einstweilige Erschießung

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Aufrüstung in den Argen/Jobcenter ist das falsche Signal

Die festzustellende Gewalteskalation in Argen und Jobcenter hat nun zu einer Tragödie am 19.05.2011geführt und einen vorläufigen Höhepunkt gefunden.
Nein ich möchte hier nicht darüber schreiben, wer Schuld ist, dass am Ende eine Frau zu Tode gekommen ist und ein Polizist gesundheitlichen Schaden davon getragen hat. Ob die Umstände je geklärt werden können, darf jedoch bezweifelt werden, denn einer der beteiligten Personen kann hierzu keine Auskunft mehr geben.
Was aber vorhersehbar war ist, dass diese Form der Eskalation, nur eine Frage der Zeit war. Aus all den bekanntgewordenen verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen „Kunden“ und Angestellten von ARGEN/JOBCENTER wurde anscheinend nicht nach Ursachen gesucht und die sich daraus richtigen notwendigen Schlussfolgerungen gezogen.
Nein, man beschränkte sich auf eine Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen in den „Behörden“ weil der mutmaßliche „Gewalttäter“ immer der „Kunde“ ist, was dann die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen rechtfertigte.
Da werden Besucher von „Wachpersonal“ bis zum Schreibtisch der Sachbearbeiter geführt, ja je nach Einschätzung des SB, was er von den Besucher hält, verbleiben die „Privatpolizisten“ der ARGEN/JOBCENTER während der Abfertigung betreffender Personen, im Zimmer oder unmittelbar davor. Nun ist nur logisch, dass nach der Tragödie am 19.05.2011 zunächst die Sicherheitskonzepte in den „Armutsbehörden“ in Frage gestellt werden und verschärft werden sollen. Die Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) kündigte an „………dass wir uns ganz genau anschauen, wie die Arbeitsbedingungen dort sind und ob wir die Dinge verbessern können oder müssen“.
Auch die Geschäftsführerin des Frankfurter Jobcenters, Claudia Czernohorsky, will die Sicherheitskonzepte auf den Prüfstand stellen. Sie könne sich vorstellen, dass zum Beispiel Schließfächer angeschafft werden, in die die Kunden am Eingang ihre Taschen einschließen müssen. Das man eine „Waffe“ auch am Körper mit sich führen kann, dürften solche Überlegungen sich in der Praxis als Nutzlos erweisen. „Wäre es nicht sicherer, wenn man den „Kunden“ beim betreten der „Armutsbehörden“ Handschellen und Fußfesseln anlegt und den Sachbearbeiter zuführt ? Und um ganz sicher zu gehen, könnte man auch die Sachbearbeiter hinter „Panzerglas verstecken und die Anwendung der Schusswaffe erlauben“.
Nein, mal im ERNST. Ursachen solcher Gewalteskalationen sind in der katastrophalen Sozialgesetzgebung zu suchen, so sieht es auch die Deutsche Polizeigewerkschaft,in Auswertung des aktuellen Falles. Denn die Deutsche Polizeigewerkschaft übt nach dem Vorfall scharfe Kritik an den Hartz-IV-Regelungen. Die Politik scheint dies aber nicht zu beeindrucken.
Erinnert sei an die Aussage der bayrischen Sozialministerin, welche einen verstärkten
„ Leidensdruck“ für Hartz IV Empfänger fordert.
Und genau solche Forderungen führen letztlich zu diesen Tragödien wie am 19.05.2011 !
Und der Irrsinn geht weiter, als wäre nichts gewesen !

Frank Ullrich
Dresdner Sozialwacht

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