdrückt zu haben.

Tarnen, täuschen und vertuschen … hier wie in Japan. Dort hat es jedoch gerade mal nicht ganz so gut funktioniert und zeigt, welchen Wert Menschen in der Postdemokratie haben: sie werden „Wegwerfarbeiter“, siehe Telepolis:

Der ARD-Korrespondent in Japan, Robert Hetkämper, ist hingegen der Überzeugung, dass hier Menschen verheizt werden. Für gefährliche Arbeiten würden von Tepco gerne Obdachlose, Gastarbeiter, Arbeitslose und sogar Minderjährige ausgebeutet werden. Sie würden als „Wegwerfarbeiter“ bezeichnet, weil sie, wenn sie zu stark radioaktiv belastet sind, entlassen würden. Hetkämper habe mit einem Arzt gesprochen, der dies bestätigt habe. Diese „grausame Geschichte“ passiere nicht nur jetzt, sondern schon seit Jahrzehnten. Und sie erinnert, wie die WDR-Kommentatorin sagt, an die Hunderttausende von Liquidatoren, die in der Sowjetunion für den Bau des Sarkophags um den Tschernobyl-Reaktor eingesetzt und geopfert wurden. Seltsam ist dies in Japan, wenn man dort Menschen verheizt, obgleich man sonst gerne auf Roboter setzt, die in Fukushima aber nicht vorhanden zu sein scheinen.

Das alles geschieht vor aller Augen. Wir fallen – als angebliche Demokratie – immer weiter hinter den Sozialstandards des Deutschen Kaiserreiches zurück, verraten die Prinzipien, für die die Bonner Republik stand, fast täglich und leben nur noch für das Gebet: die letzte Waffe, der wir vertrauen können, das sie die Kraft hat, uns vor atomaren, sozialen oder wirtschaftlichen Katastrophen in Deutschland zu beschützen.

Was es wirklich bedeutet, wenn Menschen zu „Kosten auf zwei Beinen“ werden und dies als Prinzip das Handeln von Wirtschaft und Politik bestimmt, kann man in der Geschichte des Dritten Reiches studieren. Die neuen Hitlers, Himmlers und Heydrichs tragen zwar keine Uniformen mehr, aber sie sind nicht weniger grausam und unmenschlich … und wissen, das sie ihre Misswirtschaft nicht mehr lange verbergen können – siehe ftd:

Nach der Finanzkrise steckt die Welt nun in einer sich dramatisch verschlimmernden Atomkrise. Es sieht so aus, als würde unser gesamtes kapitalistisches System unter den von ihm generierten Krisen zusammenbrechen. Momentan stehen wir unter dem Schock dieser neuen Krise. Aber beide Ereignisse hängen zusammen. Die gesamte Finanzkrisenpolitik verläuft ähnlich wie der verzweifelte Versuch des japanischen Energiekonzerns Tepco, mit Meerwasser die Brennstäbe unter Kontrolle zu halten. Man fummelt an den Symptomen, kann aber das eigentliche Problem nicht lösen. Solche Strategien fliegen am Ende auf. Wir stehen in unserer Finanzkrise vor einer ähnlichen Situation wie in Fukushima: vor einer Kernschmelze – mit dem Unterschied, dass sie im Finanzsystem deutlich langsamer abläuft.

Sowas motiviert die Lumpenelite zur Eile. Nicht mehr lange und die Fernseher gehen aus, die Kaufhäuser schließen und die Bankautomaten geben kein Geld mehr aus … dann merken auch die letzten Schlümpfe, das die friedliche deutsche demokratische Zivilgesellschaft leise hinterrücks ermordet worden ist, weshalb man im Alter bald das Hartz-Modell fährt: für einen Euro einen Vollzeitsarbeitsplatz ausfüllen – vielleicht sogar als Wegwerfarbeiter im AKW.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Kriegszustand! Lumpenelite gegen Volk! Supergau und Kernschmelze der westlichen Kultur …

Krieg ist so ziemlich die hässlichste Sache der Welt. Da ist ein Supergau nichts gegen. Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche  – damit kann man klar kommen. Sicher, man kann daran sterben, es kann sehr schmerzhaft und unansehnlich sein, was da geschieht, offensichtlich ungerecht und gemein … aber es ist nicht zu verhindern und führt die Menschen wieder zusammen. Krieg ist da was anderes. Er wäre verhinderbar, er führt zwar auch Menschen zusammen … aber nur, um sich gegenseitig abzuschlachten. Das verleiht Kriegen eine besondere Note der Grausamkeit gegenüber anderen Katastrophen. Der Krieg hält keine helfende Hand des Mitmenschen bereit, sondern eine würgende Hand, auch hier in Deutschland … hören wir dazu Ines Eck bei Gegen-Hartz.de:

Das Hartz IV-System ist wie ein Offener Strafvollzug ohne Gerichtsurteil und Strafmaßende organisiert. Bürger verlieren Bürgerrechte wie Recht auf Privatsphäre, Datenschutz, Freizügigkeit. Sie werden in Ghetto ähnliche Wohnbedingungen gedrängt. Sie müssen in beständiger Angst vor Schikanen leben, ohne Situationen durch Arbeitsleistungen verändern zu können. Hartz4 wirkt wie tagtägliches Mobbing. Mobbing wirkt wie eine Körperverletzung. Sie macht krank, arbeitsunfähig.

Armut an und für sich ist nicht schlimm. Milliarden Menschen leiden darunter, Mönche suchen sie sogar. Im Vergleich zur vielen Menschen in der Geschichte sind Hartz-IV-Abhängige nicht absolut arm. Was das Leid erzeugt, ist der Kriegszustand, jene brutale, unmenschliche Skrupellosigkeit, die auch vor Kindern nicht halt macht, siehe die Welt:

Armen Kindern in Deutschland fehlt es laut einer Umfrage vor allen an der Möglichkeit, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Die Grundversorgung sei beim Großteil der 1,72 Millionen Kinder in Hartz-IV-Haushalten allerdings gesichert, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit.

Das lernen jene Kinder: sie sind überflüssig, unerwünscht, wachsen in einer feindlichen Umgebung auf. Was lernen die Erwachsenen? Wenn das Verfassungsgericht das Leid der Kinder anmahnt, hat es … keinerlei Konsequenzen. Man darf dankbar sein, das die Politik darauf nicht mit erneuten Regelsatzkürzungen reagiert hat, so wie Gaddafi mit Luftangriffen auf Aufständische.

Wir Menschen sind soziale Wesen – es sei denn, man befindet sich unter Lumpen. Lumpen haben kein Gerechtigkeitsempfinden, kennen kein Mitleid und auch keine Gnade. Lumpen ist das Schicksal anderer egal, sie sind durch und durch asoziale Wesen, ihre Elite hat mitlerweile die Schalthebel der Macht vollkommen unter Kontrolle.  Wie man sich als Lumpenelite dort so aufführt, kann man jederzeit der Presse entnehmen, siehe freie Presse:

Der frühere Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer muss sich demnächst in einem Strafprozess vor dem Münchner Landgericht verantworten. Wie die Münchner Justizpressestelle mitteilte, ließ das Gericht die bereits im November 2009 erhobene Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Breuer wegen versuchten Betruges nun unverändert zur Hauptverhandlung zu.

Die Machenschaften der Lumpenelite erreichen teils Supergaudimensionen, siehe SZ:

Die Ermittler wähnen sich auf den Spuren einer gewaltigen Verschwörung. Mehrere Großbanken, so glauben sie, könnten einen Referenzwert des globalen Finanzsystems manipuliert haben – den sogenannten Libor-Zins. Zum Kreis der Verdächtigen gehört auch die WestLB.

Das Betrugssystem macht auch bei Nahrungsmitteln nicht halt … damit die verharzten Kinder auch ja möglichst wenig haben, siehe rp-online:

Die Lebensmittelkonzerne Dr. Oetker, Kraft und Unilever müssen Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 38 Millionen Euro zahlen. Der Grund: Sie sollen sich über ihre Preise für Süßwaren, Speiseeis, Tiefkühlpizza, Tiernahrung und Waschmittel ausgetauscht haben.

Insofern betrifft der Supergau in Japan auch uns: es ist die gleiche Lumpenelite, die dort für den Schaden sorgt und hier für die Armut. Die gleiche Arroganz, die gleiche Ignoranz, die gleiche Verantwortungslosigkeit und der gleiche Tonfall, siehe Tagesanzeiger:

Zum ersten Mal zeigt das japanische Fernsehen seinem Publikum die ganze Arroganz der technokratischen Macht, die sich bis jetzt gegen jede Kritik der wenigen Kernkraftgegner im Land verwahrte, diese sogar als subversiv abtat.

Als gestern Mittwoch im Morgengrauen im Reaktor Nummer 4 dort gelagerte Brennstäbe entflammten, weil sie nicht gekühlt wurden, gab Tepco geradezu zynisch bekannt, die Firma habe die örtliche Feuerwehr benachrichtigt.

Warum schickt man eigentlich nicht die Tepco-Manager in das Kernkraftwerk? Eimer in die Hand gedrückt, Meerwasser ist in der Nähe: da könnten sich die Täter doch auch mal nützlich machen? Aber … das geht ja nicht. Lumpenelite kann deshalb so arrogant und zynisch auftreten, weil sie inzwischen alle systemrelevanten Posten mit asozialen Geistern besetzt hat. Nur deshalb kann sich eine Raubkultur durchsetzen, die Krieg gegen das eigene Volk führt, es verarmen und notfalls auch verstrahlen lässt – in Japan und in Deutschland.

Welche Folgen die Renditegier der Lumpenelite praktisch hat, beschreibt Life-Gen anschaulich:

Welche Ausmaße die Folgen der zu erwartenden Kernschmelze haben, lässt sich anhand der Strahlungskarten nach dem AKW-Unglück in Tschernobyl ablesen. Dort hatte der Fallout – je nach Windrichtung – bis zu 300 Kilometer weit die umliegenden Gebiete verstrahlt. Noch heute lassen sich über 1,5 Millionen Hektar Wald und Land nicht nutzen. Für Japan gilt: Damit wäre im ungünstigsten Fall auf Tokio direkt betroffen. Was die Politik allerdings noch verschweigt: die Verseuchung hielte auch in der Hauptstadt Jahre oder Jahrzehnte an, eine Dekontamination ganzer Millionen-Metropolen gilt als unmöglich.

Das würde bedeuten, das Tokio zur Geisterstadt wird … und Japan im Prinzip weiträumig unbewohnbar, mal abgesehen von den Toten, die jetzt schon zu erwarten sind. Alles im Dienste der Rendite. Verluste werden von den Asozialen billigend in Kauf genommen. Sie wissen ja, das ihnen selbst kein Ungemacht droht: werden sie erwischt, geben sie einen kleinen Bruchteil ihres ergaunerten Vermögens ab … jeder Hartz IV-Abhängige wird schlimmer bestraft, ohne irgendeine Straftat begangen zu haben. Es findet der Supergau moralischer, ethischer, zivilisationstiftender Werte statt, die Kernschmelze der westlichen Kultur – mit Folgen für Andersdenkende, siehe Nrhz:

Warum also hassen wir sie? Weil wir ohne einen Feind kaum eine Identität haben. Wir benötigen nur deshalb Begriffe wie „Leitkultur“, weil wir im kulturellen Niedergang sind und das ahnen. Die Antrittsbemerkung des neuen Innenministers Friedrich, in der er den Islam von Deutschland distanziert, ist in diesem größeren Zusammenhang zu sehen, nicht nur in dem kleinen, in dem er durch gezielte gesellschaftliche Spaltung auf dubiosen Stimmenfang geht. Sie ist Ausdruck des geistigen Niedergangs einer Gesellschaft, die partout nicht aus der Geschichte lernen will. Der Gipfel der Perversion wird erreicht durch das Herbeiphantasieren einer „christlich-jüdischen Tradition“, womit man sich an den früheren Feind, die Juden, anbiedern will, um den nächsten Feind vor die Flinte zu bekommen.

Die neuen Opfer der Lumpenelite: der Islam. Und sein Öl natürlich. So versucht die Minderheit der Lumpenelite sich ständig hinter neuen Fronten zu verstecken, damit sie weiterhin ihren krummen Geschäfte nachgehen und die christliche Tradition in eine antichristliche umbauen kann. Es ist ein Krieg, der hier geführt wird – in erster Linie ein Krieg um Werte und Prioritäten, ein Krieg der Worte. Und hat man den Krieg der Worte gewonnen, können Bomben folgen wie in Lybien laut rian:

Frankreich sowie Großbritannien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate werden möglicherweise in wenigen Stunden Bombenangriffe auf Gaddafis Stellungen in Libyen fliegen.

Das meldete die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf französische diplomatische Quellen.

Wieder einmal befinden sich Natotruppen in einem „gerechten Krieg“.  Eigentlich weiß momentan niemand, was in den arabischen Ländern gerade los ist, aber wir werfen schon mal ein paar Bomben und stören uns nicht daran, das die Truppen von Katar und den Vereinten Arabischen Emiraten jetzt mit „uns“ gegen Gaddafi und für die Aufständischen marschieren, während sie in Bahrain gegen die „Aufständischen“ eingesetzt werden, siehe Berliner Umschau.

Gewöhnen wir uns doch jetzt schon mal an die Folgen jener Lumpenpolitik, über die uns diesmal RTL unterrichtet:

In Afghanistan hat es im vergangenen Jahr so viele zivile Kriegsopfer gegeben wie seit Jahren nicht mehr. „Im Jahr 2010 haben wir 2.777 Tote registriert, das ist ein trauriger Rekord der vergangenen Jahre“, sagte der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Staffan de Mistura, im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Zahl der Strahlentoten wird in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen, ebenso die Zahl der künstlich verarmten Kinder in „Wohlstandsnationen“ und die Zahl der getöteten Zivilisten bei „Friedensmissionen“ der Nato. Die ehedem als strahlender Leuchtturm für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit auftretende westliche Kultur, die einst der Hort von Demokratie und Menschenrechten war, erlebt ihre ideelle Kernschmelze, der die realen Kernschmelzen der kostenminimierend betriebenen Reaktoren der Atomwirtschaft folgen werden.

Und was machen wir Bürger? Wir gewöhnen uns daran. Stecken den Kopf in den Sand und hoffen, das wir dort sicher sind. Aber es geht hier um Krieg. Krieg einer asozialen Lumpenelite gegen das Volk. Ein weltweiter, totaler Krieg, der dort heiß wird, wo der Widerstand der Bürger zu groß ist.

Ich denke, das wissen auch die Bürger hierzulande – deshalb bleiben sie lieber ruhig, obwohl ihre Kultur gerade den Bach ´runtergeht.

 

 

 

 

 

 


sensationelle fotobeweise: kanzlerin merkel schon immer gegen atomkraft!

fotobeweis_1_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

das nso recherche team hat keine kosten und vor allem mühen gescheut, um dem geneigten leser, welcher  vielleicht in den drastischen tönen, welche den etwaigen ausstieg aus dem ausstieg aus dem ausstieg begleiten, eine propagandaattacke der roten auf unsere hochverehrte kanzlerin und ihre fähigen wegbegleiter sieht, darzulegen, das unsere weise und vorausschauende, führungsstarke kanzlerin

schon immer gegen atomkraft war.

wie diese aufnahmen beweisen:
fotobeweis_1_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

brokdorf, 1980

fotobeweis_2_merkel_schon_immer_gegen_atomkraft_

berlin, 2010

Supergau in Japan, Supergau in Deutschland – Ultragau weltweit 2012?

Jetzt ist es ja passiert: das Undenkbare, das Unmögliche, das, womit niemand hätte rechnen können: der Supergau. Wie wurden wir dereinst belächelt, als wir in den siebziger und achtziger Jahren gegen diesen Unfug demonstriert haben. „Träumer“, „Spinner“, „Romantiker“ hatte man uns genannt … aber wenigstens waren WIR keine IDIOTEN. Allen voran war da die publizisitische Waffen-SS der Konzernwirtschaft, die sich auch heute noch mit Supersprüchen hervortut, siehe Spiegel:

Drei-Punkte-Plan soll Unglücks-AKW retten

Was soll es da bitte schön noch zu retten geben? Eine Formulierung, die darauf hindeutet, das es sich hier um ein kleines Missgeschick handelt, so als sei ein Kind in einen Teich gefallen und man holt es schnell wieder heraus – und dann ist alles wieder gut.

Nicht ist gut.

Ich warte jetzt nur noch auf die Sprüche: „so ein bischen Radioaktivität hat noch keinem geschadet“, an Spottereien über „Gesundheitsromantiker“ oder den Hinweis darauf, das wir alle sowieso sterben müssen: „Aber wenn, dann bitte mit 100000 Kilowatt auf der Rechnung!“

Es geht doch hier auch gar nicht mehr um EIN Akw. Darf ich mal die Neue Züricher Zeitung zitieren? Die hat mitgezählt:
Die japanischen Behörden haben für drei Kernkraftwerke mit Siedewasserreaktoren nordöstlich von Tokio den atomaren Notstand ausgerufen. Beschädigt oder möglicherweise gefährdet sind zwölf Reaktorblöcke: sechs im AKW Fukushima Eins (Daiichi), drei in Fukushima Zwei (Daini) und drei in Onagawa.

Vielleicht gibt es einen Drei-Punkte-Plan, aber ich denke, er enthält vor allem drei altbekannte Argumente zur Rettung der Börse: TARNEN, TÄUSCHEN UND VERTUSCHEN.

Die Wahrheit ist: 2000 Grad heiße Brennstäbe lassen sich mit Wasser nicht kühlen. Die Lage ist völlig außer Kontrolle, die Reaktoren sind quasi sich selbst überlassen – was aber die Börse nicht toleriert hat. Darum ist jetzt Aktionismus angesagt, während eine gigantische humanitäre Katastrophe am Rande abläuft, die aber für die Herren der Wirtschaft nicht interessant ist – nur am Rande erfährt man von der Hoffnung auf ein Riesenkonjunkturprogramm, an dem man sich wieder eine neue goldene Nase verdienen kann.

Die ersten Unkereien der Atomwirtschaft kommen ja auch jetzt schon … womit wir zu dem nächsten GAU kommen – dem in Deutschland, hier mal in der SZ:

Während in Deutschland, 8900 Kilometer entfernt, eine in Anbetracht der vielen Tausend Opfer merkwürdig selbstbezogene Aufgeregtheit um die Atompolitik herrscht, erduldet die drittmächtigste Wirtschaftsnation der Erde ihr Schicksal – und versucht es zu wenden. Japan hat viele Naturkatastrophen erlitten und ist mit seinem Technik-Glauben auch immer wieder an ihnen gewachsen.

Der Technikglauben – der gute, alte Technikglauben – der rettet Japan und die ganze Welt. Wieder stehen auf der einen Seite die schlauen, cleveren Bastler, Tüftler und Schrauber, während auf der anderen Seite ihre verstrahlten Opfer als „Konjunkturprogramm“ herhalten dürfen.  Ohne die Technikgläubigkeit und die Skrupellosigkeit eines unmenschlichen Wirtschaftssystems hätten wir keinen Gau. Jede Dumpfnuss weiss, dass man einen heissen Topf nicht auf eine kaputte Herdplatte stellt, ebensowenig stellt man ein heisses AKW auf eine kaputte Erdplatte – woraus wir lernen, das Techniker und Wirtschaftsbosse noch dümmer als unsere dörflichen Dumpfnüsse sind … oder einfach boshafter.

Manche nicht, und deshalb bekommen wir NACH jeder Katastrophe auch immer solche Berichte zu lesen, Berichte, die zuvor niemand hören wollte, hier in der ftd:

Masashi Goto kennt den Unglücksreaktor, er kennt ihn von innen, kennt all seine Schwachstellen. Viele Jahre hat der Ingenieur, der im weißen Hemd und grauen Anzug dort oben auf dem Podium sitzt, für den Kraftwerksbauer Toshiba gearbeitet. Sein Spezialgebiet waren jene Sicherheitsbehälter, die auch das Herz des Reaktors in Fukushima umschließen, er war damals an ihrem Design beteiligt. Nun kann er nicht mehr an sich halten.
„Ich war damals davon ausgegangen, dass ich an der ultimativen Verteidigungslinie arbeite, am entscheidenden Werkstück, dass die Bevölkerung vor der Strahlung schützt“, sagt Goto. „Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht so ist, dass diese Behälter einer Katastrophe wie einem Erdbeben nicht standhalten.“

Und was machen wir jetzt hier in Deutschland aus der Katastrophe, von der man uns in den letzten Jahrzehnten so oft gepredigt hat, das sie unmöglich sei?  Wir schalten hier Reaktoren ab, die gestern noch als völlig unbedenklich galten. Nicht das ich denen nachtrauere, aber … Atomkatastrophen sind doch wohl nicht ansteckend, oder? Welchen rationalen Grund gibt es denn, ohne neuerliche Risikobewertung für Deutschland die Dinger von heute auf morgen abzustellen? Welchen ausser … blanker Panik? Und wenn „da oben“ auf einmal blanke Panik herrscht, weil man plötzlich und unerwartet über ein paar Atomkraftwerke im eigenen Land gestolpert ist … VON WELCHER QUALITÄT SIND DENN DANN EIGENTLICH UNSERE REGIERUNGSFUNKTIONÄRE?
Das ist der Supergau für Deutschland. In Japan platzte ein Reaktorkern, darin war Radioaktivität. In Deutschland platzte der Regierungskern, darin war geballte Inkompetenz … oder gähnende Leere, was den gleichen Effekt hat. Natürlich ist auch Wahljahr und man muß auf den Anti-Atom-Zug aufspringen, weil sonst die Grünen gewinnen und dann in Folge dieses Sieges Deutsche Soldaten in Lybien einmarschieren – wer will das schon.
Nun ist Kernenergie in Deutschland aber auch ein hochsubventioniertes Geschäftsfeld – und ein hochprofitables, wie man bei Eurosolar nachlesen kann:
Je älter ein Atomkraftwerk, desto störungsanfälliger, aber auch umso profitabler ist sein Weiterbetrieb. Die Bau- und Kapitalkosten sind gewöhnlich abgeschrieben, während die laufenden Betriebskosten verhältnismäßig gering bleiben. Voraussetzung ist, dass Nachrüstungen unterbleiben und ein Bestandsschutz gewährt wird, wie in Deutschland seit 2001 mit der Vereinbarung von Bundesregierung und Stromkonzernen über die Laufzeiten von
Atomkraftwerken, dem so genannten „Atomkonsens“. Die Erzeugungskosten einer Kilowattstunde Atomstrom können unter diesen Bedingungen auf bis zu 1 ct gesenkt werden und durch Verkauf zum Strombörsenpreis Gewinnmargen von bis zu 500% erzielt werden.

Für 500 % Gewinn gehen wir in Deutschland aber aufs Ganze. Wer alles bereit war, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bevölkerung ganz tief in dessen Tasche zu greifen ist auch öffentlich, siehe Hintergrund:

Während noch diskutiert wurde, erhöhte RWE-Chef Jürgen Großmann den Druck mit einer bundesweiten Anzeigenkampagne – dem „Energiepolitischen Appell“. Vierzig Manager, unter ihnen die Chefs der vier großen Energiekonzerne, protestieren darin gegen die Brennelementesteuer, sprechen sich für Laufzeitverlängerungen und den Ausbau von Kohle aus. Andernfalls stellen die Unterzeichner eine preisgünstige Energieversorgung infrage. Unterschrieben haben neben dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann einige Vertreter stromintensiver Industrien wie Ekkehard Schulz (Thyssen- Krupp), Werner Wenning (Bayer) oder Jürgen Hambrecht (BASF), der Manager der Fußballnationalmannschaft und Sohn eines früheren RWE-Vorstandes, Oliver Bierhoff, sowie Wolfgang Clement, Aufsichtsratsmitglied bei der RWE Power AG.

Da haben wir unter anderem auch führende Köpfe der Agenda 2010, die schon mit diesem Machwerk bewiesen haben, wie man aus Mitbürgern ganz schnell „Parasiten“ machen kann. Kein Wunder, das man auch keine Hemmungen hat, diese Parasiten im Dienste des Wachstums einer erhöhten Strahlendosis auszusetzen … Radioaktivität soll ja auch wachstumsfördernd sein.

Das große finanzielle Engagement der Deutschen Bank als Atomfinanzierer passt gut zu ihrem sonstigen Auftreten: Ihre Vertreter sprechen sich offen für eine „Renaissance der Atomkraft“ aus und passend dazu bietet die Deutsche Bank ihren Privatkunden gezielt radioaktive Investitionen an: Das „S-Box Nuclear Power Index Zertifikat“ bündelt die Erträge von 20 führenden Atomfirmen. An welchen verheerenden Umweltbelastungen und Gesundheitsgefährdungen von Menschen sich der Anleger hierbei beteiligt, verschweigt der Anlageprospekt.

Damit sich das Investment auch lohnt, muß man im Atombereich selbstverständlich die gleichen Maßnahmen ergreifen wie auf allen anderen Geschäftsfeldern auch:

Je länger ein Atommeiler am Netz ist, umso größer wird das Risiko von Unfällen durch Materialermüdung. Um Kosten zu sparen und Gewinne zu steigern, reduzieren die Energieversorger Reparatur- und Wartungsarbeiten. Mängel werden verspätet oder gar nicht erkannt. Wachsende Arbeitsbelastung führt zu verminderter Wachsamkeit während des Betriebes. All dies erhöht das Risiko für schwere Störfälle. „Somit ist klar, dass das Risiko eines nuklearen Unfalls mit jedem Jahr, das ein Atomkraftwerk über zwei Jahrzehnte hinaus in Betrieb ist, signifikant steigt.“

Womit man sagen kann: die Konzernwirtschaft in Deutschland arbeitet Hand in Hand mit den Banken am deutschen nuklearen Supergau, den wir dann nicht mehr so gemütlich auf der Talkshowcouch aussitzen könnten.

Und wenn in Deutschland was passiert … wer bezahlt dann eigentlich die Schäden?

Nun, die Gemeinschaft der Banken- Euroretter wird wieder mal einspringen, jene schwerreichen Menschen, die den Ackermann Tag für Tag neidisch werden lassen: der Ottonormalbürger. Atomgewinne werden privatisiert, die Risiken jedoch – wie im Bankwesen – sozialisiert. So macht man Riesenprofite von 500 % und kann den Privatflieger auf die Bahamas jederzeit abheben lassen, wenn mal was schiefgeht. Wir jedoch … dürfen dann zahlen, siehe Tagesspiegel

Atomkraftwerke sind bisweilen kaum versicherbar. Im Falle eines bewaffneten Konflikts oder einer schweren Naturkatastrophe kommen die Versicherer nicht für Schäden auf, bei Terroranschlägen hingegen schon.

Trotz der Atomunfälle in Japan wollen die Versicherer ihre Sicherheitsanforderungen an die deutschen Kernkraftwerke nicht verschärfen. „Die deutschen Auflagen sind sehr streng“, sagte Dirk Harbrocker, Geschäftsführer der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG), dem Tagesspiegel. Zudem gebe es in Deutschland keine schweren Erdbeben. „Ein Störfall wie in Japan kann sich in Deutschland nicht ereignen“, betonte Harbrocker.

Asozialer geht´s kaum noch, die Japaner merken das laut Hintergrund gerade selbst:

Den größten Teil des Schadens dürfte dem Bericht zufolge auf die Betroffenen und die japanische Regierung entfallen. Die Folgen von Atomunfällen gelten in der Branche als nicht versicherbar. Die Schäden sind kaum zu kalkulieren, die Prämien für eine solche Versicherung würden unermessliche Höhen erreichen.

Der nukleare Supergau in Deutschland ist also vorprogrammiert, nur der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. Die Kraftwerke in Deutschland sind so „unzerstörbar und sicher“ wie die in Japan … einfach mal die Sprüche der Betreiberfirma VOR der Katastrophe abrufen. Da gibt es wahrscheinlich auch Broschüren mit Argumentationshilfen vom Weltverband der Atomeierleger.

Neben dem aktuellen nuklearen Supergau in Japan, dem baldigen nuklearen Supergau in Deutschland droht uns aber möglicherweise nächstes Jahr der Ultragau, der selbstverständlich genauso unmöglich ist wie der jetzige Supergau in Japan (warum man aber dann UNMÖGLICHE Riskien nicht trotzdem einfach mal versichert, verstehe ich dann nicht ganz. UNMÖGLICHE Risiken sollten doch in den Prämien sehr günstig liegen, sie treten doch einfach NIE ein. Offensichtlich ist der Supergau nicht mehr UNMÖGLICH, wenn es ums Geld geht).

Zum ULTRAGAU 2012 muß ich weiter ausholen. Das Datum 2012 ist natürlich „gefährlich“, weil … es esoterisch verseucht ist. Weltuntergänge werden erwartet. Ganz unesoterisch kommt die NASA daher, siehe shortnews vom Oktober letzten Jahres:

Die NASA warnte kürzlich in einer Studie vor einem gefährlichen Sonnensturm auf der Sonnenoberfläche, der die Erde treffen könnte. Nach neuesten Erkenntnissen wird er aber vermutlich so gewaltig sein, dass er eine Zerstörung der Stromnetze auf der gesamten Erde auslösen kann.

Die NASA erklärte, dass bereits in den Jahren 1859 und 1921 geomagnetische Stürme Telegrafenleitungen völlig außer Kraft setzten. Ein Sonnensturm mit größerem Kraftfeld könnte heute noch weitaus schlimmere Folgen haben. Menschen wären ohne Transportmöglichkeiten, Kommunikation und Strom.

Das wiederum hätte schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, denn dieser Zustand würde uns als Geiseln in einem elektrischen Kollaps festhalten. Der gegenwärtige Sonnenzyklus wird als einer der intensivsten bezeichnet, der je in den letzten 400 Jahren registriert wurde.

Wenn denn dann … alle Menschen keinen Strom mehr haben, ja sogar gar kein Strom mehr fließen kann, weil einfach die Leitungen kaputt sind … verwandeln sich dann nicht weltweit alle Nuklearrektoren in großer Verbrüderung in kleine Dreckschleudern, weil ALLE SICHERHEITSSYSTEME AUSFALLEN – wie jetzt in Japan?

Ich weiß, das kann nicht passieren. Der Drei-Punkte-Plan zur Rettung des Reaktors (tarnen, täuschen und vertuschen) wird verhindern, das wir überhaupt etwas darüber erfahren.

Und angesichts des moralischen und ethischen Supergaus, den wir momentan neben dem nuklearen Supergau hinsichtlich von Verantwortung und Kompetenz in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erleben, können wir zumindest sicher sein, das wir erst drei Jahre später über das Ende der Welt informiert werden – wenn überhaupt. Und möglicherweise spielen die Verantwortlichen gerade deshalb so enorm auf Zeit, legen ihre atombombensicheren Saatguttresore an und … kriegen dann doch Panik, wenn es jetzt schon losgeht.

Wahrscheinlich sind sie aber einfach nur dumm und gierig, denn laut Manager-Magazin planen sie ja in den USA schon ganz viele neue Reaktoren:

Der Bau neuer Kernkraftwerke ist eines der wenigen großen Vorhaben, auf die sich Demokraten und Republikaner derzeit in Washington ohne viel Gefeilsche verständigen können. Barack Obama hat in die Budgetvorlage für den Haushalt 2012 rund 36 Milliarden Dollar Kreditgarantien für den Bau neuer Atomkraftwerke eingeplant, mit Unterstützung der Republikanischen Opposition. Nach dem Unfall im Kraftwerk von Three Mile Island in Pennsylvania 1979 wurden 30 Jahre lang keine neuen Genehmigungen für den Bau solcher Kraftwerke erteilt.

Doch bis 2020 sollen vier neue Reaktoren in Georgia, Tennessee und South Carolina ans Netz gehen.

Wir kriegen schon noch unseren Weltuntergang (oder unser „Parasitenausrottungsprogramm“). Die „Heilige Allianz der Unfehlbaren“ aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wird schon dafür sorgen – aber kurz bevor sie merken was läuft, kriegen sie dann doch wieder Panik.

Und schon weiß man, warum in Deutschland gestern noch „hochsichere“ Kernkraftwerke in Massen abgeschaltet werden.

Die waren nie sicher, die sind nicht sicher und die werden niemals sicher sein.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Aus der Redaktion HOTSPOT

Liebe Zuschauer,

am 12.03.2011um 09.00MEZ hat die Redaktion von HOTSPOT unten stehende Protestmail an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel verschickt.

Wir fordern Euch auf, es uns gleich zu tun und den Text – mit eigener Signatur versehen – an das Bundeskanzleramt zu versenden (http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Service/Kontakt/kontakt.html). Eine Katastrophe wie in den Japanischen AKW`s ist auch in Deutschland jederzeit möglich! Insbesondere die kerntechnischen Anlagen im Bereich des Rheingrabens sind hoch gefährdet! So ist zum Beispiel das AKW Biblis nicht erdbebensicher, obwohl es in einem Gebiet errichtet wurde, in dem es schon häufiger zu Erdbeben der Stärke 6+ gekommen ist. Gleichzeitig ist der Zivilschutz in Deutschland schlechter ausgestattet und organisiert als in Japan, ist unterfinanziert und verfügt nicht über ausreichendes Personal, so das eine ähnliche Katastrophe wie in Japan hier absolut nicht gehandhabt werden könnte. Bereits ein schweres Unwetter führte in Biblis vor einiger Zeit zum Ausfall der Kühlsysteme, so dass die Gefahr einer Kernschmelze bestand! Würde sich eine solche in Biblis ereignen, würde der gesamte Rhein-Main-Raum massiv verstrahlt und unbewohnbar, während die Zivilschutzbehörden mangels entsprechender Vorsorge nicht in der Lage wären, die Bevölkerung zu evakuieren! Wir meinen, die Profite der vier großen Konzerne, welche in Deutschland mit ihren AKW gigantische Gewinne einfahren, rechtfertigen nach den Erfahrungen mit der Jpanischen Katastrophe nicht länger den Weiterbetrieb dieser hochgefährlichen Anlagen mitten in einem dicht besiedelten Gebiet.

Handelt jetzt! Bevor Deutschland unbewohnbar gemacht wird.

Verbreitet die Mail bitte auch über Eure eigenen Verteiler.

Mit freundlichenen Grüßen

Karsten F.G. Müller
für die Redaktion

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel,

in Anbetracht der Tatsache, dass sich sämtliche Sicherheitsvorkehrungen japanischer Kernkraftwerke in Hinsicht auf die vorhersehbare Gefahr eines Erdbebens als unwirksam erwiesen haben;
in Anbetracht der Tatsache, das diese Kernkraftwerke bisher als mit die sichersten und modernsten der Welt galten;
in Anbetracht der Tatsache, dass deren Sicherheitsstandards – insbesondere hinsichtlich der Erdbebensicherheit – die der älteren deutschen kerntechnischen Anlagen teilweise bei weitem übertreffen;
in Anbetracht der Tatsache, dass sich deutsche kerntechnische Anlagen zum Teil ebenfalls in Erdbebengefährdeten Gebieten befinden;
in Anbetracht der Tatsache, dass diese Kerntechnischen Anlagen nur bis zu einer Erdbebenstärke ausgelegt sind, welche in der Vergangenheit dort schon deutlich übertroffen wurden;
in Anbetracht der Tatsache, dass Ihnen als Physikerin diese Sachverhalte bekannt sind und – vor allen Dingen –
in Anbetracht der Tatsache, das sie als Bundeskanzlern in ihrem Amtseid geschworen haben, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden,
fordern sie die Unterzeichnenden auf:

1. als Sofortmaßnahme unverzüglich alle AKW vor Bj.1980 abschalten zu lassen;
2. die Laufzeitverlängerungen für alle AKW in Deutschland unverzüglich zurückzunehmen;
3. alle kerntechnischen Anlagen, welche nicht der medizinischen Versorgung der Bevölkerung dienen, binnen Jahresfrist stillzulegen, da eine hinreichende Sicherheit im Katastrophenfalle – wie sich jetzt in Japan zeigt – nicht zu gewährleisten ist.

Die Unterzeichnenden weisen Sie darauf hin, das im Falle des Weiterbetriebes dieser kerntechnischen Anlagen, Sie persönlich haftbar gemacht werden, sollte sich eine Katastrophe wie in Japan auch in Deutschland ereignen!

Hochachtungsvoll
für die Redaktion
i.A.
Karsten F.G. Müller
Redaktionsleiter HOTSPOT
www.Lokalfilmer.de

http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Service/Kontakt/kontakt.html

pervers

Quiche Lorraine

Genau das, was Japan am meisten braucht: eine strahlende Wolke, die in Richtung Tokio fliegt. 35.000.000 Menschen dort haben wahrscheinlich keine Ahnung, was zu tun ist, vor allem keine Ahnung haben, wohin sie gehen sollen. Geradezu „niedlich“ mutet es an, am Fernseher zu beobachten, wie Wertpapierhändler an der Tokioter Börse sich mit einem Mundschutz vor dem Einatmen radioaktiver Partikel zu schützen versuchen. Und immer noch gibt es Menschen, die glauben, Atomkraftwerke seien sicher, vertrauen Wissenschaftlern und Politikern, lehnen sich zurück in den Sessel und schauen Seifenopern und Game-Shows; eine perverse Art von Komfort. Wie wäre es jetzt mit einem Stück Quiche Lorraine?

Horst Chomyn
louemol

Kernschmelze in Japan: Desinformation und Gewaltausübung zur Kostenminimierung des GAU

Normale Menschen kennen ja den Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Nehme ich einen Hammer und haue mir damit auf die Hand, so empfinde ich Schmerzen. Deshalb lasse ich das. Ausser – ich bin Politiker. Dann mache ich das einfach mal und hoffe, das das schon irgendwie gut geht. Vorsichtshalber … nehme ich aber dann auch lieber die Hand von irgendjemand anderem  – zum Beispiel die von Arbeitslosen. Das wäre ja auch so ein Beispiel. Nachdem die Regierung nach jahrzehntelangem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit fast nichts versucht hat, was Erfolg versprochen  hätte, kam man auf die glorreiche Idee: „Wir überlassen die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit einfach den Arbeitslosen selbst! Sollen die doch sehen, wie die damit fertig werden, dann haben wir mehr Zeit für schöne Dienstreisen und Gespräche mit unserem Anlageberater! Und wenn den Arbeitslosen nichts einfällt – kürzen wir denen einfach mal den Regelsatz„. „Führen mit Druck“ nannte man das früher – oder auch „Schwarze Pädagogik“. Würde man im Management oder in der Schule nicht mehr anwenden, aber dort gelten ja auch langsam wieder Menschenrechte.

Auch wenn es um elementar wichtige Fragen geht, um Leben und Tod von Millionen Menschen wirkt das nassforsche Prinzip des neudeutschen Jungpolitikers: „Wird schon gut gehen„.  Deshalb baut man in einem Land, das auf drei- bis vier tektonischen Platten steht auch einfach mal ein paar Atomkraftwerke, obwohl man laut dreisat ziemlich genau weiss, das das enorme Risiken bedeuten kann:

In den nächsten 50 Jahren wird Tokio mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit durch ein Erdbeben der Stärke 7 zerstört. Zu dieser Prognose kommt ein Team japanischer Wissenschaftler. Es hat im Auftrag der Regierung die Erdbeben der letzten 120 Jahre in Japan untersucht und die Wahrscheinlichkeit für das nächste große Beben mit einem neuen statistischen Modell errechnet. Beben der Stärke 7 sind heftig genug, um Gebäude niederzureißen und große Verwüstungen anzurichten.

Wozu also noch die Aufregung, wenn es dann mal wirklich passiert? War doch klar, das es irgendwann auch mal zu berstenden Atomkraftwerken kommen kann, erst recht, wenn eine Hochrisikotechnologie mit den ökonomischen Zwängen der Kostenminimierung kollidiert.  Sicherheit ist teuer – aber „teuer“ ist schlecht für die Rendite. Und für die leben wir ja. Wenn man also einen Konzern Atomanlagen betreiben lässt, dann darf man sich nicht wundern, wenn der aus Kostengründen mal „Fünfe gerade“ sein lässt, wie in der FR zu lesen:

Auch Asiens größter Stromversorger Tokyo Electric Power (Tepco), der drei große Nuklearkomplexe mit 17 Reaktorblöcken betreibt, stand immer wieder wegen der Informationspolitik am Pranger. In mindestens zwei Fällen wurden einige für Genehmigungen notwendige Reaktordaten sowie Schadensberichte aus ihren Atomkraftwerken gefälscht oder unterschlagen. 2003 musste Tepco deswegen alle 17 Reaktoren für eine Sonderprüfung abschalten. Tepco-Anlagen wurden mehrfach bei Erdbeben beschädigt.

Fälschungen, Unterschlagungen, Schlamperei – typische Erscheinungsformen der weitflächtig auftretenden Kostenminimierungen. Hauptsache: billig. Damit genug für die eigene Tasche übrig bleibt … und für Beteiligungen an Aufsichtsorganen, womit wir auf einmal mitten in Deutschland sind, wo Bundeskanzlerin Merkel – Gerüchten zu Folge – schon ganz deutliche Akzente für die Zukunft setzt. Laut Nachrichten heute startet hier gerade eine brandneue Kampagne:

Angela Merkel an die Atom-Lobby: Sofort Aufklärungskampagne starten „Deutschland, Du kannst ruhig schlafen“

Diese Kampagne brauchen wir auch ganz dringend, denn unsere AKW´s sind nicht weniger unsicher gebaut als die der Japaner, so lese ich bei Oekonews.at:

Greenpeace warnt außerdem anlässlich des Reaktorunfalls in Fukushima vor einer ähnlichen Katastrophe an Österreichs Grenzen. Der Umweltschutzorganisation liegen Information vor, dass die Standorte des slowenischen Atomkraftwerks Krsko 1 sowie des Alt-AKW Neckarwestheim 1 in erdbebengefährdeten Gebieten liegen.
Zudem weisen beide Atomkraftwerke besorgniserregende Sicherheitsmängel auf.

„Ein Erdbeben in Slowenien oder Deutschland könnte zu einem GAU mit verheerenden Folgen auch in Österreich führen. Es ist höchste Zeit, dass Umweltminister Berlakovich aktiv wird und die Schließung von Krsko 1 erwirkt sowie die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke verhindert“, mahnt Greenpeace Anti-Atom-Sprecher Niklas Schinerl.

Der Standort von Krsko gehört zu den seismisch ungünstigsten Standorten, die es für ein Atomkraftwerk in Slowenien gibt. Greenpeace warnt, dass Krsko einem stärkeren Erdbeben nicht standhalten würde. Erst 1976 kam es in der Region zu einem Erdstoß der Stärke 6 (nach Richter). Der Schweizer Erdbebendienst stuft Slowenien als ein Gebiet ein, in dem es jederzeit zu einem Beben mit erheblichen Gebäudeschäden und dem Verlust von Menschenleben kommen kann.

Ähnliches gilt für den deutschen Reaktor Neckarwestheim 1, der auf einem Erdbebengebiet steht. Beim Bau des zweiten Reaktors am Gelände von Neckarwestheim 1 wurden vermehrt Stimmen laut, die den Standort als geologisch ungeeignet eingestuft haben, da durch Gesteinsaufbau und Grundwasserverhältnisse die Gefahr einer Hohlraumbildung unter dem Reaktor befürchtet wurde.

Kaum zu glauben, oder? Wir haben hier die gleichen Atombomben herumstehen wie die Japaner. Wir bauen die mit der gleichen „wird-ja-schon-gutgehen“ Einstellung wie die. Und wir sorgen dafür, das das auch erstmal nicht auffällt, wie Lobbycontrol berichtet:

Das Politmagazin Kontraste hat in seiner letzten Sendung am 15.07. über die Verbindung von TÜV Süd und der Atomindustrie berichtet. Demnach sind unter anderem die Energiekonzerne E.ON,Vattenfall und EnBW Mitglieder im TÜV Süd e.V., der über zwei Drittel der Aktien der TÜV-Süd AG besitzt.
Die Verbindung ist brisant, weil der TÜV Süd für die “Prüfung” der Atomkraftwerke zuständig ist und dessen Unabhängigkeit hier in Frage gestellt werde kann.

Niemand käme auf die Idee, eine Arbeitslosenselbstverwaltung ins Leben zu rufen, die ihr eigenen Regelsätze bestimmen dürfte, aber die „freiwilligen Selbstverpflichtungen der Industrie“ sind bei uns gängiges Mittel der Politik, und das die Energiekonzerne ihre eigene Sicherheit selbst überprüfen ist im Rahmen der Kostenminimierung doch nur zu selbstverständlich.

Wir haben jetzt Montag, den 14. März 2011. Ein weiteres Atomkraftwerk in Japan ist augenscheinlich explodiert. Was wir aber momentan immer noch nicht wissen ist: was ist da eigentlich los? Was wir aber wissen ist, das wir momentan nach Strich und Faden belogen werden – wie üblich, hierzu in der Welt:

Der Unternehmer und frühere Journalist Yasumitsu Yamada ist bis auf wenige Kilometer an das schwer beschädigte Kernkraftwerk Fukushima Eins herangekommen. „Die Polizei hat mich nicht zurückgehalten. Es gab keine Straßensperren, wie es im Fernsehen verkündet wurde“, erzählte er der Deutschen Presse-Agentur am internationalen Flughafen Tokio-Narita. „Was in den Nachrichten gesagt wird, ist völlig falsch.“

Darum … wissen wir auch immer noch nichts Konkretes, trotz Internet, Handy, Fernsehen, Radio und tausender rasender Reporter. Alle Nachrichtenkanäle werden – augenscheinlich der bisherigen Informationspolitik des Betreiberkonzerns bewußt und gezielt – mit Lügen oder Halbwahrheiten verstopft. Auch die Regierung befleissigt sich, alle im Unklaren zu lassen:

Die Regierung verhindere, dass Aufnahmen und Bilder aus den Katastrophengebieten, die Chaos und Panik zeigten, in den Medien verbreitet würden. Auch ihn habe die Polizei davon abhalten wollen zu fotografieren, sagte der aus der Stadt Nagoya stammende Augenzeuge.

Das Regierung und Polizei so reagieren, sollte man unbedingt gesondert für die Nachwelt festhalten – nur für den Fall, das es noch Zweifler gibt, die nicht glauben, das sich die Wahrheit schon längst der Rendite unterordnen muss. Ein anderer Welt-Artikel klärt darüber auf:

Mit bangen Blicken schaut die Welt auf Japan. Neben den menschlichen Schicksalen sorgen sich Ökonomen rund um den Globus auch um die wirtschaftlichen Folgen der Erdbebenkatastrophe. Sollte eine Atomkatastrophe ausbleiben, wären die langfristigen Folgen des Bebens für die Weltwirtschaft kaum spürbar. Kommt es aber zu einem Super-GAU, droht der japanischen Wirtschaft ein Abschwung, der auch die Nachbarländer der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt in eine Rezession stürzen könnte.

Ich würde sagen, das sich die Ökonomen einen feuchten Kericht um die menschlichen Schicksale kümmern – einfach mal unsere Arbeitslosen fragen, wie sehr von ökonomischer Seite berücksichtigt wird, das hinter jeder Arbeitslosigkeit ein bedauernswertes menschliches Schicksal steht. Was aber für uns ein menschliches Schicksal ist, ist für den Ökonom ein Konjunkturprogramm:

So apokalyptisch die Bilder aus Japan wirken, die Folgen solcher Katastrophen sind – rein wirtschaftlich – mittel- und langfristig meist gering oder wirken gar wie ein ungeplantes Konjunkturprogramm.

Katastrophen bringen Wachstum. Das ist die nüchterne Sicht von Ökonomen. Nur halt so ein Atom-Gau … der könnte die Leute verunsichern.

„Eine große Krise in Japan könnte wichtige Länder in Fernost bremsen. Und vor allem könnten die psychologischen Folgen eines Super-GAUs beträchtlich sein“, sagt Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. Die Katastrophe trifft die Weltwirtschaft in einem ungünstigen Moment. Zwar ist das globale Wachstum intakt. Doch die Weltwirtschaft muss derzeit die Folgen des zuletzt stark gestiegenen Ölpreises verdauen. Zusammen mit dem Ölpreisschock könnte die Erdbebenkatastrophe ein Gemisch erzeugen, das die gute Stimmung in vielen Industrie- und Schwellenländern merklich abkühlen könnte.

Und damit die „gute Stimmung“ nicht leidet, muß man der Wahrheit eben etwas Gewalt antun. Aber dafür ist Regierung ja da – zur Gewaltausübung. Und darum wissen wir eigentlich nicht wirklich, was in Japan los ist. Wir wissen auch nicht, wie sicher unsere Atomkraftwerke sind. Ja – wir wissen ja noch nichtmal, wie viele Arbeitslose wir momentan wirklich haben … obwohl die alle irgendwo elektronisch erfasst sind.

Was aber wirklich los ist in Fukushima kann man vielleicht aus dem Verhaltens der US-Navy schließen, wie der Spiegel berichtet:

Die US-Navy hat ihre Schiffe und Flugzeuge den Kurs ändern lassen. Man habe sie zurückgezogen, nachdem der Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ rund 160 Kilometer vor der Küste Radioaktivität gemessen habe, teilte die siebte Flotte mit. Die Menge der Strahlung habe ungefähr der Menge entsprochen, der man in einer normalen Umgebung in einem Monat ausgesetzt sei. Die Schiffe und Flugzeuge waren in Richtung des Unglückskraftwerks Fukushima unterwegs.

Die Schiffe der US-Navy sind ausgestattet, die Folgen eines Atomkrieges zu überstehen. Wenn die abdrehen … ist das ein sehr schlechtes Zeichen.

Wem das aber noch nicht ausreicht, der sollte sich diese Nachricht aus der Welt nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen:

Die Botschaften mehrerer europäischer Staaten in Japan legen ihren Bürgern wegen drohender Nachbeben und eines möglichen GAU im beschädigten Kernkraftwerk Fukushima die Ausreise nahe. Die Deutschen im Krisengebiet und im Großraum Tokio/Yokohama werden aufgefordert zu prüfen, „ob ihre Anwesenheit in Japan derzeit erforderlich ist, und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, ihre Ausreise aus dem Land in Erwägung zu ziehen“.

Tokio ist 289 Km Luftlinie von Fukushima entfernt. Was raten die Botschaften … diskret?

„Bloß´ raus da!!!“

Tsunami und Kernschmelze in Japan: Lügen, Verschwörungen – und der schwarze Montag an der Börse

Es sind schon schlimme und erbärmliche Tage. In der Zeit umfassendster Information versuche ich seit gestern vergeblich  zu erfahren, was denn da in diesem Atomkraftwerk los ist, ob es da eine Kernschmelze gegeben hat. Was ich erhalte, sind Regierungserklärungen: „Kernschmelze? Welche Kernschmelze? Wir haben da unten noch nicht mal mehr ein Atomkraftwerk!“.

Die Welt formuliert das dann so:

Fukushima erhält Stufe 4 von 7 auf Störfallskala Nach der Explosion in dem AKW Fukushima in Japan droht ein GAU. Es wurde bereits mehr Radioaktivität gemessen als erlaubt. Trotzdem soll alles unter Kontrolle sein.

Ich hatte Bilder gesehen – japanisches Fernsehen – die zeigten, mit welch´ unglaublicher Wucht das Kraftwerk zerfetzt wurde. Da beruhigt es mich sehr, das ich jetzt die Nachricht erhalte, das „alles unter Kontrolle ist“, nur ein „Störfall Stufe 4“, man beginne ja auch schon wieder mit den Aufräumarbeiten.

Ich mußte ein längeres Telefonat führen, als die Meldungen von dem Tsunami hereinkamen. Eine zehn Meter hohe Welle in einem der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde? Ich habe sofort mit hunderttausend Toten gerechnet … vielleicht sogar mit Millionen Toten. Wie viele es wirklich waren, werden wir nie erfahren – nicht nur, weil die rücklaufende Welle die Leichen einfach mit sich gerissen hat, sondern auch, weil unsere Kultur erstmal ihren Gottesdienst leisten muß: oberstes Gebot von allem ist: „Schützt die Börse“. Deshalb tritt auch gleich Untergebot Nr. 1 in Kraft: Unangenehme Nachrichten dürfen niemals unkontrolliert an die Öffentlichkeit gelangen.

Hören wir das Marktorakel dazu:

Japan hat offenbar auf „Bitten“ der USA, die Weltöffentlichkeit über die wahren Ausmasse des Erdbebens nicht ausreichend informiert.

Erst jetzt erfahren wir, wie beim letzten Tsunami, dass es nicht hunderte Menschen, sondern bereits  zehntausende und mehr Menschen vermisst werden.
Ganze Städte sind verschollen.
Alles ist viel, viel schlimmer als man uns weismachen wollte.
Aber eines hat man doch geschafft: Einen schwarzen Freitag zu vermeiden.

Das die Nachrichten lange Zeit von überraschend wenig Toten sprachen, kann ich bestätigen. Ich war überrascht (und bin es heute noch) das niemand mal mutig die Millionengrenze anvisiert – damit sollte man angesichts der Umstände rechnen. Ebenso sollte man wohl mit einem schwarzen Montag rechnen, wie das Marktorakel weiter ausführt:
Nach der Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist es am Samstag im außerbörslichen Handel zu panikartigen Aktienverkäufen gekommen.
Bei der Wertpapierhandelsbank „Lang und Schwarz“ in Düsseldorf wurden Papiere des Versicherungskonzerns Allianz und des Energieversorgers EON mit den größten Abschlägen gehandelt. Beide Werte gingen gegenüber dem Freitagsschluss bis 10:30 Uhr rund vier Prozent nach unten. Auch alle anderen im DAX notierten Aktien ließen nach.
Quelle: dts Nachrichtenagentur

Da brennen dann wohl die Schreibtische an der Börse. Schon irgendwie pervers, wie diese Geldwelt so denkt. Ich fand es unangemessen angesichts der Katastrophe sofort nach dem Geldbeutel zu schielen. Immerhin waren zu dem Zeitpunkt ja schon vier oder fünf Menschen dem Tsunami zum Opfer gefallen, da berichtet der Spiegel:
Tokio – Es kam eine Viertelstunde vor Börsenschluss: Das schwere Erdbeben in Japan hat am Freitag die Kurse an der Tokioter Aktienbörse kräftig ins Minus gedrückt. Der Betrieb an den Märkten lief zwar weiter, aber die Anleger wollten wegen der schweren Erdstöße offenbar ihr Risiko reduzieren – als sicher geltende Staatsanleihen verbuchten einen Kurssprung.

Der Yen geriet dagegen stark unter Druck. Die japanische Währung fiel gegenüber dem Dollar auf ein Tagestief von 83,29 Yen, nachdem sie zuvor bei 82,80 Yen gelegen hatte. Der Nikkei-Index schloss 1,7 Prozent schwächer auf einem Fünf-Monats-Tief von 10254,43 Punkten.

Das erinnerte mich dann auch gleich an die erste Verschwörungstheorie, die mich fast zeitgleich erreichte, aber wohl noch nicht im Netz publik ist. Ich hatte bislang kein Interesse die Details zu kontrollieren, aber angeblich wollte Japan den Yen weltweit als Alternativwährung zum Dollar ausbauen. Das war den „Entscheidern“ dann zuviel: wieder gab es einen Schlag mit der Erdbebenwaffe. Nach dem Ausstieg von Pimco konnte wollte man eine weitere „Ohrfeige“ (siehe N-tv) nicht mehr hinnehmen – die war eigentlich schon zuviel.
Der Fonds Total Return des weltgrößten Anleihen-Investors Pimco hat sich von sämtlichen US-Staatsanleihen getrennt. Der Schritt ist das bislang stärkste Signal dafür, wie negativ einige Investoren Schuldenpapiere des Staates USA inzwischen bewerten.

Zudem hat so ein lauter Knall enorme Vorteile: er lenkt ab von der strategischen Neuorganisation des arabischen Raumes, denn während wir immer noch versuchen herauszufinden, was denn da mit diesem Atomkraftwerk los ist und uns vor den realen Opferzahlen des Tsunamis fürchten, erobert sich die Nato – mal wieder ohne angegriffen worden zu sein – die Lufthoheit über die Ölreserven Lybiens, so berichtet rian.ru am 1. März:
Im Fernsehsender Fox News teilten Pentagon-Sprecher am Montag mit, die USA verlegen ihre Flugzeugträger näher an die libysche Küste heran. So hat jetzt die Enterprise, die zur Bekämpfung von Piraten vor der Küste Somalias kreuzt, Kurs auf den Suezkanal genommen und soll sich weiter in Richtung Libyen bewegen.

Dafür braucht man Flugzeugträger … zum Kampf gegen Piraten und Diktatoren. Offenbar vermutet man eine Bedrohung aus dieser Richtung auch in Japan, denn Folgendes findet man in der Märkischen Allgemeinen:
Die USA schicken unter anderem einen Flugzeugträger nach Japan. Er solle die Hilfsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami unterstützen, sagte Präsident Barack Obama auf einer Pressekonferenz. Obama hatte am Morgen auch mit dem japanischen Regierungschef Naoto Kan telefoniert. Der US-Präsident nannte Japan einen der „stärksten und engsten“ Verbündeten der USA.

Was man da jetzt mit ein- und zweisitzigen Kampfflugzeugen soll, verstehe ich noch nicht. Vielleicht nur nachschauen, ob die Stilllegung des Reaktors gelungen ist, geplant war sie laut N-Tv ja wirklich für diesen Monat:
Inzwischen wurde bekannt, dass der Betrieb des Reaktors 1 des Meilers Fukushima 1 nach etwa 40 Jahren in diesem Monat den Betrieb eingestellt werden sollte. Eine Datenbank des Forschungszentrums Nuclear Training Centre (ICJT) in Slowenien nennt als „erwartetes Datum der Stilllegung“ den März 2011.

Das nennt man nun das „Informationszeitalter“. Man wird hinfortgespült von Daten und Fakten und muß vor allem damit rechnen, das im Dienste der Börse die Hälfte davon noch „frisiert“ wurde, schick gemacht für den Auftritt vor der Weltöffentlichkeit. Da lobe ich mir doch die klaren Worte des ehemalitgen Chefs der deutschen Atomaufsicht, ebenfalls in dem Bericht bei n-tv:
Der ehemalige Chef der Atomaufsicht in Deutschland, Wolfgang Renneberg, sieht keine Chance mehr für eine Kontrolle des Meilers Fukushima 1. „Das ist das klassische Szenario, das den sogenannten Super-GAU umschreibt“, sagte Renneberg. Eine Kühlung des Reaktors sei offenkundig nicht mehr möglich, die Batterien zur Versorgung des Systems müssten am Samstagmorgen erschöpft gewesen sein. „Das ist das, was in manchen Kinofilmen inszeniert wurde.“ Japan bliebe offenkundig nur noch der Katastrophenschutz wie Evakuierungen oder das Verteilen von Jod-Tabletten. „Das sind aber keine Maßnahmen mehr, um den Reaktor zu kontrollieren.“ Aufgrund der großen Entfernung werde Deutschland aber von Radioaktivität praktisch nicht getroffen werden. China und Russland seien dagegen gefährdet.

Das ist dann aber schon ein schön praktischer Zufall: die in den letzten Monaten sehr lästig gewordenen Chinesen und die immer noch irgendwie argwöhnisch beäugten Russen werden in Zukunft dann ganz schön zu tun haben.

Ich weiß nicht, ob es so etwas wie Erdbebenwaffen gibt – das sollen mal Physiker oder Okkultisten unter sich ausdiskutieren. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist: es fängt gerade an eng zu werden für die Räuberelite in den USA.

Lauschen wir etwas Michael Moore in jungewelt:

Im Gegensatz zu dem, was die Machthaber euch glauben machen wollen, damit ihr auf eure Rente verzichtet, selbst eure Löhne kürzt und euch mit einem Lebensstandard aus der Zeit eurer Großeltern zufrieden gebt, ist Amerika nicht pleite. Bei weitem nicht. Das Land quillt über vor Reichtum und Geld. Das Problem ist nur, daß es nicht in eure Hände gelangt. In einem der größten Raubzüge in der Geschichte ist der Reichtum von den Arbeitern und Konsumenten zu den Banken und Portfolios der Superreichen transferiert worden.

Das gilt nicht nur für die USA – wie wir Deutschen aus eigener Erfahrung beitragen können.

Heute verfügen nur 400 Amerikaner über den gleichen Reichtum wie die Hälfte aller US-Bürger zusammen.

Laßt mich das wiederholen: 400 absolut reiche Leute, von denen die meisten auf die eine oder andere Weise von der Multibillionendollar-Rettungsaktion des Jahres 2008 aus Steuermitteln profitierten, verfügen jetzt über genausoviel Zaster, Aktien und Eigentum wie das Vermögen von 155 Millionen US-Amerikanern zusammengenommen. Wenn ihr es nicht über euch bringt, das einen finanziellen Putsch zu nennen, dann seid ihr einfach nicht ehrlich bezüglich dem, was ihr im tiefsten Innern als Wahrheit empfindet.

Diesen Putsch haben wir auch kennengelernt.

Ihr in Wisconsin habt den schlafenden Riesen geweckt, die Werktätigen der USA. Schon bebt die Erde unter den Füßen derer, die das Sagen haben. In allen 50 US-Bundesstaaten sind viele Menschen von eurer Botschaft begeistert, die da lautet: Wir haben die Schnauze voll! Soll uns niemand mehr weismachen, Amerika sei pleite oder bankrott. Das Gegenteil ist der Fall! Wir sind reich an Talenten und Ideen, haben den Willen, etwas anzupacken, und wir empfinden Liebe und Mitgefühl für all jene, die unverschuldet in Not geraten sind. Auch sie sehnen sich nach dem, wonach wir alle uns sehnen: Wir wollen unser Land zurück! Wir wollen unsere Demokratie zurück!

Man sollte sich diese Worte mal in Ruhe zu Gemüte führen und sich überlegen, wie sich die Räuberallianz der Superreichen dabei fühlt. Ist es wirklich so undenkbar, das die … ein wenig Endzeit unter das aufmüpfige Volk bringen wollen? Hätten sie so eine Erdbebenkeule … wären sie nicht gerade jetzt versucht, das Volk mal wieder unter Kontrolle zu bringen?

Es wäre eine haltlose Spekulation, die als solche schon zu vermeiden ist – sie würde allerdings erklären, weshalb alle wie verrückt dem Geld hinterherrennen, so als wäre das Ende der Welt nah – nur nicht für jene, die genug Kapital haben, sich frei zu kaufen. Diese blinde Gier scheint mir nicht weniger verrückt zu sein als die verrücktesten Verschwörungstheorien … deren pauschale banale Ächtung durch den Milliardärsfunk eher darauf hindeutet, das sie mehr als ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Warten wir also ab, ob man uns im Laufe des Tages noch für würdig erachtet, zu erfahren, ob es nun in einem oder zwei Reaktoren zu einem oder zwei kleineren oder größeren Kernschmelzen gekommen ist, oder ob man der Meinung ist, das wir noch nicht reif genug sind für solch wichtige Nachrichten. Sollen wir weiterhin glauben, das die am Besten gesicherten und kontrollierten Einrichtungen der westlichen Welt so unüberwacht sind, das wir uns nur mit Hilfe von Kristallkugeln und Tarotkarten der Wahrheit nähern können?

Wahrscheinlich wird man aber versuchen, die Meldungen über die Kernschmelze (eine, zwei oder … drei?) solange zurückzuhalten, bis sich gezeigt hat, das der Schwarze Montag vermieden werden konnte.

Mir würde das als „Verschwörungstheorie“ vollkommen reichen. Und das da jetzt ein Flugzeugträger herumschwimmt, der … nebenbei … dezent auf die Wünsche der Wall Street bezüglich der Informationspolitik der japanischen Regierung hinweist, wird auf einmal plausibel.

 


Neues aus Japan – eine kleine Presseschau

Radioaktivitätsmessnetz des Bundesamtes für Strahlenschutz

Ein paar Livestreams aus Japan sehen wir hier.

Tagesschau:
Explosion und Kernschmelze in AKW

Fefe hat eine ganze Menge an Informationen zusammengetragen – zu viele um sie einzeln zu verlinken:
blog.fefe.de

Alles Schall und Rauch (im wahrsten Sinne des Wortes):
Atomanlage in Fukushima explodiert

Analyse + Aktion:
Radioaktivität tausendfach gestiegen, Fukushima
Bei zweitem Atomkraftwerk in Japan ist die Kühlung ausgefallen, Name: Fukushima II

Basler Zeitung:
Japan ruft weiteren atomaren Notstand aus

ausgestrahlt.de
Das Bundesumweltministerium betreibt eine unerträgliche Desinformationspolitik. Auch die japanische Regierung hatte behauptet, ihre AKW seien erdbebensicher…

Telepolis:
In Fukushima I tritt radioaktives Cäsium aus
Reaktorhülle abgesprengt?

Und aus der Milliardärspresse:

Stern:
+++ Live-Ticker – Nach dem Erdbeben in Japan +++

T-Online:
Nukleare Katastrophe bahnt sich an

Spiegel online:
+++ Liveticker +++

Welt Online:
Erdbeben in Japan heizt neue Atomdebatte an

FAZ:
Dach und Mauern des Reaktors in Fukushima zerstört

Ein netter Kommentar, auch wenn der Autor die SPD vergessen hat, die selbstverständlich ebenfalls ohne zu zögern die AKW´s weiterlaufenlassen würde, wenn sie was zu sagen hätte:

Fukushima und das Ende konservativer Politik

 

Die letzten 100 Artikel