Heuchelei

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Scheinheilig und verlogen: Die Debatte um Nord Stream 2

Nur noch ein Zehntel der neuen Gasleitung Nord Stream 2 fehlen bis zur Fertigstellung, 120 der 1230 Kilometer langen Pipeline, viele Milliarden Euro stecken bereits im Bau. Nun wurden die Arbeiten gestoppt, die USA bedrohen beteiligte Unternehmen und deren Mitarbeiter mit brachialen Sanktionen, die natürlich völkerrechtswidrig sind. Seit dem Attentat auf den russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny sind auch in Deutschland die Forderungen der Nord Stream Gegner noch einmal lauter geworden. Man müsse jetzt „Härte“ gegen Putin zeigen, für „Menschenrechte“ eintreten.

Nun ist ein versuchter Mordanschlag ein Verbrechen, keine Frage. Aber erstens sind die Hintergründe des Anschlags bisher überhaupt nicht geklärt. Und zweitens ist die Forderung, deshalb nun Nord Stream 2 zu stoppen, an Scheinheiligkeit und Verlogenheit kaum zu überbieten. Wann hat sich die Bundesregierung bei Rohstoffimporten je um Menschenrechte gekümmert? Wir importieren Öl aus Saudi-Arabien, dort werden Gegner des Regimes nicht nur von Geheimdiensten bedroht, ihnen drohen per Gesetz Strafen wie Auspeitschen oder Köpfen. Oder aus Lybien, wo Folter an der Tagesordnung ist. Und die USA? Über 1000 Unschuldige, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren, sind bisher allein dem vökerrechtswidrigen US-Drohnenkrieg zum Opfer gefallen. Sind das weniger wichtige Opfer als Herr Navalny?

Wenn ein Land Oppositionelle verfolgt, die Korruption und Staatsverbrechen aufdecken, ist das zweifellos eine schlimme Sache. Aber während man aus Navalny einen Helden macht, wird der Whistleblower Julian Assange wie ein Schwerverbrecher ins Gefängnis gesteckt und muss Haftbedingungen aushalten, die Ärzte als psychische Folter bezeichnen und um sein Leben fürchten lassen. Nach einer Auslieferung an die USA drohen ihm 175 Jahre Haft.
Und überhaupt, die USA, unser „Verbündeter“? Was für Verbündete sind das eigentlich, die uns mit Sanktionen belegen, einen Handelskrieg führen und deutsche Politiker, Firmen und ihre Mitarbeiter bedrohen. Nur um einen Markt für ihr eigenes, teureres und dreckigeres Fracking-Gas zu erhalten. Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde.

**Quellen und weiterführende Links:**

Karte Nord Stream CC BY Wikipedia / Samuel Bailey (sam.bailus@gmail.com)

Julian Assange 2014 auf dem Balkon der Botschaft Equadors CC BY-SA Flickr / Snapperjack

Screenshot Scholz Dealt mit Milliarden web.de Madeleine Albright Foto: Gemeinfrei / United States Department of State

Zeit: Das Milliardenangebot von Scholz an die USA https://www.zeit.de/2020/39/nord-stre…

Norbert Rötgen in den heute Nachrichten, ZDF https://www.zdf.de/nachrichten/politi…

Olaf Scholz, ARD Tagesschau / Panorama https://youtu.be/lhIF2NXaT4Q?t=44

Katrin Göring Eckhardt, Reaktionen zum Attentat auf Nawalny https://youtu.be/PN-REyWQSz0

Der Blitz am Lokus in euch fahre … !

Der Blitz am Lokus in euch fahre ... !


„Die Konsensmoloch-Krähe“ (pw/nachrichtenspiegel.de)

„Mit Lüge und Desinformation lässt sich die Pandemie nicht bekämpfen, 
so wenig wie mit Hass und Hetze. 
In einer Demokratie braucht es Wahrheit und Transparenz. Das zeichnet Europa aus.“ 
(Angela Merkel, Rede im Europäischen Parlament als neue EU-Ratspräsidentin)

Frank Schirrmacher hat schon festgestellt, dass hehre Begriffe wie Demokratie, Menschenrechte, Humanität und Freiheit „mit Null multipliziert“ und „der Menschheit geraubt“ wurden, da man sie als Kampfbegriffe für eine imperiale Politik inflationär missbraucht habe. Die Menschheit müsse sich daher diese Begriffe erst wieder erringen, vorerst seien sie verbrannt.

Was all die Bushs, Obamas, Macrons, Merkels und Siechels bisher allerdings nicht gewagt haben: Das Wort „Wahrheit“ in den Mund zu nehmen. Instinktiv haben haben sie geahnt, dass sie für solchen Frevel dann womöglich wirklich der Blitz treffen könnte. Dass sie dann endgültig einen inneren Kurzschluss davontragen und sich moralisch aus der Menschheitsevolution hinauskatapultieren würden.

Nun werden wir allerdings Zeugen, wie die letzten Bastionen der Scham und des Gewissens fallen. Warum nicht die Lüge zur Wahrheit erheben und die Wahrheit in den Morast treten? Da zu lange unwidersprochen, will die Lüge nun alles und setzt zur finalen Erstickung der Resistance an. Sie hat sich bereits selbst die Krone aufgesetzt und will sich nun auf den Thron setzen. Die Wahrheit muss indes im Verlies darben.

Damit „gutes & gernes“ Leben weitergehen kann.

Coronavirus – Die Influenza 4.0 im Zeitalter der Influencer

199 corona nordlicht pixabay


Nordlicht-Corona (pixabay/CC0)

Influencer

So, jetzt ist sie also da. In einer Zeit der Influencer, die nicht nur unseren Konsum und Lifestyle bestimmen, sondern uns mit ihrer kurz vor großen Wahlen verbreiteten Influenza millionenfach, also in epidemischem Maßstab veranlassen können, an wen wir aufgeklärte Spiegelbildbürger unsere Stimme abgeben sollen, musste sie ja irgendwann kommen: Die pandemische Influenza 4.0.

Bevor ich zum eigentlichen Anliegen in dieser Sache komme: „Fürchtet Euch nicht!“, möchte ich trotzdem eine Information vorausschicken, die ich von kompetenter Seite erhalten habe. Wer sie belächeln will: Bitte, nur zu. Mir ist bewusst, dass die kollektive Angst, die derzeit medial verbreitet wird, zweifellos alles andere als hilfreich ist und sich womöglich sehr viel toxischer und lähmender auswirken wird als das Virus selbst, aber: Ganz so ungefährlich, wie ihn manche Entwarner derzeit darstellen wollen, ist der Corona-Virus doch nicht.

Designer

Nicht nur, weil in den Schubladen unserer konzernwirtschaftlich orientierten Politiker bereits Pläne zu rigorosen Maßregelvollzügen, Absperrzonen, Bargeldabschaffung und (Zwangs-)Impfungen bewegt werden. Soweit mir ein Experte in Sachen biologischer Kampfstoffe mitgeteilt hat, handelt es sich bei Covid-19 mit größter Wahrscheinlichkeit  tatsächlich um einen in Laborumgebung gezüchteten Virus, von dem man also nicht davon ausgehen sollte, dass er sich wie gewöhnliche Grippeviren mit dem Wiederkehren der Frühlingswärme schnell wieder verliert. Ob der Virus durch einen unglücklichen Zufall einem Labor entkommen ist, z.B. aus dem nur 300 m neben dem als mutmaßlichem Coronavirus-Ausbruchsort identifizierten Fischgroßmarkt in Wuhan gelegenen Hochsicherheitslabor oder ob Covid-19 etwa gezielt freigesetzt wurde, sei dahingestellt. Wer letztere Möglichkeit ausschließen will, darf das ruhig tun. Wer das Buch „Das Schachbrett des Teufels“ über CIA-Direktor Alan Dulles gelesen hat, der weiß, dass Geheimdienste bei der Ausführung globalstrategischer Operationen eher wenig Skrupel kennen – keine Sorge, die Jungs dort halten sich nicht mit Verschwörungstheorien auf, die haben mehr ein Faible fürs Praktische.

Da der Virus nach Einschätzung des Experten vermutlich nicht natürlichen Ursprungs, sondern „designt“ sei, müsse man davon ausgehen, dass er virulenter und persistenter als gewöhnliche Grippeviren sei und sich tatsächlich großflächig ausbreiten werde, wobei er durch alle derzeit praktizierten Maßnahmen wie Absperrungen, Quarantäne und Atemschutzmasken auch nicht aufzuhalten sein werde. Obwohl man ihn bei durchschnittlicher Gesundheit durchaus gut bewältigen könne, so sei die Affektion der Lunge durch Covid-19 aber als nicht unproblematisch anzusehen, auch in Hinblick auf Spätwirkungen.

[Ergänzung 13.03.2020: siehe auch Fundstück in der renommierten Wissenschaftszeitschrift „Nature“ aus 2015: „An experiment that created a hybrid version of a bat coronavirus — one related to the virus that causes SARS (severe acute respiratory syndrome) — has triggered renewed debate over whether engineering lab variants of viruses with possible pandemic potential is worth the risks. (…) Simon Wain-Hobson, a virologist at the Pasteur Institute in Paris, points out that the researchers have created a novel virus that “grows remarkably well” in human cells. “If the virus escaped, nobody could predict the trajectory,” he says.“ Quelle: (Nature) ]

Käseglocke

Lassen wir das aber wieder beiseite, das Leben ist ja bekanntlich sowieso lebensgefährlich, auch wenn viele diese Eigenheit des Lebens heute lieber wegkehren bzw. wegimpfen und ihr Kind unter einer sterilen Glocke abseits aller Gefahren und allen Unbills des Lebens aufziehen möchten. Dass geradewegs Bauernhof-Kinder, die bei jeder Gelegenheit mit allem möglichen Schmutz und Keimen von Rindern, Schweinen und Geflügel in Kontakt kommen, bekannterweise das gesündeste und robusteste Immunsystem ausbilden, während steril aufgezogene und 26fach durchgeimpfte Kinder von Helikoptereltern aufgrund von chronischer Kränklichkeit und Multisystemallergien oft kaum noch wissen, was sie essen oder anziehen sollen … – auch das wäre ein eigenes Thema, zu dem wir hier jetzt nicht abschweifen wollen.

Eigentlich schreibe ich diese Zeilen in meiner nicht vorhandenen Zigarettenpause, um auf einen viel tieferliegenden Aspekt der ganzen Angelegenheit hinzuweisen. Denn die große Tragik der Coronavirus-Epidemie ist, dass diese zum Gegenteil von dem zu führen droht, was der Mensch in der jetzigen, erdrückend verlogenen und manipulativen Zeit der marktkonformen Demokratie und des „moderaten“ Terrorismus tun sollte: Sich aufrichten, den destruierenden Machenschaften des Zeitgeschehens entgegenblicken und sie damit zu überwinden. Dieses Überwinden funktioniert jedoch nicht, indem man sich zurückzieht und das Üble zu vermeiden sucht (so wie uns das die Wellnesscoaches heute gerne raten), sondern indem man über sich selbst hinauswächst und mutig neue Sichtweisen und Fähigkeiten entwickelt.

Der Coronavirus motiviert bzw. deprimiert uns nun fatalerweise geradewegs zum Gegenteil: Wir sind verleitet, uns zu ducken, Kontakt mit Menschen und der Öffentlichkeit zu vermeiden, Dinge zögerlich anzugreifen, denn sie könnten ja infiziert sein etc. Dabei bemerken wir kaum, wie wir durch eine solche Attitüde nur noch mehr geschwächt und damit manipulierbar und steuerbar werden. Das Auftreten des Coronavirus liegt also auch durchaus im Interesse derjenigen systemerhaltenden Spindoctoren, die alternativlos „weitermerkeln“ und den Menschen „evidenzbasiert“ kontrollieren wollen.

Antikörper

Die besten Chancen, gesund durch die kommenden Zeiten zu gehen, wird derjenige haben, der es schafft, sich aus dem Sumpf der herrschenden Meinung mutig aufrichten. Das Immunsystem stabilisiert sich in Wirklichkeit durch nichts so sehr wie durch freie, mutige, eigenständige und wohlabgewogene Beziehungsaufnahme nach außen – sowohl zu den erfreulichen Erscheinungen des Lebens als auch durch Auseinandersetzung mit dem Destruktiven, von dem viele ja lieber wegsehen möchten. Wer es vermag, eigene, kritische Gedanken gegenüber dem Zeitgeschehen aufzubauen und die zum Guten und Gernen erklärte Lüge und Heuchelei auf allen Ebenen mit ruhigem Auge zu durchschauen (und sich dabei nicht zur Verzweiflung bringen zu lassen, sondern geradewegs daran sogar persönliche Ideale fassen, wie man selbst das regelrechte Gegenteil entwickeln und in seinem Umkreis zum Ausdruck bringen kann), der wird in sich die entsprechenden psychischen „Antikörper“ entwickeln, die ihn gegenüber der ungesunden Atmosphäre unserer Zeit immunisieren. Er wird auch in physischer Hinsicht nicht viel zu befürchten haben und tendenziell gesund bleiben.

Wer hingegen mit der politisch korrekten Heuchelei, wie sie einem ja mit fast jeder Zeitungsseite, jedem Hashtag und mit jedem Statement der medial kolportierten Meinungsmacher und Influencer entgegentrieft, mitschwimmen möchte – da er ein „guter und gerner“ Bürger sein möchte -, für den stehen die Karten natürlich schlecht. Er wird über Kurz oder Lang von einer schleichenden Intoxikation und innerer Vermorschung dahingerafft werden, ganz unabhängig davon, ob ihn das Coronavirus erwischt oder nicht.

Insofern kann das Auftreten des Coronavirus auch als große Aufforderung angesehen werden, sich aus dem untragbar gewordenen System und seiner fast unatembar gewordenen Atmosphäre des marktradikal-neoliberalen Nihilismus zu emanzipieren und mit eigenständigem Gedankengut und Lebenskonzept in die Zukunft zu arbeiten. Nur wer heute eine ausgesprochen rege Aktivität und Kreativität entwickeln kann, wird psychisch und auch physisch gesund bleiben können – wobei mit Aktivität natürlich nicht Sport oder Workaholismus gemeint ist, sondern diejenige Aktivität, die in unserer äußerlich hyperaktiven Zeit noch absolute Mangelware ist: innere, gedankliche, beobachtende und unterscheidende Aktivität, mit der man Bullshit und Manipulation vom Wesentlichen und Wahren trennen kann.

Murenabgang und innere Vermorschung

Diejenigen, die glauben, dass sie ohnehin schon unabhängig denken und machen was sie wollen, unterliegen leider oft einem gewaltigen Trugschluss. In Wirklichkeit gibt es nur sehr wenige Menschen, sie es schaffen, im derzeitigen, machtvoll orchestrierten und zugegebenermaßen wirklich raffinierten Strom des „Guten und Gernen“ Manufacturing Consent Oberwasser zu behalten und sich nicht von den angeblich alternativlosen Fluten mitreißen zu lassen. Wie man mit Erstaunen beobachten kann, reißen diese Fluten nun ja auch unsere mitunter klügsten und scheinbar kritischsten Intellektuellen mit. Auch sie wollen jetzt aller Welt zeigen, wie Gut und Gerne und Alternativlos sie sind, ohne zu merken, dass es längst der Coronavirus 4.0 ist, der sich in ihrer DNA eingenistet und die Steuerung übernommen hat. Ja, sie werden für ihren treuen Dienst am guten und gernen Leben gewiss ein bisschen Sitcom-Applaus aus der Büchse des Systems bekommen, auch die Masse der anderen Treibhölzer im großen neoliberalen Murenabgang wird ihnen eifrig zuklatschen, aber das war’s dann auch bald für sie. Danach kommt die gnadenlos fortschreitende innere Vermorschung, die ihnen den Garaus machen und sie von der Bildfläche fegen wird, noch bevor sie annähernd in den Genuss einer Altersrente kommen. Und selbst diejenigen gutgernmenschlichen Mitschwimmer, die es bis zur Renten-Ziellinie und ins Altersheim schaffen, werden dort meist nur als bedauernswerte, mit Medikamenten und medialem Müll eingestellte Patienten ein Dauerfernseh-Delirium fristen.

Aufgeklärte Nichtwissenwollenschaftler

Die Fähigkeit des wirklich eigenständigen und unbefangenen Denkens auszubilden, ist hingegen harte Arbeit. Denn in Schule und Uni hat man sie uns nicht gelehrt, sondern uns eher eine Kondition anerzogen, die uns nun zu idealen Wirtsorganismen macht, in die sich Corona- und auch noch viel schlimmere Viren einnisten können, ohne dass wir es merken. Viele glauben, ohnehin kritisch zu denken und zu sagen, was sie wollen. Das mag auch zunächst so erscheinen. Wer jedoch ehrlich mit sich selbst ist, wird bemerken, dass es zumeist nur eingesickerte und verfestigte Assoziationen und Meinungen sind, die – und das mit zunehmender Aggression – hochzüngeln, sobald uns von Außen irgendetwas Neues, nicht unserer gewohnten Denkweise Entsprechendes begegnet. – womit der perfekte gesellschaftliche Stillstand (siehe „Generation Chillstand“ / Milosz Matuschek) quasi vorprogrammiert ist, solange wir aus diesem nichtwissenwollenschaftlichen Denken nicht herausfinden. Dass Personen mit nichtwissenwollenschaftlichem inneren Räderwerk sich selbst gerne für besonders „wissenschaftlich“ und aufgeklärt halten, kann amüsieren, tut dabei aber nichts zur Sache. Es bleibt trotz aller hybrider intellektueller Akrobatik Nichtwissenwollenschaft.

Unsere Zukunft: Strahlemänner und Strahlefrauen

Dass uns der Corona-Virus bzw. die Krankheit der massenmedial-murkspolitischen Vermüllung nun den Garaus macht, muss aber nicht sein. Gerade an Herausforderungen wächst der Mensch. Und die Dynamik, die nun eingesetzt hat, lässt uns nun eben gar keine andere Wahl mehr. Wir müssen uns entscheiden: Ob wir degenerierte, 5G-gechippte Systemsklaven sein wollen oder freie und eigenständige Menschen, die bei jeder Begegnung noch viel ansteckender sind als der Coronavirus, allerdings im positiv-inspirierenden Sinne. Wobei mir eine Szene aus einem Asterix-Comic einfällt. Im schon vor einigen Jahren erschienenen Band „Asterix in Italien“ bejubeln die Zuseher in einer römischen Arena einen Wagenlenker namens „Coronavirus“ und skandieren mit dreifacher Großsprechblase: „CORONAVIRUS! … CORONAVIRUS!  … CORONAVIRUS!“  –  Das ist bei näherer Betrachtung ein durchaus nettes Wortspiel. Denn das Wort Coronavirus setzt sich bei lateinischer Lesart zusammen aus den Stammwurzeln „vir“ (= lat. „der Mann“, mit der typischen lateinischen Endung „–us“ für Maskulinum) und „corona“ (=Strahlenkranz, Strahlenkrone). Frei übersetzt könnte man sagen: Die Menge jubelt hier also „dem Strahlenmann“ zu und hofft auf seinen Sieg.

In Wirklichkeit ist es heute genau so: Wir alle wollen es eigentlich nicht mehr länger ertragen, geduckte, gegängelte und verschluckende Konsumentenexistenzen bzw. WC-Enten zu sein, sondern wir wollen selbst zu aufrechten, eigenständigen und kreativ schaffenden „Strahlemännern“ und „Strahlefrauen“ werden. Auch wenn wir bis dahin noch einiges durchaus Tragisches durchzustehen haben werden, aber man male es sich trotzdem aus, um das erbarmungslose Wagenrennen, das uns nun bevorsteht und bei dem wir zeitweise ohne Zweifel außer Atem und ordentlich ins Schwitzen kommen werden, durchzuhalten: Was wird das für ein Fest sein, wenn wir das alles durchgestanden und uns zu Strahlemännern/-frauen – oder meinetwegen zu geschlechtsneutralen Strahle-Hermaphroditen – entwickelt haben, denen auf der Straße zu begegnen, für jedermann eine einzige Freude und Erbaulichkeit sein wird!

Wir werden dann wie im obligatorischen Endbild jeder Asterix-Geschichte unter freiem Himmel ein großes Lagerfeuer anzünden, ein opulentes Bankett anrichten, zu wunderschöner Musik feiern und tanzen, ein paar – meinetwegen vegetarische – Wildschweine braten … während wir die transatlantischen Musik(t)anten, die bisher nur abscheuliche Kakophonie produziert haben, an einen Baum festgebunden haben und vor sich hinschmollen lassen.

Brechmittel des Tages: Beate Merk

Zitat Beate Merk, CSU, zur Wideraufnahme des Verfahrens gegen Gustl Mollath:

Die Justiz hat nun Gelegenheit, in einem weiteren öffentlichen Verfahren zu klären, ob Herr Mollath zu recht untergebracht ist oder nicht – und damit auch die Zweifel [auszuräumen], die viele Menschen an dieser Entscheidung haben

Zur Erinnerung an den Einwohner Alzheims… so klang die gleiche… ähm… Frau Justizministerin Beate Merk noch im November letzten Jahres:

Übrigens: Diese Staatsanwaltschaft, von der Frau Merk da faselt, ist politisch weisungsgebunden.

Mit Dank an Wut!, die dieses Machwerk unter eine Piratenlizenz gestellt haben. Natürlich nicht das Video, für das gilt die allgemeine youtube-Lizenz.

Volker Pispers als Franzose über Ausländerhass

Ui, den kannte ich noch gar nicht:

[Video, bitte Beitrag anklicken]

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