Imperialismus

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Mahatma Gandhi und die Autoprinzessin?

Bild:  Rabindranath Tagore links und Mahatma Gandhi  rechts [Public domain/Wikimedia Commons]

Am 30.01.1948 wurde Mahatma Gandhi ermordet. Sein Todestag ist also in etwa 60 Jahre her. Er starb knapp vor der Nominierungsfrist für den Friedensnobelpreis (Quelle: sueddeutsche ). Er starb auch knapp ein Jahr vor der Deklaration der Menschenrechte. Wenn man vergleicht, wer heute auf der Liste der Nobelpreiskandidaten steht, dann ist das vielleicht in den meisten Fällen eine Inflation der inneren Inhalte, der Kandidaten? (siehe spiegel.de)

Zum Beispiel bei Snowden wäre der Nobelpreis durchaus angebracht. An dem von ihm offengelegten Netzwerk der politisch-informellen Dominanz kann man ersehen, dass das derzeitige US-amerikanische Imperium in gewissem Sinne die Nachfolge des British Empire ist. Gerade die Situation von D hat auch Ähnlichkeiten zu einem Kolonialstaat dieses US-amerikanischen Imperiums, der US-Präsidentenberater Zbigniew Brzezinski hat dies in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ sogar ganz offen heraus gesagt.

Mahatma Gandhi setzte sich genau dafür ein: aus einem Kolonialstaat einen freien Staat zu machen. Da seit zwei Jahren immer wieder der Name Merkel als Anwärter für den Friedensnobelpreis genannt wird, kann der aufmerksame Beobachter eventuell doch auf ein paar geringfügige Unterschiede zwischen den Verdiensten Gandhis und  Merkels aufmerken.

Merkel, die bereits einige Jahre vor der Flüchtlingskrise den Kalergi-Preis erhalten hatte, betonte bei der Preisverleihung, dass ihr dieser ein Ansporn sei, mit ihrer Arbeit für Europa engagiert fortzufahren. Eines der zentralen Anliegen der ehrenwerten Kalergi-Gesellschaft: Europas  antiquierte Eigenheit eigenständiger Ethnien endlich zu beseitigen und stattdessen eine „durchmischte Kultur“ zu etablieren. Barbara Coudenhove-Kalergi, die Nichte von Graf Coudenhove-Kalergi, dem Gründer der Paneuropa-Bewegung, im Januar 2015: „Europa bekommt ein neues Gesicht, ob es den Alteingesessenen passt oder nicht. Wir leben in einer Ära der Völkerwanderung. Sie hat eben erst begonnen und sie wird mit Sicherheit noch lange nicht zu Ende sein.“ Merkel also ein Werkzeug des „Kalergi-Planes“? (siehe epochtimes.de)  – Verschwörungstheorie oder einfach nur Fortschrittspraxis? – In postfaktischen Zeiten der Alternativlosigkeit eigentlich eine irrelevante Frage (Merkel: „Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da.“ / Quelle: Wikiquote) – siehe auch  sueddeutsche.

Gandhi hingegen hat die Pläne derselben Leute durch seine Aktivität erheblich durcheinander gebracht. Er setzte sich für die Kastenlosen ein, vergleichbar mit den Hartz IV Empfängern in D. Merkel und Schäuble verschlimmerten hingegen die Situation der Ärmsten ihres Landes deutlich. Merkel und Schäuble verschlimmerten auch die Lage der Bürger in Griechenland und Südeuropa und schützten die Oligarchen dort. Ein Beispiel: Laut einer mündlichen Information müssen die italienischen Pensionisten ca. 50% mehr Steuern bezahlen, während Fiat in Luxemburg nahezu keine Steuern zahlt (Quelle: n-tv). Mahatma Gandhi verurteilte die Atomwaffen, Merkel setzt sich für Aufrüstung ein. Wer die Situation zwischen Ukraine und Russland genau kennt, der wundert sich, dass in den Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland das Wort Neutralität für die Ukraine nicht vorkommt. In einem Interview erläutert die Ostexpertin Krone Schmalz, warum der Konflikt in der Ostukraine besteht: Es gibt keinerlei Garantien für Russland, dass die Ukraine nicht dem Nordatlantik-Pakt beitritt (Quelle: krone-schmalz.de/presseschau). Wer wirklich an einem nachhaltigen Frieden in Europa interessiert wäre, der würde die Ukraine z.B. über die Sperrung von Schwarzkonten der Oligarchen zum Verzicht auf die NATO-Ambitionen bewegen. Das war auch der Weg, Janukowitsch zum Rücktritt zu zwingen. Doch wer nur an der Wirtschaft interessiert ist, der hat eben durchaus andere Interessen als den Frieden (siehe handelsblatt).

Gandhi wollte, dass keine Kaste nobler galt als die andere. Das größte Verdienst der Autoprinzessin Merkel ist aber die immer stärkere Einführung des Wirtschaftsliberalismus in D und in Europa. Insofern ist sie eine geistige Schwester der Iron Lady Thatcher, die das in England bereits erfolgreich durchführte. Thatcher war immer unbeliebt, doch vor den Wahlen, da stiegen ihre Umfragewerte deutlich, so dass sie wieder weitermachen konnte. Es war für mich sehr schwer, die Autoprinzessin zu durchschauen. Maßgeblich dabei geholfen haben mir die Artikel von Parkwaechter über das namenlose Grauen. Aber auch die Artikel des Eifelphilosophen. Die Folge des Wirtschaftliberalismus sind heute wieder zwei Klassen, oder mehr, so dass da eine Spaltung der Gesellschaft entsteht. Ein direkter Gegensatz zum Wirken von Mahatma Gandhi.

Gandhi unterstützte die kleinen Bauern und Betriebe und eben nicht die Multis. Er wollte eben Indien in die Unabhängigkeit führen und nicht in die Abhängigkeit von der East India Company. Merkel ist eine klare Befürworterin von Freihandelszonen, die sowohl ökologische Gesetze, als auch Arbeitnehmerschutzbestimmungen in Europa untergraben. Bauern, kleine Betriebe, aber auch viele wissenschaftliche, ökologische Experten haben größte Probleme. Auch dürften viele ökologische NGOs von Uncle Sam gesponsert sein (siehe nrhz.de nachdenkseiten kenfm und wikipedia). Kein Wunder, dass der immense ökologische Schaden der Globalisierung weitgehend so unbekannt ist wie der Schaden des Flugverkehrs. Wahrscheinlich würde sich, bei bestehender Feinstaubproblematik, Mahatma Gandhi als erster auf das Fahrrad setzen, um andere Menschen zu begeistern. Es gibt auch keine Diskussion über das größer werdende Ozonloch. Ebenso gibt es keine Diskussion über Öko- und Menschenrechtszölle, die der gesamten Welt helfen würden, bessere Verhältnisse zu erringen.

Wenn jemand, so wie Edward Snowden unter großem Risiko, die Situation der Welt und auch von D aufdeckt, dann gibt es kein Asyl für Snowden in D und in Europa. Es gibt wenig Bearbeitung der Pädophilen-Problematik. Keine laut hörbaren Belohnungen für Hinweise auf Täter. Es gibt nicht einmal den Hinweis, dass D unabhängig ist. Nicht nur der US Geostratege Brzezinski bezeichnet Deutschland als „amerikanisches Protektorat“, auch Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble meinte am European Banking Congress 2011 mit einer wegwischenden Handbewegung, dass seit 1945 keine Rede mehr davon sein könne, dass Deutschland souverän sei (siehe Youtube). Oskar Lafontaine drückte es noch poetischer aus: „Wir sind kein souveräner Staat, sondern sondern der Flugzeugträger der USA in Europa.“ (siehe auch Wolfgang Bittner) – Wie soll also ein solcher Flugzeugträger Asyl für Snowden geben?

Merkel erfüllt die bestehenden Pläne auf Punkt und Beistrich (zum Gewirr der teilweise streng geheimen Verträge siehe auch süddeutsche). Es hätte Gelegenheiten genug gegeben, die nicht durchgeführten Reparationszahlungen von D gegen eine effektive Freiheit Deutschlands einzutauschen. Bei den Neuaufnahmen neuer EU-Staaten zahlt D erheblich für die ärmeren Oststaaten, aber durchaus auch für die Südstaaten. D hat sowohl durch die Einführung des Euro, als auch durch die Schuldenkrise der südeuropäischen Länder, erhebliche Leistungen erbracht (siehe manager-magazin). Trotzdem hat Merkel verabsäumt, diese Leistungen Deutschlands gegen einen Verzicht auf Reparationszahlungen einzutauschen. Die fehlenden Reparationszahlungen sind aber die Ursache für den fehlenden Friedensvertrag (Quelle: wikipedia ). Das wird uns als wirtschaftlich begründet verkauft. Wobei die wirtschaftlichen Nachteile, in Form von offener Wirtschaftsspionage und Überwachung durch Uncle Sam durchaus erheblich sind! Vor allem führt das D zu einer Situation am Abgrund, so wie es Gabriel jüngst bei der Münchner Sicherheitskonferenz ausdrückt. (Quelle:  tagesspiegel). Es fehlt D offensichtlich der außenpolitische Spielraum. Das Thema eines deutschen Friedensvertrages ist weiterhin tabu. Merkel hinterfragt die bestehende Situation nicht und möchte sie nicht ändern. Die Friedensnobelpreisanwärterin macht nicht einmal den leisesten Versuch, dass ihr eigenes Land einen Friedensvertrag bekommt! Wozu aber auch einen Friedensvertrag in einem Land, in dem alles Friede, Freude, Eierkuchen ist und es allen gut geht?

Gandhi führte sein Land in die Unabhängigkeit, Merkel führt ihr Land in die immer größere Abhängigkeit von Uncle Sam und macht D zum transatlantischen Wurmfortsatz (siehe spiegel). Nicht der geringste Versuch einer eigenen Linie, wie z.B. bei Schröder und auch bei Kohl. Soll das unwidersprochene Vorbild einer Verwalterin ihres Landes, als Werkzeug der Lobbyinteressen, für alle Bürgermeister/ innen für alle Verantwortungsträger/ innen, dazu führen, dass keine eigene Aktivität mehr stattfindet und nur noch die Wirtschaftsinteressen zählen? Das beste Geschäft ist hierbei der Krieg. Der führt aber nicht immer zum Sieg (Quelle: orf.at). Wenn Gandhi der Welt den gewaltfreien Widerstand gegen das System gelehrt hat, so lehrt Merkel der Welt, dass Widerstand zwecklos ist und mit Gewalt verbunden ist (Quelle: nachrichtenspiegel und epochtimes). Wenn Gandhi uns zur Selbstständigkeit führen wollte und durch seine Methode die Zivilgesellschaft gegründet hat, so führt Merkel Europa und die Menschen in Europa in die verzweifelte Abhängigkeit. Es entsteht der Wutbürger, an Stelle des „Mutbürgers“.

Es besteht aber nicht der geringste Grund zur Verzweiflung und zum Aufgeben. So wie Parkwaechter immer sagt, die Meinung, wir können ohnehin nichts machen, ist unrichtig und gilt einzig unserer Demoralisierung. Vielleicht diesbezüglich eine kleine Insider-Info: Die Medien sind voll von Informationen von Frauen, die sexuelle Gewalt auch Jahre später mutig zur Sprache bringen. Doch sind manche dieser Informationen, meiner Information nach, auch Gewaltdelikte gegen Kinder im Rahmen pädophiler Ringe.

Wir können auch von der Schweiz oder Italien lernen. In Südtirol kämpfte ein Dorf erfolgreich gegen die Agrochemie. Das Dorf ist jetzt pestizid- und herbizid-frei und wird dadurch wesentlich weniger Krebs bekommen (Quelle: nzz.ch). In Zeiten, wo der Mangel der Sonne immer wieder zu Depression führt, wäre es auch wichtig, seine eigenen tiefen Quellen zu entdecken und zu pflegen. Je mehr wir unsere Ziele und Ideale kultivieren, desto weniger kann uns das System manipulieren und schwächen. Wer aber ohne das System zu erkennen an diesen Zielen in Form einer abgehobenen Positivität verweilt, den wird das System rasch eines Besseren belehren. Es gibt Licht und Liebe an vielen Stellen, wir dürfen es nur suchen. So wie Gandhi durch sein Leben uns gezeigt hat, wo Liebe und Licht sind, so gibt es auch jetzt Menschen, die uns nicht hinter das Licht führen, so wie die Autoprinzessin, sondern uns frei zum Licht führen können. Da wo die Not am größten ist, dort kann man auch das größte Licht und die größte Liebe finden. So konnte der französische Widerstandskämpfer Jacques Lusseyran, obwohl erblindet, uns vom „wiedergefundenen Licht“ erzählen (so auch der Name seiner Autobiographie).

Auch Jean Ziegler erhellte uns erst vor Kurzem die Erinnerung an unsere – in der Ära Merkel fast schon versunken geglaubte – Handlungsfähigkeit:

„Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. Alle mörderischen Strukturen können morgen auf verfassungsrechtlich friedlich demokratische Weise aus dem Weg geräumt werden. … Ich sage es nochmal: Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. Das Grundgesetz gibt uns alle Waffen, die wir benötigen, in die Hand – wir müssen uns nur bücken und sie aufheben. Wir haben ein Streikrecht, wir haben Wahlen, wir haben ein Demonstrationsrecht und viele Rechte mehr. Wir können die Regierungen zwingen, diese Strukturreformen durchzuführen.“ (Quelle: Nachdenkseiten)

Imperialismus – Made in USA

Leben wir heute in einer Demokratie? Oberflächlich/national betrachtet schon. Wenn man aber das weltpolitische Geschehen anschaut, offenbaren sich Strukturen eines Imperialismus. Die propagierte Demokratie und Freiheit jedes Erdenbürgers verkommt immer mehr zur Farce.

Laut Wikipedia kommt der Begriff Imperialismus aus dem lateinischen imperare „herrschen“ und imperium „Weltreich“. Man betitelt (oder sie tun es selber) die Staaten, welche das Bestreben eines Staatswesens oder dessen Anführers, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen, bis hin zu deren Unterwerfung und Eingliederung in das eigene Umfeld. Dazu gehört eine ungleiche wirtschaftliche, kulturelle oder territoriale Beziehung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Seit Jahrzehnten sprechen die USA von Demokratie, besser noch – sie bezeichnen sich als das demokratische Land auf der Erde. Wie gesagt, sie sprechen davon. Handeln tun sie nicht danach. Im Gegenteil, es wird alles gemacht, damit der imperialistische Einfluss auf der Welt wächst. Wie haben die Amerikaner das geschafft?

 

Ausdehnung

Als die ersten Auswanderer in der neuen Welt ankamen, waren sie die Vorhut des neuen Imperialismus. Es wurden militärische Forts erstellt, um die einheimische Bevölkerung zu unterdrücken und immer mehr in die Schranken zu weisen. Hilfsmittel waren militärische Stärke und falsche Verträge, welche von den Besatzern meist nicht eingehalten wurden. Schlussendlich unterlagen die ursprünglichen Völker den neuen Armeen.

Von 1775 – 1783 kämpften die Menschen in der neuen Welt für ihre Unabhängigkeit vom britischen Imperium. 200 Jahre später basteln sich die Nachkommen der damaligen Freiheitskämpfer ihr Eigenes.

 

Technik

Um ein Imperium zu schaffen braucht es einen Wissensvorsprung. Alle grossen Reiche der Geschichte waren technisch fortgeschrittener als die eroberten Länder. Das war bei den Mongolen so, bei den Römern, Ägyptern, Briten, Franzosen und auch anfangs bei den Deutschen. Die technisch unterlegene Bevölkerung hatte niemals auf Dauer eine Chance. Wenn Kanonen auf Holzwaffen treffen, ist der Ausgang einer Schlacht vorhersehbar. Heute ist es Atom gegen Stahl.

Also wird so viel wie möglich in die technische Entwicklung, meistens Kriegsgerät, investiert, um seinen Vorsprung aufrecht zu erhalten. Ausserdem werden aufstrebende Nationen in ihrer technischen sowie kulturellen Entwicklung gestört. Dies erreicht man unter anderem mit Embargos, Blockaden und hohen Zöllen.

 

Präsenz

Ein Imperium zeichnet sich dadurch aus, dass es Gebiete besetzt. Egal, ob in dem jeweiligen Land Frieden oder Krieg herrscht. Es werden Militärbasen errichtet und Truppen stationiert. Die Bevölkerung der besetzten Gebiete muss sich der Diktatur seiner Besetzer unterwerfen. Die Deutschen können ein Lied davon singen. Aber auch afrikanische Staaten bis hin zum asiatischen Raum wissen was es heisst, imperialistisch annektiert zu werden. Zurzeit besitzt die USA weltweit ca. 716 Militärbasen in 38 Ländern(2009). Dabei wird keine Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung genommen, siehe aktuell Italien. Im Gegenteil. Die Besatzer zeichnen sich durch Arroganz und Respektlosigkeit aus. Jeder, der in der Nähe einer fremden Militärbasis wohnt, kann dies bestätigen. Zum einen sind es die permanenten Lärm- und Luftemissionen und zum anderen die stationierten Truppen, welche alkoholisiert im Ausgang gerne mal die Kontrolle verlieren.

 

Militär

Die globale Präsenz der USA sucht seinesgleichen. Es gibt kein Land auf der Welt, das derart viele Basen auf dem Globus verteilt hat. Einige Länder sind regelrecht zugepflastert. Auch hier kann Deutschland mit einer Spitzenposition glänzen. Allein die USA haben hier noch über 56’000 Soldaten stationiert (Stand 2009). Auf der ganzen Welt sind es über 250’000. Darüber hinaus sind die USA in weiteren 100 Ländern auf irgendeine militärische Art präsent. Im asiatischen Raum ist neben Südkorea die Insel Okinawa Amerikas Bollwerk. Obwohl die Insel 1972 wieder an die Japaner zurückgegeben wurde, sind derzeit immer noch 35’000 Soldaten auf 38 Basen stationiert. Warum darf die USA auf der ganzen Welt Militärbasen errichten und warum darf das kein Land in den USA? Oder kennt jemand eine russische Basis auf Hawaii oder eine Japanische neben New York? Imperialismus erlaubt keine oppositionellen Kräfte, schon gar keine Militärischen.

 

Finanzen

In seinem ersten Amtsjahr bewilligte Präsident Obama einen Militärhaushalt von 680 Milliarden Dollar. Das sind 30 Milliarden mehr, als sein Vorgänger Bush verpulvern konnte. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft die Zahlen eher grösser als kleiner werden.

Zudem ist es wichtig, die Leitwährung im internationalen Handel zu sein. Die Finanzmärkte werden manipuliert, um der eigenen Währung/sich einen Vorteil zu verschaffen. Wieso sind alle Ratingagenturen in Amerika zu Hause? Wieso ist das Rating von den USA immer noch so hoch. Aufgrund der Verschuldung und dem Unvermögen, den eigenen Haushalt zu sanieren, müssten die USA eigentlich auf Ramschniveau gehandelt werden. Länder, die sich vom Dollar abwendeten respektive diesen Schritt planten, wurden/werden militärisch davon abgehalten. Man erlaubt keinem Aussenstehenden einen detaillierten Einblick in die Finanzgeschäfte und Reserven. Die Deutschen suchen ihr Gold und die Schweizer haben mit der Suche erst gar nicht angefangen.

 

Wirtschaft

Hauptmotor in einem imperialistischen Reich ist die Rüstungsindustrie. Weltweit ist Amerika führend im Waffenexport, gefolgt von Russland und Deutschland. Wenn eine Industrie ein Produkt herstellt, möchte sie es auch verkaufen. Also schafft sie Absatzmärkte. So produzieren die USA überall auf der Welt „kleine“ Scharmützel, um ihre Rüstungskonzerne zu mästen. Sollte dies nicht ausreichen, wird Angst-Propaganda betrieben. Dann darf sich der einfache Bürger mit Kriegsgerät eindecken und seinem Sprössling eine Kid-Gun schenken – mit teils schwerwiegenden Folgen.

Der Rest der Wirtschaft leidet an schlechter Infrastruktur, maroden Verkehrsnetzen und einem miserablen Energiehaushalt. Für Letzteres scheint eine Lösung gefunden. Die USA machen sich mit Hilfe der Gasförderung (Fracking) immer mehr von ausländischen Öllieferanten unabhängig. Die Kehrseite der Medaille ist die Zerstörung von bewohnbaren Flächen, was der Film „Gasland“ eindrücklich demonstriert.

 

Bevölkerung

Ein Imperium gilt nicht gerade als Sozialstaat. Die eigene Bevölkerung mit ihren Bedürfnissen wird weitestgehend ignoriert. Mittlerweile ist in den USA jeder Siebte (47 Mio.) auf Lebensmittelmarken angewiesen. Bei den Kindern ist es jedes Vierte (27 Mio.). Damit das Volk ruhig bleibt, wird Einschüchterungs-Politik betrieben. Die FEMA (Federal Emergency Management Agency) hat im ganzen Land über 800 Internierungslager errichtet für insgesamt 16 Mio. Menschen. Zudem kaufte sie 1,6 Mia. Patronen, verteilten hunderttausende Särge und Leichensäcke. Das schüchtert ein. Der Polizeiapparat wird mit High-Tech-Ausrüstung von der Finanzwirtschaft gesponsert und diese bedankt sich dafür, indem sie friedliche Occupy -Demonstranten vor den Pforten der heiligen Börsen-Hallen niederprügelt.

Des Weiteren werden die Rechte des einzelnen Bürgers immer mehr eingeschränkt. Meinungsfreiheit kann man nur mit reduziertem Wortschatz praktizieren. Die Medien verbreiten Unwahrheiten, um die Bevölkerung zu beeinflussen/manipulieren. Kritische Fragen sind seltsamerweise erlaubt, werden nie ehrlich beantwortet, aber dafür geahndet. Die Fragesteller müssen mit Konsequenzen rechnen. Dem Volk wird Sicherheit suggeriert, aber dafür die Freiheit genommen.

 

Angst

Menschenwürde und Respekt sind Tugenden, die sich ein Imperium nicht leisten kann. Angst hingegen schon. Den USA ist es schlichtweg egal, ob sie bei den ganzen Spionageskandalen erwischt wurden. Im Gegenteil. So eine Werbung für das weltumspannende Spionagenetz gibt es nicht alle Tage. Jetzt weiss die ganze Welt offiziell, wie stark die USA alles kontrollieren wollen und vieles auch können. Das vermag vermutlich kein anderes Land. So hat man dank der Medien über Nacht seine „Angstdosis“ auf dem Globus verteilen können und jeder, der am Morgen die Zeitung las, erkannte sich als Spionageopfer und wurde kurz einmal blass. Besser geht’s nicht.

 

Propaganda

Es werden Feindbilder geschaffen, die nur mit Falschinformationen zustande kamen. Man erinnere sich an die Aussage von Powell, als er die Massenvernichtungswaffen des Iraks erwähnte. 9/11 war sicher eine Tragödie für alle direkt Betroffenen, wer aber ein bisschen gräbt stellt schnell fest, dass es auch hier Ungereimtheiten gibt, die auf eine *False Flag“ Aktion hindeuten können. Das Feindbild „Terrorismus“ ist die beste Werbemasche für Kriegstreiberei schlechthin. Man muss keine detaillierten, örtlichen oder menschlichen Ziele benennen, sondern kann die ganze Welt als terroristischen Haufen abstempeln. Das rechtfertigt die militärische Omnipräsenz überall auf der Erde. Sicher ist Terrorismus da, es vergeht fast kein Tag ohne Autobombe. Aber ist eine militärische „Lösung“ wirklich die einzige Option? Wenn man den imperialistischen Grundgedanken folgt, ist die Antwort – ja.

 

Kolateralschaden

Wo etwas explodiert geht in der Regel etwas kaputt. Gezielt eingesetzt kann man die Zerstörung- und Tötungseffizienz enorm steigern. Drohnenangriffe sind hervorragend für solche Aktionen geeignet. Leider werden Unbeteiligte immer wieder Opfer solcher Angriffe. In den Medien wird das Wort „mutmasslich“ verwendet. Die Angriffe galten „mutmasslichen“ Terroristen. Das heisst, die Angreifer sind sich eigentlich nie sicher, ob ihr Angriffsziel ein Terrorist ist oder nicht. Dieses Schicksal teilen jetzt auch die amerikanischen Bürger, egal wo sich auf der Welt befinden. Allein der Verdacht auf Terrorismus reicht für ein Todesurteil, dass kein Richter ausgestellt hat. Erwischt es dabei Unschuldige, heisst es sorry. Wenn der Verlust der eigenen Bevölkerung und/oder Unbeteiligten einfach so in Kauf genommen wird, wirken Wörter wie Freiheit und Demokratie schon ironisch.

 

Fazit

Die ganzen Eigenschaften des Imperialismus, respektive denen, die ihn anstreben erinnert stark an die Star Wars Saga. Die heutigen Jediritter heissen vermutlich Manning, Snowden, Assange, Anonymous und viele mehr. Ihre Lichtschwerter sind die Computertastatur. Wie die Geschichte in Star Wars ausging, ist den meisten bekannt. In der realen Welthistorie war es auch immer das Gleiche. Alle Imperien zerfielen nach einer gewissen Zeit. Die USA haben ihr Imperium auf so wackeligen Beinen aufgestellt, das es nicht viel braucht um es kollabieren zu lassen. Finanz- Wirtschafts- Immobilienkrise, Arbeitslose, Armut, verseuchtes Land und Naturkatastrophen warten nur darauf, von den Zügeln gelassen zu werden. Es braucht eine genannte Komponente und der imperialistische Traum wird zum Albtraum. Da wir in einer sehr schnellen Zeit leben, erfordert es von uns nur Geduld und das grössenwahnsinnige Gebilde zerbröselt von selbst wie eine Sandburg im Regen. Früher dauerte ein Zerfall aufgrund des langsameren Gesellschaftstempos Jahrzehnte oder Jahrhunderte. Heute wird es nur noch Jahre brauchen. Wir sitzen in der ersten Reihe und geniessen bestes Kino.

Die Macht, mit uns sein, sie wird.

 

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