ESM Staatsverschuldung

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Wie Leistungsträger zu Lasten von Steuerzahlern und Arbeitslosen Millionen scheffeln – ganz legal.

Samstag, 29.März 2013. Eifel. Haben Sie sich schon mal für Leistungsträger interessiert? Für die Leute, die das richtig dicke Geld machen? Nein? Sollten Sie aber. Bei ihnen liegt der Schlüssel für die gesamte Weltfinanzkrise, die Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit, die Ein-Euro-Jobs und die Leiharbeit. Ich bin gestern einem begegnet - beziehungsweise seinen Opfern. Ganz toller Typ - Anstreicher von Beruf. Wie, werden Sie jetzt sagen: ANSTREICHER? Nein, das kann doch nicht sein.  So ein richtiger Leistungsträger hat doch studiert, trägt Anzug und Krawatte, arbeitet bei einer Bank und scheffelt Millionen ohne Arbeit. Nun ja - die gibt es auch. Seltsam, das sich niemand fragt, WOFÜR die eigentlich das ganze Geld bekommen - aber diese Frage würde an die Grundfesten des gesellschaftsprägenden Geldmachtapparates rühren, weshalb Journalisten sie nur einmal im Leben stellen dürfen: kurz vor ihrer Entlassung. Um diese Leistungsträger geht es aber nicht. Solche kenne ich zur Genüge, sie stellen die Funktionselite des herrschenden Systems da, eines Systems, das man kurzerhand "Geldmachtapparat" nennen kann - den Begriff habe ich mir von H.J.Krysmanski geliehen. Darüber möchte ich auch gerne noch etwas schreiben - aber später. Heute geht es um jene Menschen, die Deutschland groß und ihre Taschen voll machen, den sogenannten Mittelstand: den einfachen Malermeister.

Samstag, 29.März 2013. Eifel. Haben Sie sich schon mal für Leistungsträger interessiert? Für die Leute, die das richtig dicke Geld machen? Nein? Sollten Sie aber. Bei ihnen liegt der Schlüssel für die gesamte Weltfinanzkrise, die Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit, die Ein-Euro-Jobs und die Leiharbeit. Ich bin gestern einem begegnet – beziehungsweise seinen Opfern. Ganz toller Typ – Anstreicher von Beruf. Wie, werden Sie jetzt sagen: ANSTREICHER? Nein, das kann doch nicht sein.  So ein richtiger Leistungsträger hat doch studiert, trägt Anzug und Krawatte, arbeitet bei einer Bank und scheffelt Millionen ohne Arbeit. Nun ja – die gibt es auch. Seltsam, das sich niemand fragt, WOFÜR die eigentlich das ganze Geld bekommen – aber diese Frage würde an die Grundfesten des gesellschaftsprägenden Geldmachtapparates rühren, weshalb Journalisten sie nur einmal im Leben stellen dürfen: kurz vor ihrer Entlassung. Um diese Leistungsträger geht es aber nicht. Solche kenne ich zur Genüge, sie stellen die Funktionselite des herrschenden Systems da, eines Systems, das man kurzerhand „Geldmachtapparat“ nennen kann – den Begriff habe ich mir von H.J.Krysmanski geliehen. Darüber möchte ich auch gerne noch etwas schreiben – aber später. Heute geht es um jene Menschen, die Deutschland groß und ihre Taschen voll machen, den sogenannten Mittelstand: den einfachen Malermeister.

Wie üblich darf ich keine Namen nennen. Die Zeugen befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis – das muss berücksichtigt werden. Deshalb muss ich auch um den heißen Brei herumreden. Da ich kein bezahlter Journalist bin, darf ich das. Zudem sind Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sowieso rein zufällig.

Nun – wie wird man jetzt Leistungsträger in Deutschland, wenn man nichts weiter hat als einen kleinen Handwerksbetrieb, der einem einen 12-Stunden-Tag abverlangt – manchmal auch am Wochenende – und das ohne vollen Lohnausgleich? Man braucht eine Immobilienmaklerin aus Spanien. Dort haben fast 90% aller Einwohner Wohneigentum, dort kennt man sich aus mit windigen Immobiliengeschäften, weshalb es dem Land ja auch fürchterlich dreckig geht – und den Banken erst recht.

Mit Hilfe dieser Immobilienmaklerin kauft man sich erstmal ein Haus. Ein altes, heruntergekommenes Mietshaus, wie man es in vielen deutschen Städten momentan kaufen kann.

Der Preis – ist völlig egal. Man kauft die Dinger ohne sie gesehen zu haben – denn damit macht man keinen Gewinn. Was man noch braucht, ist: einen guten Kontakt zu einem Bankier. Einen davon braucht man – aber: solche Leute sind schnell zu finden. Einfach mal deren Haus umsonst renovieren … oder andere kleine Gefälligkeiten erweisen, dann klappt das schon.

Jetzt steht das Haus da – und das Geschäft geht los. Erstmal: ab zum Arbeitsamt – ein ebenfalls sehr wichtiger Schritt. Dort holt man sich Ein-Euro-Jobber, die erstmal die ganze Bude ausräumen und renovierungsbereit machen. Dann kommt der Chef mit seiner Firma, malt alles neu an – und stellt die gesamt Arbeitsleistung seiner Frau (bzw. deren Immobilienfirma) in Rechnung: nicht nur die zehn Stunden, die er selbst gepinselt hat, sondern auch noch die dreissig Stunden, die die vorbereitenden Arbeiten der Arbeitslosen ausmachen. Vierzig Stunden zum Meisterlohn – das macht einen satten Gewinn. So läuft es im Prinzip auch im ganzen Leiharbeitssektor.

Die Bilanzen des kleinen Handwerkers sehen auf einmal prächtig aus … Grund genug, das nächste Haus zu kaufen. Wieder das gleiche Spiel: erst die Sklaven vom Amt, die sehnsüchtig auf eine Festanstellung hoffen und deshalb doppelt so fleissig schrubben, dann der Meisterpinsel, die Rechnung …  und wieder verbessert das die Bilanzen.

Währenddessen erhöht die Immobilienfirma die Mieten – immerhin ist frisch gestrichen worden, die Wohnungen gelten als „grundsaniert“, dafür will man schon etwas Geld sehen – über den Einsatz professioneller „Entmieter“ will ich hier gar nicht reden, weil ich davon auch nichts gehört habe … gehört andernsorts aber zum Geschäftsmodell.

So geht es weiter – Haus für Haus. In dem mir bekannten Falle sind es schon über fünfzig Häuser … der Leistungsträger fährt mitlerweile Porsche, der Handwerksbetrieb hat sich zu einer Goldgrube entwickelt.

Geht es jedoch um Reperaturen – so sieht es mau aus, eine Erfahrung, die alle Mieter von modernen Unternehmen machen – zum Beispiel jene, die von „Investoren“ aufgekauft worden sind. „Investoren“ wollen Geld sehen. Reperaturen sind teuer.

In unserem Fall werden die Reparaturen vom Malermeister noch selbst gemacht – was bei Elektrik, Klempner- und Maurerarbeiten zu teils lustigen Ergebenissen führt. Die Immobilienfirma der Frau (die selbst als Geschäftsleiterin ein Spitzengehalt bezieht – immerhin nennt sie nun fünfzig Häuser ihr Eigentum) läuft nicht ganz so gut, aber da zahlt es sich aus, das man den Banken, von denen man die Kredite bekommt, die Häuser zu Preisen abgekauft hat, die sonst am Markt nicht zu erzielen gewesen wären. Hätte man lange verhandelt, echte Preise erzielt, wären die Banken nicht  so großzügig – so aber bieten die von sich aus noch weitere Schrottimmobilien an – und unsere Firma kauft fleissig.

Man baut sich mittlerweile einen eigenen Palast – außerhalb der Stadt, wo der Pöbel nicht wohnt … und kauft weiterhin Häuser nach dem bewährten Modell – wobei man den Gewinnfaktor „Arbeitsloser“ nicht unterschätzen darf. 14,41 Euro die Stunde bekommt ein Malergeselle, ein Euro der Hartz-Sklave: macht 13, 41 Euro Gewinn: das sind 13 000 Euro im Monat – bei nur vier Gesellen. Nach nur sieben Jahren hat man die erste Million zusammen.

Natürlich funktioniert das System nicht ewig – aber darauf ist es auch gar nicht ausgelegt. Der Plan ist, sich irgendwann mit einem dicken Bargeldpolster in Spanien zur Ruhe zu setzen: immerhin geht es um ein arbeitsfreies Leben. Das ist für die Mehrheit der Bevölkerung absolutes Tabu, für den Leistungsträger aber ein seriöser und völlig akzeptabler Lebensplan, für den man in der „Yellow Press“ einschlägig gefeiert wird – mit Großbild.

Wann kippt das System?

Wenn die Mieter auf die Barrikaden gehen und Gerichte Reperaturen anmahnen, die der kleine Handwerksbetrieb nicht leisten kann. Auf einmal merkt man, das man Reperaturrücklagen hätte leisten müssen – als solche hatte man bislang immer die Arbeitsleistung des Ehemannes angeben können. Nach dem hundertsten Pfusch aber … drängen Gerichte auf Reperatur. Unser Maler ist fein ´raus – als Maler. Er hat nur – aus Freundlichkeit – einige Arbeiten für das Unternehmen seiner Frau ausgeführt.

Die hatte anstelle von Rücklagen (mit denen man auch an der Börse spekulieren kann) ihr Gehalt aufgebessert und dicke Bonuszahlungen erhalten: immerhin hat sie aus dem Nichts heraus ein Immobilienimperium aufgebaut.

Mit etwas Glück findet man einen Investor, der das Gesamtpaket kauft und neue Mieten durchdrückt.

Hat man Pech, geht eben die Firma der Frau bankrott – wen stört´s?

Die Banken haben fette Gewinne gemacht, weil die Häuser zur Spitzenpreisen abgegeben wurden. Zudem verdiente man gut an den Zinsen. Die Frau – hat ihre Boni privat in Sicherheit gebracht: dafür gründet man ja immerhin eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Malermeister hat ein fettes Geldpolster – und immer noch seinen kleinen Malerbetrieb, der jetzt vielleicht ein paar Aufträge weniger hat, ein paar Leute entlassen muss – aber er steht ja gut da, weil er vielen Ein-Euro-Jobbern eine zweite Chance gegeben hat. Ach ja … die Kredite. Die kann man bündeln und weiterverkaufen, bis sie sich irgendwo in einer solch´ immensen Höhe anhäufen, das der staatliche Rettungsschirm greift.

So wird man in Deutschland Leistungsträger – ganz legal. Persönliche Qualitäten? Skrupellosigkeit, Verantwortungslosigkeit, den Willen zum gezielten Vertragsbruch und eine gewisse Menge an krimineller Energie, mit denen man die Lücken im System maximal ausnutzt, ohne sich wirklich einer konkreten Strafverfolgung auszusetzen. So etwas fördert man in Deutschland gerne – mit Millionenboni.

Die Folgen für Deutschland?

Der Niedriglohnsektor beweist sich als unverzichtbar für den Aufschwung – das sieht man eindeutig.

Die Banken werden irgendwann selbst zum Sozialfall, wenn die faulen Kredite ausfallen … und gehen dann zum Steuerzahler. Das ist gerade wieder der Fall, siehe Handelsblatt:

Reyal Urbis verwaltet Immobilien, darunter große Flächen noch ungenutztes Bauland. Diese waren Mitte 2012 mit 4,2 Milliarden Euro bewertet. Dem standen per Ende September Schulden von 3,6 Milliarden Euro gegenüber. Üblicherweise gilt ein Verschuldungsgrad von mehr als 60 Prozent als Grund zur Sorge.

Das ganze System in Spanien lief ähnlich wie das unseres Malermeisters mit seiner spanischen Frau – doch haben wir daraus gelernt?

Nein. Ein Millionenheer von Selbständigen versucht gerade in diesem Moment, dieses Land mit seinen  „Geschäften“ und „Konstrukten“ auszuplündern – alles weitgehend legal. Die Mieten explodieren wie die Arbeitslosigkeit – auch wenn man letztere mit einem Endsiegaufgebot an statistischen Tricks in unauffällige Einzelposten aufteilt, dafür hat das Arbeitsamt hochpreisige Experten aus dem Immobiliensektor angeworben, denke ich mir mal.

Zur spanischen Immobilienkrise gibt es eine nette Fotostrecke in der FAZ mit beeindruckenden Bildern, hier haben Leistungsträger ganze Arbeit geleistet.

In Deutschland sind sie noch in der Aufbauarbeit.

Weg nun von unserem Kleinunternehmer, der nichts anderes macht als hundert andere „Immobilienentwickler“ auch – Staat und Volkswirtschaft zum eigenen Vorteil hemmungslos auszuplündern – hin nun zu den wirklich Großen im Geschäft mit der Wohnung, in Deutschland macht da die „Deutsche Annington“ von sich reden, allerdings in ganz anderen Dimensionen. Hier sind es schon 210 000 Wohnungen, die man im Laufe der Zeit gesammelt hat. Auch hier spart man an allen Ecken, um Gewinn zu machen, siehe Wikipedia.

Der Deutsche Annington wird vorgeworfen, aufgrund ihres ausgeprägten Gewinnstrebens berechtigte Interessen der Mieter zu vernachlässigen. Annington wird regional und überregional verschiedentlich von Mietervereinen eine mangelnde Instandhaltung der Wohnungen vorgeworfen. Die Nebenkostenabrechnungen der DAIG werden als nicht nachvollziehbar und intransparent kritisiert und vom Deutschen Mieterbund überprüft.

„Mieter-Kontra-Annington“ veröffentlicht einen Brief der Hasseler Mieterinitiative an den Vorstand der deutschen Annington, der treffend beschreibt, was geschieht, wenn „Investoren“ sich in den Wohungsmarkt einmischen:

Anlass der Gründung der HAMI waren untragbare Missstände, die sich seit Übernahme der ehemaligen Viterra-Wohnungen durch die Deutsche Annington weiter deutlich  verschärft hatten. Im Focus stehen die Steigerung der Kaltmieten bei zunehmender Verschlechterung  der Wohnqualität. Ihre Mitarbeiter sprechen gerne von der Pflicht zur regelmäßigen, unaufgeforderten Erfüllung der Instandsetzung. Die Mieter fragen sich allerdings, wo dieser Pflicht denn tatsächlich nachgekommen wird. Nicht länger hinnehmen wollten und wollen die Mieterinnen und Mieter undichte Fenster, mangelhafte Wärmedämmung,Schimmel in zahlreichen Wohnungen, die explodierenden Neben- v.a. Heizkosten die in einzelnen Fällen bereits höher sind als die Kaltmiete, ungepflegte Außenanlagen, Vertröstungszusagen unqualifizierten Personals sowie unverständliche, z.T. fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen. Das Desaster der Abschaffung des Vorortservices, die Einführung des Callcenters und das Erheben von Gartennutzungsgebühren bei nicht vorhandenen Gärten hatten die Probleme auf die Spitze getrieben. Sie wurden nur noch getoppt durch das Auftreten des Annington eigenen Inkassounternehmens im Wohngebiet, dessen Mitarbeiter in Rambo-Manier vermeintliche Mietrückstände eintrieben.

Auffällig bei der Annington ist, das die „Einstiegsmieten“ oft auf Hartz-IV-Niveau sind – dafür greift man dann bei den Nebenkosten (die ebenfalls die Behörde übernimmt) richtig zu: wieder mal wird der Arbeitslose zum Lastesel der Leistungsträger, hier aber auf wesentlich höherem Niveau. Neben dem eigenen Entmietungsservice haben die auch einen eigenen TV-Anbieter, der jetzt den Mietern nebenbei aufgedrückt wird – von solchen Geschäftsmöglichkeiten kann unser Malermeister nur träumen.

Irgendwann ist es dann soweit, das Kartenhaus stürzt zusammen, und man merkt wieder: Menschenrechte und freie Marktwirtschaft können nebeneinander nicht bestehen, sogar der Staat bekommt massive finanzielle Probleme, wenn er seine „Leistungsträger“ nicht im Zaum hält.

Anhand des kleinen Beispiels (das ja auch erfunden sein könnte) zeigt sich jedoch: das geht in Deutschland immer noch – und mir wird schwindelig, wenn ich hochrechne, wie groß der wirtschaftliche Schaden ist, den diese Lumpenelite anrichtet.

Die deutsche Annington hat wirtschaftlich übrigens Schwierigkeiten – die Kredite laufen nicht mehr so gut.

Dafür kann man bei Wikipedia heute noch nachlesen, wie man solche Geschäfte im Prinzip angeht:

Auf dem deutschen Markt erhofft sich die Deutsche Annington eine hohe Rendite, weil deutsche Immobilien im internationalen Vergleich meist in einem relativ guten baulichen Zustand sind, die Preise und Mieten (aufgrund der öffentlichen Förderung) niedrig sind und der Anteil des Wohneigentums in Deutschland bislang vergleichsweise gering ist.

Die DAIG kauft, wie andere internationale Private Equity-Gesellschaften auch, Immobilien mit vergleichsweise geringem Eigenkapitaleinsatz. Aufgrund des sogenannten Leverage-Effekts ermöglichen der Zugang zu günstigem Fremdkapital und sichere Mieteinnahmen die Refinanzierung der Käufe und eine hohe Eigenkapitalrendite. Das Management hält weitere Rendite-Steigerungen bei einem Wohnungsunternehmen dieser Größenordnung durch Veränderungen der Wohnungsbewirtschaftung – etwa durch Personalabbau, die Verringerung von Leerstand-Quoten, Mieterhöhungen und die Auslagerung von Leistungen –, durch die Veräußerung von Forderungen, Verbriefung, Portfolio-Umschichtungen und die Privatisierung von Wohnungen möglich.

Es lohnt sich, die Berechungen des „Leverage-Effektes“ bei Wikipedia durchzulesen und zu verstehen, wie schnell man durch „Hebelwirkungen“ (die auch unser Finanzminister mal für den ESM angemahnt hat) eine Eigenkapitalrendite von 18 % erzielt … womit unser kleiner Malermeister auch ganz schnell einen Tipp erhalten hat, was er mit seinem ganzen Geld jetzt schnell tun sollte: in noch mehr Immobilien investieren.

Nach einigen Jahren haben diese „Leistungsträger“ dann das Mietpreisniveau in die Höhe getrieben (und sei es über „Nebenkostenabrechnungen“), der bauliche Zustand nähert sich dem Rating „sanierungsbedürftig“ – und dann kann man sich mit einem großen Knall aus dem Geschäft verabschieden – wie andere Leitungsträger auch.

Oder man bietet den völlig entnervten Mietern die Wohnungen billig zum Kauf an.

Schlimm?

Nein, toll.

Unsere ganze Politik findet solche Geschäftsmodelle ganz toll – was eigentlich nur zeigt, wir schrecklich blöde unsere Politiker sind.

Blöde?

Nein, das sind auch echte Leistungsträger, wie Wolfgang Clement, siehe Wikipedia:

Ebenso wird kritisiert, dass die Genehmigung des umstrittenen Braunkohletagebaus Garzweiler II in die Amtszeit Clements fiel, und Clement anschließend einen Aufsichtsratsposten beim Tagebaubetreiber RWE Power AG antrat.

Wolfgang Clement trat bereits in seiner Amtszeit als Bundesminister für weit reichende Veränderungen der gesetzlichen Bestimmungen für Arbeitnehmerüberlassung zugunsten der Zeitarbeit ein. Seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der DIS AG, einer Tochter von Adecco, wurde daher kritisiert.

Leistung soll sich wieder lohnen – das hat Helmut Kohl versprochen.

Und das wird jetzt gnadenlos durchgezogen.

Und wer da nicht mitzieht – muss eben bezahlen. Mehr und mehr.

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