Freiheit

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Die Helden von Bamberg

Die Helden von Bamberg

Die Helden von Bamberg
(von Markus Mynarek)

„Auch ohne Mund- und Nasenschutz willkommen“,
so luden Hoteliers die Gäste ein.
Man hat sogleich daran Anstoß genommen:
Man hat ja staatskonform zu sein!

Menschen, die frei atmen wollen,
pflegt aus Hotels man auszuschließen.
Ich kann Respekt nur denen zollen,
die mal was anderes beschließen.

So kam es, wie es kommen musste:
Es wird bekämpft, wer geistig frei.
Ein Tourist, der wohl nichts Bess’res wusste,
rief gleich die Polizei herbei.

Und es entstand ein Handgemenge.
Vier Polizisten wurden leicht verletzt,
bestraft für ihres Geistes Enge,
die keine Geistesfreiheit schätzt.

Die Eheleute stellten sich verwegen,
um für die eignen Gäste was zu tun,
der ganzen Staatsmacht heldenhaft entgegen.
Und das soll als Verbrechen gelten nun!

Ein Denkmal könnte man errichten
den Bambergern für ihre Tat
wie allen Mutigen, die drauf verzichten,
zu dienen nur wie Roboter dem Staat.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors (edit: pw).
Foto: Pixabay/CC0/colormod.

Prof. Christian Kreiß spricht Klartext wie noch nie: Die Schlinge wird jetzt zugezogen

(Vortrag in Innsbruck am 3.10.2020)

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People Need To Know How To Free Themselves

David Icke

Die lächerliche Freiheit (Gedicht von Markus Mynarek)

Die lächerliche Freiheit (Gedicht von Markus Mynarek)

Die lächerliche Freiheit
(von Markus Mynarek)

Es wollte im Hotel ein weiblicher Gast
mir das Maskentragen befehlen einmal,
kommandierte noch andre herum ohne Rast:
Es waren ihrer noch zwei an der Zahl.

Das Ehepaar beugte sich diesem Befehle,
weit entfernt von jeder Verneinung.
Ich aber war wütend, wie ich nicht verhehle,
und sagte der Frau meine Meinung.

Ich sagte nun, dass ich der Maskenpflicht Brauch
als Mittel nur der Unterdrückung verstand,
kritisierte Frau Merkel und Söder auch,
was die Dame natürlich nur „lächerlich“ fand.

Die Freiheit darf also nur lächerlich sein,
die Polit-Clowns uns haben genommen.
So viele sagen zur Freiheit nun nein
und spielen die Demütig-Frommen.

Ließe Leute im Irrenhaus man entscheiden,
wie man könnte Corona bekämpfen im Wahn,
sie ließen auf ähnliche Weise uns leiden,
wie es die Führer des Staates getan.

Die Menschen, die den Staat verwalten,
zieht nur die Frage in den Bann,
ob wir uns an die dümmsten Regeln halten,
die ein Gehirn jemals ersinnen kann.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors (edit: pw).
Foto: Pixabay/CC0/colormod.

Dr. Christian Drosten und das Phänomen der „Widerspruchs-Inzidenz“

Wir alle sind die Welle.
(mehr …)

Neue Informationen über Elektrosmog

Jetzt haben wir es wieder schwarz auf weiß bestätigt, durch eine Metastudie aus Luxemburg, dass E-Smog die Insekten schädigt bis tötet. https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1609

Eine großartige Zusammenfassung des berühmten Umweltmediziners Dr. Hensinger belegt, wie weit Mensch, Natur, Freiheit, aber auch die Landwirtschaft durch die neuen Technologien im Mobilfunk leiden werden! George Orwell lässt grüßen!!!

https://docplayer.org/168673610-Smart-city-smart-country-breitband-und-5g-ausbau-die-folgen-fuer-die-demokratie-mensch-umwelt.html

Ein Elektrosensibler erzählt hier über seine Beschwerden, darnach nochmals ein Vortrag eines Umweltmediziners über das Thema!

Die letzte Show des Houdini

236 Houdini pixabay

Erich Fromm hat bereits die Nekrophilie (Todessehnsucht) angesprochen, die unserem heutigen, vermeintlich aufgeklärten und „streng wissenschaftlichen“ Denken zugrunde liege. Bei konsequenter Fortsetzung dieses Denkens werde sich die Menschheit damit selbst zerstören. Blickt man derzeit um sich, dann scheint diese Nekrophilie bereits unübersehbare Ausmaße angenommen zu haben (siehe „evidenzbasierte Selbsterdrosselung“). Ich habe schon erwähnt, dass in einem Tiefenrausch auch euphorische Gefühle einsetzen, mit denen sich der Taucher über seinen lebensgefährlichen Zustand geistiger Umnachtung hinwegtäuschen kann (siehe „Silent Drowning in the Lauterbach“). So wird es zweifellos auch jede Menge Stimmen geben, die dasjenige, was uns nun endgültig den Atem zu nehmen droht, sogar als etwas Gutes und Gernes ansehen.

Aber im Grunde befinden wir uns heute in der gleichen Lage wie ein Entfesselungskünstler, der sich in einem Eisenkäfig mit am Rücken gefesselten Händen in ein Pool werfen lässt. Wenn wir es nicht schaffen, uns von diesen Fesseln zu befreien, solange wir noch Sauerstoff in der Lunge haben, dann bereiten wir uns in diesem Pool definitiv das Ende.

Dazu fällt mir eine wahre Episode des Entfesselungskünstlers Houdini ein. Bei einer Show ließ sich Houdini mit Handschellen samt Gitterkäfig ins Pool werfen. Als routinierter Entfesselungskünstler schaffte er es sehr schnell, die Handschellen abzustreifen. Er scheiterte jedoch daran, die Tür zu öffnen. Das Publikum wurde bereits unruhig, Houdini befand sich nun schon minutenlang unter Wasser und schaffte es nicht, freizukommen. Letzte Luftblasen blubberten nach oben. Kurz vor Eintreten der Bewusstlosigkeit rüttelte er dann panisch an der Gittertür – und konnte sie problemlos öffnen. Der Grund, warum er fast ertrunken wäre: Die Tür des Käfigs war gar nicht zugesperrt. Er hat die ganze Zeit vergeblich versucht, das Schloss herumzudrehen.

Mir kommt dabei ein frivoler Gedanke in den Sinn: Könnte es sein, dass auch wir gerade kurz davor sind, in einer halsbrecherischen Show zu ersaufen, obwohl uns die Tür in die Freiheit bereits offen steht?


 

zum Weiterlesen, diesmal in einem Mainstream-Blatt (nzz):

„Was, wenn am Ende «die Covidioten» recht haben?“

 

Bild: Pixabay/CC0

Berlin 30.08.20

Unglaublich

COVID-1984

u.a. ein Interview mit Bill Gates

China unser Vorbild? Gesundheitsüberwachung, an Stelle von Freiheit? Apps an Stelle von guter Luft?

https://ul-we.de/5g-in-china-wenn-der-staat-alles-sieht/

Das 5G wird die Patente schon in die richtige Richtung z.B. nach China weiterschicken, denn 5G braucht Huawai, in der derzeitigen Version, die viel mehr Energie verschlingt, als Glasfaser, ein stromfreier Lichtleiter, den man End-zu End sicher installieren kann. https://www.golem.de/news/bruce-schneier-es-ist-zu-spaet-um-5g-wirklich-sicher-zu-machen-2001-146156.html

Wie wäre mit guter Luft, Stärkung der Immunkraft, Freude, Ideen, Ideale, an Stelle von Staatlichem Überwachungszwang?

Wer frei sein möchte, der achte auf seine Gesundheit! Vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Knappheit. Fast alle Lösungen dafür sind viel besser für das Klima, als der jetzige Zustand.Siehe: nachrichtenspiegel.de. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ernaehrung-rotes-fleisch-erhoeht-risiko-frueher-zu-sterben-a-615283.html, https://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/nachhaltigkeit/bio-und-welternaehrung.html, nachrichtenspiegel.de. Die Ernährung wurde bei uns durch weniger Fleisch, deutlich kostengünstiger. Das Radfahren spart viele Kosten!

Klare Gedanken und Ideen, ja Ideale können uns in dieser Zeit aufrichten und Kraft bringen!

 

 

Corona-Regeln gelockert: Thüringen kippt Kontaktbeschränkungen

Thüringen lockert die Corona-Regeln. Seit Samstag gelten keine verbindlichen Kontaktbeschränkungen mehr. Die Landesregierung empfiehlt lediglich, sich nur mit Angehörigen eines weiteren Haushalts und insgesamt maximal zehn Personen zu treffen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow wurde im Vorfeld für seine Lockerungspläne massiv kritisiert. Gerade der besonders von der Corona-Epidemie betroffene Kreis Sonneberg und der benachbarte bayerische Kreis Coburg hatten gewarnt. Bayerns Gesundheitsministerin nannte die Lockerungen „unverantwortlich“. Sonneberg reagierte nun mit einer eigenen Verordnung und orientiert sich dabei an Bayern.

Coron

Prof. Flassbeck spricht über wirtschafliche Aspekte, auch ein Video eines italienischen Abgeordneten Scarbi Scatenetao

https://youtu.be/zmnTVmv5Sd4

Ich weiß leider nicht welcher Fraktion dieser temperamentvolle Abgeordnete angehört. Bitte schlagen sie mich nicht, wenn der Abgeordnete einer falschen Partei angehört smile

https://youtu.be/kV_5nc9h_3k

Vielleicht interessiert Sie auch diese Videothek:

https://www.new-swiss-journal.com/videothek

Die Kopftransplantation

Eggink01

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eggink

Florian Prosch i.A. der Piccolo Puppenspiele für die WP – Archiv der Piccolo PuppenspieleHandpuppe „Kasper“ von Theo Eggink; Fundus der Piccolo Puppenspiele

Wenn der Beschauarzt kommt zu einem möglichen Toten
dessen Herz schlägt noch und der Körper ist noch warm
der Arzt stellt den Totenschein aus und kassiert damit Banknoten
kommt man drauf, dass der Tote noch lebte, dann ist der Beschauarzt arm

Doch um dieses Gesetz zu umgehen
muss man nach dem Hirntode sehen
denn willst Du ein Organ entnehmen
muss das lebend noch geschehen

dieses neue Gesetz besagt
dass Du wirst nicht geklagt
wenn Du einem herzschlagenden Patient
entnimmst die Organe ganz behend

Wenn die Menschen völlern und saufen
bekommen sie Diabetes und Zirrhose
und wenn sie wie die Schlöte rauchen
dann brauchen neue Ersatzteile in Narkose

Wenn andere auf der Straße rasen ohne Ende
werden sie bald zur nötigen Organspende
die Organspende ist ein gutes Geschäft
das ist den Händlern und Verwertern nur recht

für ein gutes Organspende-Business
brauchts keine Tempolimits und ganz viel Stress
wer in Ruhe zur Arbeit will, fährt mit der Bahn
da kommt er in D oft zu spät, aber sicher an

da es nun gibt bald ein neues Gesetz über den Tod
kommt die Moral jetzt immer mehr in Not
vor allem wenn der Hirntod ist bald das Recht
dann ist das für hirnlose Banditen schlecht

denn wenn ein hirnloser Gauner ja offiziell nicht lebt
er in großer Todesgefahr schwebt
es könnte ja sein, dass ein von ihm Betrogener meint
dieser Bandit ist hirnlos, wie es scheint

da sieht der Betrogene sich im Recht
und dem Banditen geht es schlecht
flugs ist sein Leben ausradiert
der Betrogene denkt, dass ihm selbst deshalb nichts passiert

doch um diese Gefahr zu vermindern
möchte man in Bayern das gerne hindern
es kann da jeder ganz ohne Grund
angehalten werden, auch nicht vermummt

und eins zwei drei
hat jeden die Polizei
viele oben dürfen ihr Hirn gar nicht zeigen
sich nicht in Wärme den Bürgern hinneigen

Sie müssen die Unwahrheit sagen
auch wenn sie darüber klagen
und schon können die Bürger meinen
da oben sind hirnlose Vereine

und weil man ja nicht geduldig stillhalten will
für manche Bonzen gibts rasch einen neuen Kopf
eine Kopftransplantantation ist ja ohnehin nicht viel
und denkt der dann noch immer nicht, so pack ihn halt am Schopf

doch wenn der Kopf dann herunterfällt
und die Weisheit am Boden zerschellt
da war die Operation verfehlt
das kostet den Operateur viel Geld

Doch die Kopftransplantation
Kannte man schon im alten Rom!
Da kamen wahnsinnigen Cäsaren rasch zum Sturz
Ihre Regierungszeit die war oft kurz

Deshalb wurde auf den Statuen oft nur der Kopf getauscht
die Cäsaren waren trotzdem auch von ihrer Macht berauscht
die Köpfe musste man nur schrauben
dass das heute nicht mehr nötig ist könnt Ihr mir glauben:

Ein Entscheidungsträger kommt zu Verantwortung und hohen Ehren
da kann er sich seiner Berater gar nicht mehr erwehren
sein eigenes Gehirn das schickt er dann in den Ruhestand
geht er selbst in Rente, dann wird ihm das Denken wieder zuerkannt

Bei Tante Merkel hat gut keklappt die Geschicht
deshalb hat sie so ein merkwürdiges Gesicht
sie beherrscht die Kunst zu manipulieren
und viele tun das nicht kapieren

Eliten, Staat und Religion
das ist die Kunst der Manipulation
nicht nur im alten Rom
kannte man das schon

Die Moral von der Geschicht
verlier die Hoffnung nicht
lass das Land nur mehr von Rentnern regieren
da können wir nichts mehr verlieren

Lass doch Dein Denken nicht der Obrigkeit
da kommen wir alle nicht weit
da werden wir alle nicht gescheit
sei zu Änderungen gern bereit

doch an Stelle auf die da oben zu zielen
könnte man seinen Wissensdurst stillen
selber bauen gute Gedanken
die auch vor der Lüge nicht wanken

 

Der Küsserkönig, oder die Mattscheibe

Der Küsserkönig, oder die Mattscheibe


Bild (CC0 /pixabay): Der Küsserkönig und der Geheime Dienst? Oder: Fangen wir bei Adam und Eva an: Es war natürlich Eva, die daran schuld war, dass der Adam den Apfel gegessen hat? Er war nicht fähig, zu widerstehen? Im Hintergrund der Apfelbaum?

Wer rast durch die Nacht, die Welt und den Wind
Es ist dies der Küsserkönig, er ist fast blind
die Augengläser stammen vom CFR
der ist über uns alle der Herr

Die Geheimen Dienste geben ihm die Ohren,
deshalb ist Europa und die Welt verloren.
Die geheimen Dienste wurden von den Bankern auserkoren
Ronald Bernard berichtet ständig darüber, doch sind wir Toren

Der Steuermann Europas hat weder Ohren noch Sicht
was das Ende von Europa doch ist?
Er steuert direkt zu auf die Klippe,
was der Untergang wäre von uns und seiner Sippe

Doch was tut die Mannschaft dagegen?
Wollen wir doch wohl noch gerne leben?
Die Mannschaft schaut fern
denn das tut sie gern!

Die Mannschaft sieht nicht des Schiffes Gefahr
sie sieht nicht den Wahnsinn eines Kriegs mit dem Zar
drum wollen Assange, Snowden und Ronald Bernard sie rechtzeitig wecken
damit sie die Gefahr für sich und die Welt entdecken

Denn Schlafen ist oft gesund
schläfst Du nur, dann wirst du kugelrund
und dann treiben es die Trolle mit Dir sehr bunt
deshalb tun wir Euch das alles kund

Man bräuchte nur zu den Verantwortlichen gehen:
Sagen „Augen auf“ dann würden sie sehen
doch Vorsicht: Das Gehirn der Herren, das ist im Ruhestand
die Berater sind ihr Geist, deshalb ist alles am Sand

Die Berater die sind dem CFR willfährig
ja sind ihm geradezu hörig
die drei Affen sind ja immer still
das bringt uns alles nicht sehr viel!

Die Verantwortlichen machen erst dann den Mund auf
wenn sie in Pension, davor geht alles drauf
darauf können wir nicht warten
es soll nicht alles entarten

Zuerst teilen sie zwischen Antifa und Profa
dann herrschen sie über alle! Ja!
und wer zitiert
z.B epochtimes, der verliert

denn epochtimes liest die AFD
weißt Du es nicht? Dann, oh je!
Auch wenn der, der zitiert, nur ganz selten dort liest,
es die wohlmeinenden Leser verdrießt?

Ich hasse den Faschismus!
Ich meide den Katechismus!

Dann teilen sie ein die Guten und die Bösen
die Bösen müssen wir durch einen Krieg erlösen

Selbst ist der Mann, selbst ist die Frau
und wenn wir schauen, ganz genau
dann Mensch dann trau,
ja trau es Dir zu,
wir sind keine Kuh!

Wenn auch die geheimen Dienste, die Kritiker, als Verschwörungstheoretiker sehen
wenige Prozente der Menschen, versuchen zur Wahrheit zu gehen,
die Kritiker macht man durch einen Stempel ganz still,
damit können die gierigen Herrscher erreichen ihr Ziel!

Wir können unsere Sicht verbreiten
auch wenn andere darüber streiten!
Wir können zwischen uns Frieden bereiten
auch wir können Menschen leiten!

Wo sind die großen Proteste?
Wo sind große Friedensfeste?
Wo Ukrainer, Russen und wir
bauen auf, Frieden hier!?

Der Küsserkönig erreicht Brüssel mit Müh und Not
In seinen Armen Europa war tot?
Das hörte eine Kröte
von Wolfgang Göthe

Kennt Ihr denn  das Volk der Dichter nicht
sind wir denn ferngesteuert von Uncle Sam, dem Wicht?
Oder sind wir doch frei?
Damit dem so sei,

lassen wir doch nochmals Ronald Bernard sprechen,
der will sich nämlich gar nicht rächen:
https://www.youtube.com/watch?v=q4MjaMFWkNg
Er wurde, bevor er  jetzt zu uns spricht, schwer gefoltert
trotzdem ist er nicht gestolpert

Durch ihn spricht der wahre König
davon versteht der Küsserkönig wenig

Willst Du das Gute, dann musst Du auch das Böse sehen
Du wirst durch dieses Tal durchgehen
Doch kannst Du dich kräftigen in Gedanken,
die auch jetzt in der Kriegsgefahr nicht wanken!

Frei nach Göthe: Willst Du Freiheit erringen,
Du kannst sie nicht erzwingen
doch kannst Du sie täglich neu erzeugen,
Du wirst Dich dem Bösen nicht Beugen!

Du bist die Zukunft, nicht der Wicht
der oben abgebildet ist!
Du hast die Kraft,
die Frieden schafft!


 

Quellen:
https://swprs.org/die-propaganda-matrix/

diepresse.com

https://www.youtube.com/watch?v=ablI1v9PXpI

https://www.youtube.com/watch?v=Std9-9oFufE

http://science.orf.at/stories/2903393/

Die unerträgliche Ohnmacht des modernen Menschen – und ihre Folgen

Montag, 26.2.2018. Eifel. Manchmal begegnen mir seltsame, wundersame Dinge. Zum Beispiel: Zombies. Ich hatte als Kind jahrelang fürchterliche Albträume von ihnen – lange bevor sie die Leinwände eroberten. Ich kann Ihnen sagen: das war Horror pur. Jahrelang. Nicht auszuhalten. Ich war natürlich schlecht in der Schule, weil: immer unausgeschlafen, nervlich völlig zerrüttet. Ja – nun schauen sie nicht so: man kann einem Kind noch so oft sagen, dass das alles nicht real ist: ist man mitten drin, ängstigt einen das trotzdem. Ich hatte schon panische Angst davor, einzuschlafen, weil … nun ja: da warteten SIE wieder auf mich, immer die gleichen Situationen, denen ich ohnmächtig ausgeliefert war – und Ohnmacht ist nicht gut für die psyschische Verfassung. Diese Träume – gegen die ich irgendwann etwas unternommen habe, was später auch Ärzte Kindern mit Albträumen empfahlen … Jahrzehnte später … haben mein Leben ziemlich beeinflusst, denn: sie warfen Fragen auf. Fragen nach dem Bildmuster „Zombie“ – heute allgegenwärtig, damals noch völlig unbekannt. Habe dann viel in der Mythologie der Menschheit herumgeforscht, bis ich eine uralte sumerische Götten traf, die in der Tat mal gedroht hatte, die Toten auf die Menschheit loszulassen, damit sie die Lebenden fressen – am Ende aller Tage.

Nun – heute bin ich etwas älter, dank systematischem Einsatz von Techniken, die man heute dem Schamanismus zuordnen würde, träume ich nur noch wunderschön, kann mich aber immer noch an die schreckliche Kindheit erinnern, die aus mir jahrelang ein Nervenbündel gemacht hatte – mit Folgen, die weit in den Alltag hineinreichten. Es war eine interessante Erfahrung, wie sehr Träume … von denen wir heute noch gar nicht wissen, was es eigentlich ist – wir haben nur ein paar halbgare Verschwörungstheorien von Wissenschaftlern, die von Konzernen bezahlt werden und deren Forschungsergebnisse von vornherein festgelegt werden.  Ja – eins der Themen, die hier herumliegen: wir müssen im Jahre 2018 davon ausgehen, dass „Forschung“ nahezu vollständig industriedominiert ist, es gibt ein schönes Buch dazu, das ich gerade lese: Gekaufte Forschung (Europaverlag Berlin, 2015 von Professor Christian Kreis), wo man nebenbei erfahren kann, dass „über 75 Prozent der Forschung in Deutschland industriegelenkt“ sind (a.a.O., Seite 172). Sie brauchen sich also nicht zu wundern, wenn aus den Kreisen der „Wissenschaft“ nur noch Fakten kommen, die die Theorien der Mächtigen stützen und untermauern und ihre Macht (und vor allem ihr Geld) mehren – für die Erforschung von Träumen ist also gar kein Geld da … obwohl einige Menschen bahnbrechende Erkenntnisse im Traum hatten (siehe hierzu – ausnahmsweise – mal Wikipedia)

Für andere Völker waren Träume sogar wichtiger als die sinnlich im Alltag erfassbare Realität, viele gingen sogar soweit, die Traumrealität als wichtiger anzusehen, weil sie sozusagen „über“ der normalen Realität angesiedelt ist und uns schon in Lebzeiten Kontakt mit jenseiten Welten erlaubten – und Wissen, dass dem Alltagsverstand auf normalen Wege nicht zu erschließen ist.

Was rede ich so viel über Träume? Nun …  kürzlich veröffentlichte die Aktivistin Susan Bonath – eine Frau, die unnachgiebig die sozialen Missstände im Land anprangert und vielen bekannt sein dürfte – ihre Albträume, die ich mit ihrer Erlaubnis hier veröffentlichen darf:

„Ich habe sehr oft Albträume, schlimme Albträume. Mit „Vorliebe“ träume ich von Zombies. Ich merke in der Regel erst im Laufe des Traums, dass sie tot, manchmal schon halb verwest sind und fortwährend Menschen um mich herum ermorden und auch mich auf dem Kieker haben. Ich schwöre, ich habe meinen letzten Horrorfilm vor wohl 25 Jahren geguckt. Und seit Ewigkeiten denke ich so: Warum kannst du nicht mal was schönes träumen, warum müssen das immer Zombies sein, meist in riesigen, total verwinkelten, durchaus hochmodernen Hotels, wo man nie mehr rauskommt, oft mit Kellern oder plötzlich auftauchenden einzelnen Gängen, die Gruften ähneln, manchmal auch in riesigen Bahnhofshallen, wo laufend Züge abfahren, aber die Bahnsteige so tief unten sind und es keine Wege dahin gibt…. Na ja… und so in etwa… Aber jetzt hab ich eine Idee: Es sind die realen Zombies, denen ich täglich begegne, funktionierende Menschenzombies. Gehirngewaschene Maschinen, immer auf der Jagd nach Job und Anerkennung, immer in Konkurrenz zu allen und immer die gleichen dummen Sprüche nachplappernd, die sie in der Blöd und der Tagesschau aufschnappen. Um es mal in meiner geliebten „Fäkalsprache“ zu schildern: Vollverblödete, anzugtragende Hackfressen mit einer in Universitäten erworbenen Hirnfrequenz, vor der du am liebsten auf Bäume flüchten möchtest.2

Selbst jetzt regen sich in mir noch alte Erinnerungen an jene Horrorszenarien. Jene Horrorgestalten, die George R. Romero 1968 das erstemal auf die Leinwand brachte („Die Nacht der lebenden Toten“ – war, wenn ich mich recht erinnere, sogar eine Zeit lang verboten, weshalb es von dem Film „Peeping Tom“ geschnittene Versionen gib, weil dort in einer Szene im Hintergrund im Fernseher Romeros Zombiefilm lief), waren der Mythologie neu – zwar gibt es schon im Mittelalter den „aufhockenden Untoten“, doch der ist kein von Verwesung zersetzter Leichnam, auch eine Verwandschaft mit dem Vampir  … der ebenfalls ein Kunstprodukt war, das aber politisch den Nerv der Zeit traf: adelige blutsaugende Irre, die in Schlössern hausten, waren dem Volk schon bekannt – Bram Stoker hat ihnen nur eine einprägsame Gestalt verliehen … war nicht zu erkennen, wiewohl der Zombie ähnliche politische Dimensionen wie das Bild des Vampirs haben kann, eine bildhafte Darstellung einer grauenvollen Realität, die der Verstand momentan noch nicht erkennen kann.

Romeros Zombie ist neu, eine nie dagewesene Bilderwelt – ganz im Gegensatz zu dem Superheldenkult in den USA, der im Prinzip nur alte Götter und Halbgötter in anderer Form wieder auferstehen läßt, die die Menschheit vor Unheil schützen. Wenn nun der Vampir ein Bild für den blutsaugenden Adeligen darstellt … wofür steht dann der Zombie?

Nun: für Sie!

Das wundert sie jetzt – aber allein schon ihr Vorgarten verrät alles (siehe eindeutschesdorf):

„Hier im Neubaugebiet blüht neben Hortensien und Chinaschilf der Ethos, beim Gärtnern nichts dem Zufall zu überlassen. Jede Pflanze, jeder Halm, jedes Kiesbett haben Zweck und Funktion. Nichts darf wachsen ohne Erlaubnis. Eindringlingen wird mit Schneckengift und Unkrautvernichtern zu Leibe gerückt. Die mit Blut, Schweiß, Tränen gehegten Rasenparzellen meißeln die Ahnung in den Kopf des Beobachters, dass ein Vorgarten nicht bloß eine Ruheoase sein soll, irgendwo in einem ruhigen Winkel im Schatten. Nein, der Gärtner will sich in aller Öffentlichkeit den Rücken buckelig ackern, er braucht den Zuschauer.

Er scheint zu imitieren, was er gelernt hat in einer Gesellschaft, in der alles einen Wert haben muss und kaum jemand noch nachzufragen weiß, wieso. Weil als Prinzip gilt, dass alles und jeder, der nicht verwertbar ist, zu spüren bekommt, wie schnell sich die unsichtbare Hand des Marktes zur eisernen Faust ballt. Und trotz dieses Stahlbads, in dem der Vorgärtner sein Seepferdchen machen muss, grüßt er stets freundlich seine Nachbarn. Und ja: er hilft ihnen auch, wo er kann.“

„Egotempel“ – das kommt mir  immer in den Sinn, wenn ich durch solche Gebiete wandere … und ich bin beruhigt, dass ich nie im Sinn hatte (auch zu Zeiten, wo ich es mir hätte leicht leisten können) so ein Monstrum in die Welt zu setzen, um noch mehr Natur zu vernichten.

Dort verschanzen sich jene, „die es geschafft haben“ – und man merkt sofort: viel Glück wird es da nicht geben – auch wenn es nach außen noch so intensiv vorgespielt wird. Das sieht man auch bei jenen, die es „mehr als geschafft“ haben, den Superreichen, die aktuell wieder im Fokus der Öffentlichkeit stehen, im Film einer Frau, die die Jugend der Superreichen zwanzig Jahre lang begleitet und feststellte, dass Geld in der Tat überhaupt nicht glücklich macht – selbst wenn man am Ende der Geldkette steht (siehe Zeit). Interesant sind auch die gehässigen Kommentare der geldgeilen Leserschaft dazu: sie verteidigen mit Vehemenz den Tanz ums Goldene Kalb, den Traum, dem sie ihr Leben lang hinterher rennen, ohne je zu reflektieren, warum und wieso: Hauptsache – Geld, Geld, Geld.

Und für dieses Geld geht man über Leichen.

Wie innerlich zerfressen sind eigentlich solche Gestalten, die beständig ihre eigenen Ohnmacht vor der eisernen Faust des Marktes erleben, der jeden erschlägt, der nicht mehr „verwertbar“ ist? Und: ist diese Dominanz von „Verwertbartkeit“ nicht an und für sich schon ein Horror, ein Maßstab, den das Dritte Reich an seine Arbeitssklaven anlegte: vernichtet wird, wer nicht mehr arbeiten kann … und somit überhaupt keinen Profit mehr abwirft? Ich denke: wer sich mit dem „Mythos“ Zombie beschäftigt, macht sich da keine Hoffnung mehr, neuere Interpretationen (ich spreche hier von dem schrecklichen Epos der „Walking Dead“ – gibt aber genug andere mit ähnlicher Perspektive) treiben die Botschaft noch auf die Spitze: nach der Invasion der Untoten zeigt sich die Welt der überlebenden Menschen nicht kooperativ und solidarisch (womit man die Seuche schnell eindämmen könnte, denn diese Horrorgestalten schlurfen nur langsam durch die Gegend und wären sogar mit Stacheldraht schnell einzuzäunen: da kommen die gar nicht drüber), sondern die menschliche Welt zerfällt in brutale, kannibalistische Banden, die selbst noch gefährlicher sind als der Zombie selbst. Eine Botschaft, die dem Egotempelkönig sehr gefällt: dort draußen ist die böse Welt, die meine Gartenzwerge abwehren sollen – aus ähnlichen Gründen wurden Dämonenfratzen an gotischen Kathedralen angebracht.

Manchmal gefällt mir der Gedanke, dass der Zombie in seiner Erscheinung ein Bild der zerfressenen, ohnmächtigen Seele des modernen Menschen darstellt, der nur noch hirnlos konsumieren kann – alles, was ihm in den Weg kommt. Andererseits repräsentiert die apokalyptische Zombieumwelt wohl auch ein ideales Bild der Ohnmacht des seelisch gesunden Individuums, das noch die alten Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in sich trägt … und erkennt, dass die „unsichtbare Hand des Marktes“ auch jener unsichtbare Gott ist, der die Zombiehorden erschuf.

Zu verwegen, die Gedanken? Wir sind ja in der besten aller möglichen Welten?

Nehmen Sie den normalen Arbeitnehmer. Morgens klingelt unerbittlich sein Wecker, weil die Arbeit ruft. Er frühstückt (nach Empfehlung von Experten und Werbung), was die Industrie serviert, sorgt für Hygiene, die Industrie und Experten ihm detalliert vorschreiben, geht aus seiner Wohnung, die Experten und Industrie ihm eingerichtet haben (wobei man natürlich die Wahl hat, von welcher Industrie und welchen Experten man sich einrichten läßt), erscheint in von Experten und Industrie vorgegebener Kleidung am Arbeitsplatz, wo streng reglementiert ist, wie man auszusehen und sich zu verhalten hat. Viele Firmen schreiben inzwischen sogar „gute Laune“ vor – ein Eingriff in das Selbst, das tiefer geht als bei Prostituierten, die sich gerade besondere Mühe geben, ihr Geschäft nicht so tief an sich herankommen zu lassen. Wie viel „Freiheit“ steckt wirklich in so einem vorgenormten Leben – wie frei sind Sie wirklich, die vorgenormten Wege zu verlassen um ihr eigenes Leben zu leben? Denken Sie sich das andere Extrem: die Hippies, die anzogen, was ihnen Spaß machte und Häuser – enorm preiswert und energieeffizient – aus alten Glasflaschen selbst bauten (nein – finde ich nicht im Netz, habe ich aber in meiner Privatsammlung) – würden Sie sich so etwas wagen? Und wenn Sie es nicht wagen, wenn ihr modischer Mut sich darauf beschränkt, am Freitag mal bunte Socken anzuziehen … oder die Krawatte weg zu lassen … wie frei sind Sie dann wirklich?

Kann ich Ihnen aber jetzt schon sagen: gar nicht. Ehrlicherweise … wissen Sie das aber selbst ganz genau, spätestens die „Midlifekrise“ wird sie deutlich daran erinnern, wie sehr Sie das wunderbare Geschenk des Lebens fortgeworfen haben, um Teil einer weltvernichtenden Maschine zu werden: ein „Roboter“ … ein Begriff, der aus der slawischen Sprache entspringt und – unter anderem – einen Arbeitssklaven bezeichnet. Kennen Sie eigentlich die Folgen von Sklaverei für die Psyche? Ist schon untersucht worden – an modernen Sklaven (siehe Deutschlandfunknova):

„Viele moderne Sklaven bleiben Sklaven, selbst, wenn sie wieder frei sind. Weil sie an psychischen Problemen wie posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen leiden – oder einfach nur Angst haben.“

Genauer gesagt:

„Sie leiden so sehr unter den Folgen des Zwangs, dass sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu helfen. Die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, haben sie verloren und können nicht mehr unabhängig Risiken bewerten. Sie sind nicht in der Lage, der Opferrolle zu entkommen, sie geraten von einer Sklaverei in die nächste. Ihr Selbstwertgefühl ist derart zerstört, dass sie im Gefühl der Unterwürfigkeit verharren.“

Erkennen Sie sich da selber wieder … sich selbst und die enorme politische Apathie des modernen Deutschlands, dass vor der Dauerkanzlerin Angela Merkel in Unterwürfigkeit verharrt und willenlos aktzeptiert, dass all´ ihre Entscheidungen alternativlos umgesetzt werden – so irre und willkürlich die auch erscheinen mögen?

Und die Ohnmacht des Sklaven dürfte Ihnen bekannt sein: Sie können wählen was Sie wollen – es ändert sich nichts. Das ist die Welt des Sklaven, die Welt der Ohnmacht, einer Ohnmacht, die die Seele zerfrisst. Und jetzt sollten Sie sich nicht mehr wundern, dass andere Menschen Alpträume von Ihnen bekommen, in der Sie ein hirnloses, lahmes, untotes Geschöpf sind, aus dem alle Lebendigkeit, alle Menschlichkeit schon lange gewichen ist und das nur noch nach einem trachtet: das eigene unerträgliche Leid erträglicher zu machen, in dem es anderer Menschen ebenso ihrer Lebendigkeit beraubt.

Und wissen Sie, wovon die Zombies – die in ihrer Ohnmacht gefangenen – insgeheim träumen? Vom starken Mann, der ihnen mit seiner Macht aus der Ohnmachtsfalle hilft.

Und jetzt können Sie erahnen, warum engagierte, empathische Sozialaktivisten von Zombieträumen geplagt werden … und warum der nächste Hitler schon längst vor der Tür steht, getragen von all´ jenen, die auf dem glorreichen Weg vom Tellerwäscher zum Millionär in der Buchhaltung, im Straßenbau oder in der ständig zunehmenden Zeitarbeit gelandet sind … oder schon auf der Abschussrampe Hartz IV stehen.

 

 

 

Die Vernichtung der Welt durch „Arbeit“ – eine Zwischenbilanz menschlicher Freiheit vor dem nächsten Crash

Dienstag, 9.1.2018. Eifel. Wunderbare Welt, in der wir leben, oder? Doch: wunderbar. Sehen Sie: da gibt es zum Beispiel diese Engländerin, die Parkinson riechen kann – Jahre, bevor die Ärzte in der Lage sind, ihn zu diagnostizieren (siehe Grenzwissenschaften). Nur ein Beispiel von vielen – aber ein einziges reicht doch aus um zu sagen: was für eine wunderbare Welt! Was für Potentiale Menschen doch haben! Was könnte das doch für eine Welt sein, wenn: ja wenn alles einfach besser laufen würde.  Stattdessen leben wir in einer Welt, in der Menschen bestraft werden sollen, die Flaschenpfand sammeln. Ja – schauen Sie sich diesen Irrsinn doch einfach mal an (siehe Saarbrücker Zeitung):

„Im Oktober 2016 angelte ein Ehepaar aus München, von Beruf Rentner und Reinigungskraft, mithilfe eines Greifarmes Flaschen aus einem Altglascontainer. Die beiden hatten vor, anschließend das Pfand für die Flaschen einzulösen. Bei der Sammelaktion wurden sie von Anwohnern beobachtet und der Polizei gemeldet. Die Polizei wurde aktiv. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein und beantragte schließlich für beide Eheleute beim Amtsgericht München Strafbefehle wegen Diebstahls.“

Irre, oder? Gut, dass der Richter als allerletzte Bremse aktiv wurde – mit einer überraschenden Begründung:

„Mit dem Einwurf der Glasflaschen in den Container geht das Eigentum an den Flaschen auf den Betreiber der Altglascontainer über.“ Von ihrem Eigentümer würden solche Pfandflaschen aber nicht aussortiert sondern mit den anderen Flaschen eingeschmolzen. Maßgeblich für die Berechnung ihres Wertes sei deshalb der Wert, den die insgesamt 18 entwendeten Glasflaschen für diese Recycling-Firma haben. Dieser Wert des eingeschmolzenen Glases sei jedoch „so minimal“, dass er im konkreten Fall gar nicht habe geklärt werden können. Es sei deshalb unklar geblieben, welchen Wert die 18 Flaschen im Rahmen des Recyclingprozesses am Ende überhaupt haben“

Damit gab sich die Staatsanwaltschaft natürlich nicht zufrieden, sie … ging in die nächste Instanz. Lesen Sie selbst nach, wie das endete: in München, einer der reichsten Städte in Deutschland. Erklärt mir gut, warum ich diese Stadt nicht mag. Ich würde gerne mal dagegenrechnen, wie viel Schaden dem Steuerzahler durch diese Aktion entstanden ist – und die Kosten den Beteiligten vom Lohn abziehen – oder den „guten Bürgern“ als Strafe für asoziales Verhalten aufbrummen – aber asoziales Verhalten ist ja nicht strafbar, obwohl es Schäden in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro verursacht … würde Jahre dauern, das alles nachzurechnen, die Zeit habe ich nicht. Denken Sie nur an den letzten Börsencrash 2008 (die Lehmannpleite – nach Angaben von hier schon oft zitierten Experten nur ein kleines Vorbeben dessen, was noch auf uns lauert): da haben Sie schon Schaden genug.

Wie – das wissen Sie nicht? Müsste doch eigentlich jeden Tag in der Tagesschau kommen, was da an „Vermögenswerten“ vernichtet wurde – durch Taschenspielertricks, Lügen und hinterlistigsten Betrug – nicht zuletzt aber auch durch Gier, Dummheit und schlampige Arbeit. 50 Billionen sind da vernichtet worden (siehe FAZ) … das sind 50 000 Milliarden: die meisten Menschen verstehen diese Zahlen gar nicht mehr mangels Bildung. Knapp 200 Jahre den deutschen Staatshaushalt finanziert: das wäre drin gewesen. Die Armut auf der ganzen Welt ausgelöscht: man denke nur, dass auf jeden Menschen rein rechnerisch 7000 Euro entfallen wären – für Menschen, die von zwei Euro am Tag leben, wäre das das Einkommen für zehn Jahre gewesen. Denen das einfach mal so geschenkt: was wäre das für ein Fest geworden!

Sogar in den reichen Ländern hätte sich jeder Bürger über das kleine Geldgeschenk gefreut: eine Familie mit zwei Kindern hätten schon 28000 Euro mehr gehabt – es sei denn, sie bezögen Harzt IV, dann hätte ihnen der Staat das sofort wieder weggenommen … genau wie das Kindergeld. Kindergeld gibt es nur für Reiche in Deutschland, die Armen sollen sehen, wo sie bleiben. Auch asozial, oder?

Bitte? Doch: das ist doch die Philosophie, die dahintersteckt! Oder glauben Sie etwa, es würde sonst Sinn machen, Menschen, die Flaschenpfand sammeln, mit der ganzen Härte des Gesetzes, mit Polizei und Staatsanwaltschaft zu verfolgen – und dem „gerechten“ Zorn der gelangweilten dekadenten Anwohner wenn es nicht um eine ganz wichtige Sache ging?

Habe nicht in Erinnerung, dass wir tausende von Finanzspekulateuren verfolgt haben – obwohl die meisten wussten, was da für seltsame Schuldverschreibungspakete geschnürt wurden – die nur für irrsinnige, kriminelle und absolut dissoziale Charaktere Sinn machen. Dafür habe ich aber gelesen, dass das Kasino wieder brummt: die Wirtschaftszeitungen sind voll von diesen Nachrichten – und wir haben ja ein neues Casino: Bitcoin. Erhalte täglich ein Dutzend Angebote von Menschen, die mich mit Bitcoin reich machen möchten.  Richtig reich. Habe ja auch von einem gelesen, der hatte 20 Bitcoin für drei Euro gekauft – wenn die Prognosen stimmen, dass der Bitcoin Ende 2018 bei 100 000 Euro liegt (für EINEN), dann ist dieser Mensch Millionär. Also: wenn er seine Luftwerte rechtzeitig verkauft – an andere, die dann den Schaden haben, wenn die Blase wieder platzt.

Ja: das sagt einem keiner bei diesen Erfolgsgeschichten, oder? Auch an dem Finanzcrash haben viele Menschen irrsinnige Summen verdient: mit Geld, das gar nicht existierte. Mit Optionen auf Möglichkeiten, die nie real waren. Kein normales, soziales mit Vernunft begabtes Wesen würde auf diese Art und Weise wirtschaften wollen: um über den Winter zu kommen, brauchen wir reale Nahrung, echtes Wasser, in Grad messbare Heizmöglichkeiten – und keine Versprechungen von Zauberkünstlern. Diese Art von Wirtschaft erinnert ein wenig an die Ursprünge des Ärztekultes im Westen: jenen Mann im Planwagen, der durch die Dörfer zog und Erdöl in Flaschen (ohne zu wissen, was es eigentlich war) als Allheilmittel gegen alles verkauft hat – und regelmäßig ganz schnell das Städtchen verlassen musste, wenn die Nebenwirkungen seiner Therapie sichtbar wurden. Ja: das ist das Geheimnis großen Reichtums, der nicht durch Arbeit erworben werden kann – den Sie niemals erwerben werden können, wenn Sie jeden Tag brav in die Firma gehen. Gigantischer Reichtum ist nur möglich, wenn sie skrupellos anderen was wegnehmen. Nehmen Sie einem Menschen 80 Millionen, dann ist das Diebstahl – und sehr schwer. Nehmen Sie aber von 80 Millionen Menschen nur einen Euro – merkt es keiner, Sie haben aber die gleiche Summe auf dem Konto.

So funktioniert unser System – und als Mittel, uns das Geld aus den Taschen zu ziehen, wurde der Konzern erfunden: gigantische, kaum noch durchschaubare Konstrukte, die selbst gewiefte Steuerprüfer ins Leere laufen lassen aber hervorragend als jene Maschinen funktionieren, die Milliarden Menschen Euros und Dollar aus der Tasche ziehen, um einigen wenigen Milliarden in die Kasse zu spülen. Kein Wunder, dass das niemand mehr Kapitalismus nennen mag – und mit Marktwirtschaft hat das alles überhaupt nichts mehr zu tun.

Wissen Sie noch, wie das mal anfing? Der Kapitalismus hat ja so ein schönes Bild dafür geschaffen: den Markt … jene Flecken, aus denen später Dörfer wurden, dann Städte. Dort treffen sich die Schweinezüchter mit den Weizenpflanzern, die Weinbauern mit den Möhrenfürsten, die Künstler und Dichter, die Ärzte und Rechtsanwälte und alle tauschen ihre Waren und Dienstleistungen aus, bis alle satt, zufrieden und glücklich nach Hause fahren. So – das Ideal. Dort … treffen sich freie Menschen zum freien Austausch ihrer Überschüsse. Die Praxis ist: 99 Prozent der Dorfbewohner haben kein Land mehr. 99 Prozent der Dorfbewohner wurden mit staatlicher Gewalt von den bislang freien und geldlosen Zugängen zu Nahrung, Wasser, Obdach und Wärme abgeschnitten – sie sind schon hoch verschuldet, wenn sie nur zur Welt kommen. Ja: nun schauen Sie nicht so. Essen wächst überall umsonst – von ganz alleine. Es ist ein bewusster Willensakt zu sagen: das ist jetzt alles MEINS. Und ihr anderen … müsst jetzt dafür BEZAHLEN, um essen zu dürfen. Macht ihr das nicht – müsst ihr eben hungern. Die Äcker wurden dereinst zusammengelegt, weil sie so wirtschaftlich effektiver waren. Das befahl dereinst der Staat. Ist wie mit der Industrialisierung: auch die wurde staatlich (also: mit unseren Steuergeldern) reichlich gefördert, wir bauten Straßen, Schienen, begradigten Flüsse, damit die Firmen an ihre Rohstoffe kamen und ihre Waren weiterleiten konnten, wir haben in hundert Jahren das ganze Land komplett zugebaut, damit die Firmen effektiver Gewinn machen können … aber nur noch für sich. Durch die Zusammenlegung von Grundstücken (für die eine kleine – heute völlig unbedeutende – Entschädigung gezahlt wurde) gab es einen gigantischen Produktivitätsgewinn – und aus den Bevölkerungen der Länder wurden abhängige Sklavenkulturen, die jederzeit fürchten mussten, dass der Wert ihres Geldes von heute auf morgen absackte, weil gewiefte Spekulanten wieder asoziale Spielchen gespielt hatten. Das haben wir schon mal drastisch erlebt – und bewegen uns wieder darauf zu.

Heute: gehört alles anonymen Megamächten. 99 Prozent der Bevölkerung sind in eine große Maschine eingebunden – und die anderen Völker sollen mit Frondiensten in dieser Maschine beglückt werden, wenn wir ihnen erstmal die „Demokratie gebracht haben“ – was ja der große Kreuzzug des 21. Jahrhunderts ist: den Menschen „die Demokratie bringen“. Ja: so sieht unser Dorf heute aus: rund um den Markt – der eine Megastadt geworden ist – stehen große Werke, die die völlig verarmte Stadtbevölkerung mit dem Notwendigsten (und meist qualitativ minderwertigem) versorgen. Jederzeit werden die Preise erhöht, um mehr und mehr aus der Notsituation abschöpfen zu können, gleichzeitig werden die Ärmsten der Armen gejagt – ganz nach dem Motto: 0hne Hungertod keine Motivation. Die Arbeitsbienen sollten ja wissen, warum sie täglich mehr strampeln – sie sollen wissen, wovor sie davonlaufen müssen: vor der Hartzhölle, die eine ewige, die Seele zerfetzende Demütigung ist, begleitet vom Hohnlachen der Mitmenschen – jene Typen, die auch Pfandflaschen mit ihrem Leben verteidigen und für 1,44 Euro Altglas die gesamte Staatsmacht entfesseln … aber das jonglieren mit Billionen gelassen hinnehmen.

Völlig verarmte Stadtbevölkerung? In einem Land, dem es niemals zuvor in seiner Geschichte besser ging?

Das überrascht jetzt, oder? Sind wir nicht alle superreich – im Vergleich zu jenen Millionen, die in Afrika verhungern? Ist nicht sogar der verharzte Mensch reich zu nennen im Vergleich zu jenen Hunderttausenden, die in der Wüste verrecken auf dem Weg in unser gelobtes Land?

Nimmt man das als Maßstab, was uns tagaus tagein gepredigt wird: dann ja. Denkt man aber an jenen Begriff der Freiheit, der jahrtausendelang Wunschtraum der Menschen war: dann – ganz klar und eindeutig – nein.

Ein freier Mensch hat die völlige Souveränität über seine Nahrungsversorgung, die die Natur in übergroßer Fülle bereit hält. Er hat die völlige Verfügungsgewalt über seine Wasserversorgung – jenes Wasser, das völlig umsonst vom Himmel fällt und völlig umsonst die Bäche und Flüße herunterfließt. Er kann sein Obdach mit seinen eigenen Händen bauen aus jenen Materialien, die völlig umsonst wachsen – und in großer Zahl nachwachsen. Er kann essen, bis er satt ist, trinken, bis der Durst gewichen ist … und schlafen, bis er ausgeschlafen ist. Ja: ausschlafen ist wichtig. Für die Gesundheit, die Laune, die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer. Schlafentzug … ist Folter. Fragen Sie mal in Guantanamo nach – die arbeiten professionell damit. Auch die RAF-Häftlinge in Stammheim wurden dieser Folter unterzogen – leider hat die entsprechende Arbeit von Amnesty International hierzu noch keinen Einzug ins Internet gehalten, lediglich bei Wikipedia findet sich ein Hinweis dazu (siehe Wikipedia).

Und Sie? Werden jeden Morgen von einer Maschine aus Morpheus Armen gerissen, um ihr Werk zu tun, bzw. das Ihrer Herren. Gut, dass wir noch gar nicht wissen, was Schlaf eigentlich ist, wozu er gut ist, was er alles bewirkt: wir haben bislang nicht mehr als Verschwörungstheorien zum Schlaf – besser gesagt: Hypothesen. Und Verschwörungstheorien sind ja das Werk des Teufels, wie wir alle wissen … sollen.

Ja, sicher: wir haben SUV´s, Flugzeuge, Flachbildfernseher, Smartphones, Staubsauger, steigende Krebsraten und wachsende Zahlen an Burn-Out-Fällen – das hat der freie Mann in den Wäldern nicht. Erinnert mich an die Vernichtung der Kultur der nordamerikanischen Indianer: die bekamen Glasperlen und Alkohol … unsere Glasperlen laufen mit Strom und glitzern deshalb noch mehr – aber sind wir deshalb „frei“?.

Testen Sie doch mal Ihre Freiheit. Für einen guten Zweck. Machen Sie sich doch einfach morgen mal auf eine Wanderung nach … sagen wir … Jerusalem. Sie könnten daraus ein religiös motiviertes Ding machen, so eine Art Wallfahrt: also etwas, das kulturell noch hoch anerkannt sein müsste. Oder wandern Sie nach Rom. Oder Helgoland – dem „heilig Land“. Oder irgendwo hin, mir egal wo. Und dann beobachten Sie mal ganz genau, wie es um Ihre Freiheit bestellt ist … die in Massen hereinflatternden Rechnungen, die beglichen werden wollen, werden Ihnen zeigen, wie frei Sie sind … bzw. wie sehr sie „in Schuld“ stehen. Es droht Kündigung des Arbeitsverhältnisses … und Sanktionen des Jobcenters. Sie werden auch – trotz Zelt – Schwierigkeiten haben, irgendwo zu nächtigen: denn das ist verboten. Immerhin sind schon zwei Drittel des deutschen Landes in privater Hand – also nicht in Ihrer (siehe Stern) Das Essen entlang ihres Weges … gehört alles jemand anderem, obwohl niemand von den Besitzern dafür sorgen kann, dass es überhaupt wächst … die leben auch nur davon, dass uns die Natur seit  Millionen von Jahren reich beschenkt. Nehmen Sie nur einen einzigen Apfel … die ganze Gewalt des modernen industriellen Staates würde Ihnen ihre engen Grenzen aufzeigen. Sie könnten sich auf Visionssuche begeben, wie es in vielen Traditionen der Menschheit ganz natürlich war – um die Vision, den Sinn, den Zweck für Ihr eigenes, ganz persönliches Leben zu erhalten … bevor Sie, wie die meisten modernen Menschen … auf dem Sterbebett bereuen müssen, dass sie überhaupt kein Leben gelebt haben, sondern nur Vorschriften befolgten und Erwartungen befriedigten.

Ja – lauschen Sie mal den Worten der Sterbenden (siehe Stern):

„Es sind nicht so sehr die großen und kleinen Träume wie Weltreisen, schicke Häuser, mehr Sex oder noch mehr Geld, deren Fehlen die Todgeweihten bereuen, sondern die unerfüllten, zwischenmenschliche Dinge: Auf Platz eins etwa steht der Wunsch „den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben“. Viele der Menschen hätten sich darüber beklagt, zu oft den Erwartungen anderer entsprochen zu haben, statt ihren eigenen Wünschen nachzugehen. „Die meisten hätten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht“, so die Palliativpflegerin, die jahrelang Menschen in den Tod begleitet und ihre Erfahrungen zunächst in einem vielbeachteten Blog verarbeitet hat.“

Ja – es gibt auch etwas zum Thema „Arbeit“.

„Vor allem Männer bedauerten in ihren letzten Tagen und Stunden, dass sie „zu viel Zeit ihres Lebens in der Tretmühle des Arbeitslebens“ verbracht hätten, wie die Autorin schreibt. Sie grämten sich, sich zu wenig um Kinder, Partner und Freunde gekümmert zu haben. Frauen hätten sich zwar auch über zu viel Arbeit beklagt, aber längst nicht so häufig wie Männer, so Ware: „Sie waren meistens eben nicht die Familienernährer.“ 

Ist das die Abschiedsbetrachtung eines freien Menschen? Die große Maschine der Superreichen (ja: man braucht viel Geld um so eine Maschine zu errichten. Und es sind viel weniger Juden als die reichen, angelsächsischen Protestanten, die dieses Geld in Händen halten – um nebenbei mal mit einer alten Lügengeschichte aufzuräumen, die aber gern von reichen angelsächsischen Protestanten verbreitet wird um aus dem Schussfeld zu kommen und Millionen Mitbürger jüdischer Religion das Leben gekostet hat).

Wissen Sie, was andere von unserem modernen Leben halten – das Lebensinn, Lebensqualität, Lebensinhalte systematisch in großem Umfang vernichtet, das aus dem Tod das grausame Ende eines um alles betrogenen Menschen macht? Ich habe da eine Stimme, die vor allem bei Konservativen und Grünen (ist ja inzwischen dasselbe) gerne gehört wird: Ernst Jünger.

„Der Mensch, sagte Jünger ist „in einer großen Maschine gefangen, die zu seiner Vernichtung entwickelt worden war“ und dazu, ihn zu „foltern“.

„Jünger glaubte, dass nur zwei Wege aus der Folterkammer führen: Verbrechen oder das Dickicht.“ (siehe Preparata, Dunker und Humblott 2015, Seite 209.)

Verbrechen? Lehmann! Das Dickicht? Oh – das muss ich erklären:

„Das „Dickicht“ war für Jünger ein symbolischer Raum der Freiheit welchen sich der Widerstandskämpfer „jenseits der Linie“  wie eine Oase in der nihilistischen Wüste schuf, in der ihn der Leviathan der Technologie nicht erreichen konnte“ (Preparata, a.a.O., Seite 208).

Ein – symbolischer Raum. Früher: der Wald, in den sich die Partisanen und Rebellen zurückzogen. Heute – wären das andere Räume, eher virtueller Natur. Vielleicht ein Grund, warum sich so viele junge Menschen (hauptsächlich: Jungs) angesichts der Welt, die sie erwartet (und angesichts der Folgen der Sklaverei, die sie bei ihren Eltern detalliert beobachten können) erstmal in die Welt der Videospiele zurückziehen, Technik nutzen, um ihr zu entkommen. Ja – darüber kann man meckern bis zum geht nicht mehr, jedoch: vielleicht riechen die jungen Menschen das Ende unserer Zivilisation so wie andere Parkinson riechen können. Und ich rede hier noch nicht mal von der massiven Umweltverschmutzung (da China unseren Müll nicht mehr nimmt (siehe Zeit), werden wir mit unseren 617 Kilo Müll pro Kopf und Jahr (siehe FAZ) bald Probleme bekommen: lagern Sie das mal in Ihrer Wohnung!), über die sich andere schon genug ausgelassen haben … und die unser Ende vielleicht schon in wenigen Jahren bewirkt, wenn mangels Insekten keine Befruchtung mehr stattfindet und … einfach gar nichts mehr wächst. Überhaupt nichts mehr.

Über Jünger – den ich nicht schätze – reden wir später mal länger. Doch seine Perspektive auf unsere Kultur … entspricht den Fakten. Seit längstens 300 Jahren arbeiten wir mit aller Kraft an unseren Arbeitsplätzen an nichts anderem als der Vernichtung der Menschheit – wofür die Haupttäter Glasperlen der Extraklasse erhalten. Auschwitz, Hiroshima: keine Unfälle der Geschichte, sondern logische Erscheinungsformen einer bösartigen Kultur – der bösartigsten, die wir bislang kannten – so bösartig und abartig asozial, dass wir Menschen verfolgen, die Pfandflaschen retten (und damit der Umwelt dienen) – oder Container für Obdachlose verbieten, die ehrenvolle Unternehmer kostenlos bereit stellen (siehe rp-online).

Das ist Ihnen alles zu düster? Die Börse brummt doch, Bitcoin macht alle reich? Ok: eins noch, dann ist für heute Schluss (siehe Spiegel):

„Die Ursachen für diese weltweite Jagd nach neuen Höhepunkten ist bekannt: die globale Liquiditätsflut der Zentralbanken. Seit Jahren werden die Börsen durch die ultralockere Geldpolitik angetrieben und gestützt. Denn wegen der niedrigen Zinsen bringen Anleihen kaum mehr Rendite. Und das viele Geld, das die Notenbanken durch ihr Programm in den Markt pumpen, geben Investoren aus, um Aktien zu kaufen. Das treibt die Kurse nach oben.“

Unser Geld – der einzige Zugang zu Wasser, Nahrung, Wärme und Obdach – wird in gigantischen Massen gedruckt, damit Investoren sich noch mehr Ansprüche ausrechnen können. Ja – Geld: das ist in erster Linie nur Anspruch auf Waren. Selbst: ist es nichts. Und je mehr man davon druckt … umso wertloser wird es. Wer genug davon geschenkt bekommt (ja: das wird VERSCHENKT … ein anderes Wort für „ultralockere Geldpolitik“ … nur IHNEN schenkt man das nicht, nur der Geldadel – der den Blutadel a´la Jünger ersetzt hat – darf sich damit reich rechnen … und mehr und mehr Land kaufen – das einzige von wirklichem Wert), darf sich glücklich schätzen, die anderen … kommen für die Folgen auf. Wenn die Blase platzt … haben wir wieder Weimarer Verhältnisse.

Was das heist?

Nun: ein Brötchen kostet dann … 5 Millionen Euro. Was meinen Sie, warum so viele Menschen in Entscheidungspositionen dem Geld wie die Irren hinterherjagen. Die … schauen in die Zukunft und wollen noch Brötchen.

Und Sie? Arbeiten als kleines Rädchen in einer Maschine, die sich unaufhaltsam und zielgerichtet auf diese Apokalypse zubewegt: die große Leistung unseres Gesamtsystems wird die Verwüstung des ganzen Planeten sein – Ihre „Arbeit“ ist zu einhundert Prozent ein Beitrag zur Vernichtung ihres persönlichen Lebenssinns, der Ökosphäre sowie der Reichtümer der Menschheit, als Dank dafür erhalten Sie jährlich 617 Kilo Müll.

Total schlau.

Wird also Zeit, sich im „Dickicht“ in Sicherheit zu bringen … wenn die neue Megablase platzt (was entsprechend den Gerüchten aus in der Regel gut informierten Kreisen schon dieses Jahr der Fall sein soll) … brauchen wir frische, ausgeruhte Kräfte, die den Wiederaufbau in Angriff nehmen.

 

 

 

Endzeit-Poesie 4.0: Die Entscheidung

Endzeit-Poesie 4.0: Die Entscheidung


Foto: Henry David Thoreau_painted portrait /flickr/thierry ehrmann/cc by 2.0

Wer in einem Moor gewandert ist, kennt vielleicht schon die Erfahrung: Der feste Grund, auf dem man geht, gibt plötzlich nach und man beginnt im Schlamm einzusinken. – Man muss dann von Grasinsel zu Grasinsel hüpfen, hat jeweils nur ein paar Augenblicke Zeit, um das Ziel des nächsten Schritts anzuvisieren, da das Grasbüschel, auf dem man gerade steht, ebenfalls dabei ist, unter der Last des eigenen Gewichts unterzugehen.

Eigentlich ist das eine schöne Parabel für das Leben. Denn auch wenn wir uns noch so sehr mit Sicherheit und festen Verhältnissen einrichten wollen, ist es im Leben ja doch eine unbarmherzige Gesetzmäßigkeit, dass alles, was im Status Quo stehen bleiben möchte, stagniert und schließlich untergeht. Wir wollen nun nicht darüber nachdenken, was es für die Zukunft des Landes bedeutet, dass bei der jüngsten Bundestagswahl ein großer Teil der Wähler für Status Quo, also für Einsinken im Schlamm gestimmt hat, sondern die Sache etwas genereller fassen. Denn die Willenslähmung, die man heute trotz aller hochgradigen Intelligenz beobachten kann, wurzelt genau in diesem Umstand: Wir wagen keine wirklichen Entscheidungen mehr. Wir sind zu Bürgern geworden, die im Leben möglichst viel Wohlergehen und Glück erhalten wollen, aber möglichst keine Mühe aufwenden und vor allem keine Gedanken und selbstaktiven Zielsetzungen zum allgemeinen Fortschritt des von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichneten Weltgeschehens fassen wollen. Aus diesem Grunde werden wir von Jahr zu Jahr schwächer und zum Spielball fremder Interessen, sodass man uns mittlerweile sogar mit Nonsens-Zynismen wie „für ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ einkaufen und uns das Fell über die Ohren ziehen kann.

Das Mingle-Dasein von Generation Tinder

Auch im Feld der Beziehungen ist man Entscheidungen heute sehr abhold und führt daher vielfach „Nicht-Beziehungen“ bzw. „Halb-Beziehungen“, die so unverbindlich sind, dass man nicht einmal Schluss machen muss, wenn man sie nicht mehr reizvoll genug findet. Die Diplom-Psychologin Wiebke Neberich berichtet (siehe welt.de): „Ich beobachte das tatsächlich als Phänomen: Viele Leute wissen nicht mehr, ob sie nun in einer Beziehung sind oder nicht. Auffällig wurde es für mich, als ich für die Humboldt-Universität eine Studie durchführte und zu Beginn des Fragebogens die demografischen Angaben abfragte, Alter, Geschlecht, Beziehungsstand. Zahlreiche der Teilnehmer haben hier nämlich kein Kreuzchen machen können – waren sie nun alleinstehend oder in einer Beziehung? Sie haben es schlicht nicht gewusst. Ich habe dann mit den Leuten gesprochen, die mir erzählten, sie würden sich zwar mit jemandem treffen, aber was genau das sei, das könnten sie nicht sagen.“

Lisa Fischbach, eine weitere Diplom-Psychologin sieht als Grund für die neue Unverbindlichkeit die Angst, andere, vielleicht bessere Möglichkeiten auszuschließen, wenn man sich eindeutig zu einem Menschen bekennt. Als „Mingles“ (von „mixed“ und „Single“) bezeichnet der Hamburger Trendforscher Peter Wippermann diejenigen, die in solchen Nicht- oder Halb-Beziehungen leben und nebenher auch noch eine Reihe anderer „Friends with Benefit“ ganz unverbindlich daten. „Die Zeiten, in denen ein Kuss oder zumindest der erste Sex es besiegelten, klarmachten, dass das hier nun eine besondere und exklusive Beziehung zwischen zwei Menschen ist, sind vorbei.“ Immerhin beschreiben die Psychologen auch, wie entwürdigend und aufreibend ein solch unverbindliches Leben ist und dass sich viele wieder nach echter Partnerschaft sehnen, in der man aufeinander bauen kann.

Was ist der Mensch?

Offensichtlich kennen viele Menschen den Wert des eigenständigen Gedankenbildens und Entscheidens nicht mehr. Angesichts der sich überstürzenden weltweiten Ereignisse, mit denen wir heute rund um die Uhr medial konfrontiert – und überfordert – werden,  scheinen diese inneren Vorgänge bedeutungslos zu sein. Dabei sind es geradewegs diese inneren Vorgänge, die den Menschen stabilisieren, sein wirkliches Selbstbewusstsein wieder aufrichten und ihn gegen die Tendenz der Vermassung und der damit einhergehenden Depression immun machen. Denn das Fällen einer Entscheidung mobilisiert immer denjenigen innersten Wesenskern des Menschen, aus dem heraus wir nicht „Wir sind Papst“, sondern „ICH“ sagen.

Entgegen der herrschenden Expertenmeinung ist es ganz und gar nicht einerlei, was man denkt und ob man entscheidet. Jede innerliche Entscheidung, und sei sie auch noch so klein, wird unweigerlich Folgewirkungen haben: Man bereitet sich damit nämlich nichts Geringeres als sein Schicksal. Mit jeder Entscheidung wird man ein Stück mehr zu dem, wozu man sich gerade entscheidet.  Wer z.B. täglich lügt, macht sich dadurch sukzessive zum Lügner, wer betrügt, zum Betrüger. Wer etwas Hilfreiches tut, macht sich zum Wohltäter. Wer sich täglich mit Philosophie oder Musik beschäftigt, wird zum Philosophen / zum Musiker etc. Wer nichts tut, sondern bloß abwartet, was ihm das Leben oder die derzeit etablierten PolitikerInnen bieten, der wird zum – … ?

Viktor Frankl hat aus diesem Grunde den Menschen so definiert: „Der Mensch ist das Wesen, das immer entscheidet. Und was entscheidet es? Was es im nächsten Augenblick sein wird.“

Schicksalsfragen

Indem man eine Entscheidung fasst, setzt man mächtige innere Hebel in Bewegung, die sich in weiterer Folge unweigerlich auswirken werden. Und es gibt täglich sehr viel zu entscheiden: Welchen Medien und welchen Persönlichkeiten man Glauben schenkt und welchen nicht mehr, welche Produkte man kauft und welche nicht mehr, welche Bücher man liest etc. Bedeutungsvoll sind hierbei nicht nur „handfeste“ Entscheidungen wie etwa darüber, ob man sein Geld bei der Räuberhotzenplotzbank oder lieber bei der Ethikbank oder GLS anlegt, sondern vielmehr auch „höchstpersönliche“ innere Entscheidungen: Was für ein Mensch will ich werden? Welche Eigenschaften will ich in meinem Leben entwickeln, welche Qualitäten ausdrücken? Mit welchen (medialen, literarischen) Quellen gieße ich mein Innenleben, damit diese Qualitäten wachsen können?

Welches Gerank wird in meinem Inneren wohl aufwachsen, wenn ich mit Spiegel, Bild und Hustler gieße?

Und was, wenn ich statt des abendlichen Dosenbiers vorm Flachbildschirm mit einem Schuss Goethe, Marc Aurel oder einem sonstigen Philosophen meiner Wahl gieße?

Welche blühende Vegetation könnte in meinem Inneren aufwachsen, wenn ich den Flachbildschirm überhaupt aus dem Wohnzimmer verbanne, meine innere Landschaft also nicht mehr einem täglichen Napalm-Bombardement ausgesetzt ist?

Welche Weltanschauung wähle ich? – Gar keine? Die herrschende Staatsreligion (den technokratischen Nihilismus)? Oder diejenige von Dieter Bohlen und Robber Williams („Eat as you can!“)? Die Auswahl an möglichen Weltanschauungen ist heute zweifellos groß und jeder kann hierbei frei wählen. Manche Weltanschauungen versprechen mehr Spaß, manche weniger. Man stelle sich aber auch hier eventuell die Frankl’sche Frage: „Wozu wird es mich machen?“ Denn in der Wahl sind wir vollkommen frei, im Tragen der Folgewirkungen dieser Wahl allerdings nicht mehr.

Die Liste an Entscheidungen, die täglich anstehen, ließe sich noch beliebig verlängern. Manchmal sind getroffene Entscheidungen auch falsch. Aber dann führen sie einen zumindest zu einer bestimmten Konsequenz, man lernt dazu und wird in Zukunft wach für bestimmte Dinge. Fatal ist in Wirklichkeit nur das Nicht-Entscheiden, das bloß passive Abwarten, was uns die Tagesschau oder die transatlantischen Katzenkloparteien bringen.

Wirkung der individuellen Entscheidung auf die Welt

Entscheidet man sich innerlich für oder gegen etwas, dann bringt man bereits als Einzelner unweigerlich zahlreiche andere Dominosteine ins Fallen und somit Bewegung ins Spiel. Ein Mann, der von der weltbewegenden Kraft des Einzelnen sehr genau Bescheid wusste, war Henry David Thoreau. Als Sklaverei für den Bürger von damals noch etwas  genauso Selbstverständliches war wie Drohnenmassaker für die Bundeskanzlerin von heute, konnte Thoreau mit Überzeugung sagen:

„Ich weiß dies genau: Wenn tausend, wenn hundert, wenn zehn ehrliche Männer, die ich benennen kann, ja sogar wenn ein ehrlicher Mann in diesem Staat Massachusetts aufhören würde, Sklaven zu halten, von der Kooperation mit dem Schlechten zurück treten würde und bereit wäre, dafür ins Gefängnis zu gehen, wäre das der Beginn des Endes der Sklaverei. Es zählt nicht, wie klein der Anfang sein mag; Was einmal gut getan wurde, ist getan für immer.“

Eine Entscheidung muss sich nicht sofort in einer bestimmten Tat äußern – jede Entscheidung IST bereits eine (innere) Tat, die aber nichtsdestoweniger unmittelbare Folgewirkungen im Äußeren nach sich ziehen wird – schon ganz einfach in der Art, wie man anderen Menschen oder bestimmten Umständen dann begegnen wird. Man kann sich z.B. entscheiden, dass man untragbaren Zumutungen wie etwa  dem neoliberalen Imperativ der Ausbeutung (seiner Mitmenschen und seiner selbst) die innere Gefolgschaft verweigert, ebenso wie der Lüge (siehe „Im Griff der Würgeschlange“). Man wird durch solche inneren Entscheidungen fähig zu einer revolutionären Haltung mit sehr weitreichender Wirkung. Wenn man selbst Zeuge von Lüge, Rufmord oder Korruption wird, dann wird man das Spiel nicht mitspielen, sondern Rückgrat behalten. Man entwickelt wieder die heute kaum noch vorstellbare Kraft, im Sinne von Lothar Zanetti nicht mitzulachen, wenn alle lachen, nicht mitzuspotten, wenn alle spotten, zu denken, was keiner wagt zu denken:

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.    

In diesem Sinne: Entscheiden Sie sich noch heute vor dem Zubettgehen für irgendeine Sache – Sie werden schon morgen als jemand aufwachen, der ein Stück weit anders geworden ist … und damit auch die Welt verändert hat.


Allgemeines zur Kolumne „Endzeitpoesie 4.0 – Brennholz gegen Robotisierung und drohenden Erfrierungstod“:

Da in unserer aus den Fugen geratenden Welt vieles nicht mehr rational verstehbar und auch kaum noch ertragbar ist, brauchen wir dringend ein Gegengewicht aus dem Reich der Poesie … mit diesem geistigen Gegengift in den Adern wird vieles Unverständliche plötzlich wieder verständlich und Unerträgliches wieder ertragbar – oder noch besser: gestaltbar!

Denn die größte Lüge, die uns heute beigebracht wird, ist: dass der Einzelne ohnehin nichts tun kann. – Das genaue Gegenteil davon ist wahr: Es kommt auf jeden einzelnen an und das mehr als jemals zuvor. Und wie uns schon Dostojewskij erklärt hat, ist im Leben auch niemals etwas umsonst, selbst wenn eine Bemühung keinen sichtbaren Erfolg zeigt: „Alles ist wie ein Ozean, alles fließt und berührt sich; rührst du an ein Ende der Welt, so zuckt es am anderen.“

Gerade unsere geistlose Zeit braucht philosophische Gedanken wie eine Wüste das Wasser. Dieses Wasser – die Gedanken der großen Geister der Menschheit – gibt es schon lange. Aber die scheinbar alten – in Wirklichkeit ewig jungen – Gedanken bleiben nicht dieselben: Jeder, der sie aufgreift und verinnerlicht, färbt sie mit seiner individuellen Persönlichkeitsnote ein und bringt dadurch wieder ganz neue Farben in die Welt, die bisher noch nicht existiert haben. Und solche Farben braucht unsere grau gewordene Welt (siehe 1000 Gestalten.de) heute dringend – sie saugt sie auf wie ein trockener Schwamm das Wasser … damit wieder Neues, Kreatives, Menschliches entstehen kann.

In diesem Sinne wollen wir der pseudopragmatischen Alternativlosigkeit (siehe „Der Führer 4.0 – Er ist schon längst da“) die Gefolgschaft in den Grand Canyon verweigern und es lieber mit Ilija Trojanow halten: „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“. – Dann kann die scheinbare Endzeit zu einem neuen Anfang werden.

Brief an Deutschlands Linke: geht doch einfach nach Hause.

Digital StillCamera

Montag, 1.8.2016. Eifel. Liebe Linke! Ich dachte mir: ich schreibe Euch heute einfach mal. Ihr schreibt mir ja auch dauernd. Gemeint sind natürlich nicht nur „Linke“ in der Partei „die Linke“ – nach dem Umgang mit Frau Wagenknecht (einer Linken, die sich noch erinnert, was linke Politik einmal war: Politik des Kleinen Mannes) konnten alle nachlesen, dass „Solidarität“ in dieser Partei ein Fremdwort ist und wir wohl nur einen weiteren Diätenjagdverein hinnehmen müssen. Außerdem müssten wir uns noch darüber unterhalten, ob die SED-Reste in dieser Partei nicht „rechts“ zu nennen sind, Stechschritt der Armee und umfassende Bespitzelung der eigenen Bevölkerung war ja für uns im Westen 1945 zu Ende.

Wir haben ja einige Probleme momentan. Gute Zeiten für linke Politiker, Lösungen anzubieten. Krieg, zum Beispiel. Eventuell: richtig dicker Weltkrieg. Mit echtem Blut und Millionen Toten. Russland gegen Europa ist im Angebot  oder Japan gegen China, beides mit den USA im Rücken. Ja, die stehen bei allem immer gerne hinter einem, da wird man weniger getroffen. Glaubt ihr nicht, das mit dem Krieg? Klar, Aufrüstung und Truppenverlegung in den Osten (in ehemalige Länder des Warschauer Paktes) geschieht nur zum Spaß.

Oder Wirtschaft: der Kapitalismus ist am Ende seiner Finanzierbarkeit angekommen, der Zinsdurst der Oberschicht ist so gewaltig, dass er die Wirtschaftskraft aller Länder aufsaugt, eine Bankenkrise jagt die nächste (auch die können Traumrenditen von 10 Prozent nur noch mit Tricks und Täuschungen – also Betrug – hinbekommen), die Staatsverschuldung erreicht schwindelnde Höhen – vor allem, weil der Kapitalismus nicht liefert – Arbeitsplätze zum Beispiel, Teilhabe an den Gewinnen oder auch nur Steuern. Wunderbare Zeiten für linke Politik, die das Volk dringend braucht. Und das Volk: steht hinter Euch, zu sechzig Prozent: es gab sogar eine linke Mehrheit bei der letzten Bundestagswahl – aber die linken Parteien (also: zwei davon) waren leider rechte Parteien, eine davon verrät ihre Wähler konsequent bei jeder Wahl und wird nur noch von Masochisten gewählt, die Lust darauf haben, verarscht zu werden.

Oder die Gesellschaft: Atom ist wieder Thema. Gott sein dank, denn: wir wissen seit 50 Jahren nicht, wohin mit dem Müll. Die Kosten für den Müll tragen die Bürger (also: wir alle), den Gewinn des AKW´s (den es ohne Kostenübernahme gar nicht gäbe) fahren nur ein paar wenige ein – dafür aber doppelt und dreifach. Direkt bei mir um die Ecke zerbröselt gerade so ein Altmeiler, es werden schon Jodtabletten verteilt (siehe Aachener Nachrichten). In Köln haben gestern 30-40000 Türken für den Herrn Erdogan demonstriert: für eine Politik der staatlichen Willkür, des Demokratieabbaus, des Bildungsverbotes und der Militarisierung – als „Gegendemonstranten“ hatten wir 250 „Rechte“ (siehe Spiegel): was deutlich zeigt, wie groß die echte, rechte Gefahr ist. Wir haben mit den Jobcentern einen Datenkraken der Ultraklasse, die schon mehr als jeden zweiten lebenden Deutschen erfasst haben (und damit mehr als zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerng): da ist viel Arbeit für Linke, zumal der ganze Komplex „Arbeitslosigkeit“ wie ein Mühlstein am Halse der Gesellschaft hängt und offensiv fortgetragen wird – zum Beispiel durch „union busting“, dem professionellen Vernichten gewerkschaftlicher Strukturen.

Nun ja: Umwelt – war noch nie so ein richtig linkes Thema. Man war ja für den „Arbeiter“, also für die „Fabrik“, ohne die der Arbeiter gar keine Anteile am Gewinn fordern konnte. Die ganze SPD lebt noch von dieser Sicht, für die wir am Ende aller Tage 1,5 Planeten brauchen, um alle dementsprechend zu versorgen – und der Verbrauch wächst täglich. Übel, oder? Und eine ganze Armee von Ausbeutern will, dass es noch schlimmer wird. Dazu habe ich eine lustige Quelle gefunden, die uns erklärt, warum alle wollen, dass man sich ein Haus kauft (und baut – siehe Zen-Depot): Banken, Arbeitgeber, Staat, Bauindustrie, Anwälte, Notare, Energieberater (und andere) profitieren ganz gut von dem deutschen Eigenheimwahn – völlig abgesehen davon, dass so ein freistehendes Haus den „ökologischen Fußabdruck“ so sehr vergrößert, dass wir wegen ihm bald zwei Planeten brauchen.

Arbeit für Linke wäre genug da – aber: es hadert ja schon an der Definition was das eigentlich ist, „links“. Ältere Semester kommen da gleich mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ – nur können die jungen Menschen von heute damit nichts anfangen. Darum hat sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung mal damit auseinandergesetzt (sogar mir Tips für die Gruppenarbeit, siehe Rosa-Luxemburg-Stiftung):

Davon ausgehend, können drei Dimensionen des Linken im Unterschied zum Rechten ausgemacht werden: (1) Unterstützung für den Sozialstaat vs. Forderung von mehr Marktfreiheit, (2) Forderungen nach weiterer Demokratisierung vs. Erwartungen an eine »starke Hand« und (3) Offenheit für abweichende Lebensentwürfe (Verhältnis zu Schwulen, Lesben als ein Indikator) und gegenüber Fremden (Juden, Moslems usw.).

Ein schöner theoretischer Ansatz – und der trifft nun auf eine echte, lebendige Welt, wo „Fremde“ (ist der Begriff nicht selbst schon rassistisch?) „abweichende Lebensentwürfe“ angreifen – was den deutschen Normlinken völlig aus der Bahn wirft und zum Schweigen bringt, weil seine Theoriemodelle versagen … so zum Beispiel wenn Muslime aus der Fremde Nudisten aus Deutschland „bedrohen. beleidigen und bespucken“ und ihnen die Ausrottung versprechen (siehe: Der Westen). Wie wollte ihr Eure Nudisten vor Euren Fremden schützen – mal ganz von dem grassierenden Antisemitismus im arabischen Raum abgesehen? Kompliziert, oder?

Doch damit nicht genug: als „abweichende Lebensentwürfe“ werden von jenen, die „abweichende Lebensentwürfe“ leben, inzwischen alle Lebensentwürfe außer den ihren angesehen: ein Absolutheitsanspruch, den man von ultrarechten Gruppierungen gewöhnt ist, weshalb ja alle „Abweichler“ gestraft (und letztlich vergast) werden. Doch doch: ich habe da was gefunden, bei der einflussreichen Heinrich-Böll-Stiftung (siehe gwi.boell.de):

Heterosexuelle sind homophob. Heterosexualität wird nicht von irgendeinem Gen an- und ausgeschaltet. Es ist ein kulturelles Konzept, das erst durch die Abwertung gleichgeschlechtlicher Liebe, Sex und Zuneigung entstanden ist. Ein feministischer Zwischenruf.

Der feministische Zwischenruf kommt von einem Mann, nebenbei bemerkt. Warum auch nicht. Er …. formuliert eine recht eigentümliche Theorie:

„Wann die Idee von einer „heterosexuellen“ Normalität in die Welt kam, ist schwer zu sagen. In Europa begann die katholische Kirche im 13. Jahrhundert massiv ihre Vorstellung von einer gottgewollten Sexualmoral zu propagieren. Diese orientierte sich damals zwar noch eher an den Praktiken (anal=schlecht, vaginal=gut), aber die Idee von einer „natürlichen“ und „widernatürlichen“ Sexualität war geboren. Sich neben der Ehefrau noch einen Liebhaber gönnen? Das endete im mittelalterlichen Europa oft mit dem Scheiterhaufen.“

Ein bischen Geschichtswissen außerhalb haltloser feministischer Theorien wäre hier vielleicht angebracht, etwas über die Lustknaben des alten Griechenland oder des alten Rom (oder die lustvollen Kelten), noch lieber wären mir einfachste Kenntnisse im Bereich Biologie, aus denen wir ableiten könnten, dass „hetereosexuelle Normalität“ vor 3500 Millionen Jahren als Konzept in die Tierwelt gebracht wurde, um Nachwuchs zu zeugen – und das geht mit Homosexuellen nicht. Die „Kirche“ kam erst 3499,999 Millionen Jahre später. Ja und wir sind – trotz alle Theoriefreude – auch so ein klein wenig Tiere, also … etwas abhängig von den Richtlinien der Mitwelt, die auf Reproduktion ausgerichtet sind. Man braucht hier auch gar nicht Minderheiten wie die katholische Kirche mit ihren Meinungen zu „natürlicher“ oder „widernatürlicher“ Sexualität als „Täter“ herbei zu ziehen, es reicht, wenn wir über im Sinne der Natur zwischen „effektiven“ und „uneffektiven“ – also das Leben forttragenden oder nur der persönlichen Lust dienenden –  Lebensentwürfen unterscheiden. Platt gesagt: würde sich unsere Mitwelt entlang feministischen Wunschdenkens und halbgarer Theorienbildung entwickeln, wäre die Erde eine Wüste.

Aber unsere Stadtbewohner sind halt nicht nur was Nahrung angeht weit weg von der Realität, sie basteln sich auch sonst gerne ihre eigene, kleine Selbstlobwelt, in der sie selbst die Krone der Schöpfung, die Waffen-SS der Homosexualität sind. Undenkbar? „Schwul sein“ (ich hoffe, ich verstoße damit nicht wieder gegen eins der modernen Sprechverbote) ist keine politische Qualität – es gibt genug Nazis, die schwul sind. Schwule können KZ´s genauso betreiben wie „Heteros“, Lesben drehen nicht weniger geschickt den Hebel in der Gaskammer um – und aus der Annahme heraus, dass man sich selbst für etwas ganz besonderes, etwas besseres, weit über dem normalen Volk stehendem betrachtet – eine Art Superarier der verklemmten und total falsch entwickelten Männermenschheit – kann man auch schließen, dass die Lager zur Umerziehung der abnormen Heteros nur deshalb noch nicht stehen, weil die Elite der Schwulen noch nicht genug militärische Macht hat.

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden, sagte Rosa Luxemburg, weil sie die ungeheure positive, belebende Dynamik sah, die sich aus dem Wettstreit der Gedanken ergeben konnte. Aber eine „starke Hand“ wie Rosa Luxemburg ist ja jetzt nicht mehr gewünscht, ihr wird „die Demokratie“ als Alternative entgegengesetzt, eine Demokratie, in der es normal ist, das Minderheiten Mehrheiten ihren Willen aufzwingen wollen … zudem ein ganz merkwürdiger Gegensatz, auch wenn sich die Begriffe im ersten Moment schön anhören enthalten sie doch gleichzeitig die Absage an alle linken Führungspersönlichkeiten.

Ach, liebe Linke: was rede ich da wieder. Sicher habe ich alles wieder falsch verstanden, sicher sind Kriege, Zusammenbruch der Wirtschaft, die anstehende Vernichtung von 18 Millionen Arbeitsplätzen, der laufende – rechtslastige – Aufstand der Abgehängten (siehe Welt), der nächste heftige Bankencrash (siehe Süddeutsche), die Abschaffung der Rente (ja, darauf läuft die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für viele hinaus – zum Beispiel für meinen Vater, der nur 69 geworden ist, zu den Plänen siehe Süddeutsche), das komplette Versagen der deutschen Politik im Kampf gegen die Armut – was sogar zu einer fast vergessenen Rüge der Vereinten Nationen führte (siehe Süddeutsche), die systematische Fremdbestimmung politischer Parteien (siehe Nachdenkseiten zum Falle Sarah Wagenknecht, die das Potenzial hatte, eine gesellschaftliche Integrationsfigur und Kanzlerkandidatin zu werden … aber nun von Diätenjägern der eigenen Partei zum Teufel gejagt wird), natürlich weniger wichtig als die ständige Neuausrichtung einer feministischen Theorie, die auf weiter Flur versagt hat … wenn ich mir die soziale Stellung der Frau 48 Jahre nach der „sexuellen Revolution“ anschaue, ist man wohl beim eigenen Geschlecht nicht so überzeugend ´rübergekommen.

Ihr hättet ein reiches Betätigungsfeld – ich denke da nur an die Arbeiten zur Sexualökonomie von Wilhem Reich, die erschöpfend belegen, warum wir ganz viel von Sex reden – aber gar nicht mehr wissen, was das – außerhalb der Mechanik, die wir sportlich gut beherrschen – eigentlich mal war … und was mit uns geschieht (auch politisch), wenn die sexuelle Ökonomie ins Wanken gerät (worauf gerade mal wieder einiges hindeutet).

Aber was macht ihr? Ergötzt Euch daran, jede Woche neue Geschlechtsidentitäten zu erfinden, mit denen ihr eure zumeist wohlhabenden Eltern schockieren könnt – Arme haben da andere Probleme. Zum Beispiel … die Prostitution, die für die „Linksjugend-solid“ ja ein normaler Beruf ist – wozu sie sich einen beeindruckenden Kommentar eingefangen haben … von Prostituierten (siehe kritische Perspektive)

„Und ich kann mich nur wundern darüber, dass ihr den prostitutiven Akt als „Beruf“ und als „Dienstleistung“ bezeichnet. Sexualität ist der intimste Bereich eines Menschen, dürfen wir wenigstens den bitte behalten, oder müssen wir ALLES an uns verwerten und verkapitalisieren lassen, restlos? Seit wann tritt die Linke eigentlich als Verteidigerin des Verkaufs sämtlicher menschlicher Bereiche auf? Ihr bezeichnet Sex als Dienstleistung, als ließe er sich abtrennen vom Ich, vom Selbst, vom Körper, von der Persönlichkeit, als könne man ihn ablösen, hübsch verpacken, auf die Ladentheke stellen und dann kommt da so ein Typ, gibt mir 50 Euro und nimmt den Sex mit. Stellt ihr euch das so vor, ja? Ihr sprecht sogar von „miserablen Arbeitsbedingungen“, ja, meint ihr denn der Missbrauch, den wir erlebt haben und den so viele von uns immer noch erleben wird schöner wenn wir einen hübschen „Arbeitsplatz“, wie ihr es nennt, kriegen? „Arbeitsbedingungen“, was soll das? Unter welchen „Bedingungen“ wäre der Missbrauch, den die Freier uns antun, für euch denn okay? Oder seht ihr das gar nicht als Missbrauch und ignoriert das, was aus der Prostitution ausgestiegene Personen und auch die Traumaforschung so sagen? 68% aller Prostituierten haben eine PTBS, da haben wir noch nicht mal von Depressionen, Süchten, Borderline, Psychosen gesprochen. Meint ihr die kommen von den „miserablen Arbeitsbedingungen“, diese Sachen, oder wie? Jede Aussteigerin, die ich kenne, bezeichnet das, was sie erlebt hat in der Prostitution, als sexuellen Missbrauch. Dass wir diesen sexuellen Missbrauch geduldet haben oder dulden mussten, macht noch lange keinen Beruf daraus!“

Da steht noch viel mehr – und viele „Sexarbeiterinnen“ haben sich dem Brief angeschlossen – also jene, die kein eigenes Bordell haben, an dem sie gut verdienen. Ein engagiertes Schreiben, dass man ganz zitieren könnte – würde es hier nicht den Rahmen sprengen. Aber wie man sieht, ist es für „Linke“ kein Problem, wenn Geschlecht A Geschlecht B kaufen kann wie auf einem Sklavenmarkt – kein Wunder, wenn man sich eher darauf konzentriert, noch ein Dutzend andere Geschlechter zu erfinden.

Seltsam leise hingegen der Protest gegen Verschärfungen im sozialen Bereich – selbst wenn die dazu führen, dass „Ausländer“ schneller abgeschoben werden (siehe Taz). Nun – mit den echten Mächten und Gewalten dieses Landes legt man sich nicht gerne an. Dafür hat man andere Spielwiesen – wie die Amadeu-Antonio-Stiftung. Die haben jetzt einen äußerst bequemen Feind ausgemacht: „Hate Speech“. Dafür gab es mal wieder Geld vom Staat – und ein Vorwort von Heiko Maas (SPD). Gemeint ist die Amadeu-Antonio-Stiftung, die eine neue Broschüre herausgebracht hat (siehe Amadeu-Antonio-Stiftung).

Ja – „ungehobeltes Benehmen“ reicht nicht mehr aus, um die Zustände der Verrohung der deutschen Mittelschicht zu beschreiben, wir brauchen einen erstaunlich inhaltsleeren Kampfbegriff aus den USA, mit dem man nachher wild um sich schmeißen kann – je inhaltsleerer der Begriff, um so mehr Opfer kann er haben. Mit ihm kann man schön einen kleinen Seitenhieb auf „das Netz“ ausüben (kommt aber nicht auf die Idee, Straßen zu verbieten, weil dort auch Idioten unterwegs sind) und eine Broschüre füllen (siehe PDF):

„Hate Speech konkret zu definieren oder zu katalogisieren, ist kaum möglich, denn was Hate Speech ist, ist immer vom Kontext abhängig.“

Womit man die Arbeit an der Broschüre hätte einstellen können – wenn es nicht Staatsgeld dafür gegeben hätte. Ich hatte mich sehr gefreut auf diese Broschüre, doch … die größte Gruppe von Menschen, die Hassreden über sich ergehen lassen müssen, kommt darin nur in einem kleinen Nebensatz vor, nirgendwo liest man von den „Parasiten“ und „Schmarotzern“, vom „sozialverträglichen Frühableben“ … oder von den versuchten Hinrichtungen durch Streichung des Lebensunterhaltes der Arbeitslosen, auch werden ihre Enteignungen nicht thematisiert: immerhin – von den Geld, dass dieser Krieg gegen die Armen bringt, lebt auch die Stiftung. Deshalb hat man andere Feinde ausgemacht: Männerrechtsbewegungen. Der schlimmste Feind der Menschheit. Schlimmer als Krieg, Wirtschaftszusammenbruch und Verrohung des Mittelstandes. Die Opfer? „Feministische Aktivistinnen“ – einsame, missverstandene Heldinnen der Gesellschaft, die sogar mit „Stalking“ rechnen müssen … während nebenan der Arbeitlose wegen  nachdrücklicher Verweigerung der im Prinzip verbotenen aber de facto existierenden Zwangsarbeit dem Tode durch Kälte und Nahrungsentzug entgegenhungert.

Ach ja – die Interviews zu dieser Broschüre wurden alle von Julia Schramm geführt. Julia Schramm? „Politikerin“ – so wird sie von den Medien genannt. Bekannt geworden ist sie durch ein äußerst peinliches Video (nein, verlinke ich hier nicht, es wirkt so, als ob große Mengen Alkohol oder ähnliches sich sehr negativ auf Aussehen und Sprache ausgewirkt haben), in dem sie versucht zu erklären, warum sie gerne Bomben auf Dresden werfen würde. Ja – ich habe das gerade noch gefunden (siehe Link bei Taz):

„Sauerkraut, Kartoffelbrei – Bomber Harris, Feuer frei!“

Kartoffel? Na: da habe ich doch in der Broschüre was gelesen?

„Entsprechend fallen abwertende Aussagen über Weiße (z.B. »Kartoffel«) nicht unter Hate Speech, da ihnen schlicht die gesellschaftlichen Konsequenzen fehlen.“

Nun – die Konsequenzen fordert die Interviewerin: man solle doch mit Bomben Brei machen aus Deutschen in Dresden. Was nur, wenn professionelle Psychopathen ihrem Aufruf folgen? Noch hat diese Form von Rassismus keine Konsequenzen – aber genau deshalb gibt es ja „hate speech“: um sie einzufordern.

Liebe Linke: „links“ – das war mal Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Freiheit“ heißt, dass Menschen sich ihre Geschlechtspartner selbst aussuchen dürfen, ohne als „homophob“ beschimpft zu werden, „Gleichheit“ bedeutet, dass auch „Rechte“ (also: CDU/CSU, FDP, SPD und der deutsche Arbeitgeberverband oder die Kirchen) ein Existenzrecht haben, „Brüderlichkeit“ heißt, dass man niemals aus Mitmenschen mit Bomben Brei machen möchte – mögen Sie nun eine andere Hautfarbe, ein anderes Geschlecht, eine andere Religion oder eine andere politische Meinung haben.

Darum meine Bitte: geht doch einfach nach Hause. Eure Eltern haben sicher ein Zimmer mit Gartenbenutzung für Euch, wo ihr den ganzen Tag neue Geschlechter erfinden könnt. Geht nach Hause, bevor ihr Menschen zerfetzt, die Euch nicht passen, Umerziehungslager für Heterosexuelle errichtet und mit neu erfundenen, inhaltsleeren Kampfbegriffen auf Menschen Jagd  macht, die Euch kritisieren. Geht nach Hause, bevor Euer Wahn eine Größe erreicht, dass er wieder nach einer schwarzen Uniform giert, mit der ihr Euren Hass auf die Welt nach Außen tragen könnt – wie wir schon mal erleben durften.

Und wenn ihr gegen „hate-speech“ etwas unternehmen wollt, kenne ich einen einfachen Weg: hört auf, ihn zu benutzen.

Auch weiße, kinderliebende Männer haben ein Recht auf Existenz: selbst dann, wenn Euch das gewaltig gegen den Strich geht. Denkt einfach an die Worte des Heiko Maas, der die Broschüre bezahlt und ein schönes Vorwort geschrieben hat:

„Angriffe auf die Würde eines Menschen beginnen im Kopf, beginnen mit Worten. Wer in seinen Reden oder Tweets, in Kommentaren oder Blogs andere Menschen attackiert, wer ganze Bevölkerungsgruppen pauschal abwertet, etwa wegen ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihres Glaubens oder ihrer sexueller Identität, der greift ihre Würde und damit auch den Grundkonsens unserer Gesellschaft an.“

 

Brexit – eine Chance?

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(Gastbeitrag von Anonym)

Die Briten haben gewählt: Eine  kleine Mehrheit war für den Brexit. Viele deutschsprachige Zeitungen hatten immer wieder heftig die Alleingänge und Extrawürste Großbritanniens kritisiert. Offensichtlich war das auch auf der anderen Seite des Kanals so. Und jetzt ist es endlich so weit. Vor allem hatten sich kurz zuvor die Finanzmärkte der Welt in Dresden getroffen (siehe Bilderberger treffen sich in Dresden). Eigentlich merkwürdig, dass dann die Medien so gebannt auf die Finanzmärkte achten, was die nach dem Brexit nun tun. Denn wem gehören die Medien, die so stark polarisiert haben? Doch nicht etwa den Teilnehmern der Bilderberg-Konferenzen? Eine kleine Nebenbemerkung: Nach dem letzten  Bilderberger-Treffen in Österreich 2015 in Telfs, da wurde aus der Festung Europa, die die Flüchtlinge einfach ersaufen ließ, dann plötzlich ein Flüchtlings–Europa.

Zusätzlich wollte man das Bargeld abschaffen. Diesbezüglich war der Standort sehr gut gewählt: Denn 89 km von Telfs, dem Konferenzort der Bilderberger hat man tatsächlich 1932 das Geld in Wörgl in Tirol abgeschafft (siehe Wunder von Wörgl). Es wurde mit Arbeitswertbestätigungen, eigentlich Tauschscheinen, die Wirtschaft in Wörgl und Umgebung in Gang gebracht, obwohl rundherum eine katastrophale Wirtschaftskrise war. Mit diesen Tauschscheinen konnte man nicht spekulieren, wetten etc. so wie man heute mit Brot oder anderen Nahrungsmitteln spekuliert. Diese Idee von Wörgl hätte die Wirtschaftskrise und damit vielleicht den Wahnsinn des 3.Reiches verhindern können. Die österreichische Nationalbank hat dieses Experiment dann untersagt – also eine Welt ohne Bargeld, ohne vorher klare Grenzen der Finanzindustrie abgesteckt zu haben. Eingeführt von den Finanzmärkten? Und warum wird jetzt spekuliert? Weil manche Menschen immer weniger Hemmungen haben. Und warum haben sie immer weniger Hemmungen? Weil die Gewässer der reichen Staaten weiß durch Kokain – Schnee sind! (siehe New York ist Kokain Welthaupstadt )

Doch auch Dresden wurde als Tagungsort der Bilderberger gut gewählt. Dresden ist das Beispiel, wie gut man auch die am meisten zerstörte Stadt des 2 Weltkriegs wieder aufbauen kann (siehe Zerstörung Dresdens Februar 1945 vor etwas über 71 Jahren). Auch der Kommunismus hat in Osteuropa in etwa so lange gehalten? Sieht man jetzt noch etwas vom Krieg? Der Inhalt der Gespräche bei der Konferenz in Dresden :

Beim diesjährigen Treffen soll neben dem Beschluss der weiteren Forcierung der Flüchtlingsströme nach Europa höchstwahrscheinlich auch die Aggression gegen Russland weiter vorangetrieben werden. In diesem Zusammenhang sind die Verlegung von 4200 Soldaten, 250 Panzern, außerdem Haubitzen, Kampffahrzeugen und weiteren 1700 Fahrzeugen an die Ostflanke der Nato zu sehen. (Bericht Süddeutsche Zeitung vom 31.03.2016; siehe auch link oben „Bilderberger treffen sich in Dresden“).

Man kann die Hochfinanz keinesfalls verteufeln, denn die Eigendynamik des Wirtschaftens ist sehr eigenwillig: Die Rüstungsindustrie schafft neue Kriege und schafft sich auch die diesbezüglichen Absatzmärkte. Die Gesundheitsindustrie lebt vom chronisch Kranken und schafft sich ebenso die Absatzmärkte. Die Fahrzeug-, Bau-, Frächter-Lobby hat auch ihre Eigendynamik. Es braucht schon eine ganze Menge innerer Werte und auch weißer Schafe in den Reihen der Eliten, dass trotzdem vieles in der Welt ganz brauchbar ist und vorläufig auch bleibt. Doch warum hat man nicht Nagasaki oder Hiroshima als Tagungsort gewählt, wenn man die Aggression gegen Russland weiter vorantreiben möchte? Dort könnt man einen kleinen Vorgeschmack eines möglichen  Atomkrieges erleben, da beide Städte von kleinen Atombomben getroffen worden sind und die Erinnerungen daran nicht entfernt worden sind. Ja, die Gegend ist sehr erdbebengefährdet, und auch Fukushima hat daran glauben müssen. Doch gerade das könnte ein Lehrstück sein, wie sich ein Krieg heute abspielen würde. Neben einem atomaren Weltkrieg, den weder China-Russland, noch die NATO gewinnen, beziehungsweise die Menschheit überleben könnte, wird ja inzwischen eifrig an einer Erweiterung des Waffenarsenals gebastelt:

Wie man Mikrowellen auf effektive Weise demnächst gegen protestierendes Fußvolk einsetzen wird, das hat uns ja bereits Georg Schramm eindrücklich erklärt (siehe YouTube).

Doch von HiTech-Mikrowellenwaffen erhofft man sich nicht nur das schnelle Niederschlagen von Bürgerprotesten, sondern sehr viel umfassendere Wirkungen mit militärischem und geostrategischem Nutzwert. Über militärische und machtpolitische Absichten hinter solchen milliardenschweren „Forschungsprojekten“ wie HAARP (siehe Haarp Projekt) brauchen wir  hier erst gar keine Theorien aufstellen, man würde sich nur des Vorwurfs der Verschwörungstheorie aussetzen. Lassen wir stattdessen einfach die Tatsachen sprechen und lesen wir uns eine Auswahl der Patent-Titel durch, die von den Betreibern derartiger Mikrowellen-Forschungsstätten bereits in den USA angemeldet wurden:

US-Patent Nr.4.686.605 – „Methode und Apparat zur Veränderung einer Region der Erdatmosphäre, Ionosphäre und/oder Magnetosphäre.“

US-Patent Nr. 4.873.928 –  „Strahlungsfreie Explosionen von nuklearen Ausmaßen“

US-Patent Nr. 5.041.834 – „Künstlicher, lenkbarer aus Plasma geformter ionosphärischer Spiegel.“

US-Patent Nr. 5.038.664 – „Methode zur Produktion einer Hülle relativistischer Partikel in einer bestimmten Höhe über der Erde“.

US-Patent Nr. 4.712.155 – „Methode und Apparat zur Schaffung einer künstlichen, durch Elektronen-Zyklotronenresonanz erhitzten Region aus Plasma“

US-Patent Nr. 5.068.669 – „Energiestrahlen-System“

US-Patent Nr. 4.999.637 – „Schaffung künstlicher Ionenwolken über der Erde.“

Wer weiß, wenn man z.B. die Bediensteten von HAARP, einem riesigen Mikrowellen-Sender in Alaska nicht gut bezahlt, so lösen diese als Streikmaßnahme vielleicht kurzerhand ein paar Naturkatastrophen aus. Der Erdschollenbruch beim Pazifischen Ozean ist z.B. sehr erdbebengefährdet. Wenn man da ein wenig zu viel mit den Mikrowellen spielt, – wer weiß, vielleicht könnte etwas Ähnliches entstehen als wenn z.B. Soldaten im Gleichschritt über eine Brücke gehen und diese dann durch Erreichen einer als „Eigenfrequenz“ bezeichneten Schwingung plötzlich einstürzt. Was da erst alles passieren kann, wenn man die Mitarbeiter dieser Anlage in Alaska nicht gut genug bezahlt? Oder wenn denen langweilig wird? Ein kleiner Tsunami, ein Erdbeben gefällig, das Ausradieren eines unliebsamen Landstrichs? – kann womöglich demnächst schon promt geliefert werden. Aber keine Sorge, die milliardenschwere HAARP-Anlage ist ja nur eine „Forschungsanlage“.

Und wir müssen das alles ja nicht negativ sehen: Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihr altes Haus gerne neu bauen. Ein Anruf bei HAARP oder den chinesischen oder russischen ähnlichen Anlagen, es gibt in vielen Staaten ja auch kleine Anlagen die man versuchen kann anzurufen und für eine Dienstleistung zu beauftragen – und schon ist das Problem aus der Welt. Falls es durch ein technisches Missgeschick passieren sollte, dass dann neben dem zu entfernenden Haus auch die ganze Stadt in Trümmer fällt – ja, wie würde sich die Bauindustrie darüber freuen? Vielleicht könnte man vorher so etwas wie eine Erdbebenversicherung abschließen?

Oder Sie kommen im Urlaub drauf, dass Sie vergessen haben, Ihren Garten zu gießen? Ein Anruf beim Militär, und schon wird nicht nur Ihr Garten durch Wettermacher vom Geoengineering (siehe z.B. Spiegel oder ORF: „Das ist sehr weit, sehr konkret geplant. Dort wird an der Machbarkeit gearbeitet, an der technischen Umsetzung. Wir in Deutschland wollen erst einmal die reine Bewertung.“) bewässert. Aber genug der Theorie bzw. Praxis, wir ziehen uns sonst womöglich den Ärger der „Skeptiker“ und der GWUP-Pastafaris zu, zurück also zum Brexit.

Somit wäre z.B. Hiroshima  vielleicht doch ein besserer Ort gewesen, um eine Tagung der Finanzmärkte abzuhalten. Einige Tage, nach dem Treffen, da purzelten schon die Finanzmärkte  nach dem Brexit? Ja, hat denn die Bundesregierung nicht besser auf die Herren aufpassen können, dass die dann nicht einige Tage später so herum purzeln? Großbritannien, ein Land, eigentlich am Beginn einer Freiheit, wohl auch im Schulsystem, hat sich dafür entschieden, wieder mehr die eigenen Fragen in London entscheiden zu lassen. Vielleicht nicht uninteressant: London hat einen mohammedanischen Bürgermeister. Schon vor Jahrzehnten war es für die Briten selbstverständlich, dass sie für Bildung einen bestimmten Steuersatz bezahlen, den sie aber sehr wohl auch für eine Privatschule ausgeben konnten. Das heißt, die Freiheit des Schulsystems war nicht schlecht.

Prof.Dr.Gerald Hüther, ein berühmter Hirnforscher  spricht davon, wie wichtig es ist, dass das Kind aus seiner derzeitigen Rolle als Objekt  wieder zum Subjekt wird. Also letztlich kein Befehlsempfänger mehr sein sollte sondern ein Du, mit dem man einen Dialog führen kann. Denn, wenn die Phase des Spielens in die Phase des Lernens übergeht, so waren ja selbst die Spielsachen beseelt und sind vom Kind als Du wahrgenommen worden. Wenn aber der Lehrer, aber auch die Eltern, das Kind als Sache, ja als Leistungsobjekt sehen, dann werden die Kinder, die Eltern und Lehrer am besten um den Finger wickeln können, letztlich die, die später auch ihre Mitschüler am besten manipulieren können. Und später werden diese Kinder Studenten und Entscheidungsträger, die den fehlenden Dialog am besten in Macht umformen konnten. Letztlich ist der Schritt zum Hauptmann von Köpenick, zum willigen Befehlsempfänger und Befehlsausteiler, einer Ironie des preußischen Drills, der eine der Wurzeln des NS Regimes war, nicht allzu weit.

Eigentlich gab es in Wien (siehe Das rote Wien), als direkte Folge der jüdischen Kindererziehung, die die Kinder eben nicht als Befehlsempfänger, sondern eben als Du im Dialog aufzog, und damit viel bessere Ergebnisse und gesunde Kinder und Erwachsene bilden konnte, einen sehr fortschrittlichen Ansatz, die Kinder der Bevölkerung Wiens zu Kreativität und Freiheit zu erziehen. Julius Tandler und Otto Glöckel versuchten diesen kreativen Ansatz eben in Wien, zwischen den Weltkriegen. Das Ende dieser Bemühung ist wohl allgemein bekannt, so wie auch die Tatsache, dass unsere Intelligenz zwischen KZ und Emigration aufgeteilt wurde, wodurch ein unbeschreiblicher spiritueller Aderlass entstand und wodurch die Einzigartigkeit der Menschen Europas letztlich zum Objekt des Rassenwahns wurde. Ich denke sowohl Waldorfschulen als auch Montessorischulen, Freinetschulen aber auch viele andere, versuchen wieder diesen kreativen Ansatz, der  die Kinder wieder ein Du mit Phantasie und Kreativität werden lässt.

Obwohl gerade durch die krasse Ungleichheit vor dem Krieg, mit so viel Hass und Neid, so schreckliche Dinge entstanden sind, wird gerade die Freiheit des Wirtschaftens, in  Form von Wirtschaftsliberalismus als neue Religion über die Welt verteilt. Und wieder entstehen als Folge der Wirtschaftsglobalisierung Massen von Arbeitslosen und nationalen Strömungen. Also eine Masse aus „willigen Befehlsempfängern“ soll jetzt die Befehlsverweigerung üben? In Form von Nationalismus und Fremdenhass und beginnendem Antisemitismus? Bei AfD, Front National, den Freiheitlichen etc. in Österreich, in Griechenland, in den Niederlanden und in Großbritannien, das vergessen hat, dass es auch dort nationale Strömungen z.B. in Schottland gibt. Ein britischer Politiker hat vor kurzem gesagt, man müsse den Menschen wieder zuhören. Also die Entscheidungsträger sollten wieder den Menschen zuhören? Wie wäre es, wenn der Westen dem Osten wieder zuhört?  Der Norden dem Süden? Die Menschen wieder beginnen würden sich gegenseitig nicht als Objekte sondern als Du wahrzunehmen? Nicht als Wirtschaftsobjekte, also als Hass- und Neidobjekte, sondern einfach als Du im Dialog? Nicht als Befehlsausteiler oder Befehlsempfänger?

Wie wäre es, wenn gute Ideen, wie z.B. die Menschenrechte oder die Ökologie eine Globalisierung erreichen und nicht nur die Wirtschaftsglobalisierung den Erdball wie eine Hydra umfangen hält? – Wo die Konzerne wie die Heuschrecken andere Länder ausplündern und dann wieder weiterziehen? Wenn Steueroasen für die Superreichen in Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz oder Panama entstehen und die Politiker, für den Steuerentgang die normale Bevölkerung zur Kasse bitten? Wenn die Banken das Geld der Menschen verspielt haben und zuletzt der kleine Mann dafür zahlen muss? Dann erzeugen die, die die anderen am besten manipulieren können, Neid Hass? Und die, die nicht gelernt haben, Kreativität und Phantasie zu entwickeln, besinnen sich auf Nationalismen und Fremdenhass? Für diese sind aber die anderen Menschen die „Gutmenschen“, und sie selbst sind am rechten Weg.

Also ein Brüssel, dem die Wünsche der Konzerne wichtiger sind, als die Bedürfnisse der Bürger wird als Hort der Korruption und Geldverschwendung gesehen. So dass eine Ursache der Brexit Entscheidung, eigentlich im Fehlen einer Du zu Du Beziehung, schon im Kindesalter gesehen werden kann. Ein Brüssel der Finanzinstitutionen, die Volkswirtschaften wie z.B. Griechenland, Italien, Spanien und Portugal nur als Wirtschaftszahlen sehen und das Verhältnis Du zu Du verloren haben, das kann tatsächlich um seine Zukunft fürchten. Jean Ziegler, ein Schweizer Sozialkritiker, hat meines Wissens die nationalen Kräfte nun nicht per se verurteilt.

Vielleicht ein kleiner Seitensprung in die IT Welt: Wir fühlen uns bei den von allen Seiten überwachten Computersystemen sicher? Eigentlich kennt man normalerweise zwei Computersysteme: Windows und Mac. Dass es aber auch Linux gibt, das ist immer noch vielen unbekannt. Nun, Linux ist in manchem das Gegenteil von den vorgenannten Computersystemen: Es ist nicht kommerziell. Eine große User-Community hilft sich gegenseitig, ein unbeschreiblich sicheres Computersystem, wo man zumindest am Arbeitsplatz vor Ausseneinwirkungen relativ sicher sein kann. Wenn man also diese Subjekt- Objekt Beziehung weiter durchdenken will, so überwachen bei den normalen Computersystemen die Subjekte die Objekte. Und wenn man einen etwas unbequemeren Schritt in die Freiheit tun möchte, so kann man den auch relativ einfach tun. Auch in der Linux Community gibt es natürlich dankenswerter Weise auch alle Religionen und sehr viele freie Programme.

Ein England, das vor über 100 Jahren schon die Folgen eines ungebremsten Kapitalismus, als marodierende Arbeiter, in Form von Maschinenstürmen erlebt hat, versucht diese Idee des Kapitalismus nochmals auszuprobieren?  Auch hat England in der 90er Jahren bereits erlebt, was eine Spekulation gegen das Pfund bewirken kann.

Man könnte versucht sein, diesen Problemen mit ebenso freiheitsberaubenden alten Konzepten zu begegnen, z.B. mit dem Sozialismus. Ich denke, die Experimente des Sozialismus haben wohl diese Pseudoreligion als überholt gezeigt. Wie wäre es, die ungebremste Wirtschaftsglobalisierung, die der heimischen Produktion wenige Chancen gibt, mit Zöllen auf Waren mit Menschenrechtsverletzungen und ökologischen Schäden, zu regeln? Zum einen würden die Waren mit besseren Arbeits- und Menschenrechtsbedingungen sowie ökologischerer Produktion Wettbewerbsvorteile haben, zum anderen würden heimische Betriebe, die diese Auflagen ohnehin erfüllen müssen, gestärkt. Man könnte ja die Zölle der Menschenrechtsschädigung und dem ökologischen Schaden auch prozentuell anpassen. Somit könnte die EU an Stelle einer Korruptionsförderungsstelle ein Zentrum der Verteilung und Verbreitung von Menschenrechten und Umweltstandards werden.

Also auch der chinesische oder der indische Arbeitnehmer und Betrieb, der indische Fluss könnten einen direkten Profit aus der Politik Brüssels haben, sowie auch die heimische Industrie! Weiters könnte man die Verfassungen aller Staaten, die von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sprechen, ernst nehmen.

Doch wo können wir frei sein, ohne andere zu schädigen? In unseren Gedanken! – In Religion, Wissenschaft, Medien, Kunst und Kultur.

Wo wäre es gut, wenn wir gleich wären? – Vor dem Gesetz. Aber vor einem Gesetz, das basisdemokratisch durch Menschen, die im Sinne Julius Tandlers und Otto Gockels und oder Montessori und oder Freinet oder Waldorf gelernt haben, ein Ich, und damit ein Du, zu entwickeln.

Und die Wirtschaft täte gut daran, brüderlich zu werden, damit nicht Hass und Neid wieder Vieles zerstören.

Denn wenn die Wirtschaft die Kurse weiter purzeln lässt, so könnte es einmal sein, dass die Bevölkerungen, deren Währungen und Nahrungsmittelpreise purzeln, die Wirtschaftsherren ebenfalls kräftig purzeln lassen. Das könnte allerdingsein sehr schmerzhafter Purzelbaum, so ähnlich einer französischen Revolution 1789 sein… Die Clubs, die damals die Träger der Revolution waren, die sich für Freiheit, Gleichheit  und Brüderlichkeit eingesetzt haben, deren Ideen sehr viel Gutes in der Welt bewirkt haben, die könnten dann, wenn sie die anderen nur als Objekte ansehen, jetzt herunter purzeln. Ist die Weltgeschichte nicht  voll mit solchen Beispielen? Vor allem, wenn die Herrschenden ihre eigenen Prinzipien oft nicht mehr ernst nehmen. Das galt in der Aristokratie, die sich auch auf christliche Werte berief, die in dieser Form aber nirgendwo in der Bibel standen. Das gilt auch jetzt für manche Mitglieder von großen Clubs, wo man immer wieder froh und dankbar  ist, wenn es  Menschen gibt, die diese großartigen Prinzipien der „Selbsterkenntnis, Menschenerkenntnis und Gotteskenntnis“, wie sie in den Satzungen vorgenannter Clubs stehen, ernst nehmen. Also ein Brüssel, das eine Freihandelszone nach der anderen beginnt, und damit Öko- und Sozialstandards gefährdet, wird wenig Überzeugung für die Bürger vieler Staaten entwickeln können. Ein Brüssel, das eher auf die Zurufe der Wirtschaftlobbies, als auf die Not der Bürger in Griechenland hört, das auf Geheiß Washingtons den Frieden in Europa zunehmend untergräbt, ein Brüssel, das 5 Jahre tatenlos der Not Nordafrikas zugesehen hat, das Europa in eine Zentralmacht mit 80 % der Gesetzgebung in Brüssel umwandelt, wo wir in den einzelnen Staaten bestenfalls eine 5-Möglichkeiten Demokratie in Form der bekannten Mehr-Parteien-Demokratie haben, wird zunehmend Probleme haben.

Interessanterweise war gerade Großbritannien eher der wichtigste Scharfmacher in der Ost-West Spannung. Es war der stärkste Gegner einer militärischen Europäischen Union unter europäischer Führung. Manche haben England als das trojanische Pferd des großen westlichen Bruders in Europa gesehen. Zusätzlich wäre es von Nöten, dass Deutschland ein freies Land wird, mit einem Friedensvertrag (siehe dazu auch den seinerzeitigen Vorschlag Willy Brandts zu einer innereuropäischen Friedensordnung, ohne sich in die Machtpolitik der NATO verstricken zu lassen). So könnte es für das Überleben des europäischen Kontinentes durchaus von Vorteil sein, wenn europäischer Selbsterhaltungstrieb Europa aus der Objekt-Beziehung zum großen Bruder im Westen herausführt. Eigentlich gehört aber England genauso zu Europa wie Petersburg. Ein Brüssel aber der kulturellen Verbindung, das die Menschen in ihren Nöten hört, das könnte auch den Brexit als Chance sehen und nicht nur den Fehler drüben über dem Kanal sehen, sondern sehr vieles konstruktiv, im Sinne der Entwicklung einer Völkerverständigung, im Sinne des Erlebens eines Dus überall in der Welt tun! Dann wäre das Friedensprojekt EU tatsächlich eines.

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