#DrowningInTheLauterbach

This tag is associated with 6 posts

Impressionen eines Coronabürgers (Gassi gehen am Trottoir tristesse)

Superspreader_EGruppe Berlin

(Bild: E-Gruppe Berlin)

Wir sind Papst war gestern. Wir sind Weltmeister war vorgestern. Wir sind Corona!

Ein Coronabürger macht einen Coronaspaziergang, raucht sich hastig eine Coronazigarette an, zieht dann wieder seine Coronamaske über, geht am Coronakiosk vorbei um sich die Abendausgabe der neuen Coronazeitung zu kaufen, setzt sich auf eine Coronaparkbank um dort im Corona-Special zu blättern, während der Live-Ticker seines Coronaiphone in viertelstündlichem Takt neue Corona-Updates aufpoppen lässt. Der Hashtag #DrowningInTheLauterbach bringt die Timeline zum Überquellen. Ergriffen von namenlosem Grauen steigt der Coronablutdruck, Cornaschweißperlen suchen nach einem Ausweg aus dem coronabürgerlichen Verlies. Sogar die engste Pore ist ihnen recht, um der eisernen Coronajungfrau zu entkommen. Meier braucht jetzt dringend eine Stärkung, macht also noch einen Abstecher ins Coronacafe und schlürft eine Coronamelange, indes ihm die gnadenlos tickende Coronauhr signalisiert, dass er sich sputen muss, um rechtzeitig vor Beginn der Umnachtungsschau („Tagesschau“) wieder daheim vor dem Corona-TV zu sitzen und sich die Coronalosung für den nächsten Coronatag abzuholen. Nur ja nichts verpassen, was die Coronapolitiker sich an neuen Coronaregeln ausgedacht haben, ohne deren tagesaktueller Kenntnis man kein guter & gerner Coronabürger sein kann. Er weiß, zu Fuß am Coronatrottoir wird er es nicht mehr rechtzeitig schaffen, bestellt sich daher ein Coronataxi, das nicht sogleich kommt, sodass er noch Zeit hat, seine Corona-App zu checken, die ihm signalisiert ob sich unter den an ihm vorbeiziehenden Coronapassanten ein Gefährder oder ein Superspreader befindet. Doch die App, die App, sie veräppelt ihn heute, lässt ihn im Stich: Der Corona-Akku ist fast alle. Der Coronabürger erschaudert, nun ganz auf sich alleine gestellt, inmitten der noch nicht vorhandenen Herdenimmunität. Er kann sie fühlen, fast greifen, die krakenartigen Polypen, die aus vorbeigeschobenen Coronakinderwägen nach ihm greifen, um seinem guten & gernen Leben den Garaus zu machen. Die Coronaimpfung, die Coronaimpfung, zum Glück sie naht. Mein Coronagott, sei uns gnädig, lasse sie bald über uns kommen. Damit ich nicht mehr Angst haben muss, vor dem tödlichen Coronafurz, den mein Sitznachbar im Coronakino womöglich ausstößt.

Epidemie der Linkshänder – Wir müssen schleunigst in den Lockdown!

230 Epidemie der Linkshänder

Wird an von ihrer Mission überzeugten Zeugen Coronas und den von ihnen Bekehrten abprallen wie alles andere, aber der Gedanke im Artikel von Jens Zimmer ist dann doch nicht ganz von der Hand zu weisen:

„Muss man vom Fach sein? Wenn mir ein Astronom erklärt, der Mond sei aus Käse, dann wage ich zu widersprechen.

Mit den Methoden des RKI könnte ich nämlich sofort beweisen, dass wir eine „Linkshänder-Epidemie“ haben. Ich müsste nur auf der Straße Leute befragen. Und siehe da: Schon werden es stündlich mehr! Einen entsprechenden Graphen liefere ich mit. Nicht aber die Anzahl der „Befragten“.

Ich könnte auch einen Linkshänder-Test einführen, der in drei Prozent der Fälle falsch positiv ausfällt. Wenn ich damit genug Rechtshänder teste, sind die Ergebnisse geradezu phänomenal. Und wenn ich dann noch behaupte, diese Linkshänder infizieren Rechtshänder, dann bleibt wohl nur noch der Lockdown.“

https://deutsch.rt.com/meinung/105804-seltsame-pandemie/


Wem dieser Artikel zu platt ist, gut, es geht auch ein bisschen philosophischer und eloquenter. Ebenfalls lesenswert: Marcus J. Ludwig über den Grund, warum wir aus der aktuellen Nummer womöglich nie wieder rauskommen:

„Wie können wir jemals wieder Menschen sterben lassen?

Wie wird es weitergehen? Ich fürchte: katastrophal. Aus der Entscheidung, die Infektionskrankheit Covid-19 so zu handhaben, wie wir es tun, folgt das Eingeständnis, dass wir in früheren Zeiten offenbar immer falsch gehandelt haben, grausam, mindestens leichtfertig. Wir hätten – neu-normal gesehen – niemals, in keinem Grippejahr zuvor, einfach mal so zehntausend, zwanzigtausend Menschen sterben lassen dürfen. Nach den Maßstäben, die wir seit Corona anlegen, hätten die Regierungen in Bund und Ländern niemals zulassen dürfen, dass Menschen mit Viren in Kontakt kommen und an den dadurch ausgelösten Krankheiten sterben. Alle Verantwortungsträger, die 2013, 2015, 2017, 2018 einfach nur zugesehen haben, wie die Influenzawellen durch Deutschland fluteten und jedes Mal 20-25000 Menschen dahinrafften, müssten – ginge es mit rechten Dingen (also mit den derzeit geltenden Maßstäben) zu – nachträglich zur Rechenschaft gezogen werden. Sie haben vermeidbare Opfer nicht vermieden, sondern unerhörter- und fahrlässigerweise der Natur ihren Lauf gelassen. …

Gerade sehe ich im TV, dass irgendwo eine Schule geschlossen wird, weil ein Kind positiv getestet worden ist (es ist nicht gestorben, es ist nicht krank, es gab nur ein positives Testergebnis). Ein Kamerateam berichtet. Ein Mann mit Mikro und besorgtem Gesicht steht vor einem leeren Schulgebäude. „Unser Reporter vor Ort“ gibt live seine Einschätzungen zur Lage. Wie – bitte schön – sollen wir von diesem Irrsinnslevel je wieder runterkommen?“

https://www.fluegel-und-pranke.de/die-schuld-der-schafe/

 

Foto:Pixabay/CC0

The Brave New Normal (Wie der „Populismus“ vom neoliberalen Konsensmoloch besiegt wurde)

The Brave New Normal (Wie der "Populismus" vom neoliberalen Konsensmoloch besiegt wurde)

kleiner Nachschlag von CJ Hopkins (siehe auch „Invasion der Neuen Normalen“):

Dank an Veit Jürgens für den Hinweis und die deutsche Übersetzung im Volltext (siehe FB/veitklub).

Auszug:
„Der Krieg gegen den Populismus ist also endlich vorbei. Nur zu, raten Sie mal, wer gewonnen hat.
(…)

Nein, das Furchterregende daran ist, wie Millionen von Menschen sofort ihre kritischen Fähigkeiten ausschalteten, sich in eine Reihe stellten und anfingen, Gänsehaut zu machen und hysterische Propaganda nachzuplappern und ihre Nachbarn bei der Polizei zu melden, weil sie spazieren gingen oder joggen gingen (und sie dann sadistisch mit Beschimpfungen beschimpften wie das Goodbye Jews Girl in Schindlers Liste, als sie zu Boden gerungen und verhaftet wurden).

Sie sind da draußen, genau jetzt, im Internet, Millionen dieser wohlmeinenden Faschisten, die nach Anzeichen der geringsten Abweichung von der offiziellen Coronavirus-Erzählung patrouillieren und jeden mit bedeutungslosen Grafiken, dekontextualisierten Todesstatistiken, Röntgenbildern von fibrotischen Lungen, Fotos von Kühlwagen der Leichenhalle, Massengräbern und anderen sensationslüsternen Schrecken bombardieren, um kritisches Denken kurzzuschließen und jede Form von Dissens auszuschalten.

Obwohl diese Art von Verhalten unbestreitbar feige und widerwärtig ist, ist es auch nicht schockierend. Traurigerweise wird die Mehrheit, wenn man die Menschen genug terrorisiert, zu ihren tierischen Instinkten zurückkehren. Das ist keine Frage der Ethik oder der Politik. Es ist eine reine Frage der Selbsterhaltung. Wenn man die normale Struktur der Gesellschaft aufhebt und alle in einen „Ausnahmezustand“ versetzt … nun ja, dann ist es wie bei einem Schimpansentrupp, wenn der Alpha-Schimpanse stirbt oder von einem Herausforderer getötet wird. Die anderen Schimpansen laufen hupend und grimassierend herum, bis klar ist, wer der neue dominante Primat ist, dann beugen sie sich vor, um ihre Unterwerfung zu demonstrieren.

(…)

Wenn es Ihnen noch nicht klar ist, dass dieses Coronavirus in keiner Weise die totalitären Notstandsmaßnahmen rechtfertigt, die dem größten Teil der Menschheit auferlegt wurden, dann wird das in den kommenden Monaten deutlich werden. Trotz der besten Bemühungen der „Gesundheitsbehörden“, praktisch alles als „einen Covid-19-Toten“ zu zählen, werden die Zahlen die Geschichte erzählen. Die „Experten“ sind bereits dabei, ihre ersten apokalyptischen Projektionen zu speichern, zu rekalibrieren oder zu kontextualisieren. Die Medien sind dabei, die Hysterie abzuschwächen. Die Show ist noch nicht ganz vorbei, aber man spürt, dass sie allmählich zu Ende geht.

Auf jeden Fall wird GloboCap, wann immer es passiert, in Tagen, Wochen oder Monaten, den Totalitarismus zurückdrängen und uns rauslassen, damit wir in dem, was von der globalen Wirtschaft übrig bleibt, wieder arbeiten können … und werden wir nicht alle dankbar sein! Es wird riesige Feiern auf den Straßen geben, italienische Tenöre werden auf den Balkonen singen, Chorsängerinnen werden tanzende Krankenschwestern singen! Die Gilets Jaunes werden aufhören, die Putin-Nazis werden mit den Memen aufhören, und die Amerikaner werden Joe Biden zum Präsidenten wählen!

Oder, na gut, vielleicht nicht der letzte Teil, aber, der Punkt ist, es wird eine mutige Brave New Normal sein! Die Leute werden diesen ganzen Populismus-Unsinn vergessen und einfach dankbar sein für alles, was sie an McJobs bekommen können, um die Zinsen für ihre Schulden bezahlen zu können, denn, hey … der globale Kapitalismus ist gar nicht so schlecht, verglichen mit einem Leben unter Hausarrest!

Und wenn nicht, kein Problem für GloboCap. Sie werden uns einfach wieder einsperren müssen, und sie werden uns immer wieder einsperren, immer und immer wieder, auf unbestimmte Zeit, bis wir uns wieder im Griff haben. Ich meine, es ist ja nicht so, dass wir etwas dagegen unternehmen werden… oder? Haben wir das nicht gerade demonstriert? Sicher, wir werden wieder meckern und jammern, aber dann werden sie diese Bilder von Massengräbern und Todestrucks herausholen, und die Grafiken, und all diese beängstigenden Projektionen, und die Blockwart-Hotlines werden wieder anfangen zu klingeln, und … >>

J Hopkins

April 13, 2020

Text im Original (englisch): https://consentfactory.org/2020/04/13/brave-new-normal/

Foto: Pixabay/CC0

Invasion der Köperfresser (Invasion der „Neuen Normalen“)

Invasion der Köperfresser (Invasion der "Neuen Normalen")

lesenswertes Essay des Satirikers CJ Hopkins, der es diesmal leider ernst meint.

Zum übersetzten Text muss ich aus Copyrightgründen auf Facebook verweisen:

„Die Invasion der Neuen Normalen“

Foto: Pixabay/CC0

„Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen“ (Über Ballermann und Platon)

221 Mallorca Pixabay

„Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen“, hat schon Platon gemeint.

Als ich vor einigen Jahren in Mallorca war, gab es in der Hauptstadt Palma eine Graffitti-Schmieraktion. Auf den Häuserwänden stand zu lesen: „Tourists are terrorists“ und „Refugees welcome, tourist go home“.

Die Stadt hat sich beeilt, die im Mai aufgesprühten Graffittis so schnell wie möglich zu entfernen.

Nicht dass die Wut über Touristen unangebracht wäre, denn der rücksichtslose Tourismus, insbesondere der deutsche, zerstört dort wirklich sehr viel an Kultur und Natur.

Bis vor Kurzem ergoss sich über den Palma de Mallorca Airport noch die unglaubliche Zahl von fast 10.000 Touristen pro Stunde ins Land, das macht pro Saison ca. 15 Millionen auf einer Insel, die selbst nur eine Million Einwohner zählt.

Inzwischen herrscht auf Mallorca Flaute. Der Corona-Schock sitzt vielen Urlaubern noch in den Knochen. Nicht zuletzt die auf den Balearen verordnete Maskenpflicht bringt viele dazu, anderswo zu urlauben oder daheim zu bleiben. Ein Geschäftsfreund, der soeben aus Spanien zurückgekehrt ist, berichtet von fast leeren Stränden und Gastbetrieben. Die von den deutschen Gaslight-Medien („Leit-Medien“) in Umlauf gebrachten Bilder mit überfüllten Badestränden, die jedem guten und gernen Lauterbachianer die Haare zu Berge stehen lassen, sind offenkundig Fake. Wie bereits auf diversen alternativen Portalen berichtet, stammt ein entsprechendes Titelfoto, das von Spiegel, Welt, Focus, Stern, Tagessschau & Co. verwendet wurde aus dem Jahr 2018, zu erwerben bei der Agentur Alamy (siehe Originalbild mit Aufnahmedatum vom 11.08.2018 und gleiches Foto in Focus-Artikel vom 19.06.2020).

Derartige Fotos aus Mallorca brachten viele gute und gerne Coronabürger in Rage. Rückkehrenden Urlaubern  aus Mallorca wird von der evidenzbasiert aufgeklärten Shitstormcommunity per Twitter  gewunschen, dass ihr Flugzeug „doch eigentlich mal wieder gegen einen Berg fliegen könnte“.

Doch verzetteln wir uns nicht wieder mit der Inlandspathologie im Land der ehemaligen Dichter und Denker (der „Nicht-mehr-ganz-Dichten“, wie das ein geschätzter Bekannter zu bezeichnen pflegt). Zurück zu Mallorca. Von einem dramatischen Touristenschwund berichtet z.B. das Nachrichtenportal moz.de. Hoteliers, Reiseveranstaltern und Restaurantbesitzern würde angst und bange, ein Dumpingpreiskrieg mit Rabatten bis zu 40% sei losgebrochen, der dazu führe, dass der Betrieb mancher mallorquinischer Hotels bereits mehr koste als die Einnahmen brächten.

Gleichzeitig gäbe es ein zunehmendes Kriminalitätsproblem. Touristen würden nachts von afrikanischen Migrantenbanden ausgeraubt. MOZ berichtet von  „Afrikanischen Mafias“ und „Frauenbanden“ (?), welche die Insel unsicher machen. „Palma ist in den vergangenen Jahren unsicherer und schmutziger geworden“, wird der Inselpolitiker Mateo Isern zitiert.

„Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.“ Um Plato zu lesen, fehlt den Mallorquinern vermeintlich gerade die Muße. Jedenfalls hätte auch unter den Nicht-Philosophen in der Schinkenstraße wohl niemand gedacht, dass an die Wände geschmierte Wünsche so schnell Wirklichkeit werden können.

Foto: Mallorca/Pixabay/CC0

Der Gute & Gerne Risikopatient (#DrowningInTheLauterbach)

220 Grippeopfer MGelauFB

Da der kollektive Irrsinn immer schneller am Rad dreht, muss ich zugeben, dass sich meine anfängliche Belustigung über den – eigentlich zu keiner Zeit lustigen  – Hornochsen-Hirschabschuss („Corona-Shutdown“) mittlerweile verflüchtigt hat und sich ein diffuses Grauen vor der Zukunft einstellt, wenn wir jetzt nicht bald die Kurve kriegen.

Wenn man sich die verbale Verrohung und Hysterie ansieht, mit der gerade Jagd auf selbständig denkende Menschen und abweichende Meinungen gemacht wird, ist Lynchjustiz womöglich nicht mehr weit entfernt. Da wird z.B. Urlaubern aus Mallorca von eloquenten Gutundgernebürgern unter Applaus der Community per Tweet gewunschen, dass ihr Flugzeug „doch eigentlich mal wieder gegen einen Berg fliegen könnte“. Im Lager der evidenzbasiert Alternativlosen ist man sich einig: Superspreader gehören beseitigt, damit man sich weiter in Ruhe seine Influenzer reinziehen kann. „Volksschädlinge“, die das gute & gerne Leben gefährden, dürfen prophylaktisch liquidiert werden. Werden Todesschwadronen, wie man sie bisher nur in südamerikanischen Slums kannte (die sich im Übrigen auch hierzulande rasant ausbreiten – siehe jüngste ZDF-Doku), demnächst auch bei uns umgehen? Auf den virtuellen Marktplätzen sind sie jedenfalls bereits aktiv und stecken die Claims ab.

Was soll man noch tun? Mit Fakten und Aufklärung über den Hornochsen-Hirschabschuss („Corona-Shutdown“) braucht man den Hirschen, denen die Schrotkugeln der Jagdgesellschaft nun bereits im Leib zirkulieren, leider nicht mehr kommen.

Die angeschossenen Hirschen sind zu verliebt in diese Kugeln, die ihnen die psychischen Arterien verstopfen werden. Denn mit dieser Schrotladung ist ihnen etwas Einzigartiges widerfahren: Das System, das sie zeitlebens geschmäht und nur als Arbeits- und Konsumvieh behandelte, hat „ihnen zuliebe“ dieses verhasste Rattenrennen mal kurz angehalten und ihnen einen Standestitel mit gesellschaftlicher Stellung verschafft, vor dem nun jeder Mitbürger unter Androhung exekutiver Gewalt Respekt haben muss:

Sie sind jetzt „RISIKOPATIENT“! – Also nicht mehr feuchter Kehricht, um den sich niemand schert, sondern Schlüsselpersonen, um die sich nun alles zu drehen hat und deretwegen sogar der fiese Kapitalismus für ein paar Atemzüge angehalten wird. Dass dieses Atemanhalten nur dazu dient, um ihnen und ihren Kindern erst recht das Fell über die Ohren zu ziehen (zur aktuell laufenden Agenda im Klartext siehe Michel Chossudovsky: „Tödlicher Lebensschutz“), das wollen sie nicht hören. Da wehren sie sich mit Händen, Füßen und Zähnen dagegen, denn die Wonne und den massenmedialen Rückenwind des neugewonnenen Selbstverständnisses als *RISIKOPATIENT* wollen sie nicht mehr missen.

Vor allem *Risikopatienten*, die im Staatsdienst angestellt sind, kamen sich vor wie schiere Lottogewinner: Bezahlter Urlaub und endlich mal Ruhe vorm Hamsterrad, Zeit für die Familie und Muße. Könnte für sie ewig so weitergehen.

Dass viele ihrer Mitmenschen hingegen vor den Scherben ihrer Existenz stehen, demnächst womöglich sogar der Großteil des Mittelstands und dass in den Dritte Welt-Ländern aufgrund des Lockdowns bereits jetzt massenhaft mehr Kinder verhungern und mit Millionen Lockdown-Hungertoten gerechnet wird – egal. Ist eben Kollateralschaden im guten & gernen Leben einer marktkonformen Demokratie. Hauptsache sie selbst wurden „gerettet“ – in einem Katastrophenjahr, in dem so wenig Menschen wie noch nie an der alljährlichen Grippewelle gestorben sind: 434 (in Worten: vierhundertvierunddreißig), im Vergleich zu 25.100 im Vorjahr. (*)

(*) Quelle: RKI


Grafik: Markus Gelau

Bild oben: Jacques Prilleau

Die letzten 100 Artikel