Hartz4

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Anne Will hat recht: das so genannte „Bildungspaket“ ist eine Mogelpackung

Von der Leyens neues Gesetz raubt Kindern gleich mehrfach ihre Rechte

„Manchmal haben die Wochenend-Fernseh-Plappereien durchaus mehr als nur ein Körnchen – am vergangenen Sonntag sogar einen überzeugend dicken Sandberg an Wahrheit, den Anne Will Ursula von der Leyen aus gutem Grund vor die Tür des Sozialministeriums gekippt hat,“ stellt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin fest. „Eine „Mogelpackung“ scheint nach Einschätzung der ARD-Moderatorin das so genannte „Bildungspaket“ im neuen Hartz IV-Gesetz zu sein. Und sie überzeugte auch gleich mit schlagenden Beweisen – beispielsweise einem Stresstest für die tatsächlichen Kosten der Teilhabe in einem Fußballverein. Es ist ein Skandal: dieses heuchlerische Bildungspaket ist gleich ein mehrfacher Betrug an den Rechten armer Kinder sowie auch ihrer Eltern,“ so Brigitte Vallenthin.

Nach Ansicht der Hartz4-Plattform geht es bei diesem vergifteten PR-Coup – „Bildungspaket“ genannt – in Wahrheit doch nur darum, den Kindern nicht den Regelsatz zu erhöhen. Und die Bundesregierung nimmt billigend in Kauf, dass ihr angeblicher Geldsegen – eher wohl ein weiteres Aufbläh-Programm für staatliche Verwaltungen – den größten Teil der Kinder wohl gar nicht erreichen wird.

– Das Bildungspaket erfüllt nicht mal einen Bruchteil dessen, was es verspricht. Nur ein Beispiel: der Fußballverein. Die Anne Will-Redaktion hat mal den Kicker-Stresstest gemacht: In Ursula von der Leyens Mogelpackung fehlen vollständig die um mindestens 400% das Bildungspäckchen übersteigenden Kosten für Sportkleidung, -Schuhe und sonstige über den Vereinsbeitrag hinaus gehenden finanziellen Aufwendungen. Dem überzeugenden Video in der Sendung ist nichts hinzu zu fügen
(http://daserste.ndr.de/annewill/media/annewill2829.html)
– außer, dass es das bei allen anderen Bildungswünschen von Hartz IV-Eltern für ihre Kinder genauso aussieht. Da hilft auch wenig, dass Julia Klöckner, rheinlandpfälzische CDU-Hoffnung, eine Musikschule kennt, bei der man Instrumente ausleihen kann, und noch weniger, dass Sterne-Koch Tim Raue dieses Regierungs-Schönreden noch mit der inhaltslosen Worthülse toppt: „Wir haben jetzt dieses tolle Bildungspaket.“

– Das Bildungspaket widerspricht der Pflicht zur „transparenten Berechnung“ des Regelsatzes, wie es die Verfassungsrichter forderten – und zwar desjenigen für Kinder. Kinder mit einer so genannte „Teilhabe“-Mogelpackung mal eben aus einer transparenten Berechnung auszugliedern, ist folglich nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2011 verfassungswidrig.

– Das Bildungspaket widerspricht dem Grundsatz der Gleichbehandlung.
Auch hier waren die Verfassungsrichter eindeutig indem sie ein „Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums“ postulierten, das sich auf “jeden Hilfebedürftigen“ bezieht. Nachteil für die Betroffenen: eine grundgesetzlich verbürgte Gleichbehandlung aller Kinder wird mit der Vorbedingung zur Antragstellung und Antragsgewährung, mit dem guten Wille von Lehrern, mit lückenhaftem Angebot und mit Mut der Eltern verbunden, auch noch um dieses Grundrecht für ihrer Kinder beim Amt zu betteln. Von wegen „Rechtsanspruch“ – wie die neue Hoffnung der CDU, Julia Klöckner es bei Anne Will formulierte:
wo es in der Schule kein Mittagessen gibt, da muss weiter Kohldampf geschoben werden.

Das Bildungspaket widerspricht dem Prinzip der freien, individuellen Entscheidung und entmündigt Eltern, die nicht mal mehr frei im Sinne ihrer Kinder entscheiden können, ob und wo bzw. bei wem sie Sport treiben, Musik-, Mal- oder Tanzunterricht oder Nachhilfeunterricht nehmen wollen. Man muss gar nicht die Erinnerungen an „Kraft durch Freude“ oder „Freie deutsche Jugend“ bemühen, um zu spüren, dass da etwas extrem Ungutes unterwegs ist – wenn obendrein auch der Sachbearbeiter entscheiden wird, wie weit man zur Schule und zurück laufen könnte und keine kostenlose Buskarte braucht.

– Das Bildungspaket widerspricht dem Sozialdatenschutz, weil es Eltern und Kinder verpflichtet, ihre Lebenssituation in Vereinen und anderen Organisationen sowie Bildungseinrichtungen offenbaren zu müssen. Und dass – wie aus den Ämtern zu hören ist – „der Ansturm nicht groß“ sei – ist doch der beste Beweis dafür, dass vielfach öffentlich geschmähte Hartz IV-Berechtigte sich aus Scham gar nicht trauen, diesen so genannten „Rechtsanspruch“ zu beantragen.

„Das alles bedeutet aber auch, dass wir uns von der Links-Partei – die doch die Belange dieser Menschen im Auge haben will – wünschten, sie würde nicht, wie Bodo Ramelow bei Anne Will, in das Loblied der Hartz IV-Parteien für’s Bildungspaket einstimmt,“ resümiert Brigitte Vallenthin enttäuscht, „sondern unser Engagement für die Abschaffung dieses Unsinns-Pakets und für die verfassungskonforme Ermittlung und Berechnung eines auch die „gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe“ einschließenden ausreichenden Kinder-Regelsatzes unterstützt.“

Wiesbaden, 12. April 2011

Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
keine Armut! – kein Hunger! – kein Verlust von Menschenwürde!
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen.

info@hartz4-plattform.de
www.hartz4-plattform.de
www.grundeinkommen-wiesbaden.de
www.grundeinkommen-waehlen.de

Das Maß ist Voll – Fangt an Euch zu wehren

Die Verschärfung von Sanktionen gegenüber von Hartz IV Empfängern seid der Neuorganisation im SGB II, kann nicht länger hingenommen werden.

Den Mitarbeitern von den zuständigen Behörden werden Mittel in die Hand gegeben, welche eine Bestrafung ohne Urteil gegenüber Hartz IV Empfängern ermöglichen. Unbegründete Unterstellungen man habe gegen die „Mitwirkungspflicht“ verstoßen führen nicht selten zu Sanktionen. Indirekt wird den Betroffenen unterstellt, er habe Sozialbetrug begangen, was eine Straftat im Sinne des Gesetzes ist.
Hierzu ein Beispiel:
Vermehrt wird Hartz IV Empfängern unterstellt, Vermögen, Einkommen verschwiegen zu haben, ohne einen tragfähigen Beweis vorweisen zu können. Fakt ist, dass nicht der Betroffene/Beschuldigte nachweisen muss, dass die Vorwürfe nicht zutreffen, sondern die Behörde muss Belege hierfür vorlegen. Es ist das RECHT eines jeden Beschuldigen, sich zu den Vorwürfen nicht einmal zu äußern, weder mündlich noch schriftlich.
Dieses Recht wird jedoch willkürlich als Schuldeingeständnis durch die Sachbearbeiter gewertet.
Der Betroffene sollte aber die Behörde auffordern, ihre Vorwürfe, unter Vorlage entsprechender Beweismittel nachzuweisen. Beschuldigte sollten hierzu Akteneinsicht beantragen und zwar der vorhandenen Stammakte und darüber hinaus aller elektronischen gespeicherten Daten über sich. Die Behörde hat der Akteneinsicht Folge zu leisten.
Sollte nun der Sachbearbeiter und die Behörde keinen Beweis vorlegen können, welche die Vorwürfe rechtskräftig bestätigen, sollte der Betroffene die Möglichkeit prüfen und dies auch zum Ausdruck bringen, mit einer Strafanzeige gegen den Sachbearbeiter oder gegen die Behörde vorzugehen. Denn wenn die Behörde keinen Beweis erbringen kann, ist eine Anzeige wegen Vortäuschung einer Straftat in Betracht zu ziehen. Ebenfalls käme eine Anzeige wegen Missbrauch im Amt in Frage.
Man sollte sich nicht mehr mit der Ausrede eines Verwaltungsfehler zufrieden geben. Meine Erfahrung in dieser Frage hat gezeigt, dass die Ankündigung einer Anzeige wie beschrieben, Sachbearbeiter und Behörden in der Beurteilung eines Sachverhaltes und die sich daraus ergebenen Vorwürfen und Vorgehensweisen, gegenüber Betroffenen sich relativieren.
Sollten wir nun feststellen, dass Behörden und deren Mitarbeiter in Zukunft ohne nachvollziehbaren Beweismittel „Sanktionen“ verstärkt zur Anwendung bringen, werden wir konsequent dagegen vorgehen, unter zu Hilfenahme einer breiten Öffentlichkeit.

WEHRT EUCH – NEHMT EUER RECHT WAR !

Frank Ullrich
Dresdner Sozialwacht

Hätte ich doch nicht so lange Geschwiegen

„Hallo lieber Werner !

Erst kürzlich habe ich einen guten Bekannten getroffen und mich mit ihm unterhalten.
Nach dem Jubel auf die sogenannte Freiheit nach dem Mauerfall, wurde er wie viele tausende Menschen auch, von der Realität eingeholt.
Bemerkenswerte Aussagen und Erkenntnisse die ich von ihm zu hören bekam, waren doch seine Auffassungen schon einmal anders.

Grüße aus den sonnigen Dresden
Frank“

—–

Als die Sozialdemokraten und die Grünen Hartz 4 einführten und den Menschen ihre Würde genommen hat,
HABE ICH GESCHWIEGEN, ICH HATTE JA NOCH ARBEIT

Als die Politik und Gewerkschaften es zugelassen haben für Sklavenlöhne zu arbeiten
HABE ICH GESCHWIEGEN WEIL ICH ANGST HATTE DIE LETZTE HOFFNUNG ZU VERLIEREN

Als ich meine Arbeit verlor, verlor ich die letzte Hoffnung, meine Familie, meine Existenz und dachte:
HÄTTE ICH DOCH SO LANGE NICHT GESCHWIEGEN

So fasst mein Bekannter sein Leben zusammen, als ich ihn nach endlos langer Zeit zufällig getroffen habe. Nein, nicht im schicken Zwirn und selbstbewusst, fast ängstlich, als solle man ihn nicht erkennen, trug mein Bekannter Prospekte aus. Er, ein Mann, welcher einst Maschinenbau studierte und nach der Wende fest im Berufsleben stand und von den blühenden Landschaften träumte, trägt nun Prospekte aus. Keine Krankheit oder mangelhaftes Wissen sei Schuld an seiner heutigen Situation, er wurde von heute auf morgen einfach nicht mehr gebraucht, entsorgt. Wie sein Betrieb auch. Seine Arbeit macht jetzt ein „Ausländer“ sagt er und man kann seine Wut in seinem Gesicht ablesen. Nicht auf den „Ausländer“, denn er hätte es umgekehrt ja bestimmt nicht anders gemacht. Er fühlt sich von seinen ehemaligen Chef missbraucht, ausgenutzt und abgezockt. Am Anfang hätte er noch gedacht dass er wieder Arbeit bekommen würde, doch auch diese Hoffnung zerschlug sich.
Manchmal, sagt er, habe er auf die Hartz 4 Empfänger geschimpft, ja auch beschimpft, weil er blauäugig gewesen sei, ihm kann das nicht passieren. Und so manchen Freund habe er Unrecht getan, welche viel früher als er, bereits länger ihre Arbeit verloren hatten.
Manchmal, so sagt er, schäme er sich heute dafür, denn Freunde hat er keine mehr. Na ja, irgendwie muss es ja weiter gehen, sagt mein Bekannter und verabschiedet sich mit den Worten, schön das wir uns mal wieder gesehen haben.
Ich schreibe ihn noch schnell meine Telefonnummer auf und gebe ihm mit auf den Weg mit, ruf mal an, dann reden wir über alte Zeiten, die waren für uns beide wohl besser.
Wenn ich nun so nachdenke über das Gespräch, habe ich den Eindruck, dass mein Bekannter letztlich „froh“ gewesen ist, dass wir uns getroffen haben, vielleicht auch deshalb, dass ich ihn nur zugehört habe.

Frank Ullrich
Dresdner Sozialwacht

Der Jobcenterbrüller des Monats März

Was für Autofahrer ein Knöllchen, ist für Hartz 4 Empfänger ein Bescheid von der ARGE oder Jobcenter. Der Unterschied ist, dass ein Bescheid der Armutsbehörden in den meisten Fällen von den Betroffenen nicht verstanden wird.

Einen solchen Bescheid erhielt nun auch Ramona Grahl (40) aus Dresden und der hatte es wirklich in sich, denn der Bescheid umfasste 75 SEITEN.
Ja liebe Leser, Ihr habt richtig gelesen: FÜNFUNDSIEBZIG SEITEN.
Da kann man es der guten Frau wohl nicht verdenken, wenn sie den Überblick verloren hat. Zitat: „ Als ich das las, verstand ich kein Wort“, so Frau Grahl. Eine Sprecherin erklärte das dicke Schreiben: „ Wir müssen jeden Bescheid gerichtsfest begründen.“
Hat aber nichts geholfen, denn der renommierte Rechtsanwalt Gerhard Rahn sieht in den Bescheid einen Verstoß gegen das Sozialgesetzbuch und bezweifelt im weiteren die Richtigkeit der Berechnungen. Unter Umständen wird wohl die Sache vor Gericht landen Was die Damen und Herren eigentlich wissen sollten ist, dass nach § 17 SGB I ( Ausführung der Sozialleistungen) Abs. 3. festgelegt ist…..der Zugang zu den Sozialleistungen möglichst einfach gestaltet wird, insbesondere durch Verwendung allgemein verständlicher Antragsvordrucke und….. !

Bei eine Bescheid mit 75 Seiten dürfte hier wohl etwas richtig schief gelaufen zu sein !

Frank Ullrich
Dresdner Sozialwacht

P.S.
Kein Aprilscherz!

von der Leyens Hartz IV-Verschärfungs-Gesetz-Countdown

(K)EIN APRIL-SCHERZ:
von der Leyens Hartz IV-Verschärfungs-Gesetz-Countdown läuft:
nur noch DREI TAGE zur Sicherung rückwirkender Rechte
_______________________________________________________________________
Überprüfungsanträge für 4 Jahre nur noch bis Donnerstag, 31. März, 24
Uhr möglich

„Mehr als einen Monat verzögerte die Bundesregierung die Veröffentlichung des neuen Hartz IV-Gesetzes – mit dem Ziel, den Betroffenen finanzielle Rechte vorzuenthalten?“ fragt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin. „Jetzt drängt die Zeit für die Hartz IV-Berechtigten, sehr eilige – teilweise nur noch Tages-Fristen zu beachten, in denen sie sich weitergehende Rechte aus dem alten Gesetz noch sichern können.“

Nach Auskunft des zuständigen Referats des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gegenüber der Hartz IV-Plattform wird das – vom Bundesrat am 23. Februar beschlossene – neue Hartz IV-Gesetz
voraussichtlich am heutigen 29. März durch Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt rechtswirksam.

Das bedeutet: Überprüfungsanträge nach § 44 SGB X für falsche Bescheide der Verwaltungen können rückwirkend auf 4 Jahre jetzt – unwiderruflich! – nur noch bis zum Donnerstag, 31. März, 24 Uhr gestellt werden;
Bezug: § 77 Abs. 13 der Gesetzesnovelle. Ab 1. April gilt nach neuem Gesetz nur
noch die Rückwirkung auf 1 Jahr.

„Eine schäbige Verzögerungstaktik der Bundessozialministerin! Sie hätte ohne Not das Gesetz auch bereits Anfang März veröffentlichen können – wenn sie nur gewollt hätte. Aber wieder einmal bewahrheitet sich, dass
es Ministerin von der Leyen nicht zuerst um die Rechte der Betroffenen geht, sondern nur um Geld – und zwar darum, durch extrem kurze Fristen möglichst viel Geld bei den Ärmsten einzusparen. Bleibt nur zu hoffen,“
so Brigitte Vallenthin, Hartz4-Plattform, „dass auch in den kaum mehr drei Tagen noch möglichst viele von Ihnen, den formlosen Antrag bei den Hartz IV- und SGB XII-Verwaltungen stellen, um alle vorenthaltene
Leistungen doch noch zu bekommen.“

Wiesbaden, 29. März 2011

Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform

Von Rechtsbeugung und Kopfgeldjägern

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, so ein Grundsatz deutscher Rechtsprechung.

Dieser Grundsatz sollte eigentlich für ALLE gelten, ob im privaten Bereich, aber auch gerade für Behörden und staatlichen Einrichtungen und deren Mitarbeiter im besonderen. Soweit die Theorie, in der Praxis wird dieser Grundsatz mit Füßen getreten und das unter den Augen der „unabhängigen Justiz“. Besonders deutlich zeigt sich die „Rechtsbeugung von Mitarbeitern von Sozialbehörden“.
Um es deutlicher zu sagen, was sich nach Einführung von Hartz 4 in den zuständigen Behörden abspielt, hat mit Rechtsstaatlichkeit nicht mehr viel zu tun, mit fatalen Folgen für Betroffene Hartz 4 Empfänger und eben nicht für Behördenmitarbeiter.
Auch wenn das Hartz 4 Gesetz an sich kritisiert werden muss, ist der Eindruck entstanden, dass jeder es auslegen kann, wie er will. Behördenmitarbeiter stören Urteile, weder von Sozialgerichten bis hin zum BSG nicht, diese in der Folge ihres weiteren Tun und Handels zu beachten.
Jeder Empfänger von Sozialleistungen, welcher in „Unwissenheit der Rechtslage“ einen Fehler begeht, wird als Betrüger hingestellt und gnadenlos gejagt. Für Behördenmitarbeiter jedoch wird eben diese „Unwissenheit der Rechtslage“ toleriert, ohne das dies je Konsequenzen für den Einzelnen hätte. Oft wird dies mit einer „Überlastung“ der Entscheidungsträger begründet.Und außerdem sei statistisch gesehen, die Fehlerquote, gemessen an den Gesamtentscheidungen, eh als gering anzusehen. So ist das im deutschen Rechtsstaat,Behördenmitarbeiter sind nicht unfehlbar, Leistungsempfänger sind Betrüger.
Doch so einfach sind „Fehlentscheidungen“ von Behördenmitarbeitern mit „Überlastung“ nicht zu begründen, weil eben Urteile zuständiger Gerichte eindeutig sind, man muss diese eben nur einhalten. So ist die Spitzeltätigkeit der ARGEN und anderer Sozialbehörden, gegenüber Leistungsberechtigten untersagt und dies nicht nur von Gerichten,sondern eben auch von vorgesetzten Dienststellen mittels Dienstanweisung. Und dennoch, wird in Kenntnis der Sachlage weiter diese Praxis angewendet.
Auch was Leistungsberechtigten laut Gesetz zusteht,ist eindeutig geregelt,auch wenn dies ein menschenwürdiges Leben nicht sicherstellt. Und als wäre dies nicht bekannt, werden zustehende Leistungen abgelehnt und somit vorenthalten. Das System ist immer das Gleiche.
Ein Antrag auf Leistungen wird gestellt, von der zuständigen Behörde teilweise genehmigt und oft rechtswidrig abgelehnt. Dabei wird darauf spekuliert,dass Betroffene ihre Rechte nicht kennen, keine Rechtsmittel einlegen und somit sich ihrem Schicksal ergeben. Eigentlich sind aber Behördenmitarbeiter vom Gesetz her verpflichtet dem Leistungsberechtigten zustehende Leistungen, in welcher Form auch immer, sicherzustellen.
Behördenmitarbeiter sind verpflichtet den Leistungsberechtigten zu beraten und all umfänglich Hilfe und Unterstützung zu geben.Doch die Mehrzahl der Betroffenen haben dies in der Praxis noch nie erlebt. Die Unterstützung der Behördenmitarbeiter beschränkt sich nicht selten gegenüber den Betroffenen im Fordern unsinniger Maßnahmen und einholen von Unterlagen,welche keine Bedeutung für die Berechnung von Leistungen haben.
Das perverse daran ist, dass eben JEDER Sachbearbeiter entscheiden kann, wie es ihm in den Kram passt, ohne sich für sein eventuelles Fehlverhalten je verantworten zu müssen. Es kann nicht ausgeschlossen werden,dass das Ansehen eines Behördenmitarbeiters daran gemessen wird, wie viel er zustehende Leistungen nicht genehmigt hat und somit „verdienstvoll seinen Beitrag zum sozialen Sparpaket“ beigetragen hat, was natürlich „rein spekulativ zu sehen ist“.
Denn wenn es so wie hier beschrieben zutreffen würde, wäre dies mit hoher Wahrscheinlichkeit eine organisierte Straftat.
Bisher sprechen höchsten Regierungskreise lediglich von entschuldbaren unbeabsichtigten Verwaltungsfehlern, keinesfalls von organisierten Betrug. Ich nenne solche Handlungsweisen von Behördenmitarbeitern als „BEWUSSTE DUMMSTELLUNG“!
Eigentlich könnte man sehr schnell und genau prüfen was die Ursachen sind.
Es müsste sich eben nur die Staatsanwaltschaft die Mühe machen, in Sozialbehörden zu ermitteln, was da so läuft. Wieso nehmen eigentlich Sozialrichter hin, dass ihre Urteile weiterhin missachtet werden? Ist es nicht Aufgabe der Justiz, der Tatsache nachzugehen, wenn hunderttausende Bescheide falsch erstellt werden. Und das jedes Jahr!
Es macht letztlich keinen Unterschied, ob ein Leistungsbezieher den Staat betrügt, oder der Staat und seine zuständigen Behörden den Leistungsberechtigten.
BETRUG BLEIBT VOR DEM GESETZ BETRUG, EGAL WER IHN BEGEHT.
Es macht schon einen nicht unerheblichen Unterschied, welche gesellschaftlichen Schicht man angehört oder auf welcher Seite man am Schreibtisch von Behörden sitzt.

Frank Ullrich
Dresdner Sozialwacht

Operation 100 – ohne Eifelphilosoph? Stellenangebote.

Philosophen sollen nach Schopenhauer wie Wegweiser sein: sie sollen niemals den Weg selbst gehen, den sie weisen, weil sie ansonsten ihren Sinn verfehlt haben. Ich habe persönlich privat in den letzten Tagen unerwarteterweise viel um die Ohren gehabt, was mich – neben einem sowieso schon sehr ausgefüllten nicht-virtuellen Leben – recht lahm gelegt hat … gerade zu einer Zeit, wo es nötig gewesen wäre, zu Handeln.

Da sieht man gleich, woran es der Operation 100 mangelt: in erster Linie fehlt Personal. Jetzt fehlen erstmal Menschen, die Hand anlegen – das kann ich unmöglich allein tun. Man braucht nun erstmal Menschen, die die Idee in Foren, Zeitungen, Vereinen ansprechen und Menschen anwerben – das kann ich nicht auch noch tun.

Ich denke täglich an die Operation 100 … aber eher an Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Idee vor der Enterung durch Politpiraten, an die Strukturierung von Fernsehauftritten, an den Entwurf von Reden und der Erarbeitung von Argumentationsstrategien. Nebenbei gehe ich noch arbeiten, führe allein einen Haushalt mit zwei kleinen Kindern und eine Hausgemeinschaft, führe einige Prozesse (die vielen nützen, aber erstmal nur mich was angehen) und würde gerne auch mal eine Pause machen.

Richtig wäre – auch die arbeitende Bevölkerung anzusprechen. Da war ich im ersten Moment wohl zu puristisch. Fukushima und Hartz IV haben eins gemeinsam: Wolfgang Clement hat bei beiden Themen seine Finger drin.

Atommauscheleien und Sozialstaatsplünderung gehen Hand in Hand, beides sind Werkzeuge einer Lumpenelite zum Zecke der Selbstbereicherung. Dieser Zusammenhang sollte deutlich gesehen – und vermittelt werden.

Ich sehe, wir sind jetzt … vielleicht … ein Dutzend. Wir bräuchten also jetzt erstmal einen Personalkoordinator, der alle Interessenten sammelt. Operation 100 sucht jetzt also einen Personaldirektor.

Jemand, der Namen und Adressen sammelt – lange bevor wir Spenden sammeln. Wir brauchen hier jemanden, der eine Liste führen kann, der Zeit hat, freundlich ist … und vor allem keine großkotzigen Chefallüren hat. Auch wenn wir aus taktischen und strategischen Gründen eine GmbH werden, sollte von vornherein klar sein, das wir keine Befehlsgewalten etablieren werden. Operation 100 macht nur dann nachhaltigen Sinn, wenn es nebenbei gelingt, eine neue Kultur vorzuleben. Das heißt: wir brauchen einen Dirigenten und keinen Diktator.

Werner und ich haben für diese Arbeit absolut keine Zeit! Wir sind schon jetzt mehr als ausgelastet.

Desweiteren brauchen wir bald einen Direktor STRATEGISCHE ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, jemand, der Adressen sammelt, die für eine Werbebriefaktion interessant werden, der die Presse beobachtet, politische Entwicklungen aufmerksam begleitet und nach Chancen für uns sucht. Die Briefe … kann ich schreiben. Für´s Porto brauche ich vielleicht Spenden.

Dann brauchen wir einen Direktor für taktische Öffentlichkeitsarbeit, das heißt jemanden, der vorsichtig auslotet, an welchen Stellen wir persönlich aktiv werden sollten, um Allianzen mit vorhandenen Initiativen zu schmieden – günstig wäre es, wenn der Direktor hier selbst telefonisch aktiv werden könnte.

Außerdem brauchen wir einen MARKETINGDIREKTOR, der selbstverantwortlich die Operation 100 in medialer Form in die Öffentlichkeit bringt – Fernsehen, Filme, Zeitungen, Blogs – was immer auch einem einfällt. Gleichzeitig können wir aber auch gleich EINHUNDERT MARKETINGASSISTENTEN gebrauchen, die nur eins machen: „Operation 100“ – Markierungen hinterlassen wo immer es geht … und erlaubt ist.

Das Gehalt für die zu besetzenden Positionen richtig sich nach den üblichen Sätzen für blauäugige Idealisten. Finanzielle Mittel dürfen mitgebracht werden.

So, das war es fürs Erste aus der überlasteten Marketingzentrale.

Und wen es sonst interessiert: Ja, meine Kinder sind wieder da – und glücklich. Kann jetzt also alles weitergehen wie gehabt.

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Kontakt:

info@operation100.de

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