Ende der Globalisierung

This tag is associated with 1 posts

The Great Reset – die Zukunft der Menschheit

IMG_20220511_165907

Dienstag, 14.6.2022. Eifel. Es ist ja klar, was uns jetzt droht, oder? The Great Reset. Und alle wissen, was das heißt: das Ende ist nah. The Great Reset hat nahezu nahtlos einen anderen urbanen Mythos ersetzt: die NWO, die neue Weltordnung, New World Order. Schon die war der Teufel in Person, jeder konnte in sie hineinprojezieren was er wollte, ohne sonderlich auf Fakten, soziologische Forschung oder Historie Rücksicht zu nehmen. Der Vordenker des Great Reset ist ein Herr Namens Klaus Schwab, der wiederum nahtlos Bill Gates als Oberbösen ersetzte. Offenbar haben einfach zu viele Menschen klassische James-Bond-Muster zur Welterklärung übernommen: es muss immer einen bösen „Dr. No“ geben, der die Weltherrschaft anstrebt. Ohne geht nicht. Oder eine böse Hexe, die dringend verbrannt werden muss, damit alles wieder heil wird: da wird das Mittelalter die Tage wieder sehr lebendig. Die Rolle des James Bond wird dann gerne anderen mächtigen Milliardären übergeben: Wladimir Putin zum Beispiel – oder Donald Trump. Wer da Erlösung sucht, handelt völlig im Sinne des Systems und überläßt den politischen Raum kritiklos der Superreichenkaste. Dabei gab es mal eine Alternative zu den Superreichen: die kommunistische Weltrevolution, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit durchsetzen wollte. Hat sie auch – aber nur für Parteimitglieder. Ging also völlig schief – aber das ist kein Grund, ihre Erfolge zu vergessen, die vor allem in der effektiven Organisation der Fleißigen gegen die Ausbeuter bestand.

Nun ist Klaus Schwab kein Engel, sondern ein effektives Mitglied der von Reichtumsforscher Krysmanski beschriebenen ergebenen Funktionselite der Metamenschen, der hat mehrere Netzwerke etabliert, in dem die Reichen und Mächtigen völlig unter sich sind und sich einfach mal so zwanglos austauschen können.  Das Forum ist auch eine Gelddruckmaschine mit jährlichen Gewinnsteigerungen von 7 Prozent – unabhängig von allen Krisen (siehe Süddeutsche) – alles fest in einer Hand. Und das läßt sich der Herr Schwab – der sonst gerne zu hohe Managergehälter kritisiert – auch fürstlich entlohnen … sehr zum Ärger staatlicher Stellen, die das WEF mit Geld unterstützen (siehe srf). Für einige jedoch ist er der große Weltverschwörer, der finsterste, ja, allerfinsterste Pläne mit uns hat, Pläne, die er selbstverständlich ganz offen in Buchform der Allgemeinheit präsentiert … als wüssten wir nicht, dass Verschwörer gerne mal Köder auslegen, die uns alle beschäftigen, während hinten herum das große Rad in eine ganz andere Richtung gedreht wird. Insofern sollte es nicht wundern, dass der Mythos vom „Great Reset“ von Naomi Klein auch wirklich als solcher beschrieben wird: ein Zuckerle für die Massen, denen der Tod des Neoliberalismus vorhergesagt wird (siehe the intercept): im Krieg Reich gegen Arm setzen sich Reiche an die Spitze des Widerstandes im Kampf gegen sich selbst … was ihnen dann die Guillotine ersparen hilft. Das einflussreiche Magazin Forbes hält den ganzen Spuk um den great Reset sogar als eine Gewissensberuhigungsaktion der Reichen (siehe Forbes).

Die Versprechen sind ja auch vollmundig (siehe br):

„Es geht darum, die Welt weniger gespalten, weniger verschmutzend, weniger zerstörerisch, integrativer, gerechter und fairer zu machen, als wir sie in der Zeit vor der Pandemie hinter uns gelassen haben.“

Schwab selber warnt vor dem absoluten Überwachungssstaat, der in Folge der Pandemie entstehen kann (Schwab, The great reset, Seite 230) und trägt so selbst die Befürchtungen vor, die seine Gegner auch umtreiben: man könnte meinen, man sei in einem Irrenhaus. Er spricht auch von der kommenden Umverteilung von reich nach fleißig: wer könnte da schon was dagegen haben? Eine Welt, die gerechter wäre, sauberer, friedlicher, fairer – der Traum aller normalen Menschen. Was geschieht, wenn die Welt ungerecht, unfriedlich und unfair ist, erleben wir zwei Jahre nach der Veröffentlichung des „Great Reset“: die Weltwirschaft kollabiert dank eines kleinen Krieges (oder – wie man ja seit einiger Zeit so schön sagt: einer „militärischen Sonderoperation“) – und natürlich dank ukrainischer Seeminen, die die Ukraine „großflächig“ im Nordosten des Schwarzen Meeres ausgebracht hatte (siehe dw) und die jetzt – wegen gerissenem Ankertau – die ganze Region gefährden. Wir standen schon vor dem Konflikt am Rande des Weltuntergangs – und sind jetzt in der Tat einen großen Schritt weiter. Zwei Jahre nach den tollen Plänen des Great müssen wir festestellen, dass die Vermögen der Superreichen rasant wachsen (siehe Tagesschau) – und damit auch ihr politischer Einfluss via Medien, Stiftungen und Politik. Während alle noch darauf warten, dass Klaus Schwab den Kommunismus einführt (in der Tat wird er in den USA als Sozialist angesehen: die übelste Sorte von Schurken, die sich Superreiche überhaupt vorstellen können – schlimmer noch als Dr. No und die Brockenhexe zusammen) – oder den chinesischen Superstaat weltweit etabliert – kassieren die Superreichen ab: aktuell wird vor einem Tsunami der Krankenkassenbeiträge gewarnt (siehe Tagesschau) – aktuell nicht nur wegen Corona, sondern vor allem wegen dem Krieg in der Ukraine. Wieso wir den mit unseren Krankenkassenbeiträgen bezahlen müssen, erfahren wir nicht.

Das wird aber noch doller kommen: während wir in Europa (und auch in den USA) eine Rekordinflation bekommen, Benzin, Heizung, Nahrung und Mieten immer unbezahlbarer werden und schon jetzt für viele Mitbürger (knapp die Hälfte) unbezahlbar sind, sagen Experten voraus, dass das Schlimmste noch kommen wird: der Zusammenbruch der gesamten globalen Wirtschaft (siehe Stern). Schlimm für Länder, die von den Importen maximal abhängig sind – wie wir. Aber das merken wir ja jetzt schon an den zunehmend leeren Regalen. Steigen die Spritpreise weiter, wird kein Transportunternehmen mehr unsere Städte mit Nahrungsmitteln versorgen können, drehen die Ölstaaten die Hähne ganz zu, werden wir noch nicht mal mehr Geschäfte haben-  sondern nur das, was wir auf dem Balkon selber züchten können.

Fakt ist: der für 2020 angekündigte Great Reset ist – allen aufgeregten You-Tube-Videos zum Trotz – schon jetzt vorbei. In Wirklichkeit gibt es keinen Reset, auch keine NWO, sondern weiterhin das alte Problem: den Kapitalismus – auch wenn das Wort schon ziemlich altbacken ist. 2009 hat Sarah Wagenknecht uns mal darüber aufgeklärt, was dieser Kapitalismus alles so anrichtet (siehe Sarah Wagenknecht):

„Kapitalismus und Krieg sind zwei Seiten einer Medaille. Das kapitalistische Wirtschaftssystem beruht auf dem Prinzip der Konkurrenz, es geht um die bestmögliche Ausgangsposition zur Erzielung des größtmöglichen Profits. Ausbeutung und Expansion sind dem Kapitalismus deshalb inhärent. Das Nutzen militärischer Mittel, um die eigene wirtschaftliche Position zu verbessern, den Zugang zu Ressourcen zu sichern und ihre Ausbeutung zu ermöglichen, ist eine Konsequenz der kapitalistischen Logik. Der französische Sozialist Jean Jaurès hat es treffend formuliert: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“

Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Profitmaximierung mit militärischen Mitteln.“

Wie diese militärischen Mittel praktisch aussehen, kann man bei John Perkins „Bekenntnisse eines Economic hit man“ nachlesen, er erläutert detalliert jeden Schritt der Machtentfaltung durch Korruption, Mord oder Bombenteppiche, wenn die ersten beiden nicht funktionieren.

Der Kapitalismus – oder seine moderne, smartere Form: der Neoliberalismus – braucht Wachstum: und was gibt es schöneres als Krieg und Seuchen, um endlich mal wieder alles neu aufbauen zu können, neu verdienen zu können, neue Märkte zu schaffen – wenn auch mit Millionen Toten. Die sieht man aber auf dem Konto nicht – und auch nicht auf seinem Anwesen in Virginia. Man verdient an den Impfungen (die schlimmer scheinen als gedacht – siehe Focus) und anschließend an der Behandlung der Impfschäden, man verdient am der Verteidigung der Ukraine (oder ihrer Eroberung) und anschließend am Wiederaufbau – man kann sich so vor Geld gar nicht mehr retten, man muss dafür nur günstig am Geldfluss positioniert sein.

Was passiert eigentlich wirklich in der Ukraine? Kurz gesagt: russische Oligarchen kämpfen gegen ukrainische Oligarchen, die von Nato-Oligarchen unterstützt werden. Der Kampf wird um ein Land geführt, dass eigentlich seit 2014 schon chronisch pleite ist (siehe Telepolis) und nun – nachdem es lange Zeit von Russland subventioniert wurde – neue Sugardaddys im Westen sucht: mit einem gigantischen „wir-kämpfen-gegen-den-Untergang-des-Abendlandes“- Mythos, perfekter Positionierung in westlichen Millionärsmedien und professionellen Schauspielern in den entsprechenden Rollen. Es gibt übrigens einen regen Busverkehr von Deutschland in die Ukraine – womöglich schätzen die Ukrainer selbst die Kriegsgefahr nicht ganz so groß ein als die Oligarchen des Westens es gerne hätten (siehe Tagesschau). Laut UN-Angaben hat der Krieg seit Ende Februar 4000 Zivilisten das Leben gekostet (siehe Statista). Darf in dem Zusammenhang an das Kriegsverbrechen der USA in Al-Amiriya erinnert werden – wo eine einzige Bombe auf eine zivilen Luftschutzbunker 408 Menschen das Leben gekostet hat – darunter 142 Kinder (siehe jg-nachgetragen). Ja – in den Irak will heute noch keiner zurück. Und wer die Zivilisten wirklich auf dem Gewissen hat – russische, kannibalische Monster oder gewiefte Scharfschützen der ukrainischen Oligarchen (die ja auch schon beim Maidan gerne auf eigene Leute geschossen haben – siehe wdr): wir wissen es nicht. Und werden es wohl auch erst wieder Jahrzehnte später erfahren – falls dann noch jemand übrig ist, der sich für diese Themen interessiert.

Und währenddessen … arbeiten die Lakaien der Superreichen an einer ganz anderen Zukunft, einer Zukunft ganz ohne uns „Ballastexistenzen“, „Minderleister“ und bildungsferne Lebenskrücken. Das geschieht nicht so offen wie der „Great Reset“ – der nur eine Ablenkungsblase für das schlaffe Volk war – aber offen genug, dass jeder es wissen kann.

Die Superreichen planen in der Tat, sich eigene Welten zu erschaffen, eigene Paradiese, fernab von den Kriegen, Katastrophen, Sorgen und Nöten der „Kosten auf zwei Beinen“, wie man Menschen in diesen Kreisen gerne nennt. Ganz vorne dabei ist: Peter Thiel, einer jener Gestalten, die quasi aus dem Nichts zu viel Geld gekommen ist (nur 4,7 Milliarden, ist also ein kleiner Superreicher – aber ein Netzwerker wie Klaus Schwab … halt: 2022 hat er ja schon 7 Milliarden, Corona sei dank  – siehe androidkosmos). Es sollen Inseln werden, traumhafte Südseeoasen (siehe Tagblatt) wohin sich die neuen Metamenschen zurückziehen wollen: eigenen Staaten, die die übrigen Länder der Welt komplett ausgesaugt haben. Ach – aussaugen: Der Herr Thiel war auch einer der ersten, die die lebensverjüngende Wirkung von jungem Menschenblut schätzte (siehe Zeit): die Inseln werden also Blutfarmen brauchen. Wer übrigens meint, diese Inselpläne seien nur Utopie, der irrt: 2022 wurde Ex-Kanzler Kurz für das Projekt verpflichtet (siehe Stern). Ein ähnliches System wie das, dass sich Herr Thiel für unsere Zukunft so vorstellt, hatte auch Adolf Hitler für Russland geplant: große, saubere Zentren für die Herrenmenschen – und die Untermenschen sollten im verwüsteten Umland verrecken (siehe The Times, Altas des 2. Weltkrieges, Bechtermünz 1999, Seite 91: die Nachkriegsordnung der Nazis).

Ergo: es wird keinen Great Reset geben. Der war auch nie geplant. Alles nur Ablenkung für den großen Plan: der Schaffung einer superreichen Herrenrasse von Metamenschen: besonders schön, besonders reich, besonders langlebig. Und damit die gut leben können, muss die Welt leerer werden. Viel leerer. Dazu muss man nicht viel tun: ein paar kleine Kriege vom Zaun brechen (sie aktuell den drohenden Krieg zwischen Türkei und Griechenland – bin gespannt, wem wir da Waffen liefern – siehe Tagesschau), andauernde Seuchen- und Klimapanik (erst langsam kommt man ja jetzt auch mal auf die Idee, dass es Menschen gibt, die völlig immun gegen das Virus sind – siehe Spiegel), der Zusammenbruch der globalisierten Welt, der Kollaps der Nationalstaaten (die sich auch gut eignen, um ewige Kriege zu inszenzieren) – so kann unbemerkt die Geburt der neuen  Zeit geschehen: die Gottwerdung des transhumanen Menschen auf seinen gelobten Inseln voller Supertechnik und Ultraluxus – während der Rest von uns in den Ruinen verhungert und immer noch vor Klaus Schwab, dem Great Reset oder dem Soziaismus warnt. Peter Thiel ist übrigens ein großer Fan von Donald Trump (siehe ntv) – nur um mal die einfacher strukturierten Mythen über US-Politik auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen.

Ja – und was ist jetzt zu tun?

Nun – die Frage ist berechtigt. Wenn wir keine Lust haben, in Ruinen zu leben, sollten wir Nicht-Superreichen uns zusammenschließen, die Machtzentren übernehmen und einen richtigen Neustart machen. Aber das geht ja nicht, weil wir für oder gegen Corona sind, für oder gegen die Impfung, für oder gegen Flüchtlinge, für oder gegen den Islam oder für oder gegen die Ukraine bzw. Russland – oder eben für oder gegen Trump oder Putin. Und solange wir in diesem – bösen – schwarz-weiß-Denken verhaftet sind, uns von Geheimdienstlegenden blenden lassen und nur noch böse Einzelpersonen suchen, die man zum Heil der Welt verbrennen kann, werden wir in eine Zukunft geführt werden, die den Tod von Milliarden billigend in Kauf nimmt: und das Sterben nimmt jetzt gerade richtig Fahrt auf.

Oder?

Die letzten 100 Artikel