Facebook

This tag is associated with 29 posts

Die Tyrannei der Heimsuchmaschine Google

Ein Standpunkt von Anna Zollner.

Sprechen ist ein Grundrecht und beruht auf der Überzeugung, dass der Mensch das Recht hat, gehört zu werden. Ein Mensch, der nicht sprechen darf, wird auch nicht gehört, was zur Folge hat, dass dieser Mensch seelisch verkümmert. Ohne den kommunikativen Austausch mit anderen Menschen geht jeder von uns ein wie eine Pflanze, der man das Wasser vorenthält.

Dass der Mensch wurde was er ist, ein hochspezialisiertes und vor allem hochsoziales Wesen, hat mit der menschlichen Sprache zu tun. Die grössten Hirnareale des Homo Sapiens Sapiens werden von dessen Sprachzentrum und für die Koordination seiner Hände beansprucht. Die Sprache und die Hände sind die wesentlichen Werkzeuge des Menschen. Mit der Sprache drückt der Mensch seine Gedanken aus. Sprache ist die intellektuelle Hauptverbindung aus dem Unterbewussten in das Bewusste. Was im Unterbewusstsein des Menschen gärt, kann durch die Sprache eindeutig werden. Eine diffuse Absicht manifestiert sich in einer eindeutigen Willensbekundung.

Internetkonzerne zensieren russische Medien – Verbietet Russland demnächst YouTube & Co?

Weil die Internetkonzerne russische Medien und User immer stärker zensieren oder in ihrer Reichweite behindern, wurde in Russland nun ein Gesetz eingebracht, dass Strafen für ein solches Verhalten vorsieht – bis hin zur Sperrung der sozialen Netzwerke in Russland.

Die amerikanische Kolonie – US-Firmen entscheiden in Deutschland, was die Wahrheit ist

Dass Deutschland nichts weiter ist, als eine US-Kolonie, ist für viele eine provokante These. Aber wenn man sich anschaut, wer in Deutschland die Deutungshoheit über Wahrheit und Unwahrheit hat, dann wird es schwer, der These zu widersprechen.

Man stelle sich einmal vor, chinesische Firmen würden in Deutschland bestimmen, was wahr ist und was unwahr und würden das auch deutlich sichtbar kennzeichnen. Das ist unvorstellbar? Grotest? Deutschland würde sich so etwas unter keinen Umständen bieten lassen und alle nur erdenklichen Maßnahmen dagegen ergreifen?

Verhinderter Biden-Skandal, Parteinahme der Medien, Ringen um Corona-Maßnahmen

Es hätte der Scoop des Jahres sein können: Der Datenfund auf der Festplatte eines Laptops, der Joe Bidens Sohn gehören soll. Doch aus der Enthüllung wird nichts: Facebook und Twitter blockieren ihre Verbreitung, die Medien berichten nicht. Und das ist nur eines von vielen Beispielen offener Parteinahme der Medien für Joe Biden. Derweil nimmt das Chaos um die Corona-Maßnahmen beständig zu.

Bock zum Gärtner – Bidens Ex-Beraterin wird Zensorin bei FB und sperrt Enthüllungsstory

Es hätte der journalistische Scoop des Jahres sein müssen – doch stattdessen wurden Joe Bidens mögliche Verstrickungen in die dubiosen Geschäfte seines Sohnes in der Ukraine medial unter dem Deckel gehalten. Welche Interessenkonflikte sich hinter der Sperrung verbergen – ein Kommentar von Ivan Rodionov.

TWITTER/FACEBOOK BLOCK NY POST ARTICLE ON HUNTER BIDEN

Hunter Biden introduced his father, then-Vice President Joe Biden, to a top executive at a Ukrainian energy firm less than a year before the elder Biden pressured government officials in Ukraine into firing a prosecutor who was investigating the com…

Leb wohl, Demokratie

Leb wohl, Demokratie: Facebook und YouTube löschen Beweise für Bidens Korruption

Facebook hat den Account des ukrainischen Abgeordneten gesperrt, der die Telefonmitschnitte und Kontoauszüge veröffentlicht hat, die Bidens Korruption in der Ukraine beweisen. Zuvor hat Google bereits den Kanal gelöscht, auf dem die Telefonmitschnitte veröffentlicht waren.

Die Zensurmaßnahmen der Medien und vor allem der Internetkonzerne werden immer radikaler. Alles, was das gewollte Narrativ von Biden als Heilsbringer und Trump als Verkörperung des Bösen schlechthin in Frage stellt, wird verschwiegen und sogar gelöscht. Dabei sind die öffentlich gewordenen Beweise für Bidens Skandale erdrückend, aber sie werden von den „Qualitätsmedien“ verschwiegen und von den Internetkonzernen durch Zensur unterdrückt.

Facebook-Mitarbeiterin, die Biden-kritische Accounts löscht, war an Bidens Geschäften beteiligt

Der Sumpf um Joe Biden scheint kein Ende zu nehmen. Bei Facebook ist eine Frau für die „Integrität der US-Wahl“ und damit für das Sperren von Nachrichten und Accounts zuständig, die an den Geschäften von Biden in der Ukraine unmittelbar beteiligt war.

Twitter Censorship Reaches New Level!

Twitter have taken it upon themselves to censor a link from the New York Post that claimed to expose corruption in the Biden family. Twitter shouldn’t get to decide what is and isn’t news.

Das Angstregime der Angela Merkel

DSC_2687

Donnerstag, 8.10.2020. Eifel. 71 Prozent der Deutschen trauen sich laut einer Allensbachstudie nicht mehr ihre Meinung zu sagen – erwähnt Wolfgang Kubicki in einer Talkshow des ZDF.  Die Talkshow selber konnte ich mit nicht lange anschauen, es war ein dümliches Geschwätz der Sonderklasse inklusive primitiv eingewobenem Russlandbashing, dass wohl inzwischen bei jeder Sendung dazugehört: Ein Volk, ein Reich, ein Führer, ein Feind – immer Russland wohlgemerkt.

Was man in Deutschland sagen darf und was nicht, entscheiden unter anderem Zensoren bei Facebook. Dieser Beitrag zum Beispiel … ist wegen Verstoßes gegen die Gemeinschafsstandards gelöscht worden:

„Homosexuelle sind ja Schwuchteln, oder? Und im Prinzip gehören die weggesperrt. Und diese ganzen Menschenrechtsaktivisten: sind doch nur quasiliberale Wichser. Oder? Und Ausländer? Doch nur Nagetiere, deren Heimatstädte man mit Marschflugkörpern vernichten sollte. Ja nu – jetzt mal nicht so aufgeregt auf die Zeilen hier gucken, es ist ja wohl allen bekannt, dass Frauen nicht mehr auf die Straße gehen können, weil die inzwischen voller Kakerlaken aus dem Ausland sind. Was wir brauchen, ist endlich mal eine nationale Rückbesinnung, dass wir unser Land reinigen von all dem Ungeziefer, das es befallen hat.
Hört sich nationalistisch an? Ist es auch, aber eine solche Meinung muss man nun mal vertreten, um in Deutschland persönlich Besuch von der Bundeskanzlerin zu bekommen. Ja, Sie denken doch wohl nicht, dass dieser Schwachsinn auf meinem Mist gewachsen ist? Das sind Ansichten und Worte des Kreml-Kritiker Nawalny, der gerne beim „russischen Marsch“ dabei war, wo man massenhaft Hitlergrüße fotografieren konnte – jedenfalls berichtete das die Hamburger Morgenpost am 26.9.2020. Wer tiefer gräbt findet ein Portrait der Tagesschau vom 12.6.2017, wo man erfahren darf, dass Nawalny auch mehrfach wegen Betrug verurteilt wurde. Ja – um die Nähe der deutschen Bundeskanzlerin genießen zu dürfen, muss man wohl schon ein ganz besonderer Lumpenhund sein. Was ich bei der Hamburger Morgenpost besonders erfrischend fand, ist die Erwähnung der „Sprachregelung“, die seitens der Regierung und der Medien stattgefunden hat, wonach Nawalny flächendeckend als „Kremlkritiker“ zu bezeichnen ist. Wären wir ehrlich, würden wir ihn einen Neofaschisten und Kriminellen nennen – aber die mochten die USA ja schon immer besonders gerne.
Und so ein Gesochse wird uns hier als Freiheitskämpfer verkauft – sorry, als „Kremlkritiker“. Können wir dann unsere Neonazis zu Merkelkritikern ernennen – das hört sich viel freundlicher an als dieses „Nazi“.
Die Heuchelei und Verlogenheit der Bundesregierung und dieses Wertewestens hat mal wieder einen neuen Höhepunkt erreicht … für den mal wieder große Mengen Steuergelder ausgegeben werden, um einen ganz billigen Propagandafeldzug gegen die Gaskonkurrenten der USA zu fahren, deren brachial gewonnenes Frackinggas wir teuer bezahlen sollen, damit Amerika first bleiben kann.
Eigentlich – eine erbärmliche und entwürdigende Geschichte. Oder?“

Er stammt aus meiner Feder und gehört zu den kurzen Kommentaren, die ich eine Zeit lang täglich dort beim Frühstück hinterlassen habe. Sicher: einen verurteilten Betrüger einen Lumpenhund zu nennen, ist sicher hart, aber es war ja nicht nur das: die Vorschläge zur Behandlung von Homophilen und Ausländern ist ja auch nicht von schlechten Eltern, oder? Die Vorstellung, dass so eine menschenfeindliche Ungestalt die besondere Gunst der Bundeskanzlerin der demokratischen Bundesrepublik Deutschland genießt, ist nahezu unerträglich –  und man wird ja wohl noch darauf aufmerksam machen dürfen, dass dort ein Gast hofiert wird und medienwirksam fünf teure Personenschützer erhält (zu sehen in dem Heute-Journal am 7.8.), den wir – wäre er Deutscher – zu Recht einen Nazi nennen würden. Und gegen Nazis sind ja wohl alle in diesem Land, oder? Zumindest … wenn man dem epischen Kampf „gegen Rechts“ glauben darf, der hier medienwirksam seit ein paar Jahren zelebriert wird.

Wer löscht da eigentlich bei Facebook? Mark Zuckerberg selbst? Nun – es wäre sein Recht, sowas zu tun. Immerhin war der Grundgedanke von Facebook nicht, politische Debatten zu ermöglichen, sondern Arbeitskollegen zu vernetzen, damit die sich gegenseitig Bilder von gemeinsamen Grillabenden zuschicken können. Nur durch Zufall ist daraus ein Medium geworden, dass in Deutschland allein 32 Millionen Menschen erreicht … andere Quellen sprechen von 25 Millionen im Jahre 2019, weil zunehmend alternative Angebote FB Marktanteile abjagen.  Damit übertrifft Facebook die Reichweite der Tagesschau um das Doppelte – hat nur viel mehr Inhalt und erlaubt natürlich eine wesentlich größere Meinungsvielfalt als diese. Lange Zeit wurde dies auch weidlich genutzt, bis … nun ja … bis der Politik der Kragen platzte und ein Löschbattalion eingestellt wurde. Jedenfalls nenne ich es so in Anlehnung an die britische Facebook-Brigade, die ebenfalls 2015 von der britischen Army aufgestellt wurde, um die „Herzen und Köpfe der Menschen“ zu erreichen (siehe Spiegel).

Natürlich gab es einen guten Grund, 2015 ein Zensurteam aufzustellen: das Volk wendete sich in größerem Maße gegen die Politik der Kanzlerin – der großflächige Menschenversuch, spontan eine Million junger Männer aus dem Ausland nach Deutschland zu verlagern, war nicht überall mit Begeisterung aufgenommen worden: die Nawalnys der Republik fingen an, richtig Krawall zu machen – und auch besonnenere Charaktere stießen sich an der Tatsache, dass Deutschland auf einmal per Kommando der Kanzlerin über Nacht von einem Asylland zu einem Migrationsland werden sollte – ohne jede breite gesellschaftliche Debatte, die eine solche Entscheidung vorausgehen sollte.

Natürlich rief die Kritik auch jene Gestalten auf den Plan, die schon 1933-1945 gegen jede Art von Ausländern waren – außer: man konnte sie Millionenfach für Gratisarbeit in den Betrieben einsetzen. In der Tat waren damals 12 Millionen Ausländer für die deutsche Wirtschaft tätig – nur gegen billigstes Essen und billigste Unterkunft: ein Traum für jeden Unternehmer, damals wurden schon nebenbei einige Vermögen verdient bzw. massiv ausgeweitet …. eigentlich genau wie heute, wenn man sich mal die Arbeitsbedingungen anschaut, die zum Beispiel bei den Paketdiensten vorherrschen. Nur: dass da eine strukturierte, organisierte Ausländerfeindlichkeit vorherrscht, wird in Deutschland nicht thematisiert, weil … da „Arbeitsplätze geschaffen werden“ oder anders gesagt: durch Ausbeutung große Vermögen angehäuft werden. Die Freunde der Bundeskanzlerin schätzen solche Gelegenheiten sehr – wie auch ihre Großväter diese Möglichkeiten geschätzt haben.

Ein seltsames Bild, dass sich da gerade abzeichnet, oder? Eine Kontinuität in der deutschen Politik seit 1933. Erinnern Sie sich noch an die Anfangs erwähnte Allensbachstudie? Keine Sorge, wir haben sie nicht vergessen, müssen uns aber zuerst nochmal um Facebook kümmern.

Wer löscht da nun wirklich bei Facebook? Die Firma Arvato. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung … und ich möchte sie hier mal selbst zu Worte kommen lassen (siehe Süddeutsche):

„Bereits seit Herbst 2015 lässt Facebook auch in Berlin Beiträge löschen, mit Hilfe der Bertelsmann-Firma Arvato. Doch Details zu den genauen Lösch-Regeln oder zu Qualifikation und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die dort jeden gemeldeten Beitrag überprüfen, hat das Unternehmen selbst auf Druck des Bundesjustizministeriums nicht öffentlich gemacht.“

Ungeheuerlich, oder? Sollte man eigentlich dreimal lesen, damit man wirklich begreift, was da passiert: der Megakonzern Bertelsmann verweigert selbst gegenüber dem Bundesjustizministerium jegliche Angaben zu den Bedingungen, die zur Beitragslöschung führen, verweigert Angaben zur Qualifikation der Mitarbeiter, die diese Regeln ausführen sowie zu den Arbeitsbedingungen, untern denen sie diese Arbeit leisten müssen. Weiter erwähnt die SZ, dass es den Mitarbeitern sogar verboten ist, mit Medienvertretern oder Behörden zu sprechen: Maßgaben, denen wir sonst nur bei Sekten wie Scientology begegnen. Immerhin sind das Maßnahmen, die mindestens 25 Millionen Deutsche betreffen, die sich via Facebook austauschen: keine Kleinigkeit, wie ich meinen möchte.

Was wir aber jetzt dank SZ wissen: 600 schlecht bezahlt Mitarbeiter aus vielen Ländern überprüfen 2000 Beiträge am Tag. Das sind … 14,4 Sekunden pro Beitrag. Das läßt eine differenzierte Auseinandersetzung mit Text gar nicht mehr zu.

Aber wer will das schon. Die Lesekompetenz in Deutschland nimmt immer mehr ab … und das seit langem (siehe Deutschlandfunk 2004 oder Tagesspiegel 2019), Format wie „Twitter“ oder „Whats app“ erziehen zum noch kürzeren Formulieren, was letztendlich in flächendeckender Legasthenie enden wird … und, wie der Tagesspiegel treffend bemerkt, in einer Abnahme der Empathie. Da die Fähigkeit, Meinungen treffend und sicher formulieren zu können die Voraussetzung für die Äußerung von Meinungen ist, sehen wir die Meinungsfreiheit in Deutschland schon auf diesem Wege in Gefahr – und persönliche sehe ich aktuell in der laufenden Corona-Debatte genau das: die Unfähigkeit, differenziert auf ein Thema reagieren zu können, das vielschichtige Aspekte aufweist aber nun dümmlich in primitivsten Fronten aufgestellt wird. Aber dazu ein andermal mehr.

Bertelsmann ist ein Konzern, der auf vielfältige Weise in unser Leben eingreift und vom Kabarattisten Volker Pispers als mächtiger als die Bundeskanzlerin eingestuft wurde. Über die Bertelsmannparty als Motor der Einflussnahme und „Re-Feudalisiuerng“ hatte ich schon geschrieben (siehe Nachrichtenspiegel), es gibt aber noch mehr Fronten, an denen der Konzern tätig ist: so sichert er die Weltmachtpläne der EU und das Überleben des Kapitalismus und ist führend beim Kampf Reich gegen Arm, in dem er den Staat immer weiter zurückdrängt, das Gesundheitssystem zusammenschrumpfen will und die Bildung auf ein Minimum zurecht stutzt – mit einer ganzen Armada von Einflussmöglichkeiten (siehe bertelsmannkritik). Schulen nur noch für die Elite, Abschaffung der kleinen Krankenhäuser, Privatisierung von Gemeinschaftseigentum, Ökonomisierung von Bildung: all das ist voll auf der Linie des Konzerns, der bei Facebook die Meinung von 25 Millionen Deutschen nach unbekannten Richtlinien zensiert.

Nun ist Facebook natürlich nur ein Medium, dass in Deutschland genutzt wird. Ein anderes, im Vergleich dazu winziges Medium ist die Zeit, die uns in einem Beitrag über die oben erwähnte Allensbachstudie darüber aufklärt, dass es ja im Prinzip nur Nazis sind, die ihre Meinung hier nicht offen kund tun können (siehe Zeit), ein Beitrag aus dem Jahre 2015, der selbst sehr deutlich zeigt, wie es um die Freiheit der Meinung bestellt ist: wer der Meinung ist, dass man seine Meinung in diesem Lande nicht mehr frei äußern kann, wird ohne zu zögern mit nationalsozialistischen Mordbrennern gleich gestellt, die – wir erinnern uns – aufgehängt gehören. Wer möchte schon gerne in seiner Nachbarschaft oder am Arbeitsplatze als Adolf Eichmann angesehen werden … nachdem eine irre Presse ihn als solchen dargestellt hat? Niemand. Und wer traut sich dann noch seinen Meinung offen zu sagen?

Dabei wäre es – um beim Flüchtlingsthema zu bleiben – schon interessant zu wissen, wer denn da in Mengen nach Deutschland strömt: Familien, die dem Krieg entkommen wollen – oder Glücksritter wie die Goldgräber im Wilden Westen der USA, die mit außerordentlicher Brutalität gegen die Einheimischen vorgegangen sind. Aber wer hätte sich 2015 noch wirklich getraut, diese damals für die Sioux in den Black Hills wichtige Frage in Deutschland zu stellen?

2020 haben wir das nächste Thema, bei dem man vorsichtig sein muss: wer die Wahrheit über den homophoben Rassissten Nawalny ausspricht, wird bei Facebook gelöscht – eine Wahrheit, die ich direkt aus der Hamburger Morgenpost entnommen habe (siehe: Morgenpost), also noch nicht mal meine eigene Meinung zu dem Thema ist. Noch ein Thema, wo höchste Vorsicht geboten ist? Corona.

Aber darüber reden wir ein andermal.

Was für heute wichtig ist, scheint mir die Erkenntnis zu sein, dass die Angst im Lande umhergeht, dass ein Klima der Angst vorherrscht, von den Leitmedien (bei Lanz vertreten durch eine Spiegel-Redakteurin) als Judenfreund gebranntmarkt zu werden – oh, nein, Entschuldigung, dass war ja früher, heute sind die Bannbezeichnungen andere: als „rechts“, „Verschwörungstheoretiker“, „Covidiot“. Und auch wenn es rechte Meinungen gibt – so sind nicht alle Meinungen, die dem Spiegel nicht passen, nicht automatisch rechts – zumal aus dem Spiegel in den letzten Jahren ein außerordentlich rechtes Medium geworden ist – gemessen an den Maßstäben, die der Spiegel selbst früher mal an sich hatte.

………………………………………………

Ein persönliches Wort noch an die vielen Leser, die mich seit 2009 begleiten. Seit 10 Jahren schreibe ich nun für den Nachrichtenspiegel – seit einiger Zeit jedoch ist es ruhiger hier um mich geworden. Das hatte seine Gründe: seit 2016 arbeite ich – gegen Bargeld – an deutschen Hauptschulen, um dort Problemschülern eine Zukunft möglich machen zu können, die ihnen das System nicht mehr geben würde: ich sehe mich persönlich halt wirklich eher als ein Mann der Tat, habe dort sehr viel bewirkt, was mich sehr glücklich macht. Zudem habe ich zeitglich einen Sohn bei mir, der unter einer sehr unheimlichen Erkrankung litt, die die Wissenschaft nicht lösen konnte: das verbrauchte sehr viel Zeit, die ich nur noch beim Nachrichtenspiegel einsparen konnte. Darüberhinaus … habe ich nun im hohen Alter die Frau meines Lebens gefunden: die für mich ideale Partnerin – auch das kostet Zeit und hat hier zu einer längeren Sendepause geführt. Ich gedenke aber meine Arbeit hier fortzusetzen und meinem Leben – geschuldet den politischen Verwerfungen der Gegenwart – einen neuen Kurs zu geben, zumal mein Sohn wieder gesund ist. Also – sorry für die Sendepause – ok?

 

 

 

 

Faktenferne Faktenchecker

Facebook sitzt wegen ungerechtfertigter Zensur und betrügerischer Verunglimpfung auf der Anklagebank.
Ein Standpunkt von Torsten Engelbrecht.

„Ich nehme eine McCarthy-artige Stimmung im Land wahr und im Zuge der Cancel Culture sehe ich auch die Freiheit des Denkens und der Forschung im Allgemeinen in Gefahr. Mir gruselt es.“ Dies schrieb Dieter Nuhr kürzlich in einem Facebook-Post (1). Dass der Kabarettist seinen Unmut allerdings gerade auf Facebook zum Besten gab, entbehrt nicht der Ironie. Denn das übermächtige Soziale Netzwerk selbst verfolgt mit Vehemenz die Strategie, Kritik an mächtigen Instanzen als Ketzerei zu verfolgen und Andersdenkende mundtot zu machen. Der von Robert F. Kennedy Jr. gegründeten Organisation Children‘s Health Defense reicht es jetzt. Sie fühlt sich so stark von Facebooks Zensurpraktiken beeinträchtigt, dass sie nun Klage eingereicht hat. Im Visier hat der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten auch die so genannten „Fact-Checker“ wie PolitiFact, auf die sich der von Mark Zuckerberg gegründete Internetgigant beruft. Bei diesen kann von solidem Fact-Checking keine Rede sein.

Die von Robert F. Kennedy Jr. gegründete Organisation Children‘s Health Defense hat vergangene Woche vor dem Bundesgericht in San Francisco eine Klage eingereicht (2). Die Beklagten sind keine geringeren als der Social-Media-Gigant Facebook, dessen Gründer Mark Zuckerberg und drei so genannte „Fact Check“. Der Vorwurf: Facebook habe faktisch solide recherchierte Posts zum Thema Gesundheit zensiert und auf betrügerische Weise Children’s Health Defense diffamiert und falsch wiedergegeben.

Robert F. Kennedy Jr.: „Facebook zensiert und diffamiert“

Gemäß der Klageschrift von Children’s Health Defense ist Facebook engstens mit der Pharmaindustrie sowie den von Big Pharma praktisch beherrschten Gesundheitsbehörden verbandelt. Zudem hätte der Konzern wirtschaftliche Interessen in den Bereichen Telekommunikation und 5G, dem Mobilfunkstandard der fünften Generation (3).

Wie die Organisation Children‘s Health Defense auf ihrer Website schreibt, zensiere Facebook die Seite Children’s Health Defense. Wie dies aussieht ist auf dem unten eingefügten Screenshot zu sehen, auf dem ein Facebook-Posts von Children‘s Health Defense als „Teilweise falsche Information“ zensiert und geblockt wird. Die Basis dieser Zensur bildete unter anderem eine Analyse von PolitiFact. Wie erbärmlich dieser vermeintliche „Fact-Checker“ vorgeht, darauf gehe ich später auch noch detailliert ein. Das Ziel hinter dieser Zensurpraxis sei, so Children‘s Health Defense, Facebook von sachlichen Informationen über Impfstoffe, 5G und Gesundheitsbehörden zu „säubern“.

Neben Robert F. Kennedy Jr. selbst vertreten die Rechtsanwälte Roger Teich und Mary Holland Children‘s Health Defense in dem Rechtsstreit.

Massen-Kontrolle

„Alle nutzen Google und Facebook und haben jetzt plötzlich Datenschutz-Bedenken“

Tobias Riegel

Mit dem Verweis auf private Leichtfertigkeit soll massiver Zugriff auf die Daten der Bürger gerechtfertigt werden. Das ist zurückzuweisen.

Tobias Riegel ist Journalist, er lebt und arbeitet in Berlin. Er hat für verschiedene Berliner Medien gearbeitet, die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen bei Feuilleton, Medienkritik und Politik.

Maden im Speck oder Mäuse in der Gehirnwaschmaschine?

231 Katze Maus

Nachdem sich die Lager zwischen Corona-Befürwortern und Corona-Gegnern polarisiert haben, sehen viele Sofa-Intellektuelle und Superspreader, dass mit den bereits hinlänglich vergebenen und prominent besetzten Positionen („pro“ oder „contra“ Corona) kein Schnitt mehr zu machen ist. Um die Verwirrung im Fußvolk nun perfekt zu machen und die letzten Restbestände an Hausverstand zu zerbröseln, verkünden sie ihrer Followerschaft als Draufgabe nun noch eine dritte Variante, die Königsvariante: Alles Idioten, die derzeitigen Diskussionsteilnehmer, sowohl die Covidioten als auch die Anti-Covidioten. Bleibt jetzt also nur noch … ja, was denn nun? Ach ja, das entspannende große Nichts, das von einer beliebten Bundeskanzlerin bereits vorbildhaft verkörperte schwarze Loch, in dem sich alle Mühsal des Denkens und aller Fluch des Bewusstseins auflöst. Der milde Rückenwind der marktkonformen Demokratie kann uns dann endlich ins strahlende und gechippte Paradies des „Internet der Dinge“ führen, wo wir in einem selbstfahren und selbstfütternden Autodrom im Kreis fahren und ins Smartphone gucken können. Des Gordischen Knotens Lösung in dieser Corona-Misere lautet also: Ja ey lol, leute, ihr braucht euch doch nur ein bisschen entspannen, nicht so blöde anstellen, dann wird schon wieder. Nur eines nicht vergessen: immerzu weiter in den Flatscreen gucken und euren Serdar und Tilo liken. Überhaupt könnte ja jeder einen Youtube Channel aufmachen, Superyoutuber werden, wir abonnieren und liken uns dann alle untereinander, monetarisieren unsere Videos und können alle leben wie die Maden im Speck, so wie Rezo, Walulu, Pornokatja & die 90 Superyoutuber uns das vormachen.

Mal im Ernst: Es ist durch Studien längst erwiesen, dass das Scrollen durch Facebook & Co. für schlechte Stimmung sorgt und Depressionen begünstigt. Was ist es eigentlich für ein magnetischer Sog, der uns dazu bringt, uns freiwillig immerzu die gleichen Publikumsbeschimpfungen abzuholen? Es ist ja heute fast jeder Medienartikel ein Schlag ins Gesicht und eine gewisse Erniedrigung bzw. Traumatisierung des Menschen. Wer sich nur ein bisschen mit Traumatologie befasst, der erfährt, dass ein Opfer, das traumatisiert wurde, wie magnetisch immer wieder zum Täter zurückkehrt, da es sich an diesem Ort eine Wiederherstellung des verlustig gegangenen Teils seines Selbstwertes erhofft – dort aber nur noch neue Traumatisierungen und Klöppe auf den Kopf erfährt und sich dieses Spiel immerzu fortsetzt, bis man es durchbricht und sich einmal vollkommen unabhängig macht vom demjenigen, der einen gängelt und erniedrigt. Dieses Spiel wird leider nicht mehr nur von den einschlägig bekannten Gehirnwaschmaschinen wie Relotius-Narrenspiegel, Südtäuscher & Co. gespielt, sondern mittlerweile auch von vielen der einschlägig bekannten Influenzer und Superspreader. Dass sie sich an ihren Lesern emotional bereichern, können sie aber moralisch mit ihrem Bildungsauftrag on her Majesty’s Secret Service rechtfertigen.

Denn die Influenzer haben mittlerweile eingesehen, was Bundespräsident Gauck schon vor Jahren erkannt hat: „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“ Den dummen, ungehobelten Pöbel gilt es also nun im Verein mit all den anderen wackeren Recken des guten & gernen Lebens flachzuklöppeln und zurechtzubiegen. Wäre doch gelacht, wenn man diesen Pöbel nicht die Ohren richten könnte. Der Pöbel nimmt die Erziehung willig an – und holt sich täglich seine Portion Saft vom allein wissenden Influenzer seiner Wahl ab, lässt sich diesen Saft sogar amüsiert die Kehle runtergluckern und twittert selbst zur rabiatesten Leser- und Hausverstandbeschimpfung dann noch ein andächtiges „Danke“ und „genial“, unterlegt mit einem fetten GIF-Smiley aus dem Bauchladen von junkster.com.

Im Vergleich zu der Erziehung, die derzeit durch all die Influenzer und Superspreader stattfindet, ist die Tagesschau schon längst ein vernachlässigbarer Faktor. Die Transformation der Hirne in Richtung des Guten, Gernen und obendrein Alternativlosen geschieht viel effizienter innerhalb des Zirkelschlusses von Friends und Followern. Darin bilden wir mittlerweile unser eigenes Correctiv und halten uns gegenseitig im Zaum. Man kann den Markt nun dem freien Spiel der Kräfte überlassen. Für Unter-Haltung ist gesorgt. Man braucht uns dafür auch nicht bezahlen oder schmieren, wir machen das alles ganz gratis aus Bürgerpflicht. Will da wirklich noch jemand mit Verschwörung kommen? Also bitte, ist doch lachhaft. Wir, die Guten & Gernen? Authentischer, lässiger und zwischendurch auch mit gequält ernster, ums gute und gerne Leben besorgter Miene als die derzeitigen Alpha-Influenzer kann man den Imperativ des Guten & Gernen Lebens doch gar nicht rüberbringen. Mit einem Wort: Wir erleben gerade einen historischen Moment der Menschheitsgeschichte: Lobbying ist vollkommen unnötig geworden und würde heute nur das Risko einer anrüchigen Performance mit sich bringen. Die Next Generation bringt nun ganz von selbst aus sich hervor, was ihr von Kindesbeinen an als das Gute & Gerne und obendrein Alternativlose beigebracht wurde. Unite Behind the Science! Unite Behind the Economy! Unite Behind the Power! Fuck ju Göhte!

Was also tun? Sind wir nicht nur in einer Mause- sondern auch in einer Zeitfresserfalle gefangen? Wenn ja, wie kommen wir da wieder raus? Eventuell kann uns ein Aussteigerbericht des jungen Autors Nicolas Riedl helfen (siehe „Das Social-Media-Irrenhaus“). Darin schildert er, wie er mit all den „Kommentar-Battles, Hashtags, dem Raub unserer kostbaren Zeit und einer allgegenwärtigen Hysterie“ kurzerhand ein Ende gemacht hat. Seine Botschaft: „Für ein besseres Miteinander müssen wir uns von Social Media befreien und unseren Aktionismus in die analoge Welt verlagern.“

„Die Zufuhr gehaltvoller, tiefgehender Information ist nach wie vor sehr wichtig, aber das gegenseitige Zerfetzen in den Kommentarspalten darunter, die moralische Selbstbeweihräucherung durch Selbstinszenierungsstrategien — die letztlich auch nur das eigene Ego stärken, statt wirklich der Sache zu dienen — oder das unendliche, ziellose Rumscrollen ins Erkenntnisnirwana sollten wir beenden.

(…)

Als Aussteiger von Social Media kann ich jeden Zögerlichen ermuntern, diesen Schritt zu gehen. Instagram hatte ich trotz meines jungen Alters nie, lediglich Facebook trug ich als digitales Laster bis in den Herbst 2019 mit mir herum. Dort auszusteigen hatte ich schon länger vor, doch zögerte es immer wieder hinaus. Dann, eines Abends wurde mir mein „Kontrollverlust“ mit aller Deutlichkeit bewusst: Obwohl ich an diesem Abend noch einiges an Aufgaben zu erledigen hatte, schweifte ich immer wieder auf Facebook ab, scrollte und scrollte, obwohl ich eigentlich nach nichts Bestimmtem suchte. Ich „suchtete“ nur. Ich prokrastinierte. Und als mir das so richtig bewusst wurde, zog ich schlagartig die Reißleine und löschte von einer Minute auf die andere meinen Facebook-Account. Einfach so! Weg! Tschüss!

Und mit dem Ergebnis bin ich bisher sehr zufrieden. Ich bin wesentlich ruhiger, entspannter und vor allem produktiver. Ich lese wieder mehr Bücher und merke auch, dass ich gedanklich tiefere Ebenen gelange, die für mich zu Zeiten meiner Facebook-Nutzung unerreichbar waren. Denn die Ablenkung war viel zu groß und riss mich immer wieder aus meinen Gedankengängen. Statt wie ein Junkie an der Dopamin-Nadel durch neue Likes, Kommentare et cetera zu hängen, lernte ich es wieder, durch langes konzentriertes Lesen oder Arbeiten an einem Projekt, entweder zu neuen Erkenntnissen zu gelangen oder ein Ziel zu erreichen, was statt Dopamin Endorphin ausschüttete. Das macht langfristig wesentlich glücklicher, als diese kurz anhaltende Highs, die im Nachgang dann immerzu nach einem „Mehr“ an Reizen fordern.“

Foto: Pixabay/CC0

Wer sägt schon am eigenen Ast?

Wenn US-Technologiekonzerne „Rassismus bekämpfen“

Alle sind derzeit ganz laut und öffentlichkeitswirksam gegen Rassismus. Doch scheint die Rassismusdebatte spätestens an der Landesgrenze zu enden. Ab dort beginnt wieder das Geschäft.

Gefährdung der marktkonformen Demokratie: Für solche Memes wird man heute auf Facebook gesperrt

AssangeGelauAfghanistanFBscreenshot01052019

(Bild:  facebook/Markus Gelau)

Für das Posten des obigen Memes wurde der Autor von Facebook soeben für 30 Tage gesperrt. Eine dazu konsultierte Anwaltskanzlei meint: „Wir haben Ihre Äußerung auf Facebook geprüft. Diese verstößt weder gegen deutsches Recht noch gegen die FB-Nutzungsbedingungen. Die Sperre war bzw. ist daher rechtswidrig.“ Von einer Klage ohne Rechtsschutzversicherung rät die Kanzlei dennoch ab, da die Rechtslage in Sachen Facebook nicht geklärt und das Prozessrisiko erheblich sei.

Der Autor, der hauptberuflich Grafiker ist und das obige Rubikon-Factsheet auch selbst erstellt hat, kann sich nun also beim Salzamt beschweren. Denn Facebook hat auch die Widerspruchsfunktion deaktiviert:


(Bild:  facebook/Markus Gelau)

Während sich Autor und Anwälte also gerade den Kopf zerbrechen, was denn der Grund für die Zensur des obigen Postings  ist, liegt der Tatbestand doch sonnenklar auf der Hand:

Solche Infos über CDU-Funktionäre zu veröffentlichen, gefährdet doch den Bestand der marktkonformen Demokratie. Wo kommen wir denn hin, wenn solche Infos die Runde machen? Mannomann, da betreibt jemand Wehrkraftzersetzung ersten Grades und frägt dann noch ganz naiv und unschuldig, gegen welche Regeln er denn verstoßen habe. Hat der denn nicht brav bei Tilo „jung & naiv“ geguckt, um zu kapieren wie das Spiel läuft? Nee? – Also dann mal im Klartext ein Update für alle Sozialromantiker, die immer noch Che Guevara-Deo tragen und nicht mitbekommen haben, wie die Uhren seit der Milleniumswende ticken: Auf höfliche Weise ein paar dumme/naive Fragen stellen ist in einer marktkonformen Demokratie erlaubt, hat sogar einen erwünschten systemrelevanten Unterhaltungswert. Man bekommt dann von Experten und Sprechern der herrschenden Lehre mehr oder weniger hölzerne Antworten, über die man dann schmunzeln und sich sogar schlau vorkommen darf (wäre ja für akademisch gebildete Bürger frustrierend, wenn sie sich immerzu als Doofies fühlen müssten, deren Zukunft in einem neoliberalen System genauso verkauft und ausgeschlachtet wird wie gerade der Hambacher Wald und unsere sonstigen noch verbliebenen Umweltressourcen). Dank „simulativer Demokratie“ (© Jean Ziegler) kann Business as usual  ungestört weitergehen. Wenn die Pressekonferenzsprecher gut aufgelegt sind, beantworten sie sogar noch eine zweite naive Frage. Aber wenn sich der naive Frager auf den hinteren Rängen dann immer noch nicht reinkriegt und das Maul hält oder wer gar 2+2 zusammenzuzählen wagt und Fakten liefert anstatt naiver Fragen, der kriegt auf die Fresse – und wird in einem medial-politisch-ökonomisch perfekt verzahnten System am digitalen Scheiterhaufen warm entsorgt.

An Schergen, die für diesen Scheiterhaufen Brennholz herbeischaffen, mangelt es ja nicht. Schon seit Anfang 2017 sind z.B. die GWUP-/Ruhrbarone rund um David Schraven, Sebastian Bartoschek, Stefan Laurin, & Co. als „correctiv.ruhr“ Teil des Facebook-Zensurbüros „Correctiv“ und dürfen dort alles löschen, was nicht der naturwissenschaftlichen Rationalität entspricht.

Die Gwupies, die im Kampf gegen unbotmäßige Querfront-Postings bei der Bertelsmann-Tochter Arvato im Auftrag von Facebook derzeit noch gutes Geld verdienen, haben allerdings auf das falsche Pferd gesetzt. Die sich gerade sprunghaft entwickelnde KI wird nämlich mit selbstlernenden Algorithmen ganz von selbst erkennen, wann der Inhalt eines Postings die Grenze des Zulässigen überschreitet und die marktkonforme Demokratie gefährdet. Das obige Posting mit den Reizwörtern „CDU“, „Hambacher Wald“, „RWE“ und „120.000.- Euro“ könnte schon von jetzigen Algorithmen im Bruchteil einer Sekunde erkannt und ausgesiebt werden. Künftige PC-Tastaturen der Generation 4.0 werden dem User beim Posten solch subversiver Texte dazu gleich auch einen Stromstoß verpassen.

Die 700 in Berlin und die 500 in Essen angestellten Blockwarte, die 2018 ihren Vertrag mit Arvato und Facebook noch einmal verlängert bekommen haben, werden also schon demnächst abgebaut und selbst im Prekariat landen. Wenn die Blockwarte dann selbst „Pack“ sind, dann werden sie womöglich ins Darknet abtauchen und auch versuchen, ein paar sozialkritische Memes zu posten – es wird dann vermutlich jedoch bereits zu spät sein.


Nachsatz:

Mal im Ernst: Wäre es nicht höchste Zeit, uns eine Alternative zu den – ausnahmslos in transatlantischer Konzernhand befindlichen und damit europäischen Datenschutzstandards und Persönlichkeitsrechten Hohn spottenden – Plattformen Facebook, Youtube, Twitter, Instagram & Co. zu suchen? Human Connection wäre so eine Alternative. Deren Gründer Dennis Hack und sein Team haben die letzten Jahre mit hohem unternehmerischem Risiko fast Tag und Nacht an diesem Ideal eines freien, demokratischen und lösungsorientierten sozialen Netzwerks gearbeitet. Sie sind jetzt auch quasi auf der Ziellinie, es gibt bereits eine betriebsfähige Alpha-Version, in die man sich einloggen kann. Die Lösung, die uns mit Human Connection fast schon wie auf dem silbernen Teller serviert wird, ist nun allerdings kurz vor dem Durchstarten nochmals massiv gefährdet. Human Connection hat gerade einen SOS-Ruf abgesetzt (siehe Youtube).
Wenn 3000 Menschen mit einer monatlichen Mikrospende von 10 Euro helfen (auch 5 Euro-Spenden sind möglich), wäre das Problem im Handumdrehen gelöst und die Finanzierung gesichert. Derzeit sind 2064 Patenschaften erreicht, es fehlen nur noch 936. Wie wär’s also mit 1x Kaffetrinken pro Woche weniger und stattdessen ein paar Münzen Richtung Human Connection rollen lassen? Wäre das nicht eine sinnvolle Investition in die Zukunft?

 

+++
Ergänzung v. 01.05.2019:

(Screenshot: facebook/Markus Gelau)

Hate Speech bei Facebook … von original Gutmenschen

Montag, 16.1.2017 Eifel. Ja, was für seltsame Zeiten. Mir scheinen sie sogar völlig irre. Da sind wir ein hoch verschuldetes Land, dessen Geld zusehends an Gehalt verliert, weil ein Herr Draghi es in Massen nachdruckt – doch niemanden kümmerts. Unsere Soldaten sind in immer größerer Zahl weltweit im Einsatz, und niemanden störts. Immer mehr deutsche Bürger können von ihrer Arbeit nicht leben – insgesamt ist das Prekariat inzwischen – in allen Existenzformen – auf 14 Millionen arbeitsfähiger Menschen angewachsen … also mehr als jeder dritte arbeitende Mensch … doch es kommt nicht zu Protesten – selbst dann nicht, wenn die ständig wachsende Zahl von Obdachlosen (inkl. 22000 Kindern) aktuell dem Kältetod ausgesetzt ist – und auch stirbt. Mitten in Europa kommt es wieder  zu einem Truppenaufmarsch an der russischen Grenze – wie zuletzt 1941 – doch der Deutsche schweigt und wählt die Täter. Die NSA behandelt Deutschland wie ein schlimmstes Feindland, hört sogar die Kanzlerin ab – und wir lächeln und winken. Alle klagen groß über Klimaleugner und jagen sie durch die Debatten, während immer mehr SUV-Benzinmonster hoch gelobt und heiß begehrt die Straßen bevölkern. Gut – die leugnen nicht den Klimawandel – sie beschleunigen ihn. Trotzdem irre. Immer noch ist klar, dass Lobbyisten direkt im Bundestag Gesetze schreiben, dass die internationale Pharmaindustrie in Deutschland Milliardenschäden durch willkürlich hohe Preise verursacht, dafür aber unsere medizinische Versorgung sich immer näher an die Standards von Swasiland annähert – aber alles bleibt ruhig.

Gut – das Thema Flüchtlinge: das hat etwas bewegt. Initiiert von einer CDU, die historisch durch „Ausländer ´raus“ Kampagnen geglänzt hat (Thema: Doppelpass), angeführt von einer Kanzlerin, die Multi-Kulti für gescheitert hielt, aber gerne eine Million Multi-Kulti-Menschen ins Land holt – ohne übliche Grenzkontrollen unter Verletzung diverser Gesetze und Abkommen und der gleichzeitigen (inzwischen klammheimlich aufgegebenen) Umwandlung des Asylrechts in Einwanderungsrecht … doch niemand darf sich fragen, warum die das gemacht haben. Die Frage nach dem „warum“ – ist außerordentlich unerwünscht, wird sofort mit einem Bann belegt, das Wort „Verschwörungstheorie“ wird dazu missbraucht. Andererseits werden Menschen abgeschoben, die jahrelang hier gelebt haben, die Sprache beherrschen, hier Arbeit gefunden haben und sich nützlich einbringen, ohne das ein Hahn danach kräht – sogar Kinder schmeißt man wieder ´raus, für die Deutschland mehr Heimat war als alle anderen Länder dieses Planeten.

Willkürherrschaft nach Gutsherrenart- und wer dagegen ist, ist ein Nazi. Völlig verrückte Zeiten, die wohl nur funktionieren, weil es keine radikale Linke mehr gibt, die all´ die Widersprüche des sterbenden Kapitalismus täglich unter die Leute bringt – in der Ausrottung der europäischen Linken waren die US-Geheimdienste sehr erfolgreich (siehe hierzu: Daniel Ganser, Gladio, Orell Füssli 2009), was übrig blieb, waren Rechte mit linken Reklametafeln. Ganz offen werden Zensurbehörden errichtet, ganz spontan bricht ein Bürgerkrieg in Deutschland aus – zumindest ein verbaler. Zwei Fronten stehen sich unerbittlich gegenüber: auf der einen Seite die sogenannten Gutmenschen, die gerne selbst definieren, was gerade gut zu sein hat und von allen wollen, dass man ihren Vorstellungen und Ansichten absolut kritiklos folgt („wer nicht für mich ist, ist ein Nazi!), auf der anderen Seite die sogenannten „besorgten Bürger“, die erstmal nicht glauben können, dass alles so fürchterlich „gut“ ist, wie die Gutmenschen täglich behaupten.

Austragungsort des Bürgerkrieges ist: Facebook. Ein großer US-Konzern – was ihn schon von Anfang an verdächtig macht. Sicher – es gibt große US-Konzerne, die – wie z.B. die United Fruit, Monsanto, Wal Mart – das Recht der Menschen scheinbar mit Füßen treten, doch was bei Facebook wie auch bei Amazon und E-Bay (ebenfalls Namen, wo der Gutmensch zusammenzuckt) anders ist: diese Konzerne wuchsen durch Menschen, nicht durch Kapital. Amazon und E-Bay entlasten zudem die Umwelt enorm – es ist sinnvoller, dass ein Postauto hundert Buchpakete ausliefert als das hundert Kunden in die Bücherei fahren (es sind ja nicht alle so priviligiert, dass sie in großen Megazentren wohnen können), ebenso ist es sinnvoller, seine Gebrauchtkonsumgüter für eine neue Verwendung zu verkaufen als sie auf den Müll zu geben – doch ich will mich nicht völlig unbeliebt machen, Kritik an diesen Firmen ist bei besorgten Bürgern und ihren Gutmenschen gleichermaßen modern, da stimmen die gerne zusammen den Klagegesang an.

Facebook ist natürlich noch schlimmer – man könnte es fast: Hassbuch nennen, wenn man den offiziellen Medien glaubt. Während früher der Lehrer, der Journalist und der Experte diktierten, was jetzt gerade Wahrheit zu sein hat („Der Franzose ist unser Erbfeind“, „Der Jude ist unser Untergang“, „Der Kommunismus holt uns alle“ oder „linke Politik kostet uns alle Arbeitsplätze der Welt“), können die Menschen nun selbst diskutieren. Vor allem Journalisten werden immer überflüssiger – in ihrer alten Form, als Pressesprecher von Kapitalinteressen, als Agenten des Kapitalismus und als Jäger von Abweichlern taugen sie immer noch – die Menschen machen sich selbst auf den Weg, mit Menschen in Asien, Afrika, Amerika oder Australien zu reden. 1,4 Milliarden Menschen sind bei Facebook vereint – und bilden dort die größte Multi-Kulti-Nation die dieser Planet je gesehen hat – ganz ohne Regierung.

Ich war also mal unterwegs in diesem „Facebook“ – und habe mir Kommentare angeschaut. Wollte wissen, wie hasserfüllt die wirklich sind.

Christian Döpke lief mir da über den Weg mit „du ekelhafte drecksau“. Ich störe mich da nicht an Rechtschreibfehlern, weiß ich doch, dass Sprache von lebendigen Menschen täglich neu geformt wird – und nicht von Professoren im Labor entwickelt werden sollte.

Tina Mitra: „Du stück Scheisse“ – natürlich ein Klassiker moderner Beschimpfung.

Wolfgang Degenhard wird deutlicher: „Dreckshure, erschießen sollte man solche Mörder“.

Richard Jandrisitis pflichtet ihm bei: „Diese Stinkfotze würde ich gerne vor die Flinte kriegen“.

Ja – bei dem gejagten Objekt handelt es sich um eine Frau, wie Anne K. Warton bestätigt „Fotze“.

Chris ben bringt es auf den Punkt „Schießt ihr in den Kopf“

Uwe Graf ist da erfinderischer: „Diese Schlampe gehört an den nächsten Ast aufgeknüpft, mit den Füßen nach oben, damit sie länger was davon hat. Und dann noch auspeitschen“.

Niedlich, oder? Fast wie Kochrezepte: und dann noch eine Prise Majoran.

Christa Grosser: „Diese Alte hat kein Recht auf Leben – man sollte sie erhängen“.

Sheela vom Weißengraben ist da sehr kreativ: „Blutpissende Tempelhure“, Tina Gerard de Gust springt mit „what an ass hole“ bei.

Wolf ja bitte bleibt zivilisierter, fordert nicht den sofortigen Tod, wäre mit lebenslanger Behinderung zufrieden „!!!!!Die würde ich so prügeln, dass sie im Rollstuhl wäre!!!!!“ Kann sein, dass ich ein paar Ausrufezeichen vergessen habe.

Nette, angenehmen Zeitgenossen, oder? Würde man gerne als Nachbarn haben.  Einige von Ihnen sind so kriminell, dass ihnen nach § 241 StGB eine Gefängnisstrafe droht – aber Verrrohung und soziale Insolvenz stören sich an solchen Kleinigkeiten nicht.

Wir sind noch nicht fertig.

Rolf Antweiler: „Was für eine Fotze der würde das Lachen vergehen wenn ich mit der fertig wäre“. Ja – so eine Runde Frauenhass ist immer gut.

Hate Speech vom Feinsten, oder? Wir scheinen hier im Basiscamp der Neonazis zu sein.

Lauschen wir Chris Pappert: „ab zwischen zwei Pferde mit ihr und diese langsam los laufen lassen dreckige hu….“

Gut – ein Folterknecht erster Güte, dem es nicht auf den Tod ankommt sondern auf möglichst langsame Qual des Opfers, das genüsslich zu Tode geschleift werden soll. Immerhin zügelt er sich bei der konkreten Beschreibung der Person, wird nicht ausdrücklich ehrverletzend. Nur halt: folternd.

Katja Hilbert reiht sich ein: „da würde ich gerne auf die Jagd gehen und der dummen Schlampe in den in den Kopf schießen“.

Ja -das war schon deutlich. Es handelt sich übrigens immer noch um die gleiche Frau – nicht dass Sie denken, ich hätte mir die Mühe gemacht, zu verschiedenen Themen zu recherchieren.

Gabi Burger versucht alle zu toppen: „Verkommene mistschlampe, man sollte dir die Haut in Fetzen von deinem Körper reisen und mit Salz bestreuen“.

Wir merken: jetzt kommen die Feinschmecker der Folterkunst zum Vorscheinen. Woher die nur alle ihre Erkenntnisse haben? Gabi muss ich jedoch sprachlich etwas korrigieren: es heißt „reißen“ – nicht „reisen“. Die will, dass es richtig kracht.

Ebenso wie Albatross Akitu Seven: „….Gibt mir ne ABGESÄGTE SCHROTTFLINTE dann ist vorbei mit diesem wiederlich abartigen Grinsen (…) Dann fehlt nämlich der Kopf diesem wiederlichem Geschöpf“.

Ja – der will ganze Sachen machen und inspiriert weitere:

Björn Westphal: „Kopfschuss und weg mit der alten“.

Die Menge scheint sich langsam auf eine Vorgehensweise zu einigen:

Annette Knor: „Blödes Miststück. Für Dich die nächsten Kugel, und die mitten in den dummen Schädel.“

Beenden wir den Chor – wo es noch mehr Stimmen zu vernehmen gab – mit:

Sabine Jungjohann: „Dreckshure … elendig verrecken soll die Schlampe“.

Ja – einfach Tod reicht nicht. Elendig soll es schon sein.

Was meinen Sie wohl, hat das Opfer dieser Meute getan? Angela Merkel kritisiert? Wäre denkbar. Zum Krieg mit Putin aufgerufen? Geschieht bei FB öfter als man denkt, aber falsch. Ein Kind vergewaltigt? Kommen Sie – da würde doch niemand groß Notiz von nehmen … sind doch nur Menschen. Juden vergast? Das würde doch in Deutschland nicht solche Wünsche nach sich ziehen. Vielleicht hat sie den Klimawandel geleugnet? Wäre denkbar. Oder sie hat den Klimawandel erwähnt: ginge auch. Vielleicht war sie gegen die Einwanderung von Nordafrikanern? Könnte die Kommentare plausibel machen. Oder sie war für die Einwanderung von Nordafrikanern: würde auch passen. Vielleicht hört sie Ken Jebsen? Oder Jutta Ditfurth? Ja – das wäre auch eine Möglichkeit. Vielleicht … wählt sie AfD – oder DIE GRÜNEN. Alles denkbar. So ist halt der Umgangston in Deutschland momentan – nicht nur bei Facebook, das kann jeder bestätigen, der neben dem Besuch der Arbeitsplatzes und dem Konsum von 4 Stunden Blöd-TV noch mal Zeit findet, seinen Mitmenschen zuzuhören.

Ist es überhaupt wichtig, dass wir wissen, worum es geht? Reicht es nicht, dass grundlegende Grenzen einer jeden menschlichen Zivilisation hier überschritten wurden, sich hier Bestien in Menschengestalt offenbart haben, die wir sofort in Sicherheitsverwahrung nehmen sollten – bevor sie ihre Wunschträume wahr werden lassen?

Nun – eigentlich … ja. Ist völlig egal, was diese Menschen eint: sie stehen völlig außerhalb der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sind völlig verroht, sozial komplett insolvent – egal, welcher politischen Richtung oder Nationalität sie angehören, zivilisatorisch stehen sie auf unterster Stufe, als Wesen, die anderen Wesen bewusst lang andauernde Qual zufügen wollen, sogar außerhalb – unterhalb – dessen, was wir bei schlimmsten Bestien der Natur wahrnehmen: sogar der Wolf ist menschlicher als diese Gestalten.

Der Wolf?

Ja – kennen Sie doch, oder? Der ist zurück – nicht nur in Menschengestalt als Aktienhai, sondern als richtiger Wolf. Er reißt Tiere – und Menschen.

Ja – gruselig, oder? Es ging eigentlich nicht um irgendetwas von Bedeutung, sondern um eine Frau, die einen Wolf erschossen hatte. Das war der Grund für eine Menschenvernichtungsorgie. Ich bin fair: die Facebookseite „Wolf – ja bitte“ hat sich dafür entschuldigt, die Beiträge sind gelöscht, ein Administrator wurde entfernt – aber mir bleibt die Erinnerung … archiviert bei „Wolf nein Danke„.

Haben Sie auch eine Meinung zum Wolf? Ich für meinen Teil kenne keinen persönlich, weiß nur aus Märchen, dass er böse sein soll – und Kinder frisst. Und Joggerinnen. 2010 wurde eine in Alaska zerfleischt. Das Wolfscenter (pro-Wolf, glaube ich) hat weitere Angriffe auf Menschen aufgelistet (siehe Wolfcenter). Warum Menschen Wölfe als Fetisch verehren, ihn heiligen und über den Menschen stellen: ich werde es nicht begreifen. Bei heilligen Kühen kam ich gerade noch mit, ach – die waren sogar sehr plausibel – aber bei heiligen Wölfen? Nun – sind wohl ein schönes Symbol für eine Zeit, in der es Alltag geworden ist, dass der Mensch des Menschen Wolf wurde, ein Symbol dafür, dass man sich an Menschenschlächterei gerne beteiligen würde – was die Wolfsfreunde ja offen zugeben.

Was mich eher fasziniert: diese Menschen halten sich sicher für „gut“. Tierliebhaber. Schlimmstenfalls noch vegan. Ständig auf der Suche nach neuen, willkürlich gesetzten Qualitäten, mit denen man sich selbst enorm erhöhen und die anderen elegant erniedrigen kann … bis hin zur qualvollen Vernichtung. Und das ist der Kernpunkt von „Gutmenschen“. Es ist nichts schlimmes daran, Tierliebhaber zu sein. Es ist auch nicht verwerflich, sich aus der natürlichen Nahrungskette auszuklinken, das Raubtier in sich zu befrieden und auf Gemüse umzusteigen.

Schlimm ist es, die Tierliebe als Alibi zu missbrauchen, um seine eigene totale Entmenschlichung voll ausleben zu können.

Es gilt natürlich nicht für alle Tierfreunde. Es ist ein Zeichen edlen Menschseins, ein Zeichen, dass man bei Zecken, Milben und Flöhen seltener beobachtet (eigentlich: gar nicht), dass man dem fremden Tierwesen gegenüber freundlich gesinnt ist, sein Leid erkennt und es mildert. Wenn aber die Tierliebe nur dazu dient, seinen Menschenhass ungebremst in die Welt zu entlassen – dann haben wir Wölfe im Schafspelz unter uns – die sofort eingesperrt gehören. Gesetze dafür gibt es schon – siehe oben.

Würde auch gerne mal mit denen diskutieren, was denn da so fasziniert am Wolf – der für die NS-Ideologie auch ein unverzichtbares Symbol war. Was mich auch interessiert: warum rücken nicht auch andere Tiere in den Tierliebhaberfokus? Milben, zum Beispiel. „Pro-Milbe“ habe ich bei FB nicht gefunden. „Pro-Zecke“ auch nicht, ebensowenig „Pro-Floh“ – obwohl dies lustig klingt. Es gibt noch nicht mal eine Gruppe „Pro-Ente“ – obwohl dies ein zauberhaftes Geschöpf ist, das in mehreren Elementen zu Hause ist. Nimmt man nicht gerade das Raubtier zum Symbol, weil man so – stellvertretend – ein Ventil für die eigenen Agressionen hat? Einen Bruder im Geiste des blutigen Zerreissens lebendigen Gewebes? Der sogar im Blutrausch ganze Herden auslöscht (siehe blickpunkt-nienburg).

Mir wäre aber eine Gruppe „Pro Mensch“ schon lieb – fürchte, der wird bald durch „Tierliebhaber“ zu einer immens bedrohten Art. Ich fürchte nur: ich würde für Menschenhass mehr Beifall bekommen. Nicht von Tieren – sondern von Menschen.

Völlig irre.

Und zeigt für mich deutlich schlimmere Gefahren auf als jene, die von AfD oder Flüchtlingen ausgehen. Wobei die beiden ja wohl auch eher Objekte sind, auf denen man seinen grenzenlosen eigenen Hass projezieren kann. Aber diesen Hass meint wohl die Politik nicht, wenn sie gegen Hass agieren möchte. Politisch gesehen … gibt es schon längst guten Hass (z.B. auf Deutsche, Rechte, Amis und Russen) und bösen Hass (auf Merkel, Gabriel und Gauck).

Menschlich gesehen jedoch … ist Hass der eigentliche Feind der Menschheit. Er ist weder gut noch böse – sondern einfach überflüssig. Und gefährlich – in jeder Art. Einfach: tödlich.

 

Jemen: Testgebiet von Natowaffen – ein Augenzeugenbericht

Donnerstag, 29.12.2016. Eifel. Ja, der Krieg ist ein Deutschland angekommen. Tunesier rasen mit LKW´s in Menschengruppen, Syrier zünden Obdachlose an, Heiko Maas reagiert scharf mit der Installation eines Wahrheitsministeriums. Ja – so etwas braucht man im Krieg: eine Instanz, die sagt, was wahr ist und was nicht. Dort wird dann entschieden, dass die Erde von Dienstag bis Donnerstag als Scheibe zu betrachten ist, den Rest der Woche als Kugel, während sie Montags überhaupt nicht erwähnt werden darf. Jahrtausendealte Debatten über den Sinn des Lebens, über Gerechtigkeit, über Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit werden einfach so beendet, in dem irgend ein schlecht ausgebildeter Funktionär eine Entscheidung trifft – natürlich jene, die seinen Auftraggebern am Besten nützt. Zentraler Punkt des Angriffs auf die Meinungsfreiheit ist: Facebook, jener Ort, der bald mehr „Einwohner“ hat als China. Facbook ist: der Feind. Ihn braucht man immer im Krieg – das wollen wir mal  nicht vergessen. Was dieses Wahrheitsministerium beschließen wird? Nun – Erfahrungen haben wir doch schon: Nachrichten, die den Merkel-Mythos von friedliebenden, fleißigen, hoch gebildeten Neubürger aus Syren, Afghanistan, dem Irak oder sonstwo in Gefahr brachten wurden erst mal unterdrückt, um den heldenhaften Kurs der Kanzlerin nicht zu gefährden, zudem wurde eine Horde von Bekloppten mit staatlichen Mitteln ausgerüstet – in enormer Höhe – um flächendeckend Bürger aktiv denunzieren zu können: als „rechts“, „rechtsoffen“ oder einfach als Nazi. Wie in jeder Diktatur geschah dies ohne Anhörung des Opfers, ohne ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu verteidigen und zu erklären: im Kampf gegen die Vorverurteilung von Ausländern wurde die Vorverurteilung von Inländern gesellschaftsfähig – es ist schon längst niemand mehr übrig, der weiß, warum Vorverurteilungen aller Art zum Faschismus gehören – egal aus welchen Motiven sie geschehen.

Ja – Facebook. Wir sind ja schon länger da – ich erst seit einem Jahr. Jener finstere, düstere Ort voller Hass und Lügen, die Festung des ultimativen Bösen, das Mordor des Wahrheitsministeriums, wo ein dunkler Fürst auf finstrem Thron nach dem Ende der Menschheit trachtet offenbart sich mir anders: ich kann mich an so gut wie keinen Hasskommentar in diesem Jahr erinnern, der mich erreicht hätte. Sogar Kritik bleibt weitgehend aus, Diskussionen können sachlich geführt werden … und man bekommt Kontakt zu Menschen aus aller Welt. Ja: endlich kann man mit „dem Feind“ erstmal reden, bevor man auf ihn schießt: ein Segen für den „kleinen Mann“, dem das Schießen sonst immer aufgebürdet wird. Was hätten wir uns für Weltkriege ersparen können, wenn Facebook früher möglich gewesen wäre: wir hätten mit „dem Russen“ sprechen können, der immer drohend vor der Tür stand und schnell gemerkt, dass seine Führung vor dem Nazi warnt, der vor seiner Tür steht. Die Schreckgespenster der Regierungen hätten sich schnell aufgelöst, wenn man gemerkt hätte: es gibt nichts Böses jenseits der Grenzen – nur Lügen und Kriegspropaganda.

Kriegspropaganda? Jetzt sind wir schon wieder beim Krieg angekommen. Ja – seit drei Jahren sind die Zeitungen wieder voll Kriegspropaganda, der Feind ist mal wieder – Trommelwirbel – der Russe. Wie schon immer. Der russische Untermensch gehört einfach ausradiert, die Slawen kann man nur als Sklaven tolerieren, besser aber: sie verschwinden ganz, egal, welche Regierungsformen sie haben. Russland hat fast endlose Bodenschätze, die Nato eine ebenso große Gier danach: schon ist der Grund für den Krieg bekannt. Jetzt muss nur noch ein Kriegsgrund her – so etwas wie der Abschuss eines Zivilflugzeuges, zum Beispiel einem mit einem Armeechor an Bord: dann sollte Putin die Nerven verlieren, zurückschlagen und somit beweisen, dass die Propaganda recht hatte. Nun – die Tupolev ist nicht abgeschossen worden, es wurde auch sofort – ohne jede Untersuchung – bekannt gegeben, dass es kein terroristischer Akt war, zum Glück nur ein … na, irgendwas halt. Zum Glück für die Welt – nicht für die unglücksseligen Menschen an Bord.

Nur – Debatten über solche Ereignisse werden in Zukunft wohl unterbleiben müssen: da wird das Wahrheitsministerium eingreifen. Was Wahrheit ist, verkündet der Regierungssprecher. Was der nicht verkündet – also zum Beispiel die Namen der Spender des Herrn Helmut Kohl, der Verbleib von 100000 Euro, Geschenk eines Waffenhändlers an Herrn Schäuble oder den Inhalt einer großen Menge an Stasi-Akten, die in die USA geschickt wurden – ist keine Wahrheit, Spekulationen über diese Themen sind … mutmaßlich … „Fake News“.

Kommen wir also mal zu diesen Fake-News die man bei „Fakebook“ erhalten kann. Seit einiger Zeit habe ich dort einen Freund, der im Jemen wohnt, ein netter, freundlicher Herr, der Unmengen an Bildern über den Jemen veröffentlicht – ein wunderschönes Land mit uralter Kultur. Wusste ich bislang nicht: „Jemen“ ist ein Thema, über das nur selten gesprochen wird in unseren Medien – und wenn, dann äußerst dürftig (siehe Spiegel). Wir erfahren dort, dass es einen Bürgerkrieg gibt, dass der Westen wegschaut – und dass eine große Armee unter Führung Saudi-Arabiens die „Rebellen“ bekämpft. Was die Bürger selbst erleben, schilderte mir Herr Algoffi selbst:

Thank you very much for your letter to me. First of all, we are a civilians, and we are peace loving people. We don’t want wars. We don’t like wars. We want to live in peace with ourselves, with our neighbours, and with all the world. People of Yemen specially in North Yemen, are civilised, peaceful, friendly, and proud of their history, and culture, that goes more than 5000 years. Also, it is a tribes society, where there are 2 major tribes that observe tribal laws more than they observe religious beliefs. These 2 tribes are Hashid and Bakeel within these tribes hundreds of smaller tribes, and the Yemeni people are multi religious beliefs, the majority are Muslims, zaidi, ( moderate Shaeet) and Shafee (moderate Sunni), and Jewish believe. All have enjoyed peaceful coexistence, and prosperity for more than 1000 years. However, in 1978, Saudi Arabia planned an assination and killed our most loved and respected president Ibrahim Al Hamdi. And stared a long program of Wahabbism of Yemen, which radicalisation of the society, and started to create division between the people specially Zaidi and Jews. But, it favoured Shafee. In 2011 Saudi Arabia wanted to divide Yemen to 6 states according to religious beliefs and natural resources in order to take control of Yemen , which further marginalise the Zaidi people, So, the people resist that. Then, it wanted to install a dictator Hadi by force. Then , it started all over major war against us. It destroyed 100% of our infrastructure which took us more than 54 years to build. It has been attacking with Neutron bomb, nuke like bombs, cluster bombs, white phosphorus bombs, chemical bombs, unknown bombs that destroys human’s flesh from inside (like unseen flesh eating and destroying things ) people who were affected by this strange weapons were sent to Russia for treatment, (we thank Russian people for their humanity ) Saudi Arabia has been supporting sectarian violence, and extremists, and radical Islamsts in Yemen. They attacked our mosques, schools, and markets. We are in self defence only. We do not need war we need peace. We are under blockade, we have major starvation in some parts of Yemen, we need to left the blockade so food and medical aid can come in. We need help. Saudi Arabia buys its weapons from all over the world, and from the British and USA. Thanks

Übersetzung:

Vielen Dank für Ihren Brief an mich. Zuerst sind wir Zivilisten, und wir sind friedliebende Menschen. Wir wollen keine Kriege. Wir mögen keine Kriege. Wir wollen in Frieden mit uns leben, mit unseren Nachbarn und mit der ganzen Welt. Menschen von Jemen speziell in Nord-Jemen, sind zivilisiert, friedlich, freundlich und stolz auf ihre Geschichte und Kultur, die mehr als 5000 Jahre geht. Auch es ist eine Stämme Gesellschaft, in der es 2 große Stämme gibt, die Stammesgesetze mehr beobachten, als sie religiöse Glauben beobachten. Diese zwei Stämme sind Hashid und Bakeel innerhalb dieser Stämme Hunderte von kleineren Stämmen, und die jemenitischen Leute sind multi religiösen Überzeugungen, die Mehrheit sind Muslime, Zaidi, (moderate Shaeet) und Shafee (moderate sunnitische) und jüdischen glauben. Alle haben friedliche Koexistenz und Wohlstand für mehr als 1000 Jahre genossen. Im Jahr 1978 plante Saudi-Arabien eine Ermordung und tötete unseren beliebtesten und respektierten Präsidenten Ibrahim Al Hamdi. Und sah ein langes Programm von Wahabismus des Jemen, die Radikalisierung der Gesellschaft und begann Trennung zwischen den Menschen zu schaffen, speziell Zaidi und Juden. Aber es bevorzugte Shafee. Im Jahr 2011 wollte Saudi-Arabien Jemen bis 6 Staaten nach religiösen Überzeugungen und der natürlichen Ressourcen zu teilen, um die Kontrolle über Jemen zu nehmen, was die Zaidi Menschen ausgrenzen, so widersetzen sich die Leute das. Dann wollte sie einen Diktator Hadi mit Gewalt installieren. Dann begann alles im großen Krieg gegen uns. Es zerstörte 100% unserer Infrastruktur, die uns über 54 Jahre baute. Es wurde mit Neutronenbombe angreifen, nuke wie Bomben, Streubomben, weiße Phosphorbomben, chemische Bomben, unbekannte Bomben, die (wie ungesehen Fleisch essen und Dinge zu zerstören) Menschen aus dem Inneren menschlichen Fleisches zerstört, die von dieser seltsamen Waffen betroffen wurden geschickt wurden Russland für die Behandlung, (wir danken russische Volk für ihre Menschlichkeit) Saudi-Arabien sektiererische Gewalt unterstützt hat, und Extremisten und radikale Islamsts im Jemen. Sie griffen unsere Moscheen, Schulen und Märkte an. Wir sind nur in Selbstverteidigung. Wir brauchen keinen Krieg, wir brauchen Frieden. Wir sind unter Blockade, wir haben große Hungersnot in einigen Teilen des Jemen, müssen wir die Blockade verlassen, damit Nahrung und medizinische Hilfe hereinkommen können. Wir brauchen Hilfe. Saudi-Arabien kauft seine Waffen aus der ganzen Welt, und aus den Briten und den USA. Vielen Dank

So liest man es selten im Westen. Die Meinung eines einfachen Bürgers, der täglich Berichte aus dem Jemen schickt (siehe Abdullah Algoffi), auch aus der umkämpften Hauptstadt, die täglich Ziel von Bombenangriffen der „Allianz“ wird. Seine Berichte über die Wirkungen der Waffen sind … erschreckend. Man könnte meinen: dort existiert ein Waffentestfeld jenseits der Weltöffentlichkeit, in der die Nato neueste Vernichtungsmittel an der Zivilbevölkerung testet, Waffen, die pures Entsetzen auslösen.

Man findet bei ihm auf Fotografien von Neugeborenen: Totgeburten mit dicken roten Augen und Lippen, die Haut Mosaik aus weißen Fetzen, die an Keramik erinnern. Ich dachte zuerst, es würde sich um verbrannte Puppen handeln, dabei waren es Kinder, die nie zum Leben kamen. Was wird dort eingesetzt? Es gibt in der Tat Aufnahmen, die erinnern an den Explosionspilz von Atombomben – auch wenn es sehr unwahrscheinlich klingt. Dann diese Waffen, die das Fleisch selbst angreifen – oder die breit geächteten Streubomben, die Menschenmassen in kurzer Zeit vernichten können: sie kommen sogar offiziell zum Einsatz, ohne dass es große Proteste gibt (siehe Spiegel).

Die Armee, die diese Waffen einsetzt wird in Zukunft von der Bundeswehr ausgebildet – jedenfalls war das Diskussionspunkt einer lange geheim gehaltenen Reise unserer Verteidigungsministerin (siehe Spiegel), die wohl keine Skrupel hat, mit Menschen zu reden, die schon vor dem Frühstück ein paar Dutzend Menschen köpfen.

Lauschen wir noch ein wenig dem Augenzeugen:

Abdullah Algoffi This was last year, in Sana’a Yemen, in Faj Attan Mountain. It was real. We don’t know what type of weapons they dropped. But, hundreds of innocent civilians died with the impact but thousands of innocent people have been dying daily of cancer and fear that had been inside them , thousands of homes have been destroyed. We have been under daily Saudi Arabia’s led coalitions air strikes day and night for more than 600 days, last night Sana’a was attacked with 13 air raids, we were unable to sleep. We are civilians, not fighters, we have been under strictest blockade in history, no food, or medicine are allowed to Yemen. We only need peace.

Abdullah Algoffi Dies war im vergangenen Jahr, in Sana’a Jemen, in Faj Attan Mountain. Es war echt. Wir wissen nicht, welche Art von Waffen sie fallen ließen. Aber, hunderte von unschuldigen Zivilisten starben mit dem Aufprall, aber Tausende von unschuldigen Menschen sterben täglich an Krebs und Angst, die in ihnen waren, Tausende von Häusern wurden zerstört. Wir haben unter täglich Saudi-Arabien geführt Koalitionen Luftangriffe Tag und Nacht für mehr als 600 Tage, letzte Nacht Sana’a wurde mit 13 Luftangriffen angegriffen, konnten wir nicht schlafen. Wir sind Zivilisten, keine Kämpfer, wir haben die strengste Blockade in der Geschichte, kein Essen und keine Medizin in Jemen erlaubt. Wir brauchen nur Frieden.

Er versucht sich auch mal in deutsch:

Es gibt viele Bilder für unschuldige, die verbrannt sind. Aber ich kann es nicht teilen, weil es sehr beunruhigend ist. Es ist Grausamkeit der Saudis, die den unschuldigen Zivilisten so viel Schaden zufügen, wir sind nicht huthis, wir sind friedliche Menschen, die in Frieden mit allen Menschen leben wollen, wir brauchen keine Kriege, wir brauchen Frieden. Jeden Tag leben wir unter Luft.

Es ist Wahnsinn und unmoralisch. Als Sie die Waffe auf sana ‚ a fallen lassen, war es wie in der Hölle, jeder Mensch war verwirrt, und schockiert Kinder wurden beim spazieren, weinen und vögeln tot auf der Straße, Katze und Hunde alle tot, und viele Menschen waren tot in Die Straßen, und sehr viel Staub und Steine und die Kunststoff an der Spitze der Gebäude waren geschmolzen und Wasser war auf den Häusern, Brocken überall. Es war ein katastrophale Tag, mein Bruder hat völlig zerstört, und seine Familie wurde schwer verletzt, obwohl sie unter 7 Meter im Bunker waren.

Herr Algoffi ist Wirtschaftswissenschaftler, hat in den USA studiert. Er ist kein Waffenexperte, der genau schildern kann, welche Höllenbomben aus den USA und England dort gerade an der Zivilbevölkerung ausprobiert werden – aber sicher sind auch unsere Soldaten an Erkenntnissen über ihre Wirksamkeit interessiert – diese würde jedenfalls hinreichend erklären, warum die Bundeswehr auf einmal nach Saudi-Arabien soll.

Geschichten wie diesen verdanken wir einem weltumspannenden Netzwerk namens „Facebook“. Gelingt es Saudi-Arabien – vielleicht bald sogar unter Anleitung von erfahrenen Bundeswehroffizieren – eine neue Diktatur zu erreichten, wird Herr Algoffi wohl …. verlöschen. Oder Facebook wird verpflichtet, nur noch Katzenbilder zu veröffentlichen und sich aus politischen Debatten völlig heraus zu halten, weil alle politischen News nur noch von besonders ausgewählten Medien veröffentlicht werden dürfen: nach vorheriger Kontrolle durch Regierungsstellen.

Tägliche Bombenangriffe auf eine Großstadt – mit Waffen von unglaublicher Vernichtungskraft. Und von der Leyen spricht mit den Invasoren – denn das sind die Saudis im Jemen: Invasoren.

Nun – wir können jetzt lange diskutieren, wer im Jemen die Bösen sind. Sunniten kämpfen gegen Schiiten  – ein Kampf, den man auch in anderen Ländern beobachten kann. Würden wir nicht wegschauen: wir hätten wahrscheinlich schon jetzt einen Bösen. Ach – haben wir ja auch: Putin, der wieder Hilfsmaterial in den Jemen schickt, was nun – dank einer von den Saudis zerstörten Brücke – nur noch schwer in die Hauptstadt zu bringen ist (siehe Zeit).

Wir könnten auch andere Definitionen von „Böse“ aufstellen: Krieg – ist böse. Und alle, die ihn führen, Waffen für ihn erfinden, Munition und Treibstoff liefern, auch.

Was wäre das für eine Welt – sähen es wir alle so.

„Krieg dem Kriege“ so hieß es einst Schaue ich mir an, wie die Friedensbewegung in Deutschland denunziert wird (alle irgendwie „rechts“, früher war das mal „links“, noch früher „jüdisch“ – also einfach: urböse), so muss ich sagen: dieser Spruch hat schon lange meine Chance mehr, denn hier … ist Krieg gut geworden.

Vielleicht auch ein Grund, weshalb er unseren Alltag erreicht hat.

Herrn  Abdullah Algoffi für seinen Mut und seine Worte an dieser Stelle vielen, herzlichen Dank.

Facebook und der Erziehungsauftrag der Medien

Digital StillCamera

Mittwoch. 30.3.2016. Eifel. Ich habe in meinem Leben schon sonderbare Erfahrungen gemacht, eine davon fand in den letzten Tagen statt – ein Fall, über den ich demnächst mal schreiben werde. Der Hintergrund ist einfach: staatlich finanzierte Berater äußersten sich sehr bedenklich über Facebook, über: „die Öffentlichkeit“. Ja, ich weiß: Facebook, Amazon, E-Bay – alles Konzerne, die ich für die größten, nichtmenschlichen Feinde der Menschheit halte. Nicht nur ich allein, habe ja schon oft darüber geschrieben. Kommen die Konzerne aus den USA – dem Mutterland aller Konzerne – wird es noch kritischer: dort nahm die Pest ihren Anfang, als oberste Gerichte entschieden, dass ein Konzern eine Person sei und ihn mit gleichen Rechten wie natürliche Personen ausstattete. Was die Richter damals nicht wissen konnten: diese „Personen“ sind inzwischen mächtiger als die meisten Staaten, unterhalten sogar eigene Privatarmeen und dirigieren weltweit Politik – auf ganz elegante Weise: Gelder und Pöstchen werden später nachgeliefert, nachdem entsprechende politische Entscheidungen erarbeitet worden sind. „Geliefert wird später“ – so ist mir der Ausspruch eines SPD-Abgeordneten im Gedächtnis, der sich über die Pöstchenpraxis im Bundestag äußerte.

Amazon und E-Bay nutze ich jedoch selber gern – neben diversen anderen Portalen. Das mag überraschen, aber ich habe keine Alternative. Ich gehöre zu den „Armen“,  habe Kinder zu versorgen, bin kaum mobil: da müssen harte Entscheidungen getroffen werden. Im Falle von E-Bay heist das: günstige Autos, günstige Häuser, günstige Bücher und andere nützliche Gegenstände, deren Anschaffung von meinem Cash-Flow momentan nicht gedeckt werden könnten. Ich weiß: es gibt auch genug Kritik an diesen Konzernen, die im Innenwesen der Diktatur entarteter Ökonomie unterliegen: auch sie müssen den größten Nutzen für Reichenrendite bringen, nicht den größten Nutzen für Kunden. Trotzdem bringen sie auch Nutzen für den Armen – Amazon, wo gebrauchte Bücher, Filme und Geräte gehandelt werden – oder E-Bay, wo effektiv der Wegwerfgesellschaft entgegen gearbeitet wird, was uns enorme Mengen an Müll spart. Hier wurde – erstmal – Konzern, was später gemeinnützig werden sollte.

Beides wären so gesehen eigentlich auch Initiativen gewesen, die vom Staat hätten ausgehen können und sollen, denn der Nutzen für die Gemeinschaft ist groß; der Staat jedoch: zieht sich lieber zurück, aus allen Lebens- und Verantwortungsbereichen. Steuern nimmt er natürlich trotzdem jedes Jahr mehr ein, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen, dass dafür auch etwas geleistet werden sollte, was dem Wert des mit Staatsgewalt eingetriebenen Geldes entspricht. Ja: warum sollte es nicht Aufgabe der Verwaltungsorganisation der Lebens- Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft „Deutschland“ sein, den Handel und die Kommunikation der Bürger untereinander zu fördern? Es entspricht der demokratischen Grundhaltung, Kommunikation der Bürger zu fördern, der Handel der Bürger untereinander hilft, Notzeiten zu überstehen und schont die Umwelt, es entstehen sogar neue Arbeitsplätze – warum muss das ein US-Konzern erledigen.

Kommen wir zu Facebook: dem Hassobjekt der Elite. Ja: es gibt eine Hass- und Hetzkultur auf Facebook – ebenso wie in der Lindenstraße. Wo Menschen zusammen kommen, wird man immer auch sozial auffällige Individuen treffen. Leider. Die sind auch im Verein – ohne dass wir jetzt große Aufreger über das Vereinsleben absondern. Die sind auch in Parteien, Kirchen, Gewerkschaften – selbst bei den allerchristlichsten Betschwestern sollen schon Psychopathen gesichtet worden sein – doch es ist nach den Gesetzen der Logik unzulässig, das Verhalten von Einzelelementen als Symptom für den Gesamtkomplex zu deuten.

Trotzdem wird es gemacht.

Was geschieht dort eigentlich, bei Facebook? Warum wollen die Menschen überhaupt so an die Öffentlichkeit – manchmal sogar mit intimsten Details ihres Lebens. Hat denn das Fernsehen nicht schon längst hinreichend bewiesen, dass DER FEIND vor der eigenen Haustür lauert, beständig darauf bedacht, einzudringen und SCHLIMMES, WIRKLICH SCHLIMMES zu tun? Nachrichten und Krimis arbeiten Tag für Tag an dieser Weltsicht und verkünden die Botschaft: „bleibt zu Hause, rührt auch nicht vom Fleck, es gibt da draußen nichts zu sehen“. Das Ergebnis war: Cocooning:

„Als Cocooning (engl. ‚verpuppen‘, ‚sich einspinnen‘) wird besonders von Trendforschern eine Tendenz bezeichnet, sich vermehrt aus der Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen.“

Wir Deutschen kennen das: wir nennen es Biedermeier – oder innere Emigration. Der stille Tod der aktiven Bürgergesellschaft, der absolut freie Bahn für die Lumpenelite bedeutet, die sich ja auch nach Herzenslust austobt. Mehr und mehr Tauschmittel – also: GELD – wird aus dem Wirtschaftskreislauf der Bürger herausgesogen … das Meiste über den Staat – wo es den Handel der Bürger untereinander garantieren sollte und dazu benutzt, die Arbeitskraft der Bürger möglichst effektiv auszunutzen – zu ihrem gesundheitlichen, seelischen und wirtschaftlichem Schaden.

Ein schönes System. Jedenfalls: für die „Winner“. Die Looser … landen bei Hartz IV, in Rente oder auf dem Friedhof.

Dann kam das Internet – und die ersten Warnungen der Elite ließen nicht auf sich warten. Anders als der Normalbürger wussten die natürlich sofort, welche Gefahr da drohte: unkontrollierte Meinungsbildung. Das System, an dem man so fein gefeilt hatte, drohte ein Loch zu bekommen. Und dann: kam Facebook. Vier Studenten hatten es am 4.2.2004 ins Leben gerufen, einer davon war Marc Zuckerberg. Facebook startet als ganz kleine Intiative von Nonames – aber traf auf großen Wiederhall bei der Menschheit. 1,44 Milliarden Menschen stehen dort miteinander in Kontakt – einigen die sich auf einen Weg, den die Welt in Zukunft gehen sollte, sind die Sonderinteressen der Lumpenelite in Gefahr.

„Cocooning“ entspricht halt nicht der Natur des Menschen. Er ist ein soziales Wesen, das Gemeinschaft sucht und braucht, als Eremit in Luxustempeln (auch: moderne Einfamilienhauswohnkultur genannt) fehlt ihm was – auch wenn er so optimal zu kontrollieren ist. Dabei hatte man soviel aufgewendet, ihn auf seiner Couch zu halten (siehe Antimedien):

Der amerikanische Medizinerverband American Medical Association hat geschätzt, dass ein Kind bis zum Abschluss der Grundschule bereits mehr als 8.000 Morde und mehr als 100.000 Gewalttaten im Fernsehen gesehen hat. Jugendliche, die in Haushalten mit Kabelanschluss und Videorekorder aufwachsen, haben bis zu ihrem 18. Lebensjahr 32.000 Morde und 40.000 versuchte Morde gesehen. Für Deutschland hat sich Helmut Lukesch mit seinen Mitarbeitern um das Thema Gewalt im Fernsehen gekümmert. Dabei untersuchte er zwischen dem 18. März und dem 5. April des Jahres 2002 insgesamt 438,2 Stunden Fern-sehprogramm. Sein Ergebnis: In 78,8 % aller Sendungen kommt Gewalt vor. Noch zu Beginn der 90er Jahre lag dieser Wert bei knapp 48 %. In jeder Stunde Fernsehprogramm werden im Durch-schnitt 4,12 schwerste Gewalttaten (z.B. Morde) und 5,11 schwere Gewalttaten (z.B. Schlägereien) gezeigt.

Ja – die Flut von Krimis hat Folgen – auch wenn man nur zuschaut (siehe arbeitsblaetter.stangl-taller)

„Es zeigte sich, dass innerhalb des Zeitraums von zwei Jahren in der Gemeinde mit eingeführtem Fernsehen das Aggressionsniveau zunahm: Die verbale Aggressivität verdoppelte sich, und die körperliche Aggressivität war nahezu verdreifacht – ein hochsignifikantes Ergebnis. Dies betraf sowohl Jungen als auch Mädchen in allen untersuchten Altersklassen. Man fand weiterhin einen Zusammenhang zwischen der Zeit, die die Kinder und Jugendlichen vor dem Fernseher zubrachten, und der Gewaltbereitschaft.“

Der „Erziehungsauftrag“, den Medien sich selbst gerne geben, erreicht hier ganz seltsame Dimensionen – ohne dass sich die Medien groß drüber aufregen. Kein Wunder: bleiben alle zu Hause, läuft das Geschäft ja rund – jedenfalls für die, die einen Platz an den Fleischtöpfen der Konzernwirtschaft zugeteilt bekamen, während die Mehrheit draußen am Grashalm nagt. Nebenbei werden wichtige soziale Fähigkeiten abgebaut: der chronische Gewaltkonsum läßt das Mitleid – einen zentralen, ja: DEN zentralen sozialen Wert – völlig erlöschen (siehe fernuni.hagen): eine wichtige Voraussetzung für die Durchsetzung von Hartz IV.

Man darf ruhig davon ausgehen, dass der Zustand der sozialen Deprivation gewollt war: immerhin fällt Fernsehprogramm nicht vom Himmel, sondern wird „gemacht“ – mit Absicht, Ziel und Plan. Neben der bösen Außenwelt, in der der Mörder droht, gibt es natürlich auch die heile Innenwelt, die präsentiert wird: der gute Jauch verschenkt im Auftrag von RTL Geld an ausgewählte Bürger, die brav Männchen machen – also sinn- und zwecklos angehäuftes Einzelwissen spontan abrufbar parat haben, der gute Bohlen hilft jungen Sängern dazu, Supertalente zu werden, andere züchten bildhübsche Modells, der Gottschalk läßt sich  vom braven Bürger mit tollen Tricks verblüffen – schon mal überlegt, warum solche Moderatoren zu Millionären gemacht werden, während Deutschlands Schauspieler von Hartz IV leben müssen – so wie auch Deutschlands angestellte Lehrer in den Ferien oder Deutschlands Juristen nach Abschluss ihrer Staatsexamen?

Hier wäre übrigens auch mal der Begriff „Lügenpresse“ richtig gewählt (aber in ganz anderem Zusammenhang): in Deutschland ist die Zahl der Morde deutliche rückläufig. 497 waren es noch im Jahre 2000, 2014 nur noch 298 (siehe Statista). Diese Morde hätte die deutsche Krimiszene spätestens nach einer Wocher abgearbeitet, 51 weitere Wochen wären für schöne heile Welt da – wenn es die denn gäbe. Die virtuelle Wirklichkeit, die uns in den Sessel presst, spiegelt die friedliche Wirklichkeit noch nicht mal im Ansatz wieder.

Und dann: kommt Marc Zuckerberg mit einer einfachen Idee – die überwältigende Folgen hat. Ja – was man nicht vergessen darf: der Erfolg von Facebook ist nicht der Erfolg des Marc Zuckerberg, er ist der Erfolg der Nutzer – wie auch bei Amazon und E-Bay. Die Menschen treten heraus aus der Deprivation – und stürzen sich ins dörfliche Leben: auch dort weiß jeder alles über jeden. Aber dort: ist man auch wer. Eine Person, ein echter, lebendiger Mensch mit Ecken und Kanten, Sorgen und Nöten, Gefühlen und Meinungen. Man hat einen Platz, so wie man ist – und nicht, weil man alle Gebote der Werbeindustrie möglichst perfekt erfüllt. Anstatt dass die Menschen den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen und sie Meinungen des „Experten“ studieren, reden sie wieder miteinander – statt übereinander. Nur: da es Konzern wurde und nicht Staat war, was das organisiert hatte (also: die Gemeinschaft der Bürger), wurde hier wieder private Macht geschaffen. Da muss man mal wieder beten, dass das nicht missbraucht wird.

Natürlich sind es gerade auch die „Experten“, die hier Sturm laufen: ihre arbeitslosen Kollegen haben hier die Möglichkeit, ihre geisteswissenschaftlichen Qualitäten zu kostenlosen Beraterzwecken preis zu geben – jeder hat auf einmal in Sekundenbruchteilen die Möglichkeit, hundert Menschen zu fragen, ob ihm die blaue oder die gelbe Krawatte besser steht – oder ob sie sich endgültig von ihrem Mann trennen soll, ohne dass man für seinen Rat Gebühren bekommt. Und alles sonst stille Leid kann schnell eine ungeahnte Öffentlichkeit bekommen, die man – zur Auszüchtung von Mitleid – lieber nicht gehabt hätte.

Natürlich gilt das insgesamt fürs ganze „Internet“ – nur: bei Facebook wird es sehr persönlich, weil hier 1,4 Milliarden Menschen in Kontakt stehen, ständig neue, unkontrollierte Verbindungen eingehen, Lügen entlarven und – gelegentlich – sogar mal der Wissenschaft helfen (siehe Spiegel):

„Sechs Monate lang versuchte die israelische Altertumsbehörde, ein mysteriöses Objekt zu identifizieren. Dann startete sie einen Facebook-Aufruf – und das Rätsel war innerhalb von Stunden gelöst.“

Das Potential, das die Menschen bei Facebook entfalten können, ist gewaltig. Es ist global, international, eine perfekte Basis für die planetare Zivilgesellschaft, von der ein Kant nur träumen konnte – sich aber sicher war, dass sie sich am Ende der Zeiten – nach Überwindung aller Widerstände- etablieren würde.

Was hier jedoch droht, ist etwas, dass man schon lang im Griff geglaubt hatte: die Selbstorganisation der Menschheit hat wieder eine reale, dörfliche Grundlage. Es ist ja der Grund für alle „Regierung“ und „Expertentum“, dass wir uns angeblich nicht selbst organisieren können – so, wie wir es hundertausend Jahre lang zuvor gemacht haben. Wir brauchen Könige, Fürsten, Priester, Chefs – sonst sind wir zu blöde um auf zwei Beinen zu stehen. Entscheiden Sie selbst, mit wem sie nach dem Absturz ihres Urlaubsfliegers auf eine einsame Insel neu starten wollen: mit einer Ladung von Königen, Priestern, Fürsten und Chefs (oder Fernsehmoderatoren) – oder ihren Facebookfreunden, unter denen höchstwahrscheinlich auch Menschen sind, die es noch gewöhnt sind, echte Arbeit zu tun – und nicht nur anderen vorzuschreiben, wann die wie und wo zu machen ist.

Und was ist mit den Warnungen vor „Facebook“? Nun – wir könnten es dabei belassen, zu sagen: die kommen halt von „Experten“, die wissen, dass ihnen gerade das Wasser abgegraben wird – von der selbstorganisierenden sozialen Zivilgesellschaft. Das bringt nun mal Elitegehälter in Gefahr – bzw. könnte sie auf Normalmaß zurückschrauben. Wir müssen aber nur genau hinschauen, dann wissen wir, was es mit den Warnungen auf sich hat, hier vor allen Dingen Jugendliche betreffend (siehe Frankfurter Rundschau):

„Viele versuchen, über die virtuellen Kontakte all das zu bekommen, was man nur in der risikoreichen Welt da draußen bekommen kann.“

Und wieso ist die Welt da draußen risikoreich? Weil die Jugendlichen durch Fernsehen roher und aggressiver werden – dank der Erziehung durch Medien. Darum bleiben die friedlichen lieber zu Hause – und nehmen die sichereren Wege … bis  man dann merkt, dass eigentlich Milliarden normaler, im Prinzip lebensfroher Menschen nur einer kleinen Clique von Psychopathen gegenüber stehen.

Diese Gefahr – und die überwältigenden Möglichkeiten, die sich für die reine, nicht zweckgebundene Wissenschaft daraus ergeben, werden schon heute gesehen (siehe: Zeitgeschichte-online)

„Die Kommunikation in den Sozialen Netzen geschieht – und das macht es für die traditionelle Wissenschaft teilweise schwierig – in einem eher lockeren Ton und auf Augenhöhe, wie es so schön heißt. Eines der Heilsversprechen der sozialen Medien liegt im einfachen Zugang dazu und im Abbau von Hierarchien: Es ist möglich, wissenschaftliche Diskussionen selbst offen anzustoßen oder daran teilzunehmen, was zu einer begrüßenswerten Pluralisierung der Diskurse führt.“

Abbau von Hierarchien … wen könnte das wohl stören?

 

 

 

 

 

Hartz IV: verdeckte Jobcentermitarbeiter im Rufmordeinsatz? Scheint so.

Digital StillCamera

Freitag, 5.2.2106. Eifel. Zuersteinmal: ein herzliches Dankeschön von mir. Warum? Wir hatten einen Artikel über einen aktuen Notfall veröffentlicht (http://www.nachrichtenspiegel.de/2016/02/03/hartz-iv-die-leise-hinrichtung-der-kikki-w-und-der-applaus-der-masse/). Mal wieder stand ein Mensch vor dem Hungertod, weil gut bezahlte Mitarbeiter der Jobcenter ihre Arbeit nicht machen … und es ist in der Tat eine Summe zusammengekommen, die der Kikki W. Geiß eine Zeit lang das Leben retten wird. Ja – genau darum ging es: ein Leben zu retten. Es freut mich sehr, dass wir hier Leser haben, die noch genug Menschlichkeit haben, um Widerstand gegen den herrschenden Zeitgeist zu leisten – und wie so oft waren sehr viele dabei, die selbst kaum Geld haben. Hier zeigt sich wahrer Menschenadel – solchen Menschen hat man in früheren Zeiten die Führung des Stammes anvertraut – heute werden sie wegen begrenzter Funktionalität aussortiert. Man will den funktionierenden Menschen, jenen Menschen, der blindlings Befehle ausführt: eine Haltung die früher schon zum Erfolg führte und Gaskammern befüllte. Heute gilt es darum, ein System, ein Machtkartell, eine Kaste zu erhalten, die den gesamten Planeten vernichtet: ab 2050 wird mehr Plastik im Meer sein, als es Fische enthält (siehe Zeit).

Wir durften auch den Applaus der Masse zur Hinrichtung kennenlernen: unglaublich, wie viele Menschen aufliefen und Frau Geiß den Hungertod wünschten. Ich habe lernen müssen, dass Facebook eine Löschfunktion hat – und eine Blockierfunktion. Der Hass, der Frau Geiß dort entgegenschlug, war ungeheuerlich.

Einen jedoch habe ich nicht gelöscht. Er nannte sich „Manolo Schwarz“, kein Foto, keine Einträge, ist Bayern München-Fan. Aber: er war sofort zur Stelle, als der Artikel im Facebookauftritt des Nachrichtenspiegels erschien. Ich möchte Ihnen das nicht vorenthalten:

Bereits in Aachen hat Frau Geiß 5 Jahre lang in einem zu teuren Haus gelebt. Sie hätte also wissen können, dass man als Leistungsempfänger bei Anmietung einer Wohnung oder eines Hauses die Angemessenheitsgrenzen hinsichtlich KdU beachten muss.

Wissen Sie, was mich stutzig machte? Die Sprache. Wer redet so? „KdU“ – so reden Jobcentermitarbeiter. Das sind „Kosten der Unterkunft“. „Angemessenheitsgrenzen“ – welcher normale Mensch führt solche Worte im Mund?  Das Haus war auch gar nicht zu teuer – das hatte ein Gericht beschieden. Der Hintergrund war einfach: Frau Geiß hatte ein Haus gemietet und durch Untervermietung die Kosten soweit gesenkt, dass eigentlich nichts mehr zu beanstanden wäre.

Unser Artikel erschien am 3.2. gegen 10 Uhr morgens, „Manolo Schwarz“ trat um 14.46 auf den Plan und servierte uns auf Nachfrage sämtliche Urteile, die den Fall betrafen (siehe Bundessozialgericht). Gelesen hat er die Urteile allerdings nicht, denn sonst wäre ihm ein Satz aufgefallen:

„Untervermietungen von Teilen der angemieteten Unterkunft sind als Kostensenkungsmaßnahmen bei der Bedarfsberechnung der Kosten der Unterkunft zu berücksichtigen. Zahlungen daraus stellen regelmäßig kein Einkommen iS von § 11 SGB II dar.“

Ergo: das Haus war gar nicht zu groß. Das Bundessozialgericht hält solche Mietkonstrukte für real – und erteilt dem Landessozialgericht eine Rüge. Doch das hält „Manolo“ nicht von weiteren Behauptungen ab:

„Leider hat Frau Geiß die Sache nach der Zurückverweisung an das LSG NRW nicht weiterverfolgt.“

Auch hier hat er sofort Urteile parat (siehe Sozialgerichtsbarkeit). Hier scheint sich jemand der perfekt Behördendeutsch spricht sehr intensiv mit Frau Geiß auseinandersetzt zu haben. Leider irrt er auch hier: das Verfahren läuft noch, ein Termin stand an. Die Gerichte wussten das, dass Jobcenter jedoch nicht.

„Frau Geiß ist ohne Abmeldung beim JC Aachen nach Weener geflüchtet. Für 01-02/15 hat sie deshalb noch Leistungen vom alten JC bekommen. Nicht alles glauben, was Frau Geiß erzählt.“

Er weiß sogar, wo sie wohnt. Jetzt wurde ich doppelt stutzig: das wusste noch nicht mal ich. Auch das war übrigens gelogen: eine Bestätigung der Abmeldung der Frau Geiß vom Jobcenter liegt uns als Kopie vor. Hierzu wusste „Manolo Schwarz“ jedoch ebenfalls mehr:

„So eine Abmeldung schreib ich dir in einer Minute. Wenn jemand aus dem Einzugsbereich eines Jobcenter wegzieht und sich nachweislich abmeldet, dann stellt das JC die Leistung sofort ein und zahlt nicht noch 2 Monate weiter. Das JC Aachen hatte keine Kenntnis von ihrem Wegzug. Erst durch den Antrag am 26.01.15 in Leer erfuhr das JC Aachen davon.“

Was er nicht wusste: wir hatten die Kopie des Bescheides des Jobcenters Aachen. Der Vorwurf einer gefälschten Abmeldung läuft somit ins Leere. Wer aber kann außerhalb des Jobcenters wissen, dass das Jobcenter Aachen durch den Antrag am 26.1.2015 von dem Wegzug erfuhr? Doch nur der, der den Antrag entgegengenommen hat. Oder irre ich da? Werden Anträge auf Hartz IV jetzt regelmäßig im Gemeindeblatt veröffentlicht?

Wir wiesen auf den Antrag hin, der uns vorlag. Das Datum dieser Bestätigung des JC Aachen jedoch – teilten wir nicht mit. Prompt kam die Antwort:

„Da siehst mal, wie diese Frau manipuliert. Rückwirkend gab es natürlich eine Aufhebung ab dem 01.01.15. Und zwischen Leer und Aachen wurde intern verrechnet.“

Wer weiß eigentlich alles darüber Bescheid, was wann wo zwischen Jobcentern verrechnet wird? Nun – Frau Geiß schaltete sich selbst in die Diskussion ein und bekam folgende Antwort:

„Sie sind Weihnachten 2014 überstürzt nach Leer geflüchtet, das JC Aachen haben sie darüber nicht rechtzeitig informiert. Wie sonst ist die Überzahlung und die spätere Überweisung an das JC Aachen entstanden?“

Nun – Frau Geiß ist nicht geflüchtet. Sie ist der Einladung einer Tierschützerin gefolgt, die zum Wohl der Tiere den Hof mit anmieten wollte. Aus dieser mündlichen Verpflichtung hat sich die gute Frau nach einem Monat verabschiedet – so entstand die Notsituation. Wieder einmal: Behördensprache … „Überzahlung“. Wer kann eigentlich davon wissen – außer ein Jobcentermitarbeiter in Leer? Nun – er hat auch mehr Vorwürfe auch Lager – hier ganz Sozialpolizist:

„Ihr Plan mit Leer war geschickt eingefädelt, hat leider nur nicht funktioniert. Nicht abmelden beim Umzug, dann läuft die Leistung erst mal weiter, im Monat Januar in Leer keine Leistung beantragen, angeblich hatten sie genau in diesem Monat ihr erstes Einkommen seit 2009. (oder waren es die erbettelten Spenden?) Im Februar einen Neuantrag stellen und dann für 6 Monate die Übernahme der vollen KdU erwarten.“

Nun – im Monat Januar liefen ja auch noch die Zahlungen von Aachen. Und durch die angekündigte Mietübernahme des Partners war ja auch alles bezahlbar. Wo ist das Problem? Was jedoch hier nebenbei geschieht: es wird der Eindruck vermittelt, man hätte es mit einer ausgebufften Verbrecherin zu tun. In Deutschland gilt jedoch die Unschuldsvermutung. Nun ja – wir sprachen dann auch über den neuen Termin beim Landessozialgericht – und hier war Manolo Schwarz wieder interessiert:

„Wann genau ist der Termin beim LSG Essen? Ich geb auch einen Kaffee aus.“

Sehr freundlich. Frau Geiß wehrt sich gegen den Betrugsverdacht – da ändert sich der Ton von „Manolo Schwarz“.

„Aber aber liebe Wenke, niemals nicht würde ich Dir Betrug unterstellen.“

So erfuhr ich und der Rest der Welt, dass das „W.“ in „Kikki W. Geiß“ „Wenke“ heist. Wer meint, dass ein „Plan“ „geschickt eingefädelt“ war – unterstellt schon Betrug. Außerdem manipuliert sie, fälscht Abmeldungen, wohnt in zu teuren Häusern.

Wie war das eigentlich … mit Facebook und diesen Jobcentern (siehe Stern)?

Jobcenter würden ihren Arbeitslosen und Leistungsempfängern manchmal gerne auf Facebook und Co. nachspüren – dürfen dies im Allgemeinen aber nicht. Behörden-Mitarbeiter dürften soziale Netzwerke nicht zur „gezielten Recherche“ nutzen, sagte der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, der „Bild“-Zeitung. Er reagierte damit nach eigenen Angaben auf Anfragen verschiedener Jobcenter, die Facebook zur Überprüfung der Angaben von Hartz-IV-Beziehern nutzen wollten.

Andere Meldungen sprechen sogar von einer „heftigen Abfuhr“, die sich die schnüffelsüchtigen Jobcenter vom Datenschützer geholt haben (siehe t-online).

Nun – leider interessieren sich nicht alle Jobcentermitarbeiter für die Gesetze dieses Staates, der für ihren Lebensunterhalt sorgt. Das erfuhren wir erst letztes Jahr (siehe Netzpolitik)

„Mitarbeiter von Jobcentern spionieren ihre Klienten im Internet aus,   indem sie ihnen in sozialen Netzwerken hinterher recherchieren. Damit wollen sie herausfinden, ob ein Hartz4-Betrug vorliegt. Dass diese Praxis die Privatsphäre der Betroffenen verletzt, wird ignoriert, obwohl die Praxis von den Bundesagentur für Arbeit – im Gegensatz zu den kommunal getragenen Jobcentern – verhindert wird, indem soziale Netzwerke auf deren Rechnern gesperrt sind – auch um solcher Praxis entgegenzuwirken.“

Natürlich muss ein Jobcenter die Gemeinschaft vor Betrug schützen – nur gab es den hier nicht. Es wird unterstellt, dass Frau Geiß in betrügerische Absicht ihre Notlage selbst herbeigeführt hat – und deshalb jetzt dem Hungertod ausgeliefert werden soll. Die Strategie hat sie jetzt in eine äußerst verzweifelte Situation gebracht, die Hetze von „Manolo Schwarz“ ein Dutzend anderer „privater Sozialpolizisten“ auf den Plan gerufen, die nichts weniger forderten als die Einstellung der Spendenaktion für Frau Geiß. Nur: das war nicht in erster Linie ein Artikel, der als Spendenaufruf gemeint war – er ist nur einer von vielen, die zeigen, was wieder möglich ist in diesem Land.

Die Bundesagentur für Arbeit untersagt in der Tat solche Schnüffelei … aber es gibt eine Ausnahme: die „kommunal getragenen Jobcenter“, die sogenannten „Optionskommunen“. Schauen wir doch mal beim zuständigen Amt vorbei (Zfa-Leer):

„Wir als Landkreis Leer sind eine von 106 Optionskommunen in Deutschland, die alleinverantwortlich zuständig sind für die Beratung, Vermittlung und Betreuung von leistungsberechtigten, arbeitsuchenden Menschen.“

Sind „wir als Landkreis Leer“ auch eine Kommune, die Mitarbeiter mit „Fake-Accounts“ ausschickt, um gezielt Rufmord zu begehen? Rufmord?

Ja – schauen wir mal beim Gesetzgeber vorbei (siehe: Gesetze im Internet)

„Strafgesetzbuch (StGB)
§ 186 Üble Nachrede“

„Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Schlimmer wird es noch, wenn man selber weiß, dass man da einen Fehler macht:

„Strafgesetzbuch (StGB)
§ 187 Verleumdung

Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Ja – wer würde Frau Geiß nach dieser Hetzjagd von Manolo Schwarz und einer Bande von „Opfern“ der Frau Geiß jetzt noch einen Kredit geben? Ja – Frau Geiß hat schon früher um Spenden gebeten. Man kann das auch betteln nennen. Sie kümmert sich um Tiere, die keiner will, will einen Gnadenhof errichten – für den sie jetzt schon Platz genug hat. Nur: das Mobbing des direkten sozialen Umfeldes wird es ihr nicht erlauben, dort eine Existenz aufzubauen – die „Propaganda“ des Herrn Schwarz in der kleinen Gemeinde trägt schon lange Früchte.

Welche Dimensionen das noch annehmen wird?

Lauschen wir Frau Geiß selbst (siehe FB-Auftritt: Fünf Euro für dieses Leben):

„Das Sozialamt Weener erklärt, ich solle erstmal obdachlos werden, dann findet man schnell eine neue Wohnung , denn der Wohnungsmarkt ist entspannt.“

Ja – das sind aktuell genau zwei entpannte Wohnungen. Eine davon für 690 Euro Kaltmiete bei 70 m2. Entprechende Dokumente zu dem Verlangen, erstmal obdachlos zu werden, findet man öffentlich auf dem FB-Auftritt der Frau Geiß. Wie groß werden wohl die Chancen sein, wenn die Bürger aus Weener die Kommentare von „Manolo Schwarz“ lesen? Oder die der ihm nachfolgenden Hetzer mit Mopsbild?

Nun – auch auf meinem Autorenprofil bei FB setzt Manolo Schwarz … angeblich aus „München“ … nach:

„Eifelphilosoph, machen dich die zahlreichen Reaktionen auf deinen Artikel nicht ein wenig nachdenklich? Was sollten so viele Menschen gegen Frau Geiß haben? Da sind viele dabei, die Frau Geiß früher mal unterstützt haben. Bitte hör dir beide Seiten an.“

Nun – das habe ich getan. Es ist zwar völlig egal, was Frau Geiß alles zuvor in ihrem Leben getan hat – es sei denn, wir wollen einen willkürlichen Mob als Volksgerichtshof einsetzen, der über Leben und Tod entscheidet – aber ich bin sämtlichen Vorwürfen nachgegangen. Ja – man kann mit Frau Geiß telefonieren, da ist nichts geheim. Sie ist äußerst transparent – was die Flut von Aufnahmen auf ihrem Profil ja auch nahelegt. Doch was meint Herr Schwarz dazu:

„Fünf Stunden mit Frau Geiß telefoniert, Mann, dich hat es aber ganz schön erwischt, ich kann dich verstehen, die Stimme ist nett. Aber bitte nicht hinterher auch noch ins Jammern verfallen.“

Ja – ich hatte viele Fragen. Und einen Menschen kennengelernt, der noch viel mehr Geschichten hat … aus ganz anderen Themenbereichen. Frau Geiß kam nicht mit Hartz IV zur Welt – und war lange Zeit eine emsige und großzügige Steuerzahlerin – bis zu einem Umfall.

Woher kennt er eigentlich ihre Stimme? Nun – er gibt vor, sie lange zu kennen:

Seit 2012? Ich kenne sie seit 2009, schon damals hatte sich die ganze Welt gegen die arme Frau verschworen.“

Nun – man kann ja vieles behaupten. Andererseits … gibt es ja Akten beim Jobcenter: Frau Geiß bezieht Leistungen seit dem Mai 2009. Da Herr „Manolo Schwarz“ von Aachen als dem „alten“ Jobcenter spricht, Details über die Interna der Jobcenter Aachen und vor allem Leer kannte (zum Beispiel das Datum des Erstantrages in Leer, der korrekt nach Ablauf des Bewilligunszeitraumes in Aachen gestellt wurde), wird er wohl von dort stammen – oder?

Urteilen Sie selbst.

Er hat sich auch zu dem Hunger der Frau Geiß geäußert:

„Gibt es Belege für den Hunger?“

Wir werden bei Gelegenheit die Sterbeanzeige nachreichen.

 

 

 

 

 

Deutschland 2015: Das Ende der offenen Gesellschaft und der Bürgerkrieg gegen die Vernunft

Digital StillCamera

Montag, 14.12.2015. Eifel. Dieses Jahr wird noch vielen in Erinnerung bleiben – noch über Jahrzehnte hinaus. In diesem Jahr endete die offene Gesellschaft in Deutschland, verwandelte sich in eine totalitäre, autoritäte Masse, die – wir kennen das schon aus der Geschichte – sich hauptsächlich selbst belauert, selbst denunziert, neue Menschen- bzw. Hexenjagden veranstaltet zur Unterhaltung und zum Nutzen einer Elite, die von Jahr zu Jahr unverschämter in die Kassen greift. Ziemlich doof, wenn man mich fragt: eine eine solche … doofe … Generation macht ja jetzt Politik. Angst macht sich breit in diesem Land: Angst, von einem wildgewordenen Mob der wahnhaften Idioten angeprangert und angegangen zu werden, Angst, von der Millionärspresse als „unerwünschte Person“ definiert zu werden: mit allen Folgen für Leben und Beruf, die solche Definitionen mit sich bringen.

Noch ist man dabei, zu sortieren, wer alles zu den „unerwüschten Personen“ gehört, zu jenen, die aussortiert, selektiert gehören, weil sie den Alltag stören. Noch ist man sich nicht ganz sicher, wer alles „an die Wand“ gehört, aber sicher ist schon: man hasst mit aller Kraft jene, die angeblich Hassparolen verbreiten. Ob sie dies wirklich tun, ist egal – es reicht, dass es von ihnen behauptet wird. Das unausgegorene, dümmlliche Vorurteil ist wieder Haupttriebkraft jeder Politik geworden und ein bildungsferner, unkritischer Mob geifert mit, beständig auf der Suche nach neuen Opfern. Wir dürfen zusehen bei diesem Selektionsprozess, der den Säuberungen im Hitlerreich ebenfalls schon mal vorrausging; die Elite träumt mal wieder von einer Zeit, wo „die anderen“, die „Fremden“, die „Juden“, das ganze Gesochse endlich mal angegangen werden kann, wo man endlich wieder einmal seinen eigenen Lebensfrust straflos an anderen auslassen darf.

Höre Sie einfach mal genau zu, wie man sich auf den Feind einschießt: Deutschlands politisches Leitmedium ist gerade voll in Aktion (siehe Spiegel):

„An diesem Wochenende soll vor dem Kanzleramt in Berlin wieder demonstriert werden. Es geht gegen den deutschen Kriegseinsatz in Syrien, gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und gegen irgendwas mit Amerika. Interessant ist, welch breites Bündnis von ganz rot bis sehr braun zur Teilnahme aufruft. Selbsternannte Abendland-Patrioten schreiten Seit an Seit mit Putin-Fans, Neonazis mit Anhängern der Linkspartei, Israel-Gegner mit Islam-Hassern.“

Niemand demonstriet gegen „irgendetwas mit Amerika“ – aber was soll man sich denn überhaupt noch mit den Argumenten der Bürger auseinandersetzen, wenn man doch schon sein eigenes, kleinbürgerliches Vorurteil geschmiedet hat: die sind alle unerwünschte Persönlichkeiten – die … und noch viele andere mehr, die Aufzählung nimmt kaum ein Ende:

„Deutschland ist dabei, seine politische Mitte zu verlieren. Die neuen Wutbürger kommen aus allen Teilen der Gesellschaft. Es sind wertkonservative Intellektuelle darunter, fromme Christen, linke Globalisierungsgegner und radikale Pazifisten. Es ist ein Aufstand der Verängstigten, denn sie alle eint die Sorge vor dem Fremden und das Misstrauen gegenüber den Eliten.“

Intellektuelle, Christen, Pazifisten, Linke: schon der alte  „Führer“ konnte mit diesem friedliebenden Pack nichts anfangen – die neuen ebenso wenig. Natürlich eint sie alle nicht die „Sorge vor dem Fremden“ – aber das ist ja auch egal für das eigene Vorurteil: wer soll einen schon groß aufhalten, wenn man für die Millionärspresse schreibt und von ganzen Anwaltsbrigaden geschützt wird: die Arroganz der Macht wird immer unverhohlener öffentlich demonstriert – das spricht für die Qualität der Gespräche hinter den Kulissen. Deutschland zieht wieder in den Krieg, die ganze Elite verdient gut daran. Wer dem entgegensteht, gehört entmenschlicht. Lager, in denen diese Menschen zum Zwecke der Besinnung konzentriert werden, folgen noch.

Die Elite verdient daran? Nun – ohne die deutschen Waffen wäre die IS ziemlich zahnlos, so jedenfalls urteilt Amnesty International (siehe FAZ). Und wir pumpen noch immer mehr Waffen hinein, an denen wir exzellent verdienen – schon jetzt können sich unsere Staatssekretäre wieder auf tolle „Incentives“ der Rüstungsindustrie freuen: solange der Rubel rollt, ist für die „Elite“ genug da. Seltsam eigentlich, wie sich diese Elite selbst definiert: Intellektuelle, Christen, Pazifsten und Linke scheinen nicht dazu zu gehören – darf ich daraus schließen, dass man eher antichristlich gesprägt ist, eher blöde und kriegsverherrlichend eingestellt und damit stramm ultrarechts und extrem menschenfeindlich?

Mag sein, dass das der Grund ist, weshalb die Mehrheit des deutschen Volkes keine Demokratie mehr erkennen kann? Es gibt noch andere Daten dazu – außer dem gepflegten Vorurteil des Spiegel-Kommentators (siehe Handelsblatt):

„60 Prozent aller Deutschen empfinden den Einfluss der Wirtschaft auf politische Entscheidungen als zu hoch. Der Wähler sei dabei mehr und mehr außen vor. Das Ergebnis einer breit angelegten Studie ist besorgniserregend.“

Das war im Februar 2015. Hat diese Studie irgendeine Resonanz gehabt? Auch nur eine kleine? Als Deutschland noch eine klar erkennbare Demokratie war, wären sofort Parteien, Kirchen und Verbände ausgeschwärmt, um diese Enwicklung zu studieren und ihr entgegen zu wirken. 2015 jedoch: interessiert sich die „Elite“ kein bischen dafür.

Wie definiert sich eigentlich diese Elite selbst? Nun – ich gehe mal davon aus, dass sie mit Intellektuellen, Christen, Pazifisten, Linken nichts gemein hat – und auch nicht mit den Freunden Israels. Ja – das verwundert etwas: in den Reihen der oft als „rechts“ verschrieenen „Pegida“ findet man wehende Israel-Fahnen – natürlich nur aus Tarnungsgründen, wie das Vorurteil der Millionärspresse zielsicher lautet (siehe Spiegel). Die haben jetzt Neonazis zu sein – ob die wollen oder nicht. Die echten Neonazis jedoch – findet man woanders: in der Millionärspresse selber (siehe Berliner Zeitung):

„Bereits am 21. Februar 2014 hatte die Süddeutsche Zeitung den Trend gesetzt. Damals druckte sie eine Karikatur, die Zuckerberg als Krake mit Hakennase zeigte, mit Löckchen, fetter Gierlippe und blitzend-hervortretenden Raffäuglein. Der Spiegel berichtete damals kritisch. Jetzt bezeichnet Sascha Lobo, ein Kolumnist von Spiegel-online, Zuckerberg „als erste Stütze und größten Nutznießer eines Systems, das unbedingt kritikwürdig ist“. Lobo beschimpft ihn als einen, der „mehrdeutigen Grundsätzen“ folgt, „die Ökonomisierung von allem nicht als Problem, sondern als Lösung betrachtet“ und – besonders verwerflich – listig „getarnt“ nur nach einem trachtet, „die gesamte Menschheit zu Facebook zu holen“.“

Der Führer hätte seine wahre Freude daran: die Elite der Millionärspresse einträchtig im antisemitischen Gleichschritt – und keinen störts. Nun ja – der Berliner Zeitung ist dies aufgefallen. Während Pegida mit Israelfahnen durch Dresden zieht, bemerkt der Berliner Kurier, dass es eine „schlimme Wiederkehr finsterer Zeiten“ gibt: Gewalt gegen Juden wird wieder gesellschaftsfähig (siehe Berliner Kurier). Wo bleibt da der Aufstand der „Gutmenschen“? Nun – wer Intellektuelle zum Feind erklärt, weiß, wo er steht: „Generation Doof“ verherrlicht sich gerne selbst.

Sicher – sie kann schöne Worte aufschreiben (siehe Spiegel):

„In diesen schönen Worten zeigt sich: Es ist das Wesen der Vernunft, dass sie sich selbst erkennt, in ihren Wahrheiten, in ihren Werten, die dann auch keiner Begründung mehr bedürfen.Die Vernunft schafft sich ihre Ordnung selbst. Die Gleichheit ist so ein vernünftiger Wert, auf der Gleichheit baut alles auf, aus ihr erwächst die Toleranz.“

Wichtige Worte, auf die unsere ganze Kultur beruht: aus dem Wert der Gleichheit wächst die Toleranz. Wir können dem Autor auch noch einen Schritt weiter folgen:

„Und jeder Politiker, jeder Forumspöbler, der das Schicksal der Flüchtlinge diskutiert, ohne diese grundsätzlich Gleichheit zu akzeptieren, kündigt damit das Versprechen der Vernunft auf, auf dem die Demokratie beruht.“

Und hier … ist unsere Gemeinsamkeit auch gleich zu Ende. „Forumspöbler“ – kennt man nur bei der „Elite“. Die Vernunft fordert uns nicht nur auf, politische Flüchtlinge als „gleich“ anzuerkennen, sondern auch den politischen Gegner, die „Intellektuellen, Christen, Pazifisten, Linken“ – ohne ihnen zu unterstellen, sie würden unter dem (historisch völlig falschen) Begriff „Querfront“ eine geheime Allianz der Staatsfeinde zum Zwecke des Umsturzes bilden. Wir müssen auch noch mehr als „gleich“ ansehen: zum Beispiel die, die gegen „irgendwas mit Amerika“ demonstrieren. Schön wäre, wenn man sich auch mal informiert hätte, wogegen die eigentlich demonstrieren, bevor man sie verurteilt: aber wer „gleich“ ist und wer nicht, ist halt inzwischen reine Entscheidungssache der Elite.

Gerne summiert man diese Menschen auch unter dem Titel „Verschwörungstheoretiker“, verleiht ihnen einen „Goldenen Aluhut“ unter Applaus von Stern, Focus, Spiegel-Online, DerWesten, Deutschlandradio, Bild, Rolling-Stone und anderen mehr (siehe Der goldene Aluhut), ein Preis, der aufzeigen soll, wer „der Doofste im ganzen Land“ ist (siehe Spiegel): dass dieser Preis die politische Qualität eines Judensterns hat, fällt in einer Branche, die bei dem Namen „Zuckerberg“ gleich in alte antisemitische Reflexe verfällt, kaum noch weiter auf. Entsprechend qualifiziert ist auch das Gremium, das sich diesen Judenstern ausgedacht hat: ein Mechatroniker, ein Krankenpfleger, ein Ingenieur für Informationstechnik, ein Jurastudent, ein IT-Systemelektroniker und ganz vorne: eine Frau ohne nähere Berufsbezeichung, aber einem breiten Spezialwissen über … na, eigentlich alles, von Medizin, Psychologie, aktuelles Zeitgeschehen bis Homöopathie (siehe Goldener Aluhut). Sie hat auch selbst recht merkwürdige Ansichten, die sie in einem Interview ganz keck verbreitet (siehe Wired):

„Anstatt manchmal zu akzeptieren, dass die Welt scheiße ist und es Kriege und Krankheiten gibt — und es dafür keinen Grund gibt —, werden Verschwörungstheorien erfunden.“

Ja – das ist die Ponyhofwelt der Generation Doof: wir sollten halt einfach aktzeptieren, dass es Kriege gibt – und wer das nicht kann und will, bekommt einen Aluhut. Hier wird Wahn zum Gesetz – aber vielleicht braucht man dafür etwas mehr Bildung, als es das Leben der vielgelobten, sich selbst als omnipotent empfindenen Protagonistin her gibt: Kriege … kommen nicht einfach so. Kriege werden – ganz anders als Naturkatastrophen – einzige und allein von Menschen gemacht. Menschen denken sie sich aus, bereiten sie vor, bewaffnen sich dafür und beschließen dann, „das Krieg ist“. Jeder einzelne Krieg der ganzen Menschheit läßt sich detalliert auf Entscheidungen von Menschen zurückführen: und aufgrund dieser Erkenntnis haben wir die Geisteswissenschaften erschaffen, die nur einen einzigen wirklichen Zweck haben: den Krieg zu verhindern, in dem man versteht, warum Menschen ihn veranstalten. Einfach zu akzeptieren, „das es Kriege gibt“, wirft uns zurück in den blinden Aberglauben vorchristlicher Zeiten, in denen man noch Kriegsgötter hatte, die ihn mit Macht in die Welt setzten.

Wer das nicht versteht, darf sich einfach mal vorstellen, was vom „Krieg“ übrigbleibt, wenn keiner hingeht.

Der Massenmord an einer Million Iraker: egal, Hauptsache man hat Spaß und kann sich über andere lustig machen.

Schade, dass Bildung so selten geworden ist in diesen Zeiten. Insofern ist es aber verständlich, dass die Kinder vom Goldenen Aluhut auch in Frage stellen, ob „Theologie“ überhaupt noch an Universitäten gelehrt werden soll – wir merken, da reiht sich jemand gerne ein in die Querfront jener, die Intellektuelle, Christen, Pazifsten und Linke als Feind der kriegsführenden Gesellschaft verstehen und sie gerne selektieren möchten. Klar ist: wer der Regierung widerspricht, lebt ihm Wahn – so der Titel eines Filmes im ZDF über „Verschwörungstheorien“. Im Interview mit einem der Filmmacher wird deutlich: von der offenen Gesellschaft hat man sich weit verabschiedet (siehe Berliner Morgenpost):

„Natürlich machen wir uns auch über das Thema lustig. Es fällt einfach schwer, das ernst zu nehmen, weil alles so abstrus ist.“

Wenn etwas ernst zu nehmen schwer fällt, kann das einfach an mangelnder Bildung liegen: dass die Erde eine Kugel ist, wurde ebenfalls lange Zeit verfolgt und belächelt.

Wäre man eher an Bildung als an naiven Vorurteilen interessiert, hätte man wahrnehmen können, dass es zu „Verschwörungstheoretikern“ schon wissenschaftliche Arbeiten gibt (siehe Forschung und Wissen):

Eine Forschergruppe aus den U.S.A. und Großbritannien, hauptsächlich bestehend aus Psychologen und Gesellschaftswissenschaftlern, haben eine neue Studie vorgestellt, welche darauf schließt, dass Verschwörungstheoretiker entgegen allen Mainstream-Stereotypen vernünftiger sind als Menschen, welche die offizielle Version nicht hinterfragen und umstrittene oder beschrittene Ereignisse einfach akzeptieren.

Umstrittene Ereignisse wie … Krieg, zum Beispiel. Diese Studie über eine vernunftbegabte, kritische Gegenkultur hatte auch noch ein interessantes Nebenergebnis:

„Die Gruppe der Menschen, die der offiziellen Version glauben – welche im Internet eine deutliche Minderheit darstellt – reagiert auf die Kommentare anders Denkende oftmals verärgert, angewidert oder gar aggressiv. Die Forscher vermuten dahinter Frust, dass die Aussagen der alteingesessenen Mainstream-Medien unter Verschwörungstheoretikern nicht mehr akzeptiert werden.

In der Studie heißt es, dass „Menschen, welche die offizielle Darstellung über den 11. September favorisierten, im Allgemeinen einen feindseligeren Ton anschlugen, wenn sie versuchten, Andersdenkende zu überzeugen“.“

Der Hass … ist auf Seiten des Mainstream. Dort – und nur dort – gibt es faschistoide Erscheinungen wir den „Goldenen Aluhut“ und Geseiere über „irgendwas mit Amerika“. Die Autoren dieser seriösen Studie gehen sogar noch weiter:

Der Politikwissenschaftlers Lance deHaven-Smith erklärt, dass dies mit der CIA-Kampagne mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ zusammen hängt. Mit dieser Kampagne soll angeblich der Name Verschwörungstheoretiker bzw. Verschwörungstheorie in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht werden. So werden Menschen, welche die offizielle Version einer Regierung anzweifeln, öffentlich als Spinner angesehen und man schenkt ihnen so kein Gehör. Laut Lance deHaven-Smith ist dies wohl eine der erfolgreichsten Propaganda-Initiativen aller Zeiten.

Der goldene Aluhut: ganz offen ein Auswuchs von Geheimdienstpropaganda. Keiner merkts – mangelnde Bildung zahlt sich halt aus.

Sind diese einzelnen Erscheinungen der Generation Doof noch als Ausfallerscheinungen moderner Bildungspolitik zu sehen, wird es gefährlicher, wenn eine ganze Partei offen das Ende der demokratischen Kultur fordert (siehe Spiegel):

„Nach der 74,3-Prozent-Schlappe für SPD-Chef Sigmar Gabriel war es sein Stellvertreter, der am Samstagmorgen nun zur Geschlossenheit mahnte: „Wir müssen aufhören mit der Misstrauenskultur in der SPD“, sagte Ralf Stegner. Es müsse Schluss sein mit den Vorwürfen, dass die Sozialdemokraten das eine sagen und das andere tun. „Nur eine selbstbewusste SPD, die die Gegner nicht in den eigenen Reihen sucht, hat Chancen, auch Dinge durchzusetzen. Das sollten wir uns merken.“

Nur: es geht nicht darum, irgendetwas durchzusetzen, weil man sich selber toll dabei fühlt: es geht darum, dass Beste für das Volk zu tun – das ist der Auftrag der Basis. Wer mit Worten wie „Misstrauenskultur“ den Gegner psychische Schwäche diagnostiziert, hat sich ganz weit entfernt von den Forderungen der Vernunft für ein demokratisches Miteinander … und fordert unverhohlen einen Führerkult zwecks Machterhalt.

Doch es kommt  noch schlimmer: zum Erhalt der Meinungshoheit über „das Pack“ gibt es offene Allianzen zwischen Konzernen und Regierung, um „genehme Meinung“ zu generieren (siehe Spiegel):

„Er sei dankbar, sagte der Minister, dass Facebook seine Verantwortung wahrnehme. Und er werde eine Arbeitsgruppe gründen, nicht nur mit Facebook, sondern mit anderen sozialen Netzwerken, mit NGOs und „der Politik“. Es soll wieder eine Debatte über den Hass im Netz werden.“

Nun: gemeint ist natürlich nicht der Hass der Regimetreuen gegen die Skeptiker – denen sehr Unwohl wird angesichts der gewünschten Allianz von Regierung und Konzern gegen das Volk … eine Allianz, die einigen Faschismustheoretikern zufolge ein zentrales Definitionsmoment für Faschismus ist.

Nun – vielleicht gibt es in den USA noch einen anderen Freiheitsbegriff – vielleicht sogar erst Recht im Reich des Herrn Zuckerberg. Doch in Deutschland: da gibt es einen Bürgerkrieg gegen die Vernunft, einen Bürgerkrieg gegen die offene Gesellschaft – in der jeder und jede alles und jedes glauben darf: auch über Einhörner. Es darf auch jede und jeder seine Meinung sagen – auch über Flüchtlinge. In einer offenen Gesellschaft muss man das ertragen können: sonst ist man schnell viel faschistischer als jene, denen man unterstellt, so zu sein. Und 2015 scheint mir das Jahr zu sein, in dem sich die Masse der Journalisten von der offenen Gesellschaft verabschiedet hat – zugunsten von … etwas anderem.

Vielleicht … irgendwas mit Amerika.

PS: ein Nachwort noch für die ganz Doofen. Dass wir uns für den Wert der Meinungsfreiheit einsetzen, heißt nicht, dass wir alle Meinungen teilen, die unbequem sind. Angesichts von 70000 jährlichen Toten durch Nebenwirkungen und Ärztepfusch wäre für diese Menschen „Einhornmedizin“ eine clevere Alternivative gewesen. Jedenfalls … bringt die weniger Leute um. Und darüber … können wir gerne lange diskutieren. Der Autor dieser Zeilen hat 17 Jahre Pharmaindustrie hinter sich und kann da viel Material beibringen. Reichsbürger … sind da ein anderes Thema (doof – erläutere ich später). Flüchtlingskritiker sind nicht automatisch rechtsextrem, viele von ihnen haben nur zu viele Mainstreamsendungen über den „Islamischen Staat“ gesehen – oder Mein Kampf der Kulturen gelesen.  Für die Folgen dieser Sendungen sind aber nicht die Informierten allein verantwortlich. Und weiße Balkenmuster am Himmel ärgern mich als Fotografen: egal, was drin ist. Ich lasse mir da ungern einreden, dass die eigentlich gar nicht da sind. Wäre so, als müßte ich akzeptieren, dass die Erde wieder eine Scheibe sei.

Wer wissen will, woher die Skepsis gegenüber der „Elite“ kommt, sei auf diese aktuelle Nachricht verwiesen (siehe Spiegel):

Die Finanzbehörden haben nach einem Medienbericht belastendes Material über mehr als hundert Banken und Fonds gesammelt, die den Fiskus mit dubiosen Aktiendeals um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben sollen. Etlichen Instituten drohten Razzien

So werden Gelder generiert, mit denen man im „Spiegel“ Anzeigen schalten kann und so den Redakteuren Traumhonorae ermöglicht. So – schließt sich der Kreis. Oder?

 

 

 

 

Die letzten 100 Artikel