Glatte Sechs

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Wort zum Tag: Blackout

239 Sonnenfinsternis

Foto: Sonnenfinsternis (pixabay/CC0)
„Nicht wenige kehren zurück in die Matrix, wo sie als verdienstvolle Invaliden des Lebens wieder in Unwissenheit verharren. Zusammen mit der milliardenfachen Schar der – wie drücke ich es aus – der Manipulierten, der in die Irre geleiteten“, schreibt Dirk C. Fleck in seinem heutigen Wort zum Tag. Und fügt hinzu: Dieser Schritt zurück ist fatal, weil er die Tatsache ignoriert, dass wir uns in einer Epoche des Wandels befinden, wie sie die Welt bisher noch nicht erlebt hat.“
Zurück in die Matrix … – ein schauderhafter Gedanke … scheinbar bereits abgenabelt und dann wieder zurück in einen grausamen Schlund der Ausbeutung und Auflösung in der digitalen Transformation. Selbst wenn man hierbei nur eine individuelle Tragik begründet sähe, wäre es ein schwer erträgliches Schauspiel. Doch die individuelle Tragik setzt sich ins Kollektive fort und will möglichst viele Menschen mitreißen. Ebenso wie im besagten Film eröffnet der in die Megamaschine Zurückgekehrte dann aus den hinteren Reihen das Feuer auf seine ihm bislang vertrauenden Mitmenschen. Freilich mit guten & gernen Gründen, gegen die kein Kraut gewachsen ist.
Mitunter sind es sogar die siebersten und prechtigsten Exemplare unserer akademischen Intelligenzia, die in besagte Matrix zurückkehren bzw. unter die Käseglocke der Corona-Königin schlüpfen. An sich hochbegabte Buben bzw. Altherren, die sich im Vorqualifikationstraining am Hockenheimring jahrelang als Vorzugsschüler bewiesen haben und die mit ihren Aufsätzen (durchaus zurecht) lauter Einsen kassiert haben, legen nun beim entscheidenden Examen, da sie im Scheinwerferlicht des medialen Konsensmolchs stehen, ein glattes „Ungenügend“ hin.
Ihr Blackout halten sie sogar für eine besonders helle Nummer und ihre Sternstunde. Ihre Glatte Sechs-Arbeit reichen sie nun als Habilitation ein. – Und haben beste Chancen, damit einen Lehrstuhl zu ergattern.

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