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Panik im Oval Office: Biden fürchtet Militärputsch

Aktuelle News aus Politik und Wirtschaft aufgeschlüsselt und erklärt.

Alle Macht den Oligarchen

Als Joe Biden und Kamala Harris unter massivster Bewachung ins Amt eingeschworen wurden, zog weniger sichtbar die US-Oligarchie mit ins Weiße Haus ein. Big Tech ist neben Big Money besonders massiv in der Biden-Administration vertreten. Die Konzerne besetzen mit ihren Leuten die Stellen in diversen staatlichen Aufsichts- und Kontrollbehörden, die dieselben Konzerne regulieren sollen.

Neue WhatsApp-Regeln zeigen: Die End-to-End Verschlüsselung war eine Lüge

Wer sich um seine Daten sorgt, sollte WhatsApp schnellstmöglich verlassen, wie die neuen Regeln des Messengers zeigen. Hier will ich beleuchten, was die neuen Regeln (unfreiwillig) aufzeigen, was sie bedeuten und welche Alternativen es gibt.

Trump, Twitter und die parlamentarische Demokratie

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Der Kurznachrichtendienst Twitter und die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram haben Donald Trumps Accounts Ende vergangener Woche zunächst vorübergehend und anschließend dauerhaft gesperrt. Dem US-Präsidenten wurde damit die Möglichkeit genommen, weiterhin auf direktem Weg mit 88 Millionen Twitter-Followern, 35 Millionen Facebook-Abonnenten und 25 Millionen Instagram-Usern zu kommunizieren.

Twitter nannte als Grund für den Schritt „das Risiko weiterer Anstiftung zur Gewalt“. Facebook- und Instagram-Chef Mark Zuckerberg schrieb auf seinem Facebook-Account: „Die schockierenden Geschehnisse der letzten 24 Stunden zeigen klar, dass Präsident Donald Trump seine verbleibende Amtszeit dazu missbrauchen will, eine friedliche Übergabe der Macht an seinen Nachfolger Joe Biden zu unterminieren.“

Viele Menschen haben positiv auf die Entscheidungen der sozialen Online-Dienste reagiert. Das verwundert kaum, denn die Wut auf den US-Präsidenten ist groß. Unter ihm haben die USA die größte Vermögensumverteilung ihrer Geschichte erlebt, er hat den Sumpf in Washington nicht, wie im Wahlkampf angekündigt, trockengelegt, sondern vier Jahre lang begünstigt und das Amt des Präsidenten im Stil eines Monarchen zur eigenen Bereicherung missbraucht.

Die Tyrannei der Heimsuchmaschine Google

Ein Standpunkt von Anna Zollner.

Sprechen ist ein Grundrecht und beruht auf der Überzeugung, dass der Mensch das Recht hat, gehört zu werden. Ein Mensch, der nicht sprechen darf, wird auch nicht gehört, was zur Folge hat, dass dieser Mensch seelisch verkümmert. Ohne den kommunikativen Austausch mit anderen Menschen geht jeder von uns ein wie eine Pflanze, der man das Wasser vorenthält.

Dass der Mensch wurde was er ist, ein hochspezialisiertes und vor allem hochsoziales Wesen, hat mit der menschlichen Sprache zu tun. Die grössten Hirnareale des Homo Sapiens Sapiens werden von dessen Sprachzentrum und für die Koordination seiner Hände beansprucht. Die Sprache und die Hände sind die wesentlichen Werkzeuge des Menschen. Mit der Sprache drückt der Mensch seine Gedanken aus. Sprache ist die intellektuelle Hauptverbindung aus dem Unterbewussten in das Bewusste. Was im Unterbewusstsein des Menschen gärt, kann durch die Sprache eindeutig werden. Eine diffuse Absicht manifestiert sich in einer eindeutigen Willensbekundung.

Internetkonzerne zensieren russische Medien – Verbietet Russland demnächst YouTube & Co?

Weil die Internetkonzerne russische Medien und User immer stärker zensieren oder in ihrer Reichweite behindern, wurde in Russland nun ein Gesetz eingebracht, dass Strafen für ein solches Verhalten vorsieht – bis hin zur Sperrung der sozialen Netzwerke in Russland.

Die amerikanische Kolonie – US-Firmen entscheiden in Deutschland, was die Wahrheit ist

Dass Deutschland nichts weiter ist, als eine US-Kolonie, ist für viele eine provokante These. Aber wenn man sich anschaut, wer in Deutschland die Deutungshoheit über Wahrheit und Unwahrheit hat, dann wird es schwer, der These zu widersprechen.

Man stelle sich einmal vor, chinesische Firmen würden in Deutschland bestimmen, was wahr ist und was unwahr und würden das auch deutlich sichtbar kennzeichnen. Das ist unvorstellbar? Grotest? Deutschland würde sich so etwas unter keinen Umständen bieten lassen und alle nur erdenklichen Maßnahmen dagegen ergreifen?

Verhinderter Biden-Skandal, Parteinahme der Medien, Ringen um Corona-Maßnahmen

Es hätte der Scoop des Jahres sein können: Der Datenfund auf der Festplatte eines Laptops, der Joe Bidens Sohn gehören soll. Doch aus der Enthüllung wird nichts: Facebook und Twitter blockieren ihre Verbreitung, die Medien berichten nicht. Und das ist nur eines von vielen Beispielen offener Parteinahme der Medien für Joe Biden. Derweil nimmt das Chaos um die Corona-Maßnahmen beständig zu.

Bock zum Gärtner – Bidens Ex-Beraterin wird Zensorin bei FB und sperrt Enthüllungsstory

Es hätte der journalistische Scoop des Jahres sein müssen – doch stattdessen wurden Joe Bidens mögliche Verstrickungen in die dubiosen Geschäfte seines Sohnes in der Ukraine medial unter dem Deckel gehalten. Welche Interessenkonflikte sich hinter der Sperrung verbergen – ein Kommentar von Ivan Rodionov.

TWITTER/FACEBOOK BLOCK NY POST ARTICLE ON HUNTER BIDEN

Hunter Biden introduced his father, then-Vice President Joe Biden, to a top executive at a Ukrainian energy firm less than a year before the elder Biden pressured government officials in Ukraine into firing a prosecutor who was investigating the com…

Leb wohl, Demokratie

Leb wohl, Demokratie: Facebook und YouTube löschen Beweise für Bidens Korruption

Facebook hat den Account des ukrainischen Abgeordneten gesperrt, der die Telefonmitschnitte und Kontoauszüge veröffentlicht hat, die Bidens Korruption in der Ukraine beweisen. Zuvor hat Google bereits den Kanal gelöscht, auf dem die Telefonmitschnitte veröffentlicht waren.

Die Zensurmaßnahmen der Medien und vor allem der Internetkonzerne werden immer radikaler. Alles, was das gewollte Narrativ von Biden als Heilsbringer und Trump als Verkörperung des Bösen schlechthin in Frage stellt, wird verschwiegen und sogar gelöscht. Dabei sind die öffentlich gewordenen Beweise für Bidens Skandale erdrückend, aber sie werden von den „Qualitätsmedien“ verschwiegen und von den Internetkonzernen durch Zensur unterdrückt.

Facebook-Mitarbeiterin, die Biden-kritische Accounts löscht, war an Bidens Geschäften beteiligt

Der Sumpf um Joe Biden scheint kein Ende zu nehmen. Bei Facebook ist eine Frau für die „Integrität der US-Wahl“ und damit für das Sperren von Nachrichten und Accounts zuständig, die an den Geschäften von Biden in der Ukraine unmittelbar beteiligt war.

Twitter Censorship Reaches New Level!

Twitter have taken it upon themselves to censor a link from the New York Post that claimed to expose corruption in the Biden family. Twitter shouldn’t get to decide what is and isn’t news.

Das Angstregime der Angela Merkel

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Donnerstag, 8.10.2020. Eifel. 71 Prozent der Deutschen trauen sich laut einer Allensbachstudie nicht mehr ihre Meinung zu sagen – erwähnt Wolfgang Kubicki in einer Talkshow des ZDF.  Die Talkshow selber konnte ich mit nicht lange anschauen, es war ein dümliches Geschwätz der Sonderklasse inklusive primitiv eingewobenem Russlandbashing, dass wohl inzwischen bei jeder Sendung dazugehört: Ein Volk, ein Reich, ein Führer, ein Feind – immer Russland wohlgemerkt.

Was man in Deutschland sagen darf und was nicht, entscheiden unter anderem Zensoren bei Facebook. Dieser Beitrag zum Beispiel … ist wegen Verstoßes gegen die Gemeinschafsstandards gelöscht worden:

„Homosexuelle sind ja Schwuchteln, oder? Und im Prinzip gehören die weggesperrt. Und diese ganzen Menschenrechtsaktivisten: sind doch nur quasiliberale Wichser. Oder? Und Ausländer? Doch nur Nagetiere, deren Heimatstädte man mit Marschflugkörpern vernichten sollte. Ja nu – jetzt mal nicht so aufgeregt auf die Zeilen hier gucken, es ist ja wohl allen bekannt, dass Frauen nicht mehr auf die Straße gehen können, weil die inzwischen voller Kakerlaken aus dem Ausland sind. Was wir brauchen, ist endlich mal eine nationale Rückbesinnung, dass wir unser Land reinigen von all dem Ungeziefer, das es befallen hat.
Hört sich nationalistisch an? Ist es auch, aber eine solche Meinung muss man nun mal vertreten, um in Deutschland persönlich Besuch von der Bundeskanzlerin zu bekommen. Ja, Sie denken doch wohl nicht, dass dieser Schwachsinn auf meinem Mist gewachsen ist? Das sind Ansichten und Worte des Kreml-Kritiker Nawalny, der gerne beim „russischen Marsch“ dabei war, wo man massenhaft Hitlergrüße fotografieren konnte – jedenfalls berichtete das die Hamburger Morgenpost am 26.9.2020. Wer tiefer gräbt findet ein Portrait der Tagesschau vom 12.6.2017, wo man erfahren darf, dass Nawalny auch mehrfach wegen Betrug verurteilt wurde. Ja – um die Nähe der deutschen Bundeskanzlerin genießen zu dürfen, muss man wohl schon ein ganz besonderer Lumpenhund sein. Was ich bei der Hamburger Morgenpost besonders erfrischend fand, ist die Erwähnung der „Sprachregelung“, die seitens der Regierung und der Medien stattgefunden hat, wonach Nawalny flächendeckend als „Kremlkritiker“ zu bezeichnen ist. Wären wir ehrlich, würden wir ihn einen Neofaschisten und Kriminellen nennen – aber die mochten die USA ja schon immer besonders gerne.
Und so ein Gesochse wird uns hier als Freiheitskämpfer verkauft – sorry, als „Kremlkritiker“. Können wir dann unsere Neonazis zu Merkelkritikern ernennen – das hört sich viel freundlicher an als dieses „Nazi“.
Die Heuchelei und Verlogenheit der Bundesregierung und dieses Wertewestens hat mal wieder einen neuen Höhepunkt erreicht … für den mal wieder große Mengen Steuergelder ausgegeben werden, um einen ganz billigen Propagandafeldzug gegen die Gaskonkurrenten der USA zu fahren, deren brachial gewonnenes Frackinggas wir teuer bezahlen sollen, damit Amerika first bleiben kann.
Eigentlich – eine erbärmliche und entwürdigende Geschichte. Oder?“

Er stammt aus meiner Feder und gehört zu den kurzen Kommentaren, die ich eine Zeit lang täglich dort beim Frühstück hinterlassen habe. Sicher: einen verurteilten Betrüger einen Lumpenhund zu nennen, ist sicher hart, aber es war ja nicht nur das: die Vorschläge zur Behandlung von Homophilen und Ausländern ist ja auch nicht von schlechten Eltern, oder? Die Vorstellung, dass so eine menschenfeindliche Ungestalt die besondere Gunst der Bundeskanzlerin der demokratischen Bundesrepublik Deutschland genießt, ist nahezu unerträglich –  und man wird ja wohl noch darauf aufmerksam machen dürfen, dass dort ein Gast hofiert wird und medienwirksam fünf teure Personenschützer erhält (zu sehen in dem Heute-Journal am 7.8.), den wir – wäre er Deutscher – zu Recht einen Nazi nennen würden. Und gegen Nazis sind ja wohl alle in diesem Land, oder? Zumindest … wenn man dem epischen Kampf „gegen Rechts“ glauben darf, der hier medienwirksam seit ein paar Jahren zelebriert wird.

Wer löscht da eigentlich bei Facebook? Mark Zuckerberg selbst? Nun – es wäre sein Recht, sowas zu tun. Immerhin war der Grundgedanke von Facebook nicht, politische Debatten zu ermöglichen, sondern Arbeitskollegen zu vernetzen, damit die sich gegenseitig Bilder von gemeinsamen Grillabenden zuschicken können. Nur durch Zufall ist daraus ein Medium geworden, dass in Deutschland allein 32 Millionen Menschen erreicht … andere Quellen sprechen von 25 Millionen im Jahre 2019, weil zunehmend alternative Angebote FB Marktanteile abjagen.  Damit übertrifft Facebook die Reichweite der Tagesschau um das Doppelte – hat nur viel mehr Inhalt und erlaubt natürlich eine wesentlich größere Meinungsvielfalt als diese. Lange Zeit wurde dies auch weidlich genutzt, bis … nun ja … bis der Politik der Kragen platzte und ein Löschbattalion eingestellt wurde. Jedenfalls nenne ich es so in Anlehnung an die britische Facebook-Brigade, die ebenfalls 2015 von der britischen Army aufgestellt wurde, um die „Herzen und Köpfe der Menschen“ zu erreichen (siehe Spiegel).

Natürlich gab es einen guten Grund, 2015 ein Zensurteam aufzustellen: das Volk wendete sich in größerem Maße gegen die Politik der Kanzlerin – der großflächige Menschenversuch, spontan eine Million junger Männer aus dem Ausland nach Deutschland zu verlagern, war nicht überall mit Begeisterung aufgenommen worden: die Nawalnys der Republik fingen an, richtig Krawall zu machen – und auch besonnenere Charaktere stießen sich an der Tatsache, dass Deutschland auf einmal per Kommando der Kanzlerin über Nacht von einem Asylland zu einem Migrationsland werden sollte – ohne jede breite gesellschaftliche Debatte, die eine solche Entscheidung vorausgehen sollte.

Natürlich rief die Kritik auch jene Gestalten auf den Plan, die schon 1933-1945 gegen jede Art von Ausländern waren – außer: man konnte sie Millionenfach für Gratisarbeit in den Betrieben einsetzen. In der Tat waren damals 12 Millionen Ausländer für die deutsche Wirtschaft tätig – nur gegen billigstes Essen und billigste Unterkunft: ein Traum für jeden Unternehmer, damals wurden schon nebenbei einige Vermögen verdient bzw. massiv ausgeweitet …. eigentlich genau wie heute, wenn man sich mal die Arbeitsbedingungen anschaut, die zum Beispiel bei den Paketdiensten vorherrschen. Nur: dass da eine strukturierte, organisierte Ausländerfeindlichkeit vorherrscht, wird in Deutschland nicht thematisiert, weil … da „Arbeitsplätze geschaffen werden“ oder anders gesagt: durch Ausbeutung große Vermögen angehäuft werden. Die Freunde der Bundeskanzlerin schätzen solche Gelegenheiten sehr – wie auch ihre Großväter diese Möglichkeiten geschätzt haben.

Ein seltsames Bild, dass sich da gerade abzeichnet, oder? Eine Kontinuität in der deutschen Politik seit 1933. Erinnern Sie sich noch an die Anfangs erwähnte Allensbachstudie? Keine Sorge, wir haben sie nicht vergessen, müssen uns aber zuerst nochmal um Facebook kümmern.

Wer löscht da nun wirklich bei Facebook? Die Firma Arvato. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung … und ich möchte sie hier mal selbst zu Worte kommen lassen (siehe Süddeutsche):

„Bereits seit Herbst 2015 lässt Facebook auch in Berlin Beiträge löschen, mit Hilfe der Bertelsmann-Firma Arvato. Doch Details zu den genauen Lösch-Regeln oder zu Qualifikation und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die dort jeden gemeldeten Beitrag überprüfen, hat das Unternehmen selbst auf Druck des Bundesjustizministeriums nicht öffentlich gemacht.“

Ungeheuerlich, oder? Sollte man eigentlich dreimal lesen, damit man wirklich begreift, was da passiert: der Megakonzern Bertelsmann verweigert selbst gegenüber dem Bundesjustizministerium jegliche Angaben zu den Bedingungen, die zur Beitragslöschung führen, verweigert Angaben zur Qualifikation der Mitarbeiter, die diese Regeln ausführen sowie zu den Arbeitsbedingungen, untern denen sie diese Arbeit leisten müssen. Weiter erwähnt die SZ, dass es den Mitarbeitern sogar verboten ist, mit Medienvertretern oder Behörden zu sprechen: Maßgaben, denen wir sonst nur bei Sekten wie Scientology begegnen. Immerhin sind das Maßnahmen, die mindestens 25 Millionen Deutsche betreffen, die sich via Facebook austauschen: keine Kleinigkeit, wie ich meinen möchte.

Was wir aber jetzt dank SZ wissen: 600 schlecht bezahlt Mitarbeiter aus vielen Ländern überprüfen 2000 Beiträge am Tag. Das sind … 14,4 Sekunden pro Beitrag. Das läßt eine differenzierte Auseinandersetzung mit Text gar nicht mehr zu.

Aber wer will das schon. Die Lesekompetenz in Deutschland nimmt immer mehr ab … und das seit langem (siehe Deutschlandfunk 2004 oder Tagesspiegel 2019), Format wie „Twitter“ oder „Whats app“ erziehen zum noch kürzeren Formulieren, was letztendlich in flächendeckender Legasthenie enden wird … und, wie der Tagesspiegel treffend bemerkt, in einer Abnahme der Empathie. Da die Fähigkeit, Meinungen treffend und sicher formulieren zu können die Voraussetzung für die Äußerung von Meinungen ist, sehen wir die Meinungsfreiheit in Deutschland schon auf diesem Wege in Gefahr – und persönliche sehe ich aktuell in der laufenden Corona-Debatte genau das: die Unfähigkeit, differenziert auf ein Thema reagieren zu können, das vielschichtige Aspekte aufweist aber nun dümmlich in primitivsten Fronten aufgestellt wird. Aber dazu ein andermal mehr.

Bertelsmann ist ein Konzern, der auf vielfältige Weise in unser Leben eingreift und vom Kabarattisten Volker Pispers als mächtiger als die Bundeskanzlerin eingestuft wurde. Über die Bertelsmannparty als Motor der Einflussnahme und „Re-Feudalisiuerng“ hatte ich schon geschrieben (siehe Nachrichtenspiegel), es gibt aber noch mehr Fronten, an denen der Konzern tätig ist: so sichert er die Weltmachtpläne der EU und das Überleben des Kapitalismus und ist führend beim Kampf Reich gegen Arm, in dem er den Staat immer weiter zurückdrängt, das Gesundheitssystem zusammenschrumpfen will und die Bildung auf ein Minimum zurecht stutzt – mit einer ganzen Armada von Einflussmöglichkeiten (siehe bertelsmannkritik). Schulen nur noch für die Elite, Abschaffung der kleinen Krankenhäuser, Privatisierung von Gemeinschaftseigentum, Ökonomisierung von Bildung: all das ist voll auf der Linie des Konzerns, der bei Facebook die Meinung von 25 Millionen Deutschen nach unbekannten Richtlinien zensiert.

Nun ist Facebook natürlich nur ein Medium, dass in Deutschland genutzt wird. Ein anderes, im Vergleich dazu winziges Medium ist die Zeit, die uns in einem Beitrag über die oben erwähnte Allensbachstudie darüber aufklärt, dass es ja im Prinzip nur Nazis sind, die ihre Meinung hier nicht offen kund tun können (siehe Zeit), ein Beitrag aus dem Jahre 2015, der selbst sehr deutlich zeigt, wie es um die Freiheit der Meinung bestellt ist: wer der Meinung ist, dass man seine Meinung in diesem Lande nicht mehr frei äußern kann, wird ohne zu zögern mit nationalsozialistischen Mordbrennern gleich gestellt, die – wir erinnern uns – aufgehängt gehören. Wer möchte schon gerne in seiner Nachbarschaft oder am Arbeitsplatze als Adolf Eichmann angesehen werden … nachdem eine irre Presse ihn als solchen dargestellt hat? Niemand. Und wer traut sich dann noch seinen Meinung offen zu sagen?

Dabei wäre es – um beim Flüchtlingsthema zu bleiben – schon interessant zu wissen, wer denn da in Mengen nach Deutschland strömt: Familien, die dem Krieg entkommen wollen – oder Glücksritter wie die Goldgräber im Wilden Westen der USA, die mit außerordentlicher Brutalität gegen die Einheimischen vorgegangen sind. Aber wer hätte sich 2015 noch wirklich getraut, diese damals für die Sioux in den Black Hills wichtige Frage in Deutschland zu stellen?

2020 haben wir das nächste Thema, bei dem man vorsichtig sein muss: wer die Wahrheit über den homophoben Rassissten Nawalny ausspricht, wird bei Facebook gelöscht – eine Wahrheit, die ich direkt aus der Hamburger Morgenpost entnommen habe (siehe: Morgenpost), also noch nicht mal meine eigene Meinung zu dem Thema ist. Noch ein Thema, wo höchste Vorsicht geboten ist? Corona.

Aber darüber reden wir ein andermal.

Was für heute wichtig ist, scheint mir die Erkenntnis zu sein, dass die Angst im Lande umhergeht, dass ein Klima der Angst vorherrscht, von den Leitmedien (bei Lanz vertreten durch eine Spiegel-Redakteurin) als Judenfreund gebranntmarkt zu werden – oh, nein, Entschuldigung, dass war ja früher, heute sind die Bannbezeichnungen andere: als „rechts“, „Verschwörungstheoretiker“, „Covidiot“. Und auch wenn es rechte Meinungen gibt – so sind nicht alle Meinungen, die dem Spiegel nicht passen, nicht automatisch rechts – zumal aus dem Spiegel in den letzten Jahren ein außerordentlich rechtes Medium geworden ist – gemessen an den Maßstäben, die der Spiegel selbst früher mal an sich hatte.

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Ein persönliches Wort noch an die vielen Leser, die mich seit 2009 begleiten. Seit 10 Jahren schreibe ich nun für den Nachrichtenspiegel – seit einiger Zeit jedoch ist es ruhiger hier um mich geworden. Das hatte seine Gründe: seit 2016 arbeite ich – gegen Bargeld – an deutschen Hauptschulen, um dort Problemschülern eine Zukunft möglich machen zu können, die ihnen das System nicht mehr geben würde: ich sehe mich persönlich halt wirklich eher als ein Mann der Tat, habe dort sehr viel bewirkt, was mich sehr glücklich macht. Zudem habe ich zeitglich einen Sohn bei mir, der unter einer sehr unheimlichen Erkrankung litt, die die Wissenschaft nicht lösen konnte: das verbrauchte sehr viel Zeit, die ich nur noch beim Nachrichtenspiegel einsparen konnte. Darüberhinaus … habe ich nun im hohen Alter die Frau meines Lebens gefunden: die für mich ideale Partnerin – auch das kostet Zeit und hat hier zu einer längeren Sendepause geführt. Ich gedenke aber meine Arbeit hier fortzusetzen und meinem Leben – geschuldet den politischen Verwerfungen der Gegenwart – einen neuen Kurs zu geben, zumal mein Sohn wieder gesund ist. Also – sorry für die Sendepause – ok?

 

 

 

 

Faktenferne Faktenchecker

Facebook sitzt wegen ungerechtfertigter Zensur und betrügerischer Verunglimpfung auf der Anklagebank.
Ein Standpunkt von Torsten Engelbrecht.

„Ich nehme eine McCarthy-artige Stimmung im Land wahr und im Zuge der Cancel Culture sehe ich auch die Freiheit des Denkens und der Forschung im Allgemeinen in Gefahr. Mir gruselt es.“ Dies schrieb Dieter Nuhr kürzlich in einem Facebook-Post (1). Dass der Kabarettist seinen Unmut allerdings gerade auf Facebook zum Besten gab, entbehrt nicht der Ironie. Denn das übermächtige Soziale Netzwerk selbst verfolgt mit Vehemenz die Strategie, Kritik an mächtigen Instanzen als Ketzerei zu verfolgen und Andersdenkende mundtot zu machen. Der von Robert F. Kennedy Jr. gegründeten Organisation Children‘s Health Defense reicht es jetzt. Sie fühlt sich so stark von Facebooks Zensurpraktiken beeinträchtigt, dass sie nun Klage eingereicht hat. Im Visier hat der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten auch die so genannten „Fact-Checker“ wie PolitiFact, auf die sich der von Mark Zuckerberg gegründete Internetgigant beruft. Bei diesen kann von solidem Fact-Checking keine Rede sein.

Die von Robert F. Kennedy Jr. gegründete Organisation Children‘s Health Defense hat vergangene Woche vor dem Bundesgericht in San Francisco eine Klage eingereicht (2). Die Beklagten sind keine geringeren als der Social-Media-Gigant Facebook, dessen Gründer Mark Zuckerberg und drei so genannte „Fact Check“. Der Vorwurf: Facebook habe faktisch solide recherchierte Posts zum Thema Gesundheit zensiert und auf betrügerische Weise Children’s Health Defense diffamiert und falsch wiedergegeben.

Robert F. Kennedy Jr.: „Facebook zensiert und diffamiert“

Gemäß der Klageschrift von Children’s Health Defense ist Facebook engstens mit der Pharmaindustrie sowie den von Big Pharma praktisch beherrschten Gesundheitsbehörden verbandelt. Zudem hätte der Konzern wirtschaftliche Interessen in den Bereichen Telekommunikation und 5G, dem Mobilfunkstandard der fünften Generation (3).

Wie die Organisation Children‘s Health Defense auf ihrer Website schreibt, zensiere Facebook die Seite Children’s Health Defense. Wie dies aussieht ist auf dem unten eingefügten Screenshot zu sehen, auf dem ein Facebook-Posts von Children‘s Health Defense als „Teilweise falsche Information“ zensiert und geblockt wird. Die Basis dieser Zensur bildete unter anderem eine Analyse von PolitiFact. Wie erbärmlich dieser vermeintliche „Fact-Checker“ vorgeht, darauf gehe ich später auch noch detailliert ein. Das Ziel hinter dieser Zensurpraxis sei, so Children‘s Health Defense, Facebook von sachlichen Informationen über Impfstoffe, 5G und Gesundheitsbehörden zu „säubern“.

Neben Robert F. Kennedy Jr. selbst vertreten die Rechtsanwälte Roger Teich und Mary Holland Children‘s Health Defense in dem Rechtsstreit.

Massen-Kontrolle

„Alle nutzen Google und Facebook und haben jetzt plötzlich Datenschutz-Bedenken“

Tobias Riegel

Mit dem Verweis auf private Leichtfertigkeit soll massiver Zugriff auf die Daten der Bürger gerechtfertigt werden. Das ist zurückzuweisen.

Tobias Riegel ist Journalist, er lebt und arbeitet in Berlin. Er hat für verschiedene Berliner Medien gearbeitet, die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen bei Feuilleton, Medienkritik und Politik.

Maden im Speck oder Mäuse in der Gehirnwaschmaschine?

231 Katze Maus

Nachdem sich die Lager zwischen Corona-Befürwortern und Corona-Gegnern polarisiert haben, sehen viele Sofa-Intellektuelle und Superspreader, dass mit den bereits hinlänglich vergebenen und prominent besetzten Positionen („pro“ oder „contra“ Corona) kein Schnitt mehr zu machen ist. Um die Verwirrung im Fußvolk nun perfekt zu machen und die letzten Restbestände an Hausverstand zu zerbröseln, verkünden sie ihrer Followerschaft als Draufgabe nun noch eine dritte Variante, die Königsvariante: Alles Idioten, die derzeitigen Diskussionsteilnehmer, sowohl die Covidioten als auch die Anti-Covidioten. Bleibt jetzt also nur noch … ja, was denn nun? Ach ja, das entspannende große Nichts, das von einer beliebten Bundeskanzlerin bereits vorbildhaft verkörperte schwarze Loch, in dem sich alle Mühsal des Denkens und aller Fluch des Bewusstseins auflöst. Der milde Rückenwind der marktkonformen Demokratie kann uns dann endlich ins strahlende und gechippte Paradies des „Internet der Dinge“ führen, wo wir in einem selbstfahren und selbstfütternden Autodrom im Kreis fahren und ins Smartphone gucken können. Des Gordischen Knotens Lösung in dieser Corona-Misere lautet also: Ja ey lol, leute, ihr braucht euch doch nur ein bisschen entspannen, nicht so blöde anstellen, dann wird schon wieder. Nur eines nicht vergessen: immerzu weiter in den Flatscreen gucken und euren Serdar und Tilo liken. Überhaupt könnte ja jeder einen Youtube Channel aufmachen, Superyoutuber werden, wir abonnieren und liken uns dann alle untereinander, monetarisieren unsere Videos und können alle leben wie die Maden im Speck, so wie Rezo, Walulu, Pornokatja & die 90 Superyoutuber uns das vormachen.

Mal im Ernst: Es ist durch Studien längst erwiesen, dass das Scrollen durch Facebook & Co. für schlechte Stimmung sorgt und Depressionen begünstigt. Was ist es eigentlich für ein magnetischer Sog, der uns dazu bringt, uns freiwillig immerzu die gleichen Publikumsbeschimpfungen abzuholen? Es ist ja heute fast jeder Medienartikel ein Schlag ins Gesicht und eine gewisse Erniedrigung bzw. Traumatisierung des Menschen. Wer sich nur ein bisschen mit Traumatologie befasst, der erfährt, dass ein Opfer, das traumatisiert wurde, wie magnetisch immer wieder zum Täter zurückkehrt, da es sich an diesem Ort eine Wiederherstellung des verlustig gegangenen Teils seines Selbstwertes erhofft – dort aber nur noch neue Traumatisierungen und Klöppe auf den Kopf erfährt und sich dieses Spiel immerzu fortsetzt, bis man es durchbricht und sich einmal vollkommen unabhängig macht vom demjenigen, der einen gängelt und erniedrigt. Dieses Spiel wird leider nicht mehr nur von den einschlägig bekannten Gehirnwaschmaschinen wie Relotius-Narrenspiegel, Südtäuscher & Co. gespielt, sondern mittlerweile auch von vielen der einschlägig bekannten Influenzer und Superspreader. Dass sie sich an ihren Lesern emotional bereichern, können sie aber moralisch mit ihrem Bildungsauftrag on her Majesty’s Secret Service rechtfertigen.

Denn die Influenzer haben mittlerweile eingesehen, was Bundespräsident Gauck schon vor Jahren erkannt hat: „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“ Den dummen, ungehobelten Pöbel gilt es also nun im Verein mit all den anderen wackeren Recken des guten & gernen Lebens flachzuklöppeln und zurechtzubiegen. Wäre doch gelacht, wenn man diesen Pöbel nicht die Ohren richten könnte. Der Pöbel nimmt die Erziehung willig an – und holt sich täglich seine Portion Saft vom allein wissenden Influenzer seiner Wahl ab, lässt sich diesen Saft sogar amüsiert die Kehle runtergluckern und twittert selbst zur rabiatesten Leser- und Hausverstandbeschimpfung dann noch ein andächtiges „Danke“ und „genial“, unterlegt mit einem fetten GIF-Smiley aus dem Bauchladen von junkster.com.

Im Vergleich zu der Erziehung, die derzeit durch all die Influenzer und Superspreader stattfindet, ist die Tagesschau schon längst ein vernachlässigbarer Faktor. Die Transformation der Hirne in Richtung des Guten, Gernen und obendrein Alternativlosen geschieht viel effizienter innerhalb des Zirkelschlusses von Friends und Followern. Darin bilden wir mittlerweile unser eigenes Correctiv und halten uns gegenseitig im Zaum. Man kann den Markt nun dem freien Spiel der Kräfte überlassen. Für Unter-Haltung ist gesorgt. Man braucht uns dafür auch nicht bezahlen oder schmieren, wir machen das alles ganz gratis aus Bürgerpflicht. Will da wirklich noch jemand mit Verschwörung kommen? Also bitte, ist doch lachhaft. Wir, die Guten & Gernen? Authentischer, lässiger und zwischendurch auch mit gequält ernster, ums gute und gerne Leben besorgter Miene als die derzeitigen Alpha-Influenzer kann man den Imperativ des Guten & Gernen Lebens doch gar nicht rüberbringen. Mit einem Wort: Wir erleben gerade einen historischen Moment der Menschheitsgeschichte: Lobbying ist vollkommen unnötig geworden und würde heute nur das Risko einer anrüchigen Performance mit sich bringen. Die Next Generation bringt nun ganz von selbst aus sich hervor, was ihr von Kindesbeinen an als das Gute & Gerne und obendrein Alternativlose beigebracht wurde. Unite Behind the Science! Unite Behind the Economy! Unite Behind the Power! Fuck ju Göhte!

Was also tun? Sind wir nicht nur in einer Mause- sondern auch in einer Zeitfresserfalle gefangen? Wenn ja, wie kommen wir da wieder raus? Eventuell kann uns ein Aussteigerbericht des jungen Autors Nicolas Riedl helfen (siehe „Das Social-Media-Irrenhaus“). Darin schildert er, wie er mit all den „Kommentar-Battles, Hashtags, dem Raub unserer kostbaren Zeit und einer allgegenwärtigen Hysterie“ kurzerhand ein Ende gemacht hat. Seine Botschaft: „Für ein besseres Miteinander müssen wir uns von Social Media befreien und unseren Aktionismus in die analoge Welt verlagern.“

„Die Zufuhr gehaltvoller, tiefgehender Information ist nach wie vor sehr wichtig, aber das gegenseitige Zerfetzen in den Kommentarspalten darunter, die moralische Selbstbeweihräucherung durch Selbstinszenierungsstrategien — die letztlich auch nur das eigene Ego stärken, statt wirklich der Sache zu dienen — oder das unendliche, ziellose Rumscrollen ins Erkenntnisnirwana sollten wir beenden.

(…)

Als Aussteiger von Social Media kann ich jeden Zögerlichen ermuntern, diesen Schritt zu gehen. Instagram hatte ich trotz meines jungen Alters nie, lediglich Facebook trug ich als digitales Laster bis in den Herbst 2019 mit mir herum. Dort auszusteigen hatte ich schon länger vor, doch zögerte es immer wieder hinaus. Dann, eines Abends wurde mir mein „Kontrollverlust“ mit aller Deutlichkeit bewusst: Obwohl ich an diesem Abend noch einiges an Aufgaben zu erledigen hatte, schweifte ich immer wieder auf Facebook ab, scrollte und scrollte, obwohl ich eigentlich nach nichts Bestimmtem suchte. Ich „suchtete“ nur. Ich prokrastinierte. Und als mir das so richtig bewusst wurde, zog ich schlagartig die Reißleine und löschte von einer Minute auf die andere meinen Facebook-Account. Einfach so! Weg! Tschüss!

Und mit dem Ergebnis bin ich bisher sehr zufrieden. Ich bin wesentlich ruhiger, entspannter und vor allem produktiver. Ich lese wieder mehr Bücher und merke auch, dass ich gedanklich tiefere Ebenen gelange, die für mich zu Zeiten meiner Facebook-Nutzung unerreichbar waren. Denn die Ablenkung war viel zu groß und riss mich immer wieder aus meinen Gedankengängen. Statt wie ein Junkie an der Dopamin-Nadel durch neue Likes, Kommentare et cetera zu hängen, lernte ich es wieder, durch langes konzentriertes Lesen oder Arbeiten an einem Projekt, entweder zu neuen Erkenntnissen zu gelangen oder ein Ziel zu erreichen, was statt Dopamin Endorphin ausschüttete. Das macht langfristig wesentlich glücklicher, als diese kurz anhaltende Highs, die im Nachgang dann immerzu nach einem „Mehr“ an Reizen fordern.“

Foto: Pixabay/CC0

Wer sägt schon am eigenen Ast?

Wenn US-Technologiekonzerne „Rassismus bekämpfen“

Alle sind derzeit ganz laut und öffentlichkeitswirksam gegen Rassismus. Doch scheint die Rassismusdebatte spätestens an der Landesgrenze zu enden. Ab dort beginnt wieder das Geschäft.

Gefährdung der marktkonformen Demokratie: Für solche Memes wird man heute auf Facebook gesperrt

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(Bild:  facebook/Markus Gelau)

Für das Posten des obigen Memes wurde der Autor von Facebook soeben für 30 Tage gesperrt. Eine dazu konsultierte Anwaltskanzlei meint: „Wir haben Ihre Äußerung auf Facebook geprüft. Diese verstößt weder gegen deutsches Recht noch gegen die FB-Nutzungsbedingungen. Die Sperre war bzw. ist daher rechtswidrig.“ Von einer Klage ohne Rechtsschutzversicherung rät die Kanzlei dennoch ab, da die Rechtslage in Sachen Facebook nicht geklärt und das Prozessrisiko erheblich sei.

Der Autor, der hauptberuflich Grafiker ist und das obige Rubikon-Factsheet auch selbst erstellt hat, kann sich nun also beim Salzamt beschweren. Denn Facebook hat auch die Widerspruchsfunktion deaktiviert:


(Bild:  facebook/Markus Gelau)

Während sich Autor und Anwälte also gerade den Kopf zerbrechen, was denn der Grund für die Zensur des obigen Postings  ist, liegt der Tatbestand doch sonnenklar auf der Hand:

Solche Infos über CDU-Funktionäre zu veröffentlichen, gefährdet doch den Bestand der marktkonformen Demokratie. Wo kommen wir denn hin, wenn solche Infos die Runde machen? Mannomann, da betreibt jemand Wehrkraftzersetzung ersten Grades und frägt dann noch ganz naiv und unschuldig, gegen welche Regeln er denn verstoßen habe. Hat der denn nicht brav bei Tilo „jung & naiv“ geguckt, um zu kapieren wie das Spiel läuft? Nee? – Also dann mal im Klartext ein Update für alle Sozialromantiker, die immer noch Che Guevara-Deo tragen und nicht mitbekommen haben, wie die Uhren seit der Milleniumswende ticken: Auf höfliche Weise ein paar dumme/naive Fragen stellen ist in einer marktkonformen Demokratie erlaubt, hat sogar einen erwünschten systemrelevanten Unterhaltungswert. Man bekommt dann von Experten und Sprechern der herrschenden Lehre mehr oder weniger hölzerne Antworten, über die man dann schmunzeln und sich sogar schlau vorkommen darf (wäre ja für akademisch gebildete Bürger frustrierend, wenn sie sich immerzu als Doofies fühlen müssten, deren Zukunft in einem neoliberalen System genauso verkauft und ausgeschlachtet wird wie gerade der Hambacher Wald und unsere sonstigen noch verbliebenen Umweltressourcen). Dank „simulativer Demokratie“ (© Jean Ziegler) kann Business as usual  ungestört weitergehen. Wenn die Pressekonferenzsprecher gut aufgelegt sind, beantworten sie sogar noch eine zweite naive Frage. Aber wenn sich der naive Frager auf den hinteren Rängen dann immer noch nicht reinkriegt und das Maul hält oder wer gar 2+2 zusammenzuzählen wagt und Fakten liefert anstatt naiver Fragen, der kriegt auf die Fresse – und wird in einem medial-politisch-ökonomisch perfekt verzahnten System am digitalen Scheiterhaufen warm entsorgt.

An Schergen, die für diesen Scheiterhaufen Brennholz herbeischaffen, mangelt es ja nicht. Schon seit Anfang 2017 sind z.B. die GWUP-/Ruhrbarone rund um David Schraven, Sebastian Bartoschek, Stefan Laurin, & Co. als „correctiv.ruhr“ Teil des Facebook-Zensurbüros „Correctiv“ und dürfen dort alles löschen, was nicht der naturwissenschaftlichen Rationalität entspricht.

Die Gwupies, die im Kampf gegen unbotmäßige Querfront-Postings bei der Bertelsmann-Tochter Arvato im Auftrag von Facebook derzeit noch gutes Geld verdienen, haben allerdings auf das falsche Pferd gesetzt. Die sich gerade sprunghaft entwickelnde KI wird nämlich mit selbstlernenden Algorithmen ganz von selbst erkennen, wann der Inhalt eines Postings die Grenze des Zulässigen überschreitet und die marktkonforme Demokratie gefährdet. Das obige Posting mit den Reizwörtern „CDU“, „Hambacher Wald“, „RWE“ und „120.000.- Euro“ könnte schon von jetzigen Algorithmen im Bruchteil einer Sekunde erkannt und ausgesiebt werden. Künftige PC-Tastaturen der Generation 4.0 werden dem User beim Posten solch subversiver Texte dazu gleich auch einen Stromstoß verpassen.

Die 700 in Berlin und die 500 in Essen angestellten Blockwarte, die 2018 ihren Vertrag mit Arvato und Facebook noch einmal verlängert bekommen haben, werden also schon demnächst abgebaut und selbst im Prekariat landen. Wenn die Blockwarte dann selbst „Pack“ sind, dann werden sie womöglich ins Darknet abtauchen und auch versuchen, ein paar sozialkritische Memes zu posten – es wird dann vermutlich jedoch bereits zu spät sein.


Nachsatz:

Mal im Ernst: Wäre es nicht höchste Zeit, uns eine Alternative zu den – ausnahmslos in transatlantischer Konzernhand befindlichen und damit europäischen Datenschutzstandards und Persönlichkeitsrechten Hohn spottenden – Plattformen Facebook, Youtube, Twitter, Instagram & Co. zu suchen? Human Connection wäre so eine Alternative. Deren Gründer Dennis Hack und sein Team haben die letzten Jahre mit hohem unternehmerischem Risiko fast Tag und Nacht an diesem Ideal eines freien, demokratischen und lösungsorientierten sozialen Netzwerks gearbeitet. Sie sind jetzt auch quasi auf der Ziellinie, es gibt bereits eine betriebsfähige Alpha-Version, in die man sich einloggen kann. Die Lösung, die uns mit Human Connection fast schon wie auf dem silbernen Teller serviert wird, ist nun allerdings kurz vor dem Durchstarten nochmals massiv gefährdet. Human Connection hat gerade einen SOS-Ruf abgesetzt (siehe Youtube).
Wenn 3000 Menschen mit einer monatlichen Mikrospende von 10 Euro helfen (auch 5 Euro-Spenden sind möglich), wäre das Problem im Handumdrehen gelöst und die Finanzierung gesichert. Derzeit sind 2064 Patenschaften erreicht, es fehlen nur noch 936. Wie wär’s also mit 1x Kaffetrinken pro Woche weniger und stattdessen ein paar Münzen Richtung Human Connection rollen lassen? Wäre das nicht eine sinnvolle Investition in die Zukunft?

 

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Ergänzung v. 01.05.2019:

(Screenshot: facebook/Markus Gelau)

Hate Speech bei Facebook … von original Gutmenschen

Montag, 16.1.2017 Eifel. Ja, was für seltsame Zeiten. Mir scheinen sie sogar völlig irre. Da sind wir ein hoch verschuldetes Land, dessen Geld zusehends an Gehalt verliert, weil ein Herr Draghi es in Massen nachdruckt – doch niemanden kümmerts. Unsere Soldaten sind in immer größerer Zahl weltweit im Einsatz, und niemanden störts. Immer mehr deutsche Bürger können von ihrer Arbeit nicht leben – insgesamt ist das Prekariat inzwischen – in allen Existenzformen – auf 14 Millionen arbeitsfähiger Menschen angewachsen … also mehr als jeder dritte arbeitende Mensch … doch es kommt nicht zu Protesten – selbst dann nicht, wenn die ständig wachsende Zahl von Obdachlosen (inkl. 22000 Kindern) aktuell dem Kältetod ausgesetzt ist – und auch stirbt. Mitten in Europa kommt es wieder  zu einem Truppenaufmarsch an der russischen Grenze – wie zuletzt 1941 – doch der Deutsche schweigt und wählt die Täter. Die NSA behandelt Deutschland wie ein schlimmstes Feindland, hört sogar die Kanzlerin ab – und wir lächeln und winken. Alle klagen groß über Klimaleugner und jagen sie durch die Debatten, während immer mehr SUV-Benzinmonster hoch gelobt und heiß begehrt die Straßen bevölkern. Gut – die leugnen nicht den Klimawandel – sie beschleunigen ihn. Trotzdem irre. Immer noch ist klar, dass Lobbyisten direkt im Bundestag Gesetze schreiben, dass die internationale Pharmaindustrie in Deutschland Milliardenschäden durch willkürlich hohe Preise verursacht, dafür aber unsere medizinische Versorgung sich immer näher an die Standards von Swasiland annähert – aber alles bleibt ruhig.

Gut – das Thema Flüchtlinge: das hat etwas bewegt. Initiiert von einer CDU, die historisch durch „Ausländer ´raus“ Kampagnen geglänzt hat (Thema: Doppelpass), angeführt von einer Kanzlerin, die Multi-Kulti für gescheitert hielt, aber gerne eine Million Multi-Kulti-Menschen ins Land holt – ohne übliche Grenzkontrollen unter Verletzung diverser Gesetze und Abkommen und der gleichzeitigen (inzwischen klammheimlich aufgegebenen) Umwandlung des Asylrechts in Einwanderungsrecht … doch niemand darf sich fragen, warum die das gemacht haben. Die Frage nach dem „warum“ – ist außerordentlich unerwünscht, wird sofort mit einem Bann belegt, das Wort „Verschwörungstheorie“ wird dazu missbraucht. Andererseits werden Menschen abgeschoben, die jahrelang hier gelebt haben, die Sprache beherrschen, hier Arbeit gefunden haben und sich nützlich einbringen, ohne das ein Hahn danach kräht – sogar Kinder schmeißt man wieder ´raus, für die Deutschland mehr Heimat war als alle anderen Länder dieses Planeten.

Willkürherrschaft nach Gutsherrenart- und wer dagegen ist, ist ein Nazi. Völlig verrückte Zeiten, die wohl nur funktionieren, weil es keine radikale Linke mehr gibt, die all´ die Widersprüche des sterbenden Kapitalismus täglich unter die Leute bringt – in der Ausrottung der europäischen Linken waren die US-Geheimdienste sehr erfolgreich (siehe hierzu: Daniel Ganser, Gladio, Orell Füssli 2009), was übrig blieb, waren Rechte mit linken Reklametafeln. Ganz offen werden Zensurbehörden errichtet, ganz spontan bricht ein Bürgerkrieg in Deutschland aus – zumindest ein verbaler. Zwei Fronten stehen sich unerbittlich gegenüber: auf der einen Seite die sogenannten Gutmenschen, die gerne selbst definieren, was gerade gut zu sein hat und von allen wollen, dass man ihren Vorstellungen und Ansichten absolut kritiklos folgt („wer nicht für mich ist, ist ein Nazi!), auf der anderen Seite die sogenannten „besorgten Bürger“, die erstmal nicht glauben können, dass alles so fürchterlich „gut“ ist, wie die Gutmenschen täglich behaupten.

Austragungsort des Bürgerkrieges ist: Facebook. Ein großer US-Konzern – was ihn schon von Anfang an verdächtig macht. Sicher – es gibt große US-Konzerne, die – wie z.B. die United Fruit, Monsanto, Wal Mart – das Recht der Menschen scheinbar mit Füßen treten, doch was bei Facebook wie auch bei Amazon und E-Bay (ebenfalls Namen, wo der Gutmensch zusammenzuckt) anders ist: diese Konzerne wuchsen durch Menschen, nicht durch Kapital. Amazon und E-Bay entlasten zudem die Umwelt enorm – es ist sinnvoller, dass ein Postauto hundert Buchpakete ausliefert als das hundert Kunden in die Bücherei fahren (es sind ja nicht alle so priviligiert, dass sie in großen Megazentren wohnen können), ebenso ist es sinnvoller, seine Gebrauchtkonsumgüter für eine neue Verwendung zu verkaufen als sie auf den Müll zu geben – doch ich will mich nicht völlig unbeliebt machen, Kritik an diesen Firmen ist bei besorgten Bürgern und ihren Gutmenschen gleichermaßen modern, da stimmen die gerne zusammen den Klagegesang an.

Facebook ist natürlich noch schlimmer – man könnte es fast: Hassbuch nennen, wenn man den offiziellen Medien glaubt. Während früher der Lehrer, der Journalist und der Experte diktierten, was jetzt gerade Wahrheit zu sein hat („Der Franzose ist unser Erbfeind“, „Der Jude ist unser Untergang“, „Der Kommunismus holt uns alle“ oder „linke Politik kostet uns alle Arbeitsplätze der Welt“), können die Menschen nun selbst diskutieren. Vor allem Journalisten werden immer überflüssiger – in ihrer alten Form, als Pressesprecher von Kapitalinteressen, als Agenten des Kapitalismus und als Jäger von Abweichlern taugen sie immer noch – die Menschen machen sich selbst auf den Weg, mit Menschen in Asien, Afrika, Amerika oder Australien zu reden. 1,4 Milliarden Menschen sind bei Facebook vereint – und bilden dort die größte Multi-Kulti-Nation die dieser Planet je gesehen hat – ganz ohne Regierung.

Ich war also mal unterwegs in diesem „Facebook“ – und habe mir Kommentare angeschaut. Wollte wissen, wie hasserfüllt die wirklich sind.

Christian Döpke lief mir da über den Weg mit „du ekelhafte drecksau“. Ich störe mich da nicht an Rechtschreibfehlern, weiß ich doch, dass Sprache von lebendigen Menschen täglich neu geformt wird – und nicht von Professoren im Labor entwickelt werden sollte.

Tina Mitra: „Du stück Scheisse“ – natürlich ein Klassiker moderner Beschimpfung.

Wolfgang Degenhard wird deutlicher: „Dreckshure, erschießen sollte man solche Mörder“.

Richard Jandrisitis pflichtet ihm bei: „Diese Stinkfotze würde ich gerne vor die Flinte kriegen“.

Ja – bei dem gejagten Objekt handelt es sich um eine Frau, wie Anne K. Warton bestätigt „Fotze“.

Chris ben bringt es auf den Punkt „Schießt ihr in den Kopf“

Uwe Graf ist da erfinderischer: „Diese Schlampe gehört an den nächsten Ast aufgeknüpft, mit den Füßen nach oben, damit sie länger was davon hat. Und dann noch auspeitschen“.

Niedlich, oder? Fast wie Kochrezepte: und dann noch eine Prise Majoran.

Christa Grosser: „Diese Alte hat kein Recht auf Leben – man sollte sie erhängen“.

Sheela vom Weißengraben ist da sehr kreativ: „Blutpissende Tempelhure“, Tina Gerard de Gust springt mit „what an ass hole“ bei.

Wolf ja bitte bleibt zivilisierter, fordert nicht den sofortigen Tod, wäre mit lebenslanger Behinderung zufrieden „!!!!!Die würde ich so prügeln, dass sie im Rollstuhl wäre!!!!!“ Kann sein, dass ich ein paar Ausrufezeichen vergessen habe.

Nette, angenehmen Zeitgenossen, oder? Würde man gerne als Nachbarn haben.  Einige von Ihnen sind so kriminell, dass ihnen nach § 241 StGB eine Gefängnisstrafe droht – aber Verrrohung und soziale Insolvenz stören sich an solchen Kleinigkeiten nicht.

Wir sind noch nicht fertig.

Rolf Antweiler: „Was für eine Fotze der würde das Lachen vergehen wenn ich mit der fertig wäre“. Ja – so eine Runde Frauenhass ist immer gut.

Hate Speech vom Feinsten, oder? Wir scheinen hier im Basiscamp der Neonazis zu sein.

Lauschen wir Chris Pappert: „ab zwischen zwei Pferde mit ihr und diese langsam los laufen lassen dreckige hu….“

Gut – ein Folterknecht erster Güte, dem es nicht auf den Tod ankommt sondern auf möglichst langsame Qual des Opfers, das genüsslich zu Tode geschleift werden soll. Immerhin zügelt er sich bei der konkreten Beschreibung der Person, wird nicht ausdrücklich ehrverletzend. Nur halt: folternd.

Katja Hilbert reiht sich ein: „da würde ich gerne auf die Jagd gehen und der dummen Schlampe in den in den Kopf schießen“.

Ja -das war schon deutlich. Es handelt sich übrigens immer noch um die gleiche Frau – nicht dass Sie denken, ich hätte mir die Mühe gemacht, zu verschiedenen Themen zu recherchieren.

Gabi Burger versucht alle zu toppen: „Verkommene mistschlampe, man sollte dir die Haut in Fetzen von deinem Körper reisen und mit Salz bestreuen“.

Wir merken: jetzt kommen die Feinschmecker der Folterkunst zum Vorscheinen. Woher die nur alle ihre Erkenntnisse haben? Gabi muss ich jedoch sprachlich etwas korrigieren: es heißt „reißen“ – nicht „reisen“. Die will, dass es richtig kracht.

Ebenso wie Albatross Akitu Seven: „….Gibt mir ne ABGESÄGTE SCHROTTFLINTE dann ist vorbei mit diesem wiederlich abartigen Grinsen (…) Dann fehlt nämlich der Kopf diesem wiederlichem Geschöpf“.

Ja – der will ganze Sachen machen und inspiriert weitere:

Björn Westphal: „Kopfschuss und weg mit der alten“.

Die Menge scheint sich langsam auf eine Vorgehensweise zu einigen:

Annette Knor: „Blödes Miststück. Für Dich die nächsten Kugel, und die mitten in den dummen Schädel.“

Beenden wir den Chor – wo es noch mehr Stimmen zu vernehmen gab – mit:

Sabine Jungjohann: „Dreckshure … elendig verrecken soll die Schlampe“.

Ja – einfach Tod reicht nicht. Elendig soll es schon sein.

Was meinen Sie wohl, hat das Opfer dieser Meute getan? Angela Merkel kritisiert? Wäre denkbar. Zum Krieg mit Putin aufgerufen? Geschieht bei FB öfter als man denkt, aber falsch. Ein Kind vergewaltigt? Kommen Sie – da würde doch niemand groß Notiz von nehmen … sind doch nur Menschen. Juden vergast? Das würde doch in Deutschland nicht solche Wünsche nach sich ziehen. Vielleicht hat sie den Klimawandel geleugnet? Wäre denkbar. Oder sie hat den Klimawandel erwähnt: ginge auch. Vielleicht war sie gegen die Einwanderung von Nordafrikanern? Könnte die Kommentare plausibel machen. Oder sie war für die Einwanderung von Nordafrikanern: würde auch passen. Vielleicht hört sie Ken Jebsen? Oder Jutta Ditfurth? Ja – das wäre auch eine Möglichkeit. Vielleicht … wählt sie AfD – oder DIE GRÜNEN. Alles denkbar. So ist halt der Umgangston in Deutschland momentan – nicht nur bei Facebook, das kann jeder bestätigen, der neben dem Besuch der Arbeitsplatzes und dem Konsum von 4 Stunden Blöd-TV noch mal Zeit findet, seinen Mitmenschen zuzuhören.

Ist es überhaupt wichtig, dass wir wissen, worum es geht? Reicht es nicht, dass grundlegende Grenzen einer jeden menschlichen Zivilisation hier überschritten wurden, sich hier Bestien in Menschengestalt offenbart haben, die wir sofort in Sicherheitsverwahrung nehmen sollten – bevor sie ihre Wunschträume wahr werden lassen?

Nun – eigentlich … ja. Ist völlig egal, was diese Menschen eint: sie stehen völlig außerhalb der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sind völlig verroht, sozial komplett insolvent – egal, welcher politischen Richtung oder Nationalität sie angehören, zivilisatorisch stehen sie auf unterster Stufe, als Wesen, die anderen Wesen bewusst lang andauernde Qual zufügen wollen, sogar außerhalb – unterhalb – dessen, was wir bei schlimmsten Bestien der Natur wahrnehmen: sogar der Wolf ist menschlicher als diese Gestalten.

Der Wolf?

Ja – kennen Sie doch, oder? Der ist zurück – nicht nur in Menschengestalt als Aktienhai, sondern als richtiger Wolf. Er reißt Tiere – und Menschen.

Ja – gruselig, oder? Es ging eigentlich nicht um irgendetwas von Bedeutung, sondern um eine Frau, die einen Wolf erschossen hatte. Das war der Grund für eine Menschenvernichtungsorgie. Ich bin fair: die Facebookseite „Wolf – ja bitte“ hat sich dafür entschuldigt, die Beiträge sind gelöscht, ein Administrator wurde entfernt – aber mir bleibt die Erinnerung … archiviert bei „Wolf nein Danke„.

Haben Sie auch eine Meinung zum Wolf? Ich für meinen Teil kenne keinen persönlich, weiß nur aus Märchen, dass er böse sein soll – und Kinder frisst. Und Joggerinnen. 2010 wurde eine in Alaska zerfleischt. Das Wolfscenter (pro-Wolf, glaube ich) hat weitere Angriffe auf Menschen aufgelistet (siehe Wolfcenter). Warum Menschen Wölfe als Fetisch verehren, ihn heiligen und über den Menschen stellen: ich werde es nicht begreifen. Bei heilligen Kühen kam ich gerade noch mit, ach – die waren sogar sehr plausibel – aber bei heiligen Wölfen? Nun – sind wohl ein schönes Symbol für eine Zeit, in der es Alltag geworden ist, dass der Mensch des Menschen Wolf wurde, ein Symbol dafür, dass man sich an Menschenschlächterei gerne beteiligen würde – was die Wolfsfreunde ja offen zugeben.

Was mich eher fasziniert: diese Menschen halten sich sicher für „gut“. Tierliebhaber. Schlimmstenfalls noch vegan. Ständig auf der Suche nach neuen, willkürlich gesetzten Qualitäten, mit denen man sich selbst enorm erhöhen und die anderen elegant erniedrigen kann … bis hin zur qualvollen Vernichtung. Und das ist der Kernpunkt von „Gutmenschen“. Es ist nichts schlimmes daran, Tierliebhaber zu sein. Es ist auch nicht verwerflich, sich aus der natürlichen Nahrungskette auszuklinken, das Raubtier in sich zu befrieden und auf Gemüse umzusteigen.

Schlimm ist es, die Tierliebe als Alibi zu missbrauchen, um seine eigene totale Entmenschlichung voll ausleben zu können.

Es gilt natürlich nicht für alle Tierfreunde. Es ist ein Zeichen edlen Menschseins, ein Zeichen, dass man bei Zecken, Milben und Flöhen seltener beobachtet (eigentlich: gar nicht), dass man dem fremden Tierwesen gegenüber freundlich gesinnt ist, sein Leid erkennt und es mildert. Wenn aber die Tierliebe nur dazu dient, seinen Menschenhass ungebremst in die Welt zu entlassen – dann haben wir Wölfe im Schafspelz unter uns – die sofort eingesperrt gehören. Gesetze dafür gibt es schon – siehe oben.

Würde auch gerne mal mit denen diskutieren, was denn da so fasziniert am Wolf – der für die NS-Ideologie auch ein unverzichtbares Symbol war. Was mich auch interessiert: warum rücken nicht auch andere Tiere in den Tierliebhaberfokus? Milben, zum Beispiel. „Pro-Milbe“ habe ich bei FB nicht gefunden. „Pro-Zecke“ auch nicht, ebensowenig „Pro-Floh“ – obwohl dies lustig klingt. Es gibt noch nicht mal eine Gruppe „Pro-Ente“ – obwohl dies ein zauberhaftes Geschöpf ist, das in mehreren Elementen zu Hause ist. Nimmt man nicht gerade das Raubtier zum Symbol, weil man so – stellvertretend – ein Ventil für die eigenen Agressionen hat? Einen Bruder im Geiste des blutigen Zerreissens lebendigen Gewebes? Der sogar im Blutrausch ganze Herden auslöscht (siehe blickpunkt-nienburg).

Mir wäre aber eine Gruppe „Pro Mensch“ schon lieb – fürchte, der wird bald durch „Tierliebhaber“ zu einer immens bedrohten Art. Ich fürchte nur: ich würde für Menschenhass mehr Beifall bekommen. Nicht von Tieren – sondern von Menschen.

Völlig irre.

Und zeigt für mich deutlich schlimmere Gefahren auf als jene, die von AfD oder Flüchtlingen ausgehen. Wobei die beiden ja wohl auch eher Objekte sind, auf denen man seinen grenzenlosen eigenen Hass projezieren kann. Aber diesen Hass meint wohl die Politik nicht, wenn sie gegen Hass agieren möchte. Politisch gesehen … gibt es schon längst guten Hass (z.B. auf Deutsche, Rechte, Amis und Russen) und bösen Hass (auf Merkel, Gabriel und Gauck).

Menschlich gesehen jedoch … ist Hass der eigentliche Feind der Menschheit. Er ist weder gut noch böse – sondern einfach überflüssig. Und gefährlich – in jeder Art. Einfach: tödlich.

 

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