Correctiv

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Über Wikipedia, Mimikama, Thiomersal und sonstige Schadstoffquellen

Business as usual in Pig Data times … unterhaltsam reflektiert von Markus Fiedler

Gefährdung der marktkonformen Demokratie: Für solche Memes wird man heute auf Facebook gesperrt

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(Bild:  facebook/Markus Gelau)

Für das Posten des obigen Memes wurde der Autor von Facebook soeben für 30 Tage gesperrt. Eine dazu konsultierte Anwaltskanzlei meint: „Wir haben Ihre Äußerung auf Facebook geprüft. Diese verstößt weder gegen deutsches Recht noch gegen die FB-Nutzungsbedingungen. Die Sperre war bzw. ist daher rechtswidrig.“ Von einer Klage ohne Rechtsschutzversicherung rät die Kanzlei dennoch ab, da die Rechtslage in Sachen Facebook nicht geklärt und das Prozessrisiko erheblich sei.

Der Autor, der hauptberuflich Grafiker ist und das obige Rubikon-Factsheet auch selbst erstellt hat, kann sich nun also beim Salzamt beschweren. Denn Facebook hat auch die Widerspruchsfunktion deaktiviert:


(Bild:  facebook/Markus Gelau)

Während sich Autor und Anwälte also gerade den Kopf zerbrechen, was denn der Grund für die Zensur des obigen Postings  ist, liegt der Tatbestand doch sonnenklar auf der Hand:

Solche Infos über CDU-Funktionäre zu veröffentlichen, gefährdet doch den Bestand der marktkonformen Demokratie. Wo kommen wir denn hin, wenn solche Infos die Runde machen? Mannomann, da betreibt jemand Wehrkraftzersetzung ersten Grades und frägt dann noch ganz naiv und unschuldig, gegen welche Regeln er denn verstoßen habe. Hat der denn nicht brav bei Tilo „jung & naiv“ geguckt, um zu kapieren wie das Spiel läuft? Nee? – Also dann mal im Klartext ein Update für alle Sozialromantiker, die immer noch Che Guevara-Deo tragen und nicht mitbekommen haben, wie die Uhren seit der Milleniumswende ticken: Auf höfliche Weise ein paar dumme/naive Fragen stellen ist in einer marktkonformen Demokratie erlaubt, hat sogar einen erwünschten systemrelevanten Unterhaltungswert. Man bekommt dann von Experten und Sprechern der herrschenden Lehre mehr oder weniger hölzerne Antworten, über die man dann schmunzeln und sich sogar schlau vorkommen darf (wäre ja für akademisch gebildete Bürger frustrierend, wenn sie sich immerzu als Doofies fühlen müssten, deren Zukunft in einem neoliberalen System genauso verkauft und ausgeschlachtet wird wie gerade der Hambacher Wald und unsere sonstigen noch verbliebenen Umweltressourcen). Dank „simulativer Demokratie“ (© Jean Ziegler) kann Business as usual  ungestört weitergehen. Wenn die Pressekonferenzsprecher gut aufgelegt sind, beantworten sie sogar noch eine zweite naive Frage. Aber wenn sich der naive Frager auf den hinteren Rängen dann immer noch nicht reinkriegt und das Maul hält oder wer gar 2+2 zusammenzuzählen wagt und Fakten liefert anstatt naiver Fragen, der kriegt auf die Fresse – und wird in einem medial-politisch-ökonomisch perfekt verzahnten System am digitalen Scheiterhaufen warm entsorgt.

An Schergen, die für diesen Scheiterhaufen Brennholz herbeischaffen, mangelt es ja nicht. Schon seit Anfang 2017 sind z.B. die GWUP-/Ruhrbarone rund um David Schraven, Sebastian Bartoschek, Stefan Laurin, & Co. als „correctiv.ruhr“ Teil des Facebook-Zensurbüros „Correctiv“ und dürfen dort alles löschen, was nicht der naturwissenschaftlichen Rationalität entspricht.

Die Gwupies, die im Kampf gegen unbotmäßige Querfront-Postings bei der Bertelsmann-Tochter Arvato im Auftrag von Facebook derzeit noch gutes Geld verdienen, haben allerdings auf das falsche Pferd gesetzt. Die sich gerade sprunghaft entwickelnde KI wird nämlich mit selbstlernenden Algorithmen ganz von selbst erkennen, wann der Inhalt eines Postings die Grenze des Zulässigen überschreitet und die marktkonforme Demokratie gefährdet. Das obige Posting mit den Reizwörtern „CDU“, „Hambacher Wald“, „RWE“ und „120.000.- Euro“ könnte schon von jetzigen Algorithmen im Bruchteil einer Sekunde erkannt und ausgesiebt werden. Künftige PC-Tastaturen der Generation 4.0 werden dem User beim Posten solch subversiver Texte dazu gleich auch einen Stromstoß verpassen.

Die 700 in Berlin und die 500 in Essen angestellten Blockwarte, die 2018 ihren Vertrag mit Arvato und Facebook noch einmal verlängert bekommen haben, werden also schon demnächst abgebaut und selbst im Prekariat landen. Wenn die Blockwarte dann selbst „Pack“ sind, dann werden sie womöglich ins Darknet abtauchen und auch versuchen, ein paar sozialkritische Memes zu posten – es wird dann vermutlich jedoch bereits zu spät sein.


Nachsatz:

Mal im Ernst: Wäre es nicht höchste Zeit, uns eine Alternative zu den – ausnahmslos in transatlantischer Konzernhand befindlichen und damit europäischen Datenschutzstandards und Persönlichkeitsrechten Hohn spottenden – Plattformen Facebook, Youtube, Twitter, Instagram & Co. zu suchen? Human Connection wäre so eine Alternative. Deren Gründer Dennis Hack und sein Team haben die letzten Jahre mit hohem unternehmerischem Risiko fast Tag und Nacht an diesem Ideal eines freien, demokratischen und lösungsorientierten sozialen Netzwerks gearbeitet. Sie sind jetzt auch quasi auf der Ziellinie, es gibt bereits eine betriebsfähige Alpha-Version, in die man sich einloggen kann. Die Lösung, die uns mit Human Connection fast schon wie auf dem silbernen Teller serviert wird, ist nun allerdings kurz vor dem Durchstarten nochmals massiv gefährdet. Human Connection hat gerade einen SOS-Ruf abgesetzt (siehe Youtube).
Wenn 3000 Menschen mit einer monatlichen Mikrospende von 10 Euro helfen (auch 5 Euro-Spenden sind möglich), wäre das Problem im Handumdrehen gelöst und die Finanzierung gesichert. Derzeit sind 2064 Patenschaften erreicht, es fehlen nur noch 936. Wie wär’s also mit 1x Kaffetrinken pro Woche weniger und stattdessen ein paar Münzen Richtung Human Connection rollen lassen? Wäre das nicht eine sinnvolle Investition in die Zukunft?

 

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Ergänzung v. 01.05.2019:

(Screenshot: facebook/Markus Gelau)

Netzfrauen am Scheiterhaufen – Über den Frevel des ‚Alarmismus‘ und seine unbarmherzige Ausrottung


Bild: PD

Immer öfter höre ich von „ganz normalen“ Menschen, die ich sehr schätze – Büroangestellten, Friseurinnen, Handwerkern -, dass sie neuerdings keine Nachrichten mehr lesen. Der Grund dafür sei, dass sie es schlichtweg nicht mehr ertragen, was derzeit in der Welt so abläuft und ihnen das Gelesene Angst mache.

Obwohl ich es zutiefst dramatisch finde, dass Menschen gerade jetzt, wo es auf jeden einzelnen wachen Kopf ankommt, geneigt sind, einfach abzuschalten, so kann ich es doch nachvollziehen. Auch ich merke im Umgang mit Nachrichten einen deutlichen Unterschied zu früher: Begegnete ich beim Sichten des Nachrichtenpotpourris noch vor wenigen Jahren noch ein bis zwei abgründigen Tendenzen pro Woche, von denen ich meinte, dass man diese unbedingt im Auge behalten sollte, da sie sonst gewaltig ins Auge gehen könnten, so geht es mir heute mit fast jeder einzelnen Nachrichtenmeldung so. Man könnte meinen, der nackte Wahnsinn wurde mittlerweile zur Normalität erklärt und lacht uns von allen Seiten an. Nicht nur Umweltzerstörung und Artensterben schreiten in rasendem Tempo voran, auch unsere mühsam über die Jahrhunderte errungenen Grundrechte werden quasi über Nacht abgeholzt (siehe „Die Maasmännchen haben übernommen“), die Chefkonstrukteure des CIA-/NSA-Überwachungsnetzwerks warnen in einem offenen Brief: „Wir errichten gerade schlüsselfertige Tyranneien!“

So nebenbei legen unsere Großmächte wieder die atomare Karte auf den Tisch. Mit bisher unbekannter Leichtfertigkeit wird über die Möglichkeit eines atomaren Erstschlags diskutiert (siehe dazu einen Kommentar des ehemaligen Welt-Journalisten Dirk C. Fleck: „Wenn die Fetzen fliegen“). Michail Gorbatschow warnt, dass wir die nächsten Jahre nicht überleben werden, wenn wir die NATO-Konfrontation an der Grenze zu  Russland nicht entschärfen. Unsere DIN-ISO zertifizierten und transatlantisch vernetzten Leitmedien haben damit kein Problem, sondern plädieren für noch mehr Konfrontation und „Abschreckung“. Eifrig kritisiert werden von besagten Leitmedien hingegen Friedensaktivisten, „Sozialromantiker“ und „Querfrontler“.

Während wir also am Rande des Abgrunds tanzen und gerade wieder in den alljährlichen Oktoberfesttaumel einmünden, ist vor allem eines verpönt: Personen, die Alarmismus verbreiten wie z.B. die Netzfrauen, die mit Ende Juli nun aufgegeben und ihre beliebte Facebook-Seite mit über 200.000 Abonnenten eingestellt haben (siehe auch epochtimes). Ja, wirklich … „Alarmismus“, das ist heute in der Tat das neue Hexentum – wenn wir ihn nicht rechtzeitig verbrennen, wie soll man sich als fortschrittlicher Bürger dann angesichts der derzeitigen globalen Situation noch abends in Ruhe vorm Flachbildschirm sein Bier schmecken lassen?

Dass sich unser bisheriges Träumen mittlerweile ins Alptraumhafte gesteigert hat und unsere schon etwas ergrauten Young Leaders die schwarzen Tore geöffnet haben, durch die wir Wohlstandsbürger schon morgen alles verlieren können, tut der Sehnsucht nach wohligem Eingebettetsein in Zuckerwatte keinen Abbruch. Anstatt auf die Realität hinzusehen und zum Not-Wendigen der griechischen Stoiker aufzuwachen, blasen wir lieber zur fröhlichen Hexenjagd – wobei der Historiker Daniele Ganser ja bereits festgestellt hat, wer im Mittelalter als Hexe gegolten hat: jede Frau, die zuviel Wissen besaß – und damit der herrschenden, patriarchalen Meinung gefährlich war.

Auch den Netzfrauen ist ihr umfangreiches Wissen nun zum Verhängnis geworden. Sie hatten ein weltweites Netz aus Freunden, investigativen Journalisten und Aktivisten aufgebaut, deckten Umweltskandale auf, beleuchteten die Geschäfte von Chemie- und Pharmalobbies  und waren Menschrechtsverletzungen ebenso auf der Spur wie Tierquälereien. Ihr Motto: „Was eine nicht schafft, schaffen viele“. Höchste Zeit also, gegen solch umtriebige Frauen der Spezies ‚mutter courage‘ etwas zu unternehmen, sonst macht ihr Beispiel womöglich Furore und die Zivilgesellschaft schafft etwas, was der Einzelne nicht schafft. Die Schergen, die die Drecksarbeit erledigen und die Frauen auf den medialen Scheiterhaufen befördern, waren wie gewohnt schnell zur Hand. Nicht nur die Welt steuerte einen vernichtenden Artikel bei, in dem die Netzfrauen als „alarmistisches Hetzportal“ und als „Hetzfrauen“ denunziert werden (besonders verwerflich hierbei der Vorwurf: ihr unablässiges Hetzen „gegen die Pharmaindustrie und andere große Konzerne, allen voran Monsanto“). Ausschlaggebend für das Aufgeben der Netzfrauen waren aber wieder einmal die üblichen Verdächtigen: Die erbarmungslosen Großinquisitoren samt ihrem Rudel an Hobbydenunzianten aus dem Dunstkreis der Skeptiker-/Psiram-Bewegung, die den Netzfrauen das Leben insbesondere im letzten Jahr so zur Hölle gemacht haben, sodass die z.T. schon älteren Damen fortwährend mit Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen, Hohn- und Drohschreiben, persönlichen Angriffen und Anwaltsschreiben beschäftigt waren.

Auf einer Vielzahl an Skeptiker-Blogs wurden die Netzfrauen persönlich bloßgestellt und mit z.T. satirisch verunstalteten Fotos an den Pranger gestellt. D. Schreier, die Gründerin der Netzfrauen, wurde für den Satire-Preis „Die lockere Schraube“ nominiert (siehe dielockereschraube.de), einer weiteren Plattform zur Bekämpfung „unwissenschaftlicher“ Meinungen, deren Betreiber sich laut eigenem Bekunden der Skeptiker-Bewegung zugehörig fühlen (siehe auch „Das Goldene Brett vorm Kopf – Über GWUP-Pastafaris, die neue Aluhut-Inquisition und neoliberale Arschlöcher wie mich“).

Aus dem Abschiedsschreiben der Netzfrauen:

„Liebe Fans, Follower, liebe Leserinnen und Leser.
Wir haben Sie informiert, dass wir seit letztem Jahr extrem von einer Gruppe tyrannisiert werden. Man droht, uns finanziell zu schaden, wie man auf unserer Webseite nachlesen kann.
Allein schon, dass wir Sie informiert haben, reichte wieder mal aus, uns mit Abmahnungen zu drohen. Uns war nicht bekannt, dass es eine Straftat ist, etwas zu hinterfragen und dann auch noch zu veröffentlichen.
(…)
Es ist uns aber zu mühselig, unsere Zeit mit Anwälten zu verbringen, oder immer wieder erklären zu müssen, woher wir Quellen, Bildmaterial u. s. w. haben, wenn doch alles in unseren Artikeln steht.

Als wir 2013 gebeten wurden, weiter zu schreiben, haben wir es getan … Doch jetzt ist Schluss. Wir wollten eine bessere Welt für unsere Kinder und Enkelkinder, aber jetzt sind auch diese in Gefahr, denn wie heißt es in der Drohung auf unserer Webseite, dass man auch vor denen nicht halt machen wird.

Wir haben unser Haushaltsgeld in die Netzfrauen gesteckt, waren sparsam, um uns das leisten zu können. Aber dass unsere Männer arbeiten, damit wir das Geld zum Anwalt bringen können, sehen wir nicht mehr ein. …  Wir haben unser Leben lang schwer arbeiten müssen, Lisa und Ulla sind schon auf Rente und Doros Mann kommt jetzt auf Rente und da haben wir uns ein anderes Leben gewünscht und nicht diese Quälerei und Tyrannei, die wir zurzeit erleben müssen. Wir hätten gerne noch weitergemacht, aber so nicht.

Wir bedanken uns für Ihre mentale Unterstützung und werden jetzt die Zeit, die wir sonst für Recherchen aufgebracht haben, bei Anwälten verbringen müssen.“

Unmittelbar nach dieser Kapitulationserklärung knallen im GWUP-Hauptquartier die Korken, das Aufgeben der unwissenschaftlichen Netzfrauen wird gefeiert (verfasst von GWUP-Pressesprecher Bernd Harder am 31. Juli 2017 auf blog.gwup.net):

>> Aus für die “Netzfrauen”?
Noch können wir es nicht recht glauben (ähnliche Ankündigungen hat es schon x-mal gegeben) – jedenfalls haben die “Netzfrauen” soeben ihren Rückzug vom Geschäft mit der Empörung verkündet …<<

Der langjährige GWUP-Vorstand Bernd Harder, der seine alternativlose akademische Brillanz unter anderem mit Vorträgen wie „Gibt es eine alternative Mathematik? Oder eine alternative Geographie? Nein!“ unter Beweis stellt, kann nun aufatmen. Die alternativen Ansätze, die unsere alternativlose Zeit genauso braucht wie ein Loch im Eimer, lösen sich gerade der Reihe nach auf und machen bewährter Monokultur nach System Monsanto Platz, dessen Totalherbizid „Glyphosat“ man laut Bekundungen auf GWUP-Plattformen ja relativ unbekümmert trinken kann. GWUP-Mitglied und Gentechnik-Freak Martin Moder teilt uns etwa auf seinem Blog  „GENau“ mit, dass „wir die mühsame Debatte um die Sicherheit des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat endlich beenden können“, da eine wissenschaftliche Studie „eindeutig gezeigt hat, dass Glyphosat Krebszellen gezielt abtötet …  Normale Körperzellen kommen damit gut zurecht“ (Quelle: scienceblogs.de).

Na, das sind doch schon mal ganz andere Töne als dieser mühsame Alarmismus von Netzfrauen & Co., die jeden Tag mit neuen Hiobsbotschaften und Gesundheitsgefahren aufgewartet haben. Dass die streng wissenschaftlichen Herren von der GWUP mit ihrer Meinung zu Glyphosat zwar nicht mehr ganz up to date sind und von seriösen Wissenschaftlern mit Kopfschütteln bedacht werden, braucht uns nicht zu bekümmern. Was ist es doch für uns Laien, die wir abends müde von der Arbeit heimkommen und vorm Flachbildschirm relaxen wollen, für eine Erleichterung, von akademisch akkreditierten Experten zu erfahren, dass Glyphosat gar kein gefährliches Gift, sondern ein überaus nützlicher Wirkstoff ist. Angesichts solch geballter akademischer Expertise verblassen die Videoaufnahmen, die man zum Thema Glyphosat auf Youtube  reihenweise finden kann, wo Landwirte berichten, dass ihre Tiere seit dem Verfüttern von Glyphosat-hältigem Futter mit grässlichen Missbildungen, offenen Köpfen etc. zur Welt kommen – sonnenklar: solche Aufnahmen können nur Fake News sein.

Zum Glück geht’s diesen Fake News nun aber endgültig an den Kragen. Die medialen Geschütze und bunkerbrechenden Debunking-Marschflugkörper wurden bereits in Stellung gebracht, digitale Agenten mit der Doppelnull-Lizenz zum medialen Töten unterwandern indes bereits die dem Fortschritt feindliche Querfront. Aber nicht nur schmuddelige Hobbydenunzianten und gelangweilte Nerds befördern politisch unkorrekte Personen und Meinungen umgehend auf den digitalen Scheiterhaufen, en gros ausgemistet wird nun auch mit ganz hochoffziellem Mandat im Dienste ihrer Majestät. „Correctiv“ nennt sich das Zensurbüro, das auf Facebook unter Ausschluss des Rechtsweges unbotmäßige Meinungen und ganze Profile löschen darf  (zu den Hintergründen von „Correctiv“ siehe auch eine Bestandsaufnahme von Paul Schreyer: man erfährt unter anderem, dass das mit höchsten Kreisen aus Politik, Wirtschaft und Medien außergewöhnlich gut vernetzte Büro unter anderem von der Brost-Stiftung, der Deutschen Bank, George Soros‘ Open Society Foundations sowie von ZDF, RTL und Google finanziert wird.) Seit Anfang 2017 sind die GWUP-/Ruhrbarone rund um David Schraven, Sebastian Bartoschek (der die Netzfrau D. Schreyer auf seinem GWUP-Blog mittels genüsslicher verbaler Lanzenstiche zuletzt in die Verzweiflung getrieben hat), Stefan Laurin, & Co. als „correctiv.ruhr“ Teil des Zensurbüros „Correctiv“ und dürfen dort alles löschen, was nicht der naturwissenschaftlichen Rationalität entspricht bzw. Fake ist.

Die messerscharfen Gedankenpolizisten der GWUP-/Skeptiker-/Brights-Bewegung haben ihren Fuß somit nicht nur in der global meistgenutzten Wissensenzyklopädie Wikipedia stehen (wie in Markus Fiedlers sehenswertem Film „Zensur“ aufgedeckt), sondern besitzen nun auch im global meistgenutzten sozialen Netzwerk Facebook die Deutungshoheit.  Die von allem Geist befreite, „rein säkulare Welt“, die die GWUP-/Skeptikerbewegung mit aller Kraft anstrebt, befindet sich nun erstmals in der Menschheitsgeschichte in unmittelbarer Reichweite. Das technokratische Paradies und die digitale Endlösung der menschlichen Unvollkommenheit sind also nahe …

Gerade erhalte ich die Nachricht, dass auch die Pax Terra Musica gemeinnützige GmbH, die mit ihrer jüngsten Veranstaltung eine Möglichkeit zur Vernetzung und Neuformierung der Friedensbewegung bieten wollte, Insolvenz anmelden müssen, da dem Festival nach  massiver Diffamierung durch Blogger aus dem Psiram-Umfeld die Besucher fernblieben (hier das Statement des zu Tränen gerührten Organisators und Mitbegründers der „Humanistischen Friedenspartei“ Malte Klingauf). Auf der anderen Seite höre ich bereits das schallende Hohnlachen in den GWUP-Büros, wo man jetzt einen weiteren Erfolg feiern und sich auf die Schultern klopfen kann.

Ja, lachen wir nur, solange wir noch können. Bald wird sich das Lachen sogar noch zum Wiehern steigern – die alljährlichen GWUP-Schmähpreisverleihungen „Das goldene Brett vorm Kopf“ und der „Goldene Aluhut“ nahen wieder, eifrige Schergen schlichten bereits das Scheitholz, ölen die Streckbank und holen die Beißzangen aus dem Keller.

Lassen wir die Horrorclowns also ruhig feiern. So sehr sie jetzt noch feiern, schenkelklopfen und prustend lachen – ihre eigenen Kinder und Enkel werden sie ob der säkularen Welt, in der sie leben werden müssen, allerdings einmal verfluchen (siehe Steve Cutts Cartoon „Man“).

 


Update 20.09.2017: Habe soeben auch etwas sehr Erfreuliches erfahren: In einem jüngsten Statement (siehe Youtube) berichtet Malte Klingauf von einem vorweihnachtlichen Wunder: Ein unerwarteter Spender hat die gesamten Schulden der Pax Terra beglichen und damit das Insolvenzverfahren abgewendet. Dass es auch Menschen gibt, die der systematischen Sabotage der Zivilgesellschaft und der Friedensbewegung nicht tatenlos zusehen, gibt Hoffnung.

 

Deutschland geht es gut wie nie! Elli ist erfroren…

Freitag, 27.Januar 2017. Eifel. Es ist kalt in der Eifel. Und in Deutschland. Minus 19 Grad beträgt die Temperatur auf den Höhen der Eifel, wo eine uns nahestehende Bauersfamilie ums Überleben kämpft. Minus 25 Grad beträgt die Temperatur in den Herzen der Bevölkerung – Minus 40 Grad die in den Seelen der „Entscheider“. Es geht um Geld – für die eigene Tasche.

Was machen Sie eigentlich bei den Temperaturen? Klar, warm anziehen. Wintersport vielleicht? Sicher Schlitten fahren mit den Kindern – das macht Spaß und erfreut die Seele. Vielleicht auch mal auf Skiern unterwegs? Gut, ist etwas teurer – aber man gönnt sich ja sonst nichts. Sie und ich wissen, dass das gelogen ist: wir gönnen uns eine ganze Menge, zum Beispiel gigantische Kühltheken für Veggieschnitzel im Winter, die gegen die Heizungen der Supermärkte ankämpfen. Irre oder? Wir haben große Kühlschränke, die irrsinnig viel Strom verbrauchen, aber auf unseren Straßen erfrieren Menschen.

Am 28. Dezember erfror Elli – ganz in der Nähe des Düsseldorfer Komödchens. Kennen Sie das Komödchen? Ein feiner Ort für den Widerstand. Dort darf über Witze gelacht werden – heimlich und unerkannt – für die man, wenn man sie öffentlich machen würde, bestraft werden würde. Beleidigung des Staatsoberhauptes – oder so. Ja – Verunglimpfung des Bundespräsidenten ist strafbar – wobei ich nicht genau weiß, wann der sich jetzt verunglimpft fühlt. Wissen Sie, wer das ist, dieser „Bundespräsident“? Nun – unser Angestellter. So einer, der nur von Steuergeldern lebt. Oh – hoffentlich habe ich jetzt nicht schon was verunglimpft. Weiß auch gar nicht, wie glimpfen geht. Aber es ist strafbar. Man muss also außerordentlich vorsichtig sein. Nachher glimpft man versehentlich jemanden an – und schon ist man im Gefängnis. Oder ist glimpfen gut und nur unglimpfen schlecht. Was weiß ich.

Kennen Sie Elli? Meine Ex-Frau hieß so. Jedenfalls – nannte ihre Mutter sie so. Sie – hat das gehasst. Ich mag meine Ex-Frau immer noch – trotz aller Katastrophen, die ihre Trennung verursacht hat. Die Nachricht, dass sie neben dem Komödchen – in dem ich oft Gäste für die Industrie empfing – erfroren wäre, würde mich schwer treffen. Da wären ja auch noch unsere Kinder. Ja – das ist was anderes, wenn die Familienangehörigen wegsterben, oder? Seien Sie ehrlich: für jeden Kaputten in der Familie gibt es doch ein Riesendrama, zig-tausend Euro werden ausgegeben, um alle zu beköstigen, tausende Euro für das Grab (vor allem für den Grabstein), tausende für die Grabpflege. Auch ehrlich: wenn meine alte Mutter stirbt, weiß ich nicht, wie ich das bezahlen soll. Vielleicht verkaufe ich alles, was ich habe, damit sie ein würdiges Begräbnis hat? Und lebe dann auf der Straße?

Unsere Elli – also: nicht meine Frau – ist erfroren. Am 28.12.2016. Weihnachtszeit. Die Christbaumkugeln glitzerten noch, die Fenster umher waren weihnachtlich geschmückt. So was geht jetzt in Deutschland.

Was an Elli besonders war? Nun – sie hat ein Tagebuch geführt (siehe DerWesten). Das hat alle fasziniert. Das Ende wurde dokumentiert! Schau mal: die konnte lesen und schreiben! Wie erstaunlich! Da war wohl in ihrer Jugend jemand gütig zur Unterschicht. Ihr Tagebuch berichtet von ihrer inneren Kälte, die schlimmer war als die Äußere. Sie machte sie kraftlos und schwach. Schauen Sie sich mal die Fotos an: eine hübsche Frau von 48 Jahren – die ihren Leidensgenossen immer was aus ihrem Tagebuch vorgelesen hatte.

Ein Horrorleben, oder? Scheint einem düsteren Zukunftsthriller zu entstammen: unheimliche Aliens haben den Planeten erobert, die letzten empfindsamen Menschen leben wie Ratten auf der Straße, teilen sich den Rest innerer Wärme, der einem Tagebuch entspringt. Die Zeitungen sind natürlich voll Beteuerungen, dass allen Obdachlosen überall geholfen wird, auch Elli hat man immer wieder versucht, von der Straße weg zu holen. Wissen Sie, wie lange die obdachlos war? Nur drei Monate. So schnell geht sterben – in Deutschland.

Ihre Geschichte? Nun – sie hat den Tod ihrer Mutter nicht überwunden, heißt es. Hat Alkohol getrunken. Nur – ist das eigentlich wichtig? Seltsam wie wir uns daran gewöhnt haben, nach dem Lebensberechtigungsschein zu fragen, bevor wir Mitleid zulassen. Unglaublich, oder? Erstmal sucht der moderne Mensch – der Alien – eine Ausrede, bevor er hilft. Sind sicherlich viele moderne Menschen an ihr vorbeigegangen. Viele vielleicht auch ins Kommödchen? Ich habe mal versucht, welche Komiker da Programm machte – aber das war nicht mehr auffindbar. Knapp 30 Euro kostet so ein Abend. Wäre doch cool gewesen, für den Abend Elli aus der Kälte zu holen. Elli? Denken Sie einfach mal daran, es wäre ihre Tochter gewesen. Oder ihre Mutter. Wann haben Sie sie das letzte mal gesehen? Scherz – ich wollte sie nur erschrecken.

Könnte auch ihr Sohn sein. Viele Söhne (und Töchter) werden gerade auf die Straße gesetzt, jetzt, in diesem Moment, bei dieser Kälte. Viele überleben das nicht. Vor Elli sind ja auch schon 18 in Düsseldorf gestorben – aber die hatten keinen Nachrichtenwert – also: kein Tagebuch. Erzählen Sie das doch mal das nächste Mal dem nächsten Obdachlosen: für einen coolen Nachruf sollte er Tagebuch führen, dann kommen auch die Reporter. Ansonsten ist leise sterben angesagt. Das glauben Sie nicht, dass Kinder auf deutschen Straßen sterben? Deutsche Kinder?

Ja. Das ist so. Das hat auch … System. Lesen Sie doch mal die „Junge Welt„:

„Sie gehen nicht zur Schule, halten sich mit Bettelei, Kleinkriminalität oder gar Prostitution über Wasser: Auf deutschen Straßen leben Zehntausende obdachlose Jugendliche. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) schätzte 2015 die Zahl der Minderjährigen unter ihnen auf 21.000 – Tendenz steigend. Der Staat habe sie abgeschrieben, beklagen Vereine und Streetworker seit langem. »Starre Hilfesysteme« setzten auf absolutes Wohlverhalten und würden damit individuellen Problemen nicht gerecht, kritisierte damals Jörg Richert vom Verein KARUNA im Gespräch mit jW. Er geht sogar von einer weit höheren Dunkelziffer aus. Die Stiftung »Off Road Kids« warnte kürzlich zum wiederholten Mal vor dem Anstieg des Elends.“

Wahnsinn, oder? Eine Kleinstadt von Kindern – bei minus 19 Grad auf den unfruchtbaren Betonböden unserer Städte. Ein interessantes Sozialexperiment, oder? Nein – der Grund ist ein anderer:

„Das Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) lebt in einer anderen Realität. Auf seiner Internetseite geht es auf obdachlose Jugendliche nicht ein. Statt dessen lobt es Jugendschutz und Kinderrechte.“

Ja – Eigenlob kommt immer gut. Die haben ja jetzt sogar einen eigenen Bundespräsidenten, diesen Steinmeier. Ja – die wählen sich jetzt gegenseitig selbst in die Ämter. Leistung muss sich wieder lohnen. Steinmeier war ein starker Fürsprecher für Hartz IV – und die Hartz-Maschine setzt auf „absolutes Wohlverhalten“, sonst fliegt man auf die Straße. Gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Zu wenig Bewerbungen geschrieben, Job abgelehnt, frech geworden: schon wird geschossen (siehe Junge Welt). Bald eine halbe Million werden so entsorgt. Ab auf die Straße – Väterchen Frost erledigt den Rest. Ja – Gas nimmt man nicht mehr. Wir sind heute weiter, fortschrittlicher, die Fehler von früher würden wir nie wiederholen: Gas war einfach zu teuer.

Wer wird da sanktioniert? Können doch nur „bildungsferne Schichten“ sein. Asoziale. so jedenfalls … stellen unsere Medien es gerne da. Muss ja auch so sein, denn die Regierung, der Staat: das sind ja wir alle, und wir alle sind ganz toll gut und gerecht. Böse ist, wer daran zweifelt. So wie die Taz: zunehmend werden Akademiker, Selbstständige, ganz normale Angehörige der Mittelschicht obdachlos. Die Hartz-Maschine frisst täglich mehr. Bald auch Sie, glauben Sie mir.

Da geht auch kein Weg mehr daran vorbei: die Zinsansprüche der Supervermögen müssen irgendwie gewonnen werden – das geht nur, wenn man überall „unten“ was wegnimmt. 8 Milliardäre haben inzwischen mehr Geld wie die  3,6 Milliarden Ärmsten dieses Planeten: Sie sehen, das Problem ist global.

Bleiben wir in Deutschland. Versuchen ehrliche Steuerbeamte das Geld von Steuerlumpen einzutreiben, werden sie in die Psychiatrie geschickt – wie unter Stalin. Gut, das kostet uns jetzt viel Entschädigung, aber Sie haben es ja. Ja … das zahlen alles Sie (siehe Spiegel). Dafür wird keiner sanktioniert, noch kommt man auf die Idee, alle Arbeitslosen zu Steuerfahndern umzuschulen. Bei den Summen, die hinterzogen werden, könnten die sich leicht selbst finanzieren. Allerdings: schummeln ist systemrelevant. Hören Sie dazu mal einen ehrlichen Schüler (siehe Spiegel):

„In der Schule habe ich es verachtet, wenn Klassenkameraden gespickt haben und nicht durch eigene Leistung eine Arbeit absolvierten. Bis zum Abschluss meines Abiturs habe ich kein Mal geschummelt. Das Resultat war ein deutlich schlechteres Abi als das meiner Klassenkameraden. Es war meine Eigenleistung. Darauf konnte ich mir etwas einbilden, aber kaufen konnte ich mir davon nichts. Auch an die guten Universitäten in den beliebten Städten kam ich nicht. Ich musste mich mit dem zufriedengeben, was meiner Abiturnote entsprach, während meine Kumpels freie Wahl hatten.“

Jetzt schummelt der wie verrückt – und wird mal zu unserer Elite gehören. Wie auch die anderen, die vorher schummelten. Wer nicht schummelt, wird nichts.

„Deutschland geht es gut – und das ist ein Grund zur Freude“. Hat Angela Merkel mal gesagt (siehe z.B. Stern).

Die lebt scheinbar auch in einer anderen Realität- wie ihre Ministerien. In einer Realität, in der Geld in Unmengen da ist, Geld, dass man den Stromkonzernen schenkt, damit die nicht für ihre verstrahlten Altmeiler zahlen müssen. Die – dürfen wir jetzt selbst abbrechen und die Konzerntöchter werden noch reicher (siehe WDR).

„Deutschland geht es gut wie nie – und das ist ein Grund zur Freude“. Kriegen Sie jetzt das Gefühl, dass Sie irgendwie nicht mehr zu diesem „Deutschland“ gehören?

Keine Sorge – die Regierung ergreift Maßnahmen, die Realität ihren Vorstellungen anzupassen. Nein – nicht Ihren Vorstellungen. Die haben ganz andere, in denen Sie nicht vorkommen, wenn Sie obdachlos werden. In der Schweiz sperrte Wikipedia unlängst Regierungscomputer, weil von denen aus 5500 Wikipediaartikel geändert wurden (siehe Tagensanzeiger). In Deutschland hilft die Journalistenband von „Correktiv“ bei der Disziplinierung der Wahrheit bei Facebook (siehe Zeit). Warum ich die Bande nenne? Nun – die leben auch in einer anderen Realität: Correctiv meldete bei den US-Wahlen den Sieg von Clinton, während der Rest der Welt schon Trump gratulierte (siehe Meedia). Die Realität ist in guten Händen. Darf ich noch mal?

„Deutschland geht es gut wie nie – und das ist ein Grund zur Freude“. Hoffentlich glimpfe ich damit nicht wieder.

Oxfam hält die extreme Ungleichheit für Sprengstoff des sozialen Zusammenhaltes – haben die jetzt in Davos gesagt (siehe Oxfam). Wissen Sie, was das heißt? Der nächste LKW, der in eine Menschenmenge rast, wird möglicherweise von Deutschen gefahren. Jenen, die in einer anderen Realität leben. Die falschen Artikel lesen. Die mit den „Fakenews“, die jetzt gekennzeichnet werden. So wie den über Elli, den Sie oben gelesen haben – aus in der Regel gut informierten Kreisen ist zu vernehmen, dass ihre Todesursache unklar ist (siehe hinzundkunzt) … sagt ein Sprecher der Polizei. Aber toll, jetzt brauchen wir uns nicht mehr damit beschäftigen, denn:

„Deutschland geht es gut wie nie und das ist ein Grund zur Freude“.

Wissen Sie, was sozialer Sprengstoff ist? Nun – wir haben gerade einen entschärft. Sozialer Sprengstoff ist das Gefühl, nicht mehr dazu zu gehören, zu dem guten Deutschland der Freude. Das hat Folgen (siehe Spiegel):

„Die Opfer sind nicht nur sehr verzweifelt, hilflos und verspüren ein Gefühl von Ohnmacht. Sie entwickeln auch Rachegedanken und Hass. Wer Mobbing nicht selbst hat erfahren müssen, kann kaum nachvollziehen, was das mit einem Menschen macht. Das wird von außen, auch von den Lehrern, kleingeredet als harmlose Auseinandersetzungen zwischen Kindern. Es wird oft nicht erkannt, wie intensiv dieser Psychoterror tatsächlich ist.“

Mobbing? Kann ich Ihnen erklären. „Kleine Gemeinheiten, große Schikanen, gezielte Demütigungen“ (siehe Spiegel). Wie die erneute … und verschleierte … Senkung der Hartz IV-Sätze (siehe lokalkompass). Die Arbeitspflicht in Minijobs. Leiharbeit. Im Niedriglohnsektor. Daraus entwickeln sich … Rachegedanken und Hass. Ja: daher stammt jener Hass auf Facebook, gegen den man jetzt mit Staats- und Löschgewalt vorgehen will. Er gefährdet als solcher die Realität der Ministerien. Man fragt sich nicht, wo er herkommt … man ignoriert ihn einfach, bis seine Protagonisten schweigen … oder erfrieren. Aus der Physik wissen wir, was mit einem Gefäß geschieht, wenn es zu großem Druck ausgesetzt wird … man also die Hassventile der Gesellschaft schließt. Denke da an … Amokläufe. LKW´s.

Wissen Sie, was die Fürstin Gloria von Turn und Taxis dazu sagt? Superreiche Societydame, von adeligem Geblüt – ganz anders als Elli. Ob die auch Tagebuch führt, weiß ich nicht, aber sie gibt Interviews … und sieht eine neue Diktatur in Deutschland entstehen (siehe Epochtimes), eine Wohlstandsdiktatur, die unter anderem auch „Religion, Kunst, Liebe, Familie, freies Denken und Emotionen überflüssig“ werden lassen.

Emotionen? Ja … die sind „postfaktisch“ – und „postfaktisch“ ist in der Regierungsrealität das neue Böse. Wie Fakenews. Also: lesen Sie das schnell alles, bevor Correctiv das alles korrigiert. Erwarten Sie Überraschungen – wie die Nachricht, dass Donald Trump gar nicht der Präsident der USA ist, weil dies den Realitätsvorstellungen der Kanzlerin widerspricht. Die Nachricht, dass es in Deutschland keine Armut mehr gibt, niemand mehr denken möchte, Familie und Liebe sozialromantischer Schwachsinn sind, Religion Opium fürs Volk ist und Kunst grundsätzlich entartet. Es sei denn, sie wird von Experten ausgeführt, die handverlesen sind. So wie bei der Eröffnung der Elbphilharmonie. Da waren sie alle, unsere „Mächtigen“, die gerade in Davos die „neue Weltordnung“ der Globalisierung entwerfen, im festen Marschtritt mit China (siehe WEF).

Die Realität? Spielball der Mächtigen. Wie die Elbphilharmonie, die einst hauptsächlich durch private Spenden gebaut werden sollte, dann aber zum Kostenmoloch wurde. Für Sie. Aber Sie waren glaube ich zur Eröffnung nicht eingeladen. Elli auch nicht, die war da schon tot.

Wissen Sie, was das bedeutet – die neue Weltordnung der Reichen und Mächtigen? Noch mehr Reichtum für „oben“, noch mehr Elli für unten. Machen Sie sich mal flott Gedanken darüber, wie sie mit jenen Menschen konkurrieren wollen, die im Jahr das kriegen, was Sie im Monat verbraten. Einfach mal nachschauen, was in China so gezahlt wird. 2040 Euro … im Jahr. Weniger als die Hälfte von Hartz IV. Das ist der Standard der globalisierten Zukunft.

Wissen Sie, was die Fürstin dazu sagt:

„Diese Angst und Verunsicherung sei auch politisch gewollt. „Menschen, die Angst haben, sind leichter zu manipulieren – das scheint auch politisches Ziel zu sein“, so die Fürstin.

Ob die auch Fürstinnen löschen? Nun – diese Ansicht steht auch im Focus und der Welt.

Dürfen wir uns jetzt fragen, warum man uns manipulieren will?

Nein.

Denn die Regierung hat eine Wahrheit gesetzt, gegen die nur finsterste, hässliche und hasserfüllt stinkende Rechtsnazifratzen protestieren würden – und wer will freiwillig schon so ein Etikett? Und wie lautet die Wahrheit?

„Deutschland geht es gut wie nie … und das ist ein Grund zur Freude“.

Also freuen Sie sich. Ist eine Anordnung der herrschenden Klasse. Elli ist tot. Und vielleicht gar nicht erfroren.

Willkommen … in der Regierungsrealität.

 

 

 

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