Euro

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EUROPA – „Opfer der Dummheit von Politiker“ ?

Man kann nicht oft genug daran erinnern, was Politiker in ihren Sonntagsreden den Volk mitgeteilt haben und mitteilen. Europa wird nicht scheitern. Der Euro ist sicher. Ja, schwätzen können Politiker ja bekanntlich ALLE. Geht es aber um Fakten und Wissen, dann sieht es gelegentlich ganz anders aus, zum Beispiel, wenn es um die Rettung von Europa und die Rettung des Euros geht. Europa könnte auch Opfer der Dummheit von Politiker werden. Abgeordnete der Parlamente vermitteln in der Öffentlichkeit ja immer den Eindruck, dass nur die Abgeordneten das WISSEN besitzen um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für Bürgerinnen und Bürger sind ja die Probleme nicht überschaubar und schon gar nicht einzuschätzen. Gut das wir die Abgeordneten haben, welche eben dieses WISSEN besitzen, sollte man meinen.

Na ja, es kommt immer auf die Sichtweise an.

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg pflegte einmal zu sagen: „ Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen“.

Dieser Spruch von Friedrich Wilhelm von Brandenburg ist so aktuell und trifft damals wie heute den Nagel auf den Kopf. Die Politiker geben ihren Untertanen bekannt, immer zum Wohle des eigenen Volkes zu handeln, unabhängig, nach besten Wissen und Gewissen. Doch mit dem WISSEN, ist es oft nicht weit her. Man könnte auch sagen, WISSEN IST MACHT und NICHTS WISSEN – MACHT AUCH NICHTS ! Karl Kraus würde es wie folgt ausdrücken: „Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen, was sie tun!“, was für Politiker im besonderen gilt.

Das Video könnte ein Beweis dafür liefern, warum Europa und der Euro scheitern (muss) könnte !

23 Statistiken über die Wirtschaftskrise

Hier hat sich jemand viel Mühe gemacht:

Die Wirtschaftskrise wütet in Europa und es ist keine Besserung in Sicht. Die europäischen Volksvertreter haben Schulden von unvorstellbaren Ausmaß aufgetürmt und bekommen nun die Rechnung präsentiert. Der „Point of no return“ ist längst überschritten. Als einziger Lösungsvorschlag wurde uns das Sparen präsentiert. Doch jene Staaten die damit auch nur ansatzweise begannen schlitterten in eine Rezession. Ein typisches Beispiel ist Griechenland. Trotz Hilfspakete und Beschneidung der Arbeitnehmerrechte sowie des Sozialsystems verschlimmert sich die Lage zusehends. Es folgten Streiks und Ausschreitungen. Doch auch in Spanien, Italien und Portugal herrschen ähnliche Zustände. Hier nun 23 Statistiken über die europäische Wirtschaftskrise, die fast zu verrückt sind, um sie zu glauben:

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Olaf Henkel über den Euro

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Erster nationaler Kaufnix-Tag – 4.Juli 2012

Guten Tag  Mitbürger. 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die gerne reich wären und die damit verbundene Achtung und Freiheit in unserem Land genießen wollen? Dann kann ich Ihnen sagen, was sie dazu tun müssen. Leihen Sie sich von der EZB 100 Millionen Euro zu 0 % Zinsen. Gehen Sie mit diesem Geld an die Börse und kaufen Sie etwas - irgendetwas, egal was. Wenn Sie dort irgendetwas kaufen, wird der Markt Ihnen folgen, was immer Sie kaufen wird dort enorm an Wert gewinnen. Sie können aus dem Spiel aussteigen, wenn Sie genug haben. Ist Ihre erwählte Aktie nach einer Stunde um 5 % gestiegen, steigen sie aus - Sie haben gerade fünf Millionen Euro verdient. Zahlen Sie der EZB das Geld zurück und behalten Sie den Rest. So wird man Millionär - nicht durch blöde Arbeit. Während Bauarbeiter in Deutschland als pseudoselbstständige Ein-Mann-Unternehmen verheizt werden, gestandene Feinmechaniker mit gebrochenen Zehen zur Arbeit humpeln müssen, führende Islamwissenschaftler ständig zwischen Zeitvertrag und Arbeitslosengeld pendeln und sogar fernsehbekannte ARD-Korrespondenten ihre Familie nur noch dank Jobcenter über die Runden bringen, können andere in einer Stunde fünf Millionen Euro verdienen und sich den Rest des Lebens auf einer Yacht räkeln - was ja auch eine erträgliche Art und Weise ist, sein Leben über die Runden zu bringen.

Guten Tag  Mitbürger.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die gerne reich wären und die damit verbundene Achtung und Freiheit in unserem Land genießen wollen? Dann kann ich Ihnen sagen, was sie dazu tun müssen. Leihen Sie sich von der EZB 100 Millionen Euro zu 0 % Zinsen. Gehen Sie mit diesem Geld an die Börse und kaufen Sie etwas – irgendetwas, egal was. Wenn Sie dort irgendetwas kaufen, wird der Markt Ihnen folgen, was immer Sie kaufen wird dort enorm an Wert gewinnen. Sie können aus dem Spiel aussteigen, wenn Sie genug haben. Ist Ihre erwählte Aktie nach einer Stunde um 5 % gestiegen, steigen sie aus – Sie haben gerade fünf Millionen Euro verdient. Zahlen Sie der EZB das Geld zurück und behalten Sie den Rest. So wird man Millionär – nicht durch blöde Arbeit. Während Bauarbeiter in Deutschland als pseudoselbstständige Ein-Mann-Unternehmen verheizt werden, gestandene Feinmechaniker mit gebrochenen Zehen zur Arbeit humpeln müssen, führende Islamwissenschaftler ständig zwischen Zeitvertrag und Arbeitslosengeld pendeln und sogar fernsehbekannte ARD-Korrespondenten ihre Familie nur noch dank Jobcenter über die Runden bringen, können andere in einer Stunde fünf Millionen Euro verdienen und sich den Rest des Lebens auf einer Yacht räkeln – was ja auch eine erträgliche Art und Weise ist, sein Leben über die Runden zu bringen.

Mal ehrlich: das könnte Ihnen doch auf gefallen, oder? Ich glaube jedenfalls, Sie wären der ideale Kandidat dafür. Sie arbeiten hart, schleppen sich auch krank zum Job, zahlen brav und redlich Ihre Steuern, erziehen Ihre Kinder zu ordentlichen Staatsbürgern, helfen im Verein aus wo Sie nur können und gehen sogar zu jeder angesagten Wahl.

Sie hätten es verdient.

Das Problem ist nur: IHNEN wird keine Bank mal eben 100 Millionen Euro leihen. Jedem anderen, aber IHNEN nicht. Jeder hirnlose Faulpelz und Laumalocher, jeder wahre Sozialschmarotzer und Gesellschaftsparasit kann sich auf diese Art und Weise mit 28 Jahren superreich aus dem Arbeitsleben verabschieden, während SIE bis 72 durchhalten müssen.

Gemein, oder?

Ich finde das sehr gemein. Das haben Sie nicht verdient. In einer gerechten Welt sollte das Geld zur Arbeit fließen – und nicht zum Glücksspieler. Geld sollte zu den Menschen fließen, die die Wirtschaft lebendig halten, die der Gesellschaft durch ihre Kinder eine Zukunft ermöglichen, die durch ihr Leben und ihre Arbeitskraft jenes Wunder der modernen Zivilisation gestaltet haben, das Krieg, Krankheit, Hunger und Kälte weit aus dem Alltag verbannt hat und uns eine Lebensqualität ermöglichte, die weit über den Standard der Könige, Kaiser und Päpste  der alten Zeiten hinausreicht.

Doch dort kommt das Geld nicht an.

Es fließt in großen Strömen zu jenen, die die Lücken im System finden und sich durch raffinierte Tricks unendlich bereichern – mit schrecklichen Folgen für ihre Mitmenschen, denn dort fehlt das Geld um Löhne zu zahlen, Renten zu finanzieren, Steuern zu begleichen.

Ungerecht, oder?

Ich finde, das ist sehr ungerecht.

Viele Menschen sind unzufrieden mit dieser Situation – verständlicherweise. Linke, Rechte, Reiche, Arme, Gesunde, Kranke, Alte, Junge, Unternehmer, Arbeiter – quer durch die ganze Gesellschaft findet man Menschen mit Anstand und einem verantwortungsbewussten Gerechtigkeitssinn, die nicht teilhaben wollen an diesem grassierenden Wahnsinn, der aktuell eine Volkswirtschaft nach der anderen vernichtet.

Alle wissen – mit einem kleinen Seitenblick auf die rasant wachsenden Staatsschulden: das kann nicht mehr lange gut gehen.

Die Frage ist nun – was kann man tun?

Die Medien sind mitlerweile den Regierungen und Anzeigenkunden verpflichtet, die Unternehmen zittern vor der Kreditklemme, die Arbeitnehmer zittern vor Arbeitslosigkeit und Hartz IV, die Schüler zittern vor G8, die Arbeitslosen und Rentner fürchten den Hunger- oder Kältetod – wer soll also diesmal den Karren aus dem Dreck ziehen – und vor allem … wie?

Wollen wir uns alle in Berlin zur Demonstration versammeln – wie früher mal?

Mal ehrlich: niemand hat mehr Zeit für solch eine Aktion – und viele fürchten die Konsequenzen im Berufsleben, wenn sie sich zu sehr aus dem Fenster hängen. Viele haben auch gar nicht das Geld für die Reise, haben pflegebedürftige Angehörige, Kinder, die zu versorgen sind oder sind zu krank für die weite Reise.

Und außerdem: niemand interessiert sich mehr wirklich für Leute, die frierend in der Kälte oder im Regen stehen und Parolen brüllen. Im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen sind Menschenmassen eben nicht mehr so bedrohlich wie noch im 19. Jahrhundert.  Ausserdem haben Politiker ihre eigenen Probleme – tausende Lobbyisten sind schon in Berlin und wollen erhört werden, da hat man für Menschenmassen auf der Straße überhaupt keine Zeit mehr, deren Stimme kann in dem Lärm überhaupt nicht mehr durchdringen.

Es gibt aber einen Weg, wie man – ganz bequem und völlig ohne eigenes Risiko ein Zeichen setzen kann, das die Schreibtische in Parteien, Konzernen und Medien in Brand setzt:

der erste nationale Kaufnixtag am 4.Juli 2012.

An jenem Tag, an dem die führende Weltmacht ihre Unabhängigkeit von alten feudalen imperialen Mächten feiert, ist ein guter Tag, an dem wir Bürger, die nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die wahren Herrscher dieses Landes sind, unsere Unabhängigkeit demonstrieren und den neuen ungerechten und gemeinen Strukturen zeigen, das wir nicht alles mit uns machen lassen.

Der Generalstreik in Deutschland ist verboten, daran muss man sich halten – aber niemand kann uns zwingen, etwas zu kaufen.

Es wird ein schöner Tag werden. Wer muss, kann arbeiten gehen – aber die Geschäfte werden nicht betreten. Keiner geht zur Bank oder zum Geldautomaten, keiner fährt zur Tankstelle, zum Supermarkt oder benutzt einen Online-Shop. Wir kaufen auch keine Medien. Die Zeitungen bleiben im Kiosk, im Briefkasten oder im Müll, die Radiosendungen laufen ins Lehre und die vielen Moderatoren predigen in schwarze Bildschirme hinein. Gehen Sie spazieren, stellen Sie die Möbel in der Wohnung um, bleiben Sie den ganzen Tag im Bett, spielen Sie Doppelkopf mit den Nachbarn, lesen Sie Bücher oder machen Sie Liegestützen … aber benutzen Sie keinen Strom, kein Telefon und so wenig Wasser wie möglich.

An jenem Tag können wir einfach mal allen zeigen, wie schön denn ihr Leben ohne uns währe. An jenem Tag … zahlen wir endlich mal NICHT!

An jenem Tag … behalten wir einfach mal unser Geld.

Das ist erlaubt, dazu braucht man auch keine Genehmigung.

Alles, was zu tun ist, ist diesen Text in einen Kettenbrief zu verwandeln – das haben viele von Ihnen doch schon mal gemacht, oder? Kopieren Sie ihn und schicken ihn an zehn Menschen, die auch nichts von der EZB geliehen bekommen: so haben morgen schon zehntausend diesen Brief, übermorgen hundertausend, dann eine Million und in vier Tagen jeder Bürger dieses Landes.

Gut, es wird eine Zeit dauern, bis alle davon wissen.

Aber – es ist ja noch Zeit. Es reicht auch, wenn nächsten Monat alle Bescheid wissen.

In Anlehnung an das Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (Georg Herwegh, 1863) hier noch ein kleiner Vers, den man an jenem Tag leise vor sich hinsingen darf:

König Kunde, aufgewacht!
Und erkenne deine Macht!
Alle Räder stehen still,
Wenn dein starker Arm es will.

Und nun: an die Arbeit. Lassen Sie uns den Mächten dieser Zeit zeigen, „wo der Hammer hängt“.

Friedlich, freundlich,  leise, legal – und unmissverständlich.

 

 

 

Angela Merkel

Sonntag, 27.November 2011. Eifel. Wir haben ja wieder das Castor-Happening. Die Polizei rechnet mit 8000 Demonstranten, die Organisatoren mit 23000. Woher der Unterschied? Die Polizei zählt ihre eigenen, verdeckten Mitarbeiter nicht mit, die Organisatoren wohl. Zeit also, sich mal um die Dinge in der Politik zu kümmern, die uns eigentlich nichts angehen: die Geheimnisse. Das Problem mit Geheimnissen ist, das sie geheim sind und geheim bleiben sollen, man darf auf keine Hilfe von außen rechnen, weils ja sonst nicht mehr geheim wäre - verrennt man sich aber in Spekulationen über die Geheimnisse, wird man schnell zum "Verschwörungstheoretiker" - jenes tabu, mit dem die Hinterzimmerpolitiker Ermittlungen zu ihren Intrigen erfolgreich abblocken. Woher ich von den Intrigen weiß? Nun - aus der Welt. Jetzt gerade verhandeln Merkel und Sarkozy gerade mal wieder über ein Geheimabkommen. Diese Frau ist unsere Angestellte - was auch gut bezahlt wird - und verhandelt hinter unserem Rücken mit fremden Firmen über unser Geld? Im Arbeitsleben wäre das ein Grund für eine sofortige, fristlose Kündigung - in der Welt der Politik scheint das ein besonderes Qualitätsmerkmal zu sein.

Sonntag, 27.November 2011. Eifel. Wir haben ja wieder das Castor-Happening. Die Polizei rechnet mit 8000 Demonstranten, die Organisatoren mit 23000. Woher der Unterschied? Die Polizei zählt ihre eigenen, verdeckten Mitarbeiter nicht mit, die Organisatoren wohl. Zeit also, sich mal um die Dinge in der Politik zu kümmern, die uns eigentlich nichts angehen: die Geheimnisse. Das Problem mit Geheimnissen ist, das sie geheim sind und geheim bleiben sollen, man darf auf keine Hilfe von außen rechnen, weils ja sonst nicht mehr geheim wäre – verrennt man sich aber in Spekulationen über die Geheimnisse, wird man schnell zum „Verschwörungstheoretiker“ – jenes tabu, mit dem die Hinterzimmerpolitiker Ermittlungen zu ihren Intrigen erfolgreich abblocken. Woher ich von den Intrigen weiß? Nun – aus der Welt. Jetzt gerade verhandeln Merkel und Sarkozy gerade mal wieder über ein Geheimabkommen. Diese Frau ist unsere Angestellte – was auch gut bezahlt wird – und verhandelt hinter unserem Rücken mit fremden Firmen über unser Geld? Im Arbeitsleben wäre das ein Grund für eine sofortige, fristlose Kündigung – in der Welt der Politik scheint das ein besonderes Qualitätsmerkmal zu sein.

Was verhandelt Frau Merkel eigentlich sonst noch so? Bekannt geworden ist sie ja im Jahre 2003. Eine kleine Auffrischung gefällig? Das Institut für soziale Dreigliederung erinnert sich noch:

Angela Merkel wollte sich wohl dafür rächen, daß ihre Partei die letzten Bundeswahlen wegen dem Irak-Krieg verloren hat. Jedenfalls hat sie es genossen, von George Bush und seinen Gehilfen als Vertreterin des Neuen Europas zur Schau gestellt zu werden. Es gab in den zwei Tagen Gespräche mit US-Vizepräsident Dick Cheney, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der nationalen Sicherheitsberaterin, dem US-Handelsbeauftragten, einflussreichen Senatoren und dem Vorsitzenden der US-Notenbank. So viel Ehre wie nie zuvor für eine deutsche Oppositionsführerin. Da fühlt man sich fast als Bundeskanzlerin. 

Ein kleines aussenpolitisches Wunder. Da kommt die kleine Angela Merkel – die unbedeutende Oppositionsführerin, die in der eigenen Partei den mächtigen Andenpakt gegen sich hat und deshalb wahrscheinlich bald wieder im Osten zum Jobcenter muss in die USA und wird empfangen, als sei sie die mächtigste Frau der Welt … was sie einige Jahre später dann ja auch wurde.

Die SPD war damals schockiert. Der Spiegel berichtete:

Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sprach von „geschmackloser Anbiederei Merkels“, die dem Ansehen Deutschlands „schweren Schaden“ zufüge. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, nannte Merkels Gastkommentar eine beispiellose Peinlichkeit und „Ausdruck einer liebedienerischen Haltung“.

SPD-Generalsekretär Olaf Scholz legte nach: Merkel verstoße gegen die Grundregel, die eigene Regierung im Ausland „nicht madig zu machen“. Sie falle mit ihrer Kritik der Bundesregierung und Hunderttausenden von Friedensdemonstranten in den Rücken.

Mit Angela Merkel kam ein neuer Wind in die Politik. Da war auf einmal eine Person da, die verstand, das man mit Hilfe der USA in Deutschland absolute Macht ausüben konnte – gegen das Volk, gegen die politische Konkurrenz, gegen die eigene Partei. Da konnte man sich auch eine ganz dicke Portion Ehrlichkeit erlauben – die auch neu war:

„Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“

Das war 2008. Aus gleicher Quelle noch ein Satz, der zu denken gibt, diesmal aus dem Jahre 2005:

Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten.

Im Jahre 2011 – das merken wir täglich – sind Demokratie und Marktwirtschaft in Deutschland aussterbende Begriffe, die Piratenpartei holt sich gerade viele Stimmen, weil sie die soziale Marktwirtschaft wiederhaben will – während andere noch gar nicht wissen, das sie verloren gegangen ist.

Was geschieht hier eigentlich gerade? Was geht um uns herum vor – und welche Geheimabsprachen hat Angela Merkel noch alle getroffen? Welche Regierungsformen stehen ihr denn alternativ so im Sinn … und an welcher neuen Welt arbeitet sie eigentlich gerade? Jedenfalls spricht sie auf Youtube davon, das sie da an irgendetwas werkelt. Ich schätze aber mal, wir werden wieder nicht erfahren, was das eigentlich ist.

Ich will da auch nicht drüber spekulieren. Lieber schaue ich mir diese Frau mal genauer an – die Frau, die aus Deutschland wieder eine Supermacht gemacht hat, vor der sich die europäischen Nachbarn fürchten, die Frau, die deutsche Soldaten weltweit im Einsatz hat und deutsches Geld mit dem Schaufelbagger zum Fenster hinauswirft, damit wir für Marktwirtschaft und Demokratie gar kein Geld mehr haben.

Als Quelle nehme ich mal Wikipedia – das ist unverdächtig.

Überraschen ist: bis zur Wende taucht Angela Merkel politisch überhaupt nicht auf. Sie weist fortlaufend ihre Kenntnisse in Marxismus-Leninismus nach (Note: genügend), meidet jede Parteiaktivität

Merkel war weder Mitglied der SED noch einer der Blockparteien, aber auch nicht in der zivilen oder der kirchlichen Opposition aktiv. Sie engagierte sich während ihrer Tätigkeit an der Akademie der Wissenschaften in ihrer FDJ-Gruppe. Nach eigenen Angaben war Merkel in ihrer FDJ-Gruppe als Kulturreferentin tätig, während Quellen, die der Merkel-Biograf Gerd Langguth befragt hat, davon sprechen, sie sei für „Agitation und Propaganda“ zuständig gewesen

Soweit, so gut. Dann jedoch blüht unsere Physikerin auf einmal auf – sie engagiert sich für den demokratischen Aufbruch. Wundersamerweise.

Laut Merkels Biograf Gerd Langguth haben sich viele ihrer Freunde und Bekannten aus den 1970er und den 1980er Jahren irritiert darüber geäußert, dass sie letztendlich CDU-Politikerin wurde, da sie eine weltanschauliche Nähe zu den Grünen vermuteten.

Merkels politische Karriere endet abrupt für immer und ewig im Jahre 1990:

Die erste freie Volkskammerwahl am 18. März 1990 endete für Merkels Demokratischen Aufbruch (DA) mit einem 0,9-Prozent-Desaster.

Das wäre für jeden Politiker das absolute Aus gewesen – zumal die verbündete Ost-CDU 41 5 bekam.

Für Angela Merkel jedoch – war das der Beginn einer wunderbaren Karriere, die sie mehr oder weniger der Kirche und ihrem Vater zu verdanken hatte. Er kannte viele wichtige Leute:

Ein ständiger Gesprächspartner von Schnur und Kasner in Sachen SED-Kirchenpolitik war der als Stasi-Mitarbeiter geführte Clemens de Maizière, der Vater des späteren DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière. Clemens de Maizière war ebenfalls Rechtsanwalt in der DDR. Er war daneben Synodaler der Berlin-Brandenburgischen Kirche und führendes Mitglied der CDU in der DDR. Der Verhandlungspartner von Clemens de Maizière, Wolfgang Schnur und Horst Kasner in der DDR-Regierung war von 1979 bis 1988 der damalige Staatssekretär für Kirchenfragen Klaus Gysi.

Nun – Wolfgang Schnur war verdeckter Mitarbeiter der Stasi … bis zur letzten Minute … und arbeitete dabei mit größter Skrupellosigkeit.

Das Landgericht Berlin verurteilte Schnur 1996 wegen politischer Verdächtigung (§ 241a StGB) in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Schnur hatte seine ehemaligen Mandanten Stephan Krawczyk und Freya Klier gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit dem Verdacht ausgesetzt, dass diese Verbindung zum Westfernsehen unterhielten und Freya Klier ein Manuskript mit deutlicher Kritik an den Verhältnissen in der DDR auf dem Dachboden ihres Hauses versteckt habe.

Dabei hatte sich Helmut Kohl so sehr für diesen Menschen ausgesprochen, der als „Entdecker“ Angela Merkels galt. Für wen und welche Zwecke er sie entdeckt hatte, bleibt geheim. Vielleicht fand er, das sie eine schöne Stimme hatte.

Der nächste Förderer war Günter Krause. Dank ihm kam sie ins Parlament. Der Mann ist ein wahrer Leistungsträger – ganz im Sinne des neuen Deutschland, das sich unter Schröder und Merkel entfaltete:

Mehrere in der Öffentlichkeit als Affären behandelte Vorgänge, zum Beispiel um den Verkauf der ostdeutschen Autobahnraststätten 1990 sowie die sogenannte Putzfrauenaffäre 1993, bei der seine – inzwischen von ihm geschiedene – Ehefrau eine Putzhilfe mit staatlichen Geldern für Dauerarbeitslose alimentierte und sein Umzug vom DDR-Dienstsitz Berlin an den vormaligen Familienwohnsitz Börgerende, den er sich vom Staat mit rund 6.000 DM finanzieren ließ, waren schließlich ausschlaggebend für Krauses Rücktritt am 6. Mai 1993. Der Bundesrechnungshof hat die Erstattung der Umzugskosten nach Prüfung allerdings nicht beanstandet.

Krause musste im Jahre 2001 einen Offenbarungseid leisten. Er wurde am 23. Dezember 2002 vom Landgericht Rostock wegen Untreue, Betrug und Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Dieses Urteil wurde am 7. Juli 2004 vom Bundesgerichtshof aufgrund von Verjährung teilweise eingestellt sowie in den restlichen Anklagepunkten aufgehoben, und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. Dort wurde er am 30. Oktober 2007 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten auf Bewährung verurteilt. Krause hat sich nach Auffassung des Gerichts Bankrottdelikten in vier Fällen und der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht und bei der Führung seiner Firma Aufbau Invest GmbH in die Insolvenz seine Mitarbeiter um ihren Lohn betrogen. Er hat dagegen Revision beim BGH eingelegt.

So kam die unpolitische Angela Merkel in die Reichweite Helmut Kohls.

In der CDU-Spendenaffäre nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 verschwieg Kohl die Herkunft eines Betrags in Höhe von eineinhalb bis zwei Millionen DM, obwohl er gemäß dem Parteiengesetz, welches er als Bundeskanzler selbst unterzeichnet hatte, und der darin verankerten Publikationspflicht zur Auskunft verpflichtet war. Bis heute nimmt Kohl keine Stellung zu diesem Thema. Seine Argumentation, er habe das Geld von Spendern erhalten, denen er mit „Ehrenwort“ versprochen habe, ihren Namen zu verschweigen, steht im Gegensatz zur geltenden Rechtslage und stieß seinerzeit auf heftige öffentliche Kritik. Für die der CDU durch die anschließende Sperrung der Wahlkampfkostenerstattung entstandenen finanziellen Einbußen kam Kohl mit Geld aus einer privaten Spendenaktion auf. 

„Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und Marktwirtschaft“ … jedenfalls nicht in den Augen gewisser Politiker, denn eigentlich gilt für das deutsche Land das deutsche Grundgesetz – und darin steht was von Demokratie und Marktwirtschaft.

Das war aber vor Merkel/Kohl.

Kohl nahm auch sonst ganz gerne:

Im Rahmen von Presseveröffentlichungen zum Insolvenzverfahren von KirchMedia ab 2002 wurde bekannt, dass Kohl zu den Politikern zählte, die Leo Kirch durch umstrittene Beraterverträge an sein Unternehmen gebunden hatte. Kohl hatte nach seiner Kanzlerschaft drei Jahre lang jeweils 600.000 DM erhalten. Kritiker wie Hans Herbert von Arnim wiesen darauf hin, Kirchs Medienimperium habe während der Kanzlerschaft unter Helmut Kohl von einer besonders Kirch-freundlichen Medienpolitik profitiert. Konkrete Verdachtsmomente konnten jedoch nie erhärtet werden. Die vermutete Vernichtung verschiedener Akten aus Kohls Amtszeit wurde vielfach ironisch als Bundeslöschtage bezeichnet.

Ich sagte ja: Geheimnisse müssen geheim bleiben, sonst wären sie keine.

Was veranlasst den linientreuen Stasi-Mann eigentlich, die politisch völlig uninteressierte kleine Physikerin so zu fördern? Was war in ihr so besonders, das der kriminelle  Günter Krause ihr in die Welt der westdeutschen Politik half, welche Qualitäten brachte sie mit, das Helmut Kohl sie so protegierte – was ihr den Beinamen „Kohls Mädchen“ einbrachte?

Wieso wurde sie – als „Vertreterin des neuen Europa“ – mit den Ehren eines Bundeskanzlers empfangen … obwohl ihre Karriere zu dem Zeitpunkt höchst unsicher war.

Jedenfalls für die Öffentlichkeit.

Für die US-Führung scheint damals schon klar gewesen zu sein, was andere erst später merkten: hier kam die mächtigste Frau der Welt zu Besuch. Wieso die das schon 2003 wussten, während wir es erst jetzt erfahren dürfen, bleibt wohl auch ein Geheimnis wie die Parteispenden ihres Förderers Helmut Kohl.

Ein Kommentar von Django Asül im Stern bringt Merkels Rolle vielleicht auf den Punkt:

 Lammert hingegen hat ein Rad ab, weil er tatsächlich glaubt, in einer Demokratie dürfen auch Gegenstimmen zu Wort kommen. Und er will, dass Politik transparent und für die Menschen im Lande auch nachvollziehbar wird.

Da kann Merkel maximal vielleicht müde drüber lächeln. In Extremfällen (und wenn Merkel regiert, ist der Extremfall die Normalität) muss Demokratie auf Automodus umgeschaltet werden. Wie soll das einzig stabile Euro-Land regiert werden, wenn sogar ein Parlamentspräsident die Autokratie unterwandert und Abweichler ans Rednerpult lässt? So was ist statt Balsam eher Gift auf die Nervenbahnen der Finanzmärkte. Die Märkte brauchen nämlich keine Demokratie, sondern verlässliche Rückzahler von Staatsschulden.

Und weil die Märkte keine Demokratie gebrauchen können, brauchen sie jemanden, der eigentlich völlig unpolitisch ist. Da waren die Talentscouts der Märkte wohl schon in den achtziger Jahren sehr aktiv und haben genau jene Person ausgemacht, die keine Hemmungen hat, den Deutschen zu sagen, wo es langgeht:

Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. 

Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.

Auf ihrer Internetseite spricht Frau Merkel auch über das Geheimtreffen mit Sarkozy:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti in Straßburg betont, dass man gemeinsam für einen starken und stabilen Euro kämpfe. Merkel: „Wir wollen den Euro, wir wollen einen starken, stabilen Euro, einen Euro, der in der Weltgemeinschaft der Währungen geachtet ist. Der Euro ist ein politisches und ein wirtschaftliches Projekt. Deshalb werden wir alles tun, um ihn zu verteidigen.“ 

Unten links auf der Seite:

ein Spendebutton mit dem Hinweis: „JETZT AKTIV UNTERSTÜTZEN!“

Ich sehe, Frau Merkel macht ernst damit, alles tun zu wollen um den Euro zu verteidigen.

Wußten Bush und Konsorten eigentlich schon 2003, das Deutschland bald einen Regenten brauchen wird, der mit den demokratischen Traditionen der Bonner Republik nichts am Hut hat und ein Deutschland führen muß, das aufgrund der US-Immobilienkrise und des US-Ratingterrors enorme Macht bekommen wird?

 

Wie gut, das Verschwörungstheorien verboten sind. Ich käme sonst ins Grübeln.

Das Ende des Euro, das Ende Europas, der Bankrott der USA und das neue System der Elite

Montag, 21.11.2011. Eifel. Viele Bürger fahren heute morgen bei eisiger Kälte zur Arbeit, während um sie herum eine Welt zusammenbricht, die nur noch aus schönem Schein besteht. Wie schlimm es um die Welt steht, erfahren wir heute morgen im Spiegel: drastische Sparmassnahmen in der Redaktion führten wohl dazu, das man heute Morgen zum Thema "Staatspleite USA" einen älteren Artikel vom 8.8.2011 nochmal vorgesetzt bekam - ist ja eigentlich auch egal, heute ist Montag, da bestimmen sowieso die Sportereignisse die Blätterwelt. Vielleicht ist es aber auch kein Zufall, das dieser Artikel nochmal wieder vorgelegt wurde, denn er enthält Informationen, vor denen man uns sonst gerne bewahrt - wir wären auch viel zu dumm, das zu verstehen, denke ich:

Montag, 21.11.2011. Eifel. Viele Bürger fahren heute morgen bei eisiger Kälte zur Arbeit, während um sie herum eine Welt zusammenbricht, die nur noch aus schönem Schein besteht. Wie schlimm es um die Welt steht, erfahren wir heute morgen im Spiegel: drastische Sparmassnahmen in der Redaktion führten wohl dazu, das man heute Morgen zum Thema „Staatspleite USA“ einen älteren Artikel vom 8.8.2011 nochmal vorgesetzt bekam – ist ja eigentlich auch egal, heute ist Montag, da bestimmen sowieso die Sportereignisse die Blätterwelt. Vielleicht ist es aber auch kein Zufall, das dieser Artikel nochmal wieder vorgelegt wurde, denn er enthält Informationen, vor denen man uns sonst gerne bewahrt – wir wären auch viel zu dumm, das zu verstehen, denke ich:

Sie fielen auf die Knie, sie weinten, sie reckten die Arme flehend zum Himmel. „Du ruftest uns zur Buße, Herr“, schallte eine Stimme durch das weite Stadion. „Dieser Tag ist unsere Antwort.“ Zehntausende waren ins texanische Reliant Stadium geströmt, in dem sonst die Houston Texans Football spielen. „Gebete für eine Nation in der Krise“, so lautete der Aufruf, dem sie willig gefolgt waren. Denn gegen „finanzielle Schulden, Terrorismus und Naturkatastrophen“ gebe es nur eine Hoffnung: „Jesus bitten, uns durch diese historischen Probleme zu geleiten.“

Der religiöse Fundamentalismus in den USA ist eigentlich ein Thema, das direkt in die Abendnachrichten der Tagesschau gehört, das nach Sondersendungen und spezieller Beobachtung schreit, aber lieber weitläufig ignoriert wird. Das sich die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische (männliche) Elite des Landes jedes Jahr für zwei Wochen im „Bohemian Grove“ versammelt, um „druidische Rituale“ (O-ton Altkanzler Schmidt, der ebenfalls mal zu Gast war) zu fabrizieren, in deren düsteren Verlauf es zu symbolischen (?) Menschenopfern vor einer Eulenstatue kommt (eine Bilderwelt, die finstersten satanistischen Kulten entnommen sein könnte), wird ebenfalls ignoriert, obwohl solche Momente für die Beurteilung der geistigen Zurechnungsfähigkeit der Teilnehmer ohne weiteres wichtig wären, könnten sie doch plausible Erklärungen für die steigende Irrationalität in der internationalen Politik liefern.

Vielleicht sollte man den Amerikanern auch einfach mal sagen, das die Welle von Rekordnaturkatastrophen, die das Land heimsuchen, einfach nur eine Antwort von Mutter Erde auf die Blasphemien sind, die sie in den Wäldern Kaliforniens veranstalten … man hätte sicher eine Chance, diesen „Zorn-Gottes-Mythos“ dort gut los zu werden.  Möglicherweise käme man dann auch auf die Idee, das man – ausser beten – auch die Infrastruktur des Landes besetzen könnte, um dem laufenden Wahnsinn Einhalt zu gebieten … die Occupy-Bewegung macht das gerade vor.

Schaut man sich allerdings die Zahlen der USA (die wohl heute den Spiegel dazu animiert haben, den alten Artikel mal wieder ins Netz zu stellen) genauer an, dann kann einem schon mulmig werden – das wird niemals wirklich noch jemand bezahlen können:

114,5 Billionen Dollar. So hoch ist die Summe aller ungedeckten Verbindlichkeiten der USA – also Staatsschulden einschließlich Renten, Sozialleistungen und privaten Schulden der Bürger.

Dieser Schuldenberg würde – auf die Welt verteilt – aus jedem Bürger der Welt einen armen Menschen machen. Und da die USA via „Kapitalismus“ ihre Schulden weltweit verteilen, wird auch aus jedem Bürger der Welt ein armer Mensch gemacht, damit „die“ ihre Schulden zurückzahlen und die „Grover“ immer reicher werden können.

Bei uns treibt dieser Wahn merkwürdige Blüten, siehe Handelsblatt:

In den Medien tobt eine neue Kapitalismusdebatte. Wer hat Schuld am Euro-Desaster – Zockerbanken oder Schuldenpolitiker? Die Handelsblatt-Leser äußern in ihren Kommentaren zuweilen weisere Ansichten als manche Experten.

Solange man als „Experte“ noch mit dem Bild des rational denkenden und handelnden US-Amerikaners arbeitet, wird man es wahrscheinlich auch nicht schaffen, ein realistisches Bild der Situation zu zeichnen – während der Normalbürger einfach normal denkt und nüchtern historische Erfahrung verarbeitet, wie hier in einem Kommentar zu einem anderen Artikel:

Der Zusammenbruch wurde nicht verhindert, sondern nur durch ca. 20 Bio. $ in den letzten 3 Jahren hinausgeschoben. Diese Schrottpapiere durften die Bankster dann aus den Bilanzen auslagern, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren.
So, da stehen wir heute. Nur ein Reset im Finanzsystem und einer Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken verhilft den westlichen Ind.staaten zu einem Neubeginn, der auch künftig ohne Wirtschaftswachstum, in einer gealterten Gesellschaft einen Lebensstandard gewährleistet, der vielleicht halb so hoch ist wie derzeit. Alles andere, z.B. Schuldenabbau, führt weltweit zu einem Jahrzehntelangem Siechtum, vor allem in den USA. Da erscheint es mir logischer, dass ein neuer Krieg angezettelt wird, natürlich außerhalb des eigenen Landes, um, wie nach dem II.WK, Nachfrage und Wohlstand zu schaffen – auf Kosten von Millionen Toten.

Das dürften jene Menschen, die in amerikanischen Stadien für besseres Wetter oder in den Wäldern Kaliforniens für ich-weiß-nicht-was beten, vielleicht genauso sehen. Diese drolligen Weltkriege haben immerhin aus den USA eine Supermacht gemacht, weil man sie so schön bequem aus der Ferne führen kann: ein Riesenerfolg mit relativ wenig Verlusten und viel prickelnder als jahrzehntelanges Siechtum.

Nebenbei kann man dann das gesellschaftliche Leben schon einmal völlig neu ordnen, siehe Handelsblatt:

Am Elend wird der Kapitalismus nicht zugrunde gehen, aber vielleicht am Reichtum. Die Not der Massen hat er gelindert, an eine Revolution von unten ist kaum zu denken. An einen neuen Systementwurf von oben sehr wohl.

Auf einmal wird es zentral wichtig, zu welchen Göttern denn die Elite der USA betet – ihre Entstellung wird immerhin bestimmen, wie der „Systementwurf von oben“ aussehen wird.

Für uns in Europa heißt dies erstmal: Gürtel enger schnallen, denn auch unser System ist am Ende – immer deutlicher wird, das der „Rettungsschirm“ nicht gegen Finanzorkane wirkt:

Er sollte die Wunderwaffe für Europa werden. Doch selbst ein voll funktionstüchtiger Rettungsschirm wird die Probleme der Euro-Zone nicht mehr richten.

In Europa geht erneut ein Gespenst um, das schon zweimal zu Weltkriegen geführt hat: Deutschland etabliert sich wieder als europäische Zentralmacht, was wieder den Briten ein gewaltiger Dorn im Auge ist:

Europa hat Deutschlands Führungsrolle in der Schuldenkrise akzeptiert – zähneknirschend. Ängste einer Hegemonialstellung mischen sich mit Neid und Ressentiments.

Nebenbei erfährt man, was wohl alle Politiker und „die Märkte“ schon längst wissen: der Bankrott Europas ist eigentlich nicht mehr aufzuhalten:

Es sind stürmische Tage in Europa: Immer mehr Länder geraten ins Visier der Finanzmärkte, Frankreichs Kreditwürdigkeit wackelt, der Euro-Rettungsschirm EFSF entpuppt sich zunehmend als löcheriges Bollwerk gegen Spekulanten. Die Krise um die europäische Währung dürfte sich in den kommenden Wochen weiter zuspitzen. Das weiß die Bundeskanzlerin. 

Wäre schön, wenn man uns das auch sagen würde: in der Tagesschau, jeden Abend – so deutlich, das auch wirklich alle das verstehen können. Dann müßte man sich zentrale Perspektiven der Wirklichkeit nicht mehr mühevoll aus dem Nachrichtendschungel herausarbeiten und sich fürchten vor dem, was sich da gerade zusammenbraut – oder auseinanderbricht, weil es einfach nichts gemeinsam hat:

Abgesehen von Fußballspielen, ist die einzige Gelegenheit, bei dem zumindest halb Europa vor dem Fernseher zusammenkommt, der Eurovision Song Contest, ein jährlich stattfindender Schlagerwettbewerb, der von den beteiligten Nationen vorrangig dazu genutzt wird, alte Rivalitäten („Germany: zero points“) auszuleben. Ansonsten gibt es bis heute in Europa keine gemeinsame Öffentlichkeit, keine gemeinsamen Zeitungen, keine gemeinsamen Fernsehsender – von einer gemeinsamen Sprache oder gar einem gemeinsamen Diskurs ganz zu schweigen.

Der „Euro“ und „Europa“ war ja auch nie ein gemeinsames Projekt der europäischen Bürger – es war der große Wurf von Politikern und Wirtschaft … einer Wirtschaft, die sich auf Kosten der ärmeren europäischen Länder gleich mehrfach eine goldene Nase verdient hat und sich jetzt vornehm zurückziehen möchte – so wie sich der feine Herr Zumwinkel vornehm auf seine Burg in Italien zurückgezogen hat.

Um fünf Milliarden Euro soll er die deutschen Bürger betrogen haben – und ganz nebenbei erfahren wir, wie in diesem Land wirklich Politik (und Geld) gemacht wird, siehe Spiegel:

Bei einem geheimen Treffen des damaligen Wirtschaftsministers Werner Müller, des Post-Chefs Klaus Zumwinkel und des Chefs der Regulierungsbehörde,Matthias Kurth, hätten die drei aber „statt eines gesetzlich vorgesehenen Regulierungsverfahrens“ hinter verschlossenen Türen vereinbart, dass die „Preisabsenkung bei der Deutschen Post AG auf 270 Millionen Euro pro Jahr beschränkt werden solle“, berichten die Anwälte nun in ihrem Schreiben.

So etwas niedlich „Kungelei“ zu nennen wie im Titel des Artikels, ist schon erschreckend verantwortungslos. Das ist schlichtweg eine ausgewachsene Verschwörung zum Schaden des deutschen Volkes – über die wir nicht nachdenken dürfen, weil das nachdenken über Verschwörungen ja als „Verschwörungstheoriebildung“ tabu ist.

Vielleicht sollten wir dann lieber mal über „nine-eleven-Kungeleien“ zur gezielten Verbesserung der militärischen Ausgangsbasis der US-Streitkräfte für kommende Kriege in Asien und Afrika reden, um der Wahrheit näher zu kommen?

„Geheime Treffen“ finden tagtäglich um uns herum statt, sie brachten uns die deutsche Einheit, sie brachten uns den Euro … und sie bringen uns den nächsten Weltkrieg, während unser Alltag immer mehr von „Hartz IV“ bestimmt wird, das zunehmend auch Standardmodell für Menschen MIT ARBEIT wird, siehe Welt:

Für viele Menschen heißen die Alternativen nicht mehr oder weniger Lohn, sondern Arbeit plus Hartz IV oder arbeitslos und nur Hartz IV.

Was aber praktisch heißt, das die Einschränkung der Menschenrechte und die perfekte Kontrolle über ihr Privatleben durch eine staatliche Behörde einen ständig wachsenden Personenkreis betrifft – und schon haben wir das neue „System“, das „von oben“ auf die Gesellschaft übergestülpt worden ist.

Wie die Menschen feiern, die sich solche politischen Wirklichkeiten ausdenken, hat der Spiegel einst anschaulich beschrieben:

Unter riesigen Mammutbäumen, nahe einem kleinen See, steht eine rund zehn Meter hohe, moosüberwachsene Eulenskulptur. Davor sind Holzkloben zu einem Scheiterhaufen aufgeschichtet. In lange rote Gewänder gekleidete Männer tragen eine Figur herbei, bringen sie zum Scheiterhaufen und entzünden ihn unter Sang und Klang. Eine Band spielt das Lied „Heiße Zeiten in der alten Stadt“.

Das Ritual findet 120 Kilometer nördlich von San Francisco statt und ist trotzdem nur bedingt Teil einer der örtlich wuchernden Kulte. Alljährlich im Juli wird mit der feierlichen „Verbrennung der Alltagssorgen“ das Urlaubstreffen eines der exklusivsten und geheimnisvollsten Herrenklubs der USA eingeleitet, des „Bohemian Club“ von San Francisco.

Auf dem hügeligen, gut 1000 Hektar großen Waldgelände am Russian River finden sich rund 2000 der reichsten und einflußreichsten Männer Amerikas mit ihren Gästen zum Sommerlager im Bohemian Grove ein. Ungebetenen wird jeglicher Zugang strikt verwehrt.

Zwei Wochen lang wollen sie ganz unter sich bleiben, die Wirtschaftsbosse und die – vornehmlich republikanischen – Größen des öffentlichen Lebens der USA.

Vielleicht wurde dort auch die Rolle Deutschlands als Zuchtmeister Europas geplant – und umgesetzt von den vielen deutsch-amerikanischen Gesellschaften wie z.b. der Atlantikbrücke, deren Mitglieder seltsam oft ermordet werden: siehe Herrhausen, Ponto, Beckurts, Barschel, Rowedder – andererseits treffen sich dort all jene, die sonst politisch als Kontrahenten auftreten, da findet sich ein Westerwelle (FDP), ein Helmut Schmidt (SPD), ein Helmut Kohl (CDU) oder ein Cem Özdemir (Grüne) – kurzum, der ganze politische Hartz-Block der Republik ist dort mit seinen „Schwergewichten“ vertreten und trifft sich mit führenden Köpfen aus der Wirtschaft … natürlich nur zufällig.

Wer davon alles dann auch zu den Bilderbergertreffen oder zum simulierten Menschenopfer in den „Grove“ eingeladen wird, wird wohl weitgehend geheim bleiben.

Was die dort jedoch beschliessen, werden wir bezahlen dürfen – mit neuen Weltkriegen, wenn wir der Weisheit der Handelsblattleser trauen dürfen … oder unserem eigenen Verstand, der uns deutlich sagt, wozu uns „die Elite“ noch braucht – als laufende Organbank, siehe Welt:

Tausende Flüchtlinge sterben in Ägyptens Sinai-Wüste, damit andere mit ihren Organen leben können. Organhandel ist längst eines der lukrativsten Geschäfte der Mafia.

Nur ein kleiner Artikel in der Welt – dabei unterscheidet sich das inzwischen systematisch betriebene Geschäft dort kaum von dem entsetzlichen Horror in deutschen Konzentrationslagern … allerdings werden wir hier keine Nato-Eingreifftruppen finden, die dem Treiben ein Ende bereiten. Die Elite will halt nicht nur unser Geld … sie brauchen auch unsere Organe, um ihren Lebensstil weiter pflegen zu können.

„In lange rote Gewänder gekleidete Männer tragen eine Figur herbei, bringen sie zum Scheiterhaufen und entzünden ihn unter Sang und Klang. Eine Band spielt das Lied „Heiße Zeiten in der alten Stadt“

Mehr ist eigentlich nicht zu dem neuen System zu sagen, das uns weltweit erwartet.

Uns stehen heiße Zeiten bevor.

(P.S.: jetzt, 9.29 Uhr, gibt es auch einen aktuellen Artikel zur Superpleite der USA im Spiegel).

Die Neue Weltordnung – und ihre Enthemmungen im Alltag

Dienstag, 8.11.2011. Eifel. Der Herbst ist da. Fast  hätte man gedacht, er würde diesmal ausbleiben. Es gibt Menschen, die denken so. Die denken ernsthaft, es könnte mal einen Sommer geben, der nicht in einem Herbst endet, auf den ein langer, kalter Winter kommt.  Das sind noch nichtmal wenige - nein, es ist die absolute Mehrheit im Land, die wirklich denken, das die politische Bewegung, die Hartz-IV-Abhängige dazu zwingt, ums Überleben zu kochen, vor ihnen halt macht. Wie schon nach 1933 haben viele eine feste Überzeugung: "Gut, sie holen Juden, Kommunisten, Zigeuner, Schwule, Christen, Sozialdemokraten, Ausländer, Arbeitslose, Dichter, Behinderte, gut, sie holen auch Adelige, Soldaten, SA-Führer - aber MICH, MICH holen sie nicht!" - eine Überzeugung, die so lange hält, bis die Gestapo früh morgens klingelt. Bei uns im Lande merkt man gerade, das nicht nur die Arbeitslosen geholt werden. 12,6 Millionen Bürgern droht Armut, vielen hilft es auch nicht, das sie noch Arbeit haben, insgesamt sinken die Reallöhne auf breiter Front, angestoßen durch viel zu niedrige Regelsätze bei Hartz IV: Ausnahmen: Energieversorger und Finanzdienstleister, Branchen, in denen man schon mal gern den Preis durch falsche Daten manipuliert, um so richtig abkassieren zu können.

Dienstag, 8.11.2011. Eifel. Der Herbst ist da. Fast  hätte man gedacht, er würde diesmal ausbleiben. Es gibt Menschen, die denken so. Die denken ernsthaft, es könnte mal einen Sommer geben, der nicht in einem Herbst endet, auf den ein langer, kalter Winter kommt.  Das sind noch nichtmal wenige – nein, es ist die absolute Mehrheit im Land, die wirklich denken, das die politische Bewegung, die Hartz-IV-Abhängige dazu zwingt, ums Überleben zu kochen, vor ihnen halt macht. Wie schon nach 1933 haben viele eine feste Überzeugung: „Gut, sie holen Juden, Kommunisten, Zigeuner, Schwule, Christen, Sozialdemokraten, Ausländer, Arbeitslose, Dichter, Behinderte, gut, sie holen auch Adelige, Soldaten, SA-Führer – aber MICH, MICH holen sie nicht!“ – eine Überzeugung, die so lange hält, bis die Gestapo früh morgens klingelt. Bei uns im Lande merkt man gerade, das nicht nur die Arbeitslosen geholt werden. 12,6 Millionen Bürgern droht Armut, vielen hilft es auch nicht, das sie noch Arbeit haben, insgesamt sinken die Reallöhne auf breiter Front, angestoßen durch viel zu niedrige Regelsätze bei Hartz IV: Ausnahmen: Energieversorger und Finanzdienstleister, Branchen, in denen man schon mal gern den Preis durch falsche Daten manipuliert, um so richtig abkassieren zu können.

Wird man entdeckt, kann man sich ja immer noch mit Massenentlassungen wehren und sich so der Mitläufer bei den globalen Volkswirtschaftsvernichtungen gezielt entledigen, damit auch in den Kreisen der besser bezahlten Sklaven niemand auf falsche Gedanken kommt.

1997 forderte Michel Chossudovsky in seinem Werk „Global Brutal“: Entwaffnet die neue Weltordnung! Die Ideologie des freien Marktes stützt neue und brutale Formen staatlicher und suprastaatlicher Intervention, die auf der bewussten Manipulation von Marktkräften beruhen. Die Bedingungen des WTO-Abkommens zur Sicherung des freien Handels sichern tatsächlich die Rechte der weltgrößten Banken und multinationaler Konzern. Dagegen verlieren die Bürger in den einzelnen Ländern das Recht auf politische Beteiligung… (aus: Global Brutal, Zweitausendeins, Erste Auflage 2002, Seite 34).

Vierzehn Jahre später ist diese Erkenntnis auch in Deutschland angekommen, die Wirkungen der neuen Weltordnung erleben wir jeden Tat aufs Neue – ohne das wir sie wahrnehmen. Wir wissen, das die Welt Maschinen die Macht auf der „Straße der Tyrannen“, der Wall Street, übernommen haben – siehe Zeit, wir wissen, das die Märkte das Volk nicht mögen – siehe FAZ – und deshalb im Prinzip als Staatsfeind gehandelt werden müssten, aber: wir sind zu spät gekommen. Wir haben den Schuss nicht gehört, den Zug verpasst, die Zeit zum Handeln verpennt.

Nun geht es um unseren Goldschatz – der sowieso schon in Manhatten liegt. Kein Wunder, das Obama, Sarkozy und Cameron den jetzt einfach auch mal offiziell in Besitz nehmen wollten. Das käme ihnen sicher gerade gelegen – bei den Goldpreisen. Immerhin lauern noch 386 Milliarden Euro Schulden als Altlasten in den Büchern von Europas Banken und die US-Verschuldung erreicht bald das Niveau von Portugal, Belgien und Irland. Bezeichnend, das solche Nachrichten inzwischen schon in den eigentlich biederen „Mittelstandsnachrichten“ auftauchen – scheinbar merkt man da gerade, das Hartz IV wirklich als Grundversorgungsniveau für ALLE angedacht ist.

In der Schweiz sieht man deutlich, das nicht nur Griechenland in Bedrängnis ist:

Die Aufregung in Deutschland ist gross. Die übrigen Europäer, die Amerikaner und sogar dieEuropäische Zentralbank hätten sozusagen einen Griff in die Schatulle des Landes versucht, was die Regierung unter Kanzlerin Merkel erst im letzten Moment habe verhindern können. So lassen sich die Berichte mehrerer deutscher Medien zusammenfassen.

Dort kann man sich solche Überlegungen noch leisten, während hierzulande die Medien auf allen Ebenen immer enthemmter im Umgang mit den Opfern der „Neuen Weltordnung“ werden – siehe Stuttgarter Zeitung.

„Enthemmung“ ist auch das Stichwort im Umgang der Staaten untereinander, dies gehört mit zur neuen Weltordnung, die sich gerade vor aller Augen entfaltet. Staaten, die nicht mitmachen, werden niedergemacht, nach Afghanistan, dem Irak, Libyen kommen jetzt Syrien und der Iran dran, Russland und China stehen auch auf der Liste.

In der Schweiz darf man auch noch offen darüber berichten, was die Feinde der neuen Weltordnung auszeichnet:

Kostenloser Strom, keine Zinsen auf Kredite, 10 Cent pro Liter Benzin, kostenlose Bildung und medizinische Versorgung und spannende Alternativen zu Hartz IV:

Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde.

Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.

Das nennt man: fördern statt fordern. Führt dazu, das 25% aller Libyer eine Hochschulabschluss hatten und der Staat ein Riesenvermögen besaß.

Sowas gehört natürlich sofort vernichtet, das leuchtet mir ein. Insofern wundert es mich nicht, das Gaddafis weibliche Leibwache das Schicksal ereilte, das ich erwartet habe: brutal gefoltert und einer Massenvergewaltigung unterzogen – der neuen Weltordnung waren sie ein besonderer Dorn im Auge.

„Neue brutale Formen suprastaatlicher Intervention“ vor aller Augen vorgeführt: wehe aber, man glaubt an einen Plan wie der Kongressabgeordnete Larry P. McDonald (hier bei Zeitkritiker):

„Der Drang der Rockefellers und ihrer Verbündeten ist es, eine Weltregierung zu kreieren, welche Kapitalismus und Kommunismus vereint – unter ihrer Kontrolle. Meine ich eine Verschwörung? Ja, das tue ich. Ich bin überzeugt davon, dass so ein Plan existiert – [die Eliten] planen es und ihre Absichten sind unglaublich bösartig.“

Gut, das wir darüber nicht nachdenken dürfen, das die Enthemmung der deutschen Presse uns vor derlei Erkenntnissen beschützt. Wir dürfen erfahren, das das aktuelle Wirtschaftssystem Bettler produziert anstatt – wie Libyen – Hochschulabsolventen, das der Machtzuwachs des IWF die europäischen Sozialstaaten zu entmündigten Vasallenstaaten degradiert, die wie zuvor ihre Bürger durch die Angenda 2010 ihrer politischen Souveränität beraubt werden, das unbekannte Mächte Staaten unbekannte Bedinungen diktieren – aber Zusammenhänge dürfen wir nicht mehr sehen.

Irgendwann werden unsere Geldautomaten kein Geld mehr ausgeben – ein Phänomen, das die Schweizer gerade erleben dürfen – dann wird auch der Letzte Tünnes verstanden haben, das „sie“ auch ihn holen. Namen sammeln „sie“ schon jetzt – ganz enthemmt:

In Herrn K.s Berichten tauchten dann Namen auf wie der von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der von Klaus Hahnzog, der auch gewählter Verfassungsrichter am bayerischen Verfassungsgerichtshof ist, oder der der grünen Fraktionsvorsitzenden im bayerischen Landtag, Margarete Bause. Auch Rechtsanwältin Angelika Lex wird genannt. Sie kannte Herrn K. von diversen Veranstaltungen persönlich, »seit 20 Jahren«. Schon »beeindruckend« findet sie die Erkenntnis, dass sie quasi jahrelang einem Spitzel gegenübersaß. »Das war niemand, der sich in eine Diskussion aktiv eingebracht hat, der war einfach immer da«, erinnert sie sich.

Ihre Empörung richtet sich nun nicht gegen das Spitzeltum an sich, sondern dagegen, dass offenbar der Verfassungsschutz auch unbescholtene Bürger und demokratische Organisationen aushorchen ließ: »Das Sammeln derartiger Informationen ist verfassungs- und rechtswidrig«, so die gewählte Verfassungsrichterin. 

Das alles – konnte man schon Ende der neunziger Jahre sehen. Für Schachspieler war dort schon klar, das die neue Weltordnung einen 11.9.2001 als Initialzündung brauchte – der ja dann auch kam, ebenfalls mit den zu erwartenden Unregelmässigkeiten.

Wenn wir jetzt im Umgang miteinander weniger enthemmt werden, würden wir stutzig werden dürfen, wie schön passend sich alles zusammenfügt.  Stattdessen spötteln wir mitten im Orkan über diejenigen, die behaupten, es gäbe einen Kapitän, der zumindest versagt hat – wenn nicht sogar ein ziemlich boshafter Mensch ist, ja, man findet auch genug Menschen, die den Orkan als leichte Brise beschreiben, weil sie unter Deck noch nicht nass geworden sind.

Jetzt … hilft eigentlich nur noch beten, denn hoffentlich wollen „sie“ nur unser Geld, unser Glück und unsere Arbeitskraft.

Wenn wir Pech haben, sind „sie“ aber noch bescheuerter, als wir es uns vorstellen können: der wahre christliche Apokalyptiker aus den USA weiß, das sein Jesus nur dann zurückkommt, wenn Israel untergeht. Wenn man da jetzt nachhilft … kommt der vielleicht ein wenig früher und belohnt seine treuen Vasallen mit dem ewigen Leben auf der himmlischen Ranch.

Noch schlimmer wird es, wenn „sie“ wirklich ausgebildete Satanisten sind: dann finden sie die zunehmende Enthemmung der menschlichen Gemeinschaft einfach nur geil und wollen noch viel mehr davon.

Und das geil gut ist, weiß ja inzwischen auch jedes Kind, oder?

Gut, das wir wissen, das es „sie“ nicht gibt und das internationale Politik nur ausgewürfelt oder durch Ziehung von Lottozahlen bestimmt wird.

Das beruhigt ungemein.

Was wünschen wir dem Euro

fragt das Prollblog:

Wenn die Volksabstimmung bei den Griechen ausgefallen ist, will sich die PROLLblog(in) nicht zurückhalten, und allen Menschen, Europäern, Kaninchen, Pawlowschen Hunden und sonstigen Internetzteilnahmsberechtigten die Gelegenheit geben, an dieser Stelle und Stellin über die Zukunft der Europäischen Union, der Europäischen Währung und der kommenden Rezeptur des zu den Spielen gelieferten Brotes und der Brotin abzustimmen.

Hier klicken und Abstimmen.

Widerstand oder Hungertod: die Qual der Wahl für Menschen ohne Knopfloch

Glauben Sie an Verschwörungen? In echt jetzt? Nein? Ich auch nicht. Ich würde nie daran "glauben" - ich weiß, das es welche gibt. Ich war selbst an einigen beteiligt, andere habe ich beobachten dürfen, dritte wiederum wurden mir so detalliert geschildert, das ich sie für wahr halten muss. An Verschwörungen glauben würde ich nie - ist ja auch keine Frage der Religion - obwohl die Medien sie so behandeln. "Sind sie Verschwörungstheoretiker?" ist heute die Frage nach Ketzerei, Hexerei und Widergöttlichkeit. "Gott" sagt, wie die Wahrheit ist, wer daran zweifelt ... nun, der kann nur geistig krank sein. Das ist doch genau der schale Geruch, der dieses Wort begleitet - jener Geruch von Autismus, Demenz, Alzheimer und Schizophrenie, gedüngt mit anderem ketzerischem Aberglauben. Wir sind mitten in einer Religion - aber merken es nicht. Das ist neu gegen über den Hexenjagden der letzten Jahrhunderte - wir jagen smarter ... es sei denn, jemand tanzt aus der Reihe, wie dieser unsägliche Papandreou, der ja wohl den Knall nicht gehört hat: da will der Mann doch wirklich das Volk fragen, ob es sein Vermögen dem Bankenclan zur Verfügung stellen möchte.

Glauben Sie an Verschwörungen? In echt jetzt? Nein? Ich auch nicht. Ich würde nie daran „glauben“ – ich weiß, das es welche gibt. Ich war selbst an einigen beteiligt, andere habe ich beobachten dürfen, dritte wiederum wurden mir so detalliert geschildert, das ich sie für wahr halten muss. An Verschwörungen glauben würde ich nie – ist ja auch keine Frage der Religion – obwohl die Medien sie so behandeln. „Sind sie Verschwörungstheoretiker?“ ist heute die Frage nach Ketzerei, Hexerei und Widergöttlichkeit. „Gott“ sagt, wie die Wahrheit ist, wer daran zweifelt … nun, der kann nur geistig krank sein. Das ist doch genau der schale Geruch, der dieses Wort begleitet – jener Geruch von Autismus, Demenz, Alzheimer und Schizophrenie, gedüngt mit anderem ketzerischem Aberglauben. Wir sind mitten in einer Religion – aber merken es nicht. Das ist neu gegen über den Hexenjagden der letzten Jahrhunderte – wir jagen smarter … es sei denn, jemand tanzt aus der Reihe, wie dieser unsägliche Papandreou, der ja wohl den Knall nicht gehört hat: da will der Mann doch wirklich das Volk fragen, ob es sein Vermögen dem Bankenclan zur Verfügung stellen möchte.

Das Echo kam aber sofort: Merkel und Sarkozy verordnen sofort Hunger für das Volk. Schon die bloße Ankündigung von direkter Demokratie führt bei uns zu sofortiger Exekution und zu aufgeregten Talk-Shows, in denen diskutiert wird, ob „zuviel Demokratie unseren Wohlstand gefährdet„. Früher hätte allein schon eine solche Fragestellung den Verfassungsschutz alarmiert, heute schützt der wohl was anderes.

Von dem Putsch gegen Papandreou habe ich zuerst vor ein paar Tagen erfahren – im Pressespiegel des Handelsblattes. Da wusste offenbar schon mal wieder einer mehr als wir. Heute sind wir weiter – der Mann ist Geschichte. Hat den Knall zu spät gehört, zu spät seine dämliche Idee von Demokratie zurückgenommen – jetzt will Merkel „Taten sehen“ – und nebenbei erfahren wir auch, wie wirklich Politik gemacht wird:

In Cannes stellten Sarkozy und Merkel ungebrochenen Arbeitseifer unter Beweis, man pendelte zwischen offiziellen Meetings und sogenannten Vier-Augen-Gesprächen – jenen wirklich wichtigen Treffs, auf denen Kompromisse, Marschrouten und diplomatische Deals abgewickelt werden: die Lösung des Griechenland-Problems, so ließ Sarkozy durchblicken, inklusive. Vielleicht hätten die Hinweise aus Cannes ja als „positiver Elektroschock“ gewirkt.

„Vier-Augen-Gespräche“ … „jene wirklich wichtigen Treffs“ – bei denen keiner zuschauen darf, keiner erfährt, was wirklich gesprochen wurde, welche Marschrouten festgelegt, welche diplomatischen Deals abgeschlossen, welche Kompromisse auf den Weg gebracht werden … kurzum, welche Verschwörungen gerade aktuell laufen. Manche dieser Verschwörungen sind vielleicht auch zum Wohle des Bürgers – oder so gedacht. Andere sind zum Machterhalt des Parteienstaates gedacht, durch den die Klasse der Superreichen so schön Welt gestalten kann. Einfach mal ein paar Milliarden verschicken – schon knickt in Griechenland das Parlament ein … und der Papandreaou bekommt ganz andere Phantasien:

Nach Informationen des Staatsfernsehens NET soll Papandreou eine politische Regierung aus seiner sozialistischen Pasok und der ND anstreben, die für etwa ein halbes Jahr die Geschicke des Landes in die Hand nimmt. Bei hochrangigen ND-Quellen hatte es zunächst geheißen, die Übergangsregierung solle aus Experten und nicht aus Politikern bestehen. „Diese Regierung wird das Land nur solange führen, bis das Hilfspaket unter Dach und Fach ist.

Da rennt jetzt aber einer doppelt schnell – will wohl wieder was gut machen, der „positive Elektroschock“ hat gewirkt. Bevor die in Cannes seinen Kopf auf einer Stange durch Athen getragen sehen wollen, plädiert er selbst schnell für die völlige Übergabe der Regierungsgewalt an „Experten“, die ihm sicherlich sofort von „interessierten Kreisen“ zur Verfügung gestellt werden. In den USA nennt man das „Notstandsverwaltung“ und findet das das eine ganz tolle Alternative zur Demokratie ist.

Die Börse hat die Entwicklung freudig begrüßt – kein Wunder, ist sie doch die deutlich sichtbarste Demonstration von Allmacht des Bankenclans über die Zivilgesellschaft, die seit den Fuggern vorgeführt wurde: Hartz IV wird einem ganzen Land übergestülpt, nachdem der erste Feldtest mit deutschen Arbeitslosen positiv verlaufen ist. Deren Enteignung zugunsten der Überfütterung des Bankenclans wurde vom Volk widerstandslos geschluckt – man musste nur dafür sorgen, das genug Mitläufer daran verdienen, der Rest schweigt aus nackter Angst vor dem Hungertod.

Thema in den Medien … ist dies aber nicht. Die kümmern sich lieber um die geheimen Zeichen, an denen sich die Verschwörer erkennen:

Das Äußere entscheidet maßgeblich über die Karriere. Denn die Elite erkennt ihresgleichen an kleinen Zeichen wie den offenen Knopflöchern an den Ärmeln eines Maßjacketts. Schon ein zu billiger Aktenkoffer oder die falsche Uhr kann die Reputation erheblich beschädigen.

Wer dem Kult nicht frönt, die falsche Kutte trägt, die falschen Gebete auswendig herunterleiert, der … kann einfach nicht dazugehören. 90000 Euro für eine Uhr sollten da schon drin sein – bezahlt ja immerhin die breite Masse, auf die man dann so schön arrogant herunterlächeln kann, weil man weiß, das man sie nach dreissig Jahren Neoliberalismus völlig im Griff hat, man hat „seine Leute“ (die mit den „richtigen“ Kleidern, Schuhen und Uhren) an allen wichtigen Entscheidungspositionen in Partei, Wirtschaft und Gewerkschaft untergebracht, ein Netzwerk der Räuberethik geschaffen, das alte Orden vor Neid erblassen lassen würden – und, was noch besser ist, Millionen stehen vor der Tür und wollen dazu gehören.

Die kriegen aber nix – ihre Knopflöcher sind halt zu.

Wer das verstanden hat, wird zornig – sehr zornig. So zornig, das er anfängt in jener Sprache zu sprechen, die jene Leute verstehen, die gerne von „positiven Elektroschocks“ reden, als handle es sich hier um normale pädagogische Instrumente im diplomatischen Miteinander – was für Guantanamo ja in der Tat gilt: die Sprache der Gewalt:

Sie kamen zu Tausenden, kletterten auf Krananlagen, auf Container – und legten einen zentralen Handelsplatz der US-Westküste still: „Occupy“-Demonstranten haben in der Nacht Oaklands Industriehafen besetzt. In der Nacht kam es zu schweren Ausschreitungen, die Polizei setzte Tränengas ein.

Schlimm, katastrophal, unheimlich? Ja, sicher. Aber … konsequent. In einer Zeit, in der das Establishment demonstriert, das es mit gewählten Regierungschefs nach Gutdünken verfahren und die Politik in jede beliebige Richtung dirigieren kann, die „ihren“ Banken nützt, in der staatlich verordneter Hungertod als wirtschaftliches Heilmittel aus der Versuchsanstalt Deutschland hinaus in die Welt exportiert wird, sollte man sich nicht wundern, wenn der Bürger da anpackt, wo es weh tut: an der Infrastruktur.

Damit bahnt sich nun an, was keiner von uns will, aber immer mehr Beobachter kommen sehen: Das Ende kommt nicht mit Schrecken, sondern mit einem äußerst unappetitlichen Zusammenstoß. Die 1% werden sich dann wünschen, sie hätten sich beizeiten gemäßigt.

So Manfred Gärtner in seinem Blog über die „Konterrevolution“ im Bankenuniversum.

Es ist die Frage, die sich über kurz oder lang für jedes Volk  stellen wird: Widerstand oder Hungertod. Griechenland spielt das gerade durch:

Das Land steht kurz vor dem Zusammenbruch: Im kommenden Jahr wird jeder fünfte Grieche keine Arbeit haben, viele Staatsbeamte verlieren die Hälfte ihres Gehalts, der Grundlohn im öffentlichen Sektor liegt mittlerweile bei 780 Euro, das staatliche Gesundheitswesen zerfällt, die Zahl der Selbstmorde steigt.

Das heißt … mitmarschieren geht natürlich auch. Damit kann man die Antwort auf die Frage eine Weile hinausschieben … aber nur solange man die Eintrittsgelder für den Eliteclub noch bezahlen kann.

Die Preise kennt man ja jetzt.

Und bloß nicht das Knopfloch vergessen … sonst war alles umsonst.

 

 

 

Griechenland rettet Europa … vor korrupten Ratingagenturen und superreichen Räuberbaronen

Wir haben ja viele Naturkatastrophen zur Zeit. Wäre die Erde ein Wesen, ein Land oder ein Gastgeber - es wäre Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, ob man überhaupt noch willkommen ist. Nun ist die Erde per Definition ein toter Klumpen Staub und wir haben eine enorm wirkkräftige Zivilisation aufgebaut, um dafür zu sorgen, das sie auch real so enden wird. Allein jetzt am Feiertag sah ich wieder Armeen schlechtgelaunter Menschen, die nichts anderes taten, als den ganz Tag in kleinen Blechkisten durch die Gegend zu fahren auf der Jagd nach Tieren und Menschen, die sie - zufällig - erlegen können. Ganz nebenbei verbrannten sie dabei noch sinnlos die letzten natürlichen Ressourcen ihres Planeten und vergifteten seine Atmosphäre, die ich ihre Lebensgrundlage ist. Und das - man glaubt es kaum - sind nur die "harmlosen Zivilisten" - die Kriegerameisen dieses Stammes sind noch gefährlicher ... und idiotischer. Jetzt aber erschüttert ein Beben der besonderen Art die Welt, endlich ist mal nicht das Militär für die Verwüstung verantwortlich, auch nicht die Natur - ausnahmsweise ist es mal die Politik, die für ein Beben sorgt: da wagt es doch in der Tat der Regierungschef eines demokratischen Volkes in einer Gemeinschaft demokratischer Völker ausnahmsweise mal sein Volk nach seiner Meinung zu fragen.

Wir haben ja viele Naturkatastrophen zur Zeit. Wäre die Erde ein Wesen, ein Land oder ein Gastgeber – es wäre Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, ob man überhaupt noch willkommen ist. Nun ist die Erde per Definition ein toter Klumpen Staub und wir haben eine enorm wirkkräftige Zivilisation aufgebaut, um dafür zu sorgen, das sie auch real so enden wird. Allein jetzt am Feiertag sah ich wieder Armeen schlechtgelaunter Menschen, die nichts anderes taten, als den ganz Tag in kleinen Blechkisten durch die Gegend zu fahren auf der Jagd nach Tieren und Menschen, die sie – zufällig – erlegen können. Ganz nebenbei verbrannten sie dabei noch sinnlos die letzten natürlichen Ressourcen ihres Planeten und vergifteten seine Atmosphäre, die ich ihre Lebensgrundlage ist. Und das – man glaubt es kaum – sind nur die „harmlosen Zivilisten“ – die Kriegerameisen dieses Stammes sind noch gefährlicher … und idiotischer. Jetzt aber erschüttert ein Beben der besonderen Art die Welt, endlich ist mal nicht das Militär für die Verwüstung verantwortlich, auch nicht die Natur – ausnahmsweise ist es mal die Politik, die für ein Beben sorgt: da wagt es doch in der Tat der Regierungschef eines demokratischen Volkes in einer Gemeinschaft demokratischer Völker ausnahmsweise mal sein Volk nach seiner Meinung zu fragen.

Ja – was soll das denn? Wir sind doch gut, wir sind Demokratie, wir haben Aufschwung, allen geht es supergut – wozu sollen wir das Volk noch fragen? Nachher stören wir sie nur bei ihrer putzigen Tätigkeit des sinnlosen Herumfahrens.

Doch der Grieche macht ernst, siehe Welt:

Papandreou sagte vor den Ministern, das Referendum sei die einzige Möglichkeit, um das europäische Rettungspaket abzusichern. „Wir werden kein Programm zwangsweise umsetzen, sondern nur mit dem Einverständnis der griechischen Bevölkerung“, sagte er laut von seinem Büro veröffentlichtem Redetext.

„Das ist unsere demokratische Tradition, und wir verlangen, dass sie auch im Ausland respektiert wird. Und ich glaube, dass sie respektiert werden wird.“

Da hat der sich aber gründlich vertan, der Grieche. Das Ausland war entsetzt darüber, das ein kleines Land OHNE GELD auf einmal Demokratie leben möchte. Wo kommen wir denn da hin? Wenn das jetzt jeder machen würde? Das wäre ja reiner Wahnsinn, Selbstmord, Chaos – Empörung und Entsetzen machen sich breit, Horrorszenarien vom Untergang Europas werden an die Wand gemalt, schon jetzt bauen sie die „Märkte“ eine neue Wunscheurozone zurecht … sogar ohne Frankreich und Italien.

Warum die Panik – die ja im zweiten Schritt auch nicht von allen getragen wird? Weil die Mehrheit der Journalisten, Politiker und Wirtschaftsfachleute wohl zweifellos der GANZ FESTEN ÜBERZEUGUNG IST, das das Volk von dem, was sie ihnen als „Gemeinschaft“ präsentieren, nichts hält. Sie denken noch nicht mal eine Sekunde darüber nach, das das Volk vielleicht … einfach mal „ja“ sagt.

Warum sie so denken?

Nun, sie sind intelligent genug, zu wissen, was sie dort anrichten. Sie wissen das normale Menschen mit 500 Euro Rente nicht glücklich werden, wenn man diese Rente um 50% kürzt und den alten Menschen sagt: „jetzt geh´ mal endlich richtig arbeiten, du faule Sau!“ – während andere Griechen mal locker für 2,4 Milliarden Euro 130 deutsche Kaufhäuser erwerben. Wo der das Geld für die Kaufhäuser her hat? Na, von denen, die jetzt die kleinen Renten kriegen. Medien, Politik und Wirtschaft wissen das – und kriegen richtig Panik, wenn jemand überlegt, das Volk zu fragen, was es denn von dem Irrsinn hält.

Sollen wir noch mehr Panik verbreiten?

Bitte, gern.

Wieder einmal ist eine kleine, sensationelle Nachricht versehentlich  durchgesickert, die eigentlich nicht für die breite Masse bestimmt war:

Ratingagenturen sind korrupt!

Ich habe mir mal erlaubt, das etwas herauszustellen, weil es

a) eigentlich zu erwarten war,

b) die ganze europäische Finanzkrise als künstlich gesteuert entlarvt

c) uns zeigt, in welchen Dimensionen man uns verarscht (ja, ich bitte um Entschuldigung, aber hier ist dieses harsche Wort angebracht).

Hier die Welt zu der Studie:

Das Rating für eine Anleihe kostet 250.000 Dollar. Länder bezahlen weniger, dafür erhalten sie auch schlechtere Noten.

Unternehmen und Banken, die die höchsten Gebühren bezahlen, bekommen von den Ratingagenturen routinemäßig eine bessere Bonitätsnote für ihre Anleihen. Staaten und Gebietskörperschaften, die nur rund halb soviel bezahlen, werden strenger benotet.

Da kann also Mister Superreich mit seinem Milliardenköfferchen mal eben ein schlechtes Griechenlandrating kaufen und dadurch einen guten Schnitt machen, während das Volk ausblutet?

Genial – wenn das so ginge.

Auf jeden Fall kann er seine Schrottpapiere super einstufen lassen … deshalb hatten wir Finanzkrise. Vielleicht hat aber auch jemand Papandreou Geld für das ganze Theater gegeben: durch die Turbulenzen werden wieder einige Leute ultrareich. Glauben wir aber eher, das da jemand nach Deutschland geschaut hat, gesehen hat, was „Hartz IV“ für ein Elend ist, das aktuell auf ganze Länder ausgeweitet werden soll … und hat dann entschlossen, das es besser ist, als armer aber freier Grieche an Fanal für die ganze Welt zu setzen, als sich irgendwann als reicher Räuberbaron in die USA abzusetzen, die aktuell ja auch für chinesische Räuberbarone attraktiv werden.

Medien, Politik und Wirtschaft wissen das: es gibt eine neue „Internationale“ … keine kommunistische Internationale, sondern eine Internationale der Räuberbarone, die sich im Mutterland der Räuberbarone so richtig zu Hause fühlt – die deutsche Geldelite wandert ja auch langsam dahin aus, sind sogar echte Barone darunter (falls der Titel nicht auch erschwindelt war).

„Millionäre aller Länder, vereinigt euch!“ – so tönt es durch Golfclubs, Schmucktempel, Yachthäfen und Privatflughäfen – und der Ruf wird dankbar aufgenommen, weiß man doch, was geschieht, wenn das Volk erstmal merkt, das Millionäre nicht vom Himmel fallen sondern ausschließlich dadurch reich werden, das andere – viele viele andere – bitterarm werden. Wie arm man werden kann, sieht man an dem Land, das von der Millionärspest am schlimmsten befallen ist: den USA, die als Staat – trotz allen Reichtums – wieder fast vor der Pleite stehen.

Und da stellt sich ein kleiner Haufen Griechen hin und sagt mutig „Nein!“?

Das wird in Zukunft wieder Stoff für Hollywooddramen a´ la „300“ geben. Kein Wunder, das die Ratingagenturen schon jetzt einen antigriechischen Schutzwall fordern.

Schade, das wir in Deutschland nicht so eine Tradition haben. Während die Griechen mutig zu Selbstbewußtsein zurückfinden, sich zu Kultur, Zivilisation und Menschlichkeit bekennen, werden wir schon mal hintenherum katalogisiert und bewertet: jeder Deutsche bekommt aktuell seine Bildungsgradkennziffer, die Verwandlung Europas in ein Arbeitslager schreitet weiter voran – ohne das uns jemand fragt, ob wir das überhaupt wollen.

Wo käme man da auch hin …

Währenddessen … räumt die politische Kaste weiter richtig ab – wie zum Beispiel der Eichel, der jetzt zusätzlich zu seinen 8200 Euro Pension nochmal 6350 Euro mehr will – vom Steuerzahler. Von dem Geld müssen ACHTZIG KINDER arbeitsloser Eltern in Deutschland ihr Essen bezahlen – in der Theorie müsste man also 80 Kinder verhungern lassen, damit der Minister seine Luxuspension einfahren kann. Wir machen stattdessen augenblicklich noch lieber Schulden.

In Deutschland geht das, weil man ganz gezielt hier 5 Millionen Millionäre installiert hat, die wiederum 25 Millionen Leute abhängig beschäftigen und so kontrollieren, womit man von 80 Millionen Menschen 30 Millionen „im Sack hat“ – damit ist das Land vollständig unter Kontrolle der „Internationale der Räuberbarone“.

Aber Griechenland … ist es vielleicht bald nicht mehr.

Das Land erwartet Hunger, Kälte, vielleicht der Tod – aber wenn die Menschen (wie in Notzeiten eigentlich üblich) zusammenhalten, kann daraus etwas Großes werden: die Wiedergeburt der europäischen Demokratie, die Unabhängigkeitserklärung des europäischen Menschen, die Befreiung von der Diktatur der Ökonomie und dem Terror des Renditewahns. Man wird merken, das Menschen zum Leben eigentlich nur ganz wenig brauchen: Wärme, Essen, einen Schlafplatz … und man kann merken, das es schöner ist, Teil einer produktiven, konstruktiven menschlichen Gemeinschaft zu sein auf dessen Leistung man Stolz sein kann als ein kleiner, einsamer, räuberischer Halbgott in Florida.

Man darf dann wieder erfahren, das WÜRDE schöner, wichtiger und wertvoller ist als … Zeitarbeit, Minilöhne und billige Almosen eines räuberischen Systems, das die ganze Welt in einen Haufen Dreck verwandeln will.

 

 

 

Gaddafi, Hartz IV und Eurorettung: die „unsichtbare Hand des Marktes“ greift weiter hart durch – Polizeistaat Europa voraus

Freitag, 28.10.2011. Eifel. Noch. Heute soll ja wieder mal die Welt untergehen, ich habe die Einkäufe fürs Wochenende deshalb extra auf Morgen verlegt: man will ja nicht umsonst Geld ausgeben und vor der Endabrechnung noch ein paar Miese produzieren. Endabrechnung? Ja, darum geht es doch in der Religion der "Marktwirtschaft": der heimliche Glaube, das am Ende des Lebens der große Geist des Universums (die "unsichtbare Hand des Marktes") jede Seele danach beurteilt, wieviel Buchgeld sie auf dem Konto hat und was an Sach- und Geldwerten noch hinzukommt. Wer das Meiste hat, hat gewonnen. Was er gewonnen hat - weiß ich nicht, ich gehöre dieser Religion persönlich nicht an, ich leide nur unter ihrem Wahn ... zum Beispiel dem Wahn, das sie alle Werte dieser Welt unter ihre Kontrolle bringen möchte so wie die katholische Kirche alle Seelen vor dem Fegefeuer retten will.

Freitag, 28.10.2011. Eifel. Noch. Heute soll ja wieder mal die Welt untergehen, ich habe die Einkäufe fürs Wochenende deshalb extra auf Morgen verlegt: man will ja nicht umsonst Geld ausgeben und vor der Endabrechnung noch ein paar Miese produzieren. Endabrechnung? Ja, darum geht es doch in der Religion der „Marktwirtschaft“: der heimliche Glaube, das am Ende des Lebens der große Geist des Universums (die „unsichtbare Hand des Marktes“) jede Seele danach beurteilt, wieviel Buchgeld sie auf dem Konto hat und was an Sach- und Geldwerten noch hinzukommt. Wer das Meiste hat, hat gewonnen. Was er gewonnen hat – weiß ich nicht, ich gehöre dieser Religion persönlich nicht an, ich leide nur unter ihrem Wahn … zum Beispiel dem Wahn, das sie alle Werte dieser Welt unter ihre Kontrolle bringen möchte so wie die katholische Kirche alle Seelen vor dem Fegefeuer retten will.

Den Katholiken kann ich noch verzeihen … wenn man ihr System versteht, versteht man auch, das sie keine böse Absichten haben. Für die Religion „Marktwirtschaft“ kann ich das nicht sagen – aktuell ist ihr der libysche Sozialstaat zum Opfer gefallen. Wir hätten eher den Herrn Gaddafi retten sollen als die Deutsche Bank, da aber die Banken aktuell die wahre Macht auf diesem Planeten darstellen sollte es uns nicht wundern, das als Ergebnis des planlosen Natobombardements der Islamismus ein weiteres zivilisiertes Land überrollt … und nebenbei einer der letzten schuldenfreien Staaten von der Landkarte verschwindet.

Ein älterer Artikel von theintelligence weist darauf hin:

Gewiss, finanziell ist es den Libyern bis dato keineswegs schlecht ergangene. Doch was nützt schon Wohlstand ohne Demokratie, ohne internationale Konzerne, ohne Zusammenarbeit mit dem internationalen Bankenwesen, das bereitwillig Kredite zur Verfügung stellt und vielleicht auch Fabriken errichtet, damit die Leute, die bislang ohne Job auskamen, endlich Arbeit kriegen, damit sie Steuern zahlen können, um die Zinsen für die Kredite zu finanzieren?

 Libyen ist ein Beispiel dafür, was mit einem Land geschieht, das sich aus der internationalen Finanzdiktatur zu lösen versucht. 

Vergessen wir jedoch Gaddafi als Person, nehmen wir ein Land, das die Bodenschätze für den Staatshaushalt nutzt, anstatt sie internationalen Konzernen zu überlassen, das ein unabhängiges Geldwesen betreibt, das schuldenfrei ist und das es bislang unterlassen hat, seine Bürger in die Armut zu treiben. Was würde mit einem westlichen Staat wohl geschehen, der radikale Maßnahmen einsetzt, um die derzeitige Wirtschaftkrise zu überwinden? Ein Staat, dem das Wohlergehen der Bürger mehr bedeutet als das der Finanzlobby. 

Darf man so etwas noch schreiben? Das es ein Leben geben könnte, wo normale Bürger ohne Job durchs Leben kommen können? In Libyen ging das, in Deutschland werden solche Menschen als Parasiten beschimpft, mit dem Hungertod bedroht und mit Entzug der Menschenwürde bestraft:

Hinter dem, was auf den ersten Blick wie die Laune einer einzelnen Arbeitsvermittlerin anmutet, könnte tatsächlich ein bundesweites System stecken. „Seit dem Frühjahr beobachten wir verstärkt, dass die Vermittler in den Jobcentern und Agenturen in ganz Deutschland zum Teil schikanöse Maßnahmen anwenden, mit dem Ziel, die Arbeitslosen dazu zu bringen, sich aus dem Leistungsbezug abzumelden“, erzählt der Sprecher des Erwerbslosenforums in Bonn, Martin Behrsing.

Dabei würden jobsuchende Akademiker auch schon mal in Kurse gesteckt, wo ihnen tagelang die Grundrechenarten vorgekaut oder Hartz-IV-Bezieher zum Stricken und Montieren von Spielsachen verdonnert würden. „Die Bundesagentur muss sparen, und sie will jeden Monat eine schöne Statistik präsentieren“, erläutert Behrsing.

Wie man nun von Libyen auf Hartz IV kommt? Nun – es ist das gleiche System … und der gleiche Täter. Der internationale Bankenclan – die Kirche der Religion der „freien Marktwirtschaft“, die in etwa so frei ist wie die USA demokratisch – braucht zur Akkumulation von Kapital (also: zur Generierung von Spielgeld sprich Anlagekapital) das Geld in den Händen möglichst weniger Menschen. Damit aber einige wenige Menschen für einen Euro Leistung Millionenboni bekommen, dürfen Millionen von Menschen für hundert Euro Arbeitsleistung nur einen Euro Gehalt bekommen – sonst geht das nicht. Der Geldkreislauf ist ein geschlossenes System, was ich an einer Ecke aufhäufe, muss ich an den anderen Ecken abzweigen.

Die gleiche Hand, die hier den „Niedriglohnsektor“ gefordert und gefördert hat, hat in Libyen den Sozialstaat zerbombt und demonstrativ – unter Zuhilfenahme von geheimen britischen und us-amerikanischen Bodentruppen, die Gaddafi wochenlang einkesselten – einen der Widerständler durch die islamistische Söldnermafia hinrichten lassen.

Auch in Deutschland greift die harte Hand weiter durch – alternativlos, wie wir wissen. Zwei kleine Nachrichten am Rande offenbaren uns das System eines aufkeimenden Polizeistaates. Nachdem nun auch naturwissenschaftlich bewiesen ist, das Armut nicht gesund für kleine Kinder ist,  hat man die nötige reichsdeutsche Konsequenz aus dieser Erkenntnis gezogen:

Nach jahrelanger Debatte beschloss der Bundestag ein neues Kinderschutzgesetz. Jugendämter werden verpflichtet, Risikofamilien stärker zu kontrollieren. Bei klaren Hinweisen auf eine mögliche Gefährdung von Kindern soll es regelmäßige Hausbesuche geben. Ärzte und Psychologen können bei klaren Anhaltspunkten für Misshandlungen von sich aus ihre Schweigepflicht brechen und die Behörden einschalten.

Risikofamilien sind natürlich all diejenigen Familien, in denen der Haupternährer nicht mehr durch den Arbeitgeber (bzw. dessen Kreditgeber) kontrolliert werden kann, weil er in Folge von Alter und Krankheit aus dem System gefallen ist.

Was das nun alles mit der Eurokrise zu tun hat? Nun – es verdienen die gleichen daran, die auch an der Plünderung des libyschen Sozialstaates oder der Plünderung des deutschen Sozialstaates verdienen: der internationale Bankenclan, der jetzt schon einen Großteil der Weltwirtschaft dominiert.

Ist es Zufall, das nach dem griechischen „Haircut“ erstmal Zypern abgestuft wurde … jenem „Haircut“, der schon jetzt eine Mogelpackung ist, weil der fünzigprozentige Schuldenerlass de Fakto nur ein dreissigprozentiger ist – und man sowieso die Verluste von der Steuer abziehen kann? Fachleute wissen, das die Eurokrise nicht gelöst ist, das die Krise droht, noch „viel viel schlimmer“ zu werden, weil nun ganz Europa zu einem Hedge-Fond wird – mit völlig unkalkulierbaren Risiken für den normalen Wirtschaftsbürger. Der kann seine eigene Zukunft schon mal beispielhaft am Schicksal der US-Häuslebauer studieren:

Weite Teile der USA stehen „unter Wasser“. Damit ist gemeint, dass ein Haus weniger wert ist, als der Kredit, der auf ihm lastet. Ein Viertel aller US-Hausbesitzer ist auf diese Weise überschuldet, in den einstigen Boom-Staaten Florida, Arizona und Nevada sind es 50 Prozent und mehr. Viele geben auf und stellen ihre Ratenzahlungen ein. Die Banken ordnen eine Zwangsräumung an, die Häuserpreise fallen weiter und noch mehr Amerikaner drückt es unter Wasser.

Die Deutschen wissen das – auch wenn die Medien immer ein anderes, rosafarbenes, zweckoptimistisches Bild zeigen und die Wähler mit unbezahlbaren Rentensteigerungen und Weihnachtsgeldverdoppelungen für Beamte in beruhigt werden – so als hätten wir überhaupt keine Krise und würden wie Libyen in Geld schwimmen. Während die Politiker ihre Unglaubwürdigkeit und Machtlosigkeit immer deutlicher demonstrieren, gibt es in Deutschland aktuell einen „Crack-up-Boom“:

Eine aktuelle Studie des Versicherungsriesen Allianz beleuchtet das Sparverhalten in verschiedenen europäischen Ländern. In Deutschland gibt es erste Ansätze eines so genannten Crack-Up-Booms.

Konsumieren, solange das Geld noch etwas wert ist: Dieser Devise folgen laut einer aktuellen Studie des Allianz-Versicherungskonzerns bereits erstaunlich viele Menschen in Deutschland. 39 Prozent gaben im Rahmen einer Befragung an, mehr Geld auszugeben, weil sie steigende Inflation befürchten.

Leider … bekommen sie das Geld, das sie jetzt ausgeben, in Zukunft nicht wieder. Aber wenigstens haben sie dann drei Fernseher im Haus.

Eine der ausführenden Organe der „unsichtbaren Hand des Marktes“ ist der ehemalige Hartz-IV-Einführer Joschka Fischer, der aktuell mit besinnlichen Worten auf sich aufmerksam macht und interessante Perspektiven der Eurokrise aufzeigt:

Dieses Scheitern geschähe zudem während einer fundamentalen Neuordnung der Welt,  denn 200 Jahre westlicher Vorherrschaft gehen zu Ende. Macht und Reichtum verschieben sich nach Ostasien und in andere Schwellenländer, zudem wird sich Amerika an die Lösung seiner eigenen Probleme machen müssen und sich zugleich mehr dem Pazifik als dem Atlantik zuwenden. Um Europa wird es also einsamer und kälter werden. Wenn die Europäer daher jetzt nicht anfangen, sich um ihre Zukunft und ihre Interessen zu kümmern – wer denn soll es für sie tun? Niemand, lautet die schlichte Antwort.

Er weiß auch, worin das Übel der aktuellen Krise besteht und zeigt, das er scheinbar mehr weiß über die „fundamentale Neuordnung der Welt“, als wir Sparbürger, die gerade unsere Zukunft für neue Fernseher verschleudern:

Der Kern der europäischen Krise liegt nicht in drei Jahrzehnten Neoliberalismus, nicht im Platzen der Spekulationsblase, nicht in der Verletzung der Maastricht-Kriterien, nicht in der Staatsverschuldung und auch nicht bei den Banken und der allgemeinen Gier – allesamt wichtige Dinge – , sondern in der Politik. Genauer: im Fehlen einer gemeinsamen europäischen Regierung.

Dreissig Jahre Neoliberalismus war ok, Spekulationsblasen waren ok, überbordende Staatsverschuldung ist total in Ordnung, die Banken mit ihrer Gier nach immer mehr sind einfach nur putzig, aber das Fehlen der gemeinsamen europäischen Regierung hat uns an den Rand des Abgrundes gebracht. Wie gut, das der lange gezielt als Feindbild aufgebaute „Islamismus“ nun bis vor die Tore Europas gerückt ist und uns klar macht, wie allein wir in dieser kalten Welt sind, in der sich niemand um uns kümmert.

Merkt man, wie sich die von Joschka Fischer gepredigte „fundamentale Neuordnung der Welt“ nach einem Plan entfaltet – zufällig natürlich, weil die Herren des Geldes ihre Entscheidungen grundsätzlich nur auswürfeln und niemals taktisch und strategisch planvoll handeln – der langsam aber sich alternativlos wird … und aus Europa einen Polizeistaat macht, in dem Armut eine Straftat ist und mit regelmässigen Hausbesuchen der Behörden verknüpft sein wird.

Das sind natürlich alles nur Verknüpfungen eines Philosophen aus der Eifel, die nicht wahr sein können, weil es keine Verschwörungen gibt: das wissen wir ja seit dem 11.9.2001.

Wir wissen auch, das die Nato nur einige demokratische Wutbürger in Misurata vor den Luftschlägen Gaddafis geschützt hat – das hat man uns erzählt. Das man vor Ort andere Beobachtungen machen konnte, kann nicht sein, weil das ja Verschwörungstheorie wäre:

Es herrschte Krieg in Libyen. Jeden Tag wurden weitere Teile Tripolis‘ bombardiert. Am 6. August beschloss ich, meine Frau und den Rest der Gruppe zurück nach Italien zu schicken. Ich wollte noch einige Tage abwarten in der Hoffnung, das offizielle Schreiben mit Ghadhafis Unterschrift doch noch zu erhalten. Aber ich wartete vergebens und konnte auch niemanden mehr kontaktieren. Es gab keinen Strom, kein Wasser, und das Telefonnetz brach auch die ganze Zeit zusammen. 

Wieso es in Tripolis keinen Strom, kein Wasser und kein Telefon mehr gab (also: gezielte Terrorakte gegen die Zivilbevölkerung, vor denen man ja eigentlich die libysche Zivilbevölkerung schützen wollte), nur weil es eine Flugverbotszone gab und man die Rebellen vor Gaddafis Armee schützen wollte, erschließt sich nur den wahren Gläubigen der neuen Religion … immerhin wissen selbst Regierungsvertreter in Italien nicht, was in Libyen los war:

Sie schienen sehr interessiert, weil sie keine Ahnung über den Ernst der Lage hatten. Ich erklärte ihnen, dass humanitäre Hilfe dringend nötig war, zeigte Fotos von verletzten Zivilisten, Kindern, von vielen bombardierten Privathäusern und von Krankenhäusern ohne Strom und ohne Wasser. Sie versprachen mir, sich bald bei mir zu melden, doch natürlich hörte ich nichts. Warum hätten sie sich auch bei mir melden sollen? Als ich anrief, um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen, hiess es, dass sie nichts unternehmen könnten, da es sich um kein offizielles Schreiben handelte. Mir war klar, dass ich nichts mehr tun konnte.

Da geht es dem Handlungsreisenden wie uns und unseren Politikern. Gibt es eigentlich noch Fragen über den Ernst der Lage aus der Sicht der Politik, wenn ein werdender Vater lieber mit Merkel in Berlin über Geld redet als mal kurz bei der einzigartigen Geburt seines ersten Kindes zu sein? Kann man „getrieben sein“ noch besser illustrieren?

Wenn die „unsichtbare Hand des Marktes“ nun schon Präsidenten jagt … wie wollen wir uns da Hoffnung machen, den Polizeistaat Europa noch aufhalten zu können.

Er wird alternativlos sein … und wenn wir uns wehren, dann kommt eben der Moslem oder andere finstere Gestalten aus der kalten Welt da draussen, vor der uns der gute alte Joschka so eindringlich warnt.

 

Wer die Welt regiert: Netzwerke der Macht

Wissen Sie, wer die Welt regiert? Mal ganz im Ernst? Interessiert es Sie überhaupt? Nein? Nun - sollte es aber. Es hat böse Konsequenzen für Ihr Wohlbefinden, wenn Sie dem Regenten im Wege herumstehen. Viele Firmen haben das gemerkt - und erst recht ihre Mitarbeiter. Wie jetzt - Sie wollen wissen, was Obama, Merkel und Sarkozy mit Ihrem Wohlbefinden zu tun haben? Nun ... gar nichts. Ich weiß auch nicht, warum Sie die Namen dieser Politentertainer ins Spiel bringen - ich wollte wissen, ob Sie wissen wollen, wer die Welt regiert, nicht, ob sie die aktuellen Regierungsbüttel alle beim Namen nennen können. Ich wollte wissen, ob Sie wissen wollen, wer die Macht hat. Was MACHT ist, hab Max Weber mal gesagt - hier bei Wikipedia:

Wissen Sie, wer die Welt regiert? Mal ganz im Ernst? Interessiert es Sie überhaupt? Nein? Nun – sollte es aber. Es hat böse Konsequenzen für Ihr Wohlbefinden, wenn Sie dem Regenten im Wege herumstehen. Viele Firmen haben das gemerkt – und erst recht ihre Mitarbeiter. Wie jetzt – Sie wollen wissen, was Obama, Merkel und Sarkozy mit Ihrem Wohlbefinden zu tun haben? Nun … gar nichts. Ich weiß auch nicht, warum Sie die Namen dieser Politentertainer ins Spiel bringen – ich wollte wissen, ob Sie wissen wollen, wer die Welt regiert, nicht, ob sie die aktuellen Regierungsbüttel alle beim Namen nennen können. Ich wollte wissen, ob Sie wissen wollen, wer die Macht hat. Was MACHT ist, hab Max Weber mal gesagt – hier bei Wikipedia:

„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“

Sehen Sie – das meinte ich. Den eigenen Willen durchsetzen zu können, egal, wie asozial, gemein oder teuer das werden würde: das ich Macht. Und wer diese Macht hat, der regiert die Welt. So einfach ist das. Gehöre ich zur Superklasse und kann nebenbei locker mal zwei drei Zeitungen und eine Fernsehstation kaufen, dann habe ich Macht. Habe ich einen gut bezahlten Angestelltenposten in einer Firma, bin ich völlig machtlos, wenn mein Chef mich nicht mal ausnahmsweise machen läßt, was ich will.

Gut – wir kommen jetzt in den Bereich des „Verbotenen Wissens“. Das ist bei uns wie im Mittelalter: das die Erde eine Kugel ist, ist eine Erkenntnis, die sich auch bei uns nur noch so lange hält, bis die Superklasse beschlossen hat, das sie eine Scheibe ist – auf jeden Fall ist das Wissen von und Gespräche über diese „Superklasse“ ein absolutes Tabu wie im Mittelalter die Kugelform der Erde. Es gibt sie nicht, wir dürfen nicht über sie reden, sie nehmen keinen Einfluß auf Wirtschaft und Politik, steuern nicht mit Billionen von Dollar die sozialen Umweltbedingungen unseres Planeten, verdienen nicht an jedem noch so kleinen Krieg Unsummen und fördern auch nicht weltweit den Abbau von Sozialstaaten, um ihr Vermögen noch weiter zu mehren: all solch ein Gerede wäre … „Verschwörungstheorie“ und ist damit tabu für uns kleine Angestelltenwürstchen und die Hirtenhunde in den Medien sorgen schon dafür, das das auch so bleibt.

Aktuell ist mal wieder eine kleine Information durch den Mediendschungel gesickert, die wir niemals hätten erhalten dürfen. Machmal geschieht so etwas, vor allem wenn es aus einer Ecke kommt, die noch nicht als „Verschwörungstheoretiker“ gebranntmarkt wurde … wie die Welt:

Das in einem ersten Aufsatz („The Network of Global Corporate Control“) präsentierte Ergebnis der Zürcher Forscher: Von 43.060 Konzernen dominieren 1318 Firmen vier Fünftel der am Umsatz gemessenen Weltwirtschaft: mit ihrem eigenem Umsatz und über von ihnen gehaltene Aktienpakete an durchschnittlich 20 anderen Großkonzernen. Die Elite der Elite besteht aus 147 Firmen, die nicht nur über ihr eigenes Schicksal entscheiden, sondern über rund 40 Prozent der Weltwirtschaft. 

1318 Firmen dominieren 80% der Weltwirtschaft, nur 147 bestimmen das Schicksal von 40% … Tendenz steigend. Und die Elite der Elite hat auch Namen … von großen Geldhäusern:

Die weitergehende Frage, wie verbundene Großkonzerne sich durch Abstimmungen, Personalentscheidungen und Geschäfte konkret kontrollieren, könnte ein ganzes Heer von Forschern beschäftigen. Fest steht, dass die Macht der Finanzkonzerne – im Kontrollranking weit über ihren Umsatz und volkswirtschaftliche Leistung hinaus vertreten – ungebrochen ist. Dies liegt vor allem auch an ihrer in der Rangliste nicht erfassten Verflechtung mit der Politik.

So etwas … nennt man MACHT. Ausführlich gibt es die Studie hier. Diese Macht wird gerade genutzt, um … sie noch weiter zu vergrößern. Das machen Imperien ja immer. Aktuell geht es um unser deutsches Geld – und das des restlichen Europas, also … genau genommen um das, wo sie noch nicht die Finger drauf haben. Wie das gemacht wird, schreibt Hans Olaf Henkel – wer den Mann kennt, weiß, das dies kein linksradikaler Verschwörungstheoretiker ist – im Handelsblatt:

Dass dadurch die Wahrscheinlichkeit, die vom Bundestag genehmigten 211 Milliarden ganz zu verlieren, auch entsprechend „gehebelt“ wird, haben diese von Banken und Industrie bezahlten „Wirtschaftswissenschaftler“ verschwiegen.

Wussten Sie das eigentlich? Also, das man Wissenschaftler kaufen kann wie Autos oder Brötchen? Gut, der Prozess ist etwas komplizierter, das geht über ein System von Erstaufträgen, Advisory Boards, Studien und … Folgeaufträgen, meisten für Vorträge, die sonst niemanden interessieren würde, aber das klappt ganz gut – ich habe das auch ab und zu gemacht, ich spreche da aus Erfahrung.

So kann man die Meinung kaufen – und verbreiten – die einem genehm ist. Und so wurde der ganze „Staatsverschuldungsbeutezug“ gerade organisiert und mit medialer Orchestrierung in die Tat umgesetzt … allerdings dürfen wir auch darüber nicht reden.

Sicher, das Risiko beim Euroschirm ist völlig unkalkulierbar, wie heute im Handelsblatt beschrieben. Kalkulierbar scheint nur eins zu sein: die Botschaft, die bei den Banken ankommt, siehe FAZ:

In der Finanzkrise haben die Banken Hilfe von den Zentralbanken bekommen, die ihnen Geld geliehen haben. Die Banken merkten: Wir bekommen Geld, dann können wir auch Risiken eingehen.

Nochmal zurück zu den Firmennetzwerken, die Hebel der Macht hinter den Euroheblern, die gerade unsere ganze Volkswirtschaft aus den Angeln heben wollen:

„Effektiv kann ein Prozent der Unternehmen 40 Prozent des gesamten Netzwerkes kontrollieren“, erklärt Glattfelder. Die meisten der Unternehmen sind Finanzinstitute. 

Finanzinstitute, die jetzt direkt oder indirekt mehr von unserem Geld bekommen. Das ist doch die einzige Wahl, die wir momentan haben: geben wir es ihnen direkt oder indirekt. Niemand denkt daran, diese Machtballung sofort zu verstaatlichen – wie es sich für eine Demokratie gehören würde. Auf einmal wären auch alle Probleme weg, jeder könnte seine Schulden bezahlen, man bekäme wieder ein ordentliches Gehalt, die öffentliche Kassen würden überfliessen vor Überschüssen – das Paradies wäre nah.

Die Superklasse hinter den Elitefirmen sieht das aber anders – und hat auch andere Ziele.

Wir wissen auch wo sie wohnen – bzw. ihr Hauptquartier haben, siehe Manager Magazin:

„Die erfolgreichsten, schlauesten, ehrgeizigsten jungen Männer haben in den vergangenen sechs Jahren das Investmentbanking verlassen und widmen sich nun Hedgefonds. Greenwich ist für die Herren des Universums das Zentrum der Hedgefondswelt und hat die Wall Street abgelöst.“

In diesem Hauptquartier sitzen auch Deutsche – was den engagierten Verschwörungstheoretikern wegen dem Namen „Rockefeller“ enormen Auftrieb geben dürfte:

Seit 25 Jahren ein Bürger dieser Stadt ist auch der frühere Bertelsmann-Vorstand Michael Dornemann, heute Verwaltungs- und Aufsichtsrat unter anderem bei Take Two Interactive, einem milliardenschweren Computerspielehersteller aus New York.

Mit Frau Inka und den beiden Kindern (10 und 13 Jahre alt) bewohnt der Deutsche ein 8000 Quadratmeter großes Anwesen an der Lake Avenue, das einst aus dem Grundbesitz der Rockefellers herausgelöst worden war.

Klar, die Rockefellers verkaufen ihren Besitz gerne mal einfach so, oder? Kein Zufall … das man an diesem Ort auf viele bekannte Namen stößt:

Prominente aus Wirtschaft und Sport, Mode, Unterhaltung und Politik beleben die Siedlung: Leute wie Justin Timberlake, Diana Ross und Tommy Hilfiger oder der Regisseur Ron Howard. Der einstige Citigroup-Chef Sandy Weill und der IBM-Veteran Lou Gerstner sind hier sesshaft und auch Richard Fuld, der Untergangskapitän von Lehman Brothers. Ganz in der Nähe hat sich auch der frühere Doktor und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit Frau Stephanie und den Töchtern Anna und Mathilde niedergelassen.

Zugegen in der Nachbarschaft, comme il faut, sind Cécilia Ciganer-Albéniz, die Geschiedene des französischen Präsidenten Sarkozy, und der Deutsche Fred Langhammer, der einst bei Estée Lauder gewaltet und geschaltet hat.

Hier kann man ganz bequem beim Dinner die neuen Eckwerte für die Weltwirtschaft besprechen, ohne das es der Öffentlichkeit groß auffällt. Jetzt ahnt man vielleicht auch, warum Superstar Guttenberg gerade dort hingezogen ist: er tauscht die Scheinmacht des Ministers gegen die Realmacht des Netzwerkers.

Was dort beim Dinner besprochen wird?

Nun – vielleicht, das die Eurozone schon längst kollabiert ist und das es nun Zeit wird, Methoden zu präsentieren, nach denen man sich die Sachwerte der EU an den Nagel reissen kann.

Wer übrigens jetzt noch wissen will, wie diese Elite der Elite ihre Mitarbeiter rekrutiert, der sollte sich an diesen Herrn wenden – vielleicht braucht man ja gerade einen Job:

Der Weg in die Chefsessel der Wirtschaft führt über die Notizbücher der Top-Personalberater. Heiner Thorborg hat schon so manchen Dax-Vorstand platziert. Welche Manager sein Interesse wecken und was Karrieren befeuert.

Was das nun für Sie bedeutet, geschätzter Leser?

Nun … wenn Sie nicht dazugehören, werden ihnen diese Menschen ihre Sachwerte wegnehmen. Ganz einfach. Für uns ist Obdachlosigkeit angesagt – die Vermieterbranche redet da schon jetzt ganz deutlich, siehe Yahoo:

Dazu zählt auch eine äußerst sorgfältige Auswahl der Mieter. Sinkt die Finanzkraft des Staates, so steigt die Zahl der Mieter, die ihre Mieten nicht mehr zahlen können. Auf den Staat darf der Vermieter in diesem Fall nicht zählen. Denn seine oberste Priorität wird sein, die Bürger vor Obdachlosigkeit zu bewahren. Im Zweifelsfall wird er also die Rechte des Mieters weiter stärken und die Rechte des Vermieters weiter beschränken.

Auch das sogenannte Mietnomadentum dürfte in seiner Bedeutung weiter steigen. Mindern kann man die Gefahr durch die Vermietung hochwertiger Immobilien an Unternehmen, die diese wiederum ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Insbesondere eignen sich dafür internationale Großkonzerne mit ausländischen Mitarbeitern. Diese sogenannten Expatriates kommen üblicherweise für zwei bis drei Jahre nach Deutschland und bekommen von ihrer Firma ein Budget für Unterkunft zur Verfügung gestellt. Sie sind in aller Regel daher nicht besonders preisempfindlich, solange die angebotene Immobilie ihren Vorstellungen entspricht und in ihr Budget passt.

Da warnt jetzt die Branche schon vor Mietern, die nicht zur Konzernallianz gehören.

Noch fragen dazu, wer die Macht hat, wie und wo sie ausgeübt wird und was das für Folgen für unseren Alltag haben wird?

Sie werden es merken, wenn Sie nach der Zwangsversteigerung Ihrer Immobilie zwecks Finanzierung der Kanal- und Straßenkosten (von den „Rettungsschirmen“ mal ganz abgesehen) vor Ort wieder nach einer Mietwohnung suchen müssen … und nicht für einen der Elitekonzerne arbeiten.

 

Globale Elite schlachtet europäischen Mittelstand zugunsten des Islam.

Dienstag, 25. Oktober 2011. Eifel. Gestern erfuhr ich, das die Welt Ende der Woche untergeht - und nicht erst 2012. Man hatte sich mit dem Mayakalender verrechnet - nicht der 21.12.2012 ist der Tag der Entscheidung, sondern der 28.10.2011. Wir wissen auch warum: treffen "wir" jetzt die falschen Entscheidungen, dann landen "wir" in einem Abgrund. Es geht um viel: die Rettung Griechenlands steht auf dem Spiel. Gut, Portugal, Spanien, Irland und Italien stehen schon Schlange, Frankreich läuft sich auch schon warm, aber darüber wollen wir jetzt mal nicht reden, solche kapitalistischen Perversionen machen nur schlechte Laune. Das wir in Deutschland überhaupt nicht mehr informiert sondern nur noch indoktriniert werden, hat seinen Grund, wie der isländische Genforscher Stefánsson in der Welt erläutert:

Dienstag, 25. Oktober 2011. Eifel. Gestern erfuhr ich, das die Welt Ende der Woche untergeht – und nicht erst 2012. Man hatte sich mit dem Mayakalender verrechnet – nicht der 21.12.2012 ist der Tag der Entscheidung, sondern der 28.10.2011. Wir wissen auch warum: treffen „wir“ jetzt die falschen Entscheidungen, dann landen „wir“ in einem Abgrund. Es geht um viel: die Rettung Griechenlands steht auf dem Spiel. Gut, Portugal, Spanien, Irland und Italien stehen schon Schlange, Frankreich läuft sich auch schon warm, aber darüber wollen wir jetzt mal nicht reden, solche kapitalistischen Perversionen machen nur schlechte Laune. Das wir in Deutschland überhaupt nicht mehr informiert sondern nur noch indoktriniert werden, hat seinen Grund, wie der isländische Genforscher Stefánsson in der Welt erläutert:

Ich will mir kein Urteil über das Fachwissen deutscher Journalisten erlauben. Ich möchte nur sagen, dass sie alle ohne Ausnahme Arschlöcher („pieces of shit“) sind. Vielleicht sind sie sehr gebildete Arschlöcher, aber das ist mir gleich.

Der Mann weiß, wovon er spricht. Wer nun viel Zeit und Muße hat, sich den deutschen Medien zu stellen, wird auch schnell erfahren, warum die noch den üblichen Kadavergehorsam der Hitlerjugend an den Tag legen: sie wissen einfach, wo es lang geht. In Zukunft … wird es nur noch ganz wenige geben, die was haben, während immer mehr gar nichts haben. Warum das so ist, kann man in Cicero nachlesen:

Historisch gesehen ist es den Wirtschaftseliten zumeist gelungen, den Großteil des Mittelstands für seine Interessen zu gewinnen, da es galt, sich gemeinsam gegen die organisierte Arbeiterschaft zu verteidigen. Dieses Bündnis war stets die Teilnahmebedingung der Wirtschafts­eliten am demokratischen System: Wann immer sie sich isoliert und abgedrängt fühlten angesichts einer sich verbündenden Mittel- und Arbeiterschicht, wandten sie sich gegen die Demokratie; sobald es ihnen gelang, sich mit dem Mittelstand zu verbünden, schlossen sie sich dem demokratisch-konservativen Block an, der in allen Industriestaaten außerordentlich erfolgreich ist.

Das wird sich nun möglicherweise ein wenig ändern, als Antwort auf mehrere Entwicklungen. Erstens sind die reichen Unternehmereliten sozusagen „denationalisiert“; ihr Besitz erstreckt sich über die Welt, sie operieren global. An der Innenpolitik eines Landes haben sie kein Interesse. Allianzen mit dem Mittelstand sind für sie nicht wichtig. Und zweitens hat sich die Bedrohung des Mittelstands durch die organisierte Arbeiterschaft stark verringert, da diese vor allem in der Fertigungsindustrie immer mehr geschrumpft ist.

So einfach kann Politik sein. Der deutsche Journalist weiß von dieser Entwicklung – und er weiß, das letztlich ganz viele über die Klinge springen müssen, damit sich einige wenige Wohnwagen für 2,15 Millionen Euro leisten können. Schon jetzt ist im Gespräch, das sich auch Arbeitslose verschulden sollen, um der Hartz-IV-Falle zu entkommen.

Ein denkbarer Satz, den ich dankbar aufnehme: selten geben die Verantwortlichen zu, das Hartz IV als Falle gedacht war, als Peitsche, mit der man den Mittelstand durchs Leben jagen möchte. Darüber, was man von einer Regierung halten soll, die für ihre Bürger potentiell tödliche Armutsfallen aufstellt, wird – dank der Arschlöcher in den Medien – in Deutschland nicht gesprochen, selbst dann nicht, wenn eine Regierung nach der anderen den ehemaligen Sozialstaat in ein Arbeitslager mit offenem Vollzug verwandelt, siehe Telepolis:

Der Abbau des Sozialstaates ist fortgesetzt worden, manchmal sogar verschärft und teilweise mit anderen Akzentsetzungen. Damit hat man eben nicht erreicht, dass der wirtschaftliche Aufschwung bei allen ankommt, wie die Regierung tönt, sondern dafür gesorgt, dass dieser manche noch reicher gemacht hat, während die Armen noch zahlreicher geworden sind.

Früher hätten wir so etwas einfach „Diktatur“ genannt.

Früher hätten wir aber auch Diktatoren wie Gaddafi menschlich behandelt – das zeichnete uns damals aus, deshalb waren wir „besser“ als die Tyrannen der Weltgeschichte: wir gingen sogar mit Mördern sozial um – sogar sozialer als  mit Arbeitslosen. Das ist auch heute noch so: jeder Tag Haft kostet den Steuerzahler 80 – 90 Euro, für die Ernährung der Kinder von Arbeitslosen geben wir täglich 2,67 Euro aus. Wozu soll das die Jugend wohl motivieren?

Heute stellen wir die gemeuchelten Feinde der „Demokratie“ öffentlich zur Schau, unter dem Bombenschirm der Nato erlebt der islamistische Fundamentalismus eine neue Blüte in Nordafrika und erhält eine Macht, die er ohne Nato-Bomben nie gehabt hätte. Dafür verschwindet der Sozialstaat Libyen von der Bildfläche wie auch der Sozialstaat Deutschland.

Wer sich  nun fragt, warum das so ist, der lese nochmal sorgfältig die o.g. Zitate.

Die globale Elite verabschiedet sich vom Mittelstand in Europa, er wird entsorgt wie der morgendliche Stuhlgang. Für den globalen Millionärspakt sind nordafrikanische Islamisten sehr nützlich: sie lenken den Mittelstand von seinen eigentlichen Feinden ab. Gerne zahlen wir Katzen- Bräunungs- und Sexsteuer zur Rettung des Abendlandes, gerne sehen wir uns mit Banken und Politik in einem Boot im Kampf gegen die islamistische Gefahr, die wir schon im Irak und Afghanistan erfolglos bekämpft haben, wobei uns der deutsche Journalist die Wahrheit erspart, das neben den nordafrikanischen Tyrannen auch Saddam Hussein ein Bollwerk gegen den „bösen“ Islam waren, der nun in großem Stil durch Natobomber deutlich näher an Europa herangerückt ist.

Das wird jene Verschwörungsanalytiker freuen, die schon immer meinten, das Al-Kaida bis heute ein CIA-Ableger geblieben ist. Verstehen kann man es nur vor dem Hintergrund, das die „globale Elite“ sich eben schon völlig vom bürgerlichen Denken des Mittelstandes verabschiedet hat. Das demonstriert sie ja auch immer wieder gern, ob es ich nun um Steuerhinterziehung im großen Stil oder um Korruption, Bestechlichkeit und Untreue handelt: „amüsiert und von oben herab“ beobachten die Täter die niedlichen Bestrebungen des bürgerlichen Rechtsstaates, sich gegen die kriminelle Internationale zur Wehr zu setzen: sie wissen längst, das der Staat verloren hat, das eine neue Ära des internationalen Feudalismus kommt, das nach tausend Jahren bürgerlicher Freiheit in den Städten der Feudalstaat zurückkehrt – diesmal als weltumspannendes Imperium, in dem Stadtluft nicht mehr – wie noch im Mittelalter – frei macht.

Der deutsche Mittelstand wähnt sich – dank der kontinuierlichen Wühlarbeit der journalistischen „Arschlöcher“  – noch in Sicherheit … oder beschäftigt sich mit Fußball, Frauen und Alkohol – während der globale Millionärspakt in Griechenland seine Macht demonstriert und die Ohnmacht des Staates feiert, dem jetzt schon das Geld für die Druckertinte zum Ausstellen der Steuerbescheide fehlt. Dort wird gezeigt, wie man einen Staat zerfallen lassen kann – ist wird der erste europäische Staat sein, der zerfällt und – vielleicht – auch überraschend eine neue Heimat für islamistische Fundamentalisten werden wird, die dann wie in Nordafrika die zentrale Gewalt im Staat und auf den Straßen darstellen.

Man sollte auch nicht übersehen, das der globale Millionärspakt auch vor der Zerrüttung der zivilgesellschaftlichen Strukturen der USA nicht zurückschreckt, siehe Handelsblatt:

Gerade die Demonstranten in den USA haben allen Grund, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Das Land steht am Rande eines wirtschaftlichen und moralischen Bankrotts, verursacht durch das wachsende Wohlstandsgefälle, steigende Bildungskosten, hohe Arbeitslosigkeit, extrem polarisierende Wahlkämpfe, Abhängigkeit der Politiker von privaten Spenden, den großen Einfluss der Konzerne (insbesondere der Banken) durch ihre Lobbyisten, ein parteiisches Oberstes Gerichtshof und einen sehr teuren Krieg gegen den Terror. 

Das Ende des europäischen Mittelstandes wird – alternativlos – mit großer Gewalt, gezielt und umfassend durchgedrückt, schon jetzt ist Journalisten klar, das auch der Billionenrettungsschirm zu klein ist … und das der Mittelstand zudem mit der kalten Entwertung seiner Kaufkraft zu rechnen hat.

Deshalb ist es falsch zu sagen, das „der Deutsche gegen die Krise ankauft“ – viel mehr müsste man sagen, das er noch schnell wertlose Euro in …. irgendetwas Haltbares umtauschen möchte. Irgendwo hat der Mittelstand in der Tat schon gemerkt, das das nicht mehr lange gehen wird und das Hartz IV in naher Zukunft der Standard der Mehrheit der Deutschen sein wird – finanziell, rechtlich und … vom Ansehen her.

Da wird es in der Tat Zeit, sich schon jetzt mit Reserveelektrogeräten für die nächsten zwanzig Jahre einzudecken, bevor … ja, bevor … gar nicht mehr geht.

 

Die heimliche Hinrichtung Griechenlands als Vorspiel der deutschen Pleite – und der Entmachtung des deutschen Volkes

Die heimliche Hinrichtung Griechenlands als Vorspiel der deutschen Pleite - und der Entmachtung des deutschen Volkes

Dienstag, 20. 9.2011. Nach den deutschen Arbeitslosen und Angestellten kommen jetzt ganz Länder unter die Räder – doch niemand scheint sich darum zu kümmern. In Griechenland werden unsere europäischen Brüder und Schwestern hingerichtet – doch man muss lange suchen, um die Folgen der Exekution aufdecken zu können. Vor allem in den großen „kritischen“ Medienformaten sucht man vergeblich nach den Folgen des ausufernden Krieges der leistungsfeindlichen Kapitalvermehrer gegen die Realwirtschaft. Fündig wird man aber in der Tagesschau:

Der griechische Staat zahlt Arbeitslosen maximal ein Jahr lang einige Hundert Euro pro Monat Unterstützung. Danach ist Schluss. Eine Grundsicherung, eine Art Hartz IV gibt es in Griechenland nicht. Auch das ist ein Grund, warum im Zuge der Krise zigtausende Menschen landesweit auf der Straße gelandet sind.

Nach den medialen Propagandalügen vom faulen Arbeitslosen haben wir also jetzt die Propagandalügen vom verschwenderischen Griechen gehabt, der noch nicht mal eine ordentliche Arbeitslosenversicherung hatte. Morgen werden wir sicher wieder hören, das es unseren Arbeitslosen viel zu gut geht – sollen die mal nach Griechenland schauen!

Währenddessen geht der Wahn weiter. Sicher gibt es mahnende Stimmen, zum Beispiel im Manager-Magazin:

Es reicht. Die Diskussion über eine Pleite Griechenlands ist so dermaßen verkürzt und falsch, dass sie dem Thema nicht gerecht wird. So werden Bürger und Wähler in die Irre geleitet. Schlimmer noch: In der deutschen Debatte hat sich eine verstörende Emotionalität breit gemacht, eine moralische Entrüstung gegenüber den „Pleite-Griechen“ („Bild“) – nach dem Motto: Die haben schlecht gewirtschaftet, geprasst und sogar betrogen; jetzt sollen sie sehen, wie sie klarkommen.

Also – an den griechischen Arbeitslosen kann es schon mal nicht liegen. Die nächsten, die es jetzt erwischen wird, sind die griechischen Beamten.

Unterdessen sagte IWF-Vertreter Bob Traa, in Griechenland dürften auch Entlassungen kein Tabu sein. Athens Kreditgeber fordern, dass die Regierung in Athen von gut 700.000 Beamten und weiteren bis zu 600.000 Angestellten vorwiegend verlustbringender Staatsunternehmen mindestens 100.000 Mitarbeiter entlässt oder in einen so genannten Reservepool schickt: Dort sollen sie 60 Prozent des bisherigen Gehaltes beziehen und nach Umschulungen aus dem Staatsdienst entlassen werden können.

Warum sagt man eigentlich nicht endlich mal, worum es wirklich geht? Es geht darum, die Menschen aus ihren Häusern zu vertreiben und sie im Winter auf der Straße verrecken zu lassen, weil die Regierung die ständig steigenden Zinsen der Banken nicht mehr bezahlen kann. Es geht darum, das der Verlust von Menschenleben billigend in Kauf genommen wird, um die willentliche Organisation von Massenarbeits- und Obdachlosigkeit.

Ich weiß nicht, wie ihr da draussen an den Monitoren das nennen würdet – ich nenne das verantwortungslos, skrupellos und kriminell und denke zudem, man hätte langsam auch das Recht, das Militär einzusetzen, weil die Forderungen des IWF die Souveränität des griechischen Staates vollständig eleminieren:

Griechenland steht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Pleite bevor, wenn es nicht den Verkauf von Staatsbesitz vorantreibt. Mit harten Worten warnte der ständige IWF-Vertreter in Griechenland, Bob Traa, am Montag in Vouliagmeni vor weiteren Versäumnissen.

Man spricht hier zurecht von Griechenland als dem „Kardiogramm eines Toten“, weil ein schwacher Staat bald nur noch ein toter Staat ist.

Natürlich rekeln wir uns noch in deutscher Gemütlichkeit, hängen unseren Aufschwungphantasien noch und träumen von Zeiten, die aber niemals wieder besser werden:

Trotz des Wirtschaftsaufschwungs sind die Reallöhne in Deutschland im vergangenen Jahr offenbar nur leicht gestiegen. Vor allem in Osteuropa fielen die Zuwächse deutlich höher aus. Zudem hat sich hierzulande die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen wieder vergrößert.

Schaut man genauer hin,  wird es sogar noch schlimmer:

Wie teuer könnte die Euro-Schuldenkrise den deutschen Steuerzahler kommen? Das Ifo-Institut macht eine umfängliche Rechnung auf. Das Ergebnis: die Haftungssumme liegt bei bis zu 465 Milliarden Euro. Die Märkte sähen dies mit wachsender Nervosität, sagt Ifo-Chef Sinn.

465 Milliarden Euro – bis jetzt. Und während wir noch  hoffen, mit diesem Batzen Geld die Krise des kleinen Griechenland aufhalten zu können, marschieren die Horden der Finanzindustrie schon längst zu neuen Zielen: Italien ist fällig. Man will Blut und Fleisch einer der großen Volkswirtschaften schmecken. All das künstliche wertlose abstrakte Buchgeld soll so in konkrete Werte umgewandelt werden: Flughäfen, Seehäfen, Inseln, Ländereien, Wasserwerke – der ganz große Coup der Privatisierung ganzer Staaten rückt in greifbare Nähe, der größte Raubzug in der Geschichte der Menschheit wird Wirklichkeit.

Und was machen wir? Wir Bürger und unsere gewählten Politiker? Verschwenden unsere Zeit mit Theater. Wir spenden einem Polizisten, der mit einer Hand zwei Flummis fängt, 1,5 Millionen Euro. Für so ein Theater haben wir Geld und Zeit, während die grassierende Obdachlosigkeit griechischer Bürger gerade mal eine Randnotiz wert ist.

Schon mal überlegt, warum die Folgen der „Euro-Krise“ medial nicht näher beleuchtet werden? Weil es Sinn macht, den Bürger nicht aufzuwecken, sondern ihn ganz im Sinne spätrömischer Dekadanz bei Brot und Spielen dahinvegetieren zu lassen, während die Regierungsgewalt heute ganz offiziell an eine Ratingagentur übergeben wurde.

Bitte?

Die Macht im Staate wurde … abgegeben?

Und wir erfahren nichts davon?

Natürlich erfahren wir davon. Da wir nichts mehr dagegen unternehmen können, können wir ganz offen darüber reden. Wie heute im Handelsblatt:

Es ist nur ein Satz und er ist eigentlich auf Italien gemünzt. Doch er hat Sprengkraft, weit über das Land hinaus. „Aus unserer Sicht wird die zerbrechliche Regierungskoalition und der Richtungsstreit innerhalb des Parlaments weiterhin die Möglichkeiten der Regierung beschränken, die entscheidenden Antworten auf die innenpolitischen und die externen makroökonomischen Herausforderungen zu finden.“

Mit diesem Statement begründet die Ratingagentur Standard & Poor’s die Herabstufung der Bonität Italiens um eine Stufe von A+ auf A und die Beibehaltung des „negativ watch“, also des schwachen Ausblicks. Doch mit den gleichen Argumenten könnte man auch die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf „negative watch“ setzen.

Mit dem gleichen Argument könnte man auch ganz direkt die Übertragung der Regierungsgewalt auf die Ratingagenturen fordern – das würde uns viel Geld sparen, das wir momentan noch für die Demokratiefassade ausgeben.

Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: öffentliche Erpressung von Regierungen durch … Ratingagenturen.

Wieder mal ein Fall für das Militär. Dafür hat man so etwas doch: zum Schutze der staatlichen Souveränität vor fremden Mächten. Jedenfalls hatte man mir das in der Schule so beigebracht.

Wir können den Tag heute feiern. Heute haben wir das erste mal öffentlich zu hören bekommen, das die Eigentumsrechte der deutschen Bevölkerung an den deutschen Werten und Errungenschaften sowie sein Selbstbestimmungsrecht genauso in Gefahr sind wie die Rechte der Griechen an ihrem Leben.

Dieser Tag könnte der „1.September 1939“ des neuen Jahrtausends werden, jener Tag, an dem offensichtlich wurde, das sich in Zukunft ganz ganz ganz viel ändern wird, ohne das wir auch nur die geringste Chance haben, etwas daran zu verändern, weil wir nicht im mindesten verstehen, was da gerade um uns herum eigentlich los ist.

Wenn wir dann auch neben den Griechen und unseren Arbeitslosen auf der Straße stehen, werden wir das vielleicht endlich bemerken. Das wird dann auch der Zeitpunkt sein, wo man für 1,5 Millionen Euro noch nicht mal mehr einen Flummi kaufen kann … geschweige denn zwei.

 

 

 

 

Tropfen auf der Bank

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Tropfen auf der Bank© Jotha

Merkel: Krieg in Europa möglich – Vertreibung der Armen ist sicher!

Wieder mal Schüsse draussen - ganz nahe dran. Vielleicht zwei- dreihundert Meter. MG-Feuer in der Ferne, selten durchsetzt von wummernden Kanonen - ein ganz normaler Tag in der Eifel. Spinnt der jetzt, der Eifelphilosoph? Nein, wir leben einfach nahe dran an der Wirklichkeit - hier in unserem Ländchen. Manchmal trägt der Wind die Geräusche eines belgischen Truppenübungsplatzes herüber, manchmal kommen die Jäger nahe ans Haus heran - so einfach ist die Erklärung der Geräusche. Sie erinnern einen aber daran, das es immer ernst werden kann. Die Wirklichkeit, in der bewaffnete Horden durchs Land ziehen ist aus unserem Medien weit verbannt worden. Für uns ist sie so real wie "Raumschiff Enterprise" oder "Zombie-Filme" und wir tun so, als würde der Waffenklang für immer und ewig von den Toren unserer Egotempel fern bleiben, als wäre er nur ein böse Geschichte, mit der man Kinder erschreckt. 

Ist er aber nicht.

Wieder mal Schüsse draussen – ganz nahe dran. Vielleicht zwei- dreihundert Meter. MG-Feuer in der Ferne, selten durchsetzt von wummernden Kanonen – ein ganz normaler Tag in der Eifel. Spinnt der jetzt, der Eifelphilosoph? Nein, wir leben einfach nahe dran an der Wirklichkeit – hier in unserem Ländchen. Manchmal trägt der Wind die Geräusche eines belgischen Truppenübungsplatzes herüber, manchmal kommen die Jäger nahe ans Haus heran – so einfach ist die Erklärung der Geräusche. Sie erinnern einen aber daran, das es immer ernst werden kann. Die Wirklichkeit, in der bewaffnete Horden durchs Land ziehen ist aus unserem Medien weit verbannt worden. Für uns ist sie so real wie „Raumschiff Enterprise“ oder „Zombie-Filme“ und wir tun so, als würde der Waffenklang für immer und ewig von den Toren unserer Egotempel fern bleiben, als wäre er nur ein böse Geschichte, mit der man Kinder erschreckt.

Ist er aber nicht.

Für viele viele Menschen ist er sowieso grausamer Alltag. Wir alle, die wir hier so schön gemütlich bei Kaffee und Kuchen vor dem Bildschirm sitzen, finanzieren durch unsere  Trägheit und durch unseren Geld den illegalen Horror, mit dem unsere Truppen die Welt überziehen.

Mit den Anschlägen von New York begann der Kolonialismus des 21. Jahrhunderts, erklärt der britische Intellektuelle Tariq Ali in einem Debattenbeitrag für SPIEGEL ONLINE. Ob Afghanistan-Krieg oder Libyen-Einsatz – die vorgeblich humanitären Interventionen sollen nur die Dominanz der USA und ihrer Verbündeten sichern.

Alles Lüge. Von wegen „humanitärer Rettungseinsatz“. Es ging nur um eins: unseren Wohlstand. Dafür sind wir bereit, zu töten. Wir alle. Immerhin zahlen wir alle auch dafür.

Angst vor dem Krieg selbst haben wir nicht. Wir sind die Täter, die anderen haben nur Keulen. Aus dieser Überlegenheit erklären sich die aktuellen Ängste der Deutschen.

Sie haben Angst vor vergifteten Lebensmitteln – oder davor, das die Eurorettung teuer wird. Vor Bomben und Granaten brauchen sie keine Angst zu haben, die verkaufen wir nur an die Tyrannen, die uns nützen – und dann auch nur jene von minderer Qualität. Angst vor vergifteten Lebensmitteln hat man vielleicht zurecht – Lebensmittelgifte sind einfach herzustellen, potentielle Täter findet man unter den Opfern unserer besonderen Art von „Aussenpolitik“ genug. Da gibt es inzwischen tausende, die deutschen Waffen den Tod der Frau, der Mutter oder der Kinder zu verdanken haben.

Einige von ihnen möchten sich vielleicht gerne mal auf amerikanische Art revanchieren – oder darf ich sagen: auf Nato-Art?

Wir brauchen aber auch gar nicht so weit ins Ausland gucken – gleich nebenan haben wir schon die nächste Katastrophe, denn auch unsere Bundesbürger kommen nicht ungeschoren davon. Sie werden zwar nicht erschossen, aber gezielt verarmt.

50 000 000 000 Euro verschenkt der Staat jedes Jahr, berichtet heute die Welt:

Das dicke Minus ist demnach ein wesentlicher Grund für das aktuelle Staatsdefizit, denn die Ausgaben erhöhten sich in dieser Zeit im Jahresdurchschnitt nominal lediglich um 1,8 Prozent. „Rein rechnerisch hätte die Bundesrepublik aktuell kein Budgetdefizit, sondern einen Überschuss – wenn der Staat nicht in der vergangenen Dekade auf hohe Einnahmen verzichtet hätte“, sagte der Wissenschaftler. Vor allem die rot-grüne Einkommensteuerreform mit deutlicher Senkung der Spitzensteuersätze hat demnach durchgeschlagen.

Ja, die „Linken“. Groß von sozialer Gerechtigkeit tönen, aber dann das Millionärszuchtprogramm starten, von dem viele Grüne deutlich profitierten. Und weil Millionäre so viel Geld haben, vertreiben sie erstmal die Menschen aus den schönen Innenstädten – dort steigen die Preise dann deutlich an. Hier wächst eine neue Vertriebenengeneration heran, diesmal nicht von russischen Panzern vertrieben, sondern von rot-grünen Millionären.

Das Ergebnis ist das Gleiche.

„Nato-Art“ der Revanche führt zu häßlichen Erscheinungen:

Geschubst, geschlagen, getreten: Immer häufiger sehen sich Polizisten bei Routineeinsätzen mit Gewaltausbrüchen konfrontiert. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden binnen eines einzigen Jahres fast 2000 Beamte verletzt – die Spirale der Eskalation dreht sich schneller denn je.

Die Polizei schießt zurück:

In Mannheim wurde ein 37-Jähriger tot in seiner Wohnung gefunden, nachdem er Brandsätze auf Polizisten warf. Ob ihn Schüsse der Beamten töteten, ist noch unklar.

Gewalt erzeugt Gegengewalt. Darum ist es wichtig zu sehen, das rot-grün die Ursache für die aktuellen Ausschreitungen geliefert hat. Immerhin werden die bald wieder regieren: gut für Reiche, schlecht für … alle anderen.  Die Wirtschaftskrise findet nämlich kein Ende, vielmehr werden jetzt sogar die Unternehmer unruhig:

Wetten gegen den Euro, dubiose Finanzkonstrukte und Spekulationen ohne Risikobewusstsein: Die Manager von deutschen Top-Unternehmen rechnen mit den Praktiken der Finanzwirtschaft ab – in ungewohnt deutlichen Tönen.

Vorbei die Zeiten der klaren Fronten. Heute heißt es: Banken, Linke und Grüne gegen Arbeitslose, Unternehmer und Rentner. Bedenkt man, das Arbeitslose, Unternehmer und Rentner gut ohne Banken, Linke und Grüne auskommen könnten, die aber nicht ohne die anderen, so sind das schon irritierende Zeiten – und beunruhigend, wenn man die Ausblicke für die Zukunft anschaut:

Düstere Aussichten für die deutsche Wirtschaft: Nach Berechnungen der OECD könnte das Wachstum der Bundesrepublik zum Jahresende das schwächste aller großen Industrienationen sein. Die Forscher rechnen auch mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts.

Das wäre es dann gewesen mit dem künstlichen Aufschwung auf Kosten des Steuerzahlers. Der zahlt so oder so. Schuld hat immer der Sozialstaat, der ist jetzt zu voll, es sind einfach zu viele an Bord. Linke und Grüne haben vorgemacht, was Linke und Grüne immer gerne machen (und was den Kommunismus bis in alle Ewigkeit in Verruf bringt): kaum hat man den Zarenpalast gestürmt … schon sitzt ein Linker drauf und macht den Kaiser.

Wem das alles noch nicht gruselig genug ist, der … lausche mal ganz genau auf die aktuellen Worte der Kanzlerin:

„Deutschlands Zukunft ist untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden“, sagte Merkel im Bundestag. Europa sei „viel, viel mehr als eine gemeinsame Währung“. Die Geschichte habe gezeigt, dass Länder mit einer Gemeinschaftswährung nie Kriege gegeneinander geführt hätten, sagte Merkel, deren Koalitionsmehrheit bei der Abstimmung über den Rettungsschirm EFSF Ende September wackelt.

Das heißt im Umkehrschluss: man hält einen Krieg in Europa für möglich? Fällt der Euro, marschieren wir wieder in Holland ein, paradieren durch Frankreich, besetzen Dänemark?

Eine aufrüttelnde Botschaft: entweder der Deutsche zahlt – oder er wird erschossen.

Wie nennt man solche Methoden nochmal im Strafrecht? Ohne ins Detail gehen zu wollen verstehe ich die Meinungen jener Menschen, die die Ausplünderung der nationalen Kassen zugunsten des Euromolochs stoppen wollten:

Verfassungsrechtler Murswiek befand: „Den Euro zu retten, indem man die Fundamentalnormen der Währungsverfassung zerstört, das ist so, als wolle man einen Wasserschaden beheben, indem man das Haus in die Luft sprengt.“ Und der 82-Jährige Professor Wilhelm Hankel betonte in Karlsruhe: „Wir sind gekommen, um Deutschland und Europa vor großem Unheil zu bewahren: Vor dem Verlust von Wohlstand und Demokratie.“

Karl Albrecht Schachtschneider, einer der klagenden Professoren, gab seiner Enttäuschung deutlicher Ausdruck: „Das ist ein schlechter Tag für Deutschland und für Europa und eine Ohrfeige für die Bedürftigen in unserem Land.“

Da hat er wohl recht – wie seine Kollegen auch. Aber die Kanzlerin hat klar und deutlich gesagt, worum es geht:

gibt es keinen Euro, gibt es kein Europa. Gibt es kein Europa – na, dann machen wir wieder Krieg.

„Wir“ sind in diesem Falle nicht wirklich wir alle, sondern nur jenes „wir“, das auch für die ganze momentane Misere verantwortlich ist. Dieses „wir“ ist sofort weit weg, wenn es wieder knallt und kommt erst zum Wideraufbau wieder vorbei. Insofern kann ich beruhigt sein: bei uns knallt es ganz schön, das heißt: die Vertreiber der europäischen Armen sind weit weg – was auch für die Armen ganz gut ist. Die dürfen dann wohnen bleiben.

Wer übrigens meint, richtig zu liegen, wenn er die Linke als Alternative zur SPD wählt, der schaue nach Berlin: die vertreiben die Armen genauso wie die Sozis. „Arm“ und „Links“ – das passt überhaupt nicht mehr zusammen.

„Arm“ passt überhaupt nicht mehr ins neue Deutschland der Berliner Republik: deshalb werden die ja auch vertrieben: erst aus den Metropolen, dann vom Land gejagt, bis sie letztlich … auf kleinen Booten Richtung Afrika schippern müssen.

Da aber – wenn ich an Prof. Hankels Worte denke – bald ganz Europa eine demokratielose Zone von Armut werden wird … wer soll denn dann noch hier wohnen?

Die alternativlose Vernichtung des deutschen Mittelstandes zur Rettung der Bankerboni

Vielleicht geht es ja nur mir so: manchmal spaziere ich morgens durch die Welt der Nachrichten - und bleibe völlig fassungslos vor gewissen Formulierungen stehen. Mir fehlen die Worte. Heute war mal wieder so ein Tag - ich zitiere das Ereignis mal aus dem Spiegel:

Die neuen Kompetenzen des Euro-Rettungsschirms sind noch nicht von allen nationalen Parlamenten abgesegnet, doch schon gibt es Forderungen, das Aufgabengebiet des EFSF weiter auszudehnen. Die europäische Bankenaufsicht EBA spricht sich laut "Financial Times Deutschland" dafür aus, dass der Rettungsschirm fortan direkt Geld an Banken geben darf, um sie vor dem Zusammenbruch zu retten. Das schreibt EBA-Chef Andrea Enria in einem Brandbrief an die europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister, aus dem die Zeitung zitiert.

Vielleicht geht es ja nur mir so: manchmal spaziere ich morgens durch die Welt der Nachrichten – und bleibe völlig fassungslos vor gewissen Formulierungen stehen. Mir fehlen die Worte. Heute war mal wieder so ein Tag – ich zitiere das Ereignis mal aus dem Spiegel:

Die neuen Kompetenzen des Euro-Rettungsschirms sind noch nicht von allen nationalen Parlamenten abgesegnet, doch schon gibt es Forderungen, das Aufgabengebiet des EFSF weiter auszudehnen. Die europäische Bankenaufsicht EBA spricht sich laut „Financial Times Deutschland“ dafür aus, dass der Rettungsschirm fortan direkt Geld an Banken geben darf, um sie vor dem Zusammenbruch zu retten. Das schreibt EBA-Chef Andrea Enria in einem Brandbrief an die europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister, aus dem die Zeitung zitiert.

Man glaubt auf den ersten Blick nicht, das die Meldung wahr ist. Soviel unverfrorene Gier, soviel Verantwortungslosigkeit, soviel Rücksichtslosigkeit – das erinnert an Erscheinungen, die zu Beginn der Krise der westlichen Finanzwirtschaft zu beobachten waren – hier bei N 24 zitiert:

Wie die flämische Zeitung «De Morgen» am Samstag berichtete, lud die franko-belgische Dexia-Bank mehr als 200 Gäste zu einem festlichen Bankett in die teuerste Herberge von Monte Carlo, das «Hotel de Paris», ein. Am Tag darauf habe die Fortis-Bank, die ebenfalls in großen Schwierigkeiten ist, ihrerseits eine Reihe von Gästen im Drei-Sterne-Lokal des Hotels, dem Gourmet-Tempel «Louis XV», bewirten lassen.

Ich habe mich mal umgeschaut in diesem Hotel. Die preiswertesten Zimmer kosten 440 Euro pro Nacht – Frühstück kostet extra, versteht sich – der arbeitslose Steuerzahler muss mit dem Geld anderthalb Monate auskommen, das Kind eines Arbeitslosen muss davon 167 Tage lang sein Essen bezahlen. Verhältnisse wie kurz vor dem Sturz der Monarchie in Frankreich.

Ich war dann auch mal – virtuell – in dem besagten Restaurant. Abendmahl – Wein nicht inbegriffen – kostet 210 Euro. Man versteht auf einmal, warum Banken solchen Geldhunger haben, bei den Preisen wird einem schnell schwindelig. Es ist die völlige ethische Verwahrlosung, die einem angesichts dieses drastisch demonstrierten Mangels an Mitgefühl, an Verantwortungsbereitschaft für die westliche Wertegemeinschaft sowie an Ignoranz der möglichen negativen Auswirkungen der Lustbarkeiten Angst machen sollte: hier demonstrieren der neuen Herren der Welt ihre absolute Macht, ein neuer Lustbarkeitsadel demonstriert seine Unangreifbarkeit. Nur aus dieser Geisteshaltung ist es zu verstehen, das man nun den Rettungsschirm der europäischen Volkswirtschaften zur Absicherung eigener Hochrisikogeschäfte absichern will – so kann jede Dumpfbacke erfolgreich sein: entweder man macht Gewinne aus dem Geschäft selbst, oder man zieht die Gewinne eben aus dem Rettungsfond. Das ist Straßenräubermentalität: entweder Du gibst mir Dein Geld, oder ich erschiesse Dich und nehme es mir selber – Du hast die freie Wahl.

Ethisch gesehen befinden sich Banken im Vergleich zu Volkswirtschaften mitlerweile auf dem Niveau von Kannibalen:

Ein 21 Jahre alter Koch soll in Russland einen Mann getötet, dessen Fleisch zu Bouletten und Wurst verarbeitet und gegessen haben. Der mutmaßliche Kannibale sei in Murmansk im Norden Russlands festgenommen worden, teilte die örtliche Ermittlungsbehörde im Internet mit.

Das haben die Banken mit uns allen vor – nichts anderes geschieht im Prinzip in den Nobelhotels: damit dort geprasst werden kann, müssen in Europa Kinder in Armut groß werden … ein System, das via Deutschland jetzt den Rest des Kontinents beglücken soll.

Dieses System hat genug Sprengkraft, die gesamte europäische Wirtschaft in den Abgrund zu stürzen. Hören wir dazu Konrad Hummler im Handelsblatt:

Wir erleben die Demaskierung eines Geldsystems, das den Pfad der Tugend längst verlassen hat. Geld sollte Spiegelbild des realen Lebens sein, es soll den Austausch von Waren oder die Wertaufbewahrung erleichtern. Ich fürchte, wir sind in eine Situation hineingeraten, in der Geld nur noch eine verselbständigte Entität ist, losgelöst von den realen Gegebenheiten.

Herr Hummler ist Chef der ältesten Schweizer Privatbank – somit wahrscheinlich kein „linker Spinner“.

Damit haben sie ihr wichtigstes Gut verspielt: Glaubwürdigkeit. Unser Geld basiert allein darauf. Wenn nicht mehr geglaubt werden kann, dass für einen Geldschein oder für ein Kontoguthaben oder für den Gegenwert einer Staatsobligation morgen, übermorgen oder in einem Jahr ein Kilo Brot, eine Arztrechnung oder ein Haus bezahlt werden können, dann ist das Geld wertlos. 

Das hört sich nun nicht so an, als dürfte man als Bürger die Entwicklung einfach so tatenlos hinnehmen. Das hört sich so an, als würde uns eine gallopierende Inflation drohen, weil die Geldwirtschaft ein dubioses, die gesamten europäischen Volkswirtschaften in die Vernichtung treibendes Eigenleben führen, um mit ihrem Personal teure Luxusevents durchführen zu können.

Wer nun aber glaubt, die Politik würde ihren Job gut machen und uns vor dieser Vernichtung bewahren, der irrt. Hören wir nochmal Herrn Hummler:

Ausgerechnet von denjenigen, die das Geldsystem unterhöhlen, den Politikern und Notenbankern, erwartet man die Stärkung oder Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit. Das ist aberwitzig. Die Politik schiebt die Probleme auf, verschleiert sie und überwälzt sie auf ein Publikum, das sich kaum wehren kann.

Man merkt langsam, das Merkels Geburtstagsessen für Ackermann schreckliche Dimensionen annimmt – hier mal aus dem Fokus:

Ackermann hatte in einem Fernsehinterview von einem Angebot von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berichtet, etwa 30 Freunde ins Bundeskanzleramt einzuladen. Am Mittwoch muss die Bundesregierung den Haushaltsausschuss über die Kosten des Abendessens informieren. Die Deutsche Bank verweigerte laut „Report Mainz“ eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Das Bundeskanzleramt habe nicht reagiert.

Das sind schon „ganz besondere“ Lebensstile, die dort gepflegt werden. Dürfen auch mal Krankenschwestern, Bauern, Altenpfleger, Industriemonteure oder Erzieherinnen ihren Geburtstag mit der Kanzlerin feiern?

Kaum vorstellbar. Allein die Fahrtkosten würden viele von ihnen finanziell überfordern – zumal man aktuell ja auch den neuesten Fehlgriff der Bundesregierung laut Spiegel mitfinanzieren darf:

Die Politik wollte E10 mit Macht durchdrücken, doch die Bürger traten in den Kaufstreik. Nun wird die vorgeschriebene Quote wohl verfehlt, die Ölkonzerne müssen Strafe zahlen – und holen sich das Geld bei den Autofahrern wieder. Die müssen mit Preisaufschlägen von zwei bis drei Cent pro Liter rechnen.

So einfach wird man reich: man muss nur Schlüsselpositionen in Versorgungsunternehmen besetzen – schon wird man reich … und vorbildlicher Leistungsträger.

Den Preis für das Versagen von Wirtschaft und Politik zahlen ja andere.

Nun wenden sich ja auch Stimmen aus den Wirtschaftsredaktionen gegen die Pläne, aus der EU einen Selbstbedienungsladen für Großversagerbanken zu machen und postulieren wie das Handelsblatt, das Bankenrettung keine EU-Aufgabe werden sollte, sondern eine nationale Aufgabe. Das wäre auch genau meine Meinung – und aus gegebenem Anlass möchte ich auch darauf hinweisen, das es für Pleitebanken schon ein Rettungsprogramm gibt:

Hartz IV. 

Man müsste auch den Lebensstandard nicht ganz so weit herunterschrauben, immerhin stellt der Staat jenen, die er nicht zum Geburtstagsessen ins Kanzleramt einlädt, 7,16 Euro für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen zur Verfügung. Spart der Pleitebanker diesen Betrag über siebeneinhalb Jahre an, so kann er sich eine Übernachtung (ohne Frühstück)  samt Abendessen (ohne Wein) im oben genannten Luxustempel leisten und sich nochmal einen Abend lang wir Gott persönlich fühlen.

Ich habe aber Grund zur Annahme, das dieser Vorschlag nicht angenommen werden wird, stattdessen wird es Lösungen geben, die kostenintensiv für den Bürger aber risikofrei für den Leistungsträger sind: Adel verpflichtet, das kennt man ja – der neue Finanzadel macht da keine Ausnahmen.

Was auf uns Bürger wartet, erläutert uns das Managermagazin in zwei Artikeln.

Steigt Deutschland aus dem Euro aus (oder zerbricht die ganze Union am Boni-Durst der Bankmanager), kriegen wir Zustände, die beängstigend sind:

Der Berliner Ökonom Michael Burda erklärte in der „Welt am Sonntag“ sogar, das würde „den deutschen Mittelstand mit einem Schlag auslöschen“.

Also brauchen wir die Fiskalunion, sonst droht dem Mittelstand die Auslöschung. Kriegen wir jedoch die Fiskalunion, sieht es nicht besser aus:

Kritiker dagegen befürchten, Deutschland könne bei einem solchen Vorhaben nur verlieren. Beispielsweise würde die bundesdeutsche Spitzenbonität am internationalen Finanzmarkt verwässert, das Rating gerate in Gefahr, die Zinslast im Bundesetat drohe zu steigen. „Wenn die Politiker an ihrem Plan A festhalten, steht am Ende dieses Wegs eine Transferunion, in der jedes Land für die Schulden aller Länder verantwortlich ist“, sagte etwa Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel dem manager magazin. „Wohin ein solches System führt, wissen wir aus dem deutschen Länderfinanzausgleich: zu organisierter Verantwortungslosigkeit.“ Die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Euro-Zone würde leiden, glaubt Henkel. „Der Wohlstand würde abnehmen, dafür wäre er dann innerhalb der Euro-Zone umverteilt.“

Das heißt … wir haben die Wahl zwischen einer schnellen Vernichtung des deutschen Mittelstands oder seinem langsamen Ausbluten.

Wird es nun verständlich, warum ich an dem Kannibalenartikel hängen geblieben bin?

Wird es verständlich, warum ich zur Sprachlosigkeit neige?

 

 

 

 

Was die Rückkehr zur D-Mark kosten würde

Ein Artikel aus dem Online-Portal des linksradikalen, anti-kapitalistischen Kampfblatt „Wirtschafts Woche„:

Zudem müsste Deutschland den fußkranken Ländern im Süden Europas nicht länger mit Transfers unter die Arme greifen. Das Geld der Steuerzahler könnte hierzulande statt in Griechenland investiert werden. Die Rahmenbedingungen für mehr Wachstum würden sich verbessern.

Klingt Gut. Auch die Nachteile halten sich in Grenzen:

Zu den Verlierern einer Rückkehr zur D-Mark dürften jedoch die Besitzer von Auslandsvermögen zählen. Als Land mit hohen Exportüberschüssen hat Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld im Ausland investiert. Das Nettovermögen der Bundesrepublik im Ausland belief sich 2009 auf 895 Milliarden Euro. Dazu zählen Wertpapiere, Immobilien und Beteiligungen. Wertet die D-Mark gegenüber anderen Währungen auf, schrumpft der Gegenwert des Auslandsvermögens in D-Mark. Für die Bürger dürfte es da nur ein schwacher Trost sein, dass eine starke Mark die Inflation dämpft und die Realeinkommen steigert.

Welcher „Bürger“ hat sein Geld im Ausland? Die meisten haben ihr Geld nicht mal auf einem Sparbuch, weil sie es zum Überleben brauchen. Und dafür eine Steigerung der Realeinkommen? Als einziger Wermutstropfen eigentlich verkraftbar. Die anderen Nachteile negieren sich von selbst, wie im Artikel beschrieben wird.

Wenn jetzt noch die verantwortlichen Politiker nicht durch die Bank von denen bestochen wären, die genügend Geld im Ausland haben um davon etwas zu verlieren. Ach nee, sind sie ja gar nicht,“ Sachzwänge“ heißt das ja Heutzutage. Alternativlose Sachzwänge…

Was die Rückkehr zur D-Mark kosten würde

 

Euro-Bonds, Wunderwaffe oder Kopfschuss für die 0017er Staaten?

EUR-OPA: Liebe Kinder, wir müssen heute mal wieder über ein ganz ernstes Thema reden, nämlich über die Euro-Bonds. Nein nein, dass sind nicht die vielen 007-James der europäischen Geheimdienste, hier geht es um das ganz große Geld und noch viel gefährlichere Waffen, die das Zeugs dazu haben ganze „Kontonente“ (ist die Weiterentwicklung der Kontinente durch die Banken) zu ruinieren. Es geht dabei um Monstersummen an Euros die unsere Politiker bewegen um uns ein friedliches Europa bei den Banken zu kaufen. Da werden nun ganz große Geschütze aufgefahren und wir wollen mal ein wenig beleuchten womit und wohin da geschossen werden soll. Natürlich rechnen wir dabei auch wieder ein wenig, weil es das Hirn trainiert und nur Sachen die man richtig berechnen kann wird man am Ende auch verstehen.

Was sind nun Bonds und Euro-Bonds?

Also, bislang war es so, dass jeder Staat von den 0017 Euro Teilnehmern seine Staatsfinanzen selber hoheitlich regelte und auch entsprechende Kredite in Form von Euro-Staatsanleihen aufnahm, sprich Schuldscheine verkaufte. Die nannten sich dann griechische, spanische oder auch deutsche Staatsanleihen. Jetzt sind aber die Schweine (PIGS) durch den europäischen Vorgarten gebrettert und haben am Finanzmarkt eine arge Verwüstung hinterlassen, die dazu führte dass die Banken den PIGS die Gelder nicht mehr so günstig wie bisher überlassen wollten. Bedauerlicherweise sind diese Staaten eh schon so gut wie pleite. Deshalb haben ganz schlaue Köpfe darauf hingewiesen dass es sich diese Länder eigentlich gar nicht leisten können so horrende Zinsen zahlen zu sollen und da war die Not gleich noch viel größer. Nun haben die Banken auch noch ihre Rating Agenturen beauftragt die entsprechenden Länder soweit runter zu raten dass man an diesen potentiellen Leichen erst richtig gut Geld verdienen kann. Dass haben die Rate-Agenturen auch weisungsgemäß gemacht und jetzt sind diese Länder völlig im Arsch und müssen besonders hohe Zinsen zahlen weil sie gar kein Geld haben.

Was soll sich zur bisherigen Situation ändern?

Weil es natürlich auch noch solvente Staaten unter den 17 gibt, haben die Banken sich gedacht, wenn die schon eins auf Familie mimen wollen, dann sollen doch die übrigen Familienmitglieder mal in die Tasche fassen und für die PIGS bezahlen. Dann könnte man das Geld für diese Länder wieder billiger hergeben. Anfangs hat man den Banken einfach nur Rettungspakete vor die Füße geworfen damit die das Maul halten, aber die haben immer noch bessere Ideen gehabt wie man an das Geld der Leute herankommt die noch welches haben. Der letzte Schrei ist jetzt folgender: die Familie der 0017er soll gemeinschaftliche Staatsanleihen unter dem Label „Euro-Bonds“ ausgeben. Da haftet dann jeder für jeden und der Bank tut es dann auch nicht mehr so weh wenn mal ein Familienmitglied zwischendurch ohnmächtig wird oder gar verstirbt, weil doch der Rest der Sippe dann die Zeche zahlt. Sprich, von den bisherigen Länder-bezogenen Staatsanleihen will man zu einem einheitlichen Format gelangen welches die EZB verwalten soll und alle Euro Teilnehmer kriegen dann ihre Kontingente über diesen Topf aus Brüssel zugewiesen. Natürlich müssen sie dafür auch ein wenig Haushaltshoheit an die Kommissare abgeben, dieses Prunkstück nennt sich dann Wirtschaftsregierung mit Sitz in Brüssel. Letzteres macht aber nix, weil die nicht gewählt werden müssen und deshalb ganz unabhängig sind. Das hat zwar nichts mehr mit Demokratie zu tun, aber die Banken stört dass nicht, es müssen nur zuverlässig und pünktlich die Zinsen abgedrückt werden … solange ist alles gut.

Wo liegen die Vor- und Nachteile, was ist mit den Kosten?

Der größte Vorteil dürfte zunächst darin liegen dass so nahezu alle Banken gerettet werden können, diese keine Zahlungsausfälle mehr befürchten müssen und weil alle Steuerzahler dieser 17 Staaten jetzt gesamtschuldnerisch (jeder für jeden) für die Erfüllung aller Verpflichtungen gegenüber den Banken haften. Als größte soziale Gemeinschaftsaufgabe von gut 500 Millionen Menschen ist dies ein völlig neuartiges Projekt, welches in der Geschichte dieser Erde beispiellos ist. Aber die Banken bedanken sich fein artig – wenn auch etwas nörgelig – weil sie sicher gerne noch etwas mehr verdient hätten für die harte Arbeit die sie Tag ein Tag aus leisten, um die Menschen von ihrem Geld zu befreien.

Jetzt dürfen wir mal wieder rechnen, dass ist auch ganz spannend, denn es gibt tatsächlich richtige Gewinner in dieser Geschichte. Nehmen wir mal die vier Problemländer Griechenland, Portugal, Irland, Spanien: Die haben zusammen etwas mehr als 1 Billion Schulden und weil sie so mies sind müssten sie dafür rund 7 Prozent Zins oder mehr zahlen, also rund 75 Milliarden Euro. Die restlichen Staaten haben rund 6 Billionen Schulden, die sie aufgrund ihrer guten Bonität locker für 3 Prozent Zins einkauften, also rund 180 Milliarden Zins pro Jahr dafür zahlen, alle zusammen müssten dann rund 255 Milliarden Zinsen an die Banken abdrücken.

Welche Staaten (Quelle: Wikipedia, Stand 2009)

Schulden
in Mrd.

Zinssatz
in %

Zins in
Mrd. Euro/a

€-Staaten ohne PIGS

5.998,70

3,00

179,96

 

Portugal, Irland, Griechenland,
Spanien – (PIGS)

1.063,70

7,00

74,46

Summe Zinsen bisher

254,42

Alle 17 €-Staaten
nach Euro-Bonds

7.062,40

5,00

353,12

Jetzt macht die Bank eine feine Mischkalkulation und sagt, wenn ihr alle zusammen, gute wie schlechte Familienmitglieder, jetzt Euro-Bonds haben wollt, dann machen wir euch das für 5 Prozent Zins über alles. Und schwups, jetzt zahlt man für zusammen 7 Billionen Schulden pro Jahr 353 Milliarden an Zinsen. Der Gewinner ist: zunächst natürlich die Banken, die tun sich jetzt für das gleiche Geschäft halt rund 100 Milliarden Euro pro Jahr mehr ins Säckel, weil doch das Risiko ach so groß ist und alle haften. Allein die Verwaltung ist mörderisch, dafür müssen wenigstens 5 Personen zusätzlich eingestellt werden (die 10.000 Entlassungen bei den Banken wegen anderer Vereinfachungen und schlechter Aktienkurse spielen hier jetzt gar keine Rolle). Und die zweiten Gewinner sind: Die PIGS natürlich, weil die die Kohle jetzt billiger kriegen. Ok, weil es unsozial wäre soll man über Verlierer nicht reden, die könnt ihr euch jetzt selbst errechnen, wer da die 100 Milliarden zusätzlich berippeln muss.

Das schönste an diesem Geschäft ist natürlich, wir wollen es nicht unerwähnt lassen: all das Geld was da benötigt wird, schenkt grundsätzlich die EZB den Banken für 0-1,5 Prozent Leitzins, damit die selbiges frisch geschöpftes Geld für die erwähnten 5% an die Staaten verleihen kann. Ihr fragt jetzt nach dem Sinn dieser Aktion? Warum die EZB den Staaten die Kohle nicht direkt zu 0,00 Prozent zur Verfügung stellt, wenn sie das Geld schon frisch erfindet? Dass geht nicht, weil die Banken dann keine Zinsen mehr bekämen und die reichen Leute, denen die Banken gehören, daran verarmen könnten. Sicher sind auch ein paar Sparer darunter und andere Anleger, aber Du und ich sind da nicht nennenswert vertreten. So etwas ist im Kapitalismus auch nicht wirklich vorgesehen. Wichtig ist nur, dass ihr für dieses erfundene Geld fleißig arbeitet damit die Geldberge weiterhin schön wachsen und gedeihen. Jetzt seht ihr auch wie wichtig die Banken sind und weshalb ohne die rein gar nichts läuft, denn wer will schon Landschaften ohne Geldberge haben, sähe dann ja aus wie Wüste.

Wie wird die Geschichte enden?

Weil nun das Geld auf der einen Seite und die Schulden auf der anderen immer mehr werden – es geht halt nicht anders – weil die Banken sich dass so ausgedacht haben und es deshalb kapitalistisches Gesetz ist, wird es wie folgt kommen. Die Euro-Bonds sollen den Finanz-Supergau noch ein wenig weiter hinauszögern, um das Maximum an Zinsen aus den Leuten aller Staaten rausquetschen zu können bevor die alle absehbar wie Dominosteinchen umfallen. Dieser Tag wird dann sein, wenn alle Arbeitskraft der Euro-Bonds-Staaten-Menschen nicht mehr ausreichen wird den Zinsdienst für das erfundene Geld bedienen zu können. Das interessiert allerdings das Geld nicht, es muss strikt nach Plan und pünktlich bedient mit reichlich Zinsen gefüttert werden, sonst bekommt man sein AAA Prädikat nicht und muss dann noch mehr zahlen wenn man kein Geld hat, wie oben bereits erwähnt.

So ihr Lieben, dass was ihr hier jetzt auf dieser Seite gelernt habt, dass schaffen unsere Politiker ihr ganzes Leben nicht zu lernen, oder sie wollen es halt nicht. Und jetzt habt ihr auch verstanden warum diese Waffe so gefährlich ist. Man muss damit gar nicht so genau zielen, man trifft immer und deshalb können die Banken richtig stolz auf diese Neuentwicklung sein. Sie können bedenkenlos alle Mitgliedsstaaten des Euro mit dieser Wunderwaffe ausstatten, denn sie haben die absolute Gewissheit, sofern einer damit auf sie zielt, dann trifft der garantiert immer den Richtigen. Deshalb sind die auch völlig furchtlos wenn damit mal einer zum Ballern bei denen vorbeikommt.

Zum Abschluss ein wenig Balsam für die Seele und für das gute Gefühl.

Ihr müsst euch jetzt nur vorstellen – es ist ja der Traum von einem Europa – dass wir alle eine ganz große Familie sind. Egal ob einer viel oder wenig arbeiten kann, ob er strukturelle Defizite hat oder nur schlechte Ausgangsvoraussetzungen … jetzt sind wir alle gleich … dank der Banken und der Euro-Bonds. Und wenn euer Nachbar mal seine Kredite nicht zahlen kann; macht doch nix, dafür seid ihr ja da. Auf gut Deutsch: die Leute in Europa waren noch nie sozialer als heute. Deshalb kommen sie auch mit sinkenden Löhnen gut zurecht, retten die Banken und erfreuen sich daran wenn es den ganz Wenigen, denen die Banken gehören, richtig gut geht. So stellen wir uns den aufgeklärten Europäer vor, ein echter Weltenbürger von Format. Und wer von euch hätte gedacht dass der Sozialismus ein weiteres Mal ausgerechnet von Banken erfunden werden sollte? Clevere Kerlchen nicht wahr!

Mit Dank an:

WiKa von der Nachrichtenagentur QPress

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