Grossmann

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Ukrainische Verhältnisse in Deutschland – und Kriegsgefahr in Europa. Wem nützt´s? Wen stört´s?

Ukrainische Verhältnisse in Deutschland - und Kriegsgefahr in Europa. Wem nützt´s? Wen stört´s?

Freitag, 21.2.2014. Eifel. Die Meldungen aus der Ukraine werden von Tag zu Tag dramatischer. Wir kennen sie schon aus Lybien, Ägypten und Syrien: „Scharfschützen auf den Dächern erschießen harmlose Demonstranten“. Wie auch in Lybien, Ägypten und Syrien sind die Demonstranten alles andere als harmlos, siehe Spiegel:

Das Hotel, in dem viele Journalisten wohnen, war auch von den Kämpfen betroffen. Es liegt an der Institutska-Straße, die ins Regierungsviertel führt. Mehrere Kugeln schlugen auch in Zimmern ein, in denen Reporter logieren. Männer vom Maidan bezogen in den oberen Etagen Position und feuerten auf Polizisten.

Im selben Artikel werden auch die Aktionen der Scharfschützen der Polizei beschrieben:

Vor dem Hotel steht Irina, 48, eine Frau aus Kiew. Ihr Sohn wurde am Morgen verletzt. Er wurde von einer Kugel an der Stirn getroffen, zum Glück war es nur ein Gummigeschoss.

Das hatten wir schon gestern gelesen: spricht man mit Demonstranten selbst, so erwähnen sie nur, von Gummigeschossen getroffen zu sein. Die martialisch ausgestatteten Demonstranten jedoch schießen mit scharfer Munition. Wo sie die wohl herhaben? Woher stammen die Helme, die Schutzschilde? Gestern war es der Pfarrer Haska, der uns direkt vom Ort des Geschehens berichtet hat, siehe Spiegel:

Die Maidan-Wache konnte nicht alle Steinwürfe verhindern. Es fiel aber schon auf, dass die Polizei sofort darauf geantwortet hat, mit massiver Gewalt. Da waren sofort Berkut-Scharfschützen auf den Dächern, die mit Gummigeschossen auf die Demonstranten geschossen haben.

Sicher – wir mögen diese Geschichten: gute Menschen stehen auf gegen den bösen Diktator, der mit brutaler Gewalt zurückschlägt. Ich mag diese Geschichten auch – bin mit Che Guevarra und Fidel Castro groß geworden – und weil wir sie so mögen, erzählt man sie uns auch … jedes mal. Wir sind dann jedesmal ganz gerührt und stehen sofort auf der Seite der Nato, die die Demonstranten massiv unterstützt.

Halten wir hier aber mal einen Moment inne – und lassen uns nicht von dem mit synthetischen Geschmacksstoffen versetzten Nachrichtenaufguss in einen Zustand gläubiger Extase versetzen.

Erinnern wir uns nochmal kurz daran, was geschehen war – und zitieren wieder ein seriöses Leitmedium des deutschen Journalismus, den Spiegel:

Wütende Anhänger der proeuropäischen Opposition setzten mehrere Einsatzfahrzeuge und Spezialtechnik in Brand. Die Ausschreitungen dauerten auch nach mehr als fünf Stunden an. Es gab mehrere Festnahmen.

Am Nachmittag und Abend standen sich Regierungsgegner und die Polizei gegenüber. Hunderte mit Holzknüppeln ausgerüstete und mit Masken vermummte Oppositionelle wollten eine Polizeiabsperrung durchbrechen und das Parlamentsgebäude stürmen. Gegen Ende der Kundgebungen warfen die Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz, dem Maidan, Steine und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte. Sie versuchten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und Einsatzbusse umzustoßen. Die Sicherheitskräfte setzten Blendgranaten und am späten Abend auch einen Wasserwerfer ein – bei etwa minus acht Grad Celsius.

Gummigeschosse … und erst ganz spät Wasserwerfer. Sehr sozial – angesichts der Temperaturen. In Deutschland haben wir die Wasserwerfer schneller auf der Straße – sie schießen auch schon mal Augen aus. Aber Deutschland ist „gut“, da darf so etwas schon mal passieren.

Was wäre, wenn 100 000 deutsche Demonstranten mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei in Deutschland anzünden würden, sich – gegen geltende Gesetze – vermummten und mit Knüppeln bewaffneten, um das Parlamentsgebäude zu stürmen? Wie würde die Polizei reagieren – wenn Beamte systematisch mit Molotowcoctails und selbstgemachten Flammenwerfern angegriffen werden? Würden sie auch mit Wasserwerfern oder Gummigeschossen antworten?

Ich denke nicht, da mir die Aussage eines Polizisten während der Blockupy-Demo in Frankfurt noch in Erinnerung ist, siehe Frankfurter Rundschau:

Ob der Polizist denn Angst vor ihm habe, will der junge Mann wissen. „Nein, wenn Sie mich angreifen, erschieße ich Sie“, blafft der Beamte. „Eine Kugel zwischen die Augen, und gut is‘.“

Der junge Mann hatte noch nicht mal einen Holzknüppel, geschweige denn einen Molotowcoctail. Molotowcoctails können schwerste Verbrennungen hervorrufen, die äußerst schmerzhaft sind. So barbarisch sind nur noch wenige Armeen, die ihre Flammenwerfer größtenteils verschrottet haben. Stellen Sie sich einfach mal vor, jemand würde Sie mit Benzin übergießen und sie dann anzünden – hätten sie da nicht gerne zuvor eine Schusswaffe zur Hand? Wie „friedlich“ sind eigentlich die Proteste, die mit solchen Waffen gezielt Menschen attackieren? Verlangen wir wirklich von unkrainischen Polizisten, das sie ruhig stehenbleiben, wenn Molotowcocktails auf sie zufliegen?

Offenbar ja. Führende deutsche Politiker haben kein Problem mit solchen Aktionen, wie z.B. Joschka Fischer – der Mann der Deutschland wieder zu Bombadierungen im Ausland verhalf. Dank der Zeitschrift Stern haben wir einen Livebericht über die Erfahrungen mit Molotowcocktails:

„Es war alles friedlich, keine Vorkommnisse, plötzlich blieb das Ende des Demonstrationszugs am Roßmarkt stehen. 40, 50 Leute drehten sich wie auf Befehl rum und warfen die ersten Molotowcocktails. Es ist nicht schön, diese Dinger auf dich zukommen zu sehen. Da kommt Panik auf. Die haben ganz gezielt geworfen. Es wurde massiv auf das Auto geworfen, als ich rauswollte, explodierte neben meiner Fahrertür ein Molotowcocktail. Da war plötzlich eine meterhohe Flammenwand, sie schlug über das Auto. Ich will deshalb also bei der Beifahrertür raus, verhake mich, da schlägt rechts oben am Holm ein Flasche ein, alles ergießt sich ins Auto, das Auto brennt, ich brenne, irgendwie komm ich raus und bin weggerannt. Meine Kollegen sind hinter mir her, haben mich umgeworfen und mich gelöscht. Ich schrie meine Kollegen an: ‚Erschießt mich! Erschießt mich!'“

60 Prozent seiner Haut waren zerstört, Oberkörper, Arme, Beine, alles, bis auf sein Gesicht, Jürgen Weber war einer der ersten Menschen, die eine solch massive Verbrennung überlebten. Und er sagt nochmals: „Fischer ist für mich der geistige Täter.“

Man fängt an, ein wenig Verständnis für jenen Frankfurter Polizisten zu entwickeln, der lieber zuerst schießen will – bevor er bei lebendigem Leibe verbrannt wird.

Und wie waren die Verhältnisse in der Ukraine noch einmal genau? Darf ich dazu die Tagesschau zitieren?

Wie immer die Krise in der Ukraine ausgeht, einige Männer im Hintergrund werden mitreden. Es sind reiche Geschäftsleute, die die Medien beherrschen und die Politik beeinflussen. Dieses Oligarchentum ist eine schwere Bürde – nicht nur für die Ukraine.

Nicht nur für die Ukraine? Schauen wir mal kurz bei der Bundeszentrale für politische Bildung vorbei – auch dort schaut man nach dem Oligarchentum in der westlichen Politik:

Dass der Elitenwettbewerb Kartellbildungen, Wettbewerbsverzerrungen und der Manipulation des Wählerwillens unterworfen ist, wurde zuletzt durch den britischen Soziologen Colin Crouch hervorgehoben. Für ihn steht fest, dass in vielen westlichen Ländern die demokratischen Institutionen nicht weiterentwickelt, sondern im Gegenteil an Substanz verlieren würden. Politik verkomme zum Medienspektakel, während wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen unbeobachtet von der Öffentlichkeit im Inner Circle der Eliten aus Wirtschaft und Politik getroffen würden.

Auch in Deutschland lassen sich ähnliche Phänomene beobachten.

Ähnliche Phänomene? Zum Beispiel die seltsamen Konstellationen um den Fall Edathy?

Darf ich auch nochmal den Stern zitieren? Er klärt uns über ein paar Randerscheinungen zum Phänomen Joschka Fischer auf:

Bei einem Fest in Berlin dröhnte der damalige RWE-Boss Jürgen Großmann, mit dem Finger auf Fischer zeigend: „Den habe ich auch gekauft!“

Dabei haben die Ukraine und Deutschland neben ihren Oligarchen und dem Vermummungsverbot für Demonstranten (welches entsetzlich ist, wenn es die ukrainische Regierung bestimmt) noch mehr Gemeinsamkeiten: wie Deutschland wird die Ukraine langsam zu einem Weltbordell … so jedenfall berichtete der Spiegel noch im Jahre 2009:

Mit rabiaten Mitteln kämpft die Gruppe Femen gegen Sextourismus und Prostitution in Kiew. Die Studentinnen und Schülerinnen ziehen sich aus, warnen Ausländer, werfen mit Schlamm oder Torten. Ihr Schlachtruf: „Die Ukraine ist kein Bordell!“

Ja, die haben das gleiche Problem wie Deutschland: man wird als Land zum Bordell, das von im Hintergrund wirkenden mafiaähnlichen Paten regiert wird und von ausländischen Politikern „gefickt“ werden soll.

In der Ukraine gibt es dagegen Proteste – weil es mächtige Interessengruppen gibt, die dafür bezahlen. In Deutschland gibt es keine Proteste, weil die bürgerlichen Oppositionsparteien (nicht die Parteiausstülpungen des Oligarchenblocks) wie die 5-Sterne-Bewegung keinen Finanzier finden – und in Zeiten grassierender Armut und (gut versteckter) Massenarbeitslosigkeit auch nicht von Parteibeiträgen leben können.

Und was lernen wir daraus?

Das die Welt von Geldern und Gewalten regiert wird, die wir noch nicht mal im Ansatz erahnen können. Nur manchmal scheinen durch die Berichte der gleichgeschalteten Presse Informationen durch, die – anders als gewünscht verknüpft – einen Blick auf ein unglaubliches Puppentheater werfen.

Was lernen wir noch?

Wer die politischen Verhältnisse in Deutschland ändern will, braucht sehr viel Geld – nur so kann dem „Inner Circle“ die Macht entrissen und die Demokratie wiederbelebt werden.

Ein Blick auf Deutschlands Oligarchen?

Gern. So geheim sind die inneren Zirkel gar nicht, sind auch illustre Spaßvögel aus den Medien und dem Fussball darunter, siehe Manager Magazin über die „geheimen Machtzirkel“der Manager:

Die Runde ist derart diskret, dass die Beteiligten deren Existenz am liebsten mannhaft leugnen würden. 

So zählen folgende Dax-Chefs dazu: Johannes Teyssen (51, Eon), Frank Appel (49, Post), Martin Blessing (47, Commerzbank), Kasper Rorsted (48, Henkel). So sind folgende Großkaliber dabei: Hartmut Ostrowski (52, Bertelsmann-Chef), Oliver Bäte (45, Vorstand Allianz), Günther Jauch (54, TV-Eminenz), Oliver Bierhoff (42, Fußballmanager). So rundet das Gremium folgender Unternehmsberater ab: der Kölner McKinsey-Direktor Klaus Behrenbeck (43).

Und die regieren, egal, wen man wählt.

Kehren wir zurück in die Ukraine, über die wir so genau Bescheid wissen, weil jeden Tag hundert Artikel die selbe Botschaft verbreiten, die auch Grüne gerne hören: arme, alte, kranke Menschen im Aufstand gegen ein kaputtes, korruptes, menschenfeindliches System, das von einer Hand voll Oligarchen von Hinterzimmern aus regiert wird. Begleiten wir nochmal einen Spiegelredakteur zu einem Interview, diesmal zu einem mit einer Vertrauten der Regierung. Wieder einmal konzentrieren wir uns darauf, was er selbst persönlich wahr nimmt … und nicht, was er meint, sehen zu müssen:

Das Treffen ist am Morgen geplant, der Waffenstillstand beginnt gerade zu bröckeln. Den unmittelbaren Ausbruch der Kämpfe habe ich nicht beobachtet. Auf dem Weg zum Interview mit Bondarenko stürmen plötzlich Männer der berüchtigten Berkut-Einheit an mir vorbei. Sie ziehen sich ungeordnet vom Maidan zurück, manche wirken panisch. Sie seien beschossen worden, sagt ein Kommandeur.

Wieder: Schüsse von Demonstranten auf die Polizei. Das Interview kann nicht wie geplant stattfinden: es droht Lebensgefahr:

Die Polizei räumt Hals über Kopf das Regierungsviertel. Jelena Bondarenko springt in ihren Jeep, „aus Angst, dass die Banditen jetzt kommen“. Damit meint sie die Demonstranten vom Maidan, die in Richtung Parlament vorrücken.

Man hat auch allen Grund, sich zu fürchten:

Auf dem Maidan stehen inzwischen ja nicht mehr friedliche Demonstranten. Das sind Vandalen, Brandstifter, bewaffnete Extremisten. Unsere Parteizentrale wurde in Brand gesetzt. Einer unserer Mitarbeiter wurde totgeschlagen, ein Elektriker, der die Glühbirnen im Büro austauschen wollte. Unsere Sicherheitskräfte reagieren nur auf Provokationen, auf Übergriffe der Radikalen.

So die Meinung der interviewten Politikerin. Natürlich ist sie böse – und der Journalist läßt keine Gelegenheit aus, auch darauf hinzuweisen. Und doch stellt Jelena Bondarenko eine Frage, auf die sie keine Antwort bekommen wird, weil – na, sie halt „böse“ ist und sagen kann, was sie will.

Es geht ihnen nicht um Reformen. Jetzt sitzen wir in meinem Wagen. Wir sind jetzt aus dem Regierungsviertel geflohen, weil der Maidan vorrückt. Würden deutsche Behörden zulassen, dass Abgeordnete des Bundestags aus dem Reichstag fliehen müssen?

Keinesfalls würden deutsche Behörden das zulassen – deren Vertreter haben in Frankfurt schon bewiesen, dass ihnen die Waffe viel lockerer am Halfter sitzt als ihren Kollegen in der Ukraine. Aber: wie auch in der Ukraine haben hier Oligarchen einen enormen Einfluss auf Medien, brüsten sich öffentlich damit, Minister kaufen zu können – und die grünen Minister freuen sich. Dank Madelaine Albright ist er auch gut im Geschäft – und sehr reich geworden, nochmal Stern:

Dass er so gut im Beratungsgeschäft ist, verdankt Fischer vor allem einer alten politischen Freundin: der Ex-US-Außenministerin Madeleine Albright. Mit deren Consultingfirma arbeitet er, wie es auf seiner Firmen-Homepage heißt, „im Rahmen einer strategischen Partnerschaft“ eng zusammen, Albrights Name steht für ein unbezahlbares Netzwerk, ihr Name öffnet die Türen zu Wirtschafts- und Politikführern auf allen Kontinenten.

Ach ja – Frau Albright. Wenn wir über die Ukraine und Deutschland reden, sollten wir Menschen wie sie nicht vergessen – Menschen, die uns (wie Frau Nuland) in gewissen unkontrollierten Momenten einen tiefen Einblick in das Denken unserer Freunde jenseits des Atlantiks erlauben, siehe Fembio:

„Die zentrale außenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von freundlichen Worten bis zu Marschflugkörpern.“

„Einige Amerikaner haben die UNO noch nie gemocht, weil es dort so viele Ausländer gibt.“

Und dann gibt es noch den häufig zitierten Satz:

die Sanktionen gegen den Irak seien den dafür gezahlten Preis wert – Tod von über einer halben Million Kinder.

Sollte Joschka Fischer wirklich der geistige Vater des Brandattentats sein, hätte er hier eine Schwester im Geiste gefunden.

Fünf Milliarden Dollar sollen die USA für den „Widerstand“ in der Ukraine ausgegeben haben – eine Geste guten Willen, bevor Marschflugkörper eine halbe Million Kinder ausradieren. Demokratisch gewählte Politiker flüchten in panischer Angst – doch in Deutschland erzählt man eine andere Geschichte.

Warum?

Weil sich die Verhältnisse in Deutschland möglicherweise gar nicht so sehr von denen in der Ukraine unterscheiden, weil nicht nur in der Ukraine dafür gesorgt wird, dass die Interessen der USA unter allen Umständen gewahrt bleiben – wir können das nur nicht sehen, weil unsere Oligarchen stramm an der Seite der Oligarchen der USA stehen – und nur über jene Dinge schreiben, die dazu dienen, die Interessen der USA zu wahren.

Als Dank für den strammen Gehorsam werden unsere Polizisten nicht mit Benzin übergossen, sind aber selbst schon bereit, jeden Widerstand gegen die Oligarchie mit einem Schuss zwischen die Augen zu beenden – oder sehe ich das falsch?

Es ist auch kein Geheimnis, wie der große Plan der Regisseure aussieht, siehe Spiegel:

Brzezinski drückt damit eine bis heute gültige amerikanische Strategie aus: Die USA wollen Russland auch in seiner unmittelbaren Nachbarschaft so weit wie möglich zurückdrängen. Spielen die Europäer dabei etwa in der Ukraine mit und verschlechtern sich deren Beziehungen zu den Russen, kann dies den USA nur recht sein.

Ohne die Ukraine – das weiß man in Washington und Moskau – ist Russland im Falle eines Angriffes kaum noch zu verteidigen. Hat Putin Albright ernst genommen, weiß er, dass er Angriff kommen wird  – zur Not erstmal durch 100 000 Demonstranten. Das sind in Wirklichkeit gar nicht so viele Menschen. In der Ukraine liegen auch noch sowjetische Truppen, die Schwarzmeerflotte braucht die Häfen der Krim – kann also auch dort ganz schnell zu Eskalationen kommen.

Darf also Moskau die Vereinnahmung der Ukraine durch Vitali Klitschko einfach so hinnehmen … oder wird es – dank panischer Angst vor den nächsten Schritten – Truppen nach Kiew schicken?

Wann wird Merkel dann die Bundeswehr zur Rettung Klitschkos entsenden – und wann wird offiziell der nächste Weltkrieg erklärt, weil Russland um seine Sicherheit bangt?

Werden wir erst erfahren, wenn der Einberufungsbefehl im Briefkasten liegt – unsere Oligarchen narkotisieren uns mit dämlichen Shows, blödem Fussball und steigenden Preisen – das hält uns beschäftigt, selbst wenn wir arbeitslos sind.

Deutschland ist wie die Ukraine ein wichtiger Bauer im Spiegel Washington gegen Moskau – und die Ukraine soll nun auch Aufmarschgebiet für US-Truppen werden.

Spielchen, die an 1914 erinnern, dem Jahr, in dem das erste große Bürgerschlachten eingeläutet wurde.

Von Oligarchen.

Fußball-WM 2010: Deutschland verliert! Putz´ mir den Pool!

Wenn meine Informanten mich korrekt unterrichtet haben, so spielt heute die Fußballmannschaft der BRD gegen irgendwen in Südafrika. Ich habe es ja nicht so mit Fußball, ich muß arbeiten.  Für derartige Vergnügen lassen mir Job, Familie und Garten keine Zeit. Aber in einem Land von 80 Millionen Einwohnern, von denen 53 Millionen  keiner versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen und 27 Millionen den Kommödiantenstadel in Berlin und anderswo finanzieren, werden sich schon genug vollversorgte Zuschauer finden.  Heute ist auch Samstag, da haben die Tafeln geschlossen, die Beschäftigungsprogramme der ARGEn machen Pause so daß auch die Arbeitslosen Zeit haben, den Ball zu verfolgen.

Eigentlich kann man jetzt schon sagen, wer verlieren wird: Deutschland. Auf  jeden Fall. Je deutscher die Deutschen werden (und es wird ja immer schwarz-rot-goldener im Land, ich warte schon auf die Show „Deutschland sucht den Superdeutschen“) umso mehr Kröten dürfen sie schlucken, aktuell ist es diese:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E7E91AC4A20D04D9CAE99A02F9A3A0180~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Koalition will bei den gesetzlichen Krankenkassen den Beitragssatz offenbar wieder erhöhen. So ist eine Anhebung des einheitlichen Beitragssatzes auf 15,5 von derzeit 14,9 Prozent des Bruttolohns angedacht.

Hoffentlich gewinnen die Deutschen heute nicht … und erst recht dürfen sie nicht Weltmeister werden, sonst geht  die Mehrwertsteuer auf 21 %.

Zug um Zug, Schritt für Schritt. Jedenfalls … für normale Bürger.  Andere Bürger haben mit dem „Restverkehr“ (den Begriff habe ich aus einer Werbebroschüre für den Mercedes der S-Klasse, fand ich sehr bezeichnend, den Blickwinkel) nicht so viel am Hut. Sie fahren gepflegt ihre Steuergelder ins Ausland – erst recht während der WM, wo auch die Finanzfahnder abgelenkt sind. Und wenn die Fahnung nach der WM dann wieder loslegt: keine Sorge, Ackermann hat Vorsorge getroffen:

http://www.sueddeutsche.de/geld/justiz-vermutet-verraeter-bei-sicherheitsbehoerden-deutsche-bank-wurde-vor-razzia-gewarnt-1.969222

Die Deutsche Bank ist in einem der größten Wirtschafts-Strafverfahren, die derzeit in der Bundesrepublik anhängig sind, vorab vor einer Durchsuchungsaktion in ihren Büros informiert worden.

Da hat wohl jemand gute Kontakte zum Amt. Gute Kontakte sind ja auch wichtig im Leben. Sieht man immer wieder, zum Beispiel bei Gerhard Schröder, dem Mann, der uns allen Armut per Gesetz beschehrt hat, worüber sich Millionen Menschen auch heute noch tagtäglich freuen – auf beiden Seiten des Schreibtisches.  Die ARGE ist ja nicht nur Resteverwertung für Arbeitskraft sondern auch für überschüssige Verwaltungskräfte der Behörden. Das alles ist aber schon längst nicht mehr die Welt des Herrn Schröder, der speist an anderen Tafeln – ohne abgelaufene Lebensmittel, die die Industrie auf diese Weise günstig entsorgen kann.

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,680306-9,00.html

Schröder indes legt sich fest: Seine Steuererklärung will er niemandem zeigen. Was könnte da wohl alles drinstehen? Rednerhonorare in Höhe von 50.000 Euro Minimum pro Auftritt, 150.000 Euro von Ringier, 50.000 Euro (plus Prämie) von Rothschild. 250.000 Euro Vergütung für den Nord-Stream-Job, 200.000 Euro für das Mandat bei TNK-BP. Pensionsgelder von rund 100.000 Euro.

Der wahre Luxus, so Schröder, seien für ihn allerdings nicht Grundbesitz und ein dickes Konto, sondern dass er nach wie vor herumkutschiert werde. Er hat als Kanzler a. D. Anspruch auf Dienstwagen und Chauffeur. Und er nutzt, wenn es irgend geht, Mitfluggelegenheiten in den Privatjets seiner Auftraggeber.

Den wahren Luxus finanzieren wir mal wieder als Steuerzahler…. oder als Beitragszahler. Auch als Preiszahler sind wir gerne gesehen. Zahlvieh halt. Und Stimmvieh.

Dreimal im Jahr trifft er sich mit Jürgen Großmann, Ex-Innenminister Otto Schily, dem Künstler Markus Lüpertz und dem Filmproduzenten Hanno Huth zum Skat. Gespielt wird um einen Cent pro Punkt. Schröder: „Da kann man an einem Abend schon mal 20, 30 Euro gewinnen.“

Kaum vorstellbar … aber diese Preise sind nichts für Hartz IV – Emfpänger. Wer da mal 20-30 Euro an einem Abend verliert, muß 4 – 6 Tage auf jegliche Nahrungsaufnahme verzichten.  Denen, die Hartz IV ins Land gebracht haben, geht es aber goldig. Klar, Leistung muß sich wieder lohnen.

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-53439-4.html

Bis vor Kurzem war auch der deutsche Ex-Außenminister Joschka Fischer für Albright tätig. Inzwischen betreibt Fischer, der auch das Nabucco-Gaspipeline-Projekt betreut, sein eigenes Consulting-Unternehmen in der Berliner Markgrafenstraße unweit der ehemaligen Mauer. Zu Fischers Klienten gehören auch die deutschen Konzerne Siemens und BMW.

Consulting Unternehmen scheinen die moderne Form jener wirtschaftlichen „bezahlt-wird-später-Strategie“ zu sein, mit der man dem Volk klar macht, das diese tollen Menschen jetzt unbedingt ganz viel Geld brauchen, um dafür belohnt zu werden, das sie dem Steuerzahler ganz viel Kosten aufgebürdet haben … oder wurde auch nur ein Euro Schulden weniger gemacht, seitdem wir Hartz IV eingeführt haben? Wäre mit neu …

Auf die Kollegen im Ausland haben ihre Sozialabbaufanatismus gut bezahlt bekommen. Ist halt nicht nur ein nationales Phänomen:

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-53439-2.html

<strong>Der ehemalige britische Premier Tony Blair ist kaum weniger geschäftstüchtig. Er arbeitet als Berater für die Finanzhäuser J.P. Morgan (Jahresgehalt: 2,5 Millionen Pfund) und Zurich (eine halbe Million Pfund). Für seine Memoiren kassierte er 4,6 Millionen Pfund als Vorschuss. Als Redner ist er für 180.000 Pfund zu haben.</strong>

Jetzt fragt man sich natürlich … wie funktioniert so etwas. Nun … sowas funktioniert unter anderem … durch Skatspielen mit solchen Leuten:

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Gro%C3%9Fmann

Großmann ist Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten verschiedener Unternehmen, darunter

Deutsche Bahn AG
Volkswagen AG
MTU Friedrichshafen GmbH
Surteco SE
ARDEX GmbH
British American Tobacco GmbH
RAG Trading GmbH
RWE Wirtschaftsbeirat
RGM Gebäudemanagement
Messer Group GmbH
Hanover Acceptances Ltd.
Jürgen Großmann ist Mitglied im IISI Board of Directors and Executive Committee, Mitglied der Atlantik-Brücke, Mitglied im Tönissteiner Kreis, im American Council on Germany und der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Er war früher Teilnehmer beim Jung-Königswinter-Treffen der Deutsch-Britischen Gesellschaft. Vom World Economic Forum Genf/Davos wurde er zum „Global Leader for tomorrow“ gewählt. Die Atlantik-Brücke zeichnete ihn 2007 mit dem Vernon A. Walters Award für seine Verdienste um die deutsch-amerikanische Freundschaft aus.

Jürgen Großmann ist Ehrensenatsmitglied der German International Graduate School of Management (GISMA) in Hannover.

 Wer mit dem Skat spielt, hat schon gewonnen.  An Erfahrung, an Kontakten, an Informationen. Aber … das ist natürlich nur eine Unterstellung. Die sind nämlich nicht wie wir. Wir würden auch mal beim Skat über den Job reden, über Anlagemöglichkeiten, über Trends und Möglichkeiten mit noch weniger Arbeit noch mehr Geld zu verdienen oder wie man RWE und Gaspromm gewinnbringend zusammenbringen kann. Der Hanno macht den Werbefilm dazu, der Markus die Musik und der Otto Schily kommt dann auch noch irgendwie unter.

Ach ja, Hanno ist der hier:

Er studierte zunächst Jura und begann später als Volontär bei United Artists. Dort brachte er es bis zum Außendienstchef für Südamerika und wechselte 1983 zu Senator Film, die er bis 2003 leitete, zuletzt als Vorstandsvorsitzender der börsennotierten Senator Entertainment AG. Er gab seinen Vorstandsposten auf, kurz bevor Senator Entertainment Anfang 2004 Insolvenz beantragen musste.

Huth produzierte neben deutschen auch internationale Filme, beispielsweise mit Regisseur Peter Jackson. Zu seinen herausragenden Streifen gehören Stalingrad, Aimée & Jaguar, Comedian Harmonists und Das Wunder von Bern sowie alle Kinofilme, die unter der Regie von Helge Schneider entstanden sind.

Markus der:

Markus Lüpertz (* 25. April

1941 in Reichenberg, heute Liberec, Tschechische Republik) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Er war von 1988 bis 2009 Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie.

Und Otto Schilly der:

1971 war er Wahlverteidiger des damaligen RAF-Mitgliedes Horst Mahler, von 1975 bis 1977 der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin.[2] Wegen der Abhöraffäre von Stammheim erschien Schily schließlich nicht mehr im Gerichtssaal des Stammheim-Prozesses. Nach dem Tod der Angeklagten bezweifelte Schily die Selbsttötungen und machte den Staat für die Todesfälle verantwortlich. Am 19. Oktober 1977 war er bei der Obduktion von Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin anwesend.

So einen politischen Wanderpokal (erst Grüne, dann SPD, jetzt wasweißich)kann man immer gut gebrauchen, denn nach dem man mit Terroristenverteidigen kein Geld mehr machen konnte hat er sich dann im Bürgerrechtsabbau versucht:

Am 28. Oktober 2005 wurde Schily mit dem Negativpreis Big Brother Lifetime Award 2005 ausgezeichnet. Gewürdigt wurde er „für den Ausbau des deutschen und europäischen Überwachungssystems auf Kosten der Bürger- und Freiheitsrechte und für seine hartnäckigen Bemühungen um die Aushöhlung des Datenschutzes unter dem Deckmantel von Sicherheit und Terrorbekämpfung“. Schily hatte die Auszeichnung bereits 2001 für den ersten „Otto-Katalog“ erhalten.

Schily wird heute oftmals als Vertreter des Law and Order bezeichnet, vor allem bedingt durch seine weitgehenden Vorschläge zur inneren Sicherheit und Bürgerüberwachung. Kritiker meinen, Schily stehe aufgrund seiner Vorstellungen zur Terrorismusbekämpfung, Zuwanderungspolitik und Einschränkung des Datenschutzes den Unionsparteien näher als der SPD. Dies wurde zum Beispiel damit begründet, dass Schily nicht lediglich auf innenpolitische Ereignisse reagiert, sondern bereits über eine größere Anzahl fertig ausgearbeiteter Vorschläge für Gesetzesverschärfungen verfügt habe; diese hätten passend zu den jeweiligen Ereignissen als Vorschlag präsentiert und dann sofort umgesetzt werden können („Pläne in der Schublade“).

( Zitate aus: Wikipedia, siehe dort)

Pläne in der Schublade … ein Schelm, wer Übles dabei denkt. Ein Schelm, wer vermutet, das hier die Lumpenelite einen weiteren Büttel gefunden hat, der ihre Beute vor dem Bürger sichert.  Habe ich schon gesagt, das ich mich an manchen Tagen sehr schelmisch fühle? Und schelmisch wie ich heute mal bin, sage ich: das riecht nach großem Plan zum Gesellschaftsumbau.

Aber … ich bin ja auch nicht wie die und die sind nicht wie wir. Bei denen passiert so etwas alles zufällig. Und wenn die Skat spielen, dann können wie wie die Kinder im Spiel völlig versinken und ihr anderes Leben komplett hinter sich lassen….und dann sind sie auch noch so großzügig, das sie die Möglichkeiten zur Bereicherung aus diesen Kontakten niemals nutzen oder gar ausschöpfen würden.

So niedrig denken nur wir Bauern. Der Adel jedoch hat so etwas nicht nötig. Und bevor jetzt eine Unke in den Raum hineinruft: „Der hat ja auch schon genug!“ seit gesagt: der Adel zeichnet sich nicht nur durch besondere Gene sondern auch durch eine besonders hohe Denkungsart aus. Der ist nicht wie wir.  Außer vielleicht der Schilly, denn ich gestehe, das hier wirkt mir nicht sonderlich edel:

Mit Verweis auf den Mandantenschutz weigerte sich Schily, die Einkünfte zu spezifizieren, die er neben seinem Bundestagsmandat aus seiner Nebentätigkeit als Rechtsanwalt erzielte.[3] Das Bundestagspräsidium sah darin eine Pflichtverletzung und verhängte deshalb ein Ordnungsgeld in Höhe von 22.000 €.[4] Mit Urteil vom 30. September 2009 entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass Bundestagsabgeordnete ihre Nebeneinkünfte zwar bis ins kleinste Detail offenlegen müssen. Die Ordnungsgelder gegen Schily hob das Gericht aber auf, da die Richter einen Verstoß der Bundestagsverwaltung gegen die Gleichbehandlung aller Abgeordneten sahen. Während Einzelanwälte ihre Einkünfte aus Nebentätigkeiten offenlegen mussten, galt dies für Anwälte in Anwaltssozietäten nicht. Dies sei eine „gleichheitswidrige Verwaltungspraxis“, erklärte der Vorsitzende Richter. Der Bundestag wurde zudem aufgefordert, die entsprechenden Regeln anzugleichen.

Na ja, aber was verstehe ich schon vom Adel.  Nur eins verstehe ich. Seitdem ich den Beitrag im Report Mainz gesehen habe (Alterknacker noch vielen Dank dafür!)  weiß ich, das der Satz „Rutsch mir mal den Buckel ´runter“ beim Adel  keinen hohen Kurs mehr hat.

„Die können mir mal den Pool putzen!“ …. das ist ein Satz mit Zukunft.  Für die, die einen haben.

Den anderen kann ich nur sagen: wenn ihr lieber zuschaut wie Deutschland spielt anstatt wie Schröder Skat zu spielen, dann hat Deutschland schon verloren, bevor die Mannschaft auf dem Platz ist.

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