Detuschland

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Hartz IV tötet immer noch – auch ganze Familien. Über die Opfer der Sanktionen gegen Deutschland.

Mittwoch, 28.11.2012. Eifel. Ich weiß, das ganze Geschreibsel über Hartz IV stört jetzt schon einige Leser. Habe ich schon mitbekommen. Aber nur weil Krieg und Goldpreis viel unterhaltsamer sind, verschwindet dieses Gräuel doch nicht einfach. Zudem ist es nur ein Ausdruck, eine Ausformung einer weltumspannenden Bewegung, die nichts weniger im Sinn hat als die Vernichtung der Lebensqualität und Lebensgrundlage vieler zugunsten der Fettlebe einiger weniger: ein Wahnsinnskrieg tobt da gerade, ein Krieg, der hauptsächlich erstmal wirtschaftlich geführt wird. Ja, Hartz IV stellt politische Sanktionen gegen das deutsche Volk dar - wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht kaum von dem Iran, nur redet man mit uns nicht so deutlich darüber. Selbstverständlich sterben auch hier Menschen. Frank Schönwetter zum Beispiel, jener Aktivist, über den wir kürzlich geschrieben hatten: der wird übermorgen obdachlos, hat jetzt schon kein Geld mehr für Briefmarken. Den ersten Advent feiert Frank auf der Straße - bei Minus 10 Grad. Ja, ich weiß: er hatte uns versprochen, das das nicht geschehen wird. Er hat sich aber geirrt. Kann ja mal vorkommen.

Mittwoch, 28.11.2012. Eifel. Ich weiß, das ganze Geschreibsel über Hartz IV stört jetzt schon einige Leser. Habe ich schon mitbekommen. Aber nur weil Krieg und Goldpreis viel unterhaltsamer sind, verschwindet dieses Gräuel doch nicht einfach. Zudem ist es nur ein Ausdruck, eine Ausformung einer weltumspannenden Bewegung, die nichts weniger im Sinn hat als die Vernichtung der Lebensqualität und Lebensgrundlage vieler zugunsten der Fettlebe einiger weniger: ein Wahnsinnskrieg tobt da gerade, ein Krieg, der hauptsächlich erstmal wirtschaftlich geführt wird. Ja, Hartz IV stellt politische Sanktionen gegen das deutsche Volk dar – wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht kaum von dem Iran, nur redet man mit uns nicht so deutlich darüber. Selbstverständlich sterben auch hier Menschen. Frank Schönwetter zum Beispiel, jener Aktivist, über den wir kürzlich geschrieben hatten: der wird übermorgen obdachlos, hat jetzt schon kein Geld mehr für Briefmarken. Den ersten Advent feiert Frank auf der Straße – bei Minus 10 Grad. Ja, ich weiß: er hatte uns versprochen, das das nicht geschehen wird. Er hat sich aber geirrt. Kann ja mal vorkommen.

Aktuell macht ja das Jobcenter Witzenhausen von sich reden. Dort berichtet Antenne Hessen über ganz neue Auswüchse der neudeutschen Asozialenkultur:

Ein weiterer Fall ist bekannt, wo man von einem hochschwangeren Teenager verlangt, trotz Mutterschutz einer Arbeit nachzugehen. Da dies durch die Schwangerschaft nicht möglich ist, sanktioniert Frau S. den 16-Jahre jungen Teenie mit 30% der Leitungen. Eine Katastrophe für die werdende Mutter.

Klar – mit 16 Mutter werden ist schon nicht gerade toll. Sich trotzdem für das Kind zu entscheiden, eine kleine Heldentat, denn: das eigene Leben ist dann im Eimer – für immer, denn die Zeit, die man wegen Geburt und Erziehung nicht im Hamsterrad mitrennt, holt man nie wieder auf. Was Antenne Hessen nicht weiß, aber mir aus verlässlicher Quelle zugetragen worden ist: Schwangere arbeiten zu schicken gehört zu den Richtlinien der Mitarbeiter. „Schwangerschaft ist keine Krankheit“, so der Leitsatz der Bundesagentur für Arbeit – Fehlgeburten durch Überlastung werden billigend in Kauf genommen.

Bei diesen Zuständen denkt man unwillkürlich an die Arschlochbeseitigungsinstrumente der französischen Revolution, bevor man sich wieder im Griff hat und vermeidet, auf das gleiche Niveau zu sinken wie der deutsche „Sozialstaat“.

Wen wollte man auch beseitigen? Die Mitarbeiter? Hören wir nochmal Antenne Hessen:

84 von 100 getesteten Sachbearbeitern / Jobcenter, waren überfordert mit Stresssituationen oder konnten einige Aufgaben nicht richtig lösen. So reagierte man auf gereizte Situationen, mit Ausbrüchen und Drohungen. Oftmals wollte man unserem Probanden das gesamte Geld Streichen, wenn er sich nicht sofort beruhigen würde.

Das sind die Kennzeichen eines Terrorregimes, das immer gerne die unfähigsten Dödel von der Straße holt, sie mit Macht ausstattet und dann auf die Bürger loslässt. Bei uns nannte man das früher mal die „SA“, wo der Krieg offener geführt wird, nennt man sie die „Todesschwadrone“.  Was hier perfide ist: erfüllen die Sachbearbeiter nicht ihre Zielvorgaben (die Sanktionierungsquote), kommen sie selbst ins Ghetto der Entrechteten.

Richtige Todesschadrone brauchen wir noch nicht. Das erledigen die Leute bei uns schon selber, siehe Welt:

Sie tötete ihre drei Kinder, schickte dem Vater SMS über die Morde. Später wollte sich die 38-Jährige auf der Autobahn umbringen. 

Ein Drama, über das die Welt oft berichtet. Man hätte die Geschichte auch anders schreiben können. Das Unternehmen des Vaters war insolvent, er war depressiv (ein Zustand, der immer mehr Menschen in Deutschland ergreift, auch ohne das das Jobcenter willkürlich ihre Restexistenz vernichtet) und … auf Hartz IV angewiesen. Dort landen Unternehmer immer sofort. Vater in der Klinik, Mutter mit drei Kindern vor der überforderten Sachbearbeiterin – noch Fragen? Ich höre bis hier das eifernde Gekeife „Nu machen Sie doch mal die Kinder ruhig„.

Hat sie gemacht. Die sind jetzt ruhig.

Ist natürlich alles nur Vermutung, vielleicht schwammen die auch in Geld.  Ich kenne selbst einen Unternehmer, der hat mehrere Mietshäuser, ein gut gehendes Geschäft mit Partybedarf, einen Mercedes-Benz der Luxusklasse und bezieht Hartz IV. Man muss halt wissen, wie das geht – und der Schritt vom Geschäftsmann zum Betrüger wird immer kleiner, je asozialer die Gesellschaft wird. Man weiß ja, wovor man fliehen muss.

Es gibt aber Studien, die belegen, das viele ihre Chancen in diesem System ganz realistisch sehen, siehe Handelsblatt:

Mehr als die Hälfte der aus einfachen Verhältnissen stammenden Menschen unter 30 Jahren glaubt nicht, dass in Deutschland ein Aufstieg in eine höhere soziale Schicht möglich ist. Einer neuen Studie zur Chancengerechtigkeit zufolge ist mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung überzeugt davon, dass Leistung sich nicht lohnt und allein das Elternhaus zählt. Der Glaube, sich durch Leistung verbessern zu können, sei aber eine Grundvoraussetzung dafür, sich verstärkt zu engagieren, sagte die Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts.

Hier ist es mal sehr wichtig, auf den Sprachgebrauch zu achten. „Aus einfachen Verhältnissen“ stammen dort die Menschen, während der Spiegel im gleichen Fall anders argumentiert:

Einmal arm, immer arm: Davon ist in Deutschland die Mehrheit der jungen Leute aus sozial schwachen Verhältnissen überzeugt.

„Sozial schwach“ sind Menschen mit einer Schwäche der Gemeinschaftsfähigkeit – Mörder, Diebe, Zuhälter, Vergewaltiger, Neoliberale oder Ausbeuter. Was der Spiegel meint, wenn er dieses Kampfwort der Unmenschen gebraucht, ist der Begriff „arm“ – also finanziell schwach. Das sollte der Spiegel aber wissen, denn er berichtet ja selbst darüber:

Dabei liegen die Karten seit Jahren offen auf dem Tisch. Der im Namen einer nebulösen Wettbewerbsfähigkeit in die Wege geleitete soziale Kahlschlag beispielsweise in Deutschland zeigt erste Effekte. Die Wirtschaft tut das, was man gerne „brummen“ nennt, mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,6 Billionen Euro ist das Land eine der größten Volkswirtschaften der Welt, die mit Abstand größte in Europa allemal. So reich ist unser Land, dass es sich sogar etwas so Unbezahlbares wie die Armut leistet. Nirgendwo in Europa – ausgenommen in Rumänien und Bulgarien – ist die Armut zuletzt schneller gewachsen. Fast drei Millionen Kinder leben unter der Armutsgrenze

Deutschland ist einer der weltweit führenden Armutsproduzenten!

Da werden die Agentenführer der deutschen Regierung begeistert sein, die Lobbyisten der Asozialen jubeln: Umbau Deutschland wird ein voller Erfolg. Wie der Iran bekommen wir Sanktionen aufgebrummt, aber anders als der Iran können die Bürger dieses Landes nicht hintenherum Geschäfte mit Gold machen, siehe Spiegel. Daran sieht man auch, wie ernst die „westliche Wertegemeinschaft“ ihre Gemeinschaft und ihre Werte nimmt: winkt einer mit Gold, dann ist der politische Sanktionswunsch sofort zweitrangig. Warum erklärt man das nicht unseren Arbeitslosen?

Ach ja – die mussten ihr erspartes Gold schon vorher abgeben, die leben eher unter den Bedingungen eines besetzten Landes – in einer der größten, brummenden Volkswirtschaften der Welt.

Irre, oder?

Nein, nicht irre. Deutschland hatte schon in den siebziger Jahren gestört. Die Gewerkschaften, die politischen Demonstrationen, die Bewegung der Grünen: da drohte Gefahr an der Ostfront der USA, das durfte so nicht lange weitergehen. Also erschuf man sich ein paar Instrumente, bestach ein paar hundert Politiker, Showmaster, Parteifunktionäre und Intellektuelle, um ein Klima zu schaffen, das wieder für Disziplin im Lande sorgte. Es wäre undenkbar gewesen, wenn die Bundesrepublik im Strudel des ökonomischen Putsches auf einmal zur Insel der Glückseligen geworden wäre, die fernab von aller Ausbeuterei ein funktionierendes alternatives demokratisches Wirtschaftssystem etabliert hätten – da musste dringend sanktioniert werden, sonst wäre das ganze Gerede von der Alternativlosigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung ja völlig unsinnig gewesen.

Die deutschen Bürger selbst – braucht man nicht mehr. Die sind über – weil demokratieverseucht. Die haben das Gerede nach dem Krieg über Menschenrechte und Demokratie  zu ernst genommen – und fühlten sich noch gut und edel dabei. Die will man nicht mehr, die sind zu teuer, ihre Gewerkschaften zu aufmüpfig, die Ausbeutungsquote der Bürger zu gering.

Nun – das ändert sich ja gerade im großen Stil – auch dank der von Goldman-Sachs konstruierten Euro-Krise, siehe Handelsblatt:

Statt Griechenland einen offenen Schuldenschnitt zu gewähren gibt es ein Bündel verschiedener Maßnahmen, die den Steuerzahler alle Geld kosten werden, die aber nicht so leicht zu durchschauen sind.

Wo der Steuerzahler für dumm verkauft wird, wird die Regierung zum Feind und Verräter – aber solche Worte benutzen wir hier nicht mehr, weil wir schon längst in der Sphäre der Alternativlosigkeit geistlos dahinvegetieren. Wir würden auch sonst merken, wohin die Reise geht, siehe Handelsblatt:

Im Wahljahr steigen die Renten, die Parteien beglücken die Ü65-Generation mit der Aussicht auf Mindestrente (SPD) oder Lebensleistungsrente (CDU). Dabei sagen Experten, dass das aktuelle Rentensystem keine Zukunft hat.

Wir können Europa nicht mehr bezahlen, wir können die Rente nicht mehr bezahlen – aber wir reden lieber nicht darüber, um die Konsumlaune nicht zu trüben. Das könnte ja dem Einzelhandel das Weihnachtsgeschäft vermiesen, bei dem man gerade (siehe Spiegel und Handelsblatt) ein dickes Plus erwartet, obwohl die Konsumlaune schon getrübt ist.  Das man von dem Geld dann mit Mineralöl verseuchte Schokolade kauft (siehe Spiegel) interessiert nur am Rande. Wir haben uns schon längst daran gewöhnt, von der Industrie nur noch mit fein verpackten Abfällen gefüttert zu werden. Fröhliche Weihnachten – an dem man Benzin nicht nur im Tank, sondern auch im Magen hat.  Für Leute mit „Benzin im Blut“ ein Superfest.

Unter den Sachbearbeitern, die gezwungenermaßen als Vollzugsbeamte der Armutvollstreckungsbehörden arbeiten, befinden sich auch Menschen mit einem Gewissen – und einem entsprechendem Urteilsvermögen, siehe Welt:

Dummerweise haben sie, als sie noch arbeiten konnten, ein Haus gekauft. Das müssten sie, nach dem Buchstaben des Sozialgesetzbuchs, verkaufen und den Gewinn erst einmal aufzehren, bevor sie Geld vom Staat bekommen. Jacobi ist vorhin vorbeigefahren und hat Fotos gemacht. Traurig betrachtet er das liebevoll restaurierte, wärmegedämmte Bauernhaus mit den Geranien vor den Fenstern. Ein Gesetz, das diesen Leuten nicht anders als durch Enteignung zu helfen weiß, nennt der gläubige Katholik „eine Perversion“.

Noch ein mutiger Mensch, der offen ausspricht, was alle denken, während die Medien das Gegenteil propagieren. Wir erfahren in dem Artikel auch nebenbei, wie viele Menschen schon als Opfer der Sanktionen gegen Deutschland in die Fänge der Armutsbehörde geraten sind:

Herr Jacobi hat via Computer den Zugriff auf 42 Millionen Datensätze. Das entspricht der Hälfte der Bevölkerung. Wer staatliche Leistungen beantragt, verzichtet faktisch auf die Privatsphäre. Da ist es für den gläsernen Bürger ganz gut zu wissen, dass er es mit einem Mann zu tun hat, der nicht nur gewissenhaft ist, sondern auch ein Gewissen hat.

Das erste Mal erfahren wir, wie viele Deutsche schon erfasst worden sind:

ZWEIUNDVIERZIG MILLIONEN!!!

Mal ein Grund, Farbe und Wortgröße deutlich zu verändern. Zweiundvierzig Millionen Deutsche – weit mehr als die Hälfte – sind von der Armutsvollzugsbehörde erfasst worden, ihre Vermögen sind registriert und zum Einzug vorbereitet. Zweiundvierzig Millionen Deutsche leben in einem von Arbeitslosigkeit verseuchten Umfeld. Sie sind halt nicht immer alle gleichzeitig arbeitslos – aber wir können doch wohl zurecht formulieren, das zweiundvierzig Millionen Deutsche in „ungesicherten Verhältnissen“ leben – und sei es auch nur, weil die Tochter mal drei Monate arbeitslos war.

Da die Jobcenter alle Daten erheben – unter Androhung drakonischer Strafen – haben wir also aktuell 42 Millionen gläserne Bürger … und nicht nur die drei- bis sieben Millionen Arbeitslosen, die man gelegentlich offiziell zugibt.

42 Millionen Bürger, die bis aufs Hemd ausgezogen werden, mit Müll gefüttert werden, sich das teuerste Gesundheitssystem der Welt leisten – mit äußerst miserablen Leistungen – und jetzt auch noch von ihren Ärzten verlassen werden, siehe Ärztezeitung:

Das Modell, die Kassenpraxis zwei Tage in der Woche zu schließen und in der Zeit in Teilzeit als Honorararzt oder in der Schweiz zu arbeiten, werde immer häufiger von Ärzten umgesetzt

Das sind die bestbezahltesten Ärzte Europas, laut Stepstone (wir berichteten) die Spitze der Besserverdiener in der BRD – und nachdem sie das alles abgeräumt haben, machen sie die Praxis dicht und verdienen zusätzlich noch im Ausland, während die Beiträge der Steuerzahler weiter in ihre Taschen fließen.

Unsere medizinische Versorgung gleicht bald der in einem sanktioniertem Land – aber wir wollen und dürfen das nicht so sehen. Eben sowenig wie die Gewalt in Altenheimen, siehe Ärztezeitung:

Gabriele Wilkens, Dozentin für Altenpflege an der Berufsfachschule in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen, schätzt die Dunkelziffer bei Gewalt in der Pflege „relativ hoch“ ein

Den letzten beißen die Hunde – schon jetzt kann man sehen, was für eine Welle an Gewalt über Deutschland hereinbrechen wird, wenn die 42 Millionen sanktionierten Deutschen in den Ruhestand gehen wollen und sich in einer erbärmlichen Altersarmut wiederfinden.

Schlechte medizinische Versorgung, grassierende Armut, minderwertige Nahrung: Kennzeichen eines sanktionierten Landes, die gekrönt werden von den Sanktionen der Atomlobby, die uns als Strafe für die Ausstiegsphantasien die Preise hochtreibt und den Strom abstellt, siehe Welt.

Wie das funktioniert in einem Land mit hochintelligenten Menschen? Nun – manchmal erfahren wir davon. Nicht immer, aber manchmal. So hat man auch die ganze deutsche Ärzteschaft bekommen und zu Geldsaugern umgebaut – und so bekommt man jeden, der an anderen Schaltstellen der Macht steht, siehe Handelsblatt:

Die abgewickelte WestLB hat Sparkassen-Chefs, Stadtwerker und Beamte auf Weltreise geschickt. Der Vorgang hätte ein Fall für den Staatsanwalt werden können, wenn die Bank nicht eine stille Lösung bevorzugt hätte.

„Stille Lösungen“ gibt es im ganzen Land – sonst würden ja die Zeitungen brennen müssen vor lauter Warnmeldungen. Wir finden diese Meldungen nur in der alternativen Presse, die täglich gegen die von der Regierung angeordneten Alternativlosigkeit anschreibt, siehe Hintergrund:

Jüngste Berichte, denen zufolge der taiwanesische Konzern Foxconn Fabriken in den USA errichten will, verdeutlichen, dass das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ nun in die vierte Phase eines Prozesses eingetreten ist, den man als eine „Rekolonialisierung“ bezeichnen könnte, der die USA wirtschaftlich auf einen „Dritte-Welt“-Status degradiert.

Das ist eine sehr gut Nachricht, die uns zeigt, welche Zukunft uns in Deutschland erwartet:

Foxconns Arbeiter hausen in überfüllten Schlafsälen, die sich auf dem Werksgelände befinden. Sie arbeiten in 12-Stunden-Schichten und sind üblicherweise gefährlichen Bedingungen ausgesetzt. Jüngst erkrankten 137 Arbeiter, nachdem sie iPads mit giftigen Chemikalien reinigen mussten. In den letzten fünf Jahren haben sich 17 Foxconn-Beschäftigte während der Arbeit das Leben genommen. Netze wurden rund um das Werk installiert, um jene Arbeiter aufzufangen, die aus den Fenstern springen.

Das ist unsere Zukunft, auf die wir mit großen Schritten zumarschieren. Die Altenheime dieser Zukunft werden – aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen, die mit Faschismus nichts zu tun haben – alternativlos an Konzentrationslager erinnern (falls sich dann überhaupt noch jemand an diese Todesfabriken erinnern kann). Die Zustände für Arbeiter und Angestellte werden kaum besser sein – aber ihre Lager liegen näher am Büro.

Das ist politisch so gewollt – und an vielen Dritte- und Zweite-Welt Ländern erfolgreich erprobt worden, bis man sich traute, das auch an der ersten Welt auszuprobieren – wir stehen ja nicht allein an dieser Front, sondern gehören – wie die USA selbst – zu den Opfernationen, die zur Ausschlachtung freigegeben worden sind.

Das Prinzip ist immer das Gleiche: man finanziert durch massive Verschuldung des Staates eine „Herrenkaste“, die dann – finanziell super ausgestattet, aber im sozialen Bereich ausserordentlich schwach ausgebildet – zum Melken der Eingeborenen antritt.

In Deutschland hat diese Bewegung einen Namen: Hartz IV.

Manche denken immer noch, es ging um die harmlose Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialhilfe – das sind die, die auch dachten, in der Weihnachtsschokolade sei kein Mineralöl.

Dabei geht es um nichts anderes, als das, was man im Umgang mit feindlichen Nationen immer macht: das Volk durch Sanktionen in die Knie zwingen.

Alle Völker – der ganzen Erde.

 

 

 

 

 

 

Widerstand oder Hungertod: die Qual der Wahl für Menschen ohne Knopfloch

Glauben Sie an Verschwörungen? In echt jetzt? Nein? Ich auch nicht. Ich würde nie daran "glauben" - ich weiß, das es welche gibt. Ich war selbst an einigen beteiligt, andere habe ich beobachten dürfen, dritte wiederum wurden mir so detalliert geschildert, das ich sie für wahr halten muss. An Verschwörungen glauben würde ich nie - ist ja auch keine Frage der Religion - obwohl die Medien sie so behandeln. "Sind sie Verschwörungstheoretiker?" ist heute die Frage nach Ketzerei, Hexerei und Widergöttlichkeit. "Gott" sagt, wie die Wahrheit ist, wer daran zweifelt ... nun, der kann nur geistig krank sein. Das ist doch genau der schale Geruch, der dieses Wort begleitet - jener Geruch von Autismus, Demenz, Alzheimer und Schizophrenie, gedüngt mit anderem ketzerischem Aberglauben. Wir sind mitten in einer Religion - aber merken es nicht. Das ist neu gegen über den Hexenjagden der letzten Jahrhunderte - wir jagen smarter ... es sei denn, jemand tanzt aus der Reihe, wie dieser unsägliche Papandreou, der ja wohl den Knall nicht gehört hat: da will der Mann doch wirklich das Volk fragen, ob es sein Vermögen dem Bankenclan zur Verfügung stellen möchte.

Glauben Sie an Verschwörungen? In echt jetzt? Nein? Ich auch nicht. Ich würde nie daran „glauben“ – ich weiß, das es welche gibt. Ich war selbst an einigen beteiligt, andere habe ich beobachten dürfen, dritte wiederum wurden mir so detalliert geschildert, das ich sie für wahr halten muss. An Verschwörungen glauben würde ich nie – ist ja auch keine Frage der Religion – obwohl die Medien sie so behandeln. „Sind sie Verschwörungstheoretiker?“ ist heute die Frage nach Ketzerei, Hexerei und Widergöttlichkeit. „Gott“ sagt, wie die Wahrheit ist, wer daran zweifelt … nun, der kann nur geistig krank sein. Das ist doch genau der schale Geruch, der dieses Wort begleitet – jener Geruch von Autismus, Demenz, Alzheimer und Schizophrenie, gedüngt mit anderem ketzerischem Aberglauben. Wir sind mitten in einer Religion – aber merken es nicht. Das ist neu gegen über den Hexenjagden der letzten Jahrhunderte – wir jagen smarter … es sei denn, jemand tanzt aus der Reihe, wie dieser unsägliche Papandreou, der ja wohl den Knall nicht gehört hat: da will der Mann doch wirklich das Volk fragen, ob es sein Vermögen dem Bankenclan zur Verfügung stellen möchte.

Das Echo kam aber sofort: Merkel und Sarkozy verordnen sofort Hunger für das Volk. Schon die bloße Ankündigung von direkter Demokratie führt bei uns zu sofortiger Exekution und zu aufgeregten Talk-Shows, in denen diskutiert wird, ob „zuviel Demokratie unseren Wohlstand gefährdet„. Früher hätte allein schon eine solche Fragestellung den Verfassungsschutz alarmiert, heute schützt der wohl was anderes.

Von dem Putsch gegen Papandreou habe ich zuerst vor ein paar Tagen erfahren – im Pressespiegel des Handelsblattes. Da wusste offenbar schon mal wieder einer mehr als wir. Heute sind wir weiter – der Mann ist Geschichte. Hat den Knall zu spät gehört, zu spät seine dämliche Idee von Demokratie zurückgenommen – jetzt will Merkel „Taten sehen“ – und nebenbei erfahren wir auch, wie wirklich Politik gemacht wird:

In Cannes stellten Sarkozy und Merkel ungebrochenen Arbeitseifer unter Beweis, man pendelte zwischen offiziellen Meetings und sogenannten Vier-Augen-Gesprächen – jenen wirklich wichtigen Treffs, auf denen Kompromisse, Marschrouten und diplomatische Deals abgewickelt werden: die Lösung des Griechenland-Problems, so ließ Sarkozy durchblicken, inklusive. Vielleicht hätten die Hinweise aus Cannes ja als „positiver Elektroschock“ gewirkt.

„Vier-Augen-Gespräche“ … „jene wirklich wichtigen Treffs“ – bei denen keiner zuschauen darf, keiner erfährt, was wirklich gesprochen wurde, welche Marschrouten festgelegt, welche diplomatischen Deals abgeschlossen, welche Kompromisse auf den Weg gebracht werden … kurzum, welche Verschwörungen gerade aktuell laufen. Manche dieser Verschwörungen sind vielleicht auch zum Wohle des Bürgers – oder so gedacht. Andere sind zum Machterhalt des Parteienstaates gedacht, durch den die Klasse der Superreichen so schön Welt gestalten kann. Einfach mal ein paar Milliarden verschicken – schon knickt in Griechenland das Parlament ein … und der Papandreaou bekommt ganz andere Phantasien:

Nach Informationen des Staatsfernsehens NET soll Papandreou eine politische Regierung aus seiner sozialistischen Pasok und der ND anstreben, die für etwa ein halbes Jahr die Geschicke des Landes in die Hand nimmt. Bei hochrangigen ND-Quellen hatte es zunächst geheißen, die Übergangsregierung solle aus Experten und nicht aus Politikern bestehen. „Diese Regierung wird das Land nur solange führen, bis das Hilfspaket unter Dach und Fach ist.

Da rennt jetzt aber einer doppelt schnell – will wohl wieder was gut machen, der „positive Elektroschock“ hat gewirkt. Bevor die in Cannes seinen Kopf auf einer Stange durch Athen getragen sehen wollen, plädiert er selbst schnell für die völlige Übergabe der Regierungsgewalt an „Experten“, die ihm sicherlich sofort von „interessierten Kreisen“ zur Verfügung gestellt werden. In den USA nennt man das „Notstandsverwaltung“ und findet das das eine ganz tolle Alternative zur Demokratie ist.

Die Börse hat die Entwicklung freudig begrüßt – kein Wunder, ist sie doch die deutlich sichtbarste Demonstration von Allmacht des Bankenclans über die Zivilgesellschaft, die seit den Fuggern vorgeführt wurde: Hartz IV wird einem ganzen Land übergestülpt, nachdem der erste Feldtest mit deutschen Arbeitslosen positiv verlaufen ist. Deren Enteignung zugunsten der Überfütterung des Bankenclans wurde vom Volk widerstandslos geschluckt – man musste nur dafür sorgen, das genug Mitläufer daran verdienen, der Rest schweigt aus nackter Angst vor dem Hungertod.

Thema in den Medien … ist dies aber nicht. Die kümmern sich lieber um die geheimen Zeichen, an denen sich die Verschwörer erkennen:

Das Äußere entscheidet maßgeblich über die Karriere. Denn die Elite erkennt ihresgleichen an kleinen Zeichen wie den offenen Knopflöchern an den Ärmeln eines Maßjacketts. Schon ein zu billiger Aktenkoffer oder die falsche Uhr kann die Reputation erheblich beschädigen.

Wer dem Kult nicht frönt, die falsche Kutte trägt, die falschen Gebete auswendig herunterleiert, der … kann einfach nicht dazugehören. 90000 Euro für eine Uhr sollten da schon drin sein – bezahlt ja immerhin die breite Masse, auf die man dann so schön arrogant herunterlächeln kann, weil man weiß, das man sie nach dreissig Jahren Neoliberalismus völlig im Griff hat, man hat „seine Leute“ (die mit den „richtigen“ Kleidern, Schuhen und Uhren) an allen wichtigen Entscheidungspositionen in Partei, Wirtschaft und Gewerkschaft untergebracht, ein Netzwerk der Räuberethik geschaffen, das alte Orden vor Neid erblassen lassen würden – und, was noch besser ist, Millionen stehen vor der Tür und wollen dazu gehören.

Die kriegen aber nix – ihre Knopflöcher sind halt zu.

Wer das verstanden hat, wird zornig – sehr zornig. So zornig, das er anfängt in jener Sprache zu sprechen, die jene Leute verstehen, die gerne von „positiven Elektroschocks“ reden, als handle es sich hier um normale pädagogische Instrumente im diplomatischen Miteinander – was für Guantanamo ja in der Tat gilt: die Sprache der Gewalt:

Sie kamen zu Tausenden, kletterten auf Krananlagen, auf Container – und legten einen zentralen Handelsplatz der US-Westküste still: „Occupy“-Demonstranten haben in der Nacht Oaklands Industriehafen besetzt. In der Nacht kam es zu schweren Ausschreitungen, die Polizei setzte Tränengas ein.

Schlimm, katastrophal, unheimlich? Ja, sicher. Aber … konsequent. In einer Zeit, in der das Establishment demonstriert, das es mit gewählten Regierungschefs nach Gutdünken verfahren und die Politik in jede beliebige Richtung dirigieren kann, die „ihren“ Banken nützt, in der staatlich verordneter Hungertod als wirtschaftliches Heilmittel aus der Versuchsanstalt Deutschland hinaus in die Welt exportiert wird, sollte man sich nicht wundern, wenn der Bürger da anpackt, wo es weh tut: an der Infrastruktur.

Damit bahnt sich nun an, was keiner von uns will, aber immer mehr Beobachter kommen sehen: Das Ende kommt nicht mit Schrecken, sondern mit einem äußerst unappetitlichen Zusammenstoß. Die 1% werden sich dann wünschen, sie hätten sich beizeiten gemäßigt.

So Manfred Gärtner in seinem Blog über die „Konterrevolution“ im Bankenuniversum.

Es ist die Frage, die sich über kurz oder lang für jedes Volk  stellen wird: Widerstand oder Hungertod. Griechenland spielt das gerade durch:

Das Land steht kurz vor dem Zusammenbruch: Im kommenden Jahr wird jeder fünfte Grieche keine Arbeit haben, viele Staatsbeamte verlieren die Hälfte ihres Gehalts, der Grundlohn im öffentlichen Sektor liegt mittlerweile bei 780 Euro, das staatliche Gesundheitswesen zerfällt, die Zahl der Selbstmorde steigt.

Das heißt … mitmarschieren geht natürlich auch. Damit kann man die Antwort auf die Frage eine Weile hinausschieben … aber nur solange man die Eintrittsgelder für den Eliteclub noch bezahlen kann.

Die Preise kennt man ja jetzt.

Und bloß nicht das Knopfloch vergessen … sonst war alles umsonst.

 

 

 

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