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NWO, NSM 200, Klimaleugnung, Aidsleugnung und die Vernichtung durch Arbeit: einige persönliche Gedanken.

NWO, NSM 200, Klimaleugnung, Aidsleugnung und die Vernichtung durch Arbeit: einige persönliche Gedanken.

Dienstag, 29. Januar 2013. Eifel. Heute liegen schwere Tabus auf dem Tisch. Zu schwere. Außerdem ist es verboten, sich mit ihnen zu beschäftigen, weshalb ich heute erstmal ein Netzverteidiger geworden bin, um der Arbeit aus dem Wege zu gehen.  Immerhin brauche ich das Netz, um meine Arbeit hier machen zu können: ohne Netz gibt es kein Nachdenken mehr, sondern nur noch: gehorsames Lauschen auf Regierungserklärungen. Nebenbei bin ich heute mit meinen Gedanken durch eine persönliche Entscheidung etwas abgelenkt, deren Folgen noch völlig unüberschaubar sind: wie gelegentlich erwähnt, bin ich nicht mehr ganz gesund und soll aufgrund ärztlicher Empfehlung die Vollrente beantragen. Ein verlockendes Angebot für einen Philosophen, heißt es doch, das man jeden Druck der Erwerbsarbeit von sich abwerfen kann, um sich in Zukunft in Ruhe seiner Profession als freier Denker widmen zu können. Doch dafür muss ich einen hohen Preis bezahlen: verständlicherweise wird die Rentenkasse niemanden auf das Abstellgleis schicken, der mehr Artikel schreibt als jeder bezahlte Journalist in Deutschland – fast täglich demonstriere ich, das ich mehr als drei Stunden arbeiten kann (auch wenn das gelegentlich sehr schmerzhaft ist): der Eifelphilosoph müsste im Netz verlöschen, damit auch alle sehen, das es wirklich gar nicht mehr geht. Verrückte Welt – aber als jemand, der schon einige Prozesse  hinter sich hat (und viel fachkundige Beratung ebenso) ist mir das sehr plausibel. So etwas rumpelt aber momentan noch im Geiste herum, weshalb ich aktuell etwas unkonzentriert arbeite. Doch zurück zum Thema:

Womit es verboten ist, sich zu beschäftigen? Nun – zum Beispiel mit dem Thema „Ausrottung durch Arbeit“, siehe Spiegel:

 

Termin- und Leistungsdruck, dauernde Unterbrechungen und Wochenendarbeit: Fast die Hälfte der Deutschen klagt einer Umfrage zufolge über wachsenden Stress am Arbeitsplatz. Jeder Vierte verzichtet sogar auf Pausen.

Wir kennen das – und es wird immer schlimmer. Ich selbst gehörte auch zu den Idioten, die bis zu 120 Stunden in der Woche für den Konzern gearbeitet haben – weil es Spaß gemacht hat, erfolgreich zu sein und etwas bewegen zu können … und dafür noch gut bezahlt zu werden. „Arbeit“ hat sich zu einem Instrument entwickelt, mit dem man nachhaltig das Bevölkerungswachstum kontrollieren kann. Als ich früher noch wie ein Verrückter gearbeitet habe, habe ich es für meine letztendlich sechs Kinder getan. Erst zu spät habe ich gemerkt, das ich rein biologisch nicht in der Lage sein werde, diese Belastung bis ins hohe Alter durchzuhalten – und ich habe noch Glück gehabt, weil es für mich noch eine gewisse soziale Absicherung gab … die allerdings meinen Kindern den Weg in die Armut nicht erspart hat.

Heute gibt es die nicht mehr … aber Leute verheizen sich doppelt so schnell. Wer fragt eigentlich, ob sie sich mal Gedanken darüber machen, wie es in Zukunft mit ihnen weitergehen soll?

Niemand. Ich könnte jetzt aufstehen und laut rufen: Schwestern! Brüder! Freunde! Ihr malocht Euch in den Untergang! – immerhin kann ich persönlich Zeugnis davon ablegen, das Arbeit jenseits der sechzig-Stunden-Woche zu ernsthaften Erkrankungen führt, die geeignet sind, die Arbeitsfähigkeit völlig zu eliminieren, doch niemand würde mir zuhören. Warum schreiten Rentenkasse und Jobcenter da nicht ein? Immerhin werden aus den heutigen Leistungsträgern die Schmarotzer von morgen, wenn sie dann endlich mit kaputtem Rücken und ausgebrannter Psyche nur noch ein „Ramsch“-Rating von der Schufa erhalten?

Die Antwort auf diese Frage findet man nur, wenn man kein Fußballer ist. Mir gefällt die Vorstellung, das Fußball eine Jagdspiel ist: der Stamm jagt das Beutetier.  Gefördert wird das taktische Denken, die Welt besteht aus Bällen, die einem zugespielt werden und auf die man spontan zielgerichtet reagieren muss. Je mehr man in diesem Spiel versinkt (wie es die allermeisten Deutschen tun), umso mehr überträgt man die Muster auf andere Lebensbereiche und glaubt, auch die Politik würde nur auf Bälle reagieren, die einem zufällig zugespielt werden. Das ist das gewünschte Denken – so soll der Bürger sich die Welt vorstellen, deshalb erhalten Fußballer Honorare, die astronomisch hoch sind und in keinem Verhältnis zu ihrem betriebswirtschaftlichem oder volkswirtschaftlichem Nutzen stehen: ein künstliches, weltfremdes Belohnungssystem honoriert die Hingabe an ausschließlich taktischem Denken. Wer anders denkt … berührt ein Tabu.

Schachspieler denken anders. Geübte Schachspieler wissen, wie sie das Spiel so lenken, das Schalke 04 im Jahre 2027 im Endspiel gegen die Kneipenfußballer der Eifelschenke aus Prüm spielen … und deshalb gewinnen werden. So denken Strategen. Sofern sie das nur auf dem Schachbrett tun, stört es niemanden … wenn sie aber mit diesem Denken in die Politik oder die Wirtschaft gehen, dann gründen sie Imperien – immer.  Das kann eine Burgerkette sein, ein Waschmittelriese, ein Gigant, der Milliarden mit zuckerhaltigem Wasser verdient oder mit bewegten Bildern  zur Kinderbespaßung – die Methode ist immer dieselbe.

Unglaubhaft?

Klar, Sie sind wahrscheinlich Fußballfan. Deshalb möchte ich Ihnen einfach mal ein Memorandum der US-Regierung vorstellen, das NSM 200. Sie können es im Original hier einsehen, das macht das neue Medium Internet möglich. Im NSM 200 machte man sich in der US-Regierung 1970 (!) Gedanken, wie sich die Welt in den nächsten hundert Jahren entwickeln würde … und das hatte ganz konkrete Folgen für ihren heutigen Arbeitsplatz – und für unsere ganze Gesellschaft.

Einfach mal lesen – sind nur ein paar Dutzend Seiten. Sie sind vertraulich – aber aufgrund des Alters trotzdem veröffentlicht – so sind die USA halt, sie haben auch immer noch ein starkes, anarchistisches Element, das es zu pflegen gilt, um dem Widerstand den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Da stehen spannende Sachen drin, z.B. über die seit vierzig Jahren beobachtbare Abkühlung der Erde oder die Instrumentalisierung von WHO, Weltbank, Unicef und Unfpa zum Instrument der US-Politik. Ganz wichtig aber ist nur eins: die Formulierung eines Hundert-Jahre-Plans zur Erhaltung des US-Wohlstandes und US-Einflusses in der Welt – einer Welt, in der immer mehr Menschen immer mehr Ressourcen beanspruchen, die die USA für  sich selbst brauchen.

Die denken 100 Jahre im Voraus – und was macht Merkel? Was machen wir Deutschen? Wir werden aussterben. Damit kann man leben – Völker sterben nun mal wie Menschen, wenn sie lebensuntüchtig geworden sind und die Deutschen haben sich ja historisch betrachtet auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Wir sterben aus, weil wir eine Nation von Fußballern sind, die im Kampf ums Überleben gegen Schachspieler keine Chance haben: wir arbeiten hart, um das Wild zu erjagen, während die unsere Vorratshäuser plündern.

Liest man dieses Dokument, so merkt man, das die USA 1970 Panik bekommen haben. Ich möchte es auch nicht im Detail vorstellen, mir reicht es, zu belegen, das manche Politiker nicht vier sondern hundert Jahre voraus denken … und deshalb heute Drohnen in Westafrika stationieren, während wir uns noch wundern, warum zum Teufel wir auf einmal in Mali einmarschieren sollen, wo wir doch gestern noch gar nicht wussten, wo das Land liegt.

Wenn wir Bürger aber auf einmal anfangen, aus den Niederungen des taktischen Denkens heraus einfach mal in die Höhen des strategischen Denkens zu kommen (also aus der Welt der Tagelöhner in die Welt des Adels aufsteigen), so werden schon die allerersten Übungen mit einem Tabu belegt: ACHTUNG, VERSCHWÖRUNGSTHEORIE steht da auf einmal groß als Warnschild.

Der Gedanke, das jene Menschen, die hundert Jahre im Voraus den Zugriff auf die Rohstoffe der Erde planen, jene Menschen, die offen zugegeben haben, welche Organisationen sie dazu benutzen möchten und in welchem Maße sie gedenken, in die Bevölkerungsentwicklung anderer Länder (vieler anderer Länder) einzugreifen, ist tabu. Für uns Tagelöhner gibt es einen erlaubten Glauben: das alles überall und immer nur auf Zufall basiert – alles andere ist Ketzerei und wird mit sozialer Verachtung bestraft.

Dabei erklärt uns das NSM 200 so viel – zum Beispiel den ganz großen Rahmen, in dem sich das Denken der Planer bewegt. Unterschieden werden nur zwei Wirtschaftsformen: die Marktwirtschaft und die zentrale Planwirtschaft. Was unterscheidet beide – aus heutiger Sicht? Schwacher Staat gegen starken Staat. Schwacher Staat hat gewonnen – und deshalb arbeiten sich die Bürger für den Markt zu Tode, um in noch jungen Jahren dann dem Steuerzahler zur Last zu fallen – anstatt wie früher üblich die Früchte ihrer Arbeitswut genießen zu dürfen. Nebenbei kommt es zu einem außerordentlich günstigen Effekt: die so geschundenen Menschen vermehren sich nicht mehr – die lästige deutsche Konkurrenz auf den Weltmärkten erledigt sich von selbst.

Natürlich ist das Zufall.

Wer das Memorandum genauer studiert, wird feststellen, das es einen kleinen Haken hat: man empfiehlt recht zivile, wohlstandsfördernde Maßnahmen zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums feindlicher Länder (während man im eigenen Land dem Wachstum freien Lauf läßt). Erreicht aber die ganze Menschheit dieses Niveau … wird es knapp mit den Rohstoffen für die USA. Reduktion der Kindersterblichkeit, Einführung von Alterssicherungen, Arbeit für Frauen bremst das Bevölkerungswachsum, aber erhöht den Verbrauch und schafft Konkurrenz zu den USA.

Was wäre also der natürliche Weg eines Landes, das sich Sorgen macht, wie es seinen Einfluss und seinen Wohlstand auch 2075 noch hochhält?

Der Fußballer schüttelt den Kopf: ohne Ball, der direkt vor seine Füße fällt, fällt ihm erstmal nichts ein.

Der Schachspieler jedoch erschrickt sich … und erinnert sich daran, wie nützlich doch einige Entwicklungen waren, deren Diskussion heute gesellschaftliche tabu sind – jedenfalls in Deutschland, nicht nur gesellschaftlich tabu im Sinne von „darüber spricht man nicht“ sondern im Sinne von „darüber zu reden ist strafbar“.

Unser Maßstab ist hier die Holocaustleugnung. Sie ist – zurecht und weitsichtig gedacht – strafbar. Das Bewußtsein der Strafbarkeit von Leugnung kann man sich nun ganz schnell taktisch zu nutze machen, in dem man auch andere Sachverhalte in diese sprachliche Kategorie packt:

Klimaleugnung – zum Beispiel.

Wie nützlich ist doch im Rahmen des NSM 200 doch diese Theorie der globalen Erwärmung: alle sparen Rohstoffe für den US-Konsum – nur die USA entziehen sich dem Klimaabkommen. Es stört ja auch nicht, das die US-Bevölkerung von 212 Millionen im Jahre 1970 auf  316,9 Millionen im Jahre 2011 gewachsen ist (siehe bpb) während vergleichsweise die deutsche Bevölkerung von 78 Millionen 1970 auf 81 Millionen 2011 gestiegen ist (siehe Statista). In Deutschland griffen die Maßnahmen des NSM 200 – in den USA  nicht. Nun – für die USA war das ja auch nicht gedacht.

Es gibt aber noch weitere Tabus, die an Straftaten gemahnen: die

Aidsleugnung. 

Welch´ Zufall, das es nach Veröffentlichung des Memorandums zufällig eine Krankheit gab, die die Kopulationsrate der Bevölkerung drastisch senkte – vor allem in jenen Ländern, deren Bürger noch lesen können. Ich kann mich noch genau an die Einführung von AIDS erinnern … der Spiegel war da sehr aktiv und hatte mich völlig davon überzeugt, das jetzt das Ende der Welt bevorstand: eine durch Sex übertragbare unheilbare Krankheit wäre in einer promiskutiven Welt das Ende der Zivilisation.

Nun – ein Vierteljahrhundert später haben wir immer noch nicht die Leichenberge, die damals versprochen wurden, aber der Wikipedia Artikel „Aids-Kritik“ existiert nicht mehr – stattdessen gibt es nur noch die „AIDS-Leugner“. Ketzer, die verbrannt gehören. Im Wikipediaartikel über Aids finde ich immer noch Ungereimtheiten:

Die ersten HIV-Infektionen in der Sowjetunion wurden erst Ende der 1980er Jahre registriert. Eine epidemische Ausbreitung begann Anfang der 1990er Jahre, und zwar zunächst fast ausschließlich unter Benutzern von Injektionsdrogen. Der Hauptansteckungsweg war der gemeinsame Gebrauch von Spritzen. Mit der sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ausbreitenden Drogensucht stieg auch die Zahl der Infektionen mit HIV.

Haben russische Drogensüchtige keinen Sex? Oder … ist deren genetische Disposition so, das die Krankheit nicht groß ausschlägt? Schaut man mal auf einer Aidsleugnerseite nach, so sieht man, das es dutzende von Beobachtungen gibt, die sehr verunsichern – aber nicht mehr diskutiert werden:

Keine Ansteckungsgefahr mit HIV – Beispiele

  1. Obwohl rund 20% aller Zahnärzte sich in ihrer Karriere mindestens einmal mit Hepatitis durch ihre Patienten ansteckten, und HIV sich angeblich genau wie Hepatitis überträgt, ist noch kein Fall bekannt, bei dem ein Zahnarzt durch einen Patienten infiziert wurde.
  2. Dr. Juliane Sacher, eine Ärztin, die seit Jahren AIDS-Kranke behandelt und sich versehentlich mehrfach mit Nadeln der Patienten stach (ebenso wie ihre Kolleginnen) infizierte sich bis heute nicht mit HIV.
  3. Nachdem ein Vorfall in Frankfurt im Oktober 1990, bei dem ein AIDS-Kranker Drogensüchtiger neun Frauen auflauerte und diese mit einer benutzten Nadel stach, in der Presse große Aufmerksamkeit erregte, vermied man es über die Tatsache zu berichten, dass keine der neun Frauen infiziert wurde.
  4. Obwohl AIDS hauptsächlich bei Drogensüchtigen vorkommt, haben Beobachtungen in Gefängnissen, wo 50% der Insassen Drogensüchtig sind und 33% Heroin spritzen, gezeigt, dass die AIDS-Rate – trotz des Herumreichens benutzter Spritzen HIV-Infizierter – rückläufig ist.
  5. Ein AIDS-Kranker Drogensüchtiger Pornodarsteller, welcher mit 600-700 Frauen ungeschützten Sex hatte, und letztendlich auch an AIDS starb, hinterließ nicht eine infizierte Frau.

Man muss natürlich vorsichtig sein – auf diesen Seiten stehen auch Artikel über Astrologie, von der wir wissen, das sie Humbug ist: mir zum Beispiel haben die Sterndeuter nachgesagt, ich hätte eine starke philosophische Ader, rednerische Begabung, ein starkes Gerechtigkeitsgefühl und einen Hang zur Wirtschaft: was für ein Mumpitz.

AIDS-Todesfälle in Deutschland? 500 – trotz Sextourismus in aller Welt. Das ist eine … „Epedemie“? Obwohl ich selbst bei der AIDS-Hilfe Wiesbaden denkwürdige Sätze finde:

Obwohl sich kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Prostitution und HIV/AIDS feststellen läßt, gelten Prostituierte häufig als Risikofaktor.

Am 11.Mai 1987 berichtete die Londoner Times über einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Pockenimpfung und AIDS – aber wo die Welt eine Scheibe ist, um die sich die Sonne dreht, haben solche Meldungen keine Chance, Politik zu beeinflussen.

Was erklärt mir das AIDS-INFO-Net unter dem Motto „Mit HIV muss ich leben, mit Kollegen, die mich diskriminieren, nicht“?

Grundsätzlich ist es für die meisten HIV-Kranken trotzdem möglich, weiter zu arbeiten. Zwei Drittel von den derzeit Betroffenen arbeiten regelmäßig und sind dabei statistisch betrachtet nicht häufiger krank als ihre Kollegen. Die Auswirkungen der Krankheit und die Nebenwirkungen der Medikamente können sich jedoch sehr unterschiedlich äußern.

Was denn jetzt? Tödliche Epedemie oder eine harmlose Bagatellerkrankung – wie Warzen im Gesicht?

Wir merken: die AIDS-Legende wird nur in den Bereichen ernst, wo sie US-Interessen bedroht. Wir können Seite an Seite mit den Seuchenopfern arbeiten, sofern wir keine Russen sind, können wir sogar ihre Spritzen benutzen: alles harmlos. Und seitdem die Medikamentenhersteller ihre Medikamentendosis soweit reduziert haben, das die kein AIDS mehr selbst produzieren, kann man sogar die Therapie überleben – siehe Wikipedia.

Ein drittes Tabu-Thema? Eins, das direkt zur alltäglichen Stationierung von US-Drohnen in Westafrika führt?

Die Attentate vom 11.9.2001.  Wer hier die offiziell befürwortete Verschwörungstheorie bezweifelt, wird von Wikipedia gleich in die Ecke jener gestellt, die das „Weltjudentum“ für alles Übel verantwortlich machen (siehe ArtikelVerschwörungstheorien zum 11. September 2001) und stehen damit auf einer Stufe mit … Holocaustleugnern.

Woher kommt eigentlich der Stress am Arbeitsplatz?

Durch eine politische Entscheidung, die in den neunziger Jahren die Arbeitswelt gravierend veränderte: auf einmal war nicht mehr der Erhalt der Arbeitsplätze oder das Überleben des Unternehmens die zentrale Aufgabe des Wirtschaftens, sondern nur noch der Share Holder Value und somit die Frage: wie können Kreditgeber das Maximum an Geld aus einem Unternehmen ziehen.

Eine Antwort ist: in dem man die Mitarbeiter mit ständig steigernden Zielvorgaben ohne Rücksicht auf soziale Folgekosten verheizt.

Jede so infizierte Wirtschaft erstickt an ihren Gesundheitskosten und fällt als Konkurrent der USA aus – so wie wir.

Auch das nützt den Erwägungen des NSM 200.

Und wie zufällig eliminiert die durch Goldman-Sachs initiierte Eurokrise den gesamten europäischen Wirtschaftsraum als Konkurrent auf dem Rohstoffmarkt … ganz im Sinne des NSM 200.

Waren heute wieder sechs Stunden, die ich vor dem PC gesessen habe – zuviel für einen Möchtegernrentner.

Ich werde das auch weiterhin tun – weil ich Schachspieler bin. Während sich die Fußballer auf Karneval freuen (das nächste Ziel der Alltagsgestaltung) sehe ich schon die Folgen unserer politischen Kurzsichtigkeit und Obrigkeitshörigkeit deutlich vor Augen: Züge, die 2040 Unmengen von Alten aus Deutschland heraustransportieren, weil die Rentenkasse ihre Versorgung hier nicht mehr leisten kann. Sie werden – der betriebswirtschaftlichen Logik entsprechend – in großen Lagern untergebracht werden … bis man merkt, das selbst das zu teuer ist und die wirklich niemand braucht. Lösungen für dieses Problem … hat der deutsche Geist aber schon ausprobiert.

Das wird nicht mehr meine Zukunft sein – bis dahin bin ich „verschieden“.

Aber das wird die Zukunft meiner Kinder sein – und deshalb schreibe ich lieber als armer Mann in sehr unsicherer finanzieller Situation weiter, anstatt als „reicher“ Rentner mein Leben zu genießen.

Vielleicht gelingt es mir ja doch, genügend Worte zu machen, dieser Zukunft zu entkommen – jener Zukunft, in der die schwachen europäischen Fußballnationen merken werden, das es nützlich gewesen wäre, weiter als nur vier Jahre im Voraus zu denken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ruanda: Holocaust, deutsche Militärberater, die Kirche, die Franzosen und die unbekannten Weltkriege

Ich weiß nicht, ob sich noch jemand an Auschwitz erinnern kann? … ist eine Frage, die man wohl niemals wird stellen müssen. Auschwitz ist allgegenwärtig – und das ist auch gut so.  Die skrupellose industrielle Massenvernichtung einer (oder mehrerer, wenn man die Roma mitzählt, gegen die Frankreich gerade wieder vorgeht) Volksgruppen schien eine neue Qualität der inneren Gewalt zu sein so wie die Atombombe eine neue Qualität der äußeren Gewalt war.  So stolz wir auf unsere Technik, unseren Fortschritt und unsere Zivilisation waren,  so mußten wir doch erkennen, das wir ethisch entweder gar keine Fortschritte gemacht hatten oder sogar dabei waren, Rückschritte zu machen.

Dazu gab es ein deutliches „nie wieder“ der ganzen Volksgemeinschaft, denn wenn wir das nicht in den Griff bekommen, wird die Welt letztlich in einem nuklearen Feuerbrand untergehen.  So wurde also Auschwitz und das dritte Reich von vorne bis hinten durchgekaut … der Umgang mancher Medien mit Hartz IV-Abhängigen in den letzten Jahren gibt allerdings zu denken,  ob wirklich viel verstanden worden ist.

Wir beschäftigen uns ja nicht mit Auschwitz, weil uns langweilig ist, sondern weil wir unter allen Umständen die Lager wieder verhindern wollen, die Lager … und den Völkermord.

Was die Lager angeht, kriegen wir das halbwegs in den Griff, was aber den Völkermord angeht, so haben wir schrecklich versagt. Würde ich fragen, ob sich noch jemand an Ruanda erinnern kann, dann … würde ich wahrscheinlich Schweigen hören oder irgendetwas über Stammeskriege.

Ruanda hat den Nachteil, das da Neger wohnen. Das interessiert schon mal keinen und der latente Rassismus führt dazu, das wir die sowieso für affenähnliche Untermenschen halten, deren Schicksal uns nichts angeht.  Zur Beruhigung unseres Gewissens … schicken wir den Niebel mit etwas Geld dahin, ca. 88 Cent für jeden der acht Millionen Einwohner … und das war es dann auch.

Rede ich dann von deutschen Militärberatern, die 1993/1994 vor Ort in Ruanda waren, so werden wahrscheinlich alle so verdutzt gucken wie ich. Kann doch gar nicht sein, so etwas gibt es doch nicht? Davon müssten wir doch wissen? Stimmt vollkommen, tun wir aber nicht.

„Die Franzosen, die Belgier und auch die Deutschen hatten Dutzende von Militärberatern auf allen Kommandoebenen der Armee und der Gendarmerie und unterhielten Ausbildungseinrichtungen in Ruanda“, erwähnt Genereal Reméo Dellaire in seinem Bericht „Handschlag mit dem Teufel“ (Verlag 2001, 2003, Seite 152).

Was die dort taten und warum es so viele waren … der kanadische General der UNO wird es nie erfahren.

So wenig wir über die deutschen Militärberater wissen, so wenig wissen wir auch über den Holocaust in Ruanda, der den Holocaust in Deutschland an Geschwindigkeit,  Grausamkeit und Gründlichkeit übertraf und deshalb eigentlich an erster Stelle Untersuchungs- und Unterrichtsgegenstand jeglicher gewaltpräventiven Maßnahme sein muß.

Stattdessen … Schweigen wir.

Die Belastungen im bilateralen Verhältnis im Zuge der Verhaftung der ruandischen Protokollchefin in Frankfurt Anfang November 2008 aufgrund eines von den französischen Justizbehörden ausgestellten Europäischen Haftbefehls konnten dank der gemeinsamen deutsch-ruandischen Erklärung vom 19. Januar 2009 und der Wiederbesetzung der Botschafterposten überwunden werden. Die zeitweise Eintrübung des bilateralen Verhältnisses hat nichts an dem grundsätzlich positiven Bild Deutschlands in Ruanda geändert und auch das traditionell enge und gute beiderseitige Verhältnis nicht nachhaltig negativ tangiert. Deutschland gilt als ein Partner ohne eigennützige wirtschaftliche oder politische Interessen. Die rasche deutsche Hilfe nach dem Genozid und Bürgerkrieg 1994 wird von den Ruandern gewürdigt.

Im Großraum Kigalis gab es seit dem 19.02.2010 mehrere Anschläge mit Handgranaten, die auch Todesopfer forderten.

Meint das Auswärtige Amt.

Wären da Palästinenser oder Israelis beteiligt: es gäbe wieder großes Geschrei.  Handgranaten richten schlimme Dinge an.  Aber: sind ja nur Neger.

Wir nörgeln gerne mal schulmeisterlich an denen herum:

Aber hinter dieser scheinbar überwältigenden Zustimmung verbirgt sich ein eiserner Griff. Kritische Zeitungen wurden eingestellt, Oppositionelle mit Anklagen wegen »Terrorismus«, »Leugnung des Völkermords« und »Verbreitung genozidaler Ideologie« an der Registrierung für die Wahlen gehindert. Andere wurden umgebracht.

Und kriegen dafür eine Abfuhr vom Staatschef, die uns nicht gefällt:

Paul Kagame selbst spricht dem Ausland schlicht jedes Recht ab, am politischen System Ruandas Kritik zu üben. Eine Weltgemeinschaft, die sehenden Auges einen Völkermord zugelassen habe, habe niemanden über Demokratie zu belehren.
Quelle: Die Zeit
Da schlagen wir mal schnell zurück … und schon ist Kagame, ohne dessen Rebellen der Völkermord noch viel mehr Opfer gefordert hätte, ein Unmensch:
Ruandas Präsident Kagame bringt kritische Stimmen im Land zum Schweigen: Eine Oppositionspolitikerin steht unter Hausarrest, zwei Mordfälle bringen die Regierung in Erklärungsnot. In Kagames Partei wächst die Unzufriedenheit über dessen autoritären Stil.
Quelle: FAZ
Gräbt man tiefer … findet man wie üblich mehr Dreck.  Dreck scheint inzwischen der Urgrund der Weltpolitik zu sein, die sich – seltsamer- und unerklärlicherweise – in einer immer häßlichere Richtung entwickelt:
Wir sahen uns nicht einer neuen Weltordnung gegenüber, wie George Bush zwei Jahre zuvor verkündet hatte, sondern einer Weltordnung, in der die Vernichtung menschlichen Lebens zu Friedenszeiten ein nie gekanntes Ausmaß erreicht hatte.
So beschreibt General Dellaire die politische Wirklichkeit des Jahres 1994 … vor dem Massaker, vor Irak und Afghanistan (a.a.O. Seite 92).
Wir können uns heute nur noch weiter wundern, wie die Welt, die in den siebziger Jahren neben ein paar verschwindenden Militärdiktaturen und ein paar Umweltproblemchen nur noch den kalten Krieg als Problem hatte, sich nach dem Ende des kalten Krieges in ein Schlachthaus verwandelt, vor dem uns als Bundesbürger (sofern wir nicht zum kreis der anonymen Militärberater gehören) nur noch das Fernsehen mit seiner rosaroten Dauerbrille schützt.
Dabei erleben wir die Verfinsterung der politischen Wirklichkeit am eigenen Leibe, nicht umsonst wollen 88 % der Deutschen eine andere Wirtschaftsordnung oder lehnen in ähnlichen Prozentzahlen den Kriegseinsatz ihrer Kinder in Afghanistan ab.  Es ist der Import des Elends der Dritten Welt, mit deren Lohnkosten wir auf einmal konkurrieren sollen, ohne das vor Ort die Preise gesenkt werden.  Diesen Spagat halten auch wir nicht lange aus.
Was Dellaire – obwohl er als wichtiger Mann mit Einfluß vor Ort war – wohl nicht mitbekommen hat, war: in Ruanda mischten auch andere mit.
Der Holocaust war von langer Hand vorbereitet und geplant, es gab sogar Prämieren.
Und die Franzosen mischten selber mit:
Französische Soldaten waren direkt am Völkermord in Ruanda beteiligt, bei dem zwischen April und Juli 1994 über 800.000 Menschen getötet wurden. Dies geht aus einem Bericht über „die Verwicklung des französischen Staates in den Völkermord in Ruanda 1994“ hervor, den eine unabhängige Untersuchungskommission am Dienstag nachmittag in Ruandas Hauptstadt Kigali vorlegte.

Der Bericht, der bereits im November 2007 fertiggestellt worden war, soll nun als Grundlage für mögliche juristische Schritte gegen Frankreich dienen, sagte die ruandische Regierung. 33 Politiker und Militärs aus Frankreich werden namentlich als Verantwortliche genannt

Nach dem Mordanschlag auf Präsident Habyarimana am 6. April 1994 sammelten sich die führenden Hutu-Extremisten in der französischen Botschaft in Ruandas Hauptstadt Kigali, wo sie die für den Genozid verantwortliche neue „Übergangsregierung“ bildeten. Französisches Militär, zur Evakuierung weißer Ausländer nach Kigali entsandt, verweigerte verfolgten Tutsi Hilfe, und französische Waffenlieferungen an die Täter gingen während der organisierten Massaker weiter, während Frankreich im UN-Sicherheitsrat Bestrebungen blockierte, die Massaker als „Völkermord“ zu bezeichnen und damit ein Eingreifen zu erzwingen.

Ende Juni schließlich, als das Völkermordregime vor der militärischen Niederlage gegen die RPF stand, besetzten französische Truppen den Westen Ruandas, offiziell um dem Morden ein Ende zu setzen, tatsächlich aber um zu versuchen, die Eroberung ganz Ruandas durch die RPF zu verhindern. In beispielloser Detailliertheit führt der Untersuchungsbericht aus, wie die Soldaten der französischen Eingreiftruppe „Turquoise“ mit den Hutu-Mordmilizen zusammenarbeiteten, statt sie zu entwaffnen. Sie gingen mit ihnen gemeinsam auf Patrouille, sie lieferten ihnen gefangene Tutsi aus, sie ließen sich von den Milizen mit Tutsi-Mädchen beliefern, die sie dann vergewaltigten.

In einzelnen Fällen sollen französische Soldaten selbst Morde an verfolgten Tutsi begangen oder Leichen auf ihren Wagen transportiert haben. Am Kivu-See, der die Grenze zu Zaire bildet, erklärten sie den Milizen, wie man Leichen so ins Wasser wirft, dass sie nicht sichtbar an der Oberfläche treiben. In der Südprovinz Gikongoro verhafteten französische Soldaten überlebende Tutsi und warfen sie gefesselt aus Hubschraubern im Tiefflug über dem geschützten Nyungwe-Regenwald ab.

Quelle: Taz

Auch die katholische Kirche war dabei.

Die unabhängige Menschenrechtsorganisation „African Rights“ (London) legte bereits im Frühjahr 1998 Fakten über den Völkermord von 1994 vor: „Es gibt zwingende Beweise dafür, dass eine Reihe von Bischöfen, Priestern, Nonnen und Mönchen den Völkermord geduldet haben oder aktiv daran beteiligt waren“ (gl, 15.5.1998).

Konkret nennt African Rights z. B. Pater Rutihunza, der ein Massaker an behinderten Tutsi-Kindern und ihren Betreuern organisiert hat. Oder Pater Seromba, der Soldaten dafür bezahlt hat, dass sie 2000 Tutsis mit Raupenfahrzeugen in einer katholischen Kirche zermalmten. Der Pater, der die Tutsis zuvor in die Kirche lockte, wurde mittlerweile zum Tode verurteilt. Auch Erzbischof Ntihinuyurwa und Bischof Misago werden in dem Bericht als Kriegsverbrecher genannt.

Der Vatikan deckt bislang Angeklagte und ließ einige von ihnen nach Italien, Frankreich, Belgien sowie andere afrikanische Länder evakuieren. Papst Johannes Paul II. hat sich nur einmal öffentlich in den Konflikt eingeschaltet: Er bat um Gnade für 22 wegen Massakers und Völkermord an Tutsis zu Tode verurteilte römisch-katholische Hutus.

Quelle: Das weiße Pferd

Dabei war ihre Macht nicht gering:

Die katholische Kirche, der 70% der Ruander angehören, hätte als einzige die Autorität gehabt, das Blutbad zu stoppen. Doch »die meisten ihrer Priester und Nonnen hatten 1994 bei dem Blutbad teilnahmslos zugesehen oder gar den Mördern geholfen.« (Spiegel 1/2000)

»Die ruandischen Bischöfe sagten, noch nachdem das Schlachten längst begonnen hatte, der Hutu-Regierung ihre Zusammenarbeit zu und forderten die Bevölkerung auf, deren Anordnungen zu befolgen …« Zwei Jahre nach dem Genozid plage eine Gruppe ruandischer Priester das Gewissen. »Doch die Teilnehmer des Diskussionskreises wurden strafversetzt; den Initiatoren drohte der Vatikan gar mit dem Kirchenausschluss.«

Quelle: Kirchenopfer

Doch wie gehen wir damit um? Mit der üblichen Methode: intellektuell erstmal alles in Frage stellen und dann warten, bis neue Schlagzeilen den Holocaust samt Schuldigen verdrängen, denn wir haben  ja noch einen deutschen Holocaust, der abzuarbeiten ist.

Der Politikwissenschaftler Alan J. Kuperman stellte zentrale Annahmen dieser Kritik an der Weltgemeinschaft in Frage. Er betont, frühzeitig habe es keine eindeutigen Beweise für einen Völkermord in Ruanda gegeben.

Quelle: wapedia

Er hätte vielleicht einfach mal in Österreich Zeitung lesen sollen:

Schon 1990 warnten europäische Botschafter: „Die rasante Verschlechterung der Beziehungen zwischen den zwei Ethnien birgt ein enormes Risiko schrecklicher Konsequenzen für Ruanda und die ganze Region.“ Zwei Jahre später schrieb der belgische Botschafter ganz unverblümt vom Plan eines extremistischen Hutu-Zirkels, „die Tutsi auszulöschen und so das ethnische Problem auf ihre Weise zu lösen“. Eine CIA-Analyse warnte im Jänner 1994 vor Massakern mit 500.000 Toten.

Aber Experten meinen halt auch nur das, wofür sie bezahlt werden.  Bezahlt worden ist auch der Rebellenführer Kagame, der den Holocaust beendete, um danach an einem uns völlig unbekannten Weltkrieg teilzunehmen.

1998 eskalierte der Konflikt zu einem gewaltigen Kampf um Kongos Rohstoffreichtum und die Vormacht in der Region, dem sogenannten „afrikanischen Weltkrieg“. 5,4 Millionen Menschen starben. Bis zu neun Staaten waren beteiligt – allen voran Ruanda, das mit verbündeten Warlords die Rohstofflagerstätten im Ostkongo ausbeutete. Hilfe für seine schlagkräftige Armee erhielt Präsident Kagame aus den USA.

Quelle: diePresse

Während General Dallaire noch verzweifelte, weil Ruanda so unwichtig war, das kein Land sich für Ruanda-Hilfe interessierte, waren die Großmächte schon längst aktiv:

Deshalb auch erklärte man damals in Paris, es gelte, die Sphäre der „Francophonie“ (also des postkolonialen französischen Sprachraums) gegen den Verlust eines Mitgliedslands – bedroht von einer „anglophonen und marxistischen“ Guerilla – zu verteidigen. Daher unterstützte man offen die ruandischen Streitkräfte (FAR), rüstete diese auf und stellte ihnen französische Militärberater zur Verfügung. Die französische Armeepräsenz in Ruanda wuchs von 5.200 Mann, vor dem Ausbruch der Rebellion der RPF im Oktober 1990, auf alsbald über 50.000 Mann (zur Jahresmitte 1992). Theoretisch sollten französische Militärs die Soldaten der ruandischen Streitkräfte (FAR) nur beispielsweise in den Gebrauch der Artillerie einweisen. Real aber feuerten sie oftmals selbst die Schüsse ab, wie auch aktuell nochmals ausdrücklich in ‚Le Monde‘ (vom 22. 11. 2006, Seite 5) bekräftigt wird. An derselben Stelle wird hinzugefügt : „Von höchster Geheimhaltung umgeben, schickt Frankreich die Helikopter, die die erste Offensive der RPF stoppen.“

Zudem nimmt das kleine Ruanda den Platz einer «Gebirgsfestung“ ein, von der aus größere Teile des damaligen Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) beherrschbar schienen. Diese strategische Position Ruandas spielte übrigens tatsächlich in späteren Jahren, ab 1996/97, bei den aufflammenden Kriegen in Zaire/Kongo eine sehr wichtige Rolle. Kurz : Ruanda war eine wichtige Schachfigur auf dem Brett sowohl der französischen, als auch der US-amerikanischen Afrikapolitik.  (Die deutsche Außenpolitik und Außenwirtschaftspolitik segelte dabei eher im Windschatten dieser beiden Mächte, vor allem der USA, um in ihrem Gefolge Marktanteile zu gewinnen.)

Quelle: Hagalil

Darum durfte der Holocaust auch nicht verhindert werden, obwohl man es leicht gekonnt hätte:

Im Januar 1994 wurde der kanadische Befehlsleiter Roméo Dallaire über illegale Waffenlager und die Erstellung von Tutsi-Todeslisten informiert. Sein Vorhaben, jene Lager auszuheben, wurde ihm durch Kofi Annan, damals Unter-Generalsekretär der UNO und verantwortlich für friedenserhaltende Einsätze, untersagt. Rückblickend auf seine zahllosen Warnungen vertritt Dallaire heute noch die Überzeugung: Mit 5000 Blauhelmen und einem robusten Mandat hätte der Völkermord verhindert werden können.

Quelle: ecz

Wir (also, die westliche Welt, allen voran die USA) brauchen aber die Gebirgsfestung Ruanda für unsere Handys:

In der Demokratischen Republik Kongo schuften nach wie vor Kinder und Jugendliche in von Rebellen kontrollierten Minen, um Coltan zu gewinnen. Der Rohstoff für die Mobilfunk-Industrie wird auf illegalen Wegen in die Industriestaaten exportiert und ist für die Hersteller von Mobiltelefonen unentbehrlich. Für die ZDF-Reportage „Kongos verfluchter Schatz – Das schmutzige Geschäft mit dem Coltan„, die am 20. August um 00.00 Uhr gesendet wird, hat sich der Journalist Patrick Forestier in das Gebiet der Minen und der Rebellen gewagt.

Quelle: epo

Von all dem hat der UN-General nichts gewußt. Jeder Internetnutzer kann sich besser informieren als der kommandierende UN-General vor Ort … was ein erschreckendes Bild auf die Informationskultur der UN wirft.

Und ebenso erschreckend ist das Bild, das der Ruanda-Holocaust von der politischen Wirklichkeit unserer Umwelt hinterläßt.

Trotz (oder gerade wegen) der Informationsfluten, die tagaus tagein über uns hereinbrechen, wissen wir eigentlich nichts. Gar nichts.

Und wie ich manchmal mit Grausen feststelle:  wir wollen auch gar nichts wissen.  Der sensible deutsche Intellektuelle (gerne auch mal fahrradfahrender kunstliebender Vegetarier und in Meditationskünsten bewandert)  wendet seinen Blick gerne auch mal ab, weil es ihm  zu grausam erscheint, was dort geschieht.  Oder er arbeitet kräftig daran mit, wie jene Radiomoderatoren Ruandas, die zum Holocaust aufgerufen hatten.

Es bringt nichts, sich jetzt bei zugehörigen Wählerklientel anzubiedern, um sie hinterher an der Macht wieder vor den Kopf stoßen zu müssen. Die Rente mit 67 ist hart, aber richtig, und nach Lage der Dinge werden wir auf eine Rente mit 70 zusteuern. Das muss man den Leuten, auch und gerade den eigenen, schonend beibringen – und ihnen nicht nach dem Mund schwätzen.

Quelle: Spiegel-online

So der „preisgekrönte“ Spiegel-Journalist Christoph Schwennicke.

Und wenn ich jetzt sage: das ist der erste Schritt zum Genozid an Alten (wegen der „Lage der Dinge“ und anderen Sachzwängen) … hört mir dann jemand zu? Prüft das jemand nach? Will das jemand wissen?

„Menschen sind Kosten auf zwei Beinen“.

Der Rest ist nur die Abwicklung der Konsequenzen des Leitsatzes.  Und in Ruanda haben wir schon mal … geübt.  Ausschwitz war eindeutig noch zu teuer, scheint mir.

Es etabliert sich eine neue Weltordnung,   in der die Vernichtung menschlichen Lebens zu Friedenszeiten ein nie gekanntes Ausmaß erreicht.

Und alle schauen weg….oder machen mit wie in Ruanda.  Hauptsache, das Handy kann auch Video und Internet und man selbst lebt alterslos und ewig.

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