Gammelfleisch

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Aktive Sterbehilfe … der nächste Schritt in Richtung Neo-Auschwitz

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Freitag, 5.12.2014. Eifel. Wissen Sie, wann ich merke, dass etwas Wichtiges geschehen ist? Ich bekommen dann Post. Wenn mehrere unserer Leser uns gleichzeitig einen Artikel zukommen lassen, dann ist etwas Brisantes geschehen – darauf kann man sich blinden Auges verlassen. Dies ist gerade geschehen, bis hin zu meinem privaten Facebook-Auftritt. Nun – jetzt für alle: vielen Dank, ich habe ihn jetzt auch zur Kenntnis genommen.

Was unsere Leser auszeichnet? Ein ganz klares Bewusstsein für persönliche Lebensrisiken, eine völlige Abwesenheit jener schier grenzenlosen, geschichtsfreien Naivität, die heute im Alltag so gerne gelebt wird. Kein Wunder: sie  ist ja auch herrlich bequem. Ich denke mir meine Welt zu einem Ponyhof zurecht, dann brauche ich nie wieder Angst und Sorge haben, nie wieder Mitleid zu praktizieren oder soziale Verantwortung zu leben, denn: das Leid gibt es ja gar nicht … und wenn, dann sind die Opfer selbst schuld – sie denken falsch, sie fühlen falsch, sie leben falsch … sie SIND falsch.

Ja – die ersten Selektionsmechanismus werden uns heutzutage von „herzensguten“ Menschen beigebracht, die voller „Licht und Liebe“ durch die Welt schweben und eine eiskalte Vorselektion in lebenswertem und lebensunwertem Leben betreiben … wobei die Maßstäbe nahezu egal sind: Hauptssache, es gibt Selektionsmasse, über die man sich selbstherrlich und selbstverliebt drüber stellen kann.

Schritt für Schritt trainieren „Mächte und Gewalte“ (um eine christliche Fomulierung für „das Böse“ zu gebrauchen) in der Gesellschaft dem Menschen so gezielt die „Beißhemmung“ ab, die andere Tiere daran hindert, Wesen der eigenen Art mit tödlicher Gewalt anzugreifen.

Ja – der Mensch ist normalerweise nicht so. Natürlicherweise gleicht er eher dem „edlen Wilden“, den Rosseau einst so bewundert hatte – doch dem Tiere gleich kann er durch Folter, Ungerechtigkeit und Qual in ein Monstrum verwandelt werden, dass gerne und mit Lust Qual unter seinesgleichen verbreitet. Kleine Kinder sind da noch eher soziale Wesen, die aber zunehmend durch eine knallharte Schule gehen, bis sie zu jenen asozialen Egomanen geworden sind, die unsere Vernichtungskultur so dringend braucht, um ihr Geschäft verrichten zu können.

Doch schweifen wir nicht ab – kommen wir zum Thema, dass unsere Freunde so berührt: die aktive Sterbehilfe, beziehungsweise ein Interview mit einem Literaturwissenschaftler. Warum berührt dies die Menschen so?

Nun – wir leben in Deutschland … und dies ist ein besonderes Land. Hier – und nur hier – hat sich die Bevölkerung schon einmal mit vernichtender Gewalt gegen sich selbst gewandt, wurde die Pest der Eugenik mit aller Konsequenz und aller möglichen industriellen Gewalt gegen jene eingesetzt, die unbequem waren – auf die eine oder andere Weise.

Juden traf es zuerst, aber auch alle Formen von sozial denkenden Wesen („Linke“) – und all´ jene, die unbequemerweise auf die Hilfe anderer angewiesen waren: alte, kranke, behinderte Menschen.

Hier in Deutschland hat es sich gezeigt, dass man mit extrem geschwächten Abwehrkräften gegen das Böse zu rechnen hat … und ich nenne das einfach mal „das Böse“, um der Kälte, der Brutalität, der Unmenschlichkeit einen passenden Namen zu geben, der beschreibt, wir abgrundtief weit entfernt dieses Denken von einem sozialen, produktiven, kreativen und empathischen normalen Miteinander entfernt ist. Andere Länder konnten da widerstehen – obwohl auch sie nationalsozialistische Strömungen hatten, reichte es nicht aus, die Macht im Staate zu gewinnen – in den USA war es sogar das Militär, dass gegen Industrielle zum Einsatz kam, die zu offensichtlich Kulten des Bösen frönten und ihre streikenden Arbeiter in Zelten verbrannt.

Gerade in Deutschland reagieren also jene Menschen besonders sensibel, die aufgrund einfachen geschichtlichen Wissens begriffen haben, was in diesem Land möglich ist – und wie schnell man hier aussortiert werden kann, „selektiert“. Dazu reicht heutzutage schon immer weniger, die Hemmschwelle sinkt beständig. Plädiert man für vertrauensbildende, kriegsfeindliche Maßnahmen in der Politik, mahnt an die Grundsätze der alten, wohl erprobten „Entspannungspolitik“, wird man gleich ein „Putinversteher“. Kritisiert man öffentlich die Regierungsmeinung (zum Beispiel die öffentlichen Versionen zu den Vorgängen zum 11.9.2001 in New York) so wird man jenseits jedweder vernunftgemäßen Diskussion der beobachtbaren Absonderlichkeiten als „Verschwörungstheoretiker“ ausselektiert. Wagt man es, die grenzenlose Raffgier einzelner, ihre wachsende Macht und steigende Verrohung anzuklagen, auf Grund deren weite Schichten der Bevölkerung in Armut und Elend versinken, während andere trunken von übermäßigem Reichtum sind, so steht man als „negativ Denker“ gleich im Abseits … ohne dass sich jemand groß Gedanken über den asozialen Aberglauben macht, der dort von einer breiten Front von „Gutmenschen“ praktiziert wird.

Jene „Selektierten“ schauen nun anders auf die politische Welt als die durchschnittliche Wohlstandsblase … wie wir mal jene Existenzen nennen wollen, die freudig ein Rädchen im Getriebe jener Gesellschaftsmaschine sind, die das natürliche Lebensumfeld des Menschen täglich weiter vernichtet, Nahrung, Luft und Wasser verseucht, Ressourcen unwiederbringlich verbrennt und Land zunehmend unfruchtbar macht: ein Fest für jeden teuflischen Geist.

Sie verstehen schnell, dass sich hinter der harmlos erscheinenden Fassade der „aktiven Sterbehilfe“ ein ganz andere Geist verbirgt, der einen weiteren Schritt hin zu den neuen Vernichtungslagern gehen will.

Ja – so macht man in der Demokratie Politik: man sägt die Freiheit stückchenweise ab, immer ein Stück weiter, Schritt für Schritt. Manchmal brechen große Stücke ab – wie bei der Agenda 201o: da muss dann mit großer medialer Gewalt gegen gehalten werden, damit das Volk wieder in den Dauerschlaf versinkt, da wird dann der Arbeitslose gleich (wie alle anderen Opfer von „Mächten und Gewalten“ auch) Schuld an seinem eigenen Zustand und hat so seine Misere – Hausarrest, Enteignung, Einschränkung menschlicher Grundrechte, Entmündigung – selbst zu verantworten … wahrscheinlich hat er das sogar gewollt.

Erste Schritte zum nächsten Angriff auf die Menschlichkeit werden meist von völlig unbekannten Bütteln der Macht unternommen: sie sind ausersehen, sich durch einen „Testballon“ die Gunst der Mächtigen in den Parteiapparaten zu erwerben. Es ist wie bei der Mafia: geht es schief – hat man halt einen Bauern weniger. Geht es gut – ist der Listenplatz im Parlament, die Festanstellung im Apparat samt Beförderung gesichert, der Parteisoldat braucht halt seine Perspektive, um sein Ego zu befriedigen.

Der Soldat, der jetzt zu Worte kam, ist ein Literaturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU-Bundestagsfraktion, geboren 1981 – und damit genau Mitglied jener Generation, die kürzlich erst vom „Fokus“ dazu aufgefordert wurde, sich aktiv gegen die „Alten“ zu wehren, die wir uns – auf deutsch gesagt – nicht mehr leisten können. Er fordert offen eine staatliche Organisation der Sterbehilfe, um der „Biomasse am Tropf“ im Rahmen der Euthanasie einen „guten“, „schmerzfreien“ Tod zu gewähren (siehe Spiegel).

Im Rahmen des Interviews wurde auch ein „zentraler Satz“ erwähnt, der die politische Wende einleitet – jener Versuchsballon der Partei, der testen soll, ob die Leute auch den nächsten Schritt schlucken.

„Wir müssen weg vom Tod als Zwang und hin zum Tod als Option.“

Der Tod also Option staatlichen Handelns.

Wir sollten ganz aufmerksam hinhören, was uns da im Rahmen der Lobeshymnen über den „guten Tod“ präsentiert wird – sehr aufmerksam, bitte.

„Wir sollten sterbehilfemedizinische Etappen aufbauen. Es muss Psychologen geben, die Sterbewillige betreuen, Gutachter, die die Situation einschätzen. Dazu natürlich Fachärzte, Sozialarbeiter und Familienpsychologen. Von Fall zu Fall müssen diese Leute entscheiden, ob Sterbehilfe praktiziert werden kann.“

Das ist der Schritt um Aufbau einer Massenvernichtungsindustrie. Es ist erstaunlich, mit welcher eiskalten Selbstverständlichkeit hier über die Tötung von großen Menschenmassen diskutiert wird – in aller Öffentlichkeit:

„Es werden ja immer mehr Menschen immer älter. Dank dem demografischen Wandel verwandeln sich Krankenhäuser in Untotenhäuser…“

Das ist die Meinung jener asozialen Generation, der wir im Alter hilflos ausgeliefert sein werden: da liegen Zombies … denen man am Besten das Gehirn mit der Schrotflinte wegballert, um sie von ihrer erbärmlichen Existenz zu erlösen. Ja – so sind die drauf, die jungen Bengel – und so einfach kann man die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte zu den Akten legen.

Massenvernichtung? Ja – wird ganz offen zugegeben:

„Heute gibt es in Krankenhäusern ganze Abteilungen, in denen Patienten in halbkomatösem Zustand vor sich hin siechen. Das sind Menschen, die keine Patientenverfügungen hatten, über deren Willen man nicht mehr mutmaßen kann, und deren Kinder sagen: Ich übernehme die Entscheidung nicht. Es sollte davon ausgegangen werden, dass diese Menschen sterben wollen.“

Was für ein wunderbarer Traum: eine Armee von Fachärzten, Sozialarbeitern und Familienpsychologen (alle selbstverständlich aus „gutem Hause“) marschiert durch die Krankenhäuser und eleminiert systematisch all´ jene, die sich nicht mehr selber wehren können.

Natürlich werden diese allmächtigen Todesschwadrone im nächsten Schritt die weiteren Probleme der modernen Zivilisation aus dem Weg räumen: ist denn nicht auch der depressive Mensch ein Mensch, von dem man ausgehen muss, dass er sterben will? Äußerst er das nicht auch mal gelegentlich? Darf man nicht auch beim Obdachlosen unterstellen, das er von seinem Leid erlöst werden möchte? Oder der alte Arbeitlose (also: jene über 40!): spürt er nicht insgeheim den innigen Wunsch, diese Welt zu verlassen, die für ihn keinen Plaz mehr hat?

Oder … anders formuliert: wie lange wollen wir diesen untoten Parasiten und Schmarotzer eigentlich noch an unserem Busen nähren?

Doch wollen wir hier keine Fragen stellen – wir wollen Antworten geben.

Die postkapitalistische Gesellschaft hat ein Problem: sie hat zu viele Menschen, deren Produktivität unter dem gewünschten Renditeniveau gesunken ist – ohne Aussicht auf Besserung. Die vielen ausgebeuteten Schüler, Studenten und Jungdoktoren lassen wenigstens noch hoffen, dass sie irgendwann mal einen Weg finden, sich selbst so zu vermarkten, dass ihre Herren noch eine Gewinnsteigerung erwarten können … aber die, die über 40 sind, sind doch nur noch … „Biomasse“, die es kostengünstig zu entsorgen gilt, da müssen schon heute Weichen gestellt werden, um die Berge an „Gammelfleisch“ zu bewältigen, die der demografische Wandel morgen mit sich bringen wird.

Wir werden das wiederholen, was 1933 – 1945 passiert ist, weil wir nichts daraus gelernt haben und auch nichts daraus lernen wollen: darum sind „Nazi-Vergleiche“ ja so verpönt … dabei kann man sie gar nicht oft genug bringen, um zu verhindern, dass sich die Gräuel wiederholen – momentan erleben wir mehr und mehr Schritte in jene Richtung, die es den konsumgierigen Jungen erlauben, ihre Eltern kostengünstig als Viehfutter zu entsorgen (ja: ich nehme da Entwicklungen voraus, die im Rahmen der kapitalitischen Verwertungslogik zum Tragen kommen werden), um mehr für sich zu haben.

Wir haben ja noch nicht mal verstanden, warum sich die Entwicklungen wiederholen, weil wir alles auf des Konto „Nationalsozialismus“ schieben und stolz darauf sind, dass Hitler tot und seine Partei verboten ist.

Beide waren aber nur die Vollstrecker einer Geisteshaltung, die sich im 19. Jahrhundert entfaltete: als dem Menschen durch sektiererische Zweige der „Naturwissenschaft“ die Seele aberkannt wurde (ganz im Sinne der Sklavenhaltergesellschaft die sich an „Seele“ und „Würde“ immer störte), wurde er zur Biomasse erklärt, einer Masse, die behandelt werden kann wie alle anderen Fleischberge auch. Wir haben versucht, die Seele wieder schützenswert zu machen, in dem wir – ganz unreligiös, um keine Angriffspunkte zu bieten – die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verfasst haben, als direkte Folge der unsagbaren Schrecken des letzten Weltkrieges, der gezeigt hat, wozu die moderne Menschheit in der Lage ist – und welche grauenvollen Folgen es haben kann, wenn sich „Technik“ und „Wissenschaft“ in den Dienst des „Bösen“ stellen.

Wir haben uns – damit sich diese Entwicklungen niemals wiederholen – ein paar Gesetze gegeben … von denen eins so alt ist wie die denkende Menschheit: „Du sollst nicht töten“. Früher dachte man sich einen allgewaltigen Gott, um die verderbten Menschengeister im Zaum zu halten – nachdem dieser gestorben war (aber nur im Denken der Menschen, nicht in der Realität – über die können wir kleinen Geister gar nicht urteilen, so sehr wir auch wüten und zetern), bauten wir uns unsere eigenen ewigen Gesetze … die nun von bösartigen Kleingeistern Schritt für Schritt abgebaut werden.

Darüber, dass wir – bei der Forderung nach aktiver Sterbehilfe – verlangen, dass sich gewisse Menschen für uns als Mörder verdingen, werden wir ein anderes Mal reden müssen: die Selbstverständlichkeit, mit der man annimmt, dass es solche Gestalten in der Wissenschaft und der Medizin gibt, erschrickt schon …. verwundert aber nicht, wenn man sich an die Begeisterung der deutschen Ärzteschaft für den Nationalsozialismus und seine „Rassenhygiene“ erinnert.

Ebenso werden wir uns Gedanken darüber machen müssen. ob wir denn wirklich mit absoluter Sicherheit davon ausgehen können, dass wir keine Seele haben, die nach unserem Ableben geprüft wird … wie es alle älteren Kulturen annahmen. Die Prüfkriterien waren übrigens erstaunlich sozial – niemand fragte nach dem Kontostand, aber alle nach der Verderbtheit der Seele.

Erscheint mir auch so weise – ohne dass ich mir einen Gott oder ein Jenseits dazu denken muss.

 

Deutschlands Zukunft schon jetzt: Menschenhandel, Lohndrückerei, Korruption, Gammelfleisch und der Arbeitsführerschein

Wie sehr uns das Wasser schon bis zum Hals steht, werden viele erst dann merken, wenn die Stromkonzerne ihre Lieferungen einstellen, weil sich das Geschäft in Deutschland nicht mehr lohnt. Dann erlöschen die verführerischen virtuellen Welten, man schaut hinaus in ein ausgeplündertes, zersiedeltes Land und fragt sich: wie konnte es so weit kommen – eine Frage, die man sich in Deutschland immer mal wieder gerne stellt.

Bis zu dem Zeitpunkt wird man sich an eine Zunahme von Zerrüttungserscheinungen gewöhnen müssen, Erscheinungen von Zerrüttungen des Gemeinwesens, die im Prinzip eine Chance beeinhalten: inne zu halten und den Kurs zu ändern. Wenn wir den Kurs nicht ändern, werden die momentan kleinen Zerrüttungen zu großen Beben, was praktisch heißt, das unsere Töchter Frischfleisch für den chinesischen und arabischen Geldadel werden, wie der Spiegel aktuell berichtet:

Bei einer Razzia in Dubai ist ein chinesischer Menschenhändlerring aufgeflogen. Zwei Minderjährige aus Deutschland sollen von der Geliebten ihres Vaters in ein Bordell entführt worden sein.

Beide Mädchen seien geschlagen worden und wurden in der Wohnung gefangen gehalten. Im Februar 2010, so F. G., habe ein Inder 100.000 Dirhams (etwa 20.000 Euro) für ihre Jungfräulichkeit geboten. „Er hatte Sex mit mir in L.Y.s Wohnung. Ich war da fünfzehn Jahre und elf Monate.“ Sie sei dann auch zu Sex mit einem Chinesen gezwungen worden.

Die harte Hand des Islam, die dem kleinen Dieb die Hand abhackt, hört dort auf, wo das Geld winkt. Der Kampf gegen den militanten Islam ist ein Kampf gegen den armen Islam, dort wo er reich ist  (zum Beispiel in Saudi-Arabien, dessen Bürger laut offizieller Legende die Attentate von nine-eleven begangen haben) hat er Narrenfreiheit. Aber wer könnte da schon widerstehen: 20000 Euro sind eine Menge Geld – und mit Menschenhandel leicht verdient.

Eine weitere Erscheinung der modernen Gesellschaft erregt ja gerade die Gemüter: der Fall des ermordeten Mirco. Der Täter – laut Welt – ein Vorzeigebürger.

H.’s Zuhause ist ein Einfamilienhaus in Schwalmtal. Seit 2006 lebt er hier mit seiner dritten Frau und mit zwei seiner drei Kinder, die 17, 14 und zwei Jahre alt sind. Das Haus steht in einem ländlichen Neubaugebiet. Dahinter gibt es Wiesen und Felder und einen kleinen Fluss. Der Garten ist sehr gepflegt, „Gartenarbeit und seine Kinder waren sein Hobby“, sagt Thiel.

H. war eine tickende Zeitbombe, sagt Thiel. Ein Mann, der beruflich stark unter Druck stand und seinen Frust ablassen wollte.

Diese „tickende Zeitbombe“ macht mich etwas nervös, denn das Modell „Egotempel“ auf dem Lande ist weit verbreitet – und der Frust auch, wie im Spiegel zu lesen ist:

Ständige Erreichbarkeit und Termindruck machen krank: Laut einer Krankenkassen-Studie hat jeder fünfte Arbeitnehmer psychische Störungen aufgrund von Stress im Job. Immer mehr Menschen lassen sich krankschreiben und greifen zu Antidepressiva.

Jeder fünfte Arbeitnehmer eine tickende Zeitbombe? Sollte man da nicht drüber nachdenken, Arbeitnehmer sicherheitshalber gleich streng zu bewachen, bevor die ihren beruflichen Frust an anderen ablassen? Zumal unsere großen Firmen dabei sind, diese Zeitbomben in Serie zu produzieren wie in der Sendung Monitor zu erfahren ist:

Sonia Seymour Mikich: „Es war eine lange Pause, und ich heiße Sie ganz besonders willkommen! Für minimales Geld maximal schuften, ohne jede Absicherung – Lohndrückerei macht Schule. Das ist der Geist unserer Zeit, und das steckt auch hinter unserem Jobwunder. Wir haben lange in einer Szene recherchiert, wo Lohndrückerei eine ganz besondere Form annimmt. „Branchenüblich“ sei das, heißt es da. Aber der Paketbote, der Ihnen noch abends die Bestellungen aus dem Internethandel vorbeibringt, der kämpft vielleicht Tag für Tag ums Überleben.

Der Bericht lohnt sich auch im Detail. Es ist die Zukunft der deutschen Arbeit: wir bringen noch Geld mit, um arbeiten zu dürfen. Und damit das auch klappt, müssen wir nur die Daumenschrauben der Jobcenter fester anziehen.

Konnte man sich bislang darauf verlassen, das der Staat das schon richten wird – immerhin ist er genau dafür geschaffen worden – so blickt man aktuell etwas dümmlich aus der Wäsche, denn laut NDR ist der Staat käuflich geworden:

Die Forscher kommen dabei zu dem Ergebnis, dass rund zwei Drittel (68 Prozent) der Behörden in den eigenen Reihen mit Kriminalitätsfällen zu kämpfen haben. Es geht dabei um Unterschlagung oder Veruntreuung, gefolgt von Korruption wie Bestechlichkeit. Bundesweit liegt die Quote bei 52 Prozent. Aus der Studie ergibt sich auch, dass Behörden das eigene Kriminalitätsrisiko sehr gering einschätzen, dafür andere Verwaltungen eher als korruptionsgefährdet ansehen.

52% – das  heißt: die Mehrheit der deutschen Behörden sind korrupt, je schlechter es der Wirtschaft geht, umso korrupter sind die Behörden. Immerhin wollen alle dieses kleine Gartenparadies, das sich auch Mircos Mörder angeschafft hat. Die schöne heile kleine Binnenwelt, in die die böse Wirklichkeit niemals eindringen kann.

Das tut sie aber. Auch bei Reichen oder solchen, die es werden wollen, denn den jüngsten Nahrungsmittelskandalen folgen laut Plusminus (hier bei Finanznachrichten) weitere auf dem Fuße – alles im Namen der Eigenkapitalbildung:

Lebensmittel-Betrug: Wie Händler die Verbraucher hereinlegen Neuer Skandal mit Lebensmitteln: Internationale Schmugglerbanden bringen Billig-Lebensmittel aus China in die Europäische Union (EU). Hier werden sie unter falschen Etiketten und Herkunftsbezeichnungen zu hohen Preisen an Verbraucher verkauft.

Wer aber nun denkt, das wenigstens die reichen Bürger unseres Landes in einem Paradies leben, der irrt, wie die Gesundheitsforscherin Kate Pickett in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau erläutert:

Wovon wir in unserem Buch sprechen, ist das obere Fünftel der Einkommenspyramide. Und da gilt: In hierarchischen, individualistischen Wettbewerbs-Gesellschaften bedeutet in der Nähe des Gipfels zu sein, eben nicht ganz oben zu sein. Das löst dieselben Status-Ängste aus wie bei Leuten auf den unteren Sprossen.

Nach unseren Erkenntnissen gibt es in reichen Demokratien mit großer Ungleichheit deutlich mehr Gewalt und Verbrechen, mehr Teenager-Schwangerschaften und mehr psychische Erkrankungen, viel mehr Fettleibige, eine sinkende Lebenserwartung, mehr Mobbing in der Schule und so weiter. Jeder Einzelne in dieser Gesellschaft ist davon betroffen.

Die düstere Zukunft Deutschlands, seine sinkende Lebensqualität, seine soziale Verrohung sind also wirklich keine Naturgewalten, sondern von Menschen gemacht?

Gut zu wissen, denn dann … gibt es ja Alternativen. Zum Beispiel Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit anstelle von Menschenhandel, Lohndrückerei, Korruption und Gammelfleisch. Wie meint Professor Picket?

Ökonomen dachten lange, dass Menschen zu allererst so handeln, wie es ihren materiellen Interessen dient. Verhaltensforscher und Psychologen haben bewiesen, dass das nicht stimmt. Menschen haben einen ausgeprägten Sinn für Fairness und Gerechtigkeit.

An und für sich ist der Mensch ein sehr soziales Wesen. Es gibt auch Entartungen, asoziale Egomanen, die aus einem Gemeinschaftssystem nichts anderes als ihren eigenen Vorteil ziehen, sprich ihren Lebenssinn darin sehen, möglichst viel Geld auf das Privatkonto zu schaffen – egal wie.

Die Mehrheit jedoch – zahlt gerne Steuern, wenn es ihren Mitmenschen Hunger, Kälte und Tod erspart.  Das wäre doch mal einen Versuch wert: wir führen einen „Arbeitsführerschein“ ein. Wer in diesem Land einen der selten werdenden Vollzeitarbeitsplätze belegen möchte, muß zuvor beweisen, das er psychisch auch dazu in der Lage ist, des er auch mit steigendem Druck und wachsender Verantwortung nicht sozial entartet. Immerhin – diese kranken Egomanen haben unser ganzes Wirtschaftssystem aus purem Eigennutz zerschlagen – ob nun als Manager oder Politiker spielt da keine Rolle. Wir sollten aus der Krise die Lehre ziehen, das Geld immer mit Verantwortung einhergehen muß. Im Straßenverkehr sortieren wir die verantwortungslosen Fahrer ja auch gnadenlos aus – zum Wohle der Allgemeinheit.

Jetzt haben wir gelernt, das wir das auch im Wirtschaftsbereich und in der politischen Verwaltung machen müssen. Somit werden die Auseinandersetzungen der Zukunft nicht mehr zwischen „rechts“ und „links“ verlaufen (da gibt es in der Praxis ja kaum noch erkennbare Unterschiede) sondern zwischen sozialen und asozialen Wesen.

Gewinnen die Sozialen, hat Deutschland eine goldene Zukunft vor sich.

Verlieren sie, landen unsere Töchter in Dhubai und unsere Söhne auf den Schnibbeltischen der Organmafia.


Holocaust fängt leise an – mit Gammelfleisch.

Holocaust … wir in Deutschland haben doch schon längst wieder vergessen, was das heißt. „Ach ja, die Juden“ … das ist das, was man so hört.

Aber nicht nur Juden starben in Konzentrationslagern. Auch Sozialdemokraten, Freimaurer, Zigeuner, Kommunisten, Zeugen Jehovas, Polen, Russen, unbeliebsame Nachbarn, lästige Konkurrenten – die Öfen, erstmal in Betrieb genommen, verarbeiteten alles, was dem erfolgreichem SS-Mann beim Bau seines Einfamilienreihenhauses im Wege stand und machte Platz für die Vision der reinen arischen Kultur in Deutschland und im Osten. Auch SA-Männer, Prostituierte (oder solche, die sich weigerten, welche zu werden), Wehrmachtsangehörige und SS-Männer wurden verbrannt … aber nur in geringerem Maße. Man war ja noch mit dem Großreinemachen beschäftigt.

Währendessen machten sich andere daran, die Vorteile industrieller Verwertbarkeit von Menschenkörpern zu untersuchen. „Seife aus Judenfett“ scheint eine urbane Legende zu sein, Lampenschirme aus Menschenhaut sind es nicht, Menschenversuche durch Ärzte erst recht nicht. Nun – zumindest die Tierversuchsgegner dürften aufatmen, zumal Experimente mit Menschen viel aussagekräftiger sind. Die Medizin insgesamt, so las ich mal in der Ärztezeitung, profitierte noch in den neunziger Jahren von den Versuchen an den KZ-Häftlingen.

Vielleicht sollten die im Nachhinein stolz sein, im Dienste der Wissenschaft gestorben zu sein.

Moralische und ethische Degeneration in diesem Ausmaß fällt nicht vom Himmel. Es sind keine Lovecraftschen Finstergötter, die fies träumen und dadurch einen Flächenbrand von Wahnsinn entfachen.
Es ist das gezielte Arbeiten an kleinen Grenzen, die so etwas möglich macht.

Massenvernichtungen von Menschen durch Menschen hat es in der Geschichte immer gegeben. Deshalb erfanden wir die Aufklärung um damit Schluß zu machen. Und darum ist Ausschwitz umso peinlicher und umso genauer müssen wir hinschauen, damit es nicht wieder und wieder passier.

Manche meinen, Darwin sei Schuld. Er habe den Menschen zum Tier und deshalb Ausschwitz möglich gemacht. Sicher, in Ausschwitz haben wir das mit Menschen gemacht, was wir sonst mit Tieren machen.
Aber Hexenverbrennungen sind im Prinzip nichts anderes … nur die industrielle Ablauforganisation fehlte.

Es erinnert schon irgendwie an Menschenopfer und es inspirierte zu einem Roman, in dem die wahre Geschichte der Menschheit ist, das sie zur Ernährung der Götter durch Emotionen von Leid und Elend geschaffen wurde und regelmäßig große Feste geben muß: wenn der Gott z.b. Kindergeburtstag feiert.

Im Rahmen der Aufklärung haben wir solche Spekulationen verbannt, stehen allerdings immer noch fassunglos vor den Krematorien. Gerade wir aufgeklärten deutschen Philosophen. Wenn wir dem nicht wiederstehen können – wer sollte es dann können?

Dabei ist es gar nicht so schwer. Kostet nur ein wenig Disziplin. Einfach an christliche Gebote halten oder an die Grundsätze der französischen Revolution oder an die Erkärung der Allgemeinen Menschenrechte – schon gehts.

Aber dann … kommt die Generation Doof und fängt alles wieder von vorne an. Ganz harmlos. Und ganz doof.

Uwe Felgenhauer schreibt in der Welt über die 187. Folge von Wetten das. Wußte gar nicht, das es das noch gibt. Immer noch. Die EU bricht auseinander, die größte Wirtschaftskrise der Welt rollt über den Globus, der Sozialstaat wird vernichtet, aber der Deutsche hat ein ganz anderes Problem:

http://www.welt.de/vermischtes/article6594271/Die-Gammelfleisch-Party-bei-Wetten-dass.html

Er hoffte zwar, aber glaubte nicht, dass die zehnjährige Sophia Heesch diverse Figuren aus der ”Star Wars“-Filmreihe, von Lego nachgebildet, richtig benennen kann, nachdem sie diese im Mund hin und her geschoben hatte.

Fantastisch, damit kriegen wir die deutsche Wirtschaft wieder nach oben, damit schaffen wir endlich den Weg weg vom Billiglohnland, das schon die Stützstreben von U-Bahnschächten verkaufen muß um über die Runden zu kommen, damit unternehmen wir was gegen die verödenden Gemeinden … und gegen die drohende Überalterung der Gesellschaft.

Die Überalterung der Gesellschaft ist unser größtes Problem. Und eins, das uns noch sehr zu schaffen machen wird, weil wir die zumeist ehrlich erworbenen Ansprüche der Rentner nicht bezahlen können – und wenn es soweit ist, werden auch die Privatversicherungen zurückstecken. Wie üblich – das machen die ja gerade schon beim Thema Gesundheit vor.

Also braucht man einen Sprachcode, mit dem man „Alter“ in Zukunft seinen richtigen Platz zuweisen kann.
Und diesen Sprachcode bringt der 49-jährige Uwe Felgenhauer punktgenau auf den Tisch:

GAMMELFLEISCH.

Der Mann, der sich sonst eher mit „Bauer sucht Frau“ beschäftigt, hat somit einen wesentlichen Beitrag zur Vernichtung zukünftig überflüssiger Bevölkerungsgruppen geleistet, die wir uns finanziell einfach nicht mehr leisten können.

Gammelfleisch ist Fleisch, das nur noch zur Vernichtung geeignet ist, das für den normalen Gebrauch schädlich bis tödlich ist – so wie die kommende Rentnerflut für unser Sozialbudget.

Aber jetzt wissen wir ja, welches Wort auf den Aufnähern stehen wird, das zukünftige Rentner – so ab 2022 – tragen werden: Achtung Gammelfleisch.

Und die Psychopathen der Zukunft werden dann wieder einmal zur Rettung von Volk und Nation einschreiten.
Endlich können sie dann mal wieder das machen, wofür sie sonst bestraft werden würden – sich hemmunglos an menschlichen Körpern auslassen um sich endlich mal für ihr verpfuschtes Leben an jemandem rächen zu können. Alles schon mal da gewesen.

Und Historiker werden genau jenen Artikel aus der WELT ausgraben, in dem das erstemal der Begriff Gammelfleisch in Verbindung mit menschlichem Leben aufgetaucht ist.

So wurde auch nach den Wurzeln der „Parasiten“ in Bezug auf Juden gesucht.

Gedanken sind der erste Schritt zum Holocaust – nicht das Errichten von Lagern.

Nur Gedanken – und Worte, die diese Gedanken anderen mitteilen, damit sich ein Mob bilden kann.

Wenn man Glück hat, bildet sich keiner.

Sprachkultur und Gedankenkultur laufen paralell nebeneinander. Entgleiten die Gedanken, entgleitet auch die Sprache, die wiederum bei anderen zum Entgleiten von Gedanken führen kann. Und so kann was ins Rutschen kommen, das später niemand mehr stoppen kann – dabei wäre es am Anfang so einfach gewesen.

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