Geldentwertung

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Trash for Cash und andere Gemeinheiten

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht erstellt hast. Und so beschuldige ich für dieses Zitat weder Goebbels noch Churchill, sondern den Volksmund. Der aber misstraut Statistiken. Zu Recht? Ja, soweit es sich um die Manipulationen der Zahlengrundlagen handelt.

Unsere Politiker verkaufen sich selber teuer als Trash for Cash, indem sie uns nach Strich und Faden mit der Statistik belügen.

Über die Arbeitslosenstatistik wird ja immer wieder in den Beiträgen diskutiert. Wenn man die arbeitswillige Bevölkerung definieren will als Zahl, so muss man neben arbeitsfähigen Hartz IV-Empfängern wohl auch die durch Sanktionen betroffenen Arbeitslosen hinzuzählen, die meines Wissens nicht mehr diesem Kreis zugerechnet werden. Auch die unter Brücken oder U-Bahn-Schächten lebenden Chlochards (Wikipedia: Clochard wird gelegentlich verwendet, wenn eine gedankliche Anspielung auf romantische, idealisierende Vorstellungen von Obdachlosigkeit erwünscht ist.). Romantisch-idealisierend ist fein gesagt, es hilft uns, die Problematik insgesamt zu verdrängen und keine Schuldgefühle aufkommen zu lassen.

Dann haben wir den Teil der Bevölkerung, der zermürbt nach vergeblicher Jagd auf einen Job irgendwie überlebt, und das werden mehr und mehr. Hotel Mama. Es gibt einige, die sich auf das Recht zum Überleben auf das Grundgesetz bzw. Landesverfassungen stützen möchten. Na, die kommen natürlich in die Behördenmühlen. Man verweist sie auf Hartz IV, wo sie durch Unterschrift auf ihre Rechte als Bundesbürger verzichten. Dann sind sie wieder zu 100 % der Behördenwillkür ausgeliefert, die unsere Politiker eigentlich in einem Zusatz zum Verfassungsartikel II (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) salonfähig machen sollten. Dazu benötigt man nur 2/3-Mehrheiten. Die werden von allen Farben der Parteienlandschaft mittragen. Gauck wird es unterschreiben.
Ergänzung etwa so: Als Eingriff in das Recht auf Leben kommt lediglich eine Tötung in Frage. Langsames Verhungern und Erfrieren sind daher kein Angriff auf das Leben. Das dauert zu lange und die Todesursache lässt sich nicht mehr beweisen.

Bedeutung des Rechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit

Als Eingriff in die körperliche Unversehrtheit ist jede nachteilige Behandlung des menschlichen Körpers zu verstehen. Als Beispiele sind hier die Züchtigung von Schülern durch Schläge mit einem Rohrstock, Menschenversuche um Medikamente zu testen, Folter bei Verhören und in Gefängnissen, Körperstrafen als Bestrafung im Strafrecht, der Impfzwang bei Pflegeberufen, Zwangssterilisation und Zwangskastration bei Behinderten oder genetisch Kranken zu nennen.

Und weiter:

Das Grundrecht des Schutzes des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit steht unter einem einfachen Gesetzesvorbehalt, was für die Rechtfertigung des Eingriffs ein förmliches Gesetz voraussetzt. Allerdings verbietet Art. 104 I Satz 2 GG die seelische oder körperliche Misshandlung festgehaltener Personen. Art. 102 GG verbietet die Todesstrafe. Weiterhin gilt der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, das bedeutet, dass ein Eingriff geeignet, erforderlich und insbesondere angemessen sein muss.

 Durch EU-Recht ist allerdings Art. 102 GG durch die Lissabon-Verträge stark eingeschränkt.

Hören wir hierzu Prof. Schachtschneider:

Bei Aufständen, ( z. B. gegen die Arbeitslosigkeit) kann man also mittels EU-Recht die Todesstrafe verhängen, und somit die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Elegant! Statistik bereits verbessert. Hallo, dies ist natürlich Satire! Aber könnte so etwas auch mal Ernst werden?

Wenn man die Leute eventuell in Lagern vor dem raschen Verhungern bewahren will, so haben wir die schöne deutsche 12jährige Geschichte unter dem Titel „Arbeit macht frei“ , wir wissen also bereits, wie man Zwangsarbeit organisiert. Diesmal killt man nicht mit Zyklon B, wir sind ja lernfähig. Aber nach dem Tod kremieren ist gut. Wenn die Grünen das Sagen haben, geht auch das Kompostieren. Hauptsache die Statistik wird besser.

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit kann auch durch Fortbildungsmaßnahmen stattfinden. Hauptschulabschluss nachholen, zwangsweise „Fortbildung“ von Erwachsenen von 8 – 17 Uhr unter Beaufsichtigung von Privatinstitutionen, egal was die überhaupt lehren können. Hauptsache raus aus der Arbeitslosenstatistik. – Hitler hatte das Ziel, die Arbeitslosen wieder in staatlich bezahlte Arbeit zu bringen. Sandhaufen von hier nach da versetzen. Und die in der Weimarer Republik vorgeschlagenen Autobahnen endlich zu bauen.

DER TOTALITÄRE STAAT

Das erinnert mich an chinesische Ameisen-Arbeiter, die Staudämme mit Schippchen und bloßen Händen bauten. Die kamen dann in der Diktatur unter Mao nicht mehr auf dumme Ideen. So macht man das! Vom Kommunismus lernen, heißt siegen lernen. Arbeitslosigkeit gab es in der Diktatur des Proletariats niemals, auch in der Ex-DDR nicht. Viele hatten Arbeit, aber nichts zu tun. Nach einem wirtschaftlichen Aufschwung durch die Einführung des Kapitalismus mit Millionen von Wanderarbeitern, bröckelt jetzt auch das chinesische System. Ich weiß da auch keinen Rat, vielleicht öffnete sich die kapitalistische Schere zwischen Arm und Reich zu schnell. Allein zahlenmäßig sind 1,5 Milliarden Menschen eben doch schwieriger zu managen, als die 80 Millionen in der BRD.

Jetzt zu einem anderen Statistik-Manöver: Thema Geldentwertung!

 

Die Deutschen stehen dem Thema Geldentwertung besonders kritisch gegenüber. Der Crash im Oktober 1929 und die darauf folgende „Große Depression“ Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts leben im nationalen Gedächtnis der Deutschen immer noch fort. Aber noch mehr die Hyperinflation zwischen 1919 und 1923! Darum sind unsere Regierenden sehr daran interessiert, solche Ängste sofort im Keim zu ersticken.

Keiner kann sich vorstellen, dass es jemals wieder zu einer solchen Hyperinflation kommen kann. Muss es aber, wie sonst könnten die angehäuften Staatsschulden jemals wieder abgebaut werden? Das wahre Ausmaß dieser Schulden wird uns durch geschönte Statistiken verschleiert.

Die statistischen Zahlen für Amerika sind sehr geschönt. Das Landwirtschaftsministerium gibt jedoch zu, dass für Speiseöl, Eier, Rindfleisch die Preise sich um ca. 10 % im Jahr 2011 erhöht hätten. Aber für 2012 sieht man solche drastischen Erhöhungen nicht, Wer’s glaubt……

In Amerika wird viel über die Preisentwicklung des Warenkorbes mitgeteilt. Nur leider wird dort nicht mehr informiert, wie oft und mit welchen Produkten dieser Warenkorb und die mathematische Formel für Statistiken geändert wird. Und warum ändert man das? Um die Preisentwicklung zu verschleiern, denn in den USA errechnen sich die Rentenansprüche und Ansprüche aus anderweitigen Sozialversicherungen analog zu den im Warenkorb ausgewiesenen Teuerungsraten.

Auch in der BRD werden die Statistiken geschönt. Erinnern wir uns nur mal an die Umstellung der DM – fast 1 : 1 – in den TEURO. Das wurde von den Menschen gefühlt, die Statistiker haben ihre Bürger ausgelacht, die solche Gefühle aussprachen.

Die Ansätze wurden „buchhalterisch“ immer mal wieder abgewandelt. Versuchen Sie das mal in der Handelsbilanz – das ist strafbar. Aber Vater Staat darf die Grundlagen frei Schnauze ändern. Rückstellungen nach guter kaufmännischer Manier versagt sich der Staat schon lange, weil dann das wahre Elend der Verschuldung auch für den kleinen Mann einsichtig wäre. Der wiegt sich also immer noch in träumerischer Sicherheit. Faszinierend, dass man uns die Geldmenge G3, M3, nicht mehr ausweist. Darin verstecken sich die aus dem Nichts gezauberten Buchgelder der Bankkredite an Staat und Gesellschaft. Rückstellungen für die zu erwartenden Pensionszahlungen und sonstige Verbindlichkeiten werden nicht getätigt. Gar zu gerne werden Etats von zweckbestimmten Geldern einfach umgeschichtet, z. B. Rentenversicherungsbeiträge zur Zinsbedienung, Kfz-Steuern für Sozialetats und eben nicht für den Straßenbau.

Diese Undurchsichtigkeit in der staatlichen Buchführung, die so häufig auch vom Bundesrechnungshof kritisierten Verschwendungen – das alles muss endlich ein Ende haben. Die Politiker und daran beteiligten Beamten müssen ihre Besoldungen und Pensionen verlieren!

Schluss mit solchen Tricks und Betrügereien in den Statistiken. Das muss als Forderung von jedem Bürger erkämpft werden.

Wenn die Politiker nicht endlich wieder ehrlich und integer werden, werden eines Tages die Staaten an ihren Schulden zerbrechen. Die Finanzeliten werden das überstehen, denn die haben Realwerte im Säckel, z. B. Gold, Silber, gute schuldenfreie Immobilien, Geschäftswerte der nichtspekulativen Sorte, von denen der Normalbürger nichts weiß. Den kleinen Mann haben sie zum Schuldenmachen ermutigt. Hypotheken, neue Autos, Fernreisen, teure Mode. Hätte er das in Goldstückchen angelegt, so könnte er es wenigstens irgendwo vergraben. Aber bestenfalls hat er auf die verlogenen Ratschläge der Bankster gehört, und ist so ausgeplündert worden. Nicht nur durch illegale Geschäfte von Anlageberatern, sondern auch durch die als legal abgesegneten Anlagen unserer Großbanken. Die erklären ihren einfachen Schalter-Angestellten, was weg muss. Dafür erhält der einen kleinen Bonus, während die dicken Boni in den Taschen der Ackermänner & Co. verschwinden.

Mit Dank an Frau Kopfstaendler, die hier auch als „Na Ja“ kommentiert.

Das Ende des Papiergeldes als treibende Kraft in Politik und Wirtschaft: die Geburt der Plutonomie

Nach ein paar Tagen krankheitsbedingter Medienabstinenz drängt sich mir beim Blick in die Medien spontan nur eine Frage auf: sind die alle kriminell - oder nur dumm wie Rosenkohl? Diese Frage ist nicht böse gemeint. Sie stellt nur die Verwirrung des Souveräns dieses Landes angesichts des Zustandes der politischen und wirtschaftlichen Realitäten dar. Nehmen wir zum Beispiel den Deutschen Bundestag - der Fisch stinkt ja immer vom Kopfe her. Seitdem es gut bezahlt wird, macht sich in Deutschland ja ein Umweltbewusstsein breit, wie man es selten erlebt hat. Nur die Prediger dieses Bewußtseins lassen zu wünschen übrig, siehe Stern:

Nach ein paar Tagen krankheitsbedingter Medienabstinenz drängt sich mir beim Blick in die Medien spontan nur eine Frage auf: sind die alle kriminell – oder nur dumm wie Rosenkohl? Diese Frage ist nicht böse gemeint. Sie stellt nur die Verwirrung des Souveräns dieses Landes angesichts des Zustandes der politischen und wirtschaftlichen Realitäten dar. Nehmen wir zum Beispiel den Deutschen Bundestag – der Fisch stinkt ja immer vom Kopfe her. Seitdem es gut bezahlt wird, macht sich in Deutschland ja ein Umweltbewusstsein breit, wie man es selten erlebt hat. Nur die Prediger dieses Bewußtseins lassen zu wünschen übrig, siehe Stern:

Kein einziger Minister-Dienstwagen bleibt unter der von der EU erwünschten Norm von 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Auf Ebene der Bundesländer sieht es nicht besser aus. Spitzenreiter im „Schaufahren gegen den Klimaschutz“, so die DUH, ist Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU), der sich in einem Audi A8 6.0 Quattro chauffieren lässt. Mit 353 Gramm CO2 pro Kilometer ist der Wagen trauriger Gesamtsieger im Klimakiller-Ranking.

Doch nicht nur dort ist Sparen ein Fremdwort. Nehmen wir mal den nächsten Artikel im Stern: Steuerverschwendung. Lieblingssport eines jeden Politikers.

Da macht die in Wagner verliebte Kanzlerin Angela Merkel aus den Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur, die zum Kanzleramts-Etat hinzugerechnet werden, 2,3 Millionen Euro locker für die Bayreuther Festspiele.

Ich habe mal nachgeschaut: eine Karte für eine einzige Aufführung auf Kanzleusenniveau kostet mehr als man einem Arbeitslosenkind für einen Monat zahlt, siehe hier.

Sowas muß vom Steuerzahler gefördert werden – aber saftig. Weniger gibt es für Rentner und Arbeitslose, die ja aber auch auf den Treffen der Staatsausbeuterlobby nichts verloren haben – obwohl die Kassen der Ärmsten prall gefüllt sind, siehe Handelsblatt:

Die Rentenversicherung dürfte demnach 1,2 Milliarden Euro Überschuss erzielen, Krankenkassen und Gesundheitsfonds sogar 5,8 Milliarden Euro. Außerdem dürfte das Defizit der Bundesagentur mit 2,6 Milliarden Euro deutlich kleiner ausfallen als erwartet. Die Pflegerversicherung mache rund 300 Millionen Euro Überschuss, so der Kieler Experte.

Geld ist also genug da … zur Unterstützung von Lobbyarbeit. Und darum muß es so exquisite Veranstaltungen wie Bayreuth, Salzburg oder den Bundespresseball geben. Man muss ja im Gespräch bleiben, damit eine Hand auch weiterhin die andere waschen kann. Weniger wichtig ist in diesem Zusammenhang das deutsche Parlament, das nur noch als Kostenfaktor in Erscheinung tritt, politisch aber immer bedeutungsloser wird, wie wiwo erwähnt:

Eine „Marginalisierung der Parlamente“ erkennt Heinrich Oberreuter, Direktor der Akademie für Politische Bildung Tutzing. Anfang April hat er zusammen mit der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen eine Tagung zur Ohnmacht der Volksvertretungen organisiert. Gerade in der Atomdebatte sieht Oberreuter eine „Ausnahmezustandsmentalität. Das Parlament wird von der Regierung auf die Seite geschoben. Das von ihm verabschiedete Recht wird gebrochen oder umgangen.“ Zwar bemüht sich eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen, Schritt zu halten. Aber die Regierung gibt das Tempo vor.

Und die Lobbyisten die Marschrichtung. Zum Beispiel die Marschrichtung „libysches Öl“. Seitdem Dokumente zum irakischen Öl aufgetaucht sind, dürfte es doch keine Frage sein, was man da will. Im Irak gings um Öl, siehe Godmode-Trader:

Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, dass Großbritannien und die USA noch vor einer eigentlichen Bekanntgabe einer Invasion des Iraks die Ölvorräte des Iraks untereinander aufteilten. Das zeigen jetzt Dokumente, die von der Regierung veröffentlicht wurden und die bisher geheimgehalten wurden. Die Dokumente mussten im Rahmen einer Ermittlung über die Rolle Großbritanniens im Irakkrieg veröffentlicht werden.

Das sind die Themen, über die in Bayreuth gesprochen werden muß – auf Kanzleusenniveau. Die Minister brauchen Sprit für ihre PS-Monster.  Aus der Perspektive jedoch wundern andere Erscheinungen nicht mehr, zum Beispiel diese im Manager-Magazin:

Die einflussreiche Agentur Standard & Poor’s hält die weltweit führende Wirtschaftsnation USA nur noch für bedingt kreditwürdig – und die Börse bleibt unbeeindruckt. Das passt ins Bild. Seit Monaten blenden die Aktionäre die Risiken für den globalen Aufschwung aus. Wie lange geht das noch gut?

Nun – das geht noch lange gut. Zum einen investiert hier die Mafia ihr schmutziges Geld und wäscht es sauber (wir berichteten), zum anderen war die Lobbyarbeit der letzten zwanzig Jahre eben sehr erfolgreich: die Staatsvermögen stehen den Großkonzernen als Finanzreserven in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Was bitte schön soll denn da noch schiefgehen? Zum anderen greifen wir wie in den guten alten Kolonialzeiten einfach brutal mit Waffengewalt nach den Rohstoffen – was rohstoffreiche Länder verstanden haben, siehe Handelsblatt:

Erst Anfang des Jahres hatte Russland mit seiner Zustimmung zum „START-II“-Vertrag einen historischen Schritt in der Abrüstung gemacht, jetzt folgt die Kehrtwende: Premier Putin päppelt die Rüstungsindustrie wieder auf.

Da bekommt jemand Muffensausen. Das hat auch die FDP, siehe Goldseitenblog:

Merkwürdiges geschieht im deutschen Bundestag. Einige Abgeordnete scheinen sich daran zu erinnern, daß es früher hieß, sie seien nur ihrem Gewissen und dem deutschen Volke verpflichtet!

Nicht der Bankenaristokratie, der Großindustrie, der „europäischen Idee“ oder anderem vorgeschobenen undemokratischen Unsinn oder gar einigen dubiosen Strippenziehern im Hintergrund. Nur wenige erinnern sich daran, immerhin mindestens 30 aus der FDP sind es jetzt, die endlich den Mund aufmachen und das Schalten und Walten der Regierung nach Gutsherrenart nicht mehr mitmachen wollen. Viel zu verlieren hat die FDP auch nicht mehr, käme sie nach aktuellen Umfragen nicht einmal mehr in dieses Pseudo-Parlament.

Da merken Parlament – Arier, das sie in naher Zukunft nicht mehr gebraucht werden. Der Arierstatus ist in Gefahr. Hartz IV kommt in Reichweite der Volksvertreter – als Lebensgrundlage. Währenddessen schreitet der Umbau der Nachkriegsgesellschaft – oder soll ich besser sagen: Vorkriegsgesellschaft – weiter voran, ohne das wir es beschlossen hätten, siehe Welt:

„Wir erleben derzeit den langsamen Tod des Papiergeldes“, meint Andrew Roberts, Leiter Anleihenstrategie bei der RBS in London. Gold setze sich als Alternative zu klassischen Währungen wie dem Dollar oder Euro durch.

So langsam merkt man, was auf uns zukommen kann. Staatsdiener und andere Almosenempfänger wie Arme, Kranke, Behinderte, Rentner und Arbeitslose werden schön blöd gucken, wenn in den Geschäften die ersten Schilder auftauchen: „Nehme keine Euro an!“.  Die Lobbyelite der Welt baut sich gerade eine neue Welt zusammen, in der Papiergeld überflüssig wird. Gut für die, die Gold in Tonnen kaufen können, schlecht für die, die nur Papier in den Händen halten. Das ist bekanntermaßen geduldig. Auf einmal wird deutlich, warum die Regierung und Wirtschaft das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster schmeißen: es ist bald eh´ nichts mehr Wert.

Die wissen das schon.

Wir nicht.

Wir können nur durch Randerscheinungen in den Medien auf den Grad unserer Unwissenheit schließen, siehe gulli.com:

Freien Journalisten aus dem Ausland wird der Zugang zu Pressekonferenzen verweigert. Die Vertreter der japanischen Medien werden zweimal täglich informiert, die ausländischen Korrespondenten einmal in der Woche. Telefongesellschaften und ISPs sollen dabei helfen, dass keine „falschen“ Informationen an die Öffentlichkeit geraten. Es gehe um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral.

Die „Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral“ rechtfertigt selbstverständlich den leisen Tod der vierten Macht, die ja umgehend durch die fünfte Macht – den Lobbyisten – ersetzt wurde. Man hatte also nie ein Machtvakuum. Wir erhalten selbstverständlich noch Nachrichten, wir werden sogar überschüttet damit – nur ihre Bedeutung erschließt sich uns nicht. So meldet Yahoo am 16. April 2011:

In den USA sind sechs weitere Banken pleite gegangen. Wie der US-Einlagensicherungsfonds FDIC mitteilte, ist die größte von ihnen die Superior Bank aus dem südlichen Bundesstaat Alabama. Die Community Bancorp aus Texas sei ebenso betroffen wie kleinere Banken aus Alabama, Georgia, Mississippi und Minnesota. Insgesamt gingen damit in diesem Jahr in den USA bereits 34 Banken pleite.

Die Bankenkrise ist also noch lange nicht gebannt, aber das Thema „Weltwirtschaftskrise“ wurde aus den Medien verbannt – im Sinne der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral. Und die Ausblicke sind nicht sonderlich rosig – für Leute ohne Gold, siehe FTD:

Der größte private Bondinvestor der Welt steht nicht allein da. Auch andere Fondsanbieter stoßen die Papiere ab – wenn sie denn überhaupt noch im Depot sind. Die von S&P angedrohte Herabstufung Amerikas wird den Trend verstärken.

Einige Gesellschaften, etwa Templeton oder Carmignac, haben die US-Schuldtitel längst aus ihren internationalen Rentenfonds verbannt. Pimco-Starmanager Bill Gross geht sogar einen Schritt weiter: Er hat nicht nur im Februar alle US-Staatsanleihen aus seinem rund 240 Mrd. Dollar schweren Dickschiff Total Return Fund geworfen – dem weltweit größten Rentenfonds, der in Deutschland freilich nur eine Nischenrolle spielt.
Kurz darauf begann er sogar, Wetten gegen US-Staatsanleihen einzugehen.

Auf einmal merken wir, wohin die Reise geht. Die sind gar nicht so dumm, unsere Politiker. Die wissen nur mehr als wir. Die wissen, das man jetzt gerade alles Geld der Welt braucht, um Gold zu kaufen. Jede Unze zählt. Oder man kauft Firmenanteile, die man dann später in Gold umtauschen kann. Seitdem Natobomber Rohstoffe sichern, ist das kaum noch ein Risiko, und wenn´s schiefgeht: kein Problem – siehe Banken- bzw. Eurorettung. Darum müssen Rentner, Kranke, Arme, Behinderte, Kinder und Arbeitslose trotz voller Kassen darben und leiden: die Lobbymafia tanzt mal wieder um das Goldene Kalb und sortiert sich die Welt neu.
Ganz legal. Gekündigt wird man dafür nicht. Im christlichen Abendland, das sich im kulturellen Kampf gegen den Islam gerade auf diese Werte beruft, wird man für andere Aktionen gekündigt, siehe Welt:
„Jesus hat Sie lieb“ ist ein Kündigungsgrund.

Für die Vernichtung der Lebensgrundlage von Millionen und Abermillionen von Menschen, die Förderung von Staatspleiten, die Ausplünderung von Volkswirtschaften oder den schleichenden Abbau von Demokratie und Sozialwesen hingegen gibt es Redordbonuszahlungen. Und je später das der Souverän des Landes merkt,  umso mehr Gold findet sich in den Taschen der Lobbyelite, der Politiker, Journalisten und Manager.
Darum werden wir zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral erst später über die neue Wirtschaftsordnung informiert. Sie hat aber jetzt schon einen Namen: Plutonomie.
Plutonomie bedeutet ökonomisches (wirtschaftliches) Wachstum, gehalten und kontrolliert von der oberen und reichsten Bevölkerungsschicht.

Und wer da noch dabei sein will, sollte unbedingt in Bayreuth vorstellig werden. Darum helfen wir den Reichen ja, dort die Eintrittspreise niedrig zu halten.

 

 

 

 


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