Evidence Based Bullshit

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Amoklauf eines „Science Busters“: Martin Moder reloaded

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(Martin Moder, Youtubepreview – siehe unten)

Hätte das Forschungszentrum den Vertrag von Bobby Rajesh Malhotra nicht beendet, dann wüssten wir womöglich nichts über den Business as usual, dem in streng wissenschaftlichen Kreisen der Corona Taskforce  gefrönt wird (siehe Interview mit Aya Velàsquez). Wie eine Armada hochbezahlter Experten mit achselzuckender Chuzpe daran arbeitet, dem gemeinen Volk „Corona“ mundgerecht zu präsentieren. Wie hypothetische Protein-Datenbank-Spaghettihaufen einfach mal so aufgefüllt werden, um knackige 3D-Grafiken des Coronavirus zu erzeugen, mit denen dann Gwup-Horrorclowns wie Martin Moder in virtuellen Klassenzimmern umgehen, um kleine Kinder zu erschrecken – gesponsert vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Auch die „Akademie der Wissenschaften“ preist Martin Moders Propagandashow auf ihrer Facebook-Seite mit dem Gütesiegel „leicht verständlich und knackig“ an.

Martin Moder legt Wert darauf, den Kiddies auch gleich zu Beginn seiner Brainwash-Videos zu erklären, dass er Molekularbiologe sei, also sich mit Dingen beschäftige, die „so klein sind, dass man sie gar nicht sieht“. Wer sollte angesichts dieser entwaffnenden Ansage an alle Laien den Corona-Kalottenmodellen, mit denen er wie mit Orangen jongliert, noch etwas entgegensetzen? Wie sollten Minderjährige jemandem widersprechen, der so voll den Durchblick hat wie der gentechnikbegeisterte Betreiber des Blogs „GENau“, der uns bereits evidenzbasiert erklärt hat, dass man Glyphosat bedenkenlos konsumieren könne (ein Schelm, wer meint, dass der Werbebühnenaufbau von Bayer/Monsanto auf der Gwup-/Skeptikerkonferenz „Skepcon“ Martin Moders strenge Wissenschaftlichkeit beinflussen könnte)  und dass auch die neuen gentechnischen Corona-Impfungen voll cool und unproblematisch seien – untermalt von lustigem Elefantentröten und Buzz-Memes? Wenn so jemand sagt, jetzt ist „Long Covid“, dann ist Long Covid.

Auch wenn es schauderhaft anmutet, so ist es doch auch faszinierend, mitanzusehen, wie weit Wissenschaftswahn und Selbstbetrug mittlerweile gediehen sind (siehe auch Dostojewskijs Traum von der szientistischen Pest) und mit welcher Inbrunst und leuchtenden Augen einzeln Köpfe dem Endsieg der evidenzbasierten Wissenschaft entgegenfiebern und sich als Apologeten des Evidence Based Bullshit hergeben. Letztlich hat es bei aller Tragik auch etwas Humoreskes, dabei zuzusehen, auf welch hohem und gleichzeitig peinlichem Niveau heute Nichtwissenwollenschaft als Wissenschaft zelebriert wird und wie wir frei nach Falco („Wer sich retten tut, der hat zum Untergang kan‘ Mut …“) auf der Titanic noch einmal richtig abfeiern.

Ich empfehle das Ansehen dieses Videos nicht deshalb (siehe auch Trailer zur neuen Staffel der „Science Busters“), um in einer Zeit des zur Normalität erklärten Wahnsinns und massenmedialen Dauerbombardements nochmal ein Schäuflein draufzulegen und für noch mehr Übelkeit zu sorgen. Man kann an dem Video vielmehr eine Fähigkeit trainieren, die für unser Überleben in Zukunft essentiell sein wird: Sich nicht sogleich vom glänzenden Äußeren ablenken lassen, sondern dieses vom dahinterliegenden Eigentlichen zu trennen, das man erst durch nachträgliches reflektieren erkennen kann. Man wird dann feststellen, dass es meistens ein Nichts ist, was hinter denen steht, die da derzeit mit ihren Redekünsten die Bildschirme füllen. Meist sogar nichts anderes als ein Hilfeschrei von Personen, die selbst existenziell entwurzelt sind und in ihrer Hybris krampfhaft versuchen, sich mit der „evidenzbasierten Wissenschaft“ eine Ersatzreligion zurechtzuzimmern, die auch „Spaß machen“ soll. Das wäre im Einzelfall zwar tragisch, aber nicht weiter schlimm, jeder Mensch darf ja die Konsequenz seiner Wahl selbst tragen. Was allerdings nicht unkritisch ist: Das Nichts, der Nihilismus, der hinter all diesen, meist nicht bloß intellektualistischen, sondern zwecks Kompensation der inneren Leere meist auch emotionstriefenden Darbietungen steht, entwickelt nun eine ungemeine Sogkraft, akkumuliert in der Art eines schwarzen Lochs immer mehr Masse, die alles mithineinziehen möchte, was ihr zu nahe kommt.

Doch wie gesagt: Sich von diesem schwarzen Loch nur fernhalten wollen in der Hoffnung, dass man dann selbst nicht geschluckt wird, ist ein Trugschluss. Gerade durch das Wegsehen ist man umso gefährdeter, während man durch mutiges Hinsehen und Erkennen des drohenden Abgründigen weitgehend geschützt ist.

Das heißt natürlich nicht, dass man sich zu tief in diesen wasserlosen Brunnen hineinlehnen sollte. Da hat Nietzsche schon recht: Wer das macht, den könnte der Brunnen auch verschlingen. Die Konfrontation mit dem Zersetzenden, das derzeit das globale Geschehen dominiert – und von dem Martin Moder nur eine kleine Faschingströte ist – kann einem jedoch den nötigen Elan und Antriebskraft geben, um sich umso intensiver mit den tieferen Fragen des Menschseins, also mit Sinn, Moral, Verantwortung und Schicksal zu beschäftigen – Gedankenkategorien, die den Anhängern des szientistischen Nihilismus eine heillose Angst verursachen, die aber für jeden, der die anfängliche Mühe nicht scheut, in Wirklichkeit ein Quell inneren Lebens und steten Neuwerden sind – und auch das einzige Gegengift gegen die nun einsetzende Sklerose bzw. Dostojewskijs szientistische Pest.


 

zum Weiterlesen:

Wenn nach der Impfung die Hirnthrombose kommt: Schnell zum GWUP-Horrorclown Martin Moder gehen – der lacht sie Dir wieder weg!

„Das Goldene Brett vorm Kopf“ – Über GWUP-Pastafaris, die neue Aluhut-Inquisition und neoliberale Arschlöcher wie mich

Der Psiram Lehrmeister – Massentaugliches Infotainment und marktkonformer Brainfuck

 

 

Wenn nach der Impfung die Hirnthrombose kommt: Schnell zum GWUP-Horrorclown Martin Moder gehen – der lacht sie Dir wieder weg! (#MAILABMYBRAIN)

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Ich hoffe, unsere südtäusche Spiegelbildpresse bringt diese Verschwörungsschwurbler der STIKO schleunigst zum Schweigen. Behaupten die jetzt doch glatt, dass die Corona-Impfung von Astra Zeneca „sehr schwere thromboembolische Nebenwirkungen“ und Tod durch Gehirnthrombose zur Folge haben kann. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben daher gestern abend beschlossen, dass dieser Impfstoff nur noch für Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden soll – derselbe Impfstoff, der bis vor Kurzem als kritisch für Alte und lediglich für Junge unbedenklich angesehen wurde.

Dabei sagt es euch doch Youtube / die WHO: „Covid-Impfstoffe sind eingehend auf Sicherheit und Wirksamkeit getestet“ und jeder Verschwörungstheoretiker, der dies anzweifelt, wird rigoros gesperrt.

Wer hätte sich ausgemalt, dass nun sogar der Impferator Söder unter die Verschwörungstheoretiker geht. Söder: „Bei AstraZeneca ist ja jeden Tag irgendein neues Problem zu erwarten.“ Nach Ansicht von Söder ist dieser Impfstoff nur noch was für Kamikazepiloten. Nein, sagt er natürlich so nicht. Er sagt: Der Impfstoff ist etwas für die Mutigen. „Wer will und wer es sich traut“, der solle sich den finalen Rettungsschuss holen (Quelle: Augsburger Allgemeine).

Wir brauchen also wieder einmal eine „Alliance of the Willing“, und man scheut sich auch nicht, den Ahnvater der willfährigen Allianz samt einigen anderen politischen Leichen zu exhumieren, um sie vor laufender Kamera zur totalen Impfung und zum Endsieg aufrufen zu lassen (siehe Bush-Clinton-Obama Vaccine Campaign).

Der Ruf aus Übersee blieb auch im Land der Weißwürste nicht ungehört. Entgegen allen veheerenden Nachrichten über Tode und schwere Folgeschäden bei Jung und Alt nach Erhalt der Covid-Impfung (die keineswegs, so wie es die Medien suggerieren, nur den Astra-Zeneca Impfstoff betrifft, sondern genauso Biontech und Moderna), hat der Statthalter marktkonformer Demokratie in Bayern, Markus Söder, bereits klargestellt: Es wird fortgeimpft. Die Osterfeiertage sollen die Impfzentren in Betrieb bleiben. Söder: „Es gibt keine Osterruhe fürs Impfen.“

Warum sollte man denn auch eine Impfung gegen eine Krankheit abblasen, die laut neuester Studie von Prof. Ionannidis eine Infektionsterblichkeit von 0,15% aufweist und daher nun ganz offiziell weniger gefährlich ist als die – in der Statistik seit dem Vorjahr auf rätselhafte Weise von der Bildfläche verschwundene – Grippe? (siehe tkp, Originaldokument: onlinelibrary.wiley). Und überhaupt: Wie sollte etwas Gutes & Gernes auch schlecht sein? Da könnten wir doch gleich institutionellen Bankrott anmelden.

Und wenn nun das eintritt, was der vielgeschmähte Prof. Bhakdi (von Martin Moders Gwup-Kumpanen mit dem „Goldenen Brett vorm Kopf“ medienwirksam diffamiert und nun am Emigrieren aus Deutschland) schon vor Beginn der Impfung vorausgesagt hat: Wenn eine Hirn- oder Lungenthrombose einsetzt … dann einfach zu Martin Moder gehen, der lacht sie Dir wieder weg. Derselbe Gwup-Horrorclown, der uns bereits „evidenzbasiert“ erklärt hat, dass man das Totalherbizid Glyphosat bedenkenlos essen und trinken könne und es in unserem Körper nur die Krebszellen angreife (siehe scienceblogs), klärt uns nun mit lustigen Videoclips darüber auf, wie cool und unbedenklich die Coronaimpfungen sind und wie lächerlich alle Aluhüte, die das anzweifeln. Gesponsert wird Martin Moder(na) von der österreichischen Regierung, millionenfach multipliziert von TV, Social Media und der „Akademie der Wissenschaften“ bis hinein in die Grundschulen.

(siehe auch eine Replik des Arztes Jaroslav Belsky zu Martin Moders pseudowissenschaftlichem Geschwurbel / von Youtube leider gelöscht: „Martin, Du Lausa!“).

Und wer es nach Einsetzen der Hirnthrombose nicht mehr rechtzeitig zu Martin Moder schafft, so wie dieser 20jährige Junge, der in u.a. Post beklagt wird: Dann schnell die Augen schließen und das WHO-Gebet sprechen, das Facebook unterhalb der Todesmeldung dazuverlinkt hat.

Du landest dann als Märtyrer im 7. szientistischen Himmel. Und falls es Dir dort eher vorkommt wie in Dantes Eishölle und Du dich grenzenlos verarscht fühlst: Einfach ’n Red Bull ploppen und Dir ein Science Buster Video downloaden. Geht mit 5G in 2 Sekunden. Und die Stimmung klettert augenblicklich wieder nach oben.

Unite Behind The Science!  Keinen Zentimeter nach rechts!


Quelle: Facebook (https://scontent-amt2-1.xx.fbcdn.net), 31.03.2021


Update 01.04.2021:
Die Impfung verursacht nicht nur Hirn-, sondern auch Lungenthrombosen. Berichtet dieser junge Mann, der es zuvor kaum erwarten konnte, endlich den finalen Rettungsschuss zu erhalten:


Quelle: Facebook, 01.04.2021
Titelbild: Jacques Prilleau

siehe auch

Amoklauf eines „Science Busters“: Martin Moder reloaded

 

Endzeit-Poesie 4.0: Stirb, Herz, oder schwurble! (Über die Philosophie des Todes – und des Lebens)

Seifenblase soap bubble Eis Pixabay

„Das Staunen ist das Fundament der Philosophie, Fragen ihr Fortschritt, Ignoranz ihr Ende.“
(Michel de Montaigne)

Was Montaigne hier ausspricht, ist eines der bestgehüteten Geheimnisse unseres intellektualistischen Zeitalters. Denn mit nichts kann man die Menschen mehr an der Oberfläche und am Gängelband der Experten halten wie mit dem Credo der „evidenzbasierten“ Faktenfanatik. „Wer nichts weiß, muss alles glauben“, trällern die Faktenfanatiker von ihren Spottdrosseldächern, die ihr Immer-Mehr-über-immer-weniger-Wissen inzwischen so weit getrieben haben, dass sie nun Alles über Nichts wissen und komplett frei drehen. Dreht man ihnen den Bildschirm und den Strom ab, und dieser Zeitpunkt rückt näher, dann hat man die armseligsten und hilflosesten Menschen vor sich, die jemals das Erdenrund bevölkerten.

Sie mögen jetzt noch so glucksend über „antiwissenschaftliche Schwurbler“ lachen und sich am Zenit des Wissens dünken, das in den Geschichtsbüchern der Zukunft einmal als der größte und zerstörerischste Aberglaube vermerkt sein wird – es ist ein grausames Schicksal, dem sie entgegengehen. Wer diesem Sog der Hybris und szientistischen Sklerose, der heute zweifellos gewaltig ist und dem sich womöglich nur eine Minderheit entziehen wird können (siehe Dostojewskijs Traum von der szientistischen Pest) entkommen möchte, muss andere Wege einschlagen. Das bewusste Kultivieren des Staunens ist einer davon.

Staunen ist die Basis aller wirklichen Philosophie. Und ein außerordentlich gesundendes Element. Man versöhnt sich mit der Welt, wenn man staunt. Wer nicht staunen kann, entfremdet. Wer das Staunen ganz bewusst kultiviert – über die Natur, Literatur, Kunst etc. –, der beginnt innerlich zu wachsen und zu blühen. Für ihn öffnen sich Türen, die demjenigen, der sich der evidenzbasierten Faktenfanatik ergeben hat, fest verschlossen bleiben.

Und genau dieses Staunen wird heute fast einer ganzen Generation systematisch ausgetrieben – durch all dieses neunmalschlaue Science Edutainment von Mailab, Rezo, Lesch, Gwup, Walulis, Martin Moder, Mr. Wissen to Go & Co. Die Menschen merken gar nicht, dass ihnen damit mit das Wertvollste genommen wird, was sie an innerer menschlicher Kapazität besitzen bzw. entwickeln könnten. Stattdessen bekommen sie billiges Lachgas, das zwar kurz juckt, aber nur einen Kater und öde Leere zurücklässt.

„Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch bereits tot“, hat auch Einstein gemeint. Staunen führt in die Tiefe. Wer nicht mehr Staunen kann, hat sich an die absolute Oberfläche des Lebens befördern lassen und ist dort Spielball des Windes, kann mit x-beliebigem Mumpitz hinter die Fichte geführt werden, da er kein tieferes Wahrheitsempfinden mehr hat. Das ist auch einer der Gründe, warum akademisch hoch gebildete Köpfe für „Corona“ signifikant stärker anfällig waren als „einfach“ gebildete Menschen.

 


P.S.: Junk Science Busters

Natürlich ist es nicht so, dass die evidenzbasierten Faktenfanatiker überhaupt nicht mehr staunen können. Den Rest des Staunens, das sie noch aufbringen können, richten sie aber in die falsche Richtung, auf das Tote: die Technik. Obwohl Erich Fromm in seinem Buch „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ den „nekrophilen Charakter des Geistes der Technik“ bereits entlarvt hat (siehe Kapitel „Nekrophilie und die Vergötterung der Technik“) und es auch für jeden Laien mittlerweile unübersehbar wäre, dass uns Technik an den Rand des Abgrunds gebracht hat, so hängen viele immer noch der wahnwitzigen Idee an, dass uns ein Noch-mehr an Technik bzw. die totale Technisierung (Transhumanismus à la Klaus Schwab) retten könnte. Die Junk Science Busters steigen immerzu tiefer in einen leeren Brunnen hinab, um Wasser zu suchen. Nicht wenige haben die Strickleiter, an der sie hinuntersteigen, bereits losgelassen und sich dem freien Fall übergeben. Das hebt zweifellos den Adrenalinspiegel und weckt ein letztes Mal bereits emigrierte Lebensgeister. Noch im Fallen posten Sheldon Coopers Freunde photogeshoppte Memes mit „Unite Behind The Science“ Banner, was wiederum Scharen an Followern veranlasst, ebenso in den Brunnen zu springen.

Damit Staunen im Sinne von Montaigne und Einstein gesundend wirkt, muss es auf lebendige Gedanken gerichtet werden, die über die nackten Tatsachen hinausgehen. Das ist anfangs mühsam, wie wenn man eine rostige Fahrradkette in Gang bringe möchte, denn niemand hat es uns beigebracht und diese Art von Denkmuskel ist mangels Training weitgehend atrophiert. Doch solange wir unsere Gedanken nur anhand der nackten, mikroskopierten Tatsachen bilden, sind es lediglich Gedankenleichen, die wir erzeugen – die auch mittlerweile unübersehbaren Verwesungsgeruch erzeugen. Jedes Produkt und jede noch so gut gemeinte politische, soziale oder medizinische Idee, die aus dieser Art Denken hervorgeht, bringt letztlich nur noch Tod und Verderben.

Den vorläufigen Gipfel dieser Gedankenleichenmanufaktur sehen wir in der aberwitzigen Corona-Impfung und in der Corona-Politik überhaupt. Und wenn viele kritisieren, dass diese neuen gentechnischen Impfungen viel zu schnell entwickelt wurden und daher gefährlich seien, so halte ich entgegen: Seid froh, dass die Impfungen so schnell entwickelt wurden. Das könnte unsere einzige Chance sein, dem kollektiven Genickbruch zu entgehen. Denn hätten die Wissenschaftler mehr Zeit gehabt, dann hätten sie noch mehr Gedankenleichen in das Produkt investiert, sodass die zerstörerische Potenz noch gewaltiger gewesen wäre.

 

P.P.S.: Und um mit einem letzten, angeblich „debunkedten“ Mythos aufzuräumen: Wie oft bin ich während der Corona-Krise im Netz dem Ausspruch begegnet, dass man „Wahrheit doch nicht fühlen“ könne (und sich daher an die „evidenzbasierten“ Zahlen und Fakten von Merkel, Spahn, Drosten und dem RKI verlassen müsste). Verbrennt mich ruhig dafür, aber: Natürlich kann man Wahrheit fühlen. Wenn wir uns diese Fähigkeit nehmen lassen, sind wir verloren. Ich weiß schon, warum denkerisch veranlagte Menschen – die heute leider selten genug sind – starke Vorbehalte gegen das „Fühlen“ haben. Sie haben diese Bedenken zu Recht, solange wir unter Fühlen dasjenige verstehen, was landläufig gemeint ist: bloße Emotion. Da pflichte ich den Kritikern bei: Wer der Emotion, also dem schnellfertigen, unreflektierten, bereits im vegetativen System abgespeicherten „Bauchgefühl“ folgt, der landet mit großer Sicherheit in einem Malheur. Und auch wenn das viele nicht gerne hören: Aber mit dem Motto „Höre auf Deinen Körper“ oder „Tu, was Dir gut tut!“, das ihnen heute viele Wellness-Coaches mit auf den Weg geben, befinden sie sich leider genau auf diesem Holzweg ins Verhängnis.

Wenn ich von Wahrheit Fühlen rede, meine ich vielmehr eine ganz andere Bewegungsrichtung: Dass man von einer klaren, unbefangenen Gedankenbildung ausgeht. Wo man Eindrücke sammelt, ohne ein vorschnelles Urteil zuzulassen. Diejenige Disziplin also, in der es z.B. Goethe zur Meisterschaft gebracht hat: Er hat die Phänomene der Welt unter größtmöglicher Suspendierung des eigenen Urteils betrachtet, ist gedanklich freilassend um sie gekreist, bis daraus – also aus dem aufrechterhaltenen klaren Gedanken, nicht aus der aufgespeicherten Emotion und dem aufgespeicherten Wissen, die ständig aus dem Bauch hochschlagen und das Ganze vernebeln möchten – ein Wahrheitsfühlen entsteht. Das ist mitunter Schwerarbeit, vor der die meisten Spitzensportler kapitulieren würden. Man kann dieses Wahrheitsfühlen nie erzwingen und es entzieht sich sofort, sobald man mit seinem bisherigen alten Wissen und seiner Emotion zugreifen und eine „Lösung“ haben möchte. Es muss sich stattdessen ganz von selbst aussprechen – aus dem objektiven, nicht-subjektiven Gedanken heraus. Meist geschieht das erst, nachdem man mehrere Nächte darüber geschlafen hat und die Fragestellung weiterhin unermüdlich, nüchtern und fragend („Stufe 2″ in Montaignes obigem Ausspruch) wiederholt. Wer diese Art Gedanken- und in der Folge Empfindungsaufbau auch nur in grundlegenden Zügen beherrscht, der eignet sich eine Fähigkeit an, die vielen „aufgeklärten“ Zeitgenossen als reine Häresie erscheinen wird: Er ist dann nicht mehr auf die Zahlen und Fakten aus den politisch-medial-wissenschaftlichen Konsens- und Dissens-Manufakturen angewiesen, um das Wesen einer Sache zu erkennen bzw. Lüge und Wahrheit voneinander zu unterscheiden.

Wer sich in diesem Denken und Fühlen schult, der konnte schon kurz nach Ausbruch der Corona-Krise wahrnehmen, dass die Corona-Politik, die „Neue Normalität“ und die Massenimpfung, die ja das erklärte Ziel dieser Politik ist, das wohl heuchlerischste, erstickendste und zerstörendste Gebilde ist, das sich jemals in diesem Maßstab über der Menschheit aufgetürmt hat.

Wenn wir dieses Denken und Fühlen, das von der Sheldon Cooper-Fraktion gewiss als „Schwurbeln“ verlacht wird, nicht ausbilden, dann wird es nicht lange dauern, bis uns der nächste Irrsinn aus der Kurve schleudert. Selbst wenn wir es schaffen sollten, das derzeitige Damokles-Schwert der Corona-Impfung noch einmal abzuwenden. Umgekehrt wäre es eine durchaus schöne Perspektive: Menschen, die ein solches Wahrheitsdenken und -fühlen entwickeln, sind von der politisch-medialen-konzernwirtschaftlichen Maschinerie und einer institutionell weitgehend korrupten Wissenschaft nicht mehr manipulierbar und könnten souverän in die Zukunft schauen. Denn sie wissen: Keine ihrer Bemühungen ist umsonst, selbst wenn die Tagesschau nicht darüber berichtet. Jeder einzelne kreative Akt ist ein Baustein für die Zukunft. Und vom Setzen dieser Bausteine lassen sie sich von nichts in der Welt abhalten. Selbst inmitten des Trümmerhaufens, der in Wirklichkeit schon über uns hereingebrochen ist. Nur evidenzbasierte Faktenfanatiker warten noch auf den Finanzcrash und den Blackout, bis sie die Zerstörung realisieren, die längst stattgefunden hat.

Foto:  Pixabay / CC0

Polonaise der Lobotomie („Wer sich retten tut, der hat zum Untergang kan‘ Mut …“)


Der Zirkelschluss zwischen Regierungen, Konzernen, Wissenschaft, Massenmedien und freikrebsenden Influenzern ist vollbracht. Dave Eggers „The Circle“ kann zum Altpapier gelegt werden. Unite Behind The Science. Unite Behind The Economy. Unite Behind The Power.

Je nach Naturell könnte man nun verzweifeln oder herzlich lachen. Zumindest der „rülpsende Konsensmoloch“  (© W. Reiser) als lachender Dritter kommt aus dem Kringeln wohl kaum noch heraus. Wir leben in einer so herrlich verlogenen und heuchlerischen Zeit, die wie eine ganzjährige Geburtstagsparty für Baron Münchhausen anmutet, bei der Pogo der Clown das Konfetti streut und sich ein endloser Rattenschwanz an Feierabendhumanisten und Schlaumeiern mit in die Polonaiseschlange einreiht. All die Lobos, Jokos, Tilos und sonstigen Schroeders können auf höchstem Niveau Ultrafeigheit und Duckmäusertum unter Beweis stellen und sich dabei noch besonders schlau und keck vorkommen … herumwerfend mit Junk Science Schwammbojen wie „kontextualisiert“ und „evidenzbasiert“, an die man einfach nicht herankommt. Wer aus der guten & gernen Polonaiseschlange ausschert, wird faktengecheckt und vor die Tür gesetzt. Im Orchester der Titanic will man keine Spaßbremsen. So wie es uns schon Hansi Hölzel aka Falco gesungen hat:

„Die Titanic sinkt in Panik ganz allanig – aber fesch
Mit all den Millionen Cash und all der teuren Wäsch’
Die Titanic sinkt in Panik ganz allanig – aber gut,
Denn wer sich retten tut, der hat zum Untergang kan Mut.“

Streng wissenschaftlich aufgeklärt und evidenzbasiert marschieren wir nun in den Grand Canyon, stolz und mit einem Rezosmile auf den Lippen über all die Trottel und „Aluhutträger“, die warnen, dass das ein Marsch ins Verderben sein wird.


(*) Dave Egger in seinem dystopischen Roman „The Circle“:

„Eine ganze Menge von den Sachen, die ich erfunden habe, hab ich ehrlich aus Spaß gemacht, aus einer spielerischen Neugier heraus, ob sie funktionieren würden oder nicht, ob Leute sie benutzen würden. Ich meine, es war, als würde man auf dem Marktplatz eine Guillotine aufstellen. Du rechnest doch nicht damit, dass zig Leute Schlange stehen, um den Kopf reinzulegen.“

 

 

Evidenzbasierte Selbsterdrosselung

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„Einbahn Nichtwissenwollenschaft“ (Foto: pw/nachrichtenspiegel.de)

Auch wenn wir riskieren, dass jetzt womöglich alles in Scherben fällt, aber eine wichtige Erkenntnis können wir aus dem Hornochsen-Hirschabschuss („Corona-Shutdown“) ziehen: Dass wir mit der derzeit auf höchstem Niveau praktizierten „Wissenschaft“ in gewisser Hinsicht dem größten Aberglauben in der gesamten Menschheitsgeschichte aufsitzen. Dass uns das scheinbar „Evidenzbasierte“ zu Selbsterdrosselung, Infantilität und totaler Destruktion führt.

Viele wollen das nicht wahrhaben, da ihnen damit ihre soeben erst neu aufgepfropfte Religion unter den Füßen wegbröselt. Sie schlagen jetzt wild um sich und klammern sich sogar an das Absurde bzw. Söders Hosenbeine, um die Oktoberfestillusion des „guten & gernen“ Lebens doch irgendwie aufrechterhalten zu können. Wie ich in einem ÖR-Radiojournal zu hören bekam, erleben wir durch die Coronakrise gerade „eine Renaissance der Politik und der Medien“. Institutionen und Politdarsteller, welche die Mehrzahl Bürger vor Kurzem noch am liebsten in die Tonne treten wollten, dürfen also wieder den Ton angeben und die Bürger gängeln. Ja, wie gerne würden wir uns doch von einem großen vorsorgenden Muttertier umhegt und mit ihm in Einklang fühlen, das uns mit seinen Krakenarmen rettet, in Sicherheit wiegt und uns in einem selbstfahrenden Autodrom mit einem sozialen Grundeleinkommen füttert – da nimmt man eben auch ein Social Scoring System nach chinesischem Vorbild und genverändernde Impfungen aus der Werkstatt von „Dr. No“ Gates, Rumpsfeld & Co. in Kauf und reiht sich mit einem ID-Chip in das trackbare Internet der Dinge ein.

Wie Nietzsche bereits gesagt hat, sollte man natürlich nicht allzulange in den Brunnen blicken, damit er einen nicht verschlingt, sondern sich ganz gezielt auch wieder sinnvollen Gedanken zuwenden. Aber sich die derzeitige Ausweglosigkeit und die Tatsache des vollendeten Scheiterns der herrschenden Lehre für einige Atemzüge vor Augen zu führen, hätte gewaltige Bedeutung für unsere Zukunft. Solange wir die derzeit herrschende technizistisch-naturwissenschaftliche Denkweise (die auf der inquisitorischen, menschen- und naturverachtenden Geistesart von Francis Bacon beruht) nicht als das erkennen, was sie ist: trotz aller hybrider Gelehrsamkeit in Wirklichkeit eine eitle Nichtwissenwollenschaft und eine mittlerweile konzernwirtschaftlich dirigierte Interessensvertretung, werden wir immerzu weiter im Treibsand versinken.

Der Hornochsen-Hirschabschuss („Corona-Shutdown“) ist vorbei – Wie wird es weitergehen?

Der Hornochsen-Hirschabschuss ("Corona-Shutdown") ist vorbei – Wie wird es weitergehen?

Welche Worte soll man für das surreale Geschehen in einem „Zeitalter der totalen Blasphemie“ (Henry Quelcun) noch finden? Wir torkeln inzwischen in einem südtäuschen Spiegelbildkabinett herum, in dem wir nicht einmal mehr wissen, wo es vorwärts und wo es rückwärts geht und wo oben und unten ist, aber wo wir uns verbissen darüber ereifern, was links und was rechts ist. Wie soll der Spiegelbildbürger das noch beurteilen, wo alles Kopf steht und obendrein noch in einem Karussel des Irrsinns im Kreis rotiert?

In einer Zeit, in der die Kinder nicht mehr an den Weihnachtsmann, sondern an Harald Lesch glauben und sich sogar Erwachsene ihre Hirne mit Rezos, Gretas und Mailabs Mikroplastik zukleistern lassen, ist es nun eben soweit: Der Wahnsinn kann frei flottieren und fegt jetzt rund um den Erdball. „Corona“ war dabei nur die erste Kostprobe, Pogo der Clown hat noch ganz andere Faschingsraketen und Rucksackbomben in seinem Bauchladen. So wie CSU-Oktoberfestkaiser Söder die Coronamaßnahmen mit feist vergnügter Miene kommentiert hat: „Es war ein Test.“ Man hat jetzt Geschmack am Ausnahmezustand gefunden. Parteien und Politiker*Innen, die man fast schon in die Tonne treten wollte, erleben nun einen gewaltigen Höhenflug mit Zustimmungsraten, die wieder absolute Mehrheiten in Reichweite bringen. Plötzlich stehen die Bürger wieder an ihrer Tür und müssen mit Maulkörben um Hilfe betteln oder um Gnade vor allzu aberwitzigen Maßnahmen wie genmanipulierenden Zwangsimpfungen. Gönnerhaft können Söder & Co. dann ein paar Almosen springen lassen oder die Daumenschraube der Bürger ein wenig lockern, wofür ihm diese dann die Füße küssen. Auch die Leitmedien sind wieder obenauf und dürfen aus vollen Rohren die noch verbliebenen Restbestände an abweichenden Meinungen ins Visier nehmen. Mit Corona haben wir nun „eine Renaissance von Politik und Medien“, wie ich es in einem öffentlich-rechtlichen Radiojournal vernehmen durfte. Wieso sollte ein Politiker heutigen Zuschnitts diese Renaissance abblasen?

Sogar unter den Intellektuellen ist es inzwischen voll uncool geworden, der Lüge und Heuchelei entgegenzutreten. Die Lebenslüge ist einfach zu charmant und smart geworden, als dass man ihr noch etwas entgegensetzen wollte. Selbst wenn diese gute&gerne Illusion bereits offenkundig tödlich ist, die halbe Welt in Flammen steht und sogar die Straßen vor der eigenen Tür zu brennen beginnen – der in Schule und Uni aufgepfropfte hybride Intellekt reicht allemal noch aus, um die Hypothese aufzustellen, dass der neoliberale Phospohrbombenregen, der gerade auf uns niedergeht, vielleicht ja nur eine Sylvesterraketenshow ist.

Wer also glaubt, dass der Spuk mit dem Hornochsen-Hirschabschuss („Corona-Shutdown“) nun vorbei ist und wir wieder mit „gutem & gernen“ Leben weitermachen können, der irrt leider. Wir leben in einer Zeit, in der Maßstäbe der Vernunft suspendiert sind und der frei flottierende Wahnsinn über die Erdoberfläche fegt, sich wahlweise da und dort verkörpert und „viral geht“. Der Mensch wird sinnlos erniedrigt, in Wirklichkeit mit Grausamkeit und Sadismus entwürdigt und entmündigt. Das wird jetzt nicht einfach so aufhören. Es ist noch einiges im Busch und die Bürger sind willfährig und obrigkeitsgläubig wie noch nie in der Menschheitsgeschichte. Das wird man jetzt eiskalt ausnützen.

Doch keine Sorge, der Teufel trägt bekanntlich Prada und die Erstickung wird süß und smart werden. Die Giftköder werden dem Mäusefriedhofsbürger von den „Hohepriestern der Machtelite“ (Chomsky) und „Wirrologen“ (Herles) in streng wissenschaftlichen und evidenzbasierten Gewändern serviert. Diese Köder werden vielen Nerds zunächst orgiastische Gefühle bescheren, so wie ein beim Sexualakt über den Kopf gestülpter Plastiksack durch die hierbei hervorgerufene Atemnot angeblich für einen besonderen „Kick“ sorgt. Laut Auskunft der Gerichtsmedizin führt die bei dieser Praktik hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff in Deutschland jedes Jahr bei ca. hundert Menschen zum Tod (Quelle: Berliner Morgenpost). Werden diese Plastiksack-Hirntoten dann mit Drostens Papaya-(„ PCR“) Test positiv getestet, dann sind sie laut derzeit herrschender Zählweise evidenzbasiert erwiesene „Coronatote“.

Die Katze beißt sich gerade in den Schwanz. Und Pogo der Clown steckt sie lächelnd in den Sack, um sie an Tönnies zu verkaufen. Dort sterben Tiere – angeblich 30.000 pro Tag – schließlich mit zum Herz gekringeltem Schwanz, so wie es das Konzernlogo verbürgt.

Was soll man also noch sagen? Welche Worte kann man noch aussprechen, ohne an der Fliegenrolle einer ekligen Political Correctness kleben zu bleiben, die inzwischen jeden gesunden Menschenverstand ersticken möchte? In einer Zeit, in der Gandhi zum Rassisten gemacht und seine Statuen gestürzt werden, während ein Krimineller und Pornobusiness-Crack zur Ikone gemacht wird, für den die halbe Welt gut & gerne auf die Straße geht, sind wir wohl bald wirklich in Idiocracy angekommen.

Die Ausweglosigkeit und Abgründigkeit, die wir derzeit erleben und vor der so viele gerne weggucken und lieber unter Muttis Corona-Rock flüchten möchten, hat aber auch ein Gutes. Wir können nun die Konsequenz unserer derzeitigen (technokratisch-„wissenschaftlich“-nihilistischen) Denk- und Wirtschaftsweise einmal ganz bewusst erleben. Dann kann uns die Notwendigkeit eines ganz neuen, menschengerechten Ansatzes ebenfalls bewusst werden.

 

Bild: Jacques Prilleau

Alles Corona! (Banana)

Schwarmflug der Mailabkäfer

MGelau_JensSpahn FB
Die im untigen Meme des Kommunikationsexperten Markus Gelau angesprochene „Masse“ zu entlausen, wird nicht leicht werden. Die Parasiten haben sich bereits en masse an der Kopfhaut festgebissen. Noch schwieriger wird es, die Mailabkäfer aus den Köpfen zu holen, mit der fast eine ganze Generation an Digital Na(t)ives auf Linie gebracht wurde. Eine ohne Unterlass ratternde Influenzer-Maschine setzt uns diese smarten, „streng wissenschaftlichen“ Käfer in den Kopf und kaum jemand kann sich ihnen entziehen. Weder jung&naiv, noch alt&lesch.
Diese Käfer summen jetzt ohne Unterlass in unseren Köpfen:
„UNITE BEHIND THE SCIENCE !“
(„UNITE BEHIND THE ECONOMY !“)
(„UNITE BEHIND THE POWER !“)
.

– – –

Zum Meme – M. Gelau/FB:

wenn man das stockholm-syndrom mit massivem desinteresse paart, einen guten schuss meinungsmanipulation vorsichtig unterhebt, das ganze mit einer kräftigen prise naivität abschmeckt, den teig dann einige wochen gut gehen lässt und bei bedarf immer wieder mit 1-2 kaffeetassen öliger propaganda übergießt (die dafür sorgt, dass unbequeme wahrheiten und fakten geschmacklich effektiv überlagert werden), erhält man eine masse deutscher bürger, für die JENS SPAHN aktuell der drittbeliebteste politiker des landes ist.

Ebenfalls M. Gelau/FB (aus: hawks- traveler (2009):

„was wir hier beschließen werden, wird für die zukunft unserer krisengeschüttelten welt entscheidend sein: das so genannte recht auf freiheit ist nichts als eine gefährliche illusion. nur eine strenge, aber gerechte kontrolle kann die menschheit retten.

wir waren nie einflussreicher sein als heute. fast alle elektronischen transaktions- und kommunikationswege lassen sich mittlerweile verfolgen und einem individuum zuordnen. die informationen lassen sich in zentralen datenbanken sammeln und auf unbegrenzte zeit speichern. wir sind in der lage, einen *schattenriss* eines jeden menschen zu erstellen und seinen tagesablauf zu überwachen.
zugegeben: es gibt sie wirklich, jene spinner, die ihre meinung im internet verbreiten. aber die wichtigsten medien sind in der hand einer kleinen, verlässlichen gruppe von menschen. die meinungsmacher sind unsere freunde, und solange wir sie mit GESCHICHTEN versorgen, mit SCHURKEN und HELDEN, mit BEDROHUNGEN und dem SCHUTZ davor, können wir jeden rufer auf der straße übertönen.
gesetzestreue bürger haben nichts dagegen, von behörden überwacht zu werden. die meisten menschen wünschen sich nichts als einen ANSTÄNDIGEN JOB und ein BISSCHEN SPASS: ein bequemes, geordnetes leben. vergessen sie die radikalen splittergruppen! die öffentlichkeit steht fraglos auf unserer seite.
das panopticon wird für gesellschaftliche stabilität sorgen und es ermöglichen, das verhalten der masse zu manipulieren und jeden widerstand im keim zu ersticken. und was wird die neue ordnung bringen? die geschichte hat uns gelehrt, dass sich unter einer strengen diktatur eine verbitterte, rebellische unterklasse herausbildet.
der BESTE weg besteht darin, KONTROLLE mit WOHLSTAND zu vereinen. stellen sie sich ein riesiges großraumbüro vor, einen großen saal mit milliarden von schreibtischen. in unserem system bekommt jeder einwohner der industriestaaten seinen EIGENEN schreibtisch. und was tut er dort? er arbeitet als produzent oder als dienstleister. der produktive bürger stempelt seine karte ab und beschwert sich nicht! wenn wir verstanden haben, dass unser wahres ziel in der schaffung einer arbeitenden kooperative besteht, beantworten sich viele fragen von selbst. es ist gleichgültig, ob wir von ärzten, buchhaltern, studenten, sachbearbeitern oder aushilfsköchen sprechen. ein JEDER wird in seiner unsichtbaren arbeitsnische sitzen, von unseren kameras beobachtet und von parameterprogrammen überwacht.
interessiert es uns, wie die arbeiter ihren schreibtisch gestalten? ob sie in ihrer freizeit fernsehen oder lieber den garten umgraben? natürlich nicht! uns ist es gleich, welcher kirche sie angehören, solange ihr glaube sich nicht auf ihre lebensführung auswirkt. solange der kandidat ihrer PARTEI nicht vorhat, ERNSTHAFT etwas zu verändern, dürfen sie zur wahl gehen und sich aufkleber auf die stoßstange kleben.
kommt es zu einer wirtschaftskrise, sorgen wir dafür, dass die regierung die geldmenge erhöht und oberflächliche verschönerungsmaßnahmen vornimmt, ohne die grundlegende struktur anzutasten.
das neue panopticon versetzt uns in die lage, das verhalten der arbeiter wie auch der konsumenten zu beeinflussen. der bürger in seiner nische ist praktisch machtlos, dafür steht es ihm frei, seiner INDIVIDUALITÄT im KAUFHAUS ausdruck zu verleihen. aus der freiheit zu WÄHLEN wird die freiheit zu KAUFEN. das neue system gibt uns mächtige instrumente in die hand, um das kaufverhalten zu manipulieren.wenn ein bürger die straße überquert, erkennen werbetafeln auf der anderen straßenseite sein gesicht. zentrale computer wissen, für welche produkte sich ein bürger in der vergangenheit entschieden hat und werden dafür sorgen, dass der einzelne nicht durch unpassende angebote verunsichert wird. es ist, als höre man eine radiostation, die ausschließlich angenehm vertraute musik im programm hat.
wir wollen kein gefängnis für unproduktive massen errichten, sondern eine struktur erschaffen, die gehorsame arbeiter und funktionierende konsumenten hervorbringt. dieses weltumspannende system wird ihnen und ihrer familie ein sorgenfreies, komfortables leben bescheren. wir verleihen dem alten panopticon ein neues, fröhliches gesicht.
anstatt darauf zu warten, dass die bürger sich unserem system anschließen, sollten wir eine weltweite serie von BEDROHUNGEN und KRISEN auslösen, die die menschen dazu veranlasst, ihre freiheit ganz freiwillig aufzugeben. warum sie das tun werden? die antwort ist nicht schwer: weil wir VERÄNGSTIGTE KINDER aus ihnen gemacht haben. sie werden sich verzweifelt nach uns sehnen und das leben außerhalb der nische fürchten, da es voller gefahren ist.“
 

Roland Düringer: „Der gefährliche Virus sitzt im Hirn“

Inmitten aller Angespanntheit, Betroffenheitsmienen, Talkschlangenshows und täglich ins ohnehin bereits vollkommen durchnässte Fußvolk ausgegossener Drosten-Podcasts tut uns vielleich eine Prise Hausverstand gut …
– dargereicht von Roland Düringer aus Wien, der Stadt, in der Uhren immer noch ein wenig anders ticken bzw. sich nicht so leicht in den Takt bringen lassen wie im nördlichen Nachbarland der marktkonformen Demokratie. Denn während in evidenzbasierten Täuschen Landstrichen die Ansicht herrscht: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“ (wenn wir jetzt alle tun, was Mutti sagt), so sieht man das in Wien traditionell anders: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“

(für noch mehr Wiener Lebensweisheiten siehe auch
Interview mit Roland Düringer bei KenFM)

Alive and kickin‘: Der Anti-Rezo

Man weiß schon gar nicht mehr, ob man das glauben soll, was man derzeit als Nachrichten serviert bekommt oder ob man versehentlich auf eine Postillon-Ente geklickt hat. Und irgendwie erscheint es einem mittlerweile fast wie unter der Würde eines normal denkenden Menschen, auf all diese Zumutungen und „evidenzbasierten“ Spasmen des Wahnsinns noch ernsthaft antworten zu müssen. Lassen wir daher einen jungen Mann aus einem Kellerstudio in Wien zu Wort kommen, dem es im Gegensatz zu anderen gehypten und medienpreisüberhäuften Influencern streng verwehrt wird, seine Youtube-Videos zu monetarisieren und der auch von Wikipedia, gelöscht wurde, damit Generation Instagram nicht auf dumme Ideen kommt und zum Nachdenken über das Gute und Gerne anfängt.

Dass man ihn am liebsten totschweigen möchte, ist kein Wunder. Verkündet er doch geradewegs das Gegenteil von Rezo & den 90 Super-Youtubern: Also nicht „Unite behind the Science!“ (Unite behind the Economy / Unite behind the Power), sondern: „Glaubt diesen Bullshit nicht!“ – Mit einem Wort: Es ist ein astreiner Häretiker, der hier zu Wort kommt. Besonders dreist: Er ist nicht so verzweifelt und zerknirscht, wie man alle noch denkenden Menschen heute gerne haben möchte, sondern bestens gelaunt und er bringt mit seinen Dartpfeilen einen Bullshitballon nach dem anderen zum Platzen.

In diesem Sinne: Genießen Sie die Show der aktuellen Ereignisse (solange Sie noch können, denn das Kino wird gerade demontiert. Und wie der österreichische Bundeskanzler Kurz vor Kurzem in einem Interview zur Corona-Krise verlautbart hat: „Danach wird die Welt ganz anders aussehen.“)

 


Über weitere Hintergründe zur WHO, deren Geldgeber und eine schon unbändig in den Startlöchern scharrende Impflobby, welche die Welt mit ihren Produkten demnächst in ein Paradies verwandeln will, wie es im Bilderbuch bzw. am Beipackzettel steht:
siehe Hermann Ploppa: „Unter falscher Flagge“

Warum der Untergang naht … und warum wir uns jetzt trotzdem entspannen können

Vergiftete Brunnen und Influencer mit Morbus Science

Manchmal schafft es auch ein Bericht in die Massenmedien, der nicht der Banalität oder der Desinformation dient, sondern durchaus lesenswert ist. So etwa ein gestern in der NZZ erschienenes Essay einer promovierten Historikerin, die es wagt, die Käseglocke anzuheben, unter welcher die Welt der akademischen Lehre gerade vor sich hinschimmelt.

Die Historikerin beschenkt uns in ihrer Betrachtung auch mit einem historisch denkwürdigen Begriff, den wir uns merken sollten, um dasjenige zu verstehen, wo der gesunde Hausverstand derzeit kapitulieren muss: „Agendawissenschaft“. Wissenschaftlern dieser neuen, sich epidemisch ausbreitenden Zunft ginge es nicht mehr um ergebnisoffene Forschung und Erkenntnis, sondern darum, „mithilfe von Forschung und Lehre ein ideologisch verbrämtes gesellschaftspolitisches Programm voranzubringen“. Inzwischen habe sich in der wissenschaftlichen Welt ein regelrechter Widerwille etabliert, sich mit <<falschen Positionen>> zu befassen“.

Wer in dieser Nichtwissenwollenschaft den Kopf über den Tellerrand heben – oder eigentlich nur die Augen für die unmittelbare Realität öffnen möchte, der muss mit Disziplinierungsmaßnahmen rechnen. Disziplinierungsmaßnahmen, an denen sich bereits Erstsemestrige eifrig beteiligen, um Lehrende, die nicht auf Linie sind, zu diskreditieren und aus dem öffentlichen Diskurs zu verdrängen.

In Zeiten von Social Media geht das per Knopfdruck und in Echtzeit. Auf Phasen der Reflexion über Gehörtes und allenfalls verflogene Wut nach einem  Heimspaziergang kann heute nicht mehr gerechnet werden. „Daumen runter“ gibt’s sofort, wenn einem eine Ansicht begegnet, welche der persönlichen Kompassnadel widerspricht. Dass diese persönliche Kompassnadel nur deswegen in eine bestimmte Richtung zeigt, weil „Manufacturing Consent“-Spezialisten einen kleinen Magneten installiert haben, der eine freie Bewegung der Kompassnadel nicht zulässt, wird nicht in Betracht gezogen.

Nach Beobachtung der Historikerin werde stattdessen „die enorme Komplexität des Wissens, mit der sich Studenten vor allem in den ersten Semestern konfrontiert sehen, auf ein leicht verstehbares und durch Aneignung der «richtigen» Sprache schnell anwendbares Schema“ reduziert, mit dem die Welt in Gruppen aufgeteilt werden könne. Alles natürlich, um dem Guten und Gernen Leben zu dienen. Um ein auf Andersdenkende disziplinierend wirkendes Klima zu erzeugen, bedürfe es einer kritischen Masse solcher Agendawissenschaftler in jeweiligen Forschungsfeldern. Nach Ansicht der Historikerin habe der Marsch durch die Institutionen vor allem in den Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften dazu geführt, dass diese kritische Masse vielfach bereits erreicht wurde.

Wer nachfolgenden Artikel liest, wird verstehen, wie der Brunnen der herrschenden Lehre gerade sukzessive vergiftet wird und wie es dazu kommen konnte, dass wir im gesellschaftlichen Diskurs derzeit regelrecht wahnhaften Vorstellungen folgen. Denn aus besagtem Brunnen der herrschenden Lehre der (Agenda-)Wissenschaft schöpfen auch alle Influencer, die derzeit ihre Millionenschaften an Followern und fast eine ganze Generation mit dieser Influenza influenzieren: All die Junk Science „Bildungskanäle“ wie maiLab (bereits bedacht mit dem Grimme Online Award für Wissen und Bildung), Rezo, Porno-Katja & die 90 Super Youtuber etc.

Da die WHO den Virus von Morbus Science immer noch nicht in seiner letalen Auswirkung erkannt hat, hat sich diese bislang nur in bestimmten Thinktanks und Universitätsinstituten grassierende Krankheit mittlerweile zur Pandemie ausgeweitet.

Ritter*Innen der Kokosnuss

Natürlich gebietet es das Selbstverständnis eines im akademischen Leben verankerten Nichtwissenwollenschaftlers, dass er nicht untätig bleibt. Das Schul- und Universitätssystem hat ihm einen aufs Höchstmaß zugespitzten Intellekt aufgesetzt, mit dem er jetzt nicht ganz tatenlos zusehen kann, wie rundherum in der Welt alles den Bach runtergeht. Er muss diesen Intellekt auch schon aus Gründen der reinen Selbsterhaltung in irgendeine Richtung einsetzen. Denn würde er sich  mit einem mit 400 U/min vor sich hinrotierenden hybriden Intellekt nicht irgendwo einkuppeln sondern nur im Leerlauf drehen, dann würden sich die Zahnräder seines Getriebes selbst zerreiben. Doch wo darf man ihn in Zeiten wissenschaftlichen Prekariats noch einkuppeln, diesen Intellekt? Für irgendetwas möchte man kämpfen, damit man sich nicht ganz wertlos vorkommt. Aber die von Regierung und Medien vorgegebene Linie lässt kaum noch etwas zu, gegen das man kämpfen bzw. für das man sich engagieren darf. Nur zwei mickrige Ventile werden der Masse angeboten, über die sie ihren Überdruck abpfeifen lassen darf. Angesichts des massiven Überdrucks, der sich jetzt über diese beiden Ventile Ausdruck verschaffen möchte, hat es die Ventilsitze samt den Adaptern allerdings bereits vollkommen durchgerissen, sodass nun der ganze Reifen plattmacht.

pixabay/CC0

Diese beiden, mittlerweile ausgeleierten Ventile sind jedem bekannt: Einerseits der „Kampf gegen Rechts“ (laut Prof. Mausfeld ein „Fake-Kampf“, der vor der Konfrontation mit den wirklich anstehenden Problemen ablenken soll) und andererseits der Kampf für Geschlechterneutralität. Wer also nach Schulende seinen vorgeschriebenen Grundwehrdienst als Infanterist im Kampf gegen Rechts schon abgeleistet hat und der Gesellschaft besonders progressiven Fortschritt bescheren möchte, der darf beim Orden der Ritter*Innen der Kokosnuss seine Lanzen brechen. Nach sechs Semestern Gender Studies kann er dann als Bätschelor mit evidenzbasierten Studien die drängende Frage abarbeiten, ob es noch Inklusion oder bereits Diskriminierung ist, wenn man Mushroom Mermaids als Reinigungskräfte einsetzt, um das Stehurinal zu putzen, in dem Wombat Cockster und Hustler Hedgehogs ihre Notdurft verrichten.

Relax, don’t do it!

Wer den nzz-Artikel liest (der in Wirklichkeit nur die Spitze eines von hunderten Eisbergen zeigt und der sehr zurückhaltend geschrieben ist, da die Autorin ansonsten ja ihre eigene Position als Masterstudiengangs-Leiterin gefährden würde), der wird auch etwas sehr Ernüchterndes realisieren: Dass es angesichts des bereits vorangeschrittenen Grades an neoliberaler Indoktrination wohl nur eine relativ kleine Anzahl an Menschen sein wird, die sich der Vermassung entziehen und ein gesundes, eigenständiges Denken ausbilden wird können.

Diese an sich fatale Tatsache einzusehen, hat aber auch etwas Entspannendes: Man ist dann nicht mehr versucht, die gesamte Gesellschaft zu retten bzw. dem kollektiven Wahnsinn eine Wende geben zu müssen (dazu ist dieser Wahnsinn bereits zu weit vorangeschritten bzw. in das Innere der Menschen hineingedrungen).

Auch wenn es also nur vergleichsweise Wenige sein werden, die nicht Opfer des Wahnsinns  werden (siehe Dostojewskijs Traum von der szientistischen Pest), so kommt es aber gerade darauf an, dass es sie gibt. Wie sie in einer weitgehend irre gewordenen Welt leben werden können, ich vermag es auch nicht zu sagen. Man kann nur darauf hoffen, dass sich schon irgendwie Möglichkeiten ergeben werden. So wie auch nach einem Vulkanausbruch am aschebedeckten Umfeld wieder vereinzelt Samen aufgehen und zu Bäumen heranwachsen, die Anderen Schatten spenden können.

Mit ‚Entspannen‘ meine ich natürlich nicht, dass man jetzt die Füße auf den Tisch legen und Dschungelcamp gucken soll. Ganz im Gegenteil: Man muss jetzt äußerste Kraft aufwenden und in Bewegung bleiben, damit man im neoliberal vergletschertem Lebensumfeld nicht erfriert. Wer gesund bleiben und verhindern will, dass einen der Wahnsinn packt, der muss geistig rege sein wie noch niemals zuvor. Insofern ist es auch nicht umsonst, dass es Einzelkämpfer gibt, die mit ihren kleinen Piratensendern die Stellung halten, obwohl der Wind des Wahrheitsministeriums mit aller Kraft versucht, sie von der Bildfläche zu blasen (was dank Zensur und Shadowbanning-Techniken in den sozialen Medien auch durchaus erfolgreich vorangetrieben wird). Denn diejenigen, die noch geistig gesund sind, brauchen auch gesunden, nicht mit dem Virus des Wahnsinns influenzierten Input von anderen, sonst müssten auch sie mehr oder weniger verzweifeln.

Mit ‚Entspannen‘ meine ich vielmehr, dass man es sich weitgehend abschminken kann, andere überzeugen zu wollen, die ihre Wahl vorerst bereits getroffen haben, obwohl man ihnen die Worte von Max Jacob zurufen möchte: „Ich weine vor Euch, weil ich weiß zu welchen Schlünden ihr wandert.“ Das heißt nicht, dass man nicht den ein oder anderen bei Gelegenheit doch davon abhalten könnte, in den Abgrund zu marschieren. Doch wer sich dies für die Gesellschaft als Ganzes erwartet, der würde sich hoffnungslos verausgaben. Die Verpflichtung, die jeder noch gesund denken könnende Mensch hat, ist jedoch: sich selbst und diejenigen, die sich ebenfalls dem Wahnsinn verweigern, geistig gesund zu erhalten bzw. aus dem medial verordneten Eintopf der Ignoranz zu emanzipieren und jetzt vollkommen unabhängig  denken zu lernen. Auch vollkommen unabhängig von denjenigen Autoritäten, die sich in schönen Gewändern als Wissenschaft bezeichnen, aber meist nur eine Nichtwissenwollenschaft verkörpern. Ebenso unabhängig von Intellektuellen, von denen derzeit ja viele enttäuscht sind, da sie sich in mancherlei Hinsicht ebenfalls der Agenda des Mainstream ergeben haben. Mit dem Erlangen und Bewahren dieses unabhängigen Denkens ist das Notwendige getan. Was dann kommt, wird sich schon ergeben.

Aufgrund verschärften Zitaterechts diesmal nur ein schlichter Link zum vorgenannten Artikel:

Wenn Wissenschafter eine Agenda verfolgen: wie Macht und Moral an den Hochschulen die Erkenntnis ersetzen (nzz)

 

P.S.:
Was an diesem nzz-Artikel eventuell zu bemängeln wäre, ist die Verwendung des Wortes „Moral“, mit welcher die besagte Disziplinierung neben „Macht“ erfolge. Um wohl klingende Wörter sind wir ja heute nicht verlegen, um unsere Lebenslüge zu rechtfertigen, obwohl das Motiv der Agendawissenschaftler eher mit dem Wort „Moralisieren“ zu charakterisieren wäre – wobei „Moralisieren“  ja geradewegs das Gegenteil von wirklicher Moral und eigentlich eine Amoral oder sogar Antimoral ist.

Auch wird im nzz-Artikel die Frage, wer denn eine solche Agenda der Agendawissenschaften überhaupt ausgibt, nicht einmal berührt. Wer sich darüber kundig machen möchte, der wird eventuell bei Noam Chomsky (siehe „Die Wachhunde der Machtelite“), bei Edward Bernays oder bei Bertrand Russel fündig:

>> Ich denke, das Thema, das politisch am wichtigsten sein wird, ist die Massenpsychologie. … obwohl diese Wissenschaft sorgfältig studiert wird, wird sie starr auf die regierende Klasse beschränkt sein. Die Bevölkerung wird nicht wissen dürfen, wie ihre Überzeugungen entstanden sind. Wenn die Technik perfektioniert ist, wird jede Regierung, die für die Erziehung einer Generation verantwortlich ist, in der Lage sein, ihre Untertanen sicher zu kontrollieren, ohne dass Armeen oder Polizisten benötigt werden … Bald werden verschiedene Ergebnisse erzielt werden: dass der Einfluss der Heimat hinderlich ist … Erziehungs-Propaganda könnte mit Hilfe der Regierung dieses Ergebnis in einer Generation erreichen. Es gibt jedoch zwei mächtige Kräfte, die gegen eine solche Politik sind: die eine ist die Religion, die andere der Nationalismus. … Eine wissenschaftliche Weltgesellschaft kann nicht stabil sein, wenn es keine Weltregierung gibt. <<  (Bertrand Russell, Der Einfluss der Wissenschaft auf die Gesellschaft, 1953)

Gibt’s doch gar nicht (Potzblitz!)

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Kraftvolle Neujahrsbotschaft

Entgegen meinem Neujahrsvorsatz, die Nase nicht mehr unnötig in Mülltonnen zu stecken, ließ ich mich dann doch zu einem Griff zur Bild-Zeitung verleiten. „Kann nicht schaden“, dachte ich mir – in einer Zeit, in der uns Bürgern von Seiten der Leitmedien ja eindringlich nahegelegt wird, „raus aus der Blase“ zu kommen und uns auch ausreichend die herrschende, evidenzbasierte Meinung zuzuführen (ich kann jeden nur vor dieser Empfehlung warnen!). Nur einen kurzen Blick wollte ich erheischen und blieb wieder einmal mit dem obligatorischen „das gibt’s doch gar nicht“-Erlebnis zurück, das sich für selbständig denkende Menschen mittlerweile auch bei nur kurzem Kontakt mit Produkten der Rat Media Solutions GmbH (Blöd-Zeitung, Relotius-Narrenspiegel, Südtäusche, Springers transatlantische Liliput-Welt & Co) unweigerlich einstellt. Bild-Chefredakteur Julian Reichelt spricht in einem Leitartikel von einer „kraftvollen Botschaft“, die „vom verglühten Autowrack“ des von den USA zum Jahresauftakt per Drohne getöteten Generals Soleimani ausgehe: Die USA hätten damit deutlich gemacht, dass sich niemand „vor der Stärke Amerikas verstecken könne“.

Soleimani war der zweitwichtigste Amtsträger des Iran. Er galt als Architekt der „Achse des Widerstands“ und war maßgeblich beteiligt an der Verhinderung von westlichen Regime-Change-Bestrebungen in Syrien sowie anderen Ländern des Nahen Ostens. Soleimani hat auch entscheidend dazu beigetragen, die Terrormiliz IS sowohl in Syrien als auch im Irak zu zerschlagen. Im Iran war der 62-Jährige Generalmajor sehr beliebt, insbesondere weil er dafür gesorgt hat, dass der IS vom Nachbarland Irak nicht in den Iran eindringen konnte. In den iranischen Medien wurde Soleimani als „General der Herzen“ bezeichnet und als möglicher nächster Präsident gehandelt. Aus Sicht der westlichen Wertegemeinschaft jedoch ein „Monster“ und Terrorist – also jemand, den man ohne Gericht, ohne Anwalt und ohne offizielle Anklage einfach per Hellfire-Rakete auslöschen kann.

[Anm.: Was von Soleimani wirklich zu halten ist, darf man ruhig dahingestellt lassen. Ebenso wie bei allen anderen tagespolitischen Ereignissen findet ja auch in diesem Fall meist ein sofortiges Urteilen und Parteinahme statt. Entweder ist man für oder gegen etwas. In diesem Fall: Entweder war es ein Held oder ein Monster, der/das hier getötet wurde. Wieder einmal kann man also auch dieses für den Weltfrieden durchaus bedrohliche Ereignis nutzen, um sich in einer Tugend zu üben, die leider noch wenig ausgeprägt ist: Dass man bei einem Ereignis zunächst einmal nur ruhig beobachtet und Eindrücke sammelt, jedes vorschnelle Urteil jedoch streng suspendiert. Ganz im Sinne Goethes benützt man sein Denken also nicht zum schnellen Urteilen, sondern bloß zum Kreisen um eine Begebenheit oder eine Person. Hat man genügend Wahrnehmungen gesammelt und auch genügend oft darüber geschlafen, dann wird sich irgendwann wie von selbst ein profundes Beurteilen der Sache ergeben – natürlich nur, wenn man dazu selbst fragende und unbefangene Gedanken aufgebaut hat, sonst steigt nicht viel anderes auf als die Meinung, die andere produziert haben.]

Die iranische Staatsführung hat jedenfalls Vergeltung angekündigt. An der Dschamkarān-Moschee, einem der bedeutendsten Zentren des schiitischen Islam, wurde die blutrote „Fahne der Rache“ gehisst – in der Geschichte dieses als heilig geltenden Ortes zum ersten Mal. In der schiitischen Tradition symbolisiert die rote Fahne das ungerechte Vergießen von Blut und den Aufruf, das Opfer zu rächen.

Nachdem die in Syrien hochgezüchteten Terroristen inzwischen fast ausgemerzt sind und in Idlib ihre letzten Scharmützel liefern, haben Angela Merkels „verlässliche Freunde“ also nun dafür gesorgt, dass das Feuer des Terrorismus verlässlich weiterlodert. – Denn nur, wenn man sich nirgends mehr sicher fühlen kann und es verabscheuungswürdige Anschläge gibt, kann die eigene Agenda von globaler Dominanz und Kontrolle fortgeführt werden.

Foto: Pixabay/CC0

Merkapolypse reloaded – Jetzt geht’s ans Eingemachte: Unser Geld, unsere Organe, unsere Kinder.

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Nicht diagnostizierte Pandemie

In einer Zeit, in der wir dermaßen impffreudig sind und Wert auf „Herdenschutz“ legen, hat unsere gute und gerne Regierung leider darauf vergessen, uns gegen den Wahnsinn zu immunisieren, der sich nun zu einer Pandemie auszuweiten droht. Von der WHO aufgrund nicht vorhandener Kategorie im ICD10-Kodex noch nicht offiziell diagnostiziert, wird diese Pandemie  womöglich breite Teile der Bevölkerung dahinraffen. Über die Krankheit zu sprechen, ist kaum möglich und würde im Selbstverständnis des  durch Tagesschau und Bento geeichten Leitmedienbürgers womöglich einen Kurzschluss verursachen.

Bleiben wir also wie gewohnt bei einem der vielen Symptome dieses Wahnsinns, das gerade virulent geworden und in aller Munde ist. Eine Volksbank Raiffeisenbank in München hat also bereits damit begonnen, Negativzinsen auf Spareinlagen einzuheben. Die Commerzbank und die Deutsche-Bank haben angekündigt, nachzuziehen. Bereits jetzt werden für 25 Prozent der Sichteinlagen privater Haushalte in Deutschland Negativzinsen erhoben, allerdings betraf das bisher in den meisten Fällen nur Großsparer mit über 100.000 Euro Einlage (Quelle: Bundesbank / manager-magazin). Das soll jetzt auch für Lieschen Müller bereits ab dem ersten Euro gelten. Der bayerische Rundfunk spricht von „kalter Enteignung“ und zeigt ratlose Sparer, denen ihre Hausbank bestehende Verträge gekündigt hat.

Der umstrittene …   – als politisch korrekter Mensch muss man dieses Attribut ja immer hinzufügen, wenn man eine Stimme zitiert, die nicht der Regierung bzw. der herrschenden Meinung entspricht – … also: der umstrittene Henryk Broder hat vor einiger Zeit geäußert, dass er vor Jahren noch der Überzeugung war, dass es reihenweise an die Laternen gehängte Politiker geben würde, falls die Regierung es in Deutschland wagen sollte, den Bürgern ihre Sparzinsen zu rauben. Broder hat sich doppelt geirrt. Nicht nur, dass die kalte Enteignung – so wie praktisch alles im Namen des Guten und Gernen Lebens Alternativlose –, zwar mürrisch, aber doch achselzuckend hingenommen wird. Eine Millionenschaft an Bürgern findet die alternativlose Politik, mit der ihnen gerade das Fell über die Ohren gezogen und ihren Kindern die Zukunft geraubt wird, sogar affengeil. Nachdem die Banken nach der Krise 2008 kurz ins Taumeln geraten sind und jedes Vertrauen verspielt zu haben schienen, haben sie jetzt erkannt, mit welchen Lifestyle-Bildern und Tönen sie das Vertrauen von Jung und Alt wieder zurückgewinnen und Begeisterung für die von PR-Profis an die Wand gemalte Zukunft wecken können (siehe Der Joker kommt: Ich reiß‘ euch jetzt gut und gerne den Arsch auf!).

Was den auf der Gender Madstreamwelle astroturfenden Fit-for-Fun-Bürger in Zukunft wirklich erwartet, hat ein weiterer umstrittener (!! – diesmal mit zwei Rufzeichen!!)  ehemaliger Eliten-Banker schon vor einiger Zeit ausgeplaudert  (siehe „The Devil’s Advocat“). Er spricht dabei auch ganz offen über die Rolle supranationaler und eigentlich jeder Rechtsstaatlichkeit enthobener Finanzinstitutionen wie der BIS und wie das gesamte Finanzsystem quasi als Schröpfegel dient, um von den Bürgern erwirtschaftetes Geld abzusaugen und nach oben zu einer Gilde superreicher Profiteure zu befördern, damit diese ein leistungsfreies Auslangen haben und sich voll und ganz ihren „Hobbies“ widmen können, für welche der Kleinbürger nicht einmal Begriffe hat.

Ebenfalls nicht ganz uninteressant ist auch, in welch bemerkenswerter und non-chalanter Weise uns Frau Alice Weidel, ihres Zeichens immerhin ehemalige Goldman Sachs-Bankerin, auf einem jüngsten Kongress das schildert, was in gewissen Kreisen offensichtlich bereits als unvermeidlich angesehen wird (siehe youtube).

In einem jüngsten Kommentar liegt der Eifelphilosoph also wohl nicht daneben, wenn er meint, dass wir, während im Fernsehen – unumstrittene – Bambipreise verliehen würden, so langsam ins Endspiel kämen und das Spiel Weltfinanzregierung gegen Menschheit  bisher bei 8:0 stehe. – Man könnte hinzufügen, dass die Halbzeit des Spiels bereits weit überschritten und noch dazu der Schiedsrichter bestochen ist. (Ich will mich nicht in allzu negativen Schilderungen ergehen, aber bei gebotenem Realismus könnte man auch die These vertreten, dass die reguläre Spielzeit bereits vorbei ist und wir uns nun in der Nachspielzeit befinden, die der – bestochene –  Schiri jederzeit abblasen könnte.)

Apathie im Endstadium

Was soll man also noch sagen? Noch rollt er, der Ball und der Rasen ist grün. Und die Fans sind bester Laune und machen die Welle. Wer noch nicht SUV fährt, der ist damit beschäftigt von einem zu träumen. Aufbegehren? Gegen was? Gegen das Gute und Gerne Leben, dessen Zuckerwatte man jeden Tag schleckt?

Nachdem das Staatsvermögen verramscht („privatisiert“), die Sozialkassen durch Cum Ex-Gangster geplündert und unsere Zukunft und der Friede Europas zugunsten des Profits von Kriegstreibern verkauft wurden, sind ja nun auch die letzten Dämme am Brechen: Sogar die Organe wurden zum Staatseigentum erklärt und dürfen dem Bürger nun bei lebendigem Leib herausgerissen und profitabel ausgeschlachtet werden und sogar unseren Kindern darf die Pharmaindustrie nun zwangsweise jeden Dreck in die Blutbahnen spritzen. Wer das Wort „Dreck“ für unangemessen hält: Es stammt nicht von mir. Ich habe es von Medizinern, die selbst an Impfstoffen forschen und von praktizierenden Ärzten, die ihre Patienten selbst fleißig impfen, aber mir unter vier Augen versichert haben, dass sie ihren eigenen Kindern diesen „Dreck“ niemals injizieren würden und diese selbstverständlich ungeimpft lassen. Dazu hätten sie in ihrer eigenen Praxis bei vormals kerngesunden Kindern schon viel zu viele Fälle von fatalen Impfschäden erlebt (nein, die am Beipackzettel aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen sind leider keine Verschwörungstheorie) – Ärzte, die sich gleichwohl hüten, das öffentlich zu äußern. Denn die „evidenzbasierte“ Gwup-Medizin hat ein flächendeckendes Inquisitionssystem installiert und ist bereit, jeden platt zu machen, der den Profit der Pharmaindustrie und den Triumph des Fortschritts stört. Aber zumindest ihre eigenen Kinder können die Ärzte schützen.

Auch bei ansonsten äußerst klugen Zeitgenossen, die an sich wenig vom Pharmalobbyisten Jens Spahn halten, kann man erleben wie sie die Zwangsimpfung gutheißen und in Foren – im Gegensatz zu Jens Spahn und Merkels sonstiger Flachmannschaft, die dafür opulente Honorare und lebenslange Versorgungsposten erhalten – vollkommen gratis mit aller ihnen zu Gebote stehender Vehemenz anderen Bürgern ihre Unvernünftigkeit und Unwissenschaftlichkeit austreiben wollen und mit Jens Spahn an einem Strang zur Rettung der Volksgesundheit ziehen: Zur totalen Durchimpfung. Es ist keineswegs böser Wille, der diese Menschen antreibt, im Gegenteil, es ist das überwältigend Gute, Vernünftige und Fortschrittliche, für das sie gerne eine Lanze brechen möchten. Aber selbst diejenigen gar nicht so wenigen, die man über den Intellekt nicht so leicht einfangen kann (das meine ich ganz ohne Ironie: gesegnet sind die, die heute keinen an der Uni hybrid zugespitzten Intellekt besitzen, denn mit solchem „evidenzbasiertem“ Intellekt ist man von der vorbezeichneten Pandemie am leichtesten einzukassieren) und die instinktiv ahnen, dass da irgendetwas gewaltig faul ist, schweigen oft lieber. Man tut sich ja auch wirklich schwer, gegen dieses überwältigend Gute und Gerne anzukämpfen, mit dem uns unsere alternativlose Netzwerkdurchsetzungs-, Organfledderer-, Herdenschutz- und Zwangsimpfungsregierung am laufenden Band beglückt. Obwohl man immer gedacht hätte, dass beim Griff nach den eigenen Kindern der Spaß vorbei sein und die Bürger mit dieser heuchlerischen Regierung endlich Schluss machen werden.

Wenn wir also sogar unsere Kinder so leichtfertig am Altar des neoliberalen Molochs opfern, nur damit der tagesschauguckende Leitmedienbürger sich von den benachbarten Mäusefriedhofsbürgern nicht nachsagen lassen muss, dass er womöglich „den Herdenschutz gefährdet“ … nun ja, warum sollte man diesen Grad der Apathie nicht ausnutzen und jetzt ganz direkt die Ersparnisse dieser Herde abgreifen?

Foto: Falcon Predator – Pixabay/CC0

 

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P.S.: Da derzeit ja vielgesehene Videos von (nicht umstrittenen, sondern „renommierten“) Ökonomen kursieren, in denen mit dem erwarteten Banken-/Systemcrash ein „reinigendes Gewitter“ und danach ein „Goldenes Zeitalter“ vorausgesagt wird: Bitte vergessen Sie das. Ein derartiger Crash wird nur dazu genutzt werden, um die Drahtschlinge um den Hals der Bürger noch enger zuzuziehen. Die meisten sozialen und zivilisatorischen Errungenschaften, die wir bisher gemeinhin als selbstverständlich angesehen haben, werden dann weg sein und uns auch nicht mehr zurückgegeben werden. Vergeuden Sie also nicht Ihre Zeit mit derartigen Hirngespinsten. Es wird für Deutschland kein neues Wirtschaftswunder geben, das Land ist nach 14 Jahren „evidenzbasierter“ Merkelregierung nun de facto abgewickelt und erledigt. Das momentan auf der Politbühne beobachtbare Possenspiel ist dazu nur der letzte Akt.

Damit wir nicht mit diesem düsteren Gedanken enden, die gute Nachricht: Die planmäßige Zerstörung und Abwicklung dieses Landes war im Kern dennoch erfolglos. Ja, es wird dramatische Kollateralschäden geben (gemeinhin als „Verwerfungen“ verharmlost) und der an Mensch und Kultur angerichtete Schaden wird gigantisch sein. Jeder, der diesen Schaden als – aktiv treibende oder passiv zustimmende – Kraft mitzuverantworten hat, wird von der Last seiner Verantwortung erdrückt werden. Aber ich wollte zur guten Nachricht kommen. Und diese ist: Das vielgeschmähte Deutschland im Sinne von dem, was unsere Politiker verraten, viergeteilt und verkauft haben (siehe auch „DOOSER – Warum wir so depressiv sind“), aber was es eigentlich sein hätte sollen, nämlich der philosophisch-humanistische Geist im Sinne der Dichter und Denker wie Goethe, Schiller, Hegel & Co. hat sich längst internationalisiert, ist nun über alle Welt verstreut und wird in der Diaspora weiterleben, so wie es schon das Schicksal von Armeniern und anderen war. Dazu aber, falls Zeit ist, ein andernmal mehr.

Endlich: Jetzt schlägt die Stunde der „Experten“! – Über Evidence Based Bullshit …

152 CarlLinneQuadrupedes


Carl von Linné (1707-1778): Systema Naturae / public domain

Spätestens nach dem Rezo-Newsflash zur EU-Wahl ist ja nun einer ganzen Generation klar geworden: Jetzt müssen endlich die Experten ran! Wir können die Schalthebel nicht mehr länger in den Händen von dummen Politikern lassen, die von noch dümmeren Wählern gewählt werden. Ebenso wie sich in der Medizin bereits eine streng wissenschaftliche Bewegung breitgemacht hat, die nur noch „evidenzbasierte“ Behandlungsmethoden zulassen will, so soll es nun auch auf allen anderen Lebensgebieten sein.

In einem ebenfalls millionenfach aufgerufenen Folgevideo von Rezo & den 90 Super Youtubern schwören uns die Super Youtuber – mit vor den heiligen „wissenschaftlichen Experten“ gefalteten Händen und mit digital remastertem wolverine-Augenfunkeln, das sich in unsere Seele einbrennen soll – auf das ein, was für unsere Zukunft alternativlos sein soll: endlich die Experten ranlassen – also diejenigen grauen Eminenzen, dank deren streng rationaler Agenda wir derzeit auf fast allen Ebenen vorm Abgrund stehen. Der Ausschlachtung der noch verbliebenen Umwelt- und Humanressourcen nach rein betriebswirtschaftlichen und „evidenzbasierten“ Kriterien steht dann nichts mehr im Wege.

Für Zaudern ist jetzt kein Platz, wenn wir gerettet werden wollen. Die Super Youtuber sind sich einig: „Unwiderlegbare Notwendigkeiten, den Kurs so schnell wie möglich zu ändern“ sehen sie, …“wissenschaftlichen Konsens“ und „nur eine legitime Meinung“ gäbe es. Und mit energischer Miene wird bekundet: „Das fordern über 26.000 deutschsprachige Wissenschaftler“ … bevor die Super Youtuber ihr Glaubenbekenntnis dann mit dem obligatorischen ‚Amen‘ beschließen: „Das sagen nicht wir, sondern die wissenschaftlichen Experten … Und wir, wir stellen uns auf die Seite der Experten“.

Ja, jetzt kann sie dann wohl endlich kommen, die Expertokratie, wo nicht mehr dumme Politiker, sondern konzernwirtschaftlich (pardon: „wissenschaftlich“ natürlich) akkreditierte Experten alles regeln – in Österreich übrigens gerade Realität geworden: Nachdem mit versteckter Kamera gefilmt und den fernsehenden Tagesschauguckern via Leitmedien demonstriert wurde, wie unverlässlich und verlottert amtierende Politiker sind (siehe „Just gimme one night in Ibiza“), hat man in der Alpenrepublik nun eine demokratisch nicht gewählte Gruppe aus „Experten“ als Regierung eingesetzt, und alle finden das toll. Warum sind wir da nicht schon früher draufgekommen? Und da wir schon beim Beseitigen historischer Relikte sind: Wie gerade diskutiert wird, könnte man mitsamt den Politikern ja gleich auch deren Wähler beiseiteräumen. Ältere Menschen über 60 hinsichtlich ihres Wahlrechts von der demokratischen Teilhabe an der Geselschaft auszuschließen, wird bereits gefordert. – Nein, Nicht auf irgendwelchen hysterischen Gwup-Schrillkreischblogs, sondern auch in Leitmedien wie der taz, dort z.B. von der Leiterin des Ressorts „Meinung+Diskussion“ höchstpersönlich.

Wie man sieht, können Meinungen, die gestern noch als unmoralisch und verwerflich gegolten haben, schon morgen als legitim gelten. An guten Gründen für legitime Interessen wird es nicht mangeln – es ist der Job der Experten, uns auf bestem akademischen Niveau mit solchen Gründen zu versorgen. Was ist aber „legitim“? Wer besagt, was legitim ist und was nicht?

Rezo, der uns unter begeistertem Applaus auch unserer Seniorenschaft und sogar der alternativen Medien erklärt hat, dass „es nur eine legitime Meinung gibt“, hat seine Meinung z.B. über die Ursache des Klimadingens übrigens nicht schnell mal bei Google nachgeguckt. Wie er uns in seinem Video erzählt, hat er persönlich bei der staatlichen Einrichtung XY angerufen und nachgefragt. Und die Experten dort haben ihm erklärt, was derzeit anerkannte herrschende Lehre ist und was nicht. Also bitte, ich hoffe, diese leidige Diskussion über die mehr oder weniger professionelle Recherchearbeit von Rezo nimmt endlich ein Ende.

Mannomann, dass ich das noch miterleben darf … wir sind jetzt endlich am Sprungbrett in eine strahlende Zukunft: Unsere Jugend ist nicht mehr so wie früher in Opposition zum Establishment und ihrer herrschenden Lehre, sondern ist nun endlich bereit, sich von dieser an der Hand nehmen zu lassen und mit den wissenschaftlichen Experten an einer Leine zu ziehen. Diese wissenschaftlichen Experten  (laut Noam Chomsky „die säkularen Hohepriester der Machtelite“) werden ihnen den Weg der volks- und betriebswirtschaftlichen Vernunft weisen.

Chomsky über diese wissenschaftlichen Experten:

>> Sie identifizieren sich mit den Interessen der Mächtigen und halten diese für ihre eigenen. Für ihren Dienst und für ihre Verinnerlichung und Verteidigung des Wertekanons und der Interessen der Machtelite erhalten sie einen gewissen Anteil an der Macht, des Reichtums, der Privilegien und des Prestiges. Damit bilden sie nicht nur einen zentralen Pfeiler des ideologischen Indoktrinationssystems, sondern sie sind vielmehr entscheidende Akteure des staatskapitalistischen Propagandasystems für die Herrschaftssicherung der Machtelite, weil sie die breite, weniger gebildete Bevölkerungsgruppe (rund 80 Prozent) ideologisch zum Gehorsam, zur Passivität, Konformität, Habsucht und Unterwerfung erziehen, indem sie diese in ihrem sozialen, kulturellen Verhalten, Wissen und Denken bzw. in ihrer Wahrnehmung entsprechend formen, disziplinieren und kontrollieren. Dieses grundlegende soziale Verhältnis spiegelt sich auch in einer Zweiteilung der Medien wider, die entweder reine Medienkonzerne sind oder Konzernkonglomeraten angehören.

Das Geschäft dieser konzerngesteuerten Medien ist es nicht, ihre Leserschaft und Zuschauer mit Informationen und Zusammenhängen des Zeitgeschehens zu beliefern. Vielmehr verkaufen die Medienkonzerne ihre Leserschaft und Zuschauer an ihre Anzeigenkunden, also den großen Unternehmen und Konzernen, denn nur damit macht man als Medienunternehmen Gewinne. Die Zeitungen, Zeitschriften und TV-Sendungen der Konzerne vermitteln deshalb ein Bild von der Gesellschaft, die den politischen Bedürfnissen, Interessen und Perspektiven der Anzeigenkunden und den Medienkonzernen Rechnung tragen.

Für die extrem indoktrinierten und gebildeten Schichten existieren intellektuell ´anspruchsvolle` Elite- und Leitmedien, die politische und ökonomische Gegebenheiten und Entwicklungen innerhalb des vorgegebenen ideologischen Indoktrinierungsrahmens der Machtelite darlegen und kommentieren. All dies dient auch dazu, den übrigen 80 Prozent der Bevölkerung die notwendigen Illusionen bzw. Lügen als Wahrheit zu verkaufen, hinter denen sich die handfesten Interessen der Machtelite verbergen. Denn diese Leitmedien liefern nicht nur die passenden Themen, Bilder und Informationen, sondern setzen vor allem den zu befolgenden ideologischen Rahmen zulässiger Meinungen und Ansichten über die Welt für alle weiteren Massenmedien.

(…)

„Der Abschaum muss den Wert der Unterordnung schätzen lernen und, mit Scheuklappen versehen, auf die Suche nach persönlichem materiellen Gewinn geschickt werden. Darum ist es auch nutzbringend, die Bevölkerung auf einem niedrigen kulturellen Niveau zu halten, wie es in den USA recht erfolgreich gelungen ist.“

Aber lassen wir dieses intellektuelle Zeugs eines alten Mannes, den die New York Times als „bedeutendsten Intellektuellen“ unserer Zeit bezeichnet hat, wieder beiseite. Macht ja nur einen schweren Kopf. Denken überlässt man besser denjenigen Exemplaren der Gattung „Quadrupedes“ (lat. Vierfüßler – zu denen laut dem streng naturwissenschaftlichen Pionier Carl Linnè mit Beginn des 18. Jahrhunderts auch der Mensch gezählt wird), welche die größeren Köpfe haben. Und das sind bekanntlich die Pferde.

Wer gibt in Zeiten von #Hashtags und METOO schon noch etwas auf klares und differenziertes Denken? Wer macht sich schon noch die Mühe, wirkliche Gedanken aufzubauen, wo man doch an jeder Straßenecke und von jedem Flatscreen eine Aludose gereicht bekommt, die man bloß aufploppen muss, um sich einen emotion flash reinziehen zu können? Wer presst sich schon noch selbst gesunden Karottensaft, wo es doch aspartamgesüßte Energydrinks mit Taurin gibt – zusammengebraut nicht mehr von Mutter Natur, sondern im Lebensmittellabor von „food experts“.

Höchste Zeit also, dass wir es endlich eingesehen haben, den Experten das Ruder zu überlassen. Die streng wissenschaftlichen Wirtschaftsexperten, Finanzexperten, Pharmaexperten, Chemieexperten, Nuklearexperten, Umweltexperten, Militärexperten, Gentechnikexperten, Biotechnologieexperten, Geoengineering-Experten, Pädagogikexperten, Sexualexperten, Ernährungsexperten, Robotikexperten, Drohnenexperten werden uns im Verein mit den allerwichtigsten Experten: den Medien- und Marketingexperten nun ins Paradies führen. Wer vermeint, dass sich dieses Paradies als Dantes Eishölle herausstellen könnte, der ist ein Fortschrittsfeind und gehört dorthin, wo man in der Geschichte schon bisher Ketzer zu entsorgen pflegte: auf den – nunmehr digitalen – Scheiterhaufen der Inquisition.

Experten werden uns mit allem versorgen. Wer inmitten des streng wissenschaftlichen Fortschritts auf zunehmende Ungereimtheiten und Diskrepanzen stößt, die sich mit der am Flachbildschirm angepriesenen Virtual Reality nicht decken, den werden die Experten mit hinreichenden Gründen versorgen, worum das so ist.

So wie die Vollprofis in untigem Video:

„Some experts say it’s because of one fuckin‘ reason, others say it’s because of some other fuckin‘ reason …“

 

 

 


zum Weiterlesen:

Matthias Burchardt:

“Terror und Technokratie”

“March for Science – Dead Men Walking”

Nachrichtenspiegel:

„Alles in Butter: Prof. Michael Butter – Wie man tapfer feige eine wissenschaftliche Lanze bricht

Ergänzung 23.07.2019:

Norbert Häring über den Griff des Weltwirtschaftsforums nach der “Global Governance”

 

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