Crash

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Gut und gerne? – Nee, so Gut wie noch nie!

171 crash pixabay

Nur mal kurz eingeworfen … zu den aktuellen Untergangsszenarien der Crashpropheten

Viele kreisen ja derzeit um die Frage, wann der Crash kommt – siehe z.B. jüngstes Interview „Der größte Crash aller Zeiten“, in dem sich der Bestseller-Autor Marc Friedrich mit Roland Tichy (wahlweise auch im öffentlichen Format auf n-tv) darüber unterhält, wie man auf der untergehenden Titanic nun sein Vermögen sichern und in „Sachwerte“ anlegen kann. Für die Anlageprofis steht nämlich fest: Alle verbrieften Werte, Kontoguthaben, Lebensversicherungen, Anleihen etc. werden demnächst radikal entwertet. Was danach komme, sei „Das Zeitalter der Sachwerte“.

Zahlreiche andere Experten blasen ins gleiche Horn. Ihre Videobeiträge weisen jeweils Rekordklickzahlen auf. Nicht ganz zu unrecht, immerhin treffen sie den Nerv der Zeit, wo viele ahnen, dass im Land, in dem wir scheinbar gut und gerne leben, irgendetwas gewaltig faul ist und dass dasjenige, was der Dichter und Staatspräsident Vaclav Havel „das Leben in der Lebenslüge“ genannt hat, kurz davor ist, zu kollabieren.

Gemäß den Berechnungen und Extrapolationen der Experten soll er nun also kommen, der Crash. Nächstes Jahr, übernächstes Jahr, vielleicht auch schon morgen. Nicht dass man die Zahlen, Daten und Fakten, die bei solchen Expertengesprächen zum Besten gegeben werden, abstreiten möchte, jene sind in der Tat alarmierend und die Kompensationsmöglichkeiten von EZB & Co. weitgehend erschöpft. Wer sich bei solchen Expertisen nicht sogleich von den Zahlen und Fakten in den Bann schlagen lässt – wozu wir ja von Kindesbeinen an konditioniert wurden – dem mag eine solche Diskussion wie die oben erwähnte dennoch befremdlich anmuten.

Sich auf den Crash vorbereiten? Im Ernst? Haben diese Experten etwa den Knall nicht gehört und nicht realisiert, dass alles, was wir gerade um uns herum abbröckeln und in Auflösung begriffen sehen, nur die Folge von einem bereits eingetretenen Crash sind? Tag für Tag findet eine großskalige Vernichtung wertvollster zivilisatorischer, ökologischer und vor allem menschlicher Substanz statt, eine ganze Generation wird im Rekordtempo verdummt und in die Dekadenz flachgeprügelt, viele der Erwachsenen mit dazu. Dass man diese Dummheit „gut und gerne“ nennt, ist dabei nur der Gipfel des Wahnsinns von Wohlschandsbürgern, denen es ja auch nach Ansicht der obigen Interviewpartner in diesem Land scheinbar immer noch „gut geht“, sogar „so gut wie noch nie“.

In dieser Situation, wo wir menschlich abzuschmieren drohen, wollen wir ernsthaft unser Vermögen sichern und „Sachwerte“ anschaffen? Was werden uns all diese Sachwerte nützen in einer barbarisierten Welt, die sich nicht einmal Orwell hätte ausmalen wollen? Und wer sagt, dass wir mit solchen Sachwerten um den Hals nicht noch schneller in die kalte Tiefe gezogen werden, wenn die Kapelle auf der Titanic demnächst zu spielen aufhört und wir mit einem Schwimmreifen einwässern müssen?

Hermann Hesses „Kastalien“ scheint derzeit jedenfalls in weite Ferne gerückt. Das „Zeitalter der Sachwerte“ hat begonnen.

Foto: pixabay / CC0

Armut in Deutschland – ein Livebericht aus dem Abgrund

Digital StillCamera

Donnerstag, 31.5.2018. Eifel. Armut. Wird ja viel diskutiert in Deutschland. Zu den vielen Telefonaten, die ich in den letzten Tagen geführt habe, gehörte auch eins mit einem Menschen, der in Afrika lebte. Dort, wo Afrika noch Afrika ist, in den Dörfern der Savanne. Auch hier war das Thema „Armut“. Bei jenen Menschen, die höchst einfach leben, keinen Kühlschrank haben, keinen Fernseher, kein Auto, keine Krankenversicherung (ja – überhaupt keine Versicherung), jenen Menschen, die ihr Essen noch selber anbauen und selber erjagen, ist Armut … unbekannt. Es ist schwer mit ihnen darüber zu reden, dass wir sie als arm empfinden – und noch schwerer wird es, wenn man mit ihnen über Deutschland redet. „Miete“ ist für sie ein völlig unbekanntes Konzept, jeder hat seine eigene Hütte, das ist selbstverständlich. Das jemand alle Hütten aufkauft mit Geld, dass Banken ihm leihen und dann mit „wohnen“ ein Geschäft macht, gilt ihnen als völlig irre: wieso sollte man sowas zulassen? Das dies auch für Nahrung und Wasser gilt … und den für uns so wichtigen Strom … führt schon zu der Vermutung, dass der deutsche Mensch in einer Art Gefängnis steckt, wo ihm im Jahr – sofern er noch die Arbeit anderer erledigt und ihre Anweisungen korrekt befolgt – sechs Wochen Hafturlaub im Ausland gegönnt sind.

Schnell kommt auch das Wort von Sklaverei auf. Sicher: Auto fahren kann kindliche Freude hervorrufen – für einen gewissen Moment. Dann jedoch zeigt sich der Perdefuß: man muss über Geld verfügen, sich irgendwie in den Fluss des Geldes – oder in den Dienst des Geldes – stellen, um die Ansprüche, die die Menschen selbst und das Auto an einen stellen, befriedigen zu können. Das war es dann mit der Freiheit, man ist sofort im System … einem System, dass die Vernichtung der Welt als Nebenwirkung … wenn nicht sogar als Ziel hat. Da wundert man sich nicht, dass es mal eine afrikanische Studentin in NRW der siebziger oder achtziger Jahre gab, die mit den Mitteln der Filmstiftung NRW unser Leben in düstersten, abschreckenden Worten schilderte – ganz anders als die Asylwerbefilme der Bundesregierung. Der Buschmensch ist halt reich, die Natur beschenkt ihn ohne Ende. Auch sein Leben hat Herausforderungen, klar – aber er ist sich seiner Kraft bewusst und kann sich diesen Herausforderungen gezielt stellen – und an ihnen weiter wachsen.

Dahingegen ist der weiße Mann wie ein Baby, völlig abhängig von der Gnade fremder Menschen, die – wenn es ihnen danach ist – Preise erhöhen, Gehälter oder gerade mal die Rente kürzen oder Hartz IV absichtlich so klein rechnen, dass Mangelernährung, Depression, Mutlosigkeit und ständiger Mangel logische Folgen dieser ständigen Zermürbungstaktik sind. Ja: mit Hartz IV hat die Lumpenelite im Land der Bevölkerung den Krieg erklärt und mit einem gnadenlosen Blitzkrieg begonnen, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, dessen Prinzip aber erkennbar ist: „Alles Geld für „die da oben“, nichts für „die da unten““. Damit unsere Abgeordneten da mitmachen, hat man sie einfach reich gemacht … einen jeden von ihnen … so dass sie automatisch zu „denen da oben“ gehören und sich selbst disziplinieren, dabei bleiben zu dürfen.

Längst haben wir wieder einen Ständestaat. Oben sitzen die, die sich bestens eingerichtet haben, die gute Kontakte zu Banken haben, die sie mit allen notwendigen Geldmitteln ausstatten, um ihre Pläne durchzusetzen. Dann folgen jene 38 Prozent, die noch einen unkündbaren Vollzeitarbeitsvertrag innehaben. Ja – forschen Sie doch selber mal nach: mehr sind es nicht. Damit kreisen 62 Prozent der Deutschen um „Arbeitslosigkeit“ herum, das sind 26 Millionen, von denen bislang auch 14 Millionen auch mit Hartz IV in Berührung gekommen sind. Das ist die Wahrheit im ehemaligen Lande der Dichter und Denker, das – nach einem kurzen Abstecher ins Land der Richter und Henker – zu einem Volk von Tricksern und Täuschern geworden ist, und die größten Trickster und Täuscher sind unsere großen, allseits gefeierten Helden … siehe Dieselskandal oder Riesterrente. Ja, und ganz unten sind die, mit denen beim besten Willen kein Profit mehr zu machen ist, für sie gilt aktuell die alte Wahrheit der Konzentrationslager: so billig wie möglich versorgen … bis weiteres möglich wird und durchgesetzt werden kann.  Unmenschlich sein können wir Deutschen immer noch sehr gut, das haben wir nicht verlernt, das haben wir auch durch die Umerziehung nach dem Krieg hindurch gerettet.

Da geht es nicht nur um Hartz IV, da geht es auch um Rente. Ich staunte nicht schlecht, als eine der Anruferinnen mir ihre Rentenhöhe bekundetet: 300 Euro im Monat wird es geben. Da stellt sich nicht die Frage: essen oder wohnen, damit geht beides nicht.

Nun – ich könnte Ihnen noch viele Zahlen präsentieren, doch mir steht der Sinn danach, mal einen jener Armen selbst zu Wort kommen zu lassen. Man muss es einfach immer mal wieder erfahren, was Armut in Deutschland wirklich bedeutet: und diese Armut ist … das sehen wir am Beispiel des afrikanischen Dorfes … nicht „relativ“ sondern vernichtend. Lauschen wir mal einen Menschen, der arm ist.  Der Hintergrund ist schnell erzählt: ein Leben lang gearbeitet, dann krank geworden, unheilbar krank. Rücken war verschlissen, da ging nichts mehr, nicht jedenfalls als Krankenpflegerin, wo beständig Patienten hin- und hergehoben werden müssen. Ja, es gab eine Rente: ein Erwerbsminderungsrente. Und mit ihr … kam die Armut.

„Alles was ich die letzten 2 Jahre gelernt habe, man ist allein. Ich kann mich so nicht über Wasser halten. Das ganze ist so erniedrigend, mir alles egal jetzt. Ich will keine Abfallkuebel durchsuchen. Die Zeiten werden nur schlechter. Falls ich wieder einen Job finde, und bei meinem Beruf dürfte es nicht so schwer sein, steige ich wieder ein. Lasse die Rente zurück stellen.
Denen ist das eh genehm. Man muss nur sofort Kontakt aufnehmen mit der Rentenversicherung.
Ich habe mich eben gefragt, auf welche Weise man schneller draufgeht. Wusste nicht, daß Armut ein vehementes Gesundheitsrisiko ist. Weitläufiges Thema. Hab aber keine andere Chance. Selbst meine Kinder haben sich verabschiedet. Am Versagen, wie auch immer, ist man selbst schuld……
Ich will nochmal raus aus dem Klischee verstehst Du. Dabei weiss ich, dass da draußen kein Blumenstrauß zu gewinnen ist, aber mit der Würde ist es so eine Sache. Bin sogar mittlerweile bereit, wieder ins Ausland zu gehen.“

Arbeiten zu gehen mit einem kaputten Rücken heißt für die Zukunft: Rollstuhl. Irgendwann geben die restlichen Bandscheiben nach, sowas kenne ich persönlich. Das ist nicht lustig – doch die Zeiten, wo die Lebensarbeit von Menschen geschätzt wurde, sind vorbei. Sie sind nur noch Ware, die wertlos wird, wenn sie beschädigt ist und sich selbst weiter schädigen muss, um bestehen zu können.

„Und seit ich das begriffen habe, das ich der einzige Mensch bin, der mir helfen kann, werde ich zurück ins Krankenhaus gehen.
Ich habe an Hospiz Arbeit gedacht.
Ich war, und bin traurig aber es wird besser. Ganz einfach deshalb, weil mir fremde Menschen zur Seite stehen, wie schon so oft in meinem Leben. Die Resonanz ist weitgehend positiv, und das bestärkt mich. Ich werde gemocht. Die Familie kann keinen Staat mit mir machen, die sind alle streamline gebürstet.
Aber es macht mit Mut zu erleben, dass es anderen nicht egal ist, wie es mir geht.
Ich werde öfters von einer Nachbarin zum Essen eingeladen als so manche mit Budget. Habe Überraschungen an der Tür hängen..
Kürzlich hat mir mein Sohn das Wlan weggenommen. Wohne ja hier zur Untermiete, die Wohnung gehört seiner Freundin. Mietvertrag läuft Ende Julei aus. Aber mein Glück hat mich wieder nicht verlassen. Die Baugenossenschaft hat mir eine eigene günstige Wohnung angeboten. Die haben mitbekommen, was hier so abläuft.
Wie gesagt, ich hab nur noch mein altes Handy, ich muss es zum Fenster raus halten, um ein Netz zu finden.
Mein Bruder bemerkte einmal, wer es hierzulande nicht zum Millionär gebracht hat, ist selber schuld. Na gut so.
Ich bin sehr isoliert, und meine politischen Ansichten sind anstößig. Weisst Du lieber Freund, alles habe ich verloren.
Die Menschen, die mir mit Sicherheit geholfen hätten, sind allesamt verunglückt.
Eltern, Bruder, Ehemann.“

Die Kranken müssen wieder arbeiten gehen. Wie in den Lagern der NS-Zeit. Ansonsten heißt es: Mülltonnen durchwühlen. Das ist die brutale Realität in einem Land, das sich nur noch durch Täuschen und Tricksen über Wasser hält – oder durch brutalen Diebstahl des Eigentums der Schwächeren … d.h. durch Verstaatlichung ihrer bisher angesammelten Vermögen wie bei Hartz IV oder der „Grundsicherung“ für Rentner. Und da wundern sich die feinen Herrn Ökonomen, dass die Billionen frisch gedruckten Geldes keinen Run auf Immobilien erzeugt haben – außer bei Investoren. 62 Prozent der Deutschen sind doch auch gar nicht mehr kreditwürdig – und es sind noch mehr, denn zu diesen 62 Prozent muss man jene zählen, die trotz unbefristeter Vollzeitstelle viel zu wenig verdienen, um einen Kredit zu erhalten.Nachdem ich meine Wohnung verloren hatte, musste ich meine Habseligkeiten unterstellen. Alles was wertvoll, mir heilig war, gestohlen.
Und jetzt habe ich auch noch meinen Sohn verloren. Armut macht ihm Angst, und er hat nicht den Mut, sich zu mir zu stellen.

Mein Rücken ist zwar kaputt aber lieber zurück in den Dienst, etwas positives für andere tun. Es stärkt das Selbstbewusstsein und macht Freude.
Entschuldige dass ich soweit aushole, ich möchte Dich nicht mit meinen Privatangelegenheiten belasten. Aber so lange schon lese ich Deine wunderbaren Gedanken und scheue mich daher nicht.
Ich lasse mich nicht unterkriegen.
Telefonieren kann ich nur bei Nachbarn. Zum Glück habe ich ein paar sehr hilfsbereite um mich. Vielen ergeht es wie mir. Drück mir die Daumen.

Ja – ohne die Hilfsbereitschaft von Nachbarn wäre die Armut in Deutschland schon längst viel offensichtlicher. Der Deutsche an und für sich ist wohl kein Lump – nur in seiner „Elite“ tobt sich immer wieder ein Geist aus, den man nur bestialisch nennen kann.

Ich bin nicht mehr die, die ich einmal war. Aber ich möchte mich wegen Geld nicht verlieren. Nicht so. Ich habe akzeptiert, wie die Welt im großen und ganzen um mich herum funktioniert.
Ich bin durch die Hölle gegangen die letzten 2 1/2 Jahre. Vorher habe ich gut funktioniert, alles für alle möglich gemacht. Dann kam der Zusammenbruch.
Ich will kein Mitleid.
Mein Sohn hat sich für 10.000 € ein Motorrad angeschafft. Er hatte einen Unfall. Da er sich gerade versucht, sich selbstständig zu machen, habe ich einige Putz Jobs, er hat einige Objekte, auch ein Café zu betreuen. Nun, da hab ich auch die Toilette geputzt. Er sollte sich schonen. Das abgemachte Entgelt, gab er mir nicht. Obwohl er genau weiß, wie es ausschaut in meinem Portemonnaie. Vor Schmerz hat es mich fast zerrissenen, nun ist es still geworden in mir. Das Amt, bezahlt mir Umzug und Kaution, das sind Genossenschaftsanteile. Immer wieder treffe ich auf Menschen, denen mein Schicksal nicht gleichgültig ist obwohl es gerade den Amtsträgern herzlich egal sein könnte.
Wie ich den kommenden Monat überleben soll, weiß ich noch nicht. Es wird sich finden. Aber dafür habe ich meine Würde zurück.
Du musst Dir vorstellen, welche Dankbarkeit von der Familie der Freundin meines Sohnes erwartet wurde von mir, hier in ihrer Wohnung überteuert mein Dasein fristen zu dürfen. Und verlängert hätten sie den Mietvertrag keinesfalls. Ich bin nicht konform ihren Ansichten gemäß. Darf nicht mehr mit meinem Enkel..
Der Hund meine grosse Freude, darf zur Strafe nicht mehr Gassi mit mir. Es ist der gemeinsame Hund meines Sohnes und mir. Er liebt mich abgöttisch.
Nachdem bekannt wurde, daß ich ausziehen werde, gibt es nur noch Straf-Massnahmen.
Ich bete viel, lese viel, gehe unter Menschen, versuche aufrecht zu bleiben, und es ist schwer manchmal.
Mal sehen, was der Tag schönes bringt heute.
Bis bald. Alles ist im Fluss!Wie beiläufig dieser Satz … in diesem reichen Land. „Wir ich den kommenden Monat überleben soll, weiß ich nicht“.
Was erkennen wir an Armut in dieser Geschichte?

Formen der Armut in diesem Land, die in den von uns so verachteten „ärmlichsten“ Kulturen nicht existieren.

Arm wegen mangelnder Menschlichkeit.Arm wegen mangelnder Würde.

Arm wegen der fehlenden Kontrolle über die Nahrungsmittelversorgung.

Arm wegen mangelnder Gesundheit und Fürsorge

Arm wegen mangelnder Sicherheit – und mangelnder Zukunftsperpektive.

Arm wegen mangelnden Schutzes vor Bestien.

So in etwa hatte das auch jene Filmstudentin in Afrika beschrieben, über die man sich – sogar beim „Spiegel“ – damals fürchterlich echauffiert hatte. Finde den Artikel leider nicht mehr – und den Film hätte ich gerne gesehen. Vergleichen Sie mal die Dimensionen von Armut, denen unser Mitmensch ausgeliefert ist, mit jenen, die in unserem Gedankenbeispiel des afrikanischen Dorfes existieren. Die schützt vor den Bestien der Savanne ein grober Zaun, der sie draußen hält – und dringt der Löwe ein, bekommt er es mit vielen Speeren zu tun.

Und wie stehen wir im Vergleich da?

Wie die Indianer, die sich einst am Glitzern der Glasperlen ergötzt haben, mit denen man ihnen ihr Land abgekauft hat – ohne dass sie überhaupt verstanden, was da geschah. Nur … im Vergleich zu ihren Perlen sind unsere „Geschenke“ giftig, zerstörerisch, mörderisch, lärmend und landschaftsvernichtend, zerstören weltweit die Lebensgrundlagen der Menschen und die Qualität der Lebensmittel, verseuchen Wasser, Erde und Luft und machen uns zu den ärmsten menschlichen Kreaturen der Geschichte – was wir nur nicht so merken, weil uns der Vergleich fehlt. Wir merken es am Ende unseres Lebens, wenn die erschreckende Erkenntnis erfolgt, dass wir … nie „unser Leben gelebt haben“.

Gilt nicht für Sie, meinen Sie? Dann fragen Sie sich mal, was von ihrem eingebildeten Reichtum übrig bleibt, wenn der nächste große Crash kommt – er kündigt sich gerade an (siehe Handelsblatt). Die Verschuldung der Welt, „in der wir gut und gerne leben“, hat neue Rekordwerte erreicht (siehe Heise oder Handelsblatt).

Weiterhin … kaufen wir Dinge, die wie nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht leiden können.

Das es auch anders geht … zeigen die Jungs und Mädels von „geldfreier leben„. Ihr Hauptaktivist hat es auch schon mal in die Medien geschafft (siehe Spiegel)

Vielleicht – ist es noch nicht zu spät für radikale Umkehr. Oder aber – die Bestien haben gewonnen. Doch dann wird es wirklich Zeit, sie mal beim Namen zu nennen – all´ jene, die meinen, nur Millionäre hätten auf dieser Welt noch eine Existenzberechtigung. Nennen wir sie „Bestien“ – wie die Löwen in Afrika. Nur … sie wohnen mitten unter uns, uns schützt weder Zaun noch Speer.

Arbeit macht nicht frei – Arbeit macht arm und krank….und tot. Über Sklaverei in Deutschland.

Freitag, 22.2.2013. Eifel. Vor ein paar Monaten hatte ich mal einen mutigen Artikel geschrieben: Arbeit ist Scheiße hies er und war trotz der deftigen Überschrift in feinem Ton gehalten. Es kam, wie es zu erwarten war - ich wurde gescholten. Ein denkwürdiger Moment. Eine "Universaldiletantin" trat auf und kritisierte die Majestätsbeleidigung:

Traurig
Das Erwachsenen gut gebildeten Menschen nix besseres einfällt, als sich in die soziale Hängematte zu legen. Das ist schön einfach, das kostet keine Mühe. Mal abgesehen davon, das solche Artikel anderen Arbeitslosen, das Leben zur Hölle machen.

Freitag, 22.2.2013. Eifel. Vor ein paar Monaten hatte ich mal einen mutigen Artikel geschrieben: Arbeit ist Scheiße hies er und war trotz der deftigen Überschrift in feinem Ton gehalten. Es kam, wie es zu erwarten war – ich wurde gescholten. Ein denkwürdiger Moment. Eine „Universaldilettantin“ trat auf und kritisierte die Majestätsbeleidigung:

Traurig
Das Erwachsenen gut gebildeten Menschen nix besseres einfällt, als sich in die soziale Hängematte zu legen. Das ist schön einfach, das kostet keine Mühe. Mal abgesehen davon, das solche Artikel anderen Arbeitslosen, das Leben zur Hölle machen.

Die Schreibfehler in dem Zitat habe ich korrigiert, Kommafehler nicht. Offenbar hatte die Dilettantin auch den Artikel nicht gelesen – aber das stört ja manche nicht dabei, ihre Meinung abzugeben. Ich für meinen Teil fand es auf jeden Fall einmal wichtig, darauf hinzuweisen, warum ARBEIT eigentlich BEZAHLT gehört – der Zusammenhang ist nämlich immer mehr Menschen unklar, die für Ein-Euro-Jobs oder im Rahmen von Praktika faktisch umsonst arbeiten.

Gut: zu ein Euro-Jobs zwingt einen die Staatsgewalt unter Androhung von Obdachlosigkeit, Hunger- und Kältetod. Wird in Deutschland selten besprochen, das halten wir wie die Sache mit den Juden: wir vergasen sie, aber wir reden nicht darüber – und wissen auch von nichts.

Der Spiegel weist aktuell auf eine Studie hin, die die unglaublich lebensverlängernde Wirkung der Nichtraucherei belegt: neun Jahre länger kann man dann leben. Einer der Kommentatoren zu dem Artikel (Nr. 8: Sozial_Distortion) weist auf die Nebenwirkung der lebensverlängernden Maßnahme hin, die die Mehrheit der Deutschen im Alter erwartet:

Neun Jahre, oder sogar noch länger mit mickriger Rente in einer kalten Bude gerade mal so überleben, oder in einem Altenheim für maximales Geld bei minimaler Versorgung wund gelegen dahinvegetieren. Was für schöne Aussichten für das Gros der zukünftigen „ich habe immer gesund gelebt“ – Rentner.

Noch eine Realität, über die wir nicht sprechen, obwohl sie alle ereilen wird. Eigentlich arbeiten wir wie die Blöden, um der Altersarmut zu entkommen – jener Altersarmut, die für die meisten von uns jetzt schon sicher ist – in Folge der Turbulenzen, die sich durch die von unseren Politikern auf breiter Front bejubelte Freihandelszone mit den USA ergeben werden, werden es noch deutlich mehr werden. Es war schon immer ein Ziel der Menschen, sich durch Arbeit in jungen Jahren einen gewissen Wohlstand zu erarbeiten, damit man im Alter nicht mehr so rackern muss. Früher ging das auch noch – selbst zu Zeiten der Industrialisierung.

Auto, Haus, Urlaubsreisen – all das konnte sich der kleine Mann leisten, weshalb er so begeistert vom Kapitalismus war … auch dann, wenn er im real existierenden Sozialismus lebte.  Oder erst recht dann. Heute ist das anders: seit dreizehn Jahren hat es real keine Lohnerhöhungen mehr gegeben – nur ein paar Plazebos zur Beruhigung der Nerven zwischendurch, die gab es, siehe Badische Zeitung:

Die Beschäftigten in Deutschland verdienen also nach Abzug der Inflationsrate heute weniger als vor dreizehn Jahren, sogar weniger als vor 20 Jahren. Denn schon 1992 lagen die Löhne – immer nach Abzug der Preissteigerung – höher als heute.

Der Lebensstandard sinkt unaufhörlich … dabei rackern wir uns ordentlich ab, siehe Bayrischer Rundfunk:

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich in der Arbeitswelt der Menschen drastische Veränderungen ergeben. Früher war es üblich, von der Ausbildung bis zum Ruhestand beim selben Arbeitgeber sein Auskommen zu verdienen. Außerdem ist die Arbeitsmenge kontinuierlich angewachsen, denn die Aufgaben, die der einzelne zu bewältigen hat, werden mehr, während sich der dafür zur Verfügung stehende Zeitraum verkürzt. Für ein hohes Maß an permanenter Anspannung sorgt heute bei vielen schon allein die Angst um den Job. 

Selbst wenn wir krank sind, gehen wir arbeiten – und jeder kennt den Grund dafür:

Die niedrige Zahl der Fehlzeiten im deutschen Arbeitsleben ist auch Ausdruck einer ständig wachsenden Angst um den Job. Diese führt in vielen Fällen dazu, dass man auch dann im Büro erscheint, wenn man gesundheitlich nicht dazu in der Lage wäre.

Wir gehen arbeiten, weil wir Angst haben. Das muss man sich mal genau überlegen: wir gehen nicht mehr arbeiten, weil wir unseren Lebensstandard verbessern wollen (was bei den Löhnen sowieso ein schlechter Witz wäre), wir gehen nicht mehr arbeiten, um unsere Zukunft abzusichern (die sowieso schon verloren ist), wir gehen arbeiten, weil wir Angst haben.

Wie Sklaven, die sind ähnlich motiviert.

Sklaven dürfen sich auch nicht über die Unerträglichkeit ihrer Situation unterhalten. Besser sie loben die Verhältnisse über den grünen Klee, damit die Meister auch hochzufrieden mit ihnen sind – das war schon im alten Rom so. Und bloß nicht darüber beschweren, das Sklaverei eigentlich verboten gehört – das führt dazu, das den vielen Sklaven, die noch auf dem Marktplatz des Jobcenters herumlungern, „das Leben zur Hölle gemacht wird“.

Darüber, das auch den arbeitenden Menschen das Leben zur Hölle gemacht wird, wird ebenfalls nicht geredet. Demokratie endet am Werkstor – immer öfter. Stört uns das? Und hinter den Mauern der Arbeitgeber macht Arbeit wieder nur noch krank – und mal wieder nicht frei, wie versprochen, siehe Handelsblatt:

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat eine umfangreiche Untersuchung zur Arbeitsbelastung und ihren Auswirkungen vorgelegt. 17.000 Befragungen geben ein umfangreiches Bild. Für 43 Prozent der deutschen Arbeitnehmer hat der Stress bei der Arbeit demnach in den vergangenen zwei Jahren zugenommen.

Noch ein paar Daten zur „Arbeit“? Bitte schön:

Die Mittagspause ist bei vielen schon lange nicht mehr die Regel: Jeder Vierte (26 Prozent) gibt an die Pause ausfallen zu lassen.

Wozu muss man auch Essen, wenn man ARBEIT hat?

Jeder zweite Arbeitnehmer hat Rückenprobleme, jeder dritte klagt über Kopfschmerzen, jeder vierte hat Schlafstörungen, jeder fünfte fühlt sich körperlich oder emotional erschöpft. Als arbeitgeberfreundliches Magazin unterlegt das Handelsblatt die Ergebnisse mit entsprechend manipulativen humorvollen Bildern, so dass gleich klar wird: wir wollen das nicht ernst nehmen.

Dabei sind die Zusammenhänge bekannt. Schon vor neun Jahren warnte die Welt vor den Folgen der „Arbeitsverdichtung“ und erwähnt nebenbei, das in Japan jedes Jahr ZEHNTAUSEND TOTE in Folge dieser Überlastung zu beklagen sind. In Deutschland werden solche Studien erst gar nicht durchgeführt: unser Arbeitsethos darf nicht leiden, unsere heilige Kuh nicht angerührt werden  – auch dann nicht, wenn sie Leben vernichtet.

Das Arbeitsverdichtung keine natürliche Ursache ist, sondern gezielt von Unternehmensberatern im Sinne des Share Holder Value in die Welt getragen wurde, wird dabei gerne übersehen.

Ja – auf einmal sind wir in der Welt des großen Geldes, die es sich erlaubt hat, durch gut verdienende Unternehmensberater erfolgreich in die Arbeitswelt hinein zu regieren. Nicht mehr die Qualität der Produkte ist Sinn des unternehmerischen Handelns, sondern nur noch der Gewinn der Investoren. Die sehen natürlich außerordentlich ungern, das Arbeiter Pausen machen, krank sind oder bezahlt werden – und die Politik hilft ihnen in großem Umfang dabei, ihre Interessen durchzusetzen.

Moment aber: wird denn gar nicht mehr bezahlt?

Natürlich nicht. Es gibt noch ein paar Dinge mit denen man Geld machen kann. Auto fahren, zum Beispiel. Je schneller man fährt, je mehr man sich und andere gefährdet und die Umwelt sinnlos ruiniert, umso mehr Geld bekommt man: Schumacher – 25 Millionen, Vettel – 18 Millionen, Rosberg – 14 Millionen – jedes Jahr. Fußball spielen wird auch reich belohnt: Lahm – 9 Millionen, Schweinsteiger – 9 Millionen, Neuer – 8 Millionen, Ballack – 7,5 Millionen (siehe wofam.de).

Wo kommt das Geld her?

Nun – letztlich von uns, die wir für Arbeit nichts mehr bekommen. Die leben ein Leben in Saus und Braus, während wir uns krank malochen und unser Lebensende hungernd und frierend im Dunkeln verbringen.

Cool, oder?

Für das, was ein Schuhmacher für ein Jahr Auto fahren bekommt, müsste ein Durschnittsverdiener in Deutschland über SIEBENHUNDERT JAHRE arbeiten. Warum werden wir eigentlich nicht alle Rennfahrer? Ach ja, ich vergaß: für Normalbürger gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Besser noch wird es, wenn wir uns der Quelle des Geldwesens zuwenden: den Banken. Dort kann man sogar 80 Millionen Euro verdienen – siehe Spiegel:

Der Franzose Christian Bittar soll laut „Stern“ für das Jahr 2008 Bonuszahlungen in Höhe von 80 Millionen Euro genehmigt bekommen haben.

Brisant ist der hohe Bonus vor allem wegen Bittars mutmaßlicher Verwicklung in den Skandal um manipulierte Referenzzinssätze wie den Libor oder den Euribor.

Bittar konnte so viel verdienen, weil sein Arbeitsvertrag ihm einen prozentualen Anteil an den Gewinnen versprach, die er für die Bank erwirtschaftete – und zwar unbegrenzt, ohne Deckelung. 2008 machte er offenbar das Geschäft seines Lebens. Damals hatte er darauf gesetzt, dass sich die Differenz zwischen den Referenzzinssätzen verschiedener Laufzeiten vergrößern würde. Die Wette ging auf. Im Gesamtjahr verdiente die Bank mit den Zins-Geschäften laut „Wall Street Journal“ damals rund 500 Millionen Euro.

Mit Wetten auf manipulierte Referenzzinssätze kann man offenbar gut verdienen. 2285 Jahre müsste der deutsche Durchschnittsarbeiter dafür arbeiten – das ist selbst mit großzügig nach hinten verlegtem Renteneintrittsalter nicht mehr zu schaffen.

Besser kann das nur noch George Soros. Der hat jetzt gegen den Yen gewettet und eine Milliarde Dollar verdient – völlig ohne Risiko, siehe Nachrichten-t-online:

Soros‘ Firma und andere Hedge-Fonds-Manager gingen beim Yen short, das heißt, sie verkauften die Währung, ohne sie zu besitzen, in der Hoffnung, sich günstiger mit der Währung eindecken zu können, wenn das entsprechende Options-Papier fällig wird. Diese Strategie schien zumindest seit November 2012 einigermaßen risikoarm gewesen zu sein, denn Japans neuer Ministerpräsident Shinzo Abe hatte bereits vor seiner Wahl im Dezember seine Abwertungsstrategie propagiert.

Wieviel Jahre unser deutscher Arbeitnehmer sich im Büro dafür krank schuften muss, möchte ich gar nicht mehr ausrechnen. Toll ist: man kann inzwischen eine Milliarde Dollar machen, ohne die Ware, mit der man handelt, überhaupt zu besitzen! Und das finden alle völlig ok. Andererseits führt die Arbeitsverdichtung zwecks Deckung dieser Traumgewinne zur effektiven Vernichtung menschlicher Gesundheit, menschlichen Wohlstandes und konkret sogar zur Vernichtung von Menschenleben – das stört niemanden.

Es gibt wenige Stimmen aus der Wirtschaft, die dazu passende Kommentare abgeben, wie hier der Unctad Chefökonom Flaßbeck in Capital:

Die Hoffnung, durch Finanzanlagen schnell reich zu werden, muss zerstört werden. Denn sie führt immer wieder zu neuen Krisen, die unendlich teuer sind. Die Menschen müssen irgendwann wieder begreifen, dass man durch Finanzanlagen nicht automatisch reich wird. Man muss arbeiten. Es gab einmal eine Zeit, in der für junge, intelligente Leute klar war: Über etwas Praktisches, Wirkliches oder Technisches kann man reich werden. Aber nicht über Finanz­anlagen.

„Man muss arbeiten“ – das ist dem Chefökonom klar. Anderen ist klar, das es auch reicht, wenn andere für einen arbeiten: dann kann man selbst Einkommen in Höhe einer zweitausendjährigen Arbeitsleistung erzielen, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen.

Römische Imperatoren haben das genauso gesehen – und Rom geschah das gleiche, was uns droht, der komplette Untergang:

Obwohl Volkswirte schlechte Anleger sind, denn sie schauen viel zu weit voraus. Wenn man das System einmal halbwegs verstanden hat, dann weiß man: Es muss irgendwann crashen. Ein Banker würde mir wahrscheinlich zu Aktien raten, aber ich glaube, der nächste Crash kommt bald.

Und wer darf dann wieder die Zeche zahlen? Wissen wir doch genau.

Es gab einmal eine Zeit, in der für junge, intelligente Leute klar war: Über etwas Praktisches, Wirkliches oder Technisches kann man reich werden.

Was Flaßbeck damit sagen will: diese Zeit ist vorbei. Heute demonstrieren Leistungsträger jeden Tag in aller Öffentlichkeit auf allen Kanälen, das man mit Arbeit nicht reich wird, sondern arm – und krank. Reich wird man, wenn man zur Unterhaltung der Reichen Fussball spielt, Auto fährt, wie Günter Jauch den dummen Bürger vorführt, Zinssätze manipuliert oder mit Währungen handelt, die man gar nicht besitzt.

Das kann man als normaler Mensch gar nicht mehr verstehen – wir kommen ja auch ins Gefängnis, wenn wir Autos verkaufen, die wir nicht haben.

Man stelle sich nur mal vor, wie das Leben eines Michael Schuhmacher verlaufen wäre, wenn der Arbeiten gegangen wäre? Oder das von Christian Bittar – oder George Soros? Die hätten noch viele Jahrtausende Arbeit vor sich, um das zu verdienen, was sie jetzt bekommen haben.

Und da kann man doch sehen, das erwachsenen, gut gebildeten Menschen doch noch etwas anderes einfällt, als sich in die soziale Hängematte zu legen: durch Lug und Trug Milliarden machen, die allen anderen dann in der Tasche fehlen.

Wie bitte – soviel Geld ist das gar nicht?

Das sind über ZWEI BILLIONEN EURO – allein für Deutschland. Das ist das Vermögen der stetig wachsenden Millionärskaste in Deutschland (und es entspricht vollumfänglich der deutschen Staatsverschuldung) – und da ist garantiert keiner dabei, der es durch den klassischen sozialversicherungspflichtigen Job zu Reichtum gebracht hat – ausgenommen vielleicht ein paar von denen, die auf Kosten der Arbeitslosenversicherung  leben, siehe Focus:

An der Spitze will Weise handverlesene Leute sehen, die Erfahrungen im Ausland und in der Wirtschaft haben. Insgesamt 20 Millionen Euro zahlt die BA ihren außertariflich vergüteten Leistungsträgern („AT-Beschäftigte“) pro Jahr – von ihnen gibt es 240. Spitzenverdiener unter ihnen ist mit gut 200 000 Euro im Jahr der Herr über das weit verzweigte Datennetz der Behörde, Klaus Vitt, ein Profi mit jahrelanger Telekom-Erfahrung.

Fünf Jahre gut von den Versicherungsgeldern der Arbeiter gelebt – schon hat man seine erste Million. Weise selbst muss laut Gehaltsreport nur vier Jahre für seine erste Million arbeiten. Dafür werden dann Arbeitslosen die Leistungen gekürzt, für die sie vorher fleißig und großzügig in den Versicherungstopf einbezahlt haben, aus dem Frank Weise so großzügig schöpft und damit mehr verdient als die deutsche Bundeskanzlerin (siehe Wiwo), während seine Versicherungsnehmer aus lauter Not in Scharen in eine unsichere Selbstständigkeit abwandern: die Zahl der Solounternehmer ist in den letzten Jahren um 40 % gestiegen, siehe Spiegel, ein Drittel von ihnen lebt im Niedriglohnbereich – mit entsprechenden Rentenaussichten.

Jetzt verstehen wir aber, warum die Arbeitszwangbehörde ihren Bütteln so gute Löhne zahlt (aufgrund derer die Arbeitslosen so wenig Geld haben): die Botschaft, das Arbeitsverweigerung mit Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit bestraft wird, muss mit Nachdruck unters Volk gebracht werden – denn das Volk weiß schon längst, das Arbeit arm und krank macht.

Nur ein paar Dilettanten glauben noch daran, das Arbeit frei macht – aber das war 1933-1945 auch schon ein falsches Versprechen.

Was wir tun müssen, ergibt sich natürlich aus der Sachlage: das Geld muss aus den Händen der Betrüger, Abzocker, Spesenritter, Behördengreifer und Spaßapostel wieder in die Hände jener, die echte Arbeit machen: eine Verdoppelung der Gehälter bei radikaler Kürzung der Arbeitszeit scheint angemessen – dann haben wir auch kein Problem mehr mit der Arbeitslosigkeit oder den „faulen Säcken“ in den sozialen Hängematten: wenn sich Arbeit wieder lohnt, wird man sich wundern, wie schnell die angeblich „Faulen“ auf einmal werden können.

Geld ist genug da. Zur Not können wir ja auch Yen verkaufen, die wir nicht haben – wir als Staat haben deutlich mehr Investmentkapital als George Soros, der nur mit seinem Familienvermögen von 15 Milliarden spekuliert.  Dann könnten wir vielleicht alle den alten Menschheitstraum der griechischen Philosophie leben, siehe Spiegel:

Für die griechischen Philosophen sind die Aufgaben, für die der Mensch „gemacht“ ist: Kontemplation, Wissenschaft, Politik. Oder anders: Nachdenken und philosophische Abhandlungen veröffentlichen. Der freie Mann besitzt große Ländereien, auf denen Tagelöhner und Sklaven die Arbeit verrichten.

Und wir haben heute Maschinen, die diese Arbeit verrichten. Nur deren Gewinn … wird anders verteilt. Schade auch, denn sonst könnte heute … jeder ein FREIER MANN sein – nicht nur die mit einem Mindestbarvermögen von einer Million Euro.

 

 

 

Der Börsencrash 2011 … und ein paar unangenehme Hintergründe

Das Rad der Geschichte dreht sich unwiderruflich weiter.  Wir dachten mal, die Geschichte wäre zu Ende. Erst wurden die bösen Monarchien beseitigt, der grauslige Feudalstaat eleminiert, die Terrorherrschaft der Kirche neutralisiert. Dann wurden im nächsten Schritt den Industriebaronen Grenzen aufgezeigt, um nicht die Diktatur des Schwertes durch die des Geldes zu ersetzen. Letztlich scheiterten in Form von Nationalsozialismus und Kommunismus (wobei ich jetzt beide nicht gleich setzen möchte - ausser vielleicht bezüglich der Ethik ihrer Funktionäre) die Diktaturen der Parteien. Es schein weise zu sein, ein System zu haben, wo sich die gesellschaftlichen Gegensätze im Parlament treffen anstatt mit der Waffe in der Hand auf der Straße. Es schien weise zu sein, jeder politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strömung im Lande eine Stimme im Parlament zu geben, damit Frieden, Wohlstand und Sicherheit lebenslänglich gewahrt bleiben und wir uns in Ruhe um unsere Rosenzucht kümmern können. Nichts sprach dagegen, ein System zu erhalten, das allen Gewinn bringt - trotzdem wird es gerade zerstört, das Rad der Geschichte zerstampft die alten Strukturen und wird etwas Neues bringen, etwas, das gewalttätig sein wird.

Das Rad der Geschichte dreht sich unwiderruflich weiter.  Wir dachten mal, die Geschichte wäre zu Ende. Erst wurden die bösen Monarchien beseitigt, der grauslige Feudalstaat eleminiert, die Terrorherrschaft der Kirche neutralisiert. Dann wurden im nächsten Schritt den Industriebaronen Grenzen aufgezeigt, um nicht die Diktatur des Schwertes durch die des Geldes zu ersetzen. Letztlich scheiterten in Form von Nationalsozialismus und Kommunismus (wobei ich jetzt beide nicht gleich setzen möchte – ausser vielleicht bezüglich der Ethik ihrer Funktionäre) die Diktaturen der Parteien. Es schein weise zu sein, ein System zu haben, wo sich die gesellschaftlichen Gegensätze im Parlament treffen anstatt mit der Waffe in der Hand auf der Straße. Es schien weise zu sein, jeder politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strömung im Lande eine Stimme im Parlament zu geben, damit Frieden, Wohlstand und Sicherheit lebenslänglich gewahrt bleiben und wir uns in Ruhe um unsere Rosenzucht kümmern können. Nichts sprach dagegen, ein System zu erhalten, das allen Gewinn bringt – trotzdem wird es gerade zerstört, das Rad der Geschichte zerstampft die alten Strukturen und wird etwas Neues bringen, etwas, das gewalttätig sein wird.

 „Die Lawine ist ins Rollen gekommen“, sagte ein Börsianer. „Resignation und Perspektivlosigkeit prägen die Stimmung.“

So hören sich die Katastrophennachrichten im Handelsblatt an.

Und das, wo doch noch vor kurzem niemand wusste, warum denn die Börse eigentlich zur Talfahrt neigt – dabei ist der Grund einfach: die größten Anleger … vor allem Banken, wie man hört … verkaufen ihre Aktien. Es ist ja nicht mehr eine Horde von kopflosen Kleinanlegern – die haben sich doch schon längst vom Markt verabschiedet. Es sind die großen, institutionellen Anleger, die ihre Firmenpapiere auf den Markt werfen, weil sie wissen, das der künstlich durch Staatsgeld angekurbelte Aufschwung mit dem Ende des Staatsgeldes auch ein Ende findet. Obama will zwar nochmal eine neue Runde auflegen – nochmal Straßen, Brücken, vielleicht sogar Kreisverkehre bauen bis auch der letzte Quadratzentimeter Ackerboden asphaltiert ist – doch der Erfolg bleibt ungewiss.

„Aber wir haben schon früher harte Zeiten durchgemacht“, sagte Obama. Und ergänzte: „Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich habe keine Angst vor harten Zeiten.“

So wird Obama im Spiegel zitiert. Als Präsident der USA hätte ich auch keine Angst vor harten Zeiten, die Marines und der CIA werden schon dafür sorgen, das ich Brötchen mit Butter und italienischer Salami zum Frühstück bekomme, während andere im Müll nach Essensresten suchen. Was aber klar zu erkennen ist: die harten Zeiten scheinen sicher zu sein. Wenn DER von kommenden harten Zeiten spricht, dann weiß er Bescheid. Immerhin haben es seine Finanziers in der Hand, wie hart die Zeiten werden müssen.

Die Experten machen sich so ihre Gedanken – wie hier in der Welt:

Ein Sturz des Dax unter das Schicksals-Niveau von 4500 Stellen ist alles andere als unmöglich. In der zurückliegenden Finanzkrise sank das Börsenbarometer von 8106 auf 3666 Zähler, also um 55 Prozent. Im dem vorangegangenen Salami-Crash von 2000 bis 2003, der auf den New-Economy-Hype der Neunzigerjahre folgte, betrug das Minus sogar 73 Prozent.

Muss man hier überhaupt noch Experte sein, um zu erkennen, das das Ende nahe ist? In den letzten zwanzig Jahren hat uns unsere Wirtschaft locker dreimal vor die Wand gefahren. Wenn ich eine Automarke fahre, die dreimal hintereinander ohne Fremdeinwirkung Totalschaden erleidet, dann weiß ich, das die Konstruktion Murks und es nur eine Frage der Zeit ist, bis ich bei einem Unfall mit drauf gehe.

Die Welt redet klar und deutlich davon, das dieser neue Totalschaden möglicherweise der letzte ist: Autohändler und Werkstatt haben geschlossen.

Das Bedrückende an der aktuellen Krise sind nicht die Parallelen zur Lehman-Pleite. Vielmehr gibt es einen großen Unterschied: Es ist kein Retter in Sicht.

Klar, die Staaten, die uns bislang gerettet haben, stehen selbst am Abgrund. Nicht mehr lange und ihre Währungen werden nur noch nach dem aktuellen Altpapierwert gehandelt.

Die Täter sind klar erkennbar. Man muss nicht die sozialistische Internationale fragen, um sie zu entdecken. Der konservative Peter Gauweiler beschreibt in der Welt, wer sie sind:

Wir befinden uns in der Hand von ein paar Hundert Manhattan-Boys mit unterschiedlichen Pässen, denen die demokratischen Staatswächter nicht Herr werden und nicht Herr werden wollen. Für Deutschland bekommen diese Leute bis heute auch dann noch eine Banklizenz, wenn sie kein einziges Wort der staatlichen Banken-Aufsicht verstehen.

Liest man mehr, so sieht man, das CSU und DIE LINKE gar nicht weit voneinander entfernt stehen:

Wir stützen doch nicht Griechenland! Wir stützen 25 oder 30 weltweit tätige Investment-Banken und ihre wahnwitzigen Geschäfte, hinter deren Derivaten ja immer weniger Sachwerte stehen. 

Eigentlich weiß jeder, was los ist. Eigentlich könnten wir jetzt schon mit dem Wideraufbau beginnen – bevor die Ruinen kommen. Doch jetzt … wird es kompliziert.

Das kommt mir vor wie Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Der steht bekanntlich nackt da, und keiner will es merken. Als ein Kind das endlich ausspricht, herrschte Erleichterung.

Gauweilers einfache Wahrheiten wirken erleichternd und erfrischend….aber er hat die Rechnung ohne die Schneider gemacht, die dem Kaiser die Kleider verkauft haben, ohne die kaiserlichen Berater, die ihm gerade zu diesem Stoff geraten haben, ohne die Kaisergarde, die mit dem Bayonett jeden niedermacht, der die Wahrheit aussprechen will und ohne all jene Majestätsgläubigen, die sich einen nackten Kaiser noch nicht mal im Traum vorstellen wollen – weshalb er zweifellos und unwiederruflich irgendetwas anhaben muss: alles andere wäre undenkbar.

Er hat die Rechnung ohne all jene gemacht, die an dem großen Betrug mitverdienen … oder zumindest davon träumen. Das Handelsblatt hat aktuell mal einen Fall skizziert:

Die Dame hatte auf alles Mögliche gewettet: auf Rentenpapiere, Aktien, Immobilien, den Dividendenindex Div-Dax versus den Dax und auf Rohstoffe. Risiken ist die Anlegerin dabei nur in Maßen eingegangen, denn fast jedes Produkt verspricht am Ende der Laufzeit den Einsatz zurück.

Verdient hat die Dame ein halbes Prozent in sieben Jahren …. aber gezahlt hat sie deutlich mehr: 23000 Euro hat sie das Vergnügen letztlich gekostet, bei dem Run nach dem leistungslosen Einkommen dabei gewesen zu sein.

Sie ist kein Einzelfall – auch Kommunen und Gemeinden haben sich an dem Run beteiligt, siehe Handelsblatt:

Wegen umstrittener Zinsgeschäfte deutscher Banken mit den Kommunen droht dem Steuerzahler ein Milliardenrisiko. Die Finanzinstitute haben auf Drängen des Bundestags erstmals Zahlen zum Umfang ihrer Geschäfte mit den Städten vorgelegt, die nichts Gutes ahnen lassen: Laut einem Schreiben, das der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), das Sprachrohr der deutschen Banken, Ende Juli an den Finanzausschuss des Bundestags gesandt hat und das dem Handelsblatt vorliegt, bestanden Ende 2010 Wetten zwischen Banken und Kommunen mit einem Gesamtwert von 63,7 Milliarden Euro.

Ein neues Risiko für das Staatssäckel, das aktuell sowieso schon zur Rettung des Euros komplett nach Brüssel verfrachtet wird … und damit rechnen muss, auch von anderer Seite noch deutlich gerupft zu werden, denn die „Manhatten-Boys“ drohen unvermindert mit Geiselnahme und Erpressung, wie aktuell auf einer vom Handelsblatt veranstalteten Tagung:

Besonders hart treffe die Branche die neuen Anforderungen der Finanzaufsicht, insbesondere die neuen Eigenkapitalregeln nach Basel III. Dies werde sich aber nicht nur auf die Banken auswirken, sondern auch negativ auf die Gesamtwirtschaft in Europa.

„Liebes kleines Mädchen … sagst Du dem Kaiser, das er nackt ist, nehmen wir deinem Papa die Arbeit weg!“.

Andersens Märchen wiederholt sich, aber die kaiserlichen Einkleider haben gelernt. Darf ich nochmal ausholen, um zu zeigen, welcher Art die Leute sind, die … das Rad der Geschichte drehen? Nur ein Beispiel soll reichen, um das Prinzip zu verdeutlichen, mit dem die „Manhatten-Boys“ das System infiltriert haben (nein, jetzt kommen nicht wieder die Maschmeyer/Wulff/Schröder-Gang-Geschichte).

Ich spreche von Tony Blair … einem jener Menschen, die – wie Gerhard Schröder in Deutschland – international den „aktivierenden Sozialstaat“ eingeführt hatten, jenes Instrument, mit denen man jene stillhält, die behauptet hatten, der Kaiser sei nackt. Wie Gerhard Schröder darf sich Tony Blair für seine Arbeit auf viel Geld freuen … und wurde sogar Patenonkel des Zeitungszars Murdoch, der in England dafür sorgte, das man nicht die Manhatten-Boys öffentlich für ihre Taten anprangerte, sondern jene Leute, die aufgrund ihrer Aktivitäten ihre Arbeit verloren haben. Jener Blair, der eine seltsam aktive Rolle beim Irakkrieg gespielt hatte (in dessen Folge der Biowaffenexperte David Kelly einen fragwürdigen Selbstmord begann), der Gaddafi freundlich die Hände schüttelt und – womöglich Terrorverdächtige zum Foltern übersandte hängt familiär und persönlich ganz eng zusammen mit jenem Rupert Murdoch, dessen Zeitungsimperium den Finanziers der Manhatten-Boys direkt in die Hände arbeitet. Wundert es da, das der andere „aktivierende“ Sozialstaatler – Gerhard Schröder – die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls sinnlos in einen Krieg geführt hat, wie aktuell der Spiegel enthüllt?

Man kann Peter Gauweilers Panik verstehen – und ebenso die Panik der Börsenexperten. Wir dachten die Geschichte sei zu Ende – und es wäre ein Happy End gewesen, das wir erlebten.

Doch man hatte uns belogen. Hinter der kunterbunten Medienwelt, in der die Lichtgestalten des Finanzmanagements gegen die Finsterlinge aus den Kreisen der Arbeitslosen antreten, lauern andere Wahrheiten, über die man nicht mehr reden darf – die man aber trotzdem erahnen kann. Das Rad der Geschichte wird zurückgedreht, neue Fürsten haben mit Gewalt neue Führungspositionen besetzt, treten das internationale Recht mit Füssen und ordnen die Realität ganz frei nur nach ihrem eigenen Willen:

Vor dem Irak-Untersuchungsausschuss sagte Blairs seinerzeitiger außenpolitischer Berater Sir David Manning aus, dass Blair schon elf Monate vor dem Beginn des Irak-Krieges George W. Bush zugesichert hatte, einen Regimewechsel im Irak notfalls durch den Einsatz militärischer Mittel herbeizuführen. Rechtsberater hatten ihn jedoch schon damals darauf hingewiesen, dass ein Militäreinsatz mit diesem Ziel ungesetzlich sei und gegen die UN-Charta verstoße.[8] Danach räumt Tony Blair in einem Interview offen ein, dass er den Angriff auf den Irak auch ohne Beweise für den irakischen Besitz von Massenvernichtungswaffen für richtig halte.[9] Während die Befragung von Alastair Campbell aufgrund des Briefwechsels zwischen Blair und Bush die Entschlossenheit Blairs zum Krieg nochmals bestätigte, hat eine holländische Untersuchung ergeben, dass Holland sich allein aufgrund des von Großbritannien und den USA gelieferten irreführenden Materials zur Beteiligung am Krieg entschlossen hatte und dass dieser Krieg gegen internationales Recht verstoßen habe.[10]

 

Welche Folgen hat das für uns?

Nun – erstmal die Erkenntnis, das wir in einer neuen Zeit des Feudalismus leben, das die Zeit der Gesetze, des Rechts und der Sicherheit vorbei sind. Wer die Macht hat, setzt seinen Willen wieder mit brutaler militärischer Gewalt durch – oder mit eiserner Faust gegen Arbeitslose im Inland. Jederzeit können die Truppen der Finanzfeudalisten weltweit in jeder beliebigen Stärke zuschlagen, jederzeit können sei öffentliche Meinungen in jedem gewünschten Umfang in jede gewünschte Richtung lenken (und immer wieder kommt es in der Randzone dieser Machtausübung zu Selbstmorden, wenn Einzelne an der Aufdeckung der Lügen arbeiten), jederzeit mit Massenentlassungen oder Gesetzesänderungen Volksbewegungen den Boden unter den Füssen entziehen.

Und dann die Erkenntnis, das wir noch Zeiten erleben werden, in denen der Staat völlig zusammenbricht: der Spiegelartikel Hooligans in Krakau bietet uns einen Ausblick auf einen möglichen deutschen Alltag aus dem Jahre 2018, wo Banden wie wahre Macht auf den Straßen darstellen, weil die knapp bemessene Polizei nur noch Wohlstandsoasen schützt – in Zusammenarbeit mit privaten Wachdiensten.

Das das teuer ist, weiß ich selbst … und weiß deshalb auch, warum der ESM-Vertrag nun dafür sorgt, das das ganze staatliche Kapital zum Zwecke der Umverteilung unwiederbringlich nach Brüssel fliessen soll.  Die Enkel, Neffen und Cousinen der Blair/Schröder/Bush-Förderer bereiten sich auf ein neues Kapitel der Geschichte vor, das sehr sehr finster werden wird – wie es aussieht, steuern wir auf das finsterste Kapitel der menschlichen Geschichte zu, ein Kapitel, das die Barbarei des NS-Staates in den Schatten stellen wird.

 

 

 

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