Herzinfarkte

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Terror in Deutschland: Sommerzeit und … „Wissenschaft“

Terror in Deutschland: Sommerzeit und ... "Wissenschaft"

Sonntag, 30.3.2014. Eifel. Da hatte ich letztlich doch eine interessante Begegnung: ein Informatiker wollte die Philosophie abschaffen. Ich hatte kurz überlegt, zur Ehrenrettung der Philosophie einen Text dagegen zu schreiben, es dann aber verworfen: vieles in seinen Texten sprach dafür, dass eine Diagnose der Grund seiner Meinung war, irgendetwas psychisches tobt sich da aus, produziert ein Denken mit Brüchen und Sprüngen, die jenseits der Tolerierbarkeit liegen und einen Dialog unmöglich machen. Kein Wunder: der Mann ist auch ein ausgeprägter Frauenhasser.

Naturwissenschaftler halt, wie ich sie während des Studiums zu Hunderten kennen gelernt hatte – als Pächter einer Studentenkneipe macht man so seine Beobachtungen: Leute dieser Fachrichtung haben halt einen Hang zu sozialem Fehlverhalten (bzw. einen Mangel an Sozialkompetenz), was ihnen gerade bei Frauen keine großen Sympathien einbringt. Deshalb – nebenbei bemerkt – ist „Star Trek“ ja auch ihr Lieblingsuniversum, da sind soziale Beziehungen weniger kompliziert, da können sie mithalten: alle haben eine Uniform, jeder einen klar definierten Standpunkt in der Hierarchie, über allem thront der weise und gerechte „Käpt´n“  und man fliegt abgeschottet in seinem eigenen Mikrouniversum durch die fremdartige Galaxis, die man sich mit Schilden, Torpedos und Strahlwaffen vom Hals hält.

Das Paradies der Naturwissenschaftler.

Ja – es ist etwas in Vergessenheit geraten, warum wir „Geisteswissenschaften“ überhaupt entworfen haben. Wir sind nun einige Jahrzehnte lang der (für Politiker sehr bequemen) Hoffnung gefolgt, die Stromklempner würden uns ins heilige Paradies führen: wir haben uns schrecklich geirrt. Ja – wie schön wäre es, wenn sie aus ihren Irrtümern lernen würden – aber die aus mangelndem Selbstbewusstein und mangelner Sozialkompetenz resultierende Arroganz verbietet dies: sie tragen stets gern und oft ein „päpstliches“ Selbstbewusstsein vor sich her, geprägt von dem Anspruch auf eigene Unfehlbarkeit. Treten dann doch mal Fehler auf, wird – ganz nach altkatholischer Art – schnell zum Dogma gegriffen.

Geisteswissenschaften haben im Prinzip nur einen einzigen Grund: den Menschen vor sich selbst zu schützen – und den Krieg ein für alle mal vom Antlitz der Erde zu tilgen.

Naturwissenschaften verdienen allerdings sehr gut an dem Krieg, weshalb sie immer neue, immer tödlichere Massenvernichtungsmittel entwerfen, um menschliches Leben ein für alle mal vom Antlitz der Erde zu fegen: das große Thermonukleare „Ballerspiel“ am Ende der Zivilisation wäre ohne ihre ständige Mitarbeit ja auch gar nicht denkbar.

Sie sind in diesem Job sehr erfolgreich, dass darf man nicht vergessen. Die NASA hat jetzt herausgefunden, dass unsere Zivilisation am Ende ist: fleissig daran mitgewirkt haben unsere „Wissenschaftler“, siehe N 24:

Das Modell „Menschheit“ hat ausgedient, jetzt ist es amtlich. Unvermeidlich sei der Untergang unserer Zivilisation, egal welchen Weg wir beschreiten, so sagt es eine von der NASA veröffentlichte Studie voraus.

Die Studie befasst sich ebenfalls mit dem Argument, der technologische Fortschritt könnte diese Probleme durch gesteigerte Ressourcen-Effizienz lösen. Dem halten die Forscher entgegen: „Technologischer Fortschritt kann die Effizienz in der Ressourcen-Nutzung steigern. Aber er steigert ebenfalls die Ressourcennutzung durch diejenigen, die Kapital besitzen und erhöht damit wieder den Verbrauch von Ressourcen durch diese Elite. Wenn die Politik nicht einschreitet, kompensiert das die Einsparung an Ressourcen durch den technologischen Fortschritt.“

Die Politik jetzt – erhofft sich alles von den dienstbaren kleinen Geistern mit dem Rechenschieber. Immerhin behaupten die, sie könnten alles „ausrechnen“ und wären so dem „Geschwafel“ der Geisteswissenschaften weit überlegen. Ein Beispiel ihrer großartigen Rechenkünste erleben wir jetzt gerade heute wieder: die Sommerzeit.

Einst wurde sie gepriesen als Rettung vor dem Energiemangel, volltönend marschierten gut geschmierte Wissenschaftler durch die Medien und predigten das große Heilsversprechen: die Sommerzeit würde für alle die Rettung bringen.

In Wahrheit – wurde sie teurer, siehe Spiegel:

Matthew Kotchen und Laura Grant hatten im US-Staat Indiana über drei Jahre hinweg die Stromzählerstände von mehr als sieben Millionen Privathaushalten ausgewertet. Der Energieverbrauch der Haushalte in Indiana sank demnach nicht, er stieg vielmehr mit der Zeitumstellung um ein bis vier Prozent an.

Wie kann man sich nur so verrechnen? Nun – wahrscheinlich gar nicht. Aber „rechnen“ ist eine Unterfunktion von „denken“. Es kann aber „denken“ nicht ersetzen … obwohl viele Naturwissenschaftler der Versuchung nicht widerstehen können, sich als eine Art Priester einer neuen Weltreligion zu sehen, in der „rechnen“ „denken“ ersetzt.

Der Mensch selbst kommt besser mit denken als mit rechnen zurecht, braucht dafür auch weniger Dogmen – von denen die Wissenschaft inzwischen voll ist, ohne eine Vielzahl willkürlicher Setzungen würden ihre Theorien noch nicht mal mehr im Ansatz plausibel sein. Er versteht sich auch als Teil eines Systems Natur anstatt als unabhängiger Herrscher über dieses System – so wie es die Philosophie schon vor 3000 Jahren lehrte. Deshalb kommt dem Philosophen schnell in den Sinn, dass die innere Uhr des Menschen durch den Sonnenstand geregelt wird (siehe Spiegel) – und nicht durch den Zeigerstand einer kleinen Rechenmaschine, die der Menschheit erst seit kurzem ihren Willen aufzwingt.

Wissen.de, – Website des Jahres 2012 – gibt uns ein Beispiel für Dogmen: ohne jeden Beleg wird einfach mal behauptet, 70 % der Bundesbürger seien für die Sommerzeit, die somit zum Triumphzug der Wissenschaft wird – „nein, wie toll wir doch mal wieder waren“.

Im Rahmen eines Artikels über den „kollektiven Jetlag im Namen der EU“ werden bei den Münchner Medizinjournalisten andere Daten genannt:

Wissen die Bürger die eine Zusatzstunde Tageslichtfreizeit zu schätzen, die ihnen die Sommerzeit beschert? Offensichtlich nicht; in einer repräsentativen Umfrage unter 503 Bundesbürgern im Alter von über 14 Jahren, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag von „Bild am Sonntag“ im März 2009 durchgeführt hat, plädierten 55 Prozent für ein Ende der Zeitumstellung. 41 Prozent waren für weiter so, der Rest unentschlossen. Im Jahr davor hatten sich in einer ähnlichen Umfrage des gleichen Auftraggebers sogar 62 Prozent für eine Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen.

Es wird uns aber nicht nur mit staatlicher Macht ein kollektiver Jetlag verpasst, der uns tagelang die Schlafbilanz verhagelt, weil sich unsere innere Uhr nicht nach den Rechenschiebern der Wissenschaft richtet. Dieser brutale Eingriff in die Privatsphäre aller Menschen (der vor allem Eltern kleiner Kinder zu schaffen macht, die die Welt überhaupt nicht mehr verstehen: draußen ist noch hell und sie sollen trotzdem schlafen gehen) hat – wie bei „Wissenschaft“ nur allzu oft – tödliche Folgen für die Menschen.

Der Netdoktor berichtet über eine Studie der DAK, wonach die Anzahl der Herzinfarkte in Folge der Zeitumstellung signifankt um 25 % steigt. Denken wir ein wenig weiter. Die Mortalität von Herzinfarkten liegt bei 30 Prozent … d.h. von den 25 %, die den Sommerzeitinfarkt bekommen, sterben über 8 %. Was macht das in Zahlen? 8 % bei vermutlich 50 000 Todesfällen in diesem Jahr sind … 4000 Tote. Macht in 25 Jahren … 100 000 Menschen, die wegen der „Wissenschaft“ gestorben sind …bzw. wegen der von ihnen so propagierten „Sommerzeit“.

Wenn sich in der Gesellschaft zunehmend eine gewisse (und auch von dem oben erwähnten Herren laut kritisierte) „Wissenschaftsfeindlichkeit“ breit macht, so hat das einen guten Grund: Leichenberge, produziert durch Rechenfehler.

Es ist ein tödlicher Terror, der seit hundertfünfzig Jahren über die Menschheit ausgebreitet wird, ein Terror, der uns in unserem Lebensalltag zu Maschinen degradiert, die zu funktionieren haben, der unsere Luft und unsere Nahrung mit tödlichsten Giften verseucht, die es ohne „Wissenschaft“ nie gegeben hätte, unseren Alltag mit stromfressenden Maschinen zustopft, ohne deren Dienste wir dank industriekonformer Käfighaltung in Großstädten allerdings auch nicht mehr überleben könnten und unsere Mutterböden zubetoniert, um Platz für Einfamilienhäuser, Autobahnen und Einkaufszentren zu schaffen … obwohl gleichzeitig lamentiert wird, dass wir die Menschheit nicht mehr ernähren können.

Obwohl wir es wissen, machen wir jedes Jahr weiter. Die Menschen werden immer kränker – trotz bester Versorgung mit Wasser und Nahrung und vor allem: immer unglücklicher. „Sommerzeit“ trägt dazu bei. Und die haben wir dank „Wissenschaft“. Die haben das damals alles perfekt ausgerechnet.

War halt nur falsch.

Und tödlich.

Zur Verantwortung gezogen wird – natürlich – mal wieder keiner. „Verantwortung“ ist ein geisteswissenschaftliches Prinzip aus dem Bereich der Moralphilosophie. Das ist nichts für Menschen mit Rechenschiebern, dafür reichen ihre gedanklichen Kapazitäten auch nicht aus. Ebenso wenig verstehen sie menschliche Grundwerte wie Sicherheit, Wohlstand, Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit.

Und genau darum stehen wir – trotz Aufklärung und Demokratie – im Jahre 2014 wieder am Rande mehrerer großer Kriege (Ukraine, Syrien, China – um nur ein paar zu nennen) – und haben völlig vergessen, wie hilfreich das „Geschwafel“ der Diplomaten einst war – oder wie schön das Leben ohne Sommerzeit.

 

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