HIV

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Verschiedenes (war: Nachrichten) – 2012.04.17

Viele kommentierte Zahlen vom statistischen Bundesamt. Und nein, der Artikel hat sonst nichts mit Vulkanen zu tun:

Unser derzeitiges Gesellschaftssystem baut zu einem großen Teil auf Statistiken auf und kaum jemand fragt sich, wie vertrauenswürdig diese Statistiken eigentlich sind. Ein Beispiel. Statistisch gesehen ist der Ausbruch eines Supervulkans in den USA im Yellow Stonepark überfällig. Man weiß, dass sich unter diesem Park eine riesige Magmakammer befindet und jederzeit zu einem Ausbruch führen kann, so wie das auch in der Vergangenheit nach den Berechnungen auf Basis der Erdschichtung bereits mehrfach passiert ist. Die statistischen Berechnungen aufgrund der ungefähren Ausbrüche in der Vergangenheit legen die Vermutung nahe, dass ein erneuter Ausbruch eigentlich bereits überfällig ist, folglich also zumindest in nächster Zeit stattfinden wird.

 Jetzt frage ich mich gerade, wie die Gerichtskosten beim Bundesverfassungsgericht berechnet werden. Bei der Summe um die es geht, müssten doch viele Millionen zusammenkommen, wenn es wie bei den einfachen Gerichten gemacht wird. Und der SPD-Tante glaub ich das jetzt eher mal nicht:

Auch Peter Gauweiler von der CSU und Gregor Gysi von den Linken haben bereits angekündigt, gegen eine Annahme des ESM und des Fiskalpaktes vor das Verfassungsgericht ziehen zu wollen.
Schliesslich hat sich auch die SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin dazu bekannt, ihr Recht als Bundestagsabgeordnete auf Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) wahrnehmen zu wollen, wenn die beiden Teile der Verfassungsänderung angenommen werden.

Langeweile an der UFO und Grenzwissenschaftsfront. Dort erscheinen schon Artikel über alte chinesische Seefahrergeschichte:

Immer wieder wurde und wird von verschiedensten Autoren die Behauptung aufgestellt und von den Medien gerne kolportiert, dass der veneziasche Handelsreisende und Entdecker Marco Polo im Gegensatz zu seinen ausführlichen Reiseberichten in Wirklichkeit niemals in China gewesen sei. In einer aktuellen Studie chinesischer Quellen belegt der Sinologe Hans Ulrich Vogel nun überzeugende Anhaltspunkte dafür, dass der wohl berühmteste Reisende des Mittelalters tatsächlich im Reich der Mitte war.

 Die Bild sucht Autoren:

Ende Juni feiert Bild 60. Geburtstag und schenkt jedem der 41 Millionen deutschen Haushalte eine Ausgabe. Ganz Deutschland liest dann das Springerblatt. Aber wer soll es schreiben? Martin Walser vielleicht?

Kann man sich gar nicht ausdenken sowas:

Kinder spielen bekanntlich alles nach, was sie im Alltag erleben. Deshalb kommt nun bald eine Barbie mit Glatze in den Verkauf. Sie soll krebskranke Kinder trösten und bekommt viele Perücken.

Und so was erst:

Was wäre, wenn das angebliche Erdbeben der Stärke 9,0 oder mehr vom 11. März 2011 vor der Ostküste Japans und der anschließende Tsunami, der das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zerstörte, in Wirklichkeit ein vorsätzlicher Angriff unter falscher Flagge war, bei dem Atomwaffen eingesetzt wurden? Der freie Journalist Jim Stone liefert schlüssige Belege dafür, dass die offizielle Darstellung der Katastrophe ein Schwindel ist, um einen konzertierten Angriff auf Japan – möglicherweise als Antwort auf das japanische Angebot, dem Iran angereichertes Uran zu liefern – zu vertuschen.

Auch Benjamin Folford hat wieder ein nettes Märchen auf Lager:

Der Kampf um die Kontrolle des globalen Finanzsystems und somit über die Zukunft des Planeten hat einen temporären Stillstand erreicht, da das Komitee der 300 weiter an der Macht festhält, obwohl der Rest der Welt auf ein faires, freies und offenes Finanzsystem pocht, dass von den Menschen des Planeten kontrolliert wird. Die Situation hat den Punkt erreicht, an dem physische Aktionen gegen das Komitee den einzigen Ausweg darstellen.

 Der Nachrichtenüberblick aus Russland

Rosneft und  ExxonMobil: Atlantik-Partnerschaft wird konkreter * Häusliche Gewalt in Russland:  Nur drei Prozent der Fälle kommen vor Gericht * Geschlossener Himmel: Georgien provoziert neuen Skandal * China ortet sechs schwere Probleme Russlands *
Aeroflot will Piloten den Urlaub kürzen

…und der aus der Entenheimat. Das obligatorische Beispiel:

Die LINKE deckt auf: Neonazi-Schießtraining mit VS-Spitzel
Nicht nur der Aufbau von rechtsextremistischer Strukturen wird aus Steuermitteln finanziert, sondern auch gezieltes Schiesstraining zum Abknallen unerwünschter Personen begleitet. Immer wenn man denkt, dass es noch schlimmer kaum mehr geht, werden doch wieder neue Schandtaten aufgedeckt.
Unnötig allerdings zu erwähnen, dass trotzdem keinerlei Konsequenzen drohen. Denn: „Das Thüringer Staatsarchiv verfügt nur noch über „archivwürdige Bestandteile“ davon, wie aus der am Mittwoch erfolgten Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Landtagsabgeordneten Martina Renner (LINKE) an das Landesinnenministerium in Erfurt hervorgeht“, schreibt DIE ZEIT. Die rechtsextremen Freunde vom „Verfassungsschutz“ können also beruhigt so weitermachen wie bisher. Irgendeine höhere Stelle findet sich schliesslich immer, um „gefährliche Akten“ unkenntlich zu machen.
Dazu passt auch, dass die Ermittlungen gegen den „Verfassungsschutz“-Kollegen „Klein Adolf“ eingestellt wurden. Wie man sieht, läuft die gegenseitige Rückendeckung ganz hervorragend hier in unserem RECHTSstaat.

Multimedia

Gibts schon ein „Schwarzbuch Netto“?

Ein paar Stunden Medizin:

[…] Doch die «modernen» Methoden zum Virusnachweis wie PCR «sagen nichts darüber aus, wie sich ein Virus vermehrt, welches Tier dieses Virus trägt oder wie es Leute krank macht», wie mehr als ein Dutzend kritische Top-Virologen im Fachblatt Science anmerkt. «Es ist so, als wolle man durch einen Blick auf die Fingerabdrücke einer Person feststellen, ob sie Mundgeruch hat.»

Dann mal bei youtube in die Vorschläge schauen, da gibts dann noch eine Dokumentation mit Namen „Das Kartenhaus – House of Numbers“.

FNORD

ARGE-Nachrichten Dienstag, 15.Februar 2011

Verfassungsrichter Huber für schnelle HartzIV-Lösung
Thüringer Allgemeine
Das Bundesverfassungsgericht hatte eine Neuberechnung der HartzIV-Sätze angeordnet. Eine Reform scheiterte bisher an der Zustimmung des Bundesrates,

Knecht schuftete jahrelang für Hungerlohn
ORF.at
In Oberkurzheim (Bezirk Judenburg) ist ein neuer Fall von Ausbeutung auf einem Bauernhof bekanntgeworden. Ein mittlerweile 47-Jähriger soll jahrelang für

CDU will neuen HartzIV-Satz nicht sofort auszahlen
WELT ONLINE
„Wir überarbeiten die HartzIV-Regelsätze von SPD und Grünen, weil uns das Bundesverfassungsgericht damit beauftragt hat. Dieser Verantwortung darf sich

Hartz IV: Einigung angemahnt
Derwesten.de
Das Bundesverfassungsgericht habe vor fast einem Jahr entschieden, dass die bisherigen Hartz IV-Sätze verfassungswidrig seien und Nachbesserung empfohlen. ..

Politiker als Richter: Peter Michael Huber und sein neues Gewand
Thüringer Allgemeine
Nun sind Politik und Gericht trotzdem stark verwoben: Wie wird das in Karlsruhe gesehen, wenn man in Berlin daran scheitert, das Urteil zu Hartz IV

» DGB besteht auf gleichem Geld und gleichen Bedingungen für Leiharbeiter
Verbände Forum (Pressemitteilung)
Februar 2011, in Berlin: „Seit über einem Jahr warten Menschen, die von Niedriglöhnen und in Armut leben, auf eine Lösung durch die Politik.

Kinderhandel boomt
e110
Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor einer zunehmenden Ausbeutung von Kindern durch Menschenhändler. Nach Erkenntnissen der Behörde werden

Menschen zu ihrem Recht verhelfen
Badische Zeitung
Aufmerksame Beobachter fanden bald heraus, wie die niedrigen Preise zustande kamen: durch die Ausbeutung der Bevölkerung in den Erzeugerländern,

Bettelverbot: BZÖ-Grosz erklärt in Brief an Bischof die Einstellung des
APA OTS (Pressemitteilung)
Sein Dauerauftrag für den Kirchenbeitrag werde heute, Montag, gestoppt, ein Dauerauftrag in selber Höhe an das Concordia-Hilfsprojekt gegen Ausbeutung von

12 Prozent mehr Hartz IV Sanktionen
gegen-hartz.de
Im vergangenen Jahr haben die Arbeitsagenturen und Jobcenter im Vergleich zum Vorjahr rund 12 Prozent mehr Sanktionen gegen Hartz IV Betroffene

Jobcenter muss Gleitsichtbrille bezahlen
Lippische Landes-Zeitung
Der Hartz-IV-Empfänger war vor Gericht gegen sein Jobcenter gezogen, das die Kosten nicht übernehmen wollte. Dabei berief er sich, wie ein Justizsprecher

Hamburg ist die Hauptstadt der Leiharbeiter
Hamburger Abendblatt
Leiharbeiter beschäftigt ist, wird von seiner Personalvermittlung an ein anderes Unternehmen „ausgeliehen“. Hamburg. Hamburg hat nach Gewerkschaftsangaben




„No Angels“ – Nomen est Omen.

Nadja Benaissa, eine der unreifen Hupfdohlen der Pickligenfrontband „No Angels“ hat sich für ein Phänomen anklagen lassen, das nicht sie allein belastet: ein bizarres Omnipotenzgefühl.

Kinder sind klein, unerfahren und voller Tatendrang. Sie erproben sich und die Umwelt und kommen zumeist mit beidem zumindest anfangs nicht klar. Da gibt’s gequetschte Fingerchen, Schürfwunden, wenn der Stunt auf den Inlinern mal wieder nicht so gut geklappt hat und einen schweren Kopf, wenn Mama mal nicht gut genug aufgepasst hat wenn Klein-Nadja zuviele Reste aus den Partygläsern geschlabbert hatte.

Nadja Benaissa hat ihr Leben nicht im Griff; sie litt nicht (nur) unter HIV, sondern auch unter massivem Unvermögen, zumindest mit sich selbst und unmittelbar mit ihr in Beziehung stehenden Menschen verantwortlich umzugehen. Natürlich reichte ihre Persönlichkeit zu keinem Zeitpunkt aus, ihre ehemalige, ungeheure Popularität mental zu verarbeiten – oder auch nur zu ver- bzw. ertragen. Sie ist zu jung, zu klein, zu unerfahren, noch viel zu dumm und vermutlich unfähig, mehr als zwischen Pudding und Obst bei ihrer nächsten Mahlzeit zu entscheiden.

Dass die Welt immer jünger wird, macht sie nicht besser. Eher im Gegenteil.

Benaissa hat nach meiner Meinung ganz klar wegen versuchten Totschlags verurteilt zu werden; es ist vollkommen unerheblich, ob ihr jetzt auf- oder einfällt, damals vor und während des Sex‘ unverantwortlich gehandelt zu haben. Es wäre auch völlig unerheblich, wenn sie statt Sex zu haben mit einer Waffe geschossen hätte – der Ausgang kann gleich letal sein, wobei HIV-Sex womöglich noch viele Jahre Leid und Sterben nach sich ziehen kann. Es ist nicht damit erledigt, wenn sie jetzt mit roten Ohren „Tschuldigung.“ murmelt. Auch wenn es zwischenzeitlich trendy geworden zu sein scheint, mehr oder weniger offen auf Straßen, in U-Bahnen oder auch in Betten Menschen zu Schaden oder gar zu Tode zu bringen um sich vor Gericht mit jugendlicher Ahnungslosigkeit herausreden zu wollen ändert das gar nichts an dem schrecklichen Ausmaß des angerichteten Schadens. „Tschuldigung“ – das kann man einem krepierenden HIV-Kranken nur schlecht spritzen und späte Einsicht des Täters mildert auch nicht die Todesängste des Opfers oder den Schmerz seiner Angehörigen.

Sicherlich hätte der „Nebenkläger“ selbst für HIV-Prävention in Form eines veritablen Verhüterlis sorgen müssen, das ändert jedoch nichts an der Verantwortungslosigkeit von Benaissa. Und damit auch nichts daran, dass sie dafür verurteilt werden muss.

„Ich hab das nicht gewollt.“ – Ein Satz, den ich nicht mehr hören kann. Meist junge oder sehr junge Leute, die andere auf Autobahnen miot Höchstgeschwindigkeit an Leitplanken drücken, andere in U-Bahnen zusammentreten oder mit bewusst (!) ungeschütztem Sex bei bestehender HIV-Erkrankung (!!)  den Tod weitergeben.

Nur ein sehr dummer, sehr unerfahrener und unverantwortlich Handelnder – also sowas wie ein kleines Kind! – fuchtelt unbedacht mit tödlichen Dingen herum und hat sich im Zweifelsfall eben „mal nichts dabei gedacht“. Allerdings macht sie das Gesetz zu einer Erwachsenen und so muss sie verurteilt werden wie ein Erwachsener, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte (wie groß diese auch sein mögen!) mit Waffen auf andere gefeuert hat.

Arme, kleine und dumme Nadja – du bist und warst einfach viel zu klein für die Welt.

© 2010 Echsenwut.

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