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Plant Trump die Entmachtung der Kabale und Abschaffung der Schuldensklaverei?

Achtung, Verschwörungstheorien

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Deutschland im Endspiel – und am Ende.

eifelphilosoph_200

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Sonntag, 13.7.2014. Eifel.  Na – freuen Sie sich auch schon so? Na – auf heute Abend. Endspiel. 32,57 Millionen Zuschauer sollen das Halbfinale gesehen haben – das wäre ein Marktanteil von 87,7 % (siehe Web.de – Magazin). Irgendetwas stimmt an dieser Meldung nicht – immerhin haben wir 80 Millionen Einwohner. Na – machen wir aus „Zuschauern“ „Haushalte“, dann stimmt es. Vor vier Wochen schrieb ich WM-Boykott oder Arschloch sein: heute darf man sich entscheiden!

Hätten alle Deutschen diesen Artikel gelesen, hätten wir heute einen Blick auf die Arschlochquote im Land: 87,7 %. Wahrscheinlich ist sie wirklich riesig groß, diese Quote – und war es früher schon. Wäre mal gut gewesen, gegen die massenhafte Erschießung von Straßenkindern, der Vernichtung ganzer Stadtteile zwecks Aufhübschung des Stadtbildes und der Landvertreibung der Indianer ein bequemes Zeichen zu setzen – aber eine überwältigende Mehrheit der Deutschen ist das egal, Hauptsache, sie können Fähnchen schwenken und „sind mal wieder wer“.

Psychologisch ist das ja schon oft untersucht worden, die defizitären Charaktere von Nationaltölpeln sind gut bekannt: wer sonst nichts ist, nichts leistet, nichts hat und nichts kann ist wenigstens Stolz ein Deutscher zu sein. Wenigstens …. ist man dann IRGENDWAS und kann seine zersplitterte Seele für ein paar Wochen mit Nationalstolz kitten. Erschreckend, die Vorstellung, dass 87,7 % der Deutschen nichts von Bedeutung leisten (aber „beschäftigt“ mit irgendwas sind natürlich viele), kein Selbstwertgefühl haben und auch weder Talent noch Eigentum ihr eigen nennen können. Nun – beim Eigentum ist ja schon bekannt, dass immer mehr immer weniger haben.

Sie hätten ihre Aufmerksamkeit wirklich anderen Themen zuwenden sollen: in Wirklichkeit passiert heute Abend vor dem Fernseher nichts Besonderes – außer natürlich, dass Aufmerksamkeit und Bewusstsein geprägt werden. Wie sehr, fiel mir letzten Freitag auf: zum ersten Mal seit 2005 hatte ich wieder einmal ZDF geschaut – nach neun Jahren Pause.

Zuerst zwei Krimis. Das Muster? Immer dasselbe. Hier das Volk: dumm, einfältig, kriminell, kleingeistig, jederzeit zum Mord fähig, ausbeuterisch – generell ein Abbild unfähiger Versager in Menschengestalt: Menschen die nichts leisten, nichts haben, nichts sind oder nichts können. Auf der anderen Seite: die Staatsmacht, die mit moralischer Überlegenheit und überragender Intelligenz in den chaotischen Kuddelmuddel eingreift. Sowas jeden Abend gebracht, prägt politisches Bewusstsein – und das Selbstwertgefühl des Volkes.

Anschließend gab es Nachrichten: das Heutejournal vom 11.7.2014 um 22.00 Uhr.  Ein seltsames Gefühl wird da vermittelt – so als ob die politische Welt dem Herrscher des Landes Bericht erstattet. So jedenfalls könnte man sich fühlen, wenn Claus Kleber den Deutschen Abdalla Frangi, den neuen Gouverneur von Palästina, zum Interview ins Wohnzimmer holt. Der Mann wird vorgeführt wie ein tributpflichtiger Stammeshäuptling vor den römischen Senat, der Kommissar Kleber Rede und Antwort stehen muss. Er wird als „sogenannter“ Governeur entwertet, Kleber fällt ihm ins Wort, spottet über „paradiesische Zustände“, degradiert so seinen Gesprächspartner zu einem kleinen Wicht … und gibt dem Deutschen vor dem Bildschirm so ein Gefühl unglaublicher Macht: UNSER Kleber führt UNS den Chef von Palästina vor … gefühlt: in unserem Wohnzimmer. Wer würde sich da nicht wie der König von Deutschland fühlen – oder der Senator von Rom? Kein Wunder, dass die Deutschen immer mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen, denn draußen in der wirklichen Welt geht es anders zu.

Erneut droht ein gewaltiger Börsencrash. Der Hintergrund? Wieder einmal wurden bei einem Investmentgeschäft Milliarden „verzockt“ (siehe Wallstreet-Online) – diesmal in Portugal. Nach wie vor demonstriert die Welt der „Anleger“, dass sie nicht vorhaben, das Casino zu verlassen. Niemand hat ernsthaft Interesse daran, die Chancen auf „schnelles Geld“ sausen zu lassen – jedenfalls niemand aus der Klasse der „Investoren“.

Das erfahren wir ja auch gerade bei dem Drama der Karstadt-Rettung. Hier hätte Claus Kleber mal die Chance gehabt, Nikolas Berggruen ins Wohnzimmer zu holen: immerhin stehen 17 000 Arbeitsplätze eines deutschen Traditionsunternehmens auf dem Spiel, hier hätte er mal den „sogenannten“ Investor mit spöttischen Kommentaren bedenken und sich so selber mal wieder zum „Master-of-the-Univers“ erklären können … doch wahrscheinlich bekommt man solche Leute nicht vor die Kamera.

Was war Berggruen damals gefeiert worden, Presse und Politik haben ihn bejubelt, der Kapitalismus bekam ein menschliches Gesicht, Berggruen in Hippieklamotten wanderte durch die Gazetten – aber was war wirklich geschehen?

Berggruen hatte sich den Namen von Karstadt gekauft – für 5 Millionen Euro – siehe Manager Magazin:

Die von der Insolvenz bedrohte Kaufhauskette hatte Berggruen für einen (hier fehlt ein Wort im Originaltext) erworben. Besagte Namensrechte an Karstadt bezahlte er einmalig mit fünf Millionen Euro. Die Nutzung der Marke lässt sich Berggruen aber allem Anschein nach fürstlich vergüten. Allein im laufenden Geschäftsjahr muss Karstadt nach Insiderangaben rund 7,5 Millionen Euro für die Namensrechte überweisen, berichtete „manager magazin“ im April.

Ein gutes Geschäft: das sind allein FÜNFZIG PROZENT GEWINN pro Jahr! Wer dem Mann Geld zum investieren in die Hand drückt, beweist seinen cleveren Geschäftssinn. Aber – mal ehrlich gesagt: wenn man mir Karstadt für einen Euro verkauft hätte: ich hätte so auch Millionär werden können. Ich könnte mich ja jetzt bewerben – Berggruen verkauft die nun namenlosen Reste des Konzerns für einen Euro weiter … an einen neuen „Investor“.  Der weiß, wie man aus den Resten noch Geld machen könnte, siehe Spiegel:

Ihm dürfte es vor allem um die lukrativen Standorte der Karstadt-Immobilien gehen. Nach Expertenschätzungen würden diese anderweitig vermietet mehr einbringen als das, was Karstadt erwirtschaften kann.

Was stört, sind die Menschen, die früher dort Arbeit gefunden hatten. Die müssen noch irgendwie wegsaniert werden, um Gewinne zu machen. Betriebs- und volkswirtschaftlich gesehen geschieht dort größtmöglicher Unfug: ein Unternehmen wird zerschlagen, die wertvollen Teile mit Gewinn für einige wenige „Investoren“ verramscht. Alternativ dazu hätte man ja mal das Geschäft als volkseigenen Betrieb führen sollen, ein Kaufhaus von Bürgern für Bürger gründen, dass den Bürgern Gewinn bringt – und nicht den Heuschrecken. Wäre sicher ein sinnvolleres Experiment gewesen, anstatt in Zukunft die Karstadtmitarbeiter in Spielkaufhäusern der Jobcenter Arbeit simulieren zu lassen.

Wirkt verrückt, wenn man es so formuliert – oder? Ist ja auch verrückt. Leider interessieren sich 87,7 Prozent der Zuschauer nicht für diese Art von Wahnsinn. Bedauerlich, dass man sie in der Hoffnung wiegt, der „Alte“ würde mit diesen Geschäften irgendwann aufräumen, bedauerlich auch die Hoffnung, Angela Merkel würde irgendwann mit der NSA-Affäre aufräumen.

Ach – hat sie gemacht, meinen Sie? Sie hat ja den Geheimdienstchef der NSA herausgeschmissen. Ok. das war überraschend. Trotzdem wird noch umfangreich weiter spioniert – das Handelsblatt berichtet aktuel über eine Ausweitung der neuen Spionageaffäre: mehr als ein Dutzend REGIERUNGSMITARBEITER spionieren für die USA. Um das für die ZDF-Zuschauer zu übersetzen: der „Alte“ steht im Sold der Mafia.

Erschreckend, oder?

Und die überraschende Tat von Merkel, die mit starken Worten überall präsentiert wurde, hat womöglich einen ganz anderen Hintergrund. Immerhin berichtet der Spiegel heute über die überraschenden Rücktrittspläne von Angela Merkel – und liefert einen Ausblick auf die Zukunft dieser Frau:

Als mögliche Posten werden der des Uno-Generalsekretärs und der des EU-Ratspräsidenten genannt. Beide sind Ende 2016/Anfang 2017 neu zu besetzen. Der langjährige CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok sagte dem SPIEGEL: „In Brüssel können sich sehr viele vorstellen, dass Angela Merkel einmal als Ratspräsidentin ihre Erfahrung und Tatkraft für Europa nutzbar macht. Sie würde auf breite Zustimmung stoßen.“

In diesem Zusammenhang wirkt die Brüskierung der USA durch den öffentlichen Rausschmiss des Geheimdienstchefs wie ein Bewerbungsschreiben für höhere Posten, die die Macht von Angela Merkel und ihres Freundeskreises noch deutlich vergrößern würde.

Sowas erzählt ihnen aber Claus Kleber nicht.

Ebensowenig erzählt Ihnen der Herr Kleber, dass die deutschen Goldvorräte in den USA liegen – bei der FED (siehe Wallstreet-online), laut Gerichtsbeschluss eine „öffentliche Institution des Bundes“ – in Privatbesitz (siehe Wikipedia). Wenn mein Gold bei meinem liebem Nachbarn im Schrank liegen würde … mir würde mulmig werden. Was, wenn der seine Schulden damit bezahlt? Oder es als Sicherheit für riskante Investments verpfändet? Na ja – was mache ich mir Sorgen: der „Alte“ wird´s schon richten, oder?

Was machen wir uns auch Sorgen um unser Gold – wo doch unser Geld seinen Charakter bald völlig ändern wird. Außerdem: wer braucht schon Gold, wenn er Geld hat? Gut – Volkswirtschaftler würden hier jetzt Vorträge halten, wieso Gold eigentlich auch wichtig sein könnte – als Sicherheit für den Wert des Geldes, zum Beispiel – aber wer interessiert sich schon für Volkswirtschaftler – das sind bekanntermaßen alles schlechte Fußballspieler, also völlig wertlose Gestalten. Geld wird bald nur noch ein elektronischer Impuls sein, der auf unseren Handys sein Zuhause hat.

Hören wir eine Stimme aus den USA dazu – hier bei Wallstreet-Online:

Ein Trend scheint ohnehin kaum mehr aufzuhalten sein: Mobile Geräte ersetzen den klassischen Geldbeutel. Oder wie Gorman sagt: „Bargeld als physische Bezahlform wird nahezu von der Bildfläche verschwinden, Münzen und Scheckbücher werden in Museen ausgestellt werden.“ Eine Aufgabe bleibt den Banken aber definitiv, heißt es. Und sie klingt so simpel wie sie alt ist: „Die Mobilisierung des Geldes von denen, die es haben, zu denen, die es benötigen, sowie die Abwicklung von Zahlungen für Güter und Dienstleistungen.“

Erfolgt die Umstellung konsequent, dann verschwindet der letzte Rest von finanzieller Souveränität des Bürgers. Vorbei die Zeiten, wo in heimischen Tresoren noch Bargeldreserven lagerten, auf die Staat und Bankenwelt keinen Zugriff haben – JEDER Bürger wird bis auf den letzten Cent auf den Bildschirmen der Bankmitarbeiter zu finden sein. Vielleicht ersetzen demnächst Kontostände die alten Adelsbezeichnungen? Brauchen wir dann aber wirklich noch Banken … die einst dafür da waren, reales Geld und Gold sicher zu verwahren? Könnten wir die Kreditvermittlung und Zahlungsabwicklung nicht wesentlich kostengünstiger gestalten … ohne die Risiken, dass überbezahlte Investoren damit Unfug treiben?

Ach – lassen Sie uns nicht spekulieren – sonst würden wir wohl den Boom von Selbstanzeigen von Steuersündern (siehe Spiegel) nachher noch in einem ganz anderen Licht sehen: eine Allianz der Verwaltungskonzerne Staat und der Verwaltungskonzerne des Geldes (Banken) könnte uns nachher noch Angst machen – der „gläserne Abgeordnete“ schlägt zurück und baut sich ein gläsernes Volk, das leicht und einfach mit der Sperrung von elektronischen Konten kontrolliert werden kann. Was könnte man alles mit so einem Volk anstellen … und was könnte das Volk anstellen, wenn es eigenes Geld schafft und damit nur noch bei volkseigenen Betrieben einkauft, die nie zum Schlachtvieh von Menschen werden können, die sich durch clevere Tricks ein Megavermögen ohne jede Arbeit und Leistung verschaffen und so mehr Schaden anrichten, als es selbst 80 Millionen Arbeitslose je könnten.

Ach ja – Arbeitslose. Kein Blick auf Deutschlands Endspiel und Ende wäre gelungen, ohne einen Blick auf jene zu werfen, die die großen Verlierer im cleveren Spiel der Heuschrecken sind. Foxconn ist gerade wieder dabei, einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu machen – siehe Spiegel:

Die nächsten iPad- und iPhone-Generationen werden möglicherweise nicht mehr von Menschen montiert. Berichten aus China zufolge macht Zulieferer Foxconn Ernst und ersetzt einen Teil seiner Millionenbelegschaft durch Zehntausende Roboter.

Da machen Roboter die Arbeit von Facharbeitern – und aus den Volkswirtschaften Ballungen von Sozialhilfeempfängern. Betriebswirtschaftlich ist dieses Vorgehen nur sinnvoll, wenn man irgendwann die angewachsenen Millionenheere der Überflüssigen auch körperlich entsorgt: keine Volkswirtschaft wird sie sich auf Dauer leisten können – das sollte jedem klar werden. „Kosten auf zwei Beinen“ wurde die Bevölkerung schon genannt – und die Konzernwirtschaft entledigt sich dieser Kosten gezielt durch den Einsatz von Robotern …. jenen Robotern, die auch bald den „Alten“ ersetzen werden.

Zu gruselig?

Dann erklären Sie mir bitte, wie eine Wirtschaft effektiv funktionieren kann, die in Jobcenternkaufhäusern Beschäftigung simuliert, während echte Kaufhausketten zielstrebig ausgeschlachtet und eleminiert werden.

Merken Sie, wie sehr wir am Ende sind?

Kein Wunder, dass sich alle in die Fantasiewelt Fussball flüchten und sich die Wiederkunft Christi durch den Sieg bei der WM erhoffen. „Deutschlands Beste“ (siehe Focus) – seine Arbeiter, Angestellten, Erfinder und Unternehmer – stehen vor dem Abgrund, der „Alte“ arbeitet für die NSA, die Kanzlerin schmeißt die Brocken hin für internationale Pöstchen, das Vermögen liegt im Ausland, wilde Investorenhorden zerschlagen willkürlich das traditionelle Tafelsilber der Volkswirtschaft.

Ein letztes Mal kann man sich heute nochmal daran erinnern, wie schön es wäre, „Gemeinschaft“ zu sein.

Das Erwachen aus dem Fussballtraum wird gruselig werden – für alle.

Schade auch – war eine schöne Welt.

Wie die große transatlantische Freihandelszone den europäischen Mittelstand vernichtet

Freitag, 15.2.2013. Eifel. Wahnsinn, oder? Freuen Sie sich auch so, das sie dabei sein dürfen? Wobei? Nun - bei diesen historischen Zeiten. Wirklich Wahnsinn. Und man ist live dabei - live und in Farbe. Erstmal der Papstrücktritt am Rosenmontag: das war schon der  Hammer. Der letzte Papstrücktritt geschah, weil der Papst kein Latein konnte - ein verständlicher Grund. Der jetzige geschah, weil die Papst wie all die vielen anderen vor ihm schlichtweg zu alt war. Weil es galt, zu beweisen, das Gott nicht existiert, nichts Heiliges in dieser Welt existieren darf und menschliches Denken vor Nichts mehr halt macht, musste ein Papst es wagen mit der Tradition der heiligen Männer zu brechen und zu beweisen, das Papst sein ein ganz normaler Verwaltungsjob ist. Kein Wunder, das der nachher alle Gläubigen dazu aufrief, für ihn zu beten - so als ob er in schlimmster Not und ärgster Bedrohung wäre. Ist er vielleicht auch: immerhin hat er das kräftigste (und ehedem bewußt als solches geschafffenes) transzendentale Element einer Weltreligion vernichtet - und der Religion an sich damit den Todesstoß versetzt. Nun - ich bin kein Katholik, was soll mich das groß stören, wenn alle Welt jubelt. Ich nehme es zur Kenntnis wie die Tatsache, das nur zwei/drei Tage später eine weitere historische Sensation verkündet wurde, wegen der auch alle in Riesenjubel ausbrechen: die EU/US-Freihandelszone steht vor der Tür. Das bedeutet nichts weiter als die Vernichtung des europäischen Mittelstandes - aber auch das stört die Presse nicht, wenn sie ihre Triumphfanfaren auspackt, mit der sie alles bejubelt, was "Entscheider" hinter den Kulissen so alles aushecken.

Freitag, 15.2.2013. Eifel. Wahnsinn, oder? Freuen Sie sich auch so, das sie dabei sein dürfen? Wobei? Nun – bei diesen historischen Zeiten. Wirklich Wahnsinn. Und man ist live dabei – live und in Farbe. Erstmal der Papstrücktritt am Rosenmontag: das war schon der  Hammer. Der letzte Papstrücktritt geschah, weil der Papst kein Latein konnte – ein verständlicher Grund. Der jetzige geschah, weil die Papst wie all die vielen anderen vor ihm schlichtweg zu alt war. Weil es galt, zu beweisen, das Gott nicht existiert, nichts Heiliges in dieser Welt existieren darf und menschliches Denken vor Nichts mehr halt macht, musste ein Papst es wagen mit der Tradition der heiligen Männer zu brechen und zu beweisen, das Papst sein ein ganz normaler Verwaltungsjob ist. Kein Wunder, das der nachher alle Gläubigen dazu aufrief, für ihn zu beten – so als ob er in schlimmster Not und ärgster Bedrohung wäre. Ist er vielleicht auch: immerhin hat er das kräftigste (und ehedem bewußt als solches geschafffenes) transzendentale Element einer Weltreligion vernichtet – und der Religion an sich damit den Todesstoß versetzt. Nun – ich bin kein Katholik, was soll mich das groß stören, wenn alle Welt jubelt. Ich nehme es zur Kenntnis wie die Tatsache, das nur zwei/drei Tage später eine weitere historische Sensation verkündet wurde, wegen der auch alle in Riesenjubel ausbrechen: die EU/US-Freihandelszone steht vor der Tür. Das bedeutet nichts weiter als die Vernichtung des europäischen Mittelstandes – aber auch das stört die Presse nicht, wenn sie ihre Triumphfanfaren auspackt, mit der sie alles bejubelt, was „Entscheider“ hinter den Kulissen so alles aushecken.

Doch kommen wir erstmal zu den Freihandelszonen. Was die bringen, erfahren wir durch den Bundesanzeiger, der sich der Frage stellt, wie Freihandelsabkommen das US-Wachstum ankurbeln:

Denn FTA werden die folgenden Wirkungen zugeschrieben:

  • Erstens erhalten Unternehmen Zugang zu fremden Märkten und Konsumenten erhalten Zugang zu einer größeren Auswahl von Waren zu tendenziell niedrigeren Preisen, während ausländische Direktinvestitionen zunehmen (growing market access and investment).
  • Zweitens führen Billigimporte aus dem Ausland in den Importsektoren zu kurzfristig niedrigeren Löhnen im Inland aber auch zu einer Straffung und Modernisierung der Inlandsproduktion und zu Innovationen, die langfristig Inlandsjobs sichern.

Das hört sich ja gut an: alles wird billiger, moderner, straffer. Der österreichische Kurier bejubelt schon jetzt 50000 neue Arbeitsplätze, die Österreich mit Sicherheit durch die neue Freihandelszone erhalten wird, die deutsche Kanzlerin Merkel bedankt sich bei Obama, das er „von sich aus“ dieses Thema angebracht hatte (so als ob wir alle einfach schon lange sehnsüchtig darauf gewartet hätten, uns aber nie trauen würden, das mal zur Sprache zu bringen), Vertreter der deutschen Industrie jubeln schon über neue Milliardenumsätze (siehe Spiegel): es scheint, als würden Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen – dabei können wir eher damit rechnen, das diese christlichen Feiertage nach dem endgültigen Zusammenbruch der Weltreligionen ebenfalls dem neuen Gott „Markt“ geopfert werden.

Die Zeitschrift „Capital“ sieht geradezu schon eine „Wirtschaftsnato“ am Horizont aufziehen – mit deutlichen Vorteilen für den Verbraucher:

Sie können Produkte billiger einkaufen, verspricht beispielsweise der Verband der Automobilindustrie (VDA) – beispielsweise Autos. Auch andere Branchen können mit einer Kostensenkung rechnen. Ob sie den Vorteil an ihre Kunden weitergeben oder den eigenen Gewinn damit steigern, bleibt ihnen überlassen.

Oha – ein kleiner Nachteil. Ein winzigkleiner Haken, den kaum jemand bemerkt: es könnte ja sein, das die hauptsächlich caritativ orientierten Konzerne den finanziellen Vorteil einfach für sich selbst behalten, anstatt  ihn weiter zu geben. Zumindest die Staaten bekommen schon mal weniger:

Die Zölle zwischen den USA und den EU sind bereits niedrig. Sie liegen im Schnitt zwischen fünf und sieben Prozent, gibt der deutsche Außenhandelsverband BGA an. Da jedoch jährlich Waren im Wert von mehr als 500 Mrd. Euro über den Atlantik hin- und herbewegt werden, kann die Wirtschaft Milliarden sparen. Ein Beispiel: Europäische Chemieunternehmen haben 2010 für Exporte in die Vereinigten Staaten fast 700 Mio. Euro in die US-Staatskasse gezahlt. Umgekehrt führten die USA gut 1 Mrd. Euro nach Brüssel ab.

Die Wirtschaft kann Milliarden sparen – und der Verbraucher? Nun – auf den Verbraucher kommen möglicherweise ganz neue Risiken zu, siehe Süddeutsche:

Das Problem sind dabei nicht die restlichen Zölle von drei Prozent des Handelsvolumens, sondern die „Handelsschranken hinter der Grenze“, wie dies Experten formulieren. Dabei geht es um Industriestandards, Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften, Umweltnormen und das Verhältnis von Staat und Unternehmen: Haben deutsche Bauunternehmen die gleichen Chancen, einen Auftrag der Stadt Chicago zu bekommen, wie die amerikanische Konkurrenz? Wird das Urheberrecht in den USA genauso geschützt wie in der EU? Dürfen amerikanische Farmer ihre Produkte ungehindert in Europa verkaufen? Jede Liberalisierung greift tief in die nationale oder europäische Souveränität ein. Das löst Angst aus.

Haben deutsche Bauunternehmen die gleiche Chance auf Aufträge?

Natürlich nicht.

Ein Wunder, das diese Frage überhaupt gestellt, wird, denn die Antwort kennen wir schon seit einigen Monaten, siehe Handelsblatt:

Auch die Wirtschaft der USA profitiert von der Entwicklung. Denn die gesteigerte Produktion drückt die Energiepreise. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens NUS Consulting zahlen industrielle Großverbraucher in den USA zwei Drittel weniger für Gas als in Deutschland, beim Strom liegt die Ersparnis bei 40 Prozent.

Die europäischen Wirtschaften sind absolut nicht konkurrenzfähig zur amerikanischen Wirtschaft, die den europäischen Markt dank „Fracking“ mit Billigprodukten jeder Art überschwemmen kann. Wäre ich Obama (oder die US-Konzernwirtschaft), dann käme ich auch genau jetzt auf die Idee, nach einer großen europäischen Freihandelszone zu rufen, die es mir erlaubt, meinen Wettbewerbsvorteil ungehindert auszuspielen und die lästige europäische Konkurrenz an die Wand zu drücken.

Wir brauchen über die Folgen einer Freihandelszone auch nicht spekulieren – Erfahrungen aus diesem Bereich liegen doch schon längst vor, siehe Öko-Fair:

Die mittelamerikanischen Regierungen schlossen zahlreiche Freihandelsabkommen, mit denen sie die Wirtschaft ankurbeln wollten. Solche Abkommen beinhalten ein Ungleichgewicht: Wenn zwei sehr verschieden starke Partner den schrankenlosen Handel miteinander vereinbaren, hat der stärkere und konkurrenzfähigere Partner gewöhnlich mehr davon als der schwächere. In einem ärmeren Land zerstört die „freie Fahrt“ für Güter jene Teile der einheimischen Wirtschaft, deren Produkte mehr kosten als die ausländischen Importe. So werden Kleinbauern Opfer des Freihandels, weil sie mit extrem subventionierten Farmbetrieben in zum Beispiel den USA nicht mithalten können. 

Das wäre dann das Ende der europäischen Agrarproduktion. Wahrscheinlich auch das Ende der deutschen Autoindustrie.

Natürlich haben wir einen unschlagbaren Vorteil: wir sind Niedriglohnland. Dank geballtem Einsatz von Gewerkschaften, SPD und Grünen ist es gelungen, aus Deutschland ein Dritte-Welt-Land zu machen: die Reallöhne in Deutschland sind seit dem Jahre 2000 nicht mehr gestiegen (siehe u.a. Süddeutsche). Ein großer Anreiz also für ausländische Investoren, ihre Hemden in Deutschland nähen zu lassen … und nebenbei ihre Vorstellungen von Sozialstaat zu exportieren: Hartz IV für  sechs Monate, danach gibt es nur noch Lebensmittelgutscheine, mit denen man genmanipulierte Produkte kaufen kann.

Ebenso bekommen die USA einen Zugriff auf die von den europäischen Staaten gut ausgebildeten Fachkräfte, die in den USA deutlich mehr verdienen können – man schaue sich einfach mal die Durschnittseinkommen nach Kaufkraftparität an, 2009 lag zum Beispiel (siehe Weltbank) Deutschland mit einem Durchschnittseinkommen von 38700 internationalen Dollar deutlich unter den 47020 Dollar, die für die USA angegeben werden.

Doch schauen wir uns einfach mal ein anderes Beispiel an: die Freihandelszone EU und Mexiko. Ja, die gibt es – seit 2000. Und hat das arme Mexiko davon profitiert?

Hören wir dazu mal den mexikanischen Soziologen Alberto Arroyo Picard, hier bei den Lateinamerikanachrichten:

Was ich bislang sagen kann ist, dass die Exporte von Mexiko nach Europa nicht zugenommen haben, umgekehrt aber die Importe von europäischen Gütern nach Mexiko sehr wohl gestiegen sind. Das Handelsbilanzdefizit von Mexiko hat sich vergrößert, es gibt also bislang nichts Positives zu berichten. 

Wegen der Rezession in den USA hätte man erwarten können, dass die Exporte von Mexiko nach Europa ansteigen. Das war aber nicht der Fall.

Auch bezüglich der nordamerikanischen Freihandelszone  NAFTA gibt es für Mexiko nichts Positives zu berichten:

Ziel des NAFTA sollte das Wachstum der mexikanische Wirtschaft sein und zwar vor allem durch den Export von Manufakturgütern und über die Zunahme von ausländischen Investitionen. Tatsächlich exportiert Mexiko auch mehr, vor allem in die USA. Es hat auch viele ausländische Investitionen gegeben. Aber das erwartete Wirtschaftswachstum ist nicht eingetreten. Es sind auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen worden, eher im Gegenteil.

Warum eher das Gegenteil? Eigentlich logisch – aus der Sicht der Finanzindustrie:

Es geht in diesen Verträgen weniger um Handel als um Investitionen. Im Abkommen mit Europa spielt vor allem der Finanzsektor eine große Rolle. Insbesondere spanisches Kapital hat sich in die nationalen Banken eingekauft, mit der Konsequenz, dass es überhaupt keinen mexikanischen Finanzsektor mehr gibt. Alle Banken haben eine mehrheitlich ausländische Beteiligung, außer einer einzigen ganz kleinen und unbedeutenden Bank. Ähnliche Effekte gibt es auch in anderen Sektoren, wie dem Kommunikationssektor. Das Problem ist, dass die Investoren keine neuen Betriebe schaffen, sondern dass sie bereits bestehende aufkaufen und entnationalisieren.

Letztendlich produziert man nicht billiger und mehr, um die Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen, sondern man zieht lieber risikolose Gewinne aus der Vernichtung der entsprechenden Volkswirtschaft: freie Bahn den Heuschrecken.

Der gesamte europäische Wirtschaftsraum wird zur Ausschlachtung freigegeben, Firmen, die schon heute dank Niedriglohnsektor profitabel arbeiten, um die Transportkosten der Waren in die USA auszugleichen, arbeiten dann in Zukunft auch noch für ausschließlich us-amerikanische Eigentümer, damit die Profite auch dort landen, wo sie hingehören. Damit dies auch sicher gelingt, brauchen wir natürlich einen weiteren Abbau an sozialen Rechten, für den man dank des großen transatlantischen Traums genügend Argumente hat.

Die EU-Abgeordnete Erika Mann hat 2006 etwas über die Freihandelszone der EU mit Mexiko geschrieben, das man wohl auf die neue transatlantische Freihandelszone übertragen kann:

Doch die Direktinvestitionen europäischer und deutscher Unternehmen wurden erheblich gesteigert. So haben sich deutsche Exporte nach Mexiko von 3,1 Mrd. (1994) auf 6,2 Mrd. US$ (2003) verdoppelt.

Zudem kommt Mexiko seit dem Freihandelsabkommen geopolitisch eine doppelte Brückenfunktion zu – zwischen der Europäischen Union und den USA auf der einen sowie Lateinamerika auf der anderen Seite. Mexiko erhält durch eine größere Diversifizierung seiner politisch-wirtschaftlichen Beziehungen weitere Spielräume gegenüber dem großen Nachbarn USA und wird wirtschaftlich unabhängiger gegenüber Rezessionen in den USA. Die Europäische Union kann andererseits das Abkommen nutzen, dem US-Einfluss etwas entgegenzusetzen und für einen breiteren Eingang europäischer Produkte in die Länder Latein- und Nordamerikas zu sorgen.

Nicht das mit 15000 Euro Durchschnittseinkommen „billige“ Mexiko hatte mehr exportiert, sondern die mächtigen europäischen Konzerne haben sich einen neuen Markt erobert – mit entsprechenden Verlusten mexikanischer Produzenten. Und was macht dann dementsprechend die neue Freihandelszone zwischen den USA und der EU?

Sie wird für einen „breiteren Eingang amerikanischer Produkte in den Ländern Europas sorgen“.

Hören wir zu den Folgen dieser Abkommen nochmal den mexikanischen Soziologen:

Die Kritik bezieht sich auf das Modell des Freihandels selbst. Es ist keine punktuelle Kritik, sondern sie richtet sich gegen die gesamte Stoßrichtung dieser Verträge. Der Protest wächst in Lateinamerika weil die Verträge eine Politik in Gesetzesform gießen, die es in unseren Ländern schon sehr viel länger gibt. In Mexiko konkret seit zwanzig, in Chile zum Beispiel schon seit dreißig Jahren. 
Der Kern dieser Kritik ist, dass den großen Konzernen sehr weit gehende, so genannte Suprarechte eingeräumt und sie zudem noch mit den Instrumenten versehen werden, um diese Rechte effizient durchzusetzen. Währenddessen werden die Menschenrechte, insbesondere die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte, den Wirkungskräften des Marktes unterworfen und es gibt keine Möglichkeiten diese einzufordern.

Freihandelsbakommen als Freibriefe für Konzernstrategen?

Noch schlimmer – sie sind auch ein Todesstoß für die Demokratie:

Im Diskurs werden Freihandel und Demokratie sehr stark vermischt. Aber tatsächlich ist es so, dass in vielen Ländern die wichtigsten Entscheidungen für die Bürger trotz repräsentativer Demokratie überhaupt nicht mehr von den Repräsentationsinstanzen getroffen werden. Stattdessen sind die Entscheidungen auf die internationale Ebene ausgelagert, wo die Bürger unserer Länder eben überhaupt nicht mitbestimmen können. Daher würde ich eher davon sprechen, dass der Freihandel stark antidemokratische Tendenzen birgt, also zu weniger Demokratie führt.

In einem 2012 erschienen Buch von Danielle Holzinger wird die EU (nach einem Zitat von Hubert Zimmermann) noch als imperialistische Macht im Wettlauf mit konkurrierenden Wirtschaftszentren wie den USA angesehen.

Diese Konkurrenz wird nun an die Wand gespielt und somit ausgeschaltet.

Das gibt Obama ja auch offen zu. In seiner Rede an an amerikanischen Mittelstand beschreibt er die Ziele der transatlantischen Freihandelszone ganz offen, siehe Frankfurter Rundschau:

Helfen solle der Wirtschaft auch eine umfassende „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ mit der Europäischen Union. „Denn Handel, der frei und fair über den Atlantik verläuft, unterstützt Millionen gut bezahlter amerikanischer Arbeitsplätze“, sagte der US-Präsident.

Die US-Mittelschicht soll ganz offen auf Kosten der europäischen (und deutschen) Mittelschicht gerettet werden – und dafür bedankt sich Kanzlerin Merkel ebenso offen.

Wachstumchancen für die deutsche Wirtschaft? Nun – nach Angaben der Frankfurter Rundschau äußerst gering:

Sogar der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, beziffert die Wachstumspotenziale als äußerst gering. Die deutschen Exporte, so der Experte, könnten durch ein solches Abkommen um ein Viertel-Prozentpunkt wachsen. Ein Viertel-Prozent Exportwachstum? Das geht im statistischen Rauschen unter und entspricht nach einer Faustformel einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,05 Prozent.

Trotzdem jubelt die deutsche politische Kaste samt Medien in höchsten Tönen.

Man fragt sich – für wen arbeiten die eigentlich?

Auch die Frage lässt sich leicht beantworten, immerhin sitzt gleich neben der Privatwohnung von Angela Merkel in Berlin ein Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, US-Interessen in Deutschland durchzusetzen, siehe Wikipedia:

Die Atlantik-Brücke e. V. wurde 1952 als private, überparteiliche und gemeinnützige Organisation mit dem Ziel gegründet, eine wirtschafts-, finanz-, bildungs- und militärpolitische Brücke zwischen der Siegermacht USA und der westdeutschen Bundesrepublik zu schlagen. Zu ihren Mitgliedern zählen heute über 500 führende Persönlichkeiten aus dem Bank- und Finanzwesen, der Wirtschaft, Politik, den Medien und der Wissenschaft.

Die Mitglieder haben auch ein klares Ziel:

„Die USA werden von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“ Arend Oetker, damaliger Vorstandsvorsitzender der Atlantik-Brücke in der Berliner Zeitung vom 17. April 2002. 

Einer der bekannten Atlantiker hat auch gleich praktisch demonstriert, wem seine Loyalität gehört:

Guttenberg geriet stark in die Kritik, weil er mit der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs zur Zwangsverwaltung maroder Banken die britische Wirtschaftsgroßkanzlei Linklaters beauftragt hatte, welche enge Geschäftsbeziehungen zu internationalen Großbanken, insbesondere Goldman Sachs, unterhält.

Zudem wurde der eigene Entwurf aus dem Bundeswirtschafts- bzw. Justizministerium ignoriert. Die weitgehende Übernahme des Linklaters-Entwurfs in das Gesetzgebungsverfahren wurde von heftiger Kritik begleitet.

Nun – der Fall Guttenberg wurde zu den Akten gelegt, der Transatlantiker selber kehrte Heim ins Reich – in die USA. Das schmälert aber nicht die Marktmacht der Transatlantiker, die gerade den größten Coup ihrer Geschichte durchführen und mit einem Schlag die lästige europäische Konkurrenz vernichten. Ein paar Namen von Transatlantikern? HIer, alles bei Wikipedia nachzulesen.

Angela Merkel (CDU), Helmut Schmidt (SPD), Sigmar Gabriel (SPD), Thomas de  Maziére (CDU), Alexander Dibelius (Goldman-Sachs Deutschland), Cem Özdemir (Grüne), die Freidemokraten Westerwelle, Lindner, Döring und Koch-Mehrin, Josef Ackermann (Vorstand Bundesverband der deutschen Banken), Josef Joffe (Hrsg. DIE ZEIT), Jürgen Großmann (RWE, Aufsichtsrat Deutsche Bahn, MTU, Volkswagen AG), Kai Dickmann (BILD), Roland Berger (HARTZ IV), Matthias Döpfner (SPRINGER AG), Jens Weidmann (BUNDESBANK), Arend Oettker (Dr. Arend Oetker Holding GmbH & Co. KG, , Mitglied Trilaterale Kommission, Präsident DGAP, INSM, Präsidium Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Vizepräsident BDI, American Jewish Committee) – um nur ein paar zu nennen.

Aber es reicht, um zu merken, woher die Jubelchöre ihre Stimmen beziehen.

Das wir hier den historischen Schritt zur Preisgabe der letzten Reste der sozialen Errungenschaften der europäischen Sozialgemeinschaften machen, bleibt deshalb erstmal unerwähnt. Aber, mal Hand aufs Herz: soviel ist ja auch wirklich nicht mehr abzubauen, oder? Und das die Bezugsdauer von Hartz IV wie in den USA auf 26 Wochen beschränkt gehört, wird sicher auch in Deutschland eine Mehrheit finden – jedenfalls bei den Atlantikern, der geheimen Filiale der US-Superklasse in Deutschland.

Wahrlich historische Zeiten. Wie dankbar müssen wir eigentlich sein, die Geburt des Neuen amerikanischen Jahrhunderts so hautnah miterleben zu dürfen und sie sogar durch unsere Ersparnisse unterstützen zu können? In breiter Front erleben wir, wie die Widersacher dieses Jahrhunderts einer nach dem anderen fallen – Irak, Afghanistan, Lybien, das Papsttum (das mit seinem Widerstand gegen Bevölkerungskontrolle in Entwicklungsländern amerikanische Geostrategen nahezu in den Wahnsinn getrieben hatte) und jetzt auch noch der deutsche Mittelstand, der seit dreizehn Jahren auf Wohlstand verzichtet, um sich der neuen Weltordnung als würdig zu erweisen.

Eintausend Milliarden Dollar will die FED in diesem Jahr neu drucken (siehe Wiwo, das in diesem Zusammenhang von einem Währungskrieg der Industrienationen spicht) – und diese an sich wertlosen Dollar werden sich durch die Freihandelszone problemlos in echte Werte verwandeln lassen.

Aber das ist ja der Vorteil einer FTA: ausländische Direktinvestitionen werden zu nehmen.

Und Deutschland bekommt mexikanische Verhältnisse – nur wesentlich schneller, als man bisher hätte annehmen können.

 

 

 

 

Das Gold der Bundesbank – und andere furchterregende Geheimnisse

Mittwoch, 16.5.2012. Eifel. Bei uns gibt es Gold. In Bächen. Ich sage nicht wo, kenne aber Goldwäscher, die sich damit beschäftigen. Ich selber wasche kein Gold. Das Zeug verdirbt ganz schnell den Charakter - und die Beschäftigung mit dem Thema ist existenzgefährdend. Wie gefährlich das Thema Gold ist, haben schon ganz andere gemerkt. Aktuell wird ja wieder diskutiert, wo denn das Gold der deutschen Bundesbank ist - und wem es überhaupt gehört. Das wollte schon mal der Abgeordnete Hohman wissen ... der dann durch einen Skandal seinen Stellung verlor. Immerhin konnte er die Hartz-Regierung zu der Aussage verleiten, das die Bundesbank einen großen Teil ihrer Goldreserven in eigenen Tresoren im Inland hat. Diese Lüge kam von der Staatssekretärin Barbara Hendriks von der Sozialabbau-Partei-Deutschland. Bundesbankpräsident Ernst Welteke wollte mal die Goldreserven in Wertpapiere umtauschen - bis er dann durch einen Skandal seine Stellung verlor. Heute wissen wir, das das vielleicht sogar ein weiser Vorschlag war: immerhin haben wir de fakto gar kein Gold: unser Gold liegt hauptsächlich in den USA. Wer sich aber auf die Suche danach begibt, merkt schnell, das er vor eine Wand rennt.

Mittwoch, 16.5.2012. Eifel. Bei uns gibt es Gold. In Bächen. Ich sage nicht wo, kenne aber Goldwäscher, die sich damit beschäftigen. Ich selber wasche kein Gold. Das Zeug verdirbt ganz schnell den Charakter – und die Beschäftigung mit dem Thema ist existenzgefährdend. Wie gefährlich das Thema Gold ist, haben schon ganz andere gemerkt. Aktuell wird ja wieder diskutiert, wo denn das Gold der deutschen Bundesbank ist – und wem es überhaupt gehört. Das wollte schon mal der Abgeordnete Hohman wissen … der dann durch einen Skandal seinen Stellung verlor. Immerhin konnte er die Hartz-Regierung zu der Aussage verleiten, das die Bundesbank einen großen Teil ihrer Goldreserven in eigenen Tresoren im Inland hat. Diese Lüge kam von der Staatssekretärin Barbara Hendriks von der Sozialabbau-Partei-Deutschland. Bundesbankpräsident Ernst Welteke wollte mal die Goldreserven in Wertpapiere umtauschen – bis er dann durch einen Skandal seine Stellung verlor. Heute wissen wir, das das vielleicht sogar ein weiser Vorschlag war: immerhin haben wir de fakto gar kein Gold: unser Gold liegt hauptsächlich in den USA. Wer sich aber auf die Suche danach begibt, merkt schnell, das er vor eine Wand rennt.

Bis zu 95% der deutschen Goldreserven sollen im Ausland liegen, zwei Drittel davon in den Tresoren der FED – laut Informationen der oben zitierten Quellen. Peinlich nur: die FED ist ein Privatunternehmen, dem man vorwirft, für die aktuelle Krise mitverantwortlich zu sein … jene Krise, in deren Folge der deutsche Goldschatz schon mehrfach verpfändet werden sollte. Schon seltsam, wenn man das so zusammenfügt: ein privates Unternehmen, das den deutschen Goldschatz in seinen Tresoren hat, hat durch zu niedrige Zinssätze die Immobilienblase in den USA zu verantworten, in deren Folge der deutsche Goldschatz auch nominell in ihre Hände geraten kann.

Nun – wir vertrauen ja den USA. Das sind unsere Freunde und Verbündeten, unsere Befreier und Beschützer. Selbstverständlich würden wir unser Gold sofort wiederbekommen, wenn wir es wirklich wollen würden. Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Warum man allerdings dann mutmaßt, das unsere Chancen, unser Gold wieder zu bekommen, seit 1971 ganz tief gesunken sind, ist im ersten Schritt nicht so plausibel. Damals hatte Nixon einfach mal so den Dollar vom Gold abgekoppelt – was manche als den ersten Schritt zur heutigen Weltwirtschaftskrise sehen. Grund für den Schritt? Die USA hatten sich – wie heute – mir ihren Kriegen finanziell überhoben. Dafür musste dann die ganze Welt bluten. Das Gold aber – der eigentliche Wertegarant für Währung – blieb in den USA.

Die ganze Welt erhielt dafür prinzipiell wertlose Dollar.

Was wäre also, wenn die USA im nächsten Schritt einfach mal so die Goldreserven der FED beschlagnahmen würden?

Tun die nicht, weil die edel, hilfreich und gut sind. Genauso wie Nixon.

Nun sieht gerade eine deutsche Initiative „akute Enteignungsgefahr“. Wie durch Zufall könnte das Gold auch nominell (und nicht nur real) in den Besitz der FED übergehen. Praktisch, das es schon in deren Tresoren liegt. Noch ein paar Abwertungen durch Ratingagenturen, noch ein paar erfolgreiche Schachzüge von Goldman-Sachs (wie aktuell jener in Griechenland, wo mit Hilfe der Oligarchie der Superreichen ein Riesengeschäft gemacht wurde) und das Gold könnte zwecks Eurorettung ganz schnell seinen Eigentümer wechseln … aber bei seinem Besitzer verbleiben. In der Tat kann man es jetzt schon so formulieren: unser Gold ist im Besitz der FED. Nominell ist es zwar noch unser Eigentum – aber das kann sich mit einigen Federstrichen schnell ändern.

Natürlich sind das übertriebene Ängste. Das wissen wir alle. Schauen wir doch einfach mal, wie fair und edel die USA zum Beispiel mit dem Raubgold des zweiten Weltkrieges umgegangen sind – zum Beispiel mit dem, das in Merkers gefunden wurde. Oh je, das ist leider verschollen. Da kann man nichts machen. Da die Goldreserven der Bundesbank erst am 1951 aufgebaut wurden, kann man davon ausgehen, das Deutschland nichts mehr von dem Gold hat – und auch nichts von dem Gold, das vielleicht noch zuvor in den Tresoren der Reichsbank war. Gerüchten zufolge hat man schon während des Krieges Raubgold gekauft – und nach dem Einmarsch erst recht großzügig zugegriffen. Schade, das auch die Akten über das Raubgold der Nazis verschwunden sind, so werden wir nie erfahren, auf welchen Wegen dieses Gold in die Tresore der FED gelangt sind …. wenn sie denn da sind.

Das sie da sind, kann man schon vermuten. Ich weiß, das grenzt jetzt wieder an Verschwörungstheorie, die ja in Deutschland inoffiziell verboten ist, aber es liegt nicht an mir, das es ums Gold eine Geheimniskrämerei gibt, die „sachlich kaum zu rechtfertigen ist„. Ich würde auch gerne anders denken und andere Schlüsse ziehen, die mich ruhiger schlafen lassen, aber das Drama um das japanische Raubgold läßt dieses  halt nicht zu.

Ja, dort gab es auch Raubgold. Während die Nazihorden Europa plünderten, plünderten die Japaner Asien. Hunderte Tonne von Gold, Silber und Platin sind seitdem verschollen – angeblich. Ferdinand Marcos hatte etwas davon auf den Phillipinen gefunden … 1986 brachten das die USA in ihren Besitz. Das er gerade  wegen diesem Gold gestürzt wurde, ist eine reine Vermutung.

Viel Hoffnung auf Aufklärung über den Verbleib des japanischen Raubgoldes machte das Buch von Frank Krüger, der den Nachweis führen wollte, das die USA die Atombomben geworfen haben, um sich den Zugriff auf das japanische Raubgold zu verschaffen. Frank Krüger war Autor der Internetzeitung Saar-Echo.

Das Saar-Echo gibt es nicht mehr.

Frank Krüger verschwindet spurlos von der Bildfläche, sehr zum Ärger interessierter Leser. Zuvor hatte er noch als „Whistleblower“ auf einer Veranstaltung referiert, dann wurde es ganz still um ihn:

Beratung und Hilfe leistete sie auch für Frank Krüger, der wegen seines Buchprojektes: „Das japanische Raubgold“ von einem BND-Informanten abgeschöpft wurde – mit schwer wiegenden Folgen für seine Existenz.

Zum Beispiel mit der Folge, das wir niemals etwas über den Verbleib des japanischen Raubgoldes erfahren werden.

Das Raubgold der Nazis wurde von der TGC an „die Zentralbanken geliefert“ – auch jenes Gold, das Privatpersonen gehörte. Auch die Säcke mit Zahngold landeten in den USA. Manches Gold wurde über Fonds (zum Beispiel zur Unterstützung nicht rückführbarer Personen) in Geld umgewandelt, anderes verschwand einfach so.  Und wo liegt nun das Gold der Zentralbanken … ganz real?

SECHZIG Zentralbanken der Welt haben ihr Gold bei der FED unter Verschluss – in New York. Mag es sein, das dort viel von dem Raubgold der Nazis und Japaner liegt, das zwar nominell jemand anderem gehört – de facto aber im Besitz des Privatunternehmens FED ist?

Einmal abgesehen von der üblichen Geheimniskrämerei ist bekannt, das 1997 noch zwei Tonnen Nazigold des TGC bei der FED lagern.

Es ist sicherlich nur purer Zufall, das die Mitglieder der TGC auch jene Staaten sind, bei denen die Bundesbank ihre Goldreserven lagert, weil in in Deutschland jederzeit „der Russe kommen könnte.“

Man könnte fast vermuten, das am Ende des zweiten Weltkrieges alles Gold der Welt in den Tresoren der FED landete, für die die Nazi und die Japaner sozusagen als Goldeintreiber unterwegs waren.

Natürlich: nominell gehört es den sechzig Zentralbanken.

Real aber ist es im Besitz der FED – wie auch das deutsche Gold.

Wollen wir uns aber mal nicht so sehr mit dem Thema Gold auseinandersetzen. Bleiben wir bei diesem Thema lieber auf der sicheren Seite der Theorienbildung. Immerhin ist Gold ja wirklich nichts besonderes – wer will das schon haben. Ich möchte ja auch nicht das Schicksal des Saar-Echos teilen, oder das Schicksal von Frank Krüger, oder das Schicksal von Hohmann oder Welteke.

Für manche Leute dieser Welt hört halt beim Thema Gold der Spaß auf.

 

 

 

 

 

Nachrichten – 2012.04.16

Und weiter gehts. Und wie immer sind auch ein paar „diskussionswürdige“ Artikel verlinkt. Und heute ziemlich Ausländisch. Aber:
Der Erleuchtung ist es egal, wie man sie erlangt (Thaddeus Golas)

 

Russland bastelt sich eine Armee von Superhelden:

Ein spektakulärer Zeitungsbericht lässt an Science-Fiction-Filme wie „X-Men“ erinnern: Ein sowjetisches Geheimlabor für militärische Parapsychologie soll Soldaten der Zukunft erfolgreich geschaffen haben. Überraschenderweise wurde der Bericht nicht von einer Boulevardzeitung, sondern von der amtlichen Rossijskaja Gaseta veröffentlicht.

Über das „Warum“ brauchen wir ja nicht zu wundern:

Der Westen mag Wladimir Putin nicht. Er ist der verkörperte Widerstand gegen USAs/NATOs Neue Weltordnung. Daher versuchen die USA mittels George Soros´NGOs, des NED und des Freedom House in Russland einen “russischen Frühling” in die Wege zu leiten. Dabei hetzen die westlichen Medien gegen Putin wegen des Wahlschwindels und der Diktatur, was wohl auch richtig ist – jedoch kaum viel schlimmer als in den USA. Brookings meint nun, dass Putin sich von innen dermassen unter Druck fühle, dass er den Bedarf habe, die USA als den äusseren Feind (was sie sind) abzubilden, um das Volk zu sammeln. Durch die Finanzierung der “Demokratischen Alternative” und Golos haben die US-Regierung/Kongress Putin den Handschuh geworfen. Letztendlich werden diese Kritikerorganisationen durch Wall Street´s und London City´s Oligarchen dirigiert, weil sich Putin ihnen nicht unterwerfen will.

Die Russen suchen ein abgestürztes UFO. Logisch, damit die Supermänner (siehe oben) nicht Fahrrad fahren müssen:

Russische Astronomen planen für diesen Sommer eine Expedition zu einem unbekannten kosmischen Objekt, das in der Nacht zum Freitag im Norden des Gebietes Irkutsk, im Einzugsgebiet der Angara (Ostsibirien) niedergegangen ist.

Einstweilen müssen sie sich aber noch auf altmodische Militärtechnik verlassen:

A high-ranking source in the Russian defense ministry says several Russian warships are on their way to the Mediterranean Sea to guard Syrian coasts for the foreseeable future.“A decision has been made to deploy Russian warships near the Syrian shores on a permanent basis,” the state-run RIA news agency quoted the source as saying on Friday.

Genug aus Russland.Das hier könnte auch von Herrn Fulford kommen:

Zum Herzen der EURO-Krise
Stellen Sie sich vor Sie gehen auf den Markt und dort liegt ein toter Ritter am Boden, mit einem Keltischen Breitschwert im Herzen. Vorne rein, hinten Raus. Und die Menschen diskutieren, ob der Mann sich durch einen Bienenstich eine Blutvergiftung geholt haben könnte, oder ob er vielleicht einfach unter der Last seiner Rüstung zusammengebrochen ist. Ob es Sinn macht ihn künstlich zu beatmen, oder vielleicht täte es eine Herzmassage, wenn man ihm den Brustharnisch…?

Welchem übrigens vorgeworfen wird, er lüge:

Meiner Meinung nach ist Fulford ein Lügner…….

Gar keine so schlechte Idee. Und mit einigen lesenswerten Kommentaren:

Sheila Bair, die frühere Chefin der US-Einlagensicherung FDIC beweist eine Menge Humor, mit einem Beitrag in der Washington Post. Darin weist die finanzkundige Frau einen Weg aus der Schuldenkrise. Kernforderung des nicht ganz so ernst gemeinten Vorschlags: Die Fed soll Billigkredite an alle ausgeben.

Herr Gellermann (Rationalgalerie) über Wunder, Religion und so ein Zeug, das man sich nicht bildlich vorstellen mag:

In Wirklichkeit gibt es zu wenig heilige Reliquien. Mit der Vorhaut Jesu zum Beispiel, dem Sanctum Praeputium, ließe sich eine Kirche der Hygiene begründen. Das Schweißtuch Jesu wäre als Marketing-Symbol für ein neues, besonders saugfähiges Taschentuch einsetzbar, die Nägel des heiligen Kreuzes könnten diverse Baumärkte zieren und die Milchtropfen der Mutter Maria, zur Zeit in der Kapelle der Madonna del Latte nahe Florenz aufbewahrt, sollte die Packungen von Säuglingsnahrung schmücken. Gar nicht auszudenken, welchen Nutzen das Hymen der Mutter Gottes, der Nachweis ihrer Jungfräulichkeit, hätte haben können. Aber da sie zur Gänze in den Himmel aufgefahren ist, hat sie das Häutchen wohl mitgenommen.

Über Geld und Geldschöpfung – sollte eigentlich schon in der Schule gelehrt werden:

Die hier dargstellten Mechanismen des Geldsystems sollen nicht die klassischen, weitestgehend bekannten Probleme des Kapitalismus negieren. Eine aufgeklärte Geldsystemanalyse ist nicht als “Verkürzte Kapitalismuskritik” zu verstehen, sondern vielmehr als Erweiterung ebendieser Kapitalismuskritik. Auch ist mit den dargestellen mathematisch-logischen Fakten des Geldsystems keine Kritik an bestimmten Berufsgruppen zu verwechseln. Ziel ist viel mehr aufzuzeigen, dass die Probleme im Geldsystem systemischer Natur sind, nicht akteursbezogener.

 Viele schöne aufgelesene und kommentierte Nachrichten lesen wir mal wieder hier. Ein Beispiel:

Heuschrecken-Chef Nicolas Berggruen: „Westen muss länger und härter arbeiten“
Der Multimilliardär und Chef der Karstadt-Heuschrecke beklagt sich: „In Demokratien hätten die Institutionen oft nur wenig Kraft, weil die Politiker zu kurzfristig agierten. Die früheren Schwellenländer (z.B. China) könnten Arbeitskraft zu niedrigen Preisen anbieten, während es im Westen genau umgekehrt ist.“
Ja, es ist schon schlimm für Deutschland als Exportweltmeister, seine Produkte angesichts der „wachstumshemmenden Demokratie“ überhaupt noch weltweit verkauft zu bekommen.  Viel schöner ist es da doch in Diktaturen wie China. Und ganz merkwürdig, dass der Heuschrecken-Chef trotz seines Milliardenvermögens doch lieber in Deutschland wohnt, statt in seinem Traumland. Ist unterm Strich wohl doch nicht soweit her mit deren Vorbildlichkeit, gell?

Das Heimwerkerprojekt der Woche. Ich bin ja ein großer Fan des ersten Satzes und erkläre hiermit die Fertigstellung meines ersten materielosen Cloudbuster:

„Perfektion ist erreicht, nicht, wenn sich nichts mehr hinzufügen lässt, sondern, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“  Terre des Hommes, III: L’Avion, p. 60 (1939)
Hier ist er, der wenn du so willst, neuartige Chembuster / Cloudbuster – ohne Rohre, ohne Orgonit, ohne Giftharz und ohne DOR-Irritierungen, ganz UFO-Stress-frei und wunderschön für Mensch und Natur:
Der 9-Elemente-Wirbel aus… Holz.

Und auf dem Mars steht ein Monolith:

Amateur Sternenbeobachter haben auf alten Aufnahmen des NASA Mars Reconnaissance Orbiter einen Monolithen entdeckt, der nun die Wissenschaftler beschäftigt. Der scheinbar perfekte und rechteckige Monolith auf der Marsoberfläche weckt Erinnerungen an Stanley Kubricks “2001: Eine Odyssee im Weltraum”.

Multimedia:

Wie oben schon gesagt, der Erleuchtung ist es egal (…und nicht bei Amazon kaufen, die kleine Buchhandlung um die Ecke dankt!):

FNORD

 

Der Weltgeldbetrug oder wie enteigne ich die Weltbevölkerung

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Von den Nebenwirkungen des Geldparadigma

Von den Nebenwirkungen des Geldparadigma

Der Ökonom und Philosoph Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger gehört zu den Kritikern einer absoluten Grundvoraussetzung des derzeitigen Finanzsystems: dem Zins. In einem ausführlichen Interview für chaostheorien.de stellt er gegenwärtige Zustände, Risiken und Alternativen dar. Eine seiner Kernaussagen: „Der Zins ist Systembestandteil, und er hat Nebenwirkungen, die deshalb auch Systembestandteil sind – schreckliche Nebenwirkungen.“

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, geboren 1941 in Kassel, ist Philosoph und Volkswirtschaftler. Er hat in Grenoble/Frankreich und Durham/USA Ökonomie und Philosophie studiert. Im Anschluss daran hat er mit einem Forschungsauftrag der Max-Planck-Gesellschaft an der Freien Universität Berlin und an der Technischen Universität Berlin zum Dr. phil. in Philosophie und zum Dr. rer. pol. in Volkswirtschaftslehre promoviert. Danach war er für 20 Jahre als leitender Manager in Europa und Übersee tätig.

Wenn Sie ein Produkt kaufen – z. B. den Computer, mit dem Sie dieses Interview lesen – hat dieses Produkt und jedes seiner Teile eine lange Reihe von Wertschöpfungsstufen durchlaufen, bevor Sie es benutzen können. Das gilt für jedes Produkt und für jede Dienstleistung, sei es ein Getränk, ein Fahrzeug, eine Reise, eine ärztliche Behandlung, ein Medikament, eine Fernsehsendung oder die Geschwindigkeitskontrolle der Polizei. In jeder dieser Stufen sind für Zwischenschritte Investitionen erforderlich, die finanziert werden müssen und immer gehen diese Investitionen mit ihren Zinsen in die Kalkulation ein und damit in den Preis.

Würden die Zinsen in den Endpreis nicht hineinkalkuliert, könnte das Unternehmen, in dem die betreffende Wertschöpfungsstufe erstellt wird, nicht überleben. Wir müssen die Zinsanteile in der Kalkulation aus allen Wertschöpfungsstufen zusammenzählen und erhalten dann den Zinsanteil im Endprodukt. Im Durchschnitt aller Endpreise kommen wir dabei auf ungefähr 40 Prozent. Bei Getränken ist es weniger (ca. 30 Prozent), bei Mieten und Immobilienkäufen mehr (75 bis 80 Prozent).

Weiterhin ist bekannt, dass z. B. in Deutschland der Schuldendienst der zweithöchste Posten im Bundeshaushalt ist und wir unsere Steuern (auch die Mehrwertsteuer, die jeden unserer Einkäufe verteuert) an zweiter Stelle für Zinsen zahlen. Wir können also ganz grob gerechnet davon ausgehen, dass wir mit jedem Euro, den wir ausgeben, die Hälfte für Zinsen zahlen und nur die andere Hälfte für das Produkt oder die Dienstleistung. Wenn Sie also im Monat netto 3.000 Euro verdienen und sie vollständig ausgeben, zahlen Sie davon ungefähr 1.500 Euro Zinsen.

Wenn Sie auf frühere Ersparnisse monatlich 1.500 Euro Zinsen kassieren, haben Sie also noch immer nichts gewonnen. Nur am Rande: Um monatlich 1.500 Euro (im Jahr 18.000 Euro) Zinsen zu bekommen, müssen Sie zum gegenwärtigen Ausgabesatz von Bundesanleihen (ca. drei Prozent) 600.000 Euro angelegt haben – deutlich mehr als eine halbe Million. Und ich bin sicher, dass die wenigen Leute, die soviel Geld „auf der hohen Kante“ haben, sich nicht darüber im Klaren sind, dass sie noch immer nicht zu den Gewinnern des Systems gehören. Die Verlierer machen weit mehr als 90 Prozent der Bevölkerung aus und von ihnen (also von „unten“) gibt es eine ständige Umverteilung nach „oben“ – zu den wenigen Gewinnern, deren Zinseinkünfte die Zinsausgaben deutlich übersteigen.


weiterlesen.…..

siehe dazu auch:

Prof. Wolfgang Berger zur Wirtschaftskrise Teil 1 von 9

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