Die Würde des Menschen

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Deutschland 2022 – in der Gewalt des Bösen: Meinungsterror im 21. Jahrhundert

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Dienstag, 31.5.2022. Eifel. Sicherlich schreckt so ein Titel erstmal ab: Deutschland in der Gewalt des Bösen. Was soll daraus werden? Und doch denke ich: es ist leicht zu beweisen, leicht darzulegen, überzeugend zu argumentieren, dass sich etwas in unser Leben eingeschlichen hat, das kulturübergreifend als „böse“ bezeichnet werden kann, als Sammelsurium von Unwerten, die den Menschen und sein Leben erschweren, die menschliche Gemeinschaft als solches schwächt und letztlich zu ihrer Vernichtung führen wird – sofern es nicht erkannt und gebannt wird. Reden wir über „Das Böse“, wird es leicht religiös – und leicht übergriffig: die Sowjetunion war mal für Ronald Reagan das Reich des Bösen (er wollte sie dann auch gleich bombadieren – siehe wdr), der Westen insgesamt ist für Teile des Islam das Reich des Bösen – und aktuell gibt es auch indische Autoren, die uns hier im Westen als die Bösen ansehen (siehe NZZ), wir Deutschen gelten sogar als besonders böse  – und dafür gibt es sogar erstaunlich gutes und vielfältiges Datenmaterial (Auschwitz). Und doch: ist „Das Böse“ ein oft missbrauchter politischer Kampfbegriff, der gerne „den Anderen“ übergestülpt wird: mit enormen moralischen Konsequenzen … ihre Hinrichtung, Bombadierung, Sanktionierung ist dann auf einmal gut, weil gegen „Das Böse“ alle Mittel recht sind. Das wir selber dadurch ziemlich böse werden – nun ja: wer möchte schon in solchen epischen Zeiten, wo der gute Zauberer Gandalf gegen den Bösen Oberteufel Sauron ficht, moralische Fragen debattieren: wer in einer Märchenwelt lebt, für den ist immer alles klar und einfach, das vor kognitiven Dissonanzen, vor geistiger Arbeit schützt.

Jenseits ausgeklügelter philosophischer Definitionen über das Böse – die im Alltag kaum effektiv nutzbar sind – ist mir eine Beschreibung des Bösen eines Kriminalkommissar erinnerlich (wir berichteten): er meinte, das Böse kann man fühlen, wenn man am Tatort vor ihm steht. Das halte ich auch für praktikabel und interkulturell weltweit anwendbar: die Horrorfilmbranche nutzt diese Erkenntnis professionell mit raffinierten Bildern, um den Zuschauern zweifelsfrei klar zu machen, dass man es jetzt hier wirklich mit absolut bösen Elementen zu tun hat. Doch soweit möchte ich heute gar nicht gehen: es gibt schwächere Formen des Bösen, die sich langsam in unser Leben geschlichen haben, es dominieren, uns verändern, unsere demokratische Zivilgesellschaft von Grund auf zersetzen … was die meisten merken.

Und ich denke, es ist nachweisbar, dass dieses Böse gezielt gezüchtet wird. Der Meinungsterror, mit dem wir überzogen werden, ist zweifelsohne nicht vom Himmel gefallen – oft sind es sogar die gleichen Agenturen, die mit seiner Umsetzung beauftragt werden (wir berichteten): absolute Meinungsprofis, Marketingexperten, denen der Laie hilflos ausgeliefert ist. Im Kern setzt dieses Böse alles außer Kraft, was durch Aufklärung, Demokratie, Wissenschaft (im weiteren und ureigentlichen Sinne als Erkenntnisinstrument, nicht nur als Methode zur Entwicklung von diversen Massenvernichtungswaffen) die letzten 300 Jahre zur Befreiung der Menschheit entwickelt wurde … auch zur Befreiung von dem Bösen, dass durch Staat, Kirche und Kapital in die Welt gesetzt wurde.

Einfach gesagt, ist es die Außer-Kraft-Setzung des alten Prinzips „Thesis – Antithesis – Synthesis“, das selbst im germanischen Ting, in den Steppen der Mongolei oder der Prärie der Indianer Anerkennung gefunden hat: man formuliert gegensätzliche Positionen (Gott ist überall – Gott ist tot, das Kapital ist die Rettung der Welt – oder Werkzeug des Teufels, Ackerbau ist unsere Zukunft – nichts geht über Jagen und Sammeln), setzt sich dann zusammen – mit allen, die konstruktiv beitragen können – wägt die Argumente ab und findet eine Lösung, mit der alle leben können und die allen den meisten Gewinn bringt (ja, „Gewinn“ ist auch ein Begriff, der – oft zurecht –  böse geworden ist – bezeichnet aber hier nur die lebenswichtige Tatsache, dass Arbeit mehr Essen bringen sollte, als ohne Arbeit da wäre).

Aber was haben wir heute?

Ein böses Prinzip. Heute gibt es eine These … und wer dagegen ist – egal, welche Argumente er hat – gilt als Unmensch, als Ausgestossener, sollte verbannt werden … oder eben bombadiert. Um die Worte hier nicht ausufern zu lassen beschränken wir uns auf das Wachstum des Bösen im Land seit 2015, als Angela Merkel die deutschen Grenzen öffnete, um eine Million junge Männer aus Krisengebieten ins Land zu lassen. Die Argumente waren gut – moralisch gesehen – nutzten die natürliche Bereitschaft des Menschen, anderen selbstlos zu helfen (was man in der Flutkatastrophe im Ahrtal mal wieder sehr gut belegen konnte). Aber wer Argumente dagegen hatte … war mit einem Schlag kein Mensch mehr, sondern ein seelenloser Massenmörder a´la Hitler. Es gab nur noch schwarz und weiß – dabei hätte man so viel bereden können: den geringen Wohnraum, den wir hatten, die kulturelle Differenzen, die ungeschützt aufeinanderprallen, die Reaktion der männlichen Mitbürger, die auf einmal höherem biologischen Selektionsdruck ausgesetzt waren, die Entwurzelung ganzer Generationen – die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Man hätte auch anders helfen können: zum Beispiel erstmal Frauen und Kinder zu retten: mit Schiffen und Flugzeugen, um ihnen die lebensbedrohliche Überfahrt durchs Mittelmeer zu ersparen: Kinder integrieren sich rasend schnell – und werden von eingeborenen Kindern sofort akzeptiert – man hätte keinerlei Probleme gehabt. So jedoch … hatten wir Probleme, über die aber nicht mehr gesprochen werden durfte – eine lange Geschichte. Die jungen Männer – jedenfalls einige von ihnen, die ich persönlich kennenlernen durfte – wurden hier gnadenlos im Niedriglohnbereich verheizt (der eine oder andere dürfte die hilflosen Paketboten, die auch mal in ihren Autos übernachten, um die Touren überhaupt schaffen zu können, persönlich kennengelernt haben) und bereicherten unser Lumpenelite enorm: Grund genug, über diesen „Coup“ nicht groß zu reden. Was aus ihnen langfristig wird, die in der Fremde gestrandet sind, kein gelobtes Land vorfanden, keine großartige Zukunft erwarten können, werden Studien in der Zukunft zeigen.

Dann kam die nächste Welle: Corona. Das gleiche Prinzip: die Regierung setzte eine Wahrheit (es kommt eine große, böse, alles vernichtende Seuche, die uns alle umbringen wird) – und fast zeitgleich wurden auch die alternativen Meinungen gleichgeschaltet: das ist alles eine Lüge, es gibt kein Corona, keine Viren, keine Gefahr … und ja: die Tatsache, dass der Chefredakteur eines neuen, alternativen Meinungsformates die Nichtexistenz des Virus quasi per Dekret fachfremd vom Sofa aus beschlossen hatte, haut mich selbst heute noch um – vor allem, wo es zu einem Zeitpunkt kam, als noch niemand wissen konnte, was sich aus Corona entwickelt. Man könnte genauso gut beschließen, dass der Mond aus grünem Käse ist – und das mit aller redaktioneller Gewalt durchsetzen … nur hat man damit den Boden von Wahrheitsfindung, Aufklärung und Demokratie vollkommen verlassen.

Kaum ohne Pause wurde das nächste Theater gestartet: die Impfung. Schnell entwickelt wurde sie als Allheilmittel verkauft wie ehedem im Wilden Westen Quacksalber Erdöl zum Einreiben, Einnehmen oder Inhalieren anpriesen – gegen alle Gebrechen, unter denen man litt – Hauptsache, der Dollar rollte. Die Impfquoten striegen, gleichzeitig – fast paralell dazu – stiegen die Zahlen der Infizierten in astronomische Höhen. Erst sollte eine Impfung reichen, dann zwei, dann drei, jetzt vier – und es wurde immer weiter zurückgerudert. Anstatt mal in Erwägung zu ziehen, dass die – anders als andere Impfungen, die ihr Leistungsprofil gut belegen konnten – einfach nicht das brachte, was versprochen war, gab es das Prinzip „viel hilft viel“, in der Hoffnung, wenn ich nur genug Wasser in den Benzintank kippe, wird das Auto irgendwann trotzdem laufen. Und läuft es nicht, ist es halt einfach nur zuwenig. Das es Menschen gibt, die sich einfach nicht anstecken – trotz Kontakt zu Infizierten … wie ich … wird erst jetzt vorsichtig thematisiert (siehe ndr), dass die Impfung jedoch ein eigenes Risiko beinhaltet – ein tödliches Risiko – darf kaum besprochen werden, sickert aber trotzdem durch: die Rettungseinsätze der Feuerwehr wegen Herzproblemen und Schlaganfällen steigen auf einmal stark an (siehe Berliner Zeitung) … und die Stimmen, die sich wegen ernsthafter Nebenwirkungen sorgen, ebenfalls (siehe Focus). Für die Menschen, die sich eh nie angesteckt hätten, bedeutet das: im Falle einer Impfpflicht bringt sie der Staat sinn- und zwecklos um. Ein Fakt, den auch die internationale Faktencheckerallianz nicht wegreden kann: trotz der Milliarden, mit denen sie via USA unterstützt werden.

Aus „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – dem Kernsatz unserer christliche, humanen, abendländischen … „guten“… Kultur – wurde „hasse den anderen so gut du kannst“ – und Millionen folgten dem … bösen … Aufruf – und damit sind weniger die „Querdenker“ gemeint (obwohl die die Hasskultur ebenfalls gut befeuerten), sondern … alle, die sich an der Hetzjagd auf „Ungeimpfte“, „Impfgegner“, „Coronaleugner“ beteiligten – dabei völlig jene außer acht ließen, die sich nicht impfen lassen durften (Kollateralschäden- wir gut, dass wir diese Wort haben), jene, die bislang alle Impfungen (die auch – soweit man sehen konnte – gut wirkten) mitgemacht haben … außer dieser einen …. und jene, die einfach nur das Infektionsgeschehen kritisch und aufmerksam jenseits einers Kadavergehorsams beobachtet hatten.

Doch damit nicht genug: mit Putins Einmarsch in der Ukraine eskalierte das Böse noch einmal mehr, so weit, das selbst Ukrainerinnen meinen, dass „Deutschland den Krieg in der Ukraine gewinnen will“ (siehe Freitag). Auf einmal hingen – neben den Teddybärchen zur Begrüßung von Einwanderern, neben den Masken und öffentlichen Impfbekundungen auch noch Ukrainefahnen im Fenster … und wehe dem, der sich ein differenziertes Urteil erlaubte, wehe dem, der nach alter geisteswissenschaftlicher Traditiion die Intentionen aller Konfliktpartner verstehen wollte, um dem Frieden eine Chance zu geben: er war gleich Aussätziger, Unberührbarer – das Kastensystem hatte endlich wieder zurückgefunden in die Gesellschaft. Waffenlieferungen in Konfliktgebiete, Ausbildung von Konfliktparteien an Bundeswehrmaterial inklusive der Schenkung dieses Materials: die Beihilfe zu Massenmord war auf einmal gesellschaftsfähig geworden, die gute alte Tradition, den Krieg selbst als Feind anzusehen, den es unbedingt zu vermeiden gilt (und ja: selbst wenn man dazu auch nochmal die andere Wange hinhalten muss, um dem Bösen die Grundlage des Wachstums zu entziehen), der selbst immer und überall ein Verbrechen ist (…obwohl wir uns als Nato schon lange damit abfinden müssen, Teil von vielen Verbrechen dieser Art geworden zu sein – in Afghanistan, im Irak, im Jemen, in Libyen und … und … und…) ist in Vergessenheit geraten: 2022 gelten andere Gesetze, andere Normen, eine andere Moral: das Böse ist gesellschaftsfähig geworden, ist Allgemeingut, ist Standard in unserem Land. Schritt für Schritt wurden wir in eine neue Kultur hineingeführt, in der das Diktat der Obrigkeit vom Untertan kritiklos hingenommen werden muss – sonst droht Bestrafung, erstmal in Form von öffentlicher Diskriminierung, Entmenschlichung, Entwürdigung und Entwertung. Und das ist – wegen der prinzipiellen Unantastbarkeit der Würde in unsere Land – logischerweise zutiefst böse.

Wir sind – trotz aller eingebildeter Zivilisation – ethisch wieder weit hinter dem Stammesrat der Navajo zurückgefallen, in dem alles, was dem Stamm Ungemach bereitet, erstmal in Ruhe besprochen und von allen Seiten beleuchtet wird, in dem man alle in Ruhe ausreden läßt und ihnen offen zuhört. Wir haben in wenigen Jahren kulturelle Rückschritte enormen Ausmaßes hinbekommen … und hingenommen … und sind bald wieder in einem barbarischen Urzustand, wo wahnsinnig gewordene Stämme blindlings aufeinander einschlagen: die ersten Toten hat es ja in diesem beginnenden Bürgerkrieg auch schon gegeben.

Und wem nutzt das?

Nun – die Frage ist einfach zu beantworten: die internationale Allianz der Lumpenelite fällt über uns her wie nie zuvor: einfach mal auf die Preise schauen. Sie sind auch ungeniert wie nie: will die Regierung die Bürger durch Entlastungen schützen, erhöhen sie die Preise gleich nochmal radikal: und die kleinen Stämme der Asylgegner, Impfhysteriker, Ukraineversteher, Putinfreunde und die allgemeine Besserwisserallianz stehen diesem mächtigen Feind völlig hilflos gegenüber. Nach alten Legenden war das der Zustand Englands, als die Sachsen einfielen und die kleinen Fürsten der Invasion völlig hilflos gegenüberstanden: bis eine magische Dame vom See ein heiliges Schwert spendierte, das jenem vorbehalten war, der alle vereinen konnte – und sogar Frieden mit den Sachsen schließen konnte. Sage ja: Märchen sind schön ein einfach. Wir, die wir nicht in einem Märchen leben, dürfen gewahr werden, dass Europa, die kleine Oase von Frieden, Ruhe, Wohlstand, Zivilisation, Aufklärung, Demokratie, Freiheit und Lebensglück kurz vor dem Ende steht, weil wir dem Ansturm des Bösen nicht gewachsen waren. Dabei wäre die Lösung einfach: reden, zuhören, verstehen, verhandeln, Lösungen entwickeln. Klappt im hintersten Kral in jeder Stammesgemeinschaft. Sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir ach so tollen, kulturell ja so wahnsinnig Überlegenen das nicht hinbekommen. Aber wie es scheint, kriegen wir das nicht hin … und setzen unsere Wahn fort, selbst auf die Gefahr hin, dass alles in einem nuklearen Holocaust verdampft.

Und wenn das nicht böse ist … was dann?

 

 

Die Tyrannei der Heimsuchmaschine Google

Ein Standpunkt von Anna Zollner.

Sprechen ist ein Grundrecht und beruht auf der Überzeugung, dass der Mensch das Recht hat, gehört zu werden. Ein Mensch, der nicht sprechen darf, wird auch nicht gehört, was zur Folge hat, dass dieser Mensch seelisch verkümmert. Ohne den kommunikativen Austausch mit anderen Menschen geht jeder von uns ein wie eine Pflanze, der man das Wasser vorenthält.

Dass der Mensch wurde was er ist, ein hochspezialisiertes und vor allem hochsoziales Wesen, hat mit der menschlichen Sprache zu tun. Die grössten Hirnareale des Homo Sapiens Sapiens werden von dessen Sprachzentrum und für die Koordination seiner Hände beansprucht. Die Sprache und die Hände sind die wesentlichen Werkzeuge des Menschen. Mit der Sprache drückt der Mensch seine Gedanken aus. Sprache ist die intellektuelle Hauptverbindung aus dem Unterbewussten in das Bewusste. Was im Unterbewusstsein des Menschen gärt, kann durch die Sprache eindeutig werden. Eine diffuse Absicht manifestiert sich in einer eindeutigen Willensbekundung.

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