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And the winner is…Bill Gates!

Me, Myself and Media 57

Happy Quarantine – Tacheles #27

Natürlich ging es auch bei Röper und Stein nicht ohne das COVID19-Virus, dass die Medien beherrscht. Röper hatte dazu aktuelle Zahlen parat, die aufzeigen, dass das Virus gar nicht so gefährlich ist, dass aber die wirtschaftlichen Folgen unabsehbar sind und das wahre Problem vielleicht erst noch kommt.
Außerdem ging es um den Themenkomplex Syrien/Türkei/Flüchtlinge, denn Erdogan beherrscht mit seiner «Einer-gegen-alle-Politik» und ihren Folgen auch die Schlagzeilen.
Und natürlich hatte Röper auch einige Themen ausgegraben, über die man in den «Qualitätsmedien» kein Wort gehört hat. Und dafür ist Tacheles ja da: Aufzeigen, was man in Deutschland nicht zeigen will.

Wie schön, dass es zwei Europas gibt

Wie schön, dass es zwei Europas gibt

Bild:pixabay.com CCO

Wenn Sie genug von köstlichen alkoholischen Getränken konsumiert haben, dann sehen Sie die Welt doppelt. Das ist natürlich sicher nicht beim Kommissionspräsidenten der Fall. (Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Juncker-taumelt-bei-Gipfel-Abendessen-article20527558.html, hier noch das Video dazu:  https://youtu.be/oecvYFq_wi0). Aber man könnte ja die Angelegenheit auch positiv sehen: Wenn alles in Scherben liegt, vor allem bei dem NATO Gipfel, dann könnte ein leitender Mensch sich durch entsprechende Getränke Mut und eine neue Realität aufbauen. Er hätte berühmte Vorbilder: Z.B. Boris Jelzin, der den, durch westliche Wirtschaftsberatung initiierten Flohmarkt, der russischen Rohstoffe und die Not seiner Bevölkerung durch Wodka therapierte? So könnt es vollkommen ohne jeglichen Grund geschehen, dass die Spitze der EU auch zu dem Schluss kommen muss, dass Europa zwei Mal da ist. Das eine Europa verwickeln wir in einen neuen kalten Krieg, mit Atomwaffenausbau, mit weiterem Ausbau der Überwachung und Gesundheitsschädigung durch den Ausbau des 5G Netzes. (Quelle: nachrichtenspiegel.de, youtube und wieder nachrichtenspiegel.de).Ganz neu zu den Gesundheitsrisiken von G5: https://www.zerohedge.com/news/2019-02-05/5g-wireless-massive-health-experiment-could-cause-cancer-and-global-catastrophe, https://www.cellphonetaskforce.org/ . Europa tut sehr viel für seine Reichen. Und deshalb wird es immer reicher. Reich an Nationalisten, die keinen Sinn mehr in Europa sehen. Doch man muss nur genau hinschauen, um den tiefen Sinn Europas zu erkennen: Oligarchen Schützen und gegen diese eine Strafverfolgung verhindern, wie das ja auch im Mutterland des Kommissionspräsidenten so vorbildlich, siehe luxemburgleaks, geschah. (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/emmanuel-macron-und-frankreich-wollen-vom-brexit-profitieren-a-1157334.html). Ist die Ursache der Nichtunterstützung der Finanztransaktionssteuer, durch Macron eine Milliarden-Wahlkampfhilfe an ihn? https://www.freiewelt.net/nachricht/unterstuetzung-in-millionenhoehe-durch-globalisten-soros-rothschild-und-goldman-sachs-aufgedeckt-10075122/

Wie schön ist es wenn so ein Kommissionspräsident die korrupten Verhältnisse in Rumänien geißelt. (Quelle: https://www.sueddeutsche.de/thema/Luxemburg-Leaks). Oder wenn Europa ausländische Nachrichtendienste sanktioniert. (Quelle: https://www.sn.at/panorama/international/edward-snowden-held-oder-verraeter-45561928 und https://www.heise.de/newsticker/meldung/Geheimakte-BND-NSA-Das-Merkel-Handy-als-Katalysator-3642584.html). Die CIA D und Merkel also ausgezeichnet überwacht.
Das erklärt treffend, warum die EU jetzt eben den russischen Geheimdienst sanktioniert. (Quelle: https://www.watson.ch/international/eu/801091264-eu-sanktionen-gegen-russischen-geheimdienst-chef-verhaengt).

Ja wie hatte denn der neue kalte Krieg in Europa begonnen? Mit dem Vertragsbruch des Westens gegen Gorbatschow, eine NATO Osterweiterung nicht durchzuführen. (Quelle: faz.net).

Ich zitiere die FAZ: Die Diskussion darüber, wer was versprochen hat und ob überhaupt, ist alt. Vor fünf Jahren kam etwas Licht hinein, als der „Spiegel“ einen bis dahin geheimen Vermerk zitierte, der während eines Besuchs von Hans-Dietrich Genscher in Moskau am 10. Februar 1990 angefertigt worden war. Demnach sagte Genscher im Gespräch mit dem sowjetischen Außenminister Schewardnadse, der Bundesregierung sei „bewusst, dass die Zugehörigkeit eines vereinten Deutschlands zur Nato komplizierte Fragen aufwerfe“. Für sie stehe aber fest: Die Nato werde sich nicht nach Osten ausdehnen.
Genscher hatte diese Meinung auch schon vor seiner Reise nach Moskau öffentlich in Deutschland geäußert. Entstanden war sie im Januar 1990, als Genscher, wie er in seinen Erinnerungen schreibt, in zahlreichen Gesprächen „mit Besorgnis“ feststellte, dass in Deutschland die Alternative „Einheit oder Nato“ diskutiert werde. Viele hätten nicht geglaubt, dass die Sowjetunion einer Nato-Mitgliedschaft Deutschlands „zustimmen würde“. Darum sei es ihm dringlich erschienen, „in öffentlicher Rede ein klares Votum“ für die Nato-Mitgliedschaft des vereinigten Deutschland abzugeben.
Am 31. Januar 1990 in der Evangelischen Akademie in Tutzing sah Genscher die Gelegenheit gekommen. Seine Rede, die nicht mit Bundeskanzler Kohl abgesprochen war, enthielt die an die Nato gerichtete Forderung, eindeutig zu erklären, „was immer im Warschauer Pakt geschieht, eine Ausdehnung des Nato-Territoriums nach Osten, das heißt, näher an die Grenzen der Sowjetunion heran, wird es nicht geben“. Diese Sicherheitsgarantie sei für die Sowjetunion bedeutsam, denn der Wandel in Osteuropa und der deutsche Vereinigungsprozess dürften „nicht zu einer Beeinträchtigung der sowjetischen Sicherheitsinteressen führen“. Genscher führte zudem aus, das Gebiet der DDR solle nicht in die militärischen Strukturen der Nato einbezogen werden – da dies wegen zu erwartender Widerstände der Sowjetunion die Einigung blockieren würde.

Zunächst folgten sowohl Bundeskanzler Kohl als auch der amerikanische Außenminister James Baker Genschers „Tutzinger Formel“, wie sie fortan genannt wurde. Baker traf eine gute Woche nach Genschers Rede, am 9. Februar, in Moskau mit dem sowjetischen Staatschef Gorbatschow zusammen, der zu dem Zeitpunkt der Wiedervereinigung noch nicht zugestimmt hatte.
Baker ging – so stellt es der Historiker Gerhard A. Ritter dar – von der „Tutzinger Formel“ aus, und sagte zu Gorbatschow, die Beistandsgarantie oder „militärische Präsenz der Nato in östlicher Richtung“ werde „um keinen einzigen Zoll ausgedehnt“. Am nächsten Tag reisten Genscher und Kohl nach Moskau. Genscher wiederholte im Gespräch mit Schewardnadse, wie der „Spiegel“ 2009 belegte, seine „Tutzinger Formel“. Und Gorbatschow stimmte im Gespräch mit Kohl zu, dass die Deutschen allein über ihre Einigung entscheiden könnten.
Und das ist jetzt der Grund, warum die EU Russland sanktioniert, nach der sogenannten Annexion der Krim und dem nicht verfassungskonformen Regierungsumsturz in der Ukraine. (Quelle: http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/analysen/185420/analyse-aufstieg-und-niedergang-der-prorussischen-bewegung-auf-der-krim-19911995, https://www.zeit.de/2015/20/ukraine-usa-maidan-finanzierung, https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich, http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/1405/25/fzgps.01.html: SOROS: Well, I set up a foundation in Ukraine before Ukraine became independent of Russia. And the foundation has been functioning ever since and played an important part in events now.und https://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/fuck-the-eu-fauxpas-was-nuland-sagen-wollte-12790254.html).

Apropos: Nulands Worte: Fuck the EU. Sie wollte natürlich sagen fick the EU

Bild:pixabay.com/CCO

Wie lange hat der jüngere Bruder die Europa begatten müssen, bis sie sich ihm willenlos unterordnet?
Ja es hat schon vor Jahrtausenden schlecht angefangen mit der EU, als Zeus in Gestalt eines Stieres, Europa vergewaltigte. Die Skulptur steht im Informationsraum der EU in Brüssel. Das heißt, dass die EU bei allen wichtigen Fragen, sei es jetzt bei der Unterstützung der allgegenwärtigen Korruption in der Ukraine (Quelle: sueddeutsche.de/politik/ukraine-korruption) oder jetzt in Venezuela die Interessen des transatlantischen jüngeren Bruders übernimmt? (Quellen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=45924 https://www.nzz.ch/international/china-baut-einfluss-in-lateinamerika-rasant-aus-ld.1390173 https://www.derbund.ch/ausland/amerika/maduro-zeigt-sich-kampfbereit-mit-der-armee/story/21041900,https://amerika21.de/analyse/177413/beziehung-china-lateinamerika).https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/juan-guaido-erklaert-sich-zum-staatschef-venezuelas-16004781.html.Vielleicht hat auch der Mauerbau zwischen Mexiko und USA etwas mit den, laut Nachdenkseiten,  siehe oben, von der USA initiierten Revolutionen und Wirtschaftsproblemen, die zu Flüchtlingsströmen führen, zu tun. Und vielleicht möchten die Gegenspieler von Trump auf diese Weise eine Revolution gegen Trump aufbauen? (Quelle: https://linkezeitung.de/2018/10/25/von-soros-inspiriert-us-milliardaere-planen-bunte-revolution-gegen-trump/).

Ein an Öl sehr reiches sozialistisch und eher nach China orientiertes Land wird durch Wirtschaftssanktionen in die Knie gezwungen. (Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/us-sanktionen-zwingen-venezuela-in-die-knie-15294286.html) Diese Sanktionen werden jetzt verschärft. (Quelle: https://www.blick.ch/news/ausland/staatlicher-oelkonzern-betroffen-us-sanktionen-verhaengen-sanktionen-gegen-venezuela-id15141360.html). Und Europa stellt sich eindeutig gegen Maduro, den Präsidenten und macht Wirtschaftssanktionen. (Quelle: https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/Aktueller-Stand-der-Sanktionen-gegen-Venezuela-.html). Eine Einigung ist schwer in Sicht: https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/USA-verhaengen-Sanktionen-gegen-Venezuelas-Oelkonzern/story/27045732 Alles sehr ähnlich den Vorgängen in der Ukraine 2014. Da es da wieder um die Blöcke Westen gegen Osten geht, könnte man doch eine Vermittlerrolle einnehmen?
Und der Friedenswille Europas? Die Europäische Friedenstaube wird vergewaltigt:

Nuland wieder höflich: Fuck the EU! Sie wollte eben sagen fick the EU?

Bild: pixabay.com CCO

Wie sollte Europa, das alle an Gorbatschow gegebenen Versprechen nicht einhält, das nicht einmal am eigenen Kontinent Frieden schaffen kann, wo leitende Strukturen im Alkohol landen, denn dem Anspruch eines gegebenen Friedensnobelpreises, entsprechen können?

Also das eine Europa, das aufrüstet, die Menschen durch G5 grillen lassen möchte und dann überwachen möchte. (Quelle: youtube.com). Wenn dann die Menschen genug gegrillt sind, dann kann man sie ja auch gut gebrauchen? Man kann sie zum Fressen gern haben. Zum Beispiel die Kinder. (Quelle: https://faszinationmensch.com/2017/04/26/banker-ich-sollte-waehrend-einer-illuminaten-party-ein-kind-opfern/ und nachrichtenspiegel.de).

Und wie schaut das zweite Europa aus?

Es könnte sogar ein Keim einer Hoffnung aufkommen. Einige deutsche Abgeordnete, wohlgemerkt, nicht aber die Regierung, veröffentlichten Ideen zur Entspannung: https://orf.at/stories/3110131/ Ich zitiere:

Streit über INF-Vertrag: Vorschlag aus Deutschland
3. Februar 2019, 10.00 Uhr
Abgeordnete von CDU und SPD in Deutschland wollen mit einem neuen Vorschlag an Russland und die USA die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens in Europa bannen. Der CDU-Parlamentarier Roderich Kiesewetter und der SPD-Abgeordnete Rolf Mützenich regten in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ an, dass Russland seine umstrittenen neuen Marschflugkörper vom Typ SSC-8 soweit nach Osten verlegt, dass sie Europa nicht mehr erreichen können.
Im Gegenzug sollten die USA eigene Abschussanlagen in Europa für russische Kontrollen öffnen, schlugen Kiesewetter und Mützenich vor. Das betreffe die Startrampen für defensive Abfangraketen in Rumänien und in Zukunft auch in Polen. Von diesen behauptet Russland, sie könnten auch für Angriffswaffen genutzt werden.

Aus Militär internen Kreisen ist mir bekannt, dass die Bedenken Russlands bezüglich der Umwandlung des Raketenschilds in Angriffswaffen durchaus berechtigt sind. (Quelle: https://de.sputniknews.com/zeitungen/20160513309830971-verteidigung-angriffsoption-us-raketenabwehr-rumaenien/). Vor allem wird der Raketenschild in Polen auch bald aktiviert.
Daher ist dieser Vorschlag von Deutschen Abgeordneten durchaus ein sehr sinnvoller. Schade dass die Bundesregierung solche Ideen nicht unterstützt, doch wurde hier ja schon oft über Tante Angela gesprochen, so dass wir uns da gar nichts erwarten brauchen.
Von wem wir uns etwas erwarten können? Von uns selbst! Ich möchte Sie nicht in Demonstrationen hineinhetzen, wo dann der gewaltbereite Schwarze Block, dessen Zuordnung nicht ganz eindeutig ist, da im schwarzen Block vermummte Polizisten, die nur den Auftrag hatten Totschlag zu verhindern, mitmarschierten und keine anderen Gewalttaten verhinderten, Demonstrationen in ein schlechtes Licht rückt.(Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/g20-polizisten-marschierten-bei-demo-im-schwarzen-block-mit-a-1208567.html). Böse Zungen, aber nicht nur die,nehmen an, dass der Schwarze Block der Regierung untersteht? Um endlich im Volk Ruhe zu schaffen.

Wir haben aber sonst sehr viele Möglichkeiten uns friedlich zu betätigen. Wir brauchen nicht links gegen rechts hetzen zu lassen. Wir können auch zuhören. Wir können im kleinen Bereich Frieden schaffen, dann im größeren Bereich und dann kann so ein Frieden auch auf Nachbarländer und Kontinente übergreifen.

Hier noch einige links, die die Gesundheitsschädigung des Mobilfunks belegen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27454111
https://www.emfdata.org/en/documentations/detail?id=216
http://www.avaate.org/IMG/pdf/lin_2018.pdf
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935118300355
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30196934
https://europaem.eu/de/bibliothek/blog-de/98-europaem-emf-leitlinie-2016
http://www.bfs.de/DE/themen/emf/hff/wirkung/hff-diskutiert/hff-diskutiert.html
https://www.emfdata.org/de
https://www.bfr.bund.de/de/suche.html?search[query]=Mobilfunk
http://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/berichte/berichte_node.html
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/auswirkungen-elektrosmog/gesundheitliche-auswirkungen-von-hochfrequenz-strahlung.html

Willy Wimmer: Trump hat bisher keinen Krieg vom Zaun gebrochen

In der EU wird die Diskussion um die Gründung einer europäischen und von den USA unabhängigen Armee immer intensiver geführt. Frankreich und Deutschland spielen dabei eine wichtige Rolle.

Gute Aussicht, schönes Wetter – mit dem Smoking wäre es netter

35 frogs pixabay

Bei uns ist ja alles gut. Doch in der Ukraine, da kommen immer wieder recht interessante Verhältnisse zu Tage. Zur Erinnerung: Am 26.01.2014 wurde von den Demonstranten am Maidan das Justizministerium in Kiew besetzt (Quelle: bild.de). Wie viele Gerichtsakten da wohl verloren gegangen sind? Auch George Soros meinte am am 25. Mai 2014: „Ich habe in der Ukraine schon vor deren Unabhängigkeit eine Stiftung gegründet. Sie hat seither funktioniert und spielte eine große Rolle bei den jetzigen Ereignissen“ (Quelle: cnn.com).  Und jetzt schreibt doch die sueddeutsche am 06.08., wie wenig Möglichkeiten die Antikorruptionsbehörde Nabu in der Realität hat:

*Das 2015 gegründete Antikorruptionsbüro Nabu hat Dutzende Staatsdiener vor Gericht    gebracht. Doch in den hochrangigen Fällen wurde Nabu-Chef Sitnik zufolge nicht einer verurteilt.

*Die ukrainischen Gerichte gelten selbst als notorisch korrupt. 

*Die Gründung eines Antikorruptionsgerichts (AKG) wurde erst jahrelang verschleppt, ein vor Kurzem verabschiedetes Gesetz dann durch Zusätze zahnlos gemacht.

 „Faktisch Straffreiheit für alle Prominenten“

Richter, die unbestechlich sind, werden unter Druck gesetzt. Im Frühjahr 2017 nahmen Nabu-Detektive den politisch enorm einflussreichen Ex-Parlamentarier Mykola Martynenko fest, wegen des Verdachts auf Unterschlagung von mehr als 20 Millionen Euro Staatsgeldern. Ukrainer ohne hoch reichende Kontakte kommen – und bleiben – schon bei einem Diebstahl im Wert von mehr als 20 Dollar oft in U-Haft. Doch im Fall Martynenko „kamen 15 Parlamentarier und drei amtierende Minister in den Gerichtssaal und setzten den Richter unter Druck“, erzählt Nabu-Chef Sitnik. Der Ex-Parlamentarier wurde gegen das Wort der Minister und Abgeordneten auf freien Fuß gesetzt.

„Vier Jahre nach dem Maidan gilt in der Ukraine immer noch faktisch Straffreiheit für alle Prominenten. Nicht einer ist hinter Gittern“, sagt Reformpolitiker Jegor Soboljew. „Und solange die Ukraine kein unabhängiges Gericht erhält, das nur massive Korruption hoher und höchster Staatsdiener verhandelt, wird sich nichts ändern.“ 

Wie das Gesetz für ein Antikorruptionsgericht konterkariert wurde

Im Winter 2017/2018 harrten Aktivisten monatelang vor dem Parlament aus und forderten, das Antikorruptionsgericht zu schaffen. Soboljew unterstützte sie draußen per Megafon und als Abgeordneter im Plenarsaal. Als Ausschussvorsitzender blockierte er Versuche, Nabu-Chef Sitniks Entlassung möglich zu machen. Als Quittung wurde Soboljew im Dezember 2017 abgesetzt. „Viele Parlamentskollegen verstehen eines nur zu gut: Wenn sie ein unabhängiges Antikorruptionsgericht schaffen, finden sich etliche von ihnen dort als Angeklagte wieder.“

Präsident Poroschenko, dessen Finanzgebahren seit den von der SZ veröffentlichten Panama Papers wegen seiner Offshore-Firmen Zweifel weckt, kann selbst bei Korruptionshinweisen nicht angeklagt werden. Aber schon, wenn er aus dem Amt scheidet. Das Präsidialamt beantwortete Anfragen für ein Interview nicht.

 Ja was macht man nur, wenn für einen Briefkastenfirmen gegründet werden, und man gar nichts davon weiß? Was soll der arme EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker machen, wenn gerade, als er in Luxemburg Finanzminister war, das Land zur größten Steueroase Europas wurde? (Quelle: sueddeutsche.de Luxemburg-Leaks.) Was macht man nur, wenn man gar nicht weiß, dass man ein Haus in Paraguay hat? (Quelle: n-tv.de ) – oder vielleicht weiß Merkel es doch?

Ja die Steuerfreiheit spielt im Oligarchenschutzverband EU durchaus eine nicht ungewichtige Rolle.    Auch der Brexit macht es den Offshore-Konten auf den Inseln New Jersey, Guernsay und Isle of Man vielleicht doch nicht leichter. Auch wenn mit dem Verfasser des Artikels bekannte Bankeninsider die Frage des Brexit als Folge der Steueroasen mit entsprechender Unterstützung der EU Gegner und der entsprechenden Informationen durchaus als sehr wichtig betrachten.

Steuerfreiheit ist eben im Wirtschaftsliberalismus wichtig: Auch in Italien! (siehe spiegel.de). Und wenig Steuern zu zahlen heißt Wirtschaftsaufschwung? Oder Autobahneinsturz in Genua? (siehe zeit.de).  Auch in den USA hat das in Harvard entwickelte geniale Wirtschaftssystem die Infrastruktur sehr schwer gefährdet (siehe zeit.de). Ja, wenn die Steuereinnahmen auf Offshore Konten liegen, oder eben nicht angetastet werden, dann hat der Staat nun mal kein Geld. Und Angela Merkel hat ihren Staat bis zum Hartz IV wirtschaftsliberal gestaltet (Quelle: dw.com/de/):

„Weniger Steuern für Unternehmen, weniger Vorschriften, weniger Bürokratie – ja grundsätzlich weniger Staat – …….. Doch das ist genau das, was sich Manager wünschen. Weswegen sie den Aufstieg von Angela Merkel zur starken Frau in der CDU ja einst auch bejubelt hatten.

2003 hing der Himmel voller Geigen

Da kam 2005 eine an die Macht, die wie aus dem Lehrbuch des Wirtschaftsliberalismus predigte. Die ihrer CDU schon zwei Jahre zuvor auf dem Parteitag in Leipzig Marktwirtschaft in Reinkultur verordnet hatte. Unter anderem drei Steuersätze von zwölf, 24 und 36 Prozent und den Wechsel von einer solidarischen Krankenversicherung mit vom Gehalt abhängigen Beitragssätzen zu einer Kopfpauschale von 180 Euro – egal ob Pförtner oder Generaldirektor. Ach ja, auch die Rente ab 67 wurde damals schon ins Parteiprogramm geschrieben.

Selbstverständlich ging man in den Führungsetagen der Wirtschaft davon aus, dass Angela Merkel den großen Konzernlenkern der Deutschland AG ähnlich verbunden sein würde wie ihr Vorgänger im Kanzleramt, Gerhard Schröder. Der Sozialdemokrat hatte es immerhin zum Spitznamen „Genosse der Bosse“ gebracht. Merkel, eine Frau zumal, musste doch noch besser in den Griff zu bekommen sein.

War nicht die CDU stets die Partei der Unternehmer gewesen? Waren Kanzler und Konzernlenker nicht spätestens seit der Ära von CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl so etwas wie natürliche Verbündete?“

Und Wirtschaftsliberalismus stärkt die Wirtschaft (Quelle: lvz.de.):  „Einst waren gute Straßen, zuverlässige Eisenbahn und funktionierendes Telefonnetz ein deutscher Standortvorteil. Heutzutage machen eher Mängel der Infrastruktur Schlagzeilen – und die Unzufriedenheit in den Unternehmen nimmt zu.“

Aber, wenn die Armut in D zunimmt (Quelle: focus.de.), dann beginnen die Menschen wieder zu beten? Also wieder eine bessere Zusammenarbeit der Kirchen mit dem Staat, wodurch man die Menschen wieder besser führen kann? Und wenn sie Angst vor einem Krieg haben, dann geht das noch besser? Vor allem, wenn der Oligarchenschutz Europas für das Korruptionssystem der Ukraine zu immer mehr Aufrüstung führt. Was hätten die Oligarchen in Kiew von einem Frieden, wo die EU dann die Korruption dort beginnen würde zu bekämpfen? So darf man die Arbeit der Christlich-Sozialen Parteien doch immer auch im Sinne des Guten sehen!

Dazu passend: Kam einmal ein Pastor, oder war er Pfarrer, in den Himmel. Man wies ihm ein kleines Zimmer an. Dann kam kurz darauf ein Busfahrer oben an und das ganze Himmelsorchester spielte auf. Die Engel bildeten Spaliere und er wurde in höchsten Ehren empfangen. Kurz darauf wollte der Geistliche wissen, warum diesem Busfahrer so viel Ehre erwiesen wurde. Darauf die Antwort: Du hast vor der leeren Kirche gepredigt und kaum jemand hat Dir zugehört. Doch als dieser Busfahrer, der vorher Auto-Rallys gefahren war, die Kurven ansteuerte, da begannen alle Menschen im Bus zu beten.

Können wir nicht vor diesem Hintergrund die derzeitige Politik, sowohl der EU, als auch von D besser verstehen?


Bild:pixabay.com CC0

Die Münchner Sicherheitskonferenz!

Oder Münchner Unsicherheitskonferenz?

Autor: Dr. Eulenspiegel

Um ein paar dem Karneval entsprechende Vergleiche zur aktuellen Situation aufzuzeigen, erlauben Sie mir bitte den Ausflug  in die Medizin und später auch in die Schiffahrt. Bitte nehmen Sie mir am Ende während,  der Karnevalszeit, einen Ausflug meiner Phantasie über die Frage, was ein tatsächlich freies Deutschland  Positives bewirken könnte, nicht übel. Aber jetzt zurück zur Medizin und zur Münchner  Sicherheitskonferenz:

Ein Patient liegt am OP Tisch. Er ist nur durch Kreuzstich Narkose vorbereitet. Er ist also ziemlich wach und aufgeregt. Der sympathische Arzt kommt nach langem Warten.  Er sagt:  Machen Sie sich keine Sorgen ich mache diese Operation zum hundertsten Mal. Einmal wird sie schon gut gehen!

Wenn seit zumindest 100 Jahren alle Revolutionen schiefgehen, könnte man eine ähnliche Frage auch an die Organisatoren der Revolutionen in der arabischen Welt, der Ukraine, aber auch, (da Lenin in seinem Tagebuch schreibt: Die Wallstreet wird die kommunistische Revolution …. finanzieren, …..) bezüglich der Kommunistischen Revolution z.B stellen??

http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-der-arabischen-welt-die-umsturz-gmbh-1.1061251

Aber es gibt noch andere Vergleiche: Können Sie sich noch an den Unfall mit der Costa Concordia erinnern. So weit ich mich erinnern kann, war der Kapitän nicht angeheitert oder betrunken. Vielleicht war er verliebt. Doch beschuldigt man den Kapitän des viel größeren „EU – Schiffes“ ein Problem mit dem Alkohol zu haben. Also wenn dem Schiff EU etwas passiert, so können wir uns vorher trösten, dass auch bei der Costa Concordia viele überlebt haben.

Wie allseits bekannt, fand die Münchner Sicherheitskonferenz statt.  Die Größen der weltweiten Politik waren da. Und was heißt Politik: Poly heißt Lateinisch viel und dicere heißt reden. Das heißt, die die weltweit viel zu reden haben, aber nichts zu sagen haben(?) treffen sich? Um die Sache noch komplizierter zu machen: Wenn jemand viel redet so muss er diesbezüglich auch gut geschult werden. Also diese Sprachtrainer kann man ja auch einmal fragen: Ja die armen Politiker, die viel zu reden haben, die fürchten sich vor jeder Ansprache. Warum, weil sie so die Wahrheit so verbiegen müssen. Was dazu kommt, die sehr verehrten europäischen Festgäste in München haben Wahrnehmungsstörungen. Zum einen wegen nun keinesfalls freien Medien und auch sehr dicht verflochtenen Geheimdienste. Ein weiterer Grund für die schwierige Sicherheitslage der Welt ist, dass die Verantwortlichen und Unverantwortlichen, der EU, nicht auf die Bedenken der allerersten Gründungsmitglieder, die Benelux Staaten bildeten den allerersten Kern der EU, hören.

Niederlande blockiert den für die jetzige Ost-West Krise letztlich ausschlaggebenden Assoziierungsvertrag mit der Ukraine. Und Belgien, wollte CETA blockieren! Vielleicht kann eine bei der Unterzeichnung von CETA auf Druck Walloniens geforderte Anrufung des EU Höchstgerichtes, doch noch einiges diesbezüglich bewirken.

Also eines ist klar, wenn die Staaten mehr Waffen haben, so wird die Welt sicherer ? Jedenfalls ist das für den Vizepräsidenten Mike Pence so. Denn wenn der Wahlkampf des Chefs von der Waffenlobby bezahlt worden ist, so sollen auch die Europäer etwas davon haben. Immerhin finanzieren lediglich 158 Familien den Großteil des Präsidentschaftswahlkampfs bei unserem großen Bruder.

http://www.lemonde.fr/ameriques/article/2015/10/11/etats-unis-comment-seulement-158-familles-financent-l-election-presidentielle_4787161_3222.html

Ja seit Herbst 2013, als der Maidan in Kiew, nach der WeigerungJanukowitschs, den Assoziierungsvertrag zu unterschreiben, startete, ist es nicht mehr nötig, dass unser großer Bruder im Westen den Budgetrahmen erweitert.

Denn durch die entstandene Spannung zwischen Ost und West hat die Waffenlobby gute Einnahmen. Daran ändert auch nichts, dass Trump im Wahlkampf eine Versöhnung mit Rußland versprochen hat. Denn vor der Wahl ist nicht nach der Wahl. Ich komme später nochmals darauf zurück. https://www.tagesschau.de/ausland/trump-berater-manafort-101.html. Und warum hat Janukowitsch nicht mehr auf seinen Berater Manafort gehört? Auf den ja jetzt sogar wieder Trump hört…aber auch Marcos und eben Janukowitsch ?

Schwerer wiegt der Vorwurf, wen Manafort sonst noch so alles beraten hat, wenn er sich nicht um republikanische Präsidentschaftskandidaten kümmerte. Auf seiner Liste stehen anti-kommunistische Rebellen in Angola, der damalige philippinische Diktator Ferdinand Marcos, eine Interessengruppe aus dem Kaschmir, hinter der der pakistanische Geheimdienst stecken soll.

Denn in der Ukraine gehört das Familiensilber des Staates, die Kornkammer Europas, dem Staat. Da der pleite ist, winken noch sehr gute Geschäfte, wenn die Felder dann den Agrokonzernen gehören

http://www.imi-online.de/2015/06/26/expansion-assoziation-konfrontation/

Informationsstelle Militarisierung z.B. 2.5 S.18 Assoziierungsabkommen, spricht Bände. Also man erzählt der Bevölkerung von den goldenen Tauben  im Westen und bekommt ein Assoziierungsabkommen, das tatsächlich einigen wenigen viel Gold bringt.

 

Aus S19 Informationsstelle Militarisierung:

„Einfuhr einer Ware aus dem Gebiet der anderen Vertragspartei oder bei der Ausfuhr einer Ware oder dem Verkauf einer Ware zwecks Ausfuhr in das Gebiet der anderen Vertragspartei keine Verbote oder Beschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung erlassen oder beibehalten, es sei denn, dieses Abkommen oder Artikel XI GATT 1994 und die Anmerkungen zu seiner Auslegung sehen etwas anderes vor.“ (Titel IV, Artikel 35)

Eine weitere Passage mit erheblicher Tragweite verbirgt sich hinter der unscheinbaren Überschrift „Annäherung von technischen Vorschriften, Normen und Konformitätsbewertungen“. Dort wird die Ukraine auf die Übernahme europäischer Produktions- und Zertifizierungsstandards verpflichtet, um überhaupt Waren in der EU verkaufen zu dürfen. Dazu dürften aber in nahezu sämtlichen ukrainischen Betrieben derart umfassende Investitionen nötig sein, dass dies eine fast unüberwindliche Handelsbarriere darstellt, die nur dort durchlässig werden dürfte, wo dies seitens der EU explizit gewünscht wird. Es liegt auf der Hand, dass sich der „freie und faire Wettbewerb“ mit den produktiveren und technisch deutlich weiter fortgeschrittenen westeuropäischen Unternehmen für die ukrainischen Betriebe unter solchen Bedingungen als hochgradig nachteilig entpuppen dürfte, wie auch der bereits zitierte Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, Joachim Becker, kritisiert: „Die geo-ökonomische und geo-politische Stoßrichtung der Abkommen wird im Fall der Ukraine besonders augenfällig. Weit über die Handelsliberalisierung hinausgehend, soll die Ukraine teilweise in den EU-Binnenmarkt integriert werden. Das würde bedeuten, dass die Ukraine substanzielle Teile der Wirtschaftsgesetzgebung der EU übernimmt. Die Ukraine würde nicht nur Möglichkeiten des Außenschutzes für die nationale Ökonomie verlieren, sondern auch Schlüsseloptionen für die nationalstaatliche Industriepolitik (z.B. über öffentliche Ausschreibungen). […] Eine ‘tiefe und umfassende’ Freihandelszone ist Kernbestandteil des Abkommens. Für die Ukraine dürfte ‘vertiefter’ Freihandel und die Übernahme von Kernbestandteilen der EU-Wirtschaftsgesetzgebung allerdings auf eine Vertiefung der De-Industrialisierung und vertiefte Abhängigkeitsstrukturen hinauslaufen.

Wie kann ein Europa mit Löhnen zumindest über 1000 Euro mit der Arbeitskraft eines Staates mit ca. 80 Euro Monatslohn mithalten. Wollen die Macher in Europa denn überall Industriefriedhöfe erzeugen ? Und bezüglich der Landwirtschaft ist der Boden der Ukraine den Europäischen Böden haushoch überlegen.

Eine konventionelle Landwirtschaft dort, wird unserer Landwirtschaft immense Probleme bereiten, und  in der Ukraine die Trinkwasserreserven durch verpestetes Grundwasser  zerstören. Eine heilsame Idee wäre biologischer Landbau in der Ukraine !

Also in Bezug auf den Assoziierungsvertrag hatte Janukowitsch vielleicht recht. Auch wenn er sonst ein geldgieriger Präsident war, der das Vermögen seine Sohnes vertausenfachte und auf die Staatskasse und auf die Menschen vergaß.

Eine kleine Anektote : Wissen Sie warum Janukowitsch so rasch aufgab ? Er war in Athos gewesen und hatte sich seine Zukunft vorhersagen lassen. Ihm wurde sein  Tod  im Jahr 2014 prophezeit. Deshalb versuchte er alles für seinen  Sohn zusammenzuraffen. Die Prophezeiung hatte sich nicht nur in der Person ,sondern auch im Jahr geirrt:
Sein Sohn ertrank im Baikalsee 2015!

Die Menschen am Maidan hatten sicher nicht den Assoziierungsvertrag gelesen. Sie demonstrierten für Freiheit europäischer Werte und gegen goldene Toilettenmuscheln der dortigen Eliten. Sprich gegen die allgegenwärtige Korruption.

Es gibt gerade wieder einen Maidan, der ähnliche Ziele hat, und sich z.B gegen Poroschenko richtet, doch davon schweigen unsere Medien beharrlich.  Das einzige, was der Maidan 2014 vielleicht gebracht hat ist der Assoziierungsvertrag, wobei wahrscheinlich die Niederländer die einzigen in Europa waren, die den Assoziierungsvertrag gelesen haben. Die blockieren ihn eben auch! Obwohl beim Flugzeugabsturz in der Ostukraine die meisten Opfer Niederländer waren.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-ukraine-referendum-in-den-niederlanden-wie-geht-es-weiter-a-1085990.html

Auch Wallonien versucht CETA zu blockieren weil es weiß wohin der Globalisierungswahnsinn führt:

homepage des österr.Staatsfernsehens

 

Eine Stadt in der Krise

Zum Gesicht dieses Widerstands wurde der Ministerpräsident der Region, Paul Magnette. Seit wenigen Tagen ist der wallonische Regierungschef wohl ganz Europa bekannt. Was schon weniger wissen: Seit 2012 ist der sozialdemokratische Politiker Bürgermeister von Charleroi jener Stadt, die 2008 in einer Umfrage der niederländischen Tageszeitung „De Volkskrant“ zur „hässlichsten Stadt der Welt“ gekürt wurde……

Rostende Zeugen der Abwanderung

Wer Buissart folgt, bekommt zumindest eine Ahnung, warum das so ist: Westlich der Innenstadt, keine zehn Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt, liegen die Überreste dessen, was einmal der ganzen Stolz der Stadt und der Region war. Jahrzehntelang war Charleroi ein Zentrum der wallonischen Stahlindustrie: Heute zeugen davon nur noch Ruinen. Verlassene Industriehallen, kalte Schlote und rostende Kräne zeugen von der Abwanderung in Richtung günstiger Produktionsländer.

Also weil Janukowitsch den Assoziierungsvertrag nicht unterzeichnete, gibt es jetzt die größte Spannung zwischen Ost und West seit dem kalten Krieg. Und die Staats und Regierungschefs der Welt zerkriegen sich für eine Frage, die sie eigentlich nicht beurteilen können?  So wie die armen Politiker eigentlich nicht wissen woher ihre meisten Informationen stammen.

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Einleitung: »Etwas Eigenartiges«

»Woher weiß die Zeitung, was sie weiß?«

Die Antwort auf diese Frage dürfte manchen Zeitungsleser überraschen: »In der Hauptsache bezieht sie ihr Wissen von Nachrichtenagenturen. Die  nahezu  anonym  arbeitenden  Nachrichtenagenturen  sind  gewissermaßen  der  Schlüssel  zu den Geschehnissen in der Welt.Wer also sind die Nachrichtenagenturen, wie arbeiten sie und wer  finanziert  diese  Unternehmen?  All  dies  sollte  man  wissen,  um  sich  ein  Bild  machen  zu können,  ob  man  auch  wirklich  über  die  Ereignisse  in  Ost  und  West  zutreffend  unterrichtet wird.« (Höhne 1977, S. 11)

Ein Schweizer Medienforscher gibt deshalb zu bedenken: »Die Nachrichtenagenturen sind die «AktualiTäter», sind die  wichtigsten Stofflieferanten der Massenmedien.  Kein tagesaktuelles Medium kommt ohne sie aus. () So beeinflussen die Nachrichtenagenturen unser Bild von der Welt; wir erfahren vor allem das, was sie ausgewählt haben.« (Blum 1995, S. 9)

Angesichts  ihrer  essentiellen  Bedeutung  erstaunt  es  umso  mehr,  dass  diese  Agenturen  in  derÖffentlichkeit  kaum  bekannt  sind:

»Einem  Großteil  der  Gesellschaft  ist nicht  klar,  dass  es Nachrichtenagenturen überhaupt gibt … Dabei nehmen sie tatsächlich eine enorm wichtige Rolle auf dem Medienmarkt ein. Doch trotz dieser großen Bedeutung wurde ihnen in der Vergangenheit nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.« (Schulten-Jaspers 2013, S. 13)Selbst der Vorsitzende einer Nachrichtenagentur wunderte sich: »Es ist etwas Eigenartiges um die Nachrichtenagenturen. Sie sind in der großen Öffentlichkeit wenig bekannt. Im Gegensatz beispielsweise zu einer Zeitung vollzieht sich ihre Tätigkeit nicht so stark im Scheinwerferlicht, obwohl sie doch immer an der Quelle der Nachricht zu finden sind.«

(Segbers 2007 , S. 9)

 

»Das unsichtbare Nervenzentrum des Mediensystems«

Wer also sind diese Agenturen, die »immer an der Quelle der Nachricht« zu finden sind? Globale Agenturen gibt es inzwischen nur noch drei:

1. Die amerikanische
Associated Press(AP) mit weltweit über 4000 Mitarbeitern. Die AP gehört  US-Medienunternehmen  und  hat  ihre  Hauptredaktion  in  New  York.  AP-Nachrichten werden von rund 12 000 Medien genutzt und erreichen dadurch täglich mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung.

2. Die  quasi-staatliche  französische
Agence  France-Presse(AFP)  mit  Sitz  in  Paris  und ebenfalls  rund  4000  Mitarbeitern.  Die  AFP  versendet pro  Tag  über  3000  Meldungen und 2500 Fotos an Medien in aller Welt.

3. Die britische
Reuters in London, die privatwirtschaftlich organisiert ist und etwas über 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Reuters wurde 2008 vom kanadischen Medienunternehmer Thomson –einer der 25 reichsten Menschen der Welt –gekauft und zu Thomson-Reuters mit Sitz in New York fusioniert.

 

Kleines Kürzel, große Wirkung

Es  gibt  jedoch  einen  einfachen  Grund,  warum  die  globalen  Agenturen  trotz  ihrer  Bedeutung dem  breiten  Publikum  so  gut  wie  unbekannt  sind,  denn:  »Radio  und  Fernsehen  nennen  ihre Quellen in der Regel nicht, und die Quellenangaben in Zeitschriften entziffern nur Spezialisten.« (Blum 1995, S. 9)

Das Motiv für diese Zurückhaltung dürfte indes klar sein: Unsere Medien sind nicht besonders stolz  darauf,  dass  sie  viele  ihrer  Beiträge  in  Wirklichkeit  gar  nicht  selbst  recherchiert  haben, sondern aus den immer gleichen Quellen beziehen.

Z.B die Menschenrechtsstelle in London, die über Syrien berichtet besteht nur aus einem Mann!

Also die Informationen, die wir erhalten sind weitgehend aus dem angelsächsischen Einflussbereich und damit gut gebündelt. Vielleicht noch eine Anmerkung diesbezüglich: Magret Thatcher hatte während ihrer Regierungszeit immer schlechte Umfragewerte. Doch vor den Wahlen stieg  ihre Beliebtheit immer so weit, dass sie wieder weiterregieren konnte. So unabhängig waren die Medien und sind sie heute noch. Es hat sich sogar noch etwas verschlimmert:

Durch die Abhängigkeit der meisten Medien von Reklame und die immer weniger werdenden Abonnenten, sind die Zeitungen immer von der Industrie abhängig. Nicht nur, dass die Medienbesitzer und die Industrie normalerweise in sehr ähnlichen Clubs und Netzwerken verkehren, die Medien können gar nicht für eine sparsame Politik und für eine von den Lobbies unabhängige Politik schreiben, denn dann wären viele Werbeeinschaltungen weg. Das sogenannt freie Internet finanziert sich eben auch normalerweise über Werbung! Und damit ist der Spielraum für eine unabhängige Presse sehr klein. Weitgehend unbekannt ist, wie die Staatsverschuldungen tatsächlich aussehen.. Auch bei Staaten wie der Schweiz. Die bräuchte laut einer Insiderinfo auch einige Generationen, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Das macht die Staaten eigentlich sehr abhängig von den Gläubigern, die eigentlich wieder  nur ganz wenige Menschen sind. Wahrscheinlich ist die Waffenlobby eine der mächtigsten Lobbies? Womit wir wieder bei der Münchner Sicherheitskonferenz gelandet wären. Auch die Universitäten haben immer mehr Drittmittelbedienstete: Das heißt eine freie Forschung ist eine Illusion, da damit die Forschung von der Industrie abhängig ist.

Und gerade die Staaten, die die EU als Benelux Staaten gegründet haben, sowie Belgien und Niederlande, die sind jetzt die einzigen und ersten, die sich über die Folgen der Globalisierung im Klaren sind. Die Politik ist Spielball des Zentralkommitees über dem großen Teich? Oder Ausführungsorgan des Geldadels? Oder haben wir einen Indischen  Kastenstaat, wo es verschiedene Hierarchien gibt und jeweils die höhere Machthierarchie gibt die Befehle an die darunterliegende weiter.

Da Merkel so überarbeitet war, schlief sie während der Ruhepause bei der Sicherheitskonferenz in München ein. Sie träumte: Sie wäre gestorben. Sie wird von Petrus empfangen. Der sagt ihr: Du kannst wählen zwischen Himmel und Hölle. Sie schaut sich den Himmel an. Sie findet wenige Bekannte, die Verpflegung ist dürftig und immer Chorsingen, das ist langweilig. Dann geht sie in die Hölle. Der Höllenfürst selbst empfängt sie und zeigt ihr alles: Die Unterkunft und Verpflegung sind wie in einem 7 Stern Hotel.  Für Unterhaltung ist gesorgt und sie trifft viele Bekannte. Sie entscheidet sich für die Hölle. Der Höllenfürst bindet sie an glühende Eisen. Sie windet sich vor Schmerzen. Sie fragt den Höllenfürsten, warum er ihr den vorher die ganze Hölle so anders vorgegaukelt hatte? Der Höllenfürst antwortet mit einem breiten Lachen: „Vor der Wahl ist nicht Nach der Wahl! Genauso wie bei Dir !“

Da wacht sie wieder auf: Das erste, was sie macht, sie entlässt Finanzminister Schäuble. Sie schickt ihn auf die Osterinsel. Sie sagt ehrlich, dass sie durch den fehlenden Friedensvertrag nicht wirklich unabhängig entscheiden kann. Doch setzt sie alle Schritte, damit Deutschland endlich einen Friedenvertrag bekommen kann. Bei den fehlenden Reparationskosten für WW 2 wird der Verlust Deutschlands durch die Einführung des Euros berücksichtigt, womit dann eine wesentlich bessere Handlungsfähigkeit gegeben wäre. Dann schlägt sie aus  Selbsterhaltungstrieb aber vielleicht auch aus Reue über die Situation in Russland 1998, die der Westen  im Wesentlichen mitverursacht hat, einen deutlich freundlicheren Ton mit Russland an. Dann drängt sie die EU die Steuergelder aus den Steueroasen zurückzuholen. Sie macht Hartz IV rückgängig und achtet auf einen tief menschlichen Umgang mit Griechenland und Italien und dem restlichen Süden der EU, wo dann eben auch die Oligarchen zur Kasse gebeten werden. Sie schickt den Kommissionspräsidenten auf Entziehungskur. Es wird eine Europäische Ratingagentur gegründet, eine große europäische Nachrichtenagentur wird ebenfalls gegründet. Die bisherige Leitung Europas durch transatlantische Wirtschaftsklubs, wird durch europäische menschliche Klubs ersetzt, wobei die eigentlich großartigen und tiefen Werte dieser Clubs wieder ihre tiefe Bedeutung zurückbekommen. Um sowohl den Wirtschafsstandort Europa zu sichern, als auch um überall in der Welt Menschenrechte und ökologische Wirtschaftsweise zu fördern, werden von der EU Zölle, die proportional dem Umweltschaden der Produktion und des Transportes sind, eingehoben.

Das Menschenrecht auf  freie Meinungsäußerung wird durch tatsächlich von Industrie und Politik unabhängige Medien gewährleistet. Die Wissenschaft und die Bildung werden ebenso unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Einflüssen gemacht.

Dann achtet sie, dass die gewaltigen Umweltschäden durch den Flugverkehr veröffentlicht werden und gleichzeitig die Autoindustrie Fahrzeuge produziert, mit denen man in Fernost  keinen Umweltschaden mehr anrichtet:

Nach dem Motto: “Wer sein Auto lieb der schiebt!“ So dass der fleißige chinesische Arbeiter mit seinem VW zeigen kann, was er alles erreicht hat. Das Auto wird in Zukunft beim Stehen nicht mehr kaputt gehen und er kann sogar bei Geburtstagen und hohen Feiertagen damit fahren. So wird viel Fläche wieder frei, auf der die Chinesen wieder Nahrungsmittel anbauen können.

Und wenn  Merkel nicht gestorben  ist dann lebt sie noch heute!

 

Die Griechenland-Lüge: Der Faktencheck

Mit Dank an Herrn De Masi.

Die Griechenland-Lüge: Der Faktencheck

„Wir machen Euch ein Angebot, dass Ihr nicht ablehnen könnt!“ (Marlon Brando im Mafia-Film „Der Pate“)

Im Krieg stirbt als erstes die Wahrheit. Gegen die griechische Bevölkerung wird ein Wirtschafts- und Lügenkrieg geführt. Denn hat die griechische Regierung Erfolg und schafft sie es die Wirtschaft wieder aufzubauen, ohne dass die kleinen Leute die Zeche zahlen, könnte sich auch in anderen Ländern wie Spanien oder Irland der Wind gegen die Mächtigen drehen.

Die Verhandlungen mit Griechenland sind (vorerst) gescheitert. Das vom griechischen Minister-präsidenten Alexis Tsipras ausgerufene Referendum über das Angebot der Troika bzw. der „Institutionen“ (EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF)) in Griechenland ist überfällig. Denn die Ex-Troika hat nie ernsthaft verhandelt. Ein „Nein“ der Griechen zu weiteren sinnlosen Kürzungen ist die vielleicht letzte Chance, die Demokratie in Europa gegen die Herrschaft von Banken und Konzernen zu verteidigen. Allerdings schüren die Gläubiger Angst indem die EZB die Kreditversorgung der griechischen Banken einfror. Diese mussten nun vorerst schließen.

Die Institutionen behaupten sie hätten ein großzügiges Angebot vorgelegt. Das ist eine Lüge. Sie wollen die neue griechische Regierung stürzen und die alten korrupten Eliten wieder in den Sattel heben. Wir dokumentieren hier Mythen und Fakten über Griechenland und die Verhandlungen:

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Politische Schach-Weltmeisterschaft

Eingeladen wurden alle Grossnationen, welche dem Spiel mächtig sind. Allen voran Russland, dicht gefolgt von den Türken. China tut sich mit dem Aussehen der Spielfiguren noch schwer und die Amerikaner kennen Schach gar nicht, sie schicken dafür die Europäer.

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Während Israel den Spieltisch präpariert, treffen aus dem Nahen Osten die Figuren ein. Wer gegen wen antritt war schnell beschlossene Sache. Der Westen gegen den Osten. Die Medien verkaufen es als der Kampf „das Gute gegen das Böse“. In den Wettbüros hingegen tippen sie eher auf dumm gegen clever. Die Wettquoten sind in der Öffentlichkeit entsprechend.

Amerika will doch mitspielen, aber nicht offiziell. Sie schicken verdeckt die Bäuerin Ashton auf’s Feld und eröffnen so das Spiel. Russland zieht mit Bedacht und baut zuerst mal seine Verteidigung auf. Die Amerikaner, eigentlich immer noch nicht offiziell im Spiel, schicken den Läufer McCain los, um die Russen zu verwirren. Er soll Unruhe stiften. Der russische Präsident Putin übernimmt die Führung auf der Ostseite und lässt die Bauern in der Mitte des Spiels entscheiden, für welche Seite sie den Kopf hinhalten wollen. Nach einem kurzen Blick auf die Wett-Statistik ist der Fall klar. Der Westen antwortet mit unüberlegten Zügen, die ihn selber in seinen Absichten behindern. Das ist halt so wenn amerikanische Nichtspieler dreinreden, welche die Regeln nicht kennen. Sogar Flugzeuge wollen sie als Spielfiguren auf’s Brett bringen. Das geht nun gar nicht. Die Europäer schicken den Meinungs-Springer Steinmeier ins Feld, doch der hüpft in der Landschaft wiehernd umher und sucht nur seinen Stall.

Putin opfert unterdessen einen Bauern-Konvoi und amüsiert sich wie der Westen aufgescheucht reagiert. Sofort werden Türme in Stellung gebracht, die Dame Merkel positioniert und der König Holland versteckt sich hinter den Bauern an der rechten Front. Putin wartet , taktiert im Hintergrund. Die englische Figur Cameron möchte auch spielen und bekommt eins auf die Finger. Onkel Obama guckt ihn ganz böse an. Hillary Clinton wäre gerne die Königin gewesen, aber die Haarfarbe passte gerade nicht zum Spielfeld.

Nachdem der Westen mit seiner provokativen Spielweise den Osten nicht aus der Reserve locken konnte, probieren sie es mit Drohen. Läufer Jazenjuk und Springer Steinmeier sollen das übernehmen, decken sich gegenseitig und grinsen sich verliebt an. Die westliche Strategie wirkt laienhaft. Die Russen reagieren gereizt. Sie reklamieren, dass selbst im Welt-Schach schon Anfänger zugelassen werden. Die sollen zuerst mal die Grundregeln lernen bevor sie mit den Grossen mitspielen dürfen.

Im weiteren Spielverlauf schiebt Putin trotzig seine energiereichste Figur nach vorn und schneidet die nördliche Spielwiese von der Versorgung ab. Ein genialer Zug. Die Verbindung zu amerikanischen Öl-Produzenten hat sich ausgezahlt. Mit dem Lobbyisten Gus Pipeline weiss Putin einen mächtigen Verbündeten auf seiner Seite. Da sieht der Westen alt aus. Der hat seine Spielfiguren ziellos auf dem Feld verteilt. Sie rutschen wichtigtuend umher , stolpern aber erwartungsgemäss über die eigenen Figuren.

Das weltliche Publikum geniesst unterdessen die Werbeunterbrechung. Spannung pur. Auf dem Schachbrett sieht’s hingegen düster für den Westen aus. Doch anstatt die drohende Niederlage ehrenhaft zu akzeptieren, führen sie einfach neue Regeln ein, NATOll!

Die Jury in Den Haag sollte eigentlich für einen fairen Spielverlauf sorgen, aber sie haben den Arbeitgeber gewechselt. Sie sind nicht mehr für die Institution Recht und Ordnung tätig sondern hüten neu in den Schweizer Bergen die goldenen Kälber aus den Kuhställen in London und New York.

Die Partie gestaltet sich sehr einseitig. Der Osten taktiert mit cleveren Zügen und der Westen flattert wie ein aufgescheuchtes Huhn, begleitet von unverständlichem Geschnatter. Die Oberglucke Merkel legt sich selber ein Ei nach dem anderen, was dem heimischen Gockel Gabriel so ziemlich egal ist. Er stackst im hinteren Spielfeld hin und her und kann sich nicht so recht entscheiden, welcher kapitalistischen Henne er nachlaufen soll. Mit Schach hat das nichts zu tun.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Ausgang des Spiels von Anfang an vorhersehbar war. Der Westen versucht mit Schummelei und Irreführung den Osten zu besiegen. Während sich Putin von den Winkelzügen nicht irritieren lässt, setzen seine Figuren ihren Siegeszug fort. Der Westen, immer noch planlos, ziellos und eigentlich sinnlos, probiert mit Poker-Bluffs das Blatt zu wenden. Aber das Einzige was sich gewendet hat ist die öffentliche Meinung. Die Medien versuchen noch aus dem unkoordinierten Schach-Gewusel etwas Positives zu berichten, basteln sich Collagen zusammen mit der Hoffnung, dass das Volk dem hauseigenen Kleber auf den Leim geht.

Ein Ende des Spiels ist noch nicht abzusehen. Jede Partei taktiert nach ihren Möglichkeiten. Der Osten mit Gerissenheit und der Westen mit Dummheit. Die strategischen Lemminge in Brüssel fallen einer nach dem anderen vom Spielfeldrand, bis die Russen die ganze Spielwiese für sich alleine haben. Es bleibt zu hoffen, dass der Spielverlauf nicht bis ins heimische Wohnzimmer vordringt und der einfache Bürger sein Leben nicht einer leyernden Glucke anvertrauen muss. Denn der Ausgang eines Duells, deutsches Huhn gegen russischen Bären ist von vorneherein klar. Da braucht es keine Meisterschaft, sondern nur gesunden Menschenverstand.

Deutschland ist keine Demokratie – Holger Strohm

Ein schon fast antiquarischer Vortrag vom 23.November 2013

 

Sahra Wagenknecht über das Steuerabkommen

Antwort auf die Regierungserklärung von Bundesfinanzminister Schäuble zur Bekämpfung von Steuerflucht: Es ist durchaus nicht so, dass sich Steuerhinterziehung in Zukunft nicht mehr lohnt. Man muss nur noch ein bisschen reicher sein als bisher, um sie sich leisten zu können.

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Die laufende Apokalypse – und die Methoden Elite: Gewalt, Betrug und Drogen

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eifelphilosoph_200Samstag, 13.9.2013. Eifel. Wissen Sie, dass es vorbei ist? Was? Das Wohlstandsleben. Das, was wir Alltag nennen. Diese Erkenntnis ist nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen. Ich habe Dirk C. Fleck gelesen – der Verantwortung des Journalisten in Krisenzeiten (Hoffmann und Kampe, 2012). Eigentlich wollte ich bei der Lektüre etwas über die Medien erfahren – erfahren habe ich aber etwas über den Zustand der Welt. Der einzige glaubhafte Optimist (also einer, der sich nicht auf die bequeme – oder ignorante –  Position zurückzog, dass der Zusammenbruch bis heute noch nicht statt gefunden hat) ist einer, der esoterischen Traditionen der Tiefenökologie nahesteht – so weit sind wir schon. Die anderen beschreiben, dass es vorbei ist.

Das Ende kommt von allen Seiten. Die Finanzmärkte – Sachwalter unseres gesparten Reservevermögens, das wir für schlechte Zeiten brauchen – ist immer noch außer Rand und Band, der neue Zusammenbruch ist vorprogrammiert – nicht umsonst will die EZB die unglaubiche Summe von 800 Milliarden Euro investieren, um Banken zu retten, die wahnwitzigen Zockereien zum Opfer fallen. Die Umwelt – hier läuft direkt vor unseren Augen ein Riesengau, dem wir mit Ignoranz und Inkompenz begegnen. Wir Bürger erscheinen da wie Galeerensklaven, die „das Schiff, das sich Gemeinde nennt“ mit größter Anstrengung auf einen Abrund zusteuern – Hauptsache, es laufen weiter spaßige Dinge im Fernsehen: da wird gerudert, was das Zeug hält.

Klimaveränderungen sind allein hier in der Eifel spürbar: die meterhohen Schneedecken der Vergangenheit hat es in den letzten 25 Jahren nicht mehr gegeben. Kann ich selbst bezeugen, wohne mittendrin – und kenne die Aufnahmen von früher.

Natürlich kann man hier „klimaskeptisch“ sein, das ist der bequemste Weg, verantwortliches unbequemes Handeln zu vermeiden – aber können wir uns das wirklich leisten? Ich gebe Ihnen mal eine Information zu Nachdenken auf dem Weg: eine Dokumentation von ARTE deckte unlängst die nächste Katastrophe auf: der Sand wird knapp (siehe Tagesspiegel).

Können Sie sich ausmalen, wie selbstvernichtend unser Verbrauch ist, wenn sogar Sand knapp wird? Sie werden den Sandkasten ihrer Kinder jetzt mit anderen Augen sehen, denke ich mir. Kann sein, dass ihre Altersversorgung darin liegt.

Es ist aber nicht nur der Verbrauch, der uns täglich ein wenig mehr die Luft zum Atmen nimmt, auch die miserable Qualität dreht uns einen Strick: nur in einer Randnotiz erfahren wir, dass dem AKW-Betreiber Tepco die Kontrolle über das haravierte Atomkraftwerk von Fukushima vollständig entgleitet (siehe FAZ): radiaktiv verseuchtes Wasser versickert ungehindert ins Meer. Interessiert Sie nicht?

Dann führen Sie sich mal diese Arbeit von Joe Vials aus dem Jahre 2003 zu Gemüte – wenn Sie den Mut dazu haben. Er führt nachvollziehbar vor, wie groß der Zusammenhang zwischen Radioaktivität und Krebs ist – Radioaktivität, die durch den Menschen künstlich frei gesetzt wird. Und ja: so gesehen kann Rauchen vor Lungenkrebs schützen, weil Raucher eine zusätzliche Schleimschicht bilden, die vor dem Eindringen der strahlenden Mikorpartikel in die Lunge schützt (siehe desott.net).

ALLE Fälle von Lungenkrebs stehen in direkten Zusammenhang mit den Atomtests der Regierung – so Joe Vials.  Ebenso der Hautkrebs. Es ist nicht die Sonne – es ist die Luft, die tödlich ist. Bald – dank Fukushima – auch das Wasser. Die Teilchen, die nun ungehindert ins Meer fließen, halten ewig … und marschieren durch den Wasserkreislauf.

Cool, oder?

Die Finanzwirtschaft hat ihre Vernichtungskraft schon bewiesen. Wie sieht es jedoch mit der Realwirtschaft aus?

Schauen wir doch mal zu Telekom – die Privatisierung des staatlichen Tafelsilbers war ja ein Hauptanliegen der revoltierenden gesellschaftlichen Elite. Was lesen wir derzeit von Ron Sommer, dem einsamen Helden dieser Aktion? Tja – er hätte halt „Pech gehabt“ mit der Telekomaktie, deren Einbruch Ersparnisse in einem riesigen Ausmaß vernichtet hatte. „Pech“ … ist ein Wort, dass im Rahmen seriösen Wirtschaftens gar nicht vorkommen darf, „Pech“ hat man beim Glücksspiel. Was macht Ron Sommer jetzt? Fluglizenzen, eine nach der anderen, als Hobby: so weich fällt unsere Elite, wenn sie mal Pech hat. Nebenbei erfährt man überraschendes (siehe Handelsblatt):

Wir sind zum Beispiel mit einer Low-Cost-Airline nach London geflogen. Ich kannte das ja gar nicht, bei der Sicherheitskontrolle das Sakko ausziehen zu müssen und abgetatscht zu werden. Das war gewöhnungsbedürftig.

Interessant oder? Es gibt wohl schon auch bei den Airlines ein Zwei-Klassen-System – für Leute mit Anzug und Leute ohne Anzug.

Noch so ein Elitenzauberer der Vergangenheit? Thomas Middelhof, jüngst in die Schlagzeilen geraten (siehe Spiegel):

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Arcandor-Konzerns, Thomas Middelhoff, hat mehr Schulden als bislang bekannt: Middelhoff und seine Ehefrau bedienen seit geraumer Zeit Kredite bei der Sparkasse Köln/Bonn nicht mehr. Die Forderungen des Kreditinstituts belaufen sich derzeit auf gut drei Millionen Euro.

Er leistete sich auch einen besonderen Abgang (siehe Spiegel):

Der „Focus“ meldet unterdessen, dass Middelhoff nach dem Gerichtstermin laut Zeugen auf spektakuläre Weise vor einem Reporter geflohen sein soll. Demnach kletterte der Ex-Manager aus einem Fenster an der Rückseite des Justizgebäudes an einem Regenrohr entlang auf ein Garagendach, sprang aus 2,50 Meter Höhe in ein Parkrondell und entkam.

Das nennt man „Verantwortung übernehmen“ und „sich seinen Fehlern stellen“. Geld scheint er immer noch zu haben – einen achtstelligen Betrag, der Aufgrund von Reibereien mit seiner Bank gerade gesperrt ist (siehe NT-V). Die Bank selbst hat dafür gerade keine Zeit, denn die haben gerade eigene Probleme (siehe Handelsblatt):

Die Kölner Privatbankiers von Sal. Oppenheim haben ihre Unschuld verloren und müssen nun den Staatsanwalt fürchten. Nicht durchgeknallte Fondsmanager oder Investmentbanker haben die Bank hingerichtet, sondern die kleine, aber feine Clique der persönlich haftenden Gesellschafter. Wie Graf Krockow und seine Kollegen die Privatbank verzockten.

Das sind die Leute, die Hartz IV als Allheilmittel für die deutsche Wirtschaft gepriesen haben, die durch die Deregulierung der Finanzmärkte allerschwerste Schäden in Deutschland überhaupt erst möglich gemacht haben, Leute, deren Lobbyisten EU-Rettungsschirme durchdrücken und in immer engere Bande mit der Politik verknüpft sind.

Ja – es rümpft keiner mehr die Nase darüber, wenn ein Entwicklungshilfeminister der Bundesregierung Lobbyist für Waffenkonzerne wird (siehe Spiegel) oder Personal einer Unternehmensberatung (gerade auch noch McKinsey) einfach mal so Staatssekretärin im Verteidigungsministerium wird (ebenfalls: Spiegel). Die Elite unter sich – da erkennt man sich am Jacket und wird selbstverständlich nicht am Flughafen untersucht.

Die Maßnahmen gegen Misswirtschaft, mangelnde Planung, fehlende Zukunftsprojekte haben immer die gleiche Zielrichtung: „Harte Sparmaßnahmen“. Zu deutsch: Massenentlassungen und Qualitätsminderung, zwei Maßnahmen, die kurzfristig Geld bringen, aber langfristig das Unternehmen mangels Wettbewerbsfähigkeit zerstören. Aktuell ist die Speerspitze der deutschen Wirtschaft dran – allen Jubelrufen der deutschen Journallie zum Trotz (siehe Manager Magazin):

Der deutschen Wirtschaft droht eine Abkühlung. Bei Volkswagen kommen ohnehin schwelende Renditeprobleme hinzu. Mit hartem Sparkurs will Konzernchef Winterkorn beide Probleme lösen.

Die Industrie und Wirtschaft, deren Kraft dringend benötigt würde, um den überlebensnotwendigen Umbau zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu bewerkstelligen, erschöpfen ihre Kraft darin, Luxusautos aus edelsten Stoffen zu erschaffen (siehe Spiegel) anstatt Alternativen zum Autowahn voranzutreiben. Dafür ist Geld da. Für Mitarbeiter jedoch – oder für Steuerzahlungen – fehlt es an allen Ecken und Ende. Nur für Selbstbereicherung durch Boni (oder Diäten) ist immer eine Milliarde übrig.

Das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für ganz Europa – wenn man dem Nobelpreisträger Edmund Phelbs trauen darf (siehe Welt):

Europa hat seinen ökonomischen Schneid verloren. Der Kontinent scheint nicht länger in der Lage oder willens zu sein, neue Sachen zu entdecken, unbekannte Territorien zu erobern, innovative Dinge zu kreieren und nach dem eigenen Glück zu streben. Was ich hier sehe, ist alarmierend und macht mich traurig.

Ja – neben Ökozid (dem Völkerselbstmord der industriellen Revolution), dem Finanzcrash (dem ökonomischen Suizid der Zahlenzauberer) müssen wir uns auch der Tatsache stellen, dass unsere Elite nur aus Deppen besteht, die keinerlei zukunftsfähigen Projekte mehr anstoßen können.

Europa lebt von seiner Substanz. Sie dürfen nicht in die Vergangenheit schauen, sondern in die Zukunft. Und da ist der Kontinent intellektuell und gemessen an seinem Ideenreichtum bankrott.

Was für VW gilt, gilt inzwischen für den ganzen Kontinent. Und unsere Elite weiß das ganz genau. Sie reagiert ja auch dementsprechend (siehe Zeit):

Je weiter oben eine Führungskraft ist, desto einsamer wird es in der Regel. Ehrliches Feedback bleibt aus, Stress sowie Druck nehmen zu. Immer wieder hört man von Führungskräften, die das mit Drogen kompensieren.

Das gilt nicht nur für Führungskräfte aus der Wirtschaft. Auch im deutschen Bundestag wird kräftig gekokst (siehe Tagesspiegel):

Das Thema Kokain hat am Mittwoch den Bundestag erreicht. Einem Fernsehbericht zufolge wurden Spuren der Droge auf Toiletten des Reichstages und des Abgeordnetenhauses gefunden. In 22 von 28 Toiletten des Reichstages seien Reste des weißen Pulvers nachgewiesen worden, berichtete Sat 1 in „Akte 2000“. Es handele sich teilweise um Mengen, „bei denen ein Drogenhund anschlagen würde“, sagte Moderator Ulrich Meyer dem Tagesspiegel.

22 von 28 Toiletten – darf man das prozentual auf Abgeordnete übertragen?

Gut – die Nachricht ist etwas älter, ein Cem Özdemir, der ungeniert neben einer Rauschgiftplanze posiert, ist ganz aktuell in den Schlagzeilen. Die Immunität des Bundestages wird hier wohl auch weitergehende Ermittlungen verhindern. Wer sich über den Kokaingebrauch in Deutschland und Europa näher informieren will, der sollte die Neckarchronik lesen:

Vor ein paar Jahren fanden Nürnberger Forscher Spuren von Kokain auch in Wasserproben des Rheins. Ihre Ekenntnis: Knapp elf Tonnen reines Kokain verbrauchen allein die rund 38,5 Millionen Menschen pro Jahr, deren Abwässer der Rhein bei Düsseldorf enthält.

Und das sind mit Sicherheit keine armen Leute.

Kokain verändert den Menschen. Wie sehr, das hat der Autor Helge Timmerberg in seinem Buch „Tiger fressen keine Yogis“ beschrieben – Gundlage des Erkenntnisse war ein Selbstversuch, auf Grund dessen er die Typologie der Tätercharaktere (Opfercharaktere verhalten sich unter Koks anders) beschreibt (siehe Helge Timmerberg, Tiger fressen keine Yogis“, Solibroverlag 2011, Seite 214).

Der Täter ist ein anderes Kaliber: Er zerbricht nicht an der Verzweiflung, er hält sie aus und bezieht sein Selbstbewußtsein mehr und mehr daraus, dass er durch die Hölle gehen kann, keine Liebe braucht, keine Freundschaft, keine zwischenmenschliche Wärme. Und auch die Angst vor dem Tod wird ihm fremd. Er macht Sachen, die man für mutig halten könnte, in seinem Fall aber drücken sie Verachtung gegenüber dem Leben aus und gegenüber den anderen, die er für naiv hält. Hat er Humor, wird er ein Zyniker, ist er intelligent, beginnt er zu manipulieren. Versteht er was von Magie, wird er zum bösen Zauberer. Ein solcher Mensch in Führungspositionen quetscht seine Leute aus. Steckbrief: kalte Augen, harter Mund, leichte Einbeulungen an der Stirnaußenseite.

Merken Sie, wie das verschrobene Weltbild deutscher Sozialgesetzgebungen direkt aus den Nebenwirkungen von Drogenmissbrauch abzuleiten ist?

Unsere Elite: ein Trauerspiel. Kein Wunder, dass Europa intellektuell bankrott ist. Zudem kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: der Boss-Effekt (siehe Wiwo):

Macht verändert den Charakter, verführt zum Lügen und zu Sadismus. Diese dunklen Seiten kommen zutage, wenn wir plötzlich der Chef sind.

Lügen und Sadismus – begleiten uns jeden Tag.

Wissen Sie, was EU-Berater gerade – luxuriös versorgt mit Steuergeldern, die die Staatsschulden allein in Deutschland aktuell auf über 2,3 Billionen Euro getrieben haben – den Regierungen nahelegen? Lesen Sie sich das mal gut durch – und denken Sie dabei immer, dass Sie es mit gewissenlosen Koksern zu tun haben (siehe WSWS):

Experten eines EU-Think-Tanks fordern, dass sich die Europäische Union darauf vorbereiten müsse, Aufstände und Streiks militärisch niederzuschlagen. Diese würden infolge der immer stärkeren sozialen Ungleichheit in der globalisierten Wirtschaft und wachsenden kriegerischen Konflikten auch innerhalb der EU-Grenzen unweigerlich zunehmen.

Wovon träumt die koksende Lumpenelite noch? In breiter Front von massiven Außeneinsätzen der Bundeswehr (siehe Junge Welt):

Neue Abschreckungspolitik gegenüber Rußland: Mit dem Projekt »Review 2014« bewirbt das Berliner Außenministerium ein aggressiveres Auftreten Deutschlands in der Welt

Damit hätten wir neben dem Klima, der Ressourcenknappheit, der Realwirtschaft, der Finanzwirtschaft das fünfte apokalyptische Bedrohungsszenario, das unsere Elite bewältigen muss – vor dem sie uns schützen sollte: eine plötzlich und überraschend neu aufgetauchte Kriegsgefahr (ganz aktuell in der Ukraine … oder in Fergusson, USA). Doch die „zugekoksten, verlogenen, sadistischen Dummbeutel“ (um mal die Aussagen über unsere Elite zu einem Schlagbegriff zu bündeln) haben andere Probleme. Sie gehen das Übel an der Wurzel an: bei der Information (siehe Spiegel):

Der britische Geheimdienst GCHQ kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation etwa die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren. Das berichtet der US-Journalist Glenn Greenwald auf seiner Plattform „The Intercept“ unter Berufung auf Unterlagen des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden.

So wird Meinungsbildung beeinflusst … und viele unabhängige Blogger werden blöd aus der Wäsche schauen und entmutigt die Segel streichen, wenn der Geheimdienst ihre Leserzahlen auf Null setzt oder sie unversehens von einem Batallion bezahlter Elitenblogger mit Minilöhnen (siehe homment.com) mit einem Jauchetornado überzogen werden.

Die Elite löst keine Probleme mehr – sie verschleiert sie.

Sie ist das Kernproblem der laufenden Apokalypse geworden: wir verrecken an ihrer Unfähigkeit, Probleme zu lösen … und sie flüchten vor dieser Unfähigkeit in den Drogenrausch.

Wäre also im Prinzip genau der richtige Augenblick, um uns von den  Galeerenbänken zu erheben und nach dem Rechten zu schauen, bevor die zugekokste Führungscrew unserer Zukunft in apokalyptische Szenarien verwandelt. Ich denke aber … wir entscheiden uns kollektiv für Bier und Hanf, jene Drogen, mit denen man die Taten zugekokster Leistungsträger am Besten ertragen kann – jedenfalls, solange gleichzeitig der Fernseher läuft.

 

Achtung, Warnmeldung! Weitere Zumutungen optimistischer Politiker drohen: die Agenda 2030 und die Vernichtung des Euros.

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Dienstag, 26.8.2007. Eifel. Man stolpert bei der Zeitungslektüre gelegentlich über seltsame Aussagen – wie jetzt aktuell in der FAZ, wo es über die Agenda 2030 oder die Agenda 2040 geht – man war sich da nicht so sicher.  Zu Wort meldet sich ein CDU-Politiker mit einer recht eigentümlichen Anschauung:

„Das Land befindet sich zu sehr im Wohlfühlmodus, keiner will den Menschen etwas zumuten“.

Weiß nicht, ob Ihnen dabei auch leicht übel wird – immerhin spricht dort ein Arbeitsloser, ein Mensch, den wir mit unserem Geld von der Last der Erwerbsarbeit befreit haben, um Verwaltungsaufgaben für uns zu übernehmen: und als Dank dafür möchte er an weiteren Zumutungen arbeiten, beschwert sich darüber, dass es dem Land gut geht.

Nun – „Deutschland geht es gut“ – so lautet ja auch die Devise der Bundeskanzlerin, und ich bin dankbar, dass das Handelsblatt jetzt endlich darauf hinweist, dass dieser blindwütige Optimismus einfach nur eine Lüge ist – bzw eine Einstellung, zu der JEDER Bundeskanzler durch sein Amt verpflichtet ist (siehe Handelsblatt). Es heißt nicht umsonst, dass ein Fisch vom Kopfe her stinkt – und Wolfgang Münchau vom Spiegel verfolgt den Gestank bis in die Reihen der Ökonomen (siehe Spiegel):

Fast immer daneben, fast immer zu optimistisch: Die meisten Konjunkturprognosen sind Lachnummern. Ökonomen wissen nicht mit Dynamischen Systemen umzugehen. Höchste Zeit, sie zu ersetzen.

Klare Worte. Was fehlt, ist die Forderung, auch die Optimismuströten im Kanzleramt und Bundestag durch Realisten zu ersetzen. Wer nur seinen verträumten Optimismus im Kopf hat, der muss in der Tat seinen Bürgern einiges zumuten, um die Lücke zwischen Vorstellung und Wirklichkeit zu ersetzen. Und zugemutet wird ihnen ja genug: sogar Sylt, einer der Orte Deutschlands, wo sich Geld mit Gewalt ballt, verzeichnet einen steigenden Zulauf zur Tafel (siehe Hamburger Abendblatt), jenen Orten, wo Geschäfte infolge einer gezielten Beratung durch McKinsey ihre Entsorgungskosten minimieren, in dem sie den Abfall an Bedürftige verteilen (wir berichteten).

Reicht das nicht an Zumutung?

Nein. Natürlich nicht. Erinnern wir uns an die Agenda 2010 – bevor wir über die Agenda 2030 oder 2040 reden. Sie wirkt ja auch heute mit gleicher Gewalt und verändert das Gesicht des Landes. Aktuell verbietet die Polizei Proteste vor Jobcentern (siehe gegen-Hartz), ein weitere denkwürdiger Angriff auf die Meinungsfreiheit in Deutschland. Als einziges Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibt den optimistischen Experten der Griff zur Gewalt, weshalb Oberst Weise, Kommandant der Bundesagentur für Arbeitslosendisziplinierung, auch die Sanktion als höchsten Segen moderner Arbeitsmarktpolitik preist (siehe gegen-Hartz): auch so eine Zumutung, allerdings eine der intellektuellen Art – das Druck nur Gegendruck erzeugt, aber niemals zur Änderung der intrensischen Motivation taugt, weiß jeder Versicherungsvertreter, doch in Amts- und Regierungsstuben ist dieses Niveau noch lange nicht erreicht.

Kein Wunder dass es beständig neue Meldungen über Sanktionsrekorde in Deutschland gibt (siehe Leipziger Internet Zeitung): der Arbeitslose muss die Fehler der Politik, die sich nur allzu gern an die viel zu optimistischen (sprich: FALSCHEN) Prognosen der Wirtschaftswissenschaft bindet, persönlich ausbaden: findet er die nicht vorhandenen Jobs nicht, wird er dafür bestraft. Für den gesunden Menschenverstand eine Zumutung – aber „Zumutung“ scheint ja auch des primäre Ziel der politischen Kaste zu sein, die große Herausforderung im Wettlauf der Parteien: wer schafft es, dem Volk in kürzester Zeit mehr zuzumuten? Der Sieger bekommt einen Vorstandsposten in einer Rüstungsfirma – nein, das war jetzt sicher zu fies gedacht.

Aber hat sie nicht enorm viel gebracht, diese Agenda? Jubeln nicht die gleichen Experten, die mit ihren Prognosen immer daneben liegen, gerade ob der großen Erfolge des großen Entwurfes?

Nun – die schieben sich die Irrläufer gegenseitig ein Eigenlob in die Tasche. Menschen, die für ihr Geld noch richtig arbeiten müssen und nicht fürstliche Bezüge von Vater Staat kassieren, dürften das anders sehen – aber auch einige Experten müssen nüchtern feststellen, dass die Reform ihre Kernziele nicht erreicht hat (siehe hartziv.org):

Aus den Hartz IV Reformen resümiert die Untersuchung eine Verschlechterung der Funktionalität des Arbeitsmarktes. Durch die Einschüchterung, in die Grundsicherung zu fallen, seien Arbeitnehmer bereit, auch schlechtere Bedingungen wie geringere Einstiegslöhne in Kauf zu nehmen – die für bereits Beschäftigte unattraktiv waren. Dies hat auch zur Folge, dass sich Arbeitgeberwechsel für Beschäftigte demnach nicht lohnen.

Ja – Hartz IV war gar kein Schlag gegen die „Sozialschmarotzer“ und „Parasiten“: jenen, die schon immer von Sozialhilfe gelebt haben, ging es danach besser denn je – wenn ich den Informationen von langjährigen Sozialhilfebeziehern glauben darf. Es war zuerst ein Schlag  (und eine Zumutung) gegen ALLE Arbeitnehmer – und gegen kleinere Selbständige.

Alan Posener berichtete in der Welt von den absurden Zuständen, die Deutschland aktuell zu einem Narrenhaus werden lassen – wie zum Beispiel die Geschichte über den mit einem befristeten Vertrag bei der Bundesagentur für Arbeit ausgestatteten Anwalt, dem richterlicherseits empfohlen wird, doch nach Ablauf des Vertrages Fachanwalt für Hartz IV zu werden und selber so lange Hartz IV zu beziehen, bis er genügend Kunden hat, die gegen die Bundesagentur klagen – und an denen sei kein Mangel (siehe Welt).

Ja – zwischendurch gehören auch Akademiker zur Unterschicht – auch eine Zumutung und ein Zeichen dafür, dass „Wirtschaft“ und „Politik“ das Ruder völlig aus der Hand läuft und wahrscheinlich auch der Grund, weshalb deutsche Professoren die materielle Vernichtung der Unterschicht fordern. Vernichtung? Nun ja, wenn ein deutscher Professor die Einstellung der staatlichen Leistungen nach fünf Jahren fordert (die endgültige Totalsanktion, sozusagen, siehe FAZ), dann sehe ich Berge von verhungerten Menschen vor mir: die Tafeln werden das nicht auffangen können. Aber so sind sie halt, die Experten: je mehr man ihnen selbst zuviel an staatlicher Unterstützung zahlt, umso wilder und wirrer werden ihre Phantasien. Ein- zwei Jahre Straßenbau als Arbeitsurlaub wären da vielleicht mal ganz hilfreich, um das Professorengehirn mal wieder auf die Erde zurück zu holen.

Der Sozialverband Deutschland hat nun folgerichtig Bilanz gezogen (siehe Saarbrücker Zeitung)

Zehn Jahre nach Einführung der Hartz-Gesetze müsse man eine fatale Bilanz ziehen, sagte Verbandspräsident Adolf Bauer. „Dieses System ist eine soziale, ökonomische und moralische Bankrotterklärung.“

Ich würde noch hinzufügen: eine intellektuelle Bankrotterklärung ist sie ebenfalls. Ebenso eine demokratische – und politische, erst Recht, wenn man sieht, dass andere Zumutungen innerhalb der Politik kaum wahrgenommen oder billigend in Kauf genommen werden: dass EU-Kommissare für vier Monate Arbeit je 500 000 Euro kassieren, findet niemand anstößig (siehe Spiegel), erklärt aber, warum Bundeskanzler zum Optimismus verpflichtet sind – rationale Haushaltsführung ist angesichts solcher Phantasiegehälter nur mit intensiven Hoffen auf zukünftigen Geldsegen zu gewährleisten.

Nun – von erlebbarer Armut sind jene Politiker, die jetzt wieder von „Zumutungen“ träumen, weit entfernt. Ihre Diäten sind jetzt gerade saftig angehoben worden – auch ein Grund, warum Politik nichts ändern wird: im Kampf reich gegen arm wechseln auch linke Politiker schnell die Seiten, wenn sie Diätenreich werden. Ein paar schnelle linke Worthülsen noch aus der Hüfte geschossen … das war es dann aber auch schon mit dem Engagement, immerhin steht man jetzt auch auf der Seite jener, die sich um optimale Geldanlagen kümmern müssen – anstatt zu jenen, die am Ende des Geldes noch viel Monat übrig haben.

Aktuell verblüffen Geschichten über die armen Städter das Land, der interssanteste Artikel dazu stammt aus dem Handelsblatt. Er erläutert uns auch die Zumutungen, mit denen wir leben müssen:

2014 lag die Armutsgefährdungsschwelle für einen Alleinstehenden bei 870 Euro. Rechnet man Sätze für Miete und anderes hinzu, liegt der Hartz IV-Satz eines Singles bei 651 Euro und damit unter der Armutsgefährdungsschwelle.

Der Grundgedanke des Sozialstaates war mal, Armut zu verhindern. Jetzt muten Politiker jene, die durch die von ihnen gestaltete Wirtschaftspolitik den Anschluss verloren haben, per Gesetz Armut zu – als Pauschalsanktion, die noch verschärft werden kann.

Was drohen denn dann noch für weitere Zumutungen, wovon träumen denn die mit dem staatlichen „Rundum-sorglos-Paket“ vollgefütterten Daueroptimisten und Realitätsverdränger noch? Die reichsten Gemeinden in Deutschland verzeichnen nach diesem Artikel noch 8,6 % Arme, die großen Städte ÜBER 25 %!

Aber: erschrecken sie nicht zu sehr über diese Studie, sie zeigt nur eine Perspektive auf, berücksichtigt nicht, dass Arme auf dem Land ein Auto brauchen, weil die menschenfernen Konzentrationsprozesse der „Wirtschaft“ die Nahversorgung vernichtet haben.

Während „der Arbeitslose“ als „Volksfeind Nr 1“ beständig neuen Zumutungen ausgesetzt werden soll, beschäftigt sich scheinbar kaum ein Politiker mit den finsteren Wolken am Horizont, die die ganze Eurozone bedrohen. Man jubelt über steigende Börsenkurse (während über einen Kurssturz von 10% kaum gesprochen wird: Optimisten unter sich verdrängen so etwas gern), kümmert sich aber nicht um die Ursachen – also die Entscheidungen optimistischer Politiker auf der Grundlage optimistischer Wissenschaftler. Hier offenbart ein Blick hinter die Kulissen gruseliges: die Börse steigt nur auf Grund eines „Draghi-Effektes“ (siehe Handelsblatt). Die EU will die Inflation ankurbeln (und damit die Armen noch Ärmer machen), in dem sie die Reichen noch reicher macht.

Wir erfahren auch, von welchem Volumen wir da sprechen: 1 Billion Euro sollen in die Märkte gepumpt werden . Gleichzeitig erfahren wir, dass die Spekulanten der Wallstreet den Euro massiv unter Beschuss nehmen wie nie zuvor: kein Wunder – was so in Massen gedruckt wird, kann keinen Wert mehr haben (siehe Welt). Kurz darf einem hier einfallen, dass Draghi auch ein Ex-Mitarbeiter einer großen Wall-Street-Bank ist und hier vielleicht bald wieder eine blühende Zukunft vor sich sieht.

Eine Billion Euro. Darf man kurz träumen? Darf man kurz überlegen, wieviel jeder EU-Bürger von dieser Summe hätte, wenn man sie ihm persönlich auszahlen würde – als Konkunkturspritze für die Realwirtschaft? 500 Millionen Bürger haben wir in der EU. Das macht 2000 Euro pro Bürger. Würde man das Geld in Arbeislose investieren (anstatt die mit diesem Geld zu bekämpfen), könnte man eine Mordsrendite von 60 Prozent einfahren: jeder in Arbeitslose investierte Euro kommt mit 1,60 Euro Wertschöpfung zurück (wir berichteten). Stattdessen investiert man dieses Geld in Aktienbesitzer, die dadurch völlig ohne Arbeit noch viel reicher werden.

Gleichzeitig arbeitet man gezielt an der Vernichtung des Euro, der beständig an Wert verliert. Das verteuert die Importe für die armen Leute, verbessert aber die Ertragslage der großen, exportierenden Firmen, deren Waren im
Ausland immer günstiger werden und deren Gewinne dank Lohndumping ins Unermessliche steigen.

Reicht das noch nicht an Zumutungen?

Nein. Wie ein aktuelles Interview nahelegt, hegen und pflegen wir in Europa immer noch „Zombiebanken ohne wirklichem Geschäftsmodell“, die jederzeit eine neue Finanzkrise auslösen könnten (siehe Spiegel).

Dafür ist Geld da.

Kein Wunder, dass Politiker von weiteren Zumutungen träumen. Die werden ganz von allein kommen, will mir scheinen – und wenn nicht, wird die Politik noch einen draufsetzen, anstatt eine realistische Wirtschaftspolitik zu betreiben.

„Deutsche Politik im aktiven Kampf gegen den Wohlfühlmodus der Bevölkerung“ – wäre auch ein schöner Titel gewesen. „Den Nutzen des Volkes zu mehren, Schaden von ihm abzuwenden“ war gestern, „nutzloses Volk auszumerzen und Schaden durch Zumutungen zu verursachen“ scheint das aktuelle Programm zu sein, das nach der aus reiner Dummheit erfolgenden Vernichtung des Euros den Ton angeben wird.

Und mit der Agenda 2050 werden dann chinesische, thailändische und malaysische Produzenten gesucht, die bei uns ihre Hemden billig nähen lassen wollen, während UN-Hilfsorganisationen die deutschen Städter vor dem Verhungern retten.

Kein Wunder, dass angesichts solcher Aussichten der platte Realismus gerade nicht angesagt ist und wir stattdessen lieber die Utopie „Schlaraffenland“ herbeiphantasieren: Optimismus ist deutlich besser für die Nerven und unterdrückt jede notwendigen Handlungsimpulse: „Wird schon alles gut gehen“.

 

 

Heinrich Schirmbeck und der Untergang der Zivilisation: ketzerische Gedanken zu Karfreitag.

Heinrich Schirmbeck und der Untergang der Zivilisation: ketzerische Gedanken zu Karfreitag.

Freitag, 18.4.2014. Eifel. Heute ist Karfreitag. Heute vor über zweitausend Jahren starb der Sohn Gottes an einem Kreuz, hingerichtet vom römischen Imperium. Die Legende sagt: er starb, um unsere Sünden zu tilgen – eine Botschaft, deren Wichtigkeit man erst versteht, wenn man sich anschaut, welche Lasten die Religionen der Welt den Menschen sonst aufbürdeten, um sich von ihren Sünden (oder Schwächen) zu befreien, um Erleuchtung oder Erlösung zu finden. Deshalb nennt man die Legende von Christus ja die „Frohe Botschaft“. Was man von ihr allerdings in Kirchen und an öffentlichen Plätzen sehen kann, ist etwas anderes: ein Leichnam, hingerichtet von den Mächten und Gewalten der damaligen Gegenwart – nicht das geschickteste Symbol für eine „frohe Botschaft“, möchte man meinen.

Die frohe Botschaft? Ja – durch den Kreuzestod Jesu wurde – der Legende nach – die Menschheit befreit von der Herrschaft der „Mächte und Gewalten“.

„Mächte und Gewalten“? Zweitausend Jahre nach dem Kreuzestod wissen wir so gut wie gar nicht mehr, was damit gemeint war. Die Zeitgenossen Christi wussten das noch sehr gut. Sie repräsentieren die gefallene Seite der Schöpfung, zwar auch von Gott geschaffen, aber nicht gerade freundlich zu Menschen. Sie bringen Tod, Hass und Angst in das Leben der Menschen, Sünde, Tod und Teufel sind ihre Manifestationen. Sie gleichen jenen falschen Göttern, vor denen Gott selbst einst das Volk Israel gerettet hatte. Auch das war nichts Neues: die älteste menschliche Existenzweise ist die der nomadischen Stammesgesellschaften – und die hatten nur einen Gott, der im Himmel wohnte und sie behütete. Mit den Städten begann dann die Vielgötterei, es gab Götter für jede Gelegenheit, Mächte und Gewalten, die sich in alle Bereiche des menschlichen Lebens einmischten. Der Legende nach waren es – von Griechenland über Rom bis nach Germanien – vor allem die jungen, hübschen Töchter der Menschen, nach denen ihnen der Sinn stand: der Feudalstaat schuf sich so ein Abbild im Himmel.

Ja – der heutige Tag sollte eine große Befreiung mit sich bringen – schon vor zweitausend Jahren. Hat er ja auch. Niemand fürchtet sich mehr davor, dass ein blitzwütiger Odin die eigenen Töchter schändet, dass ein hintertriebener Loki die Ernte misslingen läßt oder ein wütender Thor das Gehöft mit seinem Hammer in Stücke schlägt. Was muss das für ein Leben gewesen sein, damals. Überall versteckten sich mächtige Götter, die übermächtigen, unsichtbaren, allgegenwärtigen Königen gleich über das ganze Erdenrund herrschten, unten auf der Erde hingegen der kleine, hilflose Bauer, gefesselt an die Scholle, jeden Launen seiner göttlichen Herren hilflos ausgeliefert.

Ich denke, man muss das mal erlebt und gelebt haben, um so ein Lebensgefühl nachvollziehen zu können.

Wir modernen Menschen können das gar nicht mehr. Wir sind vollkommen Herren über unser eigenes Schicksal, keine Mächte und Gewalten dirigieren unser Verhalten in unserem Leben, wir gestalten unseren Alltag ganz nach unserem eigenen, freien Willen: wie sollen wir nachempfinden können, wie es ist, das Niederste vom Niedersten zu sein, Gewürm unter den Stiefeln der mächtigen Germanengötter?

Nun – einer konnte das. Heinrich Schirmbeck war sein Name. Starb neunzigjährig im Jahre 2005 – am amerikanischen Unabhängigkeitstag. Auf der Internetseite der Heinrich Schirmbeck Gesellschaft findet man ein Zitat von ihm:

„Und wie dem Schöpfer seine Schöpfung, nämlich der Mensch, durch die Hybris der Erkenntnis gewissermaßen entglitt, so begann dem Menschen seine Schöpfung zu entgleiten, nämlich die Gesellschafts-, die Staaten-, die Institutionen- und Apparatenwelt. Wie Gott des Menschen nicht mehr Herr zu werden scheint, so wird der Mensch seiner Schöpfung nicht mehr Herr: sie entwickelt eine Eigengesetzlichkeit, die ihn in seiner Freiheit und Existenz bedroht“.

Eine Schöpfung, die uns in unserer Freiheit und Existenz bedroht? Unglaublich, oder?

Sie als moderner, aufgeklärter Mensch stehen dieser angedeuteten Rückkehr der alttestamentarischen „Mächte und Gewalten“ selbstverständlich skeptisch gegenüber. Wir leben in einer aufgeklärten Demokratie, haben seit bald siebzig Jahre Frieden und sind frei wie nie ein Mensch zuvor!

Schauen wir mal genauer hin. Schon mal überlegt, wo Ihr Essen herkommt?

Klar – aus dem Supermarkt. Wir alle bekommen es aus dem Supermarkt.

Wer füllt die Märkte? Wissen Sie das überhaupt noch?

Fünf – bis sechs „Konzerne“. Mehr nicht. Gigantische Institutionen mit unglaublicher Macht, reicher als die meisten Staaten, liefern Ihnen das Essen – jenes Essen, das früher von ganz allein im Wald und auf den Feldern wuchs – umsonst. Der „freie“ Mensch wurde so zu dem einzigen Wesen, das für seine Existenzs auf Erden bezahlen muss – als ob er ein fremdartiger Eindringling ist, der bloß geduldet wird.  Egal wie reich Sie nun sind, wie reich Sie sich fühlen: in Ihrer ganzen Existenz sind sie auf Gedeih und Verderb diesen Konzernen ausgeliefert.  Haben die Konzerne mal keine Lust mehr, ihre Arbeit zu machen (was SOFORT geschieht, wenn die Rendite zu niedrig ist), dann stellen sie ihre Arbeit ein, die Regale bleiben leer und Sie verhungern. Wer kontrolliert diese Gebilde, die uns auch mit Öl, Baustoffen, Waffen, Automobilen und enorm viel Unterhaltung versorgen?

Theoretisch: Menschen. Praktisch: Niemand. Diese Kapitalballungen haben ein Eigenleben. In dem kanadischen Film „Corporation“ wurde dies im Detail beschrieben, hier bei Facebook:

The Corporation ist ein kanadischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003. Der Film analysiert das Verhalten von Großunternehmen im Geschäftsleben. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass solche Unternehmen in der Regel alle Kriterien für einen Psychopathen erfüllten, wenn Bewertungsmaßstäbe für menschliches Verhalten angelegt würden. Zudem wird dargelegt, dass solch ein Vergleich durchaus seine Berechtigung habe – weil Unternehmen als juristische Personen rechtlich größtenteils mit Menschen (Natürliche Personen) gleichgestellt seien. Einer der wesentlichen Aspekte des Films ist, dass Großunternehmen nur die eigenen Interessen verfolgen und dabei prinzipiell keinerlei Interessen anderer Personen – insbesondere von Menschen – berücksichtigen. Der Film wurde vom Rechtswissenschaftler Joel Bakan geschrieben und von Mark Achbar und Jennifer Abbott produziert.

Sie haben einen einzigen Zweck: soviel Geld wie nur irgend möglich aus dem Markt zu pressen – ohne Rücksicht auf Verluste. Selbst verantwortungsbewusste Geschäftsleiter scheitern an den Automatismen dieser künstlichen Konstrukte, die durch Verträge und Gesetze geschaffen wurden.

Gewaltige Psychopathen, mit gottähnlicher Macht ausgestattet – das hatten wir schon mal. Die Menschen hatten sie damals Odin, Zeus und Jupiter genannt.

Gehen wir weiter zu Ihrem politischen Leben. Sie haben ja mal einen Staat geschaffen, um vor solchen geistlos plündernden unmenschlichen Horden geschützt zu werden. Die Kräfte der Menschen sollten geeint werden, um selbst eine Macht zu bilden, die größer ist als das Schicksal selbst. Hungersnöte, Armut, willkürliche Not, Folter, Krieg – all das sollte für immer der Vergangenheit angehören. Zur Jahrhundertwende (1899) war man auch der Meinung, das Kriege in Europa völlig ausgeschlossen sind – man sei zu zivilisiert, um sich solcher Barbarei zuzuwenden.

Zwei Weltkriege später steht das inzwischen durch und durch demokratische Europa wieder am Abgrund eines Krieges, Truppen werden an die Ostfront verlegt, ein weiterer Krieg mit Russland steht bevor, federführend hier: die NATO und die STAATEN, weitere von Menschen geschaffene Mächte und Gewalten. Klar – die Nato und Deutschland: das sind WIR. WIR wählen unsere Abgeordneten, die wählen die Bundeskanzlerin und die schützt uns mit der Gewalt des Staates vor Not und Elend – und erst recht vor Krieg. So dachten wir jedenfalls, bis wir merkten: die Kanzlerin ist ja völlig hilflos – so hilflos wie der germanische Bauer angesichts der Allmacht seiner Götter. Das hat sie selbst zugegeben … und deshalb wurde „alternativlos“ zum Unwort des Jahres 2010 (siehe Spiegel). Sind Entscheidungen alternativlos, ist der Mensch hilflos … fremden Gewalten ausgeliefert. Momentan müssen wir hoffen, dass der Krieg gegen Russland nicht auch alternativlos ist.

Heinrich Schirmbeck übrigens hat diese „Alternativlosigkeit“ angesichts der Mächte und Gewalten schon früher kennenlernen dürfen. Als Gründungsmitglied der Grünen und Mitglied der Friedensbewegung durfte er eine ganz besondere Erfahrung machen – er, der 1991 noch eine umfangreiche Studie zum Völkerrechtsbruch durch die USA und die Vereinten Nationen im ersten Irakkrieg an alle wichtigen Politiker verschickte, erlebte, wie die einst so friedliebenden Grünen „alternativlos“ den ersten Einsatz deutscher Kampfbomber im Ausland seit 1945 befahlen – und bejubelten.

Die Sorge, dass die gleichen Automatismen einen weiteren Weltkrieg ins Leben rufen werden, scheint begründet – erst recht, seitdem die Politik auch ihre Hilflosigkeit gegen die agierenden Mächte und Gewalten eingestanden hat … ohne jedoch auch nur im Geringsten den Versuch zu unternehmen, sich die politische Macht zurück zu erobern: gegen Götter kämpfen halt selbst Könige vergebens.

Ja – sie sind wieder da, die Götter. Der Kreuzestod Christi scheint sinnlos, ja, das Symbol des Gottessohnes am Kreuz scheint ein höhnisches Symbol des Triumphes von Menschen geschaffener Imperien über Gott selbst geworden zu sein, Imperien, die sich selbst ganz offen als Gott ausgeben … oder haben Sie etwa noch nie von den „Märkten“ gehört, die mit „unsichtbarer Hand“ Ihr Leben dirigieren, ihren Arbeitsplatz nach China verlegen, ihren Sozialstaat vernichten (wobei das „Soziale“ der einzige legitime Grund für den Schutzbund „Staat“ ist), die Krümmung ihrer Banane vorschreiben oder die Art der Beleuchtung in ihrem Schlafzimmer bestimmen?

Die Herausforderung der Menschheit des 21. Jahrhundert erinnert an die Herausforderung vorchristlicher (und vorjüdischer) Zeiten. Auch damals war der Normalbürger unsichtbaren Mächten und Gewalten ausgeliefert, die ihn wie Spielzeug hin- und herschubsten. Wenn der Kriegsgott zur Feier rief, gab es keine Diskussionen mehr … jedenfalls so lange nicht, bis sich der alte Gott der Nomadenvölker mit seinen zehn Geboten durchsetzte, jener Gott, der letztlich vor 3000 Jahren die biblische Geschichte inspirierte und ein für allemal dem idiotischen Treiben der Mächte und Gewalten ein Ende setzte: es gab nur ein einen Gott – und der war lieb und gerecht und verbot das Töten.

Heute sind sie wieder da, die Mächte und Gewalten. Anders als Zeus und Ares haben sie jedoch reale Macht – Supermacht, sozusagen.

Als Staatenbünde, Wirtschaftskonzerne, Regierungsorganisationen, Parteien, die den Menschen seiner Freiheit berauben und in seiner Existenz bedrohen – doch anders als der Götterterror der Vergangenheit verfügen diese Mächte und Gewalten über reale Macht: Atomwaffen (die schon in den nächsten Wochen in Europa zum Einsatz kommen könnten), gentechnisch veränderte Nahrungsmittel (die von der Kanzlerin gegen den erklärten und erkannten Willen des Volkes eingeführt werden – alternativlos), chemisch und biologisch bis auf zelluläre Ebene hinab verseuchte Umwelt (man denke nur an … Plastik): die Bilanz unserer Zivilisation ist vernichtend – ihr Untergang scheint unausweichlich, so jedenfalls erklärt uns dies aktuell eine Studie der Nasa (siehe    N 24):

Fünf Risiko-Faktoren für den Kollaps der menschlichen Zivilisation haben der Mathematiker Safa Motesharrei und sein Team ausgemacht. Die Analyse der Entwicklung von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch gibt Rückschlüsse auf die Stabilität unseres Wohlstandes.

Wenn diese fünf Faktoren so zusammenwirken, dass zwei bestimmte Entwicklungen einsetzen, ist der Kollaps unausweichlich. Diese beiden Entwicklungen sehen die Forscher als bereits eingetreten an: die Überlastung der Ökosysteme durch zu hohen Verbrauch der globalen Ressourcen bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest. Beim Untergang aller großen Hochkulturen in den letzten fünftausend Jahren haben diese beiden Dynamiken eine zentrale Rolle gespielt.

Das ist die Erfahrung der Menschheit in den letzen siebentausend Jahren: Hochkulturen rotten sich selber aus. So sind wir bei ein paar Überlegungen zu Karfreitag mitten in den laufenden, alternativlosen Untergang unserer Hochkultur geraten.

Wie wir sehen, können wir eigentlich doch ganz gut nachempfinden, wie sich der kleine Bauer vor Ort gefühlt haben muss, in seiner Existenz ständig bedroht von großen, unsichtbaren Mächten und Gewalten.

Der Unterschied zu uns?

Er brauchte nicht von Konzernen durchgefüttert zu werden, durfte noch von dem leben, was das Land hergab. Und seine Götter hatten keine Nuklearwaffen, produzierten keine künstlichen Seuchen, verwüsteten ganze Landstriche oder rotteten in nie dagewesenem Maße Pflanzen und Tiere der natürlichen Umwelt des Menschen aus.

Letztendlich bleibt nicht viel übrig von unserem kulturellen Überlegensheitsgefühl, oder? Wir gleichen eher den Luxuspassagieren einer sinkenden Titanic, die noch Musik und Tanz pflegten, als die ersten Menschen in den weniger gut versorgten Gebieten des Schiffes schon ertranken.

Hören wir nochmal Heinrich Schirmbeck dazu, hier aus einer Rede zu seinem 90. Geburtstag auf Literaturkritik:

„In unserer Zeit vollzieht sich ein Vorgang, der wesentlich mehr zu sein scheint als die Bereicherung des Wirklichen um einen neuen Aspekt: es ist der Einbruch der Naturwissenschaften in unser Leben. Dieser Einbruch zeigt sich einmal in der Überflutung unseres Alltags mit technischen Geräten, in der Beschleunigung aller materiellen und informativen Prozesse. Er zeigt sich aber noch viel unheimlicher in der Entsinnlichung aller traditionellen Lebensverhältnisse. Es ist, als werde ihnen die Substanz zunehmend entzogen, so daß nur ein abstraktes Skelett von Funktionen übrigbleibt.“

Das schrieb er 1964.

Da gab es noch keine Handys, kein Privatfernsehen und keine Alternativlosigkeit in politischen Entscheidungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014 – Der erste Krimkrieg der EU … made in USA.

2014 - Der erste Krimkrieg der EU ... made in USA.


Sonntag, 2.3.2014. Eifel. Kennen Sie noch den Krimkrieg? Nein? Sollten Sie aber. Ist einer jener „Unfälle“ in der Geschichte, der sich später im ersten Weltkrieg wiederholte. Lassen Sie uns bei Wikipedia nachlesen, worum es geht:

Der Krimkrieg entstand, so der Historiker Jürgen Osterhammel, weniger zielstriebig als später der Sardinische Krieg oder die deutschen Einigungskriege, nach einer Kette von diplomatischen Fehlern, Missverständnissen und Feindvorstellungen. In den unterschiedlichsten Systemen, sowohl im autokratischen Russland wie auch im liberaleren Großbritannien, seien Kriegsförderer am Werk gewesen, in Russland zum Beispiel ein „schlecht informierter“ Zar und in Frankreich „ein politischer Hasardeur“. Allerdings gab es auch „eine Logik geopolitischer und wirtschaftlicher Interessen“. Im Kern war es ein Konflikt der beiden Mächte, Großbritannien und Russland, die in Asien Interessen hatten, und er offenbarte die militärische Schwäche beider. „Erstmals seit 1815 wurde Krieg soweit in Kauf genommen, dass er tatsächlich geschah.

„Kriegsförderer am Werk“ eine bedenkliche Formulierung, die man heute gar nicht mehr verwenden dürfte. Warum nicht? Nun – das ist eine Verschwörungstheorie, Menschen, die Kriege fördern, existieren in der öffentlich akzeptierten Denkweise nicht mehr, sie stören unser Selbstbild.

Von Kierkegaard ist der Satz überliefert, dass sich Leben (und somit: Geschichte) nur vorwärts leben läßt – aber wir können es nur rückwärts verstehen. Will man also verstehen, warum die „demokratische“ EU am 2.3.2014 wieder vor einem Krieg auf der Krim steht, sollte man sich gedanklich in eine Position der Zukunft begeben – was nicht einfach ist und nur noch selten gelehrt wird.

Kriege – so lernen wir aus dem ersten Krimkrieg von 1854 – entstehen nicht nur aus der Laune psychopathischer Tyrannen, nein, manchmal ist es auch eine Kette von diplomatischen Fehlern, Missverständnissen und Feindvorstellungen. Daran sollte man sich erinnern. Das ist auch völlig unabhängig vom politischen System – also, ob man seinen Führer selber wählt (Demokratie) oder von Wirtschaft oder Ausland bestimmen läßt (Diktatur).

Feindvorstellungen haben wir aktuell immer noch: trotz Ende des Warschauer Paktes ist „der Russe“ immer noch als Feind im Fokus – wäre dies nicht so, würden wir anders reagieren. Wir würden uns daran erinnern, dass es „der Maidan“ war, der den mühsam ausgearbeiteten Friedensvertrag durch den Einsatz tödlicher Gewalt beendet hatte (Originaldokument der Außenminister: siehe Auswärtiges Amt). Hätten wir diplomatisch korrekt gehandelt, hätten wir in diesem Moment den Führern des Maidan unser Vertrauen entziehen müssen – aus friedlichen Demonstranten waren im Handumdrehen radikale Terroristen geworden.

Da der Russe aber bei „interessierten Kreisen“ immer noch als Feind gehandelt wird, war die öffentlich genehmigte Resonanz in Deutschland und der EU eine andere: wir erkannten die Vertragsbrüchigen öffentlich als Regierung an (siehe Rianovosti).

Zur Erinnerung: Janukowitsch war ein legal gewählter Präsident – so wie Angela Merkel. Er hatte bei der letzten Wahl 48  % der Wählerstimmen erhalten – mehr als Merkel. Redakteure des Spiegel haben vor Ort live mitbekommen, wie Mitglieder der Regierung in Panik vor bewaffneten Horden flohen, während der Westen immer wieder von Scharfschützen berichtete, die allerdings – nach Beobachtungen vor Ort – nur Gummigeschosse verwendeten (wir berichteten).

Das Feindbild „Russe“ besetzt auch 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch die öffentliche Meinung – mit tödlichen Folgen. Der CDU-Politiker Willy Wimmer sieht in einem Radiointerview (hier auf youtube) in der aktuellen politischen Entwicklung eine direkte Anknüpfung an die englische Politik des 19. Jahrhunderts, die – seiner Meinung nach – 1914 in einem Weltkrieg mündete. Es lohnt sich, seinen Worten zu lauschen, erinnert er doch daran, dass dies nicht der erste europäische Krieg nach dem Zweiten Weltkrieg war: der Krieg gegen die Republik Jugoslawien Ende der neunziger Jahre bewies – so Willy Wimmer – dass Helmut Kohl mit seinen Warnungen recht behalten hatte: die Vereinigten Staaten von Amerika werden den Krieg nach Europa zurückholen. Er spricht ganz offen von einem „angelsächsischen Faustrecht“, dass sich seit den neunziger Jahren seinen Weg durch die Welt bahnt, sozusagen eine Neuauflage des britischen Empire, diesmal allerdings mit US-Flagge.

Die „strategische Neuorientierung“ der USA, von der Willy Wimmer erzählt, ist für jedermann offen erkennbar: man will die Weltherrschaft. Wer diesen Weg unterstützt, darf mit wundersamen Karrieren rechnen – so wie der deutsche Außenminister Joschka Fischer, einer der Triebkräfte bei der Bombadierung Jugoslawiens durch deutsche Kampfbomber, der im Anschluß daran eine bemerkenswerte Förderung durch die damalige US-Außenminsterin Madeleine Albright erhielt, eine Frau, die sich damit brüstete, dass der Tod einer halben Million irakischer Kinder ein akzeptabler Preis für den Sieg gewesen sein (wir berichteten).

Der Krieg in Europa – vor dem Helmut Kohl gewarnt hatte – war schon Ende der neunziger Jahre zurückgekommen … wir erinnern uns nur nicht gerne daran, sind Meister der Verdrängung geworden, weil die politische Wirklichkeit an allen Ecken und Enden auseinanderbricht. Nur wenige schauen noch genau hin wie jener Kommentator „Philos Bei“ der Tagesschau, der mit akribischer Genauigkeit weitere Rechtsbrüche der von der EU anerkannten „Regierung“ der Ukraine auflistet:

Bei ukraine-business.de gibt es eine deutsche Fassung der Verfassung der Ukraine. siehe http://tinyurl.com/na3n3bj

Der Artikel 111 besagt:
Die Entscheidung über die Entfernung des Präsidenten der Ukraine aus seinem Amt im Wege des Amtsenthebungsverfahrens muß von wenigstens 3/4 der Anzahl der verfassungsgemäßen Abgeordneten getroffen werden, nachdem der Fall vom Höchsten Gericht der Ukraine überprüft und kommentiert worden ist und die Akte festgestellt worden sind, welche den Staatsverrat oder ein anderes Verbrechen des Präsidenten der Ukraine dokumentieren.

Die Oberste Rada der Ukraine besteht aus 450 Abgeordneten. 328 Abgeordneten stimmte für die Amtsenthebung. Das wären 10 Stimmen zu wenig und somit nicht legitim.

Wer will aber schon wirklich so pingelig sein wegen der paar Stimmen. Damit bei der nächsten Wahl nichts schief geht, wird ja auch die Partei des Amtsinhabers erstmal verboten (siehe Handelsblatt) – so könnte man in Deutschland auch die Herrschaft der CDU für alle Ewigkeiten auslöschen. Käme uns hier nur komisch vor – so wie eine Kanzlerin, die von den Medien als Siegerin der Wahl gefeiert wurde, obwohl sie ihre Mehrheit im Parlament verloren hatte (wir berichteten).

Am Samstag rief ein Boxer aus einem insolventen Hamburger Boxstall namens Vitali Klitschko von einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung aus zur Generalmobilmachung auf (siehe Spiegel), was zu dem Zeitpunkt noch viele verwunderte: immerhin hatte dieser politisch in der Ukraine oftmals gescheiterte Hobbypolitiker keinerlei Rolle in der neuen Regierung erhalten – und das, obwohl die Konrad-Adenauer-Stiftung ihn seit 2012 unterstützt. Kurze Zeit später verkündetet die Ukraine allerdings wirklich die Generalmobilmachung, die Süddeutsche findet heute deutliche Worte dazu:

Ukrainische Truppen kampfbereit: Die ukrainische Armee ist angesichts des drohenden russischen Militäreinsatzes in Alarmbereitschaft und kampfbereit. Bei einer im ukrainischen Fernsehen übertragenden Rede an die Nation sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow, dass der Schutz der Atomkraftwerke, Flughäfen und weiterer „strategischer Einrichtungen“ des Landes verstärkt werde. Inzwischen sei die ukrainische Armee vollständig kampfbereit, berichtet die Nachrichtenseite BBC. Außerdem gebe es einen „Aktionsplan“. Regierungschef Arseni Jazenjuk äußerte sich als „überzeugt“, dass es keine russische Offensive geben werde. Eine solche würde „Krieg“ bedeuten. Die Truppenstärke der ukrainischen Armee wird auf etwa 160.000 Soldaten beziffert, so die BBC.

Die Ukraine verfügt Schätzungen des Nachrichtensenders BBC zufolge derzeit über etwa eine Million Reservisten.

Man vergisst schnell, dass die Ukraine kein kleines Land ist, sondern ein Millionheer auf die Beine stellen kann. Genau das Richtige für einen tollen, langen, großen Krieg – den man aber trotzdem lieber nicht alleine führen möchte, siehe Handelsblatt:

Im Konflikt mit Russland um die Halbinsel Krim hat die Ukraine das westliche Verteidigungsbündnis Nato um militärischen Beistand gebeten. Außenminister Sergej Deschchiritsja sagte am Samstagabend, die Regierung in Kiew habe eine entsprechende Anfrage an die Nato übermittelt. Darin sei das Bündnis gebeten worden, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine sowie deren Bevölkerung und die nuklearen Anlagen zu schützen.

Momentan tagt die Nato in einer Krisensitzung. Das Ziel ist klar, siehe Tagesschau:

Viele Politiker in Westeuropa und in den USA haben besorgt auf die eskalierende Situation auf der ukrainischen Halbinsel Krim reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, es müsse alles getan werden, „dass die territoriale Integrität gewahrt wird“.

Spannend auch unser Außenminister, der offen demonstriert, dass er von Nichts eine Ahnung hat:

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nannte die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine, besonders auf der Krim gefährlich. „Wer jetzt weiter Öl ins Feuer gießt, mit Worten oder Taten, setzt bewusst auf Eskalation“, mahnte Steinmeier.

Ja – aber wer hatte nochmal Öl ins Feuer gegossen?

Steinmeier hatte gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Polen und Frankreich, Radoslaw Sikorski und Laurent Fabius, zwischen dem damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und Oppositionsparteien vermittelt, um weiteres Blutvergießen in Kiew zu verhindern.

Das war ziemlich in die Hose gegangen: es gab 100 Tote. Die selben „Selbstverteidigungskräfte“, die den von Steinmeier, Sikorski und Fabius geschlossenen Vertrag ignorierten und mit Waffengewalt die Macht an sich rissen, bringen jetzt eine Million Soldaten in Stellung, nachdem die gewaltsame Okkupation des Parlamentes der Krim nach Kiewer Vorbild unmöglich geworden war.

Am 6.12.2013 berichtete die Zeit noch über die Dominanz der Rechtsradikalen über die Demonstranten in Kiew … und ihre seltsamen Methoden:

Das Symbol für Präsident Viktor Janukowitsch ist in Kiew inzwischen ein aufgespießter Schweinekopf. 

Läßt sich der Krimkrieg noch verhindern?

Kaum.

Hören wir dazu Dmitrij Trenin, laut Spiegel „Russlands führender Aussenpolitik-Experte“:

Russland glaubt, dass die EU Wiktor Janukowitsch Hand in Hand mit der Opposition aus dem Amt gedrängt hat. Europa habe auch geschwiegen, als die Übereinkunft mit dem Präsidenten vor einer Woche verletzt wurde, auf Druck des Maidan. Ja, Empörung in der westlichen Öffentlichkeit ist dem Kreml egal, inzwischen zumindest. Putin und Russland sind in den vergangenen Monaten im Westen so gründlich dämonisiert worden, dass Putin heute nicht glaubt, dass es noch schlimmer für ihn kommen kann.

„Druck des Maidan“ – das war eine kleine Gruppe gewalttätiger, schwer bewaffneter Nationalisten. Neonazis würden wie sie in Deutschland nennen.

Putin wurde zuletzt ja schon mit Menschheitsunholden wie Gaddafi oder Assad verglichen. Russlands Image ist so schlecht, dass der Kreml nichts mehr zu verlieren hat. Der Westen hat so Einflussmöglichkeiten verloren. Früher hat man sich in Moskau vor jeder Entscheidung gefragt, wie sie wohl im Westen aufgenommen wird. Was wird Berlin sagen? Das ist vorbei. Diese Einstellung hat sich noch verstärkt während der Olympischen Spiele. In Russland hat man den Eindruck gewonnen, die westliche Presse sehne sich gerade danach, dass in Sotschi etwas Schlimmes passieren möge.

Wieso sollte man sich auch Fragen, was Berlin sagt. „Berlin“ hat in Gestalt von Angela Merkel schon längst öffentlich Zusagen gegeben, siehe Liveticker Spiegel vom 27.2.2014, 12,49 Uhr:

Deutliche Worte von der Bundeskanzlerin: Europa stehe der Ukraine bei, „wenn es darum geht, Recht und Freiheit zu schützen“, sagte Angela Merkel am Donnerstag in einer Rede in London.

Egal, wie legal die Abwahl des gewählten Präsidenten Janukowitsch war, egal wie groß der Einfluss der Neonazis in Kiew ist, egal, wie das auf des Gemüt russischer Politiker wirkt: Deutschland steht in brüderlicher Treue fest zu den Schweinskopfträgern in der Ukraine, die gerade versuchen, die ukrainische Armee gegen Russland in Stellung zu bringen.

Marschieren die Schweinskopfträger gegen die Krim, wird Putin eingreifen müssen: immerhin muss er befürchten, dass es am Ende der Entwicklung sein Kopf sein wird, der durch die Gegend getragen wird. Dank Angela Merkel werden wir uns kaum noch dort heraushalten können. Sie hat  ihre Treueversprechen auch der neuen Regierung in Kiew (zufällig: der Wunschkandidat der USA) übermittelt hatte, siehe Wallstreet-Online:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk deutsche Unterstützung bei der wirtschaftlichen und politischen Stabilisierung der Ukraine zugesichert. Merkel äußerte in einem Telefongespräch mit Jazenjuk Respekt vor der schwierigen Aufgabe, die der Ministerpräsident übernommen habe, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag mit. Beim Gespräch hätten zudem die internen Entwicklungen in der Ukraine und insbesondere auf der Krim im Mittelpunkt gestanden.

Das heist: Jazenjuk und seine nationalistischen Verbündeten können sich auf einen wichtigen Fürsprecher in der Nato verlassen … so wie früher Joschka Fischer beim Krieg gegen Jugoslawien ein zuverlässiger Fürsprecher im Sinne der „Kriegsförderer“ war.

Mit der mächtigen Nato im Rücken, berauscht vom Erfolge des gegen den unter anderem von FrankWalter Steinmeier ausgehandelten Frieden gewaltsam durchgeführten Putsches in der Ukraine, unterstützt von der „mächtigsten Frau der Welt“, die ihre Beistandsadresse gerade vor jenen Menschen abgegeben hat, die nach Willy Wimmer zu den Hauptakteuren der neuen Weltordnung des „angelsächsischen Faustrechtes“ gehören, geförder von den USA, die mit seiner Hilfe die EU „ficken“ wollen – wen wundert es da, dass die Putschregierung jetzt versucht, den großen Krieg gegen Russland vom Zaun zu brechen?

Ach ja … „Krieg“.

Wer nahm eigentlich diese Vokabel zuerst in den Mund?

Angela Merkel, am 27.2.2014 vor den Vertretern des „angelsächsischen Faustrechtes“, siehe Spiegel:

In ihrer Rede vor dem britischen Parlament sagte Merkel mit Blick auf die Ereignisse in Russland und der Ukraine, 100 Jahre nach dem Ersten und 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sei ein Krieg mitten in Europa nicht mehr denkbar.

Helmut Kohl war da anderer Meinung – und hatte Recht behalten.

Wer sprach noch von Krieg?

Arseni Jazenjuk – siehe oben.

Putin – in westlichen Medien gerne fälschlicherweise als „Zar“ bezeichnet, um das Feindbild weiter zu schüren – nicht. Jazenjuk war der Wunschkandidat der USA bezüglich „Fuck the EU“ (siehe Orginalübersetzung des Telefonates der Unterstaatssekretärin Nuland mit dem US-Botschafter der Ukraine bei Neopresse).

In welchem Ausmaß die USA die EU ficken wollen, hätte man schon anhand der NSA-Affäre erahnen können. Und manche hatte sicherlich schon eine böse Vorahnung, als sie die Meldungen von der Sichtung der Mount Whiteny vor der Küste der Ukraine vernahmen, siehe Tagesspiegel vom 3.2.2014:

Der Raketenkreuzer USS Ramage (DDG-61) und das Kommandoschiff USS Mount Whitney (LCC-20) hätten vor der ukrainischen Küste außerhalb russischer Hoheitsgewässer Stellung bezogen, meldete die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Militärkreise in Moskau. An Bord seien 600 Angehörige der US-Navy.

 Die Mount Whitney hat eine ganz besondere Historie, die sie zufällig immer wieder in die Nähe brisanter politischer Entwicklungen führt, siehe Wikipedia:

1994 war sie Flaggschiff während der Operation Uphold Democracy vor Haiti.  Die Mount Whitney war während des Kosovo-Kriegs sowie der Operation Iraqi Freedom ein zentrales Element der Kommandostruktur der US-Streitkräfte. Nach Ende des russisch-georgischen Krieges im Südkaukasus im August 2008 wurde die USS Mount Whitney Anfang September 2008 ins Schwarze Meer entsandt, um humanitäre Hilfslieferungen nach Georgien zu bringen. Die erste derartige Lieferung, die nach Poti ging, wurde von Russland äußerst kritisch aufgenommen.

Ab März 2011 fuhr die Mount Whitney während des Bürgerkrieges in Libyen vor der Küste des nordafrikanischen Landes.

Willy Wimmer – dem wir diese Überlegungen verdanken – war schon 2007 gegen den Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan.

Hätten wir ihm damals gut zugehört, hätten wir uns den Einsatz deutscher Torndados auf der Krim wohl ersparen können. Da Putin jetzt zum ersten Mal (wie einst Saddam Hussein) als „Hitler“ tutiliert wurde (siehe Live-Ticker im Spiegel vom 2.3.2014, 11.55 Uhr, zitiert wird ein früherer tschechischer Außenminister) und die USA ankündigen, Russland aus den G8 auszuschließen und die Vermögen Russlands zu enteignen (siehe Außenminister Kerry im Liveticker des Spiegel vom 2.3.2014 um 15.07 Uhr) kann man davon ausgehen, dass niemand auf Frank Walter Steinmeier hört und alle Beteiligten weiter Öl ins Feuer gießen, um den „Zaren“ Putin zur Rettung nationalistischer Schweinskopfträger von der Erde zu tilgen.

Und dass das die Absicht ist, weiß der auch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Holocaust durch Reiche voraus?

Holocaust durch Reiche voraus?

Samstag, 4.1.2013. Eifel. Unsere Zukunft wird heute geschrieben. Gerade jetzt. Hier und heute wird festgelegt, wie wir alle morgen leben werden. Da ist kein Zufall, keine Bestimmung, kein göttliches Schicksal – das ist allein menschliches Handeln aufgrund von menschlichem Willen, menschlicher Intelligenz und menschlicher Absicht. Wollen Sie in Zukunft Frieden, Gerechtigkeit, Wohlstand dann investieren Sie in Bildung und Aufklärung, Wissen und guter Laune, leistungsgerechter Bezahlung und niedrigen Preisen. Wollen Sie etwas anderes, dann investieren Sie in Waffen, Zwang, Dummheit und schlechter Laune. Einfach gesagt, lassen Sie uns mal näher hinschauen:

Unser Kommentator Helmut1 hat kürzlich einmal etwas zum Verdienst eines LKW-Fahrers geschrieben, was mir im Gedächtnis geblieben ist: 4000 – 5000 Euro monatlich würde der bekommen, wenn man frühere Verdienste in diesem Bereich auf die heutige Zeit übertragen würde. Das wäre doch was, oder? Gerecht wäre es allemal, dann wer zu lange im Auto sitzt, dem geht es bald wie mir: der Rücken bricht, das Leben ist dahin. So ein Gehalt als Durchschnittsgehalt (im Büro müßte man sich – auch als Investmentbanker – mit 3000 – 3500 Euro zufrieden geben): das wäre doch schon was. Vom Mindestlohn wird da keiner mehr leben wollen, denn der ist – genau berechnet – sehr bescheiden angelegt. JennyGER hat das mal „für sich durchgerechnet“ (siehe Neopresse):

Würde ich mit Steuerklasse 1 und ohne Kinder diesen Bruttolohn bekommen, dann hätte ich ein Netto von 991,53 Euro (nach GEZ und Kirchensteuer). Was soll ich mit 991,53 Euro? Ich bezahle 580 Euro Miete (warm), fahre ein Auto (ca. 200 Euro) und habe Internet sowie einen Handy bzw Telefonvertrag (ca. 60 Euro). Strom bezahle ich ungefähr 70 Euro im Monat. Damit blieben mir zum Leben gerade noch 81,53 Euro pro Monat.

Das ist dann immer noch weniger als der Hartz IV-Satz – aber das liegt ja auch an dem exorbitanten Luxus, den sich Jenny noch gönnt: große Wohnung, Auto, Handy und Strom. Würde sie darauf verzichten, hätte sie mehr als Hartz IV.

Eine Riesendebatte bei uns, dieser Mindestlohn, dabei kommt er im Gegensatz zu früher einer Armenspeisung gleich. Diese Lohnentwicklung ist bei etlichen Arbeitgebertagungen, politischen Gesprächsrunden und Managerschulungen beschlossen worden, Hintergrund war die strategische Entscheidung, zukünftig nicht mehr Arbeitsleistung als Grundlage des Wirtschaftsgeschehens zu honorieren, sondern Kapitaleinsatz: „Share Holder Value“ war geboren und zieht seitdem erfolgreich durch die Welt: Geld bekommt nur noch der, der schon vieles hat. Wer keins hat, braucht Lotto, um welches zu bekommen – mit Arbeit läuft da nichts mehr.

Mit dem Share Holder Value kamen die Rechenkünstler, die sich auch heute noch künstlich reich rechnen – in ihrem weltweiten von Staatsmacht und Partei geschützten Wettbüro. In ihrer Rede zur Regierungserklärung der schwarz-roten Koalition hat Sarah Wagenknecht erwähnt, dass die deutsche Bank mit Derivaten im rechnerischen Wert von 60 Billionen Euro herumspielt, Wallstreet-online erwähnt eine US-Bank, die 75 Billionen jongliert – kein eigenes Geld, sondern nur künstlich errechnete Ansprüche auf Waren und Dienstleistungen. Dieser US-Bank gehört allein schon mehr als die ganze Welt, denn deren BIP lag 2013 nur bei 73 Billionen.

Gesund kann dieser Tanz auf dem Vulkan nicht sein – aber Millionen verdienen Millionen daran, weshalb die Basis dieses kranken Systems breiter ist als die des Feudalismus.

Denken Sie jetzt mal eine Weile daran: SIE wären einer jener Nutznießer der Geldschwemme – wie würde das Ihr Denken verändern?

Hätten Sie nicht – langsam und ganz leise – ein wenig Angst vor dem Zorn der Mitbürger, die in den reichsten Ländern der Welt auf der Straße verhungern? Wäre es Ihnen nicht genehm, wenn da mal jemand etwas gegen unternehmen würde – gegen die vielen Loser, Versager, Schmarotzer, gegen die Milliarden Kosten auf zwei Beinen?

Die Reklame zu dem Film „Noah“ berührt dieses Thema aktuell wieder, 7 Milliarden Menschen lebten auf der Welt – wie viel geht noch? hieß es da sinngemäß mit einem Seitenblick auf die Sintflut.

Welcher SUV-Fahrer, der sich täglich über die Flut der „Winz-Mobile“ um sich herum aufregt, fühlt da nicht eine Erregung der Erleichterung, dass da jemand (am besten GOTT) einfach mal wieder die Klospülung betätigt, um die „viel zu vielen“ zu entsorgen?

Und es wird ja auch mit Hochdruck daran gearbeitet, die Welt für die Reichen sicherer zu machen. Schauen wir mal in die FAZ:

Die Forscher veränderten das Erbgut der Viren künstlich so, dass die Erreger neue Eigenschaften annehmen. In dem Fall Fouchiers und Kawaokas ging es darum, dass man die Vogelgrippeviren H5N1, die  in sechzig Prozent der Infektionen beim Menschen tödlich verlaufen, ansteckender macht. Bisher nämlich sind in der Natur keine Virenvarianten aufgetreten, die sich so leicht von Mensch zu Mensch übertragen wie das etwa bei Vögeln möglich ist. Es gibt eine biologische Schranke. Und diese Grenze haben die beiden Forschergruppen um Fouchier und Kawaoka an Experimenten mit Frettchen im Hochsicherheitslabor überwunden, indem sie ganz gezielt und systematisch versucht haben, Mutationen ins Virengenom einzuführen, die das Ansteckungsrisiko erhöhen.

Wer finanziert solche Studien – und mit welcher Absicht werden sie durchgeführt? Diese Fragen würde ich gerne beantworten, doch dafür fehlt mir das Geld. Als Reicher sähe ich jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont: Auto und Haus haben selbstverständlich proaktive Biowaffenfilter (Ihres nicht? Wohl nicht reich genug, was?).

Übrigens: auch im Labor sind solche Experimente nicht ungefährlich:

Aus den Vereinigten Staaten jedoch sind den Autoren  zufolge den Centers for Disease Control and Prevention (CDC)  zwischen 2003 und 2009 396 „potentielle Freisetzungen aus Hochsicherheitslaboren“ bekannt geworden. In Asien waren  Infektionen mit Sars-Viren  auf die Verschleppung von Laborerregern zurück zu verfolgen. „Unfälle passieren – selbst in Hochsicherheitslabors“, heißt es in dem Brief.

Wissenschaft und Technik bauen im Auftrag der „Master of the Universe“ Massenvernichtungswaffen, weil sie selbst sehr gut daran verdienen. In den USA geht das noch leichter. Dort wohnen ja auch die meisten Reichen – und die haben ein besonderes Interesse an Robotern, wie sie der Spiegel beschreibt:

„Generell entwickelt sich die Forschung weg von automatischen Systemen, die menschlicher Kontrolle bedürfen, hin zu autonomen Systemen, die ohne menschlichen Einfluss entscheiden und reagieren“, heißt es in dem Bericht. Solche Programme gebe es auch in der US-Luftwaffe, der Armee, der Marine und bei der Pentagon-Forschungsabteilung Darpa. Autonome Systeme, schreiben die Autoren des Berichts, werden eines Tages „allgegenwärtig“ sein.

Eine Armada von fliegenden Killern – gesteuert vom PC meines Einfamilienhauses aus. Wie der Lagerkommandant des KZ könnte ich jeden Loser abknallen, der meiner Minidrohne vor die Rohre läuft – wie cool. Millionen „Gamer“ trainieren das gerade.

Gerade in den USA wird auch die geistig-religiöse Grundlage für den neuen Holocaust gelegt, ebenfalls Spiegel:

Religiöser Fundamentalismus ist unter weißen Amerikanern am stärksten verbreitet, und hier besonders unter den sogenannten Evangelikalen: 64 Prozent aller weißen Anhänger dieser protestantischen Kirchen glauben der Bibel aufs Wort.

Man merkt: dort ist Religion eine Frage des Marketing, Inhalt ist völlig egal. Niemand würde innerhalb der großen Kirchen auf die Idee kommen, die Bibel ernsthaft wörtlich zu nehmen (es sei denn, man hat gerade für einen Moment einen persönlichen Vorteil davon – sind halt auch keine Heiligen, die Kirchenleute. Sie leben nur von denen, die heilig waren), dafür hat der Staat ja das Theoligiestudium geschaffen, um kritischen Geist auch in religiösen Fragen zu erhalten.

Was nun schlimm ist an diesen (zumeist reichen) Fundamentalen: die glauben auch die Offenbarung des Johannes, für die muss Israel untergehen – und errettet werden nur 144 000 Menschen weltweit. Die haben dann alles Recht der Welt, mit Viren und Kampfrobotern im Namen Gottes eine der Sintflut nahe kommende Säuberungsaktion durchzuführen, damit Jesus wiederkommt.

Wahnsinnig? Ja. Bibel wörtlich nehmen ist gemeingefährlich – und falsch, wie jede Begutachtung eines schriftlich überlieferten Textes ohne Rücksicht auf das historische Umfeld, in dem er entstand und die persönliche Motivation und Lebenslags des Autors, der sie verfaßt  hat. Die Autoren der Bibel kennen wir oft sogar dem Namen nach, – ein „Gott“ ist nicht darunter.

Aber hier muss ich jetzt sehr vorsichtig werden, um nicht in die Gefahr zu geraten, Atheist geschimpft zu werden. Das wird nämlich in Zukunft in Europa strafbar sein. Gut – Atheismus oder Antitheismus ist eine Beleidigung jeden freien Geistes und seiner demokratischen Grundkultur – nicht weniger schlimm als die protestantischen Bibelfürsten, die die Welt mit Feuer und Schwert reinigen wollen (und auch gerade – zufällig – viele von den „ungläubigen“ Moslems eleminieren), aber verbieten sollte man ihn auf keinen Fall: wir haben Religionsfreiheit. Außerdem war es eine der großen Leistungen der Philosophie, dass sie den Atheismus entwarf – vor 3000 Jahren – um den Gottkaisern der Menschheit die Grundlage zu entziehen.

Nun – vielleicht kommen die Gottkaiser gerade wieder und wollen ihre Position jetzt durch „Toleranzzwang“ heilig sprechen. Der wird in der EU gerade vorbereitet, siehe Heise:

Ein bislang unbeachtetes Europäisches Rahmenstatur zur Förderung der Toleranz sieht in Sektion 2e vor, dass die EU „konkrete Maßnahmen“ ergreift, um Rassismus, Vorurteile nach Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, Homophobie und „Anti-Feminismus“ zu „eliminieren“. Der letztgenannte dieser Begriffe stößt unter anderem deshalb auf Kritik, weil es sich beim Feminismus um keinen der genetisch oder kulturell determinierten Gruppenmerkmale handelt, sondern um eine politische Ideologie. Hätten die Verfasser des Papiers gewollt, dass nicht die Kritik am Feminismus, sondern an Frauen als Gruppe eliminiert werden soll, dann hätten sie den Begriff „Misogynie“ verwenden müssen.

Atheismus ist religiöse Intoleranz pur – dem Gläubigen wird per se ohne den geringsten Beweis Geisteskrankheit unterstellt … kein freundlicher Akt, sondern ebenfalls brandgefährlich. Aber vor diesem Hintergrund lassen sich schön Weltuntergangsviren und Massenvernichtungswaffen ersinnen … ist ja eh´ alle egal, Hauptsache, es wird gut bezahlt.

Xenophie und Homophobie sind nebenbei bemerkt emotional gesteuerte Positionen. Auch der Homophobe hat ein Recht auf Existenz, ebenso der Xenophobe, beide haben auch das Recht darauf, ihre Meinung zu haben. Ebenso dürfen Juden andere Religionen ablehnen, wie Christen den jüdischen Weg als Irrweg ansehen dürfen. Grundlage unserer Gesellschaft ist aber, dass wir darüber miteinander reden … und nicht „eliminieren“.

Mir als Superreichen jedoch wäre die Diskussion zuwider. Der menschliche Abschaum soll sich zanken und streiten, damit ich meinen Lebensraum erweitern und seinen weiter einschränken kann. Sybille Berg hat dazu im Spiegel eine Neujahrsansprache geschrieben, die schon jetzt für mich zu den besten Veröffentlichungen dieses Jahres gehört:

Es steht zu vermuten, dass nur mehr ein paar Prozent der Menschheit ihren Reichtum vermehren, ihre Position ausbauen können. Und wenn Sie gerade meine Kolumne lesen gehören Sie eventuell nicht dazu. Gewinner lesen nicht selber. Sie haben keine Zeit für Unwichtiges. Statt zu glauben, dass Wunder geschehen, dass es uns wieder so gehen könnte wie der Mehrheit vor uns, mit soliden, lebenslangen Arbeitsverhältnissen, Eigenheimen, guter Ausbildung der Kinder, genug Platz im öffentlichen Verkehr, finden wir uns also besser mit dieser Zeit des Überganges in eine ungewisse Zukunft ab. Oder wir kämpfen. Aber gegen wen nur?

Immer, wenn die Zeiten spürbar anstrengender werden, um nicht direkt von schlechter zu reden, hilft es den wenigen Prozent der Gewinner, wenn sich die Arbeiterklasse, die heute Angestelltenklasse heißt, bekämpft. Das lenkt so hübsch ab. Verteilungskämpfe, getarnt als Kampf um Tradition, Religion. Wer sich bekriegt, streikt nicht. Wer den anderen Verlierer hasst, hasst den Gewinner nicht. Klingt einfach, ist es auch.

Wir führen Stellvertreterkriege. Gegen arme Zuwanderer, gegen Randgruppen, gegen die Schwächeren. Vielleicht nicht Sie, es sind ja immer die Anderen, haben den Feind gefunden. Er ist Asylant, oder Osteuropäer, er ist homosexuell, männlich oder weiblich.

Oder einfach nur arbeitslos – der dämlichste aller Stellvertreterkriege.

Was könnte die LINKE erreichen, wenn Sie sich – wie Sarah Wagenknecht in ihrer oben erwähnten Rede – dem Papst anschließen würde? CDU/CSU würden plötzlich ihre Exisenzgrundlage verlieren. Geht aber nicht: weiten Kreisen der Linken ist der Kampf gegen die Kirche wichtiger. Eine Allianz gegen die Reichen zu schmieden, scheint unmöglich – wozu auch: im Rahmen einer erzwungenen Toleranz werden wir auch lernen müssen, mit ihrem Reichtum zu leben.

Die Reichen selbst jedoch … bereiten sich auf eine andere Zukunft vor, eine Zukunft, in der der Mensch auf jeden Fall der Feind ist, siehe Focus:

140 Meter tief in einem arktischen Berg auf Spitzbergen in Norwegen liegt ein Schatz – allerdings ein recht ungewöhnlicher: Dort sammelt der Welttreuhandfonds für die Vielfalt von Kulturpflanzen Samen aus aller Welt, um ihr Aussterben zu verhindern – und im Fall einer globalen Katastrophe die Ernährung der Menschheit zu sichern, so heißt es. Bis zu 4,5 Millionen Samenproben, das sind etwa 95 Prozent der gefährdeten Nutzpflanzen, finden in dem Bunker Platz.

Wir erfahren in dem Artikel, dass der Tresor im Falle eines nuklearen Weltkrieges nutzlos sei … aber warum brauchen wir ihn dann? Gut – als Schutz gegen Monsanto, deren Genexperimente eine Lebensgefahr für die ganze Menschheit darstellen … gut, dass man im Geheimen dann noch echtes Saatgut hat, um die Welt wieder aufzubauen, wenn sie dereinst zerstört ist.

Wie aber sollte sie zerstört werden, wenn nicht durch die Kraft des Atoms?

Die Reichen wissen schon, was uns droht – hier aus einem Artikel der FTD, zitiert bei global-4wards:

Widrige Umstände wie überschuldete Bauern und unter steigenden Nahrungspreisen leidende Konsumenten in Entwicklungsländern? Wenn trotzdem weiter teure Monsanto-Produkte gekauft werden, muss die Abhängigkeit schon groß sein. Vom Lizenzprodukt Saatgut des Quasimonopolisten. Die Finanzkrise ist ein laues Lüftchen gegen das, was sich im Agrarsektor anbahnt.

Da kommt etwas ganz Gewaltiges auf uns zu. Es wird die Erde in eine Wüste verwandeln, aber danach folgt – für einige Auserwählte – das Paradies mit frischen Saatgut aus dem Milliardärstresor.

Fliegende Kampfroboter werden Kritiker im Namen der Toleranz eliminieren – wobei vor allem die Tolerierung der Gottgleichheit des Reichen gemeint ist. Wo das Saatgut nicht ausreicht, werden Viren ausgesetzt, um eine genehme, „ausreichende“ Population sicher zu stellen: ich kann auch schon sagen, wie viele es werden: 144 000. Mehr will Gott nicht – meint die einflußreichste Kaste innerhalb der letzten Supermacht der Erde.

Aber wir machen uns Sorgen um Armutseinwanderung durch Roma, um Kirchensteuer, Homophobie in Russland oder die alberne Frauenquote, die an sich kein Problem löst, sondern nur etwas Kosmetik darstellt … so als seien Frauen von sich aus so dämlich, dass sie ohne männliche Quote nichts erreichen könnten.

Große, von Killerrobotern beschützte Landsitze in einem Naturparadies der 144 000 – diese Zukunft haben wir fest im Blick. An der wird mit Hochdruck gearbeitet, für die zahlen wir alle schon jetzt – durch Lohnverzicht. Diese Zukunft scheint uns zu gefallen – weil wir alle was Besseres zu tun haben, als sie zu verhindern.

 

 

 

 

 

Der Vertrag von Lissabon

Die EU hat in Brüssel den Vertrag von Lissabon verabschiedet. Was bedeutet das und warum wissen wir nichts davon?

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ESM

Anders ausgedrückt: Der Europäische Stabilitäts Mechanismus

Und wieder verabschiedet die EU in Brüssel ein Gesetz, von dem der Bürger nichts mitbekommt. Wieso? Warum? Nun…

Der ESM soll, in Verbindung mit dem Fiskalpakt, ärmeren Ländern und sogenannten Schuldenstaaten der Eurozone finanzielle Hilfen gewähren, damit die betroffenen Länder und deren Bevölkerung wieder auf einer starken Wirtschaft aufbauen, und somit auf ein besseres Leben hoffen können. Die Länder der Eurozone sollen sich gegenseitig dabei helfen.

So weit so gut.

Der ESM wurde auf schwindelerregend viele Milliarden Euro festgesetzt, wird jedoch ständig erhöht. Der ESM wird durch die Steuergelder der Völker Europas finanziert. Ausschließlich! Deutschland muss den größten Teil bezahlen, da Deutschland das Land mit den meisten Einwohnern ist und eine starke Mittelschicht hat. Wenn ein Land also in finanziellen Schwierigkeiten steckt, müssen die Mitgliedsstaaten der EU binnen 7 Tagen einen geforderten Betrag an das fordernde Land zahlen. Zahlt ein Land nicht, werden zusätzliche Geldforderungen fällig. Daher die ständige Erhöhung der ESM-Obergrenze.

Welches Land nun ein forderndes Land ist, legt die EU in Brüssel fest.

Hierbei geht es aber nicht um die Rettung der Menschen vor Ort. Ganz im Gegenteil. Unsere Steuern werden Jahr für Jahr erhöht, damit sich die Banken die Gelder hin und her schieben können. Hier werden also Banken gerettet, Schwarzgeldkonten aufgestockt und Kriege bezahlt. Mit unseren Steuergeldern.

Das ganze wird dann „Rettungsschirm“ genannt. Und natürlich: wer will nicht andere Menschen retten, oder ihnen „Stabilität“ bieten? Das sind die beiden Vokabeln mit denen der Bürger ruhig gestellt wird: Rettung & Stabilität. Wer dagegen spricht kann ja nur ein Nazi sein. Aber schauen wir doch mal in die betroffenen, stabilisierten Länder.

In Griechenland haben mittlerweile über 2.000 Menschen Selbstmord begangen.

Die meisten dieser Selbstmorde geschehen dadurch, das die Menschen sich von den Klippen stürzen und dann als Leiche Tage später an Land gespült werden.

Auch die griechische Bevölkerung ist also so apathisch, das das alles geschehen kann. Kaum einer hilft dem anderen, alle schauen nur auf sich. Das dieses Szenario sich schnell auf andere Länder ausbreiten kann brauche ich nicht zu erwähnen. Denn auch wir sind so teilnahmslos, das uns auch der Tod der Nachbarn nichts ausmacht. Denn wir haben keine Zeit uns Sorgen zu machen. Die meisten Europäer denken und handeln nicht, sie sind manipuliert durch die Medien. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Griechenland bei knapp 60%. Der rechte Mopp steht verstärkt auf der Straße… aber das ist längst nicht alles. Und das ist nur Griechenland.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt in beinahe allen europäischen Ländern rapide an, lediglich in Deutschland bleibt die Quote kontinuierlich unter 10%. Ich Folge daraus, das Deutschland absichtlich am laufen gehalten wird, eben weil Deutschland mit seinen Steuergeldern die meisten Gelder an die Banken und deren gierige Manager überweist. Treudoof. Teilnahmslos.

Ach ja, die Manager: Die Herren, welche in Brüssel unsere Gelder verzocken, wurden NICHT gewählt und genießen umfassende, gerichtliche Immunität. Kein Gesetz, keine Instanz ja nicht einmal ein Staat darf sich in die Machenschaften der ESM-Generäle einmischen. Dies ist die faktische Erschaffung einer Finanzdiktatur wie sie es noch nie in der Geschichte gegeben hat. Wo sind die Medien die über diesen Skandal berichten? Es gibt zwar eine Pressefreiheit, nur leider ist die Presse nicht frei. War sie noch nie, wird sie niemals sein.

Was soll das also? Sollen hier einfach nur ein paar gierige Kapitalisten befriedigt werden und Waffen ins Ausland geschoben werden? Nee, glaub ich nicht. Hier geht es noch um viel größere Dinge. Hier geht es um Destabilisierung ganzer Nationen und derer Bevölkerungen. Völker werden gegenseitig aufeinander gehetzt. Die Griechen mögen die Deutschen angeblich nicht mehr so sehr. Wen wunderts.

Und das ist alles politisch gewollt. Armut. Völkerhass. Selbstmorde.

Arbeitslosigkeit. Menschen spalten. Meinungen verhärten u.v.m. ist die direkte Folge des ESM. Wir schieben Hass auf Ausländer bzw. Flüchtlinge und verstehen gar nicht, das wir mit unseren Steuergeldern dieses Elend auslösen. Irland ist für immer verschuldet. Diesem kleinen Land wurde kurzfristig eine finanzielle Bürde auferlegt von dem sich die irische Bevölkerung nie wieder erholen wird.

Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und viele Länder mehr spüren bereits die Veränderungen. Demonstrationen werden blutig zerschlagen oder gar nicht erst zugelassen. Angela Merkel stellt sich vor die Kamera und spricht die Worte „Stabilität“ und „Rettung“. Tja und das war´s dann. Der deutsche Arbeiter hat genug mit sich selbst zu tun. Und diejenigen, die auf diese Finanzdiktatur hinweisen werden als Spinner und Extreme abgewatscht. Ich merke es jeden Tag in meinem Freundeskreis. Über so was redet man nicht. Nicht in Europa, denn wir wurden nach dem zweiten Weltkrieg umerzogen. Weich und lieb sein. Keine Kritik üben. Arbeiten und die Klappe halten. Ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell für die ESM-Verbrecher.

Und es wird noch viel schlimmer

Der Breidi

Geopolitik

Wenn die EU uns demnächst (und jetzt ja auch schon) in den Abgrund reißt, interessiert es niemanden weil wir Europäer zu träge sind. Schade eigentlich, das wir Südeuropa allein lassen und einfach so weiter machen wie bisher. Ölkrise? Finanzkrise? ESM? Vertrag von Lissabon?

Wasserprivatisierung? Monsanto? Fukushima? u.v.m. interessiert niemanden.

Den eigenen Konsum überdenken? Etwas ändern? Nein – nicht der Deutsche.

Dafür geht es dem Michel zu gut. NOCH!!

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Sternbild der Hoffnung

Sternbild der Hoffnung

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