freie Meinungsäußerung

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Die Tabu-Gesellschaft

Unfreier Journalismus und gesellschaftliche Intoleranz haben dazu geführt, dass die vom Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit inzwischen nur noch Fassade ist.

Von Karolin Ahrens.

Die Diktatur beginnt nicht immer mit einem lauten Knall, mit Massenverhaftungen und Toten auf den Straßen. Manchmal beginnt sie damit, dass wir beginnen, unsere Worte immer sorgfältiger zu wägen. Eigentlich herrscht in Deutschland Meinungsfreiheit. Aber versuchen Sie einmal, im Freundes- und Familienkreis die Gefährlichkeit von Covid-19 zu „leugnen“. Versuchen Sie, Heimatliebe zum Ausdruck zu bringen oder die Schattenseiten von Migration anzusprechen. Versuchen Sie, den Sinn und Zweck des Impfens in Frage zu stellen. Es kann sein, dass Sie so aggressiven Gegenwind ernten, dass Sie beim nächsten Mal lieber stumm bleiben. Dabei bräuchte es nichts dringender als eine offene, mit Respekt voreinander geführte Debatte zu den Fragen, die jetzt zur Lösung anstehen. Und das betrifft beileibe nicht nur Corona.

Interessantes und Uninteressantes – 2012.04.27

Movie2k mit einem Rechtfertigungsversuch:

Ist m2k legal?
Nach unserem Empfinden ist m2k legal und darüber hinaus dem Gemeinwohl förderlich. Wie bieten vielen Menschen – unseren Besuchern – eine Sammlung von Links zu Filmen und Serien, die sie sehen wollen. Die auf den Streaming-Hostern gelagerten Filmdateien sind unabhängig von uns verfügbar; unsere Leistung besteht lediglich darin, den filminteressierten Menschen die Suche nach dem, was sie sehen wollen, erheblich zu erleichtern. Auf m2k befinden sich allein die Verweise, also die Links zu den Filmen, nicht die Filme selbst.

 Und GMX, mit einer Erklärung:

Das Stichwort lautet: “interessengesteuerte Werbung“. Und tatsächlich: hier spielen unsere Daten – auch die von hr-iNFO Hörer Oliver Dietrich – eine wichtige Rolle. Denn mittels aufwändiger Analysemethoden kann man sehr schnell ermitteln, wer gerade surft, seine E-Mails anschaut, wofür sich der Nutzer interessiert – und ihm dann prompt die passende Werbung zuspielen.
(Mit Dank an @arromat)

 Über Steuervermeidung:

Im ersten Quartal dieses Jahres wurden empfindlich viel weniger Zigaretten und Feinschnitt zum Selbstdrehen versteuert als noch vor einem Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der mengenmäßige Rückgang bei den Zigaretten auf 20,9 Prozent, beim Feinschnitt sogar auf 26,9 Prozent. Statt wie vor der Erhöhung etwa 80 Milliarden Zigaretten im Jahr zu rauchen, beließen es die deutschen Raucher nunmehr bei etwa 64 Milliarden. Der Rest werde zollfrei im Ausland zugekauft.

Soko „Bosporus“ in (Erklärungs-)Not:

Im Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Neonazi-Mordserie sind zum Beginn der Beweisaufnahme schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitsbehörden erhoben worden. Die Vertreter der Parteien kritisierten, dass Bayerns Verfassungsschutz die ermittelnde Sonderkommission nur zögerlich über potenzielle rechtsextreme Täter informiert habe. Auch der Bundesverfassungsschutz gab keine Unterstützung, wie ein Beamter sagte.

Über die „Zeit“, die Piraten und das unsägliche Thema Urheberschutz:

DIE ZEIT macht heute mit einem bemerkenswerten Feature über die Piratenpartei auf, das insbesondere durch gelungene Pac-Man-Graphiken Laune macht. Besonderen Spaß macht mir natürlich Meta-Diskussion über die journalistische Herausforderung, mit den interaktiven Piraten klar zu kommen.

Doch auf S. 5 gelingt es einer Autorin Susanne Gaschke mühelos, den guten Eindruck von reflektiertem Journalismus wieder einzureißen. So schreibt sie unter der Überschrift “Totalitäre Transparenz” allen Ernstes:

“Die Nonchalance, mit der führende Piraten über das Urheberrecht und die moralische Unangreifbarkeit reden, kann nur jemand an den Tag legen, der keine Vorstellung davon hat, wie viel Mühe es macht, ein Buch zu schreiben oder einen Film zu drehen, für die Menschen tatsächlich Geld bezahlen würden.”

 Karl Weiss darüber, wie alte Menschen in Brasilien und in Deutschland behandelt werden:

Ein Besucher, mit dem sich der Bürgerjournalist ein wenig von Brasilien angesehen hat, zeigte sich verwundert: In der Bank brauchen sich hier Personen über 60 Jahren nicht in der Schlange anstellen, sondern gehen direkt zu „ihrem“ Schalter, der ausserdem auch für Behinderte vorgesehen ist.
Das gleiche gilt im Supermarkt: Eine oder mehrere Kassen sind reserviert für Ältere und andere Berechtigte. Geht man ins Kino, zahlt man ab 60 Jahren nur noch die Hälfte und auch im allgemeinen werden älteren Personen Respekt gezollt.

 Was man als Engländer besser nicht sagt. Keine Sorge, daß wird hier auch noch eingeführt:

People gassin about the deaths of Soldiers! What about the innocent familys who have been brutally killed.. The women who have been raped.. The children who have been sliced up..! Your enemy’s were the Taliban not innocent harmful familys. All soldiers should DIE & go to HELL! THE LOWLIFE FOKKIN SCUM! gotta problem go cry at your soldiers grave & wish him hell because thats where he is going..

Herr Gellermann über eine wirklich gute Idee:

Wir gründen jetzt eine Bank, sagt der Mann im fleckigen Jackett. „Ich war“, sagt er, mal gelernter Gärtner, dann arbeitslos, dann Umschulung auf Computer, dann arbeitslos, dann Call Center, dann arbeitslos, wie die meisten von uns.“ Die meisten von denen, das sind ungefähr 75.000 Arbeitslose, die vom Arbeitslosengeld nicht leben können. Einer von denen kriegt im Schnitt 500 Euro im Monat, braucht also HARTZ zusätzlich. „Das kommt gut“, sagt der Mann im Jackett, „dann haben wir zwei Ämter, die sich um uns kümmern. Arbeit haben wir davon natürlich keine. Aber die Hälfte der Zeit sitzen wir dann auf den Ämtern. Deshalb ist jetzt die Bank fällig.“ Mit großen Augen schaue ich den Mann an: Die Hose zerknittert, die Haare offensichtlich selbst geschnitten, das Jackett zerbeult, keine Krawatte, kein Mercedes, keine Kalbsleder-Mappe. Woher soll der das Kapital für eine Bank kriegen?

Tatortbingo:

Ein Ο Mann / Ο eine Frau / Ο ein Türke wird Ο erschossen / Ο erwürgt / Ο vergewaltigt.
Tatverdächtiger ist ein Ο libanesischer Boule-Spieler / Ο homosexueller Altenpfleger / Ο Türke

Jetzt weiß ich schon mal, daß ich mir dieses Buch sparen kann. Ist die Autorin wirklich so unsympathisch oder kommt mir das nur so vor? Schade um die armen Bäume die dafür sterben mussten.

Ich möchte nicht unhöflich sein – aber das es heißt im Prenzlauer Berg. Im. Das ist auf den ersten Blick grammatikalisch kompletter Blödsinn, ich weiß. Aber so isses nun mal. Übrigens danke, dass Sie nicht Prenzlberg schreiben. Noch schlimmer: auf dem Prenzlberg.
(Das Buch handelt übrigens von Eltern, die ihre Kinder zu Egoisten erziehen und die Frechheit besitzen, im oben genannten Ort zu wohnen und die ansässige Infrastruktur nutzen. Lustige Kommentare übrigens. Ein Beispiel)

Aufgelesen und kommentiert muß ich eigentlich nicht mehr zu verlinken. Sollte inzwischen jeder hier kennen.

 

Multimedia:

Portugals Regierung warnt vor irgendetwas:

Herr Pispers –  2012 (Audio mit Standbild, 110 Minuten) Ich freue mich auf seinen kommenden Besuch in meiner Heimatstadt:

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