Investoren

This tag is associated with 3 posts

Im Gespräch: Jens Berger (Nachdenkseiten)

“Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?”

„Ich wär‘ so gerne Millionär“, sangen Anfang der 90er Jahre ein paar selbst ernannte Adelige und wurden damit berühmt. Eine Million Euro besitzen – das wäre schon was. Für diejenigen, über die wir heute im Jahr 2020 reden, ist eine Million aber kaum noch von Bedeutung. „Peanuts“, wie man so schön sagt. Die Rede ist von den „Big Playern“ am Finanzmarkt, und die kümmern sich lieber um die großen Nüsse – Kokosnüsse, riesige Kokosnüsse…

Um den Zahlendimensionen kurz ein einigermaßen vorstellbares Bild zu verleihen: 1 Milliarde sind 1.000 Millionen, 1 Billion steht für 1.000 Milliarden, also eine Million Millionen. Irgendwie ist das kaum noch begreifbar. Dennoch werden bei einem Vermögensverwalter wie BlackRock mehr als 7 Billionen US-Dollar in 2.000 Tochterfirmen verwaltet.

Hinter BlackRock steht Laurence D. Fink, der den Traum vom Sohn eines Schuhverkäufers zum Milliardär lehrbuchartig hat wahr werden lassen. Seine Fondsgesellschaft ist mittlerweile in nahezu allen DAX-Unternehmen investiert.

Doch BlackRock ist nicht der einzige Gigant auf dem Markt. Die Vanguard Group oder die State Street Corporation spielen ebenso in der Oberliga der „Geldverwalter“ mit. Doch was wird hier eigentlich verwaltet? Gewinnmaximierung. Und was ist das Ziel? Macht. Und wie gewinnt man? Indem andere verlieren.

So klar, so verständlich. Doch Jens Berger, der Autor des Buches „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?“ geht tiefer. Er analysiert die Auswirkungen auf den Finanzmarkt, auf die Wirtschaft und auf den Endverbraucher. Er deckt auf, wie viele Steuern ein solch finanzkräftiges Unternehmen eigentlich bezahlt und erklärt, warum BlackRock immer gewinnt – egal ob Krise, steigende Kurse, Börsencrash oder Boom.

Im Gespräch geht es um einen Haufen Geld, um einen schwarzen Fels und um einen riesigen Berg von Erkenntnisgewinn. BlackRock‘n‘Roll!

 

Inhaltsübersicht: 0:02:00 Unterscheidung der Finanzunternehmen von Investmentbanken 0:08:19 Wie BlackRock, Vanguard und State Street den Weltkapitalismus steuern 0:13:49 Anonymisierte Finanzgeschäfte durch Schattenbanken und Darkpools 0:19:04 Über das Renten-Umlagesystem und die drohende Privatisierung 0:25.28 BlackRocks verschleierte Firmenorganisation und Steuerumgehung 0:28:15 Larry Finks Weg zum ‘Paten des Finanzsystems’ 0:43:45 Die absolute Macht Vermögensverwalter über das Finanzsystem 0:55:48 Über Indexfonds, ETFs und Vanguards Barclays-Coup 1:12:53 Verselbstständigung der ‘finanziellen Massenvernichtungswaffen’ 1:19:42 BlackRocks “Bankenrettung” in Europa 1:25:45 Wie man die Vermögenskonzernen reglementieren sollte 1:37:09 Ausblick auf die anstehende Privatisierung der Welt

Ein paar Stunden vertonte und bewegte Bilder zum Thema Geld

Die Macht der Finanzkonzerne – Wie Blackrock mittels Geld die Welt regiert:

Die BlackRock, Inc. ist der weltgrößte Vermögensverwalter. Das international tätige amerikanische Finanzunternehmen hat seinen Hauptsitz in New York City und ist vor allem in Vermögens- und Risiko-Verwaltung tätig. Die Aktien sind an der New York Stock Exchange gelistet. Größte Anteilseigner sind PNC Financial Services mit 21,0 % und Barclays mit 19,7 %.[1] (Stand 12/2011).

Goldmann / Sachs – Eine Bank lenkt die Welt

Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Die amerikanische Investmentbank ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt.

GELD REGIERT – Regieren wir mit?

Die „Superreichen“ werden immer zahlreicher.
Quarks & Co begibt sich auf die Spur des großen Geldes. Was macht Geld mit uns – und welche Macht verleiht es?

Wer die FED bedroht oder gefährdet wird sterben

„Wenn das amerikanische Volk jemals privaten Banken die Kontrolle
über das Ausstellen des Geldes gibt, werden die Banken und Unternehmen,
die um sie herumwachsen, erst durch Inflation und dann durch Deflation,
die Leute all ihres Besitzes berauben, bis ihre Kinder obdachlos erwachen
auf dem Kontinent, den ihre Väter eroberten.“
(Thomas Jefferson (1743-1826), US Gründungsvater)


Volker Pispers kritisiert Geldschöpfung

Geldschöpfung im Kabarett: Es ist sehr erfreulich, dass nun auch Kabarettisten wie Volker Pispers die Geldschöpfung der Banken und das Geldsystem kritisieren. Zuvor war nur Dieter Hildebrandt dazu Willens. Unter Geldschöpfung versteht man das erzeugen von Geld. Die meisten Menschen gehen immer noch davon aus, dass der Staat sein eigenes Geld über die Zentralbank, in Deutschland die Bundesbank, schöpft (Geldschöpfung). Jedoch erzeugt die Bundesbank über die EZB nur etwa 10% der umlaufenden Geldmenge als gesetzliche Zahlungsmittel. Die restlichen 90% der Geldmenge (Bankengeld – kein gesetzliches Zahlungsmittel) wird von den Geschäftsbanken erzeugt (geschöpft), indem sie Kredite vergeben (Geldschöpfung aus Kredit = Schuldgeld).

Fabian der Goldschmied

Warum überall Geld fehlt

Der grosse Reibach und Der Tanz der Geier – alle zwei Teile

Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente – die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt.

Deutschland im Endspiel – und am Ende.

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200

Sonntag, 13.7.2014. Eifel.  Na – freuen Sie sich auch schon so? Na – auf heute Abend. Endspiel. 32,57 Millionen Zuschauer sollen das Halbfinale gesehen haben – das wäre ein Marktanteil von 87,7 % (siehe Web.de – Magazin). Irgendetwas stimmt an dieser Meldung nicht – immerhin haben wir 80 Millionen Einwohner. Na – machen wir aus „Zuschauern“ „Haushalte“, dann stimmt es. Vor vier Wochen schrieb ich WM-Boykott oder Arschloch sein: heute darf man sich entscheiden!

Hätten alle Deutschen diesen Artikel gelesen, hätten wir heute einen Blick auf die Arschlochquote im Land: 87,7 %. Wahrscheinlich ist sie wirklich riesig groß, diese Quote – und war es früher schon. Wäre mal gut gewesen, gegen die massenhafte Erschießung von Straßenkindern, der Vernichtung ganzer Stadtteile zwecks Aufhübschung des Stadtbildes und der Landvertreibung der Indianer ein bequemes Zeichen zu setzen – aber eine überwältigende Mehrheit der Deutschen ist das egal, Hauptsache, sie können Fähnchen schwenken und „sind mal wieder wer“.

Psychologisch ist das ja schon oft untersucht worden, die defizitären Charaktere von Nationaltölpeln sind gut bekannt: wer sonst nichts ist, nichts leistet, nichts hat und nichts kann ist wenigstens Stolz ein Deutscher zu sein. Wenigstens …. ist man dann IRGENDWAS und kann seine zersplitterte Seele für ein paar Wochen mit Nationalstolz kitten. Erschreckend, die Vorstellung, dass 87,7 % der Deutschen nichts von Bedeutung leisten (aber „beschäftigt“ mit irgendwas sind natürlich viele), kein Selbstwertgefühl haben und auch weder Talent noch Eigentum ihr eigen nennen können. Nun – beim Eigentum ist ja schon bekannt, dass immer mehr immer weniger haben.

Sie hätten ihre Aufmerksamkeit wirklich anderen Themen zuwenden sollen: in Wirklichkeit passiert heute Abend vor dem Fernseher nichts Besonderes – außer natürlich, dass Aufmerksamkeit und Bewusstsein geprägt werden. Wie sehr, fiel mir letzten Freitag auf: zum ersten Mal seit 2005 hatte ich wieder einmal ZDF geschaut – nach neun Jahren Pause.

Zuerst zwei Krimis. Das Muster? Immer dasselbe. Hier das Volk: dumm, einfältig, kriminell, kleingeistig, jederzeit zum Mord fähig, ausbeuterisch – generell ein Abbild unfähiger Versager in Menschengestalt: Menschen die nichts leisten, nichts haben, nichts sind oder nichts können. Auf der anderen Seite: die Staatsmacht, die mit moralischer Überlegenheit und überragender Intelligenz in den chaotischen Kuddelmuddel eingreift. Sowas jeden Abend gebracht, prägt politisches Bewusstsein – und das Selbstwertgefühl des Volkes.

Anschließend gab es Nachrichten: das Heutejournal vom 11.7.2014 um 22.00 Uhr.  Ein seltsames Gefühl wird da vermittelt – so als ob die politische Welt dem Herrscher des Landes Bericht erstattet. So jedenfalls könnte man sich fühlen, wenn Claus Kleber den Deutschen Abdalla Frangi, den neuen Gouverneur von Palästina, zum Interview ins Wohnzimmer holt. Der Mann wird vorgeführt wie ein tributpflichtiger Stammeshäuptling vor den römischen Senat, der Kommissar Kleber Rede und Antwort stehen muss. Er wird als „sogenannter“ Governeur entwertet, Kleber fällt ihm ins Wort, spottet über „paradiesische Zustände“, degradiert so seinen Gesprächspartner zu einem kleinen Wicht … und gibt dem Deutschen vor dem Bildschirm so ein Gefühl unglaublicher Macht: UNSER Kleber führt UNS den Chef von Palästina vor … gefühlt: in unserem Wohnzimmer. Wer würde sich da nicht wie der König von Deutschland fühlen – oder der Senator von Rom? Kein Wunder, dass die Deutschen immer mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen, denn draußen in der wirklichen Welt geht es anders zu.

Erneut droht ein gewaltiger Börsencrash. Der Hintergrund? Wieder einmal wurden bei einem Investmentgeschäft Milliarden „verzockt“ (siehe Wallstreet-Online) – diesmal in Portugal. Nach wie vor demonstriert die Welt der „Anleger“, dass sie nicht vorhaben, das Casino zu verlassen. Niemand hat ernsthaft Interesse daran, die Chancen auf „schnelles Geld“ sausen zu lassen – jedenfalls niemand aus der Klasse der „Investoren“.

Das erfahren wir ja auch gerade bei dem Drama der Karstadt-Rettung. Hier hätte Claus Kleber mal die Chance gehabt, Nikolas Berggruen ins Wohnzimmer zu holen: immerhin stehen 17 000 Arbeitsplätze eines deutschen Traditionsunternehmens auf dem Spiel, hier hätte er mal den „sogenannten“ Investor mit spöttischen Kommentaren bedenken und sich so selber mal wieder zum „Master-of-the-Univers“ erklären können … doch wahrscheinlich bekommt man solche Leute nicht vor die Kamera.

Was war Berggruen damals gefeiert worden, Presse und Politik haben ihn bejubelt, der Kapitalismus bekam ein menschliches Gesicht, Berggruen in Hippieklamotten wanderte durch die Gazetten – aber was war wirklich geschehen?

Berggruen hatte sich den Namen von Karstadt gekauft – für 5 Millionen Euro – siehe Manager Magazin:

Die von der Insolvenz bedrohte Kaufhauskette hatte Berggruen für einen (hier fehlt ein Wort im Originaltext) erworben. Besagte Namensrechte an Karstadt bezahlte er einmalig mit fünf Millionen Euro. Die Nutzung der Marke lässt sich Berggruen aber allem Anschein nach fürstlich vergüten. Allein im laufenden Geschäftsjahr muss Karstadt nach Insiderangaben rund 7,5 Millionen Euro für die Namensrechte überweisen, berichtete „manager magazin“ im April.

Ein gutes Geschäft: das sind allein FÜNFZIG PROZENT GEWINN pro Jahr! Wer dem Mann Geld zum investieren in die Hand drückt, beweist seinen cleveren Geschäftssinn. Aber – mal ehrlich gesagt: wenn man mir Karstadt für einen Euro verkauft hätte: ich hätte so auch Millionär werden können. Ich könnte mich ja jetzt bewerben – Berggruen verkauft die nun namenlosen Reste des Konzerns für einen Euro weiter … an einen neuen „Investor“.  Der weiß, wie man aus den Resten noch Geld machen könnte, siehe Spiegel:

Ihm dürfte es vor allem um die lukrativen Standorte der Karstadt-Immobilien gehen. Nach Expertenschätzungen würden diese anderweitig vermietet mehr einbringen als das, was Karstadt erwirtschaften kann.

Was stört, sind die Menschen, die früher dort Arbeit gefunden hatten. Die müssen noch irgendwie wegsaniert werden, um Gewinne zu machen. Betriebs- und volkswirtschaftlich gesehen geschieht dort größtmöglicher Unfug: ein Unternehmen wird zerschlagen, die wertvollen Teile mit Gewinn für einige wenige „Investoren“ verramscht. Alternativ dazu hätte man ja mal das Geschäft als volkseigenen Betrieb führen sollen, ein Kaufhaus von Bürgern für Bürger gründen, dass den Bürgern Gewinn bringt – und nicht den Heuschrecken. Wäre sicher ein sinnvolleres Experiment gewesen, anstatt in Zukunft die Karstadtmitarbeiter in Spielkaufhäusern der Jobcenter Arbeit simulieren zu lassen.

Wirkt verrückt, wenn man es so formuliert – oder? Ist ja auch verrückt. Leider interessieren sich 87,7 Prozent der Zuschauer nicht für diese Art von Wahnsinn. Bedauerlich, dass man sie in der Hoffnung wiegt, der „Alte“ würde mit diesen Geschäften irgendwann aufräumen, bedauerlich auch die Hoffnung, Angela Merkel würde irgendwann mit der NSA-Affäre aufräumen.

Ach – hat sie gemacht, meinen Sie? Sie hat ja den Geheimdienstchef der NSA herausgeschmissen. Ok. das war überraschend. Trotzdem wird noch umfangreich weiter spioniert – das Handelsblatt berichtet aktuel über eine Ausweitung der neuen Spionageaffäre: mehr als ein Dutzend REGIERUNGSMITARBEITER spionieren für die USA. Um das für die ZDF-Zuschauer zu übersetzen: der „Alte“ steht im Sold der Mafia.

Erschreckend, oder?

Und die überraschende Tat von Merkel, die mit starken Worten überall präsentiert wurde, hat womöglich einen ganz anderen Hintergrund. Immerhin berichtet der Spiegel heute über die überraschenden Rücktrittspläne von Angela Merkel – und liefert einen Ausblick auf die Zukunft dieser Frau:

Als mögliche Posten werden der des Uno-Generalsekretärs und der des EU-Ratspräsidenten genannt. Beide sind Ende 2016/Anfang 2017 neu zu besetzen. Der langjährige CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok sagte dem SPIEGEL: „In Brüssel können sich sehr viele vorstellen, dass Angela Merkel einmal als Ratspräsidentin ihre Erfahrung und Tatkraft für Europa nutzbar macht. Sie würde auf breite Zustimmung stoßen.“

In diesem Zusammenhang wirkt die Brüskierung der USA durch den öffentlichen Rausschmiss des Geheimdienstchefs wie ein Bewerbungsschreiben für höhere Posten, die die Macht von Angela Merkel und ihres Freundeskreises noch deutlich vergrößern würde.

Sowas erzählt ihnen aber Claus Kleber nicht.

Ebensowenig erzählt Ihnen der Herr Kleber, dass die deutschen Goldvorräte in den USA liegen – bei der FED (siehe Wallstreet-online), laut Gerichtsbeschluss eine „öffentliche Institution des Bundes“ – in Privatbesitz (siehe Wikipedia). Wenn mein Gold bei meinem liebem Nachbarn im Schrank liegen würde … mir würde mulmig werden. Was, wenn der seine Schulden damit bezahlt? Oder es als Sicherheit für riskante Investments verpfändet? Na ja – was mache ich mir Sorgen: der „Alte“ wird´s schon richten, oder?

Was machen wir uns auch Sorgen um unser Gold – wo doch unser Geld seinen Charakter bald völlig ändern wird. Außerdem: wer braucht schon Gold, wenn er Geld hat? Gut – Volkswirtschaftler würden hier jetzt Vorträge halten, wieso Gold eigentlich auch wichtig sein könnte – als Sicherheit für den Wert des Geldes, zum Beispiel – aber wer interessiert sich schon für Volkswirtschaftler – das sind bekanntermaßen alles schlechte Fußballspieler, also völlig wertlose Gestalten. Geld wird bald nur noch ein elektronischer Impuls sein, der auf unseren Handys sein Zuhause hat.

Hören wir eine Stimme aus den USA dazu – hier bei Wallstreet-Online:

Ein Trend scheint ohnehin kaum mehr aufzuhalten sein: Mobile Geräte ersetzen den klassischen Geldbeutel. Oder wie Gorman sagt: „Bargeld als physische Bezahlform wird nahezu von der Bildfläche verschwinden, Münzen und Scheckbücher werden in Museen ausgestellt werden.“ Eine Aufgabe bleibt den Banken aber definitiv, heißt es. Und sie klingt so simpel wie sie alt ist: „Die Mobilisierung des Geldes von denen, die es haben, zu denen, die es benötigen, sowie die Abwicklung von Zahlungen für Güter und Dienstleistungen.“

Erfolgt die Umstellung konsequent, dann verschwindet der letzte Rest von finanzieller Souveränität des Bürgers. Vorbei die Zeiten, wo in heimischen Tresoren noch Bargeldreserven lagerten, auf die Staat und Bankenwelt keinen Zugriff haben – JEDER Bürger wird bis auf den letzten Cent auf den Bildschirmen der Bankmitarbeiter zu finden sein. Vielleicht ersetzen demnächst Kontostände die alten Adelsbezeichnungen? Brauchen wir dann aber wirklich noch Banken … die einst dafür da waren, reales Geld und Gold sicher zu verwahren? Könnten wir die Kreditvermittlung und Zahlungsabwicklung nicht wesentlich kostengünstiger gestalten … ohne die Risiken, dass überbezahlte Investoren damit Unfug treiben?

Ach – lassen Sie uns nicht spekulieren – sonst würden wir wohl den Boom von Selbstanzeigen von Steuersündern (siehe Spiegel) nachher noch in einem ganz anderen Licht sehen: eine Allianz der Verwaltungskonzerne Staat und der Verwaltungskonzerne des Geldes (Banken) könnte uns nachher noch Angst machen – der „gläserne Abgeordnete“ schlägt zurück und baut sich ein gläsernes Volk, das leicht und einfach mit der Sperrung von elektronischen Konten kontrolliert werden kann. Was könnte man alles mit so einem Volk anstellen … und was könnte das Volk anstellen, wenn es eigenes Geld schafft und damit nur noch bei volkseigenen Betrieben einkauft, die nie zum Schlachtvieh von Menschen werden können, die sich durch clevere Tricks ein Megavermögen ohne jede Arbeit und Leistung verschaffen und so mehr Schaden anrichten, als es selbst 80 Millionen Arbeitslose je könnten.

Ach ja – Arbeitslose. Kein Blick auf Deutschlands Endspiel und Ende wäre gelungen, ohne einen Blick auf jene zu werfen, die die großen Verlierer im cleveren Spiel der Heuschrecken sind. Foxconn ist gerade wieder dabei, einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu machen – siehe Spiegel:

Die nächsten iPad- und iPhone-Generationen werden möglicherweise nicht mehr von Menschen montiert. Berichten aus China zufolge macht Zulieferer Foxconn Ernst und ersetzt einen Teil seiner Millionenbelegschaft durch Zehntausende Roboter.

Da machen Roboter die Arbeit von Facharbeitern – und aus den Volkswirtschaften Ballungen von Sozialhilfeempfängern. Betriebswirtschaftlich ist dieses Vorgehen nur sinnvoll, wenn man irgendwann die angewachsenen Millionenheere der Überflüssigen auch körperlich entsorgt: keine Volkswirtschaft wird sie sich auf Dauer leisten können – das sollte jedem klar werden. „Kosten auf zwei Beinen“ wurde die Bevölkerung schon genannt – und die Konzernwirtschaft entledigt sich dieser Kosten gezielt durch den Einsatz von Robotern …. jenen Robotern, die auch bald den „Alten“ ersetzen werden.

Zu gruselig?

Dann erklären Sie mir bitte, wie eine Wirtschaft effektiv funktionieren kann, die in Jobcenternkaufhäusern Beschäftigung simuliert, während echte Kaufhausketten zielstrebig ausgeschlachtet und eleminiert werden.

Merken Sie, wie sehr wir am Ende sind?

Kein Wunder, dass sich alle in die Fantasiewelt Fussball flüchten und sich die Wiederkunft Christi durch den Sieg bei der WM erhoffen. „Deutschlands Beste“ (siehe Focus) – seine Arbeiter, Angestellten, Erfinder und Unternehmer – stehen vor dem Abgrund, der „Alte“ arbeitet für die NSA, die Kanzlerin schmeißt die Brocken hin für internationale Pöstchen, das Vermögen liegt im Ausland, wilde Investorenhorden zerschlagen willkürlich das traditionelle Tafelsilber der Volkswirtschaft.

Ein letztes Mal kann man sich heute nochmal daran erinnern, wie schön es wäre, „Gemeinschaft“ zu sein.

Das Erwachen aus dem Fussballtraum wird gruselig werden – für alle.

Schade auch – war eine schöne Welt.

Die letzten 100 Artikel