Gutmenschen

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Studentenfutter #4: Gut und Gerne beknackt

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Meine Katze frisst zwar keine Nüsse, aber sie hat einen Heidenspaß daran, mit Nüssen Katz-und-Maus zu spielen. Bevor die Nuss, die ich schon vor einiger Zeit geknackt und beiseitegelegt habe, in ihre Krallen gerät und zu Sägespäne verarbeitet wird, schnippe ich sie also lieber ins Netz.

Jeder Gutmensch des anderen Menschen Wolf

Die Evolution hat ja nun ihren vorläufigen Höhepunkt hervorgebracht: Den Gutmenschen 4.0. Er erlaubt es sich zwar aus CO2-Gründen nicht, eine Katze zu halten so wie ich Bösmensch, aber er hat kein Problem damit, in seinem Wohnzimmer eine mehrere Meter lange und oberschenkeldicke Anakonda zu mästen, mit der er sich auch jeden Abend vor der Umnachtungsschau („Tagesschau“) in den Schlaf wiegt.

Was habe ich mich doch selbst empört, als dieses Wort „Gutmensch“ aufgetaucht ist. Dachte damals: Will man denn jetzt wirklich die ums Gute bemühten Menschen verächtlich machen? Inzwischen ist einiges Wasser den Bach runtergeflossen und ich sehe nun klarer, was der Pudelkern dieses „Guten“ ist. Gutes, für das man ja heute – im Gegensatz zu  Freiheits-, Friedens- und Menschenrechtsaktivisten früherer Zeiten – vollkommen ungestraft und mit vollem Rückenwind eines Systems, das Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnet, streiten und demonstrieren darf. Man bekommt vom System sogar Busse, Förderbudgets, Konzerttickets und Gratiseis zur Verfügung gestellt, um sich im Namen des „Guten“ zusammenzurotten und das „Böse“ zu bekämpfen: die Fortschrittsfeinde, die sich dem Guten und Gernen Leben in einer (neo)liberalen, digital transformierten, grenzenlosen, gegenderten und gechippten Smart City Gesellschaft verweigern, in der frei nach Thomas Hobbes jeder Mensch die Freiheit besitzt, des anderen Menschen Wolf zu sein.

Dass der politisch korrekte sogenannte „Gutmensch“ in Wirklichkeit nur ein Produkt der Kirche ist (deren Nachfolgeorganisation „Wissenschaft“ heute nahtlos alle kirchlichen Funktionen samt Inquisitionsapparat und päpstlichem Unfehlbarkeitsanspruch übernommen hat) und dass dieser Gutmensch in Wirklichkeit das regelrechte Gegenteil eines selbstbestimmten, mündigen und kreativen Menschen ist, der im Leben Neues und Nachhaltiges schaffen kann – um diese schmerzhafte Erkenntnis zu vermeiden, wird der Gender Madstream Surfer / Astroturfer alles tun: kratzen, beißen, spucken, geifern …

Er will der Welt Gutes tun und endlich alle Diskriminierung beenden. Doch wehe: Wenn man nicht dasselbe denkt wie der Gutmensch … ja dann wird man ihn kennenlernen, diesen Gutmenschen!

Der Gutmensch dient dem System und glaubt unbeirrt an die gute Sache, die dieses System zu sein vorgibt, selbst wenn ihm von diesem System bereits selbst das Fell über die Ohren gezogen wird und er den Abgrund vor sich sieht. Aber dieses gute und gerne System hat einen solch gewaltigen Sog, dass er sich ihm kaum entziehen kann. Was den Gutmenschen besonders begeistert: Er darf im Gender Madstream eines hochprofessionellen Meinungs- und Empörungsmanagements sogar für oder gegen etwas anbrüllen, ohne deswegen persönliche Folgen befürchten zu müssen, so wie das in der Geschichte bisher immer bei Freiheitskämpfern der Fall war. Der Gutmensch wird bei seinem neoliberalen Aktivismus sogar den vollen Rückenwind des Systems und der herrschenden Lehre des Infotainmentsystems von Medien, Regierung, Thinktanks, PR-Agenturen, Presssprechern, wissenschaftlichen Experten & sonstigen Talkmastern genießen. Dass er in diesem Karussell des Konsensmolochs (© Wolf Reiser) in Wirklichkeit einen Bärendienst erweist und nur als willkommener nützlicher – sagen wir Funktionär, um nicht das Vulgärwort Idiot strapazieren zu müssen, dazu beigetragen hat, dass die noch verbliebenen Umwelt- und Humanressourcen nun von konzernwirtschaftlich akkreditierten „Experten“ nach „streng wissenschaftlichen, evidenzbasierten“ Kriterien ausgeschlachtet werden können … diesen Gedanken muss der Gutmensch mit aller ihm zu Gebote stehender Kraft energisch verdrängen. Wie soll er/sie/es sonst abends noch abhängen und downchillen können? Noch dazu, wo die Morphine der Umnachtungsschau („Tagesschau“) trotz Steigerung der Dosis immer mehr an Wirkung verlieren?

Foto: pixabay/CC0

Das Lied der Woche – Watschn – Das Gutmenschen Lied – Chr. Holzhöfer

(Eigentlich heißt das Lied so:)
Diese bürgerlichen Linken & Grünen (Das „Gutmenschen“-Lied)

Wer hat die „Nase oben“ & kommt so überheblich daher
Wer denkt da immerzu, dass er was besseres wär‘
Wer wollte nie wie seine bürgerlichen Eltern sein
& wer gleicht den bürgerlichen Eltern, wie ’n Ei dem andern Ei

Wer interessiert sich für die Armen & Malocher doch nicht
Wer verachtet so derbe die Unterschicht
Wer labert so bescheuert abgehoben daher
Wer ist da so spießig bis zum geht nicht mehr

Wer kommt aus ach so gutem bürgerlichen Elternhaus
Wer wächst da so schön bürgerlich behütet auf
Wer geht nach dem Studium gleich in die Politik
Wer kennt keine körperliche Arbeit nicht

Wer ist da so befallen vom Gender-Wahn
Frisst Bio, tut dicke Bonzen-Klitschen fahren
Wer lässt keine andere Meinung zu
Wer nennt sich da „Gutmensch“, ach, ich bin ja so gut

Wer kommt auf so ’n Scheiß, wie ’n „Veggieday“
Die bürgerlichen Linken noch nicht, aber schon bald?!
Wen stört ’s, wenn wer ’n Zigeunerschnitzel bestellt
Wer macht so gerne Menschen lächerlich & verächtlich
Wer ist da politisch so über-korrekt

Wer schrie früher: Religion raus aus der Öffentlichkeit
& wer schreit heute ganz laut nach Religionsfreiheit
Wer hat was gegen alles, was den einfachen Menschen gefällt
Wer hält sich für den Nabel der Welt

Wer ist da so antideutsch bis zum geht nicht mehr
& wer kommt da wie eineiige Zwillinge daher
Wer nennt gleich jeden ’n Nazi, Rassist & Faschist
Wenn da mal wer einer andren Meinung ist

Wer instrumentalisiert die armen Flüchtlinge doch nur
Wer schreit da: Immer mehr! Nur nicht da, wo ich wohn‘
Ja! Wer handelt immer anders, als er da spricht
& wer hat da jede Asylgesetzverschärfung abgenickt

Wer ist für Rauchverbote & liebt den Krieg
Die Linken bald, die Grünen schon lange
Wer freut sich über Spenden von der Rüstungsindustrie
Die Linken bald, die Grünen schon lange
Wer hält die Nato für so mega-geil & ober-cool
Die Linken bald, die Grünen schon lange
Wer ist neoliberal & konservativ wie die CDU
Die Linken bald, die Grünen schon lange

Wer will die Menschen alle umerziehen
Ein jeder soll & muss doch so sein wie sie
Wer ist schlimmer als ’n Tripper oder Syphilis
Wer ist da im Lande der größte Egoist

Wer schwafelt von Frauen- & Minderheitenrechten daher
Wer liebt den Frauen- & Minderheiten verachtenden Islam so sehr
Wer predigt da Wasser & säuft doch nur Wein
Wer ist nie das, was er da vorgibt zu sein

Wer spuckt ei’m in jede Suppe ’nein
Wem darf man nicht trauen? Niemals! Nein!
Denn wer nennt sich da „Gutmensch“ & ist doch so schlecht
& wer denkt da, er hätte immer recht

Wer will doch auch nur vor den fetten vollen Trögen sitzen
Wer will doch auch nur, dass die Arbeiter für sie schuften & schwitzen
Wer gehört auch zu dem großen deutschen Einheits-Parteien-Brei
& wer wählt diese Parteien, diese widerlichen, die zwei

& warum wählen die Armen & Arbeiter die denn nicht
Diese bürgerlichen Linken & Grünen
Weil die ganz genau wissen, was das für ’ne fiese Bande ist
Diese bürgerlichen Linken & Grünen
Die größten Spießer im ganzen Land
Die bürgerlichen Linken & Grünen
„Gutmenschen“ … aber selbst ernannt …
Diese bürgerlichen Linken & Grünen

Clausnitz, der Flüchtlingsholocaust und der Gutmensch

Digital StillCamera

Montag, 22.2.2.16. Eifel. Clausnitz ist in aller Munde – und doch wird viel zu wenig darüber gesprochen: darüber, dass im Osten der Wilde Westen ausgebrochen ist. Szenen wie in einem Hollywoodkrimi … oder einem Endzeitdrama. Ein Bus der Regierung (so will ich das Gefährt gerade mal nennen) wird von fremden PKW´s zum Halten gebracht, seine Insassen bedroht, herbeieilende Polizei wird ausgelacht. Das staatliche Gewaltmonopol – Grundlage unseres friedlichen Zusammenlebens – wird ausgelöscht … wie auch zu Sylvester in Köln, was man nicht vergessen darf. Deutsche Leitartikler finden dazu viel zu spät klare Worte (siehe Spiegel):

„Es ist deshalb richtig, sich über die rassistischen Barbaren zu empören, denen jedes Gefühl fehlt und jede Regung, die den Menschen zum Menschen macht. Über jene, denen ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen.“

Ein Satz, den man nur unterschreiben kann … der allerdings viel zu spät kommt. Er hätte viel früher kommen sollen: zum Beispiel 1990, als das Drama unter Helmut Kohl anfing … jener Helmut Kohl, der traurige Berühmtheit erlangte, weil ihm anonyme Spender wichtiger waren als der Bürger, dem er durch Eid verpflichtet war (auch wenn heute eine neue Wahrheit gilt: die Spender gab es nie, dafür aber 10 Millionen Schwarzgeld für die CDU, die spurlos verschwunden sind – siehe Handelsblatt).

Jener Helmut Kohl, der den Bürgern im Osten „blühenden Landschaften“ versprach – zu Zeiten, in denen Ossiwitze Hochkonjunktur hatten. 1300 Milliarden Euro wurden bis heute in den Aufbau Ost gesteckt (zum Vergleich: das sind ungefähr 65 Jahre Hartz IV für 6,2 Millionen Menschen), Geld, von dem „der Ossi“ kaum etwas gesehen hat: es ging in die Taschen westdeutscher, kanzlernaher Baufirmen (die „Leistungsträger“ von heute, fett gemacht durch Steuergelder), die keine Hemmungen hatten, sich an Steuergeld fürstlich zu bereichern. 1300 Milliarden … das sind 70000 Euro pro Ostbürger. Geld, von dem die nichts gehabt haben – außer dass Menschen, denen ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen – allen Voran  der Elitenpöbel deutsche „Comedystars“ –  sich köstlich über sie amüsiert haben. 1300 Milliarden – das sind 1,3 Millionen neue Millionäre, die es geschafft haben, sich dank Niedriglohn polnischer Bauarbeiter (über die man auch seine Späßchen machen konnte … und heute noch macht) eine dicke Scheibe Steuergeld abgeschnitten haben, dank der sie jetzt mit ihrem Porsche Cayenne durch die Innenstadt protzen können. Zur Krönung der Demütigung der Bürger des Ostens wurde dann auch noch der Palast der Republik abgerissen: eigentlich ein historisches Wahrzeichen deutscher Geschichte.

Ein wenig später hätte man den Satz nochmal sagen können, wieder waren Barbaren am Werk, denen jedes Gefühl fehlt und jede Regung, die den Menschen zum Menschen macht. Über jene, denen ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen.

Mit einem Schlag wurde – aus völlig unerwarteter Richtung – die gute alte deutsche Arbeitslosenversicherung abgeschafft; bzw. genau gesagt die Arbeitslosenhilfe – jener Zustand, in dem man als „Selektierter“ und „Aussortierter“ wenigstens noch ein bischen Würde behalten durfte. Kanzler Schröder und sein grüner Vizekanzler verrieten ihre alten, linken Wählerschichten und die Intelligenz des Landes und errichteten ein Terrorregime der besonderen Art, führten unter großem Beifall von Wirtschaft, Presse Jim Rakete und Marius Müller-Westernhagen „Hartz IV“ ein, jenes Gesetz, dass bürgerliche Freiheiten wie die Unantastbarkeit der Wohnung, die Reisefreiheit oder die freie Berufswahl für einen großen Teil der Bevölkerung per Staatsgewalt außer Kraft setzte. Über allem thronte der blinde Glaube eines Idiotengottes, dass der deutsche Arbeitslose (im Schnitt über vierzig und schon leicht angekränkelt) es schafft – ohne großartige Vernetzung, ohne Kapitalgeber, ohne Bankenkredite, ohne weltumspannenden Informationsdienst, ohne Unternehmensberater oder hochbezahlten Fachkräfte aus dem Management – die Folgen der Globalisierung („massiver Arbeitsplatzabbau“) im Alleingang zu lösen.

Auch hierüber haben Sie sich wieder köstlich amüsiert, im Studio und daheim an den Bildschirmen … jene, denen ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen.

Nun – wir haben ja gelernt, dass wir kein Geld mehr haben – weshalb der „Ossi“ auch weniger Rente bekommt und weniger Gehalt … geradeso, als sei er eine Frau … und haben diesen Satz geglaubt – nur war er gelogen. 20 Milliarden Euro kostet Hartz IV dem Bundeshaushalt im Jahr, davon werden 6,2 Millionen Menschen versorgt … die Subventionen für die angeblich so leistungsstarke Leistungsgesellschaft liegen bei 165 Milliarden Euro im Jahr … einer binnenkonsumfreudigen Verdoppelung der Hartz IV-Regelsätze stünde also nichts im Wege, wenn man nur die Versagerwirtschaft mit ihren Abgastricks und Traumgehältern nicht weiter „pampern“ würde. Schon 9 Milliarden geben wir pro Jahr für die „In-Obhutnahme“ von Kindern aus (also: den ganz normalen Kinderklau des Jugendamtes): ein Riesenbusiness mit rasant steigenden Wachstumsraten. Einer der Gründe für Inobhutnahme ist übrigens Arbeitslosigkeit … hier führt der Geldmangel zur Kindeswohlgefährdung (siehe Welt), stellt aber ein gutes „Business“ für jene da, denen ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen.

Ja – wo wandern denn die Subventionen eigentlich hin? (siehe N-TV):

„Die obersten zehn Prozent verfügen über rund 53 Prozent des Vermögens.“ Manche Berechnungen gingen von mehr als 60 Prozent aus. „Über 42 Millionen Menschen in Deutschland sind zwar beschäftigt – ein Rekord“, sagte Huster. Doch es gebe verbreitet Armut trotz Arbeit.

„Doch 8 Prozent der Bevölkerung sind völlig abgehängt, und zwischen 16 und 20 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze.“

Die oberen zehn Prozent werden durch Steuergelder richtig reich gemacht – und durch viele für sie günstige Gesetze bei der Vermögenssteuer, der Erbschaftssteuer und der Vermögensförderung (erlassen unter anderem durch rot-grün bzw. schwarz-gelb), der Rest des Volkes zahlt die Zeche. Für den Rest des Volkes gilt: Massenarmut – und die harte Knute von Hartz IV, wenn man nicht schnell genug spurt. 2,47 Millionen Kinder in Deutschland leben unterhalb der Armutsgrenze (siehe Huffington-Post), haben kaum Chance auf gesellschaftliche Teilhabe, werden schon in der Schule wegen ihrer Armut diskriminiert (von Kindern, die kaum mehr haben) und sind weit weg davon zu jenen Facharbeitern zu werden, die wir angeblich so dringend brauchen.

Das ist die Alltagsrealität der „Barbaren“, über die sich die exzellent bezahlten Schreiberlinge der Millionärspresse jetzt auslassen, weil … diese Menschen einfach die Schnauze voll haben … wie schon 1932. Deshalb laufen der AfD in Scharen Wähler zu, die – laut deren Parteiprogramm – dort gar nicht finden, was sie suchen.

Vor fünf Tagen habe ich mal ein Experiment gemacht … und bei Yahoo (inzwischen gelöschte) Kommentare gelesen, es ging um steigende Krankenkassenbeiträge „wegen der Flüchtlingskrise“. 132 Kommentare waren es – und ich erwartete eine Flut an Hassmails über „Flüchtlinge“ … jene Mails. wegen denen man bei vielen Artikeln des „Spiegel“ schon gar nicht mehr kommentieren darf. Ich war jedoch überrascht: vielleicht zehn Kommentare hatten konkret und deutlich was gegen Flüchtlinge (im Sinne von „Ausländer ´raus“) … der Rest wendete sich gegen die Regierung, gegen den trägen Klotz der Einheits- bzw. Blockparteien, die beim Thema „Erhöhung der Rekorddiäten“ stets eine geschlossene Front bilden. Das war eine beeindruckende Erfahrung … im Kern der angeblichen Flüchtlingsfeinde den voll verarschten Regierungsgegner zu finden.

Ja – hätte man noch ein Mindestmaß an Humanität, an Verständnis dafür, wie es jenen geht, wie jene sich fühlen die durch Staatsgewalt und Lobbyismus alles verloren haben: man hätte voraussehen können, dass diese Menschen auf die persönlichen Gäste der Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mit Applaus und Rosensträußen reagieren. Überhaupt hätte man mal mit dem Bürger reden können – anstatt nur über sie. Was wäre es für ein großer Schritt gewesen, zu sagen: ok, wir haben verstanden, dass hier alles ziemlich aus dem Ruder gelaufen ist … und jetzt, wo wir neue Menschen aufnehmen, erhöhen wir den Mindestlohn auf 11 Euro die Stunde (das kleine Luxemburg schafft das ja auch), den Hartz-Regelsatz auf 600 Euro (auch für Kinder), die zulässigen Gesamtmieten um 100 Prozent (um der Angst vor der stetig mehr Menschen betreffenden Obdachlosigkeit effektiv entgegen zu wirken) …. was ja auch viel Platz für Neubürger schafft. Finanzierbar wäre das sehr leicht, wenn man die Subventionen für die Industrie auf Null fährt: eine Wirtschaft, die so von den Ärmsten der Armen gestützt werden muss, braucht kein Volk. Außerdem führen wir eine Volksabstimmung darüber durch, wie vielen Neubürgern wir ein Siedlungsrecht einräumen, lassen abstimmen, ob wir angesichts des großen Kindermangels nicht wirklich ein Einwanderungsland werden sollten. Immerhin: es geht um eine „Zeitenwende“, die „Deutschland für immer von Grund auf verändern und das alte Deutschland verschwinden lassen wird“ (siehe Huffington Post), da sollte der Bürger sich doch mal Gedanken drüber machen dürfen.

Doch was wurde getan? Man hat sich – wie bei der Osterweiterung der BRD und bei Hartz IV – für das Prinzip „Nötigung“ entschieden: „friss oder stirb“ heißt die Devise, die man sonst nur aus totalitären Staaten kannte. Das die so servierten Flüchtlinge dann vom Bürgerkriegsland in ein Feindesland kommen, wo sie stellvertretend jenen Hass abbekommen, der eigentlich einer dekadenten Lumpenelite gilt, die auch die Flüchtlingskrise selbst als clevere Geschäftsidee begreift, um an große Mengen Steuergelder zu kommen (siehe Süddeutsche), wird gern übersehen. Es war ja auch niemand daran interessiert, mit den Menschen zu reden, niemand war daran interessiert, jene zu verstehen, die alles verloren haben … und noch heute auf die verprochenen „blühenden Landschaften“ warten.

Auch das Gesprächsniveau war (und ist) bundesweit jenseits jeglicher demokratischer Kultur: jeder, der die unorgansierte und gedankenlose Flüchtlingspolitik nicht völlig begeistert mitträgt, jeder, der zu vorsichtigem und differenziertem Denken anregt, ist ein „Nazi“, jeder, der nahelegt, das wir hier (allein schon als Ausbeutungs- und Fächenvernichtungsweltmeister in touristisch wertvollen Gebieten) der Verpflichtung stehen, Hilfe zu leisten, ein „Gutmensch“: dabei täte man gut daran, wesentlich differenzierter über das Problem „Flüchtlinge“ nachzudenken, bevor man entscheidet, aus einem der dichtbevölkertsten Länder der Erde mit einer ungerechten Vermögensverteilung, wie sie totalitären Dritte-Welt-Ländern entspricht spontan und unvorbereitet ein Einwanderungsland zu machen … ähnlich Kanada (das 28mal größer ist – bei weniger als der Hälfte der Bevölkerung).

Die Gedankenlosigkeit der „Gutmenschen“ (die sich aktuell daran gefallen, sie anläßlich einer noblen Party im Berliner Konzerthaus bei feinstem Essen und teuerstem Geschirr in güldene Rettungdecken zu wickeln – siehe Morgenpost) – was für ein Gaudi für jene, denen ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen – denen jedes Gefühl fehlt und jede Regung, die den Menschen zum Menschen macht – wird nun einen Holocaust nach sich ziehen, der alles bei Weitem übertreffen wird, was Europa und die Welt bislang gesehen hat.

Schon jetzt haben wir Tote zu verantworten … jeden Tag (siehe FAZ):

Deutschland habe sogar „trotz bester Absichten Tote auf dem Gewissen“. Denn viele Menschen hätten Merkels Worte als Einladung verstanden „und sich danach erst auf den gefährlichen Weg gemacht, haben ihre Ersparnisse geopfert und ihr Leben dubiosen Schleppern anvertraut“, kritisierte Collier. Europa müsse „einen radikalen Schwenk in der Kommunikation“ machen.

Die Rede ist von „mehreren hundert Millionen Menschen“. Menschen, die sich in das Land der Barbaren aufmachen – und zu tausenden, zehntausenden, hundertausenden auf dem Weg umkommen werden, während unsere Industrie schon wieder alte Selektionsträume hegt und jetzt schon rechnet, welchen Gewinn man aus jenen schöpfen kann, die man aus der wandernden Masse als Leistungsträger ausselektieren will … als wären wir wieder in Auschwitz an der Rampe.

Doch was ist mit dem Rest? Was geschieht mit jenen, wenn der „Gutmensch“ merkt, dass die zur Millionenkaste der ignorierten, verachteten „Hartzer“ gehören – jenen Menschen, die man am liebsten gar nicht mehr im Land hätte, weil die stinken, rauchen, saufen und häßlich sind. Was geschieht, wenn der Gutmensch merkt, dass sie seine Beamtenpensionen in Gefahr bringen (die liegen bei 3000 Milliarden Euro – also gut 200 Jahre Hartz IV für 6 Millionen Menschen – siehe Welt … wir wissen schon heute, dass wir das nie bezahlen können)?

Ich misstraue – nach den Erfahrungen mit der „Einheit“ und mit „Hartz IV“ – den Intentionen des „Gutmenschen“ so sehr wie jenen der „Nazis“. Sicher, es ist schön, wenn die in Belgien geborene Ursula von der Leyen (ja, genau: jene Frau, die in Niedersachsen als erstem Bundesland das Blindengeld komplett gestrichen hatte – siehe dvbs)  einen Syrer bei sich aufnimmt … und in Folge 130 Milliarden Euro für Rüstung ausgeben will (natürlich Steuergelder, siehe Spiegel) … und so die Flüchtlingsursachen weiter anheizt, es ist auch schön zu sehen, das Carsten Maschmeyer eine Familie bei sich aufnimmt – nachdem er und seine Milliardärsgenossen den deutschen Staat mit „Cum-Ex-Geschäften“ um 12 Milliarden Euro erleichtert haben (immerhin: 7 Monate Hartz IV für 6,2 Millionen Menschen), mich begeistert ja aber auch die NPD nicht, selbst wenn die in Mecklenburg-Vorpommern die große Sozialpartei gibt und beim Ausfüllen der Hartz IV-Anträge hilft.

Ich habe auch einen weiteren Grund, den „Gutmenschen“ zu misstrauen: 100 Millionen Tote stehen uns bevor … ein Flüchtlingsholocaust (siehe Standard):

„Wenn die globalen Durchschnittstemperaturen so steigen wie zuletzt, werden bis zum Jahre 2030 mehr als hundert Millionen Menschen an den direkten Folgen – Dürre, Trinkwassermangel, Ernteausfall, Armut und Krankheit – sterben. 100 Millionen sind keine Bagatelle, nicht die Folge eines Verkehrsunfalls auf der Inntalautobahn. 100 Millionen sind mehr als die Opfer beider Weltkriege. Falls Sie diese Nachricht nicht wahrgenommen haben, grämen Sie sich nicht. Sie wurde ihnen vorenthalten.

100 Millionen Menschen in 14 Jahren: das ist jedes Jahr ein kompletter Holocaust wie sechs Jahre Nazizeit … an Armen.

Der Autor – der Schriftsteller Illja Trojanow – weiß noch mehr über „überflüssige Menschen“:

Die russische Zeitschrift Ekologitscheski Postmodern („Ökologische Postmoderne“) publizierte vor einigen Jahren einen Artikel, der u. a. eine Tabelle für das Jahr 2007 über „Länder der Welt mit überflüssiger Bevölkerung“ enthielt. Es wurden insgesamt 107 Staaten aufgeführt, in denen über 80 Prozent der Weltbevölkerung beheimatet sind, 5.470.982.000 Seelen, bei einer „biologisch zulässigen Bevölkerung“ von 1.922. 121.200. Die “ Überbevölkerung“ betrug demnach 3.548.868.800. Besonders großen Überschuss verzeichnen China (860 Mio.) und Indien (938 Mio.). Dort werden Sparpakete der besonderen Art erforderlich werden.

Sparpakete … wie in Griechenland, jenem europäischen Land, dass gerade erlebt, wie gut der deutsche „Gutmensch“ wirklich ist: da sterben die Kinder wie die Fliegen – im Dienste der Rendite des Gutmenschen, jener Menschen, denen – wie die zurecht als Barbaren gescholtenen Nazis – ein Mindestmaß an Humanität fehlt, dieses kleine bisschen Großzügigkeit und der Versuch, wenigstens zu verstehen, wie es denen geht, die alles verloren haben, wie sie sich fühlen.

Noch können wir diesen Holocaust an mindestens 100 Millionen Menschen noch aufhalten. Dafür müssten wir zuerst allerdings eine „kopernikanische Wende in der Enwicklungspolitik vollziehen“  und die wahren Armutsursachen bekämpfen (sehe FAZ):

die „unkontrollierte Macht des Staates über arme Menschen ohne Rechte“.

Und hierin ist vielleicht auch die Lösung für Deutschland verborgen: vielleicht wären wir viel weniger barbarisch, hätten wir nicht ebenfalls diese unkontrollierte Macht des Staates über arme Menschen ohne Recht. Dann bräuchten sich auch deutsche Polizisten nicht im eigenen Land vor deutschen Bürgern fürchten zu müssen – und Flüchtlinge müßten nicht Schutz im Feindesland suchen.

PS: dem Herrn Diez verdanke ich jenen oben oft zitierten Satz über unsere Barbaren. Ich bitte um Verzeihung dafür, dass ich ihn mir geliehen habe, um die ganze Dimension unserer Barbarei aufzuzeigen, die aktuell die Flüchtlinge ausbaden müssen … und so vom Regen in die Traufe kommen – oder vom Schlauchboot nach Clausnitz.

PS 2: Ich hoffe, es ist klar geworden, dass ich zwischen guten Menschen und Gutmenschen eine deutliche Trennlinie sehe … aber zwischen Nazis und Gutmenschen weniger. Werde mich dem nochmal näher widmen – doch jetzt gilt es erstmal, den Holocaust aufzuhalten … diese hundert Millionen schaffen es nie bis Europa.

PS 3: mir ist völlig klar, dass an den Eu-Grenzen in Zukunft geschossen werden wird – auch wenn sich jetzt noch viele darüber aufregen. Jedem, der „Obergrenze“ sagt, muss klar sein, dass dann vor den Zäunen Millionen im Matsch verhungern … und verwesen. Wir werden – aus Blödheit und Ignoranz – die größte humanitäre Katastrophe der Menschheitsgeschichte bekommen, wenn wir unseren Ausbeuterkurs nicht ändern.

 

 

 

 

 

 

 

Politisch korrektes Mitläufertum

Jede undemokratische Zentralregierung benötigt politisch korrekte Mitläufer, die das System unterstützen. Das neosozialistische Bürger- und Spießertum sieht sich selbst nicht als Täter, dennoch hilft es der Erhaltung eines abartigen Machtsystems.

Es werden Keulen geschwungen

Ein Artikel von JennyGER

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Gott spielen

Die Philosophie kann manchmal seltsame Blüten hervorbringen:

„Wäre das kontrollierte Auslöschen der fleischfressenden Arten eine gute Sache?“, ist das Thema seines Blog-Essays mit dem Titel The Meat-Eaters, den die New York Times als Diskussionsanstoß veröffentlichte. Ausgangspunkt und Herz seiner Überlegungen ist das große Leiden all jener Tiere, die den Fleischfressern zum Opfer fallen. Und natürlich kommen auch die fleischfressenden Menschen mit ihren Tierfabriken darin vor. Dass es für Menschen angesichts des Leidens der Tiere unbedingt geboten ist, Vegetarier zu werden, versteht sich in der McMahan-Ethik von selbst.
Doch das reicht nicht. McMahan stellt sich vor, dass wir eines Tages die ökologischen Zusammenhänge richtig gut verstehen und dazu genetische Manipulationsfähigkeiten haben, die ebenso sehr viel weiter als jetzt entwickelt sind. So dass die Menschen dazu imstande wären, die Tierwelt – in aller Behutsamkeit – evolutionstechnisch so zu arrangieren, dass wir die fleischfressenden Arten allmählich durch pflanzenfressende ersetzen.“

Kommt bestimmt gut, wenn Wespen keine toten Mäuse und Hyänen keine toten Zebras mehr fressen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33346/1.html

Das Rätsel der drei Muscheln

Da dies Video grade durch die Blogs gescheucht wird…

 

In der Welt der Gutmenschen

 

Das wird schön, wartet nur ab.

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