Hyperinflation

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Liebe Crash-Propheten – wo bleibt die Hyperinflation?

Die Crash-Propheten predigen es seit Jahren: Die Hyperinflation kommt gewiss! Nicht nur gibt es zu dem alarmierenden Thema diverse Bestseller, auch auf YouTube kann man mit der Horrormeldung „Hyperinflation!“ viele Klicks generieren. Doch wo bleibt sie denn, die seit der Finanzkrise 2008 nahezu täglich heraufbeschworene Inflation? Viel lockerer kann die #Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (#EZB) eigentlich kaum noch werden, doch die #Inflationsrate ist weiterhin niedrig. Nicht einmal das Inflationsziel von 2 Prozent wird erreicht. Wie ist das zu erklären? Und warum wird dennoch permanent die Angst vor der Inflation geschürt?
Gern wird dabei auf die deutsche Geschichte verwiesen, als in der Weimarer Republik 1923 es zur Hyperinflation kam und man für sein Geld plötzlich nichts mehr kaufen konnte – die Preise vervielfachten sich rasant. Heute aber ist von derlei Entwicklungen nichts zu spüren, dabei wird seit einigen Jahren massenhaft frisches Geld in Umlauf gebracht. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, warum keine Inflation in Sicht ist und die Crash-Propheten sich irren.

Corona und der Schlaf der Vernunft: Überleben in hysterischen Zeiten

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Sonntag 29.3.2020. Eifel. Lassen Sie uns zuersteinmal eins klar stellen: wie heute mal wieder jeder bemerkt hat, war die große Mehrheit der Bürger, die gegen die permanente Zeitumstellung war, völlig nutzlos – es wird wieder umgestellt. Das sich hier eine gewissen Politikmüdigkeit breit macht, scheint angemessen: man kann wählen und machen was man will – geliefert wird, was „oben“ will.

Nun zu dem Thema, das alle umtreibt: Corona, aktuell als Covid-19 unterwegs. Ich gestehe: zu dem Thema kann ich nichts sagen – trotz medizinischer Grundausbildung und 17 Jahren Pharmaindustrie. Ich habe versucht, mir eine Meinung darüber zu bilden – vergeblich. Zwar sind die sozialen Medien momentan voll von ehrenamtlichen Hobbyimmunologen, die ganz genau wissen, was da vor sich geht – nur sind sie sich so schrecklich uneins, dass ich mir kein klares Urteil bilden kann. Die Meinungen reichen von „Viren gibt´s gar nicht“ bis hin zu „dieser Virus ist so gefährlich, dass er 80 Prozent der Weltbevölkerung auslöschen kann“ – die letztere Meinung war sogar ausführlicher begründet … sollte ich dazu noch Material bekommen, werde ich das umgehend veröffentlichen.

Veröffentlichen – ja, das kann ich ja jetzt. Gehöre zu den Corona-Gewinnern – habe fünf Wochen Ferien, drei davon extra. Für einen Arbeitnehmer unglaublich. Für mich persönlich – ein Segen, weil ich meine angeschlagene Gesundheit daheim kurieren und die angedachte Reha-Maßnahme erstmal weit verschieben kann. Bekomme jetzt langsam wieder Zeit, zu schreiben, was in letzter Zeit – abgesehen von morgendlichen Kurzkommentaren bei Facebook – nicht so der Fall war. Ich kenne sehr viele Corona-Gewinner, die es genießen, der Arbeitshölle entkommen zu sein (wobei meine Arbeit keine Hölle ist, ich darf die seltene Kombination von Arbeit und Sinn erleben, die einen freudig zur Arbeit fahren läßt).  Ein Geschenk von Freiheit, wie ich es die letzten 60 Jahre kaum genießen durfte – dazu noch die unglaubliche Stille des ausbleibenden Verkehrs, der unendlich blaue Himmel, die leeren Geschäfte … ich gehöre zu denen, für die die Maßnahmen der Regierung gar nicht lang genug dauern können.

Klar – natürlich: die Freiheitsrechte. Auf einmal sind sie ein großes Thema. Wo waren eigentlich diese edlen Verteidiger der Freiheitsrechte, als alles noch „normal“ verlief und wir Lohnsklaven jeden Tag in den Betrieb MUSSTEN – ob sie wollten oder nicht? Egal, ob da Asbest im Teppich war, die Klimaanlage falsch eingestellt, die Neonröhren krank machten, die Arbeitsverdichtung uns unter Dauerstreß setzte und das „Bossing“ uns jeglicher Würde beraubte? Wo waren sie, als inoffiziell die 50 Stunden-Woche eingeführt wurde – die von Baumarktverkäuferin bis zum angestellten Architekten Norm war – weil man ja gern für seinen Konzern arbeitet, auch unentgeldlich in seiner Freizeit (fünf Milliarden Überstunden – Tendenz steigend, siehe Welt)? Und wo werden sie sein, wenn die Zeit der Ruhe vorbei ist und wir wieder zu den Ausbeutungsplätzen gerufen werden? Ja – ich rede von Ausbeutungsplätzen, weil das Kapital nie Gewinn machen würde, wenn Sie einen Lohn bekommen würden, der dem Wert Ihrer Arbeit entspräche. Ich kann Ihnen garantieren: die, die jetzt für „Freiheitsrechte“ streiten, werden wieder fort sein, wenn die Ausbeutungsmaschine wieder ans Laufen kommt – dabei wäre jetzt auch der Zeitpunkt, mal über die Vier-Tage-Woche zu sprechen, nachdem jeder mal erlebt hat, wie schön so eine Auszeit sein kann – nach dem Motto „Free Day for Future“ – weil Arbeit dem Klima schadet (siehe Zeit).

Gut, ich muss sagen: ich habe leicht reden. So wie Sie jetzt ihre Coronapause verbringen, verbringe ich meinen Urlaub. Aus gesundheitlichen und familiären Gründen bin ich „ans Haus gefesselt“, Theaterbesuche, Restaurantbesuche und sogar das gute alte Kino sind für mich aus Kostengründen schon seit Jahrzehnten gestrichen – und Fernurlaube waren mir schon immer ein Gräuel, auch wegen der Umweltvernichtung und dem Kulturimperialismus. Ich vermisse also derzeit nichts, habe aber viel Gewinn, Zeit für lange, ärztlich dringend angeratene Wanderungen, Zeit für Bücher und Studien, die lange schon brach lagen. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht alle so entspannt sehen können – besonders rührt mich das Schicksal vieler kleiner Dienstleister, die von heute auf morgen null Einkommen haben und noch nicht mal ihre Miete zahlen können – Menschen, die eher von der Hand in den Mund leben, anders als die großen Konzerne, die jetzt absichtlich keine Mieten zahlen wollen, um ihre reichhaltigen Gewinne noch mehr zu erhöhen (siehe Manager-Magazin). Da erwarten uns schreckliche Schicksale – wie immer bei großen Katastrophen.

Und der Virus? Nun – es gibt ja viele Experten, die inzwischen von Massen von aufgeregten Hobbyvirologen durchs Netz getragen werden – so wie Heiligenbilder auf katholischen Prozessionen.   Wolfgang Wodarg, 73, zeitweise stellvertretender Vorsitzender der sozialistischen Fraktion des Europaparlaments, auch bekannt durch seine freie Mitarbeit am „Entscheidertraining“ der Firma Metaplan (siehe wodarg.com) gehört dazu, oder auch – ganz beliebt – Professor Hockertz, Biologe und geschäftsführender Gesellschafter der Technologieberatungsfirma TPI-Consul (siehe tpi). Leider redet Hockertz ganz offen dummes Zeug – wenn man ihm nur zuhören würde, anstatt nur beständig seinen Namen zu nennen, als würde man zu Heiligen beten – (siehe Tagesschau):

„In einem Interview des Radiosenders RS2, das derzeit ebenfalls massenhaft im Netz geteilt wird, behauptet der Immunologe Stefan Hockertz, lediglich fünf Prozent der Bevölkerung seien überhaupt gefährdet, die Krankheit Covid19 „auszubilden“. Zu dieser gefährdeten Gruppe zählt er „Alte, Kranke, vorgeschädigte Menschen, Raucher“. 

In Deutschland rauchen rund ein Viertel aller Erwachsenen. Mehr als 20 Millionen Menschen sind älter als 60 Jahre alt. Und es gibt eine Reihe von Risikofaktoren bei Millionen Menschen durch Vorerkrankungen. Auch wenn es Schnittmengen gibt, entspricht dies deutlich mehr als fünf Prozent der Bevölkerung. Die meisten Experten sprechen zudem nicht von einer Risikogruppe von lediglich fünf Prozent, sondern befürchten, dass bei 20 Prozent der Infizierten Covid19 schwer verlaufe. Dies könne aber auch jüngere Menschen treffen, die gesund sind.“

Ja – würde Professor Hockertz einfache Grundrechenarten beherzigen, würde er verstehen, warum das Robert-Koch-Institut nervös wird – unser in den letzten Jahren massiv eingespartes und privatisiertes Gesundheitssystem wird dieser Belastung nicht stand halten – den privaten Kliniken laufen ja inzwischen sogar schon die Ärzte weg, weil die Arbeitsbedinungen unter der Knute der Gewinnmaximierung unerträglich sind – für Arzt und Mensch (siehe FAZ).

Sicher hat auch Dr. Wodarg wichtige Argumente, die zu berücksichtigen sind: viele ältere Corona-Patienten werden an Krankenhauskeimen sterben – Keime, die jedes Jahr zehntausenden das Leben kosten. Nur – der Umkehrschluss, dass Corona deshalb harmlos ist wie eine Grippe funktioniert nicht. Ja – wir hatten eine Grippe, die 25000 Menschen das Leben gekostet hat (siehe RKI) und oft genug wird diese Zahl ja zitiert … aber niemand kommt auf die Idee zu sagen: ist das nicht schrecklich? Wir haben 25000 Menschen sterben gelassen, nur damit der Betrieb weiterläuft? Ach ja – hat ja nur die Alten getroffen. Das die weg können, scheint langsam eine Grundüberzeugung zu werden.

Darf ich mal das Bulletin des RKI zitieren (siehe RKI)?

„Es hat sich bestätigt, dass ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 haben, so wie es auch bei saisonaler Influenza der Fall sein kann. Dennoch gab es bei COVID-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen einen höheren Anteil jüngerer Menschen und einen höheren Anteil an Pa-tienten ohne Vorerkrankungen als man bei Patienten mit Pneumoniediagnose während saisonaler Influenza-wellen beobachtet hat. Der Anteil an COVID-19-Patienten mit ARDS und Beatmungspflichtigkeit in China scheint deutlich höher zu sein als bei Pneumoniepatienten zu Be-ginn der jährlichen Grippewelle in Deutschland. Nach Daten einer Studie aus China muss zudem mit vergleichsweise deutlich längeren Beatmungs-zeiten gerechnet werden. Während der Influenza-pandemie 2009 wurden allerdings im ARDS-Netz-werk in Deutschland ähnlich lange Beatmungs-zeiten berichtet.

Also, auf deutsch: nach vorliegendem Datenmaterial ist Covid-19 für jüngere Patienten schlimmer als eine normale Grippe.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich mit diesem Bulletin zu befassen: es ist ausgewogen, nüchtern, sachlich und weit jenseits von irgendeiner unsinnigen Panikmache – trägt aber der Tatsache Rechnung, dass wir momentan die Lethalität des Virus nicht einschätzen können – also Menschenleben riskieren, wenn wir uns dumm stellen. Anders die Panikmache in den alternativen Medien: dort ist ganz klar, dass der Virus vom CIA gemacht wurde – andererseits aber harmloser als die Grippe ist (wieso das CIA viel Arbeit in einen harmlos Schnupfen steckt – nun ja, „Schlaf der Vernunft“ eben), dort warnen Menschen, die die weltweite Machtübernahme des Kommunismus  – vor allem in Europa – fürchten (eine Theorie, die ich persönlich noch alberner finde als selbst die Reptiloidentheorie – wonach wir von außerirdischen Echsenwesen unterwandert wurden, die sich als Menschen verkleiden können) mit dem Sozialisten Wodarg: es wird halt alles benutzt, um mehr Klicks zu bekommen, mehr Werbeeinnahmen, mehr Spenden, mehr Aufmerksamkeit – gemäß den Parametern der Transaktionsanalyse versuchen gerade viele die Konstruktion von Drama-Dreiecken, in denen sie selbst die edle Retterrolle spielen, das doofe Volk natürlich das Opfer ist und die Regierung samt aller Ärzte die bösen Verfolger … so können sich selbst unsicherste Existenzen enorm aufwerten. Diese Dramen jedoch selbst: bringen nur Zwist und Unfrieden in einer Gesellschaft (wie auch in jede Beziehung), das „Spiel der Erwachsenen“ „mein Experte ist aber unermesslich besser als Dein Experte“ zerstört nicht nur Ehen sondern auch Gesellschaften – und gerade in Notzeiten kann das tödlich sein.

Heißt das denn, dass alle Gesellschaftskritik nur Unfug war, Zeitvertreib, lustige Unterhaltung? Nun – vernunftbegabte Wesen dürfen wahrnehmen, dass die Hochhäuser am 11.9.2001 in New York nicht durch das Feuer eingestürzt sind, hier liegen inzwischen evidenzbasierte Fakten vor, die die Verschwörungstheorien der US-Regierung um Osama bin Laden als Fake-News offenbaren (siehe Grenzwissenschaften): nur ist die Zivilgesellschaft inzwischen so ohnmächtig geworden, dass sie mit solchen Fakten nicht mehr umgehen kann. Ebenso darf man wahrnehmen, dass wir alle in den Auseinandersetzungen eingereiht werden, die sich aus den USA kommend weltweit ausbreiten – „Roosevelt gegen Rockefeller“ wurde das mal genannt (siehe Cicero), es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Kriege gerade wirklich ausgefochten werden – und schon seit 150 Jahren toben: der Krieg des großen Geldes gegen die kleinen Leute, begonnen als der Krieg der Ölkonzerne gegen den Staat, jetzt als Krieg Konzern gegen planetare Zivilgesellschaft (… in dem Szenario ist allerdings überhaupt kein Platz für Fantasien über die Machübernahme ominöser „Kommunisten“, dafür aber viel für den beständigen Machtzuwachs der großen Räuberbarone – mit denen sich aber keiner wirklich anlegen will).

Der letzte Schlag der Konzernwelt gegen die Gesellschaft war die Priorisierung des „Shareholder Value“ in jeder Unternehmensführung – sollten Sie wenig Geld für Ihre Arbeit bekommen und für dieses wenige Geld miserable aber überteuerte Produkte, so verdanken Sie das der Strömung, die in den neunziger Jahren alle Firmen erfasst hat – weltweit, obwohl es ja gar keine Verschwörungen gibt – und die verlangt, dass wir alle nur noch für eins schaffen: für die Maximierung der Renditen großer Kapitaleigner. Die wirklich Reichen unter ihnen – so die Reichtumsforscher – kennen wir überhaupt nicht, wir kennen nur die eitlen Gockel, die Forbes unbedingt erzählen müssen, wie viel Geld sie haben. Ja – wer das nicht freiwillig angibt, wird nicht erfasst.

Eine Folge des „Share Holder Value“ (ich hoffe, Sie haben überhaupt schon mal von dem Begriff gehört – er prägt Ihr persönliches Leben bis ins Detail, ist hauptverantwortlich für Hartz IV und Rente ab 67) ist: während unser Lohn im Laufe der Jahre um das zweieinhalbfache gestiegen ist, steigen unsere Kosten um das vierfache (siehe Handelsblatt), eine Entwicklung, die beständig fortschreitet, bis Sie komplett bankrott sind. Zu diesem Denken gehört auch, dass man selbstverständlich für Polizeieinsätze zusätzliche Rechnungen schreibt – wie aktuell in Deutschland eingeführt (siehe Telepolis). Schauen Sie sich doch einfach mal an, wer wirklich hinter den grassierenden Mietsteigerungen steckt (siehe lokalkompass.dortmund) – wo die letzten Gewinne aus Arbeitskraft wieder entzogen werden. „Rockefeller“ ist wieder ganz groß im Vormarsch, „Roosevelt“ würde heute – da „Rockefeller“ die sozialen Medien weitgehend infiziert hat – als „Kommunist“ angesehen, der die Weltherrschaft an sich reißen will: schon geschickt, wie die Publik Relations Abteilungen der neuen Weltherrscher historische Entwicklungen verdrehen und alle zu Rockefellers Gefolgsleuten machen, die fleißig für die Konzernwelt arbeiten – ohne es selbst zu bemerken.

Selbstverständlich müssen wir damit rechnen (seit dem Celler Loch auch in Deutschland) dass Geheimdienste, Konzerne und Regierungen (man denke an die Brutkastenlüge oder die Massenvernichtungswaffen im Irak – eine Regierungslüge der USA, die eine Million Menschen das Leben kostete), dass wir manipuliert werden. Wir kennen auch die Hebel, mit denen wir durch´s Leben geschubst werden, obwohl wir doch Souverän sein sollten: sie entstammen alle samt und sonders aus der Konzernwelt, die ihren Willen direkt durchdrücken kann – jener Konzernwelt, für die – auch bar jeder Vernunft – unendliches Wachstum in einer endlichen Welt eine Selbstverständlichkeit ist und die über tausende von „Unternehmensberatern“ ihre neue Weltordnung seit Jahrzehnten offen predigt und durchdrückt – was kaum einer merkt, weil alle in die Zukunft schauen und dort irgendeine NWO erwarten … die schon seit den achtziger Jahren bittere Realität ist.

Doch Corona? Mal abgesehen davon, dass dieses Thema von vielen Medien (auch alternativen) dazu benutzt wird, ihre Umsätze mit ständig neuen Bedrohungsszenarien zu steigern („Das Böse kommt und wird siegen“), ist es in erster Linie eine Naturkatastrophe. Bei Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Sturmfluten stört sich auch keiner an den Einschränkungen der Freiheitsrechte im Katastrophengebiet – noch würde einer freiwillig dorthin reisen. Virenkatastrophen sind nun anderer Natur – aber trotzdem eher Naturkatastrophen als politische Verschwörung. Sie verlangen notwendiges, der Art der Katastrophe angemessenes Verhalten, dass aber nicht aus politische Willkür entspringt, sondern aus der Art der Katastrophe selbst. Kommunisten Anarchisten, Faschisten und sonstige -isten reagieren auf Naturkatastrophen alle gleich: da ist kein Platz für Ideologien, da geht es um die Rettung von Menschenleben. Die Tagesschau – mal zur Kontrolle angeschaut – informiert nüchtern und sachlich über die Fakten, die in erster Linie darin bestehen, dass offen zugegeben wird, dass momentan niemand weiß, wie gefährlich das Virus wirklich ist (siehe Tagesschau) – wo ist da Virenpanik? Andere reden von Millionen von Toten – allein 500 000 in Großbritannien – wenn wir die Ausbreitung nicht stoppen (siehe Tagesschau): aber all´das sind nur Berechnungen.

Sicher … nur „Berechnungen“.

Aber seien wir mal ehrlich: wie viele Menschenleben möchten Sie persönlich opfern, um Ihren alten Lebensstil beibehalten zu können? Wie viele Menschen dürfen frühzeitig sterben, damit Sie wieder schön bekocht und im Theater unterhalten werden? Wie viel wären sie persönlich bereit zu erledigen?

Halten Sie diese Fragen bitte nicht für rhetorisch, faktisch bringt unsere Lebensweise schon hunderte von Millionen Menschen um – aufgrund von Corona wird das nur greifbarer. Schlecky Silberstein zum Beispiel wäre bereit, die „Alten“ zu opfern, damit genüg für ihn übrig bleibt (siehe Welt) – und wie es scheint, wächst da eine ganze „Generation Rücksichtslos“ nach (siehe News4teacher).  Und in Frankreich … nun ja, da zitiere ich mal die Medien (siehe t-online):

„Nadelöhr seien die zu beatmenden Patienten, heißt es in dem Papier. Seit dem Wochenende würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, an der Straßburger Klinik nicht mehr beatmet. So werde auch verfahren mit Patienten in Pflegeheimen in dem Alter, die beatmet werden müssten. Sie sollen durch den Rettungsdienst eine „schnelle Sterbebegleitung“ erhalten.“

„Schnelle Sterbebegleitung“ … das ist auch: Euthanasie. Das in Kombination mit „Generation Rücksichtslos“ sehe ich persönlich als viel gefährlicher an als Covid-19. Als sehr viel gefährlicher. Der Schlaf der Vernunft … gebiert Ungeheuer (siehe Goya).

Aber Millionen von uns haben nun mehr Zeit geschenkt bekommen, die man nutzen kann, um über die Zeit danach zu reden. Der „Generalstreik“, der von vielen kritischen Menschen immer gefordert wurde, ist da – allerdings hat Angela Merkel die Streikführung übernommen … was nicht ganz so günstig ist. „Generalstreik“ – das merken wir gerade – kostet Geld. Viel Geld. Wird auch Arbeitsplätze kosten – viele Millionen. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich selbst zu fragen, wann eigentlich aus „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“ „Du sollst Deinen Nächsten ausbeuten wie Dich selbst“ geworden ist – und ob die erstere ethische Richtlinie nicht sinnvoller wäre als die letztere, auch für einen ganz persönlich.

Ich kann sogar noch weiter gehen, biblisch werden: jetzt ist die Zeit, sich noch einmal bewusst zu entscheiden, denn – man kann nur einem Herren dienen …. Gott oder dem Mammon, so wurde schon von 2000 Jahren gelehrt. Und der Mammon verlangt nach Menschenleben – und Geldopfern.  Und eine Entscheidung für Gott … ist sehr schwer und teuer in diesen Zeiten.

Politisch ist die Zeit außerordentlich gefährlich – das merken aber schon viele, denke ich mir. Wem wird nicht mulmig, wenn er solche Pläne der Bundeswehr wahrnehmen muss (siehe Spiegel):

„Und auch die möglichen Aufgaben, die auf die Soldaten zukommen könnten, listet der Plan präzise auf: „Massenunterbringung (z.B.: Container)/Quarantäneunterbringungen“

Wieso man Pläne für Massenunterbringung in Containern macht, während Kontaktverbot angesagt ist, bleibt im ersten Moment erstmal fraglich.

Welche Ungeheuer wird der Schlaf der Vernunft noch gebären? Je mehr Menschen sich gegenüber der Naturkatastrophe Virus (wussten Sie übrigens schon, dass ein Virus gar nicht lebt – jedenfalls nach unserer Definition von Leben? Sind spannende Dinger, diese Viren) ignorant sind, um so drastischer werden die Maßnahmen werden, mit denen die Regierung antworten muss, je mehr man Desinformation und Panikmache betreibt (bis hin zu „Bevölkerungsreduktion“ – wobei diese Thesen manchmal sogar von denselben Menschen propagiert werden, die zuvor noch „bewiesen“, dass der Virus nur eine normale Grippe ist ….) umso mehr spielt man jenen in die Hand, die die Macht, die solche Naturkatastrophen den Behörden sinnvollerweise geben, nicht gerne wieder abgeben möchten (siehe Frodo und die Problematik des „einen Rings“ im Herrn der Ringe).

Ebenso gefährlich ist das, was uns nun droht: die Hyperinflation. Da kostet die Rolle Klopapier schnell 5000 Euro. 50000 eine Woche später. 500000 am Monatsende. Das die droht, meint jedenfalls Mr. Dax (siehe finanzmarktwelt) – und beschreibt, wie die „Rockefellers“ nun dank Krise noch mächtiger werden. Wer viel Geld hat, kann jetzt richtig viel günstig einkaufen. Wer nichts hat … dem wird noch genommen werden.

Wir können auch gerne ein abschließendes Gedankenexperiment machen … und überlegen, was denn wäre, wenn „die“ jetzt wirklich beschlossen hätten, nach nine-eleven und dem Irak noch mehr Menschenopfer zu bringen? Nehmen wir für einen Moment an: das wäre so. Was würden wir denn dann tun? Nach draußen gehen und uns dem tödlichen Virus stellen? Ach ja- der ist ja gar nicht tödlich, jedenfalls nur für Uralte (stimmt nicht: aktuelle Zahlen aus Gelsenkirchen: 95 Erkrankte, davon 74 unter sechzig Jahren – siehe Gelsenkirchen.de). Was machen wir denn dann, wenn die Kabale uns das Licht ausmacht? Generalstreik? Was ähnliches läuft gerade schon, scheint also nicht zu reichen. Was machen war dann – konkret? Eine Petition an den (unterwanderten?) Bundestag einreichen, er möge das beenden? Da scheint mir beten erfolgversprechender zu sein. Also: was soll dann konkret getan werden … wenn die Militärregierung kommt? Hat jemand eine Idee die kräftig genug ist, das aufzuhalten – mit Personal, das schon der Mangel an Toilettenpapier an den Rand des Wahnsinns bringt?

Meine erste revolutionäre Idee wäre: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Werden wir dringend brauchen in der Zeit nach Corona. Und das wäre nur der erste Schritt zu einer Werterevolution, um den Share Holder Value und seine Priester friedlich zum Teufel zu jagen. Alternativ zu dieser Revolution dürfen wir natürlich auch Hungersnöte und Massenarbeitslosigkeit erleben, die solche Hyperinflationen mit sich bringen. Nur: ich persönlich würde gerne auf die Erfahrung verzichten.

Wie mir aber scheint, werde ich mit dieser Devise recht allein auf weiter Flur stehen … weshalb ich auch gern allein zu Hause bleibe, um das Leben meiner Mitmenschen nicht weiter zu gefährden – und selbst wenn es „nur“ 25000 Menschenleben wären, die wir der letzten ernsteren Grippewelle noch gerne geopfert haben. Finde es auch schön, dass ich dafür nicht auch noch finanziell bestraft werde – und schön, dass es nun eine erste Form von „Grundeinkommen“ gibt. Bin schon ganz gespannt, wie diese Erfahrung verarbeitet wird und sich wirtschaftlich auswirkt.

Ansonsten … möchte ich dem Schlaf der Vernunft bis auf weiteres entgegenwirken so gut ich kann – denn mich schaudert vor den Ungeheuern, die er schon jetzt gebiert.

 

 

 

 

 

 

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