Dummheit

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Dr. Manfred Spitzer über den vorprogrammierten Absturz (Wie wir Generation Doof 4.0 züchten)

Die Penetranz, mit der uns Digitalisierung als tolle und unaufhaltsame Entwicklung verkauft wird, steht leider in krassem Gegensatz zur Realität, auf welche diejenigen, die sich gerne als „Realos“ geben, ja scheinbar so viel halten. Basierend auf mittlerweile sehr umfangreichem Studienmaterial mit Statistiken über Millionen an Schülern in 60 Ländern und über Beobachtungszeiträume von 10 Jahren, kann Spitzer heute eine einfache Gleichung aufstellen, vor der es uns leider nichts nützt, die Augen zu verschließen:

Je mehr digital, desto dumm.
Oder: Je früher digital, desto kaputt.
Oder auch: Je lieber digital, desto suizidal.

Die Frage, warum unser evidenzbasiertes Altmaier-Kabinett trotzdem gerade Milliardenbeträge ausgibt, um unsere Kinder möglichst frühzeitig in eben diese degenerative Entwicklung hineinzuprügeln, mag sich jeder selbst beantworten.

Wer wenig Zeit hat, mag sich eventuell nur eine Minute ab 1:04:45 ansehen: Da wird in aller Kürze erklärt, wozu der für Deutschlands Schulen beschlossene „Digitalpakt“ in Kürze führen wird: Andere Länder haben das Ganze bereits durchexerziert – und sind vollkommen abgeschmiert. Sogar in Finnland, das bei PISA-Vergleichstests bislang immer top war, sind die Schülerleistungen nach Einführung der Digitalisierung mittlerweile in den Keller gefallen.

Mit anderen Worten: In einer Situation, in der wir ohnehin bereits mit einer Bildungskatastrophe biblischen Ausmaßes zu kämpfen haben (nicht nur die humanistische Bildung und die Empathiefähigkeit drohen zu verdunsten, auch die ganz konkreten kognitiven Fähigkeiten – 40% der Abiturenten beherrschen etwa keine Bruch- und Prozentrechnungen mehr, obwohl sie mit einer Zwei im Zeugnis entlassen wurden), züchten wir nun eine Generation Doof 4.0.

Der Zeitpunkt, wo diese verhängnisvolle Entwicklung in die Wege geleitet wird, könnte ungünstiger nicht sein. Denn angesichts der Herausforderungen, die heute vor uns stehen und von denen die drohende Robotisierung/Mechatronsierung des Menschen und der Lebensumwelt nur eine ist, wäre echte Bildung bzw. Erziehung zu eigenständigem, kreativem Denken heute so notwendig wie noch niemals zu vor.

Manfred Spitzers Vortrag soll diesbezüglich keineswegs Anlass zur Resignation sein, sondern kann vielmehr Ansporn sein, umso mehr Eigenregie zu übernehmen. Denn wenn die Regierung versagt und unsere Kinder nur noch willfährig der Agenda von Lobbyinteressen der IT-Industrie ausliefert, dann müssen wir im privaten Rahmen umso mehr gegensteuern. Durch das echte, basale Leben, das wir unseren Kindern nahebringen können, durch Liebe zu Natur, Büchern und humanistischer Bildung. Dann wird dasjenige, was aus neurowissenschaftlicher Sicht ohne Pathos schlicht als digitales Gift bezeichnet werden kann, in seiner Schädlichkeit zurückweichen. Denn was viele ratlose Eltern heute übersehen: Die Beziehung der Kinder zu ihnen bzw. zu Erwachsenen ist im Vergleich zu den Medien entgegen allem äußeren Anschein immer der gewichtigere Faktor. Wer diese Beziehung pflegt – und sich dabei selbst als immer in Entwicklung begriffener Mensch versteht und nicht als Biocomputer – hat das notwendige Gegengewicht gespendet, damit seine Kinder einigermaßen gesund durch das digitale Zeitalter kommen.

[Warnung: Wer im Glauben an die Digitalisierung seine Ersatzreligion gefunden hat, dem könnte es nach dem Vortrag von Dr. Spitzer eventuell den Boden unter den Füßen wegziehen. Er wird danach womöglich nicht mehr länger vor Gott KI knien können, sondern wieder aufstehen. Daher Vorsicht: Dieses Video kann einen zum Digitalismus-Agnostiker machen!]

Endzeit-Poesie 4.0: Über Dummheit

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Dietrich Bonhoeffer (Foto: Bundesarchiv / CC-BY-SA 3.0)

„Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden.

Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.

Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, dass sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anlässlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, dass die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als dass unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, dass abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein. Sie ist eine besondere Form der Einwirkung geschichtlicher Umstände auf den Menschen, eine psychologische Begleiterscheinung bestimmter äußerer Verhältnisse.

Bei genauerem Zusehen zeigt sich, dass jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art, einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. Ja, es hat den Anschein, als sei das geradezu ein soziologisch-psychologisches Gesetz. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, dass bestimmte – also etwa intellektuelle – Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern dass unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und dass dieser nun – mehr oder weniger unbewusst – darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden.

Dass der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, dass man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen missbraucht, misshandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.

Hier liegt die Gefahr eines diabolischen Missbrauchs. Dadurch werden Menschen für immer zugrunde gerichtet werden können. Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, dass nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, dass eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen.

(…) Übrigens haben diese Gedanken über die Dummheit doch dies Tröstliche für sich, dass sie ganz und gar nicht zulassen, die Mehrzahl der Menschen unter allen Umständen für dumm zu halten. Es wird wirklich darauf ankommen, ob Machthaber sich mehr von der Dummheit oder von der inneren Selbständigkeit und Klugheit der Menschen versprechen.“

Quelle: Dietrich Bonhoeffer – Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, Gütersloh 1985. S. 14 f.

 


Allgemeines zur Kolumne „Endzeitpoesie 4.0 – Brennholz gegen Robotisierung und drohenden Erfrierungstod“:

Da in unserer aus den Fugen geratenden Welt vieles nicht mehr rational verstehbar und auch kaum noch ertragbar ist, brauchen wir dringend ein Gegengewicht aus dem Reich der Poesie … mit diesem geistigen Gegengift in den Adern wird vieles Unverständliche plötzlich wieder verständlich und Unerträgliches wieder ertragbar – oder noch besser: gestaltbar!

Denn die größte Lüge, die uns heute beigebracht wird, ist: dass der Einzelne ohnehin nichts tun kann. – Das genaue Gegenteil davon ist wahr: Es kommt auf jeden einzelnen an und das mehr als jemals zuvor. Und wie uns schon Dostojewskij erklärt hat, ist im Leben auch niemals etwas umsonst, selbst wenn eine Bemühung keinen sichtbaren Erfolg zeigt: „Alles ist wie ein Ozean, alles fließt und berührt sich; rührst du an ein Ende der Welt, so zuckt es am anderen.“

Gerade unsere geistlose Zeit braucht philosophische Gedanken wie eine Wüste das Wasser. Dieses Wasser – die Gedanken der großen Geister der Menschheit – gibt es schon lange. Aber die scheinbar alten – in Wirklichkeit ewig jungen – Gedanken bleiben nicht dieselben: Jeder, der sie aufgreift und verinnerlicht, färbt sie mit seiner individuellen Persönlichkeitsnote ein und bringt dadurch wieder ganz neue Farben in die Welt, die bisher noch nicht existiert haben. Und solche Farben braucht unsere grau gewordene Welt (siehe 1000 Gestalten.de) heute dringend – sie saugt sie auf wie ein trockener Schwamm das Wasser … damit wieder Neues, Kreatives, Menschliches entstehen kann.

In diesem Sinne wollen wir der pseudopragmatischen Alternativlosigkeit (siehe „Der Führer 4.0 – Er ist schon längst da) die Gefolgschaft in den Grand Canyon verweigern und es lieber mit Ilija Trojanow halten: „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“. – Dann kann die scheinbare Endzeit zu einem neuen Anfang werden.

Der Krieg spricht

Schon aus weiter Ferne
beantwortet der Krieg
unsere Frage nach dem
(Zu)Stand der Menschheit.

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EUROPA – „Opfer der Dummheit von Politiker“ ?

Man kann nicht oft genug daran erinnern, was Politiker in ihren Sonntagsreden den Volk mitgeteilt haben und mitteilen. Europa wird nicht scheitern. Der Euro ist sicher. Ja, schwätzen können Politiker ja bekanntlich ALLE. Geht es aber um Fakten und Wissen, dann sieht es gelegentlich ganz anders aus, zum Beispiel, wenn es um die Rettung von Europa und die Rettung des Euros geht. Europa könnte auch Opfer der Dummheit von Politiker werden. Abgeordnete der Parlamente vermitteln in der Öffentlichkeit ja immer den Eindruck, dass nur die Abgeordneten das WISSEN besitzen um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für Bürgerinnen und Bürger sind ja die Probleme nicht überschaubar und schon gar nicht einzuschätzen. Gut das wir die Abgeordneten haben, welche eben dieses WISSEN besitzen, sollte man meinen.

Na ja, es kommt immer auf die Sichtweise an.

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg pflegte einmal zu sagen: „ Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen“.

Dieser Spruch von Friedrich Wilhelm von Brandenburg ist so aktuell und trifft damals wie heute den Nagel auf den Kopf. Die Politiker geben ihren Untertanen bekannt, immer zum Wohle des eigenen Volkes zu handeln, unabhängig, nach besten Wissen und Gewissen. Doch mit dem WISSEN, ist es oft nicht weit her. Man könnte auch sagen, WISSEN IST MACHT und NICHTS WISSEN – MACHT AUCH NICHTS ! Karl Kraus würde es wie folgt ausdrücken: „Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen, was sie tun!“, was für Politiker im besonderen gilt.

Das Video könnte ein Beweis dafür liefern, warum Europa und der Euro scheitern (muss) könnte !

Georg Schramm über die Volksverblödung

Dem seinen Blutdruck möchte ich nicht haben…

[Video – Bitte Artikel anklicken]

 

Gefunden auf dem Werbekanal des Kopp Verlages: Politaia

Vulkanasche, Weltkrieg, Hitler und die menschliche Dummheit

Vulkanasche, Weltkrieg, Hitler und die menschliche Dummheit

Manchmal müssen wir uns entscheiden, auch wenn es wehtut. Wir können nicht immer um den heissen Brei herumschleichen, manchmal müssen wir einfach sagen: so ist es und nicht anders! Viele Dinge können wir philosophisch betrachten, sogar den Tisch, auf dem unsere Kaffeetasse steht. Wir wissen, das es ein kleines Wunder ist, das sie dort stehenbleibt, weil die Physiker unsere primitive materielle Weltsicht schon längst als Illusion begriffen haben. Schon vor 2000 Jahren haben Philosophen dieses Problem erkannt: „Wahrheit“ ist mit den beschränkten menschlichen Sinnen und dem von ihnen abhängigen Verstand kaum zu erfassen. Man kann sich sehr lange aufhalten und viele unterhaltsame, verblüffend spannende Stunden mit Spekulationen über Wahrheit und Erkenntnis verbringen, aber irgendwann muss auch der Philosoph aufs Klo – und damit steht und fällt die Entscheidung: lassen wir uns auf die Illusion „Welt“ ein oder wollen wir lieber ziemlich beschissen aussehen? Harte Fakten fordern uns heraus. In der Beurteilung der politischen Wirklichkeit sieht es ähnlich aus. Auch hier ist eine Entscheidung gefordert. Hier heißt es nicht: „wahr oder unwahr“, hier heißt es: DUMMHEIT oder VERSCHWÖRUNG. Für eins von Beiden müssen wir uns entscheiden.

Fangen wir an mit den Maiflugverboten für Vulkanausbrüche. Jedes Jahr im Mai bricht irgendein Vulkan in Island aus. Vulkanausbrüche sind dort nicht selten, aber sie kommen halt nicht immer regelmäßig im Mai. Seitdem sie immer im Mai kommen, gibt es Flugverbote für den ganzen gesamten nordwesteuropäischen Raum, ebenfalls wird wohl wieder Skandinavien betroffen sein. Völlig unklar ist, wie man die Aschewolke (die im Übrigen am Anfang der Woche noch nicht so dramatisch bewertet wurde) messen kann, noch, wieso sie nicht einfach mal woanders hinzieht. Studiert man die Meldungen in den Medien, so fallen einem zum Teil völlig absurde Formulierungen auf, siehe Spiegel:

Der Flughafen Hannover liegt demnach an der Grenze des kontaminierten Luftraums, so dass zurzeit noch keine Prognose gegeben werden kann.

Kurz vor Hannover stoppt die Wolke aus Angst vor Paderborn und Bielefeld? Eine Wolke, die 6000 Kilometer hinter sich gebracht hat? Korrespondenten des Nachrichtenspiegels befinden sich gerade auf Pellworm (ja, wir erweitern uns) und berichten täglich über das Wetter. Gestern gab es enorm heftigen Sturm – der normalerweise für eine großflächige Verteilung der Asche sorgen sollte. Heute ist der Flugverkehr im norddeutschen Raum gesperrt. Wie dick sind so Aschewolken eigentlich nach einer Reise von 6000 Kilometern, die sie im Schnitt mit 125 Stundenkilometern geradlinig ohne Unterbrechung zurückgelegt haben müssen? Oder sind das noch die Wolken vom Samstag … die waren dann aber noch nicht so besorgniserregend, hieß es.

Ich war mal bei den Briten zu Gast und habe mir die Vulkanaschenprognose angeschaut. Die legt komplett die gesamte Flugroute russischer Marineflieger lahm und legt sich bequemerweise halbkreisförmig über die Hauptmarschroute der russischen Nordmeerflotte.

Quelle: http://www.metoffice.gov.uk/aviation/vaac/vaacuk_vag.html

Das hat natürlich nichts zu sagen. Die Aschewolke macht auch zwischendurch im Rahmen eines grossen Linksschwenks eine kleine Rechtskurve, damit sie nebenbei noch den Obama in London festhalten kann, während sie in einer grossen Umfassungsbewegung auch den Ost-West-Transfer der russischen Luftstreitkräfte verhindert … wenn die sich an der Wolkenhysterie beteiligen.  Dummerweise lässt sie Frankreich und den Mittelmeerraum in Ruhe, dort braucht man den Luftraum für Bombenterror gegen libysche Großstädte.

Wer jetzt denkt: Mensch, was will der denn, wir haben doch keinen kalten Krieg mehr der irrt. Der neue kalte Krieg ist schon längst da … und er steht dicht davor, sehr heiß zu werden. Im Unterschied zu früher reden wir aber nicht darüber. Wir erwähnen es mal nebenbei, aber sonst interessiert uns die Entwicklung in der Welt nicht die Bohne.

Nach dem tödlichen US-Einsatz gegen Osama Bin Laden hat Peking den USA offenbar eine harsche diplomatische Warnung zukommen lassen: Jeder Angriff auf Pakistan werde künftig wie eine Attacke auf China gewertet. Die Rückendeckung kommt Islamabad gerade recht – die Beziehungen zu Washington sind eisig.

Diese Meldung vom Spiegel beschreibt einen Beistandspakt zwischen China und … der „islamischen Atombombe“. Ändert sich der Kurs der US-Regierung nicht, dann gibt es Krieg mit China. Zukünftige Historiker werden wahrscheinlich den 24.5.2011 als Tag beschreiben, an dem die Entwicklung ihren Lauf nahm.

Dummheit – oder Verschwörung … das war die Frage. Warum man uns im Mai den Luftraum über den Atlantik sperrt, wird sich uns nicht völlig erschliessen – und hat vielleicht auch keinen besonderen Grund – ausser Dummheit.

Gestern habe ich mir mal erlaubt, einen langen Film zu sehen: die Obama-Täuschung. Ein neues Werk des konservativen Verschwörungsmeisters Alex Jones. Es entstand 2009 … und erwähnt nebenbei die Präsenz von CIA-gesteuerten Al Kaida-Zellen in den arabischen Ländern, die 2011 eine plötzliche Welle von Revolten erleben, in Libyen begleitet von schrecklichen Massakern, wie man sie vor einem Einmarsch immer gerne inszeniert, weil „Rettungen“ irgendwie putziger wirken als „Raubzüge“.

Der Dumme denkt an Zufall. Der Rest kriegt langsam Panik und fragt sich: was ist denn eigentlich da draußen in der Welt los? Wieso stehen wir plötzlich aus heiterem Himmel vor einem Nuklearkrieg mit China? Und … beginnt er schon Morgen, weil China beschließt, das Obamas heutige Drohnenangriffe einen Angriff auf das chinesische Territorium bedeuten? Könnte es wirklich sein, das eine perverse, mit einer seltsamen satanischen Religion befleckte Weltelite sich einen Spaß daraus macht, zur Rettung bedrohter Tierarten einen nuklearen Holocaust zu inszenieren? Undenkbar. So dumm können wir doch nicht sein?

Trotzdem gibt es Anzeichen dafür, das sich die Elite auf etwas ganz Großes vorbereitet und schon jetzt dafür sorgt, das von ihnen möglichst viele Überleben:

Einerseits werden seit 2008 Samen und Daten sichergestellt, andererseits entwickelt sich parallel ein ganz neuer Markt – der Bunkerbau:

Gefahren lauern überall, absolute Sicherheit gibt es nicht. Was tun, wenn ein Asteroid die Erde bedroht? Wohin nur, wenn eine atomare Explosion bevorsteht? Für besonders besorgte Zeitgenossen mit dem nötigen Kleingeld hat ein Unternehmen in den USA eine Antwort auf solche Fragen parat. Die Firma Vivos bietet derzeit 4000 Fluchtplätze in 20 atombombenfesten Komfort-Bunkern an – für 50.000 Dollar (etwa 40.000 Euro) pro Person. Es lägen bereits hunderte von Anfragen vor, sagt Firmenchef Robert Vicino.

Wenn im Herbst die Eichhörnchen ihre Nüsse verstecken, dann wissen wir: der Winter ist nah. Wenn die Reichen die wahren Reichtümer dieser Welt verstecken … und für sich selbst auch Vorsorge treffen – was denken wir uns dann?

Gar nichts.

Nehmen wir ein anderes Beispiel.

Heute meldet die Welt, das die österreichische Stadt Amstetten Hitler 66 Jahre nach seinem Tod endlich die Ehrenbürgerschaft aberkannt hat. Angeblich war es ein Versehen, das er sie so lange hatte. Was sollten sie auch sonst sagen: „Wir stehen immer noch hinter dem berühmtesten Österreicher aller Zeiten?

Ich denke, an ein „Versehen“ glaubt da keiner. In Waidhofen ist er nach wie vor Ehrenbürger, die hatten auch einen „Adolf-Hitler-Platz“, Photos dazu gibt es hier. Auch heute sehen sie keinen Anlass, sich mal deutlich vom „Führer“ zu distanzieren. Wer noch Zweifel an der Gesinnung der Eingeborenen hat, mag sich die verschiedenen Kommentare zu den entsprechenden Artikeln durchlesen – aber Vorsicht, es droht Übelkeit!

Hier funktioniert unser politischer Instinkt noch, führt uns zielsicher zu alten Freunden des Führers, die dann auch noch ihre Kommentare offen hinterlassen und sich jetzt ärgern, das dieser kleine braune Triumph nicht mehr lange währt.

Schauen wir jedoch in die Weltpolitik, so schwindet der Instinkt, wir nehmen Wunder über Wunder gelassen hin.

Früher hätte es Geschrei in den Medien gegeben – damit verkauft man immerhin am Besten.

Heute … herrscht satte Flaute auch bei drohendem Weltkrieg.

Wir Bürger haben uns entschieden: für die Version „Dummheit“.

Dabei ist Politik in allererster Linie … Verschwörung. Sie sollte der Vermeidung von Kriegen dienen. Glauben wir nicht an die Verschwörung sondern eher an die Dummheit, dann sollten wir es erst recht mit der Angst zu tun kriegen: wir stehen seit gestern dicht vor einem neuen Krieg, der sich auch durch Mythen und Legenden von Vulkanasche nicht aufhalten lassen wird.

 

 

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